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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 633 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

FREUDE AN GUTEM LICHT

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 59 I 175. Jahrgang I Dienstag, 3. August 2021

Für Zusammenhalt

Politikwissenschaftlerin Cloé Jans referierte an der Augustfeier in Ottenbach. > Seite 3

Feuerwerk an Themen

Die Festrede von Ansgar Gmür in Hedingen vereinte Politik, Sozialkritik und Humor. > Seite 5

Zum Tode verurteilt

Rudolf Fenner fand im Staatsarchiv ein historisches Strafprotokoll gegen drei Hausemer. > Seite 7

Wichtige Anlaufstelle

Udo Allgaier hat die Leitung der Ämtler Beratungsstelle für Altersfragen übernommen. > Seite 8

Wenn die Einwohner dem Festredner die Themen vorgeben In Obfelden führte Gemeindepräsident Stephan Hinners eine «interaktive» Rede Bereits am 31. Juli feiert Obfelden jeweils den 1. August. Trotz unsicherer Wetterprognose fand die Bevölkerung zahlreich in die Dorfbadi. Der Feuerwehr-Verein und die Badi-Beiz sorgten für die Bewirtung, die OhrenstüberMusikanten sowie Eric Lee und Band für die Unterhaltung.

Gemeinderats-Pensen reduzieren Am 17. August wird es ein Jahr, seit der neue Gemeindepräsident im Amt ist. «Ich bin gut angekommen», verriet er. Dabei sei es kein einfaches Jahr gewesen, mit zwei Wechseln im Gemeinderat und der Pensionierung der langjährigen Gemeindeschreiberin. Schon die Arbeit als Gemeinderat habe ihm Spass gemacht, so Hinners. Es sei interessant und man komme in Kontakt mit der Bevölkerung. Als Herausforderungen seiner neuen Aufgabe als Gemeindepräsident bezeichnete er, den Überblick zu behalten und den anderen Gemeinderäten in ihren Ressorts beizustehen. Damit sich auch künftig gute Leute aus der Privatwirtschaft für die Milizbehörde finden lassen, sei es nötig, die Pensen zu reduzieren, so Hinners im Hinblick auf die Erneuerungswahlen

Supersportlerin als Überraschungsgast Im Rahmen der Hedinger 1.-August-Feier ehrte Gemeindepräsident Ruedi Fornaro die Paracyclerin Flurina Rigling.

> Bericht auf Seite 5 In Obfelden hielt Gemeindepräsident Stephan Hinners (Mitte) die Ansprache zum 1. August mit Unterstützung von Davide Anderegg (links). Martin Bolzli war letztmals fürs Organisatorische zuständig. (Bild Thomas Stöckli) 2022. Das sei auch im Gemeindepräsidentenverband ein Thema. Aktuell belaufe sich im Bezirk ein Gemeinderatsmandat auf gut 30 Stellenprozent, jenes des Gemeindepräsidenten auf 60, Ziel seien 20 bis 25, respektive 50 Prozent.

Beizen, Umfahrung und Dorfzentrum Ein Thema war auch das Beizensterben. Droht Obfelden eine Zukunft als Dorf ohne Restaurant? «Für die Gastronomie ist es im Moment überall schwierig», holte Hinners aus. In Obfelden stellten Nachfolgeregelung und Infrastruktur zusätzliche Herausforderungen dar. Die Rolle der Gemeinde sieht er primär darin, für optimale Rahmenbedingungen zu sorgen. Darüber hinaus sei auf dem Postareal, dem geplanten Dorfzentrum, ein Restaurant projektiert. Auch wenn die Migros dort mittlerweile ein Baugesuch eingereicht hat und jenes der Landi in den nächsten zwei bis drei Wochen folgen soll: «Dieses Jahr werden die Bagger sicher noch nicht auffahren», ist Hinners überzeugt. Die Gemeinde als dritter Player auf dem Areal wolle ihr Baugesuch bis Ende nächsten Jahres eingeben. Vorher gelte es zu klären, was das Dorf noch brauche und in welcher Grösse und wie die Bevölkerung abgeholt werden kann.

Einbezogen werden sollen die Obfelderinnen und Obfelder auch in die Projektierung der Dorfstrasse. Aktuell sei ein Ingenieurbüro beauftragt, den Spielraum abzuklären. Die Möglichkeiten der Einflussnahme dürften sich allerdings in engen Grenzen halten: «Das ist definitiv kein Wunschkonzert», stellte Hinners klar. «Die Landparzellen sind gegeben.» Das Dorfzentrum und die Umfahrung werden aber nicht die letzten Grossprojekte bleiben. Für die Sanierung des Hallenbads rechnet der Gemeinderat mit Kosten von 4,5 bis 5 Mio. Franken. Von «Dimensionen, die wir uns nicht gewohnt sind», sprach Hinners in diesem Zusammenhang. Was den Schulraum anbelange, stehe Obfelden zwar gut da, doch bei den Turnhallen zeichne sich Handlungsbedarf ab.

Grosse Festgemeinde Gestartet hatte das Frage-Antwort-Spiel zwischen Anderegg und Hinners mit einigen persönlichen Eckdaten über den Gemeindepräsidenten. So erfuhren die Festbesucher, dass sein Lieblingsfach in der Schule Geometrie war, dass er im Sternzeichen Steinbock ist und dass er bereit ist, seine Schuhnummer zu verraten, nicht aber sein Gewicht. Letztes Thema der interaktiven Ansprache war

dann die Jugend. Angesprochen auf Lärm und Sachbeschädigungen rund ums Schulareal betonte Hinners: «Die Jugendlichen sind für uns nicht ein Problem, sie gehören zu unserer Gesellschaft.» Und in dieser werden die jungen Leute oft zu wenig berücksichtigt oder gehen gar vergessen. «Da haben wir in der Vergangenheit zu wenig getan», räumte Hinners ein, «und dem müssen wir uns nun annehmen.» In Obfelden wird traditionell in den ersten August hineingefeiert. Maximal 500 Personen waren zugelassen am offiziellen Festakt vom 31. Juli in der Badi. Und viel weniger dürften es nicht gewesen sein. Die Plätze an den Festbänken waren gut besetzt und auch auf die weiteren Teile der Badi-Anlage verteilten sich die Festgänger. Die Kinder etwa kamen auf der Spielwiese beim Reiten des mechanischen Bullen auf ihre Kosten oder durften sich fantasievolle Ballontiere formen lassen. Am Abend unterhielten die lokalen «Ohrestüber»-Musikanten, nach der Ansprache und dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne gehörte die Bühne Eric Lee und Band. Über den Ablauf orientierte für den veranstaltenden Feuerwehr-Verein übrigens letztmals Martin Bolzli. Seine Nachfolge tritt Luca Del Gaudio an.

Wirklicher Frieden

Fast vergessen

An der Bundesfeier in Mettmenstetten sprach Hannah Pfalzgraf. Die Schweiz feiere am 1. August ein Friedensdokument, sagte die junge SP-Kantonsrätin. Wirklicher Friede aber existiere nur, wenn er für alle Menschen im Land gelte, wenn niemand in seinem Sein und seiner Würde verletzt werde und gleiche Chancen und Rechte besitze. Gegen solche Verletzungen gelte es anzutreten – bedingungslos. (sts)

In Bonstetten wurde von 1943 bis 1945 ein Arbeitslager für Flüchtlinge betrieben. Diesem Stück Geschichte haben Rolf und Christine Werner ein lesenswertes Buch gewidmet. In Archiven und mit persönlichen Gesprächen haben sie eine Vielzahl an Quellen aufgespürt, was angesichts der weitgehenden Vernichtung der Akten des Flüchtlingslagers Bonstetten einen enormen Aufwand bedeutete, der sich aber gelohnt hat. (red.)

> Bericht auf Seite 3

Vor vier Monaten hat der TanteEmmer-Laden in Hausen seine Pforten geöffnet. > Seite 9

Seit gerade mal zwei Jahren setzt sie auf die Karte Leistungssport – und in dieser Zeit hat Paracyclerin Flurina Rigling aus Hedingen schon Grosses geleistet. Sie ist mehrfache Schweizer Meisterin, gewann an der EM Gold und Silber und wurde Vize-Weltmeisterin im Strassenrennen. «Nach zwei Jahren schon so viele Erfolge. Da können wir nur den Hut ziehen!», sagte Ruedi Fornaro in seiner Laudatio an der offiziellen Augustfeier der Gemeinde am Hedinger Weiher. Gefragt nach ihren nächsten Zielen, erwähnt die Paracyclerin die Teilnahme an den Paralympics 2024 in Paris und den Wettkampf an der WM dieses Jahr in Zürich. (red.)

von Thomas sTöckli Für seine erste Rede als Gemeindepräsident hat sich Stephan Hinners Verstärkung mit auf die Bühne gebracht. Kommunikationsprofi Davide Anderegg figurierte als Sidekick und konfrontierte den Redner mit Fragen. Gemeldet war die Ansprache als interaktiver Anlass. Ein wechselseitiger Austausch zwischen Redner und Bevölkerung entwickelte sich zwar nicht, aber die Obfelderinnen und Obfelder durften die anzusprechenden Themen vorgängig wünschen. Rund 70 Reaktionen habe es auf die entsprechende Einladung gegeben. «Damit bin ich sehr zufrieden», so Hinners, «das sind immerhin fast doppelt so viele Leute, wie an eine Gemeindeversammlung kommen.» Von rund 20 Fragen seien letztlich zwölf in die Rede eingeflossen.

Gefragte Bio-Kost

Andächtige Stimmung am Höhenfeuer in Mettmenstetten. (Bild Stefan Schneiter)

> Bericht auf Seite 7

Festival im Regen Erstaunlich viele Besucherinnen und Besucher haben am Samstagabend dem garstigen Wetter getrotzt, am «Live uf em Hof» in Hausen. Sie durften sich über ein breit gefächertes musikalisches Angebot freuen. Gediegen ging es los mit Bob-Dylan- und Grateful-DeadSongs. Es folgten Covers von Abba bis ZZ Top, eingängige Indie-Pop-Melodien und Hippie-Rock. Gegen die ungemütlichen Temperaturen hielten «Star Shaped Box», eine «Nirvana»-TributeBand aus dem Oberamt, das Tempo hoch. Zum fulminanten Abschluss des Abends gaben dann «Vodew» alles. Nur das Wetter vermochte die Stimmung etwas zu trüben. Und doch: jene, die bis zum Schluss ausharrten, nahmen auch das sichtlich gelassen. (red.)

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. August 2021

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«Der Kompromiss bringt uns vorwärts» In Ottenbach brach die Politikwissenschaftlerin Cloé Jans als Gastrednerin eine Lanze für den Zusammenhalt Im Festzelt beim Pontonierhaus feierte Ottenbach den 1. August. Cloé Jans rückte in ihrer Rede die politische Polarisierung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt ins Zentrum. von livia häberling In der Luft schwirrte ein Stimmenknäuel, es roch nach Frittierfett, und Masken suchte man vergebens. «Es tut gut, nach so langer Zeit wieder einmal ein Fest feiern zu können», resümierte Gemeindepräsidentin Gaby Noser vor dem zahlreich erschienenen Publikum, als es um 14 Uhr Zeit war für die Festansprache. Zweimal hätte man die Feier an der Reuss beinahe absagen müssen: Zunächst wegen der unklaren CoronaSituation und später wegen des Hochwassers: Nun aber durfte Gaby Noser im Festzelt ihre Rednerin begrüssen. Zu Gast war Cloé Jans, Politikwissenschaftlerin und Geschäftsleitungsmitglied des Forschungsinstituts gfs.bern. Für sie war es eine Rückkehr «in den Schoss ihrer Herkunft», wie sie später in der Rede sagte. Zwar ist Jans nunmehr aus der Stadt Zürich angereist, ihre Kindheit und Jugend aber hat sie einst in Ottenbach verbracht. «Ich möchte ehrlich zu Ihnen sein», sagte sie zum Einstieg ihrer Rede, «der erste August war für mich in den vergangenen Jahren nicht gerade ein Tag, den ich mir dick in der Agenda markiert habe.» Eine wehende rot-weisse Flagge, die Sage von Wilhelm Tell oder die Heldentaten von Winkelried, der sich vor langer Zeit für das Vaterland in die Lanze geschmissen habe – all das, stellte sie fest, löse bei ihr eher Stirn-

Gemeindepräsidentin Gaby Noser übergab Cloé Jans nach der Festrede das Gastgeschenk, zu dem auch eine Dorfchronik gehörte. (Bild Livia Häberling) runzeln statt Herzklopfen aus. «Meine Lebensrealität ist einfach eine andere als die, die am ersten August häufig in Szene gesetzt wird.» Statt die Helden der Vergangenheit zu besingen, wolle sie über den Zustand der Schweiz und den Zusammenhalt der Nation im aktuellen politischen Kontext sprechen. Ihr sei nämlich sehr wohl klar, dass viele Leute eine andere Wahrnehmung zum Nationalfeiertag hätten, als dies in ihrem städtischen Umfeld der Fall sei. «Und über den ersten August hinaus gibt es zwischen diesen beiden Lebenswelten sicher auch bei weiteren gesellschaftlichen und politischen Fragen unterschiedliche Werte und Haltungen.» So sei gerade am Abstimmungssonntag im Juni wieder sichtbar geworden, dass die Schweiz eben nicht

«ein einig Volk von Brüdern» – oder Schwestern – sei. Im Gegenteil: «Die Kompromissfähigkeit nimmt nicht nur im Parlament, bei den Parteien und bei politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern eher ab. Auch in der Bevölkerung ist man zunehmend weniger bereit, politisch auf andere zuzugehen», so Jans. Während die Städterin, der Städter im Hinblick auf die Globalisierung der Schweiz in vielen Fragen auf der Gewinnerseite stehe, führten der Zerfall der traditionellen Werteordnung und die zunehmende Globalisierung auf dem Land zu einer Gegenreaktion: «So entsteht der Stadt-Land-Graben, der inzwischen den Röstigraben als aktuell wohl berühmtesten Graben der Schweiz abgelöst hat.» Für die Schweiz sei diese zunehmende Polarisierung in der Poli-

tik, der tiefer werdende Graben zwischen Teilen der Gesellschaft, eine Herausforderung. Wenn die Politik immer polarisierter werde, sei das ein Problem für die Funktionsweise der Schweizer Demokratie, so Cloé Jans. Danach gefragt, was die Schweiz im Kern ausmache, lande man nach der oberflächlichen Folklore über Berge, Käse oder Schokolade hinaus nämlich schnell bei den politischen Institutionen, die die Schweiz definierten: Direkte Demokratie, Föderalismus, Stabilität, Konkordanz und Kollegialität. Was also tun, wie nun gemeinsam in die Zukunft gehen? Wie so oft bei schwierigen Fragen gebe es wohl leider kein Patentrezept, das alle Probleme löse. «Aber», plädierte Cloé Jans, «reden wir miteinander und üben von klein auf,

auch ein Ohr und Auge für die anderen zu haben. Vielleicht denkt die Gegenseite manchmal gar nicht so gegensätzlich, wie wir das annehmen, sondern ist unseren Anliegen gegenüber sehr viel offener und wohlwollender. Und suchen wir den Kompromiss – auch wenn es manchmal eine Herausforderung ist, diesen gegenüber der eigenen Parteibasis, ja gegenüber den eigenen Freunden, zu rechtfertigen.» Der Kompromiss sei nicht glamourös. Kompromisse brauchten Mut und Optimismus, man müsse den anderen etwas gönnen, um ihnen die Hand zu reichen. Auch verkaufe sich der Kompromiss medial weniger gut als Extrempositionen, «aber im Gegensatz dazu bringt er uns vorwärts. In kleinen Schritten vielleicht, aber stetig in die Zukunft.»

Allen Menschen ein Leben in Frieden ermöglichen Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 633 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Kantonsrätin Hannah Pfalzgraf plädiert in Mettmenstetten für eine gerechtere Schweiz Dankbar sei sie, Schweizerin zu sein, nicht aber stolz, da sie nichts dafür könne. Und obwohl in der Schweiz vieles besser sei als anderswo, gebe es noch viel zu verbessern. Vor ihrem «Heimpublikum» entwarf SP-Kantonsrätin Hannah Pfalzgraf in Mettmenstetten die Vision eines Landes, in der alle Menschen gleiche Chancen und Rechte haben. von stefan schneiter Einladend waren die Wetterbedingungen nicht zur Bundesfeier auf dem Festplatz Paradies in Mettmenstetten. Unsommerlich frische Temperaturen, alles feucht und nass, das Festgelände ein Morast. Den garstigen Bedingungen zum Trotz fanden sich aber doch gut 100 Mettmenstetterinnen und Mettmenstetter zum nationalen Festanlass am 1. August ein. Zur Entschädigung erhielten sie Plätzli und Würste gratis offeriert vom Verschönerungsverein. Und just zur Ansprache von Festrednerin Hannah Pfalzgraf tauchte die Abendsonne den wunderschönen Festplatz in ein goldenes Licht. Sie habe keine Erfahrung mit 1.-August-Feiern, habe sie doch noch nie offiziell eine solche besucht, bekannte die Mettmenstetterin, die 20-jährig als jüngste Kantonsrätin aller Zeiten 2017 ins Zürcher Parlament gewählt wurde, vor ihrem «Heimpublikum». Das Feiern der Schweiz mit dem mitschwingenden Patriotismus sei nie ihre Sache gewesen. Sie sei auch nicht stolz, Schweizerin zu sein, da sie nichts dazu beigetragen habe, sondern lediglich durch Geburt dazu geworden sei. Aber sie sei dankbar,

Hannah Pfalzgraf hielt ein Plädoyer für eine Schweiz, in der alle gleiche Rechte und Chancen erhalten. Schweizerin zu sein. Sei dies doch ein Land, in dem kein Krieg herrsche, sie eine gute Schulbildung erhielt, eine gute medizinische Versorgung erhalte, in dem sie sich entfalten könne. Und mitbestimmen sowie versuchen könne, die Schweiz mehr zu einem Ort zu machen, den sie sich für alle so sehr wünschen würde, «auch wenn es sich, als linke Politikerin wie Schattenboxen, eine niemals endende Arbeit, ein stetiges Scheitern, anfühlt.»

schen, die hier wohnen, so gut, wie sie sie zu ihr sei. Menschen ohne Schweizer Pass könnten sich hier nicht sicher fühlen. Viele hätten, mangels eines anständigen Lohns, Sorgen um ihre Existenz. Könnten ihren Kindern keine gute Bildung finanzieren, oder ihre Krankenkassenprämien nicht bezahlen. Menschen würden, aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens, ihrer Religion, ihrem Einkommen, ihrer Sexualität stigmatisiert, verurteilt und diskriminiert. «Sie haben nicht die gleichen Rechte, nicht die gleichen Chancen und Möglichkeiten, nicht die gleichen Freiheiten.» Doch: «Wir hätten die Möglichkeit, das zu ändern.» In der laut Hannah Pfalzgraf «eigentlich so grossartigen Schweizer Demokratie» könnte sich die Gesellschaft dafür entscheiden, dass sich alle sicher fühlen könnten, als gleichwertige Menschen behandelt würden und die gleichen Chancen und Rechte erhielten. «Alle, und das bedingungslos.» Aus Sicht von Hannah Pfalzgraf wurde vor 730 Jahren ein Friedensdokument unterzeichnet. Frieden im Sinne eines Zustands, in dem niemand in sei-

nem Sein, seiner Würde verletzt wird. Am 1. August gelte es, sich auf diesen Frieden zu besinnen. Und sich daran zu erinnern, «dass es uns, wenn wir in Frieden leben können, ohne Verletzungen für alle Menschen, unglaublich gut geht.» In unserer Verantwortung liege es, gegen diese Verletzungen einzutreten, damit alle Menschen ein Leben in Frieden führen könnten.

Störrisches Höhenfeuer Das anschliessende gemeinsame Singen der Nationalhymne war dann für musikalische Ohren ein eher zweifelhafter Genuss. Manch eine Stimme liess sich nur brüchig und mit zögerlichem Engagement vernehmen. Die «Linden-Örgeler» aus Mettmenstetten sorgten danach für fröhliche musikalische Akzente. Das Entfachen des traditionellen Höhenfeuers war, angesichts des durchnässten Holzes, keine einfache Angelegenheit. Nach mehreren Anläufen züngelten aber schliesslich doch ansehnliche Flammen in den – ringsum von Feuerwerk durchzuckten – Abendhimmel.

«Alle, und das bedingungslos» Pfalzgraf unterliess es denn auch, eine Lobeshymne auf das Land anzustimmen. Denn die Schweiz sei nicht zu allen Men-

Die «Linden-Örgeler» setzten musikalische Akzente. (Bilder Stefan Schneiter)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. August 2021

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«Gott schütze die Schweiz und Hedingen» 1.-August-Feier in Hedingen mit allem, was dazu gehört Hedingen wagte das Fest, und die Leute kamen trotz Regen! Als der Festredner Ansgar Gmür seine Ansprache begann, zeigte sich sogar die Sonne. Alles war, wie es sein muss: Musikverein, Turnverein als Festwirt, Rede, Nationalhymne, Lampionumzug und Feuer. Von Marianne Voss Gemeindepräsident Ruedi Fornaro war glücklich. Das Wagnis hatte sich gelohnt. Trotz Regen füllte sich das Festzelt beim Hedinger Weiher schon nach 18 Uhr. «Endlich!», betonte er. «Die Musik kann wieder spielen, der Turnverein wieder wirten.» Alles war, wie es an einem 1. August sein muss. Für alles war gesorgt, auch für den Lampionumzug rund um den Weiher und das Feuer – der Holzstoss stand regensicher abge-

deckt bereit. Ruedi Fornaro sprach bei seiner Begrüssung vom Mut zur Zukunft. «Aber ohne Unmut. Wir müssen unser Leben einrichten, damit wir mit dem Virus umgehen können. Heute wollen wir aber unsere Freiheit und Neutralität feiern.» Die Stimmung war fröhlich, obwohl es zu Beginn noch ziemlich beharrlich regnete. Die rassigen Klänge des Musikvereins Hedingen übertönten aber das Trommeln der Regentropfen auf dem Zeltdach. Präzise zum Zeitpunkt, als der Festredner seine Ansprache begann, öffnete sich der Himmel, und die Sonne schien ins Festzelt. Ansgar Gmür, ehemaliger Direktor des HEV Schweiz und Theologe, bezog dieses Zeichen natürlich auf seine Nähe zu Gott. Seine Rede war ein Feuerwerk von ernsthaften, politischen und sozialkritischen Themen, untermalt von Humor, frechen Sprüchen und Witzen. Er lieferte Stoff zum Nachdenken und zu herzhaftem

Lachen. Schon seine Begrüssung liess aufhorchen. Nach den üblichen Anreden folgte: «Liebe wichtige, sehr wichtige und enorm wichtige Leute. Geschätzte Freunde von Bratwürsten, Brauereiprodukten, vergorenem Most und musikalischen Darbietungen. Liebe normale Leute.»

Wertkonservativer Schweizer Ansgar Gmür betonte, wie schön es im Säuliamt sei. «Wer hier in dieser schönen Gegend kein Zuhause findet, den muss ich fragen: Wo findet er/sie es dann?» Er nahm auch Bezug auf Hedingen und sein enormes Wachstum in den vergangenen 40 Jahren. Das sei sicher nur mit Neuzugezogenen möglich gewesen. «Die Fruchtbarkeit der Wiesen und Weiden überträgt sich nicht automatisch auf die Bewohnenden», witzelte er und sinnierte, wo sich in Hedingen wohl die City befinde. «Beim Geldauto-

Ehre für Flurina Rigling Im Rahmen der 1.-August-Feier begrüsste Gemeindepräsident einen Überraschungsgast, die Paracyclerin Flurina Rigling. «Es ist für uns eine besondere Ehre, dass wir in Hedingen

eine so sympathische Supersportlerin haben dürfen.» Er gab seiner Bewunderung Ausdruck, wie die junge Frau trotz Handicap ihr Leben bestreitet und mit dem Paracycling eine neue Heraus-

Die Paracyclerin Flurina Rigling wird geehrt und erhält von Gemeindepräsident Ruedi Fornaro einen Gutschein. (Bild Marianne Voss)

forderung angepackt hat. Innerhalb von zwei Jahren hat sie schon zahlreiche Siege erlangt. Sie ist mehrfache Schweizer Meisterin, gewann an der EM Gold und Silber und wurde VizeWeltmeisterin im Strassenrennen. «Nach zwei Jahren schon so viele Erfolge. Da können wir nur den Hut ziehen!», sagte Ruedi Fornaro. Er stellte Flurina Rigling drei Fragen: Warum ist sie aufs Velo gekommen? Die Sportlerin antwortete: «Wie oft im Leben war das ein Zufall. Der Nationaltrainer vom Paracycling hat mich begeistert und motiviert.» Ihr Lebensmotto? «Trust the process. Ich kann mir vertrauen und gehe meinen Weg.» Was sind die nächsten Ziele? «Mein grosses Ziel ist die Teilnahme an den Paralympics 2024 in Paris und dieses Jahr der Wettkampf an der WM in Zürich.» Der Gemeindepräsident überreichte der Sportlerin einen Gutschein von «Traumbikes.com» und gratulierte ihr zu den Erfolgen, die sie erreicht hat. (mvo)

Ernsthafte, humorvolle, freche und witzige Worte von Festredner Ansgar Gmür zum 1. August und anderen Lebensthemen. (Bild Marianne Voss) maten? Wahrscheinlich, denn dort ist auch der einzige Kreisel.» Natürlich erwähnte er auch sein Theologiestudium. Es sei ein Krampf gewesen, vor allem das Erlernen der alten Sprachen. Jetzt sei er an der Masterarbeit. Er gab seinem Bedauern Ausdruck, dass er wegen seines Alters kein Pfarramt übernehmen dürfe. «Trotz Pfarrermangel!» Ernsthafter wurde er bei seinem Kapitel: «Ich bin ein wertkonservativer Schweizer.» Er erklärte: «In erster Linie versuche ich das, was wir haben, in seinem Wert zu erhalten. Zweitens bin ich ein Konservativer, weil ich mich auf Werte berufe, die heute teilweise oder grösstenteils der Demontage unterliegen.» Traditionen, Werte, vieles werde über Bord geworfen. Den Geburtstag der Schweiz zu feiern sei immer auch eine Rückbesinnung und Standortbestimmung. «Der Bundesbrief und die Bundesverfassung gehören für mich zur Pflichtlektüre.» Er ging auch auf unsere Gesellschaft, die Chaoten und die Saubannerzüge im 15. Jahrhundert ein, gab ein paar erheiternde Kostproben aus Artikeln der Lebensmittelverordnung und nahm seine Zuhörerschaft auf eine kleine Reise der Zusammenhänge mit: «Alles hängt zusammen. Das Paradies

mit dem Apfel, der Apfel mit dem Wilhelm Tell, Tell mit der Freiheit, die Freiheit mit der Autobahn, die Autobahn mit dem Stau, der Stau mit Ostern, Ostern mit dem lieben Gott, und schon sind wir wieder im Paradies.» Zum Schluss forderte er die Hedingerinnen und Hedinger auf, ihren Teil am Gesellschaftsleben beizutragen und er schloss mit den Worten: «Freuen Sie sich an Hedingen und seien Sie stolz darauf. Gott schütze die Schweiz und Hedingen!»

Lampions und Feuer Nach diesen Worten, die fast wie ein Segen klangen, passte das Singen der Nationalhymne perfekt ins Programm. Einmal mehr war es ein eindrückliches Erlebnis, wie Jung und Alt sich erhoben und mit Ernsthaftigkeit gemeinsam die Strophen des stark religiös geprägten Liedes sangen. Inzwischen hatte der Regen vollständig aufgehört, und die verträumte, romantische Abendstimmung über dem Weiher erfreute alle. Die Kinder marschierten mit ihren Lampions um den Weiher, der grosse Holzstoss wurde entzündet, und die Flammen loderten gegen den Abendhimmel.

730 Jahre Schweiz und 50 Jahre Frauenstimmrecht Frauenpower und eine pointierte Ansprache auf dem Bolet in Aeugst fanden grossen Anklang Eher ungewohnt hielt in Aeugst der Gemeindeschreiber die Festrede an der Bundesfeier. Vit Styrskys Gedanken zum Geburtstag der Schweiz stiessen bei den Festbesuchern auf grosses Interesse. Er erwähnte dabei die erstaunliche Vielfalt trotz der Kleinräumigkeit unseres Landes, sowie die Einführung des Frauenstimmrechts vor 50 Jahren. Von Martin Mullis Das garstige Wetter verwies die Festgemeinde von Aeugst am Sonntagabend in die Turnhalle und nicht das erste Mal brannte auf dem Bolet in Aeugst auch kein Höhenfeuer. Wer jedoch glaubte, solch widrige Umstände würden den Aeugster Einwohnerinnen und Einwohnern die Bundesfeier vergällen, täuschte sich gewaltig; es herrschte bei den rund 120 Besuchern eine festliche und fröhliche Stimmung in der Turnhalle. Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer durfte bei ihrer Begrüssung zum 730. Geburtstag der Schweiz gleich einige Highlights vorstellen. Treu dem gewählten Motto «aus Aeugst für Aeugst», engagierte die Gemeinde die weibliche Band «Swissters», welche sehr gut zum

Bundesfeierthema «50 Jahre Frauenstimmrecht» passt und deren eine Sängerin, Eve Rickenmann (Künstlername Eve Kay), ausserdem in Aeugst wohnt. Für die Frauenband «Swissters», war der Auftritt in Aeugst übrigens eine kleine Premiere, traten sie doch erstmals seit der Corona-Pandemie wieder vor Publikum auf. Den Festredner, Gemeindeschreiber Vit Styrsky, brauchte Nadia Hausheer nicht besonders vorzustellen, sie bezeichnete ihn als einen der vielen solidarischen und freiwilligen Helfer, welcher in der Coronazeit so sehr geschätzt wurde. So stellte er sich als Referent für die Festrede zur Verfügung, was ihm nicht allzu schwerfiel, schrieb er doch in früheren Zeiten Reden für die ehemalige Regierungsrätin und heutige Bundesrätin Karin Keller-Sutter, sowie für den jetzigen Chef des Sicherheitsund Justizdepartements, Fredy Fässler. Der Unterschied zu früher bestand lediglich darin, dass er die Rede auch selber hielt.

Die Frage: «Woher kommst Du?» hat nichts Trennendes «Der Styrsky ist ein Zürcher», hielt Gemeindeschreiber Vit Styrsky gleich zu Beginn seines Referates fest. Er verknüpfte seinen Namen und seinen frü-

Sie spielten die Hauptrolle. Von links: Referent Vit Styrsky, Carole Kay, «Swissters», Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer und Eve Kay «Swissters». (Bild Martin Mullis) heren Wohnsitz am Bodensee mit der Vielfalt und der Offenheit unseres Landes. Die Frage: «Woher kommst du?», habe in der Schweiz nichts Trennendes, hielt er fest, sondern viel eher etwas Verbindendes. Es sei in Wirklichkeit eine grundsätzliche Frage der Gemeinsamkeiten und diese befinden sich sozusagen in unserer DNA. Es sei sicher, dass die Suche nach einem Miteinander und nach Gemeinsamkeiten die Schweiz stark mache und die Vielfalt uns weiterbringe, wusste der Referent. Allerdings

möchte er sich nicht als Sozialromantiker verstanden wissen, denn eine weitere Charaktereigenschaft der Schweiz heisse auch trotz aller Offenheit Vorsicht. Wir rennen nicht mit offenen Armen in der Gegend herum und akzeptieren jede Veränderung. Für Erneuerungen und einen Wandel braucht das Stimmvolk in der Schweiz manchmal Jahrzehnte und erwähnte in diesem Zusammenhang als Beispiel die Einführung des Frauenstimmrechts. Heute sei dies eine absolute Selbstverständlichkeit

und beweise deutlich unsere Stärke. Immerhin setzt sich die politische Führung der Gemeinde Aeugst aus einer Gemeindepräsidentin, vier Gemeinderätinnen und drei Gemeinderäten zusammen. Am Schluss seiner viel beachteten Rede beantwortete er seine zu Beginn seiner Ausführungen gestellte Frage, wer er denn wirklich sei und woher er denn auch wirklich komme. Diese Frage würde wahrscheinlich keine Rolle spielen, denn er dürfe schlicht behaupten: «Ich bin ein typischer Schweizer.»


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. August 2021

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«Könnten Sie mit Lust und Freude arbeiten, wenn man Ihre Kinder verschleppt hätte?» Eine fundierte Recherche und Darstellung des Arbeitslagers in Bonstetten In Bonstetten wurde von 1943 bis 45 ein Arbeitslager für Flüchtlinge betrieben. Diesem «fast vergessenen Stück Geschichte» widmen Rolf und Christine Werner ein lesenswertes Buch, das die Gemeinde Bonstetten herausgegeben hat. Den Text ergänzt eine Quellensammlung, die auch für weitere Arbeiten zum Thema wertvoll ist. von Bernhard schneider Alle Kriege und Gewaltausbrüche hätten eine Folge gemeinsam: «Nicht enden wollende Ströme von Flüchtlingen machen sich auf den Weg. Menschen suchen Schutz und Rettung vor Tod, Hunger, Verfolgung und Krankheiten», schreibt Gemeindepräsident Erwin Leuenberger im Vorwort zum Buch von Rolf und Christine Werner. Rolf Werner recherchierte, seine Frau goss die Resultate in einen gut leserlichen Text.

Historische Einordnung Im ersten Kapitel werden die Flüchtlingsströme ab Hitlers Machtergreifung 1933 skizziert. Auf diese Einordnung in den europäischen Rahmen folgt die Auseinandersetzung mit der damaligen Überfremdungsangst in der Schweiz. Bereits vor Ausbruch des Kriegs, im Jahr 1938, verbot der Bundesrat den Grenzübertritt für Juden, die vor der nationalsozialistischen Verfolgung flüchteten. Ein Grenzschutzoffizier bat daraufhin den Churer Bischof, sich für die Flüchtlinge einzusetzen: «Wem sollen die Grenzwachtsoldaten mehr gehorchen, dem göttlichen Gebot der Nächstenliebe oder dem Befehl des Staates, der sie zu dieser unmenschlichen Arbeit zwingt?» Trotz der offiziellen Grenzschliessung blieben die Schweizer Grenzen «noch recht lange relativ durchlässig». Nicht nur Juden versuchten, in die Schweiz zu fliehen. Auch Soldaten, namentlich Polen und Franzosen, suchten hier Schutz. Sie wurden in straff geführten Lagern interniert. Eines dieser Lager befand sich in Hedingen, wo die Internierten unter anderem das Tosbecken am

Christine und Rolf Werner beim Sportplatz der Reihenhaussiedlung Bruggenmatt, wo 1943-45 das Arbeitslager stand. (Bild zvg.)

Hofibach bauten. Zwei Gedenksteine mit französischer und polnischer Inschrift und eine Informationstafel erinnern daran. Die öffentliche Meinung war dabei keineswegs geschlossen: «Die Schweiz erlebte eine wahre Zerreissprobe zwischen den unverhohlenen Drohungen der Nazis und den teils weit divergierenden Stimmungslagen in der eigenen Bevölkerung, welche von Fremdenangst und Antisemitismus bis zu überwältigendem Mitgefühl und Hilfsbereitschaft reichten.» Hatten die Flüchtlingsfamilien in den Auffanglagern anfangs noch zusammengelebt, wurden sie bei der Versetzung in Arbeitslager getrennt. Immerhin konnten sie auf schriftlichem Weg oder durch Besuche miteinander in Kontakt bleiben. Besonders einschneidend war die Regelung, dass Kinder ab sechs Jahren von den Müttern getrennt und Pflege-

familien oder Kinderheimen zugewiesen wurden. Auch ohne Computer und Internet wurden die Flüchtlinge fast lückenlos überwacht: «Jede Anordnung wurde in x-fachen Kopien zur Kenntnisnahme an diverse Amtsstellen weitergeleitet. Für jedes Treffen mit andernorts internierten Angehörigen, für Kursbesuche oder Ähnliches musste um eine Bewilligung nachgesucht werden, mit der dann genau das Gleiche geschah.» Diese «unglaublichen Aktenberge» sollten sich heute eigentlich im Bundesarchiv befinden, was aber nur zum Teil zutrifft. Vieles, was nicht vorgängig schon vernichtet wurde oder verloren ging, «fiel 1986 einer Vernichtungsaktion zum Opfer». Rolf Werner hat in Archiven und in persönlichen Gesprächen eine Vielzahl an Quellen aufgespürt, was angesichts der weitgehenden Vernichtung der Akten des Flüchtlings-

lagers Bonstetten einen enormen Aufwand bedeutete, der sich aber, wie sich bei der Lektüre des Buches feststellen lässt, gelohnt hat.

«Vorschläge einzelner Theoretiker» 1942 forderte das Kreisforstamt Zürich die Holzkorporation Bonstetten auf, so rasch als möglich Wald zu roden, um Ackerland für die Anbauschlacht zu gewinnen. Die Bonstetter dagegen hielten es für sinnvoller, brachliegendes Streuland zu entsumpfen. Ihr entsprechendes Gesuch wurde abgelehnt, worauf sie dem Kreisforstamt schrieben: «Es ist wirklich bedauerlich, dass man in höhern Kreisen vielmals die gerechten und wohl überlegten, vom praktischen Standpunkt erwachsenen Meinungen der Landbevölkerung einfach beiseiteschiebt und sich dafür an die Vorschläge einzelner Theoretiker klammert.» Der

Wald für die Rodungen werde zwar gehorsam zur Verfügung gestellt, aber die Arbeitskräfte für deren Umsetzung fehlten, da die meisten arbeitsfähigen Männer Aktivdienst leisteten. Zwar wurden auch die Einwendungen Privater gegen die Rodungen abgewiesen, doch entschied die Zentralleitung der Arbeitslager, dass «diese Arbeiten nun von Emigranten ausgeführt würden, die in einem zu erstellenden Arbeitslager untergebracht werden sollten.» Da kein Bonstetter Grundbesitzer willens war, die erforderlichen 30 Aren Land für das Lager abzutreten, sprangen die Zürcher Ziegeleien in die Bresche und stellten ein Grundstück direkt an der Gemeindegrenze zu Wettswil zur Verfügung. Dieses wurde als geeignet betrachtet, da es abseits lag, so dass «der Kontakt mit den Einheimischen auf ein Minimum beschränkt blieb». Konflikte entstanden, weil sich die einheimischen Bauern über die «Unlust» der Flüchtlinge zu arbeiten beschwerten. Der Lagerleiter antwortete, Zweck der Arbeit sei, den Flüchtlingen einen geordneten Tagesablauf zu bieten und sie von ihren Sorgen abzulenken. Viele stammten aus kaufmännischen oder akademischen Berufen und hätten noch nie mit Pickel und Schaufel gearbeitet. Er fügte bei: «Könnten Sie mit Freude und Lust arbeiten, wenn man Ihnen Ihre Gattin deportiert, die Kinder verschleppt und ihre Liebsten gemordet und verscharrt hätte?» Die mangelnde Qualifikation der meisten Arbeiter für Waldarbeiten führte denn auch zu zahlreichen Unfällen. Abschluss und Höhepunkt des Buchs ist die packende Darstellung der Flucht der Familie des heute 97-jährigen, international anerkannten Kunstpädagogen Arno Stern, der zwei Jahre im Arbeitslager in Bonstetten verbrachte. Es folgt ein umfangreicher Anhang mit Originaldokumenten, die auf diese Weise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Rolf und Christine Werner, Zuflucht Schweiz im 2. Weltkrieg, Das Arbeitslager für Flüchtlinge Bonstetten 1943-1945. Erhältlich auf der Gemeindekanzlei Bonstetten und bei Bücher Scheidegger in Affoltern.

Strenge Sitten im 17. Jahrhundert

Rudolf Fenner fand im Staatsarchiv ein Strafprotokoll gegen drei aufmüpfige Säuliämtler Zum Tod durchs Schwert wurden am 29. Oktober 1646 gleich drei Hausemer verurteilt. Offenbar weil sie aufrührerisch gewesen seien. So heisst es zumindest im Strafprotokoll, auf das Rudolf Fenner aus Rifferswil im Zürcher Staatsarchiv gestossen ist. von Thomas sTöckli «Uss Hochmuth und bösem Willen» haben sie sich ungehorsam gezeigt und dies «wider ihr Ehr und Eidt». Die Rede ist von «Uli Huber uss der Rietmat, Jogli Frick von Vollenweid und Ruedi Russer der Müller ze Husen», die Quelle: ein Strafprotokoll, datiert mit 29. Oktober 1646. Auf das meisterhaft verfasste handschriftliche Dokument ist Rudolf Fenner, ehemaliger Landwirt aus Schonau, Rifferswil, der seit jungen Jahren grosses Interesse für Geschichten aus alten Zeiten hegt, im Zürcher Staatsarchiv gestossen. Während 20 Jahren hat er dort teilweise bis zu viermal in der Woche gestöbert und immer wieder Perlen ausgegraben. «Die hatten dort noch nie jemanden mit so vielen Bezügen», sagt er und lächelt. Keinen Grund zu lachen hatten die drei erwähnten Aufrührer und mut-

Auszug aus der ersten von drei Seiten des meisterhaft in Kurrentschrift verfassten Strafprotokolls vom 29. Oktober 1646. (Bild zvg.) masslichen Anführer der Steuerrevolte – man wehrte sich gegen eine zusätzliche Vermögenssteuer zur Finanzierung von Bauten der Stadt Zürich – im Knonauer Amt: Sie mussten gemäss

Strafprotokoll zum «Nachrichter». Dessen Auftrag hält das historische Dokument unmissverständlich fest: «Der soll ihnen ihre Hände hinder sich binden, sy hinus uff die gewohnliche

Waldstat des Griens führen, und ihnen daselbst uff einer darzu gemachten Brügi ihre Häubter mit einem Schwert von ihren Cörplen schlachen, also dass ein Wagenrad zwüschent ihrem Haubt und Cörplen durchgahn möge.»

unmissverständlich davor, diese rächen oder ihr Werk mit Taten oder Worten weiterführen zu wollen, da es einem sonst gleich ergehen werde wie ihnen. Das Protokoll endet denn auch vielsagend mit «Helf Üch Gott.»

Verachtung der Oberkeit

Revolten auch in Wädenswil

Im dreiseitigen Strafprotokoll aus dem Jahr 1646 werden auch die Vergehen der drei so zum Tode Verurteilten aufgeführt. Von «uffrührischen Zusammenkünften» über «ehrvergessne und uffrührische Reden» gegen die christliche Obrigkeit im Knonauer Amt ist da unter anderem zu lesen, und dass sie auch andere verführt und in deren bösem Willen gestärkt hätten, «also dass darus (...) die bekandte leidige Rebellion und Uffruhr entstanden, und mit derselben die Verachtung des Oberkeitlichen Stands, Verminderung desselben Ehr und Ansehens (...), Ergryffung der Waffen und damit fürgenommne gewaltthätige Ledigmachung eines Oberkeitlichen Gefangenen.» Nur «Gottes Barmherzigkeit» sei es zu verdanken, dass es bei dieser Revolte nicht zu Blutvergiessen und Mord, Brandstiftung und Vandalismus gekommen sei, wirft der Protokollführer den dreien vor – und warnt alle anderen

Das Todesurteil ist offenbar noch gleichentags vollstreckt worden, so heisst es jedenfalls in einer Sekundärquelle, der Dissertation von einem Walther Glättli aus Bonstetten, welche dieser 1898 an der philosophischen Fakultät der Universität Zürich einreichte. Darin ist auch zu lesen, dass die Säuliämtler in jener Zeit nicht die einzigen waren, die sich gegen die Obrigkeit wehrten: Gut drei Wochen vor den drei Hausemern waren auch zwei Wädenswiler zum Tode durchs Schwert verurteilt worden, als «todeswürdige Anführer des schandtlichen, meineydigen, rebellischen Bundes, Verletzer der oberkeitlichen Majestät und Betrüber des vaterländischen Friedens.» Rudolf Fenner hat das dreiseitige Protokoll übrigens fein säuberlich von der damals üblichen Kurrent- in moderne Handschrift transkribiert, in der Absicht, es einem Nachkommen von Joggeli Frick zukommen zu lassen.


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Bezirk Affoltern

WIR GRATULIEREN Zum 80. Geburtstag Die allerbesten Wünsche für eine gute Gesundheit sowie gute Laune senden wir nach Affoltern, wo am Donnerstag, 5. August, Marie Louise Burckhardt ihren 80. Geburtstag feiern darf – herzliche Gratulation! Am Donnerstag, 5. August, feiert auch Albert Baur aus Stallikon seinen 80. Wir wünschen dem Jubilar ein schönes Geburtstagsfest und alles Gute für die Zukunft.

FORUM

Kiosk-Betreiber tragen das Risiko Nur die Hartgesottenen blieben treu, «Anzeiger» vom 27. Juli. Zu Recht erfolgt die Aussage im Artikel: «Abgerechnet wird erst im Herbst.» Leider geht im Artikel das Hochrisiko der Betreiber der Kioske etwas unter. Dabei sind sie es, die ein Hochrisiko tragen – die Gemeinde bzw. die Stadt als Trägerschaft der Badi ist da «fein raus»! Ja, die Kiosk-Betreiber tragen das volle Risiko selbst – die schlechte Auslastung der Badis spüren sie 1:1, jeden Abend beim Kassensturz! Zum guten Glück haben innovative Betreiber wie die Pächter im «Stigeli» die Initiative zeitig ergriffen und ein Takeaway aufgebaut. Take-aways sind voll im Trend – Corona sei Dank! Das Takeaway Stigeli erfüllt bzw. übersteigt alle Erwartungen – einfach top! Wir sind froh, dass der Kiosk im Stigeli uns auch nach den Öffnungszeiten der Badi diesen Topservice bietet und Home-delivery garantiert! Eine tolle Initiative der Betreiber Teuta und Ümit Lyigüven, die man nicht hoch genug einschätzen kann. Selbstverständlich, auch hartgesottene Nutzer der Badi sind immer willkommen und werden toll bedient und 1. Class verpflegt. Besten Dank ans Ehepaar Lyigüven und ihr Team für das Ausharren auch bei schlechtestem Wetter! Selbstverständlich geht der Dank auch an «Fäger» und sein Team, die zeigen, dass «service publique» keine Sonne braucht – sondern nur den Willen und die Bereitschaft, diesen Service auch zu erfüllen – selbst wenn das Wasser von oben unaufhörlich fliesst!

Dienstag, 3. August 2021

Viele Fragen ums Wohnen im Alter Udo Allgaier leitet seit Februar die Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen Die Beratungsstelle für Altersund Gesundheitsfragen wurde 2012 als zentrale Anlauf- und Informationsstelle für die Ämtler Bevölkerung eingerichtet und hat sich seither bestens bewährt. Anfang Februar hat Udo Allgaier die Leitung von Franziska Marty übernommen. Die langjährige erfolgreiche Leiterin der Beratungsstelle, Franziska Marty, hat Ende Januar 2021 die Stelle verlassen, um eine neue Herausforderung beim Pflegezentrum Sonnenberg anzunehmen. Nahtlos konnte ihr Nachfolger seine Tätigkeit in der Beratungsstelle aufnehmen. Udo Allgaier zieht es nach über 30 Jahren wieder zurück in den Kanton Zürich, damals hatte er noch im Controlling einer schweizerischen Grossbank gearbeitet. Nach seinem Wechsel in die Soziale Arbeit startete er in Bern, zunächst im Suchtbereich in einer Psychiatrischen Klinik, später war er in der Quartierarbeit in mehreren Thuner Gemeinden tätig. Vor einigen Jahren wechselte er zur Beratungsstelle Opferhilfe in Bern, wo er Menschen, die als Kinder und Ju-

gendliche vor vielen Jahrzehnten verdingt wurden, dabei unterstützen konnte, ein Gesuch für den sogenannten Solidaritätsbeitrag zu stellen. Hier lernte er auch die Begegnung mit älteren Menschen schätzen. Deshalb war er gerne bereit, in Wohlen bei Bern den Aufbau der neu geschaffenen regionalen Fachstelle Alter zu übernehmen. Udo Allgaier bringt für seine neue Aufgabe als Leiter der Beratungsstelle für Altersund Gesundheitsfragen Bezirk Affoltern viel Erfahrung mit. Jetzt, da die CoronaSituation es allmählich wieder zulässt, hat Udo Allgaier auch vermehrt die Gelegenheit, sich persönlich in den Gemeinden vorzustellen.

Informations- und Anlaufstelle Die Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen ist die offizielle Anlaufstelle für die Einwohnerinnen und Einwohner von 13 Gemeinden im Bezirk Affoltern (ohne Stadt Affoltern, diese führt eine eigene Informations- und Anlaufstelle). Hier erhalten Betroffene und deren Angehörige Beratung zu Fragen der ambulanten Pflege, der Betreuung zu Hause und zur stationären Pflege in einem Pflege- oder Altersheim. Die Beratungsstelle wird von den 13 Gemeinden finanziert.

Einsamkeit als grosses Thema Im Rahmen der 40 Stellenprozente ist Udo Allgaier in der Regel am Dienstag und Donnerstag erreichbar. Mit weiteren 20 Stellenprozenten initiiert er für Pro Senectute Kanton Zürich Projekte, die er zusammen mit den Menschen vor Ort in den Gemeinden entwickelt. Hier wird sich vor allem die Zusammenarbeit mit den Ortsvertretungen von Pro Senectute Kanton Zürich bewähren, die in den Gemeinden bestens verankert und vernetzt sind.

Beratungsstelle für Alters- und Gesundheitsfragen Bezirk Affoltern, Werkstrasse 1, Affoltern. Erreichbar unter Telefon 058 451 52 70 oder

Udo Allgaier, Leiter der Ämtler Beratungsstelle für Altersfragen. (Bild zvg.) Udo Allgaier wohnt in Zürich in einer «Alters-WG 55+». Das Thema «Wohnen im Alter» wird auch einer seiner Schwerpunkte in seiner Arbeit in der Beratungsstelle sein. Viele Anfragen der letzten Monate drehten sich um die künftige Form des Wohnens im Alter.

via udo.allgaier@pszh.ch. Weitere Infos unter www.pszh.ch.

Wobei es nicht nur um finanzielle Überlegungen ging, sondern auch um das grosse Thema Einsamkeit, welches viele ältere Menschen beschäftigt. Pro Senectute Kanton Zürich

FORUM

Missbrauch des Lastenausgleichs

Astrid Zuber und Ulla Steffan, zwei Hartgesottene, Affoltern

Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen. (red.)

ZUR SACHE

Bereits zeigen sich am Wettswiler Weiher erste Herbstfarben – zumindest passte das Rot ganz gut zum 1. August. (Leserbild Susanne Baer)

Von Kanton und reichen Gemeinden, auch der Steuerzahler aus unserem Bezirk, erhält die Stadt Zürich jedes Jahr, unter dem Titel Zentrumslasten, einige Millionen Franken Beiträge. Der Stadt steht dieser Beitrag zur freien Verfügung. Es ist besonders ärgerlich, wenn man feststellen muss, wie mit dem Geld auch der Steuerzahler aus der Landschaft umgegangen wird. Seit vielen Jahren wird die Stadt Zürich von Mitgliedern sozialistischer Parteien regiert. Nun ist etwas schiefgelaufen. Die Abgangs-Entschädigung eines Schulpräsidenten wurde publik und sorgt für Empörung. Damit gleichzeitig verbunden eine Wahl des Zurücktretenden für eine neue Aufgabe in der Schule, die man auf Züridütsch als «Sauhäfeli-Saudeckeli-Wahl» bezeichnen kann. Allerdings wird gerne übersehen, dass alles gesetzes- und reglementskonform stattgefunden hat. Da müssten die Empörten der Frage nachgehen, wer hat denn diese gesetzlichen Grundlagen geschaffen, die zu solchen Verhältnissen führen? Eine angemessene Entschädigung für öffentliche Ämter, das sei vorweg-

genommen, ist unbestritten. Was angemessen heisst, muss immer auch aus Sicht der Steuerzahler und Stimmberechtigten beurteilt werden. Ein Vergleich mit Führungsaufgaben bei Banken ist jedenfalls dazu nicht geeignet. In diesem Zusammenhang sticht auch die Abgangsentschädigung eines vollamtlichen Mandatsträgers in der Stadt Zürich ins Auge. Dem scheidenden Schulpräsidenten stehen die 650 000 Franken offensichtlich zu und er ist auch nicht bereit, darauf zu verzichten. Warum sollte er, seine linken Freunde in der Stadtregierung haben es so vorgesehen und dafür die gesetzliche Grundlage geschaffen. Dass nun diejenigen, die für diese Reglemente verantwortlich zeichnen, sich auch empören, ist um es zurückhaltend auszudrücken, scheinheilig. Entschädigungen in öffentlichen Ämtern sind mit der nötigen Zurückhaltung festzulegen. Spitzensaläre und feudalistische Entschädigungen sind nicht geeignet Vertrauen zu schaffen. Toni Bortoluzzi, alt Nationalrat SVP, Affoltern

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Mit gutem Zahnersatz auf Reisen Endlich darf man wieder Ferien planen und möchte diese lang ersehnte Zeit in vollen Zügen geniessen. Für Zahnprothesenträger gehört ein gutsitzender, nicht schmerzender Zahnersatz zur Ferienvorbereitung mit dazu. Denn niemand will sich in der kostbaren Ferienzeit mit einer gebrochenen Zahnprothese oder Druckstellen auseinandersetzen. Viele Patienten der Praxis für Zahnprothetik unterfüttern ihre Zahnprothese vor ihrer Reise oder gönnen sich eine Reserve-Prothese. Ein schöner, gutsitzender Zahnersatz bringt Sicherheit und mehr Lebensqualität auf Reisen und natürlich auch im Alltag zu Hause. In der Praxis für Zahnprothetik freut sich Urban Christen und sein Team, Sie bei ihm in einer kostenlosen Beratung über Möglichkeiten und Kosten zu informieren. Hr. Christen legt grossen Wert auf einen angenehmen persönlichen Kontakt mit seinen

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Gewerbe

Spass trotz Regen

Am Waldfest in Uerzlikon trotzten die Gäste dem Wetter. Es wurde munter gefeiert. > Seite 11

Den Gewinn leicht gesteigert Die Clientis Sparcassa 1816 blickt auf ein erfolgreiches Halbjahr zurück. Die Traditionsbank, die seit mehr als 200 Jahren am linken Zürichseeufer und im Knonauer Amt verankert ist, konnte sich in allen relevanten Kennzahlen verbessern. Die Kundengelder stiegen im ersten Halbjahr 2021 um 16,7 Mio. Franken, was einem Plus von 1,4 % entspricht. Die Ausleihungen an Kunden – hauptsächlich Hypothekarfinanzierungen – nahmen um 0,1 % auf 1,14 Mrd. Franken zu. Die Bilanzsumme wuchs um 1.0 % auf 1.56 Mrd. Franken an. Den Betriebserfolg konnte die genossenschaftlich organisierte Clientis Sparcassa 1816 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 um 4,0 % auf 10.38 Mio. Franken steigern. 63,4 % davon entfallen auf den Hauptertragspfeiler, den Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft. Dieser erhöhte sich um 1,8 %. Erneut zugelegt haben der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (unter anderem Anlageberatung und Börsengeschäft für Kunden) auf 1,35 Mio. Franken (+10,2 %), sowie der übrige ordentliche Erfolg (insbesondere eigene Liegenschaften und Beteiligungen) auf 2,10 Mio. Franken (+8,0 %). Auch der Ertrag aus dem Handelsgeschäft nahm in diesem Jahr um 2,6 % auf 0,35 Mio. Franken zu. «Das ist ein gutes Resultat und eine Bestätigung dafür, dass wir uns nach wie vor auf dem richtigen Weg befinden», sagt Marcel Melliger, Direktor der Clientis Sparcassa 1816. «Wir entwickeln uns kontinuierlich und nachhaltig.» Melliger ist überzeugt, dass die täglich gelebte Kundennähe einen der grossen Erfolgsfaktoren des Unternehmens darstellt: «Sie wird geschätzt und mit Vertrauen belohnt. Das freut uns sehr.» Der Geschäftsaufwand erhöhte sich wie budgetiert: Er betrug 5,0 Mio. Franken (+1,9 %). Es resultiert ein Geschäftserfolg von 4.48 Mio. Franken (+6,2 %). Nach einer grosszügigen Dotierung der Reserven für allgemeine Bankrisiken beläuft sich der Halbjahresgewinn auf 1,97 Mio. Franken (+1,2 %). Direktor Marcel Melliger: «Mit diesem Ergebnis können wir unsere sehr solide Eigenmitteldecke erhöhen und damit die Sicherheit für die Kundengelder weiter stärken.» Die Clientis Sparcassa 1816 gehört zu den substanzstärksten Retailbanken der Schweiz.

Neue Serviceplattform auf der Zielgeraden Die Digitalisierung ist nach wie vor ein grosses Thema. Die Weiterentwicklung der «Clientis Serviceplattform» schreitet zügig voran. Sie erbringt für 23 Banken umfassende Dienstleistungen unter anderem in den Bereichen Operations, IT, Legal/Compliance, Treasury, RiskManagement sowie Marketing & Kommunikation. Die Banken sollen Leistungen bedarfsgerecht beziehen können, um den sich rasch wandelnden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Die Vertrags- und Offertverhandlungen mit den Providern konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Als nächster Schritt werden die Angebotsgestaltung und die Vertragsabschlüsse vorbereitet. Clientis Sparcassa 1816

Dienstag, 3. August 2021

Magische Bäume

Im Rahmen der Sommerserie ist der «Anzeiger» zu Besuch bei den Eiben am Albis. > Seite 14

Wädlischiessen

Dino von Koerber entschied den Anlass des Feldschützenvereins Wettswil für sich. > Seite 15

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Gelernt ist gelernt. Drucksachen vom Profi. Lars Hasler, Drucktechnologe 044 700 18 30 Stallikon /Affoltern a.A. Ihre Druckerei im Amt

kæser.ch DIE DRUCKER

Regionale Bio-Kost ist gefragt Im Bioladen Tante Emmer in Hausen läuft es wie geschmiert Vor vier Monaten hat der Tante Emmer-Laden in Hausen seine Pforten geöffnet. Die Nachfrage nach regional und ökologisch nachhaltig hergestellten Produkten ist riesig, und wer Mitglied der Genossenschaft werden will, muss sich auf eine Warteliste setzen lassen.

Produkten besteht, dann verschwinden diese wieder aus dem Angebot. Es gibt zuweilen auch Kundenwünsche zur Unzeit. «Gewisse Kundinnen fragen nach Spargeln, wenn gar keine Saison dafür ist. Da können wir den Leuten die Sensibilität und das Wissen für saisonale Erscheinungsweisen schon mal mehr bewusst machen», sagt Jane van Coillie. Stolz ist das Ladenteam auf die Ecke mit den unverpackten Lebensmitteln. Reis, Pasta, Nüsse und Haferflocken können in von zu Hause mitgebrachten Gefässen selbst verpackt werden. Für manche der Kundinnen und Kunden im Laden eine neue Idee, die sie begeistert für sich umsetzen.

Von stefan schneiter «Wir sind richtiggehend überrannt worden. Es läuft extrem gut. Schon kurz nach der Eröffnung des Ladens Ende März mussten wir die Bestellmengen vieler Produkte erhöhen. Das Ganze ist sozusagen explodiert.» Jane van Coillie, Ladenleiterin von Tante Emmer an der Albisstrasse 9 in Hausen, ist begeistert von den Anfängen des Tante-EmmerLadens. Tante Emmer – der Name ist ein Wortspiel aus Tante-Emma-Laden und Emmer, einer Ur-Getreideart – ist eine Erfolgsgeschichte. Die Idee ist fürs Säuliamt einzigartig: Tante Emmer ist ein bargeldloser Mitgliederladen, der regionale und biologische Produkte verkauft. Organisiert ist er als Genossenschaft, in der die Kundinnen und Kunden als Genossenschaftsmitglieder auch Ladenmitbesitzerinnen und -besitzer sind. Der Laden funktioniert mit einem Zwei-Preise-Modell. Mitglieder zahlen einen monatlichen Fixbeitrag, können dafür die Produkte im Laden im Durchschnitt 30 Prozent günstiger kaufen. Darüber hinaus erhalten sie via Badge oder App Zugang zum Laden, sodass sie rund um die Uhr einkaufen können. Dieses Modell kommt an. Das Startkapital war auf knapp unter 100 000 Franken angesetzt worden, schon bald kamen über 140 000 Franken zusammen. Und innert kurzer Zeit waren es anstatt des erhofften Minimums von 70 Mitgliedern über 200, sodass nun für die Sommermonate die Handbremse gezogen werden musste. Es besteht eine Warteliste, ab September sind voraussichtlich Kapazitäten für weitere Mitglieder vorhanden.

Herausforderungen in der Aufbauphase «Wir sind immer noch in der Aufbauphase», sagt Jane van Coillie. «In den Sommerferien hat sich der Ansturm

Flexibilität ist gefragt

Keiner zu klein, Kunde zu sein ... Ein Knabe versucht, sich im Tante-EmmerLaden im Rayon der unverpackten Lebensmittel zurechtzufinden. (Bild zvg.) nun etwas gelegt. Wir hatten schon grossen Respekt davor, nicht mit allem nachzukommen. Es blieb kaum Zeit, die Abläufe und Prozesse bei Bestellungen und Lieferungen erst mal besser zu organisieren. Damit wir unsere Kundschaft nicht verärgern, wenn diese immer wieder gewisse Produkte nicht vorfindet, entschieden wir uns für einen vorläufigen Aufnahmestopp bei den Mitgliedern.» Eine grosse Herausforderung stellt auch die Lagerung von Produkten dar. Für Gemüse, Früchte und Milchprodukte ist das Kühlsystem im Keller unzureichend. Gewisse Lieferantinnen und Lieferanten liefern nur einmal pro Woche, da besteht die Gefahr, dass ein Salat wegen ungenügender Kühlung schon mal welkt. Oder bei Fleischlieferungen kann es vorkommen, dass bei gutem Grillwetter die Nachfrage nach regionalen Cervelats das Angebot übersteigt.

Die Installation einer Kühlzelle soll nun Engpässen beim Produkte-Angebot Abhilfe schaffen.

Spargel zur falschen Zeit Tante Emmer bietet ein Vollsortiment für den gesamten Haushalt. Von Lebensmitteln – wenn immer möglich von Produzentinnen und Produzenten aus der Region – über Waschmittel, allem Notwendigen fürs Bad bis hin zu Hundeund Katzenfutter ist der ganze Haushaltbereich abgedeckt. Das Angebot wird fortlaufend angepasst. Auf einer Wunschtafel im Laden kann die Kundschaft ihre Anregungen notieren: Da wird dann schon mal gewünscht, Joghurt aus Schafmilch, Tempeh (indonesisches Sojaprodukt) oder Lupinensteak ins Sortiment aufzunehmen. Doch zeige sich dann hin und wieder, dass keine breite Nachfrage nach solchen

Während der Sommerferien gibt es derzeit für zwei Wochen kein Brot zu kaufen. Die Gründe sind simpel: Die Bäckerin, welche das Brot liefert, ist in den Ferien. «Wir sind eben keine Migros oder Coop, wo man jederzeit alles kriegt. Bei uns muss man zuerst mal schauen, was es hat und passt dann den Menüplan fürs Mittag- oder Abendessen entsprechend an», erklärt die Ladenleiterin. Gerade diese Haltung wird von zahlreichen Mitgliedern unterstützt und geschätzt, ganz nach dem Motto: «Foodwaste vermeiden!» Dem Wohlwollen seitens der Kundschaft scheinen solche kurzfristigen Produkteausfälle keinen Abbruch zu tun. «Das Schönste an unserm Laden ist, dass er dem Dorf Hausen so viel Freude bereitet», erzählt Jane van Coillie. «Täglich erhalten wir Komplimente. Wow, so schön bei euch. Ihr habt so tolle Produkte. Es macht Freude, bei euch einzukaufen», sagen unsere Kundinnen und Kunden oft. Das motiviert uns, weiterzumachen. Auch wenn man für geringen Lohn arbeitet oder freiwillig – es tut gut, wenn sich die Menschen so freuen.» Nicht nur Hausemerinnen und Hausemer sind von dem Laden begeistert. Schon manche Kundinnen und Kunden aus umliegenden Gemeinden haben sich erkundigt, ob das Tante-Emmer-Team nicht weitere Filialen eröffnen möchte. Würde das Team gern, doch reichen die Kapazitäten für einen weiteren Laden nicht aus. «Wir unterstützen aber alle Interessierten gern mit Rat und Tat. Sie dürfen auch unser Konzept übernehmen», sagt Jane van Coillie.

Motorräder verkaufen sich auch bei Schlechtwetter Schweizer Motorrad- und Rollermarkt, 1. Semester 2021 Der Schweizer Motorrad- und Rollermarkt wuchs im ersten Halbjahr 2021 um 32,6 Prozent auf 36 097 Einheiten. Besonders die seit 2021 ab 16 Jahren zugängliche 125er-Klasse findet grossen Zuspruch. Der verregnete Sommerbeginn hat den Höhenflug bremsen, aber nicht stoppen können. Gemäss der Schweizerischen Fachstelle für Motorrad und Roller (Sfmr) sind die

Neuzulassungen, insbesondere bei den Motorrädern, im ersten Semester 2021 geradezu explodiert. Ungeachtet der Pandemie-bedingten Lieferschwierigkeiten einiger Hersteller und des nicht sehr erfreulichen Frühsommerwetters wurden von Januar bis Juni dieses Jahres 23 830 Motorräder (+36,0 Prozent) neu in Verkehr gesetzt, so viele wie noch nie zuvor. Die Motorradklasse 125 cm³, deren auf 15 PS (11 kW) Motorleistung beschränkte Modelle seit 2021 wie im übrigen Europa nun auch in der Schweiz

16-jährigen Neueinsteigenden offensteht, hat sich mit 5460 neu eingelösten Motorrädern an die Spitze der verschiedenen Hubraumsegmente gesetzt. Auch die vorwiegend im urbanen Bereich eingesetzten Roller, die aktiv mithelfen, den Verkehrsstau zu entwirren, haben mit 10 883 Einheiten kräftig zugelegt, (+26,9 Prozent.)

Neuer Allzeitrekord in Sicht Der Gesamtmarkt stieg um 32,6 Prozent auf 36 097 Einheiten. Gemäss dem Bran-

chenverband motosuisse könnte bis Ende des Jahres ein neuer Allzeitrekord bei den gesamten Neueinlösungen (bisher 50 211 Einheiten im Jahr 2000) erreicht werden. Auch bei den Motorrädern liegt ein neuer Höchstwert in Reichweite: Mit 23 830 Einheiten ist man nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 nicht mehr allzu weit vom Bestwert vom Vorjahr (29 450 Einheiten) entfernt. Schweizerische Fachstelle für Motorrad und Roller


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Dienstag, 3. August 2021

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Pogo-Tanz im strömenden Regen «Live uf em Hof» trotzte den miesen Wetterbedingungen Man hätte den Bands und Organisatoren des «Live uf em Hof» am Samstagabend in Hausen besseres Wetter gewünscht. Doch alles «No-Rain»-Skandieren des Publikums nach Vorbild des ebenfalls verregneten WoodstockFestivals nützte nichts. Nach 21 Uhr setzte Dauerregen ein. Von Sibylle Tanner und MarTin PlaTTer Mit dem legendären Woodstock-Zitat von 1969, «If we think real hard, maybe we can stop this rain» (Wenn wir es uns ganz fest vorstellen, können wir diesen Regen vielleicht stoppen), begrüsste Martin Gaisser, Frontmann von «Last Avenue», die Menge auf dem Areal der Schürweid für den Auftritt der Hausemer Rockband. Die Fans versuchten es, und skandierten wie anno dazumal in White Lake «no rain, no rain…». Doch wie auch am Woodstock-Festival nützte es nichts. Das Festival versank im Regen. Die, die dennoch blieben, nahmen es gelassen. Allen voran die vier Vorstandsmitglieder des organisierenden Has-Clubs, die sich der Förderung des Hausemer Kulturlebens verschrieben haben: Präsidentin Gina Schober, ihr Vize Jonas Plüss und die beiden «LastAvenue»-Bandmitglieder Martin Gaisser und Christian Schönbächler wechselten sich auf der improvisierten Bühne bei den Ansagen ab und steckten mit ihrer aufgekratzten Laune an.

Breit gefächertes Musikangebot Das musikalische Angebot war breit gefächert. Hajo Lorenz aus Deutschland eröffnete gediegen mit Bob-Dylan- und Grateful-Dead-Songs den noch lauen Abend, der sogar mit etwas Sonne begann. Die Rockcoverband «Cusp of Drunk» aus der Region Zug spielte bekannte Songs von Abba bis ZZ Top. Die fünf köpfige Band, mit vier Stimmen und heissem Beat am Schlagzeug lockte die Zuschauer zum Tanzen, direkt vor der Bühne auf dem Kiesplatz des Innenhofs. Mit viel Frauenpower, eingängigen Melodien und einzigartigen Harmonien verzauberte die junge Indie-Pop-Rock-

«Last-Avenue»-Frontmann Martin Gaisser kündet den letzten Gig an: Die brachialen Hausemer «Vodew» mit Skate-Punk-Sound aus den 90ern. (Bilder Martin Platter)

«Star Shaped Box» mit den Oberämtlern Micha Bütikofer, Christian Eugster am Schlagzeug und Andreas Alff am Bass liessen die Kultband «Nirvana» aufleben.

Das Publikum liess sich trotz des schlechten Wetters nicht die Freude am «Live uf em Hof» verderben.

band «Specific Ocean» aus Zürich, ehe Last Avenue die Bühne stürmte. Mit ihrer Musik, die Freiheit, Wärme und Unbeschwertheit zelebriert, sowie der mitreissenden Show von Frontmann Martin Gaisser, rockten die Hausemer das Publikum. Mit «Star Shaped Box», einer Nirvana-Tribute-Band aus dem Oberamt, wurde das Tempo hoch gehalten, was auch dringend nötig war. Denn neben dem Regen wurden die Temperaturen immer ungemütlicher. Bei ihrem erst zweiten Konzert gaben

Oliver Elmiger und Ricardo Grebien bildete sich spontan eine ungestüme PogoTranzgruppe vor den Musikern. Mittendrin auch Martin Gaisser, der sich austobte. Später sagte er: «Endlich wieder ein Konzert vor grösserem Publikum und ohne Einschränkungen seit dem letzten ‹Live uf em Hof› im Vorjahr.» Er freue sich, dass so viele Besucherinnen und Besucher dem Wetter getrotzt haben und bis zum Schluss geblieben sind und sich zu Beginn des Abends nicht von den Corona-Tests haben abschrecken

lassen. «Die Stimmung war gigantisch und zeigt das Bedürfnis der Menschen nach Livemusik», fand Gaisser und richtete seinen Dank an das ganze Organisationsteam und die Familie Koch, die ihren Hof für den Event zur Verfügung gestellt hatte. Für Gaisser steht schon jetzt fest, dass es auch 2022 einen LiveGig geben muss; am liebsten wieder ein Openair am Türlersee oder ein «Live uf em Hof». Vorzugsweise bei trockenem Wetter – wie bei der letzten «Live uf em (Sidler-)Hof» 2020.

auf das Wetter war alles perfekt.» Der zusätzliche Aufwand wegen des Regens habe sich in Grenzen gehalten. «Wir haben noch ein paar mobile Partyzelte mehr aufgestellt als sonst.» Da das Wetter unberechenbar sei, werde ohnehin ein grosser Teil der Festbänke überdacht. Er sei dankbar gewesen, dass es erst zwischen neun und zehn Uhr begonnen habe zu regnen. Denn um diese Zeit seien die meisten ja schon da. Als es immer heftiger schüttete, seien trotzdem viele geblieben. «Man hat gespürt, dass die Leute wieder mal ein Fest

brauchten. Sie wollten unter Leute. Das wurde mir von verschiedener Seite bestätigt.» Das Schutzkonzept habe gut funktioniert. Die Besucherlimite von maximal 500 Personen sei knapp nicht erreicht worden. Da die Gemeinde Kappel keine 1.-August-Feier organisiert habe, sei den Einwohnern der Eintritt, ein Getränk und etwas zum Essen am Waldfest spendiert worden. Eine ideale Symbiose – auch wenn Dave Andermatt persönlich lieber trockene Waldfeste mag, wie wohl die anderen «Albis Devils» auch.

sich Micha Bütikofer alias Kurt Cobain, Christian Eugster am Schlagzeug und Andreas Alff am Bass keine Blösse und rockten sich sehr zur Freude des Publikums beinahe die Seele aus dem Leib.

Wild, wilder, Vodew Es ging jedoch noch wilder, wie der fulminante Abschluss des Abends von «Vodew» zeigte. Zum brachialen SkatePunk-Sound aus den 1990ern, gespielt von Louis Jaquemet, Andreas Rüdisueli,

«Weltklasse»-Waldfest in Uerzlikon

Dank Dauerregen feucht-fröhliche Stimmung OK-Chef Dave Andermatt zog nach Abschluss des Uerzliker Waldfests eine eindeutige Bilanz: «Das war Weltklasse». Festhungriges Publikum und gute Vorbereitung waren das Rezept, weshalb die anhaltenden Regenfälle dem Kappeler Traditonsanlass nichts anhaben konnten. Von MarTin PlaTTer Ein kaum hörbares Knarzen übertönte am Samstagabend im Uerzliker Erdbeeriholz kurz den prasselnden Regen. Einen Augenblick später ergoss sich ein veritabler Wasserfall auf die zum Glück unbesetzten Festbänke. Unter dem Druck der Wassermenge, die sich wie ein kleiner Stausee innert kürzester Zeit auf dem Dach gebildet hatte, war ein Partyzelt buchstäblich in die Knie gegangen. Amüsiert beobachten die Waldfestbesucher aus trockener Distanz die Rettungsaktion der unter dem Zelt Sitzenden, die die Szene ebenfalls mit Humor nehmen. Ausser ein paar verbogener Aluminiumstützen war niemand zu Schaden gekommen. Das Fest konnte weitergehen. Was es auch tat, obschon der Regen in der Nacht von

Samstag auf den Nationalfeiertag nicht mehr aufhören sollte. Die Festbesucher liessen sich den raren Freigang trotz des garstigen Wetters nicht vermiesen und feierten bis in die frühen Morgenstunden, was die aufgespannten Regenblachen hielten. Eine Tanzbühne gabs zwar nicht, denn tanzen war – wie zu Gotthelfs Zeiten – verboten. Und auch die verschiedenen Schiessbuden und Spielstätten unter freiem Himmel waren wegen des nicht enden wollenden Regenstakkatos geschlossen. Musik spielte aber dennoch

und auch die Bars waren geöffnet. Die Leute nahmen das garstige Wetter mit Humor und stoischer Gelassenheit.

«Bis auf das Wetter war alles perfekt» Entsprechend positiv war die Bilanz von OK-Chef Dave Andermatt, als er am nächsten Morgen zusammen mit seinen Mitkämpfern von Unihockeyclub «Albis Devils» noch immer bei strömendem Regen den Festplatz bei der Waldhütte in Uerzlikon aufräumte. Er sagte: «Bis

Am Waldfest Uerzlikon regnete es nur einmal. (Bilder Martin Platter)

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Serie

Dienstag, 3. August 2021

Letztes Refugium eines seltenen Baums Sommerserie «Ich war noch niemals ...» (5): bei den Eiben am Albis Die natürlichen Eibenbestände im Albisgebiet gehören zu den grössten und bekanntesten in ganz Europa. Viele Eiben wachsen an den Albisabhängen in unwegsamem, steilem Gelände, wo sich ausser Hirschen und Rehen niemand aufhält. Der Weg dorthin ist beschwerlich. Von Marianne Voss Förster Robi Püntener fährt mit seinem geländegängigen Fahrzeug auf die Buchenegg und biegt auf eine Naturstrasse ab. Danach geht es in den Wald, links, rechts, es wird holpriger – und dann ist Schluss. Dies sei der letzte Zipfel seines Forstreviers, erklärt er und ist sich sicher, dass sein Fahrgast noch nie hier war. Das Gelände ist sehr steil. Und wo sind die Eiben? «Dort unten im Abhang», deutet der Förster. Der Abstieg ist schwierig, die Erde vom Regen aufgeweicht und rutschig. Am besten gehts auf dem Hosenboden. Schliesslich stehe ich mitten in der grossen Gruppe von Eiben und fühle mich wie in einem

Märchenwald. Die erhabenen Bäume mit ihren rötlichen Stämmen sind teilweise uralt, hundert, zweihundert Jahre. Hierher kommt niemand, ausser er sei Förster, Jäger oder Waldbesitzer. «Oder Vierbeiner», ergänzt Robi Püntener. Er deutet auf eine Stelle, wo der Boden flach gedrückt ist. Das sei ein typisches Lager von Rehen oder Hirschen. Sichtbar sind auch die schmalen Trampelwege des Rotwilds entlang des Steilhangs. «Die Eibe ist für Pferde oder Menschen hochgiftig. Für die Rehe und Hirsche sind die Nadeln und auch die Rinde aber eine beliebte Delikatesse. Sie haben die Eibe zum Fressen gerne.» Junge Eiben könne man mit Drahtkörben vor Knospenfrass durch Rehe schützen. Ein Schutz vor der Rinden-Schälung durch Hirsche sei aber sehr schwierig und extrem aufwendig. An einigen Bäumen sind die Schäden unübersehbar. Bis auf fast zwei Meter Höhe haben die Hirsche die Rinde abgefressen. Die Bäume sind damit zum Tod verurteilt.

Gesamteuropäische Verantwortung Der langsam wachsende, oft knorrige Baum ist eine gefährdete Art und wird

«ICH WAR NOCH NIEMALS ...» Sich erstmals an einen Ort oder an eine Aktivität heranwagen – darum geht es in der diesjährigen Sommerserie des «Anzeigers». Bis Mitte August folgt in jeder Ausgabe eine weitere «Erstbegegnung». (red.) Bereits erschienen: Regula Zellweger: Nacht in einer Gartenlaube, 20. Juli; Salomon Schneider: Zentrum des Kantons, 23. Juli; Martin Mullis: Primarlehrer, 27. Juli; Werner Schneiter: Küchenhelfer im «Central», 30. Juli.

daher bewusst gefördert. Auf der Albiskette befindet sich eines der grössten und bekanntesten Eibenvorkommen ganz Europas. «Wir haben eine gesamteuropäische Verantwortung, diese Bäume zu pflegen», erklärt der Förster. Die Eibenförderung sei im Waldentwicklungsplan des Kantons Zürich festgehalten. Mittels einer gezielten Durchforstung gebe man den Bäumen genügend Licht. «Andererseits sind wir durch den Einzug des Hirschs neu herausgefordert. Wir müssen eine seltene Baumart vor einem bei uns noch seltenen Tier schützen.» Die Eiben auf dem Albis vermehren sich grundsätzlich selber und sie sind schon lange hier. Ende des 19. Jahrhunderts ging es ihnen sehr gut, da infolge der freien Jagd in den Albiswäldern die Rehe und Hirsche fast ausgestorben waren. Viele der über 80 000 beeindruckenden Bäume stammen aus dieser Zeit. Mit der laufenden Zunahme des Hirschbestandes ist das langfristige Fortbestehen der Eiben am Albis aber stark gefährdet.

Magischer Baum

Förster Robi Püntener bei einer Eibe, die von Hirschen angefressen wurde. (Bild Marianne Voss)

Die Eibe hatte früher verschiedene wichtige Bedeutungen. Das sehr harte und dauerhafte Holz eignete sich für Pfähle und Bauten. Das Holz der Eibe ist zudem ausserordentlich elastisch. Es wurde

Knorrig, sagenumwoben und uralt: «Seit diesem Ausflug ist die Eibe mein Lieblingsbaum», sagt Marianne Voss. (Bild zvg.) daher als Pfeilbogenholz verwendet und war in der Kriegsführung entscheidend für das Gewinnen von Schlachten. Auch Ötzi, die Gletschermumie, hatte einen Pfeilbogen aus Eibenholz bei sich. Wie damals werden auch heute noch Bogen und Armbrust aus Eibenholz hergestellt. Die Eibe war auch ein magischer, heiliger Baum und wurde verehrt. Man sagte ihr Zauberkräfte nach, und sie war für die Kelten der Druidenbaum. Heute werden die in der Rinde, in den Nadeln und Samen enthaltenen Giftstoffe in der

modernen Pharmaindustrie zur Heilung von Krankheiten genutzt. 80 000 solcher heiliger und heilkräftiger Bäume wachsen auf dem Albis – eine beeindruckende Zahl! Ab jetzt werde ich bei meinen Wanderungen genauer hinsehen, ob ich an den Hängen die rötlichen, knorrigen Eiben entdecke. Wir verabschieden uns vom Märchenwald und treten den Rückweg an. Das Hinaufklettern im rutschigen Steilhang ist anstrengend. Am besten geht es auf allen Vieren – etwa so, wie die Hirsche, nur viel unbeholfener.

Rücksicht beim Stand-up-Paddeln Stand-up-Paddeln kann Wasservögel und andere Wildtiere empfindlich stören – auch wenn der Sport oft leise und bedächtig ausgeübt wird. Immer mehr Menschen praktizieren Stand-up-Paddeln (SUP). Weil die Sportart nahezu geräuschlos erfolgt, wird deren Störpotenzial für Tiere unterschätzt. Insbesondere Wasservögel nehmen jedoch die Silhouette und die Bewegungen von Paddelnden als Bedrohung wahr. Sie können bereits auf einen

einzelnen Paddelnden in 1000 Meter Abstand mit Flucht reagieren. Das kann ihr Überleben und ihren Fortpflanzungserfolg beeinträchtigen.

Stress für Tiere SUP wird insbesondere auch im flachen Wasser in Ufernähe ausgeübt. So gelangen Menschen in bisher wenig gestörte Gebiete. Durch die Störwirkung werden wichtige Lebensräume, Brut- und Rastgebiete gefährdet. Die Schweizerische Vogelwarte hat vergangenes Jahr

gemeinsam mit dem Schweizerischen Kanu-Verband, Pro Natura, der Jagd- und Fischereiverwalter-Konferenz und dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) Empfehlungen erarbeitet, wie Störungen reduziert und so der Stress für die Tiere verringert werden können. Die Regeln, die wichtigsten Informationsquellen und weiterführende Links sind in einem Merkblatt aufgeführt, das an Verkaufsund Verleihstationen von SUP aufliegt und in digitaler Form bei den beteiligten Organisationen bezogen werden kann. Schweizerische Vogelwarte

Insbesondere Wasservögel können sehr empfindlich auf die Silhouette eines Stand-up-Paddelnden reagieren. Wie in einer Kettenreaktion flieht der ganze Schwarm, wenn wenige Vögel auffliegen. (Bild S. Werner)

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Dienstag, 3. August 2021

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Drei klangvolle Konzerte Pokalgewinner muss Geld sammeln

Unlock21: Jazz im Kloster Kappel

Wädlischiessen Wettswil – der traditionelle Sommer-Wettkampf

Dino von Koerber hat mit dem Höchstresultat von 97 Punkten das «Wädlischiessen» des Feldschützenvereins Wettswil gewonnen. Gewinner des «Sparsäuli-Wanderpokals» wurde Anton Hauser. Er muss nun ein Jahr lang Geld sammeln, damit der nächstjährige «Wädli-Anlass» finanziert werden kann.

Zu erleben sind jeweils um 20 Uhr drei hochkarätige Konzerte in der mittelalterlichen Klosterkirche (Bild zvg.)

«Jazz im Kloster» ist das erste Jazzfestival im Kloster Kappel, Seminarhotel und Bildungshaus der Zürcher Landeskirche, mit bezaubernden Gewölben und Gärten, unter anderem mit dem Thierry Lang Trio. An drei Konzertabenden erwartet die Gäste vom 19. bis 22. August ein reizvolles Ensemble von Geschichte und Gegenwart, uraltem Stein und vibrierendem Jazz, Konzert und Spiritualität, Natur und wiederauferstehender Kultur. Zu erleben sind jeweils um 20 Uhr drei hochkarätige Konzerte in der mittelalterlichen Klosterkirche und im Anschluss ein Apéro mit Jam-Session im Kreuzgang. Am Donnerstagabend spielt das Trio MüllerKramisBaschnagel, featuring Barbara Balzan. Der Jazz dieser Gruppe pflegt reiche Klangkultur aus der eigenen Feder mit Emotionalität und Spielfreude. Kubanische und brasilianische Traditionen tauchen ebenso auf wie klassische Motive, alle geführt von der Improvisation.

Experimente und musikalischer Witz Am Freitag ist das Yves Theiler Trio zu hören. Das Trio liebt Experimente und musikalischen Witz. Zum Reformations-

jubiläum komponierte der Bandleader Stücke über Kirchenlieder und widmete die CD «It’s Huldrych!» dem Zürcher Reformator. Einiges daraus kommt zu Gehör. Am Samstagabend präsentiert das Festival als Highlight ein Konzert mit dem Thierry Lang Trio, das international den Schweizer Jazz anführt. Sein Sound ist unverkennbar: melodiös, vielschichtig, einfühlsam. Das Konzert verspricht ein Feuerwerk. Den Schlusspunkt setzt am Sonntagmorgen um 10 Uhr ein öffentlicher Jazzgottesdienst in der herrlichen Atmosphäre der Klosterkirche. Das Thierry Lang Trio korrespondiert mit der Liturgie von Volker Bleil, der Predigt von Fabienne Greuter und Texten von Matthias Krieg, vorgetragen von René Weisstanner. An den drei Wochentagen erklingt zusätzlich jeweils um 15.30 Uhr eine halbe Stunde Orgeljazz (Kollekte); die Tagzeitengebete um 12 und 18 Uhr stehen ebenfalls im Zeichen des Jazz und werden musikalisch gestaltet von Uwe Steinmetz am Saxofon und dem Organisten Daniel Stickan. Kloster Kappel Jazz im Kloster Kappel vom 19. bis 22. August.

Eine Wisent-Geburt mitten am Tag kommt nicht oft vor – und mit erneutem Nachwuchs vom Rekord-Bullen Wumbro hatte auch niemand gerechnet. Denn der mächtige Wisent ist mittlerweile 21 Jahre und zehn Monate alt und damit der älteste Wisentstier im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP. Die Mutter ist eine der beiden Kühe, die vor fünf Jahren von Kiel nach Goldau gekommen sind. Sie ist zum zweiten Mal Mutter geworden: Im

Harter Kampf ums «Sparsäuli» Das «Wädlischiessen» das jeweils in der schiessfreien Zeit während der Sommerferien durchgeführt wird, hat seit 2007 bereits eine langjährige Tradition. Geschossen wird auf 300 m mit dem Programm zehn Schüsse, einzeln gezeigt, auf die Zehnerscheibe mit schwarzem Trefferbild. Nach dem wegen der «Corona-Pandemie» lange Zeit ausgesetzten und eingeschränkten Wettkampfgeschehen war nichts von «Sommerflaute» zu spüren, der Kampf um Punkte und Klassierungen war wie immer hart umstritten. Einerseits ging es um den Tagessieg und anderseits um den Gewinn des

und weitere Infos unter www.jazzimkloster.ch.

Juni 2020 brachte sie «Tjala» zur Welt, die noch in der Herde in Goldau ist. Der Natur- und Tierpark Goldau hat sich der koordinierten Zucht der Wisente angeschlossen. Seit Beginn der Wisenthaltung in Goldau konnten zwei Tiere in der Slowakei, vier in Rumänien und ein Tier in Polen als Gründertiere von neuen Herden ausgewildert werden – alles Nachkommen von Wumbro. Das Jungtier hat noch keinen Namen. Alle im Tierpark Goldau geborenen Wisente erhalten Namen, die mit den Buchstaben «Tj» starten. Voraussichtlich kann man auf den Social-Media-Kanälen des Tierparks in den nächsten Tagen über verschiedene Vorschläge abstimmen.

Anton Hauser (vorne links) ist Sparsäuli-Gewinner 2021, Dino von Koerber (v.r.) Wettkampfsieger. Hinten von links: Albert Buchwalder (Präsident Sportschützen Albisrieden-Urdorf), Heinz Meili (Präsident Zürcher Schiesssportverband, ZHSV), Thomas Leuenberger (Präsident des Feldschützenvereins Wettswil). (Bild zvg.) «Sparsäuli-Wanderpokals», der von einem Teilnehmer nur einmal gewonnen werden kann. Im Pokalwettbewerb «triumphierte» in diesem Jahr Anton Hauser, nachdem verschiedene vor ihm Klassierte das «Sparsäuli» bereits einmal gewonnen hatten. Er wurde stolzer Gewinner des Wanderpreises, mit der Auflage, diesen binnen Jahresfrist im Bekannten- und Freundeskreis zirkulieren und füllen zu lassen. In der Wettkampfwertung setzte sich Dino von Koerber mit glänzenden 97 und drei Punkten Vorsprung vor Kevin Arnold (94) und Heinz Meili (93) durch. Von Koerber war schon vor zwei Jahren Wettkampfsieger. Weil das Eidgenössische Schützenfest wegen der Pandemie dezentral auf den Heimstän-

den ausgetragen wurde, die Wettswiler aber über keine 50-m-Anlage mit elektronischer Trefferanzeige verfügen (Bedingung), genossen die Kleinkaliberschützen Gastrecht im «Bergermoos» bei den Sportschützen Albisrieden-Urdorf. Als Gegenleistung wurden die Urdorfer jetzt zum «Wädlischiessen» eingeladen. Werner Hirt Wädlischiessen 2021: 1. Dino von Koerber 97. 2. Kevin Arnold 94. 3. Heinz Meili 93. 4. Bruno Lässer 92. 5. Martin Landis 92. 6. Thomas Leuenberger 91. 7. Noel Elsener 90. 8. Anton Hauser 87. (Gewinner «Sparsäuli»). 9. Urs Breuter 87. 10. Reto Gloor 82. 11. Karin Seeger 81. 12. Albert Buchwalder 80. 13. Herbert Fankhauser 79. 14. Veronica Joakimidis 78. 15. Urs Kamm 75.

J&S-Camp auf dem Golfplatz Affoltern In der letzten Ferienwoche, vom 16. bis 19. August, findet auf dem Golfplatz in Affoltern für Primarschulkinder bis elf Jahre ein Golf-Camp von Jugend & Sport statt.

Tickets für die Konzerte - auch im Hotelpaket -

Eine Wisent-Geburt vor Publikum Am Mittwoch, 28. Juli brachte eine Wisentkuh kurz nach Mittag ein Kalb zur Welt. Die Geburt konnte von zahlreichen TierparkGästen mitverfolgt werden.

Beim traditionellen Sommeranlass in der Schiessanlage «Grütmatt» beteiligten sich 15 Wettswiler Schützinnen und Schützen sowie eine Delegation des Gastvereins Sportschützen AlbisriedenUrdorf. Neben dem sportlichen Wettkampf im 300-m-Schiesstand war das anschliessende gesellig-freundschaftliche Treffen, mit Leckerem vom Grill, der kulinarische Höhepunkt. Wegen einer falschen Bestellung musste anstelle der traditionellen «Wädli» auf eine andere Grillade ausgewichen werden.

Unter der Leitung von J&S-Coach Beat S. und Unterstützung von Edith ten Siethoff, Inhaberin des Golfplatzes, können Primarschulkinder Golf-Luft schnuppern. Die Kinder sind vom Montag bis am Donnerstag, jeweils von 9.30 Uhr bis

16 Uhr herzlich willkommen. Auf Wunsch bietet das «Stübli» auf dem Golfplatz ein einfaches Mittagessen für Kinder an, die den ganzen Tag auf dem Areal verbringen wollen. Die Teilnahme an der Sportwoche kostet 150 Franken pro Kind für den J&S-Kurs, mit dem Mittagessen sind es 200 Franken pro Kind. Die Platzzahl ist beschränkt, um Reservierung bei Edith ten Siethoff wird gebeten: Telefon 079 753 0800, oder per E-Mail: affolterngolfplatz@bluewin.ch. Edit ten Siethoff

Im Camp lernen Primarschulkinder bis 11 Jahre das Golfen kennen. (Bild zvg.)

Tierpark Goldau

Das weibliche Wisentkalb kam am 28. Juli kurz nach Mittag zur Welt. (Bild zvg.)

Endlich wieder Sonne ... Prächtige Abendstimmung über Affoltern nach elend langen nassen Tagen. (Leserbild Sylvia Limacher)


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