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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 65 I 170. Jahrgang I Dienstag, 16. August 2016

Vorbild für andere

Trödel und Raritäten

Das Knonauer Amt schreitet voran in eine nachhaltige Energiezukunft. > Seite 3

Die Brockis im Säuliamt erfreuen sich steigender Beliebtheit. > Seite 5

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Kubanische Klänge An der ersten «Cigar-Night» in der Bonstetter «Schluck-Bar» wurde fröhlich gefeiert. > Seite 7

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Mit dem Roller «Startpunkt Säuliamt» (Abschluss): Werner Schneiter folgte der Lorze bis zu ihrem Ursprung. > Seite 8

Zum Erlebnisfaktor kommt das Bedürfnis nach Tagesbetreuung Knapp 500 Kinder aus dem Knonauer Amt besuchten Ferienplausch-Kurse Fast 100 Kurstage zu 70 verschiedenen Themen hat der Ferienplausch von Pro Juventute diesen Sommer im Knonauer Amt angeboten. Während für die Kleinen Ganztagesbetreuung gefragt ist, schätzen Jugendliche kürzere Kurse mit anschliessender Freizeit.

Urs Huber siegt trotz Sturz Bereits zum sechsten Mal konnte sich der Mettmenstetter Urs Huber als Sieger der Eiger Bike Challenge feiern lassen. Von Anfang an in der Spitzengruppe etabliert, hatte Urs Huber bei einem schweren Sturz grosses Glück, dass sowohl er als auch sein Mountainbike den Wettkampf zu Ende führen konnten. Trotz des Sturzes verlor er den Anschluss an die Spitzengruppe nicht und konnte sich weiterhin Chancen auf den sechsten Sieg an der Eiger Bike Challenge ausrechnen. Auf halbem Weg auf die Kleine Scheidegg war es so weit, Urs Huber griff überraschend an und konnte seine Hauptkonkurrenten sofort distanzieren. Er erreichte das Ziel nach 4:27.23 Stunden, 2.43 Minuten vor dem Zweitplatzierten Hansueli Stauffer. In den kommenden Wochen stehen für Urs Huber weitere Saisonhighlights an, der Grand Raid und der Nationalpark Bike Marathon. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 17

Wein und Kunst Mü’s Vinothek präsentiert am Freitag und Samstag beste Schweizer Tropfen. > Seite 9

Kleines schwarzes Hausgespenst Vor gut zwei Jahren hat Stefan Mino Bächler seinen «Moorli» vorgestellt, den er eigens für den Park Seleger Moor geschaffen hat. Im Farngarten des Parks Seleger Moor beschützt der Troll mit anderen Waldbewohnern eine Truhe voller Träume, die auf ihre Erfüllung warten. Die neuste Geschichte aus der Ideenwerkstatt des Oberämtlers spielt im Unterengadin und handelt von einem kleinen Hausgespenst. Die künftigen jungen Leserinnen und Leser dürfen sich auf spannende und toll bebilderte Abenteuer aus dem Val Sinestra freuen. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Beliebtes CountryHappening

................................................... von thomas stöckli Eine Woche lang täglich polysportive Betätigung, das bietet das Fun- und Action-Camp in Affoltern. Nicht nur bei den Kindern ist dieser Kurs im Rahmen des Ferienplausches äusserst beliebt, auch die Bedürfnisse der Eltern deckt er ab. Nebst dem Erlebnis-Faktor für ihre Kinder ist es vielen Eltern auch wichtig, ihre Kinder während der Schulferien den ganzen Tag betreut zu wissen, damit sie arbeiten gehen können. «Das ist ein zunehmendes Bedürfnis», verrät Simone Keller, die bei Pro Juventute für den Ferienplausch Bezirk Affoltern verantwortlich ist. «Unser Ziel ist deshalb auch, vermehrt längere Kurse anbieten zu können oder zusätzliche Betreuung vor und nach den Kursen.» Drei neue Ferienkurse sind bei den Kindern und Jugendlichen aus dem Knonauer Amt besonders gut angekommen: Die Besuche bei der Kommunalpolizei und bei der Rega sowie

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Ausgangs Mettmenstetten findet am kommenden Freitag und Samstag wieder das beliebte Maisfeldfest statt. Die Organisatoren haben ihre Lehren aus dem letztjährigen Grossandrang gezogen und die Infrastruktur markant erweitert. ................................................... > Bericht auf Seite 13

Die Tauchschule Säuliamt lud am Samstag dreimal neun Kinder zum Schnuppertauchen ins «Stigeli». (Bild Daniel Wegmüller) das Frisur-Styling für Mädchen. Weniger beliebt waren dieses Jahr verschiedene Bastel- und Tanzkurse. Fast 100 Kurstage zu 70 verschiedenen Themen umfasste das Ferienplausch-Angebot von Pro Juventute im Knonauer Amt diesen Sommer. Insgesamt haben das knapp 500 Kinder genutzt, im Durchschnitt für zwei Kurse. Einige Kinder haben gar zehn bis zwölf Kurse be-

sucht. «Das sind Familien, die in den Sommerferien nicht verreisen, aber den Kindern trotzdem Ferien-Abenteuer ermöglichen wollen», interpretiert Simone Keller. Während bei den Kleinen die länger dauernden Angebote hoch im Kurs sind, schätzen die Jugendlichen kürzere Kurse, «damit sie anschliessend auf eigene Faust noch in die Badi gehen

oder etwas unternehmen können», so Simone Keller. Für die Jugendlichen darf es gerne auch ein Angebot aus einer anderen Region sein, etwa Dietikon oder Zürich. «Wenn sie mit dem ZVV-Ferienpass erste öV-Erfahrungen sammeln können, ist das auch in unserem Sinne», sagt Simone Keller. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3

Ein neues Logo zum 175. Geburtstag Die Korporation Maschwanden feierte ihr Jubiläum im Wolserholz Mit Vorführungen spektakulärer Holzerntemaschinen und interessanten Rundgängen im Wald feierte die Korporation Maschwanden ihren 175. Geburtstag. Mit einer Gesamtfläche von 225 Hektaren Wald, Streu- und Landwirtschaftsland gilt Maschwanden nicht nur als eine grosse, sondern auch als eine spezielle Korporation. Revierförster Flurin Farrér und einige Korporationsmitglieder zeigten den rund hundert Gästen anschauliche Beispiele über die Bepflanzung des Waldes und die Mechanisierung der Holzerarbeiten. Dabei wurden modernste Holzerntemaschinen vorgeführt.

Zweite Niederlage im zweiten Spiel Der FC Wettswil-Bonstetten ist denkbar schlecht in die Saison 2016/2017 gestartet. Gegen den FC Balzers aus dem Ländle, der vom Lichtensteinischen Rekordnationalspieler Mario Frick trainiert wird, setzte es die zweite bittere Niederlage ab. Wie bereits im ersten Saisonspiel war der FCWB in der ersten Halbzeit drückend überlegen, verpasste es jedoch, aus der Überlegenheit Kapital zu schlagen. Als Balzers stärker wurde und durch einen schönen Schlenzer in Führung ging, reagierte Wettswil-Bonstetten engagiert und erarbeitete sich erneut zahlreiche Chancen, vermochte sie aber allesamt nicht zu nutzen. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 17 anzeigen

Stolz aufs neue Logo: Jean-Jacques Duperrex (links) und Markus Bühlmann. (Bild Martin Mullis)

Informationen rund um den Wald Rund 100 Korporations-Anteilhaber, Behördenmitglieder und weitere Gäste genossen auch die Ausführungen von Mitglied Markus Bühlmann, welcher

aus dem Archiv einige interessante Reminiszenzen ausgrub und diese im Holzschnitzelhof zum Besten gab. Eine kleine Ausstellung zeigte eine Zweimannsäge, anderes altes Werk-

zeug sowie viele weitere Utensilien und ergänzte so die vielfältigen Informationen rund um den Wald. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 5

200 33 9 771661 391004


Mit Beschluss vom 9. August 2016 hat der Gemeinderat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, ins Bürgerrecht der Gemeinde aufgenommen: – Kryeziu Pajtim, 1990, Staatsangehöriger von Kosovo Affoltern am Albis, 16. August 2016 Gemeinderat Affoltern am Albis

Strassensperrung Für die Durchführung eines Strassenfestes der Chrischona, evangelische Freikirche, Affoltern am Albis, ist die Obstgartenstrasse am Samstag, 20. August 2016, von 08.00 Uhr bis 22.00 Uhr gesperrt. Die Zufahrt für Anwohner ist gewährleistet.

«Gott sei mir gnädig nach Deiner Güte Und tilge meine Sünden nach Deiner grossen Barmherzigkeit» (P. 51. 3)

«Que os anjos cantem para tu passares»

Einbürgerung

Estamos profundamente chocados e muito tristes por la perca da nosa filha e irmã. Wir sind tief erschüttert und unendlich traurig über den Verlust unserer Tochter und Schwester

Sonia Cristina Faria Sousa 3. Juni 1998 – 8. August 2016

Que nos falta e nos tenemos como uma preciosa filha e irmã en nosos coraçaoes. Wir vermissen dich und bewahren dich als Kostbarkeit in unseren Herzen. Emilia Faria und Carlos Barroso Sousa mit Eliana Verwandte und Freunde Der Abschiedsgottesdienst findet am Samstag, 20. August 2016, um 15.00 Uhr in der katholischen Kirche Affoltern am Albis statt.

(Konfirmandenspruch, Karfreitag, 1950, in Muhen mit Pfarrer W. Fischer)

Rosette Gall-Wernli 23. August 1934 – 11. August 2016

Heute durfte unser über alles geliebtes Mami im Beisein ihrer Kinder in ihrem Zuhause friedlich einschlafen. Wir danken ihr für all die wunderbaren Jahre, die wir mit ihr verbringen durften; in guten und schlechten Zeiten. Wir lieben und vermissen Dich. Unser Dank gilt vor allem Frau Dr. Corinne Bürgi und Team, Affoltern am Albis, die sie über viele Jahre einfühlsam und liebevoll begleitet haben Frau Dr. Nadia Lindenmann und Team, Spital Affoltern, die sie über lange Zeit einfühlsam und liebevoll betreut haben und allen, die Mami in ihrem Leben Gutes getan und sie geschätzt haben

Traueradresse: Familie Barroso Sousa, Zürichstrasse 172, 8910 Affoltern am Albis

In Liebe Uschi, Daniel, Denise und Hubert Sabrina und Stefan mit Nina

Schiessvereine

Feldschützenverein Bonstetten Das Schicksal liess ihr keine Wahl ihr Lächeln aber wird uns bleiben; in unseren Herzen als Sonnenstrahl kann selbst der Tod es nicht vertreiben.

Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld: Obligatorische Bundesübung Freitag, 19. August 2016 18.00 bis 20.00 Uhr Obligatorische Bundesübung Mittwoch, 31. August 2016 18.00 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

Unfassbar hat uns die Nachricht vom Tod von

Sonia Cristina Faria Sousa 3. Juni 1998 – 8. August 2016

Todesfälle Aeugst am Albis Todesanzeige von

Nicollier Daniel geboren am 12. Oktober 1955, wohnhaft gewesen in 8914 Aeugst am Albis, Höchweg 26, verstorben am 9. August 2016. Abdankung findet im engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher

erreicht. Das ganze Praxis-Team ist zutiefst betroffen und trauert um seine Lernende. Wir vermissen eine liebgewonnene, geschätzte und engagierte Persönlichkeit. Den Eltern entbieten wir unsere aufrichtige Anteilnahme und wünschen viel Kraft und Zuversicht bei der grossen Trauerarbeit. Dr. med. dent. Markus und Esther Maier-Dingetschweiler und das ganze Praxis-Team Der Abschiedsgottesdienst findet am Samstag, 20. August 2016, um 15.00 Uhr in der katholischen Kirche Affoltern am Albis statt.

Affoltern am Albis Am 29. Juli 2016 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

geb. 20. Juli 1933, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

Gemeinde Ottenbach

TO D E S A N Z E I G E

Wettswil am Albis Am 11. August 2016 ist in Wettswil am Albis gestorben:

Gall geb. Wernli, Rosette geb. 23. August 1934, Bürgerin von Schöftland AG, verwitwet, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Sennhüttenstrasse 5. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher Welche/-r Rentnerin/Rentner hätte Freude daran, meine 1½-jährige Mischlingshündin (in der Nähe von Aeugstertal) während meinen unregelmässigen Dienstreisen zu hüten (auch nachts)? Ich suche eine zuverlässige, hundeerfahrene Person (auch Familie), die mich flexibel unterstützen kann. Gerne erzähle ich Ihnen mehr am Telefon. Ich freue mich auf Ihren Anruf! 078 819 88 44

Auf einmal bist du nicht mehr da, und keiner kann’s verstehen. Im Herzen bleibst du uns ganz nah bei jedem Schritt, den wir nun gehen. Nun ruhe sanft und geh’ in Frieden, denk immer dran, dass wir dich lieben.

Ruth Verena Schmid-Spillmann Danke sagen wir allen, die sich in stiller Trauer mit uns verbunden fühlten und uns ihre Anteilnahme auf so vielfältige Weise zum Ausdruck brachten. Speziell bedanken wir uns bei • Herrn Pfarrer Walter Hauser für seine treffenden Abschiedsworte und seinen geistlichen Beistand. • Den Mitarbeiterinnen der Spitex Affoltern am Albis und der Stiftung Onko plus, die es mit ihrer fachmännischen Unterstützung möglich gemacht haben, Ruth während der letzten Tage in ihrem geliebten Zuhause zu betreuen. • Dr. Oliver Sperisen und dem Pflegepersonal des Stadtspitals Triemli für die medizinische Versorgung und die warmherzige Betreuung. Wir bedanken uns ebenfalls für die vielen Kränze, Blumen, Spenden für den späteren Grabschmuck und die wohltätigen Zuwendungen.

Josef Koller

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Anstatt Blumenspenden wünscht sich Rosette die Unterstützung von: Palliative Care, Affoltern am Albis, Spendenpostkonto 85-391373.1, Vermerk «Rosette-Gall-Wernli».

Wir haben die schmerzliche Pflicht, die Bevölkerung vom Hinschied unseres ehemaligen Gemeinderatsmitgliedes

Walter Berli 1934-2016

in Kenntnis zu setzen. Er verstarb am 8. August 2016 in Affoltern am Albis. Walter Berli war während der Amtsdauer von 1974 bis 1978 Mitglied des Gemeinderates und setzte sich gewissenhaft zum Wohl der Gemeinde ein. Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren und ihn in guter Erinnerung behalten. Seiner Ehefrau und der Trauerfamilie sprechen wir unser Beileid aus. Gemeinderat Ottenbach Die Urnenbeisetzung im Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof der Gemeinde Ottenbach findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt.

Hedingen, im August 2016

Ernst Schaufelberger Peter, Markus, Eveline Schmid


Bezirk Affoltern

Streetparade: Bilanz durchzogen 16 Männer wurden verhaftet und 690 Personen medizinisch behandelt – für die Blaulichtorganisationen verlief die Streetparade im Rahmen der Erwartungen. Mussten in 2015 noch 1041 Patienten medizinisch versorgt werden, waren es in diesem Jahr «nur» noch 690 Personen. Die häufigsten Behandlungsgründe waren nach wie vor Schnittverletzungen und übermässiger Alkohol- oder Drogenkonsum. Angesichts der hohen Temperaturen gab es erstaunlich wenige Kreislaufprobleme (12 gegenüber 37 im Vorjahr). Auffällig waren dagegen die Augen-Behandlungen (13), welche durch den Einsatz von Reizstoffen (Pfefferspray) zu verzeichnen waren. Ab den Sanitätsposten wurden total 64 Patienten zur weiteren Behandlung oder Kontrolle in ein Spital überführt (90 im Vorjahr). Insgesamt sechs Personen wurden mit mittelschweren oder schweren Verletzungen behandelt und ins Spital eingeliefert. Die Ursachen waren Stürze und auch Gewalteinwirkung. Insgesamt wurden 16 Männer verhaftet, neben vier Schweizern und vier Marokkanern sowie zwei Rumänen, stammen diese aus dem Kosovo, Algerien, Tunesien, Kolumbien und Gambia. Sie wurden wegen Diebstahls, Entweichung/Ausschreibung, Betäubungsmittelhandels, zur Ausnüchterung sowie wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz festgenommen. Weitere Anzeigen erfolgten vor allem wegen des Konsums und des Besitzes von Betäubungsmitteln. Beim Polizeiposten Hauptbahnhof wurden rund 80 Diebstähle angezeigt. Gestohlen wurden vorwiegend Mobiltelefone und Portemonnaies. Die Kantonspolizei hat neben Drogen wie Ecstasy, Marihuana, Kokain, Amphetaminen, MDMA, Speed sowie K.O.-Tropfen auch ein Klapp- sowie ein Schmetterlingsmesser sichergestellt. (kapo/srz)

Dienstag, 16. August 2016

Ferienplausch: zunehmend spontane Anmeldungen Dieses Jahr wurden massiv mehr Kurse noch in den Ferien gebucht Es läuft bereits die letzte Woche des diesjährigen Ferienplauschs von Pro Juventute. Und doch ist mit etwas Glück noch der eine oder andere Platz in einem Kurs zu ergattern. Spontane Anmeldungen sind sowieso im Trend. ................................................... von thomas stöckli Die Ferien im letzten Moment verschoben? Die Kinderbetreuung ausgefallen? Erst gerade vom Angebot erfahren? Das sind nur einige der Gründe, sich kurzfristig nach einem Ferienplausch-Kurs für die eigenen Kinder zu erkundigen. Das haben diesen Sommer deutlich mehr Eltern gemacht: «Wir hatten auffällig viele spontane Anmeldungen und Umbuchungen», verrät Simone Keller vom Ferienplausch Bezirk Affoltern. Entsprechend rege wurde die FerienplauschHotline genutzt. Ansonsten laufen die Anmeldungen mehrheitlich übers Internet.

Das ganze Jahr Vorfreude Beliebt seien insbesondere die erste und die letzte Ferienwoche, verrät Kursanbieterin Sonja Kaiser vom KiTiHof bei Uerzlikon. Im Reitlager vom

Auch das Voltigieren gehört zum Ferienplausch-Kurs auf dem KiTi-Hof bei Uerzlikon. (Bild Thomas Stöckli) vergangenen Donnerstag bis Samstag durften die Teilnehmerinnen dort unter anderem auch Ponys frisieren und mit Fingerfarbe «schminken», sowie das Voltigieren ausprobieren. «Viele Kinder freuen sich schon das ganze Jahr darauf, einmal reiten

zu dürfen», weiss Simone Keller von ihren regelmässigen Kursbesuchen zu berichten. «Diese Begeisterung der Kinder erlebe ich immer wieder gerne», verrät sie. Infos: www.feriennet.ch/ferienplausch-affoltern/.

Auf dem Weg in eine nachhaltige Energiezukunft Das Knonauer Amt macht es vor

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 678 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

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Die Säuliämtler wissen, dass sie ihr Ziel, den ländlichen Raum zu erhalten, nur erreichen können, wenn sie alles für eine nachhaltige Energiezukunft tun. 2009 gestartet, sind sie heute in vielen Bereichen überdurchschnittlich. Mit gegen 6,1 GWh Strom von Fotovoltaikanlagen, steht der Bezirk gut da. Allein von 2014 auf 2015 nahm die Produktion um fast 2 GWh zu. Der Anteil des Solarstroms am gesamten Stromverbrauch lag 2015 leicht über dem Schweizer Durchschnitt. Beim Stromeffizienz-Programm von ProKilowatt (Ersatz von Elektroboilern und Umwälzpumpen durch Strom sparende Produkte), das zurzeit im Kanton Zürich läuft, fällt das Knonauer Amt ebenfalls positiv auf. 21 % aller Gesuche kommen aus dieser Region, die einen Bevölkerungsanteil am Kanton von 3,5 % hat. Der Anteil der Region an der damit in Zukunft im ganzen Kanton eingesparten Energie beträgt über 14 %. Das Bündel der Massnahmen, das von den Gemeinden, Unternehmen, Betrieben und Privaten umgesetzt wurde und wird, ist beachtlich. Da werden Solaranlagen mit Darlehen aus der Bevölkerung gebaut, die Gemeinden haben gemeinsam alle relevanten Basisdaten erarbeiten lassen und der Bezirk Affoltern ist der einzige im Kanton (neben der Stadt Zürich), der flächendeckend einen Energieplan hat, der behördenverbindlich die Wärmeproduktion regelt. Das Knonauer Amt war zudem eines der ersten grösseren Gebiete, das 2013 ein alle Gemeinden umfassendes Solarkataster ins Internet stellte. Heute verfügen zwei Gemeinden über die Auszeichnung Energiestadt und weitere fünf sind auf gutem

Weg, die dazu erforderlichen Voraussetzungen zu erfüllen.

Massiv Kosten eingespart und Vorbild für andere Regionen Begonnen hat alles Ende 2008. Die FDP des Bezirks griff nach einem Gedankenaustausch mit dem Standortförderer das Thema auf und bildete sofort eine Arbeitsgruppe. Diese konnte dank Sponsoren eine Potenzialstudie in Auftrag geben, die aufzeigte, wieweit die Region 2050 in der Lage sein wird, ihren Energiebedarf durch erneuerbare Energien und mittels Energieeffizienz selbst zu decken. Die Studie wurde im Frühling 2010 den Gemeindevertretern präsentiert, worauf die Gemeinden die «EnergieRegion Knonauer Amt» zum SchwerpunktProjekt der Standortförderung machten. Gleichzeitig gaben 13 Gemeinden zusammen die sogenannte «energiepolitische Bestandsaufnahme» in Auftrag. Heute ist jede Gemeinde mit allen notwendigen Grundlagen ausgestattet, um zielgerichtet arbeiten zu können. Durch das gemeinsame Vorgehen haben die 14 Gemeinden über 50 % der Kosten eingespart, im Vergleich zu einem Alleingang jeder Gemeinde. Alle Projekte wurden im Rahmen der Standortförderung Knonauer Amt aufgegleist und umgesetzt. Aber auch andere Gruppierungen leisten vorbildlichen Einsatz. Elektromobilitäts-Tage, Energie-Kurse für Kinder und Erwachsene, InformationsVeranstaltungen, regionale Energieberatungsstelle, Programm «Energieeffizienz im Betrieb» und vieles mehr bringen das Thema «nachhaltige Energiezukunft» fast wöchentlich in die regionale Zeitung. Damit die Aktionen effizient und, wo sinnvoll, koordiniert umgesetzt werden können, wurde das

Forum «Energie-Umwelt» von der Standortförderung ins Leben gerufen. So können Doppelspurigkeiten vermieden und Player dort zusammengebracht werden, wo sie gemeinsam mehr erreichen können. Nach bald acht Jahren seit dem Start kann das Knonauer Amt in der Art und Weise wie das Schwerpunktprojekt «EnergieRegion Knonauer Amt» zustande kam und umgesetzt wurde, heute anderen Regionen als Vorbild dienen. René Kälin und Charles Höhn, Forum Energie-Umwelt der Standortförderung Knonauer Amt anzeige

wir gratulieren

Zum 97. Geburtstag In Affoltern darf Marie Berli-Christen heute Dienstag, 16. August, den 97. Geburtstag feiern. Zum hohen Wiegenfest gratulieren wir herzlich und wünschen der Jubilarin ein frohes Geburtstagsfest.

Zum 85. Geburtstag Heute Dienstag, 16. August, darf Edith Sonja Stutz-Boccali in Affoltern den 85. Geburtstag feiern. Wir gratulieren herzlich und wünschen ihr alles Gute.

Zum 80. Geburtstag Siegfried Schmidt feiert ebenfalls heute Dienstag, 16. August, in Affoltern den 80. Geburtstag. Wir wünschen ihm einen schönen Festtag.

Zur diamantenen Hochzeit Am Donnerstag, 18. August, feiern Jacqueline und Werner Kurt-Rüger in Obfelden die diamantene Hochzeit. Zum 60-jährigen Ehebund gratulieren wir herzlich und wünschen dem Jubelpaar alles Gute.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 16. August 2016

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Ein Jubiläum und viele Erinnerungen Die Holzkorporation Maschwanden feierte am vergangenen Samstag ihr 175-jähriges Bestehen Mit Informationen, Demonstrationen und einem spannenden Rückblick feierte die Holzkorporation Maschwanden ihr 175-Jahre-Jubiläum. Knapp 100 Gäste liessen sich im Holzschnitzelschopf mit einem währschaften Mittagessen verwöhnen. ................................................... von martin mullis Ein feierlich enthülltes Logo zeigte den Korporationsmitgliedern und den Gästen am Samstagmorgen deutlich, dass der Name «Holzkorporation Maschwanden» nun zu «Korporation Maschwanden» umgewandelt wurde. Mit einer Gesamtfläche von 225 Hektaren Wald sowie Streu- und landwirtschaftlichen Nutzflächen, wovon 124 Hektaren im Kanton Zug liegen, gilt die Holzkorporation Maschwanden als eine ganz spezielle Vereinigung. Mit dem neuen und gekürzten Logo werden diese besonderen Umstände präziser bezeichnet. Auf zwei Rundgängen wurden den Besuchern nicht nur die Mechanisierung der Arbeit im Wald, sondern auch die unzähligen Massnahmen bei der Bepflanzung, insbesondere auch die wichtige Durchmischung der Baumarten, nähergebracht. Revierförster Flurin Farrér sprach in seinen Ausführungen von einem Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Natur. Die Mechanisierung im Waldbau hat selbstverständlich auch in der Korporation Maschwanden längst mit den modernsten Maschinen und Geräten Einzug gehalten. Die Vor- und Nachteile der maschinellen Holzernte, mit den Stichworten «Bodenverdichtung», «Unfallgefahr» sowie «rationelle und kostengünstige Aufarbeitung», wurden teilweise anhand der sich an Ort und Stelle befindenden Maschinen erklärt und vorgeführt.

Innert Minuten ein Ster Holz mit dem Schneidspalter So fällte ein sogenannter Holzprozessor mit einem Kranarm den Baum,

entastete ihn und sägte den Stamm in Teilstücke und diese natürlich in der gewünschten Länge. Der Schneidspalter, eine weitere spektakuläre Maschine für die Waldarbeiter, erhielt von den Besuchern ebenfalls grosse Aufmerksamkeit. Sie sägt von den Stämmen meterlange Holzspälte und spaltet den runden Stamm in einem Arbeitsgang in vier oder fünf einzelne Teile, welche zu einem runden Bündel mit Eisenbändern verschnürt werden. Die Maschine hat eine Stundenleistung zwischen vier bis sieben solcher «Ein-Ster-Holzbündel», wovon jedes einzelne einen Energieheizwert von 120 Litern Heizöl aufweist. Ganz besondere Beachtung fand aber auch ein eigentliches Monstrum, halb Lastwagen, halb Kran mit einer schwenkbaren Fahrerkabine beziehungsweise einem Schalt- und Befehlscockpit. Die Riesenmaschine verarbeitet Äste, Gehölz, Holzabfälle und dicke Baumstücke zu Holzschnitzel. Mit beachtlichem Getöse ist sie in der Lage, täglich bis zu 1000 Tonnen Holzschnitzel zu produzieren. So kann die stetig steigende Nachfrage nach Heizressourcen mit erneuerbaren Energien befriedigt werden.

Lärm im Wald: Ein Monster, welches Holzschnitzel produziert. (Bilder Martin Mullis)

Humorvoller Rückblick in längst vergangene Zeiten Im Holzschnitzelschopf im Wolserholz dankte Jean-Jacques Duperrex den Organisatoren in seiner Funktion als Präsident der Korporation Maschwanden für die überaus interessanten Rundgänge. Er lud seine Gäste anschliessend zu einem währschaften Mittagessen ein. Mit etwas weniger Lärm als die Holzermaschinen, dafür mit viel mehr Humor führte Korporationsmitglied Markus Bühlmann die Festgemeinde mit einem Rückblick in vergangene Zeiten. Das Ergebnis seiner Nachforschungen in den Archiven liess die Besucher staunen, schmunzeln und hie und da auch nachdenklich werden. Er zitierte aus einer Jahresrechnung der Korporation aus dem Jahre 1848, welche Einnahmen von 180 Franken, Ausgaben von 60 Fran-

Mit Förster Flurin Farrér auf dem Rundgang im Wald. ken und einen Gewinn von 120 Franken auswies. Im Jahre 1912 kauften die Maschwander von den Ottenbachern für 230 Franken ein älteres Kiesschiff, um auf der Reuss Material zu transportieren. Die Tatsache, dass der Korporationspräsident damals eine

Jahresentschädigung von 2.30 Franken erhielt, erheiterte die Festgemeinde genau so wie die Tatsache, dass die Arbeit der damals neunköpfigen Kommission für die gerechte Aufteilung der 54 Allmend-Anteile ganze 39 Jahre benötigte.

Der Dank von Gemeindepräsident Andreas Binder galt den Organisatoren für die gelungene Geburtstagsfeier. Eine überaus gutgelaunte Schar liess im Schnitzelschopf im Wolserholz den Nachmittag fröhlich ausklingen.

Kleine Paradiese für Romantiker und Schnäppchenjäger Die Brockis im Säuliamt erfreuen sich steigender Beliebtheit Günstige, ältere und antike, aber auch kuriose Artikel sowie allerlei Trödel und Raritäten – Das Sammelsurium in den Brockenhäusern des Säuliamtes lädt Schnäppchensucher zum Stöbern und Entdecken ein. ................................................... von martin mullis Im Säuliamt laden einige kleinere wie auch grössere Brockis mit unterschiedlichem Warensortiment zur vergnüglichen Jagd auf Raritäten oder günstige Alltagsgegenstände. So vielfältig und bunt wie das Angebot in den Trödelläden, zeigt sich auch deren Kundschaft. Hausfrauen, Rentner und junge Pärchen, welche ihren ersten gemeinsamen Haushalt einrichten, sind Stammkunden. Nicht zu vergessen sind natürlich die leidenschaftlichen Sammler auf der Jagd nach allerlei Kuriositäten. Sämtliche Brockibetreiber stellen jedoch übereinstimmend fest, dass die finanziellen Verhältnisse ihrer Kunden lediglich eine untergeordnete Rolle spielen. Die Käuferschaft stamme aus allen Kreisen der Gesellschaft, im Laden sind Millionäre und Notleidende gleichermassen anzutreffen, halten

In «Amy’s Brocki» in Zwillikon sind Deko und Romantik zu finden. (Bild Martin Mullis) sie fest. Das bekannteste Brocki mit dem grössten Sortiment im Säuliamt befindet sich im Bezirkshauptort und wird von der Heilsarmee betrieben. Das Angebot besteht hauptsächlich aus Secondhand-Artikeln und darf besonders im Bereich Haushalt als sehr umfangreich bezeichnet werden. Sämtliche Verkaufsgegenstände sind, eher etwas untypisch für einen Trödel-

laden, absolut sauber gereinigt und thematisch und übersichtlich geordnet.

Ein Benefiz-Brocki in Mettmenstetten Das Heilsarmee-Brocki zählt durchschnittlich täglich rund 200 Besucher, von denen etwa die Hälfte auch tatsächlich etwas erwirbt. Sämtliche Ge-

genstände müssen bei der Heilsarmee gespendet und angeliefert werden. Ebenfalls ein Benefiz-Brocki befindet sich an der Baarerstrasse in Mettmenstetten. Cornelia Lippuner, verantwortliche Leiterin des «Güetli» nennt den kleinen Gebrauchtwarenladen als ein Subunternehmen des Blumen- und Hofladens, welcher von Jugendlichen in eigener Initiative geführt wird. In einem umgebauten Stall finden Schnäppchenjäger aber ein ziemlich grosses Angebot, sie müssen sich jedoch an die beschränkten Öffnungszeiten an Samstagen von 10 bis 16 Uhr halten. Seit bald zwei Jahren betreibt Amy Schnyder in der Fabrik am Weiher in Zwillikon unter dem Namen «Amy’s Brocki» einen ganz besonderen Secondhandladen. Im romantischen Verkaufsraum sind vor allem Deko-Artikel, aber auch Stoffe, Bastelartikel, Geschirr und Gläser zu finden.

Teddybären als Attraktion für die kleinen Kunden In «Amy’s Brocki» gibt es für die kleinen Kunden aber noch eine ganz besondere Attraktion. Rund 200 Teddybären in allen Grössen, Farben und Ausführungen werden (fast) ver-

schenkt. Sie sind nämlich sozusagen gratis zu haben, allerdings wird dafür eine Spende für ein von Amys Mutter gegründetes Kinderdorf in Südamerika erwartet. «Amy’s Brocki» zügelt im Oktober nach Affoltern an den Fabrikweg. In einem ehemaligen kleinen Stall im Weiler Bickwil findet sich ein weiteres Brocki. Wer noch wahre Antiquitäten vor allem aus dem handwerklichen oder bäuerlichen Bereich sucht, fühlt sich hier gut aufgehoben. Der pensionierte Altmetallhändler HansPeter Kägi verkauft jeweils an Samstagen rustikale Altertümer. Für Liebhaber und Sammler von wirklich alten Kupferkesseln und Messingbeschlägen ist der Besuch im alten Stall in Obfelden ein Muss. Schlüssel, Schlösser, Riegel, längst ausgedientes Werkzeug, aber auch ganze Stapel an Schellackoder Vinylschallplatten warten hier auf Schatzsucher und Entdecker. Nicht zu vergessen ist aber auch der weit über die Bezirksgrenze hinaus beliebte und bekannte Flohmarkt, welcher an einigen Samstagen im Jahr auf dem Kronenplatz stattfindet, das nächste Mal am 27. August. Auch hier können immer wieder grosse und kleine Trouvaillen zu sehr günstigen Preisen erstanden werden.


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Dienstag, 16. August 2016

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Das schwarze Hausgespenst entstand im Säuliamt Neues Kinderbuch vom Autor und Illustrator Stefan Mino Bächler Der bekannte und anerkannte Künstler, Autor und Illustrator Stefan Mino Bächler wohnt und arbeitet im Oberamt. Sein neuestes, reich illustriertes Kinderbuch «Das kleine schwarze Gespenst von Val Sinestra» erscheint im Herbst. ................................................... von martin mullis

Doppelter Regenbogen über dem Säuliamt. (Bild Benjamin Fenner)

Doppelter Regenbogen Jeder Regentropfen bricht das Sonnenlicht beim Ein- und beim Austritt und reflektiert es. Beim Anblick eines Regenbogens hat der Beobachter also die Schicht reflektierender Wassertropfen vor sich und die Sonne im Rücken. Ein besonderes Schauspiel, das nur bei günstigen Lichtverhältnissen beobachtet werden kann, zeigte sich kürzlich am Himmel über dem Säuliamt: ein doppelter Regenbogen. Der oberhalb des Hauptbogens sichtbare Nebenregenbogen entsteht dabei aus dem kleineren Lichtanteil, der erst nach zwei inneren Reflexionen die Tropfen verlässt.

Wer kennt nicht die bekannten und erfolgreichen Schweizer Kinderbücher «Schellen-Ursli» und «Heidi»? Die illustrierte Geschichte «Das kleine schwarze Gespenst von Val Sinestra» besitzt alle Komponenten, um an diese Erfolgsgeschichten anzuknüpfen. Der Autor dieser «schaurig» schönen Geschichte, Stefan Mino Bächler, wohnt und arbeitet im Oberamt in einem sehr alten und wunderschön restaurierten Haus. Sein Wohnzimmer und seine Künstlerwerkstatt sind mit auserlesenen Antiquitäten möbliert. Seine Wohnsituation passt ausgezeichnet nicht nur zu seinem Schreibstil, sondern vor allem auch zu seinen ganz persönlichen, akkuraten Illustrationen, welche voll verstecktem Witz ganz besonders die Kinder begeistern. Der grosse Erfolg des Kinderbuches «Moorli und das Geheimnis der Schatztruhe im Seleger Moor» gab dem Schreib- und Malkünstler Mino Auftrieb für ein neues Kinder- und

Jugendbuch. «Das kleine schwarze Gespenst von Val Sinestra» ist als Trilogie geplant. Es erzählt eine Geschichte von einem freundlichen Hausgespenst aus dem Unterengadin und ist gespickt mit kunstvollen schwarzweissen Illustrationen.

Aufragsarbeit für die Königsfamilie aus Katar Stefan Mino Bächler ist ein vielseitiger Künstler, neben seinem Schreib- und Zeichentalent, designte er auch Gesellschaftsspiele und Kinderbücher im Pixi-Format. Der Illustrator und einstige Bankkaufmann arbeitet momentan auch für die Königsfamilie aus Katar. Der Emir, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, Besitzer des Bürgenstock Resorts, engagierte den Säuliämtler Künstler für einen ganz speziellen Auftrag. Die künftigen Hotelgäste sollen mit einem illustrierten Führer die Geschichte des Hotels und seine Umgebung kennenlernen und zugleich auch unterhalten werden. Während der Illustrator Mino von seinem prestigeträchtigen Auftrag aus dem Emirat erzählt, liegen Abzugsfahnen vom neuen Kinderbuch auf seinem Schreibtisch. Sie versprechen den künftigen jungen Leserinnen und Lesern spannende und toll bebilderte Abenteuer aus dem Val Sinestra. «Das kleine schwarze Gespenst von Val Sinestra» ab sofort im Fachhandel und bei edition-grischa.ch.

Seine Ideen bringen Kinderaugen zum Leuchten: Autor und Zeichner Stefan Mino Bächler. (Bild Martin Mullis)

Auch das war UP Aus den Aufzeichnungen von Alfred Wettstein

Mitreissender Sound von «Son III»; hinten die «Schluck»-Crew, in deren Mitte Peter und Esther Stüssi. (Bild Kaspar Köchli)

Kubanische Klänge im Zigarrendunst «Cigar-Night» in der «Schluck-Bar»: Es wurde fröhlich gefeiert Die erste «Cigar-Night» vom vergangenen Freitag im «Schluck» war kubanisch geprägt. Die vielen Besucher kamen in den Genuss mitreissender Musik und kulinarischer Köstlichkeiten. ................................................... von kaspar köchli Esther und Peter Stüssi von der «Schluck»-Bar bieten immer wieder Attraktives. Zum Beispiel Tanzabende mit DJs, Oktoberfest, Live-Sportübertragungen, Chläuslete oder die Fonduewoche, in der die Gäste den Käseschmaus am Tisch selbst zubereiten. Und im Sommer lädt die Terrasse zum Verweilen ein, sie mutiert im Winter jeweils zur gigantischen Schneebar. Vor einem halben Jahr wurde ein schmuckes Fumoir angebaut, das sich

bald regelmässiger Besuche von passionierten Zigarren-Geniessern erfreute. So keimte die Idee, eine «Cigar-Night» durchzuführen – gespickt mit einer reichen Dosis Kuba-Feeling.

Zigarrenrollen als Attraktion «Im Vorfeld gingen die 90 Plätze rasch weg», zeigte sich Esther Stüssi überrascht. «Viele mussten wir vertrösten.» Bei den Besuchern sorgte zu Beginn ein Tapas-Buffet für gute Laune, später folgte – köstlich vor Ort zubereitet – Paella als Hauptgang. Begleitet wurde der Anlass durch die Latino-Band «Son III», sie lud mit ihrer fröhlichen Musik zum Tanzen ein. Das Hauptaugenmerk lenkte die gebürtige Kubanerin Francisca Rentsch auf sich, die an ihrem Tischchen das Handwerk des Zigarrenrollens demonstrierte. Zudem wurden die Interessierten am «Villi-

ger»-Stand fachmännisch beraten. Je fortgeschrittener der Abend, desto mehr Gäste zogen an ihren Zigarren, selbstredend, dass in der Folge die Luft rauchgeschwängert war. «Das ist ja schlimmer als damals, als in den Beizen noch geschlotet wurde», scherzte ein Besucher an seiner Havanna ziehend und zudem an einem Rum nippend. Und flachste: «Ob ich wohl wie damals meine Kleider zu Hause in die Ecke stellen kann?» Seine Sorge war aber unbegründet, dank des tollen Wetters präsentierte sich das eigens hergerichtete Festzelt seitlich geöffnet. Einige Besucher schwangen noch das Tanzbein, andere nahmen es ruhiger bei einem Carajillo – die «CigarNight» neigte sich dem Ende zu. Und Esther Stüssi zog glücklich Bilanz: «Ein fantastisches Ambiente, das hat Spass gemacht!»

Wie am Freitag im «Anzeiger» zu lesen war, wäre der im Oktober 2011 verstorbene Gastro-Pionier Ueli Prager, kurz UP genannt, gestern Montag hundert Jahre alt geworden. «Erinnerungen aus dem Leben von Ueli Prager» hat auch mein verstorbener Schwiegervater Alfred Wettstein, früherer Rössli-Wirt in Mettmenstetten, einen Monat vor seinem Tod im Januar 2009 mit 98 Jahren zu Papier gebracht. Bei seinen Aufzeichnungen geht es um den Kavalleristen UP, welcher bei der Schweizer Armee Major wurde – Alfred Wettstein selbst war Oberleutnant. Eigentlich steht auf dem von mir gehorteten Papier, die Notizen seien nicht zur Veröffentlichung vorgesehen. Doch gibt es nicht ein ungeschriebenes Gesetz, dass nach einer gewissen Zeit die Archive geöffnet werden? Erst recht dann, wenn der Text eher zum Schmunzeln einlädt? Ein Jahr nach der RS rückte Korporal UP zu spät und ohne «Eidgenoss» in den WK nach Islikon TG ein, weil sein Pferd gemäss Viehdoktor Brändle in Mettmenstetten einen Pfnüsel (Strengel) hatte. «Als Tages-Unteroffizier und Vorgesetzter des damaligen Korporals Prager musste ich ihn für drei Tage in den Arrest des Schulhauskellers Islikon schicken, wo er zum Zeitvertreib Hochsprung übte» hält Alfred Wettstein – damals im Grad eines Wachtmeisters – in dem im Dezember 2008 eigenhändig in seine Schreibmaschine eingetippten Text fest.

Grosszügige Gastfreundschaft Nach Absolvierung der Kavallerie-RS hatte UP seinen «Eidgenoss» in den Stall im Freudenberg ob Mettmenstetten gebracht und wurde Aktivmitglied des Kavallerievereins des Bezirks Affoltern. «Wir bestritten etliche OffiziersSpringkonkurrenzen mit Erfolg. Einst waren wir zu dritt auf dem Horben und genossen wegen unglücklicher Programm-Ausschreibung ein gar kaltes und einfaches Essen. Es bestand

aus einem Landjäger, etwas «Rotem» und einem kräftigen Kaffee-mit. Leider führte dies bei allen drei zu Stürzen, unter Gelächter des Publikums. Ich hatte Glück, es reichte mir noch zum letzten Preis», entnehme ich weiter dem Schriftstück. Während meiner Gemeindeschreiber-Zeit in Mettmenstetten Ende der letzten 70er-Jahre war der Gemeinderat unter dem Präsidium von Alfred Gerber samt Schreiber Gast bei UP. Wir waren in den «Löwen» in Sihlbrugg zu Speis und Trank geladen und genossen die grosszügige Gastfreundschaft des prominenten Einwohners. Eine Begegnung, die allen in bester Erinnerung blieb. Ueli Prager war also nicht nur ein Gastro-Pionier, er war auch Kavallerist, Offizier und für uns damals ein charmanter Gastgeber. Erich Rüfenacht

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Sommerserie

Dienstag, 16. August 2016

Mit dem Roller zwischen Idylle und Urbanität Sommerserie «Startpunkt Säuliamt» (8): Der Lorze entlang vom Einmündungsort bis in die Nähe ihres Ursprungs Mit dem Roller auf Umwegen der Lorze entlang vom Eimündungsort in die Reuss bis in die Nähe des Aegerisees, wo sie entspringt – eine spannende Reise, die von der Idylle in urbanes Gebiet führt und immer wieder zum Innehalten animiert. So darf sie ruhig fünf Stunden dauern. ................................................... von werner schneiter Stahlblauer, wolkenloser Himmel und angenehme 25 Grad – ideales Reisewetter also. Mit dem Roller gehts von Obfelden zuerst an die Reuss, genauer: an den «Rüüsspitz», wo die Lorze am Drei-Kantone-Eck in die Reuss fliesst, rund 27 km vom Ursprungsort am Aegerisee entfernt. Idylle pur. Von der Reuss sind Stimmen jener zu entnehmen, die mit dem Paddelboot Richtung Bremgarten fahren. Bei Maschwanden ist ebenfalls ein Halt angesagt – dort, wo ich im Laufe meiner vielen Berufsjahre oft stand – auf der Holzbrücke, den Blick aufs ruhig fliessende Gewässer gerichtet und während vieler Jahre auch besorgt wegen der schlechten Wasserqualität. Die damaligen Sünden von Zuger Industriebetrieben führten in der ersten Hälfte der 80er-Jahre zu einem verheerenden Fischsterben. Von Behörden verordnete Massnahmen und vor allem der Ausbau der Kläranlage Friesencham brachten im Laufe der Jahre Besserung. Heute ist die Lorze sauber – in den Augen von Fischern wohl fast zu sauber …

Werner Schneiter macht Zwischenhalt bei der Zisterzienserinnenabtei Frauenthal. (Bild Gertrud Volkart, Zürich)

Ruhe im Frauenthal Nach Maschwanden verlasse ich den Kanton Zürich und fahre – fast der Lorze entlang – zur Zisterzienserinnenabtei Frauenthal, wo derzeit noch elf Nonnen leben, unmittelbar an der Lorze. Eine geschichtsträchtige Stätte. Zisterzienser – das ist ein Reformorden. Das Kloster Frauenthal besteht seit 1231. Ihm ist noch heute ein grosser Landwirtschaftsbetrieb angegliedert. Verbrieft ist auch, dass sich die Ordensfrauen mit vielfältigem Erwerb über Jahrhunderte die wirtschaftliche Unabhängigkeit sicherten: neben der Landwirtschaft unter anderem mit Bäckerei, Sennerei, Reben, Fisch- und Badehaus, Mühle, Säge und Ziegelhütte. Ruhig ists bei meinem Besuch; zwei Wanderfrauen halten inne, derweil die Radfahrenden das kleine Kloster schwitzend links liegenlassen. Erwähnenswert auch, dass die Lorze beim Frauenthal zur Gewinnung von Was-

Startpunkt Säuliamt Mit diesem Beitrag endet die diesjährige Sommerserie des «Anzeigers». Zu Fuss, per Velo, Schlauchboot oder mit einem x-beliebigen anderen Fortbewegungsmittel haben sich Journalisten auf Entdeckungsreise gemacht. Die einzigen Vorgaben: das Säuliamt als Startpunkt und die Reisedauer von fünf Stunden. Bereits erschienen: Mit dem Schlauchboot von Ottenbach nach Mellingen, 19. Juli; Medienreise in die Emilia Romagna, 22. Juli; Kreuz- und Quer per Bus, 26. Juli; Zu Fuss von Uerzlikon bis zur Alpwirtschaft Brunegg, 29. Juli; Wo ein Drahtesel einem Wasserbüffel begegnet, 3. August; Segelflug vom Regen in die Sonne, 9. August; Schlachtfeld, Radiogeschichte und Ämtler Technologieexport, 12. August.

Am idyllischen «Rüüsspitz» endet die Reise der Lorze. Hier fliesst sie in die Reuss. (Bilder Werner Schneiter)

Faszinierende Tropfsteinformationen in den Höllgrotten. serkraft gestaut wird – ebenso in Hagendorn und Cham. Gerne hätte ich mich an diesem prächtigen Samstag noch mit Gebäck aus dem klostereigenen Laden eingedeckt – die Ladenöffnung will ich aber nicht mehr abwarten, sondern mache mich auf, Richtung Hagendorn und Cham. Bei diesem Abschnitt gerät die Lorze ausser Sichtweite. In Cham bekomme ich sie wieder zu Gesicht. Hier fliesst sie sowohl zwischen alten Häusern und Überbauungen neueren Datums, vorbei am Hotel Lorze und am Lorzensaal. Dort lädt sie auch zum Bade. Die Einmündung vom Zugersee erfolgt auf der Höhe des Villette-Parks, den die Gemeinde Cham 1948 zum Quadratmeterpreis von Fr. 10.66 erworben hatte. Weil sie auf dem Autobahnabschnitt A4a lag, wurde die Lorze ande-

rerseits auf einem Abschnitt noch knapp 4 km zwischen Blickenstorf und Zugersee in ein neues Flussbett verlegt, die Flussmündung näher an die Stadt Zug verlegt. Das neue Flussbett ist grösser und verhindert Überschwemmungen, die in der Lorzenebene regelmässig für grosse Schäden sorgten.

Tuff für Bahntunnel bei Bonstetten Diesen Abschnitt lasse ich buchstäblich links liegen und mache mich auf in Richtung Höllgrotten. Der Weg nordöstlich von Baar führt vorbei an der ehemaligen Spinnerei an der Lorze, die ein grosses Stück Zuger Industriegeschichte schrieb und 1994 – nach 140 Jahren – die Produktion einstellte. Sie liegt am 30 km langen und mit 70 Schautafeln bestückten Industriepfad

Der Ausfluss aus dem Zugersee erfolgt auf der Höhe des Villette-Parks in Cham. Lorze. Ich benütze den Lorzendamm und erreiche nach rund 3 km im Lorzentobel die Höllgrotten. Erstmals seit meiner Kindheit bin ich wieder hier – genauso in deren Bann gezogen wie damals. Faszinierend die Tropfsteinformationen, die Nischen und die unterirdischen Seen. Als «weltweit einzigartig» werden sie im Prospekt schmackhaft gemacht. Tatsächlich taucht man für rund 45 Minuten ab in eine märchenhaft anmutende, mit LED-Licht bestrahlte Welt und kann sich bei kühlenden 10 Grad den Informationstafeln widmen, auf denen die Entstehung beschrieben ist. Die erste Grotte wurde 1863 beim Tuff-Abbau entdeckt. Dieses Material liess sich gut schneiden und wurde unter anderem zur Auskleidung des Bahntunnels zwischen Bonstetten und Landikon verwendet. Weil schwer zugänglich, wur-

de der Tuff-Abbau dann aber gestoppt. So liess sich die Grotte erhalten. Ständerat Josef Lorenz Schmid ordnete schliesslich eine Stollen-Entwässserung in die Lorze an. In den Jahren 1892 und 1902 wurden weitere Stollenteile entdeckt. Nun ist beim Imbissstand, der sich beim Stolleneingang befindet, eine Stärkung angesagt. Viele Ausflügler, mehrheitlich Familien, machen das auch. Die Weiterfahrt auf der gleichen Strecke Richtung alte und neue Lorzentobelbrücke ist nur mit dem Velo, Bike oder zu Fuss möglich. Der motorisierte Verkehr muss den Umweg nehmen. Die beiden Brücken bilden dann den Schlusspunkt der Roller-Reise im Zeitlupentempo. Die alte Brücke, die übrigens eine Vorgängerin aus Holz hatte, erlangte wegen zahlreicher Suizide traurige Berühmtheit.


Gewerbe/Dienstleistungen

Sportlich engagiert

«Am Leben»

Velofahren, Laufen und Schwimmen für Strassenkinder in Kenia. > Seite 11

Franziska Greising liest in Affoltern aus ihrem neuen Buch. > Seite 13

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Halbfinal verpasst Erstmals seit mehr als einem Jahr scheitert Petra Klingler im BoulderWeltcup in der Quali. > Seite 17

Geschäftsaufgabe nach fast 60 Jahren Velo-Murer – ein Stück Dorfgeschichte in Obfelden In Obfelden Oberlunnern, arbeiteten zwei Generationen Velomechaniker. Drei Generationen Kinder aus diesem Dorfteil wussten, wo man schnell den Velopneu aufpumpen konnte: Bei Velo-Murer, an der Bächlerstrasse. Am 31. Juli hat Nachbar René Stettler die Kundschaft übernommen. Annie Rossi und Matthias Tobler stehen hinter den Grillette-Weinen. (Bilder zvg.)

Schweizer Weine und Kork-Skulpturen Kunst und edle Tropfen in Mü’s Vinothek Mit Top Schweizer Weinen aus Neuenburg und Neftenbach verwöhnt Ruedi Müller am kommenden Freitag und Samstag. Neuenburg, Grillette Domaine De Cressier; seit der Ernte 2015 ist Annie Rossi, Diplom-Önologin aus Südfrankreich, für die Weine der renommierten Domaine verantwortlich. Das Weingut hatte immer eine Vorreiterrolle, sei es im Bereich Kultivierung neuer Rebsorten oder Einführung neuer Anbaumethoden. Die Ziele sind hochgesteckt, Produktionsabläufe werden im Stile bekannter regionaler Uhrmacher perfektioniert. Das Ergebnis: streng selektionierte und exzellente Weine, absolut authentisch für die Region im sogenannten Drei-SeenGebiet. Zürich, Weingut Nadine Saxer, Neftenbach; neben Weinbergen und Weinen grossgeworden, die Familie inzwischen fünfköpfig, der Ehemann Stefan Gysel Vollblutwinzer – Nadine Saxer lebt mit dem und für den Wein. Vor fünf Jahren erfolgte der Generationswechsel auf dem siebeneinhalb Hektaren Betrieb im Zürcher Weinland. Die Weine bewegten sich schon länger im obersten Qualitätssegment; mit dem kürzlich eröffneten Erweiterungsbau wurden nun auch für die Vinifikation und die Lagerung eine Atmosphäre realisiert, die ihresgleichen sucht. Das Credo sind fruchtbetonte, elegante Weine perfekt abge-

Am 19. August findet im Emmen Center das Casting für die grossen Fashion Shows statt. Gesucht werden Kundinnen und Kunden, welche an den vier Show-Durchgängen die aktuellen Herbst- und Winterkollektionen der Modegeschäfte präsentieren möchten. Eine Jury, bestehend aus Vertretern der Geschäfte, wählt die Kandidatinnen und Kandidaten, welche sich am besten eignen und ein professioneller Modelcoach trainiert die Auser-

Stabübergabe an der Bächlerstrasse: Hans-Peter Murer (r.) gibt sein Geschäft auf, René Stettler baut im Nachbarhaus seine Tätigkeit als Velodoc aus. (Bild rze) es auch trotz des Zitterns recht gut.» Der Kontakt mit den Kunden brachte ihm eine willkommene Ablenkung im von der Krankheit mitbestimmten Alltag.» Heute wandert Hans-Peter Murer gern und auch das Fischen hat er nicht aufgegeben.

Der Velodoc übernimmt Seit einiger Zeit hat Velo-Murer einen neuen Nachbarn, René Stettler mit seiner Familie. Stettler, ein Velo-Freak, richtete sich eine Werkstatt ein, wo er für Freunde und Bekannte Zweiräder repariert, alte zu neuen zusammensetzt und ihnen ein neues Outfit ver-

passt. Hans-Peter Murer empfand dies nie als Konkurrenz. Als bekannt wurde, dass Murer sein Geschäft schliessen würde, intensivierte Stettler seine Tätigkeiten. Seit Mai 2015 repariert er offiziell unter dem Namen Velodoc Zweiräder aller Art. Er pflegt einen Job-Mix: 70 Prozent eine andere Arbeit, mit dem Rest baut er als Quereinsteiger sein Velogeschäft immer mehr aus. Er mag spezielle und witzige Zweiräder. «Ich hauche alten Fahrrädern gern wieder Leben ein, verändere sie optisch und technisch», erklärt er, «bei mir bekommt man Unikate». (rze) Weitere Infos unter www.velodoc.ch.

Nadine Saxer lebt für den Wein. stimmt auf den Gusto der Deutschweizer Weinkonsumenten. Heuer erhält auch die Kunst an diesem Anlass wieder ihren Platz: Madeleine Friedrich, eine in Zwillikon wohnhafte Künstlerin, widmet sich mit Begeisterung dem Naturmaterial Kork. Aus gepressten Kork-Klötzen entstehen in Handarbeit verschiedenste Skulpturen. Die Exponate wirken durch Form und Material wärmend. Man darf sich begeistern lassen. (pd.) Top Schweizer Weine; Grillette Domaine Neuenburg und Weingut Nadine Saxer dazu Kork-Kunst

«Viel Platz für individuelle Träume» Grundsteinlegung in Jonen für 21 Eigentums- und 27 Mieteinheiten Mitten in Jonen, an der Ecke Lettenstrasse/Oberdorfweg, realisiert die Immovesta AG 48 moderne 2½- bis 6½-ZimmerWohnungen mit gedeckten Autoeinstellplätzen. Am 24. August wird der Grundstein zur Wohnüberbauung «Blütenhof» gelegt.

von Madeleine Friederich in Mü’s Vinothek, Freitag, 19. August, 18 bis 20 Uhr und Samstag, 20. August, 10 bis 15 Uhr. Tel. 044 776 31 15, info@mues-vinothek.ch. Degustationsliste unter www.mues-vinothek.ch.

Wer will Model werden? Das Emmen Center sucht Kundinnen und Kunden für die grossen Fashion Shows im September.

Vater Murer war mit seinen drei Kindern 1958 nach Obfelden gezogen. Er eröffnete seine Velo-Werkstatt und die Familie war sehr schnell im Dorf integriert. Hans-Peter machte seine Lehre als Velo- und Motorradmechaniker bei seinem Vater, danach betrieb er für drei Jahre sein eigenes Geschäft in Hedingen. Als der Vater wegen Hüftproblemen nicht mehr allein in der Werkstatt arbeiten konnte, kehrte der Sohn ins elterliche Geschäft zurück und übernahm es 1982. Hans-Peter Murer war in Obfelden aufgewachsen und engagierte sich im Turnverein und im Keglerverein. Er war gern gesellig und gut ins Dorfleben integriert. Heute lebt Hans-Peter Murer eher zurückgezogen in einer Einzimmerwohnung im Haus an der Bächlerstrasse. Vor 12 Jahren ist er an Parkinson erkrankt. Bis Ende Juli, über das Pensionierungsalter hinaus, arbeitete er mit unglaublicher Tapferkeit trotz der fortgeschrittenen Krankheit in seiner Werkstatt. «Für mich war es Therapie, ich konzentrierte mich auf meine Arbeit und so klappte

wählten anschliessend für die vier Show-Durchgänge. Das Casting findet am Freitag 19. August, ab 16 Uhr im Erdgeschoss des Emmen Centers statt. Moderiert wird es von Tele-1-Moderatorin Fabienne Bamert. Die Fashion Shows steigen am Wochenende vom 9. und 10. September. Moderiert werden sie von glanz&gloria-Moderator Salar Bahrampoori vom Schweizer Radio und Fernsehen. (pd.) Casting Fashion Shows: Freitag 19. August, Kinder (Jahrgang 2001-2012) um 16 Uhr; Jugendliche und Erwachsene um 19 Uhr. Fashion Shows: Freitag, 9. September, 17 und 19 Uhr, Samstag, 10. September, 11 und 14 Uhr.

Von «natürlichem Freiraum» und «traumhafter Wohnatmosphäre» berichtet die reich bebilderte Dokumentation zur künftigen Wohnüberbauung «Blütenhof» in Jonen. Zu Recht, denn erstens besticht die ruhige und überschaubare Landgemeinde im Kelleramt mit einem beschaulichen Ortsbild und dem reizvollen Naherholungsgebiet zwischen Reuss und Auenwäldern. Zum Zweiten wird die Wohnüberbauung «Blütenhof» entsprechend artenreich mit verschiedenfarbig blühenden Gewächsen bepflanzt werden. «Es entsteht eine richtige Wohnoase, ein einzigartiger Lebensraum mit viel Platz für individuelle Ziele und Träume», schwärmt Immovesta-Ansprechpartnerin Gisela Büscher.

Klassische Aussenformen, moderne Architektur und viel Licht Die in den nächsten 24 Monaten entstehenden beiden Mehrfamilienhäuser mit rechtwinklig zueinander ste-

Idyllisch und vielfältig bepflanzt – so soll sich die Wohnüberbauung «Blütenhof» im Herzen von Jonen zukünftig präsentieren. (Visualisierung zvg.) henden, L-förmigen Hausteilen passen dank ihrer symmetrischen Giebeldächer bestens ins Ortsbild von Jonen. Ihre insgesamt 48 modernen 2½- bis 6½-Zimmer Wohnungen – 21 Eigentums- und 27 Mieteinheiten – mit gedeckten Autoeinstellplätzen werden den Rahmen für ein Zuhause bieten, in welchem man sich uneingeschränkt entfalten kann. Grosszügige Grundrisse mit zwei Balkonen oder Terrassen sowie helle Räume lassen die ganze Freiheit für persönliche Einrichtungs- und Wohnideen. «Die innovative zweiseitige Ausrichtung der Wohn- und Essräume sorgt zum einen für ein besonderes Wohnerlebnis. Zum anderen gelangt über die beiden Glasfronten besonders viel Tageslicht ins Wohnungsinnere, womit die florale Pracht des ‹Blüten-

hofs› auch in den eigenen vier Wänden zu spüren sein wird», streicht Thomas Birchmeier, Projektleiter von a4D Architekten, Zürich, heraus und ergänzt umgehend: «Sämtliche Geschosswohnungen verfügen zudem nicht nur über einen, sondern gleich zwei zugehörige Aussenräume: einen Sitzplatz, der sich zum gemeinschaftlichen Hof hin orientiert und eine Loggia, die sich zum Dorf hin ausrichtet.» Am 24. August wird nun der Grundstein zur Wohnüberbauung «Blütenhof» gelegt und im September wird ein erster Verkaufsevent stattfinden. Die Wohnungen sind voraussichtlich ab Spätsommer 2018 bezugsbereit. (kb.) Weitere Infos bei Gisela Büscher, Telefon 044 279 75 55, gisela.buescher@immovesta.ch.


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Dienstag, 16. August 2016

Gipfelstürmer helfen Strassenkindern Die Charity-Sportveranstaltung Neverest am 3. September im Albisgebiet Unter dem Motto «Gipfelstürmer helfen Strassenkindern» findet am 3. September auf der Strecke Albis-Buchenegg sowie am Türlersee eine Sport-Veranstaltung zugunsten eines StrassenkinderProjektes in Kenia statt. Ab 4.1 Kilometer Walking und einem Spendenbeitrag von 65 Franken kann jedermann teilnehmen. ................................................... von bernhard schneider Hinter dem Charity-Anlass «Neverest – making a difference!» steht Gilbert Fisch, der bereits vor einem Jahr mit «Matterhorn – Mit dum Velo ä brüf uns Horu!» auf der Strecke Albis–Buchenegg für dasselbe Projekt 18 000 Franken sammelte. Damals mussten die 4478 Höhenmeter des symbolträchtigen Walliser Berges mit dem Velo bewältigt werden. Diesmal stehen Strecken für Joggerinnen und Walker, Biker, Rennvelofahrerinnen, Schwimmer und Triathletinnen zur Verfügung. Die Strecken führen grundsätzlich über Albis und Buchenegg, doch es gibt Ausnahmen: Das Team «Run Couch Potatoes» versucht sich auf dem flachen Fussweg um den Türlersee, andere planen, die 8848 Höhenmeter des Mount Everest zu überwinden. Ziel ist, dass alle starten können, die das Strassenkinder-Projekt in Nakuru unterstützen wollen.

Die Teilnehmerin, welche die flache Türlersee-Lauf- und Walkingstrecke angeregt hat, schildert auf Facebook: «Wenn du dem Benefiz-Laufveranstalter Gilbert Fisch sagst, dass du seinen Lauf Summits 4 Hope zugunsten von Strassenkindern zwar super findest, dir die Strecke aber zu steil ist für eine Teilnahme ... und er dir wenige Tage später eine flache AlternativStrecke rund um den Türlersee organisiert ... tja, dann weisst du auch, wann dein nächster Lauf stattfindet.»

Einer, der das Leben liebt Ende August und Anfang September führt der Künstler Urs Heinrich mehrfach durch den Park Seleger Moor. Am 26. und 31. August sowie am 3. September nimmt der Künstler Urs Heinrich Interessierte mit auf einen ganz speziellen Rundgang durch den Park Seleger Moor, jeweils von 18 bis 20 Uhr. Er erzählt Geschichten über das Leben und seine Neugier. Er vertraut in die Ganzheit des Lebens und fühlt sich sehr verbunden mit der Natur. Im Park Seleger Moor, mit dessen Vielfalt an Pflanzen und Tieren, ist er somit am richtigen Ort. (pd.)

Bildungschancen und sauberes Wasser Organisator Gilbert Fisch, der nach einer erfolgreichen Berufskarriere den vorzeitigen Ruhestand geniesst und zehn Jahre lang die Welt bereiste, meint, seine Ziele als Triathlet hätten sich in der letzten Zeit verschoben: «Sport füllt zwar das Leben, aber er erfüllt es nicht mit wirklichem Sinn. Ich habe daher ‹Summits 4 Hope› gegründet, um sportliche Menschen zu motivieren, sich nicht nur für persönliche Höchstleistungen zu motivieren, sondern auch für Menschen, die weniger privilegiert sind. Zusammen mit we care 4 und charity:water sorge ich dafür, dass der Ertrag der Anlässe vollumfänglich in Projekte fliesst, von deren Sinn ich überzeugt bin.» Gilbert Fisch stellt sein Engagement auch in einen grösseren Zusammenhang: «Wir können über Flüchtlingsströme jammern. Oder wir leisten einen Beitrag, dass Menschen in

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Infos: www.selegermoor.ch. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Kosten bestehen lediglich aus den normalen Eintrittspreisen in den Park. Eine Anmel-

Ein Dach über dem Kopf und Chance auf Bildung: Die Einnahmen des Anlasses Neverest kommen vollumfänglich dem Projekt Scann zugute. (Bild Gilbert Fisch)

dung ist nicht erforderlich.

Afrika oder Asien Bildungschancen und sauberes Wasser erhalten. Diese beiden Faktoren sind entscheidend, ob Menschen ihre Heimat verlassen müssen oder eben nicht.»

wurden oder weil sie Waisen sind. Sie haben nichts, ausser das, was sie am Leib tragen. Hunger, Angst und Verzweiflung lassen sie Leim schnüffeln. Ohne Hilfe gibt es von der Strasse kein Entkommen. Shamsher Gilani besitzt einen Supermarkt in Nakuru. Er gab den Kindern Essen, bis er eines Tages beschloss, mehr zu tun. Er wollte ihnen Hoffnung auf eine Zukunft geben. So gründete er vor 16 Jahren zusammen mit lokalen Charity-Clubs Scann. Seit zehn Jahren unterstützt we care 4 dieses Vorzeigeprojekt, das rund 140 Jungs ihr Zuhause nennen.»

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Infos und anmelden: www.summits4hope.ch/

Informationen www.biennaleaquarelleleteich.com

Unsere-Events/neverest-making-a-difference.

oder http://breiter-oda.com.

Besuch in Nakuru Im Juli hat Gilbert Fisch Kenia bereist, um das Projekt Scann (Street Children’s Network of Nakuru) zu besuchen. Er fasst zusammen, weshalb er die Bruttoeinnahmen des Neverest-Anlasses über das kleine Hilfswerk we care 4 vollumfänglich diesem Projekt zukommen lässt: «Kinder, vier oder fünf Jahre alt, leben ohne Hoffnung auf der Strasse, weil sie ausgesetzt

Einige Aquarell-Bilder von Junko Breiter-Oda wurden von der «Association Arts & Loisirs» ausgewählt und sind vom 6. bis 21. August in der Mehrzweckhalle in Le Teich ausgestellt. Während der Biennale finden zudem Workshops und Demonstrationen bekannter Künstler statt, etwa Marc Folly aus Frankreich, Fernand Thienpondt aus Belgien, Juan Valdivia aus Spanien. Der Eintritt ist frei. (pd.)

buch-tipp

Es fing doch so gut an ................................................... von marlene florin, bibliothek wettswil Reckenstein ist eine kleine, schöne Stadt. Sie ist jedoch vom Wald umgeben und hat somit keine Möglichkeit für grösseres Wachstum. Die Geschichte des Schweizer Autors Eduard Marlene Florin. Häfliger fängt mit (Bilder zvg.) einer Waldsage an. In einem abgeschiedenen Winkel lebt eine sehr alte Frau. Nur wenige haben sie gesehen. Weil sie in Lumpen gekleidet ist und an einem Stock geht, glauben natürlich einige, dass sie eine Hexe sei. Jene aber, die ihr schon einmal begegnet sind, achten sie als weise Frau. Die Protagonisten in diesem Buch sind einmalig. Alle mit typischen Schweizer Namen und Charakteren versehen: Der katholische und der reformierte Pfarrer sind befreundet. Einmal im Jahr nehmen sie gemeinsam eine Auszeit in einem tollen Hotel und geniessen all die Köstlichkeiten und vor allem lieben sie guten Wein! Es wird auch über die gemeinsame Zusammenarbeit der beiden Kirchen gesprochen! Im Weiteren kommt ein pensionierter, an den Rollstuhl gebundener Kriminalkommissar vor, der seine Spürnase immer noch gut gebrauchen kann. Er liebt das Kochen für seine Freunde und ist ein grosser Weinkenner. Auch die attraktive 40-jährige Tourismusdirektorin spielt eine wichtige Rolle in dieser Geschichte! Doch eines Tages wird Reckenstein wachgerüttelt! Aus dem Nichts tauchen drei Stadt- und Landschaftsarchitekten auf. Sie haben eine gloriose Idee. Für die völlig von Wald eingeschlossene Stadt wollen sie einen neuen Stadtteil direkt in den Wald hineinbauen. Dafür haben sie eine sehr unkonventionelle Lösung entwickelt. Das

Trio schafft es, ganz Reckenstein in Aufbruchstimmung zu versetzen. Selbst der Stadtrat lässt sich von den Plänen beeindrucken. Er verspricht sich nämlich Ruhm und Ansehen weit über die Stadtgrenzen hinaus. Nur eine kleine Gruppe von vier Leuten traut dem Trio nicht. Diese Geschichte zeigt, wie die Erwartungen der Bürger ihr Verhalten beeinflusst. Die drei Architekten nutzen das menschliche Streben nach Ruhm, Ansehen und politischem Erfolg schamlos aus und führen so fast die ganze Stadt an der Nase herum. Nach zwei illustrierten Kurzgeschichten hat der Autor Eduard Häfliger seinen ersten Roman veröffentlicht. Er hat eine tolle Lektüre geschaffen. Die Beschreibung der Schauplätze gibt die Atmosphäre bis ins kleinste Detail wieder. Man riecht die kulinarischen Genüsse und die delikaten Weine förmlich. Dieses Buch ist ein Aufsteller! Immer wieder muss man schmunzeln und lachen. Für Genussleser ein Muss!

«Es fing doch so gut an – Trau, schau, wem» von Eduard Häfliger. Tredition Verlag, Hamburg 2015. ISBN 978-3-7323-2365-3.

Sinnliche Farbwahrnehmung und bildhafter Zeitgeist Doppelausstellung in der Galerie100, Affoltern Acryl-Malerei und CollagenInstallationen zeigen die Hausemerin Heidi Eugster-Rubin und Annette Grunert aus Frasnacht vom 19. August bis 3. September in der Galerie100 an der Zürichstrasse 100 in Affoltern. Die Werke von Heidi Eugster-Rubin aus Hausen und jene von Annette Grunert aus Frasnacht sind so unterschiedlich, wie die Gegenden, in denen die beiden leben: Da ist die Hausemerin mit der Albiskette und – etwas weiter weg – den Innerschweizer Alpen vor Augen, dort die Frasnachterin mit der ruhigen Fläche des Bodensees. Und so widmet sich Heidi Eugster-Rubin in ihrer Malerei bewegenden zeitgenössischen Themen, die sie in feinen, ausdrucksstarken Szenen malerisch umsetzt. Die spätberufene, passionierte Malerin gestaltet Acrylbilder, die den Zeitgeist widerspiegeln, was sie da und dort auch mit Zeitungsausschnitten, welche die Malerei als Collage ergänzen, verdeutlicht. So oder so: Ihre bildhafte Umsetzung von charakteristischen allgemeinen Betrachtungsweisen und Geisteshaltungen der modernen Zeit lösen beim Betrachter Emotionen aus und regen zum Nachdenken an.

Farbige Collagen der Frasnachterin Annette Grunert. (Bilder zvg.)

Heidi Eugster-Rubin aus Hausen zeigt Acrylbilder, die den Zeitgeist spiegeln. Farbige Vielfältigkeit Annette Grunert ihrerseits ist eine bekannte Künstlerin, die farbenprächtige Collagen mit sinnlicher Wahrnehmung bearbeitet. In der Galerie100 sind es grossflächige Collagen sowie Kugel-, Tisch- und Stuhl-Installationen, die allesamt durch eine lebendige farbige Vielfältigkeit auffallen. Ihr selbstentwickeltes und in langen und intensiven Tüfteleien gewachsenes Spiel mit Farben und Nuancen fasziniert. Die geometrisch angeordneten Farbflächen sind harmonisch gegliedert,

sie folgen einer klaren inneren Vorgabe und deutlichen Vorstellungen, wie sie zu sein haben. Die Künstlerinnen sind an der Vernissage vom Freitag, 19. August, von 17 bis 20 Uhr in der Galerie100; die Finissage findet am Samstag, 3. September, von 11 bis 16 Uhr statt. (kb.) Galerie100, Zürichstrasse 100, Affoltern: Doppelausstellung Annette Grunert und Heidi Eugster-Rubin. 19. August bis 3. September. Vernissage: 19. August, 17 bis 21 Uhr. Öffnungszeiten: Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 16 Uhr oder nach Vereinbarung: 079 821 13 61.


veranstaltungen

Das Robifest bietet Spiel und Spass für alle. (Bild Archiv)

Älplerchilbi auf dem Bauspielplatz Affoltern Urchiges Robifest am 28. August Sommerzeit ist auch Alpzeit. Nach einem nassen Frühling geht der wunderschöne Alpsommer nun langsam zu Ende. Mitte September machen sich die Sennen mit dem Vieh auf den Weg ins Tal. Eine Handvoll bärtiger Alphirten befindet sich aber schon im Unterland und bereitet in Affoltern ein Älplerfest erster Güte vor, wo nebst etwas Brauchtum vor allem Spiel und Spass für Kinder, von vier bis zwölf Jahren, auf dem Programm steht. Wer trifft den Nagel mit dem Hammer und wer die Zielscheibe mit der Armbrust? Beim Kegeln rumpeln die Kugeln, beim Wettmelken zischt die Milch aus dem Euter und beim Matterhornspiel erklimmt man spielend den Gipfel.

Punkte sammeln und tolle Preise verdienen Neben diesen, zum Teil altbewährten Spielen vom Verein Bauspielplatz, bie-

ten verschiedene Jugendgruppen sowie der Jugendtreff neue Spiele an. Am Bastelposten, der von den Spielgruppenleiterinnen geführt wird, kann sich jedes Kind selber eine kreative Erinnerung herstellen. Bei jedem Posten kann man Punkte sammeln und sich damit tolle Preise verdienen. Die heutige Landjugend ist bekanntlich trendy, deshalb kann man sich auch ein scharfes AirbrushTatoo machen lassen. Und gegen den Hunger gibt es ganz gemäss dem Motto Wurst und Brot, Älplermagronen, Raclette und natürlich auch viele verschiedene Salate. Neben vielen erfrischenden Getränken darf natürlich auch das leckere Kuchenbuffet nicht fehlen. (pd.) Robifest, am Sonntag, 28. August, 10 bis 17 Uhr, Bauspielplatz beim Damm, Oetlistal, Affoltern. Anreise zu Fuss, per Maultier oder Drahtesel empfohlen, ansonsten im Migros-Parkhaus parkieren. Infos: www.bauspielplatz.ch.

Den Neuanfang feiern mit Bruno Hächler Fest zum Schulbeginn in Affoltern Das Fest zum Schulbeginn der reformierten Kirche Affoltern ist mittlerweile ein sicherer Wert. Bereits zum fünften Mal wird am letzten Sonntag der Sommerferien im Kirchenpark das mitgenommene Picknick genossen und grilliert, gespielt, gebastelt, gesungen und gelacht. Der erste Tag nach den Sommerferien ist immer etwas Besonderes. Die einen gehen das erste Mal in den Kindergarten, andere in die erste Klasse, wieder andere sind einfach eine Klasse weiter – aber für alle ist es wieder ein Neuanfang und der Familienalltag muss neu eingependelt werden ... Die reformierte Kirche Affoltern lädt dazu ein, diesen Neuanfang gemeinsam zu feiern. Dafür hat sich das Vorbereitungsteam einiges einfallen lassen.

Mit groovigen Liedern Als Gast ist diesmal Liedermacher Bruno Hächler dabei. Bereits während und vor allem nach dem Gottesdienst wird er zusammen mit Bassistin Sandra Merk die Kleinen wie auch die Grossen mit seinen groovigen Liedern begeistern. Zusätzlich dürfen die Kinder am Mittag mit Bruno Hächler für den gemeinsamen Abschluss des Festes üben, um dann mit ihm auf der Bühne zu stehen. Das Fest zum Schulbeginn ist ein wunderbarer Start für den Weg in den

Liedermacher Bruno Hächler. (Bild zvg.) nachsommerlichen Neuanfang für die ganze Familie. Alle sind herzlich eingeladen! (pd.) Fest zum Schulbeginn am 21. August, 10 bis 14.30 Uhr, reformierte Kirche Affoltern am Albis, www.refkircheaffoltern.ch.


Veranstaltungen

Dienstag, 16. August 2016

Beliebtes Country-Happening wird ausgebaut Grösseres Festzelt und zwei Live-Bands am Maisfeldfest in Mettmenstetten Die Organisatoren des Maisfeldfests vom 19. und 20. August haben ihre Lehren aus dem letztjährigen Grossandrang gezogen und die Infrastruktur markant erweitert. Das beliebte Fest für Country-Liebhaber findet am kommenden Freitag und Samstag an der Zürichstrasse ausgangs Mettmenstetten im Maisfeld von Felix Meier statt. «Wir werden jedes Jahr schneller.» Das sagte nicht etwa ein Trainer der derzeit laufenden Olympiade, sondern Felix Bär, der OK-Präsident des Maisfeldfests, das am kommenden Freitag und Samstagabend, jeweils von 19 Uhr bis 4 Uhr in Mettmenstetten bei jedem Wetter durchgeführt wird. Während 14 Tagen praktisch jeden Abend waren etliche der 34 Mitglieder des neu gegründeten Vereins «Maisfeldfeldfest XY» am Werk, damit die Party am kommenden Wochenende reibungslos über die Bühne gehen kann. Hervorgegangen ist der Verein aus der Fasnachtswagenbaugruppe «XY». «Hauptaktivität ist inzwischen aber klar das Maisfeldfest», präzisiert Bär.

Markant grösseres Festzelt Er sagt: «Wir haben unsere Lehren aus dem Vorjahr gezogen, als wir fast überrannt wurden.» Hauptzelt und Bühne seien markant vergrössert worden und auch im Barzelt – wieder mit

Reptilien im Reusstal Familienexkursion ins Reich der Ringelnattern, Blindschleichen, Zaun- und Waldeidechsen – am 20. August. Reptilienkenner Niklaus Peyer, Mitarbeiter im Zieglerhaus der Stiftung Reusstal, bringt Interessierten am Samstag, 20. August, die Reptilien im Reusstal näher. Die öffentliche Exkursion beginnt um 14 Uhr beim Zieglerhaus in Rottenschwil und endet um 16 Uhr. Es wird ein Unkostenbeitrag von 15 Franken für Familien und 10 Franken für Erwachsene erhoben. (pd.) Familienexkursion am Samstag, 20. August, um 14 Uhr ab Zieglerhaus in Rottenschwil. Infos unter www.stiftung-reusstal.ch / Veranstaltungsprogramm 2016/2017.

Eine Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Gewässern Öffentliche Führung durchs Seleger Moor mit Gaby Stamm am Sonntagmorgen, 21. August. Der Park Seleger Moor bietet mit seiner Vielfalt an Pflanzen, Tieren, Bächen und Teichen viel spannende Hintergrundinformationen, die es zu erfahren gibt. Viele kleinere und grössere Lebewesen suchen Schutz, Unterschlupf und Nahrung im Park. Mit ein bisschen Geduld können unterschiedliche Tiere wie Eichhörnchen, Frösche, Rehe oder Steinmarder gesichtet werden. Rhododendren, Azaleen, Farne und Seerosen in verschiedenen Farben und Formen wachsen und gedeihen im Park Seleger Moor. (pd.) Öffentliche Führung durch den Park Seleger Moor, Rifferswil, mit Gaby Stamm am Sonntag, 21. August, 10.30 bis 12 Uhr. Anmelden nicht erforderlich. www.selegermoor.ch.

Mit Kirche, Toilette und dem beeindruckenden Maisfeld von Felix Meier ausgangs Mettmenstetten: Die Vorbereitungen auf das Maisfeldfest am kommenden Freitag und Samstag sind bald abgeschlossen. (Bild Martin Platter) dem beliebten Bull Riding – habe es nun mehr Platz. Auch bei der Unterhaltung habe man aufgerüstet. «Erstmals spielt heuer an beiden Abenden eine Liveband. Am Freitag ab 21 Uhr ‹The Hobos›. Der Eintritt kostet 12 Franken. Für den Samstag konnten wir ab 21 Uhr ‹Rosewood› verpflichten. Das Eintrittsgeld haben wir auf 15 Franken festgesetzt», so Bär. Line-Dancers seien willkommen. Dank der Mitwirkung der Tanzschule «Dancers

World» können sich auch Ungeübte am typisch amerikanischen Tanzstil versuchen.

Alternativprogramm an der Bar Das Alternativprogramm läuft an der Bar, wo jeweils ein DJ auflegt. Feine Grilladen und ein breites Angebot an Getränken sorgen dafür, dass niemand Hunger und Durst leiden muss. Wie gehabt ist der Eintritt ab 18 Jahren.

Zahlreiche Autoparkplätze stehen in der Nähe des gut ausgeschilderten Festgeländes zur Verfügung. Und auch die Anreise mit dem Zug ist vom Bahnhof Mettmenstetten nur mit einem kurzen Spaziergang verbunden. Nach dem Fest stehen Taxis für die Heimreise bereit. (map.) Weitere Informationen auf Facebook und online auf www.maisfeldfest.ch

Das Portrait einer Unbeugsamen Franziska Greising liest aus ihrem Roman «Am Leben» Am Mittwochabend, 24. August, liest Franziska Greising in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern aus ihrem neuen Buch. Franziska Greising beschreibt in ihrem dokumentarischen Roman die Geschichte der überaus wagemutigen jungen Glarnerin Rösli Nef, die in den Jahren 1940 bis 1944 in Südfrankreich jüdische Kinder und Jugendliche betreut und ihnen zur Flucht verhelfen will. Die Autorin versteht es, nicht nur das entschlossene und mutige Handeln der jungen Frau zu schildern, sondern auch die politische Stimmung und die Bedrohung dieser Zeit in Worte zu fassen. Im Süden Frankreichs leben 1940 bis 1944 hundert jüdische Kinder aus Deutschland und Österreich in einem heruntergekommenen Landschloss. Die dreissigjährige Rose aus Glarus, die zuvor bei Albert Schweitzer in Lambarene als Krankenschwester gearbeitet hat, tritt hier ihre neue Stelle an. Sie übernimmt die Leitung des

Franziska Greising. (Bild Aura Luzern) Hauses und bietet den Kindern in der noch unbesetzten Zone Schutz und Geborgenheit. Das Schweizerische Rote Kreuz beschliesst kurz darauf die Zusammenarbeit mit ihr. Nachdem

Nazideutschland auch Frankreichs Süden besetzt, nimmt die Bedrohung dramatisch zu. Eines Morgens werden die älteren Jugendlichen in ein Lager verschleppt. Die offizielle Schweiz und das Rote Kreuz kommen nicht zu Hilfe. Franziska Greising erzählt die Geschichte einer loyalen SRK-Mitarbeiterin, die sich im Laufe der Ereignisse gezwungen sieht, mit den Vorschriften zu brechen, um ihre Schützlinge zu retten. Sie beschreibt den Alltag der Kinder im Schloss, die Lebensmittelknappheit und damit den Hunger und die Hoffnung nach Flucht und Wiedersehen mit den Familien im Exil. Lebensnah und eindringlich erzählt die Autorin von der Unerschrockenheit der noch viel zu wenig bekannten Glarnerin, die später die Auszeichnung «Gerechte unter den Völkern» verliehen bekam. (pd.) Buchhandlung Scheidegger, Mittwoch, 24. August 2016, um 19.30 Uhr, Eintritt 25 Franken mit Apéro. www.scheidegger-buecher.ch.

«Das trockene Auge» Öffentliche Informationsveranstaltung in Affoltern Helmut Binder, Facharzt für Augenheilkunde, informiert am Montag, 22. August, über das Thema «das trockene Auge». Die Veranstaltung ist kostenlos. Jeder Lidschlag fühlt sich an, als ob Sandkörner über das Auge schleifen. Brennen, Jucken, Rötungen und geschwollene Lider: Trockene Augen sind äusserst unangenehm und gehören zu den häufigsten Augenleiden in der Schweiz. Was kann man tun? Gerät die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit aus dem Gleichgewicht, kann sie ihre Schutzfunktion

auf der Hornhaut nicht mehr richtig wahrnehmen. Hornhaut und Bindehaut trocknen aus, obwohl Tränen fliessen. Die Folge sind schmerzhafte Entzündungen. «Tränenfilmprobleme beginnen meist bei 40- bis 50-Jährigen und nehmen mit dem Alter zu. Frauen sind besonders betroffen», sagt Dr. med. Panagiotis Kouros, Facharzt für Augenheilkunde bei den Pallas Kliniken. (pd.) Das trockene Auge, öffentliche Info-Veranstaltung am Montag, 22. August, 18.30 bis 19.30 Uhr im Pallas Zentrum, Obstgartenstrasse 3, Affoltern. Infos und Anmelden unter Telefon 058 335 00 00 oder www.pallas-kliniken.ch/infoveranstaltung.

Referent Helmut Binder. (Bild zvg.)

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Sport

Dienstag, 16. August 2016

Rang 21 für Petra Klingler

Urs Huber gewinnt trotz Sturz

Petra Klingler konnte sich beim letzten Boulderwettkampf vor den Weltmeisterschaften nicht für den Halbfinal qualifizieren.

Der Schweizer Meister im Bike-Marathon mit sechstem Sieg an der Eiger Bike Challenge

Der letzte Test der Boulder-Spezialisten vor den Weltmeisterschaften Mitte September stand im Zeichen japanischer Siege. Bei den Damen siegte Miho Nonaka und bei den Herren Tomoa Narasaki. Als einzige Schweizer Dame konnte sich die Zürcherin Natalie Bärtschi vom Regionalzentrum Zürich für den Halbfinal qualifizieren. Pech hatte in der Qualifikation die Bonstetterin Petra Klingler. Sie zeigte mit fünf Tops in sieben Versuchen eine gute Qualifikation, brauchte aber für die fünf Zonen sechs Versuche – einen Versuch zu viel. Als 21. verpasste sie erstmals seit mehr als einem Jahr den Halbfinal der besten zwanzig Athletinnen und war entsprechend enttäuscht. In der Jahreswertung liegt Klingler auf dem achten Schlussrang und gehört damit weiterhin zu den Top Ten der Welt. (pd.)

Mit dem sechsten Sieg an der Eiger Bike Challenge ist der Mettmenstetter Urs Huber seinem Ziel, innerhalb von drei Wochen alle seine Schweizer Lieblingsrennen zu gewinnen, einen Schritt näher gekommen. Im Wochentakt stehen nun noch der Grand Raid im Wallis und der Nationalpark-Bike-Marathon im Engadin auf dem Programm. Die Antwort auf die Frage des Schreibenden in der Schlusssteigung zur Kleinen Scheidegg, ob das Führungstrio mit Urs Huber, Hansueli Stauffer und Marc Stutzmann den Sieger schon ausgeknobelt habe, kommt umgehend. «Natürlich ich, der Neuling», sagt Stutzmann selbstbewusst. Stauffer kann sich ob der Schlagfertigkeit seines Mitstreiters ein Lachen nicht verkneifen. Huber zwinkert nur – und verschärft 100 Meter weiter resolut das Tempo zum alles entscheidenden Schlussangriff.

In der Abfahrt einen Stein übersehen

Petra Klingler in München. (Bild zvg.)

Im Ziel redete dann wieder Huber als Erster. Zuerst über seinen Sturz, den seine beiden Kontrahenten überrascht zur Kenntnis genommen haben. Huber sei dabei derart übel zu Fall gekommen, dass es an ein Wunder grenze, dass er und sein Bike die Fahrt unbeschadet fortsetzen konnten, meinten Stauffer und Stutzmann überein-

Urs Huber (vorne) erreichte das Ziel der Eiger Bike Challenge trotz Sturz zum sechsten Mal als Sieger. (Bild Martin Platter) stimmend. «Nach der Bussalp, in der schnellen Abfahrt durch eine Wiese, habe ich einen Stein übersehen. Der Sturz hat mir kurz die Luft genommen. Danach gings aber wieder», sagte Huber gelassen. Den Lenker wieder gerade gerichtet – und weiter ging die wilde Fahrt. Der Angriff auf halbem Weg zur Kleinen Scheidegg sei Kalkül gewesen, denn die Steigung liege ihm, erklärte der Mettmenstetter. Er sei froh gewesen, dass das Tempo bis zu diesem Zeitpunkt nicht besonders

hoch gewesen sei. So habe er Energie für die beiden kommenden Rennwochenenden mit Grand Raid und Nationalpark-Bike-Marathon sparen können. Auf die Frage, weshalb er nicht gekontert habe, als Huber angegriffen hat, seufzte Hansueli Stauffer zunächst. «Gute Frage. Mit dem Angriff hat er mich überrascht. Zuerst konnte ich den Rückstand in Grenzen halten. In der Laufpassage vor dem Kulminationspunkt bin ich dann aber eingebro-

Niederlage trotz drückender Überlegenheit Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – Balzers 0:1 (0:0) WBs Saisonstart ist missglückt. Nach der Auftaktniederlage in Gossau vermochte es auch gegen das bescheidene Balzers nicht zu punkten – trotz einer dominanten ersten Hälfte mit guten Chancen.

Gute Angriffe bleiben trotz WB-Dominanz ungekrönt Die Chancen der Heimischen häuften sich. Zweimal verfehlte der auffällige Siefkes mit Distanzknallern das Gehäuse nur knapp, danach prallte Le Bigonsans Schuss kurz vor der Torlinie an einem Verteidiger ab. Und als sich Ländle-Keeper Hobi bei einem waghalsigen Strafraumausflug kompasslos

chen.» Zeit habe er zudem auf der schnellen Kiesabfahrt verloren, die Huber liege, erklärte Stauffer. (map.) Resultate: Männer (88 km): 1. Urs Huber (Mettmenstetten) 4:27:23. 2. Hansueli Stauffer (Sigriswil) 2:34. 3. Marc Stutzmann (Rüfenacht, BE) 3:57. 4. Jérémy Huguenin (Neuchâtel) 10:48. 5. Manuel Fasnacht (Gretzenbach) 11:05. 6. Oliver Zurbrügg (Wilderswil) 15:59. 7. Daniel Eymann (Interlaken) 19:46. 8. Andreas Moser (Madiswil) 23:00. 9. Uwe Hochenwarter (Österreich) 23:33. 10. Fabian Paumann (Rupperswil) 26:11.

Grümpelturnier und de «Schnellst Obfelder» Am Samstag, 20. August, findet das Obfelder Grümpi statt, mit 36 Mannschaften. Am Sonntag, 21. August, wird der traditionelle Wettkampf um den Titel «Schnellst Obfelder» ausgetragen. Gestartet wird neu auf der Tartanbahn auf vier Bahnen. So haben die vielen Sprinterinnen und Sprinter bessere Bedingungen und der Zieleinlauf kann von den Zuschauerinnen und Zuschauern noch besser verfolgt werden.

................................................... von kaspar köchli Die Ausgangslage vor Spielbeginn liess keine Zweifel offen. Der mit namhaften Neuzugängen verstärkte FCWB galt als Favorit gegen Balzers, welches in Runde eins Winterthur 0:4 unterlag. Die Rotschwarzen begannen selbstbewusst und zweikampfstark. Bereits in der vierten Minute wurden sie für ihre Bestrebungen belohnt – vermeintlich. Waser «schraubte» sich bei einer Freistossflanke von Siefkes am höchsten und köpfte herrlich zum 1:0. Den Spielern wie auch dem omnipräsenten Platzspeaker blieben Jubel und Ansage im Hals stecken; der Unparteiische an der Seitenlinie hatte irgendwo eine Offsideposition entdeckt. Der Gastgeber liess sich nicht entmutigen, hatte vorerst aber selbst eine brenzlige Situation zu überstehen. Ein scharfer Pass des Gegners durchquerte das gesamte WB-Hoheitsgebiet, ohne dass ein Liechtensteiner den Ball ins Tor zu spitzeln vermochte.

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In schwindelerregender Höhe köpft Yannick Waser fantastisch WBs 1:0, das aber annulliert wurde. (Bild Kaspar Köchli) verirrte, konnte Machado daraus kein Kapital schlagen. «In Hälfte eins haben wir vieles richtig gemacht, aber daraus muss halt auch mal ein Tor resultieren», befand Trainer Dosch. Nach der Pause verflachte das Geschehen merklich, wohl auch aufgrund der heissen Temperaturen. Überraschend war es plötzlich Balzers, das etwas zu bewegen versuchte. Nach einer Stunde fiel Deplazes Schuss noch zu zaghaft aus, aber zehn Minuten später schockte er WB mit seinem Schlenzer in die hohe Torecke zum 0:1. «Wer den ersten Treffer erzielt, hat sehr gute Chancen zu gewinnen», konstatierte Ländle-Coach Frick bereits in der Pause.

WB vergibt 100-Prozent-Chance Die Rotschwarzen versuchten nun alles und kamen mit dem Mute der Verzweiflung zu echten Chancen. Zuerst schlitterte der gut aufgelegte Machado an einer Hereingabe vorbei, dann köpfte Blumer den Ball um Millimeter am Pfosten vorbei. Anschliessend kreuzte Constancio mutterseelenallein vor Hobi auf – der Linienrichter hielt seine Fahne überraschenderweise diskret unten –, schob aber den Ball unbedrängt am hinteren Pfosten vorbei. Bei einer guten Möglichkeit in der Nachspielzeit blieb es beim Versuch.

«WB ist zu unserem Lieblingsgegner geworden», schmunzelte Siegestrainer Frick, seines Zeichens Liechtensteins Rekordnationalspieler: «Grossartig, dass wir gegen dieses starke Team schon vier Mal reüssieren konnten.» Der FCWB muss sich die Kritik gefallen lassen, dass er seine vielen Torchancen nicht ummünzte und nach der dominanten ersten Halbzeit abbaute. Stadion Moos, 280 Zuschauer, WB – Balzers 0:1 Bachmann; Studer, Waser, Goljica (76. Dukhnich),

Am Sonntagmorgen steht für alle Einheimischen der «Schnellste Obfelder» auf dem Programm. Gestartet wird an diesem sehr beliebten Anlass in Kategorien von Klein bis Gross. Anmeldungen können direkt auf Platz getätigt werden. Gelaufen wird neu auf der Tartanbahn, damit die vielen jungen und älteren Sprinterinnen und Sprinter gute Rennbedingungen vorfinden. Der Fairness halber sind Nagelschuhe nicht erlaubt. Viel eher empfiehlt es sich mit guten Lauf- oder Joggingschuhen anzutreten. Einen Tag davor sind alle Einwohnerinnen und Einwohner von Obfelden und allen umliegenden Gemeinden herzlich eingeladen, auf dem Sportplatz Zendenfrei vorbeizuschauen und sich bei einer herzhaften Bratwurst und einem erfrischenden Getränk die packenden Spiele am Obfelder Grümpi anzusehen. Den ganzen Tag über ist eine grosse Festwirtschaft in Betrieb. Eine gute Gelegenheit, die Sommerferien mit Freunden, Familie und Bekannten ausklingen zu lassen. (dan)

Badalli; Bozic (81. Peter), Gouiffe à Goufan, Siefkes, Le Bigonsan (69. Constancio); Blumer, Machado. Tor:

Weitere Informationen auf der Homepage des

68. Deplazes 0:1.

TV Obfelden: www.tvobfelden.ch.


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