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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 60 I 174. Jahrgang I Dienstag, 4. August 2020

Schwer verletzt

Am Freitag ist in Rifferswil ein Motorrad mit einem Lieferwagen kollidiert. > Seite 3

«Schöne Schweiz»

Nach den Absagen der meisten Feiern zum 1. August: Reden, die nie gehalten wurden. > Seite 4

Sommerlager

Die Jubla Säuliamt verbrachte zwei unvergessliche Wochen in Emmetten. > Seite 5

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«Exotische» Nähe

Wanderung von Hakab nach Agasul: Was orientalisch anmutet, befindet sich im Kanton. > Seite 6

«Wir können alle Helden sein!» Einziger Festredner im Bezirk: Roy Gerber rief in Mettmenstetten auf, sich zu engagieren Als einzige Gemeinde im Bezirk hat Mettmenstetten im Coronasommer an ihrer offiziellen Feier zum 1. August festgehalten. Dafür durften die Organisatoren viel Lob entgegennehmen. von Thomas sTöckli Würden die Mettmenstetter als Organisatoren der einzigen offiziellen Augustfeier im Bezirk überrannt werden oder sollten die Ängste im Zusammenhang mit Corona so stark dominieren, dass der Referent und die Organisatoren weitgehend unter sich bleiben? Die Befürchtungen in beide Richtungen erwiesen sich als unbegründet. Rund 80 Personen fanden auf den paradiesischen Festplatz über dem Dorf. Mit Musik der Lindenörgeler und dem traditionellen Glockengeläut wurde der Anlass eingeleitet. «Wenn die Glocken läuten, spricht der Pfarrer noch anderthalb Stunden», drohte Festredner und Theologe Roy Gerber vor seiner Ansprache am Tisch. Zu erzählen hätte er ja viel, er, der einst in die USA ausgewandert war, um den «Amerikanischen Traum» zu leben: Als Verkaufsleiter eines internationalen Konzerns in den USA angekommen, machte er sich bald selbstständig und gründete nach und nach drei Firmen. So weit alles nach Plan, doch dann zieht es ihm bei Freiwilligeneinsätzen in seiner Kirchgemeinde sprichwörtlich den Ärmel rein und er beginnt sich immer mehr für Menschen in schwierigen Lebenssituationen stark zu machen, für missbrauchte Kinder, Obdachlose und Drogensüchtige. Er studiert Theologie und engagiert sich – zurück in der Schweiz – für die Sozialwerke von Pfarrer Sieber, ehe er den Verein «Be Unlimited» gründet, der aus Mettmenstetten Einzelpersonen, Firmen und Athleten in schwierigen Situationen begleitet, und ein Jahr später die «Kum-

Festredner Roy Gerber (l.) und Organisator Peter Junker vor der 1.-August-Festgemeinde in Mettmenstetten. (Bild Thomas Stöckli) mernummer» lanciert, eine Anlaufstelle für Opfer von sexueller Ausbeutung.

Der Nachbar zahlt den Féchy Die Drohung mit der anderthalbstündigen Rede machte Gerber nicht wahr, es blieb kurz und prägnant bei rund fünf Minuten. Und auch sein spannender Werdegang wurde nur in der Einführung von Peter Junker kurz angeschnitten. Stattdessen sprach er von Freiheit und Dankbarkeit, von den «Heldinnen und Helden», die sich im Hintergrund oder an der Front für die Schweiz einsetzen. «Wir können alle Helden sein», legte er der Festgemeinde ans Herz, um sich gegen Missstände stark zu machen. Unter den Gästen an der Nationalfeier war auch Gerbers Nachbar im

Mettmenstetter Weiler Wissenbach, Ernst Forster. Extra für die Ansprache sei er auf den Festplatz Paradies gekommen. Und die beiden Herren hatten eine Abmachung: Nach einer gelungenen Ansprache zahle Forster das erste Getränk, ansonsten müsse der Redner das Portemonnaie zücken. Als Gerber nach seiner Ansprache an den Tisch zurück kam, erhob sich Forster sogleich: «Ich zahle den Féchy.» Und Lob gab es auch für die Familie Junker, stellvertretend für den organisierenden Verschönerungsverein und den Turnverein, der die Festwirtschaft schmiss: «Das habt ihr gut gemacht» und ähnliches hörten sie von den Festbesuchern wiederholt. «Mettmenstetten hat den schönsten Festplatz im Bezirk», betonte Peter Junker. Nur schon deshalb

habe man nicht auf die traditionelle Feier verzichten wollen. Und mit dem Sicherheitskonzept, das unter anderem eine Abstandsempfehlung, Lenkung der Besucher an der Festwirtschaft, die Angabe von Kontaktdaten, und natürlich Verzicht auf Händeschütteln umfasste, dürfte sich auch das Ansteckungsrisiko in Grenzen gehalten haben. Die Instrumentalversion der Nationalhymne genoss man für diesmal schweigend oder allenfalls mitsummend und nach dem Entzünden des Höhenfeuers gegen 21.30 Uhr zog sich das Sitzenbleiben diesmal nicht ganz so lange hin: Um 24 Uhr sollte nach den Coronaregeln, die für die Gastronomie gelten, Schluss sein, hatte Junker angekündigt.

Ein riesiger neuer Harvester fällt, entastet und zersägt Bäume im Knonauer Amt. > Seite 7

Film zur Energiewende Das Knonauer Amt hat die Energiewende eingeleitet. Mit dem Projekt «EnergieRegion Knonauer Amt» verfolgt der Bezirk Affoltern das Ziel, bis ins Jahr 2050 weitgehend energieautark zu sein, bis zu diesem Zeitpunkt 80 Prozent des Strom- und Wärmeenergiebedarfs durch selber produzierte, erneuerbare Energie zu decken. Wie das im Einzelnen vor sich geht, das möchte der WWF aufzeigen und hatte darum die Idee, einen Film dazu zu drehen. Die Dreharbeiten sind derzeit im Gange. Die Drehorte sind über die ganze Region verteilt. Im Kloster Kappel wird gezeigt, wie nachhaltige Wärmeversorgung funktioniert, in Ottenbach, wie Grüngut in Strom umgewandelt wird, in Bonstetten, wie Fotovoltaikanlagen auf Hausdächern installiert werden. «Ziel des 15-minütigen Films ist es, am Beispiel des Knonauer Amts aufzuzeigen, wie eine Region eine nachhaltige Energiezukunft aufbaut», sagt Charles Höhn vom Forum Umwelt-Energie. Mit dem Film sollen andere Regionen in der Schweiz ermutigt und motiviert werden, ebenfalls den Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung zu beschreiten. Gleichzeitig soll ihnen gezeigt werden, wie dieser Weg erfolgversprechend beschritten werden kann.

> Bericht auf Seite 3

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Neu in Affolt ern a. A.

> Ansprache auf Seite 4

Open Air auf dem Bauernhof statt am Türlersee

Beliebte Abkühlung in der Reuss

«Live am Türlersee» hätte es eigentlich heissen sollen. Weil das Open Air dort coronabedingt abgesagt werden musste, disponierten die Veranstalter kurzerhand um und boten den Bands vergangenen Freitagabend in einer Scheune eine Bühne, dies auf dem Sidler-Hof in Hausen. Dabei gaben nach «Slavi» (Folk) «Silver Linings» aus dem Oberamt ein beeindruckendes Debüt. Das junge Quintett stimmte das Publikum gekonnt ein auf die routinierteren Hauptacts «Tan Pickney», Reggae-Musiker aus dem Freiamt, und die Ämtler Hippie- und Classic-Rock-Urgesteine von «Last Avenue». (red.)

In den vergangenen Tagen herrschte reger Verkehr auf der Reuss – insbesondere am Samstagnachmittag, 1. August. Das heiss-trockene Wetter sorgte für einen veritablen Boom an Schlauchbooten. Zuweilen liessen sich von der Reussbrücke in Obfelden mehr als ein Dutzend aufs Mal erspähen. Gegen Abend hatte sich die Situation dann allerdings wieder sichtlich entspannt. Feiern und feuerwerken wollte die Mehrheit der «Gummiböötler» offenbar lieber andernorts. Nicht nur die Plätze auf, sondern auch an der Reuss waren am Hitzesamstag begehrt. Das belegte nur schon die Situation an den offiziellen und nicht ganz offiziellen Parkplätzen an den Reussufern. (tst.)

> Bericht auf Seite 5

Mechanisierte Ernte

Die vergangenen Hitzetage haben einen «Böötli-Boom» ausgelöst

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20032 Schlauchboote vor der Obfelder Reussbrücke. (Bild Thomas Stöckli)

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Einladung zum Abschiedsgottesdienst von

Wettswil am Albis Am 17. Juli 2020 ist in Nizza (Frankreich) gestorben:

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Als die Kraft zu Ende ging, war’s kein Sterben, war’s Erlösung.

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In Liebe Annegreth Wünn-Spinner Andy und Mio Wünn mit Daniel, Tina, Yannick und Sarah Christina Wünn und Rolf Kränzlin mit Nora Verwandte und Freunde Die Abdankungsfeier findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. In der Gemeinde werden keine Leidzirkulare versendet. Traueradresse: Andy Wünn, Allmendstrasse 48, 8914 Aeugst am Albis

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. August 2020

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Zeigen, wie Nachhaltigkeit geht Das Knonauer Amt präsentiert sich in einem Film als Pilotenergieregion Das Knonauer Amt ist eine Vorzeigeregion in Sachen nachhaltiger Energienutzung. Vor zehn Jahren hat man sich auf den Weg gemacht, bis 2050 weitgehend energieautark zu sein. Wie diese Energiewende umgesetzt wird, das wird nun in einem Film dokumentiert. Von stefan schneiter Die Drehorte verteilen sich übers ganze Knonauer Amt: Im Kloster Kappel wird gefilmt, wie das Kloster seine gesamte Wärmeversorgung über erneuerbare Energie produziert. In Ottenbach ist zu sehen, wie in der Ökopower AG Grüngut in Strom umgewandelt wird und wie im Kleinkraftwerk in früheren Jahren die erneuerbare Energieform Wasserkraft genutzt worden ist. In Bonstetten werden Fotovoltaikanlagen in Neubauten montiert, in Wettswil ist ein Mäh-

drescher beim Abmähen eines Kornfeldes zu beobachten, in Stallikon Kinder in einem Energiespielhaus, die lernen, wie sie erneuerbare Energie direkt und sinnvoll nutzen können. In weiteren Filmsequenzen kommen Fachpersonen zu Wort, Regierungsrat Martin Neukom etwa, der zürcherische Baudirektor, aber auch Klimaexperten wie Andreas Fischlin und Reto Knutti wurden angefragt. Alphornklänge von Walter Ess, dem früheren Gemeindepräsidenten von Stallikon, werden mit eingestreut. So entsteht ein 15-minütiger, kaleidoskopartig mit zum Teil assoziativen Bildelementen zusammengestellter Film rund um das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit. Die Dreharbeiten sind zurzeit im Gange. Den Film erstellt der Dokumentarfilmer und Journalist Sebastian Günther. Charles Höhn vom Forum Umwelt-Energie hat das Grundkonzept für den Film erstellt, Drehorte ausgewählt und alle Personen organisiert, die einen Auftritt im Film haben. «Ziel des Films ist es, am Beispiel des Knonauer Amts aufzuzeigen, wie eine Region eine nachhaltige Energiezukunft aufzubauen imstande ist. Die Idee dazu kam vom WWF, der uns als Pilotenergieregion gegenüber anderen Regionen präsentieren möchte, um diesen zu zeigen: Eine nachhaltige Energiezukunft umzusetzen ist möglich und machbar. Gleichzeitig sollen andere Regionen ermutigt und motiviert werden, diesen Weg ebenfalls zu beschreiten», erklärt Höhn.

Seit 2010 auf gutem Weg

Landwirtschaft und Klima stehen in einem Zusammenhang.

Das Knonauer Amt hat sich vor zehn Jahren auf diesen Weg gemacht. 2010 lancierte die Standortförderung das Schwerpunktprojekt «EnergieRegion Knonauer Amt» mit dem Ziel, bis 2050

Dreharbeiten in luftiger Höhe: In einer Neubausiedlung in Bonstetten werden Fotovoltaikanlagen eingebaut. (Bilder Stefan Schneiter)

80 Prozent des Strom- und Wärmeenergiebedarfs durch selber produzierte, erneuerbare Energie zu decken. Und man ist auf Kurs: Bis 2020 sollte dieser Anteil als Zwischenziel 23 Prozent betragen, doch schon per Ende 2019 war man bei über 26 Prozent angelangt. Die Stiftung Pro Evolution, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben hat, unterstützt den Film finanziell. Gezeigt werden soll er nicht nur in andern Regionen der Schweiz, sondern auch

im Säuliamt selbst. Primäre Zielgruppe sind Leute aus Politik und Wirtschaft, «diejenigen, die am Karren ziehen», wie es Höhn nennt. Zum Zielpublikum gehören aber eigentlich alle, die an diesem Thema interessiert sind. Fertiggestellt werden soll der Film, der noch keinen Titel hat, noch in diesem Herbst. Erstellt wird auch eine fünfminütige Kurzversion für die sozialen Medien, mit der auch ein jüngeres Publikum angesprochen werden soll.

WIR GRATULIEREN Zum 90. Geburtstag Schon viele Male hat sich die Welt gedreht, seit Adelheid Bertschinger in Affoltern geboren wurde. Sie feiert am Donnerstag, 6. August, den 90. Geburtstag und das hoffentlich bei guter Gesundheit und in bester Stimmung; alles Gute!

Schwerverletzter Töfffahrer in Rifferswil Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Bei einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Lieferwagen mit Anhänger in Rifferswil ist am frühen Freitagabend, 31. Juli, der Zweiradfahrer schwer verletzt worden. Gegen 17.45 Uhr fuhr ein 20-jähriger Mann mit seinem Motorrad auf der Albisstrasse in Richtung Albis. Auf einer Geraden setzte er zum Überholen einiger Fahrzeuge an. Dabei kollidierte er mit dem in gleicher Richtung fahrenden Lieferwagen eines 31-jährigen Lenkers, als dieser nach links in einen Feldweg abbiegen wollte. Der Motorradfahrer kam zu Fall und wurde schwer verletzt. Nach der Erstversorgung wurde er mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen. Wegen des Unfalls musste die Strasse in beiden Richtungen gesperrt werden. Die Feuerwehr Oberamt hat eine Umleitung eingerichtet. Kapo ZH

Der Töfffahrer wollte überholen, der Lieferwagenchauffeur in den Feldweg abbiegen. (Bild Kapo ZH)

Selbstunfall auf dem Albispass Bei einem Verkehrsunfall mit einem Personenwagen ist am Freitagabend, 31. Juli, auf dem Albispass grosser Sachschaden entstanden. Die drei Insassen blieben unverletzt. Um zirka 19.50 Uhr fuhr ein 22-jähriger Mann mit zwei Begleitern mit seinem weissen Auto auf der Albisstrasse von Langnau in Richtung Passhöhe. Auf der Höhe der Abzweigung Weidbrunnenstrasse verlor er in einer Rechtskurve die Herrschaft über das Fahrzeug. Das Auto schlitterte über die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem

Randstein und einem Hydranten, ehe es zur Seite kippte. Die drei Insassen konnten das Fahrzeug unverletzt verlassen. Wegen des Unfalls musste die Strasse in beiden Richtungen gesperrt werden. Durch die Feuerwehren Oberamt und Langnau am Albis wurde eine Umleitung eingerichtet.

Polizei sucht Zeugen

Bei einem Selbstunfall kippte das Auto auf die Seite. (Bild Kapo ZH)

Personen, die Angaben zum Unfallhergang, insbesondere zur Fahrweise machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Verkehrszug Neubüel, Telefon 043 833 17 00, in Verbindung zu setzen. Kapo ZH


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. August 2020

Grosse Dankbarkeit für die Schönheiten der Schweiz 1.-August-Reden trotz Absagen der Feiern in fast allen Ämtler Gemeinden Von den 14 offiziellen 1.-AugustFeiern im Bezirk wurden 13 abgesagt. Keine Feiern – das bedeutet auch keine Reden, die in der Zeitung Platz finden. Mit etwas Spürsinn fand der «Anzeiger» drei Personen, die bereit waren, dennoch eine Rede zu schreiben. Eine Rede, die nie gehalten wird, aber als Schreibe nun gelesen werden kann. Von Marianne Voss

Maja Micanovic. (Bilder Marianne Voss) Liebe Schweiz Bleib, wie du bist! Ich gratuliere dir zur tatkräftigen Pflege deiner reichhaltigen Kultur, Natur und Landschaft. Ich danke dir für die Werte, die ich hier gelernt habe: Menschlichkeit, Anstand, Höflichkeit. Und ich bin dankbar für das Wissen, das ich mir hier aneignen durfte. Ich wünsche dir stolze Bürgerinnen und Bürger, denen bewusst ist, in welch gutem Land wir leben.

1. August: Dieses Jahr sind die Rednerpulte am 1. August leer. (Archivbild mvo.)

Benjamin Kilchmann, Schüler, Hausen

Rolf Oberhänsli.

einem Verein engagieren! Lokale und regionale Vereine mit ihren regelmässigen Veranstaltungen bieten den Menschen in unserer globalisierten Welt ein Stück Heimat. Der 1. August lebt ganz besonders von Traditionen, die auch von Vereinen hochgehalten werden. Gegenwärtig – und wohl noch geraume Zeit – müssen wir mit coronabedingten Massnahmen leben. Auch das Vereinsleben ist stark eingeschränkt oder sogar zum Erliegen gekommen. Dank einem Bundesrat, der uns als mündige Staatsbürger betrachtet und deshalb möglichst viel Eigenverantwortung überträgt, dürfen und durften wir wenigstens in der Schweiz ein grosses Mass an Freiheit geniessen. Erfreuen wir uns an den landschaftlichen und kulturellen Kostbarkeiten, die das Säuliamt uns

Benjamin Kilchmann.

Maja Micanovic, Fachfrau Gesundheit, Obfelden

Der Nationalfeiertag und das Vereinswesen Seit 40 Jahren wohne ich hier im Knonauer Amt und schätze diese Region,

nächstes Jahr den 1. August wieder als unbeschwertes Fest der Gemeinschaft feiern können.

eingebettet zwischen Reuss und Albis. Deshalb habe ich den zärtlich-vertraut klingenden Begriff «Säuliamt» verinnerlicht, obschon Schweine längst nicht mehr über den Albis trotten, um in Zürich feilgeboten zu werden. Wäre demnach «Liebe Säuliämter» die geeignete Anrede? Doch wann gilt man als «Säuliämter»? Gehören beispielsweise die beinahe 30 Prozent Einwohner von Affoltern ohne Schweizer Pass auch dazu oder ist einfach jeder, der hier Steuern bezahlt, gemeint? Da halte ich es doch lieber mit der salomonischen Anrede «Grüezi mitenand». So habe ich garantiert niemanden vergessen oder gar wegen seiner politischen oder weltanschaulichen Gesinnung vergällt. Wenn ich an meine Jugendzeit in den 50er- und 60er-Jahren im Zürcher Oberland zurückdenke, erinnere ich mich an die traditionelle 1.-August-Feier mit Kinderscharen, die mit leuchtenden Augen stolz ihre Lampions präsentierten, an Akrobatik-Darbietungen des örtlichen Turnvereins und natürlich auch an die patriotische Rede des Gemeindepräsidenten sowie die Landeshymne, intoniert durch die Harmonie. Und das alles, garniert von köstlichem Bratwurstduft, einem spektakulären Feuerwerk oder einem Höhenfeuer. Der 1. August war ein Höhepunkt des Vereinslebens und festigte das Gemeinschaftsgefühl in unserem Dorf. Und heute? Mancher Verein kämpft um sein Überleben. Sitten und Bräuche unterliegen einem Wandel. Helfen wir mit, die für die Schweiz so typische Vereinskultur zu bewahren, indem wir uns in

Rolf Oberhänsli, Sek-Lehrer im Ruhestand, Affoltern

Liebe Bürgerinnen und Bürger Ich gehe davon aus, dass ich nicht der Einzige bin, der, bedingt durch die Corona-Krise, in der wunderschönen Schweiz Ferien macht. Mit einem Freund war ich letzte Woche in den Bergen im Wallis unterwegs. Wir unternahmen Wanderungen, gingen biken, zelteten und kletterten, immer bei schönem Wetter und einer herrlichen Aussicht. Dabei sind mir die Gletscher ins Auge gestochen – oder eben nicht. Es ist unglaublich, wie weit oben an den Hängen die Gletscherzungen enden und wie wenig Schnee in der Höhe liegt. Natürlich hat der Klimawandel diesen Prozess extrem beschleunigt, und ich finde es beängstigend, wie schnell wir in der Schweiz keine Gletscher mehr haben werden, falls wir nichts unternehmen. Lasst uns gemeinsam gegen den Klimawandel vorgehen, denn nur zusammen können wir die Auswirkungen bremsen und die Schweiz, das Land mit den Bergen, Seen und Gletschern – so wie wir es alle kennen und lieben – retten!

bietet, anstatt inmitten der anonymen Masse von Touristen auf dem Meeressand zu schmoren. Und seien wir dankbar dafür, in dieser noch weitgehend beschaulichen Welt zu leben. Friedrich Schiller legte in seinem Werk «Wilhelm Tell» dem Adligen Rudenz, als jener Gessler mahnte, folgende Worte in den Mund: «Allzu straff gespannt, zerspringt der Bogen.» Auf die aktuelle Situation übertragen, könnte dies bedeuten, die Eigenverantwortung, die der Bundesrat uns gibt, nicht durch unverantwortliches Handeln aufs Spiel zu setzen. In diesem Sinn, halten wir uns an die Massnahmen, um uns und unsere Mitmenschen nicht zu gefährden, geniessen wir den Nationalfeiertag trotzdem und tragen dazu bei, dass wir

Die Schweiz feiern für das, was sie ist und noch sein wird Gedanken zum 1. August von Roy Gerber, Festredner in Mettmenstetten

M

einer Meinung nach ist heute nicht der Zeitpunkt, um zu politisieren. Allerdings wären wir heute nicht da, und die Schweiz wäre nicht, wie sie ist, wenn wir uns von

Festredner Roy Gerber.

Angst und Schrecken dominieren oder bestimmen lassen würden. Weder ein Virus im Jahr 2020 noch verschiedene Grossgrundbesitzer im Jahr 1291 können oder konnten unsere Freiheit bestimmen. Dafür sind wir – jeder Einzelne von uns – verantwortlich. Und diese Verantwortung lassen wir uns auch von nichts und niemandem nehmen. Nicht gestern, nicht heute und erst recht nicht morgen. Heute ist Zeit, um zu feiern, zusammenzustehen und die Gemeinschaft zu geniessen. Die Schweiz zu feiern, für das, was sie ist und noch sein wird. Wir sind gesegnet, Schweizerinnen und Schweizer zu sein oder in der Schweiz leben zu können. Die Schweiz ist schön. Wunderschön sogar. Die Schweiz gibt uns viel und sie wäre nicht so, wie sie ist, wenn Gott sie nicht so wunderschön erschaffen hätte. Und wenn sich nicht viele verschiedene Menschen für sie eingesetzt hätten und heute noch für sie einsetzen. Dafür möchte ich heute mit euch Danke sagen.

Die Festgemeinde in Mettmenstetten geniesst ihr traditionelles Höhenfeuer. (Bilder Thomas Stöckli)

Wofür bist du der Schweiz dankbar? Was liebst du an der Schweiz? Die Berge? Die Seen? Die Naherholungsgebiete? Eine Stadt? Die Landwirtschaft oder

eher die Wirtschaft? Das Bier, den Käse, den Wein oder eher die Milch? Wen kennst du, der sich für die Schweiz einsetzt oder eingesetzt hat?

Wilhelm Tell? Zwingli? Wir können uns alle für die Schweiz einsetzen, wir können alle Helden sein. Viele sind es bereits. Ob Lehrerin, alleinerziehendes Mami oder Papi, Feuerwehrmann oder Landwirt, Selbstständige, Banker oder Werkhofmitarbeiter. Danke an jeden Einzelnen von euch, der sich für die Schweiz einsetzt. Und herzlichen Dank an euch Helden und Heldinnen, die ihr euch im Hintergrund oder an der Front gegen Missstände in der Schweiz stark macht. Lasst uns ab morgen alle Heldinnen und Helden sein, jeder und jede auf seine Art. Heute ist Zeit, zu feiern – unsere Heimat und uns –, dankbar zu sein und auszutauschen, was wir an der Schweiz schätzen und lieben. Und wie es in der Schweizer Nationalhymne heisst: «Betet freie Schweizer betet.» In dem Sinne: alles Gute zum Geburtstag, Schweiz! Und vielen herzlichen Dank, lebendiger Gott, dass du die Schweiz so wunderschön erschaffen hast und wir hier leben dürfen. Roy Gerber, Mettmenstetten


Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. August 2020

Ein bisschen Normalität

ZWISCHEN-RUF

Drei Tage im Ausnahmezustand

«Live uf em Hof» in Hausen anstatt am Türlersee Da das Oberämtler Open Air «Live am Türlersee» coronabedingt kurzfristig abgesagt wurde, zügelte die Organisation am letzten Julitag auf den Sidler-Hof in Hausen. Das Publikum kam in den Genuss eines wunderbaren Sommerabends voller Musik und ein bisschen Normalität. Von Martin Platter Es wäre zu schade gewesen, hätten die Gastgeber von «Woodstock Nation Hausen» ihr Open Air einfach abgesagt. Nach der sengenden Hitze am Mittag des letzten Julitages folgte ein wunderbar lauer Sommerabend, wie gemacht zum draussen Verweilen. Das Musikprogramm konnte sich mit «Slavi» (Folk), der Auftrittspremiere von «The Silver Linings» (Alternative) sowie den routinierten «Tan Pickney» (Reggae) und «Last Avenue» (Hippie und Classic Rock) sehen und hören lassen. Bezüglich Infrastruktur wurde improvisiert. Die Bands spielten in der Tenne der Scheune, die Getränkeausgabe war in der Garage, der Grill stand natürlich im Freien wie auch die Bänke fürs Publikum, das recht zahlreich aufmarschierte. Ungewohnt war einzig, dass man beim Eintritt die Personalien hinterlassen musste und penibel genau kontrolliert wurde, wenn man das Gelände wieder verliess.

Die Hausemer «Last Avenue» mit den Open-Air-Mitinitianten Christian Schönbächler und Martin Gaisser rockten das Publikum bis um Mitternacht. (Bilder Martin Platter)

Die Freiämter von der Tan-Pikney-Band wandelten musikalisch auf den Reggae-Spuren von Bob Marley und Peter Tosh. geschlossen, währenddem sie auch Gesangsstunden besuchte, wie sie nach dem Konzert verriet. Sie sagte: «Ich habe bisher jede Chance, um Musik zu machen, ergriffen.» Ihre Ausbildung war aber in klassischer Musik, wo sie auch in Chören mitgesungen hat. Bandmitglied Jannick aus Rifferswil ergänzt: «Ich bin sehr zufrieden mit unserem ersten

Auftritt. Während der Coronazeit haben wir nur einmal in der Woche geprobt.» Er hofft nun, dass «The Silver Linings» für weitere Auftritte gebucht werden. Für Martin Gaisser, Gründer und Leadsänger der Hausemer Gruppe «Last Avenue», sind «The Silver Linings» der Beweis, dass sich die Oberämtler Musikszene keine Nachwuchssorgen machen

Die «Silver Linings»-Sängerin zeigt, wo ihre musikalischen Idole weilen. muss. Es sei jedoch wichtig, dass den jungen Bands die Bühne geboten werde, um ihr Können zu zeigen. Wie das geht, demonstrierte Gaisser zum Abschluss des Open Airs gleich selber. Zusammen mit Jérémy Bochet (Bass), Christian Schönbächler (Gitarre) und Martin Plüss (Schlagzeug) rockte er das Publikum bis um Mitternacht.

Ereignisreiches Sommerlager über dem Vierwaldstättersee Unter dem Motto «Sightseeing mit em Ueli» verbrachte die Jubla Säuliamt zwei unvergessliche Lagerwochen in Emmetten NW.

Viele entschieden sich jedoch gegen einen Mittagsschlaf und schrieben Postkarten, knüpften Bändeli oder vergnügten sich draussen mit Volleyball, auf dem Trampolin oder mit einem Diabolo. Ein alljährliches Highlight, die «Sauete», war auch in diesem Sola sehr beliebt. Begonnen hat diese mit normalen Sportspielen, wie zum Beispiel Völk, mit dem kleinen Unterschied, dass die Bälle regelmässig in Schlamm getunkt

Am Mittwoch um elf ...

Meine letzte Nacht hier

Beim Spiel «Höllenschlund», darf der Baumstamm nicht berührt werden. (Bild zvg.) decken, stand dieses Jahr auch ein Corona-Ämtli auf dem Plan. Verschiedenste Oberflächen mussten desinfiziert werden und gründliches Lüften gehörte ebenfalls dazu. Morgen-, Nachmittagsund Abendprogramm bestanden beispielsweise aus Geländespielen, Singsongs am Lagerfeuer, Postenläufen, kleineren Wanderungen, Spielen und vielem mehr. Die lange Siesta diente den Kindern und Leitern als Erholungszeit.

... lande ich für 24 Stunden im Überwachungsraum. Noch vollgepumpt mit Narkosemitteln geht es mir prima. Ich habe zwei sehr nette Pflegefachfrauen, Österreicherinnen, zur Seite, mit denen ich über Mutter-Tochter-Verhältnis rede, Weltreisen und österreichische Kabarettisten. Leider kamen in der Nacht Schmerzen mit voller Wucht. In Kopf, Kiefer und Hals. Ich hatte ein Wirrwarr von dünnen Schläuchen um mich herum, verhedderte mich darin, aua, tut so weh, au! Die Nachtschwester gab mir zuerst Novalgin, hat nichts genutzt. Sie ist eine Deutsche und folgender Satz käme keiner Schweizerin in den Sinn: «Das kann ich gar nicht haben, dass Sie leiden müssen!» Schliesslich bekam ich Morphin. Nützte auch nicht. Die zweite Dosis aber nahm mir endlich, endlich nach Stunden den Schmerz. Eine grässliche Nacht. Später hiess es, ich hätte halt sofort etwas sagen müssen und nicht tapfer sein wollen. Das merk ich mir. Für ein andermal.

... kam ich wieder auf meine neurologische Station. Keine Schmerzen mehr. Lag da mit meinem Katheter. Eine Physiotherapeutin gab der Bettnachbarin die Aufgabe, zu lesen, was gross auf dem Flipchart stand: «Ich habe eine Hirnblutung gehabt und bin seit 23 Tagen hier im Unispital.» Und die Zahl 23 wurde in 24 geändert. Ach! Die Pflegerinnen gaben sich grosse Mühe mit ihr. Versuchten, alles mit Humor zu nehmen. Wenn sie die Dessertcrème nicht löffeln, sondern trinken wollte – na gut, weshalb nicht ... ach! Meine Mutter am Telefon: «Du hast mich gestern nicht angerufen. Ich bin sooo besorgt. Was ist los? Was? Halsweh! O je o je! Gurgle mit Salbei, hörst du? Und ruf morgen auf jeden Fall an!» Niemals durfte sie erfahren, dass ich im Krankenhaus lag. Dazu mit einem Aneurysma! Ihr 100-jähriges Herz würde das nicht verkraften, befürchte ich. «Aber dir geht es gut?», fragte ich. «Ja, ich hatte grosse Wäsche. Und Leintücher bügeln ist einfach mühsam.»

Die Jublaner unter Mordverdacht

Trotz der momentanen Coronalage konnten die rund 40 Kinder und zwölf Leiter fast wie gewohnt mit Rucksack und Wanderschuhen ins Sola anreisen und ihr Programm durchführen. Ueli, ein Alphorn spielender Eidgenosse, hatte die Jublaner eingeladen, um ihnen die Schönheiten der Schweiz näherzubringen. Passend zum Motto stand das Lagerhaus in der tiefsten Innerschweiz, mit wunderbarer Sicht auf den Vierwaldstättersee. Der Umschwung lud mit Trampolin, Slackline und grosser Wiese zum Spielen ein. Geschichtlich wurde diese Idylle aber schon in der zweiten Nacht durch den Mord am Gärtner Stephen zerstört. Zwei anwesende Cops stellten die Schar selbst unter Tatverdacht. Die Jublaner ihrerseits versuchten herauszufinden, welcher der auftauchenden Charaktere wohl der Täter war. Die Tage begannen jeweils mit einem «Fit am Morgen», kurz Fitamo, um den Kreislauf in Gang zu bringen. Wie nach jedem Essen, mussten nach dem Zmorge die Ämtli gemacht werden. Neben den altbekannten Aufgaben wie Abwaschen oder Tisch-

Am Montag rücke ich ein mit Sack und Pack, das heisst – so, wie es empfohlen wurde – mit Trainer und Pyjama. Aber schon am Dienstagmorgen wird mir ein Spitalhemd übergezogen. Dann ein Beruhigungstablettli und los geht die Fahrt in den Ops. Dort rüberklettern auf eine ganz schmale Liege, zwei Pfleger links und rechts befestigen eine Art Armstütze und ja – wie die mir dann den Blasenkatheter reinstecken, das hab ich nicht mitbekommen. Und was der sympathische Dr. Tilman Schubert (Deutscher, logisch, bei dem Vornamen) zweieinhalb Stunden lang in meinem Hirn werkelte, das hat er mir zuvor aufgezeichnet. Ein Zufallsbefund, ein Aneurysma, ein Blutsäckchen, das beim Platzen eine Hirnblutung verursachen würde. (Meine Mutter hatte dies vor 43 Jahren und war zuerst blind und gelähmt, bis sie sich nach acht Monaten wieder vollständig erholt hatte.) So eine tickende Bombe in meinem Hirn, die musste entschärft werden.

Nach der OP ...

Sprungbrett für Nachwuchs-Band Der Abend hat einmal mehr gezeigt, wie vital sich die Oberämtler Musikszene präsentiert. Mit «The Silver Linings» hatte ein Quintett junger Musiker aus dem Oberamt ihr Debüt vor grösserem Publikum. Leadsängerin Desiree aus Aeugst liess sich ihre Unerfahrenheit nicht anmerken und überzeugte mit tragender Stimme und auch der Rest der Band gab sich keine Blösse. Erst als das Publikum zum Schluss «Zugabe» schrie, gab Desiree zu, dass sie noch nicht so viel Erfahrung mit Auftritten hätten. Die 18-Jährige aus Aeugst hat vor den Sommerferien das Gymnasium ab-

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wurden. Nach und nach artete dies in eine Schlammschlacht aus, sodass auf den Gruppenfotos zum Schluss die lachenden Gesichter nur schwer zu identifizieren waren. Was allerdings dieses Jahr coronabedingt nicht stattfinden konnte, war der Elternbesuchstag. So war bei der Rückkehr die Freude aufseiten der Eltern, wie auch der Kinder, gross, sich nach zwei Wochen wieder in die Arme zu schliessen. Jubla Säuliamt

Es ist schon dunkel. Ich bin auf dem Balkon und blicke hinunter auf Zürich und rüber zum See. Eine nette schweizerische Pflegerin setzt sich eine halbe Stunde zu mir. Zwei Abendschiffe kreuzen sich, wie schön! Da – grosses Brummen. Ein Heli landet unten auf dem Dach des Hauptgebäudes. Eine Trage wird herangefahren. Ich drücke dem Kranken die Daumen: Alles wird gut. Ute Ruf


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Vermischtes

Dienstag, 4. August 2020

Von Hakab nach Agasul

FORUM

Eine Frage der Intelligenz oder Willkür?

Eine «exotische» Wanderung ganz in der Nähe In der Serie «SommerferienTipps» stellt der «Anzeiger» Ausflugsziele der Region vor. Das hat David Künzler aus Affoltern, früher Landarzt in Hausen, an eine orientalisch anmutende Wanderung erinnert – zwar nicht im Säuliamt, aber doch ganz in der Nähe. Von DaViD Künzler Mein Schwiegervater hat früher manchmal gesagt, er wolle «von Hakab nach Agasul» gehen. Was tönt, wie im Nahen Osten, findet sich tatsächlich im Kanton Zürich, Hakab bei Nürensdorf, Agasul, in der Nähe von Weisslingen, nicht weit weg von Illnau. Weil es so exotisch tönt und wir, meine Frau und ich, das selber immer wieder zitiert haben, wollten wir diese Wanderung mal versuchen und waren interessante vier Stunden unterwegs, drei davon wandernd. Von Bassersdorf führte uns das Postauto nach Nürensdorf Post. Leicht aufwärts ging es am Schulhaus mit viel fröhlichem Lärm vorbei – und an einer blumengeschmückten Ecke des Nürensdorfer Armbrustschützenvereins. Gespiegelte Lilien, eine nach aufwärts, die andere abwärts zieren das Wappen. Auf unserer alten Karte (Kanton Zürich, Blatt Nord, 1:50 000, letzte Nachführung 1984) ist Hakab auf einem freien Feld angegeben. Doch führt der immer noch leicht ansteigende Weg zu einer Häusergruppe, die ich so nicht erwartet hatte. In dieser Häusergruppe erscheint ein Wegweiser, der ganz klar den Ort angibt: Hakab. Von dort geht es aufs grosse Feld «Hakab», das für das Dorf namensgebend ist, wo wir nach all dem Suchen und auch Betrachten nach einer knappen halben Stunde ankommen. Reale Marschzeit bis dahin: rund 20 Minuten.

Vom Geländevorsprung der Habichte... Laut der Broschüre «Zürcher Ortsnamen» der Zürcher-Kantonalbank leitet sich der Name Hakab von «Habichekke» her, einem Geländevorsprung, wo viele Habichte hausen. Tatsächlich ist es ein grosses Feld, in Marschrichtung im Hintergrund ein Waldrand, sonst sieht man relativ weit herum. Statt der Habichte stehen nun aber viele grosse Leitungsmasten auf dem Feld, die wir rechtwinklig unterqueren. Zudem sind wir in einer Flugschneise des Flughafens Kloten. Alle paar Minuten kommt ein «Metallvogel» statt eines Habichts. Die waren damals wohl stiller. Wenn die Flugzeuge nicht so hoch fliegen, so ist

Strommasten und -leitungen prägen die Landschaft. (Bilder zvg.)

Wortspiel in Winterberg. man im Gespräch doch für etwa eine Minute gestört. Dazwischen aber ist Ruhe, denn wir sind hier wirklich im Landwirtschaftsgebiet, und es wird intensiv gearbeitet. Diese Diskrepanz – friedliche Landwirtschaft und moderne Zeit mit Hochspannungsleitungen und Flugzeugen – ist irgendwie eindrücklich und nicht unspannend. Der Weg ist jetzt gut markiert, führt zum Wald Hohenasp und hindurch. Am Waldausgang stehen wunderbar gerade, schöne Tannen – wie ein Gegenpol zu den stählernen, leblosen Masten zuvor. Rund 20 Minuten wandern, fotografieren und umherschauen. Nach dem Start in Hakab treffen wir in Kleinikon ein und wandern weiter in Richtung Winterberg, am dortigen Golfplatz vorbei, an dessen Rand in magerer Wiese nicht (mehr) alltägliche Blumen gedeihen, und schlängeln uns gemäss den Tafeln durch das Dörfchen. An der Durchgangsstrasse, der wir kurz folgen müssen, finden wir einen Platz mit einer interessanten Beschilderung: «Platz: Angst» steht da weiss auf blau. Erstaunt fragen wir uns zuerst, ob hier ein Psychiater zu Hause sei, oder die Leute einen solchen brauchen, doch löst sich bei Betrachtung des Brief kastens die Sache sogleich: Das ist der Parkplatz der Familie Angst. Wir verlassen die Strasse durch eine Häusersiedlung hindurch und hören zu-

«Selfie» der Wandersleute bei der Mittagsrast. nehmend das Rauschen der im Tal der Kempt durchführenden Autobahn. Ein relativ steiler Weg führt hinab und auf einer Brücke über die Nationalstrasse Zürich-Winterthur. Es geht hinunter zur alten Winterthurerstrasse und zum alten Bahnhof Kemptthal und auf etwas undeutlich markiertem Pfad zur und über die Kempt.

... zum Schweinepferch des Ago Hier ist der Tiefpunkt dieser Passage. Nun steigt es auf gutem Weg deutlich an, bis wir vor Chämleten aus dem Wald treten und ein willkommenes Bänklein für die Mittagsverpflegung finden (zirka anderthalb Stunden nach Hakab). Ab hier war die alte Karte untauglich, ich versuchte vergeblich, der von den Wegweisern angezeigten Route nachzufolgen. Es stimmte nichts. Erst zu Hause, anhand einer neueren Karte (Karteninhalt 2002, da war Hakab bereits als Dorf verzeichnet), sah ich die grossen Veränderungen. Doch die Wegweiser führten uns zum Glück sicher und wir folgten ihnen. Von unserm Bänklein gings nach Chämleten, dort vor einem Haus nach rechts und dann längere Zeit schnurgeradeaus. Wie auf dem linksufrigen Kempttalrücken, so spannten sich auch hier entlang unseres Weges die Leitungen. Das Kempttal als Energiedurchgangstal.

Der Weg geht südwärts. Wir kommen zu einer breiteren Strasse, «Agasul» links, bald wieder rechts, vor Billikon. Und plötzlich stehen wir bei Erli und blicken nach Effretikon hinunter. Auf einer, wie auf der neuen Karte ersichtlich, neu angelegten Strasse wandern wir geradeaus zum «Galgen» und gelangen zu einer grösseren Strasse, die den Blick frei gibt auf Illnau – und bald werden auch die Dächer von Agasul sichtbar. Eine Stunde nach dem Bänklein bei Chämleten treffen wir dort ein. Der Ortsname, ausgesprochen «Agisuul» wird übrigens von «Aghinsulaca» hergeleitet, was sich mit «Schweinepferche des Ago» übersetzen lässt. Die Wanderzeit von Hakab nach Agasul beträgt maximal drei Stunden, wenn man es gemütlich nimmt. Man kann auch in zweieinhalb Stunden gut durchkommen. Die Strecke ist in verschiedener Hinsicht interessant: Sie führt durch «banale» Landschaft, dann unter Flugzeugen durch, was der Landwirtschaft mehr Raum gibt. Überwältigend, was für ein Strom von Energie und Technik hier durchführt: Bahn, Flugzeuge, Elektrizitätsleitungen und dann vor allem seit Jahrzehnten die Autos. Teils wanderten wir quer zu diesen Strömen, teils mit ihnen. Dabei ist der Lärm von Autobahn, Bahn und Flugzeugen stellenweise doch sehr dominierend.

FORUM

Eine Strukturänderung ist unumgänglich KG+: Rekurs gegen die Anordnung der Urnenabstimmung, im «Anzeiger» vom 31. Juli. Eigentlich habe ich neben den Vorbereitungen für eine Trauung, eine Taufe, zwei Gottesdienste und zwei Abdankungen kaum Zeit, einen Leserbrief zu schreiben. Beim Lesen des Artikels zum Rekurs gegen die Anordnung der Urnen-

Zuschriften sind willkommen Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, greift in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region auf und enthält keine persönlichen Angriffe. (red.)

abstimmung zum Zusammenschlussvertrag von neun reformierten Kirchgemeinden juckt es mich aber doch. Da gibt es reformierte Kirchenmitglieder und aus der Kirche bereits Ausgetretene, die mit allen möglichen und in meinen Augen unmöglichen Mitteln verhindern wollen, dass sich die reformierten Stimmberechtigten von neun Kirchgemeinden mit dem Zusammenschlussvertrag auseinandersetzen und dann im September ein «Ja» oder «Nein» in die Urne legen. Nicht selten bekomme ich zu hören, die reformierte Kirche sei rückständig und viel zu träge. Sie bleibe im Alten verhaftet und nehme die Zeichen der Zeit nicht wahr. Und nun, wenn die Reformierten einen mutigen Schritt in eine unsichere Zukunft wagen wollen, sollten sie nicht einmal ihre Mitglieder fragen dürfen. Es geht ja nicht um Inhalte, nicht der reformierte Glaube steht auf dem

Spiel, es geht um eine nötige Anpassung der Strukturen. Die sollten wir dann angehen, wenn wir noch die Mittel und Ressourcen dazu aufbringen können. Keine Kirchgemeinde kann die so genannten Megatrends oder die gesamtgesellschaftlichen Veränderungen aufhalten. Der Traditionsabbruch schreitet voran und das «Liebet und vermehret euch» ist in der reformierten Bevölkerung auch nicht mehr gleich grossgeschrieben wie vor 80 Jahren. Die Zeiten mit 10-köpfigen Familien ist längst vorbei. Wir werden ohne einen einzigen Austritt Jahr für Jahr weniger. Zudem sind immer weniger Menschen einfach in einer Gemeinschaft drin, weil sie in diese Tradition hineingeboren wurden. Man sucht sich die passende religiöse Gemeinschaft oder kauft sich spirituelle Erfahrungen dann ein, wenn man das Bedürfnis nach solchen hat. Man mag das bedauern. Ich bedauere dies auch. Aber die Augen davor zu

verschlissen und nichts dagegen zu tun, führt in eine Sackgasse. Auch die gute und geschätzte Arbeit, welche das Bodenpersonal der reformierten Kirche leistet, kann diese Megatrends nicht aufhalten. Eine Strukturänderung innerhalb der reformierten Kirche ist unumgänglich. Packen wir sie jetzt an. Prüfen wir den Zusammenschlussvertrag auf Herz und Nieren. Wägen wir die Vor- und Nachteile ab im Bewusstsein, dass coronabedingt die Ressourcen der reformierten Kirche schon in zwei Jahren einiges kleiner sein werden, geschweige denn in 20 Jahren. Ich persönlich glaube, dass gerade mit dem geplanten Zusammenschluss die reformierte Kirche in den Dörfern des Säuliamts auch in 20 Jahren noch lebt. Werner Schneebeli, Pfarrer in Affoltern a. A.

Am Samstag, 1. August, auf dem Heimweg. Zirka 22 Uhr. Laute Knallkörper. Manchmal sehr laut. Glitzern am Himmel – da und dort. Immer wieder knallt es. Bis Mitternacht? Nein. Etwas länger. Aber gefühlt doch einiges mehr als in anderen Jahren. Wo war ich denn gestern? Ach ja stimmt. In Zwillikon. Beim hinteren Schützenhaus. Zwischen Wald und Autobahn. Junge Familienväter organisierten ein tolles «Feschtiwal». Alles funktionierte sehr gut, manches besser. Kontaktdaten wurden aufgenommen, Handynummern verifiziert. Niemand kam rein, ohne sich zu registrieren. Sehr gut. 300 Personen wie erlaubt. Drinnen im Gelände hat es genügend Platz, um Abstand zu halten. Viele Familien mit Kindern. Viele Kinder tragen gute Ohrenschütze. Pamirs, von den Organisatoren zur Verfügung gestellt. Superidee. Kühle Getränke, veganes Essen. Mehrwegbecher. Entsorgungssystem. Es ist einiges sauberer als auf dem Heimweg. Heimweg? Schon um 22 Uhr? Leider haben die enthusiastischen Organisatoren die Bewilligung für Livemusik nur bis 22 Uhr. Am 1. August. Die Behörde hat so entschieden. Dieselbe Behörde, die für nächsten Mai einen Grossanlass plant. Das Stadtfest. Erwartet werden wohl 50 000 Besucher. Viel Spass beim Kontaktdaten sammeln. Es ist Sonntagmorgen 1.30 Uhr. Es knallt noch immer. Alles Gute zum Geburtstag liebe Eidgenossenschaft. René Neuschwander, Affoltern a. A.

KG+ – ein Traum? Ich sehe eine riesige Fläche, so gross wie der Kanton Zürich. Es gibt wüstenähnliche Gegenden mit verknorzten Bäumen und von Wald umsäumte Bächlein. Nur wenige Wiesenflächen mit bunten Blumen und Schmetterlingen sind sichtbar, wo sich ein Heer von Würmern im Boden tummelt. Plötzlich höre ich Motorengeräusche, am Horizont erscheint ein riesiges Gefährt. Ein sechsfacher Pflug ist angehängt, die Erde mit grossem Krach umpflügend. Am Pflug ist ein grosses Druckfass befestigt, stinkende Gülle in grossen Mengen verspritzend. Ein Riese sitzt am Steuer, den Blick stur geradeaus gerichtet. Der Kopf ist mit zwei Hüten bedeckt, einer wie von Zwingli und der andere wie bei Gessler geschmückt. Alles Land wird umgepflügt und mit Gülle gespritzt, Bäume krachen zu Boden und die wertvollen Blumenbiotope werden nicht verschont. Da der grosse Traktor nicht alles restlos umpflügen und zerstören kann, eilen ihm aus allen Richtungen kleinere Traktörchen zu Hilfe. Die Gesichter am Steuer sind ebenfalls nicht erkennbar, analoge kleinere Hüte tragen auch diese. Ich höre die Würmer wehklagen, sie werden zerquetscht. Einige können sich unter einen riesigen schönen Fruchtbaum retten, wo es immer noch eine vielfältige Blumenwiese gibt. Der Riese schreit: «Alles muss ohne Ausnahme umgepflügt werden! Ich will ganz neuartige Kartoffeln ausbringen. Sie werden bei der Ernte riesig und selbstleuchtend sein. Damit kann ich hohe Leuchttürme bauen, die niemand übersehen kann.» Die Zudiener stimmen mit ein. Der riesige, wunderschöne Baum mit der Blumenwiese lässt sich aber nicht umhauen und zerstören – es geht einfach nicht. Eine aufkommende Hitze droht den Boden auszutrocknen – endlich bemerkt der Riese die fehlenden Würmer. Er befiehlt, auf das ganze Land Kunstrasen auszulegen, überall einheitlich. Nach einiger Zeit werden die Kartoffeln geerntet, doch die sind alle verfault. Ich sehe alle Traktoren in rostige Einzelteile zerfallen, die Gestalten darauf verdampfen. Ein Schmetterling fliegt vorbei und verkündet mit heller Stimme: «Wohl dem, der unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt in Ewigkeit.» Ich erwache und merke, dass ich ein beschützter Wurm bin. Und Sie? Heinrich Eggenberger, Obfelden (ehemaliges Mitglied Arbeitsgruppe KG+)


Gewerbe

Auf dem Baumpfad

Auf dem Baumpfad der Stiftung zur Weid in Rossau trifft man auf Bäume mit Charakter. > Seite 9

Dienstag, 4. August 2020

Sonne küsst Mond

Männer und Frauen sind verschieden – so wie Sonne und Erde. Was das für Paare bedeutet. > Seite 11

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Karate in der Badi

Karatelektionen in der Badi Affoltern – die Kinder sind mit Begeisterung dabei. > Seite 11

Wenn der Computer Bäume fällt Mechanisierte Holzernte zur Borkenkäferbekämpfung Der Borkenkäfer hat in unsern Wäldern zahlreiche Bäume zum Absterben gebracht. Während der vergangenen Woche war in Obfelden und Knonau ein riesiger neuer Harvester im Einsatz, um die Bäume zu fällen, zu entasten und zu zersägen.

zern. «Wir kommen gerade jetzt mit dem vielen Käferholz nicht mehr darum herum, solche Maschinen einzusetzen», informiert der Förster. «Es wäre viel zu teuer. Wir müssten mit jedem Stamm noch Geld hinterherschicken.» Mark Intrass von der Intrass AG ergänzt: «Es wäre kaum möglich, so viele ausgebildete Leute zu finden für diese Arbeit. Die Holzernte mit dem Harvester ist nicht nur effizient, sie ist auch sicher. Die Unfallgefahr bei der Waldarbeit ist ja erfahrungsgemäss sehr hoch.»

Von Marianne Voss Unüberhörbar und unübersehbar war das 23 Tonnen schwere Monster, das sich letzte Woche in den Wäldern von Obfelden und Knonau auf den vorgesehenen Fahrrinnen ins Gehölz bewegte: acht breite Räder, eine drehbare Kabine und vorne ein grosses Ernteaggregat. Auf zehn Meter Entfernung kann der Arm in einem blitzschnellen Arbeitsgang die Stämme packen, absägen, fällen, entasten und auf die gewünschte Länge zuschneiden. Bäume, die zu weit von der Fahrrinne entfernt sind, werden von einem sogenannten «Zufäller» − einem ausgebildeten Forstwart − mit der Motorsäge gefällt. Der Maschinist gibt im Computer jeweils die Baumsorte und die Qualität ein, und nach einem Auftrag weiss der Unternehmer genau, wie viele Kubikmeter von welchem Holz zum Verkauf bereitliegen. Wie kam das Monster, ein Harvester Komatsu 931XC, von Schweden ins Säuliamt? Die Firma Intrass AG, Forst- und Spezialfahrzeuge, importierte die Maschine, die per Schiff und auf einem Spezial-Tieflader nach Rottenschwil AG geliefert wurde. Der Endkäufer, das

Informationen für Waldbesucher

Der neue Holzernter im Einsatz im Wald bei Knonau. Von links: Mark Intrass, Förster Flurin Farrér, «Zufäller» Lukas Berchtold und Maschinist Luca Felice. (Bild Marianne Voss) Forstunternehmen Abächerli aus Giswil OW, übernahm sie am vergangenen Dienstag in Obfelden. Den Weg dorthin legte sie auf der Strasse zurück. Nach einer Einführung ins neue Computersystem, erprobte der erfahrene Maschinist, Luca Felice, mit der neuen Maschine gleich den Ernstfall. «Ich musste mich zuerst etwas einarbeiten», erklärte er bei einer Pause im Waldstück bei Knonau. «Diese Maschine kann viel mehr als ich, sie ist extrem gescheit.» Doch nach ein paar Tagen Übung war

nicht mehr merkbar, dass er erst vor ein paar Tagen zum ersten Mal in die Kabine gestiegen ist.

Effizient und sicher Die Holzernte in der vergangenen Woche wurde weder zum Spass noch zum Erzielen von Profit durchgeführt. Der Grund war der Borkenkäfer. Er hat in unseren Wäldern grossen Schaden angerichtet. Zahlreiche Bäume sind völlig abgestorben und müssen – um die

Die Brombeeren sind reif

Zehn Tonnen werden derzeit in der Schweiz täglich geerntet Sie gilt als «Superfood» und erfreut sich steigender Beliebtheit: die Brombeere. Die dunkle Beere ist besonders fein, wenn sie frisch geerntet wird – und das ist jetzt. Schweizer Beerenproduzentinnen und Beerenproduzenten ernten im Moment rund zehn Tonnen Brombeeren täglich. Bis im Oktober pflücken die Schweizer Beerenproduzenten voraussichtlich rund 465 Tonnen Brombeeren. Damit findet sich die blauschwarze Frucht

hinter Erdbeere, Himbeere und Johannisbeere auf dem vierten Platz der Beeren-Hitparade. Die alten, aber andauernden Vorurteile, dass die neuen Brombeerensorten weniger aromatisch seien als die alten Sorten, treffen nicht zu. Reife Brombeeren haben ein kräftiges Aroma, schmecken süss-säuerlich und betören mit ihrem intensiven Waldaroma. «Perfekt reife Brombeeren fühlen sich samtig weich an und zergehen auf der Zunge mit wohldosierter Süsse, viel Aroma und etwas Restsäure», so Matthias Müller, Beerenproduzent aus dem Thurgauer Steinebrunn. Die ersten Brombeeren reifen bei uns im Juli, die letzten werden dann je nach Wetterlage Mitte bis Ende Oktober geerntet.

Dornenfreie Brombeerensträucher sind Standard

Die Brombeere wächst in der ganzen Schweiz. (Bild zvg.)

Bei Brombeeren handelt es sich streng genommen nicht um Beeren, sondern um sogenannte «Sammelfrüchte». Jedes kleine Kügelchen der Brombeere ist eine einzelne Frucht mit winzigem Kern, gemeinsam sitzen sie eng auf dem zapfenförmigen Fruchtboden. Der Name leitet sich vom altdeutschen Wort «Bramoberi» ab, was so viel wie Dornbeere bedeutet. Seit einigen Jahren existieren dornenfreie Brombeersträucher.

Die kalorienarmen Brombeeren werden meist roh gegessen – als Snack für zwischendurch, als Dessert oder im Müesli mit Milch oder Joghurt. Verarbeiten lassen sich die kleinen Früchte zu Konfitüren, Fruchtsäften oder Smoothies, man kann sie aber auch problemlos einfrieren. Voll ausgereift erfreuen die dunkelroten bis schwarzvioletten Brombeeren mit ihrer einzigartigen Süsse. Brombeeren sind kleine Vitaminbomben und galten in der Antike gar als Medizin. Sie sind reich an Provitamin A, enthalten viele B-Vitamine und Vitamin C. Die dunkle Farbe weist zudem auf einen hohen Gehalt an Pflanzenfarbstoffen hin.

Wissenswertes zur Brombeere Im Jahr 2019 wurden rund 516 Tonnen frische Brombeeren konsumiert, davon stammen 65 Prozent aus der Schweiz. Dank intensiver Züchtung sind die heute kultivierten Brombeersorten praktisch alle dornenlos. Beim Pflücken löst sich der Fruchtzapfen nur, wenn die Frucht gut reif und schwarz gefärbt ist. Ursprünglich stammen Brombeeren aus den Wäldern Eurasiens und Nordamerikas. Ausgrabungen belegen, dass bereits um 900 v. Chr. Menschen Brombeeren verzehrten. Schweizer Obstverband

Käferplage einzudämmen – gefällt und entfernt werden. Der zuständige Förster Flurin Farrér hat in den Wäldern um Obfelden und Knonau Bäume mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Kubikmetern angezeichnet. Die Firma Abächerli kauft das Holz stehend ab Stock, erntet es und kümmert sich auch um den Weiterverkauf. Käferholz findet meist in der Industrie für Platten, Schaltafeln oder Papier Verwendung. Der Harvester arbeitet schnell, schneller als eine ganze Truppe von Hol-

Nach der Arbeit ist der Anblick natürlich nicht besonders erfreulich: eine Leerfläche im Wald und eine breite Fahrspur mit Haufen von Ästen. Es sieht unaufgeräumt aus. Der Förster erklärt, dass die Äste ganz bewusst als Teppich und Bodenschutz liegengelassen werden. «Natürlich wird nun dafür gesorgt, dass der Wald hier wieder nachwächst. Wo die Naturverjüngung nicht funktioniert, werden wir neue Bäume ansetzen.» Farrér hat einen Infoflyer dabei, den er nun am Wegrand an einen Baum heftet. «Was ist hier passiert?», ist zu lesen. Und weiter: «Hier wurde ein Fichtenbestand vom Borkenkäfer befallen. Zum Schutz der umliegenden Wälder mussten alle befallenen Fichten entfernt werden. An dieser Stelle entsteht in Zukunft ein vielfältiger Mischwald.» Die interessierten Waldbesuchenden können den aufgedruckten QR-Code scannen und erhalten weitere umfangreiche Hintergrundinformationen.

Kochen mit einheimischem Fisch

«Kulinarische Leckerbissen» in Ottenbach

Der vierzehnte Anlass in der Reihe «Kulinarische Leckerbissen» von Schneebeli Schreinerhandwerk findet am Freitagabend, 14. August, in Ottenbach statt. Zu Gast ist Thomas Rüppel, Inhaber der Fischzucht Bremgarten. Reines Quellwasser, naturnahe Becken und biologisches Futter – so wachsen die Fische heran in der Fischzucht Bremgarten. Nachhaltigkeit und Natürlichkeit sind Thomas Rüppel wichtig. Er ist Quereinsteiger und Inhaber der Fischzucht Bremgarten und erzählt spannende Geschichten über die Zucht einheimischer Fische. Ausserdem gibt er Tipps für die Verarbeitung der Fische in der Küche zu Hause. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, daher bitte anmelden. Parkmöglichkeiten an der Hobacherstrasse oder beim Produktionsgebäude an der Stüdlerstrasse 21. Die Zufahrt ist signalisiert. Schreinerei Schneebeli

Thomas Rüppel legt Wert auf eine nachhaltige Fischzucht. (Bild zvg.)

«Kochen mit einheimischen Fischen» mit Thomas

Ausstellungsräume an der Jonenstrasse 22,

Rüppel. Freitag, 14. August, ab 18.30 Uhr, Vortrag

Ottenbach. Anmeldung an info@schneebeli.ch

um 19 Uhr, Schneebeli Schreinerhandwerk,

oder Telefon 043 322 77 77.


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5. – 15. August 2020


Serie

Dienstag, 4. August 2020

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Das Holz, aus dem der Mensch geschnitzt ist Auf dem Baumpfad der Stiftung zur Weid trifft man auf stachlige, anmutige aber auch feurige Zeitgenossen Naturpädagoge Ivan Allaz sagt, jeder Baum habe seine eigene Persönlichkeit. Auf dem Baumpfad in Rossau begegnet man 13 von ihnen. Und erkennt sich in ihrem Charakter vielleicht wieder. von livia Häberling Möglicherweise werden wir bereits erwartet. Aber so genau weiss man das halt nicht. Deshalb, so sagt er, berühre er am Waldrand stets die Rinde eines Baumes und sage: «Hoi.» Dann weiss der Wald: Ivan Allaz ist jetzt da. Als esoterische Geste möchte der Weid-Mitarbeiter seinen Wald-Gruss nicht verstanden wissen, vielmehr als Zeichen des Respekts. «Der Wald», sagt er, «ist Mythologie, ist Biologie, ist Wirtschaft.» Und wer Ivan Allaz auf dem Rundgang erlebt, merkt bald: Der Wald, das ist auch Leidenschaft. Er war es nämlich, der den Baumpfad vor 15 Jahren Wirklichkeit werden liess. Die Idee dazu stammte vom «Verein Freundeskreis», der das Werk- und Wohnhaus zur Weid unterstützt, das inzwischen Stiftung zur Weid heisst. Zwar ist Allaz auf dem Betrieb für die Tierhaltung zuständig, doch als die Idee auf kam, war er derjenige, der das Projekt in Angriff nahm. Oder wie er es formuliert: «Ich war derjenige, der gesagt hat ‹ja isch guet, ich mach emal.›» Gemeinsam mit Bewohnern hat er sich nahe dem Waldrand durch Dornen und Gestrüpp gepickelt, bis der Pfad freigelegt war. Entlang des Weges hat die Gruppe Schnitzel gestreut und zehn Tafeln aufgestellt, auf denen mit Texten des Naturschutzvereins Luzern je eine Baumart aus biologischer und mythologischer Sicht näher vorgestellt wird. Über die Jahre kamen drei neue Tafeln hinzu, heute sind es 13.

Die Stechpalme verführt nicht nur Vögel Da wäre zum Beispiel die Stechpalme. Exzentrisches Kleid, stachliger Auftritt, der bei Distanzlosigkeit im Drama endet. Über sie heisst es, sie stehe für Eitelkeit und Wehrhaftigkeit, aber auch für Inspiration. «Sie ist schlau», sagt Ivan Allaz. «Die unteren Blätter sind spitz und pieksig, damit sie nicht vom Wild angeknabbert werden. Je weiter die Blätter vom Boden weg sind, desto runder wachsen sie.» Über den Charakter der Stechpalme weiss die Tafel noch mehr zu verraten: Zum Beispiel, dass sie eine geschickte Verführerin ist. Männliche und weibliche Blüten wachsen auf verschiedenen

Der Baumpfad befindet sich auf dem Areal der Stiftung zur Weid. Der Start ist beschildert und führt über einen Wiesenweg zum Waldrand. (Bilder Livia Häberling)

Ivan Allaz (links) mit «seiner» Lieblingsföhre. Unterstützt wird er beim Unterhalt des Baumpfades von Marco Frieden. Er schneidet regelmässig Gras und Gestrüpp. Bäumen; letztere tragen knallroten Schmuck – also Beeren –, die in Kombination mit den grünen Blättern auf Amsel, Drossel, Fink und Co. unwiderstehlich wirken. «Übrigens», lässt Allaz wissen, habe auch er sich schon an der Stechpalme bedient und die Blätter versuchsweise als Dessertkomponente verwendet. «Wie jetzt?», hakt man nach, die seien doch stachelig und giftig. Schon, ja, sagt er, zum Verzehr seien sie nicht geeignet. Doch wenn man sie zum Beispiel in warme Schokolade tunke, könne man diese danach mit dem Mund dem Blatt entlang abziehen. Das klappe problemlos, sofern man es vorsichtig mache.

Zählt die Stechpalme also zu Ivan Allaz’ Lieblingen? Zunächst bleibt er diplomatisch und erklärt, er möge alle Bäume: «Jeder hat seinen Charakter und ist auf eine andere Art und Weise schön.» Allerdings ... Klar – da gebe es den einen oder anderen, den er noch ein Spürchen lieber möge. Zum Beispiel «seine» Föhre. Auch sie wird auf dem zirka 300 Meter langen Weg mit einer Tafel gewürdigt, sehr zur Freude des Naturpädagogen. «Wunderschön» sei sie, schwärmt er, ausserdem habe sie eine «traumhafte» Rinde und wachse «pfeifengerade» in die Höhe, sodass es eine wahre Freude sei, diesen Baum zu betrachten. Dort, an ihrem Standpunkt, halte er jedes Mal kurz inne. Und wenn er Zeit finde, um zu Verweilen und dann an «seinem» Baum ein Eichhörnchen oder einen Specht entdecke, beglücke ihn das noch mehr.

Viel Einsatz für ein «kontrolliertes Puff»

Auf der Baumpfad-Strecke befindet sich eine Feuerstelle, auf dem Weid-Areal gibts ausserdem einen Spielplatz und das Weidkafi. © swisstopo (BA200 127)

Sich Zeit nehmen. Verweilen. Nachdenken. Dazu wolle der Baumpfad, der eben auch ein Traumpfad sei, animieren. Entlang des Weges, neben den Tafeln, finden sich mehrere Werke eines Holzbildhauers. Eine Kugel? Eine Bank? Eine Treppe? Vielleicht. Die Arrangements hätten nicht den fixen Anspruch, etwas darzustellen, sagt Ivan Allaz. Sie seien eben das, was man in ihnen sehe, wenn man sich Zeit nehme, um zu verweilen. Zwar gefällt Ivan Allaz der Wald dort am besten, wo er sich selbst überlassen ist, doch auch ihm ist es wichtig, dass die Natur seinen Baumpfad nicht völlig verschluckt. Fällt Holz an, stapelt er es auf; Äste und dicke Zweige dürfen auch mal zu einem Dickicht zusammenwachsen. Allaz nennt das «ein kontrolliertes Puff». Mehrmals pro Jahr schneidet er die Brombeerstauden zurück, die

Das Ziel des Baumpfades sei es, die Menschen unterwegs zum Verweilen und Träumen einzuladen, sagt Weid-Mitarbeiter und Naturpädagoge Ivan Allaz. da und dort über den Weg wuchern. Von Hand – Maschinen kommen auf seinem Baumpfad nicht zum Einsatz. Unterstützt wird Ivan Allaz dabei von Marco Frieden. Er lebt im Werk- und Wohnheim, das suchtkranken und psychisch beeinträchtigten Menschen ein Zuhause bietet. Auch beim Verteilen der Holzschnitzel und beim Mähen der Wiesenabschnitte hilft Marco Frieden mit.

Eine feurige Lebenskünstlerin, die entzückt Wir laufen auf dem Holzschnitzelweg, vorbei an einer Feuerstelle, an der düsteren Eibe, an der anmutigen Lärche und der durchsetzungsstarken Buche. Und dann stehen wir vor Ivan Allaz’ Lieblingsföhre. Sie, so heisst es auf der Tafel, sei anpassungsfähig und Verbündete des Feuers – auf kahlen Brandflächen finden ihre lichthungrigen Samen ideale Bedingungen. Nach der Keimung schiessen die jungen Bäumchen übermütig in die Höhe, weshalb die Föhre auch mit Jugendlichkeit in Verbindung gebracht wird. Vielmehr noch, so heisst es, sei sie eine richtige Lebenskünstlerin, weil sie sich unverzagt auf jedem Grund behaupte, das Beste aus allem mache, egal, wie es komme. «Die Föhre», sagt Ivan Allaz, «passt richtig gut zu mir.» Sie ist einfach sein Baum.

«Sommerferien-Tipp» Dieses Jahr dürften überdurchschnittlich viele Leute die Sommerferien in der Nähe verbringen. Deshalb stellen die «Anzeiger»-Journalisten in der Sommerserie 2020 ihren persönlichen «Sommerferien-Tipp» vor: Einen Ausflug oder einen besonderen Ort in der Region. (red.) Bereits erschienen: Martin Mullis: Verwunschene Weiher, 14. Juli; Martin Platter: Familienausflug mit Teenager, 17. Juli; Regula Zellweger: Ämtler Ortsmuseen, 21. Juli; Werner Schneiter: Reuss statt Ballermann, 24. Juli; Bernhard Schneider: Von Festungen aus Holz und Stein, 28. Juli; Stefan Schneiter: Schattenplatz im sommerlichen Moorpark, 31. Juli.


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Vermischtes

Dienstag, 4. August 2020

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RATGEBER BEZIEHUNG

Viktor Arheit, Paarberater und Mediator in Affoltern

Wenn die Sonne die Erde küsst Sonne und Erde? Erklären Sie bitte! Das Männliche und das Weibliche sind so verschieden wie die Sonne und die Erde. Die Sonne schiesst etwas einsilbig pausenlos Licht und Wärme in den Kosmos hinaus. Die Erde entwickelt das Lebenselement Wasser. Ihr Ausdruck ist Vielfalt, Kreativität und Wandel. Beide brauchen einander – jedoch müssen sie den richtigen Abstand zueinander halten, damit das Ganze funktioniert. Sie sprechen also von der Verschiedenheit von Frau und Mann? Ja. Jedoch sowohl Männer wie Frauen tragen jeweils beide Anteile in sich, so wie wir ja auch beide Hormone – Testosteron und Östrogen – in uns haben. Es geht mir nicht um Rollenfixierung oder eine Rückentwicklung in alte Zeiten. Aber die Unterschiedlichkeit der Geschlechter ist nun mal nicht von der Hand zu weisen. Wie wirkt sich denn diese Verschiedenheit aus? Ganz kurz gefasst: Die Gefühlswelt wird eher von den Frauen gepflegt. Der Mann definiert sich eher materiell. Tendenziell können Frauen besser ohne Männer leben als umgekehrt. Das Weibliche entspricht dem feinstofflichen Prinzip der inneren Welt. Das Männliche entspricht dem Grobstofflichen der äusseren Welt. Anstelle von männlich und weiblich könnte ich auch die Worte «Yin und Yang» verwenden – die zwei polar entgegengesetzten Energien, die ständig im gegenseitigen Austausch stehen. Und wie erleben Sie die Verschiedenheit von Mann und Frau in der Beratung von Paaren? Am Anfang von vielen Beratungsgesprächen steht die Einsicht, dass Frauen und Männer einfach verschieden sind. Durch diese Erkenntnis müssen alle Paare irgendwann durch. Ich beobachte zudem, dass zu Beginn einer Partnerschaft das Gemeinsame, das Verbindende und Ergänzende im Vordergrund steht. Danach kommt eine Phase, in der die Unterschiede hervortreten, und genau da steckt die grosse Herausforderung. Da geht es um Reibung, Auseinandersetzung, Differenzierung – und da setzen dann meist sowohl individuelle wie auch geschlechtstypische Verhaltensweisen ein. Ist das bei gleichgeschlechtlichen Paaren gleich? Dies ist genau gleich, bei heterowie bei homosexuellen Paaren. Denn die eine Person übernimmt je nach Situation die männliche (yang) oder die weibliche (yin) Position.

Ausser Kontrolle – ein wütender Russell Crowe im Terror-Thriller «Unhinged». (Bilder zvg.)

«The King Of Staten Island» – eine Geschichte vom Verlieren und Finden der Hoffnung.

Es kommt Bewegung ins Kinoprogramm Drei Premieren im Cinepol in Sins Mittlerweile beginnt auch in Sins der Kinosommer sich langsam zu normalisieren. In den letzten Wochen haben sich die Filmverleiher mit neuen Filmen sehr schwer getan. Dies auch, weil nach der Wiedereröffnung zuerst die Starttermine, das Werbematerial und die Sprachfassungen organisiert werden mussten. Nun kommt aber endlich Bewegung in das Programm und so waren zuletzt gleich drei Schweizer Premieren zu sehen.

Fatales Hupsignal Den Anfang macht Russel Crowe im Film «Unhinged». An einer Strassenkreuzung wird er von einer Autofahrerin per Hupsignal zur Weiterfahrt aufgefordert. Das ist der Moment, wo ihm die Sicherungen durchbrennen und ein Nervenkrieg beginnt. Nach diesem Film wird man es sich zweimal überlegen, ob man mal einfach so auf die Hupe drücken will, denn die schauspielerische

Leistung von Russel Crowe ist leider sehr überzeugend.

Humor mit Tiefgang Die Komödie «The King of Staten Island» bedient sich nicht nur eines flachen Sommerhumors, sondern macht mit einer Länge von 138 Minuten auch Platz für eine tiefergreifende Geschichte. Kurz und süffig ist dafür «Auf der Couch in Tunis» serviert. Die junge

Psychologin aus Frankreich will sich in ihrer Heimat Tunesien eine Existenz aufbauen. Rat wollen ganz viele Leute von ihr, doch als Frau hat sie es schwer, sich zu beweisen. Humor mit Tiefgang ist das Resultat. Diverse Publikumspreise an Festivals bestätigen dies auch. Cinepol Alle Neustarts und weiteres Programm unter cinepol.ch.

Dunkelblaue Bergseen und hochalpine Bergwelt Fünf-Seen-Wanderung in der Gotthardregion Die aussichtsreiche Wanderung am Gotthardmassiv führt von der Passhöhe durch eine hochalpine Bergwelt über die GatscholaLücke und an fünf kristallklaren Bergseen vorbei. In der Gotthardregion treffen vier schweizerische Sprach- und Kulturbereiche zusammen. Sie ist auch die Wiege der grossen Flüsse Rhein, Rhone, Reuss und Ticino und damit das Wasserschloss Europas. Der Gotthardpass ist die wichtigste Nord-Süd-Alpentransversale der Schweiz und verbindet Nordund Südeuropa ebenso wie den Norden der Schweiz mit der Sonnenstube und Ferienregion Tessin.

Imposante Staumauer Die seenreiche Wanderung startet am Gotthardpass. Die ersten drei Kilometer führen über ebenes Gelände Richtung Nordwesten. Am Fusse der imposanten Lucendro-Staumauer beginnt der Anstieg. Sobald man über dem Lago di Lucendro angekommen ist, geht es

Richtung Norden und man erreicht nach 4½ Kilometern den Lago d’Orsino. Nun liegt der halbe Aufstieg hinter einem. Dann dreht der Weg Richtung Südwesten und führt durch eine hochalpine Bergwelt an den Laghi d‘Orsirora vorbei bis zur Gatschola-Lücke, die man nach 2½ Stunden Wanderzeit erreicht. Hier oben gibt es Richtung Norden eine wunderbare Aussicht über die ganze Alpenwelt hinaus und die Gruppe kann sich aus dem Rucksack verpflegen. Der Abstieg erfolgt Richtung Süden an zwei grösseren und mehreren kleineren Seen vorbei. Wieder zurück am Lago di Lucendro, gibt es den letzten Halt, um noch einmal die frische Alpenluft zu geniessen. Nun führt der Weg am Lago della Piazza vorbei bis zum Gotthard Hospiz, wo es mit dem Postauto und der Bahn wieder nach Hause geht. Dölf Gabriel, Wanderleiter Wanderung am 15. August 2020. Anmelden bis am 12. August per Tel. 044 761 99 36 oder 079 288 22 72 oder E-Mail miteinander.wandern@bluewin.ch. Weitere Infos: miteinanderwandern.ch.

Kontakt: viktor.arheit@paarberatung-mediation.ch.

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Der dunkelblaue Lago di Lucendro in der Gotthardregion. (Bild zvg.)

Unter freiem Himmel lernten die Teilnehmenden den Karatesport kennen. (Bild zvg.)

Karate unter freiem Himmel

Sommerferienplausch in der Badi Affoltern Das Karate Center Albis organisiert im Zusammenhang mit dem Sommerferienplausch gratis Karate-Lektionen in der Badi Stigeli. Die Kinder waren mit Begeisterung an der Veranstaltung. Sommerzeit ist Sommerferienpass-Zeit. Auch dieses Jahr machen die Kinder und Jugendlichen davon Gebrauch. Das Karate Center Albis hat sich dem Angebot angeschlossen und organisiert während den Sommerferien Karatekurse im Stigeli in Affoltern. Was normalerweise im Dojo – der Karateschule – auf Matten stattfindet, wird nun unter freiem Himmel auf dem Rasen geübt. Das Interesse der Kinder ist gross, und auch Mädchen und Buben, die in der Sportart ungeübt sind, hatten den Dreh schnell raus: beim Karate geht es um Konzentration, Balance und Körperbeherrschung. Bevor Andi Müller ihnen die ersten Karatebewegungen zeigt, lernen die neuen Karatekas, welche Karate-Regeln man kennen sollte. Danach wird geübt, wie man auf einem Bein steht, ohne umzufallen. Oder wie man auf wackeligem

Untergrund balanciert. Auch zuzuhören, wenn der Sensei – der Karatelehrer – eine Anweisung gibt, gehört zum Training. Natürlich wird auch viel gespielt und die Kinder sind mit Begeisterung bei diesem Spiel dabei. Nicht wenige Eltern sind erstaunt, dass ihre Kinder mit so viel Konzentration dabei sind, dass es weder Geschrei noch Verletzungen gibt. Nach kurzen Trainings-Intervallen und bei fast 30 Grad Hüpfen, Balancieren, Luft-Treten und -Blocken gibt es eine wohlverdiente Abkühlung im Schwimmbecken – um anschliessend noch einmal eine Zeit lang konzentriert die Geheimnisse dieser faszinierenden Sportart zu erkunden. Nun sind die Buben und Mädchen ganz auf den Sport eingestellt. Auch diejenigen, die am Anfang noch zögerlich oder schüchtern waren, kommen aus sich heraus und absolvieren die Übungen mit solchem Elan, dass die drum herumstehenden Eltern begeistert zurufen und klatschen. Mit einer Verbeugung, die für die asiatischen Sportarten üblich ist, endet der abwechslungsreiche Nachmittag. Karate Center Albis Infos unter Karate-albis.ch.


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