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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 59 I 173. Jahrgang I Mittwoch, 31. Juli 2019

Zeit zum Lesen

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Der «Anzeiger» hat in Affoltern Buchempfehlungen für den Sommer gesammelt. > Seite 3

Das Team um Obfelderin Rahel Weber ist bereit für die WorldSkills in Kazan. > Seite 5

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Regen schreckte ab Weniger Andrang, aber trotzdem tolle Stimmung am Waldfest in Uerzlikon. > Seite 6

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Edinburgh gerockt Die Ämtler Band «Wilcox» spielte drei Live-Konzerte in Schottlands Hauptstadt. > Seite 6

Rotlichter und Vollsperrungen Strassensanierungen im Knonauer Amt sind auf Kurs Sommerzeit ist Strassenbauzeit. Aktuell werden in Hausen, Obfelden und Stallikon Kantonsstrassen saniert. Die Arbeiten seien überall im Zeitplan, so Thomas Maag von der kantonalen Baudirektion. Ab Montag beginnt die Strassensanierung auf dem Albis. ................................................... von thomas stöckli Die Baustellen an der Uttenbergstrasse in Knonau und an der Jonenbachstrasse in Rifferswil sind im Juni fertig geworden. Die Strassenbau-Saison im Säuliamt ist damit allerdings noch lange nicht abgeschlossen. Besonders intensiv betroffen ist aktuell das Zentrum von Hausen. Seit April und noch bis Mitte 2020 werden hier der Fahrbahnbelag, die Randsteine sowie Teile der Entwässerungsleitungen erneuert.

Während die Arbeiten an der Rifferswilerstrasse über die volle Zeit laufen, ist der Bereich Zuger- und Ebertswilerstrasse bis zur Abzweigung Chratz bereits fertig – Abgesehen von den abschliessenden Belagsarbeiten, für die im Sommer 2020 zwei Wochenend-Vollsperrungen vorgesehen sind. Mittlerweile geht es am Abschnitt Albisstrasse bis zum Einmünder Mitteldorfweg weiter. Hier werden zur Sicherung des Schulwegs ausserdem neue Trottoirs und zwei Fussgängerstreifen mit Mittelinsel erstellt.

Lichtsignal auf dem Albispass ab kommendem Montag Kommenden Montag wird nun auch auf der Albis-Passhöhe, knapp jenseits der Hausemer Gemeindegrenze, die Strasse saniert. Erneuert werden vom Abschnitt Hinteralbis bis Escherrank der Fahrbahnbelag, die Randabschlüsse sowie die Strassenentwässerung.

Weiter bekommt das Trottoir einen neuen Deckbelag. Hier dauern die Arbeiten bis Mitte Oktober 2019. Der Verkehr wird mit einer Lichtsignalanlage einspurig durch den Baustellenbereich geführt. Die Postauto-Linie 240 verkehrt fahrplanmässig, wobei es zu Haltestellenverschiebungen kommt. Für Anfang Oktober ist allerdings eine zweitägige Vollsperrung vorgesehen – mit Umleitung über die Buchenegg.

Vollsperrung bei der Reussbrücke Obfelden und im Reppischtal Im Plan sind gemäss Thomas Maag von der kantonalen Baudirektion auch die Strassensanierungen in Obfelden und Stallikon. Bei der Zeitplanung werden Schlechtwetterfenster einkalkuliert. Weil diese weitgehend ausblieben und keine Probleme auftraten, sei man dem Zeitplan sogar eher etwas voraus. «Aber wenn wir früher fertig

werden, verärgern wir ja niemanden», so Maag. Die Obfelder Dorfstrasse zwischen Reussbrücke und Tambrigstrasse bekommt übers Wochenende vom 9. bis 12. August ihren Deckbelag – sofern das Wetter mitspielt. Der Verkehr wird über die Reussbrücke Ottenbach und Birri umgeleitet. Bei nasser Witterung müssten die Arbeiten und die damit verbundene Vollsperrung um eine Woche verschoben werden. Während der Vollsperrung bestehen für ÖV-Reisende keine direkten Verbindungen zwischen Muri und Affoltern. Bereits eine Vollsperrung hinter sich hat die Reppischtalstrasse in Stallikon. Vom 16. bis 19. Juli wurde zwischen Stationsstrasse und Dorfstrasse/Postweg der Durchlass des Silberbachs neu gebaut. Eine weitere, grössere Vollsperrung ist für 31. August bis 2. September eingeplant. Und zwar soll im Abschnitt Ägerten bis Postweg der Deckbelag eingebaut werden.

Herzlicher Empfang in Hauptikon

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Menschliche Fehler Die Beratungsstelle für Unfallverhütung hat Unfallursachen im Verkehr analysiert. > Seite 7

«Adler» Knonau: der Rechtsstreit geht weiter Ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen – das ist als Ersatzneubau für den «Adler» (Baujahr 1575) im Dorfkern Knonau vorgesehen. Die Gemeinde hat das ehemalige Gasthaus 2011 zwar als schutzwürdig bezeichnet, sich dabei allerdings auf die Vorschriften der Kernzone beschränkt. Diese ermöglichen einen Ersatzneubau in ähnlicher Form. Dagegen hat sich Widerstand geregt. Nach einem langen Hin und Her hat das Verwaltungsgericht 2017 die Rechtssicherheit der Besitzer höher gewichtet als die Schutzwürdigkeit – damit schien ein Abriss in Reichweite. Gegen die Baubewilligung habe nun allerdings der Zürcher Heimatschutz Rekurs eingereicht, wie der Tages-Anzeiger schreibt – mit dem Argument, dass eine rechtskräftige Schutzwürdigkeit vorliege, was einen Abriss untersage. (tst.)

Das Maskottchen lebt Der Sturm Lothar hinterliess auf dem Zugerberg viele Strünke von abgerissenen Bäumen. Davon liess sich der junge Forstwart Pascal Sturm inspirieren und schnitzte mit seiner Kettensäge daraus etwa 20 Tierfiguren. Während eines Spaziergangs regten diese Figuren wiederum Käthi und Kari Leutwyler aus Hausen dazu an, ein Märchen vom Zugerberg zu schreiben. So entstand der blaue Moorgeist «Zugiblubbi», der sogar zum Zugerberg-Maskottchen avancierte. 2013 ist Käthi Leutwyler verstorben. Wie ging es mit dem Moorgeist weiter? Marianne Voss hat sich für die «Anzeiger»-Sommerserie auf Spurensuche begeben. ................................................... > Bericht auf Seite 8

Mountainbikerin Jacqueline Schneebeli gewinnt EM-Gold in Brünn

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Europameisterin Jacqueline Schneebeli im Kreise ihrer Familie umringt von Nachbarn, Freunden, Fans und Bekannten, die ihr einen würdigen Empfang bereiteten. (Bild Martin Platter)

Nicht ganz überraschend hat sich die Schweizer Juniorenmeisterin Jacqueline Schneebeli am vergangenen Samstag an den Mountainbike-Cross-CountryEuropameisterschaften in Brünn die Goldmedaille erkämpft. Am Montag wurde sie in Hauptikon von einer begeisterten Menschenmenge empfangen. Das hats bisher noch nicht gegeben, dass in Hauptikon ein Europameister-

titel gefeiert werden konnte. Umso euphorischer war der Empfang, als Jacqueline Schneebeli im weiss-blauen Europameistertrikot mit den gelben Sternen im kleinen Oberämtler Dorf einfuhr. Mit dem Mountainbike, auf dem sie am Samstag im tschechischen Brünn ihren bisher grössten Erfolg erringen konnte. An der Rossauerstrasse, die an ihrem Elternhaus vorbeiführt, hatten sich spontan gut 120 Personen eingefunden, die die Ankunft der 18-jährigen Siegfahrerin mit Kuhglocken, Jubel und Applaus feierten. Hauptiker, Kappeler und

Schweizer Fahnen wurden geschwungen und ein Transparent mit Glückwünschen über die Strasse gespannt.

Wenn die Freudentränen kullern … In einer kurzen Laudatio würdigte Kappels Gemeindepräsident Jakob Müller die Leistungen der Juniorin und das Vorbild des Vaters und des Grossvaters, die selber erfolgreiche Biker gewesen waren. «Jetzt sind wir Europameister-Grosseltern», sagte Jack Schneebeli nach der Gratulation an seine Enkelin sichtlich gerührt, ehe

ihn seine Gefühle restlos übermannten und so auch noch die eine oder andere Träne im Publikum auslösten. Auch die Gefeierte zeigte sich berührt und bedankte sich für den herzlichen Empfang und die vielen Gratulationen. Dass sie mit dem EM-Titelgewinn nun zur grossen Favoritin auf eine Medaille an den Weltmeisterschaften Ende August im kanadischen MontSainte-Anne avanciert ist, macht sie nicht nervös. Das sei für sie die Motivation, das Beste zu geben. (map.) ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 16


Einstellung des Konkurses Über die ZGG GmbH, mit Sitz in Zürich, UID CHE-229.215.841, ohne Domizil (vorher: c/o Buchhaltungsstelle Zürich GmbH, Freilagerstrasse 39, 8047 Zürich), ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern, Einzelgericht, vom 4. April 2019 der Konkurs eröffnet, das Verfahren aber mit Urteil dieses Gerichtes vom 22. Juli 2019 mangels Aktiven eingestellt worden. Sofern nicht ein Gläubiger binnen zehn Tagen die Durchführung des Konkursverfahrens verlangt, sich gleichzeitig zur Übernahme des durch die Konkursmasse nicht gedeckten Teils der Kosten verpflichtet und daran einen Barvorschuss von Fr. 4500.00 leistet, gilt das Verfahren als rechtskräftig geschlossen. Affoltern am Albis, 31. Juli 2019 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern a.A.

Konkurseröffnung Schuldner: Nachlass von Suot Kep, geb. 4. Mai 1949, von Obfelden ZH, gest. 16. September 2018, wohnhaft gewesen Bachstrasse 19, 8912 Obfelden. Datum der Konkurseröffnung: 1. November 2018 Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG Eingabefrist bis 3. September 2019. Vergleiche im Übrigen Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt von 2. August 2019. Affoltern am Albis, 31. Juli 2019 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Der Konkurs über die Forma Design GmbH, Räschstrasse 28, 8912 Obfelden, ist mangels Aktiven eingestellt worden und gilt seit dem 2. Juli 2019 als rechtskräftig geschlossen. Auf Verlangen eines Pfandgläubigers wird bezüglich der nachbezeichneten beweglichen Sachen das Verfahren gemäss Art. 230a SchKG durchgeführt: – Diverse Maschinen und Geräte für die Ausübung von Schreinertätigkeiten – Personenwagen Ford Mondeo 2.0 – Lieferwagen Ford Transit 330 S – Sachentransportanhänger Hager Beim Konkursamt Affoltern haben a) die Pfandgläubiger ihre Forderungen in Kapital, Zinsen und Kosten zerlegt und b) die Personen ihre weiteren Ansprüche, die sie an diesen beweglichen Sachen haben, samt Beweismitteln bis am 27. August 2019 schriftlich geltend zu machen. Affoltern am Albis, 26. Juli 2019 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Öffnungszeiten Affoltern am Albis Die Stadtverwaltung bleibt am Donnerstag, 1. August 2019, und am Freitag, 2. August 2019, geschlossen.

Niklaus Luther 6. Dezember 1927 – 26. Juli 2019

Die Firma Hinni AG wird im Auftrag der Wasserversorgung ab dem 5. August 2019 während 3 bis 4 Wochen auf dem ganzen Gemeindegebiet von Hausen am Albis die Wasserschieber und Hydranten auf die Gebrauchstauglichkeit kontrollieren.

Tschau, tschau Mit diesen seinen letzten Worten verabschiedete sich unser lieber Vater bestimmt und humorvoll von uns. Zufrieden ging er auf seine letzte Reise. Die Trauerfamilie Angehörige und Freunde

Die Grundeigentümer mit Hydranten und Wasserschiebern auf ihrem Grundstück werden gebeten, die Zugänglichkeit sicherzustellen, damit die Kontrolle reibungslos getätigt werden kann. Für Ihre wertvolle Zusammenarbeit zur Sicherstellung der Trink- und Löschwasserversorgung danken Ihnen die Tiefbaukommission und die Wasserversorgung. Bei Fragen steht die Wasserversorgung (Manuel Schneiter, Telefon 044 764 19 77) gerne zur Verfügung. Die Tiefbaukommission

Gemeindeversammlung Weil weder von der Politischen Gemeinde noch von der Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis/Aeugst am Albis behandlungsreife Geschäfte vorliegen, wird die Gemeindeversammlung vom Montag, 9. September 2019, abgesetzt. Die nächste Gemeindeversammlung findet am Montag, 2. Dezember 2019, statt. 31. Juli 2019

Verfahren nach Art. 230a SchKG

ABSCHIED

Kontrolle von Wasserschiebern und Hydranten auf privaten Grundstücken

Stadtrat Affoltern am Albis

Todesfälle Affoltern am Albis Am 24. Juli 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Loredana Scognamiglio geboren am 29. Januar 1964, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Abdankung hat im Kreis der Familie stattgefunden. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 25. Juli 2019 ist in Muri AG gestorben:

Paul Leeser geboren am 28. Juli 1948, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Abdankung hat im Kreis der Familie stattgefunden. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Knonau Am Donnerstag, 25. Juli 2019, ist in Affoltern am Albis gestorben:

Hurter Margrit geboren am 20. Mai 1926, von Mettmenstetten ZH, wohnhaft gewesen in Knonau, mit Aufenthalt in der Langzeitpflege Sonnenberg, Affoltern am Albis. Die Beisetzung und Abdankung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Knonau

Knonau Am Donnerstag, 25. Juli 2019, ist in Knonau gestorben:

Die stille Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden. Traueradresse: Rolf Luther, Obermättlistrasse 17, 6015 Luzern

Bauprojekte Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Trennung ist wohl Tod zu nennen, denn wer weiss, wohin wir gehn, Tod ist nur ein kurzes Trennen, auf ein baldig Wiedersehn. Josef von Eichendorff (1788 - 1857)

Tief traurig nehmen wir Abschied von unserem Papi, Bruder, Neffen und Cousin

Werner Hofstetter 17. Januar 1947 – 21. Juli 2019

Viel zu früh müssen wir ihn loslassen. Wir tragen dich in unseren Herzen. In Liebe und Dankbarkeit: Daniela Hofstetter Monika Hofstetter René Hofstetter Ruth Hofstetter und August Bickel Verwandte und Freunde

Affoltern am Albis Bauherrschaft: Konrad Huber, Weidliweg 14, 8909 Zwillikon Projektverfasser: Heinz Haldimann, Bächlerstrasse 6a, 8912 Obfelden Projekt: Aussenaufstellung Luft-Wasser-Wärmepumpe, Weidliweg 14, 8909 Zwillikon Katasterinformationen: GrundstückNr.: 6767, Zone: zweigeschossige Wohnzone mit Gewerbeerleichterung WG2

Wettswil am Albis Bauherrschaft: Rolf Bucher, Kennelstrasse 34, 8800 Thalwil, Christian und Giaele Thiel, Im Grundächer 2, 8907 Wettswil a.A. Projektverfasser: Kobelt AG, Pilgerstrasse 1, 5405 Baden-Dättwil Bauvorhaben: Abbruch Einfamilienhaus Vers.-Nr. 251 und Neubau Doppel-Einfamilienhaus auf Kat.-Nrn. 3876 und 3877 an der Chilenholzstrasse 30 (Wohnzone W1)

Die Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 13. August 2019, um 13.40 Uhr auf dem Friedhof in Kappel am Albis statt. Anschliessend Abdankung in der Kirche in Kappel. Zum anschliessenden Zusammensein im Restaurant Löwen in Hausen am Albis sind Verwandte, Freunde und Bekannte herzlich eingeladen. Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Spitex Hausen am Albis, Postkonto 87-267156-1, Verein Spitex Knonaueramt, Affoltern am Albis, IBAN: CH78 0900 0000 8726 7156 1, Vermerk: Werner Hofstetter Gilt im Bezirk Affoltern als Leidzirkular. Traueradresse: Trauerfamilie Hofstetter, Rütihof 1, 8926 Kappel am Albis

Wettwil am Albis Bauherrschaft: Robert Dussin und Gisela Heiligensetzer, Junggrütstr. 18, 8907 Wettswil a. A. Projektverfasser: Architekturbüro Bruno Huber, Höfenstrasse 26, 8872 Weesen Bauvorhaben: Anbau eines Zimmers mit Wohnbereich und Bad beim Wohnhaus Vers.-Nr. auf Kat.-Nr. 2804 an der Junggrütstrasse 18 (Wohnzone W1)

Traurig und mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir in Liebe und Dankbarkeit Abschied von meinem geliebten Ehemann, unserem Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager, Onkel und Freund

Fredy Koch 4. Januar 1942 – 23. Juli 2019

Nach langer Krankheit durfte er im Beisein seiner geliebten Nelly friedlich einschlafen. Wir vermissen Dich Nelly Koch Regina und Roberto De Tommasi Varela mit Fabio und Gianluca Thomas und Monika Koch mit Marla und Nicola

Apitzsch-Walter, Madeleine Verena

Beisetzung am Dienstag, 6. August 2019, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis. Anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle.

geboren am 25. Januar 1950, von Zürich ZH, wohnhaft gewesen in Knonau, Sennhaus 2.

Anstelle von Blumen danken wir für eine Spende an die Krebsliga Zürich, Postfach 80-868-5, IBAN CH77 0900 0000 8000 0868 5, mit dem Vermerk «in Gedenken an Fredy Koch». Traueradresse: Nelly Koch, Hasenbühlstrasse 1, 8910 Affoltern am Albis

31. Juli 2019

Es findet keine Beisetzungs- und Abdankungsfeier statt.

Stadtverwaltung Affoltern am Albis

Bestattungsamt Knonau

Bei Todesfällen erreichen Sie das Bestattungsamt am Freitag, 2. August 2019, von 8.00 bis 10.00 Uhr unter Telefon 079 527 10 11. Ab Montag, 5. August 2019, sind wir gerne wieder für Sie da.


Bezirk Affoltern

Mittwoch, 31. Juli 2019

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Sommerferien – endlich Zeit zum Lesen Buchempfehlungen für den Sommer

Francesca Cavallo «Good night stories for Rebel girls», ISBN: 978-3-446-25690-3.

Colson Whitehead «Die Nickel Boys», ISBN: 978-3-446-26276-8.

Marie Matisek «Ein Sommer wie Limoneneis», ISBN: 978-3-426-52142-7.

Ian McEwan «Maschinen wie ich», ISBN: 978-3-257-60958-5.

Dave Goulson «Wenn der Nagekäfer zweimal klopft», ISBN: 978-3-446-44700-4.

Auf der Suche nach den perfekten Büchern für die Sommerferien hat der «Anzeiger» in Affoltern Passanten auf der Strasse nach Empfehlungen befragt und sich bei der Buchhandlung Scheidegger und bei der Regionalbibliothek weitere Lesetipps für den Sommer geholt.

ge Frauen. 100 Frauen aus der ganzen Welt werden porträtiert: Kreative Genies, Entdeckerinnen, kluge Forscherinnen, starke Frauen, die Erstaunliches erreicht haben und nicht der typischen Frauenrolle entsprechen.»

Qualen erleidet. Das Buch macht auf die Ungerechtigkeit gegenüber Dunkelhäutigen aufmerksam und beruht auf einer wahren Geschichte.»

Leichtes, Sommerliches sucht, für den sind diese zwei Bände ideal.»

Bibliothekarin Pia Kinner, 49: «Wenn der Nagekäfer zweimal klopft»

Barbara Garzotto, 40, empfiehlt: «Good Night Stories for Rebel Girls» «Ein sehr inspirierendes Buch für jun-

Buchhändlerin Christina Kaufmann, 51, empfiehlt: «Die Nickel Boys» «Es geht um einen dunkelhäutigen Jungen, der zu Unrecht in eine Besserungsanstalt eingewiesen wird, wo er

Weiter: «Ein Sommer wie Limoneneis» und «Unter dem Limonenhimmel» «Die perfekten Sommerbücher, wenn man sich nach dem Strand sehnt. Beim Lesen fühlt man sich, als wäre man selbst an der Amalfiküste und höre das Meer rauschen. Wer etwas

Die Sihltalstrasse wird instandgesetzt Bauarbeiten beginnen im August Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Die Sihltalstrasse in Langnau ist in einem schlechten Zustand und muss instandgesetzt werden. Der Regierungsrat hat dazu knapp 4 Millionen Franken bewilligt. Auf dem 900 m langen Abschnitt der Sihltalstrasse zwischen der Einmündung Gattikonerstrasse und der Zufahrt zu den Sportanlagen wurden letztmals zwischen 1976 und 1984 Instandsetzungsmassnahmen vorgenommen. Heute weist der Fahrbahnbelag Ausmagerungen, Spurrinnen und Risse auf. Im Weiteren sind die Randabschlüsse ausgebrochen und Tei-

le der Entwässerungsleitung sanierungsbedürftig. Deshalb werden die alten Beläge abgefräst und mit einer neuen Binder- und Deckschicht versehen. Teilweise muss auch die Tragschicht ersetzt werden. Weiter werden die Beleuchtung instandgesetzt sowie die Strassenentwässerung und zwei Lichtsignalanlagen erneuert. Auch die vorhandene Messstelle, mit der Verkehrsdaten erfasst werden, muss ersetzt werden. Der Regierungsrat hat für dieses Instandsetzungsprojekt eine Ausgabe von 3,945 Millionen Franken bewilligt. Die Bauarbeiten beginnen im August 2019 und dauern voraussichtlich bis im August 2020. (pd.)

Bibliothekarin Gabi Scherer, 58, empfiehlt: «Maschinen wie ich» «Es ist eine beklemmende Science Fiction Story, die sehr unterhaltsam und zugleich angsteinflössend ist, denn wer weiss wie die Zukunft aussehen wird. Es handelt von einem Roboter, der aussieht, wie ein echter Mensch und auch so handelt.»

* Moritz Lerchmüller hat vom 22. bis 26. Juli ein Praktikum beim «Anzeiger» absolviert.

Lärmklagen haben die Polizei beschäftigt In der Nacht auf Samstag gegen 0.30 Uhr wurde die Polizei nach Mettmenstetten gerufen. Dort machten am Bahnhof junge Leute Lärm. Eine Ermahnung zeigte Wirkung. In der gleichen Nacht um 1.45 Uhr fühlten sich auch in Bonstetten Anwohner in der Nachtruhe gestört. Beim Eintreffen konnten die Polizisten keine Lärmquelle mehr ausfindig machen. In der Samstagnacht erreichte die Polizei eine Lärmmeldung aus dem Obfelder Unterdorf. Auch hier war es beim Eintreffen der Beamten so ruhig, dass diese unverrichteter Dinge wieder abziehen konnten. In der gleichen Nacht um 0.45 Uhr fühlten sich in Hedingen Anwohner von einer Geburtstagsparty bei der Sportanlage gestört. Die Stadtpolizei hat die Feiern-

Töfffahrer kollidiert mit Dachs Schwerverletzter in Landikon Bei einer Kollision mit einem Dachs hat sich am Donnerstagabend, 25. Juli, in Landikon ein Motorradlenker schwer verletzt. Das Tier wurde getötet. Gegen 22.15 Uhr fuhr ein 63-Jähriger mit seinem Motorrad auf der Landikonerstrasse von Birmensdorf Richtung Landikon. Kurz vor dem Ortseingang kam es zu einer Kollision mit einem die Strasse überquerenden Dachs. Dabei kam der Zweiradlenker zu Fall. Der Schwerverletzte musste nach der Erstversorgung mit einem Rettungsfahrzeug ins Spital gefahren werden. Das Tier wurde bei der Kollision getötet. Wegen des Unfalls musste die Strasse vorübergehend gesperrt werden. (pd.)

«Ich mochte das Buch sehr, es ist sehr informativ und doch fliessend leicht zu lesen. Man erfährt viel über die Insekten und das Beste ist, dass ich jetzt weiss, wozu eine Mücke gut ist. Dann nerve ich mich weniger, wenn ich mal eine sehe.» Moritz Lerchmüller *

den zur Ruhe ermahnt. Um 2 Uhr wurden sie dann wegen lauter Musik aus einer Bar alarmiert. Beim Eintreffen zehn Minuten später war nichts mehr zu hören. Während die Stadtpolizei dem nachging, waren die Kollegen von der Kantonspolizei wegen einer Lärmklage nach Hedingen ausgerückt – und ermahnten dort zur Ruhe. Auch Wasser, Wind und Feuer haben im Knonauer Amt Schäden verursacht. Am Samstag, 27. Juli, setzte in Affoltern ein Rohrleitungsbruch eine Wohnung unter Wasser. Weil der Bewohner weg war, musste die Polizei die Türe aufbrechen, damit die Feuerwehr wirken konnte. Das Unwetter vom Sonntagabend, 28. Juli, setzte einer Einstellhalle in Obfelden zu: Teile des Eternitdachs stürzten hier auf ein Auto. Bereits am Dienstag, 23. Juli, war in Rifferswil am Abend nach 20.30 Uhr ein Mähdrescher in Brand geraten. Ursache und Schadensumme sind noch nicht bekannt. (tst.)

wir gratulieren Zum 90. Geburtstag Gleich zwei 90. Geburtstage in Affoltern dürfen wir verkünden. Am Sonntag, 4. August, feiert Agathe SuessWeber und am Montag, 5. August, Wilhelm Richard Scheller. Wir wünschen beiden gute Gesundheit und gratulieren ihnen von Herzen.

Zum 80. Geburtstag

Wenn ein Dachs die Fahrbahn kreuzt: Verunfalltes Motorrad in Landikon, Birmensdorf. (Bild Kapo ZH)

Gleich drei Jubilare dürfen heute Mittwoch, 31. Juli, ihren 80. Geburtstag feiern. Urs Peter Kirchhofer und Rolf Weiss in Affoltern sowie Johann Kurmann in Zwillikon. Zum hohen «Runden» gratulieren wir ganz herzlich und wünschen allen schöne Feste.


Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges. Franz von Assisi Nach einem erfüllten Leben haben dich deine Kräfte langsam verlassen und du durftest sanft einschlafen.

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Traurig und dankbar nehmen wir Abschied von unserem lieben Vater, Grossvater und Schwiegervater

Benno Suter-Butscher 3. September 1934 – 26. Juli 2019

Martin Suter Stefan Suter und Susanna Meierhans Suter mit Nicolas, Sebastian und Rahel Veronika Plüss-Suter und Markus Caflisch mit Simon, Selina und Jonas Matthias Suter und Kate Bierdümpel mit Valentin und Cosima Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 7. August 2019, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Mettmenstetten statt. Der anschliessende Trauergottesdienst ist um 14.30 Uhr in der St. Matthias Kirche in Steinhausen. Dreissigster: 7. September 2019, und 17.30 Uhr in der Don Bosco Kirche Steinhausen. Anstelle von Blumen gedenke man dem Seraphischen Liebeswerk Antoniushaus, Spendenkonto Antoniushaus Solothurn, Postkonto 45-676-1. Traueradresse: Veronika Plüss-Suter, Dachlisserstrasse 23, 8932 Mettmenstetten

Tief betroffen müssen wir Abschied nehmen von unserem geschätzten Turnkameraden und Vereinsmitglied

Ernst Bühlmann * 18. 4. 1930

è 18. 7. 2019

Mettmenstetten Ernst war ein langjähriges und treues Vereinsmitglied. Mit ihm verlieren wir einen liebenswürdigen Kameraden. Er wird uns stets in bester Erinnerung bleiben.

Männerriege Mettmenstetten Turnveteranen Mettmenstetten Auf Wunsch des Verstobenen findet die Trauerfeier im engsten Familienkreis statt. Turnfreunde nehmen in stillen Gedanken mitfühlend Abschied von Ernst.

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Mittwoch, 31. Juli 2019

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Fast 10 Tonnen Material für die Berufs-Nati Das Team um Obfelderin Rahel Weber ist bereit für die WorldSkills in Kazan

Viktor Arheit, Paarberater/Mediator www.zusammen-reden.ch

Fremdgehen Wie verbreitet ist das Fremdgehen, auch hier auf dem Land im Säuliamt? Viktor Arheit: Mehr als man vielleicht denkt. Fremdgehen hat immer schon eine ordentliche Rolle gespielt – in der Stadt wie auf dem Land. Der einmalige Seitensprung ist wohl nicht vergleichbar mit der langjährigen, geheimen Fremdbeziehung. Ja, das sind zwei sehr unterschiedliche Situationen. Die länger dauernde Fremdbeziehung wird früher oder später problematisch. Das einmalige Fremdgehen hingegen kann sehr unterschiedliche Folgen haben. Ist das nicht ein Scheidungsgrund? Kann es sein, muss es aber nicht. Aus der Sicht des Paarberaters kann es sogar auch eine Chance sein. Häufig ist es nämlich so, dass «der Fremdgänger/die Fremdgängerin» selber erschrickt, dass das passiert ist. Wenn es sich um einen Einzelfall ohne tiefe emotionale Bindung handelt, gibt es Wege der Wiedergutmachung. Sie sprachen von einer Chance. Wie ist das zu verstehen? Fremdgehen in einer Partnerschaft ist immer auch ein Signal. Das Unbewusste suchte sich etwas, das fehlte. Wenn das Paar hinsehen und das Signal deuten kann und wenn beide bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, kann das eben eine Chance sein für die Beziehung. Wir müssen lernen, dass der/die andere Fehler machen kann. Aber verletzend ist es doch für das Opfer? Natürlich. Die Vorstellung, dass der Mensch, den ich liebe und mit dem ich intim bin, mit jemand anderem Sex hatte, das tut weh. Für die Verletzung muss der Täter die Verantwortung übernehmen. Er muss mithelfen, dass die Erfahrung gemeinsam zurückgelassen werden kann. Es gibt da zum Beispiel die Möglichkeit einer Wiedergutmachung, das kann ein Versprechen oder eine Abmachung sein. Wie hat sich der Stellenwert eines Seitensprungs in den letzten 50 Jahren verändert? Natürlich ist der Umgang mit Sexualität heute viel entspannter. Dennoch stelle ich fest, dass für die allermeisten Menschen – übrigens auch für junge Frauen und Männer – Sex auch heute noch in eine verbindliche Beziehung gehört. Mann und Frau wünschen sich das Liebevolle und nicht nur den Akt. Zusammen Sex haben soll auch der Ausdruck einer inneren Geborgenheit, Zufriedenheit und Verbindlichkeit sein.

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Knapp einen Monat vor dem Start der WorldSkills – der Berufs-Weltmeisterschaften – haben die 41 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer des Schweizer Teams am vergangenen Samstag in Emmen einen Sattelschlepper mit Werkzeug und Arbeitsgeräten für die Reise nach Russland beladen. In knapp einem Monat – vom 23. bis 27. August – werden sie im russischen Kazan für die Schweiz an den BerufsWeltmeisterschaften antreten. Am vergangenen Samstag haben sich die 41 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer des SwissSkills-Teams zum letzten Mal getroffen, um einen letzten wichtigen Schritt in der Vorbereitung abzuschliessen. Auf dem Werksgelände der Ruag in Emmen haben sie ihr Werkzeug und ihre Arbeitsgeräte, alle fein säuberlich verpackt, in einen Sattelschlepper verladen, um sie auf dem Landweg auf die rund 3500 Kilometer lange Reise nach Russland zu schicken.

Bereit für die weite Reise nach Kazan, Russland: Rahel Weber hat ihre Siebensachen für die WorldSkills verpackt. (Bild zvg.) Viel Aufwand für das wertvolle Material Die Reise wird durch Deutschland, Polen, Weissrussland und in Russland via Moskau in die Hauptstadt der Republik Tatarstan führen. Bis es so weit war, brauchte es viel Arbeit im Hintergrund. «So aufwendig war das Prozedere noch nie, um unser Material an den Wettkampfort ins Austragungsland von WorldSkills einzu-

führen», erklärt Generalsekretär Ueli Müller: «Rund 1000 Seiten Formulare mussten ausgefüllt, jedes einzelne Teil fotografiert und detailliert beschrieben werden.» Bei rund 9000 Einzelteilen im Wert von rund 725 000 Franken und einem Gesamtgewicht von 9,5 Tonnen eine riesige logistische Übung. Verpackt sind sie transportsicher in 35 Kisten und machen ein Volumen von rund 37 m³ aus.

Letzte wichtige Informationen Neben den letzten Materialkontrollen und dem Verlad wurde die gesamte Schweizer Delegation um Rahel Weber, Bäckerin-Konditorin-Confiseurin aus Obfelden, mit den letzten wichtigen Informationen versorgt. Wettkämpfer und Experten wurden über das Notfallkonzept und den Verhaltenskodex im Team, aber auch im

Gastland aufgeklärt, die Experten zusätzlich über aktuelle Neuerungen im Wettbewerbsreglement und zu besonderen Verhaltensregeln während des Wettkampfs. Ebenfalls ein letztes Mal führte Teamleaderin Silvia Blaser ein Mentaltraining mit den Teammitgliedern durch, um ihnen quasi den letzten Schliff bzw. Motivationsschub vor der grossen Reise zu geben. (pd.)

publireportage

Auch in der Nacht für Senioren da Die Lebenserwartung der Bevölkerung steigt und damit der Wunsch, das Alter in den eigenen vier Wänden zu geniessen. Doch was, wenn Senioren Hilfe benötigen? Eventuell sogar rund um die Uhr oder in der Nacht? Home Instead, führend in der Betreuung zuhause, steht Betroffenen und deren Angehörigen zur Seite.

(Bild zvg.)

Zu Beginn ihrer Demenzerkrankung wurde Maria G. von der Familie umsorgt. Doch irgendwann reichte die Kraft von Mann und Tochter nicht mehr aus, da Maria auch nachts unruhiger wurde.

Naturschutzgebiet und Vogelparadies

Auf Anraten des Hausarztes zogen sie Home Instead bei. Neben wenigen Stunden am Tag ist nun auch in der Nacht eine Betreuerin vor Ort. Trotz der schweren Erkrankung seiner Frau ist Franz G. dankbar: «Ich kann nachts wieder durchschlafen und mich tagsüber besser um meine Frau kümmern. Home Instead ist ein Glücksfall für uns.»

Ämtler Wanderer im traumhaften Reusstal

Die Betreuerinnen sind gut ausgebildet, wissen anspruchsvolle Situationen zu meistern und besitzen einen einwandfreien Leumund. Alle ärztlich verordneten Leistungen, die sie erbringen, können mit der Krankenkasse abgerechnet werden.

Die geschichtsträchtige Altstadt von Bremgarten mit Turm, Wehr und Holzbrücke.

Die familienfreundliche Wanderung führte am Ufer der Reuss entlang von Ottenbach durch das traumhafte Naturschutzgebiet und Vogelparadies am Flachsee bis zum hübschen Städtchen Bremgarten. Vom Bahnhof ging es mit dem Postauto nach Ottenbach und zu Fuss auf einem schmalen Kiesweg durch das Dorf hinunter zur Reuss. Dort überquerte man auf einer Brücke den Fluss und wanderte am linken naturnahen Ufer im Schatten der Bäume bis nach Rottenschwil. Nun wechselte man auf die andere Seite des Flusses und erreichte bald das Naturschutzgebiet am künstlich gestauten Flachsee, der für seine grosse Vogelvielfalt bekannt ist. Auf zahlreichen Kiesbänken und bewaldeten Inseln haben sich mehr als fünfzig Vogelarten angesiedelt. Der grosse Wasserreichtum und die naturnahen Ufer mit Röhricht, angrenzenden Riedwiesen und Auenwäldern, machen den Flachsee zu einem Vogelreservat von schweizerischer Bedeu-

tung. Bei der Beobachtungsstation sah man einige Wasservögel und die Gruppe verpflegte sich aus dem Rucksack. Auf einen Hinweis von einer Frau gab es nach dem Essen mehrere Wasserbüffel zu entdecken, die sich in Ufernähe im seichten Wasser aufhielten. Dann führte der Weg über den Weiler Geisshof bis zum hübschen Städtchen Bremgarten – eine Perle an der Reuss. Nach der Staumauer erreichte man über einen kleinen Steg das Freibad Isenlauf, wo es im Restaurant eine Pause gab und einige der Gruppe sich im Wasser abkühlten. Der letzte Abschnitt der Wanderung führte am Ufer der Reuss entlang, mit einer wunderbaren Sicht auf die geschichtsträchtige Altstadt und das Wehr. Dann überquerte man die alte Holzbrücke und der Weg führte auf Pflastersteinen an mittelalterlichen Häuserzeilen vorbei bis zur Bushaltestelle am Obertor, wo es mit dem Postauto über Oberlunkhofen wieder nach Hause ging. Dölf Gabriel, Wanderleiter Weitere Infos: www.miteinanderwandern.ch.

Claudius Holinski, Leiter Home Instead Zürich: «Ob am Tag, in der Nacht oder rund um die Uhr – wir sind genau so für Senioren und Angehörige da, wie sie es brauchen. Umfassende Beratung gehört bei uns ebenso zum Service wie die Koordination mit Behörden, Krankenkassen und Ärzten oder die Beschaffung von Hilfsmitteln.» Und Franz G. fügt an: «Home Instead ist nicht umsonst, aber jeden Franken wert.»

Home Instead betreut Senioren zuhause und ist damit die Alternative zu Alters-, Pflegeheim oder betreutem Wohnen.

Für weitere Informationen: Home Instead Region Zürich AG Bergstrasse 17 8702 Zollikon Telefon +41 44 319 66 00 zuerich@homeinstead.ch www.homeinstead.ch


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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 31. Juli 2019

Waldfest Uerzlikon im Wetterzwiespalt Ein Regenschauer zum Auftakt verhinderte den Grossandrang Das Waldfest in Uerzlikon geniesst im Säuliamt und bis über die nahe Zuger Kantonsgrenze hinaus viel Sympathie. Das wechselhafte Wetter schreckte diesmal einige vom Besuch ab. Der guten Stimmung tat dies aber keinen Abbruch. Das weckt zwiespältige Gefühle: Einerseits hat der Wetterumsturz just aufs Wochenende endlich etwas Abkühlung nach den Hitzetagen gebracht und auch der Regen war hochwillkommen. Doch musste es ausgerechnet aufs Uerzliker Waldfest sein? Zum Glück können die Menschen das Wetter nicht bestimmen. Wir lägen uns wohl ständig in den Haaren, wann der richtige Zeitpunkt für Regen wäre.

Regen zu Beginn … Für die Organisatoren des Waldfestes war der Wetterumsturz nicht so toll. Wie 2016 erfolgte der Aufbau der Infrastruktur bei drückender Hitze. Der Abbau am Sonntag ab 10 Uhr im strömenden Dauerregen. Als «Höhepunkt»

ging am Samstag exakt zum Waldfestbeginn um 18 Uhr, also dann, wenn sich die Besucher üblicherweise auf den Weg in den Ausgang machen, ein Regenschauer über der Region nieder. So blieben diesmal einige Bänke leer.

… und zum Schluss Die Mitglieder des organisierenden Unihockey-Clubs Albis-Devils nahmen es mit ansteckender Gelassenheit. «Weniger Leute bedeutet weniger Stress. So können wir selbst das Waldfest mehr geniessen», lautete der allgemeine Tenor. Es wurde denn auch ein rundum friedliches Fest gänzlich ohne erhitzte Gemüter. Die Besucherinnen und Besucher von nah und fern genossen die Atmosphäre im Erdbeeriholz und liessen die Zeit bis in die frühen Morgenstunden mit Spiel, Tanz, Essen, Trinken und gemütlichem Beisammensein verstreichen. Vieldiskutiertes Thema bei den Einheimischen war der Europameister-Titelgewinn der Hauptiker Mountainbikerin Jacqueline Schneebeli gleichentags im 900 Kilometer entfernten Brünn. Da ihre sichtlich stolzen Eltern und Grosseltern

Friedliche Stimmung am Uerzliker Waldfest von letztem Samstag. (Bild Martin Platter) nicht nach Tschechien gefahren waren, berichteten sie am Waldfest vom Erfolg ihrer Tochter beziehungsweise

Enkelin, der bisher einzigartig in der Gemeinde Kappel ist. Das Fest endete schliesslich so, wie es begonnen hatte:

mit einem Regenschauer, der dann allerdings den ganzen Sonntag anhielt. (map.)

Ämtler Band rockte Edinburgh «Wilcox» für drei Live-Konzerte in Schottland

Wie im richtigen Zirkus: Waghalsige Trapeznummer. (Bild Martin Mullis)

Manege frei für die jungen Artisten Zirkusschule im Weisbrod-Areal in Hausen Während einer Woche konnten im Weisbrod-Areal Kinder eine Zirkusschule besuchen. Die Kinderzirkustrainerin Dominique Schneider organisiert solche Ferienkurse seit einigen Jahren. Am letzten Freitag fand die Premiere statt. ................................................... von martin mullis Das Lampenfieber der elf Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren vor der Zirkuspremiere war unübersehbar und fast greifbar. Die junge Zirkusdirektorin Dominique Schneider, versuchte so gut wie möglich die Aufregung der Artisten etwas zu neutralisieren. Die Zirkustrainerin arbeitet seit neun Jahren mit Kindern in verschiedenen Zirkussen und seit 2018 brachte die Powerfrau es fertig, ihr ganz grosses Hobby zum Beruf zu machen. Den Zirkus-Virus erbte sie sozusagen von ihrer Mutter, die als Zirkusartistin beim Kinderzirkus Robinson und im Zirkus Stey als Seiltänzerin arbeitete. Nach der Ausbildung zur Köchin war Dominique Schneider im Gastgewerbe und im Service tätig, bis es ihr gelang, die Firma «Zirkusluft» zu gründen. Seither begeistert sie mit Zirkusmixkursen während der Schulferien Jugendliche für einen ganz grossen Auftritt in der Arena. Das Zirkusrund im ersten Stock eines Gebäudes im Weisbrod-Areal, welches das Unternehmen «Zirkusluft» nun fest gemietet hat, besitzt zwar vier Ecken, was jedoch der Leidenschaft der jungen Artisten absolut keinen Abbruch tut.

In der Hauptstadt von Schottland brachte die Ämtler Band Wilcox die Bühnen zum Beben. Vom 18. bis 20. Juli gab die Band drei Live-Konzerte und begeisterte das wilde schottische Publikum bis in die frühen Morgenstunden. ................................................... von anja bernhard Was als eine Idee begann, nahm plötzlich Gestalt an. Die Band Wilcox, welche sich aus den Ämtlern Timo

Homberger (Vocals, Guitar), Simon Gräzer (Drums), Jonas Plüss (Bass) und dem Walliser Sandro Jordan (Guitar) zusammensetzt, wollte ihre Musik über die Grenzen bringen. In einer Bandprobe wurde das ganze Vorhaben besprochen, Kontakte wurden geknüpft und wiederbelebt in Edinburgh, die Daten abgeglichen und mal noch rasch ein Ersatzbassist gesucht. Gesucht, gefunden: Michi Ineichen, ebenfalls nicht unbekannt in der Ämtler Musik-Szene, reiste mit der ganzen Crew nach Schottland. Edinburgh ist bekannt für gute Live-Musik, welche fast jeden Abend

in unzähligen Pubs der Stadt gespielt wird. Die ersten beiden Auftritte fanden im Whistlebinkies Pub, im Herzen der Altstadt, statt. Das letzte Konzert dann in der Henry’s Cellar Bar, in Tollcross, dem angesagten Quartier von Edinburgh. Die Resonanz des Publikums hätte stärker nicht sein können: Es wurde getanzt, gefeiert und auch nach den Konzerten bekamen die Bandmitglieder viele Komplimente. Natürlich war die Herkunft der Band oft ein Thema, da die Schweizer auffallen in einem schottischen Pub. Wilcox mit weniger Reiseweg sehen: www.wilcox.ch.

Ein perfektes Zirkus-Feeling in der viereckigen Manege Im Gegenteil, die hohe Decke und der grosse Platz für die Zuschauer vermittelten ein perfektes Zirkus-Feeling. Die rund 70 Eltern, Grosseltern, Verwandten und Freunde der jungen Artisten waren denn auch sichtlich stolz und zeigten dies während der Vorführung auch gebührend, nicht nur mit Applaus, sondern mit Dutzenden von flimmernden Handys, welche die Kunststücke der kleinen Akrobatinnen und Gaukler für die Ewigkeit festhielten. Die bunten Kostüme, die zwei Clowns und die fast professionellen Vorführungen am Trapez begeisterten zwar das Publikum, doch die strahlenden Augen der kleinen, aber überaus stolzen Artisten waren der wirkliche Grund des riesigen Applauses am Schluss des fast einstündigen Programms. Dominique Schneider wird in Hausen weiterhin während der Schulferien Zirkuskurse anbieten. Eine Woche lang Zirkusluft schnuppern können Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren während rund 20 Stunden aufgeteilt auf vier Tage. Darüber hinaus leitet die Zirkustrainerin ein Zirkus-Ensemble. Diese fest bestehende Truppe von gegenwärtig 16 Kindern übt pro Woche fünf Stunden im Lokal auf dem Weisbrod-Areal. Ihre Kunststücke präsentieren sie auch mit vielen Auftritten an diversen Anlässen und Festen. Der grosse Raum, welcher hauptsächlich als Manege benutzt wird, kann auch für andere Anlässe gemietet werden. Infos unter www.zirkusluft.ch.

Die Ämtler Band Wilcox sorgte im Whistlebinkies Pub in der Altstadt von Edinburgh für Stimmung. (Bild Anja Bernhard)

Waldarbeit als Wiedergutmachung? Müll im Ottenbacher Wald: Verursacher haben sich gemeldet Unter dem Titel «Aufräumen sollen die anderen» hat der «Anzeiger» am 16. Juli über einen Müllhaufen im Ottenbacher Wald berichtet. Der Artikel über den hinterlassenen «Festplatz» bei der Waldhütte der Holzkorporation Ottenbach, in dem eine Belohnung von 200 Franken ausgesetzt wurde, hat Früchte getragen. So meldeten sich beim Präsidenten der Holzkorporation Ottenbach mehrere Personen, welche an diesem Anlass beteiligt waren. Sie versicherten, dass sie zu ihren Fehlern stehen würden, jedoch erst Rücksprache auch mit denen nehmen möchten, welche bereits in die Sommerferien abgereist sind. Als Ent-

schädigung für die Aufräumarbeiten sieht Christan Kohler, Präsident der Holzkorporation, Mithilfe bei der

Waldarbeit, wie zum Beispiel beim jährlichen Helfertag, vor. Der «Anzeiger» bleibt dran. (mm)

Wenig appetitliche Hinterlassenschaft von Festbesuchern im Wald. (Bild Martin Mullis)


Vermischtes hinter-gründe

Die Hürlimänner vom Seebrig Der Ortsteil Heisch wird von Hausen wieder bedrängt. In dieser Spalte war im letzten November die Rede von dem sieben Tage pro Woche offenen Volg in Heisch samt Postablage und dem Restaurant Schönegg, dannzumal wirklich bald das Zentrum der Gemeinde. Nun wird im Dorfteil Hausen wieder aufgerüstet. Neben der vor der Schliessung stehenden ZKB werden demnächst zwei Bistros in Betrieb sein. Dreht der Wind also wieder? Jein, denn jetzt gibt gemäss kürzlichem Bericht im «Anzeiger» der Seebrighof in Heisch Vollgas, es soll eine Überbauung mit 28 Wohnungen entstehen. Und zwar genau dort, wo meine Eltern den damals der Familie Ringger gehörenden Landwirtschaftsbetrieb führten. In Heisch verbrachte ich meine ersten zwölf Jugendjahre, acht davon im Ringger-Haus. Hier ist auch der leider schon vor zehn Jahren verstorbene Architekt Hansruedi Ringger mit Büro in Affoltern a.A. aufgewachsen. Jede Überbauung braucht heute eine schlagkräftige Bezeichnung, wie eben «Seebrighof«. Doch eigentlich befindet sich der Seebrig weiter westlich auf einer Anhöhe Richtung Vollenweid, wo sich das Jagdhaus der Bierbrauerfamilie Hürlimann befand und wo bei der Neuzuteilung der Melioration vor über 60 Jahren Familie Grob (neben Baer, in der Weid; Staub, im Fahrbühl; Binzegger, im Wiesengrund; Baumgartner, im Ibach beim Flugplatz; Streich, auf dem Seeboden) eine landwirtschaftliche Siedlung errichtete.

Zu Fuss in ihren Lodenmänteln Richtung Jagdhaus gepilgert Noch gut erinnere ich mich daran, wie die Familien Hürlimann jeweils von Heisch her bei uns vorbei zu Fuss in ihren Lodenmänteln Richtung Jagdhaus pilgerten. Heinrich Hürlimann, der von seinem Sitz aus einen schönen Blick auf das Hochmoor Richtung Rifferswil hatte, gründete übrigens im Jahr 1963 die «Vereinigung Chrutzelen», um dannzumal dem Seleger Moor gewisse Grenzen zu setzen. Damals gab es neben den reformierten Hürlimanns auch katholische, welche jene Liegenschaft besassen, auf der heute jedes Jahr im Sommer das traditionelle Reichenbach-Rosenfest stattfindet. Hürlimann-Bier wird zwar in Zürich längst nicht mehr gebraut, aber mir sind Pfarrer Christoph Hürlimann aus Kappel oder Martin Hürlimann – beide aus dieser Zürcher Bierbrauer-Dynastie – nach wie vor ein Begriff. Letzterer war übrigens anno 1961 mein Kadi im ersten WK in Altstätten. Und ich erinnere mich noch gut an seinen Spruch am Hauptverlesen «Nicht nur das Hürlimann, auch das Rheintaler Bier ist gut». Es stimmte. Erich Rüfenacht anzeige

Mittwoch, 31. Juli 2019

Das Gehirn verarbeitet Informationen ungenügend Eine BFU-Analyse zeigt Unfallursachen im Strassenverkehr Praktisch alle Verkehrsunfälle auf Schweizer Strassen passieren wegen menschlicher Fehler. Diese sind hauptsächlich auf eine ungenügende Informationsverarbeitung durch das Gehirn zurückzuführen. Rund 3900 schwere Verkehrsunfälle sind letztes Jahr auf Schweizer Strassen registriert worden. Die polizeilichen Unfallprotokolle zeigen, dass 95 % dieser Unfälle auf menschliche Fehler zurückzuführen sind. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) hat die psychologischen Aspekte dieser menschlichen Fehler analysiert. Es zeigt sich, dass der Fehler oft in der Informationswahrnehmung unmittelbar vor dem Unfall liegt. Komplexe

Verkehrssituationen – wie etwa eine Kreuzung – erfordern die schnelle Verarbeitung einer grossen Menge an Informationen: Geschwindigkeit, Entfernung, andere Verkehrsteilnehmende, Verkehrsschilder usw. Es kommt vor, dass das menschliche Gehirn von dieser Fülle an Informationen überfordert wird und diese nicht rechtzeitig verarbeiten kann. Vor allem wenn die Person am Steuer abgelenkt ist (Telefonieren, Radio bedienen usw.) oder sich im Verkehr auf das Falsche konzentriert. Eine schlechte Analyse der Situation (Diagnosefehler) kann ebenfalls Unfallursache sein, etwa eine falsch geschätzte Entfernung oder Geschwindigkeit. Diese beiden Fehlerarten können stark von anderen Faktoren abhängen – zum Beispiel vom körperlichen und psychischen Zu-

stand (müde, aufgeregt etc.) des Verkehrsteilnehmers oder von Umweltbedingungen (Tag/Nacht, trockener/nasser Strassenbelag etc.). Um Unfälle zu verhindern, können menschliche Fehlerrisiken durchaus reduziert werden: etwa mit einer guten Fahrausbildung und Sicherheitskampagnen. Studien zeigen allerdings, dass Investitionen in die Strasseninfrastruktur und in die Fahrzeugsicherheit noch effizienter sind. Daher ist es zentral, die Schweizer Strassen selbsterklärend und fehlerverzeihend zu gestalten. Erfolgversprechend sind auch intelligente Fahrassistenzsysteme, wie etwa der Notbremsassistent. Die BfU setzt sich deshalb dafür ein, dass der technische Fortschritt in diesem Bereich gezielt gefördert wird. (pd.)

ämtler kantonsräte meinen

Arianne Moser-Schäfer (FDP, Bonstetten)

In kleinen Schritten stetig vorwärts Bald werden wir die Stimmzettel für die Abstimmung vom 1. September erhalten. Die am 19. Mai angenommene, eidgenössische Vorlage zur Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF), muss nun auch im kantonalen Recht umgesetzt werden, ohne dass Firmen wegziehen und damit Steuersubstrat für den Kanton Zürich verloren geht.

alle Nachbarkantone auf 14,5 % und tiefer). Der Kanton Zürich will nicht so weit gehen. Er verfügt über genügend andere gute Standortfaktoren, die Zürich attraktiv machen. Allerdings darf die Spanne auch nicht zu gross werden.

Steuerprivilegien für überwiegend im Ausland tätige Unternehmen werden abgeschafft. Im Gegenzug stehen künftig allen Unternehmen neue Steuerabzüge für Forschung und Entwicklung, Patentverwertung und Eigenfinanzierung offen. Hinzu kommt eine moderate Senkung des Gewinnsteuersatzes für alle Unternehmen (Senkung der Gesamtbelastung z.B. in der Stadt Zürich von 21.1 % auf 19.7 %).

Da die Steuerrevision kurzfristig zu Steuerausfällen führt, unterstützt der Kanton die Gemeinden und Kirchen finanziell und erhöht seinen Beitrag an die AHV-Zusatzleistungen. Mittelund längerfristig aber werden die Steuereinnahmen steigen, da sich, dank der verbesserten Wettbewerbsfähigkeit, neue Unternehmen im Kanton ansiedeln werden und mehr investiert wird. Es handelt sich bei der Steuerreform also um eine Investition in die Zukunft.

Mehrere Kantone sind daran, ihre Gewinnsteuersätze markant zu senken oder haben dies bereits umgesetzt (z.B. Basel-Stadt, Genf, Waadt und fast

Die FDP wäre gerne weiter gegangen. Da es uns wichtiger ist, den Kanton wenigstens einen kleinen Schritt in die richtige Richtung zu bewegen, als

mit leeren Händen dazustehen, tragen wir den ausgehandelten Kompromiss mit. Wir brauchen genügend viele und gesunde Unternehmen in unserem Kanton, die Arbeitsplätze bieten und Steuern zahlen. Nur so können wir als Gesellschaft auch in soziale und Umwelt-Projekte investieren. Die Bereitschaft, Lösungen zu suchen und die Fähigkeit, Kompromisse zu finden, haben die Schweiz und den Kanton Zürich zu einem Erfolgsmodell gemacht. Weil stets unterschiedliche Meinungen berücksichtig werden mussten, ist es gelungen, auch den Blick fürs Gesamte zu behalten. So haben wir uns, zwar meist in kleinen Schritten, dafür aber stetig vorwärts entwickeln können. Zu seinem Geburtstag wünsche ich unserem Land, dass wieder mehr Politiker und Parteien sich daran orientieren und ihre eigene Profilierung hinten anstellen.

forum

«Unsere Schulkinder haben endlich einen sicheren Schulweg verdient» Streit um A4-Zubringer flammt wieder auf, «Anzeiger» vom 19. Juli. 2012 hat sich das Zürcher Stimmvolk mit einer Zweidrittelmehrheit für den

Bau der Umfahrung Ottenbach und Obfelden ausgesprochen. Nach Erledigung der Einsprachen könnte im Frühling 2020 endlich mit dem Bau begonnen werden, wenn da nicht ein notwendiger Zusatzkredit wegen

Mehrkosten von 15 Millionen Franken wäre. Diesen Zusatzkredit nehmen die Grünen nun zum Anlass, den klaren demokratischen Entscheid zu hintertreiben, gegen die Interessen der Schulkinder, Velofahrenden und Wohnbevölkerung.

Fehlendes Demokratieverständnis Der Vorstand der Gruppe Knonauer Amt des TCS wehrt sich entschieden gegen eine weitere Verzögerung des Baus der dringend notwendigen Umfahrung. Mit Sorge werden das fehlende Demokratieverständnis und der Widerstand gegen mehr Verkehrssicherheit und Wohnqualität der Grünen zur Kenntnis genommen. Für den TCS Knonauer Amt ist klar: «Unsere Schulkinder haben einen sicheren Schulweg verdient, darum braucht es die demokratisch bewilligte Umfahrung unverzüglich!» Vorstand der TCS Gruppe Knonauer Amt Vizepräsidentin Claudia Hurter

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kommentar

Umfahrung der Demokratie von martin mullis

Ü

ber die Umfahrung und deren Auswirkungen habe ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Journalist für den «Anzeiger» schon einige Male geschrieben. Ebenfalls in meiner Wohngemeinde habe ich mich in einer vom Gemeinderat gegründeten Task-Force für die Strasse engagiert. Von den Gegnern der Umfahrung vernahm man vor der Volksabstimmung immer wieder nicht nur geschmacklose, sondern auch ungeheuerliche Bemerkungen. So wurde behauptet, dass selbst bei einem positiven Ausgang der Abstimmung die Umfahrung ohne Probleme über viele Jahre verhindert werden könne. Solch unsägliche Äusserungen über die in der Schweiz so hochgehaltene Demokratie waren für jeden anständigen Stimmbürger zwar gang und gäbe, aber trotzdem unerträglich. Daran hat sich offensichtlich nichts geändert.

Der Volkswille wird brachial verleugnet

Acht Jahre nach dem Ja zur Umfahrung wird der Volkswille brachial und mit haarsträubenden Behauptungen verleugnet. Den vor wenigen Monaten mithilfe einer riesigen Angstkampagne ums Klima erreichten politischen Linksrutsch benützen die Gegner der Umfahrung nicht nur kaltschnäuzig und arrogant, sondern auch mit zirkusreifen Argumenten. Dass nach so vielen Jahren und nach unzähligen an den Haaren herbeigezogenen Untersuchungen und Gutachten ein 40 Millionen teures Bauprojekt mehr kostet als damals geplant, dürfte eigentlich als ganz normaler Vorgang behandelt werden. Ein grüner Kantonsrat, selbst im Säuliamt wohnend, spricht realitätsfern und frei von jeglichen Verkehrskenntnissen von hausgemachtem Durchgangsverkehr. Die Nummernschilder der in den Kolonnen vor dem Rotlicht stehenden Fahrzeuge in Ottenbach sprechen eine völlig andere Sprache. Längst wird nicht mehr irgendeine seltene Kröte gegen die gefährdeten Schulkinder ausgespielt, unverschämt und anmassend wird gebetsmühlenartig die blödsinnige Behauptung von «Mehr Strassen, mehr Verkehr» wiederholt. Für gewählte Kantonsräte ist ganz offensichtlich die klare Mehrheit der Ja-Stimmen vor sieben Jahren nur noch Makulatur. Die kurzzeitige Erstarkung der Grünen hin und die Arroganz der Linken her, die Einwohner von Ottenbach und Obfelden sollten für die Strasse auf die Strasse gehen.


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Serie

Mittwoch, 31. Juli 2019

Vom Marionettentheater zum Erlebnisweg mit Diamanten Sommerserie «etwas bewegt» (5): Zugiblubbi gefällt es nach wie vor auf dem Zugerberg Der Geburtsort von Moorgeist Zugiblubbi ist Hausen. Dort wurde er von der Märchenerzählerin Käthi Leutwyler und ihrem Mann Kari erschaffen. Heute, nach 15 Jahren, lebt der freundliche Zugiblubbi immer noch, doch er hat sich der Zeit angepasst und hilft den Kindern jetzt bei der Diamantensuche.

wort eingeworfen werden kann. Beim Schattwäldli beginnt der eigentliche Erlebnisweg, der zuerst aufwärts führt. Die Diamantenposten sind jeweils kombiniert mit lustigen Spielen. Besonders faszinierend sind die grossen Pilze, das Riesenxylophon aus Stämmen und das Zugiblubbi-Häuschen, das überaus liebevoll eingerichtet ist. An diesem Nachmittag ist der Moorgeist aber nicht zu Hause. Es ist heiss, vermutlich sucht er im Moor Schatten und Kühle. Unterwegs sind ab und zu versteckt im Gebüsch oder am Wegrand noch die ursprünglichen Holzskulpturen wie der Dachs oder der Fuchs zu entdecken, die nach so vielen Jahren natürlich schon ziemlich verwittert sind.

................................................... von marianne voss Nach dem Sturm Lothar erbarmte sich der junge Forstwart Pascal Sturm vieler trauriger Baumstrünke auf dem Zugerberg und schnitzte mit seiner Kettensäge daraus etwa 20 Tierfiguren wie Fuchs, Dachs, Hase oder Igel. Während eines Spaziergangs inspirierten diese Figuren Käthi und Kari Leutwyler aus Hausen, ein Märchen vom Zugerberg zu schreiben. Leutwylers waren damals schon bekannt für ihre Marionetten-Theater, unter anderen mit dem Eichhörnchen MüXXi auf dem Üetliberg. So entstand die Geschichte von Michael, Vreneli, dem Bannhölzer und dem liebevollen blauen Moorgeist Zugiblubbi. Zug Tourismus war sofort dabei, unterstützte das Projekt und freute sich, dass der Zugerberg nun auch sein Maskottchen hatte. Es entstand ein Bilderbuch mit Fotos der Marionetten und der Holzskulpturen sowie eine CD. Im August 2004 fand die offizielle Geburt von Zugiblubbi statt. Mehrere Male traten Leutwylers beim Spielplatz im Schattwäldli auf und liessen ihre wunderschönen Marionetten lebendig werden. Das Publikum strömte auf den Zugerberg, alle schlossen den freundlichen Moorgeist ins Herz. Der «Anzeiger» war auch dabei, denn eigentlich war und ist der Zugiblubbi ja ein Säuliämtler!

«Wir tragen die Geschichte weiter» Das ist jetzt genau 15 Jahre her. Viel hat sich inzwischen verändert, doch

Zugiblubbi ist nach wie vor beliebt Zugiblubbi-Geburtstagsfest im Sommer 2019 mit einem riesigen Zugiblubbi, Märchenerzählerin Jolanda Steiner und Musiker Bruno Hächler. (Bild Kari Leutwyler)

Käthi und Kari Leutwyler mit Zugiblubbi (ganz rechts) am ersten Figurentheater auf dem Zugerberg im August 2004. (Bild zvg.)

Kari Leutwyler an der Murmelbahn des Zugiblubbi-Erlebniswegs. (Bild mvo)

Zugiblubbi lebt nach wie vor auf dem Zugerberg und fühlt sich dort wohl. Käthi und Kari Leutwyler haben ihn bis 2012 jeden Sommer im Moor abgeholt. Als Marionette ist er den grossen und kleinen Kindern begegnet und hat sie Jahr für Jahr begeistert. Dann ist Käthi Leutwyler erkrankt und im Frühling 2013 verstorben. Zugiblubbi

rund 250 Kinder mit ihrer Geschichte begeisterte. Bruno Hächler begleitete mit seiner Gitarre und rassigen Songs die fröhliche Party. Seither wird jedes Jahr in diesem Rahmen Zugiblubbi-Geburtstag gefeiert auf dem Zugerberg, und über 5600 Kinder haben sich schon auf die Schatzsuche begeben und mit dem Geheimwort an einer Verlosung teilgenommen.

Im August 2004 berichtete der «Anzeiger» über das neue Zugerberg-Maskottchen.

zog sich ins Moor zurück, trauerte und wartete. Die Holzskulpturen des Forstwarts begannen zu verwittern und wurden teilweise von Unkraut oder Efeu überwachsen. Er wurde still auf dem Zugerberg. Doch dabei sollte es nicht bleiben. «Wir tragen die Geschichte weiter», beschlossen Verantwortliche von Zug Tourismus, von der Zugerbergbahn und der Korporation Zug. Sie schufen einen neuen Zugiblubbi-Erlebnisweg, auf dem die Kinder nun auf Schatzsuche gehen können. Bei neun Posten finden sie versteckte Diamanten und auch die richtigen Buchstaben, die dann zusammen ein Lösungswort ergeben. Im Sommer 2017 fand die Eröffnung des Zugiblubbi-Erlebniswegs statt und gleichzeitig auch das Geburtstagsfest des Moorgeistes. Er freute sich über die Einladung, kam aus dem Moor und war dabei, als die Märchenerzählerin Jolanda Steiner

Erlebnisweg mit Diamanten und Spielposten Die Journalistin vom «Anzeiger» machte sich kürzlich zusammen mit Kari Leutwyler auf den Weg, um selber zu sehen, was aus Zugiblubbi geworden ist. An der Bergstation der Zugerbergbahn liegt die Schatzsuchkarte mit dem Plänchen auf, und am Weg gegenüber des Ausgangs steht unübersehbar das lustige Briefkasten-Häuschen mit dem Schlitz, wo nach dem Rundgang die Post mit dem Geheim-

Ein Posten befindet sich auf der Anhöhe mit dem Namen «Brand». Und bei diesem hübschen Picknickplatz trifft man überraschend auf die Spuren des Holzbildhauers Oskar Studer aus Hausen. Er hat nämlich hier in einen grossen Baumstamm eine Murmelbahn geschnitzt. Auch die Kugeln sind aus Holz und befinden sich in der Höhle eines anderen Baumstrunks. Kari Leutwyler freut sich über dieses spielerische Kunstwerk aus der Heimat und lässt die Kugeln mehrmals ihren Weg rund um den Stamm hinabrollen. Dann setzt er sich auf eine Bank und blickt über das Moor bis zu Rigi und Pilatus. Er sinniert: «Hier entstand die Idee, ein Märchen mit einem Moorgeist zu schreiben. Die Geschichte selber steht zwar heute nicht mehr im Vordergrund, aber Zugiblubbi lebt und wird von den Kindern geliebt. Das ist doch einfach schön.»

«Geschichten, die bewegt haben» Zeitungsartikel bilden meist eine Momentaufnahme ab, allenfalls eine Entwicklung in der Vergangenheit. In der Sommerserie 2019 will der «Anzeiger» den Fokus darauf richten, was daraus wurde. So greifen die Journalisten ein Thema auf, über das sie einst geschrieben haben, und zeigen, was sich seither bewegt hat – vielleicht auch im Zusammenhang mit ihrer Berichterstattung. (tst.) Bereits erschienen: «Ein kurzer, aber berührender Brief aus Tschorny Bor», 16. Juli; «Vom Sorgenkind zum Vorzeigeobjekt», 19. Juli; «Nachhaltiger Journalismus», 23. Juli; «Sitten kennenlernen, Sprache sprechen, Fuss fassen», 26. Juli.

Schicken Sie uns Ihr Sommerbild! Hier einige weitere Einsendungen zum Leserfoto-Wettbewerb «Den Sommer im Säuliamt geniessen». Noch bis Mitte August kann man Bilder einsen-

Fleissige Biene. (Bild Monika Arnold)

den, in Originalgrösse per E-Mail mit Betreff «Fotowettbewerb» an redaktion@affolteranzeiger.ch. Bitte Adresse sowie Telefonnummer angeben.

Azurjungfer im Seleger Moor. (Bild Albert Stahel)

Regenbogen beim Postautodepot in Hausen. (Bild Irene Janser)


Gewerbe/Dienstleistungen

Offene Türen

Bücherkisten

Das Haus zum Seewadel lädt zur Informationsveranstaltung – auch über den Neubau. > Seite 11

In verschiedenen Gemeinden laden Lesebänke zum Schmökern und Verweilen ein. > Seite 13

Mittwoch, 31. Juli 2019

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Sieg im Zielsprint Der Mettmenstetter Urs Huber gewinnt den M3-Marathon im Montafon. > Seite 17

Alina Beck hat die Lehre abgeschlossen – und bleibt bei ihrer Lehrfirma Serie «Lernende»: Produktionsmechanikerin bei der Ernst Schweizer AG in Hedingen Alina Beck hat eben die Ergebnisse des Lehrabschlusses bekommen. Bestanden! Sie und ihr Lehrmeister wissen, dass auch bessere Noten möglich gewesen wären. Aber Büffeln ist nicht Alinas Ding. Sie versteht schnell und hat ein ausserordentlich gutes Erinnerungsvermögen, doch noch fehlt ein konkretes neues Ziel, auf das sie im Moment hinarbeiten will. Sie bleibt nach der Lehre gern bei ihrer Lehrfirma.

Offen für die Zukunft

................................................... von regula zellweger Alina Beck hat für ihre halblangen Haare eine kunstvolle Zopffrisur kreiert. Man schaut sie gerne an, denn da gibt es einiges zu sehen. Piercings in Ohren, Nase und Lippen – ja sogar ihre Grübchen in den Wangen betont sie mit zwei schwarzen Perlen. Ihre Arme erzählen ganze Geschichten, unter anderem ist ein grosser, kunstvoller Elefant tätowiert. Auf der einen Handwurzel ist zu lesen «respect», auf der anderen «loyality». Alina Beck ist eine junge Frau, der Werte wie Respekt und Loyalität wichtig sind. Überhaupt Werte, insbesondere soziale Aspekte. Beispielsweise Ehrlichkeit. Sie sagt, was sie denkt – und eckt damit vielleicht auch mal an. Sie will nicht Mainstream sein, sondern sich abheben von der Masse – und trotzdem will sie dazugehören. Leiter Berufsbildung Xavier Nietlisbach sieht sie in Zukunft in einer Funktion, in der sie ein Team führt. Alina Beck gibt gern ihr Wissen weiter und es macht ihr Freude, andere zu motivieren.

Alina Beck arbeitet in einer Männer-Berufswelt. Sie ist kein Modepüppchen und legt dennoch viel Wert auf ihr Äusseres. Tätowierungen und Piercings prägen den visuellen Eindruck. Im Gespräch mit ihr erkennt man ihre Sensitivität und ihr feines soziales Gespür. (Bild Regula Zellweger) tern. Noch immer ist die Berufswahl in der Schweiz geschlechtsspezifisch stark beeinflusst. Es finden sich beispielsweise kaum Maurerinnen, und einen Medizinischen Praxisassistenten sucht man vergeblich. Frauen zieht es tendenziell noch immer eher in den Dienstleistungs- und in den Gesundheitsbereich, Männer in die Technik und ins Handwerk. Dies lässt sich nicht ausschliesslich mit genetischen Geschlechtsunterschieden erklären. Noch immer haben Eltern – neben der Schule, wo heute intensiv auf die Berufswahl vorbereitet wird – den grössten Einfluss auf die Berufswahl von jungen Menschen. Alinas Eltern haben sich über die Berufswahl ihrer Tochter sehr gefreut. Alinas Mutter ist Vermessungstechnikerin, so hatte ihre Tochter das konkrete Vorbild einer Frau in einem technischen Beruf.

Geschlechtsspezifische Berufswahl

«Das habe ich gemacht»

Im 10. Schuljahr hatte Alina Beck die Aufgabe, in einem Beruf zu schnuppern, den sie eigentlich nicht in ihre engere Auswahl genommen hatte. Ein guter Ansatz, um die Palette der in Frage kommenden Berufe zu erwei-

Bevor Alina Beck im Zürcher Hauptbahnhof einfährt, kann sie auf beiden Seiten je ein Hochhaus sehen, bei dessen Fassaden und Fenstern sie mitgearbeitet hat. Die Sichtbarkeit ihrer Arbeit macht sie stolz. Manchmal sind

Arbeiten wie das Zusammensetzen von Fenstern redundant, es braucht Durchhaltevermögen. Produktionsmechaniker fertigen und bearbeiten generell Bauteile aus Metall und Kunststoff. Sie setzen Bauteile zu Baugruppen zusammen und warten Geräte, Apparate und Maschinen. Am Anfang der Lehre wagte sich Alina Beck eher zurückhaltend an Maschinen und Apparate, heute sind Bohren, Fräsen, Drehen und Schleifen mit modernsten Apparaten kein Problem für sie. «Ich bin mutiger geworden, habe Selbstvertrauen gewonnen in den drei Lehrjahren», erklärt sie und lobt ihre Vorgesetzten. «Ich wurde im Team von Anfang an gut aufgenommen, bekomme Antworten auf meine Fragen, ich werde respektiert und erfahre Wertschätzung. Ich habe mich jeden Tag in der Ernst Schweizer AG wohlgefühlt – und arbeite sehr gern in einer von Männern dominierten Berufswelt.»

Horizont erweitern Den Übergang von der Lehre in die Berufstätigkeit als ausgebildete Fachkraft gestaltet Alina Beck nicht mit

einem spektakulären Umbruch oder einer Weltreise. Sie will da weiterarbeiten, wo sie jetzt ist. Mit ihrem Team, in diesem Unternehmen. Sie will Geld verdienen, um die Fahrprüfung zu machen und ganz auf eigenen Beinen zu stehen. Innerlich ist viel in Bewegung, sie gleicht ein wenig einem Kokon, in dem sich unsichtbar einiges tut und man staunt, wenn der Schmetterling seine Hülle sprengt. Soll sie eine neue Ausbildung zur Altenpflegerin anpacken und ihre soziale Seite ausleben? Oder soll sie auf den Ressourcen aufbauen, die sie sich mit der technischen Lehre erworben hat, beispielsweise mit einer Zusatzlehre als Polymechanikerin? Denn dass sie nicht ihr ganzes Berufsleben lang dasselbe machen möchte, ist ihr klar. Xavier Nietlisbach ist es ein grosses Anliegen, dazu beizutragen, dass die rund 40 Lernenden bei der Ernst Schweizer AG ihr Potenzial erkennen und optimal nutzen. Beispielsweise besuchte Alina Beck zusammen mit anderen Lernenden das «Institute of Robotics and Intelligent Systems» an der ETH.

Alina Beck war tief beeindruckt von den Forschungsprojekten. Mit dem Wissen, was die Technik in Zukunft bewirken kann, kann man sich einerseits motivieren, sich in diesem Bereich weiterzuentwickeln. Alina Beck denkt beispielsweise darüber nach, wie Technik hilft, damit betagte Menschen weiterhin in ihrem eigenen Heim leben können. Anderseits macht ihr die Vorstellung von Robotern in der Pflege in Altersheimen auch Angst. Die Produktionsmechanikerin nimmt sich Zeit für ihre Entscheide über ihre berufliche Zukunft. Mit ihrer bestandenen Abschlussprüfung hat sie nicht nur bewiesen, dass sie Theorie und Praxis dieses Berufes beherrscht, sondern auch über Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, handwerkliches Geschick, räumliches Vorstellungsvermögen sowie technisches und praktisches Verständnis verfügt. Sie wird weiter mit Begeisterung biegen, stanzen, schrauben, löten, nieten und schweissen. Daneben wird sie als Ausgleich Motorrad fahren und sich – anders als man vielleicht erwartet – ihre Nägel in allen Farben lackieren. Sie wird ein Ziel finden für ihre berufliche Zukunft, vielleicht in der Kombination von der Betreuung von alten Menschen und Technik. Medizintechnik ist der technische Bereich, der Frauen begeistern kann, weil damit auch die Sinnfrage leicht beantwortet werden kann. Alina Beck ist eine junge Frau, der ihre Werte wichtig sind – und die will sie auch in Zukunft im Beruf leben können. In unregelmässigen Abständen werden Lehrlinge in Ämtler Unternehmen porträtiert. Den Anfang machten Julia Meier, Metallbaukonstrukteurin bei der Ernst Schweizer AG, Hedingen, und Ueli Fehr, Automobil-Mechatroniker bei der Garage Albin Herzog AG, Ottenbach. Es folgten Selina Frey, Augenoptikerin bei BOA, Büchi Optik Affoltern, Nina Plocher, Polymechanikerin bei der HAWA Sliding Solutions AG, Mettmenstetten, und Tobias Rutishauser, Schreiner bei Schneebeli Schreinerhandwerk, Ottenbach.

Das «Yoga des Bewusstseins» in Zwillikon Kundalini-Yoga mit Susanne Weiss – neu im Yogazentrum am Weiher Neu gibt es das Kundalini-Yoga (nach Yogi Bhajan) in Zwillikon im Yogazentrum am Weiher. Angeleitet wird es von Susanne Weiss. Sie ist zertifizierte Kundalini-Yoga-Lehrerin (KRI) und bietet zudem in ihrer Praxis in Aeugst Transformations-Coachings an. Kundalini Yoga (KY) wird «das Yoga des Bewusstseins» genannt. Es wurde von Yogi Bhajan im Jahre 1968 von Indien in den Westen gebracht und so gelehrt, wie wir es heute kennen.

Wer es praktiziert, arbeitet damit direkt an seinem Energiekörper und schult sein Bewusstsein zur Wahrnehmung dessen und seines Selbst (Seele). Über Körperübungen, Meditation, Mantras (heilige/heilende Silben) werden spezifische Energien aufgebaut, das System gereinigt. Drüsen und Organe erfahren eine Stärkung. Neu erzeugte Energien werden während der Tiefenentspannung vom Zellgedächtnis integriert. Stress wird abgebaut. Harmonisierung findet statt. Mentaler Fokus, Klarheit und Kraft werden trainiert. Durch KY wird der Ausgleich der Gehirnhälften gefördert.

Dies spielt in der heutigen Zeit eine besonders grosse und entscheidende Rolle. Denn die Vereinigung unserer polaren Kräfte bringt uns in das «EinsSein-Gefühl». Dieses zeichnet sich unter anderem durch innere Ruhe, Glücklich-Sein, Leichtigkeit, Urvertrauen und Liebe aus. Wir denken und handeln dann aus dem Herzen heraus und erzielen dadurch eine höhere Lebensqualität. Susanne Weiss erteilt gerne weitere Auskünfte über die Aktivierung der Kundalini-Kraft, über Hypophyse und Zirbeldrüse, aber auch über ihre interessante Tätigkeit als Transformati-

ons-Coach (diplomierte Hypnose-Therapeutin Omni/soul and parts, zertifizierte Tarot-Beraterin, KlangfrequenzTherapeutin). Weitere Informationen sind auf www.praxis-lazuli.ch zu finden. (pd.) Neue Kurse starten nach den Sommerferien (ab 21. August und finden jeweils mittwochs, 19.30 bis 21 Uhr, donnerstags, 9 bis 10.30 Uhr, freitags, 9 bis 10.30 Uhr und 19.30 bis 21 Uhr, im Yogazentrum am Weiher in Zwillikon statt. Anmeldung (erforderlich) und weitere Infos auf www.praxis-lazuli.ch/kundalini-yoga. Weitere Infos zum Yogazentrum am Weiher auf www.yogazentrum-am-weiher.ch.

Susanne Weiss. (Bild zvg.)


Ref. Kirche Mettmenstetten

Kath. Kirche Affoltern a. A.

Donnerstag, 1. August Neumondsingen findet nicht statt. Sonntag, 4. August 10.00 Regionalgottesdienst in Mettmenstetten Pfarrer Jürgen Schultz Orgel Ursula Hauser www.ref-mettmenstetten.ch

Samstag, 3. August 17.30 Eucharistiefeier mit Gastpriester Alphons Brunner Sonntag, 4. August 10.30 Eucharistiefeier mit Gastpriester Alphons Brunner 19.00 Keine Santa Messa Mittwoch, 7. August 15.30 Gottesdienst im Haus Pilatus mit Chorherr Richard Strassmann Freitag, 9. August 9.15 Kein Gottesdienst 20.00 Taizé-Feier in der kath. Kirche

Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Hausen a. A.

Ref. Kirche Obfelden

Sonntag, 4. August 10.00 Regionalgottesdienst in Affoltern Pfarrer Werner Schneebeli

Sonntag, 4. August 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Kappel mit Pfarrer Christof Menzi

Sonntag, 4. August 10.00 Regionalgottesdienst in der ref. Kirche Affoltern mit Pfr. Werner Schneebeli

Ref. Kirche Affoltern a. A.

Ref. Kirche Kappel a. A.

www.kircheobfelden.ch

Samstag, 3. August 14.30 Gottesdienst in der Senevita Obstgarten, Pfr. J. Schultz 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel, Pfr. W. Schneebeli Sonntag, 4. August 10.00 Gottesdienst mit Taufen, Pfr. W. Schneebeli Donnerstag, 8. August 14.00 Senioren-Treff im Chilehuus: «Wurstessen zu DrehorgelKlängen», das Drehorgel-Duo C. & K. Mohn spielt alte und beliebte Melodien, während unsere Würste gegrillt werden Freitag, 9. August 20.00 Feier nach der Liturgie von Taizé in der kath. Kirche

Sonntag, 4. August 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel mit Pfr. Ch. Menzi

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 4. August 19.00 Abendgottesdienst mit Pfrn. Susanne Sauder und Casey Crosby an der Orgel/Piano

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 4. August 10.00 Regionalgottesdienst in Affoltern mit Pfarrer Werner Schneebeli Fahrdienst auf Anfrage bei M. von der Crone, Telefon 044 761 13 56

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 4. August 10.00 Regionalgottesdienst in Mettmenstetten

Ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 4. August 10.00 Regionaler Gottesdienst in Affoltern Fahrdienst: Käthi Kurtz Telefon 044 761 23 47 www.kircheottenbach.ch

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche Sonntag, 4. August 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel mit Pfr. Ch. Menzi Mittwoch, 7. August 17.00 KEIN offenes Singen in der Klosterkirche während der Schulferien Donnerstag, 8. August 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfr. Christof Menzi

Ref. Kirche Maschwanden Sonntag, 4. August 10.00 Regionalgottesdienst in Mettmenstetten

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 4. August 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel Pfr. Christof Menzi

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 4. August 17.00 Kirche Stallikon: Gottesdienst mit Pfr. Kurt Gautschi Fahrdienst: Anmeldung bis 3. August Telefon 044 700 25 69 Donnerstag, 8. August 12.30 Wettswiler Seniorenmittagessen im Restaurant Hirschen Freitag, 9. August 11.45 Stalliker Seniorenmittagessen im Restaurant Burestübli

Kath. Kirche Bonstetten Freitag, 2. August 9.00 Herz-Jesu-Gottesdienst Sonntag, 4. August 10.00 Hl. Messe Dienstag, 6. August 19.30 Hl. Messe

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 3. August 17.00 Eucharistiefeier

Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 4. August 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. L. Huber Orgel: A. Bozzola Anschliessend Chilekafi

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 4. August 9.00 Eucharistiefeier mit Gastpriester Alphons Brunner anschl. Chilekafi

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 10.00 Klassenzeit 11.00 Abendmahlsversammlung Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Samstag, 3. August 13.00 Hochzeit Annina Werner & Jeremy Peter ref. Kirche Affoltern Sonntag, 4. August 10.00 Gottesdienst mit Abendmahl David Ruprecht Kinderhüeti Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Affoltern a. A., Zürichstrasse 47 Sonntag, 4. August 9.45 Gottesdienst (Walter Bitzer) EMKids (Sonntagschule, Hort) die Heilsarmee besucht uns mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Sonntag, 4. August 9.45 Gottesdienst in der EMK Affoltern (kein Gottesdienst im Saal der Heilsarmee) mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 4. August 10.00 Gottesdienst und Kinderprogramm anschliessend gemeinsames Mittagessen mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 4. August 10.30 Gottesdienst zum Thema: Anweisungen an das erlöste Volk 2. Mose, 30, 1–10 Kinderhort Sonntagsschulen Sammelklasse Donnerstag, 8. August 18.45 Chorprobe Offenes Singen 20.00 Gebetsabend www.etg-mettmenstetten.ch


Veranstaltungen

Mittwoch, 31. Juli 2019

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agenda

Mittwoch, 31. Juli

Zwischen Bären und Wölfen

Affoltern am Albis

Besuch im Tierpark – Wanderung am Dienstag, 6. August

15.00-18.00: Jugendarbeit Affoltern: Freestyle-Monat - Spielmobil und gratis Snackbar@Skateanlage Schulhausplatz Butzen. Mehr Infos: ja-aaa.ch. Ab 17.00: BBQ at CQ und Rockabilly. Bar mit Ämtler Bier, Grill ab 18 Uhr. «Kate Late and the Early Birds» (Zürich) und «Ed Philips and the Memphis Patrol» (Budapest). Die Gäste dürfen gerne im 50er-Styling kommen und mit Oldtimern anrollen. CQ Bar, Bahnhofplatz.

Kappel am Albis 17.00: KEIN offenes Singen in der Klosterkirche während der Ferien.

Donnerstag, 1. August Kappel am Albis 13.30: KEINE Führung durch die Klosteranlage Kappel.

Stallikon 18.00-22.00: 1.-AugustBarbecue-Plausch mit Feuerwerk. Hotel-Restaurant Uto Kulm. Üetliberg.

Wettswil 10.00-14.00: Die Bibliothek ist während des 1.-August-Brunches geöffnet. Um 12 Uhr erzählt die Bibliothekarin Geschichten für Kinder ab 4 Jahren. Bibliothek. Dettenbühlstrasse 1.

Samstag, 3. August Affoltern am Albis 08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen und Gestecke, Pasta, Alpkäse, Konfitüren, griechische und p ersische Köstlichkeiten, exotische Früchte, italienische Spezialitäten, frische Ravioli. Marktplatz.

Zwillikon 10.00-16.00: «Dorfgeschichte Affoltern am Albis/Zwillikon. Interessantes aus vergangenen Zeiten: Bilder, Fotos, Gegenstände des Alltags, Kleider und vieles mehr. Rollstuhllift, Eintritt frei. Gruppenbesuche: 044 761 77 42, Ursula Grob oder 044 761 81 76 Hansruedi Huber. Dorfmuseum. Ottenbacherstrasse, Gemeindeplatz beim Volg.

Montag, 5. August Hausen am Albis 14.30-17.30: Handarbeits-Stubete von Pro Senectute, neue Teilnehmer sind willkommen. Häkeln, stricken, sticken oder einfach nur plaudern. Mit Kaffee und Kuchen. Leitung: Vera Stoll, Telefon 044 764 22 04. Reformierte Kirche (Zwinglistube).

Naturnaher Lebensraum Im Tierpark leben kleine und grosse Bewohner wie Steinbock, Gämse, Luchs und Dachs. Er ist Heimat für 34 Säugetier- und 55 Vogelarten. Erst vor wenigen Jahren wurde eine naturnahe grosszügige Gemeinschaftsanlage für Wölfe und Bären eröffnet. Der Tier-

Mittwoch, 7. August

Wettswil

Affoltern am Albis

anzeige

Im naturnahen Gämsen-Gehege mit mächtigen Nagefluhsteinen. (Bild zvg.) park ist auch ein wichtiger Partner bei internationalen Programmen zur Erhaltung von bedrohten Tierarten wie Bartgeier, syrische Braunbären und Waldrappen. Zum Abschluss des interessanten Rundganges besteht die Möglichkeit, im Restaurant Grüne Gans einzukehren oder sich auf dem kindergerech-

mer und Tagesplätze im Angebot. Seit einem halben Jahr wird mit der neu eröffneten Demenzabteilung einer stetig zunehmenden Nachfrage entsprochen. Projektverantwortliche des Ersatzneubaus präsentieren mit grosser Freude die neusten Pläne. Ab 2020 ist die Spitex Affoltern ein Teil der neuen Organisation Seewadel. Bei der neuen Ausrichtung ist es den Führungsverantwortlichen und allen Mitarbeitenden ein grosses Anliegen, dass der gute Zusammenhalt und der Spirit im Haus zum Seewadel weitergelebt werden. Bewohnerinnen und Bewohner fühlen sich heute und auch zukünftig gut betreut, wohl, verstanden und geborgen. Der Einzigartigkeit und der Persönlichkeit jedes einzelnen Bewohnenenden wird mit Achtung und Respekt begegnet. Das anzeige

Dienstag, 6. August 20.00: Roger Köppel spricht zum Thema: Stopp der Plünderung des Mittelstandes. Organisation: SVP. Mit Fragerunde und Diskussion. Schulhaus Ägerten. Dettenbühlstrasse 1.

Affoltern am Albis

ten Spielplatz zu verweilen. Dann geht es zum Bahnhof Arth-Goldau und mit dem Zug wieder zurück nach Hause. Dölf Gabriel, Wanderleiter Geführte Wanderung am 6. August. Anmelden bis 3. August: miteinander.wandern@bluewin.ch oder per Telefon 044 761 99 36 / 079 288 22 72. Weitere Infos unter www.miteinanderwandern.ch.

Informationsveranstaltung im «Seewadel»

Unter fachkundiger Führung kann das Haus zum Seewadel mit allen Räumlichkeiten besichtigt werden. An einem Informationsstand können Interessierte sich Unterlagen über das Haus, den Heimeintritt, die Patientenverfügung und vieles mehr holen. Zur Entlastung der Angehörigen stehen Ferien-, Kurzzeitaufenthaltszim-

15.00-18.00: Jugendarbeit Affoltern: Freestyle-Monat Spielmobil und gratis Snackbar@Skateanlage Schulhausplatz Butzen. Mehr Informationen auf: ja-aaa.ch.

Rifferswil

Donnerstag, 8. August

Das Angebot kennenlernen Am Donnerstag, 8. August, öffnet das Haus zum Seewadel die Türen für die Öffentlichkeit. Von 18 bis 20 Uhr können sich interessierte Besucherinnen und Besucher durch das Haus führen lassen und sich über alles rund um den Heimeintritt informieren. Auch zum Neubau werden die neusten Pläne präsentiert.

17.00: KEIN offenes Singen in der Klosterkirche während der Ferien. 14.00-15.30: «Gwundernasen was versteckt sich da im Moor?» Führung für Kinder mit Silvan Fluder. Park Seleger Moor (Treffpunkt Parkeingang).

Diese familienfreundliche Wanderung führt durch das schöne Naturschutzgebiet am Lauerzersee und in den Tierpark Goldau, die Heimat von 34 Säugetier- und 55 Vogelarten. Mit der Bahn geht es über Zug nach Arth-Goldau und mit dem Bus zur Haltestelle Lauerz Dorf, wo der einfache Spazierweg beginnt. Der Weg führt durch das grosse Naturschutzgebiet am Lauerzersee, mit Feuchtwiesen, Halbtrockenrasen und einem idyllischem Waldsee und weiter bis zum Tierpark Goldau, der zwischen Rigi und Rossberg liegt. Viele Erwachsene kennen ihn von Schulreisen, die schon länger zurückliegen dürften. Damals wie heute ist es ein prägendes Erlebnis für unzählige Kinder, die kleinen Hirsche oder Mufflons zu streicheln und aus der Hand zu füttern. An mehreren Stellen gibt es tiergerechte Snacks aus gepresstem Heu zu kaufen. Bei einem Picknickplatz mit Feuerstelle gibt es das Mittagessen aus dem Rucksack.

Kappel am Albis

10.00-11.00: Offenes Singen mit Elisabeth Studer. Interessierte Sängerinnen und Sänger sind herzlich eingeladen. «Seewadel», Obere Seewadelstrasse 12. 14.30-15.30: «Fit und Flott», Bewegung (auch im Stehen und Gehen) für aktive, ältere Personen auch Nicht-Bewohner - mit der Physiotherapeutin des Hauses. Anmeldung erwünscht: Telefon 043 322 74 74, kostenpflichtig. «Seewadel», Obere Seewadelstrasse 12. 18.00-20.00: Informationsanlass im Haus zum Seewadel. Rundgang durch das Haus, Informationen zu Pflege und Betreuung sowie Fragen zur Finanzierung und zum Neubau; dazu einen feinen Apéro geniessen. Obere Seewadelstrasse 12.

Kappel am Albis 13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus, Réception. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Stallikon 08.11: Senioren-Wandergruppe Stallikon: Wanderung Hausen Tüfenbach - Albishorn - Ebertswil. 8.11 Uhr Abfahrt mit Bus 236 ab Stallikon-Dorf.

Ausstellungen Aeugst am Albis

Das Haus zum Seewadel öffnet seine Türen für die Öffentlichkeit. (Bild zvg.) Küchenteam Seewadel freut sich, den Gästen und am Anlass einen Apéro zu servieren. (pd.) Informationsanlass im Haus zum Seewadel, Donnerstag, 8. August, 18 bis 20 Uhr. Im Foyer und Café Haus zum Seewadel, Obere Seewadelstrasse 12, Affoltern.

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Weitwanderung als Auszeit». Adrian Brennwald - in 64 Tagen über die Route Via Alpina von Triest nach Monaco. Fotoausstellung. Mo, 8-11.30/16-18.15, Di/Do, 8-11.30, Mi, 8-11.30/ 14-16.30 Uhr. Bis 12. September.

Aeugstertal Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: Elastolin Spielzeug der Firma Hausser. Zirkus, Bauernhof, Schweizer Armee, Zoo, Indianer, Ritterburgen, usw. Mi-So, 11-17 Uhr. Bis Ende 2019.


Veranstaltungen

Mittwoch, 31. Juli 2019

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Ämtler Bibliotheken im August Auch diesen Sommer führen verschiedene Bibliotheken des Bezirks die «Lesebank-Aktion» durch. Es werden bis Mitte September bei Ruhebänken und in Badeanstalten Behälter mit Büchern und Zeitschriften bereitstehen, die zum Schmökern, Lesen und Verweilen einladen. Informationen zu den genauen Standorten geben die beteiligten Bibliotheken von Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Hausen, Hedingen, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach, Rifferswil und Wettswil. Die Schulsommerferien dauern im ganzen Bezirk bis Samstag, 17. August.

Bibliothek Aeugst Während der Sommerferien ist die Bibliothek am Montag, 12. August, von 18 bis 20 Uhr und am Samstag, 17. August, von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Am Samstag, 31. August, ist die Bibliothek normal geöffnet, anschliessend ist sie an der Chilbi mit einem Stand vertreten. Es befinden sich an folgenden Orten Lesebänke: Höchweg (mit Aussicht auf den Lindenberg und Sonnenuntergang), Panoramaweg (oberhalb Gallenbühl mit Aussicht auf Alpenpanorama) und Unterdorf neben dem alten Stromhäuschen.

Regionalbibliothek Affoltern Während der Sommerferien gelten die normalen Öffnungszeiten – ausser am Donnerstag, 1. August, bleibt die Bibliothek geschlossen. Dienstag, 6. August, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff. Für Eltern mit

Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten. Montag, 12. August, 18 bis zirka 18.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Auf einem Rundgang wird über das Angebot, die Katalogsuche, die Onleihe, die Anmeldung, die Ausleihbedingungen und die Gebührenordnung informiert. Anmeldung nicht erforderlich. Freitag, 16. August, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Beratung und Unterstützung bei der Onleihe. Interessierte können mit Fragen und Gerät vorbeikommen. Donnerstag, 22. August, 15 bis 15.30 Uhr: Buchstart-Treff. Freitag, 23. August, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Samstag, 31. August, 11 bis ca. 11.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Die Lesekisten befinden sich im Schwimmbad Stigeli, bei den Sitzbänken am Waldrand Tannholz, am Sonnenberg oberhalb der Rinderweidstrasse, in der Nähe des Äspli und an der Stampfenmattstrasse in Zwillikon.

Bibliothek Bonstetten Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Montag und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Am 1. August bleibt sie geschlossen. Lesebänke sind auf dem Dorfspielplatz, im Feldenmaas und Masstrasse eingerichtet. Lektüre und Zeitschriften zum Verweilen oder Mitnehmen.

17 bis 20 Uhr geöffnet. Am 1. August bleibt sie geschlossen.

Bibliothek Hedingen Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Am 1. August bleibt die geschlossen. Die Lesebänke am Weiher und im Schurten stehen mit einer Auswahl an Büchern und Zeitschriften zur Verfügung.

Bibliothek Kappel Während der Sommerferien bleibt die Bibliothek geschlossen.

Bibliothek Knonau Während der Sommerferien ist die Bibliothek am Dienstag, 13. August, von 15 bis 18 Uhr und am Mittwoch, 14. August, von 15 bis 18 Uhr sowie am Donnerstag, 15. August, von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Am Samstag, 17. August, ist die Bibliothek von 10 bis 12 Uhr offen.

Bibliothek Maschwanden Während der Sommerferien ist die Bibliothek am Mittwoch, 7. August, von 9 bis 10 Uhr geöffnet. An den zwei bewährten Standorten Altiken und Hasplen lädt die Bibliothek mit den Lesebänken zum Verweilen ein.

Bibliothek Hausen Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von

Bibliothek jeweils am Montag und am Freitag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Für die Lektüre in der Badi steht eine Auswahl von Büchern und Zeitschriften zur Verfügung.

Bibliothek Obfelden Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 17 bis 19 Uhr sowie am Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Am 1. August bleibt sie geschlossen. Freitag, 23. August, ab 19.30 Uhr: Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren. Mittwoch, 28. August, 19.30 Uhr: 3. Lesekreis. Diskutiert wird über das Buch «Ich werde die Welt nie wiedersehen – Texte aus dem Gefängnis›› von Ahmet Altan.

Bibliothek Ottenbach Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 15 bis 19.30 Uhr geöffnet. Es werden während der Ferien keine Erinnerungsmails verschickt und es wird nicht gemahnt. Dienstag, 20. August, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff. Reime und Fingerverse für Eltern und Kleinkinder zwischen 0 und 3 Jahren. Freitag, 30. August, 15 Uhr: Bibikafi «International». Ungezwungener Begegnungstreff für alle.

Bibliothek Rifferswil Bibliothek Mettmenstetten Während der Sommerferien ist die

Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Samstag von

Veranstaltungen

Carfahrten, Umzüge & Spezialtransporte

Reisen mit Freunden Freddy Kunz Weidliweg 8 8909 Zwillikon

Telefon 044 761 01 55

Tagesfahrten 2019 Klausenpass Mittwoch, 14. August 2019

Fr. 42.–

Bregenzerwald Fr. 42.– Dienstag, 3. September 2019 Ostschweiz Fr. 40.– Donnerstag, 3. Oktober 2019

Ferienreisen 2019 Klingender Advent 2019 Fr. 670.– in Seefeld DZ/HP mit Semino Rossi und Petra Frey 10. –13. Dez. 2019

www.aemtler-car.ch

Tanzleiter/-in gesucht Wir suchen für unsere Kinder neue Tanzleiter/-innen in Muri AG fürs Schuljahr 2019/2020, Tanzrichtung Hip-Hop und Street Dance. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme (jugend@dtv-muri.ch).

9.30 bis 11.30 Uhr geöffnet. Es werden keine Rückrufe (Mahnungen) verschickt. Oberhalb des Friedhofs, dem Jonenbach entlang Richtung Kappel und am Zeisenberg stehen erneut bei Sitzbänken Kisten mit Lesestoff bereit. Der Lesestoff aus dem Fundus der Bibliothek wird jede Woche ausgewechselt und bietet deshalb abwechslungsreiches Lesevergnügen.

Bibliothek Stallikon Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Bibliothek Wettswil Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Am Donnerstag, 1. August, ist die Bibliothek während des 1. AugustBrunchs der Gemeinde ausnahmsweise von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Um 12 Uhr erzählt eine Bibliothekarin Turmgeschichten für Kinder ab 4 Jahren. Mittwoch, 28. August, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Mittwoch, 28. August, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Samstag, 31. August, 10 bis 17 Uhr: Tag der offenen Türe während des «Vierzgerfäschts». Von 10 bis 11 Uhr: Info und Beratung zur Onleihe, von 15.30 bis 16 Uhr: Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren. (I.S.)


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Sport

Mittwoch, 31. Juli 2019

Juniorin Jacqueline Schneebeli feiert in Brünn ihren ersten Mountainbike-Cross-CountryEuropameistertitel – und tat es damit ihren Vorgängerinnen Jolanda Neff und Sina Frei gleich.

Begnadete Fahrtechnikerin: Jacqueline Schneebeli an der Spitze des EM-Juniorinnenrennens vor ihrer Kontrahentin Mona Mitterwallner, die später einen Platten erlitt. (Fotos Armin Küstenbrück)

Folgt nun der WM-Titel? Jacqueline Schneebeli greift nach dem Gewinn des Europameistertitels nach den Sternen Die Schweizer Meisterin im Mountainbike-Cross-Country, Jacqueline Schneebeli, avanciert mit dem Gewinn des Europameistertitels zur Favoritin für eine Medaille an den Weltmeisterschaften Ende August im kanadischen Mont-Sainte-Anne. ................................................... von martin platter Jacqueline Schneebeli geniesst derzeit einen Lauf, wie ihn sich jede Sportlerin und jeder Sportler wünscht. Seit Beginn dieser Saison blieb die Hauptikerin bis auf ein Rennen stets ungeschlagen. Im Proffix Swiss Bike Cup, den sie bereits im Vorjahr gewinnen konnte, blickt die 18-Jährige auf eine makellose Siegserie zurück und führt mit grossem Punktepolster – obwohl sie ein Rennen weniger absolviert hat als die Zweitplatzierte im Gesamtklas-

sement. An der Schweizer Meisterschaft in Gränichen hat sie den Titel souverän verteidigt und dabei über die gesamte Distanz mit Elitefahrerin und Ex-Sprintweltmeisterin Linda Indergand mitgehalten. Das Selbstvertrauen, dass es auch im internationalen Vergleich zu mehr reichen könnte, holte sich die Elektroinstallateur-Lehrtochter mit dem Gewinn des Junioren-Weltcuplaufs in Albstadt.

Taktisch abgebrüht An der Europameisterschaft letzten Samstag im tschechischen Brünn zeigte sich Schneebeli abgebrüht und taktisch klug agierend. Sie liess sich nicht von der Anwesenheit ihrer härtesten Kontrahentin Mona Mitterwallner nervös machen, sondern zwang ihr ihren Rhythmus auf. Immer wieder verschärfte Schneebeli das Tempo in den Steigungen, zwang so ihre Konkurrentin, die sich partout nicht an der Füh-

rungsarbeit beteiligen wollte, zum Reagieren. «Es hatte Wind auf der Strecke. Ich wollte nicht, dass Mona in meinem Windschatten ihre Kräfte fürs Finale schont», begründet Schneebeli ihre Fahrweise. Auf die Idee gebracht hatte sie ihr Trainer. «Wir haben mit diesem Szenario gerechnet. Er riet mir: Spiele mit deinen Gegnerinnen, wenn du nicht alleine bist. Das habe ich umgesetzt.» Dass sie in den letzten Wochen vor der Europameisterschaft nur noch wenige Wettkampfeinsätze bestreiten konnte, erachtet die Hauptikerin nicht als Nachteil. Sie sagt: «Ich kann mich auch alleine im Training gut auspowern und mich völlig an die Leistungsgrenze bringen. Das ist zwar eine starke Kopf- und Willenssache. Aber es geht.» Pirmin Christen schreibe ihr dazu die Trainingspläne. Gearbeitet werde mit verschiedenen Pulsbereichen. «Beim Abarbeiten der Programme packt

mich jeweils völlig der Ehrgeiz, bereits im Training mein Bestes zu geben», erklärt die Oberämtlerin. Das Intervalltraining habe ihr die nötige Härte gegeben, weshalb sie während des Titelkampfes nie voll in der Säure fahren musste. «Als Mitterwallner den Defekt hatte, habe ich mein Tempo einfach durchgezogen», so Schneebeli. Bis zuletzt sei sie hochkonzentriert geblieben, denn in den künstlich angelegten Steinpassagen hätte es auch ihr passieren können, dass sie einen Platten einfährt.

Konzentriert bis zum Schluss Nicht nur deshalb war höchste Konzentration gefragt: Während des Rennens begann es zu regnen. «In der vierten von fünf Runden wurde der Rock Garden extrem glitschig. Aber es ist glücklicherweise alles gut gegangen. In der Schlussrunde war der Kurs bereits wieder abgetrocknet.» Auf die

Ende August bevorstehende Weltmeisterschaft im kanadischen MontSainte-Anne angesprochen, entgegnet die Hauptikerin: «Wenn alles gut geht, ist ein WM-Medaillengewinn realistisch. Ich freue mich jedenfalls mega.» Bereits im letzten Jahr, als die Welttitelkämpfe in Lenzerheide stattgefunden hatten, war Schneebeli in der Nationalauswahl und konnte erstmals WM-Luft schnuppern. Sie wurde Siebte.» Bis zur Abreise nach Kanada geniesst sie nun das Leben eines Profis. Zeit, um den EM-Titel zu Hause würdig zu feiern, bleibt jedoch kaum. Am Nationalfeiertag gehts bereits weiter für zwei Wochen ab in die Familiensommerferien nach Sankt Leonhard im Südtirol. Dabeisein wird auch ihr Vater, der sie mit dem Bike-Virus angesteckt hat. «Da werde ich biken ohne Ende», sagt Schneebeli lachend. Sie müsse nur aufpassen, dass sie es in der Euphorie nicht übertreibe.

Geselligkeit im Blickpunkt «Wädlischiessen» des FSV Wettswil vom Donnerstag, 25. Juli

Cyrill Kaufmann aus Obfelden mit Stabhochspringerin Angelica Moser (links). (Bild zvg.)

Cyrill Kaufmann im Training in Tenero Die grössten Nachwuchshoffnungen der Schweiz wurden vergangene Woche ins UBS Kids-Cup-Camp nach Tenero eingeladen. Fünf Athleten aus dem Kanton Zürich gehören zu den talentiertesten Leichtathletinnen und Leichtathleten. Sie konnten am Dienstag dem Schweizer StabhochsprungStar Angelica Moser über die Schultern schauen. Unter den Teilnehmenden war auch Cyrill Kaufmann aus Obfelden. Er trainiert im LV Albis. Unter der Anleitung der Trainer von Swiss Athletics holten sie sich in den vergangenen Tagen am Lago Maggiore viel Motivation für ihre künftige Sportkarriere. (pd.)

Seit 2007 führt der Feldschützenverein Wettswil während der schiessfreien Zeit in den Sommerferien das «Wädlischiessen» auf die 300-Meter-Distanz durch. Dino Von Körber schoss beim sportlich-geselligen Anlass mit 98 Punkten das höchste Einzelresultat und Luis Eugster, der jüngste Feldschütze, gewann den «Sparsäuli»-Wanderpreis. Beim «Wädlischiessen» stehen nicht alleine das Resultat und der Tagessieg im Vordergrund, sondern die Ausmarchung, wer das «Sparsäuli» übernehmen und binnen eines Jahres möglichst viel Geld sammeln muss, damit der Anlass finanziell auch im nächsten Jahr gesichert ist. Der Wanderpreis kann von einem Teilnehmer nur einmal gewonnen werden, sodass neben der Rangliste vor allem auch die Frage wen es diesmal trifft, für Spannung sorgte. Der Inhalt des «Sparsäulis» bestimmt letztlich, wie lange Speis (gegrillte Wädli) und Trank für die Teilnehmer kostenlos sind. Aber auch wie lange der kameradschaftlich-gemütliche Treff in geselliger Runde dauert. Während der Sommerferien herrscht in den Anlagen der Schützenvereine

Der «Sparsäuli»-Gewinner Luis Eugster, flankiert vom Zürcher Kantonalpräsident Heinz Meili (links) und Feldschützenpräsident Thomas Leuenberger.

Matcheur Martin Landis als Grillmeister. (Bilder zvg.)

und -Gesellschaften zumeist schiessfreie Zeit. Um nicht aus der Übung zu geraten, nutzen einige Vereine die Überbrückung der Sommerzeit mit gesellschaftlich-wettkampfmässigen Anlässen. Dazu gehört auch das «Wädlischiessen» des Feldschützenvereins Wettswil. Beim klassischen Wettkampfprogramm von zehn Einzelschüssen auf die 10er-A-Scheibe wurden trotz der

Mouche (Innenzehner) im Vorteil lag. Er wird nun dafür besorgt sein müssen, dass das «Sparsäuli» bis in einem Jahr prall gefüllt ist. (wht.)

hohen Temperaturen hervorragende Resultate geschossen. So blieb der Ausgang bis zum Schluss spannend. Mit 98 vom 100 möglichen Punkten schwang Dino Von Koerber obenaus. Sieben der 16 Teilnehmer erzielten Ergebnisse über 90 Punkte. Im Wettstreit um das «Sparsäuli» traf es den erst 16-jährigen Luis Eugster, der nach Punktgleichheit (93) mit Felix Stucki mit drei gegen eine

Wädlischiessen 2019: 1. Dino Von Koerber 99. 2. Dieter Rotacher 97. 3. Martin Landis 96. 4. Heinz Meili 94. 5. Luis Eugster 93/3 Innenzehner und Felix Stucki 93/1. 7. Kevin Arnold und Urs Kamm je 92. 9. Herbert Fankhauser und Robert Graf je 90. Gewinner «Sparsäuli»: Luis Eugster.


Sport

Mittwoch, 31. Juli 2019

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Sprintsieg für Urs Huber Der Mettmenstetter gewinnt M3-Marathon im Montafon um Haaresbreite Urs Huber hat sich übers Wochenende am M3-Marathon in Schruns vom Frust der defektbedingten «Niederlage» an der Bike-Transalp freigestrampelt. Auf den letzten Metern bezwingt er im Spurt Bike-TransalpGesamtsieger Daniel Geismayr. Da Urs Huber gemerkt hatte, dass er die Bike-Transalp schnell gut verdaut hatte, beschloss er eine Rennprogrammänderung und meldete sich kurzfristig für das gutbesetzte 130-Kilometer-Rennen mit 4500 Höhenmetern an. Seine Taktik: Einfach mal mitfahren und den Kontakt zu seinen valabelsten Mitstreitern Frans Claes und Daniel Geismayr nicht verlieren. Besonders Claes fackelte denn auch nicht lange und zog von vorne immer wieder das Tempo an. In der ersten Abfahrt über Bartholomäberg zerfiel die grosse Spitzengruppe. Ein Quartett mit Geismayr, Claes, Michael Stünzi und Huber vermochte sich vom Rest abzusetzen.

Dank Streckenkenntnis zum Triumph Nach knapp vier Rennstunden waren nur noch Claes, Geismayr und Huber

Urs Huber startet mit einem Sprintsieg am M3-Marathon in Österreich in die zweite Saisonhälfte mit den wichtigsten Langstreckenklassikern und der WM im Wallis. (Archivbild Martin Platter) an der Spitze. Mit einer gewissen Genugtuung stellte der Mettmenstet-

ter fest, dass sowohl Claes als auch Geismayr immer wieder kleine Fahr-

fehler machten. Ein untrügliches Zeichen für Müdigkeit. Geismayr musste

dann sogar einen Stopp einlegen, um die Sattelstütze nachzuziehen. Zusammen mit Claes übernahm Huber die Führung im Anstieg zum Koppstausee. Diesmal bestimmte der Säuliämtler das Tempo, weil Claes schwächelte und Huber nicht wollte, dass Geismayr allzu leicht wieder aufschliessen konnte. Kurz vor dem Ende der Steigung verlor Claes den Kontakt. Dafür rückte Geismayr mit hohem Tempo auf. Noch blieb der letzte Anstieg auf die Bielerhöhe. Als zusätzliche Erschwernis zog ein heftiges Gewitter auf. Kälte und Gegenwind bremsten das Tempo. Geismayr schaffte es aufzuschliessen und versuchte sich mehrmals von Huber abzusetzen. Doch dieser biss sich fest. Er wusste: Die letzten 20 km gehts fast nur noch bergab bis ins Ziel in Schruns. In weiser Voraussicht hatte Huber am Morgen vor dem Start den letzten Kilometer vor dem Ziel besichtigt. Das sollte sich nun auszahlen. Er wusste genau, wo er seinen Gegner im Zielsprint überholen wollte und vermochte den Österreicher tatsächlich kurz vor der Ziellinie abzufangen. «Der Auftakt in die Phase der grossen Klassiker ist geglückt», kommentierte der 33Jährige im Ziel mit Freude. (map.)

Duracell-Hasen im Windschatten

Start in der Olma-Stadt

Schrittmacher Dino Rey liebäugelt mit einer SM-Medaille

WB reist zum Saisonauftakt nach St. Gallen

Weiter dominiert auch Motorenlärm die Geräuschkulisse am Dienstagabend auf der offenen Rennbahn in Oerlikon. Nach «Indianapolis» folgt am 6. August das traditionelle Harley-Treffen und die Schweizer Meisterschaft der Steher, bei der sich ein Ämtler Medaillenchancen ausrechnet.

Ab nächstem Samstag gilt es wieder ernst für den Erstligist FC Wettswil-Bonstetten. Die Jagd nach Meisterschaftspunkten beginnt, zumindest einen wollen die Ämtler dabei aus der Ostschweiz entführen.

................................................... von martin platter Es ist für Aussenstehende bis heute ein faszinierendes Bild, das sich den Besuchern am 6. August auf der offenen Rennbahn wieder zeigen wird. Knatternde Motorräder drehen ihre Runden auf dem 333 Meter langen Betonoval und schiessen mit hoher Geschwindigkeit durch die Steilwandkurven. Im Windschatten der schwarz gekleideten Schrittmacher in ihrer ausladenden Lederuniform kurbeln

Velofahrer, sogenannte Steher, wie Duracell-Hasen – und schaffen so Spitzengeschwindigkeiten bis zu 90 Stundenkilometer! Das ist auch der Grund, weshalb die Sportart im vorletzten Jahrhundert erfunden wurde. Sie galt der reinen Rekordjagd. Es galt, Ausdauer und Standfestigkeit zu beweisen, sowie eine möglichst hohe Spitzengeschwindigkeit zu erreichen. Gefahren wurde selten über Distanzen unter 100 Kilometer. Es gab sogar 24-Stunden-Rennen. Bevor Motorräder ein adäquates Tempo auf der Bahn vorlegen konnten, spannten sich Tandems mit einer Besatzung von bis zu sechs Pedaleuren, Motor-Tandems und sogar Elektrotandems vor die Steher. Dabei kam es immer wieder zu spektakulären Unfällen, nicht selten mit tragischem Ausgang, weil das Material der Belastung nicht gewachsen war oder die Rennfahrer unkonzentriert waren oder wegen Übermüdung stürzten.

Standfestigkeit, Routine und Konzentration Bis heute erfordert es viel Routine und Konzentration, bis ein SchrittmacherSteher-Paar eingespielt ist. Der Schrittmacher sollte das Tempo möglichst gleichmässig vorgeben und mit seiner Linienwahl auf der Bahn die Kräfte des Stehers schonen. Der Steher wiederum sollte darauf achten, dass er sauber an der Rolle des Schrittmachers fährt und diese wegen der Bremswirkung möglichst nicht berührt. Der Affoltemer Schrittmacher Dino Rey rechnet sich Chancen aus, dass er mit seinem Fahrer Roberto Pasi Puttini eine SM-Medaille gewinnen kann. Das Rennen zum Abschluss der «Indianapolis»-Veranstaltung am vorletzten Dienstag beendeten die beiden im dritten Rang. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von Sieger und Titelhalter Giuseppe Atzeni betrug 72 km/h!

Nur wenige Veränderungen sind in der Erstligagruppe 3 zu vermelden. Baden wurde umgeteilt, stattdessen bekommt es WB wie in früheren Jahren wieder mit den Aufsteigern Dietikon und Balzers zu tun. Mit Paradiso Lugano fand ebenfalls ein Aufsteiger erstmals in dessen Geschichte den Weg in die 1. Liga und in die WB-Gruppe. Für die Spitzenplätze werden vor allem Tuggen, Red Star und Eschen/Mauren gehandelt. Mächtig aufgerüstet haben zudem Linth 04 und Thalwil, womit die Ansprüche dieser Vereine ebenfalls in Richtung Tabellenspitze zeigen sollen. Schwer einzuordnen sind neben den Nachwuchsteams von Winterthur und St. Gallen auch der SV Höngg sowie das neu von Ex-WB-Trainer Martin Dosch trainierte, stark verjüngte Kosova. Ob und wie sich diese Vorhersagen bewahrheiten, wird glücklicherweise jedoch auf dem Platz entschieden. Spannung, toller Fussball und eng umkämpfte Auseinandersetzungen werden sicher auch diese Saison prägen. Der FC Wettswil-Bonstetten freut sich in jedem Fall riesig auf die kommenden Herausforderungen

Gegner St. Gallen neu formiert

Schrittmacher Dino Rey rechnet sich mit Steher Roberto Pasi Puttini an der Rolle Chancen auf eine Medaille an der Schweizer Meisterschaft aus. (Bild Martin Platter)

Wie immer bei Nachwuchsmannschaften der Profiklubs finden im Sommer grössere Kaderveränderungen statt. Während der ältere Jahrgang, in der Regel die über 21-Jährigen, ausscheidet, rücken von der U18 neue Talente auf ihrem Weg zum Profifussball nach. Was garantiert ist, ist die bestimmt sehr gute physische Verfassung dieser Gegner. Sommerferien sind in diesen Vereinen fast ein Fremdwort, trainiert und gearbeitet wird zumeist genügend lange mit dem kompletten Kader. Nichtsdestotrotz reist Wettswil-Bonstetten ambitioniert in die Olma-Stadt. Man will die Saison

Der Fussball steht wieder im Fokus. Für die Rotschwarzen stürmt unverändert Lui Lugo, der letzte Saison 19 der 48 WB-Treffer erzielte. (Bild Kaspar Köchli) optimal, möglichst mit einem Sieg, lancieren. Springt zum Schluss ein Remis raus, wäre auch dies ok und sicher kein Fehlstart. Da nicht viele personelle Veränderungen aufzufangen waren, dürften die Rotschwarzen bereits recht gut eingespielt sein, Automatismen können übernommen werden und physisch war man sowieso schon immer auf der Höhe. Natürlich wäre es ein zusätzlicher Motivationsschub, wenn bereits zum Auftaktspiel trotz Ferien viele WB-Fans das Team begleiten und entsprechend unterstützen würden. Gespielt wird am Samstag, 3. August, in der IGP Arena Kleinholz in Wil SG, Kickoff ist bereits um 14 Uhr. Andreas Wyniger Weitere FCWB-Spiele: Sonntag, 4.8., 15 Uhr: FCWB 3 – Oetwil/Geroldswil (Test); Mittwoch, 7.8.: Jun. A – Hausen 1 (Test); Freitag, 9.8.: Affoltern a.A. – FCWB 3 (Test) und Niederwil – FCWB 2 (Test).


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Extra

Im Spital Affoltern geboren

Das Testament

Mittwoch, 31. Juli 2019

Detektiv Adrian Aegerter ermittelt – Ratekrimi im «Anzeiger»

Mit einigen einfachen Mitteln lässt sich Tierleid am Nationalfeiertag verhindern oder zumindest lindern.

Sie möchten mit mir hier in Ihrem «Anzeiger» ermitteln? Das ist wunderbar! Also lösen wir doch gleich mal unseren nächsten gemeinsamen Fall …

Luana, 21. Juli.

Ruqiya, 26. Juli.

Ilaria-Sofia, 26. Juli.

Nele Sophie, 26. Juli.

Humen, 27. Juli. (Bilder Irene Magnin)

gedankensprünge Sommerfest Marinieren Grillieren Servieren Brillieren Martin Gut

«Helfen Sie mir!», flehte mein Klient aus meinem Mobiltelefon. «Bitte helfen Sie mir!» Es war mitten in der Nacht und ich war in meiner Wohnung in der Unteren Bahnhofstrasse in Affoltern gerade eingeschlafen. Nicht die beste Zeit und nicht die besten Voraussetzungen für einen Einsatz also. Während ich mit dem einem schon munteren Ohr dem Mann weiter zuhörte, versuchte ich mit dem einen schon munteren Auge meine Hose, mein Shirt und die Autoschlüssel zu finden. Ich fand alles, entdeckte sogar meine Schuhe und stürmte noch immer schlaftrunken aus meiner Wohnung. «Ich wurde eingesperrt!», flüsterte mein Klient weiter. «Wahrscheinlich von einem meiner Kinder, von dem Kind, das mit meinem Testament und seinem Erbe nicht einverstanden ist. Deshalb soll ich ein neues Testament schreiben. Erst dann werde ich freigelassen. Ich habe nicht die Polizei angerufen, ich habe Sie angerufen, weil es eines meiner Kinder ist. Meine Familie! In einen solchen Fall brauche ich doch einen Vertrauten, nicht die Polizei!» Ich stürzte fast die Treppe hinunter, schlug mir die Haustür gegen die Schulter und fand mein Auto nicht. Trotzdem fiel mir noch die durchaus wichtige Frage «Wo sind Sie jetzt?» ein. «In meiner Villa, ich bin in meiner Villa, im ...!» Die Verbindung brach ab, wahrscheinlich war mein Klient beim Telefonieren ertappt worden. Und ich wusste nicht, wo der Mann in der Villa war und wo ich ihn dort suchen sollte. Aber der Hinweis «Villa» schränkte das Suchgebiet schon ziemlich ein. Die «Villa», wie er sein mehrstöckiges Haus zu nennen pflegte, lag ausserhalb von Affoltern in einem Waldgebiet. Auf der Fahrt dorthin dachte ich über das Testament des Klienten nach. Er hatte es drei Jahre nach dem Tod seiner Frau aufgesetzt, die von ihren Eltern eine Spedition am Stadtrand von Affoltern geerbt hatte. Diese Spedition im Wert von siebenhundertfünfzigtausend Franken soll einmal die älteste Tochter erben. Der älteste Sohn würde eine dreihundertdreissigtausend Franken teure Eigentumswohnung in Zürich bekommen, die jüngste Tochter einen Oldtimer für einhundertfünfzigtausend Franken, der mitt-

wetter

Panik, Flucht und Todesfallen

Detektiv aus Affoltern: Adrian Aegerter ermittelt diesen Sommer im «Anzeiger». lere Sohn ein auf vierhundertsechzigtausend Franken geschätztes «Boot» auf dem Zürichsee und der jüngste Sohn ein Aktienpaket, dessen Wert derzeit bei einhundertzehntausend Franken lag. Die Villa war, auch durch die umstehenden Bäume, in tiefes Dunkel gehüllt, in keinem der Zimmer brannte Licht. «Niemand zu Hause, also kann ich auch wieder nach Hause fahren», das war mein erster Gedanke, hervorgerufen durch die Bequemlichkeit und die Feigheit der Müdigkeit. Ich stellte meinen Wagen auf dem kleinen Platz vor dem Eingang ab, stieg aus und stapfte die kleine Treppe hinauf. Die Eingangstür stand offen, obwohl niemand zu sehen war. Keiner, der mit einem Hund eine Runde drehte, keiner, der den Müll zur Mülltonne brachte oder die Rosen verschnitt. Auf die Idee, dass die offene Tür eine Falle sein könnte, kam ich nicht. So traf mich der Schlag in den Nacken auch völlig unvorbereitet … Als ich wieder zu mir kam, sass ich mit einem Kabelbinder gefesselt neben meinem Klienten im Keller. Mein schmerzender Körper verriet mir, dass mich jemand ziemlich unsanft in diesen fensterlosen Raum

gezogen hatte. «Schön, Sie zu sehen!», murmelte mein Klient. «Es tut mir sehr leid, dass Sie durch mich in diese Situation geraten sind!» Der maskierten Gestalt im Overall an der Kellertür tat leider nichts leid. Sie sagte, mit einer durch einen schlechten Stimmenverzerrer verfremdeten und sehr tiefen Stimme: «Es ist schön, dass ich mehr erben werde als meine eine Schwester und mein einer Bruder, aber es ist nicht schön, dass ich weniger bekommen soll als meine andere Schwester und mein anderer Bruder. Weil mein Vater aber nicht bereit ist, diesen Zustand zu korrigieren, verabschiede ich mich jetzt. Mit dem Bargeld aus dem Safe. Angenehmen Tag noch!» Wissen Sie, wer der Täter war? Lösung: Nach den genannten Werten der Erbanteile («… diese Spedition im Wert von siebenhundertfünfzigtausend Franken soll einmal die älteste Tochter erben …») und dem Hinweis des Täters («… es ist schön, dass ich mehr erben werde als meine eine Schwester und mein einer Bruder …») muss der Täter das Kind mit dem «mittleren Erbe» sein – weil dieser mittlere Anteil die dreihundertdreissigtausend Franken teure Eigentumswohnung ist und mit dieser Wohnung der älteste Sohn bedacht werden soll, also kann nur der älteste Sohn der Täter sein!

Für Tiere – egal ob zu Hause oder in der freien Natur – bedeuten die Knalleffekte von Feuerwerk erheblichen Stress. Verantwortungsbewusste Tierhalter lassen ihre Tiere am Nationalfeiertag nicht alleine und sorgen für eine möglichst ruhige Umgebung und Rückzugsorte. Der Schweizer Tierschutz STS empfiehlt, während draussen gefeiert wird, Fenster und Läden geschlossen zu halten und eine gewohnte Geräuschkulisse (Radio, Fernsehen, Musik) im Haus herzustellen. Keinesfalls sollten Heimtiere während dieser Zeit ins Freie gelassen werden. Ängstliche Tiere sollten nicht getröstet werden, sie fühlen sich dadurch in ihrer Unsicherheit bestärkt. Die meisten Tiere hören wesentlich besser als Menschen und reagieren mit Panik und Flucht auf die laute Knallerei. Das gilt auch für Nutz- und Wildtiere. Insbesondere Pferde sind empfindlich auf plötzlichen Lärm. Sie können sich bei einer Fluchtreaktion erheblich verletzen. Feuerwerk soll nicht in unmittelbarer Nähe von Ställen, weidenden Tieren oder Wäldern gezündet werden. Das schont das empfindliche Gehör der Tiere und vermindert die Gefahr von Unfällen und von Bränden.

Todesfalle für Wildtiere Jedes Jahr sehen tausende Festbesucher unwissentlich dabei zu, wie unzählige Kleintiere – Igel, Blindschleichen, Spitzmäuse – bei lebendigem Leib in 1.-August-Feuern verbrannt werden. Der aufgeschichtete Holzhaufen bildet für manches Wildtier einen vermeintlich sicheren Unterschlupf. Am Abend des Nationalfeiertages blockiert jedoch die plötzliche Ansammlung von Menschen jeden Fluchtweg. Der Holzhaufen wird für die Tiere zum flammenden Inferno, dem sie nicht entrinnen können. Bei kleineren Feuern ist es ratsam, das gesammelte Holz erst am Tag des Abbrennens auf- oder zumindest umzuschichten. Für grosse Holzhaufen, die oft über mehrere Wochen im Voraus aufgeschichtet werden und nicht einfach umzuschichten sind, eignet sich das Aufstellen eines Schutzzauns um den Holzhaufen herum. Dieser verhindert, dass sich Tiere im Haufen verstecken. Ein solcher Schutzzaun ist schnell aufgestellt und wird erst kurz vor dem Abbrennen des Holzes entfernt. (pd.)

volg-rezept

herkömmliches

1.-August-Apéro

Billig

Zutaten für 60 Stück Halber Kabis 1 Familienpreis-Mozzarella 60 Cherrytomaten Zahnstocher und Alufolie

bauernregel

Zubereitung

«Hundstage heiss – Winter lange weiss. Im August, beim ersten Regen, pflegt die Hitze sich zu legen.»

Kabis halbieren, in Alufolie einpacken. Mozzarella in Tranchen schneiden und mit kleinem Guetzliausstecher in

Kreuzform 60 Kreuzchen ausstechen. Mit Zahnstocher auf Cherrytomate und zusammen auf Kabis stecken. Zubereitung: ca. 20 Minuten. Tipp: Schneller gehts mit KreuzliMozzarella von Züger, dann brauchts allerdings einige grosse, halbierte oder in Scheiben geschnittene Tomaten, die mit Kräutersalz gewürzt werden. Statt Mozzarella Tilsiter oder Volg-Dorfchäs.

Das Adjektiv billig bedeutet ursprünglich angemessen, richtig, wie der Einleitung des Herkunftswörterbuchs zu entnehmen ist. Aus der Bedeutung «dem Wert einer Sache angemessen» entwickelte sich «nicht teuer». Da billige Ware aber oft von geringerer Qualität ist als teurere, konnte billig dann auch die Bedeutung minderwertig annehmen. Und das ist so ziemlich das Gegenteil der ursprünglichen Aussage, wobei beide Bedeutungen noch immer gebräuchlich sind. Zumindest beginnt die sogenannte Präfation – das Lobgebet der katholischen Liturgie, das im Sanctus mündet – noch heute mit den Worten: «In Wahrheit ist es würdig und recht, billig und heilsam, dir allmächtiger Gott, immer und überall zu danken …» (ubo)

In der Serie «Herkömmliches» deutet Urs Boller die Weitere Rezepte unter www.volg.ch/rezepte/.

mutmassliche Herkunft von Wörtern und Begriffen.

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