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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 64 I 173. Jahrgang I Dienstag, 20. August 2019

Ressort zugeteilt

Rekrutierung läuft

Der Stadtrat Affoltern muss vorübergehend mit einer Vakanz auskommen. > Seite 3

Peter Trachsel hat als Gemeindeschreiber von Aeugst gekündigt. > Seite 3

Legendäres Hippie-Festival

Schweizer Dreifach-Sieg

Rund 800 Personen zelebrierten am Samstag das 50-Jahre-Woodstock-Tribute-Open-Air auf dem «Karlihof» in Hausen. Im Gegensatz zum Original, bei dem eigentlich fast alles aus dem Ruder lief, war das Hausemer Open Air perfekt organisiert. Einwandfreie sanitäre Anlagen, gute Verpflegung, funktionierende Bühnentechnik und sogar der Himmel hielt dicht. So konnten die Leitmotive von 1969 «Freedom, Peace and Love» unbeschwert gefeiert werden. Mit hervorragenden musikalischen Darbietungen – vor allem auch durch die Lokalmatadoren – wurde man in die Zeit des Flower-Power transportiert. ................................................... > Bericht auf Seite 11

«Knonau für Afrika» Das Benefiz-Kinderfest in Knonau geht in die fünfte Auflage. Die Besucher dürfen sich am 15. September auf ein reiches Angebot an Attraktionen freuen – und unterstützen erst noch eine gute Sache. Seit der Premiere vor acht Jahren konnten weit über 100 000 Franken nach Afrika überwiesen werden. In den letzten Jahren wurde der gemeinnützige Verein «Mamadou & Bineta» berücksichtigt, der sich für Strassen- und Waisenkinder in Guinea einsetzt. Kinderfest Co-Initiantin Monika Henzler engagiert sich dort seit rund fünf Jahren selber im Vorstand. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 12

Invasive Pflanzen Auf einem Areal in Obfelden, welches der Kanton unterhält, blühen Neophyten. > Seite 4

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Strassenfest Die Chrischona-Gemeinde Affoltern hat ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. > Seite 11

Freestyle Masters im Jumpin, Mettmenstetten

Schweizer Dominanz am Freestyle Masters: Sieger Pirmin Werner, flankiert von Nicolas Gygax (li.) und Noé Roth. (Bild zvg.)

Das Schweizer Aerials-Team räumt beim diesjährigen FIS Freestyle Masters im Jumpin bei Mettmenstetten ZH mächtig ab. Angeführt von Pirmin Werner feiern Nicolas Gygax und Noé Roth einen Dreifach-Sieg. Bei hohen Temperaturen und perfekten Wetterbedingungen zeigte das hochkarätige Athletenfeld im Finale der besten zwölf Männer waghalsige Sprünge von der Wasserschanze Jumpin und beeindruckte damit das zahlreich aufmarschierte Publikum. Vier der zwölf Finalisten stellte das Schwei-

Das neue Schuljahr hat begonnen

Lehrpersonen sind bereit für den Ansturm Die fünfwöchigen Sommerferien sind vorbei. Während mindestens zwei bis drei Wochen haben sich die Lehrpersonen in dieser Zeit auf das neue Schuljahr vorbereitet. Den verantwortlichen Behörden gelang es, sämtliche Lehrerstellen zu besetzen. Der Beginn des neuen Schuljahres bedeutet für die Lehrpersonen stets eine Herausforderung. In der Primarschule Obfelden ist für das kommende Schuljahr bereits eine interessante Projektwoche geplant. Ein spannender Unterricht verlangt von den Lehrkräften immer auch eine sorgfältige Vorarbeit. Das Ausbildungsmodell des altersdurchmischten Lernens, wie es in der Primarschule Obfelden praktiziert wird, hat sich bestens durchgesetzt und bedeutet für alle Lehrpersonen ein wichtiger Schwerpunkt, dem sie eine ganz besondere Aufmerksamkeit schenken. Der Lehrplan 21 verlangt ausserdem ebenfalls einige Anpassungen des Lehrstoffes. Vor eine neue Schulklasse zu stehen, sich die Namen, Gewohn-

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heiten und Besonderheiten der Schüler zu merken, ist nicht immer ganz einfach. Natürlich sind auch die Eltern und deren Erwartungen ein gewisser Faktor, welcher nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch Aufwendungen verschiedenster Art verlangt. Trotzdem erklärten sämtliche vom «Anzeiger» kontaktierten Schulleiterinnen und Schulleiter der Primarund Sekundarschulen in Säuliamt, dass sie das neue Schuljahr bestens motiviert und vorbereitet erwarten. Der Schulbeginn beschäftigt jedoch nicht nur die Schulen, Schüler und Eltern. Auch die Kantonspolizei und der TCS sind aktiv und machen an den neuralgischen Strassenabschnitten und vor den Schulhäusern mit grossen Plakaten und Transparenten auf die ABC-Schützen aufmerksam. Die Automobilisten werden gemahnt, in Sachen Tempo Rücksicht auf die kleinen Verkehrsteilnehmer zu nehmen. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 5

zer Team. Neben Lokalmatador und Altmeister Andreas Isoz schafften Nicolas Gygax, Noé Roth und Pirmin Werner, alle vom Mettmenstetter Jumpin-Team, den Final-Einzug. Mit der höchsten Tagespunktzahl bestätigte Pirmin Werner, dass er sechs Monate nach seinem Kreuzbandriss definitiv wieder zurück ist. Der 19-Jährige aus Alten im Zürcher Weinland feierte vor seinen Teamkollegen den Sieg der 23. Ausgabe des Freestyle Masters. «Ich hatte seit meinem Kreuzbandriss im Februar keine einfachen Phasen. Jetzt wieder zurück an der Spitze zu sein, fühlt sich super an», sagte Werner nach dem Wettkampf.

Das Podest komplettierten – wie im Vorjahr – Nicolas Gygax auf Platz zwei und Noé Roth auf Platz drei. Bei den Frauen schaffte Carol Bouvard den Sprung ins Finale, musste dort allerdings den Vortritt anderen überlassen. Gewonnen hat Hanna Huskova (BLR) vor Danielle Scott (AUS) und Aliaksandra Ramanouskaya (BLR). Das FIS Freestyle Masters bietet jeweils auch den Jüngsten die grosse Bühne. Anlässlich des Regio-Cups kamen die Nachwuchsspringer auf ihre Kosten und zeigten während der Mittagspause zwischen Qualifikation und Finale der Hauptkategorie ihre ersten Sprünge. (AeS)

1000 Jahre Rifferswil – 500 Jahre Reformation

Beginn des Reformationstheaters auf dem Dorfplatz Rifferswil: die Heimkehr der Reisläufer. (Bild Marianne Voss) Das Sommerfest am vergangenen Wochenende zum 1000-Jahre-Jubiläum in Rifferswil war gut besucht. Die Festgemeinschaft genoss die vielfältigen Attraktionen, den historischen Handwerksmarkt, die kulinarischen Angebote und den neuen Dorfbackofen, der während des ganzen Festes in Betrieb war. Das Interesse am Freilichttheater anlässlich des jüngeren

Jubiläums, nämlich 500 Jahre Reformation, war gross. 35 Frauen, Männer und Kinder aus dem Dorf spielten Szenen, wie sie sich im Jahr 1521 ereignet haben könnten. Sie zeigten eindrücklich die tiefgreifenden Auswirkungen auf, welche die Reformation auf das Leben der Menschen hatte. (mvo) ................................................... > Bericht auf Seite 9

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Wiedereröffnung Caroline und Martin Röthlisberger empfangen erstmals nach Sturm Burglind im Stallkafi. > Seite 13

Das Olympia-Ticket zum Greifen nah Derzeit steht die 27-jährige BoulderSpezialistin Petra Klingler an der Sportkletter-WM in Hachioji, Japan, im Einsatz. Zum Auftakt war es der Bonstetterin nicht nach Wunsch gelaufen. Im Boulder-Halbfinal kletterte Petra Klingler auf den zehnten Rang und verpasste damit den Einzug in das Finale der besten sechs. Für Klingler eine herbe Enttäuschung. Nun startete am vergangenen Sonntagvormittag der Kombinationswettkampf mit der Disziplin Speed. Mit einer Zeit von 9.201 Sekunden belegte Petra Klingler den 8. Zwischenrang. Auch in der Boulder-Qualifikation trat Klingler selbstbewusst auf und erreichte den dritten Rang. Damit belegte sie den 8. Zwischenrang im Kombinationsklassement. In der dritten Disziplin, dem Leadklettern, galt es, eine herausfordernde Route an der rund zwölf Meter hohen Wand zu klettern. Die Zürcherin zeigte eine starke Leistung, deren Wert zu diesem Zeitpunkt aber noch schwer einzuschätzen war. Nun begann für Klingler das bange Warten auf das Schlussresultat. Für die Bonstetterin ging es dabei nicht nur um den Einzug ins Kombinationsfinale, sondern auch um das ersehnte Olympia-Ticket. ................................................... > Bericht auf Seite 21 anzeigen


Schiessvereine

Feldschützenverein Bonstetten Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld Oblig. Bundesübung Mittwoch, 21. August 2019 18.00 bis 20.00 Uhr Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Mittwoch. 28. August 2019 18.00 bis 20.00 Uhr Oblig. Bundesübung Freitag, 30. August 2019 18.00 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

Gesucht vorzugsweise in Obfelden

rüstige, tierliebe Person, die Freude daran hat, unsere liebe Hündin an ein- bis zwei fix vereinbarten Tagen pro Woche zu betreuen und mit ihr Spaziergänge in der Natur zu unternehmen. Bitte Kontaktaufnahme ab 17 Uhr auf: 079 712 25 11. Danke.

Bauprojekte

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

HERZLICHEN DANK für die grosse Anteilnahme und die vielen Zeichen der Verbundenheit, die uns beim Abschied von

Fredy Koch entgegengebracht wurden. Wir danken allen, die Fredy in Freundschaft begegnet sind und ihn auf seinem Lebensweg begleitet haben. Ein spezieller Dank gilt: – all jenen, welche Fredy in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Besuchen, Einladungen und Hilfeleistungen zur Seite gestanden sind und damit beigetragen haben, dass er bis zuletzt zuhause bleiben durfte – dem Hausarzt Dr. Pfisterer für die langjährige ärztliche Betreuung – Frau Cantera für die einfühlsame Abdankung – allen, die persönlich an der Trauerfeier teilgenommen haben – allen, die durch ihre Umarmungen, tröstenden Worte und Karten ihr Mitgefühl ausgedrückt haben – allen für die Spenden an die Krebsliga und für die Blumen Im August 2019

Die Trauerfamilie

Knonau Bauherrschaft: Hendrik van Dusschoten, Vorderuttenberg 25, 8934 Knonau Projekt: Schornstein für Pelletofen, Vorderuttenberg 25, 8934 Knonau Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1009, Zone: Kernzone Weiler

Knonau Bauherrschaft: Simon und Manuela Müller, Möslistrasse 9, 8934 Knonau Projekt: Aufstellen eines Sichtschutzes sowie Schiebetor entlang der Grundstücksgrenze (Einfriedung), Höhe 1.50 Meter, Möslistrasse 9, 8934 Knonau Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1255, Zone: W2/40 und W1/20

Todesfälle Affoltern am Albis Am 11. August 2019 ist in Zürich ZH gestorben:

Bernd Wilhelm Weidinger geboren am 15. Februar 1944, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 3. August 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Bertha Brönnimann geb. Wiederkehr geboren am 20. Januar 1928, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung fand im Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Ottenbach Am 8. August 2019 ist in Ottenbach gestorben:

Loepthien, Otto Walter geb. 29. Februar 1948, von Meiringen BE, wohnhaft gewesen in Ottenbach. Die Abdankung in der evangelischreformierten Kirche Ottenbach findet am Donnerstag, 22. August 2019, um 14.00 Uhr statt. Es erfolgt keine Urnenbeisetzung auf dem Friedhof der Gemeinde Ottenbach. Die Friedhofvorsteherin

Wettswil Am 15. August 2019 ist in Oberengstringen ZH gestorben:

Schmid geb. Meyer, Irène geboren 4. April 1941, Bürgerin von St. Ursen FR, geschieden, wohnhaft gewesen in Wettswil a.A., mit Aufenthalt in Oberengstringen. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Hermann Hesse

Annemarie Stüssi-Betz 24. Februar 1930 – 14. August 2019

Du warst eine eigenständige, offene, humorvolle Frau und hast Dich für die Welt um Dich herum engagiert. Mit Deiner Liebe zum Buch, zum Theater und zur Kunst hast Du uns etwas Wesentliches für unsere eigenen Wege mitgegeben. Du hast für Dich den guten Zeitpunkt gefunden, diese Welt im Schlaf zu verlassen. Wir vermissen Dich. Barbara und Gerd Schur-Stüssi mit Bettina, Annika, Andreas Anneliese Schur Conni Stüssi Die Urnenbeisetzung ist am Dienstag, 27. August, um 14.00 Uhr auf dem reformierten Friedhof Wettswil, der Abschied ist um 14.30 in der reformierten Kirche. Annemarie wünscht sich keinen Grabschmuck, keine Blumen und kein Schwarz. Ihre Zeit war der Frühling. Traueradresse: Barbara Schur-Stüssi, Hinterhorben 17, 8524 Uesslingen-Buch


Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. August 2019

Ressort Finanzen neu zugeteilt

Spitex Seewadel Ende 2018 hatte der Stadtrat beschlossen, aus dem Verein Spitex Knonaueramt auszutreten und eine stadteigene Spitex aufzubauen. Diese wird organisatorisch dem Pflegeheim Haus zum Seewadel angegliedert. Für den Aufbau der Spitex Seewadel und die Entschädigung der Spitex Knonaueramt hat der Stadtrat einen Nachtragskredit von 175 000 Franken bewilligt. In diesem Betrag ist unter anderem eine Zahlung von rund 130 000 Franken an die Spitex Knonaueramt enthalten. Damit werden

zusätzliche Leistungen der Spitex Knonaueramt in Zusammenhang mit dem Austritt der Stadt aus dem Spitex-Verein und bereits vorgenommene bauliche Massnahmen im Spitexzentrum Affoltern abgegolten. Weitere 30 000 Franken sind für den bereits durch die Spitex Knonaueramt geplanten Ausbau des Spitexzentrums vorgesehen. Für die Übernahme der Fahrzeuge und die Bereitstellung für die Motorfahrzeugkontrolle sind 15 000 Franken eingeplant. Ebenfalls bewilligt wurde eine gebundene Ausgabe von 110 000 Franken für die Anschaffung von Hardund Software, die erstmalige Anschaffung von Dienstkleidern, Drucksachen und die Erstellung einer Website. Zudem wird verschiedenes Verbrauchs-, Vermiet- und Verkaufsmaterial von der Spitex Knonaueramt übernommen.

Neues Fahrzeug bei der Feuerwehr … Nach 28 Jahren im Dienst der Feuerwehr Affoltern ist das Wassertransportfahrzeug am Ende seiner Lebensdauer angekommen. Die Ersatzteilbeschaffung für den Toyota Hi-Ace wird zunehmend schwieriger. Das neue

Mehrzweckfahrzeug wird über die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich beschafft, welche eine Subvention von 40 000 Franken in Aussicht gestellt hat. Der Bruttokredit beläuft sich auf 86 500 Franken.

… und bei der Stadtpolizei Das zivile Dienstfahrzeug der Stadtpolizei, ein Skoda Oktavia, ist zwölf Jahre alt. Die Reparaturen in den vergangen beiden Jahren beliefen sich auf über 5700 Franken, was beinahe dem heutigen Wert des Fahrzeuges entspricht. In naher Zukunft zeichnen sich Instandsetzungsarbeiten bei der Polizeiausrüstung ab, weshalb das Fahrzeug ersetzt werden soll. Im Rahmen einer Submission erfüllten zwei Fahrzeugtypen die Anforderungskriterien. Insbesondere soll das neue Fahrzeug, neben der üblichen Polizeiausrüstung, auch noch das mobile Radargerät transportieren können. Für dieses wurde bisher ein Anhänger benötigt. Aufgrund des wirtschaftlich günstigsten Angebotes wird als neues Zivilfahrzeug der Stadtpolizei ein Mercedes V-Klasse angeschafft. Der Stadtrat hat einen entsprechenden Kredit von

www.praxisherzog.ch.

83 000 Franken bewilligt. Im Gesamtbetrag enthalten ist die komplette Polizeiausstattung. Als Alternative stand ein VW T6 Multivan zur Diskussion. Dieses Fahrzeug wäre aber 13 000 Franken teurer gewesen als der Mercedes.

Ersatz Kanalisationsleitung Brunnenstrasse Die Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern plant im Herbst 2019 den Ersatz der Hauptwasserleitung in der Brunnenstrasse im Bereich zwischen der Unteren Kirchfeld- und der Mühlebergstrasse. Im gleichen Strassenteilstück verläuft eine öffentliche Kanalisationsleitung, welche dringend ersetzt werden muss. Bei gleichzeitiger Erstellung von Wasser- und Kanalisationsleitung kann der Ersatzbau zu günstigen Konditionen ausgeführt werden. Dafür wurde eine gebundene Ausgabe von 65 000 Franken bewilligt.

Und übrigens … … hat der Stadtrat den Bilanzanpassungsbericht im Rahmen der Einführung des neuen Harmonisierten Rechnungsmodelles (HRM2) genehmigt.

Gemeindeschreiber gesucht

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau

Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Aeugst Gemeindeschreiber Peter Trachsel hat sein Arbeitsverhältnis als Gemeindeschreiber gekündigt. Der Gemeinderat hat die Rekrutierung eines neuen Gemeindeschreibers bzw. einer neuen -schreiberin in die Wege geleitet. Mit der Rekrutierung wurde die Firma Steinmann & Partner, Volketswil, beauftragt. Der Gemeinderat hat der Einführung einer elektronischen Arbeitszeiterfassung zugestimmt und einen Kredit von 4600 Franken bewilligt. Damit wird die Arbeitszeiterfassung ab 1. Januar 2020 auf ein einheitliches System für alle Mitarbeitenden umgestellt.

Arbeitssicherheit im Fokus Die Gemeinde Aeugst tritt dem Verein Arbeitssicherheit Schweiz bei und setzt im kommenden Jahr einen Schwerpunkt im Bewusstsein mit den Risiken im Arbeitsalltag. Der Gemeinderat hat den notwendigen Kredit von 5000 Franken für diese Branchenlösung genehmigt und stellt ihn ins Budget 2020 ein. Arbeitsunfälle verursachen nicht nur unnötige Kosten, sie sind auch für die Betroffenen oft mit Leid und langwierigen Heilungsprozessen verbunden. Der bewusste Umgang mit Risi-

Zur diamantenen Hochzeit

Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch

Am Mittwoch, 21. August, vor 60 Jahren haben Anneluise und Fritz Keller-Bürgi geheiratet. Zum diamantenen Ehejubiläum des Ehepaares in Obfelden gratulieren wir ganz herzlich und wünschen einen tollen Festtag.

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Arbeitsvergaben Für die Sanierung der Reservoiranlage Bernhau hat der Gemeinderat verschiedene Arbeiten vergeben. Für Schlosserarbeiten (28 500 Franken), die Fernsteuerung (Fr. 48 643.15), einen Druckwindkessel (26 660 Franken) und für technische Arbeiten (12 200 Franken) ist ein Kredit von insgesamt Fr. 116 004.15 bewilligt worden. Der im Budget eingestellte Kreditbetrag von 130 000 Franken kann somit um rund 10 % unterschritten werden.

Gemeindebeiträge Der Ämtlerweg erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit. Was vor Jahren von der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirks ins Leben gerufen

worden ist, braucht aber stetigen Unterhalt. Der Gemeinderat hat auf Gesuch der Gemeinnützigen Gesellschaft einen jährlichen Unterhaltsbeitrag von 400 Franken bewilligt. Einen jährlichen Beitrag von 800 Franken hat der Gemeinderat der Genossenschaft Kiss in Aussicht gestellt. Die Genossenschaft bietet Nachbarschaftshilfe im Bereich Kranken- und Hauspflege an und ergänzt die Angebote der Spitex im Konauer Amt.

Behördensprechstunde Die nächste Behördensprechstunde findet am 26. August von 17.15 bis 18.15 Uhr statt. Anwesend werden Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer und Gemeinderat Matthias Ramer, Ressort Gesundheit, Umwelt & Sicherheit, sein. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Verschiedenes Der Gemeinderat hat den Bilanzanpassungsbericht per 1.1.2019 verabschiedet. Dieser wurde notwendig, weil die Gemeinde ein neues Rechnungslegungsmodell (HRM2) einführt. Peter Schlumpf, a.o. Gemeindeschreiber-Stv.

wir gratulieren

Ein Produkt der

Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

ken im Arbeitsalltag soll deshalb im kommenden Jahr geschärft werden, auch wenn bereits heute alle Mitarbeitenden darauf bedacht sind, Unfälle zu vermeiden. Die Branchenlösung des Vereins Arbeitssicherheit Schweiz bietet für Gemeinden und Schulen ausgezeichnete Arbeitshilfen und qualifizierte Schulungen an. Diese Angebote sollen im kommenden Jahr genutzt werden.

Frühlingsgefühle im Spätsommer

Zur goldenen Hochzeit Am Donnerstag, 22. August, vor 50 Jahren, haben Christa und Johannes Pieter de Herder einander das Ja-Wort gegeben. Zur goldenen Hochzeit gratulieren wir dem Paar in Affoltern ganz herzlich und wünschen ein schönes Fest.

ratgeber

Zahnarzt Milan Herzog

Aus den Verhandlungen des Stadtrats Affoltern Susanne Leuenberger ist Ende Juli 2019 aus dem Stadtrat zurückgetreten. Für die Zeit bis zum Amtsantritt des neuen Stadtratsmitgliedes führt der Stadtrat Sicherheit, Markus Meier, zusätzlich auch das Ressort Finanzen. Durch den Rücktritt wurde auch die Funktion des zweiten Vizepräsidenten vakant. Im Sinne des Anciennitätsprinzips wurde Markus Gasser, Stadtrat Bau und Infrastruktur, für den Rest der laufenden Amtsdauer zum zweiten Vizepräsidenten gewählt. Die Publikation für die Ersatzwahl erfolgt am 23. August.

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Jetzt ist es raus: Flo liebt Jani und Jani liebt Flo, für immer – oder zumindest bis zum nächsten Regenguss. (Bild Livia Häberling)

Die digitalisierte Zahnarztpraxis Als ein aktuelles Thema im zahnärztlichen Alltag, wird die «Digitalisierung» zunehmend diskutiert. Die Zahnmedizin, ist eine von den sich am schnellsten entwickelnden medizinischen Bereichen und natürlich ist auch hier Digitalisierung ein aktuelles Thema. Wie alles Neue bewirkt die Digitalisierung eine grosse Spannung, für den einen und Skepsis für den anderen. Eine digitalisierte Zahnarztpraxis bringt Vorteile mit sich. Neben der erhöhten Effizienz und beschleunigten Arbeitsprozessen profitieren die Patienten von einer schnelleren, transparenteren Abrechnung und sofortiger Erstellung von Kostenvoranschlägen. So wird man eher und effektiver informiert zu den potenziellen Kosten der Behandlung. Das Benutzen von digitalisierten Systemen trägt zu kürzeren Wartezeiten und einem schnelleren Informationsaustausch bei. So kann ein verbesserter Service erreicht werden. Zum Beispiel kommt es doch häufiger vor, dass der Patient in der Hektik des Alltags die regelmässigen Kontrolluntersuchungen vergisst. Deswegen verfügt die digitalisierte Zahnarztpraxis über ein zuverlässiges Recall-System – sowohl per Telefon, als auch per E-Mail. Die Organisation der Praxis ist nur eine Seite der Digitalisierung. Viele Behandlungsverfahren werden heutzutage durch die Einführung digitaler Workflows ersetzt und verbessert. Die Verwendung der CAD/CAM Technologie, 3DScans und dreidimensionale Röntgenbilder sind nicht mehr ScienceFiction. Kleine Restaurationen wie Kronen, Overlays und Inlays können sogar in einer Sitzung angefertigt und eingesetzt werden. Dadurch wird ein Schritt – der im zahntechnischen Labor – übersprungen und die Behandlungszeit effizienter genutzt. So kann man sich einerseits wertvolle Zeit, andererseits die Unannehmlichkeiten und zusätzliche Kosten vom provisorischen Zahnersatz sparen. Dank dreidimensionaler Diagnostik werden mehr Informationen für Diagnosen erhalten, dadurch können operative Eingriffe bei komplizierten Fällen besser geplant und durchgeführt werden. Bei anspruchsvollen Fällen kann man im Vorfeld die genaue Position des Zahnersatzes zuerst digital bestimmen. Als Nachteile der Digitalisierung muss allerdings gesagt werden, dass ein erheblicher Mehraufwand entsteht, welcher eine höhere Kostenstruktur mit sich bringt. Weiterhin ist die Sicherung und oder Lagerung digitaler Daten ein grosses Problem, was immer mehr digitaler Speicherkapazität bedarf. Weiterhin müssen digitale Daten juristisch 20 Jahre lagerungsfähig sein, ob aber alte Daten in 20 Jahren auf den dann aktuellen Medien laufen, ist auch ein unterschätztes Problem. Der Datenschutz ist ebenfalls ein grosses zusätzliches Neufeld, denn einfach E-Mails weiterleiten ist aus Datenschutzgründen nicht möglich. Und nicht zuletzt die aktuelle Thematik des CO2, auch hier führt eine Digitalisierung zur Frage eines höheren CO2 Ausstosses? Obwohl auch viele Argumente dagegen zu finden sind, bringt die Digitalisierung viele Vorteile und wird wohl oder übel die Zukunft sein.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. August 2019

Die Fremdenpolizei der Flora hat viel Arbeit Auf einem Areal, welches der Kanton unterhält, blüht ein Feld voller Neophyten Auf der Strassenabwasserbehandlungsanlage (Saba) Chüeweid, in der Nähe der Autobahn auf dem Gemeindegebiet von Obfelden, wachsen auf einer fast fussballfeldgrossen Fläche zahlreiche invasive Pflanzen – neben dem einjährigen Berufkraut sogar Neophyten, die sich auf der schwarzen Liste befinden. ................................................... von martin mullis Invasive Pflanzen oder Neophyten sind Gewächse, welche etwas salopp ausgedrückt bei uns nichts zu suchen haben. Sie wurden irgendwann früher eingeschleppt und verbreiten sich meist ungehemmt und verdrängen einheimische Pflanzen. Von Bund und Kanton und von den Naturschützern werden die Neophyten energisch bekämpft. So sind die Landwirte explizit aufgefordert, invasive Neophyten an der Ausbreitung zu hindern. Die Direktzahlungsverordnung sieht sogar vor, dass die Nichtbeachtung dieser Vorschriften zum Ausschluss der Beitragsberechtigung führen kann. Um invasive Pflanzen wie das einjährige Berufkraut auszurotten, genügt es nicht diese bodeneben abzuschneiden, sie müssen mit den Wurzeln ausgegraben werden, was natürlich grosse Mehrarbeit verursacht. Auf einer Brache in der Nähe der Autobahn auf dem Gemeindegebiet

Mitten im Blütenmeer des Berufkrauts, eine bei uns nicht erwünschte Blume: Biologin Renata Schneiter aus Hedingen. (Bild Martin Mullis)

Obfelden, blüht seit vielen Wochen das einjährige Berufskraut. Bei der beinahe fussballfeldgrossen Fläche handelt es sich um die Strassenabwasserbehandlungsanlage Chüeweid (Saba) des Bundesamts für Strassen (Astra), die vom kantonalen Tiefbauamt unterhalten wird. Ein angrenzendes Areal

gehört einer Privatperson. Bei einem kurzen Augenschein begleitete die Biologin Renata Schneiter den «Anzeiger». Sie zeigt sich ziemlich erstaunt über das riesige Vorkommen der fremden Pflanzen, welche von Laien oft mit der «Echten Kamille» verwechselt wird.

Kuchenverkauf für Tierheime

Zwei Teenager-Mädchen engagierten sich in Affoltern 1330 Franken für zwei Tierheime spenden – das haben zwei Teenager-Mädchen geschafft. Möglich machte es ein Kuchenverkauf im Coopark Affoltern. Sie beide lieben Tiere, sind viel mit ihren Pflegehunden unterwegs und spielen gerne mit den Katzen aus der Umgebung. Geld sammeln für ein Tierheim, das war schon immer der Traum von Irina und Julia, zwei Teenager aus Merenschwand. So hatten sie die Idee, einen Kuchenverkauf zu organisieren: «Wir kreierten Poster und buken viele Kuchen.» Das erwirtschaftete Geld sollte zwei Tierheimen zugutekommen, einem für Katzen und einem für Hunde. Die beiden Mädchen haben sie besucht, um sich zu informieren. anzeige

Der Sommerflieder steht auf der schwarzen Liste Neben dem einjährigen Berufkraut findet die Biologin auch eine weitere Problempflanze. Am Rand der Brache blüht unübersehbar der Sommerflieder, welcher aus dem südwestlichen

China und Tibet stammt. Die invasive und fast zwei Meter hohe Pflanze mit kleinen Blüten steht in der Freisetzungsverordnung (FrSV) des Bundes sogar auf der schwarzen Liste. Die Berufkräuter (Erigeron) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae), sie stehen ebenfalls auf der schwarzen Liste der invasiven Pflanzen, jedoch mit der Einschränkung «Liste mit lokaler bis regionaler Bedeutung. Das einjährige Berufkraut dringt zunehmend in empfindliche Gebiete wie Magerwiesen vor, wo es grossen Schaden anrichten kann. Die Tatsache, dass im Säuliamt an einer schmalen Strasse und einem beliebten Spazierweg auch für «Hündeler», unbehelligt derartige unbeliebte Pflanzen wachsen, stört natürlich auch aufmerksame Landwirte. Sie finden, dass der Kanton im Falle eines Areals, welches vom Tiefbauamt unterhalten wird, vorbildlich handeln und so bald als möglich einschreiten sollte. Auf eine entsprechende Anfrage erklärte die Medienstelle der Baudirektion, dass die Bekämpfung der Neophyten durch die Gebietseinheit VII des Tiefbauamts, welches für diese Brache zuständig ist, in den nächsten Wochen auf dem Arbeitsplan der Unterhaltsabteilung steht. Das einjährige Berufkraut bereitet im Übrigen nicht nur den Naturschützern Probleme, auch Deutschlehrer haben damit ihre liebe Mühe, denn die invasive Pflanze hat mit einem Beruf absolut nichts zu tun.

Robin Hood und seine biblischen Helden

Sommerlager der «Jungschi» Mettmenstetten Vom 13. bis 20. Juli verbrachten die Jungscharen Ägeri (freie evangelische Gemeinde) und Mettmenstetten (evangelische Täufergemeinde) ihr Sommerlager in Hausen.

Mit ihrem Kuchenverkauf in Affoltern haben Irina und Julia ihre eigenen Erwartungen übertroffen. (Bild zvg.) Am Samstag 10. August, war es dann so weit: Irina und Julia verkauften ihre Kuchen. «Wir haben tolle Menschen kennen gelernt, gute Gespräche geführt und es hat uns gefreut, dass es so viele Leute gibt, die ein Herz für Tiere haben», sagen sie. Und ihre Erwartungen wurden übertroffen: 1330 Franken kamen total zusammen. Dabei spendeten einige Leute sogar eine 50er-Note. «Den Betrag haben wir je zur Hälfte an New Graceland in Waltenschwil, Rettung der Windhunde, und ans Katzenhaus Schaffhausen, die allen Katzen eine Chance geben, gespendet», so die beiden Mädchen. «Wir danken allen Leuten die uns so grosszügig unterstützt haben und dem Coopark Affoltern für den tollen Platz, den sie uns zur Verfügung gestellt haben.» (Ve)

Gemeinsam erlebten die insgesamt 20 Kinder und 14 Leiter die Geschichte des tollkühnen Robin Hood hautnah mit. Denn bereits am ersten Tag mussten die 34 Gesetzlosen in den Sherwood Forest flüchten. Über Umwege und nach einer Übernachtung im Biwak erreichte die Gruppe den Lagerplatz. Das Aufbauen und Einrichten des Lagerplatzes konnte beginnen. Nebst den Zelten, errichteten die Kinder auf dem Platz in Hausen auch eine Schiessanlage fürs Bogenschiessen. Diese wurde während der ganzen Woche intensiv genutzt, sodass dem Sheriff aus Nottingham keine Chance blieb, in den Wald zu Robin Hood vorzudringen. Auch ein Wachturm wurde

aufgestellt. Auf diesem konnten die Kinder während der Nacht freiwillige Nachtwache leisten. Zum Erstaunen aller Leiter gelang es den kleinsten Mädchen um zwei Uhr morgens, unerwartete Gäste vom Lagerplatz zu scheuchen. Jeden Abend wurden am Lagerfeuer Lieder gesungen und die Kinder hörten einen weiteren Teil der Geschichte von Robin Hood. Jeweils am Morgen danach, wurde eine dazu passende Geschichte aus der Bibel gelesen und genauer besprochen. Das Lager war geprägt von abenteuerlichen Erlebnissen, wie dem Geländespiel bei Nacht, dem Kochen im Wald, den vielen Theaterstücken zur Geschichte und auch das Baden am naheliegenden Türlersee durfte nicht fehlen. Zum Abschluss der Woche wurde bei einem Festmahl die Hochzeit von Robin und seiner Marianne gefeiert. Das Leiterteam blickt dankbar auf eine gesegnete Woche mit viel Sonnenschein und spannenden Eindrücken zurück. (FeS)

Mit Wachturm und Bogenschiess-Anlage: der Lagerplatz in Hausen. (Bild zvg.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. August 2019

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Schulleiter und Lehrpersonen sind top vorbereitet Der Beginn des neuen Schuljahrs: Ein wichtiger Tag für Eltern, Schüler und Lehrpersonen Am letzten Montag begann für unzählige Schülerinnen und Schüler das erste beziehungsweise ein neues Schuljahr. Das bedeutet für Schulleiter und Lehrpersonen immer auch eine Herausforderung. Für den Start ins neue Schuljahr sind die Schulen im Säuliamt jedoch perfekt gerüstet.

Unterrichten verlangt volle Konzentration

................................................... von martin mullis Die Vermutung, dass es schwierig werden könnte in den letzten Ferientagen vor dem neuen Schuljahr verantwortliche Lehrpersonen in den Schulbüros am Telefon zu erreichen, war falsch. In den zwar noch leeren Schulhäusern im Säuliamt wurde fleissig gearbeitet. Die Mär, dass die Lehrkräfte spezialisierte Ferientechniker sind, entbehrt jeder Realität. Auch die Tatsache, dass schweizweit Mangel an ausgebildeten Lehrpersonen herrscht, unterstreicht das Faktum, dass der Beruf Lehrer grosse Herausforderungen verlangt und alles andere als ein lockerer Job ist. Bei diskreten persönlichen Gesprächen in den Schulhäusern werden fehlender Respekt der Schüler und besserwissende Eltern, aber auch stetig ändernde Anweisungen der zuständigen Amtsstellen erwähnt, welche das Unterrichten erschweren. Im Lehrerbüro vom Schulhaus «Schlossächer» in Obfelden wird am letzten Ferientag fleissig gearbeitet. Die Schulleiter Karin Ugolini und Kaspar Oettli nehmen sich für ein Gespräch mit dem «Anzeiger» jedoch trotzdem Zeit. Am ersten Tag des neuen Schuljahres erstürmen 540 Schüler zwei Schulhäuser und acht Räume für die Kindergartenklassen. Zusammen

Auf den Ansturm der Schüler bestens vorbereitet: Das Schulleiterteam Karin Ugolini und Kaspar Oettli. (Bild Martin Mullis) mit ihren Eltern erwarten sie freundliche, motivierte und gut vorbereitete Lehrpersonen.

Schulleiter Kaspar Oettli versichert, dass die Primarschule für den Ansturm gerüstet sei. Während der

fünfwöchigen Sommerferien arbeiten die Lehrpersonen jeweils zwei bis drei Wochen für die Schule.

Vor dem Start ins neue Schuljahr finden auch zur Vorbereitung zwei Teamtage statt. Eine Erholung von rund zwei Wochen im Sommer sei jedoch enorm wichtig, hält er fest. Unterrichten verlange stets volle Konzentration und die vor den Sommerferien und vor Weihnachten auftretenden Belastungen fordern besondere Anstrengungen. Der Schulleiter darf aber zufrieden feststellen, dass genügend Lehrkräfte gefunden wurden. Nicht ganz einfach zu besetzen gewesen sei jedoch die Stelle der schulischen Heilpädagogik, weiss Oettli. Im Weiteren erwähnt er, dass für die Primarschule Obfelden das altersdurchmischte Lernen (ADL) einen Schwerpunkt bilde. Dadurch würde im neuen Schuljahr auch nur ein Drittel aller Schüler eine neue Lehrperson kennen lernen. Das Modell ADL verlange zwar besondere Anforderungen, habe sich aber bewährt, hält der Schulleiter dezidiert fest. Im Schulhaus Ennetgraben der Sekundarschule Affoltern arbeitete am letzten Freitagmorgen auch die Schulleiterin Tamara Meier. Sie darf feststellen, dass die Sekundarschule die Schüler am Montagmorgen parat und motiviert empfängt. Zwar habe der Lehrplan 21 einen grossen Arbeitsaufwand verlangt. Während den Sommerferien seien jedoch die nötigen Anpassungen beim Lehrstoff erarbeitet worden. Für den Schulbetrieb im kommenden Schuljahr ist die Sekundarschule Affoltern bestens vorbereitet, versichert Tamara Meier. Nun müssen noch die Kinder, insbesondere die Erstklässler, ihre Nervosität beim grossen Erlebnis des ersten Schultages in den Griff bekommen.

«Anzeiger»-Korrespondentin der ersten Stunde Zum Tod von Annemarie Stüssi, Wettswil Mit dem Tod von Annemarie Stüssi hat der «Anzeiger» eine profilierte Journalistin verloren, der er viel zu verdanken hat. Sie war ab 1981 die erste freie Mitarbeiterin dieser Zeitung. ................................................... von werner schneiter Annemarie Stüssi, wohnhaft in Wettswil, verstarb am 14. August im 90. Altersjahr in Zürich. Die Nachricht von ihrem Tod macht traurig, weckt aber auch schöne Erinnerungen an eine Journalistin, die mit ihren Beiträgen zur Profilierung dieser Zeitung beigetragen hat. Kennengelernt habe ich die Stüssis im Jahr 1980, zuerst ihren leider schon längst verstorbenen Ehemann Herbert Stüssi, den ich – damals gerade als Redaktor zum «Anzeiger» gestossen – anlässlich einer Veranstaltung in Kappel traf. Eine Veranstaltung, die ebenso in Erinnerung haften geblieben ist. Anlass bot der vermeintliche Zwingli-Helm, der damals temporär an den einstigen Schlachtort zurückgebracht und ausgestellt wurde. Bei dieser Gelegenheit kam ich mit dem Banker Herbert Stüssi ins Gespräch, der für den damaligen Schweizerischen Bankverein tätig war – unter anderem auch als Mitarbeiter der Hauszeitung. So entstand die Verbindung zu Ehefrau Annemarie.

Unaufgeregte, gepflegte Sprache

Sie öffnete das «Kunst-Biotop»

Weil mir der ebenfalls unvergessene «Anzeiger»-Verleger Oskar Weiss ein Budget bewilligte, konnte ich Annemarie Stüssi als Korrespondentin für die Zeitung gewinnen – und es stellte sich rasch heraus: Sie war ein Gewinn, nicht nur wegen ihrer Flexibilität. Annemarie Stüssi brachte einige Erfahrung als Journalistin mit. Sie war während längerer Zeit für die «Züri Woche» im Dienst des legendären Chefredaktors Karl Lüond tätig, aber auch für die «Schweizer Familie» und für die Volg-Genossenschafts-Zeitung. In Wettswil wohnhaft, kannte sie die lokalen Gegebenheiten und war im Unteramt gut vernetzt. So berichtete sie über Gemeindeversammlungen, Dorffeste, über Aktivitäten des Gemeindevereins, über Events im Wettswiler Türmlihaus. Einfach über alles, was im Lokaljournalimus zählt – immer in gepflegter, unaufgeregter Sprache, aber mit einer Leidenschaft, die man in diesem Metier heute bisweilen vermisst. Auf Annemarie Stüssi war stets Verlass – auch dann, wenn der «Anzeiger»-Chefredaktor sozusagen in letzter Minute telefonisch eine Berichterstattungs-Anfrage startete. «Ja, wenn du niemer häsch, dänn mach ich das», so ihre häufigste Antwort.

Ihre besonderen Meriten verdiente sich die Verstorbene aber mit ihren Beiträgen über eine Vielzahl an Kunstausstellungen, sei das bei der Ausstellung der Ämtler Künstler im Kasino Affoltern, in der Galerie Marlene Hegetschweiler in Ottenbach oder in der Galerie für Gegenwartskunst von Elfi Bohrer in Bonstetten. Hier zeigten sich ihr Kunstverständnis und ihr profundes Wissen in dieser Szene. Sie setzte sich intensiv mit den Werken der Kunstschaffenden auseinander und brachte diese auch jenen näher, die sich ausserhalb dieser Szene bewegen. Mit ihrer bildhaften, einfühlsamen, aber auch erfrischend schnörkelanzeige

losen Sprache öffnete Annemarie Stüssi das «Biotop Kunst» für die Allgemeinheit. Das ist zweifellos ein besonderes Verdienst. «Sie war eine vielseitig gebildete, sehr belesene Frau und eine glänzende Kommunikatorin, die stets auch ihre eigene Sicht, ihre eigene Empfindungen einbrachte. Ihr Tod geht mir ans Herz», sagt Galeristin Elfi Bohrer, über deren Ausstellungen Annemarie Stüssi während mehr als 20 Jahren berichtet hatte. Bis ins hohe Alter. Wir sind Annemarie Stüssi für ihr wertvolles, unermüdliches Schaffen im Dienste des «Anzeigers» zu grossem Dank verpflichtet und werden ein ehrendes Andenken an eine aussergewöhnliche Frau bewahren.

Während vieler Jahre für den «Anzeiger» tätig: Annemarie Stüssi, die am 14. August im 90. Altersjahr verstorben ist. (Archivbild)


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Dienstag, 20. August 2019

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«Z’Schlemmen und Z’Schwelgen» Gut besuchtes Sommerfest in Rifferswil zum 1000-Jahr-Jubiläum Unter dem Motto «Z’Schlemmen und Z›Schwelgen» feierte Rifferswil vergangenes Wochenende das Sommerfest, den zweiten Anlass zum 1000-Jahr-Jubiläum. Die Dorfbevölkerung und viele Gäste aus der Umgebung genossen die vielfältigen Attraktionen. Besondere Höhepunkte waren die Einweihung des Dorfbackofens und das Reformationstheater. ................................................... von marianne voss 1000 Jahre Rifferswil! Das ist ein Grund, um mehrmals zu feiern und zu festen. Den Auftakt machte das Frühlingsfest Ende Mai. Am vergangenen Wochenende genoss die Bevölkerung bei angenehmem Wetter nun das vielfältige Sommerfest. Schon am Samstagmittag tummelten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf dem Dorfplatz zwischen den Ständen des historischen Handwerkmarktes, wo unter anderem bei den Arbeiten in einer Schmiedewerkstatt oder am Teuchelbohrer zugeschaut werden konnte. An vielen Ständen wurden auch kulinarische Köstlichkeiten mit Gebratenem und Gebackenen aus der Region zum Schlemmen angeboten – dies ganz passend zum Motto des Festes: «Z’Schlemmen und Z›Schwelgen». Nebst Pizza, Würsten oder Kuchen gab es auch Säuliämtler Schwein vom Spanferkel, das sich während einiger Stunden über dem Feuer drehte. Der Start des Festes war die Eröffnung des Dorfbackofens, der im ehemaligen Feuerwehrhäuschen eingebaut ist. Der Musikverein Harmonie Hausen spielte das eigens für das Jubiläum komponierte Riffi-Lied auf und lockte mit der Musik die Menschen aus den Häusern auf den Dorfplatz. «Wir wollten etwas erschaffen, das über das Jubiläum hinausgeht und das die Menschen zusammenbringt», erklärte Gemeindepräsident Christoph Lüthi. Der Backofen werde von einer Betriebskommission betreut und könne von allen aus der Region benutzt werden. Und er betonte: «Dieses Projekt wurde ausschliesslich von Spenden finanziert. Die Steuergelder werden dadurch mit keinem Rappen tangiert.»

Fröhliches Treiben am antiken Handwerksmarkt: im Vordergrund die Schmiede, hinten der Teuchelbohrer. (Bilder Marianne Voss)

Reformationstheater: Die Bauernfamilie ist fasziniert über das gedruckte Schriftstück aus der Bibel. Reformation in Rifferswil Zu den Höhepunkten am Samstagnachmittag gehörte auch das Reformationstheater mit dem Titel: «Wie s’Elsi

de Pfarrer ghürate hät». An dem Freilichttheater der Kirche Rifferswil wirkten 35 Frauen, Männer und Kinder aus dem Dorf und der Umgebung mit. Der Initiant des Theaters war Kirchen-

Der Dorfbackofen ist fertig Der Rifferswiler Ofenbauer Stöff Roth (Hafnerei Roth) und sein Sohn Ueli hatten nach intensiver Planung und diversen Vorbereitungsarbeiten Anfang Juli mit dem Aufbau des Ofens im ehemaligen Feuerwehrhäuschen begonnen. Am Sommerfest-Wochenende (anlässlich 1000 Jahre Rifferswil) vom 17./18. August fand die offizielle Einweihung statt.

Rund 150 Besucherinnen und Besucher nahmen an diesem Anlass teil. An den Aufbauarbeiten des Dorfbackofens waren nebst der Hafnerei Roth auch die Meyer & Salamon AG (Zimmerarbeiten), Roland Jäger (Elektrisch), Thomas Anderhub (Maurer) und die Spenglerei Wyss beteiligt. Der Dorfbackofen wurde ausschliesslich mit Sponsorengeldern

Ueli (links) und Stöff Roth (rechts) vor dem Dorfbackofen-Häuschen in Rifferswil. (Bild zvg.)

finanziert. Das OK 1000 Jahre Rifferswil dankt den Hauptsponsoren (dem Lotteriefonds des Kantons Zürich und der Clientis Sparcassa 1816) sowie den vielen privaten Gönnerinnen und Gönnern herzlich für ihre Beiträge.

Wann kann man backen? Im Holzbackofen lassen sich Backwaren aller Art backen: Brote, Pizze, Wähen, Gratins etc. Der Umgang mit dem Ofen, das Backen mit Holz und Feuer, die richtige Temperatur – das will gelernt sein. Die Betriebskommission des Dorfbackofens wird in den kommenden Wochen regelmässig backen und Erfahrungen mit verschiedenen Backwaren sammeln. Danach können sich Interessierte gerne melden. Ein Mitglied der Betriebskommission wird sie einführen. Entsprechende Infos und Kontakte sind im Ofen-Häuschen hinterlegt. Mit dem Dorfbackofen hat Rifferswil einen neuen zentralen Treffpunkt erhalten. Man darf sich freuen auf das gemeinsame Backen mitten im Dorf. (cb)

Ein Spanferkel am Spiess und die Verantwortlichen für das Sommerfest, Daniel Suter (links) und Christof Hotz.

pflegepräsident Urs Guldener. Bei der Umsetzung wurde er von Nadine Urmi, Christine Weiss, Thomas Schmied und Thomas Steinmann unterstützt. Das Interesse an der Aufführung war sehr gross. Einige Hundert Zuschauerinnen und Zuschauer wanderten von Schauplatz zu Schauplatz wo verschiedene Szenen gespielt wurden – Geschichten, wie sie sich im Jahr 1521 in Rifferswil ereignet haben könnten. Schon der Beginn auf dem Dorfplatz, wo die Reisläufer aus den Kriegsdiensten heimkehrten und von den religiösen Neuerungen in Zürich erfuhren, war beeindruckend. Inhaltlich ging es um die Liebesgeschichte von Pfarrer Johann Ammann, der sich in die ehemalige Nonne Elsi verliebt hatte. Und rund um dieses skandalöse Ereignis wurde anschaulich dargestellt, wie verunsichernd die reformatorischen Gedanken für die einfache Bevölkerung waren. Was sollten sie nun glauben? Zu wem beten, wenn die Heiligenbilder im Bach Richtung Aargau davonschwammen?

Gott versteht Züritüütsch Die Schauspielerinnen und Schauspieler liessen das Publikum in die Geschehnisse jener Zeit eintauchen und zeigten humorvoll und mit viel Überzeugung auf, wie schwierig es vermutlich war, sich an den neuen Glauben und den persönlichen, direkten Zugang zu Gott – ohne Ablass und Beichte – zu gewöhnen. «Mit Gott reden kann man jetzt selber», hiess es. Und der lateinischen Liturgie wurde entge-

gengehalten: «Gott versteht jetzt auch Züritüütsch.» In den verschiedenen Szenen traf das Publikum zum Beispiel den Herrn Pfarrer Ammann beim Mittagessen mit seiner geliebten Elsi oder hörte in der Kirche, wo sich die Frauen links und die Männer rechts zu setzen hatten, eine gesalzene Predigt, natürlich auf Deutsch. Auch die Anstellung von Heinrich Bullinger im Chloschter Chappel mit dem Auftrag, der Bevölkerung das Lesen und Schreiben beizubringen, wurde dargestellt. Hinter der Kirche war auf der Wiese eine einfache Bauernfamilie an der harten Arbeit für ihr tägliches Brot. In dieser Szene traten zur allgemeinen Erheiterung sogar zwei Geissen auf. Die Buben hatten sie auf dem Heimweg vom Säulimarkt in Zürich unterwegs gefunden. Die Tiere wurden angebunden, und dann erzählten die Kinder ganz aufgeregt, was sie in Zürich gesehen und gehört hatten über den Zwingli und den neuen Glauben. Sie brachten auch ein gedrucktes Schriftstück mit, das mühsam entziffert wurde – und für die Kinder war klar, dass sie unbedingt leben und schreiben lernen möchten. Zum Abschluss des Theaters verkündete Pfarrer Ammann auf dem Dorfplatz offiziell seine Verlobung und lud alle zum einem Umtrunk ein. Das Sommerfest dauerte bei gemütlichem Beisammensein und musikalischer Unterhaltung durch verschiedene Gruppen und Bands bis in die Nacht weiter. Die Fortsetzung fand am Sonntag statt mit dem RiffiBrunch, einem Gottesdienst und weiteren Attraktionen.


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Dienstag, 20. August 2019

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Woodstock modern interpretiert Full House auf dem Karlihof zur Erinnerung an das legendäre Hippie-Festival vor 50 Jahren Am Samstag zelebrierten rund 800 Personen das 50-Jahre-Woodstock-Tribute-Open-Air auf dem Hof von Kari Burkard in Hausen. Nur noch der Sound erinnerte ans Original. Ansonsten war alles bestens organisiert und vor allem um Welten umweltund besucherfreundlicher. ................................................... von martin platter Was die Open-Air-Besucher am Samstag in Hausen erlebten, hatte rein organisatorisch nur noch wenig gemeinsam mit dem Original, das vor 50 Jahren in White Lake, einem Kaff 150 Kilometer vor den Toren New Yorks, stattgefunden hatte. Das Woodstock-Festival 1969 war als rein kommerzielles Open-Air angedacht, das an drei Tagen rund 100 000 Eintritt zahlende Besucher hätte anlocken sollen. Gekommen waren schliesslich rund 400 000. Weitere 1,5 Millionen potenzielle Besucher sollen der Legende nach auf dem Weg nach White Lake im Verkehrsstau das Festival verpasst haben. Archivaufnahmen zeigen die gewaltigen Menschenmengen. Dazu gingen immer wieder heftige Niederschläge über dem Festivalgelände nieder. Man kann sich vor allem die sanitären Bedingungen im Rückblick nur schwer vorstellen. Ebenso den chaotischen Ablauf der Konzerte, die wegen des Regens immer wieder unterbrochen werden mussten. Zuletzt blieb auch noch ein Millionendefizit, das erst in den 1980er-Jahren abbezahlt war. Ganz zu schweigen von der Glorifizierung des ausschweifenden Drogenkonsums.

Besser als das Original Im Vergleich zum Original, bei dem eigentlich fast alles aus dem Ruder lief, war das Hausemer Open Air perfekt organisiert. Kein Verkehrsstau,

The Lost Keys mit Gastsängerin Miriam Heinzer rockten das Hausemer Woodstock-Tribute-Open-Air. Von links: Miriam Heinzer, Martin Gaisser, Timo Homberger, Hanspeter Bachmann und Lars Heinzer. (Bild Martin Platter) freier Eintritt mit einer Kollekte, einwandfreie sanitäre Anlagen, gute Verpflegung, funktionierende Bühnentechnik und sogar der Himmel hielt dicht. Ausser einigen verirrten Tropfen blieb der grosse Regen aus. Die tiefe Wolkendecke sorgte dafür, dass die Temperaturen abends länger warm blieben.

Toll war die Musik. Vor allem die Oberämtler Musiker nutzten die Bühne, um sich vor grossem Publikum im besten Licht zu präsentieren. Allen voran die Mitorganisatoren Martin Gaisser und Jonas Plüss und natürlich auch Timo Homberger, Simon Plüss sowie Miriam und Lars Heinzer. Echtes Gänsehautfeeling kam auf, als

Miriam Heinzer mit viel Gefühl als Gastsängerin der «Lost Keys» Janis Joplins «Me and Bobby McGee» sang. Virtuos auch der Haupt-Act «Zebrano», die die Musik von Carlos Santana spielten. Bis nach Mitternacht dauerte das friedliche Happening, das bereits um vier Uhr nachmittags begonnen hatte. Mit ein Grund, dass das Gros

der Publikum bis zuletzt blieb, war die angenehme Lautstärke, die es erlaubte, auch ohne Ohropax vor der Bühne zu tanzen. Wer es verpasst hat, erhält bereits am kommenden Wochenende wieder Gelegenheit, reichlich LiveMusik zu hören. Das Rampe Open Air geht ab Freitag auf dem Weisbrod-Areal in die siebte Runde.

Grosses Strassenfest in Affoltern zum Jubiläum Die Chrischona-Gemeinde feierte ihr 125-jähriges Bestehen 125 Jahre gibt es die ChrischonaGemeinde in Affoltern. Das besondere Jubiläum feierte sie mit einem Strassenfest. Ein Highlight war die Aufführung des Kindermusicals «Ehrepfahl». ................................................... von stefan schneiter Wir wollen eine Kirche sein, die nahe bei Gott und nahe bei den Menschen ist» – so lautet die Vision und das Leitbild der Chrischona in Affoltern. Getreu diesem Leitspruch hat sie am Samstag zu einem bunten, fröhlichen Strassenfest geladen. Das 125-jährige Bestehen der Chrischona-Gemeinde in Affoltern gab es zu feiern. Deren Anfänge gehen aufs Jahr 1894 zurück. Damals schloss sich der christliche Jünglingsverein Ottenbach-Affoltern, der neben der Pflege der Geselligkeit auch gemeinsames Bibellesen betrieb, der Chrischona-Bewegung an. 1894 wurde der erste Prediger eingestellt, und eine Kapelle an der Breitenstrasse in Affoltern eingeweiht. Heute zählt die Gemeinde in Affoltern, deren Kirche an der Alten Obfelderstrasse steht, über 200 Mitglieder aus dem Knonauer Amt. An den Gottesdiensten sind jeden Sonntag annähernd so viele Besucher präsent, wie Pastor David Ruprecht erklärt.

Im Indianermusical «Ehrepfahl» dreht sich um Fragen der Identität und der Werte einer Gemeinschaft. (Bild sts) «Es kommen viele Nichtmitglieder an unsere Gottesdienste. Die Mitgliedschaft hat bei uns keine so grosse Relevanz. Bei uns ist man Teil der Gemeinschaft, auch ohne papierene Mitgliedschaft.»

Jeder ist wertvoll In der Tat waren auch viele Menschen am Jubiläumsfest dabei. Hunderte fanden sich ein, vor allem viele Familien mit Kindern. Derweil die Erwachsenen bei bestem Wetter das Zusam-

mensein in der Cafeteria vor der Chrischona-Kirche genossen, sich mit Crêpes oder Grilladen verköstigten und dabei den Klängen der Hope & Glory Brass Band sowie der urchigen Musik der Ländlerkapelle Kälin lauschten, gab es vor allem für die Kinder eine enorme Auswahl an Spielund Vergnügungsmöglichkeiten. Grossen Anklang fand das GladiatorSpiel, bei dem zwei Kinder im spielerischen Kampf versuchen, sich mit schwertähnlichen Gummistöcken gegenseitig von ihrem hohen Sockel ins

luftgeblasene Kissen zu befördern. Hüpfburg, Ponyreiten, Töggelikasten, Tischtennis waren weitere Attraktionen, und in einem Zelt konnten sich die Kinder schminken lassen. Höhepunkt des Festes am Samstag war die zweimalige Aufführung des Kindermusical «Ehrepfahl». In der Woche zuvor konnten Kinder vom 2. Kindergarten bis zur 6. Klasse an einer Kinderwoche teilnehmen. Derweil die Kleineren bis zur 2. Klasse diese Woche mit Spielen – vor allem im Wald draussen –, mit basteln, singen und

dem Bemalen einer Wand verbrachten, studierten rund 30 ältere Kinder das Indianermusical ein. Und die Aufführung geriet zu einem Vollerfolg. Sowohl in der Mittagsaufführung wie auch in derjenigen am Abend war die Chrischona-Kirche bis weit über den letzten Sitzplatz hinaus proppevoll gefüllt. Die Kinder legten einen virtuosen Auftritt hin, sowohl im Theaterspiel wie in den Gesangsstücken. Das Musical dreht sich um Fragen der Identität und Werte. Es handelt von einem Indianerstamm, in dem ein Wettbewerb darum stattfindet, wer am meisten Federn erringt, die er aufgrund seiner Leistung in Konkurrenz zu den andern und durch Tapferkeit erbringt. Nach und nach erkennen aber die Mitglieder des Indianerstamms, dass nicht das die meiste Ehre einbringt, was ein Einzelner für sich erringt oder dass man nicht unbedingt irgendwo der Beste sein muss. Entscheidend ist vielmehr, dass alle Mitglieder des Stamms ihre jeweilige individuelle Leistungsfähigkeit und Gaben zusammenlegen zum Wohl der Gemeinschaft. Oder, wie es in einem Kernzitat des Musicals heisst: «Schliesslich isch jede wertvoll. Und wenn jede das inegit, was er guet chan, denn werde mehr stärcher». Mit ihrem Auftritt brachten die Kinder die Botschaft des Stücks glänzend herüber.


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Dienstag, 20. August 2019

Wenn Spenden sammeln Spass bereitet Das Kinderfest «Knonau für Afrika» geht in die fünfte Auflage Es ist eine Erfolgsgeschichte, das Kinderfest «Knonau für Afrika», das am 15. September bereits zum fünften Mal stattfindet. Die Besucher dürfen sich auf ein reiches Angebot an Attraktionen freuen – und unterstützen erst noch eine gute Sache.

einem Einheimischen, einem langjährigen Mitarbeiter. «Das macht uns sehr stolz», so Monika Henzler.

Alle Beteiligten verzichten auf Gage

................................................... von thomas stöckli Die Not von Kindern in Somalia liess vor acht Jahren bei den beiden Knonauerinnen Monika Henzler und Jeanine Erni die Idee reifen, etwas zu bewegen. Was daraus entstehen sollte, hätten sie sich wohl selber kaum vorstellen können: Weit über 100 000 Franken konnten dank des alle zwei Jahre stattfindenden Benefiz-Festes mittlerweile nach Afrika überwiesen werden, in den letzten Jahren jeweils an den ehrenamtlich geführten Verein «Mamadou & Bineta», der sich für Strassen- und Waisenkinder in Guinea engagiert. «Damit wurden Häuser fertiggestellt und vor Ort Personen angestellt», führt Monika Henzler aus, die sich seit rund fünf Jahren selber im Vorstand des gemeinnützigen Vereins engagiert. So konnten auch die Plätze für Kinder erhöht werden. Das Ziel bleibe allerdings, die Kinder in ihre Familien zu reintegrieren, sagt Monika Henzler. Damit die Jugendlichen nach der Schule nicht wieder vor dem Nichts stehen, sind nun Anschlusslösungen im Fokus. So hat «Mamadou & Bineta» jüngst ein Nähtelier mit Ausbildungsplätzen eröffnet, ein weiteres Atelier für Holzbearbeitung ist in Planung. Damit soll eine wirtschaftliche Nachhaltigkeit erreicht werden, es werden Arbeitsplätze und Perspektiven geschaffen. Passend zu dieser Entwicklung liegt die Leitung bereits bei

Reger Betrieb auf dem Stampfiplatz in Knonau mit dem Sponsorenlauf und verschiedenen Attraktionen für Kinder.

Die Co-Initiantin mischt auch bei der fünften Auflage des Festes noch tatkräftig mit. Mittlerweile wird sie allerdings durch ein OK entlastet. Spendenmässig sei bisher jedes Mal etwas mehr zusammengekommen – vor zwei Jahren waren es 53 000 Franken. Diese Steigerung fortzusetzen liege aber diesmal nicht im Fokus, so Monika Henzler. Vielmehr gehe es darum, viele Besucher auf den Stampfiplatz zu locken. Und trotzdem: das Spendenbarometer stand schon einen Monat vor dem Fest auf 25 000 Franken. Dazu beitragen kann man auch am Sponsorenlauf. Die Anmeldung ist spontan vor Ort möglich. Auch dieses Jahr tragen wieder zahlreiche Künstler und Sponsoren ihren Teil zum Fest bei – und verzichten komplett auf eine Gage. So gelangen sämtliche Einnahmen 1:1 in den Spendentopf. Seit dem ersten Mal macht Bruno Hächler mit seinen unbeschwerten Kinderliedern mit, diesmal um 12 Uhr. Weiter verzaubert Magier Rasmus das Publikum, man darf sich auf Hip Hop und eine afrikanische Tanzeinlage freuen und das Jumpin in Mettmenstetten stellt Rutsch-Gutscheine zur Verlosung zur Verfügung. Garantiert einmalig sind die Shows von Erzählerin «Frau Flipflop», denn bei ihr ist das Bühnengeschehen interaktiv: Die Kinder werden einbezogen und spielen eine aktive Rolle beim Bestimmen von Figuren, Kontext und Verlauf. Kinderfest Knonau für Afrika am Sonntag, 15. September, 9.30 bis 18 Uhr, auf dem

Das Kinderfest-OK von links: Martin Hausheer, Tamara Bucher, Sandra Casartelli und Monika Henzler. (Bilder zvg.)

Stampfiplatz in Knonau. Infos unter www.mamadouetbineta.org.

wir gratulieren

Pflanzen, Vögel und Wolkenbilder Ämtler Wanderer unterwegs im Zürcher Oberland am Nordufer des malerischen Greifensees. Die leichte und abwechslungsreiche Wanderung begann vor den Toren der Stadt Zürich und führte vom Bahnhof Uster mitten durch die Stadt am Aabach entlang bis zum naturnahen Seeuferweg in Niederuster. Auf einem schmalen Pfad spazierte man unter schattigen Bäumen und vorbei an kostenlosen Badeplätzen mit Feuerstellen und zahlreichen Ruhebänken, die zum Verweilen einluden. Nun ging es durch das Naturschutzgebiet mit aussichtsreichen Beobachtungsplattformen und durch den schattigen Wald bis ins historische Städtchen Greifensee. Beim Restaurant «Zur Alten Kanzlei» führte der Weg links hinunter und vorbei am Schloss bis zur schönen Gartenanlage am See. Hier gab es auf einer Holzbank eine Mittagspause und die Gruppe verpflegte sich aus dem Rucksack.

Rund um den Greifensee wachsen 400 verschiedene Pflanzen und über 120 Zugvögel-Arten wurden schon nachgewiesen. Nun führte der Uferweg an einer Badeanlage vorbei und weiter durch das geschützte Böschenried. Bei der Wegkreuzung im Ried ging es nach links und durch das Schilf von Suelen. Dann querte man den Glattbach auf einer alten schmalen Eisenbahnbrücke und wanderte durch das Naherholungsgebiet Rohrwies mit Badeplätzen und Feuerstellen bis zum Schiffsteg im Rohr auf dem Gemeindegebiet von Fällanden. Von hier fuhr die Gruppe mit einem blauen Schiff über Greifensee zurück nach Niederuster. Während der Fahrt gab es einen feinen Kaffee und schöne Aussichten auf den malerischen See. Dann ging es mit dem Bus und der Bahn wieder nach Hause. Dölf Gabriel, Wanderleiter Weitere Infos unter www.miteinanderwandern.ch.

Grünliberale empfehlen Ja zum Steuergesetz Aufgrund der AHV-Steuervorlage, die im Mai vom Stimmvolk angenommen wurde, ist auch im Kanton Zürich eine grundlegende Umstellung des Steuersystems für Unternehmen erforderlich. Dies wird für den Kanton Zürich unweigerlich zu Steuerausfällen führen. Die kantonale Steuergesetzrevision, die zur Abstimmung steht, hat das Ziel, die Ausfälle mit neuen Steuerinstrumenten auf ein verkraftbares Mass zu senken und den Kanton Zürich weiterhin als attraktiven Standort für Unternehmen zu erhalten. Die Städte, Gemeinden und Kirchen sollen an den Mehreinnahmen durch die Er-

strengungen unternommen werden, auch Unternehmenssteuern stärker im Sinne von Anreizen für klimafreundliches Verhalten auszugestalten. Spannende Ansätze wären hier zum Beispiel reduzierte Steuern für Unternehmen, welche in Nachhaltigkeit investieren, oder die Verwendung eines Teils der Mehreinnahmen aus der Erhöhung des Bundessteueranteils (erwartet werden hier 180 Millionen) für die im Kantonsrat beschlossenen Klimaziele. Dr. Thomas Beck, Vorstand Grünliberale Knonauer Amt

Tempo 30 löst das Problem kaum Autobahnzubringer und Demokratie, Kantonsratskolumne vom 13. August.

Natur- und Vogelbeobachtungen auf einer Plattform am Greifensee. (Bild zvg.)

höhung des Kantonsanteils an der Bundessteuer beteiligt werden. Die Grünliberalen sehen die vorliegende Revision als guten Kompromiss zwischen Stadt und Kanton. Sie wären jedoch gerne in einigen Punkten etwas weiter gegangen, um die Attraktivität des Kantons Zürich für Unternehmen zu stärken und im Steuerwettbewerb nicht weiter zurückzufallen. Zu einem Kompromiss gehört aber, dass alle Parteien zu einem Entgegenkommen bereit sind. Der Vorstand der GLP Knonauer Amt empfiehlt deshalb, Ja zu stimmen. Grundsätzlich müssen in der Zukunft An-

Ich gehe davon aus, dass Herr Schweizer diesen Strassenabschnitt im Dorf Bickwil noch nie befahren hat, weil kein Auto-Besitzer. Nur Tempo 30 kann nicht die Lösung sein, diese Strasse durch das Dorf ist zu schmal, verwinkelt, der Koffer zu schwach aufgebaut und Kreuzen teils nicht möglich. Denn diese Strasse wurde vor vielen Jahren (noch in meiner Schulzeit) als C-Strasse abgestraft, das würde heissen: Lastwagen-Fahrverbot, nur

Zulieferung gestattet. Im Übrigen wurde an dieser Strasse nie grössere Sanierungen vorgenommen, war auch nicht möglich, hätten doch einige Häuser weichen müssen. Das bisschen (Pflästerli-) Arbeiten reicht nicht, um 40Tönner darüberdonnern zu lassen. Sollte der Kredit von Fr. 15 Millionen nicht gutgeheissen werden, somit wieder Jahre der Verzögerung oder gar ganz gestrichen, müsste diese Strasse für den Schwerverkehr gesperrt werden. Somit Autobahn-Zubringer über Kreuzstrasse Toussen-Obfelden oder Ottenbach-Zwillikon-Hedingen­Wettswil Autobahn-Auffahrt. Ab Zwillikon

bis nach Hedingen Tempo 30. Diesen Zubringer hätte man schon lange bauen können, wahrscheinlich einiges günstiger. Ich bin übrigens in diesem Dorfteil Bickwil aufgewachsen. Christian Nyfefer, Affoltern a. A.

Ein Leserbrief muss mit Absender, Adresse und Telefonnummer versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. (Red.)


Gewerbe/Dienstleistungen

«Vierzgerfäscht»

Cup-Aus

Der Jahrgang 1979 von Wettswil hat ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. > Seite 15

In der 1. Cup-Hauptrunde hat der FC Wettswil-Bonstetten gegen Wohlen verloren. > Seite 21

Dienstag, 20. August 2019

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Nati-Aufgebot Passeurin Olivia Wassner aus Affoltern fährt für die Schweiz an die Volleyball-EM. > Seite 23

Freiraum für Körper, Geist und Seele schaffen Das Studio Freiraum in Rifferswil baut sein Angebot aus spannt, sodass die Dehnung während rund drei Minuten in die tiefsten Körperschichten eindringen und diese durchbluten kann. Diese Form des Yoga ist extrem regenerativ und meditativ und für Burnout-Gefährdete und sehr eingerostete Menschen gleichermassen interessant. Achtsamkeitsmeditation, wie sie von Susanne Spalinger in verschiedenen Übungen und mit viel Feinheit angeboten wird, setzt noch konsequenter darauf, den Geist zur Ruhe zu bringen.

Man ist sich einig, beim Tee draussen auf der Lounge vor dem «Freiraum», das Trainieren in kleinen familiären Gruppen, unter konsequenter Beobachtung der Kursleiterinnen ist zugleich angenehm und hoch effizient. «Nur wenn die Übungen bis ins Detail korrekt ausgeführt werden, entfalten sie die volle Wirkung», erklärt Caroline Köthe, Pilates-Frontfrau im Freiraum. «Da müssen wir halt manchmal pingelig sein», lacht sie.

Balance of body and mind Die Zeit rast immer schneller und viele Menschen nehmen sich nicht die nötige Zeit für sich, für ihren Körper und ihren Geist. Balance of body and mind, wie das auf Englisch so schön heisst. Das Studio «Freiraum» in Rifferswil setzt genau da an und baut sein Angebot in diesem Bereich per September weiter aus. Schlaflosigkeit, Rastlosigkeit, Erschöpfung, Gedanken ohne Ende oder «Monkey-Mind», wie es die Meditationslehrerin Susanne Spalinger auf den Punkt bringt. Mit dem neuen Freitagabend-Angebot möchten sie und die Yogalehrerin Christin Kehrli zum «Runterfahren» und Einläuten eines weniger hektischen, achtsameren Wochenendes einladen. Abwechslungsweise bieten die beiden jeweils von 19 bis 20 Uhr Yin Yoga und Meditation an. In diesen Stunden lernt man Schritt für Schritt mehr Ruhe in seinen Geist zu bringen und so besser auf die feinen Signale des Körpers zu achten. Beim Yin-Yoga werden in den Positionen alle Muskeln ent-

Wer kann noch aufrecht sitzen? Und noch etwas fällt den FreiraumFrauen auf: viele Menschen nützen die Bewegungsmöglichkeiten ihres Körpers nicht und werden immer steifer. «Wer kann noch angenehm aufrecht im Schneidersitz sitzen oder sich selber den Rücken eincrèmen?», fragt Andrea Schneeberger, die Nia-Lehrerin. Freiraum ermuntert mit seinen Angeboten, die Möglichkeiten wieder zu nutzen, ein Anliegen, das dem neusten Teammitglied Petra Inauen am Herzen liegt. Die erfahrene Triathletin freut sich, ihre Begeisterung für extreme Vielseitigkeit und Feinheit der Bewegungen im Yoga weiterzugeben. Gerne würde sie bald auch spezifisch Seniorinnen, Senioren und Rückenpatienten darin unterstützen, ihre Geschmeidigkeit bestmöglich zu wahren. Sie freut sich auf entsprechende Anfragen. (pd.)

Stehend: Susanne Spalinger, Andrea Schneeberger und Caroline Köthe, sitzend Petra Inauen und Christin Kehrli. (Bild zvg.)

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Studio Freiraum, Jonenbachstrasse 23, Rifferswil, 079 821 63 16, info@freiraum-rifferswil.ch. www.freiraum-rifferswil.ch

Die weltbesten Berufsleute im Wettstreit An den WorldSkills im russischen Kazan kämpfen ab Donnerstag über 1500 junge Berufsleute aus 77 Nationen um Weltmeistertitel in mehr als fünfzig Berufen. Darunter auch Rahel Weber aus Obfelden. Vom 22. bis 27. August steigen in Kazan die BerufsWeltmeisterschaften. Unter den 41 Schweizerinnen und Schweizern, die sich an den nationalen Meisterschaften für diese Titelkämpfe quali- Rahel Weber. fiziert haben, ist (Bild zvg.) auch die Obfelderin Rahel Weber. Sie tritt im Beruf Bäckerin-Konditorin-Confiseurin an. Wie die anderen Kandidatinnen und Kandidaten aus der Schweiz hat sie sich mit bis zu 1000 Stunden berufsbezogenem Training und an Team-Weekends auf diese Weltmeisterschaften vorbereitet. «Ich bin stolz auf unsere jungen Berufsleute, die sich in ihrem Beruf mit den Besten der Welt messen können. Sie sind hervorragende Botschafterinnen und Botschafter für unsere Berufsbildung», sagt Regierungsrätin Silvia Steiner, Zürcher Bildungsdirektorin und Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK). Sie werde die Berufsleute von der Schweiz aus anfeuern. (pd.)

Bohnen selber pflücken Besenbeiz mit Blick in die Voralpen

6. Saison auf dem «Sunnehof» Mettmenstetten

«Caro’s Stallkafi»: Wiedereröffnung nach dem Sturmschaden

Auf dem «Sunnehof» der Familie Stübi in Mettmenstetten können seit gestern Montag Bohnen ab dem Feld geerntet werden. Die Qualität ist gut.

Der Sturm Burglind zerstörte auf dem Röthlisbergerhof die Remise und das kleine gemütliche Besenbeizli. Die Scheune wurde wieder aufgebaut und aus dem kleinen Kaffeestübli entstand nun eine veritable und urchige Wirtschaft. Am Freitag, 23. August, findet die Wiedereröffnung statt.

Vom Säen bis zum Ernten dauert es rund 100 Tage. Beat Stübi hat die Buschbohnen in zwei Etappen gesät, womit ein gestaffeltes Ernten möglich ist. Auf 12 Aren können seit gestern Bohnen direkt im Feld gepflückt werden – eine Möglichkeit, die viele nutzen. Frauen und Männer aus der Region rücken jeweils mit Körben und Taschen an und können die Bohnen direkt von den Stauden nehmen. Diese werden ausgerissen, hernach untergeackert und eignen sich als Dünger (Stickstoff). Im vergangenen Jahr musste das Feld intensiv bewässert werden, dieses Jahr nicht – auch auf Spritzmittel wird verzichtet. «Dafür mussten wir ziemlich viel Unkraut beseitigen. Aber Bohnen sind pflegeleicht», erklärt Daniela Stübi. Sie zeigt, wann Bohnen Erntereife erlangen: dann, wenn die Zwischenräume bei der Bohne in der Hülse gleichgross sind. Pro Stock resultieren zwischen 18 und 15 Bohnen – Buschbohnen, die sich zum Einfrieren

Zeigt, wann Bohnen Erntereife erlangen: Daniela Stübi auf dem 12-Aren-Areal. (Bild Werner Schneiter) besonders gut eignen. Die Familie Stübi lädt in der 6. Saison zum Selberpflücken ein. (-ter.) Infoband: Telefon 044 776 86 03.

Der Röthlisbergerhof an der Schützenhausstrasse 4 in Knonau liegt auf einer Anhöhe an wunderbarer Lage. Bei klarem Wetter sieht man die Berge und von nahe winkt ein kleiner Rebberg. Und wo bitte schön ist es gemütlicher ein Glas Wein zu trinken als in der freien Natur mit Sicht auf Reben? Caroline Röthlisberger würde allerdings anstelle des Rebensafts eher ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee erwähnen, ist sie doch gelernte Konditorin. Als Frau eines Landwirtes und als leidenschaftliche Gastgeberin war es für sie natürlich keine Frage, dass ihr kleines Besenbeizli genau wie die Remise wieder auferstehen sollte. Die Bezeichnung «Caro’s Stallkafi» ist gelinde gesagt eine Untertreibung. Die urgemütliche und professionell eingerichtete Beiz bietet Platz für rund 50 Gäste und die beiden riesigen

Hier lässt es sich gut schmausen: Caroline und Martin Röthlisberger (rechts) mit ersten Gästen in ihrem Stallkafi. (Bild Martin Mullis) Holztische unter und oberhalb der Scheune laden fast nochmals so viele Gäste zu einer gemütlichen Pause ein. Das Buffet ist modern eingerichtet und das Mobiliar besteht aus alten und zum Teil antiken Möbeln, wobei selbst eine ausgediente Hobelbank als Tisch herhalten muss. Bauer und Zimmermann Martin Röthlisberger stellte einige der Möbel, insbesondere die beeindruckenden schweren Holztische in der Gartenwirtschaft, selbst her. «Caro’s Stallkafi» ist jeden Freitag von 9 bis 11.30 und 14 bis 18 Uhr

offen. Immer am letzten Freitag des Monats wird ab 18 Uhr warme Küche serviert. Jeden ersten Sonntag im Monat findet ab 10 Uhr ein üppiger Brunch statt. Das Stallkafi steht natürlich auch Gruppen auf Voranmeldung zur Verfügung. Zur Wiedereröffnung des neuen «Stallkafi» am Freitag, 23. August, lädt die Familie Röthlisberger alle gwundrigen Besucher herzlich ein. (mm) «Caro’s Stallkafi», Schützenhausstrasse 4, Knonau, Tel. 076 536 43 36, www.stallkafi.ch.


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Vermischtes

Dienstag, 20. August 2019

Mit Volg-Märkli Kinderlachen schenken Spendenaktion vom 2. September bis 6. Oktober Für jeden Einkauf erhalten Kunden in den Volg-Läden Märkli zum Sammeln. Vom 2. September bis 6. Oktober können die Kunden diese spenden und so die Stiftung Theodora unterstützen, deren Traumdoktoren den Alltag von Kindern im Spital schweizweit mit Abwechslung erfüllen. Die 61 Traumdoktoren der Stiftung Theodora sind ganz besondere Doktoren: Sie sind fröhlich angezogen, dezent geschminkt und entführen die Kinder auf ihren wöchentlichen Besuchen in eine zauberhafte Welt voller Farben und Fantasie. So erfüllt die 1993 gegründete Stiftung Theodora den Alltag von Kindern in schweizweit 35 Spitälern und 29 spezialisierten Institutionen für Kinder mit Behinderung mit Lachen und Freude. Hinter den Traumdoktoren stecken von der Stiftung professionell ausgebildete Künstlerinnen und Künstler, die in enger Zusammenarbeit mit den Ärzten und dem Pflegepersonal behutsam und individuell auf die kleinen Patienten eingehen und ihnen auf jährlich

Dr. Pirouette sorgt als einer von 61 Traumdoktoren der Stiftung Theodora für fröhliche Momente bei Kindern im Spital. (Bild Pierre-Yves Massot) über 100 000 Kinderbesuchen wertvolle Momente des Glücks schenken.

Längerfristige Zusammenarbeit Mit einer grossen Märkli-Sammelaktion in allen über 580 Volg-Läden der Deutschschweiz und Westschweiz möchte Volg die Stiftung Theodora unterstützen. Kunden können die Volg-

Märkli vom 2. September bis 6. Oktober spenden. Dafür stehen in allen Läden gelbe Sammelboxen bereit, in welche man die Märkli einwerfen kann. Volg spendet danach den gesammelten Gegenwert im Namen der Kunden der Stiftung Theodora. Die Märkli-Sammelaktion ist der Anfang einer auf drei Jahre vereinbarten Zusammenarbeit von Volg und Theodora. (pd.

Für eine starke Eltern-Kind-Bindung

«PEKiP»-Kurs im Familienzentrum Affoltern Am Mittwoch, 4. September, startet wieder ein sechsteiliger PEKiP-Kurs mit der Gruppenleiterin und diplomierten Sozialpädagogin Barbara Egger. Der Kurs dauert jeweils von 9.30 bis 11 Uhr.

durch die Möglichkeit, die Beziehung zu ihrem Baby auf liebevolle Art und Weise zu vertiefen und zu stärken. Mit der fachlichen Unterstützung der Gruppenleiterin und diplomierten Sozialpädagogin Barbara Egger wird zusätzlich dem Austausch zwischen den Eltern angemessen Raum gegeben. Zudem erhalten die Eltern Ideen zu Bewegungs-, Sinnes- und Interaktionsspielen, die auf der Eigenaktivität ihres eigenen Babys basieren. (GS)

Durch das Prager-Eltern-Kind-Programm, kurz PEKiP, soll die Beziehung zwischen Babys und Eltern in den ersten Lebensmonaten gefördert werden. Ausserdem sollen Eltern durch den Weitere Informationen und Anmeldung auf Kurs ihre Erziehungskompetenz www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch, per stärken, die Bedürfnisse ihres Kindes Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch erkennen und ein vertieftes Verständ- oder per Telefon 044 760 12 77. nis für dessen Entwicklung bekommen. Das erste Lebensjahr ist eine ganz besondere Zeit. Der PEKiPKurs unterstützt, begleitet und fördert den Prozess des Kennenlernens und Entdeckens sowie die natürliche Entwicklung der Babys durch liebevolle Bewegungs-, Sinnes- und Spielanregungen. Die «PEKiP» fördert in den ersten Lebensmonaten die Bindung Eltern haben da- zwischen Babys und Eltern. (Bild zvg.)

«English Conversation» Bezaubernde Klänge im Kulturzelt

Ab nächstem Montag im Familienzentrum

23. August: Kammermusikkonzert im «Seleger Moor»

Ab dem 26. August finden im Familienzentrum Affoltern jeweils am Montagmorgen wieder die beliebten Englisch Conversation-Kurse mit Kirstie LeBow statt.

Nach drei erfolgreichen Konzerten in den Monaten Mai und Juni finden am Freitag, 23. August, und Samstag, 31. August, jeweils 19.30 Uhr, die letzten beiden Konzerte der diesjährigen Saison im Kulturzelt im Park Seleger Moor statt. Zu Gast sind Solisten des «Argovia Philharmonic».

«Who is interested in improving his or her English through conversation?» Jeweils am Montagvormittag findet im Familienzentrum wieder der beliebte English Conversation-Kurs mit der geschätzten, aus Australien stammenden Kursleiterin Kirstie LeBow statt. Ab dem 26. August füllt sie jeden Montagmorgen mit neuen Themen und kreativen Ideen, Alltag, Freizeit, Ferien und vieles mehr wird auf Englisch in einer gemütlichen und freundschaftlichen Atmosphäre besprochen. Wer schon länger vorhatte, sein mündliches Englisch aufzufrischen, hat jetzt die Gelegenheit dazu. (GS) anzeige

Im Gespräch die mündlichen Sprachkenntnisse verbessern. (Bild zvg.) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen sind auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch zu finden.

Am nächsten Freitag spielen Solisten des Symphonie Orchesters «Argovia Philharmonic» zwei bedeutende Kammermusikwerke für Klarinette und Streichquartett von Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Maria von Weber. Am Samstag, 31. August, spielt zum Saisonende das Ensemble «Musique en Route» traditionelle Volksmusik aus der östlichen Welt, sozusagen eine rasante Fahrt über Stock

Impression vom Konzert am 7. Juni: die «Sam Singers» zu Gast im Kulturzelt mit Evergreens aus den 30er-, 40er- und 50er-Jahren. (Bild zvg.) und Stein durch die weitläufigen Landschaften des wilden Ostens. Beim Kauf eines Konzerttickets gehört der freie Parkeintritt ab 17.30 Uhr dazu. Die Abendkasse ist ab 18.45 Uhr geöffnet. (pd.)

Interessierte Besucherinnen und Besucher können über www.kulturzelt.ch Tickets kaufen. Bei schlechtem Wetter findet das Konzert im Weinkeller des Restaurants Löwen in Hausen statt. Ab 17 Uhr wird darüber auf der Website www.kulturzelt.ch informiert.


Veranstaltungen

«Ladies Night» vor dem Oktoberfest

Tanzgruppe «Sixx Paxx» heizt Stallikon ein

Dienstag, 20. August 2019

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Vielfältiges Festprogramm Der Jahrgang 1979 lädt zum «Vierzgerfäscht» Wettswil 2019 Das «Vierzgerfäscht» 2019 steht vor der Tür. Nach neun Monaten Planung mit vielen langen Sitzungen und angeregten Diskussionen ist das OK überzeugt, den Festbesuchern wiederum ein unvergessliches Programm bieten zu können.

Bald steigt in Stallikon wieder das beliebte Oktoberfest. (Archivbild zvg.) Alle zwei Jahre findet das Oktoberfest Stallikon auf der Schulhausanlage Pünten statt. Das Wiesngaudi in Stallikon hat in den letzten Jahren sehr an Beliebtheit gewonnen und durfte sich an ständig wachsenden Besucherzahlen erfreuen. Am 7. September wird wieder in Dirndl und Lederhosen angestossen, dieses Mal mit bester Unterhaltung vom bekannten AprèsSki-DJ Matty Valentino. Ihn kennt man im Bierkönig auf Mallorca, in Sölden, Arosa, Ischgl, usw. Dieses Jahr warten allerdings noch mehr Highlights auf die Gäste: Die Event-Crew Stallikon erweitert den Anlass um eine weitere Veranstaltung am Freitagabend, worüber sich die Damen ganz besonders freuen dürfen: Alle, die den Film Magic Mike gesehen haben, wissen, dass Disco-Musik, Tanzshow und Männer-Sixpacks eine hervorragende Mischung ergeben, um es

richtig krachen zu lassen. Am 6. September kommt die Tanzgruppe «Sixx Paxx» aus Berlin in das Festzelt nach Stallikon und heizt mit einer verführerischen Choreografie, Akrobatik und Gesangseinlagen den Damen so richtig ein. Danach darf zu 70er-, 80er- und 90er-Hits mit DJ SiDisco weiter gefeiert und getanzt werden. Und als wäre das alles noch nicht genug, werden die Damen mit dem kostenlosen Shuttle in der Umgebung Unteramt nach Hause oder an regionale Verkehrsknotenpunkte wie Bahnhof Bonstetten/Wettswil, Bahnhof Birmensdorf oder an die Tramhaltestelle ZürichTriemli gefahren. (pd.) «Ladies Night» mit der Tanzgruppe «Sixx Paxx» am Freitag, 6. September, Türöffnung 18.30 Uhr, im Festzelt auf der Schulhausanlage Pünten. Tickets (40 Franken) unter www.eventfrog.ch/sixxpaxx. Oktoberfest am Samstag, 7. September, 17.30 Uhr.

«Es war ein lauer Abend im Spätherbst im Oktober 2018», erinnert sich Claudio Schödler vom Organisationskomitee des diesjährigen «Vierzgerfäschts». «Wir sassen alle im Restaurant Hirschen in Wettswil und lauschten gebannt den Ausführungen des OKs 2018.» Dies bildete den Beginn der Planung des «Vierzgerfäscht» Wettswil 2019. «Nun, kurz vor dem Startschuss am Freitag, 30. August, bleibt uns nur noch wenig Zeit, um die letzten Details abzustimmen.» Das Programm hingegen wurde grösstenteils bereits im Frühling festgelegt. Und dieses hat es wiederum in sich. Am Freitag, 20 Uhr, kommt kein Geringerer als Fabian Unteregger nach Wettswil. Er ist mit seinem abendfüllenden Comedyprogramm «Doktorspiele» auf Tournee und macht Halt im grossen Festzelt auf dem Schulareal Mettlen. Neben einem «Vierzgerfäscht»-Spezialprogramm werden sicher einige Kostproben aus seiner legendären SRF3-Freitagsrunde zu hören sein. «Die Zuschauerzahl ist limitiert, sichern Sie sich noch heute eines der letzten begehrten Tickets für diesen ganz speziellen Comedyabend über unsere Webseite», empfiehlt Schödler.

Das Vierzgerfäscht lockt die Partygänger jeweils in Massen an. (Archivbild) «Vom Dorf fürs Dorf» am Samstag Das Abendprogramm vom Samstag steht zum ersten Mal in den letzten Jahren wieder unter dem Motto «vom Dorf fürs Dorf». So erwartet die Festgänger ein spannender Lotto-Abend mit attraktiven Preisen. Nach einem gemütlichen Nachtessen, kann ab 20 Uhr eifrig gespielt und mitgefiebert werden. Neben dem Lottospiel ist auch Platz für einen gemütlichen Schwatz nicht zu kurz kommen. Für die Partygäste sorgt wie in den letzten Jahren DJ Bernd im Anschluss am Freitag und am Samstag in der Bar für gute Laune bis in die Morgenstunden. Und für die jungen Festbesucher schlägt am Samstag- und Sonntagnachmittag ihre Stunde. Das Team des Ressorts Unterhaltung hat beste Arbeit geleistet und Spiele wie Entenfangen,

Glücksrad, Hüpfburg, Mohrenkopfschleuder, Fussball- und Streethockey Torwandschiessen, Päcklifischen und sogar einen Wettswiler «Ninja Warrior» auf die Beine gestellt. Ermöglicht haben dies die Spiele-Sponsoren. Neben dem Spiel soll an beiden Tagen auch die Unterhaltung viel Raum bekommen. Präsentiert werden Auftritte der Mädchenriege, verschiedene Tanzvorführungen, ein Bilderbuchkino und diverse Kinderkonzerte. Den Abschluss des Fests bildet wie immer die Verlosung der TombolaHauptpreise am Sonntagnachmittag. (pd.) Vierzgerfäscht vom 30. August bis 1. September auf dem Schulareal Mettlen in Wettswil. Ausführliches Festprogramm, zusätzliche Infos und Ticketbestellung für Fabian Unteregger unter www.vierzgerfaescht.ch.

Nicht so gross wie das eidgenössische Zwei Stimmen, Schwingfest – aber viel gemütlicher Gitarre und Ukulele

Knonauer Chilbi von kommenden Freitag bis Sonntag

Musikgenuss mit «naked» in Affoltern

Dass die Knonauer ein festfreudiges Völkchen sind, sollte sich unterdessen herumgesprochen haben. Mit der Chilbi folgt nun ein weiterer Höhepunkt im Veranstaltungskalender der südlichsten Gemeinde des Bezirks.

Auf ein sommerliches WohlfühlKonzert darf man sich am kommenden Sonntag auf dem Märtplatz Affoltern freuen. Im Rahmen von «Musig us em Amt» kommt das Musik-Duo «naked».

Seit einigen Jahren beginnt die Chilbi bereits am Freitagabend. Das Wochenende wird eingeläutet und man trifft sich zum Feierabendbier mal nicht in der Stammkneipe oder sitzt zu Hause auf dem Sofa vor dem Fernseher, sondern geniesst die gute Gesellschaft auf dem Stampfiplatz. Zum Start um 18.30 Uhr offerieren die Bahnbetreiber eine Gratis-Viertelstunde auf sämtlichen Bahnen. Die Pestalozzi Stiftung ist ab 19 Uhr vor Ort und organisiert Abenteuerliches für Kinder. Auf dem unmittelbar angrenzenden Spielplatz findet das Menschen-Töggeli-Turnier der Primarschule Knonau statt. In emotional kommentierten Spielen werden die Sieger der diversen Preise ermittelt. Der Töggelikasten darf übrigens während der ganzen Chilbi auch von allen anderen benutzt werden. Natürlich sind auch die beliebten Festwirtschaften bereits in Betrieb und man kann sich gemütlich hinsetzen und sich kulinarisch verwöhnen lassen, während man dem Treiben auf dem Festplatz zuschaut.

Schatzsuche und Armbrustschiessen Am Samstag ab 16 Uhr gehts dann richtig los. Für Kinder wird eine Schatzsuche im Sandhaufen angeboten und der Frauenverein lädt ein, beim Würfelspiel sein Glück zu versu-

Es wird einiges geboten an der Chilbi Knonau. (Bild zvg.) chen. Auch der Armbrustschiessstand wartet auf Tellensöhne und -töchter, die ihr Können unter Beweis stellen möchten.

Musik und Ponyreiten am Sonntag Um 10.30 Uhr am Sonntagmorgen findet der ökumenische Chilbi-Gottesdienst im Festzelt statt. Die neuen Konfirmanden stellen sich vor. Nach dem Gottesdienst können die Gäste ein Apérokonzert geniessen. Mit dem Knonauer Thomas Gilg an der Klarinette unterhalten die «Wizzards of Creole Jazz» über die Mittagsstunden. Die Männerriege bereitet unterdessen mit viel Geschick und etwas Weisswein das legendäre Risotto, den kulinarischen Höhepunkt vor. Ab 13 Uhr

ist wieder der gesamte Chilbibetrieb mit allen Ständen, Spielen, Fahrgeschäften sowie Speis und Trank im Gange. Von 14 bis 16 Uhr erwarten die Ponys vom Stall Seilermatt die pferdebegeisterten Kinder, um mit ihnen eine Runde um den Haselbach zu drehen. Ob man nun die Vereine mit einem Besuch unterstützen, gemütlich Bekannte oder neue Leute treffen oder einfach mal ein Wochenende nicht kochen will, das Chilbikomitee freut sich auf Besucher. Für Auswärtige stehen genügend Parkplätze im Dorf und beim Bahnhof zur Verfügung. Chilbikomitee der Gemeinde Knonau Knonauer Chilbi von Freitag, 23.,bis Sonntag, 25. August, auf dem Stampfiplatz.

Das Duo «naked», das sind Nadine Arnet und Ivo Caponio. Seit 2016 spielen die beiden Covers, inzwischen schreiben und produzieren sie jedoch auch eigene Songs. Der Name «naked» steht für Natürlichkeit und echte Emotionen in Form von unverschleierter akustischer Musik. Nadine Arnet ist im Säuliamt keine Unbekannte, trat sie doch schon als Elfjährige mit ihrer Familien-Band auf. Heute besitzt die ausgebildete Schauspielerin und Sängerin ein breites Band an künstlerischen Möglichkeiten. Sie ist auf diversen Bühnen zu sehen und als Sängerin mit verschiedenen Formationen unterwegs. Ihr Partner Ivo Caponio entdeckte bereits mit 15 Jahren die Leidenschaft

zur Gitarre. Er unterrichtet unter anderem am Konservatorium Winterthur E-Gitarre und ist als Live- und Studiomusiker wie auch als Sänger in verschiedenen Formationen und Produktionen tätig. Die leichten und zugleich kraftvollen Klangfarben der von Gitarre und Ukulele begleiteten Stimmen kreieren eine sommerlich-genussvolle Atmosphäre. In luftigen Versionen lässt das Duo Songs aufleben wie «Hotel California» (Eagles) oder «Don’t Worry Be Happy» (Bobby McFerrin). Aber auch eigene Songs lassen sie in das einstündige Konzert einfliessen. Und ausser bei Kultur am Platz tritt das Duo unter anderem an OpenAirs, Konzerten, Privatanlässen, Hochzeiten etc. auf. Zudem ist seit dem 16. August die erste «naked»-Single «Grow» erhältlich. (pd.) Konzert des Musik-Duos «naked» am Sonntag, 25. August, 17 Uhr, Kasino Vordach, Märtplatz, Affoltern. Hutkollekte. Märtkafi offen ab 16.15 Uhr. Eine Veranstaltung von Kultur Affoltern.

Stehen für «Feelgood»-Musik: Nadine Arnet und Ivo Caponio. (Bild zvg.)


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Veranstaltungen

Von Würsten und Glaubensflüchtlingen

Führungen zur Reformationsgeschichte Die reformierte Erwachsenenbildung im Säuliamt bietet zum Reformationsjubiläum nochmals zwei Führungen durch Zürichs Altstadt mit Barbara Hutzl-Ronge. Die Führung vom 7. September gibt einen Überblick über die «12 Jahre, in denen es um die Wurst ging». An den historischen Schauplätzen schildert Barbara Hutzl-Ronge das Wirken Zwinglis in Zürich sowie Schlüsselereignisse der Reformation: vom fulminanten Amtsantritt des Reformators im Grossmünster 1519 über das berühmte Wurstessen bis zur Schlacht von Kappel 1531. Die ebenso kurzweilige wie informative Führung wurde bereits im Frühjahr zwei Mal durchgeführt, war jedoch so schnell ausgebucht, dass sie nun noch ein drittes und letztes Mal angeboten wird. Es sind noch wenige Plätze frei.

Glaubensflüchtlinge in Zürich Die zweite Führung am 28. September wendet sich den Hugenotten zu, den französischen Reformierten, die sich in ihrer Heimat ab 1521 zunehmend Repressalien und blutiger Verfolgung ausgesetzt sahen. Tausende von ihnen suchten Zuflucht in den reformierten Städten der Schweiz, so auch in Zürich. Barbara Hutzl-Ronge erzählt, wie die Zürcher die Glaubensflüchtlinge aufnahmen, wer auf Dauer bleiben durfte und wer nicht und welche Spuren die Hugenotten in der Limmatstadt hinterliessen: «Taschenuhren und Strümpfe – die Reformation in Zürich und das Grand Refuge der Hugenotten». Beide Führungen dauern zirka zwei Stunden und beginnen um 10 bzw. um 10.10 Uhr in Zürich. Der genaue Treffpunkt wird den Teilnehmenden nach Anmeldung mitgeteilt. Die Hinreise nach Zürich erfolgt individuell oder in der Gruppe mit der S5 um 9.22 ab Affoltern. Der Unkostenbeitrag für die Führungen beträgt jeweils 15 Franken. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmelden kann man sich ab sofort bei Pfarrerin Bettina Bartels.

Barbara Hutzl-Ronge auf Spurensuche in der Bahnhofstrasse. (Bild zvg.) Buch-Vernissage in Kappel Barbara Hutzl-Ronge hat sich auch durch ihren Bestseller «Magisches Zürich» als Autorin einen Namen gemacht. Daneben ist die Wahlzürcherin aber auch eine begeisterte Stadtführerin. Ihr neustes Buch «Zürich – Spaziergänge durch 500 Jahre überraschende StadtgeschichteN» erscheint Ende Oktober. Am 3. November, dem Reformationssonntag, wird sie im Anschluss an den gemeinsamen Gottesdienst der Säuliämtler Gemeinden in Kappel Kostproben daraus zum Besten geben: bekannte und unbekannte Geschichten, garniert mit Anekdoten und Randnotizen zur Zürcher Reformation, sorgfältig recherchiert und unterhaltsam erzählt. (pd.) 12 Jahre, in denen es um die Wurst ging: Stadtführung am Samstag, 7. September, 10.10 Uhr, Treffpunkt in Zürich. Taschenuhren und Strümpfe – die Reformation in Zürich und das Grand Refuge der Hugenotten: Stadtführung am Samstag, 28. September, 10 Uhr, Treffpunkt in Zürich. Anmelden für beide Führungen bei Pfarrerin Bettina Bartels unter 044 761 60 15 (Anrufbeantworter) oder bettina.bartels@zh.ref.ch. Detailflyer unter www.ref-saeuliamt. Buch-Vernissage: Spannende Geschichten und erhellende Anekdoten zur Zürcher Reformation am Sonntag, 3. November, 12 bis 13.45 Uhr, Kloster Kappel.

Pizza vom Spitalclown

MännerSache zu Gast bei Edoardo Beltrami Nach dem spannenden Schlossbesuch im Juni lädt die Männersache am 5. September, 18.30 Uhr, zu einem Pizzabend bei einem der bekanntesten Bewohner Knonaus, Edoardo Beltrami, ein. Seit 2003 ist Edoardo Beltrami als Spitalclown unterwegs. Dabei versucht er den Patienten, besonders Kindern, den Aufenthalt im Spital so angenehm wie möglich zu machen, sie aufzumuntern und so weit wie möglich ihre Lebensfreude wieder zu aktivieren. Auch im Auftrag verschiedener Organisatoren war er weltweit unterwegs, besonders in ärmeren Ländern, auch in Slums. Besonders eindrücklich war für ihn sein Aufenthalt in Haiti, die Armut und das Leid, das er dort sah. Edoardo Beltrami besuchte nicht nur Spitäler mit todkranken Krebspatienten, sondern auch Gefängnisse, Waisenhäuser, Sterbehospize, Behinderten- und Taubstummenheime, Frauenhäuser und vieles mehr. Er behält dabei immer den Glauben an Humor und Liebe und wird den Teilnehmern viel erzählen können. Die «MännerSache» ist überzeugt, dass es ein interessanter und lustiger Abend wird. Bestimmt wird Beltrami mit seiner Heiterkeit anstecken, die dadurch wiederum an andere weiter-

Feine Pizza aus dem Ofen für eine gute Sache. (Bild zvg.) gegeben werden kann. Der Spitalclown backt feine, frische Pizza, dazu gibt es Bier und alkoholfreie Getränke. (mw) Pizza-Plauschabend, Sagistrasse 1. Knonau. Donnerstag, 5. September, 18.30 bis 22 Uhr. Zur besseren Planung ist eine Anmeldung bis 29. August erwünscht: MaennerSacheKnonau@gmx.ch oder per Telefon: 044 767 07 32 (Thomas Maurer). Kosten für Pizza und Getränke: 28 Franken. Weitere Infos: https://maennersacheknonau.home.blog/.

Dienstag, 20. August 2019

«Bilder verändern Räume»

Aquarelle von Christian Keller im Kloster Kappel Am Sonntag, 25. August, findet die Vernissage «Aquarelle» von Christian Keller, Langnau, statt. Anschliessend wird in der Klosterkirche die szenische Konzert–Collage «Meine Güte!» aufgeführt. Christian Keller studierte nach einer grafischen Lehre und dem Besuch der Kunstgewerbeschule auf dem zweiten Bildungsweg Theologie in England, Basel und Zürich. Während 30 Jahren wirkte er als Gemeindepfarrer, zuletzt in Langnau am Albis, wo er noch heute wohnt. Seit 1992 beschäftigt er sich intensiv mit der Malerei und bildete sich an Mal-Seminaren international bekannter Künstler weiter (Heinz Hofer in Höchst, Bernhard Vogel in Salzburg, Prof. Heribert Mader u.a.). Christian Keller schreibt über seine Malerei: «Modern kann man meine Art von Malerei eigentlich nicht nennen, vielleicht impressionistisch? Aber ich bin kein Freund von Schubladen. Ich habe beim Malen einfach einen Ausschnitt der Schöpfung vor Augen und male ihn. ‹Für mich sollte ein Bild schön, liebenswert und erfreulich sein, es gibt genug unangenehme Dinge!› Diese Worte des Impressionisten Pierre–Auguste Renoir haben für mich auch heute noch Bedeutung. Landschaften sind für mich ein Antidepressivum, Orte, die mich faszinieren und beruhigen. Etwas von dieser Faszination und Ruhe möchte ich in meinen

Aquarell vom Kloster Kappel von Christian Keller. (Bild zvg.) Bildern festhalten und wenn möglich durch meine Bilder weitergeben. Sie hängen an vielen Orten und sie verändern Räume. Dies ist mir wichtig und das genügt mir.» Die Ausstellung in den wunderschönen Räumen des Klosters Kappel wird am 25. August um 15.30 Uhr eröffnet und dauert bis 8. Oktober. Die Vernissage wird musikalisch begleitet von Therese Hauser, Cello. Anschliessend um 17.15 Uhr gibt es in der Reihe «Musik und Wort» das szenische Konzert «Meine Güte!» mit dem Ensemble «Ultraschall» (Julia Medug-

Gegensätzliche «Klang-Gesichter»

Bonstetter Konzertpianistin spielt in Zürich Michiko Tsuda-Schweizer aus Bonstetten präsentiert ihren Musikzyklus Michiko Tsuda Musik Treffen (Mtmt) an den nächsten zwei Freitagabenden in der Zürcher Augustiner-Kirche. Der seit dem Jahr 2001 jährlich stattfindende Musikzyklus muss wegen des Tonhalle-Umbaus auch in diesem Jahr auf einen alternativen Klangraum ausweichen. In der Augustiner-Kirche am Zürcher Münzplatz wurde Michiko Tsuda fündig. Unter dem Motto «Klang-Gesichter» präsentiert sie an zwei Abenden abwechslungsreiche und eindrückliche Musik. Am Freitag, 23. August, 19 Uhr, erklingen im Rahmen des Klavier-Rezitals vier Werke mit sehr gegensätzlichen «Klang-Gesichtern»: Die Toccata des damals noch jungen Johann Sebastian Bach bietet genussvoll fliessende Momente, die den Satz jeweils mit einer fulminanten Fuge enden lassen. Ein völlig anderes Gesicht trifft der Zuhörer danach an: Schuberts letzte Sonate in drei Sätzen (Allegro giusto, Andante und Allegro vivace) wird vielfach als tiefgreifend und manchmal fast zwanghaft tragisch angesehen. Im zweiten Teil des Abends zeigt Johannes Brahms seine zärtliche Seite. So widmete er wohl Clara Schumann sein Werk «Variationen über ein eigenes Thema» (op. 21/1 in D-Dur) mit dem Vermerk «Meiner besten Freundin». Die das Konzert abschliessende Ballade von Franz Liszt (Nr. 2 in h-Moll 1) ist ein virtuoser und wilder «Höllenritt», der jedoch in leuchtenden Akkorden endet. Für Freitag, 30. August, 19 Uhr, zum traditionellen Ensemble-Abend, hat Michiko Tsuda drei befreundete Musiker eingeladen. Im Mtmt 2019 erklingen Klavierquartette mit Robert Zimansky, Violine, Mika KamiyaTanner, Viola, Jürg Eichenberger, Violoncello und Michiko Tsuda, Klavier.

Konzertpianistin Michiko TsudaSchweizer aus Bonstetten. (Bild zvg.) Eröffnet wird das Konzert mit dem Klaviertquartett in Es-Dur op. 16 von Ludwig van Beethoven aus dessen Studienzeit in Wien. An der Uraufführung sass Beethoven selber am Klavier und überraschte mit spontanen Improvisationen. So dominiert auch in der heutigen Version das Klavier dieses Werk. Ein völlig anderes Musik-Gesicht begegnet dem Konzertbesucher mit dem Quartett des Japaners Osamu Katsuki. In Anwesenheit des Komponisten erklingt ein Auftragswerk aus dem Jahre 2006 für das Ensemble Accorder. Es ist zu spüren, dass der Komponist – damals noch Teenager – starke Zuneigung zur modernen französischen Musik, deren Tonarten und Harmonien hatte. Mit Johannes Brahms’ g-Moll Klavierquartett, op. 25 – wieder komplett anders – findet der Konzertabend seinen Abschluss: Brahms, in Wien ansässig, orientierte sich, da er viel Zeit im Prater und mit befreundeten ungarischen Geigern verbrachte, an der Zigeuner-Musik dieser Ära. Das gesamte Klangarsenal des «Zigeunervortrags» verwandelt sich unter seinen Händen in vitalste Kammermusik. (ibh) Abendkasse an beiden Konzertabenden ab 18 Uhr. Infos und Vorverkauf: www.michiko-tsuda.com.

no, Konzept/Choreografie/Tanz/Sopran; Jonas Iten, Tenor/Cello/ Spiel; Alexej Wirth, Violine/Spiel; Madeleine Niggli, Violine; Ilja Völlmy, Orgel/Cembalo; Carmela Bonomi, Schauspiel/Tanz; Nora Bjorneboe, Tanz. In diesem getanzten Konzert wird dem alten Wort der «Genügsamkeit» nachgespürt. Lesungen von Pfrn. Regula Eschle Wyler begleiten das Konzert. (Eintritt frei/Kollekte). (pd.) Weitere Informationen zur Ausstellung und zu «Musik und Wort» unter Tel. 044 764 88 10, info@klosterkappel.ch oder www.klosterkappel.ch.

Klangschalen und Gesang Am 22. August um 19.30 Uhr beginnt die zweite Hälfte der Klang-Raum-Veranstaltungen in der Kirche in Aeugst. Den Anfang machen die heilenden Klänge der Kirstallklangschalen von Rolf Züsli, der ja im Säuliamt mit seinen Klangschalen-Meditationen in Kappel und der Grotte in Baar schon vielen bekannt ist. In der Improvisation mit dem Gesang von Simone T. Müller wird sicher, wie im vergangenen Jahr, ein spannendes Klangerlebnis entstehen. Am 19. September wird Esther Knappe aus Zürich mit Simone T. Müller zusammen klingen mit Stimme und verschiedenen Kleininstrumenten wie dem Feenhaar von Rüdiger Schödel, einem Instrumentenbauer aus der Lebensgemeinschaft Glarisegg. Der 10. Oktober ist der Schlusspunkt der Saison 2019 und zum ersten Mal kommen mehrere der KlangRaum-Mitwirkenden in der Kirche Aeugst zusammen, um den reichen Improvisations-Reigen abzuschliessen. Alle offenen, neugierigen Zuhörer, die sich im Alltag eine Auszeit für Herzklänge nehmen möchten, sind willkommen. (pd.)

Kristallklangschalen und Gesang. (zvg.)


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Sport

Nervosität pur: Der Start kann entscheidend für das Rennen sein.

Dienstag, 20. August 2019

Im Fahrerlager wird die Rennstrecke in Gedanken abgefahren. (Bilder Martin Mullis)

Kleine Piloten mit superschnellen Kisten Eines der ältesten Seifenkisten-Derbys der Schweiz fand zum 55. Mal in Rossau statt Die Rennstrecke des Seifenkisten-Derbys in Rossau gehört zu den eher leichten und ist ganz besonders für Anfänger geeignet. Dennoch waren spannende Rennen und waghalsige Manöver zu beobachten. Lewis Hamilton, der aktuelle Formel-1-Weltmeister, hätte vermutlich nichts zu lachen. ................................................... von martin mullis Die Rennwagen in Rossau brettern zwar CO2-frei, aber ganz und gar nicht geräuschlos über die Rennstrecke. Auch mit den Kisten, in denen in uralten Zeiten die Firma Steinfels ihre Sei-

fen verpackten, haben die buntbemalten Rennboliden nicht mehr allzu viel gemeinsam. Das Material Holz wurde längst durch Plastik ersetzt. Das Reglement der IG Seifenkisten Derby Schweiz lässt als Baumaterial nur Holz oder Kunststoff zu, dennoch sind die Erbauer der Flitzer in der Form der Karosserie frei und nutzen dies auch für fantasievolle, sportliche und vor allem schnittige Formen. Doch ein stromlinienförmiger Aufbau allein macht noch keinen Sieger. Natürlich sind Geschick, eine aerodynamische Haltung des Fahrers, sowie eine intelligente Kurvenfahrtechnik erforderlich.

Auf die Hundertstelsekunde genau Die Wettbewerbe des Grand Prix Rossau werden in verschiedenen Kate-

Lektion gelernt

Jacqueline Schneebeli im Sprint geschlagen Europameisterin Jacqueline Schneebeli wurde am Bikefestival Basel in ihrem ersten Sprintduell Zweite. Am Mittwoch werden sie und Schweizer Marathonmeister Urs Huber das Albishorn Bike-Rennen fahren, das allen Bikern offensteht. Das war knapp. Nach einstündigem Abnützungskampf mit ihrer härtesten Konkurrentin Ronja Blöchlinger musste sich Jacqueline Schneebeli am Sonntag am vorletzten Lauf des Proffix Swiss Bike Cup in Basel erstmals geschlagen geben. «Ich habe es voll vergeigt», erklärte die 18-Jährige selbstkritisch. Vom Vorjahr wusste sie, dass ihr die topografisch anspruchslose Rundstrecke mit Start und Ziel auf dem Muttenzer Schänzli nicht entspricht. Die Hauptikerin zog 2018 als Fünfte in Basel ihr zweitschlechtestes Swiss-Cup-Resultat ein. Diesmal konnte sie den Wettkampf aber von der Spitze aus bestimmen. «Ronja und ich bildeten die Spitzengruppe. Doch ich habe die meiste Führungsarbeit geleistet. Den Schlusssprint habe ich dann einen Tick zu früh angezogen», erklärt Schneebeli. Es sei das erste Mal gewesen, dass sie eine so knappe Entscheidung erlebt habe. Dass sie den Sprint verloren habe, sei auf ihre mangelnde Erfahrung zurückzuführen. Und ein bisschen auf die Bike-«Ferien» bzw. WM-Vorbereitung, die sie in den Tagen vor dem Wettkampf zusammen mit der Familie im Südtirol verbracht hatte. «Ich habe meine Lektion gelernt», ist die Cup-Leaderin überzeugt. Im diesjährigen Swiss Cup ist dieser zweite Platz das schlechteste Resultat. Bereits vor dem Finallauf am 22. September in Lugano steht Schneebeli erneut als

Jacqueline Schneebeli 2015 bei ihrer letzten Teilnahme am Albishorn-Bikerennen. (Bild Martin Platter) Gesamtsiegerin der nationalen Crosscountry-Rennserie fest.

Mit Schneebeli und Huber auf den Albis racen Bevor die Hauptikerin ins Flugzeug an die Mountainbike-Weltmeisterschaften steigt, die Ende Monat in Kanada stattfinden, will sie morgen Mittwochabend wieder einmal am Albishorn-Bikerennen des Skiclubs Hausen teilnehmen. Zehn Kilometer und 460 Höhenmeter misst das Rennen mit Start auf dem Parkplatz Chratz in Hausen im Zick-Zack aufs Albishorn, an dem alle teilnehmen können. Bei den Männern gilt es Schweizer Marathonmeister Urs Huber zu schlagen, der seine Teilnahme ebenfalls angekündigt hat. Der Mettmenstetter ist auch der Inhaber des Streckenrekords, aufgestellt 2015 bei idealen Bedingungen: 23.06 Minuten! Im Ziel werden Schneebeli und Huber den Schnellsten jeder Kategorie signierte Siegertrikots überreichen. Besammlung ist ab 18.30 Uhr auf dem Parkplatz Chratz. (map.) Informationen: skiclub-hausen.ch.

gorien ausgetragen. Da brettern einerseits die Kisten der LL und LO (mit oder ohne Lizenz) über die kurvige Strasse. Aber auch die «freie Abteilung» F, auch Fun genannt, ist bei Tüftlern sowie Fahr- oder Stilkünstlern sehr beliebt. Beim 55. Grand Prix Rossau starten rund 100 Fahrzeuge, die von etwa 60 Knaben und 40 Mädchen im Alter zwischen sieben und 16 Jahren durch die Hindernisse gesteuert werden. Für die Fahrt zwischen Hauptikon und Rossau werden je nach Fahrzeug und Pilot zwischen einer und zwei Minuten benötigt, wobei die Resultate natürlich in Hundertstelsekunden gemessen werden. OK-Präsident Stefan Brun beantwortet die Frage, ob die Buben oder die Mädchen geschickter fahren, sehr diplomatisch. Während die Knaben sicher etwas risi-

kobereiter über die Fahrstrecke kurven, würden die Mädchen vorausschauender lenken, hält er lachend fest. Für den Grand Prix Rossau gilt jedoch, dass der Plausch am Hobby Vorrang hat und dass am Schluss jeder Teilnehmende ungeachtet seiner Zeit einen kleinen oder grösseren Pokal erhält. In der Festwirtschaft am Ziel traf der «Anzeiger» auf zwei stattliche und etwas angegraute Herren, die am ersten Rennen im Jahre 1964 als Knaben teilgenommen hatten. Hans Suter und Hansrudolf Knecht aus Rossau bekommen glänzende Augen, als sie von der damaligen Teilnahme mit ihren noch sehr einfachen und mit Schnüren gelenkten Kisten erzählen. «Das waren noch Zeiten», schwärmen sie und erhalten sogar, verursacht durch einen

fast stündigen Boxenstopp infolge technischer Schwierigkeiten genügend Gelegenheit, von alten Zeiten und vergangenen Seifenkistenrennen zu erzählen. Inzwischen ist der Anlass gewachsen und wird professionell durchgeführt. Das OK beginnt jeweils bereits im Mai mit den Vorbereitungen und arbeitet insgesamt gut und gerne mindestens zwei Wochen, bis der Rennanlass zusammen mit rund 30 Helferinnen und Helfern durchgeführt werden kann. Der Grand Prix Rossau ist ein sportliches Familienfest, an dem vor allem die Väter mitfiebern, während ihre Sprösslinge hochkonzentriert, gebückt und mit einem modernen Rennhelm versehen über die Piste knattern. Infos und Ranglisten: gp-rossau.brun-net.ch.

Orientierungslauf vom Feinsten Alle zwei bis drei Jahre findet die Swiss Orientierung Week (SOW) statt, eine internationale Veranstaltung für all jene, die in schöner Landschaft einen speziellen Laufsport betreiben möchten. Durchführungsorte waren bisher vor allem mondäne Orte in den Schweizer Bergen wie Zermatt, St. Moritz, Flims-Laax und in diesem Jahr Gstaad im Berner Oberland. Von diesem Angebot in der ersten Augusthälfte profitieren nicht nur Schweizer Orientierungsläuferinnen und -läufer, sondern auch OL-Begeisterte aus dem Ausland. Bei den SOW 19 im Saanenland machten gut 2500 Partizipanten mit, rund 1600 aus der Schweiz und 900 vor allem aus nordischen Ländern, wo der Orientierungslauf seinen Ursprung hat. Bei dieser Durchführung waren viele Säuliämtlerinnen und Säuliämtler dabei, insgesamt 46 Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder, eine stattliche Zahl.

Strässchen enden im Nichts Die dem Orientierungslauf gewidmete Woche begann bei schönstem Sommerwetter mit einem sogenannten Sprint, einem kurzen Lauf, der vielfach in grösseren Dörfern und Innenstädten durchgeführt wird, hier in Gstaad. Wer glaubt, dass solche Läufe in besiedeltem Gebiet leichter zu bestreiten wären als Waldparcours, der irrt sich. Denn erstens gibt es auch hier viele Winkel und Hindernisse, die es zu orten und dann anzupeilen gilt, und zweitens sind solche Läufe sehr schnell und eher kurz; einmal den falschen Weg erwischt heisst vielfach, einige Ränge nach hinten zu rutschen. Und auch in Gstaad gibt es viele kleine Strässchen, die im Nichts enden oder Wege, die in die falsche Richtung verlaufen, so dass man an ungewünschter Stelle sich erst überlegen muss, wo es nun weitergehen soll.

Ein Teil der Siegerehrung auf dem Hauptplatz von Gstaad (unter anderen Claudia Kehrle und Denis Steinmann). (Bild zvg.) Nach dem kurzen Lauf im Dorf folgten zwei Läufe in gebirgigem Gelände nahe des Col du Pillon. Das Wettkampfzentrum befand sich für zwei Tage beim Lac Retaud, eine halbe Wegstunde oberhalb des Passes. Von hier aus (auf rund 1700 m Höhe), verliefen die Bahnen durch Alpweiden, die teilweise sumpfig waren, entlang von abschüssigen Wäldern, hie und da durchsetzt mit mehr oder weniger grossen Steinen, hinter denen sich gut ein Posten verstecken lässt. So galt es für Jung und Alt, sich durch schwieriges Gelände zu kämpfen und nach Posten Ausschau zu halten. Dabei sollten sich die Teilnehmer an kleine Details halten wie Mulden, Nasen, Bäche, Lichtungen, Gestrüppe und so weiter. Zum feinen Orientieren kam die körperliche Anstrengung, denn der Parcours ging nicht nur talwärts, sondern immer wieder bergauf, bei steileren Abhängen recht mühsam, vor allem für ältere Semester. Dafür wurden alle Läufer mit einer wundervollen Aussicht auf das einzigartige Panorama der Walliser Alpen belohnt. Zudem hielten die Organisatoren für alle noch eine Überraschung bereit: Im Startgeld inbegriffen war ein Ausflug

ins Gletscherland der Les Diablerets (Glacier 3000). Der zweite Teil, weitere drei Läufe fanden im Herzen des Saanenlandes statt, zuerst im Gebiet der Horeflue oberhalb von Schönried, dann in Rougemont auf Waadtländer Boden sowie vor den Türen Gstaads, im Gebiet des Egglis. Dreimal herrliche Alplandschaften, zuerst sehr offen (Horeflue), dann im Wald mit vielen Steinen und ruppigen Hängen (von Rougemont) und zum Finale von allen Landschaften etwas, also steile Wälder mit Felsbrocken, offene Sumpfwiesen, kleine und grössere Schluchten – insgesamt OL vom Feinsten. In diesem anspruchsvollen Gelände haben sich die Läuferinnen und Läufer aus dem Säuliamt gut geschlagen. Auf dem Siegerpodest zuoberst standen am Schluss (für die Gesamtwertung) bei den D45K 2. Claudia Kehrle aus Wettswil, D70 2. Yvette Zaugg aus Aeugst, H35 1. Andreas Stadler aus Malters/Knonau, H40 1. Denis Steinemann aus Stallikon sowie bei der Challenge-Kategorie 3. Sybille Schalbetter aus Wettswil. Hannes Zaugg


Sport

Dienstag, 20. August 2019

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FCWB nach Cup-Aus heute gegen Gossau Fussball 1. Cup-Hauptrunde: FC Wohlen – FC Wettswil-Bonstetten 2:1 (1:0) Der FC Wettswil-Bonstetten muss seine Cup-Ambitionen in der Saison 2019/2020 durch eine Niederlage beim Auswärtsspiel in Wohlen begraben. Die Ämtler zeigten eine ansprechende Leistung, hatten jedoch am Ende mit 2:1 das Nachsehen. ................................................... von marc enskat und andreas wyniger Die Startphase, in einer teils ruppig geführten Partie, gehörte den Gästen aus dem Säuliamt, welche bereits in der 1. Minute die Chance zur Führung hatten. Allemanns Abschluss wurde jedoch auf der Linie geklärt. Ein gewisser Respekt war den Aargauern zu Beginn anzumerken. Als der FC Wohlen diesen aber Mitte der ersten Halbzeit ablegen konnte, folgte die stärkste Phase des Heimteams. Die Führung für die Freiämter in der 31. Minute war daraus die logische Konsequenz. Beim Durchspiel, welches Vilson Doda mit seinem ersten Treffer an diesem Tag zur 1:0-Führung abschliessen konnte, bekamen die Gäste aus Zürich keinen Zugriff mehr auf ihre Gegenspieler. Der FCWB versuchte umgehend auf den Rückstand zu reagieren und verstärkte seinerseits die Offensive. Die sich dadurch ergebenden Räume nutzte das Heimteam nur drei Minuten später fast zur Zwei-Tore-Führung.

Der Pfosten rettet jedoch für den geschlagenen WB-Torhüter Baumgartner. Das 1:0 zur Pause für den FC Wohlen war aufgrund der Spielanteile verdient.

Zweite Halbzeit mit Vorteil WB In der zweiten Halbzeit kam der FCWB wieder besser ins Spiel und kam seinerseits zu Möglichkeiten. In der 58. Minute spielte Flavio Peter mit einem öffnenden Pass auf die linke Seite Allemann frei, welcher mit seinem Abschluss in die rechte untere Torecke dem Heimtorhüter keine Chance liess. Der 1:1-Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt verdient. Wohlen versuchte nun seinerseits zu reagieren. Mehr als ein Freistoss an den Pfosten resultierte jedoch nicht aus den Bemühungen. Die Ämtler schienen das Geschehen nun je länger je mehr in den Griff zu bekommen. Als man bereits begann, sich auf eine Verlängerung einzustellen, folgte in der 88. Minute der Todesstoss für die Gäste aus dem Säuliamt. Wohlens Angreifer Doda beendete mit einer gekonnten Ballannahme und einem Abschluss in die Linke untere Ecke die Cup-Ambitionen des FCWB. Sein zweiter Treffer markierte das 2:1-Endresultat in einem spannenden Spiel, in welchem die Oswald-Elf eine beherzte Leistung zeigte. Nur rund 72 Stunden nach diesem Cupfight ist das Fanionteam des FCWB bereits wieder im Einsatz. Heute

WBs 1:1 durch Allemann (Mitte) vor prächtiger Kulisse, Wohlen-Keeper Joos bleibt nur das Nachsehen. (Bild Kaspar Köchli) Abend führt die Reise ins St. Gallische Gossau, ein ungeliebtes Terrain für die Rotschwarzen. Wenn es in der nun doch schon mehrjährigen Erstligageschichte des FCWB ein Stadion gibt, an welches man nicht die besten Erinnerungen hat, ist das sicher das Buechenwald in Gossau. (Zu) oft hat man da die Punkte liegengelassen und musste enttäuscht die Heimreise antreten. Umso höher sind Motivation und Wille darum heute, wieder mal richtig zuzulangen und möglichst das ganze Punktetrio aus der Ostschweiz nach Hause zu bringen. Man will die gute Ausgangslage mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen weiter ausbauen, Abstand nach hinten schaffen

und sich im vorderen Drittel der Rangliste festsetzen.

Gossau will Horrorsaison vergessen machen In Gossau wird der FCWB auf einen äusserst ambitionierten Gegner treffen. Nur ganz knapp konnte der Abstieg in der vergangenen Saison verhindert werden. In einen solchen Krimi will man in dieser Spielzeit keinesfalls verwickelt werden. Stattdessen lautet die Devise, schnellstmöglich Punkte zu sammeln und sich so im Mittelfeld zu etablieren. Im bisherigen Saisonverlauf ist dies einigermassen gelungen. Nach dem Startsieg gegen Kosova und der Niederlage beim

SV Höngg soll im heimischen Stadion nachgelegt und so die aktuell sehr gute Stimmung im Team sowie das Selbstvertrauen aller Spieler zementiert werden. Beim heutigen Match werden sich also zwei Gegner auf Augenhöhe gegenüberstehen, und ein spannender und offener Ausgang darf erwartet werden. Spielbeginn heute Abend auf der Sportanlage Buechenwald in Gossau ist um 20 Uhr. Matchtelegramm: Stadion Niedermatten, Wohlen, 450 Zuschauer. FCWB: Baumgartner, Todzi (59. Dzelili), Brüniger, Rüegger, Heini, Thalmann, Peter F., Miljkovic, Allemann (68. Capone), Peter N., Lugo. Weitere WB-Resultate: Schlieren – FCWB 2 1:1, FCWB 3 – Buttikon 5:0, Jun. A (CCJL) – Cholfirst United 9:0 (Cup)

Bitteres Unentschieden Petra Klingler löst das Olympiaticket Die Bonstetterin sichert sich frühzeitig ihre Teilnahme in Tokio zum Saisonauftakt

3. Liga: FC Engstringen – FCA 2:2 Nach Engstringen reiste das FCA-Fanionteam zum Saisonauftakt. Trotz guter Teamleistung und verdienten Führungen muss sich der FCA mit einem Punkt zufriedengeben. Abtasten? Fehlanzeige. Gleich zu Beginn der Partie eröffnete sich dem FCA eine Riesenchance. Stähli setzte sich auf der linken Seite durch und brachte eine scharfe Flanke in den Fünfmeterraum. Die Gastgeber konnten dem Ball nur noch nachschauen, doch FCA-Spieler Himmelreich konnte sich leider nicht mit einem Tor belohnen. Danach liess sich der FCA leicht zurückfallen und überliess dem Gegner den Spielaufbau. Die Affoltemer zeigten in Hälfte eins eine sehr disziplinierte Rückwärtsbewegung, und der Gastgeber rannte vergeblich an. Die Lücken wurden gefüllt und bei Ballgewinn im Mittelfeld wurde sofort in die Offensive umgeschaltet. Dies geschah auch in der 18. Minute. Wieder war es Stähli, der sich gegen seinen Gegenspieler auf dem Flügel durchsetzen konnte. Diesmal konnte seine Hereingabe in ein Tor umgemünzt werden. Suter löste sich im Strafraum vom Gegner und hatte keine Mühe, das runde Leder im Tor unterzubringen. Dank der starken Defensivarbeit konnten die Gastgeber aus Engstringen keinen einzigen Torschuss verzeichnen. Der FCA verpasste es, aus einigen schön herausgespielten Topchancen am Ende der ersten Halbzeit die Führung auszubauen.

Kurze Unkonzentriertheit schlagartig bestraft In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit fand der Gastgeber ein Mittel, um die FCA-Linien durchdringen zu können. Nach einer einstudierten

Eckballvariante waren die Gäste kurz unkonzentriert und standen im Schilf. Der Captain der Heimmannschaft musste im Fünferraum den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Der FCA musste sich für einige Minuten kurz vom Schock erholen. Doch dann rannten die Gäste an. Einige hochkarätige Chancen wurden vergeben und teilweise musste der FCA aufpassen, dass dies nicht bestraft wurde. Nach einem langen Ball der Engstringer wurde Goalie Aegerter von zwei Gegenspielern angegangen – der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. Plötzlich stand ein Spieler des Heimteams alleine vor dem Tor, und eine sensationelle Abwehr von Innenverteidiger Wildi konnte den Rückstand verhindern. In der 84. Minute konnte Ismajlaj den Ball im Mittelfeld erobern und lief mit drei Mitspielern auf die gegnerische Abwehr. Er setzte den mitgelaufenen Stähli in Szene, der seinen zweiten Assist des Tages verbuchen konnte. Mit einem einfachen Querpass vor dem Tor konnte der Torhüter ausgespielt werden und Geburtstagskind Buqa musste nur noch einnetzen. Nun hiess es, hinten dichtzuhalten. In der gefühlt achten Nachspielminute bekamen die Engstringer nochmals einen Freistoss zugesprochen. Und dieser landete tatsächlich zum 2:2-Ausgleich im FCA-Tor. Der FCA wurde bitter bestraft. Man hätte das Spiel viel früher entscheiden müssen – deshalb schmerzt der späte Ausgleich umso mehr. Die Gastgeber waren sehr effizient und konnten sich mit zwei Standard-Toren einen Punkt erspielen. (pd.) FCA: Aegerter, Arsic, Luchsinger, Wildi, Mijatovic, Ismajlaj, Steigmeier, Shala (Oetterli), Suter (Buqa), Himmelreich, Stähli. Nicht eingesetzt: Vanetta (ET), Premananthan, D Elena. Spielverlauf: 18. Suter 0:1, 52. Bär 1:1, 84. Buqa 1:2, 90+ Manikuttiyil 2:2

Die 27-jährige Petra Klingler zieht an der Sportkletter-WM in Hachioji (JPN) ins Kombinationsfinale ein und löst bereits bei der ersten Gelegenheit ihr Olympiaticket für die Sommerspiele 2020 in Tokio. Damit schreibt sie Schweizer Sportgeschichte.

Am Sonntagvormittag startete der Kombinationswettkampf der besten 20 Athletinnen mit der Disziplin Speed. Petra Klingler kletterte schnell und belegte dank einer Zeit von 9.201 Sekunden den 8. Zwischenrang. Nur 30 Minuten später stand die BoulderQualifikation auf dem Programm und die 20 Athletinnen erwarteten vier Boulder-Probleme. Klingler, die nach einem zähen WM-Start die Freude am Klettern wiedergefunden hatte, trat selbstbewusst auf und toppte die ersten drei Boulder auf Anhieb. Beim vierten und letzten Problem benötigte sie zwar drei Anläufe, doch auch für dieses fand die Weltmeisterin von 2016 eine Lösung. Dank dieser hervorragenden Leistung wurde sie Dritte im Bouldern und belegte damit den 8. Zwischenrang im Kombinationsklassement. Nach einer zweistündigen Pause traten die Athletinnen zur dritten und letzten Disziplin, dem Leadklettern, an. Eine sehr lang wirkende Route galt es an der rund 12 Meter hohen Wand zu klettern. Die Zürcherin trat als dritte Athletin an und zeigte eine starke Leistung, deren Wert zu diesem Zeitpunkt aber noch schwer einzuschätzen war. Für sie war der Wettkampf danach zu Ende und es begann das bange Warten auf das Schlussresultat. Um dieses zu berechnen, wurden die Ränge der drei Einzeldisziplinen multipliziert. Erst nach der letzten Athletin stand fest, dass Klingler dank dem 4. Zwischenrang das Kombinationsfinale erreicht hatte. Gleichzei-

Petra Klingler zog an der Sportkletter-WM in Hachioji (JPN) ins Kombinationsfinale ein. (Bild David Schweizer) tig sicherte sie sich unter Berücksichtigung der Qualifikationskriterien eines der ersten sieben Olympiatickets für die Sommerspiele 2020 in Tokio.

«Feuerwerk im Kopf» Übermannt von ihren Emotionen nahm die Zürcherin unzählige Gratulationen ihrer Team- und Kletterkollegen entgegen. «In meinem Kopf herrscht momentan ein Feuerwerk! Es ist einfach unglaublich. Ich kann es gar noch nicht richtig wahrhaben. Ich weiss, dass es gereicht hat, aber die Emotionen spinnen noch vollkommen», freute sich eine überglückliche Petra Klingler und meinte weiter:

«Endlich konnte ich wieder befreit klettern. Nach dem etwas misslungenen WM-Start konnte ich von gestern auf heute den Schalter umlegen. Das war enorm wichtig.» Mit dem heutigen Resultat in der Kombination hat Petra Klingler Schweizer Sportgeschichte geschrieben. Sobald Swiss Olympic ihren Startplatz bestätigt, wird die Schweiz bei der Olympiapremiere des Sportkletterns im nächsten Sommer vertreten sein. Nicht nur für die Athletin, sondern auch für die Trainer und Funktionäre wird dann ein grosser Traum zur Realität. Heute Dienstag wird Petra Klingler das abschliessende Kombinationsfinale bestreiten. (pd.)


Sport

Dienstag, 20. August 2019

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Was für eine Tort(o)ur Daniel Hassler Schweizer Meister im Ultracycling Daniel Hassler aus Hedingen gewann am vergangenen Wochenende die Schweizer Meisterschaft im Ultracycling (Tortour 2019). Der für das Team ‹Gesundheitszentrum Gut, Mettmenstetten» startende Hedinger ging in der Kategorie Men solo über 1037 km rund um und durch die Schweiz an den Start. Daniel Hassler, auch als Triathlet und Gigathlon-Solostarter bekannt, startete als Prolog-Dritter mit einem Zeitmalus von 60 Sekunden am Freitagmorgen früh um 00.36 Uhr ins Rennen. 1037 km liegen vor ihm, von Schaffhausen via Bodensee-Rheintal ins Glarnerland, dann über Klausen und Susten nach Interlaken, via Emmental, Yverdon, La Chaux-de-Fonds nach Biel, und via Delémont, Gelterkinden, Egli-sau zurück nach Schaffhausen; und dies nicht in Einzeletappen, sondern am Stück, versüsst mit rund 15 000 Höhenmetern und zwei durchfahrenen Nächten, unterbrochen durch Zeitstationen, die das Ganze in 17 Teilstücke von 42 bis 81 km Länge aufgliederten.

57 km Abstand Das Ziel erreichte er nach 41 Stunden, 59 Minuten und 36,1 Sekunden. Zusammen mit dem Prologmalus ergab dies eine Totalzeit von 42 Stunden und

Schweizer Meister im Ultracycling: Daniel Hassler. (Bild Marcel Rey) 36 Sekunden. Im Einzelrennen wurde er so hinter dem ausser Konkurrenz startenden und nicht für die CH-Meisterschaft gemeldeten Roger Nachbur aus Santa Ponsa Zweiter, dies mit rund 2 Stunden 23 Minuten Rückstand – oder in Distanzen gerechnet: Als Nachbur das Ziel erreichte, war Daniel Hass-

ler noch rund 57 km von Schaffhausen entfernt! Sein Vorsprung auf den Zweiten der Schweizer Meisterschaft, Stefan Anthenien aus Baltschieder, betrug rund 43 Minuten – oder eben 18 km. Hassler war von Anfang des Rennens an unter den ersten vier. Während sich die anfänglich Führenden

Wenn schwere Steine ins Kiesbeet donnern

8. Mühligolf-Steinstossen in Wettswil Keine hundert Meter voneinander entfernt zwei Sportarten, die unterschiedlicher nicht sein können: Während auf der Wettswiler Albis-Golf-Driving-Range das Golfspiel geübt wird, frönen andere Männer und Frauen mit Steinstossen einem archaischen Sport. ................................................... von werner schneiter Wenden wir uns also einer Betätigung zu, die wahrscheinlich aus vorchristlicher Zeit stammt und schon im 18. Jahrhundert in einigen Kantonen als Wettkampf durchgeführt wurde: Das Steinstossen ist eine traditionsreiche Wettkampfform und an einigen Schwingfesten Parallelwettkampf – so am Unspunnenfest und natürlich auch am kommenden Wochenende am Eidgenössischen in Zug. Das 8. MühligolfSteinstossen als Vorbereitung für diesen bevorstehenden Grossanlass zu betrachten wäre wohl etwas hochgegriffen, aber es hat Tradition. Röbi Mühlethaler lancierte diesen Plauschwettkampf als Wirt des Restaurants Müliberg, führte ihn dort 16-mal durch und setzt ihn auf der Albis-Golf-Dri-

ving-Range in Wettswil fort. Am Sonntag fand dort die achte Auflage statt. Steinstossen ist zwar ein Kraftakt, aber keine Sportart, die Männern vorbehalten ist. Frauen waren in Wettswil genauso präsent. Ihre Wurfgeschosse sind zwar nicht so schwer wie jene der Männer, aber bezüglich Technik ist das angeblich «schwache Geschlecht» oft gleichauf. So heisst es: Stein vom Boden aufheben, Blick nach vorne richten und den Anlauf von etwa 20 Metern Länge nutzen, um den 8-kgStein mit optimaler Geschwindigkeit ins Kiesbeet zu werfen. Die einen schicken dem Wurfgeschoss einen kleinen Schrei oder ein hörbares Luftablassen hinterher, andere haben zu grosse Anlaufgeschwindigkeit, was zum Übertreten und folglich zu einem ungültigen Versuch werden kann. Erstaunlich, wie weit Teilnehmende werfen können, die von der Postur eher dem Laufsport zugeordnet werden könnten.

Acht-Meter-Grenze und den 40-kgMocken fast fünf Meter weit. Nun ja, der junge Mann ist Kugelstösser und in St. Gallen als Schweizer Hallenmeister ausgerufen worden. 15,37 Meter ist seine Bestweite. An den Schweizer Leichtathletik-Freiluftmeisterschaften vom kommenden Freitag hat er sich die Finalteilnahme zum Ziel gesetzt. Einen Tag später nimmt er im Rahmen des eidgenössischen Schwingfests am Steinstoss-Wettbewerb teil – ohne spezielle Erwartungen. Warum geht der Kugelstösser auch als Steinstösser auf den Wettkampfplatz? «In der Leichtathletik fehlt mir die gesellschaftliche Komponente, die bei den Steinstössern vorhanden ist. Zudem ist Steinstossen in technischer Hinsicht nicht so anspruchsvoll wie das Kugelstossen und eine willkommene Abwechslung», sagt Urs Hutmacher. (-ter.)

Ranglistenauszug Frauen, 8 kg: 1. Heidi Helfenstein, Finsterwald, 6,14

Ein Kugelstösser der Beste Einer sticht aber an diesem heissen Sonntag neben dem Festzelt beim Restaurant Mühligolf hervor: Urs Hutmacher vom Turnverein Wislig wuchtet den 22-kg-Stein gegen die

m. 4. Marta Ostrovska, Wettswil, 4,45 m, 5. Renata Straub, Wettswil, 4.08 m. Herren, 40 kg: 1. Urs Hutmacher, TV Wislig, 4,88 m. Herren, 22 kg: 1. Urs Hutmacher, TV Wislig, 7.58 m. Herren, StammtischPokal, 22 kg: 1. Matthias Ramer, Aeugstertal, 4,19 m, 2. Rico Pianezzi, Aeugst, 3,53 m. Kinder, 8 kg: 1. Sandra Helfenstein, Finsterwald, 1,35 m.

offenbar übernommen hatten und bald zurückgereicht wurden, zeigte sich schon bald, dass der Sieger aus dem Trio Nachbur-Anthenien-Hassler stammen könnte. Diese Reihenfolge hatte bis rund 100 km vor dem Ziel Bestand. Doch Langstreckenrennen haben eigene Gesetze. Schon oft hatte ein technischer Defekt und/oder ein Unfall ein Klassement durcheinander gewirbelt. Die diesjährige Tortour stand glücklicherweise unter einem guten und unfallfreien Stern, auch die Technikhexe hat nicht oft oder dramatisch zugeschlagen. Aber eine schmerzende und entzündete Achillessehne behinderte gegen Ende den gut gestarteten Anthenien, sodass Daniel Hassler kurz nach Küttigen/AG mit einem wuchtigen Antritt bergauf den zweiten Rang ergatterte und bis ins Ziel nicht mehr hergab. Dass dieser zweite Rang zum Gewinn des Meistertitels reichte, erfuhr Daniel Hassler erst weit nach Ende des Rennens! Eine solche Parforce-Leistung ist ohne Unterstützung durch ein Betreuungsteam nicht vorstellbar. Zwei Begleitfahrzeuge, das eine für die direkte Rennbegleitung, das andere mehr für Verpflegung und Ruhezeit, sowie sechs Personen, die jeweils dafür sorgten, dass die Zeitstationen raschmöglichst wieder verlassen werden konnte, halten während der 42 Stunden mit, sodass sich Daniel Hassler auf sein Rennen konzentrieren konnte. Ersatzrad bereitstellen, gefüllte Ge-

Die Frauen sind den Männern in Sachen Technik ebenbürtig. (Bilder Werner Schneiter)

«Nächstes Jahr wieder?» Die Befragung nach Zieldurchfahrt durch den Veranstalter ergab unter anderem Aufschluss über zwei Punkte: Die Frage «nimmst Du nächstes Jahr wieder teil?» beantwortete der glückliche, aber müde Athlet wie aus der Pistole geschossen mit «das ist noch nicht sicher.» Und nach den wichtigsten Komponenten für ein solches Rennen befragt, antwortete Daniel Hassler: «Gute Beine, gutes Traininig, kein Defekt, und eine gute Unterstützung während des Rennens durch den Dunnschtig-Club Knonau.» Richard Meier

EM-Aufgebot für Olivia Wassner

Kader für die Volleyball-EM bekannt Die vierzehn Spielerinnen, die ab Freitag die Schweiz an der Volleyball Europameisterschaft vertreten, stehen fest. Mit dabei ist auch Passeurin Olivia Wassner aus Affoltern. Eine Woche vor Start der Gruppenphase der Volleyball-EM in Bratislava hat Swiss Volley vergangenen Freitag bekanntgegeben, welche Spielerinnen im Schweizer Nationalteam für einen Exploit kämpfen werden. Der letzte Entscheid wurde Nationaltrainer Timo Lippuner abgenommen, da sich Chiara Petitat am Mittwoch im Training am Knie verletzt hat und damit für die Europameisterschaft nicht zur Verfügung steht. Bangen musste auch Olivia Wassner. Die Passeurin hatte sich vor gut zwei Wochen am Fuss verletzt. Zum Glück nicht gravierend: «Ich bin schon wieder voll einsatzfähig», verriet sie dem «Anzeiger» am Freitag. «Ich freue mich sehr, dass dieser Traum für mich in Erfüllung geht», so die Affoltemerin zu ihrer EM-Nominierung. Dass Trainer Timo Lippuner mit ihr planen würde, hatte sich bereits in der Qualifikation abgezeichnet: Im alles entscheidenden Spiel gegen Österreich erhielt sie in der heissesten Phase das Vertrauen und brachte den entscheidenden Satzgewinn nach Hause.

Letzten Test gewonnen

Kugelstösser und auch als Steinstösser erfolgreich: Urs Hutmacher, Sieger der 22-und in der 40-kg-Kategorie.

tränkebidons bereit halten, verschiedenste Esswaren (von Pasta über Power-Gels bis hin zu Gummibärchen) zur Verfügung stellen, aber auch zwischendurch die Beine massieren, oder ganz einfach Ersatzwäsche vorbereiten – die vorgängige Aussage von Daniel Hassler, es werde hart für das Begleitteam, bewahrheitete sich voll und ganz. Während das Betreuungsteam pro Person zu 3 bis 5 Stunden Schlaf kam, waren dies bei Daniel Hassler gerademal 10 Minuten, die er am Samstagmorgen um 5 Uhr – also nach rund 28 Stunden Einsatz – genoss. Der eher als Powernap zu bezeichnende Kurzschlaf bewirkte, dass die Kraft und die Eigenmotivation bis zur Zieldurchfahrt am Samstagabend um 18.36 Uhr ausreichten.

Am Sonntag hatten die Spielerinnen in Neuchâtel – im einzigen offiziellen Testspiel – ein letztes Mal die Gelegenheit, sich für die Startaufstellung zu empfehlen. Gegen die Portugiesinnen, die sich wie die Schweiz erstmals überhaupt auf sportlichem Weg für eine EuropameisterschaftsEndrunde qualifizieren konnten. Die Schweizerinnen haben diese Begegnung in 3:1 Sätzen gewonnen. In der Schweizer Gruppe D sind mit Russ-

Fokussiert auf den Ball und die bevorstehende EM: Olivia Wassner, Passeurin der Schweizer Volleyball-Nationalmannschaft. (Bild Olivier Zeller) land und Deutschland die beiden stärksten Teams der letzten EM. Gegen Deutschland konnten die Schweizerinnen allerdings im Mai in Montreux einen Satz gewinnen. Das hat das Potenzial dieser jungen Mannschaft aufgezeigt. Damals fehlte allerdings noch die Konstanz, über die ganze Spieldauer mithalten zu können. Um sich für die nächste Runde zu qualifizieren, muss die Schweiz mindestens zwei Teams hinter sich lassen. Am ehesten dürften hierfür die Gastgeberinnen aus der Slowakei und Spanien infrage kommen. (tst.)

Der Spielplan des Schweizer Teams an der EuroVolley 2019 in der Gruppe D: 23. August, 14.30 Uhr, gegen Deutschland; 24. August, 20 Uhr, Slowakei (Gastgeberinnen); 25. August, 20 Uhr, Russland (Titelverteidigerinnen); 27. August, 17.30 Uhr, Spanien; 29. August, 18 Uhr, Weissrussland.


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