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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 64 I 169. Jahrgang I Freitag, 14. August 2015

Sanierung

Projekt stockt

Die Bauarbeiten an der Stationsstrasse in Stallikon beginnen am 17. August. > Seite 3

«Puureheimet Brotchorb», Stallikon: Beschwerden gegen Erweiterung. > Seite 5

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Wie am 1. Schultag EVP-Vertreter Daniel Sommer über seine ersten Wochen im Kantonsrat. > Seite 5

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Offene Lehrstellen Industrie, Handwerk und Gastgewerbe im Säuliamt offenbar nicht so gefragt. > Seite 7

180 000 Kubikmeter im Äbnetwald – der Gestaltungsplan liegt derzeit öffentlich auf aufgefüllt werden. Weil es an solchen Deponien mangelt, ist es kein Problem, das Abbaugebiet später wieder zu rekultivieren beziehungsweise zu bewalden.

Knonau prüft in eigener Regie

................................................... von werner schneiter Der Bauboom ist ungebrochen, der Bedarf an Kies entsprechend gross – ein unverzichtbarer Rohstoff auch für andere Bereiche wie Strassen. Seit den 90er-Jahren wird im Gebiet Äbnetwald Kies abgebaut. Nun soll der Abbau in einer vieren Etappe weitergehen: 280 000 Kubikmeter liegen auf der Zuger Seite (Gemeinde Cham), 180 000 Kubikmeter auf Gemeindegebiet von Knonau. Die Kiesmächtigkeit ist in diesen Gebieten gemäss Fachleuten gross, und zudem eignen sich die Standorte gemäss Umweltverträglichkeitsbericht für einen umfassenden Abbau. Der Äbnetwald ist nicht nur gut erschlossen, auch die Aufbereitungsanlagen und das Betonwerk liegen in unmittelbarer Nähe des Abbaugebiets, das in der vierten Etappe insgesamt 1,7 ha umfasst.

Die Knonauer Gemeinderätin Marianne Mühl vor dem Waldstreifen, der für Kiesabbau gerodet wird. (Bild Werner Schneiter) 1,1 ha Wald roden Rund 1,1 ha der neuen Abbaufläche liegen auf Waldgebiet, davon wiederum die Hälfte auf Knonauer Boden. Mit einer Rodung kann im günstigsten Fall im Winter 2016 begonnen werden. Nach Abschluss des Kiesabbaus muss die gleiche Fläche wieder aufgeforstet werden. Geplant sind ein soge-

nannter Pionierwald mit Biotopen, einer Hochhecke und Feldgehölze mit mageren Wiesenstreifen. Zudem ist vorgesehen, den jetzt unterbrochenen Wanderweg bis zur Hagendornstrasse durchgängig zu machen. Bevor die Aufforstung in Angriff genommen werden kann, muss die Kiesgrube mit nicht verschmutztem Aushubmaterial von Bauplätzen aus der Umgebung

Jubiläum Pionierhaft. Zehn Jahre Mutter-Kind-Abteilung am Spital Affoltern. > Seite 9

Affoltern wehrt sich gegen Verschlechterung des Angebotes

Auch in Knonau geht der Kiesabbau weiter In einer vierten Etappe will die Risi AG im Äbnetwald 460 000 Kubikmeter Kies abbauen, davon 180 000 Kubikmeter auf Knonauer Boden. Der Gestaltungsplan, zu dem Einwendungen möglich sind, liegt bis 1. September auch in Knonau auf. Die Gemeinde lässt ihn durch eine unabhängige Fachperson prüfen.

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In ihrer Stellungnahme zur Umweltverträglichkeitsprüfung kommt die Zürcher Baudirektion zum Schluss, dass die vierte Abbauetappe «unter den entsprechenden Auflagen und Bedingungen bewilligt werden kann.» Die Gemeinde Knonau lässt den nun vorliegenden Gestaltungsplan durch Fachpersonen in eigener Regie überprüfen. «Der Gemeinde Knonau ist es wichtig, dass sämtliche Auflagen erfüllt werden, namentlich die Einhaltung der Staub- und Lärmimmissionen, wie Marianne Mühl ausführt, die im Gemeinderat Knonau für Tiefbau, Werke, Land- und Forstwirtschaft zuständig ist. Sie begrüsst es ausdrücklich, dass alle am Kiesabbau beteiligten Instanzen – Fachämter, Unternehmer und Behörden – zweimal jährlich zu einer Begehung eingeladen werden. Dabei wird unter anderem die bisherige Rekultivierung begutachtet und geprüft, wie sich Biotope, Wiesen und Hecken entwickeln. «Die Biodiversität auf dem bisherigen Abbaugebiet funktioniert», hält Marianne Mühl fest.

Während 35 Jahren war die Ökumenische Beziehungsberatungsstelle in Affoltern über einen Verein organisiert und stand allen Menschen offen. Das Angebot war breit und umfasste Beratungen bei Beziehungsproblemen jeglicher Art. Nun soll sich vieles ändern. Die Beratungsstellen im Kanton Zürich werden in Zukunft von einer zentralen Geschäftsstelle aus gesteuert und das Angebot wird nur noch klassischen Ehepaaren – möglichst mit Kindern – zur Verfügung stehen. Zudem sind nur noch Kurzberatungen möglich. Gegen den Abbau des Beratungsangebotes und die Auflösung des Vereins wehrt sich der Affoltemer Verein. Es sind Bestrebungen im Gang, die Kirchgemeinden, die ihren Beitrag in Zukunft der Kantonalkirche abliefern müssen, um einen kleineren Zusatzbetrag für das erweiterte Angebot zu bitten. Der Stellenleiter, Dr. Christoph Pally, wird seine Arbeit in Affoltern auf Ende 2016 niederlegen. (mvm)

................................................... > Bericht auf Seite 3

anzeigen

Im Cup gegen den Superligisten St. Gallen: FC Hausen erwartet am Samstag 3000 Zuschauer In Rekordzeit hat das Match-OK des FC Hausen in den Sommerferien die umfangreiche Infrastruktur für das Fussballspiel der eigenen Mannschaft gegen den Superligisten St. Gallen im Schweizer Cup erstellt. Ein höchst unterschiedliches Duell. Entsprechend gross ist die Vorfreude, denn im Fussball ist stets alles möglich. Die Organisatoren erwarten rund 3000 Zuschauer. Anpfiff im Jonentäli ist am Samstag, um 18 Uhr. (map) ......................... > Bericht auf Seite 21 Knochen-Job: Bei sengender Hitze hat das Bau-Team am Montag sämtliche Tribünen im Jonentäli aufgebaut. (Bild Martin Platter)

500 33 9 771661 391004


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Schluss des Konkursverfahrens Das Konkursverfahren über den Nachlass von Rita Martha Herde-Schwarz, geb. 19. April 1938, von Zeihen AG, gestorben am 27. November 2013, wohnhaft gewesen: Schlossmattstrasse 28, 8934 Knonau, ist durch Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Affoltern am 30. Juli 2015 als geschlossen erklärt worden. Affoltern am Albis, 14. August 2015 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Der Gemeinderat Affoltern am Albis hat an der Sitzung vom 11. August 2015 eine ICT-Weisung sowie die dazugehörende Sicherheitsleitline erlassen. Die Beschlüsse liegen während der Rekursfrist bei der Präsidialabteilung, 3. Stock, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Gegen die Beschlüsse des Gemeinderates kann innert 30 Tagen, vom Tag der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich und begründet beim Bezirksrat, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angefochtenen Beschlüsse sind beizulegen oder genau zu bezeichnen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und, soweit als möglich, beizulegen. Affoltern am Albis, 14. August 2015 Gemeinderat Affoltern am Albis

Auflage des Kollokationsplanes und des Inventars Im Konkurs über Walter Holdener, geb. 4. Juli 1963, von Unteriberg SZ, wohnhaft Sunnehof 1B, 8915 Hausen am Albis, liegen der Kollokationsplan und das Inventar den beteiligten Gläubigern beim Konkursamt Affoltern zur Einsicht auf. Bezüglich der Klage- und Beschwerderechte usw. wird auf die Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 14. August 2015 verwiesen. Affoltern am Albis, 14. August 2015 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Auflage des Kollokationsplanes und des Inventars Im Konkurs über den Nachlass von Max Weber, geb. 17. Mai 1921, von Winterthur ZH, wohnhaft gewesen in 8908 Hedingen, gestorben am 19. August 2014, liegen der Kollokationsplan und das Inventar den beteiligten Gläubigern beim Konkursamt Affoltern zur Einsicht auf.

Schluss des Konkursverfahrens Das Konkursverfahren über die Verkehrsinstitut Albis AG in Liquidation, mit Sitz in Obfelden, UID CHE100.429.970, Fabrikstrasse 13, 8912 Obfelden, ist durch Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Affoltern vom 29. Juli 2015 als geschlossen erklärt worden. Affoltern am Albis, 14. August 2015 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Einladung zur Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten werden auf Montag, 14. September 2015, 19.30 Uhr, in den Kasinosaal, Gemeindezentrum, Marktplatz 1, zu einer Gemeindeversammlung eingeladen. Zur Behandlung gelangen folgende Geschäfte: Politische Gemeinde 1. Teilrevision der Bau- und Zonenordnung 2. Wasserversorgungsreglement 3. Bekanntmachungen Die Akten liegen ab Montag, 31. August 2015 in der Gemeindekanzlei, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Affoltern am Albis, 14. August 2015 Der Gemeinderat

Pilzkontrolle Die Gemeinde Bonstetten ist zusammen mit den Gemeinden Arni, Islisberg, Jonen, Oberlunkhofen, Ottenbach und Unterlunkhofen der Regionalen Pilzkontrollstelle Jonen angeschlossen.

Affoltern am Albis, 14. August 2015

Die amtliche Pilzkontrolleurin, Frau Pamela Rösch, Feldweg 5, 8916 Jonen, steht den Pilzsammlern und -sammlerinnen wie folgt zur Verfügung: – Montag bis Freitag nach telefonischer Vereinbarung (Telefon 056 634 14 71) – Samstag und Sonntag jeweils zwischen 17 und 18 Uhr

Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Die Pilzsammlerinnen und -sammler werden gebeten, keine andere Kontrollstelle aufzusuchen.

Bezüglich der Klage- und Beschwerderechte usw. wird auf die Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtblatt vom 14. August 2015 verwiesen.

Schluss des Konkursverfahrens Das Konkursverfahren über den Nachlass von Hermann Gubler, geb. 23. Februar 1932, von Mettmenstetten ZH und Illnau-Effretikon ZH, gest. am 23. Mai 2013, wohnhaft gewesen: «Haus zum Seewadel», Obere Seewadelstrasse 12, 8910 Affoltern am Albis, ist durch Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Affoltern vom 10. Juli 2015 als geschlossen erklärt worden. Affoltern am Albis, 14. August 2015 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Voranzeige Pilzexkursion Unter der Leitung von Pamela Rösch wird am Samstag, 26. September 2015, um 14 Uhr eine Pilzexkursion im Joner Wald (bei jeder Witterung) durchgeführt. Treffpunkt bei der Waldhütte Jonen, Dauer ca. 2 Stunden. Alle Interessierten sind an der Exkursion herzlich willkommen. Bonstetten, 14. August 2015 Gemeinde Bonstetten

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken!

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314-316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Affoltern am Albis Planauflage: Gemeindezentrum, Marktplatz 1 Hochbauabteilung, 2. OG Bauherrschaft: Baugenossenschaft Schönheim, In der Ey 22, 8045 Zürich Projektverfasser: weberbrunner architekten ag, Binzstrasse 23, 8045 Zürich Bauvorhaben: Abbruch Mehrfamilienhäuser Vers.-Nrn. 1460 und 1462, Neubau Mehrfamilienhaus, Kat.-Nr. 636, Äussere Grundstrasse, Wohnzone W4

Hausen am Albis Gesuchsteller: Elvira Widmer, Hirzwangen 8, 8925 Ebertswil Projektverfasser: hwp Architekten AG, Hüsler, Wiss und Partner, Haus zum Raben, Bahnhofstrasse 3, 6403 Küssnacht am Rigi Bauprojekt: Abbruch Gebäude und Neubau MFH und EFH mit Tiefgarage auf Kat.-Nr. 2318, Hirzwangen 8 (KW), (Gebäude Inventar-Nr. 504)

TO D E S A N Z E I G E Mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir traurig Abschied von meiner lieben Mama, Schwiegermama, unserer Grossmama, Urgrossmama, unserem Gotti und unserer Tante

Emma (Meli) Bion 8. Juni 1921 – 2. August 2015

In Liebe und Dankbarkeit: Lucretia und Felix Graf-Bion Enkel, Urenkel Verwandte und Freunde Auf Wunsch der Verstorbenen findet die Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis statt. Anstelle von Blumen: Stiftung Wunderlampe, 8406 Winterthur, Postkonto 87-755227-6, im Gedenken an Meli Bion. Traueradresse: Lucretia Graf-Bion, Seehalden 1, 8914 Aeugst am Albis

DANKSAGUNG Allen Verwandten, Bekannten und Nachbarn danken wir ganz herzlich für die grosse Anteilnahme, die wir beim Abschied von unserem lieben

Erwin Steinbrüchel-Höhn erfahren durften. Ein ganz besonderer Dank gilt Herrn Pfarrer Walter Hauser für die einfühlsame Gestaltung der Urnenbeisetzung und die schöne Trauerfeier. Vielen Dank für die Blumen und Spenden sowie die zahlreichen Zeichen der Verbundenheit mit tröstenden Worten. Hedingen, im August 2015

Hedingen Gesuchsteller: Dr. W. Kolb AG, Maienbrunnenstrasse 1, 8908 Hedingen Bauprojekt: Neubau von zwei Containern für die Kühlwasserbehandlungsanlage, Maienbrunnenstrasse, Kat.-Nr. 2405, 2221, Industriezone

Bestattungen

Hedingen

Affoltern am Albis

Gesuchsteller: Wasserversorgungsgenossenschaft, Schachenweg 12, 8908 Hedingen Projektverfasser: Waldburger Ingenieure AG, Industriestrasse 21, 5507 Mellingen Bauprojekt: Sanierung und Ersatz Quellleitungen inkl. Abbruch und Neubau Brunnenstube, Himmelsbüelstrasse, Kat.-Nr. 864, Landwirtschaftszone kantonal

Am 7. August 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Knonau Bauherrschaft: Jeannot Charles, Jonenbachstrasse 32, 8911 Rifferswil Projektverfasser/in: Norag Zug AG, Alpenblick 3, 6330 Cham Bauvorhaben: Neuer Balkon sowie neues Dachflächenfenster; Inventarisiertes Objekt (VIII/106), Unterdorfstrasse 7, Kat.-Nr. 590, Zone Kernzone

Wettswil am Albis Bauherrschaft: Annette Coninx Kull und Ernst Kull-Coninx, Strumbergweg 14, 8907 Wettswil am Albis Projektverfasser: Architektur Wegmüller GmbH, Binzallee 6, 8055 Zürich Bauvorhaben: Abbruch Einfamilienhaus Vers.-Nr. 817 und Neubau Mehrfamilienhaus auf Kat.-Nr. 2710 an der Heissächerstrasse 20 (Wohnzone W1)

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Antonio Del Piero geb. 12. Juli 1923, von Italien, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Sonnenbergstrasse 27. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Die Trauerfamilie


Bezirk Affoltern

Freitag, 14. August 2015

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Zentralisierung der ökumenischen Beziehungsberatung Der Bezirk Affoltern wehrt sich gegen Reduktion des Beratungsangebotes Nach dem Entscheid von Kirchenund Synodalrat vom März 2014 sollen die neun ökumenischen Beziehungsberatungsstellen im Kanton Zürich zentral geführt werden. Das Angebot wird nur noch Paaren zur Verfügung stehen. Der Verein für Ökumenische Beziehungsberatung Affoltern wehrt sich gegen die Verschlechterung des Angebotes. ................................................... von marianne voss Die Ökumenische Beziehungsberatungsstelle in Affoltern gibt es seit 35 Jahren. Sie steht allen Menschen offen, unabhängig von Zivilstand, Alter oder Konfession. Das Angebot umfasst Paarberatungen, Mediation sowie auch Beratungen bei Beziehungsproblemen jeglicher Art. Dabei kann es sich auch um Konflikte in gleichgeschlechtlichen Beziehungen, zwischen Generationen oder auch zwischen Nachbarn handeln. Die Beratungsstelle in Affoltern ist – wie die meisten im Kanton Zürich – über einen Verein organisiert, in dem alle Kirchgemeinden Mitglied sind und einen finanziellen Beitrag leisten. In Affoltern finanzieren die Kirchgemeinden rund 45 Prozent der Gesamtkosten, weitere 45 Prozent werden den Ratsuchenden verrechnet und die restlichen zehn Prozent steuert der Kanton Zürich bei. Bereits seit fünf Jahren wurden vonseiten einiger Vertreter der Kantonalkirchen neue Modelle gesucht, wie die Stellen in Zukunft organisiert werden könnten. Der Grund dafür: Die Kirchen wünschen sich vom Kanton einen höheren finanziellen Beitrag. Der Kanton seinerseits stellt aber die

Bedingung, nur mit einem Ansprechpartner – und nicht mit neun – zu verhandeln. In einem ersten Entwurf war geplant, dass es nur noch vier Stellen im ganzen Kanton geben soll. Für Ratsuchende aus dem Säuliamt hätte diese Zentralisierung für jede Beratungsstunde eine Reise nach Zürich Oerlikon bedeutet. Die Opposition gegen die Zusammenlegung war gross. Man ist inzwischen davon abgekommen. Im März 2014 entschieden dann der Kirchenrat und der Synodalrat, dass die Vereine aufgelöst, die Stellen trotzdem weiter dezentral bestehen bleiben, aber zentral geführt und organisiert werden sollen. (Im Juni 2015 haben beide Kirchenparlamente diese Entscheide bestätigt.) Der Standort Affoltern (am Bahnhofplatz 11) ist also bis auf weiteres gesichert.

Die unbeugsamen Gallier Geldhahn zugedreht Kann der Verein denn zur Auflösung gezwungen werden? «Der Geldhahn wird uns zugedreht, da die Kirchgemeinden gezwungen werden, ihren Beitrag für die Beziehungsberatungsstelle an die Zentralkirche einzuzahlen», erklärt Präsident Paul Leuthold. «Jetzt mit dem Verein haben die lokalen Kirchgemeinden auf das Geschick der Beratungsstelle direkten Einfluss.» Nachher seien es wenige Personen des neu zu bildenden zentralen Vereins für den ganzen Kanton und die Geschäftsstelle in Zürich, die alles bestimmen würden. «Dann haben Affoltern und die Kirchgemeinden gar nichts mehr zu sagen.» Klar ist bereits, dass die Psychologen für die Beratungsstellen in Zukunft von dieser Geschäftsleitung angestellt werden. Ebenso fest steht auch, dass nur noch Paare – wenn möglich klassische Ehepaare mit Kin-

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch

dern – von der Beratung profitieren können. Und zudem soll es sich nur noch um Kurzberatungen von maximal sechs bis zehn Sitzungen handeln. «Ein völliger Unsinn», erklärt Psychologe und Stellenleiter Dr. Christoph Pally. «Eine öffentliche ökumenische Stelle soll für verschiedenste Probleme zugänglich sein und keine Ratsuchenden abweisen.» Zudem wirke eine Beratung nur, wenn Vertrauen geschaffen werden könne. Und das braucht manchmal Zeit. «Und wenn das Vertrauen gewachsen ist, soll man die Klienten zu einer neuen Person schicken? Für weniger gut Bemittelte ist das oft finanziell nicht möglich. Dafür sind ja unsere Tarife sozial abgestuft, um die Beratung auch diesen Menschen zu ermöglichen.»

Rosa und Antonio Rotonda-Zarra feiern am kommenden Montag, 17. August, in Obfelden ihre goldene Hochzeit. Zum 50-jährigen Ehebund gratulieren wir herzlich und wünschen dem Ehepaar einen schönen Festtag.

Zum 96. Geburtstag In Affoltern kann Marie Berli-Christen am kommenden Sonntag, 16. August, ihren 96. Geburtstag feiern. Zum hohen Wiegenfest gratulieren wir der Jubilarin herzlich und wünschen ihr einen frohen Festtag.

Der Verein in Affoltern will sich aber dem Diktat von Zürich nicht einfach beugen. «Wir wollen als Verein weiterbestehen», betont Paul Leuthold. «Und wir wollen auch am Zusatzangebot für Beziehungsfragen im weitesten Sinn festhalten.» Um dies zu ermöglichen, wäre von den Kirchgemeinden aber ein Zusatzbeitrag nötig – nebst jenem, den sie in Zukunft der Zentralkirche abgeben müssen. Der Beitrag wäre natürlich geringer. «Er würde ungefähr die Hälfte des bisherigen betragen.» Man werde mit diesem Anliegen an die Kirchgemeinden treten und versuchen, sie für diese gute Sache zu gewinnen, erklären Paul Leuthold und Christoph Pally. Es gehe schliesslich um einen wichtigen Dienst an den Menschen. Die Hoffnung auf ein Entgegenkommen und die Unterstützung für das Weiterbestehen des Vereins und des Angebots ist gross. «An der letzten Delegiertenversammlung wa-

Stellenleiter und Fachpsychologe Dr. Christoph Pally (links) und Paul Leuthold, Präsident des Vereins für Ökumenische Beziehungsberatung Affoltern, kämpfen um die Erhaltung des umfassenden Beratungsangebotes. (Bild Marianne Voss) ren zu diesem Thema viele positive Stimmen zu hören.»

Dr. Christoph Pally verlässt Affoltern Die meisten Beratungsstellen im Kanton Zürich werden ab dem 1. Januar 2016 nach dem neuen Regime arbeiten. Affoltern hat sich eine Übergangsfrist bis Ende 2016 ausbedungen. Auf Ende 2016 wird der langjährige Stellenleiter, Dr. Christoph Pally, seine Arbeit in Affoltern niederlegen. Er kann sich mit den «fachlich und menschlich nicht haltbaren Hauruck-Übungen» der geplanten Neuorganisationen nicht einverstanden erklären. «Mit den geplanten Beschränkungen der Arbeit ist die Fortsetzung unseres Affoltemer Beratungsmodells nicht mehr möglich.» Nebst den Kurzbera-

In Stallikon wird die Stationsstrasse saniert Die Bauarbeiten beginnen am 17. August Damit auch in Zukunft eine sichere und leistungsfähige Infrastruktur genutzt werden kann, erneuert das kantonale Tiefbauamt an der Stationsstrasse im Abschnitt Reppisch bis Reppischtalstrasse den Fahrbahnbelag, die Randsteine sowie Teile der Entwässerungsleitungen. Die Gemeinde Stallikon nutzt die Strassenbauarbeiten da-

zu, die Schmutzwasserleitungen zu erneuern. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 17. August, und dauern voraussichtlich bis Mitte Oktober 2015. Auf dem Teilstück Reppisch bis Reppischtalstrasse erfolgen die Arbeiten in Etappen. Der Verkehr wird mit einer Lichtsignalanlage einspurig durch den Baustellenbereich geführt.

Zum 90. Geburtstag Frieda Bernhauser-Egolf feiert heute Freitag, 15. August, in Affoltern ihren 90. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch zum Ehrentag. Wir wünschen der Jubilarin alles Gute.

Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

Zum 85. Geburtstag Heute Freitag darf Verena SpycherStettler in Hausen ihren 85. Geburtstag feiern. Zu diesem freudigen Fest gratulieren wir der Jubilarin ganz herzlich und wünschen ihr für die Zukunft viel «Gfreuts» und gute Gesundheit.

Zum 85. Geburtstag Adolf Wyrsch, wohnhaft in Zwillikon, darf am kommenden Montag, 17. August, den 85. Geburtstag feiern. Wir gratulieren herzlich, wünschen einen schönen Festtag und alles Gute.

Innerhalb der verschiedenen Bauetappen ist die Zu- und Wegfahrt von der Püntenstrasse mit wenigen Behinderungen und allenfalls kurzen Wartezeiten gewährleistet. Für die abschliessenden Belagsarbeiten muss aus Gründen der Qualität und der Arbeitssicherheit die gesamte Strecke für ein Wochenende komplett gesperrt werden. Diese Vollsperrung findet voraussichtlich Ende September/Mitte Oktober 2015 statt. Über den genauen Zeitpunkt und die Möglichkeiten der Zu- und Wegfahrt zu den Liegenschaften an der Püntenstrasse wird rechtzeitig informiert. (pd.) anzeige

Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

tungen erwähnt er auch, dass die Ratsuchenden neu telefonisch mit ihrem Anliegen bei einem Callcenter landen und von dort an die Stellen vermittelt werden. Das sei für aufgewühlte Menschen in einer Krise eine Zumutung. «Sie brauchen doch genau in diesem Moment den direkten Kontakt zu einer Vertrauensperson.» Christoph Pally ist nicht der einzige Stellenleiter im Kanton, der die Konsequenzen zieht. Es gibt einige langjährige Teams, die sich aufgrund der Neuerungen auflösen werden. Die zweite Psychologin im Affoltemer Team, Doris Mühlheim, wird im Winter pensioniert. Um doch etwas Konstanz zu sichern, hofft man, dass Christoph Pally im kommenden Jahr noch eine geeignete Nachfolge in Affoltern einarbeiten kann.

An der Stationsstrasse in Stallikon werden Fahrbahnbelag, die Randsteine sowie Teile der Entwässerungsleitungen erneuert. (Bild Werner Schneiter)


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Bezirk Affoltern

Freitag, 14. August 2015

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«Puureheimet Brotchorb», Stallikon: Erweiterungsprojekt stockt Der Jahresbericht 2014 mit vielen Erlebnisberichten Die Stiftung «Puureheimet Brotchorb», Stallikon, blickt in ihrem Jahresbericht auf ein aktives und lebendiges Jahr 2014 zurück. Einzig das Erweiterungsprojekt mit zusätzlichen Wohnungen ist wegen hängiger Beschwerden ins Stocken geraten. Die biologischdynamische Landwirtschaft hat sich weiterentwickelt; wegen der Trockenheit werden 2015 bei Gemüse und Kartoffeln Ernteeinbussen erwartet. ................................................... von urs e. kneubühl Der Sommer 2014 war nass, ganz im Gegensatz zum diesjährigen. Der Ernteertrag, so Sepp Thalmann, Gesamtleiter des «Puureheimet Brotchorb», dürfte auf dem biologisch-dynamischen Landwirtschaftsbetrieb auf der Hinterbuchenegg oberhalb Stallikon allerdings heuer ähnlich ausfallen wie im Vorjahr. «Der nasse Sommer 2014 erschwerte die Arbeiten auf Feld und Acker und führte zu Ertragsausfällen beim Feldgemüse. Bei der Getreideund Obsternte hingegen verzeichneten wir überdurchschnittliche Erträge», zieht der Gesamtleiter im Jahresbericht 2014 Bilanz. Jammern wolle er keinesfalls, bemerkt Thalmann, zu den Aussichten für dieses Jahr gefragt: «Sicher machen Hitze und Trockenheit die Landwirtschaft auch heuer schwieriger, aber gross klagen wollen wir deswegen nicht. Bei der Grasernte sieht es jedenfalls gut aus, beim Gemüse und da vor allem bei den Kartoffeln herrscht durchaus Wassermangel, was sicherlich bei den Ernteerträgen spürbar werden wird.» Ins Stocken geraten ist das Erweiterungsprojekt mit je zwei Wohnungen für eine Aussenwohngruppe, ein

Nach dem verregneten Sommer 2014 nun die Hitzewelle 2015: Ertragsausfälle beim Gemüse – und ein Erweiterungsprojekt, das ins Stocken geraten ist. (Bild Werner Schneiter) wichtiger Schritt zur wertvollen Erweiterung des Angebotes, sowie für zwei Mitarbeiter-Wohnungen. Nachdem ein Nachbar wegen eines formellen Fehlers der Gemeinde bezüglich der nicht offiziell verfügten Unterschutzstellung der Feldsteinmauer beim geplanten Neubau erfolgreich rekurriert hatte, wurde die bereits erteilte Baubewilligung sistiert und neue Abklärungen und Studien wurden eingeleitet. Die im Sommer 2014 vom Gemeinderat erlassene Verfügung zur Unterschutzstellung des Gebäudes mit der Feldsteinmauer allerdings ist erneut angefochten worden, die entsprechenden Beschwerden beim Baurekursgericht sowie beim Verwaltungs-

gericht des Kantons Zürich sind hängig. Der Stiftungsrat ist, wie er bereits im Jahresbericht 2013 versichert hat, weiterhin um eine «allseitig bewährungsfähige Lösung bemüht», entsprechend bleiben auch sein Wunsch und seine ausgedrückte Bereitschaft zu einer kreativen, gutnachbarschaftlichen Zusammenarbeit bestehen: «Wir möchten wie bisher zur friedlichen Entwicklung der Dorfgemeinschaft beitragen und einen Rechtsweg abwenden. Dies erfordert von allen Seiten Geduld und Flexibilität.» Das Grundstück mit dem alten Bauernhaus mit Stall, welches für das geplante Erweiterungsprojekt vorgese-

hen ist, konnte zwar 2014 nach intensiven Verhandlungen von der Stiftung gekauft werden, die Realisierung des Projektes allerdings wird sich weiter in die Länge ziehen. Wie wichtig die Aussenwohngruppen (AWG) und der Umzug in diese sind, schildert eine AWG-Bewohnerin unter dem Titel «Auf zu neuen Ufern» eindrücklich.

Interessante Erlebnisberichte Der aktuelle Jahresbericht 2014 der Stiftung «Puureheimet Brotchorb» enthält neben dem informativen Geschäftsbericht des Gesamtleiters und den umfassenden Eckdaten und Zahlen auch eine ganze Reihe von interes-

santen Erlebnisberichten rund um das «Puureheimet». So schildert ein Account Manager des Payment Services bei SIX über seinen eintägigen Einsatz im «Brotchorb». Im Rahmen eines sogenannten «Make a difference day», mit welchem Firmen interessierten Mitarbeitenden die Möglichkeit bieten, einen Tag in einer sozialen Einrichtung zu schnuppern und sich dort ehrenamtlich einzubringen, erlebte Asdin Azatnait auf der Hinterbuchenegg einen Erntetag. Die Kartoffelernte brachte ihm zwar Gelenk- und Muskelschmerzen, neben einer stattlichen Ernte aber auch wert- wie sinnvolle neue Erfahrungen und Kontakte, wie der ehrenamtliche Erntehelfer Bilanz zieht. Mit derselben Begeisterung berichtet Susanne Rüfenacht, seit Spätsommer 2014 Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Küche/Hauswirtschaft, über ihre neue Herausforderung: «Jeden Tag erlebe ich neue Situationen, welche mich dazu inspirieren, auf meinem Weg weiterzukommen. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die mich dazu motivieren, immer wieder aufs Neue einer Person zu begegnen, sie im Arbeitsablauf zu begleiten und vielleicht längerfristig ein grösseres Ziel zu erreichen.» Der Jahresbericht 2014 der Stiftung «Puureheimet Brotchorb» gibt einen unterhaltsamen wie informativen Einblick in die Institution und ihre Aktivitäten. Jeder einzelne Beitrag bestätigt das Motto «Bode under de Füess», welches für eine stabile, selbstständige und gesunde Lebensweise steht, wie sie die Lebensgemeinschaft für Menschen in herausfordernden Lebenslagen bietet. Stiftung «Puureheimet Brotchorb», Hinterbuchenegg 38, Stallikon, Telefon 044 710 98 92, Fax 044 710 98 02, info@puureheimet.ch, Spendenkonto: PC-80-35986-9. Jahresbericht: www.puureheimet.ch, «Aktuell».

ämtler kantnsräte meinen

In drei Badis eingebrochen

Daniel Sommer (EVP, Affoltern)

Sachschaden angerichtet, wenig Bargeld gestohlen.

Wie am ersten Schultag «Alle aussteigen bitte!». Aufgrund einer Zugstörung ertönte diese Durchsage kurz nach Affoltern durch die Zugslautsprecher. Es war Mitte Mai und ich war als neu gewählter Kantonsrat auf dem Weg zur Vereidigung in Zürich. Sollte mein Start in die grosse Welt der Kantonspolitik etwa schief laufen? Natürlich ÖV-freundlich und mit Vorfreude auf den bevorstehenden feierlichen Moment hatte ich nämlich zusammen mit meiner Frau in Affoltern die S-Bahn bestiegen. Herausgeputzt, in Schale geworfen und sogar mit Krawatte stand ich nun jedoch mit Hunderten von anderen gestrandeten Fahrgästen in Bonstetten auf dem Bahnhof. Das grosse Warten auf die Ersatzbusse begann. Nervosität kam auf, da wir es sicher nicht mehr rechtzeitig nach Zürich schaffen würden. Nach verschiedenen Telefonaten liess sich dann ein Stadtzürcher Taxifahrer überzeugen, uns in der Provinz abzuholen. Die neue Ämtler Ratskollegin aus der SVP hatten wir kurzerhand ebenfalls in unsere Fahrgemeinschaft aufgenommen, und so machte sich unser Chauffeur mit einem gut gefüllten Gefährt auf den Weg. Wenig später sassen wir aber schon wieder

fest und zwar im allmorgendlichen Stau am Stadtrand. Somit konnten wir uns die Teilnahme am ersten Teil der Feierlichkeiten, die im Grossmünster stattfanden, definitiv abschminken. Letztlich gelang die rechtzeitige Ankunft im Rathaus dann aber doch noch. Zwischen grünen und eigenen Fraktionskollegen eingequetscht erhielt ich einen der weniger beliebten Plätze in der Mitte einer Sitzreihe. Ein unauffälliges Davonmachen während der Debatten wird somit in Zukunft kaum möglich sein, da immer mindestens vier Sitznachbarn aufstehen müssten.

Ernüchternder Akt Mein Ziel ist es aber ohnehin, mit grösstmöglicher Präsenz den manchmal wunderlichen Vorgängen im Ratssaal auf die Spur zu kommen. Die feierlich angekündigte Vereidigung war dann eher ein ernüchternder Akt. Alle 180 Kantonsrätinnen und Kantonsräte standen gleichzeitig auf, sprachen «Ich gelobe es» und setzten sich in geschätzten 42 Sekunden wieder hin. Von «Rütlischwur»-Hühnerhaut weit und breit keine Spur. Dafür dauerte

dann die Konstitution geschlagene zwei Stunden. Obwohl die Ämterverteilung schon lange im Voraus geklärt wurde, musste die protokollarische Korrektheit eingehalten werden. Ein Vorgeschmack darauf, dass auch in Zukunft viel Ausdauer und Sitzleder gefragt sein wird. Für die ersten Strapazen wurden wir anschliessend mit einem reichhaltigen Apéro belohnt. Dumm nur, hat der Bäcker vergessen seine Produkte zu liefern, weshalb ausnahmsweise und entgegen der elterlichen Erziehung mal Fleisch und Käse ohne Brot verspeist wurde. In den folgenden Wochen ging es dann aber ans Eingemachte und ich habe unterdessen ein wenig Alltag im Kantonsrat kennen gelernt: Die ständig nachgeführte Traktandenliste umfasste zu Beginn rund 130 Geschäfte, die abzuarbeiten sind. Manchmal werden an einem Ratstag deren fünf erledigt. Gleichzeitig kommen am selben Tag sechs neue Vorstösse dazu– man rechne. Zudem lassen die anstehenden Nationalratswahlen viele Kolleginnen und Kollegen aus dem Nichts zu emsigen Verfassern von unzähligen Vorstössen

werden. Denn, wenn im Rat jemand das Wort ergreift, ist dies meist in erster Linie für die Presse, die Tribüne und nicht selten auch für das eigene Ego. Die Meinungen werden nämlich in vielen Fällen bereits vorher in den Fraktionen und in den vorberatenden Kommissionen gebildet. Da die EVP eine kleine Fraktion ist, kann auch ich in einer solchen Sachkommission mitarbeiten. «Wirtschaft und Abgaben» heisst die und das Themenspektrum ist breit. Da wird über die Senkung von Grundstückgewinnsteuern ebenso fundiert beraten wie über ein neues Gesetz betreffend «Nachtzielgeräte für die Schwarzwildjagd». Leider war ich bereits bei einer ersten Abstimmung bei den Verlierern, und ich habe den starken Verdacht, dass dies nicht die letzte Niederlage sein wird. Aber ich will mir und meiner Wählerschaft treu bleiben und mich für weitsichtige Lösungen, kombiniert mit gesundem Menschenverstand, einsetzen. So werde ich nach den Sommerferien weiter mit Freude und Lust zur konstruktiven Auseinandersetzung nach Zürich reisen. Die Nummer des Taxifahrers habe ich sicherheitshalber abgespeichert.

Bei Einbrüchen in die Schwimmbäder von Maschwanden, Mettmenstetten und Obfelden vom 10. auf den 11. August wurde Sachschaden angerichtet und wenig Bargeld gestohlen. Beim Maschwander Naturbad wurde der Zaun überwunden. Die Kantonspolizei spricht von einem Schaden in der Höhe von 1500 Franken. Wenig Bargeld kam weg. Ebenso in Obfelden, wo der Sachschaden rund 500 Franken beträgt. Im Fall von Mettmenstetten sind noch Abklärungen im Gang. Dort drangen Diebe auch ins benachbarte Jumpin ein und hinterliessen Schäden in der Höhe von zirka 3000 Franken. Unter anderem wurden Blachen und Zäune beschädigt. Beim Schulhaus in Knonau wurde vom 8. auf den 9. August der Tischtennistisch beschädigt. Die Folge: 200 Franken Schaden.

Nach wie vor viele Lärmklagen In zahlreichen Fällen rückten Kantons- und Kommunalpolizei in den vergangenen Tagen auch wegen Lärmklagen aus. An verschiedenen Orten – Affoltern, Aeugstertal, Hedingen und Zwillikon – störten sich Anwohner an nächtlichen Partys und an zu lauter Musik. (-ter.)


Bezirk Affoltern

Freitag, 14. August 2015

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Auf der Suche nach der Königin der Nacht Das aktuelle Programm des Jugendzirkus Biber in Arni hat es in sich – mit Säuliämtler Beteiligung Der Jugendzirkus Biber in Arni geht diesen Sommer auf «eine ausserirdische Mission». Mit zwei Artistinnen aus Wettswil, zwei Trainerinnen und einem Trainer aus Mettmenstetten und Knonau ist das Säuliamt gut vertreten. ................................................... von thomas stöckli Ein Traumstrand in der Karibik, eine merkwürdige Ausserirdische, dazu Roboter, giftige Schlangen und gruslige Spinnen – die Rahmengeschichte des diesjährigen «Biber»-Programms verspricht einiges an Spannung. Was hat es mit dem Ufo auf sich, was mit dem geheimnisvollen Edelstein? Auf der Suche nach der Königin der Nacht warten zahlreiche Abenteuer. Die jungen Artisten schweben als Wolken oder räkeln sich als Schlangen unter der Zirkuskuppel, sie stolpern als tollpatschige Clowns durch die Manege und sie verblüffen mit Athletik auf der Slackline und dem Trampolin. Strahlendes Kinderlächeln zeigt die Freude, wenn ein besonderer Trick gelungen ist, vom Publikum werden die Leistungen durch Johlen und Klatschen honoriert.

«Biberband» sucht Verstärkung Bei der Premiere vom vergangenen Samstagnachmittag bibberte im Publikum auch Manuela Geiger aus Mettmenstetten mit. Nach zwei Jahren in der Doppelfunktion als Trainerin und Artistin tritt sie im aktuellen Programm erstmals nicht mehr selber auf. Weniger nervös sei sie deshalb kaum, verrät die 17-Jährige. Ihre

Auch Tanz-Choreografien gehören zum «Biber»-Programm.

Die Schwerkraft scheinbar überwunden: Eleganz am Vertikaltuch. (Bilder Thomas Stöckli) Slackliner kommen gleich zu Beginn. Und sie machen ihre Sache gut – trotz Müdigkeit nach einer intensiven Lagerwoche. Schon seit elf Jahren fühlt sich die Mettmenstetterin dem Jugendzirkus Biber verbunden. Dass sie selber mitwirkt, das ergab sich allerdings erst

2012. Und die Faszination liess sie nicht mehr los. «Ich engagiere mich gerne dafür», sagt sie und hebt die Freude der Kinder hervor: «Als siebenjähriges Mädchen vor 300 Leuten auftreten – das lässt sich nur im Zirkus erleben.» Selber hat Manuela Geiger ihre anfängliche Schüchternheit bald anzeige

Offene Lehrstellen in Industrie und Handwerk Kommenden Montag ist Lehrbeginn 351 Lehrstellen wurden für dieses Jahr im Bezirk Affoltern angeboten. Bis Ende Juli waren 287 Lehrverträge unterzeichnet. Offen blieben Ausbildungsplätze vor allem in den Bereichen Handwerk, Industrie und Gastgewerbe. ................................................... von thomas stöckli Am kommenden Montag, 17. August, ist offizieller Lehrbeginn im Kanton Zürich. Im Bezirk Affoltern machen 287 Jugendliche (Stand Ende Juli) den Schritt in diese neue Lebensphase. Allein 102 sind es in der Berufsgruppe Industrie und Handwerk. Die angehenden Zimmermänner und Zimmerinnen stellen hier mit 14 Personen die grösste Fraktion.

Büro- und Gesundheitsberufe ziehen Mit 42 abgeschlossenen Lehrverträgen sind die Verkaufsberufe die zweitgrösste Gruppe. Hier fällt auf, dass die meisten Verträge erst im Frühling unterschrieben wurden. Ganz im Gegensatz zu den Heilbehandlungs-Berufen, in denen die Mehrheit der 36 Lehrstellen bereits Ende 2014 besetzt war. Früh Bewerben galt besonders für Büroberufe. Fast drei Viertel der 23 Lehrverträge waren hier bereits zum Jahreswechsel 2014/2015 im Trockenen. Insgesamt waren per Ende Juli im Bezirk Affoltern noch 45 offene Lehrstellen gemeldet. Insbesondere in der Industrie und beim Handwerk bleiben

Ausbildungsplätze ungenutzt. So wies die kantonale Bildungsstatistik per Ende Juli noch je vier offene Stellen als Carrossier und Maler sowie je zwei als Dachdecker, Strassenbauer und Produktionsmechaniker aus. Mit acht, respektive sieben unbesetzten Lehrstellen folgen das Gastgewerbe und die Verkaufsberufe. Unter anderem blieben je drei Ausbildungsplätze in der Küche und im Lebensmittelverkauf unbesetzt.

Berufsmesse und Berufsinfotag Bereits rückt für die Mehrheit des nächsten Jahrgangs die Entscheidungsphase näher – einige Lehrverträge für 2016 dürften nämlich entgegen der Vernunft bereits unterschrieben sein. Die ursprüngliche Vereinbarung «Lehrverträge nicht vor dem 1. November» wird schon längst nicht mehr überall eingehalten und dient folglich nur noch als Empfehlung. Eine gute Gelegenheit zur Informationsbeschaffung bietet die Berufsmesse des Lehrstellenforums Bezirk Affoltern vom 11. und 12. September in Bonstetten. Im direkten Austausch mit Lernenden erhalten Schüler hier wertvolle Auskünfte über deren Haupttätigkeiten, die Berufsschule und weitere Facetten des Berufs. Am 5. November lädt das Lehrstellenforum dann zusammen mit verschiedenen Unternehmen zum Berufsinfotag: Zweit-Sek.-Schüler aus dem ganzen Säuliamt können während gut zwei Stunden einen Betrieb besichtigen – und erhalten Einblick in die entsprechenden Berufsfelder.

Poi-Lichtshow im verdunkelten Zirkuszelt.

abgelegt. Und nicht zuletzt sei auch das gemeinsame Hinarbeiten aufs selbe Ziel eine Lebensschule. Sechs junge Artisten haben dieses Jahr ihre «Biber»-Karriere gestartet. Für nächstes Jahr sucht insbesondere die «Biberband» noch jugendliche Verstärkung. Nebst Bandleiter Patrick

Wüthrich haben auch einige Musiker ihren Rücktritt angekündigt. Nachmittagsvorstellungen sonntags, 16. und 30. August sowie am Samstag, 5. September, 14 Uhr; Abendvorstellungen freitags und samstags, 14. und 15., 28. und 29. August sowie 4. und 5. September, 19 Uhr, Arni. Infos: www.jugend-circus-biber.ch.


Schulen und Kurse

Krone-Hedingen.ch Esther Buchegger mit ihrem Team freut sich auf Ihren Besuch Reservierung erforderlich unter Telefon 044 761 62 98

NEU: Grillkarte

Albis

Language School Zürichstr. 128, 8910 Affoltern am Albis 044 760 03 30 www.albis-lang.ch albis-lang@bluewin.ch

Herbst 2015 – Neue Kurse ab 31. August bis 17. Dezember Alle Kurse in Kleingruppen von 4 bis max. 8 Personen

Englisch A1/1 Anfänger A1/1 Anfänger

Mo. Mi.

10.15–11.45 Uhr 18.00–19.50 Uhr

Mo.

20.00–21.50 Uhr

Mi.

20.00–21.50 Uhr

Mo. Mo.

09.00–10.30 Uhr 20.00–21.50 Uhr

Mi.

14.00–15.30 Uhr

Cambridge Diplomkurse First Certificate in English 1. Teil Prüfung Juni 2016 Certificate in Advanced English 1. Teil Prüfung Juni 2016

Spanisch A1/1 Anfänger A1/1 Anfänger

Italienisch A1/1 Anfänger

Laufende Kurse wieder ab 17. August 2015

Veranstaltungen

Reisen mit Freunden Freddy Kunz Weidliweg 8 8909 Zwillikon

Telefon 044 761 01 55

Tagesfahrten Breisach – Hafenrundfahrt Fr. 79.– Mittwoch, 2. September 2015 inkl. Schifffahrt und Essen ID und Euro mitnehmen

Ferienreisen Seefeld DZ/HP Fr. 880.– 21. bis 26. September 2015 Salzburgerland – Adventsfahrt DZ/HP Fr. 615.– 30. November bis 3. Dezember 2015 Seefeld – Bergweihnacht DZ/HP Fr. 460.– inkl. Konzert Ösch’s die Dritten und Die Amigos 8. bis 10. Dezember 2015

www.aemtler-car.ch


Bezirk Affoltern

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«Stubete» und «Züglete» in Bonstetten «Musig im Dorf»: Drei Formationen mit urchigen, folkigen Klängen Am letzten Samstag lud der Verein Musig im Dorf zum zweiten musikalischen Anlass dieses Sommers in Bonstetten ein. Nachdem beim ersten Musikabend im Juni satte funkige Beats den Dorfplatz zum Beben brachten, standen an diesem Abend eher urchigere folkige Klänge im Vordergrund. ................................................... von andi thürig Nachdem sich der Sommer auch in der vergangenen Woche von seiner besten Seite gezeigt hatte, deutete eigentlich alles auf ein weiteres musikalisches Dorffest unter freiem Himmel hin. Aber ausgerechnet bezüglich Samstagabend waren sich weder die Wetter-Apps noch die telefonisch konsultierten Fachleute in Kloten einig, ob sich nicht eventuell eine fiese Gewitterzelle über Bonstetten entladen könnte. Aufgrund der unsicheren Wettervorhersage musste sich das OK folglich zähneknirschend dazu durchringen, den Abend nicht auf dem Dorfplatz, sondern im Gemeindesaal – also sozusagen in der guten Stube – durchzuführen. Auch wenn sich dann doch kein einziges Wölkchen über Bonstetten auftürmte, fiel der Abend stimmungsmässig alles andere als ins Wasser und die zwangsverordnete Stubete fand dann im zweiten Teil doch noch an der frischen Luft statt. Aber davon später. Eröffnet wurde der musikalische Reigen von «Chueli Fan», einer Schwyzerörgeli-Formation aus Schlieren. Die fünf Frauen und Männer – alle im Pensionsalter – frönen ihrem Hobby mit viel Herzblut und treten erstaunlich professionell und routiniert auf. Mit lüpfigen und bodenständigen Tänzli spielte das Quintett zum Apéro auf und sorgte – trotz schweisstreibender Temperaturen im Saal – schnell für gute Laune beim Publikum. Dieses genehmigte sich dazu ein erstes Gläschen Weisswein und verköstigte sich mit knusprig überbackenen Appenzeller Birnenkäsetoasts. Auch zum Hauptgang liess sich der Chefkoch etwas sehr Spezielles einfallen. Serviert wurden feine Appenzeller Rindsroula-

Das «Appenzeller Echo» auf dem improvisierten Festplatz. (Bild Kaspar Schindler) den an einer Biersauce mit Älplermagronen und Wurzelgemüse, wofür Beat Landis verdienterweise viele Komplimente einheimste.

«Appenzeller Echo» – der Höhepunkt Gegen 20 Uhr wurde die Bühne frei für den gemischten Chor WettswilBonstetten unter der Leitung von Esther Kreis. Mit viel Schwung wurde insbesondere ein Medley von Udo Jürgens grössten Hits dargeboten. Dass

nicht nur die bunt gekleideten Sängerinnen und Sänger ihren Spass an den präsentierten Ohrwürmern hatten, zeigte der herzliche Applaus des Publikums und die einen oder anderen mitgesungenen Passagen: «Aber bitte mit Sahne!» Den eigentlichen Höhepunkt des Abends bildete zweifellos der Auftritt des Trios «Appenzeller Echo». Die drei waschechten Appenzeller in ihren wunderbaren traditionellen Trachten zogen die aufmerksame Zuhörerschaft

im Nu in ihren Bann und entführten diese auf eine folkloristische musikalische Reise vom Appenzell ins nähere und weitere Ausland. Obwohl keine Profis, sind die Musikanten auf ihren Instrumenten (Hackbrett, Geige, Bass, Akkordeon) absolute Virtuosen. Mit beeindruckender Leichtigkeit spielten sich die drei sympathischen Appenzeller durch ihr grosses Repertoire und würzten dieses immer wieder mit ihrem trockenen Humor.

Veranstaltungsprogramme sind erschienen

Zehn Jahre Mutter-Kind-Abteilung Ein Jubiläum im Spital Affoltern Mehr als jede zehnte Frau leidet heute an einer postnatalen Depression und gerät durch die neue Lebenssituation in eine Krise. Viele leiden im Stillen, da die Umwelt mit Unverständnis reagiert, weil die Geburt eines Kindes doch ein glückliches Ereignis ist. Auch andere psychische Probleme der Mutter können die Familie aus der Bahn werfen. Aus diesen Gründen wurde vor zehn Jahren die Mutter-Kind-Abteilung im Spital Affoltern gegründet. Sie bietet heute Platz für neun Mütter mit ihren Kindern. Der Bedarf ist gross, es besteht eine Warteliste.

Krise nach Geburt – ein Tabuthema In der Schweiz wurden im Jahr 2014 83 800 Kinder geboren. Rund 15 Prozent der Frauen stürzen durch dieses eigentlich freudige Ereignis in eine Krise. Über dieses Tabuthema wird wenig gesprochen, denn die meisten Familien leiden still. Weil der Druck des Umfelds, glücklich sein zu müssen, gross ist, schämen sie sich ihrer Gefühle. Dabei leiden sie an einer

behandelbaren Krankheit und finden häufig erst über Umwege zu angemessener Hilfe. Dadurch entstehen überflüssige Gesundheitskosten. Zu diesem Schluss kommen die Betreiber der Website «postnatale Depression Schweiz» (www.postnatale-depression.ch).

für Mütter, die in eine Krise geraten sind. Die Abteilung steht Müttern zur Verfügung, die durch das Ereignis der Geburt und die neue Lebenssituation in eine Krise geraten sind, aber auch Müttern mit anders gelagerten psychischen Erkrankungen.

Pionierhaft Das erste Spital mit Mutter-KindAbteilung Vor zehn Jahren nahm der Kanton Zürich – als erster Kanton überhaupt – die Notwendigkeit der Versorgung von Mutter und Kind zur Kenntnis. Das Spital Affoltern mit seinem bereits seit vielen Jahren bewährten und fortlaufend überprüften Konzept der Krisenintervention und der Interdisziplinarität im Rahmen des Modells Affoltern, erwies sich als idealer Auftragnehmer und erhielt deshalb den Leistungsauftrag. Die Mutter-Kind-Abteilung im Spital Affoltern ist ein Pionierprojekt und eine Erfolgsgeschichte. Sie entspricht heute mehr denn je einem Bedürfnis

Das Angebot war pionierhaft in der ganzen Schweiz und steht mit seiner Verbindung von psychotherapeutischer und psychiatrischer Behandlung der Mutter, pädagogischer Krippenbetreuung der – nicht als Patienten aufgenommenen – Kinder und dem Fokus auf die Mutter-Kind-Interaktion auch heute weitherum einzigartig da. Der Gedanke, dass ein Spitalaufenthalt ohne das Kind erfolgen sollte, hindert betroffene Mütter oft, professionelle Hilfe anzunehmen. Die Mutter-Kind-Abteilung am Psychiatriestützpunkt des Spitals Affoltern wird zudem nicht mit einer psychiatrischen Anstalt traditioneller Prägung in Verbindung gebracht und wirkt da-

Und weil ein veritabler Natur-Juz eben nur unter freiem Himmel seine Wirkung so richtig entfalten kann, schlugen die spontanen Mannen vor, den zweiten Teil des Konzertes im Freien durchzuführen, wo mittlerweile ein laues Lüftchen für Erfrischung sorgte. So wurde aus der Stubete eine kurze Züglete, was das Publikum am Ende des Konzertes mit frenetischem Applaus – belohnt durch zwei Zugaben – verdankte.

durch weniger stigmatisierend. Der Eintritt erfolgt unter denselben Bedingungen wie bei einem anderen kantonalzürcherischen Spital.

Multiprofessionelles Team Das Behandlungsangebot umfasst psychotherapeutische und medizinische Angebote wie Gesprächstherapie, Physio- und Bewegungstherapie, Coaching in Alltagsfragen, Unterstützung in der Kinderbetreuung und –pflege und anderes mehr. Dafür ist ein multiprofessionell aufgebautes Team zuständig, das sich aus Psychotherapeutinnen, Kunsttherapeutinnen, Pflegefachpersonen mit pädagogischer Zusatzausbildung, Psychiatern, Kleinkinderzieherinnen Physiotherapeutinnen, Sozialarbeiterinnen, Stillberaterin und Ernährungsberaterin zusammensetzt. Es stehen wohnlich eingerichtete Zimmer für den Aufenthalt mit Kind zur Verfügung sowie Spiel- und Aufenthaltszimmer wie auch Therapieräume. Zum 10-jährigen Bestehen wurde die Behandlungskapazität erhöht. (pd.)

Jedes Jahr besuchen im Kanton Zürich rund 30 000 Mütter und Väter ein Elternbildungsangebot. Sie erleben dabei spannende, bereichernde und durchaus auch unterhaltsame Impulse für den Familienalltag.

Reichhaltiges Angebot Wer möchte sein Erziehungswissen erweitern, Unsicherheiten und Fragen klären und vom Austausch mit anderen Eltern profitieren? Im aktuellen Veranstaltungsprogramm der Region findet man wieder eine grosse Palette unterschiedlichster Angebote: Zum Beispiel Themenabende über die Entwicklung bei Kleinkindern, über Mobbing oder über die Pubertät, aber auch mehrteilige Erziehungskurse, in welchen grundlegende Erziehungsfähigkeiten trainiert werden können. Die Veranstaltungsprogramme erscheinen halbjährlich, sind auf www.elternbildung.zh.ch zum Herunterladen aufgeschaltet oder in gedruckter Form bei der Geschäftsstelle Elternbildung kostenlos erhältlich unter ebzh@ajb.zh.ch oder Telefon 043 259 79 30. (pd.)


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Vermischtes

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Laufen bis zum Hitzekollaps Joggen bei Hitze und glühendem Sonnenschein kann für Sportler gefährlich werden Trotz der hohen Temperaturen wollen viele Menschen, welche auf die Gesundheit achten, nicht auf Sport verzichten. Grundsätzlich ist das kein Problem! Um trotz Hitze sportlich aktiv zu bleiben, müssen jedoch einige Punkte beachtet werden. ................................................... von martin mullis Der nicht mehr ganz so junge Mann weist bereits graue Schläfen auf und sitzt schwer schnaufend auf der Bank am Waldrand beim Startplatz zum Vita-Parcours «Saarhau» in Affoltern. Sein T-Shirt ist völlig verschwitzt, und sein Schweiss rinnt ihm nur so über das Gesicht. Trotz den herrschenden hohen 28 Grad gab er nach seinen eigenen Worten auf dem Vita-Parcours etwas Gas. Das hätte er besser bleiben lassen, meint der sonst sehr sportliche Mann nun einsichtig, muss er doch nun sofort etwas trinken und mindestens eine Viertelstunde ruhig sitzen bleiben. Kein Problem mit den zu dieser Tageszeit noch erträglichen Temperaturen hat am frühen Dienstagmorgen Kristina Aschwanden aus Affoltern. Zum sichtlichen Vergnügen ihres achtmonatigen Töchterchens Ella im Sportwagen, läuft die Frau eines Sportlehrers in einem lockeren Laufschritt

auf dem Waldweg. Allerdings hält sie fest, dass sie das Joggen an der Sonne und bei grösserer Hitze unterlasse. Dr. med. Erich Villiger von der Dorfpraxis in Ottenbach rät schlicht und einfach, die Trainingseinheiten während der Hitzeperioden auf den frühen Morgen oder den kühleren Abend zu verlegen. Zum Joggen rät er, leichte Kleidung zu tragen, eventuell ein nasses T-Shirt, aber niemals mit nacktem Oberkörper zu laufen. Und wer bei einem Brunnen vorbeikäme, der dürfe ruhig seinen Kopf ins kühle Nass tauchen, so der Ratschlag des Hausarztes. Dr. Walter O. Frey, Sportmediziner und leitender Arzt der Universitätsklinik Balgrist, bestätigt diese Ratschläge und geht mit entsprechenden Tipps noch etwas weiter.

Geheimtipp des Sportmediziners Bereits bei 25 Grad Wärme bedeute intensives Training für den Körper eine hohe Anforderung. Ab 30 Grad sollte Ausdauersport nur noch im Schatten oder aber im Wasser erfolgen. Ausreichend trinken sei bei hohen Temperaturen noch wichtiger als an normalen Tagen, da durch das Schwitzen Elektrolyte verloren gehen. Mit dem Rat, am besten sei ein selbst gemachtes Getränk mit Sirup und Zitronensaft und mit so viel Salz darin wie verträglich, gibt der Sportmediziner seinen Geheimtipp bekannt.

Bei noch kühlen Morgentemperaturen im Laufschritt unterwegs: Kristina Aschwanden joggt mit Ella im Sportwagen. (Bild Martin Mullis)

Wer trotz hoher Aussentemperaturen joggen geht, sollte das Laufpensum reduzieren und darauf achten, den Kopf mit einer Bedeckung vor der Sonne zu schützen. Sobald aber Kopfschmerzen oder sonstiges Unwohlsein

auftreten, sollte die sportliche Betätigung sofort eingestellt werden, um sich im Schatten zu erholen. Auf den bekannten Laufstrecken im Säuliamt waren in den letzten Hitzetagen zwar weitaus weniger

Läuferinnen und Läufer als sonst zu sehen, schwitzende und nach Luft schnappende keuchende «Athleten» waren aber durchaus auch über die Mittagszeit bei grösster Hitze anzutreffen.

Chinderhuus Hedingen verbringt zauberhaftes Lager Das Chinderhuus Hedingen reiste mit 40 Kindern ins Lager nach Valbella

Hexen und Zauberer.

Im alljährlichen Lager des Chinderhuus Hedingen verwandelten sich die Kita- und Hort-Kinder in Zauberer und Hexen. Die Schar erlebte eine zauberhafte Woche – mitunter einen Badetag in beeindruckend prominenter Gesellschaft. ................................................... von eva wirth Es gehört zu den Highlights im Jahresprogramm des Chinderhuus Hedingen: das Lager im Hinwilerhaus in Valbella. Am Montag, 20. Juli, ist es endlich wieder so weit. Ein Car fährt vor und bringt die 40 Kinder, das jüngste gut drei- und das älteste elfjährig, vom Säuliamt ins Bündnerland. Einige der 18 Betreuenden und zwei Köchinnen fahren mit sechs Autos hinterher, beladen mit Essen und Bastelmaterial.

Entspannung ... Die Gegend um den Heidsee ist schon fast das zweite Zuhause des Chinderhuus Hedingen. Zum fünften Mal quartieren sich die Kita und der Hort für fünf Tage hier ein. Manche aus der Gruppe sind Stammgäste, ein HortKind hat noch kein einziges der exklusiven Chinderhuus-Lager verpasst. Dieses Jahr ist die Lage verhext: Einige Kinder im Car waren die Woche zuvor in einem anderen Lager, wo fast die Hälfte der Teilnehmenden an einer Magen-Darm-Verstimmung erkrankt ist. Ob das gut geht? Es bleibt kaum Zeit, darüber nachzudenken, denn die 18 Betreuenden und die beiden Köchinnen haben ein volles Programm rund ums Thema Zauberer und Hexen zusammengestellt. Es lässt sich zeigen: Am einen Tag entsteht im Garten des Hinwilerhauses eine 25 Meter lange Wasserrutschbahn, am anderen Tag basteln alle passende Kostüme für sich. Mal

werden die älteren Kinder um 1 Uhr in der Nacht aus den Betten geholt und auf einen sagenhaften Lichterweg geführt. Dann treffen sich alle verkleidet zum Abenteuertag am nahen Heidsee: ein Fest, samt Pedalo-Fahren, Postenlauf und Eichhörnchen-Füttern. Der Anlass begeistert nicht nur die Hexen und Zauberer des Chinderhuus, sondern auch fremde Eltern. Ob das ein Ferienpass-Angebot sei, fragen sie, und wo man sich dafür denn anmelden könne. Nicht ganz fremd sind die Eltern, denen die Kita-Kinder tags darauf am Heidsee begegnen. Eben noch lag dichter Nebel über dem Wasser, das Gras ist noch nass und das Ufer fast menschenleer. Dann plötzlich zeigt sich die Sonne und verzaubert den Donnerstag in einen perfekten Badetag. Was für eine Überraschung – und nicht die einzige! Die ChinderhuusGruppe bekommt nämlich Gesell-

schaft. Die Familie von Roger Federer taucht auf, samt der vier Kinder! Und so vergehen die Tage, mit Dutzenden von Höhepunkten und keinem einzigen Magen-Darm-Erkrankten. Nicht einmal das Heimweh schlägt auf den Magen. Nur beim Packen ist der Wurm drin: Manch eine Hose und Zahnbürste landet im falschen Gepäck. Zum Glück haben die Betreuenden mit den Eltern der Chinderhuus-Kinder schon Anfang Lager eine Gruppe auf WhatsApp eingerichtet. Unter der Woche waren hier Fotos und Neuigkeiten aus Valbella zu bestaunen. Kaum sind die Kinder daheim, wechselt das Thema. Jetzt zeigen die Bilder keine strahlenden Kinder mehr, sondern Shirts und Zahnbürsten. Und die Kommentare lauten nicht mehr: «Heute WaldpurgisnachtFest mit Zaubershow und Feuerwerk», sondern «Wem gehört diese Unterhose?»

... nach der Nachtübung.


Serie

Freitag, 14. August 2015

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Festumzüge als Höhepunkt von Dorffesten Willy Hug: Alte Geschichten aus dem Säuliamt (Serie) Nr. 100

Festumzug 1990 in Affoltern. Wagen der Primarschule Affoltern. (Bilder zvg.)

Anlass war vor 25 Jahren die 800-Jahre-Feier in Affoltern. Das ganze Dorf war während Tagen ein grosser Festplatz. Ein erster Höhepunkt war das Festspiel. Ein prachtvoller Festumzug mit 2000 aktiven Teilnehmern setzte am Sonntag der Feier die Krone auf. Die Glocken der reformierten und katholischen Kirche läuteten eine Viertelstunde lang den Beginn des Festumzugs ein und 20 000 Zuschauer warteten geduldig an den Strassenrändern. Anlass Autor Willy Hug. war die Jahrhundertfeier, denn im Kloster Engelberg befindet sich ein 800-jähriger Zinsrodel von 1190, worauf bei einer Getreideabgabe als Zehnten erstmals «Affiltre» vermerkt ist. Mit «Affiltre» war das

«Dorf bei den Apfelbäumen» gemeint. Das Kloster Engelberg erfüllte den Wunsch, diesen Zinsrodel für eine Ausstellung auszuleihen und schickte dieses wertvolle Original postwendend. Zum allgemeinen Erstaunen aber nicht eingeschrieben. Vorsichtshalber wurde es nachher persönlich, zusammen mit einem symbolischen Zehnten nach Engelberg zurückgebracht.

Der grosse 800-Jahre-Festumzug Am Sonntag, 14. September 1990, war es so weit. Nachdem die Glocken verstummt waren, eröffneten um 14 Uhr Schüler der Primarschule mit einem Klangspiel den Umzug. Vorausgehend der «Pöstliwirt» von Kappel, Harmonika spielend und mit einem mit Äpfeln dekorierten Hut. 72 Gruppen, verteilt auf sieben Themenbereiche, waren auf der Umzugsroute Untere Bahnhofstrasse–Zürichstrasse–Büelstrasse angesagt. Angezeigt war jede Gruppe auf einem grossen roten Schild in Form eines roten, übergrossen Apfels,

Bereit für den Festumzug 1964: Apfellokomotive der OVA.

zugs «700 Jahre Eidgenossenschaft» für den Bezirk Affoltern nochmals zu Ehren. Ein Sturm auf dem Heimweg von Zürich ins Säuliamt zertrümmerte nachher manchen Wagenaufbau. Aber gottlob erst nach dem Umzug.

Zwilliker Schüler stellten ein Ährenfeld dar. Gefertigt aus grossen, gelben Kartonbogen. Ein Sechsergespann der Brauerei Hürlimann erinnerte an die

ehemalige Bierbrauerei in Affoltern, der Damenturnverein an die Seidenweberei. Ein attraktives übergrosses Modell auf einem Wagen vom Frauenturnverein zeigte die einstige Kneippkuranstalt Arche. Nicollier Landmaschinen hatte auf einem Wagen eine ganze Schmiede aufgebaut. Im Themenbereich «Verkehr» gab es Postkutschen, alte Postautos, alte Motorräder, eine S-Bahn, Oldtimer-Autos, alte Fahrräder vom Rad-Renn-Club Amt gefahren. Comitato Cittadino zeigte italienische Emigranten, welche 1882 über die neue Gotthardlinie nach Affoltern kamen. «Tellensöhne» marschierten für den Armbrustschützenverein. Prächtige Trachten und Sennenhunde zeigte die Delegation von Affoltern im Emmental. Rassige Majoretten grüssten von Zürich-Affoltern. Dank der Bereitschaft aller Beteiligten und vielen Helfern und Helferinnen kam ein fröhliches und unvergessliches 800Jahr-Fest zustande. Ein Dutzend der in Affoltern gezeigten Wagen und Gruppen kamen einige Monate später in Zürich anlässlich des grossen Festum-

Umzug 1990: Auf den Einsatz warten.

Bezirkssängerfest 1928. Blumendekorierter Wagen am Festumzug.

getragen von einem Schüler oder einer Schülerin. Die Einladungen für die Umzugsteilnahme stiessen auf ein erfreuliches Echo: Über 30 Vereine, über ein Dutzend Musikgesellschaften oder Kapellen, die Ämtler Gemeinden, Schulen, Gewerbe- und Gemeindebetriebe wirkten mit. Dazu kamen unzählige Pferde, Kühe, Hunde. Dass auch eine niedliche Säulifamilie am Umzug zu sehen war, verstand sich für den Hauptort des Säuliamtes als selbstverständlich. Mit 21 Gruppen stellten die Vereine die Geschichte von Affoltern dar: vom Kloster Engelberg über die Habsburger, zum Landvogt von Knonau, den Franzosen bis zum Mobilisationsort. Die vielen farbenprächtigen Kostüme waren eine Augenweide.

Vom Bauerndorf zum Wirtschaftszentrum

Prächtige Blumenwagen Erwähnenswert sind auch frühere grosse Festumzüge in Affoltern. So etwa jener vom 24. Oktober 1964 aus Anlass der 100-Jahre-Feier der Eisenbahnlinie Zürich-Affoltern-Zug. Nebst Prominenz aus Politik und der SBB gab es viele Musikgesellschaften, attraktive Gruppen und dekorierte Wagen. Viel Beachtung fand eine fahrbare «Spanisch-Brötli-Bahn» und grossen Anklang fand das Festspiel «100 Jahr uf de Schiene». Unvergesslich blieb einst auch der Festumzug des Bezirkssängerfestes in Affoltern von 1928. Nebst den vielen Gesangsvereinen waren die mit Blumen geschmückten Pferdegespanne und Autos eine wunderbare Augenweide.


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22. August von 16.00 bis 2.00 Uhr

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Gewerbe/Dienstleistungen

Junge Musik

Unterklassiger Gegner

In Hausen steigt bereits zum dritten Mal das «Rampe Openair». > Seite 15

Der FCWB spielt im Cup auswärts gegen den Regional-Cupsieger Länggasse Bern. > Seite 21

Freitag, 14. August 2015

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Freestyle Masters Die weltbesten Skiakrobaten messen sich auf der neuen Jumpin-Schanze. > Seite 23

Intensives und spannendes Jahr Erfolgreiche Berufsbildung bei der Ernst Schweizer AG Alle 13 Lehrabgänger haben die Lehrabschlussprüfung geschafft und ihre Berufsbildung bei Schweizer erfolgreich hinter sich gebracht. Sieben der jungen Berufsleute bleiben weiter im Unternehmen beschäftigt. Mit einem fröhlichen Grillfest hat die Ernst Schweizer AG in Hedingen im

Juli ihre diesjährigen Lehrabgänger gefeiert: zwei Kaufmänner, drei Metallbauer, einen Metallbaupraktiker, drei Metallbaukonstrukteure, drei Produktionsmechaniker und einen Mechanikpraktiker. Die jungen Männer haben alle ihre zwei-, drei- oder vierjährige Ausbildungszeit mit Bravour abgeschlossen. Den 13 Lehrabgängern waren die Erleichterung und Freude über das En-

de ihrer Lehrzeit ins Gesicht geschrieben. In Anwesenheit ihrer stolzen Eltern und nach dem gemeinsamen Betriebsrundgang nahmen sie die Gratulationen von Urs Gschwind, Bereichsleiter Personal und Ausbildung, und Unternehmensleiter Hans Ruedi Schweizer strahlend entgegen. In ihrer Rede gaben die beiden Gratulanten auch im Namen aller Mitarbeitenden von Schweizer der Freude

über den erfolgreichen Berufsnachwuchs Ausdruck. Bei einem kurzen Rückblick liess man ein sehr intensives und spannendes Jahr nochmals Revue passieren. Besonders die Staatsbesuche von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga mit ihrem Gast, dem französischen Präsidenten François Hollande, sowie derjenige des serbischen Ministerpräsidenten Aleksandar Vu4cic´ waren einmalige Erlebnisse für die Lernenden wie für das gesamte Unternehmen. Den beiden direkt beteiligten Lehrabgängern überreichte der Leiter Berufsbildung, Xavier Nietlisbach, zur Erinnerung ein persönlich gestaltetes Fotobuch. Im Rahmen einer kleinen Zeremonie erhielten alle Lernenden von ihrem jeweiligen Berufsbildner ein Kuvert überreicht mit einem Einkaufsgutschein und einem Bild ihres ersten Ausbildungstages. Alle Anwesenden waren schliesslich zu Speis und Trank eingeladen: Die Lernenden des 1. Lehrjahres hatten gemeinsam ein Grillfest organisiert.

Zehn Prozent der Mitarbeitenden sind Lernende

Die Lehrabgänger, hinten von links: Andreas Seeholzer, Jonas Gisler, Samuel Niklaus (alle Metallbauer), Matthias Fischer, Fabio Truttmann (beide Metallbaukonstrukteure). Vorne: Micheal Belay (Mechanikpraktiker), Daniel Ammann (Kaufmann), Fabio Congedi (Produktionsmechaniker), Daniel Geiger (Kaufmann), Daniel Bardheci, Yannick Woodtli (beide Produktionsmechaniker). Es fehlen: Martin Käser (Zusatzlehre Metallbaukonstrukteur), Elezi Driton (Metallbaupraktiker). (Bild zvg.) anzeigen

Diesen Sommer darf Schweizer wiederum 13 Jugendliche begrüssen, die ihre Berufslehre in einem der zehn angebotenen Berufsfelder starten. Ab dann beginnt das neue Lehrjahr und insgesamt 45 Lernende werden ihre Lehre bei Schweizer absolvieren: sieben Kauffrauen/Kaufmänner, elf Metallbauer, vier Metallbaupraktiker, sieben Produktionsmechaniker, ein Mechanikpraktiker, neun Metallbaukonstrukteure und -kontrukteurinnen (zwei davon in Zusatzlehre), zwei Logistiker, zwei Informatiker, ein Konstrukteur EFZ und eine Büroassistentin. Die hohe Prozentzahl von Lernenden – fast zehn Prozent aller Mitarbeitenden – verdeutlicht die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens. Im Lernenden-Rat sammeln die Auszubildenden bei Schweizer neben der spezifischen Berufserfahrung auch erste Erfahrungen in Bezug auf Selbstverantwortung: Eine Gruppe von fünf Lernenden ist selbst für die Organisation von Ausflügen, Lagern und Veranstaltungen verantwortlich. Dieses Jahr ist neben dem Aktionstag zu Gesundheit, dem Schnee-Ausflug, und der Mitwirkung an der Ämtler Berufsmesse vom 11. und 12. September auch ein zweitägiger Lehrlingsausflug in die Kantone Luzern und Bern geplant, wo unter anderem auch ein (Gegen-)Besuch im Bundeshaus ansteht. (pd.)

Ezequiel Di Claudio ist neuer Marketing- und Vertriebsleiter bei Hawa. (Bild zvg.)

Zurück bei Hawa: Ezequiel Di Claudio Ezequiel Di Claudio ist neuer Leiter Marketing und Vertrieb beim Schiebebeschlag-Spezialisten Hawa in Mettmenstetten. Der 37-Jährige war bereits von 2002 bis 2009 bei der Hawa AG in verschiedenen Funktionen tätig, unter anderem als Leiter des Kundencenters. Für die strategische Führung und Entwicklung der Abteilung Marketing und Vertrieb bei Hawa bringt Di Claudio beste Voraussetzungen mit. Er ist gelernter Metallbaukonstrukteur und hat sein Studium der Betriebsökonomie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften erfolgreich abgeschlossen. Sein beruflicher Werdegang erstreckt sich von der technischen Grundausbildung über Erfahrungen als Konstrukteur und Projektleiter, eine achtjährige Tätigkeit bei Hawa in unterschiedlichen Bereichen, bis hin zum Verkaufsleiter bei einem technologisch führenden Weltunternehmen, wo er die letzten fünfeinhalb Jahre tätig war. Di Claudio kennt die Kundensicht und verfügt über eine mehrjährige internationale Verkaufs- und Führungserfahrung in der Baubranche. Der neue Marketingleiter bei Hawa will die Leistungserbringung des Unternehmens noch konsequenter an den Marktbedürfnissen ausrichten. Ezequiel Di Claudio ist verheiratet und Vater von drei Kindern. (pd.) Weitere Infos bei Hawa AG, Schiebebeschlagsysteme, Untere Fischbachstrasse 4, 8932 Mettmenstetten, Tel. 044 767 91 91, info@hawa.ch, www.hawa.ch.


Kloster Kappel a. A.

Kath. Kirche Bonstetten

Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche Sonntag, 16. August 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel mit Pfr. Ch. Menzi Mittwoch, 19. August 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 20. August 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Frau Yvonne Schönholzer

Samstag,15. August 18.00 Eucharistiefeier zu Maria Aufnahme in den Himmel Sonntag, 16. August 10.15 Eucharistiefeier im Singsaal Schulhaus Mettlen, Wettswil Dienstag, 18. August 19.30 Abendmesse anschliessend Gebetsgruppe im Provisorium Bonstetten Mittwoch, 19. August 9.00 Ökumenisches Morgengebet im Provisorium Bonstetten Donnerstag, 20. August 19.00 Rosenkranz im Provisorium Bonstetten

Ref. Kirche Maschwanden Sonntag, 16. August 10.00 Schulanfangs-Gottesdienst in Maschwanden mit Pfrn. Susanne Brüngger und Kolibri-Team Marina Clerici und Ilona Lüscher Orgel: Marianne Rutscho anschliessend Apéro Samstag, 22. August 13.30 Trauung Marina und Dominik Bühlmann und Taufe Liano in der Kirche Maschwanden

Ref. Kirche Mettmenstetten Freitag, 14. August 19.30 Neumondsingen für alle Leitung Elsbeth Durrer Sonntag, 16. August 11.00 Spätgottesdienst/ Familiengottesdienst mit anschl. Chilepicknick Pfarrer Andreas Fritz Taufe von Julian Bär Motoko Matsushita, Keyboard und Marc Wieland, Bass www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden Sonntag,16. August 9.30 Gottesdienst mit Pfrn. Bettina Ferrat Erich Eder (Orgel) reformierte Kirche Getauft wird Nanica Uster, Tochter von Melanie Uster und Sascha Praser (Aesch LU) anschliessend Kirchenkaffee im ref. Kirchgemeindehaus www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 16. August 10.00 Gottesdienst Thema: «Selbstinszenierung und Bescheidenheit» Text: Lk. 18, 9–14 Pfarrer Jörg Ebert Veronica Nulty, Orgel Anschliessend «Chilekafi uf de Heiweg» www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 16. August 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel, Pfr. Christof Menzi Fahrdienst: 9.10 Uhr ab Volg

Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Bonstetten

Ref. Kirche Kappel a. A.

Sonntag, 16. August 10.00 Regional-Gottesdienst mit Taufe von Alexis Wolf und Florin Hauser Pfarrerin Bettina Stephan Mittwoch, 19. August 17.00 Singwerkstatt mit Eva Stückelberger Vorankündigung: Sonntag, 23. August 10.00 Gottesdienst zum Schuljahresbeginn für die ganze Gemeinde Team

Sonntag, 16. August 10.15 Familiengottesdienst beim Sendeturm auf dem Uetliberg mit den Pfarrern der «Uetliberg-Gemeinden» Mitwirkung des Musikvereins Stallikon; Gratistransport für Gehbehinderte ab Bahnhof Uetliberg; anschliessend besteht die Möglichkeit, Selbstmitgebrachtes zu grillieren. (Bei Schlechtwetter im Saal des Restaurants Uto Kulm)

Sonntag, 16. August 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel mit Pfr. Ch. Menzi

Ref. Kirche Hausen a. A. Ref. Kirche Affoltern a. A. Freitag, 14. August 20.00 Gottesdienst nach der Liturgie von Taizé in der katholischen Kirche Samstag, 15. August 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel, Pfr. Th. Müller Sonntag, 16. August 10.00 Familien-Gottesdienst im Rahmen des Festes zum Schulbeginn mit Breakdancelehrer Bary El-Barazangi Anschliessend Spielen und Picknick im Chilepark

Sonntag, 16. August 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Kappel mit Pfarrer Christof Menzi Freitag, 21. August 6.00 Meditatives Morgengebet in der Kirche Anschliessend Frühstück im Pfarrhaus

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 16. August 10.00 Regionalgottesdienst in Aeugst mit Pfarrerin Bettina Stephan Fahrdienst auf Anfrage bei P. Ott, Telefon 044 761 34 90

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 16. August 11.00 Waldgottesdienst im Grüenholzwald beim Bürgerstein, Pfr. Maurer Vorstellung neue Vikarin Rahel Albrecht Musikverein Maschwanden anschliessend Grillzmittag für alle Parking bei Pestalozzistiftung, fünf Minuten Fussweg, Zufahrt für Gehbehinderte möglich; bei Regen in Scheune Spörri beim Schützenhaus Knonau Auskunft ab 9 Uhr 079 632 17 84 Mittwoch, 18. August 12.00 Seniorenessen im Giebel Donnerstag, 19. August 14.30 Vorbereitungsanlass Seniorenferien im Giebel

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 15. August 17.00 Eucharistiefeier Sonntag, 16. August 11.00 Eucharistiefeier

Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 16. August 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. Angelo Saporiti Spezielle musikalische Gestaltung Segnung Ihrer mitgebrachten Kräutersträusse und -pflanzen Donnerstag, 20. August 19.00 Elternabend für alle Oberstufenschüler (1. bis 3. OS) und ihre Eltern

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 16. August 10.30 Eucharistiefeier mit Kräutersegnung mit P. Gerald

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Sonntag, 16. August 9.45 Gottesdienst mit Segen zum Schulbeginn René Sutter Kinderprogramm 14.00 Tschägg-Point MegaKids Flössle Montag, 17. August 12.00 Mittagstisch Mittwoch, 19. August 14.15 Senioren-Treff 19.00 Teens: peech Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 16. August 9.45 Gottesdienst (Urs Baumann) mit Abendmahl; Kinderhort mehr unter: emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Sonntag, 16. August 10.00 Gottesdienst mit Start: Chazon Hüeti und KingsKids anschliessend Taufe mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 16. August 10.15 Uetliberg-Familiengottesdienst beim Sendeturm, bei Regen auf dem Uto Kulm Mitwirkende: Ref. Kirchgemeinden um den Uetliberg Musikgesellschaft Stallikon Mit Taufen. Anschliessend besteht die Möglichkeit, selbst Mitgebrachtes zu grillieren Gratistransport für Gehbehinderte ab Bahnhof Uetliberg Mittwoch, 19. August 20.00 Chorprobe im Kirchgemeindesaal Wettswil Öffnungszeiten Jugendtreff: siehe Homepage Freitag, 21. August 11.45 Stalliker Seniorenmittagessen im Restaurant Schwarzer Hecht

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 15. August 17.30 Eucharistiefeier mit Kräutersegnung mit P. Gerald Sonntag, 16. August 9.00 Eucharistiefeier mit P. Gerald 17.00 Eucharistiefeier der Kroaten

Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 16. August 9.45 Abendmahl-Gottesdienst und Kinderprogramm mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 16. August 10.30 Gottesdienst Thema: Freude an Gottes Wort und ihm gehorchen, Nehemia 8, 9–18 Unterricht und Sonntagsschulen gehen auf Reisen Kleinkinderhort Mittwoch, 19. August 20.00 Frauenabend Nehemia, Kapitel 8 www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 9.20 Abendmahlsversammlung 10.40 Sonntagsschule Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


Veranstaltungen

Freitag, 14. August 2015

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Junge Musik ins Dorf bringen Das «Rampe Openair» in Hausen steigt bereits zum dritten Mal Am 22. August findet auf dem Weisbrod-Areal in Hausen wieder das «Rampe Openair» statt. Elf Bands spielen von 16 bis 2 Uhr abwechslungsreiche Musik.

wechslungsreiche Musik. Drinks und Grill sowie Cupcakes gehören natürlich wieder dazu. Der Verkauf von T-Shirts und Pullovern mit dem Rampe-Motiv erfolgt auf dem Openairgelände, wie auch über die Website des Vereins «The Samji Factory».

Nach den letztjährigen Erfolgen hat sich die Organisation weiterentwickelt. Als Verein «The Samji Factory» tritt man gegenüber den Behörden, Sponsoren und Bands noch professioneller auf. Der Goodwill ist hoch und so ist auch die Gemeinde mit «Kultur im Dorf» wohlwollende Unterstützerin für junge Musik im Dorf.

Jeder Musik- und Kulinarikgeschmack Ein kleiner Zeltplatz steht kostenlos zur Verfügung und ab 2 Uhr fahren Shuttlebusse Richtung Bahnhof Affoltern. Parkplätze für PW gibt es nur auf dem Gelände «Chratz» Richtung Sportplatz. Der Anlass findet bei jedem Wetter statt und so freut sich das OK auf viele Besucher. Jung und Alt sind willkommen und der Musik- und Kulinarikgeschmack wird von den vielen Bands und Angeboten sicher getroffen. (pd.)

Elf regionale und internationale Liveacts Nico Langhi, einer der jungen Leute, die sich in der «Kreatine», ehemalige Kantine im Weisbrod-Areal als kreative Gruppe eingemietet haben, organisiert als Initiant mit vielen Helfenden das «Rampe Openair». Eine neue Bühne, gesponsert von Albisbrunn, passt

Beste Stimmung am «Rampe Openair» auf dem Weisbrod-Areal in Hausen. (Bild zvg.)

«Rampe Openair» am Samstag, 22. August, von 16 bis 2 Uhr auf dem Weisbrod-Areal in Hausen.

sich perfekt in das Fabrikambiente bei der Hebebühne ein. Der Eintritt ist

kostenlos mit der Möglichkeit einer Kollekte oder Konsumation.

Elf regionale und internationale Liveacts spielen von 16 bis 2 Uhr ab-

Infos unter www.samjifactory.com/rampe-openair sowie auf Facebook.

Comedy-Talent und Ohrenschmaus Vierzgerfäscht Wettswil bietet Unterhaltung für Klein und Gross Vom Freitag, 4., bis am Sonntag, 6. September, steigt das traditionelle Vierzgerfäscht Wettswil. Die Festbesucher können sich auf ein attraktives und vielseitiges Festprogramm freuen: Unterhaltung, Spiele, eine Chilbi sowie kulinarische Köstlichkeiten und leckere Drinks. ................................................... von caroline van heeckeren

Nicht zufrieden mit den Auserwählten: Monsieur Claude (Christian Clavier) und seine Marie (Chantal Lauby) mit ihren Töchtern und Schwiegersöhnen. (Bild zvg.)

«Monsieur Claude und seine Töchter» Open-Air-Kino am Hedinger Weiher Das Kino am Weiher zeigt am Freitag, 21. August, die französische Komödie «Monsieur Claude und seine Töchter» von Philippe de Chauveron. Dies ist der meist geschaute Film Frankreichs 2014. Vor dem Kinoanlass wird ab 18 Uhr Couscous serviert. Claude und Marie Verneuil sind ein glückliches Paar und haben eigentlich ein schönes Leben. Claude als «Gaullist» und Marie als Katholikin wollen nichts mehr, als ihre vier schönen, intelligenten Töchter mit katholischen Franzosen zu verheiraten. Als sich die drei älteren Töchter aber ganz unkonventionell mit einem Muslim, einem Juden und einem Chinesen vermählen, müssen die konservativen Eltern lernen, mit der globalisierten Lebensweise umzugehen. Als die jüngste Tochter Laure schliesslich die Verlobung mit einem echten Katholiken verkündet, sind Claude und Marie sehr erleichtert. Die Jüngste unterlässt jedoch zu erwähnen, dass es sich bei ihrem Verlobten,

Charles, um einen Afrikaner mit Rastas handelt. Als die ganze Chose aufgeklärt wird, reisst Claude der Geduldsfaden. Und als sich herausstellt, dass Charles’ Vater selbst nicht glücklich darüber ist, seinen Sohn eine weisse Europäerin heiraten zu sehen, beginnen die Hochzeitsvorbereitungen zu eskalieren. Der idyllische Hedinger Weiher bietet eine optimale Kulisse für diesen witzigen Film. Viele Lacher sind garantiert. Wer sich vor dem Kinoanlass stärken will, der kann sich ab 18 Uhr am Verpflegungsstand verköstigen und an der Bar einen coolen Drink oder ein Glas Wein geniessen. Warme Kleider und ein Kissen können nützliche Mitbringsel sein. Der Film beginnt um 21 Uhr und wird bei jeder Witterung – ausser bei starkem Wind – vorgeführt. Tickets können beim Weiherkiosk ab 18 Uhr gekauft werden. Sowohl die Sitzplätze als auch die Auto-Parkplätze sind begrenzt. (pd.) Kino am Weiher am Freitag, 21. August, 21 Uhr, Essen ab 18 Uhr, Hedinger Weiher.

Das Vierzgerfäscht Wettswil ist für viele Säuliämtler ein grosses Highlight im Familienkalender. Auch in dieser Saison werden den Festbesuchern wieder tolle Attraktionen geboten. Für ein solch grosses Fest gibt es viel zu planen und zu organisieren: vom Festgelände über Sponsorengelder, Festprogramm, Festführer, Preise, Gastroangebot und vielem mehr, bis hin zum Personalbedarf. Dieser Aufgabe widmet sich heuer ein OK von 24 Wettswilern mit Jahrgang 1975. Seit Monaten wird unermüdlich geplant und vorbereitet, denn die Augen der Festbesucher sollen glänzen und glitzern – wie eine Discokugel.

Brot und Spiele Wie schon bei den alten Römern dürfen zwei wichtige Elemente am Vierzgerfäscht nicht fehlen: Gastro und Unterhaltung. Um das leibliche Wohlsein am Fest kümmern sich unermüdlich fünf Damen vom OK 1975. Ihr Konzept baut auf Altbewährtem auf: Währschaftes zum Verweilen im Festzelt; Zünftiges für das schnelle Stillen des Hungers zwischendurch im Grillzelt. Constanze Andrianello bringt es auf den Punkt: «Würste, Burger und Pommes dürfen an keinem Dorffest fehlen. Wer es üppiger mag, bestellt dieses Jahr Älplermagronen, Fackelspiess oder ein Original-Cevapcici.» Ein vielfältiges Angebot an Getränken mit und ohne Alkohol ergänzt die Speisekarte und sollte helfen, jeden Durst zu löschen. Ein tolles Rahmenprogramm für das Vierzgerfäscht 2015 hat das Ressort Unterhaltung auf die Beine gestellt. Das sechsköpfige Team sorgt dafür, dass alle kleinen und grossen Festbesucher auf ihre Kosten kommen. Ein vielseitiges Angebot an Spielen mit hohem Spassfaktor lässt Kinderherzen einige Beats schneller schla-

Das Ressort Unterhaltung: Juliana Beeler, Tanya Schulthess, Karin Spahn, Nadine May, Christine Rufener und Egidio Monti. (Bilder Nomi Gottheil) gen. Was gibt es Schöneres für die Kleinsten, als Feuerwehr spielen, Ponyreiten oder sich auf der Hüpfburg auszutoben? Mit geschminktem Gesicht und einem Ballontier in der Hand macht es gleich noch mehr Spass. Doch auch für Teens gibt es dieses Jahr attraktive Posten. Keine Angst, liebe Eltern, wenn Töchter und Söhne stolz ihr neues Airbrush-Tattoo präsentieren: Das geht beim Waschen wieder ab. Kreative treffen sich in der Button-Bastelecke oder machen am Cupcake-Deko-Workshop mit. Mutige wagen einen Ritt auf dem wilden Bullen oder duellieren sich auf dem Fallbrett. Sportliche zeigen, was sie mit Velo und Fussball drauf haben und gucken sich vom Fussball-Freestyler Migu Baumann die coolsten Tricks ab.

Angriff auf die Lachmuskeln, Ohrenschmaus und Fussballglück Das Unterhaltungsprogramm hält auch für die Erwachsenen einige Überraschungen bereit. Ein besonderes Highlight ist der Auftritt des waschechten Wettswilers Marc Haller, der als «Erwin aus der Schweiz» bei den «Grössten Schweizer Talenten» im Schweizer Fernsehen für Furore sorgte und aktuell mit seiner Comedy- und Zauber-Show durchs Land tourt. Er wird am Freitagabend am Vierzgerfäscht auftreten. «Marc Hallers Shows in der Schweiz sind immer sehr rasch ausgebucht», verrät Karin Spahn, «deshalb schnell bei der Bäckerei Huber in Wettswil vorbeischauen und Vorverkaufstickets besorgen!»

Am Samstagabend wird Sänger und Songwriter Adrian Maurice auf der Bühne rocken. Unter dem Künstlernamen Ad-Rian zog er schon manches Festival-Publikum in seinen Bann. Unter anderem war er mit Nelly Furtado, den Bangles und Bonnie Tyler auf Tournee. Die Sportfans haben keinen Grund, am Samstagabend dem Vierzgerfäscht fernzubleiben. Das wichtige EM-Qualifikationsspiel der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft gegen Slowenien wird nämlich live auf Grossleinwand im Grillzelt übertragen. Fest-Programm und weitere Infos unter vierzgerfaescht.ch oder facebook.com/40erFaescht.

«Erwin aus der Schweiz» Marc Haller tritt am Freitag, 4. September, von 20 bis 22 Uhr im Festzelt des Wettswiler Vierzgerfäschts auf. Türöffnung ist um 19.15 Uhr, die Platzwahl im Festzelt ist frei. Kleine Snacks sowie Getränke sind während des Anlasses im Festzelt erhältlich. Kein offizieller Festbetrieb. Eintritt: 10 Franken pro Person im Vorverkauf (Bäckerei Huber in Wettswil), 12 Franken an der Abendkasse (inkl. kleinem Snack). www.marchaller.com.


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Veranstaltungen

agenda

medien-tipp

Freitag, 14. August 2015

Ausstellungen Freitag, 14. August Affoltern am Albis 18.00-22.00: Nachtschwimmen und Country-Abig. BRR Country Band und Köstlichkeiten vom Stigeli-Restaurant. Tischreservierungen unter Telefon 043 817 11 22, Auskunft www.affoltern-am-albis.ch/de/ aktuelles (bei unsicherer Wetterlage). Schwimmbad Stigeli.

Hausen am Albis 18.00: Neuntes Albis Open-Air mit «Liquid Sunshine», «Carpet Stain», «Joo Joo Eye Ball», «Tobias Carshey», «Wilson» und DJ Lex. Bar, Grill & Food, Gratis Ponyreiten. Hof Eliane und Bruno Heinzer. Mittelalbis 6.

Hedingen 19.00-22.00: Jahreskreis «Fest der Schnitterinnen» Feier für Frauen. Kleinen Kräuterbund mitbringen. Anmeldung/Auskunft Jren Omlin, 079 733 40 29. Bahnhof (beim Kiosk).

Obfelden 19.00: Live-Musik im Zelt: mit «Renjos» Tanz und Stimmung. Eintritt frei. Restaurant Hirschen. Dorfstrasse 2.

Samstag, 15. August Affoltern am Albis 08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen, Bioprodukte, Brot, Gebäck, Käse, Olivenöl, Honig, griechische und Engadiner Köstlichkeiten, frischer Fisch, Handwerk und Geschenkartikel, Messerschleifer. Marktplatz. 09.00-17.00: Tag der offenen Tür: Shoperöffnung der WWZ zusammen mit Expert Senn Radio/TV. Expert Senn. Obere Bahnhofstrasse 13.

Bickwil (Obfelden) 09.00-16.00: Spielsachen, Uhren, Schallplatten und CDs, Kupfersachen und vieles mehr. Brocki Obfelden (Flohmarkt). Brunnenstrasse, (Scheune).

Obfelden 09.00: Fussball-Grümpi mit Wiler Cup. Spannende Fussballspiele in verschiedenen Kategorien. Festwirtschaft, Barbetrieb. Zendenfrei. 19.00-22.00: Live-Musik im Zelt: mit «Dixie-Kapelle Deutz». Eintritt frei. Restaurant Hirschen. Dorfstr. 2.

Sonntag, 16. August Obfelden 10.30: «De schnällscht Obfelder». Laufwettbewerb für alle Obfelder. Anmeldung ab 9.00 Uhr. Getränke und Grill. Sportplatz Zendenfrei.

Montag, 17. August Bonstetten 05.55: Anspruchsvolle Zweitageswanderung: Bergwanderung im Alpstein. Wanderzeit total ca. 10 Std. Anmeldung und Auskunft: Dosis Jezler, Telefon 044 700 00 06. Bahnhof (Treffpunkt).

Ottenbach 19.15-21.15: Jahreskreis «Fest der Schnitterinnen» Frauen tanzen. Rutschfeste Socken oder Geräteschuhe mitnehmen. Leitung/Anmeldung Jren Omlin 079 733 40 29. Chilehuus.

Der unwiderstehliche Garten – eine Beziehungsgeschichte ................................................... von ayoma pfister thurnherr co-leiterin bibliothek stallikon Für Barbara Frischmuth ist der Garten ein unwiderstehlicher Ort. Sie folgt seiner tagtäglichen Einladung mitten in seine Vitalität, spürbar im Leben der Pflanzen und Tiere, die darin wohnen. Die 1941 in Altaussee, Steier- Ayoma Pfister mark, geborene Thurnherr. (zvg.) Autorin hat nebst Kinderbüchern, Erzählungen, Essays und Gedichten bereits einige literarische Gartenbücher geschrieben. Der Garten und die Auseinandersetzung mit allem, was er ihr anbietet, ist für sie eine wichtige Inspirationsquelle. Das Einstiegsthema ihres neuen Buches, welches nun auch als Hörbuch erschienen ist, ist die Verkleinerung ihrer geliebten Gartenanlage. So stimmt sie zunächst auf die anstehende Veränderung ein: Im Kapitel «Der gegenwärtige Herbst, der im nächsten Kapitel schon wieder ein vergangener sein wird» beschreibt sie mit poetischer Kraft ein rotes Blatt, das am Ast hängt und vom Wind umspielt wird, kurz bevor es zu Boden taumelt. Ihr Blick schweift über den Garten, wo alles noch ein letztes Mal in Üppigkeit lodert.

auffolgenden Jahr entsteht ein neues, verkleinertes «Gärtchen». Während sie Setzlinge in die Erde einbringt, schweifen ihre Gedanken in neurobiologische Gefilde ab. Wie Pflanzen untereinander und mit dem Menschen kommunizieren, ist eines der faszinierenden Themen dieses Buches. Die Autorin bringt Erstaunliches zutage. Denn zurzeit wird in der Naturwissenschaft intensiv an der Verständigungssprache von Pflanzen geforscht. So hören wir, wie Pflanzen über ihre Wurzelsysteme kommunizieren. Oder dass es bereits aufschlussreiches Material gibt, wie Pflanzen sehen – nicht in Bildern, aber Licht und Farben wahrnehmend.

Anregung zum Philosophieren Diese und weitere Passagen, wie diejenigen über die Iris oder die Welt der Pilze, liefern erfrischende Einsichten über das geheime und zum grossen Teil unsichtbare Wirken von Pflanzen. Barbara Frischmuth hat ein poetisches Buch geschrieben, das zum Philosophieren anregt. Es wird Hörerinnen und Hörer ansprechen, die gerne und direkt mit der Natur in Beziehung treten und nähere Einsicht in ihr Wirken haben wollen. Das Hörbuch, von der Autorin gelesen, ist ein Kleinod, was auch in der hochwertigen, schön illustrierten Aufmachung widerspiegelt wird.

Aeugst am Albis Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Raku-Skulpturen» des Aeugsters Walter Altorfer. Mo 8-11.30/16-18.15, Di/Do 8-11.30, Mi 8-11.30/ 14-16.30 Uhr. Bis 20. August.

Aeugstertal Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Eisenbahnzubehör aus Creglingen». Über 500 Modellbahnhäuser, Kirchen, Bahnhöfe etc. aus den 50er-Jahren. Mi-So, 11-18 Uhr. Bis März 2016.

Rifferswil Park Seleger Moor: Seerosen, Farngarten, Rhododendren- und Azaleensammlung sowie Ausstellung «Skulpturen im Park». Park, Pflanzenverkauf und Beizli täglich 8-18 Uhr. Bis 31. Oktober.

Stallikon Schulhaus Loomatt: Kunstforum Stallikon: Wenn mein Buch lebendig wird! Kurzgeschichten und Zeichnungen der Stalliker Primarschülerinnen und -schüler. Mo, Mi. Do, Fr 15-19, Di 15-20, Sa 10-12 Uhr, während der Schulferien: Di 15-20. Bis 30. September.

agenda-einträge Veranstaltungshinweise für die Agenda, jeweils in der Freitag-Ausgabe des «Anzeigers»: Angaben bis spätestens Dienstag, 12 Uhr

Wie Pflanzen untereinander und mit dem Menschen kommunizieren Es kommt der Tag, an dem der Bagger auffährt und der Garten der geplanten Veränderung unterzogen wird. Im dar-

Dienstag, 18. August Affoltern am Albis 14.00: Senioren 60plus: Gemeinsames Spiel und Gespräche. Th. Seeburger und Team, 044 761 58 94. Chilehuus im Park. Zürichstrasse 94. 17.00-20.00: Blutspenden. Kasinosaal. Marktplatz 1.

Mittwoch, 19. August Affoltern am Albis 12.45: Fitness ab 60: Seniorenturnen für sie und ihn. MZG Büelstrasse: 12.45 und 14 Uhr, Turnhalle Zwillikon: 13.30 und 14.30 Uhr. Arbeitsgruppe Seniorendienste. 18.30-19.50: Blick hinter die Fassaden des Sammlungszentrums. Mit Edgar Hiltebrand, ehem. Leiter Einlagerung/Depotverwaltung. Anmeldung erforderlich bis 12 Uhr. Telefon 044 762 13 13 oder fuehrungen.sz@snm.admin.ch. Sammlungszentrum Schweizerische Landesmuseen. Lindenmoosstr 1. 19.00-20.00: Fit mit Geni. Mit viel Spass die Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination steigern. Mit Aerobic- und Kickboxkombinationen. Mitturnen und sich überraschen lassen. Sporthalle Stigeli.

per E-Mail: «Der unwiderstehliche Garten – eine Beziehungsgeschichte» von Barbara Frischmuth. Hörbuch (4 CDs): Aufbau Verlag, Berlin 2015. ISBN 978-3-94573304-2. Buch: Aufbau Verlag, Berlin 2015. ISBN 978-3-351-03585-3.

Hausen am Albis 07.30: Seniorenwanderung, Gruppe 2 (mittlere Anforderungen): Entlang der Waldemme von Flüehli, Schüpfheim, Hasle bis Entlebuch. Marschzeit: ca. 3¾ Std. Auskunft/ Anmeldung: Fredy Laimbacher 044 764 06 44. Postplatz (Treffpunkt). 19.00: 22. Mountainbike-Rennen Albishorn organisiert vom Skiclub Hausen am Albis. Für die Dorfbewohner und jedermann aus dem Bezirk. Auskunft: 079 297 90 10. Treffpunkt Parkplatz Chratz.

Kappel am Albis 17.00: Offenes Singen in der Klosterkirche. Kloster Kappel.

Donnerstag, 20. August Affoltern am Albis 06.45: Arbeitsgruppe für Seniorendienste: Bergwanderung; Rosenlaui-Chaltenbrunner Hochmoor. Wanderzeit 4¼ Std. Picknick. Leitung/Anmeldung: Hans Heierli 044 761 71 43. Bahnhof.

Bonstetten 07.20: Mittelschwere Wanderung, Gruppe 1: Laupen-Flamatt-Niederscherli. Wanderzeit ca. 3¾ Std. Anmeldung und Auskunft: Chapi Boller 044 701 13 95. Bahnhof.

anzeige

Kappel am Albis 13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel.

Ottenbach 07.41: OTTENBACH60plus: Wanderung Schächentaler Höhenweg von Unterbalm nach Ratzi. Dauer ca. 3½ Std. Verpflegung aus dem Rucksack. Fahrt mit ÖV via Zug, Flüelen nach Unterbalm (Klausenpass).

Leitung, Auskunft und Anmeldung: Karin Christensen, 044 761 21 71 bis Mittwoch, 19. August, um 13 Uhr. Postautohaltestelle (Treffpunkt). anzeige

agenda@affolteranzeiger.ch oder per Post: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, Agenda, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern am Albis


Sport

Freitag, 14. August 2015

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Die Spannung steigt in Hausen Letzte Vorbereitungen für das Fussball-Cup-Spiel am Samstagabend um 18 Uhr Die drei Tribünen stehen, das grosse Raiffeisen-Festzelt ebenso. Der Fussball-Club Hausen ist gerüstet, um im Würth Schweizer-Cup die hochkarätigen Gäste aus St. Gallen würdig zu empfangen. Vorfreude und Nervosität bei OK und Spielern des hiesigen Drittligisten nehmen zu.

dem Match wurde das Team um Trainer Samir Ben Nejma vom «Blick»-Fotografen und TeleZüri begleitet. Und auch am Spieltag selber wird am Nachmittag noch ein einstündiges Zeitfenster für Medienvertreter geöffnet, um die Hausemer Underdogs besser bekannt zu machen. Ben Nejma macht sich bereits Sorgen, dass seine Schützlinge nach dem Highlight am Samstag die Konzentration für die restlichen Spiele verlieren. Schliesslich ist das Saisonziel mindestens der Verbleib in der 3. Liga. Bereits ab 17 Uhr laufen sich die Teams am Samstag dann auf dem Platz ein. Um 18 Uhr ist Anpfiff. Es werden noch einige Eintrittskarten an der Abendkasse verkauft. Als MatchBesucher sollte man allerdings genügend Zeit einplanen, um aufs Festgelände zu gelangen. Die Organisatoren rechnen mit 3000 Zuschauern. Der Vorverkauf läuft in Hausen über die Metzgerei Weiss und die Drogerie Rütimann oder im Internet über ticketcorner.ch.

................................................... von martin platter «Eigentlich beträgt die Differenz zwischen dem FC Hausen und dem FC St. Gallen sieben Ligen», rechnet MatchOK-Mitglied Dani Kunz vor. Es ist Montagnacht, kurz nach 23 Uhr. Der Regen prasselt aufs Dach des Garderobengebäudes des FC Hausen im Jonentäli. Die Übriggebliebenen stossen nach der grossen Abschlusssitzung ein letztes Mal miteinander an. Die Stimmung ist entspannt. «Unglaublich, wie reibungslos die ganze Organisation in der kurzen Zeit abgelaufen ist», stellt OK-Präsident Stefan Gyseler zufrieden fest und fügt an: «Wenn alles gut geht, werden wir sogar einen kleinen Gewinn erwirtschaften.»

Ganze Arbeit geleistet Der 15-köpfige Bautrupp hatte am Montag ganze Arbeit geleistet. Trotz sengender Hitze wurden gleich sämtliche drei Tribünen und die beiden Podeste für die Medien entlang der vier Seitenlinien des Fussballfeldes errichtet. Die grosse Delegation bestehend aus Sicherheitsbeauftragten des FC St. Gallen, des Fussballverbandes, der involvierten Sicherheitsfirmen und der Polizei waren sichtlich beeindruckt von der Arbeit, die das Organisationskomitee trotz des gedrängten Zeitplans Mitten in den Sommerferien geleistet hat. Der Tenor ist klar: Es soll ein Fussballfest werden, bei dem alle auf ihre Rechnung kommen. Sowohl die Fans aus der Ostschweiz wie auch die Einheimischen. Am Dienstag folgten die Bauten für die Verpflegungsstände, und am Mittwoch wurde das grosse RaiffeisenFestzelt auf dem Tartanplatz gleich neben dem Garderobengebäude von den Spielern der ersten Mannschaft aufgestellt. Dazu kommen kilometerlange Stromleitungen für die Kameras und

Nicht ganz ohne Stolz stehen Infrastruktur-Chef Willy Studer (links) und FC-Hausen-Platzzeichner Bruno Götschl vor der fertig ausgerüsteten Sitzplatztribüne. (Bild Martin Platter) Übertragungsfahrzeuge des Schweizer Fernsehens und von TeleZüri und die Arbeitsplätze für die zahlreichen Journalisten und Fotografen, die sich für den Match akkreditiert haben.

Bettler gegen Bonzen Das Medieninteresse ist gross. Schliesslich kommt es nicht alle Tage zum Duell zwischen dem ältesten Fussball-Club des Kontinents und einem der jüngsten, welcher der FC Hausen mit seinen 13 Jahren ist. Es ist ein bisschen wie David gegen Goliath – mit noch ungewissem Ausgang für die Hausemer Amateure. Gigantisch sind auch die finanziellen Unterschiede. Während die FC St. Gallen AG und die zugehörige Event AG in ihrer konsolidierten Erfolgsrechnung pro Jahr einen Gesamtumsatz von 27 bis 31 Millionen Franken ausweist, verfügt der FC Hausen über ein Jahresbudget von rund 130 000 Franken – wenn nicht gerade ein Match gegen einen Superligisten auf dem Programm steht. Da verdient wohl noch mancher FC St. Gallen-Spieler mehr. Die extremen Gegensätze locken die Medien. Im letzten Training vor

Weitere Infos: fchausen.ch, facebook.com/fchausen.

St. Galler Bindeglied Heinz Rütti Der FC Hausen und der FC St. Gallen haben eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit: Heinz Rütti. Der frühere Captain des FC St. Gallen ist heute technischer Leiter und trainiert die Jüngsten des FC Hausen in der Fussballschule. Nach ein paar Nationalliga-A-Spielen für den FC Zürich hatte der heute 67-Jährige 1969 zu den St. Gallern aufs Espenmoos gewechselt. Am Ende seiner ersten Saison in der Ostschweiz stieg der FCSG zwar ab, 1971 aber umgehend wieder auf. Abwehrspieler Rütti, ein Beispiel an Fairplay, wurde Captain und blieb bis zum Sommer 1973 ein Grün-Weisser, ehe er in den Amateur-Fussball wechselte. So brachte es Rütti auf 124 Pflichtspiele für den FCSG – keinen einzigen Match seiner St. Galler Zeit verpasste er. Seit 2006 treffen die Espen in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups bereits zum vierten Mal auf einen Vertreter des Zürcher Regional-

Der frühere FC-St.-Gallen-Captain Heinz Rütti ist heute beim FC Hausen engagiert und geachtet. verbandes. 2006 war der FCSG beim FC Einsiedeln zu Gast, der sich die Teilnahme wie die Hausemer als Sieger der FVRZ-Fairplay-Wertung gesi-

chert hatte. Mit dem FC Töss (2007) und FC Altstetten (2012) waren danach zweimal die Gewinner des FVRZ-Cups Gastgeber. (map.)

FCWB im Cup auswärts gegen Berner Regional-Cupsieger Gegner Länggasse Bern pendelt seit Jahrzehnten zwischen der 2. und 3. Liga Zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte tritt der FC WettswilBonstetten am Samstag in der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups an. Erstmals geht es gegen ein unterklassiges Team, was bedeutet, dass die Ämtler einerseits auswärts, andererseits aber auch als Favorit antreten.

Beginn weg bestimmen wollen. Der Saison-Auftakt gegen Baden verlief zwiespältig. Das Team zeigte weitgehend eine solide und gute Leistung, die neuen Spieler wurden gut integriert, dass man aber eine 3:0-Führung auf heimischem Terrain in Überzahl noch aus den Händen gab, war sicherlich mehr als unglücklich. Am Samstag braucht es eine konzentrierte Leistung über mindestens 90 Minuten, um die angestrebte zweite Hauptrunde (19. und 20. September) erstmals erreichen zu können. Gespielt wird auf Kunstrasen, was für den FCWB kaum ein Nachteil sein dürfte. Die Partie startet am Samstag um 19.30 Uhr auf der Anlage des Stadions Neufeld in Bern.

................................................... von oliver hedinger Der Stadt-Berner Drittliga-Verein, der 1910 gegründet wurde, weist zwar die deutlich längere Geschichte auf als der FCWB, seit vielen Jahrzehnten pendelt der Club aber zwischen 2. und 3. Liga und hat es bislang nicht in höhere Gefilde geschafft. Die vergangene Meisterschaft wurde im vorderen Mittelfeld abgeschlossen, wobei der CupSieg gegen den Zweitligisten FC Rothorn den Saison-Höhepunkt darstellte. Goalgetter Mosimann hatte damals getroffen und ebendieser hat auch in den ersten zwei Cup-Runden

Der FCWB will in die zweite Cuphauptrunde, dazu braucht er Tore wie Gojart Gjergjis 2:0 gegen Baden. (Bild Kaspar Köchli) des aktuellen Regionalcups Anfang August bereits wieder vier Treffer markiert. Die erste Runde konnte gegen Steffisburg deutlich mit 8:3 gewonnen werden, gegen den Viertligisten SV Port hatten die Berner dann deutlich

mehr Mühe, gaben eine 4:0-Führung aus der Hand und siegten erst in der Verlängerung. Man darf gespannt sein, wie das Trainer-Duo Bösch/Gomez die Truppe auf die wohl für die Berner unbekannten Ämtler einstellt.

FCWB gefordert Genauso geht es aber auch dem WBTrainer Martin Dosch. Wobei sich die Ämtler wohl primär auf die eigenen Stärken besinnen und das Spiel von

Saisonbeginn fürs «Zwei» Die zweite Mannschaft des FCWB startet am Sonntag in die neue Spielzeit. In der Gruppe 1 der 3. Liga trifft das Team auf die erste Mannschaft des FC Horgen. Anpfiff auf dem Sportplatz Waldegg in Horgen ist um 15 Uhr.


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Sport

Freitag, 14. August 2015

Die Scheiben-Elite auf der Felsenegg Die besten Disc-Golfer der Schweiz massen sich vergangenes Wochenende am «Eagle Open» in Stallikon Wie Golf, aber mit Frisbees – das Prinzip von Disc-Golf ist schnell erklärt. Am Wochenende lockten die «Big Birdies» vom Sihltal und Säuliamt die besten Spieler der Schweiz ins anspruchsvolle Gelände bei der Felsenegg. ................................................... von thomas stöckli Wenn man sie beim Mittagessen gemütlich beisammensitzen sieht, könnte man sie für einen Verein auf einem Ausflug halten. Die Familie der DiscGolfer ist überschaubar. Die regelmässigen Teilnehmer der Swisstour kennen sich – schliesslich ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie schon mal gemeinsam eine Runde gespielt haben. Spätestens wenn dann jeder seine Tasche mit einem Dutzend verschiedener Wurfscheiben packt und sich einzuspielen beginnt, wird klar, dass hier Spitzenkönner am Werk sind. Über 100 Meter weit werfen einige ihr Sportgerät und aus 20 Metern treffen sie die als Ziel aufgestellten Gitterkörbe regelmässig. Eigentlich trainieren und spielen die «Big Birdies», ein Verein mit 16 Mitgliedern, der als Heimbasis das Sihltal und Säuliamt angibt, auf einer

Mit Anlauf und Rotation schleudert Stephan Müller die Driver-Scheibe von der Abwurfstelle möglichst nahe an den Korb. ebenen Neun-Korb-Anlage rund um den Fussballplatz in Adliswil. Zum Schnuppern reicht hier ein Frisbee, Hobbyspieler dürften mit einem Set à drei Scheiben – eine «Driver» für die Langdistanzen, die «Approach» für mittlere und die «Putter» zum Einlochen – glücklich werden.

Anspruchsvolles Gelände Die 18 Korb-Anlage auf der Felsenegg haben die «Big Birdies» eigens für ihr zweitägiges Turnier geplant und eingerichtet. Die Arbeiten im Gelände begannen bereits am Mittwoch. Rund 70 Spieler – einige der besten der Schweiz und sogar aus dem nahen

Ausland – stellten sich am Samstag und Sonntag der Herausforderung. Unter ihnen ist auch Stephan Müller, Schweizer Rekordmeister in der Open-Kategorie. «Spannend zu spielen», so sein Urteil zum Parcours auf der Felsenegg. Zwar stehen kaum Bäume als Hindernisse im Weg, dafür mache es das unebene Gelände schwierig, die Distanzen einzuschätzen. Insbesondere am Samstagnachmittag kam dann noch böiger Wind dazu. Was braucht es, um als Disc-Golfer bestehen zu können? Der Schweizer Rekordmeister nennt Technik, Kondition, mentale Stärke und Erfahrung. «Der Faktor Kopf ist wichtig», betont

er. Schliesslich müsse man sehr lange fokussiert bleiben. «Wer vorne mitspielen will, muss Kopf und Herz im Griff haben.» Nebst Fitness- und Krafttraining setzt Müller deshalb auch auf Atemübungen, Entspannung und Fokussierung der Gedanken. Nach drei Runden stand am Sonntagnachmittag der Finaldurchgang auf sieben besonders anspruchsvollen und teilweise verlängerten Bahnen an. Trotz dreier Boogeys brachte Stephan Müller seine Führung in der Top-Kategorie Open sicher ins Ziel. Und noch gleichentags waren die Bahnen bereits wieder rückgebaut. Weiter Infos unter www.bigbirdies.ch.

Mit der Putter-Scheibe ist Fingerspitzengefühl gefragt. (Bilder Thomas Stöckli)

Huber holt sich letzten Schliff in Hausen Albis-Bikerennen am 19. August Mit 60 Startern konnten die Organisatoren des Skiclub Hausen letztes Jahr für die 21. Austragung des Albishorn-Bikerennens einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen. Am kommenden Mittwoch gilt es, Marathon-Crack Urs Huber und dessen Rekordzeit von 23:22 Minuten zu schlagen. Wie gehabt ist das Startgelände für das Jedermann-, Jedefrau- und Jedeskindrennen auf dem Parkplatz Chratz in Hausen. Es gilt, auf einer zehn Kilometer langen Zick-Zack-Fahrt über Albisbrunn und Teufenbach möglichst schnell aufs Albishorn zu biken. 460 Höhenmeter summieren sich dabei. Die Strecke ist ausgeschildert, die Einschreibung unkompliziert. Ab 18.30 Uhr stehen die Organisatoren vom Ski-Club Hausen im Chratz parat, um

die Anmeldungen entgegenzunehmen. Das Startgeld ist in eigenem Ermessen, es steht eine Kollekte bereit.

Freiwilliges Startgeld Für den Obolus wird eine professionelle Lichtschranken-Zeitmessung aus dem Skisport geboten, Gratis-Kleidertransport ans Ziel beim Restaurant Albishorn (für Zuschauer herrscht ein allgemeines Autofahrverbot) und ein abwechslungsreicher Parcours. Kein Wunder nutzen hochkarätige Fahrer wie der zweimalige Schweizer Bikemarathon-Meister Urs Huber regelmässig die Gelegenheit für einen letzten Form-Check drei Tage vor dem Grand Raid im Wallis. Letztes Jahr hat der Leistungsträger des Radrennclubs Amt die eigene Bestmarke gleich um 15 Sekunden auf 23 Minuten 22 Sekunden verbessert. Dass Huber nach einer Baisse wieder in Form ist, zeigt sein jüngster Sieg. Am M3-Marathon im Motafon gewann er im Spurt gegen Dauerrivale und Vorjahressieger Lukas Buchli. Am kommenden Sonntag steht an der Eiger Bike Challenge bereits das nächste Duell mit dem Bündner auf dem Programm – auf der Strecke, auf der Huber 2013 zum zweiten Mal Schweizer Meister geworden war. Dann folgt das Albishorn-Bikerennen … (map.)

Urs Huber (Nr. 28) übernahm gleich nach dem Startschuss die Führung am Albishorn-Bikerennen 2014. Rechts Reto Wolf (Nr. 21), der Zweiter wurde. (Bild Martin Platter)

Weitere Infos und Streckenplan unter skiclub-hausen.ch.

Der Affoltemer Schrittmacher Dino Rey mit Michael Alborn an der Rolle in rasendem Tempo auf dem Weg zum vierten Platz an den Schweizer Meisterschaften der Steher. (Bild Martin Platter)

Auslosung führt zu totem Titelkampf Dino Rey verpasst Podest der Steher-Schweizer-Meisterschaften Mit Losglück verteidigt Giuseppe Atzeni den Schweizer-Meistertitel der Steher problemlos. Die Paarung mit dem Affoltemer Schrittmacher Dino Rey und Michael Alborn muss als letztes starten und verpasst deshalb das Podest. ................................................... von martin platter «Ich war froh, dass ich diesmal nicht an die Auslosung musste, sondern Michael», gibt Dino Rey nach dem Titelkampf am Dienstagabend auf der offenen Rennbahn in Oerlikon zu. Bei Steher-Rennen sei es üblich, dass die Startaufstellung ausgelost wird. Den letzten Platz zu ziehen, sei ein echtes Handicap. Unwahrscheinliches Glück hatte dagegen Titelhalter Giuseppe Atzeni. Er zog die Nummer 1. «Für die Attraktivität des Rennens ist es ein Nachteil,

wenn die stärksten Paare von der Spitze aus starten können. So entstehen tote Rennen, weil der Wettkampf von der Spitze aus viel leichter kontrolliert werden kann», schätzt Rey die Ausgangslage ein. Spannender würden die Wettkämpfe jeweils, wenn sich die starken Fahrer zuerst an den Schwächeren vorbei an die Spitze vorkämpfen müssen.

Ungünstige Ausgangslage Auf dem letzten Platz ging der Affoltemer Schrittmacher mit seinem velofahrenden Partner Michael Alborn an der Rolle in seinen ersten Steher-Titelkampf. Ihr Ziel: Eine Medaille gewinnen. Die Chance wurde jedoch nicht nur wegen der schlechten Startposition beeinträchtigt. Eine Woche vor den Steher-Schweizermeisterschaften hatte sich überraschend auch noch BahnCrack und GP-Osterhas-Sieger Claudio Imhof erstmals für den Titelkampf hinter schweren Motoren eingeschrie-

ben. Er war der nominell stärkste Fahrer im Feld, gefolgt von Atzeni. Alborn/Rey hätten ihren Titelkampf aber ohnehin auf ihre direkten Konkurrenten Peter Jörg/Willi Baumgartner ausgerichtet.

Vergebliches Blitzstart-Manöver «Kräftemässig hätten wir sie schlagen können, was uns die Bronzemedaille eingebracht hätte», ist Rey überzeugt. Mit einem Blitzstart versuchten er und Alborn die beiden zu überraschen. Es gelang jedoch nicht. Bedingt durch den wesentlich besseren Startplatz fuhren Jörg/Baumgartner stets auf der gegenüberliegenden Geraden des 330 Meter langen Zementovals, hatten so Alborn/Rey stets im Blick und konnten umgehend auf jede Tempoänderung reagieren. Mit der gleichen Taktik hielt Routinier Atzeni den Newcomer Imhof in Schach. Imhof sicherte sich auf Anhieb die Silbermedaille vor Peter Jörg.


Sport

Freitag, 14. August 2015

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Weltbeste Skiakrobaten in Mettmenstetten 20. Freestyle Masters am Sonntag um 14 Uhr auf der neuen Wasserschanze Jumpin Am kommenden Sonntag findet bereits zum 20. Mal das Freestyle Masters mit den weltbesten Skiakrobatik-Jumpers im jumpin in Mettmenstetten statt. Atemberaubende Akrobatik vom Feinsten mit Höchstschwierigkeiten wird zu sehen sein, gezeigt von Weltcup- und Olympiasiegern.

Bald 20 Jahre Jumpin

Gespannt kann das Publikum auf den schwierigsten Sprung sein, der um 14 Uhr im Finale gezeigt wird. Der amtierende Olympiasieger Anton Kushnir aus Weissrussland zeigt seinen dreifachen Salto mit fünf Schrauben. Mit diesem Sprung hat er an den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi (RU) Gold geholt. OK-Präsident Heinz Bücher freut sich, das sportbegeisterte Säuliämter Publikum zum 20. Mal an das Freestyle Masters nach Mettmenstetten einladen zu dürfen. Auch dieses Jahr ist nämlich der Eintritt zu diesem einzigartigen Sommeranlass kostenlos. Mit heisser Musik und tollkühnen Sprüngen kennt die Begeisterung im Finale vor den jubelnden Zuschauer keine Grenzen mehr.

Nationaltrainer Michel Roth und Nachwuchstrainerin Manuela Müller freuen sich auf ein starkes Teilnehmerfeld. (Bild zvg.) Teilnehmerfeld so international und gross wie schon lange nicht mehr Trainer Michel Roth hat es auch dieses Jahr wieder geschafft, die «Crème de la Crème» zu engagieren und das Teilnehmerfeld ist so international und

gross wie schon lange nicht mehr. Auch Nachwuchstrainerin Manuela Müller wird einige Schweizer Mädchen und Buben an den Start bringen, damit diese Wettkampferfahrung sammeln können. Das Schweizer Nach-

wuchsteam ist gut trainiert und man kann gespannt auch von den Jüngsten schwierige Sprünge erwarten. Das ganze OK-Team freut sich über viele Zuschauer. Der Eintritt ist kostenlos. (pd.)

Das Programm: 10 bis 11 Uhr Qualifikationen 12 bis 13 Uhr Training Finale 13 bis 14 Uhr RegioCup (Nachwuchs) 14 bis 15 Uhr Finale,

Rund eine Million Sprünge haben die trainierenden Athletinnen und Athleten seit Inbetriebnahme der Wasserschanze im Jahre 1996 zusammen gemacht, hat Jumpin-Initiant und OK-Mitglied Sonny Schönbächler ausgerechnet. Dabei sind für den Verein Jumpin Betriebskosten von rund 2 Millionen Franken entstanden, die mit Sponsoreneinnahmen, Eintritten und Geldern vom Skiverband gerade so knapp gedeckt werden konnten. Der Neubau der Schanze, der diesen Frühling fertiggestellt wurde, hat rund eine halbe Million gekostet und wurde hauptsächlich durch Sportfördergelder von Bund und Kanton sowie durch private Darlehen finanziert. Der Schweizerische Skiverband hat bis im Jahre 2030 für seine Teams einen Nutzungsvertrag mit dem Jumpin unterschrieben. Das Wassersportzentrum feiert übrigens nächstes Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Der Baurechtsvertrag mit der Gemeinde Mettmenstetten, welcher die Benützung der Gemeindeparzelle regelt, auf der das Jumpin steht, läuft noch bis ins Jahr 2040. (pd.)

anschliessend Siegerehrung.

Floorball Albis scheitert im Cup Damen mussten gegen mehrfachen Schweizer Meister ran Am Wochenende standen die Fanionteams von Floorball Albis im Liga-Cup im Einsatz. Mit Cevi Gossau wartete ein Favorit auf den Cupsieg auf die Damen.

Freude und Spass bei den Kleinen ...

Die Schnellsten gesucht Unterämtler Sprinter in Bonstetten Am Grümpi-Sonntag, 16. August, steigt auf der Oberstufenwiese in Bonstetten bereits die fünfte Austragung des «Schnellsten Unterämtlers».

stetter und Wettswiler, die selber rennen können, vom Kleinkind bis «nach oben offen», treffen sich am GrümpiSonntag um 12.30 Uhr auf der Schulhauswiese zur diesjährigen Ausmarchung des schnellsten Unterämtlers. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, Nach Jahren mit absoluter Hitze hof- man trifft sich bei den Jahrgangstafen die Läufer und Läuferinnen diesen feln. Sommer auf etwas moderate TemperaOb die letztjährigen Sieger wieder turen für die fünfte Ausführung des auftrumpfen können? Langjährige Sieschnellsten Unterämtlers. Alle Bon- ger kommen ins Jugendalter und da werden die Karten neu gemischt! Ob auch wieder ein Rennen für die «Grossen» stattfindet, wird der organisierende TSV Bonstetten auf dem Platz entscheiden. Bleibt zu hoffen, dass auch die gestandenen Athleten dann genügend aufgewärmt sind und Zerrungen und Stürze vermieden werden können! (pd.) ... Ernsthaftigkeit bei den Grösseren. (Bilder zvg.)

Die Floorball-Albis-Damen trafen im Cup auf den mehrfachen Schweizer Meister und Cupsieger Cevi Gossau. Die Teams kennen sich bereits aus zahlreichen Begegnungen und die Schwierigkeit der Aufgabe war allen bekannt. Floorball Albis begann zuversichtlich und konnte durch ein schönes Freistosstor in der 5. Minute in Führung gehen. Gossau konnte aber rasch ausgleichen und ging danach mit zwei Toren in Führung. Das Spiel war geprägt von zahlreichen Strafen – meist auf der Seite von Floorball Albis. Die Strafen machten sich auch im Spielstand bemerkbar und so konnte Gossau davonziehen. Auch wenn das Floorball-Albis-Team mittels weiteren Freistosstoren den Abstand verkürzen konnte, so war Gossau schlussendlich doch zu klever, um sich den Sieg noch nehmen zu lassen. Am Schluss gewann Gossau mit 9:5. Floorball Albis bleibt der Ausblick auf die Meisterschaft – dort treffen die beiden Mannschaften ab dem 27. September wieder aufeinander.

Herren: Fehlende Sommertrainings machten sich bemerkbar Nach den zwei tollen Vorstellungen gegen die Kadetten und Unicorns wollten sich die Herren von Floorball Albis gegen Guggisberg für die Sechzehntelfinals qualifizieren. Floorball Albis startete gut ins Spiel und führte rasch mit zwei Toren Vorsprung. Leider fanden im Anschluss zu wenige Schüsse den Weg auf das Tor und Guggisberg verwertete die erhaltenen Chancen. So stand es nach dem 1. Drittel ausgeglichen 3:3. Im Anschluss machte sich das feh-

Eine schmerzhafte Niederlage für die Damen von Floorball Albis. (Bild zvg.) lende Training über den Sommer bemerkbar. Die Schüsse fanden nicht ins Ziel, die Pässe kamen zu selten an und auch die Ballkontrolle war ungenügend. Floorball Albis machte es somit dem Gegner zu einfach und dieser nutzte seine Chancen weiterhin. Mit einem Rückstand starteten die Herren in das letzte Drittel. Guggisberg spielte weiterhin solide. Auch als man in der Schlussphase den Torhüter durch einen weiteren Feldspieler ersetzte, konnte der Rückstand nicht mehr aufgeholt werden. Schlussendlich gewann Guggisberg mit 12:9. In den folgenden Trainings und Testspielen vor dem Meisterschaftsstart muss nun die Grundlage für die 2. Liga gefestigt werden. Der

Trainer ist zuversichtlich und glaubt an einen positiven Meisterschaftsstart.

Unicorns-Damen weiter Die Damen der Unicorns Mettmenstetten sind dagegen im Cup eine Runde weiter. Sie siegten im Derby gegen Sellenbüren klar mit 37:2 und freuen sich auf die nächste Runde. Die Unicorns Mettmenstetten spielen ab nächster Saison ebenfalls unter Floorball Albis. Mit diesem Schritt haben sich die Vereine aus Obfelden, Knonau und Mettmenstetten unter Floorball Albis gefunden und bieten dem Unihockeysport im Bezirk rund 18 Mannschaften ein Vereinsleben. (pd.)


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Extra

Freitag, 14. August 2015

gut zum druck

unterwegs

Genüsslich

Bergrestaurant – Sonnenterrasse

Den Sommer kann man auf ganz verschiedene Arten geniessen. Musikbegeisterte besuchen laute OpenairKonzerte, Schwimmfreudige überfluten Strandbäder, Sonnenhungrige stehen vor der Gotthardröhre. Und Insektenfreunde können Mücken und Wespen aus nächster Nähe kennenlernen. Auch wenn die meisten Zeitungen während den Ferienwochen etwas dünner sind, muss ich in dieser Zeit nicht auf interessante Nachrichten verzichten. In einem städtischen Amtsblatt erscheint zum Beispiel ein Beitrag mit dem Titel «Die Grillwurst als Zankapfel». Ein Glaubenskrieg zwischen Fleischessern und Veganern? Nein, natürlich geht es nur um Schall und Rauch, der ab und zu bei einer rauschenden Sommernachtsparty das gute nachbarschaftliche Verhältnis auf die Probe stellt. Politischen Zündstoff finde ich in einer anderen Zeitung: «Die Unabhängigkeitspartei will die Biersteuer abschaffen.» Das lässt meine durstige Seele aufhorchen. Dass ich mit jedem Schluck Gerstensaft auch noch Steuern bezahle, war mir bisher gar nicht bewusst. Natürlich ärgert mich diese Tatsache, aber die gute Laune lasse ich mir nicht verderben. Der Sommer ist und bleibt eine schöne Jahreszeit – Prost!

Das Ehepaar am Nebentisch überlegt sich einen Wein zum «Zvieriplättli» zu bestellen. «Hallo! Fräulein! Wir hätten gern noch einen Fendant.» Da der Mann die französische Aussprache nicht so gut beherrscht, tönt es halt mehr nach Fanta. Die Serviertochter überlegt und meint, sie wisse nicht, ob sie das im Sortiment hätten. Sie gehe nachfragen. Ich höre, wie sie drinnen sagt:

Martin Gut

«Haben wir Fanta?» Dann kommt sie mit der Getränkekarte und hält sie dem Gast unter die Nase. Dieser liest laut vor: «Citro – Orangina – hmm?» Unschlüssig meint er, «das kenne ich nicht.» Ich beschliesse klärend einzugreifen und das Missverständnis aufzulösen: «Die Herrschaften wünschen einen Fendant – einen Weisswein – und kein Fanta.» – «Aha!!!» Ruth Richard

volg-rezept

Geschnetzeltes Braumeisterart Zutaten für 4 Personen 300 g Schweinsgeschnetzeltes 300 g Pouletgeschnetzeltes 4 EL Öl 2 Zwiebeln, in Streifen geschnitten 4 Essiggurken, in Streifen geschnitten 1 Peperoni, in Streifen geschnitten 2 dl Weisswein 5 dl Weizenbier 0,5 dl Orangensaft 1.8 dl Sauerrahm Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung 1. Zwiebeln in Öl glasig braten, Geschnetzeltes dazugeben, kurz anbraten. Peperoni und Essiggurken dazugeben und mitbraten.

2. Mit Weisswein und Bier ablöschen. Mit Salz, Pfeffer und Orangensaft abschmecken. Flüssigkeit etwas einreduzieren. 3. Sauerrahm dazugeben, mit Muskatnuss abschmecken. Zubereitung: 30 Minuten

Im Spital Affoltern geboren Saskia Weber führt ihre Punker-Freundin auf der Wiese spazieren. (Bild Martin Mullis)

Punk mit Nüstern, Hufen und Wuschelmähne Das Mini-Shetlandpony Luna ist die grosse Attraktion auf dem Biobauernhof der Familie Weber in Ottenbach. Luna ist niedlich, süss und auf dem Bio-Bauernhof im wahrsten Sinne des Wortes eine kleine Sensation. Das Mini-Shetlandpony ist erst knapp zwei Monate alt und bereits die beste Freundin der zehnjährigen Saskia Weber. Saskia ist ganz schön stolz auf

die spezielle Färbung des kleinen Huftiers. Mit den wunderschönen weissen Flecken, den haarigen Ohren und der Wuschelmähne stapft Luna zwar stolz, aber noch immer etwas unsicher über die Wiese. Luna wurde bei Vollmond geboren und lebt mit ihrer Mutter auf dem Bio-Bauernhof Weber in Ottenbach. Mini-Shelandponys sind reine Hobbytiere, und für ein so schön gezeichnetes Tier zahlen Liebhaber über tausend Franken. (mm)

wetter

bauernregel «Leuchten vor Maria Himmelfahrt die Sterne, dann hält sich das Wetter gerne.»

Finja, 3. August.

Rayan Marvin, 5. August.

Nia, 6. August. (Bilder Irene Magnin)

zwischen-ruf

Ovale Wale Es fing mit Mathe an und endete mit einem Beinahe-Nervenzusammenbruch. Auf Seite 110 im Rechenbuch waren Würfel, Quader und Zylinder abgebildet. Wir suchten also würfelförmige, quaderförmige und leider auch zylinderförmige Gegenstände im Klassenzimmer und untersuchten sie. Der Würfel enthielt eine Menge Quadrate, der Quader Rechtecke und der Zylinder bestand aus Rundungen und leider, leider sah Berivan einen Zylinder, der keiner war und leider sagte ich: «Diese Dose ist doch oben nicht rund, sondern oval.» Und damit nahm uns ein anderes Thema gefangen und das hiess: «Was ist oval und wie schreibt man es?» Ist es überhaupt klug, einen Schüler ein Wort an die Tafel schreiben zu lassen, wenn man nicht sicher ist, ob er es richtig schreibt? Meine Schülerinnen und Schüler sahen sich das «Owal» an der Tafel an und nickten beifällig. Schon gespeichert. Ich aber schrie «falsch!» und viele Hände erhoben sich, um eine andere Variante auszuprobieren. So stand schliesslich «Obwal» an der Tafel, dann «Obwahl», schliesslich «Ovahl» und Fabio verwandelte in «Ohwal». Da war der Punkt gekommen, an dem ich ein leichtes inneres Zittern verspürte. Ich tat das einzig Vernünftige: Ich gab auf. Eine letzte Version, nämlich meine an der Tafel hätte sowieso keinen Sinn mehr gehabt. Zu viele Beispiele standen da;

Ovalution. (Illustration Hans-Jörg Studer) das Hirn meiner Drittklässler würde nicht automatisch das Richtige aufnehmen, nein, ich musste dieses Wort meinen Schülern anders deutlich machen oder gar nicht und ich sagte: «Das Wort ist zu schwierig, das müsst ihr nicht lernen.» «Schade!», riefen ein paar und andere wiederum waren einverstanden. Aber am Nachmittag wurde ein Wunsch geäussert. Ob ich nicht doch das Wort «Oval» verraten könne. Konnte ich. Beide Tafeln waren wieder jungfräulich rein und ich schrieb «oval» in die Mitte der linken Seite und umrahmte es mit einem hellblaukreidigen Oval. «Danke.» «Bitte.» Nun die Idee von Pino: «Für die andere Tafelseite wüsste ich etwas Passendes, nämlich «Wal». Darf ich das hinschreiben?» Ich zögerte, wie man sicher versteht. «Buchstabiere zuerst.» «W-a-l». Okay, er schrieb Wal und natürlich malte er einen sehr ovalen Wal um

das Wort und natürlich merkten das alle, und weshalb «Oval» kein w habe, wo es doch eindeutig vom Wal abstamme, das solle ich mal erklären. Als wir uns anderntags erneut die Seite 110 vornahmen, sagte Marisa: «Ich kann mir irgendwie gar nicht merken, wie man ‹Quader› schreibt.» «Und ich finde ‹Zylinder› huereschwierig», rief Urs. Ich auch, dachte ich und sagte: «Diese Wörter müsst ihr euch nicht merken, weil die fast nie vorkommen in eurem Leben. Aber wisst ihr noch den Unterschied von Wal und oval?» «Ja!», schrien alle begeistert. Dann schrieb ich einen Antrag an den Duden zu Händen der Rechtschreibkommission: «Bei der nächsten Reform bitte ändern: Quader in Kwader, Zylinder in Zülinder und oval in owal (vgl. Wal).» Ute Ruf (Kolumne aus «Bildung Schweiz»)

064 2015  
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