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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 065 I 173. Jahrgang I Freitag, 23. August 2019

Mehr Zusammenhalt

Im Sinn des Patienten

Das Projekt «engagement-lokal» will die Freiwilligenarbeit fördern – mit Kompetenz vor Ort. > Seite 5

Sichere Medikation im Alter war das Thema am Spitex-Tag in Affoltern. > Seite 9

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Überlebenskünstler Flechten begleiten Christoph Scheidegger aus Hausen ein Leben lang. > Seite 11

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Berufs-WM Heute Freitag starten in Russland die «WorldSkills» – auch für Rahel Weber aus Obfelden. > Seite 13

29 Säuliämtler kandidieren für den Nationalrat Die Ausgangslage vor den Wahlen vom 20. Oktober In einem Monat werden die Unterlagen für die Nationalratswahlen zugestellt. Hans-Ulrich Bigler und Martin Haab wollen ihre Sitze verteidigen, doch auch 27 weitere Ämtlerinnen und Ämtler stellen sich zur Wahl.

kommission profiliert – im Dezember soll er das Präsidium übernehmen.

Frauen und Junge untervertreten

................................................... von thomas stöckli 35 Nationalräte vertreten den Kanton Zürich aktuell in Bern. Darunter sind auch Hans-Ulrich Bigler, FDP, aus Affoltern und Martin Haab, SVP, aus Mettmenstetten. Damit ist das Knonauer Amt eigentlich übervertreten – gemessen an den gut 855 000 Wahlberechtigten im Kanton hätte es mit seinen gut 32 000 Wahlberechtigten lediglich «Anspruch» auf 1,3 Nationalratsmandate. Trotzdem erinnert man sich aus Ämtler Perspektive natürlich gerne zurück an die Jahre 1991 bis 95 und 1999 bis 2007, als das Knonauer Amt gleich dreifach im nationalen Parlament vertreten war. Neben Rolf Hegetschweiler (FDP, 1991 bis 2007) und Toni Bortoluzzi (SVP, 1991 bis 2015) waren dies Hans Steiger (SP, 1991 bis 1995) und Hans Kaufmann (SVP, 1999 bis 2014). Die Wahrscheinlichkeit, dass es am 20. Oktober wieder zu einer Ämtler Dreiervertretung kommen könnte, ist allerdings gering. Im Gegenteil: Die beiden Amtierenden treten zwar erneut an, ihre Wiederwahl ist allerdings kein Selbstläufer. Beide sind erst während der Legislatur nachgerückt,

Der Feind im Bett Sie ist rotbraun, hat sechs Beine, wird kaum einen Zentimeter gross – und doch kann sie im Schlafzimmer mächtig Ärger verursachen: die Bettwanze. Am liebsten nistet sie sich in kleinen Ritzen des Bettgestells, hinter Sockelleisten und in anderen lichtgeschützten Verstecken in Schlafräumen ein. Alle drei bis sieben Tage ernährt sich der nachtaktive Parasit von menschlichem Blut. In Hotels sind die Tiere inzwischen weltweit eine Plage. Einmal in den Reisekoffer gekrabbelt, gelangen sie von dort als blinde Passagiere in Haushalte auf allen Kontinenten. Auch in der Schweiz mehren sich die Bettwanzenbefälle seit 2006 wieder massiv, wie Gabi Müller von der Schädlingsprävention der Stadt Zürich sagt. Die Affoltemer Hundetrainerin Gaby Hess hat daraus ein Geschäftsmodell gemacht. Mit ihren Vierbeinern ist sie dem Ungeziefer auf der Spur. (lhä) ................................................... > Bericht auf Seite 7

Wollen ihre Sitze im Nationalrat verteidigen: Hans-Ulrich Bigler (FDP) aus Affoltern und Martin Haab (SVP) aus Mettmenstetten. (Archivbild -ter.) Bigler im Dezember 2015 für Ruedi Noser, der in den Ständerat aufstieg, Haab erst vor knapp drei Monaten, als Natalie Rickli ihr neues Amt im Regierungsrat antrat. Und sowohl die SVP (- 5,56%) als auch die FDP (- 1,66%) gehörten im Frühling zu den Verlierern der Kantonsratswahlen.

Bisherige sind zuversichtlich Aktuell stellt die Zürcher SVP zwölf Nationalräte. Auf Listenplatz zehn ist Martin Haab also noch nicht sicher durch. Hinter ihm lauert unter anderem noch Christoph Mörgeli. «Ich bin optimistisch», sagt Haab und beziffert seine Wahlchancen auf 85 bis 90 Prozent – auch wenn es für seine Partei schwierig werde, alle Sitze zu halten. Im Gegensatz zur SVP-Kampagne mit dem Ungeziefer – «ein unglückliches Sujet», so Haab – stösst die Kampagne

«3 Martin nach Bern» des Bauernverbands für Haab, Hübscher (beide SVP) und Farner (FDP) auf viel Sympathie. Als Landwirt geniesse er insbesondere in Klimafragen eine gewisse Glaubwürdigkeit, ist Haab überzeugt: «Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt gehören zusammen», so sein Credo. Die kantonale FDP stellt momentan fünf Nationalräte – und führt Hans-Ulrich Bigler auf dem fünften Listenplatz. «Die FDP ist gut unterwegs», betont Bigler und ruft in Erinnerung, dass es vor vier Jahren fast gelungen wäre, einen sechsten Sitz zu holen. Höher als den Wahlkampf gewichtet er im Wettstreit um die Wählergunst die Arbeit im Parlament. Und da blickt er auf eine aktive Legislatur zurück. So hat er sich erfolgreich für eine bessere Finanzierung der höheren Berufsbildung eingesetzt und zudem als Vizepräsident der Finanz-

Unter den 966 Kandidierenden für die 35 Zürcher Nationalrats-Mandate sind insgesamt 29 aus dem Bezirk Affoltern, darunter sechs aus der Bezirkshauptstadt und fünf aus Mettmenstetten. Wettswil stellt vier Kandidierende, Aeugst deren drei, Bonstetten, Ottenbach und Rifferswil je zwei. Gemessen am kantonalen Schnitt von 43 % sind die Frauen im Knonauer Amt untervertreten: Elf Kandidatinnen (38 %) stehen 18 Kandidaten gegenüber. Mit rund 51 Jahren ist das Durchschnittsalter der Kandidierenden im Knonauer Amt deutlich höher als im Gesamtkanton (43 Jahre). Auf die Hauptlisten der acht aktuell in Bundesbern vertretenen Parteien haben es neben den beiden Bisherigen sieben weitere Ämtler geschafft: aus Wettswil Marc Bochsler (SVP, Listenplatz 34) und Roger Schmutz (SP, 32), Kantonsrätin Arianne Moser aus Bonstetten (FDP, 33), Kantonsrat Ronald Alder aus Ottenbach (GLP, 17), Vera Anders Oettli aus Hausen (Grüne, 28) sowie die beiden Affoltemer, Kantonsrat Daniel Sommer (EVP, 5) und Eveline Fenner (EVP, 24). Kantonsrätin Hannah Pfalzgraf aus Mettmenstetten führt die Liste der Juso an, alt Botschafter David Vogelsanger aus Kappel ist Nummer Zwei der SVP 55plus. In genau einem Monat werden die Wahlunterlagen zugestellt. ................................................... > Ämtler Kandidierende auf Seite 3

Velo-Sprint aufs Albishorn

Schweizer Meister Urs Huber hatte mit dem 17-jährigen Junior Timo Müller (Nr. 13) einen äusserst hartnäckigen Verfolger. (Bild Martin Platter)

Noch nie in der 26-jährigen Geschichte des Albishorn-Bikerennens sind so viele Mountainbiker in so kurzer Zeit im Ziel unterhalb des Restaurants Albishorn eingetroffen. Und das grosse Teilnehmerfeld trieb auch die Spitzenfahrer zu Höchstleistungen an. Bei den Herren verpasste Rekordhalter Urs Huber seine eigene Bestmarke zwar um sieben Sekunden, dafür pulverisierte Jacqueline Schneebeli die bisherige Frauenrekordzeit. Härtester Widersacher für Sieger Urs Huber war diesmal ein 17-jähriger Junior: Timo Müller liess sich bis etwa zwei Kilometer vor dem Ziel nicht abschütteln und büsste schliesslich nur 38 Sekunden auf den dreimaligen Schweizer Bikemarathon-Meister ein. Beeindruckend auch die Leistung des 13-jährigen Cedric Graf. Nur neun Erwachsene waren schneller als der Ottenbacher. ................................................... > Bericht auf Seite 27

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Hoher Zuspruch Der erste Lokalmarkt in Hausen hat zahlreiche Interessierte angelockt. > Seite 15

Schwarze Zahlen im Spital Affoltern Etwas mehr als drei Monate sind seit der Spital-Abstimmung vergangen. Nun liegen die Zahlen des ersten Halbjahrs 2019 vor: Zwischen Januar und Juni hat das Spital Affoltern einen Gewinn von 1,2 Millionen Franken erwirtschaftet. Die Fluktuationsrate bei den Mitarbeitenden habe sich stabilisiert, und als Arbeitgeber habe das Spital wieder an Attraktivität gewonnen, heisst es in einer Meldung. Nun gelte es, diesen positiven Trend mit weiteren strukturellen Anpassungen weiterzuführen, ................................................... > Bericht auf Seite 3

Gute Aussichten für Weinbauern 2017 fielen auch im Säuliamt bis zu 90 Prozent der Weintrauben dem Frost zum Opfer. Ein Jahr später war die Ernte umso ertragreicher. Und auch in diesem Herbst besteht die Chance auf einen «guten Weinjahrgang 2019». Weinbauer Edwin Marty, der den Hektar-grossen Rebhügel zwischen Uttenberg und Knonau bewirtschaftet, bezeichnet die Ausgangslage als «sehr gut». Nun gilt es zu warten, bis der Wümmet beginnen kann. ................................................... > Bericht auf Seite 5 anzeigen


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

DANKSAGUNG

Du hast gesorgt, du hast geschafft, bis dir die Krankheit nahm die Kraft. Schlicht und einfach war dein Leben, treu und fleissig deine Hand, immer helfend für die Deinen, ruhe sanft und habe Dank.

Wir danken herzlich für die vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von

Melanie Vollenweider-Christen erfahren durften.

Fritz Vollenweider und die Trauerfamilie

Mettmenstetten, im August 2019

In stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserem lieben Ehemann, Vater, Sohn und Bruder

Daniel Obschlager 13. Dezember 1970 – 17. August 2019

Zu verkaufen 2 Original Quilts 130 / 130 und 210 / 175 cm Tel. 079 756 76 79

Nach langer geduldig ertragener Krankheit, durfte er im Beisein seiner Familie zu Hause einschlafen. Die Trauerfamilie

Mitmusiker/-in gesucht vorzugsweise Percussions, Piano, Bass oder anderes. Zwei musikbegeisterte Senioren (60+), Gitarren, Mundharmonika, Gesang, mit Vorliebe für Rock, Country und MundartSongs aus den 60er- bis 80er-Jahren, suchen gleichgesinnte Freizeit-Musiker/ -innen zum regelmässigen Zusammenspiel. Tel. 044 700 30 79.

Schiessvereine

BSV Affoltern Bezirksschiessen 2019 300 m in Ottenbach: Freitag, 23. August 2019 17.00 – 20.00 Uhr Samstag, 24. August 2019 09.00 – 12.00 Uhr Samstag, 31. August 2019 13.30 – 17.00 Uhr 50/25 m in Mettmenstetten: Freitag, 30. August 2019: 18.00 – 20.00 Uhr Freitag, 1. September 2019: 18.00 – 20.00 Uhr

HERZLICHEN DANK Für die grosse Anteilnahme und die vielen lieben Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von

Ernst Bühlmann-Gallmann erfahren durften. Wir danken ganz herzlich: – Frau Pfarrerin Susanne Wey für die einfühlsamen Worte auf dem Friedhof – Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, die uns begleitet und getröstet haben und für jeden Händedruck, der uns zeigt: Wir sind für Euch da. – Der Delegation der Männerriege, die mit der Standarte Ernst auf seinem letzten Weg begleitet haben – Für die schönen Blumen und die vielen Spenden, die vielen Karten mit den tröstenden Worten – Allen Freunden und Bekannten, die das Leben von Ernst mit Liebe und Freundschaft bereichert haben

Die Trauerfamilie

Mettmenstetten, im August 2019

Der Bezirkschef Schiessen 300 m

Datum der Konkurseröffnung: 21. Juni 2019 Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG Eingabefrist innert einem Monat nach Bekanntmachung Vergeiche im Übrigen Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 23. August 2019. Affoltern am Albis, 20. August 2019 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 574 8910 Affoltern am Albis

ABSCHIED

Die Lücke, die Du hinterlässt, ist gross und wir vermissen Dich. Nicht trauern wollen wir, dass wir dich verloren haben, sondern dankbar sein, dass wir dich so lange hatten.

Achtung: Aufforderung, Dienst- und Schiessbüchlein oder Leistungsausweis mitbringen!

Schuldner: Nachlass von Aurelio Papa, geb. 30. Mai 1939, Staatsangehörigkeit: Italien, wohnhaft gewesen in Hedingen ZH, gestorben am 18. Januar 2019

Traueradresse: Sabrina Obschlager, Schachenstrasse 2, 8909 Zwillikon

ist von uns gegangen.

9.00 – 11.00 Uhr

Konkurseröffnung

Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Palliaviva, Spenden-Konto 80-38332-6, IBAN CH27 0900 0000 8003 8332 6.

15. Mai 1952 – 17. August 2019

2. Obligatorische Übung 300 m + 50 m

Der Vorstand

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Die Abdankung findet am Dienstag, 27. August 2019, 14.30 Uhr, in der reformierten Kirche Affoltern am Albis statt.

Julia Gallmann-Hildebrand

Feldschützenverein Wettswil Samstag, 24. August

Sabrina Obschlager mit Tom Stefan und Rosmarie Obschlager Markus Obschlager und Jasmine Bollier Patrick Obschlager mit Silas und Sandra Steiner Verwandte, Freunde und Bekannte

Heinz Gallmann Alois und Ines, Brunnen Max und Angelina, Kriens Silvia Blaser, Goldau

Mit vielen schönen Erinnerungen und grosser Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meiner lieben Ehefrau, unserem Mami, Schwiegermami, Gromi, Schwester, Gotti und Schwägerin

Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Die Abdankung ist am Montag, 26. August 2019, um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche Mettmenstetten.

Hanni Hinners-Lösch

Traueradresse: Heinz Gallmann, Pfruendmattstrasse 5, 8932 Mettmenstetten

6. April 1947 – 17. August 2019

Nach langen, schweren Krankheiten durftest du im Beisein deiner Liebsten friedlich einschlafen. Wir alle vermissen dich sehr und du bleibst für immer in unseren Herzen. Heiri Hinners Roger und Kerstin Hinners mit Remo und Fabian Stephan und Claudia Hinners mit Timo und Luca Hermann und Madeleine Lösch Trudi und Günter Mogel Hanspeter und Vreni Lösch Jacqueline Scrivano Ingrid Stumm sowie alle Verwandten und Freunde Die Urnenbeisetzung und der anschliessende Abschiedsgottesdienst findet am Dienstag, 27. August 2019, um 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche Obfelden statt. Anstelle von Blumen gedenke man bitte des Spendenfonds der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Obfelden, IBAN CH43 0900 0000 8005 4143 9 mit dem Vermerk: Todesfall Hanni Hinners. Es werden in Obfelden keine Leidzirkulare versandt. Traueradresse: Heiri Hinners, Hölibachstrasse 108, 8912 Obfelden


Bezirk Affoltern

Schmuck gestohlen Bei einem tagsüber verübten Einbruch in ein Einfamilienhaus in Mettmenstetten wurde am 18. August Schmuck im Wert von mehreren hundert Franken gestohlen. Die Täterschaft verschaffte sich Zutritt via Balkontüre, ohne Sachschaden zu hinterlassen. In zahlreichen Gemeinden waren über das vergangene Wochenende Bettler unterwegs. Laut Angaben der Kantonspolizei in Affoltern wurden zwei Männer weggewiesen. Wegen zu lauter Musik und zu lauter Kommunikation am 17. August beim Schulhaus Schachen in Bonstetten rückte die Polizei ebenfalls aus und ermahnte zur Ruhe. Zur Ruhe gekommen sind in Affoltern auch jene Rinder, die am Mittwochmorgen von ihrer Weide ausgebüxt sind. Inzwischen weiden sie wieder in ihrer gewohnten Umgebung. (-ter.)

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

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Freitag, 23. August 2019

Spital Affoltern auf Kurs Erfolgreiches erstes Halbjahr Das erste Halbjahr 2019 hat das Spital Affoltern mit einem Gewinn von 1,2 Mio. Franken abgeschlossen. Nun gilt es, diesen positiven Trend mit weiteren strukturellen Anpassungen auch im zweiten Halbjahr weiterzuführen. Genau drei Monate sind seit der Abstimmung über die Zukunft des Spitals Affoltern vergangen. Die Bevölkerung des Knonauer Amts hat damit zum Ausdruck gebracht, dass sie dem Spital ihr Vertrauen schenkt. Gleichzeitig wird aber auch erwartet, dass sich das Spital für die Zukunft rüstet, den Spitalstandort sichert und – wie auch von der kantonalen Gesundheitsdirektion verlangt – wirtschaftlich arbeitet. Das Spital Affoltern hat den Schwung der Abstimmung vom 19. Mai mitgenommen und auch den Auftrag der Bevölkerung, sich «fit für die Zukunft» zu machen. Ein Spital für den Bezirk Affoltern braucht an seiner Seite starke Partner. Diese hat es mit den Kooperationspartnern, dem Stadt-

spital Waid und Triemli und dem Kantonsspital Zug, gefunden. Die Synergien, die sich aus diesen Kooperationen ergeben, nutzt das Spital Affoltern, um einen wirtschaftlichen Spitalbetrieb sicherzustellen und das Leistungsangebot so auszurichten, um sich gezielt auf die Vergabe der Leistungsaufträge für die Zeit ab 2023 durch die Gesundheitsdirektion vorzubereiten – und letztlich einen Platz auf der kantonalen Spitalliste zu sichern.

Spitalbus: 278 Fahrgäste im Juli Die Fluktuationsrate bei den Mitarbeitenden hat sich erfreulicherweise stabilisiert, trotz der Unsicherheit im Vorfeld der Volksabstimmung. Auch bei den Stellensuchenden hat das Spital Affoltern als Arbeitgeber wieder an Attraktivität gewonnen. Der Umbau der Notfallstation, der im März abgeschlossen wurde, hat zu einer positiven Entwicklung des notfallmedizinischen Angebots und einem Anstieg von 300 Konsultationen im Vergleich zur Vorjahresperiode geführt. Die Planungsarbeiten zum Umbau der

Bettenstation A1 im Hauptgebäude des Spitals Affoltern haben ebenfalls begonnen. Ziel ist es, eine Infrastruktur zu schaffen, die optimale Voraussetzungen für die Patienten der Akutgeriatrie aufweist. Ein weiterer Schritt im Rahmen der Ambulantisierung in der Medizin ist die Entstehung einer Dialysestation. Eine sehr erfreuliche Entwicklung gibt es auch bei den Zahlen des im Juni eingeführten Spitalbusses zu verzeichnen, der für die Patienten und Besucher die Anbindung vom Spital Affoltern und der Langzeitpflege Sonnenberg zum Bahnhof Affoltern sicherstellt: Waren es im Juni noch 160 Fahrgäste, so stieg die Zahl im Juli – trotz Sommerferien – um mehr als 70 % auf 278 Fahrgäste. Alles in allem deuten die positiven Zahlen darauf hin, dass das Spital Affoltern mit den getroffenen Massnahmen und den strukturellen Veränderungen auf dem richtigen Weg ist. Nun gilt es, diesen Weg für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft zu ebnen. Spital Affoltern

3

Nationalratswahlen: Ämtler Kandidierende Voraussichtlich in der Woche vom 23. bis 28. September werden die Listen für die Nationalratswahlen verschickt. Hier schon mal eine Auflistung der 29 Ämtler Kandidatinnen und Kandidaten, verteilt auf 17 der insgesamt 32 Listen. Die Kandidierenden erhalten Gelegenheit, sich im «Anzeiger» mit 1500 Zeichen Text und einem Porträtbild vorzustellen. (tst.)

1 Schweizerische Volkspartei (SVP) 10 Martin Haab,

Mettmenstetten,

1962

34 Marc Bochsler,

Wettswil,

1982

2 Sozialdemokratische Partei (SP) 32 Roger Schmutz,

Wettswil,

1978

3 FDP.Die Liberalen 5 Hans Ulrich Bigler, Affoltern,

1958

33 Arianne Moser-Schäfer, Bonstetten,

1965

4 Grünliberale Partei (GLP) 17 Ronald Alder,

Ottenbach,

1969

6 Grüne 28 Vera Anders Oettli, Hausen,

1965

8 Evangelische Volkspartei (EVP) 5 Daniel Sommer,

Affoltern,

1964

24 Eveline Fenner,

Affoltern,

1966

10 Jungfreisinnige 31 Florian Maier,

Wettswil,

1988

13 CVP Frauen

Weniger leere Wohnungen

6 Francesca Brignoli Lutz, Wettswil,

Ausgeprägter Rückgang in Hedingen und Mettmenstetten

1 Hannah Pfalzgraf, Mettmenstetten,

Am 1. Juni standen im Kanton Zürich etwa 6650 Wohnungen leer – rund 670 weniger als im Vorjahr. Die Leerwohnungsziffer sank damit von 0,99 auf 0,89 %. Im Knonauer Amt war der Rückgang in Hedingen und Mettmenstetten am ausgeprägtesten.

16 Kurt Meister-Peterhans, Obfelden,

Die Leerwohnungszählung ermittelt jährlich die Zahl der Wohnungen, die per 1. Juni leer stehen. Die Leerwohnungszahl bildet dabei nur einen Teil der Wohnungen ab, die auf den Markt kommen. Der Grossteil der Wohnungen wird unmittelbar nach einem Auszug wieder vermietet oder verkauft. Damit herrscht am Wohnungsmarkt mehr Bewegung, als in der Leerwohnungszahl zum Ausdruck kommt. Zum Stichtag 1. Juni standen im gesamten Kanton 6654 Wohnungen leer und somit 675 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Der Trend steigender Leerwohnungszahlen, der in den letzten vier Jahren beobachtet werden konnte, ist somit vorerst gebrochen. Die Leerwohnungsquote sank entsprechend auf 0,89 Prozent.

Ein direkter Vergleich der absoluten Zahlen zwischen Gemeinden ist schwierig, da die Erhebungsmethoden variieren. Verlässlicher ist dagegen der Blick auf die individuelle Entwicklung der Gemeinden. Im Knonauer Amt ging die Zahl der Leerstände in Hedingen am deutlichsten zurück, gefolgt von Mettmenstetten und Knonau. Der Rückgang der Leerwohnungszahlen erstaunt ein wenig, da die weiterhin hohe Bautätigkeit auf eine gebremste Bevölkerungszunahme trifft. Dies zeigt, dass andere – lokal wirksame – Faktoren eine wichtige Rolle spielen. So sind etwa an den Orten neue Wohnungen entstanden, die einen entsprechenden Druck am Wohnungsmarkt verspürt haben und somit Leerstände rasch abbauen konnten. In einzelnen Gemeinden haben die Leerstände allerdings auch zugenommen, etwa in Aeugst, Maschwanden und Kappel. Mit mehr als 60 Prozent finden sich die grössten Leerstände – wie auch in den vergangenen Jahren – in den Drei- und VierzimmerWohnungen. Während der Anteil der Vierzimmer-Wohnungen am Leerwohnungsbestand seit 2006 um rund 8

Prozent zurückgegangen ist, stieg der Anteil der Dreizimmer-Wohnungen um 5 Prozent. Lokal betrachtet kann so auch der Wohnungsmix einen spürbaren Unterschied in der Neubelegung ausmachen. Die Leerwohnungszählung wird seit 1974 nach Vorgaben des Bundes durchgeführt und erfasst bei allen Gemeinden die am 1. Juni leerstehenden Wohnungen, welche entweder zur dauernden Miete oder zum Kauf angeboten werden. Nicht erfasst werden Wohnungen, die zwar unbewohnt, jedoch schon vermietet oder verkauft sind. Die ausgewiesenen Leerstandszahlen umfassen also nur Wohnungen, die zwar ausgeschrieben sind, aber nicht vermietet oder verkauft werden können. Sie schliessen somit nur einen Teil aller ausgeschriebenen Objekte ein. Die von der Leerwohnungszählung ausgewiesenen Resultate beziehen sich deshalb auf denjenigen Teil des Wohnungsangebots, der nicht sofort von der Nachfrage absorbiert wird, das sind Neubauwohnungen, hochpreisige oder aber ältere, demodierte Wohnungen sowie solche an problematischen Lagen. (pd./tst.)

1962

14 Juso 1997

20 Christlichsoziale Vereinigung (CSV) 1945

21 EVP Frauen 8 Ingrid Spiess,

Stallikon,

1956

26 Sibylle Schmid,

Mettmenstetten,

1960

33 Lisette Müller-Jaag, Knonau,

1951

23 Senior GLP (sglp) 3 Thomas M. Beck,

Aeugst,

8 Nicole Beck-Taubenest, Aeugst, 17 Hans Wiesner,

Bonstetten,

34 Bruno Imthurn, Aeugst,

1954 1963 1953 1955

24 Partei der Arbeit (PdA) Richard (Richi) Frick, Affoltern

1955

27 Junge EVP 25 Seraina Sommer, Affoltern,

1994

28 SVP 55plus 2 David Vogelsanger, Kappel,

1954

34 Rolf Hurter,

1957

Rifferswil,

35 Ludwig (Louis) Hafner, Mettmenstetten,1946

29 Junge Grünliberale (jglp) 14 Fabian Sidler,

Affoltern,

1998

18 Timon Alder,

Ottenbach,

1998

EDU Eidgenössisch-Demokratische Union 19 Marianne Berger, Mettmenstetten,

1994

33 Thomas Steinmann, Rifferswil,

1990


Todesfälle Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

In tiefer Trauer, aber erleichtert im Wissen, dass es ihm jetzt besser geht, nehmen wir Abschied von meinem geliebten Mann, meinem Sohn, unserem lieben Bruder, Schwager, Onkel und Götti

Affoltern am Albis

Theodor Fontane

Walter Frei

Ernst Hausammann

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir schweren Herzens Abschied von

16. August 1963 – 15. August 2019

Florian Josef Püntener-Strub

Mit grosser Tapferkeit hast du gegen deine Krankheit gekämpft, aber sie war stärker als unsere Hoffnung. Du bist von uns gegangen, aber nicht aus unseren Herzen.

25. November 1943 – 17. August 2019

Nach vorbildlich ertragener langer Krankheit durftest du friedlich einschlafen. Wir vermissen dich sehr und sind dankbar für die gemeinsame Zeit. In stiller Trauer: Martina Püntener-Strub Florian Püntener Andrea und Stefan Schwarz mit Benedikt, Felix und Franziska Geschwister, Elisabeth, Walter, Robert, Marlis Schwägerinnen und Schwäger Nichten und Neffen Verwandte und Freunde Urnenbeisetzung: Freitag, 30. August 2019, 14.00 Uhr Friedhof, Zwillikerstrasse 27, 8910 Affoltern a.A. Abschiedsgottesdienst: Freitag 30. August 2019, 14.30 Uhr kath. Kirche Sankt Josef, Seewadelstr. 13, 8910 Affoltern a.A. Anstelle von Blumen unterstütze man bitte – Stiftung Spital Affoltern, Palliativstation, Postkonto 85-391373-1 – Spitex Knonaueramt, Affoltern a.A., Postkonto 87-267156-1 – Palliaviva, Zürich, Postkonto 80-38332-6

geboren am 23. März 1935, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis.

der uns allzu früh für immer verlassen hat.

Affoltern am Albis Am 17. August 2019 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Die Abdankung findet am Freitag, 30. August 2019, 14.00 Uhr, in der Pfarrkirche St. Georg und Anna in Bünzen statt. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bei allfälligen Spenden denke man an das Wohnheim für Kinder und Jugendliche Paradies in Mettmenstetten, Postkonto 80-29458-4, IBAN CH64 0900 0000 8002 9458 4 oder direkt unter www.wohnheim-paradies.ch Traueradresse: Berti Frei-Börmann, Am Bach 7, 5624 Bünzen

Ihrer Familie sprechen wir unser herzlichstes Beileid aus.

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 17. August 2019 ist in Zwillikon ZH gestorben:

Daniel Obschlager

Affoltern am Albis Am 29. Juli 2019 ist in Gjilan, Kosovo, gestorben:

Esat Nexhipi geboren am 29. Oktober 1949, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis.

Hanni Hinners 6. April 1947 – 17. August 2019

Die Beisetzung hat im Kosovo stattgefunden.

in Kenntnis zu setzen.

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Den Angehörigen sprechen wir unser tiefstes Beileid aus.

Ihre liebenswürdige und hilfsbereite Art, sowie ihren grossen Einsatz während 22 Jahren als Präsidentin für die Frauenriege werden wir in lieber Erinnerung behalten.

Beisetzung am Freitag, 30. August 2019 um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis. Anschliessend Abdankung in der katholischen Kirche Affoltern am Albis um 14.30 Uhr.

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Wir werden Hanni in guter Erinnerung behalten und werden ihre Bereitschaft im Samariter vermissen.

6. April 1947 – 17. August 2019

geboren am 25. November 1943, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis.

Beisetzung am Dienstag, 27. August 2019 um 14 Uhr im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Affoltern am Albis, anschliessend um 14.30 Uhr Abdankung in der reformierten Kirche Affoltern am Albis.

Wir haben die traurige Pflicht, Sie vom Hinschied unseres Ehrenmitglieds

Hanni Hinners

Florian Josef Püntener

geboren am 13. Dezember 1970, wohnhaft gewesen in Zwillikon ZH.

ABSCHIED

Traurig nehmen wir Abschied von unserer ehemaligen Präsidentin und unserem Ehrenmitglied

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Berti Frei-Börmann Theodor Frei Thedi und Isabell Frei mit Olivia und Michael Theres Furger mit Flavia und Simona und Familien Hans und Erna Frei mit Tanja Helen und Urs Keel mit Fabian und Andreas Daniel und Monica Frei Martin und Maya Frei mit Keira und Ian Familie von Berti Frei-Börmann Verwandte und Freunde

Samariter Obfelden

TO D E S A N Z E I G E

Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden.

In Liebe und Dankbarkeit:

Traueradresse: Martina Püntener-Strub, Hasenbühlstrasse 44, 8910 Affoltern a. A.

Frauenriege Obfelden

Am 11. August 2019 ist in Zürich ZH gestorben:

Samariter Obfelden

Bonstetten Am 18. August 2019 ist in Bonstetten gestorben:

Illi, Heinrich

Frauenriege Obfelden

geboren 12. Januar 1936, von Bonstetten ZH, wohnhaft Birchstrasse 7, Bonstetten.

Die Urnenbeisetzung und der anschliessende Abschiedsgottesdienst finden am Dienstag, 27. August 2019, um 14 Uhr, in der reformierten Kirche Obfelden statt.

Andacht: Friedhof Bodenfeld in Bonstetten, am Mittwoch, 28. August 2019, um 13.15 Uhr Abdankung: Reformierte Kirche in Bonstetten, am Mittwoch, 28. August 2019, um 14.00 Uhr Bestattungsamt Bonstetten

Mettmenstetten

Holzkorporation Bonstetten

Am Montag, 26. August 2019, 14.15 Uhr, findet in der reformierten Kirche die Abdankung für

TO D E S A N Z E I G E Mit Trauer nehmen wir Abschied von unserem ehemaligen Vorstandsmitglied und Holzer

Pfruendmattstrasse 5, statt. Der Friedhofvorsteher

Heinrich Illi Seinen unermüdlichen Einsatz bei den Holzerarbeiten im Bonstetter Wald werden wir stets in guter Erinnerung behalten. Während seiner langjährigen Tätigkeit im Vorstand hat er sich mit Herzblut für den Wald eingesetzt und die Geschäfte der Korporation massgeblich geprägt. Wir werden Heiri nicht vergessen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Den Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid. Die Abdankung findet am Mittwoch, 28. August 2019, um 14 Uhr, in der reformierten Kirche Bonstetten statt. Bonstetten, August 2019

Julia Gallmann-Hildebrand

Vorstand und Mitglieder der Holzkorporation

Obfelden Am 17. August 2019 ist in Zürich ZH gestorben:

Hinners-Lösch, Johanna geboren am 6. April 1947, von Obfelden, wohnhaft gewesen in Obfelden, Hölibachstrasse 108, Ehefrau des Hinners-Lösch, Hein-Jürgen. Urnenbeisetzung am Dienstag, 27. August 2019, 14.00 Uhr, in Obfelden, anschliessend Abdankung in der reformierten Kirche. Die Friedhofvorsteherin


Bezirk Affoltern

Freitag, 23. August 2019

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Auch im Säuliamt erneut ein guter Weinjahrgang Ohne Hagel und ohne Schädlinge vor ähnlichen Erträgen wie im vergangenen Jahr Bleiben Hagel aus und Schädlinge fern, können die Ämtler Weinbauern mit einem ähnlich guten Ertrag wie im Vorjahr rechnen. Mit dem Wümmet kann voraussichtlich schon Ende September begonnen werden. ................................................... von werner schneiter 2017 fielen auch im Säuliamt bis zu 90 Prozent dem Frost zum Opfer, aber im vergangenen Jahr herrschte Grund zur Freude. Und auch diesen Herbst besteht die Chance auf einen «guten Weinjahrgang 2019». Den Behang im ein Hektar grossen Rebhügel zwischen Uttenberg und Knonau bezeichnet Weinbauer Edwin Marty als «sehr gut». Nach heutigem Stand könnte nur noch Hagel Schaden anrichten, sodass zwischen Ende September und Mitte Oktober geerntet werden kann. Dazu kann der Weinbauer seit Jahren auf zahlreiche Helfer zählen, für deren Einsatz er dankbar ist. Dank Fallen blieb die Kirschessigfliege den Knonauer Rebstöcken bisher jedenfalls fern, auch Mehltau ist kein Thema. Wie andernorts auch schützt Marty die Trauben mit Seitennetzen vor gefrässigen Vögeln und macht, was andere ebenfalls vornehmen: Er schneidet von den Stöcken einiges weg und sichert damit die Qualität. Gemäss Rebbauverordnung sind im Kanton Zürich bei den weissen Trauben 1,4 kg pro Quadratmeter und bei den blauen 1,2 kg zugelassen. In Knonau, wo seit 1984 geerntet wird, sind es etwas weniger. Ein gutes Erntejahr bedeutet für Edwin Marty einen Ertrag von etwa 7000 Flaschen. Seine Sorten: Riesling x Sylvaner, Blauburgunder, Pinot gris, Cabernet Dorsa

Kritischer Blick auf die roten Trauben, aber der Knonauer Weinbauer Edwin Marty ist zufrieden: Behang und Qualität sind auch in diesem Jahr gut. (Bild Werner Schneiter) und St. Laurent. Die Knonauer Erzeugnisse gehen ausschliesslich an Privatkundschaft.

«Milvus», ein biologisches Erzeugnis Anders in der Vollenweid in Hausen, wo Nicole und Robert Eberhard auf 1,2 Hektaren den höchstgelegenen Weinberg des Kantons Zürich bewirtschaften, ausschliesslich biologisch anbauen und seit 2014 ernten können: Mit ihren Erzeugnissen beliefern sie lokale Märkte, einige Restaurants und seit Frühjahr auch drei Volg-

Filialen. «Wir können etwa zwei Drittel des letztjährigen Ertrages – damals rund 4000 Flaschen – erwarten», schätzt Robert Eberhard. Der Wein aus der Vollenweid trägt den Namen «Milvus». Denn so nennt die WinzerFamilie einen Rotmilan, der seit der Pflanzung 2011 regelmässig über den Rebhügel schwebt. Die EberhardErzeugnisse heissen: Léon Millot, Cabernet Jura, Cabernet Noir (rot), Johanniter, Seyval blanc und Solaris (weiss). Neu ist in diesem Jahr der Schiller, von dem etwa 350 Flaschen erwartet werden. «Rote und weisse anzeige

Das Engagement vor Ort fördern

Neues Förderprojekt «engagement-lokal» Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Staat fördern gemeinsam den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Freiwilligenarbeit. Darauf arbeitet das neue Förderprojekt «engagementlokal» hin – mit finanzieller und fachlicher Unterstützung. Engagement für die Gesellschaft erfolgt primär vor Ort: in Gemeinden und Städten, Agglomerationen und Stadtquartieren. Doch Individualismus und Mobilität wachsen, das gesellschaftliche Engagement verändert sich und stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Es braucht neue Rahmenbedingungen für lokales Engagement, um den Sinn fürs Gemeinwohl und den gesellschaftlichen Kitt zu stärken. Gemeinsame Anstrengungen aller gesellschaftlichen Sektoren und Akteure sind nötig, damit die Erfüllung und Finanzierung der gesellschaftlich notwendigen Dienste langfristig garantiert und finanziert werden können. Darum lancieren fünfzehn Träger und Trägerinnen – darunter die Fachstelle Integration des Kantons Zürich, das Heks, Migros-Kulturprozent, Pro Senectute Schweiz, die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft, der Gemeinde- und der Städteverband sowie das Rote Kreuz und Swiss Olympic –

gemeinsam das Projekt «engagementlokal», um lokale Initiativen zu fördern.

Lösungskompetenz der Menschen vor Ort nutzen Das Neue an «engagement-lokal» ist, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Freiwilligenarbeit durch lokale, Sektoren-verbindende Zusammenarbeit partnerschaftlich und auf Augenhöhe von Zivilgesellschaft, Staat und Wirtschaft gemeinsam gefördert werden. Dabei stehen nicht bestimmte Projekte oder Organisationsformen im Fokus. «Engagement-lokal» bietet eine Anschubfinanzierung und Begleitung für lokale Kooperationen an, die gemeinsam Konzepte, Strategien und Projekte zur Förderung des freiwilligen Engagements vor Ort kreieren. Das Resultat des lokalen Engagements kann unterschiedliche Formen annehmen. Denn «engagement-lokal» setzt auf die Lösungskompetenz der Menschen vor Ort. Sie wissen am besten, welches die grössten lokalen Herausforderungen sind, bei denen es anzusetzen gilt. Bewerbungen können bis am 31. Januar 2020 eingereicht werden. (pd.) Ausschreibung und weitere Infos unter www.engagement-lokal.ch.

Trauben werden hier gleichentags abgelesen. Es resultiert ein Wein Richtung Rosé. Federweissen gibt es in unserer Lage leider nicht», sagt Robert Eberhard, der ebenfalls Seitennetze gespannt hat und nun hofft, dass sich die Wespe nicht zeigt. Er erwartet den Wümmet ab Ende September.

Gut auch auf kleineren Anbauflächen Auch die Winzer mit kleineren Anbauflächen freuen sich auf eine gute Ernte. Charles Schaller, der seit bald 30 Jahren auf dem Müliberg auf 17 Aren

ausschliesslich Riesling x SylvanerTrauben erntet, erwartet dieses Jahr 700 bis 800 kg, die er ab Mitte Oktober ablesen wird. Er beliefert damit den Kulturkeller LaMarotte und Chäs Stöckli in Affoltern, das Kohlebergwerk Riedhof und das Restaurant Pöschtli im Aeugstertal sowie den Volg-Laden in Aeugst. Nachdem die Kirschessigfliege bisher auch dem 12 Aren grossen Weingut bei der Familie Leuthold ferngeblieben ist, wird dort von einem qualitativ und quantitativ «durchschnittlich guten Ertrag» gesprochen. Auch Marcel Leuthold hofft, dass die Wespe nicht noch einfällt; er erwartet 600 bis 800 Flaschen. Bei den Roten bleibt der Ertrag unter demjenigen der Weissen, weil hier die Stöcke in die Jahre gekommen sind und in absehbarer Zeit ersetzt werden müssen. Ob Marianne und Peter Käppeli in Tegerfelden wieder fast 700 Flaschen Dettenbühler aus Garanoir-Trauben abholen können? Auch sie, die in Obfelden wohnen und in Wettswil 200 Stöcke bewirtschaften, sind optimistisch – ebenso dank bisher optimaler Witterung. Geschützt werden die Reben dort ebenfalls mit feinmaschigen Netzen, die den Fliegen den Zutritt verwehren. «Wir haben dieses Jahr auch überdurchschnittlich viel herausgeschnitten, um die Qualität zu erhalten – rund 140 kg», sagt Marianne Käppeli. Ihren frisch-fruchtigen Wein, letztes Jahr mit einem Alkoholgehalt von 12,5 Volumenprozent, liefern sie dem Restaurant Hirschen in Wettswil, dem Dorfmärt in Obfelden und dem Restaurant Krone in Hedingen, wo das Getränk nun auf der Weinkarte figuriert. Weitere Infos unter www.weinbau-eberhart.ch oder unter www.wettswilerwein.ch.


Feldschützen-Gesellschaft Zwillikon

Holzkorporation Hedingen

TO D E S A N Z E I G E

TO D E S A N Z E I G E

Mit grosser Traurigkeit informieren wir Euch über den Hinschied unseres Schützenkameraden

Traurig nehmen wir Abschied von unserem ehemaligen Vorstandsmitglied, Aktuar und Holzerkameraden

Daniel Obschlager

Daniel Obschlager

Mitten im blühenden Leben wurde Dani von einer heimtückischen Krankheit befallen. Trotz seiner positiven Einstellung und starkem Willen hat er zu unserem allergrössten Bedauern den Kampf dagegen verloren. Viel zu früh wurde Dani aus dem Leben gerissen. Er hat unseren Verein mit neuen Ideen aktiv gestaltet und vor allem hat er sie auch verwirklicht.

Wir werden Dani als sehr liebenswürdigen und humorvollen Menschen in allerbester Erinnerung behalten und entbieten seiner Familie unser herzlichstes Beileid.

Bauprojekte

Die Abdankung findet statt am Dienstag, 27. August 2019, 14.30 Uhr, in der reformierten Kirche Affoltern a. A.

Dani war bei der Ausbildung der Jungschützen aktiv, als Richtmeister hat er das Festzelt jahrelang unterhalten und er war häufig im Wirtschaftsbetrieb im Einsatz – seine Vorliebe galt dem Grillieren. Dani wird uns durch sein liebenswürdiges Wesen und seine aussergewöhnliche Hilfsbereitschaft in dauerhafter Erinnerung bleiben. Wir trauern mit den Angehörigen um einen langjährigen und aktiven Schützenkameraden. Der Vorstand und die Schützenkameradinnen und -kameraden

Tief traurig mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass unser langjähriger Sportclubkamerad und ehemaliger Präsident

13. Dezember 1970 – 17. August 2019

TO D E S A N Z E I G E Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie vom Hinschied unseres Ehrenmitgliedes

uns für immer verlassen hat. Wir vermissen ihn sehr! Den Angehörigen möchten wir unser tiefstes Beileid bekunden. In stetiger Erinnerung an Dani deine Sportclubkameraden des Sportclubs Zwillikon Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. 14.30 Uhr Abdankung in der reformierten Kirche Affoltern a. A.

Dani Obschlager 13. Dezember 1970 – 17. August 2019

in Kenntnis zu setzen. Mit Dani verlieren wir einen liebenswerten und geschätzten Menschen und Kameraden. Dani hat sich während über 20 Jahren mit grossem Engagement und Können für unser Theater eingesetzt. Er war auch selbst ein beliebter und gern gesehener Theaterspieler. Wir werden Dani sehr vermissen, ihn in guter Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Seinen Angehörigen entbieten wir unser herzlichstes Beileid. Jodlerklub Affoltern am Albis Urnenbeisetzung:

im engsten Familienkreis

Abdankungsgottesdienst: Dienstag, 27. August, 14.30 Uhr, reformierte Kirche, Affoltern am Albis

Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Daniel Obschlager

Jodlerklub Affoltern am Albis

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.

Affoltern am Albis Bauherrschaft: Andrew und Sonja Sayle, Titlisstrasse 5, 8910 Affoltern am Albis. Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Parkplatzerweiterung und Neuerstellung eines Parkplatzes, Rigistrasse, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 837, Zone: zweigeschossige Wohnzone W2c

Affoltern am Albis Bauherrschaft: Katrin Sidler, Wolhausenstrasse 18, 8910 Affoltern am Albis Projektverfasser: Die Bauherrin ist Projektverfasserin. Projekt: Aussenaufstellung Luft-Wasser-Wärmepumpe, Wolhausenstrasse 18/18a, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 288, Zone: Kernzone

Maschwanden

TO D E S A N Z E I G E Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, Ihnen den Hinschied unseres ehemaligen Feuerwehrkameraden

Daniel Obschlager 13. Dezember 1970 – 17. August 2019

mitzuteilen. Daniel war als Angehöriger der Feuerwehr Affoltern am Albis tätig und bis zu seinem Tod im Verein für die Ehemaligen Pikettkameraden aktiv. Wir verlieren einen Kameraden, der im Dienste der Allgemeinheit während 22 Jahren treu und uneigennützig diente. Wir werden Daniel stets in ehrvoller Erinnerung behalten. Seiner Familie sprechen wir unser aufrichtiges Beileid aus.

Bauherrschaft: Patrick Vonwil, Ausserdorfstrasse 23, 8933 Maschwanden Projektverfasser: Swisshaus AG, Bahnhofstrasse 4, 5600 Lenzburg Projekt: Ersatzneubau Mehrfamilienhaus, Ausserdorfstrasse 25 und 27, 8933 Maschwanden Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1180, Zone: Kernzone

Wettswil Bauherrschaft: Esther und Daniel Halter, Strumbergächerstrasse 24, 8907 Wettswil a.A. Bauvorhaben: Einbau eines Dachfensters beim Wohnhaus Vers.-Nr. 841 auf Kat.-Nr. 1396, Strumbergächerstrasse 24 (Wohnzone W2a)

Stützpunktkommandant und Feuerwehrkameraden Der Trauergottesdienst findet am Dienstag, 27. August 2019, um 14.30 Uhr, in der reformierten Kirche in Affoltern am Albis statt. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

De Plättlileger walter-staehli@bluewin.ch 079 696 89 21

Qualität aus Freude am Beruf


Bezirk Affoltern ratgeber

Freitag, 23. August 2019

Dem Ungeziefer auf der Spur Stéphanie Bartholdi, Juristin beim Schweizer Hauseigentümerverband

Risiko Swimmingpool Über ein Bad im kühlen Nass geht auch in diesem heissen Sommer nichts. Besonders komfortabel ist ein Pool im eigenen Garten. Baden im Pool wird mit Spass, Sommer und Freizeit in Verbindung gebracht. Aus Spass kann aber schnell Ernst werden: ein privates Schwimmbad ist regelmässig tief genug, um für Kinder eine Gefahr darzustellen. Deshalb gilt es vorzusorgen, um Unfälle zu vermeiden. Gemäss Art. 58 OR hat der Eigentümer eines Gebäudes oder Werkes den Schaden zu ersetzen, den diese durch fehlerhafte Anlage oder Herstellung oder mangelhaften Unterhalt verursachen. Die sogenannte Werkeigentümerhaftung kommt auch bei Swimmingpools zur Anwendung. Von der Haftung befreien kann der Poolbesitzer sich nur dann, wenn er beweist, dass Dritte oder der Geschädigte selbst die Ursache für den Unfall gesetzt haben.

«Baden verboten!» reicht nicht Die angezeigten Sicherheitsvorkehrungen richten sich immer nach der konkreten Situation. Ein Verbotsschild dürfte in den meisten Fällen nicht reichen, um sich von der Haftung zu befreien. Der Poolbesitzer hat alle Vorkehrungen und Massnahmen zu treffen, dass bei bestimmungsgemässen Gebrauch keine Gefährdung von seinem Pool ausgeht. Insbesondere wenn angenommen wird, dass ein zweckwidriger Gebrauch durch bestimmte Personen, in der Regel Kinder, möglich ist, muss der Eigentümer zusätzliche Sicherheitsmassnahmen vornehmen. Bei Kindern darf nicht von einem dem Durchschnitt entsprechenden vorsichtigen und pflichtgemässen Handeln ausgegangen werden. Lässt sich die Einstiegsvorrichtung abmontieren, sollte man diese in den Zeiten der Nichtnutzung vom Pool entfernen. Eine weitere Möglichkeit ist, den Pool mit einem abschliessbaren Zaun zu sichern. Eine solide Schwimmabdeckung schützt vor Unfällen während Ihrer Abwesenheit. Aus Sicherheitsgründen sollte diese nur mittels eines Schlüssels- oder Tippschalters betätigt werden können. Es sollte zudem sichergestellt werden, dass während der Bedienung Sichtkontakt mit dem Swimmingpool besteht. Nur so kann eine ausreichende Kontrolle sichergestellt werden. Die Abdeckung sollte so konstruiert sein, dass zwischen Beckenrand und Abdeckung keine Öffnungen entstehen können und sie sich im geschlossenen Zustand nicht von Hand ver- oder zurückschieben lässt. So lässt sich verhindern, dass Gegenstände oder Personen unter die Abdeckung geraten können.

Wegen ihres feinen Spürsinns werden Hunde für die Bettwanzensuche eingesetzt Nicht selten reisen sie als lebendiges, unerwünschtes Feriensouvenir im Koffer mit nach Hause: Bettwanzen. Besteht Verdacht für einen Befall, rückt die Affoltemerin Gaby Hess mit ihren Hunden aus. ................................................... von livia häberling Als die Schiebetür des Wagens aufgeht, bleibt Faye geduldig auf ihrer blauen Teppichmatte sitzen. Noch scheint die Belgische Schäferhündin entspannt, doch in ein paar Minuten wird es wieder einmal ernst. Dann ist ihr feiner Geruchssinn gefragt, ihre Konzentration und Routine. Faye, achtjährig, nimmt immer dann die Spur auf, wenn Menschen befürchten, dass in den eigenen vier Wänden ein Tier kriecht, das dort nicht kriechen soll. Cimex lectularius – die Gemeine Bettwanze – nistet sich am liebsten in kleinen Ritzen von Schlafräumen ein. Alle drei bis sieben Tage ernährt sich der rotbraune, nachtaktive Parasit von menschlichem Blut. In Hotels sind die Tiere in den letzten Jahren zur Plage geworden. Einmal in den Reisekoffer gekrabbelt, gelangen sie von dort als blinde Passagiere in Haushalte auf allen Kontinenten. Nicht selten bevölkern sie auch Flugzeuge, Kinos oder öffentliche Verkehrsmittel.

Mehr Reisen, resistente Parasiten Bei der Schädlingsprävention der Stadt Zürich sind die Anfragen und Meldungen zu Bettwanzenbefällen seit 2006 massiv gestiegen. Damals waren es noch 27, während es 2016 bereits 164 Meldungen gab. «Bettwanzen haben sich bereits in den 30er-Jahren zu einem Problem entwickelt», sagt Gabi Müller, Leiterin der städtischen Präventions- und Beratungsstelle. Mit der Erfindung des Insektizids DDT seien die Zahlen stark zurückgegangen. Seit den 90er-Jahren steige der Befall auf der ganzen Welt jedoch wieder an. Dafür sieht Müller verschiedene Gründe: «Die Zahl der Geschäfts- und Privatreisen hat zugenommen, zugleich wurden wirksame Bekämpfungsmittel wegen Gesundheitsrisiken vom Markt genommen, während die Bettwanzen gegen die noch vorhandenen Bekämpfungsmittel Resistenzen entwickelt haben.» Auch für Gaby Hess, die Besitzerin von Faye, hat alles mit einem Bettwanzenbefall begonnen. Eine Bekannte hatte die Parasiten bei sich zu Hause gefunden und schlug Hess vor, ihre

Wenn sie fündig wird, bellt Faye nicht. Stattdessen legt sich die Belgische Schäferhündin auf den Boden und weist mit der Schnauze zur Geruchsquelle.

Bettwanzen können bis 9 Millimeter gross werden. (Bild Ines Hohenbrink)

Hunde für die Bettwanzen-Suche einzusetzen. «Das schien mir eine sinnvolle Beschäftigung», so die 52-Jährige. Schon bald absolvierten zwei ihrer Vierbeiner in Deutschland eine Spezialausbildung. Seit drei Jahren bietet sie den Suchdienst an, inzwischen haben vier ihrer sieben Hunde das entsprechende Zertifikat.

auf dem Boden und legt ihre Schnauze möglichst nahe an die Fundstelle.

Trainingswanzen aus dem Labor Auf Kommando springt Faye aus dem Wagen, begrüsst Gaby Hess, beschnüffelt die nahe Umgebung, setzt sich vor ihrer Halterin. Sie wirkt nun deutlich lebhafter. Ihre Besitzerin sagt, die Hündin wisse, dass nun eine Suchaktion folge. Faye ist routiniert, wird mehrmals pro Woche trainiert. «Zwei bis fünfmal sind wir im Sucheinsatz», sagt Hess. Wenn keine Aufträge anstehen, übt sie an möglichst abwechslungsreichen Trainingsorten: im Freien, in Wohnungen, in Scheunen – oder – so wie heute – in einem Bürogebäude. Nach dem Schlüpfen durchläuft eine Bettwanze fünf Entwicklungsstadien, bis sie ausgewachsen ist. In jedem Stadium verströmt sie einen anderen Geruch, deshalb ist Fayes Nase während der Suche intensiv gefordert. Hinzu kommt, dass es weltweit mehrere Bettwanzen-Stämme gibt. Damit Faye jeden erkennt, bestellt Gaby Hess monatlich neue Übungswanzen verschiedener Stämme. Diese werden in einem Labor in England gezüchtet und in kleinen Plastikröhrchen angeliefert. Ein solches Röhrchen hat Hess nun hinter einem Türspalt versteckt — ein paar Minuten, bevor sie Hündin Faye aus dem Auto lässt.

Lieber nicht bellen – der Diskretion zuliebe Faye ist nun auf dem Weg in den ersten Stock. Eifrig springt die Hündin die Treppe hoch, zieht an der Leine und sitzt in der Türschwelle des Büros, in dem das Röhrchen versteckt ist. Gaby Hess klaubt aus ihrer Bauchtasche das Lieblingsspielzeug der Hündin hervor. Für die Hundetrainerin und ihre Kunden ist die Suche nach Bettwanzen eine ernste Sache – für Faye ist sie vor allem ein spannendes Spiel. In der Ausbildung hat sie gelernt, den Geruch der Parasiten mit ihrem Lieblingsspielzeug zu verknüpfen. Die Hündin weiss: Spürt sie dem Duft der Bettwanzen nach, findet sie zum geliebten Spielzeug. «Wenn ein Hund die Suche als Spiel versteht, ist er länger motiviert.» Nach dem Suchkommando legt Faye los. Sie läuft durch das Büro, schnüffelt die Pultbeine ab, den Stuhl, das Parkett. Während der Suche atmet sie schneller, um möglichst viele Geruchspartikel in ihrer Nase aufzunehmen. Das treibt die Körpertemperatur in die Höhe. Bei realen Sucheinsätzen braucht Faye spätestens nach 20 Minuten eine Pause. Auf dem heutigen Trainingsgelände krabbeln die Wanzen in einem Plastikstäbchen. Wären sie frei, müsste Faye auf zusätzliche Fallen achten, in die sie nicht tappen darf. Den Kot der Tiere darf die Hündin genauso wenig anzeigen wie die Häute aus früheren Entwicklungsstadien. Sie soll nur lebendige Wanzen aufspüren. Keine zwei Minuten sind seit dem Suchkommando vergangen, da legt sie sich vor der Türe auf den Boden. Faye hat gelernt, einen Fund nicht durch Bellen anzuzeigen. Stattdessen erstarrt sie

Auch Luxus-Hotels sind betroffen Diskretion ist im Bettwanzen-Suchgeschäft das A und O. Gaby Hess’ Hunde sind nicht nur in Privathaushalten, sondern auch in Hotels im Einsatz. Auch dort schätzt man es, wenn die Vierbeiner so geräuschlos wie möglich zu Werke gehen. Das sei verständlich, findet Patric Schönberg von Hotellerie Suisse: «In der Öffentlichkeit wird ein Befund oft als Indiz für schlechte Hygiene gewertet, obwohl zwischen Sauberkeit und Bettwanzenbefall kein Zusammenhang besteht.» Die einfache Unterkunft kann genauso betroffen sein wie das Luxus-Hotel. Ein TabuThema seien die Bettwanzen innerhalb der Branche jedoch nicht.

Manche ziehen ins Hotel Nun löst Gaby Hess die Warteposition ihrer Hündin auf. Sie lobt, gibt ihr das ersehnte Spielzeug, spielt mit ihr. Faye freuts. Für die meisten ihrer Kunden ist ein Bettwanzenbefall eine grosse emotionale Belastung. Manche ziehen vorübergehend ins Hotel. Da könne ihre muntere Spieleinlage ein wenig pietätlos wirken, sagt Hess fast entschuldigend. «Doch der Hund versteht die Ernsthaftigkeit der Situation natürlich nicht.» Für ihn sei es wichtig, gelobt zu werden, damit er motiviert bleibe. Faye darf ihren Fund noch ein paar Minuten auskosten: Sie kaut auf dem Spielzeug herum, trägt es zum Auto. Dort muss sie es zurückgeben – vorübergehend. Bis ihre feine Nase das nächste Mal einen Volltreffer landet.

Tipps zum Schutz vor Bettwanzen Prävention Nach dem Einzug ins Hotel das Zimmer absuchen. Indizien sind Kotspuren (kleine schwarze Punkte) am Bettgestell. Auch Spuren von Bluttröpfchen oder juckende Stiche am Körper können Hinweise sein. Bei einem Befall: Ein neues Zimmer verlangen.

gut zugehört Linie 235 Lautsprecherstimme: «Stallikon Diebis» Kind: (singt) «Di dä do Poschtauto, fahrt in Dräck, ohni Schpäck» Mutter: «Wiso ohni Schpäck?» Kind: «Eifach so» Mutter: «Also das schnall ich nöd» Kind: (singt weiter) «Di dä do ...» Lautsprecherstimme: «Sellenbüren» Martin Gut

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Gaby Hess hat sieben Hunde. Vier davon sind als Bettwanzensuchhunde im Einsatz – darunter auch die achtjährige Faye. (Bilder Livia Häberling)

Tiefkühler bei -17 Grad während mehrerer Tage behandeln.

Bekämpfung zu Hause Insektensprays nützen wenig. Im Gegenteil: Die Tiere flüchten und verteilen sich im Haus. Im Fall eines Befunds eine professionelle Schädlingsbekämpfungsfirma engagieren.

Nachbehandlung

Rechtslage

Nach einer Übernachtung in einem befallenen Zimmer das Reisegepäck sofort im Freien auspacken. Wäsche sofort waschen oder notfalls in dicht verschlossenen Abfallsäcken aufbewahren. Das leere Gepäcksstück im Freien mit Insektizid-Spray besprühen. Befallene Textilien mindestens 30 Minuten bei 60 Grad oder zwei Mal bei 40 Grad waschen, oder im

Wenn mehr als eine Wohnung im Haus befallen ist, muss die Verwaltung eine Fachfirma mit der Bekämpfung beauftragen. Dabei müssen alle Wohnungen auf Bettwanzen kontrolliert werden. Die Kosten dürfen nicht auf die Mieter überwälzt werden. Quelle: Schädlingsprävention Stadt Zürich


Gemeinden Aeugst am Albis, Affoltern am Albis, Hausen am Albis

Strassensperrungen Türlerseelauf Am Samstag, 24. August 2019, bleiben folgende Strassenbereiche wegen des Türlerseelaufs für jeglichen Verkehr gesperrt: Butzenstrasse Ab Verzweigung Mühlebergstrasse bis Verzweigung Pfruendhofstrasse von 06.00 bis 17.00 Uhr Halbseitige Sperrung (Einbahnverkehr) ab Verzweigung Pfruendhofstrasse bis Verzweigung Aeugsterstrasse von 08.30 bis 13.00 Uhr Parkverbot von 6.00 bis 17.00 Uhr Kirchgasse, Obere Kirchfeldstrasse, Semperweg Von 9.15 bis 10.30 Uhr Allmendstrasse Von 10.00 bis 13.30 Uhr Aeugsterstrasse Ab Verzweigung Jonentalstrasse bis Verzweigung Wängistrasse von 6.00 bis 13.00 Uhr Wängistrasse Ab Verzweigung Aeugsterstrasse bis Verzweigung Affolternstrasse (Hexengraben) von 9.00 bis 13.30 Uhr

Affoltern am Albis

Affoltern am Albis

Ersatzwahlen für den Rest der Amtsdauer (2018 - 2022)

Strassenbau: 654 Mühlebergstrasse Radweglückenschliessung und Instandstellung

1 Mitglied des Stadtrates Für die aus dem Stadtrat zurücktretende Susanne Leuenberger ist eine Nachfolgerin bzw. ein Nachfolger für den Rest der laufenden Amtsdauer zu wählen. In Anwendung von Artikel 8 der Gemeindeordnung sowie § 48 f. des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sind bis spätestens am Mittwoch, 2. Oktober 2019 Wahlvorschläge von stimmberechtigten Personen, die ihren politischen Wohnsitz in der Stadt Affoltern am Albis haben, beim Stadtrat schriftlich mit folgenden Angaben einzureichen: Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort. Zudem können der Rufname und die Parteizugehörigkeit angegeben werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Stadt Affoltern am Albis unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden. Die provisorischen Wahlvorschläge werden nach Ablauf der ersten Frist veröffentlicht. Innert einer zweiten Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Vorschläge geändert oder zurückgezogen werden, oder es können auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Der Stadtrat erklärt die Vorgeschlagenen als gewählt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird am 9. Februar 2020 eine Urnenwahl durchgeführt. Formulare sind auf der Homepage www.stadtaffoltern.ch oder unter der Telefonnummer 044 762 56 32 erhältlich.

Ebenfalls kann es auf der Aeugsterstrasse/Affolternstrasse von Vollenweid nach Aeugst am Albis zwischen 10.00 und 12.30 Uhr zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Gegen diese Wahlanordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.

23. August 2019

23. August 2019

Leichtathletik-Vereinigung Albis

Stadtrat Affoltern am Albis

Gemeinde Stallikon Anpassung Gebührentarif (GebT) Der Gemeinderat Stallikon hat am 19. August 2019 den Gebührentarif (GebT) wie folgt angepasst: Art. 7 Sperrgutmarken DILECA (Gemeindeverwaltung als Verkaufsstelle) Bogen zu 5 Marken Fr. 17.00 Art. 52 Auszüge und Auskünfte Einwohnerregister Wohnsitzbestätigungen für minderjährige Kinder sind bei Familienauszügen gebührenfrei, bei Einzelbestellungen hingegen kostenpflichtig Wohnsitzbestätigung für SBB (GA) Fr. 15.00 Art. 62 Bescheinigungen und Ausweise des Steueramts Betreibungsgebühr Fr. 0.00 Löschung Betreibung/Verlustschein Gebühren des Betreibungsamtes Art. 64a Tierseuchenbekämpfung (neu) Entsorgung von tierischen Nebenprodukten Tierkörpertransport von Nutztieren über 200 kg Tierkörpertransport von Heimtieren über 200 kg

gebührenfrei gebührenfrei Fr. 145.00

Art. 90 Gebühren Abfallentsorgung (Verkaufspreis Sperrgutmarken) Verkaufspreis Sperrgutmarken (Bogen zu 5 Marken) durch Gemeindeverwaltung (als Verkaufsstelle) siehe Art. 7 Die vorstehenden Änderungen treten am 1. Oktober 2019 in Kraft. Wird ein Rechtsmittel ergriffen, wird über die Inkraftsetzung erneut entschieden. Der angepasste Gebührentarif wird anschliessend auf der Webseite www.stallikon.ch (Systematische Rechtssammlung) veröffentlicht. Gegen diesen Beschluss kann, von der Publikation an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, wegen Rechtsverletzungen, unrichtiger oder ungenügender Feststellung des Sachverhaltes sowie Unangemessenheit der angefochtenen Anordnung innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden (§ 19 Abs. 1 VRG i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c VRG sowie § 20 Abs. 1 VRG). Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. 23. August 2019 Gemeinderat Stallikon

Im Auftrag von Kanton Zürich, Baudirektion, Tiefbauamt Betrifft 8910 Affoltern am Albis Öffentliche Planauflage mit Rechtserwerb Das genannte Projekt wird gemäss § 16 und 17 StrG öffentlich aufgelegt. Das Projekt ist, soweit möglich, vor Ort ausgesteckt. Die Projektunterlagen und der Landerwerb liegen – nebst einem Verzeichnis sämtlicher für die Abtretung von Rechten oder für die Leistung von Beiträgen in Anspruch genommenen Personen sowie der an sie gestellten Ansprüche – zur Einsicht auf. Rechtliche Hinweise Aktenauflage bei der Stadtverwaltung Affoltern am Albis, Tiefbau und Infrastruktur, Obere Bahnhofstrasse 7, vom 23. August bis 23. September 2019 während der ordentlichen Schalteröffnungszeiten. Gegen das Projekt kann innerhalb der Auflagefrist schriftlich per Briefpost bei der Anmeldestelle Einsprache erhoben werden. Mit der Einsprache können alle Mängel des Projektes geltend gemacht werden. Zur Einsprache ist berechtigt, wer durch das Projekt berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Die Einsprache muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Allfällige Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen (§ 17 StrG; §§ 21 ff. VRG, LS 175.2). Das Verfahren ist für die unterliegende Partei in der Regel kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 VRG). Einsprachen gegen die Enteignung sowie Begehren um Durchführung von Anpassungsarbeiten sind von den direkt Betroffenen ebenfalls innerhalb der Auflagefrist bei der Anmeldestelle einzureichen (§ 17 StrG; §§ 21 ff. VRG). Einsprachen (Frist und Gegenstand): Einsprachen gegen die Enteignung sowie Entschädigungsbegehren, Bestreitungen von Beitragsforderungen und Begehren um Durchführung von Anpassungsarbeiten müssen ebenfalls innerhalb der Auflagefrist eingereicht werden. Unterlässt ein Grundeigentümer diese Einsprachen, wird gemäss § 23 Abtretungsgesetz angenommen, er sei mit der ihm zugemuteten Abtretung bzw. der gestellten Beitragsforderung einverstanden und anerkenne mit Bezug auf seine eigenen Ansprüche zum Voraus die Richtigkeit des Entscheides der Schätzungskommission. Enteignungsbann: Vom Tage der öffentlichen Bekanntmachung des Bauplanes an darf, Notfälle vorbehalten, ohne Einwilligung des Kantons an der äusseren Beschaffenheit des Abtretungsgegenstandes keine wesentliche, mit Beziehung auf die rechtlichen Verhältnisse desselben aber gar keine Veränderung vorgenommen werden. Allfällige Streitigkeiten entscheidet der Bezirksgerichtspräsident im summarischen Verfahren nach freiem Ermessen. Der Expropriant hat für den aus dieser Einschränkung des freien Verfügungsrechts hervorgegangenen Schaden Ersatz zu leisten. Nach Ablauf zweier Jahre vom Tage der öffentlichen Bekanntmachung an ist der Abtretungspflichtige nicht mehr an diese Einschränkung gebunden. Veränderungen am Abtretungsobjekt, welche im Widerspruch mit diesen Vorschriften vorgenommen würden, sind bei der Ausmittlung der Entschädigungssumme nicht zu berücksichtigen und verpflichten zum Ersatz des dem Exproprianten hieraus entstehenden Schadens. Anmeldestelle für Forderungen, Einsprachen oder Rekurse Stadtverwaltung Affoltern am Albis Postfach 8910 Affoltern am Albis


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Freitag, 23. August 2019

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«Man muss darüber sprechen» Sichere Medikation im Alter – ein Teamwork Am vergangenen Dienstagabend lud die Spitex Konaueramt zum Anlass «Gemeinsam in eine sichere Medikamentierung im Alter» ein. Drei Referentinnen aus der Medizin, Pflege und Pharmazie beleuchteten das Thema mit dem Fokus, dass eine erfolgreiche Medikation die Einsicht und das Verständnis der Patienten voraussetzt. ................................................... von regula zellweger Ihr Vater kam vom Hausarztbesuch mit immer neuen Verschreibungen für Medikamente nach Hause. Das passte ihm gar nicht und zu Hause liess er seinem Unmut freien Lauf. Eines Tages wurde es ihm zu bunt. Er raffte alle Medikamentenschachteln zusammen und warf alles in den Kehricht. Diese Geschichte, die vor 30 Jahren spielte, erzählte Verena Bieri, Geschäftsleiterin der Spitex Knonaueramt, gleich zu Beginn des Anlasses zum Thema «Gemeinsam in eine sichere Medikamentierung im Alter». Die Veranstaltung wurde im Rahmen des nationalen Spitextages organisiert.

Erfolgreiche Kommunikation «Gemeinsam» bedeutet: in optimaler Zusammenarbeit eines Patienten mit dessen Angehörigen sowie mit Spital, Hausärztin, Pflegepersonen und Apotheke. Am Dienstagabend setzten drei Frauen den Fokus auf das Thema – jede aus der Warte ihrer beruflichen Funktion: Helen Roth als Co-Ärztin Geriatrie und Palliative-Care Spital Affoltern, Christine Rex als Leiterin Pflege Spitex Knonaueramt, Carla MeyerMassetti als Spitalapothekerin FPH, Universitätsspital Basel. Moderiert wurde der Abend von Verena Bieri. Alle drei Referentinnen gaben differenzierte Hintergrundinformationen, erklärten die komplexen Zusammenhänge bei Mehrfacherkrankungen

mit zunehmendem Alter und gaben Tipps für das Verhalten von Betroffenen und ihren Angehörigen. Vor allem aber boten sie ihre Berufsgruppe als Gesprächspartner an und machten Mut, die eigene Befindlichkeit bei der regelmässigen Einnahme von Medikamenten bewusst wahrzunehmen, sich selbst zu vertrauen und allfällige Fragen und Bedenken mit einer professionellen Vertrauensperson zu besprechen.

Hochaltrigkeit und Medikation Oft wird 80 Jahre als untere Altersgrenze für Hochaltrigkeit genannt. In einem weiteren Sinn bedeutet Hochaltrigkeit, auf Hilfe von aussen angewiesen zu sein. In dieser Lebensphase kann die Medikation zum Problem werden, weil die Anzahl der verschiedenen Medikamente wegen der Mehrfacherkrankung steigt. Demenz kann die kognitiven Fähigkeiten einschränken und auch sozialmedizinische Probleme können eine zuverlässige, regelmässige Einnahme erschweren. Helen Roth betonte, dass noch zu wenig Forschungsergebnisse zur Medikation von Hochaltrigen vorliegen. Wie wirkt sich die Kumulation von verschiedenen Medikamenten auf einen alternden Körper aus, der weniger Wasser und mehr Fett speichert? Wie verändert sich die Fähigkeit des Abbaus von Medikamenten? Auch Fachleuten fallen Entscheide manchmal schwer. Was verschreibt man einer hochaltrigen Patientin, bei der kleine Hirnblutungen dagegensprechen, Blutverdünner als Prävention gegen weitere Gerinnsel auf den Lungen zu verschreiben? Beide Krankheiten können tödlich sein.

Im Sinn des Patienten Alle drei Referentinnen waren sich einig: Es soll nach dem Willen des Patienten entschieden werden. Will er primär alles tun, um sein Leben zu verlängern oder hat die Lebensqualität Vorrang? Dazu muss man miteinander

Verena Bieri (rechts) moderierte den Spitex-Anlass souverän. Hier im Gespräch mit Apothekerin Carla Meyer-Massettti. (Bild Regula Zellweger)

sprechen. Vielleicht will man lieber ohne Schmerzen dem Lebensende entgegengehen, als das Leben um jeden Preis zu verlängern. Menschen, die Medikamente einnehmen, sollen immer mal wieder eine Standortbestimmung vornehmen. Das heisst, eine Liste der verschriebenen und ohne Verschreibung eingenommenen Medikamente erstellen. In einem nächsten Schritt soll die Angemessenheit der Medikamenteneinnahme mit einer Fachperson überprüft werden. Die Ziele sind das konsequente Absetzen von nicht evidenzbasierten oder unverträglichen Medikamenten und das Ersetzen ungeeigneter Medikamente durch verträglichere. Idealerweise kann bei Mehrfachtherapien zumindest ein Medikament weggelassen und stattdessen die Dosis der anderen angepasst werden. Das Abzählen der Medikamente erleichtert ein Wochendispenser. Für dessen Befüllen kann man beispielsweise in der Apotheke Hilfe erbitten.

Selbstmanagement Chronische Krankheiten verändern das Leben. Angst vor Abhängigkeit oder vor Nebenwirkungen von Medikamenten sind keine gute Basis und die Verunsicherung wird oft noch von konfligierenden Aussagen verschiedener Personen erhöht. Da braucht es

den Dialog mit der Ärztin oder der Apothekerin. Es geht darum, weiterhin selbst Entscheide zu treffen, Probleme zu lösen, Ressourcen selbstbewusst zu nutzen, klare Ziele zu setzen und einen Behandlungsplan zu erstellen, dem man mit Überzeugung folgt, weil man verstanden hat, worum es letztlich geht. Medikationssicherheit ist Teamarbeit und ausreichende, von den Krankenkassen vergütete Zeit für solche Gespräche wünschen sich nicht nur Ärztinnen und Apothekerinnen, sondern auch Pflegefachpersonen. Apothekerin Carla Meyer-Massetti rät, in der Apotheke einen Polymedikations-Check vornehmen zu lassen. Nach einem Spitalaustritt sei es besonders wichtig, alle Rezepte und Medikamente sorgfältig zu prüfen. Im Frühling 2020 wird das EPD, das elektronische Patientendossier, in allen Regionen der Schweiz verfügbar sein. Es erleichtert den interprofessionellen Austausch. Wichtige Informationen stehen Patienten und Gesundheitsfachpersonen digital zur Verfügung. Die Sicherheit einer Diagnose und Therapie wird dadurch erhöht, das Risiko von Fehlentscheiden gesenkt. Alle drei Referentinnen sehen sich nicht als Göttinnen in Weiss. Sie wünschen sich das Mitdenken der Patienten, den Dialog mit ihnen und suchen auch den Austausch mit den Hausärzten.

Individuelle Bedürfnisse ernst nehmen Adhärenz bezeichnet das Ausmass, in dem das Verhalten – beispielsweise die Medikamenten-Einnahme – mit den vereinbarten Empfehlungen der medizinischen Fachpersonen übereinstimmt. Grundlage für eine erfolgreichen Therapie ist das Ernstnehmen der individuellen Bedürfnisse des Patienten, aber auch die Berücksichtigung von Faktoren, die es dem Patienten erschweren, das Therapieziel zu erreichen. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO erreichen im Durchschnitt nur 50 Prozent der Patienten eine gute Adhärenz. Der Vater von Verena Bieri zeigte vor 30 Jahren also keine gute Adhärenz, als er seine Medikamente in den Kehrichtsack kippte. Das unkontrollierte Weglassen von Medikamenten kann lebensgefährlich sein. Aber seine Bedenken und Einwände waren richtig. Nach einem gemeinsamen Gespräch beim Hausarzt musste er nur noch drei Medikamente einnehmen, von deren Notwenigkeit er überzeugt war. Es braucht das Gespräch, das Verständnis und das Vertrauen aller involvierten Personen, um optimal die Gesundheit und die Lebenszufriedenheit – nicht nur von Hochbetagten – zu gewährleisten.

10 084 Kilometer vom Türlersee nach Nakuru «nEverest»: Ein Sport- und Plauschevent ermöglicht Bildung für Strassenkinder in Kenia Seit 2015 führt Gilbert Fisch jährlich einen Anlass im Raum Albis, Buchenegg durch, um Strassenkindern in Nakuru, Kenia, ein Dach über dem Kopf und ein Jahr Schulbildung zu finanzieren – und dies mit Spass und Spiel im und um den Türlersee am 31. August.

ausgenützt und missbraucht. Wer sich nicht wehrt, wer nicht gewalttätig wird, geht hier unter. Wenn wir ihnen ein Obdach und Bildung offerieren, erhalten sie die Chance, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und ebenso wichtig: sie erleben positive Vorbilder, die sie mit Empathie und Knowhow ausbilden, ihnen die Berufswelt eröffnen.»

................................................... von bernhard schneider

Klimafreundlich nach Kenia

Vom Strandbad Türlersee aus kann am 31. August während des ganzen Tages, zwischen 8 und 15 Uhr, nach Lust und Laune Sport à Discrétion getrieben werden: Schwimmen im See, Standup Paddeling (SUP), Laufen, Biken, Rennrad fahren, bei guten Wetterverhältnissen auch Pilates. Um 10 Uhr werden das Frühstückbuffet und das Massagezelt eröffnet. Gleichzeitig lassen sich kostenlos Boards an der SUP-Station im Standbad ausleihen. Das Grillbuffet öffnet um 11 Uhr und verwöhnt die Teilnehmenden bis zum Schluss des Events. Um 12 Uhr läuft der ehemalige Rennrad-Star und Moderator des Anlasses, Franco Marvulli, zu Fuss um den Türlersee – Mitrennen ist ausdrücklich erwünscht. Ein Höhepunkt des Anlasses ist der Kids Run um 13 Uhr, der für alle

Sport und Plausch für alle: Seit 2018 bietet «nEverest» den Einstieg ins Standup Paddeling an. (Bild Erika Schmid) Kinder der Teilnehmerinnen und Teilnehmer inbegriffen ist. Um 14 Uhr starten Franco Marvulli und Gilbert Fisch zur letzten Runde über Buchenegg und Albis, begleitet von allen, die nochmals aufs Rennrad steigen mögen, beladen mit Steinen, die ihnen Sponsoren zuvor in ihre Saccochen gelegt haben. Es folgt die Medaillen-Verteilung des Kids Run und anschliessend wird in einem 15-minütigen Film das Projekt «Scann» vorgestellt, um das sich der ganze Anlass dreht: Das Projekt, das Strassenkindern in Nakuru eine Zukunft gibt. Das Konzept von «nEverest» ist einfach: Um den angestrebten Betrag

von 50 000 Franken zu generieren, finanziert die von Organisator Gilbert Fisch gegründete Stiftung «Summits4hope» den gesamten Anlass inklusive Eintritt, Essen und allen weiteren Angeboten. Das Startgeld von 150 Franken wird vollumfänglich dem kleinen Hilfsprojekt «we care 4» mit Sitz in Thalwil zugunsten des Projekts «Scann» überwiesen.

«Ein Strassenkind in Nakuru hat ohne Hilfe keine Chance» Weshalb unterstützt Gilbert Fisch ausgerechnet das Projekt «Scann»? Ein erster Grund ist das Vertrauen in «we

care 4»: «Es ist ein kleines Hilfswerk mit einer überblickbaren Zahl kompetenter Leute, die sicherstellen, dass die Spendengelder direkt zum unterstützten Projekt gelangen.» Auch dieses ist klein und überblickbar: «Bei Millionenprojekten versickert oft ein Teil des Geldes, ohne Nutzen zu schaffen. Das Projekt Scann dagegen ist ganz konkret. Wenn ich die Schule besuche, kenne ich die Verantwortlichen, kann anhand von Kindern, die mir mittlerweile ebenfalls vertraut sind, die Fortschritte feststellen.» «Ein Strassenkind in Nakuru hat ohne Hilfe keine Chance», stellt Fisch fest, «die Kinder ohne Obdach werden

Der Klimawandel bedroht Menschen in armen Ländern am stärksten. Ein Ziel von «nEverest» ist, den Weg vom Türlersee nach Nakuru so klimafreundlich wie möglich zurückzulegen: Die Teilnehmenden sollen gemeinsam die reale Strecke von 10 084 Kilometern mit ihrer eigenen Muskelkraft bewältigen. Je mehr sich daran beteiligen, desto geringer der Anteil des Einzelnen – und jede zusätzliche Teilnehmerin, jeder zusätzliche Teilnehmer gibt einem weiteren Kind in Nakuru die Chance auf ein würdiges Leben. Auch wenn die Reise nach Kenia nur virtuell ist: Um 16 Uhr startet ein Show Act mit Claudia Masika & Band, die mit African Fusion-Musik die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine Stunde nach Afrika entführen. Infos und anmelden: www.summits4hope.ch.


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Freitag, 23. August 2019

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Überlebenskünstler, die bei Stress abschalten Flechten begleiten Christoph Scheidegger schon sein Leben lang Flechten sind fast überall zu finden. Sie sind so häufig zu sehen, dass man sie kaum wahrnimmt. Christoph Scheidegger hingegen richtet ein besonderes Auge auf sie. Er ist fasziniert von den Flechten, die keine Pflanzen sind, sondern symbiotische Lebensgemeinschaften zwischen Pilzen und Algen. ................................................... von stefan schneiter Die Liebesgeschichte begann über die Ästhetik und sie setzte bei Christoph Scheidegger ein, als er ins Gymi ging. «Flechten gefallen mir einfach, ihre Formen, ihre Farben», erzählt der Hausemer, der als Biologe an der eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in Birmensdorf arbeitet und dort seit vielen Jahren Flechten erforscht. Die Begeisterung für Flechten hat er schon von seiner Mutter quasi injiziiert erhalten und durch Eduard Frey, einen ehemaligen Seminarlehrer in Bern und Pionier der Flechtenforschung der Schweiz. «Flechten begleiten mich mein Leben lang», so Scheidegger.

Der 61-jährige Flechtenexperte hat nicht nur beruflich mit den farbigen Organismen zu tun. Auch bei sich zu Hause in Hausen hat er ein Flechtenherbarium angelegt. Als passionierter Wanderer und Mitglied der SAC Sektion am Albis ist er rund fünfzigmal im Jahr in den Alpen anzutreffen. Dabei gilt seine Aufmerksamkeit stets den Flechten, ist er ihren Geheimnissen und ihrer Anpassungsfähigkeit auf der Spur. «Mich fasziniert sehr, wie Flechten in Symbiose leben. Pilze und Algen, die sich zusammentun – wie leben zwei Partner, die aufeinander angewiesen sind, wie profitieren sie voneinander, wie vermehren sie sich – oft sogar gemeinsam, wie breiten sie sich aus?»

Erfolgsrezept Symbiose Man weiss, dass Pilz und Alge ein Leben lang als Flechte zusammenleben. Der Pilz beliefert die Alge mit Wasser und mineralischen Nährstoffen und schützt die Alge durch eine Rindenschicht vor zu hohem Lichtgenuss sowie vor Fressfeinden. Die Alge ihrerseits betreibt Fotosynthese und liefert dem Pilzpartner zuckerähnliche Verbindungen als Nahrung. Früher, so Scheidegger, sei man in der Forschung

Flechten gibt es in unzähligen Farben und Formen. Die Echte Lungenflechte wächst auf Bäumen in der Schweiz und ist gefährdet. (Bild zvg.)

vom Überlebensprinzip ausgegangen, der Stärkste überlebt, man frisst, damit man selber überleben kann. Miteinander kommunizierende und interagierende Symbionten habe man als Spielerei der Natur abgetan. Heute hingegen realisiere man immer mehr, dass Symbiose das Erfolgsrezept in der Evolution darstelle. Und Flechten seien geradezu das Lehrbuchbeispiel dafür, wie ein Organismus dank Symbiose unwirtliche Lebensräume besiedeln kann, die für jeden Lebenspartner allein nicht besiedelbar wären.

Innert Sekunden aus dem Scheintod zurück ins Leben In der Tat sind Flechten wahre Überlebenskünstler. Weltweit gibt es rund 25 000 Arten, in der Schweiz sind es etwa deren 2000. Im Knonauer Amt schätzt Scheidegger die Zahl auf 400. Flechten findet man überall, auf Steinen, Böden, an Bäumen, Mauern, Hauswänden, sie gedeihen selbst an vielbefahrenen Strassen, auf verrosteten Gartenzäunen oder auf Kunststoffen. Sie leben auch in extremen Lebensräumen. In Wüstengebieten oder an Felswänden können sie auf über 50 Grad erhitzt werden, in der Antarktis oder auf dem Himalaya überstehen sie frostige Temperaturen bis gegen -50 Grad. Wassermangel ist für Flechten kein Problem. Dann trocknen sie einfach aus, tage-, monate-, ja, einzelne Arten gar jahrzehntelang. Sie schlummern scheintot eine Art Dornröschenschlaf, «schalten bei Stress einfach ab», wie Scheidegger es formuliert, um dann, wenn sie wieder mit Feuchtigkeit in Berührung kommen, innert Sekunden daraus zu erwachen. Scheidegger kann auch von den Flechten Lehren für das menschliche Dasein ziehen. «Flechten zeichnen sich durch Beständigkeit und Beharrlichkeit aus», umschreibt er es. «Sie arbeiten stetig auf ein Ziel hin, erringen sich einen Lebensraum und etablieren

Ist fasziniert von Flechten: Christoph Scheidegger. (Bild Stefan Schneiter) sich an einem Ort. Das Erreichte versuchen sie zu halten, ohne grosse Sprünge zu machen und Risiken einzugehen im eroberten Lebensraum. Denn der nächste Sturm, Frost oder eine Lawine kommen bestimmt und würden ein zu schnelles Wachstum, ein zu risikobereites Leben direkt gefährden.» So zäh und überlebensfähig viele Flechten sind, sind doch heute viele Flechtenarten bedroht, hierzulande über 40 Prozent. «Flechten reagieren sehr empfindlich auf Luftverunreinigung», erklärt Christoph Scheidegger.

So seien in vielen Städten Mitteleuropas in den 1980er-Jahren viele Flechtenarten verschwunden. In der Forschung kommt den Flechten heute als Bioindikatoren eine wichtige Funktion zu. Die nationale Strategie setzt auf eine breit abgestützte Biodiversitätsförderung, nicht nur auf eine gezielte Förderung einzelner attraktiver Arten. «Will man die Biodiversität wirklich fördern, auch im Knonauer Amt, weiss man dank Flechten, wo ansetzen» sagt Christoph Scheidegger. Hierfür setzt er sich gerne als Naturschutzbiologe und Flechtenexperte ein.

Speerwerfen und die Arbeit mit Baumaschinen ergänzen sich Serie «Lernende»: Marco Stocker, lernender Baumaschinenmechaniker bei der Leuthard Bau AG In einem Jahr wird Marco Stocker seine vierjährige Berufslehre als Baumaschinenmechaniker abgeschlossen haben. Stillsitzen oder Büroarbeiten sind nicht sein Ding. Er will sich bewegen, tagsüber in der Werkstatt der Leuthard Bau AG, abends und am Wochenende als ambitionierter Speerwerfer. ................................................... von regula zellweger Marco Stocker arbeitet zuverlässig mit seinen Händen, ist körperlich fit, hat räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Verständnis und Ausdauer. Dies macht ihn, wie sein Lehrmeister Paul Müller sagt, zu einem musterhaften Lehrling. Aber auch zu einem erfolgreichen Sportler, der als Speerwerfer in der Kategorie «Unter 18 Jahre» die Silbermedaille an den Schweizer Meisterschaften holte. Dazu trainiert er vier Abende in der Woche, an den Wochenenden nimmt er oft an Meisterschaften teil. Dass der sportliche Jugendliche nach der Oberstufe einen technischen Beruf erlernen wollte, bei dem man ständig in Bewegung ist und nicht nur Ersatzteile auswechseln muss, war ihm bald klar. Er schnupperte als Landmaschinenmechaniker und als Baumaschinenmechaniker – und ent-

schied sich voller Überzeugung für die Baumaschinen.

Förderndes Elternhaus Der Vater führt als Corporate General Manager ein Technologieunternehmen, die Mutter ist Informatikerin, der Bruder studiert mit dem Ziel «Bachelor of Science in Medizintechnik» an der Hochschule Luzern – wahrlich ein Umfeld, in dem Technik zum Gesprächsstoff im Alltag gehört. Dass er sich in der Welt der Technik in Zukunft weiterentwickeln will, ist Marco Stocker klar. Elektrotechnik interessiert ihn brennend. «Er ist aufgeweckt, interessiert und arbeitet mit Leidenschaft», bestätigt Lehrmeister Müller. Bei aller Freude an der Technik macht sich Marco Stocker aber auch Gedanken zum sinnvollen Einsatz von Technik in der Zukunft und sieht betreffend Umwelt und Nachhaltigkeit Möglichkeiten, aber auch Grenzen.

Baumaschinenmechaniker Kein Arbeitstag ist wie der andere. Als Baumaschinenmechaniker wartet und repariert Marco Stocker Baumaschinen wie Bagger, Bautrocknungsgeräte, Betonmischer, Bodenverdichter, Hydraulikhämmer, Krane, Muldenkipper, Vibrationsstampfer, Strassenfertiger und Walzen. Oft handelt es sich um komplexe Hightech Geräte mit elektronischen Steuerelementen.

Eben hat Marco Stocker ein Werkzeug für einen «Strassenfertiger» entwickelt und montiert. Diese Maschine baut Beläge in Strassen ein. Ein Mann sitzt auf der Maschine, zwei weitere kontrollieren den Vorgang rechts und links der Maschine. Auf jede Veränderung der Strassenneigung, des Abstandes vom Rand oder der Dichte des Belages muss sofort reagiert werden. Die Leuthard Bau AG setzt innovativ auf neuste Technologien. Es wird mit GPS gearbeitet und BIM hat längst Einzug gehalten. Der Begriff Building Information Modeling (BIM) beschreibt eine Methode der vernetzten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden und Bauwerken mithilfe von Software. Dabei werden alle relevanten Bauwerksdaten digital modelliert, kombiniert und erfasst. Das ermöglicht, geplante Bauwerke vorab mittels einer «Virtual-RealityBrille» virtuell begehen und erleben zu können. Am 4. und 5. Oktober präsentiert Marco Stocker seinen Beruf zusammen mit anderen Lernenden der Leuthard Bau AG an der Berufsmesse in Bonstetten. Dabei sollen die Messebesucher eine solche Brille ausprobieren dürfen.

Motivieren und Vorbild sein Marco Stocker nimmt für einen Kollegen, der sich nach der Ausbildung zum Landwirt für die verkürzte Lehre

Marco Stocker arbeitet an der Optimierung eines Strassenfertigers, einer grossen Maschine für den Einbau von Walzasphalt. (Bild Regula Zellweger) als Baumaschinenmechaniker entschlossen hat, die Funktion des Oberstifts wahr. Im Turnverein Sins trainiert er einmal wöchentlich Jugendliche von 7 bis 14 Jahren. Er gibt sein Wissen und Können gern weiter. Die Schule bereitet ihm keine Mühe. Er arbeitet zurzeit an seiner Vertiefungsarbeit im Allgemeinbildungsunterricht. Sein Thema ist Recycling von Plastik. Dazu interviewt er den Betriebsleiter der InnoRecycling AG, wo Kunststoffabfälle zu hochwertigen Kunststoff-Regranulaten verarbeitet werden. Der Lehrling will damit aufzeigen, wie viel ökologisches und ökonomisches Potential in vermeintli-

chem Kunststoffabfall liegt – auch mit dieser Themenwahl zeigt Marco Stocker sein Interesse an der Lösung von Fragen der Zukunft. In unregelmässigen Abständen porträtiert der «Anzeiger» Lehrlinge in Ämtler Unternehmen. Den Anfang machten Julia Meier, Metallbaukonstrukteurin bei der Ernst Schweizer AG, Hedingen und Ueli Fehr, Automobil-Mechatroniker bei der Garage Albin Herzog AG, Ottenbach. Es folgten Selina Frey, Augenoptikerin bei BOA, Büchi Optik Affoltern, Nina Plocher, Polymechanikerin bei der Hawa Sliding Solutions AG, Mettmenstetten, Tobias Rutishauser, Schreiner bei Schneebeli Schreinerhandwerk, Ottenbach und Alina Beck, Produktionsmechanikerin bei der Ernst Schweizer AG, Hedingen.


Stellenanzeiger

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Freitag, 23. August 2019

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Mit hohen Ambitionen in Russland Heute Freitag starten die WorldSkills – auch für Rahel Weber aus Obfelden Bis am nächsten Montag stellen sich 41 junge Schweizer Berufsleute an den Berufs-Weltmeisterschaften in Kazan (RUS) der internationalen Konkurrenz. Die Schweizer Delegation um Rahel Weber, KonditorinConfiseurin aus Obfelden, strebt erneut eine Top-3-Platzierung an. Die Basis für ein erfolgreiches Abschneiden an den Berufs-Weltmeisterschaften haben sie alle während ihrer Berufslehre gelegt. In den letzten Monaten folgten pro Schweizer Teilnehmer zwischen 500 und 1000 Stunden spezifische Vorbereitung. Nun sind die 41 jungen Schweizer Berufsleute bereit für die grosse Herausforderung: Gestern Donnerstagabend wurden die WorldSkills mit der grossen Eröffnungsfeier lanciert. Bis am nächsten Montag folgt nun der viertägige Wettkampf, ehe am Dienstagabend im Rahmen der Schlussfeier die Resultate bekannt gegeben werden. Insgesamt nehmen an den 45. BerufsWeltmeisterschaften 1600 junge Berufsleute aus 63 Nationen in 56 verschiedenen Wettkämpfen teil.

Flexibilität als Trumpf Nach dem herausragenden Abschneiden an den letzten WorldSkills vor zwei Jahren in Abu Dhabi (20 Medaillen, davon 11 Goldene; Platz 2 in der Nationenwertung nach «Comparison By Average Medal Points» reist das

geber Russland sein. «Es gibt nur eine Chance», ist sich Rahel Weber, Konditorin-Confiseurin aus Obfelden, bewusst, «diese zu nutzen ist mein Ziel.» «Es ist unser Anspruch, die WorldSkills zu nutzen, um mit herausragenden Leistungen sowohl im Inwie auch im Ausland auf die ausgezeichnete Berufsbildung der Schweiz aufmerksam zu machen», erklärt Reto Wyss, Präsident der Stiftung SwissSkills. Ebenso wichtig sei es, dass die Schweiz die Erkenntnisse aus dem internationalen Vergleich nutze und sie in die Ausbildung einfliessen lasse. «Die WorldSkills zeigen uns und den Berufsverbänden auf, in welche Richtung sich Berufsfelder und Skills von jungen Berufsleuten international entwickeln.

«Am liebsten arbeite ich mit Schokolade»

Rahel Weber, Konditorin-Confiseurin Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen und was gefällt Ihnen daran? Rahel Weber: Ich habe in meiner Kindheit zu Hause schon gerne gebacken. Die kreativen Möglichkeiten haben mich sehr angesprochen. Aus einfachen Mittel kann man spezielle, eindrucksvolle Produkte herstellen. Am liebsten arbeite ich mit Schokolade: kleine Schaustücke, Figuren oder Pralinés. Schön ist natürlich auch die Freude der Kunden, wenn Sie es kaufen und Freude daran haben.

Was wird in Kazan ihre Wettbewerbsaufgabe sein? Am Wettkampftag muss ich verschiedene Produkte herstellen. Von Pralinen bis zu Torten. Auch ein Schaustück muss ich dort herstellen.

Wie haben Sie sich für die Berufs-WM qualifiziert? An der Swiss Skills 2018 erzielte ich den 1. Rang. Und die Expertenjury entschied sich dann, mich an die World Skills 2019 mitzunehmen.

Was sind Ihre Ziele nach der Berufs-WM? Ich möchte noch mehr Berufserfahrung sammeln und vieles erleben. Genauere Ziele habe ich noch nicht. Interview: Swiss Skills

Rahel Weber, Konditorin-Confiseurin aus Obfelden. (Bild zvg.)

SwissSkills Team erneut mit hohen Ambitionen an die Berufs-Weltmeisterschaften. «Dank unserer praxisorientierten, vielfältigen Ausbildung während der ganzen Berufslehre ist die Flexibilität einer unserer grossen Trümpfe – speziell auch im Vergleich

zur Konkurrenz aus Asien. Diesen Vorteil, verbunden mit dem hartem Training und unserer grossen Leidenschaft wollen wir einmal mehr in Topresultate ummünzen», erklärt Rico Cioccarelli, der technische Delegierte von SwissSkills. Konkret heisst dies: «Wir

streben eine Top-3-Platzierung in der Nationenwertung an», sagt Cioccarelli. Die Schweizer Delegation rechnet damit, dass dafür der Gewinn von 15 bis 20 Medaillen notwendig ist. Härteste Konkurrenten dürften China, Korea, Brasilien sowie Frankreich und Gast-

Die Bedeutung der Berufsmeisterschaften für die Schweiz und ihre Berufsbildung unterstreicht Bundesrat Guy Parmelin mit seinem geplanten Besuch in Kazan heute Freitag, dem ersten Wettkampftag. Der Schweizer Wirtschaftsminister hat das Schweizer Team bereits an seinem letzten Vorbereitungsweekend Ende Juni in Neuenburg kennengelernt. «Die Schweiz darf stolz auf dieses Team sein. Ich freue mich, diese hoch talentierten, leidenschaftlichen und motivierten jungen Berufsleute in Kazan im Einsatz zu sehen,» sagt der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF. (pd.)

bestand darin, die von der Reiseassistentin laufend unterbreiteten Menüvorschläge für die Mittag- und Abendessen auf diversen Menülisten zu evaluieren. Dies führte dann bald einmal

zu Konfusionen, wer sich an welchem Tag für welches Mahl entschieden hatte. So kam es, dass einigen ein Geschnetzeltes statt des Fischs unter die Nase gesetzt wurde. Das Lob für die hervorragende Küche im Schlosshotel sei dadurch aber nicht geschmälert. Gemütlich liess man den Abend jeweils mit einem Prosecco oder Bierchen ausklingen. Was gibt es zu sagen zu Jürg, Graf von Ins, der den Mettmenstettern den wundervollen Jura nähergebracht hat? Er ist enttäuscht, dass sein vertrauter Chasseral um einen Meter weniger hoch ist als der Chasseron, der Stolz der Welschen und dass er als Junge die römischen Grabungsfelder von Aventicum nach Goldmünzen abgesucht hat, aber nie fündig geworden ist. Vor allem sind ihm die Mettmenstetter Pedaleure dankbar für die sieben tollen, abenteuerlichen Reisen durch den Jura, für die spannenden Einblicke in die Asphaltproduktion im Val de Travers und den Tabakanbau, für die bis ins kleinste Detail genauen Planungen und Reiseinformationen. Sein Lohn sind die zufriedenen Gemüter voller bereichernder Erlebnisse und die unfallfrei Heimgekehrten. Christoph Nussbaumer

Was sind Ihre Erwartungen? Ich möchte aus dieser Zeit viel mitnehmen und meine volle Energie darin stecken, dass ich am Ende sagen kann: Ich habe mein Bestes gegeben und bin zufrieden mit meiner Leistung.

Besuch von Bundesrat Parmelin

Mit dem Graf von Ins durch den Jura Velotourenwoche der Mettmenstetter und Mettmenstetterinnen Die Mettmenstetter Pedaleure kamen in den Genuss einer wundervollen Velotourenwoche, organisiert von Jürg Graf. Vom Schlosshotel Münchenwiler bei Murten aus führte Jürg Graf auf sieben Touren rund um den Murten- und den Neuenburgersee, hinauf auf die Höhen der Freiberge und hinunter in die finsteren Schluchten des Val de Travers und des Doubs, vorbei an den bedrohlichen Felszacken der Aiguilles de Baulmes. Grosszügig gönnte er den 33 Pedaleuren immer wieder Pausen, in kleinen Beizchen zum Kaffeehalt oder für fein und liebevoll zubereitete Mittagessen. Mit den üppig gefüllten Bäuchen war der Elektromotor eine notwendige Anschubhilfe. Wenn Engel reisen, lacht der Himmel. Bei einer übermütigen Schussfahrt, vom Col de l’Aiguillon hinunter, lachte wohl eher den Bengeln der Himmel. Dies galt aber nicht für einen Autofahrer, der auf der steilen, schmalen Bergstrasse offenbar vor Schreck ob der rasant in die Tiefe sausenden Gruppe seinen Wagen auf die Seite riss und mit den rechten Rädern im Strassengraben stecken blieb. Im Übrigen hatte man es am Schwanz der dyanzeige

Jürg Graf erklärt im Schlosshof Münchwiler die Tagestour. (Bild zvg.) namischen Kolonne nicht leicht, fuhr doch eine Dame in einer scharfen, durch Büsche verdeckten Weggabelung nach links statt rechts weiter. Zum Glück konnte die hervorragende

Schlussfahrerin Rita besagte Person noch orten und mittels GPS wieder dem Säuliämtler Lindwurm zuführen. Die anspruchsvollste Hauptbeschäftigung neben dem Velofahren


Vermischtes

Freitag, 23. August 2019

Aus der Region, für die Region

Erster Lokalmarkt in Hausen lockte zahlreiche Interessenten Aus der Region, für die Region: Ein Motto, dass immer mehr regionale Kleinproduzenten als Direktverkäufer umsetzen. Am Samstag war auf dem Parkplatz des Restaurants Schönegg der erste Markt in Hausen. Der Zuspruch übertraf die Erwartungen der Organisatorinnen. ................................................... von martin platter Die beiden Initiantinnen Lydia Hartmann und Lisa Roth strahlen mit dem Rest der Helfer des ersten Hausemer Lokalmarkts um die Wette. «Fast die ganze Auslage verkauft», freut sich Roth, die sonst im Weiler Tüfenbach zwischen Türlen und Heisch «Lisas Hoflädeli» betreibt. «Zwei Stände waren sogar komplett ausverkauft», ergänzt Hartmann, die das Konzept eines Lokalmarktes in der Bäuerinnenschule ausgearbeitet hatte. Sehr gefragt gewesen seien vor allem die lokalen Frischprodukte wie Backwaren, Eier, Fleisch, Gemüse und Obst; die typischen Lebensmittel aus den verschiedenen Hofläden in der Region, die am Lokalmarkt teilgenommen haben. Verkauft wurden ausserdem Naturheil- und Kosmetikpro-

Die Helfer und Initiantinnen des ersten Lokalmarktes im Hausemer Dorfteil Heisch von links: Edwin Roth, Röbi Habegger, Patrizia Giger, Lydia Hartmann, Lisa Roth und Ueli Meier. (Bild Martin Platter) dukte, lokaler Wein und Spirituosen sowie Kunst- und Handwerkserzeugnisse.

«Megapositiv überrascht» vom Zuspruch «Wir sind megapositiv überrascht vom grossen Zuspruch, den der Markt ausgelöst hat. Das zeigt, dass eine Nachfrage vorhanden ist», analysiert Hartmann. Und Roth: «Von neun Uhr morgens bis zur Mittagszeit war ein Riesenansturm. Über Mittag wars dann ein bisschen ruhiger. Dafür haben wir etwas länger als bis zur geplanten Zeit um 14 Uhr gemacht, da immer wieder neue Kundinnen und Kunden gekom-

men sind.» Wie gehts nun weiter mit dem Lokalmarkt? Hartmann: «Wir hatten sehr viele positive Rückmeldungen. Die Leute hätten am liebsten regelmässig einen Markt oder eine zentrale Verkaufsstelle mit lokalen Spezialitäten. Wir werden nun diese erste Durchführung auswerten und dann das weitere Vorgehen beraten. Auch die Schaffung einer entsprechenden Homepage wurde bereits diskutiert. Noch ist aber nichts spruchreif.» Der Grundstein sei nun gelegt, die Kontakte geknüpft. Auf Facebook, Suchwort «Lokalmarkt», können die weiteren Aktivitäten der beiden initiativen Frauen verfolgt werden.

Hirsche, Steinböcke und Aussichtsturm

Besuch im Park der Tierfreunde am Rossberg Diese familienfreundliche Wanderung führte durch das schöne Naturschutzgebiet am Lauerzersee und den Tierpark Goldau, die Heimat für 34 Säugetier- und 55 Vogelarten. Bei der Bushaltestelle Lauerz Dorf ging es auf dem Bergsturzpfad durch das grosse Naturschutzgebiet am Lauerzersee, mit Feuchtwiesen, Halbtrockenrasen, kleinen Weihern und einer schönen Sicht zur Abbruchstelle am Rossberg aus dem Jahre 1806, bis zum idyllischen Goldseeli. Nach einer Pause erreichte man bald den Tierpark Goldau, der zwischen Rigi und Rossberg liegt. Bei einem der zahlreichen Picknickplätze mit Feuerstelle gab es im Schatten des Waldes das Mittagessen aus dem Rucksack und feine Spiessli und Würste vom Grill. Auf dem Rundgang freuten sich die Kinder, die kleinen Sikahirsche und Mufflons zu streicheln und sie von Hand mit gepressten Heuwürfeln zu füttern. Kleine und grosse Bewohner wie Steinbock, Gämse, Luchs, Bär, Wolf, Dachs und Eule beobachtete man in naturnahen tierfreundlichen Gehegen.

Eine Grossmutter mit ihren vier Enkeln im Tierpark Goldau. (Bild zvg.) Ein besonderer Höhepunkt war die Besteigung über Holztreppen auf den 29 Meter hohen Turm, mit einer wunderbaren Rundsicht auf den Lauerzer- und Zugersee, die Mythen und den Rossberg. Zum Abschluss des interessanten Tages kehrte man im Restaurant Grüne Gans ein und nachher konnten sich die Kinder auf dem schönen Spielplatz verweilen und ihre Kletterkünste ausprobieren. Im Tier-

park Goldau leben 34 Säugetier- und 55 Vogelarten. Er ist auch ein wichtiger Partner bei internationalen Programmen zur Erhaltung von bedrohten Tierarten wie Bartgeier, syrische Braunbären und Waldrappe. Erst vor wenigen Jahren wurde eine grosszügige Gemeinschaftsanlage für Wölfe und Bären eröffnet. Dölf Gabriel, Wanderleiter Weitere Infos: www.miteinanderwandern.ch.

zwischen-ruf

Ein perfektes Paar Die beiden hätte ich gerne verkuppelt, Inge und Gerold. Wir drei waren damals die einzigen Junglehrer an jener Dorfschule in Baden-Württemberg. Über Mittag gingen wir in den «Löwen» und assen dort das Tagesmenu, das immer, wirklich immer aus paniertem Schnitzel, Hausmacher Spätzle und Salat für DM 3.20 bestand. Hunderte dieser vorzüglichen Menus hab ich gegessen in jenen vier Jahren. Ich war verlobt. Nach meiner Heirat und gleichzeitigen Umsiedlung nach Zürich lud ich Inge und Gerold für ein Wochenende ein. Sie hatten inzwischen ausser den Mittagessen noch andere gemeinsame Aktivitäten entwickelt wie Skifahren und Wan-

dern. Passen gut zusammen, fand ich. Als ich die beiden ein Jahr später wieder einlud, meinte Inge, sie käme lieber allein, denn nachdem sie einmal Gerold abgesagt habe, habe er ihr am Tag darauf von seiner Anmeldung bei einer Partneragentur berichtet. Er fand die nette Lehrerin Elisabeth und ging mit ihr nach Afghanistan an eine deutsche Schule. Sechs Jahre später kamen sie mit ihren zwei Kindern zurück. Inge hatte inzwischen einen schwäbischen Gemeindepräsidenten geheiratet und drei Kinder bekommen. Ich aber hatte mich scheiden lassen. Fast gleichzeitig verloren Inge und Gerold ihre jeweiligen Partner wegen eines Krebsleidens. Schon wieder

dachte ich, dass sie sich als Paar ergänzen würden! Wir trafen uns zu dritt einige Male in Gerolds Haus. Inge brachte feines Essen mit und lobte Einrichtung und Garten. Ja, sie würde – im Gegensatz zu mir – perfekt da reinpassen! Wie war ich enttäuscht, als Gerold m i c h fragte, was ich an Silvester mache. Jetzt, im Juli 2019, stehen wir an Inges Grab. Ich lasse Blütenblätter auf den Sarg segeln, Gerold wirft Sand hinab. Ach Inge, wie liebte ich deine scharfsinnigen Kommentare! Nie krank gewesen und plötzlich liegst du tot im Bett! Als ich mit Gerold zurückfuhr, dachte ich: «Hoffentlich fragt er nicht, was ich an Silvester mache.» Ute Ruf

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forum

Steuerausfälle bedrohen Lebensqualität Am 1. September stimmt der Kanton Zürich über die Steuervorlage ab. Diese sieht beträchtliche Steuersenkungen für Unternehmen vor. Die Grüne Partei sagt Nein zu dieser Vorlage. Im Frühjahr 2019 hat das Stimmvolk Ja gesagt zur Vorlage «Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF)». Die EU hatte Druck gemacht, Steuerprivilegien der Statusgesellschaften in der Schweiz abzuschaffen. Angedroht hat sie, die Schweiz auf eine schwarze Liste der Steueroasen zu setzen. Die Steuerprivilegien wurden mit der eidgenössischen Vorlage abgeschafft und gleichzeitig der AHV zwei Milliarden Franken zugewiesen. Die Steuervorlage gibt den Kantonen die Möglichkeit, die ansässigen Unternehmungen steuerlich weiter zu entlasten. Dabei geht der Kanton Zürich bei allen Massnahmen bis an die maximal mögliche Entlastungsgrenze. Nutzt eine Firma in Zukunft alle Möglichkeiten, kann sie ihren steuerbaren Gewinn bis auf 30 Prozent reduzieren. Daneben soll noch der Gewinnsteuersatz gesenkt werden, was eine weitere Steuerreduktion um 12,5 Prozent

nach sich zieht. Und in drei Jahren soll eine weitere Entlastung von 12,5 Prozent folgen. Damit sich Gemeinden und Kirchen an die Steuerausfälle gewöhnen können, wird ihnen vom Kanton für eine beschränkte Zeit ein Zuschuss gewährt und der Kanton bezahlt etwas mehr in den Gemeindeausgleich und an die Zusatzleistungen. Der Kanton veranschlagt die Steuerausfälle mit rund 500 Mio. Franken pro Jahr, die kompensiert oder eingespart werden müssen. Der Kanton Zürich ist als Wirtschaftsstandort attraktiv mit hervorragenden Hoch- und Fachhochschulen, mit einer sehr gut ausgebauten Infrastruktur und einem stabilen politischen und einem zuverlässigen Rechtssystem. Zusätzliche Steuergeschenke bedeuten, dass für die Leistungen unseres Kantons in Bildung, Kultur, Sozialem, öffentlichem Verkehr usw. weniger Geld zur Verfügung steht und diese abgebaut werden müssen. Die Vorlage gefährdet unmittelbar somit unser aller Lebensqualität. Grüne Bezirk Affoltern

Unser Klima – Ihre Wahl In Island wurde dieser Tage ein abgeschmolzener Gletscher mit einem Brief an die Zukunft «beerdigt». Darin steht, dass wir wissen, was geschieht und was getan werden muss, aber erst unsere Nachfahren werden wissen, ob wir es auch getan haben. Auch in der Schweiz schmelzen die Gletscher unwiderruflich weg – auch wir wissen, was zu tun ist: Wir müssen unseren CO2-Verbrauch auf netto null senken. Statt zu handeln, wird im eidgenössischen Parlament verhandelt, welche Steuern für niemanden eine zu grosse Belastung darstellen und wer darüber hinaus unbedingt entlastet werden muss. Es geht aber um mehr: Wir müssen alle mithelfen und der Staat muss lenkend eingreifen, damit ein Wandel möglich ist. Am 8. Dezember 2018 streikten wir Grünen mit vielen Säuliämtlerinnen und Säuliämtlern am von der Klimaallianz ausgerufenen «Klimaalarm» in Bern, um vom Parlament griffige Massnahmen zur Reduzierung der Klimaerwärmung einzufordern. Am Samstag, 31. August, gibt es in unserem Bezirkshauptort eine Klimademo.

Kommen Sie um 13.30 Uhr auf den Marktplatz. Gemeinsam machen wir auf die Klimakrise aufmerksam und bilden eine Menschenschlange durch die Stadt. Am 28. September, drei Wochen vor den nationalen Wahlen, ist ein erneuter Streik der Klimaallianz geplant: Demonstrieren Sie gemeinsam mit über 80 NGOs! Sie haben auch eine andere Möglichkeit, auf das Parlament und somit auf die Politik Einfluss zu nehmen: Wählen Sie im Herbst grün! Wir Grünen setzen uns seit 40 Jahren für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ein und fordern den vollständigen Ausstieg aus allen nicht erneuerbaren Energien. Es braucht dringend mehr grüne Parlamentarierinnen und Parlamentarier, welche endlich griffige Massnahmen aufgleisen und den ökologischen Wandel initiieren. Deshalb kandidiere ich für den Nationalrat und freue mich über Ihre Stimme. Wir sind es unseren Nachfahren schuldig, dass wir das Ruder herumreissen, bevor es zu spät ist. Vera Anders, Hausen, Nationalratskandidatin Grüne

Invasive Neophyten: das Wichtigste Die Fremdenpolizei der Flora hat viel Arbeit, «Anzeiger» vom 20. August. Neophyten sind Pflanzen, die ab 1500 in Europa (also ab der grossen Zeit der Seefahrer in alle Kontinente) eingeführt wurden/wachsen. Jede Tomatenund Kartoffelpflanze ist ein Neophyt. An den meisten Neophyten ist nichts Problematisches. Die meisten wurden im 18. und 19. Jahrhundert von Biologen und (reichen) Fans von exotischen Pflanzen eingeführt – und nicht eingeschleppt! Invasive Neophyten sind solche Pflanzen, die in dem Gebiet, in welches sie eingeführt wurden, keine einheimischen Feinde haben und deshalb die einheimischen Pflanzen verdrängen. Das im «Anzeiger» vom 20.8.19 erwähnte Berufkraut ist ein weit herum sichtbares Beispiel, genauso wie die kanadische Goldraute. Diese beiden sind so gefährlich für unsere einheimische Pflanzenwelt, dass es verboten ist, sie in Sträussen zu verschenken! Das Allerwichtigste im Umgang mit diesen Pflanzen ist, dass man sie nicht in den Kompost wirft, sondern

als Privatperson am besten im Abfallsack entsorgt. Im Kompost schadet eine Rodung mehr, als dass sie nützen würde, weil man damit die Verbreitung eher unterstützt als sie zu unterbinden. Pflanzenabfälle aus professionellen Rodungen werden in Biogasanlagen verwertet. Dazu wird ein ganz strenges Verfahren eingehalten: Die gerodeten Pflanzen dürfen nicht herumliegen, sondern müssen sofort in der Anlage vernichtet (oder eben verbraucht) werden. Ein momentan noch weniger gut sichtbares Beispiel ist der Kirschlorbeer, der langsam aber sicher das Unterholz unserer Wälder verdrängt: Die von Vögeln gefressenen Beeren werden mit dem Kot im Wald sozusagen ausgesät! Zitat aus der Website von infoflora: «Die natürliche Verjüngung einheimischer Gehölze kann durch das dichte Blattwerk behindert werden, die starke Beschattung verdrängt auch den Unterwuchs.» Wer sich weiter interessiert, kann unter infoflora.ch viele interessante Informationen und Hilfen finden. Andrea Schenkel, Ottenbach


Veranstaltungen

Liegenschaften Verkäufe

Samstag, 24. August 2019, ab 13.00 Uhr bis 02.00 Uhr Sonntag, 25. August 2019, ab 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Dorfchilbi Bonstetten Wir laden Sie ganz herzlich ein, mit Ihren Freunden, Bekannten und Verwandten die diesjährige Bonstetter Dorfchilbi auf dem Dorfplatz zu besuchen. Unsere Vereine und Organisationen bieten ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie. Harasse stapeln, Auto-Scooter, Karussell, Chilbi-Kegeln, Büchsenwerfen, Schiessbuden, Luftgewehrschiessen, Marktstände, Kinder-Eisenbahn, zahlreiche Beizli

Chilbi-Kafi des Turn- & Sportvereins am Samstagnachmittag mit Lotto sowie Kaffee, Kuchen- und Tortenbuffet der Landfrauen am Sonntag im Rigelhüsli.

Ökumenischer Chilbi-Gottesdienst Sonntag, 10.00 Uhr, auf dem Dorfplatz mit dem Musikverein Bonstetten. Zwingli-Beiz vor und im ref. Kirchgemeindehaus am Samstag von 17.00 bis 22.00 Uhr und am Sonntag von 11.00 bis 16.00 Uhr. Viel Vergnügen wünscht Ihnen der Gemeinderat Bonstetten

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Seline Wenzinger* über den US-Aktienmarkt

Endet die Rekordjagd an den US-Börsen? An der Wall Street kletterte der Dow Jones lndustrial um 1,19 Prozent auf 25.886 Punkte. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 konnte um 1,59 Prozent auf 7.604 Zähler zulegen. 77 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im grünen Bereich. Endet nun die Rekordjagd an den US-Börsen? Mit Vorwürfen gegen die US-Notenbank Fed reagiert Präsident Donald Trump auf die aktuellen Verluste am amerikanischen Aktienmarkt, weil die Angst vor steigenden Zinsen eine Verkaufswelle ausgelöst hat. Der amerikanische Aktienindex S&P 500 feierte in den vergangenen Jahren den längsten Anstieg seiner Geschichte. Seit dem Tiefpunkt am 9. März 2009 ist der Index mehr als 320 Prozent angestiegen. Der Dow Jones 30 konnte um fast 300 Prozent an Wert zulegen. Noch besser schlugen sich die Aktien kleinerer US-Firmen. Diese werden im Aktienindex Russell 2000 abgebildet, welcher mehr als 400 Prozent zulegte. Die Königin unter den US-Indizes ist aber eindeutig die Technologiebörse Nasdaq. Mit einem Plus von über 500 Prozent seit dem März 2009 stellt sie die meisten anderen bekannten Aktienindizes weit in den Schatten. Vor allem dem beherzten Eingreifen der US-amerikanischen Notenbank und ihrer unkonventionellen Geldpolitik war es zu verdanken, dass die Konjunktur nach dem Platzen der US-Immobilienblase und der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 wieder Tritt fasste und sich die Aktienmärkte erholten. Darüber hinaus verdanken die US-Aktienmärkte die gute Wertentwicklung vor allem den Unternehmensgewinnen. Sie bilden den wichtigsten Faktor für die Kursentwicklung. Gerade im Vergleich zu Europa haben sich die Gewinne der US-Unternehmen seit dem Jahr 2009 wesentlich besser entwickelt. Die wirtschaftliche Stärke der Vereinigten Staaten wird dazu führen, dass die Unternehmensgewinne in den nächsten Quartalen überproportional zulegen. Nach Steigerungsraten von 25 Prozent im ersten Halbjahr dürfte sich das Gewinnwachstum in der zweiten Jahreshälfte nur leicht in Richtung 20 Prozent verlangsamen. Für nächstes Jahr wird ein weiteres Gewinnplus von rund 10 Prozent erwartet, wobei die Gewinnerwartungen zuletzt immer wieder nach oben revidiert wurden. * Seline Wenzinger ist Geschäftsführerin der Wenzinger Finanz AG, Vermögens- und Steuerberatung, Poststrasse 2, Affoltern a. A.

40 Jahre

Zurück an die Spitze

Der Bauspielplatz in Affoltern feiert sein Jubiläum am traditionellen Robifest. > Seite 19

Der Ottenbacher Marcel Leutert ist seit Frühling wieder Trainer der Ringerstaffel Freiamt. > Seite 23

Freitag, 23. August 2019

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Schausteller Serie «Menschen im Säuliamt»: Sepp Moser hat sich an über 30 Chilbis engagiert. > Seite 31

Coiffure Siegfried: Von Liliana zu Sandrine und Dragana Affoltern: Übergabe des Coiffure-Kosmetik-Geschäfts am 1. Oktober Liliana Frank gibt ihr CoiffureKosmetik-Geschäft Siegfried an der Oberen Bahnhofstrasse 25 in Affoltern in neue Hände. Die Ehepartnerinnen Sandrine und Dragana werden das Traditionsgeschäft mit dem bestehenden Team weiterführen. «Sich rundum wohlfühlen» – die Devise von Liliana Frank, welche das 1962 gegründete Coiffure-KosmetikGeschäft Siegfried in Affoltern die letzten fünfzehn Jahre erfolgreich betrieben hat, ist auch das Motto der neuen Besitzerinnen. Am 1. Oktober werden die Ehepartnerinnen Sandrine und Dragana das Traditionsgeschäft übernehmen – mitsamt dem professionellen, auf Schneiden, Kolorieren, Pflegen und Frisieren von Haaren, diverse Kosmetikbehandlungen sowie Hochzeits-Stylings spezialisierten Team von fünf Mitarbeitenden. «Und auch sonst bleibt das Bewährte und Gute, für das Coiffure und Kosmetik Siegfried seit jeher steht, bestehen», versichern Lilianas kompetente Nachfolgerinnen. «Wir werden, gemeinsam mit dem bewährten Team an ausgebildeten Kosmetikerinnen und Coiffeusen grössten Wert auf professionelle Beratung unserer Kundschaft legen, deren individuelle Persönlichkeiten erfassen und die Haare entsprechend typengerecht schneiden und stylen.»

Nun mehr Zeit für die Familie «Ich scheide mit einem weinenden und einem herzhaft lachenden Auge»,

Liliana (vorne sitzend) freut sich, Coiffure und Kosmetik Siegfried an der oberen Bahnhofstrasse 25 in Affoltern am 1. Oktober in die geschulten Hände von Sandrine (rechts) und Dragana übergeben zu können. (Bild zvg.) sagt Liliana Frank. «Natürlich schmerzt es, etwas so Tolles, Eigenes und Erfolgreiches aufzugeben, aber mein Mann hat in Bremgarten eine Bauspenglerei übernommen und da möchte ich ihn möglichst tatkräftig unterstützen.» Darauf freue sie sich auch, nicht zuletzt, weil sie genauso hofft, so gleichzeitig mehr Zeit für die Familie und ihre Enkelkinder zu gewinnen. «Und ebenso lacht eines meiner Augen, weil ich die Gewissheit ha-

be, in Sandrine und Dragana hoch kompetente und zuverlässige Nachfolgerinnen gefunden zu haben, in deren Hände ich meine treue Kundschaft im wahrsten Sinne des Wortes mit Haut und Haar und sehr gutem Gewissen übergeben kann.» In den fünfzehn Jahren ihrer Geschäftstätigkeit mit Coiffure und Kosmetik hat sich Liliana – auch unter aktiver Mitwirkung ihres Teams – nicht nur ein hervorragendes Renommée

Der etwas andere Markt

Riffi-Märt mit lokalen Produkten aus Rifferswil und Umgebung Rifferswil hat eine der wohl liebevollsten Chilbis, den weit beliebten Weihnachtsmarkt und seit diesem Sommer nun auch einen Essens- und Blumenmarkt. Am Samstag, 26. Juni, feierte der «Märt» auf dem Dorfplatz Rifferswil erfolgreich Premiere und man durfte viele Besucher begrüssen. Der Markt ist ein Anlass für Geniesser und findet in diesem Jahr vorerst viermal statt. Es werden Produkte von Rifferswilern selbst sowie Hof-Produzenten und sonstigen privaten Gärtnern im Umkreis von maximal 10 Kilometern angeboten, alles möglichst Bio oder nach IP-Suisse-Richtlinien produziert. Blumen fehlen ebenfalls nicht, ebenso wenig wie ein kleines kulinarisches Angebot, wo man sich über Mittag verköstigen kann. Die Aussteller können auf www.riffimaert.ch eingesehen werden. Der Riffi Märt soll nicht einfach nur das Grundbedürfnis, Essen einzukaufen, abdecken, er soll auch Ort des Zusammenkommens sein. Ein Ort zum Innehalten, sich Begegnen, Zuhören,

Der Riffi-Märt – ein beliebter Einkaufs- und Begegnungsort. (Bild zvg.) Diskutieren, Entspannen und einfach Geniessen. Auch die Hausemer Bevölkerung ist herzlich willkommen. (pd.)

Nächste Marktdaten: 7. September / 26. Oktober, 9 bis 14 Uhr. Dorfplatz Rifferswil. Infos/Kontakt: www.riffi-maert.ch.

geschaffen, sondern auch für erstklassigen Berufsnachwuchs gesorgt. Vierzehn Lehrlinge hat sie zu bestandenen Berufsleuten gefördert, zuletzt 2019 Lara Chollet mit erfolgreichen 5,2. Die Neu-Coiffeuse wird übrigens das bestehende Team bestens ergänzen. (kb.) Coiffure + Kosmetik Siegfried, Sandrine und Dragana, Obere Bahnhofstrasse 25, Affoltern, Telefon 044 761 56 55, E-Mail info@siegfried-coiffure.ch, Web: www.siegfried-coiffure.ch

Ein Tag für lokale Spezialitäten Am Samstag, 31. August, findet in allen Volg-Läden der «Feins vom Dorf»-Tag statt. Unter dem Label «Feins vom Dorf» sind von Volg zu Volg unterschiedliche Spezialitäten erhältlich, die im Dorf oder einem Nachbardorf hergestellt werden. Das 2005 eingeführte Label umfasst heute über 10 000 Spezialitäten von mehr als 3000 lokalen Produzenten, wobei das Angebot je nach Saison unterschiedlich sein kann. Darunter sind Klassiker wie Brot, Eier und Honig sowie Besonderheiten wie Würste, Biere, hausgemachte Konfitüren, Öle oder Weine. Bereits zum dritten Mal in Folge stehen die lokalen Produkte und ihre Produzenten aus der unmittelbaren Umgebung der Läden am 31. August wieder einen Tag lang im Mittelpunkt. Nebst Degustationen und Begegnungen mit den Produzenten wird ein Wettbewerb lanciert. Es gibt 580 gefüllte Volg-Einkaufstaschen sowie als Hauptpreise fünf Dreiminuten-Gratiseinkäufe zu gewinnen. (pd.)


Ref. Kirche Maschwanden

Kath. Kirche Bonstetten

Sonntag, 25. August 10.00 Musikgottesdienst mit Vreni Bär und Veronica Hvalic Amtswoche Pfr. T. Maurer

Samstag, 24. August 18.00 Vorabendmesse Sonntag, 25. August 8.00 Heilige Messe 10.00 Ökumenischer Chilbi-Gottesdienst Dorfplatz Bonstetten Dienstag, 27. August 19.30 Heilige Messe Mittwoch, 28. August 9.15 Ökumenisches Morgengebet Donnerstag, 29. August 9.00 Heilige Messe 19.00 Rosenkranz

Ref. Kirche Mettmenstetten

Ref. Kirche Aeugst a. A.

Kloster Kappel a. A.

Sonntag, 25. August 10.00 Gottesdienst Pfarrer Jürgen Schultz. Im Anschluss Chilekaffee Donnerstag, 29. August 12.00 Generation 60+ Grillplausch im Pfarrgarten Bitte bis 26. August anmelden bei Esther Scherer Tel.: 044 761 66 93

Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche Sonntag, 25. August 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel mit Pfr. Christof Menzi 15.30 Vernissage der Ausstellung «Aquarelle» Bilder von Christian Keller Musikalische Begleitung: Therese Hauser, Cello 17.15 Musik und Wort in der Klosterkirche: «Meine Güte!...?» mit dem Ensemble ultraSchall unter der Leitung von Julia Medugno Eintritt frei, Kollekte Mittwoch, 28. August 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 29. August 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfr. Volker Bleil

Ref. Kirche Affoltern a. A. Sonntag, 25. August 9.30 bis 9.55 Uhr «Morgenlob», Singen in der Kirche mit Chr. Sommer 10.00 Gottesdienst mit Taufe von Tarja Praloran und Jarina Leeser und Ronja Räubertochter Pfrn. B. Bartels Mittwoch, 28. August 12.15 Oase: Besinnung über Mittag Pfrn. B. Bartels Freitag, 30. August 14.00 «So war das bei uns zuhause!» Erzählcafé im Chilehuus

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 25. August Ab 8.30 Uhr Chilezmorge 10.00 Gottesdienst zum Schulanfang mit Pfarrerin Irene Girardet Fischer und Team. Die Kindergarten- und Schulkinder dürfen ihr Znünitäschli oder ihren Thek mitnehmen. Montag, 26. August 19.00 bis 20.00 Uhr Meditation am Abend in der Kirche Mittwoch, 28. August 19.00 Jugendgottesdienst Freitag, 30. August 6.00 Kontemplatives Morgengebet in der Kirche

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 25. August 10.00 Gottesdienst mit sommerlicher Musik für Violine und Orgel Pfarrerin Renate Hauser Taufe von Céline Bösch, Haldenrebensteig Violine: Nina Lutz Orgel: Anette Bodenhöfer Anschliessend Apéro

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntag, 25. August 9.30 Gottesdienst mit Pfr. Ch. Menzi Dienstag, 27. August 16.25 Club 4 im Pfarrhauskeller Mittwoch, 28. August 12.30 minichile in Rifferswil

Voranzeige Freitag, 30. August 20.00 bis 6.30 Uhr KlosterNacht – Liturgische Nacht «Himmelsleitern». Die Klosterkirche im Kerzenlicht Singen – Feiern – Hören – Gehen durch die Nacht – Stille – Dem Tag entgegengehen – Morgenlob. Es musizieren Noëlle Grüebler, Violine, Raimund Wiederkehr, Tenor und Jasmine Vollmer, Harfe Detailprogramm erhältlich Tel. 044 764 87 84 Sonntag, 15. September 16.30 Musik und Wort Akte Zwingli – Ein Oratorium Billette im Vorverkauf erhältlich: www.ticketino.ch Sonntag, 1. September 15.00 Einweihung der neuen Klostergärten Anschliessend um 16.00 und 17.00 Uhr Führungen durch die Klostergärten mit dem Landschaftsarchitekten Tino Buchs. Detailprogramm erhältlich Tel. 044 764 88 10

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 25. August 10.30 Ökumenischer Gottesdienst an der Chilbi, im Chilbizelt auf Stampfiplatz, Pfr. Thomas Maurer und Pfr. Luzius Huber Thema «Gottvertrauen» Vorstellung neue Konfirmanden Jazzband «the wizards» Anschliessend Frühschoppenkonzert vor dem feinen Risotto

Sonntag, 25. August 10.00 Gottesdienst Pfarrer Wilhelm Schlatter Orgel Marina Wehrli Freitag, 30. August 14.00 Erzählcafé im Chilehuus Affoltern am Albis Thema: «So war das bei uns zuhause!» 19.30 Neumondsingen in der Kirche www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden Samstag, 24. August 9.00 3.-Klass-Unti Gruppen Pax + Ichthys Ref. Kirchgemeindehaus Sonntag, 25. August 9.45 Kolibri Sonntagsclub für Kinder im ref. Kirchgemeindehaus 10.00 Schulbeginn-Gottesdienst zum Thema «Alles klar?» Pfrn. Eva Eiderbrant Katechetin Ursula Müller und Kornél Radics (Orgel) Montag , 26. August 15.45 Minichile im ref. Kirchgemeindehaus Dienstag, 27. August 17.45 Konf-Unterricht im ref. Kirchgemeindehaus Donnerstag, 29. August 12.00 Club 4, Gruppe Omega www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach Samstag, 24. August 10.00 Familiengottesdienst zum Kindergartenstart und Schulanfang und für alle anderen auch Pfarrerin Elisabeth Armingeon Veronica Nulty, Orgel Anschliessend Apéro, für die Kinder Sirup und Brot www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 25. August 9.30 Gottesdienst Johannes 4, 5–15: «Lebendiges Wasser – Jesus und die Samariterin am Brunnen» Pfrn. Regula Eschle Wyler

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 25. August 10.00 Kirche Wettswil Familiengottesdienst mit Pfr. Matthias Ruff zum Projekt Lego-Stadt anschliessend Apéro Fahrdienst: Anmeldung bis 24. August unter Tel. 044 700 45 45

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 24. August 17.30 Familiengottesdienst zum Schulbeginn Sonntag, 25. August 9.00 Eucharistiefeier Anschliessend Chilekafi 19.00 Santa Messa

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 24. August 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 25. August 11.00 Schuleröffnungs-Gottesdienst mit anschliessendem Grill Donnerstag, 29. August 8.15 Wortgottesfeier

Kath. Kirche Mettmenstetten

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Samstag, 24. August 14.00 Tschägg-Point Kids + MegaKids Sonntag, 25. August 10.00 Gottesdienst David Ruprecht Kinderprogramm, Tweens basic Montag, 26. August 12.00 Mittagstisch Mittwoch, 28. August 14.15 60plus Bibeltreff Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 25. August 9.45 Gottesdienst (Urs Baumann) mit Abendmahl, Brass Band EMKids (Sonntagschule, Hort) Mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Sonntag, 25. August 10.00 Gottesdienst mit Predigt von Manuel Fuhrer Hüeti und KingsKids Donnerstag, 29. August 14.30 Frauen-Treff 17.30 VIP-Gebet Mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Sonntag, 25. August 10.30 Ökumenischer Gottesdienst im Chilbizelt Knonau mit Pfr. L. Huber und Pfr. T. Maurer Musikalische Umrahmung Jazzband the Wizards Freitag, 30. August 18.30 Schuleröffnungs-Gottesdienst und Ministranten-Aufnahme mit Diakon M. Kühle-Lemanski S. Bartels und dem Katecheten-Team

Pfingstgemeinde Affoltern a. A.,

Kath. Kirche Obfelden

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20

Sonntag, 25. August 10.30 Familiengottesdienst zum Schulbeginn Anschliessend Apéro

Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 25. August 10.00 Gottesdienst und Kinderprogramm Mehr unter www.pga.ch

Sonntag, 25. August 10.30 Gottesdienst Hort/Sonntagsschulen/Unterricht www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 10.00 Klassenzeit 11.00 Abendmahlsversammlung Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


Veranstaltungen

Freitag, 23. August 2019

Was die Waschmaschine mit der Liebe zu tun hat Paar-Session in ungezwungener Atmosphäre

................................................... von marianne voss Paar-Session ist kein Kurs, in dem Themen beackert und anschliessend Ergebnisse präsentiert werden müssen. An einer Paar-Session, organisiert von der «Paarberatung und Mediation im Kanton Zürich», geniessen Frauen und Männer mit der Partnerin und dem Partner einen gemütlichen Abend. Gleichzeitig können sie ihre Beziehung stärken und vielleicht auch neu entdecken. Die Paare haben an dem Anlass viel Zeit zusammen und erhalten zugleich spannende Anregungen für ihre Gespräche. Anfang Juli fand die erste PaarSession in Affoltern statt. Zwölf Paare genossen einen lockeren und bereichernden Austausch zum Thema Kommunikation in der Partnerschaft. Die Begeisterung der Teilnehmenden – im Alter von 30 bis 80 Jahren – war gross. Am 4. September findet um 19 Uhr im Café Casino in Affoltern die nächste Paar-Session statt, diesmal zum Thema: «Was hat die Waschmaschine mit der Liebe zu tun? – Wie der Alltag mit Familie, Beruf, Beziehung und Liebe gut gelingt.» Die Psychologen Rebekka Kuhn und Viktor Arheit von der kantonalen Stelle «Paarberatung & Mediation» leiten den Anlass wieder und geben anregende und auch erheiternde Inputs, um die Partnerschaft spielerisch zu stärken und in ungezwungener Atmosphäre dem Glück unter die Arme zu greifen. Es seien häufig Banalitäten, die zum Streit führen, erklären sie zum

Zeichnend meditieren

Zeichnen und Entspannen: Kurs im FaZe Am Dienstag, 3. September, zeigt Gabriella Steiner im Familienzentrum Affoltern Techniken, um entspannende Zeichnungen entstehen zu lassen. Klingt wie etwas, das wir alle schon einmal getan haben: Zum Beispiel während des Telefonats mit redseligen Menschen mal eben zu Blatt und Stift gegriffen und ein bisschen gezeichnet. Wie durch Zufall entstehen so oft eigene kleine Kunstwerke. Doch diese Art von Zeichnen ist viel mehr – es ist eine Art von einfacher Meditation. Wer sich schon einmal für längere Zeit mit dem Zeichnen eines Bildes beschäftigt hat, weiss, dass man nach kurzer Zeit alles um sich herum vergisst und sich vollkommen in der Tätigkeit des Zeichnens verliert. Die Technik, um solche abstrakten Bilder mit wiederkehrenden Mustern zu zeichnen, erlernen die kleinen und grossen Teilnehmenden zusammen mit der diplomierten Gesprächstherapeutin und Wellnesstrainerin Gabriella Steiner: am Dienstag, 3. September, für Erwachsene (18.30 bis 21 Uhr) oder am Mittwoch, 4. September, für Kinder ab 8 Jahren (14 bis 16.30

Paar-Session, das ist ein entspannter Abend zu zweit mit humorvollen und lehrreichen Momenten. Die «Paarberatung und Mediation im Kanton Zürich» lädt am 4. September wieder alle interessierten Paare zu einem anregenden Anlass ins Café Casino in Affoltern ein.

«Warum hast du die Waschmaschine schon wieder nicht korrekt gefüllt?» Alltagsbanalitäten können zum Streit führen. Die Psychologen Rebekka Kuhn und Viktor Arheit laden zur nächsten Paar-Session ein. (Bild Marianne Voss) Thema. «Die Vorstellung einer romantischen Beziehung verliert sich oft im Alltag mit Haushalt und Kindern. Wir wollen uns mit den Teilnehmenden überlegen, wie wir mit Alltags-Konflikten umgehen können.» Die Psychologen zählen ein paar typische Beispiele solcher Konfliktherde auf: das korrekte Füllen der Waschmaschine, der volle Abfallsack, die offene Zahnpastatube, die leere WC-Rolle oder die immer noch nicht ausgeräumte Geschirrmaschine. «Es lohnt sich auch, der Frage nachzugehen, wie viel Energie ich wohin gebe: an die Kinder, in den Beruf, den Haushalt oder in die Partnerschaft.» Auch die Arbeitsteilung könnte thematisiert und kritisch betrachtet werden. «Denn in unserer Gesellschaft sind die Rollen aufgeweicht, was die Aufteilung der Zuständigkeiten im Alltag gar nicht

Einblick in die Gärten

etwa einfacher macht.» Die Psychologen Rebekka Kuhn (Leiterin der Beratungsstelle Dielsdorf) und Viktor Arheit (Leiter der Beratungsstelle in Affoltern) freuen sich wieder auf einen intensiven und auch humorvollen Abend mit vielen experimentierfreudigen Paaren. Die Paar-Session-Abende können unabhängig voneinander besucht werden und stehen allen Paaren offen, unabhängig von Konfession, Alter, oder der Form des Zusammenlebens. Der Preis (inklusive einem Begrüssungsgetränk nach Wahl) beträgt 15 Franken pro Person. Eine Anmeldung ist erwünscht.

Im Kurs lernen die Teilnehmenden Zeichentechniken. (Bild zvg.) Uhr). Dazu ist kein künstlerisches Talent erforderlich. Jeder kann mit wenig Anleitung sofort loslegen, in eine entspannende, zeichnerische Fantasiewelt versinken und zumindest für eine kurze Zeit keinen Druck, Stress oder Alltagssorgen mehr verspüren. Für die Kinder sind Malvorlagen in Form von Tieren vorhanden, die sich mit den Mustern ergänzen und zusätzlich farbig ausmalen lassen. (GS) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen sind zu finden auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Gerüstet für den Notfall

Richtiges Handeln kann Leben retten Am Montag, 2. September, von 18 bis 21.30 Uhr, findet im Familienzentrum Affoltern der Kurs «Notfälle bei Kleinkindern» statt. Am Kurs erlernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicheres Handeln im Umgang mit Kleinkindern in Not-

fallsituationen. Dabei legt die erfahrene Pflegefachfrau mit Weiterbildung in Intensivpflege und Reanimation, Elisabeth Wetzstein, den Fokus nicht nur auf Theorie, sondern insbesondere auf praxisbezogene Übungen in Notund Alltagssituationen wie Vergiftungen, Sturz- und anderen Verletzungen, die schnelles Handeln erfordern. Aufgrund der hohen Nachfrage wird dieser Kurs zusätzlich am Montag, 16. September, angeboten. Jetzt anmelden und wertvolles Wissen sichern. (GS)

Paar-Session am Mittwoch, 4. September, 19 bis 21

Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne

Uhr, im Café Casino in Affoltern. Anmeldung bis

unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail:

2. September unter Tel. 044 204 22 11 oder E-Mail: kontakt@paarberatung-mediation.ch. Weitere Informationen unter www.zusammenreden.ch.

Schnelles und richtiges Handeln kann im Notfall Leben retten. (Bild zvg.)

kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen sind zu finden auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Ein Universum aus 40 Jahren

Einweihung und Führungen in Kappel

Der Bauspielplatz in Affoltern feiert sein Jubiläum

Am Sonntag, 1. September, werden die neuen Gärten im Kloster Kappel eingeweiht. Führungen bieten einen spannenden Blick in die mittelalterliche Gartenkultur.

Am Sonntag, 25. August, feiert der Bauspielplatz mit dem traditionellen Robifest sein 40-jähriges Bestehen.

Gärten waren für die Klöster des Mittelalters von besonderer Bedeutung. Gemüse- und Obstgärten dienten der eigenen Versorgung, im Kräutergarten wurden sowohl Würz- als auch Heilkräuter angepflanzt und der Kreuzgarten war für die Mönche und Nonnen ein Ort der Ruhe und Kontemplation. Im Kloster Kappel wurden die Gärten in den vergangenen Monaten erneuert. Die klösterliche Gartenkultur soll auf diese Weise wieder stärker erfahrbar werden. Historische Darstellungen dokumentieren die Lage der Gärten im Süden und Südwesten des Klosterareals. Dort findet man sie nun auch heute wieder. Im Kräutergarten kann man eine Vielzahl von Medizin- und Duftpflanzen entdecken, während in den Hochbeeten des Gemüsegartens gefährdete Kulturpflanzen wachsen. Neu gestaltet wurde schliesslich auch der Kreuzgarten, in dessen Zentrum sich nun ein Brunnen mit vier in die verschiedenen Himmelsrichtungen weisenden Wegen befindet. (pd.)

Am 1. September werden die neuen Gärten offiziell eingeweiht. (Bild zvg.) Am Sonntag, 1. September, um 15 Uhr werden die Klostergärten öffentlich mit einem kleinen Festakt, Führungen (16 Uhr, 17 Uhr) und nachfolgendem Apéro feierlich eingeweiht. Neu werden vierzehntäglich Spezialführungen durch die neuen Klostergärten angeboten. So am Dienstag, 3. und 17. September, sowie am 1., 15. und 29. Oktober, jeweils von 13.30 bis 14.30 Uhr. Allgemeine Führungen durch die Klosteranlage finden jeden Donnerstag von 13.30 bis 14.30 Uhr statt. Treffpunkt: Eingang Amtshaus (Réception). Die Führungen sind kostenlos (ohne Anmeldung).

19

Jahr 2019: Ganz Europa ist von Sicherheitsinspektoren und asozialen Medien besetzt. Nicht ganz: Ein von Spinnern und Idealisten bevölkerter Spielplatz am Rand von Affoltern hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Und dies seit nunmehr 40 Jahren. Das gehört gehörig gefeiert und führt fast automatisch zur Wahl des Mottos «Zeitreise». Im Normalfall geht es bei Zeitreisen um Begegnungen mit Dinosauriern oder Raumschiffen, in diesem speziellen Jubiläumsfall aber ebenso um ein Schwelgen in den vier Jahrzehnten seit Gründung des Vereins. Selbstverständlich bietet der Bauspielplatz beiden Arten von Zeitreisenden Futter. Von Nostalgie über Abenteuer bis Science-Fiction ist alles dabei. Während Kinder sich auf die Suche nach Dinosaurier-Eiern begeben und den Weg aus dem verwunschenen Raumschiff finden können, dürfen diejenigen, die selber schon Dinosaurier sind, sich an 80er-Jahre-Fototafeln und alten Robispielen erfreuen. Während der Bauspielplatz Ende der Siebziger-Jahre für die Gründergeneration

Genauso wie am Robifäscht 2014 wird auch dieses Jahr eine Band dem Kinderpublikum einheizen. (Bild zvg.) ihr Baby war, haben es die heutigen Organisatorinnen und Organisatoren sozusagen mit einem Partner auf Augenhöhe zu tun – manche sind heuer gerade gleich alt wie der Platz, für den sie einen Grossteil ihrer Freizeit investieren. Etwas in die Jahre gekommen, aber noch immer rüstig und für alle Arten von Kreativität zu haben. Dank grosszügiger Sponsoren und der Mithilfe von Ehemaligen wird zum Jubiläum einiges mehr serviert als an regulären Robifesten. Nebst

den Kinderspielen und dem Restaurationsbetrieb gibt es zum vierzigsten Geburtstag Geschichten vom GschichteFritz, ein Konzert der Band Tischbombe und ein auf Papier gedrucktes Bauspielplatzheft, um im Zeitalter von Newsletters und WhatsApp dem Geist der Siebziger zu huldigen. (pd.) Robifest auf dem Bauspielplatz Affoltern. Sonntag, 25. August, 10 bis 17 Uhr. Weitere Informationen auf www.bauspielplatz.ch.


20 agenda

Freitag, 23. August Affoltern am Albis

18.00-22.00: «Girls Friday», Mädchenabend nur für Mädchen ab der 5. Klasse bis zur 3. Oberstufe. Jugendtreff Hirtschür. Jonentalstrasse 3.

Hausen am Albis

19.00-03.00: 7. «Rampe Openair» mit Festwirtschaft, 12 Bands und 3 DJs. Zeltplatz in der Nähe. Weisbrod Areal.

Hedingen

21.00: Kino am Weiher Open-Air-Kino mit Essen und Barbetrieb, organisiert vom Familien Forum Hedingen. Verpflegung und Ticketverkauf (kein Vorverkauf) ab 18.00 Uhr. Film: «The Green Book», oskarprämiert als bester Film 2019. Auskunft bei unsicherem Wetter 076 542 06 34. Hedinger Weiher.

Veranstaltungen

Freitag, 23. August 2019

Nacht der offenen Tore Ämtler Feuerwehren bieten am 30. und 31. August Einblick Zum 150. Geburtstag des Schweizerischen Feuerwehrverbandes koordinieren die Feuerwehren der ganzen Schweiz ihre Anlässe. Aktuell wird Ende August mit einer «Nacht der offenen Tore» Einblick in die Depots und die Tätigkeiten der verschiedenen Feuerwehren gewährt. Die Hauptziele dieser Nacht der offenen Tore bestehen darin, der Bevölkerung die Arbeit der Feuerwehren aufzuzeigen und neue, motivierte Mitglieder zu gewinnen. Es wird immer

schwieriger, motivierte und gute Feuerwehrleute zu finden, welche möglichst in der Nähe arbeiten. Das Wohnen im Dorf ist nicht mehr Voraussetzung, um in der Feuerwehr mitzumachen. Wichtig ist jedoch, in der Nähe zu wohnen. Die Tätigkeiten der heutigen Feuerwehren sind sehr vielfältig, wobei das klassische Löschen von Bränden immer mehr in den Hintergrund tritt. Das Beheben von Unwetterschäden, Reinigen von Ölspuren, Unterstützung bei Unfällen, technische Hilfeleistungen, Retten von Tieren, Unterstützung des Rettungsdienstes, sind nur einige der vielen interessanten Tätigkeiten,

Knonau

18.30: Chilbi mit Luna-Park (Gratisviertelstunde) und Festwirtschaft und vielfältigen Attraktionen für Gross und Klein. Stampfiplatz.

welche es in der Feuerwehr zu erledigen gibt. Auf diese breit gefächerten Einsätze wird die oder der neue Angehörige der Feuerwehren mit Kursen gezielt vorbereitet. Über das ganze Jahr verteilt finden immer Übungen statt, um das erlernte Wissen zu vertiefen. Man kann zweifelsohne behaupten, dass in der Regel, über die Jahre, aus einem sinnvollen Hobby eine neue Lebenseinstellung entsteht: jene der «Blutgruppe F» – Feuerwehr. Weitere Informationen zum Feuerwehrwesen erhalten Interessierte an den unten aufgeführten Daten und Zeiten am Info-Anlass der jeweiligen Feuerwehr oder jederzeit beim Kommandanten der entsprechenden Ortsfeuerwehr. (pd.)

Feuerwehr

Aeugst:

Infostand

an

der

Chilbi,

31. August und 1. September; Feuerwehr Affoltern:

19.30: Klassik im Seleger Moor im Kulturzelt: Kammermusikkonzert mit Solisten des «Argovia Philharmonic»-Orchesters. Abendkasse ab 18.45 Uhr. Bei schlechtem Wetter findet das Konzert im Weinkeller des Gasthofs Löwen in Hausen statt. Park Seleger Moor (Kulturzelt).

offenes Feuerwehrdepot, 30. August, 19 bis 21 Uhr

Samstag, 24. August

31. August, 18 bis 24 Uhr (Gemeinsam mit Feuer-

Affoltern am Albis

Night» Grill, Bar, Liveband, und vieles mehr,

Bonstetten

13.00-02.00: Dorfchilbi mit vielen Attraktionen, Marktständen und zahlreichen Beizli. Dorfplatz.

Hausen am Albis

17.00-03.00: 7. «Rampe Openair» mit Festwirtschaft, 12 Bands und 3 DJs. Zeltplatz in der Nähe. Weisbrod Areal.

Knonau

16.00: Chilbi mit Luna-Park, Festwirtschaft und vielfältigen Attraktionen für Gross und Klein, Pony-Reiten und vielem mehr. Stampfiplatz.

Sonntag, 25. August Affoltern am Albis

17.00: Kultur am Platz - Musig us em Amt: «Duo naked», Acoustic, anzeige

Kappel am Albis

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus, Réception. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Anlässe der beteiligten Feuerwehren im Bezirk Affoltern:

Rifferswil

08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen und Gestecke, Bioprodukte, frisches Brot und Gebäck, Pasta, Handgemachtes, Honig, Alpkäse, Konfitüren, griechische und persische Köstlichkeiten, exotische Früchte, italienische Spezialitäten und frische Ravioli. Marktplatz. 12.00-14.00: «OL für Alle» Einsteiger und erfahrene Läufer willkommen, Einzel- oder Gruppenstart. Teilnahme kostenlos, Anmeldung vor Ort. Mehr Infos unter www.olg-saeuliamt.ch. Vita-Parcours (Treffpunkt).

14.30-15.30: «Fit und Flott», Bewegung (auch im Stehen und Gehen) für aktive, ältere Personen - auch Nicht-Bewohner - mit der Physiotherapeutin des Hauses. Anmeldung erwünscht: 043 322 74 74, kostenpflichtig. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12. 19.00: Öffentliches Referat: «Krampfadern und Co. - Laser in der Chirurgie» mit Dr. Matthias Wiens, Chefarzt Chirurgie. Spital Mehrzweckraum, Haus Rigi (1. Stock). Melchior-Hirzel-Weg 40. 20.15: Kinofoyer LUX zeigt: «Welcome to Zwitscherland» Dokumentarfilm von Marc Tschudin (anwesend) und in Zusammenarbeit mit dem NVBA. Kasse und Bar ab 19.30 Uhr. Aula Schulhaus Ennetgraben.

und 31. August, 10 bis 14 Uhr; Feuerwehr Hausen: offenes Feuerwehrdepot, 30. August, 16 bis 20 Uhr; Feuerwehr

Hedingen:

offenes

Feuerwehrdepot,

Samstag, 31. August, 18 bis 24 Uhr (gemeinsam mit Betriebsfeuerwehr Kolb); Feuerwehr Knonaueramt Süd: offenes Feuerwehrdepot in Mettmenstetten, 30. August, 17 bis 23 Uhr; Betriebsfeuerwehr Kolb:

agenda-einträge Veranstaltungshinweise für die Agenda jeweils bis spätestens Dienstag, 12 Uhr an: agenda@affolteranzeiger.ch. Oder per Post: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, Agenda, 8910 Affoltern am Albis

Infostand im Depot der Feuerwehr Hedingen, wehr Hedingen); Feuerwehr Ottenbach: «Bluelight 31. August, 16 bis 2 Uhr; Feuerwehr Unteramt:

Die Tätigkeiten der heutigen Feuerwehren sind sehr vielfältig, wobei das klassische Löschen von Bränden immer mehr in den Hintergrund tritt. (Bild zvg.) Pop, Soul, Feelgood mit Nadine Arnet und Ivo Caponi, Hutkollekte. Märtkafi ab 16.15 Uhr geöffnet. Marktplatz.

Bonstetten

10.00: Chilbi-Gottesdienst. Dorfchilbi mit vielen Attraktionen, Marktständen und zahlreichen Beizli. Dorfplatz.

Kappel am Albis

15.30: Vernissage: «Aquarelle», Bilder von Christian Keller musikalisch begleitet von Therese Hauser, Cello. Kloster Kappel. Kappelerhof 5. 17.15: Musik und Wort: «Meine Güte...» Getanzte Konzert-Collage mit Improvisationen und Arien von J.S. Bach; Leitung Julia Medugno. Eintritt frei, Kollekte. Klosterkirche Kappel. Kappelerhof 5.

Knonau

10.00: Chilbi mit Gottesdienst, Apéro-Konzert, Luna-Park, Festwirtschaft und Ponyreiten, diverse Attraktionen für Gross und Klein, Risotto der Männerriege. Stampfiplatz.

Rifferswil

10.00-16.00: «Faszination Vogelfeder» mit Toni Masfret. Park Seleger Moor (Treffpunkt Parkeingang).

Montag, 26. August Affoltern am Albis

19.00-20.30: Gebären im Spital. Infoabend mit Dr. med. Daniel Ryser, Chefarzt Gynäkologie/Geburtshilfe und Team. Anschliessend Apéro. Spital Mehrzweckraum, Haus Rigi (1. Stock). MelchiorHirzel-Weg 40.

Mittwoch, 28. August Affoltern am Albis

15.00-16.00: Diavortrag mit Max Huber über die Wüste Tunesiens. Anmeldung erwünscht: Tel. 043 322 74 74. Kostenpflichtig. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12. 19.00-20.00: «Fit mit Geni». Turnlektion für Frau und Mann mit einanzeige

offenes Feuerwehrdepot in Bonstetten und Stallikon, 30. August, ab 17 Uhr.

Ausstellungen Aeugst am Albis

17.00: Offenes Singen in der Klosterkirche Kappel. Kappelerhof 5.

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Weitwanderung als Auszeit». Adrian Brennwald - in 64 Tagen über die Ruote Via Alpina von Triest nach Monaco. Fotoausstellung. Mo, 8-11.30/16-18.15, Di/Do, 8-11.30, Mi, 8-11.30/ 14-16.30 Uhr. Bis 12. September.

Wettswil

Aeugstertal

fachen Aerobic- und Kickboxkombinationen. Sporthalle Stigeli.

Kappel am Albis

10.00: Buchstarttreff bis 10.30 Uhr: Verse und Reime für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Ab 14.30 Uhr bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Bibliothek. Dettenbühlstrasse 1.

Donnerstag, 29. August Affoltern am Albis

11.15: Ortsvertretung Pro Senectute: Mittagstisch, Fr. 17.- An-/Abmeldung: Regina Helfer, 044 761 03 91. Restaurant Rosengarten.

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: Elastolin Spielzeug der Firma Hausser. Zirkus, Bauernhof, Schweizer Armee, Zoo, Indianer, Ritterburgen, usw. Mi-So, 11-17 Uhr. Bis Ende 2019.

Kappel am Albis

Kloster Kappel, Kappelerhof 5: «Aquarelle», Bilder von Christian Keller. Öffentlich zugängliche Räume (Klostercafé, Klosterkeller, Gänge). Vom 25. August bis 8. Oktober.


Veranstaltungen

Freitag, 23. August 2019

Eine erlebnisreiche Nacht im Kloster Kloster-Nacht in der mittelalterlichen Kirche Kappel In der Nacht auf den 31. August wird im Kloster Kappel die alljährliche Kloster-Nacht gefeiert. Von 20 bis 7 Uhr morgens kann die 700-jährige Klosterkirche erlebt werden. Unter anderem stehen zwei nächtliche Konzerte mit dem Trio Céleste und Jasmine Vollmer (Harfe) auf dem Programm. Die Klosterkirche im Kerzenlicht – Singen – Feiern – Hören – Gehen durch die Nacht – vielleicht tanzen? – Stille – einfach da sein vor Gott – dem Tag entgegengehen – Morgenlob. Das ist das Erlebnis «KlosterNacht», welches dieses Jahr unter dem Titel «Himmelsleitern» steht. Zur Kloster-Nacht gehören um 22 Uhr ein Konzert mit dem Trio Celeste (Jasmine Vollmer, Harfe und Orgel; Noëlle Grüebler, Violine; Raimund Wiederkehr, Tenor) und um 2 Uhr Harfenmusik mit Jasmine Vollmer. Die Kloster-Nacht beginnt am Freitagabend, 30. August, um 20 Uhr in

Das Kloster Kappel in der Dämmerung. (Archivbild Daniel Lienhard) der Klosterkirche und endet am Samstagmorgen, 31. August, um 7 Uhr mit einem fakultativen gemeinsamen Frühstück. Den Teilnehmenden steht es frei, zu den einzelnen Programmpunkten dazuzukommen oder in den Pausen dazwischen (jeweils etwa 10 Minuten vor einem neuen Programmpunkt) zu gehen. Während der Kloster-Nacht steht ein Ruheraum zur Verfügung, ausgestattet mit Matratzen

und Decken. Für Verpflegung während der Nacht ist ebenfalls gesorgt (Tee, Früchtebrot, Brot). Im Übrigen besteht die Möglichkeit, zu einem Vorzugspreis ein Zimmer im Haus zu reservieren. (pd.) Nähere Auskünfte, Detailprogramme und Anmeldung unter Telefon 044 764 87 84, per E-Mail an sekretariat.theologie@klosterkappel.ch oder auf www.klosterkappel.ch.

Sorge für andere geht alle etwas an

Das Projektteam informiert am 2. September in der «Brunnmatt» Obfelden engagiert sich in einem nationalen Forschungsprojekt zum Thema Sorgende Gemeinschaften. Eine Informationsveranstaltung am 2. September lädt Interessierte zu einem Austausch ein. Die meisten Menschen möchten zu Hause wohnen, auch wenn sie Unterstützung und Pflege benötigen. Dies zu ermöglichen, geht mit grossen Herausforderungen für die Gemeinschaft einher. Heute übernehmen Familien bereits einen Grossteil der Unterstützungsaufgaben – bis an ihre Grenzen und sogar oft darüber hinaus. Kurzum: Das heutige System ist gefordert, neue kreative Wege zu entwickeln. Das Projekt Sorgende Gemeinschaften forscht zu Möglichkeiten und Wegen, wie die Betreuung auf mehre-

re Schultern innerhalb einer Gemeinde verteilt werden kann. Im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds (NFP 74 Gesundheitsversorgung) geförderten Forschungsprojekts wird in Obfelden in den nächsten drei Jahren der Aufbau von Sorgegemeinschaften (Caring Communities) angestossen und erprobt. Interessierte, die mehr über dieses Projekt wissen, ihre Bedürfnisse und Erfahrungen einbringen möchten oder Menschen, die neugierig sind, was das Projekt für sie und für Obfelden bringen kann, sind herzlich eingeladen, mehr zu erfahren. Diese Gelegenheit besteht am Montag, 2. September, ab 18 Uhr im Mehrzweckgebäude Brunnmatt. Der Anlass bietet ausserdem die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. An der Informationsveranstaltung mit Apéro informiert die Obfelder Projektgruppe

(Alterskommission Obfelden, Spitex Knonaueramt und Careum Hochschule Gesundheit) über ihr Engagement und freut sich darauf, mit interessierten Menschen ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung richtet sich an alle Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde Obfelden und der übrigen Bezirksgemeinden, unabhängig von Herkunft und Alter, mit oder ohne Pflegebedarf, sowie an interessierte Fachpersonen aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales. Shkumbin Gashi

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Mit der EVP unterwegs Richtung Genf

Gemeinsames Wandern am 1. September Die EVP des Bezirks Affoltern lädt alle Interessierten am Sonntag, 1. September, zu einem lockeren, aber besonderen Wandertag ein. Mit der 7. Etappe können Pilgerfreudige nun die zweite Hälfte des Jakobsweges durch die Schweiz anpacken. Dabei stellt das diesjährige Tagesziel Flüeli-Ranft einen nächsten Höhepunkt auf dem Programm dar. Zugleich ist die Hin- und Rückreise an den Startort Stans kurz. Sie wird in den nächsten Jahren immer länger. Dafür kommt das Ziel Genf immer näher. Es gibt also mehrere Gründe, sich der Pilgergruppe auch als Neueinsteiger anzuschliessen. Und wer die verpassten Etappen nachholen will: kein Problem! Die Programme der bisherigen Wanderungen können beim Wanderleiter angefordert werden. Sie sind für Jung und Alt geeignet und stellen keine speziellen Anforderungen an Trittsicherheit oder Kondition.

Die Pilgergruppe 2018 am Ziel in Stans. (Bild zvg.)

Wieso nicht wieder einmal einen Sonntag in angenehmer Gesellschaft verbringen? Zum Wandertag sind alle Interessierten herzlich willkommen. Anmeldeschluss ist der 26. August. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Daniel Sommer, EVP Bezirk Affoltern Weitere Informationen sind zu finden auf www.evp-affolternamalbis.ch oder direkt beim Wanderleiter Arno Rudolf unter der Telefonnummer 044 761 85 06.

Höhenflug mit den «Eichhörnli Airways»

Aeugster Chilbi 2019: Ready for take-off! Die OK-Crew ist startklar, um alle Aeugsterinnen und Aeugster sowie grosse und kleine Gäste am Chilbi-Wochenende vom 30. August bis 1. September auf eine aufregende Zeitreise mitzunehmen! An der Aeugster Chilbi wird nicht nur kreuz und quer durch die Zeit, sondern auch kulinarisch (fast) rund um die Welt gereist. Auf die Gäste warten feinstes italienisches Risotto, Würziges aus Thailand, süsse Crêpes und herzhafte Galettes aus Frankreich. Und wer lieber ein bisschen lokaltypischer isst, geniesst Rezentes am Raclettestand, Burger, Würste und

Salate aus regionaler Produktion oder leckeres Gebäck aus dem Volg. Einfach fantastisch, dass so viele talentierte und engagierte Köchinnen, Bäcker und Gourmets für das leibliche Wohl der Chilbi-Besucherinnen und -besucher besorgt sind. Auch mit dem Abfallkonzept beschreitet das Organisationskomitee dieses Jahr neue Wege: Bis auf wenige Ausnahmen werden vollständig biologisch abbaubares Geschirr und Besteck verwendet, das sich anschliessend fachgerecht kompostieren lässt. Die Pilotinnen und Piloten der Eichhörnli Airways freuen sich auf eine spannende Reise und darauf, viele «Passagiere» an Bord begrüssen zu dürfen. (pd.)

Weitere Informationen zum Projekt: NFP 74 Gesundheitsversorgung, www.nfp74.ch, Projekt 31. Kontakt Gemeinde: Franziska Marty, Gemeinderätin Obfelden, franziska.marty@obfelden.ch. Kontakt Forschungsteam: Herr Shkumbin Gashi, shkumbin.gashi@careum.ch.

Es zwitschert und singt

«Welcome to Zwitscherland» im Kinofoyer Lux in Affoltern Am Donnerstag, 29. August, wird in der Aula Ennetgraben um 20.15 Uhr ein Dokumentarfilm von Marc Tschudin gezeigt. Der Regisseur ist an diesem Abend ebenfalls anwesend. Kinofoyer Lux und der Natur- und Vogelschutzverein Bezirk Affoltern (Nvba) präsentieren einen lustvollen und spielerischen Film mit einem überraschenden Blick auf die Schweiz und ihre Eigenheiten. Im Mittelpunkt steht das Federvolk. In unserem Land, mitten im Herzen Europas, behauptet sich nämlich eine unglaubliche Vielfalt. Eine Vielfalt, die so manches über das kleine Land und sein Volk verrät – über das Gefiederte und das Andere: Wie das Land, so die Vögel. In vielen Kulturen haben Vögel eine grosse Symbolkraft. Marc Tschudin, Regisseur des Dokumentarfilms meint: «Für mich ist ihre Bedeutung jedoch viel pragmatischer: Vögel begleiten uns ein Leben lang – ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Sie sind

Die Vögel in der Schweiz verraten so manches über die Schweiz. (Bild zvg.) unweigerlich Teil der Erinnerung und damit der eigenen Wurzeln und des Gefühls, zu Hause zu sein. Vor allem ihre Stimmen schaffen unbewusst Vertrautheit.» Marc Tschudin arbeitet als freier Fotojournalist und ist als Autor, Regisseur und Kameramann im Fernseh- und Filmbereich tätig. Seit 2007 ist er auch Lehrbeauftragter und Projektbegleiter für dokumentarische

Filme, unter anderem bei SRF – Schweizer Radio und Fernsehen. «Welcome to Zwitscherland» spürt in eindrücklichen Bildern dem Leben der Schweizer Vögel nach und pirscht mit einem Augenzwinkern durch die Eidgenossenschaft. Er handelt von Pionieren und Bünzlis, von Berglern und Städtern, von Individualisten und Teamplayern, von Weltenbummlern und Stubenhockern, von Alteingesessenen und Zugewanderten, von Schrillen und von Unscheinbaren. Der Regisseur Marc Tschudin ist anwesend, wird den Film vorstellen und für Fragen und ein Interview zur Verfügung stehen. Auch der Naturund Vogelschutzverein stellt sich kurz vor, gibt Einblicke in die Vereinsarbeit und verrät, was dieses Jahr noch auf dem Programm steht. (km) «Welcome to Zwitscherland», CH, 2018, 84 Minuten. Donnerstag, 29. August, 20.15 Uhr, Aula Ennetgraben. Eintritt: 14 Franken (unter 20 Jahren: 7 Franken). Kasse und Bar geöffnet ab 19.30 Uhr. Weitere Informationen auf www.kinolux.ch.

Das Chilbi-OK wünscht einen guten Flug: Fabienne Dubs, Schami Fontana, Romeo Geissberger, Manuela Huber, Caroline Romer und Roger Tschupp. (Bild zvg.)

Mehr Nachtzüge und Nachtbusse Für das Zürich Openair vom 21. bis 24. August werden die ÖV-Verbindungen verstärkt. An den vier Festivaltagen setzt der ZVV 30 Extrazüge und 120 Extrabusse ein. Ab den Bahnhöfen Oerlikon, Hardbrücke und Zürich HB fahren Mittwoch- und Donnerstagnacht Busse in die Stadtquartiere. Freitag und Samstag ist das gewohnte Nachtnetz in Betrieb. Für die sichere Heimreise fährt die S-Bahn ab Glattbrugg bis nach Zürich HB jeweils bis mindestens eine Stunde nach dem letzten Auftritt.

Alle Züge halten auch an den Bahnhöfen Oerlikon und Hardbrücke. Mittwoch- und Donnerstagnacht fahren zudem Extrabusse auf Teilstrecken der städtischen Buslinien 31, 33, 72 und 80. Freitag- und Samstagnacht ist das Nachtnetz wie gewohnt in Betrieb. Jedes Festivalticket ist gleichzeitig ein 2.-Klass-ZVV-Ticket für die Zonen 110 und 121. Auch der Nachtzuschlag ist inbegriffen. Das Festivalticket muss bei der Hin- und Rückreise im ÖV vorgewiesen werden können. (pd.) Weitere Informationen auf www.zvv.ch/events.


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Sport

Freitag, 23. August 2019

Platz 8 für Klingler in der Kombination

Keine Medaille an der Sportkletter-WM Mit dem Kombinationsfinale der besten acht Athletinnen ging die Sportkletter-WM 2019 für Petra Klingler heute zu Ende. Trotz persönlicher Bestzeit im Speedklettern verlief der weitere Wettkampf nicht wunschgemäss und die 27-Jährige wurde Achte.

tete das Platz 6. Zum Abschluss kletterten die Finalistinnen eine Leadroute. Klingler versuchte nochmals all ihre verbleibende Energie aus sich herauszuholen und zeigte eine gute Leistung, beendete die dritte Disziplin auf Platz 6. Der angestrebte Podestplatz rückte mit den beiden Rängen im Lead und Bouldern allerdings in weite Ferne. Am Schluss wurde Klingler mit Für Petra Klingler hätte der Auftakt in einem Total von 126 Punkten (Multidas Kombinationsfinale nicht besser plikation der drei Ränge) Achte. verlaufen können. Mit 8.901 Sekun«Natürlich freue ich mich nach den sorgte sie im Speedklettern für wie vor sehr darüber, dass ich mein eine persönliche Bestzeit und stellte Olympiaticket bereits am Sonntag sigleichzeitig einen neuen Schweizer chern konnte. Aber von meiner heutiRekord auf. Den ersten Durchgang be- gen Leistung bin ich enttäuscht», endete sie auf dem 3. Zwischenrang. meinte Klingler nach dem Finale. «Ich Danach folgte Klinglers Paradedis- kam mit dem Ziel nach Japan, mich ziplin, das Bouldern. Hier toppte sie für die Olympischen Spiele 2020 zu aber keinen der drei Finalboulder und qualifizieren und eine WM-Medaille wurde nur Siebte. Für das Zwischen- zu gewinnen. Das Letztere gelang mir klassement in der Kombination bedeu- leider nicht. Aber ich freue mich sehr über meinen heutigen persönlichen Rekord im Speedklettern. Für nächstes Jahr werde ich versuchen, noch ein wenig schneller zu werden.» Den WM-Titel in der Kombination gewann Janja Garnbret (SLO), die sich vergangene Woche bereits Gold in den beiden Einzeldisziplinen Lead und Bouldern gesichert hatte. Silber gewann die Lokalmatadorin Akiyo Noguchi (JPN), die zum letzten Mal an einer WM teilgenommen hatte. Die Britin Shauna Coxey wurFreude und Enttäuschung bei Petra Klingler. (Bild D. Schweizer) de Dritte. (pd.)

Gegen den NLA Verein UHC Waldkirch-St. Gallen hatte Floorball Albis oft das Nachsehen. (Bild Jerome Bally)

Cup-Aus für Floorball Albis Herren Beide Herrenteams sind im Cup auf dem Grossfeld und Kleinfeld ausgeschieden. Dieses Wochenende steht mit der Trophy aber bereits die Chance auf neue Siege an. Das Herrenteam vom Floorball Albis auf dem Grossfeld war klarer Aussenseiter in der Partie gegen den NLA Club UHC Waldkirch-St. Gallen. Trotz mutigem Spiel und zahlreichen Offensivaktionen setzte sich der Favorit am Schluss deutlich mit 1:19 durch. Nachdem Floorball Albis noch zum 1:1 nach 6 Minuten ausgleichen konnte, war im Anschluss die Klasse des Gegners klar spürbar – von der Passsicherheit bis hin zur Effizienz vor dem Tor. Auch das Herrenteam auf dem Kleinfeld ist gegen den eine Liga höher klassierten Gegner UHC Riehen mit 8:16 ausgeschieden. Nachdem es nach dem zweiten Drittel noch span-

Diesmal gehts umgekehrt rum

12. Türlerseelauf am Samstag, 24. August

................................................... von hanspeter feller

Das Läuferfeld im Aufstieg nach Wängi. (Bild Photopress, Moritz Hager) Gesamtwertung zu erscheinen. Im Moment gehören Armin Flückiger, Schweizer Meister im Marathon 2018, und Lilly Gross, die OL-Läuferin von der TG Hütten, zum engsten Favoritenkreis. Dies alles kann sich noch ändern. Bekanntlich entscheiden sich viele Läuferinnen und Läufer sehr kurzfristig für eine Teilnahme. Eine neue Streckenführung gibt es auch für die Jugendläufe, welche ab 9.30 Uhr gestartet werden. Diese werden auf den Quartierstrassen Butzenstrasse, Pfruendhofweg, Pfruendhofstrasse, Semperweg, Obere Kirchfeldstrasse und Kirchgasse ausgetragen. Der Türlerseelauf gehört zu den schönsten Läufen des ZKB ZüriLauf-

Trophy am 24. und 25. August in Bonstetten Dieses Wochenende steht die Floorball Albis Trophy in Bonstetten auf dem Programm. An beiden Spieltagen erwartet Floorball Albis wieder hochkarätige Teams auf dem Klein- und Grossfeld. Wer den Weg nicht in die Halle findet, kann beide Spieltage live auf dem Youtube-Kanal von Floorball Albis mitverfolgen. An der Small Trophy am Samstag messen sich neben den zwei Floorball Albis Teams (3. und 4. Liga) die 1.-Liga-Teams UHC Ramba Zamba Merenschwand, STV Spreitenbach und Emotion Hinwil. 1. Liga ist die höchste Liga auf dem Kleinfeld. Weiter dabei sind aus der 2. Liga der UHC Barracudas,

Cups und wird von den Teilnehmenden sehr geschätzt. Die Wettervorhersagen für Samstag sind gut, eher ein bisschen heiss. Mit den 4 km auf den schönen Wegen um den Türlersee wird der Lauf ein tolles Erlebnis. Am Samstagmorgen kommt es im Quartier Butzen/Pfruendhof zu Verkehrsbehinderungen. Die Zu- und Wegfahrt zum Quartier wird von 9.15 bis 10.30 Uhr nicht möglich sein. Weitere Details zum Lauf und die Anmeldeinformationen sind auf der Webseite der LV Albis, www.lvalbis.ch, oder www.zuerilaufcup.ch zu finden. Kurzentschlossene können sich bis eine Stunde vor dem Start bei der Stigelihalle in Affoltern anmelden.

Uhwieser Rotäugli und der UHC Blue Sharks Waltenschwil.

Drei NLB-Teams an der Big Trophy Gleich drei NLB-Teams kämpfen dieses Jahr um den Pokal an der Big Trophy am Sonntag. Der Titelverteidiger – Unihockey Basel Regio – ist auch dieses Jahr wieder Topanwärter auf den Sieg, und Floorball Thurgau – Sieger der ersten Ausgabe – will den Titel zurück. Konkurrenz kommt aus dem Tessin. Verbano Gordola macht den anderen Teams den Einzug ins Finale streitig. Neben dem Heimteam (2. Liga) sind mit Unihockey Bassersdorf Nürensdorf (1. Liga) und UHC Lions Meilen (3. Liga) zwei weitere Clubs aus dem Kanton Zürich anwesend. Während des ganzen Wochenendes ist Floorball Albis auch an der Chilbi Bonstetten vor Ort und sorgt wieder für feinste Grillspiesse. Auch für die Kleinen wird gesorgt sein. (pd.)

Obfelder Hornussern reicht es nicht ganz zum Sieg Am vergangenen Sonntag spielte die HG Obfelden beim Nordostschweizerischen Hornusserfest in Gossau in der 4. Stärkeklasse mit neun Mannschaften um den Sieg.

Auf die Läuferschar wartet am Türlerseelauf zwar keine total neue Strecke, da der Hauptlauf aber in umgekehrter Richtung gelaufen wird als in den vergangenen Jahren, ist die Herausforderung für die Teilnehmenden anders. Zahlreiche Ämtler Läuferinnen und Läufer sind auf der Startliste zu finden.

Die Organisatoren der LV Albis sind gespannt, wie die Änderungen bei der diesjährigen Austragung des Türlerseelaufs, welcher am Samstag, 24. August, über die Bühne geht, ankommen. Die ersten Kilometer sind sicher einfacher, der steile Aufstieg nach Wängi nach gut zwei Kilometern hat es aber in sich. Ab dort führt die Laufstrecke weiter via Hexengraben durch die herrliche Landschaft um den Türlersee. Auf dem Rückweg nach Affoltern geht es dann grösstenteils bergab. Das Hauptrennen führt über eine Distanz von 14,1 km und wird Punkt 11 Uhr gestartet. Kurz vorher werden die Junioren, die Schnupperläufer und die Walker auf die 6,7 km messende Strecke geschickt. Die Zwischenwertung des ZKB ZüriLaufCup ist noch unübersichtlich, da zahlreiche Favoriten noch nicht genügend Läufe bestritten haben, um an der Spitze der Zwischenrangliste der

nend war (8:12), setzte sich Riehen mit einem 4:0 im letzten Drittel durch und gewann am Schluss klar und verdient.

Im Vorfeld wurde Obfelden als Favorit gehandelt, was die Sache nicht leichter machte. Der Himmel war wolkenlos und die Sonne machte bis am Abend keine Pause, was den Spielern, je länger das Spiel dauerte, zu schaffen machte. Beim Anhornussen (zwei Ries) wird ein Umgang gespielt, das heisst zwei Streiche pro Spieler, nachher der Wechsel zum Ries. Obfelden begann gegen Recherswil-Kriegstetten D das Spiel mit Schlagen. Der Wind brauste teilweise böig über das Ries Richtung schlagende Mannschaft. Es gab darum auch keine Top-Resultate. Recherswil-Kriegstetten D musste sich eine Nummer nach der anderen schreiben lassen, die Hornusse waren kaum sichtbar. Nach dem Wechsel ging es Obfelden nicht viel besser im Ries, sie mussten sich vier Nummern schreiben lassen.

Im Ausstich (vier Ries) hatte Obfelden gegen Kappelen anzutreten. Das Spiel lief gut, alle Hornusse konnten von Obfelden abgetan werden. Kappelen zeigte eine gute Schlagleistung. Nach dem Wechsel galt es für Obfelden ihre Schlagleistung zu steigern, was sie auch umsetzen konnten. Kappelen musste sich weitere Nummern schreiben lassen und zeigte keine Steigerung beim Schlagen, Obfelden blieb bei seinen vier Nummern. Beim letzten Wechsel setzte Obfelden ihre gute Schlagleistung fort, und Kappelen kassierte nochmals eine Nummer. Am Schluss belegte Obfelden den ausgezeichneten 2. Rang mit vier Nummern und 1057 geschlagenen Punkten und nahm ein Trinkhorn mit nach Hause. Gewonnen hat Lohn mit drei Nummern und 868 Punkten, den 3. Rang belegte Frauenfeld mit vier Nummern und 998 Punkten. Einzeln konnten Reto Binggeli, Andreas Duschen, Hans Binggeli und Peter Frick einen der begehrten Kopfkränze mit nach Hause nehmen. (PF)

Die zweitplatzierte Mannschaft der HG Obfelden. (Bild zvg.)


Sport

Freitag, 23. August 2019

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Mit Transfers und mehr Kampfgefühl zurück an die Spitze Der Ottenbacher Marcel Leutert ist seit Frühling wieder Trainer der Ringerstaffel Freiamt Dass Marcel Leutert ein Comeback in der Freiämter Trainerecke gibt, ist für alle Beteiligten ein Gewinn. Im Interview erklärt der Ottenbacher, wie er die Ringerstaffel wieder in den Final führen will. Willi Steffen: Vor sieben Jahren traten Sie als Trainer zurück. Man hatte das Gefühl, dass Sie ausgelaugt waren. Haben Sie Ihre Batterien wieder aufgeladen? Marcel Leutert: Ja, ich glaube schon. Zuvor waren es intensive Jahre, die Nerven gekostet haben. Damals hatte ich noch kein so grosses Trainerteam. Das ist heute ein grosser Vorteil. Die Hauptverantwortung liegt zwar bei mir. Der Rest ist aber auf mehrere Schultern verteilt. Warum nun das Comeback? Man hat mich gefragt. Das war naheliegend. Denn es war niemand in den eigenen Reihen, der für diesen Job zur Verfügung stand. Man musste mich nicht überreden. Ich war ja nicht weg vom Fenster und in den vergangenen Jahren bei den Trainings fast immer dabei. Hat sich der Trainer Marcel Leutert während dem sechsjährigen Unterbruch verändert?

(Lacht) Ich denke nicht. Das muss ja nicht sein. Was sich verändert hat, sind die Athleten und meine Beziehung zu ihnen. Als ich damals als Trainer begann, war ich vorher ein Teammitglied und danach der Chef. Die Athleten waren Kollegen von mir. Das hat gut funktioniert. Jetzt hat sich die Situation verändert.

Wie beurteilen Sie die Arbeit Ihres Vorgängers? Was Adi Bucher aufgestellt hat, ist grossartig. Wir werden noch lange davon profitieren. Die Strukturen, die er eingeführt hat, sind perfekt. Kurz gesagt, es ist alles professionalisiert worden. Jetzt liegt es an mir, es weiterzuführen.

Inwiefern? Früher konnte man einen Spruch machen und alle haben es richtig verstanden. Wir begegneten uns damals auf Augenhöhe. Heute, wo es viele junge Ringer im Kader hat, die mich nicht so gut kennen, ist das weniger locker. Die Rollen sind klarer verteilt, weil die Distanz zu den Ringern um einiges grösser ist. Dies gilt aber nicht für die, die vor sieben Jahren schon im Kader waren. Die Umstellung ist aber für mich kein Problem. Es ist, wie es ist.

Gibt es Dinge, die Sie trotzdem ändern wollen? Manchmal habe ich das Gefühl, dass man zu stark an der Technik feilt. Ohne zu übertreiben, sind wir technisch das stärkste Team. Mein Plan ist es, die Jungs vermehrt im Training gegeneinander ringen zu lassen. Mit dieser Massnahme möchte ich das Kampfgefühl fördern. Das kriegt man nur, wenn so viel wie möglich gegen unterschiedliche Gegner gerungen wird.

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«Die Strukturen, die Adi Bucher eingeführt hat, sind perfekt.» ............................................................... Gibt es weitere Konfliktpunkte? Eine Gratwanderung ist es, allen gerecht zu werden. Den Leistungssport-

Marcel Leutert blickt optimistisch in die Zukunft. (Bild zvg.) lern und den weniger Leistungsorientierten. Es besteht die Gefahr, dass diese zu kurz kommen. Bei uns ist aber grundsätzlich jeder willkommen. Apropos Konflikte: In Ihrem Team ringen Ihre beiden Söhne Nino und Nils. Ist das ein Problem oder kann das eines werden? Das ist weder für mich noch für meine Jungs ein Problem. Ich denke, es ist auch bei den Athleten so. Ich werde alle gleich behandeln.

Kampf bis zum Krampf an Clubmeisterschaft des TC Säuliamt

Zum Sportlichen: Auf dem Papier macht es den Anschein, dass man den Anschluss an Kriessern und Willisau verloren hat. Ist das so? Das war in der Vergangenheit so. Warum? Vielleicht hat man im Transferbereich zu wenig gemacht. Es ist schwierig, ja fast unmöglich, mit zehn eigenen Ringern den Titel zu holen. Da müssen wir uns nichts vormachen.

Ein richtiges Tennis-Fest fand am letzten Wochenende zum Ende der Schulferien beim TC Säuliamt statt. Sieger wurden Jens Engelbrecht, Karin Stadler sowie Lara und Gregor Hauser. Eine Rekordzahl von Spielern und Spielerinnen massen sich am 16. bis 18. August in den Kategorien Herren (24), Damen (3) und Mixed-Doppel (18). Vom 17- bis 74-Jährigen spielten alle gegeneinander, das Generationenübergreifende und Familiäre des Clubs wurden an den Clubmeisterschaften richtig schön umgesetzt. Sie kamen auch von überall aus der Welt, von Liverpool, Australien, Deutschland, Obfelden, Mettmenstetten, sogar Merenschwand ... An Clubmeisterschaften geht es nicht nur um den sportlichen Aspekt, sondern – wie der Name sagt – auch um den Club bzw. das Clubleben: Neue Leute kennen lernen, überraschende Begegnungen, anderen beim Spielen zuschauen ... Sportlich ging es heiss zu, zehn Spielerinnen waren R6, R5 oder R4

klassiert und die beiden Einzelsieger 2018 wollten ihre Trophäe verteidigen. Bei den Herren waren schon die Viertelfinals heftig umkämpft. Gregor Hauser, Ausbildungschef Swisstennis und ehemaliger N4-Spieler, kämpfte in einem zweistündigen Kampf gegen René Bachmann R4 auf höchstem Niveau, letzterer gewann knapp. Letztlich trafen sich wie bei den Profis oft die vier Gesetzten in den Halbfinals. Mättu Keller versuchte sich als einziger Senior (45+) gegen die Jungsenioren (35+) durchzusetzen, was nicht gelang. Auch Peter Zwicky konnte die «Ballwand» René Bachmann trotz wuchtigen Vorhandschlägen nicht gefährden.

Clubmeister erst im Tiebreak erkürt Es kam zum Finale der beiden letzten Clubmeister. Jens Engelbrecht, der als 16-Jähriger schon mal ein Jahr lang in der berühmten Bollettieri Academy in Florida trainierte, u. a. auch mit Serena Williams, legte druckvoll los mit Power-Serves und Vorhand mit extremem Topspin. Schnell sicherte er sich

den 1. Satz. Dann aber stotterte der Motor auf einmal, das vierte Spiel und jetzt bei 30 Grad zeigte Wirkung. Wie ein angeschlagener Boxer, der zwar punktemässig in Führung lag, brachte er die Arme fast nicht mehr hoch, und René Bachmann konnte ein 3:4 im 2. Satz mit harter Ausdauer in ein 6:4 umwandeln. Ein Tiebreak auf zehn Punkte musste entscheiden. Jens Engelbrecht konnte sich aber nochmals aufraffen und dieses für sich entscheiden. Das Clubfoto musste zeitlich etwas verschoben werden, weil er unter der Dusche unter Krämpfen litt. So viel zum Alles-Geben im Sport. Bei den Damen setzte sich die talentierte Karin Stadler R5 letztlich auch souverän gegen Serena Bonandi durch. Und im Mixed-Doppel durften sich die Favoriten, die beiden Tennistrainer Lara und Gregor Hauser den Pokal übergeben lassen. Am Gabentisch gab es kleine Preise und Pizzas, wie immer im Club mit viel Italianità. Und «il sole nostro» hatte auch mehr als mitgespielt. 14. bis 16. August 2020 wieder! (pd.)

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«Der Schweizer Ringsport lebt von der Mannschaftsmeisterschaft.» ............................................................... Sind schon Nägel mit Köpfen gemacht? Mit Yves Müllhaupt und Jeremy Vollenweider haben wir eine Doppellizenz gemacht. Marc Weber wurde definitiv zu uns transferiert. An einem weiteren Athleten sind wir dran. Dementsprechend hoch wird die Zielsetzung sein. Wir wollen in dieser Saison in den Final. In spätestens zwei Jahren soll der Pokal wieder ins Freiamt geholt werden. Meiner Meinung nach lebt ein guter Verein vom sportlichen Erfolg. Den wollen wir nun anstreben. An mir liegt es nicht. Ich bin topmotiviert. Meine grösste Priorität hat die Mannschaftsmeisterschaft. In der Schweiz ist es nun einmal so, dass der Ringsport von der Mannschaftsmeisterschaft lebt.

Korbball-Damen auf den Plätzen 4 und 7 Am Sonntag, 18. August, fand auf dem Sportplatz Jonentäli in Hausen die Schlussrunde der Sommermeisterschaft der 1. und 2. Damen im Korbball statt. Platz 4 und Platz 7 gehen an den TV Hausen.

Allseits zufriedene Gesichter beim TC Säuliamt nach den heissen Fights an den Clubmeisterschaften. (Bild zvg.)

Wenn man nur die eigenen Leute der Vereine anschaut, sind wir die Stärksten. In Sachen Transfers müssen wir nachziehen. Ich denke da an zwei bis drei Ringer.

Bei heissen Temperaturen gingen bereits um halb acht in Hausen die Vorbereitungen für den Spieltag los – die Spielfelder wurden eingezeichnet und die Festwirtschaft angerichtet. Gestartet wurde die Schlussrunde der Sommermeisterschaft mit dem Spiel Hausen 1 gegen Wil. Leider musste sich Hausen trotz einer knappen Aufholjagd in dieser Partie mit einem Korb geschlagen geben. Nun waren die Damen jedoch aufgewärmt und konnten die nächsten beiden Spiele gegen Steinmaur und Langnau mit 13:5 und 10:5 klar für sich gewinnen. Auch im letzten Spiel hiess es noch einmal alles geben gegen den starken Gegner Bachs, welcher nur knapp in Führung ging. Hausen kämpfte sich gut heran und konnte zwischenzeitlich sogar bis auf ein Unentschieden aufholen. Gegen Ende hat Bachs jedoch mehr Treffer erzielen können und das Spiel mit 8:5 für sich

gewonnen. Bachs hat die Sommermeisterschaft somit mit 20 Punkten gewonnen, während sich die 1. Damen des TV Hausen über den 4. Platz mit 14 von 24 möglichen Punkten freuen konnten. Insgesamt wurden 12 Spiele in der Sommermeisterschaft gespielt. Die 2. Damen des TV Hausen haben den Spieltag gegen Pfäffikon SZ gestartet und erfolgreich mit 4:2 für sich entschieden. Als nächster Gegner erwartete das Nachwuchsteam die Mannschaft aus Dürnten, welche ihnen eindeutig die Stirn boten. Bei dieser Partie musste Hausen mit 7:15 eine klare Niederlage verkraften. Als nächster Gegner stand Küssnacht auf dem Programm. Das Spiel verlief sehr ausgewogen, Hausen musste sich jedoch mit einem Korb Differenz geschlagen geben. Für die letzte Partie erwartete Wetzikon die Damen auf dem Platz. Dieses Spiel wurde ebenfalls knapp mit 10:12 verloren. Obwohl die 2. Damen am Sonntag drei Niederlagen verkraften mussten, konnten sie sich auf der Schlussrangliste noch vor Gossau auf dem 7. Platz platzieren. Freuen konnten sich die 2. Damen über einen Ball als Geschenk, da sie als eine neue Nachwuchsmannschaft in der Damenliga gestartet sind. (pd.)

Die beiden Teams von TV Hausen: Hinten Damen 1, vorne Damen 2. (Bild zvg.)


Sport

Freitag, 23. August 2019

Triumph der Jugend

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Titelkämpfe in Bonstetten Am Wochenende vom 31. August /1. September finden in der Sporthalle Schachen in Bonstetten die 43. Zürcher Kantonalen Gerätemeisterschaften Turnerinnen und Turner statt.

Albishorn-Bikerennen mit starker Beteiligung

Der Kampf um den Titel Zürcher Kantonalmeisterin und Zürcher Kantonalmeister wird in der Kategorie 7 ausgetragen. Wird es eine Titelverteidigung des Vorjahressiegers Mika Hodel (TV Weiningen) und der -siegerin Sina Flükiger (Neue Sektion Winterhur) geben? Kann ein ehemaliger Kantonalmeister den Titel zurückgewinnen oder wird ein neues Gesicht den Titel erobern? Die Wettkämpfe lassen dieses Jahr Spannung erwarten. Ein Besuch in Bonstetten lohnt sich auf alle Fälle. Die Turnerinnen und Turner werden von der tiefsten bis zur höchsten Kategorie ihr Bestes geben, sodass die Zuschauer und Zuschauerinnen in den Genuss von spannenden Wettkämpfen kommen. Selbstverständlich sorgt eine Festwirtschaft für das leibliche Wohl und lädt zum Verweilen ein. (ZiV)

Drei Ämtler Siege Der Schweizer Bikemarathon-Meister Urs Huber und Crosscountry-Junioren-Europameisterin Jacqueline Schneebeli waren die «Zugpferde» des 26. Albishorn-Bike-Rennens. (Bild Martin Platter)

Noch nie in der 26-jährigen Geschichte des Albishorn-Bikerennens sind so viele Mountainbiker in so kurzer Zeit im Ziel unterhalb des Restaurants Albishorn eingetroffen. Gewonnen haben das Rennen am Mittwoch wie erwartet Urs Huber und Jacqueline Schneebeli. ................................................... von martin platter Dank den «Zugpferden» Urs Huber, Schweizer Bikemarathon-Meister, und Crosscountry-Junioren-Europameisterin Jacqueline Schneebeli haben so viele Jungbiker teilgenommen wie noch nie. Das beflügelte auch die ältere Generation. Zwar konnte Streckenrekordhalter Huber diesmal keine neue Bestmarke für die 10-km-Fahrt mit 460 Höhenmetern von Hausen im Zick-Zack aufs Albishorn erreichen.

Mit 23,13 Minuten verpasste er diese aber nur um sieben Sekunden. Gestaunt hat der Mettmenstetter über die Leistung seines härtesten Widersachers Timo Müller. Der 17-jährige Junior, der in Mettmenstetten nur einen Steinwurf von Huber entfernt wohnt, klebte bis etwa zwei Kilometer vor dem Ziel hartnäckig am Hinterrad von Huber und büsste schliesslich nur 38 Sekunden auf den dreimaligen Schweizer Bikemarathon-Meister ein. So schnell war noch nie ein so junger Fahrer auf dem Albis eingetroffen! Dritter wurde der Wädenswiler Sebastian Ostertag vor dem früheren Schweizer Junioren- und U23-Crosscountry-Meister Kai Steinhauer aus Ottenbach, dessen letzter Titelgewinn allerdings schon 20 Jahre zurückliegt.

Schneebeli pulverisiert Frauenrekord Auch Jacqueline Schneebeli liess ihre Stollenpneus mächtig dampfen. Die

18-Jährige erreichte das Ziel direkt hinter Steinhauer und wäre bei den Männern Fünfte geworden! Mit ihrer Zeit von 28,05 Minuten pulverisierte die Hauptikerin nicht nur die bisherige Frauenrekordzeit und holte überlegen den Sieg. Sie liess dabei auch frühere Sieger wie Reto Wolf hinter sich.

Schon die Jüngsten gaben mächtig Gas Den Vogel aber schossen die jüngsten Teilnehmer ab. Die Kids-Biker des Radrennclubs Amt lieferten sich ein veritables Duell mit den Jungbikern des befreundeten RMV Cham-Hagendorn. Sowohl bei den Mädchen als auch bei den Buben behielten die RRC-AmtKids-Biker die Oberhand. Bei den Mädchen gewann die erst zwölfjährige Sarina Rüttimann aus Ebertswil mit einer sensationellen Zeit von nur 38,48 Minuten vor der 16-jährigen Jana Felsberger aus Zwillikon und der

Eidgenössisches ohne Ämtler

Verletzungen haben die Hoffnungsträger ausgebremst Rund 300 000 Besucherinnen und Besucher werden dieses Wochenende am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug erwartet. Sie dürfen sich auf sportliche Höchstleistungen – leider ohne Ämtler Beteiligung – und auf ein breites Unterhaltungsprogramm freuen. Mit dem Festumzug durch die Stadt beginnt heute Freitag das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug. Nach dem Fahnenempfang auf dem Landsgemeindeplatz um 13 Uhr führt unter dem Motto «Tradition trifft weltoffenes Zug» ab 14 Uhr ein grosser Festumzug via Vorstadt und Alpenquai zur Schwingarena mit der markanten, vier Meter hohen Holzskulptur des Affoltemers Stephan Schmidlin: Zwei «Böse» vor dem Schweizer Kreuz. Das historische Zug wird durch Formationen wie das Korps der Zuger Beresina Grenadiere in ihren traditionellen Uniformen, aber auch Jodler- und Alphornformationen repräsentiert. Jüngere Traditionen wie die regional stark verankerte Fasnacht zeigt der Festumzug stellvertretend durch die Hünenberger Eiche Zunft und ihre «Kafisüüdi».

Morgen Samstag werden um 7.30 Uhr dann die 276 Schwinger in die Arena einmarschieren und während zwei Tagen die Schwingsportfreunde aus der ganzen Schweiz mit bestem Sport erfreuen. Vertreten sind der Bernisch-Kantonale Schwingerverband mit 58 Schwingern, der Innerschweizer Schwingerverband mit 85 Schwingern, der Nordostschweizerische Schwingerverband mit 65 Schwingern, der Nordwestschweizerische Schwingerverband mit 30 Schwingern und der Südwestschweizerische Schwingerverband mit 30 Schwingern. Daneben werden voraussichtlich sechs Auslandschwinger am «Eidgenössischen» 2019 teilnehmen. Im Zuger Sägemehl nicht vertreten sein wird dagegen der Schwingklub am Albis. Dessen Teamleader Marco Nägeli ist nach einem schweren Arbeitsunfall im letzten Jahr noch nicht wieder 100 Prozent fit. Der 25Jährige habe die Wettkampfsaison 2019 komplett verpasst und werde erst nächstes Jahr wieder einsteigen, sagt Nico Vollenweider, Medienverantwortlicher beim Schwingklub am Albis. Mit Beat Reichmuth hätte ein zweiter Mettmenstetter ebenfalls das Potenzial fürs Eidgenössische, doch auch er konnte dieses Jahr seine Leis-

tung verletzungsbedingt nicht abrufen. Bei den übrigen reichte es schlicht nicht, sich für den Saisonhöhepunkt zu qualifizieren. «Da braucht es schon zwei, drei Kränze», so Vollenweider. Am nächsten Eidgenössischen in drei Jahren wollen die Ämtler Schwinger dann wieder dabei sein. «Wir haben ein paar Junge, die dafür in Frage kommen», so Vollenweider. Unter ihnen der Obfelder Janic Amstutz, der letztes Jahr bereits am Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag zu überzeugen vermochte. Sowohl am Freitag- als auch am Samstagabend starten jeweils ab 20 Uhr der Festbetrieb und das Unterhaltungsprogramm auf dem Festgelände sowie in der V-Zug Arena – mit namhaften Künstlern aus allen Sparten: «Lo & Leduc», das Schweizer MundartPop-Duo aus Bern, sind ebenso dabei wie «Nickless», «Hecht», «Heimweh», Francine Jordi oder die «Calimeros». Ein Highlight am Festakt vom Sonntag wird der Auftritt der «Büezer Buebe» Gölä und Trauffer sein. Sie haben eigens für das Eidgenössische in Zusammenarbeit mit dem OK einen Song geschaffen, der vor 56 500 Besuchern in der Arena uraufgeführt wird. (pd./tst.) Weitere Infos unter www.esafzug.ch.

elfjährigen Shana Huber aus Muri. Auf den Rängen vier und fünf folgten die beiden acht- und neunjährigen Aline Graf und Lina Huber aus Ottenbach bzw. Muri. Auch die Jungs sind mächtig in die Pedalen getreten. Sieger Cedric Graf benötigte gerade mal 30,51 Minuten, bis er auf dem Albishorn über die Ziellinie rollte. Mit seiner Zeit wäre der 13-jährige Ottenbacher Zehnter bei den Erwachsenen geworden. Zweiter, mit nur vier Sekunden Rückstand, wurde der gleichaltrige Elia Felsberger aus Zwillikon vor Linus Schmucki aus Hedingen. Während die Erwachsenen nach ihrem Renneinsatz jedoch müde am Tisch im Restaurant Albishorn sassen, tobten die Kids weiter herum. Sie waren ganz aufgeregt. Als Preis für die Schnellsten und Jüngsten gabs ein Leadertrikot von Jacqueline Schneebeli. Was für eine Freude!

Die lokalen Reiterinnen und Reiter waren an den Pferdesporttagen in Birmensdorf erfolgreich unterwegs. Auch dieses Jahr veranstaltete der Kavallerieverein Limmattal auf der Anlage Vogelsang seine Pferdesporttage. Vom 16. bis 18. August duellierten sich Reiterinnen und Reiter in Prüfungen zwischen 70 und 120 Zentimetern sowie im Final des OKV Cups. Die Säuliämtler waren an diesem Wochenende äusserst erfolgreich unterwegs: Im R/N110 feierte Mathias Bucher aus Stallikon einen Doppelsieg, im R/N100 und 105 ritt Bettina Binder aus Knonau zweimal auf den zweiten Rang, im B/R90 und 95 durfte sich Luc Kern aus Wettswil als Zweitplatzierter und als Sieger feiern lassen, und im Equipenspringen schafften es mit Nicole Brügger aus Wettswil und Tamara Oswald aus Bonstetten ebenfalls zwei Reiterinnen zuoberst aufs Podest. (lhä) Weitere Resultate und Klassierungen der

Komplette Resultate unter skiclub-hausen.ch.

Ämtlerinnen und -ämtler auf www.info.fnch.ch.

Volleyball-EM: Junge Schweizerinnen wollen Exploit schaffen Heute Freitag um 14.30 Uhr startet das Schweizer Volleyballnationalteam gegen Deutschland in die Europameisterschaft. Das Team um Passeurin Olivia Wassner aus Affoltern ist in Bratislava krasser Aussenseiter – mit der Hoffnung auf einen Exploit. Am Freitag, 23. August, um 14.30 Uhr dürfte der Puls von vierzehn Schweizerinnen höher sein als normalerweise um diese Zeit. Dann nämlich erleben die Schweizer Volleyballerinnen ihre ersten Minuten als Spielerinnen an einer EM-Endrunde. Als die Schweiz im Jahr 2013 als Gastgeberin an der damaligen Europameisterschaft teilnehmen durfte, war noch keine Spielerin aus dem aktuellen Kader dabei. Deshalb überrascht es nicht, dass die jungen Schweizerinnen (Altersschnitt 21 Jahre) als klare Aussenseiterinnen ins Turnier starten. Trotzdem strotzen sie vor Vorfreude und Selbstvertrauen und geben sich nicht mit der Statistinnenrolle zufrieden. Von den sechs Teams in der Gruppe qualifizieren sich vier für die Achtelfinals. Im Kampf um diesen vierten Gruppenrang ist die Schweiz deshalb auf Punkte gegen die ebenfalls stärker

einzustufenden Teams aus der Slowakei und Spanien angewiesen. Ein Sieg gegen die Slowakei morgen Samstag wäre für die Schweiz äusserst wertvoll. Als Gastgeber kann das slowakische Team in Bratislava auf besonders viel Unterstützung zählen. Gegen Spanien geht es dann am Dienstag, 27. August. «Neben einer grossen Portion Wettkampfglück wird eine stabile Annahme und viel Cleverness im Angriff wichtig sein», so der Schweizer Headcoach Timo Lippuner.

Grosse Zukunftshoffnungen Auch wenn Lippuner das Team nach der EM verlässt, ist die Zukunft der jungen Gruppe um Olivia Wassner, grossgewachsene Passeurin aus Affoltern, vielversprechend. Sollte der Kern zusammenbleiben, könnte die Europameisterschaft der Anfang einer schönen und spannenden Geschichte im Schweizer Frauenvolleyball werden. (pd./tst.) Der Spielplan des Schweizer Teams an der EuroVolley 2019 in der Gruppe D: 23. August, 14.30 Uhr, gegen Deutschland; 24. August, 20 Uhr, Slowakei (Gastgeberinnen); 25. August, 20 Uhr, Russland (Titelverteidigerinnen); 27. August, 17.30 Uhr, Spanien; 29. August, 18 Uhr, Weissrussland.


Sport

Freitag, 23. August 2019

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Grümpi mit einigen Premieren Packende Fussballspiele und spannende Sprintläufe in Obfelden Am 17. August fand im Zendenfrei in Obfelden traditionell zum Abschluss der Sommerferien das Grümpi statt. Am 18. August wurden die Schnellste Obfelderin und der Schnellste Obfelder gesucht. Das Obfelder Grümpelturnier, Ausgabe 2019, wartete mit einigen Neuerungen auf: Grümpi neu nur auf zwei Spielfeldern, am Abend neu mit TVBar, Schnellscht Obfelder mit nur einem Vorlauf mit Zeitmessung und dann direkt das Finale der besten vier pro Kategorie. Ein Rückgang an Fussballinteressierten im Dorfe scheint leider im Gange zu sein. So musste dieses Jahr zum ersten Mal seit Einführung auf die Austragung des Wiler-Cups verzichtet werden, da sich zu wenige Teams finden liessen. Da auch in den Jugendkategorien keine Teams bereitstanden, konnte das Grümpi mit 24 Teams über drei Kategorien auf nur zwei statt wie bisher auf drei Feldern stattfinden. Dies ermöglichte dem Zuschauer eine gute Sicht auf alle Partien von der grossen Aussentreppe aus, und die Strecken zur Verpfle-

Voller Einsatz am Grümpi auch vom organisierenden TV Obfelden. (Bilder zvg.) gung aus der Küche oder dem Barwagen wurden kürzer. Trotz des leichten Rückgangs an Teams geriet das Grümpi zum Erfolg mit vielen packenden Partien. Sieger der diesjährigen Austragung sind in der Kategorie Herren die Feierabendkickers 8905, in der Mixed Kategorie sicherte sich das Team Eichholzer Haustechnik AG den Sieg und in dem erst zum zweiten Mal ausgeführten

TV-Cup triumphierte der STV Beinwil Freiamt.

Kampf um jede Hunderstelsekunde Mit 106 Läuferinnen und Läufern musste leider im Vergleich zu den letzten beiden Jahren auch hier ein kleiner Rückgang an Teilnehmenden in Kauf genommen werden. Dies wirkte sich natürlich nicht auf die Sprin-

Schlussspurt des Schnellsten Obfelders Michele Di Cristofano. terlaune der anwesenden Läuferinnen und Läufer aus. Da dieses Jahr neu in den Vorläufen nur noch auf die gelaufene Zeit und nicht auch noch auf die Platzierungen der einzelnen Vorläufe geachtet wurde, kämpften die Teilnehmer ab dem ersten bis zum letzten Zentimeter um jede Hundertstelsekunde. Das Publikum feuerte die Läufer stets frenetisch an und pushte diese zu Bestleistungen. Zahlreiche

Läufe endeten in einem Fotofinish. Zum Ende durfte sich Silja Deller mit 11,43 Sekunden und Michele Di Cristofano mit 10,49 Sekunden als neue schnellste Obfelderin respektive schnellster Obfelder feiern lassen. Das OK blickt trotz leicht rückläufiger Teilnehmerzahl auf ein erfolgreiches Sportwochenende, bei sommerlichen Verhältnissen, mit diversen Höhepunkten zurück. (pd.)

«Ein Rausch aus Atemlosigkeit und Ehrgeiz» Adrian Glättli bestreitet erfolgreich seinen ersten Inferno-Triathlon Vier Ämtler haben die Herausforderungen des Inferno-Triathlons geschafft und sind glücklich auf dem Schilthorn eingetroffen. Einer von ihnen ist Adrian Glättli. Vier weitere haben den Inferno-Halbmarathon erfolgreich bestritten, der über die letzten 21,1 Kilometer und 2200 Höhenmeter des Triathlons führt.

Aufstieg mit dem Mountainbike zur kleinen Scheidegg zählte er zu den wenigen, die selbst auf den steilsten Passagen aufwärts nicht vom Rad stiegen. Nach 7 Stunden und 11 Minuten erreichte Adrian Glättli Stechelberg: «Beim Wechsel aufs Laufen begeistern die Menge an Zuschauern und die vielen Freunde.» Nach Mürren, wo die Laufstrecke mitten durch ein eigentliches Volksfest führt, wird der Aufstieg immer steiler: «Die zunehmende Höhe versetzt mich in einen Rausch aus Ehr-

................................................... von bernhard schneider Der Inferno-Triathlon ist ein ganz besonderes Format. Er führt von Thun über den Beatenberg sowie die grosse und kleine Scheidegg aufs Schilthorn zur Bergstation der Piz-Gloria-Seilbahn und ist allein schon landschaftlich ein Erlebnis. Das Wetter am Samstag mit ausgezeichneter Fernsicht steigerte die Eindrücke zusätzlich. Ausser Schwimmen, Rennrad und Laufen kommt als vierte Disziplin das Mountainbike auf der Strecke von Grindelwald nach Lauterbrunnen hinzu. Die zahlreichen langen Aufstiege, die steilen Abfahrten mit technischen Passagen sind ebenso eine Besonderheit wie die familiäre Atmosphäre.

Eine Strecke zum Schwärmen Der Stalliker Team Koach-Profi Urs Müller bewegte sich selbstredend in einer anderen Sphäre und traf Stunden vor den Amateuren aus dem Bezirk Affoltern im Ziel ein (siehe Kasten). Doch gerade darin liegt ein Reiz der Triathlonwettkämpfe: Als Amateur jeden Alters hat man exakt dieselbe Strecke wie Profis zu bewältigen, der hintere Teil des Feldes muss mit strengen Zeitlimiten kämpfen, die ohne Pardon durchgesetzt werden, denn gerade beim Inferno wäre es zu gefährlich, wenn Läuferinnen und Läufer nach Einbruch der Dunkelheit im Hochgebirge unterwegs wären. 180 Männer und 30 Frauen erreichten das Schilthorn – viele weitere wurden bereits früher aus dem Rennen genommen.

geiz und Atemlosigkeit.» . Die letzten 500 Meter hoch zur Schilthorn-Bergstation, der George Lazenby 1969 als James Bond zu Weltruhm verholfen hatte, waren sehr emotional: «Jetzt übertrumpft beim freien Blick auf den Piz Gloria das Gefühl der Freude die Anstrengungen und Schmerzen. Auf den letzten Stufen sehe ich meine Frau Claudia im Ziel wartend. Im Moment ist unfassbar, was ich erreicht habe, und ich danke allen, die mich unterstützt haben.»

Die Resultate der Ämtler Inferno Triathlon: Urs Müller, Stallikon, 4. AK1, 9:19:10;

Adrian

Glättli,

Ebertswil,

26.

AK2,

11:59:11; Andy Rhyn, Mettmenstetten, 51. AK 2, 13:21:49;

Jürgen

Kugler,

Hausen,

63.

AK2,

13:54:27. Inferno Halbmarathon: Susanne Müller, Stallikon, 23. HK Frauen, 3:30:44; Simon Hoesli, Hausen, 65. Senioren1, 3:29:34; Alain Favre, Hedingen, 94. Senioren1, 4:03:56; Daniel Richter, Bonstetten, 95. Senioren1, 4:04:06.

Urs Müller: Es geht aufwärts

Beeindruckende Leistung des Koach-Profis im Berner Oberland

Den Schlussaufstieg im Rücken: Adrian Glättli wird auf den letzten Stufen des Aufstiegs von seiner Frau Claudia erwartet. (Bild Claudia Glättli) Adrian Glättli, Ebertswil, traf nach 9,19 Stunden mit Abstand als erster Amateur des Bezirks Affoltern im Ziel ein. Er hatte sich von Kollegen, die von der ebenso schönen wie anspruchsvollen Strecke schwärmten, zum Start motivieren lassen. Zuerst erwartete ihn der Thunersee voller Wellen. Die Herausforderung besteht darin, auf einer möglichst geraden Linie zum Licht zu schwimmen, das 3,1 Kilometer von Thun entfernt in Oberhofen leuchtet. Nach weniger als einer Stunde konnte er aufs Rennrad wechseln. Bereits nach den ersten paar Pedalumdrehungen erfolgt die Abzweigung zum Beatenberg. Es geht gleich zur Sache, lockeres Einrollen ist nicht möglich. Vom Beatenberg folgte die rasante Abfahrt nach Interlaken, danach bis Meiringen ein einstündiges Flachstück, das den Rollern entgegenkommt, bevor beim Aufstieg zur grossen Scheidegg wieder Bergfahrerqualitäten gefragt waren. In Grindelwald nahm Ehefrau Claudia Glättli, ebenfalls eine erfolgreiche Triathletin, das Rennrad entgegen, während sich Adrian die Zeit gönnte, das Verpflegungsangebot der Organisatoren zu kosten. Auf dem

«Die grösste mentale Leistung ist für das Überwinden von Krisen erforderlich», lobt Coach Kurt Müller seinen Profi Urs Müller, der nach einer unglücklichen Serie gesundheitlicher Rückschläge beim Inferno-Triathlon aufgetrumpft hat. Es geht aufwärts mit Urs Müller – und es geht aufwärts beim Inferno-Triathlon, nämlich 5500 Höhenmeter. Auf die langwierige Entzündung der Patella-Sehne folgte eine Viruserkrankung. Die Saison schien für den Ironman-Profi des Teams Koach gelaufen zu sein. Doch die Trainingsresultate wurden in den letzten Wochen immer besser und so entschied er sich zusammen mit Coach Kurt Müller zum Start im Berner Oberland. Der Ausflug hat sich gelohnt: Urs Müller musste zwar auf der 3,1 Kilometer langen, schnurgeraden Schwimmstrecke von Thun nach Oberhofen mit Übelkeit kämpfen und konnte nicht, wie erwartet, als Erster aus dem Wasser steigen, sondern verlor als Fünfter gut zwei Minuten auf den Lokalmatador und Favoriten Samuel Hürzeler, der so einen Start-Ziel-Sieg feiern konnte. Auf dem Rad nahm er sich Zeit, um sich aufzufangen, bevor er auf dem Mountainbike in die Gänge kam und überraschend wenig Zeit auf die Spezialisten verlor.

Nun lief es immer besser. Den Lauf über 25 Kilometer von Stechelberg zum Schilthorn, 2200 Höhenmeter aufwärts, bestritt Urs Müller mit bestechender Lockerheit, ohne an die Grenzen zu gehen. Vom zehnten Zwischenrang overall nach dem Bike stiess er bis zur letzten Zwischenzeit auf den sechsten vor.

«Im Ausdauersport muss alles stimmen» Urs Müllers Frau Susanne nahm die Gelegenheit wahr, um gleichzeitig beim Inferno-Halbmarathon zu starten, der von Lauterbrunnen aufs Schilthorn führt. Sie überraschte ebenso mit einer starken Leistung wie Christian Strasser, der nach einer gesundheitlich belasteten Saison auf der steilen Strecke ebenfalls zeigte, dass es aufwärts geht. Teamchef Kurt Müller bilanziert: «Im Ausdauersport muss alles stimmen. Kleine muskuläre Probleme, Irritationen einer Sehne, die Schwächung durch ein Virus können dazu führen, dass eine ganze Saison nicht den Erwartungen entspricht. Dabei geht es nicht in erster Linie nur um die Fitness am Wettkampftag, sondern darum, im Training die richtigen Impulse zu setzen, ohne den Körper in der aktuellen Verfassung zu sehr zu belasten. Unter Umständen stellt man be-

reits im April fest, dass ein Start an der Ironman WM in Kona im Oktober nicht sinnvoll wäre, und zieht im Trainingsplan rechtzeitig die richtigen Konsequenzen. Ein zentraler Erfolgsfaktor im Ausdauersport ist daher die Geduld.» Urs Müller hat mit seiner ausgezeichneten Leistung gezeigt, dass sich diese langfristige Optik nicht nur sportlich, sondern vor allem auch für die Gesundheit ausbezahlt.

Schweizer Juniorenmeister Beim Schwyzer Triathlon, der ebenfalls am letzten Wochenende stattgefunden hat, siegte Manuel Arnold bei den Knaben und bestätigte damit den Schweizer Meistertitel, den er als Gesamtsieger der Youth League der Saison 2019 errungen hat. Siege in ihren Altersklassen gelangen in Schwyz auch den KoachAthleten Roman Lengwiler und Michael Schäfer. Derweil schrammte Roberto Weichelt beim Ironman Kalmar in Schweden um weniger als zwei Minuten am Startplatz für die Ironman-WM in Hawaii vorbei – Pech nach einer starken Leistung. Bereits vor einer Woche beim Triathlon Nyon zeigte Edina Jung mit dem Sieg in ihrer Altersklasse, dass mit ihr nicht nur auf der Langdistanz zu rechnen ist. (tk)


Extra

Schwingen ganz früh am Morgen

Freitag, 23. August 2019

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«Auf den Chilbiplätzen fühle ich mich zu Hause» Menschen im Säuliamt: Schausteller Sepp Moser hat sich an über 30 Chilbis engagiert

Früh auf fürs Schwingerfest. (Bild sts) Das Schwingfest in Zug beginnt dieses Wochenende zwar erst jeweils um 7.30 Uhr. In der (Zuger) Bäckerei Konditorei Nussbaumer in Affoltern können sich Schwingerfans aber schon ab 5 Uhr morgens mit (Schwinger-) Königsbrot und Kaffee stärken. (sts)

Im Spital Affoltern geboren

Matteo, 13. August.

Matheus, 14. August.

Malea Leni, 14. August. (Bilder Irene Magnin)

Gleich nach der Schulzeit stieg Sepp Moser beim Vater ins Schausteller-Geschäft ein. Während 40 Jahren war er im Sommer fast jedes Wochenende an einer Chilbi. Jetzt hat er bis auf seinen Süsswarenwagen alles verkauft und engagiert sich ausschliesslich als Organisator und Platzchef – ab heute auch wieder in Knonau.

Misthaufen auf!» Doch Mosers hatten Erfolg mit ihrem Konzept. «Ich bin schon auch stolz auf das, was ich alles erreicht habe. Aber ich musste dafür viel eigene Kraft und Zeit einsetzen, manchmal eben eigentlich zu viel.»

Organisator und Platzchef

................................................... mit sepp moser sprach marianne voss Chilbis sind seine Leidenschaft. «Das ist einfach etwas Schönes», schwärmt er. «Die Menschen haben Freude, wenn du mit deinen Bahnen ins Dorf kommst.» An vielen Orten sei er seit unzähligen Jahren an der Chilbi engagiert und kenne dadurch auch die Leute. «Ich fühle mich auf den Chilbiplätzen zu Hause und freue mich immer über das Wiedersehen.» Heute beginnt die Knonauer Chilbi, die Sepp Moser nun bereits zum 31. Mal organisiert hat. Diese Chilbi liegt ihm besonders am Herzen. Nach Knonau kommen, ist für ihn wie ein Heimkommen. «Ich weiss jetzt schon, wen ich alles treffen und mit wem ich sicher anstossen werde», berichtet er. «Dieses Mal stellen wir wieder ein Kinderkarussell und eine AutoscooterBahn auf.» Zudem gebe es eine neue Attraktion, die Allotria-Action. Das sei eine spezielle Vergnügung für Jung und Alt. «Und in Knonau sind ja die Vereine sehr aktiv und tragen mit vielen Ständen zum Chilbileben bei.» Sepp Moser hat sich in den letzten 40 Jahren als Schausteller, Organisator oder Platzchef an 30 Chilbi-Anlässen engagiert. «Früher lief jede Chilbi in jedem Dorf. Die Leute hatten noch keine andere Vergnügungen.» Heute sei es schwieriger geworden. «Die Bahnen müssen immer noch schneller und ausgefallener sein. Aber dadurch werden sie auch teurer.» Viele Chilbis seien in den letzten Jahren eingegangen. «Die Plätze, die von den Gemeinden gestellt und unterstützt werden, sind die besten und erfolgreichsten. So ist es auch in Knonau.» Und er lobt die Grosszügigkeit und die gute Zusam-

wetter

Sepp Moser freut sich auf den Start der Knonauer Chilbi heute Abend. «Um 18 Uhr geht es los, und von 18.30 bis 18.45 Uhr sind die Bahnen gratis.» (Bild Marianne Voss) menarbeit mit der Gemeinde und das «kleine aber feine Chilbeli» in Knonau.

Auf Dorfchilbis spezialisiert Sepp Moser ist in Luzern aufgewachsen und wohnt mit seiner Familie auch heute noch dort am Stadtrand. Sein Vater war ursprünglich Bäcker, arbeitete aber an einer Tankstelle und baute seine erste Chilbibahn selber. Das war ein Geschicklichkeitsspiel mit einem Eisenbähnchen. Das Spiel war beliebt und wurde zu einem guten Geschäft. Bald kaufte er dann noch ein Kinderkarussell und gab seine Arbeit

an der Tankstelle auf. Weitere Bahnen und auch der Confiseriewagen mit den «besten Mandeln» kamen dazu. Gleich nach dem Abschluss der Schulzeit stieg Sepp beim Vater ins Geschäft ein. Im Sommer war er unterwegs von Platz zu Platz. Im Winter arbeitete er in einer mechanischen Werkstatt und eignete sich das breite handwerkliche Know-how an, das er beim Aufstellen und Betreiben der Bahnen brauchte. «Wir spezialisierten uns auf die kleinen Dorfchilbis, wurden darum aber auch belächelt», erklärt er. Es habe geheissen: «Die Mosers stellen ihre Bahnen an jedem

Einige Unfälle und Erkrankungen brachten Sepp Moser mehrmals an seine Grenzen. Nach 40 Jahren Engagement als Schausteller beschloss er daher, nun kürzerzutreten. Er verkaufte die Bahnen und behielt schliesslich nur seinen eigenen Süsswarenwagen. Auch den Badi-Kiosk in Luzern, den er viele Jahre führte, hat er nun einem Neffen übergegeben. «Klar, das Loslassen und Abgeben war zu Beginn nicht nur einfach», meint er nachdenklich. «Ich habe ja zu den Plätzen und Menschen in den Dörfern eine Beziehung aufgebaut.» Ganz Schluss ist aber nicht. Sepp Moser ist dennoch auf verschiedenen Chilbiplätzen anzutreffen als Organisator, Koordinator oder als Platzchef. Dann ist er wieder voll in seinem Element und dann nimmt er natürlich auch seinen Süsswarenwagen mit, wo er frisches Magenbrot, gebrannte Mandeln oder auch Lebkuchen anbietet. Er geniesst aber auch die neue, freie Zeit. «Seit vielen Jahren konnte ich kürzlich wieder einmal an einem Sonntag mit meinem Motorboot auf den See hinausfahren und mit meiner Familie ein Picknick geniessen.» Der Aufenthalt auf dem See war für ihn immer eine wichtige Erholungsquelle. «Aber ich hatte früher kaum mehr als zwei Stunden Zeit dafür. Dennoch, die Ruhe und Stille draussen auf dem Wasser haben mir immer viel Kraft gegeben.»

Serie «Menschen im Säuliamt» In der Serie «Menschen im Säuliamt» berichtet Marianne Voss aus dem Leben von Menschen, die im Säuliamt wohnen oder im Bezirk Affoltern ihren Arbeitsplatz haben. Die Serie erscheint in loser Folge.

ausflugs-tipp

Vom Modell zum Original-Rheinfall in drei Minuten Auf einer Fläche von zirka sieben Tennisfeldern kann der Besucher in Schaffhausen bei der Smilestones trockenen Fusses die Regionen Appenzell, Ostschweiz und Rheinfallgebiet bestaunen.

bauernregel «Wie sich das Wetter am Barthelstag ( 24.8.) stellt ein, so solls den ganzen September sein.»

Da kommen nicht nur Liebhaber dieser Regionen ins Schwärmen. Kinder und Fans von Eisenbahnanlagen stehen ebenso mit leuchtenden Augen vor der imposanten Anlage, wenn die Dampflok oder das unvergessliche «Krokodil» ihre Runden zieht. Für den begeisterten Hobby-Fotograf ist die Anlage ein Genuss. Das Verwenden des Blitzes ist allerdings untersagt. Somit ist ein lichtstarkes Objektiv unabdingbar. Beim Betreten der grossen Halle wird als erste Region das Appenzell vorgestellt. Der Säntis mit seiner Luftseilbahn ist das Hauptmerkmal neben den vielen Details, wie etwa dem Wildkirchli Äscher. Knöpfe an den Handläufen leuchten. So kann man

Der Rheinfall – links als Modell bei Smilestones, rechts das Original. (Bilder Urs Sigg) etwa einen Gleitschirm über die Anlage schweben lassen. 350 Häuser, 80 Züge, 1000 Meter Schienen, 15 000 Figuren – die Zahlen, welche im Prospekt aufgeführt sind, nehmen langsam Gestalt an. Vom Appenzell führt der Weg weiter zur «Ostschweiz», mit dem Sittertobel. Dieser Bereich gibt das Gefühl, von der Schweizer Tradition in die Moderne zu reisen. Eltern dürfen sich auf viele Fragen ihrer Kinder gefasst ma-

chen, denn Langeweile kommt nicht auf, auf dem Weg durch die Regionen Appenzell, Ostschweiz und Rheinfallgebiet. Der nächste Ausbau, die Alpen, sollten voraussichtlich im Herbst 2019 abgeschlossen sein. Und nach dem Besuch des Rheinfalls im Kleinen, kann man zu Fuss in drei Minuten zum Original, dem grössten Wasserfall Europas, gelangen. Urs Sigg


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