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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 59 I 170. Jahrgang I Dienstag, 26. Juli 2016

Dachlissen feierte

40 Jahre Lehrer

Gemütliches Fest mit Wetterglück im Rahmen von 900 Jahre Mettmenstetten. > Seite 3

Primarschule Affoltern verabschiedet Bruno Lässer und drei andere treue Mitarbeitende. > Seite 5

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Kreuz und Quer «Startpunkt Säuliamt»: Urs Kneubühl steuert im Postauto fast alle Gemeinden an. > Seite 6

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Rad-Reise Mit «Erlebnisse» ging es durch tiefe Schluchten in Südfrankreich. > Seite 7

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Vierzehn Podestplätze Glanzvoller Auftritt der LV Albis an den kantonalen Meisterschaften der Leichtathleten. > Seite 14

Jugendliche können aussuchen

Lärm und Drogen stören Aeugster

Zahl der Bewerbenden pro Lehrstelle nimmt ab auch im Säuliamt ab

Ein Treffpunkt von Jugendlichen mitten im Dorf sorgt für Empörung.

Vor 20 Jahren herrschte Lehrstellenmangel; viele Jugendliche mussten froh sein, überhaupt eine Lehrstelle zu finden. Heute gehört es zum Prestige von KMU, Ausbildungsplätze anzubieten. Zum Lehrbeginn sind aber lange nicht alle Ausbildungsplätze besetzt.

Im Dorfzentrum von Aeugst versammeln sich fast täglich Jugendliche. Die Rampe eines Werkstattgebäudes benutzen sie allerdings nicht nur zu einem gemütlichen Schwatz. Anwohner fühlen sich auf ihren Gartensitzplätzen und Balkonen durch laute Musik und den Geruch von Haschisch gestört. Sie sprechen von einer massiven Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Reklamationen an die Polizei, Gemeindebehörden und an den Besitzer der betreffenden Liegenschaft schufen bisher keine Abhilfe. Die betroffenen Anlieger fühlen sich nicht ernst genommen. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 3

................................................... von salomon schneider Die Berufslehre ist ein Erfolgsmodell, das nirgends so verbreitet ist wie in der Schweiz. Jugendliche, die nach Abschluss der Sekundarschule stärker praktisch arbeiten wollen, finden damit den Einstieg ins Berufsleben, spezialisieren sich schulisch in der Berufsschule und können ergänzend eine Berufsmittelschule besuchen. Anschliessend gibt es die Möglichkeit zu zahlreichen Weiterbildungen in verschiedene Richtungen.

Berufswahl ist auch Modesache Dieses Modell führte jahrzehntelang zu einer im internationalen Vergleich tiefen Maturaquote, da der Grossteil der Jugendlichen zuerst eine Berufs-

In handwerklichen Berufen müssen sich die Lernenden die Hände ab und zu schmutzig machen. (Bild Salomon Schneider) lehre absolvierte. Anfang der 2000erJahre begannen immer mehr Jugendliche dem akademischen Weg einzuschlagen, gerade in Städten und Agglomerationen und die Lage auf dem Lehrstellenmarkt begann sich zu entspannen. Gerade in steuergünstigen Gemeinden wie Wettswil und Hedingen ist die Maturaquote besonders hoch. Dies legt die Vermutung nahe, dass Eltern aus der oberen Mittelschicht die Zukunft ihrer Kinder ten-

denziell öfter auf dem akademischen Weg sehen. Heute gibt es bedeutend mehr Lehrstellen als Interessenten und die Anzahl Bewerbungen pro Stelle ist stark zurückgegangen. Für den Beginn im August sind momentan noch 20 Prozent der im Säuliamt vorhandenen Lehrstellen nicht vergeben. Schlussendlich sind auch im Bereich der Bildung Modeströmungen relevant. Während sich momentan der

akademische und der kaufmännische Weg hoher Beliebtheit erfreuen, konnten im Knonauer Amt in den vergangenen Jahren auch immer alle Lehrstellen in den Bereichen Gartenbau und Tierzucht vergeben werden. Wo gut ausgebildete Fachkräfte rar sind, steigen dafür die Löhne. Es ist deshalb gut möglich, dass in zehn Jahren ganz andere Berufe beliebt sind. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Agility-Gold Die 13-jährige Affoltemerin Antonia Lüthi gewinnt mit Harlekin-Pudel Straccio das European Open in Cilistov, Slowakei, in der Kategorie «Children» (bis 14 Jahre) mit mittelgrossem Hund. ................................................... > Bericht auf Seite 14 anzeigen

«Dorfchochete» statt «Donnschtig-Jass» Kein Jassglück in der ersten Runde: Bonstetten verpasste den Sieg in Chur Mit 81 gegen 42 Differenzpunkten unterlag Bonstetten beim Donnschtig-Jass in Chur der Seegemeinde Küsnacht, die nun am kommenden Donnerstag vor laufenden SRF-Kameras die nächste Runde austragen darf. Die Enttäuschung der Jasserinnen und Jasser aus Bonstetten hält sich in Grenzen und macht der Vorfreude Platz auf das Alternativprogramm: Statt Donnschtig-Jass steigt nun am kommenden Donnerstag die Dorfchochete, zu der 300 bis 400 Gäste erwartet werden. Beim Fernseh-Event wäre der Dorfplatz von 1500 bis 2000 Jassfans geflutet worden. «Wir mussten uns im Vorfeld für zwei Varianten rüsten», erzählt OKMitglied Primus Kaiser, der ehemalige Gemeindeschreiber. Beim Jass hätte die Helferliste rund 110 Namen umfasst, bei der Kochveranstaltung wird noch rund ein Viertel davon benötigt. Das von Telefonjasser und Gemeinderat Claude Wuillemin angeführte OK traf sich mehrmals mit den Küsnachter Organisatoren, um Details zu besprechen – in sehr freundschaflicher, kollegialer Atmosphäre, wie Primus Kaiser betont. «Küsnacht hätte uns sogar die Absperrgitter kostenlos zur Verfügung gestellt», fügt er bei.

Hatten in der ersten Runde kein Jassglück, steigerten sich dann aber eindrücklich: Die Bonstetter Donschtig-JassVertretung mit Regina Kaiser, Claude Wuillemin, Roman Denoth und Isabel Rutishauser (von links). (Bild Werner Schneiter) Nun heisst es in Bonstetten übermorgen Donnerstag ab 18 Uhr also «Dorfchochete» statt «Donnschtig-Jass». Zum Anlass ist nicht nur die Dorfbevölkerung eingeladen. Caterer Künzli

aus Stallikon bereitet drei Menüs aus dem Werk «Bonstetten kocht» zu, die Bäckerei-Café Betschart aus Bonstetten liefert Süssigkeiten, deren Rezepte ebenfalls aus dem Werk von Angela

und Raffaela Höhn stammen. Bei schlechtem Wetter steigt die Veranstaltung im Gemeindesaal. (-ter.) ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 11

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TO D E S A N Z E I G E

Todesfälle Affoltern am Albis Am 7. Juli 2016 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Gertrud Deluigi geb. Christen geb. 25. November 1930, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Stallikon Am Freitag, 15. Juli 2016, ist in Zürich gestorben:

von Wyl Josef Ildephons geboren am 27. Dezember 1930, von Sarnen OW, wohnhaft gewesen Weidhogerweg 12, 8143 Stallikon. Die Abdankungsfeier findet am Mittwoch, 27. Juli 2016, 14.30 Uhr, in der reformierten Kirche Stallikon statt. Bestattungsamt Stallikon

Wir haben die schmerzliche Pflicht, die Bevölkerung vom Hinschied unseres geschätzten Mitbürgers

Josef von Wyl 1930 – 2016

in Kenntnis zu setzen. Er verstarb am 15. Juli 2016 in Zürich. Josef von Wyl erfüllte seine Aufgaben als Mitglied und Präsident der Fürsorgebehörde von 1974 bis 1990 engagiert und gewissenhaft zum Wohl der Gemeinde. Durch die Erstellung der vielen öffentlichen Brunnen in den letzten Jahrzehnten hat Herr von Wyl zur Verschönerung der Gemeinde beigetragen. Wir werden den Verstorbenen in guter Erinnerung behalten. Seiner Ehefrau und der Trauerfamilie sprechen wir unser Beileid aus. Gemeinderat Stallikon Die Abdankungsfeier findet am Mittwoch, 27. Juli 2016, 14.30 Uhr, in der reformierten Kirche Stallikon statt.

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Bezirk Affoltern

Entlastung für pflegende Angehörige Bettina Debrunner arbeitet als neue Vermittlerin beim Entlastungsdienst Kanton Zürich. Sie ist für die Regionen Horgen und Knonauer Amt zuständig. «Mir bereitet die Tätigkeit als regionale Vermittlerin grosse Freude», sagt Bettina Debrunner, «ganz besonders, wenn ich Menschen mit Entlastungsbedarf und eine passende Betreuungsperson zusammenbringen kann.» Die 40-Jähri- Bettina Debrunge arbeitet seit ver- ner. (Bild zvg.) gangenem Herbst als fachliche Leiterin Pflege für den Entlastungsdienst Kanton Zürich. Seit Kurzem ist sie als Vermittlerin auch noch für die Region Horgen und Knonauer Amt zuständig. Zuvor war die diplomierte Pflegefachfrau in verschiedenen Spitälern und Spitex-Organisationen der Region tätig. Der Entlastungsdienst betreut Kinder, Erwachsene und Senioren mit einer Behinderung, psychischer oder körperlicher Einschränkung, bei Demenzerkrankung sowie nach einem Spital- oder Rehabilitationsaufenthalt. Die Einsätze können stunden-, tageoder wochenweise sein und finden meist regelmässig und im gewohnten Umfeld der zu betreuenden Person statt. Auch kurzfristige Betreuung zur Überbrückung von Engpässen, bei Überlastung oder Ferienabwesenheiten sind möglich. Bettina Debrunner Telefon 044 741 13 23 (Montag, Donnerstag und Freitag) oder bettina.debrunner@entlastungsdienst.ch. Infos unter www.entlastungsdienst.ch/zuerich.

Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli

Ein Kiffertreffpunkt mitten in Aeugst sorgt für grossen Ärger unter den Anwohnern Hinter dem Volg in Aeugst kiffen, dealen und lärmen mehrmals in der Woche ein halbes Dutzend Jugendliche meist bis spät abends. Verzeigungen und Bussen seitens der Kantonspolizei und unzählige Reklamationen bei den Gemeindebehörden scheinen wirkungslos. ................................................... von martin mullis Auf dem stilvoll möblierten Gartensitzplatz mitten in Aeugst riecht es abends nach 21 Uhr deutlich nach Haschisch. Nur knapp fünf bis sechs Meter entfernt sitzen vier Jugendliche auf einer Verladerampe. Sie hören ziemlich laut Musik, diskutieren, grölen und lassen völlig ungeniert ihre Tüte kreisen. Der Besitzer des Sitzplatzes und seine Lebenspartnerin dislozieren resigniert ins Wohnzimmer und schliessen die Balkontüre. Aus jahrelanger Erfahrung wissen sie, dass Reklamationen bei den ungemütlichen temporären Nachbarn nichts nützen und eine Klage bei der Polizei ebenfalls wenig bringt. An zehn bis 15 Abenden haben sie insgesamt schon bei der Kantonspolizei angerufen. Es dauere manchmal mehr als eine Stunde bis die Patrouille eintreffe, mehrmals hätten diese auch Verzeigungen und Wegweisungen ausgesprochen, doch anderntags zeige sich stets das gleiche Bild an der Verladerampe. Diesen Sachverhalt bestätigt dem «Anzeiger» in einem Mail auch Carmen Surber von der Kommunikationsabteilung der Kapo.

Ein weiterer Punkt spricht gegen den Standort der Kifferszene: In unmittelbarere Nähe befinde sich der Jugendtreff «Villa Rosa». Immer wieder würde festgestellt, dass die jüngeren Besucher nach der Schliessung des Jugendtreffs bei den Kiffern «hängen» bleiben. Ein Nachbar, Rentner und ehemaliger Dozent einer Fachhochschule

sieht die Nähe der beiden Treffpunkte für Jugendliche mehr als problematisch. Er ist der Meinung, dass allein aus diesem Grund die Drogenszene so bald als möglich aus dem Dorfkern verschwinden sollte. Die Beschwerdeführer sind nicht gewillt, sich mit dieser Einschränkung der Lebensqualität abzufinden, wollen aber auch nicht in die Ecke der Stänkerer und Nörgler gestellt werden. Die Situation ist komplex und produziert seit einigen Jahren unzählige Telefonate, Mails, Beschwerdebriefe, Strafklagen und zudem viel Groll. Der Treffpunkt der Haschraucher gehört der Landi Albis. Die Liegenschaft ist jedoch vermietet, den Mieter aber – so behaupten die Nachbarn – stören die nächtlichen Kifferorgien keineswegs. Vermutlich auch deshalb, weil sein Sohn zu den häufigsten Rauchern zählt. Dieser pocht denn auch bei den Polizeiinterventionen regelmässig darauf, sich auf «seinem» Grundstück aufzuhalten. Vermieter Armin Heller, Geschäftsführer der Landi Albis, spielt in einem Telefongespräch mit dem «Anzeiger» die nächtlichen Immissionen etwas herunter. Nachmittags und abends bis 22 Uhr könne bei Musik und Gesprächen noch nicht von Belästigungen gesprochen werden, hält er fest. Weder er noch sein Mieter seien jedoch in der Lage, die jungen Leute zu erziehen. Mit seinem Mieter habe er schon mehrmals gesprochen, dieser könne jedoch wenig dazu beitragen, die nächtlichen Treffen zu unterbinden. Ein richterliches Verbot sei teuer und das Verfahren würde gut zwei Monate dauern. Ob dies allerdings tatsächlich das Problem lösen würde, sei mehr als fraglich. An einem runden Tisch mit den Gemeindebehörden und allen Betroffenen würde er sich jedoch sofort beteiligen.

Die Klagen der Anwohner werden sehr ernst genommen Der Gewerbler, welcher die Werkstatt und die Laderampe im Dorfkern von Aeugst gemietet hat, kennt die Rekla-

Ein Szenenplatz wie er in fast jeder Säuliämtler Gemeinde anzutreffen ist. (Symbolbild Martin Mullis)

mationen. Er finde es sicher auch nicht toll, jeweils morgens Erbrochenes und Müll vor seinem Geschäft beseitigen zu müssen. Sein Sohn habe sich tatsächlich hie und da dort aufgehalten, nun absolviere er jedoch auswärts eine Lehre und somit habe sich für ihn die Angelegenheit erledigt. Natürlich habe er auch ganz grundsätzlich keine Freude am Treffpunkt bei seiner Werkstatt; immerhin habe er die Jugendlichen dazu gebracht, dass sie kein Littering mehr hinterliessen. Was das Rauchen und lautes Musikhören anbelangt, fühlt er sich nicht zuständig, er sei schliesslich kein Sozialarbeiter.

Sicherheitsfirma patroulliert Gemeindepräsident Ruedi Müller hält dezidiert fest, dass die Gemeinde die Situation kennt und die Klagen der Anwohner sehr ernst nimmt. In einem ausführlichen Antwortschreiben hat die Gemeinde die Möglichkeiten aufgezeigt. Aeugst habe die Firma Starco

Redaktion: Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch

Dachlissen feierte mit Wetterglück

Gesamtauflage: 24 678

Ein gemütliches Fest im Rahmen von 900 Jahre Mettmenstetten

Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Security AG aus Wettswil beauftragt, präventiv tätig zu sein. Die Kontrollen wurden in der letzten Zeit verstärkt. Ausserdem sei die Gemeinde auch mit der Kantonspolizei im Gespräch, diese ist deshalb in letzter Zeit verstärkt in Aeugst präsent. Nicht zuletzt darum kursiere in der entsprechenden Szene im Bezirkshauptort die Warnung, Aeugst zu meiden, denn da würde sehr stark kontrolliert. Im Weiteren sei auch beabsichtigt mit dem Jugendbeauftragten der Kapo Kontakt aufzunehmen und eine Beratung zu suchen. Selbstverständlich würde sich die Gemeinde an einem Gespräch am runden Tisch beteiligen, immerhin habe er dieses Vorgehen in einem Schreiben an die Betroffenen vorgeschlagen. Ruedi Müller betont zudem, dass sich auch eine Jugendarbeiterin mit den Problemen befasse. Sowohl der Gemeindepräsident als auch die zuständige Gemeinderätin Esther Franceschini werden alles unternehmen, um die nötigen Massnahmen umzusetzen.

wir gratulieren

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

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Dealen und Kiffen in aller Öffentlichkeit

Die Drogenszene soll aus dem Dorfkern verschwinden

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

Dienstag, 26. Juli 2016

Ab 15.30 Uhr trafen am letzten Samstag die Gäste aus Mettmenstetten, den Aussenweilern und einige HeimwehDachlisser ein. In der gemütlichen Festwirtschaft wurde bei Speis und Trank die Bilderschau Dachlissen einst und heute bestaunt und diskutiert. Grossen Anklang fand die gut präsentierte Ausstellung der Dachlisser Dienstleistungsbetriebe. Um 16.15 Uhr forderten sich die Schwinger vom Schwingklub Albis gegenseitig heraus. Dachlissen hat mit Roman und Marco Nägeli zwei Schwinger mit Kranz-Auszeichnungen. Auch Jungschwinger zeigten ihr Können. Unter kundiger Leitung wurden alle, die Lust hatten, in die Technik des Schwingens eingeführt und durften einmal in richtige Schwingerhosen steigen. Bis nach 20 Uhr fordern sich die kleinen Draufgänger gegenseitig heraus. Dank der Tenorhornbegleitung von Jakob Geissbühler – er hat sechs Jahre die Primarschule in Dachlissen besucht – fanden alle singfreudigen Besucherinnen und Besucher die richtigen Töne.

Zur goldenen Hochzeit Bereits am Freitag, 22. Juli, durften in Obfelden Hertha und Fritz StuckiZwicker goldene Hochzeit feiern. Wir gratulieren nachträglich und wünschen dem Paar alles Gute.

Zum 90. Geburtstag Margrit Stöckli-Bossart darf heute Dienstag, 26 Juli, ihren 90. Geburtstag feiern. Zum hohen Wiegenfest gehen unsere Glückwünsche nach Affoltern. Wir wünschen der Jubilarin alles Gute und Gesundheit.

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Schwingsport (hinten rechts) und gemütliches Beisammensein in Dachlissen. (Bild zvg.)

Die drei Dorfrundgänge unter kundiger Leitung von Bruno Sidler wurden mit Spannung erwartet. Was sich so alles in Dachlissen ereignet hat: Eine Feuersbrunst, die Wohnhäuser, Scheunen und Ställe die früher zu zweit oder zu dritt geteilt werden mussten, der Name Buchmann war eher im Vorderdorf und Sidler eher im Hinterdorf vertreten, in den 30er-Jah-

ren der Verkauf von vielen Heimwesen an Bernerfamilen usw. Ein Überraschungsständchen der «Lindenörgeler» aus Mettmenstetten hat dem Abend noch ein besonderes Krönchen aufgesetzt. So klang gegen Mitternacht ein gemütliches Fest im Jubiläumsjahr «Mättmi900» aus. Rosmarie Angst


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 26. Juli 2016

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«Die Jahre flogen nur so vorbei» Vier langjährige Mitarbeitende der Primarschule Affoltern am Albis gehen in Pension Früher war nicht alles nur besser, auch nicht in der Schule. Vor 40 Jahren, als Bruno Lässer seine Lehrerstelle antrat, war aber doch einiges ziemlich anders. Zeiten, die auch seine Frau Esther erlebte. Die Lehrerin geht nach 34 Jahren in Pension. Das Hauswart-Paar Samuel und Ruth Züllig verabschiedet sich nach 26 Jahren in den Ruhestand. Adhs? Ritalin? Burnout? Peacemaker? Vor 40 Jahren, als Lehrer Bruno Lässer seinen «Dienst» bei der Primarschule Affoltern antrat, hätte diese heute nicht nur im Schulwesen gängigen Wörter kaum jemand verstanden. An diesen und vielen weiteren schulspezifischen Begriffen ist abzulesen, wie sehr sich die Gesellschaft und damit die Schule in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt hat. «Teamteaching» – zwei Lehrpersonen, die gleichzeitig in einer Klasse unterrichten – war inexistent, beim Wort «Koedukation» hätten die Lehrer wohl nur verständnislos den Kopf geschüttelt. Wenn sie Klassenführung betrieben, hiess dies nicht neudeutsch geschwollen «Classroom Management».

Die Gesellschaft und also die Schule brauchte damals weder Hort noch Mittagstisch noch Harmos, die Harmonisierung der Schule. Apropos Lehrer: Die ausschliesslich männliche Bezeichnung ist hier gewollt, denn zu Bruno Lässers Zeiten waren die Männer in diesem Beruf in der Mehrzahl (heute knapp 20 %), und fast alle unterrichteten sie Vollzeit. Die unverheirateten Lehrerinnen wurden noch lange mit «Fräulein» angesprochen, so auch Esther Lässer. Die Lehrerin kann mit 34 Jahren ebenfalls auf eine stattliche Zahl an Jahren an der Primarschule zurückblicken. Als Stütz- und Förderlehrperson war sie auf allen Stufen tätig. Auch Sportunterricht erteilte Esther Lässer, und als Vikarin war sie flexibel kurzfristig einsetzbar. Dank ihrer Unterstützung als Hilfsleiterin wurden zahlreichen Skiund Klassenlager (siehe Kasten) zu einem unvergesslichen Erlebnis für Generationen von Schülerinnen und Schülern.

«Sommerputz war Kletterzirkus» Jeweils in den Sommerferien werden die Schulhäuser richtig gründlich gereinigt. Ein Vierteljahrhundert lang

Sie gehen nach Jahrzehnten Tätigkeit für die Primarschule Affoltern in Pension. Von links: Sämi Züllig, Bruno Lässer, Esther Lässer und Ruth Züllig. (Bild Claudia Merki)

Als die Schüler noch einen «Thek» trugen und Masern hatten Die Primarschule vor 40 Jahren war eine andere als heute. Leute mittleren Alters werden sich wie Bruno Lässer an die damaligen Zeiten erinnern: Vor 40 Jahren war der Samstag noch nicht schulfrei, die Kinder hatten hitzefrei, es gab Familien ohne Fernseher, den Kindern wurden allmorgendlich als Zahnprophylaxe Fluortabletten verteilt. Die Klassengrösse betrug meist mehr als 30 Kinder, Knaben und Mädchen wurden teils in verschiedenen Fächern unterrichtet, am Ende des Schuljahres gab es ein Examen samt Weggen. «Im Schulhaus Chilefeld», erinnert sich Bruno Lässer, «be-

endeten wir die Pausen mit einer Handglocke, und wir brachten den Schülern auf dem Hügel im heutigen Stigeli-Quartier das Skifahren bei.» Jedes Schulhaus habe ein eigenes Skilager durchgeführt, an dem praktisch alle Mittelstufenkinder dabei waren. Eine Fremdsprache lernen? Fehlanzeige. Veränderungen macht er auch bei der Gesundheit aus: Während die Kinder – sie gingen mit einem «Thek» zur Schule – heute vermehrt an verschiedenen Allergien leiden, erkrankten sie damals an Masern, Mumps, Röteln, Windpocken oder Keuchhusten.

beteiligte sich auch Ruth Züllig daran. Die Hauswartin im Nebenamt – hauptberuflich arbeitete sie im Verkauf von Haushaltartikeln und Eisenwaren – bezeichnet diese Aktionen als «Kletterzirkus, der mich fit gehalten hat». Etwas gefrustet sei sie jeweils gewesen, wenn sie die Klassenzimmer unaufgeräumt und nicht aufgestuhlt vorgefunden habe. Die Kommunikation durch Vorgesetzte sei nicht immer optimal gewesen. Ansonsten zieht Ruth Züllig eine positive Bilanz: «Es entstanden Freundschaften, auch mit Lehrern und Schülern. Die Hauswartausflüge waren immer ein Höhepunkt und amüsant». Die Möglichkeit, selbstständig arbeiten zu können, schätzte sie ebenso sehr wie die Tatsache, dass sich das Putzmaterial im Laufe der Zeit verbes-

sert hat. Nun freut sich Ruth Züllig darauf, den neuen Lebensabschnitt mit ihrem Partner zu geniessen, Zeit in der Natur und mit den Enkeln zu verbringen, sich aufs Velo zu schwingen oder Motorradtouren zu unternehmen.

«Die Jahre flogen nur so vorbei» 26 Jahre arbeitete Samuel «Sämi» Züllig als Hauswart im Schulhaus Semper. Eine lange Zeit, doch «die Jahre flogen nur so vorbei», sagt er rückblickend. Viel hat er erlebt, auch unliebsame Überraschungen, wie diese Episode zeigt: Bei seinem Stellenantritt befand sich ein Schulhausteil im Endausbau, sodass «ich in den Genuss kam, an Bausitzungen teilzunehmen, den Bau überwachen und die Hand-

werker instruieren zu können», erinnert er sich. Als der Neubau schliesslich fertig war, ging es an die Endreinigung. Er hätte es nicht für möglich gehalten, dass ein Teil dieser Arbeit umsonst war, kaum war sie beendet. «Über Affoltern ging ein Gewitter nieder. Wegen eines Handwerkerfehlers drang Wasser ein und setzte den unteren Stock unter Wasser». Als Nervenprobe für die Hauswarte stellte sich der Schulbetrieb heraus, der parallel zum Bau des zweiten Schulhausteils lief: «Die Baustelle zog die Kinder an, und wir mussten sie von ihr fernhalten». Sämi Züllig freut sich, ab Herbst, wenn er in Pension geht, mehr Zeit für seine Familie zu haben. «Und vielleicht wieder mehr Sport zu treiben». Claudia Merki, Primarschulpflege Affoltern

Wie erkläre ich, wie man Schuhe bindet? Erfahrungsbericht über ein Jahrespraktikum bei der HPS Affoltern Im Sommer 2015 durfte Jasmin Straumann ihr Jahrespraktikum in der Heilpädagogischen Schule Affoltern beginnen. Sie schildert ihre ersten Erfahrungen in der Heilpädagogik. ................................................... von jasmin straumann* Der Montagmorgen beginnt mit einem gemeinsamen Singen und Informationsaustausch innerhalb des Teams. Das Team setzt sich aus Schulischen Heilpädagoginnen, pädagogischen Mitarbeitenden, Fachlehrpersonen, Therapeutinnen und noch einigen mehr zusammen. Danach geht es nach Stundenplan weiter. Kochtage, Theater, Schwimmunterricht, Rhythmik, Deutsch, Mathematik und Sport machten meine Woche sehr abwechslungsreich. Nicht nur mein Stundenplan sieht so spannend aus, auch die Schülerinnen und Schüler geniessen die Vielfalt an verschiedenen Stunden und es beeindruckte mich von Anfang an sehr, dass die Kinder und Jugendlichen trotz ihrer vielen verschiedenen Stunden, meistens einen super Überblick haben und wissen, wann sie wo zu sein haben.

Jasmin Straumann machte ihre ersten Erfahrungen in der Heilpädagogik an der HPS Affoltern. (Bild zvg.) Nie nur ein richtiger Weg Ich habe in allen vier Klassen gearbeitet: zwei Mittel- und zwei Oberstufenklassen. Das hiess für mich, über 20

Schülernamen zu lernen und ihre Charakter kennenzulernen. Anfangs war es sehr herausfordernd, da ich teilweise ja gar nicht wusste, was eine Schülerin oder ein Schüler kann oder

eben noch nicht. Zum Glück konnte ich mich immer fragend an die Schulische Heilpädagogin oder jemand anderen wenden und zudem waren die Kinder und Jugendlichen mir gegenüber sehr geduldig, bis ich nach etwa drei Wochen einen Überblick gefunden habe. Ich habe mein Praktikum als eine sehr praktische Erfahrung erlebt, ich durfte wirklich aktiv mitarbeiten. Selbst mit den Schülerinnen und Schülern etwas zu erarbeiten ist eine tolle Aufgabe und ich konnte so viele Stolpersteine und didaktische Herausforderungen besser verstehen. Zum Beispiel durfte ich mit verschiedenen Schülerinnen und Schülern Vorträge erarbeiten, im Schwimmunterricht für einen Schüler selbst kreative Ideen gestalten oder neue Rezepte im Kochunterricht umsetzen. All diese Momente haben mein Jahr sehr erlebnisreich gemacht. Die Schritte zu beobachten, die die Schülerinnen und Schüler vorwärtsgehen und zu sehen, wie etwas erreicht wurde, hat mich immer sehr gefreut und interessiert. Ich habe gelernt, dass es immer diverse Wege gibt, um etwas zu lernen und zu erklären. Es ist spannend, zu erkennen, wieso teilweise genau der eine Weg für die spezifische Schülerin oder den spezifischen Schüler der

richtige ist. Diese Flexibilität des Teams für jedes Kind, jeden Jugendlichen individuell festzulegen, wo Schwerpunkte gesetzt werden und immer wieder neue Wege zu suchen, um das Ziel zu erreichen, haben mich sehr beeindruckt und ich durfte hier unglaublich viele Erfahrungen sammeln und Neues kennenlernen.

Lustige und spannende Momente Mein Jahr an der HPS Affoltern geht zu Ende und ich schaue zurück auf viele lustige und spannende Momente mit Schülerinnen, Schülern und dem Team, auf viele kleine Schritte, die ich miterleben durfte, auf viele tolle Ratschläge und auf viele Herausforderungen, die meistens zusammen bewältigt werden konnten. Ich durfte persönlich wachsen an den Herausforderungen und habe mich immer sehr unterstützt gefühlt durch alle Mitarbeitenden. Ich habe dieses Jahr und das mir entgegengebrachte Vertrauen der Kinder und Jugendlichen sowie der Erwachsenen unglaublich geschätzt und die gesammelten Erfahrungen werden mich noch lange begleiten. * Die Autorin hat ein Jahrespraktikum bei der HPS Affoltern absolviert.


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Sommerserie

Dienstag, 26. Juli 2016

Kreuz- und Querreise per Bus Sommerserie «Startpunkt Säuliamt» (3): . . . und zurück zum Start! Reisen, leichten Sinnes treiben und dem Alltag entweichen – zu Fuss, per Velo, mit der Bahn oder dem Bus, dem Auto . . . Im Rahmen der traditionellen Sommerserie haben Redaktion und Korrespondenten des «Anzeigers» je eine fünfstündige Reise unternommen. Allen gemeinsam ist der «Startpunkt Säuliamt». ................................................... von urs e. kneubühl Klar doch: Wer die Postauto-Haltestelle «Rigiblick Ottenbach» quasi direkt vor seiner Haustür hat, der wählt für «Startpunkt Säuliamt», die Sommerserie im «Anzeiger», den Bus als Transportmittel. Also denn . . . Ohne Vorbereitung – das ist genauso verständlich – geht es nicht: Wohin soll die Reise führen? Fünf Stunden in die Ferne, und wie weit sowie in welcher Windrichtung liegt diese? Oder aber kreuz und quer durch den Bezirk? Der Entscheid fällt zugunsten der Nähe, der Ämtler Dörfer aus. Und der Zürcher Verkehrsverbund greift dem Reisenden bezüglich Planung gerne unter die Arme. So viel vorweg: Sämtliche Ämtler Gemeinden innerhalb der gesetzten fünf Reisestunden per Bus zu erreichen, klappt nicht ganz: Kappel, Knonau und Maschwanden bleiben aussen vor und für die restlichen elf braucht es – die Mittagspause inbegriffen – etwas mehr Zeit. Aber, was solls? Die Redaktion wird mir diese «Überzeit» wohl verzeihen.

Ein Tag wie ein Kinderlachen 6.52 Uhr – Postauto-Haltestelle Rigiblick, Ottenbach. Ein Blick in den Himmel: Noch ist er nicht ganz frei, aber er gleicht doch einem, den ein vorangegangenes Gewitter hinterlässt: Verschwindende Wolken, durchsichtige Atmosphäre und schärfer werdende Konturen. Die Linie 212, die mich von Ottenbach via Obfelden vorerst in den Bezirkshauptort bringt, ist pünktlich. Am Bahnhof Affoltern ist auch noch Zeit für einen Kaffee, bevor die Linie 215 um 09.21 Uhr die Weiterreise ermöglicht. Fahrer Frank Müller begrüsst die Reisenden freundlich, genauso, wie seine Kollegin im 212-er vorher sowie die verschiedenen Kollegen danach, mit denen ich noch unterwegs sein werde. Es geht vorerst – Ironie der Planung – via Zwillikon zurück nach Ottenbach, allerdings zur Haltestelle Post. Danach verlassen wir Bezirk und Kanton, die Fahrt führt in den Kanton Aargau – Jonen, Oberlunkhofen und

Arni – und wieder zurück in den Kanton Zürich. Es ist eine beschauliche Gegend, welche die Reise vom Reusstal hinauf auf die Hochebene des Holzbirrlibergs präsentiert – und dazu gesellt sich, je höher der Bus steigt, eine noch schönere Aussicht. Mittlerweile zeigt sich der Äther nämlich von fast überirdischer Schönheit, und das Auge sieht in jede Schattierung, jeden Faltenwurf der nahen und weiten Umgebung. Mein Blick tastet sich über die Silhouetten der Hügelrücken im Aargau und geht dann zu den Alpen, gekrönt von den majestätischen, schneebedeckten Gipfeln. Sie gleissen wahrlich wie Juwelen. Es wird, konstatiert der Reisende, ein Tag wie ein Kinderlächeln.

Startpunkt Säuliamt In der diesjährigen Sommerserie machen sich «Anzeiger»-Journalisten auf den Weg – zu Fuss, per Velo, Schlauchboot oder mit einem x-beliebigen anderen Fortbewegungsmittel – und berichten von ihren Erlebnissen unterwegs. Die einzigen Vorgaben: das Säuliamt als Startpunkt und die Reisedauer von fünf Stunden. Bereits erschienen: Mit dem Schlauchboot von Ottenbach nach Mellingen, 19. Juli; Medienreise in die Emilia Romagna, 22. Juli.

Abstecher in die Stadt Zürich Über Aesch bringt Chauffeur Frank Müller einen ordentlich besetzten Bus vorerst nach Birmensdorf. Auf dem Kiesplatz im Zentrum, wo sich Stallikonerstrasse und Zürcherstrasse gabeln, beginnen gerade einige Männer Boule zu spielen. Ein stattlicher Hauch von südeuropäischer Atmosphäre. Nach dem verwinkelten Dorfzentrum von Uitikon, das dem Busfahrer einiges Geschick abverlangt, folgt der Abstecher in die Stadt Zürich, wo am Bahnhof Wiedikon zwar die Liniennummer von 215 auf 235 wechselt, das Postauto und der Fahrer aber dieselben bleiben. Kein Umsteigen – und das ist auch gut so, denn der Bus setzt sich nach kurzem Halt auch gleich wieder in Bewegung. Vorerst allerdings hat der Busfahrer das Fahrzeug für diese Wende durch die enge Freyastrasse zu bringen, wo zwei Autofahrer mitten auf der Strasse ihren vorangegangenen Auffahrunfall wild gestikulierend verhandeln. Der Bus 215 kommt dennoch rechtzeitig zur Abfahrt am Bahnhof an.

Zurück ins Säuliamt, via Reppischtal nach Affoltern und Hausen 9.10 Uhr: Mit dem 235-er geht es wieder in Richtung engere Heimat, die bei Sellenbüren erreicht ist. Der Gemeinde Stallikon kann ich dabei leider keinen Beitrag leisten, bezüglich der im Rahmen des betreffenden Paragraf-20-Angebotes geforderten Frequenzen für die Buslinie 237, die den Ort im Reppischtal mit Bonstetten und Wettswil sowie mit der S-Bahn verbindet – ich sitze im 235-er nach Aeugst. Die Anfahrt hinein ins Reppischtal ist – so nah bei der Stadt – eine Einstimmung ohnegleichen. Es mutet beinahe an, als tauche man in verwunschenes Gelände ein – und diesem Ein-

Blauer Himmel und die Postauto-Haltestelle «Rigiblick Ottenbach» direkt vor der Haustür: Urs Kneubühl reist im Postauto durchs Säuliamt. (Bild zvg.) druck mögen auch die in der Neuzeit erschlossenen und überbauten Gebiete am Üetliberg-Hang keinen Abbruch zu tun. Das Reppischtal bleibt in der kontrastreichen Verschmelzung der Wiesen, Felder und Wälder mit den verstreuten Häusern und Weilern höchst reizvoll – bis hin zum Türlersee und weiter. In Aeugstertal allerdings zweigt der 235-er ab, zum Mühleberg und dort dann nach Aeugst. Hier, auf der Querfahrt, lässt sich erneut ein geradezu paradiesisches Panorama geniessen, bevor der 235-er in Aeugst – ohne Fahrerwechsel – zur Linie 225 wird, die zurück in den Bezirkshauptort fährt. 10.05 Uhr: Ich bin wieder in Affoltern. Frank Müller wird nun den Bus ein weiteres Mal als 215-er, 235-er und 225-er auf demselben Rundkurs nach Zürich-Wiedikon und zurück nach Affoltern fahren. Danach geht es ins Depot, der Bus wird gewaschen und aufgetankt. Feierabend hat der Fahrer allerdings noch nicht – am Nachmittag wird er den 210-er von BonstettenWettswil nach Zürich-Sihlcity und zurück übernehmen. Meine Fahrt geht nach zehn Minuten weiter: Die Linie 223 bringt mich nach Hausen (– noch nicht nach Hause!). Ich genehmige mir einen

Kaffeehalt und nutze die Zeit bis zur Abfahrt für einen kurzen Bummel durch das Dorf.

Begegnungen im Bus zum Bahnhof Bonstetten-Wettswil 11.33 Uhr: Es geht weiter ab Post Hausen im 223-er und zurück nach Aeugstertal. Hier nimmt mich der 235-er wieder auf, diesmal in umgekehrter Richtung durch das Reppischtal, wo in Stallikon der nächste Umstieg folgt – in die Linie 227. Für die Fahrt zum Bahnhof Bonstetten-Wettswil setzt sich Walter neben mich. Ein von der Natur vorzüglich gewobener älterer Mann, wie sich rasch zeigt, und ein offenes, unverbildetes Mannsbild. Er fahre selber nicht mehr mit einem eigenen Auto, sondern nehme stets den Bus, erklärt er. Und aus seinen Worten, mit denen er sein nach wie vor aktives Rentnerdasein schildert, sprang so viel Freude und Bezauberung, dass ich mehr wissen wollte. So oft er könne, verrät Walter, nehme er Bus oder Zug, um irgendwohin zu fahren und zu spazieren oder zu wandern. Für viel mehr an Gespräch und Erzählung reichen die paar Minuten Fahrt hinüber zum Bahnhof Bonstetten-Wettswil leider nicht. Wir verab-

schieden uns winkend. Walter begibt sich zur S-Bahn, ich verweile am Bahnhof. 12.34 Uhr: Rein in die Linie 221 heisst es jetzt – ein Rundkurs nach Wettswil Heidenchilen und zurück zum gemeinsamen Bahnhof der beiden Unterämtler Gemeinden. Susanne und ihre Tochter Sarah steigen ebenfalls zu. Die Mutter war einkaufen im Lärche-Märt, und nun nimmt sie mit Sarah, die Schulschluss hat, den Heimweg «unter die Busräder». Der Rundkurs sei praktisch, sagen Mutter und Tochter: «Man ist rasch am Bahnhof oder bei den Läden …» – «Und ich komme damit bequem zur Schule und wieder nach Hause.»

Zurück am Startpunkt und ein poetisches Fazit Auch hier lässt die Kürze der Fahrzeit kein längeres Gespräch zu – für mich geht es alsbald zurück zum Ausgangspunkt. Vorerst nimmt mich um 13.07 Uhr am Bahnhof Bonstetten-Wettswil die Linie 200 nach Affoltern auf, danach heisst es noch zweimal umsteigen: Am Bahnhof Affoltern um 13.30 Uhr in die Linie 213 und in Ottenbach, Haltestelle Post, in die 212. 13.52 Uhr: Ich bin zurück an meinem «Startpunkt Säuliamt»: Rigiblick Ottenbach. Mein Fazit: Man kann durchaus stundenlang kreuz und quer wie lang und breit mit dem Bus durch den Bezirk Affoltern fahren – das Reizvolle und Bemerkenswerte findet dabei kein Ende. Die von Grünflächen und Waldungen gesäumte Gegend, die Dörfer und Weiler wirken wie die Schwingung einer liebenswürdigen Melodie aufs Gemüt. Alles verläuft in geruhsamer Beschaulichkeit, zumal sämtliche genutzten Buskurse pünktlich waren. Und letztendlich fällt mir zu meiner Busreise lediglich noch der Goethe-Vierzeiler ein: «Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da.»

gestorben

Oft Vermittlerin, nur selten Richterin Zum Hinschied von Ruth Schmid-Spillmann Am 17. Juli 2016 verstarb in Hedingen die frühere Friedensrichterin Ruth Schmid-Spillmann im Alter von 72 Jahren an den Folgen einer heimtückischen Krankheit. Ruth Schmid-Spillmann übte von 1991 bis 2009 während 18 Jahren das Amt der Friedensrichterin der Gemeinde Hedingen aus. In dieser Funktion war sie während drei Amtsperioden stets darum bemüht, private Streitigkeiten zu schlichten und unter den Beteiligten eine einvernehmliche Lösung zu finden. Dank ihrer ruhigen und offenen Art tat sie dies mit grossem Erfolg. In sehr vielen Fällen verliessen

die Parteien ihr Amtslokal im Untergeschoss ihres Hauses an der Lindenbergstrasse mehr oder weniger in Minne, ohne dass es danach zu einer eigentlichen Verhandlung am Bezirksgericht kam. Neben ihrem Amt als Friedensrichterin war Ruth Schmid zwischen 1986 und 1994 auch Mitglied der Bürgerlichen Abteilung des Gemeinderates. Diese Behörde war damals für die Behandlung der Einbürgerungsgesuche zuhanden der Gemeindeversammlung zuständig. Am 17. Juli 2016, kurz vor Mitternacht, verschied Ruth Schmid nach einer schweren Krankheit in ihrem Haus an der Lindenbergstrasse.

Mit Ruth Schmid verliert die Gemeinde Hedingen eine Frau, der das friedliche Zusammenleben der Einwohnerinnen und Einwohner stets ein grosses Anliegen war. Dies zeigte sich nicht nur durch ihre Tätigkeit als Friedensrichterin sowie ihr Engagement in der Bürgerlichen Abteilung des Gemeinderates, sondern auch wenn man sie einfach als Einwohnerin auf der Strasse antraf und ein paar Worte mit ihr wechselte. Der Gemeinderat spricht den Hinterbliebenen von Ruth Schmid-Spillmann sein tiefes Beileid aus und wird auch in Zukunft mit Respekt und Dankbarkeit an sie denken. Gemeinderat Hedingen

Ruth Schmid 2009 bei der Amtsübergabe an Nachfolger Robert Müller. (Bild zvg.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 26. Juli 2016

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Noch mehr als 65 Lehrstellen im Säuliamt unbesetzt Im Bezirk Affoltern sind noch 20 Prozent der Lehrstellen zu besetzen, für den Lehrbeginn Anfang August 316 ausgeschriebene Lehrstellen im Säuliamt sind der Zürcher Bildungsdirektion bekannt. In den vergangenen Jahren lässt sich ein Trend beobachten, dass ein Teil der Lehrstellen (auch dieses Jahr) unbesetzt bleiben. ................................................... von salomon schneider Jedes Jahr werden im Bezirk Affoltern zwischen 300 und 400 Lehrstellen angeboten, und zwar in den verschiedensten Branchen. Die meisten Lehrstellen standen für diesen Sommer im Detailhandel (46) und in der Baubranche (36) zu Verfügung. Während in der Baubranche nur noch acht Lehrstellen unbesetzt sind, sind es im Detailhandel noch 18. Beatrice Aregger, von der Metzgerei Aregger in Ottenbach, sieht im Detailhandel jedoch eine speziell spannende Berufsgattung: «Detailhandel ist eine Mischung aus Kundenkontakt, Lagerverwaltung und Buchhaltung, bei uns noch verbunden mit Handwerk. Für mich ist das eine sehr abwechslungsreiche und attraktive Mischung, die auch viele Zukunftsperspektiven bietet.»

Motivierte Jugendliche willkommen Die Metzgerei Aregger bietet noch drei offene Lehrstellen für diesen Sommer an: «Wir haben uns für diesen Sommer jedoch auf die Suche nach einem Lehrabgänger in der Fleischverarbeitung konzentriert und konnten die Stelle wunschgemäss besetzen. Auch wenn wir nicht aktiv um Lehrlinge geworben haben, freuen wir uns natürlich immer über Bewerbungen von motivierten Jugendlichen.» Beim Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) ist die Attraktivität der Metzgereiberufe – Gewinnung (Schlachterei), Verarbeitung (Metzgerei) und Veredlung (Zuschnitt und Verkauf) – seit Jahren ein Thema. Elias Welti vom SFF führt aus: «In handwerklichen Berufen ist es grundsätzlich schwieriger, motivierte Lernende zu finden, da Bürojobs mehr Karrierechancen zugeschrieben werden. Wie vielseitig, anspruchsvoll und befriedigend Metzgereiberufe sind, wird von vielen angehenden Lernenden leider übersehen.» Dass dies auch anders sein kann, zeigt sich beispielsweise bei den Schwingern. «Überdurchschnittlich viele Schwinger sind Metzger, die ihre Freude an diesem Beruf

Selina Frey hat sich für eine Optikerlehre entschieden. Die Mischung aus Feinmechanik und Modeberatung zieht immer noch viele Jugendliche an. (Bilder Salomon Schneider) auch gerne nach aussen tragen. Deshalb interessieren sich auch überdurchschnittlich viele junge Schwinger für den Beruf ihrer Vorbilder», erläutert Elias Welti.

Interessen und Talente sehr wichtig

Metzger ist ein sehr vielfältiger Beruf, da sehr viele Verarbeitungsvariationen von verschiedenen Fleischarten angeboten werden.

Jürg Büchi, Optiker und Präsident des Lehrstellenforums Bezirk Affoltern verortet einen Hauptgrund für das sinkende Interesse an handwerklichen Berufen hauptsächlich bei den Eltern: «Es hat noch zahlreiche offene Lehrstellen und Jugendliche können sich den Beruf heute fast aussuchen, ausser kaufmännische Lehren, die sind immer noch sehr beliebt. Handwerkli-

chen Berufen werden in den letzten Jahren jedoch weniger Entwicklungschancen für die Zukunft zugeschrieben als Büroberufen oder dem akademischen Weg. Viele Eltern probieren ihre Kinder deshalb in Richtung eines akademischen Weges zu drängen. Das zeigt sich beispielsweise an der immer grösseren Anzahl ausserschulischer Gymiprüfungsvorbereitungskurse, die angeboten werden. Handwerkliche Berufe bieten aber eigentlich genauso viele Entwicklungsmöglichkeiten, sei es als Angestellter oder in der Selbstständigkeit. Wenn Jugendliche in einen Beruf gedrückt werden, der weder ihren Talenten noch Interessen entspricht, kommt es zu Schul- und Lehrabbrü-

chen, was in den letzten Jahren vermehrt zu beobachten war.»

Finden der Berufung zahlt sich aus Auch wenn der akademische Weg vielen Eltern und Jugendlichen als Königsweg erscheint, macht eine Fokussierung auf die Begabung oft mehr Sinn. Denn Begabung und Freude an der ausgeübten Tätigkeit hängen eng zusammen. Zudem ist das Schweizer Bildungssystem in beide Richtungen durchlässig. Nach der Matura oder dem Studium kann immer noch der Weg über die Berufslehre eingeschlagen werden und umgekehrt. Bei über 40 Jahren im Berufsleben zahlt sich das Finden der Berufung auf jeden Fall aus.

Mit dem Zweirad durch tiefe Schluchten in Südfrankreich «Erlebnisse» lud zur Rad-Reise in die Region im Millau Nach zwei schönen ZweiradTourenwochen entlang des Canal du Midi im vergangenen Jahr war «Erlebnisse» dieses Jahr wieder im Süden Frankreichs unterwegs – diesmal in den Schluchten des Tarn, des Jonte und des Dourbie in der Region im Millau. Die drei Schluchten im Zentralmassiv boten den Radlerinnen und Radlern aus dem Säuliamt eine einmalige und eindrückliche Landschaft und Umgebung. Die beiden Gruppen konnten sich an den mächtigen Felsengebilden, den steilen Felswänden und den zum Teil skurrilen Felsformationen kaum sattsehen. Ausgehend von Millau, einer Stadt mit zirka 20 000 Einwohnern, begann die Radwoche mit einem Besuch der keltischen Stadt La Couvertoirade und einer Rad-Etappe von gut 50 km. Anschliessend dann die viertägige Rundfahrt via La Malène, Ste Enimie, Florac, Meyrueis und zurück nach Millau. In der Region mit grossen Naturschutzgebieten ist der Tourismus ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor. Vor allem der Fluss Tarn wird von Kanuten gerne befahren und lockt sehr viele Feriengäste an. Nebst den Fahrten durch die Schluchten führte die

Die Gruppe 1 auf dem Hochplateau oberhalb von Florac. Rad-Route auf ein Hochplateau auf über 900 m.ü.M. in einer völlig anderen, aber ebenso eindrücklichen Landschaft. Auf diesem Hochplateau besichtigten die Radler auch die Grotte Aven Armand – ein sehenswerter Besuch etwa 100 Meter unter Tag. Die beiden Radgruppen von «Erlebnisse» freuten sich nicht nur an

der eindrücklichen Landschaft, sondern auch über die schönen und guten Hotels und das feine Essen mit edlen Tropfen aus der Region. Otto Steinmann Fotos zu diesem und anderen Erlebnissen unter www.erlebnisse.ch/fotolabum.

Gruppe 2 in der Tarnschlucht. (Bild zvg.)


forum

«Wie gut leben wir in Affoltern am Albis?» Die EVP hat sich an ihrem Sommeranlass «Politik mit Feuer» mit dem Thema Lebensqualität in Affoltern am Albis beschäftigt. Fragen wie: «Was braucht es, damit wir uns an unserem Wohnort wohlfühlen?» oder «Wo gibt es Verbesserungspotenzial?» wurden zusammen mit Fabio Bieri von der neuen Fachstelle Gesellschaft erörtert. Trotz unsicherer Wetterprognose konnte Daniel Sommer in seinem Garten eine stattliche Anzahl Teilnehmende, darunter speziell Gemeinderat Martin Gallusser, Sozialvorstand, sowie den Referenten Fabio Bieri, Beauftragter der Fachstelle Gesellschaft, begrüssen. Nach einigen Gedanken zu den Herausforderungen des Zusammenlebens übergab er das Wort Martin Gallusser, der kurz erläuterte, weshalb diese neue Fachstelle eingerichtet wurde. Dem Gemeinderat sei es ein grosses Anliegen, die Bedürfnisse der Bevölkerung aufzunehmen und betroffene Einwohner oder Gruppierungen in die Planung und Entscheide einzubeziehen. Mit der Schaffung der Stelle und mit der Besetzung durch Fabio Bieri erhoffe sich der Gemeinderat, dass die Anlaufstelle von der Bevölkerung rege genutzt wird und zu einer Verbesserung der Lebensqualität in unserem Ort beitragen kann. Die Vorstellung der Fachstelle und deren Aufgaben übernahm Fabio Bieri, der seit Januar 2016 mit einem 80-%Pensum angestellt und für den Aufbau zuständig ist. Gespickt mit Beispielen aus seinem Arbeitsalltag stellte er seine Aufgaben, Arbeitsweisen und Strategien vor, die man übrigens in einer trockeneren Version auf der Homepage der Gemeinde nachlesen kann. Seine Arbeit sei ein Mix aus Entwicklung des Gemeinwesens und aus Projektarbeit. Er betonte, dass er nicht für, sondern mit der Bevölkerung arbeiten möchte und daher auf eine gute Vernetzung angewiesen sei. Er freue sich über Besuche und wenn Anliegen an ihn herangetragen würden, obwohl er natürlich nicht versprechen könne, alle Wünsche zu erfüllen. In einem zweiten Teil waren die Teilnehmenden gefordert, sich darüber Gedanken zu machen, was für sie persönlich Lebensqualität bedeutet, ob Affoltern die

Fabio Bieri stellt die Fachstelle Gesellschaft vor an der «Politik mit Feuer» der EVP. (Bild zvg.) Vorstellungen erfüllt und wo Verbesserungen wünschbar wären. Der Austausch ergab einen kleinen Katalog mit Wünschen und Anregungen, die er mitnehmen konnte. Daniel Sommer bedankte sich bei Fabio Bieri mit einem kleinen Präsent für die interessanten Ausführungen und wünschte ihm viele anregende Kontakte mit der Bevölkerung und viel Erfolg für seine Arbeit. Obwohl das Feuer immer noch kräftig loderte, wurde es inzwischen recht kühl und der gemütliche Teil musste auf den Heuboden verschoben werden. Ein Grill und das Salatbuffet standen bereit und schon nach kurzer Zeit konnten sich alle mit einem feinen Znacht stärken. Es war wieder ein gelungener Anlass und bestimmt wird die EVP «Politik mit Feuer» auch nächstes Jahr wieder vor den Sommerferien durchführen. Schon kurz nach den Sommerferien am 11. September (bei schlechter Wetterprognose am 10. September) lädt die EVP zum nächsten, diesmal zu einem sportlichen Anlass ein. Die 4. Etappe «Auf dem Jakobsweg durch die Schweiz» führt von Rapperswil nach Einsiedeln. Der detaillierte Beschrieb kann auf «www.evp-affolternamalbis.ch» heruntergeladen werden. Doris Balmer EVP Ortspartei Affoltern am Albis Infos zur Fachstelle Gesellschaft: www.affolternam-albis.ch/de/gesellschaft/fachstellegesellschaft.

oberamtmann hirzel

Das Ende der Therapiekultur? Kaum jemand kann sich dem unglaublichen Ereignis in Nizza mit gegen hundert Toten und noch weit mehr Verletzten unbeeindruckt entziehen. In den letzten Jahren häufen sich weltweit die Schreckenstaten von Jihadisten. Wenn man die Anschläge seit Anfang des vergangenen Jahres zählt, kommt man auf weit über 50 solcher oder ähnlicher Taten mit tausenden von Opfern. Man geht schnell einmal dazu über nach der Motivation des oder der Täter zu suchen. Obwohl es nicht das erste Mal ist, dass man mit einem solchen Vorfall konfrontiert wird. Man kennt den Aufruf des radikalen Islam, wie man Ungläubige im Namen Allahs auslöscht, seit Jahren. Die zunehmende Gewaltbereitschaft ist aber nicht nur auf religiöse Kreise des Islam beschränkt. Auch in unserem Umfeld, wenn auch nicht in dieser zerstörerischen, absoluten Brutalität sind rücksichtslose Übergriffe, auf Eigentum und unbeteiligte Personen mit dem Risiko von Verletzten und Toten, vermehrt festzustellen. Bei Fussballspielen oder regelmässig, ohne besonderen Anlass, in Zürich oder in Bern vor der berüchtigten «Reithalle» finden Auseinandersetzungen von Gewaltbereiten Chaoten und der Poli-

zei statt. Da stellt sich die Frage wie man einer solchen Entwicklung – unabhängig davon, aus welcher Ecke sie kommt – begegnet. Es zeigt sich jedenfalls, dass der Slogan der 68er Pazifisten, «Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin» auch in unseren Breitengraden wohl endgültig Schiffbruch erlitten hat. Der Krieg und die Gewalt kommen zu uns, auch wenn wir es ablehnen. Nach wie vor aber wird zuerst einmal nach den Motiven solcher Taten geforscht und gesucht. Hat der Täter eine schlechte Jugend gehabt, wurde er gar diskriminiert, zu wenig geborgen usw.? Der Täter von Nizza war offensichtlich in psychiatrischer Behandlung. Unsere Gesellschaft glaubt, es gäbe grundsätzlich keine verbrecherisch gelenkten Menschen. Man geht davon aus, dass es sich um eine Fehlentwicklung handelt, die durch Demütigung und Verletzungen entstanden ist. Nach wie vor schlägt zuerst die Stunde der Therapeuten. Es ist Zeit Täter als Verbrecher und nicht als Geschädigte der Gesellschaft zu behandeln und zu akzeptieren, dass es übelgesinnte Zeitgenossen gibt. Ihr Oberamtmann


forum

«Wie gut leben wir in Affoltern am Albis?» Die EVP hat sich an ihrem Sommeranlass «Politik mit Feuer» mit dem Thema Lebensqualität in Affoltern am Albis beschäftigt. Fragen wie: «Was braucht es, damit wir uns an unserem Wohnort wohlfühlen?» oder «Wo gibt es Verbesserungspotenzial?» wurden zusammen mit Fabio Bieri von der neuen Fachstelle Gesellschaft erörtert. Trotz unsicherer Wetterprognose konnte Daniel Sommer in seinem Garten eine stattliche Anzahl Teilnehmende, darunter speziell Gemeinderat Martin Gallusser, Sozialvorstand, sowie den Referenten Fabio Bieri, Beauftragter der Fachstelle Gesellschaft, begrüssen. Nach einigen Gedanken zu den Herausforderungen des Zusammenlebens übergab er das Wort Martin Gallusser, der kurz erläuterte, weshalb diese neue Fachstelle eingerichtet wurde. Dem Gemeinderat sei es ein grosses Anliegen, die Bedürfnisse der Bevölkerung aufzunehmen und betroffene Einwohner oder Gruppierungen in die Planung und Entscheide einzubeziehen. Mit der Schaffung der Stelle und mit der Besetzung durch Fabio Bieri erhoffe sich der Gemeinderat, dass die Anlaufstelle von der Bevölkerung rege genutzt wird und zu einer Verbesserung der Lebensqualität in unserem Ort beitragen kann. Die Vorstellung der Fachstelle und deren Aufgaben übernahm Fabio Bieri, der seit Januar 2016 mit einem 80-%Pensum angestellt und für den Aufbau zuständig ist. Gespickt mit Beispielen aus seinem Arbeitsalltag stellte er seine Aufgaben, Arbeitsweisen und Strategien vor, die man übrigens in einer trockeneren Version auf der Homepage der Gemeinde nachlesen kann. Seine Arbeit sei ein Mix aus Entwicklung des Gemeinwesens und aus Projektarbeit. Er betonte, dass er nicht für, sondern mit der Bevölkerung arbeiten möchte und daher auf eine gute Vernetzung angewiesen sei. Er freue sich über Besuche und wenn Anliegen an ihn herangetragen würden, obwohl er natürlich nicht versprechen könne, alle Wünsche zu erfüllen. In einem zweiten Teil waren die Teilnehmenden gefordert, sich darüber Gedanken zu machen, was für sie persönlich Lebensqualität bedeutet, ob Affoltern die

Fabio Bieri stellt die Fachstelle Gesellschaft vor an der «Politik mit Feuer» der EVP. (Bild zvg.) Vorstellungen erfüllt und wo Verbesserungen wünschbar wären. Der Austausch ergab einen kleinen Katalog mit Wünschen und Anregungen, die er mitnehmen konnte. Daniel Sommer bedankte sich bei Fabio Bieri mit einem kleinen Präsent für die interessanten Ausführungen und wünschte ihm viele anregende Kontakte mit der Bevölkerung und viel Erfolg für seine Arbeit. Obwohl das Feuer immer noch kräftig loderte, wurde es inzwischen recht kühl und der gemütliche Teil musste auf den Heuboden verschoben werden. Ein Grill und das Salatbuffet standen bereit und schon nach kurzer Zeit konnten sich alle mit einem feinen Znacht stärken. Es war wieder ein gelungener Anlass und bestimmt wird die EVP «Politik mit Feuer» auch nächstes Jahr wieder vor den Sommerferien durchführen. Schon kurz nach den Sommerferien am 11. September (bei schlechter Wetterprognose am 10. September) lädt die EVP zum nächsten, diesmal zu einem sportlichen Anlass ein. Die 4. Etappe «Auf dem Jakobsweg durch die Schweiz» führt von Rapperswil nach Einsiedeln. Der detaillierte Beschrieb kann auf «www.evp-affolternamalbis.ch» heruntergeladen werden. Doris Balmer EVP Ortspartei Affoltern am Albis Infos zur Fachstelle Gesellschaft: www.affolternam-albis.ch/de/gesellschaft/fachstellegesellschaft.

oberamtmann hirzel

Das Ende der Therapiekultur? Kaum jemand kann sich dem unglaublichen Ereignis in Nizza mit gegen hundert Toten und noch weit mehr Verletzten unbeeindruckt entziehen. In den letzten Jahren häufen sich weltweit die Schreckenstaten von Jihadisten. Wenn man die Anschläge seit Anfang des vergangenen Jahres zählt, kommt man auf weit über 50 solcher oder ähnlicher Taten mit tausenden von Opfern. Man geht schnell einmal dazu über nach der Motivation des oder der Täter zu suchen. Obwohl es nicht das erste Mal ist, dass man mit einem solchen Vorfall konfrontiert wird. Man kennt den Aufruf des radikalen Islam, wie man Ungläubige im Namen Allahs auslöscht, seit Jahren. Die zunehmende Gewaltbereitschaft ist aber nicht nur auf religiöse Kreise des Islam beschränkt. Auch in unserem Umfeld, wenn auch nicht in dieser zerstörerischen, absoluten Brutalität sind rücksichtslose Übergriffe, auf Eigentum und unbeteiligte Personen mit dem Risiko von Verletzten und Toten, vermehrt festzustellen. Bei Fussballspielen oder regelmässig, ohne besonderen Anlass, in Zürich oder in Bern vor der berüchtigten «Reithalle» finden Auseinandersetzungen von Gewaltbereiten Chaoten und der Poli-

zei statt. Da stellt sich die Frage wie man einer solchen Entwicklung – unabhängig davon, aus welcher Ecke sie kommt – begegnet. Es zeigt sich jedenfalls, dass der Slogan der 68er Pazifisten, «Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin» auch in unseren Breitengraden wohl endgültig Schiffbruch erlitten hat. Der Krieg und die Gewalt kommen zu uns, auch wenn wir es ablehnen. Nach wie vor aber wird zuerst einmal nach den Motiven solcher Taten geforscht und gesucht. Hat der Täter eine schlechte Jugend gehabt, wurde er gar diskriminiert, zu wenig geborgen usw.? Der Täter von Nizza war offensichtlich in psychiatrischer Behandlung. Unsere Gesellschaft glaubt, es gäbe grundsätzlich keine verbrecherisch gelenkten Menschen. Man geht davon aus, dass es sich um eine Fehlentwicklung handelt, die durch Demütigung und Verletzungen entstanden ist. Nach wie vor schlägt zuerst die Stunde der Therapeuten. Es ist Zeit Täter als Verbrecher und nicht als Geschädigte der Gesellschaft zu behandeln und zu akzeptieren, dass es übelgesinnte Zeitgenossen gibt. Ihr Oberamtmann


vermischtes

Feier für Körper, Seele und Geist Bundesfeier in Hausen, ab 19 Uhr Die Hausemer 1.-August-Feier mit musikalischer Unterhaltung von Perelin, Festwirtschaft durch den Pistolenschützenverein, Ansprache von Hansruedi Schweizer und nach dem Eindunkeln dem traditionellen Fackelumzug zum Feuer. Bei schönem Wetter vor dem, bei Regen im Gemeindesaal Weid. Der Feier-Abend wird durch die Musikgruppe Perelin eröffnet. Als Einstieg erfährt somit eher der seelische Bereich Nahrung. Die fünf Musiker spielen Volksmusik aus Europa – von irischen Jigs and Reels über Appenzeller Wälzerli bis zur italienischen Tarantella, französische Musette, Klezmerklänge bis zur rumänischen Hora. Instrumente wie Handorgel, Geige, Kontrabass, Flöten, Bodhrán, Gitarren oder Hackbrett sorgen – viruos gespielt – trotz Schweizer Nationalfeiertag dafür, dass sich die Zuhörenden musikalisch auf Reisen begeben oder sich gar zu einem Tänzchen hinreissen lassen. Womit auch schon der Körper zum Zuge käme. Für dessen Stärkung ist, wie letztes Jahr, der Pistolenschützenverein zuständig. Dieses Jahr auch mit Vegi-Angebot und Dessert. Für geistige Anregung sorgt Hansruedi Schweizer von Schweizer Metallbau Hedingen mit seiner Ansprache. Dazu sagt Schweizer: «Der moderne Begriff Nachhaltigkeit wurde an der Umweltkonferenz in Rio 1992 definiert. Man erkannte, dass unsere Welt ökologische, soziale und wirt-

Referent Hansruedi Schweizer, Metallbau-Unternehmer aus Hedingen. (Bild zvg.)

schaftliche Verantwortung braucht. Daraus entstanden Aktionen auf allen Ebenen: UNO, EU, Schweiz, Kantone, Gemeinden, Verbände, Unternehmen. Auch in unserer Bundes- und Kantonsverfassung ist Nachhaltigkeit verankert. Erfolgreiche Beispiele werden Sie dafür begeistern, sich auch für Nachhaltigkeit einzusetzen.» Beim Eindunkeln werden dann wie immer Fackeln gefasst, um gemeinsam zum Feuer zu spazieren und den Anlass gemächlich oder mit Raketengeböller ausklingen zu lassen. (san) Montag 1. August, 19 bis zirka 23 Uhr, beim Gemeindesaal Weid, Hausen.

11. Rumänienfest Am 31. Juli, in der Weid 1, Obfelden

Der Gewinn des «Rumänischen Sommernachtsfests» auf dem Bauernhof der Familie Schneebeli kommt einem Kinderheim in Rumänien zugute. (Bild Archiv sals) Das «Rumänische Sommernachtsfest» findet auch dieses Jahr am 31. Juli auf dem Bauernhof der Familie Schneebeli in der Weid, in Obfelden, statt, ab 17 Uhr. Der gesellige Anlass bietet rumänische Mititei-Würste vom Grill und dazu ein reichhaltiges Salatbuffet, ein Glas Wein oder selbstgemachte Bier-

sorten. Dazu wird die sechsköpfige Balkan-Band Moltopesto mit eingängigen Rhythmen zum Tanz einladen. «Und der gesamte Gewinn kommt wie immer dem rumänischen Hilfswerk Pentru copiii abandonati zugute», erklärt Tobias Schneebeli, der Organisator des Rumänienfestes. (sals)

Wieder Feuerwerkverkauf auf dem Kronenplatz «Was dürfen wir eigentlich noch abfeuern?», wird Feuerwerksverkäufer Walter Baltisberger immer wieder gefragt, seit es für Grossfeuerwerkartikel eine spezielle Prüfung braucht. «Bei mir im Zelt dürfen Sie alles kaufen», so seine klare Antwort, «ausser die Tische», relativiert Baltisberger und lacht. Von morgen Mittwoch, 27. Juli, bis und mit 1. August bietet «Raketenwal-

ti» Walter Baltisberger sein Feuerwerk wieder im Zelt auf dem Kronenplatz in Affoltern an. Wie gut die Geschäfte laufen, das sei sehr stark vom Wetter abhängig, weiss er aus Erfahrung. Der schlimmste Fall, eine lange Hitzephase mit Feuerwerkverbot als Folge, wird dieses Jahr nicht eintreffen, aber auch Regen kann die Vorfreude aufs Feuerwerk zum Nationalfeiertag trüben. (tst.)


Vermischtes

Dienstag, 26. Juli 2016

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Am «Trumpf-Schälle-As» lags wohl nicht … Das Bonstetter Quartett unterlag beim Donnschtig-Jass den Küsnachtern, glänzte aber nach der ersten Runde Lags am «Trumpf-Schälle-As», welches Regine Kaiser abgestochen wurde? Wohl nicht. Aber in der ersten Donnschtig-Jass-Runde in Chur klebte den Bonstettern das Pech an den Karten. Da tauchte sie gegen Küsnacht gleich mit 43 Differenzpunkten – unaufholbar, auch wenn sich die Ämtler vor laufenden Fernsehkameras in der Folge glänzend schlugen. ................................................... von werner schneiter, chur An Unterstützung fehlte es nicht. Rund 40 Bonstetter Fans tauchten schon am Donnerstagnachmittag auf dem malerischen Arcas-Platz in Chur auf – in gelben Shirts. Und sie sorgten – zusammen mit den Jassfans aus Küsnacht – auch während der Sendung ordentlich für Stimmung. Mit Kuhglocken und anderen «Hilfswerkzeugen». Derweil Roman Kilchsperger locker durch die Sendung führte und Claudio Zuccolini sowie «Schellen-Ursli» Jonas Hartmann als Gäste begrüssen konnte. Musikalisch unterhielten die «Amigos» und «Spyder Murphy Gang». Rund 900 Fans drängten sich auf den Austragungsplatz, wo zwischenzeitlicher Regen die Schwüle dämpfte, nicht aber den Durst der launigen Festgemeinde.

Gemeinsam jubeln: Bonstetter Fans vereint. (Bilder Werner Schneiter)

Angesagte Punktzahl erreicht Ein ausgiebiges Rahmenprogramm. Gleichwohl standen die Jasserinnen und Jasser im Mittelpunkt. Regine Kaiser und Roman Denoth wurden als erste Bonstetter in die Arena zu Roman Kilchsperger und Schiedsrichter Dani Müller beordert, hatten aber das Glück nicht auf ihrer Seite. 43 Differenzpunkte resultierten. Küsnacht setzte sich klar an die Spitze und behielt diese bis in die letzte Runde, obwohl die Bonstetter in der Folge glänzten – einschliesslich Telefonjasser Claude Wuillemin. Der zwölfjährigen Isabel Rutishauser gelang sogar ein Husarenstück: Sie sagte 40 an – und erzielte exakt 40 Punkte, derweil Claude Wuillemin am «Telefon» (im Ü-Wagen am Rande des Arcas-Platzes) 85 prognostizierte und 87 Punkte totalisierte. Auch in der letzten Runde glänzten die beiden mit zwei bzw. vier Differenzpunkten. Der starke Auftritt des Bonstetter Quartetts nach der ersten Runde nützte aber nichts mehr. Am Schluss siegte die Gemeinde Küsnacht mit 42 gegen 81 Differenzpunkte und ist nun Austragungsort des Donnschtig-Jass am kommenden Donnerstag.

Während der Sendung war Fotografieren nicht gestattet, während der Probe schon. Am Tisch unter anderen Moderator Roman Kilchsperger (links) und die zwölfjährige Bonstetterin Isabel Rutishauser, die sich glänzend schlug.

Moderator Roman Kilchsperger verschafft sich Abkühlung.

Die Premiere sorgte für Nervosität Derweil die Fernsehleute unmittelbar nach der Sendung die technischen Einrichtungen demontierten, vermochte erneut einsetzender Regen die Stimmung der Bonstetter Deputation nicht zu trüben. Ein gelungener Fernsehauftritt für das Quartett – für alle eine Premiere, die vor der Sendung für etwas Nervosität sorgte. Auch bei Isabel Rutishauser. Die zwölfjährige Tochter von Gemeinderat Frank Rutishauser jasst erst seit gut zwei Jahren, den Differenzler beherrscht sie sogar erst seit einem halben Jahr. Wie hat sie sich auf den Fernsehauftritt vorbereitet? «In letzter Zeit habe ich sehr viel gejasst», verrät sie, macht aber aus ihrer «wahren Liebe» kein Geheimnis: Sie kickt beim FC Wettswil-Bonstetten. Zum Jass-Quartett gesellte sich Isabel Rutishauser, ohne an der Ausscheidung teilgenommen zu haben. Zu den Bedingungen der DonnschtigJass-Macher gehört die Teilnahme einer jugendlichen Person. Und so

Telefonjasser Claude Wuillemin – nicht am Telefon, sondern im Übertragungswagen unmittbar neben dem Arcas-Platz.

Haben eine grosse Fan-Gemeinde und eine neue CD: die volkstümliche deutsche Schlagerband Amigos. stiess man in Bonstetten via Papi Rutishauser auf dessen Tochter Isabel. Regina Kaiser, die Ehefrau von alt Gemeindeschreiber Primus Kaiser, ist eine routinierte Akteurin. Mit Bonstetter Frauen trifft sie sich regelmässig zum Jass oder zum DOG-Spielen.

«Dorf-Chochete»

Elektrisierte wie eh und je: die «Spyder Murphy Gang».

An der Dorf-Chochete von übermorgen Donnerstag, ab 18 Uhr, auf dem Dorfplatz sind vier Menüs aus dem Dorfportrait «Bonstetten kocht» zu geniessen, begleitet erst von Tambouren aus der Region, dann vom Drehorgelmann.


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Sport

Dienstag, 26. Juli 2016

Derya Hintermann gewinnt dreimal Gold Glanzvoller Auftritt der LV Albis an den kantonalen Meisterschaften der Leichtathleten Nach den tollen Ergebnissen an den regionalen Meisterschaften doppelten an den kantonalen Meisterschaften die jüngeren Jahrgänge nach. Vierzehn Podestplätze gab es zu beklatschen, zehn davon erzielten die Mädchen.

Rutishauser und Elio Hintermann im Kugelstossen, Jan Burckhardt im Speerwerfen, Leif Bernhard im Kugelstossen und Speerwerfen, Laurent Müller, ebenfalls im Speerwerfen und im Ballwurf waren Severin Baur, Laurent Müller und Tim Berger erfolgreich. Alan Stöckli schliesslich belegte im 60-m-Lauf der U12 den 5. Rang. Für die kantonalen Meisterschaften sind pro Disziplin zwölf Athletinnen oder Athleten zugelassen. Die Finalteilnehmer müssen sich an Qualifikationswettkämpfen bewähren. Bei den Aktiven war Raphael Frei am Start. Er gewann über 400 m die Bronzemedaille. Im kantonalen Mannschafts-Mehrkampf-Cup landeten die Teams U16M, U14M und U12W auf den 3. Plätzen.

................................................... von hanspeter feller Derya Hintermann gewann in der Kategorie U14 die Disziplinen 60 m Hürden, Kugelstossen und Speerwerfen. Nachdem sie im Hürden-Vorlauf bereits eine persönliche Bestzeit aufgestellt hatte, schraubte sie diese im Final noch herunter und blieb mit 9.96 Sekunden unter der Zehn-Sekunden-Marke. Im Ballwerfen belegte sie den 5. Platz, im Hochsprung den 7. Nina Wicki gewann das 600-mRennen klar, ebenfalls mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:42.07. Über 60 m war sie die Schnellste in ihrem Vorlauf, im Final belegte Nina den 3. Platz. Zwillingsschwester Carla holte im Ballwurf die Goldmedaille mit einer Weite von 43.66 m. Bei den U12 wusste Nina Huber zu gefallen. Sie gewann den Weitsprung mit einer persönlichen Bestweite von 4.27 m. Über 60 m Hürden erreichte

Schweizer Meisterschaften Aktive Derya Hintermann im Hürdenfinal. (Bild Mario Grond) sie problemlos den Final und lief in diesem Rennen auf den ausgezeichneten 2. Rang, wobei sie mit 10.63 Sekunden ihre persönliche Bestmarke unterbot. Über 60 m flach schaute für sie ein 5. Platz heraus und über 600 m wurde sie 11. Eine Bronzemedaille eroberte sich Nadira Pereira im Ballwurf, auch sie erzielte eine persönli-

che Bestweite. Im Hochsprung, Kugelstossen und Weitsprung belegte sie Plätze im Mittelfeld. Bei den U16 gewann Bigna Herold die Goldmedaille im Speerwerfen und im 600-m-Rennen wurde Livia Busin 5. Nicht ganz an die Leistungen der Mädchen konnten die Jungs anknüpfen. Auf ihr Konto gingen drei Medail-

len. Dafür verantwortlich waren Jan Burckhardt mit einem Sprung von 1.72 m im Hochsprung, Bronze, Leif Bernhard mit einem Satz auf 4.93 m im Weitsprung, Silber, und Cyrill Kaufmann mit einem Wurf auf 7.15 m im Kugelstossen, Bronze. Tolle Mittelfeldplätze erzielten Tristan Angst im Hochund Weitsprung, Tobias

Raphael Frei über 800 m und Svenja Gut über 400 m hatten die Limiten für die Schweizer Meisterschaften der Aktiven geschafft. Raphael Frei kam nicht an seine gewohnten Leistungen heran und schied im Vorlauf über 800 m aus. Beinahe in Ehrfurcht erstarrt ist Svenja Gut. Sie startete in der gleichen 400-m-Vorlaufserie wie die Weltklasseathletin Selina Büchel. Zur Finalqualifikation reichte es ihr leider auch nicht.

Erfolgreicher Agility-Nachwuchs aus Affoltern Antonia Lüthi gewinnt mit Straccio die Junioren-EM

Urs Kneubühl in seinem Formel-Ford-Rennwagen aus dem Jahre 1984. (Archiv)

Motorsport-Klassiker im Radrenn-Oval 14. Indianapolis in Oerlikon mit Ämtlern Rund 60 historische Rennwagen und Motorräder rocken heute Dienstag die offene Rennbahn Oerlikon. Mit Luciano Arnold aus Stallikon, Urs Kneubühl, Ottenbach, Dominik Muheim, Ebertswil, und Heinz Schmid, Hedingen, ist das Säuliamt hervorragend vertreten. Das Ambiente ist unvergleichlich, was am exotischen Konzept dieser einzigartigen Veranstaltung liegt. Einmal im Jahr wird die beschauliche, über 100 Jahre alte offene Rennbahn in Oerlikon zur pulsierenden Kultstätte für Motorsportfans. Bollernde Rennmotoren und der Duft von verbranntem Rizinusöl beherrschen die Szene. Rund 60 von Organisator Georg Kaufmann handverlesene, historische Rennwagen, Seitenwagengespanne und Motorräder sorgen neben den Velorennen mit spektakulären Demorunden in neun Rennfeldern für Gänsehaut. Auch die 14. Auflage von Indianapolis in Oerlikon ist gespickt mit speziellen Leckerbissen, die im offenen Fahrerlager von den Fans hautnah in-spiziert werden können. Einzigartig

ist das für die Steilwand prädestinierte Rennfeld spezieller Indianapolis-Rennwagen aus den 30er-Jahren. Da lassen legendäre amerikanische Marken wie Buick, Nash, Stutz, Studebaker und Ford die Arena mit Bollersound erzittern. Zu den Raritäten zählt der von Luciano Arnold aus Stallikon pilotierte Brabham Formel 2 von 1971, den einst Silvio Moser in der EM eingesetzt hat. Ex-Skeleton-Pilot Gregor Stähli präsentiert seinen Healey BN1 von 1955, der einst das 24-Stunden-Rennen von Le Mans bestritten hat und Urs Kneubühl aus Ottenbach seinen Formel Ford Van Diem von 1984. Dazu gesellen sich Seitenwagengespanne und viele abenteuerliche Rennmotorräder, etwa das Original-GP-Rennmotorrad Kreidler 50 GPK, 1973, von Dominik Muheim aus Ebertswil oder die 1969er Yamaha TD2 Semi Works von Heinz Schmid aus Hedingen. (pd./tst.) 14. Indianapolis in Oerlikon, heute Dienstagabend, 26. Juli, von 16 bis 22 Uhr, mit Festwirtschaft und offenem Fahrerlager, Demorunden von 17.50 bis 18.30, 19.30 bis 20 und 20.30 bis 21 Uhr, Ersatzdatum bei schlechtem Wetter: 28. Juli. Eintritt 20 Franken. Wetterinfos: www.rennbahn-oerlikon.ch.

Mit räumlichem Vorstellungsvermögen, Tempo und viel Gespür füreinander haben die 13-jährige Antonia Lüthi und ihr sechsjähriger Harlekin-Pudel Straccio am European Open im slowakischen Cilistov den gesamten Agility-Nachwuchs hinter sich gelassen. Vor zwei Jahren hat Antonia Lüthi mit Agility angefangen. Dass sie nun bereits ans European Open im slowakischen Cilistov durfte, kam selbst für sie überraschend. Dass sie von den Titelkämpfen mit drei Pokalen heimkehren durfte, darf getrost als Sensation bezeichnet werden. Gemeinsam mit ihrer Mutter Sarah Lüthi ist die 13-Jährige am Mittwoch, 6. Juli, in die Slowakei gereist. Am Donnerstagmittag mussten sie und ihr Partner Straccio, ein gut sechsjähriger Harlekin-Pudel, zum Identitäts-Check. Am Freitag standen dann die Jumping-Läufe (nur Sprünge, Tunnels und Slalom) und am Samstag die Agility-Läufe (inklusive Zonen-Geräte wie Wand und Wippe) auf dem Programm, jeweils erst für die Team-, dann für die Einzelwertung. Das Affoltemer Duo erwischte am Freitag einen tollen Start und legte fürs Team eine Null-Fehler-Runde hin. Am Nachmittag vermochte es sich gar noch zu steigern: Rang 2 im ersten Lauf der Einzelwertung.

Mit Konstanz zum Gesamtsieg Ein Rückschlag folgte am Samstagmorgen: Nach einem Hindernisfehler sorgten Antonia Lüthi und Straccio fürs Streichresultat ihres Teams. Das Duo liess sich allerdings nicht verunsichern und bewies im zweiten Lauf der Einzelwertung seine Nervenstärke: Wieder Rang zwei und damit der Gesamtsieg in der Kategorie Children Medium. Das «Children» steht dabei fürs Alter des Menschen, nämlich 14

Antonia Lüthi und ihr Straccio wurden in zwei Läufen (Agility und Jumping) je Zweite. Dies reichte für den Gesamtsieg der Kategorie Children Medium. (Bild zvg.) Jahre oder jünger, das «Medium» für die Körpergrösse des Hundes. Für die Titelkämpfe hat die ErstSek.-Schülerin übrigens zwei Tage Urlaub bekommen. Für die An- und die Rückreise musste sie zwei Jokertage beisteuern. Das hat sich definitiv gelohnt. Genauso wie der Trainingsaufwand: Zweimal pro Woche übt die

Schülerin das Zusammenspiel mit ihrem tierischen Partner. Vor dem Wettkampf kam ein weiterer Trainingstag im Team dazu – verbunden mit einem Sponsorenanlass, welcher das Startgeld und die Ausrüstung finanzierte. So mussten die jungen Teilnehmenden nur die Reise und die Unterkunft selber bezahlen. (tst.)

059 2016  
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