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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 61 I 170. Jahrgang I Mittwoch, 3. August 2016

Neuer Finanzverwalter Für Nachhaltigkeit Marco Katakalos tritt in Knonau die Nachfolge von Ernst Schnyder an. > Seite 3

Unternehmer Hans Ruedi Schweizer sprach zum Nationalfeiertag in Hausen. > Seite 4

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Für Solidarität Jörg Kündig, Präsident der Zürcher Gemeindepräsidenten, an der Bundesfeier in Affoltern. > Seite 4

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Fast-Bundesrat SVP-Nationalrat Thomas Aeschi sprach zum 1. August in Knonau. > Seite 6

«Ich fühle mich im Säuliamt fast als Einheimischer» Volksnaher Bundesrat Ueli Maurer am Nationalfeiertag in Mettmenstetten Ein Jahr nach der Ansprache von Doris Leuthard in Ottenbach durfte das Säuliamt zum Nationalfeiertag bereits wieder einen Bundesrat als Festredner begrüssen. Ueli Maurer präsentierte sich im Mettmenstetten natürlich und volksnah. ................................................... von thomas stöckli Kantonsrat Martin Haab ist sein einziger Begleiter, als Bundesrat Ueli Maurer am Montagabend gegen 21 Uhr die letzten Schritte vom Parkplatz zum Festplatz Paradies hochschreitet. Hier wird er von OK-Chef Peter Junker und dessen Töchtern schon erwartet. Gemeinsam geht es unter lautstarkem Applaus ins extra grosse Festzelt. Rund 200 Personen kommen sonst jeweils zur offiziellen 1.-August-Feier. «Wir haben mit doppelt so vielen gerechnet», verrät Peter Junker, tatsächlich sollten es diesmal rund 600 sein. Mettmenstetten war die sechste und letzte Station, an denen Ueli Maurer am 31. Juli und 1. August seine Festrede gehalten hat. «Wie eine Suisse miniature» beschrieb der Finanzminister seine gesammelten Eindrücke von dieser Tour: «Jede Gemeinde organisiert die Feier etwas anders, da zeigt sich die Vielfalt der Schweiz.» In diesem Vergleich punktete Mettmenstetten mit dem Festplatz mit Ausblick – «dem schönsten Fleck im Säuliamt», wie Junker betonte. Doch nicht nur: «Ich fühle mich im Säuliamt fast als Einheimischer», verriet der Magistrat. In Mettmenstetten sei er häufig, schliesslich wohne seine Schwester in Maschwanden.

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Neue Führung Albis Language School: Ashleigh Jeannot übernimmt von Jennifer Sandercock. > Seite 7

Kulinarisches «Trostpflästerli» Da Bonstetten die Qualifikation für den «Donnschtig-Jass» nicht erreichte, fand der «Donnschtig-Jass» vom vergangenen Donnerstag in Küsnacht statt. Da die Bevölkerung mit einem Fest gerechnet hatte, wurde ihr auch eines geboten. Organisiert wurde eine «Dorfchochete», mit Rezepten aus dem Buch «Bonstetten kocht – ein kulinarisches Dorfportrait». Für die «Dorfchochete» wurde mit gut 300 Personen gerechnet und schon bald mussten die Besucher zusammenrücken, damit es Platz für alle hatte. So beschenkte sich Bonstetten mit einem kulinarischen Fest, als hervorragendes «Trostpflästerli» für den verpassten «Donnschtig-Jass». (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Beschwingtes Waldfest

Herzlicher Empfang für Bundesrat Ueli Maurer auf dem Festplatz Paradies in Mettmenstetten: OK-Chef Peter Junker (links) mit seinen Töchtern Lena und Anja (rechts). (Bild Thomas Stöckli) «Schwarze Spinne» als roter Faden Rund 20 Minuten sprach Ueli Maurer zur Festgemeinde – über verlockende Versprechungen, den Wert von Werten und den Einsatz für die Allgemeinheit. Als roter Faden diente ihm dabei die Novelle «Die Schwarze Spinne» von Jeremias Gotthelf. Die Mettmenstetter und ihre Gäste goutierten die frei vorgetragenen Worte mit tosendem Applaus. «Ich bin sehr beeindruckt», lobte Gemeindepräsident René Kälin. Mit seiner «berührenden Ansprache» zum

900-Jahre-Jubiläum der Gemeinde gehe Maurer in die Mettmenstetter Geschichte ein, genauso wie Albert Einstein, der einst seine Sommerferien im «Paradies» verbracht hatte. Schon vor und auch noch lange nach seinem Auftritt stand der volksnahe Magistrat seinem Mettmenstetter Publikum zur Verfügung, liess sich zu seiner Rede gratulieren und lächelte geduldig in diverse Smartphone-Kameras. Manche sprachen ihn auf eine gemeinsame Militär-Vergangenheit an – Gemeindeschreiber Edy Gamma et-

wa hat als Fourier einen WK mit dem damaligen Oberleutnant gedient. Sogar in Englisch stand Ueli Maurer Rede und Antwort – erst einer Britin, die vom «Brexit» schwärmte, dann der australischen Skiakrobatin Lydia Lassila, Olympiasiegerin von 2010 in Vancouver. Lassila trainiert aktuell im Jumpin und wollte sich ein «Shakehands» mit dem ehemaligen Sportminister offensichtlich nicht entgehen lassen. ................................................... > Ansprache von Ueli Maurer auf Seite 5

Das vom Unihockey-Club Albis Devils organisierte Uerzliker Waldfest war auch in seiner 51. Auflage ein voller Erfolg. Bis weit in den Sonntagmorgen hinein dauerte das fröhliche Fest. Die Organisatoren hatten in die Küche investiert, weshalb die Wartezeiten beim Essen markant reduziert werden konnten. Die beiden Bars boten ein gemütliches Ambiente für das rauschende Fest. Pech hatte der Unihockey-Club Albis Devils mit dem Wetter beim Aufräumen. Unter den sintflutartigen Regenfällen wurden die ohnehin schon aufwändigen Aufräumarbeiten zur mentalen Zerreissprobe. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 11 anzeigen

Aussergewöhnlicher Lagerabverkauf! Vom 2. bis zum 29. August 2016

Schweizer Golf-Parlamentarier auf Platz zwei Starkes Team um Hans Kaufmann an der Europameisterschaft der Parlamentarier Die starken Iren waren an ihrem Heimturnier nicht zu schlagen, dahinter belegte die Schweiz um den Wettswiler alt Nationalrat Hans Kaufinann an der Golf-EM der Parlamentarier Rang zwei. Mit rund 300 Golfplätzen für 4.6 Mio. Einwohner (ein Golfplatz pro 15 000 Einwohner) gilt Irland als Eldorado für Golfer. Deshalb verwundert es nicht, dass die Gastgeber ein starkes Team zur Europameisterschaft der Parlamentarier entsandten, die dieses Jahr in der Nähe von Dublin, auf dem Golfplatz von Powerscourt stattfand. Das dreitägige 22. EPGT wurde denn auch

von einer Armada Golf spielender iri scher Parlamentarier und Parlamentarierinnen klar gewonnen, gefolgt von der Schweiz. Platz drei sicherte sich Tschechien. Die Eidgenossen liessen damit zehn weiteren Teams aus insgesamt zwölf europäischen Ländern hinter sich, angefangen mit Belgien über die starke Slowakei, Tschechien, Deutschland, Lettland, die Niederlande, Österreich bis zur Ukraine. lm Einzelklassement eroberten ebenfalls zwei Iren die Spitzenplätze. Auf Rang drei klassierte sich alt Nationalrat Pierre Savary (FDP) aus dem Waadtland. Er und die alt Nationalräte Rene Moser (Autopartei AG) und Hans Kaufmann (SVP ZH) führten die inter-

ne Rangliste der Schweizer an, gefolgt von NR Maximilian Reimann (SVP AG), SR Ruedi Noser (FDP ZH) und alt Nationalrat Marcel Scherer (SVP ZG). Wie üblich haben auch die Gäste der Schweizer Parlamentarier, darunter alt Kantonsräte aus St. Gallen (Rene Bär, FDP), aus dem Wallis (Hans Hutter, CVP) und der Berner Beat Schori (SVP) ihr Bestes gegeben. Das Turnier war perfekt organisiert und die Präsentation des Landes anlässlich des 100. Jahrestages des Befreiungsaufstandes gegen die Engländer, gelang den Iren gut. Nebst dem Besuch der Guinness Brauerei sah man sich den nahen, viel gerühmten Englischen Garten von Powerscourt

an, warf ein Auge auf die Horse Show (Pferdesport) in Dublin und staunte über das im Trinity College aufbewahrte kostbare Book of Kells. Dass dem Golfsport in Irland ein weit höherer Stellenwert für den Tourismus beigemessen wird als in der Schweiz, zeigt auch die Tatsache, dass sowohl Premierminister Enda Kenny als auch der EU-Agrarkommissar Phil Hogan an der Preisverleihung teilnehmen. Das nächste Parlamentarier-Turnier ist 2017 ist im lettischen Vilnius geplant. Die meisten Schweizer Parlamentarier kennen dieses Entwicklungsland in Sachen Golf noch nicht und sind des halb besonders gespannt, was Vilnius kulturell zu bieten hat. (pd.)

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Schluss des Konkursverfahrens Das Konkursverfahren über Christian Gioacchino Ciancia, geb 26. Juli 1974, von Italien, Zeughausstrasse 26, 8910 Affoltern am Albis (bisher: c/o Olga Makusyeva, Zürichstrasse 63, 8910 Affoltern am Albis), ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern, Einzelgericht, vom 20. Juli 2016 als geschlossen erklärt worden. Affoltern am Albis, 29. Juli 2016 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern Albis

Schluss des Konkursverfahrens Das Konkursverfahren über Hermann Georg Hess, geb. 10. Oktober 1953, von Wald ZH, Haldenstrasse 24a, 6006 Luzern (bisher: Grundstrasse 12, 8943 Knonau), ist durch das Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern, Einzelgericht, vom 20. Juli 2016 als geschlossen erklärt worden. Affoltern am Albis, 29. Juli 2016 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Weinet nicht, ich hab es überwunden, ich bin erlöst von Schmerz und Pein, denkt gern zurück an mich in schönen Stunden und lasst mich in Gedanken bei euch sein.

TO D E S A N Z E I G E

Unsere langjährige Turnkameradin

Traurig nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem Vater und Grossvater

Helen Reichmuth

Walter Nägelin 11. Februar 1940 – 27. Juli 2016

Die Kräfte haben ihn verlassen. Seine fröhliche und gutmütige Art wird uns immer in Erinnerung bleiben. Du bleibst in unseren Herzen. Vreni Nägelin-Leutwiler, Mettmenstetten Michael Nägelin und Familie, Ennenda Mathias Nägelin mit Samuel, Mettmenstetten und Anverwandte Abdankung: Freitag, den 5. August 2016, um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche Mettmenstetten. Bestattung 13.30 Uhr auf dem Friedhof im engsten Familien- und Freundeskreis. Anstelle von Blumen gedenke man der Schweizer Berghilfe, 8143 Adliswil, Postkonto 80-32443-2, IBAN CH44 0900 0000 8003 2443 2, Vermerk: Walter Nägelin. Traueradresse: Vreni Nägelin-Leutwiler, Bahnhofstrasse 24, 8932 Mettmenstetten

Todesfälle Mettmenstetten Am Freitag, 5. August 2016, 14.15 Uhr, findet in der reformierten Kirche die Abdankung für

Walter Nägelin-Leutwiler Bahnhofstrasse 24, statt (Beisetzung im engsten Familienkreis). Der Friedhofvorsteher

Fahrzeuge

Männerchor Mettmenstetten und Sängerbund am Albis

TO D E S A N Z E I G E Traurig müssen wir Abschied nehmen von unserem langjährigen Sängerkameraden

Walter Nägelin 1940 – 2016

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Gerne denken wir zurück an die vielen fröhlichen Stunden, die wir mit Walter verbringen durften und behalten ihn in lieber und guter Erinnerung. Die Trauerfeier findet statt am Freitag, 5. August 2016, 14.15 Uhr, in der reformierten Kirche Mettmenstetten.

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TO D E S A N Z E I G E

Veranstaltungen

ist am 23. Juli 2016 eingeschlafen und ihr Lebenskreis hat sich geschlossen. Wir werden uns, liebe Helen, immer an dein fröhliches Wesen erinnern und gerne an die vielen schönen Begegnungen mit dir denken. Vorstand und Turnkolleginnen


Bezirk Affoltern

Wandern über Weiden Wenn Wanderwege über Weiden führen, sind Tierhalter und Wandernde gleichermassen gefordert. Jede wandernde Person kennt die Situation: Beim Überqueren einer Weide trifft sie auf eine Herde Rindvieh. Um sowohl Tierhalter als auch Wanderer auf solche Begegnungen vorzubereiten, haben die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL), der Schweizer Bauernverband (SBV), der Dachverband Schweizer Wanderwege sowie Mutterkuh Schweiz den Ratgeber «Rindvieh und Wanderwege» auf die Wandersaison 2016 hin aktualisiert. Dieser gibt detailliert vor, welche Massnahmen seitens Tierhalter getroffen werden sollen, um unliebsame Begegnungen mit Rindvieh für Passanten zu vermeiden. Ebenso werden, wo nötig, Besichtigungen mit Präventions- und Wanderwegfachleuten durchgeführt. Die wichtigsten Verhaltenstipps für Wanderer lauten: Distanz zum Rindvieh wahren, auf keinen Fall Kälber berühren sowie Hunde an der Leine führen. Rindvieh ist grundsätzlich ruhig und scheu. Kühe haben jedoch einen natürlichen Verteidigungsinstinkt, speziell wenn die Kälber noch sehr jung sind. Insbesondere die Nähe von Hunden kann Rindvieh dazu veranlassen, Situationen schneller als Gefahr einzustufen und dementsprechend zu reagieren. Hat es auf einer eingezäunten Weide zu wenig Platz, um eine Rindviehherde zu umgehen, sollten Wanderer ausserhalb des Zauns vorbeigehen oder nach Möglichkeit umkehren. (pd.)

wir gratulieren Zum 93. Geburtstag In Stallikon feiert Hans Hurst morgen Donnerstag, 4. August, den 93. Geburtstag. Wir gratulieren ihm herzlich und wünschen alles Gute.

Mittwoch, 3. August 2016

Hackbraten anstelle von Schellen und Schilten «Dorfchochete» als Ersatz für den «Donnschtig-Jass» in Bonstetten

(Alt) Gemeindepräsidenten- und Bürgermeistertreffen beider Bonstetten (v.l.): Hans Tanner, Anton Gleich, Charles Höhn und Bruno Steinemann. (Bild Martin Mullis)

Den infolge fehlenden Jassglücks ausgefallenen «Donnschtig-Jass» haben die Bonstetter kurzerhand mit einer «Dorfchochete» ersetzt. Mit vier Menüs und Desserts aus dem Buch «Bonstetten kocht – ein kulinarisches Dorfportrait» feierte die Bevölkerung auch ohne TV-Kameras. ................................................... von martin mullis Leider hatten die Bonstetter Jasser in Chur kein Kartenglück, der darauffolgende «Donnschtig-Jass» wurde deshalb im zürcherischen Küsnacht ausgetragen. Wer jedoch das OK

«Donnschtig-Jass» und die Bonstetter Bevölkerung kennt, wusste, dass im Unteramt nicht lange der Kopf hängen gelassen wird und sie ganz sicher noch ein Ass im Ärmel versteckt hatten. Der Plan B kam unverzüglich zum Einsatz und auch ohne TV-Kameras und Roman Kilchsperger wurde der Dorfplatz am Donnerstagabend in einen stimmigen Festplatz verwandelt. Zwar fehlten die Jasskarten und die Speisen bestimmte nicht der «Hau den Lukas» und anstelle der Schellen und Schilten wurden vier Menüs und zwei Desserts aus dem Rezeptbuch «Bonstetten kocht – ein kulinarisches Dorfportrait» von Angela und Raphaela Höhn verteilt. Die Speisen und die

Desserts lieferten Caterer Künzli aus Stallikon sowie die Bäckerei-Café Betschard aus Bonstetten.

Illustre Gäste an der «Dorfchochete» Mehr als 300 Plätze boten die Festtische und -bänke mitten in Bonstetten und eine Stunde nach Beginn des Festes war nur noch schwer ein Platz zu finden. Selbstverständlich war auch illustre Prominenz anzutreffen. Am Behördentisch sassen der Gemeindepräsident Bruno Steinemann, OK-Präsident Claude Wuillemin, sowie deren Gemeinderats-Kollegen Patrick Vogel und Frank Rutishauser. Als Ehrengast anwesend war Anton Gleich, der erste

Bürgermeister aus Bonstetten, Deutschland, welcher sich in der Gesellschaft der beiden ehemaligen Bonstetter Gemeindepräsidenten Charles Höhn und Hans Tanner sowie dem Gemeindepräsidenten der Nachbarsgemeinde Stallikon, Werner Michel, offensichtlich sehr wohlfühlte. Die sieben Mann starke Tambourengruppe «Trümmlig» trommelte vor dem Gemeindehaus so richtig nach Herzenslust. Gemeinderat Claude Wuillemin dankte den 45 Helferinnen und Helfern für ihren spontanen Einsatz und stellte zufrieden fest, dass im entscheidenden Moment einmal mehr auf die Bonstetter Einwohnerinnen und Einwohner gezählt werden kann.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

Neuigkeiten aus der Knonauer Amtsstube

Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli

Sanierung Bahnhofweg

Neues Kommunikationskonzept

Redaktion: Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch

Für die Sanierung des Bahnhofweges (Gemeindeversammlungsbeschluss vom 14. Juni 2016) wurde für die Baumeisterarbeiten eine Submission durchgeführt. Von den insgesamt sechs Offerten hat die Firma Landis Bau AG mit 135 000 Franken das günstigste Angebot eingereicht (Pauschalangebot). Der Gemeinderat hat sodann den Auftrag für die Baumeisterarbeiten an die Landis Bau AG erteilt. Mit den Sanierungsarbeiten wird voraussichtlich im September 2016 gestartet. Die Anwohner werden über das Bauprogramm separat informiert.

Der Gemeindeschreiber, Matthias Ebnöther, hat im Zusammenhang mit seiner Weiterbildung MAS Public Management ein Kommunikationskonzept erarbeitet. Dieses wurde durch den Gemeinderat genehmigt. Für die Umsetzung der im Konzept enthaltenen Massnahmenempfehlungen wird eine Arbeitsgruppe gebildet.

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 678 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch

Weitere Kreditgenehmigungen

Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

Folgende Kredite wurden genehmigt: - 19 565 Franken für einen Treppenlift im Primarschulhaus - 13 000 Franken für die Nachkontrolle nach Einführung der Tempo 30Zone - 39 081 Franken für den Ersatz des Fahrradunterstandes beim Herrenweg (inkl. Nebenarbeiten).

Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

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Bauboom in Knonau Während über 160 Wohneinheiten im Bau sind, wurden bereits weitere 15 Baubewilligungen erteilt, jedoch vorwiegend im Zusammenhang mit Anund Umbauten aber auch für den Neubau von zwei Einfamilienhäusern bei der Weid-/Berglistrasse.

Neuer Finanzverwalter Marco Katakalos wird Nachfolger von Ernst Schnyder; Marco Katakalos, welcher als Nachfolger von Ernst Schnyder angestellt werden konnte, hat seine Marco Katakalos. Tätigkeit in Kno- (Bilder zvg.) nau bereits im Juni 2016 aufgenommen. Ernst Schnyder hat somit noch bis zu seiner Pensionierung Zeit, Marco Katakalos in den Bereich der Gemeindefinanzen einzuarbeiten. Der Gemeinderat heisst Marco noch einmal herzlich willkommen in Knonau.

Erfolgreiche Lehrabschlüsse Nina-Alexandra Brunner (Lernende Kauffrau) sowie Markus Hürlimann (Fachmann Betriebsunterhalt) haben

ihre Lehrzeit erfolgreich abgeschlossen. Beide haben eine Anschlusslösung gefunden. Der Gemeinderat dankt allen involvierten Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern aber auch den zwei Lernenden für die erfolgreichen dritten Lehrjahre.

Weiterbildung von Silvan Wüest Silvan Wüest, Mitarbeiter im Hauswartungs-Team, wird eine Weiterbildung zum Hauswart mit eidgenössischem Fähigkeitsausweis antreten, welche bereits Silvan Wüest. im August 2016 startet. Der Gemeinderat wünscht ihm viel Erfolg und freut sich über die Bereitschaft, diese Ausbildung zu absolvieren.

Zwei neue Lernende ab August 2016 Das Gemeindeteam darf Mitte August gleich zwei Lernende in Knonau begrüssen. Felipe Rodrigues aus Uitikon (Lehrstelle als Fachmann Betriebsunterhalt) sowie Alisha Burri aus Mettmenstetten (Lehrstelle als Kauffrau) starten am 15. August ihre dreijährige Ausbildung. Der Gemeinderat und das gesamte Gemeindeteam wünschen den beiden heute schon viel Erfolg.

Tolles Zeugnis von Kaja Lang Kaja Lang, welche das 1. Lehrjahr als Kauffrau bereits erfolgreich absolviert hat, darf stolz sein. Ihre Zeugnisnote lässt sich sehen. Im Gesamtdurch- Kaja Lang. schnitt hat Kaja eine Note von 5.3 erzielt.

Zusätzliche Lehrstelle als Kauffrau oder -mann

Stabübergabe in der Bibliothek

Auf Antrag des Gemeindeschreibers hat der Gemeinderat entschieden, ab Sommer 2017 eine zusätzliche Lehrstelle für die 3-jährige Ausbildung als Kauffrau oder -mann (Profile E oder M) anzubieten. Somit wären dann jeweils drei Lernende auf der Verwaltung in Ausbildung. Der Gemeinderat bedankt sich beim Verwaltungsteam für die Bereitschaft, Lernende auszubilden.

Corinne Meier, bisherige Mitarbeiterin in der Bibliothek, hat die Leitung der Bibliothek von Trudi Engelhardt übernommen. Trudi Engelhardt wird der Bibi jedoch weiterhin erhalten bleiben, sodass genügend Zeit bleibt, Corinne bei Bedarf tatkräftig zu unterstützen. Der Gemeinderat wünscht Corinne und Trudi viel Erfolg und bedankt sich für die geleistete Arbeit.


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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 3. August 2016

Solidarität umfasst alle GPV-Präsident Jörg Kündig an der Bundesfeier in Affoltern Der Präsident des Gemeindepräsidentenverbands des Kantons Zürich, FDP-Kantonsrat Jörg Kündig, plädierte in seiner Ansprache in Affoltern für Solidarität zwischen Generationen und Herkunftsländern, aber auch zwischen den Gemeinwesen der verschiedenen Ebenen.

Kündig Art. 7 der neuen Bundesverfassung von 1999. Dazu sei gegenseitige Hilfe über die Generationen und die Herkunft hinweg erforderlich. Doch helfen allein sei nur ein Teil der Solidarität. Der andere Teil bestehe darin, auch Hilfe anzunehmen, «denn wir könnten nicht alles alleine leisten.» Sozialpolitik sei deshalb auch Finanzpolitik, denn die beschränkten öffentlichen Gelder müssten möglichst effizient eingesetzt werden.

................................................... von bernhard schneider

Der Hausemer Gemeindepräsident, Stefan Gyseler, (links) mit Festredner Hans Ruedi Schweizer. (Bild Marianne Voss)

Nachhaltige Botschaft zum 1. August Hans Ruedi Schweizer sprach in Hausen Die 1.-August-Feier in Hausen fand zum zweiten Mal beim Gemeindesaal statt – mit anschliessendem Fackelzug und prasselndem Feuer. Unternehmer Hans Ruedi Schweizer motivierte in seiner Ansprache die gut 150 Festteilnehmenden, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen. ................................................... von marianne voss Die Tische vor dem Gemeindesaal in Hausen füllten sich. Man genoss das Zusammensein bei einer Wurst oder einem Teller Risotto und der Volksmusik, gespielt von der Gruppe Perelin. Nach dem Abendläuten der Kirchenglocken stellte Gemeindepräsident Stefan Gyseler den Gästen den Festredner vor: Hans Ruedi Schweizer, Unternehmensleiter der Ernst Schweizer AG in Hedingen. Seit bald 40 Jahren beschäftige er sich mit Nachhaltigkeit, erklärte der Unternehmer zu Beginn, und er sei froh, dass die Schweiz die nachhaltige Entwicklung zu einem langfristigen Staatsziel erhoben habe. Er zeigte auf, dass die Nachhaltigkeit sowohl in der Bundesverfassung wie auch in der Kantonsverfassung verankert sei und hielt Rückschau auf die Ergebnisse der Rio Umweltkonferenz 1992. Dort habe man nach einigen Diskussionen realisiert, dass soziale Gerechtigkeit, Frieden und der Erhalt der Natur nur durch soziale, ökonomische und ökologische Verantwortung der Gesellschaft erreicht werden können. «Nachhaltigkeit hat viel mit Solidarität zu tun», fasste Hans Ruedi Schweizer seine Einführung zusammen. Deshalb passe das Thema gut zum Bundesfeiertag und zur Eidgenossenschaft.

Vier Nachhaltigkeitsziele für den Erfolg Anhand von Beispielen zu den vier Nachhaltigkeitszielen – den Schweizer-Erfolgspunkten – seines Unternehmens erläuterte er, was eine Firma zur nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. Der Titel des Leitbildes laute «Nachhaltigkeit als Leitbild, Verantwortung des Unternehmens» und

mache deutlich, dass die Firma sich als Teil der Gesellschaft verstehe. Die vier Ziele der Firma Ernst Schweizer umfassen kundenorientierte Leistungen, die Mitarbeitenden und die Gesellschaft, die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit. In den Ausführungen von Unternehmer Hans Ruedi Schweizer wurde klar, dass es bei seiner Sicht von Nachhaltigkeit nicht nur um gute hochtechnologische Ausführungen von Bauten, um Umweltbewusstsein oder Wirtschaftlichkeit geht, sondern auch um den nachhaltigen Umgang mit den Menschen. «Unsere Mitarbeitenden sehen wir als ganze Menschen und nicht nur als Arbeitskräfte. Wir wollen langfristig zusammenarbeiten und uns für sichere Arbeitsplätze einsetzen», betonte er. Er führte aus, dass die Mitarbeitenden durch Weiterbildungen gefördert und dass in seinem Betrieb 46 Lernende in 10 verschiedenen Berufen ausgebildet werden. Zum Schluss erklärte der Unternehmer: «Mich erfüllt und begeistert die Arbeit an den Zielen der Nachhaltigkeit jeden Tag.» Es sei aber zugleich auch anspruchsvoll, bei allen Entscheiden die vier Aspekte der Nachhaltigkeit unter einen Hut zu bringen. «Ich kann ihnen aber versichern, der Einsatz für die Nachhaltigkeit lohnt sich, für sich selbst, für die Gesellschaft und die zukünftigen Generationen.»

Zum Abschluss das Feuer Der Fackelzug und das 1.-August-Feuer sind in Hausen seit vielen Jahren eine feste Tradition. Nach dem Singen der Landeshymne setzten sich die Festteilnehmenden mit Fackeln in Bewegung und bildeten einen Lichterzug hinauf zum nahen Waldrand. Der vorbereitete Holzstoss in der Wiese wurde auf gemeinsames Kommando mittels der Fackeln in Brand gesteckt. Bald loderte ein beeindruckendes Feuer und liess einen gewaltigen Funkenregen in den windstillen Nachthimmel steigen. Man stand in grossem Kreis und liess die Kraft und Wärme auf sich wirken, bevor man sich auf den Heimweg machte oder zurückkehrte an die Festbänke und sich noch einen Schlummertrunk genehmigte.

Der Affoltemer Gemeindepräsident, Clemens Grötsch, hielt in seiner Begrüssung fest, dass Güterabwägungen zentral seien in der Politik, gerade auch auf Gemeindeebene. In der Überzeugung, dass die Gemeinden den Grundpfeiler des öffentlichen Systems darstellten, habe Affoltern den Präsidenten der Zürcher Gemeindepräsidenten für die Ansprache zur Bundesfeier eingeladen. «Unser Staatswesen benötigt Wertschätzung für alle, die sich dafür engagieren», hielt Jörg Kündig fest. Der Gemeindepräsident von Gossau ZH ist besorgt, dass der freiwillig in die Behörden eingebrachte Sachverstand engagierter Bürgerinnen und Bürger immer weniger geschätzt werde. Vor allem auf der Ebene der Gemeinden sei das Milizwesen von zentraler Bedeutung. Je mehr Behördenmitglieder attackiert statt anerkannt würden, desto schwieriger gestalte sich die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs. Könnten die Behörden nicht mehr mit geeigneten engagierten Bürgerinnen und Bürgern besetzt werden, würde dies unsere Gemeinwesen grundlegend verändern.

Heimatgefühl hat sich nicht verändert Der verstorbene Altbundesrat Willy Ritschard habe 1978 in einer Anspra-

Gemeinden Jörg Kündig, Präsident des Gemeindepräsidentenverbands, verlieren plädiert in Affoltern für Solidarität als Grundprinzip Genauso, wie Soliunseres Staatswesens. (Bild Bernhard Schneider) darität unter den che zum 1. August Heimat «als das Menschen Helfen und Hilfe Zulassen persönliche Gefühl, verstanden zu umfasse, sei eine gleichberechtigte Zuwerden», beschrieben. Das Bedürfnis sammenarbeit zwischen den Staatswenach Heimat habe sich seither nicht sen auf der Ebene des Bundes, der verändert, wohl aber die Geschwindig- Kantone und der Gemeinden nötig. keit der Informationen, die aus der 1970 habe der damalige Bundesrat ganzen Welt hereinkommen, und oft Ernst Brugger, auch er ein Gossauer, auch die Tonalität, in der über andere diese Solidarität zwischen den Staatsgeurteilt werde. Wer «man sollte» for- ebenen gefordert; heute sei dies nötimuliere, meine meist die anderen. ger denn je angesichts der ungebroEntscheidend sei, trotz der Informati- chenen Tendenz von Bund und Kantoonsflut den Blick für das Wesentliche nen, Aufgaben nach unten zu verzu behalten. Das Zusammenleben in schieben, nicht aber die dazu gehörender eigenen Heimat sei ihm dabei nä- den Kompetenzen: «Der Verteilkampf her als die grossen europäischen und in der Schweiz bereitet mir zusehends globalen Probleme. Sorgen. Manchmal habe ich das Ge«Die Würde des Menschen ist zu fühl, dass die Gemeinden beim Sesselachten und zu schützen», zitierte Jörg tanz keinen Stuhl mehr finden.»

«Nimm dir Zeit, freundlich zu sein» 1.-August-Rede von Bezirksstatthalter Claude Schmidt in Stallikon In seiner Festrede hat sich Claude Schmidt mit der Befindlichkeit der Schweizerinnen und Schweizer auseinandergesetzt. Dabei hat er herausgefunden: Die Befragten sehen die Schweizer Identität nicht einzig durch die EU und die Zuwanderung bedroht, sondern auch durch Egoismus. Die Freundlichkeit hat Verbesserungspotenzial. ................................................... von martin platter Die Umfrage einer Schweizer Grossbank unter dem Titel «Schweiz, wohin geht es? Sorgenbarometer 2015» zur Identität und Befindlichkeit der Schweizerinnen und Schweizer dienten Claude Schmidt als Grundlage zu seiner ersten 1.-August-Rede in Stallikon – bisher weilte der Bezirksstatthalter am Nationalfeiertag stets in den Ferien. Bei der Frage nach den grössten Sorgen der Schweizer Bevölkerung rangierten an erster Stelle nicht etwa Krieg, Terrorismus, Kriminalität, Gesundheit oder Umweltschutz, sondern die Angst vor Arbeitslosigkeit (56 Prozent), Ausländerfragen (43) und die Altersvorsorge (38). Besonders zum Nachdenken angeregt haben Schmidt die Antworten zur hiesigen Identität, wofür die Schweiz steht. An erster Stelle kommen Neutralität (32 Prozent), Sicherheit (19) und Landschaft (13). Weit abgeschlagen sind Solidarität, Freiheit und Sauberkeit. Ganz am Schluss, mit nur 9 Prozent, steht die

Freundlichkeit. Auf die Frage schliesslich, durch welche Ursachen sie die Schweizer Identität bedroht sehen, gaben gleich viele die EU und den Egoismus als Gründe an.

Freundlichkeit leben Schmidt forderte die Anwesenden auf: «Lasst uns Freundlichkeit leben!» Er wolle eine Brücke über den Dem rücksichtslosen Egoismus abschwören und für mehr Graben der uner- Freundlichkeit einstehen, dazu appellierte Statthalter freulichen Bezie- Claude Schmidt in Stallikon. (Bild Martin Platter) hungen, der liebloBezüglich des grassierenden Egoissen Kommunikation und des verloren gegangenen respektvollen Umgangs mus fragte sich Schmidt rhetorisch: bauen. «Freundlichkeit ist eine Lebens- «Geht es hier letztlich auch um eine art.» Dabei gehe es nicht einfach nur Form der Entsolidarisierung? Leidet um gute Manieren. «Es geht darum, die Schweiz tatsächlich unter Egozentmeinem Gegenüber Respekt zu zollen. rik, Narzissmus und Ichsucht?» Er pläEs geht um aufmerksames, anerken- dierte nicht dafür, die eigenen Interesnendes, wohlwollendes, höfliches und sen völlig in den Hintergrund zu stellen. Er ermutigte aber dazu, einem mitfühlendes Verhalten.» Freundlichkeit erlaube ihm, sei- kompromiss- und masslosen egoistinem Gegenüber liebenswürdig, rück- schen Handeln, das uneingeschränkt sichtsvoll und mit Interesse und Gut- dem eigenen Vorteil dient, abzuschwömütigkeit zu begegnen. Freundlich- ren. Und ermunterte, uneigennützig, keit sei ein Geben und Nehmen. Er er- hilfsbereit, grosszügig und selbstkrimunterte die Anwesenden, Freund- tisch zu handeln. Zum Abschluss zilichkeit wieder bewusst zur Tugend ih- tierte Schmidt den römischen Philosores alltäglichen Lebens zu machen phen Seneca: «Ein Mensch, der nur an und zitierte unter anderem ein islän- sich denkt und in allem seinen eigedisches Sprichwort: «Nimmt dir Zeit, nen Vorteil sucht, kann nicht glückfreundlich zu sein. Es ist das Tor zum lich sein. Willst du für dich leben, lebe für andere!» Glücklichsein.»


Bezirk Affoltern

Mittwoch, 3. August 2016

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Die Schwarze Spinne heute 1. August in Mettmenstetten: Bundesrat Ueli Maurer liess sich von Jeremias Gotthelf inspirieren Bundesrat Ueli Maurer sprach anlässlich der Bundesfeier auf dem Festplatz Paradies in Mettmenstetten über Werte, verlockende Versprechen, und aktive Bürger. Der «Anzeiger» gibt hier seine Rede in leicht gekürzter Fassung wieder. «Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich freue mich, mit Ihnen heute den Geburtstag unserer Heimat zu feiern. Wir feiern nicht nur heute im Paradies, wir leben auch in einem paradiesischen Land. Wir haben Rechte, um die uns Menschen überall auf der Welt beneiden. Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit, der wir viel zu wenig Sorge tragen. Die Schweiz ist ein Erbe, das wir angetreten haben und das wir möglichst in einem besseren Zustand weitergeben sollen. Unser Dank gilt auch den Generationen vor uns, die dieses Land mit grossem Einsatz und vielfach unter Entbehrungen aufgebaut und erhalten haben. Heute möchte ich an einen grossen Schweizer erinnern, der unserem Land viel gegeben hat: Albert Bitzius, besser bekannt als Jeremias Gotthelf. Vor 162 Jahren ist Gotthelf gestorben. Seine Botschaften aber sind zeitlos und heute genauso aktuell wie damals. Es ist immer wieder spannend zu lesen, was er uns an Literatur hinterlassen hat. Ich denke gerade in der Politik oft an seine berühmte Novelle «Die Schwarze Spinne». Wir finden darin verblüffende und unheimliche Parallelen zu heute. Für alle, die «Die Schwarze Spinne» nicht mehr ganz präsent haben, fasse ich die Handlung kurz zusammen: Stellen Sie sich einen wunderschönen, grossen Bauernhof im Bernbiet vor. An einer Tauffeier bewundern die Gäste das prächtige, neu gebaute Haus. Aber etwas stört: ein schwarzer Balken, uralt und verwittert, der ins neue Gebälk eingebaut worden ist. Der Grossvater beginnt zu erzählen, was es damit auf sich hat: Das Dorf gehörte vor Jahrhunderten einem Ritter, einem Landvogt. Dieser unterdrückte die Bauern, presste ihnen immer höhere Steuern ab und zwang sie zu harter Fronarbeit. Das Dorf war moralisch auf dem Hund.

In der Not gehen die Leute im Dorf einen Pakt mit dem Teufel ein. Dieser fordert als Gegenleistung für seine Hilfe ein ungetauftes Kind. Der Vertrag wird besiegelt, indem der Teufel eine Bäuerin auf die Wange küsst. Der Teufel zaubert hin, was die Bauern in Fronarbeit leisten müssten. Aber dann verlangt er natürlich seinen Lohn: Das nächste ungetaufte Kind, das geboren wird. Als die Leute aus dem Dorf dann das Kind dem Teufel ausliefern wollen, kommt gerade noch rechtzeitig der Pfarrer dazwischen und rettet es durch die Taufe. Aber damit beginnt der Horror erst richtig: Die Bäuerin spürt auf ihrer Wange einen brennenden Schmerz. Dort, wo der Teufel sie geküsst hat, entsteht ein schwarzer Fleck, der anschwillt und zu einer schwarzen Spinne wird. Am Schluss verwandelt sich die Bäuerin ganz in diese Spinne. Diese schwarze Spinne wütet dann entsetzlich im Dorf. Jeder, der sie berührt, muss sterben. Unter Aufopferung des eigenen Lebens sperrt schliesslich eine mutige Frau die Spinne in das Loch eines Türpfostens. Da bleibt sie über Jahrhunderte gefangen; unbesiegt aber sicher weggesperrt. Das Dorf gedeiht, das Dorf blüht. Dann aber, mit wachsendem Wohlstand, geraten alte Regeln und Bräuche allmählich in Vergessenheit, überlieferte Weisheiten werden angezweifelt. Die Sitten lockern sich; Traditionen werden erst belächelt, dann verlacht. Und eines Nachts, auf dem Höhepunkt eines ausschweifenden, wilden Festes, reisst ein Knecht den Pfropfen vom Loch – Und die schwarze Spinne ist wieder da. Erneut bringt sie Unglück, Tod, Angst. Wieder braucht es jemanden aus dem Dorf, der sich freiwillig opfert und die schwarze Spinne in das Loch im Balken sperrt. Und seither wird der Balken bei jedem Umbau oder Neubau sogfältig wieder eingebaut. «Die Schwarze Spinne» gehört mit ihren starken Bildern und Symbolen zu Gotthelfs Meisterwerken. Was im Gewande einer alten Volkssage daherkommt, ist höchst politisch und absolut zeitlos. Gotthelf hält drei Botschaften für uns bereit, die gerade heute wieder erschreckend aktuell sind. Auf

diese drei Botschaften möchte ich näher eingehen: 1. Trau niemandem, der dir das Blaue vom Himmel verspricht. Das wird nachher teuer. 2. Werte haben einen Wert. 3. Unser Land lebt von engagierten Bürgern.

Das Blaue vom Himmel versprochen Das Leben ist immer ein «Chrampf» und ein Kampf, auch wenn es einem gut geht. Da ist man anfällig für Versuchungen und Verlockungen. Da hört man gerne hin, wenn jemand verspricht, jetzt werde alles neu, bequemer und besser. Gerade in der Politik sollte man nicht allen glauben, die etwas versprechen. Griechenland zahlt den Preis fürs Leben in Saus und Braus. Das Dritte Reich oder Napoleon haben hunderttausende Menschenleben gekostet. Als Finanzminister erlebe ich immer wieder, wie viele Leute gute Ideen haben, um Geld auszugeben. Aber die Rechnung wird eben erst im Nachhinein präsentiert. Ich wehre mich darum gegen neue Staatsaufgaben. Denn auch in der reichen Schweiz muss das Geld zuerst verdient werden, das man ausgibt. Wir dürfen nicht vergessen: Das Geld, das der Staat ausgibt, muss er in Form von Steuern, Abgaben und Gebühren zuerst jemandem wegnehmen. Oder dann macht er Schulden, die dann die nächste Generation bezahlen muss. In den letzten Jahren sind die Ausgaben für soziale Wohlfahrt und die Beziehungen zum Ausland stark gewachsen. Jetzt kommen noch massiv steigende Kosten für das Asylwesen dazu. Wir müssen jetzt sehr gut aufpassen, dass der Haushalt nicht aus dem Gleichgewicht kommt. Jede Aufgabe, die wir dem Staat übertragen, jede Fehlentwicklung, die wir nicht unterbinden, bezahlen am Ende des Tages die Bürgerinnen und Bürger. Diese Aussage der «Schwarzen Spinne» wird noch Gültigkeit haben, wenn ihr 1800 Jahre Mettmenstetten feiert.

Der Wert der Werte Gotthelf will uns mit der «Schwarzen Spinne» noch etwas anderes sagen: Seine zweite Botschaft handelt vom Wert der Werte. Mich fasziniert die

Finanzminister Ueli Maurer hat mit seiner charismatischen Rede nicht nur Parteikollegen begeistert. (Bilder Thomas Stöckli) Szene, wo nach einer langen Epoche des Wohlstandes während eines rauschenden Festes der Pfropfen aus dem Loch gerissen und die Spinne befreit wird – weil man sich schlicht nicht vorstellen kann, dass die Gefahr tatsächlich noch da ist. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass Anschläge wie in Deutschland möglich wären? Oder vor zwei Jahren in Frankreich? Die Sicherheit hat einen Wert in unserem Leben und diesem Wert müssen wir Sorge tragen. Manchmal habe ich den Eindruck, so wie wir heute mit unseren traditionellen Werten umgehen, seien wir drauf und dran, den Pfropfen aus dem Loch zu reissen ... Gotthelf warnt uns: Wenn man die eigene Vergangenheit, die eigene Geschichte vergisst, dann wiederholt man die Fehler von früher. Wenn eine Gesellschaft die traditionellen Werte verliert, verliert sie auch den Halt. Geschichte formt über Jahrhunderte das Wesen einer Gesellschaft, prägt die Mentalität, schafft eine Identität. Das gilt auch für unsere traditionellen staatspolitischen Werte: Die

Schweiz ist darum gut gefahren, weil wir uns als Kleinstaat bewusst anders verhalten haben als andere. Dank unserer bewaffneten Neutralität haben wir uns im 20. Jahrhundert von Kriegen fernhalten können. Dank unserer Unabhängigkeit sind wir totalitären Experimenten entgangen. Dank unserer freiheitlichen Ordnung haben die Leute in unserem Land so viele Rechte wie sonst nirgends. Und dank dieser freiheitlichen Ordnung steht die Schweiz auch wirtschaftlich gut da, während viele Länder in Europa unter der Euro-Krise und hoher Arbeitslosigkeit leiden.

Dank aktiven Bürgern Ich komme zu Gotthelfs dritter Botschaft: In seiner Novelle sind es am Schluss gewöhnliche Leute aus dem Dorf, welche die Gefahr bannen. Sie opfern sich selbst, damit die Gemeinschaft wieder in Frieden leben kann. Es braucht Leute, die Ausserordentliches leisten. So funktioniert das Vereinsleben überall in unserem Land. So funktioniert das öffentliche Leben in den Gemeinden. Ein schönes Beispiel dafür sind heute Abend der Turnverein und der Verschönerungsverein. Es macht mir Angst, wenn Vereine Mühe haben, Vorstandsmitglieder zu finden.

Fazit

Das Höhenfeuer auf dem Festplatz Paradies über Mettmenstetten.

Behalten Sie die «Schwarze Spinne» im Kopf: Erstens: Wenn das Blaue vom Himmel versprochen wird, hat das immer einen Haken. Über kurz oder lang wird die Rechnung präsentiert. Zweitens: Werte haben einen Wert. Drittens: Unser Land lebt von engagierten Bürgerinnen und Bürger, die sich für das Land einsetzen und mehr leisten, als sie müssten. Gotthelf nimmt uns als Menschen und als Staatsbürger in die Pflicht. Er macht uns klar, dass es an uns liegt, in welche Zukunft wir gehen. Manchmal wäre es ja bequem, man könnte sich einfach nur um die eigenen, privaten Angelegenheiten kümmern. Um Beruf und Hobbies, um Familie und Freunde. Aber fürs Paradies muss man mehr machen, als nur vor dem Fernseher sitzen. Wir können an unserer bewährten Unabhängigkeit und an unserer freiheitlichen Ordnung festhalten. Wir können den erarbeiteten Wohlstand und unsere besondere Lebensqualität bewahren – und unser Erbe möglichst etwas besser den Kindern weitergeben, als wir es übernommen haben.


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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 3. August 2016

Freiheit und Unabhängigkeit als Basis für Wohlstand

«Es gaht eus guet»

SVP-Nationalrat Thomas Aeschi sprach in Knonau

Die Ottenbacher Einwohner feierten bereits am Nachmittag am Ufer der Reuss den Bundesfeiertag. Leonhard Grimmer, Präsident Spitex Knonaueramt, hielt die Festrede.

Neben Bundesrat Ueli Maurer, welcher in Mettmenstetten sprach, trat im Säuliamt mit dem einstigen Bundesrats-Kandidat Thomas Aeschi aus Zug ein weiteres politisches Schwergewicht als 1.-August-Redner auf.

................................................... von martin mullis Der Platz beim Pontonierhaus am Ufer der Reuss bot eine wunderbare Kulisse für den Rahmen des Nationalfeiertages. So durfte denn auch die Gemeindepräsidentin die zahlreichen Besucher im vollbesetzten Festzelt herzlich willkommen heissen. Gaby Noser Fanger, mit dem letztjährigen Besuch einer Bundesrätin bereits routinierte Gastgeberin bei 1.-August-Feiern, freute sich sehr, wieder einen interessanten Referenten vorstellen zu dürfen. Leonhard Grimmer, Präsident des Spitexvereins Knonaueramt stellte seine Ausführungen unter einen mutigen und etwas gewagten Titel, behauptete er doch dezidiert «Es geht uns gut, ja es geht uns sogar sehr gut». Seine Behauptung untermauerte er mit klugen Fakten, interessanten Informationen und aufschlussreichen aber auch aussergewöhnlichen Folgerungen. Als Präsident des Spitexvereins Knonaueramt sprach er über die gesellschaftlichen Herausforderungen und bezog sich da-

................................................... von martin mullis Mit einem Fast-Bundesrat als Referent an der Bundesfeier wartete die Gemeinde Knonau auf. Bei der Ersatzwahl um den Sitz von Eveline Widmer-Schlumpf hatte der junge SVP-Nationalrat Thomas Aeschi letzten Dezember seinen Widersacher Guy Parmelin bis in den dritten Wahlgang gefordert. Nicht zuletzt mit der Kandidatur ins höchste politische Amt der Schweiz, erregte der junge Nationalrat grosse Aufmerksamkeit in der parteipolitischen Landschaft. Gemeindepräsident Walter von Siebenthal hiess den Referenten herzlich willkommen und gab seiner Hoffnung Ausdruck, in einigen Jahren vielleicht mit Thomas Aeschi dann wirklich einen echten Bundesrat auf dem Bollet begrüssen zu dürfen. In seiner Rede in Knonau hielt sich SVP-Nationalrat Aeschi weitestgehend an die Parolen seiner Partei. Er sieht die Eigenständigkeit unseres Landes als unabdingbar, den Brexit als grosse Chance für die Schweiz und plädiert auch für mehr Mut zum Unternehmertum. Zusammengefasst forderte Thomas Aeschi vehement, dass die Schweizer Unternehmer von Bundesbern nicht noch weiter eingeschränkt werden dürfen.

Die Schweizer Jugend ist wieder traditionsbewusst Im Weiteren misst er der Sicherheit unseres Landes höchste Bedeutung zu

Bundesfeier an der Reuss in Ottenbach bei weitgehend auf Beispiele aus dem Bereich des Gesundheitswesens.

Der Spitex ist Sorge zu tragen Das gut funktionierende System rund um die Gesundheit sei nicht zuletzt die Basis für Frieden und Freiheit in unserem Rechtsstaat. Diesem wesentlichen Wert unserer Gesellschaft sei Sorge zu tragen forderte Leonhard Grimmer. Er schloss seine Ausführungen mit dem Wunsch, dass auch künftige Umfragen klar und deutlich die Feststellung «Es gaht eus guet» unterstreichen würden. Der Musikverein Ottenbach und das Alphorn-Duo «Wi Schön» sorgten für die musikalische und stimmungsvolle Umrahmung der Bundesfeier. An den Festtischen im Zelt herrschte eine fröhliche Stimmung und es wurden neben dem einfachen Small Talk auch durchaus ernsthafte politische Themen diskutiert. Ob der Festplatz am idyllischen Flussufer, der interessante Referent oder aber die weitherum bekannte «Fischbeiz» der Grund für den Grossaufmarsch der Besucher war, konnte nicht schlüssig eruiert werden. Viele Gäste der Bundesfeier nutzten die Gelegenheit und besuchten das historische Kleinkraftwerk in unmittelbarer Nähe des Festplatzes bei der ehemaligen Seidenweberei Haas.

Nationalrat Thomas Aeschi (links) mit Gemeindepräsident Walter von Siebenthal auf dem Bollet. (Bild Martin Mullis) und verlangt dezidiert, die Regulierungstendenzen einzudämmen. Der an der Uni St. Gallen studierte Wirtschaftsfachmann kam aber auch auf die Probleme in der Migrationspolitik zu sprechen und verlangt von Bundesbern, die dringend nötigen Massnahmen zu treffen. Er stellt allerdings auch fest, dass die Schweizer Jugend zum Glück wieder traditionsbewusster denke als noch vor einigen Jahren. Der Baarer Ökonom hielt am Rande der Veranstaltung fest, dass er sehr gerne ins Nachbardorf gekommen sei,

die Einladung des Gemeindepräsidenten Walter von Siebenthal habe ihn sehr gefreut. Der Politiker aus Baar kam von einer vierwöchigen Auszeit, welche er auf der oberen Zettenalp bei Sigriswil im Berner Oberland als Zusenn verbracht hatte. Für den stimmigen musikalischen Rahmen sorgten die «Räbberg-Fäger» mit lüpfigen Melodien und der Funken auf dem Hügel Bollet oberhalb Knonau mitsamt den Raketen und Böllerschüssen liessen dann endgültig Bundesfeier-Atmosphäre aufkommen.

Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger und der Referent Leonhard Grimmer, Präsident des Spitexvereins Knonaueramt. (Bild Martin Mullis)

Verregnetes Dorffest mit bester Stimmung in Obfelden Gelungene Augustfeier am 31. Juli in der Badi Das Programm war vielfältig, die Organisation perfekt und die Stimmung toll. Verantwortlich zeichneten der Feuerwehrverein, Kultur Obfelden und der BadiPächter. Sorgen über ein Defizit mussten sich die Verantwortlichen trotz heftiger Gewitterregen nicht machen. Die Finanzen waren dank 32 Sponsoren gesichert.

Rede des Gemeindepräsidenten Als Thomas Ammann um halb acht zu seiner Rede ansetzte, regnete es mal kurze Zeit nicht. Der Redner bedankte sich beim Projektleiter des Festes, Martin Bolzli, beim Feuerwehrverein, bei Kultur Obfelden und den Pächtern Roland und Mirjam Buillard für die Organisation, bei den 32 Sponsoren und vor allem bei den zahlreichen Besuchern und Besucherinnen, die, obwohl der Himmel immer mal wieder seine Schleusen weit öffnete, in bester Stimmung an den Tischen unter den Zeltdächern sassen. Thomas Amman zeigte einen Granatensplitter vom Schlachtfeld bei Verdun. 100 Jahre ist es her, seit dort 300 000 Menschen im Ersten Weltkrieg innert 300 Tagen einen grausamen Tod erlitten haben.

................................................... von regula zellweger «1. August? Ziemlich Nationalstolz. Ich stehe zu meinem Land, zu meinem Dorf, setze mich dafür ein, deshalb bin ich auch mit Begeisterung bei der Feuerwehr», erklärt der 25-jährige Zimmermann Cyrille Trachsler. Als aktiver Feuerwehrmann engagiert er sich jeweils auch für die Augustfeier, traditionell am 31. Juli in der Badi Obfelden. Die vierfache Mutter, Oberstufenlehrerin und Feuerwehroffizierin Alexandra De Pretto hat die Aufgabe, zu beobachten, dass Kinder und Jugendliche nicht «zeuseln» und springt zudem ein, wo jemand vom mitorganisierenden Feuerwehrverein gebraucht wird.

Wir-Gefühl «Die Feuerwehr ist für mich seit rund 20 Jahren wie eine grosse Familie. Ich

Frieden wertschätzen Gemeindepräsident Thomas Ammann und der Organisator der Augustfeier, Martin Bolzli, haben Gemeinsamkeiten: Beide machen wenig Worte – aber gehaltvolle – und packen an, wo es nötig ist. (Bild Regula Zellweger) schätze den Zusammenhalt, wir können uns aufeinander verlassen, aufeinander zählen – in jeder Situation. Das Engagement bei der Feuerwehr macht Sinn, beispielsweise bei Hochwassereinsätzen.» Die Pädagogin schätzt es, dass sich auch junge Leute für die Allgemeinheit einsetzen. Sie würde eine Entwicklung vom IQ zum WeQ be-

grüssen, vom gerichtet sein auf des eigene Ego zu einem Wir-Gefühl. Damit hat sie bereits den Kern der ErstAugust-Rede von Gemeindepräsident Thomas Ammann vorweggenommen, der dies ganz praktisch vormachte, indem er im Laufe des Abends immer mal wieder die Tische abräumte und Geschirr einsammelte.

Der Redner setzte den Fokus auf den langjährigen Frieden in der Schweiz, auf das Gute, auf Lösungen von Problemen. Er plädierte für das Leben der Werte Freiheit, Toleranz, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Gemeinsamkeit von Schweizern, niedergelassenen Ausländern und Flüchtlingen. Der Granatensplitter ist für Thomas Ammann ein kleines, privates Mahnmal, dankbar zu sein für sein eigenes Glück im Leben – aber auch, dass man dafür was tun muss. Indem

man sich für die Gemeinschaft und für humane Werte einsetzt. Er schlug den Bogen von den Krisenherden in der Welt zur Demokratie: «Es geht um den ständigen, zähen Ausgleich von Interessen, um konkurrierende Auffassungen über das Gelingen eines Staates und schliesslich darum, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gemeinsam zu bewältigen, mit Verantwortungsgefühl für die kommenden Generationen.»

Attraktives Programm Bei den Augustfeiern hat Obfelden seit acht Jahren die Nase vorn, seit Martin Bolzli mit seinem Team die Augustfeier bereits für den 31. Juli plant. «Eigentlich müsste der 2. August frei sein», erklärt er ganz pragmatisch, «denn dann würden sich die Festzelte abends nicht so schnell leeren und man hätte genügend Leute, die anderntags beim Aufräumen helfen.» Das Programm bot für jeden etwas: Ein Kinderprogramm, diverse kulinarische Köstlichkeiten des BadiWirts und der Vereine sowie ein echtes Augustfeuer. Musikalisch wurde die Feststimmung von zwei verschiedenen Gruppen verstärkt, sowohl mit lüpfiger Musik vom «Echo vom Lochergut» als auch poppigen Klängen der Gruppe «Blue Note». Nach zehn Uhr machte dann die Feuerwehr das Gegenteil ihrer Hauptaufgabe: sie entfachte das Feuer am sorgsam geschichteten Holzhaufen.


Gewerbe/Dienstleistungen

Auf dem Drahtesel

Märlitag

«Startpunkt Säuliamt»: Martin Mullis erlebt mit grossem Genuss die Langsamkeit. > Seite 9

Sibylle Baumann erzählt zwischen Sümpfen und Seerosen im Seleger Moor. > Seite 10

Mittwoch, 3. August 2016

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Internationale Gäste August-Brunch: Erika und Heini Nägeli luden zum zehnten Mal auf ihren Hof ein. > Seite 11

Geschäftsführungswechsel nach 27 Jahren Albis Language School: Per 1. August übergab Jennifer Sandercock an ihre Nachfolgerin Ashleigh Jeannot Seit fünf Jahren unterrichtet Ashleigh Jeannot Englisch an der Albis Language School. Per 1. August hat sie nun auch die Geschäftsleitung übernommen. Vorgängerin Jennifer Sandercock bleibt Lehrkraft. Zu Beginn war eine spontane Idee: Jennifer Sandercock wollte einigen Frauen Englisch-Unterricht anbieten. Nachdem sich unerwartet 16 Frauen für den Englischkurs angemeldet hatten, zauberte sie schnell einen Raum aus dem Hut, den man auf Stundenbasis mieten konnte – und so begann im Frühling 1989 die Geschichte einer heute sehr erfolgreichen Sprachschule. Während zu Anfang nur Englisch als Fremdsprache angeboten wurde, zählen heute – dank qualifizierter Lehrkräfte – noch weitere Sprachen wie Spanisch, Französisch, Italienisch und Deutsch zum Angebot. Obwohl Englisch immer noch die meistgebuchte Sprache ist, werden immer mehr Anfragen für Deutsch als Fremdsprache verzeichnet. Es laufen heute gleichzeitig mehrere Kurse in allen Sprachen zu verschiedenen Tageszeiten auf allen Niveaus parallel. Wer trotz des hohen Kursangebots noch keinen passenden Kurs gefunden hat,

kann sich für einen Privatkurs anmelden. Besonders stolz sind die Geschäftsführerinnen auf ihre über die Jahre stets gewachsene Bibliothek. Die Sprachschule bietet ihren Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern eine auf ihre Leistungsstufe angepasste und niveaugerechte Auswahl an Büchern, die ihnen kostenfrei zur Ausleihe zur Verfügung stehen. Somit wird Leseverstehen trainiert, und der gelesene Stoff bietet Gelegenheit, den Wortschatz zu vertiefen und rege Diskussionen zum Thema zu führen.

Persönlicher Kontakt ist wichtig Am 1. August wurde aus der Albis Language School eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Dies sind die ersten Schritte der neuen Geschäftsführung unter Ashleigh Jeannot. Keine bessere Nachfolgerin hätte sich Jenny Sandercock für ihre Schule vorstellen können. Seit fünf Jahren unterrichtet Ashleigh Jeannot Englisch an der Albis Language School. Die gebürtige Südafrikanerin ist Mutter eines Sohnes und eine begeisterte Lehrerin. Verändern möchte sie nicht viel, die Sprachschule soll so klein und überschaubar bleiben, denn genau das ist der Schlüssel zum Erfolg. Im Fokus steht der Kunde, also der

Kursteilnehmenden. «Die Schule ist und soll keine Durchlaufstation sein», sagt Ashleigh Jeannot, «sondern eine Sprachschule zum Verweilen und zum Freundschaften schliessen.» Schliesslich zeigen alle Untersuchungen, dass die Kursteilnehmenden immer noch – trotz des «Digital Age» – persönlichen Kontakt suchen. Am Herzen liegt ihr das Gelächter aus den Klassenzimmern, dann weiss sie, dass alles gut läuft und dass sie den richtigen Schritt gemacht hat. Jennifer Sandercock übergibt die Geschäftsleitung mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber als Lehrkraft bleibt sie der Albis Language School erhalten. Die sechsfache Grossmama möchte die Zeit vermehrt ihren Enkelkindern und den Reisen mit ihrer Familie widmen. Auf die Frage, was sie im Ruhestand am meisten vermissen werde, antworten sie: «Das Schwirren und Gemurmel um 18 Uhr, wenn die Abendkurse anfangen.» Dann ist die Schule am lebendigsten – dann fühle sie den Lebensstrom der Schule am deutlichsten. Olga Buchholz Albis Language School, Zürichstrasse 128, 8910 Affoltern am Albis, Telefon 044 760 03 30, albis-lang@bluewin.ch. Infos: www.albis-lang.ch/.

Besonders stolz sind Jennifer Sandercock (links) und Ashleigh Jeannot auf ihre über die Jahre stetig gewachsene Bibliothek. (Bild zvg.)

Harmonie in den 18 Figuren

«Goldener Wassertropfen»

Qi Gong mit Susanna Bareth in Affoltern

Die Baarer Brauerei ist am Rheinfall – durch «Neptun» höchstpersönlich – mit dem «Goldenen Wassertropfen» ausgezeichnet worden.

Susanna Bareth gestaltet im Gemeinschaftsraum der Loorensiedlung (Loorenstrasse 33) in Affoltern einen weiteren Qi-Gong-Kurs. Es geht es um die Harmonie der 18 Figuren.

Bauch und die Erde zurückzubringen, denn die meisten Menschen haben zu viel Qi im Kopf und dies kann unter Umständen Kopfweh verursachen. Loslassen und Aufatmen! – Zwischendurch richtet sich der Fokus auf den Atem. Und so kann man nach einigen Übungen feststellen, dass die verloren gegangene Energie plötzlich wieder da ist. (pd.)

Das System wurde in den 80er-Jahren von Meister Lin Hou Sheng in China entwickelt und heute praktizieren dies Millionen von Menschen. Es ist Kurs vom 24. August bis 21. September und 2. bis gut bei Beschwerden im Rücken- und 30. November mittwochabends von 19 bis 20 Uhr, Nierenbereich, Bluthochdruck, Herz- Kosten: 170 Franken. Anmelden: Susanna Bareth erkrankungen Asthma, Diabetes, Ver- (schweizerisch anerkannte Qi-Gong-Kursleiterin), dauungsproblemen, Erschöpfungszu- Telefon 079 811 29 59. ständen, Schlaflosigkeit, Nervosität und Übergewicht. Jeden Mittwoch, nach dem Aufwärmen, lernen die Teilnehmenden zwei bis vier neue Qi-GongÜbungen kennen. Am Ende des Kurses werden sie alle Bewegungsformen zusammenhängend durchführen können. Auch lernen sie immer wieder, das Qi in den Qi Gong mit Susanna Bareth. (Bild zvg.)

Baarer Bier engagieret sich für die Qualität des Brauwassers

Wasser ist das wichtigste Lebensmittel überhaupt. Es ist aber gleichzeitig auch das einzige, das unverzichtbar ist. Denn ohne Wasser gibt es kein Leben. Gleichgültig, ob Menschen, Tiere oder Pflanzen. Am grössten Wasserfall Europas verlieh «Wassergott Neptun» erstmals den begehrten Award «Goldener Wassertropfen». Unter den verdienten Empfängern der symbolisch starken Auszeichnung ist die Baarer Brauerei. Denn die Brauhandwerker aus dem Kanton Zug engagieren sich seit jeher für exzellente Qualität ihres Brauwassers. Das ist bekannt. Ebenso der grundlegende Wert des lokal gewonnenen Wassers. Es prägt den Charakter der Baarer-Bierspezialitäten beträchtlich mit. «Einzigartig gute Biere – wie wir sie in der Schweiz mit Leidenschaft, Erfahrung und in der beliebten Vielfalt brauen – benötigen einzigartig gutes Schweizer Wasser», stellte Martin Uster von der Baarer Brauerei am Sommerevent der IG unabhängiger Schweizer Brauereien fest und meinte weiter: «Als Meister unseres Faches veredeln wir unser Quellwasser aus der St. Martinsquelle in Baar zu charaktervollem Bier.» Da Wasser men-

Neptun höchstpersönlich überreichte Martin Uster (Mitte), Geschäftsführer der Brauerei Baar, den Goldenen Wassertropfen. Matthias Hajenski (links), Geschäftsführer Brau Ring, Deutschland, gab das Qualitäts-Siegel dazu. (Bild zvg.) genmässig mehr als 90 % des Bieres ausmacht, wird seine wichtige Bedeutung erst richtig klar. Aus Wasser produzieren die Brauer, im Zusammenspiel mit natürlichen Rohstoffen, Bier-Spezialitäten die begeistern. Der Bundesrat deklariert in den neuen «Swissness»-Bestimmungen: «Weil Wasser das Wesen von Bier entscheidend mitprägt, zählt für Brauer ab 2017 das Wasser als Schweizer Rohstoff.» Ein Schweizer Produkt besteht in der Regel aus 80 % einheimischen Rohstoffen. Die Baarer-Brauer werden ihre schmackhaften Biere nun

– und amtlich bewilligt – weiterhin als echte Schweizer Qualitätsbiere anbieten. Auch der Wächter über höchste Bierqualität aus Deutschland, der Brau Ring, zeichnet Schweizer IG-Biere mit dem goldenen «Qualitäts-Siegel» aus. Am Freitag, 5. August, gibts in der Baarer Brauerei von 17 bis 18 Uhr eine Stunde Gratisfüllung: Einfach eine Siphonflasche mitbringen in den Braui Markt an der Langgasse 41 in Baar und zwei Liter naturtrübes Zwickelbier abzapfen. (pd.) Infos: www.brauereibaar.ch oder www.bierig.ch.


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Sommerserie

Mittwoch, 3. August 2016

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Wo ein Drahtesel einem Wasserbüffel begegnet Sommerserie «Startpunkt Säuliamt» (5): Mit grossem Genuss die Langsamkeit erleben Kein Fahrzeug eignet sich besser, um das Sprichwort «Der Weg ist das Ziel» umzusetzen, als das Velo. Erst durch das beschauliche Gleiten über Feldwege und Nebenstrassen kommt die Schönheit unseres Bezirkes so richtig zur Geltung. ................................................... von martin mullis

Um eine Reise von fünf Stunden ab einem Startpunkt im Säuliamt mit einem frei gewählten Fortbewegungsmittel zu absolvieren und die dabei gemachten Erlebnisse zu schildern, scheint auf den ersten Blick keine allzu schwierige Aufgabe zu sein. Obwohl die Vorgabe für das Thema der Sommerserie etwas banal daher kommt, entpuppte sich für mich die Aufgabe als gar nicht so einfach. Das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich das Vehikel Velo gewählt habe. In meiner Primarschulzeit war ein eigenes Velo einer meiner sehnlichsten Wünsche. Der prekären finanziellen Verhältnisse meiner Eltern wegen, kam ich erst als zwölfjähriger Knirps in den Besitz eines alten und etwas rostigen Fahrrads. Seither – und das sind doch immerhin 60 Jahre – besass und benützte ich immer einen Drahtesel, vorwiegend zur Entschleunigung meines Freizeit-Verhaltens. Ausgerüstet mit unseren älteren Tourenfahrrädern machten sich meine Frau und ich uns eines warmen und schönen Sommermorgens auf, um einmal mehr eine Tour de Säuliamt zu unternehmen. In Ottenbach startend gerieten wir, wenig überraschend, nach knapp zwei Minuten auf die gut ausgeschilderten Velowege des Kantons Aargau. Wir wollten die wunderschöne, zum Velofahren bequeme und flache Reussebene als Start für einen gemütlichen Ausflug nutzen. So pedalten wir ein Stück reussabwärts und überqueren bald einmal die schmale Werdbrücke in Rottenschwil und hielten uns dann links Richtung Aristau.

Fast wie im Fernen Osten: Wasserbüffel im Sumpfland Nach wenigen Minuten wähnen wir uns plötzlich in einem Sumpfgebiet in Asien. Eine ganze Herde Wasserbüffel mit ihren mächtigen Hörnern starrt uns wiederkäuend und teilweise bis zum Bauch im Wasser stehend an. Ein

Geniessen und entschleunigen auf zwei Rädern in einem wunderschönen Gebiet. (Bilder mm/zvg.) unerwarteter und exotischer Anblick, der uns eine zusätzliche Verschnaufpause ermöglicht. Auf schmalen aber flachen Wegen umfahren wir Aristau und kurven schon bald durch Merenschwand. Immer noch in der Reussebene pedalen wir Richtung Mühlau, dort über die Reuss und auf einer schnurgeraden fast endlosen Strasse erreichen wir Bützen und befinden uns wenige Minuten später wieder im Säuliamt. Kurz vor Maschwanden geht es weiter über die Lorze hinein ins kleine Bauerndorf. Obwohl wir bis zu diesem Zeitpunkt noch keine nennenswerte Steigung zu bewältigen hatten, setzt mindestens mir die morgendliche Sommerhitze schon etwas zu. Ich plädiere für einen kurzen Znünihalt, verbunden mit einem Sprung ins kühle Nass, führt unsere Route doch unmittelbar an der Maschwander Badi vorbei. Mit einem kühnen «Köpfler» ins Bassin und einem kleinen Imbiss regenerieren wir rasch und steigen somit motiviert und voller Tatendrang wieder auf die Drahtesel. Weiter geht es auf einer schmalen aber geteerten Strasse Richtung Knonau.

Jeder Velofahrer ist auch Fussgänger und Autofahrer In Rifferswil ist dann endlich Zeit für das im Radsport ganz offensichtlich unentbehrliche Doping. In der Gartenbeiz vom «Pöschtli» heissen unsere Substanzen zur Leistungssteigerung nicht Anabolika oder Amphetamine sondern Bratwurst, Spätzli und Rösti. Dass die kalorien- und kohlenhydrathaltige Stärkung dringend nötig war, zeigt die vor uns stehende Etappe. Wir radeln weiter über die Schonau und dann dem Türlersee entlang. Bei der Aumüli biegen wir links ab und quälen uns über den «Pass» nach Bonstetten. Die steile Aumülistrasse fordert mich heraus, leider muss ich trotz heroischen Bemühungen bald einmal kapitulieren und mein Velo stossen. Selbstverständlich beachte ich das hämische Grinsen meiner Frau nicht und verzichte auch auf eine fadenscheinige Ausrede von wegen Wadenkrampf, welche sie ohnehin nicht glauben würde. Vom Schützenhaus Bonstetten bis zu unserem Ziel Ottenbach geht es dann aber glücklicherweise nur noch abwärts. Durch das

In der Reussebene ist der Ferne Osten per Velo erreichbar.

Dorf Bonstetten, auf dem Veloweg nach Hedingen, weiter nach Zwillikon und über die Autobahnbrücke hinunter nach Ottenbach lassen wir uns den Fahrtwind um die Ohren sausen. Ein kleines Fazit über unsere Tour de Säuliamt und über das entspannte Gleiten auf zwei Rädern möchte ich jedoch nicht unterlassen. Nicht erst auf dieser Velotour habe ich festgestellt: Nicht jeder fährt Fahrrad, aber fast jeder Radfahrer ist meist auch Autofahrer und immer Fussgänger. Daraus resultiert ein gewisses Konfliktpotenzial. Diese Erkenntnis unterstreicht auch die nachfolgend geschilderten Begegnungen. Während unserer Drahteselreise begegneten wir verschiedenen Kategorien von Velofahrern. Der überzeugte Pedaleur kreuzte uns auf einem Flurweg kurz vor Aristau. Aus ökologischen Gründen fährt er fast ausschliesslich Velo und nur ganz selten vielleicht einmal mit den öV. In Bonstetten bummelte auf dem Trottoir der «Alibi-Grüne», welcher in der Regel im Dorf mit dem Velo zu Sitzungen fährt und dies auch optisch möglichst grossartig zur Schau stellt. Der Tour-deSuisse-Fan, welcher als personifizierte

farbige Werbesäule umherstrampelt und selbstverständlich keine Verkehrsregeln akzeptiert, überholte uns neben dem Veloweg auf der Hauptstrasse beim Türlersee. Diese Begegnungen waren zwar real, sind allerdings etwas überspitzt formuliert, bestätigen aber im Wesentlichen die alltägliche Situation auf den Strassen.

Startpunkt Säuliamt In der diesjährigen Sommerserie machen sich «Anzeiger»-Journalisten auf den Weg – zu Fuss, per Velo, Schlauchboot oder mit einem x-beliebigen anderen Fortbewegungsmittel – und berichten von ihren Erlebnissen unterwegs. Die einzigen Vorgaben: das Säuliamt als Startpunkt und die Reisedauer von fünf Stunden. Bereits erschienen: Mit dem Schlauchboot von Ottenbach nach Mellingen, 19. Juli; Medienreise in die Emilia Romagna, 22. Juli; Kreuz- und Quer per Bus, 26. Juli; Zu Fuss von Uerzlikon bis zur Alpwirtschaft Brunegg, 29. Juli.


veranstaltungen

Erzählerin Sibylle Baumann zieht Gross und Klein in ihren Bann. (Archivbild)

«Die Katze Nimmersatt und ihre Freunde» Märlitag im Park Seleger Moor, Rifferswil Im Park Seleger Moor werden am Mittwochnachmittag, 10. August, Klein und Gross mitgenommen in eine Welt der Geschichten. Anmelden ist nicht erforderlich. Sibylle Baumann erzählt zwischen Sümpfen und Tulpen spannende Geschichten für Kinder und Junggebliebene. Die leidenschaftliche Erzählerin ist Sammlerin von mündlich überlieferten Geschichten. Am Märlitag über die Katze Nimmersatt und ihre Freunde darf man magischen Tiergeschichten folgen. Die Teilnahme ist kostenlos – abgesehen von den normalen Eintrittspreisen in den Park. Das Rifferswiler Hochmoor ist vor Tausenden Jahren dort entstanden, wo einst Reuss- und Linthgletscher zusammenstiessen und Moränen zurückliessen. Das Land war versunken im

Dornröschenschlaf, bis Robert Seleger im Jahr 1953 es wieder zum Leben erweckte. Er liess im Rifferswiler Moor eine so traumhaft schöne Landschaft entstehen, dass er das Moor seinen Mitmenschen nicht vorenthalten mochte. Im Laufe der Jahrzehnte entstand das Seleger Moor in seiner jetzigen Form. Seleger gestaltete es, liess der Natur aber dennoch den Vorrang. Nach und nach entstanden Teiche und Bäche, die Grundlage für Seerosen und Lebensraum für andere Wasserpflanzen. Heute ist der Park Seleger Moor für Klein und Gross zu geniessen. Zusätzlich kann man sich auch im Park verpflegen und sich über den Blütenstand informieren. (pd.) Märlitag im Park Seleger Moor am Mittwoch, 10. August, 14.30 bis 16 Uhr, Seleger-MoorStrasse, Rifferswil. www.selegermoor.ch.

erlebnisse

Ein grandioser Aussichtspunkt zwischen zwei Bachtobel im Tösstal Kollbrunn – Schauenberg – Elgg. Wandern mit «Erlebnisse» am Samstag, 20. August. Mit der SBB erreicht die Wandergruppe am 20. Au- Die Organisatoren, von links: Andreas, Otto und Hansruedi gust kurz vor 9 Steinmann. (Bild zvg.) Uhr Kollbrunn (494 m. ü. M) im Tösstal. An der Bahnstation weiter und nach etwa einer weiteren beginnt die abwechslungsreiche, aber Stunde ist der «Gipfel» der Tour, der etwas anspruchsvolle mit einem rela- Schauenberg (890 m. ü. M.) erreicht. tiv langen aber nicht steilen Aufstieg Der Schauenberg, ein Ort mit grosvon insgesamt zirka 400 Metern. ser Geschichte und ebenso grosser Nach einem kurzen Wegstück auf Rundsicht. Diese Rundsicht war denn der Hauptstrasse zweigt der Wander- auch ein wichtiger Grund dafür, dass weg links weg ins Bäntal und folgt hier in den Jahren um 1600 eine der dann dem Bäntalbach. Das anfänglich verschiedenen Hochwachten im Kannoch breite Tal wird immer enger und ton Zürich gebaut wurde. Von hier aus wilder. Verschiedene Geländestufen, konnten beispielsweise an die Hocheinige davon mit Treppen versehen, wachten «Schnabel» (Albiskette), Pfansind auch geologisch sehr interessant. nenstiel, Tämbrig (oberhalb HermatsMehrere Informationstafeln geben da- wil), Üetliberg, Lägern Mörsburg, bei wertvolle Informationen zu den Kyburg und sogar Hohenklingen Mitverschiedenen Gesteinsarten. Nach et- teilungen gemacht werden. was mehr als einer Stunde ist das Nach der Mittagsrast (Picknick) Rörlitobel erreicht. Am Ende dieses To- folgt der Abstieg in Richtung Elgg. Diebels erreicht die Wandergruppe dann ser Abstieg ist zwar relativ lang, aber nach etwa 2 Wanderstunden Unter- gut zu gehen. Vorbei an kleinen Weischlatt (641 m.ü.M.). Es folgt nun der lern und Dörfer erreichen die Wandervorerst letzte Aufstieg vorbei am leute das sehr schöne Restaurant Schwimmbad durch den Hertelwald «Guwilmühle», wo ein Kaffee-Halt gezum Pt. 743 wo wir ein erstes Mal die plant ist. Es folgt der weitere und sehr herrliche Aussicht geniessen werden. schöne Abstieg durch das FarenbachOberhalb von Girenbad führt der Weg tobel an den Dorfrand von Elgg. Dieses Tobel ist ebenso wunderschön wie wildromantisch. Diese Wanderung wurde im April wegen ungünstiger Witterung abgesagt und wird nun anstelle der WandeZwei-Tages-Wanderung am 10./11. rung auf den Bachtel durchgeführt. September 16: Gruyères – Les PacOtto Steinmann cots – Vevey. Da die Übernachtung in Les Paccots in einem Hotel ist und die Reservationen frühzeitig Anmelden bis 8. August an: Erlebnisse, erfolgen müssen ist der AnmeldeOtto Steinmann, Postfach, 8910 Affoltern a.A. termin bereits am 13. August. oder Telefon 079 318 80 08, otto@erlebnisse.ch

Nächster Anlass:

oder unter www.erlebnisse.ch.


Vermischtes

Mittwoch, 3. August 2016

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Bauernhof-Brunch mit internationalem Flair Gäste von Stadt und Land genossen die Schweizer Qualität Drei Bauernfamilien aus dem Säuliamt öffneten am 1. August ihre Hoftüren und beluden die Tische mit feinen selbst-gemachten Produkten. Die grosse Besucherschar von nah und fern wusste das zu schätzen. ................................................... von marianne voss Es war herrlich – wie selten diesen Sommer. Nicht zu heiss und kein Regen. Ideal, um auf einem Bauernhof zu sitzen, Spiegeleier mit Rösti oder frisches Birchermüesli zu geniessen und so den 1. August einklingen zu lassen. Leider waren es dieses Jahr nur drei Bauernfamilien im Säuliamt, die an diesem Nationalfeiertag zum Brunch einluden: Maya und JeanJacques Duperrex (Uttenberg), Erika und Heini Nägeli (Dachlissen) und Claudia und Andreas Frutiger (Zwillikon). Und bei allen waren die Tische voll besetzt – und die Gastgeber hatten alle Hände voll zu tun. Viel Arbeit bedeutet die Organisation von einem Brunch für 200 oder sogar 500 Personen. Erika und Heini Nägeli führten den Anlass zum zehn-

ten Mal durch. Da habe man schon Übung und Erfahrungswerte, auch was die Mengen betreffe, erklärten sie. 300 Eier und 50 Kilogramm Rösti standen bei ihnen für die hungrigen Gäste bereit. Brot, Kuchen und Wähen kommen immer aus der eigenen Backstube, der Alpkäse und die Butter von den eigenen Kühen, und auch die Konfitüre ist selber hergestellt. «Wir sind gerne Gastgeber. Und wir freuen uns, an diesem Anlass unsere guten Produkte den Konsumenten direkt weiterzugeben.»

Englisch, Spanisch und Italienisch Und genau diese guten, qualitativ hochstehenden Produkte wusste die grosse Gästeschar auch zu schätzen. «Das isch dänn fein! Häsch dä Chueche scho probiert?», war zu vernehmen. Aber auch: «Muy bien!», «Buonissimo!» oder «Wonderful, delicious!». Die Gästeschar bei Nägelis war international geprägt. Man traf Bekannte aus Mettmenstetten oder den umliegenden Dörfern. Man kam aber auch ins Gespräch mit Menschen von weiter her. Am Nebentisch wurde beispielsweise Spanisch gesprochen. «Wir sind Schweizer, kommen aber aus Peru»,

Erika und Heini Nägeli (ganz rechts) mit ihrer Helferschar. (Bilder Marianne Voss) erklärte eine der fröhlichen Frauen. «In unserm Herz sind wir auch noch Peruaner, aber den 1. August feiern wir immer.» An einem anderen Tisch sass eine grosse Familie und palaverte eifrig auf Italienisch, und weiter vorne hatte sich eine Gruppe von Gästen aus Amerika und Indien niedergelassen, alle patriotisch mit roten T-Shirts bekleidet. «Wir leben in Zürich und Luzern», berichteten sie auf Englisch. Sie seien zum ersten Mal auf einem Bauernhof zum Brunch und absolut begeistert. «Wir sind nun zwölf Jahre in der Schweiz und möchten demnächst Schweizer Bürger werden.» Etwas Aufklärungsarbeit und Nachhilfestunden braucht es an so

«Wir kommen aus den USA und Indien.»

Grossandrang trotz Regenschauer Beschwingtes Waldfest im Erdbeeriholz in Uerzlikon Es ist bald Tradition, dass am Waldfest in Uerzlikon mindestens ein kurzer Regenschauer niedergeht – so auch am letzten Samstag. Der organisierende Unihockey-Club Albis Devils war aber bereit und hat noch andere, willkommene Verbesserungen vorgenommen. Zwölf Monate nach dem grossen 50Jahre-Jubiläum war der Publikumsaufmarsch am traditionsreichen Uerzliker Waldfest am Samstagabend im Erdbeeriholz nicht mehr ganz so gross. Was aber auch damit zu tun haben könnte, dass kurz nach Beginn des Festes ein Regenschauer niederging. Die Wetterkapriolen dauerten jedoch nur ein paar Minuten und konnten den angenehmen Temperaturen nichts anhaben. Das waren aber nicht die einzigen Gründe für die entspannte Stimmung. Der organisierende Unihockey-Club Albis Devils hat in der Küche aufgerüstet. Damit gehörten lange Wartezeiten aufs Essen der Vergangenheit an. Die Jauks sorgten auf der Bühne für die passende Tanzmusik.

Regenwetter auch beim Aufräumen Gegen Mitternacht verschob sich das muntere Treiben zunehmend in die

Entspannte Atmosphäre zur fortgeschrittener Stunde in der kleinen Bar des Uerzliker Waldfestes. (Bild Martin Platter) beiden Bars, wo die Unermüdlichen bis in die frühen Morgenstunden weiterfeierten; Alte, Junge, Einheimische und Auswärtige. Nicht nur sie waren am folgenden Tag nicht zu beneiden. Bei zuweilen sintflutartigen Regenfäl-

len versetzten die Albis-Devils am Sonntag das Festgelände wieder in seinen ursprünglichen Zustand. Eine «Heidenbüez», die das vorherrschende Schmuddelwetter nicht unbedingt angenehmer machte. (map.)

einem Anlass für die Städter natürlich auch immer wieder einmal. So lernte zum Beispiel der ältere Mann, der nach dem Orangensaft fragte, dass auf diesem Hof keine Orangen wachsen.

Gute Art von Heimatgefühl Auch Hochdeutsch wurde gesprochen an diesem gemütlichen 1.-AugustBrunch. Ein Herr aus der ehemaligen DDR betonte zum Thema Qualität: «Wer die Schweizer Qualität einmal kennen gelernt hat, will sie nicht mehr missen.» Er meine damit die Lebensmittel, aber auch die Tierhaltung oder die Pflege der wunderschönen Landschaft. Wie er den ersten August

hier in der Schweiz erlebe? «Ich mag diese Art von Patriotismus. Ich meine damit diese gute Art von Heimatgefühl und Traditionsbewusstsein.» Das gebe es in Deutschland kaum. «Ein gutes Nationalbewusstsein oder ein gesunder Stolz übers Vaterland hat sich bei uns wenig entwickelt.» Und solche Anlässe wie dieser Brunch oder auch die 1.-August-Feiern mit Reden und Gesang, wo man zusammen an Festbänken sitze, das kenne er aus seiner Heimat nicht. «Ungewohnt sind für uns auch die Fahnen. Bei mir zuhause würde man auch an einem Nationalfeiertag keine Fahne im Garten aufziehen. Ich finde das hier aber wunderschön.»

Schächentaler Höhenweg Das Klausengebiet gehört zu den schönsten Passlandschaften der Schweiz. Entlang des Schächentaler Höhenweges führt Wanderleiter Dölf Gabriel zu fantastischen Landschaften, majestätischen Bergen und einer einzigartigen Blumen- und Pflanzenwelt. Seit Jahrhunderten besteht durch das wildromantische Schächental eine direkte Verbindung zwischen den Kantonen Uri und Glarus. Auf der Sonnenseite des Tales führt heute der Höhenweg stets in leichtem Auf und Ab vom Klausenpass, hoch über Bürglen und Altdorf nach Eggbergen, mit herrlicher Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Auch bezüglich Fauna und Flora hat der Höhenweg Schächental einiges zu bieten. Hohe Niederschläge und undurchlässige Böden haben zur Bildung von zahlreichen Mooren geführt. Diese Moore sind Lebensraum von seltenen, geschützten Tier- und Pflanzenarten und auf vielen Wegabschnitten anzutreffen. Mit aufmerksamen Augen können wir eine reiche Artenvielfalt von Wildtieren beobachten. Nebst den Gemsen, Rehen, Rot- und Steinwild sind auch Murmeltiere, Hasen, Füchse und Dachse zu bestaunen. Recht häufig ist auch der Steinadler zu sehen. Ab Affoltern geht es mit der Bahn über Zürich nach Linthal und weiter mit dem Postauto auf den Klausenpass und zugleich Ausgangspunkt der Wanderung. Nach einem kurzen Aufent-

halt wandern wir durch saftige Wiesen zur Unteren Balm und weiter zur Alp Heidmannegg. Von dort bietet sich eine traumhafte Sicht auf die Berge mit Ruchen, Schärhorn und Clariden mit ihren Gletschern. Der Weg führt nach Alt Staffel und an den Gruebenhütten vorbei. Die nächsten zwei Stunden geht es auf schmalen Bergwegen mit teils hohen Felstritten und Wurzelpfaden durch abwechslungsreiche Waldstücke und Geröllhänge vom Bergsturzgebiet. Beim Älpeli geht es weiter nach Rietlig, Obflue, Untere Gisleralp, Hinter- und Vorderboden bis Biel. Nach Rougig durchqueren wir die Talmulde von Selez mit den verstreuten Bauernhöfen und erreichen das Fleschseeli, wo ein idealer Familienrastplatz mit Feuerstelle eingerichtet ist. Weiter geht es zum Grünen Boden und durch einen lichten Waldabschnitt zur Seilbahnstation Eggbergen. Die traumhafte Aussicht auf den Urnersee, das Reusstal, die Berge und auf das grösste Wildheugebiet des Kantons Uri rundet den imposanten Schächentaler Höhenweg ab. Nach der Stärkung im Restaurant Seeblick geht es mit der Luftseilbahn nach Flüelen und mit der Bahn über Arth-Goldau und Zug wieder nach Hause. Dölf Gabriel, Wanderleiter Wanderung am Samstag, 20. August. Anmelden bis 17. August an miteinander.wandern@bluewin.ch, Telefon 044 761 99 36 oder 079 288 22 72. Weitere Infos unter www.miteinanderwandern.ch.


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