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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 186 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 59 I 171. Jahrgang I Donnerstag, 3. August 2017

Verkehrsknoten

Projektierungskredit

In Hausen wurde vergangene Woche der neu gestaltete Postplatz eingeweiht. > Seite 3

Primarschule und Gemeinde orientieren in Mettmenstetten zur Schulraumentwicklung. > Seite 5

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Fertig Ämtler Tofu Nach 36 Jahren zieht die Tofurei Engel aus dem Säuliamt weg. > Seite 6

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Nicht träge werden Kantonsrat Martin Haab referierte an der Augustfeier in der Badi Obfelden. > Seite 7

«Grösse liegt in der Kleinheit» Regierungspräsident Markus Kägi sprach zum 1. August in Hausen

................................................... von marianne voss

Keine Illusionen, wenn es um Filme geht Im Rahmen des Pro Juventute Ferienplausch Zürich lernten 18 Kinder und Jugendliche von professionellen Filmemachern, was es heisst, Action-Filme zu produzieren. Dabei gingen sie ambitioniert und kritisch ans Werk. Die Vorstellung, ohne viel Arbeit im Filmbusiness zu Ruhm und Ehre zu kommen, dürfte sich für einige erledigt haben. Andere haben ein neues Hobby gefunden und werden mit Freude und Leidenschaft weiterfilmen. (abo) ................................................... > Bericht auf Seite 17

Eiserne Männer und Frauen Bei grosser Sommerhitze fand am vergangenen Wochenende der Ironman in Zürich statt. In verschiedenen Kategorien massen sich auch zahlreiche Sportlerinnen und Sportler aus dem Bezirk. Für das Team Koach war es der Saison-Höhepunkt. Erneut wurde es als bestes Team ausgezeichnet. ................................................... > Bericht auf Seite 20

Andere respektieren Clemens Grötsch fokussierte auf das Genossenschaftliche in der Eidgenossenschaft. > Seite 9

Das Einigende soll stärker sein als das Trennende An der 1.-August-Feier in Bonstetten übte Claudio Zanetti Kritik an der Entwicklung, dass Abstimmungskämpfe immer mehr zu wüsten Schlachten verkämen, bei denen sich zwei Lager unversöhnlich gegenüberstünden. Eine funktionierende Demokratie ertrage in der Sache zwar harte Auseinandersetzungen. Niemals jedoch sollte dem Gegenüber die Liebe zur gemeinsamen Heimat abgesprochen werden, so der SVP-Nationalrat auf dem Bauernhof der Familie Weiss im Dachenmas. ................................................... > Bericht auf Seite 7

In Hausen hielt Regierungspräsident Markus Kägi die 1.-August-Ansprache. Er betonte die Vorteile der Kleinräumigkeit der Schweiz und zeigte den Einfluss der Reformation auf die gesellschaftlichen Tugenden auf.

Nach Turbenthal und Benken war Hausen für den Regierungspräsidenten die dritte Station an diesem 1. August. In seiner Rede stellte er einige geschichtliche Überlegungen an und blickte zurück auf die Ereignisse vor 100 und vor 500 Jahren. 1917 wütete der Erste Weltkrieg, 1517 verteilte der Reformator Martin Luther seine Thesen. Das war der Anfang der Reformation. Markus Kägi führte die Ereignisse der Kappeler Kriege – die gleich vor der Haustür stattgefunden hatten – aus. Und er zeigte auf, dass unsere ganze westliche Lebensweise ohne Reformation ganz anders aussehen würde. «Uns ist häufig gar nicht bewusst, wie sehr unsere gutschweizerischen Tugenden auf die Reformation zurückgehen: die Neigung zur Selbstkontrolle, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit oder das Streben nach Erfolg und Sicherheit.» Kägi sprach vom Lebensgefühl, als Schweizerin und Schweizer im besten

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Mit Mut und Zuversicht auf Neues zugehen Regierungspräsident Markus Kägi (links) mit Mitgliedern des Hausemer Gemeinderates: Beatrice Sommerauer Nägelin, Stefan Gyseler (Präsident) und Gregor Blattmann. (Bild Marianne Voss) Land der Welt leben zu dürfen und zählte die Besonderheiten auf wie Neutralität, direkte Demokratie, vier Landessprachen, mehrere Konfessionen, funktionierende Infrastruktur und die hohe Sicherheit, bei der Bundesrätinnen ohne Bodyguards ins Tram steigen können. Zum Schluss betonte er die Vorteile des Kleinseins im Gegensatz zu

grossen staatlichen Strukturen wie die EU. «Es zählt zu unsern grossen Vorteilen der Gemeinden und ihrer Autonomie, dass sie handlungsfähig sind, und das gilt auch für ein kleines Land, wie die Schweiz.» Eine riesige Bürokratie möge imstande sein, alles Erdenkliche zu regeln, aber sie sei nicht fähig, echte Probleme zu lösen. «So paradox es tönt: Wir müssen erkennen, dass un-

sere Grösse in unserer Kleinheit und Autonomie liegt.» Wir seien ein kleines Land, aber der drittgrösste Handelspartner der EU. «Aus diesem Selbstbewusstsein heraus müssen wir unsere Verhandlungen führen. Nicht von unten nach oben, sondern auf Augenhöhe.» ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 8

Ferienkurse werden vermehrt überregional gebucht

ETH-Präsident Lino Guzzella stellte an seiner Festrede zum 1. August in Ottenbach die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien vor, wobei er seine Ausführungen mit eindrücklichen Beispielen illustrierte. Bei aller Skepsis dem Neuen gegenüber sprach sich Guzzella deutlich dafür aus, mit Mut und Zuversicht auf die digitalen Technologien zuzugehen, denn: «Richtig eingesetzt eröffnen uns diese riesige Chancen.» ................................................... > Bericht auf Seite 8

anzeigen

Ferienplausch: Etwas mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr Das Ferienplausch-Kursangebot bietet auch dieses Jahr eine gute Alternative für die Daheimgebliebenen. Beliebt sind Klassiker wie der Schachkurs, aber auch Tauch- und Reitkurse. ................................................... von thomas stöckli Für ein detailliertes Fazit sei es noch zu früh, sagt Simone Keller, Verantwortliche für den Ferienplausch im Knonauer Amt, doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Teilnehmerzahl etwas höher sein dürfte als im vergangenen Jahr. Der Trend der vergangenen Jahre zu kurzfristigem Buchen, hat sich weiter akzentuiert, somit dürften noch zahlreiche zusätzliche Buchungen anstehen. «Wir machen die Erfahrung, dass viele Familien je nach Wetter die Möglichkeit von spontanen Buchungen stark nutzen», so Simone Keller. So seien letzte Woche, als es fast durchgehend regnete und definitiv kein Badiwetter war, diverse Nachfragen nach freien Kursplätzen

Ferienplausch-Karate in der Badi Stigeli, Affoltern. (Bild zvg.) eingetroffen. Kurse, die freie Plätze haben, können immer noch gebucht werden, oftmals bis wenige Tage vor der Durchführung. Das Angebot an Kursen ist 2017 etwa gleich gross wie in den vergangenen Jahren. Beliebt sind Klassiker wie etwa der bewährte Schachkurs, Tauchund Reitkurse. Aber auch die neuen Angebote wie Filmkurse (Actionfilm drehen und Special-Effects-Workshop), die Schnitzeljagd «Aristoteles und

Ikarus, mit Foxtrail Zürich entdecken», ein neuer Golfkurs, Schnitzen und Bauen wurden sehr gut gebucht. Auffällig ist dieses Jahr, dass stärker regionenübergreifend gebucht wird: «Eltern, die in Zürich arbeiten, nutzen gerne die Möglichkeit, Kinder auf dem Weg zur Arbeit zum Kurs zu bringen», interpretiert die Ferienplausch-Leiterin. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 19

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Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Bauprojekte Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Affoltern am Albis Bauherrschaft: Annemarie Billeter, Höhenweg 10, 8910 Affoltern am Albis Bauvorhaben: Gartenumgestaltung mit Terrainaufschüttung, Kat.-Nr. 5785, Höhenweg 10, Gestaltungsplan Wilgibel Wohnzone W2a

Hausen am Albis Gesuchsteller: Werner Huber, Chüeferstrasse 3, 8925 Ebertswil Bauprojekt: Fassadensanierung Chüeferstrasse 1 + 3, Ebertswil, Kat.-Nrn. 3528 und 366, (KII) (Gebäude Inventar-Nr. 216)

Urnenabstimmung vom 24. September 2017 Neben den eidgenössischen und den kantonalen Vorlagen kommt am 24. September 2017 in unserer Kreisschulgemeinde folgendes Geschäft zur Abstimmung: Revision der Gemeindeordnung der Sekundarschulgemeinde Obfelden-Ottenbach Die Abstimmungsvorlage und der beleuchtende Bericht werden den Stimmberechtigten zugestellt und können auf der Homepage der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach (www.sek-obfelden.ch) eingesehen werden. Gegen diese Anordnungen kann wegen Verletzung der Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs in Stimmrechtsangelegenheiten erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Obfelden, 21. Juli 2017 Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach

Glaubt nicht, wenn ich gestorben, dass wir uns ferne sind. Es grüsst Euch meine Seele als Hauch im Sommerwind. Und legt der Hauch des Tages am Abend sich zur Ruh, send ich als Stern vom Himmel Euch meine Grüsse zu.

WIR DANKEN HERZLICH Tief bewegt danken wir herzlich für die vielen Zeichen der Verbundenheit und Freundschaft sowie allen, welche mit uns Abschied genommen haben von

Hans Armin Ritschard Danke für die vielen tröstenden Worte, Karten, Besuche, Geschenke, herzlichen Umarmungen, die wunderschönen Blumen und den wunderschönen Kranz sowie für die Geldspenden an die Krebsliga Schweiz. Die grosse Anteilnahme hat uns tief bewegt. Einen ganz besonders herzlichen Dank sprechen wir Frau Pfarrerin Susanne Sauder und der Dirigentin Hedy Kienast aus, die zusammen eine musikalisch umrahmte, wunderschöne besinnliche Abdankungsfeier gestaltet haben. Als die berührenden und sanften Klänge der Toggenburger Messe von Peter Roth die Kirche erfüllten, spürte man, warum Hans gerade aus diesen Liedern so viel Kraft schöpfen konnte und durfte. Darum ein herzliches Dankeschön an die berühmten Geschwister Küng, die Solistin Mirjam Engeli und an alle zahlreich erschienenen Chormitglieder! Es ist unbeschreiblich, Ihr habt unsere Herzen mit Eurem Engagement sehr, sehr tief berührt! Euer Auftritt wird für uns unvergesslich bleiben. Für die ärztliche Betreuung bedanken wir uns ganz herzlich bei Herrn Prof. Dr. med. Markus Weber, Herrn Dr. Oliver Sperisen, Herrn Dr. Markus Vergin und den Ärzten und dem Pflegepersonal vom Zentrum für Integrative Onkologie Zürich, die Hans auf seinem nicht einfachen Weg fürsorglich und sorgfältig begleitet haben und ihm stets mit Rat zur Seite gestanden sind. Auch danken wir den Ärzten und dem Pflegepersonal vom Stadtspital Triemli, die Hans während seinen Spitalaufenthalten betreut haben. Herzlichen Dank dem Bestattungsinstitut Heinz Bossardt, Adliswil, für die sehr einfühlsame und behutsame Begleitung beim Abschiednehmen zu Hause. Ein grosses Dankeschön an Urs-Peter Sauder für die schöne Videoaufnahme von der Abdankungsfeier. Wir danken allen, die dem Verstorbenen Gutes getan haben und ihn in guter Erinnerung behalten werden. Hans wird für immer in unserem Herzen bleiben.

Hausen am Albis Gesuchsteller: Urs Burkard, Bergstrasse 26, 8113 Boppelsen Projektverfasser: R. Fuchs Partner AG, Architektur und Baurealisierung, Zentralstrasse 26, 8604 Volketswil Bauprojekt: Abbruch Vers.-Nr. 896 Albisstrasse 4 auf Kat.-Nr. 2925 und Vers.-Nr. 894 Wigartenweg auf Kat.-Nr. 126 (KI/W1.8)

Mettmenstetten

Todesfälle Bonstetten Wyrsch geb. Sutter, Elisabeth Christina geboren am 24. Dezember 1950, von Appenzell AI und Buochs NW, wohnhaft im Hofwies 7 in Bonstetten. Sie verstarb am 28. Juli 2017 in Affoltern am Albis. Abdankung: Katholische Kirche in Bonstetten am Donnerstag, 3. August 2017, um 14.00 Uhr.

Bauherrschaft: Eigentümergemeinschaft, Niederfeldstrasse 23–31, 8932 Mettmenstetten Vertreter: Werkstatt GmbH, Architektur Energie, Mike Weber, Affolternstrasse 7, 8908 Hedingen Bauprojekt: Heizungssanierung mit Aufstellen Wärmepumpe auf Schrägdach inkl. PV-Anlagen, Vers.-Nrn. 1000/999/998/997/996, Kat-Nrn. 1588/ 1587/1586/1585/1584, Niederfeldstrasse 23–31 (Wohnzone W2b)

Obfelden Gesuchsteller: Meier Lukas und Claudia, Lötschenmattstrasse 26, 8912 Obfelden Baurechtliches Vorhaben: Überdachung Sitzplatz am Wohnhaus Vers.Nr. 1757 auf Kat.-Nr. 4543 an der Lötschenmattstrasse 26 (Zone W2)

Bestattungsamt Bonstetten

Ottenbach

Hausen am Albis

Bauherrschaft: Räbsamen Urs, Kernstrasse 12, 8004 Zürich Bauvorhaben: Aussenisolation Sockel beim ehemaligen Gasthaus Engel (Objekt der kantonalen Denkmalpflege unterstellt), Inventarblatt Nr. 3, Vers.Nr. 322, Kat.-Nr. 1258, Dorfplatz 1, Kernzone (Vorhaben bereits realisiert)

Am 30. Juli 2017 ist in Zürich gestorben:

Reske, Wolfgang Harald geboren 24. Februar 1939, von Deutschland, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familien- und Freundeskreis. Bestattungsamt Hausen am Albis

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Generalversammlung Flurgenossenschaft Hausen am Albis Mittwoch, 30. August 2017, 20.00 Uhr, Partylokal Häckselkari Im Graben 1, Hausen am Albis Traktanden: Die üblichen Jahresgeschäfte Der Vorstand

Bonstetten, im Juli 2017

Die Trauerfamilie


Bezirk Affoltern

Donnerstag, 3. August 2017

Einbrecher und Langfinger

Wichtiger Verkehrsknoten

In Aeugst und in Affoltern waren in den letzten Juli-Tagen Einbrecher unterwegs. In einem Einfamilienhaus in Aeugst wuchteten die Diebe in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli eine Türe auf und suchten nach Wertgegenständen. Was genau gestohlen wurde, muss noch abgeklärt werden, der Sachschaden beträgt rund 1500 Franken. Im Bezirkshauptort verschafften sich Diebe mit einem Einbruchwerkzeug Zutritt zu einem Keller. Die offensichtlich sportlichen Halunken stahlen zwei teure Fahrräder in einem Gesamtwert von rund 6000 Franken und verursachten dabei einen Schaden von 400 Franken. Ausser einigen wenigen Lärmklagen am 30. und 31. Juli wegen vorzeitigen Verbrennens von Knallkörpern und anderem Feuerwerk musste die Polizei im Säuliamt nicht eingreifen. Auch der 1. August verlief für die Kapo im Bezirk ohne nennenswerte Vorkommnisse. (mm)

Einweihung des neu gestalteten Postplatzes Hausen Der Postplatz Hausen hat zwar keine Post mehr, nun neu aber drei behindertengerechte Buskanten. Am vergangenen Donnerstag feierte die Bevölkerung die Neugestaltung des zentralen Platzes im Dorf. ................................................... von marianne voss Die Neugestaltung des Postplatzes in Hausen ist abgeschlossen – das heisst fast. Kleine Ergänzungen fehlen noch, zum Beispiel die Bäume. «Sie sind am Wachsen, hier in Hausen», erklärte Tiefbauvorstand Christoph Tandler anlässlich der Einweihung am vergangenen Donnerstag. Den Bäumen bekomme es besser, erst im Herbst umgepflanzt zu werden. Doch ab vergangenem Freitag fuhren die Busse in Hausen wieder auf den Platz, und die Passagiere mussten nicht mehr vom Strassenrand her einsteigen. Jetzt stehen ihnen die drei neuen behindertengerechten Buskanten und eine dynamische Abfahrtsanzeige zur Verfügung. Der zentrale Platz im Dorf heisst im Moment noch Postplatz, obwohl keine Poststelle mehr vorhanden ist. Die Gemeinde lanciert nun einen Wettbewerb für eine neue Namensgebung.

Gut besuchte Einweihung Am Donnerstagabend feierte die Bevölkerung den Abschluss der Umbauarbeiten. Die Festbänke füllten sich bis auf den letzten Platz. Man genoss die von der PostAuto AG offerierten Würste und Getränke oder besichtigte das bereitstehende neue Hybrid-Fahrzeug. Es werde von den Fahrgästen sehr geschätzt, erklärte Markus Hegglin, Leiter PostAuto Region

Markus Hegglin, Leiter PostAuto Region Zürich, (rechts) zerschneidet zusammen mit Tiefbauvorstand Christoph Tandler anlässlich der Einweihung das Band. (Bild Marianne Voss) Zürich. Es fahre sehr ruhig und biete guten Sitzkomfort. Das Fahrzeug verbrauche 30 Prozent weniger Treibstoff. Christoph Tandler hielt in seiner Ansprache Rückblick auf den Start des Projektes. Er geht auf das Jahr 2013 zurück, als die Firma Weisbrod-Zürrer das ehemalige Gebäude der Bäckerei Neyer kaufte und die Erschliessung der geplanten neuen Überbauung Törlenmatt begann. Im November 2016 hat die Gemeindeversammlung dem Projekt Postplatz zugestimmt und einen Kredit von knapp 1,5 Millionen genehmigt. Die Ziele der Neugestaltung waren die Verbesserung der Verkehrssicherheit, die Realisierung einer Begegnungszone und der Ausbau des Busbahnhofes mit den drei behindertengerechten Anlegekanten. Der Tiefbauvorstand dankte der Bevölkerung und ganz besonders den Fahrgästen, die den Platz nun auch wirklich nutzen werden. In einer kleinen Hochrechnung zeigte er auf, dass der Platz

im eigenen Dorf pro Einwohner nur Fr. 417.60 gekostet hat, ein kleiner Betrag im Vergleich zur Neat mit fast 1500 Franken.

Knapp 1000 Personen pro Tag Auch Markus Hegglin, Leiter PostAuto Region Zürich, sprach allen Beteiligten seinen Dank aus und betonte, dass es in der Schweiz wenige reine Postauto-Umsteigeknoten wie den Postplatz Hausen gebe. Der Platz hier habe als Verkehrs- und Umsteigeknoten mit vier PostAuto-Linien, die in alle vier Himmelsrichtungen führen, eine ganz spezielle Bedeutung. «Immerhin steigen hier pro Werktag knapp 1000 Personen ein oder aus.» Noch spezieller sei die gute Verbindung nach Zürich auf allen vier Achsen. «Sie haben fast schon die Qual der Wahl.» Hausen sei für PostAuto aber auch deshalb wichtig, weil hier einer von vier eigenen Regiebetrieben beheima-

tet sei. «Unsere Garage ist 100 Meter von hier entfernt mit 25 Angestellten und 10 Postautos.» Der Regionenleiter konnte auch gute Nachrichten auf den nächsten Fahrplanwechsel hin überbringen: Zum einen wird der Postplatz wie früher wieder Endpunkt der Linie 223. Dies macht die Hauptlinie nach Affoltern noch zuverlässiger, die fünf Minuten spätere Abfahrtszeit bringt schlankere Anschlüsse auf die S5 Richtung Zürich. Mit der neuen stündlich verkehrenden Linie 236 erhält Hausen wiederum eine ständige Direktverbindung via Reppischtal nach Wiedikon, dies von Montag bis Sonntag, frühmorgens bis Mitternacht. Zum Abschluss des offiziellen Teils der gemütlichen Einweihungsfeier übergab Christoph Tandler den Platz an die Nutzer und Markus Hegglin durchschnitt das symbolisch gespannte Band, um den Bussen für den kommenden Tag freie Zu- und Wegfahrt zu geben.

Natur-Badeweiher Hedingen Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 186 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

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Verschiedene natürliche Faktoren lassen Wasserpflanzen gedeihen Der Hedinger Weiher gilt als schönste Erholungsoase des Dorfes. Dabei geht oft vergessen, dass er primär ein NaturBadeweiher ist. Der Wasserdurchfluss wird durch einen natürlichen Zufluss geregelt und das Gewässer nicht durch künstliche Eingriffe beeinflusst. Durch die Dammsanierung, welche unter der Aufsicht des Amts für Abfall, Wasser, Umwelt und Luft (Awel) durchgeführt wurde, hat sich die Ökologie im Wasser verändert. Die Sanierung wurde nötig, weil der Damm durch Wassererosionen unstabil geworden war. Die Sanierungsmassnahmen, insbesondere der Kiesaufbau der neuen Dammauffüllung, der Einbau der Röhrichtwalzen und der neue Wasserablass, wurden nach den technischen und ökologischen Vorgaben von Wasserbauspezialisten und des Awel berechnet und umgesetzt. Dass im Weiher nun vermehrt Wasserpflanzen wachsen, hat mit der Veränderung der Ökologie zu tun und wird durch verschiedene natürliche Faktoren beeinflusst. Schon in den Anfangszeiten, seit der Weiher als Badeweiher genutzt wurde, hatte es Wasserpflanzen, welche schon damals zurückgeschnitten wurden. Erst durch die konsequente Reinigung in den Wintermonaten und durch die Verschlammung am Weihergrund verschwanden die Pflanzen mit der Zeit. Durch den zeitweise grossen Bestand an Fischen, welche den Weiherboden aufwühlten, trübte sich das Wasser

Sonnenberg- und Wängibadstrasse gesperrt Wegen Belagsarbeiten kommt es auf dem Gemeindegebiet von Aeugst zu zwei temporären Vollsperrungen. Die Wängibadstrasse, Teilstück Abzweigung Hell bis Beginn Dorfteil Wängibad (Höhe Liegenschaft Wängibadstrasse 21) ist am Dienstag, 8. August, von 6 bis 18 Uhr für jeglichen Durchgangsverkehr gesperrt. Bei nasser Witterung verschieben sich die Arbeiten auf die nachfolgenden Tage. Die Zufahrt zum Wängibad von der Affolternstrasse her ist davon nicht betroffen. Bei Fragen stehen Markus Gubler von der Firma M. Gubler GmbH, Mettmenstetten (Tel. 079 207 78 76), und Patrick Bär, Leiter Werkhof (Tel. 044 763 50 68), gerne zur Verfügung. Die Sonnenbergstrasse, Abschnitt Chalofenweg bis Sunnenberg, ist von Montag, 7. August, 7 Uhr, bis Dienstag, 8. August, 18 Uhr, aufgrund des Einbaus der Trag- und Deckschicht für jeglichen Durchgangsverkehr gesperrt. Bei nasser Witterung verschieben sich diese Arbeiten um eine Woche auf den 14./15. August 2017. Bei Fragen stehen seitens der Bauleitung Marcel Moos, Ingenieurbüro gpw (Tel. 043 322 77 31) oder Polier Stefan Jan (Tel. 076 362 01 22), Firma Leuthard Bau AG, gerne zur Verfügung. Die Unternehmer und die Bauleitung sind bemüht, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Gemeindeverwaltung Aeugst am Albis anzeige

In der Bevölkerung gilt der Hedinger Weiher allgemein als die schönste Erholungsoase des Dorfes. (Bild zvg.) und der Pflanzenwuchs wurde eingeschränkt.

Wasserpflanzen-Wuchs eindämmen Zurzeit ist die Schlammschicht auf dem Weihergrund nicht mehr so dick. Dies führt dazu, dass das Wasser zwar klarer ist und der Wuchs von Wasserpflanzen gefördert wird. Zudem ist der Bestand von Fischen und Krebsen, die den Weiherboden, das Wasser trüben und somit den Wuchs der Wasserpflanzen wieder eindämmen, noch relativ klein. Wie in allen Gewässern beeinflussen auch die hohen Wassertemperaturen die Wasserflora zusätzlich. Die Wasserqualität im Hedinger Weiher ist grundsätzlich sehr gut, was wiederum sowohl die Fauna als auch die Flora positiv beeinflusst. Die

Wasserpflanzen werden alljährlich mit einer sogenannten «Seekuh» zurückgeschnitten. Mit Wasserbauspezialisten wird zudem abgeklärt, wie der Wuchs der Wasserpflanzen rascher eingedämmt werden kann. Die Wasservogelparasiten, sogenannte «Entenflöhe», welche zwar nicht gefährlich, aber sehr lästig sein können und nicht nur beim Hedinger Weiher, sondern auch an vielen anderen Gewässern auftreten, sind dieses Jahr praktisch wieder verschwunden. Der Gemeinderat hofft, dass die Pflanzen- und Tierwelt im Hedinger Weiher bald wieder ins Gleichgewicht kommt, und setzt alles daran, dass der Weiher bald wieder ungestört benutzt werden kann. Gemeinderat Hedingen


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Bezirk Affoltern

Donnerstag, 3. August 2017

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Infrastrukturbauten in Planung Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Mettmenstetten Für das Vorhaben «Raumentwicklung» beantragen Primarschulpflege und Gemeinderat der Urnenabstimmung vom 24. September einen Projektierungskredit über total 2,97 Millionen zu bewilligen. Am Montag, 28. August, findet dazu um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Wygarten eine Informationsveranstaltung statt. Steigende Bevölkerungs- und Schülerzahlen sowie der durch das Volks-

schulgesetz erweiterte Auftrag an die Schulen haben dazu geführt, dass sich die Behörden seit 2013 mit dem Projekt Raumentwicklung auseinandersetzen. Um das für die nahe Zukunft benötigte Angebot an Infrastrukturanlagen für Schulen, Vereine sowie Bevölkerung bereitzustellen, sind Neuund Umbauten sowie Umnutzungen bestehender Bauten der zwischen Schulhausund Niederfeldstrasse liegenden Schul- und Sportanlage Gramatt nötig. Gestützt auf einen Planungswettbewerb ist das Projekt «riri» als Sieger

Ferner hat der Gemeinderat ... • von einem Bundesgerichtsurteil Kenntnis genommen, welches eine Beschwerde gegen eine vom Gemeinderat bzw. von der kantonalen Baudirektion ausgesprochene Bauverweigerung für eine in der Landwirtschaftszone liegende, an einem Zaun angebrachte Solarpanelanlage abgelehnt hat. • dem Voranschlag 2018 inklusive den zur Deckung notwendigen, unveränderten Verrechnungsansätzen der Dileca zugestimmt. • folgende Polizeibewilligungen ausgestellt: Verein XY Maisfeldfest Mettmenstetten: Maisfeldfest 18./19. August / Chilbi Mettmenstetten: 23./24. September / Verein IG Radquer: Radquerrennen, 8. Oktober. • Ruth Schmid als verantwortliche Mitarbeiterin der Durchführungsstelle Ergänzungsleistungen gestützt auf den einmal mehr positiv lautenden Revisionsbericht des kantonalen Sozialamtes den besten Dank ausgesprochen. • Sandra Zuech, Obfelden, das Gastgewerbepatent für den Betrieb eines bei der Liegenschaft im Grindel 39 stehenden Imbisswagens erteilt.

• der vom Verein Spitex Knonaueramt zur Betriebsfinanzierung nachgesuchten Erhöhung des bestehenden Darlehens auf 292 000 Franken zugestimmt. • beschlossen, der Senioren-Velogruppe Mettmenstetten einen jährlichen Gönnerbeitrag von 500 Franken und dem Verein IG Radquer Mettmenstetten einen solchen von 300 Franken zu entrichten. • entschieden, die am 2. September 2017 von 9 bis 16 Uhr auf dem Kronenplatz in Affoltern stattfindenden 4. Elektromobilitätstage Knonauer Amt mit 500 Franken zu unterstützen. • unter Auflagen beschlossen, den frei praktizierenden Hebammen bis auf weiteres eine einmalige Pikettentschädigung von 115 Franken für die Wochenbettbetreuung bzw. 200 Franken pro Hausgeburt auszurichten. • festgelegt, dass bei einer Anpassung des Referenzzinssatzes sämtliche Mietzinsansätze der Gemeindeliegenschaften entsprechend den gesetzlichen Vorgaben angepasst werden. (Ga.)

So soll die Schul- und Sportanlage Gramatt künftig aussehen. (Visualisierung zvg.) hervorgegangen (siehe Visualisierung). Für dessen Weiterbearbeitung wird nun ein Projektierungskredit beantragt, welcher dazu dient, die Grundlagen für den nötigen Baukredit auszuarbeiten. Weitere Planung: Baukredit September 2018/Baubeginn September 2019. Schulgemeinde und Politische Gemeinde schliessen sich übrigens per 1. Juli 2018 zur Einheitsgemeinde zusammen.

Schleichweg Auf Gemeindegebiet Mettmenstetten bestehen auf Höhe des Weilers Eigi bzw. im Bereich der Maschwanderstrasse zwei Bahnübergänge. Seit einiger Zeit ist festzustellen, dass bei geschlossener Barriere findige Automobilisten Schleichwege wählen, welche zumeist im Landwirtschaftsgebiet liegen bzw. über Gemeinde-/Flurstrassen

führen. Gestützt auf Verkehrserhebungen wird der Kantonspolizei Zürich, verkehrstechnische Abteilung beantragt, für einen Schleichweg bzw. für dessen durch den Wald führenden Abschnitt ein Teilfahrverbot (Signal 2.14) sowie dem Zusatz «Waldstrasse» bzw. für den anderen, entlang der ehemaligen Baustellenzufahrt N4 führenden Schleichweg ein Fahrverbot (Signal 2.13) mit dem Zusatz «landwirtschaftlicher Verkehr gestattet» auszusprechen. Damit entsteht für die Schüler aus dem Raum Dachlissen/Eigi eine wesentlich sicherere Verkehrsverbindung.

Gemeindeversammlung Noch bis Anfang September 2017 liegt der aus einem Planungsbericht sowie Übersichtsplänen bestehende Ver-

kehrsrichtplan im Sinne des gesetzlich vorgeschriebenen Mitwirkungsverfahrens öffentlich auf. Gleichzeitig ist die zuständige kantonale Stelle um Vorprüfung ersucht worden. Voraussichtlich an der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember 2017 soll die Festsetzung erfolgen und den aus dem Jahre 1998 stammenden Verkehrsrichtplan ablösen. Als weiteres Geschäft wird eine Teilrevision des seit 1. Januar 2017 gültigen Reglements Förderprogramm «Rationeller Energieverbrauch und alternative Energieerzeugung», Art. 2.1 a)/b) unterbreitet. Dieser Punkt regelt die Beitragsleistung an Elektrodirektheizungen, welcher sich auf einen kantonalen Förderbeitrag abgestützt hat. Leider wird nun eine Anpassung nötig, nachdem die kantonale Förderung seit Frühjahr 2017 überraschend eingestellt worden ist. (Ga.)

Gediegene Stimmung am Uerzliker Waldfest

Kein Strom von Mettmenstetter Zaun

Laues Wetter lockte Hunderte ins «Erdbeeriholz»

Ämtler Fall vor Bundesgericht Die Baubewilligung für eine Solaranlage ausserhalb der Bauzone in Mettmenstetten sei zu Recht nicht erteilt worden; zu diesem Urteil kam das Bundesgericht in seinem Entscheid vom 20. Juni. Der Grundstückeigentümer hatte den bestehenden Zaun auf der Süd-

seite durch einen neuen mit Solarpannels ersetzen wollen. Damit war er 2014 bei der Baudirektion und beim Gemeinderat sowie 2015 beim Baurekursgericht und Ende 2016 beim Verwaltungsgericht abgeblitzt. Eine solch markante Änderung sei in Nichtbaugebiet nicht zulässig. (1C_99/2017)

Ausbildungsbeiträge für über 10 000 Lehrbetriebe Musikalisch wurde das Uerzliker Waldfest von der Baarer Brassband braXXis eröffnet. (Bild Martin Platter)

Der Ideenreichtum des organisierenden Unihockeyclubs Albis Devils wurde am Uerzliker Waldfest erneut von grossem Publikumsinteresse belohnt. Bis in die frühen Morgenstunden dauerte das Outdoor-Vergnügen. Sonntagmorgens um halb drei sitzt OK-Chef Dave Andermatt auf einer Bank beim Ausgang des Waldfestes an der Steinhauserstrasse. Mit lockeren Sprüchen macht er die gehenden Gäste vornehmlich jüngeren Alters darauf aufmerksam, dass bei ihm die Glasflaschen abgegeben werden müssen.

Plastikbecher stehen parat, in die der Inhalt der Flaschen umgeleert werden kann. Die Waldfestgänger nehmens mit Humor und folgen den Anweisungen. Ein kleiner Beitrag, der das Zusammenräumen und Abfall Aufsammeln am nächsten Tag entscheidend erleichtern wird.

Zufriedene Organisatoren Andermatt ist zufrieden. Trotz fortgeschrittener Stunde sind die Festbänke vor der Waldhütte noch immer mit etlichen Gruppen besetzt. Zwischen 19 und 22 Uhr waren die Bankreihen voll. Die Baarer Brassband braXXis hat-

te den Abend beschwingt eröffnet. An den Schiessständen herrschte Hochbetrieb. Viele Familien genossen mit ihren Kindern den lauen Abend im Wald, pflegten den Austausch und liessen sich das Abendessen schmecken. «The Taperets» schlugen später auf der Tanzbühne rockige Töne an und an den beiden Bars herrschte bald Hochbetrieb. Gut kam das neue Spiel «Bier-Pong» an, bei dem es galt, mit einem Ping-Pong-Ball in die mit Bier gefüllten Becher am anderen Ende des Festtisches zu treffen. Bei Spiel, angeregten Gesprächen und gediegener Stimmung verging der Abend wie im Flug. (map.)

Der Berufsbildungsfonds des Kantons Zürich unterstützte die Lehrbetriebe 2016 mit Beiträgen an die überbetrieblichen Kurse in der Höhe von 13 Millionen Franken. Der Berufsbildungsfonds (BBF) war per Ende 2016 sehr gut dotiert. Dies auch deshalb, weil die Ausrichtung der einmaligen Ausbildungszulage weniger Ausgaben verursachte als geplant. Die 10 121 Betriebe, welche rechtzeitig einen der Beiträge beansprucht hatten, erhielten je nach Anzahl Lernende zwischen 500 und 40 000 Franken. Ebenfalls unterstützt wurden diverse Projekte wie die SchnupperLehrstellen-Plattform «schnuppy.ch» sowie Veranstaltungen wie die Berufs-

messe Zürich oder der Lehrlingswettbewerb Züri-Oberland. Zwei neu gegründete Lehrbetriebsverbünde erhielten eine einmalige Anschubfinanzierung. Die finanzielle Situation des Fonds erlaubt es dem BBF, auch im Lehrjahr 2018/19 die volle Pauschale für überbetriebliche Kurse an die Lehrbetriebe auszuschütten – ein Jahr länger als ursprünglich geplant. Die Tätigkeit des Fonds ist gut etabliert, breit akzeptiert und stösst auf reges Interesse: Im Berichtsjahr gab es mehr als 3500 telefonische Kontakte mit Firmen und über 5000 E-Mail-Anfragen, wie die erstmalig erfasste Telematik-Statistik aufzeigt. (pd.) Jahresbericht 2016 unter www.berufsbildungsfonds.zh.ch.


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Donnerstag, 3. August 2017

Von Vegetariern, Veganern, Vegetaristen und Veganisten Auch im Säuliamt findet bezüglich Ernährung ein Umdenken statt, wobei die Fronten teilweise verhärtet sind Als 1981 die Tofurei Engel gegründet wurde, fing gerade das Aussterben der kleinen Lebensmittelläden an. Seither hat sich vieles verändert: Immer mehr Leute wollen sich gesund, regional, biologisch, nachhaltig und immer öfter fleischlos oder ganz ohne tierische Produkte ernähren. ................................................... von salomon schneider Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Demoscope leben in der Schweiz 1,5 der Gesamtbevölkerung vegan. Das entspricht 126 000 Personen. Dieselbe Umfrage fand heraus, dass sich 6,8 Prozent der Schweizer Bevölkerung vegetarisch ernähren, also 572 000 Personen. Gepaart mit dem neuen Gesundheitsbewusstsein breiter Teile der Bevölkerung – Flexitarier beispielsweise essen nur selten und bewusst von tierischen Produkten – ergibt das einen Lebensmittelmarkt für mehrere Millionen Menschen, die Produkte kaufen wollen, die vor 40 Jahren noch fast niemand kannte. Die komplett biologischen und nachhaltig produzierten Produkte der Tofurei Engel finden beispielsweise so reissenden Absatz, dass die bisherigen Räumlichkeiten nicht mehr genügen und sie von Zwillikon in eine eigens für sie gebaute Produktionsstätte in Widen umziehen muss.

nerung, dass sich jeder so ernähren soll, wie es ihm gefällt. Sich in das Leben der Mitmenschen einzumischen führt meistens zu Gegenreaktionen.»

Ottenbach: Treffpunkt der alternativen Szene Die ehemalige Ottenbacher Umweltaktivistin Judith Hauptlin erklärt: «Anfang der 1980er-Jahre wurden Massentierhaltung, Antibiotika in Futtermitteln und Umweltschutz vermehrt thematisiert. Keine Tiere zu essen war aber für grosse Teile der alternativen Bewegung noch kein Thema. Wir wollten uns mit gesundem Fleisch ernähren und kauften regional, bei Jakob Frei ein halbes Naturabeef – Rindfleisch aus biologischer Produktion. Durch die Tofurei Engel wurden wir auch auf Sojaprodukte aufmerksam. Anfangs wussten wir aber gar nicht, wie man daraus etwas Schmackhaftes kochen kann. Danach organisierten wir Kochkurse für vegetarische Küche.» Gerade Indienreisende transportierten die Idee der vegetarischen Ernährung in den 1980er-Jahren in die Schweiz. Wobei der «Engel» in Ottenbach einer der grössten Treffpunkte der alternativen Szene in der Deutschschweiz war.

Vegetarier mussten Prügel einstecken In den 1990er-Jahren nahm die Anzahl Vegetarier in der Bevölkerung immer stärker zu und seit den 2010er-Jahren erlebt die vegane Bewegung einen vergleichbaren Zulauf. Wobei es zu beachten gilt, dass es oft Vegetarier sind, die ganz von tierischen Produkten Abstand nehmen – und zwar in allen Lebensbereichen.

Liberale Gesellschaft in Gefahr

Räuchertofu der Tofurei Engel ist eine auch bei Fleischessern immer beliebtere Delikatesse. (Bild Salomon Schneider) Da sich Vegetarier in den 1980erund 90er-Jahren oft erklären mussten, weshalb sie sich fleischlos ernährten, kam es bei manchen zu einer Gegenreaktion. Mit ähnlichem Eifer, wie manche Fleischesser den Verzehr von Tieren verteidigten, begannen sie die vegetarische Lebensweise als Maxime zu predigen – und wurden zu Vegetaristen. Der Ottenbacher Nicola Schäppi, der seit Anfang der 1990erJahre vegetarisch isst, erinnert sich: «Als wir während meiner Primarschul-

zeit in Uerzlikon lebten, wurde ich mehrfach verprügelt, weil ich kein Fleisch ass und mich nicht für mehr Akzeptanz verbiegen wollte. Ich bin ein passionierter Gourmet. Wenn ich Fleischessern oder ungeübten Neu-Veganern beim Kochen all des Fleisches beziehungsweise der Fleischersatzprodukte zuschaue, habe ich manchmal auch das Gefühl, dass das Ganze etwas lustlos daherkommt. Ich denke dann aber immer an meine Erfahrungen aus der Kindheit und rufe mir in Erin-

In der Konsumgesellschaft vegan zu leben ist gar nicht so einfach. In Restaurants gibt es zwar vermehrt vegetarische Menus; ganz auf Tierprodukte verzichtet wird aber noch sehr selten. Und, auch in vielen Nahrungsmitteln verstecken sich mindestens kleine Mengen tierischer Produkte, wie Stabilisatoren. Zudem müssen sich viele Veganer auch heute noch für ihren Lebensstil rechtfertigen. Dabei wiederholt sich, was Vegetarier jahrelang beschäftigt hat und bis heute beschäftigt. Der Ablehnung des eigenen Lebensstils wird mit radikalem Vertreten desselben gegenübergetreten. Auch als Gast werden jegliche Nahrungsmittel mit auch nur kleinsten Rückständen tierischer Produkte verweigert und die eigene Lebensweise wird mit religiösem Eifer als einzig Wahre gepredigt – ob der Empfänger dies hören will oder nicht. Die Akzeptanz für andere Lebensweisen bleibt bei solchen Veganisten oft auf der Strecke. Der Schweizer Staat ist ein gutes Beispiel dafür, wie Menschen aus verschiedensten Sprachregionen und Kulturen friedlich zusammenleben können. Nur wenn Toleranz für anders Denkende, Glaubende und Handelnde für die Mehrheit als Handlungsmaxime gilt, kann die heterogene, liberale Schweiz erhalten bleiben.

Die Geschichte der Tofurei Engel Nach 36 Jahren zieht die Tofurei Engel aus dem Säuliamt weg, in den nahegelegenen Aargau, nach Widen Mit dem Wegzug der Tofurei Engel verliert das Knonauer Amt einen Pionierbetrieb. Zeit für einen Rückblick. Anfang der 1980er-Jahre begannen junge Idealisten, inspiriert von Erfahrungen in Asien, in der Schweiz Tofu herzustellen. Sojaprodukte waren vor 40 Jahren in der Schweiz noch fast unbekannt und sehr schwer erhältlich. 1981 setzte sich eine Gruppe junger Macher zusammen, um eine professionelle Tofuproduktion zu gründen. Hansruedi Oppliger schrieb dazu in seinem Bericht zum 20-Jahre-Jubiläum der Tofurei Engel: «Es war ideologisch total überladen: Tofu aus lokalen biologischen Sojabohnen, täglich frisch und handwerklich in einem Kleinbetrieb hergestellt, auf kürzestem Wege zum Kunden, keine Frauendiskriminierung und atomstromfrei.»

Ein basisdemokratisches Kollektiv Nach ersten Versuchen in einer Waschküche in Zürich konnten 1982 die Räume der ehemaligen Metzgerei in der Genossenschaft Engel im Ottenbacher Dorfzentrum bezogen werden. Der «Engel» war ein weitherum bekannter Treffpunkt der alternativen Bewegung und die als basisdemokratisches Kollektiv organisierte Tofurei passte hervorragend ins Umfeld. 1993 übernahm der charismatische Ottenbacher Paul Rippstein die Geschäftsleitung der Tofurei und brachte mit seiner ruhigen und kompetenten Art Konstanz in die partizipativen Entscheidungen des Kollektivs. 1997 erfolgte der Umzug nach Zwillikon, an die Hofibachstrasse 21, die 20 Jahre lang das Zuhause der Tofurei Engel sein sollte. In Zwillikon fand eine Professionalisierung auf

Ein Mitarbeiter verpackt den Soja Paneer, ein «Engel»-Produkt, das die Bio-Gourmet-Knospe trägt. (Bild Salomon Schneider)

Erinnerungen an die Gründungszeit der Tofurei Engel

Denise Bohnert bei der Produktion.

Denise Bohnert kam 1983 nicht eben zufällig auf die Tofurei Engel. Auf einer Reise durch Indien war ihr Tofu als Nahrungsmittel begegnet – in der Schweiz war das Sojaprodukt damals noch weitgehend unbekannt. «Eine Freundin von der Indienreise hat mich angeworben, zufällig fanden wir uns im gleichen Dorf wieder.» Ernährungsbewusst und grösstenteils vegetarisch lebend, nahm sie die Stelle im Kollektiv der Tofurei Engel an, die damals noch in der ehemaligen Metzgerei des Restaurants Engel an der Dorfkreuzung in Ottenbach produzierte.

Viereinhalb Jahre lang arbeitete sie in der Tofurei. «Mich faszinierte, dass die Tofurei eine Genossenschaft und ein selbstverwaltetes Kollektiv war. Jede Person war von A bis Z am Prozess beteiligt. Entscheidungen wurden gemeinsam erarbeitet und Konsens wurde angestrebt. Wir führten beispielsweise über Monate Grundsatzdiskussionen, ob wir Computer anschaffen wollten. Schliesslich haben wir uns dafür entschieden. Die Produktion erfolgte damals wie heute komplett in Handarbeit.» (sals)

allen Ebenen statt. Mit dem Anstieg der Nachfrage für vegetarische und vegane Nahrungsmittel, im Fall der Tofurei Engel bio-zertifiziert und nachhaltig produziert, stieg das Produktionsvolumen der Tofurei Engel kontinuierlich an. Seit 2011 hat sich aufgrund der gesteigerten Nachfrage die Anzahl Mitarbeitender – in der bis heute basisdemokratisch organisierten Genossenschaft – verdoppelt.

Die utopischen Vorstellungen fast alle umgesetzt Die Ziele aus der Anfangszeit, die Hansruedi Oppliger als ideologisch überladen bezeichnet hat, seien heute fast alle umgesetzt, hält Paul Rippstein fest: «Die Sojabohnen stam-

men aus Norditalien, täglich wird frisch und immer noch handwerklich produziert, es arbeiten meist mindestens gleich viele Frauen wie Männer im Betrieb – selbstverständlich zu gleichem Lohn – und sogar mehr Strom als benötigt wird in Zukunft aus Sonnenenergie gewonnen.» Anfang August ist die Tofurei Engel ins Aargauische Widen umgezogen. Erstmals in der Geschichte des Betriebs konnte ein speziell auf die Bedürfnisse der handwerklichen Tofuproduktion zugeschnittenes Gebäude gebaut werden, anstatt dass ein bestehender Raum umgestaltet werden musste. Paul Rippstein verspricht: «Die Tofurei Engel wird auch in Widen ein selbstverwalteter Betrieb bleiben, im Sinne seiner Ursprünge.» (sals)


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Donnerstag, 3. August 2017

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«Eine gute Demokratie lebt vom Wettstreit der Ideen und Meinungen» SVP-Nationalrat Claudio Zanetti sprach an der 1.-August-Feier in Bonstetten In seiner Rede zum Geburtstag der Schweiz lieferte Claudio Zanetti ein Plädoyer für die freie Meinungsäusserung und übte auch leise Kritik an der eigenen Partei. Abstimmungskämpfe verkämen immer mehr zu wüsten Schlachten, bei denen sich zwei Lager unversöhnlich gegenüberstünden. ................................................... von martin platter Claudio Zanetti hatte einen schweren Stand, gegen den Lärm in der grossen Halle anzureden. Der Gemeinderat Bonstettens hatte bereits am 31. Juli auf dem Bauernhof der Familie Weiss ins Dachenmas geladen, wo schon in den letzten Jahren die Bundesfeiern abgehalten wurden. Gemeindepräsident Frank Rutishauser, seit drei Monaten im Amt, begrüsste die Anwesenden gut gelaunt, nachdem der Musikverein Bonstetten den Abend feierlich eröffnet hatte. In seiner Rede stellte der von der FDP zur Schweizer Volkspartei konvertierte Zanetti fest, dass die Eidgenossen seinerzeit wohl kaum einen Staat gegründet hätten, um eine Adresse zu haben, wohin die Steuern geschickt werden können. Es sei darum gegangen, dass man sich im Falle drohender Gefahr gegenseitige Hilfe zusicherte. «Jeder Einzelne hatte einen handfesten Vorteil vom Bündnis, das vor 726 Jahren auf dem Rütli geschlossen wurde», erklärte Zanetti. Das Konzept «Einheit in der Vielfalt» unter Wahrung der Unabhängigkeit sei die Grundlage unseres föderalistischen Staatsaufbaus. So stehe es

bis heute im Zweckartikel der Bundesverfassung.

Entscheide breit abstützen Bei aller Vielfalt verbinde uns die Liebe zur Schweiz: «Wir feiern nicht, weil wir uns einer bestimmten Ideologie verbunden fühlen, sondern weil uns die Staatsidee gefällt. Eine Demokratie lebt vom Wettstreit der Ideen und Meinungen.» Diese sieht Zanetti in Gefahr. Er sagte: «Die direkte Demokratie droht nachhaltig Schaden zu nehmen. Deren Grundgedanke besteht nicht darin, so lange abzustimmen, bis man das gewünschte Resultat hat. Es geht darum, einen Entscheid möglichst breit in der Bevölkerung abzustützen.» Die Minderheit habe sich dabei der Mehrheit zu fügen. Die Abstimmungskämpfe in den letzten Jahren seien jedoch oft zu wüsten Schlachten zweier Lager verkommen, die sich unversöhnlich gegenüberstanden. Das sei keine gute Entwicklung. So bestehe die Gefahr, dass das Trennende stärker werde als das Einigende – dabei sollte es gerade umgekehrt sein. Eine funktionierende Demokratie ertrage in der Sache zwar harte Auseinandersetzungen. Niemals jedoch sollte dem Gegenüber die Liebe zur gemeinsamen Heimat abgesprochen werden. Zanetti ging mit der leisen Kritik auch an der eigenen Partei noch weiter: Man solle nicht mit Feindbildern arbeiten und aufhören, dem politischen Gegner Etiketten anzuhängen, die es verunmöglichten, ohne Gesichtsverlust wieder zusammenzuarbeiten. Er kritisierte auch die Medien und staatliche Bildungseinrichtungen: «Es sollte nicht sein, dass sich Bundesräte von bestimmten Medien feiern

lassen, kritischen Medien jedoch konsequent das Gespräch verweigern; dass unliebsame Referenten an der Uni Zürich niedergeschrien und an Auftritten gehindert werden.» Zanetti plädierte für die freie Meinungsäusserung: «Gewisse Meinungen sollten nicht a priori als moralisch richtig gelten und Andersdenkende als Unmenschen behandelt werden.» Als Beispiel erwähnte der 50-Jährige Jurist die Debatte «Ehe für alle». Persönlich habe er ein unverkrampftes Verhältnis zur Vorlage; er könne verstehen, dass jemand ein Recht einfordere. Doch dies geschehe mittlerweile mit einer Militanz, dass sich viele nicht mehr getrauten, eine abweichende Meinung zu äussern. Die sozialen Medien verschlimmerten die Situation.

Grenzen, die nicht verhandelbar sind Dasselbe gelte auch für den Umgang mit anderen Religionen, etwa dem Islam. Jeder dürfe hierzulande glauben und anbeten, was und wen er wolle. «Wenn er allerdings beginnt, aus den eigenen Wertvorstellungen Verbote für mich abzuleiten, ist Schluss mit lustig. Denn damit wird eine Grenze übertreten, die nicht verhandelbar ist.» Zanetti forderte: «Wir müssen auf der Hut sein, wenn jemand unter dem Deckmantel der ‹politischen Korrektheit› versucht, unser Denken zu verändern. Wenn der lautstark eingeforderten ‹Toleranz› mit intoleranten Mitteln Nachdruck verliehen wird.» Im Feldversuch habe die Schweiz bewiesen, dass ein System, das unterschiedlichste Ideen, Traditionen, Ansichten und lokale Begebenheiten in sich vereint, erfolgreich funktionieren kann. Föderalismus sei gelebte Toleranz und Ausdruck einer bestimmten

Nationalrat Claudio Zanetti zeigt die Grösse der Schweiz. (Bild Martin Platter) Geisteshaltung der Bescheidenheit und Zurückhaltung. Eine Geisteshaltung, die davon ausgehe, dass es in vielen Fragen wohl keine absolute Wahrheit gebe. Zanetti schloss mit einem Zitat von Gottfried Keller aus dem

«Fähnlein der sieben Aufrechten» und bekam von den Zuhörern Applaus und von Frank Rutishauser das Buch «Bonstetten kocht». Der Gemeindepräsident landete damit einen Volltreffer – Zanetti outete sich als begeisterter Hobbykoch.

Der Glaube als Fundament unseres Landes Martin Haab an der Augustfeier in der Badi Obfelden Martin Haab, der in Obfelden an zweiter Stelle auf der SVP-Liste in den Nationalrat gewählt worden wäre, hielt die Ansprache an der Augustfeier vom 31. Juli. Wohl deshalb sei er in der Einladung als Nationalrat bezeichnet worden, denn seine Chance, nachzurutschen, sei gering. ................................................... von bernhard schneider Die Einladung enthalte somit «fake news», hielt Martin Haab einleitend fest. Die Presse nehme immer wieder «solche zweifelhaften Neuigkeiten auf», relativierte aber mit Blick auf den «Anzeiger»-Berichterstatter: «Der Blick vielleicht etwas öfter als der Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern.» Er selbst wolle sich hingegen «am heutigen Geburtstagsfest unseres einmaligen Landes nicht der fake news bedienen».

«Switzerland first!» Unter dem Titel «Switzerland first!» habe die Schweizer Illustrierte über den Musiker Gölä berichtet: «Auch er äusserte sich immer wieder als grosser Fan der Schweiz, als Traditionalist. Als Bünzlischweizer hat er sich schon selbst bezeichnet.» Englische Ausdrücke seien zwar an einer Rede zum 1. August nicht angebracht, für einen «bodenständigen SVP-Bauern erst

Der Mettmenstetter Kantonsrat Martin Haab findet in der Obfelder Badi viel Publikum für seine Rede zum 1. August vor. (Bild Bernhard Schneider)

recht nicht.» Doch nachdem er bereits von «fake news» gesprochen habe, könne er auch mit Gölä «Switzerland first!» fordern. Dies sei eigentlich der perfekte Titel für eine Rede zur Bundesfeier, denn der Bundesrat habe sich die «Unart» angeeignet, in seinen Entscheidungen jeweils die Frage zu stellen, was Brüssel dazu meine. Zur Aufforderung der Uno Menschenrechtskommission an die Schweiz, Volksinitiativen künftig auf ihre Vereinbarkeit mit internationalem Recht zu prüfen, meinte Martin

Haab: «Nein, wir sollten stolz sein auf unser Land, auf unsere direkte Demokratie und den Föderalismus, und dies soll auch unsere Regierung zeigen. Wir sollen und dürfen das Licht nicht unter den Scheffel stellen – Switzerland first!»

Warnung vor Trägheit Die Schweiz sei ein Erfolgsmodell: «Das Fundament dazu bildet seit Jahrhunderten der Glauben.» Er hoffe daher, dass in Obfelden der «altherge-

brachte» Text des Schweizer Psalms gesungen werde, wo im vierten Vers stehe: «Du allmächtig Waltender», worauf im Refrain folge: «Gott, der Herr im hehren Vaterland.» Diese Worte seien genauso bedeutend für unser Land wie der Beginn der Präambel der Bundesverfassung: «Im Namen Gottes, des Allmächtigen.» Pfeiler unseres Bundesstaates seien erstens Freiheit, Unabhängigkeit und Rechtstaatlichkeit, zweitens die gelebte Demokratie, welche die Macht Einzelner einschränke. Er forderte die

Zuhörer und Zuhörerinnen auf: «Ich denke, dass es auch in Obfelden im Jahre 2018 noch einige Ämter zu bestellen gibt. Melden Sie sich!» Drittens gefielen ihm sprachlich-kulturelle Vielfalt und «Kantönligeist» besser als «Einheitsbrei, von Bern oder sogar von Brüssel oder Strassburg diktiert». Viertens: «Schütze uns unsere Neutralität und mache uns in der Welt glaubwürdig.» Martin Haab kam zum Schluss: «Eine Gesellschaft, der es zu gut geht, kann träge und unvorsichtig werden. Erinnern wir uns deshalb an die Tugenden der Schweiz und betrachten das Erreichte und somit die Gegenwart mit einer gewissen Bescheidenheit und Demut. Halten wir an unserer Erfolgsstory fest, an unseren Werten und Traditionen! Es braucht keine neue Nationalhymne und auch das Streichen der Präambel aus der Bundesverfassung ist wohl kaum zukunftsweisend. Die Schweiz ist ein Erfolgsmodell, an dem auch unsere Generation und die Nachfolgenden weiterarbeiten und festhalten müssen. Switzerland first – im positiven Sinn!» Eingerahmt wurde die Rede des Mettmenstetter Kantonsrats vom Jodlerclub «Echo vom Rigi», der auch beim Singen des Schweizer Psalms gemäss dem althergebrachten Text den Ton angab, und anschliessend von «Willy Tell & Band», die der Redner als «die perfekte Besetzung für eine Nationalfeier» bezeichnete, «nicht nur wegen ihres Namens.»


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Donnerstag, 3. August 2017

Gut gesungen, nicht gebrannt 1. August in Hausen mit Gesang aber ohne Feuer Musik, Festwirtschaft, Nationalhymne, Fackelzug und das Feuer – das gehört in Hausen nebst der Ansprache jeweils auch zum 1. August. Der Regen am späten Nachmittag durchnässte den Holzstoss dermassen, dass er sich nicht in Brand setzen liess. ................................................... von marianne voss Feiern wir drinnen oder draussen? Diese Frage stellte sich, als es am spä-

ten Nachmittag in Strömen regnete. In Hausen entschied man sich für drinnen, im Gemeindesaal. Die Musikgruppe AmarÔn umrahmte den Anlass mit melancholischen und auch feurigen Klängen. Der Pistolenschützenverein sorgte für Speis und Trank. Und der prominente Festredner, Regierungspräsident Markus Kägi, kam pünktlich und guter Laune an, trank vor der Rede gemütlich ein Glas Wein und genoss danach zusammen mit Mitgliedern des Gemeinderates eine Zigarre – dies natürlich dann draussen.

Hausemer können gut singen Auch Gemeindepräsident Stefan Gyseler war engagiert. Er begrüsste zu Beginn die Gäste und stimmte nach der Rede mutig zusammen mit dem Regierungsrat die Nationalhymne an. Hier zeigte sich, dass die Hausemerinnen und Hausemer gut singen können. Auswendig, mit kräftigen Stimmen und ohne instrumentale Begleitung sangen sie die erste bekannte Strophe sowie auch die Neufassung «Weisses Kreuz auf rotem Grund».

Das Feuer wollte sich nicht entzünden lassen Etwas später zog man dann wie gewohnt mit Fackeln hinauf zum Waldrand, um den grossen Holzstoss zu entzünden. Doch der Regen hatte ganze Arbeit geleistet. Wenn auch da und dort ein paar Zweige Feuer fingen, der Stoss wollte nicht richtig in Brand geraten. Man nahm es gelassen, kehrte zurück und genehmigte sich vor dem Heimweg noch einen Kaffee-Schnaps und ein Stück Kuchen.

Regierungspräsident Markus Kägi hielt die Festrede. (Bild Marianne Voss)

Die digitale Zukunft erfordert Zuversicht Bundesfeier an der Reuss in Ottenbach

Trotz des Gewitters unmittelbar vor der Feier konnte Werner Merk, Präsident der Schweizerischen Nationalspende, in Aeugst vor vollen Rängen sprechen. (Bild bs)

«Offen für die Welt, in der wir leben» Bundesfeier in Aeugst stellt Nachhaltigkeit ins Zentrum Werner Merk, der Präsident der Nationalspende, die ihren Gutshof Götschihof bezüglich Bau und Betriebskonzept nachhaltig erneuert, war Gastredner an der Bundesfeier in Aeugst. Offenheit und Nachhaltigkeit in einer sich wandelnden Welt waren denn auch die Themen des Abends. ................................................... von bernhard schneider Gemeindepräsident Ruedi Müller stellte in seiner Begrüssung fest, uns gehe es in der Schweiz sehr gut. Und Aeugst sei innerhalb der Schweiz privilegiert: «Uns geht es quasi gut im Quadrat.» Es lohne sich, dieser Situation Sorge zu tragen, sie zu bewahren, was keineswegs bedeute, nichts zu ändern, erst recht nicht unter dem Slogan «Schweiz first» oder «Aeugst first» die Augen vor allem rundherum zu verschliessen: «Unsere Freiheit, unsere Möglichkeiten müssen wir aus dieser Position der Stärke heraus für eine sinnvolle und nachhaltige Entwicklung nutzen. Dies hilft uns am besten, unser Quadratglück zu bewahren.»

Nachhaltigkeit mit Inhalten füllen In der Gemeinde Aeugst werde der Begriff Nachhaltigkeit mit Inhalten gefüllt. Beispielsweise habe sich Aeugst ehrgeizige Ziele im Bereich erneuerbare Energien gesetzt, die in der Bevölkerung gut aufgenommen und umgesetzt werden. «Als wir gehört haben, dass die Schweizerische Nationalspende den Gutsbetrieb Götschihof neu baut, sahen wir unter anderem ein erhebliches Potenzial für neue Solaranlagen», fuhr Ruedi Müller fort. Der zuständige Gemeinderat, Bruno Fuchs, habe sich sogleich mit dem Präsidenten der Nationalspende, Werner Merk, in Verbindung gesetzt. Dieser sei nicht nur offen gewesen, auf dem neuen Gutsbetrieb mehr als 2000 Quadrat-

meter Solarpanels zu installieren, sondern auch willens, seine Sommerferien zu unterbrechen, um in Aeugst die Ansprache zum Nationalfeiertag zu halten. Die Definition von Nachhaltigkeit sei einfach, stellte Werner Merk fest: Es ist das Prinzip, nicht mehr zu verbrauchen als nachwachsen und künftig wieder bereitgestellt werden kann. «In der Umsetzung wird es schwieriger.» Die SNS, die «Schweizerische Nationalspende für unsere Soldaten und ihre Familien», bezweckt gemäss ihrem Gründungszweck von 1919 «die Förderung der leiblichen, sittlichen und seelischen Wohlfahrt der schweizerischen Armeeangehörigen und deren Familien.» Die Welt hat sich in den letzten 98 Jahren gewandelt. Nachhaltigkeit bedeute heute «weg von Investitionen in Bereiche wie die Rüstungsindustrie, den Abbau von Rohstoffen aller Art, die Atom- und Autoindustrie». Als Besitzerin des Götschihofs betreibt die SNS den Gutshof und ist Vermieterin des Wohnheims Götschihof, in dem die Stiftung Solvita Wohnraum für Menschen mit Behinderung anbietet. «Wir werden oft verwechselt, denn unser Gutshof trägt genauso wie das Wohnheim der Stiftung Solvita den Namen Götschihof», erläuterte Merk.

Dem Wandel der Zeit angepasst 1920 habe der Bund, genauer das Militärdepartement, den Götschihof gekauft, um alkoholkranke Soldaten unterzubringen: «Nach dem kalten Entzug mussten sie morgens um 6 Uhr nüchtern zum Antrittsverlesen erscheinen und anschliessend Feldarbeit verrichten.» 1930 wurde die Institution in eine zivile Trinkerheilanstalt umgewandelt, bevor während des Zweiten Weltkriegs erneut hunderte alkoholkranker Wehrmänner in den Götschihof eingewiesen wurden. Die SNS habe sich dem Wandel der Zeiten angepasst. 2006 wurde im Götschihof eine Holzschnitzel-Hei-

zung erstellt. Der neue Stall für Kälberaufzucht und Rindviehmast soll nur so viele Tiere aufnehmen, wie der hofeigene Boden ernähren kann: «Das ist die Zukunft in der Landwirtschaft. Die anfallende Gülle wird biochemisch verarbeitet.» Beim Neubau wird darauf geachtet, dass möglichst wenig Material transportiert werden muss und möglichst viele regionale Handwerker engagiert werden. Werner Merk kam zum Schluss: «Das sind nur einige Beispiele unseres Einsatzes für Nachhaltigkeit. Wir sind stolz, damit einen Beitrag zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der künftigen Energiestadt Aeugst leisten zu können.»

Neuer Text der Landeshymne Gemeindepräsident Ruedi Müller bedankte sich für die Ausführungen und fügte bei: «Nachhaltigkeit ist kurzfristig nicht immer rentabel, langfristig aber schon.» Nachdem er gerügt worden sei, dass im Vorjahr die Landeshymne nicht gesungen worden sei, fehle sie diesmal nicht. Gesungen wurden die erste «traditionelle» Strophe und die zweite Strophe mit neuem Text, der bei den Aeugsterinnen und Aeugstern hörbar gut ankam: «Weisses Kreuz auf rotem Grund, unser Zeichen für den Bund: Freiheit, Unabhängigkeit, Frieden. Offen für die Welt, in der wir leben, lasst uns nach Gerechtigkeit streben! Frei, wer seine Freiheit nützt, stark ein Volk, das Schwache schützt.» Umrahmt wurde die Aeugster Bundesfeier von der Harmonie Affoltern und dem Trio Placidnotes, das Easy-Listening-Jazz aus verschiedenen Bereichen wie Swing, Latin und Bossa Nova interpretierte – von «Moon River» aus dem Film Breakfast at Tiffany’s über den populären «Cha Cha Cha Sway» zu «Desafinado» des Bossa-Nova Mitbegründers Antonio Carlos Jobim, ganz im Sinn des neuen Textes der Nationalhymne: «Offen für die Welt, in der wir leben.»

Mit dem Präsidenten der ETH, Prof. Dr. Lino Guzzella, gelang es den Organisatoren, für die Bundesfeier in Ottenbach wohl einen der prominentesten Festredner im Säuliamt zu verpflichten. Auch der stimmige Festplatz am Reussufer dürfte Grund für den grossen Aufmarsch der Gäste aus der ganzen Region sein. ................................................... von martin mullis Der Festplatz an der Reuss bot mit den hellblauen Hemden der zehn jungen Musiker der «Brässkalation», den dunkelblauen Shirts der Pontoniere und den rotweissen Leibchen der Fischköche ein farbenprächtiges Szenario. Der dunkelgrüne, majestätisch dahinfliessende Fluss im Hintergrund rundete das fröhliche Bild ab. Eine gutgelaunte Gemeindepräsidentin durfte denn auch neben vielen Ottenbacher Einwohnern zahlreiche Besucher aus der Region begrüssen. Sie freute sich, dass es Ottenbach einmal mehr gelungen ist, einen prominenten Referenten für die Ansprache zur Bundesfeier zu verpflichten. Gaby Noser Fanger dankte auch den Organisatoren, namentlich dem Verein Kultur Ottenbach, dem Männerturnverein, dem Pontonierfahrverein und dem Ottenbacher Chor, welche einmal mehr für ein stimmiges Fest sorgten. Der Festredner Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich, erwähnte dann als Erstes die prächtige Kulisse und bedauerte, dass er seine Badehose nicht eingepackt habe. Zu gerne hätte er nach seiner Ansprache ein erfrischendes Bad in

der Reuss genommen. In seinem Referat «Die Zukunft ist digital – eine Anleitung zur Zuversicht» stellte er mit mehreren eindrücklichen Beispielen die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien vor.

Das ABC des Wohlstandes der Schweiz Die Chance, welche die Digitalisierung zur Revitalisierung der bestehenden Industriezweige sowie der Finanzindustrie böte, sollte genutzt werden. Dabei forderte er trotz der verständlichen Verunsicherung der Menschen Mut und Zuversicht für die gesellschaftlichen Umwälzungen. Die Anwendung des ABC des Wohlstands (A= Arbeit, B = Bildung und C = Courage) sei für die Erhaltung unserer hohen Lebensqualität unentbehrlich. Digitale Technologien, richtig eingesetzt, eröffnen uns riesige Chancen, stellte der Professor für Thermotronik abschliessend fest. Trotz des doch recht anspruchsvollen Themas und der drückenden sommerlichen Hitze im Festzelt fesselte Lino Guzzella die Zuhörer und so durfte er nicht nur Zustimmung, sondern auch grossen Applaus entgegennehmen. Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger überreichte dem Referenten mit einem «Dog»Brettspiel, einem Buch über Ottenbach und einer Flasche Schellerbirnenschnaps einige typische «Ottenbacher-Geschenke». Viele der Festbesucher nutzten auch die Gelegenheit, um das historische Kleinkraftwerk in unmittelbarer Nähe des Festplatzes in der ehemaligen Seidenweberei Haas zu besichtigen.

Zuversicht und Geschenke: Präsident der ETH Zürich, Prof. Dr. Lino Guzzella und Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger. (Bild Martin Mullis)


Bezirk Affoltern

Donnerstag, 3. August 2017

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«Für das gemeinsame Ziel einsetzen» Clemens Grötsch thematisierte «Bruder Klaus», die Reformation und das genossenschaftliche Gedankengut Statt eines Gastredners hielt in Affoltern Gemeindepräsident Clemens Grötsch die Ansprache zum Nationalfeiertag. Von seinen Worten hat allerdings die Mehrheit der Besucher nur einen Teil verstanden. Zu schlecht war die Akustikanlage eingestellt. ................................................... von thomas stöckli «Ich habe heute extra mein Hörgerät angelegt – das hätte ich mir sparen können», so einer der über 150 Besucher, sich am Dienstagmorgen bei brütender Hitze unter dem Kasino-Vordach eingefunden haben, um gemeinsam den Geburtstag der Schweiz zu feiern. Zu schlecht war die Akustikanlage eingestellt, was sich trotz einiger Interventionen am Mikrofon und am Verstärker nur marginal verbesserte. So konnten viele Gäste aufgrund einzelner aufgeschnappter Brocken wie «Wachstum mit Augenmass», «Steuerfuss gehalten» oder «innere Kämpfe» den roten Faden nur erahnen. Im 4. Amtsjahr als Gemeindepräsident von Affoltern trat Clemens Grötsch erstmals als Augustredner auf. Er spann den Faden von Nikolaus von

Gemeindepräsident Clemens Grötsch, Festredner am 1. August in Affoltern. (Bild Thomas Stöckli) Flüe über die wirtschaftliche Auswirkung der Reformation in der Schweiz bis hin zur Reflexion über die Eidgenossen. Mit «Bruder Klaus» kam Grötsch 1966 als Ministrant im Ferienlager in Berührung: «Ich habe damals als 12-Jähriger nicht verstanden, dass ein Vater einer grossen Familie sich absetzt und die Mutter und die Kinder alleine lässt.» Bei allen inneren Kämpfe, der Zerrissenheit und den Zweifeln

bei der Suche nach Gott sei der Eremit Ratgeber für Kantone und Städte gewesen und so zu einem Vorbild für nachkommenden Generationen geworden.

Innovation und Zusammenarbeit Den 500. Jahrestag der Reformation nahm Grötsch aus wirtschaftlicher Perspektive unter die Lupe. So flüchte-

ten damals etliche besonders befähigte Menschen aus Glaubensgründen auch in die Schweiz: «Aus Frankreich kam die Uhrmacherkunst nach Genf, Seide aus Italien nach Basel, feine Spitzen und Weberei aus Flandern nach Sankt Gallen. Durch die Produktion und den Handel mit den neuen Waren, entwickelte sich auch das Geldgeschäft, sodass neue Berufe wie Händler, Fabrikanten, Transporteure

und Bankiers entstanden.» Gerade die Uhrenherstellung gilt heute als Inbegriff von Schweizer Präzisionsarbeit. Der grosse Aufschwung im Textilbereich brachte die Schweiz an die Schwelle der industriellen Revolution. Im Endspurt seiner Rede kam Grötsch auf die Eidgenossenschaft zu sprechen. Die «Genossen» definierte er dabei als «Personen, auf die man sich voll und ganz verlassen kann». Die Schweiz trage heute nicht nur die Bezeichnung «Genossenschaft» in ihrem Namen, sie sei auch tief vom genossenschaftlichen Gedankengut durchdrungen, so gebe es in den meisten Schweizer Gemeinden heute noch Genossenschaften, ebenso im Wohnbau, im Detailhandel sowie bei Banken und Versicherungen. «Menschen schliessen sich zu einer Genossenschaft zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, das sie alleine nicht schaffen würden, gemeinsam aber schon.» Man muss sich also aufeinander verlassen, einander vertrauen und andere Ansichten respektieren können. Auch wenn nicht jeder der Ansprache folgen konnte, so sorgten doch die Harmonie Affoltern mit ihrer Musik und der Frauenturnverein mit seiner Bewirtung dafür, dass niemand das Kommen bereuen musste.

Ein Thüringer erklärt die Schweiz

Erfrischende 1.-August-Rede in Mettmenstetten

Stimmige 1.-August-Feier in Stallikon

Zwei Sekundarschüler äusserten sich kurzweilig zu aktuellen Themen

Die Organisatoren der Bundesfeier in Stallikon verzichteten für einmal auf einen prominenten Politiker als Festredner. Dafür engagierten sie für die Ansprache einen erst seit wenigen Tagen eingebürgerten Deutschen aus der Gemeinde.

Marc Schacher und Efraim Meier erhielten grossen Publikumszuspruch für ihre 1.-August-Rede. Humorvoll und kokett haben sich die beiden Mettmenstetter Sekundarschüler durch politische und gesellschaftliche Themen gehangelt.

................................................... von martin mullis Vor dem praktisch bis auf den letzten Platz besetzten und zur Festhütte umfunktionierten Werkgebäude spielte die Musikgesellschaft Stallikon. Verstärkt durch einige Musiker aus Adliswil wuchsen die Stalliker Musikanten zu einer ansehnlichen 45 Frau und Mann starken Truppe und begeisterten die Besucher mit ihren schmissigen Melodien. Nach dem Konzert und dem Apéro begrüsste Gemeindepräsident Werner Michel die Einwohner und stellte den ganz speziellen Referenten der Festgemeinde vor. Lars Koppa, gebürtiger Deutscher aus Thüringen, wohnt seit fast zehn Jahren in Stallikon und ist seit kurzer Zeit stolzer Besitzer des Schweizer Passes. Michel hielt fest, dass die Verpflichtung zur 1.-August-Rede sozusagen als ein Teil des Einbürgerungsprozesses zu bezeichnen sei. Im Gegen-

Heidi-Fan und eingefleischter Schweizer: Lars Koppa (links) mit Gemeindepräsident Werner Michel. (Bild M. Mullis)

satz zu gewissen anderen Gemeinden wurde der Einbürgerungswillige nicht nach seinen Einkaufsgewohnheiten befragt, sondern höflich gebeten, ein Referat an der Bundesfeier zu halten. Und Lars Koppa liess sich nicht zweimal bitten. Der bei der Bundesanstalt Meteo Schweiz als Leiter der IT-Abteilung arbeitende Vater eines 4-jährigen Sohnes zwinkerte seiner Lebenspartnerin zu und griff zum Mikrofon. Mit seinem in der Brusttasche sichtbar steckenden roten Schweizerpass liess er sich von einigen ärgerlichen Tonproblemen nicht beirren und sprach souverän, witzig, aber auch berührend zu den Stalliker Mitbürgern.

Gesponserte Thüringer Bratwürste in der Werkhof-Festhütte Lars Koppa sprach über Goethe, Schiller und natürlich über Thüringen, er sprach übers Essen in der Schweiz und als kleinen Vergleich sponserte er für den 1.-August-Abend Thüringer Bratwürste. Er behauptete, bereits seit der ersten Folge von Heidi, welche er damals im verbotenen West-Fernsehen konsumierte, ein eingefleischter Schweiz-Fan zu sein. Besonders viel Gelächter und einen «Szenenapplaus» erhielt er bei den Schilderungen über seine Erlebnisse bei einem Fussball-Public-Viewing in einer Stallikoner Scheune. Zum Schluss seiner einfallsreichen, aber auch achtsamen Ausführungen hielt er fest, dass der rote Pass für ihn einen logischen Schritt auf dem Weg zur Integration bedeute. Er und seine Familie gehen weiter auf die Einheimischen zu, sprach er ins endlich funktionierende Mikrofon und bat seine neuen Mitbürger ernst und schlicht: «Kommt auch uns entgegen.» Lars Koppa, der neue Schweizer, erntete einen warmen und langanhaltenden Applaus. Gemeindepräsident Michel überreichte ihm als Dank für sein gradliniges Referat einen Schweizer Sackhegel. Der Lampionumzug der Kinder zum Höhenfeuer auf dem «Weidhoger» war der letzte Höhepunkt der Bundesfeier in Stallikon.

................................................... Von Martin Platter «Finde ich noch gut, dass heute mal zwei Schüler zu Wort kommen.» Der Tenor beim 1.-August-Publikum in Mettmenstetten, das im «Paradies» feierte, war einhellig. Viele Graumelierte sassen auf den Festbänken, aber auch auffällig zahlreich Jugendliche. Peter Junker schraubte die Erwartungen bei seiner Begrüssung dann gleich noch etwas höher. Der Präsident des organisierenden Verkehrs- und Verschönerungsvereins Mettmenstetten, der die Idee mit den jugendlichen Festrednern gehabt hatte, sagte: «Fachvorträge zu halten, das könne jeder. Aber eine gute 1.-August-Rede sei etwas für rhetorische Schwergewichte.»

Der Funke sprang Marc Schacher erschien danach äusserlich erstaunlich gelassen auf der Bühne – alleine. Mit dem Hinweis, dass er nicht wisse, wo sein Schulkollege Efraim Meier stecke. Die typisch schweizerische Tugend der Pünktlichkeit gehe seinem Co-Redner oft etwas ab. So beginne er halt alleine. Da meldet sich Meier aus dem Off zu Wort. Er habe hinter der Bühne gewartet, weil er die Rede nochmals mit Schacher habe durchgehen wollen. Er könne doch nicht einfach ohne ihn beginnen! «Da habe ich dich wohl übersehen», platziert Schacher mit routinierter Gestik eine Pointe auf Kosten seines einen Kopf kleineren Kollegen. «So eine Frechheit», enerviert sich dieser künstlich und stellt sich kurzerhand auf eine Getränkeharasse. «Siehst du mich jetzt?»

Kurzweiliger und humorvoller Dialog zum 1. August in Mettmenstetten: die Sekundarschüler Marc Schacher, links, und Efraim Meier mit Peter Junker vom organisierenden Verkehrs- und Verschönerungsverein Mettmenstetten. (Bild Martin Platter) Der Funke sprang, das Publikum lachte und hing den beiden Jugendlichen fortan an den Lippen. Der Themenbereich ihrer Rede war verblüffend breit. Raffiniert, humorvoll und vor allem kurzweilig streiften sie die Themen ausländische Touristen, starker Schweizer Franken, GotthardAutostrassentunnel, das gute Schweizer Schul- und Ausbildungssystem, der gut ausgebaute – aber für Jugendliche zu teure – öffentliche Verkehr, der von der Bevölkerung eifrig genutzt wird. Im Zug höre man oft andere Sprachen, leitete Marc zum Thema hoher Ausländeranteil über. Man höre immer wieder von kriminellen Ausländern. «Aber wir haben in unserer Schulklasse viele Ausländer, die sich extrem gut integriert haben und keine Probleme machen.» Die seien eine Bereicherung. Zum Publikum sagte er: «Stellen Sie sich vor, auf wie viele feine Gerichte wir ohne Migranten verzichten müssten.» Efraim hakte ein: «Pizza, Pasta, Kebab» und erntete den nächsten Lacher. Ernst wurden die beiden, als sie auf die derzeit laufende Reform der Altersvorsorge zu sprechen kamen. Vor allem die diskutierte Erhöhung des Rentenalters regte die Jugendlichen zum Nachdenken an. Efraim: «Werden wir dereinst noch Zeit erhalten, um

unsere Rente zu geniessen oder werden wir bis an Lebensende arbeiten müssen?»

Ein Geschenk, in der Schweiz zu leben Auch die vielen Flüchtlinge, die in Europa ankommen, beschäftigen die Sekundarschüler. Marc: «Das bekommen wir nicht nur aus den Medien mit, sondern auch aus direkten Kontakten mit Flüchtlingen, die in unserem Alter sind. Wir fragen uns, ob das Ganze irgendwann ein Ende nimmt oder auch noch die nächste Generation beschäftigen wird.» Sorge bereite ausserdem die Umwelt. Efraim kontert: «Der Mensch kann nichts dafür. Frag Trump!» Wieder Gelächter im Publikum. Am Ende ihres Dialogs kamen die Jugendlichen zum Schluss, dass man dankbar sein müsse, in der Schweiz leben zu dürfen. Augenzwinkernd schlossen sie: Falls es Lob aus dem Publikum für ihre Rede gebe, stünden sie gerne zur Verfügung. Bei Kritik solle man sich doch bitte an ihre Lehrer Karin Niklaus und Peter Landolt wenden, die im Publikum sässen. Pesche Junker beendete den frenetischen Applaus lächelnd mit dem Hinweis, dass die beiden Jugendlichen ihre Rede nicht wiederholen werden.


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Bezirk Affoltern

Donnerstag, 3. August 2017

1.-August-Brunch ist nach wie vor beliebt Im Bezirk Affoltern machten nur noch zwei Bauernfamilien mit Das 20. Mal haben Maya und Jean-Jacques Duperrex am vergangenen Dienstag hunderte Gäste auf ihrem Hof zum Brunch empfangen. Die Nachfrage ist nach wie vor gross. Die Zahl der Bauernfamilien, die den grossen Aufwand auf sich nehmen, nimmt jedoch ab. ................................................... von marianne voss Da warens nur noch zwei! Vor einigen Jahren boten sechs Bauernfamilien im Säuliamt am 1. August den Brunch an. Dann ging die Zahl der Anbieter konstant zurück. 2016 waren es nur noch drei, dieses Jahr noch zwei, nämlich Erika und Heini Nägeli (Dachlissen) sowie Maya und Jean-Jacques Duperrex (Uttenberg). Was könnten die Gründe sein? An den Gästen liegt es gewiss nicht. Die Nachfrage der Bevölkerung – ob von der Stadt oder vom Land – ist unverändert gross. Maya und Jean-Jacques Dupperex haben den Brunch dieses Jahr zum 20. Mal durchgeführt. «Der Aufwand ist natürlich extrem hoch», erklären sie als möglichen Grund, warum andere aufgehört haben könnten. Es brauche eine gute Infrastruktur mit Festbänken, Geschirr, Kochgelegenheit und Kühlräumen. Wenn man das jedes Mal mieten oder ausleihen müsse, sei das sehr kompliziert. Ganz wichtig seien für sie die Motivation innerhalb der Familie und das starke Helferteam. «Wir sind so glücklich, eine super Crew zu haben. Seit Jahren helfen uns dieselben Leute aus der Familie und dem Freundeskreis», betonen sie und ergänzen: «Wir finden es schade, dass immer weniger Bauernfamilien mitmachen.» Die Familie Duperrex hat sich schon vor vielen Jahren vollständig mit einer umfassenden eigenen Infra-

struktur für gut 500 Gäste eingerichtet. An diesem 1. August waren sie – wie immer – ausgebucht. «Die letzten Stunden, bevor es losgeht, sind immer recht stressig», erklärt Maya Duperrex. «Doch wenn die Gäste mal da sind und alles läuft, ist es lässig und macht viel Freude.»

Spass beim Stau Schon um Viertel vor neun Uhr stehen die Gäste im Uttenberg an der Kasse Schlange. Und bald darauf gibt es Stau am Buffet. «Lieber Schlange stehen am Büffet als am Gotthard», witzelt ein Herr. «Hier macht das Anstehen doch Spass.» Ja, es geht stetig vorwärts, und beim Anstehen hat man Zeit zum Plaudern oder man kommt ins Gespräch mit Unbekannten. «Sie sind das erste Mal hier?» «Nein, sicher schon seit acht Jahren, das ist bei uns bereits Tradition.» Und dann fragt man vielleicht noch, woher sie oder er komme. Ungeduld oder ein Gedränge gibt es am Büffet kaum. Es hat mehr als genug für alle: feine Brotsorten, Zopf, hausgemachte Konfitüren, Birchermüesli, Käse, Wurst, Kuchen und Wähen. Und wer es gerne währschaft hat, lässt sich den Teller mit goldgelb gebratener Rösti und Spiegelei füllen. Der Radius der Angereisten ist gross und reicht von der Zentralschweiz bis nach Basel. Viele Gäste stammen aus der Stadt Zürich und natürlich auch aus der nahen Umgebung. Das Publikum ist in jeglicher Hinsicht bunt gemischt. Alle Altersgruppen und auch unzählige Nationen sind vertreten. Und alle sitzen friedlich und in bester Stimmung zusammen an den langen Festbänken. Beim Blick über die vollen Tische und in die zufriedenen Gesichter ist nachvollziehbar, warum die Gastgeberin erklärte, dass es trotz viel Arbeit auch viel Freude mache.

Maya und Jean-Jacques Duperrex freuen sich, Gastgeber zu sein für eine grosse Gästeschar. (Bilder Marianne Voss)

Ein wunderbares, voll beladenes Buffet, wo kein Wunsch offen bleibt. Zur Gemütlichkeit trägt auch die lüpfige Musik der Kapelle «Räbberg-

Fäger» aus Knonau bei. Und ein besonderer Höhepunkt ist der Auftritt der

Trychlergruppe aus Rothenthurm mit ihren urchigen Glockenklängen.

Ein Plädoyer für konfessionelle Freundschaft, ohne die Unterschiede zu vertuschen Der eine Gott und seine unterschiedlichen Verehrer – Folge 3 Seit 500 Jahren besteht die Christenheit aus einer katholischen und einer reformierten Fraktion, obwohl eine Kirchenspaltung nicht beabsichtigt war. Worin besteht ihr gemeinsamer Auftrag?

die jeweiligen Partner in allem einer Meinung sind, sondern dass sie einander trotz aller Unterschiede ernstnehmen und respektieren.

Wie funktioniert Erneuerung?

................................................... von urs boller Ein Grossteil der hiesigen Bevölkerung hält konfessionelle Unterschiede für Spanischnüssli – peanuts – wie man heute gerne sagt oder zu sagen hört. Dennoch scheint es mir jubiläumshalber angebracht, wieder einmal nachzufragen. Zumindest auf Ebene der Kirchenleitungen werden noch immer erhebliche Differenzen geltend gemacht. Diese beruhen weniger auf grundlegenden Glaubensunterschieden, als vielmehr auf einem unterschiedlichen Kirchenverständnis. Während reformierte Christen nur gelten lassen, was sich biblisch begründen lässt (allein die Bibel), ist für Katholiken ebenso verbindlich, was in späteren Konzilien und päpstlichen Verlautbarungen an Glaubenssätzen festgelegt wurde (Bibel und Tradition). Die reformierte Kirche kennt kein offizielles Lehramt. Die Gläubigen sind angehalten, nach bestem Wissen und Gewissen die biblische Botschaft zu leben. In Glaubensangelegenheiten

Die Sonne scheint für alle. (Bild Salomon Schneider) ist jeder sein eigener Profi. Dementsprechend sind reformierte Pfarrpersonen keine Priester, die aufgrund einer höheren Weihe, befähigt sind, sakramentale Handlungen zu vollziehen, sondern schlicht und einfach Diener und Dienerinnen am göttlichen Wort. Diesbezüglich sind die unterschiedlichen Positionen unvereinbar. Und darin gründen auch die Endlosdebatten über das richtige Verständnis des Abendmahls beziehungsweise der Eucharistiefeier. Zwar feiern beide Konfessionen in den Zeichen von Brot und Wein die reale Gegenwart Christi: Die einen etwas handfester, die anderen bezeugen seine Anwesenheit im

Geiste. Und wo liegt das Problem?, fragt man sich. Gegenwärtiger als gegenwärtig kann er wohl nicht sein, zumal Jesus selbst gesagt hat: «Wo immer zwei oder drei Personen in meinem Sinn und Geist beieinander sind, da bin ich mitten unter ihnen» (Matthäus 18,20). Einer gemeinsamen Abendmahlsfeier steht meines Erachtens nichts im Wege, solange die Eigenheiten der beteiligten Konfessionen zum Ausdruck kommen und bestehende Unterschiede weder verschleiert noch vertuscht werden. In einer partnerschaftlichen Beziehung jedenfalls besteht Einheit und Verbundenheit nicht darin, dass

Spannungen unter Christen gab es von allem Anfang an. In den ersten Jahrhunderten ging es gelegentlich ruppig zu und manche Glaubenslehren sind nicht aus gemeinsamer Überzeugung zustande gekommen, sondern mit List, Druck und Macht durchgesetzt worden. Dazu gehört unter anderem die Erbsündentheorie, die der christlichen Erlösungslehre weitgehend zugrunde liegt. Sie wurde im vierten Jahrhundert auf Betreiben des prominenten Kirchenvaters Augustinus als verbindlich erklärt. Und daran haben auch die Reformatoren unbeirrt festgehalten. Die entsprechenden Glaubensformeln, die das «Sühnopfer Christi am Kreuz» besingen, sind im Liedgut beider Konfessionen noch heute übervertreten, obwohl sie kaum mehr nachvollziehbar und dringend revisionsbedürftig sind. Dies gilt umso mehr, als es in den neutestamentlichen Schriften zahlreiche Deutungen gibt, die den österlichen Charakter des Kreuzesgeschehens betonen, das zweifellos im Zentrum des christlichen Glaubens steht. Der tragische Ausgang des Jesuslebens erinnert an Elend und Not, an Unrecht und Macht-

missbrauch. Aber gerade daran hat sich der christliche Glaube entzündet. Das Kreuz ist zugleich zu einem Zeichen der Hoffnung auf Entwicklung, Wandlung und Erneuerung geworden. Darin besteht das gemeinsame Erbe der christlichen Konfessionen. Und wie funktioniert Erneuerung? Indem man noch einmal über die Heiligen Bücher geht, den heutigen Erkenntnissen und Entwicklungen Rechnung trägt und Abschied nimmt von überholten Vorstellungen. Ganz in diesem Sinne sagt der Berner Troubadour Mani Matter: «Was unsere Väter schufen, war da sie es schufen neu. Bleiben wir später den Vätern treu, schaffen wir neu.»

«Der eine Gott ...» Anlässlich der Reformationsjubiläen ist es naheliegend, wieder einmal nachzufragen: Wo stehen die Religionen und Konfessionen heute? Oder müsste man eher fragen: Wo sind sie stehen geblieben? Eine kritische Einschätzung von Urs Boller in drei Folgen. Bereits erschienen: «Ein Plädoyer für die religiöse Artenvielfalt», 4. Juli; «Ein Plädoyer für den Vorrang der Gnade vor aller Betriebsamkeit», 14. Juli.


forum

Eine Poststelle im Unteramt erhalten Gemeinsame Post-Lösung beim Bahnhof gescheitert, «Anzeiger» vom 7. Juli. Gemäss einer kürzlich abgehaltenen Orientierung beabsichtigt unsere «Post CH AG, 3030 Bern» beide bisherigen Poststellen in Bonstetten und Wettswil aufzuheben. Eine vorgesehene gemeinsame Poststelle beim Bahnhof Bonstetten-Wettswil sei nicht realisierbar mangels geeignetem Objekt. Nun ist es unverständlich, dass man dann nicht wenigstens eine der beiden Poststellen weiter betreibt, womit in Anbetracht der praktisch zusammengrenzenden Gemeinden und den guten lokalen Busverbindungen eine Poststelle erhalten bliebe. Dazu ein Vergleich mit Mettmenstetten, wo die Poststelle erhalten bleibt, was man ihnen auch gönnt. Es wird aber mit unterschiedlichen Ellen gemessen, da Bonstetten und Wettswil zusammen mehr als doppelt so viele Einwohner wie Mettmenstetten aufweisen. Ausserdem grenzt Mettmenstetten direkt an den Bezirkshauptort Affoltern.

Sollte die Sparmassnahme unserer sogenannten «Service-Public-Post» mit der Schliessung unserer beiden Poststellen wirklich durchgezogen werden, erwartet man, dass beim Bahnhof Bonstetten-Wettswil mindestens ein Postomat für den Geldbezug installiert wird. Bisher musste man dazu nach Affoltern oder Birmensdorf fahren. Ausserdem interessiert, was mit gebührenpflichtiger zurückbehaltener Post passiert. Ist diese dann jeweils abzuholen in Affoltern? Bei einer Auslagerung der Postdienste an Dorfläden wären gemäss Aussagen an der Orientierung durch Postvertreter, höchstens Bezüge bis 500 Franken möglich zu Geschäftszeiten. Bei solchen vorgesehenen Rationalisierungsmassnahmen kann man auf Dienste der Postfinance verzichten, womit die Rechnung der Postdienste mit grosser Wahrscheinlichkeit negativ ausfallen wird. Eine Kopie dieses Schreibens sende ich an die Post CH AG, Bern, und hoffe auf eine positive Antwort. Max Kuhn, Bonstetten

Die «Tierpartei» und die Faktentreue Bei der Jagd geht es ums Töten, Leserbrief vom 28. Juli. In ihrem Leserbrief wirft Nicole Holzherr, Vorstandsmitglied der «Tierpartei Schweiz», der Jägerschaft mangelnde Faktentreue vor. Dabei strotzen ihre eigenen Aussagen von Unwahrheiten und Verkürzungen. Ein Beispiel: Frau Holzherr schreibt, dass «Beispiele wie Nationalpärke und der Kanton Genf (Jagdverbot seit 1974) zeigen, dass eine natürliche Regulierung der Wildbestände funktioniert». Das ist mit Bezug auf den Kanton Genf eine reine Propagandalüge: Die eidgenössische Jagdstatistik zeigt, dass im Kanton Genf mindestens gleich viel Wild erlegt wird wie in vergleichbaren anderen Gebieten der Schweiz – nur eben nicht durch Jäger, sondern durch vom Staat bezahlte Ranger. Im Falle des Nationalparks ist die Behauptung, das Wild reguliere sich dort auf natürliche Weise, eine arge Verkürzung: Jedes Kind weiss, dass im Nationalpark ein allgemeines Betretungsverbot abseits der Wege herrscht. Dadurch hat das Wild die Möglichkeit, ungestört auch tagsüber auf den Alpweiden zu äsen, was eine weit höhere Wilddichte

als in zivilisatorisch genutzten Gebieten ermöglicht. Zudem werden Tiere aus dem Park gedrängt, wenn im Park der Dichtestress zu hoch wird. Ein guter Teil der Regulierung der Nationalparkbestände geschieht somit ausserhalb des Parks. Eine geradezu tollkühne Erfindung ist die Behauptung, die Jäger seien daran schuld, dass das Wild nachtaktiv geworden sei. In der Ebene zwischen Hedingen und Bonstetten z.B. waren vor rund 40 Jahren das ganze Jahr hindurch Rehe am helllichten Tag zu beobachten. Durch das rasante Bevölkerungswachstum und das geänderte Freizeitverhalten der Menschen sind jedoch Feld und Wald zur von Reitern, Joggern, Bikern, Walkern, Modellfliegern usw. intensiv genutzten Freizeitarena umfunktioniert worden. Dazu kommt die Intensivierung der Landwirtschaft. Diese Entwicklungen kann man wohl nicht mehr rückgängig machen. Den Jägern aber die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben, dass das Wild nachtaktiv geworden sei, ist schlicht entweder dumm oder böswillig. Fredy Kradolfer, Ottenbach

Gute Erfahrung mit dem Spital Affoltern Im Laufe dieses Jahres habe ich bereits mehrfach sehr gute Erfahrungen gemacht mit dem Spital Affoltern, auch wenn ich nur «allgemein» versichert bin. Besonders beeindruckt hat mich die gynäkologische Operation vor einigen Tagen, die mittels modernster Schlüsselloch-Technologie erfolgte. Lediglich zwei kleine, selbst im Bikini für andere unsichtbare Schnitte, reichten dem jungen, sympathischen Herrn Dr. Ryser, um Eierstöcke, Eileiter und einige Verwachsungen sanft durch den Bauchnabel zu entfernen. Wie professionell und effizient hier gearbeitet wurde, zeigte sich daran, dass ich lediglich eine Nacht im Spital verbrachte und beim Aufwachen bereits völlig schmerzfrei war und es bis heute blieb. Eine Woche später wurden die Fäden entfernt. Nach weiteren drei Tagen konnte ich bereits wieder ins Schwimmbad. Auf diesem Weg nochmals vielen herzlichen Dank an

Dr. Ryser und sein gesamtes Team im OP sowie auf der Station A3, wo ich hervorragend versorgt wurde. Erkannt wurde die Notwendigkeit dieser OP zwei Monate früher, anlässlich eines kurzen Spitalaufenthaltes im medizinischen Bereich. Auch dort wurde ich ausgezeichnet versorgt und gepflegt. Auch diesen Teams und der gesamten Belegschaft des Spitals Affoltern nochmals ganz herzlichen Dank für ihren hochgeschätzten Einsatz. Cathy Kuhn, Aristau

Ein Leserbrief muss mit Namen, vollständiger Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. (Red.)


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Gewerbe/Dienstleistungen

Keine Kuscheltiere

Sportlicher Wettstreit

Sommerserie: Ottenbacher Ueli Hug züchtet Kaninchen der Rasse «Thüringer». > Seite 15

Der Feuerwehr-Nachwuchs des Kantons misst sich am 26. August in Bonstetten. > Seite 19

Donnerstag, 3. August 2017

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Ärzteberater Hanspeter Zürcher hat zahlreiche Kontakte geknüpft und viel von der Welt gesehen. > Seite 21

Die Schweizer Für Kinder von vier bis neun Jahren und ihre Gewinnspiele hervorragend geeignet Tolle Preise gewinnen im Coopark Affoltern Die Affoltemerin Miriam S. Reed und ihr barrierefreies Kinderbuch Bis zum 12. August ist das JokerSpiel im Coopark in Affoltern zu Gast. Einmal täglich können Besucher ihr Glück versuchen. Nebst zahlreichen Sofortpreisen und Rabattgutscheinen winken am JokerSpiel auch die Hauptpreise des grossen Wettbewerbs: ein Honda Civic sowie 15 Traumreisen mit MSC Kreuzfahrten, welche man selber nach Wünschen zusammenstellen kann. Mit einer persönlichen Spielkarte können Besucher an jeder Joker-Spielinsel das Glück versuchen, und dies einmal täglich während des ganzen Events. So einfach die Teilnahme an einem Gewinnspiel ist, umso mehr Glück braucht man, um tatsächlich zu den erfolgreichen Gewinnern zu gehören. Rund 20 % aller Personen, die schon mal an einem Gewinnspiel teilgenommen haben, geben an, einen sehr grossen Gewinn erhalten zu haben. 25 % haben einen mittleren Gewinn oder Kleinigkeiten gewonnen und 55 % sind bis jetzt leer ausgegangen.

Preise weitergeben Da die Chancen auf einen Hauptpreis also eher gering sind, macht man auch mit, wenn der Gewinn vielleicht weniger zu einem passt. Gehört man dann aber doch zum kleinen und glücklichen Gewinnerkreis und hat einen super Preis, den man beispielsweise schon besitzt – was macht man dann? Verkaufen? Oder seinen Liebsten schenken? Der letztjährige Gewinner des Joker-Spiels hat seinen Hauptpreis, einen brandneuen Citroen 1 DS 4 Crossback, für sich behalten. Ein altes Sprichwort sagt aber: «Glück ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt.» «Deswegen haben wir zum diesjährigen Gewinnspiel unsere Besucher gefragt, was sie in so einem Fall machen würden. Rund 80 % würden den Preis tatsächlich verschenken. 10 % behalten den Preis trotzdem für sich und die restlichen 10 % verkaufen den Gewinn», sagt Nicole Eigensatz, Eventkoordinatorin des EKZ Tägipark in Wettingen. (pd.)

Tipps und Tricks zum Schulstart

Die Illustratorin und Cartoonistin Miriam S. Reed hat jahrelang das Lernverhalten von Kindern studiert. Ihre Überlegungen hat sie im Buch «Run Ziggy Run» umgesetzt. Kinder im Vorschulalter können meistens noch nicht lesen. Sie schauen Bücher auch nicht immer im Sitzen, von einer Seite an, sondern meistens im Liegen, von verschiedenen Seiten. Wenn sie ihre ersten Erfahrungen mit geschriebener Sprache machen, fällt ihnen dies viel leichter, wenn der Text das im Bild gezeigte präzisiert. «Ich habe dem Leseverhalten der Kinder Rechnung getragen und mein Buch barrierefrei gestaltet. Text und Bild sind rund um die Seite angeordnet, sodass sie von verschiedenen Seiten angeschaut werden sollen. So werden die Kinder motiviert, das Buch in die Hand zu nehmen und zu drehen. Dadurch werden auch die bei Kindern sehr stark ausgeprägten haptischen Bedürfnisse befriedigt. Zudem ist das Buch zweisprachig verfasst, Englisch und Deutsch. Es eignet sich also als Einstieg in den Englischunterricht. Durch diese Vielschichtigkeit ist es für Kinder von vier bis neun Jahren attraktiv und bietet bei jeder erneuten Leseerfahrung wieder neue Impulse», erläutert Miriam S. Reed.

Zwei Themenwochen im Emmen Center

Kindern Freude bereiten und sensibilisieren

Vom 7. bis 19. August präsentieren diverse Geschäfte im Emmen Center eine Auswahl ihrer Schulutensilien, Kleider und Schuhe für den perfekten Schulstart. Während dieser Zeit findet ein umfangreiches Animations- und Informationsprogramm statt.

«Lauf Ziggy Lauf» handelt von einem Hund im Tierheim, der von der Freiheit träumt und dessen Traum in Er-

Bald ist es wieder so weit und für viele Kinder beginnt ein neuer Lebensabschnitt mit dem Eintritt in die Schule. Passend zum Schulstart präsentieren verschiedene Geschäfte des Emmen Centers die Must-haves, damit die Kinder perfekt ausgerüstet in den Schulalltag starten können. Die verschiedenen Fachgeschäfte bieten eine Riesenauswahl an praktischen und attraktiven Artikeln, mit allem, was das Schülerherz begehrt.

Eltern neuen Herausforderungen stellen und sich mit wichtigen Fragen auseinandersetzen. So gibt die Luzerner Polizei am 18. und 19. August wertvolle Tipps für den Schulweg und erklärt, worauf die Kinder und auch alle anderen Verkehrsteilnehmer besonders achten müssen. Natürlich steht die Luzerner Polizei auch für individuelle Fragen gerne zur Verfügung. Im Erdgeschoss des Emmen Centers findet zudem ein abwechslungsreiches Animationsprogramm für die Kinder statt. (pd.) Themenwochen zum Schulstart, Programm: Mittwoch, 9. August, 14 bis 17 Uhr, Chnuspermüesli mischen. Donnerstag, 10. August, 14 bis 17 Uhr, Gummitwist Kurs und Spiele. Freitag, 11. August, 14 bis 17 Uhr, Motivationstraubenzucker abfüllen. Samstag, 12. August, 10 bis 16 Uhr, Himmel-undHölle-Tag mit Preisen. Mittwoch, 16. August, 14 bis 17 Uhr, Leuchtwesten bemalen. Donnerstag,

Kostenloses Animationsprogramm Mit dem Schuleintritt müssen sich nicht nur die Kinder, sondern auch die anzeige

17. August, 14 bis 17 Uhr, Verkehrskunde mit Globi. Freitag, 18. August, 9 bis 21 Uhr, Schulwegtipps von der Luzerner Polizei. Samstag, 19. August, 8 bis 16 Uhr, Schulwegtipps von der Luzerner Polizei.

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Miriam S. Reed bei einer Ziggy-Lesung für Kindergärtner. (Bild zvg.) füllung geht. Aufbauend auf dem Erfolg des ersten Buches hat Miriam S. Reed neu auch ein Ziggy-Activity-Buch veröffentlicht. Es geht den eingeschlagenen Weg der Barrierefreiheit konsequent weiter und bietet Möglichkeiten zur Kolorierung und des Mitgestaltens in Ziggys Geschichte. Miriam S. Reed ist aktive Tierschützerin und möchte mit ihrem

Buch Kinder für einen bewussten Umgang mit Tieren sensibilisieren. Deshalb besucht sie kostenlos Bibliotheken und Schulklassen und liest «Ziggy» zweisprachig vor. Der Grossteil des Gewinns durch den Verkauf geht an die Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Das Buch ist in drei Versionen in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern erhältlich. (sals)


Kirchliche Anzeigen Ref. Kirche Aeugst a. A. Sonntag, 6. August 10.00 Regionalgottesdienst in Affoltern Pfarrer Werner Schneebeli

Ref. Kirche Obfelden Sonntag, 6. August 9.30 Gottesdienst mit Pfrn. Eva Eiderbrant Erich Eder (Orgel) Donnerstag, 10. August 13.30 Seniorenwandergruppe Parkplatz Zendenfrei www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Affoltern a. A.

Ref. Kirche Ottenbach

Samstag, 5. August 14.30 Gottesdienst in der Senevita Obstgarten, Pfr. W. Schneebeli 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel, Pfr. W. Schneebeli Sonntag, 6. August 10.00 Gottesdienst mit Vorstellung der Vikarin Monika Hirt und anschliessenden Taufen im Kirchenpark, getauft werden Felix Jianxiang Bühler und Milo Mosimann, Pfr. W. Schneebeli Donnerstag, 10. August 14.00 Seniorentreff «Wurscht und Gsang»: Wir grillieren auf der Chilehuus-Terrasse (bei nasser Witterung im Ulmensaal) Pfr. W. Schneebeli bringt seine Gitarre mit Freitag, 11. August 20.00 Feier nach der Liturgie von Taizé in der katholischen Kirche

Sonntag, 6. August 10.00 Regionaler Gottesdienst in Affoltern Fahrdienst: Käthi Kurtz Telefon 044 761 23 47 www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 6. August 10.00 Gottesdienst mit Taufe von Emilie Lynn, Lucie Mila Grob, beide Bonstetten, und Jérôme Rüede, Wettswil Mit Pfrn. S. Sauder und B. Enk, Orgel

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 6. August 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Kappel zu Niklaus von Flüe mit Pfarrer Christoph Hürlimann Musik: Mittelalter-Spiellüt

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 6. August 10.00 Regionalgottesdienst in Affoltern mit Pfarrer Werner Schneebeli Fahrdienst auf Anfrage bei Th. Rinderknecht Telefon 079 318 22 30

Ref. Kirche Maschwanden Sonntag, 6. August 10.00 Regionalgottesdienst in Affoltern

Ref. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 6. August 10.00 Regionalgottesdienst in Affoltern am Albis www.ref-mettmenstetten.ch

Im Wängli 13, Affoltern am Albis, per 1. Oktober 2017 zu vermieten. 75 m², Küche mit GSP/GKH, Bad, Parkett, Einbauschrank. Haustiere erlaubt. Fr. 1598.– inkl. Interessiert? Hertli & Partner AG Telefon 044 878 72 72*

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Sonntag, 6. August 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel Pfr. Christoph Hürlimann

Kath. Kirche Affoltern a. A.

Besichtigung nach telefonischer Vereinbarung M. Sidler, Telefon 079 254 64 24

Samstag, 5. August 17.30 Eucharistiefeier Sonntag, 6. August 10.30 Eucharistiefeier zusammen mit den italienischen Pfarreiangehörigen Freitag, 11. August 9.15 Kein Gottesdienst 20.00 Taizé-Feier in der kath. Kirche

Kath. Kirche Bonstetten Sonntag, 6. August 10.00 Eucharistiefeier Dienstag, 8. August 19.30 Abendmesse

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Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 5. August 17.00 Eucharistiefeier

Miete: Fr. 1800./Mt., inkl. NK + PP. Telefon 079 510 46 00

Sonntag, 6. August 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. Luzius Huber

Sonntag, 6. August 10.00 Regionalgottesdienst in Affoltern am Albis verantwortlich Mettmenstetten: Kirchenrenovation

www.th-freitransporte.ch 044 761 30 13

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Sonntag, 6. August 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel zu Niklaus von Flüe mit Pfr. Ch. Hürlimann «AugenBlick» Pavillon auf dem Amtsplatz zu Bruder Klaus

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• Umzug und Transporte • Wohnungsreinigung • Entsorgung • Einlagerungen aller Art • Lieferwagenvermietung

Liegenschaften

Sonntag, 6. August 10.00 Regionalgottesdienst in Bonstetten Fahrdienst: Anmeldung bis 5. August, 044 777 99 72 Donnerstag, 10. August 12.00 Wettswiler Senioren Mittagessen im Rest. Hirschen Freitag, 11. August 11.45 Stalliker Senioren Mittagessen im Rest. Hecht

Kath. Kirche Mettmenstetten

Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche Sonntag, 6. August 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel Jubiläum Bruder Klaus mit Pfr. Christoph Hürlimann 10.30 «AugenBlick» ein Sonntag mit Bruder Klaus. Auf seiner Reise quer durch die Schweiz macht der Pavillon in Kappel Halt und lädt zum Verweilen ein. Treffen mit Niklaus von Flüe in absoluter Stille und sich mit ihm und sich selber auseinandersetzen Mittwoch, 9. August 17.00 KEIN offenes Singen während der Schulferien Donnerstag, 10. August 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfrn. Elisabeth Wyss-Jenny

Sonntag, 6. August 10.30 Gottesdienst Kinderhort, Sonntagsschulen Sammelklasse Donnerstag, 10. August 18.45 Chorprobe, offenes Singen 20.00 Gebetsabend www.etg-mettmenstetten.ch

Vermietungen

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil

Ref. Kirche Kappel a. A.

Kloster Kappel a. A.

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 6. August 9.00 Eucharistiefeier

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Sonntag 6. August 10.00 Gottesdienst mit Abendmahl Beat Hedinger Kinderprogramm Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 6. August 9.45 Gottesdienst (Urs Baumann) Kinderhort mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Sonntag, 6. August 10.00 Gottesdienst (Multi-Media-Predigt) Hüeti und KingsKids mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 6. August 9.45 Gottesdienst und Kinderprogramm mehr unter www.pga.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 9.45 Abendmahlsversammlungen 11.05 Sonntagsschule Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch

Kaufgesuche


Sommerserie

Donnerstag, 3. August 2017

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Mittelgrosse Rasse mit kräftigem und schön geformtem Körperbau Tiere und ihre Halter (5): Ueli Hug züchtet Kaninchen der Rasse «Thüringer»

6 Tipps für mehr Sicherheit • Verwenden Sie sichere Passwörter und verraten Sie diese niemandem. • Schützen Sie Ihre Privatsphäre. Geben Sie keine sensiblen Daten und Informationen preis. • Akzeptieren Sie auf Sozialen Medien nur Freunde, die Sie wirklich kennen. • Posten Sie nur unverfängliche Bilder und Videos. • Kein Austausch von erotischen Bildern im Netz (Sexting). • Sprechen Sie als Eltern offen mit Ihren Kindern über den Umgang mit neuen Medien. Opfer von Cyber-Mobbing: Was nun? • Sichern Sie Beweismaterial: Erstellen Sie Screenshots und speichern Sie Bilder. • Löschen Sie selbst die Inhalte oder lassen Sie sie von Plattformbetreibern löschen. • Sperren und melden Sie die belästigende Person im entsprechenden Sozialen Netzwerk (Missbrauchsmeldung). • Wenden Sie sich an Lehrpersonen, Vorgesetzte, andere Vertrauenspersonen oder erstatten Sie in schwerwiegenden Fällen Anzeige bei der Polizei.

Ueli Hug und sein Bock «Speedy». (Bilder Marianne Voss)

Passion und Faszination

Auf die Frage nach den Zuchtzielen, holt Ueli Hug einen Ordner und schlägt ihn auf der mit Th bezeichneten Seite auf. Dort ist in der Überschrift der Rasse Thüringer festgehalten: «Mittlere Rasse mit veredelter Madagaskarfarbe. Typ mit guter Haltung, kräftigem und schön geformtem Körperbau.» Weiter ist detailliert die optimale Erscheinung von jedem Körperteil beschrieben. Zum Beispiel der

Wünschen Sie mehr Informationen zu unserem Cyber-Schutz Leistungspaket? Gerne beantworte ich Ihre Fragen. Denn Vorsicht ist stets die beste Versicherung. Auch im Internet. Gerne beantworten wir Ihre Fragen: Sie erreichen uns unter Tel. 044 762 50 60 oder via E-Mail auf affoltern@mobi.ch. Im Schadenfall: 044 762 50 20

Jungtiere der Rasse «Thüringer» in ihrem Freilandauslauf. Kopf: markant, dicht an den Schultern anliegend, rechteckförmig. Die Brust: voll ausgeformt, gut getragen. Die Vorderläufe: mittellang, gerade, kräftig. Das Fell: dicht, voll, griffig mit viel Unterwolle, Deckhaarlänge 30 bis 34 Millimeter. Oder die Ohren: kräftig, aufrecht stehend, gut behaart, Länge 13 bis 13,7 Zentimeter. Zu den Ohren ergänzt der Züchter schmunzelnd: «Ich habe extra eine Ohrenmess-Schablone.» Die Richtlinien geben auch Auskunft über die gewünschte Farbe und Schattierung und über unerwünschte Schönheitsfehler. Das könnte beispielsweise ein ganz dunkler Kopf oder ein weiss durchsetzter Ohrenrand sein.

Impfaktionen vor Ausstellungen Wenn Ueli Hug mit seinen pelzigen «Models» an Ausstellungen geht, zeigt er einen sogenannten Stamm (einen Bock und zwei Zippen) oder eine Kollektion von sechs Tieren. «Das ideale Alter für die Teilnahme an einer Jurierung ist ein Jahr.» Vor einer Ausstel-

lung müsse man die Tiere impfen gegen die Krankheit VHK-2, eine Viruserkrankung, bei welcher die Tiere plötzlich tot seien. «Für die Impfaktion kommen wir vom Verein zusammen und führen das gemeinsam durch.» Der Verein Kleintierfreunde Affoltern sei ein Unterverein von Kleintiere Schweiz. «Unsere Zeitung ist also die viel bekannte ‹Tierwelt›.» Der wichtigste Anlass seines Vereins sei die Kleintierschau an Auffahrt am Reussufer. «Das ist eine beliebte Veranstaltung für die Bevölkerung mit vielen verschiedenen Kleintieren und einem genialen Kuchenbüffet.» Ueli Hug macht nicht oft Ferien. «Ab und zu mal ein paar Tage, am besten im Winter, wenn keine Jungtiere zur Welt kommen.» Doch nächstes Jahr plane er zwei ganze Wochen Ferien. «Das ist viel.» Er lacht und fügt an: «Die Zippen nehmen sich schliesslich auch viel Freizeit. Sie säugen nur ein bis zweimal täglich. In der Natur machen sie dazwischen die Höhle mit Erde dicht und gehen in den Ausgang.»

Tiere und ihre Halter Sie können gross oder klein sein, kuschelig, respekteinflössend oder nützlich, die Tiere in Ämtler Stuben und Ställen, in Wäldern, auf Wiesen und in Gewässern. Diesen Sommer rücken die «Anzeiger»Journalisten Tierhaltung in ihren verschiedensten Formen in den Fokus. Das reicht von Zucht und Dressur über Hege und Pflege bis zur persönlichen Beziehung. Die Sommerserie dauert bis Mitte August. (red.)

Bisher erschienen: 18. Juli: Echsen, Schlangen, Frösche und andere «Mitbewohner». 21. Juli: Jäger pflegen die Natur und rücken bei Wildunfällen aus. 25. Juli: Die berührende Dorfposse von der sehbehinderten Verona. 28. Juli: Ziegen mit Familienanschluss.

Thomas Naef Generalagentur Affoltern am Albis Generalgent

mobiliar.ch

160603A07GA

Handbuch mit Zuchtzielen

Cyber-Mobbing: So schützen Sie sich

Unter Cyber-Mobbing versteht man das Belästigen, Verleumden oder Blossstellen von anderen Menschen über digitale Medien. Durch Texte, Bilder oder Filme werden die betroffenen Personen gedemütigt oder schikaniert. Besonders gravierend: Das Internet vergisst nicht. Einmal hochgeladen, können Inhalte zwar wieder gelöscht, aber kaum mehr aus dem Internet entfernt werden. Gerade Jugendliche sind häufig von Cyber-Mobbing betroffen.

................................................... von marianne voss

28 Kaninchen der Rasse Thüringer – davon elf Jungtiere – sind zurzeit im Besitz von Ueli Hug, der auch Präsident des Vereins Kleintierfreunde Affoltern (KTF) ist. Die Böcke haben alle Namen wie eben Speedy oder Strampli, Schmutzli und Poppeye. Und sie haben alle sehr komfortable «Wohnungen» mit drei oder sogar vier Zimmern. Im Sommer sind die meisten Kaninchen draussen in grossen Gehegen auf der Wiese untergebracht, jeweils die Zippen – die weiblichen Tiere – zusammen mit ihren Jungen. Kaninchen seien übrigens keine Nager, wie viele Leute meinten, informiert der Fachmann. «Kaninchen gehören zur Familie der Hasenartigen. Ihre Zähne wachsen nicht nach.» Was macht dieses Hobby so interessant? «Es ist die Faszination am Tier selber und für mich ein Ausgleich neben der Arbeit.» Er habe seine Chüngel gerne und rede auch mit ihnen. «Beim Züchten geht es aber auch um eine Passion.» Er versuche, das vorgegebene Zuchtziel mit möglichst wenig Nachwuchs zu erreichen.

Die Generalagentur Affoltern am Albis der Mobiliar informiert:

Der Schulbeginn rückt näher. Und damit auch das Thema Mobbing unter Kindern und Jugendlichen. Verlagert sich die Schikane in den virtuellen Raum, wird daraus schnell Ernst. Hier erhalten Sie Tipps, wie Sie sich und Ihre Kinder schützen und was Sie tun können, wenn Sie von Cyber-Mobbing betroffen sind.

Kaninchen zu züchten hat nichts mit dem Wunsch nach Kuscheltieren, aber viel mit Tierliebe zu tun. Es ist eine Faszination und Passion. Ueli Hug aus Ottenbach züchtet seit mehr als 20 Jahren «Chüngel» und ist Präsident der Kleintierfreunde Affoltern (KTF).

«Speedy» lässt sich aus dem Stall lupfen und auf eine Kiste setzen. «Komm, wir müssen das üben», redet ihm Ueli Hug zu. Der Zuchtbock sitzt ruhig, spitzt die Ohren und posiert brav für das Bild. «Meine Kaninchen kennen mich und sind auch zahm. Aber es sind keine Kuscheltiere, die Nähe zum Menschen suchen, wie beispielsweise Katzen», erklärt der Züchter. Daher übe er im Hinblick auf Ausstellungen mit ihnen das Ruhigsitzen. Das Wohnhaus mit viel Umschwung befindet sich am Dorfrand von Ottenbach. In einem Teil des Geländes befindet sich noch ein grosszügiger Hühnerhof, die restliche Wiesenfläche wird zur Futtergewinnung bewirtschaftet. «Ich heue hier mehrmals pro Jahr und verfüttere das alles.» Beruflich ist Ueli Hug als Betriebsleiter für die Wasserversorgung Affoltern tätig. Auch wenn er schon 40 Jahre aktiv im Schützenverein Ottenbach ist, bleiben die Kleintiere sein grösstes Hobby. «Wenn ich einmal pensioniert bin, möchte ich gerne noch mehr Tiere haben.» Im Moment konzentriert er sich vor allem auf die Kaninchen. Er sei schon seit mehr als 20 Jahren ein «Chüngeler». Sein Vater habe Chüngel gehabt, aber in erster Linie zum Metzgen. «Und ich habe dann, weil ich viel Platz hatte, auch mal ein paar Chüngel gekauft, Thüringer. Und bei dieser Rasse bin ich bis heute geblieben.»

Versicherungs-Ratgeber der Mobiliar


Vermischtes

Donnerstag, 3. August 2017

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Zwischen Realität und Fiktion Jugendliche drehten Action-Szenen in der Hirtschür, Affoltern Im Rahmen des Pro Juventute Ferienplausch Zürich lernten am vergangenen Freitag und Samstag Kinder und Jugendliche die Entstehung von Filmen näher kennen. Mit 18 Teilnehmenden war der Workshop «Actionfilme drehen» im Jugentreff Hirtschür in Affoltern ausgebucht. ................................................... von andrea bolliger Vor dem Jugendtreff Hirtschür filmt ein Junge, wie sich zwei andere schlagen – dabei wird kein Wort gesprochen. Schliesslich gibt der eine dem Kamerajungen ein Zeichen, worauf dieser die Kamera ausschaltet. Dann besprechen sie die Szene. Die vier Jungen haben am zweitägigen Kurs «Actionfilme drehen» im Rahmen des Pro Juventute Ferienplausch Zürich teilgenommen. Das Filmmaterial schnitten und vertonten sie später am Bildschirm. Obwohl der Kurs vergleichsweise teuer war, was mit den hohen Materialkosten begründet wird, war er mit 18 Teilnehmenden im Alter von 6 bis 16 Jahren ausgebucht. Nach einer kurzen Einführung ins Schauspiel, ging es am vergangenen Freitagmorgen rasch an die praktische Arbeit. Zuerst stand eine Schlägerei auf dem Programm. Gearbeitet wurde mit handlichen leichten Digitalkameras. Viele der Kinder und Jugendlichen hatten schon vor dem Workshop ein solches Gerät in der Hand gehabt. Wenn eine Szene im Kasten war, ging es zu einem der beiden Schnittplätze. Auch mit dem Computerprogramm kamen Einzelne schnell zurecht, weil sie dieses oder ein ähnliches bereits von zu Hause kannten. Das Material wurde am Bildschirm analysiert. Der Mädchengruppe waren die Szenen nicht optimal gelungen. Kursleiterin Gabriela Bosshard schickte sie kurzerhand zum Nachdrehen. Nach der Mit-

Robin, Dario, Michel und Joël beim Schneiden einer Szene. (Bilder Andrea Bolliger) tagspause ging es an die Verfolgungsjagd. Am Samstag wurde eine Schiesserei gespielt mit Velopumpen und Schirmen als Requisiten.

denschaft für Film bei Crossfade.tv auslebt. Beide haben verschiedene Ausbildungen und mehr als ein berufliches Standbein.

Digitale Explosionen

Die Realität ist harte Arbeit

Auch wenn in der Kursbeschreibung steht, dass atemberaubende Explosionen gedreht werden, fliegt während den Drehs nichts in die Luft und niemand wird in Gefahr gebracht. Spezialeffekte und Schüsse werden dem gefilmten Material später digital hinzugefügt. Geleitet wurde der Workshop von Markus Steiner und Gabriela Bosshard von Crossfade Productions. Die Workshops sind als Film- und Medienbildung zu verstehen. Angeboten werden Projektwochen und Workshops für Kinder und Jugendliche, wie jetzt während der Sommerferien. Die Gründer von Crossfade Productions sind der Filmemacher Markus Steiner und die ausgebildete Theaterpädagogin Gabriela Bosshard, welche ihre Lei-

Das Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen die Realität der Filmwelt im praktischen Schaffen näherzubringen. Gabriela Bosshard ist zufrieden, wenn Kinder und Jugendliche nach einem Workshop die Erkenntnis gewinnen, nie etwas im Filmbusiness machen zu wollen, weil sie erkannt haben, wie viel dahintersteckt. In den Workshops kommen viele von der Vorstellung weg, dass man im Filmbusiness auf leichtem Wege zu Ruhm und Ehre kommt und merken, dass auch hinter Youtube-Videos harte Arbeit steckt. Viele Teilnehmende der Workshops würden aber auch über Jahre weitere Kurse besuchen und das Filmen als Hobby für sich entdecken, sagt Gabriela Bosshard.

Die geballte Faust wird Michel nicht verletzen. Stolz, aber auch kritisch Am Vortag führten die beiden Filmschaffenden in der Hirtschür bereits einen Special-Effects-Workshop durch. Dabei ging es um präzises Arbeiten. Das heisst zum Beispiel, dass die Spielenden und die Kamera am richtigen Ort stehen müssen. Die Gruppe, die auf Action gesetzt hatte, war enorm stolz auf das Ergebnis. In der Mittagspause schauten sie sich den Kurzfilm immer wieder an und zeigten ihn den anderen Teilnehmenden. Zum Stolz gesellte sich aber auch Selbstkritik. Beim x-ten Mal Anschauen bemerkte nämlich ein Junge, dass die Explosion so nicht stimme. Gabriela Bosshard beruhigt und relativiert. Hätte man alles in einer professionellen Qualität machen wollen, hätten sie die ganze Nacht daran arbeiten müssen. Der Film der anderen Gruppe dieses Workshops dauert 35 Sekunden. Die Teilnehmenden hatten den ganzen Tag dafür gearbeitet. Nicht nur,

bis die Szene perfekt abgedreht war, sondern auch die Nachbearbeitung dauerte mehrere Stunden. «Was ist real – was nicht?», will Gabriela Bosshard wissen. Schnell kommt man darauf, dass die fliegenden Karten und die Billardkugel digital hinzugefügt wurden. Dass aber die Spielenden ihre Bewegungen, wie in der «MannequinChallenge» eingefroren haben und nicht das Bild angehalten wurde, darauf kommt der Laie nicht sofort. Erst der Finger des Billardspielers, der sich leicht bewegt, verrät es. Auch wenn zwischen dem jüngsten und dem ältesten Teilnehmenden zehn Jahre Altersunterschied sind, so verstanden sie sich bestens untereinander. Schliesslich überwog das Interesse für die Sache. Am Ende des Kurses erhielten alle Teilnehmenden eine DVD. Eltern und Geschwister der jungen Filmemacher werden die Werke ihrer stolzen Söhne und Töchter bestimmt einige Male zu sehen bekommen.

Das Sommerlager der Jubla Säuliamt in Hogwarts

N

ach über einem halben Jahr Vorbereitung und Planung war es vor drei Wochen so weit – das Sommerlager (Sola) der Jungwacht und Blauring (Jubla) Säuliamt stand vor der Tür. Bei der Gepäckabgabe am Freitagabend war die Vorfreude bei den Teilnehmern und Leitenden bereits spürbar. Sobald das gesamte Material und Gepäck auf die beiden Transportautos geladen war, ging es für einen Teil der Leiterinnen und Leiter auf nach Prêles zum Lagerplatz. Dort angekommen, begannen sie am Samstagmorgen bereits eifrig mit den diversen Lagerbauten. Mitten im Wald wurde eine Küche mit überdeckter Feuerstelle gebaut, und etwas abseits davon wurde der Sarasani, das grosse Esszelt, zwischen zwei Bäumen hochgezogen. Am Sonntag, 16. Juli, ging das Lager dann auch für die rund dreissig Teilnehmer und Teilnehmerinnen los, denn alle wurden am Bahnhof Affoltern beim Gleis 9¾ von Professor Snape, einem Zauberlehrer aus Hogwarts, herzlich begrüsst. In einem zweitägigen Einstieg machten sich die Jublaner in vier alters- und geschlechter-getrennten Gruppen von Magglingen, Neuenburg, Sutz und Kalnach auf in Richtung Lagerplatz. Dort angekommen, wurden erst noch die Zelte aufgebaut, Mätteli und der Schlafsack eingerichtet, um sich dann von der anstrengenden Wanderung zu erholen. Am Dienstag durften die Lagerteilnehmer dann selbst noch beim Lagerbau mithelfen, und es entstanden ein weiteres WC, eine Dusche, ein Brünneli

Die Jubla Säuliamt beim morgendlichen «Fitamo». (Bild zvg.) und eine Sauna. Ausserdem wurden fleissig Gruben für den Kompost und den Kühlschrank in den steinigen Waldboden gegraben und die Lagerfahne gehisst.

Geländegame vor dem Frühstück Am nächsten Morgen musste sich die Schar das Frühstück erst in einem Geländegame verdienen, denn es wurde von den Durmstrang-Jungs, welche auch nach Hogwarts eingeladen worden waren, gestohlen. Am Nachmittag wurden in Gruppen verschiedene Theater einstudiert und anschliessend einander vorgespielt. Am Abend wurde in einem weiteren Geländespiel Material für ein Lagerfeuer gesammelt, worüber dann Marshmallows gebrätelt wurden. Der folgende Tag war für die sieben ältesten Lagerteilnehmer und –teilnehmerinnen wohl eines der Highlights, denn sie durften für einen Tag die Leitung übernehmen. Das gut

im Voraus geplante Programm wurde von ihnen selbstständig durchgeführt und stellte für die Jugendlichen einen Vorgeschmack dar, wenn diese dann im Herbst ins Leitungsteam aufgenommen werden. Weitere Höhepunkte der ersten Woche waren ohne Zweifel der Sing-Song ums Lagerfeuer, die traditionelle Sauete, die zum Ziel hatte, dass alle möglichst dreckig wurden, sowie ein entspannender EasyAbend, an dem die Lagerteilnehmer frei zwischen verschiedenen Posten wie beispielsweise Massage, Gesichtsmaske oder Speckstein-Schleifen wechseln durften. Am Sonntag war dann der von den einen langersehnte Besuchstag. An verschiedenen Posten konnten die Besucher Zaubertricks lernen, und am Mittag wurden die rund 100 Personen von den vier Lagerköchen mit einem leckeren Spaghetti-Plausch bekocht. Nach einer sportlichen Stafette tauchte jedoch Voldemort, der berüchtigte

böse Zauberer, auf und verjagte die Gäste vom Lagerplatz. Um sich vom Abschied abzulenken, spielten die Jublaner danach Linienball und Rugby. Am nächsten Mittag machte sich die Schar trotz unsicherer Wetterlage auf eine 2-tägige Wanderung auf, die sie in zwei Leistungsgruppen von Nods auf den Chasseral führte. Die tolle Aussicht auf die 3-Seen-Region entschädigte den etwas steilen Aufstieg. Übernachtetet wurde in einer Scheune, und am nächsten Tag machten sich die Jublaner wieder an den Abstieg. Trotz Regen konnten sie unterwegs den Horkrux finden. Dieser Gegenstand wurde später in einer Nachtaction angezündet, und damit Voldemort vernichtet.

Quidditch und Schlussabend Am Mittwochabend stand dann endlich das gross angekündigte Quidditch-Spiel vor der Tür. In einer

etwas abgewandelten Version dieses Spiels, welches in der Zauberwelt so beliebt ist wie bei uns der Fussball, traten die drei Zauberschulen Hogwarts, Beauxbaton und Durmstrang gegeneinander an und raubten sich gegenseitig Fahnen aus den Besen, um sie anschliessend durch Ringe zu werfen und so Punkte für ihre Mannschaft zu erzielen. Die Durmstrangs fanden am Schluss jedoch den goldenen Schnatz am häufigsten, und gewannen so das Spiel. Nach einigen weiteren Geländespielen und einem Nachmittag in Pioniertechnik, startete am Freitagnachmittag bereits die Planung für den Schlussabend, und einige Leiter begannen mit dem Abbruch der Lagerbauten. Die fröhliche Stimmung am Schlussabend mit Harry Potter und seinen Freunden liess man mit einem Dessert am Lagerfeuer ausklingen, bevor sich alle müde in ihren Biwak unter dem Sternenhimmel kuschelten, da die Zelte bereits trocken eingepackt worden waren. Am nächsten Morgen halfen alle noch tüchtig beim Aufräumen des Materials mit, und wanderten schliesslich durch die Twannbachschlucht nach Twann, von wo aus die Schar das Schiff bis nach Biel und von dort den Zug nach Affoltern nahm. Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck wurden alle von den Eltern begrüsst und gingen ab nach Hause. Jasmin Frey Fotoshow zu den Lagererlebnissen am Samstagabend 9. September. Weitere Infos zum SolaRückblick unter www.jublasaeuliamt.ch.


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Veranstaltungen

agenda

Auf den Spuren von Zwingli in Kappel

Ein Sonntag mit Bruder Klaus

Fernsehtipp: «Dahinden vor 500 Jahren»

Pavillon informiert im Kloster Kappel

Diesen Sommer reist Sabine Dahinden zurück ins 16. Jahrhundert und macht sich auf Spurensuche nach dem Leben vor 500 Jahren. In der letzten Folge ihrer Serie begibt sie sich auf die Spuren des Reformators Zwingli. Dabei versucht sie sich im Kloster Kappel in Kalligrafie.

Am ersten Sonntag im August lädt das Kloster Kappel zur Begegnung mit Niklaus von Flüe im mobilen Pavillon ein, der auf seiner Tournee durch die Schweiz in Kappel haltmacht.

Donnerstag, 3. August Kappel am Albis 13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Ottenbach 09.25: OTTENBACH60plus: Wir fahren nach Affoltern. Mit der S5 bis Stadelhofen und der Forchbahn bis Rehalp. Wanderung durchs Wehrenbachtobel, dem Bch entlang bis Burgwies. ca. ¾ Std. Mittagessen im Restaurant. Nachher weiter dem Elefantenbach nach bis zum Botanischen Garten, ca. ½ Std. Billette: Tageskarte Zürich, kann auch besorgt werden. Treffpunkt Posthaltestelle Engelwiese.

Freitag, 4. August Affoltern am Albis 14.30-15.30: «Fit und Flott», Bewegung (auch im Stehen und Gehen) für aktive, ältere Personen mit der Physiotherapeutin des Hauses. Telefonische Anmeldung erwünscht: 043 322 74 74, Kostenpflichtig. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12.

Samstag, 5. August Affoltern am Albis 08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen und Gestecke, Bioprodukte, frisches Brot und Gebäck, Pasta, Handgemachtes, Honig, Alpkäse, Konfitüren, griechische und persische Köstlichkeiten, exotische Früchte. Marktplatz.

Zwillikon 10.00-16.00: Dorfgeschichte Affoltern am Albis/Zwillikon. Interessantes aus vergangenen Zeiten: Bilder, Fotos, Gegenstände des Alltags, Kleider und vieles mehr. Rollstuhllift, Eintritt frei. Gruppenbesuche: 044 761 01 32 Herbert Gübeli. Dorfmuseum. Ottenbacherstrasse 79.

Montag, 7. August Obfelden 14.30-17.30: Handarbeits-Stubete von Pro Senectute, neue Teilnehmer sind willkommen. Häkeln, stricken, sticken oder einfach nur plaudern. Mit Kaffee und Kuchen. Leitung: Vera Stoll, Telefon 044 764 22 04. Reformierte Kirche (Zwinglistube).

Ottenbach 21.00: Vollmond-Disco mit DJ Fix...Fix in the Mix..., Funky and Groovy. Bar offen ab 20 Uhr. Güggel Bar. Rickenbach 3.

Dienstag, 8. August

Zum 500-Jahre-Reformationsjubiläum wird im Grossmünster in Zürich ein Mysterienspiel rund um Zwinglis Leben aufgeführt. Sabine Dahinden hat an einem Casting teilgenommen und den Regisseur Volker Hesse überzeugt: Sie ergatterte sich eine kleine Rolle, probt fleissig mit den anderen Schauspielern und taucht ein in die Welt rund um den Zürcher Reformator Ulrich Zwingli. Sabine Dahinden reist auch nach Wildhaus ins Toggenburg, wo Zwingli 1484 geboren wurde. Rund um Wildhaus finden dieses Jahr zahlreiche Aktivitäten statt: Zum Beispiel wird gerade neben Zwinglis Geburtshaus ein Pflanzgarten angelegt – Sabine Dahinden hilft mit, wenn die 500 Jahre alten Pflanzensorten gepflanzt werden. Ausserdem begibt sie sich wortwörtlich auf Zwinglis Spuren und

Im Kloster Kappel entsteht über mehrere Jahre hinweg eine Abschrift der Zwingli-Bibel. Unter Anweisung von Bernhard Jäggi versucht sich Sabine Dahinden in Kalligrafie. (Bild zvg.) wandert mit Toggenburger Schülern, die sich zum Reformationsjubiläum eingehend mit ihrem prominenten Vorfahren beschäftigen, auf den Chäserrugg. Hoch über Wildhaus erfährt sie, wie der Reformator auch heute die Region noch prägt und wie sein Geist dort auch fünf Jahrhunderte später noch spürbar ist. (pd.) Freitag, 4. August, 21 Uhr, SRF 1.

Persönlichkeit und ein Schauspieler weckt mit Erzählungen über Bruder Klaus die Aufmerksamkeit der Passanten. Im Zentrum des Pavillons liegt ein abgedunkelter Raum. Besucher können sich einzeln fünf Minuten lang in absoluter Stille mit Niklaus von Flüe treffen und sich mit ihm und sich selber auseinandersetzen. Zudem erhalten die Besucher die Möglichkeit, ihr Befinden, ihre Gedanken, Bitten und Sehnsüchte, ihre Sorgen und Ängste, ihre Erkenntnisse und Botschaften schriftlich festzuhalten und in eine Truhe zu legen. Diese wird bis zum 700. Gedenkjahr im Ranft vergraben. Der Pavillon ist von 10.15 bis zirka 17 Uhr für die Besucher geöffnet. (pd.)

Der Themensonntag vom 6. August beginnt um 9.30 Uhr mit dem Regionalgottesdienst in der Klosterkirche. Pfarrer Christoph Hürlimann beschäftigt sich seit einiger Zeit vertieft mit Bruder Klaus und seiner Mystik. Er wird an diesem Sonntag den Gemeindegottesdienst leiten und eine Predigt zu Bruder Klaus halten. Nach dem Gottesdienst wartet in einem Pavillon auf dem Amtshausplatz Bruder Klaus und will während dieses Sonntags den Menschen von hier einen Augenblick lang begegnen. Auf seiner Reise quer durch die Schweiz macht der Pavillon in Kappel halt und lädt zum Verweilen ein. Texttafeln informieren über das Leben der wirkungsmächtigen Bruder Klaus. (Bild zvg.)

Proben fürs Traumland Das Jugendsinfonieorchester Aargau geht auf Tournee Ab Sonntag, 6. August, proben rund 60 junge, talentierte Musikerinnen und Musiker im Künstlerhaus Boswil, um dann das Programm unter dem Titel «Traumland» in einer kleinen Tournee zu präsentieren. Eines der Konzerte findet am 13. August in Boswil statt. Programmmusik im weitesten Sinne sind die drei Stücke im Sommerprogramm 2017 des Jugend-Sinfonieorchesters Aargau. Claude Debussys Orchesterstück «Prélude à l’après-midi d’un faune» nach einem Gedicht von Stéphane Mallarmé ist ein Schlüsselwerk der Jahrhundertwende; nur wenige Jahre später entstand Darius Milhauds turbulente, brasilianisch inspirierte «Kino-Fantasie» mit dem Titel «Le boeuf sur le toit». Tschaikowskys letzte Sinfonie schliesslich, neun Tage vor dem Tod des Komponisten urauf-

Konzertrepertoire ebenso wie neuerer und aargauischer Musik. Das Jsag konzertiert regelmässig mit den spannendsten jungen Solistinnen und Solisten der Gegenwart. Alexander Boldachev, Ning Kam, Oliver Schnyder, Fabio di Càsola, Radovan Vlatkovic, Rafael Rosenfeld und Julia Schröder haben das Renommee des Orchesters weit über die Kantonsgrenzen hinausgetragen. 2007 und 2013 war das Jsag Preisträger beim Valiantforum-Wettbewerb für junge Orchester in Murten. (pd.)

Das Jugendsinfonieorchester Aargau geht im August auf Tournee. (Bild zvg.) Freitag, 11. August, 20 Uhr, Lindau, Konzert-Park an

geführt, hat ein «verstecktes Programm», für das der Komponist das Motto «Pathétique» wählte. Das Jugend-Sinfonieorchester des Kantons Aargau (JSAG) gilt als eines der aufregendsten Orchester seiner Art in der Schweiz. Es führt als einzigartiges Vermittlungs- und Bildungsprojekt des Künstlerhauses Boswil zweianzeige

Bonstetten

Ottenbach

08.45: Leichte Wandergruppe: Dem Linth Escherkanal entlang von Näfels nach Ziegelbrücke. Wanderzeit ca. 2½ Std. Anmeldung: Edith Koch, Tel. 044 700 02 93, Edith Fankhauser, 044 700 30 25 und Hermi Fischer, 078 666 30 56. Bahnhof (Treffpunkt).

08.25: OTTENBACH60plus: Tagesausflug mit Bahn und Schiff. Mit Postauto und Bahn fahren wir nach Stein am Rhein und mit dem Schiff nach Schaffhausen. Anmelden bei Trudi Streule, 044 761 26 50. Gruppenbillett wird besorgt. Postautohaltestelle Engelwiese.

anzeige

Donnerstag, 3. August 2017

mal jährlich 50 bis 70 motivierte und begabte Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 26 Jahren in einer Probewoche im Künstlerhaus zusammen und geht anschliessend auf Konzerttournee. Die Mitwirkenden aus dem Aargau und den angrenzenden Regionen widmen sich dem klassisch-romantischen

der Spielbank (bei schlechtem Wetter in St. Stephan). Sonntag, 13. August, 11 Uhr, Künstlerhaus Boswil. Freitag, 18. August, 19.30 Uhr, Kirche St. Peter Zürich. Sonntag, 20. August, 17 Uhr, KUK Aarau. Lindau Eintritt frei. Übrige Konzerte 40/15 Franken (Stud./Lehrl.)/Kinder bis 12 Jahre freier Eintritt. Vorverkauf: www.kulturticket.ch oder vorverkauf@kuenstlerhausboswil.ch oder Telefon 056 666 12 85.


Veranstaltungen

Donnerstag, 3. August 2017

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Der Feuerwehr-Nachwuchs kann kommen Kantonaler Jugendfeuerwehr-Wettkampf in Bonstetten: Die Vorbereitungen sind auf Kurs Das Knonauer Amt ist am 26. August Gastgeber des kantonalen Jugendfeuerwehr-Wettkampfs. Der «Anzeiger» durfte kürzlich an der 10. und zweitletzten Sitzung des OK dabei sein. ................................................... von thomas stöckli Nicht weniger als 13 Seiten umfasst die Pendenzenliste. Vom Verkehrs-, Sicherheits- und Abfallkonzept über Schiedsrichterrekrutierung, Sanitätsposten und Unfallversicherung bis hin zu Sachpreisen und Helfer-T-Shirts wird nichts dem Zufall überlassen. Die meisten Punkte sind mit «erledigt» gekennzeichnet. Das ist das Resultat von zehn Sitzungen und dazwischen viel persönlichem Engagement der OK-Mitglieder. Mit rund 60 weiteren Helfern stellen sie sicher, dass alles rund läuft, wenn am Chilbisamstag, 26. August, rund 150 Jugendfeuerwehrleute und Betreuer aus dem ganzen Kanton nach Bonstetten kommen, um sich in 16 Teams in sportlichem Wettstreit zu messen. Geprüft werden die Fähigkeiten in den typischen Feuerwehrdisziplinen.

Mit Heimvorteil am kantonalen Wettkampf in Bonstetten: Die Jugendfeuerwehr Bezirk Affoltern, hier bei der Hauptübung 2016 in Hausen. (Archivbild Thomas Stöckli) Im Leitungsbau sind mit Schläuchen Hindernisse zu überwinden, am Rettungsposten wird der Umgang mit Leitern und Sicherungsmaterial bewertet. Sich bei null Sicht in einem Raum zurechtfinden, lautet die Herausforderung am Atemschutzposten. Und schliesslich soll der Feuerwehrnachwuchs auch Gefahrengüter erkennen

und verschiedene Knoten knüpfen können. Abgerundet wird der Parcours durch einen Plausch-Posten. Dessen Inhalt ist geheim. Nur so viel sei verraten: Es werden Geschicklichkeit, Tempo, Kreativität und Zusammenarbeit im Team gefordert. Das Publikum kann nicht nur den hohen Ausbildungsstand der jugendli-

chen Wettkämpfer bestaunen, es wird auch mit Grilladen und Getränken verwöhnt. Zudem bietet sich Gelegenheit, moderne Feuerwehrfahrzeuge mit ihren antiken Vorgängern zu vergleichen. Aus Obfelden kommt etwa der frisch revidierte Chevy, der Bezirkshauptort steuert seinen Cadillac und das Saurer TLF bei. Einen

Kinder entdeckten Karate

Jetzt anmelden für die Meisterschaft im Hölzle

Ferienplausch in der Badi Affoltern

Schweizer Meisterschaft im «Adler», Kappel Am 23. September findet im Restaurant Adler in Kappel bereits die 6. Ausgabe der Schweizer Hölzler-Meisterschaft statt. Anmelden kann man sich noch bis eine Woche vorher.

Karate in der Badi mit Andi Müller (rechts). (Bild zvg.)

Das Karate Center Albis von Affoltern organisiert im Zusammenhang mit dem Sommerferienplausch gratis Karate-Lektionen in der Badi Stigeli. Die Kinder waren mit Begeisterung an der ersten Veranstaltung. Sommerzeit ist SommerferienpassZeit. Auch dieses Jahr machen Kinder und Jugendliche davon Gebrauch. Das Karate Center Albis hat sich dem Angebot angeschlossen und organisiert während den Sommerferien Karatekurse im Stigeli in Affoltern. Was normalerweise im Dojo – der Karateschule – auf Matten stattfindet, wird unter freiem Himmel auf dem Rasen geübt. Das Interesse der Kinder ist gross, und auch Mädchen und Buben, die in der Sportart ungeübt sind, haben den Dreh schnell raus: beim Karate geht es um Konzentration, Balance und Körperbeherrschung. Bevor Andi Müller ihnen die ersten Karatebewegungen zeigt, lernen die neuen Karate-Kas, wie man auf einem Bein steht, ohne umzufallen. Oder auf wackeligem Untergrund zu balancieren. Oder zuzuhören, wenn der Sensai – der Karatelehrer – eine Anweisung gibt. Natürlich wird auch viel gespielt und die Kinder sind mit Begeisterung bei diesem Spiel

Hölzle ist eine Kombination von Raten und Bluffen. Dabei verstecken die Teilnehmenden Zündhölzer in der Faust. Es gilt dann deren Anzahl zu erraten. Die Idee, aus dem Spiel eine Schweizer Meisterschaft zu machen, entstand vor sechs Jahren. Die Teilnahme ist nicht etwa Männersache. Im vergangenen Jahr hat auch eine beachtliche Anzahl Frauen teilgenommen. Maximal 36 Teilnehmende können sich noch bis eine Woche vor dem Spieltag vom 23. September anmel-

den. Das Startgeld beträgt 40 Franken. Jeder Teilnehmende erhält einen kleinen Preis. Dieses Jahr konnte die Firma Vonplon als Hauptsponsor gewonnen werden. Der Ablauf ist traditionell und startet um 13 Uhr mit einer Einwärmrunde. Um 14.30 Uhr findet die Tischeinteilung statt, eine Viertelstunde später wird auf die Regeln hingewiesen. Kurz vor 15 Uhr singt man die Nationalhymne und dann geht es mit der ersten Runde Hölzle los. Renata Schönbächler und ihr Adler-Team werden die Anwesenden mit Speis und Trank verwöhnen. (pd.)

Eindruck verschaffen will sich auch Sicherheitsdirektor Mario Fehr. Er wird den Jugendfeuerwehrlern vor der Rangverkündigung die Grussbotschaft des Regierungsrats überbringen. Kantonaler Jugendfeuerwehr-Wettkampf am Samstag, 26. August, 8.30 bis 17 Uhr, Sportzentrum Schachen in Bonstetten. www.jfw-wettkampf.ch.

Amberg am Rindermarkt Daniel Amberg, Kunstmaler aus Bonstetten, zeigt seine Werke in der Galerie am Rindermarkt in Zürich. Seine surrealistischen Werke vermischen Traum und Wirklichkeit. Vom 24. August bis 16. September stellt der Bonstetter Kunstmaler Daniel Amberg in der Galerie am Rindermarkt in Zürich aus. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich von der Ausstrahlung seiner Bilder bezaubern zu lassen – und von der Auseinandersetzung mit den Themen Mensch und Umwelt in der heutigen Zeit. Ausstellung vom 24. August bis 16. September, täglich 14 bis 21 Uhr, Rindermarkt 7, Zürich. Vernissage am 24. August, 18 bis 21 Uhr.

Samstag, 23. September, ab 13 Uhr. Restaurant

www.danielamberg.ch.

Adler, Kappel. Anmeldung bei Renata Schönbächler, Telefon 044 764 18 40 oder per E-Mail: restaurant.adler@datazug.ch. Startgeld 40 Franken.

Ausstellungen dabei. Und als Mutter ist man erstaunt, dass sie mit so viel Konzentration dabei sind, dass es weder Geschrei noch Verletzungen gibt. Nach kurzen Trainings-Intervallen und bei fast 30 Grad Wärme Hüpfen, Balancieren, Luft-Treten und Blocken gibt es eine wohlverdiente Abkühlung im Schwimmbecken. Um anschliessend noch einmal eine Zeit lang konzentriert die Geheimnisse der faszinierenden Sportart Karate zu erkunden. Und nun sind die Buben und Mädchen ganz auf den Sport eingestellt. Auch wer am Anfang noch zögerlich oder schüchtern war, kommt aus sich heraus und absolviert die Übungen mit solchem Elan, dass die Eltern begeistert zurufen und klatschen. Mit einer Verbeugung, wie für die asiatischen Sportarten üblich, endet der abwechslungsreiche Nachmittag. Die Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche liegt Andi Müller sehr am Herzen. Darum werden noch weitere Kurse in der Badi Stigeli durchgeführt. Spiel und Spass, Selbstverteidigung und Körperbeherrschung stehen im Vordergrund. (pd.)

Aeugst am Albis Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Unter dem Hammer...» ...wird auf dem Amboss glühend heiss das Eisen geschmiedet. Beat Steudler und Sohn Roman zeigen das Handwerk des Schmieds heute. Es entstehen nebenbei auch Kunst-und Gebrauchsgegenstände. Mo, 8-11.30/16-18.15, Di/Do, 811.30, Mi, 8-11.30/14-16.30 Uhr. Bis 24. August.

Aeugstertal Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: Mechanische und elektrische Spielzeuge von 1960 bis 1980erJahre. Mi-So, 11-18 Uhr. Bis Ende März 2018.

Kappel am Albis

Weitere Kinder-/Jugendtraining-Daten in der Badi Stigeli: Mittwoch, 16. August, von 14 bis 15.30 Uhr. Mittwoch, 23. August, von 14 bis 15.30 Uhr. BadiEintritt und Karate-Lektion sind gratis.

Beim Hölzle geht es darum, die Anzahl Zündhölzer in den Fäusten der anderen zu erraten. (Bild zvg.)

Kloster Kappel (Klosterkeller/Klostercafé/Gänge), Kappelerhof 5: «Vielschichtig-Tief», Bilder von Bruno Arnold. Bis 13. August.


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Sport

Donnerstag, 3. August 2017

Die totale Dominanz im Schweizer Fussball Der FC Basel im Blickfeld vor dem Cupauftritt vom 13. August im Wettswiler Moos-Stadion – Teil 3 Nach 22 langen Jahren des Wartens sicherte sich der FC Basel am 24. April des Jahres 2002 mit einem 3:0 auf dem Berner Neufeld (das Stade de Suisse war im Bau) gegen die Young Boys endlich seinen 9. Meistertitel. Es begann ein Höhenflug wie wohl noch nie zuvor im Schweizer Fussball. ................................................... von andreas wyniger Nach diesem Triumph, die Begeisterung auf dem Barfüsserplatz nach dem Gewinn der Meisterschaft war kaum verstummt, gewann der FCB im selbigen Jahr auch noch den Schweizer Cup durch einen 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen die Grasshoppers. Und auch im UI-Cup stand er im Final, scheiterte aber an Aston Villa. Unter dem Präsidenten Werner Edelmann schrieb Basel internationale Geschich-

te bei der erstmaligen Teilnahme an der Champions League. Während in der Qualifikation dafür Celtic Glasgow ausgeschaltet wurde, wurde in den Gruppenspielen Fussball Europa bewegt. Nach den legendären Spielen gegen Spartak Moskau, Valencia und Liverpool qualifizierten sich die Blauroten vor den Engländern und den Russen überraschend für die zweite Runde. Diese fand damals ebenfalls in Form von Gruppenspielen statt und nach heroischen Kämpfen gegen Manchester United, Juventus Turin und Deportivo La Coruña belegte der FC Basel am Ende den dritten Platz und schied nur wegen der schlechteren Tordifferenz aus. Basel hatte in Europa erstmals ein Zeichen gesetzt.

titel in Serie, vier Cupsiege und der Wandel zu einem Fussballgiganten für Schweizer Verhältnisse darf Gigi Oehri mitfeiern. Zum Abschluss ihres Wirkens erfolgte 2011/2012 die wohl erfolgreichste Saison Basels in der langen Clubgeschichte. Obwohl es mitten in der Saison zu einem Trainerwechsel von Thorsten Fink zu Heiko Vogel kam, wurde die Meisterschaft mit 20 Punkten Vorsprung auf Luzern gewonnen. Gegen den gleichen Gegner gewann man auch den Schweizer Cup und in Europa sorgte man wieder für Furore. Hinter Benfica Lissabon, aber vor Manchester United qualifizierte sich der FCB für die Achtelfinals der Championsleague, wo trotz Heimsiegs das Ausscheiden gegen Bayern München anstand.

Die «First Lady von Basel» übernimmt Zur Überraschung vieler, aber mit unglaublichem Erfolg und vielen zukunftsträchtigen Entscheidungen übernahm 2006 Gigi Oerhi das Zepter als Präsidentin des FCB. Vier Meister-

Und dann kam er, smart-erfolgreich-erfolgreich-und erfolgreich Nachfolger Oehris als Präsident wurde Bernhard Heusler. Mit Weitsicht, wohl überlegten Aktionen, viel Fussballver-

stand und vor allem einem stets perfekten Auftritt gegen aussen prägte Heusler den FCB wie kaum ein Zweiter. Es war die Zeit von Trainer Murat Yakin, der Rückkehr zahlreicher Auslandsspieler wie Alex Frei oder Marco Streller. Eine verschworene Einheit entstand, Spieler wie Sven Sommer, Stocker, Hakan Yakin – man kann hier nicht alle aufzählen – trugen in dieser Zeit das rotblaue Trikot. In der Europaleague Saison 2012/2013 stiess man nach Erfolgen über Dnipro Dnipropetrovsk, Zenit St. Petersburg und Tottenham bis ins Halbfinale vor, wo gegen das berühmte Chelsea Endstation war. 2013/2014 wurde der fünfte Meistertitel in Serie erreicht, und so brach der FC Basel einen über 50-jährigen Rekord im Schweizer Fussball. Damals hatten die Young Boys aus Bern (1957–1960) vier Meistertitel in Serie errungen. Ehe Bernhard Heusler zum Ende der letzten Saison den Führungsstab an Bernhard Burgener übergab, durfte er insgesamt fünf Meistertitel und einen

Cupsieg mitfeiern. Wir ziehen den Hut. Nun hat die aktuelle Saison 2017/2018 begonnen. Viel wurde beim FCB verändert. Möglicherweise gibt es schon bald über die vielleicht grösste Negativüberraschung Basels im Schweizer Cup (natürlich darf geschmunzelt werden) vom 13. August im Wettswiler Moos-Stadion zu lesen. Wer es noch nicht getan hat, sollte sich jetzt dringend mit Tickets eindecken, das Spiel steuert auf einen Zuschauerrekord hin. Die Sitzplatztickets sind praktisch ausverkauft. Wer schnell ist, kann vielleicht noch eines der letzten ergattern. Ansonsten werden noch Stehplätze mit dem besonderen «Kurvenfeeling» verkauft. Hiermit endet die Vergangenheitsgeschichte des FCB. Nun heisst es, sich auf das Aktuelle zu fokussieren. Mehr dazu in der Vorschau der nächsten Woche. Tickets unter www.ticketcorner.ch oder an fast jeder Poststelle.

Die Spitze muss den Durchbruch schaffen

Die Faszination der Optimierung

Saisonhöhepunkt Ironman Zürich: Team Koach stärkstes Team

Ämtler am Zürcher Ironman-Weekend Triathlon umfasst mehr als drei Sportarten und zwei Wechselzonen: Es ist die Faszination der Optimierung, die daraus einen besonderen Sport macht. Am Wochenende haben eine Ämtlerin und 14 Ämtler den Ironman oder den olympischen Triathlon in Zürich gefinisht. von bernhard schneider

Stark als Team: Das Team Koach am Ironman Switzerland in Zürich. (Bild zvg)

Ein sonniges Wochenende voller spannender Wettkämpfe: Der Ironman Switzerland mit den kurzen Distanzen am Samstag und der Langdistanz am Sonntag war für Teilnehmer, Helfer und Zuschauer der Höhepunkt der Triathlon-Saison. Team Koach wurde erneut als stärkstes Team ausgezeichnet. Die führende Rolle des Teams Koach war allein schon optisch erkennbar: Weiss-grün tauchte überall auf der Wettkampfstrecke und unter den Fans auf. Der Altersklassen-Sieg von Pascal Boll ergänzt mit zahlreichen weiteren starken Leistungen beim Ironman war massgebend dafür, dass der Erfolg des Teams Koach im Team-Ranking wiederholt werden konnte. Insgesamt zählte das Team Koach 26 Finisher, die zusammen fünf Podestplätze errangen, gut verteilt auf alle Wettkämpfe und Altersklassen. Der Samstag begann mit dem Short Triathlon über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Diese Distanz eignet sich einerseits für den Einstieg in Triathlon-Wettkämpfe, anderseits auch als wettkampfmässiges Training für längere Distanzen. Die anschliessende olympische Distanz, die beim Ironman das Label «5150» trägt, führt über 51,5 Kilometer: 1,5 Schwimmen, 40 Rad, 10 Lau-

fen. Starke Leistungen zeigten hier unter anderen die Ämtler Koach-Triathleten Olivier Herbelin, Roman Hofstetter und Manuel Schönbächler. Der Ironman vom Sonntag über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Radfahren und die Marathon-Distanz von 42,2 Kilometern forderte von den Athleten wie immer alles ab. Während für die Altersklassen-Athleten je nach dem der Startplatz an der WM in Hawaii oder einfach das Erreichen des Ziels im Vordergrund steht, läuft vorne das Rennen der Profis, wobei die Einheimischen wie bei vielen Rennen auch in Zürich – diesmal mit Ausnahme des Siegers – dominierten.

Müller: Verletzung überwunden Der Ämtler Koach-Profi Urs Müller kam drei Minuten nach den Mit-Favoriten Ruedi Wild und Jan van Berkel aus dem Wasser, die schliesslich die Plätze zwei und drei errangen. Auf dem Rad trennte sich rasch die Spreu vom Weizen. Während der australische Newcomer Nicholas Kastelein vorne einen Start-Ziel-Sieg errang, bildete sich dahinter auf der Rollerstrecke nach Feldbach eine Verfolgergruppe um Urs Müller und Seriensieger Ronnie Schildknecht, die bis zum Schluss der ersten von zwei Runden mit Ausnahme von Kastelein alle Mitfavoriten eingeholt hatte. Für Urs Müller ging es um einen letzten Test

nach seiner langwierigen Verletzung, bevor im September das Rennen um die weltweit nur 50 Profi-Startplätze an der WM in Hawaii 2018 losgeht. Für ihn ging es darum, Erfahrungen auf dem Rad zu sammeln und mögliche Taktiken auszutesten. Solche Exploits mit 500 bis 600 Watt Tretleistung kosten enorm viel Kraft. Urs Müller hat dabei Erkenntnisse gewonnen, die ihm später nützlich sein können. Kurz bevor das Verfolgerfeld Feldbach zum zweiten Mal passierte, musste er denn auch abreissen lassen und wechselte als 11. auf die Laufstrecke. In der ersten Runde arbeitete er sich auf Rang 9 vor. Als sich auf der zweiten Runde abzeichnete, dass ein Vorstoss unter die ersten fünf Profis nicht mehr möglich ist, überzeugte ihn Coach Kurt Müller, das Rennen nach 26 Kilometern abzubrechen: «Das letzte Drittel des Marathons geht überproportional an die Substanz und Urs muss nun konzentriert mit dem Aufbau für den Ironman Italy im September beginnen.» Das Fazit von Kurt Müller: «Mit dem Sieg des Teams beim Ironman und der klaren Führung in der Saisonwertung haben wir gezeigt, wie stark wir in der Breite sind. Nun müssen wir unsere Spitzenathleten unterstützen, um den Durchbruch zur Weltklasse zu schaffen und 2018 die Qualifikation für Hawaii zu erreichen.» (tk)

Unschlüssigkeit am Samstag bei vielen Triathletinnen und Triathleten auf der Landiwiese in Zürich vor dem Start: Sollen sie nun mit oder ohne Neopren ins Wasser gehen? Der Vorteil des Neoprenanzugs: Der Körper kühlt weniger ab und benötigt daher weniger Energie, zudem unterstützt der Anzug eine bessere Wasserlage. Der Nachteil: Man muss ihn in der Wechselzone ausziehen und verliert dabei Zeit. Beim Short mit 500 Meter Schwimmen hat sich eine Mehrheit gegen den Anzug entschieden, bei der olympischen Distanz über 1,5 Kilometer trugen die meisten den Neopren – und beim Ironman über 3,8 Kilometer ohnehin. Für Einsteiger lohnt es sich, in solchen Fragen, zu schauen, was die Profis tun. Die zweite Optimierungsfrage betrifft das Schwimmen. Gute Schwimmer sorgen vor allem mit den Armen für Vortrieb und schonen die Beine für Radfahren und Laufen. Sie müssen sich im Wasser daher nicht schonen. Je stärker aber der Einsatz der Beine ist, desto eher empfiehlt sich Zurückhaltung beim Schwimmen, um nicht zu viel Kraft zu verpuffen. Weitere Fragen betreffen die Dosierung der Energie, um das Risiko von Krämpfen zu minimieren sowie die Verpflegung.

Höhenmeter bei viel Wind und Hitze charakterisieren. Der stärkste Ämtler Schwimmer beim Ironman, der Bonstetter Patrick Baumeler, lag in der zweiten Wechselzone noch knapp vor Sadurní, büsste diesen Vorsprung aber auf der ebenso schönen wie anspruchsvollen Marathonstrecke durch die Innenstadt und dem Seebecken entlang ein. Baumeler hat mit der Halbdistanz «70.3» in Rapperswil den Aufbauwettkampf in der Schweiz bestritten. Den ersten Ironman in diesem Jahr bestritt hingegen der Stalliker Roberto Rizzo.

Herbelin immer stärker Erwartungsgemäss schnellster Ämtler auf der olympischen Distanz war Profi Patrick Rhyner, gefolgt von den Bonstettern Olivier Herbelin und Roman Hofstetter. Sie alle gehören, wie auch der viertplatzierte Ämtler, Manuel Schönbächler, dem Team Koach an. Wie stark Olivier Herbelin mittlerweile geworden ist, zeigte er, indem er auf dem Rad und dem abschliessenden Lauf sogar Patrick Rhyner einige Sekunden abnahm. Die besten Kategorienränge erzielten – wie gewohnt – der Knonauer Werner Ammann als 3. und Patrick Rhyner als 5. bei den Profis. Sandra Tandler als 6. und Olivier Herbelin als 8. waren für die weiteren Ämtler TopTen-Resultate besorgt. Zahlreiche weitere Ämtlerinnen und Ämtler starteten im Short-Triathlon oder im Firmenwettkampf. Einige, wie Roman Hofstetter, liessen es sich sogar nicht nehmen, am Samstagvormittag als Einzel- und am Nachmittag als TeamTriathlet zu starten. Die Ämtler Resultate: Ironman: Eduard Sadurní, Ob-

Zürich nach Lanzarote Schnellster Ämtler Ironman war Eduard Sadurní aus Obfelden, der lediglich 10:18:28 benötigte. Nach dem Schwimmen mit 1:15 Stunden im Mittelfeld arbeitete er sich auf dem Rad und insbesondere mit der ausgezeichneten Marathon-Zeit von 3:34 weit nach vorne. Der Obfelder, der für Spanien startet, erbrachte diese Leistung lediglich zwei Monate nach einem ebenfalls starken Auftritt beim Ironman Lanzarote, den die meisten

felden, 10:18:28, 22. M40; Patrick Baumeler, Bonstetten, 11:12:02, 72. M30; Roberto Rizzo, Stallikon, 12:59:17, 75. M50. Olympische Distanz: Werner Ammann, Knonau, 2:49:16, 3. M65; Patrick Rhyner, Rifferswil, 2:04:17, 5. MPro; Sandra Tandler, Ebertswil, 2:50:52, 6. F45; Olivier Herbelin, Bonstetten, 2:09:56, 8. M30; Roman Hofstetter, Bonstetten, 2:14:26, 11. M25; Michi Grimm, Obfelden, 2:18:50, 13. M35; Manuel Schönbächler, Mettmenstetten, 2:17:39, 15. M30; Antonio Ferrer, Wettswil, 2:21:13, 19. M35; Manuel Seiler, Stallikon, 2:32:36, 27. M25; Andreas Hofer, Stallikon, 2:53:18, 37. M50; Ronny Schuh, Hausen, 2:39:37, 73. M35; Stefano Battiston, Stallikon, 3:08:26, 76. M25.


Extra

Donnerstag, 3. August 2017

menschen im säuliamt

herkömmliches

«Die Kontakte zu den Ärzten waren meine Stärke»

Schweizerisch

Hanspeter Zürcher arbeitete viele Jahre für die Ciba-Geigy als Ärzteberater, ein Beruf, den er bis zur Pensionierung sehr schätzte. Er wohnt mit seiner Frau Vreni in Hausen und plant nun den Umzug vom Haus in eine Wohnung. ................................................... mit hanspeter zürcher sprach marianne voss Aufgewachsen sei er in Zug zusammen mit einer Schwester bei guten, lieben Eltern. «Zusammenfassend kann ich sagen: Ich hatte eine zufriedene Kindheit und Jugend.» Hanspeter Zürcher sitzt am Tisch auf der Veranda seines Hauses und berichtet weiter von seiner Lehre zum Drogisten und seinem dreijährigen Aufenthalt von

Der Gaffer Kostprobe aus einem Gedicht von Hanspeter Zürcher. Ich bin das sicher nicht allein Ein jeder möchte Gaffer sein Doch seit es diese Gaffer gibt Man weiss, sie sind sehr unbeliebt! Ich bin der erste auf der Welt Der für sich selbst hat hergestellt Eine Karte, die ganz dreist Ja mich als Gaffer nun ausweist! Nun bin ich überall dabei Sei es bei einer Pöbelei Sei es bei einem Grossunfall Die Gaffer-Card gilt überall! Kommt Polizei und sagt zu mir: «Verschwinden Sie sofort von hier!» Die Gaffer-Card mein Ausweis ist «Ich darf hier sein, Herr Polizist!» Ja manchesmal es ist verrückt Wenn einer seinen Ausweis zückt Ein jeder schnell sich vor ihm bückt Und deshalb ist mein Trick geglückt! Doch nun zum Schluss, man glaubt es kaum Ich wache auf aus einem Traum Den Gaffer-Ausweis gibt es nicht Und nun zu End ist die Geschicht!

1962 bis 1964 in Australien. Die Jahre in Australien waren für ihn eine sehr wichtige Lebenserfahrung. Die Hinund Rückreise unternahm er mit dem Schiff. «Das dauerte jeweils rund einen Monat, doch es war sehr spannend.» Er habe viele Kontakte geknüpft und viel von der Welt gesehen. «Jedes Mal, wenn das Schiff an einem Ort anlegte, konnte ich aussteigen und lernte so fremde Städte kennen», erzählt er begeistert. In Australien ging es ihm in erster Linie ums Englischlernen. Er jobbte sich von West nach Ost durch und übernahm Tätigkeiten in einer Schokoladenfabrik, einer Molkerei, bei einem Medikamenten-Grossisten oder im Vertrieb von Dr. Oetker-Produkten.

Persönliche Kontakte Nach seiner Rückkehr arbeitete Hanspeter Zürcher zuerst in einer Drogerie in Zürich, wo er auch seine zukünftige Frau, Vreni, kennenlernte. Weitere berufliche Stationen waren Anstellungen in einem Institut für Marktanalysen und bei einer Chemiefirma. Danach bewarb er sich bei der Ciba-Geigy und wurde sogenannter Ärzteberater. Diese Tätigkeit übte er bis zur Pensionierung während fast 30 Jahren mit grosser Freude aus. «Ich war so etwas wie ein Vertreter und stellte den Ärzten die neuen Produkte vor.» Dabei sei das Wichtigste der Aufbau eines guten, vertrauensvollen Kontaktes gewesen. «Und diese Kontakte zu den Ärzten waren gewiss meine Stärke», betont er. «Der Arzt erwartete von mir neue Informationen und nahm oftmals das Produkt von Ciba-Geigy und nicht von der Konkurrenz, weil er zu mir eine persönliche Beziehung hatte.» Oftmals habe man sich auch im familiären Rahmen zusammen mit der Gattin des Arztes zu Essen getroffen. «Solche Verknüpfungen von Privat und Geschäft wären heutzutage wohl eher schwierig», meint er nachdenklich und fügt etwas wehmütig an: «Es war einfach ein toller Job.» Er habe gute Weiterbildungen und Sitzungen in Basel erlebt. «Und die Firmenkultur in der CibaGeigy, die ja dann zur Novartis wurde, war ganz allgemein sehr angenehm.» Sein grosses Gebiet umfasste zuerst die Kantone Zug, Schwyz, Glarus und Graubünden. Oftmals konnte er abends nicht heimkehren und musste

«Auf dem Bild bin ich viel schöner als in Wirklichkeit», so der humorvolle Kommentar von Hanspeter Zürcher nach der Fotosession. (Bild Marianne Voss) auswärts übernachten. Zugunsten seiner Familie konnte er dann die Betreuung einer im näheren Umkreis liegenden Region übernehmen.

Humorvolle Verse 1978 konnten Vreni und Hanspeter Zürcher in Hausen ein Eigenheim kaufen. Dort wuchsen dann auch die beiden Kinder auf. «Heute sind wir schon Gross- und Urgrosseltern.» Nun plant das Paar im Hinblick aufs Alter den Umzug vom Haus in eine nahe gelegene Wohnung – ein Vernunftsentscheid, der nicht nur leicht fällt. «Es ist aber sicher besser jetzt umzuziehen und nicht erst, wenn andere das entscheiden müssen.» Doch es gehe jetzt darum, sich von vielem zu trennen, sagt er etwas wehmütig. Beim Gespräch über seine Hobbys wird Hanspeter Zürcher aber wieder ganz lebhaft. «Neben dem Skifahren ist aktuell mein grösstes Hobby das Schreiben von Versen.» Er holt einen dicken Ordner und einen Stapel der Publikation «Oberämtler Sportler» und lädt die Besucherin zum Lesen der mehrheitlich erheiternden Verse ein.

Auf die Frage, wie er zum Dichten gekommen sei, erklärt er: «Schon als Kind las ich gerne Globi-Bücher. Ich schaute nicht nur die Bilder an, sondern verschlang auch die Verse.» Und bald habe er selber Gedichte geschrieben. Zu Geburtstagen, Hochzeiten oder eben jetzt auf der Schlussseite des «Oberämtler Sportler». Zum Schluss wird Hanspeter Zürcher noch sehr persönlich: «Wissen Sie, ich bin auch ein Bibelleser. Der Glaube an unsern Schöpfer ist für mich sehr wichtig.»

Um 200 vor Christus besiedelten keltische Volksstämme die heutige Schweiz. Deren Name und Bezeichnung geht zurück auf die Römer, welche die bündnerischen Siedler Rhätier nannten, die am Genfersee ansässigen hiessen Allobroger und im Mittelland lebten die legendären Helvetier. Während die Erstgenannten nur regionale Bedeutung erlangten, hat sich Helvetia schweizweit als offizielle Landesbezeichnung durchgesetzt. Hinter dem geheimnisvollen Kürzel CH verbirgt sich bekanntlich die lateinische Wortkombination Confoederatio Helvetica, die jedem Fünfliber nachhaltig eingeprägt ist, aber keinen namentlichen Bezug zur Schweiz erkennen lässt. Weder die Sage von Willhelm Tell noch der Rütlischwur vermag die Herkunft der heute üblichen Landesbezeichnung zu klären. Oder höchstens insofern, als die Schwyzer von allem Anfang an zur Eidgenossenschaft gehörten. Deren Kantons- beziehungsweise Ortsname wurde später verhochdeutscht und auf den ganzen Staatenbund übertragen. Über die Bedeutung des Wortes Schwyz ist nichts Näheres bekannt, ausser dass der Name weder alemannischer noch lateinischer Herkunft ist. Mit anderen Worten: Voralpines Urgestein: Solid, traditionsbewusst, ordnungsliebend, neutral, bankenfreundlich, unabhängig von fremden Richtern… Oder was immer man darunter verstehen mag. (ubo) In der Serie «Herkömmliches» deutet Urs Boller die mutmassliche Herkunft von Wörtern und Begriffen.

Im Spital Affoltern geboren

Serie «Menschen im Säuliamt» In der Serie «Menschen im Säuliamt» berichtet Marianne Voss aus dem Leben von Menschen – ob jung oder alt, ob berühmt oder unbekannt –, die im Säuliamt wohnen oder im Bezirk Affoltern ihren Arbeitsplatz haben. Die Serie erscheint in loser Folge.

Ben, 26. Juli.

wetter

Seit gestern auf Kredit Jährlich erneuerbare Ressourcen verbraucht Seit gestern Mittwoch, 2. August, hat die Menschheit sämtliche ihr zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen aufgebraucht, welche die Erde innerhalb eines Jahres erneuern kann.

Jaro Leano, 26. Juli.

lich 1,7 Planeten für alle Länder zusammen. Ein Lebensstil, wie ihn die Amerikaner oder die Australier pflegen, wäre für die Umwelt noch schädlicher: Dann wären sogar fünf Planeten zur Deckung des Bedarfs an natürlichen Ressourcen nötig. (pd.) Weitere Infos unter www.wwf.ch/footprint.

bauernregel «Fängt der August mit Hitze an, bleibt auch lang die Schlittenbahn.»

Der «Welterschöpfungstag» wird alljährlich in Zusammenarbeit mit dem WWF vom Global Footprint Network errechnet. Das Datum verschob sich im Laufe der letzten Jahrzehnte im Kalender immer weiter nach vorne. Der Welterschöpfungstag 2017 wurde eine ganze Woche früher als im vergangenen Jahr erreicht. Würde die ganze Welt wie die Schweizer Bevölkerung leben, bräuchte es mehr als drei Planeten, um den Bedarf der Weltbevölkerung zu befriedigen – im Vergleich zu durchschnitt-

Davin, 28. Juli. (Bilder Irene Magnin)

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Ansprache Der Präsident spricht schon seit Stunden Doch der langen Rede kurzen Sinn Hab ich schon längst herausgefunden Bevor ich eingeschlafen bin Martin Gut

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059 2017  
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