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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 63 I 169. Jahrgang I Dienstag, 11. August 2015

Gratis und vielfältig

«Spass im Nass»

Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen – Interview mit Margrit Aeschlimann. > Seite 3

Die Sommerferien-Schwimmkurse in der Badi Obfelden sind äusserst beliebt. > Seite 5

Arbeitslosigkeit im Säuliamt jetzt wieder rückläufig Im Bezirk Affoltern ist die Arbeitslosenquote innert Monatsfrist von 2,6 auf 2,5 Prozent gesunken. Auf kantonaler Ebene verharrt sie bei 3,4 Prozent. «Kaum Bewegung auf dem Zürcher Arbeitsmarkt», meldet das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) in seinem monatlichen Bulletin. Im Baugewerbe sei die Arbeitslosigkeit saisonbedingt weiter rückläufig, bei den jungen Erwachsenen entsprechend dem Ausbildungszyklus erwartungsgemäss angestiegen. Insgesamt zeige sich im Juli relativ wenig Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Wie bereits im Juni sei der Monat Juli geprägt gewesen von den Entwicklungen der saisonabhängigen Wirtschaftszweige (Bau) und dem Ausbildungszyklus, hält das AWA fest. Stabil ist die Lage auch im Bezirk Affoltern, wo Ende Juli 706 Personen als arbeitslos gemeldet waren (Vorjahr: 747). Aktuell beträgt die regionale Quote 2,5 Prozent. Tiefer ist die Arbeitslosigkeit «traditionell» im Bezirk Andelfingen mit 1,7 Prozent. Weniger Arbeitslose als im Säuliamt gibt es auch im Bezirk Meilen (2,4 Prozent). Spitzenreiter ist nach wie vor der Bezirk Dietikon, wo die Arbeitslosenquote 4,9 Prozent beträgt. (-ter.)

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Tellspiele Zum nationalen Gedenkjahr 2015 ein Beitrag von OpernHausen – Aufführungen ab 28. 8. 15. > Seite 5

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15er-Jubiläen Serie (5): Zürich baut die Herrschaft zwischen Reuss und Albis aus. > Seite 6

Energiewende im Säuliamt Seit 2012 hat sich die Anzahl der Solaranlagen auf 313 verdoppelt Was die Anzahl betrifft, ist der Bezirkshauptort mit 43 Fotovoltaikanlagen Spitzenreiter, leistungsmässig schwimmt Knonau mit einer Jahresproduktion (2014) von 1271 Megawattstunden obenauf.

«Geheimrezept» «Chriesi-Muffins» nach Rezept von Ursula Junker aus Mettmenstetten verkaufen sich gut. > Seite 7

In Führung bei den Amateuren Nach seinen Erfolgen auf dem Lausitzring führt Stalliker Remo Lips im Adac GT Masters die Rangliste der GentlemenWertung an. Es wäre sogar noch mehr dringelegen für das Team RWT Racing mit Remo Lips und Sven Barth: Im ersten Lauf bereitete zunächst der Motor Probleme, später verhakte sich beim Boxenstopp ein Gurt. Trotzdem konnte Lips die Führung in der Gentlemen-Wertung der Amateurfahrer erobern – und im zweiten Lauf mit dem bereits dritten Tagessieg in dieser Wertung gar noch ausbauen. Die nächsten Rennen finden vom 14. bis 16. August auf dem Nürburgring statt. ................................................... > Bericht auf Seite 12

................................................... von thomas stöckli Im letzten Jahr lieferte die Sonne im Bezirk Affoltern 4400 Megawattstunden (MWh) Strom. Das entspricht in etwa dem Verbrauch von 1000 Vierpersonen-Haushalten. Dieses Jahr wird die Zahl nochmals deutlich höher ausfallen. Nicht nur wegen der vielen Sonnentage: In der ersten Jahreshälfte wurden zusätzliche 33 Anlagen installiert. Damit scheint sich die Entwicklung der letzten Jahre fortzusetzen: 58 Fotovoltaikanlagen wurden im Jahr 2013 im Säuliamt ans Stromnetz angeschlossen. 2014 waren es sogar noch zehn mehr. In den letzten zweieinhalb Jahren hat sich die Anzahl Anlagen somit von 154 auf 313 verdoppelt. Die installierte Nennleistung im Säuliamt beträgt per Juni 2015 fast sieben Megawatt, wie die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich auf Anfrage

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anzeigen

Die Sonnenenergie nutzen – wie hier im Margel in Knonau. (Bild Thomas Stöckli) mitteilten. Der grösste Teil des Sonnenstroms kommt aktuell aus Knonau (1215 kW). Dort schenkt insbesondere die Fotovoltaikanlage auf der Remise von Martin Röthlisberger an der Schützenhausstrasse mit 314 kW mächtig ein. Für ihn sei eben jeder Tag «Sonn-Tag», sagt der Bauer und Solarstrom-Freak. Auch in Hedingen

Abkühlung bleibt weiter gefragt Auch diese Woche geht es schwül weiter

macht sich eine Anlage in der Landwirtschaftszone mit 295 kW massiv bemerkbar. Zuversichtlich stimmt, dass heute bei jedem Neu- oder Umbau mit grosser Dachfläche die Installation von Solarzellen zumindest erwogen wird. «Und es lohnt sich auch», sagt Martin Röthlisberger.

Auf ruppige Weise festgenommen, dann umfassende Freisprüche Weil er im Verdacht stand, Schwarzarbeiter zu beschäftigen, wurde ein Unternehmer aus dem Säuliamt von zwei Polizisten auf ziemlich ruppige Weise festgenommen. Der Vorfall produzierte wegen gegenseitiger Anklagen erhebliche rechtliche Folgen. Die Staatsanwaltschaft klagte alle Parteien ein. Es gab Bussen und bedingte Geldstrafen. Nun hat das Obergericht aber alle Parteien mangels Beweisen freigesprochen und damit die erstinstanzlichen Urteile des Bezirksgerichts Horgen umfassend bestätigt.

................................................... > Bericht auf Seite 3

FC Wettswil-Bonstetten: Grossartig gespielt – und doch kein Sieg

Aktuell sind sie zu beneiden: Schwimmkurs mit Hans Schmutz und seiner Helferin Anja Syz. (Bild Thomas Stöckli) Sonnig und heiss – der Sommer 2015 zeigte sich bisher von seiner besten Seite. Manch einer würde bei diesen Bedingungen den Arbeitsplatz gerne

in die Badi verlegen. Schwimmlehrer müsste man sein ... In der Badi Obfelden werden diese Woche 60 Kinder ans nasse Element herangeführt. Die

Kurse der Schwimmschule Aquarius sind ausgebucht. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Zum Saisonauftakt spielte der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) gegen Aufstiegsaspirant Baden grossartig auf. Peter gelang die Führung, sie wurde später durch Gjergji und Dukhnich verdient ausgebaut. Darauf verpasste WB mehrmals weitere Treffer – und wurde prompt bestraft. Die Aargauer powerten in der Schlussphase und kamen zum 3:3. (93. Minute). (kakö)

................................................... > Bericht auf Seite 13

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Bonstetten Neue Gemeindeordnung Einheitsgemeinde Einladung zur Informationsveranstaltung Datum: Dienstag, 18. August 2015, 20.00 Uhr Ort:

Primarschulhaus Schachenmatten 3, Mehrzwecksaal

Am 6. September 2015 wird an der Urne über die neue Gemeindeordnung, welche Voraussetzung für die Bildung einer Einheitsgemeinde ist, abgestimmt. Gerne orientieren Primarschulpflege und Gemeinderat über die wichtigsten Änderungen und geben Ihnen Gelegenheit, Fragen zu stellen. Primarschulpflege und Gemeinderat empfehlen die Annahme (JA) der Vorlage. Eingeladen sind alle Stimmberechtigten der Gemeinde Bonstetten und interessierte Gäste. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Bonstetten, 11. August 2015 Primarschulpflege und Gemeinderat

Kappel am Albis/ Mettmenstetten Ersatzwahl eines Mitglieds der Rechnungsprüfungskommission für den Rest der Amtsdauer 2014 bis -2018

Wahlvorschläge und Nachfrist Gestützt auf die Wahlausschreibung vom 23. Juni 2015 sind für die Ersatzwahl eines Mitglieds der Rechnungsprüfungskommission innert der festgesetzten Frist zwei Wahlvorschläge eingereicht worden: Bommel Michael, 1965, Projektmanager/Personalberater, Butzenstrasse 26, 8910 Affoltern am Albis Hasler Silvio, 1957, Chief Information Officer, Rinderweidstrasse 20b, 8910 Affoltern am Albis In Anwendung von § 53 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) wird eine Nachfrist von 7 Tagen angesetzt. In dieser Zeit können Wahlvorschläge geändert, zurückgezogen oder neu eingereicht werden. Die neu eingereichten Wahlvorschläge müssen von mindestens 15 Stimmberechtigten unterzeichnet sein und dem Gemeinderat Affoltern am Albis, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, bis spätestens am 18. August 2015 eingereicht werden. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner von Wahlvorschlägen geben Namen, Vornamen, Geburtsdatum sowie Adresse an und fügen ihre Unterschrift hinzu. Die Unterschrift kann nicht zurückgezogen werden. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Auf dem Wahlvorschlag ist für die vorgeschlagene Person Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse, Heimatort und Parteizugehörigkeit anzugeben. Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindeverwaltung Affoltern am Albis, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, oder auf der Homepage der Gemeinde Affoltern am Albis erhältlich. Die Urnenwahl findet am Sonntag, 22. November 2015, statt. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Affoltern am Albis, 11. August 2015 Gemeinderat Affoltern am Albis

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Strassensperrung Die Strasse Hauptikon–Rossau ist wegen des Grand-Prix Rossau vom Samstag, 15. August 2015, von 7.00 Uhr bis Sonntag, 16. August 2015, um 19.00 Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt.

In Mühlau. Wir suchen jeweils für montags, 12 bis 20 Uhr eine

aufgestellte, verantwortungsvolle Betreuungsperson für unseren ausschliesslich körperlich behinderten 13-jährigen Sohn. Sie haben eine abgeschlossene Ausbildung in einem pflegerischen Beruf (ab FA SRK). Sie pflegen und betreuen unseren Jungen in seinem Zuhause. Zusätzliche Arbeitsstunden können nach Absprache auch am Wochenende geleistet werden. Sind Sie interessiert? Entnehmen Sie bitte die Details unter www.antonsen.ch


Bezirk Affoltern

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Kostenlose und vielfältige Beratung in Altersfragen Interview mit Margrit Aeschlimann von der Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen Bezirk Affoltern Es ist Auftrag der Gemeinden, die Bevölkerung bei der Suche nach Leistungserbringern im Altersbereich zu unterstützen. Die 14 Bezirksgemeinden haben deshalb eine Leistungsvereinbarung mit Pro Senectute Kanton Zürich abgeschlossen. Montags, dienstags und donnerstags steht Margrit Aeschlimann für alle Fragen rund um das Altern zur Verfügung.

dringend benötigte Erholungszeit der betreuenden Person sorgen. Auch die Teilnahme an Gesprächsgruppen für Angehörige hilft, mit der Belastung umzugehen. Manchmal ist auch der Eintritt in ein Pflegeheim für alle Beteiligten die richtige Entscheidung. Jede Situation ist einzigartig und muss individuell beurteilt werden.

«Anzeiger»: Was bieten Sie an der Beratungsstelle an der Werkstrasse 1 in Affoltern genau an? Margrit Aeschlimann: Primär Information und Vernetzung rund um die ambulante Pflege und Betreuung zu Hause und die stationäre Pflege in einer Institution. Ich kenne die Leistungserbringer und die Angebote im Bezirk Affoltern und stehe älteren Menschen, ihren Angehörigen und Bezugspersonen gerne beratend zur Seite. ...............................................................

Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen ............................................................... Weshalb wird die Beratungsstelle von der Pro Senectute Kanton Zürich betrieben? Um möglichst viele Synergien zur Fachorganisation zu nutzen. Ich arbeite beispielsweise sehr eng mit dem Team unseres Dienstleitungscenters in Schlieren zusammen und kann so auch die Sozialberatung bei finanziellen oder sozialen Fragen oder den Treuhanddienst bei der Unterstützung in administrativen Angelegenheiten vermitteln. Solche Angebote bekannt zu machen braucht an sich viel Ressourcen. Wie erreichen Sie die Bevölkerung? Einerseits machen unter anderen die Spitex und die Gemeinden auf die Beratungsstelle aufmerksam. Anderseits gehe ich an Seniorenessen, Al-

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch

Bei Margrit Aeschlimann laufen alle Fäden möglicher Altersfragen zusammen. (Bild Salomon Schneider) tersnachmittage und stehe dort bei Fragen zur Verfügung. Zudem mache ich auch Medienarbeit, wie zum Beispiel dieses Interview (lacht). Schliesslich ist Beratung eine Beziehungsangelegenheit und wer sich gut informiert fühlt, sagt es weiter.

Wie tief können Sie bei Ihren Beratungen ins Detail gehen? Rund zwei Drittel der Fragen lassen sich vor Ort oder am Telefon in einem Erstgespräch klären. Manchmal braucht es aber auch mehrere Treffen oder Telefonate. Kann jemand aus gesundheitlichen Gründen nicht ins Büro kommen, besuche ich ältere Menschen daheim. Wenn konkrete Fragen meine Kenntnisse übersteigen oder Veränderungen in Angriff genommen werden, kenne ich zudem die richtigen Anlaufstellen.

Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau

Was bedeutet dies für Altersinstitutionen? Die Spitex-Leistungen werden immer umfangreicher und in grösserem Masse in Anspruch genommen. Die Nachfrage nach traditionellen Altersheimplätzen nimmt deshalb kontinuierlich ab. Private Anbieter wie Senevita in Affoltern haben dieser Ten-

denz bereits Rechnung getragen. In Affoltern werden neben den Pflegeplätzen 48 Wohnungen mit Notknopf und In-Haus-Spitex angeboten. ...............................................................

Überforderung und Schuldgefühle ............................................................... Sie beraten nicht nur ältere Menschen, sondern auch Angehörige und Bezugspersonen. Welche Angebote haben Sie für pflegende Menschen? Viele suchen Beratung, weil sie mit der Pflege überfordert sind und deswegen Schuldgefühle haben. Diesen Personen rate ich, die Betreuung ihrer Lieben zu organisieren, anstatt alles selbst zu machen. Gerade bei Lebenspartnern kann zudem ein temporärer Aufenthalt in einem Pflegeheim (Ferienbett) oder die Tagesklinik für die

Millionär gegen Kantonspolizisten: Freisprüche für alle Entlastende Entscheide des Bezirksgerichts Horgen bestätigt Aufgrund eines Verdachts von Schwarzarbeit haben Beamte der Kantonspolizei Zürich einen erfolgreichen Architekten aus dem Bezirk Affoltern etwas ruppig festgenommen. Gegenseitige Anklagen der Parteien brachten nichts. Das Obergericht hat sowohl den wohlhabenden Unternehmer als auch drei Kantonspolizisten umfassend freigesprochen. ................................................... von attila szenogrady

Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

Gibt es Fragen, die Ihnen vermehrt gestellt werden? Die Menschen wollen möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnhaft bleiben. Fragen zur Entlastung der Angehörigen, zur Organisation einer Privatpflege oder zu neuen Wohnformen und baulichen Veränderungen werden mir deshalb vermehrt gestellt. Manchmal kann beispielsweise ein Grossteil der Probleme mit einer kleinen baulichen Veränderung wie einem Treppenlift gelöst werden.

Es war am 7. April 2010, als die Kantonspolizei Zürich auf einer Baustelle in Aeugst am Albis im Hinblick auf mögliche Schwarzarbeiter eine Kontrolle durchführte. Am Nachmittag trafen die Fahnder auf einen verdächtigen Polen, der weder einen Personalausweis noch eine Arbeitsbewilligung vorweisen konnte. Grund genug für den polizeilichen Einsatzleiter, den Bauunternehmer telefonisch zu kontaktieren und ihn aufzufordern, entweder sogleich zur Baustelle zu kommen oder auf dem Polizeiposten in Ur-

dorf zu erscheinen. Der wohlhabende Architekt lehnte ab und verwies darauf, dass er sich gerade in einer Sitzung in seinem Büro in Adliswil befinde. Er werde aber nach der Besprechung bei der Polizei erscheinen, erklärte er. Zum Unwillen des Polizeibeamten, der kurz darauf zwei Berufskollegen nach Adliswil beorderte, um den Unternehmer im schlimmsten Fall festzunehmen. Kurz darauf tauchten die beiden Kantonspolizisten im Büro des Bauunternehmers auf und forderten ihn auf, wegen des mutmasslichen Schwarzarbeiters mitzukommen. Als sich dieser weigerte, nahmen die Polizeibeamten telefonisch Kontakt mit ihrem Vorgesetzten auf. Worauf dieser die Patrouille aufforderte, den verdächtigen Architekten notfalls festzunehmen. Kurz darauf kam es zum Eklat. Die beiden Polizisten stürzten sich auf den über 50-jährigen Unternehmer, drückten seinen Kopf auf den Tisch und legten ihn in Handschellen. Danach führten sie ihn nach Urdorf. Nachdem die Ehefrau des Unternehmers die gültige Arbeitsbewilligung des Polen der Polizei per Fax zugestellt hatte, wurden sowohl der Osteuropäer als auch der Architekt sogleich entlassen. Der Vorfall zog aufgrund von gegenseitigen

Anklagen erhebliche rechtliche Folgen nach sich. Die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis klagte alle Parteien ein. Zunächst klagte sie den Unternehmer wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte ein und forderte für ihn neben einer hohen, bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 500 Franken eine Busse von 2500 Franken. Die beiden Kantonspolizisten und der Einsatzleiter mussten wegen Freiheitsberaubung sowie Amtsmissbrauchs mit bedingten Geldstrafen zwischen 3000 Franken sowie 7200 Franken und Bussen bis zu 1500 Franken rechnen. Wie das Zürcher Obergericht kürzlich mitteilte, hat es alle Parteien mangels Beweisen umfassend freigesprochen. Da die Parteien verpflichtet wurden, sich gegenseitig Prozessentschädigungen zu entrichten, entsprach das Ergebnis im Wesentlichen einem Nullsummen-Spiel. Damit haben die Oberrichter die erstinstanzlichen Urteile des Bezirksgerichts Horgen vom März 2014 umfassend bestätigt. Bereits dieses hatte die Festnahme des Unternehmers als verhältnismässig eingestuft, dessen Verhalten aber auch nicht als Gewalt gegen Beamte eingestuft. Fazit des aufwendig geführten Strafverfahrens: Ausser Spesen nichts gewesen.

So vielfältig wie die Altersangebote sind auch ihre Kostenpunkte, weshalb ältere Menschen hier oft den Überblick verlieren. Können Sie auch in diesem Bereich Hilfestellung leisten? Es ist tatsächlich so, dass bei vermehrter Hilfsbedürftigkeit Fragen zur Finanzierung und zu den Leistungen der Sozialversicherungen beschäftigen. Hier informiere ich über die Voraussetzungen für den Erhalt von Ergänzungsleistungen und einer Hilflosenentschädigung oder welche Hilfsmittel von der AHV bezahlt werden. Alle Gespräche sind selbstverständlich vertraulich, und ich bin an die Schweigepflicht gebunden. Welches sind die dringlichsten Herausforderungen, die sich in unserem Gesundheitssystem stellen? Zum Glück wurde auch in Bundesbern erkannt, dass dem Wunsch nach vermehrter ambulanter Behandlung anstatt stationären Lösungen auch gesetzlich Rechnung getragen werden muss. Heute können sich viele Menschen eine umfassende ambulante Unterstützung immer weniger leisten. Die stationäre Pflege und Betreuung ist finanziell besser gestellt, was das Gesamtsystem verteuert. Interview: Salomon Schneider Kostenlose Informationen, Auskünfte und Termine telefonisch unter: 058 451 52 70. Margrit Aeschlimann weilt momentan in den Ferien und wird ab Montag, 17. August, wieder in der Beratungsstelle sein.

wir gratulieren Zur eisernen Hochzeit Heute Dienstag, 11. August, feiern Celina und Paul Grunder-Koller in Affoltern die eiserne Hochzeit. Zum 65jährigen Ehebund gratulieren wir ganz herzlich, wünschen dem Jubelpaar einen schönen Festtag und noch viele glückliche gemeinsame Jahre.

Zum 94. Geburtstag Heute Dienstag feiert Alice Grossniklaus in Stallikon ihren 94. Geburtstag. Wir wünschen der Jubilarin einen frohen Festtag. Die besten Wünsche begleiten sie im 95. Lebensjahr.

Zum 80. Geburtstag Bereits gestern Montag, 10. August, durfte Giuseppe Pedano in Affoltern seinen 80. Geburtstag feiern. Wir wünschen ihm von Herzen alles Gute. anzeige


Aqua-Fitness: gelenkschonendes Ausdauerund Krafttraining für alle! Im Hallenbad Ottenbach ab Dienstag, 18. August 2015 20.00 bis 20.45 Uhr und von 20.50 bis 21.35 Uhr Auskunft und Anmeldung: val.froehlich@gmail.com Telefon 078 734 05 64 www.valeriefroehlich.ch Dipl. Wellness-Trainerin, dipl. AquaFitness-Instruktorin

Diesen Samstag: Grümpi Obfelden Schnellster Obfelder am Sonntag Am Samstag, 15. August 2015, findet in Obfelden das traditionelle Fussball-Grümpelturnier statt. 30 Teams werden in verschiedenen Kategorien um den Sieg spielen. Der Turnverein Obfelden freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Anmeldungen können direkt auf dem Platz getätigt werden. Weitere Informationen sind zu finden unter

www.tvobfelden.ch


Bezirk Affoltern

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Spass vermitteln und auf Gefahren aufmerksam machen Die Sommerferien-Schwimmkurse in der Badi Obfelden sind äusserst beliebt Einmal mehr lud die Schwimmschule Aquarius gegen Ende der Sommerferien zu IntensivSchwimmkursen ein. Sowohl die letzte als auch diese Woche waren bald ausgebucht. ................................................... von thomas stöckli «Spass im Nass» – das will die Schwimmschule Aquarius von Ines Thomi und Hans Schmutz in erster Linie vermitteln. Ebenso wichtig ist es ihnen allerdings, auf Gefahren aufmerksam zu machen. «Jedes Kind, das ertrinkt, ist eines zu viel», bringt es Ines Thomi auf den Punkt. Kinder ab vier Jahren können bei ihnen das Schwimmen lernen. Nach sechs bis sieben Kursstufen sind die Schwimmschüler so weit, dass sie selber ins tiefe Wasser dürfen, wer den Wasser-Sicherheits-Check besteht, bekommt als Beleg einen entsprechenden Ausweis mit Foto. «Für viele Kinder ist dies der erste Ausweis», so Ines Thomi.

Die Kleineren gegen Mittag Die Intensivkurse in den Sommerferien haben Ines Thomi und Hans Schmutz so geplant, dass die grösseren Kinder zuerst drankommen und die kleineren, kälteempfindlicheren gegen Mittag. Den Schluss machen dann die Ältesten. «Die dürfen etwas länger im Bett liegen bleiben», sagt Hans Schmutz und lacht.

Purzelbaum ins Wasser – Schwimmlehrer Hans Schmutz hilft. (Bild Thomas Stöckli) Insbesondere in der ersten der beiden Kurswochen kam rund die Hälfte der Kursteilnehmer nicht aus der un-

mittelbaren Umgebung. So waren Kinder aus den Kantonen Aargau, Zug und sogar Luzern dabei. Das bringt na-

Ab 28. August: Tellspiele bei OpernHausen Zum nationalen Gedenkjahr 2015 ein Beitrag aus dem Säuliamt OpernHausen ist nach einer längeren Pause als vorgesehen wieder da. Die Darstellenden freuen sich, wenn «ihr Publikum» sie nicht vergessen hat und sich die Neugierde auf eine weitere Oper bei ihnen bewahrt hat. Zum nationalen Gedenkjahr 2015 will auch OpernHausen seinen Beitrag leisten. Aufgeführt wird die erste Oper über den Freiheitshelden Wilhelm Tell, nämlich Guillaume Tell von André Ernest Modeste Grétry (1741 bis 1813). Das musikalische Drama wurde

in Paris am 9. April 1791 uraufgeführt als ein kultureller Beitrag zur französischen Revolution. Das Tell-Thema erlebte auch mit Schauspielen, Balladen und Gemälden während jener Jahre des bürgerlichen Aufstands gegen die Obrigkeit geradezu eine Blüte. Grétrys oft gespielte vorschillersche Oper wurde erst durch Rossinis Guillaume Tell – diese Oper dann eine Vertonung des schillerschen Dramas – von den Bühnen in die Vergessenheit verdrängt. Es ist interessant, dass die Rossini-Oper, uraufgeführt 1829 in Paris, auch in Frankreich entstand, sogar als Auftragswerk des französischen Staates.

Aliaž Vesel, Tenor, in der Rolledes Wilhelm Tell. (Bild Beat von Arx)

«Tell» ist also ein Thema, das nicht nur in der Schweiz, sondern auch im europäischen Raum gross geworden ist. Umso mehr freut sich OpernHausen, diese Oper mit einem jungen Team von Solisten zwischen 15 und 28 Jahren und Instrumentalisten aus verschiedenen europäischen Ländern aufzuführen: Die Protagonisten stammen aus Italien, Österreich, Slowenien, Ungarn, Deutschland und der Schweiz. Im altersgemischten Chor sind wieder viele Gesichter aus dem Amt anzutreffen. Musikalischer Leiter ist der junge Schweizer Dirigent Jonas Ehrler. Regie führt wieder Mengia Caflisch. Wieder ist die Truppe an allen Fronten eigenhändig im Einsatz. Der belgische Komponist Grétry, mit den Aufklärern Rousseau und Voltaire befreundet, ist in OpernHausen kein Unbekannter, 2011 wurde seine Oper Richard Cœur de Lion in Szene gesetzt, sein wohl bekanntestes Werk. Es wurde zehn Jahre vor Guillaume Tell komponiert. Während sich Tell aufmüpfig gebärdet, ist Richard der royalistischen Tradition verpflichtet, loyal zum Königshaus, vor allem zu Marie-Antoinette. Der Komponist Grétry hatte ein hoch entwickeltes Gespür für die Möglichkeiten, Gefühle in raffiniert-einfachen Melodien widerzuspiegeln. Musikalisch klingen die französische Klassik und die frühe französische Romantik an, aber unüberhörbar ist auch alpenländisches Kolorit auszumachen. Grétry soll mehrere Monate in der Schweiz verbracht haben, um sich mit der Volksmusik der Innerschweiz vertraut zu machen.

türlich auch neue Gäste in die Badi – und nicht wenige bleiben zum Zmittag. Diese Woche ist der Anteil der

Säuliämtler allerdings etwas grösser, schliesslich hat im Kanton Aargau das Schuljahr bereits wieder begonnen.

Platzreservierung und Aufführungen Reservierungen sind möglich auf der Webseite (www.opernhausen.ch), per Mail (tickets@opernhausen.ch) oder über die Telefonnummer 044 764 07 52 (18 bis 21 Uhr).

Aufführungen Freitag, 28. August, 20 Uhr, Premiere. Sonntag, 30. August, 19 Uhr; anzeige

Freitag, 4. September, 20 Samstag, 5. September, 20 Sonntag, 6. September, 19 Freitag, 11. September, 20 Samstag, 12. September, 20 Sonntag, 13. September, 15.30 Freitag, 18. September, 20 Samstag, 19. September, 20 Sonntag, 20. September, 19 Samstag, 26. September, 20 Derniere.

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Bezirk Affoltern

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Zürich baut die Herrschaft zwischen Reuss und Albis aus Das Knonauer Amt und die 15er-Jubiläen (5): Zwischen 1415 und 1515 Die Zeit zwischen der Eroberung des Aargaus 1415 und der Schlacht bei Marignano 1515 war geprägt von Territorialkämpfen zwischen den einzelnen Orten des eidgenössischen Bündnisgeflechts. Vor allem Schwyz, aber auch Luzern kamen dabei in Konflikt mit dem aufstrebenden Stadtstaat Zürich. ................................................... von bernhard schneider Das 15. Jahrhundert stand im Zeichen der Modernisierung der Herrschaftsorganisation aller Stände. Für die Innerschweizer erwies sich die Plünderung der Badener Burg 1415 im Nachhinein als äusserst nützlich, da sich dort das «vorländische» Archiv Habsburgs befand. Sie gaben das Archiv zwar 1474 zurück, hatten aber inzwischen alle Dokumente, die habsburgische Ansprüche in der Innerschweiz betrafen, entnommen und vernichtet. Habsburg konnte daher im 15. Jahrhundert keine Rechtsansprüche in der Innerschweiz mehr beweisen. Zudem hatte König Sigismund im Rah-

Die 15er-Jubiläen Im Jahr 2015 häufen sich die Jubiläen: 1315 Schlacht bei Morgarten, 1415 Eroberung des Aargaus, 1515 Schlacht bei Marignano, 1815 Wienerkongress und Bildung der Schweiz im heutigen Umfang. Der «Anzeiger» nimmt diese Jubiläen zum Anlass, um darzustellen, wie es in jedem Jahrhundert seit 1315 um das Jahr 15 herum bei uns ausgesehen hat und wie weit sich die gefeierten Ereignisse auf die Region ausgewirkt haben. Bisher erschienen: Eschenbacher verlieren Fehde gegen Habsburg, «Anzeiger» vom 15. Mai 2015 Missernten, Hunger und Fehden, «Anzeiger» vom 19. Mai 2015 Ein Jahrhundert voller Katastrophen, «Anzeiger» vom 21. Juli 2015 1415 und die Eroberung des Aargaus, «Anzeiger» vom 24. Juli 2015.

men der Reichsacht gegen Habsburg nicht nur die Eroberung des Aargaus zugelassen, sondern auch die österreichischen Herrschaften Luzern, Zug und Glarus für reichsunmittelbar erklärt, das heisst direkt der Gerichtsbarkeit des Deutschen Königs unterstellt.

Ottenbach und das Amt Merenschwand Der Aufbau der Territorialstaaten, der im 14. Jahrhundert begonnen hatte, wurde von allen Ständen im 15. Jahrhundert verstärkt vorangetrieben. Dadurch entstanden Konflikte, beispielsweise zwischen den Städten Zürich und Luzern. Diese entluden sich oft zwischen dem Luzerner Amt Merenschwand und der Gemeinde Ottenbach, der bis 1847 auch Obfelden angehörte. Im Zeichen der Konsolidierung der Eroberung des Aargaus versuchten die beiden Städte vorerst, ihre internen Herrschaftsverhältnisse mit Partnerschaften abzusichern. Der Luzerner Rat bestätigte deshalb 1415 und erneut wieder 1432 die Ottenbacher Güter auf der linken Seite der Reuss im Umfang von 90 Jucharten, was rund 30 Hektaren entspricht. Die Luzerner hielten fest, niemand wisse, wie und weshalb das Land an Ottenbach gelangt sei. Die Bestätigung war ein freundschaftliches Zeichen, denn hätten die Ottenbacher keine Bestätigung erhalten für diesen informellen Besitz, der sich weder mit Urkunden noch mit Marksteinen belegen liess, wäre das Land wohl an Merenschwand gefallen. Das Eingeständnis Luzerns stand im Zusammenhang mit dem Bestreben, die Reuss als Grenze zwischen der Zürcher und der Luzerner Gerichtshoheit festzulegen. Damit richtete die Innerschweizer Stadt auch über Vergehen, die sich auf den linksufrigen Ottenbacher Gütern ereigneten. In späteren Zeiten klagte Luzern, Zürich verletze diesen Vertrag und versuche, seine Gerichtsbarkeit auf das linke Reussufer auszudehnen.

Auf Distanz zu Bern Zwischen Zürich und Bern lag die Gemeine Herrschaft Aargau. Die beiden Städte achteten diese gleichsam neutrale Zone so weit, dass sie nicht mit-

Die Reuss wurde im 15. Jahrhundert als verbindliche Grenze zwischen den Ansprüchen der Städte Zürich und Luzern festgelegt. (Bild Erika Schmid) einander in Konflikt gerieten. Während Bern die Ausdehnung in Richtung Westen suchte, schaute Zürich nach Osten. Als Graf Friedrich von Toggenburg 1436 ohne testamentarische Verfügung starb, stritten sich seine Witwe und die weiteren Verwandten des Grafen um sein Erbe. Entsprechend der mittelalterlichen Tradition bei solchen Fehden suchten beide Parteien äussere Partner und fanden sie in Zürich beziehungsweise Schwyz. Schwyz handelte zuerst und besetzte die obere March. Der stärkste der Innerschweizer Landorte arrondierte den Besitz, indem es von den Verwandten des Grafen Pfandrechte über Uznacht sowie von Habsburg Rechte in der Gaster erwarb. Damit war die Zürcher Handelsstrasse unter der Kontrolle von Schwyz. Für Zürich war Habsburg in dieser Lage ein naheliegender Partner, den der Ausbau des Zürcher Territorialstaates zulasten von Luzern und Schwyz kaum betraf und der mit seinen Besitzungen im Osten die Absatzmärkte Zürichs ausweiten konnte.

ser Friedrich III. von Habsburg vom geschwächten Zürich die Herrschaft Grüningen zurück, die sich Zürich nur pfandweise angeeignet hatte. Zürich fand eine Einigung mit Habsburg und verfügte damit über gleichwertige Verträge mit Habsburg und den Eidgenossen. Die grossen Schlachten des Krieges fanden in anderen Teilen der Zürcher Herrschaft statt, doch zogen eidgenössische Truppen plündernd durch die ganze Region des heutigen Bezirks Affoltern. In diesem Zusammenhang verwüsteten sie auch das Kloster Kappel im Jahr 1443. Ab 1446 wurden Friedensverhandlungen geführt und 1450 Friede geschlossen. Der Luzerner-, der Zugerund der Zürcherbund wurden unter den ursprünglichen Daten im 14. Jahrhundert neu besiegelt, wobei der in den Originalen erwähnten Vorbehalt der österreichischen Rechte gestrichen wurde. Es handelte sich also um eine eigentliche Geschichtsfälschung. Schwyz konnte die Höfe behalten, auf Entschädigungen verzichteten die Parteien.

Schutz gegen die Innerschweiz Der Alte Zürichkrieg In Zürich wurde in der ersten Phase der zum Ausgleich neigende Bürgermeister Rudolf Meiss von der Kriegspartei weggeputscht. Wie häufig in kritischen Phasen erliess Zürich eine Getreidesperre gegen die Innerschweiz, worauf Schwyz, unterstützt von den anderen Waldstätten, erfolgreich angriff. Gleichzeitig forderte Kai-

Bern handelte anschliessend wesentlich erfolgreicher als Zürich. In den Burgunderkriegen schuf sich die Stadt eine Position, um bis ins 19. Jahrhundert die wirtschaftlich stärkste Macht in der Eidgenossenschaft zu bleiben: Bern war an einer Ausdehnung des Territoriums interessiert, die anderen Stände an burgundischen Kriegsbeute.Von den Erfolgen ermuntert zogen

eidgenössische Truppen 1477 als Saubannerzug weiter nach Süden und erpressten Schutzgeld von Genf. Die Städte, insbesondere Bern und Zürich, fühlten sich bedroht und schlossen einen Bund mit Fribourg und Solothurn, um gegenüber den Landorten ein Übergewicht zu erhalten. 1481 akzeptierten die Inneren Orte im Stanser Verkommnis, mit Freiburg und Solothurn zwei zusätzliche Städte ins Bündnissystem aufzunehmen und verpflichteten sich, «muotwillen und gewalt triben» bei ihren Untertanen künftig zu unterbinden. Im Schwabenkrieg von 1499 trat die Eidgenossenschaft geschlossener auf als je zuvor. Sie eroberten die Landgerichtsbarkeit über den Thurgau und dehnten damit ihr Einflussgebiet bis an Bodensee und Rhein aus. Damit löste sich der Staatenbund faktisch vom Deutschen Reich, was für die Zukunft von Bedeutung sein sollte.

Zürich verstärkt die Herrschaft in Kappel Die Ruhe nach dem Ende des Alten Zürichkriegs nutzte Zürich, um sein Herrschaftsgebiet zu konsolidieren. 1473 übernahm die Stadt die Aufsicht über die Buchhaltung des Klosters Kappel. Auf dieser Basis konnte später das Klosteramt Kappel geschaffen werden, das die Zürcher Besitzungen westlich der Albiskette eintrieb und verwaltete. Der Prozess zur Kontrolle der Region wurde abgeschlossen mit dem Erwerb der Schutzvogtei über das Kloster Kappel 1495.

forum

Lieber Sexsalon statt Wohnräume Wer derzeit ein Geschäftshaus zu vermieten hat, der hat Pech. Es herrscht keine Aufbruchstimmung im Kleingewerbe. Die Märkte mit ihren gossen Kuchen sind verteilt. Es sind die Grossverteiler, die den Kleinen den Schnauf nehmen. So ist es mir nicht möglich, meine Gewerberäume in Zwillikon zu vermieten. Mein Geschäftshaus steht in einer winzig kleinen Gewerbe- und Industriezone, die lediglich aus meinem Haus und demjenigen von Noser besteht. Seit Jahr und Tag bemühe ich mich darum, diese Zone in eine Wohn- und Gewerbezone umzuteilen. Aber ich werde von allen Instanzen immer wieder mit billigen Ausreden abgespeist und auf später vertröstet. Einfach eine verlogene Situation.

Statt dass ich die Räume für den gefragten Wohnbedarf im Grünen mit schöner Aussicht in die Natur und somit kinderfreundlich umrüsten kann, bin ich nun gezwungen, in Zwillikon das einzurichten, wonach ich immer wieder gefragt worden bin: in einen Sexsalon. Das ist zonenkonform, und das wurde bewilligt und läuft nun bereits seit drei Jahren. Da kann man ob dieser BehördenSturheit und -Logik nur den Kopf schütteln. Aber was will man? Solche Leute mit einer solchen Einstellung tragen alle Krawatte. Sie werden immer wieder gewählt. Sie gelten als ehrenwert. Da haben wir uns als kleine Würmchen zu fügen. Hans Roggwiler, Zwillikon

Im HB kostet das «grosse Geschäft» zwei Franken Der Kampf um den Üetliberg wird weitergehen, «Anzeiger» vom 24. Juli. Uto Kulm: Und ewig meckert der Verein Pro Üetliberg ... dabei hat es schon lange kein Fleisch mehr am Knochen. Der Wirt hat das einzig Richtige getan und verlangt neu für die teilweise Deckung der hohen Betriebskosten für den Unterhalt des Turmes und die Toilettenanlagen Eintrittspreise, nämlich zwei Franken für den Turm und einen Franken für das WC. Im HB kostet das «grosse Geschäft» zwei Franken, für das Pissoir wird ein Franken fällig. Die Stadt hat berechnet, dass ihr jede WC-Benützung Kosten von Fr. 2.35 verursacht. Konsumenten zahlen im Uto-Kulm nichts. Es fallen aber

auch noch die Kosten für die Reinigung des Platzes inkl. Abfallentsorgung an. Dass Heinzelmännchen über Nacht die Arbeit gratis verrichten ist eine Lüge. Die Anforderungen, die ein Schönwetter-/Ausflugsbetrieb an den Wirt stellen, sind riesig. Ich danke dem Wirt, dass er den Mut hatte, den Betrieb zu kaufen, den niemand wollte, auch der Verein pro Üetliberg nicht. Dem «Tagi» danke ich für die «ausgewogene Berichterstattung» im Fall Kulm, mit ca. 10 % Pro und 90 % Kontra. Eines steht schon heute fest: Der Verein pro Üetliberg wird sein Ziel, den Kulm zu einem Ort der Ruhe und Erholung zu verwandeln, nicht erreichen, bei einem Besucherandrang von einer Million Personen pro Jahr ist das schlicht unmöglich. Der Regie-

rungsrat hat den Verein als nicht rekursberechtigt beurteilt. Der Präsident des Heimatschutzes ist zurückgetreten ... Der Regierungsrat ist sicher aus dem Winterschlaf erwacht, hat aber das lästige Geschäft in die berühmte Schublade versenkt ... bis nach den Wahlen. Die vielen Kunden warten darauf, dass er die Katze aus dem Sack lässt. Mani Wyss, Stallikon

Immer mit Adresse Die Redaktion erhält regelmässig per E-Mail übermittelte Zuschriften, die keine vollständige Namensangabe enthalten. Bitte in jedem Fall einen Absender vermerken.


Gewerbe/Dienstleistungen

Vorverschoben

Rang drei

Wegen des Fussballfests in Hausen steigt das Albis Openair bereits am Freitag. > Seite 11

Petra Klingler klettert am Rätikoner Boulder Master aufs Podest. > Seite 12

Dienstag, 11. August 2015

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Sport-Wochenende In Obfelden werden die besten Grümpi-Kicker und schnellsten Sprinter gekürt. > Seite 13

Das erste «Geheimrezept» kommt an Die «Chriesi-Muffins» nach dem Rezept von Ursula Junker verkaufen sich insbesondere in Mettmenstetten gut Das Handwerk von Bäuerinnen aus dem Knonauer Amt an den Konsumenten bringen – das ist die Idee hinter den «Geheimrezepten» der Landi Albis. Die «Chriesi-Muffins Freudenberg» gibt es noch bis Ende September. «Völlig über den Erwartungen!» – die Nachfrage nach den «Chriesi-Muffins Freudenberg» bringt Armin Heller, Geschäftsführer der Landi Albis, ins Schwärmen. Drei Wochen nach dem Verkaufsstart sind die Reaktionen durchwegs positiv. Es sei gut fürs Dorf, dass etwas Regionales angeboten werde, meinte etwa eine Kundin aus Mettmenstetten. «Ich würde es jederzeit wieder machen», sagt auch Ursula Junker. Die Mettmenstetter Bäuerin und Gemeinderätin steht hinter dem Rezept der «Chriesi-Muffins Freudenberg», die nun von der hauseigenen Bäckerei der Landi Albis in Mettmenstetten produziert und bis Ende September in elf Läden im ganzen Knonauer Amt an die

Kundschaft verkauft werden. Wer sich nach dem Rezept erkundigt, beisst allerdings auf Granit: Die Geheimrezepte sollen geheim bleiben.

Beste Werbung für den Volg und für die Landwirtschaft «Ich hatte nur positive Reaktionen und der Zeitaufwand hielt sich auch in Grenzen», verrät Ursula Junker. Besonders spannend sei es gewesen, die Produkt-Lancierung miterleben zu dürfen. Dazu gehörte auch das professionelle Fotoshooting. «Mich selber vor der weissen Wand fotografieren zu lassen, das war schnell gemacht», erinnert sie sich. Umso aufwändiger wurde das Stilleben auf der Rückseite der Flugblätter komponiert. Jedes «Chriesi» wurde genau ausgerichtet, der Faltenwurf des Tuchs zig-mal korrigiert und Accessoires ausgetauscht. Die Geheimrezepte sind beste Werbung für den Volg und für die Landwirtschaft, sind sich alle Beteiligten einig. «Ich freue mich schon auf die nächsten Produkte», sagt Ursula

Rahel Grossenbacher, Filialleiterin Volg Mettmenstetten, Rezeptspenderin Ursula Junker und Armin Heller, Geschäftsführer der Landi Albis, (von links) lassen sich den «Chriesi-Muffin Freudenberg» schmecken. (Bild Thomas Stöckli) Junker. Grosse Änderungen an der Kampagne sind gemäss Armin Heller

nicht geplant. Eine Idee ist, künftig direktes Feedback von der Kundschaft

einzuholen, allenfalls verbunden mit einem Wettbewerb. (tst.)

Neuer Untermieter bei Expert Senn Das Kabelnetzunternehmen WWZ Telekom AG markiert Präsenz Aktuell entsteht an der Oberen Bahnhofstrasse 13 in Affoltern der erste WWZ/Quickline-Shop im Bezirk. Expert Senn stellt dazu die Hälfte seiner Verkaufsfläche zur Verfügung. Eine augenblickliche Entspannung ist mit diesem Relax-Sessel garantiert. Zu besichtigen bei ulrich Erlebnis Wohnen in Sursee. (Bild zvg.)

Relaxen und Komfort geniessen

«Wir sind seit 20 Jahren auf dem Platz – und wir bleiben», versichert Werner Senn. Vergangene Woche begann der Umbau in seinem Laden. Weil er auch die bisherige Reklametafel über seinem Geschäft heruntergenommen hat, äusserten immer wieder Kunden die Befürchtung, das Elektronikgeschäft an der Oberen Bahnhofstrasse

könnte schliessen. Dem ist nicht so: «Bei uns bleibt alles beim Bewährten, es kommen einfach noch andere dazu», klärt Senn auf. Mit dem neuen Untermieter, den Wasserwerken Zug, verbindet Expert Senn schon eine langjährige Zusammenarbeit. «Für uns ist das eine Chance», freut sich Werner Senn. Insbesondere auf die Kundenfrequenz dürfte sich die Zusammenarbeit positiv auswirken. Mit Affoltern, Hausen und Kappel, Knonau und Maschwanden, Obfelden und Rifferswil liegen die Hälfte der Ämtler Gemeinden im Versorgungsgebiet des Kabelnetzunter-

nehmens. «Als Mitglied von Quickline, dem führenden Schweizer Kabelnetzverbund, bieten wir unseren Kunden innovative digitale Telekom-Angebote aus einer Hand», so die WWZ Telekom AG. Das schliesst nebst TV auch Internet, Festnetz- und Mobiltelefonie ein. Ende Juli hat Werner Senn die Hälfte der Verkaufsfläche freigeräumt, letzte Woche begann dann der Umbau. Bis zum 13. August müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, denn am 14. August ist Wiedereröffnung. Am Tag der offenen Tür vom Samstag, 15. August, können sich Interessierte dann selber ein Bild machen. (tst.)

Augenblickliche Entspannung bei ulrich Bei ulrich Erlebnis Wohnen in Sursee ist bis zum 12. September das Thema «Relax-Sessel» angesagt. In den Themenbereichen Komfort und Design wird eine grosse Auswahl für jede Generation präsentiert. Die Kunden profitieren von einer zusätzlichen Aktionsprämie. Dank der integrierten Aufstehhilfe bieten die verstellbaren Sessel aus der Himolla-Produktelinie grossen Komfort. Speziell für Senioren ist so das Ein- und Aussteigen kein Problem mehr. Beim Thema Design überzeugen die Optik und der Bedienungskomfort: Die im Sessel integrierte Fuss-Stütze lässt sich einzeln ausfahren und bietet so eine entspannte Sitzund Liegeposition zum Fernsehen oder Lesen. Die Bedienung erfolgt wahlweise manuell oder elektrisch mit Akku ohne störendes Kabel.

Der persönliche Sessel Der Kunde wird bei ulrich von kompetenten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen beraten und wählt seinen Sessel nach seinem persönlichen Geschmack und nach seinen Bedürfnissen aus. Körpergrösse, Sitzkomfort, Technik und Bezug sind dabei die entscheidenden Faktoren. Diese persönliche Abstimmung garantiert somit höchsten Komfort und eine augenblickliche Entspannung. Bis zum 12. September können die Kunden bei ulrich zusätzlich profitieren: Beim Kauf eines Relax-Sessels gewährt das Haus ulrich auf die bereits Euro-währungsbereinigten Preise nebst 15 % Abholrabatt eine zusätzliche Aktions-Prämie von 5 %. Selbstverständlich liefert ulrich gegen Aufpreis den Relax-Sessel auch ins Kundenhaus. (pd.) ulrich, Erlebnis Wohnen, Kottenstrasse 2, 6210 Sursee, 041 925 86 86, www.ulrichwohnen.ch.

Der Umbau läuft: Werner Senn mit Schreiner Albin Schatzlmayr und Philipp Kuchen von der FGA (v. l.). (Bild Thomas Stöckli)


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veranstaltungen

Das Picknick im Kirchenpark gehört dazu. (Bild zvg.)

Dem Neuanfang entgegenfiebern Fest zum Schulbeginn in Affoltern Am letzten Sonntag der Sommerferien wird in der reformierten Kirche Affoltern bereits zum vierten Mal das Fest zum Schulbeginn gefeiert. Gemeinsam wird dem Neuanfang nach den Sommerferien entgegengefiebert. Sei es, dass die Kinder das erste Mal in den Kindergarten gehen, dass sie das erste Mal zur Schule dürfen oder einfach eine Klasse weiterkommen: Der erste Tag nach den Sommerferien ist für alle Kinder etwas Besonderes. Auch dieses Jahr hat die reformierte Kirche keine Mühen und Kosten gescheut und einen spannenden Gast eingeladen: Bary El-Barazangi, Break-

dancelehrer des Moira Tanztheaters und Mitglied der art-intact Crew wird mit seinen Moves überraschen, welche er den Kindern danach in kurzen Workshops näherbringen wird. Nach dem Familien-Gottesdienst und der Aufführung von Bary El-Barazangi bleibt Zeit, um im Kirchenpark das mitgenommene Picknick zu geniessen oder eine Wurst zu grillieren. Für die Kinder gibt es an verschiedenen Posten Spiel und Spass. Mit einem gemeinsamen Abschluss werden die Kinder dann auf den Weg in den nachsommerlichen Neuanfang geschickt. (sue.) Fest zum Schulbeginn am Sonntag, 16. August, 10 bis 14.30 Uhr, reformierte Kirche Affoltern.

erlebnisse

Zweitägige Bergwanderung Vom Maderandertal auf der Chrüzlipass-Route vom Kanton Uri in die Surselva ins Bündnerland nach Sedrun. «Erlebnisse» am Samstag und Sonntag, 26. und 27. September. ................................................... von otto steinmann

dings muss man sich auch dieses Vergnügen verdienen, denn vor dem Badespass muss man sich mit eiskaltem Brunnenwasser duschen. Nach einer Nacht im Massenschlag gehts am zweiten Tag einen Saumpfad hoch über den Chrüzlipass (2347 m. ü. M.) ins Bündnerland, wunderschön gelegen zwischen Witenalpstock und Chrüzlistock. Von nun an heissen die Gipfel «Piz» und man staunt, wie nah die Kantone Uri und Graubünden beieinanderliegen – sofern man zu Fuss unterwegs ist. Der Weg hinab führt ins Val Strem, und nach drei bis vier Stunden erreicht man Sedrun.

Erlebnisse besuchte in den letzten Jahren immer wieder SAC-Hütten in der Region Uri/Graubünden, wie beispielsweise die Tresch-, die Cadlimo-, die Maighels- oder die Albert-Heim-Hütte, doch die geplanten Besuche der sehr schönen Etzlihüzze mussten jeweils wegen schlechten Wetters abgesagt Anmeldung für diese «Erlebnisse»-Veranstaltungen werden. bis zum 20. August unter www.erlebnisse.ch, an ErNun aber soll es anders werden. lebnisse, Otto Steinmann, Postfach 265, 8910 AffolErlebnisse wird es erneut versuchen, tern, Telefon 079 318 80 08 oder otto@erlebnisdiese sehr schöne und nicht zu stren- se.ch. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. ge Bergwanderung durchzuführen. Diese Wanderung könnte man am Stück mit einer Wanderzeit von rund acht Stunden durchziehen. Es emp- Nächster Anlass: fiehlt sich aber, die Route in zwei Ta- Die Velo- und E-Bike-Tour auf der neuen Route Thusis–Chur–Landquart–Sargen zu absolvieren. Am ersten Tag geht es von Bristen gans durchs Domleschg und entlang (770 m. ü. M.) hinauf zur Etzlihütte des Rheins ist schön und nicht streng. (2052 m. ü. M.). Der Weg führt über Ge- Anmeldungen bis 15. September. ländeterrassen, die für eine gute Portionierung der Anstrengung sorgen. Die Weitere Infos unter www.erlebnisse.ch. sonnige Terrasse am Etappenziel inmitten des atemberaubenden Panoramas wäre eigentlich schon Belohnung genug. Doch die Etzlihütte hat ein weiteres Highlight zu bieten: Einen Badebottich mit geheiztem Wasser – herrlich, um die Muskeln zu Die Organisatoren, von links: Andreas, Otto und Hansruedi entspannen. Aller- Steinmann. (Bild zvg.)


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Veranstaltungen

Dienstag, 11. August 2015

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New-Orleans-Feeling im «Hirschen» Sechs leidenschaftliche Jazzer: Die «Bauchnuschti Stompers» in Obfelden Die sechs Jazzer der Bauchnuschti Stompers liessen am letzten Samstagabend das Zelt im Garten des Restaurants Hirschen erzittern. Als einziger der UrBesetzung von 1987 spielt der Ämtler Röbi Schmid, Schlagzeuger und Leader noch mit. ................................................... von martin mullis Was dürfen Fritz Künzli, Evelyne Binsack, Christoph Blocher, Usain Bolt und Jacky Donatz behaupten, gemeinsam erlebt zu haben? Sie alle lauschten in den letzten 28 Jahren irgendwo einmal den fetzigen Klängen der Bauchnuschti Stompers. So lange spielt nämlich die Dixie-Band bereits hochstehenden Jazz. Zwar darf der Bandleader und Schlagzeuger Röbi Schmid als einziger in Anspruch nehmen, seit Anfang dabei zu sein, die nach meist langen Jahren wechselnden Besetzungen änderten jedoch absolut nichts an der Qualität ihrer Musik. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass bei der Gründung der Bauchnuschti Stompers, wie der eigenwillige Namen unschwer erkennen lässt,

fast alle Mitglieder einen Beruf in der Baubranche ausübten. Am letzten Samstagabend spielten die sechs Herren mit zum Teil doch schon recht ergrauten Schläfen an einem Ort, der ganz besonders zum Band-Namen passt. Die Musiker postierten sich sozusagen unter den Bauprofilstangen des geplanten Neubauprojektes. Das Restaurant Hirschen wird Ende Jahr abgebrochen und die richtigen «Bauchnuschtis» werden dann wohl mit dem Kompressor und der Betonvibriernadel den Ton angeben.

Openair-Jazzfestival in der Gartenbeiz Im Gartenzelt des «Hirschens» dachte jedoch während des Konzertes niemand an vergangene Zeiten und der Happy Jazz der «Bauchnuschtis» liess für Wehmut und Nostalgie keinen Raum. Hier ging die Post ab und das Kunststück still sitzen zu bleiben gelang keinem der Fans. Die Musik fetzte und die Gartenwirtschaft des «Hirschens» verwandelte sich kurzerhand zu einem Openair-Jazzfestival. Nur absolute Kenner würden einen Unterschied zum bloss ein paar Jahre

Musikalische Leckerbissen: Wirtin Bruna Bortoluzzi mit den Bauchnuschti Stompers. (Bild Martin Mullis) jüngeren Phil Collins beim Traktieren des Schlagzeuges von Bandleader Schmid erkennen. Selbst die Wirtin Bruna Bortoluzzi wippte und klatschte mit ihren Gästen fröhlich mit.

Ein wunderbarer Abend mit grossartiger Musik von semi-professionellen Musikern, welche bewiesen, dass die Bezeichnung «Chnuschti» keineswegs negativ besetzt sein muss. Und

weil es so schön war, wiederholen die Bauchnuschti Stompers am Freitag, 21. August 2015, im Garten des «Hirschen» in Obfelden ihr Konzert mit echtem alten Jazz gleich nochmals.

Das Albis Openair steigt bereits am Freitag Vorverschiebung wegen des Cup-Knallers des FC Hausen Wegen des Fussballfestes im Jonentäli wurde das Openair auf dem Mittelalbis kurzfristig vorverschoben auf kommenden Freitag, 14. Augst. Trotzdem konnten alle vorgesehenen Bands die Teilnahme bestätigen. Für jeden hat es etwas dabei – das Programm des diesjährigen Albis Openairs ist so vielseitig wie seine Besucher. Zur 9. Auflage kann das OK mit einem grossen Highlight aufwarten: Tobias Carshey, ehemaliger «Strozzini»-Frontmann, stattet der Heuwagenbühne einen Besuch ab. Carshey, der regelmässig im Radio gespielt wird, hat vergangenes Jahr sein erstes Soloalbum «Bye Bye» herausgegeben. Radikal-melancholisch, tief berührend, direkt aus dem Herz singt Carshey viel Persönliches. Wir dürfen uns auf einen Auftritt voller Emotionen und von höchster musikalischer Güte freuen. Eröffnet wird der Anlass von zwei jungen Lokalbands. Ausserdem konnte das Cover-Trio «Joo Joo Eye Ball» ver-

Auf Heinzers Heuwagenbühne geht einmal mehr musikalisch die Post ab. (Archivbild) pflichtet werden. Blues, Rock, Boogie und Country gibt das Powertrio aus Bern zum Besten und lässt die Bühne erbeben. Abschliessend wird die Band «Wilcox» um Sänger Timo Homberger

dem Publikum noch seine letzten Reserven entlocken. Die fünf Jungs, eine Kollaboration Zürich-Wallis, feilen mit feiner Klinge an rauen Songs, von Rock bis zum Folk. (LH)

Albis Openair am Freitag, 14. Augst, ab 18 Uhr, Mittelalbis. Eintritt frei, Kollekte. Gratis Ponyreiten, gratis Shuttle zum Bahnhof Mettmenstetten ab 23 Uhr. Bar, Grill, Food. Infos unter www.albis-openair.ch.

Jubiläumsfest und Steinstossen Das Wettswiler Restaurant Mühligolf feiert sein fünfjähriges Bestehen Seit 2011 verwöhnt Robert Mühlethaler seine Gäste im «Mühligolf» – das wird am folgenden Samstag, 15. August, gefeiert. Und tags darauf ist an gleicher Stätte das traditionelle Steinstossen.

lieben Gäste». Ab 18 Uhr lädt ein grosses Festzelt die Besucher ein, daneben bietet eine schmucke Bar allerlei Erfrischendes. Für den musikalischen Part sorgen Bekannte: Liedermacher Nöggi und DJ Mojo spielen zum Tanz auf.

................................................... von kaspar köchli

1997 initierte Mühlethaler das Müliberg-Steinstossen, der Anlass avancierte zur Tradition. Nun findet er zum vierten Mal am neuen Ort und mit neuem Namen statt. Am Sonntag, 16. August, messen sich ab 11 Uhr die Konkurrenten in verschiedenen Disziplinen. Mühlethaler freut sich auf viele Zuschauer und meint augenzwinkernd: «... zumal ja auch an diesem Tag das Feiern keineswegs eingestellt wird.»

Robert Mühlethaler, ehemals langjähriger Wirt des Aeugster Restaurants Müliberg, übernahm 2011 die Wettswiler Driving Range, die darauf «Mühligolf» getauft wurde. «Die fünf Jahre vergingen im Nu, wir erlebten unzählige sauglatte Stunden hier», lacht Mühlethaler. Das Jubiläum will er gebührend feiern, «als Dank an meine

4. Mühligolf-Steinstossen

Liedermacher Nöggi umrahmt die Jubiläumsfeier musikalisch. (Bild Kaspar Köchli)


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Sport

Dienstag, 11. August 2015

Die jungen Wilden und ihre schnellen Kisten 51. Grand Prix Rossau: Seifenkistenrennen am kommenden Wochenende Die Schweizer Rennelite geht an den Start, denn der Grand Prix vom 16. August zählt wieder als Qualifikationslauf für die Schweizer Meisterschaft. Seit im September 1964 das schweizweit erste Seifenkistenrennen in Rossau gestartet wurde, hat sich natürlich viel verändert. Sicherheitsvorschriften, Rennreglement, Materialien und Konstruktionen der Kisten entwickelten sich von Jahr zu Jahr weiter. Doch die Aufregung vor dem Start, das Gefühl des Fahrtwindes im Gesicht, wenn der kleine Rennbolide mit 60 bis 70 km/h den Berg hinunterrast, die Nervosität, wenn man auf die Laufzeit wartet – das alles ist heute für die jungen Rennfahrer noch genauso wie vor gut einem halben Jahrhundert. Wer die Piloten und ihre Crews anfeuern oder einfach ins Renngeschehen reinschnuppern möchte, ist am kommenden Sonntag, 16. August, gern gesehener Gast an der Rennstrecke zwischen Hauptikon und Rossau. Eröffnet wird das Rennwochenende traditionell mit dem «BoxenstoppFäscht» am Samstagabend im Zielgelände (Wagenschopf der Familie Hug). Für das leibliche Wohlbefinden sowie für Stimmung und Unterhaltung ist gesorgt. Freuen darf man sich auch auf das technische und taktische Fachsimpeln mit den Fahrern. Am Sonntag starten dann die drei Wertungsläufe um 10, 13 und 15 Uhr. Die zwei schnellsten Läufe kommen in die Wertung. Um 17 Uhr findet dann die Siegerehrung im Zielraum statt. Die Organisatoren freuen sich über viele Zuschauer an der Rennstrecke. Der Eintritt ist gratis, Spass und Spannung sind garantiert.

Seifenkisten-Schnupperfahrten Schon mal Porsche gefahren? Ein Seifenkisten-Projekt der besonderen Art stellt am Renntag Hansjörg Kunz vor. Seit 2013 baut er zusammen mit Kindern und Eltern an Seifenkisten im Porsche-Design. Die Kisten, welche viele technische Raffinessen und Zusatzausrüstung haben, wurden rechtzeitig für das Rennen am Sonntag fertig. Sie stehen während der Pause zur Besichtigung bereit. Wer zwischen 8 und 16 Jahren alt ist und mal eine Schnupperfahrt machen oder am Rennen teilnehmen möchte, der ist hier genau richtig: Am Sonntag stehen noch einige Plätze in Seifenkisten zum Ausprobieren zur Verfügung. Ein Elternteil pro teilnehmendes Kind muss dabei sein. (pd.)

Auch im Seifenkisten-Rennsport hat sich vieles verändert – die Aufregung vor dem Start ist geblieben. (Bilder zvg.)

Schussfahrt ins Ziel.

Infos und Anmelden: http://gp-rossau.brun-net.ch.

Seifenkisten im Porsche-Design stehen zur Besichtigung bereit.

Gentlemen-Halbzeitchampion Remo Lips erkämpfte sich auf dem Lausitzring die Führung

Bonstetterin Petra Klingler zeigt eine nahezu perfekte Qualifikation. (Bild mrh)

Petra Klingler klettert aufs Podest Rang drei am Rätikoner Boulder Master In Küblis fand im Rahmen des Bergsport Festivals das erste Rätikoner Boulder Master mit einer internationalen Topbesetzung statt. Insgesamt starteten 28 Damen und Herren aus elf Ländern. Im Rahmen der 150-Jahr-Feiern der Besteigung des Piz Buin fand in Küblis das Bergsport Festival statt. Zum ersten Mal wurde dabei ein Boulder Master ausgetragen. Am Start waren international bekannte Boulderer und so kam das Publikum in den Genuss von hochstehenden Boulderleistungen. In der Qualifikation mussten die Athleten innert neunzig Minuten acht Boulderprobleme in möglichst wenigen Versuchen lösen. Am Besten gelang dies bei den Damen Petra Klingler (Bonstetten, Mitglied des Re-

gionalzentrums Zürich). Als einzige Athletin konnte sie alle acht Boulders knacken. Mit ihr qualifizierten sich vom Regionalzentrum Zürich auch Rebekka Stotz (Urdorf) und Alannah Yip (Zürich). Im Final zeigte dann Stotz eine starke Leistung. Sie löste drei von vier Boulderproblemen und klassierte sich damit auf Rang 2, direkt hinter der amtierenden Weltmeisterin Juliane Wurm (GER), die als einzige alle vier Boulder topen konnte. Klingler erreichte zwei von vier Tops und schaffte es damit als Dritte noch aufs Podest. Bei den Herren siegte der Franzose Guillaume Glairon Mondet vor Jernei Kruder (SLO) und dem Europameister Jan Hojer (GER). Für die Boulderer geht es Mitte nächster Woche mit dem letzten Boulder-Weltcup der Saison in München (GER) weiter. (mrh)

RWT Racing spielt im Adac GT Masters im Kampf um die Gentlemen-Wertung weiterhin eine tragende Rolle. Bei den Läufen sieben und acht auf dem Lausitzring hat der Schweizer Remo Lips, geboren und aufgewachsen in Stallikon, mit Unterstützung von Sven Barth die Führung übernommen. Die beiden Rennen in der Gluthitze des Lausitzringes werden die Piloten, aber auch die Mechaniker nicht so schnell vergessen. Es ging an allen drei Tagen turbulent zu und das bei bis zu 38 Grad Aussentemperatur. Trotz der gewohnten Leistungen von Remo Lips und Sven Barth kamen unglückliche Umstände ins Spiel, die das Gesamtresultat der RWT-Corvette etwas trübten. Dazu zählte nicht nur die Unterbrechung im ersten Lauf, als ein

Audi R8 eine fast drei Kilometer lange Ölspur legte und das Rennen unterbrochen werden musste. «Wir hatten schon im Qualifying nicht das ganz glückliche Händchen mit der Performance, sodass es nur zu Startplatz zwölf reichte», sagte Barth. Beim Re-Start im ersten Lauf machte der Motor zunächst Probleme. Dann schoss sich Lips im Rennverlauf gut ein und machte einige Plätze gut. Beim Boxenstopp gingen jedoch wieder Plätze verloren, weil sich ein Gurt verhakte. Lips belegte am Ende den zweiten Rang in der Gentlemen-Klasse, übernahm damit allerdings die Tabellenführung.

Dritter Sieg in der GentlemenWertung Im zweiten Lauf am Sonntag schien zunächst alles glatt zu laufen. Barth fuhr den ersten Stint. Beim Überhol-

versuch zweier Konkurrenten kam der Weinheimer in der Anfangsphase von der Strecke ab und musste durchs Kiesbett. Dadurch gingen wiederum zwei Plätze verloren. Seine Aufholjagd danach war sehenswert und brachte die RWT-Corvette erneut in Schlagdistanz. Nach dem Boxenstopp fuhr Remo Lips ein beherztes Rennen und schob sich noch auf Platz neun nach vorne. Dies bedeutete zugleich den dritten Sieg in der Gentlemen-Wertung in diesem Jahr. Damit geht Lips mit der RWT-Corvette als Gentlemen-Tabellenführer in die Sommerpause. «Ich musste kurz vor Schluss die Strecke verlassen. Die dafür bekommene Strafe hat uns leider einen Platz gekostet», sagte Lips. Das nächste Rennen findet vom 14. bis 16. August auf dem Nürburgring statt. Beide Rennen lassen sich am Samstag und Sonntag ab 13 Uhr live auf Sport 1 verfolgen. (pd.)

Remo Lips rast mit der RWT-Corvette geht als Gentlemen-Tabellenführer in die Sommerpause. (Bild zvg.)


Sport

Dienstag, 11. August 2015

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FCWB mit Remis zum Saisonauftakt Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – FC Baden 3:3 (1:0) Das Ämtler 1.-Liga-Team startete gleich mit einem Spitzenspiel in die neue Saison. In einer hochklassigen Partie reichte es trotz spielerischer und numerischer Überlegenheit nur zu einem 3:3Unentschieden – eine «gefühlte» Niederlage. Trotz warmen Temperaturen legten die Platzherren gleich los wie die Feuerwehr. Bereits nach vier Minuten war der gegnerische Torwart bereits das erste Mal bezwungen, allerdings landete der Abschluss von Peter am Innenpfosten. Wenig später prüfte Captain Buchmann mit seinem Schuss das Können des Badener Schlussmanns. Dieser konnte den Ball um den Pfosten zur Ecke lenken. Trotz brütender Sommerhitze zeigten die WB-Herren ein enormes Laufpensum, spielten aggressives Pressing und liessen so den selbst ernannten Aufstiegsanwärtern keinen Raum für gepflegtes Fussballspiel. Die Belohnung nach zwanzig Minuten, als Peter seine gute Leistung mit dem ersten Saisontor krönte. Ohne weitere Tore wurde in den ersten 45 Minuten den Zuschauern attraktiver Fussball geboten. Die neuen Spieler von WB haben sich schon gut integriert und liessen ihre Klasse oftmals aufblitzen. Aufgrund der Vorbereitung, in denen es viele Abwesenheiten zu beklagen gab, war dies eine taktisch reife Leistung.

Dramatik pur im zweiten Durchgang Und wieder waren es die Dosch-Jungs, die dem Spiel den Stempel aufdrückten. Gjergji erhöhte mittels Penalty zum hochverdienten zwei-Tore-Vor-

WBs Flavio Peter bezwingt überlegt Badens Keeper Vilson Dedaj zum 1:0-Führungstreffer. (Bild Kaspar Köchli) sprung. Unermüdlich liefen sie, spielten tollen Kombinationsfussball und kamen immer wieder vors gegnerische Tor. Leider fehlte oftmals der letzte Wille und die Präzision im Abschluss. Dass es auch anders geht, zeigte Mittelstürmer Dukhnich, als er richtig antizipierte, eine Badener Unachtsamkeit eiskalt ausnützte und den Ball über die Linie drückte. Geschichten, wie sie dann in den letzten 45 Minuten geschahen, schreibt nur der Fussball. Erst war es Freistossspezialist Ladner, der nach einem Fehlentscheid

verkürzen konnte. Nur wenige Minuten später wurde ein Badener wegen Reklamierens direkt unter die Dusche geschickt. Zwei Tore Vorsprung, ein Mann mehr und noch zehn Spielminuten. Im Normalfall reicht dies für den Heimsieg.

Turbulente Schlussminuten Nicht aber an diesem Samstag. Die Ämtler müssen sich selbst vorwerfen, nicht klug genug gewesen zu sein, um das Spiel über die Runde zu bringen.

Chancen hätten sie allemal gehabt. Constancio probierte es mit einem Lupfer, Kalyon scheiterte knapp und auch Gjergji war in aussichtsreicher Position in der gegnerischen Hälfte anzutreffen. So kam es, wie es kommen musste. Tor Baden in der 87. Minute und ein fragwürdiger Elfmeterentscheid in der 93. Minute brach den Platzherren das Genick. Obwohl man vor dem Spiel sicher mit einem Punkt zum Saisonauftakt gegen das selbst ernannte Spitzenteam aus Baden zufrieden gewesen wäre, so war es doch ei-

ne gefühlte Niederlage nach den 90 Spielminuten. Nun gilt es, die richtigen Lehren daraus zu ziehen und das Positive aus dem Spiel mitzunehmen. Wenn die Dosch-Elf weiterhin so auftritt, dann werden sie noch viele Punkte holen und den Zuschauern schönen Fussball bieten. (NBu) Matchtelegramm: Sportplatz Moos, Wettswil, 350 Zuschauer. FCWB: Bachmann; Buchmann; Sampaio Rocha; Waser; Badalli; Kalyon; Bozic (84. Constancio); Peter (77. Brahimi); Schneebeli; Gjergji; Machado (55. Dukhnich).

Grümpi-Kicker und Schnellste Obfelder

Klarer Sieg im Regional-Cup

Sportliches Wochenende beim Zendenfrei

Die erste Mannschaft des FC Affoltern hat im Regional-Cup mit einem klaren Erfolg die 2. Runde erreicht. Captain Ismajlaj erzielte vier Tore, Dushaj drei.

An diesem Samstag, 15. August, findet in Obfelden das traditionelle Fussball-Grümpelturnier statt. 30 Teams werden in verschiedenen Kategorien um den Sieg spielen. Der Turnverein Obfelden freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Zum erst zweiten Mal wird am Grümpi der Weiler-Cup durchgeführt. Nachdem Bickwil letztes Jahr zum ersten Mal die Trophäe erobern und sich während eines Jahres mit einem Plakat des Weiler-Siegers schmücken konnte, sinnen die weiteren vier Obfelder Weiler auf Revanche! Auch die 14 Mannschaften in der Kategorie Herren werden für Spektakel und viele Tore sorgen.

Die Einwohner von Obfelden und allen umliegenden Gemeinden sind herzlich eingeladen, auf dem Sportplatz Zendenfrei vorbeizuschauen und sich bei einer schmackhaften Bratwurst und einem erfrischenden Getränk die packenden Spiele anzusehen. Den ganzen Tag über ist eine grosse Festwirtschaft in Betrieb. So kann man die Sommerferien mit Freunden und Bekannten im Zendenfrei ausklingen lassen. Am Sonntagmorgen steht der «Schnellste Obfelder» auf dem Programm. Gestartet wird an diesem sehr beliebten Sprint-Anlass in Kategorien von Klein bis Gross. Anmeldungen können direkt auf dem Platz getätigt werden. (dan) Weitere Infos unter www.tvobfelden.ch.

Sporting Club Schaffhausen – FC Affoltern 0:8 (0:1)

................................................... von walter zech Für den ersten Ernstkampf der neuen Saison musste eine lange Anreise in Kauf genommen werden und zudem fand das Spiel bei drückender Hitze statt. Der FC Affoltern setzte sich nach mässiger 1. Halbzeit schliesslich klar gegen den bescheidenen Viertligisten durch. Die Säuliämtler bestimmten zwar von Beginn weg das Spielgeschehen, konnten sich aber zunächst keine klaren Torchancen erarbeiten. Erst in der 23. Minute erzielte Dushaj nach einer Flanke von Kaufmann mit dem Kopf das Führungstor. Sehenswert war ein Schuss von Shala aus der eigenen Platzhälfte über den weit vor seinem Gehäuse stehenden Schaffhauser Torhüter, der Ball ging jedoch knapp am Pfosten vorbei. Kurz vor der Pause kam Sporting zur einzigen klaren Torchance, der Schuss ging aber neben das Tor.

Sieben Tore in der 2. Halbzeit

Das Team Bickwil hat den letztjährigen Wiler-Cup gewonnen. (Bild zvg.)

Kurz nach der Pause setzte sich Shkelqim Bala nach einem tollen Pass von Sandro Antenen auf der rechten Seite durch, den Rückpass verwertete Ismajlaj zum vorentscheidenden 2:0. Der Widerstand der Einheimischen war nun gebrochen und der FCA konnte die klare Überlegenheit auch in Tore ummünzen. Zweimal Ismajlaj

Haben zusammen sieben Tore erzielt: Captain Leutrim Ismajlaj (links) und Nue Dushaj. (Bild Walter Zech) und Dushaj schraubten das Score innert kurzer Zeit auf 5:0. In der 71. Minute dann der schönste Affoltemer Treffer: Good setzte sich auf der linken Seite energisch durch, seine Flanke verwertete Ismajlaj mit einer Direktabnahme in die hohe Ecke. Nochmals Dushaj und Antenen mit einem herrlichen Weitschuss erzielten die weiteren Tore.

Meisterschaftsauftakt am 27. August Nach den Wirren um den Aufstieg in die interregionale 2. Liga ist nun der

definitive Entscheid des Fussballverbandes gefallen. Der FC Regensdorf bleibt in der regionalen 2. Liga und wird am Donnerstag, 27. August, im Heimspiel erster Gegner des FC Affoltern sein. Da der FCA in der ersten Meisterschaftsrunde spielfrei ist, wird am nächsten Sonntag um 14 Uhr im Moos noch ein Testspiel gegen den FC Wiedikon ausgetragen. Aufstellung: Steiner, Luchsinger, Konate (V. Shala), Mühlemann, Shb. Bala, E. Shala, Ismajlaj, Shq. Bala, Kaufmann (Good), Dushaj, Bilic (S. Antenen). Nicht eingesetzt: Ersatztorhüter Vollenweider.


063 2015  
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