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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 061 I 172. Jahrgang I Dienstag, 7. August 2018

Beliebte Tradition

Reuss als Durstlöscher

1.-August-Brunch: 25 Zürcher Bauernfamilien haben rund 9000 Gäste verwöhnt. > Seite 3

Anhaltende Trockenheit: In Obfelden und Ottenbach beziehen Bauern Reuss-Wasser. > Seite 4

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Wertschätzung zeigen Gemeinderätin Valérie Battiston sprach an der 1.-August-Feier in Stallikon. > Seite 4

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Heilendes Wasser Sommerserie: Bernhard Schneider taucht ein in den ehemaligen Kurort «Wängibad». > Seite 5

Zentimeter-Arbeit über dem Jonenbach Bauarbeiten in Zwillikon: Die neue Brücke kam aus der Luft angeflogen Vom 16. Juli bis 18. August ist die Zwillikerstrasse zwischen Affoltern und Zwillikon gesperrt. Am vergangenen Freitag wurde die 84-jährige Brücke durch eine neue Konstruktion ersetzt.

Wiederverwertung aufbereitet wird. Derweil liefen die Vorbereitungsarbeiten für das Einheben der neuen Betonplatte. Am vergangenen Freitagmorgen war es so weit: Die neue, zwischen 140 und 150 Tonnen schwere Betonplatte wurde mit dem Kran angehoben und zwischen den Widerlagern eingesetzt. Dieses Ereignis wollten sich nicht nur die involvierten Mitarbeitenden aus der Nähe ansehen: Hinter den Absperrungen fand sich etwa ein weiteres Dutzend interessierter Zuschauerinnen und Zuschauer ein, die den Brückentransport und das Einheben der Brücke mitverfolgten.

................................................... von livia häberling Seit dem 16. Juli ist die Zwillikerstrasse als Verkehrsverbindung nach Affoltern gesperrt. Die Brücke, die vor der Einmündung zur Ottenbacherstrasse über den Jonenbach führt, ist in schlechtem Zustand. «An einigen Stellen wurden bereits die Armierungen sichtbar, an anderen kam es zu Betonabplatzungen», so Rolf Schneiter, der zuständige Projektleiter des Tiefbauamts. Allerdings stammt die Brücke aus dem Jahr 1934. Deshalb habe es aus wirtschaftlicher Sicht wenig Sinn gemacht, die über 80-jährige Baute zu sanieren. Schliesslich habe man sich für einen Ersatz entschieden.

40 Minuten volle Konzentration

40 Minuten dauerte es, bis die neue Brücke eingepasst war. (Bild Ralf Ackermann) 140 Tonnen Beton durch die Luft transportiert Für den Bau der neuen Konstruktion wurde ab dem 18. Juni oberhalb des Zwillikerweihers ein Installationsplatz eingerichtet. Dort wurde die Brücke vorfabriziert, während der Verkehr zwischen Zwillikon und Affoltern nicht beeinträchtigt wurde. Wäre die

Brücke an Ort und Stelle – also über dem Jonenbach – gebaut worden, hätte die Strasse erheblich länger gesperrt werden müssen. Nach der Strassensperrung wurden parallel zum Abbruch der alten Bodenplatte zwei neue Widerlager erstellt, welche auf überschnittenen Pfahlwänden fundiert sind. Dadurch können in einem

«Drehscheibe Arbeit»: Unternehmen gesucht

späteren Zeitpunkt Revitalisierungsund Hochwasserschutzmassnahmen umgesetzt werden, ohne dass weitere Bauarbeiten an der neuen Brücke nötig sind. Vergangene Woche wurde die alte Brücke schliesslich aus dem Bachübergang herausgehoben und auf dem Installationsplatz deponiert, wo sie zerschnitten und für die

Für den Kranführer und die Bauarbeiter bedeutete der Transport Zentimeterarbeit. Die Armierungen von Brücke und Widerlagern waren vorgängig bemessen worden, nun galt es, die neue Bodenplatte Zentimeter für Zentimeter an den richtigen Platz zu navigieren. Nach 40 Minuten war es vollbracht: Die neue Brücke war eingesetzt. Während der nächsten zwei Wochen wird sie abgedichtet, mit einem Gussasphaltbelag versehen, die Gruben werden mit Kies aufgefüllt und die Geländer montiert. Ab dem 19. August wird die Brücke wieder für den Verkehr befahrbar sein. Gemäss Rolf Schneiter belaufen sich die Baukosten für den Ersatz der Jonenbachbrücke auf rund 500 000 Franken.

Philipp Koutny siegt in Estland

Neues Pilotprojekt für Integration im Bezirk

Als Profi an die Ironman-WM in Hawaii

Mit seiner «Drehscheibe Arbeit» will der Affoltemer Verein GsE vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer in den ersten Arbeitsmarkt integrieren.

Der Aeugster Profi-Triathlet Philipp Koutny hat am Samstag in Tallinn dank einer starken Leistung ohne eine einzige Schwächephase den Ironman Estland gewonnen.

Viele Frauen und Männer, die als Flüchtlinge in die Schweiz gekommen sind, würden ihren Lebensunterhalt gerne selber finanzieren. Das weiss Eveline Hedinger, Gesamtleiterin des Vereins Gemeinsam statt Einsam (GsE) von den Kontakten aus den bisherigen Angeboten, dem Mittagstisch für Alleinstehende, der Beratungsstelle und dem Deutschunterricht. Die meisten wissen allerdings nicht, wie das System funktioniert. Da will der Verein mit einer neuen «Drehscheibe Arbeit» ansetzen. Die Idee: Arbeitswillige vorläufig Aufge-

nommene in der Region sollen bei passenden Unternehmen eine Schnupperlehre oder ein Praktikum absolvieren. Dazu braucht es allerdings auch Arbeitgebende, die bereit sind, sich darauf einzulassen. Um die Hürde zu senken, will der Verein GsE diese administrativ unterstützen. Wie das genau aussieht, das erfahren Interessierte an einer Informationsveranstaltung im September. Bereits gute Erfahrungen gemacht hat das Gartencenter Guggenbühl in Bonstetten. Seit dem Frühling und voraussichtlich bis Ende Jahr sammelt dort ein junger Afghane als Praktikant Berufserfahrung. «Wenn es so weiter läuft, werden wir ihn im Januar weiter beschäftigen – zu einem normalen Lohn», sagt Guggenbühl-Geschäftsführer Thuri Küng. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Beim Schwimmen und auf dem Rad spielte Philipp Koutny eine aktive Rolle in der ersten Verfolgergruppe hinter dem führenden Esten Marko Albert, bevor er auf dem abschliessenden Marathon sein Tempo durchzog und in der Weltklassezeit von 2:47 Stunden die verbliebenen Konkurrenten einen nach dem andern überholte und stehen liess. Schliesslich erreichte er das Ziel nach 8:01 Stunden mit deutlichem Vorsprung. In der Weltrangliste liegt er damit knapp hinter Jan van Berkel als zweitklassierter Schweizer und startet erstmals als

Der Aeugster Philipp Koutny als Sieger im Ziel in Tallinn. (Bild zvg.) Profi bei der Ironman-WM in Hawaii, an der er letztmals 2015 – noch als Amateur – teilgenommen hat. (bs) ................................................... > Bericht auf Seite 11

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Chancen nutzen Gleichberechtigung: Kantonsrat Ronald Alder fordert von den Männern ein Umdenken. > Seite 6

Torreigen beim Meisterschaftsstart Der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) startete mit einem 3:3 gegen Höngg in die neue Saison. Die Zuschauer kamen bei brütender Hitze in den Genuss eines tempo- und abwechslungsreichen Spiels. Obschon die Heimischen drei Mal einem Rückstand nachrennen mussten, fühlte sich das Unentschieden wie eine Niederlage an. «Bei diesen vielen Chancen muss man einfach gewinnen», meinte nach der Partie WB-Assistenztrainer Beks Morina. In der Tat sündigten die Ämtler im Abschluss, selbst ein Elfmeter fand den Weg nicht ins Tor. Positiv ist jedoch, dass derart viele Gelegenheiten kreiert werden konnten. WB hinterliess einen gefestigten Eindruck, dem Team ist diese Saison einiges zuzutrauen. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 11

Boden ist knapp In Ottenbach hat die zweite Bautranche «Im Baumgarten» begonnen. Wann im Dorf wieder ein Spatenstich für eine grössere Überbauung stattfindet, ist nicht absehbar. ................................................... > Bericht auf Seite 7 anzeigen

Swiss Home Party – es geht weiter!

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Strassensperrung Lüttenbergstrasse Gemeindeversammlung Weil weder von der Politischen Gemeinde noch von der Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis/Aeugst am Albis behandlungsreife Geschäfte vorliegen, wird die Gemeindeversammlung vom 10. September 2018 abgesetzt. Die nächste Gemeindeversammlung findet am Montag, 3. Dezember 2018, statt. 7. August 2018 Stadtrat Affoltern am Albis

Todesfälle Bonstetten Widler-Wächter, Rosa

Für eine einwandfreie Trinkwasserversorgung und zur Verbesserung des Löschschutzes bei Brandfällen muss im oberen Teil der Lüttenbergstrasse eine Verbindungslücke der Trinkwasserleitung geschlossen werden. Damit die Ringleitung effizient realisiert werden kann, muss ein Teilstück der Gemeindestrasse ab der Liegenschaft Lüttenbergstrasse 26 bis Chäseren 51/53, während der Zeit vom 13. August bis 7. Oktober 2018, vollständig für jeglichen Verkehr gesperrt werden. Während der Bauzeit von maximal 8 Wochen sind die Liegenschaften Chäseren 51/53 nur über den neu instandgestellten Chäserenweg erreichbar. Gemeinde Bonstetten Bereich Tiefbau

Als Gott sah, dass der Weg zu lang, der Hügel zu steil und das Atmen zu schwer wurde, legte er den Arm um sie und sprach: «Komm heim!»

Traurig, aber dankbar für die schöne, lange gemeinsame Zeit nehmen wir Abschied von unserem Mami, Gotti und Tanti. Sie wurde am 1. August von ihren Altersbeschwerden erlöst.

Rosa Widler-Wächter 14. November 1916 – 1. August 2018

In stiller Trauer: Helen Widler Leo Widler Verwandte, Freunde und Bekannte

geboren 14. November 1916, von Jonen AG, wohnhaft Bruggenmattweg 2, Bonstetten. Sie verstarb in Affoltern am Albis am 1. August 2018.

Die Abdankung findet am Montag, 13. August 2018, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Bonstetten statt. Anschliessend Abschiedsgottesdienst in der katholischen Kirche.

Andacht: Friedhof in Bonstetten am Montag, 13. August 2018, um 13.30 Uhr.

Im Sinne der Verstorbenen berücksichtige man das Hilfswerk der Benediktiner Missionare St. Otmarsberg, 8730 Uznach, Konto 90-6990-0, IBAN CH02 0900 0000 9000 6990 0.

Abdankung: Katholische Kirche in Bonstetten am Montag, 13. August 2018, um 14.00 Uhr.

Traueradresse: Helen Widler, Bruggenmattweg 2, 8906 Bonstetten

Bestattungsamt Bonstetten

Affoltern am Albis Am 4. August 2018 ist in Affoltern a.A. gestorben:

Lutz, Otto Paul geb. 9. Juni 1933, Bürger von Zürich und Walzenhausen AR, Ehemann der Lutz geb. Lerchi, Heidi Anita, wohnhaft gewesen in Wettswil a.A., Bäumlisächerstrasse 16. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher

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Bezirk Affoltern wir gratulieren Zur diamantenen Hochzeit Den 60. Hochzeitstag feiern am Donnerstag, 9. August, Adelheid und Armin Hermann BertschingerHegetschwiler in Affoltern. Zur diamantenen Hochzeit gratulieren wir von ganzem Herzen und wünschen ein schönes Fest.

Zur goldenen Hochzeit Heute Dienstag, 7. August, feiern Palmina und Giuseppe Barletta in Affoltern ihre goldene Hochzeit. Wir wünschen den beiden einen schönen Festtag und viel Glück.

Zum 91. Geburtstag Morgen Mittwoch, 8. August, feiert Marguerite Büchler in Stallikon ihren 91. Geburtstag. Wir gratulieren der Jubilarin und wünschen ihr alles Gute und Liebe für die weitere Zukunft.

Zum 85. Geburtstag Am Donnerstag, 9. August, feiert Cordelia Eidenbenz in Affoltern ihren 85. Geburtstag. Zum hohen Wiegenfest gratulieren wir herzlich und wünschen alles Gute. Am 9. August feiert Berthi Grimmer ihren 85. Geburtstag. Pro Senectute Knonau gratuliert der unternehmungfreudigen Jubilarin ganz herzlich, wünscht ihr ein freudvolles Fest und für die Zukunft alles Gute.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@azmedien.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

Dienstag, 7. August 2018

Asylsuchende fit machen für den Arbeitsmarkt Der Verein GsE vermittelt Schnupper- und Praktikumsstellen – Arbeitgeber gesucht Vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer in den ersten Arbeitsmarkt integrieren – das ist das Ziel der neuen «Drehscheibe Arbeit», die der Verein GsE in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst Bezirk Affoltern aufzieht. Gesucht werden Betriebe, die mitmachen. ................................................... von thomas stöckli Mohammad ist 28 Jahre alt und vor zweieinhalb Jahren aus Afghanistan in die Schweiz geflüchtet. Seit dem Frühling und voraussichtlich bis Ende Jahr sammelt er als Praktikant Berufserfahrung im Gartencenter Guggenbühl in Bonstetten. «Wir haben mit ihm sehr gute Erfahrungen gemacht», sagt sein Chef Thuri Küng und lobt den Arbeitseinsatz, die Verlässlichkeit und die Sprachkenntnisse des jungen Mannes. «Wenn es so weiter läuft, werden wir ihn im Januar weiter beschäftigen – zu einem normalen Lohn.» Dass Mohammad die Chance bekam, ist alles andere als selbstverständlich. Auf eine erste Anfrage, einen Ausländer mit Ausweis F als Praktikant anstellen zu wollen, hiess es letzten Herbst beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA): «Geht nicht.» Rein zufällig kam Thuri Küng in Kontakt mit der paritätischen Kommission der Sozialpartner des Gesamtarbeitsvertrages für die Grüne Branche. Deren Gesuch ans AWA brachte den Stein dann ins Rollen. Innert zweieinhalb Wochen lag die Arbeitsbewilligung vor. Trotzdem: «Die Hürden sind nicht ganz ohne», so die Erfahrung von Thuri Küng. «Die Abläufe sind kaum dokumentiert.»

Arbeitswillige und motivierte vorläufig Aufgenommene vermitteln Genau da will der Verein Gemeinsam statt Einsam (GsE) ansetzen und in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst Bezirk Affoltern eine «Drehscheibe Arbeit» aufbauen. Das Pilotprojekt soll in der Region arbeitswillige und motivierte vorläufig Aufgenommene mit passenden Arbeitgebenden zusam-

Eveline Hedinger vom Verein Gemeinsam statt Einsam (GsE) und Thuri Küng vom Gartencenter Guggenbühl, Bonstetten, vor dem Treffpunkt GsE in Affoltern. Mit der «Drehscheibe Arbeit» will sie vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer in den ersten Arbeitsmarkt integrieren. Er hat damit bereits gute Erfahrungen gemacht. (Bild Thomas Stöckli) menbringen. «Wir sind daran, eine Bewilligung zu erhalten für die Arbeitsvermittlung», sagt GsE-Gesamtleiterin Eveline Hedinger. Mit zwei Beratern ist sie bereits seit letztem Winter in Kontakt. Im Verein, in dem sich sonst alle ehrenamtlich engagieren, werden sie die einzigen sein, die auf Honorarbasis arbeiten. Nach dem Mittagstisch für Alleinstehende, der Beratungsstelle und dem Deutschunterricht wird die Drehscheibe das vierte Standbein des Vereins GsE. Durch die Kontakte in den anderen Angeboten hat Eveline Hedinger gemerkt, dass viele Frauen und Männer, die in die Schweiz geflüchtet sind, gerne arbeiten würden. Die meisten wissen allerdings nicht, wie das System funktioniert, wie sie eine Schnupperlehre, einen Praktikumsplatz bekommen können, was ihre Arbeitskraft wert ist und wie sie sich selber richtig einschätzen. Ein grosses Problem ist vielfach auch die Sprache. Zudem gilt es, kulturelle Vorurteile abzubauen – «auf beiden Seiten», wie Eveline Hedinger betont.

Administrative Unterstützung bieten «Die Flüchtlinge sind da, ob wir das gut finden oder nicht sei dahingestellt. Jetzt ist es eine gesellschaftliche Notwendigkeit zu verhindern, dass sie im luftleeren Raum hängen und in eine Negativspirale kommen, was teuer werden kann», sagt Thuri Küng. Damit es selbst für Kleinstbetriebe attraktiv sein kann, jemandem ein Praktikum zu ermöglichen, wird das Angebot der Drehscheibe nicht mit der Vermittlung aufhören: Die Arbeitgeber ebenso wie die Arbeitnehmer dürfen auf administrative Unterstützung zählen. «Wir wollen den Arbeitgebenden die Hürden so weit wie möglich abnehmen», sagt Eveline Hedinger. Als Mohammad in die Schweiz kam, konnte er weder rechnen noch lesen und schreiben. Nun, zweieinhalb Jahre später, steht er vor dem Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt. Dass eine nahezu ideale Entwicklung wie bei ihm nicht in jedem Fall vorausgesetzt werden kann, ist allen Be-

teiligten klar. «Viele werden eine Kurve oder auch zwei mehr nehmen müssen», so Eveline Hedinger, «aber auch sie haben eine Chance verdient.» Eine grosse Herausforderung wird es sein, geeignete Stellen zu finden, etwa auf dem Bau oder im Metallbau. Dabei spielen auch die Mitarbeitenden eine zentrale Rolle. Wenn sie nicht mitmachen, gehe es nicht, sagt Thuri Küng. Ob die Chemie stimmt, darüber kann eine Schnupperwoche Auskunft geben. So hat auch Mohammad das «Guggenbühl»-Team von sich überzeugen können. Aus eigener Erfahrung weiss Thuri Küng, dass eine fremde Kultur für das Team durchaus auch eine Bereicherung sein kann. «Und wenn man erst noch gute Leute findet, ist das natürlich super. An Fachkräften haben wir in der Branche keinen Überfluss.» Drehscheibe Arbeit, Informationsveranstaltung für Arbeitgebende am Mittwoch, 5. September, 19 Uhr, beim Verein GsE, Alte Dorfstrasse 1b, Affoltern. Anmelden bis 1. September an info@gse-affoltern.ch, Weitere Infos unter www.gse-affoltern.ch.

Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.–

Beliebte Tradition am Nationalfeiertag

Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01

25 Zürcher Bauernfamilien – unter ihnen auch die Familie Duperrex aus Knonau, – öffneten am Mittwoch ihre Türen zum Brunch und verwöhnten insgesamt rund 9000 Gäste.

Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch anzeige

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Auf die Gäste warteten liebevoll dekorierte Buffets mit frischem Brot, verschiedenem Käse, Fleisch und weiteren Köstlichkeiten vom eigenen Hof oder aus der Region. Der 1.-AugustBrunch hat Tradition und so standen am Mittwoch heimische Spezialitäten im Mittelpunkt. Jedes Jahr lockt der Anlass zahlreiche Besucher auf die Bauernhöfe. Die Bauernfamilien boten ihren Besuchern nicht nur ein leckeres Frühstück an, sie sorgten auch sonst für ein tolles Erlebnis. Spannende Informationen und Hofführungen, musikalische Unterhaltung oder Spiel und Spass für die kleinen Gäste: Für jeden Besucher war etwas dabei. Bei schönstem Wetter und heissen Temperaturen begeisterten die Bauernfamilien ihre Gäste. (pd.)

1.-August-Brunch auf dem Hof Stöckweid in Knonau. (Bild zvg.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 7. August 2018

Die Reuss spielt die Rolle des Durstlöschers Die anhaltende Trockenheit verlangt von den Landwirten zusätzlichen Aufwand Ein Ende der extremen Dürreperiode ist noch nicht absehbar. Auch einzelne abendliche Gewitter können die herrschende Trockenheit kaum mindern. Die ganz besonders betroffene Landwirtschaft ist weitgehend machtlos. In Obfelden und Ottenbach beziehen die Bauern Wasser von der nahen Reuss.

Solidarität unter den Landwirten

................................................... von martin mullis Der Asphalt flimmert bereits am Morgen, die Schwüle ist beinahe greifbar und im Lokalradio wird fast panisch vor den Gefahren von Waldbränden gewarnt. Die Gluthitze hat auch das Säuliamt fest im Griff. Die Landwirte und die Obst- und Gemüsebauern leiden unter der anhaltenden Trockenheit. Zwar veranstaltete die Natur am Abend des Nationalfeiertages so etwas wie ein kleines privates Feuerwerk und erhellte mit zwei drei Blitzen die Abenddämmerung. Doch der kurze und armselige Regenguss verdunstete auf den trockenen Böden innert Minutenfrist. Während die Menschen und die Tiere die Hitzeperiode erdulden müssen, erträgt der Amtsschimmel die hohen Temperaturen offensichtlich überhaupt nicht und strapaziert den Föderalismus etwas gar unerbittlich. Eine kantonale Lösung der Vorschriften über das Verbot von Feuern und Feuerwerk war nicht möglich, von schweizweit geltenden Vorschriften gar nicht zu sprechen. Auch die 14 Gemeinden des Säuliamts regeln die Vorschriften betreffend Verhütung von Feuergefahren unterschiedlich. So ist in Knonau und auch in Maschwanden der Betrieb eines Holzkohlengrills im Garten strikte verboten, während in Ottenbach eine Bratwurst auf der heimischen Terrasse durchaus schön knusprig gebraten werden darf, dies aller-

Rund 100 000 Liter Wasser pro Tag: Tanken an der Reuss. (Bild Martin Mullis) dings unter grösstmöglicher Vorsicht. Ob die dafür zuständige Stadtpolizei Affoltern tatsächlich über die genauen Gemeindegrenzen Kenntnis hat, konnte nicht schlüssig eruiert werden.

Wasser aus dem Seitenkanal der Reuss Nicht nur die Gemeinde- sondern sogar die Kantonsgrenze überfahren einige Landwirte, welche auf der aargauischen Seite der Reuss Wasser tanken. Am zürcherischen Flussufer wird den Bauern von der politischen Gemeinde die Wasserentnahme lediglich von sechs Uhr morgens bis ein Uhr mittags bewilligt. Mindestens zwei Bauern aus Ottenbach besitzen jedoch Spezialbewilligungen, welche ihnen erlaubt, Wasser aus einem Seitenkanal der Reuss auf aargauischem Boden zu

beziehen. Landwirt Jürg Schneebeli und sein Sohn Stefan nutzen diese Möglichkeit und transportieren mit ihrem Druckfass mehr als 100 000 Liter Reusswasser pro Tag auf ihre Süssmaiskulturen. Immerhin noch 25 000 bis 30 000 Liter Wasser führt Walter Hegetschweiler mit einem kleineren, etwa 2500 Liter fassenden Druckfass zu den Baumstämmen in seinen Obstkulturen. Den Äpfeln und Birnen gefällt der Sonnenschein zwar und er fördert den Reifeprozess, hingegen werden die Früchte bei zu grosser Trockenheit frühzeitig abgeworfen.

Liebe zur und Sorgfalt für die Natur Der grosse Aufwand der Landwirte straft die Legende über die stets jammernden Bauern Lügen, ihre Rech-

nung über Unkosten und Ertrag haben sie nämlich sorgfältig gemacht. Bei ihren Erklärungen betonen sie zwar, dass eine Rendite lediglich mit grosszügiger Auslegung der eigenen Arbeitsstunden knapp ermöglicht würde, dennoch kommt im Hintergrund immer auch unausgesprochen die Liebe und Sorgfalt für die Natur zur Geltung. Ein verdorrtes und ausgetrocknetes Mais- oder Rübenfeld ist für jeden Bauern ein ausgesprochen klägliches Bild. Der milde und warme Frühling und die damit verbundenen frühen Ernten, vor allem die des Getreides, mildern die momentanen wettermässig widrigen Umstände ein wenig. So konnten einige Kulturen vor oder unmittelbar zu Beginn der Hitzeperiode eingebracht werden.

Die anhaltende Trockenheit nimmt zwischenzeitlich in weiten Gebieten der Schweiz prekäre Auswirkungen an. Sollte es in den nächsten Tagen nicht ergiebig regnen, wären die Folgen für Tiere und Pflanzen verheerend und wohl in diesem Ausmass einzigartig. Die meisten Tiere sind zwischenzeitlich eingestallt und werden mit den «Wintervorräten» gefüttert. Auch die gealpten Tiere werden in den nächsten Wochen verfrüht nach Hause kommen und zusätzlich gefüttert werden müssen. Für den kommenden Winter wird massiv Raufutter (zum Beispiel Heu) fehlen, welches kaum beschafft werden kann. Es gelte nun rechtzeitig die Weichen zu stellen und innerlandwirtschaftlich den noch vorhandenen Spielraum zu nutzen, heisst es beim Zürcher Bauernverband (ZBV). So schaltet er eine Futtermittelbörse über das Internet auf. Es gilt dabei, Anbieter von Raufutter, Stroh, Mais oder Weideplätzen und die entsprechenden Nachfrager unbürokratisch und diskret zusammenzubringen. Für den ZBV ist es wichtig, dass so lange wie möglich, dank der Solidarität, Lösungen innerhalb der Landwirtschaft gefunden werden. Auch viehlose Betriebe werden aufgrund des fehlenden Wassers grosse Ernteverluste hinnehmen müssen. Ackerkulturen wie Zuckerrüben, Kartoffeln oder auch Körnermais verkümmern, was nicht nur für die Landwirte, sondern vor allem auch für die Lebensmittelindustrie negative Folgen haben wird. (pd.)

«Bitte», «sehr gerne» und «danke»

Gemeinderätin Valérie Battiston sprach am 1. August in Stallikon Grosse Worte von berühmten Politikern waren auch zum diesjährigen Nationalfeiertag in Stallikon nicht gefragt. Für die Ansprache vom letzten Mittwoch hat Gemeindepräsident Werner Michel die mit Bestresultat gewählte neue Gemeinderätin Valérie Battiston ausgewählt. ................................................... von hans reding Pünktlich um 18.30 Uhr begrüsste Gemeindepräsident Werner Michel die eingetroffenen Einwohnerinnen, Einwohner und Gäste zum Apéro, der traditionsgemäss vom Gemeinderat offeriert wurde. Dabei durfte er mit grosser Zufriedenheit feststellen, dass am Hitzetag exakt zu dieser Stunde vor dem Werk- und Feuerwehrgebäude, wo dieser Festanlass stattfand, ein angenehm kühles Windchen aufkam. Die musikalische Apéro-Begleitung durch das Duo Galaxis lockte schliesslich immer mehr Leute auf den Festplatz. Nachdem sich das zur Festwirtschaft umfunktionierte Werkgebäude langsam gefüllt hatte, kam das seit Jahren eingespielte Küchenteam unter Leitung von Fredy Steck wiederum voll zur Geltung. Nun begann ein grossartiges Konzert der Musikgesellschaft Stallikon, erweitert durch Mitglieder des Musikvereins Harmonie Adliswil. Unter der

Blumen für Valérie Battiston von Gemeindepräsident Werner Michel. (Bild Hans Reding)

Leitung des nimmermüden Dirigenten und Sängers Marc Bühler wurde dem Publikum Unterhaltung vom Feinsten geboten. Das zog sich so nach der Festansprache noch bis 22 Uhr weiter durch. Die Gäste wurden musikalisch verwöhnt! Viele von ihnen sangen mit und tanzten spontan in den Abend

hinein. Der anhaltend grosse Applaus beeindruckte Orchester und Dirigent!

Hitzefrei für den Glöckner? Programmgemäss wäre um 20.45 Uhr das Glockengeläute der reformierten Kirche Stallikon vorgesehen gewesen.

Bei den seit Tagen anhaltenden Höchsttemperaturen von über 33 Grad erlaubten sich die Glöckner für diesen Abend vermutlich mal Hitzeferien. Schliesslich durften ja wegen Feuergefahr auch keine Knallraketen und -frösche gezündet werden … Also kam um 21 Uhr der besinnliche Teil der 1.-August-Feier. Nachdem Präsident Werner Michel sich rundum bei den Mitwirkenden für den gelungenen Anlass bedankt hatte, übergab er das Wort der neu gewählten Gemeinderätin Valérie Battiston. «Bitte», «sehr gern» und «danke». Die Rednerin erinnert sich an ihre Kindheit, vier Geschwister waren sie. Ja und nein sagen lernten sie sehr schnell mal von alleine. Doch bald lernte sie, wie faszinierend es sein kann, wenn man zum ja oder nein sagen ein zusätzliches Zauberwörtchen hinten anhängt, eben bitte, sehr gerne oder danke. Heute als Gemeinderätin fällt Valérie Battiston auf, mit welcher Freude und tiefem Interesse die Stalliker Gemeinderätinnen und Gemeinderäte ihr Amt angehen. Etwas gerne machen bedeutet, dass im Tun, in der Tätigkeit selbst, der Antrieb geborgen liegt. Alle haben sie tiefes Interesse daran, die Gemeinde ein gutes, behutsames Stück voranbringen zu können. Deshalb bemühen sich die Gewählten nach bestem Wissen und Gewissen darum, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner von Stallikon zu hören. Aus

den gehörten und gelesenen Anregungen gilt es dann mit möglichst wenig Aufregung eine tragfähige Lösung zu finden, die auch mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen vereinbar ist.

Wohlwollen und Wertschätzung zeigen Das Wörtchen «gerne» drückt aber auch noch etwas ganz anderes aus, so kurz es sein mag: Für jemanden etwas gerne zu machen heisst, dieser Person gegenüber viel Wohlwollen und Wertschätzung zu zeigen. Alle haben wir am eigenen Leib erfahren, wie heikel und schwierig es ist, den Alltag in einer Familie zu gestalten – und erst noch möglichst behutsam und mit viel Wohlwollen. Dies gilt auch für das Zusammenleben in einer so grossen, vielfältigen Gemeinschaft wie unserer Gemeinde. Die weit über 150 Stallikerinnen und Stalliker hörten über die glasklare Akustikanlage den Gedanken von Valérie Battiston aufmerksam zu und bestätigten schliesslich die besinnlichen Worte mit lang anhaltendem Applaus. Es war ihre erste Ansprache zum 1. August. Die neue Gemeinderätin würde sich sehr darüber freuen, wenn an der nächsten Versammlung den gewohnten vorgebrachten Fragen und Meinungen doch zum Schluss noch das Wörtchen «bitte» angehängt würde. Ja, gerne, danke.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 7. August 2018

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Gold, Silber und Schwefelsäure im heilenden Wasser

forum

Sommerserie «Eintauchen» (7): Bernhard Schneider im «Heilbrunnen von Wängibad»

Liebe Zwillikerinnen, liebe Zwilliker, geschätzte Gäste aus Städten und Kantonen, sowie vom In- und Ausland. Leider muss ich Sie heute hier auf dem Parkplatz zwischen Volg und Mehrzweckgebäude begrüssen. Trockenheit und Dürre verbieten uns, diesen Abend wie sonst am Waldrand oben zu zelebrieren. Für unsere 1.-August-Feier ziehen wir sonst mit den Lampions auf den Festplatz Rütirain zwischen Dorf und Wald. Wie im «Anzeiger» vom 27. Juli publiziert, organisiert dort der Sportclub Zwillikon seit Jahrzehnten das Höhenfeuer, die Festwirtschaft, die Musikgesellschaft Hedingen und das grosse gemeinsame Feuerwerk. Dank überschaubarer Dorfstrukturen haben sich auch ohne korrigierende Publikationen kaum Leute dort hinauf verirrt. Wie ich auf die Idee komme, selber eine Rede zu schreiben, wollen Sie wissen? Der 1. August ist für mich jeweils Gelegenheit, zahlreichen erlesenen Rednern in den Medien zuzuhören, um mir meine eigenen Gedanken zu machen über unsere Eid-«Genossenschaft». Seit ich als aktiver Rentner mehr Zeit und weniger Geld habe, verfolge ich öfters Staats- und Gesellschafts-Entwicklungen von klein bis gross. Während ich also unter dem Glasdach vor dem Kasino Affoltern neben der Zwilliker Dorfprominenz sitze, verbinden sich Worte aus den Reden von Stadtratspräsident Grötsch und Regierungsrat Stocker mit eigenen Erfahrungen. Was würde ich für einen Aufhänger für meine eigene Rede wählen: Der Graben zwischen Stadt und Land, Zwillikon als ländliches Stadtquartier, gar als Agglo der Agglo? Während ich mich auf den Heimweg über Hedingen mache, bedingt durch die vierwöchigen Bauarbeiten an der Zwillikerstrasse, schwirren Bilder der letzten 35 Jahre durch meinen Kopf. Wie hat sich das Dorf zur Stadt «entwickelt»? Und wie soll das weitergehen mit bisherigen Selbstverständlichkeiten wie Spital, Seewadel, Verkehr, Wohn- und Arbeitsplätzen, Energieversorgung, Umgang mit Jungen und Alten? Und was kann jeder Einzelne, was können einige zusammen bewirken? So habe ich hier und heute, am 1. August 2018, für mich beschlossen, Zeit zu spenden. Zeit für mich, Zeit für andere, Zeit für gemeinnützige Zwecke. Denn Lebensqualität lässt sich nicht nur mit Geld erkaufen. Übrigens: Weil es bei den Zwilliker Feiern keine grossen Redner gibt, wurde diese Rede nie gehalten.

Die Heilquelle im Wängibad wurde jahrhundertelang von Stadtzürchern besucht in der Hoffnung auf Heilung. Einige mysteriöse Genesungen öffneten Spekulationen den Weg, aus der Quelle sprudelten nebst Wasser auch Gold und Silber. Die Weltkriege setzten dem Kurort im Knonauer Amt ein Ende. ................................................... von bernhard schneider Bevor ich symbolisch ins Wängibad eintauche, tauche ich in die historischen Quellen und Beschreibungen des einstigen Kurortes ein, der 500 Jahre lang Gäste und damit auch Arbeit in die Region gebracht hat. In der Grenzbeschreibung der Vogtei wird 1412 ein «Heilbrunnen» am Rand des Gemeindebezirks gegen Affoltern hin erwähnt. Auch der Zürcher Naturforscher Konrad Gessner (1516-1565) erwähnte das Heilwasser. R. Ochsner identifizierte in seiner 1936 veröffentlichten Geschichte der Gemeinde Aeugst das Wängibad als diesen Brunnen.

Sandra Claus begrüsst den Gast beim Eingang in den privaten Park des einstigen Kurhauses Wängibad. (Bilder bs)

Werbung aus dem Jahr 1663 Ausführlich ist die Beschreibung des Zürchers Jacob Ziegler in einem Werbedruck aus dem Jahr 1663: Das Wasser aus der Quelle des «kostbarlichen Wängi-Bads», das drei Stunden von Zürich entfernt in der Herrschaft Knonau liege, enthalte offensichtlich Gold, Silber, martialisches Vitriol (ein Schwefelsäure-Salz), Alaun (Aluminiumkaliumsulfat) und Gips. Dank dieser Spurenelemente könne das Wasser alle möglichen Leiden heilen, von bösen Geschwüren, Nieren- und Blasenstein über Lenden-, Hüft- und Rückenleiden bis zu Mundfäule, Zahn- und Halsschmerzen. Nicht nur die Ärzte lobten die heilsame Wirkung des Wassers, schrieb Ziegler weiter, auch zahlreiche Privat- und Amtspersonen zeugten von erfolgreichen Kuren. Beispielsweise sei eine an Händen und Füssen vollständig gelähmte Person «vollkommenlich geheilt» worden, ebenso Frauen mit Kindbettfieber. Insgesamt zählt er ein Dutzend Fälle wundersamer Heilungen im Wängibad auf. Doch nicht nur bezüglich des Heilwassers ist Jacob Ziegler des Lobes voll: Die anmutige Umgebung, die feinen Gemächer, die gesunde Luft und die Aussicht über das Reusstal seien ebenso Grund für einen Aufenthalt

«Eintauchen» Die Sommerserie hat Tradition beim «Anzeiger» Diesmal steht sie unter dem Motto «Eintauchen». Das Thema lässt vieles offen: Eintauchen kann man in eine fremde Szene, in einen Verein oder eine Religionsgruppe, in eine andere Rolle, Lebenshaltung oder eine neue Aktivität. Sie als Leser oder Leserin dürfen sich überraschen lassen – bis Mitte August in jedem «Anzeiger» aufs Neue. (tst.) Bereits erschienen: Mit Spass zum Wohlbefinden, 17. Juli; Leben hinter Schloss und Riegel, 20. Juli; Auf den Spuren von Quellnymphen, Gletschern und den Uerzliker Böcken, 24. Juli; Sandy von der Zürichstrasse 82, 27. Juli; Eine wohltuende Auszeit, 31. Juli; Jeder kann seine eigene Weltmacht sein, 3. August.

Brunnen mit Quellwasser im Zentrum von Wängibad. Daneben der «Chileweg», der nach Aeugst führt. wie die Forellen und Krebse, die im Jonenbach und Türlersee gefischt würden. Aus dem Dorf Aeugst werde täglich frische Milch, Käse und Butter aufgetischt.

ausgebucht war. Den Höhepunkt erreichte das Bad nach der Eröffnung der Eisenbahnlinie 1864, als Kutschen die Gäste am Bahnhof Affoltern abholten.

Telefonnummer 27

Führung von Sandra Claus

Das NZZ-Archiv enthält alle Ausgaben seit 1780. Die erste Erwähnung des Wängibads stammt allerdings erst aus dem Jahr 1929. Dabei handelt es sich nicht um einen Artikel, sondern um ein Inserat des Kurhauses Wängibad, das bereits damals über ein Telefon verfügte und damit unter den zahlreichen Hotels und Restaurants auf der Werbeseite vom 30. März 1929 hervorsticht. Höflich empfiehlt sich das «schöne Ausflugsziel» für Familienund Vereinsanlässe und die selbstgeführte Küche, die neben eigenem Backwerk stets auf lebende Forellen zurückgreifen könne. Anmeldungen sind über die Telefonnummer 27 möglich – ein Luxus, den etwa das Zunfthaus zur Waag, das Hotel Sonnenberg in Zürich oder das Belvoir in Rüschlikon nicht bieten konnten. In den «Geschichten aus dem Säuliamt» von Willy Hug fehlt das Wängibad natürlich nicht. Er beschreibt, dass mit dem Bau der Jonentalstrasse ein direkter Zugang ab Affoltern und Rifferswil geschaffen wurde. Dies trug zur Blütezeit des Kurbetriebs zwischen 1850 und 1914 bei, als das Kurhaus von Frühling bis Herbst meist

Zum Besuch im Wängibad empfängt mich Sandra Claus, die seit elf Jahren mit ihrer Familie in einem Nebengebäude des einstigen Kurhauses lebt. Dieses musste 1959 auf Weisung des Kantons dem Strassenbau weichen. Auf der Führung durch den Weiler Wängibad lässt sich unschwer erkennen, dass Sandra Claus als Stadtführerin in Zürich prädestiniert ist, auch ihren Wohnort einem interessierten Publikum vorzustellen. Bis 1931 führten 13 Generationen der Besitzerfamilie Spinner den Kurbetrieb. Die Gäste stammten vor allem aus der Stadt Zürich. Das Wasser wurde über ein kompliziertes Leitungssystem zu den unterirdisch angeordneten Bädern geführt. Nach mehreren Handwechseln gelangten die Liegenschaften an eine Familie Schifferle aus Zürich, die anfangs erfolgreich Tafelwasser verkaufte, bevor der Zweite Weltkrieg den erneuten Erfolg des Bades jäh stoppte. Nach dem Krieg wurden für kurze Zeit Soldaten einquartiert, bevor 1946 ein privates Altersheim eingerichtet wurde, das aber bald in Konkurs ging. 1959 erwarb Baumeister Scheifele das Wängibad.

Ein Schwimmbad zur gemeinsamen Nutzung Auf dem Rundgang zeichnet Sandra Claus die seitherige Besitzgeschichte nach, beschreibt die Baugeschichte der einzelnen Gebäude und der zugehörigen Scheunen. Ein kaum sichtbarer Trampelpfad heisst «Chileweg», weil hier der offizielle Weg zur Kirche in Aeugst hindurch führt. Wir gehen vorbei am Zugang zum naturistischen Sonnenbad «Schönhalde», die seit 1959 Quellwasser des Wängibades nutzt. Auf dem Weg zum ehemaligen Rebberg, wo der hauseigene Wein angebaut worden ist, begegnen wir anderen Bewohnerinnen und Bewohnern des Wängibads. Alle kennen sich, plaudern miteinander, fühlen sich als Teil des Wängibads. Der grosse, von Hecken geschützte Park steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Häuser des heutigen Besitzers, Anselm Scheifele, zur Verfügung. Hühner können sich hier frei bewegen. Der gemeinsame Pool auf einer Terrasse war früher ein Springbrunnen, bis die Familie Scheifele ein Schwimmbad errichtete, der mit Wasser aus der Quelle gespiesen wird. Dessen gemeinschaftliche Reinigung ist, wie auch die Pflege des Parks, immer auch ein geselliger Anlass unter Nachbarn der «Freien Republik Wängi», wie einige Bewohner den Weiler gerne manchmal bezeichnen.

Meine stumme 1.-August-Rede in Zwillikon

Hans Baumann, Zwillikon

Zuschriften sind willkommen Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, vollständiger Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. Redaktionsschluss für Beiträge in der Freitagausgabe ist Mittwochmittag, Zuschriften für die Dienstagausgabe sollten bis Freitagmittag vorliegen. Über die Publikation, den Erscheinungstermin und allfällige Kürzungen entscheidet die Redaktion ohne Rücksprache. (Red.)


ämtler kantonsräte meinen

Ronald Alder (glp, Ottenbach)

Gleichberechtigung ist Männersache Gemäss internationalen Studien wird es zirka 170 Jahre dauern, bis wir eine wirkliche Gleichstellung der Geschlechter erreicht haben. Im «Anzeiger» wurde über eine Baufirma berichtet, die Frauen als Sexobjekte dargestellt hat, um Geschäftszwecke zu verfolgen. Ein Indiz dafür, dass wir von Gleichberechtigung noch weit entfernt sind. Auf vielen Geschäftsleitungsetagen und auch in politischen Führungsämtern bildet der Frauenanteil nach wie vor eine Minderheit. Und dies, obwohl mittlerweile bekannt ist, dass diversifizierte Teams und Firmen bessere Resultate erzielen. Sie sind kreativer, effizienter und können Probleme besser lösen. Als Land ohne natürliche Ressourcen ist ein gutes Bildungssystem ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg. Investitionen in Bildung haben das Potenzial, das Wirtschaftswachstum zu fördern, die Produktivität zu steigern, die persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten zu begünstigen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Heinrich Pestalozzi sei Dank. Er hat dies erkannt und war massgeblich daran beteiligt, dass der Schulbesuch ein Muss für alle Kinder ist. Im Jahr 2015 hat der Schweizer Staat, also wir, 36 Milliarden Schweizer Franken in die Aus- und Weiterbildung investiert. Jedes Studium kostet hunderttausende von Franken. Wenn Nachwuchs in jungen Familien kommt, dann sind es oft die Mütter,

die zu Hause bleiben und sich der Erziehung widmen. Hauptgrund ist, dass das Vereinbaren von Familie und Beruf bei uns kompliziert und mit Nachteilen verbunden ist. Gut ausgebildete Frauen stehen der Wirtschaft nicht zur Verfügung und die hohen Bildungsinvestitionen gehen verloren. So nimmt der Fachkräftemangel noch weiter zu. Dies wurde in der Politik von den progressiven Kreisen erkannt. Auf Kantons- und Bundesebene sind Fördermassnahmen in Planung, die die Kombination von Familien- und Erwerbsarbeit verbessern sollen. Meiner Meinung nach braucht es aber vor allem ein Umdenken von uns allen, insbesondere der Männer. Gleichberechtigung ist nicht ein Frauenthema, sondern geht uns alle an. Wir als Gesellschaft sollten die Chancen der Gleichberechtigung erkennen und nutzen. Frauen und Männer sollen ihre Begabungen einbringen können, sich mehr zutrauen und entsprechend gefördert werden. Konkret heisst das, die Grünliberalen fordern die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Angebote für Tagesstrukturen und Teilzeitstellen für beide Geschlechter sollen eine Selbstverständlichkeit sein. Der Staat soll den Familien nicht die Erziehungsverantwortung abnehmen, sie aber falls nötig dabei unterstützen. So ist zu hoffen, dass die Gleichberechtigung nicht nur in der Bundesverfassung festgehalten ist, sondern auch bald wirklich gelebt wird.

forum

Keine «Wildtier-Überbevölkerung» Sind Abschüsse nötig und sinnvoll?, Leserbrief vom 3. August. Herr Hegetschweiler bringt die Grundsatzfrage sachlich auf den Punkt: Ist eine Regulierung des Wildtierbestandes durch Abschüsse zum Schutz von Wald und Landwirtschaft notwendig und sinnvoll? Bevor ich mich mit der Thematik näher auseinandersetzte war ich der Meinung «Ja». Auch dachte ich, die Wildtiere hätten es ja viel besser als Tiere in Ställen wie beispielsweise Schweine und Rinder. Ein Leben lang in der Natur und dann ein Schuss ohne Transport zum Schlachthaus. Dass die Jagd viel unnötiges Tierleid verursacht, wusste ich nicht. Auch mit der Revision des Jagdgesetzes im Kanton Zürich wird die Jagd nicht tiergerechter, Fuchsbaujagden wie auch Treibjagden sind weiterhin zulässig. Sogar Katzen, welche sich mehr als 300 m vom nächsten Gebäude entfernt im Wald aufhalten, dürfen abgeschossen werden. Dass eine «Wildtier-Überbevölkerung» entsteht und vermehrt Schäden verursacht werden, liegt in keinster Weise in der Absicht der Initianten. Sowohl auf dem Stadtgebiet von Zürich mit seinen jagdfreien Wäldern wie auch im Kanton Genf und im Schweizerischen Nationalpark funktioniert es mit Berufswildhütern ausgezeichnet. 1:1 am

Kanton Zürich können wir den Beweis logischerweise nicht erbringen. Ebenso wenig können die Jäger ihre These der «Wildtier-Überbevölkerung» beweisen. Was wir aber mit Sicherheit sagen können ist, dass wissenschaftliche Studien sowie Erfahrungen im Inund Ausland bestätigen, dass die Jagd in ihrer tierschutzwidrigen Form absolut nicht notwendig ist. Die Jagd dient nicht zum Schutz der Bevölkerung oder der Wildtiere, sondern nützt nur den Jägern. Noch eine Frage zu dem Leserbrief von Herrn Kradolfer: Ist man ein «Extrem-Tierschützer», weil man sich auf legalem Weg für weniger Tierquälerei einsetzt? Sind denn alle Jäger «Extrem-Jäger»? Beide Seiten haben ihre Argumente und die Stimmbürger sollen sich selbst eine Meinung bilden. Personen persönlich anzugreifen und zu beleidigen ist fehl am Platz und ich wünsche mir, dass die andere Seite damit aufhört. Die Argumente des Initiativkomitees sind auf www.pro-wildtier.ch ersichtlich und ich vertraue den Stimmbürgern, dass sie sich rational eine Meinung bilden und sich nicht von der Anzahl Plakate am Strassenrand oder von den beleidigendsten Leserbriefen beeinflussen lassen. Nicole Holzherr, Aeugst, Vizepräsidentin Tierpartei Schweiz (TPS)

Beflaggung am Bundesfeiertag Am 1. August durften wir dieses Jahr zum 727. Mal die Gründung der Eidgenossenschaft feiern. An diesem Ehrentag war es für Schweizer bisher üblich, die Wohnung oder das Haus zu beflaggen. Mit Erstaunen musste ich nun feststellen, dass auch in unserm Dorf dies nur sehr spärlich geschah. Dies gibt mir zu denken. Was ist los mit uns Schweizern? Ich habe viele Jahre im Ausland gelebt. Dort war es

für jeden Schweizer Ehrensache, hunderte von Kilometern zurückzulegen, um den 1. August mit unsern Landsleuten zu feiern. Wir waren stolz auf unser Vaterland. Was ist der Grund, warum man bei uns nur noch wenig Flagge zeigt? Wenn wir den Blick in die Welt werfen, dürften wir doch stolz sein auf unser Heimatland. Hans Nägelin, Mettmenstetten


Gewerbe/Dienstleistungen

Treffpunkt Dorfplatz

Disney-Produktionen

«Musig im Dorf» in Bonstetten mit der «Tanzkapelle» und dem Zirkus Bellissimo. > Seite 9

Die Zuger Kinos starten die elfte Staffel ihrer begleiteten Kinderund Familienfilmreihe. > Seite 9

Mitreissende Soli und begeistertes Publikum

Gelungenes Openair-Konzert vor dem CQ

Dienstag, 7. August 2018

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«Wädlischiessen» Ein mehr gesellschaftlicher als wettkampfmässiger Anlass des FSV Wettswil. > Seite 11

Letzter Spatenstich im Gebiet Fuessmättli-Geeren

Die zweite Bautranche «Im Baumgarten» hat begonnen Im Jahr 2007 hat Ottenbach mit dem Gestaltungsplan Fuessmättli-Geeren letztmals Land in grösserem Stil zur Überbauung freigegeben. Die Siedlung «Im Baumgarten» bildet mit 38 rollstuhlgängigen Eigentumsund Mietwohnungen den Abschluss dieser Bauphase.

«The Vincenzos» rockten openair vor der CQ-Bar. (Bild Thomas Stöckli)

D

er Platz vor der CQ-Bar in Affoltern war gut gefüllt am letzten Dienstag. Rock’n’Roll-, Swing- und Blues-Enthusiasten hatten sich den Termin am Vorabend des Nationalfeiertags schon lange vorgemerkt. Stilecht in 50er-Jahre-Kluft tanzten sie zu den mitreissenden Klängen von «The Vincenzos» und spornten die Band mit ihrer Begeisterung zu Höchstleistungen an. Insbesondere wenn einer der Brüder zu einer mitreissenden Solo-Einlage ansetzte, kochte die Stimmung. Für seine Rockabilly-Konzerte hat sich das CQ in Affoltern weit über die Grenzen des Säuliamts hinaus einen Namen gemacht. Mit «The Vincenzos»

hat die Bar für ihren Sommer-Event allerdings eine Band ausgewählt, die mehr als nur ein Nischenpublikum anspricht. So waren unter den Eventbesuchern auch diverse, die sich spontan anlocken liessen und nun das Spektakel und die Leckereien vom CQ-Grill sichtlich genossen. In der Bar hielt sich kaum jemand auf. Dabei wäre der BBQ-Event letzte Gelegenheit gewesen, das CQ in seiner bekannten Aufmachung zu erleben. Inzwischen wurden die Räumlichkeiten am Bahnhofplatz 5 nämlich neu gestrichen und möbliert. Am Konzept ändert sich allerdings nichts. Das CQ bleibt eine Bar – mit dem markanten Tresen als prägendem Element. (tst.)

Kurz nach dem Aufrichtefest für die ersten beiden Bauten der Siedlung «im Baumgarten» konnte der Ottenbacher Architekt Ruedi Egli zum Spatenstich für die zweite Etappe einladen, welche die drei östlichen Gebäude umfasst. Die Siedlung entsteht in unmittelbarer Nähe zur Anlage der Primarschule. Die Kinder können auf Fusswegen zum Schulhaus gelangen, ohne eine Strasse überqueren zu müssen. Ruedi Egli setzt auf langjährige Partnerschaften: «Ich kenne die Stärke der Unternehmer, mit denen ich zusammenarbeite. Auch sie kennen sich gegenseitig, was die Absprachen untereinander vereinfacht.» Er setzt nach Möglichkeit auf mineralische Baustoffe, um eine gesunde Wohnatmosphäre zu schaffen.

Fokus auf Altbauten Sein wichtigstes Projekt neben dem «Baumgarten» ist die Liegenschaft Loo in Zwillikon. In diesem denkmalgeschützten Haus mit Baujahr 1816 baut

«Schwümschuel Röteli» zu Gast im Stigeli

Spatenstich zur zweiten Bauetappe «Im Baumgarten»: Silvia und Ruedi Egli (in Rot), flankiert von ihren Partnern beim Bau der Siedlung und den Käufern der Gebäude, die nun in Angriff genommen werden. (Bild Erika Schmid) er Mietwohnungen ein: «Dank der Altbauten, die ich saniere, kenne ich viele herkömmliche Materialien, die sich unter Umständen auch für Neubauten eignen. Dadurch führt das Nebeneinander von der Konzeption und Umsetzung von Neubauten und der Renovation alter Denkmalschutzobjekte zu einem Wissens- und Erfahrungsaustausch, von dem die alten und die

neuen Gebäude profitieren», stellt Ruedi Egli fest. Der Boden ist knapp geworden und es lohnt sich deshalb umso mehr, innerhalb der Bauzonen neuen Wohnraum zu schaffen. Wann wieder ein Spatenstich in Ottenbach für eine grössere Überbauung stattfindet, ist nicht absehbar. Doch in den bereits bestehenden Bauten schlummert noch viel Potenzial. (bs)

Ein romantisches KiWo-Café

Wunderschönes Wetter zum Schwimmenlernen in Affoltern

Unter freiem Himmel in Affoltern

Wie in den letzten Jahren bietet Nelly Röthlisberger mit ihrem Team der «Schwümschuel Röteli» in den Sommerferien im Freibad Stigeli in Affoltern Schwimmkurse für Anfänger und Fortgeschrittene an.

Im originellen Garten-Café darf man sich während der diesjährigen Sommer-Kinderwoche in Affoltern verwöhnen lassen.

Die erste Woche ist bereits Vergangenheit. Von morgens um 9 Uhr bis mittags nahmen die kleinen Nachwuchs-

schwimmerinnen und -schwimmer das Bad in Beschlag. Bei traumhaften Wetterbedingungen durften gegen hundert begeisterte kleine Schwimmschülerinnen und -schüler in den verschiedenen Leistungsstufen ihre Fähigkeiten im Wasser verbessern. Neben der Freude am Wasser und dem Spass untereinander, besteht ein Ziel darin, die Kursteilnehmenden auf die Gefahren des Wassers aufmerksam zu machen.

Eine halbe Stunde vor Beginn der Schwimmkurse: die Ruhe vor dem Sturm im Stigeli. (Bild zvg.)

Die erfahrenen und routinierten Schwimmerinnen und Schwimmer, die jeweils am Morgen im Stigeli ihre Bahnen ziehen und das kühle Nass geniessen, konnten sich an dem zahlreichen Schwimm-Nachwuchs erfreuen. Ein grosses Dankeschön geht auch an «Fäger» und seine Mitarbeitenden in der Badi. Seit mehr als zehn Jahren ist die «Schwümschuel Röteli» aus Ottenbach kontinuierlich gewachsen. Mittlerweile wird Nelly Röthlisberger von rund 25 Mitarbeitenden unterstützt. Einige davon sind Studierende an der pädagogischen Hochschule mit dem Ziel, Lehrer zu werden. Andere junge Leiterinnen werden aus dem Schwimmclub rekrutiert. Die Kinderschwimmkurse mit den Grundlagentests von swimsports.ch sind ein wichtiges Standbein. Daneben geniessen vor allem die Baby- und ElKi-Kurse mit Kindern ab zirka vier Monaten grosse Beliebtheit. Ende August starten die neuen Kurse in den verschiedenen Hallenbädern. Zuerst wird in der letzten Schulferienwoche vom 13. bis 17. August eine weitere Kurswoche im Stigeli durchgeführt. Es hat noch einige Plätze frei. (pd.) Weitere Infos unter www.schwuemschuel-roeteli.ch.

Im Sinne eines Pop-up-Cafés wird in der Woche vom 13. bis 17. August unter den Platanen an der Alten Obfelderstrasse 24 in Affoltern (direkt neben dem Eingang zur Senevita) frisch Zubereitetes serviert. Die Gäste können sich während fünf Tagen mit feinem Kaffee, hausgemachtem Ku-

chen, Fairy-Cupcakes, den berühmten Englischen Scones mit allem Drum und Dran, frischem Fruchtsalat und vielem mehr verwöhnen lassen. Mit den lecker gemixten Frucht- und Gemüsesäften lässt sich der Sommer süffig geniessen. Lente Franken und ihr Team bedienen die Gäste gerne täglich zwischen 14 und 17.30 Uhr. Für die Kinder ist gesorgt. Die KiWo bietet ein abwechslungsreiches tolles Programm. Nun heisst es: Sich Zeit nehmen und vorbeikommen! (pd.)

Im Café gibt es neben Getränken auch allerlei feines Gebäck. (Bild zvg.)


Sport

Dienstag, 7. August 2018

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Torspektakel zum Saisonstart Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – SV Höngg 3:3 (1:2) Bei brütender Hitze spielte WB beim Meisterschaftsauftakt am vergangenen Samstag stark. Allerdings reichte es wegen mangelnder Chancenauswertung nur zu einem Punkt. ................................................... von kaspar köchli Letzte Saison vermochte sich WB dank seiner grandiosen Rückrunden-Leistung knapp in der 1. Liga zu behaupten. Nach der Hitchcock-Schlussrunde trennten nur gerade drei Punkte acht (!) bedrohte Mannschaften voneinander, auch Höngg blieb hauchdünn über dem Strich. Ein Auftaktsieg fürs Selbstvertrauen war für beide Teams erstrebenswert. Ehe die Partie begann, wurde mittels Schweigeminute des verstorbenen, verdienten ehemaligen Mitglieds des Supportervorstands, «Fläxi» Flachsmann, gedacht.

WB beginnt stark – und kassiert Tore Die Heimischen starteten engagiert in die Partie, bereits nach 30 Sekunden sorgten sie nach einem Corner für Gefahr im gegnerischen Hoheitsgebiet – und blieben buchstäblich weiter am Ball. Allerdings waren es die Stadtzürcher, die in Führung gingen. Ein schnörkelloser Angriff über die rechte Seite führte Forny mit seinem getim-

ten Flankenball zur Mitte fort, wo Pereira da Costa per Hechtköpfler zum Erfolg kam (8. Minute). WB liess sich nicht beirren und realisierte nur fünf Minuten später den Ausgleich. WB-Spielmacher Zoller drang unwiderstehlich bis zur Grundlinie vor und passte in den Fünfmeterraum, wo Srdic nur noch irgendeinen Körperteil (ausser den Armen) zur Vollstreckung hinhalten musste. Die Rotschwarzen schienen jetzt auf Kurs – ein Trugschluss. Höngg übertölpelte mit einem einzigen Pass die in dieser Situation desorientierte WB-Defensive und Lang überwand mit etwas Glück WB-Torsteher Baumgartner (17. Minute). Die Reihe war wieder an den Rotschwarzen, sie liessen aber bis zur Pause hochkarätige Gelegenheiten ungenutzt. Zuerst scheiterte Lugo an Höngg-Keeper Blank und den Abpraller vermochte Miljovic nicht im verwaisten Tor unterzubringen. Später wurde Zoller auf seinem zielstrebigen Weg Richtung Tor sehr unsanft gebremst und schliesslich rutschten gleich drei WBSpieler um die berühmten paar Zentimeter an einer Hereingabe vorbei. «Unglaublich, Höngg macht aus eineinhalb Chancen zwei Tore» meinte ein Zuschauer beim Pausenbier.

WB-Furioso bleibt unbelohnt In Hälfte zwei kam bei den Rotschwarzen der 18-jährige Rüegger zu seinem

WBs Nikola Marjanovic (nicht im Bild) erzielt mit einem prächtigen Distanzschuss den 3:3-Ausgleich. (Bild Kaspar Köchli) Debüt. WB blieb am Drücker. Nachdem Höngg aus einer Corner-Triplette keinen Nutzen ziehen konnte, wurde später auf der Gegenseite Zoller im Strafraum «umgemäht». Den fälligen Elfmeter verschoss Srdic, beziehungsweise Blank tauchte in die richtige Ecke. Die Heimischen wurden doch noch für ihren Aufwand belohnt, als Lugo nach einer Stunde einen Flankenball Dzelilis zum 2:2 verwertete. Erstaunlicherweise hatten die extrem

effizienten Stadtzürcher wiederum eine Antwort parat. Wiskemann stieg nach einem Freistoss am höchsten und köpfelte ein. Praktisch im Gegenzug passte der agile WB-Stürmer Lugo uneigennützig auf Srdic, dessen Treffer jedoch wegen Offside annulliert wurde. WB hakte nach und kam durch Neuzuzug Marjanovic, kurz zuvor eingewechselt, mit einem Traumtor aus der Distanz zum 3:3-Ausgleich (73. Minute). Jetzt lagen alle

Trümpfe bei den Heimischen, die den Sieg unbedingt wollten. Eine höchst skurrile Szene ereignete sich zehn Minuten vor Schluss, als Lugo aus nur vier Metern Distanz mit seinem wuchtigen Kopfball genau den Kopf von Keeper Blank traf. Und den allerletzten WB-Matchball vergab Zoller mutterseelenallein vor dem Höngger Gehäuse. Er zirkelte den Ball wohl an Blank vorbei, aber auch knapp am hinteren Pfosten. Die Zuschauer sahen ein abwechslungsreiches Spiel. Obschon WB drei Mal einen Rückstand wettmachte, vergab es eindeutig zwei Punkte. «Die vielen Chancen reichten ja, um zwei Spiele zu gewinnen», meinte ein Fan nach der Partie. Ausser diesem Manko gelang dem FCWB jedoch ein guter Auftritt. Gegenüber der letzten Saison ist sein Kader praktisch unverändert. Die aktuellen Spieler haben gemeinsam den Abstiegskampf erlebt und die Rettung geschafft. Das bindet und festigt die Mannschaft. Sie dürfte sich schon bald in der oberen Tabellenhälfte einnisten. Moos, 144 Zuschauer, WB – Höngg 3:3 (1:2) Baumgartner; Todzi, Waser (46. Rüegger), Studer, Peter; Dzelili, Miljovic, Schneebeli, Zoller (91. Horak); Srdic (66. Marjanovic), Lugo (90. Capone). 8. Pereira Da Costa 0:1, 13. Srdic 1:1, 17. Lang 1:2, 58. Lugo 2:2, 63. Wiskemann 2:3, 73. Marjanovic 3:3 (Bemerkung: 63. Srdic verschiesst Foulpenalty).

Hawaii-Qualifikation dank Triumph Ein geselliger in Tallinn Sommeranlass

Durchbruch von Philipp Koutny nach systematischem Aufbau

«Wädlischiessen» des FSV Wettswil

Vor vier Wochen erreichte Philipp Koutny beim topbesetzten Ironman Frankfurt unter ungünstigen Voraussetzungen Rang sechs. In Estland konnte er sein Leistungspotenzial mit der beeindruckenden Siegerzeit von 8:01:18 voll abrufen. Nun ist Regeneration angesagt, bevor der Aufbau für die Ironman-WM auf Hawaii vom 13. Oktober beginnt.

Während der Sommerferien herrscht in den Anlagen der Schützenvereine und -gesellschaften zumeist eine schiessfreie Zeit. Um nicht aus der Übung zu geraten, nutzen einige Vereine die Überbrückung der Sommerzeit mit mehr gesellschaftlichen, denn wettkampfmässigen Anlässen.

rung übernahm, die er nun laufend ausbaute. Auf der Ziellinie blieb ihm angesichts des Vorsprungs von fünf Minuten genügend Zeit, um den Sieg mit dem Publikum zusammen zu feiern.

Taktische Meisterleistung

................................................... von bernhard schneider Das Wasser in der Bucht von Tallinn war 15 Grad kalt und undurchsichtig. Philipp Kounty hätte sich lieber an Land warmgelaufen, doch Coach Kurt Müller, der ihn bei diesem entscheidenden Wettkampf begleitete, bestand auf einem längeren Einschwimmen im Wasser, um sich nach den vielen Trainings ohne Neopren im warmen Zürichsee auf entgegengesetzte Verhältnisse einzustellen. «Das Einschwimmen war eine Herausforderung», meinte Koutny nach dem Rennen, aber es habe sich gelohnt: Er schwamm in der ersten Verfolgergruppe hinter dem Einheimischen Marko Albert und bewältigte die 3.8 Kilometer in 49:41 Minuten. Auf der 180 Kilometer langen Radstrecke fuhr er von Beginn weg in der ersten Verfolgergruppe, die sehr gut harmonierte. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 Stundenkilometern spürt man den Windschatten auch mit den erlaubten 12 Metern Abstand. Im Vertrauen auf seine Fähigkeiten beim Laufen blieb er deshalb in der Gruppe und konnte – mit 30 Watt geringerer Leistung als in Frankfurt, wo er allein unterwegs war – Kräfte für den Marathon sparen. Auf den Marathon begab er sich als Vierter, 4:42 Minuten hinter dem

Als Sieger in Tallinn stösst Philipp Koutny zur Elite der LangdistanzTriathleten vor. (Bild Erika Schmid) Führenden. Während die Radstrecke mit 1000 Höhenmetern relativ flach war, fielen die 320 Höhenmeter beim Marathon stark ins Gewicht. Koutny liess sich nicht dazu verleiten, seine Position zu schnell zu verbessern. Er lief regelmässig, ohne in den Aufstiegen zu sehr zu forcieren. Nach 16 Kilometern stiess er auf den zweiten Platz vor, nur noch zweieinhalb Minuten hinter dem Leader. Mit einer beeindruckenden Ruhe machte er nun auf jedem Kilometer zehn Sekunden auf den Führenden gut, bis er nach Kilometer 31 die Füh-

Mit Coach Kurt Müller plante Philipp Koutny nach dem erfolgreichen Rennen von Frankfurt vor vier Wochen, die definitive Qualifikation für Hawaii entweder in Zürich oder in Tallinn zu holen. Ziel war ein fünfter oder sechster Platz. In Zürich verpasste er die erste Verfolgergruppe, fuhr deshalb allein im Wind und verbrauchte dadurch zu viel Kraft. Wie vorgesehen, beendete er nach der Hälfte des Marathons das Rennen auf Rang 8, um frisch nach Tallinn zu reisen. Kurt Müller erläutert: «Schwimmen und Radfahren eines Ironman steckt ein Profi in wenigen Tagen weg, auch der Halbmarathon entspricht einem intensiven Training. Die zweite Marathon-Hälfte hingegen erfordert viel Erholungszeit.» Das Konzept ist aufgegangen, auch wenn Philipp Koutny sagt, dass er den Abbruch des Rennens in Zürich im ersten Moment nicht einfach so weggesteckt habe, erst am Montag sei es ihm gelungen, sich ganz auf das Rennen in Estland zu fokussieren. Im weiteren Verlauf der Woche standen nur noch Schwimmen und wenige kurze, intensive Rad- und Lauftrainings auf dem Programm. Nun heisst es zuerst: Beine hängen lassen und regenerieren, bevor der Aufbau für die Weltmeisterschaften am 13. Oktober in Kona beginnt. Er ist der erste Profi des noch jungen Teams Koach, der einen Startplatz für Hawaii erreicht hat – das letzte Mal war Koutny 2015 noch als Amateur am Start. Damals wurde er in seiner Altersklasse Vizeweltmeister.

Im Mittelpunkt stand für einmal nicht der Tagessieg, sondern die Ausmarchung, wer das «Sparsäuli» übernehmen und binnen Jahresfrist möglichst viel Geld sammeln muss, damit der nächste Anlass finanziell wieder abgesichert ist. Speis (gegrillte Wädli) und Trank ist für die Teilnehmenden am «Wädlischiessen» jeweils so lange kostenlos, bis der Pott geleert ist. Je nach Sammelerfolg kann dies in kameradschaftlich-gemütlicher Runde mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen.

Das «Wädlischiessen» auf die 300Meter-Distanz wird seit 2007 durchgeführt und kann von einem Schützen nur einmal gewonnen werden. Anschliessend ist die höchste Punktzahl aus dem klassischen Wettkampfprogramm mit zehn Einzelschüssen auf die Zehnerscheibe entscheidend. Dieses Mal war der Ausgang besonders spannend, nachdem Karin Seeger und Karl Huber das Programm mit je 91 Punkten auf gleicher Höhe abgeschlossen hatten. Schliesslich siegte Karin Seeger, die einzige Frau im Wettkampf, hauchdünn mit zwei gegen einen Innenzehner. Sie wird nun dafür besorgt sein müssen, dass das «Sparsäuli» bis in einem Jahr prall gefüllt ist. (wht) Wädlischiessen 2018: 1. Dino Zahnd (97); 2. Heinz Meili und Dieter Rothacher (je 95); 4. Kevin Arnold, Herbert Fankhauser und Martin Landis (alle 94); 7. Robert Graf, Karin Seeger (Gewinnerin Sparsäuli), Karl Huber (alle 91); – 15 klassiert.

«Sparsäuli»-Gewinnerin Karin Seeger mit dem Zürcher Kantonalpräsidenten Heinz Meili (links) und «Grillchef» Karl Huber. (Bild zvg.)


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Disney-Produktionen nach bekannten Motiven

Zuger Kinos: Kinder- und Familienfilmreihe Im Herbst startet die elfte Staffel der begleiteten Kinder- und Familienfilmreihe. Zu sehen sind die drei neuen Disneyproduktionen «Die Unglaublichen 2», «Der Nussknacker und die vier Reiche» und «Mary Poppins Rückkehr». Ausserdem wartet ein besonderes Highlight. Weil Kinderfilme heute jederzeit verfügbar sind, hebt sich der Kinobesuch vor allem durch die ungeteilte Aufmerksamkeit und das gemeinsame emotionale Erlebnis vom heimischen oder mobilen Filmkonsum ab. Deshalb bieten die Zuger Kinos eine begleitete Filmreihe an, zu der auch die Eltern herzlich willkommen sind. Vor dem Film vermitteln Antshi von Moos und Oswald Iten den Kindern altersgerechtes Hintergrundwissen.

«Die Unglaublichen 2» Seit Mutter Helen wieder als Superheldin arbeitet, sorgt Vater Bob zu Hause für die Kinder. Doch die unberechenbaren Superkräfte von Baby Jack-Jack sowie ein perfider Bösewicht bringen ihn an die Grenzen der Belastbarkeit ... Brad Bird hat mit «Die Unglaublichen» 2004 den wohl ersten Superheldenfilm gedreht, der Humor und Spannung aus einer Familiendynamik bezieht, in der sich ein Grossteil des Publikums wiedererkennt. 14 Jahre später liefert er eine Fortsetzung, die an den ersten Teil anknüpft und im englisch- und französischsprachigen Raum sehr gut aufgenommen wurde.

«Mary Poppins Rückkehr» Ebenfalls um eine späte Fortsetzung (über 50 Jahre nach dem ersten Teil) handelt es sich bei «Mary Poppins Rückkehr» unter Mitwirkung der Musicalspezialisten Rob Marshall (Into The Woods), Marc Shaiman (Hairspray) und Lin-Manuel Miranda (Moana). 24 Jahre nachdem sie Farbe in den grauen Alltag der Londoner Kinder Jane und Michael Banks gebracht hat, bringt Mary Poppins nun auf magi-

sche Weise die Kinder von Michael zum Staunen ...

«Der Nussknacker und die vier Reiche» In Lasse Hallströms bildgewaltiger Verfilmung von E.T.A. Hoffmanns Weihnachtsmärchen «Der Nussknacker» wiederum spielt Tschaikowskis beliebte Ballettmusik eine zentrale Rolle. Auf der Suche nach dem Schlüssel zu einem Weihnachtsgeschenk entdeckt die junge Clara in einer mysteriösen Parallelwelt vier Reiche, deren Schicksal offenbar auf ihren Schultern lastet ...

«Buster Keaton: Steamboat Bill Jr.» Ein alter Dampfschiffkapitän wird von einem Bankier herausgefordert, der ihm mit einem Luxusschiff die Kunden abwirbt. Gleichzeitig kämpft der Kapitän damit, dass sein schöngeistiger Sohn die Tochter des Bankiers liebt ... Anders als Charlie Chaplin war Buster Keaton ein ganz und gar unsentimentaler Stummfilmkomiker. Der Humor in seinen Filmen lebt geradezu davon, dass er auch in Extremsituationen keine Miene verzieht. Was heute aber wohl am meisten beeindruckt, sind seine akrobatischen Fähigkeiten und die waghalsigen Stunts, die er unter Einsatz seines Lebens selbst durchführte. Deshalb und dank einfach verständlicher Geschichten sind Keatons Filme gerade auch für Kinder zugänglich. So oder so sollte man Buster Keatons Stummfilmkomödien wenn möglich im Kino entdecken, weil das Timing der visuellen Gags meist auf die Reaktionszeit eines grossen Publikums ausgelegt ist. (pd.) «Die Unglaublichen 2» am Sonntag, 30. September; Einführung von Oswald Iten. «Buster Keaton: Steamboat Bill Jr.» am Sonntag, 28. Oktober, Einführung von Oswald Iten. «Der Nussknacker und die vier Reiche» am Samstag, 10. November, Einführung von Antshi von Moos. «Mary Poppins Rückkehr» am Montag (Heiligabend), 24. Dezember, Einführung von Antshi von Moos. Jeweils um 14.30 Uhr, Kino Seehof. Kontakt: 041 726 10 01 oder info@kinozug.ch.

Golfen für den guten Zweck

Nachwuchsförderung mit Golf und Hockey Am 8. August, findet die Raphael Diaz Golf Trophy zum vierten Mal statt. An diesem Anlass erleben Kinder ein Hockeytraining der besonderen Art. Die Raphael Diaz Golf Trophy wurde von Raphael Diaz ins Leben gerufen und steht im Zeichen der Nachwuchsförderung. Der Erlös der Golf Trophy kommt jungen Talenten und Familien mit bescheidenen finanziellen Verhältnissen zugute. Anlässlich der ersten drei Veranstaltungen konnten insgesamt rund 75 000 Franken für den Hockeynachwuchs gesammelt werden. Auch 2018 lädt Raphael Diaz wieder zur Golf Trophy ein. «Wir hoffen, dass wir auch in diesem Jahr viele Personen für den Anlass begeistern können, um mit dem Erlös möglichst vielen Kindern den Zugang zum Eishockey zu ermöglichen», so Raphael Diaz. Der Anlass findet am 8. August im Golfpark Holzhäusern statt und ist bis auf wenige Plätze ausgebucht. Die Teilnehmenden erwarten ein Golf Turnier, Deluxe Barbecue und ein Abendprogramm mit Einblicken in den Eishockeysport von Raphael Diaz. Wie jedes Jahr

werden unverkäufliche Artikel zugunsten des Hockeynachwuchses versteigert. Ausserdem werden Gäste aus dem Silber-WM-Team erwartet.

Dienstag, 7. August 2018

Musikgenuss, Tanz und Kinderplausch «Musig im Dorf» mit der «Tanzkapelle» und dem Zirkus Bellissimo Der zweite Bonstetter Anlass von «Musig im Dorf» vom nächsten Samstag, 11. August, wird im wahrsten Sinne ein Treffen für Jung und Alt. Der Mitmachzirkus Bellissimo animiert die jüngsten Dorfbewohnerinnen und -bewohner, selber Kunststücke auszuprobieren. Und für das erwachsene Publikum spielt die «Tanzkapelle» von Kapellmeister Ueli Mooser zum Tanz oder einfach zum genüsslichen Zuhören auf. Die Tanzkapelle wurde 2015 speziell für einen Auftritt im Schweizer Fernsehen zusammengestellt. Ueli Mooser (git, bjo, perc) und seine Kumpanen – Sepp Wipfli (cl, sax), Johannes Schmid-Kunz (vl), Fränggi Gehrig (acc), Patrick Stadler (pos) und Peter Gisler (kb) – sind seither erfolgreich an vielen Anlässen und Festivals in der ganzen Schweiz unterwegs. Das Sextett orientiert sich an Melodien aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ihr Repertoire umfasst neben Folklore aus aller Welt auch Gassenhauer, Evergreens, Wienerund Kaffeehausmusik kurz: «Nostalgie nach Noten». Die abwechslungsreichen Bearbeitungen und Arrangements stammen alle aus der Feder vom Kapellmeister persönlich und wurden für die Tanzkapelle sozusagen «massgeschneidert».

Die «Tanzkapelle» wird am 11. August für nostalgische Gefühle sorgen. (Bild zvg.) Und wenn wir schon in nostalgischer Stimmung sind: Gehört da nicht auch ein bisschen Zirkusatmosphäre dazu? Die Zirkusschule Bellissimo leitet unsere jungen und jüngsten angehenden Artistinnen und Artisten an, wie man am besten über ein Seil balanciert, wie man mit Tellern und Bällen jongliert und vieles mehr. Die professionellen «Bellissimo»-Artisten wissen ganz genau, wie und wo bei einem Trick zu helfen ist, damit er gelingt. Kinder von ganz klein (in Begleitung einer erwachsenen Person) bis zwölf Jahre treffen sich hierfür bei

guter Witterung von 18 Uhr bis zirka 21 Uhr neben dem «Rigelhüsli». Bei schlechtem Wetter ab 18 Uhr im Gemeindesaal. Für die grossen Gäste serviert «Musig im Dorf» ab 18 Uhr Apéro, ab 19 Uhr spielt die «Tanzkapelle» und es gibt Speis und Trank auf dem Dorfplatz. Bei schlechtem Wetter beginnt die Musik gegen 20 Uhr im Gemeindesaal. Serviert werden feine, selbstgekochte Speisen. An der Bar gibt es professionelle Drinks. (ksch) Samstag, 11. August, ab 18 Uhr, Dorfplatz Bonstetten. Eintritt frei, Kollekte. Weitere Informationen auf www.musigimdorf.ch.

Vom Jurasüdfuss ins Fricktal

Geführte Wanderung von Salhöhe nach Frick Rund die Hälfte der Tageswanderung führt durch den Wald. Sie ist geprägt von Kirschbäumen, Reben und alten Burgen sowie von einer grossen Pflanzenvielfalt. Mit dem Postauto geht es vom Bahnhof Affoltern nach Muri und mit der Bahn nach Aarau. Dort steigt die Gruppe in einen Bus um, der sie bis zur Station Salhöhe fährt. Nach dem Start führt der Weg leicht aufwärts durch den Wald auf eine Lichtung, mit einer prächtigen Aussicht auf die Wasserflue, den Ketten- und Tafeljura. Im Wald hört man verschiedene Vogel zwitschern. Einige Schilder am Wegrand machen die Wandernden auf ungewöhnliche Pflanzenarten wie Schwarzerle, Liguster und Waldföhre aufmerksam. Dort, wo die Gruppe den Wald verlässt, wird

der Wegrand von vielen Apfel- und Kirschbäumen gesäumt. Nach gut zwei Stunden erreicht das Trüppchen über den Altenberg das Dorf Wittnau. Bei der alten Mühle am Bruggbach, wo das Mehl für das Jurapark-Brot gemahlen wird, gibt es eine Mittagspause. Nun folgt ein knackiger Aufstieg von 404 auf 670 Meter. Inmitten von Reben geht es den Sonnenhang hinauf. Die farbigen Blumenwiesen laden zum Mittagsschlaf ein. Zuerst erreicht man die Ruine Alt Homburg an exponierter Lage. Der Burggraben ist eindrücklich, doch die Mauern sind eher versteckt. Von hier hat man eine grossartige Aussicht zurück nach Wittnau und weit über den Altenberg hinaus. Eine halbe Stunde später folgt ein sehr gut ausgebauter Rastplatz mit Feuerstelle und die Ruine Alt Tierstein. Hier sieht man die Grundrisse

der Zimmer klar und deutlich, kann über die Mauern klettern und in den alten Ziehbrunnen sehen. Auf dem letzten Abschnitt geht es leicht abwärts, und nach einem weiteren Stück auf dem Chriesiweg erreicht die Wandergruppe Frick, wo es in einem Gartenrestaurant die feine Fricktaler Chriesiglacé zu geniessen und aus der Bäckerei Kunz ein Juraparkbrot zu kaufen gibt. Rund die Hälfte der Tageswanderung führt durch den Wald. Sie ist geprägt von Kirschbäumen, Reben und alten Burgen sowie von einer grossen Pflanzenvielfalt. Dölf Gabriel, Wanderleiter Wanderung am Samstag 18. August. Anmelden bis 14. August an miteinander.wandern@bluewin.ch oder Telefon 044 761 99 36 und 079 288 22 72. Weitere Infos unter www.miteinanderwandern.ch.

Kinder für Eishockey begeistern Seit 2017 wird den Kindern mit dem Erlös ein weiteres Erlebnis ermöglicht: die Raphael Diaz Hockey Trophy. Interessierte Kinder verbringen einen Tag mit ihm und weiteren Hockey-Cracks auf dem Eis und erleben ein Training der besonderen Art. Der Anlass findet am 12. August in der Trainingshalle in Zug statt. Eingeladen sind Kinder mit Jahrgang 2008. Bereits sind über 75 Teilnehmende angemeldet. Raphael Diaz hat seine Wurzeln in der Region und ist mit dem EVZ gross geworden. Nach Einsätzen bei den Montréal Canadiens, Calgary Flames, Vancouver Canucks und New York Rangers spielt er wieder für den EVZ sowie als Captain für die Schweizer Nationalmannschaft. (pd.) Raphael Diaz Golf Trophy 2018: Mittwoch, 8. August, Migros Golfpark Holzhäusern. Maximal 110 Teilnehmende, Anmeldung und weitere Infos auf www.raphaeldiaz.ch/golf-trophy.

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Der Wanderweg vom Altenberg hinunter, eröffnet die Sicht auf das Dorf Wittnau. (Bild zvg.)


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