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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 62 I 169. Jahrgang I Freitag, 7. August 2015

Belagsschäden

Glanz und Glamour

Die Strassen im Ortskern von Herferswil werden für 600 000 Franken saniert. > Seite 3

Fabienne Schild aus Affoltern lebt den Mädchentraum vom Modeln. > Seite 5

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Dekogetreide Mit ihrem Nischenprodukt haben Künzis in Maschwanden seit 30 Jahren Erfolg. > Seite 9

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Asyl bieten Die Suche nach zusätzlichem Wohnraum für Migranten ist auf gutem Weg. > Seite 11

Das kulinarische Angebot trägt zu den Spitzenfrequenzen bei Die Schwimmbäder im Säuliamt bieten mehr als nur Abkühlung Übereinstimmend verkauften die Schwimmbäder im Knonauer Amt bis Ende Juli bereits mehr Eintritte als während der ganzen letzten Saison. Neben dem Plausch im kühlen Nass locken sie ihre Kunden auch mit kulinarischen Spezialitäten.

sesalat, zubereitet mit der weltbesten Salat-Sauce, als Geheimtipp bezeichnen.

Am Türlersee isst man Spaghetti aglio e olio

................................................... von martin mullis Mehrere bewachte Badestellen im Säuliamt bieten ihren sonnenhungrigen und Kühle suchenden Gästen gepflegte Anlagen und hygienisch einwandfreie Gewässer. Die Besucher dürfen aber auch mit einigen kulinarischen Überraschungen rechnen. Bei einer kleinen Umfrage bestätigten alle Bademeister und Schwimmbadleiter übereinstimmend ausserordentlich hohe Besucherzahlen. Genaue Angaben waren zwar nicht so ohne weiteres zu ermitteln, hingegen stimmt bei sämtlichen Badeanstalten die Behauptung, dass die Gästefrequenz bereits Ende Juli grösser war als während der ganzen letztjährigen Saison. Kathrin Huwiler von der Badi in Maschwanden durfte zusätzlich wegen dem neu erstellten Naturbad viele zusätzliche Gäste begrüssen. Doch nicht nur die Bassins und die gepflegten Anlagen locken die Menschen in die Freibäder. Auch Maschwanden darf Gäste begrüs-

Für Fischknusperli und Spaghetti im Restaurant Camping Türlersee sind diese Gäste extra aus dem luzernischen Ballwil angereist. (Bild Martin Mullis) sen, welche die delikaten Angebote des Imbiss-Kioskes sehr schätzen.

Nur wegen den Delikatessen in die Badi Der Mettmenstetter Bademeister Markus Voser nennt den Kiosk in seiner Badi zwar klein, dafür biete er eine grosse Auswahl an Speisen und Getränken. Neben allerlei Kleinigkeiten, Salaten und Frühlingsrollen heisst in der Badi Mettmenstetten der gastronomische Hit «Albisburger». Der im Durchmesser 14 Zentimeter grosse Burger befindet sich auf einem spezi-

ellen Fladenbrot und Bademeister Voser weiss, dass Kenner und Feinschmecker wegen dieser Delikatesse von weither anreisen. In der Badi Obfelden hingegen darf das ganz speziell und stets frisch zubereitete Beefsteak Tatar nicht gerade Welt- jedoch sicher Regionalruhm in Anspruch nehmen. Roland Bulliard, Chef vom Roli’s Badibeizli, bietet neben vielen anderen Köstlichkeiten ausserdem rund zehn hochwertige Weine an. Für eine etwas herzhaftere Spezialität wiederum ist die Campingbeiz an der Reuss in Ottenbach bekannt. Platzwart Andy Seiler erzählt, dass Kenner den Wurst-Kä-

Auch das zum Camping gehörende Restaurant Türlersee führt auf der Speisekarte neben Fischknusperli, Entrecôte, Tatar, Swiss prime Beef und vielen Salaten ebenfalls eine besondere Delikatesse. Pächterpaar Bianca und Andi Glättli kennen Gäste, welche regelmässig wegen den einzigartigen Spaghetti aglio e olio an den Türlersee reisen. Ein professionelles Restaurant mit einer Hotelküche bewirtet die Besucher des Schwimmbades Stigeli im Bezirkshauptort. Koch Nejib Ben Abdellatif hat am Montagnachmittag alle Hände voll zu tun. Als kulinarisches «Stigeli-Highlight» nennt er die hausgemachte Lasagne in orientalischer Version mit sehr viel Käse. Auch in der Badi-Beiz am Hedinger Weiher finden die Badenden ein breites Angebot an Grilladen, Flammkuchen, Salaten, Hamburgern und saisonalen Spezialitäten. Bloss gut, dass die natürlichen Gewässer und die Schwimmbassins auch ausgezeichnet Gelegenheit bieten, die durch die lukullischen Köstlichkeiten angefutterten Kalorien mit einem tüchtigen «Schwumm» wieder loszuwerden.

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Virtuelle Realität Teil sechs der Sommerserie «das Knonauer Amt im Jahr 2115». > Seite 12

Ernteaussichten 2015 beim Obst durchwachsen Gemäss Ernteschätzung des Schweizer Obstverbandes (SOV) und des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) werden in der Schweiz in diesem Jahr rund 183 400 Tonnen Äpfel und 35 100 Tonnen Birnen geerntet. Die Tafelapfelmenge liegt dabei im Bereich des Vorjahres, während die Mostapfelernte voraussichtlich markant tiefer ausfallen wird als 2014. Bei den Birnen sieht es etwas anders aus: Die Menge an Tafel- und Industrieobst aus Anlagen liegt hier zwar im Durchschnitt der vier Vorjahresernten, jedoch tiefer als bei der Ernte 2014, die Mostbirnenernte wird zudem sogar marginal höher ausfallen als die letztjährige Ernte. Eine Umfrage bei Obstbauern und Moster im Bezirk Affoltern bestätigt diese Prognosen. (kb.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

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Flammendes Spektakel in Ämtler Gemeinden Trotz Trockenheit wurden fast überall die Höhenfeuer entzündet Von Hausen bis Stallikon zog am 1. August das gleissende Lodern die Festgemeinden in seinen Bann. Als «schönster Platz im Säuliamt» betiteln die Mettmenstetter ihren Festplatz Paradies. Tatsächlich bietet sich hier ein fantastischer Ausblick und entsprechend wurde das Höhenfeuer von weither gesehen. Allerdings leuchteten im nächtlichen Säuliamt zahlreiche weitere Flammen-Dreiecke – teils an ähnlich spektakulären Aussichtslagen. Für die eine oder andere Sorgenfalte sorgte einzig die Trockenheit. Mit bangem Blick wurde hier und dort der Funkenflug beobachtet. Vielerorts lagen die Löschleitungen bereit. Die Aeugster hatten ihr Feuer auf dem Bolet aus Sicherheitsgründen gar abgesagt – ein vernünftiger Entscheid, auch wenn dann doch noch etwas Regen fiel. (tst.) ................................................... > Impressionen auf Seite 9

500 32 Die Mettmenstetter Festgemeinde geniesst das heisse Spektakel aus sicherer Entfernung. (Bild Thomas Stöckli)

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Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Auflage des Kollokationsplanes und des Inventars In der konkursamtlichen Liquidation über den Nachlass von Reinhard Erhard Gurtner, geb. 22. Mai 1945, gestorben am 27. Juli 2012, von Schwarzenburg BE, wohnhaft gewesen in 8912 Obfelden, liegen der Kollokationsplan und das Inventar den beteiligten Gläubigern beim Konkursamt Affoltern zur Einsicht auf. Bezüglich der Klagerechte usw. wird auf die Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 7. August 2015 verwiesen. Affoltern am Albis, 7. August 2015 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Schluss des Konkursverfahrens Das Konkursverfahren über Simon Jeremy Skirrow, geb. 25. Februar 1961, Staatsangehörigkeit: Grossbritannien und Australien, wohnhaft Weihermattstrasse 33, 8926 Uerzlikon, ist durch Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Affoltern vom 27. Juli 2015 als geschlossen erklärt worden. Affoltern am Albis, 7. August 2015 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Bestattungen Affoltern am Albis Am 1. August 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Schluss des Konkursverfahrens Das Konkursverfahren über Frau Hilda Charlotte Gilli, geb. 13. Oktober 1953, von Luzern, Albisstrasse 30, 8915 Hausen am Albis, ist durch Urteil des Einzelgerichtes am Bezirksgericht Affoltern vom 28. Juli 2015 als geschlossen erklärt worden. Affoltern am Albis, 7. August 2015 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Quartierplan Affolternstrasse

Genehmigung Verfahrenseinleitung Der Gemeinderat hat mit Beschluss Nr. 65 vom 1. April 2015 über das Gebiet Affolternstrasse das Quartierplanverfahren eingeleitet. Mit Verfügung Nr. 0757/15 vom 14. Juli 2015 hat die Baudirektion des Kantons Zürich gestützt auf § 2 lit. b und § 159 Abs. 1 PBG folgendes verfügt: Die vom Gemeinderat Ottenbach am 1. April 2015 beschlossene Verfahrenseinleitung des Quartierplans Affolternstrasse wird genehmigt. Die Genehmigungsverfügung und der Festsetzungsbeschluss werden gestützt auf § 5 Abs. 3 und § 159 Abs. 3 PBG öffentlich bekannt gemacht. Sie werden den beteiligten Grundeigentümern zudem schriftlich mitgeteilt. Der Festsetzungsbeschluss, die Genehmigungsverfügung und die Unterlagen liegen während 30 Tagen zu den ordentlichen Öffnungszeiten im Gemeindehaus auf. Gegen den Festsetzungsbeschluss und die Genehmigungsverfügung kann innert 30 Tagen, von der Publikation bzw. vom Erhalt der persönlichen Mitteilung an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen oder genau zu bezeichnen. Rekursentscheide des Baurekursgerichts sind kostenpflichtig; die Kosten hat die am Verfahren unterliegende Partei zu tragen. Gemeinderat Ottenbach

Marti Plüss geb. 13. September 1922, von Murgenthal AG, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Obere Seewadelstrasse 12. Urnenbeisetzung am Montag, 10. August 2015 um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Hedingen In Zürich ist am 2. August 2015 gestorben:

Vogt geb. Hartmann, Annette Marie Louise Bernadette geboren am 13. Januar 1936, von Güttingen TG, verwitwet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Fliederstrasse 7. Abschied und Beisetzung haben im engsten Familienkreis stattgefunden.

Wettswil am Albis Am 31. Juli 2015 ist in Zürich gestorben:

Neubacher geb. Schölmbauer, Josephine geb. 11. Juli 1936, Bürgerin von Illnau-Effretikon ZH, Ehefrau des Neubacher, George Helmut Friedrich, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Hofächerstrasse 13b. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher

Gemeindeammannamt Affoltern am Albis

Gerichtliches Verbot Das Einzelgericht des Bezirksgerichtes Affoltern hat am 24. Juni 2015, nach Einsicht in das Gesuch von Frei Christian und Frei Peter Konrad, Alte Hedingerstrasse 16, 8910 Affoltern am Albis, vertreten durch die Imuva AG, Alte Hedingerstrasse 16, 8910 Affoltern am Albis, in Anwendung der Art. 258 bis 260 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) erkannt:

Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314-316 PBG).

Affoltern am Albis, 7. August 2015 Gemeindeammannamt Affoltern a. A. R. Günthardt, Gemeindeammann

Peter Lippert

TO D E S A N Z E I G E In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Urgrossmutter und Schwester

Marti Plüss 13. September 1922 – 1. August 2015

In ihrem 93. Lebensjahr durfte sie im Spital Affoltern im Kreise ihrer Familie für immer einschlafen. In stiller Trauer: Peter und Susanne Plüss-Steffen Michael Plüss und Vanessa Bleich Evelyne Plüss und Stefan Issler mit Norina Hanni Jaeger-Plüss Verwandte, Anverwandte und Freunde

Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Affoltern am Albis Planauflage: Gemeindeverwaltung, Kopfbau Kasino Obere Bahnhofstrasse 7 Hochbauabteilung, 1. OG, Büro K13 Bauherrschaft: Thomas Fux und Katja Martin, Ferenbacherstrasse 27, 8909 Zwillikon Bauvorhaben: Aufstellen von Sichtschutzwänden, Kat.-Nr. 6722, Ferenbacherstrasse 27, Wohnzone W2c

Urnenbeisetzung am Montag, 10. August 2015, um 14.00 Uhr im Friedhof Affoltern am Albis. Anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle. Statt Blumen zu spenden, bitten wir, des Hilfsvereins für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene, Postkonto 60-301657-4, Vermerk: Marti Plüss, zu gedenken. Traueradresse: Fam. Peter Plüss, Buchholzstrasse 126, 8053 Zürich

Hausen am Albis Gesuchsteller: WWZ Netze AG, Chollerstrasse 24, 6301 Zug Projektverfasser: Holinger AG, Forchstrasse 59, 8032 Zürich Bauprojekt: Neubau Reservoir Bolleren inkl. Anschlussleitungen auf Kat.Nr. 2318, Hirzwangen, Ebertswil (L)

DANKSAGUNG Ein herzliches Danke allen, die mit uns am 28. Juli 2015 von

Emma Hofstetter

Maschwanden

Bauherrschaft: Martin Suter, Albisstrasse 21, 8932 Mettmenstetten Bauprojekt: Einbau Sonnenkollektoranlage sowie drei Dachflächenfenster, Anbau Terrasse beim bestehenden Wohnhaus, Vers.-Nr. 463, Kat.-Nr. 3903, Albisstrasse 21 (Kernzone KA) (Kommunales Inventar)

Abschied genommen haben. Es war eine schöne Abschiedsfeier, die auch Emmi/Emmeli gefallen hätte und die von Frau Pfarrerin Elisabeth Armingeon zum Thema Gottvertrauen sehr stimmig und tröstlich gestaltet wurde. Vielen Dank. Insbesondere die wunderbare Musik, die uns die Mitglieder des Chors Ottenbach, unter der Leitung von Anette Bodenhöfer, die Organistin Veronica Nulty und der Solist Arthur Schärer vorgetragen haben, begeisterte uns. Herzlichen Dank. Danke für die Anekdoten, die uns nach der Beerdigung erzählt wurden – es ist schön zu wissen, dass Emmeli von vielen geschätzt wurde – und für die Blumen- und Geldspenden für späteren Grabschmuck. Wir danken allen, die Emmeli Hofstetter in ihrem langen Leben Gutes getan und sich ab und zu Zeit für einen «Schwatz» genommen haben. Insbesondere danken wir den liebevollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pflegeheims Rigi in Affoltern, die ihr die letzten vier Jahre das Leben erleichterten sowie Herrn Pfarrer Jörg Ebert für die seelsorgerische Betreuung während dieser Zeit.

Ottenbach

Im August 2015

Bauherrschaft: Dubs Urs, Wolserstrasse 17, 8933 Maschwanden Projektverfasser: Honauer Roger, Zürcherstrasse 18, 5630 Muri Bauvorhaben: Umnutzung des Geflügelstalls (Vers.-Nr. 260) in ein Lager (ohne Umbauten), Wolserstrasse 15, Kat.-Nr. 725, Landwirtschaftszone

Mettmenstetten

Bauherrschaft: Sun Architecture GmbH, Grabenstrasse 2, 8952 Schlieren Projektverfasser: Bauherrschaft und Grundeigentümer Bauvorhaben: Neubau Mehrfamilienhaus mit 10 Wohneinheiten und 1 Gewerbeeinheit samt Tiefgarage, Stüdler (Weiermatt), Kataster-Nr. 1558, Zone: WG2, ES III, Gestaltungsplanpflicht

Die Trauerfamilien

Und immer sind irgendwo Spuren Deines Lebens, Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle. Sie werden uns immer an Dich erinnern und Dich dadurch nie vergessen lassen.

HERZLICHEN DANK

Unberechtigten ist das Abstellen von Motorfahrzeugen aller Art auf den Parkplätzen der Liegenschaften Alte Hedingerstrasse 14, 16, 18, 20, 22 und 24 (Grundregister Blatt 738, Kat.-Nr. 5730), 8910 Affoltern am Albis, verboten. Ausgenommen sind Besucher der Mieterschaft der genannten Liegenschaften während der Dauer ihres Besuches. Zuwiderhandlungen werden mit einer Busse von maximal Fr. 250.– bestraft. Wer dieses Verbot nicht anerkennen will, hat innert 30 Tagen seit dessen Bekanntmachung und Anbringung auf dem Grundstück beim Gericht Einsprache zu erheben. Die Einsprache bedarf keiner Begründung. Die Einsprache macht das Verbot gegenüber der einsprechenden Person unwirksam. Zur Durchsetzung des Verbots ist beim Gericht Klage einzureichen (Art. 260 ZPO).

Das ist die tiefste Sehnsucht eines jeden Menschen, nicht unnütz zu sein, sondern für den geliebten Menschen gebraucht zu werden und brauchbar zu sein.

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.

allen Verwandten, Bekannten, Freunden, Nachbarn und Schulkameraden für ein stilles Gebet, für eine stille Umarmung, für tröstende Worte, gesprochen oder geschrieben, für einen Händedruck, wenn Worte fehlten, für das Geleit in der Stunde des Abschieds, für alle Zeichen der Freundschaft, Zuwendungen aller Art, für Spenden an Swiss Transplant

Margrit Gallmann-Tschudi 7. Februar 1944 – 10. Juli 2015

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Ein besonderes Dankeschön geht an Herrn Pfarrer Andreas Fritz für die tröstenden Worte, Jodlerklub Hasenberg für die musikalische Gestaltung, Dr. med. Ph. Luchsinger für die jahrelange Betreuung, Nephrologie Unispital Zürich, Spitex Knonaueramt, Langzeitpflege Sonnenberg Pilatus Mettmenstetten, im August 2015

Die Trauerfamilie


Bezirk Affoltern

Freitag, 7. August 2015

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Umfassende Strassensanierung in Herferswil Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Mettmenstetten Die im Ortskern von Herferswil liegenden Strassen weisen zum Teil gravierende Belagsschäden, Unebenheiten (Spurrillen), Belagsrisse sowie unterschiedliche Quergefälle auf. Um die Bausubstanz zu erhalten und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, erfolgt eine Sanierung mit voraussichtlichen Gesamtkosten von gegen 600 000 Franken. In Umsetzung der veranlassten Zustandserfassung wird mehrheitlich ein totaler Belagsersatz mit Verstärkung im Tiefeinbau und teilweisem Ersatz der Fundationsschicht erfolgen (Bauzeit 3 Monate ab ca. Mitte August). Selbstverständlich werden wo nötig auch die öffentlichen Abwasseranlagen saniert. Aufgrund der vorhandenen Platzverhältnisse kann keine Strassenverbreiterung erfolgen und auch kein Fussgängerschutz erstellt werden. An der vorhandenen Strassenbeleuchtung sind keine Änderungen vorgesehen. Nach erfolgter Submission und Auswertung von sieben bzw. drei Offerten sind die wirtschaftlich günstigsten Angebote der Firmen Büwe Tiefbau AG, Rotkreuz, zu pauschal 345 000 Franken (Bereich Strassensanierung) bzw. Kanaltec AG, Balgach zu 68 350 Franken (Bereich Inlinersanierung) berücksichtigt worden. Für die Sanierung (Vorflicken/ Oberflächenbehandlung) verschiedener Gemeindestrassen sind zudem gemäss eingestelltem Voranschlagskredit Ausgaben von 180 000 Franken bewilligt worden.

Initiative Doppelturnhalle Am 4. November 2013 hat eine aus verschiedenen Ortsvereinen bestehende Delegation eine von 275 Stimmberechtigten unterzeichnete Initiative für die Realisierung einer Doppelturn-

halle eingereicht. Hintergrund des Initiativbegehrens bildete die Absicht der Primarschulpflege, die aus dem Jahre 1928 stammende Einfachturnhalle Gramatt zu rund zweieinhalb Millionen Franken zu sanieren. Die Initianten entschlossen sich zu einer Sistierung des Begehrens, nachdem behördenseits zugesichert wurde, das Sanierungsvorhaben zurückzustellen und stattdessen behördenübergreifend eine gemeinsame, umfassende Strategie für öffentlichen Bauten zu verfolgen, welche folglich in den immer noch laufenden Prozess Raumentwicklung mündete. Anlässlich der im April 2015 dazu abgehaltenen Informationsveranstaltung wurde von den Behörden der Bau einer Doppelturnhalle in Aussicht genommen. Voraussichtlich im Dezember 2015 wird sich die Stimmbürgerschaft neben anderen im Rahmen des Vorhabens «Raumentwicklung» geplanten Investitionsvorhaben dazu äussern können (Projektierungskredite). Unter diesen Voraussetzungen hat sich das Initiativkomitee für einen Rückzug der Initiative entschlossen; die Initiative wurde vom Gemeinderat abgeschrieben.

Bauwesen Anlässlich seiner Klausurtagung von Februar 2015 hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, den Revisionsbedarf an der gültigen Bau- und Zonenordnung (letzte Anpassung 2007) zu ermitteln (Themenbereiche: Innere bauliche Verdichtung, Bestimmungen für die Kernzonen, Parkierung, Zonen mit Anordnungen zur Nutzung erneuerbarer Energien, weitere Problembereiche aus der täglichen Praxis). Das planerisch anspruchsvollste Thema stellt eine mögliche innere Verdichtung dar – es sind eine Analyse und die Aufbereitung von Grundlagen nötig. Dafür hat der Gemeinderat einen Kredit von 14 000 Franken bewilligt und die Arbeiten dem langjährigen

Ferner hat der Gemeinderat ...

Die Unterflursammelstelle bewährt sich. (Bild zvg.) Ortsplaner Hugo Wandeler, dipl. Architekt ETH/SIA, Zürich übertragen. Erstmals hat der Gemeinderat im Rahmen einer Unterschutzstellung im Einvernehmen mit einem betroffenen Grundeigentümer für dessen Wohnhaus einen Schutzvertrag im Sinne von § 205 lit. d PBG abgeschlossen, welcher die schützenden Elemente genau bestimmt und den Schutzumfang definiert. Mit der Unterschutzstellung ist eine öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkung verbunden.

Fischbach In den nächsten Wochen werden die Bauarbeiten des Gewässerprojektes Fischbach «Teilverlegung mit Offenlegung sowie Hochwasserentlastungsleitung (Gebiet Niederfeld/Langacher)» aufgenommen, nachdem im fraglichen Gebiet die Realisierung einer Überbauung durch private Grundeigentümer geplant ist. Gestützt auf die durchgeführte Submission sind die Bauarbeiten zu knapp 262 000 Fran-

ken an die Firma Vonplon Strassenbau AG vergeben worden.

Entsorgungsstelle Die Bauabrechnung über die Realisierung einer Entsorgungsstelle mit Unterflurcontainern im Einmündungsbereich Weid-/Bahnhofstrasse weist Gesamtkosten von Fr. 100 640.50 aus, was eine Kostenüberschreitung von Fr. 19 451.70 ergibt. Zu Mehrkosten haben Bewilligungsgebühren, Notariatskosten, ein Lärmgutachten, zusätzliche Ingenieur- sowie Bauleistungen etc. geführt. Die zeitgemässe, zentral gelegene Entsorgungsmöglichkeit erfreut sich bei der Bevölkerung bereits grösster Beliebtheit – es kann trotz der unerfreulichen Mehrkosten von einem gelungenen Werk gesprochen werden, zumal auch die Lärmimmissionen gegenüber der bisherigen Lösung wesentlich geringer ausfallen bzw. ausserhalb der Entsorgungsstelle praktisch nicht wahrnehmbar sind. (Ga.)

• ... im zustimmenden Sinne davon Kenntnis genommen, dass Peter Rütimann, Mettmenstetten, als Pächter der Jagdgesellschaft Mettmenstetten aufgenommen worden ist. • ... Polizeibewilligungen für folgende Anlässe ausgestellt: Dunschtigclub, Grümpelturnier mit Openair-Kino, 29./30. August 2015/Hawa AG, Jubiläumstage, 3. bis 5. September 2015/Kavallerieverein Affoltern a. A., Pferdesporttage, 19./20. September 2015. • ... festgelegt, Organisationen, welche im kommenden Jahr mit einer Veranstaltung zu 900 Jahre Mettmenstetten beitragen, die aus Polizeistundenverlängerung und Gastgewerbepatent anfallenden Gebühren erlassen. • ... für den gesetzlich vorgeschriebenen Bezugsrahmenwechsel des Koordinatensystems (Vermessung, Verwendung satellitengestützte Daten ohne Verzerrung) einen Kredit von 19 000 Franken bewilligt. • ... entschieden, für die im Bereich der Erspachstrasse bzw. Friedhofstrasse liegenden Parkplätze die zwischen 8 und 19 Uhr geltende Parkdauer von 6 auf neu 3 Stunden zu verkürzen. Die von der Kantonspolizei gutgeheissene Signalisation ist bereits in Rechtskraft erwachsen, die Signalisationsänderung erfolgt in den nächsten Wochen. • ... für die Ersatzbeschaffung von Soft- und Hardware und Errichtung eines Netzwerkes für die im Gemeinschaftszentrum Sputnik stehenden Arbeitsplätze der zwei Mitarbeiter der offenen Jugendarbeit einen Rahmenkredit von 6500 Franken bewilligt.

Tafelobst gut, Mostobst eher schwach Ernte 2015: Kein guter Ertrag ist bei den Hochstamm-Äpfeln zu erwarten Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Die aktuelle Apfel- und Birnenernte steht kurz bevor, gemäss Schätzungen sollen die Erträge durchaus gut ausfallen dieses Jahr. Beim Tafelobst trifft dies auch im Bezirk Affoltern zu, derweil die Mostobsternte eher schwach ausfallen wird. ................................................... von urs e. kneubühl

Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, 5001 Aarau

«Die Ernte ist heuer noch nicht eingefahren, ich bin zurzeit daran, durch Herausschneiden die Qualität weiter zu steigern», sagt Obstbauer Ernst Meier aus Obfelden. Das Obst hänge noch sehr fest an den Ästen und es sei vor allem auch von der Witterung in den kommenden Tagen und Wochen abhängig, wann geerntet werden könne, erklärt er weiter. Grundsätzlich aber rechnet der Obfelder Obstbauer dieses Jahr mit einer guten Tafelobsternte. «Beim hochstämmigen Mostobst allerdings sieht es durchzogen aus», fügt er zusätzlich an. Dies bestätigen der Schweizer Obstverband (SOV) und Moster Markus Müller von «Müllers Buurelädeli» in Bonstetten. «Während die Tafelapfelmenge im Bereich des Vorjahres liegt, wird die Mostapfelernte voraussichtlich um 13 Prozent tiefer ausfallen als 2014», hat der SOV errechnet.

Bonstetter Moster sucht Blauacher Markus Müller seinerseits ergänzt: «Meine Umfragen haben ergeben, dass es heuer eher schwach aussieht beim Mostapfelertrag, und auch auf meinen Blauacher-Bäumen sieht es nicht rosig aus. Der Ertrag wird auf jeden Fall bei Weitem nicht ausreichen, um unseren Apfelschaumwein Blauacher Chlöpfmoscht angemessen keltern zu können. Wir sind daher schon kräftig auf der Suche nach Blauacher-Äpfeln.» Nicht genug damit, dass die Blauacher-Ernte heuer schwach ausfällt, im Frühjahr hat zudem ein dreister Dieb dem Bonstetter Moster einen jungen Blauacher-Baum ausgegraben und gestohlen. Bezüglich der Birnenernte sieht es anders aus als bei den Äpfeln. «Die Mostbirnenernte wird dieses Jahr um drei Prozent höher ausfallen als im Vorjahr», schätzt der OSV. Die Menge an Tafel- und Industrieobst aus Anlagen wird heuer zwar im Durchschnitt der vier Vorjahresernten sein, jedoch 12 Prozent tiefer liegen als die Ernte 2014.

Etwas Regen und Gottes Gnaden Obstbauer Ernst Meier meldet zwar, dass die Bäume die Julihitze gut überstanden hätten und die Niederschläge Ende des letzten Monats in den Kultu-

Beim Tafelobst (hier in Zwillikon) sieht es gut aus. (Bild Thomas Stöckli) ren und im Feldobstbau hoch willkommen waren. Und auch für die kommenden Wochen wünscht er sich den einen oder anderen ausgiebigen Regenguss, der den Kulturen gut tut und das Obstwachstum fördert. «Wir Obstbauern können mit unseren Pflegemassnahmen lediglich unser Bestmögliches zum guten Gedeihen, zur Qualität und dem Wachstum der Äpfel und Birnen beitragen, alles andere ist von Gottes Gnaden», hält Meier fest und bemerkt gleichzeitig, dass dies in der heutigen Überflussgesellschaft leider mehrheitlich nicht mehr so gesehen und geschätzt wird.

Gemäss der aktuellen Ernteschätzung des Schweizer Obstverbandes und des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) wird schweizweit mit total 183 800 Tonnen Äpfeln und 35 100 Tonnen Birnen gerechnet. Die erwarteten Erntemengen liegen damit bei den Äpfeln leicht unter dem Durchschnitt, bei den Birnen im Durchschnitt der Vorjahre. Die Konsumenten dürfen sich aber auf jeden Fall auf aromareiche und geschmackvolle Äpfel und Birnen freuen und dementsprechend sind auch qualitativ hochstehende Säfte und Edelbrände zu erwarten.


Liegenschaften

HERZLICHEN DANK für die Freundschaft und Verbundenheit, die unser Müetti während ihres langen Lebens erfahren durfte und für die herzliche Anteilnahme beim Abschied von unserer lieben

Verkäufe

Marie Eicher-Münsch Die vielen schönen Gesten, die liebevollen Gespräche und Zeilen, die Geldspenden und die grosse Teilnahme an den Abschiedsfeierlichkeiten sind Zeichen der Sympathie. Zu spüren, wie sehr unsere Mutter in der viel verzweigten Familie und in der Dorfgemeinschaft Hausen geschätzt war, erfüllt uns mit grossem Dank und berührt uns sehr. Besonders danken wir Diakon Matthias Kühle für die einfühlsame Abschiedsfeier und der Organistin Rosemarie Ott für die musikalische Begleitung. Müetti wird immer einen festen Platz in unseren Herzen behalten. Hausen am Albis, im August 2015

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Bezirk Affoltern

Freitag, 7. August 2015

Sie lebt den Mädchentraum vom Modeln Fabienne Schild aus Affoltern berichtet von ihrem ersten Jahr in der Modelbranche Tolle Kleider tragen, in der Welt herumreisen und staunende Blicke auf sich ziehen. Vom Modeln träumen viele Mädchen. So auch Fabienne Schild aus Affoltern. Für sie wurde der Traum vor einem Jahr allerdings Realität – zumindest nebenbei. ................................................... von thomas stöckli Ein Jahr ist es her, seit es Fabienne Schild aus Affoltern als eines von zwölf Mädchen ins nationale Finale des Wettbewerbs Elite Model Look geschafft hat. «Es war ein spannendes Jahr», verrät sie, «ich habe viele neue Leute kennen gelernt.» Ihren Vertrag bei der Modelagentur Option Model Agency hatte sie bereits im September in der Tasche, bei Globus ist sie mittlerweile ebenso in der Kartei wie beim Schweizer Modeunternehmen Akris. «Ziemlich oft» werde sie angefragt, so die 17-Jährige, «meist für Shows – das mache ich auch am liebsten», verrät sie – aber auch für Fotoshootings zieht ihr Typ. Insbesondere mit ihren langen, vollen Haaren konnte sie wiederholt punkten.

Stundenlang stehen und warten Die Anfragen kommen allerdings oft sehr kurzfristig. Und da ihre KV-Lehre im Immobilienbereich an erster Stelle steht, bleiben fürs Modeln Ferientage und die Wochenenden. Entsprechend ist der Feriensaldo bereits von fünf auf dreieinhalb Wochen geschrumpft. Auf die Anfragen von Shows folgt meist ein Casting. Und da ist Geduld gefragt. «Teilweise muss man stundenlang dort stehen und warten», erzählt Fabienne Schild. Deshalb nimmt sie mittlerweile jeweils etwas zum Lernen mit.

Der Entscheid fällt dann in rund fünf Minuten. Und wenn er negativ ausfällt? «Mittlerweile kann ich damit umgehen», sagt sie. «Ich habe gelernt, mir nicht zu grosse Hoffnungen zu machen. Wenn es doch klappt: umso schöner.» Trotzdem dürfte es enttäuschend sein, wenn man viel Zeit investiert und kein Job herausschaut. Doch glücklicherweise sei das eher die Ausnahme. Manchmal ist halt ein anderer Typ gefragt.

Lärmklagen und gesprengte Briefkästen Am 1.-August-Wochenende hatte es die Polizei im Knonauer Amt vor allem mit Vandalismus und Lärmklagen zu tun. Doch auch Einbrecher nutzen die Sommerferienzeit. Wenn Feuerwerk im Umlauf ist, dann wird es manchmal auch zweckentfremdet. Das zeigte sich einmal mehr am Nationalfeiertag. In Affoltern, Mettmenstetten und Stallikon wurden Briefkästen gesprengt, in Hedingen war ein Plakat und am Bahnhof Mettmenstetten ein Ticketautomat das Ziel von Feuerwerks-Vandalen. In verschiedenen Gemeinden wurden zudem Autos beschädigt: Lack zerkratzt, Scheiben eingeschlagen und Scheibenwischer abgebrochen. In Stallikon nahmen sich Vandalen eine Verkehrsinsel und einen Signalständer vor.

Zurückhaltung ablegen Und was war denn nun das Highlight des ersten Model-Jahres? «Die Energy Fashion Night», kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen. «Da habe ich erfahren, wie streng der Job wirklich sein kann.» Am Freitagmorgen ging es um 8 Uhr los mit der Anprobe und der Kleiderzuteilung. Dann hiess es warten bis zu den Proben am Nachmittag. Bis um 22 Uhr wurde an der Choreografie geschliffen. Am Samstag ging es um 8 Uhr weiter. Vor dem grossen Event im Hallenstadion kam dann Hektik auf. Nochmals wurden die Outfits probiert, letzte Änderungen vorgenommen. Es folgte eine weitere Choreografie-Probe, dann ging es in die Maske. Am Abend stand der grosse Auftritt auf der Bühne an. «Es war mega schnell vorbei», blickt Fabienne Schild zurück. «Ich habe den Moment genossen und wäre am liebsten noch 1000mal raus.» Unvergessen bleiben ihr auch die Begegnungen mit den Models aus aller Welt, etwa Stefanie Giesinger, Gewinnerin der Castingshow «Germanys next Topmodel» oder «Victoria’s Secret»-Engel Chanel Iman. «Es ist schon toll, mit denen reden zu können.» «Dranbleiben», hat sich die 17-Jährige deshalb für die Zukunft vorge-

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Lärm sorgt für rote Köpfe

Ein Highlight für Fabienne Schild (rechts): Das Treffen mit Stefanie Giesinger, Gewinnerin der Castingshow «Germanys next Topmodel». (Bild zvg.) nommen, auch wenn es schwierig ist, Ausbildung und Modeljob zu koordinieren. Die gewonnene Erfahrung zahlt sich bereits aus: Mit jedem Mal fällt es ihr leichter, die anfängliche Zu-

rückhaltung abzulegen. Ende August steht eventuell eine Fashionshow von Edgar Balseca an. Und an der Energy Fashion Night will die Affoltemerin auch nächstes Jahr wieder mitlaufen.

«Sei wer du bist und sein möchtest» Unvergessliches Hausemer Lager (Hula) im Wunderland in Rueras Das Hausemer Lager, organisiert von Lydia Hartmann und ihrem innovativen Team, hat den Teilnehmern eine wunderschöne Ferienwoche ermöglicht.

Bereits in der Nacht auf den 1. August musste die Kommunalpolizei in Affoltern zwischen 22.30 und 23.30 Uhr wegen zwei Lärmklagen ausrücken. Betroffen waren zwei Bars, die jedoch beide eine Bewilligung vorweisen konnten. In der selben Nacht wurde die Kantonspolizei um 1.45 Uhr wegen lärmender und randalierender Leute am Bahnhof Affoltern aufgeboten. Beim Eintreffen der Polizisten waren jedoch weder Leute noch Lärm oder herumliegende Gegenstände auszumachen. Auch in der folgenden Nacht ging es lärmig weiter im Bezirkshauptort: Kurz nach Mitternacht am 2. August musste die Kommunalpolizei an einer privaten Party zur Ruhe ermahnen. Heftiger für Stunk sorgte am Dienstagmorgen, 4. August, um 1.30 Uhr am Bahnhof Affoltern eine Gruppe von auswärtigen, stark angetrunkenen jungen Frauen. Sie wurden verzeigt. Der Lärm gegen 2.30 Uhr in der Nacht darauf stellte sich dann allerdings als harmlos heraus: Die Nachtarbeit der SBB war rechtens.

Einbrüche in Mehrfamilienhäuser in Affoltern Auch Einbrecher nutzen die Ferienzeit rege. Ziel waren vier Mehrfamilienhäuser in Affoltern. Zutritt verschafften sich die Täter durch die Tür. In zwei Fällen nahmen sie sich im selben Haus mehrere Wohnungen vor. Es entstanden Sachschäden von je mehreren Hundert bis Tausend Franken pro Wohnungstür. Die Deliktsumme ist noch in Abklärung. (tst.)

wir gratulieren Am ersten Samstag in den Sommerferien haben Lydia Hartmann von der Firma Dekorei und die zehn weiteren Leitenden auf dem Weisbrod-Areal 52 Kinder empfangen, um gemeinsam per Car nach Rueras zu reisen. Dort erlebten sie abwechslungsreiche und farbenfrohe Ferien, aufgebaut auf den Grundpfeilern des Lagerinhaltes: Bewegung, Kreativität, Besinnung und Gemeinschaft. Die Woche stand unter dem Thema Wunderland: «Sei wer du bist und sein möchtest im Wunderland». Die Stimmung mit der ganzen Truppe war diesmal speziell gut und das Küchenteam hat die Teilnehmer wunderbar verwöhnt. Nach sieben Tagen wieder in Hausen angekommen, waren alle begeistert. Fürs nächste Jahr konnte bereits das favorisierte Lagerhaus im Kanton Bern reserviert werden und alle Leiter sowie hoffentlich viele Kinder werden wieder dabei sein. Auch wenn der Aufwand der Vorbereitungsarbeit und die Verantwortung vor Ort gross sind – eine solche positive Gemeinschaftserfahrung ist es jederzeit wert.

Zum 80. Geburtstag Bruno Anton Vetterli darf morgen Samstag, 8. August, in Affoltern den 80. Geburtstag feiern. Herzliche Gratulation. Wir wünschen dem Jubilaren ein schönes Geburtstagsfest.

Zum 85. Geburtstag Am Sonntag, 9. August, feiert Max Buchmann seinen 85. Geburtstag. Pro Senectute Knonau gratuliert dem Jubilaren ganz herzlich, wünscht ihm ein freudvolles Geburtstagsfest und für die Zukunft alles Gute.

Singrunde ums Lagerfeuer. (Bilder zvg.)

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Freitag, 7. August 2015

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«Leute arbeiten gerne mit Naturmaterial» Das Dekogetreide von Künzis in Maschwanden ist weitherum gefragt – seit nunmehr 30 Jahren Was haben ein Stromunternehmen, ein Dessous-Label und ein Luxus-Resort auf den Malediven gemeinsam? Sie alle haben auf die Werbewirkung von Getreidedeko Künzi in Maschwanden gesetzt. Die Erfolgsgeschichte begann vor 30 Jahren.

schend. Ein Hoteldirektor suchte für die Drinks in seinem Sechs-Sterne-Resort ökologische Alternativen zu Kunststoffröhrchen. Im Aargau aufgewachsen, hatte er sich erinnert, als Kind durch Strohhalme getrunken zu haben. Sollte man sich auf dieses Abenteuer einlassen? Beide Seiten hatten ein gutes Gefühl und so einigte man sich auf einen Test mit 50 000 Stück im folgenden Jahr. «Wir mussten extra Roggen anpflanzen», erklärt Claudia Künzi. Der Durchmesser der Röhrchen sollte nämlich so gross sein, dass keine Fruchtstücke stecken bleiben. Die Ware gaben Künzis jeweils in Schalenkoffern aus dem Brockenhaus Malediven-Reisenden mit. Die letzte Position brachte ein Zimmermann auf Walz bis nach Bangkok. So lief alles gut, bis 2004 der verheerende Tsunami kam. Die Prioritäten im Inselparadies verschoben sich von einem Moment auf den anderen, später wurde der Hoteldirektor pensioniert und so blieb es beim geglückten Test.

................................................... von thomas stöckli Über drei Jahrzehnte ist es her, seit Claudia Künzi in einem StrohflechtKurs bei Elisabeth Spinnler zum ersten Mal mit Getreidedekoration in Berührung kam. Es sei schwierig, an geeignete Materialien zu kommen, klagte die Kursleiterin damals. Künzis hatten zu diesem Zeitpunkt einen kleinen Bauernbetrieb mit zehn, zwölf Kühen. «Wir waren offen für neue Ideen», so Claudia Künzi. Trotzdem brauchte es einiges an Überzeugungsarbeit, bis sich auch ihr Mann für einen unkonventionellen neuen Betriebszweig begeistern liess. Vorerst pflanzte Ruedi Künzi auf einer halben Are Dekogetreide an. «Wir haben gedacht, wir machen das mal und hören dann wieder auf und machen etwas anderes», erinnert er sich. Das Material kam allerdings so gut an, dass Elisabeth Spinnler ihre Kurs-Tätigkeit intensivierte. «Es gab einen unglaublichen Schneeball-Effekt», blickt Claudia Künzi auf jene Pionierjahre zurück. Zu Spitzenzeiten bauten Künzis auf bis zu 80 Aren Dekogetreide an. Und der Boom sollte nicht wie erwartet nach vier bis sechs Jahren abbrechen, sondern hielt über zehn Jahre lang an, ehe sich die Nachfrage auf ansprechendem Niveau einpendelte. Aktuell nimmt das Dekogetreide noch 15 Aren in Anspruch. 15 verschiedene Getreidesorten sind im Angebot. Sorten, die in der Region üblich waren, aber auch Sorten, die in der Forschungsanstalt Reckenholz zur Kreuzung Verwendung fanden. Speziell empfindliche und hochwachsende Ähren – der «Poppeli»-Weizen etwa wird bis zu zwei Meter lang – müssen durch Stütznetze stabilisiert und mit der Sichel von Hand geerntet werden. Für den Grossteil kommt allerdings

Die Stehsäcke sind der Deko-Klassiker. Claudia und Ruedi Künzi in ihrer Ausstellung. (Bild Thomas Stöckli) der Bindemäher zum Einsatz, der das Getreide gleich lose zu Arveln oder Garben schnürt. Zum Trocknen werden diese dann ausgefächert und zwei bis drei Tage an der Sonne liegen gelassen. Danach werden sie fester geschnürt und kopfüber aufgehängt, damit sie grad bleiben und keine Schädlinge rankommen.

Ein Drogenhund gibt an Die Kundschaft hat sich im Laufe der Jahre stark verändert. Waren es anfangs vor allem die Leiterinnen und Teilnehmerinnen von Strohflechtkursen, so richtet sich das Angebot heute stärker an Dekorateure. So spielte das Maschwander Getreide vor vier Jahren eine Hauptrolle im Katalog eines Beldona-Katalogs. Passend dazu wurden auch die Schaufenster des Dessous-Unternehmens mit Getreide ausstaffiert. Als Graubünden als Gastkanton am Sechseläuten 2004 ihren «Hom Strom» neben den Böögg stellen wollte, lieferten Künzis die Garben für den Strohmann nach Zürich. Ebenfalls Strohmänner – wenn auch um einiges kleiner – hat Claudia Künzi für ein

Stromunternehmen im Aargau kreiert. Der Strohmann wurde hier kurzerhand zum Strommann. Zu den langjährigen Kunden gehört auch Fredy Hiestand. Für dessen Brotfirma «fredy’s» haben Künzis ein Getreidefeld im Baukasten-System entwickelt. Als Basis dienten Paletten mit vorgelochten Platten. Die Ähren wurden für den Auftritt an einer Messe sogar feuerhemmend behandelt. Weiter setzt Maschwander Getreide in diversen Marché-Raststätten Akzente und ist in der Neuverfilmung des «Schellenursli» zu sehen. Für einen Kongress in Deutschland wurden besonders schöne Ähren zum Vergolder geschickt. «Wenn eines misslingen sollte, können Sie es gerne zurückschicken», bot Claudia Künzi damals an – leider vergeblich. Immerhin bekam sie Fotos von den Goldähren. Eine spannende Begegnung ergab sich letztes Jahr. So rief an einem Sonntagmorgen das Parkhotel Vitznau an: Abreisende Gäste aus Katar wollten Getreide in ihre Heimat mitnehmen. Kurz darauf fuhr eine Limousine mit getönten Scheiben in Maschwanden vor. Ihr entstiegen ein Chauffeur

und mehrere Frauen. Sie kauften für mehrere hundert Franken ein, bezahlten mit einer Tausendernote und verlangten zum Schluss nach einem Geschenk. Dieses Jahr meldeten sich dann Kunden aus Ulm an. Schnell war das Auto gefüllt, allerdings ging ein Sack «Strohbürdeli» vergessen. «Wir kommen morgen nochmals», kündeten die Schwaben telefonisch an – und füllten tags darauf das Auto gleich nochmals.

Ökologische Alternativen zu Kunststoffröhrchen Das Angebot von Künzis ist nicht nur schweizweit einzigartig. Auch aus Österreich und Italien hatten sie schon Anfragen. Eine Sendung ins Südtirol wurde allerdings nicht zugestellt: Ein Drogenhund hatte angegeben. Man kann sich das Erstaunen der Beamten vorstellen, als die Empfängerin beim Zoll vorstellig wurde, das Paket in deren Anwesenheit öffnete und die unbedenkliche Fracht zum Vorschein kam. Das Interesse aus den Malediven kam allerdings schon etwas überra-

Interessierte jederzeit willkommen Über mangelnde Nachfrage können sich die Maschwander trotzdem nicht beklagen. Als zeitloses Symbol für den Sommer und für die Natur spricht das Getreide die Menschen an. «Die Leute arbeiten gerne mit Naturmaterialien», weiss Claudia Künzi, die selber zweimal im Jahr ganztägige StrohflechtKurse anbietet. Ihre Kursteilnehmerinnen kommen jeweils aus der ganzen Schweiz und sogar aus Deutschland und Österreich. Gerade bei der jüngeren Generation sei das Interesse gross, allerdings mangle es an Kursleiterinnen. 30 Jahre dauert die Erfolgsgeschichte mit dem Nischenprodukt nun also bereits an. Zu den bisherigen Jubiläen haben Claudia und Ruedi Künzi alle fünf Jahre mit riesigem Aufwand ein Fest gestemmt. Diesmal wollen sie es ruhiger angehen lassen und mit ihren langjährigen Helfern in kleinem Rahmen feiern. Wer sich für Dekogetreide und Strohflechten interessiere, sei allerdings jederzeit willkommen vorbeizuschauen, betonen sie: «Wir erzählen sehr gerne, wie das läuft.»

Feuerzauber über dem Säuliamt am Nationalfeiertag

Das Höhenfeuer beim Paradies in Mettmenstetten lässt Funken fliegen. (Bild tst.)

Auch auf dem Weidhoger in Stallikon loderts. (Bild kb.)

Das Höhenfeuer am Dorfrand von Hausen. (Bild map.)


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Freitag, 7. August 2015

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Gops Affoltern als Notunterkunft kein Thema Migranten-Wohnraum: Erste Lösungen liegen vor Die Suche nach zusätzlichem Wohnraum ist auf gutem Weg. Zur Möblierung fehlen noch Betten. «Freiheit für alle politischen Gefangenen.» Hossein Gorji (Mitte) demonstriert gegen Missstände im Iran. (Bild zvg.)

Keine Farbe dunkler als schwarz Als Asylant im Säuliamt, Teil 11 ................................................... von ute ruf Seine Mutter in Teheran sagt ihm per Skype, sie sei neidisch auf mich. Das erzählt mir Hossein und ich bin verwundert. «Wieso?» «Weil du so oft mit mir zusammen bist.» Einiges hat sich verschlechtert: Hossein darf nicht mehr in der Velowerkstatt arbeiten. Andere Asylbewerber aus dem Kanton Zürich dürfen dort seit Jahren arbeiten, auch solche mit negativem Bescheid. Dabei hat ihm das Arbeiten dort so viel Freude gemacht. «Man erlaubt nicht Gratisarbeit?!?» Er bekam ja nur 160 Franken im Monat. Maryam und er dürfen ihre Sprachschule nicht mehr besuchen, sondern sollen nun in eine GratisSprachschule gehen – «dort viele Leute in sehr kleine Raum, ohne Buch.» Nach der Ferienpause werde ich mal mitgehen. Viele iranische Bekannte haben die Aufenthalts-Bewilligung bekommen. «Warum nicht wir? Ein Monat Flucht, alles wegen nichts? Iranisches Sprichwort heisst: Es gibt keine Farbe, dunkler als Schwarz. Jetzt ich bin …» «Stopp, Hossein, zuerst das Verb.» Er korrigiert: «Jetzt bin ich vollschwarz.»

Zahnproblem Ein neues Problem kommt hinzu: Maryam ist ein Zahn abgebrochen. Der Aufbau eines Zahnes wird jedoch keinem Sozialempfänger bzw. Asylbewerber bezahlt, da dies sehr teuer ist. Es wird höchstens eine Schmerzbehandlung bezahlt, was in diesem Fall bedeutet: Maryam könnte sich den Zahn ziehen lassen. Nun – Hossein sucht eine andere Lösung. Hat er doch schon von günstigen Behandlungen durch Studenten an der Poly-Zahnklinik Zürich gehört. Morgens um halb acht steht er mit Maryam am Schalter, jedoch wird sie versehentlich zum Notfallzahnarzt eingeteilt. Dieser macht bei Maryam eine Nervenbehandlung und überreicht ihr anschliessend die Rechnung von 453 Franken. Der Zahn ist aber noch nicht aufgebaut. Am nächsten Tag stehen die beiden erneut um halb acht vor dem Schalter, wünschen diesmal explizit eine Behandlung durch Studenten. Und wie schön – sie werden sogar einer iranischen Studentin zugeteilt! Leider kann diese nicht gut persisch sprechen, da sie hier aufgewachsen ist. Nun sind noch einmal 200 Franken in bar zu bezahlen. Der Zahn-Aufbau (ohne weitere Kosten) soll im Oktober fortgesetzt werden. Mal hoffen, dass wenigstens ein Teil der 653 Franken doch vom Kanton bezahlt wird.

durch einen Tunnel fuhren, meinte Hossein: «Schau mal, Maryam, alle Lampen brennen. Keine kaputt. Das ist Schweiz.» Hossein macht der iranischen Regierung grosse Vorwürfe wegen Korruption und menschenverachtenden Massnahmen. Er hat auch schon an Demonstrationen gegen den Iran teilgenommen, selber das Spruchband hergestellt mit der iranischen Flagge: grün, weiss, rot. Doch in der Mitte fehlt das islamische Emblem. Das hat Hossein bewusst weggelassen. «Besser Regierung ohne Religion.» «Freiheit für alle politischen Gefangenen im Iran» – diese Buchstaben hatte er einzeln im Internet bestellt und auf das Spruchband geklebt.

Sein Freund geht zurück Ich habe ihn kennengelernt an unserem Dorffest, den schönen Iraner Babak. Er erzählte mir in gebrochenem Deutsch, dass er einen Rückreiseantrag gestellt habe. Die Schweizerische Rückkehrberatung helfe bei seiner Ausreise. In wenigen Tagen sei es so weit. Warum? Nun – er hatte ein «Negativ» bekommen, keine Arbeit, ausserdem in diesen zweieinhalb Jahren in Zürich keine Freunde gefunden ausser ein paar wenigen iranischen Bekannten, auch sei seine Mutter sehr krank. Er sei unglücklich und wolle wieder heim in den Iran. Er gab Hossein vier begonnene Deutsch-Arbeitsbücher und seinen Fernseher, den Hossein inzwischen für 15 Franken verkaufte. Gorjis brachten ihn zum Flughafen. Dort wartete die Rückschaffungsangestellte mit Papieren und tausend Euro. Sie kontrollierte, ob er wirklich die Schweiz verliess. Babak hatte Schweissperlen auf der Stirn. So viel Angst! Wie würden ihn die iranischen Behörden empfangen? Er versprach Hossein, ihn sofort nach seiner Landung in Teheran zu kontaktieren. Doch es kam kein Anruf. Keine SMS. Funkstille. Hossein machte sich grosse Sorgen um seinen Freund. Drei Tage später meldete sich Babak. Er erzählte, wie er von der Flughafenpolizei in Teheran in Gewahrsam genommen wurde, auf dem Flughafen übernachten musste, dann am nächsten Tag in Handschellen (er habe sich so geschämt), in ein Gerichtsgebäude geführt wurde, lange Verhöre durchzustehen hatte und schliesslich auf Kaution, die sein Onkel hinterlegte, freigelassen wurde unter Einbehalt seines Passes und anderer Papiere. «Aber ihr bleibt hier», sage ich zu Hossein und Maryam. «Sowieso.» Da bin ich beruhigt. Bisher erschienen: «Nichts wie weg! Flucht aus dem Iran in die Schweiz», 18. Juli 2014; «Mit falschem Pass in Kloten gelandet», 22. Juli 2014;

Demos gegen den Iran Bis vor kurzem war Hossein optimistisch. War froh, dass er und Maryam die lange, schwierige Flucht überhaupt überlebt hatten. Als sie am ersten Tag in der Schweiz mit dem Taxi

«Ohne Arbeit ist es langweilig», 30. Juli 2014; «Velos reparieren und Wortschatz erweitern», 5. August 2014; «Jetzt viele Leute sagen Grüezi», 12. August 2014; «Viel Polizei im Haus», 21. November 2014; «Kamrans missglückte Flucht», 27. Januar 2015; «Nein, das darf nicht sein!», 6. März; «Sie sind ja noch da!», 24. April; «Fertig lustig», 17. Juli.

................................................... von urs e. kneubühl Mit dem Ausscheiden von Affoltern aus dem Zweckverband Sozialdienst Ende dieses Jahres wird das Bezirkskontingent neu auf die übrigen 13 Gemeinden aufgeteilt. Rund 30 Asylsuchende müssen daher von diesen Gemeinden zusätzlich aufgenommen werden. Die Suche nach zusätzlichem Wohnraum läuft und wie Ivo Lötscher, Geschäftsleiter Sozialdienst, ausführt, ist man bezüglich der Erfüllung bis Ende Jahr auf gutem Weg: «Bezüglich des zusätzlich benötigten Wohnraums sind wir optimistisch, dass wir Ende 2015 so weit sind. Erste Lösungen haben wir bereits definitiv, bei anderen Objekten sind wir noch in Vertragsverhandlung. Es bleibt zu hoffen, dass die Zusammensetzung der uns zugewiesenen Asylsuchenden dann auch mit den Wohnobjekten korrespondiert ...» Grundsätzlich erfülle der Bezirk Affoltern das vorgegebene Kontingent zurzeit relativ gut. Aktuell sei man ganz knapp darunter, weshalb der Kanton keine Veranlassung zur Intervention habe. Lötscher: «Wir gehen zurzeit nicht davon aus, dass die Quote von 0,5 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner in absehbarer Zeit erhöht wird.» Dass womöglich, wie der Kanton Aargau, der ab Mitte Monat vorübergehend auch die Geschützte Operationsstelle (Gops) im Kantonsspital Baden als Notunterkunft für Flüchtlinge nut-

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Anders als in Baden und Muri AG, werden in der Geschützten Operationsstelle (Gops) beim Spital Affoltern keine Flüchtlinge einquartiert. (Bild Thomas Stöckli) zen wird, der Kanton Zürich Gleiches in der Gops im Spital Affoltern vorsehen könnte, steht zurzeit ausser Frage. Die Gemeinden im Bezirk Affoltern haben vor allem Flüchtlinge der 2. Phase aufzunehmen. Und der Sozialdienst ist jetzt daran, dies gemeinsam mit den 13 Be-

zirksgemeinden im Zweckverband zu bewerkstelligen. Ivo Lötscher dazu: «Als Nächstes steht nun die weitere Planung der Möblierung an. Aktuell gehen wir davon aus, dass uns noch Betten fehlen werden. In den nächsten paar Wochen werden wir klarer sehen, was genau fehlt.»


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Serie

Freitag, 7. August 2015

Einmal mehr der schönste Sommertag «Wie die Wirklichkeit, nur besser» – Sommerserie «das Knonauer Amt im Jahr 2115» (6) Der Hedinger Weiher wird auch in ferner Zukunft noch seinen Reiz haben. Armin Looser lässt den «Anzeiger» an seinem schönsten Sommernachmittag im Jahr 2115 teilhaben. ................................................... aufgezeichnet von thomas stöckli Es ist Samstagnachmittag, der schönste Sommertag. Die Sonne scheint und ich geniesse die Ruhe am Hedinger Weiher. Über das Wasser schallen die Flötenrufe eines Pirols, doch der Krimi in meinen Händen ist so spannend, dass ich den Wohlklang des Vogelgesangs kaum wahrnehme. Wenn die Geschichte auch noch so packend ist, irgendwann muss Abkühlung her. So lege ich das Buch beiseite und gehe

Das Knonauer Amt im Jahr 2115 Während der «Anzeiger» im vergangenen Jahr seine Mitarbeitenden im Rahmen der Sommerserie über ihre Lieblingsorte schreiben liess, wagen sie dieses Mal einen Blick in die Zukunft. Wie sieht das Knonauer Amt im Jahr 2115 aus, also in 100 Jahren? Und da sind natürlich der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Eine Betonwüste mit 100 000 Einwohnern, die zur Stadt Zürich gehört? Mit öden Einkaufszentren und Lagerhallen entlang der Autobahn? Durch Elektrofahrzeuge verstopfte Strassen und ein öffentlicher Verkehr im 5-Minuten-Takt? Ein nahezu entvölkerter Nationalpark oder Heidiland? Ein Bezirk, in dem sich die 14 Gemeinden zu einer Einheitsgemeinde zusammengeschlossen haben? Wer weiss schon, was in 100 Jahren sein wird? Wagen wir also einen Blick ins Jahr 2115. (-ter.) Bisher erschienen: Schulreise in die Vergangenheit (14. Juli). Reise zurück in die Zukunft (17. Juli). Jonas wagt manchmal den Weg in die reale Welt (28. Juli). Terminator T1-9 zu Besuch im Säuliamt (31. Juli). Ein Atomkrieg mischt die Karten neu (4. August).

Die Idylle am Hedinger Weiher an einem schönen Sommer-Wochenende ganz für sich allein geniessen – im Jahr 2115 kein Ding der Unmöglichkeit. (Bild Tanja Stöckli) hin zum Weiher. Erst eine Zehe hineinstrecken. Das Wasser ist warm, im Vergleich zur Lufttemperatur aber doch erfrischend. Nach einem Blick aufs Sprungbrett wähle ich dann doch den Einstieg über die Treppe. Es braucht wie immer etwas Überwindung, bis der ganze Körper im Nass ist. Dann ist es herrlich. Nach einigen Runden Schwimmen klettere ich aufs Floss. Und was nun? Schnell ins Menü wechseln und schon habe ich das vorhin auf der Liegewiese zurückgelassene Buch wieder in der Hand.

Die Wirklichkeit verbessert «Wie die Wirklichkeit, nur besser» wirbt «FaceGootter» für ihr Virtual-Reality-Programm «BetterLife». Und ich muss dem Konglomerat aus Konzernen, die uns seit Jahrzehnten den Alltag versüssen, Recht geben. Nie könnte ein Tag am echten Hedinger Weiher

so toll gewesen sein wie in meiner persönlichen Version – schliesslich konnte man ihn damals auch nur mit sechs Sinnen geniesse, während die «BetterLife»-Atmosphäre auch die vier neuen virtual senses einbezieht. Aus Tausenden von Variablen habe ich das Erlebnis so konfiguriert, wie es mir passt. Schon immer hat es mich irritiert, dass Generationen vor uns ihre Umwelt zu erhalten versucht haben, statt sie in immer ausgeklügelteren Simulationen zu verbessern. So, genug die Idylle genossen. Jetzt will ich etwas erleben. Wieder einige Parameter anpassen und schon belebt sich die Wiese. Drei Kollegen stehen am Ufer des Weihers. Sie winken und einer hält einen Ball in die Luft. Schnell springe ich ins Wasser, das nun wohltuend sprudelt, und schwimme zu ihnen. Eine Partie Beachvolleyball ist jetzt genau das Richtige. Und so laufen wir an zum Smash, springen hoch zum Block und hechten nach

den gegnerischen Angriffsbällen. Wen kümmert es, dass draussen kaum noch jemand in der Lage ist, zehn Schritte am Stück zu gehen, schliesslich spielt sich das Leben hier drin in «BetterLife» ab. Ganz ohne Ermüdungserscheinungen, körperliche Grenzen und Verletzungsrisiko.

Der Reiz des Morbiden Wie glücklich können wir uns schätzen, dass die «Vision Zero» seinerzeit vom Strassenverkehr auf sämtliche Lebensbereiche ausgedehnt wurde. Das hat dem Tüfteln an virtueller Zerstreuung Auftrieb verliehen. Schliesslich wurden Schritt für Schritt alle Aktivitäten untersagt, bei denen schon mal jemand gestorben ist. Davon waren natürlich alle Badis betroffen. Später wurde das Verbot auf «potenziell Gesundheitsgefährdendes» ausgedehnt, was auch jegliche Art von nicht absolut notwendiger Bewegung einschloss.

Die Ausflügler und Badenden blieben nun also aus und seines Daseinszwecks beraubt geriet der Hedinger Weiher schnell in Vergessenheit. Seine Ufer wuchsen zu und der Zahn der Zeit nagte am Damm. So traf die Sturzflut vom 7. August vergangenen Jahres die Bevölkerung von Zürisüdwest völlig unvorbereitet. Tausende ertranken im teilweise knöchelhoch stehenden Wasser – einmal mehr hat sich die hässliche Fratze der Welt ausserhalb des Kontrollierbaren gezeigt. Umso erstaunlicher, wie «FaceGootter» aus dem todbringenden Weiher, dem Symbol des Versagens der Wirklichkeit, eine Idylle schuf, die sich in «BetterLife» zum Bestseller entwickelt hat. Ist es der Reiz des Morbiden, der den weltweiten Boom ausgelöst hat? Mir ist es egal. Nur noch schnell ins Wasser, dann etwas auf die Liegewiese und zurück in den Ruhemodus. Schliesslich wartet bereits morgen einmal mehr der schönste Sommertag.

Der Traum vom cleanen Leben Am Start in ein neues Leben – Melanies beschwerlicher Weg aus der Drogensucht – dritter und letzter Teil Nach einer anderthalbjährigen Therapie plant die junge Familie aus dem Ulmenhof auszuziehen und ein eigenständiges Leben zu beginnen. ................................................... von aline metzler* «Ich bin hierher gekommen und wusste nicht genau, wer ich bin und was ich will», erinnert sich Melanie. Sie habe nur gewusst, dass sie endlich vollständig von den Drogen wegkommen wolle. Es allen recht zu machen, habe sie beinahe umgehauen. «Inzwischen habe ich gelernt, für mich selbst einzustehen und meine Meinung zu sagen», sagt Melanie, «ich spüre meine Bedürfnisse wieder besser.» Auch Melanies Auftreten ist anders als noch vor einem Jahr. Früher sei sie oft laut gewesen, um ihre Unsicherheit und Selbstzweifel zu überspielen. Jetzt kann sie mehr sich selbst sein, muss sich nicht mehr verstellen. «Meine Selbstzweifel sind zwar noch nicht ganz verschwunden, aber bei welcher Frau ist das nicht so», schmunzelt sie.

Melanie hat im Ulmenhof wieder eine Perspektive erhalten. (Bild Aline Metzler) Melanie hat im Ulmenhof Ottenbach wieder eine Perspektive erhalten; zum einen dadurch, dass sie mit ihrer Vergangenheit abschliessen konnte, zum anderen, weil sie sich in der Schule im Ulmenhof weiterbildet. In zahlreichen Schul-, Therapie- und Beratungsstunden wurde sie auf ein cleanes Leben ausserhalb des Ulmenhofs vorbereitet. Wenn Melanie auf ihre letzten 15 Jahre zurückblickt, dann

meint sie: «Katastrophe! Ich habe die Hälfte meines Lebens verschwendet.» Wenn sie jemanden aus ihrem ehemaligen Freundeskreis sieht, dann denkt sie immer: «Wie konnte ich nur?» Das Reissen und Verlangen nach den Drogen ist seit der Schwangerschaft verschwunden. Dieses Kapitel ist für Melanie abgeschlossen. Trotzdem konnte sie erst vor Kurzem anfangen, die Methadondosierung herunterzuschrau-

ben. Unterstützung und Motivation geben ihr Marco, ihr Ehemann, der alles mit ihr zusammen durchsteht und Lena, ihre Tochter. Denn Melanie will auf keinen Fall, dass Lena jemals sieht, wie sie einmal war oder dass Lena in ein Heim kommt. Ihre Einstellung zum Muttersein hat sich nicht gross verändert. Melanie konnte schon vor dem Ulmenhof-Aufenthalt sehr gut auf die Bedürfnisse und Zeichen ihrer Tochter reagieren und wusste, was Lena mag und was nicht. Ihre Einstellung zu den Drogen hat sich wahrscheinlich am drastischsten verändert: «Früher waren sie mein Leben, jetzt sind sie ein alter Bekannter, den ich einfach nur dämlich finde!»

Epilog – «wie ein erneuter Entzug» Die kleine Familie ist vor Kurzem aus dem Ulmenhof ausgezogen und ins Fischerhuus in Birmensdorf gezügelt. Das ist der erste Schritt Richtung Selbstständigkeit. Im Fischerhuus erhalten ehemalige Klienten des Ulmenhofs eine punktuelle Betreuung und werden so Schritt für Schritt wieder in die Gesellschaft integriert. Melanie

blickt wehmütig auf die Zeit im Ulmenhof zurück: «Mir ist erst jetzt richtig bewusst geworden, dass die Mitarbeitenden und Klienten des Ulmenhofs in diesen anderthalb Jahren zu meiner Familie wurden.» Vor allem kurz nach dem Auszug sei es für sie sehr schwer gewesen. «Es hat sich angefühlt wie ein erneuter Entzug, ich war nicht auf solche Gefühle vorbereitet.» Für Lena und Marco war die Veränderung weniger schwierig. Marco hat schnell eine neue Arbeit gefunden und Lena geht tagsüber ins Tipi, eine weitere Betreuungseinrichtung der Alternative. Melanie sucht nun eine Praktikumsstelle, sie sieht sich irgendwo im sozialen Bereich. Trotzdem weiss sie: «Ich muss realistisch sein. Ich bin bald 30 Jahre alt und habe noch nie wirklich gearbeitet, deshalb muss ich mehr oder weniger nehmen, was ich bekomme.» * Die Autorin hat im Rahmen ihrer Maturaarbeit eine Webreportage umgesetzt. Für den «Anzeiger» hat sie daraus eine dreiteilige Serie zusammengestellt. Die Maturaarbeit gibt es als multimediale Webreportage: https://alinemetzler.creatavist.com/melanie.


Gewerbe/Dienstleistungen

«Märlitag»

Schwierigste Aufgabe

Sibylle Baumann nimmt im Seleger Moor mit in eine magische Welt der Geschichten. > Seite 15

FC Hausen blickt dem Cup-Knaller gegen St. Gallen zuversichtlich entgegen. > Seiten 18 und 19

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Freitag, 7. August 2015

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Schule und Musik Serie «Menschen im Säuliamt»: Im Leben von Peter Zürcher gibt es zwei Schwerpunkte. > Seite 21

Frischer Wind am Spital Affoltern

Aktivität statt Passivität

Zwölf neue Lernende haben ihre Ausbildung begonnen

Einführungskurs Theater-Improvisation In einer kleinen Gruppe kann in Hausen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit Eveline Walser etwas Spielpraxis erlangt werden. Angesprochen sind alle Altersgruppen, die ihre Lachmuskeln trainieren möchten.

Hinten von links: Mansouria Forloul, Lisa Rüdisüli, Julia Haas, Sabrina Keller, Marina Scheurer, Gino Georges, Dejan Jankovic und Pascal Zurfluh. Vorne: Chantal Büchner, Antonella Damiano, Robin Siegrist und Silvan Zett. (Bild zvg.) Das Spital Affoltern durfte sich am Montag, 3. August, über den Eintritt von zwölf neuen Lernenden freuen.

Es sind junge und motivierte Menschen, die mit dem Schritt ins Berufsleben einen wichtigen Lebensab-

schnitt beginnen. Wir wünschen allen viel Erfolg und einen guten Start. (pd.) anzeige

Kleine Tiere – grosse Schäden Marderschäden werden häufig nur durch Zufall entdeckt und sind daher besonders gefährlich. Nicht vorzustellen, wenn bei einer Bergabfahrt plötzlich kein Bremsdruck mehr da ist, weil ein Marder den Bremsschlauch angeknabbert hat. Über die Gründe, warum es Marder unter der Motorhaube überhaupt so verlockend finden, gibt es viele Theorien. Fakt ist: Der Motorraum ist für den Marder einfach ein gutes Versteck. Dass er dort Schäden verursacht, hat drei Gründe: Die Tiere ertasten durch Beissen ihre Umwelt. Dazu kommen ein natürlicher Spieltrieb und vor allem während der Paarungszeit im Frühling und Sommer die Aggression der Männchen. Wenn diese Duftspuren anderer Männchen wittern, fliegen die Fetzen. Deshalb werden Autos, die oft den Standort wechseln, überdurchschnittlich häufig von Mardern heimgesucht. anzeige

Markus Peter, Leiter Automobiltechnik & Umwelt beim Auto Gewerbe Verband Schweiz (Agvs), weiss Rat: «Wenn unter dem Auto plötzlich Flüssigkeit, Reste eines Schlauches, von Isoliermaterial oder einer Manschette vorhanden sind, ist Vorsicht geboten.» Vorbeugen kann man Marderschäden durch Geräte, die akustische oder elektrische Impulsen abgeben. (pd.)

Das Auto vor Marder-Beissattacken schützen. (Bild zvg.)

Wie findet man den Zugang, um unterschiedliche Gefühle darzustellen? Als Einstieg und zur Anwärmung werden Theaterspiele des englischen Dramaturgen Keith Johnstone genutzt. Da werden neben dem Kennenlernen Spontaneität und Kreativität gefördert. Geübt wird vor allem zu zweit. Aufmerksam und konzentriert begegnen sich da die Spielpartner. Die Teilnehmenden üben das Zuhören. Gesagtes des Gegenübers wird dadurch offen angenommen, um der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen. Auch die Lust am Scheitern darf hochleben. Da geht es nicht um: «Was ist falsch, was richtig, bin ich gut, kann ich das?», sondern darum, grosszügig Dinge anders zu machen, nicht leistungsbetont, einfach freier in der Begegnung. Das Wort Schadenfreude wird keinen Platz haben, denn hier soll kein Schaden, sondern Freude erlebt werden. Ein wertschätzender Umgang unter den Spielern und Spielerinnen begünstigt eine erhöhte Risikobereitschaft und lässt die Lust am Scheitern hochleben.

Kursleiterin Eveline Walser. (Bild zvg.) Neue Spiel-Räume erobern Neben dem Plausch und dem Üben ist es die Begegnung mit Interessierten, der Austausch und das Miteinander. Mit Spielfreude und ohne Wenn und Aber öffnen sich neue Spiel-Räume. Das Wochenende ermöglicht einen Einblick in eigene, ungeahnte Fähigkeiten. (pd.) Einführungskurs Theater-Improvisation am 5. und 6. September, jeweils 10.30 bis 16.30 Uhr, Gemeinschaftsraum der Wohngenossenschaft Mülimatt, Hausen. Fortgeschrittenengruppe ab September für Interessierte. Infos und Anmeldung bei Kursleiterin Eveline Walser, Improvisation und Playbacktheater, www.ewaline.ch, eveline.walser@bluewin.ch, oder Telefon 044 251 75 51, 079 744 13 12.


Kath. Kirche Obfelden

veranstaltungen

Sonntag, 9. August 10.30 Eucharistiefeier mit P. Gerald

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 9. August 9.45 Gottesdienst (Urs Baumann) Kinderhort mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Maschwanden

Samstag, 8. August 13.00 Gottesdienst zur Trauung von Patrik Bitzer und Christine Schwarz Sonntag, 9. August 10.00 Gottesdienst Pfarrerin Bettina Stephan Donnerstag, 13. August «60+»-Ausflug nach Einsiedeln

Freitag, 7. August 20.00 Gebetsabend in der Kirche Leitung: Ruedi Künzi Sonntag, 9. August 10.00 Regional-Gottesdienst in Mettmenstetten mit Pfr. Andreas Fritz Sonntag, 16. August 10.00 Schulanfangs-Gottesdienst in Maschwanden mit Pfrn. Susanne Brüngger und Kolibri-Team Marina Clerici und Ilona Lüscher Orgel: Marianne Rutscho anschliessend Apéro

Ref. Kirche Affoltern a. A. Sonntag, 9. August 9.30 Regional-Gottesdienst in Obfelden, Pfrn. B. Ferrat 9.00 Mitfahrgelegenheit vor der Post, der Kirche und dem Volg in Zwillikon Donnerstag, 13. August 14.00 Seniorentreff: Wir grillieren auf der Chilehuus-Terrasse Mitwirkung: Rüüsstalörgeler Freitag, 14. August 20.00 Gottesdienst nach der Liturgie von Taizé in der katholischen Kirche

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 9. August 10.00 Gottesdienst mit Pfr. Lukas Maurer

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 9. August 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Rifferswil mit Pfarrerin Yvonne Schönholzer

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 9. August 10.00 Gottesdienst mit Pfarrerin Renate Hauser 11.45 Abfahrt ins Konfirmandenlager

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntag 9. August 9.30 Regionalgottesdienst in Rifferswil mit Pfrn. Y. Schönholzer

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche Freitag, 7. August 17.00 Abendrundgang durch den Klostergarten «Blumen zum Essen» Treffpunkt: Amtshausplatz Sonntag, 9. August 9.30 Regionalgottesdienst in Rifferswil mit Pfrn. Yvonne Schönholzer Mittwoch, 12. August 17.00 Kein offenes Singen während der Schulferien Donnerstag, 13. August 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfrn. Elisabeth Wyss-Jenny

Ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 9. August 9.30 Regionaler Gottesdienst in Obfelden Pfarrerin Bettina Ferrat Fahrdienst: Käthi Kurtz Telefon 044 761 23 47 www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 9. August 9.30 Regionalgottesdienst in Rifferswil Römer 15,7: «So zeigt sich s’Wese vo Gott» Pfrn. Yvonne Schönholzer

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 9. August 10.00 Kirche Stallikon: Gottesdienst mit Pfr. Otto Kuttler Taufe: Noemi Chiara Hefti, Stallikon Anschliessend Chilekafi Fahrdienst: Anmeldung 8. August Telefon 044 700 17 75 Donnerstag, 13. August 12.30 Wettswiler Senioren-Mittagessen im Rest. Hirschen

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 8. August 16.30 Gottesdienst im Haus Seewadel 17.30 Eucharistiefeier mit P. Gerald Sonntag, 9. August 9.00 Eucharistiefeier mit P. Gerald, anschl. Chilekafi Mittwoch, 12. August 15.30 Gottesdienst im Haus Pilatus Freitag, 14. August 20.00 Taizéfeier in der kath. Kirche Affoltern

Kath. Kirche Bonstetten Sonntag, 9. August 10.15 Eucharistiefeier mit P. Perry Da Silva im Singsaal Schulhaus Mettlen, Wettswil Dienstag, 11. August 19.30 Abendmesse im Provisorium Bonstetten

Ref. Kirche Knonau

Kath. Kirche Hausen a. A.

Samstag, 8. August 12.00 Trauung von Remo und Martina Boss-Reichmuth Sonntag, 9. August 10.00 Regionalgottesdienst in Mettmenstetten, Pfr. A. Fritz Mittwoch, 12. August 20.00 Lesekreis im Pfarrhaus

Samstag, 8. August 17.00 Eucharistiefeier Sonntag, 9. August 11.00 Eucharistiefeier

Ref. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 9. August 10.00 Regionalgottesdienst in Mettmenstetten Pfarrer Andreas Fritz Orgel: Marina Wehrli Freitag, 14. August 19.30 Neumondsingen Leitung Elsbeth Durrer www.ref-mettmenstetten.ch

Sonntag, 9. August 10.00 Gottesdienst (Predigt: Manuel Fuhrer) – KingsKids mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 9. August 9.45 Gottesdienst und Kinderprogramm mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 9. August 10.30 Gottesdienst Thema: Hören auf Gottes Wort Nehemia 8, 1–8 Kinderhort Sonntagsschulen Sammelklasse Donnerstag, 13. August 20.00 Gebetsabend www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 9.20 Abendmahlsversammlung 10.40 Sonntagsschule Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch

«Kunst des Lebens – Kunst des Sterbens». (Bild Karin Jung)

Spiritueller Weg durch das Kunsthaus Zürich Die ref. Kirche des Bezirks Affoltern lädt ein Am Samstag, 22. August, lädt die reformierte Kirche des Bezirks Affoltern einmal mehr zu einer aussergewöhnlichen Führung ins Kunsthaus Zürich ein, diesmal im Rahmen der Reihe «Kunst des Lebens – Kunst des Sterbens» und mit dem entsprechenden Fokus. Kompetenter Führer auf diesem spirituellen Weg ist der Theologe und Kunsthistoriker Dr. Hanspeter Zürcher. Sechs Werke «von Barock bis zeitgenössisch» stehen auf dem Programm. Vor jedem wird die Gruppe etwa 20 Minuten verweilen (Klappstühle sind vorhanden). Hanspeter Zürcher erläutert und deutet die Werke aus kunstgeschichtlicher und theologischer Sicht und befragt sie insbesondere daraufhin, was sie zu Leben, Sterben, Tod (und Auferstehung?) zu sagen haben. Dabei gibt es immer wieder auch Raum, sich selbst in das Werk zu

Anmelden bei Bettina Bartels, Pfarrerin in Affoltern, bettina.bartels@zh.ref.ch oder Tel. 044 761 60 15. Gegebenenfalls auf den Anrufbeantworter sprechen. Dies ist eine Wiederholung des spirituellen Wegs vom 27. Juni, der schon vor Ausschreibung im «Anzeiger» ausgebucht war.

Beratung und kostenloser Hörtest Amplifon Hörwelt in Affoltern Am Donnerstag, 13. August, macht die Amplifon mit dem mobilen Hörtest beim Coopark in Affoltern Halt. Von 9 bis 20 Uhr beantworten geschulte Mitarbeitende Fragen rund ums Gehör und bieten einen kostenlosen Hörtest an. Zur Einschätzung des Hörvermögens kann am Hörtest-Display mittels sprachgesteuertem Screening selbstständig der maximal drei Minuten dauernde Hörtest durchgeführt werden. Die Resultate werden mit dem persönlichen Hörpass abgegeben und

Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 9. August 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. Angelo Saporiti

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Sonntag, 9. August 9.45 Gottesdienst Dominik Stäuble Kinderprogramm Montag, 10. August 12.00 Mittagstisch Mehr Infos: www.sunntig.ch

vertiefen, eigene Entdeckungen zu machen und sich über das Gesehene auszutauschen. Wer Lust und Zeit hat mitzukommen, melde sich baldmöglichst an. Abfahrt mit der S15 ab Affoltern ist um 9.08 Uhr. Treffpunkt vor Ort und Beginn der Führung um 10 Uhr. Die Führung dauert rund zweieinhalb Stunden (mit Pause). Der Unkostenbeitrag beträgt 20 Franken für die Führung. Der Eintritt in die Sammlung ist für die Teilnehmenden gratis. Auch Angehörige anderer Konfessionen und Religionen sowie Konfessionslose sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich.

Die Amplifon Hörwelt kommt. (Bild zvg.)

von den Amplifon-Hörberatern anhand der ausgedruckten Hörkurve erläutert. Die Berater geben sodann eine Empfehlung ab, ob eine weitere Untersuchung angezeigt ist. Der mobile Hörtest von Amplifon ist kostenlos und richtet sich an alle Interessierten – auch jüngere Personen können schon von einer Hörschwäche betroffen sein und sind daher herzlich willkommen. Das möglichst frühe Erkennen einer Beeinträchtigung ist wichtig, damit eine Korrektur erfolgversprechend ist. Das Amplifon-Team freut sich auf die Kontakte mit den Einwohnern von Affoltern und Umgebung. (pd.)


Veranstaltungen

Freitag, 7. August 2015

15

agenda «Sonne, Blitz und Wolkenbruch», was ist Wetter und wie entsteht es? Leitung/Anmeldung: Ursula Frutig 044 761 80 66. Bahnhof. 14.00: Seniorentreff «Wurst und Örgeli». Grillen auf der ChilehuusTerrasse (bei Regen drinnen) Unterhaltung mit Rüüstalörgeler. Auskunft: Vreni Eugster 044 761 53 67. Chilehuus im Park. Zürichstrasse 94.

Freitag, 7. August Kappel am Albis 17.00: Abendrundgang durch den Klostergarten «Blumen zum Essen» Treffpunkt: Amtshausplatz. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Obfelden 19.00-22.00: Live-Musik im Zelt: mit «Wildbach Musikanten» Tanz und Stimmung. Eintritt frei. Restaurant Hirschen. Dorfstrasse 2.

Kappel am Albis 13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Samstag, 8. August Affoltern am Albis 08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen, Bioprodukte, Brot, Gebäck, Käse, Olivenöl, Honig, griechische und Engadiner Köstlichkeiten, frischer Fisch, Handwerk und Geschenkartikel, Messerschleifer. Marktplatz.

Ausstellungen Aeugst am Albis Märchenerzählerin Sibylle Baumann (rechts) nimmt mit in eine magische Welt der Geschichten. (Bild zvg.)

Bickwil (Obfelden) 09.00-16.00: Spielsachen, Uhren, Schallplatten und CDs, Kupfersachen und vieles mehr. Brocki Obfelden (Flohmarkt). Brunnenstrasse, (Scheune).

«Mäh, Muh und Kikeriki»

Obfelden

Die Märchenerzählerin Sibylle Baumann nimmt am Mittwoch, 12. August, von 14.30 bis 16 Uhr ein zweites Mal Klein und Gross mit in eine magische Welt der Geschichten. Der Park ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Zweiter «Märlitag» im Park Seleger Moor in Rifferswil

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Raku-Skulpturen» des Aeugsters Walter Altorfer. Mo, 8-11.30/16-18.15, Di/Do, 8-11.30, Mi, 8-11.30/14-16.30 Uhr. Bis 20. August.

Aeugstertal 19.00-22.00: Live-Musik im Zelt: mit «Bauchnuschti-Stompers» Dixieland. Eintritt frei. Restaurant Hirschen. Dorfstrasse 2.

Sonntag, 9. August Obfelden 11.00-15.00: Dixie-Grill mit PorkyValley-Dixieband (nur bei schönem Wetter). Restaurant Rütli. Dorfstrasse 129.

Dienstag, 11. August Affoltern am Albis 14.00: Senioren 60plus: Gemeinsames Spiel und Gespräche. Th. Seeburger und Team, 044 761 58 94. Chilehuus im Park. Zürichstrasse 94.

Hedingen 09.00-11.30: Computeria für Senioren (Pro Senectute) ohne Anmeldung. aemtlerpc.ch. Riedstrasse 14.

Ottenbach 11.47: OTTENBACH60plus: gemütlicher Nachmittag auf dem Zürisee mit Mittagessen oder Zvieri während der Schifffahrt vom Bürkliplatz bis Rapperswil. Anmeldung bis 10. August, Auskunft: Trudi Streule 044 761 26 50 oder 078 962 33 99. Postautohaltestelle (Treffpunkt).

Mittwoch, 12. August Kappel am Albis 17.00: KEIN offenes Singen während der Schulferien. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Rifferswil 14.30-16.00: «Märlitag» - Sibylle Baumann nimmt Klein und Gross mit in eine magische Welt der Geschichten. Park Seleger Moor.

Donnerstag, 13. August Affoltern am Albis 09.20: Arbeitsgruppe für Seniorendienste: Exkursion Museum Schwyz.

Der Park Seleger Moor hat im August wieder Besonderes für seine Besucher vorbereitet: Zuerst gibt es kommenden Mittwoch, 12. August, auserlesene Geschichten aus dem Fantasienkoffer von Sibylle Baumann. Das erste «Märli» beginnt um 14.30 Uhr, das zweite eine Stunde später. Die neuen Geschichten – lebendig und in Mundart

erzählt – dauern jeweils rund 30 Minuten. Die Erzählungen finden an verschiedenen lauschigen Plätzen im Park statt.

Abenteuerliche Erzählungen hautnah miterleben Sibylle Baumann ist passionierte Erzählerin und Sammlerin von mündlich überlieferten Geschichten. Sie trägt sie mit Witz, Charme, Herz und freier Zunge vor. In freier Natur erzählt Sibylle Baumann Fabeln und Märchen für die ganze Familie. Mitten im Grünen lassen sich die abenteuerlichen Erzählungen hautnah miterleben.

Das Fest der Schnitterin Frauen feiern und tanzen im Jahreskreis Ein Fest – zwei Anlässe: Jren Omlin, freie Ritualgestalterin wird das Fest der Schnitterin zweimal begehen. Am Freitag, 14. August, als Feier in der Natur, am Montag, 17. August, mit anderen Frauen tanzend im Kreis. Das Fest der Schnitterin steht ganz im Zeichen der Kornernte. Vor allem dem Bild des Korns, das geschnitten wird, dem Vorgang «Ernten» in seiner tieferen Bedeutung wird in diesem Fest Zeit und Nachdenken geschenkt. Noch ist in der Natur die ganze Fülle des Sommers da. Aber um die Zeit des Schnitterinnen-Festes ist der Höhepunkt der hellen Tage überschritten. Und, wer genauer hinschaut, sieht schon das langsame Welken und Absterben der Pflanzen. Der Sommer lässt sich nicht festhalten. Die Pflanzen hatten ihre Zeit des Wachsens und Reifens. Langsam verlässt sie ihre Lebenskraft. Es ist Zeit, die Frucht dessen, was vorgängig gesät und gepflanzt wurde, zu ernten. Besteht das Leben, im übertragenen Sinn, nicht auch aus Säen, Pflanzen und Ernten? Lebenslang? Gilt es nicht immer wieder, Erreichtes zu

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Erlebnisse finden

Das Fest der Schnitterin steht im Zeichen des Korns. (Bild zvg.) würdigen und in Dankbarkeit zu geniessen und zu bewahren? Oder wegzuschneiden, zu durchtrennen, loszulassen, was nicht mehr passend ist? (jo.) Frauen feiern im Jahreskreis: Freitag, 14. August, Treffpunkt um 19 Uhr, Kiosk Bahnhof Hedingen; Abschluss ca. 22 Uhr, Bahnhof Hedingen; leichtes Wandern ca. 1½ Std. in dem Wetter entsprechender Kleidung und guten Schuhen; nach Möglichkeit einen Bund eines Kräutleins zum Teilen mitnehmen. Frauen tanzen im Jahreskreis: Montag, 17. August, 19.15 bis 21.15 Uhr im Saal des ref. Chilehuus, Ottenbach, Mitnehmen: Rutschfeste Socken oder Gymnastikschuhe. Kosten: 20 Franken/Frau. Weitere Jahreskreisfeste: «Herbsttagundnachtgleiche»: 18. September; «Dunkelheitsfest»: 31. Oktober; «Wintersonnenwende»: 18. Dezember. Weiteres Tanzen im Jahreskreis: 21. September; 2. November; 21. Dezember. Leitung und Anmeldung: Jren Omlin, Fachfrau Ritualgestaltung, Tanzleiterin TGG i. A., Ottenbach. Telefon 043 466 80 84 oder 079 733 40 29, jren.omlin@lebensdichte.ch; www.lebensdichte.ch.

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Eisenbahnzubehör aus Creglingen». Über 500 Modellbahnhäuser, Kirchen, Bahnhöfe etc. aus den 50er-Jahren. Mi-So, 11-18 Uhr. Bis März 2016.

Rifferswil Park Seleger Moor: Seerosen, Farngarten, Rhododendren- und Azaleensammlung sowie Ausstellung «Skulpturen im Park». Park, Pflanzenverkauf und Beizli täglich 8-18 Uhr. Bis 31. Oktober.

bei jeder Witterung statt. Weitere Infos unter www.selegermoor.ch.

agenda-einträge Veranstaltungshinweise für die Agenda bis Dienstag, 12 Uhr an agenda@affolteranzeiger.ch.

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Kosten: 25 Franken/Frau.

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Im August sind noch weitere Attraktionen vorgesehen. Etwa die öffentliche Führung vom Sonntag, 23. August, 10.30 bis 12 Uhr. Parkgärtnerin Gaby Stamm führt 90 Minuten durch die Anlage und berichtet über deren Flora und Fauna. Am Samstag und Sonntag, 29. und 30. August, zeigen dann von 10 bis 16 Uhr die drei Malerinnen Elisabeth Brönnimann, Christine Corver und Renate M. Bors eine Werkschau ihres Schaffens an Park-Malereien. (pd.)

Stallikon Schulhaus Loomatt: Kunstforum Stallikon: Wenn mein Buch lebendig wird! Kurzgeschichten und Zeichnungen der Stalliker Primarschülerinnen und -schüler. Di, 15-20. Bis 30. September.


Sport

Freitag, 7. August 2015

Aerials-Weltspitze zu Gast

Ämtler OL-Senioren holen Edelmetall

Freestyle Masters Mettmenstetten am 16. August im Jumpin

WM-Erfolge für die OLG Säuliamt

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An der OL-Seniorenweltmeisterschaft in Göteborg, Schweden, wurde Gusti Grüniger, Rifferswil, bei den Herren über 80 Weltmeister über die Langdistanz und Yvette Zaugg, Aeugst, gewann bei den Damen über 65 die Silbermedaille im Sprint. ................................................... von martin kehrer

Tanja Schärer will zum ersten Mal in einem Wettkampf einen dreifachen Salto zeigen. (Bild zvg.)

Am Sonntag, 16. August, trifft sich die Weltspitze der AerialsSzene auf der Mettmenstetter Wasserschanze zum Freestyle Masters. Der amtierende Disziplinen-Weltcupsieger wird ebenso am Start sein wie der Olympiasieger von Sotschi. Am 16. August wird auf der frisch renovierten Wasserschanze in Mettmenstetten Hochbetrieb herrschen: Die Aerials-Weltspitze tritt zum jährlichen Freestyle Masters an. Für das Schweizer Team ist der Sommer-Wettkampf ein Heimspiel – den ganzen Sommer über trainieren sie jeweils im Mettmenstetter Jumpin.

Die Schweizer nutzen die Gelegenheit für diverse Premieren: Tanja Schärer wird zum ersten Mal in einem Wettkampf einen dreifachen Salto zeigen; Dimitri Isler und Mischa Gasser künden vier – statt wie bis anhin drei – Schrauben im Dreifach-Salto an. Die Schweizer müssen sich in einem hochkarätigen Starterfeld beweisen. Der Olympiasieger Anton Kushnir (BLR) hat sein Kommen ebenso angekündet wie der Disziplinen-Weltcupsieger 2014/15 Mac Bohonnon (USA), der WM-Zweite Alex Bowen (USA), der WM-Dritte Maxim Gustik (BLR), der Olympia-Zweite David Morris (AUS), der Olympia-Sechste Oleksandr Abramenko (UKR) und der Olympia-Siebte Travis Gerrits (CAN).

Der Nachwuchs springt mit Auch die Nachwuchs-Springer der Regionalkader dürfen sich am Freestyle Masters mit der Konkurrenz – und der Elite – messen. Während der Pause zwischen der Qualifikation und dem Finaldurchgang der Hauptkategorie werden sie dem Publikum ihre besten Sprünge zeigen und gleichzeitig um den Sieg beim Regiocup kämpfen. (pd.) Freestyle Masters am Sonntag, 16. August, Jumpin, Mettmenstetten. 9 bis 10.15 Uhr: Training Qualifikation; 10.20 bis 11 Uhr: Qualifikation (zwei Sprünge pro Athlet); 12 bis 13 Uhr: Training Final; 13 bis 14 Uhr: Regiocup; 14 bis 15.30 Uhr: Final (beste acht Frauen und zwölf Männer). Der Eintritt für die Zuschauer ist kostenlos.

Zweimal Silber in der Hauptrunde bei «Kampfkunst-Olympia» Ottenbacher Michael Leiser überzeugte in Südkorea Der Ottenbacher HaidongGumdo-Kämpfer Michael Leiser errang im Papierschneiden und mit dem Schweizer Team im Formenlaufen zweimal Silber bei «Mulimpia» in Südkorea. ................................................... von urs e. kneubühl Erfolgreich, selbst wenn es im grossen Finale, in dem die über 33 OverseaTeams auf die koreanischen Sportler trafen, im Formenlaufen und Bambusschneiden nur zum «undankbaren» vierten Rang reichte, kehrt der Ottenbacher Mulipionike im koreanischen Schwertkampf Haidong Gumdo Michael Leiser von den KampfkunstWeltspielen im südkoreanischen Yongpyong zurück. In der Hauptrunde des Wettkampfes holte er die Silbermedaille im Gruppen-Formenlaufen sowie eine weitere im Papierschneiden. Der sechsfache Medaillengewinner der Europameisterschaften dieses Jahres, an der er auch als erfolgreichster Einzelwettkämpfer mit dem Spezialpreis ausgezeichnet wurde, zeigte in Yongpyong gute Leistungen. «Die Konkurrenz, vor allem jene aus Korea, war sehr stark, ich bin aber dennoch mit meinen Resultaten zufrieden», resümiert der Ottenbacher.

Athletinnen und Athleten des koreanischen Schwertkampfs Haidong Gumdo auch solche aus Kampfsportarten wie Karate, Taekwondo, Tangsoodo und Wushu am Start. Michael Leiser war Mitglied des zwölfköpfigen Schweizer SchwertkampfNationalteams. Das Team wurde vom Technischen Direktor des Haidong Gumdo Schweiz, Meister Chul-Kyung Lee, sorgsam auf die Wettkämpfe vorbereitet. Mit Erfolg: Insgesamt holten die Schweizer Schwertkämpfer zweimal Gold, einDer Ottenbacher Haidong-Gumdo-Kämpfer Michael Leiser mal Silber und errang an den Kampfsport-Weltspielen Mulimpia in Südko- zweimal Bronze im Finale. Neben den rea zweimal Silber in der Hauptrunde. (Bild zvg.) Schweizer Schwertkämpfern hat auch ein Diverse Kampfsportarten vertreten Schweizer im Wushu überzeugt. Der Die zweite Austragung von Mulimpia mehrfache Schweizer Meister Jehmsei in Südkorea sah neben den weltbesten Keo wurde mit Gold ausgezeichnet.

Die jährlich in einem anderen Land durchgeführten OL-Weltmeisterschaften für Senioren fand 2015 Ende Juli in Göteborg statt. Dieses Jahr boten diese für die 3216 Läuferinnen und Läufer aus 38 Ländern, eingeteilt in Alterskategorien mit Fünfjahresschritten (die Jüngsten 35, der Älteste über 95!), eine besondere Herausforderung, fanden sie doch in Skandinavien statt, dem Ursprungsland des Orientierungslaufs und bei Insidern bekannt für das schwierige Gelände. Die grossen nordischen Wälder sind durchsetzt mit vielen Sümpfen, die teilweise begehbar sind und nach Regenperioden eher gemieden werden müssen. Das Gelände ist fein coupiert, was die Orientierung erschwert und sehr unterschiedlich belaufbar. Ob licht oder schlecht passierbar, die Nordländer verlassen sich auf ihren Kompass und gehen so viel als möglich gerade aus, auf dem direkten Weg zum nächsten Posten. Die an grössere Höhenunterschiede gewohnten Schweizer umlaufen eher grössere Höhen und Täler, was in diesem Gelände nicht unbedingt nötig wäre und die Orientierung erschweren kann. Vorerst fand jedoch der Sprintwettkampf im städtischen Bereich statt. Mit guten Resultaten in den Qualifikationsläufen erreichten beide, Yvette Zaugg und Gusti Grüniger, den Finallauf. Gusti Grüniger erhoffte sich eher in dieser Disziplin eine Medaille und war nach einem kleinen Fehler von seinem 5. Schlussrang etwas enttäuscht. Dafür gelang Yvette Zaugg der Lauf durch das neue Hafenquartier, um Hausecken und durch Parks, an einem Hügel vorbei ohne Zeitverlust auf idealer Strecke umso besser. Mit 20 Sekunden Rückstand wurde sie hinter einer läuferisch stärkeren Russin Vizeweltmeisterin in der Kategorie Damen 65. Über die Langdistanz konnten sich ebenfalls beide via Vorläufe für die Finalläufe der Besten qualifizieren. Yvet-

WM-Gold für Gusti Grüniger. (Bilder zvg.)

Yvette Zaugg gewann Silber im Sprint. te Zaugg hatte im schwierigen Gelände keinen optimalen Lauf und musste sich mit dem 46. Rang zufriedengeben. Gusti Grüniger hatte in den Vorläufen noch die Überlegenheit der Nordländer in ihrem Heimgelände zur Kenntnis zu nehmen. Im Finallauf startete er deshalb vorsichtig, lief kontrolliert und genau, mit Kompass «querwaldein» auf direkter Linie zum nächsten Posten, sich an Felsen, Hügeln, Sümpfen und Steinen ständig wieder kurz orientierend. So fand er an diesem Tag jeden Posten auf Anhieb am erwarteten Ort und konnte sich auf Grund seiner bekannten läuferischen Fähigkeiten am Ziel überraschend die Bestzeit schreiben lassen. Offensichtlich bewältigten seine Gegner den schwierigen Lauf nicht fehlerlos und scheiterten an seiner Vorgabe. Er konnte sich deshalb vor all den starken Nordländern – auch für ihn selber eher überraschend – als Weltmeister Herren 80 feiern lassen!

Boulder-Master mit Petra Klingler Bonstetterin in Klosters am Start Im Rahmen des Bergsport-Festival Klosters findet am 8. August ein Boulder-Master statt. Dazu wurden rund 30 Top-Athleten eingeladen, nebst Petra Klingler aus Bonstetten sind die aktuellen Nummern eins und zwei der Herren-Weltrangliste sowie die Nummer drei der Damen-Weltrangliste und die Weltmeisterin von 2012 am Start. Ebenfalls im Rahmen des Bergsport-Festival Klosters finden am Wochenende die Schweizer Meisterschaften der Nachwuchskategorien U12, U14 und U16 statt. Dieser Wettkampf zählt auch zum Youth-Climbing-Cup 2015. Die Qualifikationen finden am Samstag, die Finals am Sonntag statt. Auf der Startliste sind aktuell knapp 100 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz. Für das Regionalzentrum Zürich 9 Damen und 9 Herren. (pd.)

Petra Klingler. (Archivbild)

Infos unter www.bergsportfestival-klosters.ch.


Extra

Im Spital Affoltern geboren

Julia, 27. Juli.

Alessia Elisa, 28. Juli.

Lean Aurin, 29. Juli.

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«Musik hat einen grossen Stellenwert in meinem Leben» Zwei Schwerpunkte gibt es im Leben von Peter Zürcher: die Schule und die Musik. Mit 52 Jahren wechselte er den Beruf und arbeitete nicht mehr mit Jugendlichen, sondern für Musiker. Noch heute besucht er jede Generalprobe in der Tonhalle und organisiert fürs Kellertheater LaMarotte klassische Konzerte. ................................................... mit peter zürcher sprach marianne voss

Nalo Max, 28. Juli.

Freitag, 7. August 2015

«Als wir vor 20 Jahren hierher nach Aeugst zogen, hatten wir noch eine traumhafte Aussicht», erklärt Peter Zürcher und weist auf den verbauten Hang auf der gegenüberliegenden Strassenseite. «Das ist für uns noch immer etwas ungewohnt.» Wir sitzen auf der Veranda – mit Aussicht auf fast fertige Mehrfamilienhäuser –, und er berichtet aus seinem bewegten Leben. Zwei Kinder haben Zürchers und heute vier Enkel. Er selber ist in Rüschlikon aufgewachsen. Sein Vater war Lehrer und ein sehr musischer Mensch. Er malte auch Bilder. Alle vier Kinder spielten ein Instrument, Peter erhielt CelloStunden. Der Primarlehrerlohn reichte für die sechsköpfige Familie nur knapp, daher wurden die Kinder zu Hobbymusikern zum Unterricht geschickt. «Ich erinnere mich gut an die Donnerstage. Da schaute ich jeweils nach, was ich hätte üben sollen und machte mich zu Fuss auf den Weg nach Thalwil in die Cello-Stunde.» Unterwegs sei ihm oft von den Thalwiler Kindern aufgelauert worden und er habe samt Cello rennend die Flucht ergreifen müssen. Sein Berufswunsch stand immer fest. Er wollte auch Lehrer werden. Bereits während der Ausbildung unterrichtete er zuerst auf der Mittelstufe. «Ich dachte: Alles, nur nicht Oberstufe.» Doch dann wurde er 1958 an eine 7./8. Klasse in Horgen abgeordnet – und änderte seine Meinung. «Mit dieser Klasse habe ich heute noch Kontakt und nehme an jeder Klassenzusammenkunft teil.» Neben dem Unterrichten absolvierte er während zweier Jahre noch die Ausbildung zum Reallehrer. «Das war extrem streng. Alle Ferien und Wochenenden waren mit

wetter

Kursen belegt. Doch ich war ja noch jung.» Nach sieben Jahren Tätigkeit in Horgen wechselte er nach Hedingen. Er konnte dort in eine freie Lehrerwohnung einziehen und zusammen mit einem guten Kollegen und dem Schulpflegepräsidenten Dr. Scheidegger die kriselnde Realschule neu aufbauen. «Das war eine ganz gute Zeit mit vielen schönen Erlebnissen», erinnert er sich begeistert. Highlights waren zum Beispiel die Theateraufführungen, die er zusammen mit seiner Frau organisierte. «Oder die Klassenund Skilager mit den Schülerinnen und Schülern in den Bergen.»

Neuanfang mit über 50 Jahren Auch neben der Schule kam die Musik nicht zu kurz. Inzwischen nahm er natürlich bei «richtigen» Lehrern Cellounterricht und gründete zusammen mit seinem Bruder ein kleines Ensemble, die «Zürcher Barockmusiker». Sie traten oft auf und gaben viele Konzerte, hier in der Region regelmässig in der Wallfahrtskapelle Jonental. Mit über 50 Jahren wollte Peter Zürcher nochmals etwas anderes tun. «Ich meldete mich bei der SBB, um ein Jahr lang in den Zügen das MinibarWägeli zu betreuen!» Doch dann wies sein Bruder ihn auf eine Stelle als Disponent des Tonhalle-Orchesters hin. «Ich bewarb mich und am 52. Geburtstag erhielt ich die Zusage.» Ab dann machte er selber nicht mehr viel Musik, sondern organisierte. Er zählt auf: «Der Disponent stellt die Dienstpläne zusammen, ist für die Versicherungen verantwortlich, organisiert Probespiele für neue Musiker oder bietet zusätzliche auf, wenn es die Besetzung erfordert. Und bei Krankheit muss der Disponent für Ersatz sorgen.» Bei allen Konzerten war er anwesend und ging auch mit auf die Tourneen. Zwölf Jahre habe er diesen Job gemacht, es sei eine verrückte, intensive Zeit gewesen, «aber das Beste, was ich tun konnte. Das Arbeiten zusammen mit Erwachsenen machte mir sehr viel Freude.» Er berichtet, dass er die Jugend aber dennoch nicht ganz aus den Augen verloren hatte. Er entwickelte ein neues, attraktives Konzept für Schülerkonzerte, wo die jungen Leute in der Tonhalle einen echten Einblick in die Welt der klassischen Musik erhalten.

Peter Zürcher in seinem Garten. «Die rote Malve ist meine Lieblingsblume. Das erste Ölbild meines Vaters war eine rote Malve.» (Bild Marianne Voss) Musik auch nach der Pensionierung «Musik hat einen grossen Stellenwert in meinem Leben», betont Peter Zürcher. Auch heute, viele Jahre nach der Pensionierung, kennt er die Musiker des Tonhalle-Orchesters noch persönlich und besucht jede Generalprobe. Das kommt dem Kellertheater LaMarotte zugute. Auch nach seinem Rücktritt aus dem Vorstand organisiert er weiterhin die klassischen Konzerte. Einige Jahre wirkte er auch weiter als Agent für kleine Ensembles. «So machte ich nach der Pensionierung den Beruf zum Hobby. Doch jetzt nehme ich es gerne ruhiger. Ich stand immer vorne, nun ziehe mich gerne etwas zurück.» Was steht heute für ihn im Vordergrund? Er koche gerne – und gut. «Ich kann mit gutem Gewissen Gäste einladen», meint er schmunzelnd. Er ist viel in den Bergen oder auf Weitwan-

derungen unterwegs. Und er möchte wieder mehr zeichnen. Er zeigt ein wunderschönes Büchlein mit seinen Bleistiftzeichnungen von alten Hedinger Häusern. Abschliessend meint er: «Grundsätzlich möchte ich das Leben aber einfach so nehmen, wie es kommt, und mich überraschen lassen.»

Serie «Menschen im Säuliamt» In der Serie «Menschen im Säuliamt» berichtet Marianne Voss aus dem Leben von Menschen – ob jung oder alt, ob berühmt oder unbekannt –, die im Säuliamt wohnen oder in unserm Bezirk ihren Arbeitsplatz haben. Die Serie erscheint in loser Folge.

glosse

Sie sparen 25 Prozent: Bitte Kleingedrucktes lesen Die Odyssee eines Gutscheines und dessen Spareffekt

bauernregel «August muss Hitze haben, sonst wird des Obstbaums Segen begraben.»

Der rote Zettel mit den riesigen Lettern «Gutschein» klebte unübersehbar auf der Titelseite einer Tageszeitung. Das Reklame-Papier versprach schlicht und einfach 25 Prozent Reduktion auf einen Artikel des gesamten Sortimentes. Zwar bot die Verkaufskette Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs und nicht etwa Uhren, Schmuck oder Autos an, dennoch schien bei genauerem Nachdenken ein Schnäppchen möglich. Selbstverständlich war ich mir bewusst, dass bei derartiger Werbung meist eine kleinere oder grössere Spitzfindigkeit im Spiel sein musste. Auf der Hinterseite des besagten Zettels las ich dann mithilfe einer Lupe die in Minischrift aufgeführten Ausnahmen. Alkohol, Tabakwaren, Keh-

richtsäcke und Glückspiellose waren nicht berechtigt.

Ein heilloses Durcheinander im Ladeneingangsbereich Die Prozente lockten dennoch und der Gutschein wanderte zusammen mit den zerquetschten Petflaschen in die Einkaufstasche. Im Laden angekommen wurden selbige flugs entsorgt, nur hatte sich blöderweise der klebrige Gutschein mit dem Leergut verbündet und landete ebenfalls im Recyclingbehälter. Allerdings bemerkten wir dies erst, als wir aus der Kühltruhe ein 60 Franken teures Stück Entrecôte Angus Beef auswählten. Ein hilfsbereiter Angestellter wühlte dann mit mir zusammen in

den zerknautschten Flaschen. Wir veranstalteten im Ladeneingangsbereich ein heilloses Durcheinander bis ich auf dem Bauche liegend weit hinten unter einem Gestell den besagten Gutschein fand. Strahlend legten wir die wenigen Stücke in unserem Einkaufskorb auf das Förderband. Doch der Mann an der Kasse schüttelte nur kurz den Kopf und murmelte «Fleisch ist schon Aktion» und klebte den Gutschein auf den Erdbeerjoghurtbecher. Den Fünfliber, den ich dem hilfsbereiten Mann beim Hinausgehen zusteckte, betrachte ich sozusagen als Buss- oder Strafgeld für unsere «Geiz ist geil»-Mentalität. mamu


Restaurant Betriebsferien vom 27. Juli bis 9. August 2015 Unser Geschäft bleibt über diese Zeit geschlossen. Wir freuen uns, Sie ab Montagnachmittag, 10. August 2015, wieder bedienen zu dürfen und Ihnen bereits die ersten Herbstneuheiten zeigen zu können.

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Eine Zeremonie oder gottesdienstähnliche Feier? Ein persönliches Ritual? Seelsorgerliche Begleitung? Eine Segnung?

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Affoltern am Albis

Rütli

Sonntag, 9. August 2015 Dixie-Grill mit der Porky Valley Dixieband 11.00 bis 15.00 Uhr (nur bei schönem Wetter)

Restaurant Rütli Gebrüder Geretto Dorfstr. 129, 8912 Obfelden Telefon 044 770 07 07

Country-Abig mit Nachtschwimmen im Schwimmbad Stigeli Wann: Verschiebedatum:

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Weiteres: Kosten:

Freitag, 14. August 2015 Freitag, 21. August 2015 Ob der Anlass stattfindet, kann am Freitagmorgen, 14. August 2015, auf www.affoltern-am-albis.ch unter Aktuelles nachgeschaut werden oder direkt beim Schwimmbad Stigeli. ab 18.00 Uhr bis 22.00 Uhr Verbringen Sie einen gemütlichen Abend mit rockiger bis traditioneller Country Music der Band BRR Country Band (Barbarella & Red Rock). Mit feinen Köstlichkeiten wie Chili Con Carne, Spareribs, Holzfällersteaks, hausgemachten Hamburgern usw. werden Sie vom Restaurant Stigeli (Betreiber Restaurant Rosengarten) verwöhnt. Ein Nachtschwumm darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Tischreservierungen nimmt das Restaurant Rosengarten in Affoltern am Albis gerne entgegen (Telefon 043 817 11 22). Diverse Attraktionen wie Bullriding, Hüpfburgen usw. werden natürlich auch nicht fehlen. Es gelten die üblichen Eintrittspreise des Stigeli (auch für Nichtschwimmer bzw. Restaurantbesucher gelten diese Preise).

Das Stigeli-Team und das Restaurant Rosengarten freuen sich auf einen gemütlichen, musikalischen und fröhlichen Abend. Affoltern am Albis, 7. August 2015

Immobilienabteilung

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062 2015  

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