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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

Mit Leidenschaft das Bestehende weiterentwickeln! Das Promabau-Team verwaltet Ihre Immobilie auch in Zukunft mit viel Engagement und Herz. Olivia Dottore, neue Geschäftsführerin

aus dem bezirk affoltern I Nr. 063 I 172. Jahrgang I Dienstag, 14. August 2018

Für besseren Empfang

Abschied gefeiert

Die Rundfunk-Antennenanlage auf dem Üetliberg soll erweitert werden. > Seite 3

Was passiert, wenn eine Klasse am letzten Schultag bei der Lehrerin zu Hause kocht ... > Seite 4

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Promabau AG Stallikerstrasse 1b 8906 Bonstetten Tel. 044 701 80 60 www.promabau.ch

Mehr Bodenfeuchtigkeit Lebensgeschichte -

Eine vorsichtige 30-Tage-Prognose im Pilotbetrieb der WSL lässt hoffen. > Seite 5

Die Mettmenstetterin Susanne Baer hat das eigene Leben in Buchform zu Papier gebracht. > Seite 6

Wenn Kühe zum Orchester werden Alain Bellets Klanginstallation auf der Weide des Puureheimet in Stallikon

Sie begeistern sich primär für das Gras auf der Weide des Puureheimet Brotchorb auf der Hinterbuchenegg, sind mit ihren Glocken gleichzeitig aber auch das Orchester der Klanginstallation von Alain Bellet. (Bild Urs E. Kneubühl)

Zweimal am vergangenen Wochenende bimmelten die Glocken einer kleinen Kuhherde auf der Hinterbuchenegg nicht nur zufällig. Die Performance «Ring the Cows» des Waadtländer Künstlers Alain Bellet hat begeistert. ................................................... von urs e. kneubühl Sie sind lange vorbei, die Zeiten, als viele Wandergruppen noch singend über die Albiskette zogen. Vergangenes Wochenende allerdings sind Melodien temporär dorthin zurückgekehrt. Am Samstag- und am Sonntagabend

Fische in der Lorze leiden weniger Im Gegensatz zu anderen Gewässern haben die Fische in der Lorze die Hitzeperiode bisher gut überstanden. Aus dem Haselbach, der bei Maschwanden in die Lorze mündet, musste Pächter Urs Dubs bei Knonau «ausfischen» und eine beträchtliche Menge an Forellen weiter unten «umplatzieren» (der «Anzeiger» hat berichtet). In der Lorze selber hingegen haben die Fische die Hitzeperiode bisher gut überstanden – auch, weil der Unterlauf Richtung Reussspitz gut beschattet ist und über genügend Sauerstoff verfügt. Zwischenzeitlich hat Regen die Situation sogar etwas entspannt. Ein Segen für die Fische im Unterlauf der Lorze ist die gute Beschattung durch den starken Uferbewuchs. Zudem tummeln sich hier mangels Geschiebe eher die wärmegewohnteren Weissfische wie Barben, Alet und Karpfen. Aber auch der Hecht und sogar die gefährdete Nase kommen vor. ................................................... > Bericht auf Seite 5

luden zwei Konzerte auf der Hinterbuchenegg, Stallikon, zum Ohrenschmaus. Nicht Gesang stand allerdings in dessen Mittelpunkt, Glockenspiele waren es. Kuhglockenspiele, denn das Orchester wurde von einer Kuhherde des Puureheimets Brotchorb gebildet. Der Dirigent war der Waadtländer Grafikdesigner und Künstler Alain Bellets.

Zehn Musikerinnen mit Leidenschaft für Gras Wer die Aufführung von Orchesterwerken besucht, der erlebt die grosse Leidenschaft der Musikerinnen und Musiker, des Dirigenten. Die

Musikerinnen der Bellet-Performance vom vergangenen Wochenende allerdings zeigten vornehmlich und ausschliesslich Leidenschaft für das Fressen von Gras. Und so war es dann eben Klangkünstler Bellet, welcher mit doppeltem Enthusiasmus und Temperament für die musikalischen Klänge sorgte. Dazu hat er den zehn Puureheimet-Kühen eigens präparierte Glocken umgehängt. Gewöhnliche Kuhglocken, bei denen er die normalen Klöppel ausgehängt und diese durch über Wlan gesteuerte Relais ersetzt hat. So kann er von seinem Laptop am Rande der Wiese aus die Abfolge der Glockeneinsätze, die teilweise programmiert sind, live gezielt ansteuern und

das zufällige Gebimmel in ein rhythmisches Konstrukt verwandeln. Dabei reagiert er auch auf die Position der Kühe. Klar, alles hat er naturgemäss nicht unter Kontrolle, denn schliesslich bewegen sich die Kühe frei auf der Weide und tragen manchmal auch ein ungeplantes «Muh» zum Konzert bei. Je eine Eigenkomposition von Bellet und dazu je eine solche der Musiker und Komponisten Ephrem Lüchinger und Julian Sartorius kamen am Wochenende in Stallikon zur Aufführung. Sie wurden vom gut fünfzig Köpfe starken Publikum mit Begeisterung applaudiert. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 5

Seewadel: Bald 50 Jahre alt und doch voller Schwung Auf dem Rundgang durchs Haus von zuoberst bis zuunterst konnten die interessierten Gäste Seewadel-Luft schnuppern und den frischen, professionellen und sympathischen Geist spüren. Das Altersheim Haus zum Seewadel in Affoltern hat am vergangenen Donnerstag seine Türen geöffnet. Viele Frauen und Männer verschiedenen Alters nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild zu machen von der Infrastruktur, dem Angebot und auch zu den Bauplänen. Sie konnten ihre ganz konkreten Fragen stellen wie «Gibt es immer auch ein Fleischmenü?» oder «Kann man eigene Möbel mitbringen?» Und sie erhielten vor Ort Antworten. Ja, es gebe immer Fleisch. Und ausser dem Bett und dem Nachttischli könne das Zimmer mit eigenen Möbeln eingerichtet werden. Das Haus aus dem Baujahr 1972 ist in die Jahre gekommen, viele Einrichtungen entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard und den mo-

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Familiendrama Buch-Tipp: Ayoma Pfister Thurnherr empfiehlt einen Roman von Jan Costin Wagner. > Seite 6

Hegen und pflegen oder schlicht töten? Die eine Seite verklärt die Jagd romantisch, die andere verteufelt das Töten von gesunden Tieren. Doch wie sieht der Alltag der Jäger tatsächlich aus? Dem ging der «Anzeiger» im Ottenbacher Wald auf den Grund. Schnell wird klar: Die regelmässigen Reviergänge, die Pflege der «jagdlichen Einrichtungen» und die Bereitschaft, bei Wildunfällen auszurücken, machen den weitaus grösseren Teil der Arbeit aus als das Erlegen von Tieren. Und doch vermag dieses zu befremden. ................................................... > Bericht auf Seite 4

WB bodigt die U21 von Winterthur Dem FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) gelang im zweiten Saisonspiel abermals eine Top-Leistung, diesmal auch im defensiven Bereich. Auf der altehrwürdigen Winterthurer Schützenwiese skorte WB nach einer Viertelstunde erstmals und baute die Führung kontinuierlich aus. Zum Schluss war die U21 der Eulachstädter beim 1:4 noch gut bedient, nachdem die Ämtler einige Kontermöglichkeiten ungenutzt liessen. WB, das über starke Einzelspieler verfügt, brillierte als Kollektiv. Zeugnis des guten Teamgeists ist, dass allen vier Toren ein uneigennütziger Pass auf einen besser postierten Kollegen vorausging. Am kommenden Samstag empfängt WB den FC Tuggen, der ebenfalls sehr gut gestartet ist. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 15 anzeigen

Die Top-Marken zu Discountpreisen!

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Eine fröhliche Seewadel-Crew: Geschäftsleiterin Verena Feller zwischen Patricia Keller (Administration) und Elisabeth Hess (Personalassistenz). (Bild Marianne Voss) dernen Ansprüchen. Die Zimmergrösse ist eher bescheiden und Duschen gibt es nur auf der Etage. Doch die Qualität und die fachlichen Leistungen sind auf dem besten Stand. Und wo irgend möglich werden dauernd noch Verbesserungen vorgenommen –

ob es sich beispielsweise um die Einrichtung von Wlan handelt oder ein bestimmtes Werkmaterial, das sich eine Bewohnerin zur Aktivierung ihrer Kreativität wünscht. (mvo) ................................................... > Bericht auf Seite 3


Todesfälle Obfelden

Dein schwerer Weg war lang, du bist ihn tapfer gegangen und hast uns mit deinem Schalk bis zum Schluss immer wieder beschenkt.

Am 29. Juli 2018 ist in Tadschikistan gestorben:

Hummel-Diemand, Markus, geb. 26. Oktober 1955, von Gottlieben TG und Zürich ZH, wohnhaft gewesen in Obfelden, Kalchtarenstrasse 4; Ehemann der Diemand, Marie Claire. Die Trauerfeier findet am 24. August 2018 um 15.00 Uhr auf der Waldlichtung beim Schützenhaus, Schützenhausstrasse 60, 8912 Obfelden statt. Die Friedhofvorsteherin

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 26. Juni 2018 und 7. August 2018 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen: - Björn Wiechmann, 1973, Staatsangehöriger von Deutschland - Albin Berisha, 2007, Staatsangehöriger von Kosovo - Antonella Gargiso, 1973, Staatsangehörige von Italien - Reqibe Musliu, 1984, Xhafer Musliu, 1981, Erdi Musliu, 2011, und Erin Musliu, 2012, Staatsangehörige von Serbien - Nicole Ratay, 1969, Staatsangehörige von Österreich

Menschen, die wir lieben, leben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen.

Dieter Brönnimann * 5. 1. 1958

Markus Hummel

 3. 8. 2018 Reusspark Niederwil

Du bleibst in unseren Herzen. Wir vermissen dich.

26. Oktober 1955 – 29. Juli 2018

Wir waren 100 km vor dem Ziel unserer wunderschönen Veloreise, als du durch den Terroranschlag in Tadschikistan jäh aus dem Leben gerissen wurdest. Wir sind fassungslos und unendlich traurig. Du fehlst uns. In Liebe Marie-Claire Diemand Theodor Hummel Thedy Hummel Christine Diemand und Kurt Häfeli Marie-Louise und Willi Fluri-Diemand Rosemarie und Willy Wihler-Diemand Angehörige und Verwandte Die Trauerfeier findet am Freitag, 24. August 2018, um 15.00 Uhr auf der Waldlichtung beim Schützenhaus, Schützenhausstrasse 60, 8912 Obfelden, statt. Anstelle von Blumen gedenke man des Fördervereins ASRA (www.asra.ch), Vermerk Seidenstrasse: Sparcassa 1816 Genossenschaft, 8820 Wädenswil; Zugunsten von: CH46 0681 4016 9614 6100 9, ASRA Förderverein, 8820 Wädenswil Traueradresse: Marie-Claire Diemand, Kalchtarenstrasse 4, 8912 Obfelden

Theresa, Liann und Florian Rüegg Berta Brönnimann Erich Brönnimann und Familie Peter Brönnimann und Familie Urs Brönnimann und Familie Karin Brönnimann und Familie Rolf Brönnimann und Familie Felix & Gaby Brönnimann Die Abdankungsfeier findet in der Friedhofskapelle in Affoltern am Albis am 23. August um 14.00 statt.

Frauenturnverein Mettmenstetten

TO D E S A N Z E I G E Leider müssen wir uns von einem lieben Ehrenmitglied für immer verabschieden

Julia Ferrari - de Mont 6. Februar 1923 ‒ 6. August 2018

Den Familienangehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid. Der Abschiedsgottesdienst findet am Dienstag, 14. August 2018, um 14.15 Uhr in der katholischen Kirche in Mettmenstetten statt.

14.08.2018 Stadtrat Affoltern am Albis

Schiessvereine

Feldschützenverein Bonstetten

Stellenanzeiger

Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld: Oblig. Bundesübung Fr. 17.08.2018, 18.00 – 20.00 Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Mi. 29.08.2018, 18.00 – 20.00 Oblig. Bundesübung Fr. 31.08.2018, 18.00 – 20.00

pÉãáå~êÜçíÉä ìåÇ _áäÇìåÖëÜ~ìë Das erfolgreiche Seminarhotel ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs, des Lernens und der Inspiration. Im ehemaligen Zisterzienserkloster im Dreieck Zürich–Luzern–Zug gelegen, finden inmitten von Natur Firmenseminare und Bankette statt. Zur Ergänzung unseres Küchen- und Service-Team, suchen wir per 01. September 18 oder nach Vereinbarung:

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Sie sind flexibel betreffend Arbeitszeiten und würden gerne unser aufgestelltes Team unterstützen, dann freuen wir uns über Ihre schriftliche Bewerbung. Stellenantritt per sofort möglich. Gasthaus Hämikerberg | z.H. Frau Ines Thomi Hämikon-Berg 5 | 6289 Hämikon 041 917 40 50 | info@hämikerberg.ch

Wir freuen uns auf Ihre vollständige Bewerbungsunterlage mit Foto bis am 24. August 18 an folgende Adresse: Kloster Kappel, Jürgen Barth, Geschäftsführer, 8926 Kappel am Albis

Telefon 076 449 09 24

Amtliches Publikationsorgan Der Stadtrat Affoltern am Albis hat aufgrund des rechtskräftigen Beschlusses der Gemeindeversammlung vom 18. Juni 2018 an der Sitzung vom 7. August 2018 das Amtliche Publikationsorgan neu festgelegt. Die amtlichen Publikationen erfolgen ab dem 1. Januar 2019 rechtsgültig elektronisch. Als amtliches Publikationsorgan wird die Webseite www.amtliche-nachrichten.ch bezeichnet. Die amtlichen Publikationen werden weiterhin auch im «Anzeiger» abgedruckt. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Einem allfälligen Rekurs wird die aufschiebende Wirkung entzogen. 14. August 2018 Stadtrat Affoltern am Albis

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Bezirk Affoltern

Für besseren Radio-Empfang Die bestehende RundfunkAntennenanlage auf dem Üetliberg soll erweitert werden. Ein entsprechendes Baugesuch wurde bereits eingereicht.

Dienstag, 14. August 2018

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Das Möglichste tun zum Wohl der Bewohnenden Informationsveranstaltung im Haus zum Seewadel

Die Swisscom Broadcast AG, welche im Auftrag der SRG sowie der Privatradios DAB+ (Digital Audio Broadcasting) -Netze baut und betreibt, hat kürzlich ein Baugesuch für die Erweiterung der bestehenden Rundfunk-Antennenanlage auf dem Sendestandort Üetliberg eingereicht. Konkret geht es um eine zusätzliche Antennenebene mit je einer Antenne in alle vier Richtungen, aber keine zusätzlichen Masten oder Plattformen.

Programmangebot erweitern und Reichweite erhöhen Hinter dem geplanten DAB+-Senderausbau stehe einerseits die SRG, die damit ihre Reichweite erhöhen, und andererseits die SwissMediaCast AG, welche ihr Programmangebot erweitern will, hiess es bei der Swisscom (Schweiz) AG auf Anfrage des «Anzeigers». Ein Ausbau für den Mobilfunk sei von ihrer Seite nicht geplant. (tst.)

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@azmedien.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch anzeige

Führung durch das Haus. Die Mitarbeiterin Pamela Koller (mit Hut) unterhält sich im Aktivierungsraum angeregt mit den Gästen. (Bild Marianne Voss)

Die rund 80 Zimmer im Haus zum Seewadel in Affoltern sind ausgebucht. Und zum Informationsanlass am letzten Donnerstag kamen viele Interessierte. Beim Rundgang wurde allen klar, dass hier eine Erneuerung nötig ist. Doch der gute und frische Geist im Haus ist vielen Bewohnenden ebenso wichtig wie modernste Einrichtungen. ................................................... von marianne voss Der Planungskredit für das Haus zum Seewadel – das städtische Altersheim von Affoltern – ist genehmigt. Wenn alles wie geplant abläuft, können die Bewohnerinnen und Bewohner im Jahr 2022 in ein neues Haus einzie-

hen. Doch im Haus zum Seewadel herrscht keine Abbruch- sondern frische Aufbruchstimmung. Das Team unter der Leitung von Geschäftsleiterin Verena Feller schaut vorwärts. Am vergangenen Donnerstag war die Bevölkerung eingeladen, hinter die Kulissen zu schauen und sich über das breite Angebot zu informieren. Trotz der in die Jahre gekommenen Infrastruktur ist kein Mief zu spüren, sondern – im Gegenteil – ein frischer Wind, ein wohltuender Geist und eine Philosophie, die den Menschen mit seinen ganz persönlichen Bedürfnissen ins Zentrum stellt. Das alles soll sich nach dem Neubau nicht ändern. Zurzeit wohnen rund 80 Frauen und Männer im Alter von 65 bis 100 Jahren im Haus zum Seewadel. Sie werden von etwa 145 Mitarbeitenden, darunter viele in Teilzeitarbeit, rund um die Uhr

betreut und gepflegt.

nach

Bedarf

auch

Auf persönliche Wünsche eingehen Zahlreiche Interessierte liessen sich letzte Woche von verschiedenen Mitarbeitenden, die mit farbigen Hüten gekennzeichnet waren, durchs Haus führen. Vom Keller, wo die ganz neu eingerichteten Räume mit modernsten Badewannen und die Wäscherei untergebracht sind, bis ins Dachgeschoss mit der traumhaften Terrasse durften sich die Gäste umschauen. Ebenso der Speisesaal, eine Teeküche sowie ein Zimmer konnten besichtigt werden. «Auch wenn einiges im Haus einfach daherkommt, wird bei uns alles mit viel Liebe gemacht», erklärte Pamela Koller, Mitarbeiterin im Bereich Finanzen, während des Rundgangs. Und eine Besucherin ergänzte:

«Ja, man sieht das Alter des Hauses schon, aber es ist gemütlich und heimelig.» In den Aktivierungsräumen – wo fast keine Wünsche offen bleiben – betonte die Mitarbeiterin: «Hier ist viel Raum für die Kreativität. Es kann aber auch gespielt oder gekocht werden. Wir unternehmen alles, was uns möglich ist, damit es unsere Bewohnerinnen und Bewohner schön haben bei uns.» Auch persönliche Wünsche und Anregungen von Bewohnenden oder Angehörigen seien willkommen. «Wir versuchen, wenn es geht, darauf einzugehen und stets Verbesserungen oder Ergänzungen vorzunehmen.» Die nächsten Anlässe im Haus zum Seewadel: am 9. Oktober, 19 Uhr, Lesung und Plauderei mit Blanca Imboden, am 23. November, 14 bis 16 Uhr, eine weitere Informationsveranstaltung für die Bevölkerung.

Uttenbergstrasse Lichtsignal an der ab 20. August gesperrt Reppischtalstrasse

Knonau: Bauarbeiten bis im Dezember

Stallikon: Bauarbeiten ab 20. August

Das kantonale Tiefbauamt saniert einen Teil der Uttenbergstrasse in Knonau. Vom Montag, 20. August, bis voraussichtlich Mitte Dezember bleibt die Direktverbindung UttenbergKnonau gesperrt.

Der Verkehr auf der Reppischtalstrasse zwischen Aegerten und Stallikon wird vom 20. August bis Ende Dezember mit Lichtsignalanlagen einspurig geführt.

Im Abschnitt Maschwanderstrasse bis Bergli werden die Fahrbahn- und Trottoirbeläge, die Randsteine sowie Teile der Entwässerungsleitungen instandgesetzt. Gleichzeitig erneuert die Gemeinde Knonau die Wasser- und die Schmutzwasserleitung. Aus Gründen der Effizienz und der Arbeitssicherheit muss der Abschnitt während der Bauarbeiten gesperrt werden. Die Sperrung beginnt am Montag, 20. August, 8 Uhr, und dauert bis voraussichtlich Mitte Dezember 2018.

Die Arbeiten werden etappenweise ausgeführt. Der Durchgangsverkehr wird während der ganzen Bauzeit grossräumig umgeleitet. Der Zubringerdienst zum Weiler Vorderuttenberg ist von Norden her mit wenigen Ausnahmen jederzeit möglich. Während der gesamten Bauzeit werden der Schulbus und der Tixi-Fahrdienst normal verkehren. Der Rad- und Gehweg entlang der Uttenbergstrasse ist vom 20. August bis voraussichtlich Ende Oktober gesperrt. Für die abschliessenden Belagsarbeiten muss aus Gründen der Qualität und der Arbeitssicherheit die gesamte Strecke von der Maschwanderstrasse bis Bergli während eines Wochenendes für sämtlichen Verkehr gesperrt werden. Diese Vollsperrung findet voraussichtlich im Frühling 2019 statt. (pd.)

Das kantonale Tiefbauamt erneuert an der Reppischtalstrasse im Abschnitt Aegerten bis Stallikon die Fahrbahnund Trottoirbeläge, die Randsteine sowie Teile der Entwässerungsleitungen. Zudem wird die Bushaltestelle «Aegerten» hindernisfrei ausgebaut. Gleichzeitig erneuert die Gemeinde die Wasser- und Schmutzwasserleitung auf diesem Strassenabschnitt. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 20. August, und dauern bis Ende Dezember. Die Arbeiten werden etappenweise ausgeführt. Der Verkehr wird mit Lichtsignalanlagen einspurig durch die jeweiligen Baustellenbereiche ge-

führt. Die Zu- und Wegfahrt zu den Liegenschaften ist innerhalb der entsprechenden Bauetappen mit wenigen Ausnahmen jederzeit möglich. Der Rad- und Gehweg entlang der Reppischtalstrasse ist während der gesamten Bauzeit benutzbar (ausgenommen während der Belagsarbeiten unter Vollsperrung). Die ÖV-Haltestellen «Aegerten» und «Langfuren» können zeitweise nicht bedient werden. Es gilt, die entsprechenden Fahrgastinformationen an den Haltestellen und in den Bussen zu beachten. Für die abschliessenden Belagsarbeiten muss dann die gesamte Strecke zwischen Aegerten und der Kreuzung Dorfstrasse/Postweg, für ein Wochenende komplett für den Verkehr gesperrt werden. Diese Vollsperrung findet voraussichtlich im Sommer 2019 statt. (pd.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 14. August 2018

Mittler zwischen Natur und Kultur Mit dem Jäger unterwegs im Ottenbacher Wald Die Romantik verklärte die Jagd noch in Gedichten und Liedern, schwärmte von der wilden, verwegenen Jagd. Hat aber in unserer Zeit des Jagdhorns süsser Klang bald ausgedient? ................................................... von christine häusermann Beim Abschuss hat er in den 29 Jahren seit der Jägerprüfung 1989 zweimal denselben Fehler gemacht: Er schoss mit der kleinen statt der grossen Kugel auf ein Reh, bemerkte es sofort und schoss nach. Das Reh fiel auf der Stelle. Beim Ausweiden des Tieres stellte er fest, dass die beiden Kugeln 5 cm voneinander entfernt «im Blatt» waren. Bei einem solchen Kammerschuss zerstört das Projektil Herz, Lunge und die grossen Blutgefässe, der Tod tritt innert 10 bis 20 Sekunden ein. Den Fehler hat er in der «Hitze des Gefechts» gemacht. Er schiesst mit einem Drilling, einem Gewehr, das drei Läufe mit unterschiedlichen Patronen hat – je nach Tier, das vor die Flinte läuft, kann er die richtige wählen. Oder eben nicht, wie im beschriebenen Fall, der sich ihm eingebrannt hat.

Liegt es in den Genen? Der Jäger, den ich heute im Ottenbacher Revier begleite, heisst Walter Häusermann. Das «Chäpslifieber» wurde ihm schon in die Wiege gelegt, er

hat es mit einer Büchsenmacherlehre und der Jägerprüfung gebändigt. Die Autorin kann das bezeugen, sie ist seine Schwester. Sie staunt immer wieder über die Leidenschaft ihrer Brüder für Waffen und Jagd, die Schwestern sind nicht befallen. Liegt sie in den männlichen Genen? Der Grossvater wurde auf der Jagd als Treiber der «Siidigen Herren» (Weberei-Besitzer) angeschossen, daraufhin kam zu Weihnachten jedes Jahr ein Paket des reuigen Meisterschützen. Der andere Grossvater, kein Jäger aber Gründungsmitglied des Schwingerverbandes Albis, ging mit seinen fünf Buben für Schiessübungen mit seiner Offizierspistole in den Wald. Der Vater von klein Walterli war ein theoretischer Jäger, er las sowohl die deutsche als auch die Schweizer Jagdzeitschrift – meist auf dem WC. An den Wänden hingen Originale des deutschen Jagdmalers Hannes Liederley, hier ein erhabenes «Gämschi», dort ein edler Hirschkopf, der stolze Steinbock im Eingang, Ganghofer las der Vater als Nachtlektüre.

Anblick: ein Fuchs! Der Jäger holt mich abends um 19 Uhr ab, es ist sehr heiss. Wir fahren mit dem Auto, auf dem neuerdings der grosse Kleber «Jagd schützt, Jagd nützt» prangt, zur Abzweigung Gibel. Unglaublich, das Zeug, das Walter Häusermann nun mitschleppt: Jacke, Hut, Rucksack, Feldstecher, den Revolver im Halfter um die Hüfte – vielleicht ist ein Fangschuss nötig – und eben den Drilling. Er drückt mir ein grünes Gilet und einen Feldstecher in die Hände und weist mich knapp und bestimmt an: «Leise sein und auf dem Hochsitz nicht wild herumfuchteln – und jetzt schauen wir mal vorsichtig um dieses Maisfeld.» Und tatsächlich, wir beobachten einen jungen Fuchs, der auf der Wiese steht, dann verschwindet er im hohen Mais. Leise setzen wir den Weg fort, alles ist staubtrocken, das raschelnde Laub auf dem Weg verrät uns immer wieder.

Zwei Mal pro Woche durchs Revier

ten Auge des Jägersmannes offenbar noch nicht aufgefallen ist. Jetzt stimmt er mir zu. Mit der nötigen Umsicht gelangen wir dann zum Hochsitz – schwindelfrei sein schadet nicht. «Dä han ich gmacht.» Das beruhigt mich, seinem Handwerk vertraue ich. Neben den zwei Mal, die Walter Häusermann pro Woche durchs Revier geht – also ca. 3000 Mal seit der Jagdprüfung –, nehmen die effektiven Tage, an denen er ein Tier erlegt hat, wenig Platz ein. Hinzu kommen noch Arbeitstage, an denen die Ottenbacher Jäger ihre «jagdlichen Einrichtungen, die Unbefugte auf eigene Gefahr betreten» errichten und instand halten. Eine anstrengende Arbeit für Praktiker, die viel Zeit und Muskelkraft benötigt. Allerdings mit wenig Mannstunden. Obmann Pierre Zinggeler kümmert sich vor allem um die vielen administrativen Belange zwischen Jagdgesellschaft, -verband und -verwaltung. Der langjährige Jagdobmann Rolf Nöthiger, der so manchem Ottenbacher Schulkind den Wald und die Jagd nähergebracht hat, kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mittun, so bleiben noch Walter Häusermann und der Praktikant. «Käme da ein Berufswildhüter nicht gelegen», frage ich unschuldig. Der grosse Bruder zieht nur die Augenbrauen hoch und schaut mich unfreundlich an. Den Blick kenne ich doch.

Jagd nützt, Jagd schützt? Auf unserem selbstgezimmerten «Waldsofa» mit Blick auf Autobahn, Zwillikon und Arni, diskutieren wir nicht über die anstehende Abstimmung zur Abschaffung der Jagd. Ich kenne seine Argumente: «Die Revierjagd hat sich in den letzten 70 Jahren bewährt, es ist für den Steuerzahler günstig, weil die Pächter Pacht zahlen, den aufwändigen Jagdaufseherdienst verrichten und für die Wildschäden aufkommen. Jagd hat nichts mit Abknallen zu tun, sondern mit Hege und Pflege und sie setzt viel Wissen und Erfahrung voraus, das Wild muss reguliert werden, sonst nimmt es überhand.» «Freiwillige ‹Parkranger› zwischen Natur und Kultur», denke ich. Als Versuch könnte man in einigen Revieren doch ein befristetes Schiessverbot verhängen und sehen, wohin das führt? Ohne gleich das bewährte System abzuschaffen – das für den Menschen bewährte System.

Walter Häusermann auf dem Hochsitz: Jagdfieber oder Auszeit im Alltag? (Bild Christine Häusermann)

Zart besaitet aber beherzt Ich erinnere mich an seine Erzählungen als dienstältester Ottenbacher Jagdaufseher. Zu allen Unzeiten gehen diese raus, oft müssen sie durch Mähmaschinen oder Autos verletzte Tiere erst suchen, um sie dann von ihrem Leid zu erlösen und die Tiere wegräumen – ich hasse das Wort ‹entsorgen› für Tiere. «Es kommt vor, dass das Tier völlig zerschlagen ist, dann wissen wir, dass der Autofahrer viel zu schnell unterwegs war.» Die Aussage «ich bin ganz normal gefahren», ärgert ihn dann gewaltig. «Aber wenigstens wurde die Polizei gerufen», meint er. Letzthin rief ihn die Nachbarin, weil eine Katze überfahren wurde. Er brachte das tote Büsi zum Tierarzt, anhand des Chips konnte der Halter eruiert werden. «Mir kamen auch fast die Tränen, als sie die Katze abholten», sagt der alte Katzennarr. Genau das bringe ich nicht zusammen, auf der einen Seite ist er zart besaitet, verhätschelt seine Katzen und andererseits schiesst er gesunde Tiere, etwa drei Jahre früher als ihre natürliche Lebenserwartung wäre, nimmt sie aus, schaut ihnen in die leeren Augen, steckt ihnen einen grünen Zweig ins Maul und verbläst den Tod mit dem

Auch damals schon mit Pistole, Hut, Katze und kleiner Schwester. (Bild zvg.)

Walter macht mich darauf aufmerksam, dass entlang der Waldwege grüne Kräuterborte sind, an denen sich die Rehe gerne verköstigen. Als wir auf die Nordseite des Isenbergs kommen, stelle ich fest, dass hier die Vegetation noch etwas frischer, grüner ist als auf der Südseite, was dem versier-

wir gratulieren

zwischen-ruf

Zum 80. Geburtstag

Abschied von einer Klasse

Gleich drei Mal dürfen wir am Mittwoch, 15. August 2018, zum besonderen Geburtstag gratulieren: Burkard Fischer-Schoch in Obfelden feiert sein 80. Wiegenfest. Wir wünschen ein freudiges Fest und alle Gute.

Zum 85. Geburtstag Morgen Mittwoch, 15. August, wird Rosalia Vitali 85 Jahre jung. Ganz herzliche Gratulation nach Affoltern und die besten Wünsche. Auch Heinz Ernst Neuenschwander aus Affoltern wurde am gleichen Tag geboren und kann somit am Mittwoch feiern. Einen schönen Festtag wünschen wir ihm. Und allen dreien rufen wir zu: Hoch mögen sie leben! anzeige

S

pontan hatte ich eine geniale Idee. Ich sagte zu meinen Drittklässlerinnen und Drittklässlern: «Morgen, am letzten Schultag, könntet Ihr etwas zum Essen machen und wisst Ihr, wo? Bei mir zu Hause.» Der Jubel war gross, die Gruppen waren sofort gebildet. Gruppenchefs waren jeweils die, die schon mal etwas Essbares gemacht hatten und diese Idee nun ihren Leuten unterbreiteten. Ich mischte mich nicht ein. Die Fahrt zu mir verlief reibungslos, ausser dass Edis Sauce Carbonara aus der Tupperdose lief und auch sein Plastiksäckchen ein Loch hatte. Bei mir zu Hause zuerst «Oh!» und «Ah!» und manche entdeckten im WC ein Briefli von sich.

Acht Leute in der Küche, drei Gruppen im Garten Dann aber: «Wir brauchen eine Schüssel!» «Wir auch!» Gut, dass ich

einen grossen Garten habe. So waren schon mal drei Gruppen an drei Tischen im Garten beschäftigt, die einen mit Fruchtsalat, die andern mit Gurken-Mais-Erbsli-Rüebli-Hüttenkäse-Salat, wieder andere mit dem Mixen von Erdbeer- und Bananenshake. Ich hatte nichts vorbereitet, gar nichts. Drin am Esstisch war eine Gruppe mit dem Belegen von Toastbroten beschäftigt. Und in der Küche: Da standen sieben Leute, mit mir acht! Oh, ein Ei auf dem Boden. «Sie hat halt noch nie ein Ei aufgeschlagen.» Bisschen viel Öl in der Pfanne, bisschen viel Teig, aber von Mal zu Mal wurden die Omeletten perfekter. Anschliessend wurden sie mit Zucker und Zimt bestreut, aufgerollt, geteilt und auf einer Platte angerichtet. Die andere Küchenmannschaft machte albanisches Brot! Ich sah vier Hände in der Schüssel Teig kneten. Dann wurden runde Bällchen geformt.

Nun ausgewallt. Jetzt mit Öl bestrichen und gestapelt. Obenauf kam eine Schicht, bestehend aus Hüttenkäse, Rahm und Ei, darüber nochmals etwa zehn dünne runde Fladen. Schliesslich wurde alles längs und quer geschnitten und ab in den Ofen. Grandios. Und die Spaghetti Carbonara! Viel Spaghetti gabs mit wenig Sauce, aber fein! Spaghetti, Shakes und Omeletten wurden in Portionen eingeteilt; vom Fruchtsalat, Gurkensalat, Toastbrot und albanischem Brot konnte man nehmen, so viel man wollte.

Gartenschlauch und anderes als Spielgeräte Nach dem Essen: Einmal wurde das Geschrei im Garten gross, und ein paar Kinder baten um Badetücher. Sie hatten den Schlauch entdeckt und waren bereits pflotschnass. Barbara

Jagdhorn. «So verstehen wir eben die Hege und Pflege, meint der Traditionalist der Familie, der sich an «Dächlikappenjägern, die den Bruch einfach wegwerfen, weil sie keine Hutkrempe haben» stört und es als nicht waidmännisch ja gar als Sakrileg empfindet, wenn das tote Tier nicht mehr mit dem Jagdhorn verblasen wird. Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass Wildtiere wenigstens ein freies Leben hatten bis zu einem – hoffentlich sauberen Blattschuss – in den meisten Fällen mit dem richtigen Projektil!

Ein Waidmann kann warten Kein Reh, und auch kein Hirsch oder gar eine Wildsau treten an diesem Abend aus dem Wald auf die offene Waldwiese. Kein Wunder, denke ich zufrieden auf meiner harten «Lounge» nach drei Stunden, die Wiese ist viel zu trocken, das Gras leuchtet strohhell. Die Tiere sind zu schlau, die stellen sich nicht auf diesen Präsentierteller, sie warten bis es dunkel ist oder kommen erst am Morgen. Das weiss auch der Jäger neben mir, er wird am nächsten Morgen um fünf Uhr wieder ins Revier ziehen. Die Abstimmung im Herbst wird zeigen, wie lange noch. Waidmannsheil!

aber sass an meinem Klavier und spielte Chopin! Und dann einen flotten Boogie. Ich wurde herangewinkt, um mitzutanzen. Andere spielten Federball im Garten, wieder andere räumten den Geschirrspüler ein, während ich meiner Putzfrau telefonierte und um möglichst baldiges Erscheinen bat. Leider keine Zeit in den nächsten Tagen, hiess es. Inzwischen wurde der Schlauch zum Blumengiessen eingesetzt, auch der Rasenmäher wurde bedient, und es wurde mir die Idee präsentiert, mal in meinem Garten zu übernachten. Auf der Heimfahrt im Postauto sangen sie noch einmal ihr zehnstrophiges Abschiedslied für mich. Zur Melodie «Es Buurebüebli mahn i nid». «Frau Ruf, mir händ dich sehr sehr gern ...», und ich schluckte leer und schluckte. Ute Ruf


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Dienstag, 14. August 2018

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«Ring the Cows» – Klanginstallation auf der Hinterbuchenegg «Puureheimet»-Bauer Emanuel Wagner bot sofort Hand für das Experiment Die Glockenkonzerte des Kuhglocken-Orchesters des Puureheimet Brotchorb, Stallikon, zog am vergangenen Wochenende zweimal jeweils ordentlich Publikum an. Eine gelungene Performance des Waadtländer Künstlers Alain Bellet. ................................................... von urs e. kneubühl «Es war nicht ganz einfach, in der Nähe der Stadt Zürich zehn Kühe, eine Weide und einen Bauern zu finden, der mit Begeisterung Ja sagt zur Performance ‹Ring the Cows› des Waadtländer Künstlers Alain Bellet», erklärt Dominik Landwehr. Der Leiter Pop und neue Medien des Migros-Kulturprozentes und Projektleiter Nick Scherrer aber fanden diesen schliesslich in Emanuel Wagner, dem Bauern auf dem Puureheimet Brotchorb auf der Hinterbuchenegg, Stallikon. Wagner, selber Musiker und Sänger, jedenfalls zeigte sich von Anfang an begeistert: «Das ist eine lässige Sache, habe ich mir auf Anhieb gesagt, und zudem bin ich für solche Experimente immer zu haben.» Nicht zuletzt, weil er auch wusste, dass die erstmalige Umsetzung der Klanginstallation vom Landwirtschaftlichen Institut Grange-

neuve, Fribourg, fachlich eng begleitet wurde. Aber genauso, weil er die Performance als «subtiles, feinsinniges Projekt» erkannte und wusste, dass sich seine Kühe weder von rhythmischen Glockentönen, noch vom Publikum, von Kameras und Fotografierenden aus der Ruhe bringen lassen.

Kühe unbeeindruckt Und so war es denn auch sowohl am Samstag- als auch am Sonntagabend auf der Hinterbuchenegg. Klangkünstler Alain Bellet konnte die Glocken am Hals der zehn «Puureheimet»-Kühe erklingen lassen, wie es ihm beliebte oder wie die Kompositionen es vorgaben, die mit ihren Glocken musizierenden Weidegängerinnen verhielten sich wie immer: Ihr primäres Interesse galt dem Fressen von Gras. Auf das durch Fernsteuerung beeinflusste Bimmeln ihrer Glocken reagierten sie nicht. Alain Bellet hatte entsprechend leichtes Spiel, sieht man einmal vom Aufbau der gesamten Installation ab, die sich von der Mittagsstunde bis zum Abend hinzog. Zudem passte er sich komplett dem natürlichen Nachmittagsablauf seiner Musikantinnen an. Diese wurden vor dem Konzert, wie gewohnt, noch gemelkt, dann erhielten sie ihre Glocken umgeschnallt

und trotteten danach zu gewohnter Zeit auf ihre Weide. Die Idee der ferngesteuerten Kuhglocken entwickelte der in Zürich und Lausanne lebende Künstler Alain Bellet im Rahmen des Projektwettbewerbs des Bollwerkfestivals in Fribourg, wo er diese dann auch erstmals umsetzte. Unter dem Titel «Ring the Cows» macht er seither immer wieder und an verschiedenen Orten Kühe zum Glockenorchester. Am Wochenende brachte er neben Eigenkompositionen auch je ein eigens für «Ring the Cows» komponiertes Werk des Pianisten, Keyboarders und Produzenten Ephrem Lüchinger, permanentes Mitglied bei Whistler & Hustler, Heidi Happy, Dieter Meier’s Out of Chaos Band, sowie des 2014 für den Schweizer Musikpreis nominierten Schlagzeugers und Improvisationsmusikers Julian Sartorius. Und die zehn Puureheimet-Kühe beeinflussten und bereicherten durch ihre wechselnden Positionen und durch ihre Bewegungen den Klang der komponierten Werke, was zu poetischen Verschiebungen der Glockenklänge führt. So darf man abschliessend festhalten: Wer bei den beiden Kuhkonzerten auf der Hinterbuchenegg im Auditorium dabei war, wird mit Sicherheit das Glockengebimmel einer Kuhherde nie mehr so hören wie zuvor.

Von seinem Dirigentenpult am Rande der Kuhweide aus löst Alain Bellet die Abfolge der Kuhglockenklänge live aus, wobei er die einzelnen Blocks in der Länge variiert und auf die Position der Kühe reagiert. (Bild Urs E. Kneubühl)

Fische in der Lorze haben die Hitzeperiode bisher gut überstanden Gut beschatteter Flussunterlauf zwischen Kloster Frauenthal und Reussspitz Im Gegensatz zu anderen Gewässern haben die Fische in der Lorze die Hitzeperiode gut überstanden – auch, weil der Unterlauf Richtung Reussspitz gut beschattet ist und über genügend Sauerstoff verfügt. Weniger gut ist die Situation in Bächen. ................................................... von werner schneiter In Erinnerung geblieben sind die Bilder vom verheerenden Fischsterben in der Lorze in der ersten Hälfte der 1980er-Jahre während einer ähnlich langen Hitzeperiode, als die Seepolizei kübelweise tote Tiere barg. Damals

führten vorwiegend zwei Gründe zur Katastrophe: Wassermangel und eine schlechte Wasserqualität, an der damals Zuger Industriebetriebe eine Mitschuld trugen. Seit die Reinigungsleistung der ARA Schönau bei Cham durch den massiven Ausbau der Anlage verbessert wurde und seit dem markanten Rückgang des Phosphor- und Stickstoffgehalts im Zugersee hat sich die Situation in der Lorze vor Jahren entscheidend verbessert. Nach den Worten von Peter Keller, Zuger Projektleiter Oberflächengewässer/Restwasser/ Schutzzonen, verfügt die Lorze trotz markant geringerer Wasserführung in dieser Hitzeperiode über genügend Sauerstoffgehalt. «Wasserproben zeigen, dass der Fischbestand nicht

unmittelbar gefährdet ist», fügt er bei. Jedenfalls wurden auch bei wesentlich höheren Wassertemperaturen keine toten Fische registriert. Zwischenzeitlich hat Regen die Situation weiter entspannt. Der Wasserlauf der Lorze ist dadurch von 3,9 Kubikmeter pro Sekunden auf 4,3 Kubikmeter gestiegen; er wird sich durch erneute Wärme wieder verringern – vermutlich wird auch das ohne gravierende Folgen bleiben. Wirksam ist auch das vom Kanton Zug erlassene Verbot von Kühlwasserentzug aus dem Fluss durch Gewerbe und Private, das ab 25 Grad gilt.

Weissfische im Unterlauf Der Unterlauf der Lorze, ab Kloster Frauenthal, führt kaum Geschiebe mit

und ist aus diesem Grund für gewisse Fischarten, zum Beispiel für die Seeforelle, ein schwieriges Gewässer. «Entsprechende Hindernisse für Laichplätze fehlen», sagt Priska Müller, Leiterin Fischerei und Jagd im Zuger Amt für Wald und Wild. Es sind also eher die wärmegewohnteren Weissfische, die den Unterlauf besiedeln, Barben, Alet, Karpfen zum Beispiel. Aber auch der Hecht und sogar die gefährdete Nase kommen vor, was gemäss Priska Müller bemerkenswert ist. Als gut für Fische bezeichnet sie auch die gute Beschattung durch den starken Bewuchs am Ufer des Unterlaufs, der als veritables Naturparadies bezeichnet werden darf. «Der Bestand ist erstaunlich gut. Auch der Egli ist heimisch», sagt Eric Rochat, Fischereipächter des Abschnitts 625 Meter unterhalb der Lorzebrücke bei Maschwanden bis Reussspitz. Ein Augenschein am vergangenen Freitag bestätigte das, und er offenbart ein ermutigendes Bild, weil auch der Bestand trotz ausbleibendem Hochwasser im Frühjahr 2018 gut ist. Und trotz der Tatsache, dass seit wenigen Jahren auf den Einsatz von jährlich 30 000 bis 40 000 Junghechten verzichtet wird. Das deutet auf eine gute Naturverlaichung hin.

Haselbach ausgefischt

Fischereipächter Eric Rochat am gut beschatteten Unterlauf der Lorze zwischen Maschwanden und Reussspitz. Er freut sich über einen guten Fischbestand. (Bild Werner Schneiter)

Weniger gut präsentiert sich die Situation bei den anhaltend hohen Temperaturen in kleineren Gewässern, unter anderem im Haselbach, der bei Maschwanden in die Lorze mündet. Dort musste Pächter Urs Dubs im Bereich von Knonau «ausfischen» und eine beträchtliche Menge an Forellen weiter unten «umplatzieren». Nicht zu vermeiden war, dass ein Teil verendet ist.

Vorhersage deutet auf Entspannung Die ausgedorrten Böden könnten sich per Ende Monat gebietsweise etwas erholen. Darauf deutet eine 30-Tage-Prognose hin, die in einem Pilotbetrieb erstmals mit Echtzeit-Daten erstellt wird. Seit Wochen verdunstet in der Schweiz immer mehr Wasser aus Böden, Gewässern und Grundwasser. Die Forschungsgruppe Hydrologische Vorhersagen der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) veröffentlicht bereits seit 2012 Berechnungen zu den Wasserdefiziten in der Schweiz, allerdings bisher nur auf fünf Tage hinaus. Das ist die Zeitspanne, in der Wettermodelle Niederschläge, die möglicherweise Hochwasser verursachen können, mit ausreichender Sicherheit vorhersagen. In diversen Forschungsarbeiten haben die WSL-Hydrologen und ihre Kollegen bei MeteoSchweiz und an der ETH Zürich jedoch zeigen können, dass längerfristige Vorhersagen bei Niedrigwasser und Bodentrockenheit nicht nur sinnvoll, sondern auch machbar wären. Beide Prozesse finden in Wasserspeichern statt, die langsamer auf Veränderungen reagieren als Prozesse in der Atmosphäre oder auf der Bodenoberfläche. Angesichts der derzeitigen angespannten Lage haben die WSL-Hydrologen nun mit Unterstützung von MeteoSchweiz ihr hydrologisches Modell mit den aktuellen 30-Tage-Modellrechnungen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (Ezmw) gefüttert. Die – vorsichtige – Vorhersage für die nächsten drei Wochen geht von einer leichten Zunahme der Bodenfeuchtigkeit bis Ende Monat aus. «Sowohl die Wetterprognosen als auch unsere Modelle haben noch Unsicherheiten, die sich verstärken», betont Zappa. Und je weiter die Vorhersageperiode, desto unsicherer ist die Prognose. (pd.) Weitere Infos unter www.trockenheit.ch.


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Dienstag, 14. August 2018

«Eine Therapie würde ich es nicht nennen. Es war eher ein Ordnen» Die Mettmenstetterin Susanne Baer hat über ihre Lebensgeschichte ein Buch geschrieben Das eigene Leben zu Papier bringen – für viele Menschen bleibt das ein Traum. Susanne Baer hat mithilfe des Schreibprogramms von «Edition Unik» eine Biografie verfasst. Im Interview erzählt sie über ihr persönliches Schreiberlebnis. «Anzeiger»: Frau Baer, Sie haben Ihre ersten Lebensjahre in einem Buch festgehalten. Wie kam es dazu? Susanne Baer: Seit Jahren bin ich Mitglied einer Schreibgruppe, verfasse Texte und kleinere Gedichte für mich selbst. Bei der Arbeit in dieser Gruppe habe ich herausgefunden, dass mir das autobiografische Schreiben am meisten liegt. Eines Tages lief im Fernsehen ein Beitrag über das Schreibprojekt von Edition Unik. Da wusste ich: «Das ist es!» Ich habe mich noch am selben Tag angemeldet. Wie ging es weiter? Das Projekt startete im August 2017 und dauerte 17 Wochen. Nach einer Einführungsveranstaltung habe ich Zugang zu einem Schreibprogramm erhalten, und begann, meine Gedanken als Notizen aufzuschreiben. Später wurden aus den Notizen Texte, und aus den Texten Kapitel. Ihre Kindheit liegt Jahre zurück. Wie gelang es Ihnen, sich an die Details zu erinnern? Indem ich Erinnerungsstücke hervorholte und in die Vergangenheit eintauchte. Meine Tagebücher, das Poesiealbum, Familienfotos. Beim genauen Betrachten der Bilder kamen viele Erlebnisse wieder hoch. Es gab mir ein Gefühl von Geborgenheit, schöne Erinnerungen lebendig werden zu lassen, sie in Gedanken ein zweites Mal zu durchleben. Es dürften nicht nur positive Erinnerungen hochgekommen sein ... Im Vorwort steht, nach dem Schreiben sei Ihnen aufgefallen, dass Ihre Kindheit viel schöner war, als Sie sie in Erinnerung hatten.

Die eigene Geschichte aufschreiben Susanne Baer hat ihre Biografie bei «Edition Unik» verfasst. Innerhalb von 17 Wochen schreiben die Teilnehmenden ihr eigenes Buch. Im Preis von 550 Franken sind die Nutzung eines Computerprogramms, ein Leitfaden und persönliche Tipps per E-Mail oder Telefon sowie gemeinsame Treffen zum Austausch inbegriffen. Am Schluss erhalten die Teilnehmenden zwei gedruckte Exemplare. Im Internet finden sich ähnliche Angebote von anderen Anbietern. So werden beispielsweise beim Nonprofit-Projekt «meet my life» die Daten für die Forschung verwendet und die Biografien sind nach Zustimmung der Schreibenden öffentlich lesbar. (lhä) Im Rückblick nehme ich meine Kindheit heute als recht behütet wahr. Das war mir vorher nicht bewusst. Vielleicht, weil der erlebte Schmerz die Erinnerung dominierte, selbst wenn ein Grossteil der Kindheit wunderbar war. Durch das Buchprojekt konnte ich viele Ereignisse nochmals durchdenken, sie aufschreiben und dann loslassen. Das hat mir gutgetan. War das Schreiben eine Art Therapie? Eine Therapie würde ich es nicht nennen. Es war eher ein Ordnen. Sie haben Ihrem Leben nachträglich eine Struktur gegeben? Ja. Ich habe meine Erinnerungen geordnet, auch ausserhalb des Buches. Ich habe diverse Ereignisse als persönliches Nachschlagwerk chronologisch festgehalten. So weiss ich zum Beispiel, in welchem Jahr ich verunglückte, wir mit der Familie das erste Mal in Seewis in den Ferien waren oder wann ich das Rolling Stones Konzert im Hallenstadion besuchte.

Seit ihrer Pensionierung im Jahr 2015 wohnt Susanne Baer in Mettmenstetten. Mit ihrer eigenen Biografie hat sich die 67-Jährige einen Traum erfüllt. (Bild Livia Häberling) Wie viele Stunden Schreibarbeit stecken in Ihrer Biografie? Ich schrieb zwischen drei und vier Stunden, täglich. Während dieser Wochen habe ich mich intensiv in mein Schreibprojekt vertieft und keine Termine abgemacht. Erlebten Sie auch harzige Momente? Beim Schreiben nicht, es sprudelte richtig aus mir heraus. Das Überarbeiten erwies sich jedoch als Knochenarbeit. Ich musste einen roten Faden finden, an den Sätzen feilen, die Füllwörter streichen, den Text in Kapitel gliedern. Es fiel mir auch schwer, zu entscheiden, welche Textteile es ins Buch schaffen und welche nicht. Gibt es Themen, die Sie bewusst weggelassen haben?

Ja. Über meine Kinder habe ich zwar geschrieben, die Kapitel sind aber nicht im Buch, aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes. Ansonsten findet sich darin viel Intimes. Sie schreiben auch über traumatische Erlebnisse aus Ihrer Kindheit. Wie schwer fiel Ihnen das? Ich wollte diese Erinnerungen ganz bewusst in meine Biografie einfliessen lassen. Wichtig war für mich, eine Form zu finden, um die Erlebnisse zu schildern. Einige Textabschnitte sind deshalb nicht in der Ich-Form, sondern in der dritten Person geschrieben. So gelang es mir, Distanz zu schaffen. Freunde können Ihr Buch bei Ihnen ausleihen. Sie haben auch zwei Lesungen veranstaltet. Wie waren die Rückmeldungen?

Manche sagten: «Das wusste ich ja gar nicht von dir», andere erkannten Teile ihrer eigenen Kindheit in meinen Erzählungen wieder, was spannende Gespräche ergab. Ist Ihre Biografie eine Art komprimiertes Erinnerungsstück? Die Idee dahinter war natürlich, dass ich meiner Familie etwas von mir übergeben kann und gleichzeitig die 1950er- und 1960er-Jahre lebendig werden lassen kann. Mir war es aber genauso wichtig, dass im Anhang die Familienchronologie drin ist. In jungen Jahren mag man noch nicht das Interesse haben, auf sein Leben zurückzublicken. Später wird das wichtiger. Interview: Livia Häberling

buch-tipp

forum

Sakari lernt, durch Wände zu gehen

Nicht einfach nur töten

................................................... von ayoma pfister thurnherr, bibliothek stallikon An einem heissen Sommertag kauft sich Sakari Ekman ein Eis auf dem Marktplatz von Turku, setzt sich auf den Brunnenrand, während er das süsse Kühl auf seiner Zunge zer- Ayoma Pfister rinnen lässt. An- Thurnherr. schliessend zieht (Bilder zvg.) er seine Kleider aus, faltet sie sorgfältig zusammen und steigt in den grossen Springbrunnen mit den farbensprühenden Fontänen, in den Händen ein Messer. Mit dieser Szene eröffnet Jan Costin Wagner seinen Roman, ein starkes, eindringliches, traumartiges Bild, aus dem sich in der Folge ein Familiendrama entwickelt, dessen Sog man sich bis zur letzten Seite nicht entziehen kann. Dies hat mit den dramatischen Umständen zu tun, aber auch mit dem melancholischen und gleichzeitig sehr emphatischen Kommissar Kimmo Joentaa. Denn dieser taucht nun in die Familiengeschichte von Sakari ein und deckt Folgen-

schweres auf: Der 19-jährige Sakari ist traumatisiert von einem Unfall, in den er und Emma, das Nachbarmädchen, verwickelt waren. Seither lebt er in seiner eigenen Welt, hört Stimmen und Melodien. Er richtet sich ein hinter seinen inneren Wänden der Trauer. Doch nicht nur Sakaris Leben wurde tiefgreifend erschüttert, auch das Leben zweier Familien, deren Mitglieder ganz unterschiedlich mit der damaligen Katastrophe umgingen und bei denen sich nun in der Gegenwart das Unheil fortsetzt. Das Einfühlungsvermögen in die verschiedenen Figuren und Lebensumstände, eingefangen durch eine lyrische Sprache, mit der der deutsche Autor durch den Roman führt, ist meiner Ansicht nach meisterhaft. Es sind zum Teil sehr atmosphärische Sätze, eine oft knappe, auf den Punkt gebrachte und einschneidende Sprache. In ihr können wir auch den Musiker Jan Costin Wagner erkennen. Und ebenso wirkt diese Sprache tröstlich, denn der Autor entwirft Stimmungen, die uns dann guttun, wenn wir mit den Figuren mitgelitten haben. «Sakari lernt, durch Wände zu gehen» ist der sechste Band um den südfinnischen Kommissar Kimmo Joentaa. Wer einen Krimi im herkömmlichen Sinne erwartet, wird viel-

«Sakari lernt, durch Wände zu gehen: ein Kimmo-Joentaa-Roman» von Jan Costin Wagner. Galiani Berlin Verlag, Köln 2017. ISBN 978-3-86971-018-1. leicht zuerst enttäuscht sein. Wer aber trotzdem dranbleibt, wird am Ende fast so etwas wie leises, zartes Glück erleben. Nicht alle Wunden der Figuren können geheilt werden, dies braucht noch viel Zeit, aber es löst sich eine gewisse Erstarrung in ihnen und dies gibt dem Buch etwas Tröstliches.

Berufstöter oder Spasstöter, Leserbrief vom 10. August. Eric Baumanns Beitrag reiht sich in Leserbriefe ein, die vom «Töten» auf der Jagd reden. Er spricht in seinem Artikel zahlreiche verwirrende Geschehnisse quer durch die Jagdlandschaft im In- und Ausland an. Es ist die Rede von Geschichten aus alter Jagdliteratur über fragliche Jagdsafaris und umzäunte Wildgehege in Osteuropa bis zum Genfer Jäger, der in Frankreich vier Esel erschossen haben soll – übrigens, wie ich gehört habe, ein Berufsjäger. Sicher ist dieser «Jagdunfall» in jeder Beziehung höchst bedauerlich und absolut zu verurteilen. Ich wünschte mir aber, dass wir in den nächsten Wochen bis zur Abstimmung am 23. September im Kanton Zürich sachlich über die Jagd im Kanton heute und in Zukunft diskutieren. Nur mit Fakten aus dem Kanton Zürich kann der Stimmbürger sich eine Meinung bilden zur Zürcher Volksinitiative «Wildhüter statt Jäger». Der Zürcher Jäger hat bis zum Fähigkeitsausweis zur Ausübung der Jagd eine zwei Jahre dauernde intensive und nicht einfache Ausbildung zu absolvieren und muss sich mittels praktischen Übungen in vielen Stunden mit der Waffe bewähren. Jedes

Jahr wird die Jagdfähigkeit wieder geprüft. Der ausgebildete Jäger betrachtet mit seinen Mitpächtern die Wildtiere in seinem Revier. Er lernt sie kennen und unterscheiden während vieler Stunden frühmorgens und abends über längere Zeit. Der Jäger spricht vom «Anblick», die er hat. Aufgrund dieser Beobachtung entscheidet er, welches Wild er erlegen will; immer nach den Vorgaben der kantonalen Jagdverwaltung und dem ihm erteilten Kontingent. Dies ist wiederum ein Prozess, der von vielen Bedingungen abhängig ist. Erst nach seriöser Abklärung unter anderem auch des «Kugelfanges», der Sicherheit des Schusses, welche auf alle Fälle gewährt werden muss, kommt es zum Abschuss. Das kann durchaus erst nach zahlreichen Ansitzen erfolgen. Bleiben wir bei den Fakten im Kanton Zürich und reden wir über die Jagd hier, jetzt und in Zukunft. Meine Grossmutter, «Jägerfanny» genannt, jagte in Affoltern am Albis. Ich habe die Jagdtradition der Familie übernommen. Ich fühle mich als Heger im Revier Affoltern und Hausen und mit der Tradition verbunden. Gerne erläutere ich die Jagd bei uns mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Ronald Weisbrod, Ebertswil


forum

Ist dies Fairness? Man kann über die Revierjagd im Kanton Zürich geteilter Meinung sein, dafür oder dagegen. Ist es jedoch fair, wenn Gegner dieser Jagd auf «Privatgrund» mutwillig ständig Pro-Plakate entfernen oder beschädigen? Dies ist nun bei mir innerhalb von wenigen Tagen bereits zum zweiten Mal in der Nacht passiert. So wie jedermann in der Schweiz eine Initiative starten kann, ist es mein bzw. unser demokratisches Recht, dass man eben gegen diese ist. Offensichtlich ertragen es die militanten Tierschützer nicht, wenn man für etwas einsteht, von dem man überzeugt ist, dass es so richtig ist. Ich bin die Tochter eines ehemals sehr engagierten Jägers und Revierobmanns. Ich habe seit Kindheit aus

nächster Nähe erlebt und erfahren, dass die Jagd wie sie unter anderem in unserem Kanton seit Jahrzehnten organisiert und ausgeübt wird, absolut korrekt und auch notwendig ist. Auch ich bin für den Tierschutz, aber nicht so wie es die Initiative fordert. Wie geht das wohl weiter, wenn schon jetzt vor der Abstimmung am 23. September Hochsitze und Plakate an verschiedenen Orten im Kanton der Jäger mutwillig zerstört werden? Muss ich Angst haben, dass meine Privatliegenschaft beschädigt wird, wenn ich weiter Abstimmungsplakate aufhänge, die gegen die Initiative ein Nein fordern? Diese Entwicklung macht mir echt Angst. Hanni Stutz, Stallikon

Dank nicht nur an die Feuerwehr Blitzeinschlag in Mettmenstetten, «Anzeiger» vom 10. August. Es ist fast wie ein Wunder: am frühen Mittwochmorgen rast ein Blitz über unsere Lärche in den (Holz)-Dachstock, der sofort zu brennen beginnt. Zufällig steht ein Gemeindeangestellter und früherer Feuerwehrkommandant direkt vor dem Haus und alarmiert die Feuerwehr profimässig. Wenige Minuten später ist das Mettmenstetter Löschfahrzeug da – und jetzt läuft alles wie von unsichtbaren Fäden gesteuert ruhig und hochprofessionell: die Feuerwehr Stützpunkt Affoltern trifft ein, Sanität, Polizei, Brandermittlung, im Vordergrund immer

die Sicherheit der Bewohner – im Moment auch drei kleine Kinder. Wäre die Feuerwehr nur wenige Minuten später eingetroffen, wären wir nicht so glimpflich davongekommen. Nach knapp drei Stunden ist der ganze Spuk vorbei und einzig die Fassade des Dachstocks ist ausgebrannt. Sogar das Elektrisch funktioniert schon wieder. Unser Dank gilt allen Beteiligten, auch für ihre Freundlichkeit und Fürsorge, die man, wenn man barfuss und im Pyjama bangend vor dem eigenen Haus steht, so sehr brauchen kann!

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Vordenker und Propagandisten Den Rückblick auf die 1.-August-Reden im Säuliamt fasst der «Anzeiger» in einem Leitmotiv zusammen: «Sorge tragen zu dem, was wir haben». Der Satz stammt vom ernsthaften Regierungsrat Stocker, und er soll hier in Affoltern auch sehr vom Stolz gesprochen haben. Doch: Worauf eigentlich sollen wir stolz sein? Dass wir in der Schweiz geboren sind, es besser haben als andere? Dieses Privileg geniessen wir, doch stolz sein dürften wir nur, wenn wir damit etwas Gutes bewirken würden. Überhaupt scheint mir dieses «Haben» in der aktuellen Selbstvergewisserung als Schweizer viel zu zentral. Zu einer Zeit, wo man drauf und dran ist, selbst auf Menschenrecht und Völkerrecht zu pfeifen – gerade das, worauf sich einst der gute Ruf der Schweiz als Vermittlerin und Hort des internationalen Rechts, gründet. Es gab gewiss zahlreiche gute Anlässe im Amt, da hätte es mir wohl gefallen, auch ein SVP-Redner darf seine Meinungen äussern. Dass aber Bonstetten einen eingeladen hat, der unser Land im Ausland schon schwer geschädigt hat, der Steve Bannon und Alexander Gauland feiert, Orban, Putin, Trump verehrt und dagegen den EU-Präsidenten als Säufer bezeichnet, scheint mir aber der absolute

Tiefpunkt. Auch wenn seine Rede, wie es scheint, unterhaltsam war. Es ist nicht nur die Arroganz und der Hohn gegenüber Andersdenkenden, sondern seine Bereitschaft, jede Moral, jeden Anstand zu opfern für Publizität, politischen Erfolg. Seine Vorliebe für Rechtsextreme, die er als normal bezeichnet. Der Austritt der Schweiz aus allen internationalen Vereinbarungen und Verpflichtungen ist ein giftiger Gedanke von SVP-Demagogen, die meinen, niemand könnte ihnen dann mehr dreinreden. Mit allen Medien im Blocherbesitz und Köppelredaktoren würden wir nicht einmal mehr merken, was im Ausland vorgeht. Viel gefährlicher als gewöhnliche SVP-Parteigänger, welche nicht genau über diese Idee nachgedacht haben, sind die Vordenker und Propagandisten, und zu denen gehört Köppel. Vielleicht ist es für ihn nur ein Gag, wie es für den Rohstoffhändler Nigel Farage der Brexit war. Wir sollen aber noch viel weiter gehen: Austritt aus der Weltgemeinschaft, der UNO und aus dem Völkerrecht. Unendlicher Schaden für unser Land wäre das Resultat. So frage ich: Warum in aller Welt lädt Bonstetten einen ein, dem das Ansehen und Wohlergehen der Schweiz derart egal ist? Pia Holenstein, Affoltern

Der graue Streifen am Himmel Von meinem Balkon in der Senevita Pflegestation sehe ich frei und ungetrübt gegen den Lindenberg, ein heller freundlicher Hügelstreifen, der sich aus dem Reusstal erhebt. Wenn man gegen Osten schaut, kommen dann die stotzigen Berge wie der Pilatus. Doch bleibe ich beim ruhigen Bild vom 2. August mit lichtem blauem Himmel um halb acht Uhr morgens. Wie immer ist das Blau durchkreuzt von den Kondensstreifen all der Frühflugzeuge in alle Himmelsrichtungen. Was mich aber belustigt und ein wenig irritiert, ist ein graues ganz schma-

les Wolkenband von West nach Ost, das irgendwie nicht ganz in dieses helle Bild passt, und zum Studieren Anlass gibt: Was kommt noch auf uns zu? Doch konnten sich pessimistische Gedanken und Gefühle wie Wolken auflösen: nach dem Morgenessen war der Himmel nur noch von weissen Streifen verzeichnet und Grau war nicht mehr in. Botschaft für Grauseher: Schau nicht nur auf das Dunkle, schau vor allem das Helle an. David Künzler, Affoltern am Albis

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Gewerbe/Dienstleistungen

«Lebenshaus»

Sommernachtstraum

Sommerserie: Martin Platter taucht ein in die Lebens- und Glaubensgemeinschaft Güetli. > Seite 11

Das Theater des Kantons Zürich gastiert auf dem Bauernhof Stöckweid bei Knonau. > Seite 14

Dienstag, 14. August 2018

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Seifenkisten Über 100 kleine und grössere Rennfahrer messen sich am GP in Rossau. > Seite 15

32 000 Franken für den Neuer Charme in edler alter Eishockey-Nachwuchs Gaststube

4. Raphael Diaz Golf Trophy Am 8. August fand im Golfpark Holzhäusern in Zug die vierte Raphael Diaz Golf Trophy statt. Über 100 Gäste nahmen teil und trugen zum Rekordergebnis von 32 000 gesammelten Franken bei. Mit viel guter Stimmung starteten die Teilnehmer in 4er-Flights in die 18Loch-Anlage. Nach einer Golfrunde wartete auf der Terrasse des GolfclubRestaurants Albero ein Apéro auf die einkehrenden Golfer. Unter den Gästen waren auch Teamkollegen von Raphael Diaz. Lino Martschini, Reto Suri, der neue EVZHeadcoach Dan Tanges, ehemalige Spieler wie Gaetan Voisard oder Lars Weibel sowie der Nationalmannschaftstrainer Patrick Fischer waren mit dabei. Und auch den Silberpokal der WM bekamen die Teilnehmenden zu sehen. Neben kulinarischen Höhepunkten wie einem Deluxe Barbecue war der Abend gespickt mit sportlichen Highlights. Es gab persönliche Einblicke von Raphael Diaz in die vergangene Saison beim EVZ, in den Spengler-Cup, die Olympiade und na-

türlich in die Weltmeisterschaft. Wie jedes Jahr wurden auch diesmal unverkäufliche Artikel zugunsten des Hockeynachwuchses versteigert. Nico Hischier (Number 1 Draft NHL) stellte ein signiertes NJ-Devils-Dress zur Verfügung, Raphael Diaz sein CaptainDress des Spengler Cups sowie einen EVZ Spielbesuch mit Blick hinter die Kulissen. Kurzerhand und spontan offerierte Patrick Fischer noch sein gespieltes Golfset, welches das EVZ-Spielbesuch-Package abrundete. Gesamthaft konnten 32 000 Franken gesammelt werden. Dieses Geld wird direkt in den Nachwuchs investiert. So wird Raphael Diaz bereits am 11. August die Raphael Diaz Hockey Trophy in Zug austragen, wofür mehr als 70 Kinder angemeldet sind und kostenlos teilnehmen dürfen. Reto Suri und Lino Martschini werden ihn «on ice» unterstützen. Ein zweiter Betrag wird via Stiftung Enfi an Familien weitergegeben, welche sich den Hockeysport nur schwer leisten können. «Das ist mir ein persönliches Anliegen, da ich selbst aus einfachen Verhältnissen stamme», so Raphael Diaz. (pd.)

1000 Franken FondsGuthaben gewonnen

Nationaler Raiffeisen GV-Wettbewerb An der Generalversammlung hatten Raiffeisen-Mitglieder die Chance, 1000 Franken für einen nachhaltigen Fonds zu gewinnen. Das Los hat nun entschieden, wer die elf glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner sind. Die Generalversammlung bietet den Mitgliedern die Möglichkeit, die Zukunft ihrer Bank mitzubestimmen. Zudem ist sie auch ein gesellschaftliches Erlebnis und bietet diverse Chancen: Zum Beispiel können sie an Wettbewerben teilnehmen und dabei attraktive Preise gewinnen, so wie es an der vergangenen GV der Raiffeisenbank Merenschwand-Obfelden vom 16. März geschehen ist.

Schweizweit wurden im Anschluss zur Versammlung unter den über 400 000 Teilnehmenden die elf Gewinnerinnen und Gewinner ausgelost. Darunter war auch Christian Klausner aus Merenschwand. Willy Räber (Leiter Kundenberatung) und Katja Mock (Marketingverantwortliche) durften ihm 1000 Franken Guthaben für einen nachhaltigen Raiffeisen Fonds überreichen. Die nächste Generalversammlung der Raiffeisenbank MerenschwandObfelden findet am 24. Mai 2019 auf dem Areal des Regionalturnfestes in Obfelden statt. Die Raiffeisenbank freut sich, ihre knapp 4000 Mitglieder an diesem Anlass zu begrüssen und lädt die Bevölkerung ein, Mitglied bei der regional engagierten Raiffeisenbank zu werden. (pd.)

Der glückliche Gewinner Christian Klausner (Mitte), flankiert von Willy Räber und Katja Mock. (Bild zvg.)

Das Restaurant Funk hat nach sanfter Renovierung neu eröffnet

Bereit für gediegene Gastlichkeit: Caterina Gaudiano freut sich auf ihre Gäste. (Bild Martin Mullis)

Das Restaurant Funk in Ottenbach schaut auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Nach einer sanften, aber äusserst gelungenen Renovierung zeigt sich die Gaststube als nobler Ort für ausgezeichnete Speisen. In der legendären und bei Ottenbacher Insidern geschichtsträchtigen Gaststube des Restaurants Funk hat sich dank einer sanften Renovierung einiges verändert. Der kleine vordere Teil mit dem Stammtisch wurde zwar

unverändert belassen, die eigentliche Gaststube zeigt sich neu jedoch als nobler und überaus geschmackvoll eingerichteter Essensbereich. Die Menükarte präsentiert eine gute Mischung aus gutbürgerlicher Schweizer Küche und raffinierten italienischen Spezialitäten. Auch auf der Getränkekarte sind einige gute Tropfen aus der Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich und Übersee zu vernünftigen Preisen zu finden. Klar, dass die Geschäftsführerin Caterina Gaudiano mit ihrem freundlichen Charme und italienischen Tempera-

ment viel zur guten Atmosphäre und Wohlfühl-Stimmung beiträgt. Der Name des Restaurants Funk wurde ebenfalls ein wenig verändert. Neu nennt sich die Dorfwirtschaft «Catia’s Restaurant Funk», unterstützt wird sie von Koch Antonio und ihrem Sohn Nicolas. Catia’s Restaurant Funk wird offiziell am Samstag, 1. September, mit einem kleinen Fest und geladenen Gästen eröffnet. Während der ersten zwei Wochen im September offeriert die Wirtin allen Gästen einen Apéro zu den Mahlzeiten. (mm)

Altersgerecht in die digitale Welt

Schulstart: Wichtige Tipps zur Mediennutzung von Kindern Mit dem Schulstart beginnt für viele Kinder und ihre Familien eine aufregende Zeit – mit einem neuen sozialen Gefüge, verstärktem Austausch mit Gleichaltrigen und neuen Interessen. Dabei spielen auch digitale Medien eine grosse Rolle. Schulanfänger sammeln zunehmend Erfahrungen mit Computern – idealerweise von den Eltern begleitet. «Fürs Chatten ist es zur Einschulung noch zu früh», sagt Mediencoach Iren Schulz, «zumal Lesen und Schreiben eine Grundvoraussetzung sind.» Und auch dann eignen sich vorerst moderierte Angebote z.B. auf Kinderseiten – oder die Eltern sind dabei. Drei Tipps fürs Surfen: 1. Dabei sein: Den Kindern erklären, wie das Internet funktioniert. Eine gute Grundlage dafür schafft www.internet-abc.de. 2. Zeit begrenzen: Bildschirme faszinieren Kinder – eine halbe Stunde ist für Kinder, die gerade eingeschult wurden, aber genug. 3. Absichern: Eltern richten ihren Kindern am besten einen Kinderzugang ein und legen gute Kinderseiten als Lesezeichen fest. Gleichzeitig ist Aufklärung zu allen Netzthemen, die die Sicherheit betreffen – von

Datenschutz bis zu Kostenfallen – notwendig.

Smartphone: Sicherstellen, dass das Kind bereit ist Mit der Einschulung wächst das Interesse daran, eigene Geräte zu benutzen – spätestens, wenn andere Klassenkameraden bereits mit Smartphones ausgestattet sind. Allerdings sind die meisten Kinder in dem Alter noch nicht in der Lage, Gefahren und Risiken der Smartphone-Nutzung zu überblicken. «Wollen Eltern ein Smartphone anschaffen, sind zwei Fragen wichtig: Können sich die Kinder bereits sicher im Internet bewegen? Und können sie ein klassisches Mobiltelefon vernünftig bedienen? Erst dann ist eine Anschaffung zu erwägen», so Schulz. Das sei meist erst deutlich nach der Einschulung der Fall. Gleichzeitig wollen viele Eltern die Möglichkeit haben, ihre Kinder zu erreichen, «das geht aber auch mit klassischen Handys ohne Internetfunktion.» Einige übergeben einfach ihre alten Smartphones an die Kinder, sobald ein neues angeschafft wird. «Dann ist es unerlässlich, die Sicherheitseinstellungen genau zu checken und sicherzugehen, dass die Kinder

nur nutzen können, was sie auch nutzen dürfen.» Mit dem Smartphone – egal ob mit dem der Eltern oder dem eigenen – wächst der Wunsch nach Spielen. Altersgerechte Spiele gibt es für Tablets, Computer und Konsolen. Die Kennzeichen USK 0 und USK 6 sind gute Orientierungen, aber keine pädagogischen Empfehlungen. Es gilt, das Kind beim Spielen zu begleiten und und zu beobachten. Wirkt es zu aufgedreht, sollte man das Spiel an geeigneter Stelle abbrechen. Die Anmeldung zu Online-Spielen ist Elternsache.

Lernsoftware vorher ausgiebig prüfen Werden Bildungsinhalte spielerisch vermittelt, haben Kinder mehr Freude beim Lernen – entsprechend gross ist der Markt für Lernsoftware für Computer, Tablets und Smartphones. «Allerdings sind nicht alle Angebote wirklich kinderfreundlich, manche beinhalten Werbung mit In-App-Käufen, andere unpassende transportieren Inhalte oder Verknüpfungen ins Internet zu nicht kindgerechten Seiten», erklärt Schulz. Deshalb sei es besonders wichtig, dass Eltern sich intensiv vorab informieren, ob die App altersgerecht und sicher ist. (pd.)


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Serie

Dienstag, 14. August 2018

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Gelebte Nächstenliebe in Rossau Sommerserie «Eintauchen» (9): Martin Platter besucht die Lebens- und Glaubensgemeinschaft Güetli Eintauchen in eine Gemeinschaft, die nach christlich-abendländischem Glauben zusammenlebt und diesen auch praktiziert. Ebenso wie die Nächstenliebe, die jedem gilt und Menschen in schwierigen Lebenssituationen unbürokratische, niederschwellige Unterstützung bietet. ................................................... von martin platter Vor ein paar Wochen hat das Rossauer Güetli sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Gegründet wurde die Gemeinschaft in einer Zeit, in der sich die Gesellschaft aufmachte, um sich zu liberalisieren. Fünf junge Leute, alle unter 30, entschieden sich mit dem Einzug auf den Rossauer Gutshof bewusst für einen gemeinschaftlichen Lebensentwurf. Inspiriert von der Geschichte des jungen Lehrers Albert Gossweiler, der dank seinem Glauben an Gott und Bibelstudium aus tiefster Depression herausgefunden hatte. Dies machte Gossweiler auch seinen Mitmenschen zugänglich. Nebenberuflich beriet er Ratsuchende, baute Gebets- und Bibelkreise nach dem Vorbild landeskirchlicher Gemeinschaften auf, gründete 1961 den Verein Schweizerische Glaubensmission und ein erstes Begegnungszentrum auf dem Hasliberg. Das damalige Jugendzentrum Güetli wurde 1968 das zweite. Doch was ist das Güetli? Ist der Begriff «Institution» zutreffend? Die Antwort von Güetli-Leiter Emanuel Lippuner, dessen Vater 1968 einer der fünf Mitbegründer und erster Leiter in Rossau war: «Wir versuchen den institutionellen Charakter so gering wie möglich zu halten. «Institution» klingt unpersönlich, kalt und unnahbar. Also genau so, wie wir eben nicht sein wollen. Wir nennen uns ‹Lebenshaus›.»

Zwischenmenschlich barrierefrei Das Eintauchen in dieses Lebenshaus geschieht zwischenmenschlich barrierefrei. Niemand wollte mich im Güetli je bekehren. Ich mag die freundlichen Menschen, die friedliche Atmosphäre und die offene Gesprächskultur. Über Weltliches, aber auch über Religion und Glaube, die in unserer Gesellschaft auf dem Rückzug sind – und dabei viele Menschen rat- und vielleicht auch haltlos zurücklassen. Das Gros in unserer Gesellschaft lebt nach der Prämisse des Kapitalismus: Alles muss sich rechnen, alles muss sich lohnen,

Das Lebenshaus Güetli mit seinen freundlichen Bewohnern aus allen Alters- und vielseitigen Interessengruppen. (Bilder Martin Platter) Gewinnoptimierung und Eigennutz als höchste Ziele. Über die Auswüchse lesen wir tagtäglich in den Medien. Das Güetli kann sich den marktwirtschaftlichen Mechanismen zwar nicht völlig entziehen. Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet Selbstbestimmung. Lippuner sagt dazu aber: «Es ist wichtig, dass wir unsere Lebenshaltungskosten selber erwirtschaften und zur Natur Sorge tragen. Es geht dabei aber nicht primär darum, Arbeitsprozesse um jeden Preis zu rationalisieren und den Gewinn zu maximieren. Wir leben und wirken nach sozialdiakonischem Prinzip. Bei uns steht der Mensch im Kontext mit dem Wort Gottes im Mittelpunkt. Wir sind wie eine Seilschaft in den Bergen. Je besser die Seilschaft funktioniert, desto grös-

Cornelia und Emanuel Lippuner haben sich im Güetli kennengelernt und sind das Leiterpaar des Lebenshauses.

seren Herausforderungen kann sie sich stellen.» Das Güetli trage auch Leute, die weniger wirtschafts- und gemeinschaftskompatibel sind. Menschen, die bewusst im Güetli leben, um nicht zu vereinsamen oder den Tritt im Leben wieder finden wollen. «Gemeinschaft kann auch Stress bedeuten. Man muss einander aushalten», schlägt Lippuner den Bogen zum starken Kollektiv.

Paulus: «Wer nicht arbeitet, soll auch nichts essen» «Wir orientieren uns am Apostel Paulus, der als Zeltmacher gearbeitet hat. Er sagte einst: Wer nicht arbeitet, soll auch nichts essen.» Klingt radikal. Und weiter? «Wir machen keine Spendenaufrufe für unsere guten Zwecke. Wir machen auch keine Schulden, beispielsweise zum Bauen.» Das sei eines der Grundprinzipien, so Lippuner. Damit das Güetli selbstbestimmt existieren kann, wurden verschiedene Erwerbszweige eingerichtet: Holz- und Waldwirtschaft, eine Gärtnerei mit Zierpflanzen, Gemüse- und Obstproduktion, Ackerbau, Nutztierhaltung, die Verarbeitung der Erzeugnisse zu Lebensmitteln und deren Verkauf auf dem Markt und im hauseigenen Hofladen in Rossau. Dazu das Gästehaus, das aber nicht als Erwerbszweig gilt, sondern als Dienstleistung. «Wir sind wie eine Grossfamilie. Prinzipiell kann jeder für eine gewisse Zeit zu uns kommen, der bereit ist, sich in unsere Gemeinschaft einzufügen», sagt Emanuel. Der Tagesablauf beginnt für die meisten um 7 Uhr mit dem Morgenessen und einem kurzen Wort aus der Bibel. Dann gehts an die Arbeit, die von einer 10-Uhr-Pause unterbrochen ist. Um 12.15 Uhr gibts Mittagessen. Die Mittagszeit dauert je nach Arbeitsbereich meist bis 13 oder 14 Uhr, Zvieripause, um 18 Uhr gibts Znacht. Abends werden individuelle Interessen

und Pflichten wahrgenommen: Feuerwehr, Telefonseelsorge, Hausandacht, Spielgruppen usw. Die Mitglieder arbeiten gemäss ihren Ausbildungen, Begabungen oder Vorlieben für einen geringen Bedarfslohn. Das Güetli übernimmt alle Versicherungs- und Sozialleistungen sowie Kost und Logis.

Ohne staatliche Unterstützung «Das Selbstwertgefühl zu stärken durch wertgeschätzte Arbeit ist uns ein zentrales Anliegen», erläutert Emanuel. «Durch einfache, naturnahe Beschäftigungen können wir viele Leute abholen, die Schwierigkeiten haben: Jugendliche in der Lehrvorbereitung, Jobtraining für jene, die sich in der regulären Arbeitswelt nicht (mehr) zurechtfinden, bei psychischen Problemen wie Burnouts. Unsere Dankbarkeit für die geleistete Arbeit ist die Wertschätzung gegenüber dem Menschen.» Leute, die ein Problem haben, würden weder stigmatisiert noch schubladisiert. «Bei uns sind alle Praktikanten. Wir erwarten ein hohes Mass an Selbstverantwortung, sonst passt unser weitgesteckter Rahmen nicht.» Man verzichte auf eine straffe Führung bei der Begleitung der Praktikanten, ebenso wie auf psychologisches oder psychiatrisches Fachpersonal. Bei Bedarf würden jedoch Fachstellen beziehungsweise Fachpersonen konsultiert. Das helfe, dass das Lebenshaus ohne staatliche Unterstützung auskomme. «Unsere Motivation ist in erster Linie christliche Nächstenliebe. Wir schenken den Menschen unser Vertrauen, versuchen die Leute bei der Ehre zu packen und bieten dafür relativ grosse Freiheiten und ein normales Leben in der Gemeinschaft», erklärt Lippuner das Betreuungskonzept. Gibt es auch Strafen? «Was immer schiefgeht, wir leben nach dem Gebot der Vergebung. Wir sehen diese Situationen als einen Prüfstein, als eine Bewährungsprobe.» Man könne so

allerdings nicht eine x-beliebige Zahl Menschen in schwierigen Lebenssituationen aufnehmen. Es brauche eine intakte Balance, damit auch die weniger Stabilen von der Gemeinschaft mitgetragen werden können – eben so, wie in der Seilschaft. Längst haben sich ähnliche Zentren nach dem Muster Gossweilers im süddeutschen Raum, in der Slowakei und mit der Mission am Nil auch in Afrika gebildet. Das Güetli zählt mit seinen 35 Mitarbeitern plus Kindern und Jugendlichen zu den grösseren und wird bald noch Zuwachs erhalten. An der Rossauerstrasse entsteht in einer alten Scheune neuer Wohnraum für Menschen, die sich in einer vorübergehenden Notlage befinden. «Eine Art Nachbarschaftshilfe», ergänzt Emanuel. «Wir wollen dass das, was wir leben, weitergetragen wird.»

«Eintauchen» Die Sommerserie hat Tradition beim «Anzeiger» Diesmal steht sie unter dem Motto «Eintauchen». Das Thema lässt vieles offen: Eintauchen kann man in eine fremde Szene, in einen Verein oder eine Religionsgruppe, in eine andere Rolle, Lebenshaltung oder eine neue Aktivität. Sie als Leser dürfen sich überraschen lassen – bis Mitte August in jedem «Anzeiger» aufs Neue. (tst.) Bereits erschienen: Mit Spass zum Wohlbefinden, 17. Juli; Leben hinter Schloss und Riegel, 20. Juli; Auf den Spuren von Quellnymphen, Gletschern und den Uerzliker Böcken, 24. Juli; Sandy von der Zürichstrasse 82, 27. Juli; Eine wohltuende Auszeit, 31. Juli; Jeder kann seine eigene Weltmacht sein, 3. August; Im «Heilbrunnen von Wängibad», 7. August; Rezeptionsjob auf dem Naturisten-Camping, 10. August.


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Vor dem Umzug ❏ Mobiliar auseinanderbauen und für den Transport vorbereiten ❏ Schrauben und Tablarhalter in kleine Säcke verpacken ❏ Kartons und Behälter beschriften und nicht überladen ❏ Kleider in spezielle Kleiderboxen hängen ❏ Sperrgut-Entsorgung und Brockenhaus organisieren ❏ Umzugsfahrzeug und Geräte wie Teppichreiniger reservieren ❏ Am alten und neuen Ort bei Verwaltung/ Hauswart eine freie Zufahrt reservieren ❏ Termine der Wohnungsübernahme/übergabe mit den Vermietern vereinbaren ❏ Schlüssel des alten Mietobjektes nachzählen und eventuell Kopien anfertigen ❏ Alle notwendigen und vertraglich festgehaltenen Reparaturen durchführen ❏ Handwerker, Umzugsfirma und Reinigungsinstitut koordinieren ❏ Pflanzen für den Umzug verpacken

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Veranstaltungen

Einfach göttlich – Üetliberg

Gottesdienst auf dem Uto Kulm Am Sonntag, 19. August, lädt die Kirchgemeinde StallikonWettswil herzlich zum gemeinsamen Feiern auf den Üetliberg ein. Der beliebte Gottesdienst zum Ferienende findet auf der Terrasse des Restaurants Uto Kulm statt – mit einer wunderbaren Sicht auf die Alpen und den Zürichsee. Der familienfreundliche und kurzweilige Gottesdienst mit Pfarrer Otto Kuttler beginnt um 10.15 Uhr. Es wird auch eine Taufe stattfinden. Speziell eingeladen sind wiederum Kinder, die im neuen Schuljahr in die erste Klasse oder den ersten Kindergarten kommen. Die Musikgesellschaft Stallikon wird den Gottesdienst musikalisch begleiten und ab 11 Uhr ein kleines Konzert auf der Terrasse geben. Alle

Besucherinnen und Besucher sind im Anschluss auch herzlich zum Apéro eingeladen. Wer mit der Bahn anreist, steigt am besten um 9.48 Uhr in Uitikon Waldegg ein. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in der Kirche Stallikon statt, ebenfalls um 10.15 Uhr und ebenfalls mit der Musikgesellschaft. Im Laufe des Samstags wird entschieden, wo der Gottesdienst definitiv stattfindet. Ab zirka 20 Uhr ist der Ort auf www.kirche-stallikon-wettswil.ch publiziert. Auskunft, auch via Anrufbeantworter, von Pfarrer Otto Kuttler, 044 700 01 53. Alle sind zu diesem besonderen Sonntagserlebnis herzlich eingeladen. (pd.)

Dienstag, 14. August 2018

Ein Sommernachtstraum in Knonau Die Kulturkommission Knonau lädt zum Spätsommer-Spektakel

Sonntag, 19. August, 10.15 Uhr, Üetliberg, Restaurant Uto Kulm. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in der Kirche Stallikon statt.

Vorne von links: Helena (Marie Gesien), Demetrius (Julian M. Boine), Lysander (Joachim Aeschlimann) und Hermia (Julka Duda). Im Hintergrund: Musiker Sandro Corbat, und Elf «Puck» (Miriam Wagner). (Bild Toni Suter)

Traumhafter Blick vom Üetliberg auf die Alpen. (Bild zvg.)

Am 1. September gastiert das Theater des Kantons Zürich auf dem Bauernhof Stöckweid in Vorderuttenberg bei Knonau. Zur Aufführung kommt die Komödie «Ein Sommernachtstraum» von William Shakespeare. Gespielt wird in der grossen Scheune auf einer eigens aufgestellten Bühne.

Festlicher Auftakt zum Schulanfang

Eine erzwungene Hochzeit, eine unter Androhung des Todes verweigerte

Am Sonntag, 19. August, findet in und um das reformierte Chilehus Affoltern ein Fest zum Schulbeginn mit Gottesdienst, Picknick und Spiel statt. Als Höhepunkt sorgt das Clownduo «Petra und Dario» für Lacher.

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Nach der heissen Sommerferienzeit findet es am Sonntag, 19. August, wieder statt: Das «Fest zum Schulbeginn» mit Familien-Gottesdienst, Picknick und Spielen rund ums reformierte «Chilehuus» in Affoltern. Als besondere Gäste wird das Clownduo «Petra und Dario» mit seinen Improvisationskünsten das Programm für Jung und Alt bereichern. Der letzte Tag vor dem Schul- oder Lehrbeginn rückt näher und somit auch der erste Tag im Kindergarten, in der Primarschule, in der Oberstufe oder in der Lehre. Dieser Starttag ist

für viele Kinder, Jugendliche wie auch Eltern ein Neuanfang, verbunden mit Vorfreude oder Spannung und Unsicherheit. (pd.) Fest zum Schulbeginn, 19. August, 10 bis 14.30 Uhr, in und ums reformierte Chilehuus Affoltern, weitere Infos auf www.refkircheaffoltern.ch.

Heirat und eine chaotische Liebesbeziehung im dunklen Forst, wo ein Waldgeist sein Unwesen treibt. All das bringt das Theater des Kantons Zürich buchstäblich unter ein Dach – nämlich in der geräumigen Remise der Stöckweid bei Knonau. Wer weiss, ob vielleicht noch sich herunterlassende Spinnen oder umherschwirrende Fledermäuse im geheimnisvollen Gebälk zur einmaligen Stimmung beitragen werden? Beinahe im Freien, und doch vor Wind und Wetter

geschützt, erwartet die Zuschauer ein besonderes Theatererlebnis. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr. Zur Einstimmung gibt es ab 18 Uhr Köstlichkeiten vom Grill und verschiedene Getränke. Von 18.30 bis 19.30 Uhr sorgt der Musikverein Mettmenstetten für die passende Apéromusik. (pd.) Samstag, 1. September, ab 18 Uhr, Bauernhof Stöckweid bei Knonau. Tickets für 20 (Rentner, Studenten und Schüler 15) Franken: Gemeindeverwaltung Knonau (Tel. 044 768 50 50) oder an der Abendkasse.

Damit Zürich in Form bleibt: der ZKB ZüriLaufCup 2018.

Das Clownduo «Petra und Dario» wird für gute Stimmung sorgen. (Bild zvg.)

Schwungvoll dem Herbst entgegen Seit Mai 2011 wird in Obfelden begeistert getanzt. Bald beginnen die neuen Everdance-Kurse des Herbsthalbjahres. Es hat noch freie Plätze – und auch Schnuppergäste sind herzlich willkommen.

die Freude am Tanzen, nicht die Perfektion. Lust mitzumachen? Schnuppern ist jederzeit möglich. (pd.)

Mehr als 100 Choreografien hat sich Helen Spörri zu bekannten Musikstücken mit verschiedenen Standardund Latin-Schritten ausgedacht. Das Rezept: Man nehme einen rhythmischen Song, die Schritte des Paartanzes und mixe alles so, dass man auch ohne Partner lustvoll tanzen kann. Zum Refrain ein wiederkehrendes Tanzmuster, zu den Strophen dürfen es dann andere Schrittfolgen sein. Beim Everdance wird die Koordination von Beinen und Händen gefördert und das Gleichgewicht und die Merkfähigkeit verbessert. Vielleicht werden Erinnerungen geweckt und – wohl als Wichtigstes – ein wunderbar leichtes Lebensgefühl (wieder)entdeckt. Im Vordergrund steht immer

arbeit mit Pro Senectute Obfelden.

Informationen bei Helen Spörri Tel. 044 761 89 80 oder unter www.everdance-obfelden.ch. Kurs-Tage und -Zeiten: Dienstag, 16 / 17 / 18 Uhr, Donnerstag, 16.30 Uhr im Singsaal des Schulhauses Chilefeld in Obfelden. Everdance ist ein Angebot in Zusammen-

Türlerseelauf, 25. August 2018 Dietiker Neujahrslauf, Dietikon Laufsporttag Winterthur, Winterthur Männedörfler Waldlauf, Männedorf GP der Stadt Dübendorf, Dübendorf Zürich Marathon (Cityrun), Zürich Flughafenlauf, Kloten Zumiker Lauf, Zumikon Wylandlauf, Andelfingen Geländelauf am Bachtel, Oberdürnten Türlerseelauf, Affoltern am Albis Rütilauf, Rüti Greifenseelauf, Uster Pfäffikersee-Lauf, Wetzikon

zkbzuerilaufcup.ch

Die Kursleiterin Helen Spörri. (Bild zvg.)

13. Januar 3. März 24. März 7. April 22. April 10. Mai 9. Juni 16. Juni 24. Juni 25. August 8. September 22. September 30. September


Sport

Dienstag, 14. August 2018

WB-Schützenfest auf der Schützenwiese Fussball 1. Liga: FC Winterthur II – FC Wettswil-Bonstetten 1:4 (0:1)

Auf der altehrwürdigen Winterthurer Schützenwiese eröffnet WB (in Weiss) den Torreigen durch Lui Lugo. (Bild Kaspar Köchli)

Nach einem Unentschieden zum Saisonauftakt konnte der FC Wettswil-Bonstetten beim ersten Auswärtsspiel gegen den FC Winterthur II einen verdienten 4:1-Auswärtserfolg feiern. ................................................... von marc enskat Für die Gäste begann das Spiel perfekt. Mit der ersten klaren Torchance gelang die Führung durch Lugo, welcher im Zentrum von Marjanovic perfekt bedient wurde. Die ersten 45 Minuten boten ein gefälliges Fussballspiel, bei welchem beide Mannschaften den Torerfolg zielstrebig suchten. Auch der Nachwuchs des FC Winterthur wusste einige gefällige Angriffe vorzutragen, blieb aber im Abschluss meist harmlos. Es dauerte bis zur 44. Minute, bis WB-Torhüter Baum-

gartner das erste Mal ernsthaft geprüft wurde und den Gästen mit seiner Parade die 1:0-Pausenführung sicherte.

Traumstart nach der Pause Die zweite Halbzeit begann für die Ämtler erneut wunschgemäss: Flanke Dzelili, Kopftor Zoller. Nach einer knappen Stunde konnte der Heimtorwart im Spielaufbau den Ball unbedrängt vor die Füsse von Marjanovic spielen. Dieser spielte mit viel Übersicht den freistehenden Lugo an, welcher mit seinem zweiten Tor an diesem Tag zum 3:0 für die Gäste einschob. Bei diesem Torerfolg konnte man bereits von einer Vorentscheidung sprechen. Den Eulachstädtern gelang in der 71. Minute im Anschluss an einen Standard per Kopf noch der 3:1-Anschlusstreffer. Mehr liessen die Säuliämtler an diesem Tag jedoch nicht zu.

Die 90. Minute sah sich dann Doppeltorschütze Lugo für einmal noch in der Rolle des Vorbereiters, indem er mustergültig den mitgelaufenen Capone bediente, welcher zum 4:1Endresultat abschliessen konnte. Für einmal also ein klares Resultat gegen die Winterthurer Reserven, nachdem man sich oft schwertat gegen die technisch versierten Youngsters. Mit ihrem Auftritt beim ersten Auswärtsspiel hat die Mannschaft des FCWB angedeutet, welches Potenzial in ihr steckt. Der Sieg hätte bei konsequenter Nutzung der Torchancen, welche sich mit zunehmender Spieldauer ergaben, sogar auch noch höher ausfallen können. Matchtelegramm: Stadion Schützenwiese, Winterthur, 105 Zuschauer. FCWB: Baumgartner, Todzi, Studer, Dzelili, Rüegger (81. Mollet), Peter, Schneebeli, Zoller (88. Hager), Miljkovic (60. Massaro), Marjanovic (71. Capone), Lugo.

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Schnell, schneller, am schnellsten

Seifenkistenrennen: 54. Grand Prix Während die jungen Rennfahrer noch die letzten Trainingsläufe auf der Heimstrecke zwischen Hauptikon und Rossau absolvieren, läuft die Organisation für das Traditionsrennen auf Hochtouren. Von der Zeitnahme bis zur Festwirtschaft muss am Wochenende beim 54. Grand Prix alles stimmen. Über 100 kleine und grössere Rennfahrer zwischen 7 und 16 Jahren werden in drei Rennläufen die Zeitschnellsten ermitteln. Da das Rossauer Derby auch als Qualifikationswettkampf für die Schweizer Meisterschaft gilt, sind spannende Rennen programmiert. In den letzten Jahren nahm das Teilnehmerfeld stetig zu. Vor allem freut es Stefan Brun, den Präsidenten des SC Rossau, dass vermehrt einheimische und regionale Fahrer vertreten sind, um das grosse Fahrerfeld kräftig durcheinanderzuwirbeln. Der Sportclub hat sich in den letzten Jahren sehr darum bemüht, mit ausleihbaren Seifenkisten, welche dem strengen Reglement entsprechen, interessierten Kindern oder Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, am Rennen mitzufahren. Viele Firmen und Institutionen unterstützen den Sportclub durch ihre finanzielle Hilfe bei der Anschaffung der Seifenkisten, durch Inserate im Programmheft oder mit Werbung auf den Seifenkisten. Nur so ist es machbar, dass alle Teilnehmenden einen Pokal oder einen Preis mit nach Hause nehmen können. Wer Interesse hat, an einem Training oder auch am Rennen

Zur Vorbereitung werden noch letzte Trainingsläufe absolviert. (Bild zvg.) teilzunehmen, kann sich auf www. gp-rossau.brun-net.ch anmelden. Vorkenntnisse sind keine erforderlich, nur ein wenig Mut und Zuversicht. Zur Einstimmung auf das Rennen vom Sonntag findet am Vortag das Boxenstopp-Fest im Wagenschopf der Familie Hug statt. Ab 19 Uhr ist die Festwirtschaft geöffnet. (pd.) Boxenstopp-Fest am Samstag, 18. August, ab 19 Uhr im Wagenschopf der Familie Hug an der Hauptikoner Strasse in Rossau. Grand Prix am Sonntag, 19. August, ab 9 Uhr (1. Lauf: 10 Uhr; 2. Lauf: 13 Uhr; 3. Lauf: 15 Uhr; Siegerehrung zirka 17.30 Uhr). Die Festwirtschaft ist am Samstag und Sonntag für alle Fahrerinnen und Fahrer sowie für Gäste geöffnet. Das Rennen findet bei jeder Witterung statt. Renn-Anmeldungen und weitere Infos unter www.gp-rossau.brun-net.ch.

Ein Fest für alle Pferdefreunde In den Fussstapfen von Hingis und Federer Pferdesporttage auf der Reitanlage im Vogelsang in Birmensdorf

Sommerkurs in der Tennisschule Säuliamt Der Ferienplausch in der Tennishalle Stockmatt in Affoltern war ein voller Erfolg. Acht Mädchen und Buben lernten spielend, mit dem kleinen runden Ball und dem Schläger umzugehen. In der Stockmatthalle herrschte am letzten Freitagmorgen reger Betrieb. Die acht Mädchen und Knaben im Alter zwischen sieben und zehn Jahren absolvierten die letzte der zwölf Kursstunden. Während einer Woche lernten sie täglich zwei Stunden, mit dem Schläger und dem kleinen Ball umzugehen. Tennistrainer Dor Arnold war sehr zufrieden mit seinen Zöglingen, hatten diese doch zu Beginn des Sommerkurses noch keine grosse Erfahrung mit dem Sport. Trainer Arnold

hält aber explizit fest, dass jedermann das Tennisspiel lernen kann. Um bei den Kindern Freude – oder gar Leidenschaft – am Tennis zu wecken, brauche es vor allem etwas Feingefühl und ein Klima, welches die richtigen Bedingungen dafür schaffe. Für das Tennisspiel benötige man absolut kein Supertalent, wenn auch einige der Schülerinnen und Schüler etwas mehr Hilfestellung benötigten als andere, so der Tennislehrer. Dass die sieben am Freitagmorgen anwesenden Schülerinnen und Schüler so richtig Freude am sommerlichen Tennisplausch-Kurs hatten, bewiesen sie mit ihrer Lebhaftigkeit mit der sie die kleinen Bälle durch die Halle fliegen liessen. Fast nicht zu glauben, dass sämtliche der jungen Kursteilnehmenden vor einer Woche noch absolute Tennisanfänger waren. (mm)

Tennislehrer Dor Arnold (links) und Hilfstrainer Ralph Müller gelang es, bei den Kindern die Freude am Tennis zu wecken. (Bild Martin Mullis)

Vom 17. bis 19. August findet auf der Reitanlage im Vogelsang die Springkonkurrenz des Kavallerievereins Limmattal (KVL) statt. Nebst Prüfungen zwischen 75 bis 120 cm findet am Sonntag auch der OKV Junioren-Cupfinal statt. Werden die führenden Junioren des KV Limmattal einen Heimsieg feiern können?

Das KVL-Organisationskomitee, um die neue OK-Präsidentin Claudia Meier aus Berikon, konnte sich mit dem OKV Junioren-Cupfinal ein Highlight der Saison auf den Platz holen. Der Junioren-Vereinscup Springen wird nach Nationenpreismodus durchgeführt. Jede Vereinsequipe besteht aus vier Junioren, welche sich während der Saison in den Qualifikationsprüfungen für das Finale empfehlen mussten. Dank einem Sieg an der Qualifikationsprüfung in Dielsdorf führen die Junioren des KVL die Rangliste vor dem Final an. Nun gilt es am Sonntag, 19. August, ab 13 Uhr die jungen Equipenreiter aus dem Limmattal tatkräftig zu unterstützen. Daumen drücken für die Brüder Luca und Gian Stapfer aus Dietikon, Nils Füllemann aus Schlieren, Alyssa Straub aus Uitikon Waldegg und ihre tollen Pferde ist angesagt. Die grosse Festwirtschaft ist für eine tolle Fangemeinschaft bestens ausgerüstet und wartet mit feinen Grilladen und Salaten auf zahlreiches Publikum. Um die Mittagszeit, vor der Einlaufprüfung zum grossen Finale, findet im Vogelsang das alljährliche und beliebte Rahmenprogramm statt. Dieses Jahr dürfen sich die Zuschauer

KVL-Junior Luca Stapfer mit dem Pferd Jamiro im OKV Junioren-Cupfinal. (Bild Martina Moser)

auf eine Friesenquadrille und eine Diensthundevorführung freuen. Auch die Tombola mit attraktiven Preisen lädt am Sonntag zu einem Besuch in der Reithalle Birmensdorf ein.

Trockenheit: Durchführung auf dem Sandplatz Die Pferdesporttage Birmensdorf bieten aber auch allen anderen Springreiterinnen und -reitern aus der Region eine Startmöglichkeit an. Ab Freitag, 17. August, 11 Uhr, bis Sonntagabend zeigen Reiterpaare ab der Stufe Brevet/Lizenz 75 cm bis Regionallizenz 120 cm, wie gut sie mit ihren Pferden im Parcours harmonieren. Aufgrund der langen Trockenheit

und der damit verbundenen Wasserknappheit wurde – auch in Absprache mit dem OKV – entschieden, die gesamte Veranstaltung auf dem Sandplatz durchzuführen. Ein speziell eingerichteter grosser Wiesenplatz und die Halle stehen zum Warmreiten der Pferde bereit. Der KVL setzt im Moment alle Hebel in Bewegung, um mit einem neuen Konzept vor Ort die Bedingungen für Reiter, Pferde und Zuschauer besser zu gestalten. Um den gesamten Wiesenplatz zu wässern, wäre der Wasserverbrauch – gerade in der anhaltenden Trockenheit – unverhältnismässig hoch gewesen.(pd.) Weitere Infos und Startlisten auf www.kvlimmattal.ch und www.okv.ch.


Veranstaltungen

Wiedereröffnung Volg Ottenbach Freitag, 17. und Samstag, 18. August 2018

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Sommernachts-Fest im Festzelt mit dem bekannten

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Fr 9-20 Uhr, Sa 9-17 Uhr, So 10-17 Uhr, Mo 9-1830Uhr

Samstag, 25. August 2018, ab 13.00 Uhr bis 2.00 Uhr Sonntag, 26. August 2018, ab 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Dorfchilbi Bonstetten

RAMPE OPENAIR

Wir laden Sie ganz herzlich ein, mit Ihren Freunden, Bekannten und Verwandten die diesjährige Bonstetter Dorfchilbi auf dem Dorfplatz zu besuchen. Unsere Vereine und Organisationen bieten ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie.

Hausen am Albis Weisbrod-Areal

Harasse stapeln, Auto-Scooter, Karussell, Chilbi-Kegeln, Büchsenwerfen, Schiessbuden, Luftgewehrschiessen, Marktstände, Mohrenkopf-Schleuder, Kinder-Eisenbahn, zahlreiche Beizli

24. & 25. August

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Fr: ab 18.00 – 03.00 Uhr Sa: ab 15.00 – 03.00 Uhr

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Chilbi-Kafi des Turn- & Sportvereins am Samstagnachmittag mit Lotto sowie Kaffee, Kuchen- und Tortenbuffet der Landfrauen am Sonntag im Rigelhüsli.

Gottesdienst der Ref. Kirche Sonntag, 10.00 Uhr im Zelt vor dem Gemeindehaus mit dem Musikverein Bonstetten. Viel Vergnügen wünscht Ihnen der Gemeinderat Bonstetten

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Schulen und Kurse English course in Affoltern am Albis

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