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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 59 I 168. Jahrgang I Mittwoch, 30. Juli 2014

Badi-Bilanz

Verlust bewältigen

Ämtler Badis konnten sich im Juni über viele Besucher freuen, im Juli lief es weniger gut. > Seite 3

Interview mit Christoph Pally, Leiter der Beratungsstelle für Beziehungsfragen. > Seite 3

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«Rauschende» Party Trotz garstigen Wetters kamen die Besucher ans Uerzliker Waldfest. > Seite 7

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Im Maggiatal Sommerserie: Salomon Schneider geniesst Tessiner Kultur, grandiose Natur und «Italianità». > Seite 9

Heimvorteil am Rednerpult 1. August im Säuliamt: Mehrheitlich halten Einheimische die Ansprachen Mit Regierungsratspräsidentin Regine Aeppli konnte der Bezirkshauptort dieses Jahr den bekanntesten Namen für die Ansprache zum Nationalfeiertag gewinnen. Sie ist allerdings in doppelter Hinsicht eine Ausnahme: In den meisten Ämtler Gemeinden kommen Einheimische zu Wort – und mehrheitlich Männer.

Daniela Bomatter.

Regine Aeppli.

(Bild zvg.)

(Bild B. Devènes)

Fleiss gewürdigt Abschlussfest am Spital Affoltern: Acht erfolgreiche Lehrabsolventen wurden gefeiert. > Seite 13

Motorradfahrer schwer verletzt Bei einer Kollision mit einem Lieferwagen hat sich am Montagnachmittag, 28. Juli, in Rifferswil ein Motorradlenker schwere Verletzungen zugezogen. Ein 33-jähriger Mann fuhr kurz nach 15.30 Uhr mit seinem Motorrad auf der Albisstrasse Richtung Rifferswil. Auf der nicht vortrittsberechtigten Mettmenstetterstrasse bog ein 49-jähriger Lenker eines Lieferwagens in die Albisstrasse ein, worauf der Motorradlenker seitlich mit dem vorderen Teil des Lieferwagens kollidierte. Der Zweiradlenker zog sich schwere Verletzungen zu, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt. Er wurde durch die aufgebotene Sanität erstversorgt und ins Spital transportiert. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

................................................... von thomas stöckli Am 1. August – oder im Fall von Hedingen und Obfelden bereits am 31. Juli – wird in allen Ämtler Gemeinden wieder der Nationalfeiertag zelebriert. Die Ansprache hält typischerweise ein Mann, und zwar einer aus der eigenen Gemeinde oder zumindest aus der Region. Prominente Ausnahmen sind Regierungsratspräsidentin Regine Aeppli in Affoltern und Daniela Bomatter, Geschäftsführerin EnergieSchweiz, die in Hausen über die Vision der 2000Watt-Gesellschaft spricht. Wer den Mettmenstetter Kantonsrat Martin Haab hören will, der kommt in Bonstetten auf seine Kosten. Und in Kappel hält Raffaele Cavallaro, Präsident der Aemtler Bühne die Ansprache.

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Drei EM-Titel Martin Haab.

Raffaele Cavallaro.

Höhenfeuer, Fackeln und Nationalhymne Fackel- und Lampionumzüge, Höhenfeuer und Feuerwerk setzen optische Akzente und natürlich wird vielerorts auch die Nationalhymne angestimmt. An erster Stelle dürfte für die meisten

Feuerwerke werden auch dieses Jahr den Nachthimmel erleuchten. (Archivbilder) Festbesucher allerdings das gesellige Zusammensein stehen. In Ottenbach bietet sich am Nachmittag Gelegenheit, das historische Kleinkraftwerk der ehemaligen Seidenweberei Haas zu besichtigen, in Knonau singt Rahel Buchhold, Finalistin der SRF-Castingshow «Voice of

Switzerland» und in Obfelden rockt zum Eindunkeln «Channel Six». Diese Luzerner Band wurde vor zwei Jahren mit dem kleinen Prix Walo ausgezeichnet. ................................................... > So feiern die Ämtler Gemeinden: Festprogramme auf den Seiten 18/19

Das Ämtler Triathlon-Team Koach entwickelt sich langsam aber sicher zu einem der erfolgreichsten Teams der Schweizer Triathlon-Landschaft. Am Wochenende fand das Züricher Triathlon-Wochenende statt. Die Athleten und Athletinnen des Teams Koach holten drei Europameister-Titel. (sas) ................................................... > Bericht auf Seite 21 anzeigen

100 Tage im Amt

Von der Albis-Passhöhe kann man bei klarem Wetter bis ins Glarnerland sehen. (Bild Salomon Schneider)

Naturschönheit Säuliamt Der «Anzeiger» stellt die schönsten Touren durchs Säuliamt vor «Es muss nicht immer Kaviar sein», heisst ein altes Sprichwort und meint, dass die meist unterschätzten Orte im Leben, direkt vor unserer Nase liegen. Der «Anzeiger» hat sich auf die Suche nach diesen Trouvaillen gemacht.

liebter Wohnort. Jedes Dorf hat sie und sie werden rege genutzt. Was viel seltener passiert, ist, dass wir über das Naherholungsgebiet hinausgehen und die Natur geniessen – dafür fahren wir lieber ins Tessin oder in den Schwarzwald.

Das Knonauer Amt ist auch wegen seiner Naherholungsgebiete ein so be-

Das Erholungsgebiet Säuliamt ist einen Besuch durchaus wert. Als ent-

Schuhwerk, Fahrrad oder gar Auto

schleunigendes Element im Alltag kann auch ein Kaffee auf dem Albis dienen, auf dem Heimweg mit dem Auto. Nachhaltig entspannt wird man aber erst durch den zusätzlichen Einsatz von einer Prise Muskelkraft. Eine Wanderung oder Fahrradtour kann – gerade in Kombination mit dem Besuch einer Gaststätte – Wunder wirken. (sas) ................................................... > Bericht auf Seite 6

Mit einem Glanzresultat wurde Ende März Clemens Grötsch zum neuen Gemeindepräsidenten von Affoltern gewählt. Mittlerweile seit 100 Tagen im Amt, hat er sich den Fragen des «Anzeigers» ge- Clemens Grötsch. stellt. «Wir arbeiten an einem Strategiepapier für wichtige Kernthemen, die diese Legislatur überdauern können», verrät er im Interview. Weiter spricht sich der neue Gemeindepräsident für Kostentransparenz sowie Zusammenarbeit mit Schulen und Nachbargemeinden aus. (tst.) ................................................... > Interview auf Seite 5

Der Nationalpark feiert Jubiläum Die Nationalparkkommission ist der Verwaltungsrat des Nationalparks und wird vom Bundesrat gewählt. Robert Giacometti spricht im Interview darüber, wie der Bundesrat Einfluss nimmt, wie die Regionalpolitik mit dem Nationalpark umgeht und weshalb der Nationalpark mehr als ein schützenswertes Kulturgut ist. (sas) ................................................... > Bericht auf Seite 15

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Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten der Gemeinde Aeugst am Albis werden auf Donnerstag, 4. September 2014, in den Mehrzwecksaal der Stiftung Solvita, Götschihof, Riedstrasse 14, 8914 Aeugstertal zu der Gemeindeversammlung eingeladen:

Bestattungen

Einbürgerungen Unter dem Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung hat der Gemeinderat mit Beschluss vom 22. Juli 2014 in das Bürgerrecht der Gemeinde Mettmenstetten aufgenommen:

Informationen im Anschluss an die Gemeindeversammlung: – Information des Gemeinderates Aeugst am Albis betreffend aktuellen Stand der Umlegung Reppisch inkl. Massnahmen für Verkehrssicherheit bzw. -beruhigung (ohne Beschlussfassung). – Information des Gemeinderates Aeugst am Albis betreffend Ergebnisse der Studie «Gesamtkonzept Heizung für gemeindeeigene Gebäude in Aeugst am Albis» (ohne Beschlussfassung). Die Anträge, Abschiede und Akten sowie das bereinigte Stimmregister liegen ab Mittwoch, 20. August 2014, im Gemeindehaus zur Einsicht auf. Anfragen nach § 51 des Gemeindegesetzes sind der Vorsteherschaft mindestens 10 Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung einzureichen. Bezüglich des Stimmrechts wird auf die Bestimmungen des Gesetzes über die Politischen Rechte GPR vom 27. Oktober 2004 verwiesen.

Bundesfeier 2014 Feuerwerk Die Bundesfeier der Gemeinde Hedingen findet dieses Jahr am Donnerstag, 31. Juli 2014, statt Aus diesem Grund erteilt der Vorsteher Tiefbau und Sicherheit, gestützt auf Art. 25 der Polizeiverordnung der Gemeinde Hedingen, für den Donnerstag, 31. Juli 2014, eine Ausnahmebewilligung für das Abbrennen von Feuerwerk. Hedingen, 25. Juli 2014

Donnerstag Vormittag Nachmittag Freitag

08.00 bis 11.30 Uhr 14.00 bis 18.30 Uhr 07.00 bis 14.00 Uhr (durchgehend)

Infolge des Nationalfeiertages (1. August) finden die Kehricht- und Grüngutsammlungen in den jeweils am Freitag bedienten Gemeinden wie folgt statt: Kehrichtabfuhr

Urnenbeisetzung am Montag, 4. August 2014, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH.

Pilzkontrolle 2014 10. August bis 29. Oktober

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Kontrollstelle Affoltern am Albis

Gemeinderat Mettmenstetten

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314-316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Aeugst am Albis Bauherrschaft: Lo Piccolo Giovanna, Breitenstrasse 10, 8914 Aeugst am Albis Projektverfasser: Schlegel Hans, Architekt, Ringlikerstrasse 8, 8142 Uitikon Bauvorhaben: Erweiterung und Abschliessen Garage mit Überdeckung des bestehenden Autoabstellplatzes, kleinere Änderungen am Gebäude Kat.-Nr. 300, GV-Nr. 793, Zone: W1 (Gestaltungsplangebiet Stümel GP 3), Breitenstrasse 10, Gemeinde Aeugst am Albis

Obfelden Gesuchsteller: Bossard Josef, Rebhaldenstrasse 106, 8912 Obfelden Projektverfasser: Jürg Meier, Zimmerei & Innenausbau, Schliffistrasse 4, 8912 Obfelden Baurechtliches Vorhaben: Verlängerung bestehender Dachlukarne am Wohnhaus Vers.-Nr. 1114 auf Kat.-Nr. 3233 an der Rebhaldenstrasse 106, 8912 Obfelden (Zone W2E)

Kaufe Autos

Montag bis Mittwoch Vormittag 08.00 bis 11.30 Uhr Nachmittag 14.00 bis 16.30 Uhr

geb. 23. März 1927, Ehefrau des Suter, Hans-Peter, von Zürich ZH, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Mühlrütistrasse 16.

Mettmenstetten, 31. Juli 2014

Fahrzeuge

Ab 1. August 2014 gelten folgende Öffnungszeiten:

Irma Erika Suter-Engeler

Verschiebung der Kehricht- und Grüngutsammlungen

Die Urnenbeisetzung findet engsten Familienkreis statt.

Abteilung Tiefbau und Sicherheit

Neue Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Obfelden

Am 26. Juli 2014 ist in Zürich ZH gestorben:

– Dorohovych Yuliya, geb. 1993, ukrainische Staatsangehörige, wohnhaft in Mettmenstetten – Fischer Michael, geb. 1963, deutscher Staatsangehöriger, Fischer geb. Schabert Veronika, geb. 1967, deutsche Staatsangehörige, mit Tochter Amelie Lisa, geb. 1996, deutsche Staatsangehörige, wohnhaft in Mettmenstetten – Roberti Bruno, geb. 1994, italienischer und brasilianischer Staatsangehöriger, wohnhaft in Mettmenstetten

A. Politische Gemeinde 20.00 Uhr 1. Antrag des Gemeinderates Aeugst am Albis betreffend Zustimmung zur Totalrevision der Statuten des Zweckverbandes Spital Affoltern im Hinblick auf die Einführung eines eigenen Haushaltes.

Affoltern a. A., Bonstetten, Mettmenstetten, Obfelden und Wettswil am Albis

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Bestattungsamt Affoltern am Albis

Donnerstag Freitag Samstag

Affoltern am Albis

Grüngutabfuhr

Am 27. Juli 2014 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben

Freitag Samstag

Ernst Baltisberger

Die Grüngutsammlungen in Bonstetten (Schachen) und Obfelden fallen aus.

geb. 28. März 1918, Ehemann der Ruth Baltisberger-Wenger, von Affoltern am Albis ZH und Zofingen AG, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Oetlistal 8.

Affoltern am Albis

31. Juli 2014 1. August 2014 2. August 2014

Wettswil a. A. keine Abfuhr Affoltern a. A., West

1. August 2014 2. August 2014

keine Abfuhr Mettmenstetten Ost

Die Dileca wünscht Ihnen einen schönen und erholsamen Nationalfeiertag. Affoltern am Albis, 30. Juli 2014

Dileca

Am 3. April 2014 ist in Spanien gestorben:

für die Gemeinden Affoltern am Albis, Aeugst am Albis, Hausen am Albis, Hedingen, Kappel am Albis, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Rifferswil, Stallikon und Wettswil

Saul Martinez

im Haus Bachweg 7 in Affoltern am Albis

geb. 22. Oktober 1945, verwitwet von Ida Martinez-Hurter, spanischer Staatsangehöriger, wohnhaft gewesen in Spanien, früher in Affoltern am Albis ZH, Aeussere Grundstr. 19.

Öffnungszeiten 18.30 bis 19.00 Uhr jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag (ausgenommen während der Schonzeit, jeweils vom 1. bis 10. Tag des Monats)

Die Urnenbeisetzung findet engsten Familienkreis statt.

im

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Amtliche Pilzkontrollpersonen Balint Berg, Bahnhofplatz 5, 8908 Hedingen

Tel. 044 761 26 07

Verena Schneebeli, Rigistrasse 23, 8912 Obfelden

Tel. 044 761 40 56

Christian Klee, Winkelstrasse 56, 8912 Obfelden

Tel. 079 609 96 48

Hansjörg Birrer, Bodenmatte 11c, 5647 Oberrüti AG

Tel. 041 787 07 08

Ausserhalb der genannten Öffnungszeiten erfolgt die Kontrolle nur nach telefonischer Vereinbarung. Hinweise • In den ersten zehn Tagen des Monats ist es verboten, Pilze zu sammeln • Pro Person und Tag darf höchstens ein Kilogramm Pilze gesammelt werden. • Die Pilze müssen der Kontrolle gereinigt sowie ganz (Pilze mit Hut und Stiel) vorgelegt werden. • Es dürfen nur Pilze, die man kennt, gepflückt werden. Bringen Sie im Zweifelsfall ein Muster der Kontrollstelle. Die Gesundheitsbehörden und Gesundheitskommissionen der erwähnten Gemeinden


Bezirk Affoltern

Mittwoch, 30. Juli 2014

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Bisher durchzogene Ämtler Badi-Saison Die Säuliämtler Badis konnten sich im Juni über viele Besucher freuen, im Juli lief es weniger gut Für den Sprung ins kühle Nass können sich auch die meisten Säuliämtler nur bei gutem Wetter erwärmen. Durch den schönen Juni und den durchzogenen Juli ist es bisher ein durchschnittliches Badejahr. ................................................... von salomon schneider Noch nie gab es so heisse Pfingsten, wie dieses Jahr und der oft sonnige Juni war wettermässig eine Offenbarung, für Hitzefreunde. Wenn das Wetter verrückt spielt, ist das für Menschen, die draussen arbeiten oft ein Ärgernis. Für eine Berufsgattung ist schönes Sommerwetter aber überlebenswichtig: die Badibetreiber.

Nur bei schönem Wetter Gäste Beispielsweise das Strandbad Türlersee ist sehr stark auf gutes Wetter angewiesen. «Wir sind mitten in der Natur und viele Gäste kommen, um viel

wir gratulieren

Das Strandbad Türlersee bietet ein natürliches Schwimmerlebnis, umgeben von purer Natur. (Bild Salomon Schneider) Zeit hier zu verbringen. Deshalb kommen unsere Gäste primär an wirklich schönen Tagen», erörtert Betreiber Andreas Glättli. Das gelte auch für die Camper: «Wir sind ein ausgesprochener Schönwetter-Camping-Platz.» Ähnlich sieht es auch in der Badi Mettmenstetten aus. «Beispielsweise

die Beach-Volleyballer kommen fast bei jedem Wetter, nur für sie zu öffnen, lohnt sich aber nicht», erklärt Bademeister Markus Voser. Ein grosser Vorteil für die Badi Mettmenstetten sei aber die Nähe zum Jumpin. Viele Gäste kämen vor und nach dem Springen noch in die Badi.

Über das wechselhafte Wetter freuen, können sich die Betreiber der neuen Naturbadi Maschwanden. «Wir müssen uns in die Reinigungsprozesse im Naturbad erst einarbeiten. Wenn es ein paar Tage regnet, dann haben wir dafür etwas mehr Zeit», erklärt die Maschwander Gemeindeschreiberin

Evelyne Abegglen. Das Naturbad sei bei der Bevölkerung sehr gut angekommen. Es werde zwar bei der Ausstattung noch ab und zu etwas ergänzt, doch grundsätzlich sei das Besucheraufkommen riesig und die Wasserqualität sei exzellent, hätten die wöchentlichen Tests ergeben.

Zur goldenen Hochzeit Am 31. Juli vor 50 Jahren haben sich Margareta und Klaus Peter ZummachRohr, aus Affoltern das Ja-Wort gegeben. Zur goldenen Hochzeit gratulieren wir herzlich.

Zum 85. Geburtstag Heute Mittwoch, 30. Juli, kann Ernst Huber in Affoltern den 85. Geburtstag feiern. Herzliche Gratulation! Am Montag, 4. August, feiert Agatha Suess-Weber in Affoltern ihren 85. Geburtstag. Ein schönes Fest!

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

«Verluste gehören zum Leben und zwingen zu Veränderungen» Aktuelles aus der Beratungsstelle für Beziehungsfragen, Affoltern Im Jahresbericht der Ökumenischen Fach- und Beratungsstelle für Beziehungsfragen beleuchtet der Psychologe und Stellenleiter, Dr. Christoph Pally, das Thema «Verlust und Entfremdung». Auf verschiedene Fragen zu diesem herausfordernden Thema geht er im Gespräch mit dem «Anzeiger» ein: Kann ein Verlust Sinn haben? Was bewirkt er? Und wie können wir einen Verlust bewältigen? «Anzeiger»: Christoph Pally, was bewirkt ein Verlust in uns? Christoph Pally: Nach einem Verlust ist das Leben nicht mehr gleich. Es hat sich verändert. Ein Verlust ist nicht wirklich vorbereitbar, nicht fassbar und dadurch oftmals schockierend. Es entsteht eine tiefe Verunsicherung.

Die Beratungsstelle in Affoltern Die Ökumenische Fach- und Beratungsstelle für Beziehungsfragen Bezirk Affoltern steht für alle offen, unabhängig von Zivilstand, Alter oder Konfession. Das Angebot umfasst Partnerschafts- und Beziehungsberatungen sowie Mediation. Die Räume der Beratungsstelle befinden sich am Bahnhofplatz 11 in Affoltern. Der Jahresbericht 2014 zum Thema «Verlust und Entfremdung» kann mit einem an sich adressierten und frankierten C5-Couvert kostenlos bestellt werden. (mvm) Kontakt und weitere Infos: Tel. 044 761 11 55 oder www.beziehungsfragen.ch.

Nicht jeder Verlust ist gleich wie der andere. Gibt es schwerere und leichtere Verluste? Jede und jeder Betroffene empfindet subjektiv. Es gibt keine Messlatte für das Ausmass der Auswirkungen. Man kann unterscheiden zwischen Sachverlusten und menschlichen Verlusten. Wenn einem bei einem Diebstahl oder durch Verlieren Gegenstände mit ganz besonderem Erinnerungswert abhanden kommen, kann das sehr schmerzhaft und einschneidend sein. Ein Job, Funktions- oder Positionsverlust ist nicht zu unterschätzen. Hier sind Depressionen oder sogar Selbstmordgedanken häufige Folgen. Der Verlust des Liebespartners hat zwei Gesichter. Beim Tod muss der Verlust durch einen Trauerprozess verarbeitet werden. Bei einer Scheidung oder Trennung sind die Betroffenen häufig von Schuld- und Warum-Fragen gequält. Wie können wir einen Verlust bewältigen? Zuerst braucht es vor allem das Anerkennen. Da ist es gut, sich Zeit und Raum zu nehmen. Abschiedsrituale können in diesem Moment hilfreich sein. Emotionale Reaktionen wie Wut

und Verzweiflung sind normal. Der Weg zur Normalisierung braucht Zeit, und mit Rückfällen ist zu rechnen. Das Wichtigste ist aber, sich wirklich auf einen Weg zu begeben und nicht in der Starre zu verharren. Gibt es in der Verlustbewältigung Unterschiede zwischen Männern und Frauen? Ja, das ist so. Frauen zeigen ihre Emotionen stärker, weinen, wollen reden. Männer flüchten sich oft ins Sachliche, in die Arbeit, ziehen sich zurück oder sie suchen Ablenkung – manchmal auch im Alkohol.

Christoph Pally, Fachpsychologe und Leiter der Beratungsstelle, weiss, dass Verluste in unserm Leben alles durcheinanderbringen können. (Bild Marianne Voss) zu Veränderungen. Die Folge kann sein, dass wir unser Leben anders in die Hände nehmen.

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Was sind die Auswirkungen eines Verlustes auf eine Partnerschaft? In einer Verlustsituation erleben wir uns und den Partner, die Partnerin neu. Das bedeutet eine Bewährungsprobe, und es kann durchaus auch zur Überforderung kommen. Das Leben gerät in so einem Moment durcheinander, seelisch aber auch im äusseren Ablauf. Manchmal wird alles in Frage gestellt, auch die Partnerschaft. Es kann zu Negativspiralen mit verheerenden Folgen kommen. In so einer Situation ist sicher eine Beratung sinnvoll.

Hat ein Verlust einen Sinn? Kann er uns weiterbringen? Unbedingt! Verluste gehören zum Leben. Wir wachsen daran, sie fordern unsere Kräfte heraus und zwingen uns

Das Thema des Jahresberichtes lautet «Verlust und Entfremdung». Was meinen Sie mit der Entfremdung? Die Verlustsituation ist uns völlig fremd, es entsteht ein Gefühl des

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«Das Leben gerät in so einem Moment durcheinander, seelisch, aber auch im äusseren Ablauf.»

Taubseins, eine Entfremdung sich selbst und anderen gegenüber. Wir sind verloren in etwas Unbekanntem, sind orientierungslos und verlieren dabei uns selbst. Dann braucht es Wegmarken durch vertraute Abläufe wie zum Beispiel das Einhalten einer Tagesordnung. Vor allem brauchen wir dann andere Menschen, die uns zuhören und die uns Sicherheit und Halt geben. Können wir uns auf einen Verlust vorbereiten? Wenn ein lieber Mensch todkrank ist, kann eine gewisse innere Vorbereitung stattfinden. Im täglichen Leben können wir bei jedem Abschied üben: Adieu heisst ja à Dieu. Wir bleiben Gott überlassen, wenn wir andere Menschen verlassen! Und am besten ist es, das Leben jeden Tag, heute, in der ganzen Fülle zu leben. Interview: Marianne Voss


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Bezirk Affoltern

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Nicht nur über Akten brüten, sondern auch für die Bevölkerung da sein 100 Tage im Amt: Affoltemer Gemeindepräsident Clemens Grötsch stellt sich den Fragen des «Anzeigers» Mit einem Glanzresultat wurde Clemens Grötsch Ende März zum neuen Gemeindepräsidenten von Affoltern gewählt. Seine Kernthemen sind die Ortsentwicklung, die Finanzen und die Alterspflege. «Anzeiger»: Clemens Grötsch, Sie sind nun gut 100 Tage Gemeindepräsident – womit haben Sie sich am meisten beschäftigt? Clemens Grötsch: Wir haben zwei neue Gemeinderatskollegen. Diese galt es schnell in den Geschäftsbetrieb zu integrieren. Es braucht Unterstützung und das ist teilweise Chefsache. Wir arbeiten an einem Strategiepapier für wichtige Kernthemen, die diese Legislatur überdauern können. 2006 hat die Gemeinde Leitsätze formuliert. Stimmen die noch? Und was bedeuten sie für uns? Aus den Leitsätzen wird dann je ein Ziel für die Ressort-Vorstände formuliert. Mir ist wichtig, dass man weiss, wo man hinwill, einen Termin setzt und dann sieht: ist es erledigt oder nicht. Durch die Wahl in die BK des Spitals ist im Juni ein neues Arbeitsgebiet dazugekommen. Die konstituierende Sitzung des kantonalen Gemeindepräsidentenverbands fand erst am 11. Juli statt. Die Arbeit beginnt dort nach der Sommerpause. Mit welchen Erwartungen sind Sie gestartet? Ich will mich an den Aussagen im Wahlkampf messen lassen. Themen sind die Ortsentwicklung, die Finanzen und die Alterspflege. Wichtig ist, dass diese Themen auf die richtige Traktandenliste kommen. Selbst wollte ich rasch in die neue Aufgabe hineinwachsen, um das Tagesgeschäft mit der Verwaltung zeitnah bewältigen zu können. Thematisch will ich Akzente setzen in Richtung Kostentransparenz. Ich will wissen: Was kostet der Laden und wer zahlt es? Nur wenn die Kosten richtig erfasst sind, kann man sie analysieren und Entscheidungen fällen. Wir haben eine Unklarheit: Wir wissen nicht, was die anderen Bezirksgemeinden in Sachen Alterspflege in Zukunft unternehmen. Man liest in der Zeitung mal über Wettswil, mal über Mettmenstetten. Planen wir nur für uns oder für den ganzen Bezirk? Das sind entscheidende Faktoren. Diese Gespräche auf die Traktandenliste zu bringen, das ist mein Part. Ich fühle mich als Katalysator und Türöffner. Haben sich die Erwartungen bestätigt? Das Schöne an meinem Amt ist: Ich habe viel zu tun, aber kann die Zeit selber bestimmen. Das ist ein Aufsteller. Das Tagesgeschäft läuft bis jetzt rund. Wir kommen voran. Wir sind einiges am Tun, ich will aber noch nicht zu viel verraten. Die Arbeit für das Spital kam neu dazu, da brauche ich noch Zeit, Einblick in das ganze Spektrum zu erhalten. Wichtig ist, mit dem Spital zu reden und nicht nur übers Spital. Ich bin zuversichtlich, weitere Fortschritte zu erzielen. Was haben Sie schon erreicht? In Zusammenarbeit mit dem Sozialvorstand haben wir eine «Gesundheitskarte» für die Versorgung im Bezirk entwickelt. Aufgeführt sind alle Partner und die Schnittstellen. Diese Grundsatzarbeit ist ein wichtiges Instrument für die Zusammenarbeit. Die Strategie des Gemeinderates und die Kernthemen werden im 4. Quartal 14 fertig sein. Andere Themen auf die richtige Traktandenliste gesetzt.

Sie wurden deutlich gewählt, spüren Sie das Vertrauen der Bevölkerung? Das möchte ich klar bejahen: Das Vertrauen der Bevölkerung spüre ich bei zahlreichen Begegnungen, manchmal auch im Vorbeigehen, wenn ich ein Schmunzeln in den Gesichtern sehe auf dem Weg zum Bahnhof oder zum Gemeindehaus. Das gibt einem auch Kraft, das stärkt. Was hat Sie erfreut, was geärgert? Ich freue mich, bei den diversen Anlässen mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kom- Clemens Grötsch in seinem Büro mit der Bilder-Serie «Spuren» von Bernadette Galli im Rücken. men, zu zeigen, «Spuren wollen wir ja alle hinterlassen», so der Affoltemer Gemeindepräsident. (Bild Thomas Stöckli) dass der Gemeindepräsident nicht nur über Akten brü- hen und auch in der Bauphase nach hen im Vordergrund. Daneben wird es tet, sondern auch für die Bevölkerung Kostenoptimierung zu streben. noch weitere Arrondierungen geben. da ist. Die Taufe des Zuges auf «Bezirk Aktuell hat Affoltern 11 384 Ein- Wir können als Gemeinde den RahAffoltern» war sicher ein mediales wohner. Unsere Bevölkerungszahl men so abstecken, dass Entwicklung Highlight. Aber auch der politische Di- wird in den nächsten Jahren noch möglich ist – auch wenn uns manchalog über aktuelle Themen in zwang- leicht zunehmen, was unserer Steuer- mal der Gesetzgeber behindert. loser Runde ist wichtig. kraft gut tut. Was geht im Bereich Verdichtung? Ärgern ist das falsche Wort. Gerne Wir verhandeln mit dem Kanton hätte ich zwei hängige Bauabrechnun- Zürich, dass wir den ÜbergangsausEs wird ein Thema sein, dass man gen schneller der Gemeindeversamm- gleich behalten können. Er war dafür höher bauen kann. Wo, wenn nicht lung vorgestellt, aber es fehlen noch gedacht, die Gemeinden auf eine soli- am Bahnhof? Überlegungen sind auch Belege. de Basis zu stellen, bis der neue Fi- ein mögliches Hochhaus-Gebiet in Nänanzausgleich greift. Daneben gibt es he des Autobahn-Anschlusses. An der ............................................................... eine Arbeitsgruppe von 21 Gemein- Äusseren Grundstrasse wird es ebenden, in der die Finanzvorständin mit- falls Mehrfamilienhäuser geben. Die «Wir müssen die arbeitet, die auf die Sonderlasten der Städte Zürich und Zug planen mehr Investitionen unseren verschiedenen Bezirkshauptorte auf- Arbeitsplätze als Wohnungen, und das merksam macht. Man muss aber wis- erzeugt auch Siedlungsdruck im KnoEinnahmen anpassen.» sen, dass der Topf bei der Verteilung nauer Amt. ............................................................... nicht grösser wird – und auch andere In einigen Nachbargemeinden wird das Sie sind verheiratet und Vater von drei Gemeinden und die Städte Winterthur erwachsenen Söhnen, wie kommt die Fami- und Zürich ihre Ansprüche geltend Zentrum aufgewertet. Hat Affoltern überhaupt ein Zentrum? lie mit Ihrem Amt zurecht? machen werden. Ich denke, wir sollten in Affoltern Meine Söhne sind selbstständig und Affoltern erbringt regionale Leistungen, das Zentrum nicht zu eng definieren. wohnen auswärts. Einmal im Monat habe ich einen halben Tag Hütedienst die nicht angemessen abgegolten werden. Affoltern ist eigentlich kein Dorf mehr, auch wenn es den dörflichen bei unserem kleinen Enkel, das muss Wie wollen Sie das ändern? Es gibt verschiedene Themen, die Charakter erhalten hat. Wir als kleine möglich sein (er lächelt). Die Söhne waren nach der Wahl sicher ein biss- priorisiert sind. Ich werde diese in den Stadt dürfen etwas grosszügiger denchen stolz. Meine Frau geniesst die GPV des Bezirks einbringen und dann ken: Vom Kronenkreisel zum Kreisel Freiräume und unterstützt mich nach sehen, ob es eine gemeinsame Sicht- beim Coop, zum Gemeindehaus und Kräften. Ist der Terminkalender zu weise gibt. Ich stelle jedenfalls fest, zum Sternenkreisel, das ist eine Strevoll, schätzt sie auch unser kleines dass das Verständnis für unsere Situa- cke, die man generell zu Fuss bewältition als Herz der Region wächst. gen kann. Baurechtlich ist das ZentRefugium im Schwarzwald. Das Thema Langzeitpflege Seewadel rum an der Bahnlinie. Durch den Bau Ein grosses Thema sind in Affoltern die steht zuoberst auf der Agenda. Wie ist von Landi und SPS werden wir dort Gemeindefinanzen. Was braucht es, um hier die Sichtweise der anderen Gemein- einen markanten Punkt haben, der auf einen grünen Zweig zu kommen? den? Es gibt x andere Vereinbarungen, das Zentrum sichtbarer macht. Aber auch weitere Entwicklungen Klare Ansage! Klare Richtung! Aus- die seit Jahren laufen. Sie sind zu dauer und Standfestigkeit bei konkre- überprüfen und an die neuen Gege- in der Industriezone werden als Zentten Forderungen. Es nimmt einem im- benheiten anzupassen, damit wir un- rum wahrgenommen werden. Wichtig mer jemand etwas übel, drum ist es sere Leistung bezahlt bekommen. So wird sein, dass wir vernünftige und atlassen sich zwar nicht grad Steuerpro- traktive Fusswege haben, dass die Leuwichtig, alle gleich zu behandeln. Wir wollen keine höheren Schulden zente einsparen, aber hier 5000, da te gerne dort unterwegs sein werden. in den kommenden Jahren, deswegen 25 000 und dort 20 000 Franken, das Der Bau von Migros im Jahr 2015 wird das Oberdorf stärken. Und der Erweimüssen wir die Investitionen unseren gibt doch eine Summe. terungsbau des Landesmuseum-SammEinnahmen anpassen. In der politiBeim Amtsantritt haben Sie die Ortsent- lungszentrums wird schon beim Ortsschen Gemeinde werden wir das erreichen. Das Budget 2015 wird im August wicklung als Kernthema genannt. Was kön- eingang gegen Mettmenstetten und nen Sie da bewirken? die Autobahn klarmachen, dass hier beraten. Die bestehende Grundlage der Ar- etwas beginnt. Die Primarschule steht bis zum Jahr 2020 vor grossen Investitionen. Einem beit ist immer noch der Masterplan Mit der Wahl zum Gemeindepräsidenten Cashflow von 45 Mio. stehen geplante von 2011. Bereits im letzten Jahr haInvestitionen von 67 Mio. Franken ge- ben wir die Arbeit für eine weitere mussten Sie das Hochbauressort abgeben. genüber. 22 Mio. muss man also hin- BZO-Revision aufgenommen, dann Fiel das schwer? Ich habe mich in den letzten vier ausschieben oder anders finanzieren. aber die neue Legislatur abgewartet. Hier brauchen wir intelligente Lösun- Die Bevölkerung wird in diesem Jahr Jahren intensiv mit dem Hochbau, den gen. Als eigene Behörde muss die Pri- noch über die Arbeiten informiert Immobilien und der Ortsentwicklung marschule Vorschläge unterbreiten werden. Ich will die Leute in Prozesse beschäftigt. Es gab ja wichtige Enteinbeziehen. Sie sollen nicht nur Ja scheide zu fällen. Die Arbeit mit dem und selbst entscheiden. Team dort war sehr gut und wir haben Der Kredit an die Oberstufe Ennet- oder Nein sagen. Die Entwicklung um den Bahnhof einiges erledigen können und auch graben ist gesprochen. Trotzdem gilt, sorgsam mit den Ressourcen umzuge- herum und in der Industriezone ste- für die Zukunft Ideen entwickelt. Was

du heute planst, ist ein Thema von 10 bis 20 Jahren. Mein Enkel ist 18 Monate alt, wenn es um die Kantonsschule geht, plane ich bereits für die Urenkel. Als ich mich entschieden habe, mich für das Amt des GP zu bewerben, habe ich sofort meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientiert. Loslassen fällt immer schwer, aber mit Hermann Hesse sage ich: « Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zu Abschied sein und Neubeginne...» Ich bin nach wie vor Mitglied der Baukommission und mit Hans Finsler, meinem Nachfolger, haben wir die Kontinuität sichergestellt. Die beiden Grossprojekte Hornbach und Albis Park sind in der Warteschlaufe. Wie ist der Stand der Dinge? Die Gemeinde hat hier ihre Aufgabe erledigt, nun geht es darum, wie die Gerichte die Argumente gewichten und entsprechend entscheiden. Sie vertreten das Säuliamt im kantonalen Gemeindepräsidenten-Verband. Welche Anliegen wollen sie dort einbringen? Wir hatten die Konstituierung am 11. Juli, ich habe die neuen Kolleginnen und Kollegen also erst kennen gelernt. Da ich delegiert bin von den Ämtler Gemeinden, werde ich die Anliegen des Bezirks dort einbringen. Ausserdem ist der Austausch im leitenden Ausschuss sehr wertvoll. Die Themen sind in den anderen Gemeinden ähnlich. Der eine baut eine Schule, der andere ein Altersheim. Da kann man schon fragen: wie habt ihr das und jenes gelöst? Wenn es hilft, eine bessere Lösung zu finden, ist das persönliche Gespräch immer wichtig. ...............................................................

«Wir sollten in Affoltern das Zentrum nicht zu eng definieren.» ............................................................... Wie erleben sie die Zusammenarbeit mit den anderen Ämtler Gemeinden? Wir hatten eine erste Zusammenkunft im Mai. Die nächste Besprechung ist im August. Ich habe die Möglichkeit, die Agenda mitzubestimmen. Erste Gespräche mit dem Präsidenten fanden statt. Affoltern kann nicht weiterhin Bezirksthemen alleine stemmen. Das ist schlicht nicht möglich. Aber wie schon gesagt, wächst bei den anderen Ämtler Gemeinden das Verständnis dafür. Die Legislatur geht noch über 1000 Tage – was möchten Sie in dieser Zeit erreichen? Die Zeit vergeht ja immer viel zu schnell, man sollte nur soviel Staub aufwirbeln, als man bereit ist, auch zu schlucken. Auf jeden Fall möchte ich strukturell weiterkommen und wichtige Themen vorantreiben. Beim Seewadel haben wir hoffentlich bis Ende Jahr eine Basis, wie wir weiter planen. Ob wir bis 2018 fertig sind, weiss ich nicht. Die Finanzen werden immer in meinem Blickfeld sein, und wenn es Mehrausgababen geben sollte, dann muss an einer anderen Stelle eingespart werden. So wie die Bürgerinnen und Bürger das privat auch machen müssen. So wird es vermutlich nochmals eine Steuererhöhung geben. Am Ende der Legislatur wollen wir den Punkt erreicht haben, an dem wir Schulden zurückzahlen können. Wir werden uns Gedanken machen, über eine vertiefte Zusammenarbeit mit den Schulen, oder mit Nachbargemeinden wie Hedingen oder Obfelden. Das geht aber nur, wenn beide Parteien das wollen. (Interview: Thomas Stöckli)


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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 30. Juli 2014

Schöne Touren durchs Knonauer Amt Der «Anzeiger» hat sich auf die Suche nach Ausflugszielen im Säuliamt gemacht Es gibt viele gute Gründe, weshalb einige Säuliämtler nicht in die Ferne fahren, während der Ferien. Wer sich erholen und Kraft tanken will, ohne wegzufahren, findet auch hier viele schöne Ausflugsziele. ................................................... von salomon schneider Ob mit dem Fahrrad, dem Auto oder zu Fuss, das Knonauer Amt bietet viele schöne Ziele für Tagesausflüge. Wer es gemütlich nimmt, kann eines pro Tag machen, andere werden die hier vorgestellten Ziele allesamt in einem Tag bewältigen.

Die Kapelle im Jonental Auf der kleinen Lichtung, auf Joner Gemeindegebiet, befinden sich nur ein altes Bauernhaus und die kleine Kapelle. Wer von Zwillikon oder Ottenbach kommt, geht den steilen Weg hinter der Joner Waldhütte durch den Wald hinunter. Wenn das Rauschen des Jonenbachs lauter wird, öffnet sich plötzlich die lauschige Lichtung. Über die Brücke, die Treppe hinauf und der Besucher steht auf dem Vorplatz der Kapelle. Zwei Kastanienbäume spenden Schatten und zahlreiche Bänke laden zum Verweilen ein. Nach einer kleinen Rast lohnt sich ein Besuch in der Kapelle. Das Rauschen des Baches und das Zwitschern der Vögel durchbrechen die andächtige Stille im Innern der Kapelle und verstärken das mystische Gefühl, dass von diesem Ort vermittelt wird. Cordula Heinzen besuchte den Ort mit ihren Eltern: «Mir wurde so oft von diesem Ort vorgeschwärmt, dass ich einfach einmal hierher kommen musste.» Es empfiehlt sich, die Tour auf einem anderen Weg abzuschliessen, als man gekommen ist. Schöne Wanderwege führen von Ottenbach, Zwillikon und Hedingen ins Jonental.

Auf dem Müliberg ist es empfehlenswert, sich ins Gras zu legen und die Aussicht zu geniessen. (Bilder Salomon Schneider)

Der Müliberg und die Beizen Für Gastrofreunde empfiehlt sich eine Wanderung auf den Müliberg, oberhalb von Aeugst. Nach dem Kaffee in Stallikon führt ein gemütlicher Wanderweg der Reppisch entlang das Aeugstertal hoch. Durch das Flüsschen ist die Wanderung angenehm kühl. Auf der Höhe der Busstation Aeugstertal Kloster führt der Weg hinauf zum Weiler Müliberg. Dort wartet eine Gartenwirtschaft auf durstige Kehlen und hungrige Mägen. Frisch gestärkt geht es weiter, dem Waldrand entlang, auf den Müliberg. Von hier aus bietet sich ein herrlicher Ausblick über das Säuliamt, wobei das stark besiedelte Affoltern diskret hinter dem Wald versteckt bleibt. Wer Abkühlung braucht, kann hier auch durch den Wald gehen und seine erfrischende Wirkung geniessen. In Aeugst bietet sich noch einmal die Gelegenheit zum Einkehren, bevor man sich auf den Rückweg nach Affoltern macht. Die Wanderung kann beliebig erweitert werden. Im Aeugstertal gibt es weitere Beizen, man kann Natur geniessen und sich im Türlersee erfrischen.

Die Kapelle im Jonental ist immer noch ein Geheimtipp. Auch an Sommerwochenenden besteht eine gute Chance, dass man ungestört ist.

Vom Horben über den Islisberg bis zum Albis Für Fahrradfahrer bieten sich grössere Touren an. Dabei gibt es drei Aussichtspunkte, die nicht nur das Säuliamt, sondern auch die umliegende Region optimal ins Bild rücken. Wer vom Säuliamt auf den Horben will, fährt am besten nach Merenschwand und von dort über Beinwil (Freiamt) in Richtung Horben. Die kleinen, nur spärlich befahrenen Strassen – ab Merenschwand – sind eine Freude für je-

Der Albispass ist einer der bekanntesten Aussichtspunkte im Säuliamt – hier der Blick auf den Zürichsee. den Radfahrer. Der Schlussaufstieg hat es in sich – dafür kann man sich oben stärken und die Aussicht geniessen. Kein Aussichtspunkt zeigt mehr vom Knonauer Amt als dieser. Vom Horben aus geht die Fahrt über Muri zurück ins Säuliamt. Wobei

der Geniesser sich in Ottenbach Richtung Jonen wendet und von dort über Nebenstrassen nach Islisberg fährt. Auch hier lädt die Aussicht zum Verweilen ein. Im Anschluss geht es hinunter nach Bonstetten und über die Aumülistrasse ins Jonental, das sehr

gut mit Fahrradwegen erschlossen ist. Kurz vor dem Türlersee bietet sich die Möglichkeit, auf die Kniebrecherstrasse abzubiegen. Gerade Mountainbiker wählen diese Strasse in Richtung Albis gerne, während Rennradfahrer sich meist an die Albisstrasse halten. Auf

der Passhöhe kann der Ausblick, von Zürich, zu den Glarneralpen, dem Zugersee und übers Säuliamt genossen werden. Und wer sich nach dieser Passfahrt noch nicht auf den Heimweg machen will, der hängt einfach noch eine weitere Runde an.


Bezirk Affoltern

Mittwoch, 30. Juli 2014

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Ohne Arbeit ist es langweilig Als Asylant im Säuliamt, Teil 3 Hossein und Maryam verliessen nach eineinhalb Jahren zusammen mit allen anderen Asylbewerbern das «Abbruchhaus» in Affoltern. Sie bekamen jetzt – «so glucklich» zum ersten Mal nicht nur ein Zimmer, sondern eine ganze Wohnung zugewiesen in einem Dorf im Säuliamt. Und weshalb? Weil sie inzwischen ein dreimonatiges Baby hatten.

Wohnung einrichten Normalerweise richtet das Sozialamt den Asylbewerbern die Wohnung ein. (Es existiert ein Depot mit gebrauchten Möbeln.) Hossein aber sagte, er sei froh um einen Kleiderschrank und ein Doppelbett. Alles andere wolle er gern selber beschaffen. Im Internet fand er – gratis – eine hübsche Eck-Polstergruppe aus braunem Velours. Den schwarzen Lacktisch mitsamt den sechs Stühlen bekam er über Tutti, ebenfalls kostenlos. Und der Fernseher? Den hat er bei Ricardo gekauft für 200 Franken, selbst verdient, acht Franken pro Stunde, bei der Mithilfe vom Bereitstellen von Wohnungen für andere Asylbewerber, damals in Affoltern. Der Teppichboden in Schlaf- und Kinderzimmer stammt aus einer Bank – nicht geraubt, sondern ausgedient. Mit Sorgfalt und Liebe haben die beiden ihre Wohnung in dem alten Dorfhaus eingerichtet.

schauen.» Seine 40 Guppys und Neonfische hat er dem ehemaligen Aquariumsbesitzer für 20 Franken abgekauft. Im Geschäft kostet ein einzelner kleiner Guppy Fr. 6.90.

Lieber arbeiten ... Es ist so: Asylbewerber dürfen nicht arbeiten. Aber er sei doch jung und gesund und stark, er wolle unbedingt etwas tun. Seit drei Jahren ist er nun in der Schweiz und unfreiwillig arbeitslos. Das kantonale Migrationsamt erteilt aber eine Arbeitsbewilligung nur dann, wenn der Arbeitgeber nachweisen kann, dass er seit Monaten Schweizer Arbeiter oder EU-Arbeiter gesucht und nicht gefunden hat. Doch hurra, seit einem Monat hat Hossein einen 60-Prozent-Job in einer VeloWerkstatt der AOZ, (Asylorganisation Zürich). Er bekam einen Netzpass und verdient pro Monat 160 Franken plus 8 Franken Essens-Zulage pro Tag.

Finanzielle Unterstützung Er verdient so wenig, weil er und Maryam ja finanzielle Unterstützung bekommen. Der Kanton bezahlt Asylbewerbern mit einem Kind die Krankenversicherung und 1200 Franken pro Monat. Die Wohnung wird ihnen jeweils von der Gemeinde gratis zur Verfügung gestellt.

Die Sprache Baby Kurosh Im September, als sie noch in Affoltern wohnten, hatte Maryam ihr Kind zur Welt gebracht, aber … Hossein: «Kind Problem mit Atmen. Kommt in Kinderspital Zürich. Diese Nacht so viel traurig: Kind in Spital Zürich, Maryam in Spital Affoltern und ich zu Hause. Am nächsten Tag ich Maryam geholt und wir zu Baby gegangen, jeden Tag von Morgen bis Abend. Nach einer Woche Kurosh ist gesund.»

Iraner sprechen persisch. Englisch hat Hossein in der Schule im Iran gelernt. In seinem Fernsehapparat hat er einen türkischen Sender auf persisch einstellen können. Hossein spricht aber schon gut deutsch. Neulich hat er mir – er ist ja so praktisch – meine Brotschneidemaschine repariert. Ein Anruf: «Ute, deine Schneide-Brot-Maschin ist wieder okay.» «Super, und morgen erzählst du mir von deiner neuen Arbeit, ja?»

Das nasskalte Wetter führte dazu, dass es die Besucherinnen und Besucher früher als sonst wieder nach Hause zog.

Wenn der Sommer Pause macht … «Rauschendes» Waldfest in Uerzlikon Ausser Spesen nix gewesen? Mitnichten! Der organisierende Unihockey-Club Albis Devils war gewappnet für die garstigen Wetterbedingungen am Uerzliker Waldfest und wurde mit vergleichsweise grossem Besucherzuspruch belohnt. ................................................... von martin platter Sommernächte im Wald können etwas Wunderbares sein. Wenn eine warme Brise durch die Baumwipfel rauscht und die Menschen gesellig zusammensitzen, essen, trinken, plaudern und lachen, entsteht jene spezielle Atmosphäre, welche die Leute jeweils in Scharen ans Waldfest nach Uerzlikon zieht – Alte, Junge, Einheimische und Auswärtige. Ein guter Freund aus dem Nachbardorf Kappel hat es einmal mit «Heimkommen» beziehungsweise «Heimat» beschrieben, jenes undefinierbare Gefühl, das einen wie eine unsichtbare Hand am letzten Juli-Wochenende ins Erdbeerholz nach Uerzlikon zieht. Das könnte auch die Erklärung dafür sein, weshalb trotz Dauerregen

Ein Waldfest-Klassiker: Luftgewehrschiessen. (Bilder Martin Platter) eine beachtliche Schar am Waldfest anzutreffen war. Ein weiterer Grund liegt bei den Organisatoren, den Mitgliedern des Unihockey-Clubs Albis Devils. Eine Woche lang haben sie jeden Abend den Festplatz mit Bühne, Bar, Grill, verschiedenen Schiess- und Spiel-Stätten eingerichtet – und schliesslich das Ganze auch noch grösstenteils mit Zelten überdacht – oft im strömenden Regen und bei tiefen Temperaturen. Am Schluss sass man jeweils noch auf ein Bier in der Waldhütte und liess den Arbeitstag entspannt ausklingen. Diese Gelassen-

heit hat sich auf die Besucherinnen und Besucher übertragen, die wegen der kühlen Temperaturen aber deutlich weniger Sitzleder hatten wie in anderen Jahren. Um Mitternacht waren die Festbänke bereits weitgehend verwaist. Es ist den Veranstaltern zu wünschen, dass sie im kommenden Jahr wieder besseres Wetter fürs Waldfest erwischen. Und es nicht wie heuer einreisst, dass an der Fasnacht Anfang März sonnigeres und wärmeres Wetter vorherrscht wie am Waldfest im eigentlichen Hochsommer.

zwischen-ruf Langeweile Ach, es ist so langweilig ohne Arbeit! Die Frau ist mit Baby und Haushalt beschäftigt, aber er? Hossein: «Frau helfen, waschen, mit Baby spielen, Fernsehen und Internet schauen und Aquarium dekorieren.» Dieses hat ihm ein Freund geschenkt, der bei einer Umzugsfirma arbeitet und es hätte entsorgen sollen. Hossein hat es sehr schön ausgestattet mit Pflanzen und – er kennt das Wort! – «Rückwandbild»! Er geht manchmal mit einem Freund in den Haustiershop im Sihlcity, «nichts kaufen, nur

Als Asylant im Säuliamt Hossein Gorji wohnt zusammen mit seiner Frau und ihrem Baby seit zwei Jahren im Säuliamt. Sie warten auf eine Aufenthalts-Bewilligung.

Bisher erschienen: Nichts wie weg! Flucht aus dem Iran in die Schweiz, 18. Juli. Mit falschem Pass in Kloten gelandet, 22.Juli.

Hossein Gorji mit seinem Aquarium. Ein Freund , der bei einer Umzugsfirma arbeitet, hat es ihm geschenkt. Hossein hat es sehr schön ausgestattet, mit Pflanzen und Rückwandbild. (Bild Ute Ruf)

Schon auf der Alp – Schön auf der Alp Der Anstieg war kurzweilig, weil wir sieben Frauen uns immer wieder gegenseitig auf sämtliche Naturschönheiten aufmerksam machten, auf die Intensität des Weisses der Margeriten zum Beispiel. Bei der Rast auf Felsbrocken zwischen Kuhfladen aber schwiegen wir und schrieben, und deshalb traute sich sogar eine Murmeli-Familie ins Freie. Nach 400 m Höhenanstieg waren wir schon auf der schönen Alp, und Senn und Sennerin berichteten: 30 l Milch gibt die Kuh im Frühling, 20 l Milch im Sommer, trinkt 100 l Wasser am Tag! 81 Kühe von mehreren Bauern grasen hier oben, heute zwar nur noch 80. Alma ist im Stallgang ausgerutscht und stand nicht mehr auf. Bis sie im Viehwagen lag – was für eine Prozedur! Der Bauer brachte sie ins Tal und – ja … Wir sind hier 1800 m über dem Meer, 1350 m über dem Walensee. Senn und Sennerin sind ein junges Pärchen, die sich eine 100-tägige Auszeit nehmen vom stressigen Beruf, sie als Psychologin, er als Lehrer an einer landwirtschaftlichen Hochschule. Um Vieh morgens um 5 auf die Weide und nachmittags um halb 4 wieder zurück in den Stall zu treiben, haben sie eine Praktikantin zur Seite, die ihnen ebenfalls das Melken abnimmt.

Das Paar kümmert sich hauptsächlich ums Käsen. Für ein Kilo Käse braucht man elf Liter Milch, also liefert eine gute Kuh 2 kg Käse pro Tag. Täglich werden hier oben 20 Käselaibe hergestellt. Und das geht ungefähr so: Milch erhitzen, behandeln, abschöpfen, formen, ins Salzbad legen, lagern, wenden und – wegen der Haltbarkeit: täglich die Käselaibe waschen. So ein Laib wiegt zwischen fünf und sieben Kilo. Cyrill hat starke Arme. Er wuchtet zur Demonstration vier Laibe auf ein Brett, hält sie an ein rotierendes Bürstenrad und schrubbt von Hand die Ränder. Der Raum ist winzig, links und rechts ein Holzregal bis fast an die Decke, bestehend aus gestapelten Brettern, auf denen die gelben Käseräder ruhen, einer dicht neben dem andern. Am Fensterchen ein elektrischer Fliegentöter. Immer wieder hört man ein Surren – oh, Fliege verschmort. Cyrill macht diesen Job, um mal abzuschalten. Zur Zeit dauert die Morgenwäsche zweieinhalb Stunden, die am Nachmittag noch einmal so lange. Jeden Tag also fünf Stunden Aufenthalt mit sich und 800 Käsen im KäseWöschchucheli!!! Draussen scheint die Sonne, glöckeln Kühe und Glockenblumen, streut die Sennerin wilden Schnittlauch aufs Butterbrot. Ute Ruf

Weitere Details zum Strassenbau Wer von Stallikon über Uitikon nach Zürich fahren will, muss vom 4. bis 16. August über Birmensdorf fahren. In Bonstetten wird der Verkehr aufgrund von Bauarbeiten durchs Dorf geführt, bis Mitte 2015. Nachhaltige Decken-Belagsarbeiten gehören zu den wenigen Strassenbauprojekten, die eine Vollsperrung der betroffenen Strasse praktisch voraussetzen. Denn nur durch eine Vollsperrung kann sichergestellt werden, dass der Asphalt-Belag regelmässig aufgetragen werden kann. Eine Asphaltstrasse besteht aus einer Kofferung, die mit verschiedenen Schichten aufgefüllt wird. Auf die Erdschicht kommt eine Schicht groben Schotters und eine Schicht feinen Schotters. Diese werden mit einer Trageschicht, oft aus Beton, ergänzt und mit einer Fahrbahndecke aus Asphalt abgeschlossen. Die unteren Schichten können saniert werden, während eine Strassenseite befahren wird. Für die oberste Schicht, empfiehlt es sich, diese in einem Guss aufzutragen, da Asphalt thermoplastische Eigenschaften aufweist. Um eine regelmässige Decke zu erhalten, muss der aufgetragene Asphalt auf der gesamten Strassenbreite mit gleicher Temperatur aufgetragen werden. (sas)


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Sommerserie

Mittwoch, 30. Juli 2014

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In der Ruhe liegt die Kraft Sommerserie (5): Im Maggiatal treffen Tessiner Kultur, grandiose Natur und «Italianità» aufeinander 2003 bin ich nach zehn Jahren im Appenzellerland ins Säuliamt zurückgekehrt. Seit 2004 fahre ich jedes Jahr Anfang August für zwei Wochen mit Freunden an die Maggia, um auszuspannen, Beachvolleyball zu spielen und lange Abende ums Lagerfeuer zu geniessen. ................................................... von salomon schneider Zwischenmenschliche Beziehungen gründen auf Vertrauen. Wenn sich eine Freundschaft erst entwickelt hat, muss sie gepflegt werden, denn durch neue Erfahrungen muss das Vertrauen immer wieder gestärkt werden. Als wir das erste Mal an die Maggia fuhren, waren wir eine Gruppe Jugendlicher aus Ottenbach, Obfelden und Affoltern. Einige von uns kannten die Maggia bereits seit Jahren von Familienferien. Es war in einem gewissen Alter naheliegend, statt mit den Eltern mit Freunden an die Maggia zu fahren. Da alle die Zeit ohne elterliche Aufsicht genossen, entschlossen wir uns nach der ersten Reise ins Tessin, im folgenden Jahr wieder an die Maggia zu fahren. Mit der Zeit kamen wir auf die Idee, mehr zu organisieren, gemeinsam Material zu kaufen und Bauholz für Projekte zu organisieren. Die Gründung des Vereins «Gruppenferien im Grünen» war für uns der nächste Schritt. Einmal pro Jahr halten wir seither eine Generalversammlung ab, diskutieren die Modalitäten des Zusammenlebens und legen Regeln fest, damit die Zeit an der Maggia für alle möglichst reibungsfrei ablaufen kann.

Salomon Schneider beim traditionellen Kubb-Spiel an der Maggia. Kubb ist die Schwedische Variante des Boule-Spiels und wird mit Holzstücken gespielt. (Bilder Samuel Vontobel, Salomon Schneider)

Ein entschleunigter Alltag sorgt für ausgelassene Stimmung Als wir das erste Mal gemeinsam an die Maggia fuhren, lebten wir noch alle im Säuliamt. Mittlerweile haben wir uns, aus beruflichen oder persönlichen Gründen, über die ganze Schweiz verteilt. Die Ferien an der Maggia bieten auch die Gelegenheit, die alten Freundschaften wieder aufzufrischen. Gerade die anstehenden Arbeiten bieten die Gelegenheit, Gemeinsames zu erleben und Persönliches zu besprechen. Da wir den gesamten Lagerplatz für uns gemietet haben, können wir das Lebenstempo sehr gut selber bestimmen. Wir halten uns dabei konsequent an das konfuzianische Motto «In der Ruhe liegt die Kraft». Die Entschleunigung des Lebens – der Berufsalltag ist für Viele manchmal hektisch – scheint allen gut zu tun. Die Möglichkeit, nichts machen zu müssen und alles machen zu können, führt zu einer konstanten, gemütlichen Geschäftstüchtigkeit auf dem Lagerplatz. Am Nachmittag, wenn die Sonne richtig niederbrennt, treffen wir uns oft zum Buch-Vorlesen an der Maggia. Dieses Jahr wird der dritte Teil der «Känguru Chroniken» an die Reihe kommen.

Ein typischer Maggia-Tag Gegen neun Uhr morgens überschreitet die Sonne den Bergkamm gegenüber dem Zeltplatz. Langsam kommt Bewegung auf. Der erste Aufsteher

Das Planenzelt bietet Schutz vor Wind und Wetter, beherbergt die Küche und ist Dreh- und Angelpunkt des Lagerlebens. Direkt neben dem Planenzelt befinden sich die Aussenschlafplätze. entfacht ein Feuer in der Kochstelle und setzt Wasser für Tee und Kaffee auf. Die meisten haben ihre Morgenrituale – ich nehme am liebsten zuerst ein erfrischendes Bad in der Maggia. Dann wird Kaffee getrunken, gelesen, diskutiert und schliesslich der Brunch vorbereitet. Im Anschluss ans gemeinsame Mal planen wir den Tag: Wer wäscht ab, wer sammelt Holz, wer geht einkaufen? Ich schliesse mich dem Holztrupp an, suche nach trocke-

nen Ästen, die auf dem Campingplatz zu Holzscheiten verarbeitet werden. Nach getaner Arbeit bewegen wir uns hinunter zur Maggia. Mit Sonnencreme, Büchern, Tüchern und Spielen bewaffnet, richten wir uns am Flussufer ein. Als passionierter Jasser schliesse ich mich einer Schieber-Runde an, die das Spiel von regelmässigen Erfrischungspausen in der Maggia unterbrechen lässt. Gegen die Mitte des Nachmittags kommen Quellwolken auf und die Beachvolleyballer begeben

sich zum Spielfeld. Als Hobbysportler dürfen auch mal drei Spieler pro Team spielen. Öfters vergessen wir Volley-

baller die Zeit und merken erst, wie spät es ist, wenn die Köche zum Abendessen rufen. Während des Nachmittags hat sich ein ordentlicher Hunger entwickelt und ich freue mich, mit einem Glas Wein und einer grossen Portion Älplermagronen am Feuer zu sitzen. Nach dem Essen machen wir eine Runde «Zettelspiel» – jeder schreibt drei Begriffe auf, die umschreibend, pantomimisch, mit einem Wort und zum Schluss mit einer Geste beschrieben und erraten werden müssen. Gleichzeitig heizt eine kleine Gruppe die Schwitzhütte am Strand ein – Steine werden im Feuer erwärmt und in den Graben in der Mitte gelegt und wenn alle in der Schwitzhütte sitzen, mit Wasser begossen. Trotz der späten Stunde fühlt sich die Maggia nie so warm an wie nach der Schwitzhütte. Trotzdem ist das Bad aber herrlich erfrischend. Nach der Schwitzhütte setzen wir uns noch einmal ums Feuer, bis sich einer nach dem anderen auf den Weg zu seinem Zelt macht – auch ich freue mich auf erholsamen Schlaf und den nächsten, magischen Tag an der Maggia.

Sommerserie: Wo es «Anzeiger»-Journalisten hinzieht Juli/August – Ferienzeit: Schweizerinnen und Schweizer schwärmen aus, verbringen ihre Ferien an allen Ecken dieser Welt. Oder geniessen die schönste Zeit des Jahres in der Schweiz. Zuhause oder in den Bergen, am Fluss oder in der Badi. Oder

auf «Balkonien». Über ihre Lieblingsdestinationen berichten Mitarbeitende des «Anzeigers» im Rahmen der Sommerserie 2014. (-ter.)

18. Juli: «Der Säbelzahntiger in der Waldlichtung» – mit Martin Mullis in einem Ämtler Wald. 22. Juli: «Unter der Linde vor der Kirche» – mit Regula Zellweger im Walliser Bergdorf Ernen. 25. Juli: «Allegra! – Hochgefühle im Unterenga-

Bereits erschienen: 15. Juli: «Kraft und Schönheit

din» – mit Chefredaktor Werner Schneiter im

der Natur» – mit Marianne Voss auf Corvo.

Bündnerland.

Für die Sauna wird ein Holzgerüst mit Kunststofffolie überzogen. Die Steine werden im Feuer erhitzt und in den Graben in der Mitte gelegt.


Forum

10 ämtler nationalräte meinen

Toni Bortoluzzi (SVP, Affoltern)

Gedanken zum 1. August «Du kannst von niemandem Charakter und Mut erwarten, wenn du den Menschen die Eigeninitiative und die Unabhängigkeit nimmst.» Dieses Zitat von Abraham Lincoln, das er einst seinem Bruder geschrieben hat, gehört zu meinen politischen Grundsätzen. Diese «Geht-Nicht»-Aussage ist mir in den vergangenen Monaten und Wochen wieder vermehrt bewusst geworden. Die Forderung, dass bei anstehenden Problemen, ob scheinbaren oder tatsächlichen, durch Staat, Gemeinde, Kanton oder Bund einer Lösung zu finden sei, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Klar, die Bundesverfassung schreibt in Art. 5, dass «staatliches Handeln im öffentlichen Interesse und verhältnismässig sein muss». Aber in Art. 6 steht auch klar und unmissverständlich: «Jede Person nimmt Verantwortung für sich selber wahr und trägt nach Kräften zur Bewältigung der Aufgaben in Staat und Gesellschaft bei». Wenn man nun Abraham Lincoln zum Vorbild nimmt und die Bundesverfassung Art. 5 und 6 entsprechend interpretiert, was mir persönlich naheliegend scheint, muss man den Ruf nach mehr staatlichen Lösungen kritisch hinterfragen.

Abhängigkeit und ihre Folgen Entgegen dieser Beurteilung neigen Mehrheiten allerdings dazu, auf Kosten produktiver Minderheiten leben zu wollen und in Abstimmungen ihre Anliegen durchzusetzen. Der nationale Finanzausgleich unter den Kantonen mag hier ein Beispiel auf höherer Ebene sein. Die Minderheit der Kantone bezahlt, die Mehrheit bekommt. Wenn es Anliegen sind, die der Einschränkung überbordender oder missbräuchlicher Verhaltensweisen zum Schaden der Allgemeinheit dienen, dann ist dagegen nichts einzuwenden. Der damit verbundene Auftrag an den Staat schützt den korrekten einzelnen Bürger. Wenn es aber, wie in letzter Zeit öfter, darum geht, den Staat mit mehr Sorgerecht und Förderung einzelner Interessengruppen zu versehen, dann stellt sich die Frage, ob nicht der Einzelne in der Lage ist, diese Herausforderung selbst zu meistern. Was für Folgen der Verlust der Unabhängigkeit haben kann, ist vor einigen Tagen in einer Mitteilung des Bundes sichtbar geworden. Für kleinere Landwirtschaftliche Betriebe werden bestimmte Beiträge gestrichen. Die gesetzliche Grundlage dazu ist vorhanden und letztlich die Folge eines früheren Entscheides, den Bund mit der Verant-

wortung für die Landwirtschaft zu beauftragen. Tausend kleine Betriebe sollen verschwinden, weil sie nicht effizient wirtschaften können, so das Bundesamt für Landwirtschaft. Diese Massnahme mag bei einigen Gefallen finden, für die Betroffenen ist die Streichung einmal gut gemeinter staatlicher Unterstützung eine Katastrophe. Das Treiben, den Staat zu stärken und den Einzelnen vermehrt zu umsorgen, geht trotz alarmierender Zeichen munter weiter. Den Sozialversicherungen drohen Defizite, Arbeitslosenkasse und Invalidenversicherung schieben trotz guter Wirtschaftslage Schulden, von zusammen zwischen 15 und 20 Milliarden Franken, vor sich her. Ende September soll der Kassenvielfalt im obligatorischen Bereich des Gesundheitswesen mittels Initiative der Garaus gemacht werden. Wir stimmen darüber ab, ob die bereits heute unter staatlichem Diktat leidende Gesundheitsversorgung um ein weiteres Stück der Verantwortung des Einzelnen entzogen werden soll. Nicht etwa mehr Wettbewerb, Vielfalt und Auswahl sind gefragt. Nein, im Einheitsbrei, in der Intransparenz und verstärkter staatlicher Abhängigkeit sehen die Initianten die Zukunft. Wenn man den Umfragen Glauben schenken will, ist eine Zustimmung zur Einheitskassen Initiative nicht auszuschliessen. Der bereits heute starke Einfluss von Bund und Kantonen im Gesundheitswesen, dürfte damit endgültig zur Staatsmedizin verkommen.

Freiheit statt Bevormundung Die Demokratie als Hüterin der Freiheit und der Eigenverantwortung ist oder war gewährleistet, als ein überwiegend grosser Teil der mittelständischen Bevölkerung weder beim Staat angestellt noch von seinen TransferZahlungen profitierte. Heute aber dürfte eine Mehrheit auf der Empfängerseite des Umverteilungsstaates stehen. Damit ist es in der Tendenz in ihrem Interesse, den Staat weiter zu stärken und dafür die Freiheit des Einzelnen einzuschränken. Ich pflege trotzdem die Hoffnung, dass vor allem immer mehr junge Menschen öfters der Bevormundung und der Abhängigkeit von staatlichen Stellen ablehnend begegnen. Die langsam sichtbare Verschuldungsfalle, dürfte diese Haltung begünstigen. Der Umverteilungsstaat stösst an Grenzen. Der wachsende Wohlstand mag eine Umkehr noch hinauszögern, aber eine Richtungsänderung ist nicht utopisch. Der Staat ist für den Einzelnen da und nicht umgekehrt.

Zuschriften immer mit Absender-Adresse Die Redaktion erhält regelmässig per E-Mail übermittelte Zuschriften, die keine vollständige Postadresse der Autorin oder des Autors enthalten – die E-Mail-Adresse allein reicht nicht. Bitte in jedem Fall einen Absender vermerken und eine Telefonnummer angeben. Bei Zuschriften, die sich auf Artikel im «Anzeiger» beziehen, sind

dessen Titel und das Erscheinungsdatum notwendig. Kurz gefasste Beiträge werden bei der Auswahl bevorzugt. Die Redaktion behält sich vor, Manuskripte ohne Rücksprache mit dem Autor zu kürzen. Sie entscheidet über eine Veröffentlichung und über den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Über nicht publizierte Texte wird keine Korrespondenz geführt.

Mittwoch, 30. Juli 2014

EU - Bitte Respekt für unsere Demokratie! Soeben betont die EU wieder ein einem Schreiben nach Bern, dass über keinen der eingegangen Verträge mit der Schweiz verhandelt werden kann. Brüssel hätte unser Land gerne im in aller Eile zusammengeschmiedeten Staaten-Bund. Und immer wieder werden wir vor Isolation gewarnt. Die Schweiz ist doch ein Musterland. Eigentlich dürften wir mehr Respekt erwarten von der EU. Wir sind nun mal ein kluges Volk in einem Musterland, weltweit geachtet, bewundert. Wir leben doch in einer einwandfrei funktionierenden Demokratie. Stellen keine Gefahr dar für andere Völker, leben in sozialem Frieden, praktizieren sozialbewusstes Wirtschaften, beschäftigen einige 100 000 Grenzgänger, die sonst in den Nachbarländern an Arbeitslosigkeit leiden müssten Feststellen lässt sich zur Zeit, dass einige EU-Mitglieder nicht mehr so recht übermütig an die gute Zukunft

dieses Bundes glauben. Feststellen lässt sich auch, dass die aufdringlichsten Wortführer schweigsamer geworden sind. Ein Zeichen von Ratlosigkeit? Wäre nicht verwunderlich bei andauernden Krisen und FinanzSchwierigkeiten. Hier drängt sich Respekt für die Schweiz auf. Die Schweiz hat nie Expansionsgelüste gepflegt. Das kleine Land hat sich selbst behauptet und die Welt mit wertvollen Ideen bereichert. Was nützt uns da ein EU-Reglement über den Schienenbau und gar über die Krümmung der Banane?

Rat holen in Bern, statt vor katastrophaler Isolation zu warnen Wie schon erwähnt, hat die Schweiz auch nie einen Krieg begonnen und schützte sich vor der Zerstörung materieller und psychischer Werte durch die beiden Weltkriege ... böser Machtspiele. Der Gedanke drängt sich hier

auf, die EU könnte sich doch von der Schweiz ein Beispiel nehmen für den angestrebten Staaten-Bund. Vielleicht holt sie sich etwas Rat in Bern, statt uns vor katastrophaler Isolation zu warnen. Es soll nochmals darauf hingewiesen werden: Die Schweiz zeigt, wie es möglich ist, eine friedliche Welt in 4 Kulturen, aber auch ein friedliches Europa zu schaffen. Dazu zählen politische Vernunft, gepflegte Neutralität, menschenwürdige Rechtspflege, Mitwirken der einzelnen Bürger, eine funktionierende Staatsräson, die unten beim einzelnen Bürger angesiedelt ist und echte Demokratie ermöglicht. Daraus resultiert ein gut funktionierender Staat, wie dies die Schweiz vorführt ... und schon immer danach gelebt hat. EU, übe dich im Respekt vor der Confoederatio Helvetica – das würde von politischer Reife zeugen! Max Zingg, Knonau

Glaubwürdige Berichte oder ein vorschnelles und hartes Urteil? Als Menschenrechtsbeobachterin in Palästina, Reaktionen auf die Berichte von Pia Holenstein im «Anzeiger» vom 15., 18. und 22. Juli. Muss der Nahostkonflikt nun auch noch im «Anzeiger» ausgetragen werden? Die Schweizer Stellvertreter der Konfliktparteien langweilen mit ihren immer gleichen Argumenten. Die einen weisen immer auf die Menschen- und Völkerrechtsverletzungen Israels hin, die anderen auf die kriminellen Akte von Hamas und Hisbollah. Tatsache ist doch, dass wahrscheinlich eine Mehrheit der Palästinenser glücklich wäre, wenn die Israeli das Land verliessen, und eine Mehrheit der Israeli eine Auswanderung der Palästinenser aus der Westbank begrüssen würden, dass dies aber nicht stattfinden wird. Dieser Konflikt ist also auf absehbare Zeit hin unlösbar. Die von der offiziellen Politik unterstützte Formel von den zwei Staaten, die gegeneinander die Türe zumachen können, ist angesichts der Tatsache, dass Millionen von Palästinenser in Israel und Hunderttausende von Juden in der Westbank leben, reine Augenwischerei. Zudem wäre ein palästinensischer Staat auf der Westbank wohl nur mit riesigen Transferzahlungen aus Europa einigermassen überlebensfähig und stünde unter permanenter Bürgerkriegsgefahr (siehe Libanon, Syrien, Irak, Ägypten). Wie in einem solchen Staat die Spannungen zu Israel verschwinden sollten, ist unersichtlich. Der Nahostkonflikt ist dann gelöst, wenn es auf dem Gebiet von Palästina einen einzigen föderalistischen Staat gibt, der sowohl dem jüdischen als auch dem palästinensischen Bevölkerungsteil ein Leben in Freiheit und die Freiheit der Religionsausübung gewähren kann, selber aber säkular bleibt. Realistischerweise, müssten in einer ersten Zeit in einem solchen Staat Militär und Polizei in den Händen der Israelis bleiben. Das wird noch sehr lange dauern. Bis es so weit ist, wird es immer wieder kriegerische Konflikte geben. Den Schweiz und die schweizerische Bevölkerung kommt in diesen Konflikten keine Rolle zu, ausser allenfalls humanitäre Hilfe zu leisten. Namentlich ist es völlig unnötig, als Schiedsrichter zu beurteilen, wer hier Recht hat. Wenn man etwas tun will, dann kann man allenfalls, wie dies

Calmy-Rey getan hat, Begegnungsorte schaffen, wo sich palästinensische und jüdische Jugendliche, Intellektuelle, Sportler, Hausfrauen etc. austauschen können und – wenn dies gewünscht wird – Gastgeber für politische Gespräche sein. Den Krieg aber auf den Bezirk Affoltern auszudehnen, und mit den üblichen leeren Schlagworten zu «beweisen», dass die eigene friedliebende Seite unschuldiges Opfer der anderen terroristischen Seite ist, ist vollkommen unnötig. Noch unnötiger ist es, gewissen Kreisen Raum zu geben, um ihren antisemitischen und antimuslimischen Gefühlen der Öffentlichkeit unter dem Deckmäntelchen einer Stellungnahme zum Konflikt Luft zu verschaffen.

Michael von Arx den Berichten von Pia Holenstein eine «zweifelhafte Gesinnung», was an sich schon beleidigend ist. Sodann unterstellt er den Menschenrechtsbeobachtern, die in Palästina unter der dortigen Bevölkerung leben, unredliche Motive oder gar lügenhafte Berichte. Nach dem Studium von Berichten und Lektüre, bin ich zur Überzeugung gelangt, dass diese Berichte absolut glaubwürdig sind. Wer die Sache Israels verteidigen will, sollte kritische Argumente respektieren und ernst nehmen, statt die Überbringer der Botschaft zu diffamieren.

Hans Hegetschweiler, Hedingen .........................................................................

«Mit dem Urteil niemals eile, höre an erst beide Teile», heisst ein Leitsatz, den es in jedem Rechtsstaat einzuhalten gilt. Liebe Frau Holenstein, bitte halten Sie diesen Grundsatz ein – bzw. holen Sie es nach. Mit solcher Ausführlichkeit und Einseitigkeit konnten wir vom Leid der Bevölkerung im palästinensischen Autonomiegebiet lesen. Einem vorschnellen und harten Urteil gegenüber Israel kann sich der Leser kaum entziehen: wirtschaftliche Profitgier, unmenschliches Militär und politisches Kalkül. Doch ist dieses Urteil gerecht und unparteiisch? Von einer Menschenrechtsbeobachterin erwarten wir im Minimum die ebenso kritische Auseinandersetzung mit der Autonomiebehörde und den radikalen Gruppierungen. Was die aktuelle Auseinandersetzung im Nahen Osten betrifft, lässt sich z.B. verweisen auf Eric Gujer, Leiter des Auslandressorts der NZZ, und seinen Kommentar vom 15. Juli 2014. Doch gerade beim «Anhören beider Teile» verstärkt sich das Gefühl der Ausweglosigkeit! Wir kennen nur ein Zeichen der Hoffnung, obschon diese Pflänzchen zart und angefochten sind: Juden und Araber, auch solche aus Gebieten hinter der Mauer, die sich miteinander versöhnt haben, durch den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus. Jesusgläubige jüdische Soldaten, die ihre Aufgabe beim Checkpoint menschlich zu erfüllen wissen. Organisationen wie die Gemeinschaft der Versöhnung, die ihre Aufgabe im Dienst der Versöhnung zwischen den verfeindeten Volksgruppen sehen.

Ich wundere mich, wieso im Anzeiger des Bezirks Affoltern eine Serie über die Beobachtungen einer gewissen Pia Holenstein abgedruckt werden. Ganzseitige Berichte über den Nahostkonflikt im lokalen Anzeiger, unserem amtlichen Publikationsorgan? Auffallend ist die extreme Einseitigkeit der Berichte zugunsten der Palästinenser; und die Gegenseite kommt nie zu Wort. Ist das fair? Mirjam Apter-Spivak, Maschwanden ......................................................................... Die Berichte von Pia Holenstein, über ihre Erfahrungen als Beobachterin in Palästina haben Reaktionen ausgelöst, die meiner Ansicht nach nicht unkommentiert bleiben dürfen. Ich habe in den letzten zwei bis drei Jahren drei Berichte von Personen gehört und gelesen, die als Menschenrechtsbeobachter im palästinensischen Gebieten unterwegs waren. Zwei mündliche Vorträge, belegt mit Fotos und Dokumenten, stammten von einer Juristin, respektive einem ehemaligen Chefbeamten, der nach seiner Pensionierung eine solche Aufgabe übernahm. Der dritte Bericht sind die Artikel von Pia Holenstein im «Anzeiger». Alle drei Berichte sind persönliche Stellungnahmen, die in ihren Grundaussagen übereinstimmen. Sie schildern den Alltag der palästinensischen Bevölkerung unter einem Besatzungsregime, das nun seit mehr als 50 Jahren herrscht und zu Auswüchsen führt, die mit Völkerrecht und Menschenrecht nicht mehr vereinbar sind. Im «Anzeiger» vom 25. Juli unterstellt

Karl Aeschbach, Aeugst .........................................................................

Christian und Katrin Marrocco, Mettmenstetten


Forum

Mittwoch, 30. Juli 2014

ämtler kantonsräte meinen

«Sommer-Erlebnis»

Jakob Schneebeli (SVP, Affoltern)

Leserfoto-Wettbewerb im «Anzeiger»

Günstiger Wohnraum durch Eigentumsbeschränkung? Übermorgen wird in unserem Land, anlässlich seines 723. Geburtstags der Nationalfeiertag gefeiert. Aus diesem Anlass werden landauf und landab würdige Feiern veranstaltet. Prominente Rednerinnen und Redner werden typisch schweizerische Eigenschaften und Errungenschaften preisen, welche dazu beitragen, dass es uns insgesamt recht gut geht. Vielleicht wird sogar das Eigentum als ein wichtiges Standbein unserer freien Rechtsordnung herausgehoben. Das wäre gut und wichtig. Denn bereits kurz nach den politischen Sommerferien wird das verfassungsmässig garantierte Eigentum, im Rahmen der Abstimmung vom 28. September, unter dem unverfänglichen Titel «Planungs- und Baugesetz; Änderung vom 28. Oktober 2013; Festlegung Mindestanteil preisgünstiger Wohnraum», heftig attackiert. Diese Änderung geht auf die SP-Initiative «Für mehr bezahlbaren Wohnraum» zurück, welche verlangte, dass Gemeinden in ihren Bau- und Zonenordnungen «...ganze Zonen, Gebiete, oder einzelne Geschosse, deren Nutzung ganz oder teilweise zu Wohnzwecken vorgeschrieben sind, einen Mindestanteil festlegen, der nach den Grundsätzen der Kostenmiete zu vermieten ist». Der Regierungsrat und die vorberatende Kommission des Kantonsrates hatten diese Initiative zur Ablehnung empfohlen. Demgegenüber hat der Kantonsrat mit einer hauchdünnen Mehrheit aus SP, Grünen, anzeige

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GLP und Teilen der CVP beschlossen, die Initiative zwar abzulehnen, ihr jedoch einen Gegenvorschlag gegenüberzustellen. Dieser Gegenvorschlag weicht nur marginal von der ursprünglichen Initiative ab. Zum einen wird neu verlangt, dass die Regelung nur zum Tragen kommt, wenn die Nutzungsmöglichkeiten erhöht werden, zum anderen müssen Belegungsvorschriften erlassen werden. Wie unbedeutend diese Korrekturen im Gegenvorschlag zu beurteilen sind, belegt der Umstand, dass die SP ihre Initiative zugunsten dieses Gegenvorschlages zurückgezogen hat. Dank des Behördenreferendums von SVP und FDP hat nun das Stimmvolk das letzte Wort. Das Anliegen, günstigen Wohnraum zu schaffen, steht keineswegs in der Kritik. Nur wird diese Vorlage dem Anliegen in keiner Weise gerecht. Die durch die Kostenmiete reduzierte Renditeerwartung wird potenzielle Investoren aus dem Wohnungsbau herausnehmen, was letztlich zu einem weiteren Nachfrageüberhang führen wird. Dadurch wird die Wohnraumproblematik verschärft, statt entspannt. Die Verpflichtung zur Kostenmiete stellt zudem, aufgrund der reduzierten Ertragsmöglichkeit, eine Eigentumsbeschränkung für die betroffenen Grundeigentümer dar. Die Konsequenz daraus wären Entschädigungsforderungen an die Gemeinden aus materieller Enteignung. Mit der Kostenmiete ist noch nicht sichergestellt, dass wirklich

das Zielpublikum in den Genuss des vergünstigen Wohnraumes kommt. Nur mit Zusatzbestimmungen zur Belegung des Wohnraums könnte einigermassen erreicht werden, dass die anvisierte Zielgruppe erreicht würde. Zur Einhaltung der Belegungsvorschriften sind jedoch umfassende Kontrollmassnahmen notwendig. So gälte es sicherzustellen, dass solche preisgünstigen Wohnungen nicht mit Profit untervermietet werden. Es versteht sich von selbst, dass diese Kontrollen der öffentlichen Hand durchgeführt werden müssten und entsprechenden Mehraufwand verursachen würden.

Unter dem Titel «Mein Sommer-Erlebnis» veröffentlicht der «Anzeiger» ab sofort und bis Mitte August Leserbilder. Gefragt sind nicht nur tolle Motive, sondern auch aussergewöhnliche Perspektiven oder Ausschnitte, Dynamik und spannende Farb-Kompositio-

nen. Die Bilder, welche die «Anzeiger»-Jury am meisten überzeugen, werden prämiert. Bild an redaktion@affolteranzeiger.ch mit Betreff «Fotowettbewerb». Vermerken, wer und was zu sehen ist und Adresse sowie Telefonnummer angeben.

Abschliessend ist zu bemerken, dass sowohl auf der Ebene Bund, vor allem aber auch auf der kantonalen Ebene wirksame Mittel zur Förderung von günstigem Wohnraum bestehen. Die mit der Vorlage angestrebte Gesetzesänderung wird die gewünschte preisdämpfende Wirkung auf den Wohnraum nicht oder nur mit unerwünschten Eigentumsbeschränkungen erreichen. Angesichts der bereits bestehenden und bewährten Wohnbauförderung im Kanton Zürich kann deshalb mit bestem Gewissen auf die Verankerung dieser wirkungslosen Änderung des Raumplanungsgesetzes verzichtet werden. Erinnern Sie sich bitte am Abstimmungstag daran. Bis dahin wünsche ich Ihnen zunächst eine gemütvolle 1. August-Feier und erholsame Sommerferien.

Neue Strassenarbeiter oder Baggerführer? Wie die Katzen mit der Totalsanierung der Allmendstrasse in Aeugst umgehen. (Bild Cornelia Baburi)


Veranstaltungen

Restaurant Hirschen Obfelden Telefon 044 761 42 06 Samstag, 2. August, ab 19 Uhr Musik im Zelt «Renjos» Duo spielt Country, Eintritt frei Pop und Schlager Bruna Bortoluzzi und Team

Zu verkaufen

Feuerwerk direkt ab Fabrik Wann: 28. Juli bis 1. August 2014 Wo: Auf dem Kronenplatz in Affoltern a. A. Was: Bewährtes, Neuheiten, Sensationen Viel Ersatz für G4-Feuerwerk Wer: Raketenwalti Grossfeuerwerke telefonisch bestellen: 079 679 17 33


Gewerbe/Dienstleistungen

Solidarität

Mountainbike

Am 31. Juli findet in Obfelden das 9. Rumänienfest statt, mit Grill, Tanz und Musik. > Seite 17

Urs Huber hat am Transalpes das Podest knapp verpasst und wurde Vierter. > Seite 20

Mittwoch, 30. Juli 2014

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Triathlon Das Team Koach hat auch am Zürcher Triathlon-Wochenende gross aufgetrumpft. > Seite 21

Fleiss und Ausdauer wurden gewürdigt Abschlussfest: Acht erfolgreiche Lehrabsolventen am Spital Affoltern Sechs Lernende haben während den letzten drei Jahren eine Ausbildung am Spital Affoltern und zwei junge Personen bei der Spitex Knonau absolviert. Diesen Frühling fanden die Lehrabschlussprüfungen statt. Acht Personen setzten ihrer Ausbildungszeit mit dem erfolgreichen Abschluss der Prüfungen die Krönung auf! Alle haben bestanden. Dies war schon ein guter Grund, am vergangenen Donnerstag, 17. Juli, zu einem Abschlussfest einzuladen und den Fleiss und die Ausdauer der Lernenden zu würdigen. Eltern, Familie, Freunde, Vorgesetzte, Berufsbildner und -bildnerinnen – alle waren sie gekommen, um zu gratulieren. So durfte Liliane Bürge, Personalleiterin am Spital Affoltern,

am Anlass gegen 50 Personen willkommen heissen.

Musik und Gratulationen

Von links: Andreas Hohl (Fachmann Gesundheit, Spitex Knonau), Kimberley Häuselmann (FaGe, Spitex Knonau), Seraina Schlegel (FaGe), Bruno Roberti (Assistent Gesundheit und Soziales), Chantal Gugger (FaGe), Clea Iselin (FaGe), Joy Landis (FaGe), Rhottana Truy (Kaufmann Profil E). (Bild zvg.)

Acht erfolgreiche Lehrabschlüsse und eine Gesamt-Durchschnittsnote von 4.9 ist eine tolle Schlussbilanz. Auch freut sich das Spital Affoltern darüber, dass drei Lehrabgänger am Spital Affoltern weiterbeschäftigt werden können. Die Feier wurde mit musikalischen Unterhaltungsbeiträgen umrahmt. Beim anschliessenden festlichen Apéro im Personalrestaurant wurde nochmals persönlich gratuliert, eifrig diskutiert und ausgetauscht, bevor dann die Feier ihren Abschluss fand. Das Spital Affoltern wünscht allen einen gelungenen Start ins Berufsleben als «gestandene Fachleute». Liliane Bürge, Personalleitern

Rabattwürfeln beim Feuerwerk

Mit Vorsicht geniessen

Drogerie Rütimann bereitet Freude zum Nationalfeiertag

Feuerwerk: Unfall-Statistik und Tipps

Seit Jahrzenten verkauft die Drogerie Rütimann in Hausen 1.-August-Feuerwerk. Qualität und somit Sicherheit steht seit jeher an erster Stelle – soll das Feuerspektakel doch bei Gross und Klein Freude bereiten. Jeder Kunde darf seine Rabatte erwürfeln – 12 % sind möglich. Am 1. August gibt es Feuerwerker-Zmorgä.

Am Nationalfeiertag werden wieder unzählige Feuerwerkskörper den Nachthimmel erhellen. Die Kehrseite: Jährlich kommt es zu etlichen Unfällen infolge unsachgemässen Umgangs mit Feuerwerk. Von 2008 bis 2012 geschahen rund 1200 Unfälle mit Feuerwerk. Mit anderen Worten: Beinahe 240 Unfälle jährlich. 50 Prozent ereignen sich um die Tage des 1. August, 17 Prozent während der Silvestertage und die restlichen Unfälle verteilen sich aufs Jahr. Fünf Unfälle sorgten für bleibende Schäden und führten zu einer Invalidenrente. In zwei Fällen kamen die Verunfallten ums Leben. 92 Prozent der Unfälle ereignen sich in der Freizeit. Die Verunfallten verteilen sich auf folgende Altersgruppen: 16 Prozent der Verunfallten sind unter 20 Jahre alt, 36 Prozent zwischen 20 und 30, 16 Prozent zwischen 30 und 40 und 16 Prozent zwischen 40 und 50. 16 Prozent sind älter als 50 Jahre alt. Bei 43 Prozent der Verletzungen handelt es sich um Verbrennungen. Am häufigsten ist die Hand betroffen, gefolgt von den unteren Extremitäten. 24 Prozent der Verletzungen sind offene Wunden: hauptsächlich im Gesicht und an den Händen.

Der Vulkan oder «Zuckerstock» ist der Klassiker im Familienfeuerwerk. Seine Beliebtheit kommt aber nicht von ungefähr, besticht er doch durch schöne, bis zu 12 Meter hohe Feuerspiele, die beinahe geräuschlos die Betrachter verzaubern. Immer mehr im Trend sind die Feuerwerks-Kreationen, die nacheinander ein tolles Bouquet nach dem anderen an den Himmel zaubern. Natürlich steht neben dem umfangreichen Raketensortiment auch eine grosse Anzahl an leisem Feuerwerk im Regal. Sollte der Kunde unschlüssig sein, kann er auf 35 Jahre Erfahrung bei Claudio und Walter Rütimann zählen: kompetente Beratung ist Trumpf. Das Sortiment in Hausen ist gross und bietet auch den Kleinen viele Highlights ohne Angst. anzeige

Distanz zu Häusern und Bäumen zu beachten, speziell bei Raketen soll der Start aus einem fest im Boden verankerten Rohr erfolgen und die Windrichtung beachtet werden. «Diese Startrohre sind immer gratis dabei, damit das Bouquet erst in der Luft losgeht», erklärt Claudio Rütimann, Inhaber der Drogerie und selber leidenschaftlicher 1.-August-Feuerwerker. Wer sein Feuerwerk nicht lange zu Hause lagern will, kann es auch am 1. August von 9 Erfahrene Feuerwerker: Claudio (rechts) und Walter bis 12 bei der DroRütimann. (Bild zvg.) gerie Rütimann einkaufen. Weil die Herren Rütimann Sicherer Umgang mit Feuerwerk sowieso gerne Kaffe trinken, offerieKinder sollten immer nur in Beglei- ren sie der Kundschaft Kaffee und 1. tung von Erwachsenen Feuerwerk August-Weggen – solange der Vorrat kaufen und abbrennen. Auch ist die reicht.

Farbzauber am Nachthimmel. (Archiv) Tipps zum Abbrennen Damit der 1. August nicht beim Notarzt endet, empfiehlt die Suva, nur legales Feuerwerk abbrennen, keine Eigenkreationen zu basteln. Das Feuerwerk sollte an einem sicheren Ort bereitgelegt werden. Die Gebrauchsanleitung rechtzeitig (noch bei Tageslicht) lesen und einhalten. Für Raketen empfiehlt es sich, die an Verkaufsstellen erhältlichen Startvorrichtungen verwenden. Nie Feuerwerk in einer Menschenansammlung abbrennen und einen Sicherheitsabstand von mindestens zehn Metern einhalten. Sich einem Blindgänger frühestens nach zehn Minuten nähern und nie zweimal anzünden. (pd.)


Ref. Kirche Maschwanden

Ref. Kirche Aeugst a. A. Sonntag, 3. August 10.00 Regionalgottesdienst in Hedingen, Pfr. Hauser Pfarramtsvertretung bis zum 11. August: Pfarrerin Elisa Maria Jodl Huppenbauer, Affoltern, Telefon 044 760 18 08 Donnerstag, 7. August Grillparty anstelle Seniorenwanderung Treffpunkt: 11.30 Uhr beim Volg Aeugst a. A. PWs stehen zur Verfügung

Ref. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 2. August 14.00 Trauung von Andrea und Marcel Auner Streich und Taufe von Samira Auner durch Pfr. W. Schneebeli 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel Pfr. W. Schneebeli Sonntag, 3. August 10.00 Regional-Gottesdienst in Hedingen, Pfr. W. Hauser 9.30 Mitfahrgelegenheit vor der Post, bei der Kirche und vor dem Volg in Zwillikon Freitag, 8. August 20.00 Gottesdienst nach der Liturgie von Taizé in der katholischen Kirche

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 3. August 19.00 Abendgottesdienst mit Pfrn. Susanne Sauder zum Thema «Berge» Musikalische Mitwirkung: Duo Silberhorn Die beiden Brüder Hauenstein spielen Alphorn und andere Hörner

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 3. August 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Hausen mit Pfarrer Markus Sahli

Ref. Kirche Hedingen Samstag, 2. August 11.00 Trauung Lukas Lanzendörfer und Sibylle Schneider Sonntag, 3. August 10.00 Gottesdienst mit Pfarrer Walter Hauser Kollekte für die evangelischen Schulen Chilekafi

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntag, 3. August 9.30 Regionalgottesdienst in Hausen mit Pfr. Markus Sahli

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche Donnerstag, 31. Juli 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfr. Christoph Hürlimann Mittwoch, 6. August 17.00 KEIN offenes Singen während der Schulferien Donnerstag, 7. August 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfr. Markus Sahli

Ref. Kirche Knonau Freitag, 1. August, Bundesfeier 20.00 Glockenläuten für die Heimat Sonntag, 3. August 10.00 Regionalgottesdienst in Mettmenstetten Pfr. Andreas Fritz

veranstaltungen

Sonntag, 3. August 10.00 Regionalgottesdienst in Mettmenstetten Predigt: Pfr. Andreas Fritz Orgel: Ursula Hauser Anmeldung zum Fahrdienst jeweils bis am Vortag 18.00 Uhr bei Yvonne Ilg, Telefon 044 768 26 81

Ref. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 3. August 10.00 Regionalgottesienst in Mettmenstetten Pfarrer Andreas Fritz Taufe von Nik Blickensdorfer Orgel: Ursula Hauser www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden Sonntag, 3. August 10.00 Regionalgottesdienst in Hedingen mit Pfr. Walter Hauser ref. Kirche Fahrdienst Arthur Bozzola Telefon 044 761 08 32 www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 3. August 10.00 Regionaler Gottesdienst in Hedingen Pfarrer Walter Hauser Fahrdienst: Käthi Kurtz Telefon 044 761 23 47 www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 3. August 9.30 Regional-Gottesdienst in Hausen Pfr. Markus Sahli Fahrdienst: 9.10 Uhr ab Volg

Die armen Seelen sind mit unzähligen Koffern unterwegs. (Bild Jürg Küng)

«la mih beruoren dih» Osterspiel mit Wurzeln ins 13. Jahrhundert – mitten im Sommer

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 3. August 10.00 Kirche Stallikon: Gottesdienst mit Pfr. i. R. Kurt Gautschi von Stallikon Anschliessend: Chilekafi Fahrdienst: Anmeldung, 2. August, Telefon 044 700 09 91

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 2. August 17.30 Eucharistiefeier Sonntag, 3. August 10.30 Eucharistiefeier zusammen mit den ital. Pfarreiangehörigen Freitag, 8. August 20.00 Taizéfeier in der kath. Kirche

Kath. Kirche Bonstetten Freitag, 1. August 9.00 Herz-Jesu-Gottesdienst mit Aussetzung des Allerheiligsten Sonntag, 3. August 10.00 Eucharistiefeier Dienstag, 5. August 19.30 Abendmesse

Am vergangenen Mittwoch fand im Klosterhof in Muri die Premiere von «la mih beruoren dih» statt. Das Osterspiel behandelt auf eigenwillige, berührende Art existenzielle Themen und ist alles andere als seichtes Volkstheater. Das Stück «la mih beruoren dih», verfasst von Theaterautor Paul Steinmann und der Regisseurin Barbara Schlumpf, basiert auf dem um 1250 entstandenen Osterspiel von Muri, aus dem auch der Titel stammt. Das Theater 2014 besteht aus einer chaotischen Theaterprobe, bei der alles aus den Bahnen läuft und schliesslich in Traumwelten endet – und damit mehr Fragen stellt, als es beantwortet.

Verworrene Handlungsfäden Im 13. Jahrhundert muss das damals bekannte Kloster Muri auch weit in

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 2. August 17.00 Eucharistiefeier Sonntag, 3. August 11.00 Eucharistiefeier

Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 3. August 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. Leo Kümin

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 3. August 9.00 Eucharistiefeier

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 3. August 9.45 Gottesdienst (Heinz Bähler) Kinderhort

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Sonntag, 3. August 10.00 Gottesdienst (Predigt: Robert Weber) Ferien-KingsKids mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24

Pfingstgemeinde Affoltern a. A.,

Samstag, 2. August 13.30 Hochzeit Simon Hedinger und Denise Hofmann ref. Kirche Meilen Sonntag, 3. August 9.45 Gottesdienst mit Abendmahl «Herz in der Wüste» Pfr. Ueli Baltensperger Kinderhüeti, Kids-Treff-Ferienprogramm Montag, 4. August 11.30 Mittagstisch Mehr Infos: www.sunntig.ch

Sonntag, 3. August 9.45 Gottesdienst mehr unter www.pga.ch

Alte Obfelderstrasse 55

Evang. Täufergemeinde Weidstrasse Mettmenstetten, Sonntag, 3. August 10.30 Gottesdienst Thema: Als Kinder Gottes leben 1. Johannesbrief 2, 28 bis 3, 3 Kinderhort, Sonntagsschule Sammelklasse www.etg-mettmenstetten.ch

den Raum des Säuliamtes gewirkt haben. Das Osterspiel von Muri heisst aber nicht so, weil dieses älteste in deutscher Sprache verfasste Stück in Muri geschrieben worden wäre. Man hatte eine Abschrift als Einband für eine Bibel benützt. So blieb etwas eher Kurzlebiges wie ein Osterspiel quasi als Verpackung für eine langlebige Bibel erhalten. Würde der damalige Autor das heutige Theater sehen – er würde wohl die Welt nicht mehr verstehen. In der Hölle hantieren Teufel mit Hunderten von Schuhen. Arme Seelen empören sich. Eine Theaterregieassistentin schreit permanent herum, der Regisseur erscheint zu spät und sturzbetrunken und eine verwirrte Greisin bricht aus dem Altersheim aus, um in ihren Welten zwischen Realität und Traum das Ganze ins völlige Chaos zu stürzen. Fragen stellen sich in rasantem Tempo rund um Tod und Auferstehung, Liebe, Religion, Glauben, Erinnerung, Beziehungen, Altwerden, Sinn überhaupt.

Muri liegt nah Was auf der Bühne chaotisch wirken soll, braucht eine besondere Disziplin aller Beteiligten. Die Sprache ist dicht, pointiert, manchmal deftig, oft berührend: «Im Theater kann man das Sterben üben und jedes Mal wieder auferstehen.» Oder: «Der Teufel weiss nicht, ob es ihn gibt.» Livemusik, Bühnenbild und Kostüme überzeugen. Die Laienschauspieler zeigen eine erstaunliche Professionalität – was unzählige Probestunden voraussetzt. Ein Heer von Helferinnen und Helfern macht diese aufwändige Aufführung erst möglich. «la mih beruoren dih» ist für theaterbegeisterte Säuliämtler ein guter Grund, sich für einmal nicht nach Zürich oder Zug auszurichten, sondern zu erleben, was «murikultur» zu bieten hat. Mit dem Theater kann man vorgängig den Besuch des neuen Museums verbinden. (rz) Informationen: www.murikultur.ch.


Vermischtes

Mittwoch, 30. Juli 2014

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«Der totale Schutz ist das Einzigartige am Nationalpark» Interview mit Robert Giacometti, Präsident der eidgenössischen Nationalparkkommission ................................................... von werner schneiter, zernez

wie wir sie heute haben, bin ich vollauf zufrieden.

Wir treffen Robert Giacometti an seinem Wohnort in Zernez, dem «Tor zum Nationalpark». Seit 2008 ist der 65-Jährige vom Bundesrat gewählter Präsident der eidgenössischen Nationalparkkommission (Enpk) und in dieser Funktion Nachfolger des ehemaligen SP-Nationalrats Andrea Hämmerle. Mit einem grossen Fest wird am 1. August das 100-jährige Bestehen des Nationalparks gefeiert – eine Gelegenheit, mit Robert Giacometti über diese einzigartige Einrichtung zu reden. Der Park ist mit 170 Quadratkilometern Fläche der grösste Naturpark in den Alpen und steht unter totalem Schutz. Das heisst: alles wird der Natur überlassen; umgeknickte Bäume zum Beispiel werden liegen gelassen. Der hohe Schutzstatus, laut Giacometti das Einzigartige am Nationalpark, soll erhalten bleiben. «Hier darf es keine Lockerungen geben», sagt das FDPMitglied im Gespräch mit dem «Anzeiger». Robert Giacometti ist in Lavin aufgewachsen und besitzt dort eine Bäckerei-Konditorei, die seine Tochter führt.

Lavin ist seit dem Jahr 2000, als die Macun-Seenplatte in den Nationalpark integriert wurde, auch eine Parkgemeinde. Das war wichtig – nicht nur, weil damit ein Wirtschafts- oder Tourismus-Aufschwung ausgelöst wurde. Besonders wichtig ist es auch für das Image des kleinen Dorfes, das nun sagen kann: Auch wir sind Parkgemeinde.

Anzeiger: Totaler Naturschutz, Forschung und Information: Das sind die drei Hauptziele, die für den schweizerischen Nationalpark gelten. Welches dieser Ziele ist für Sie das wichtigste? Robert Giacometti, Präsident der Nationalpark-Kommission: Die meisten Mitglieder sind Akademiker. Acht von neun Mitgliedern unserer Kommission sind Forscher aus verschiedenen Richtungen, Wissenschaftler. Ich sehe mich als Vertreter der Wirtschaft. Ich bin als Vertreter der Region und des Kantons Graubünden gewählt worden. Dann sehen Sie im Nationalpark auch Vorteile für den Tourismus in der Region? Ja. Der Nationalpark ist der Motor für den Tourismus, einer der grössten Arbeitgeber in der Region – gerade auch in Zernez. Was fasziniert Sie ganz persönlich am Nationalpark? Ich bin in einer von der Natur geprägten Region aufgewachsen. Bei meinem Grossvater, der Bauer war, habe ich als Bub auf dem Hof mitgeholfen. Aus diesem Blickwinkel bin ich auch zur Politik gekommen. Richtig «gepackt» hat es mich, als die Diskussion über die Erweiterung des Nationalparks einsetzte. ...............................................................

Besucherbegrenzungen sind kein Thema. ............................................................... Der Nationalpark zählt jährlich rund 150 000 Besucher; es gibt auf diesem 170 Quadratkilometern 80 Kilometer offizielle Wanderwege. Wie verträgt sich ein solcher Besucherstrom mit dem totalen Natur-

Die nun ihren Vertrag mit der Parkkommission verlängert hat … … das hat mich, der ja lange in Lavin gewohnt hat, sehr gefreut. Speziell noch, dass der Entscheid an der Gemeindeversammlung einstimmig fiel. Der Vertrag wurde von 25 auf 99 Jahre verlängert. Das ist ein starkes Vertrauensbekenntnis. Ein Grund für die Verlängerung ist sicher die für 2015 geplante Gemeinde-Fusion zwischen Zernez, Susch und Lavin. Die Bevölkerung von Lavin wird sich gesagt haben: Die Vertragsverlängerung entscheiden wir nun noch in eigener Regie. Ein weiterer erfreulicher Umstand: Zernez hat uns trotz der Ablehnung einer Parkerweiterung Schloss Planta-Wildenberg als NationalparkVerwaltungszentrum zur Verfügung gestellt. Auch das ist ein starkes Zeichen.

Robert Giacometti, Präsident der eidgenössischen Nationalparkkommission, vor dem Informationszentrum in Zernez: «Die Akzeptanz des Nationalparks in der Bevölkerung ist hervorragend». (Bild Werner Schneiter) schutz? Tiere haben im Laufe der Jahre ihre Lebensgewohnheiten verändert, hin zu verstärkt nächtlicher Lebensweise. Gibt es für Sie eine Besuchergrenze? Wir haben noch nie über solche Einschränkungen gesprochen. Die Besucherzahlen sind in den letzten fünf bis zehn Jahren ziemlich stabil geblieben. Die meisten Besucher stammen übrigens aus der Schweiz. Eine Begrenzung ist derzeit kein Thema, zumal wir der Information grossen Stellenwert beimessen. Die Leute können sich in unserem Informationszentrum in Zernez informieren und werden dadurch auch für die Zusammenhänge in der Natur sensibilisiert. Die Nationalparkbesucher sind offenbar sehr diszipliniert. Gemäss Jahresbericht 2013 haben die Parkwächter gerade einmal elf Verstösse mit Bussen geahndet. Das zeigt, dass sich die Leute diszipliniert an Gebote und Verbote halten. Parkwächter sind auch keine Polizisten, sondern Aufklärer und Informanten. Sie sind entsprechend geschult. Es wird in Sachen Information sehr grosser Aufwand betrieben. Ausdruck davon ist auch ein 250 Seiten starker, zweisprachiger Atlas, der letztes Jahr erschienen ist. Oh, das war ein riesiger Aufwand. Die Herausgeber sind Heiner Haller, Antonia Eisenhut, und Ruedi Haller – auch weil sie viele Forschungs-Dokumente aufgearbeitet haben, die seit 100 Jahren angehäuft werden. Aus den

Ein Drittel von Wald bedeckt Ein Drittel des 170 Quadratkilometer umfassenden Nationalparks ist von Wald bedeckt. 20 Prozent machen Alpen und Wiesen aus, der Rest ist vegetationsfrei (Fels, Geröll, Schnee). Rund ein Viertel des Baumbestandes ist sogenanntes Totholz. Der Park erstreckt sich über die Gemeinden Zernez (66,5 % der Fläche), S-chanf (13,5%), Scuol (13,2%) Val Müstair (4,7%) und Lavin (2,1%).

Der tiefste Punkt befindet sich auf 1400 Meter über Meer, der höchste auf 3174. Der Nationalpark hat 13 obligatorische Eingänge, 80 Kilometer offizielle Wanderwege und 18 Rastplätze – auf denen Feuern verboten ist. Auch Hunde dürfen im Nationalpark nicht mitgefühlt werden, auch nicht an der Leine. Bei Verstössen drohen happige Bussen. (-ter.)

Anfängen bestehen nur Notizen. Ein Beispiel: Eine Karte enthält 1000 von Hand festgehaltene Punkte, an denen Hirsche gesichtet worden sind. Das musste digitalisiert werden. Zu den Hauptzielen zählt auch die Forschung. Es ist die Rede davon, dass «der Nationalpark eine einzigartige Referenzfläche für wissenschaftliche Forschung» darstellt. Es gibt über 90 einschlägige wissenschaftliche Publikationen zum Nationalpark. Was hören Sie von den Forschern? Was sagen diese zur Entwicklung des Nationalparks? Ich bin nicht Forscher, aber sehe das als sehr wichtigen Teil des Nationalparks. Langzeitforschung gibt es nur im Nationalpark. Auch hier ein Beispiel, von einem Schneckenforscher: Er machte Skizzen von Orten, an denen er eine spezielle Schneckenart fand. Vor wenigen Jahren hat sich eine Studentin dieser Arbeit bedient und überprüfte die Aufzeichnungen vor Ort. Sie stellte fest, dass sich diese Schnecken 30 Meter höher bewegen. ...............................................................

Doris Leuthard nimmt im Nationalpark keinen direkten Einfluss.

nicht viel. Wir haben aber von der zuständigen Bundesverwaltung einen Vertreter in der Nationalparkkommission, der an sämtlichen Sitzungen teilnimmt. Wir haben vom Bund einen Auftrag, der die genannten drei Hauptziele umfasst. Wir müssen dem Bund jährlich Rechenschaft ablegen – auch bezüglich der Finanzen. Was sind denn, kurz umschrieben, die Aufgaben der Nationalparkkommission? Wir sind eine Art Verwaltungsrat, der Strategien festlegt, über Budget und Jahresbericht befindet und die Direktion wählt (vier Direktionsmitglieder). Als Einheimischer habe ich hier als Präsident eine etwas andere Rolle als jemand, der beispielsweise in Bern domiziliert ist. Und ich kümmere mich um Dinge, die nicht unbedingt Sache des Präsidenten sind. Ein- bis zweimal pro Woche gehe ich zu Besprechungen ins Büro von Direktor Heinrich Haller. Auch er fragt mich oft nach meiner Meinung. Ich bin voll integriert in dieser Direktion, nahe dran. Es herrscht viel gegenseitiges Vertrauen.

............................................................... Auch daran lässt sich ablesen, dass sich das Klima geändert hat. Solche kleine Indizien gibt es viele, die sich dann zu einem Gesamtbild verdichten. Früher haben die Studierenden ihre Arbeiten nach dem temporären Einsatz im Nationalpark mitgenommen. Inzwischen bestehen wir darauf, dass diese Arbeiten auch bei uns im Unterengadin zugänglich gemacht und mit öffentlichen Vorträgen erklärt werden sollen.

Wie beurteilen Sie das Verhältnis zu den fünf Parkgemeinden? Knapp zwei Drittel der Parkfläche liegen auf Zernezer Boden. Mit den Gemeindevertretern treffen wir uns einmal pro Jahr und orientieren die Gemeindepräsidenten, beispielsweise auch über laufende Projekte. Der Zernezer Gemeindepräsident ist Mitglied der Parkkommission; er ist der Verbindungsmann zu den Parkgemeinden. Vor Jahren gab es in der Kommission weder einen Kantonsnoch einen Gemeindevertreter. Damals war das Verhältnis ziemlich schlecht. Seit die Gemeinden dabei sind, ist das Verhältnis super.

Der Bund steuert jährlich 3,7 Millionen Franken an den Betrieb des Nationalparks bei – das ist gut die Hälfte des gesamten Budgets. Wie bringt sich der Bund ein – wie nimmt Ihre «Chefin», Bundesrätin Doris Leuthard Einfluss? Nun, sie war ein paar Mal im Nationalpark. Von ihr direkt hören wir

1999 haben die Gemeinden aber eine Erweiterung des Nationalparks abgelehnt. Das war damals auch etwas parteipolitisch begründet – mit Aussagen wie: Wir lassen uns vom Bund nicht dreinreden, was noch zu schützen ist. Auch die wirtschaftliche Komponente spielte eine Rolle. Mit der Situation,

Ist es für Sie denkbar, dass in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten Erweiterungen des Nationalparks zum Thema werden? Potenzial ist vorhanden. Aber Erweiterungen sind derzeit kein Thema; solche Begehren hätten wohl auch keine Chancen. Nach dem Nein von 1999 war für uns das Thema eigentlich abgeschlossen. Falls Erweiterungsvorschläge von den Gemeinden kommen, sind wir dafür offen. Am 1. August wird in Zernez das Jubiläum 100 Jahre schweizerischer Nationalpark gefeiert. Was ist die Hauptbotschaft dieses Ereignisses? Im Rahmen des Konzeptes haben wir uns Ziele gesetzt. Wir wollen etwas bieten, aber auch Danke sagen, sowohl dem Bund wie auch der Bevölkerung, in der die Akzeptanz des Nationalparks hervorragend ist. ...............................................................

Das 100-jährige Jubiläum des Nationalparks wird festlich begangen. ............................................................... Eines von zahlreichen Projekten ist das Festspiel «Laina viva, die sagenhafte Gründung des schweizerischen Nationalparks», das in Zernez noch bis zum 16. August zu sehen ist. Oder auch eine Wanderausstellung, die in vielen Coop-Filialen in der ganzen Schweiz zu sehen ist. Am 1. August gibt es ein zweiteiliges Fest: am Nachmittag eine Jubiläumsfeier mit einer Ansprache von Bundesrätin Doris Leuthard und am Abend die 1. August-Feier, die von SF DRS direkt übertragen wird. Was wünschen Sie sich persönlich vom Nationalpark in den nächsten 100 Jahren? (Überlegt). Was in 100 Jahren ist, weiss ich natürlich nicht. Aus heutiger Sicht: Der Park soll so bleiben, wie er sich jetzt präsentiert. Der totale Schutz ist wichtig, denn das ist das Einzigartige am Nationalpark. Hier darf es keine Lockerungen geben. (Interview Werner Schneiter)


veranstaltungen

Ämtler Bibliotheken im August Die Schulferien im Bezirk dauern noch bis Samstag, 16. August 2014. Projekt «Lesebank 2014: Bis Mitte September stehen bei verschiedenen Ruhebänken an Spazierwegen Bücherkisten bereit, die zum Schmökern, Lesen und Verweilen einladen. Informationen zu den Bücherkisten laden zum Schmökern ein. (Archivbild) Standorten sind bei den beteiligten Bibliotheken von Bibliothek Mettmenstetten Aeugst, Bonstetten, Maschwanden, Obfelden, Rifferswil und Stallikon er- Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Montag und hältlich. Freitag (ausgenommen 1. August) von 18 bis 20 Uhr geöffnet. Bibliothek Aeugst Während der Sommerferien ist die Bibliothek am Montag, 11. August, von 18 bis 20 Uhr, und am Samstag, 16. August, von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Nach den Sommerferien gelten am Mittwochnachmittag erweiterte Öffnungszeiten schon von 14 bis 18 Uhr.

Regionalbibliothek Affoltern Während der Sommerferien gelten die normalen Öffnungszeiten. Dienstag, 5. August, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten. Samstag, 30. August, 10 bis 16 Uhr: 50-Jahr-Jubiläum der Regionalbibliothek und 40-Jahr-Jubiläum des Hauses zum Seewadel. 10 Uhr: Festeröffnung durch den Gemeindepräsidenten Clemens Grötsch und die Harmonie Affoltern. 11 Uhr: «Zwei Streife» Kinderliedermacher Bruno Hächler im Duo. 12 Uhr: Jazztrio «Leihohrenschmauser». 13.30 Uhr: «Dichter Klang» – eine Reise durch die Welt der Poesie mit Hanspeter Müller-Drossaart. 15 Uhr: Säuliämtler Huusmusig «Puszta Pampa». Daneben werden Verpflegungsmöglichkeiten und vielfältige Aktivitäten angeboten.

Bibliothek Obfelden Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 17 bis 19 Uhr, am Mittwoch von 14 bis 18 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 18 Uhr offen. Freitag, 15. August, ab 19.30 Uhr: Spieltreff Säuliamt. Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren. Mittwoch, 27. August, 19.30 Uhr: 2. Lesekreis. Diskutiert wird über das Buch «Der erste Mensch» von Albert Camus.

Bibliothek Ottenbach Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 15 bis 19.30 Uhr geöffnet. Dienstag, 26. August, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten–gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen.

Bibliothek Rifferswil Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Samstag von 9.30 bis 11.30 Uhr geöffnet. Sonntag, 24. August, 19 Uhr: Lesung. Alex Capus liest aus seinem neusten Buch «Mein Nachbar Urs». Anschliessend Apéro. Eintritt frei.

Bibliothek Bonstetten Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 15 bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Mittwoch, 27. August, 9.30 bis ca. 10 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» mit der Leseanimatorin Judith Zanini. Für Kinder von 9 bis 36 Monate in Begleitung.

Bibliothek Stallikon

Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr geöffnet.

Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 19 bis 20.30 Uhr geöffnet. Auf einem Extratisch liegen Reiseführer bereit. Nach den Sommerferien gelten neue Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr von 15 bis 19 Uhr, Di von 15 bis 20 Uhr. Sa wie bisher von 10 bis 12 Uhr. Montag, 25. August, 15.30 bis 16 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» unter der Leitung von Leseanimatorin Judith Zanini. Für Eltern und Grosseltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten.

Bibliothek Hedingen

Bibliothek Wettswil

Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet.

Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch von 15 bis 19 Uhr und am Donnerstag von 15 bis 20.30 Uhr geöffnet. Samstag, 23. August, 15 bis 15.30 Uhr: Kamishibai. Geschichten aus dem Koffer für Kinder ab 4 Jahren im Schulhaus Mettlen I. Anlässlich des 40er-Festes. Mittwoch, 27. August, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» für Eltern mit Kindern von 9 bis 36 Monaten. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 27. August, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit. Für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich. Samstag, 30. August, 9.30 bis 10.30 Uhr: Infos und Beratung bei Fragen zur Onleihe (Ausleihe von digitalen Medien) oder zur Recherche im Onlinekatalog. (I. S.)

Bibliothek Hausen

Bibliothek Kappel Während der Sommerferien bleibt die Bibliothek geschlossen.

Bibliothek Knonau Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 9 bis 10 Uhr sowie von 17.30 bis 19.30 Uhr, am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Bibliothek Maschwanden Während der Sommerferien ist die Bibliothek am Donnerstag, 7. August, von 18.30 bis 20 Uhr geöffnet.


Veranstaltungen

Mittwoch, 30. Juli 2014

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agenda

Ausstellungen Mittwoch, 30. Juli

Aeugst am Albis Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «waldsichten» Hermann Hess verbindet seine berufliche Tätigkeit beim kantonalen Forstdienst mit seinen Eindrücken als Waldgänger. Karten- und Inventurauswertungen, eigene Fotos ergeben Über- und Ansichten aus den Waldverhältnissen im Oberamt. Mo 8-11.30/16-18.15, Di/Do 811.30, Mi 8-11.30/14-16.30 Uhr. Bis 21. August.

Kappel am Albis 17.15: KEIN offenes Singen während der Schulferien. Kloster Kappel.

Donnerstag, 31. Juli Affoltern am Albis 17.00: CQ Bar’s BBQ-Party mit Live Rockabilly «the Rockets». bei schönem Wetter Open Air. CQ Bar. Bahnhofplatz 5.

Bonstetten 06.30: Mittelschwere Wanderung, gemächliche Gruppe: Oberwil b. Büren-Hubelstei-Büren zum Hof. Wanderzeit ca. 3½ Std. Anmeldung und Auskunft: Chapi Boller, Telefon 044 701 13 95. Bahnhof (Treffpunkt).

Aeugstertal

Kappel am Albis 13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel.

Obfelden 17.00: 1.-August-Feier und Dorffest mit Channelsix, Swing-Quartett Obfelden, 5x Zugerblech. Ansprache: Gemeinderat Ernst Portmann. Apéro ab 17 Uhr, Festwirtschaft. Badi Obfelden. 18.00: Rumänienfest mit Grillfest und Diashow. Erlös wird an zwei rumänische Kinderheime gespendet. Infos: www.rumaenienfest.ch. Bauernhof Weid, Familie Schneebeli.

Die Besucher schätzen die gemütliche Atmosphäre am rumänischen Sommerfest in Obfelden. (Archivbild Thomas Stöckli)

Zugunsten rumänischer Kindern Neuntes Rumänienfest auf dem Schneebeli-Hof in Obfelden Das Rumänienfest am 31. Juli hat bereits Tradition. Auch dieses Jahr wird das grosse Grillfest auf dem Bauernhof der Familie Schneebeli in Obfelden durchgeführt. Ab 18 Uhr wird in gemütlicher Atmosphäre zugunsten von rumänischen Kinderheimen geplaudert, gegessen und getrunken.

Neben dem reichhaltigen Salatund Dessertbuffet sind einmal mehr die legendären und handgemachten Mititei (rumänische Spezialität) und ein speziell für diesen Anlass gebrautes Bier im Angebot Der Erlös aller Köstlichkeiten wird wie in den letzten Jahren an zwei rumänische Kinderhei-

Freitag, 1. August Knonau 11.00: Brunch-Lunch-BBQ. Bitte frühzeitig reservieren: 044 768 33 11. Peter’s Freihof. Chamstrasse 17.

10.00-16.00: Dorfgeschichte Affoltern am Albis/Zwillikon. Interessantes aus vergangenen Zeiten: Bilder, Fotos, Gegenstände des Alltags, Kleider und vieles mehr. Rollstuhllift, Eintritt frei. Gruppenbesuche: Telefon 044 761 01 32, Herbert Gübeli. Dorfmuseum Affoltern am Albis-Zwillikon. Mehrzweckgebäude neben Volg. Ottenbacherstrasse 79.

Affoltern am Albis 08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen, Bioprodukte, frisches Brot, süsses Gebäck, Käse, Olivenöl, Honig, griechische, italienische, kroatische Köstlichkeiten, Handwerk und Schmuck, frischer Fisch. Marktplatz.

Kappel am Albis 20.45: Premiere Freilicht-Theater der «Aemtler-Bühne», JubiläumsProduktion «Zusammenstoss», musikalische Groteske nach Karl Schwitters. Wetter/Information über Durchführung ab 14 Uhr: Telefon 078 804 47 01 oder www.aemtlerbuehne.ch. Vor der Aufführung Möglichkeit im Kloster Kappel zu essen, Übernachtung in Gästezimmern möglich, Tisch- oder Übernachtungsreservierung: Telefon 044 764 88 10. Kloster Kappel.

Mettmenstetten 10.00-16.00: Brocki wird von Jugendlichen auf freiwilliger Basis gestaltet und geführt, Erlös zugunsten eines Hilfwerkes. Brocki im «Güetli» Rossau.

Obfelden 19.00: Musik im Zelt im Hirschengarten: mit «Renjos» Duo: Country, Pop und Schlager. Eintritt frei. Restaurant Hirschen.

oder www.aemtlerbuehne.ch. Vor der Aufführung Möglichkeit im Kloster Kappel zu essen, Übernachtung in Gästezimmern möglich, Tisch- oder Übernachtungsreservierung: Telefon 044 764 88 10. Kloster Kappel.

Bauernhof Schneebeli vorhanden, die Benutzung des öffentlichen Verkehrs wird empfohlen.

Dienstag, 5. August Affoltern am Albis

Sonntag, 3. August Affoltern am Albis 11.30: Sunntigs-Träff der Alterskommision, jeweils am 1. Sonntag des Monats. Für alle aus Affoltern und Zwillikon, die am Sonntag in Gesellschaft essen, plaudern, spielen und spazieren wollen. Essen und Getränke werden selbst bezahlt. Anmeldung bis Freitag 13.00 Uhr: Telefon 043 322 74 74. Café Seewadel im Altersheim.

Montag, 4. August Hausen am Albis 14.30-17.30: Handarbeitsstubete von Pro Senectute. Häkeln, stricken, sticken oder einfach nur plaudern. Mit Kaffee und Kuchen. Leitung: Vera Stoll, 044 764 22 04. Reformierte Kirche (Zwinglistube).

09.30-10.00: Buchstart-Treff für Eltern mit ihren Kindern im Alter von 9 bis 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten. Regionalbibliothek. Obere Seewadelstrasse 14.

Kappel am Albis 20.45: Freilicht-Theater der «Aemtler-Bühne», Jubiläums-Produktion «Zusammenstoss», musikalische Groteske nach Karl Schwitters. Wetter/Information über Durchführung ab 14 Uhr: Telefon 078 804 47 01 oder www.aemtlerbuehne.ch. Vor der Aufführung Möglichkeit im Kloster Kappel zu essen, Übernachtung in Gästezimmern möglich, Tisch- oder Übernachtungsreservierung: Telefon 044 764 88 10. Kloster Kappel.

Mittwoch, 6. August

Kappel am Albis 20.45: Freilicht-Theater der «Aemtler-Bühne», Jubiläums-Produktion «Zusammenstoss», musikalische Groteske nach Karl Schwitters. Wetter/Information über Durchführung ab 14 Uhr: Telefon 078 804 47 01.

Veranstaltungshinweise für die Agenda, Angaben bis spätestens Dienstag, 12 Uhr, an agenda@affolteranzeiger.ch.

Kappel am Albis 17.15: KEIN offenes Singen während der Schulferien. Kloster Kappel.

Donnerstag, 7. August Kappel am Albis

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Infos unter rumaenienfest.ch, Parkplätze sind beim

agenda-einträge Zwillikon

Samstag, 2. August

me verteilt. Mit einer Diashow wird über die Lage in den Heimen informiert und anstehende Projekte werden vorgestellt. (pd)

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel.

Ottenbach 9.10: Ottenbach60plus: Fahrt nach Zug-Schönegg auf den Zugerberg. Wanderung: anfangs 10 Min. aufwärts, nachher durch den Wald sanft abwärts, ca. 1 Std. Mittagessen Rest. Schützen, weiter nach Unterägeri zum Kaffeehalt, ca. 30 Min. Billette: Tarifverbund Zug, Tageskarte alle Zonen + 155/156. Treffpunkt Postautohaltestelle.

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Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Space Toys» Eine Reise in die fantastischen Welten der 50er-, 60er- und 70er-Jahre. Mi-So, 11-18 Uhr. Bis 31. Oktober.

Affoltern am Albis Spital: Werke von Eveline Stauffer und Rita Häfliger, Bilder von Stefanie Grenacher, Fotokunst von Alex Ochsner. Bis Ende Oktober.

Rifferswil Park Seleger Moor: «Erleben Sie Natur» Das grösste Blütenparadies der Schweiz. Rhododendren, Azaleen, Pfingstrosen, Seerosen, Farngarten. Park und Pflanzenverkauf täglich 8-18 Uhr. Bis 31. Oktober.

Stallikon Schulhaus Loomatt: Buchzeichen-Ausstellung im Kunstforum Stallikon. Zeichnungen der Stalliker Primarschüler und -schülerinnen. Während der Schulferien: Di 19-20.30 Uhr. Bis 13. September.


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Sport

Mittwoch, 30. Juli 2014

Urs Huber landet neben dem Mountainbike-Transalp-Podest Rang 4 am prestigeträchtigen Etappenrennen vom Oberammergau an den Gardasee Nach dem Auftaktsieg wurde Radrennclub-Amt-Leistungsträger Urs Huber und sein deutscher Rennpartner Karl Platt buchstäblich vom TransalpPodest geschwemmt. Wetterglück hatten dagegen die Organisatoren auf der offenen Radrennbahn. ................................................... von martin platter

Karl Platt (vorne) und Urs Huber haben ihre hochgesteckten Ziele an der BikeTransalp nicht ganz erreicht: Rang 4. (Bild BIKE Transalp)

«Mit jeder meiner Transalp-Teilnahmen falle ich im Schlussklassement um einen weiteren Rang zurück. 2011 bei meiner ersten Teilnahme mit Konny Looser konnten wir noch gewinnen. Beim vierten Start, dem zweiten Mal mit Karl Platt, ist es noch Rang vier. Im nächsten Jahr möchte ich diese Serie gerne abbrechen und wieder vorne beginnen», analysierte Urs Huber, mit einer gehörigen Portion Galgenhumor, die am Samstag in Riva del Garda zu Ende gegangene Alpenüberquerung. Nach dem Auftaktsieg setzte der grosse Regen ein, von dem das

«Bulls»-Duo Huber/Platt buchstäblich vom Podest geschwemmt wurde. Offensichtlich wurde dabei auch, dass der 36-jährige Deutsche am Berg nicht die Leistungsfähigkeit seines 28-jährigen Rennpartners erreichte. Dennoch schafften die beiden weitere Achtungserfolge: Sie wurden dritte auf der Königsetappe und kehrten nach dem folgenden vierten Teilstück wieder als dritte aufs Podest zurück. Ein Defekt an Platts Bike auf der fünften Etappe zerstörte dann aber die Hoffnung auf einen Podestplatz restlos. Am Ende fehlten 26 Minuten auf den dritten Platz, der von den Topcracks Alban Lakata und Kristian Hynek gewonnen wurde, die viel Materialpech zu beklagen hatten. Erstmals wurde das Rennen von Vorjahressiegern gewonnen, der deutschen Paarung Markus Kaufmann und Jochen Käss, gefolgt von Daniel Geismayr (Ö) und Hannes Genze (De). Bald folgen Urs Hubers letzte Saisonhöhepunkte: Die Schweizer BikeMarathon Meisterschaften in drei, beziehungsweise der Grand Raid in vier Wochen.

Oldtimer als Publikumsmagnete Auch die Aktivitäten auf der offenen Rennbahn in Oerlikon wurden vom Wetter tangiert. «Indianapolis», die Präsentation klassischer Rennfahrzeuge aus verschiedenen Epochen, musste von Dienstag auf den Donnerstag verschoben werden. Dann aber spielte das Wetter mit. Beklatscht von mehreren Tausend Zuschauern konnten die Oldtimer ihre Runden auf der offenen Rennbahn drehen. Zum Schluss waren auch die Steher wieder im Einsatz. Dem Duo Dino Rey mit Michael Albon an der Rolle lief es nicht ganz so gut wie in der Vorwoche. Einzig Europameister und Sieger Mario Birrer sowie Schweizermeister Giuseppe Atzeni beendeten den Wettkampf ohne Rundenverlust. Rey/Albon büssten vier Runden ein und wurden siebte. Am Dienstag gehts weiter mit Sprint-Wettbewerben (Ernst-Bretscher-Memorial), Scratchrennen, Punkte- und Ausscheidungsfahren – wenn das Wetter mitspielt. Die Prognose am Sonntagabend sah allerdings nicht danach aus. Weitere Informationen: rennbahn-oerlikon.ch.

Tanja Schärer verpasst Saison 14/15 Nach den Rücktritten der beiden Mettmenstetter Andreas Isoz und Thomas Lambert sowie von Renato Ulrich wird das Schweizer Aerials-Team noch weiter dezimiert. Für die Aerials-Athletin Tanja Schärer ist die kommende Saison zu Ende, bevor sie begonnen hat: Eine Schulterverletzung zwingt die 25-jährige Urdorferin, im kommenden Winter zu

pausieren. Bereits im Dezember 2013 hatte sie sich bei einem Trainingssprung in Ruka (FIN) die Bizepssehne an der rechten Schulter angerissen. Die anhaltend starken Schmerzen veranlassen Schärer dazu, sich im September einer Operation zu unterziehen. Danach wird sie rund sechs Monate pausieren müssen. «Klar ist es hart, eine ganze Saison nicht springen zu können», sagt Tanja Schärer, «dennoch macht der Zeit-

punkt der Operation Sinn». Die Zwischenzeit will die gelernte Arztgehilfin nutzen, die Berufsmaturität in Angriff zu nehmen. Noch bis Ende August trainiert die A-Kader-Athletin von Swiss-Ski mit ihren Teamkollegen auf der Wasserschanze in Mettmenstetten. «Im Moment geht es vor allem darum, an den Details der Sprünge zu arbeiten und so eine gute Basis fürs nächste Jahr zu schaffen», erklärt sie. (pd)

Für langfristige Leistungssteigerung Skiclub Hausen beim Gletschertraining in Hintertux Seit vielen Jahren nutzt die Renngruppe vom Skiclub Hausen im Sommer die Möglichkeit, mit den professionellen Trainern von der Raich-Rennschule in Österreich auf dem Gletscher in Hintertux zu trainieren. Für die Kinder war der Urlaub ein grosses Highlight. Hintertux ist das einzige GanzjahresSkigebiet in Österreich und bietet deshalb auch im Sommer beste Möglichkeiten für das Skitraining. Auf einer Höhe von bis zu 3250 Metern sind die Schneebedingungen auch im Sommer gut genug zum Skifahren. Vom 13. Bis 18. Juli waren 14 Kinder der RG-Hausen, im Alter zwischen

8 und 14 Jahren, in Hintertux, um an ihrer Skirenntechnik zu feilen.

Langfristige Effekte als Ziel Unter der Leitung der beiden Trainer Heiko Auer und Armin Jeitner vom Race-Center Benjamin Raich wurde fünf Tage lang intensiv Riesenslalom trainiert. «Diese Trainingstage auf dem Gletscher sind enorm wertvoll und verbessern die Ski-Technik der Kinder langfristig», meint Cheftrainer Ruedi Ravasio und ergänzt: «Dazu kommt aber auch die Entwicklung im sozialen Umfeld. Für fünf Tage müssen die Kinder selbstständig trainieren, ihre Ski- und Sportsachen versorgen und sich in der Gruppe mit den anderen Kindern arrangieren.»

Die Renngruppe des Skiclubs Hausen vor dem Sportzentrum in Hintertux. (Bild zvg.)

Training auf verschiedenen Ebenen Neben der Renntechnik im Lauf wurde beim freien Fahren auch viel an der Skitechnik und an den Grundlagen für die Saison 2014/2015 gefeilt. Nachmittags wird das Skitraining durch Konditionstraining ergänzt. Dazu gehören Ausdauer, Koordination und Kräftigung. Damit der Spass dabei nicht zu kurz kam, mussten die Liegestützen beispielsweise auch einmal im Bach gemacht werden. Die Unterbringung der Kinder erfolgte im Hotel Rindererhof, direkt an der Talstation des Hintertuxer Gletschers gelegen. Das Hotel ist langjähriger Partner der Raich-Rennschule und sorgte für eine Top-Unterbringung und Verpflegung der Kinder. (pd)

Daniele Angellella (vorne), Zweiter der Schweizer Meisterschaft, während seines Laufs über 400 Meter – zum neuen Stadionrekord im Moos. (Bild zvg.)

Ein internationaler Leichtathletik-Event 1.-August-Meeting in Affoltern Eine Woche nach den nationalen Titelkämpfen treffen sich die Leichtathleten am traditionellen 1.-August-Meeting auf der Sportanlage Moos in Affoltern. Kommt es zu Meisterschafts-Revanchen? Oder versuchen Athleten im letzten Moment noch die Limite für die Leichtathletik-EM in Zürich zu erfüllen? Das 1.-August-Meeting in Affoltern am Albis hat eine langjährige Tradition. In den letzten Jahren hat sich das Augenmerk des Wettkampfes auf die Werfer gerichtet. Sie waren es, welche die besten Resultate lieferten. Aber auch die Läufe waren stets attraktiv, während die Sprünge etwas untergingen. Dies könnte sich dieses Jahr ändern. Am 1.-August-Meeting werden nämlich die kantonalen Titel in den Kategorien Aktive, U20 und U18 vergeben. Die Organisatoren erwarten die Teilnahme aller Anwärter auf die kantonalen Meistertitel in allen Disziplinen. Es wäre jedoch vermessen, zu erwarten, dass Spitzenathletinnen und -athleten – diejenigen, welche sich bereits für die EM 2014 in Zürich qualifiziert haben – an den Start gehen wer-

den. Für sie gilt es, die letzten Vorbereitungen für dieses Karriere-Highlight in Angriff zu nehmen. Immer wieder tauchten in den letzten Jahren ausländische Spitzenathleten in Affoltern auf. Dieses Jahr hat sich eine Gruppe von Athletinnen und Athleten aus Namibia angemeldet. Da die Organisatoren der LV Albis keine Startprämien zahlen, ist nicht sicher, ob sie auch antreten werden. Die gemeldeten Athletinnen und Athleten weisen tolle persönliche Bestleistungen auf und wären ein guter Gradmesser für Schweizer Athletinnen und Athleten. Die Wettkämpfe beginnen am 1. August um 10.30 Uhr mit den Sprints und dem Diskus-Werfen. Schlag auf Schlag folgen dann die Wettkämpfe im Dreisprung, im Kugelstossen, den Hürdensprints, dem Weitsprung und dem Speerwerfen. Für die Mittelstreckenläuferinnen und -läufer stehen die 800-Meter-Läufe auf dem Programm. Nachwuchsathletinnen und -athleten werden die Chancen nutzen, um die Limite für die Schweizer Meisterschaften der Kategorien U18/U16, welche im September stattfinden werden, zu erfüllen. (Hanspeter Feller)


Sport

Mittwoch, 30. Juli 2014

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Stürmisches Triathlon-Weekend in Zürich Team Koach erringt am Zürcher Triathlon-Wochenende erneut zahlreiche Podestplätze Ein Podestplatz mit HawaiiQualifikation beim Ironman und drei Europameistertitel über die Olympische Distanz ist die «Ausbeute» des Teams Koach am Zürcher Triathlon-Wochenende. Ein Grund für die Erfolge des Teams war entlang der Strecke sichtbar: Überall feuerten Fans in den Clubfarben die Kolleginnen und Kollegen an. Das Koach-Grün fällt auf. «Kein anderes Team bringt so viele Fans an die Strecke wie wir», stellt Team-Coach Kurt Müller fest, «verschiedene Teammitglieder, die am Sonntag beim Ironman gestartet sind, haben die Kolleginnen und Kollegen am Samstag trotz des Regens auf der olympischen Strecke unterstützt, und umgekehrt.» 13 Team-Koach-Athletinnen und -Athleten erreichten das Ziel beim Ironman, 17 am Samstag auf der olympischen Distanz. Es war ein wahrhaft stürmisches Wochenende, an dem man nicht nur beim Schwimmen nass wurde. Team-Star des Tages war Martin Welti, der als vierter Schweizer das Ziel nach 9:10:43 Stunden erreichte, noch vor der überragenden Doppelsiegerin Daniela Ryf, die am Samstag Europameisterin im 5150-Wettkampf (Olympische Distanz ohne Windschattenfahren) wurde und beim Ironman nachdoppelte. Welti wurde in einem publireportage

Marina Stähli und Urs Müller gemeinsam unterwegs. «Mein erster Ironman war ein unvergesslicher Tag – und der schönste Abschnitt war derjenige, den Urs und ich gemeinsam liefen.» (Bild: Erika Schmid)

Fotofinish Dritter seiner Altersklasse, 16 Sekunden hinter dem Zweiten, 13 Sekunden vor dem Vierten. Pech hatte hingegen Marina Stähli, die nach einer hervorragenden Leistung auf allen drei Teilabschnitten das Podest und damit die Qualifikation für Hawaii um 34 Sekunden verpasste. Doch ihre Zeit von 10:32:44 bei ihrem allerersten Ironman ist mehr als beachtlich. Bei den Profis stieg Céline Schärer wie erwartet als Erste aus dem Wasser, ging die Radstrecke schnell an, musste aber auf der zweiten Hälfte etwas Tempo herausnehmen. Bis zum Halbmarathon blieb sie auf Podestkurs, bevor sie den Trainingsrückstand, den eine Verletzung Anfang Jahr verursacht hatte, zu spüren bekam und auf Rang sechs zurückfiel. Urs Müller hatte sich viel vorgenommen, kämpfte aber bereits auf der Radstrecke mit Magenproblemen. So konnte er selbst auf dem Rad seine übliche Performance nicht ganz auf die Strasse bringen, doch war mit dem sechsten Zwischenrang, dem 23. Platz overall, beim Wechsel zum Marathon, noch vieles offen. Beim Lauf verlor er dann aber über eine halbe Stunde auf seine persönliche Bestzeit und kam nach 9:35:11 ins Ziel. «Mit etwas mehr Erwartungen ging ich heute sehr zuversichtlich an den Start. Es hat nicht sollen sein! Herzlichen Dank an alle, die mich angefeuert haben. Vielen Dank Team Koach! Gratuliere allen für die super Leistun-

gen. Gute Erholung», lautete sein Kommentar auf Facebook.

Drei Europameistertitel Das Rennen vom Samstag über die 5150-Strecke, das als Europameisterschaft gewertet wurde, war geprägt von starken Regenfällen. Dennoch gelang es dem Team Koach, bei den Medaillen richtiggehend abzuräumen: Philipp Koutny, Esther Hellwig und Tanja Bühlmann errangen in ihren Altersklassen den Europameistertitel. Gabi Frey und Barbara Grüter erhielten die Silbermedaille, Reto Fröhli die bronzene. Als Vierte verpassten Caroline und Mathias Koethe sowie Bernhard Schneider das Podest teilweise um wenige Sekunden. Coach Kurt Müller ist nicht nur auf die Spitzenleistungen stolz. «Mit einer unglaublichen Willensleistung hat Anita Souvorov kurz vor 22 Uhr das Ziel des Ironman erreicht. Das freut mich genauso wie Bianca Tomaschett, die ihren ersten olympischen Triathlon fünf Minuten schneller als erwartet bestanden hat. Oder Roberto Weichelt, der sich gegenüber seinem ersten Ironman in Zürich um mehr als eine volle Stunde verbessert hat.» Jeder Triathlon schreibt unzählige Geschichten. Das Team gibt dabei den Rückhalt, der gerade in einem Individualsport entscheidend sein kann. (Team Koach) Weitere Informationen: www.kmsportcoaching.ch.


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Extra

Mittwoch, 30. Juli 2014

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Talent soll man fördern Glasperlen-Armbänder kreieren – ein Ferienplausch-Kurs in Zwillikon Einmal selber ein Armband aus Glasperlen herstellen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ein Vormittag in der «Tonchratte» lässt kleine Mädchen ganz gross scheinen. ................................................... von simone dörflinger* Als die ersten Kinder um neun Uhr vorsichtig und zum Teil auch noch halb hinter den Eltern versteckt die «Tonchratte» in Zwillikon betraten, war die Stimmung erst etwas ruhig und die sechs Kinder, alles Mädchen, warfen einen interessierten aber schüchternen Blick auf die verschieden Materialien. Das kleine Atelier von Claudia Vogel wurde am vergangenen Montagmorgen, 28. Juli, von etwas anderen Kunden als üblich besucht. Denn es fand der Ferienplausch von Pro Juventute statt, wo Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren eigene Armbänder aus Glasperlen herstellen konnten. Der Ferienplausch bietet Kindern und Jugendlichen im Alter von fünf bis 16 über 300 betreute Ferienangebote im ganzen Kanton Zürich während den Sommerferien an. Für Claudia Vogel ist es das erste Mal, dass sie bei Pro Juventute einen solchen Kurs anbietet. Sonst gibt die freischaffende Kunsthandwerkerin in den Frühlingsferien einen Töpfer- und Glasperlendreh-Kurs für den Familienclub Affoltern. Ausserdem unterstützt sie das Projekt Mutperlen Schweiz, bei dem krebskranke Kinder auf ihrem Weg begleitet werden.

Ein Tisch voll mit Möglichkeiten - liegt hier vielleicht schon bald die neue Herbstkollektion? (Bilder Simone Dörflinger) Zur Hilfe hatte jedes Kind vor sich ein Brett, auf dem man die Perlen arrangieren konnte, sodass es auch möglich war, ein gewünschtes Muster zu legen. Nach einiger Zeit waren die Ersten fertig und Claudia Vogel zeigte den Mädchen, wie man die Perlen auf das Gummiband auffädelt. Die Kinder waren am Anfang etwas schüchtern. So wurde hauptsächlich geflüstert. Die helfende Hand von Claudia Vogel wurde gerne zuhilfe gezogen, da die Kleinen doch da und dort unsicher waren. Mit kleinen Gesprächen versuchte die Kunsthandwerkerin, die Stimmung aufzulockern, die Schüchternheit aufzulösen.

Aller Anfang ist schwer Auf einer grossen Fläche waren in unterteilten Schachteln viele verschiedene Glasperlen in allen möglichen Farben und Formen zu sehen. Rund herum gab es noch weiteres Bastelmaterial wie Ton oder farbiges Glas, genau so, wie man sich eben ein solches Atelier vorstellt. Die Mädchen setzten sich rund um den Tisch und schauten gespannt. Claudia Vogel hiess sie herzlich willkommen und nach einer kurzen Einführung durften die Kinder auch schon selber kreativ werden.

wetter

Kreativität kennt keine Grenzen Mit der Zeit tauten die Mädchen auf und es herrschte eine belebtere Atmosphäre. Es bereitete den Mädchen richtig Spass, die vielen farbigen Perlen zu durchsuchen, bis sie die Passende gefunden hatten, die ihnen noch fehlte, um das eigene Armband zu vervollständigen. Zum Teil erzählten die Mädchen auch von eigenen Armbändern, welche sie schon zu Hause mit ihren Müttern oder ihren Freundinnen gebastelt hatten.

Von Ton in Ton bis zu kunterbunt wurden verschiedenste Armbänder in allen möglichen Formen gestaltet. Das Auffädeln konnten die meisten auch schon selber und das erste eigene Armband war hergestellt. Als es um zehn Uhr einen kleinen Früchte-Znüni gab, griffen die Mädchen hungrig zu und stärkten sich, um dann nochmals ein eigenes Armband Massgefertigte Einzelstücke. zu machen. Als jedes der Mädchen drei Arm- mehrere davon profitieren können», bänder aus Glasperlen hergestellt hat- meint Claudia Vogel zufrieden am Ente, durften sie sich je noch drei Chif- de des Kurses. Der Vormittag in der fon-Säckchen aussuchen, um jedes «Tonchratte» war für sie sowie für die Armband ansprechend zu verpacken. Mädchen ein toller Erfolg und vielZufrieden und auch stolz wurden die leicht steckt in den jungen Damen selbst gestalteten Armbänder inspi- schon bald eine talentierte Schmuckziert und auch die der anderen wur- herstellerin. den betrachtet. «Ich finde es wichtig, wenn jemand etwas gut kann, dies *Die Autorin ist 17 Jahre alt und absolviert beim auch an andere weiterzugeben, damit «Anzeiger» ein einwöchiges Redaktions-Praktikum.

volg-rezept

«Walliser Schildchrotta» Zutaten für 4 Personen 4 Schweinssteaks 2 EL Erdnussöl 1 Roggenbrot-Teig 2 Birnen entkernt, in feine Spalten geschnitten 4 Scheiben Gomser Bergkäse 4 EL Weizenkleie Salz, Pfeffer

bauernregel Zubereitung

«Stellt im August sich Regen ein, so regnet’s Honig und guten Wein.»

1. Steaks würzen, in Öl anbraten. Teig in vier gleich grosse Stücke teilen, je-

des Stück flach auswallen. Birnenspalten in der Mitte der Teigstücke verteilen, Steaks drauf legen, Teig einschlagen. Mit der Teignaht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 2. Schildkrötenfüsse und -kopf aus dem Teig ziehen, mit einem scharfen Messer einen Panzer einritzen, mit Wasser bepinseln, mit Kleie bestreuen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 45 Min. backen. Zubereitung: 60 Minuten. Rezept für den Roggenbrot-Teig unter www.volg.ch.

059 2014  
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