060_2021

Page 1

CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 633 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

FORD PUMA FORD PUMA HYBRID

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 60 I 175. Jahrgang I Freitag, 6. August 2021

Asbest im Kindergarten Menschen begleiten

Die Sanierung des Breiten 2 in Affoltern wird bis Ende Sommerferien abgeschlossen sein. > Seite 3

Autorin Karin Ugolini will mit ihrem Buch «Seelenfeder» Trost und Zuversicht geben. > Seite 5

Schöner Ausflug

Die «Seewadel»-Bewohner reisten mit Unterstützung vom Zivilschutz auf den Horben. > Seite 6

«Wilde Bande»

Serie «Alpsommer» (4): Das Lachen, der Streit und die Ideen der Kinder beleben den Alltag. > Seite 7

Olympia-Hauptprobe im Jumpin Weltstars aus Australien, Weissrussland und der Ukraine messen sich mit den Schweizern Während in Tokio die olympischen Sommerspiele laufen, holen sich die Skiakrobaten in Mettmenstetten den Schliff für die Winterspiele vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking. von Thomas sTöckli Als Team haben die Schweizer AerialsSkiakrobaten letzte Saison WM-Silber gewonnen, aktuell bereiten sie sich im Jumpin in Mettmenstetten auf den kommenden Olympiawinter vor. Bereits seit Juni trainieren sie gemeinsam mit dem Australischen Team um Laura Peel, amtierende Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegern. Vor einer Woche stiessen die ersten Weissrussen um Olympiasiegerin Hanna Huskowa dazu und auch aus England, Deutschland und der Ukraine werden Top-Springer erwartet im Hinblick auf das Aerials Masters vom 22. August. Der traditionelle Sommerwettkampf, der bereits zum 26. Mal durchgeführt wird, soll Aufschluss geben, wo die Athleten und Athletinnen im internationalen Vergleich stehen. «Das Freestyle Masters ist für uns wie eine Olympia-Hauptprobe», verrät Cheftrainer Michel Roth. «Es läuft nach demselben Format, einfach nur an einem Tag.» Noch liegt der Fokus allerdings weniger beim Resultat, als beim Springen selber: «Sie sollen ihre neuen Wettkampfsprünge auf gutem Niveau zeigen können», formuliert Roth das Ziel für seine Athletinnen und Athleten. Rund 500- bis 800-mal lässt er sie im Sommer auf der Wasserschanze springen. Früher seien es auch schon über 1000 gewesen, sagt er. Nicht zuletzt um sein junges Team nicht zu überfordern, hat er beim Schanzentraining etwas reduziert und dafür das Krafttraining ausgebaut. Geprobt wurden die neuen

Haustiere sind gesucht

Stehen für die erfolgreiche Zusammenarbeit der Schweiz und Australiens in der Skiakrobatik: Die Teamleader Noé Roth und Laura Peel vor der Wasserschanze in Mettmenstetten. (Bild Thomas Stöckli) Sprünge zuerst am «Bungee», dann auf der Wasserschanze und erst wenn sie auch dort richtig sitzen, folgt ab Oktober die Umsetzung auf Schnee.

Dreifachsalto mit fünf Schrauben Der höchst schwierige «Hurricane», ein Dreifachsalto mit fünf Schrauben, davon je eine zum ersten und zum letzten Salto, drei zum mittleren (Full, TripleFull, Full), ist bei Noé Roth bereits reif für den Schnee. Zum Glück, denn der Teamleader hat sich im Training eine Entzündung am Knie zugezogen, darf sicher die nächsten zwei, drei Wochen nicht springen, und fällt damit wohl auch für das World Masters aus. Bei Pirmin Werner dagegen sei der

«Hurricane» noch nicht wettkampfreif, so Trainer Michel Roth. Mit dem DoubleFull, Full, Double-Full beherrscht er aber einen anderen Dreifachsalto mit fünf Schrauben. Nicolas Gygax schliesslich hat letzteren Sprung ebenfalls im Repertoire und feilt als Alternative an einem Double-Full, Double-Full, Full, also einem Dreifachsalto mit je zwei Schrauben zu den ersten beiden Saltos und einer zum dritten. «An den Olympischen Spielen wird es fünf Schrauben brauchen», ist Noé Roth überzeugt, «und drei Top-Sprünge.» Auch für die Frauen werde es hart, meint Hanna Huskowa. Seit einer Woche weilt die Weissrussin in Mettmenstetten. Zuvor hat sie auf der Indoor-Wasserschanze in Minsk trai-

> Bericht auf Seite 3

Sommerserie «Ich war noch niemals …»: Bernhard Schneider in Bibracte und Vichy. > Seite 8

Sternstunden Einblicke in den Sternenhimmel gefällig? In unmittelbarer Nähe zum Säuliamt bietet die Sternwarte Uitikon interessierten Besucherinnen und Besuchern diese Möglichkeit. Führungen gibt es jeweils – gutes Wetter vorausgesetzt – an Mittwochabenden. Mit zwei leistungsstarken Teleskopen können der Mond, Planeten wie der spektakuläre Saturn mit seinen Ringen oder der riesige Jupiter, ebenso wie auch Lichtjahre entfernte Sterne in den Fokus genommen werden. Amateur-Astronominnen und -Astronomen liefern interessante Informationen dazu. Die Sternwarte oberhalb von Uitikon ist optimal gelegen, ist sie doch durch Wald von den Lichtern der Stadt Zürich, welche das Seherlebnis im nächtlichen Himmel trüben würden, abgeschirmt. Die Sternwarte gelangt jedoch auch bei Tageslicht zum Einsatz. Im Sonnenlabor sind Beobachtungen der Sonne möglich. Mittels eines Heliostats wird das Sonnenlicht auf eine Leinwand projiziert, sodass auf dieser die Sonnenflecken sichtbar werden. Auch die Materieauswürfe über der Oberfläche der 150 Millionen Kilometer entfernten Sonne können beobachtet werden. (sts)

> Bericht auf Seite 6 ANZEIGEN

«Bis zum Schluss alles gegeben»

Petra Klingler verpasst das Olympia-Kletterfinale von heute Freitag

Manche haben in der Pandemie einen Vierbeiner zugelegt. Dabei dürfte sich nicht jede und jeder bewusst sein, wie viel Zeit und Pflege ein Haustier fordert. «Stay Home» – zu Hause bleiben – hiess es in den letzten Monaten. Die Pandemie hat in dieser Hinsicht sicher einen Wandel ausgelöst, der auch das Halten von Haustieren erleichtert. Offenbar haben das auch im Säuliamt viele genutzt, um sich den Wunsch nach einem Vierbeiner zu erfüllen. Gefragt sind Hunde und Katzen, aber auch Meerschweinchen, Hasen oder Hamster. Doch was, wenn es nun wieder zurück ins Büro geht, verreisen oder spontan ausgehen wieder verbreitet möglich wird? Dann könnte das Haustier plötzlich im Weg sein. (red.)

niert. Sie fühle sich nun bereit, kommenden Winter Dreifachsaltos zu springen, verrät die amtierende Olympiasiegerin. Australierin Laura Peel verbringt bereits ihren dritten Sommer in Mettmenstetten. Die Trainingsgemeinschaft mit der Schweiz findet sie toll – und nicht zuletzt stimmen auch die Resultate. Sie selber hat den vorletzten AerialsGesamtweltcup auf Platz drei, den letzten gar als Siegerin abgeschlossen. Um an den Olympischen Spielen reüssieren zu können, braucht es nebst Schwierigkeiten, Konstanz und guten Landungen «die mentale Stärke, genau dann die Bestleistung abliefern zu können, wenn es zählt», so Laura Peel. Nur schon deshalb freut sie sich auf die Wettkampfsituation am World Masters.

Salziges Wasser

Im ersten Boulder hat Petra Klingler das Top erreicht (Bild), danach resultierten noch zwei Zonen – zu wenig für die Weltmeisterin von 2016. (Screenshot SRF)

In Tokio werden im Sportklettern erstmals Olympia-Medaillen vergeben. Als starke Allrounderin durfte sich auch Petra Klingler, Boulder-Weltmeisterin von 2016, Hoffnungen machen, bei dieser Premiere zu den prägenden Figuren zu zählen. In einem hochkarätigen Wettkampf hatte die Bonstetterin allerdings das Nachsehen. Trotz Schweizer Rekordzeit im Speedklettern reichte es ihr nicht für die Finalqualifikation. Dies auch, weil sie in ihrer Paradedisziplin, dem Bouldern, unter den Erwartungen blieb. Mindestens ein Spitzenresultat braucht es, um im Olympischen Kombinations-Format, nach dem die Rangpunkte aus den drei Kletterdisziplinen Speed, Boulder und Lead nicht addiert, sondern multipliziert werden, reüssieren zu können. (tst.)

> Bericht auf Seite 12

50031 9 771661 391004


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55. Bei Verkehrsunfä fällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Schluss des Konkursverfahrens Das Konkursverfahren über den Nachlass des Timo Siegert, geb. 28. Januar 1974, von Deutschland, in Mettmenstetten, gestorben am 3. November 2016, ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern, Einzelgericht, vom 22. Juli 2021 als geschlossen erklärt worden.

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

Ersatzwahl für ein Mitglied der reformierten Kirchenpflege Knonau für den Rest der Amtsdauer 2018 – 2022 (Wahlerklärung) Amtliche Publikation vom 3. August 2021 Auf die Wahlausschreibung vom 10. Juni 2021 ist dem Gemeinderat Knonau (wahlleitende Behörde) Frau Fabienne Dobler als gültige Kandidatur vorgeschlagen worden. Nach Ablauf der Nachfrist von 7 Tagen liegt nur dieser eine Wahlvorschlag vor. In Anwendung von Art. 6 der Kirchgemeindeordnung und § 54 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sind damit die Voraussetzungen für eine stille Wahl erfüllt. Der Gemeinderat Knonau beschliesst: 1. Als Mitglied der reformierten Kirchenpflege Knonau wird für den Rest der Amtsdauer 2018 – 2022 als gewählt erklärt: Name Vorname

Jahrg.

Beruf

Adresse

Dobler Fabienne

1983

Krankenschwester

Uttenbergstrasse 29b, Knonau

Affoltern am Albis, 3. August 2021 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Sehr traurig, aber mit vielen schönen Erinnerungen im Herzen, nehmen wir Abschied von meinem geliebten Ehemann, unserem Vater, Schwiegervater, Grossvater/Grospi, Urgrossvater, Bruder und Schwager

2. Gegen diese Wahlerklärung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern am Albis, Präsident, Martin Billeter, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, erhoben werden (§ 19 Abs. 1 lit. c VRG). Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. 3. August 2021

Freihändige Vergabe Nachführungsgeometer

Wahlen / Abstimmungen Wahl von 9 Mitgliedern inkl. des Präsidenten/ der Präsidentin der Kirchenpflege der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Knonauer Amt für die Amtsdauer 2022 bis 2026 Publikation der definitiven Wahlvorschläge Gestützt auf die Veröffentlichung der provisorischen Wahlvorschläge am 16. Juli 2021 liegen nach Ablauf der zweiten Frist für die Wahl der Mitglieder und des Präsidiums der Kirchenpflege folgende Wahlvorschläge vor: Mitglieder: Name Baer Berliat

Bommel Gloor

Huber Schmid

Andreas

1958

Schmidheiny

Johannes

1960

Grabräumung

Schuhmacher

1973

Friedhof Hedingen

Sutter

Sabine Elsbeth Monika Esther

• Urnengräber Nr. 450 bis 454 und 467 (Bestattungsjahr 1996 und 2000) • Erdbestattungsgräber Nr. 1 und 2 (Bestattungsjahr 2000)

Habegger

Vorname Geb.jahr Beruf Gabriela 1970 Human Ressorces & Risk Specialist Therese 1970 Pflegefachfrau HF Helene Sibylle 1969 Schulassistenz / Susanne GMT-Therapeutin

1954

Die Ruhefrist für die

1969

1955

Adresse Oberdorfstr. 3, Aeugst a. A. Butzenstr. 26, Affoltern am Albis Allmendstr. 7, Ebertswil (Hausen a.A.) Sozialpädagogin Gartenhof 9, (pens.) Affoltern am Albis MetallbauTörlenmattstr. 5, schlosser Hausen a. A. Dozent Leigrüppenstr. 25, Mettmenstetten Dr. sc. techn. ETH Chlosterstr. 12, Aeugst a. A. PrüfungsDorfstr. 24, organisatorin Bonstetten KirchgemeindeBifangstr. 16, sekretärin (pens.) Affoltern am Albis

Rufname

Ruedi

Hanno

Präsident/Präsidentin: Name Habegger

Vorname Geb.jahr Beruf Doris 1954 Sozialpädagogin Erika (pens.) Sibylle 1969 Schulassistenz / Susanne GMT-Therapeutin

Adresse Gartenhof 9, Affoltern am Albis Allmendstr. 7, Ebertswil (Hausen a.A.)

Rufname

ist abgelaufen. Diese Urnengräber und Erdbestattungsgräber werden Anfang Oktober 2021 aufgehoben.

Gloor

Angehörige der verstorbenen Personen erhalten die Möglichkeit, Grabsteine und Bepflanzungen bis

Die Urnenwahl (1. Wahlgang) wird am 26. September 2021 durchgeführt. In Anwendung von Art. 6 der Kirchgemeindeordnung i.V.m. § 55 Abs. 1 lit. a GPR wird ein gedruckter Wahlzettel verwendet. Die Zeile für die Wahl des Präsidiums bleibt leer. Als Präsidentin oder Präsident der Kirchenpflege kann nur eine Person gewählt werden, die auch als Mitglied der Kirchenpflege gewählt wird.

spätestens 3. Oktober 2021 wegzuräumen. Nach Ablauf dieser Frist wird die Gemeinde Hedingen über die verbliebenen Grabdenkmäler, Urnengräber und Bepflanzungen verfügen und die Abräumung auf Kosten der Gemeinde veranlassen. Hedingen, 6. August 2021

In stiller Trauer: Alice Rüfenacht-Grunder Hansueli Rüfenacht und Silvia Muri Marc und Ann-Kathrin mit Matea Cyrill Marlies und Oskar Studer-Rüfenacht Stephan und Karin mit Nuria Andrea und Stefano mit Olivia und Leonardo Daniel und Tina mit Liz Susanne Rüfenacht und Raoul Heusser Lili, Silvan und Robin Erich und Annemarie Rüfenacht, Hans und Marianne Rüfenacht, Fredi und Heidi Rüfenacht Anverwandte und Freunde

Traueradresse: Alice Rüfenacht-Grunder, Wesenmatt 3, 8925 Ebertswil

Doris Erika Rudolf

Der Gemeinderat

Nach einem arbeitsreichen und erfüllten Leben durfte er, wie es sein Wunsch war, in seinem geliebten Heim in der Wesenmatt einschlafen.

Anstelle von Blumenspenden gedenke man dem Verein Spitex Knonaueramt, Hausen a. A., Postkonto: 87-267156-1, IBAN: CH78 0900 0000 8726 7156 1, Vermerk: Albert Rüfenacht

Vertrag über die laufende Nachführung der amtlichen Vermessung

Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, Militärstrasse 36, 8004 Zürich, Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen. Materielle und formelle Urteile des Verwaltungsgerichts sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen. Der Nachführungsvertrag sowie der erwähnte Gemeinderatsbeschluss können während der vorstehend erwähnten Frist bei der Gemeindeverwaltung Aeugst am Albis, Dorfstrasse 22, 8914 Aeugst am Albis, eingesehen werden.

29. April 1937 – 30. Juli 2021

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 18. August 2021 um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche in Hausen a. A. statt. Die Urnenbeisetzung findet vorgängig im engsten Familienkreis statt.

Gemeinderat Knonau

Mit Beschluss Nr. 29 vom 9. Februar 2021 hat der Gemeinderat den Vertrag über die Nachführung der amtlichen Vermessung mit dem bisherigen Nachführungsgeometer Stefan Schorno patentierter Ingenieur-Geometer in der Geoinfra Ingenieure AG, Richterswil, sowie Christof Härri patentierter Ingenieur-Geometer in der Geoinfra Ingenieure AG, Richterswil genehmigt.

Albert Rüfenacht-Grunder

Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern am Albis, Martin Billeter, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Affoltern am Albis, 30. Juli 2021 Projektorganisation Kirchgemeinde Knonauer Amt

Exotisches Rezzept g gefunden! Monika hat es ausprobiert: Kefen-Rüebli-Curry

Jetzt Schnupperabo unter wildeisen.ch/probe bestellen.


Bezirk Affoltern

Fallkosten steigen coronabedingt Die durchschnittlichen Fallkosten der Zürcher Spitäler sind 2020 um 3,1 Prozent auf 10 282 Franken gestiegen, wie die Gesundheitsdirektion mitteilt. Gleichzeitig ist das Total der Fälle der stationären obligatorischen Krankenpflegeversicherung um fast vier Prozent gesunken. Die Entwicklung sei vor allem auf die Bewältigung der Pandemie zurückzuführen. Die Gesundheitsdirektion rechnet denn auch mit einer Erholung in den kommenden Jahren. (red.)

WIR GRATULIEREN Zum 90. Geburtstag Am 9. August vor 90 Jahren erblickte Johann Henggeler das Licht der Welt. Am Montag darf er in Affoltern seinen hohen, runden Geburtstag feiern. Wir gratulieren herzlich und wünschen ihm ein fröhliches Fest voller Sonnenschein.

Zum 85. Geburtstag Die allerbesten Wünsche für eine gute Gesundheit sowie gute Laune senden wir nach Obfelden zu Sonja Huber-Hinnen. Sie feiert morgen Samstag, 7. August, – herzliche Gratulation!

Zum 80. Geburtstag Seit 52 Jahren führt Fredy Kradolfer in Aeugst sein Treuhandbüro. Morgen Samstag, 7. August, darf er seinen 80. Geburtstag feiern. Wir wünschen ihm alles Gute für das nächste Lebensjahrzehnt. Am achte achte achtzgi! Alles Gute und die besten Wünsche senden wir auch nach Affoltern, wo am Sonntag, 8. August, Josef Felder seinen 80. Geburtstag feiern darf – herzliche Gratulation!

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 633 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Freitag, 6. August 2021

3

Der Haustier-Boom hält weiter an Das Ende des Homeoffice dürfte einige vor organisatorische Probleme stellen Nicht wenige haben sich während der Pandemie ein Haustier zugelegt. Während sich die Lage langsam entspannt, dürften einige damit bereits überfordert sein und sich der Vierbeiner entledigen wollen. Tatsächlich sind Haustiere auch im Säuliamt immer noch gesucht. von AngelA BernettA Viele Menschen haben sich während der Pandemie einen lang ersehnten Wunsch erfüllt und ein Haustier angeschafft. Vor allem die Nachfrage nach Jungtieren schoss bei Züchterinnen und Züchtern aber auch auf einschlägigen Internetplattformen rasant in die Höhe. Schweizerinnen und Schweizer mögen Haustiere ohnehin: In jedem dritten Haushalt haben sich Hund, Katz und Co. eingerichtet. Und seit Pandemiebeginn dürften es noch einige mehr sein. Fachleute vermuten, dass sich nicht jede und jeder beim Kauf eines Haustieres bewusst ist, wie viel Zeit, Geduld, und Pflege ein Tier fordert. Und da sich die Lage rund um die Pandemie langsam entspannt, befürchten nicht wenige, dass viele dieser Neu-Haustierbesitzerinnen und -besitzer mit ihren Corona-Tieren überfordert sind und diese kurzerhand wieder abgeben oder einfach irgendwo aussetzen. «Mit dem Ende der Homeoffice-Pflicht dürften einige Haustierhalterinnen und -halter mit organisatorischen Problemen konfrontiert sein, die sie nicht zu bewältigen wissen», mutmasst etwa Heidi Illi, Leiterin der Auffangstation des Vereins Tierschutz Limmattal-Säuliamt in Bonstetten. «Man will wieder verreisen oder spontan ausgehen, und dann ist einem ein Haustier natürlich im Weg.» Die Auffangstation in Bonstetten nimmt vor allem verwaiste und ausgesetzte Kleintiere wie Hasen oder Meerschweinchen auf, päppelt sie auf und vermittelt sie an neue Besitzer und Besitzerinnen weiter.

Was, wenn der Ansturm kommt? Im Zuge der wiedergewonnenen Reisemöglichkeiten ist die Nachfrage nach Ferienplätzen für die Vierbeiner merklich gestiegen. So etwa in der Auffangstation des Vereins Zürcher Tierschutz, die ein Katzenferienheim betreibt. «Unsere Ferienplätze für Pensionskatzen sind momentan ausgebucht», sagt Nadja Brodmann, Mitglied der Geschäftsleitung beim Zürcher Tierschutz. «Ausgesetzt wurden aber bis heute nicht mehr oder weniger Tiere als in den ver-

Die Nachfrage nach Haustieren wie Katzen hält nach wie vor an. (Bild Angela Bernetta) gangenen Jahren», ergänzt sie. «Bislang hatten wir auch noch keinen Ansturm derjenigen, die ihr Haustier ganz abgeben wollten. Viele Hunde und Katzen, die eigentlich im Tierheim gelandet wären, konnten privat weitervermittelt werden.» Nur vor den Sommerferien machte sich ein leichter Aufwärtstrend bei den Tier-Abgaben bemerkbar. «Da wir über das Jahr gesehen regelmässig Schwankungen erleben, weist das allerdings noch auf keine Trendwende hin.» Auffällig sei aber, dass man viele Anfragen von Besitzerinnen und Besitzern junger Hunde erhalten habe, welche diese nach kurzer Zeit bereits wieder weggeben wollten. «Dieses Verhalten deutet auf eine vorschnelle, unüberlegte Anschaffung hin.» Demgegenüber sei die Nachfrage nach Haustieren, vor allem nach Hunden und Katzen, ungebrochen hoch. Brodmann ergänzt: «Auch nach Kleintieren wie Meerschweinchen, Hasen oder Hamster wird häufiger gefragt. Lediglich bei den Exoten, etwa Reptilien oder Amphibien, haben wir keine Zunahme festgestellt.» Diese seien ohnehin immer eher schwierig zu vermitteln. «Wir gehen davon aus, dass das Interesse an Haustieren noch eine Weile anhalten wird, da die Leute nicht von heute auf morgen aus dem Homeoffice

an den Arbeitsplatz zurückkehren werden, sondern gestaffelt – und viele werden wohl auch künftig vermehrt von zu Hause aus arbeiten.» Die Pandemie habe in dieser Hinsicht sicher einen Wandel ausgelöst, der auch das Halten von Haustieren erleichtere. Gleichwohl wisse sie nicht, ob der grosse Ansturm derjenigen, die ihre Vierbeiner wieder abgeben wollen, noch bevorstehe. «Wir hoffen natürlich, dass es bei uns nicht so weit kommen wird, wie etwa in Deutschland, wo verschiedene Tierheime wegen Überlastung einen Aufnahmestopp verhängen mussten.»

Haustiere sterben im Wald Auch bei Heidi Illi in Bonstetten rufen seit Pandemiebeginn häufiger Menschen an, die etwa einen ihrer Hasen adoptieren möchten. Sie sagt: «Offenbar haben viele immer noch genug Zeit, um sich um ein Haustier zu kümmern.» Ein Bedürfnis, dass sich schlaue Züchterinnen und Züchtern nicht erst seit gestern zunutze machen und eifrig Tiere züchten und verkaufen. Heidi Illi rechnet daher in ein paar Jahren mit einer Flut an Hasen, die keiner mehr haben will. Sie befürchtet: «Wenn die Tiere grösser werden, sind sie nicht mehr so herzig und pflegeleicht. Sie dürften dem einen

Halter oder der anderen Halterin zur Last fallen, der man sich entledigen will.» Heidi Illi hat oft erlebt, wie achtlos und brutal Menschen mit den Tieren umgehen. Sie weiss, dass diese ihre Haustiere oft einfach entsorgen, indem sie diese etwa dem Nachbarn in den Garten werfen, in Schachteln an den Strassenrand stellen oder einfach so im Wald aussetzen. «Hasen und andere Kleintiere sind keine Wildtiere, weswegen sie angstvoll verhungern oder vom Fuchs gefressen werden.» Auch überraschen sie immer wieder dreiste Anrufe von Haustierhalterinnen und -haltern, die ihr androhen, den Vierbeiner zu töten, wenn sie diesen nicht bei sich aufnehme. «Viele dieser Tiere verbringen ihren Lebensabend bei uns in der Auffangstation in Bonstetten, da sie nicht mehr vermittelbar sind.» Illi rät allen, die verreisen wollen, frühzeitig einen Haussitterdienst für das Haustier zu aufzubieten, sollten Nachbarn oder Freunde keine Zeit haben oder des Hütens überdrüssig und das Tierheim des Vertrauens bereits ausgebucht sein. Nadja Brodmann ergänzt: «Sollten wir keinen Platz mehr haben, geben wir den Leuten eine Liste mit anderen Tierheimen und bitten sie, dort nachzufragen.»

Sanierungsarbeiten bereits aufgenommen

Asbest im Kindergarten Breiten 2 in Affoltern: Gesundheit hat oberste Priorität

Im Kindergarten Breiten 2 in Affoltern wurde Ende Juli asbesthaltiges Baumaterial festgestellt, weshalb der Kindergarten umgehend geschlossen wurde. Die Sanierung wird bis Ende Sommerferien abgeschlossen sein. Die Kindergärten an der Breitenstrasse in Affoltern sollen in den Jahren 2023/ 2024 neu erstellt werden. Damit die Projektkosten dafür abgeschätzt werden können, wurden Ende Juli 2021 Bausubstanzuntersuchungen durchgeführt. Per Zufall wurde dabei festgestellt, dass im Kindergarten Breiten 2 asbesthaltiges Material vorhanden ist. In den Kindergärten Breiten 1 und 3 wurde hingegen nichts gefunden. Asbest ist ein feuerfestes Mineral aus feinsten Fasern. Dank dieser einzigartigen Eigenschaften wurde Asbest bis im Jahr 1990 regelmässig und vielfältig in Bauten und Bauteilen eingesetzt und

ist heute noch vielerorts anzutreffen. Asbest erkennen ist nicht einfach, vor allem, weil er in zirka 2500 Produkten verarbeitet wurde. Ob die Materialien im jeweils vorliegenden Zustand eine Gefährdung darstellen, muss im Einzelfall abgeklärt werden. Jedes Bauteil und jeder Raum wird separat beurteilt. Es ist deshalb wichtig, einen Spezialisten oder ein zertifiziertes Messinstitut beizuziehen. Die Stadt Affoltern hat deshalb umgehend eine Fachfirma mit der Untersuchung der Baumaterialien beauftragt. Zudem wurden im betroffenen Kindergarten durch ein zertifiziertes Messinstitut Raumluftmessungen durchgeführt und die Suva hinzugezogen. Die Luftmessungen ergaben einen Wert von 2077 lungengängigen Asbestfasern (LAF) pro Kubikmeter Raumluft. Der Grenzwert für Arbeitsplätze liegt bei 10 000 LAF/m³. Für Wohnräume gibt es keine gesetzlichen Grenzwerte für Schadstoffe in der Raumluft. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt, die Belastung

längerfristig so gering wie möglich zu halten. Konzentrationen über 1000 LAF/ m³ sollen nicht toleriert werden. Aufgrund der Materialart und der Ergebnisse aus der Luftmessung wurde der Kindergarten sofort geschlossen. Fachspezialisten arbeiten derzeit an der Sanierung, welche bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein wird. Dabei werden nicht nur die Baumaterialien entsorgt, sondern auch allenfalls ebenfalls betroffene Einrichtungsgegenstände. Alles was nicht entsorgt wird, wird durch Fachleute aufwendig gereinigt. Die Kosten für die eingeleiteten Massnahmen sind noch unbekannt, werden sich aber im fünfstelligen Bereich bewegen. Die Eltern betroffener Kinder wurden von der Schulpflege persönlich informiert.

Kindergarten Haupel wurde überprüft Die Gesundheit aller Beteiligten hat für die Stadt Affoltern oberste Priorität. Auf-

grund dessen wurde entschieden, alle Kindergärten aus der gleichen Bauzeit durch Fachpersonen auf Asbest überprüfen zu lassen. Dies betrifft allerdings nur noch den Kindergarten Haupel. Alle anderen Kindergärten wurden bereits früher umfassend saniert, neu erbaut oder nach 1990 erstellt. Zudem wurden die Schulpavillons einer genaueren Prüfung unterzogen. Die bereits vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass an allen geprüften Orten keine unmittelbar gefährdenden, asbesthaltigen Bauteile zum Vorschein kamen. Weitere dringende Sanierungen sind somit nicht nötig. Wie bei solchen Überprüfungen üblich, wurden von verschiedenen Bauteilen Proben entnommen. Die Laborergebnisse stehen noch aus. Die Prüfungsergebnisse fliessen in später folgende Sanierungen mit ein und ermöglichen eine vorausschauende Planung und Instandsetzung der Bauten. Stefan Trottmann, Stadtschreiber


Bauprojekte

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.

Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Aeugst am Albis Bauherrschaft: entrée Architekten und Ingenieure AG, Moosstrasse 49, 8134 Adliswil Projektverfasser: Die Vertretung der Bauherrschaft ist Projektverfasser. Projekt: Neubau 8 Mehrfamilienhäuser, Allmendstrasse 50, 8914 Aeugst am Albis Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 368, 369, 370, Zone: WB

Bonstetten Bauherrschaft: Liselotte Kienast Leins und Thomas Leins, Im Bruggen 14, 8906 Bonstetten Projektverfasser: Toppler Architekten AG, Bellariastrasse 7, 8002 Zürich Projekt: Abbruch Vers.-Nr. 357, Neubau Mehrfamilienhaus samt Tiefgarage, Im Bruggen 16, 8906 Bonstetten Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 2556, Zone: Wohnzone W2/30

Maschwanden

Bonstetten

Obfelden

Bauherrschaft: Veronika und Peter Kern, Breitenacher 52, 8906 Bonstetten Susanne und Lorenz Wolfensberger, Chilestrasse 13, 8906 Bonstetten Projektverfasser: Wunderle AG, Giessenbrücke 2, 8752 Näfels Projekt: Erstellung Aufdach-Photovoltaikanlage (Inventarisiertes Gebäude, Inventarobjekt Nr. 18), Chilestrasse 11 und 13, 8906 Bonstetten Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 2204, Zone: Kernzone Dorf (KD)

Bauherrschaft: Ruedi und Franziska Marty-Oeggerli, Bernhaustrasse 11, 8910 Affoltern am Albis Projektverfasser: Tanner Odermatt Architekten AG, Zürichstrasse 120, 8910 Affoltern am Albis Projekt: Sanierung der Fassade, Anbau Lift und eine Garage am Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 659, Alte Landstrasse 20, 8912 Obfelden Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 2448, Zone: W2

Am 27. Juli 2021 ist in Affoltern am Albis verstorben:

Aeugst am Albis Am 1. August 2021 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Hans Jakob Ludwig geboren am 12. August 1926, wohnhaft gewesen in Aeugst am Albis ZH. Bestattungsamt Aeugst am Albis

Bauherrschaft: Guggenbühl Pflanzen AG Am Lochenweiher, 8906 Bonstetten Projektverfasser: Studio Strebel Baggiani GmbH, Zürichstrasse 84, 8910 Affoltern am Albis Projekt: Anbau einer Schnitzelheizung an bestehendes Gebäude Am Lochenweiher 16, 8906 Bonstetten Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 1825, Zone: Kantonale Landwirtschaftszone

Obfelden

Albert Rüfenacht

Bauherrschaft: Sedi AG Weberstrasse 4, 8004 Zürich Immovesta AG Weberstrasse 4, 8004 Zürich Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Neubau von 3 Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage am Lötschenrain sowie Strassenausbau Erschliessung Lötschenrain, Zone W2E, Lötschenrain, 8912 Obfelden Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 2699, 2700 und 2701, Zone: W2E

geboren am 29. April 1937, wohnhaft gewesen in Ebertswil.

Hausen am Albis Bauherrschaft: Hans Ernst Knobel, Fuessmättli 4a, 8913 Ottenbach Projektverfasser: Robert Ritschard Architekt HTL, Alte Landstrasse 111, 8803 Rüschlikon Projekt: Nutzungsänderung; Flachdach Anbau zu Terrasse, Oberalbis 28, 8915 Hausen am Albis Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 3831, Zone: KW, KOBI

Hedingen Bauherrschaft: Martin und Gisela Klöti, Im Chrätzacher 11, 8908 Hedingen Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Erstellung Parkplatz nordöstlich, Im Chrätzacher 11, 8908 Hedingen Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 2206, Zone: Wohnzone 1.6/ Erholungszone «Chrätzacher»

Rifferswil Bauherrschaft: Philipp und Reto Bruno Hurter, Ankengasse 22, 8911 Rifferswil Projektverfasser: INTUS AG, Industriestrasse 17, 8910 Affoltern am Albis Projekt: Neubau Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage, Zeisenbergstrasse, 8911 Rifferswil Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 1851, Zone: Kernzone, im Ortsbildinventar von kantonaler Bedeutung

geboren am 3. August 1932, von Zürich ZH, wohnhaft gewesen in Maschwanden. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Maschwanden

Wettswil am Albis

Hausen am Albis Am 30. Juli 2021 ist in Ebertswil gestorben:

Bonstetten

Klingler Werner Arthur

Trauergottesdienst am Mittwoch, 18. August 2021 um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Hausen am Albis. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Hausen am Albis

Am 31. Juli 2021 ist in Zürich gestorben:

Baumberger, Martin Hugo geboren am 29. Dezember 1948, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Wettswil am Albis

Wettswil am Albis Am 2. August 2021 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Lutz geb. Lerchi, Heidi Anita

Knonau Am 31. Juli 2021 ist in Baar ZG gestorben:

Marzà, Lauro Agatino geboren am 3. August 1946 von Zürich ZH und Oberwil-Lieli AG, wohnhaft gewesen in Knonau, Schlossmattstrasse 25.

geboren am 12. November 1939, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familien- und Freundeskreis statt. Bestattungsamt Wettswil am Albis

Die Beisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt und im engsten Familien- und Freundeskreis statt. Bestattungsamt Knonau

Stallikon Bauherrschaft: Thomas Karlström, Massholderenstrasse 15, 8143 Stallikon Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Garage mit Reduit, Massholderenstrasse 15, 8143 Stallikon Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 378, Zone: Quartierhaltezone B

ENGLISCHKURSE IN METTMENSTETTEN

Bonstetten Bauherrschaft: Stefan und Karin FuhrerIlli, Chapfstrasse 28, 8906 Bonstetten Projektverfasser: Schnider & Co. AG, Birchstrasse 3, 8906 Bonstetten Projekt: Anbau / Umbau EFH, Erstellung Dachlukarne, Chapfstrasse 28, 8906 Bonstetten Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 3082, Zone: Wohnzone W2/30

• September 2021 - Januar 2022 • verschiedene Level • Gruppenkurse (3-8 Personen) • mit erfahrenem Muttersprachler

Mettmenstetten Bauherrschaft: Jürg und Rosa Krebs, Im Matteloo 5, 8932 Mettmenstetten Projekt: Aufstellung Luft/Wasser-Wärmepumpe westlich Wohnhaus, Vers.-Nr. 1307, Im Matteloo 5, 8932 Mettmenstetten Katasterinformationen: Katasterinformationen, Grundstück-Nr.: 3082, Zone: Wohnzone W2a

Kursdetails und Anmeldung unter www.pegasus-english.ch Pegasus English School 8934 Knonau T: 043 466 80 65 info@pegasus-english.ch

Storenmonteur EFZ (Polybauer) mit abgeschlossener Berufslehre oder gleichwertiger, abgeschlossener Berufsausbildung, Pensum 100 % Wir suchen Dich: Per sofort oder nach Vereinbarung

Zimmermann Deine Aufgaben: – Altbau-Sanierungen – Neubauten in Elementbauweise – Produktions- und Montagearbeiten Du bietest: – Abgeschlossene Berufslehre EFZ – Zuverlässige und selbständige Arbeitsweise – Leidenschaft und Freude für den Holzbau – Teamspirit Wir bieten: – Abwechslungsreiche und interessante Bauprojekte – Selbständiges Ausführen von Projekten in kleinen Teams – Angenehmes und junges Arbeitsumfeld – Moderner Arbeitsplatz mit attraktiven Anstellungsbedingungen

Seminarhotel und Bildungshaus Das erfolgreiche Seminarhotel ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs, des Lernens und der Inspiration. Im ehemaligen Zisterzienserkloster im Dreieck Zürich–Luzern–Zug gelegen, finden inmitten von Natur Firmenseminare und Bankette statt. Zur Ergänzung unseres Service Teams suchen wir:

- Service-Mitarbeitende (Aushilfe) 30-50% - Service-Mitarbeitende 80-100% Sie sprechen gut Deutsch, haben Berufserfahrung mit hohem Qualitätsbewusstsein, sind belastbar, flexibel und selbständig. Wenn Sie die Abwechslung mit anspruchsvollen Aufgaben lieben und Abend- und Wochenendeinsätze nicht scheuen, dann wartet ein junges, motiviertes Team auf Sie. Wir freuen uns auf Ihre vollständige Bewerbung mit Foto an: Kloster Kappel, Herr Jürgen Barth, Geschäftsführer, Kappelerhof 5, 8926 Kappel a.A. oder juergen.barth@klosterkappel.ch

Per sofort oder nach Vereinbarung suchen wir zur Ergänzung unseres motivierten Teams genau Sie! Wir bieten: • abwechslungsreiche, anspruchsvolle Tätigkeit • angenehmes, persönliches Arbeitsklima • moderne Ausrüstung • zeitgemässe Anstellungsbedingungen • regelmässige Weiterbildungen Ihr Profil: • abgeschlossene Berufsausbildung als Storenmonteur EFZ oder gleichwertige Ausbildung • mind. 2 Jahre Berufserfahrung als Storenmonteur • zuverlässige, selbständige, saubere Arbeitsweise • zwischen 25 und 45 Jahre alt • Deutsch in Wort und Schrift • Führerausweis Kat. B Nach fachlicher Einarbeitung umfasst die Tätigkeit hauptsächlich die Neumontage sowie die Reparatur aller Storenprodukte bei unseren Privatkunden. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen.

Haben wir Dein Interesse geweckt? Wir freuen uns auf Deine Bewerbungsunterlagen. Thomas Graf Graf Holzbautechnik AG Obstgartenstrasse 19 8910 Affoltern am Albis 044 704 50 90 044 704 50 99 graf@graf-holz.ch

Weber Storen AG Lötschenmattstrasse 21 8912 Obfelden T 044 761 59 80 info@weber-storen.ch www.weber-storen.ch


Bezirk Affoltern

Freitag, 6. August 2021

Ein Buch von Krankheit, Hoffnung, Tod, Trauer, Veränderung und Neubeginn

Karin Ugolini will mit «Seelenfeder» Menschen begleiten Die Autorin Karin Ugolini legt mit ihrem Buch mit kurzen Texten und stimmungsvollen Naturfotos eine Spur durch ihren persönlichen Abschieds-, Trauer- und Veränderungsprozess. Sie will damit Menschen Trost, Hoffnung, Kraft und Zuversicht geben.

Das Vorwort des schmalen Bildbandes ist in der Wir-Form geschrieben: «Wenn wir einen geliebten Menschen gehen lassen müssen, bricht die Welt für uns zusammen. Einsamkeit und Trauer füllen unser Leben aus ...» Vielleicht stolpert man hier, wenn man beispielsweise einen Menschen verloren und ihn voller Liebe und ohne mit dem Schicksal zu hadern gehen lassen konnte. Denn es gibt unendlich viele Wege, mit dem Verlust eines geliebten Menschen umzugehen. Der Umgang mit Sterben und Tod ist kulturell beeinflusst und basiert auf dem Welt- und Menschenbild der oder des Betroffenen. Karin Ugolini hat bewusst für das Vorwort die Wir-Form gewählt und vermittelt damit ihren festen Glauben an die Kommunikation mit Verstorbenen durch die Natur. Sie begründet die WirForm: «Ich war während des Trauerprozesses und während der Entstehung meines Buches in Kontakt mit Personen mit denselben Erfahrungen und mit demselben Glauben. Der oder die Lesende soll sich mit seiner Erfahrung und seinem Glauben als Teil einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten fühlen. Zudem soll das Vorwort dem Lesenden

das Gefühl geben, dass sein Zugang und seine Sichtweise über den Tod und über das Leben danach ein Teil einer kollektiven Erfahrung ist.» In den Kurztexten zu den Bildern wählt sie das «Wir» für sich und den Verstorbenen oder die IchForm. Dies wirkt authentisch.

Naturbezogen Obwohl sie ihr eigenes Welt- und Menschenbild klar vertritt, ist ihr bewusst, dass es auch andere Möglichkeiten gibt: «Jeder Mensch geht individuell mit einem Verlust um, da seine Lebensbedingungen, seine Ressourcen, seine Persönlichkeit und seine Lebenserfahrungen unterschiedlich sind. Jeder Mensch soll seinen eigenen Weg im Umgang mit dem Verlust finden und über den nächsten Schritt im Trauerprozess entscheiden dürfen. In der Begegnung mit Menschen, die einen Verlust erlitten

haben, sind deshalb Offenheit, Verständnis, Respekt und Geduld unabdingbar. Das wertfreie Zuhören und Sprechen scheinen mir etwas vom Bedeutsamsten im Umgang mit Verlusten, da es unterstützend wirken und dem Trauernden Halt geben soll.» Die Fotos sprechen direkt an, sagen viel aus und lassen jedem Betrachter viel Raum für eigene Interpretationen. Die Texte sind kurz und regen zum Denken an. Sie bringen etwas in Bewegung. Karin Ugolini war schon von klein auf sehr naturverbunden und aufmerksam. Sie erzählt, wie es zu ihrem Glauben kam: «Es war ein schöner Sommertag, als ich an ihn dachte und vor mir auf dem Weg diese eine wunderschöne und grosse Feder lag. Das tiefgehende Gefühl gab diesem Fund eine Bedeutung, weil ich eben in diesem einen Moment intensiv in meinem Gedanken und Gefühlen bei ihm war. Es fühlte sich an, als wäre

Karin Ugolini ist Schulleiterin in Obfelden und verfügt über mehrere Ausbildungen, die sie befähigen, mit trauernden Menschen beispielsweise in Seminaren zu arbeiten. Sie studierte das Lehramt und Schulmanagement, ist diplomierte psychologische Kinder- und Jugendberaterin, psychologische Energietherapeutin, Ernährungsberaterin und zertifiziert als klassische Masseurin. Sie beschäftigt sich mich mit Spiritualität, Psychologie und Pädagogik, liebt ihre Katzen und setzt sich generell für Tierschutz ein. Sie ist gern in der Natur unterwegs, geniesst Stille, spielt auf der Indianerflöte und fotografiert. Ihre Naturfotos zeugen von einem Flair für emotionale Stimmungen, für Farben, Formen und Bildaufteilung. Karin Ugolini freut sich, wenn sie mit ihrem Buch Gedanken, Gefühle und Handlungen auslöst, die Trauernden den individuellen Weg gehen lassen durch Abschied, Veränderung und Neubeginn – ohne Abkürzungen – aber mit Offenheit und achtsam begleitet. Buch bestellen unter www.seelenfeder.ch.

Wenn der Gartenzauber zum Albtraum wird Geknickte Blumen, ein kaputter Zaun oder ein verwüstetes Biotop – mögliche Folgen eines Unwetters. Schützen Sie Ihren Garten mit der richtigen Versicherung. Der eigene Garten ist oft der ganze Stolz. Zurecht: Ein Rasen ohne Unkraut, blühende Blumenbeete und das lauschige Plätzchen für den Sommer sind das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Ein heftiges Gewitter oder starke Windböen können das Gartenparadies innerhalb weniger Minuten zerstören. Den Garten richtig versichern Das Eigenheim ist über die Gebäudeversicherung gegen Sturmschäden am Haus versichert. Jedoch schenken Eigenheimbesitzer der Versicherung der Umgebung ihres Hauses oft wenig Beachtung. Die Kosten für beschädigte Gärten können Sie mit einem einfachen Zusatz «Umgebungsversicherung» in Ihre bestehende Police einschliessen. Sitzplatz oder Gartenbeleuchtung Ein Sturm oder Hochwasser kann nicht nur Blumen, Gemüsebeete oder die Hecke in Mitleidenschaft ziehen. Unverhofft kann auch ein Hagelzug die Einfahrt oder den Gartensitzplatz beschädigen, die Wegbeleuchtung kaputt machen oder Biotope ruinieren. Kosten summieren sich Ist ein Garten verwüstet, kann es teuer werden. Zum Beispiel die Entsorgung von Ästen, die Wiederherstellung von Mauern, Sitzplätzen oder Biotopen mit elektrischen Installationen kosten rasch mehrere tausend Franken. Es lohnt sich deshalb, auch die Umgebung ausreichend zu versichern.

Container brannte in Bonstetten Die Feuerwehr stand am Samstagmorgen in Bonstetten im Einsatz. Pyros und Lärm beschäftigten die Polizei. Aus noch unbekannten Gründen geriet am 31. Juli um 5 Uhr in Bonstetten ein Abfallcontainer in Brand. Rauch drang in die naheliegende Sammelgarage ein. Die Feuerwehr konnte löschen. Ermittlungen sind im Gang. Ein Autofahrer, auf der A4 unterwegs, meldete der Polizei am 31. Juli um 14.15 Uhr eine starke Rauchentwicklung auf Mettmenstetter Gemeindegebiet. Nun, es handelte sich um einen harmlosen Akt: Jemand verbrannte Falläste. Bei einer Liegenschaft in Aeugst haben Unbekannte vom 31. Juli auf den 1. August einen Doppelbrief kasten gesprengt – wohl mit Feuerwerkskörpern, wie herumliegende Fragmente vermuten lassen. Der Schaden ist noch nicht bekannt. Auch in Bonstetten und Obfelden waren am 31. Juli Pyros der Grund für polizeiliche Interventionen. Mehrmals beschäftigten sich Kantons- und Stadtpolizei Affoltern mit Lärmimmissionen. Die Beamten rückten in den vergangenen Tagen, beziehungsweise Nächten, nach Zwillikon, auf den Sportplatz Moos und zu den Schrebergärten an der Giessenstrasse in Affoltern aus. Dort, wo Verursacher angehalten werden konnten, beliess man es bei Ermahnungen. In Affoltern und Zwillikon rückte die Stadtpolizei Affoltern aus, weil Nachbarn am 3. August um 1.35 bzw. und 23.50 Uhr laute Schreie aus Liegenschaften meldeten. Es handelte sich offenkundig «nur» um Lärm. Am 1. August, kurz vor Mitternacht, wurde in Mettmenstetten eine Person beobachtet, die auf einen Baukran kletterte. Sie war bei Eintreffen der Polizei jedoch bereits weg. (-ter.)

Versicherungs-Ratgeber der Mobiliar Mobiliar informiert.

Fundierte Ausbildung

Karin Ugolini will mit ihrem Buch durch Trauerprozesse begleiten. (Bilder zvg.)

ANZEIGE

Die Generalagentur Affoltern am Albis der es ein Geschenk von ihm, als wolle er mir mitteilen, ich bin noch da. Dieses Gefühl wurde verstärkt, weil ich noch zwei weitere Federn erwartete. Eine Weile später lag wieder eine solche Feder vor meinen Füssen und ein Gefühl sagte mir, weiter vorne wird die dritte liegen. Diese drei Federn – es sind die Federn des Bussards – haben meinen Glauben verändert und die Überzeugung verstärkt, dass sich Verstorbene uns mitteilen.»

Von Regula ZellwegeR

5

Tipp: Der Meteo-Alarm für Ihr Smartphone warnt Sie vor Gefahren des Wetters. Er ist in die Notruf-App der Mobiliar integriert und warnt vor extremen Wettersituationen. Zum Beispiel, dass die Sonnenstoren einzuziehen sind, weil ein Hagelunwetter im Anzug ist. Die kostenlose App finden Sie unter dem Stichwort «Mobiliar Notruf».

Neue Form von Littering im beliebten Erhohlungs- und Spaziergebiet: Die so erweiterte Sitzplatzgelegenheit beim Sitzbänkli am Waldrand-Chruzelen ist bei Regenwetter jedenfalls nicht brauchbar. (Leserbild Bernhard Leva)

An der beliebten Feuerstelle am Bisliker Weiher über Affoltern fehlt dafür eine komplette massive Holzbank, sie wurde offenbar mutwillig zerstört und verbrannt. (Leserbilder Stefan Lahner)

Gerne beantworten wir Ihre Fragen: Sie erreichen uns unter Telefon 044 762 50 60 oder via E-Mail auf affoltern@mobiliar.ch. Im Schadenfall: 044 762 50 20


6

Bezirk Affoltern

Freitag, 6. August 2021

Den Blick in die Sterne schweifen lassen Die Sternwarte Uitikon bietet Sternguckern – bei gutem Wetter – faszinierende Einblicke ins Weltall Ob Polarstern, Saturn, Jupiter oder die hellsten Sterne – all diese Himmelskörper lassen sich in der Nacht von der Sternwarte Uitikon nah in den Fokus nehmen. Aber auch bei Tageslicht kommt die Sternwarte zum Einsatz: Im Sonnenlabor sind eingehende Beobachtungen der Sonnenoberfläche möglich. von stefan schneiter «Die Sternwarte ist ideal gelegen. Hoch oben über Uitikon ist sie durch den

Wald von den Lichtern der Stadt Zürich abgeschirmt und erlaubt so tiefe Einblicke in den nächtlichen Sternenhimmel.» Während Ronald Citterio die Vorzüge der Sternwarte Uitikon beschreibt, bereitet er im Kuppelraum die beiden Teleskope für den Blick in den Nachthimmel vor. Das eine, ein sogenannter Refraktor, ist ein Linsenfernrohr mit einem Durchmesser von 150 mm und einer Brennweite von 1500 mm. Mit ihm können sowohl grössere Objekte angeschaut werden – selbst bei Dämmerungslicht lässt sich damit etwa die Venus beobachten – wie er auch als Sucher benutzt wird für das Hauptteleskop, ein Reflektor oder Spiegelteleskop

1979 in Betrieb genommen, bringt die Sternwarte Uitikon Besucherinnen und Besuchern den Sternenhimmel nahe. (Bild Ronald Citterio)

Auf Knopfdruck öffnet sich das Kuppeldach einen Spalt breit und gibt den Blick via Teleskop in den Himmel frei. (Bild Stefan Schneiter)

mit einem Durchmesser von 300 mm und der gewaltigen Brennweite von 7000 mm. Ronald Citterio aus Sellenbüren hat während vieler Jahre selbst Führungen für Besucher in der 1979 eröffneten Sternwarte angeboten. Heute ist der 75-Jährige Leiter des Teams von acht Amateurastronomen, welche jeweils am Mittwochabend interessierten Besucherinnen und Besuchern Mond, Planeten und Sterne die Sternenwelt zeigen und erklären, er koordiniert die gesamte Planung und ist zudem für die technische Wartung der Sternwarte besorgt. Die Teleskope sind nicht computergesteuert. «Bewusst nicht, die Leute sollen sehen, wie man die Fernrohre ausrichtet», sagt Citterio. Ein Computer steht hingegen zur Verfügung, mit dessen Hilfe die Objekte am Himmel gefunden werden können. Spuckt dieser die entsprechenden Zahlen aus – auch Informationen über die Sterne wie Grösse, Entfernung in Lichtjahren usw. – so dreht sich anschliessend mit einem

leisen Surren die gesamte Kuppel mit dem Sehschlitz in die richtige Richtung und mit den Teleskopen kann der gesuchte Planet oder Stern angepeilt werden. Passendes Okular einlegen, justieren – und schon ist der Saturn mit seinen charakteristischen Ringen zu erblicken, oder der riesige Jupiter oder die Venus.

Das Wetter muss stimmen Die Sternwarte ist zweigeteilt. Im oberen Teil ist der Kuppelraum, im unteren Stock befindet sich das Sonnenlabor. Dieses ist jeweils am ersten Sonntag des Monats bei schönem Wetter geöffnet. Mittels eines Sonnenspiegels (Heliostat) wird das Sonnenlicht über den Kuppelraum ins Sonnenlabor gespiegelt. Faszinierend, wenn auf der Leinwand die Sonnenflecken erkennbar werden. Man kann das Licht auch durch einen speziellen Filter laufen lassen. Dadurch verfärbt sich die Sonne rötlich und es

werden die Materieauswürfe über der Oberfläche der Sonne sichtbar. In einem dritten Experiment lässt sich das Licht auf ein Beugungsgitter projizieren, sodass die Spektrallinien des Sonnenlichtes zu beobachten sind. Klar ist, dass Sternwarte-Besuche nur bei guten Bedingungen möglich sind. Ronald Citterio: «Das Wetter muss natürlich stimmen. Als Grundregel gilt bei uns, dass höchstens 3/8 Bewölkung vorherrschen dürfen, das heisst über die Hälfte des Himmels muss blau sein.» Sternwarte Uitikon. Allmend. Geöffnet am Mittwoch bei überwiegend wolkenlosem Himmel. April bis September 21-23 Uhr, Oktober bis März 20-22 Uhr. Sonnenlabor: Geöffnet jeden 1. Sonntag im Monat bei schönem Wetter, 10.30-12 Uhr. Wegen Corona sind derzeit Besuche nur mit Reservierung möglich, max. 5 Personen pro 55-Minuten-Zeitfenster. Eintritt gratis, Spenden willkommen. Besuche (kostenpflichtig) ausserhalb dieser Termine für Gesellschaften, Firmen, Vereine, Schulklassen über www.sternwarte-uitikon.ch buchen.

ZWISCHEN-RUF

Post für den Wellensittich Marianne Birkenstock heisst meine Mutter. Ihr Wellensittich hiess Fritzli. Eines Tages telefonierte mir meine Mutter aufgeregt: «Ob dus glaubst oder nicht: Fritzli hat heute Post bekommen.» «Wie? Was?» «Ja wirklich, eine Karte mit der Anschrift ‹Fritzli Birkenstöckli› plus meiner Adresse. Daneben folgender Text: Hallo Fritzli, wir haben dich zum Fressen gern. Mia und Mauz. Und auf der Rückseite ist ein Foto mit zwei Katzen.» Ich rief daraufhin meinen damaligen Freund an. «Kennst du Mia und Mauz?» «Ja», lachte er. Ute Ruf ANZEIGE

Der schönste Tag, dank dem Zivilschutz

Bewohnerinnen und Bewohner des «Seewadels» auf dem Horben Am Donnerstag, 29. Juli, war vom Wetter her der schönste Tag der letzten Woche. Auch für die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims Seewadel sollte es der schönste Tag der Woche werden. Die ganze Woche waren Zivilschützer der ZSO Albis im «Seewadel» und unterstützten das Personal und vor allem die Bewohnenden bei verschiedenen Tätigkeiten. Wie vor der Coronazeit bildete der Ausflug den Höhepunkt für die Zivilschützer aber vor allem für die Bewohnerinnen und Bewohner. Der Ausflug fand in zwei Gruppen statt. Eine Gruppe von Bewohnenden stieg am Vormittag in den Bus und die andere Gruppe genoss den Ausflug am Nachmittag. Die Fahrt über Land führte die fröhliche Ausflugsschar auf den Horben. Dort genossen sie vormittags einen Kaffee und ein Gipfeli oder Gebäck, am Nachmittag Kaffee und Glacé.

Zufriedenes Lächeln Dank der Unterstützung durch die Zivilschützer konnten die meisten Ausflüg-

Ausflug an einem der ganz seltenen Tage mit heiterem Wetter: Aussichtsbänkli auf dem Horben. (Bild zvg.) ler noch einen kleinen Spaziergang machen oder einfach die Aussicht geniessen. Für die Mitarbeitenden ist ein

solcher Ausflug immer ein grosser zusätzlicher Aufwand, gleichzeitig zauberten ihnen die fröhlichen und

glücklichen Bewohnenden ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht. Pflegeheim Seewadel


Bezirk Affoltern

Freitag, 6. August 2021

7

Der «Drüschhubel» und seine wilde Bande Serie «Alpsommer» (4): Kinderlachen, Kinderstreit und Kinderideen gehören dazu Hadorns leben im Sommer während dreieinhalb Monaten auf der Alp. Auch für ihre Kinder heisst es dann jeweils «zügle». Sie geniessen es, noch mehr draussen sein zu können als im Talbetrieb und auch der Schulbesuch ist bestens möglich. Von nepita Santiago Die drei Wildfänge rennen hinter Esel «Gödu» her – er ist wieder einmal ausgebüxt – bis Marc (9-jährig) die Idee hat, ihn mit Karotten zu locken, denn Gödu ist verfressen und leert auch schon mal

SERIE «ALPSOMMER» Das Säuliamt ist eine ländliche Gegend und die Landwirtschaft gehört in der Region zum alltäglichen Bild. Rund zwanzig Prozent der Schweizer Milchkühe verbringen den Sommer jedoch auf einer Alp. Wie lebt und arbeitet es sich auf einem solchen Sömmerungsbetrieb? Der «Anzeiger» war zu Besuch auf der Kuhalp Drüschhubel im Innereriz (BE), die von Sandra Oehrli und Res Hadorn bewirtschaftet wird. Mit dabei sind ihre drei Kinder, ein Pflegekind, die Saisonangestellte Judith Muff, die besagten Kühe, Alpschweine, sowie ein halber Kleintierzoo. (san) Bereits erschienen: «Ein Alltag, ähnlich chaotisch wie im Winter», 13. Juli; «Eine mega schöne und erfüllende Zeit», 16. Juli; «Käse ist wie eine Diva», 27. Juli.

die Früchteschale in der Hütte, wenn niemand aufpasst. Sarina (7-jährig) ist es kurzzeitig verleidet und sie flitzt zu Minishetty «Franz», kuschelt und zupft dem Pony Winterhaare aus dem Fell, bis er genug hat und sie stehen lässt. Derweil will die vierjährige Mara unbedingt, dass jemand sie auf dem «Ritiplampi» anstösst. Sie insistiert immer wieder und so lange, bis niemand auf der Alp dieses Wort mehr hören mag. Dann geht sie zum Gehege der Meerschweinchen und Kaninchen, die wie die Grossen – die Kühe – auch auf der Alp gesömmert werden.

Überraschung vor der «Züglete» Die Aufregung war perfekt, als Kaninchen «Schnee» ein paar Tage vor der «Züglete» acht Junge geworfen hat. Das Nest mit Mutter und den Kleinen musste dann vorerst im Talbetrieb bleiben und später, in der ersten Nacht auf der Alp, stürmte es derart heftig, dass es die Kleinen fast wegschwemmte. Also logierten alle kurzzeitig in der Stube, bis «Päppu» ihnen ein sicheres Gehege gebaut hatte. Dort herrscht nun ein Gewusel, Gehoppel und Gerenne von kleinen und grossen Hasen und Meerschweinchen und zwischen Marc und Sarina entbrennt soeben ein heftiger Streit um Namen für die Kleinen. Zur Diskussion stehen grad «Rakete» oder «Hoppli». Ein blöder Name, findet Marc und gibt zu bedenken, dass man noch gar nicht sehen könne, ob es Männchen oder Weibchen seien. Was soll denn mit all den Kleinen geschehen? «Essen oder verkaufen», sagt Sarina, wobei sie dieses Fleisch nicht essen wird, sie esse nur Fleisch von Tieren mit weniger Haaren. Anders hat es Katze Emma gemacht, sie hat ihre vier Jungen erst auf der Alp

zur Welt gebracht. In Maras Bett. Die Katzenmutter hat ihre Kleinen mittlerweile aus dem Nest in eine unzugängliche Dachnische gebracht und natürlich warten alle darauf, die süssen Kleinen zu knuddeln.

Von der Alp aus zur Schule Mittlerweile ist auch Noura, die 14-jährige Pflegetochter, aus der Schule eingetroffen. Sie legt die 13 Kilometer mit dem E-Bike zurück. Heute ist, bevor sie im Stall helfen muss, zuerst eine kurze Erfrischung im Brunnen angesagt. Gefässe für eine Wasserschlacht werden herbeigeholt und es tönt schon bald wie in einer beliebigen Badi: Lachen, kreischen, rufen. Auch Marc und Sarina gehen von der Alp aus zur Schule und in den Kindergarten. Sie fahren mit dem Velo bis zum Treffpunkt, wo sie vom Schulbus abgeholt werden. Nebst Schularbeiten, haben sie auch kleine Ämtli. Sarina schaut für die Meerschweinchen und Hasen, Marc ist vor allem für die Ziegen zuständig, die er von seinem Taschengeld gekauft hat. Er mag es, dass es so neugierige und sehr «gschpürige» Tiere sind, wie er sagt. Ansonsten sind die Kinder natürlich bei allen Arbeiten – vom Güllnen über Heuen bis zum Melken – der Eltern mit dabei und sie bekommen die Arbeitsabläufe so ganz selbstverständlich mit und können ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechend auch mithelfen. Noura findet es «noch ganz interessant auf der Alp», als «City Girl» lerne sie hier Neues kennen. Sie hilft beispielsweise beim Heuen, auch wenn «ich als Teenager bei so schönem Wetter lieber chli herumhängen würde», wie sie sagt. Sie findet es aber schön, dass dann alle zusammen Pause machen und etwas trin-

Zoff um die Namen der kleinen Kaninchen; Marc, Mara und Sarina haben im Alpsommer viel verschiedenes zu tun. (Bild Nepita Santiago) ken. Solches kenne sie halt von zu Hause nicht. So ist der Drüschhubel nicht nur eine Alp, auf der gearbeitet und

gelebt wird, sondern auch eine Alp, die mit Kinderlachen, Kinderstreit und Kinderideen sehr lebhaft ist.

Bergpanoramen, malerische Walsersiedlungen und stille Bergseen

Hüttentour in Graubünden – von Davos nach Bever im Engadin Die Hüttentour mit mittelschweren Wanderungen von fünf bis sechs Stunden begann von der Alp Clavadel mit dem steilen Anstieg hoch zum Jakobshorn. Weiter ging es durch das Sertigtal zur Kesch-Hütte SAC, ins historische Bergün und vom Albulapass via Bergseen nach Bever, Oberengadin. Nach einem Anreisetag zur höchstgelegenen Stadt Europas, ging es mit dem Postauto zum Zürcher RehaZentrum Davos Clavadel. Von hier erreicht man mit einem Spaziergang durch den Wald das Naturfreundehaus, wo es auf der Sonnenterrasse eine kleine Erfrischung und schöne Aussichten in die Bergwelt gab. Am anderen Tag führte der Weg von der Alp Clavadel steil bergauf zum Jakobshorn, dem Hausberg von Davos. Von hier gab es das erste Mal einen schönen Ausblick auf die umliegenden Dreitausender. Auf 2590 Meter schaute man hinunter ins Landwassertal und hinüber zum Weissfluhgipfel im Parsenngebiet. Unterhalb vom Gipfel wählten die einen die beliebte Wanderung via Stadlersee und die Gipfelstürmer die anspruchsvollere Variante via Jatzhorn und die Tällifurgga ins Sertigtal. Bereits nach einer halben Stunde erreichte man das Jatzhorn und zugleich den höchsten Punkt. Nun folgte der Weg leicht ab-

Die Wandergruppe vor einer grossartigen Bergkulisse mit dem Piz Kesch. wärts und dann exponiert um den Felsturm Witihüreli und weiter zur Tällifurgga. Die schönen Ausblicke ins Dischmatal und zum Davosersee waren einmalig und nur im Stehen zu geniessen. Nun war es nicht mehr weit bis man am Fusse von Mittagshorn, Plattenfluh und Hochducan das Sertig-Dörf li erreichte. Das Wahrzeichen und ein beliebtes Fotomotiv ist die 1699 erbaute Kirche «Hinter den Eggen», die auch gerne von Hochzeitsgesellschaften gebucht wird. Im Hotel Walserhuus Sertig AG konnte man sich frisch machen und am Abend inmitten der Bündner Bergwelt regionale Spezialitäten geniessen und die Umgebung erkunden.

Vom Sertigtal nach Bergün Von einem der schönsten Bergtäler Graubündens führte der Weg gemütlich an einem kleinen Bach entlang, bevor man steil zum Sertigpass hinauf stieg. Dann ging es am Fusse des mächtigen Piz Murtelet an den Bergseen Lai da Ravais-ch Suot und Lai da Ravais-ch Sur vorbei. Je nach Lichteinfall leuchten die Seen von türkis über grün bis hin zu schwarz. Bald wurde das karge Val Tschüvel erreicht. Die Nacht verbrachte man in der modernen Kesch-Hütte SAC am Fuss des Piz Kesch auf 2625 Meter. Auf dem Weg hinunter ins Tal lagen mehrere Alphütten. Die Tour führte auf

Der idyllische Grünsee im Chüealptal. (Bilder zvg.) einem aussichtsreichen Weg über eine Talflanke. In Graubünden leben über fünftausend Steinböcke. Auf diesem Abschnitt gibt es mit etwas Glück einige davon zu entdecken. Zurück in der Zivilisation galt es, das historische Ortsbild von Bergün zu bewundern. Das Dorf liegt am Fusse des Albula-Passes und ist das Tor zum Engadin. Im Sommer gibt es zahlreiche Wander- und Themenwege. Nach einer eindrücklichen Bahnfahrt von Bergün nach Preda, das Herzstück der Unesco-Linie RhB Albula/Bernina, die sich durch mehrere Kehrtunnels, Galerien und turmhohe Viadukte windet, übernachtete man im Hotel Sonnenhof.

Vom Albulapass nach Bever, Engadin Am Morgen gab es zuerst einen Transfer zum Albula-Pass. Dann wanderte man vorbei an mehreren Bergseen und via Fuorcla Crap Alv durch das kaum besiedelte Val Bever, ein alpines Hoch- und Seitental des Engadins, das von der Beverin durchflossen wird. In Spinas gab es nochmals eine Pause, bevor es in Bever auf einer der schönsten Bahnstrecken der Schweiz via Vereina-Tunnel, Klosters Platz und Landquart wieder nach Hause ging. Dölf Gabriel, Wanderleiter www.miteinanderwandern.ch.

ANZEIGE

LETZTE TAGE: NUR NOCH BIS AM 14.08.20 0 21 Mauro-Feucht Herrenmode AG, Zwillikerstrasse 3, 8908 Hedingen, vis-à-vis Volg, Gratis Parkplätze, nur 2 Minuten von den S-Bahnen 5 und 14, www.kaenzigherrenmode.ch, Tel 044 761 79 26, Mo 13.30 – 18.30 Uhr, Di – Fr: 9 – 12 Uhr und 13.30 – 18.30 Uhr, Sa: 9 -16 Uhr

30 % AUF ALLES!!!

NUR BEI UNS:

A LLE GRÖSSEN


8

Serie

Freitag, 6. August 2021

Zurückgeschlagene Flüchtlinge und salziges Wasser Sommerserie «Ich war noch niemals …» (6): Bernhard Schneider in Bibracte und Vichy Das salzige Vichy-Wasser, das es bei meiner Tante jeweils zu trinken gab, fand ich als kleiner Knirps grässlich. Später begegnete ich im Geschichtsunterricht an der Primarschule der Niederlage der Helvetier gegen Caesar und kurz vor der Matur der VichyRegierung: Anknüpfungspunkte für eine Spurensuche im Zentrum von Frankreich. von Bernhard Schneider Wie sich der Geschmack ändert! Als ich auf unserer Reise nach Frankreich zum ersten Mal nach Jahrzehnten wieder Vichy-Wasser trank, mundete mir das Quellwasser mit natürlicher Kohlensäure und Salzgeschmack, ganz besonders nach langen Radtrainings. Diese führten wir auf der Ironman-Radstrecke durch, denn wir werden Vichy Ende August bereits zweiten Mal besuchen in der Hoffnung, dass die letztes Jahr verschobenen Ironman-Wettkämpfe in diesem Sommer nun tatsächlich durchgeführt werden.

Die Helvetier aus der Sicht ihres Bezwingers Auf dem Weg nach Vichy besuchten wir Bibracte. Auch hier war ich zum ersten Mal. Die nach diesem Ort benannte Schlacht, die im Jahr 58 vor Christus zwischen von Caesar geführten römi-

schen Legionen und den vor germanischen Stämmen geflohenen Helvetiern stattfand, kennen wir aus der Schilderung des Siegers. Caesar schrieb diesen Teil seiner Kommentare zum gallischen Krieg just in Bibracte, der Hauptstadt des von Rom assoziierten Gallierstamms der Häduer. Nach der verlorenen Schlacht zwang Caesar die Helvetier, sich wieder in der von ihnen verlassenen Pufferzone zwischen dem germanischen und römischen Einflussbereich unter römischer Herrschaft niederzulassen: Die Flüchtlinge aus dem heutigen Schweizer Mittelland wurden hierhin zurückgeschlagen. Interessant ist, dass gut 1500 Jahre nach der Schlacht bei Bibracte im Gebiet der heutigen Schweiz ein Kampf um die ideelle Nachfolge der Helvetier entstand. Zuerst schuf ein Zürcher Pfarrer nach der Niederlage seiner Stadt im Alten Zürichkrieg gegen Schwyz eine direkte Verbindung von den Helvetiern zu den Zürchern – und klammerte dabei die inzwischen erfolgte germanische Besiedlung der heutigen Deutschschweiz grosszügig aus. Nach der Reformation übernahm der katholische Chronist Aegidius Tschudi diese Darstellung für die – nach wie vor katholischen – Eidgenossen von Uri, Schwyz und Unterwalden. Er wollte damit belegen, dass die «Eidgenossenschaft» älter sei als das Deutsche Reich, womit er die Vertreibung der Habsburger im 14. und 15. Jahrhundert, die Unterwerfung des Aargaus und des

Bernhard Schneider vor dem Park am Lac d’Allier in Vichy, der heute öffentlich zugänglich ist.

In Bibracte, der antiken Hauptstadt des Gallierstammes der Häduer, sind Grundmauern teilweise freigelegt, im Zelt rechts wird gezeigt, wie archäologische Grabungen erfolgen. Das Museum erklärt anschaulich die antike Stadt und die Quellen, auf welchen das vermittelte Bild beruht. (Bilder Erika Schmid) Thurgaus sowie den Kampf gegen die reformierten Städte Zürich und Bern rechtfertigte. Ein spannendes Detail: Tschudi liess die Helvetier, die im Lauf der Jahrhunderte unter römischer Herrschaft ihren keltischen Dialekt mit Latein vermischten, Deutsch sprechen.

Tell und die Helvetier Der Glarner Ägidius Tschudi war nicht nur Chronist. Mit römischen Ruinen kam er als Landvogt der Grafschaft Baden in Kontakt – dem Stammland Habsburgs, das nach der Eroberung durch die Eidgenossen von deren Vögten regiert wurde. Hier, bei Windisch, hatte sich das römische Legionslager befunden. Tschudi schrieb seine Chronik als Politiker, der gezielt und erfolgreich Mythen entwickelte. Sein Werk «Chronicon Helveticum» lehnt sich bereits im Titel an die Helvetier an. Auch die Geschichte von Wilhelm Tell ist in diesem Zusammenhang zu sehen. Goethe stiess 1797 in Tschudis «Chronicon Helveticum» auf die Tellen-Sage, spann die Legende weiter und übergab seine Notizen schliesslich seinem Freund Schiller, dessen Theaterstück Wilhelm Tell während des Zweiten Weltkriegs zu einem zentralen Element der geistigen Landesverteidigung der Schweiz wurde. Nicht nur Tschudi verfolgte mit der Schaffung

von Legenden politische Absichten. Feldherr Caesar war der Chronist seiner eigenen Feldzüge und bestimmte damit bis heute, wie diese wahrgenommen wurden und werden. Dank seiner einfachen, nüchternen Sprache erreichte er weitere Bevölkerungskreise als Schriftsteller wie Ovid oder Vergil. Bis heute zählen seine Kommentare des gallischen Kriegs zu den lateinischen Originaltexten, die sich am einfachsten lesen lassen.

Am Ziel der Reise Das eigentliche Ziel unserer Reise war der Kurort Vichy, wo die sogenannte Vichy-Regierung unter Marschall Pétain von 1940 bis 1944 ihren Sitz hatte. Während General de Gaulle nach der faktischen Niederlage der französischen gegen die deutschen Truppen aus dem Exil in London zum Widerstand gegen das nationalsozialistische Deutschland aufrief, führte Pétain Waffenstillstandsverhandlungen mit Deutschland und übernahm die Regierungsverantwortung mit Hitlers Billigung. Nach dem Krieg wurde Pétain zum Tod verurteilt, von General de Gaulle aber zu lebenslanger Haft begnadigt. Auch die Geschichte über Vichy-Frankreich haben die Sieger geprägt. Vichy wurde wieder zum Kurort, allerdings litt der Name lange Zeit darunter, dass Pétains Regierung von hier aus mit

Deutschland kollaborierte. Hätte Deutschland den Krieg gewonnen, wäre Pétain wohl als Held in die nationalsozialistisch geprägte Geschichte eingegangen. Mittlerweile liegt das Kriegsende 76 Jahre zurück. Die meisten kennen den Zweiten Weltkrieg nur noch als historisches Ereignis, nicht mehr aus eigenem Erleben. Vichy ist wieder zu einer attraktiven Kleinstadt geworden, mit einem grosszügigen Park rund um den Lac d’Allier und verschiedenen Kunstausstellungen im Freien – wie in Bibracte, denn auch dort ist der Weg zur antiken Hauptstadt der Häduer von Installationen verschiedener Künstlerinnen und Künstler geprägt.

«ICH WAR NOCH NIEMALS ...» Sich erstmals an einen Ort oder an eine Aktivität heranwagen – darum geht es in der diesjährigen Sommerserie des «Anzeigers». Bis Mitte August folgt in jeder Ausgabe eine weitere «Erstbegegnung». (red.) Bereits erschienen: Regula Zellweger: Nacht in einer Gartenlaube, 20. Juli; Salomon Schneider: Zentrum des Kantons, 23. Juli; Martin Mullis: Primarlehrer, 27. Juli; Werner Schneiter: Küchenhelfer im «Central», 30. Juli; Marianne Voss: Eiben am Albis, 3. August.

ÄMTLER KANTONSRÄTE MEINEN

Hans Finsler, SVP, Zwillikon

730 Jahre Schweizerische Eidgenossenschaft Stell dir vor, es ist 1. August, und keiner geht hin! Diese etwas plumpe Abwandlung eines Zitats von Carl Sandburg (1878–1976) ist dieses Wochenende beinahe Wirklichkeit geworden: wegen Covid-19 waren viele Anlässe zum Nationalfeiertag abgesagt, und das schlechte Wetter tat noch etwas dazu. Einige der Mitglieder der obersten Landesregierung hielten Ansprachen: über die Gräben im Land (Karin Keller-Sutter), über die Solidarität mit unseren Nächsten (Guy Parmelin) und in der Corona-Krise (Alain Berset). Dabei ist die Hauptsache untergegan-

gen. Offenbar ist sie so selbstverständlich, dass sie uns gar nicht bewusst ist. Nämlich, dass es die Schweiz überhaupt gibt, und zwar seit ganzen 730 Jahren! Warum ist das so wichtig? Es gibt doch noch viele andere schöne Länder auf der Welt? Sicher. Aber nur in der Schweiz wird diese einzigartige direkte Demokratie gepflegt, wo mehrmals im Jahr das Volk selbst über mehrere Vorlagen entscheidet, und zwar auf allen Ebenen von der Gemeinde bis zum Bundesstaat. Überall sonst dürfen die Bürger (natürlich auch die Bürgerinnen) bestenfalls alle paar Jahre ihre

Lieblingspartei wählen. Diese bestimmt dann in Koalition mit anderen Parteien im Parlament die Regierung. Und die Regierung regiert dank ihrer Parlamentsmehrheit von oben herab bis zur nächsten Wahl, die Bürger(innen) haben dazu nichts mehr zu sagen. Die Parlamentsmitglieder (und die Regierenden ohnehin) sind gut bezahlte Vollberufspolitiker, die also vom arbeitenden Volk und seiner Wirtschaft, von deren Erträgnissen und Steuerabgaben leben. In der Schweiz dagegen führen Parlamentsund teils auch Regierungsmitglieder ihre Mandate im Nebenamt aus. Das stellt sicher, dass sie noch einen Fuss

in der wirklichen Welt haben und diese darum auch korrekt repräsentieren können. Kurz: anderswo sind die Bürger für den Staat da, in der Schweiz ist es umgekehrt. Dieses besondere Schweizer Modell ist im weltweiten Vergleich auch noch besonders erfolgreich – nicht politisch, aber wirtschaftlich: in der «Liste der Länder nach Vermögen pro Kopf» rangiert die Schweiz mit durchschnittlich US$ 673 962 zuoberst, noch vor den USA mit US$ 505 421. Mit einem Median von US$ 146 733 stehen wir zwar nur noch auf Platz 8 (von 163), aber das ist noch

immer sehr hoch. Obwohl die Schweiz keine Bodenschätze besitzt! Grund dafür ist unter anderem unsere direkte Bürgerbeteiligung an der Regierung. Warum kopiert man denn dieses Erfolgsmodell anderswo nicht? Weil die Regierungen dann Macht an das Volk abgeben und sich mit unbequemen Volksentscheiden auseinandersetzen müssten. Tragen wir darum diesem System Sorge! Lassen wir uns weiter von keinem von oben herab regieren, sei dies ein Kaiser, ein König, ein Führer oder ein Kommissar!


Gewerbe

Schlagerchor

Kurt Kunz möchte die Menschen zum Singen animieren – jetzt wird wieder geprobt. > Seite 11

Freitag, 6. August 2021

Sturzrisiko senken

Die Spitex Knonaueramt lädt im September zu einem Themenabend nach Affoltern. > Seite 12

9

Entreiss-Diebstahl

Ratekrimi: «Anzeiger»-Detektiv Adrian Aegerter ermittelt heute im Seleger Moor. > Seite 13

Ein Stück Italien in Knonau Tobia Rossetti aus Knonau führt die Gelateria Fiorenza in die Zukunft Tobia Rossetti war lange im internationalen Handel tätig. Dann schlug er einen ganz anderen Karriereweg ein: Seit drei Jahren führt er in Knonau die Gelateria Fiorenza.

sucht man in Tobia Rossettis Sortiment hingegen vergebens: «Da bin ich eher ein Traditionalist.»

Zwei neue Standbeine aufgebaut

von livia häberling Es laufe seit drei Jahren, sagt Tobia Rossetti. Er sitzt im Hinterhof seiner Gelateria, blinzelt in die Sonne, rührt im Espresso. Mit «es» meint der 37-Jährige nicht das Geschäft, sondern das Experiment. Seit Längerem hatten seine Eltern eine Nachfolge für ihre Gelateria gesucht und niemanden gefunden. Es wäre doch schade, müsste sie schliessen, dachte er sich und sprang spontan in die Bresche. Der Einstieg ins Familienbusiness bedeutete für Rossetti auch einen Ausstieg. Seinen Job im internationalen Handel gab er auf für eine Zukunft als Glacéverkäufer in Knonau. Zu Beginn habe es Arbeitswochen gegeben, in denen er kaum über die Dorfgrenze gekommen sei: «Das war für mich schon gewöhnungsbedürftig.» Der engere Radius mochte neu sein für ihn, die Arbeit in der Manufaktur aber kannte er bereits: Er war es nämlich gewesen, der zusammen mit seinem Bruder damals im Jahr 2008 die Glacé-Kurse besucht hat, als seine Eltern in ihrem Bistro entschieden, auf Eigenproduktion umzustellen. Er war damals noch im Studium und zeitlich flexibler als der Vater und die Mutter. «Wir haben uns das Wissen in ihrem Auftrag angeeignet und es ihnen dann weitergegeben», erzählt

Tobia Rossetti produziert für seine Gelateria pro Saison bis zu 60 Sorten Glacé. (Bild Livia Häberling) Tobia Rossetti. Durch die Kurse wusste er, was es für ein Glacé braucht, und er wusste, dass ihm die Arbeit gefiel, dass er die Leidenschaft mitbrachte, die es seiner Meinung nach für dieses Metier braucht. «Ohne dieses Wissen hätte ich mich wohl nicht auf das Experiment eingelassen», sagt er. So aber entwickelte sich aus dem einstigen Traum seiner Eltern sein eigenes «Business Development Projekt», wie er es nennt.

Wie früher seine Eltern, steht Tobia Rossetti heute während der Saison täglich in der Knonauer Produktionsstätte, die sich direkt neben dem kleinen Ladenlokal befindet. Dort rührt er die Sorbets und Milchglacés an, bis zu 60 Sorten sind es im Verlauf der Saison, die von März bis Oktober dauert. Wenn es die Zeit zulässt, tüftelt Rossetti auch an neuen Rezepturen. Das Rüebli-Milchglacé verwandelte er

in ein Sorbet und peppte es mit Ingwer auf. Diese Woche kommen nach mehrmonatiger Entwicklungsphase zwei vegane Glacés in den Verkauf. Auch mit anderen Gewürzen experimentiert Tobia Rossetti gerne, im Winter zum Beispiel mit Zimt. Auch ein Marroni-Glacé hat es bereits ins Verkaufsregal geschafft. Salzige Geschmacksrichtungen, wie sie andernorts im Trend liegen,

Ihr erstes Lokal haben Tobia Rossettis Eltern in Thalwil betrieben. Als sie sich nach einem neuen Produktionsstandort umsahen, wurden sie auf das Gebäude in Knonau aufmerksam. Weil dort zum Produktionsraum auch ein kleiner Laden gehörte, zogen sie mit ihrer Gelateria ganz nach Knonau und eröffneten im Jahr 2009 neu. «Meine Herausforderung war es, das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln», sagt Tobia Rossetti. Dazu gehört auch, nach weiteren, möglichst saisonunabhängigen Absatzquellen zu suchen. Inzwischen gibt es sein Glacé nicht mehr nur in der eigenen Gelateria: Er bietet auch einen Catering-Service an und beliefert einen zweiten Betrieb. Aus seinem Lokal, neben Gelateria auch Café, ist inzwischen ein TakeAway-Betrieb geworden. Zunächst etwas unfreiwillig, wegen der Corona-Bestimmungen, mittlerweile habe sich das Abhol-Konzept jedoch bewährt und werde vorerst so weitergeführt. Ist das Experiment als Geschäftsleiter geglückt? Er habe die Übernahme des Betriebs bisher nicht bereut, sagt Tobia Rossetti. Doch er verhehlt auch nicht, dass er durch die Pandemie und die neuen Aufgaben turbulente Monate hinter und wohl auch vor sich hat. «Nach einer Herausforderung kommt bereits die nächste, aber das gehört halt dazu.»

Hohe Impfquote beim Spitalpersonal

Gemütliche 1.-August-Feier im Bistro des «Seewadel»-Provisoriums

In den Zürcher Spitälern haben sich gemäss Verband Zürcher Krankenhäuser etwa drei Viertel der Ärztinnen, Ärzte, Pflegenden und Mitarbeitenden mit Patientenkontakt gegen eine Covid19-Erkrankung impfen lassen.

Nach einem Jahr, in dem es für die «Seewadel»-Bewohnerinnen und -Bewohner coronabedingt viele Einschränkungen gab, wurde nun zum Nationalfeiertag umso genussvoller gefeiert.

Appell ans Verantwortungsbewusstsein

Die Zürcher Spitäler sollen zu den sichersten Orten gehören. Das teilt jedenfalls der Verband Zürcher Krankenhäuser (VZK) mit. Dank der konsequent angewandten Hygienemassnahmen durch Spitalmitarbeitende sei das Risiko, sich mit Covid 19 zu infizieren, sehr gering und werde durch eine etwa 75-prozentige Impfquote der Spitalmitarbeitenden nochmals weiter gesenkt. Als geimpft gelten Personen mit zweimaliger Impfung oder Genese mit einmaliger Impfung. Die Erhebung der Daten basiert auf den Impfungen direkt in den Spitälern oder in den zugehörigen Impfzentren. Diese Erhebung hat bei den Spitalmitarbeitenden mit Patientenkontakt eine Impfquote von über 70 % ergeben. Mitarbeitende, die sich ausserhalb dieser Möglichkeiten haben impfen lassen, wurden nicht erfasst. Die

Impfquote dürfte also sogar noch etwas höher liegen. «Wir gehen von einer 75-prozentigen Impfquote aus», sagt Christian Schär, Präsident des VZK. «Dieses Ergebnis unterstreicht das Verantwortungsbewusstsein und die Solidarität der Spitalmitarbeitenden im Kanton Zürich und bietet einen hohen Schutz für die Patientinnen und Patienten.» Die Intensivpflegestationen der Zürcher Spitäler waren in den Monaten November 2020 bis Januar 2021 zu über 50 % mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt. Zusammen mit der dringlichen Behandlung von anderen Erkrankten habe die Auslastung 100 % betragen, teilt der VZK mit. Um eine Überlastung zu vermeiden, mussten deshalb nicht-dringliche Eingriffe verschoben werden. Es zeige sich nun aber immer mehr, dass diese Verschiebungen medizinische Folgeschäden bei den Betroffenen zur Folge haben. «Damit dies nicht wieder eintrifft, verlassen sich die Zürcher Spitäler auch auf das Verantwortungsbewusstsein der Zürcher Bevölkerung», so Christian Schär: «Der beste Schutz für sich selber und für seine Nächsten ist die Covid-19Impfung.» (red.)

Die Bewohner genossen Speis, Trank und vielfältige Musik

«Söll i, söll i nid». So lautete der Titel der Ansprache zum 1. August, welche Stadträtin Eliane Studer Kilchenmann im Pflegeheim Seewadel hielt. Die Rede wirkte bei den Bewohnenden nach, in den folgenden Tagen wurde immer noch rege darüber gesprochen. Der ganze Anlass am Nationalfeiertag, das gemeinsame Essen, die festliche Dekoration wurden genossen, und vor allem das vielseitige Musikerquartett belebte die Stimmung. Für die Bewohnenden war diese 1.-August-Feier nach dem Ausflug, der in derselben Woche stattfand, ein nicht zu übertreffender Höhepunkt. Die «Airportörgeler» brachten mit ihrer lüpfigen und abwechslungsreichen Unterhaltungsmusik – vom Ländler, Polka und Fox über Schlager bis zum Tango – die Augen mancher Anwesenden zum Strahlen und einige schwan-

Die Bewohnerinnen und Bewohner genossen die festliche Stimmung. (Bild zvg.) gen sogar das Tanzbein. Eigentlich war geplant gewesen, draussen Würste zu grillieren. Da der Wettergott aber nicht mitspielte, wurde das Fest ins Bistro verlegt, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat, ausser dass ein Bewohner das selbstständige Grillieren seiner eigenen Wurst vermisste. In ihrer Ansprache «söll i, söll i nid» ging Eliane Studer Kilchenmann auf eine Frage, der alle immer wieder

gegenüberstehen, ein. Solche Entscheidungen konnten die Bewohnenden letztes Jahr während dem Shutdown oft nicht selbst fällen, waren sie doch eine Weile sehr eingeschränkt in ihrer Bewegungsmöglichkeit. Erwiesen ist aber, dass mit Anlässen wie dem Nationalfeiertag die Geselligkeit untereinander umso mehr genossen werden kann. Pflegeheim Seewadel


Ref. Kirche Knonau

Kath. Kirche Affoltern a. A.

Sonntag, 8. August 10.00 Regionalgottesdienst in Mettmenstetten mit Pfarrer Wilhelm Schlatter Amtswoche: Micha Christian Baumgartner

Samstag, 7. August 17.30 Gottesdienst

Ref. Kirche Maschwanden Sonntag, 8. August 10.00 Regionalgottesdienst mit Pfr. A. Fritz Ref. Kirche Mettmenstetten www.kirche-maschwanden.ch

Ref. Kirche Mettmenstetten

Ref. Kirchgemeinden im Bezirk

Ref. Kirche Bonstetten

Mit dem Telefon und im Internet kommt die reformierte Kirche zu Ihnen nach Hause. Unter Tel. 032 520 10 82 hören Sie ein Wort zur Woche von einer Pfarrerin oder einem Pfarrer aus dem Säuliamt. Die Wochenworte und regionalen Video-Gottesdienste können jederzeit auf www.ref-saeuliamt.ch abgerufen werden.

Sonntag, 8. August 10.00 Regional-Gottesdienst in Hedingen mit Pfr. Werner Schneebeli. www.kirchebonstetten.ch

Ref. Kirche Aeugst a. A. Sonntag, 8. August 10.00 Regionalgottesdienst in Hedingen Pfarrer Werner Schneebeli

Sonntag, 8. August 9.30 Oberämtler Gottesdienst mit Pfarrer Kurt Liengme. Anschliessend Chilekafi

Sonntag, 8. August 10.00 Regionalgottesdienst in Hedingen Pfarrer Werner Schneebeli

Die Ausstellung «Angekommen?!» zeigt Portraits von Menschen mit Fluchthintergrund und ist noch bis zum 22. August im Chilepark jederzeit zugänglich.

Dienstag, 10. August 14.00 60plus Spielnachmittag im Ulmenssal

Sonntag, 8. August 10.00 Regionalgottesdienst in Hedingen www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach 10.00 Regionaler Gottesdienst in Hedingen. Es wird ein Fahrdienst angeboten. Melden Sie sich bitte bei Käthi Kurtz, Telefon 044 761 23 47. www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil

Ref. Kirche Kappel a. A.

Sonntag, 8. August 10.00 Regional-Gottesdienst in Hedingen Pfr. W. Schneebeli 9.30 Fahrdienst vor der Senevita, Kirche und Post

Ref. Kirche Obfelden

Sonntag, 8. August

Ref. Kirche Hedingen

Ref. Kirche Affoltern a. A.

Freitag, 12. August 20.00 Feier nach der Liturgie von Taizé in der kath. Kirche (Es darf mit Maske gesungen werden)

Ref. Kirche Hausen a. A.

Sonntag, 8. August 10.00 Regionalgottesdienst in Mettmenstetten Pfarrer Wilhelm Schlatter Orgel Marina Wehrli 19.30 Neumondsingen in der Kirche www.ref-mettmenstetten.ch

Sonntag, 8. August 9.30 Regionalgottesdienst im Oberamt in Hausen mit Pfrn. Irene Giradet

Sonntag, 8. August 9.30 Regionalgottesdienst Oberamt in Hausen mit Pfarrer Kurt Liengme, anschl. Chilekafi Chiletaxi: Christian Wermbter www.kircherifferswil.ch

Kloster Kappel a. A.

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil

Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Kirche

Sonntag, 8. August 10.00 Kirche Stallikon, Gottesdienst mit Pfr. Kurt Gautschi, Musik: Ksenia Zakolodkina, Orgel

Freitag, 6. August 19.30 offenes Hagios Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 12. August 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) www.klosterkappel.ch

Donnerstag, 12. August 14.30 Kafi-Träff im Kirchgemeindesaal Wettswil Anmeldung: Tel. 079 702 71 77, Christine Haab www.kirche-stallikon-wettswil.ch

Heilsarmee Affoltern a. A. Wiesenstrasse 10

Sonntag, 8. August 9.00 Gottesdienst, anschl. Chilekafi 18.30 Keine Santa Messa Mittwoch, 11. August 9.15 Eucharistiefeier mit Kräutersegnung www.kath-affoltern.ch

Kath. Kirche Bonstetten Samstag, 7. August 18.00 KEINE Vorabendmesse – Sommerferien Sonntag, 8. August 11.00 Hl. Messe, mit P. Raphael Dienstag, 10. August 18.45 Rosenkranz 19.30 Hl. Messe mitmit P. Raphael

Kath. Kirche Hausen a. A. Wir freuen uns, mit Euch folgenden Gottesdienst zu feiern: Samstag, 7. August 17.00 Eucharistiefeier mit Thomas Lemanski

Alle Veranstaltungen mit vorgeschriebenem Schutzkonzept Sonntag, 8. August 10.00 Gottesdienst Predigt: Othmar Wyss Kingskids und Kinderhüeti www.affoltern.heilsarmee.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 8. August 10.00 Gottesdienst und Kinderprogramm www.pfimiaffoltern.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 8. August 10.30 Gottesdienst Kinderhort Sonntagsschulen Sammelklasse Donnerstag, 12. August 20.00 Gebetsabend www.etg-mettmenstetten.ch

www.kath-hausen-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

Kath. Kirche Mettmenstetten

Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntag, 8. August 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. Angelo Saporiti Orgel: Angela Bozzola Mehr unter www.kath-hausen-mettmenstetten.ch

Sonntagsgottesdienste 10.00 Klassenzeit 11.10 Abendmahlsversammlung

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 8. August 10.30 Gottesdienst Donnerstag, 12. August 9.00 Eucharistiefeier mit Kräutersegnung www.kath-affoltern.ch

Chrischona Affoltern am Albis Kirche mit Nähe Alte Obfelderstrasse 24 Sonntag, 8. August 10.00 Gottesdienst & Livestream – Markus Frauchiger, MEOS Mehr unter www.sunntig.ch

Bestellschein für Ihr Inserat auf der Spezialseite «Berufswahl 2022» ❑ Ja, wir bestellen folgendes Inserat (Grösse 140 x 40 mm): Firma

Lehre

LOGO

Berufsbezeichnung

Muster AG Musterstrasse 99 8910 Affoltern am

Eintritt

Dauer Kontakt

Eintritt 2021 Dauer

Erscheinungsdaten 2021:

Kontaktperson

❑ 27. August ❑ 29. Oktober ❑ 17. Dezember

Preis pro Erscheinung Fr. 150.– exkl. MwSt.

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern – Obere Bahnhofstrasse 5 – 8910 Affoltern am Albis – Tel. 058 200 57 00 – E-Mail: inserat@weissmedien.ch

❑ 24. September ❑ 26. November


Veranstaltungen AGENDA

Freitag, 6. August Kappel am Albis

19.30: Offenes Hagios-Singen in der Klosterkirche, Kappelerhof 5.

Ottenbach

17.00–19.00: Fyrabig-Konzert mit den Original Reusstal-Musikanten, mit fetzigen und jazzigen Melodien. Pontonier-Zelt, Reussbrücke.

Samstag, 7. August Zwillikon

10.00–16.00: Dorfgeschichte Affoltern am Albis/Zwillikon. Interessantes aus vergangenen Zeiten. Eintritt frei. Ab 12.00: «Dä FeschtiWal». Fest mit musikalischen Leckerbissen (ab 14 Uhr) von Pop, Rock über Rap und funky Blues bis alternative Metal. Pizzaofen, Vegiburgers, Bar. Schutzkonzept mit den drei G: geimpft, genesen, getestet (Testcenter vom Spital Affoltern). Tickets und mehr unter: www. feschtiwal.ch. Chüeweidhölzli.

Sonntag, 8. August Affoltern am Albis

12.00–16.00: Tavolata Sonntagstreff 60+. Gemeinsam essen, plaudern. Mithilfe willkommen. Organisiert von der OV der Pro Senectute Affoltern. Anmeldung bis Freitagabend an Heidi Kleinhans, 044 761 09 88. Familienzentrum, Zürichstrasse 136.

Zwillikon

12.00–16.00: Dorfgeschichte Affoltern am Albis/Zwillikon. Interessantes aus vergangenen Zeiten: Fotos, Gegenstände des Alltags, Kleider ... Rollstuhllift, Eintritt frei. Gruppenbesuche: 044 761 77 42, Ursula Grob, oder 044 761 81 76, Hansruedi Huber. Dorfmuseum, Gemeindeplatz.

Freitag, 6. August 2021

«Trau dich, du hast eine schöne Stimme!» Kurt Kunz möchte die Menschen mit seinem Schlagerchor zum Singen animieren Vor rund drei Jahren hat der ehemalige Unternehmer Kurt Kunz den Schlagerchor Amt gegründet. Nach einer längeren Corona-Pause wird am Dienstag, 24. August, erstmals wieder geprobt. «Anzeiger»: Im Herbst 2018 haben Sie den Schlagerchor Amt gegründet. Wie war die Resonanz auf Ihr neues Angebot? Kurt Kunz: Sehr gut. Es meldeten sich nicht nur Personen aus dem Säuliamt, sondern auch aus dem Freiamt und dem Limmattal. Insgesamt kamen 150 Personen zur Info-Veranstaltung, sodass wir diese gestaffelt an zwei Abenden durchführen mussten. Hat Sie dieses grosse Interesse überrascht? Ja, schon ein wenig. Es machte deutlich, dass ein Bedürfnis da ist. Sie sind nicht als Verein organisiert, eine Mitgliedschaft gibt es nicht. Wie viele Personen nahmen regelmässig an den Proben teil? Nachdem wir uns für den Dienstag als Probetag entschieden hatten, verkleinerte sich der Kreis, was aber normal ist. Letztlich waren es rund 50 Personen, die ab Februar 2019 regelmässig zum Singen kamen. Von Zeit zu Zeit und auch während der langen Corona-Pause gab es nochmals ein paar Abgänge. Ich schätze, derzeit sind wir noch zirka 35 Personen.

Montag, 9. August

Im Schlagerchor Amt sind alle Sängerinnen und Sänger willkommen. Geprobt wird in Affoltern. (Bild zvg.) Singen mehr Frauen oder mehr Männer im Chor? Deutlich mehr Frauen. Wie erklären Sie sich das? Vielleicht fällt es Frauen insgesamt leichter, diese gefühlsbetonten Lieder zu singen. Oder sie verspüren überhaupt mehr den Wunsch, zu singen. Es scheint aber doch gewisse Hemmungen zu geben: Sie haben für Ihren Chor ein Leitbild geschrieben. Dort heisst es, das Ziel sei, dass alle «selbstbewusst zum Chor stehen und sich auch so präsentieren». Es kommt immer wieder vor, dass mir Sängerinnen erzählen, dass sie von ihrem Umfeld für ihren Musikgeschmack belächelt werden. Es gibt halt viele Leute, die für Schlager nicht viel übrighaben. Tut man dem Schlager damit unrecht? Ja, auf jeden Fall.

Hausen am Albis

14.30–17.00: Handarbeits-Stubete von Pro Senectute in der Zwinglistube, neue Teilnehmende willkommen. Häkeln, stricken, sticken oder einfach nur plaudern. Mit Kaffee und Kuchen. Leitung: Brigitte Burger, Tel. 044 764 03 49. Reformierte Kirche.

Weshalb? Es wird ständig gelacht, die Texte seien so einfach. Aber was sind denn die wesentlichen Dinge auf dieser Welt? Die Liebe und der Frieden unter den Menschen, oder? Das greift der Schlager auf. Ich möchte einfach sagen: Es gibt Schlagersongs, die unglaublich tiefsinnig sind. Das wird oft verkannt.

Mittwoch, 11. August

Wie entscheidet sich, welche Lieder bei Ihnen im Chor gesungen werden? Ich wähle die Stücke aus und arrangiere sie neu. Ich übernehme also die Leitmelodie und schreibe die Harmonie dazu.

Bonstetten

05.55: Anspruchsvolle ZweitagesWanderung: Le Moléson - Lac de Joncs - Col de Lys - Montbovon. Wanderzeit total zirka 10 Std. Anmeldung und Auskunft: Josef Fischer, Tel. 044 700 28 25. Treffpunkt Bahnhof.

Donnerstag, 12. August Kappel am Albis

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus, Réception. Kloster Kappel, Kappelerhof 5.

Kurt Kunz hat den Schlagerchor Amt vor drei Jahren gegründet. (Bild lhä)

Dürfen die Sängerinnen und Sänger auch Wünsche anbringen? Natürlich, allerdings liegt der Entscheid über das Repertoire bei mir, weil sich nicht jedes Lied für den Chorgesang eignet. Welche Lieder lassen sich gut arrangieren? «Sailing» von Rod Stewart oder «Perfect» von Ed Sheeran klingen wunderschön. Wir haben mehr als 200 Arrangements und eine breite Musikauswahl, viele unserer Stücke sind aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren. Wir singen übrigens auch viele Schweizer Lieder. «Alperose» von Polo Hofer, zum Beispiel. Kommt es vor, dass sich die Sängerinnen und Sänger zu Beginn nicht getrauen, zu singen? Das passiert häufig. Eine meiner grossen Herausforderungen als Chorleiter besteht darin, den Leuten die Hemmungen zu nehmen. Wie gelingt Ihnen das? Indem ich sie ermutige und immer wieder sage: «Trau dich, du hast eine schöne Stimme!» Ist denn jede Stimme willkommen? Natürlich! Es geht bei uns nicht in erster Linie darum, dass die Songs technisch perfekt umgesetzt werden, absolut nicht. Das Wichtigste ist, dass die Sängerinnen und Sänger Freude haben, wenn sie singen. Kommt es vor, dass einzelne Stimmen ausscheren?

Das passiert, ja. Was dann? Dann muss man sie eindämmen. Das ist aber manchmal gar nicht so einfach. An einem Konzert kam es schon vor, dass sich die Sängerinnen und Sänger in der Lautstärke gegenseitig aufgewiegelt haben: Jemand singt ein wenig lauter, die Person nebenan wird irritiert, singt auch ein wenig lauter. Das passiert unbewusst, macht es für mich aber schwierig. Was gibt Schlager den Menschen, die ihn singen? Ich erhalte häufig die Rückmeldung, dass die Sängerinnen und Sänger es einfach wunderschön finden, beim Singen ihren Tag hinter sich zu lassen. Der Gesang und die Musik lösen Glücksgefühle in ihnen aus. Interview: Livia Häberling

ZUR SACHE Sängerinnen und Sänger gesucht Der Schlagerchor Amt nimmt seinen Singbetrieb am 24. August wieder auf. Die Proben finden jeweils am Dienstag, von 20 bis 22 Uhr, in Affoltern statt. Der Ort ist derzeit noch offen. Wer mitsingen möchte, meldet sich per E-Mail beim Chorleiter Kurt Kunz: info@schlagerchoramt.ch. (lhä)

ANZEIGE

Agenda-Einträge

ZUGER KINOPROGRAMM www.kinozug.ch

Veranstaltungshinweise erscheinen einmal wöchentlich in der Agenda, jeweils in der Freitag-Ausgabe des «Anzeigers»: Die Angaben sind bis spätestens Mittwoch, 10 Uhr, an agenda@affolteranzeiger.ch einzusenden. (red.)

Seehof 041 726 10 01 Gottha

ANZEIGE

Kinoprogramm Sins

KW 32 | Donnerstag 5. bis Mittwoch 11. August

Kino Cinepol, Bahnhofstrasse 28, 5643 Sins Tel: 041 787 36 00

Ostwind Do Fr Sa So Mo Di

14.30 17.30

The Croods 2 Do Fr Sa So Mi

14.45

D 6 (6) Space Jam 2 15.00 Do Fr Sa So Mi

17.30

D 6 (6)

Vorpremiere

Jungle Cruise D 12/10 Fast & Furious 9 Täglich l (ausser Mi) 20.15 Täglich Do Fr Sa So Mi 17.00 Do Fr Sa So Mi

Nebenan Mo Di

D 12 Long Story r Short r 18.00 Mo Di D Mi

Cash Truck 20.00 Täglich 17.15 D 12 (16)

D 10 (12) Peter Rabbit 2 18.00 Do Fr So Mi 20.15

11

D 16 Tom & Jerry r 20.15 Mi

D 6 (6) Spirit 15.00 Sa

D 6/4

14.30

D6

D 8 (10)

U25 Personen unter 25 Jahren erhalten das Ticket für CHF 1 0.00. / % Reduzierter Eintrittspreis. / Auf alle 3D -Vorstellungen wird ein Zuschlag von CHF 2.00 erhoben.


12

Vermischtes

Freitag, 6. August 2021

Sturzrisiken minimieren 7. September: Themenabend zur Sturzprävention in Affoltern Was sich mit einem Sturz verändern und wie man einen solchen verhindern kann, diesen Fragen widmet sich der Abend zum Thema «Sturz-Prävention». Mindestens einmal im Jahr stürzen etwa ein Drittel der 65-jährigen und älteren Menschen in der Schweiz. Rund 1500 Personen sterben an den Folgen eines solchen Sturzes. So oft Stürze vorkommen, so oft sind schwere Verletzungen die Folge, deren Bedeutung meist unterschätzt wird. Insbesondere Hüftfrakturen sind einschneidende Ereignisse. Die Mobilität und die damit verbundene Unabhängigkeit der Betroffenen werden unterbunden. Im schlimmsten Fall wird die verletzte Person pflegeoder betreuungsbedürftig, benötigt eine stationäre Einweisung oder gar einen Heimaufenthalt. Auch die Belastung aller am Behandlungsprozess beteiligten Personen – von den Patienten über die Heim- und Mitbewohner bis hin zu den Angehörigen – ist nach einem Sturz gross. Die mit dem Sturz verknüpften physischen, psychischen und sozialen Konsequenzen bilden für die Betroffenen ein grosses, gesundheitliches Problem. Sturzbedingte Verletzungen sind meistens ein Zeichen für eine drohende oder bereits eingetretene Bewegungseinschränkung. Studien belegen, dass durch das frühzeitige Erkennen und das systematische Beseitigen der Risikofaktoren Stürze massiv reduziert werden können. Insbesondere auch durch ein aktives Mitarbeiten der Gefährdeten. Die Voraussetzung ist, das Bewusstsein der Sturz-Thematik im Alltag älterer Menschen zu schärfen. Für Spitex-Organisationen, Pro Senectute Kanton Zürich sowie Alters- und Pflegeinstitutionen gilt deshalb, gezielte Massnahmen zur Vorbeugung aufzuzei-

von Thomas sTöckli

Mit gezieltem Training kann das Risiko eines Sturzes gesenkt werden. (Bild zvg.) gen. Nebst dem Fakt, dass wenig Stürze als ein Qualitätsmerkmal erachtet werden, verhilft das Bewusstmachen von präventiven Massnahmen allen Beteiligten zu mehr Sicherheit und grösserem Wohlergehen. Die Brisanz des Themas unterstreicht das aktuell laufende Pilot-Projekt «StoppSturz». Dazu haben sich bedeutende Akteure der Schweizer Gesundheitsversorgung zu einem wissenschaftlich breit abgestützten Projekt zusammengetan – inklusive Spitex Verband. Das Projekt basiert auf internationalen und nationalen Evaluations- und Forschungsergebnissen sowie einer BestPractice-Studie zum Programm «Via – Best-Practice. Als Ziel sollen neue Instrumente, Strukturen und Prozesse zur Sturz-Prävention in der Gesundheitsversorgung entwickelt, erprobt und wo möglich etabliert werden. Dies wiederum wirkt sich aus wirtschaftlicher Sicht positiv auf die KostenReduktion aus. Unter diesem Aspekt haben Pro Senectute Kanton Zürich,

Das Dorfmuseum in Zwillikon hat am kommenden Wochenende wieder geöffnet.

Ausstellungen Aeugst am Albis

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Aus 4 Elementen entsteht Kunst.» Faszinierend, wie Ton seine Gestalt durch die Elemente verändert. Die Vielfältigkeit des Töpferns mit Viktoria Jeanroy. Bis 15. September.

Solide Olympia-Premiere von Petra Klingler Zwei Top-Ten-Ränge reichten der Bonstetterin nicht, um ins Finale zu klettern. In guter Erinnerung bleibt ein neuer Schweizer Rekord im Speedklettern, dagegen hätte sie sich in ihrer Paradedisziplin Boulder mehr erhofft als Rang zehn.

Qualitouch und die Spitex Knonaueramt gemeinsam im Jahr 2020 einen Vortragsabend zum Thema «Sturz vermeiden? Sturz passiert – was nun?» organisiert. Aufgrund der Pandemie musste dieser verschoben werden und findet nun am 7. September im Kasinosaal in Affoltern statt. Ausgewiesene Referentinnen und Referenten des Universitätsspitals Zürich präsentieren Massnahmen und erläutern Bewegungstherapien zur Prävention von Stürzen und Verletzungen. Eine Fachexpertin der Spitex Knonaueramt demonstriert anhand von PraxisBeispielen, wie man nach einem Sturz einfacher wieder auf die Beine kommt. Janine Wettstein, Spitex Knonaueramt Kostenloser Themenabend am 7. September, anmelden bis 1. September an anlass@pszh.ch oder unter der Telefonnummer 058 451 52 00. Coronabedingt muss die Teilnehmerzahl eventuell beschränkt werden. Weitere Infos zum Themenabend auf www.spitexka.ch, www.pszh.ch oder www.qualitouch-hc.org.

Eine grosse Sammlung an Haushaltsgegenständen

Bald werden die Wespen wieder fliegen, uns um die Ohren surren und am Essen knabbern wollen. Eine althergebrachte Form, diesen Plagegeistern Meister zu werden, sind die Wespengläser, auch Fliegenfanggläser genannt. Die Rinne unten wird mit einer süssen Flüssigkeit, also zum Beispiel mit Fruchtsaft oder Honigwasser gefüllt. Das Tischmodell hat kleine Füsse um einen Abstand zum Tisch zu geben. Vom Geruch der Flüssigkeit werden die Wespen angezogen. Sie ertrinken, denn es gibt keine Möglichkeit zu entweichen, da sie nur gegen das Licht fliegen, gegen die gläserne Wand. Heutzutage werden Elektrofallen und Insektizide eingesetzt. Dass das Ortsmuseum in Zwillikon eine ansehnliche Sammlung von Gebrauchsgegenständen aus dem Haushaltalltag besitzt, ist Margrith Kofler zu verdanken. Von 1990 bis 2000 engagierte sie sich in der Kommission für Dorfgeschichte, – heute Verein Ortsmuseum – und war bis zu ihrem Tod am vergangenen 1. Juli dem Museum sehr

Endstation in der Qualifikation

denster Art kann immer wieder bei Sonderausstellungen zurückgegriffen werden. Ihr spezielles Interesse galt dem Werk zweier Affoltemer Künstler, Conrad Steinmann und Edwin Hunziker. Deren Arbeiten sind im Museum gut dokumentiert und gemeinsam wurden für beide Künstler Ausstellungen in der Galerie am Märtplatz kuratiert. Eine Stimme ist verstummt, eine Stimme, die sich für das Einst und Jetzt in der Gemeinde eingesetzt hat. Ihr Wissen, ihr waches Interesse und ihre unkomplizierte Herzlichkeit fehlen nun. In den Dokumenten und Objekten, die sie für das Museum gesammelt hat, lebt sie weiter. Lieben Dank für die Freundschaft.

Wespenglas, ein letztes Geschenk fürs Museum von Margrith Kofler. (Bild zvg.)

Ursula Grob, Dorfmuseum Affoltern Das Museum ist wie gewohnt am ersten

Zum ersten Mal ist Sportklettern olympisch und es hätten die Spiele von Petra Klingler werden sollen. Als erste Schweizerin überhaupt hat sie sich bereits an der WM im August 2019 für die Spiele qualifiziert. Und zwei Jahre später galt es am Mittwoch nun ernst in der Qualifikation. Der Start liess hoffen: Bereits im ersten Lauf der Speed-Qualifikation hatte die Athletin sichtlich Freude an ihrer Leistung. Der zweite gelang ihr sogar noch etwas besser und die Bonstetterin sprintete in 8,42 Sekunden die 15 Meter hohe, leicht überhängende Wand hoch – neuer Schweizer Rekord. Dabei hatte sie vor dieser Disziplin am meisten Respekt gehabt und sehr viel darin investiert. Rang zehn war eine gute Ausgangslage vor ihrer Spezialdisziplin. Im Bouldern hat sie sich schliesslich 2016 den Weltmeistertitel geholt. Diesmal kam Petra Klingler mit den gestellten Problemen allerdings nicht wie erhofft zurecht. Ein Top und zwei Zonen, somit Rang zehn, das entspricht nicht ihren Ansprüchen und ihrem Potenzial. Die Runde sei extrem schwierig gewesen, bilanzierte sie nach dem Qualifikationstag ins Mikrofon des Schweizer Fernsehens. Und: «Rückblickend weiss ich nicht, was ich besser hätte machen können.» Bis zum Schluss habe sie gekämpft und alles gegeben. Und trotzdem schien die Tür zur Finalqualifikation der besten acht schon vor der letzten Disziplin, dem Leadklettern, geschlossen. Ein Exploit blieb aus und mit Rang 14 klassierte sich die Bonstetterin auf Kombi-Rang

Mo 8–11.30, 16–18.15, Di 8–11.30, Mi 8–11.30, 14–16.30, Do 8–11.30 Uhr.

Aeugstertal (Aeugst Am Albis)

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Sonderausstellung Barbie.» Von der Luxuspuppe zum Massenspielzeug. Bis 31. Dezember.

am Samstag, 7. August, von 10 bis 16 Uhr und am Sonntag, 8. August, von 12 bis 16 Uhr. Das Museum befindet sich an der Ottenbacherstrasse 79 in Zwillikon gleich neben dem Volg. Vorankündigung: An den Samstagen 11. und 18. September startet um 10 Uhr beim Bahnhof Affoltern ein Ortsrundgang. Dauer zirka 90 Minuten. Details folgen. www.museum-affoltern.ch.

Besuche auch nach Voranmeldung. Fr bis So 11–17 Uhr.

Kappel am Albis

Kloster Kappel, öffentliche Räume, Kappelerhof 5: «Dein Garten wollt ich sein.» Bilder und Objekte von Andrea Christina Leisinger. Bis 20. August. Wochentags 9-18 Uhr.

Schweizer Rekordzeit im Speedklettern: Da war die Welt noch in Ordnung für Petra Klingler. (Screenshot SRF)

Startklar für die Ironman-Saison 2021

Ironman 70.3 Rapperswil am 8. August Im Juni liessen die CoronaMassnahmen den Start von 1500 Triathletinnen und Triathleten in Rapperswil noch nicht zu. Doch aufgeschoben ist in diesem Jahr nicht aufgehoben: Am Sonntag geht der Halbdistanz-Ironman über die Bühne – mit pandemiebedingten Einschränkungen. von bernhard schneider

Wochenende im Monat geöffnet, das nächste Mal

verbunden. Sie hatte das Auge auf die Belange der Frauen gerichtet und konnte, dank ihren breiten Interessen und Beziehungen, Nachlässe und einzelne Objekte ans Museum vermitteln. Zum Beispiel wurden die Wohnstube und vieles aus dem Bereich Küche von ihr im Jahr 2000 eingerichtet. Auf eine ansehnliche Sammlung von Textilien verschie-

16. Mit ihren konstanten Leistungen ohne rangmässigen Exploit ist sie eine Verliererin des olympischen Modus, nach dem die Ränge multipliziert und nicht addiert werden. So schaffte es etwa die Polin Aleksandra Miroslaw dank ihrem Sieg im Speedklettern ins Finale, obwohl sie im Bouldern den letzten und im Leadklettern den vorletzten Rang belegt hat. Allerdings hätten zweimal Rang zehn und einmal 14 auch bei anderer Zählweise nicht gereicht. Die Finals von heute Freitag finden nun also ohne Petra Klingler statt. Damit endet eine lange Reise, ein beschwerlicher Weg, auf dem es auch galt, mit der Verschiebung der Spiele klarzukommen. «Das sind Erfahrungen, die mich in meinem gesamten Leben weiterbringen werden.» Und trotz aller Enttäuschung war bei der Bonstetterin nach dem Quali-Tag auch eine Erleichterung erkennbar. Erleichterung, dass die Spannung nun abfiel. «Extrem hart» habe sie gearbeitet und dabei auch gewusst, dass es hart werden würde. «Ich habe es mir besser erhofft», sagt sie, «aber ich habe auch alles gegeben.» Das zeigt auch der Schweizer Rekord im Speedklettern. «Schade, dass ich nicht daran anknüpfen konnte.»

Für viele, die in Rapperswil starten, dauert die Wettkampfpause bereits zwei Jahre. Auch wenn ihre Trainingsresultate stimmen: die Athletinnen und Athleten wissen erst nach dem ersten Wettkampf, wo sie wirklich stehen. Dies steigert die Nervosität vor dem Start in Rapperswil, der am Sonntag für die Profis um 7.55 Uhr erfolgt, für die Amateure ab 8.10 Uhr. Das Startprozedere wird stark in die Länge gezogen, da die Amateure einzeln starten, um die Abstände sicherzustellen. Zuschauer sind im Start- und Zielbereich beim Kinderzoo in Rapperswil nicht zugelassen, selbst die Athletinnen und Athleten dürfen nur mit Corona-Zertifikat eintreten. Da unterwegs keine Beschränkungen für Fans und Publikum möglich sind, führt der Halbmarathon diesmal nicht durch die Altstadt, während die 90-Kilometer-Radstrecke auf der gewohnten Strecke ins Zürcher Oberland führt.

Mit über 20 Triathletinnen und Triathleten zählt das Team Koach, das vom Stalliker Kurt Müller gecoacht wird, mehr Startende als alle anderen Clubs. Das erklärte Ziel Müllers ist, nicht nur das grösste, sondern auch das beste Team zu stellen. Er bereitet seine Leute auf sehr kaltes Wasser vor – vielleicht kaum über 14 Grad – und die Möglichkeit, dass das Schwimmen aus Sicherheitsgründen durch eine erste Laufstrecke ersetzt wird, sollten die Luft- und Wassertemperaturen noch weiter absinken. Gespannt ist Kurt Müller auch auf die beiden Profis am Start, die er betreut: Ronnie Schildknecht und Florin Salvisberg. Die Ausgangslage der beiden könnte unterschiedlicher nicht sein. Ronnie ist Ironman-Seriensieger und hat sich entschieden, trotz Corona-Pause als 40-Jähriger noch nicht zurückzutreten. Der Halb-Ironman von Rapperswil ist sein Test vor dem Schweizer Ironman, der am 5. September erstmals in Thun statt in Zürich stattfindet. Florin Salvisberg gehört dem Nationalkader über die kürzere Olympische Distanz an und startet in Rapperswil zu seinem ersten Ironman 70.3. Die längere Distanz ist für ihn Neuland, er ist ebenso gespannt wie sein Coach, ob ihm diese liegt. Kurt Müller kennt Florins physisches Potenzial. Seine Hauptaufgabe ist, seinen Athleten taktisch auf die längere Distanz einzustellen, denn das Verbot des Windschattenfahrens führt zu einer völlig anderen Dynamik des Wettkampfs.


Extra

Freitag, 6. August 2021

Das Moor

HERKÖMMLICHES

Kumpan und Kamerad

HINTER-GRÜNDE

«Anzeiger»-Detektiv Adrian Aegerter ermittelt – Ratekrimi

Kumpane halten zusammen und Kameraden gelten bisweilen als unzertrennlich. Die beiden Ausdrücke sind von ähnlicher Bedeutung, Das Wort Kamerad geht zurück auf camera, was auf Lateinisch Kammer bedeutet. Kameraden sind demnach Menschen, die miteinander dieselbe Kammer teilen und dementsprechend aufeinander angewiesen sind. Die sprachliche Herkunft eines Kumpans ist von ähnlicher Art. Der Ausdruck ist hergeleitet von der spätlateinischen Redewendung cum panis, was wörtlich übersetzt Mitbrötler bedeutet. Damit gemeint sind Menschen, die von einem gemeinsamen Tisch essen und dasselbe Brot teilen. Leute, die von der Gemeinschaft ausgeschlossen sind oder daran nicht teilhaben wollen, werden etwas abschätzig Eigenbrötler genannt. (ubo) In der Serie «Herkömmliches» deutet Urs Boller die mutmassliche Herkunft von Wörtern und Begriffen.

VOLG-REZEPT

BratwurstBananen-Spiesse

Zutaten für 4 Personen 2 Bananen 4 Bratwürste 4 Spiesse 4 EL Ketchup 1 TL Currypulver

Zubereitung Bratwürste und Bananen in Rädchen schneiden, abwechselnd auf Spiesse stecken. Auf dem Grill oder in der Pfanne rundum gut anbraten. Ketchup und Currypulver vermischen, zum Spiess servieren. Mehr Rezepte unter www.volg.ch/dorfplatz/rezepte.

Sie möchten hier in Ihrem «Anzeiger» mit mir ermitteln? Das ist wunderbar! Der heutige Fall führt uns nach Rifferswil in den Park Seleger Moor. Nein, ich hatte keine Angst vor dem Moor, als ich diesem Tag an der Haltestelle Seleger Moor aus dem Bus 223 stieg. Auch wenn es auf jeden Fall schon Fälle gegeben haben soll, in denen Detektive im Moor in ernsthafte und sogar lebensbedrohende Schwierigkeiten gerieten. Allerdings, so beruhigte ich mich, passiert das nur irgendwo in der Ferne im Nebel, bei leichtem Nieselregen oder in der Dunkelheit. Und schon gar nicht bei uns in der Schweiz oder hier im Park Seleger Moor. Trotzdem wollte ich später am Taschentuchbaum, in der Nähe der Mädchen-Kiefer und beim Kuchenbaum vorsichtig sein und mich sicherheitshalber an der kurzen Leine führen, wie es die Besuchsordnung des Parkes auch für Hunde empfiehlt. Ich hatte mich gegen mein Auto und für den Bus entschieden. Also lief ich mit meiner Tasche und darin einer weiteren Tasche für einen möglichen Rhododendrenkauf im Park, einem kleinen Getränk und einem grossen Fernglas von der Bushaltestelle zum Eingang und überlegte, ob ich mir ein Tagesticket oder in diesem Jahr gleich eine Saisonkarte kaufen sollte. Schon nach dem Eingang fiel mir ein, was ich vergessen hatte, weil mir zwei junge Männer mit zwei auffälligen Uhren auffielen – meine Armbanduhr. Die lag zu Hause unbeachtet irgendwo in meiner Wohnung und hing nicht – wie bei dem blonden Herrn im schwarzen Shirt schick am linken und bei dem schwarzhaarigen im ebenfalls schwarzen Shirt hübsch am rechten Arm – an einem meiner Arme. Nicht so schlimm, ich hatte ja noch mein Mobiltelefon, das mir mit der aktuellen Uhrzeit aushelfen konnte. Wer trägt heutzutage noch eine Armbanduhr, die keine Smartwatch ist? Ausserdem durfte ich wohl davon ausgehen, dass man mich aus dem Park bitten, bringen oder tragen würde, sollte ich nach der Parkschliessung immer noch irgendwo herumirren. Bis zum Einbruch der Dunkelheit dauerte es dann aber nicht, bis ich meine Uhr doch vermisste, es geschah sozusagen noch am helllichten Tag und es geschah auf dem Weg zwischen dem Schlangenhaut-Ahorn und dem Wildbienenhotel. Ein Ehepaar in

WETTER

«Anzeiger»-Detektiv Adrian Aegerter ermittelt heute im Seleger Moor. (Bild zvg.) baugleich dunkelroten Poloshirts kam mir entgegen, beide mit den Armen gestikulierend und beide aufgeregt durcheinanderredend. Instinktiv registrierte ich, dass die Frau keine Handtasche bei sich hatte. Ungewöhnlich für eine Frau, die nicht nur ihren ebenfalls taschenlosen Mann, sondern wahrscheinlich auch dessen Sachen wie Brieftasche, Schlüssel und Hustenbonbons mit sich herumschleppen musste. Ich hatte das Problem erkannt, denn die Frau, die mich flehend ansah und noch vor ihrem immer noch verwirrten Mann wieder klare Worte fand, nickte. «So ein Kerl in einem schwarzen Shirt hat mir im Vorbeigehen meine Handtasche von der Schulter gerissen und ist abgehauen! Bitte helfen Sie uns!» Leider konnten wir nicht erst im Beizli in der Gartenwirtschaft eine Erfrischung nehmen, uns beruhigen und uns dann in Ruhe unterhalten. Ich rief die auf meinem Ticket aufgedruckte Nummer der Kasse an und liess von dort aus offiziell die Polizei rufen, in der Zwischenzeit beschrieb mir das Paar die Einzelheiten. «Wir gingen genauso nebeneinander, wie wir jetzt gingen, als wir Sie jetzt trafen, also so, als ob Sie der Täter gewesen wären!»

13

Die Frau von mir aus gesehen also links, mit der Handtasche, die jetzt nur noch eine gedachte Handtasche war, über der rechten Schulter, der Mann rechts neben ihr. Und der Täter im schwarzen Shirt war ihnen wie nun ich entgegengekommen, scheinbar desinteressiert von mir aus gesehen auch links an der Frau vorbeigegangen und hatte dabei nach der Handtasche dort gegriffen. «Mit der Hand und dem Arm, der direkt neben mir war, der hat sich nicht einmal zu mir gedreht!», erinnerte sich die Frau. «Dabei hat er mich mit seiner Armbanduhr an diesem Handgelenk verletzt!» Und ich versuchte verzweifelt, mich an die beiden Männer in den unauffälligen schwarzen Shirts zu erinnern ... Lösung: Nach der Laufrichtung von Opfer und Täter («... wir gingen so nebeneinander, wie wir jetzt gingen, als wir Sie jetzt trafen, also so, als ob Sie der Täter gewesen wären ...») und dem Hinweis des Detektives («... von mir aus gesehen auch links an der Frau vorbeigegangen ...») muss der Täter mit seiner rechten Hand dem Opfer die Handtasche entrissen und es mit der auf dieser Seite getragenen Uhr verletzt haben – weil der schwarzhaarige Mann

Vor und hinter dem Albis Ein grosser Wurf gelang dem Gemeinderat Hausen, wie aus einem kürzlich im «Anzeiger» publizierten Verhandlungsbericht hervorgeht. Der Weiler zwischen Hinter- und Oberalbis heisse jetzt Mittelalbis und nicht mehr Mittler Albis oder Mittleralbis, wie dies noch in verschiedenen Papieren stehe. Im Volksmund kannte man zwar meines Wissens bereits seit Jahrzehnten keine andere als die nun ausgewählte Bezeichnung. So ganz verständlich für jedermann sind die Namensbezeichnungen rund um den Hausberg von Langnau und Hausen nicht, Verwechslungen nicht ausgeschlossen. Kommt man von der Riedmatt Richtung Albispass, befindet sich die Grenze zwischen den beiden Gemeinden noch im Wald drin. Sie liegt ungefähr dort, wo der Heischer Gugger Gusti zu seinen Lebzeiten immer wieder gelungene Werke auf eine Stützmauer malte. Bergwärts nach dem Wald liegt rechts mit Schreibweise gemäss meiner Landeskarte von 1976 Hint. Albis, auf der Anhöhe folgt Ob. Albis. Erst nach der ersten, scharfen Rechtskurve hangabwärts folgt Mittel-Albis. Schliesslich bezeichnet man den Weiler mit dem Restaurant «Löwen» als Unt. Albis. Mich interessierten diese einzelnen Namen früher zwar weniger, alles dort oben war einfach der Züri-Albis. Zwangsläufig taucht die Streitfrage auf, was vor und was hinter dem Albis liegt. Für mich ist klar: Dort wo die Sonne länger scheint und nicht wo sie aufgeht, ist vor dem Albis, also auf unserer Seite. Dieser Meinung ist ja auch unsere Standortförderung mit dem Slogan «Auf der Sonnenseite». Deshalb plädiere ich sehr dafür, jetzt endlich auch Hinteralbis ob Hausen durch Vorderalbis zu ersetzen. Andere Namen wie Albisbrunn, Albisboden oder Albishorn können dagegen getrost belassen werden. Zum Schluss noch eine Testfrage: Welche Nachbargemeinde stösst auf die grösste Länge an Hausen an? Kappel, Rifferswil, Aeugst oder gar Langnau? Alles falsch! Denn von der Sihl an, einige hundert Meter vom Kreisel in Sihlbrugg talabwärts, bis nach dem Albishorn besteht eine gemeinsame, sehr lange Grenze zu Horgen. Im Schweikhof befindet sich diese gar nur einen Steinwurf hinter den obersten Gebäuden. Ist jetzt alles klar mit Hint. Albis, Ob. Albis, Mittel-Albis und Unt. Albis auf Langnauer Boden und Mittel- und Oberalbis und hoffentlich neu Vorder- statt Hinteralbis bei uns auf der Sonnenseite?

seine Uhr rechts trägt, kann nur der schwarzhaarige Mann der Täter sein!

Erich Rüfenacht

AUSFLUGS-TIPP

Heute

Meteotest.ch

Basel 15° 23° Zürich 13° 22°

Affoltern

Mit einer Sommerrodelbahn hat vor 30 Jahren die Schongiland AG den Betrieb aufgenommen. Seither entwickelt sich der familiäre Park auf dem Lindenberg stetig weiter.

St.Gallen 13° 20°

13° 21°

Luzern 13° 22°

Neuchâtel 15° 23°

Bern 12° 23° Interlaken 12° 23°

Aussichten

min °C max °C

Samstag

Sonntag

Chur 13° 22° St.Moritz 5° 17°

Sion 13° 25°

Genève 14° 25°

Bellinzona 13° 27°

Montag

Dienstag

Mittwoch

Alpennordseite

12° 18°

13° 20°

11° 22°

12° 23°

13° 25°

Alpensüdseite

18° 22°

16° 23°

16° 25°

17° 26°

18° 28°

LEBENSWEISHEIT «Sei wie eine Briefmarke. Bleib an einer Sache dran, bis du am Ziel bist.» (Josh Billings, amerikanischer Schriftsteller)

Von der Rodelbahn zum veritablen Freizeitpark

Sie war schon bei der Eröffnung vor 30 Jahren das Highlight und ist es immer noch, die 380 Meter lange Sommerrodelbahn mit Einstieg in der alten Mühle. Mittels Schlepplift wird man nach der rasanten Fahrt samt Rodel wieder nach oben gezogen. Und hofft dann, dass die Tafel zwischen Ziel und Start hochgeklappt ist. Dann nämlich warten oben keine neuen Fahrgäste und man kann ohne Umsteigen gleich nochmals hinuntersausen. Gut zu wissen: Da die Bahn gedeckt ist, kann sie auch bei Schlechtwetter betrieben werden – und dann hält sich der Andrang erfahrungsgemäss in Grenzen. Der Park in Schongau, zwischen Muri (AG) und Aesch (LU) gelegen, keine halbe Stunde Autofahrt ab Affoltern, ist überschaubar, hat gemessen am mode-

Rodelspass im «Schongiland» über Schongau am Lindenberg. (Bild zvg.) raten Eintrittspreis aber doch einiges zu bieten. Auf der Drachenflugschaukel etwa kann man die Geschwindigkeit und auf dem Schongi-Loop – sobald nach dem Hochschaukeln der erste Überschlag geschafft ist – sogar die Fahrtrichtung selber bestimmen. In die Pedalen treten heisst es auf dem Kartplatz und der Bikebahn. Diverse weitere Spielgeräte von der Seilbahn bis zur Hüpf-

burg runden das Erlebnis für die kleineren Kinder ab. Und auch für Tierfreunde gibt es manches zu entdecken. Die ältere Generation kommt derweil am lauschigen Mühli-Weiher zu einer kurzen Verschnaufpause oder erhält im Mühlemuseum spannende Einblicke in längst vergangene Zeiten. (tst.) Weitere Infos unter schongiland.ch.


Mi–Fr 9–12, 13.30–18.30 Uhr Sa 9–16 Uhr

Schürmatt 9 | 5643 Sins

www.bike-store-schwyz.ch Tel. 041 787 00 72

Neueröffnung

Kultur & Bibliothek Ottenbach

«Rutschen in der Finsternis»

Krimi-Trail

neuer Standort

Sa/So, 7. & 8. August, ab 9 Uhr Brot und Wurst, und öppis für de Durst

Spannende Abwechslung für die ganze Familie

es hät solangs hät

Der Krimi-Trail kann bis am 21. Nov. 2021 in Ottenbach besucht werden. Genauere Infos auf: www.kultur-ottenbach.ch

u n Pr o se fit r i z . en T ere B. op n S E B i - B -A i e ke ik ng vo -Z e, e n ub Ve bo e h lo te n ör ,

Hallööchen! Feiern Sie mit uns unser

Aemtler-Car Carfahrten, Umzüge & Spezialtransporte

Reisen mit Freunden Freddy Kunz Weidliweg 8 8909 Zwillikon

auf die Nettopreise* aller Waschmaschinen und Wäschetrockner der V-ZUG AG

Telefon 044 761 01 55 Tagesfahrten 2021 Toggenburg – Chäseren Fr. 40.– Donnerstag, 12. August 2021 Berner Seeland – Studen – Florida Fr. 40.– Donnerstag, 2. September 2021 Ferienreisen 2021

*Preissenkung um 40% per 01.03.2021/ exkl. High End Portfolio

Salzburger Land, Hotel Urbisgut DZ/HP Fr. 860.– in Altenmarkt im Pongau 3. Oktober – 8. Oktober 2021 Klingender Advent 2021 in Seefeld DZ/HP Fr. 680.– mit Hansi Hinterseer, Zellberg Buam, Francine Jordi 14. Dezember – 17. Dezember 2021 inkl. Konzert www.aemtler-car.ch

Kaufe Autos Busse, Lieferwagen, Jeeps, Wohnmobile & LKW. Barzahlung. Telefon 079 777 97 79 (Mo–So)

Frühschoppen mit der

Unterhaltungskapelle

Ohrestüber Musikanten auf unserer Terrasse

Tel. 056 634 11 23 Öffnungszeiten Mittwoch bis Sonntag 10.00 –24.00 Uhr Montag und Dienstag Ruhetag

Sonntag, 8. August 2021 ab 10.30 Uhr (nur bei schönem Wetter)

Auf Ihren Besuch freuen sich Lydia Mai, Marcel Huber und das Litzi-Team

Hauptgewinne:

Für Tausende Gewinne!

Re eise nach Las Vegas & Brrandneues Auto

Kostenlose unverbindliche Beratung

Alte Obfelderstr. 6, 8910 Affoltern am Albis 044 761 51 72 / www.zahnprothetik-christen.ch

Suchen Sie ein Atelier für Ihr Hobby? 5 Gehminuten vom Bahnhof entfernt, mitten im Zentrum der Stadt Affoltern. Ob als Werkstatt oder Atelier für Ihr Hobby – Vieles ist denkbar. Wir vermieten per sofort im Soussol unseres Geschäftshauses einen ca. 30 m2 hellen Raum mit Tageslicht und Wasseranschluss. Die Gemeinschafts-Küche und die Nasszellen dürfen mitbenützt werden. Monatlich 520.– CHF inkl. Nebenkosten.

**Erstbezug nach Renovation** 3½-Zimmer-WHG mit Balkon Im Wängli 13, Affoltern a. A., per sofort oder n. V., 75 m², helle Küche mit GSP/ GKH, Bad, Laminatbeläge, Haustiere erlaubt. Fr. 1698.– inkl. HK/NK + AKTION: MIETEN OHNE DEPOT Interessiert? Hertli & Partner AG, Tel. 044 878 72 72*

Der Raum ist ebenfalls direkt vom Parkplatz mit dem Warenlift zugänglich. Auskunft & Besichtigung während den Bürozeiten: Barbara Roth, 058 200 5702

Raum für: Büro, Praxis, Nail-Studio usw. 490.– / NK 80.– EG / P / L / Betpurstrasse 1, Affoltern am Albis.

Anzeiger Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern am Albis

Kontakt: 079 412 31 93