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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 58 I 173. Jahrgang I Freitag, 26. Juli 2019

Bettler und Vandalen

Hochbetrieb

Eine eher ruhige Woche für die Polizei im Knonauer Amt – mit Ausnahmen. > Seite 3

Weizen- und Rapsernte: Die Mähdrescher fahren aktuell fast rund um die Uhr. > Seite 5

Kein Fahrturnier im Säuliamt

Ständerat Ruedi Noser in Affoltern und Ottenbach

Die Silbermedaille des Aeugsters Christian Iseli an der WM der Viererzugfahrer 1974 in Frauenfeld ist ein Höhepunkt der Ämtler Fahrsport-Geschichte. Bis Veteranen des Kavallerievereins Affoltern die Austragung ein eigenes Freundschafts-Fahrturnier realisierten, sollte es noch elf Jahre dauern. Das Areal von Walter Rost beim Vita-Parcours-Start in Affoltern erwies sich als ideal – auch, weil der Parcours von der Festwirtschaft her überschaubar war. Der Erfolg ermunterte die Organisatoren zur Gründung einer dem Kavallerieverein angegliederten Fahrgruppe. Nach 25 Fahrturnieren im Affoltemer Tannholz und 11 Fahrderbys auf dem Areal der Familie Berweger in Uerzlikon konzentrierte sich die Ämtler Fahrturnier-Saison ab 2010 auf einen Anlass in Zwillikon. Im Jahr darauf wurde daraus ein nationales Turnier. Damit nahm natürlich das fahrerische Niveau zu, allerdings auf Kosten der Ämtler Beteiligung. Bei der letztjährigen achten Auflage gewann Martin Wagner aus Niederteufen die Königsdisziplin Vierspänner, vor Hansheiri Weiss aus Mettmenstetten. Maschwanderin Carole Streich holte Bronze bei den Zweispännern. Zur neunten Austragung kommt es dieses Jahr nicht mehr – obwohl die Sponsoren für zwei weitere Austragungen zugesagt hätten. ................................................... > Bericht auf Seite 9

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Naherholung Wer seine Ferien in der Region verbringt, kann viel Schönes entdecken. > Seite 8

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Reisetrends Wohin die Säuliämtler derzeit am liebsten in die Ferien reisen. > Seite 10

1. August im Knonauer Amt: hochkarätige Redner und Unterhaltung Mit Ausnahme von Rifferswil laden alle Ämtler Gemeinden zu einer offiziellen 1.-August-Feier. Die prominentesten unter den Rednern sind Ständerat Ruedi Noser, Nationalrätin Jacqueline Badran und Kantonsrat Daniel Sommer. ................................................... von thomas stöckli «Globale und souveräne Schweiz». So lautet der Titel der diesjährigen Ansprache von FDP-Ständerat Ruedi Noser zum Nationalfeiertag. Wer sie hören will, dem bietet sich am 1. August im Knonauer Amt gleich doppelt Gelegenheit. Um 11 Uhr ist Noser Festredner auf dem Marktplatz in Affoltern, um 14 Uhr dann beim Pontonierhaus an der Reuss in Ottenbach. Der Stadtzürcher blickt auf 20 Jahre Parlamentserfahrung zurück, zuerst eine Legislatur im Kantonsrat, dann zwölf Jahre im Nationalrat. Seit Dezember 2015 vertritt er den Kanton Zürich im Ständerat – und kandidiert im Herbst für eine weitere Legislatur. Im Rahmen dieser Kandidatur wird er dem

Ständerat Ruedi Noser spricht am 1. August sowohl in Affoltern wie auch in Ottenbach. (Bild zvg.) Knonauer Amt Ende September nochmals einen Besuch abstatten.

Nationalrätin in Bonstetten Mit einer SP-Nationalrätin als Festrednerin wartet die Gemeinde Bonstetten auf. Jacqueline Badran wird am 31. Juli um 19.30 Uhr auf dem Hof der Familie Weiss das Wort an die Festgemeinde

richten. Obfelden konnte den Affoltemer EVP-Kantonsrat Daniel Sommer als Redner gewinnen. Die Feier in der Badi steigt hier ebenfalls wie gewohnt schon am Vorabend, 31. Juli. Lokale Gemeinderätinnen sind in Knonau (Marianne Domeisen) und Stallikon (Ingrid Spiess) als Rednerinnen angekündigt. Leute aus dem Dorf sprechen auch andernorts, etwa in Mettmenstetten (Unternehmerin Judith Kall) und Aeugst (Student Sebastian Rosatzin). Während die Gemeinde Rifferswil in ihrem Jubiläumsjahr (1000. Geburtstag) verzichtet, steigt in allen anderen Ämtler Gemeinden eine offizielle 1.-August-Feier. Dabei wird den Festgemeinden auch musikalisch einiges geboten. Sei es der lokale Musikverein oder eine andere Formation aus der Region. In Hausen etwa treten auf dem Löwenplatz die «Swissters» – Eve Kay aus Aeugst und ihre Schwester Carole – mit Alphornbegleitung auf. Natürlich gehört auch der Lichterzauber zum Nationalfeiertag. So dürfen sich die Festgänger auf Lampion- und Fackelumzüge, Höhenfeuer sowie hier und da auch auf Feuerwerk freuen. ................................................... > Festprogramme auf Seite 6 und 7

Zwei Ämtler im Steilwandoval Indianapolis in Oerlikon: Über 60 historische Rennwagen- und Motorrad-Kostbarkeiten

Die Boliden reihen sich ein. Ganz vorne: Luciano Arnold am Steuer seines Brabham BT36. (Bild Marianne Voss)

Zum 17. Mal wurde am vergangenen Dienstag in der Offenen Rennbahn Oerlikon die Veranstaltung Indianapolis durchgeführt. Dreimal zeigten die Fahrer und Fahrerinnen von über 60 historischen Rennwagen und -motorrädern, zu was ihre Oldtimer noch fähig sind. Rund 5000 Fans waren gekommen, um die Boliden aus der Nähe zu bewundern und sie an der Fahrdemonstration in Aktion zu sehen. Zwei Ämtler nahmen mit ihren historischen Fahrzeugen bereits zum vierten Mal am Anlass teil und genossen wieder das Fahren in dieser ungewöhnlichen Rennbahn mit ihren Steilwänden von über 40 Grad Neigung. Luciano Arnold aus Stallikon fuhr mit seinem Brabham BT36, Jahrgang 1971, und Dominik Muheim aus Ebertswil mit seinem Original-GP-Renn-Motorrad Kreidler GP 50, Jahrgang 1973. Ebenfalls mit einem sehenswerten historischen Fahrzeug dabei war Caroline Bugatti, Enkelin von Ettore Bugatti. Wie immer war der Anlass nicht nur dem Motor- sondern auch dem Radsport gewidmet. Zwischen den Vorführungen der Boliden und Motorräder fanden verschiedene Wettkämpfe der Rad-Elite statt. (mvo) ................................................... > Bericht auf Seite 19

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Fuss fassen Sommerserie «etwas bewegt»: Die Integrations-Vorlehre für Geflüchtete. > Seite 11

Wenn alle den Hahnen öffnen Auch wenn grundsätzlich genug Wasser da ist: «In Spitzenzeiten kann es zu Engpässen kommen.» Das sagt Res Bachmann, Obfelder Brunnenmeister. Bei den aktuellen heiss-trockenen Bedingungen steigt der Wasserbezug insbesondere in den Abendstunden von 17.30 bis 22 Uhr massiv an. Dann sinkt der Pegelstand im Reservoir – auch bei komplett offenen Zugängen. ................................................... > Bericht auf Seite 3

Integration als Verein Die Integrationsgruppe Hedingen unterstützt seit rund drei Jahren Menschen mit Wohnsitz in der Gemeinde beim Integrationsprozess. Mit der neuen Organisation als Verein hat sie nun auch eine juristische Basis.

................................................... > Bericht auf Seite 5 anzeigen


Ä r z tlicher N otfalld ienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Auflage des Kollokationsplanes und des Inventars Im Konkurs über Tiefbau Schmid AG, mit Sitz in Bonstetten, CHE107.964.402, Strumbergstrasse 30, 8906 Bonstetten, liegen der Kollokationsplan und das Inventar den beteiligten Gläubigern beim Konkursamt Schlieren zur Einsicht auf. Bezüglich der Klagerechte usw. wird auf die Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 26. Juli 2019 verwiesen. Schlieren, 26. Juli 2019 Konkursamt Schlieren Uitikonerstrasse 9 / Postfach 8952 Schlieren

Verfahren nach Art. 230a SchKG Der Konkurs über die Forma Design GmbH, Räschstrasse 28, 8912 Obfelden, ist mangels Aktiven eingestellt worden und gilt seit dem 2. Juli 2019 als rechtskräftig geschlossen. Auf Verlangen eines Pfandgläubigers wird bezüglich der nachbezeichneten beweglichen Sachen das Verfahren gemäss Art. 230a SchKG durchgeführt: – Diverse Maschinen und Geräte für die Ausübung von Schreinertätigkeiten – Personenwagen Ford Mondeo 2.0 – Lieferwagen Ford Transit 330 S – Sachentransportanhänger Hager Beim Konkursamt Affoltern haben a) die Pfandgläubiger ihre Forderungen in Kapital, Zinsen und Kosten zerlegt und b) die Personen ihre weiteren Ansprüche, die sie an diesen beweglichen Sachen haben, samt Beweismitteln bis am 27. August 2019 schriftlich geltend zu machen. Affoltern am Albis, 26. Juli 2019 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung und des Betreibungsamts Bonstetten über den 1. August Mittwoch, 31. Juli 2019, 7.00 bis 13.00 Uhr Donnerstag, 1. August 2019, geschlossen Freitag, 2. August 2019, geschlossen Bei einem Todesfall wenden Sie sich bitte an Bossardt Bestattungen, Tel. 044 710 99 70. Wir wünschen Ihnen eine schöne 1.-August-Feier. Ihre Gemeindeverwaltung Bonstetten

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung ie Büros der Gemeindeverwaltung sowie des Gemeindeammann- und Betreibungsamtes (zuständig für die Gemeinden Aeugst a.A., Hausen a.A., Kappel a.A., Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten und Rifferswil) bleiben am Donnerstag, 1. August 2019 infolge Nationalfeiertag und Freitag, 2. August 2019 infolge EDV-Umstellung den ganzen Tag geschlossen. Bei Todesfällen gibt Telefon 044 764 80 20 (Telefonbeantworter) Auskunft über den Pikettdienst. Ab Montag, 5. August 2019 sind wir gerne wieder für Sie da.

Für das Entsorgungszentrum ÖKI-HOF gelten folgende Annahmezeiten: Mittwoch vor Nationalfeiertag, 31. Juli 2019: geschlossen ab 16.00 Uhr Nationalfeiertag, 1. August 2019: ganzer Tag geschlossen

Übersetzübungen des Militärs, Reussbrücke Obfelden Die Schweizer Armee teilt mit Schreiben vom 12. Juli 2019 mit, dass sie an der Reuss in Obfelden vom 5. – 9. August 2019 Übersetzübungen durchführen wird. Es muss mit Lärmbelästigungen gerechnet werden. Besten Dank für Ihr Verständnis.

Nationalfeiertag / Umzug IT-Datacenter Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung und Sammelstelle

den ganzen Tag geschlossen. Während diesen Tagen erfolgt der Umzug der IT-Datacenters. Die Hauskehricht-Abfuhr findet am Freitag, 2. August statt. Notfalldienste: Bestattungsamt: 044 710 99 70 (Bossardt Bestattungen AG)

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Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Affoltern am Albis Bauherrschaft: Genossenschaft Migros Zürich, Pfingstweidstrasse 101, 8021 Zürich Projektverfasser: Halter Hunziker Architekten, Rathausstrasse 2, 8640 Rapperswil Projekt: Ausbau Gewerbefläche im Erdgeschoss des Gebäudes Vers.-Nr. 3632 und Neubau Velounterstand und Aufstellung eines Containers, Industriestrasse 5, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: GrundstückNr.: 6896, Zone: Indutriezone

Hedingen Gesuchsteller: Stefan und Stephanie Zwick, Hinterer Mettliweg 6, 8800 Thalwil Projektverfasser: Schaerer Mattle Architekten GmbH, Bremgartnerstrasse 18, 8003 Zürich Bauprojekt: Um- und Ausbau Wohnhaus sowie Neubau Carport, Lindenbergstrasse 3, Kat.-Nr. 143, Zone W/1.0

Mettmenstetten

Donnerstag. 1. August, und Freitag, 2. August 2019

Geräte

Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).

Bauherrschaft: STWEG Dachenmasstrasse 60, 8906 Bonstetten Vertretung der Bauherrschaft: Ruedi Graf, Dachenmasstrasse 60, 8906 Bonstetten Projekt: Fassadensanierung mit teilw. Aussenwärmedämmung und Fensterersatz, Dachenmasstrasse 60, 8906 Bonstetten Katasterinformationen: GrundstückNr.: 2679, Zone: Landwirtschaftszone

Stadt Affoltern am Albis, Bereich Hochbau und Umwelt

auf alle

Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.

Bonstetten

26. Juli 2019

Austausch-Rabatt

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.

Gemeindeverwaltung Hausen am Albis

Die Büros der Gemeindeverwaltung und die Sammelstelle Pünten bleiben am

Hallööchen!!

Bauprojekte

Hausen am Albis, 26. Juli 2019

Gemeinderat Obfelden

Entsorgung 1. August – ÖKI-HOF

Mettmenstetten

Wasserversorgung: 044 701 80 76 26. Juli 2019 Gemeinderat

Bauherrschaft: Swisscom (Schweiz) AG, Binzring 17, 8045 Zürich Bauprojekt: Neubau Mobilfunkanlage inkl. technischer Einrichtung auf dem Flachdach Betriebsgebäude, Vers.-Nr. 96, Kat.-Nr. 3310, Erspachstrasse 26 (Zentrumszone Z)

Mettmenstetten Bauherrschaft: Enrico und Tatiana Schoch, Im Lindengut 15, 8803 Rüschlikon Vertreter: Loft11AG, Atelier für Design und Architektur, Lavaterstrasse 61, 8002 Zürich Bauprojekt: Neubau Einfamilienhaus auf Kat.-Nr. 3075, Im Matteloo 4 (Wohnzone W2a)

Mettmenstetten Bauherrschaft: Marianne Miller, Schulstrasse 2, 8952 Schlieren Vertreter: Burlet & Partner Architekten AG, Püntenstrasse 8, 8932 Mettmenstetten Bauprojekt: Balkonersatz/Balkonerweiterung beim bestehenden Mehrfamilienhaus, Vers.-Nr. 1159, Kat.-Nr. 2909, Mattenstrasse 6 (Wohnzone W2b)

Bauherrschaft: Ulrich Burlet, Meisenbergstrasse 3, 6300 Zug Vertreter: Burlet & Partner Architekten AG, Püntenstrasse 8, 8932 Mettmenstetten Bauprojekt: Balkonersatz/Balkonerweiterung beim bestehenden Mehrfamilienhaus, Vers.-Nr. 1160, Kat.-Nr. 2908, Püntenstrasse 8 (Wohnzone W2b)

Obfelden Bauherrschaft: Frick Thomas, Ottenbacherstrasse 7, 8912 Obfelden Projektverfasser: Peter Frick AG, Ottenbacherstrasse 8, 8912 Obfelden Projekt: Neubau Trafostation EKZ mit Carport, Ottenbacherstrasse 7, 8912 Obfelden Katasterinformationen: GrundstückNr. 3116, Zone: W3

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Todesfälle Kappel am Albis Am 21. Juli 2019 ist in Kappel am Albis verstorben:

Hofstetter Werner geb. 17. Januar 1947, wohnhaft gewesen in 8926 Kappel am Albis. Die Todesanzeige mit dem Datum für die Beerdigung folgt. Bestattungsamt Kappel am Albis

Mettmenstetten Am Dienstag, 20. August 2019, 13.30 Uhr, findet auf dem Friedhof, anschliessend um 14.15 Uhr in der katholischen Kirche, die Beisetzung/ Abdankung für

Hans Peter Sennhauser, Baumgartenstrasse 18, statt. Der Friedhofvorsteher

Mettmenstetten Am Freitag, 2. August 2019, 11.00 Uhr, findet auf dem Friedhof, im engsten Familienkreis, die Beisetzung/Abdankung für

Ernst Bühlmann Grundrebenstrasse 78, statt. Der Friedhofvorsteher

Veranstaltungen


Bezirk Affoltern

Vandalismus, Lärm und verdächtige Gestalten Sprayereien an Schulhäusern haben in den letzten Tagen im Knonauer Amt hohen Sachschaden verursacht. Zwischen dem 15. und 17. Juli wurden mehrfach Wörter an die Fassade des Hausemer Sekundarschulhauses geschmiert. Der Sachschaden beträgt rund 1000 Franken. Bei der Mehrzweckhalle Zendenfrei in Obfelden wurden Säulen, Fenster und ein Tor verunstaltet. Hier beträgt der Schaden mehrere hundert Franken. Auch Bettler waren in den letzten Tagen unterwegs: Am Freitag hielt an der Zürichstrasse in Mettmenstetten ein Autofahrer Leute an, um Geld zu erbetteln, tags darauf auch jemand am Postplatz in Affoltern. Beim Eintreffen der Polizei waren die Bettler bereits verschwunden. Wegen jungen Leuten, die Lärm machten, wurde die Kantonspolizei am letzten Samstag um 23.30 Uhr nach Knonau gerufen. Vor Ort ermahnten die Beamten die Feiernden zur Ruhe und nahmen ihnen kleine Mengen an Marihuana ab. Rund 1000 Franken Sachschaden entstand am Montag um 17.40 Uhr beim Bahnhof Affoltern. Am Kiosk wurde eine Scheibe eingeschlagen. Nicht jeder, der sich auffällig verhält, führt auch Böses im Schilde. Das zeigte sich am Montagabend nach 21 Uhr in einem Hedinger Quartier. Die gemeldeten «verdächtigen Personen» waren Gäste eines Quartierbewohners, die mit ihrem Handy den Sonnenuntergang fotografierten. Gescheitert ist in Obfelden der Versuch, ein Auto aufzubrechen. Um 0.30 Uhr in der Nacht auf Dienstag hatten dies zwei Personen beim Schlossächer-Areal versucht. Ein Anwohner hat dies mitbekommen und einen der Täter bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. (tst.)

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Freitag, 26. Juli 2019

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Wasserverbrauch schon fast wieder auf Rekordniveau Trockenheit und Hitze als Herausforderung – Wasserversorgung am Beispiel Obfelden Jenseits der Reuss im Freiamt haben bereits erste Gemeinden ihre Bevölkerung gebeten, ihre Gärten sparsam oder gar nicht zu bewässern. Ein Problem für die Wasserbeschaffung ist es, wenn alle gleichzeitig den Hahnen aufdrehen.

maschinen und Geschirrspüler, die in die Zeit des Niedertarif-Stroms programmiert werden, aber auch die Abenddusche und natürlich das Wässern des Gartens. Gerade hier sieht Res Bachmann Sparpotenzial. Insbesondere Rasenflächen ertragen Trockenheit besser als man denkt und können sich meist wieder erholen. Weiter empfiehlt er, statt spätabends doch besser frühmorgens zu wässern, wenn der Gesamtverbrauch erfahrungsgemäss noch viel niedriger ist.

................................................... von thomas stöckli Auf über 53 000 m³ stieg der Leitungswasserverbrauch der Gemeinde Obfelden im rekordtrockenen Juli letzten Jahres an, das sind 53 Mio. Liter. Dieser Wert wird heuer nicht überboten. Den bisher maximalen Tageswert dieses Jahres hat Res Bachmann, Leiter des Obfelder Werkdiensts und Brunnenmeister, am Sonntag, 30. Juni, verzeichnet mit 2258 m³ – das ist mehr als doppelt so viel wie im Jahresmittel. Dabei flossen in der Spitzenzeit zwischen 21 und 22 Uhr 205 000 Liter Wasser aus dem Leitungsnetz. Nachfliessen können maximal 175 000 Liter pro Stunde – aus dem eigenen Grundwasserpumpwerk und von der Gruppenwasserversorgung Amt aus Affoltern und Maschwanden. Entsprechend lässt sich ein Absinken des Pegelstands im Reservoir nicht verhindern und bei der Wasserversorgung schrillen die Alarmglocken.

Drastische Einschränkungen im Härtefall

Höchstverbrauch am Abend Auch wenn grundsätzlich genug Wasser da ist: «In Spitzenzeiten kann es zu Engpässen kommen», so Bachmann. Die Verbrauchskurve zeigt es an: bei den aktuellen heiss-trockenen Bedingungen steigt der Wasserbezug in Obfelden zwischen der Morgendusche um 5.30 und 10.30 Uhr steil und stetig

An heissen Tagen wird in Obfelden in den Abendstunden mehr Wasser verbraucht, als nachfliessen kann. Dann schrillen bei Brunnenmeister Res Bachmann die Alarmglocken. (Bild Thomas Stöckli) an auf rund 150 000 Liter pro Stunde. Es folgt ein Zwischentief bis 17.30 Uhr und dann der noch deutlichere Ausanzeige

Z-Pass: Ertrag gesteigert Der Z-Pass ist als Ticket für Reisen über die Verbundgrenzen etabliert und das Angebot wird rege genutzt. Die Anzahl verkaufter Z-Pass-Einzelbillette konnte 2018 um knapp 6 Prozent gesteigert werden auf fast 8 Millionen Billette. Der Ertrag daraus beträgt über 162 Millionen Franken. In allen drei Z-Pass-Korridoren wurden insgesamt 121 500 Monatsabos verkauft – rund 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anzahl verkaufter Jahresabonnemente sank im Z-Pass hingegen um 1 Prozent auf rund 20 600. Der Verkehrsertrag liegt mit 73,8 Mio. Franken leicht über dem Vorjahreswert. (pd.)

wir gratulieren Zum 92. Geburtstag Bereits gestern Donnerstag, 25. Juli, feierte in Stallikon Armando Blumati seinen 92. Geburtstag. Wir wünschen dem Jubilaren ein schönes Geburtstagsfest und alles Gute.

Zum 85. Geburtstag Ebenfalls in Stallikon feiert Erika Härdi heute, Freitag, 25. Juli, ihren 85. Geburtstag. Herzliche Gratulation! Morgen Samstag darf Adelheid Eugster in Hausen ihren 85. Geburtstag feiern. Zu diesem besonderen Fest wünschen wir gute Gesundheit und alles Gute im neuen Lebensjahr.

schlag bis um die 200 000 Liter pro Stunde um 21, 22 Uhr. Darin enthalten: Der Wasserbedarf für die Wasch-

Einen offiziellen Aufruf zum Wassersparen hat Obfelden noch nicht herausgegeben. Doch entsprechende Informationszettel seien bereits vorbereitet. Erste Massnahmen wären im Härtefall eine Einstellung des Badi-Betriebs, Verbote von Gartenbewässerung und Autowäsche sowie drastische Einschränkungen bei den Grossverbrauchern wie auch den Bauern für das Bewässern. «Das mussten wir noch nie machen», so Bachmann, «und ich hoffe, das bleibt auch so.» Die örtlichen Bauern hat er vergangene Woche bereits auf den hohen Tagesverbrauch und die Problematik der Wasserbeschaffung und Verbrauchszeiten der Wasserversorgung Obfelden sensibilisiert. 15 von ihnen sind seiner Gesprächseinladung gefolgt. Sollte einmal der Zufluss aus Affoltern und Maschwanden wegfallen, bleiben Obfelden mit dem eigenen Grundwasserpumpwerk, das maximal 1000 m³ im Tag liefert, kaum mehr als zwei bis drei Tage, ehe der Wasserverbrauch drastisch eingeschränkt – im Vergleich zu Tagen des Spitzenverbrauchs mehr als halbiert – werden müsste.


Liegenschaften Seid nicht traurig. Für mich war es Zeit, zu gehen. Für Euch ist es Zeit, Euch an die vielen, schönen Momente, die wir gemeinsam erlebt haben, zu erinnern.

ABSCHIED Traurig, aber auch dankbar, dass Ernst nach einem reich erfüllten Leben friedlich einschlafen durfte, nehmen wir Abschied von unserem geliebten Mann, Vater, Grossvater, Schwiegervater

Ernst Bühlmann-Gallmann 18. April 1930 – 18. Juli 2019

Verkäufe Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist das Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

Traurig, aber dankbar für die vielen schönen Erinnerungen, nehmen wir Abschied von unserem lieben

Hanspeter Sennhauser-Wagner 7. Juni 1957 – 14. Juli 2019

Nach langer schwerer Krankheit durftest Du schliesslich friedlich einschlafen und Deine Leidenszeit beenden. Die Zeit mit Dir war abwechslungsreich und von Liebe geprägt – Du hinterlässt eine grosse Lücke in unseren Herzen.

In Liebe und Dankbarkeit, wir vermissen Dich! Margrit Bühlmann-Gallmann Daniel und Jeanine Bühlmann mit Kimi und Timo Janette Bühlmann mit Ramon und Joel

Wir vermissen Dich sehr

Die Abdankung findet am Freitag, 2. August 2019, um 11.00 Uhr, im engsten Familienkreis auf dem Friedhof in Mettmenstetten statt. Anstelle von Blumen gedenke man der Ländlichen Familienhilfe der Zürcher Landfrauen Vereinigung: Postkonto 80-17416-1, IBAN CH45 0900 0000 8001 7416 1, Vermerk: Ernst Bühlmann. Traueradresse: Margrit Bühlmann, Grundrebenstrasse 78 , 8932 Mettmenstetten

Monika Sennhauser-Wagner Patrick Sennhauser Markus Sennhauser Tobias Sennhauser Astrid Graf

Kaufgesuche

Die Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 20. August 2019, 13.30 Uhr, auf dem Friedhof Mettmenstetten, Gemeinschaftsgrab, statt. Im Anschluss, um 14.15 Uhr, folgt der Abschiedsgottesdienst in der katholischen Kirche Mettmenstetten. Anstelle von Blumen danken wir für eine Spende an das Tierheim Stolzboden, Sihlbrugg, Postkonto 60-6187-0, IBAN CH 59 8145 7000 0029 3527 7, wo viele von Hanspeters Schätzchen herkamen, oder die Krebsliga Zürich, Postkonto 80-868-5, IBAN CH77 0900 0000 8000 0868 5, jeweils mit dem Vermerk «in Gedenken an Hanspeter Sennhauser». Traueradresse: Monika Sennhauser-Wagner, Baumgartenstrasse 18, 8932 Mettmenstetten

Wenn ihr mich sucht, dann sucht in euren Herzen. Wenn ihr mich dort findet, dann lebe ich in euch weiter.

In Liebe und mit grosser Dankbarkeit haben wir Abschied genommen von

Leo Kälin-Schumacher Herzlichen Dank – für die tröstenden Worte, gesprochen oder geschrieben. – für einen Händedruck und innige Umarmungen, wenn Worte fehlten. – für Blumen und Geldspenden. – für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft.

Stellenanzeiger

Ein besonderer Dank geht an Frau Dr. Ch. Güthner und an die Pflegeabteilung K Onkologie, Spital Triemli. Auch danken wir Frau Linda Cantero für die wunderbare Abdankung und dem Musikverein Obfelden für die musikalische Begleitung. Ebenso danken wir den Fahnen-Delegationen der Feuerwehr und des Musikvereins. Die vielen Zeichen der Verbundenheit, der Freundschaft und des Mitgefühls haben uns überwältigt und tief berührt. Obfelden, im Juli 2019

Die Trauerfamilie

Festhalten was man nicht halten kann, begreifen wollen was unbegreiflich ist, im Herzen tragen was ewig ist.

Mit grosser Bestürzung und tiefer Trauer teilen wir Ihnen mit, dass unsere geschätzte Arbeitskollegin Frau

Gabriela Andres 1968 – 2019

Per sofort, oder nach Vereinbarung, haben wir folgende Stellen (mit Voraussetzung Deutsch in Wort und Schrift) zu vergeben

Logistiker EFZ oder EBA (m/w), 100 % - Mithilfe beim Wareneingang und Warenausgang - Warenlagerung, Bestandsüberwachung sowie Inventur

an den Folgen eines tragischen Unfalls verstorben ist.

Detailhandelsangestelter Licht/Elektrofach (m/w), 100 %

Mit Frau Gabriela Andres verlieren wir eine wertvolle Mitarbeiterin und liebe Kollegin, die sich mit viel Engagement und grossem Fachwissen für unser Spital eingesetzt hat. Ihre herzliche, offene, sympathische und lebenslustige Art wird bei uns in bester Erinnerung bleiben.

- Kundenberatung persönlich und telefonisch D (von Vorteil F/I) - Angebotswesen und Reklaammationswesen sowie administrative Arbeiten - Beleuchtungsplanung nach Bauplänen in Absprache mit Kunden - Bereitstellung und Präsentation des Warenangebotes - Mithilfe an Sortimentsgestaltung und Warenbewirtschaftung

Wir sprechen ihren Angehörigen unsere aufrichtige Anteilnahme aus. Die Spitaldirektion und die Mitarbeitenden des Spitals Affoltern

Bist Du ein(e) dynamische(r) Teamplayer(in), hast Du Kraft, Ausdauer und den Erfolgswillen? Spricht Dich eine direkte, ehrliche und offene Kommunikation an? Dann freuen wir uns auf deine Bewerbung per Mail an info@noserlight.ch – einleuchtende Grüsse, das Nosi-Team.

Zur Unterstürzung unseres Team, haben wir auf den Sommer 2019 noch eine Praktikantenstelle offen. Gute Deutschkenntnisse sind erforderlich. Bei guter Eignung sind die Aussichten auf eine Lehrstelle im 2020 gut. Zur umfangreichen Information unseres Angebotes besuchen Sie bitte www.kinderkrippe-muesliburg.ch Wir freuen uns auf Ihre elektronische Bewerbung an: Leo Lalkaka, info@kinderkrippe-muesliburg.ch


Bezirk Affoltern

Freitag, 26. Juli 2019

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Bis Ende nächste Woche sind die Felder abgeräumt Getreideernte: Der Weizen bringe sehr gute Erträge, dem Raps hat der Rapsstängelrüssler zugesetzt Da auf das Wochenende Regen angesagt war, herrschte diese Woche in der Mettmenstetter Getreidesammelstelle der Landi Albis Hochbetrieb. Aber auch in der kommenden Woche werden noch verschiedene Weizen- und Rapsfelder gedroschen. Jetzt ist der Weizen reif. Goldgelb leuchten die Ähren in der Sonne. Die Mähdrescher fuhren diese Woche fast rund um die Uhr, denn am Wochenende soll es ja regnen. Sobald es nächste Woche wieder trocken ist, werden noch die letzten Weizen- und auch die Rapsfelder gedroschen. Der Weizen bringe sehr gute Erträge zwischen sechs und acht Tonnen pro Hektare, erklärte Xaver Amgwerd, Leiter der Getreidesammelstelle der Landi Albis in Mettmenstetten. «Auch die Qualität ist gut, und er weist kaum Auswuchs aus.» Der grösste Teil des Weizens im Säuliamt wird für die Herstellung von Brotmehl angepflanzt. Dieses Jahr übernimmt die Landi Albis zum ersten Mal von Bauern aus der Region Weizen, der dann hier gelagert und in der

menstetter Backstube also aus Weizen von umliegenden Feldern stammen.

Säuliämtler Rapsöl in den Chips

Goldgelbes Weizenfeld im Oberamt. (Bild Marianne Voss) Nähe gemahlen wird. Das einheimische Mehl gelangt in die eigene Bäcke-

rei «Albis Beck» in Mettmenstetten, wo daraus Backwaren für die Volg-Läden

produziert werden. Ab diesem Herbst wird das Mehl im Brot aus der Mett-

Die Rapsernte hat auch schon begonnen und wird sich noch in die kommende Woche ziehen. Hier seien die Erträge nicht ganz optimal, informiert Xaver Amgwerd. «Wahrscheinlich haben verschiedene Felder unter dem Rapsstängelrüssler gelitten.» Dieser Käfer werde bereits bei acht Grad aktiv und fresse sich durch die Stängel der Pflanzen. «Im Februar war es recht mild, was dem gefrässigen Rüssler zugute kam.» Zudem habe sich die kühle Periode genau während der Rapsblüte wohl auch nicht optimal auf eine gute Ernte ausgewirkt. Seit letztem Jahr bauen die Landwirte im Bezirk Affoltern eine neue Sorte, den Holl-Raps, an. Das Rapsöl dieser Sorte eignet sich vorzüglich zum Frittieren. Die Firma Zweifel hat von der Verwendung von Sonnenblumenöl – das nicht ausschliesslich aus Schweizer Anbau stammte – auf dieses Rapsöl umgestellt. Die feinen Chips werden nun mit Schweizer und Säuliämtler Rapsöl hergestellt. (mvo)

Zukunftsperspektiven entwickeln sowie sprachliche und kulturelle Herausforderungen bewältigen Die Integrationsgruppe Hedingen ist neu als Verein Integration Hedingen organisiert Die Integrationsgruppe unterstützt geflüchtete Menschen mit Wohnsitz in Hedingen im Hinblick auf ein autonomes Leben in unserem Land. Die Menschen sollen am sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben teilhaben können. Die Integrationsgruppe hat sich toll entwickelt. Seit fast genau drei Jahren sind Ideen entstanden und mit viel Elan und Erfolg umgesetzt worden. Im Rahmen des Tandemprojekts haben viele eine persönliche Begleitperson erhalten. Der Kulturtreff schafft unterschiedliche Möglichkeiten zu Kontakten untereinander und zur Hedinger Dorfbevölkerung. Der Sprachtreff für Asylsuchende und andere Migrantinnen und Migranten fördert die Gemeinschaft untereinander, vermittelt Sprachkenntnisse und macht mit den Besonderheiten des Dorfs vertraut. Das Gartenprojekt ermöglicht das praktische Arbeiten und den Anbau von eigenem Gemüse. In der Nachhilfe wird Woche für Woche sowohl bezüglich Sprache wie auch Mathematik an individuellen Kompetenzen gearbeitet ... Nicht zu vergessen, dass viele Mitglieder der Integrationsgruppe in jüngster Zeit intensiv mitgeholfen haben Arbeitsmöglichkeiten zu finden und die Geflüchteten darin zu bestärken, diese so gut wie möglich zu nutzen! In diesen drei Jahren ist auch Geld geflossen, die Gruppe hat Unterstützungsbeiträge und etliche – z.T. sehr grosse – Spenden erhalten. Die Gemeinde stellt eine Wohnung und eine Privatperson einen Pflanzplätz zur Verfügung. In der Bibliothek, in der Schule und im Chilehuus darf man Räumlichkeiten benutzen. Die Gruppe pflegt formelle und informelle Kontakte zu unterschiedlichen Körperschaften, muss Vereinbarungen treffen und gelegentlich einen Vertrag un-

Semesterarbeit ist der Kurz-Dokumentarfilm «Leben im Status F», bei welchem einige Geflüchtete von Hedingen über ihr Leben in der Schweiz erzählten, entstanden und an diesem Anlass den Freiwilligen dann auch erstmals gezeigt worden. Die Arbeit, das Netzwerk der Freiwilligen wie auch das Vertrauen unter den Vereinsmitgliedern und den Geflüchteten ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und so freut man sich, die Arbeit weiterhin so engagiert unter einer offiziellen Organisationsstruktur weiterführen zu können. Beim Verein Integration Hedingen hofft man nun, auch in Zukunft noch weitere Einzelmitglieder und juristische Personen für eine gemeinsame Integrationsarbeit gewinnen zu können. Denn Integration ist kein einseitiger Prozess, es braucht die Offenheit der einheimischen Bevölkerung genauso wie den Willen und ein starkes Durchhaltevermögen der Geflüchteten, damit der Prozess der Integration gelingen kann. (HaR)

Anstossen auf den Verein Integration Hedingen und die Logowahl. Von links: Ursula Christen (Vorstand), Dorli Streit (Vorstand), Stephan Mezger (Revisionsstelle), Rebekka Haller (Präsidentin). (Bild zvg.) terschreiben. Alles wurde bis anhin ohne juristische Basis verantwortet, so dass die Haftbarkeit vollumfänglich bei einzelnen Privatpersonen lag. Dies hat bisher recht gut funktioniert – auf längere Sicht ist dies aber nicht möglich und nicht sinnvoll. Zum Beispiel war es bis dato unmöglich, ein Bankkonto für die Integrationsgruppe zu eröffnen oder Verträge abzuschliessen. Am 10. Juli wurde in der Bibliothek Hedingen die Vereinsgründung gefeiert. Die Integrationsgruppe Hedingen ist neu als Verein Integration Hedingen organisiert. Zur Vereinsgründung wurden neben Statuten und Förmlichkeiten auch über eine Auswahl von Logos abgestimmt, welche von grafikvonfrauschubert extra für den Verein Integration Hedingen gesponsert und designt wurde. In einer

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Weitere Infos unter www.integration-hedingen.ch.


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Bezirk Affoltern

Freitag, 26. Juli 2019

Ein Geheimtipp: Klimabewusste Sommerferien Der stresslose, geldbeutelschonende und ökologische Fussabdruck Kuba, Bora Bora und Haiti waren gestern. Wer früher auf seinen Ruf Wert legte, sandte Postkarten oder mindestens Selfies von seinen Ferien auf Hawaii oder von den Malediven. Wer jedoch in der heutigen Zeit seine Reputation hochhalten will, schwärmt vom Hedinger Weiher. ................................................... von martin mullis Hype oder echte drohende Katastrophe hin oder her, an Greta kommt gegenwärtig niemand vorbei, es sei denn er ist ein Ignorant, liest die Weltwoche oder noch schlimmer, er schwimmt gegen den Strom. Um nun aber den Glaubenskrieg weder zu verteufeln noch zu unterstützen, sei hier augenblicklich zu vermerken, dass unabhängig von jeder Doktrin die Sommerferien auch auf völlig grundverschiedene Art und Weise gestaltet werden können. Das führt zu einer vermutlich völlig überflüssigen Frage: Wer möchte seine schwerverdienten Ferien nicht nur ohne Stress, Handy und natürlich auch noch kostengünstig verbringen und dabei ein absolut reines Umweltgewissen haben? Dazu kommt sozusagen als Sahnehäubchen, dass die Umsetzung solcher Urlaubsaktivitäten weder Zauberei noch ein Kunststück ist. Der «Anzeiger» verrät hier zur Empörung aller Fluggesellschaften, Reisebüros und Hotelvereini-

Im Säuliamt anzutreffen: Wo befindet sich das Naturwunder «Back to the roots»? (Bild Martin Mullis) gungen einige aussergewöhnliche und nur wenigen Menschen bekannte Geheimnisse. Das Säuliamt ist ein aussergewöhnlich schönes Erholungsgebiet mit vielen Sehenswürdigkeiten und kaum bekannten, jedoch traumhaften Landschaften. Sie brauchen weder Pass noch Visum, Währung und Regierungen sind mehr oder weniger stabil

und politische Meinungen, wenn sie denn korrekt sind, werden geduldet. Die Eingeborenen sind meist freundlich, allerdings schätzen sie anstelle von Glasperlen vielmehr den harten Franken. Das Reisen ist völlig easy, die Postautos fahren praktisch halbstündlich in die entferntesten Ecken des Bezirkes und die Fuss- und Wanderwege sind gesäumt von hervorragenden

Herbergen und Gasthöfen. Allein der Besuch aller spektakulären Aussichtspunkte dürfte einige Tage in Anspruch nehmen.

Mystische Megalithen und ein freiheitsliebender Rebell Wanderungen entlang der Reuss, der Lorze oder der Jonen gelten als eigent-

liche Safaris. Einige historische Bauten wie das Kloster Kappel, oder das Schloss in Knonau, sowie die Stille der zum Teil sehr alten Dorfkirchen, erfüllen jeden sakralen oder kunsthistorischen Wunsch. Wer noch weiter in die Vergangenheit zurückwandern will, ist bei den unzähligen mystischen Megalithen und Keltensteinen gut aufgehoben. Die mysteriösen Steinmonumente eignen sich hervorragend für eine aufbauende Meditation in der kühlen Stille des Waldes. Wer jedoch die körperliche Herausforderung sucht, wählt den steilen Treck von Stallikon sozusagen Direttissima zur Spitze des Säuliämtler Hausberges. Trinken Sie beim freiheitsliebenden Rebell Fry ein Bier und klettern Sie gratis zur höchsten Spitze des ehernen Turms, welcher Ihnen einen grandiosen Blick auf die farbenprächtige rot-grüne Stadt garantiert. Ihre Sommerferien verbringen Sie im Knonauer Amt also weitgehend CO2-frei und diese Tatsache wird Sie in den nachfolgenden Wochen dank Ihres epochalen Klimagewissens herrlich schlafen lassen. Als einmalige Belohnung Ihres Beitrages zur Rettung der Erde veranstaltet der «Anzeiger» einen kniffligen Wettbewerb. Wer den genauen Standort des Bildes «Back to the roots» findet und dies mit einem Bild an redaktion@affolteranzeiger.ch auch beweist, erhält gratis eine Reiseanleitung, die grenzüberschreitend über sieben Brücken führt.

Man ist, was man isst Badi-Kioske im Säuliamt: Was wird denn da geschlemmt? Die Badi ist nicht nur der Ort der enthemmten Körper, sie ist auch der Ort der enthemmten Essmanieren. Wer isst was? Und warum? Der «Anzeiger» war auf Streiftour und bringt billige Klischees und wilde Spekulationen mit. ................................................... von livia häberling

Der Traumapatient Der Vater der sich ärgerte: «S nächste Loch zahlsch vo dim Sackgäld», die Mutter, die sich ekelte: «Gelatine wird imfall us Tierchnoche gmacht», und der Zahnarzt, der den Bohrer ansetzte, immer und immer wieder. Das Haribo-Trauma schleppt er bis heute mit sich herum. Anders als die Sechsjährige bezahlt er die Zahnarztrechnungen zwar längst selber, doch jeder Biss in ein Haribo-Tier ist für ihn heute ein kleiner Beitrag zur Traumabewältigung. Deshalb schlägt er an jedem Kiosk zu. Die Schlange hat ihn seit Jahren im Würgegriff.

Böses Tier: die Gummischlange.

Die Geniesserin

Die Salatjüngerin

Der Ganzheitliche

Der Verzichter

Sie würde das Frittieröl am liebsten als Getränk konsumieren. Pommes gehen immer. Wirklich immer! Ketchup und Mayo sind ein Muss, über Streuwürze blickt sie allenfalls hinweg – Hauptsache, die Pommes sind frisch. Das kontrolliert sie, indem sie an der Theke wartet. Wenn der Koch ihr Kartonschälchen füllt und ein paar Stück daneben schüttet, ärgert sie das. Jede Fritte zählt, Gopf! Die Salatjüngerin ist für sie eine lustfeindliche Asketin. Wozu der enge Blick? Pommes sind auch Kartoffeln.

Sie hat sich über die Jahre in harter Arbeit eine Salatvorliebe eingeredet und glaubt die Lüge inzwischen. Ein paar grüne Blättchen, zwei, drei Tomätli, ein paar Gurkenscheiben, und sie ist selig. Immer und überall, auch in der Badi.

Er mag es nicht, wenn die Kumpels in seinem Essen rumfingern. Insgeheim hätte er lieber Pommes, nimmt aber den Burger, weil er seine Kollegen kennt. Sie wären zwar dreist genug, um ihm seine Fritten vom Teller wegzuessen, aber «Döfi en Biss?», fragt garantiert keiner.

Er hat in den vergangenen Monaten fleissig für den perfekten Badi-Body trainiert. Jetzt wären die Temperaturen ideal, um die Muskeln zu präsentieren. Das macht er, aber nur an jedem zweiten Tag – wenn er nicht am Pumpen ist. Zuhause hat er, wie vor dem Ausgang, noch schnell ein paar Hanteln gestemmt, damit die Muskeln auf dem Catwalk maximal zur Geltung kommen. Jetzt hat er Hunger, hätte Lust auf irgendwas mit Fleisch (wegen der Proteine), kann aber nichts kaufen, weil er vor lauter Training das Geld vergessen hat. Und ausgerechnet heute ist weit und breit kein Kumpel in Sicht, der ihm ein paar Fränkli pumpen könnte. Vorerst ernährt er sich von den anerkennenden Blicken der anderen.

Pommes: Aber bitte mit Sauce!

Der Fruchtverächter Für ihn ist die Rakete nichts, weil es da Ananas und Orange drin hat. Und Früchte, so viel steht für ihn fest, haben in einem herzhaften Dessert nichts verloren. Schokolade schon eher, Nüsse sind okay, und Vanille geht auch. Deshalb kauft er sich das einzig wahre Glacé auf diesem (und allen anderen, mit der Rakete bisher erreichten) Planeten: das Magnum Almond.

Die Nostalgikerin Sie ist überzeugt, dass es in der Hektik der heutigen Welt verlässliche Konstanten braucht. Ihr Lieblingssatz lautet: «Es isch scho immer so gsi.» Und schon immer so – nämlich wunderbar – wars mit der Rakete. 1969 zur ersten Mondlandung entwickelt, wurde sie sofort zur Senkrechtstarterin am Badikiosk. Die Nostalgikerin hat sie schon als Kind geliebt. Zuckerwasser mit Orangenaroma, Zuckerwasser mit Ananas-Aroma und Spurenelemente von Schokolade. So schmeckt ihr Sommer. Seit einem halben Jahrhundert.

Senkrechtstarterin am Badi-Kiosk: die Rakete. (Bilder Livia Häberling)

Alles seins: der ganze Burger.

Die Pragmatikerin Sie hat mehr Realitätssinn als die Salatjüngerin. Von Selbstbetrug hält sie nichts, aber von pragmatischen Entscheidungen. Früher hat sie immer hemmungslos zugeschlagen, inzwischen ist auch sie auf Grünzeug umgestiegen. Aus Bequemlichkeit. In der Hitze möchte sie ihre Kräfte schonend einsetzen. Und es ist deutlich weniger anstrengend, einen Salat runterzuwürgen, als den Rest des Tages den Bauch einzuziehen, bloss weil der Burger und das Glacé aufliegen.

Die Risikofreudige Sie ist sechs, sie liebt Zucker und sie schlägt eiskalt zu, solange sie noch die Milchzähne hat. Und danach ebenso. Bis sie die Zahnarztrechnung selber bezahlen muss, dauerts ja noch.

Lolli: Eltern- und Zahnarztschreck.


Bezirk Affoltern

Freitag, 26. Juli 2019

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Trabt der Ämtler Fahrsport ins Niemandsland? Nach acht Austragungen endet das Fahrturnier – vor einer neuen Durststrecke im Säuliamt? Was vor 34 Jahren mit einem Freundschaftsfahrturnier in Affoltern begann, endet nun als nationales Turnier in Zwillikon. Zur 9. Austragung kommt es dieses Jahr nicht mehr. Droht dem Fahrsport im Säuliamt eine neue Durststrecke? ................................................... von werner schneiter Acht Mal waren Fahrerinnen und Fahrer aus verschiedenen Landesteilen zu Gast auf dem für diesen Sport idealen Areal der Familie Obschlager in der Weid in Zwillikon. Nachdem das Organisationskomitee ursprünglich zehn nationale Turniere geplant hatte, teilte es kürzlich interessierten Kreisen die Absage mit. «Eine solche Veranstaltung ist mit grossem Aufwand und viel Arbeit verbunden. Die Suche nach Verantwortlichen, Sponsoren und Helfern hat sich dieses Jahr schwieriger gestaltet als erhofft. Wir müssen uns schweren Herzens eingestehen, dass wir an unsere Grenze gestossen sind. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir können unser Turnier nicht mehr weiter durchführen», heisst es im Rundschreiben. OKPräsident Ruedi Grob ergänzt: «Für

zwei weitere Austragungen liegen zwar die Zusagen der Sponsoren vor. Aber Mitglieder in unserem OK sind im fortgeschrittenen Alter, auch gesundheitliche Gründe waren massgebend für unseren Entscheid. Zudem fehlt es an fahrerischem Nachwuchs.» Er bedauert das Ende, weil das Turnier stets auf gute Resonanz stiess. Der gute Ruf sorgte bisweilen für eine illustre Teilnehmerliste, und sogar aus dem Unterengadin nahm man die Reise mit Ross und Wagen nach Zwillikon in Kauf.

Christian Iselis WM-Silber Fahrsport im Säuliamt – diese Disziplin war in den 60er- und 70er-Jahren im Säuliamt eng mit dem Namen Iseli verbunden. Die damals in Aeugst wohnhafte Familie erlangte in der überschaubaren Schweizer Fahrsportszene, aber auch international einen exzellenten Ruf. Vater Karl Iseli war der Doyen, seine beiden Söhne setzten sich in diesem anspruchsvollen Sport ebenfalls durch, vor allem Christian Iseli. Seine Silbermedaille an der WM der Viererzugfahrer in Frauenfeld bildete im Jahr 1974 einen Höhepunkt. Und in der internationalen Fahrsportszene ist der Fachmann etabliert, auch als Parcoursbauer von internationalen

Zählte beim nationalen Turnier in Zwillikon zu den Attraktionen: das Vierergespann von Hans-Heiri Weiss. Meisterschaften. Dazu amtete er auch als Parcourschef bei der Royal Windsor Horse Show – und wandelte damit auf königlichen Pfaden.

Start in Affoltern als ideal – auch, weil der Parcours von der Festwirtschaft her überschaubar war.

Bockwagenrennen als Attraktion Erste Austragung 1985

Ein Bild aus den 80er-Jahren: Regula Syfrig in der Einspännerprüfung auf dem Parcours beim Vita-Parcours-Start in Affoltern. (Archivbilder Werner Schneiter)

In den Jahren nach Iselis WM-Erfolg und seinem Wegzug fristete der Fahrsport im Säuliamt zunehmend ein Mauerblümchendasein. Fahren beschränkte sich auf Gesellschaftsanlässe. Vorwiegend Landwirte spannten ihre Pferde vor die Gespanne, um Hochzeits- oder Geburtstagsgesellschaften übers Land zu führen. Das änderte sich in der ersten Hälfte der 1980er-Jahre, als Veteranen des Kavallerievereins Affoltern die Austragung eines Freundschafts-Fahrturniers planten und das Vorhaben am 20. Oktober 1985 umsetzten: «Erstes Freundschaftsturnier des Kavallerievereins – ein Erfolg» titelte der «Anzeiger». Als Attraktion und ausser Konkurrenz bot damals Christian Iseli mit seinem Vierspänner eine gelungene Einlage. Bei den Einspännern gewann Xaver Schürmann aus Rifferswil, bei den Zweispännern Regula Knecht aus Obfelden. Dabei erwies sich das Areal von Walter Rost beim Vita-Parcours-

Der Erfolg ermunterte die Organisatoren der ersten Austragung zur Gründung einer dem Kavallerieverein angegliederten Fahrgruppe. Die Gründungsversammlung erfolgte am 7. Februar 1986 im Mettmenstetter «Rössli». Im Gründungsprotokoll heisst es: «Der Fahrsport hat in unserem Bezirk einen grossen Aufschwung genommen. Ziel und Zweck der zu gründenden Fahrgruppe ist eine gründliche Basisausbildung.» Und das erreichte man in den folgenden Jahren mit regelmässigen Fahrübungen. Mit Erfolg, denn das fahrerische Niveau stieg, wie jeweils an den jährlich im Herbst stattfindenden Freundschaftsturnieren sichtbar wurde. Der Ämtler Fahrsport blühte auf, und auch auf dem Hof der Familie Iseli bestand jeweils im Sommer Gelegenheit, sein fahrerisches Können unter Wettkampfbedingungen zu testen. Das Freundschaftsfahrturnier in Affoltern, das auch nicht Lizenzierten offenstand, lebte auch von besonderen Ele-

menten: Neben Ein- und Zweispännerprüfungen sowie einer gewerblichen Prüfung bot das Bockwagenrennen ein veritables Spektakel, bei dem sogar gewettet werden konnte. Das Freundschaftsfahrturnier im Affoltemer Tannholz, dem auch eine gesellschaftliche Komponente eigen war, fand in Zwillikon als nationale Veranstaltung seine Fortsetzung. Diese bot – wiederum vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse – natürlich ein höheres fahrerisches Niveau, leider ohne allzu grosse Ämtler Beteiligung. Auch hier sorgten die Vierspänner regelmässig für «grosses Kino», unter anderem mit dem einheimischen Spitzenfahrer Hans-Heiri Weiss. Das ist nun nach acht Auflagen Geschichte. Ob es in absehbarer Zeit zu einer Neuauflage kommt, ist ungewiss und hängt davon ab, ob sich – wie 1985 – eine Gruppe finden lässt, die gewillt ist, den grossen Aufwand für eine solche Veranstaltung in Kauf zu nehmen. Es fehlt auch an Nachwuchs in der Szene. Nun, Fahrsport ist in zeitlicher und finanzieller Hinsicht eine aufwändige Sache. Wer mit seinem Vierspänner Turniere bestreitet, muss über sechs oder sieben Pferde verfügen können.

Kyburg, Sternwarte und Wildpark

Sicherheitstipps für den Spass im Wasser

Ein strahlender Sommertag mit Pfiff

Das Schlauchbootfahren auf Schweizer Flüssen liegt im Trend. Aare, Limmat, Reuss, Rhein und Rhone werden an Sommerabenden und Wochenenden immer mehr zu beliebten Ausflugszielen. Auch wenn meistens alles gut geht: Flüsse sind unberechenbar, die Gefahr fährt immer mit. Jedes Jahr ertrinken in der Schweiz durchschnittlich fünf Personen beim Bootfahren auf Flüssen und Seen. Wer mit einem Schlauchboot auf dem Fluss unterwegs ist, sollte zu seiner Sicherheit immer mit Rettungsweste ausgerüstet sein. Die Boote sollten nicht aneinandergebunden werden, und es empfiehlt sich, vor der Bootsfahrt abzuklären, wo man beim Fluss ein- und aussteigen kann. Kinder sollten niemals am Boot festgebunden werden. Ausserdem sollte an entsprechenden Schutz vor Hitze oder Kälte gedacht und während der Fahrt auf Alkohol verzichtet werden. (pd.)

Die letzte Wanderung führte von Illnau bis nach Winterthur, vorbei am Schloss Kyburg, der Sternwarte Eschenberg und dem Wildpark Bruderhaus. Vom Bahnhof Illnau führte der Weg hinunter zur Hauptstrasse und hinein ins Tal des Huenerbachs. Bald erreichte die Gruppe den Weiler Agasul und wanderte Richtung Norden durch den Hardwald nach First. Nun ging es vorbei am Start- und Landeplatz der Modellflieger in das Waldstück Pfruendholz und wieder hinaus in das freie Feld Wurnhusen. Hier sahen die Teilnehmenden die Kyburg das erste Mal aus der Ferne und wanderten leichten Schrittes hinunter zum Dorf Kyburg. Beim Schloss angekommen, gab es im Innenhof auf einer Holz-

bank eine Mittagspause und man verpflegte sich aus dem Rucksack. Nach einem Rundgang in der mittelalterlichen Burg führte der Schlossweg ziemlich steil hinunter bis zur gedeckten Holzbrücke über die Töss, von wo Grundwasser für die Stadt Winterthur abgepumpt wird. Nach kurzer Zeit ging es hinauf zur Waldebene des Eschenberges. Nun passierte die Gruppe das zerfurchte Steintobel und erreichte den Eschenberghof, wo auf der linken Seite die Sternwarte Eschenberg zu sehen war. Von hier bot der Wald angenehme Kühlung bis zum weitangelegten Wildpark Bruderhaus. In verschiedenen Gehegen konnten Hirsche, Pferde, Luchse, Mufflons, Wildschweine, Wisente und Wölfe beobachtet werden. Unter schattigen Bäumen und mit

Das mächtige und gut erhaltene Schloss Kyburg mit Museum. (Bild zvg.) Sicht auf den naturnahen Kinderspielplatz, gab es eine Erfrischung im Restaurant. Dann wanderte man Richtung Winterthur bis zur Haltestelle

Breite, wo es mit dem Bus und der Bahn wieder nach Hause ging. Dölf Gabriel, Wanderleiter


Bezirk Affoltern

10 ratgeber rechtsfragen

Rechtsanwalt Remo Hablützel ist Partner von Theiler Hablützel Rechtsanwälte AG

Neues Mittel gegen missbräuchliche Betreibungen Im letzten Jahr stellten die Betreibungsämter schweizweit fast drei Millionen Zahlungsbefehle aus, was gemessen an der Wohnbevölkerung eine bemerkenswerte Anzahl ist. Bezahlen wir also unsere Rechnungen nicht gerne? Wohl nicht nur. Die hohe Anzahl an Betreibungen ist vielmehr darauf zurückzuführen, dass in der Schweiz weitestgehend «Betreibungsfreiheit» herrscht: Jeder kann jeden gegen eine kleine Gebühr betreiben. Da Betreibungen einen jahrelangen Eintrag im Betreibungsregister nach sich ziehen, sind die Folgen für den Betriebenen erheblich. So gestaltet sich etwa die Wohnungs- und Jobsuche oder alltägliche Konsum- und Kreditgeschäfte (wie ein Natel-Abo oder ein Kleinkredit) mit einem Betreibungsregistereintrag als schwierig bis unmöglich. Bis Ende 2018 mussten Betriebene einen mühsamen und kostspieligen Gerichtsweg einschlagen, um ihren Eintrag zu löschen. Vor diesem Hintergrund erleben wir in der Praxis leider zu oft, dass Betreibungen als blosses Druckmittel eingesetzt werden, um ungerechtfertigte Forderungen durchzusetzen oder Personen gar mutwillig zu schädigen. Seit diesem Jahr steht nun ein Mittel zur Verfügung, um sich gegen ungerechtfertigte oder nicht weiterverfolgte Betreibungen zu wehren: Neu kann ein Betriebener 3 Monaten nach der Zustellung des Zahlungsbefehls beim zuständigen Betreibungsamt ein Gesuch um Nichtbekanntgabe einer Betreibung stellen, sofern er Rechtsvorschlag erhoben hat (Kosten des Gesuchs: 40 Franken). Der Betreibende muss dann innert 20 Tagen darlegen, dass er die gerichtliche Beseitigung des Rechtsvorschlags eingeleitet hat. Kann er diesen Nachweis nicht erbringen, wird die Betreibung Dritten gegenüber nicht mehr bekanntgegeben. Mit der neuen Regelung muss also nach erfolgtem Gesuch nun der Betreibende aktiv werden, damit eine durch Rechtsvorschlag gestoppte Betreibung weiterhin im Register erscheint. Auch wenn bis dato noch wenige solche Gesuche um Nichtbekanntgabe einer Betreibung gestellt wurden, bleibt zu hoffen, dass missbräuchlichen oder ungerechtfertigten Betreibungen endlich ein Riegel geschoben werden kann. Da jedoch Wirtschaftsauskunftsfirmen (wie z.B. Creditreform) nicht verpflichtet sind, offizielle Betreibungsregistereinträge aus ihren privaten Registern zu löschen und die Betreibung während mindestens drei Monaten im Betreibungsregister erscheint, verbleibt immer noch ein gewisses Missbrauchspotenzial für ungerechtfertigte und missbräuchliche Betreibungen. Zudem müssen die Betriebenen zunächst mittels kostenpflichtigen Gesuchs selber aktiv werden, was vielen noch unbekannt sein dürfte. Trotzdem ist davon auszugehen, dass die Anzahl Betreibungen eher leicht abnimmt und wir inskünftig – zumindest statistisch gesehen – unsere Rechnungen etwas lieber bezahlen. Rechtsanwalt Remo Hablützel beantwortet im «Anzeiger» künftig monatlich Rechtsfragen von allgemeinem Interesse: ratgeber@thlegal.ch. Am kommenden Montag, 29. Juli, von 11 bis 12 Uhr gibt er auf der Redaktion gratis kurze Rechtsauskünfte, Telefon 058 200 57 05.

Freitag, 26. Juli 2019

In die Natur statt an den Strand Wo die Säuliämtler derzeit am liebsten ihre Ferien verbringen Es ist leer in den Affoltemer Strassen, kein Wunder, denn die Ferien haben begonnen. Was sind die aktuellen Reisetrends? Dieser Frage ist der «Anzeiger» nachgegangen. ................................................... von moritz lerchmüller * Die Sommerferien sind endlich hier, die Taschen werden gepackt und alle sind gut gelaunt. Wo reisen die Säuliämtler am liebsten hin und was sind die aktuellen Reisetrends? Der «Anzeiger» befragte Passanten auf der

Strasse, ausserdem gaben zwei Reisebüros aus der Gegend Auskunft. Dabei zeigte sich, dass für viele Leute der Süden mit seinen Sandstränden noch immer das Reiseziel Nummer eins ist. Das scheint sich allmählich aber zu ändern. «Der Norden holt auf», meint Ursula von Allmen, Inhaberin der Reisebar in Bonstetten. Vor allem Schiffsfahrten mit Postschiffen in Norwegen seien zurzeit sehr beliebt. Woher kommt das zunehmende Interesse für den Norden? «Die Leute wollen aktiv sein in den Ferien, vier Wochen am Stück in einem Hotel am Pool oder am Strand zu liegen, ist nicht mehr so in», sagt von Allmen.

Die gleiche Tendenz stellen auch die Reiseberaterinnen vom Reisebüro Accotravel, Affoltern, fest. «Der Trend ist der Norden, die Menschen wollen zurück zur Natur», sagt Lisbeth Staub. Ein weiterer Grund ist laut von Allmen die Sommerhitze der letzten paar Jahre. Durch diese wird es im Süden fast zu heiss. Was ebenfalls aufkomme, seien Kreuzfahrten, heisst es weiter bei Accotravel. Das könnte damit zusammenhängen, dass Kreuzfahrten nicht allzu teuer sind. Ausserdem kann man die schönsten Orte bereisen, auf dem Weg liegt man auf dem Deck und schaut auf das scheinbar unendliche Meer: Das Paradies.

Doch Kreuzfahrten sind umstritten, denn die Riesenschiffe brauchen Unmengen an Treibstoff. Ebenfalls in die Kritik geraten sind Flugreisen. Doch wird heute tatsächlich weniger geflogen? Nein, sagt Ursula von Allmen. «Bei uns werden immer noch gleich viele Flüge gebucht wie vor ein paar Jahren», schätzt die Reiseberaterin. Sie sieht die Gründe darin, dass ein Flug innerhalb Europas meist billiger ist als ein Zugticket. «Das Portemonnaie siegt am Ende meist über das Gewissen.» * Moritz Lerchmüller absolviert vom 22. bis 26. Juli ein Praktikum beim «Anzeiger».

Doris Speich, 73.

Monika Schmidli, 45.

Phillip Schmäh, 23.

Mirco Mok, 38. (Bilder mle)

«Ich fuhr vor Kurzem mit dem Auto ins Appenzell, um eine Meditationsgruppe zu besuchen. Es hat mir sehr gut gefallen, darum blieb ich noch ein paar Tage länger als geplant. Ich finde das Auto praktisch, wenn man viel Gepäck hat, zudem ist es bequemer als Zugfahren.»

«Wir machen nur in der Schweiz Ferien, die Umwelt ist uns sehr wichtig und dabei sparen wir auch noch Geld. Hauptsächlich wandern wir und machen Velotouren. Wir verzichten auf das Auto und reisen mit dem ÖV, weil es der Umwelt am wenigsten schadet.»

«Ich verbringe meine Ferien am liebsten am Strand, wo es warm und sonnig ist. Ich entspanne mich am besten beim ‹Sünnele› und beim Baden im Meer; andere Ferien könnte ich mir gar nicht vorstellen. Ich reise mit dem Auto, um am Ferienort mobil zu sein.»

«Wir fahren zurzeit mit dem Auto in angrenzende Länder, wie Deutschland und Italien, weil grössere Reisen für meinen zweijährigen Sohn zu anstrengend sind. Wir reisen mit dem Auto, weil es praktisch ist, von Tür zu Tür zu fahren und der Kleine seine Ruhe hat.»

forum

Mobilfunk und 5G als Umweltverschmutzer Mobilfunk ist, wie wenn meine Nachbarn dauernd und immer wiederkehrend, ihren gefährlichen, strahlenden Kehricht in unserem Wohn- und Schlafzimmer deponieren und uns damit den Schlaf rauben und uns krank machen würden! Gegen diese Nachbarn könnte ich mich selbstverständlich mit Hilfe der Polizei wehren und der Verursacher würde gebüsst. Bei Swisscom und Sunrise mit ihren überall alles durchdringenden Strahlen werde ich auf dem eigenen Grundstück, abgesegnet durch unsere National- und Ständeräte, gegen meinen Willen bestrahlt! Zusätzlich sollten dieses Jahr die Grenzwerte noch er-

höht werden, was nur an einer Stimme im Ständerat scheiterte. Bei den bereits vorhandenen Antennen 2G, 3G, 4G werden jetzt noch 5G darauf installiert. Die vorhandenen gesetzlichen «Grenzwerte» der Strahlenbelastung basieren nicht auf dem Schutz des Menschen, sondern auf technischer und finanzieller Zumutbarkeit, lt. Bundesgerichts-Entscheid. Die Kinder und Jugendlichen, die Kranken und alten Menschen haben ein geschwächtes Immunsystem, dadurch sind sie besonders stark durch solche Strahlungen gefährdet. Deshalb sollte sich jede Bürgerin und jeder Bürger mit diesem hochaktuellen und brisan-

ten Thema auseinandersetzen. Eine gute Adresse im Internet dazu ist z.B. «5G Moratorium Schweiz». Die Kantone Genf, Wadt und Jura haben bereits ein Moratorium beschlossen, dass solange die Ungefährlichkeit nicht bewiesen ist, keine 5G-Antennen in Betrieb genommen werden dürfen. Das einzige was wir aus meiner Sicht momentan machen können, ist am 20. Oktober nur solche Nationalund Ständeräte zu wählen, die die Bürgerinnen und Bürger Interessen und deren Gesundheit ernst nehmen, da die Mobilfunk-Gesetzgebung und ihre Grenzwerte Bundessache ist und die von uns gewählten National- und Stän-

deräte sie abschliessend festlegen. Eine Aufgabe der Presse ist es, uns rechtzeitig zu informieren, wer bei solchen Abstimmungen im Nationalund Ständerat wie abgestimmt hat. Zusätzlich wird früher oder später die Haftungsfrage für entstandene Schäden gestellt werden, zuerst haftet die Mobilfunkfirma bis zu ihrer Zahlungsunfähigkeit und in zweiter Linie der Grundeigentümer, wo diese Antenne installiert ist. Im Internet kann man unter «Standorte von Sendeanlagen» 5G-Antennen im Gebiet suchen. In Affoltern sind bereits zwei 5G-Antennen installiert und in Betrieb. Bruno Weber, Hedingen

Heimat und Schweiz statt Gleichschaltung Am 1. August feiern wir den Geburtstag unserer Schweiz. An diesem Tag ist klar, dass wir vor allem unsere zentralen Schweizer Werte wieder in Erinnerung rufen müssen, damit unsere Wohlstandsinsel – die Insel der Glückseligkeit – überleben kann. Bewahren wir das Wohl der Schweiz, der Eidgenossenschaft vor Augen. Dabei hat sich der Staat vor allem wieder um die Schweiz zu kümmern. Die Erhaltung

der freiheitlichen Rechte des Volkes, der Unabhängigkeit sowie Schutz der Menschen vor Gewalt und Armut. Wir müssen aufpassen, dass die Politiker und Verwaltung den Bürgern nahe bleiben. Die Politikverdrossenheit ist durch offene und die Probleme beim Namen nennende Politikerinnen und Politiker einzudämmen. Aber wir sind dank unserer direkten Demokratie an der Weltspitze in Bezug auf die

Attraktivität des Standorts, den Wohlstand, das Sozialsystem, die Verschuldung – ja sogar beim Glücksgefühl sind wir Schweizer Bürger an der Weltspitze. Mehr Vereinheitlichungen und Gleichmacherei – wie sie immer stärker gefordert werden von aussen, aber auch von innen – gilt es Widerstand zu leisten. Dies wird sonst nur eines bewirken. Nivellierung gegen unten

bei der Bildung, beim Fleiss, beim Lohn, beim Wohlstand und bei den Arbeitsplätzen. Das kann nicht im Interesse der Schweizer Bürgerinnen und Bürger sein. Am 1. August findet in Wettswil am Albis ab 10 Uhr der traditionelle Brunch statt, kommen Sie auch vorbei. Es lebe die Schweiz! Marc Bochsler, Nationalratskandidat SVP

A4: Vorwärts machen

Übeltäter überführen

Ich wohne seit sieben Jahren in Obfelden an der Dorfstrasse, es gefällt uns sehr und wir sind glückliche Obfelder. Die positive Abstimmung zum Autobahnzubringer war mit ein Grund, nach Obfelden zu ziehen. Nun wohnen wir hier, aber nichts ist passiert, nur Einsprachen, obwohl das Resultat klar war. Ich frage mich nun, warum stimmt man überhaupt ab, wenn es nachher wieder verworfen werden soll? Mir fehlt hier das Demokratiever-

Aufräumen sollen die anderen, «Anzeiger» vom 16. Juli.

ständnis. Herr Heinzer aus Hedingen hat noch nie hier gewohnt und macht nun den Vorschlag einer 30er-Zone. Das hätte man vorher machen sollen, denn die Kolonnen am Morgen sind jetzt schön länger. Ich bin auch für Umweltschutz, aber nicht so, denn wenn die Autos in der Kolonne stehen, wird die Luft auch nicht besser. Es gilt nun wirklich, vorwärtszumachen. Ulrich Bosshart, Obfelden

Langsam aber sicher ist es genug mit dem leidigen Thema «Littering» (Vermüllung an öffentlichen Orten). Es wäre langsam an der Zeit, dass an den dafür bekannten Orten, wo dies immer wieder auftritt, «Wild-Fotofallen» versteckt platziert werden. Dann können endlich die Übeltäter oder -täterinnen bildlich dokumentiert, über-

führt und einer angemessenen Strafe zugeführt werden. Diese sollte nachhaltig sein, d.h. eine «schmerzhafte» Geldbusse und zusätzlich Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise das Reinigen von Parkanlagen sowie Strassenrändern etc. Urs Preisig, Mettmenstetten Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch, mit Namen, Adresse und Telefonnummer. (Red.)


Serie

Freitag, 26. Juli 2019

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Sitten kennenlernen, Sprache sprechen, Fuss fassen Sommerserie «etwas bewegt» (4): Integrations-Vorlehre für Geflüchtete und vorläufig Aufgenommene Über den 30-jährigen Mohammad Hosseini hat der «Anzeiger» im Februar berichtet. Da steckte der aus Afghanistan geflüchtete Mann mitten in einer Integrations-Vorlehre, Fachrichtung Betriebsunterhalt, in der Stiftung zur Weid in Rossau. ................................................... von christine häusermann Auch beim zweiten Treffen mit Mohammad Hosseini entpuppt sich die Sprache nach wie vor als grösste Barriere. Einfache Sätze versteht er gut und beantwortet sie auch korrekt: «Gefällt Ihnen die Arbeit im Betriebsunterhalt immer noch?» «Ja, sie gefällt mir gut.» Verschachtelte Fragen überfordern ihn oft und müssen vereinfacht werden. Das stellt sicher auch Anforderungen an den Ausbildner und die Kollegen. «Welchen Beruf hätten Sie in Afghanistan ausgeübt, wenn es die Lage erlaubt hätte?» «Ich wäre gerne Ingenieur geworden.» Es stellt sich heraus, dass in Kundus, einer Stadt 250 km nördlich von Kabul, wo Hosseini aufgewachsen ist, ein Verwandter eine Metallwerkstatt hatte, in der die Männer der Familie gearbeitet haben. Zuletzt hätten sie dort Satellitenschüsseln montiert, bestätigt Hosseini. Sein Schwager, der lieber mit Metall arbeitet, kann nun, auf Vermittlung von Hansruedi Sommer, Geschäftsleiter der Stiftung, im August eine Vorlehre bei Anta Swiss in Knonau beginnen. Bereits arbeitet er dort in einem Praktikum und fährt mit Velo oder Bus von Rossau nach Knonau.

Geteilte Familie Hosseini selber ist auch verheiratet. Seine Frau und die beiden Kinder aber

leben in Tadschikistan als Flüchtlinge, nur er schaffte es in die Schweiz. In zwei Jahren möchte er seine Familie in Tadschikistan besuchen. In Rossau lebt er in einer Wohnung der Stiftung zusammen mit seiner Schwester, ihrem Mann und ihren Kindern. Die Kinder gehen in Mettmenstetten zur Schule und sprechen und verstehen von allen fünf Familienmitgliedern am besten Deutsch. Die Schwester besorgt den Haushalt, wobei Mohammad Hosseini auch mithelfe, wenn er von der Arbeit komme, wie er sagt. Hansruedi Sommer war sehr daran gelegen, dass auch sie eine Ausbildung beginnen konnte, damit sie nicht in der eigenen Wohnung isoliert war und hat ihr darum eine Vorlehre in der Küche des WWW angeboten. Es wurde ihr aber zu viel, die Ausbildung und daneben noch die Hausarbeit und die Kindererziehung überforderten die sensible Frau, die noch stark unter dem Eindruck der Flucht stand. Hansruedi Sommer meint, um sie möglichst rasch zu integrieren, hätte er zu ehrgeizige Pläne für sie gehabt, heute würde er anders handeln. «Man muss auch mit dem Scheitern rechnen», meint der erfahrene Leiter des Werkund Wohnhauses. Abbrüche drücken auf das Selbstwertgefühl, können Schuldgefühle auslösen, weil man Chancen nicht packt, nicht packen kann. Drei halbe Tage pro Woche arbeitet die junge Mutter nun in der Küche der Stiftung.

«Bitzeli schwierig» Mohammad Hosseini hat nun die einjährige Vorlehre erfolgreich beendet. Dazu musste er zwar keine Abschlussprüfung ablegen, aber die Noten der Berufsschule, die er in Wetzikon besuchte und mehrere Qualifikationsgespräche im Betrieb gaben den Aus-

Gute Stimmung fördert die Integration: Mohammad Hosseini inmitten seiner Vorgesetzten, Hansruedi Sommer (links), Geschäftsleiter Werk und Wohnhaus zur Weid (WWW), und Andreas Köchli, Ausbildner. (Bild Christine Häusermann) schlag. Aufgrund seiner Zuverlässigkeit, seines Einsatzes und da er ein höchst motivierter Mitarbeiter sei, wie sein Ausbildner Andreas Köchli sagt, kann er nun im August die dreijährige Ausbildung zum Fachmann Betriebsunterhalt EFZ antreten. «Die Sprache ist die grösste Schwierigkeit», sagt Andreas Köchli, aber Hosseini habe in diesem Jahr sehr grosse Fortschritte gemacht. Tatsächlich, im Verlauf des Gesprächs bringt er sich aktiv ein. Er profitiert wohl auch davon, dass er in einem grossen Team mit sieben Leuten arbeitet, hinzu kommen nochmals so viele Bewohner des Wohn- und Werkheims, die im Betriebsunterhalt mitarbeiten. Die Pausen verbringen sie gemeinsam. Das Verstehen sei für ihn manchmal schon «bitzeli schwierig», wie er lachend meint. Die Integration in Schritten lässt sich für Mohammad Hosseini gut an.

Auch Schweizerdeutsch, nicht nur Standarddeutsch

Im «Anzeiger» vom 12. Februar hat Christine Häusermann die Integrationsvorlehre vorgestellt.

Andreas Köchli erzählt, dass die Geflüchteten in der Berufsschule selber initiierten, dass neben dem Deutschunterricht auch das Schweizerdeutsche vermittelt werden solle, weil bei der Arbeit vor allem Dialekt gesprochen würde. Mit dem Deutschen verstehe man ja nicht automatisch auch Schweizerdeutsch, es sei eine weitere Fremdsprache, die sie lernen müssten. Kontakt hat Mohammad Hosseini vor allem mit anderen Geflüchteten, seine älteren Geschwister leben in Biel, ein

Freund in Basel, er ist ausserhalb der Arbeit nur wenig mit Schweizern zusammen. «Wir reden über die Schweiz nicht so viel, aber wir reden gut über die Schweiz. Wir leben hier, kriegen Geld fürs Essen, wir sind froh.» Zwar ist die Verständigung das A & O einer Integration, aber Hansruedi Sommer erinnert an die ersten Gastarbeiter in unserem Land, die in ihrer Freizeit auch ihre Muttersprache redeten und nie richtig Deutsch lernten und es nur gebrochen sprachen.

Einen langen Atem haben hilft Und wie erging es Abrahaley Alem, dem anderen jungen Mann, den der «Anzeiger» im Februar porträtierte, der sogar eine dreijährige Lehre zum Fachmann Betriebsunterhalt EFZ diesen Sommer abgeschlossen hat? Der Eritreer hat die Abschlussprüfung leider in einem Fach nicht bestanden, wie Hansruedi Sommer berichtet. Alem hatte am Tag vorher einen kleinen Arbeitsunfall und konnte deshalb nicht am Gespräch teilnehmen. Er sei von der Prüfung relativ niedergeschlagen zurückgekommen und sein Gefühl habe sich dann bewahrheitet. Er sei an den Sprachkenntnissen gescheitert, schon einleitende Sätze zu einer Aufgabe könnten verwirren, meinte Hansruedi Sommer. Und Andreas Köchli fügt an, dass er zwar die ganzen drei Jahre Sprachstützunterricht hatte, aber dies halt trotzdem nicht gereicht hat. Abrahaley Alem ist verheiratet und hat zwei Kinder, er

wohnt mit seiner Frau in Zürich. Als 34-jähriger Familienvater eine anspruchsvolle, körperlich schwere Berufslehre zu absolvieren, zur Arbeit pendeln und abends noch Aufgaben machen – das würde wohl auch manchen Einheimischen überfordern. Bei Abrahaley Alem kommt noch Deutsch und Schweizerdeutsch lernen und die Sitten und Gebräuche eines neuen Landes aufzunehmen hinzu. Die Stiftung zur Weid wird dem Lehrling ein Zusatzjahr ermöglichen, um das eidgenössische Fachzeugnis doch noch zu erhalten.

«Geschichten, die bewegt haben» Zeitungsartikel bilden meist eine Momentaufnahme ab, allenfalls eine Entwicklung in der Vergangenheit. In der Sommerserie 2019 will der «Anzeiger» den Fokus darauf richten, was daraus wurde. So greifen die Journalisten ein Thema auf, über das sie einst geschrieben haben, und zeigen, was sich seither bewegt hat – vielleicht auch im Zusammenhang mit ihrer Berichterstattung. (tst.) Bereits erschienen: «Ein kurzer, aber berührender Brief aus Tschorny Bor», 16. Juli; «Vom Sorgenkind zum Vorzeigeobjekt», 19. Juli; Nachhaltiger Journalismus, 23. Juli.

Den Sommer im Säuliamt geniessen Unter dem Titel «Den Sommer im Säuliamt geniessen» veröffentlicht der «Anzeiger» bis Mitte August Leserbilder. Gefragt sind nicht nur tolle Motive, sondern auch aussergewöhnliche Perspektiven oder Ausschnitte. Die Bilder, welche die «Anzeiger»-Jury am meisten überzeugen, werden prämiert. Es locken Preise im Gesamtwert von über 100 Franken. Ihr Bild schicken Sie per E-Mail mit dem Betreff «Fotowettbewerb» an redaktion@affolteranzeiger.ch. Bitte vermerken, wer und was auf dem Bild zu sehen ist und Adresse sowie Telefonnummer angeben. Die Redaktion entscheidet über die Publikation, die Gewinner werden benachrichtigt. (tst.)

Tibetische Gebetsflaggen flattern im Wind am Campingplatz Türlen. (Bild Jacqueline Ott )

Linde in Ebertswil beim Sonnenuntergang. (Bild Sven Bruggmann)


Gewerbe/Dienstleistungen

Comedy-Night

Furioser Abschied

Das Vierzgerfäscht Wettswil startet fulminant mit Fabian Unteregger. > Seite 15

Der letzte Ironman Switzerland in Zürich forderte nochmals alles. > Seite 18

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Kontinuität angesagt Beim FC Wettswil-Bonstetten bleibt das Gros der erfolgreichen ErstligaEquipe zusammen. > Seite 19

Zwei Bands rocken die CQ Bar

Brauring-Zertifikat

Open Air und Grill beim Bahnhof in Affoltern

Brauerei Baar erneut ausgezeichnet

Das BBQ vom 31. Juli in der CQ Bar Affoltern ist bereits zur Tradition geworden. Für kommenden Mittwoch konnte Gastgeber Sandro Quirici die Zürcher Band «Kate Late and the Early Birds» sowie «Ed Philips and the Memphis Patrol» aus Ungarn engagieren.

Die unabhängigen Schweizer Brauer überraschen zusammen mit einer Delegation von Schweizer Politikern den Liechtensteiner Regierungschef Adrian Hasler anlässlich des 300-Jahre-Jubiläums mit Käse und Schweizer Bierspezialitäten.

Einmal pro Jahr, traditionell am 31. Juli, lässt es die CQ-Bar an der frischen Luft krachen. Mit Musik, Grilliertem und erfrischenden Getränken werden der Sommer, das Grillieren und natürlich der Rockabilly-Lifestyle gefeiert. In diesem Jahr locken zwei Bands Musikliebhaber, Stammgäste und Passanten auf den Platz gegenüber dem Affoltemer Bahnhof. «Kate Late and the Early Birds» aus Zürich lieben den authentischen Sound der 50er-Jahre und spielen rohen und wilden Rockabilly. Kontrabass, Leadgitarre, minimale Drums und eine Sängerin – das ist alles, was man für ein grossartiges Live-Erlebnis braucht. Eine weitere Anreise haben «Ed Philips and the Memphis Patrol». Die Coverband aus Ungarn lässt keinen Geringeren als den «King of Rock’n’Roll» aufleben, von «Jailhouse Rock» über «A Little Less Conversation» bis hin zu «Viva Las Vegas». Die

Ein Girl und zwei Jungs: Kate Late mit Jann Fuhrer (links, Leadgitarre) und Beat Eck (Kontrabass) sind «Kate Late and the Early Birds». (Bild zvg.) Band aus Budapest hatte ihren ersten Schweizer Auftritt 2012 in der CQ Bar. Seither kehrte sie jedes Jahr für einen Auftritt nach Affoltern zurück. Traditionsgemäss werden auch der eine oder andere Oldtimer sowie individualisierte Motorräder erwartet. Und die Gäste dürfen sich gerne nach der Mode der 50er-Jahre stylen. Um 17

Uhr geht es los mit dem Barbetrieb. Zu trinken gibt es das klassische Barangebot und natürlich trübes und dunkles Ämtler-Bier. Ab 18 Uhr gibt es Fleisch vom Grill. Sollte es nass werden, findet der Anlass in der Bar statt. (tst.)

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Eine Delegation der Interessengemeinschaft unabhängiger Schweizer Brauereien (IG Bier) reiste mit einem Laib Emmentaler Käse und einer Auswahl echter Schweizer Biere im Gepäck nach Vaduz. Mitten auf der alten Holzbrücke über den Rhein. Am Grenzübergang Schweiz–Liechtenstein übergaben sie dem Liechtensteiner Regierungschef Adrian Hasler symbolisch einen Laib Käse und reichlich Schweizer Bierspezialitäten. Sie gratulierten so kulinarisch-originell zum 300-Jahre-Jubiläum des Fürstentums Liechtensteins. «Mit dem Käse-Geschenk beweisen wir auf köstliche Art, dass die herzhaften Schweizer Biersorten wunderbar mit den rassigen Schweizer Käsespezialitäten harmonieren», erklärte Martin User von der Brauerei

Baar in Vaduz. Jede der elf Liechtensteiner Gemeinden und das Fürstenhaus bekommen je ein Stück vom Käse und vielerlei Biere geschenkt. Mit diesem Event der IG Bier beginnt die Aktion «Käse und Bier – das rat ich dir». Im Rahmen der Gratulationsvisite im Fürstentum Liechtenstein wurden einige IG-Brauer, darunter auch die Brauerei Baar, zudem für ihre hochstehenden Biere mit dem begehrten internationalen Qualitäts-Siegel vom Brau-Ring ausgezeichnet. «Eine wertvolle Bestätigung, dass unsere Biere den höchsten Testansprüchen genügen», stellte Martin User zufrieden fest.

Foodpairing Käse und Bier Die Brauerei Baar nimmt das Motto «Käse und Bier» der IG Bier auf und lanciert am Samstag, 9. November, eine Spezial-Degustation mit Käse und Bier im Braui Markt (Details folgen). Der Anlass mit dem spannenden Ansatz richtet sich vor allem an Feinschmecker und solche, die neugierig auf neue Geschmackskombinationen sind. Man darf gespannt sein. (pd.)

BBQ und Rockabilly am Mittwoch, 31. Juli, in der CQ Bar, Bahnhofplatz Affoltern. www.cqbar.ch.

Eine «uhrwerkbetriebene» Modelleisenbahn Vom 1. bis 31. August in der Umwelt Arena in Spreitenbach Die aus «Abfall» gebaute, nachhaltige Modell-Eisenbahn von Bruno Schwender ist diesen Sommer wieder zu Gast in der Umwelt Arena Schweiz. Dieses Mal wartet eine Uhrwerkbahn mit Eigenbauwagen auf die Besucherinnen und Besucher.

nach der Sammelstelle passiert. Kleine und grosse Besucher lernen so einiges zum Thema Recycling. Am Schluss des Spiels wartet eine kleine süsse Überraschung. (pd.) Aktiver Bahnbetrieb an jenen Tagen, an denen

Ein zweites Leben Kaum zu glauben, welche Produkte, die normalerweise meist im Kehricht landen, bei Bruno Schwenders Modellbahn ein zweites Leben finden. Dieses Jahr präsentiert Bruno Schwender eine uhrwerkbetriebene Modellbahn aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren, deren Lokomotiven ganz nachhaltig ohne Strom funktionieren. Selbst ein Gummimotor mit Propellerantrieb (Prinzip Schienenzeppelin) kommt bei einem Schienengefährt zum Einsatz. Den Schlüssel des Federzuges 19 mal drehen und 20 Sekunden Spass haben? Das war Bruno Schwender zu

Studienabschluss

Bruno Schwender, Erbauer der Anlage, persönlich vor Ort ist: Donnerstag, 1.8.; Freitag, 9.8. ; Samstag, 10.8.; Sonntag, 11.8.; Samstag, 17.8.; Sonntag,

Die verspielte Retro-Recyclingwelt lässt Kinder- und Erwachsenenaugen leuchten und Kindheitserinnerungen wach werden. Meist können ältere Modelleisenbahnen nur in der Vitrine betrachtet werden, doch wenn Bruno Schwender mit seinem «Retro-Train» zu Gast ist, dann ist alles lebendig und in Bewegung, es klappert und scheppert.

Von links: Martin Uster, Brauerei Baar; Adrian Hasler, Regierungschef Fürstentum, Kurt Uster, Brauerei Baar, Eckhard Himmel, Vorsitzender Brau-Ring. (Bild zvg.)

18.8.; Donnerstag, 22.8.; Mittwoch, 28.8. und

Die Modell-Eisenbahn von Bruno Schwender. (Bild zvg.)

Donnerstag, 29.8.2019 (in der übrigen Zeit wird die Eisenbahn in der Vitrine ausgestellt). Infos und Öffnungszeiten auf www.umweltarena.ch.

wenig. Er hat die schweren Originalwagen zur Seite gelegt und leichte Kunststoffunterbauten mit Aufbauten aus 160-Gramm-Papier mit Wabenstruktur im Inneren versehen. Die Lok hat so einen Hauch von Nichts zu ziehen, und der Spass dauert deshalb ganze 40 Sekunden. Auf der Anlage, wo selbst rostige Märklin-Gleise ihre Verwendung finden, gibt es neben Häusern aus defekten Einwegpaletten und Karton auch zwei federzugbetriebene Karrusselle. Die Besucherinnen und Besucher erfahren viel Wissenswertes zur Entstehungsgeschichte der Modelleisenbahn. Auch diesen Sommer können Besucherinnen und Besucher beim Recycling-Rangierspiel in die nachhaltig betriebene, nostalgisch-liebliche Modellbahn-Welt von Bruno Schwender eintauchen, stromlos von Hand rangieren und selbst erfahren, was mit Alu, Glas, PET, Karton und Co.

Nach der Schreinerlehre mit Berufsmatura und einigen Jahren Praxis hat Patricia Diethelm, Affoltern, kürzlich das Innenarchitektur-Studium an der Hochschule Luzern mit grossem Erfolg abgeschlossen. Sie hat das Studium

berufsbegleitend absolviert und kann nun mit dem Bachelor-Diplom in der Tasche mit Zuversicht einen neuen Abschnitt in ihrem Berufsleben in Angriff nehmen. Herzliche Gratulation! anzeige


Ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 28. Juli 9.15 bis 9.45 Uhr Morgensingen in der Kirche Leitung: Veronica Nulty 10.00 Regionaler Gottesdienst in Ottenbach Pfarrerin Sonja Weisenhorn Veronica Nulty, Orgel Anschliessend Apéro www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil

Ref. Kirche Aeugst a. A.

Kloster Kappel a. A.

Sonntag, 28. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Ottenbach, Pfarrerin Sonja Weisenhorn

Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 in der Klosterkirche Sonntag, 28. Juli 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel mit Pfr. Ch. Hürlimann Mittwoch, 31. Juli 17.00 KEIN offenes Singen in der Klosterkirche während der Schulferien Donnerstag,1. August 13.30 KEINE Führung durch die Klosteranlage

Ref. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 27. Juli 10.00 Trauergruppe «Liechtblick» fällt aus! 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel, Pfr. W. Schneebeli Sonntag, 28. Juli 9.30 Fahrdienst vor der Post, der Kirche und dem Volg in Zwillikon 10.00 Regional-Gottesdienst in Ottenbach, Pfrn. S. Weisenhorn Mittwoch, 31. Juli 12.15 Oase: Besinnung über Mittag, Pfr. W. Schneebeli

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 28. Juli 10.00 Gottesdienst mit Pfr. Jörg Häberli, Langnau a.A.

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 28. Juli 2019 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Kappel mit Pfarrer Christoph Hürlimann

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 28. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Ottenbach mit Pfarrerin Sonja Weisenhorn. Fahrdienst auf Anfrage bei M. Möckli, Tel. 079 434 33 86

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntag, 28. Juli 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel mit Pfr. Ch. Hürlimann

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 28. Juli Regionalgottesdienst in Mettmenstetten Donnerstag, 1. August Nationalfeiertag 20.00 Glockenläuten für die Heimat

Ref. Kirche Maschwanden Sonntag, 28. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Mettmenstetten

Ref. Kirche Mettmenstetten Freitag, 26. Juli Es findet kein Erzählcafé statt. Sonntag, 28. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Mettmenstetten Pfarrerin Susanne Wey Orgel Ursula Hauser www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden Sonntag, 28. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in der Kirche Ottenbach mit Pfrn. Sonja Weisenhorn www.kircheobfelden.ch

Sonntag, 28. Juli 9.30 Regionalgottesdienst in Kappel Pfr. Christoph Hürlimann

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 28. Juli 10.00 Kirche Wettswil: Gottesdienst mit Pfr. Kurt Gautschi

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 27. Juli 17.30 Eucharistiefeier mit Gastpriester Alphons Brunner Sonntag, 28. Juli 9.00 Eucharistiefeier mit Gastpriester Alphons Brunner, anschl. Chilekafi 19.00 Keine Santa Messa Freitag, 2. August 9.15 Kein Gottesdienst

Kath. Kirche Bonstetten Sonntag, 28. Juli 10.00 Hl. Messe Dienstag. 30. Juli 19.30 Hl. Messe Freitag, 2. August 9.00 Herz-Jesu-Gottesdienst

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 27. Juli 17.00 Eucharistiefeier

Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 28. Juli 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. L. Huber Orgel: A. Bozzola Anschliessend Chilekafi

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 28. Juli 10.30 Eucharistiefeier mit Gastpriester Alphons Brunner Donnerstag, 1. August 9.00 Eucharistiefeier mit Gastpriester Alphons Brunner

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Sonntag, 28. Juli 10.00 Gottesdienst Hans Ueli Beereuter Kinderhüeti Montag, 29. Juli 12.00 Mittagstisch Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 28. Juli 10.00 Gottesdienst in der Heilsarmee Brass Band Kinderprogramm mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Freitag, 26. Juli Ab 17.00 Uhr Café Chazon – Kaffee offen für alle an der Wiesenstrasse 10 Sonntag, 28. Juli 10.00 Gottesdienst mit Predigt von Othmar Wyss Hüeti und KingsKids mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

August-Programm 2019 Dienstag, 6./13./20./27. August 2019 SENIOREN 60plus Gemeinsames Spiel und Gespräche 14 Uhr, Chilehuus im Park, Affoltern Th. Seeburger+Team, 044 761 58 94 Mittwoch, 21./28.August 2019 FITNESS ab 60 Seniorenturnen für sie und ihn Turnhallen: Ennetgraben: 12.45 und 14.00 Uhr Zwillikon: 13.45 Uhr Donnerstag, 8. August 2019 SENIORENTREFF Wurstessen zu Drehorgelklängen 14.00 Uhr Chilehuus im Park Ausk.: Vreni Eugster, 044 761 53 67 Donnerstag, 8. August 2019 WANDERUNG Rüdlingen – Rheinau – Dachsen Wanderzeit: 3¾ Std. 7.30 Uhr, Bahnhof Affoltern Leitg./Anmeldung: Marcel Ineichen 044 760 44 02 Donnerstag, 22. August 2019 SPAZIERGRUPPE Waltenschwil – Besenbüren Spazieren: 1½ Std. 9.10 Uhr, Bahnhof Affoltern Leitg.: An-/Abmeldung: Guido Jud 044 761 28 91

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20

Donnerstag, 22. August 2019 BERGWANDERUNG Oeschinensee Wanderzeit: 4 Std. 5.45 Uhr, Bahnhof Affoltern Billett selber lösen Tageskarte oder Sparbillett Picknick oder Bergrestaurant Leitg. / Anmeldung: Hans Heierli 044 761 71 43 Anm. für Wand. und Exk. jeweils bis spätestens Dienstag, 19.00 Uhr

Sonntag, 28. Juli 10.30 Gottesdienst Thema: Freude – Freudenräuber im Leben Kinderhort Sonntagsschulen Sammelklasse www.etg-mettmenstetten.ch

Pro Senectute Ortsvertretung Tavolata, So, 11. August, 12.00 Uhr An-/Abmeldung: Heidi Kleinhans, 044 761 09 88 Mittagstisch, Do, 29. August, 11.15 Uhr An-/Abmeldung: Regina Helfer, 044 761 03 91

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 28. Juli 10.00 Gottesdienst und Kinderprogramm mehr unter www.pga.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 10.00 Klassenzeit 11.00 Abendmahlsversammlung Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


Veranstaltungen agenda

Samstag, 27. Juli Affoltern am Albis 08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen und Gestecke, Bioprodukte, frisches Brot und Gebäck, Pasta, Konfitüren, griechische und persische Köstlichkeiten, exotische Früchte, italienische Spezialitäten. Marktplatz.

Zwillikon ab 14.00: «Feschti Wal». Open Air mit Kinderattraktionen und ab 15.00 Uhr Livemusik: Lieberherr (Rock), Central8 (Alternative Pop), Sohnderbar (Punk), Extrafish (Balkan Daba Dub), Hazer Baba (Dub). Eintritt: 25.-, Legi/AHV: 15.-, Kinder U16 gratis. Kleinkaliberschützenhaus Chüeweidhölzli.

Mittwoch, 31. Juli Affoltern am Albis 15.00-18.00: Jugendarbeit Affoltern: Freestyle Monat - Spielmobil und gratis Snackbar@Skateanlage. Schulhausplatz Butzen. ja-aaa.ch. Ab 17.00: BBQ at CQ und Rockabilly. Bar mit Ämtler Bier, Grill ab 18 Uhr. «Kate Late and the Early Birds» (Zürich) und «Ed Philips and the Memphis Patrol» (Budapest). Die Gäste dürfen gerne im 50er-Styling kommen und mit Oldtimern anrollen. CQ Bar, Bahnhofplatz.

Kappel am Albis 17.00: KEIN offenes Singen während der Schulferien in der Klosterkirche Kappel. Kappelerhof 5.

Donnerstag, 1. August Kappel am Albis 13.30: KEINE Führung durch die Klosteranlage Kappel Kappelerhof 5.

Stallikon 18.00-22.00: 1.-August-BarbecuePlausch mit Feuerwerk. Hotel Restaurant Uto Kulm. Üetliberg.

Wettswil

Freitag, 26. Juli 2019

«Doktorspiele meets Wettswil» Fabian Unteregger am Vierzgerfäscht Fabian Unteregger ist zurück, nicht nur als Arzt, sondern mit einer brandneuen Comedyshow. Und so kann das Vierzgerfäscht 2019 mit einer erstklassigen Comedy-Night fulminant starten. In seinem neuen, abendfüllenden Bühnenprogramm nimmt der aus Zürich stammende Komiker Fabian Unteregger temporeich, frech und gewinnend Themen rund um den Menschen, die Gesundheit und den Schweizer Alltag ins Visier. Was er als Arzt (Abschluss Medizinstudium Herbst 2014) und Lebensmittelingenieur ETH in den letzten Jahren erlebt hat, reicht gut und gerne für ein abendfüllendes Standup-Programm. Wer aber nun mit einem öden wissenschaftlichen Vortrag rechnet, liegt

ganz und gar daneben, denn natürlich kommen auch die Fans seiner SRF3 Kult-Sendung «Zum Glück ist Freitag» nicht zu kurz. Extra für das Vierzgerfäscht kreiert er das Spezialprogramm «Doktorspiele meets Wettswil», welches die eine oder andere Überraschung verspricht und alle begeistern wird. Die Comedy-Night startet am Freitag, 30. August, um 20 Uhr im grossen Zelt des Festgeländes beim Schulhaus Mettlen in Wettswil. Türöffnung ist bereits um 18 Uhr, ab dann werden die Gäste mit einem breiten Sortiment vom Grill, mit Pommes und selbstgemachten kambodschanischen Nudelgerichten sowie vielfältigen Desserts verwöhnt. Dazu ein feines Glas Wein und ein erfrischender Schwatz mit Bekannten aus dem Säuliamt – was will man mehr ...? Claudio Schödler

Als hommage an den grossen Regisseur Billy Wilder zeigt das Kino Kafimüli «Manche mögens heiss» mit Marilyn Monroe und den beiden Komikern Jack Lemmon und Tony Curtis in den Hauptrollen. Der Film spielt in der Zeit der Roaring Twenties (1929). Zwei Musiker Jerry (Jack Lemmon) und Joe (Tony Curtis) werden in Chicago Zeugen eines Massakers der Mafia. Um den Killern zu entkommen, tauchen sie, als Frauen verkleidet, als Daphne und Josephine in einer Damenkapelle unter, die auf

dem Weg nach Florida ist. Schon auf der Zugfahrt verlieben sich beide in die bildhübsche Sugar (Marilyn Monroe). Die von der resoluten Sweet Sue und dem Manager Beinstock geleitete Kapelle ist gebucht für das Hotel Seminole Ritz in Miami. Von da an wirds ziemlich turbulent. Während sich in Florida ein älterer Millionär in Daphne (Jerry) verliebt, will ein Hotelpage unbedingt mit Josephine (Joe) anbandeln. Doch Joe, verkleidet als Millionenerbe Shell Junior, macht sich an die Sängerin Sugar (Marilyn Monroe) heran. Es folgen wunderbare Szenen mit Daphne und Osgood, dem Millionär beim Tango-

Aeugst am Albis

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: Elastolin Spielzeug der Firma Hausser. Zirkus, Bauernhof, Schweizer Armee, Zoo, Indianer, Ritterburgen, usw. Mi-So, 11-17 Uhr. Bis Ende 2019. anzeige

Comedy-Night am Freitag, 30. August, 20 Uhr

in Wettswil. Tickets unter www.vierzgerfaescht.ch

(Türöffnung 18 Uhr) im Zelt beim Schulhaus Mettlen

oder direkt in der Bibliothek Wettswil.

«Some like it hot» am 9. August im Zentrum Kafimüli in Stallikon

Ausstellungen

Aeugstertal

Fürs Vierzgerfäscht hat Fabian Unteregger ein Spezialprogramm kreiert. (Bild zvg.)

Perfekt für den lauen Sommerabend

10.00-14.00: Die Bibliothek ist während des 1.-August-Brunches geöffnet. Um 12.00 Uhr erzählt die Bibliothekarin Geschichten für Kinder ab 4 Jahren. Bibliothek, Dettenbühlstrasse 1.

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «Weitwanderung als Auszeit». Adrian Brennwald - in 64 Tagen über die Ruote Via Alpina von Triest nach Monaco. Fotoausstellung. Mo, 8-11.30/16-18.15, Di/Do, 8-11.30, Mi, 8-11.30/1416.30 Uhr. Bis 12. September.

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tanzen und zwischen Daphne und Joe beim Rendez-vous auf der Yacht von Osgood. Auch die Mafia sorgt im Seminole Ritz für Aufregung. Zum Schluss beichten Daphne und Josephine ihr falsches Spiel. Doch Sugar ist über beide Ohren in Joe verliebt. Und Mr. Osgood lässt sich von seinem Vorhaben, Daphne zu heiraten, auch nicht ausreden, als diese ihre Perücke abnimmt und gesteht, dass sie ein Mann ist. Well, nobody’s perfect – ist die Antwort des verliebten Millionärs.

Billy Wilder, 1906-2002 Der österreichisch-amerikanische Doppelbürger gehört zu den berühmtesten Regisseuren der Kinogeschichte. Seine Filme wie beispielsweise «The Apartment», «Zeugin der Anklage», oder «Das verflixte 7. Jahr» sind zeitlose Kinoklassiker. Billy Wilder meinte in einem Interview mit der Zeitung «Der Tagesspiegel»: «Es gibt drei wichtige Regeln beim Filmemachen: Du sollst nicht langweilen, du sollst nicht langweilen und du sollst nicht langweilen!» (pd.) Freitag, 9. August, Türöffnung 19.30 Uhr, Filmbeginn: 20.15 Uhr. Filmsprache: Englisch, mit deutschen Untertiteln. Eintritt frei, Kollekte. Verkauf von Getränken und Snacks, Keine Reservierung. Zentrum Kafimüli, Weidhogerweg 11

Ein Filmklassiker: «Some like it hot». (Bild zvg.)

agenda-einträge Veranstaltungshinweise für die Agenda jeweils bis spätestens Dienstag, 12 Uhr an: agenda@affolteranzeiger.ch. Oder per Post: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, Agenda, 8910 Affoltern am Albis

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(oberhalb Gemeindehaus), Stallikon.

Brunch zum 1. August Seit Jahren ist es in Wettswil Tradition, den Nationalfeiertag am 1. August mit einem reichhaltigen Brunch zu zelebrieren. Dieses Jahr wird der Brunch durch den Tennisclub Wettswil betreut. Das Organisationskomitee freut sich, wenn viele Gäste mit Freunden, Bekannten und mit der ganzen Familie an diesem wunderbaren Nationalfeiertag teilnehmen. Für ein reichhaltiges Buffet und Feststimmung ist gesorgt. Der Brunch findet ab 10 Uhr beim neuen Schulhaus Ägerten statt. Philipp Bochsler, TC Wettswil anzeige


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Sport

Freitag, 26. Juli 2019

Team Koach mit Grossaufgebot in Zürich Mäni Hefti gewinnt AK als ältester Finisher in hervorragender Zeit Am Sonntag gewann Mäni Hefti einmal mehr sein Hawaii-Slot beim Ironman, während am Samstag Stephan Meinecke seine Altersklasse über die olympische Distanz gewann. Meinecke, der sich bereits im letzten Herbst für die WM auf Hawaii qualifizierte, nutzte die Chance zu einem Aufbauwettkampf. Coach Kurt Müller durfte am Sonntagabend wieder einmal strahlen: Sein Team hatte mit 13 Finishern beim Ironman und 11 Finishern über die olympische Distanz geglänzt. Weitere Teammitglieder hatten an Rennen über kürzere Distanzen teilgenommen. Im Clubranking, bei dem die fünf besten Ironman-Einzelresultate zählen, errang Team Koach Rang drei. Müller war zwei Tage lang ununterbrochen auf den Beinen, um seine Athletinnen und Athleten nach Kräften zu unterstützen. «Wichtig ist mir die Breite des Teams», stellt Kurt Müller fest, «wir haben Finisher zwischen 18 und 71, von der Newcomerin bis zum Profi.» Seit diesem Jahr trainiert Kurt Müller den neunfachen Zürich-Champion Ronnie Schildknecht, der als 5. ProfiTriathlet in Zürich zeigte, dass er auch mit 40 Jahren durchaus noch konkurrenzfähig ist. Kurt Müller kennt alle seine Athletinnen und Athleten und hilft ihnen, Ziele zu setzen, die fordern, aber nicht überfordern. Während er die Jungen schrittweise an höhere Ziele heranführt, sucht er bei erfahrenen Athleten wie Ronnie Schildknecht das richtige Mass zwischen neuen Trainingsimpulsen und genügend Raum für deren eigenen Willen. Spitzenresultate erzielten beim Ironman ausser Mäni Hefti auch Stefan Schmid und Bernhard Schneider als Vierte ihrer Altersklasse, André Weber, der dieses Jahr auf das HawaiiSlot verzichtete, als Fünfter und David Koster als Sechster. Über die olympische Distanz lieferten, neben Stephan Meinecke, Malin Gren und Erika Schmid als Zweite, Raphael Arnold als Dritter, Manuel Schönbächler als Vierter sowie Olivier Herbelin und Hans Koch als Fünfte ihrer Altersklasse die Spitzenresultate. Raphael Arnold zählt zusammen mit seinem Bruder Manuel, der als Unter-18-Jähriger in Zürich noch nicht starten durfte, zu den Nachwuchshoffnungen im Team Koach. Raphael stieg als erster Amateur aus dem Wasser, hielt die Spitzenposition auf dem Rad und musste erst beim Laufen seinem horrenden Tempo Tribut zollen. «Solche Erfahrungen sind wichtig», stellt Kurt Müller fest, «niemand kann

aus dem Stand einen Triathlon mit internationaler Besetzung gewinnen. Manuel kann jetzt als 18-Jähriger erstmals über die olympische Distanz starten, hier müssen die Kräfte anders eingeteilt werden als bei den kürzeren Strecken der Junioren. Mit der Erfahrung lernt man, die Kräfte immer besser einzuteilen.» Kurt Müller bedauert, dass der Ironman ab nächstem Jahr in Thun stattfindet, weil sich die Stadt Zürich nicht darum bemüht hat, den ältesten Ironman in Europa hierzubehalten: «In zwei Tagen konnten hier alle die für sie passende Distanz wählen. Wir hatten enorm viel Publikum, und überall entdeckte man die Farben des Teams Koach: Wer beim Ironman startete, unterstützte die Teamkollegen am Samstag, und am Sonntag war fast das ganze Team unterwegs, um die Ironman-Athleten anzufeuern. Solche Anlässe sind enorm wichtig für den Team Spirit.» Er hofft daher, dass das Angebot über die kürzeren Distanzen so ausgebaut wird, dass Zürich weiterhin ein attraktives Triathlon-Weekend anbietet. (tk)

Mäni Hefti, Sieger der Altersklasse 70-74, traf als ältester Finisher des Ironman nach 12:30 Stunden im Ziel ein. Auf dem Bild befindet er sich im Aufstieg kurz vor dem Heartbreak Hill in Kilchberg. (Bild Erika Schmid)

Ein furioser Abschied aus Zürich Die Ämtler am Ironman Switzerland Der letzte Ironman Switzerland in Zürich forderte nochmals alles: Das Wetter wechselte von Starkregen zu Sommerhitze, Baustellen führten zu anspruchsvollen Anpassungen der Radstrecke. Schade, dass die Stadt Zürich den Ironman nicht halten wollte – das enthusiastische Publikum, die motivierten Helfer, die Athleten aus der ganzen Welt hätten es verdient. Heftiger Regen setzte ein, als knapp ein Viertel der Athletinnen und Athleten das Wasser verlassen hatte: Die ersten flachen Kilometer auf den von Wasserlachen gespickten Strassen um das Seebecken forderten von Beginn weg volle Konzentration, während Triathletinnen und Triathleten, die beim Einbruch der Ströme von oben die 3.8-KilometerSchwimmstrecke noch nicht beendet hatten, fasziniert berichteten, wie es sich anfühlt, wenn oben und unten Wasser ist. Die Streckenänderungen aufgrund einiger Baustellen führten zwar zu einer auf 175 Kilometer verkürzten Strecke, dennoch zu länge-

ren Radzeiten, da neue steile Aufstiege und technisch anspruchsvolle Abfahrten hinzukamen. Äusserst attraktiv war die Fahrt durch die Stäfner Rebberge, anfangs mit einem 250-Meter-Aufstieg mit durchschnittlich zwölf Prozent, gefolgt von einem Hausecken-Rennen durch Wohnquartiere zurück zur Seestrasse hinunter. Bei Männedorf führte die Umfahrung der Baustelle zu Steigungen bis zu 16 Prozent, in Küsnacht die dritte Umfahrung zu einer noch steileren, engen und kurvigen Abfahrt. Wäre es nicht der letzte Ironman in Zürich gewesen, man hätte sich gewünscht, dass diese Änderungen beibehalten würden.

man-Zirkus, die viele ab dem nächsten Jahr schmerzlich vermissen werden. Einmalig auch der Zieleinlauf, an dem jede der vier Runden unmittelbar vorbeiführt: Mentales Doping, wenn man weiss, dass man noch 31.7, dann 21.2, dann 10.7 Kilometer vor sich hat und sich fragt, ob man die nächste Runde wohl auch noch schafft. Schnellster der sechs Ämtler, die das Ziel des Ironman erreichten, war Daniel Studer aus Hausen, gefolgt von der einzigen Ämtlerin, Sandra Wolf aus Affoltern. Im Wasser und auf dem Rad war Matthias Real, Stallikon, der Schnellste aus dem Bezirk Affoltern, doch Daniel Studer schuf beim Marathon den Unterschied.

Aeugst, gewannen ihre Altersklasse, Roman Hofstetter, Bonstetten, und Manuel Schönbächler, Mettmenstetten, wurden Vierte, Olivier Herbelin, Bonstetten, und Tim Gray, Wettswil, Fünfte. Als eigentliche TriathlonHochburg erwies sich Bonstetten, denn auch Désirée Huber und Tim Müller zeigten starke Leistungen. (bs) Die Resultate der Ämtler Ironman (3.8 km Schwimmen, 175 Rad, 42.2 Laufen): Bernhard Schneider, Ottenbach, 4. M60-64,11:31:16; Sandra Wolf, Affoltern, 8. W30-34, 10:52:51; Daniel Studer, Hausen, 46. M 30-34, 10:21:44; Matthias Real, Stallikon, 82. M35-39, 11:11:03; Marc Gratacos, Obfelden, 103. M40-44, 11:20:22; Andreas von Escher, Obfelden, 163. M35-39, 13:23:52.

Mentales Doping

AK-Siege von Re Cecconi und Fässler

Höhepunkt des Raderlebnisses war allerdings wie immer der Heartbreak Hill in Kilchberg, wie jedes Jahr ein extremer Publikums-Magnet, der das Gefühl eines Schlussaufstiegs an der Tour de France vermittelt. Mittlerweile hatte sich der Sommer zurückgemeldet und prägte den abschliessenden Marathon, der vom Seebecken zur Innenstadt führt, eine der schönsten Marathon-Strecken des ganzen Iron-

Der Ironman 5150 über die olympische Distanz war am Samstag bei schönstem Sommerwetter, das manche Schweisstropfen forderte, über die Bühne gegangen. Dieser Wettkampf bleibt in Zürich und wird idealerweise noch aufgewertet. Neun Finisher aus dem Bezirk Affoltern zeigten zum Teil hervorragende Leistungen: Luca Re Cecconi, Bonstetten, und Christian Fässler,

5150 über die olympische Distanz (1.5 km Schwimmen, 40 Rad, 10 Laufen): Luca Re Cecconi, Bonstetten, 1.M35-39, 2:03:08 ; Christian Faessler, Aeugst, 1. M40-44, 2:08:22; Roman Hofstetter, Bonstetten, 4. M30-34, 2:11:54; Manuel, Schönbächler, Mettmenstetten, 4. M35-39, 2:16:53; Olivier Herbelin, Bonstetten, 5. M30-34, 2:13:07; Tim Gray, Wettswil, 5. M50-54, 2:24:45; Désirée Huber, Bonstetten, 10. W30-34, 2:39:53; Tim Müller, Bonstetten, 14. M18-24, 2:37:01; Pawel Gawor, Obfelden, 114. M30-34, 3:01:21.

Die Nachwuchspiloten waren am Steuer Kunstflugtraining des Nachwuchses auf dem Modellflugplatz der Modellfluggruppe Affoltern (Mgaf) In den vergangenen Wochen übernahmen bei der Modellfluggruppe Affoltern die Jugendlichen das Steuer. Am 17. Juli fand das Schnupperfliegen statt. Auch dieses Jahr lancierte die Region Nordostschweiz (NOS) des schweizerischen Modellflugverbandes ein Jugendförderungsprogramm. Ziel ist, junge interessierte und talentierte Modellflugpiloten an den Wettbewerbskunstflug heranzuführen. Die Interessenten bauten Ende April im Fliegermuseum in Dübendorf gemeinsam ein Wettbewerbsmodell mit der Unterstützung von erfahrenen Modellbauern. Dabei mussten die Flugzeuge

fertig montiert sowie alle Fernsteuerungs- und Antriebskomponenten eingebaut werden. Danach werden mit den Junioren in mehreren gemeinsamen Trainings einzelne Aspekte der Kategorie Elektrokunstflug geübt. Die Piloten müssen dabei ein vorgeschriebenes Kunstflugprogramm fliegen. Dabei gilt es, die Kunstflugfiguren (zum Beispiel Looping, Halbe Kubanacht, Doppelter Immelmann, etc.) in der vorgeschriebenen Reihenfolge zu fliegen. Alle Figuren müssen gleichmässig gross geflogen werden und immer genau vor dem Piloten platziert werden. Gar nicht so einfach, wenn der Wind das Modellflugzeug noch durchschüttelt.

Schnupperfliegen im Ferienprogramm Schon seit einigen Jahren führt die Mgaf im Rahmen des Pro-Juventute-Ferienprogrammes jeweils ein Schnupperfliegen für interessierte Schüler durch. Auch dieses Jahr konnten sich elf Schüler sich auf einen interessanten und lehrreichen Tag freuen. Bei bestem Wetter konnten einige Mitglieder der Mgaf am 17. Juli aufgeregte Schüler auf dem Modellflugplatz in Empfang nehmen. Zuerst gab es eine kurze Einführung, Dann gings aber sofort los mit dem praktischen Teil. Es standen mehrere Modellflugzeuge zur Verfügung. Alle waren mit einer «Lehrer-Schüler» Fernsteuerung

ausgerüstet. Zuerst wurde das Modell vom «Lehrer» in die Höhe gebracht und dann den «Schülern» übergeben. Falls es dann einmal eine kritische Situation gab, konnte der Lehrer per Knopfdruck auf seiner Steuerung wieder übernehmen. Die Schüler lernten so die Tücken des Modellfliegens kennen: Flieg ich jetzt von mir weg oder auf mich zu? Links ist eben nicht links, wenn ich auf mich zufliege. Gleichzeitig konnte das Fliegen auch noch auf einem Computer mit Flugsimulator geübt werden. Am Ende des Tages wurde ein Wettbewerb durchgeführt, bei dem die Jungpiloten zeigen konnten, was sie an diesem Tag gelernt hatten. (pd.)

Start des Modells unter Aufsicht des Experten. (Bild zvg.)


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Freitag, 26. Juli 2019

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Heisse Boliden bei heissen Temperaturen Zwei Ämtler am 17. Indianapolis auf der Offenen Rennbahn Oerlikon Zum 17. Mal drehten am Indianapolis historische Rennwagen und Motorräder in der Steilwandbahn der Offenen Rennbahn in Oerlikon ihre Runden. Der Anlass ist seit Jahren ein beliebtes Treffen für Radsport- und Motorsportfans. ................................................... von marianne voss Das Thermometer kletterte am Dienstagnachmittag in der Stadt Zürich auf fast 35 Grad. Die Offene Rennbahn wurde wahrhaftig zu einem heissen Ofen. Das konnte den Freunden des Bahnrad- und Motorsports nichts anhaben. Sie strömten in Scharen herbei, von Jung bis Alt, rund 5000 an der Zahl. Die Stimmung war trotz Gedränge und Hitze fröhlich und locker. Am traditionellen Indianapolis – organisiert von der IG Offene Rennbahn Oerlikon – sind die Zuschauerinnen und Zuschauer unmittelbar am Geschehen dran. Sie können die Fahrzeuge und ihre Fahrer hautnah erleben. Im Innenraum präsentierten sich über 60 schöne Oldtimer der Kategorien Renn- und Sportwagen, Indy-Cars, zahlreiche Motorräder und Gespanne aus den Jahren 1920 bis 1968. Darunter befanden sich viele liebevoll gepflegte, kostbare Unikate. Die Fans flanierten zwischen den historischen Rennwagen und Motorrädern umher, betrachteten sie ehrfürchtig und bewundernd, fachsimpelten und machten Selfies. Die Gespräche drehten sich um Motoren oder PS. Da und dort war ein bekanntes Gesicht aus dem Säuliamt zu sehen. Nicht verwunderlich, denn schliesslich waren zwei Fahrer aus dem

Dominik Muheim aus Ebertswil mit seinem Kreidler RennMotorrad. Bezirk Affoltern mit ihren historischen Fahrzeugen dabei: Luciano Arnold aus Stallikon mit seinem Brabham BT36 mit Jahrgang 1971 und Dominik Muheim aus Ebertswil mit seinem Original-GP-Renn-Motorrad Kreidler GP 50 mit Jahrgang 1973.

Auch Frauen am Steuer Um 17.30 Uhr begannen die ersten Motoren zu dröhnen und zu knattern, ab 18 Uhr starteten die Renn- und Sportwagen sowie die Motorräder in verschiedenen Gruppen. Das Tempo war beachtlich, und beim Anblick der Boliden oder zweirädrigen Gefährte in der Steilwand der Rennbahn wurde

Kurz vor dem Start zur ersten Demorunde: Luciano Arnold am Steuer seines Brabham BT36. (Bilder Marianne Voss)

einem fast schwindlig. Beachtlich war auch der Lärmpegel, der ein Verstehen der Ansagen verunmöglichte. Doch das störte niemanden, denn schliesslich war man ja wegen der lauten Motoren hierhergekommen. Es war nicht nur hörenswert, sondern auch sehenswert, die historischen Fahrzeuge bei ihren rasanten Runden zu beobachten. Unter anderen konnten ein ehemaliger Formel-1Rennwagen Maserati 250F und auch ein Bugatti Type 35A bewundert werden, letzterer gefahren von Caroline Bugatti, der Enkelin des Patrons Ettore Bugatti. Neben ihr waren auch drei weitere Frauen am Steuer von Rennwagen oder Motorrädern.

Herausforderung in der Steilwand Luciano Arnold erklärte der Besucherin vom «Anzeiger» die Besonderheiten dieser Rennbahn, die vor über 100 Jahren für den Radsport erstellt wurde. Es sei ein ganz anderes Fahren mit besonderen Emotionen und auch eine Herausforderung. «Der Anpressdruck ist stark, und es ist eng. Da muss man gut aufpassen.» Die Demonstrationsrunden machten ihm Spass. Im Gegensatz zu anderen Rennen, an denen er international teilnimmt, geht es beim Indianapolis nicht darum, der Schnellste zu sein, sondern um die Show. Dominik Muheim ist lieber auf zwei Rädern un-

terwegs. «Das Gefühl auf dem Motorrad in der Steilwand ist viel intensiver, es ist mehr Action.» Auf seinem kleinen Zweirad sitze er tief, nahe dem Boden. «Und mein Motorrad ist sehr leicht, fast wie ein Mofa, es hat 18 PS und 50 Kubikzentimeter. Ich fahre hier in der Rennbahn maximal mit 120 Stundenkilometern.» Zwischen den lauten Runden wurde es auch leise in der Rennbahn, denn dann fanden verschiedene Wettkämpfe der Bahnrad-Elite statt. So wechselten sich während des Anlasses fast nahtlos laut und leise ab – ein schönes und harmonisches Miteinander verschiedener Sportarten und Liebhabereien.

Nur wenige Retuschen beim Ämtler Erstligisten

Kampfkunst-Mulimpia: Medaille für Ämtlerin

Beim FC Wettswil-Bonstetten ist Kontinuität angesagt

Die 4. World Mulimpia, die Olympischen Spiele der asiatischen Kampfkünste, bescherte Ottenbach auch 2019 wieder Edelmetall: Carolyn Held holte im Bambusschnitt der Kategorie Frauen 1./2. Dan, welche als einzige Disziplin in der koreanischen Schwertkampfkunst Haidong Gumdo immer mit einem scharfen Schwert ausgeführt wird, die Silbermedaille. Mit höchster Präzision zerteilte sie die Bambusrohre mit mehreren 45-GradSchnitten in kleine Stücke – zur Freude ihres frisch angetrauten koreanischen Ehemannes und der wiederum erfolgreichen Schweizer MulimpiaDelegation. Dem zweiten Ottenbacher Haidong-Gumdo-Wettkämpfer, Michael Leiser, war das Glück diesmal nicht so hold: Er schied äusserst knapp in der Vorrunde aus. Insgesamt nahmen 3500 Personen aus 50 Nationen an Mulimpia teil, darunter elf Schweizer. Die Schweizer Nationalmannschaft klassierte sich mit einer Gold-, vier Silber- und einer Bronzemedaille auf Rang 3 des Medaillenspiegels. (pd.)

Das Gros der erfolgreichen Equipe aus der vergangenen Saison bleibt zusammen, sicher auch ein gutes Zeichen bezüglich Zusammenarbeit. Auch in der kommenden Saison gilt es primär, die Klasse zu halten, je nach Saisonverlauf können die Ziele angepasst werden. ................................................... von andreas wyniger Wie gut die Harmonie um Mannschaft, Trainerstab und Vereinsverantwortliche ist, beweist die Tatsache, dass – anders als auch schon – kaum Kadermutationen zu vermelden sind. Während sich Mollet und Zoller in Richtung Zug 94 verabschiedeten, suchen Gashi, Loosli und Massaro neue Herausforderungen. Neu begrüssen in der rotschwarzen WB-Familie darf man Nicolas Peter (ex Zug 94) und Philipp Allemann (Zurück von Thalwil). Besonders erfreulich, dass mit Gian Wick wieder ein Eigengewächs den Sprung aus den Junioren ins Kader der ersten Mannschaft geschafft hat. Als Fastzugänge dürfen wohl auch die nach schweren Verletzungen und langen Pausen zurückkehrenden Claudio Thalmann (Kreuzbandriss) und Yannick Hager (Fussbruch) bezeichnet werden. «Wer uns verlassen wollte, dem legten wir keine Steine in den Weg, bei Neuverpflichtungen gingen wir punktuell und geruhsam vor. Bereits eine Woche nach Saisonschluss stand unser Kader für die kommende Erstligasaison», kommentiert Sportchef Stephan Zollinger die personellen

WB ist schon in guter Torlaune, hier Lugos Kopfballtreffer beim 4:3-Sieg im Testspiel gegen Zug 94. (Bild Kaspar Köchli) Veränderungen sehr zufrieden. «Hauptverstärkung des Vereins ist sowieso unser neues Hauptspielfeld, welches dem Verein stark verbesserte Trainingsmöglichkeiten und entsprechende Ressourcen bringen», doppelt Präsident Markus Fischer nach. Bei den Rotschwarzen aus dem Säuliamt weiss man zudem haargenau, wie man sich und die immer noch herausragende Situation mit einem Erstligateam einschätzen muss. «Auch wenn zum Teil sehr hochgesteckte Erwartungen im Umfeld gehegt werden, ist uns sehr wohl bewusst, dass es alles andere als selbstverständlich ist, auf diesem Niveau, zu welchem auch die übrigen Aktivmannschaften (II 2. Liga, III und IV 4. Liga) und Juniorenteams (U.a. A- u. B Coca Cola League) beitragen, zu bestehen. Wir sind stolz darauf und sind bereit, auch in Zukunft bestmögliche Arbeit abzuliefern, um diesen Zustand zu halten», fügt Fischer weiter hinzu. Mit der entsprechenden Demut will man darum auch in die neue Saison steigen. Jeder Schritt nach vorn muss

hart erarbeitet werden, immer das nächste soll das wichtigste Spiel sein. Man will sich schnellstmöglich von den hintersten Tabellenregionen verabschieden und sich im oberen Mittelfeld der Tabelle festbeissen.

Jubiläumsjahr mit Höhepunkten Der FCWB begeht heuer sein 40-Jahre-Jubiläum. Dieses wird zusammen mit der Platzeinweihung über das Wochenende vom 7. und 8. September gefeiert. Nebst einem Festbankett mit Apéro und Abendunterhaltung steht auch ein Spiel des Fanionteams gegen die Superleague Mannschaft des FC Zürich auf dem Programm. Um dieses Spektakel zu erleben, aber auch, um die Geselligkeit innerhalb des Vereins zu geniessen, können ab sofort Festkarten (inklusive Apéro, Nachtessen, Abendunterhaltung und Eintritt FCZMatch) bestellt werden. Aufgrund der sehr grossen Nachfrage empfiehlt der FCWB unbedingt, die Karten schnellstmöglich zu bestellen (Online via www.fcwb.ch/Anlässe).

Bereits am 24. und 25. August spielt die Erste Mannschaft zudem anlässlich des 32stel-Finals im Schweizer Cup. Die Auslosung durch den Fussballverband ergab das interessante Los FC Wohlen, ein Erstligist der Gruppe 2. Ausgetragen wird die Partie im schmucken Wohler Stadion. Meisterschaftsbeginn in der 1. Liga ist bereits am 4. August mit dem Auswärtsspiel beim FC St. Gallen. Somit steht dem FCWB ein «heisser» Sommer bevor und der ganze Verein freut sich darauf, diesen mit vielen Anhängern, Mitgliedern und Sympathisanten erleben zu dürfen. Überblick nächste Testspiele: Sonntag, 28. Juli, 14 Uhr: Oerlikon- Polizei – FCWB 3; Mittwoch, 31. Juli, 19 Uhr: Wollishofen – FCWB 1; Mittwoch, 7. August, 20 Uhr: Jun. A (CCL) – Hausen (3. Liga); Freitag, 9. August, 20 Uhr: Affoltern a/A 2 – FCWB 3 und 20.15 Uhr: Niederwil – FCWB 2; Sonntag, 11. August, 14 Uhr: Jun. A (CCL) – SV Höngg und 16.30 Jun. Bb – Zug 94; Mittwoch, 14. August, 20 Uhr: Jun. A (CCL) – Rothenburg; Samstag, 17. August, 10.30 Uhr: Hünenberg – Jun. Da; Mittwoch, 21. August, 20 Uhr: Jun. Bb – Urdorf.

Carolyn Held nimmt die Gratulation von Michael Leiser entgegen. (Bild zvg.)


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Extra

Freitag, 26. Juli 2019

zwischen-ruf

Das Auto Detektiv Adrian Aegerter ermittelt – Ratekrimi im «Anzeiger» Sie möchten mit mir hier in Ihrem «Anzeiger» ermitteln? Das ist wunderbar! Also lösen wir doch gleich mal unseren nächsten Fall gemeinsam …

Alpaufzug. (Bild Urs Sigg)

Tiere sommern auf der Glatt-Alp Über 500 Kühe, Rinder, Pferde, Schweine und Geissen geniessen ihren Sommer auf der Glatt-Alp, rund 1853 Meter über Meer. Die Glattalp liegt im Kanton Schwyz, Richtung Muotathal, zuhinterst im Bisistal. Am 20. Juni nahmen die letzten von rund 500 Tieren, die dort übersommern, die Kühe, die Rinder und die Kälber den steilen und beschwerlichen Aufstieg unter ihre Hufe. Damit es auf dem Aufstieg für die Tiere nicht zu Überholmanövern kommt – der Wanderweg ist nicht immer sehr breit – werden zuerst die jüngeren und geübten Tiere auf den Aufstiegen gelassen. Vorne an der Spitze immer zwei bis drei Treiber, welche die Tiere im Zaume halten und ihnen den richtigen Weg weisen. Die jüngeren Tiere bewältigen die gut 700 Höhenmeter in 75 Minuten. Bei diesem Tempo müssen auch die Damen und Herren an der Spitze gut zu Fuss sein. Die Tiere drängeln und wollen auf ihre Sommerweide. Man könnte fast den Eindruck erhalten, sie freuen sich auf die Alp und den Sommer, welcher für sie frisches Gras und saftige Kräuter bedeutet. Den Kälbern merkt man die Nervosität an. Aber die Mutterkühe weisen ihnen den Weg und geleiten sie mit Ruhe und Sicherheit bis nach oben. Kurz vor dem Gipfel, bevor es nochmals richtig steil wird, liegt ein kleiner See. Da sind die Treiber und Treiberinnen gefordert. Denn das Wasser lockt, um den Durst zu stillen und ein kleines Bad zu nehmen. Ungefährlich sind solche Ausbrüche nicht, denn die Bergflanken sind voller Geröll und sehr steil. Nach einer Stunde Aufstieg in einem sehr forschen Tempo spüren auch die Treiber und Treiberinnen die Anstrengung. Der letzte Aufstieg erinnert an eine Bergankunft an der Tour de Suisse: Oben auf der Krete werden die «Athleten» von den Touristen und Einheimischen mit einem Juchzer empfangen. Urs Sigg

«So eine Freude!», rief der Besitzer der Installationsfirma in der Zürichstrasse, als ich den Flachbau des alten Affoltemer Handwerksbetriebes betrat und gleich hinter der gläsernen Eingangstür von zwei jungen Installateuren und einer älteren Sekretärin misstrauisch von oben bis unten betrachtet wurde. «So eine wirklich grosse Freude! Unser lieber Kunde, der Herr Raethlisberger, bemüht sich höchstpersönlich zu uns!» Der Chef legte seitlich einen Arm um mich und schob mich den Gang entlang, genau so, wie eine Mutter ihr Kind in den Arm nehmen und sicher durch einen finsteren Wald geleiten würde. In diesem Fall aber waren die gefährlichen Bäume die beiden Männer und die Frau. Ihnen zwinkerte er verschwörerisch zu, während er mir versprach: «Wir werden Ihre Villa sanitär- und heizungstechnisch auf Vordermann bringen und lüftungs- und klimatechnisch erweitern, wie besprochen, Sie werden begeistert sein, mein Lieber. Kommen Sie, ich zeige Ihnen die Pläne!» In meinem Beruf habe ich gelernt, dass man nicht auf jede ungewöhnliche Situation sofort reagieren muss. Manchmal muss man auch überhaupt nicht reagieren und nur abwarten. Also korrigierte ich nicht, dass ich Aegerter und nicht Raethlisberger heisse, berichtigte nicht, dass ich in einer Mietwohnung lebe und keine Villa besitze, und stellte nicht richtig, dass ich noch nie einen Sanitär- oder Heizungsinstallateur in meinen eigenen vier Wänden begrüsst habe. Ich tat nichts und ich sagte nichts, ich wartete nur ab. Nachdem mich der Chef ohne Zwischenfälle und Zwischenfragen in sein Büro gebracht hatte, schaltete er dort ein Radio ein und liess auch noch Wasser in ein kleines Waschbecken laufen. «Sicherheitsmassnahme, habe ich mal in einem Krimi gesehen!», flüsterte er mir zu. «Es darf absolut niemand mitbekommen, dass ich wegen der Diebstähle in meiner Firma nun sogar einen Detektiv beauftragt habe. Entschuldigen Sie bitte mein kleines Schauspiel!» Er öffnete eine schwarze Tür in einem Regal hinter seinem Schreibtisch, holte mit einem zufriedenen Lächeln eine Flasche Wein und zwei

Adrian Aegerter - Ihr Detektiv aus Affoltern – ermittelt diesen Sommer im «Anzeiger». Gläser heraus und schenkte uns beiden «ein kleines Schlückchen» ein. «Irgendein Idiot klaut hier immer wieder Werkzeug!», erfuhr ich. «Aber nicht irgendwelche Werkzeuge, sondern immer die besten, die neuesten und die teuersten. Wir arbeiten ja hier nicht mit dem Heimwerker-Werkzeug aus dem Hornbach-Baumarkt. Langsam haben die Diebstähle eine Dimension erreicht, die meine Firma bedroht. Deshalb müssen Sie den Dieb finden!» Die firmeneigenen Werkzeuge wurden, wie der Firmeninhaber vermutete, nicht morgens oder mittags, sondern nachmittags gestohlen. «Der Dieb stiehlt nicht, wenn alle da sind, der stiehlt, wenn alle weg sind. Es muss der letzte Mitarbeiter sein, der nachmittags mit seinem letzten Auto den Firmenparkplatz verlässt!» Aus taktischen Gründen ging der Chef vor dem Mittag nach Hause und ich nahm nach dem Mittag meinen Beobachtungsplatz gegenüber dem Parkplatz ein. Sieben Fahrzeuge standen auf dem Parkplatz. Ganz links ein rotes und ganz rechts ein silbernes Auto, neben dem silbernen ein weisses und neben dem roten ein schwarzes, neben dem

schwarzen ein blaues und neben dem weissen ein grünes, und zwischen dem grünen und dem blauen ein gelbes. Zuerst fuhr das dritte Auto von rechts weg, dann das zweite von links, danach von den übrigen Autos das dritte von links, daraufhin von den restlichen das zweite von rechts, später von den nun noch parkenden das dritte von rechts und schliesslich von den verbliebenen das rechte Auto. Und nachdem noch einige Minuten vergangen waren, schleppte ein Handwerker, der sich aufmerksam nach allen nur möglichen Seiten umsah, einen schweren Werkzeugkoffer mit einem wohl noch schwereren Werkzeug und mit einem gemeinen Grinsen zu dem letzten Auto auf dem Parkplatz. Wissen Sie, in welchem Fahrzeug der Werkzeugdieb unterwegs war? Lösung: Nach der Anordnung der Fahrzeuge am Anfang («… ganz links ein rotes und ganz rechts ein silbernes Auto …») steht nach den «Abfahrten» («… zuerst fuhr das dritte Auto von rechts weg, dann das zweite von links …») am Ende nur noch ein Fahrzeug auf dem Parkplatz - weil dieses Fahrzeug

«Du hast mich tausendmal betrogen», sang ich vergnügt zusammen mit Andrea Berg. Freute mich auf den Bodensee, auf Enten im Schilf, Dampfer am Steg und Sonne beim Untergang. Und natürlich auf die anderen elf Teilnehmer an dieser Schreibwoche. War das erste Mal dabei. In Mammern vor dem Hotel Schiff parkte ich und ging zur Rezeption. Nein, ich sei nicht angemeldet, hiess es. «Natüüüürlich!» «Neintutunsleid.» Eine Kurswoche gebe es gar nicht bei ihnen. Und dann meinte eine junge Bedienung noch, ich wolle eventuell nach Mannenbach, drei Dörfer weiter, da sei auch ein Hotel Schiff. Zehn Minuten später parkte ich in Mannenbach beim Hotel Schiff. Nein, ich sei nicht angemeldet. Ob es in der Nähe noch ein Hotel Schiff gebe, wollte ich wissen. «Ja, in Mammern.» «Und sonst?» «Keines.» Nun sprach ich von meinem Kurs. «Ach sooo.» Dieser beginne am Montag. Heute sei aber erst Samstag. «Ach sooo.» Ein Zimmer war noch frei. Ich blieb und genoss zwei Tage lang Enten im Schilf, Dampfer am Steg und Sonne beim Untergang. Am Montag war dann alles wie geplant. Das war letztes Jahr. Nun war es wieder so weit. Aber nicht, dass Ihr denkt, ich sei nach Mammern gefahren. Ich war früh dran und meldete mich letzten Montag an der Rezeption. Man händigte mir den Schlüssel mit Zimmernummer 1 aus. Ich öffnete die Tür und war enttäuscht. Blick auf den Parkplatz, na ja, rechts hinten auch der Bodensee. Ich zurück an die Rezeption. Ob kein schöneres Zimmer frei sei. «Nein.» «Wie? Alle sind reserviert? Und ich war so dumm, nicht zu reservieren?» Nein, kein Zimmer sei reserviert ausser dem der Kursleitung. «Aber dann… weshalb geben Sie mir nicht ein anderes?» Das wusste die junge Frau an der Rezeption auch nicht. Wortlos nahm sie Schlüssel eins und gab mir Schlüssel fünf. Vom Balkon aus See links, auch geradeaus und sogar rechts. Es war das Eckzimmer, das schönste, wie ich finde. Ich hab mich riesig gefreut und geschaut und geschaut und geschaut!!! Ute Ruf

herkömmliches

Novelle

das blaue ist, kann der Täter nur in einem blauen Fahrzeug unterwegs sein!

wetter

Vorstellungsrunde

bauernregel «Bald nach dem Tag der Ann’, da gehen die kühlen Morgen an.»

Nicht immer klappts beim ersten Mal

Auf dem Land, da kennt man sich noch mit Namen. Milla, Berta und Frida geniessen in ihrem Zuhause in Affoltern den Sommer, bevor sie im Oktober ins Arbeitsleben einsteigen. (Bild Livia Häberling)

Eine Novelle ist eine kurze Erzählung, die sich in einem Zug lesen lässt. Deren Inhalt ist aus dem Leben gegriffen und nimmt seinen Verlauf, bis plötzlich ein unerwartetes Ereignis eintritt, eine überraschende Wende, die dem Leser, der Leserin als aussergewöhnlich und neuartig erscheint. In diesem Sinne geht der literarische Gattungsbegriff zurück auf lateinisch novus für neu und hat über die italienische Bezeichnung novella auch Eingang in die deutsche Sprache gefunden. Als Vorbild für die dafür typische Erzählweise gilt die Zehntageerzählung Decamerone, die der italienische Schriftsteller Giovanni Boccaccio um 1350 verfasst hat. Deutschsprachige Beispiele stammen aus späterer Zeit. Dazu gehören unter vielen anderen: «Das Leben eines Taugenichts» von Josef von Eichendorff und «Der Tod in Venedig» von Thomas Mann. Oder aus einheimischer Produktion: «Die schwarze Spinne» von Jeremias Gotthelf und «Kleider machen Leute» von Gottfried Keller. Da der Charakter einer Novelle nicht so leicht erkennbar ist, bleibt auch der Gattungsbegriff etwas unberechenbar: Ganz im Sinne von novella: überraschend, neuartig. (ubo) In der Serie «Herkömmliches» deutet Urs Boller die mutmassliche Herkunft von Wörtern und Begriffen.

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