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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 58 I 170. Jahrgang I Freitag, 22. Juli 2016

Drogen am Steuer

«Projekt 5000»

Ämtler Rechtsanwalt tappte nach rauschender Partynacht in Radarfalle. > Seite 3

Die Jugend im Oberamt sammelt Ideen, wie sie geschenktes Geld investieren könnte. > Seite 5

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Medienreise «Startpunkt Säuliamt»: Regula Zellweger jettet via München nach Bologna. > Seite 7

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Grillplausch «Die Jauks» und ihre Fans haben fürs Kispi-Rehabilitationszentrum gespendet. > Seite 8

Das Spital Affoltern verliert seine Galionsfigur Dr. Roland Kunz wechselt per 1. Februar 2017 zum Stadtspital Waid in Zürich Mit Dr. Roland Kunz verliert das Spital Affoltern mehr als nur seinen ärztlichen Leiter. Gestern Donnerstagnachmittag wurden Spitalleitung, Mitarbeiter und Delegierte über die Kündigung informiert. ................................................... von thomas stöckli «Der Verlust wird riesig gross sein», sagt Spitaldirektor Michael Buik zum bevorstehenden Abgang von Dr. Roland Kunz. Er meint damit nicht nur dessen fachliche Kompetenz – in den Bereichen Akutgeriatrie und Palliative Care gilt Kunz schweizweit als Galionsfigur –, sondern auch seine

Rolle als Führungsperson, die zu Stabilität in den Abteilungen geführt hat, und als «Aussenpolitiker», der sich für die Interessen des Spitals und jene der Mitarbeiter eingesetzt hat. «Das alles lässt sich nur schwer kompensieren», so Buik weiter. Keinen Einfluss habe der Abgang auf den laufenden Strategieentwicklungs-Prozess, verrät der Spitaldirektor: Da fokussiere man primär auf die Inhalte und noch nicht auf Personen. «Im Leistungsportfolio der Zukunft braucht es Angebote mit LeuchtturmCharakter», betont Buik, «die Personen, die das Licht einschalten, können unterschiedlich sein.» Im November soll die Strategie vorliegen. Das Fachgebiet von Roland Kunz umfasst Akutgeriatrie und Palliative

Care. Dies ist eine aussergewöhnliche Kombination, die im Spital Affoltern organisch gewachsen ist. Entsprechend übersichtlich ist der Markt der potenziellen Nachfolger. Fachleute in der Akutgeriatrie sind an sich schon rar, in Kombination mit Palliative Care wird es noch schwieriger. Zugute kommt dem Spital Affoltern nun, dass Kunz grossen Wert darauf gelegt hat, ein kompetentes Team aufzubauen. «Ich kann mir vorstellen, dass wir die Chefarzt-Stelle intern neu besetzen können», meint denn auch Michael Buik. Der neue ärztliche Leiter dürfte voraussichtlich aus der Reihe der aktuellen Chefärzte kommen.

................................................... > Mitteilung des Spitals auf Seite 9

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Bike-Sharing SwissFleet will mit intelligenten Lösungen für Bike-Flotten angreifen. > Seite 11

Kommunikation der Gemeinde Sabrina Kindschi arbeitet auf der Gemeindeverwaltung Stallikon und hat eine Weiterbildung an der HWZ absolviert. Als Abschlussarbeit hat sie ein Kommunikationskonzept für die Gemeinde Stallikon erarbeitet. Im Interview mit Bernhard Schneider erläutern Sabrina Kindschi und Roberto Brunelli, wie sie die Erkentnisse der Arbeit praktisch umsetzen. (sals) ................................................... > Interview auf Seite 5

Weltenbummler aus Hedingen

Dr. Roland Kunz verlässt das Spital Affoltern per Ende Januar 2017. (Archiv)

Nur in Zürich und Winterthur wird mehr Sonnenstrom produziert als im Säuliamt

Nach sieben Jahren Sesshaftigkeit zieht es Masi Felder aus Hedingen wieder auf Reisen. Zusammen mit seiner Freundin und seinem Bike startet er Mitte Oktober in das Abenteuer seines Lebens. Wie lange ihre Weltreise dauern soll, das wissen sie noch nicht. Fest steht nur Neuseeland als erste Destination – und dass es irgendwann auch nach Südamerika gehen soll. ................................................... > Bericht auf Seite 8

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Bezirk Affoltern bei Fotovoltaikanlagen im Kanton Zürich ganz vorne dabei Seit 2012 hat sich die Anzahl Fotovoltaikanlagen im Kanton Zürich fast verdreifacht, auf über 3000 Anlagen. Der Bezirk Affoltern wies Ende 2015 die grösste installierte Leistung sowie die grösste Menge eingespeisten Stroms aller Bezirke im EKZ-Einzugsgebiet auf. ................................................... von salomon schneider Seit dem Jahr 2010 stagniert der Stromverbrauch in der Schweiz bei 8000 Kilowattstunden pro Person und Jahr, den Verbrauch der Industrie miteingerechnet. Mit 8193 Kilowatt installierter Fotovoltaik-Leistung im Säuliamt könnte unter Optimalbedingungen in einer Stunde genügend Strom für den durchschnittlichen Jahresverbrauch einer Person produziert werden. Da jedoch nie für alle Fotovoltaikanlagen Laborbedingungen herrschen – Dachausrichtung, Sonneneinfallswinkel sowie die Temperatur der Fotovoltaikzellen sind nie allesamt optimal – wird dieser Optimalwert jedoch nie erreicht.

Es wird mehr Strom produziert als eingespeist Gesamthaft wurden 2014 von allen Fotovoltaikanlagen im Bezirk 4094 Megawattstunden ins EKZ-Netz eingespeist – 2015 waren es bereits 6068 Megawattstunden. 2015 wurde genügend Solarstrom eingespeist, um den

Die Baumschulen Reichenbach in Hausen ersetzten bei der Renovation die Ziegel der Scheune mit Fotovoltaikzellen. (zvg.) Jahresverbrauch von über 760 Personen zu decken. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass zahlreiche Sonnenenergieproduzenten den Stromverbrauch auf die Produktion der hauseigenen Fotovoltaikanlage abstimmen, um möglichst viel ihres selber produzierten Stroms selbst zu verbrauchen. Geschirrspüler und Waschmaschinen werden möglichst an sonnigen Nachmittagen laufen gelassen, das Elektroauto wird mit Solarstrom geladen und wenn möglich, zapfen al-

le hauseigenen Geräte zuerst die Fotovoltaikanlage an, bevor sie Strom aus dem Netz saugen. Wie viel Fotovoltaik-Strom im Säuliamt gesamthaft produziert worden ist, lässt sich deshalb nicht genau beziffern. Es ist jedoch sicher mehr als eingespeist worden ist. Im gesamten EKZ-Einzugsgebiet ist der Bezirk Affoltern jener Bezirk mit der höchsten installierten Leistung und dem schnellsten Wachstum an Fotovoltaikanlagen; die Stadt Zürich wird durch das EWZ beliefert. In

einigen Zürcher Gemeinden gibt es jedoch noch lokale Elektrizitätswerke, welche keine Zahlen veröffentlicht haben. Wenn der Trend zu mehr Sonnenenergie bei Neubauten und Renovationen anhält, kann 2016 über zwei Prozent des Säuliämtler Stromverbrauchs von Fotovoltaikanlagen bewältigt werden. Diese Zahl zeigt aber auch, dass für Fotovoltaikanlagen noch riesiges Potenzial besteht. ................................................... > Bericht auf Seite 3

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Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Konkurseröffnung Schuldner: Salvatore Carlo Curreli, geb. 18. August 1965, von Italien, wohnhaft Grossmatt 1, 8910 Affoltern am Albis. Datum der Konkurseröffnung: 7. Juni 2016 Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG Eingabefrist bis 22. August 2016 Vergleiche Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt von 22. Juli 2016. Affoltern am Albis, 22. Juli 2016 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern Albis

Festsetzung Ausführungsprojekt «Bauliche Massnahmen Begegnungszone mit Tempo 20» gemäss § 15 Strassengesetz (StrG) Knonau. Der Gemeinderat hat mit Beschluss vom 11. Juli 2016 entschieden: Die baulichen Massnahmen (Einzelprojekt) für die Umsetzung einer Begegnungszone mit Tempo 20 werden festgesetzt. Die baulichen Massnahmen betreffen folgende Strasse: Unterdorfstrasse Gegen die Festsetzung des Projekts kann innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in 3-facher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen. Das Rekursverfahren ist kostenpflichtig; die Kosten hat die unterliegende Partei zu tragen. Politische Gemeinde Knonau

Inkrafttreten der Baugebührenund Wasserversorgungsverordnung Die Gemeindeversammlung hat am 8. Juni 2016 folgende Verordnungen genehmigt: – Baugebührenverordnung der politischen Gemeinde Ottenbach – Wasserversorgungsverordnung der politischen Gemeinde Ottenbach Diese beiden Verordnungen treten per 1. August 2016 in Kraft. Ottenbach, 22. Juli 2016 Gemeinderat Ottenbach

Todesfälle Ersatzwahl eines Mitgliedes der reformierten Kirchenpflege Knonau für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 Auf die Ausschreibung vom 21. Juni 2016 ist folgender Wahlvorschlag eingereicht worden: Mitglied reformierte Kirchenpflege Moser, Michèle, geb. 10. März 1979, Hausfrau, Möslistrasse 15, 8934 Knonau, von Arth SZ; Gemäss dem Gesetz über die politischen Rechte wird hiermit eine neue Frist von 7 Tagen (bis 29. Juli 2016) angesetzt, innerhalb welcher die vorstehenden Wahlvorschläge zurückgezogen, geändert oder auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden können. Jeder Vorschlag (mit Angabe von Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort) muss von mindestens 15 Stimmberechtigen der Gemeinde Knonau (mit Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse) unterzeichnet sein. Die Unterzeichnung kann nicht zurückgezogen werden. Entsprechende Formulare können unter www.knonau.ch vom Internet heruntergeladen oder bei der Gemeindekanzlei bezogen werden. Wird für die jeweilige Vakanz je nur eine Person vorgeschlagen und stimmt der zunächst eingereichte Vorschlag mit dem definitiven Vorschlag überein, erklärt der Gemeinderat die Vorgeschlagene bzw. den Vorgeschlagenen als in stiller Wahl gewählt (§ 54 GPR). Andernfalls erfolgt die Wahl an der Urne. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, ab Publikationsdatum gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Stimmrechtsrekurs erhoben werden. Rekurse müssen einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Gemeinderat Knonau

Festsetzung und Inkrafttreten Tarifreglement zur Wasserversorgungsverordnung Der Gemeinderat hat mit Beschluss Nr. 184/2016 vom 13. Juli 2016 das Tarifreglement zur Wasserversorgungsverordnung mit folgenden Regelungen (Zusammenfassung) beschlossen und festgesetzt: 1. Regelungen zu den Anschlussgebühren und Nachzahlungen: Ansatz: 1 % des vollen Gebäudeversicherungswertes (Basiswert zuzüglich generellen Teuerungszuschlag) der angeschlossen Liegenschaft. 2. Benutzungsgebühren: Die jährlich wiederkehrenden Benutzungsgebühren werden durch den Gemeinderat jährlich festgesetzt und publiziert. 3. Gebühren für Bauwasser: Ansätze: pro m³ umbauten Raums: Fr. –.20 4. Gebühren für ausnahmsweisen Bezug ab Hydrant: Für den Wasserbezug ab Hydrant wird die übliche Mengengebühr und eine Verwaltungsgebühr pro Rechnung von Fr. 20.– verrechnet. 5. Ausserordentliche Aufwendung der Wasserversorgung 6. Handhabung bei Messfehlern 7. Inkrafttreten: Dieses Reglement tritt per 1. August 2016 in Kraft. 8. Änderungen/Revisionen: Zuständigkeit liegt beim Gemeinderat Ottenbach Ottenbach, 22. Juli 2016 Gemeinderat Ottenbach

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Affoltern am Albis Planauflage: Gemeindeverwaltung, Kopfbau Kasino Obere Bahnhofstrasse 7 Hochbauabteilung, 1. OG, Büro K13 Bauherrschaft: Maja Mosimann, Spittelstrasse 7, 8910 Affoltern am Albis Bauvorhaben: Umgebungsgestaltung mit Terrainanpassung, Kat.-Nr. 570, Im Hägeler 12/12a, Wohnzone W3

Hedingen Gesuchsteller: Faoro Christian und Andriana, Im Zelgliacher 8, 8908 Hedingen Projektverfasser: G&M Wintergarten AG, Zürichstrasse 178, 8910 Affoltern am Albis Bauprojekt: Anbau Witterungsschutz mit Lamellendach, Im Zelgliacher 8, Kat.-Nr. 1232, Vers.-Nr. 733; Wohnzone W1.6

Mettmenstetten Bauherrschaft: KETO Autocenter AG, Zürichstrasse 1c, 8932 Mettmenstetten Vertreter: LITEX AG, Rütistrasse 14, 9050 Appenzell Bauprojekt: Ersatz-/Neubeschriftung Reklameanlagen beim best. Betriebsgebäude sowie Neuaufstellung Werbepylon, Vers.-Nr. 866, Kat.-Nr. 2304, Zürichstrasse 1c (Privater Gestaltungsplan Garage Galli)

Affoltern am Albis

Hedingen

Am 18. Juli 2016 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

In Hedingen ist am 17. Juli 2016 gestorben:

Karl Alfred Schicker

Schmid geb. Spillmann, Ruth Verena

geb. 10. Juli 1926, von Baar ZG, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Heimpelstrasse 15. Die Bestattung findet am Montag, 8. August 2016, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Hedingen

geboren am 13. Februar 1944, von Hedingen ZH, verwitwet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Lindenbergstr. 3. Abschiedsgottesdienst und Urnenbeisetzung in Hedingen am Freitag, 29. Juli 2016, 14.00 Uhr.

Wettswil am Albis

In Affoltern am Albis ist am 6. Juli 2016 gestorben:

Spillmann Willy

Am 18. Juli 2016 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Hasler, Georg Karl

geboren am 23. Oktober 1923, von Hedingen, verwitwet von SpillmannHuber Marie, wohnhaft gewesen in Hedingen, Buchsmatt 1. Abdankung und Urnenbeisetzung in Hedingen am Mittwoch, 27. Juli 2016, 14.00 Uhr.

geb. 6. Mai 1937, Bürger von Zürich, verwitwet, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, In Bruggen 15. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher

TO D E S A N Z E I G E Nach einem reich erfüllten Leben ist mein lieber Ehemann und unser Vater, Grossvater, Urgrossvater friedlich eingeschlafen. Wir sind sehr traurig und dankbar für die vielen schönen Jahre, welche wir zusammen verbringen durften.

Josef von Wyl 27. Dezember 1930 – 15. Juli 2016

Die Trauerfamilien: Marlen von Wyl Esther und Kurt Ackermann-von Wyl mit Kindern Stefan und Sonja von Wyl-Menzi mit Kindern Markus und Käthy von Wyl-Meier mit Kindern Brigitte und Willi Steingruber-von Wyl mit Kindern Der Trauergottesdienst findet am Mittwoch, den 27. Juli 2016, um 14.30 Uhr in der reformierten Kirche Stallikon statt. Traueradresse: Marlen von Wyl, Weidhogerweg 12, 8143 Stallikon

Obfelden Gesuchsteller: Huber Roger, Alter Schulhausweg 1b, 8912 Obfelden Baurechtliches Vorhaben: Erweiterung Einstellhalle Vers.-Nr. 1731 (bereits ausgeführt) auf Kat.-Nr. 3467 an der Dorfstrasse/Mühlestrasse, Reservezone

Obfelden Gesuchsteller: Baumann Adrian und Eric, Eien 1, 6042 Dietwil Baurechtliches Vorhaben: Nutzungsänderung Gewerbegebäude Vers.-Nr. 838 Werkstatt in Paintball- und Lasertag-Indooranlage, Kat.-Nr. 3840 an der Bachstrasse 27 (Gewerbezone G)

Licht und Dunkelheit durchzog die Lebenswanderschaft Müdigkeit sammelt sich an den Füssen, verhalten der Austritt aus dem Leben. Erstarrend, auflösend, erlösend bis an die letzte Grenze – himmelwärts – JPS 2016

Traurig nehmen wir Abschied von unserem Vati

Willi Spillmann-Huber 23. Oktober 1923 – 6. Juli 2016

Nach einem erfüllten Leben durftest Du friedlich einschlafen. Ottenbach Bauherrschaft: Aebi Renato und Denise, Obere Bachdolen 2, 8913 Ottenbach Bauvorhaben: Erstellen einer Gartenüberdachung mit Glasschiebewänden und integriertem Cheminée sowie Erstellen einer Sichtschutzwand, beim Wohnhaus Vers.-Nr. 1048, Obere Bachdolen 2, auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1421, Zone W2a

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Hans Spillmann Heidi Sager-Spillmann Nelli und Jean-Pierre Schmid-Spillmann Margrit Spillmann-Betschart Christian und Natascha Spillmann mit Isabelle Wir danken: – dem Ärzte- und Pflegeteam des Pilatus P2 – den Nachbarn und Freunden für die stete Begleitung bis zum Schluss – Renate und Walter Hauser für die langjährige, bedingungslose Freundschaft mit respektvollen Begegnungen im richtigen Augenblick Die Abdankung findet am Mittwoch, 27. Juli 2016, um 14.00 Uhr in der Kirche Hedingen statt. Anschliessend Urnenbeisetzung auf dem Friedhof. Auf Blumenschmuck ist zu verzichten. Traueradresse: Heidi Sager, Buchsmatt 1, 8908 Hedingen


Bezirk Affoltern

Autoeinbrüche im Säuliamt Die Kantonspolizei wurde in der letzten Woche mit eher wenig Arbeit belastet. In Zwillikon brannte ein Abfallkübel, die Brandursache ist noch nicht ermittelt. Schaden entstand keiner. Wegen eines Wohnungseinbruches musste die Polizei nach Ebertswil ausrücken. Der Sachschaden betrug 500 Franken und es wurden Gegenstände von ebenfalls rund 500 Franken entwendet. In Affoltern und in Wettswil wurde jeweils nachts eine eigentliche Serie von Fahrzeugeinbrüchen gemeldet. Es entstand vorwiegend grosser Sachschaden. (mm)

Idealbedingungen für Entenflöhe «Achtung Entenflöhe», warnt die Gemeinde Hedingen aktuell die Badenden im Hedinger Weiher. Die hohe Wassertemperatur bietet den Parasiten ideale Bedingungen. «Wasserflöhe» sind eigentlich gar keine Flöhe, sondern Larven von Saugwürmern, die sich auf Enten spezialisiert haben, und deshalb nach dem Eindringen in die Menschenhaut bald absterben. «Der Kontakt mit diesen Parasiten kann bei Badenden stark juckende Hautentzündungen hervorrufen», heisst es in der Mitteilung der Gemeindeverwaltung Hedingen. «Diese Entzündungen sind jedoch harmlos und heilen normalerweise ohne spezielle Behandlung innert 10 bis 20 Tagen aus.» Schützen kann man sich, indem man seichtes Wasser meidet. Weiter wird empfohlen, nach jedem Bad ausgiebig zu duschen und sich mit einem Frottiertuch abzutrocknen. Und wenn es doch zu jucken beginnt, gilt es, möglichst wenig zu kratzen, damit sich die Wunden nicht womöglich noch entzünden. (tst.)

Zum 85. Geburtstag In Affoltern feiert Jakob Rudolf Weiss morgen Samstag, 23. Juli, den 85. Geburtstag. Wir gratulieren ihm herzlich und wünschen alles Gute.

Zum 80. Geburtstag Am Montag, 25. Juli, feiert Ruth Lina Suter-Stalder in Affoltern den 80. Geburtstag. Herzliche Gratulation und einen schönen Festtag.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Weshalb im Bezirk Affoltern Fotovoltaikanlagen Aufwind haben Durch die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) erleben Fotovoltaikanlagen seit 2008 einen Boom. Im Knonauer Amt gibt es jedoch noch zahlreiche weitere Standortfaktoren, welche die flächendeckende Verbreitung von Fotovoltaikanlagen in den letzten Jahren begünstigten. ................................................... von salomon schneider Kurz nach der Jahrtausendwende entschied sich Deutschland eine kostendeckende Einspeisevergütung für Solarstrom zu zahlen. Die Technologie wurde gefördert, um den Absatz von Fotovoltaikanlagen zu erhöhen, damit sich konkurrenzfähige Preise für Solaranlagen durchsetzen konnten. «Nach ein paar Jahren haben weitere EU-Länder mitgezogen und 2008 wurde die kostendeckende Einspeisevergütung auch in der Schweiz eingeführt. Der Weltmarkt hat auf den höheren Absatz reagiert und es kommen immer günstigere und zugleich effizientere Fotovoltaik-Zellen auf den Markt. «Selten hat ein staatliches Förderprogramm so gut funktioniert. Heute können Fotovoltaikanlagen zu konkurrenzfähigen Preisen erstanden werden und rechnen sich auch, da die Stromkosten massiv tiefer ausfallen als ohne Solarzellen. Bei Neubauten steht meistens das Gerüst bereits und die Dachabdeckung und Terrassengeländer können durch Solarzellen ersetzt werden. Dadurch sinken die Installationskosten noch einmal markant», erläutert Lukas Zimmermann, der mit seiner Solar-Werkstatt AG in Affoltern seit Jahren Pionierarbeit im Solarbereich leistet.

Während Fotovoltaikanlagen vor 2008 nur vereinzelt in abgelegenen Berghütten ohne Stromzufuhr und von Solarpionieren eingesetzt wurden, hat die KEV einen breit abgestützten Fotovoltaik-Boom ausgelöst. Gerade Landwirte fingen an ihre Scheunen grossflächig mit Fotovoltaikanlagen auszustatten. Knonau ist aufgrund solcher innovativer Landwirte jene Bezirksgemeinde, in der am meisten Solarstrom ins EKZ-Netz einspeist wird – mit 1245

Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701

Bei diesem innovativen Mehrfamilienhaus in Hedingen wurden Fotovoltaik-Zellen sowohl auf dem Dach als auch als Geländer auf den nach Südwesten ausgerichteten Balkonen installiert. (Bild zvg.) Megawattstunden ein Drittel mehr als in Hedingen, der Gemeinde mit der zweithöchsten Einspeisung. Dort ist die Ernst Schweizer AG Metallbau zu Hause. Einer der schweizweit führenden Hersteller von Fotovoltaik-Systemen, der auch die eigenen Fabrikgebäude grossflächig mit Fotovoltaik-Anlagen ausgestattet hat. «Für KMU und Industriebetriebe zahlt sich die Installation von Fotovoltaikanlagen besonders aus, da sie meistens ganztags Strom verbrauchen und so den teuren Netzstrom teilweise mit eigenem Solarstrom ersetzen können. Der Bezug von Solarstrom kostet nämlich bedeutend mehr als für die Einspeisung vergütet wird», erläutert Lukas Zimmermann. Zudem setzen auch immer mehr Bauherren von Ein- und Mehrfamilienhäuser auf Fotovoltaikanlagen. Je höher die bauliche Dichte, desto weniger Fotovoltaik-Leistung pro Person ist jedoch möglich, aufgrund der beschränkten Dachflächen. Zudem werden auch immer wieder Solargenossenschaften wie Säulistrom ge-

gründet, die Fotovoltaikanlagen auf öffentlichen und privaten Gebäuden installieren.

Energieregion als Erfolgsfaktor Während der Bezirk Affoltern bezüglich installierter Leistung und eingespeister Energie top ist, wird er bei der installierten Leistung sowie der eingespeisten Leistung pro Kopf vom weniger dicht besiedelten Bezirk Andelfingen überflügelt. Im Bezirk Affoltern sind im Jahr 2015 durchschnittlich 118 Kilowattstunden pro Kopf eingespeist worden – im Bezirk Andelfingen waren es 143 Kilowattstunden. Der FDP-Kantonsrat und Energiepolitiker Olivier Hofmann erläutert Hintergründe zur EKZ-Einspeisestatistik: «Grundsätzlich gibt es in ländlichen Gebieten viel mehr Potenzial für die Nutzung von Sonnenenergie, da die Gebäudeoberfläche pro Person höher ist und zudem zahlreiche Landwirtschaftsbetriebe mit grossen Scheunendächern bestehen. Da jedoch nicht

alle ländlichen Bezirke viel Solarstrom einspeisen, gehe ich davon aus, dass die verschiedenen Engagements der Energieregion Knonauer Amt Früchte tragen. Die Energie-Region ist im ‹Anzeiger› sehr präsent und durch die Ernst Schweizer AG sind Fotovoltaikanlagen im Bezirk Affoltern sicher auch früh bekannt geworden. Dies hat zu zahlreichen privaten und öffentlichen Initiativen für Fotovoltaikanlagen geführt.»

Subventionen für Fotovoltaikanlagen Für die KEV können nur Grossanlagen über zehn Kilowatt angemeldet werden. Für die KEV besteht jedoch eine lange Warteliste. Für Anlagen zwischen zwei und 30 Kilowatt kann eine Einmalvergütung bezogen werden, diese macht zwischen 15 und 30 Prozent des Anlagenpreises aus. (sals)

Nach Drogencocktail in Radarfalle getappt

Fallkosten: Spital Affoltern holt auf

Hohe Geldstrafe für einen Ämtler Anwalt

Im kantonalen Vergleich von Rang 15 auf 7

Toll trieb es ein Rechtsanwalt aus dem Bezirk Affoltern. Nachdem er an einer Party Kokain, GHB und Ecstasy konsumiert hatte, flitzte er im Üetlibergtunnel mit 114 km/h statt 100 km/h in eine Radarfalle der Polizei.

Die Kosten der stationären Spitalbehandlungen sind im Kanton Zürich insgesamt stabil geblieben. Das Spital Affoltern hat sich mit höherem Schweregrad und tieferen Fallkosten deutlich verbessert.

................................................... von attila szenogrady

Gesamtauflage: 24 678 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

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Hintergründe des Solarbooms

Breit abgestützter Solarboom

wir gratulieren

Freitag, 22. Juli 2016

Im Alltag hat der langjährige Rechtsanwalt aus dem Bezirk Affoltern schon diverse «Junkys» und Raser vor Gericht verteidigt. Nun haute der Mittfünfziger für einmal selber auf die Pauke. So besuchte er am vergangenen 31. Januar 2016 den Zürcher In-Club «Palais Xtra» und feierte offenbar eine ausgelassene Party. Als er sich in den frühen Morgenstunden an das Lenkrad eines Sportwagens setzte, hatte er jedenfalls einen eindrücklichen Drogencocktail intus. So hatte er nicht nur Kokain, sondern auch die Partydroge GHB

(Gamma-Hydroxy-Buttersäure) und Ecstasy konsumiert. Es war bereits 5.45 Uhr, als der erfahrene Strafverteidiger bei Birmensdorf über die Autobahn in Richtung Basel fuhr. Im Üetlibergtunnel drückte er aufs Gaspedal und tappte mit rund 114 km/h statt der erlaubten 100 km/h in eine Radarfalle der Polizei. Eine Blutprobe brachte dann den massiven Drogenkonsum des Schnellfahrers ans Licht. Er wurde jetzt von der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis per Strafbefehl wegen Fahrens im fahrunfähigem Zustand, Verletzung von Verkehrsregeln sowie Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer teilbedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 240 Franken verurteilt. Die Hälfte der 9600 Franken muss der erwischte Jurist bezahlen. Da er auch für die Verfahrenskosten von 2618 Franken aufkommen muss, soll er insgesamt 7418 Franken bezahlen. Der Entscheid ist rechtskräftig.

Der Kanton Zürich veröffentlicht jährlich einen Kostenvergleich der stationären Spitalbehandlungen. Dieser spiegelt die Wirtschaftlichkeit der Zürcher Spitäler wider und trägt zur Nachvollziehbarkeit der Spitaltarife bei. Grundlage für den Fallkostenvergleich sind detaillierte Kostenanalysen der Zürcher Akutspitäler nach einer einheitlichen Methodik. Der Fallkostenvergleich 2015 umfasst wie im Vorjahr 17 Zürcher Akutspitäler, die je mindestens 200 akutsomatische Patientinnen und Patienten behandelt haben. Die schweregradbereinigten Fallkosten aller verglichenen Spitäler sind im Durchschnitt kon-

stant geblieben. Gegenüber dem Vorjahr werden weniger als 0,3 Prozent Mehrkosten pro Fall verzeichnet. Seit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung 2012 in der Schweiz haben sich die Kosten pro Spital unterschiedlich entwickelt: Steigerungen auf der einen Seite stehen zum Teil umfangreiche Reduktionen auf der anderen Seite gegenüber. Vor dem Hintergrund der über alle Spitäler gesehen insgesamt stabil gebliebenen Kosten ist auch der mehrjährige Abschluss mit konstantem Tarif nachvollziehbar, auf den sich in diesem Frühjahr die meisten Zürcher Spitäler über ihren Verband mit den Krankenversicherern geeinigt haben. Der für die Jahre 2016 bis 2018 zwischen Spitälern und Kassen vertraglich vereinbarte Tarif von 9650 Franken liegt in der Mitte der Spannbreite der Kosten der einzelnen Spitäler, wie sie im Fallkostenvergleich 2015 ausgewiesen werden. Mit 9573 Franken liegt das Spital Affoltern deutlich darunter. (ki./tst.)


Liegenschaften Auf einmal bist du nicht mehr da, und keiner kann’s verstehen. Im Herzen bleibst du uns ganz nah bei jedem Schritt, den wir nun gehen. Nun ruhe sanft und geh’ in Frieden, denk immer dran, dass wir dich lieben.

Verkäufe

TO D E S A N Z E I G E Tief betroffen nehmen wir Abschied von

Ruth Verena Schmid-Spillmann 13. Februar 1944 – 17. Juli 2016

Ihr erfülltes Leben hat nach tapfer und klaglos ertragener Krankheit ein Ende gefunden. In ihrem geliebten Zuhause ist sie für immer eingeschlafen. Ernst Schaufelberger Peter Schmid und Ellie Ajvazi mit Océane Markus Schmid und Rebecca Roggo Eveline Schmid und Ruud Dirken mit Sarah und Simon, Niels und Jelle Anton und Marti Spillmann-Iten Adelheid Lipp-Spillmann und Bruno Vogt Die Abdankung und Urnenbeisetzung finden am Freitag, 29. Juli 2016, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Hedingen statt. Anstelle von Blumen gedenke man der Stiftung Pro Juventute, Spendenpostkonto 80-794402-9 oder IBAN CH68 0900 0000 8079 4402 9. Traueradresse: Familie Schmid, Lindenbergstrasse 3, 8908 Hedingen

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Betriebsferien vom 25. Juli bis 6. August 2016 Unser Geschäft bleibt über diese Zeit geschlossen. Wir freuen uns, Sie ab Montagnachmittag, 8. August 2016, wieder bedienen zu dürfen und Ihnen bereits die ersten Herbstneuheiten zeigen zu können.

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Bezirk Affoltern

Freitag, 22. Juli 2016

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Ein modernes Kommunikationskonzept Ausgezeichnete Bachelorarbeit der Stallikerin Sabrina Kindschi Sabrina Kindschi arbeitet auf der Gemeindeverwaltung von Stallikon und hat ihre Bachelorarbeit an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) dem Thema Gemeindekommunikation gewidmet. Bernhard Schneider hat sie dabei als Dozent betreut und diskutiert für den «Anzeiger» mit ihr und Gemeindeschreiber Roberto Brunelli die Arbeit. «Anzeiger»: Wozu benötigt eine Gemeinde heute ein Kommunikationskonzept? Sabrina Kindschi: Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert und die Gesetzgebung hat dies nachvollzogen. Seit 2004 besteht im Kanton Zürich ein Verfassungsauftrag für die Gemeinden, transparent zu kommunizieren. Ich bin der Ansicht, dass es besser ist, wenn Gemeinden systematisch kommunizieren. Dies lohnt sich nicht zuletzt auch mit Blick auf die Gemeindefinanzen. Eine Gemeinde wie Stallikon, die so nahe bei Zürich liegt, muss besonders gut mit der Bevölkerung kommunizieren, um wirklich wahrgenommen zu werden. Wenn die Gemeinde nicht gut informiert, kann sie nicht davon ausgehen, dass sich ihre Bevölkerung, die immer mobiler wird, für sie interessiert. ...............................................................

«Die Gemeinde muss die Bevölkerung zur Mitarbeit motivieren» ............................................................... Roberto Brunelli: Wir haben im Kanton Zürich auf Gemeindeebene das Milizsystem und gerade kleinere Gemeinden – aktuell beispielsweise Maschwanden – haben oft Probleme, genügend qualifizierte Personen für die Gemeindeämter zu finden, die viel Arbeit erfordern und oft vor allem negatives Feedback eintragen, da diejenigen, die zufrieden sind, meist schweigen. Wir sind froh, dass wir soeben in Stillen Wahlen dank der guten Zusammenarbeit mit Parteien und Ortsparteien einige vakante Behördenämter besetzen konnten. Natürlich steht dem Gemeinderat die Verwaltung zur Seite, aber die Gemeinderäte sind in der Öffentlichkeit viel exponierter.

Brunelli: Wir wissen, dass wir bezüglich Homepage nicht auf dem neusten Stand sind und dass wir noch nicht im Bereich der Social Media aktiv sind. Vor allem bezüglich Homepage hat uns die Befragung klar gezeigt, dass wir hier aktiv werden müssen.

Sabrina Kindschi und Roberto Brunelli diskutieren Kommunikationsinstrumente: Den «blickpunktstallikon» und den Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern. (Bild: Bernhard Schneider) Gemeindekommunikation ist daher nicht lediglich Information, sondern sie hat auch die Aufgabe, die Bevölkerung zum Engagement in der Gemeinde zu motivieren.

marketing, während es Unternehmen gibt, die sich ernsthaft um Feedback der Kunden bemühen und damit die Kunden an der Produktentwicklung teilnehmen lassen.

Was unterscheidet die Kommunikationsstrategie einer Gemeinde von derjenigen eines Unternehmens? Kindschi: Eine Gemeinde hat eine viel breitere Zielgruppe als ein Unternehmen: Jedes Alter, unterschiedlichste soziale und kulturelle Herkunft. Ein Unternehmen dagegen fokussiert auf ausgewählte Kundengruppen und kennt deren Bedürfnisse entsprechend besser. Im Gegensatz zu einer Gemeinde kann ein Unternehmen auch gewisse Kundengruppen auslassen, während wir bestrebt sind, alle zu erreichen. Brunelli: Wir verkaufen auch weder Mineralwasser noch Kaffee, sondern haben eine Aufgabe, funktionierende demokratische Prozesse sicherzustellen. Die gute Stimmbeteiligung, die wir jeweils feststellen können, ist diesbezüglich sicher ein gutes Zeichen. Kindschi: Es sind allerdings schon Veränderungen feststellbar, auch eine Annäherung der Strategien von Gemeinden und modernen Unternehmen. Auf der einen Seite betreiben die Gemeinden vermehrt auch Standort-

Die Bachelorarbeit «Erarbeitungsprozess eines Kommunikationskonzepts für kleine politische Gemeinden am Beispiel der Gemeinde Stallikon» stützt sich auf eine auffallend grosse Zahl ausgefüllter Fragebogen von Stallikerinnen und Stallikern ab. Wie sind Sie vorgegangen, um zu einer derart guten Basis zu gelangen? Kindschi: Wir haben die Bevölkerung bereits früh orientiert, dass wir ihre Meinung für die Erarbeitung einer zeitgemässen Kommunikationsstrategie abholen möchten. Schliesslich konnten wir die Antworten von 450 Personen auswerten. Es ist offensichtlich so, dass man die Unterstützung der Bevölkerung erhält, wenn man sie darum bittet. Wir haben nach dem Zufallsprinzip Personen aus dem Einwohnerregister ausgewählt und persönlich angeschrieben. Zudem öffneten wir ein Zeitfenster von drei Wochen für alle, um den Fragebogen online auszufüllen. Etwa ein Fünftel der Antworten kam auf diesen Weg zurück, die übrigen schriftlich von den direkt angeschriebenen Haushaltungen.

Mein Eindruck ist, dass die Bereitschaft, für eine wissenschaftliche Arbeit – wie beispielsweise eine Bachelorarbeit – Antworten zu geben, relativ hoch ist. Beim Betrachten der Resultate kam ich auch zum Schluss, dass die Qualität der Antworten sehr hoch ist. Kindschi: Ja, ich kann beides bestätigen. Bei den Bemerkungen haben sogar mehrere Personen mir die besten Wünsche zum Abschluss meines Studiums übermittelt, was mich sehr gefreut hat. Die Fragebogen waren auch meist vollständig ausgefüllt und haben einleuchtende Resultate geliefert. ...............................................................

«Die Bevölkerung unterstützt gerne, wenn man sie darum bittet» ............................................................... Welche Bedürfnisse haben die Einwohnerinnen und Einwohner von Stallikon geäussert? Kindschi: Es hat mich sehr überrascht, dass 96 Prozent die kontinuierliche und aktuelle Information durch die Gemeinde als sehr wichtig bezeichnet haben. Sie wünschen mehr Mitwirkungsmöglichkeiten. Bezüglich Verständlichkeit äusserten sie sich mit unseren Publikationen zufrieden.

Die Befragung hat ergeben, dass das Gemeindemagazin blickpunktstallikon und der Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern mit je rund 85 Prozent eine enorme Beachtung geniessen, deutlich mehr als digitale Instrumente. Welchen Mix zwischen Informationsinstrumenten erachten Sie als optimal? Kindschi: Die Nutzung dieser gedruckten Medien ist tatsächlich sehr hoch und dominiert die Homepage klar. Dies liegt einerseits an der Bevölkerungsstruktur, anderseits wohl auch an der Qualität unserer Homepage, die in ihrer Struktur bereits ein Jahrzehnt alt ist. Brunelli: Wir werden auf der Basis der Kommunikationsstrategie, die der Gemeinderat nun zusammen mit Sabrina Kindschi konkretisiert, die Homepage voraussichtlich 2018 erneuern. Was wir allerdings nicht übersehen dürfen, der «Anzeiger» bringt professionell aufgearbeitete regionale Informationen. Wir müssen je länger je mehr über die Gemeindegrenzen hinaus schauen, denn vieles geschieht heute in Kooperationen, ich denke da gerade an die Spitalfrage oder den Sozialdienst. Führt die Bachelorarbeit zu einem praktischen Nutzen? Kindschi: Letzte Woche haben wir den Gemeinderat über die Resultate meiner Arbeit informiert, im September befasst sich der Gemeinderat materiell damit. Ich schlage einen Jahresplan vor, um die Kommunikationsbedürfnisse der Gemeinde längerfristig und über alle Kanäle, die wir verwenden, zu planen und zu koordinieren. Brunelli: Wir sind froh, dass Sabrina Kindschi dieses Projekt noch mit uns umsetzt. Nach dem Abschluss ihres Studiums wird sie sich gelegentlich neu orientieren, denn nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums ist sie für ihre heutige Stelle überqualifiziert, aber wir können vorderhand noch von ihrem Wissen profitieren, um unsere Kommunikationsstrategie und -instrumente zu verbessern. Interview: Bernhard Schneider

«Was würdest du mit den 5000 Franken anstellen?» «Projekt 5000»: Jugendliche im Oberamt nutzen Chance zur Mitbestimmung Die Jugend im Oberamt sammelt Ideen, wie sie die von der Raiffeisenbank geschenkten 5000 Franken investieren könnte.

stetten) der offenen Jugendarbeit Oberamt gespendet hat.

Jurierung im September

................................................... von thomas stöckli Der 15-jährige Pascal spricht sich für eine «Chill-Lounge» im jetzigen Estrich des Jugendtreffs aus, der ein Jahr jüngere Emre macht sich derweil Gedanken zu feuerpolizeilichen Fragen dazu. Yannick will eine Vorplatz-Überdachung, Andreas eine stylische Bar mit Gratis-Ausschank im Erdgeschoss und Lenard einen Wohnwagen, mit dem die Jugendlichen auch mal campen gehen können – an Ideen mangelt es den Jugendlichen in Hausen nicht. Die Ausgangslage ist ja auch attraktiv: Sie dürfen mitbestimmen, wie die 5000 Franken investiert werden, welche die Raiffeisenbank Cham-Steinhausen (mit Filialen in Hausen und Mettmen-

Sammeln fleissig Ideen: Andjelina, Lenard, Andreas, Pascal und Yannick (von links) mit Jugendtreffmitarbeiterin Patricia Weiss. (Bild Thomas Stöckli)

«Was würdest du damit anstellen?» haben Jugendtreffleiter Marco Müller und seine neue Mitarbeiterin Patricia Weiss, die seit März 30 % im Treff und 20 % in der aufsuchenden Jugendarbeit tätig ist, die Jugendlichen deshalb gefragt. Die ersten Ideen kamen vergangene Woche zusammen. Das Interesse am Workshop, an dem es auch darum ging, wie man die eigenen Ideen visualisiert und präsentiert, war gross. Über die Ferien haben die Jugendlichen nun Zeit, selbstständig an ihren Projektideen weiterzuarbeiten. Anfang September dürfen sie ihr Konzept dann einer Jury vorstellen. In diesem Entscheidungsgremium sollen nebst Matias Dabbene, Jugendbeauftragter Bezirk Affoltern, auch die Sozialbehörde, die Jugendkommission, die Raiffeisenbank und allenfalls die Baukommission vertreten sein.


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Sommerserie

Freitag, 22. Juli 2016

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Ferrari, Fellini und Tortellini Sommerserie «Startpunkt Säuliamt» (2): Medienreise in die Emilia Romagna Eine Medienreise bedeutet immer einen Aufbruch zu einer Reise mit vielen Fragezeichen, zu unerwarteten Abenteuern, zu unbekannten Orten und mit Menschen, die man erst unterwegs kennenlernt. Immer ein grosses Vergnügen, aber auch intensive Arbeit.

10.20 Uhr: Landung in München. Eine charmante junge Frau kommt auf mich zu, begrüsst mich mit Namen. Ich schaue etwas blöd aus der Wäsche. «Ich habe Sie gegoogelt», erklärt sie lachend. Wir treffen eine Journalistin aus Berlin, einen ungarischstämmigen Journalisten aus Dresden und einen Kollegen aus Bielefeld. Der clevere Österreicher macht nicht den Umweg über München, sondern sitzt bereits ab Innsbruck im «legendären» ersten DB-ÖBB Zug nach Rimini.

................................................... von regula zellweger 7.09 Uhr. Postautostation Gessnerstrasse, Obfelden. Da stehe ich mit meinem Koffer. Und habe kaum eine Ahnung, wohin mich die Reise führen wird. Und auch nicht, mit wem zusammen. Im Postauto: «Flughafen einfach» und schon taucht wie immer die Frage auf: «Was habe ich vergessen?» Es ist die siebte Medienreise in den letzten drei Monaten – der Koffer bleibt ziemlich gepackt, nur Kleider raus, waschen und wieder rein. Genau in dieser Routine lauert die Gefahr, doch was zu vergessen. Ich nehme mir jedes Mal vor, am Abend vor der Abreise zu packen – und dann wird es doch Morgen. Do it yourself-Stress! Aber grosse Erleichterung – ich sitze im Postauto. Rollkoffer sind eine tolle Erfindung – ausser wenn sie sich im Postauto oder im Zug selbständig machen. Ich halte den Griff krampfhaft umklammert und klaube die Reiseunterlagen hervor. In Affoltern steige ich um und erreiche in Zürich locker den Anschluss zum Flughafen.

Prosecco sprudelt über meine Knie

Startpunkt Küferweg in Obfelden. Regula Zellweger mit Koffer und ohne Ahnung, was sie in den nächsten vier Tagen in der Emilia Romagna erleben wird. (Bild Marian Zellweger)

Im Zug ordne ich meine Unterlagen. Am Vorabend habe ich online eingecheckt und das Ticket zwei Mal ausgedruckt. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Und nun komme ich endlich dazu, das Programm zu lesen. Wir sind fünf Journalisten, drei Deutsche, ein Österreicher und ich Schweizerin, die sich einmal mehr wird anhören müssen, weshalb wir von der EU nur profitieren wollen. Und eine Begleitperson, ich weiss, dass sie Sonja Rehbein heisst. Treffpunkt: Flughafen München. Ein ziemlicher Umweg in die Emilia Romagna. Wir Reisegefährten haben uns noch nie gesehen. Aber alle haben Handys, werden uns finden und gemeinsam nach Bologna fliegen. Wie hat man das nur zu Vor-Handyzeiten gemacht?

punkt: Eröffnung der neuen Zugverbindung der DB Bologna-Rimini, 17.29 Uhr Ankunft in Rimini und kurze Begrüssung. Wenn ich jetzt, in der Rückschau, an die «Ankunft und kurze Begrüssung» denke, muss ich lachen. Es war wie in einem Don-Camillo-undPeppone-Film. Uns erwartete ein Pulk von Fotografen und Journalisten, ehrenvolle Bürger der Stadt mit weissder-Teufel-welcher Funktion, der Bürgermeister mit einer Schleife in den Landesfarben um den Oberkörper und eine als Piadina ausstaffierte Ehrendame. Piadina ist ein Fladenbrot, das gefüllt – und typisch für die Emilia Romagna ist. Die Piadina-Ehrendame trug eine Scheibe in Piadinafarben – beige, mit bräunlichen Flecken – keck schräg auf dem Kopf. Das Oberkleid war aus demselben Piadinastoff, darunter bauschten sich eine Menge Tüllschichten in den Landesfarben. «Kurze Begrüssung» hiess in Wirklichkeit eine endlose Kaskade von Reden. Und fotografiert und gefilmt werden ohne Ende – am nächsten Tag prangten wir auf der Titelseite der Lokalmedien. So weiter im Takt. Vier Tage lang, immer wieder unterbrochen und begleitet von Mengen von landestypischem Essen und Trinken. Anstandshalber probiert man alles, das meiste gern und oft zu viel. Gruselig waren nur die Aale im Museum über Aalfang im 20. Jahrhundert.

Ehrendame als Piadina

Vorfreude kommt auf

Ich vertiefe mich bis Zürich ins Programm. Erster offizieller Programm-

Im Zug Richtung Kloten lese ich weiter, erfahre, dass ich lernen werde,

Handy-gesteuertes Treffen

werdende Tortellini um den Finger zu wickeln. Ich werde das Land von Lamborghini und Ferrari entdecken und auf den Spuren von Fellini und Pavarotti wandeln. Nun kommt Vorfreude auf. Medienreisen sind eine tolle Sache. Man wird als Journalistin eingeladen und verwöhnt – braucht nichts weiter zu tun als zuzuhören, hinzuschauen, Interesse zu zeigen, zu notieren und zu fotografieren und zu Hause Artikel zu schreiben und zu veröffentlichen. Als Chefredaktorin des Schweizer Monatsmagazins «active live» habe ich alle Freiheiten, Artikel in den verschiedenen Rubriken zu platzieren. Beispielsweise in den letzten Wochen über Erlebnisse in verschiedenen Ländern: über eine Vespafahrt durch Rom, über Salzgewinnung in der Franche Comté, über UhudlerWein im Burgenland und E-Biken von Brauerei zu Brauerei in Süddeutschland, über das kleine Weindorf Schengen in Luxemburg und Olivenöl im Südtirol.

Krimi am Flughafen Am Flughafen gehe ich zielstrebig in die Buchhandlung und zur Krimi-Abteilung. Es ist ein Ritual, vor dem Abflug einen Krimi zu kaufen, der im Land meiner Destination, noch besser in der Region, spielt. Mit Krimis kann man die Welt entdecken, ohne einen Schritt aus dem Haus zu tun. Und man kann sich in Verkehrsmitteln die Zeit vertreiben. Ich stehe ziemlich ratlos vor den Metern an Krimis in den Regalen. Eine ältere, engagierte, belesene

Buchhändlerin spricht mich freundlich an. Eine rar gewordene Spezies. Sie ist begeistert von Autoren und Titeln, hört genau hin, was ich suche, erzählt Geschichten und macht verschiedene Vorschläge. Ich geniesse es, sage der Frau, wie sehr ich ihre kompetente Art schätze und bewundere und sie strahlt. Es ist so einfach, jemandem einen kleinen Glücksmoment zu bescheren. Beschwingt durch dieses Erlebnis bin ich schnell durch die Gepäckaufgabe und die Sicherheitsschleuse. Warum fühle ich mich eigentlich immer schuldig, wenn ich unter dem Bogen durchgewinkt werde – und es könnte piepsen?

Zu lang für das System Während ich auf den Abflug warte, checke ich meine Mails und smse meinen Kindern Tschüss. Ich fliege mit Air Dolomiti, die von München nach Italien fliegt. Den Flughafen München mag ich nicht. Erinnerungen tauchen auf: Morgens wollten wir, sieben Journalisten, nach Zagreb fliegen. Der Flug wurde annulliert. Wir wurden nach München umgeleitet – und mussten zusehen, wie die Maschine nach Zagreb wegflog. Angeblich war mein Name Regula Barbara Zellweger-Oswald zu lang für das System. Die LufthansaDame behandelte uns mit eiskalter, professioneller «Freundlichkeit». Statt Gala-Diner und Ballettpremiere schlichen wir dann endlich zu sehr später Stunde hundemüde ins Grand Hotel in Zagreb.

Mein Platz im Flugzeug ist besetzt. Ich schaue mein Ticket an, dann die Sitznummer, kneife die Augen zusammen, klaube die Brille hervor, schaue nochmals genau auf Ticket und Sitznummer – da sitzt wirklich jemand auf meinem Platz. Hinter mir Stau und ärgerliches Gemurmel. Ich fühle mich schon wieder schuldig, bin es aber nicht. Mit rotem Kopf räumt eine ältere Dame meinen Platz, sie war um eine Reihe «verrutscht». Kann doch passieren – der Flug wird sich deshalb nicht verspäten. Kaum sitze ich, ergiesst sich der Strom der Fluggäste wie Wasser nach einem Staudammbruch in die hinteren Gefilde der Maschine. Eine Flight Attendant serviert Feuchttüchlein und ich bin froh darum. Nun gönne ich mir einen Prosecco. Irgendwie ist es eng, ich winde mich spiralförmig dem Boden zu, um die Serviette aufzuheben und schon sprudelt der Prosecco über meine Knie. Peinlich. Und warum sprudelt er eigentlich erst jetzt? Physikalisches Wunder. Zum Glück trage ich die schwarze Jeans. Niemand hat mein Missgeschick bemerkt. Ich schon, nachhaltig für den ganzen Tag. Die fünf Stunden für die «Anzeiger»-Sommerserie sind um, kurz bevor ich in Bologna lande und mit klebrigen Knien aussteige.

Startpunkt Säuliamt In der diesjährigen Sommerserie machen sich «Anzeiger»-Journalisten auf den Weg – zu Fuss, per Velo, Schlauchboot oder mit einem x-beliebigen anderen Fortbewegungsmittel – und berichten von ihren Erlebnissen unterwegs. Die einzigen Vorgaben: das Säuliamt als Startpunkt und eine Reisedauer von fünf Stunden. Bereits erschienen: Mit dem Schlauchboot von Ottenbach nach Mellingen, 19. Juli.


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Bezirk Affoltern

Freitag, 22. Juli 2016

Eine Weltreise ohne Vorplanung Nach sieben Jahren Sesshaftigkeit zieht es den Hedinger Masi Felder wieder auf Reisen Zusammen mit seiner Freundin und seinem Bike startet der Hedinger Masi Felder Mitte Oktober in das Abenteuer seines Lebens. ................................................... von rahel hegglin Masi Felder, 32, war immer ein Weltenbummler. Als er 19 Jahre alt war, zog es ihn in die Welt hinaus. Er jobbte, um zu reisen. Mit seinem VW-Bus erkundete er Europa, nach Australien und Indonesien ging er, um zu surfen. Sesshaft wurde er erst mit 25 Jahren, als er sein Studium zum Sozialpädagogen begann. Aber selbst da hatte er genügend Freiraum für seine Reisen, denn er hatte 13 Wochen Ferien im Jahr. Davon zwar nur vier Wochen bezahlt, aber die anderen neun konnte er vor- der nachholen. Ferien bedeuten für Felder nicht am Strand liegen und ein Buch lesen. Er braucht Action und muss die Natur erleben. Wie letzten Winter, als er mit

seinen Freunden nach Norwegen zu den Lyngenalpen reiste. Während zwei Wochen unternahmen sie verschiedene Skitouren. Dabei galt es, die Berge hochzuklettern, bevor sie sich in die unberührten Tiefschneehänge stürzen konnten. Wie bei dem so genannten «Godmother of all Couloirs» auf dem Forholttinden, das mit bis zu 50 Grad Steigung und 1300 Höhenmetern ein Highlight der Ferien darstellte.

Eine Reise auf unbestimmte Zeit Nun steht Felder vor einem neuen Abenteuer. Diesmal für unbestimmte Zeit. Zusammen mit seiner Freundin Tamara Günthard, 28, plant er eine Weltreise. Sie war es, die mit der Idee einer einjährigen Reise auf ihn zu kam. Felder wehrte sich lange dagegen, da ihm die festgelegte Zeit von einem Jahr widerstand. Erst, als die Zeitdauer aufgeweicht wurde, passte es für ihn: «Ich will unbeschwert reisen. Wenn es mir nach drei Monaten nicht mehr gefällt, möchte ich die Möglichkeit haben, zurückzugehen.

Mit seiner Freundin Tamara Günthard teilt Masi Felder die Leidenschaft für das Biken. Dieses darf auf der Weltreise nicht fehlen. (Bilder Rahel Hegglin)

Aber wenn es mir gefällt, möchte ich so lange bleiben, wie ich kann.» Damit das geht, haben beide ihre Jobs gekündigt, obwohl ihnen angeboten wurde, dass sie ein Jahr unbezahlten Urlaub nehmen könnten. Aber zu wissen, dass man zu einem fixen Datum wieder zu Hause sein muss, passt nicht zu den Abenteuerferien, bei denen Freiheit grossgeschrieben wird. Um so unbeschwert wie möglich zu sein, wird ihre Weltreise nicht geplant. «Wir haben ein paar Eckpunkte, die wir anstreben», so Felder. Damit meint er, dass sie ihre Reise in Neuseeland beginnen werden und dort bei einem Farmer jobben möchten. Mehr wissen sie nicht.

Akribische Vorbereitung? Fehlanzeige Für die Reise haben sie sich Rucksäcke und eine Expeditionsküche gekauft. Sie möchten mit so wenig wie möglich auskommen. «Wir glauben, es ist extrem bereichernd, wenn man einmal im Leben alles aufgibt und mit wenig Habseligkeiten die Welt kennen lernen kann», so die beiden. Was aber auf jeden Fall mitmuss sind ihre beiden Enduro Bikes. Biken ist ihre Leidenschaft und darauf möchten sie nicht verzichten. Sie brauchen die Bikes, um Sport zu treiben. Für die administrativen Vorbereitungen ist Tamara zuständig. Sie ist die Strukturiertere unter ihnen und denkt an die Versicherungen, Post-Umleitungen und Bank-Lastschriftverfahren. Für Felder ein Glücksfall: «Ich bin eher ein Chaot und schiebe alles hinaus. Aber am Schluss kommt es immer irgendwie gut.» Für die beiden ist klar, dass ihre Reise auch eine Belastungsprobe für ihre Beziehung sein kann. «Dafür haben wir uns ein Hörspiel-Abo gekauft», lachen sie. Und Günthard möchte auf der Reise noch Spanisch lernen. Denn es könnte sein, dass es sie nach Südamerika treibt. «Dort ist

Masi Felder beim Aufstieg zum «Godmother of all Couloirs» in Norwegen. Den Winter, Schnee und die Berge liebt er genau so wie den Sommer. man besser aufgehoben, wenn man ein paar Brocken Spanisch spricht», ist sie sich sicher.

Grosse Vorfreude Drei Monate trennt die beiden noch vor dem grossen Aufbruch. «Wir freu-

en uns riesig auf das Abenteuer, werden aber sicher unsere Familien und Freunde vermissen.» Um noch mit allen anzustossen, werden sie ein Abschiedsfest geben. In welchem Rahmen das sein wird, wissen sie noch nicht. Nur so viel ist klar: Viel Geld darf es nicht kosten.

Bratwürste und zwei Spendenchecks Steirische Volksmusik am Grillfest im Kispi-Rehazentrum Affoltern Bei einem sommerlichen Grillplausch spielte die Band «die Jauks» steirische Volksmusik und überreichte dem Kinderspital zwei Spendenchecks. Die Kinder, deren Eltern und das Personal des Kinderspitals unterhielten sich prächtig. ................................................... von martin mullis Was traurig begonnen hatte, endete schliesslich glücklich und bereitete den kleinen Patienten im Kinderspital Affoltern viel Freude. «Die Jauks», eine Musikband bestehend aus vier Musikanten, die alle rund um das Säuliamt herum verteilt in Jonen AG, Adliswil, Arth und Würenlos leben, verloren vor einiger Zeit einen ihrer grössten Fans. Anlässlich dessen Beerdigung

kam eine grössere Summe Bargeld zusammen. Diesen Betrag stockten die Musikanten und der Fanclub auf und überreichten dem Kinderspital Zürich 1500 Franken.

Lüpfige Musik für die Genesung Klar, dass «die Jauks» die Übergabe mit einem fulminanten Auftritt verbanden. Isabelle Häusler-Jauk sorgte bereits zum Auftakt mit ihrer Klarinette dafür, dass sogar die Kinder in den Rollstühlen zu schunkeln begannen. Die Musikformation liess mit ihrer lüpfigen und urchigen streirischen Volksmusik den Park rund um die Waldhütte noch schöner und gemütlicher erscheinen. Ruth MeierhoferLuzi, Leiterin Ökonomie/Verwaltung, freute sich nicht nur über den Spendenbetrag, sie unterstrich auch die Wichtigkeit der Abwechslung im All-

tag der jungen Patienten. Die mitreissende Musik und die heitere Stimmung würden viel zu einem erfolgreichen Genesungsprozess beitragen, hielt sie fest. Die aufgeräumte Stimmung der rund 40 Patienten und deren Eltern an den Festtischen, bestätigten diese Aussage klar und deutlich. Selbstverständlich halfen die zahlreichen Mitglieder des Fanklubs «die Jauks» beim Grillieren tatkräftig mit und ihre Begeisterung für die steirische Musik steckte die übrigen Besucher innert Sekunden an. In einer kleinen und fast feierlichen Zeremonie übergaben die fröhlichen Musikanten die zwei Checks. Als Dank durften sie nicht nur einen kräftigen Applaus der Besucher entgegennehmen: Die glücklichen Kinder und ihre leuchtenden Augen waren vermutlich die schönste Gage in ihrer bisherigen Karriere.

Das Auto krachte auf der Mittelinsel in einen Pfosten und zwei Bäume. (Bild Kapo ZH)

In Mittelinsel gefahren und schwer verletzt Selbstunfall einer 62-Jährigen in Affoltern Bei einem Selbstunfall in Affoltern am Albis hat sich am frühen Mittwochabend, 20. Juli, eine 62-jährige Autofahrerin schwer verletzt.

Mit Heirassa verbreiteten sie viel Fröhlichkeit: «Die Jauks» in voller Aktion. (Bild Martin Mullis)

Die 62-jährige Automobilistin fuhr kurz vor 17 Uhr auf der Mühlebergstrasse abwärts in Richtung Affoltern am Albis. Nach einer leichten Rechtskurve geriet sie auf Höhe Bushaltestelle Lilienberg aus noch unbekannten Gründen zu weit nach links. Dabei

kollidierte das Fahrzeug auf der Mittelinsel mit einem Inselschutzpfosten und zwei Laubbäumen. Durch den Aufprall wurde die Frau schwer verletzt. Nach der Erstversorgung durch ein Team der Rettungssanität wurde die Verletzte mit einem Helikopter der Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen. Der Verkehr musste wegen des Unfalls durch die Verkehrsgruppe der Feuerwehr Affoltern am Albis umgeleitet werden. Weiter standen Funktionäre der Kommunalpolizei Affoltern im Einsatz.


Forum

Freitag, 22. Juli 2016

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Chefarzt Dr. Roland Kunz wechselt zum Stadtspital Waid

Spital Affoltern: Zukunft hat bereits begonnen

Dr. Roland Kunz, Chefarzt Akutgeriatrie und Palliative Care sowie ärztlicher Leiter, verlässt das Spital Affoltern nach zehn Jahren auf den 31. Januar 2017. Er wird im Stadtspital Waid die Aufgabe als Chefarzt der universitären Klinik für Akutgeriatrie übernehmen.

In den letzten Wochen fand eine Umfrage unter den Gemeinderäten der 14 Zweckverbandsgemeinden zum Thema «Entwicklung des Spitals Affoltern» statt. Die Resultate zeigten, dass die Gemeinden die Autonomie des Spitals befürworten und demzufolge auch die Beteiligung am Akutspital weniger in Betracht ziehen. Davon ausgenommen ist die Langzeitpflege. Dies ist im Einklang mit der zukünftigen Strategie des Spitals Affoltern. Seit der Einführung der Fallpauschale 2012 stehen die Spitäler nicht mehr unter der Hoheit der Gemeinden, sondern in der Zuständigkeit der Gesundheitsdirektion des jeweiligen Kantons. Auf dieser Grundlage ist es durchaus nachvollziehbar, dass die Gemeinderäte die Meinung vertreten, sich in Zukunft nicht mehr finanziell am Spital beteiligen zu wollen. Dennoch ist die Bereitschaft hoch, sich weiterhin für ein gut funktionierendes Spital zu engagieren. Das Ziel des Spitals Affoltern ist es, selbsttragend zu sein. Seit dem 1. Januar 2015 verfügt das Spital Affoltern über einen eigenen Haushalt und erwirtschaftete bereits im ersten Jahr ein positives Ergebnis. Zudem konnte sich das Spital Affoltern auf der Rangliste der Fallkostenvergleiche von Platz 15 auf Platz 7 verbessern.

In den zehn Jahren seines Wirkens im Spital Affoltern realisierte Dr. Roland Kunz als ausgewiesener Spezialist für Geriatrie mit seinem Team zahlreiche Projekte, welche überregional Beachtung fanden. Er baute die Palliativstation auf und setzte damit Standards, die im Gesundheitswesen beispielhaft sind. In der Akutgeriatrie beschritt er neue Wege wie die Pionierstation für geriatrisch-gerontopsychiatrische Patienten. Auf 1. September 2012 ernannte ihn die Betriebskommission zum ärztlichen Leiter des Spitals Affoltern. In dieser Funktion übernahm er innerhalb der Spitalleitung eine tragende Führungsrolle und trug massgeblich dazu bei, dass das Spital Affoltern gedeihen konnte. Er wird zum 1. Februar 2017 als Chefarzt der

universitären Klinik für Akutgeriatrie am Stadtspital Waid, Zürich eine neue berufliche Herausforderung annehmen.

Kontinuität im Spital Affoltern Dr. Kunz hat seine Projekte in enger Zusammenarbeit mit seinem Team realisiert und die erfolgreichen Abteilungen aufgebaut. Dadurch bleiben sein Wissen und sein Wirken dem Spital Affoltern erhalten. Es ist ihm ein Anliegen, dass die Akutgeriatrie, die Palliative Care und die Station für geriatrisch-gerontopsychiatrische Patienten weiterhin gedeihen. Die Führungsgremien des Spitals befassen sich bereits mit der Nachfolgeregelung von Herrn Dr. Kunz, sodass bis Februar 2017 eine tragfähige Lösung vorgestellt werden kann. Die Betriebskommission und die Direktion bedauern den Weggang von Herrn Dr. Kunz ausserordentlich, verlässt doch mit ihm eine Persönlichkeit das Spital Affoltern, welche sich durch grosse Besonnenheit, Souveränität und Fachkompetenz ausgezeichnet hat. Die Spitalleitung und die Mitglieder der Betriebskommission wün-

Dr. Roland Kunz, Chefarzt Akutgeriatrie und Palliative Care sowie ärztlicher Leiter des Spitals Affoltern. (Archivbild) schen Dr. Roland Kunz alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg und viel Erfolg in seiner neuen Karriere und freuen sich auf die verbleibende Zeit mit ihm im Spital Affoltern. Spital Affoltern

Den demokratischen Willen ernst nehmen Autobahnzubringer: Regierungsrat hat das Projekt festgesetzt, im «Anzeiger» vom 15. Juli.

Bevölkerung fast unerträglich langsam ...

Fast vier Jahre (!) nach der Abstimmung über den Autobahnzubringer Obfelden/Ottenbach, den über 62 % der Zürcher Stimmberechtigten befürwortet haben, hat der Regierungsrat das Projekt fertig geplant. Mehr Anträge von kantonalen Fachstellen (80) als Einsprachen von Privaten (77) mussten behandelt werden. Positiv ausgedrückt: Diese Stellen haben ihren Job sehr ernst genommen und das Projekt auf Herz und Nieren geprüft. So weit so gut – wenn auch für die betroffene

Zügige Umsetzung gefordert Jetzt gilt es den Volkswillen ernst zu nehmen, den Fokus auf die Interessen der Bevölkerung, insbesondere der Schulkinder, zu legen. Ein Kind, das 2012 in die Primarschule eingetreten ist, wird bei voraussichtlichem Baubeginn 2018 die Oberstufe besuchen und die Eröffnung 2021 wohl als Lehrling oder Gymnasialschüler am Rande miterleben ... Mehr als eine «Schülerlaufbahn» für einen Autorbahnzubringer? Sind unsere demokratischen Instru-

mente dafür da, Entscheide zu verhindern oder voranzubringen? Nachdem die Bedenken seitens Natur- Denkmal- und Gewässerschutz behandelt worden sind, fordert die IG Sicherer Schulweg von involvierten kantonalen Fachstellen wie den Umweltverbänden den demokratischen Willen der Zürcher Bevölkerung ernst zu nehmen. Baudirektor Markus Kägi ist in der Verantwortung, Marschrichtung für die zügige Umsetzung des Autobahnzubringers Obfelden/Ottenbach vorzugeben. Philipp Schweiger, IG Sicherer Schulweg, Obfelden

ämtler kantonsräte meinen

Moritz Spillmann (SP, Ottenbach)

Alles vergebens? In Tagen wie diesen fühlt es sich falsch an. Jeden Montag streiten wir im Kantonsrat über Themen wie die Bewilligungserleichterung für Kleinstbauten, Veloabstellplätze, die Gebühren der Eichmeister oder die Überprüfung der Anstellungsbedingungen der Schulleiter auf Sek II Stufe. Wir arbeiten an solchen alltäglichen Sorgen durchaus ernsthaft. Doch abends in der Tagesschau ist die Welt eine andere. Der Terror in Nizza, ein Militärputsch in der Türkei, der zerfallende Nahe Osten, Millionen von Hungernden in Äthiopien und Tausende von Menschen, die ihr Leben im Mittelmeer verlieren, zeigen eine Welt, die uns Menschen zu ohnmächtigen Statisten degradiert. Einst hiess es, grosse Männer machen Geschichte – heute sehen wir als Zuschauer die Geschichte einer unsicheren und fremdbestimmten Welt an uns vorbeiziehen und hoffen, nicht selber darin vorzukommen. Ja, es fühlt sich falsch an: Was sind Veloabstellplätze oder die Privatisierung des Kantonsspitals gegen das Elend, den Hass und die Gewalt? Machen wir

uns nicht etwas vor? Ist die kantonale und kommunale Politik nicht einfach eine Art Ersatzhandlung, die Handlungsfähigkeit in einer fremdbestimmten Welt vortäuschen soll? Wenn die SVP das Erlernen der Nationalhymne in der Schule für obligatorisch erklären will, gibt sie vor, die Schweiz zu stärken, ohne dass diese Vorgabe nur ansatzweise eine der bestehenden Herausforderungen lösen würde. Alles vergebens. Damit könnte ich schliessen und mich aus der Politik zurückziehen. Aber ich will nicht. Auch wenn es sich in solchen Tagen falsch anfühlt, ist es nicht so.

Der einzelne «Deutsche» war dabei aktiver Teil dieser Veränderung. Auch heute begehen Menschen im Wechselspiel gesellschaftlicher und individueller Veränderung unbeschreibliche Taten. Unser aller Leben spielt sich dabei zunächst nicht in grossen Konflikten oder Ideologien ab, sondern im Alltag, in unserer kleinen Lebenswelt. Familie und Umfeld oder Wohnen oder Beruf prägen unser Leben, unser Denken und Handeln. Und je mehr wir über diese Bereiche selbstbewusst bestimmen können, desto mehr entziehen wir dem Frust und verführerischen Hass den Nährboden.

Die Welt ist nicht ohne Grund gefährlich. Genausowenig werden die Menschen als Bestien geboren. Die Nazis, die Frauen und Kinder direkt ermordeten, waren «normale» Familienväter und nicht pathologische Psychopathen. Deutschland baute in den 1930er Jahren Normen und Werte um, verschob sukzessive das, was gesagt und getan werden durfte in Richtung des Völkermordes. Die anfängliche verbale Diffamierung der Juden war voraussetzend für deren spätere Vernichtung.

Nichts beginnt im Grossen, sondern immer im Kleinen, im Konkreten, im eigenen Leben. Damit ist aber Politik mehr als eine «Ersatzhandlung» für die scheinbare Ohnmacht. Wir schaffen uns unsere Welt. Dazu gehören Velostationen, Stipendien oder von mir aus auch die Frage nach der Nationalhymne. Vor allem üben wir die Möglichkeit, dass auch der andere Recht haben könnte und damit den Respekt vor der anderen Meinung. Das fühlt sich sehr richtig an.

Akutspital und Langzeitpflege bleiben unter einem Dach An der Langzeitpflege werden sich die Gemeinden weiterhin beteiligen, da diese auch nicht kantonal organisiert ist. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden im heutigen Modell an den Pflegekosten beteiligt. Die Restkosten übernehmen Gemeinden und Kran-

kenkassen. Für das Akutspital und die Langzeitpflege bestehen demnach verschiedene Finanzierungsmodelle, welche durch die unterschiedlichen, gesetzlichen Vorgaben bestimmt sind. Dennoch sollen diese beiden tragenden Säulen des Spitals Affoltern unter einem Dach vereint bleiben und als eine Organisation geführt werden.

Klare Unternehmensstrategie Die vorliegenden Ergebnisse aus der Befragung der Gemeinderäte (siehe Artikel vom 15. Juli 2016) werden natürlich in der aktuellen Strategieentwicklung berücksichtigt werden. Eine Unternehmensstruktur, welche die Zukunft des Spitals Affoltern auf lange Frist sichert, ist das prioritäre Ziel. Dazu gehören auch Kooperationen mit umliegenden Spitälern, da die Bildung von strategischen Allianzen eine grosse Chance bedeutet. Seit dem 1. Juni 2016 ist der neue Direktor, Herr Michael Buik, im Amt. Zu seinen Zielen zählt, eine Kommunikationskultur aufzubauen, welche die Mitarbeitenden von äusseren Einflüssen entlastet. Es ist ihm ein grosses Anliegen, dass sie ihre Kernaufgaben in Ruhe wahrnehmen können. In Zusammenarbeit mit der Spitalleitung und der Betriebskommission wird die Direktion die Herausforderungen der Zukunft annehmen, und eine professionelle, kundenorientierte Dienstleistung am Spital Affoltern anbieten. Denn es steht fest, dass die Bevölkerung dieses Angebot braucht und der Kanton auf einen starken und stabilen Gesundheitsdienstleister im Knonauer Amt angewiesen ist. Spital Affoltern

Wo ist das Vertrauen geblieben? Keine Beteiligung mehr am Akutspital?, im «Anzeiger» vom 15. Juli. Die Gemeinderäte der 14 Gemeinden im Knonauer Amt haben sich in einer Umfrage der Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Spital Affoltern zur mittel- und langfristigen Entwicklung des Spitals Affoltern und der Langzeitpflege geäussert. Das Ergebnis erstaunt und stimmt nachdenklich: Die Mehrheit der Gemeinden möchten nicht mehr am Akutspital beteiligt sein, sie votiert für eine Trennung von Akut- und Langzeitbereich. Nur im Bereich der Langzeitpflege möchten sich die meisten Gemeinden im Bezirk noch engagieren. Vor knapp drei Jahren setzten sich die Bezirksgemeinden für das Spital Affoltern ein und wollten eine Gemeinnützige Aktiengesellschaft im Besitz der Gemeinden gründen. Sie waren bereit, ohne ein konkretes Projekt Aktien im Wert von 30 Millionen zu zeichnen, damit ein 60 Millionen teures Bettenhaus geplant werden kann. Und es wurde sogar mit Gewinnen und Dividenden für die Gemeinden gerechnet. Das zeugt von grossem Vertrauen in die Zukunft des Spitals. Wo ist dieses geblieben?

Bevölkerung steht hinter dem Spital Affoltern Auch in der Bevölkerung hat das Spital Affoltern grossen Rückhalt. Mit durchschnittlich 87 Prozent Zustimmung genehmigten die vierzehn Verbandsgemeinden im November 2012 einen Kredit von 18.3 Mio. Franken für ein neues Energie- und Verpflegungszentrum. «Dieser Vertrauensbeweis zeigt, dass die Bevölkerung das

Spital Affoltern mit seiner ganzen Angebotsvielfalt wünscht. Spitalleitung, Delegierte und Betriebskommission sind gefordert, diesen Auftrag zur Weiterentwicklung unseres Spitals auch unter der neuen Spitalfinanzierung umzusetzen. Und ich bin zuversichtlich, dass es gelingt», liess sich der damalige Präsident der Betriebskommission, Reinhold Spörri zitieren.

Strategie für die Zukunft Die Stimmberechtigten im Bezirk Affoltern warten seither darauf, dass die Spitalführung darlegt, wie sie die Zukunft des Spitals sieht, wie das Spital positioniert werden soll, mit welchen Stärken es sich in der Spitallandschaft zu behaupten vermag. Darüber vernimmt man nichts, doch das würde interessieren! Stattdessen beschäftigen sich Betriebskommission und Delegiertenversammlung seit Langem mit sich selber. Die Gemeinden sind von den Stimmberechtigten beauftragt, das Spital zu führen. Die Bevölkerung darf erwarten, dass die Gemeinderäte diese Aufgabe nicht nur als lästige Pflicht wahrnehmen.

Diskussion weiter führen Die SP Bezirk Affoltern fordert, dass die Bevölkerung in die Diskussion um die Zukunft des Spitals einbezogen wird, wie das im «Anzeiger» vom 8. April 2016 angekündigt wurde. Dabei soll die Frage im Zentrum stehen, was das Spital für die Bevölkerung der Region leisten soll. Strukturelle Fragen sind seit der Revision der Zweckverbandsstatuten 2015 zweitrangig. Franziska Sykora / Roger Schmutz, SP Bezirk Affoltern


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Gewerbe/Dienstleistungen

Historische Exkursion

Freestyle-Feuerwerk

Bernhard Schneider lädt zur Wanderung vom Kloster Kappel zur Schnabelburg. > Seite 15

Über 2350 Zuschauer genossen im Jumpin die Wettkämpfe und das Rahmenprogramm. > Seite 19

Freitag, 22. Juli 2016

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Kleine Plagegeister Wespen, Bienen und Zecken verursachen pro Jahr rund 20 000 Unfälle. > Seite 20

Der Velobility-Macher meldet sich zurück Philip Douglas bietet mit SwissFleet intelligente Lösungen für Bike-Flotten

Zukunftsmarkt auf internationaler Ebene mit frischen Ideen angreifen Bis Ende 2015 war Douglas der CEO der Schweizer Velobility AG, ebenfalls Anbieter von Bike-Sharing-Lösungen. Das Unternehmen war damals aufgrund der blockierten Schweizer

«Unsere Gesellschaft will und braucht neue Mobilitätslösungen», ... Marktsituation in wirtschaftliche Turbulenzen geraten und musste Insolvenz anmelden. Mit der abgeschlossenen Übernahme der Markenrechte und Patente der Velobility AG will Douglas nun einen neuen Versuch starten, diesen Zukunftsmarkt auf internationaler Ebene mit frischen Ideen anzugreifen. Die enge Produktionspartnerschaft mit der Fairly Bike Manufacturing Company Ltd., einem der ältesten und innovativsten Radhersteller in Taiwan, ist einer der Erfolgsgaranten für diesen Re-Launch. Douglas erklärt dazu: «Die Velobility AG war das unternehmerische Konstrukt, welches meine Visionen zur Entwicklung des Bike Sharing Markts transportieren sollte. Mein Ziel war es, mit innovativen Ideen und Produkten eine Brücke zwi-

schen den Bedürfnissen der Nutzer, der Fahrradindustrie, der Systembetreiber und der Politik zu bauen. Meine Erfahrung aus den ersten BikeSharing-Pilotprojekten wollte ich unbedingt in nachhaltige Produkte umsetzen und damit diesen genialen Markt nach vorne bringen.» Douglas weiter: «Unsere Gesellschaft will und braucht neue Mobilitätslösungen; die Technologie dafür ist in den letzten Jahren entstanden. Die grossen Radhersteller bieten für BikeSharing-Systeme noch keine echten Lösungen und sind der Komplexität von öffentlichen Leihsystemen nicht gewachsen. Sie haben den Fokus historisch bedingt zudem auf Endverbraucher-Lösungen. Genau diese Lücke können wir mit unserem Know-how, den Hersteller-Ressourcen in Taiwan anzeige

40 Jahre in der Schweiz: Conforama 1976 hat Conforama in Ecublens das erste Geschäft eröffnet. Heute verfügt die Gruppe über 19 Filialen. Bis 2020 sollen fünf weitere dazukommen, vorwiegend in der Deutschschweiz. 2015 erzielte Conforama Schweiz einen Umsatz von fast 480 Millionen Franken. Die Gruppe gehört damit zu den wichtigsten Möbel- und Einrichtungshäusern in der Schweiz. Conforama Schweiz verleiht dem DiscountSegment ein modernes Image, indem Qualität und Trends vereint werden. Zu Conforama Schweiz gehören heute 19 Filialen. Bis 2020 sollen fünf anzeige

Tolle Preise beim «Joker» Am 26. Juli lädt der Coopark Affoltern zur Teilnahme am Gewinnspiel «Joker» ein. Bis zum 6. August können nicht nur traumhafte Preise gewonnen werden, die Geschäfte bieten auch viele Rabattaktionen.

Mit der SwissFleet Services GmbH wollen Douglas und mehrere internationale Partner ganzheitliche System-Angebote für Betreiber von öffentlichen Leihrad- und Logistikflotten, aber auch für Fahrradhersteller anbieten. Mit gezielt entwickelten Radkonzepten, modular konfigurierbaren nichtmotorisierten oder Elektro-Rädern, Lasten- oder Spezialrädern will SwissFleet mit Hardware, aber auch mit Services als Mittler zwischen Fahrradindustrie und Mobilitäts- und Logistikanbietern fungieren. Der öffentliche Leihradsektor entwickelt sich global sehr dynamisch. Die im englischen Fachbegriff «Public Bike Rental» oder «Sharing Systems» genannten Verleihkonzepte gibt es mittlerweile weltweit in zirka 1000 Städten. Es wird geschätzt, dass dort momentan zirka 1,3 Millionen Leihräder zur Verfügung stehen (Quelle: www.bikesharingworld.com). Weiteres Wachstum verspricht der privatwirtschaftlich organisierte Flottenmarkt. Denn mittlerweile setzen viele Logistik-Firmen wie DHL, Fedex, GO! oder UPS zunehmend auf das (Lasten-)Fahrrad als kostengünstigste und schnellste Alternative auf der sogenannten «last mile»: der teuersten und aufwändigsten Verteilstrecke des gesamten Lieferwegs.

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weitere dazukommen, vorwiegend in der Deutschschweiz. «Wir werden die Führungsposition von Conforama in der Schweiz in den Bereichen Sofas und Bettwaren festigen und wollen der bevorzugte Discounter der Schweizer für Möbel, TV, Haushaltsgeräte und Dekoration sein», erklärt Bertrand Lefort, Generaldirektor von Conforama Schweiz. Das Geschäft im zürcherischen Schlieren mit einer Verkaufsfläche von 5000 m² wurde jüngst komplett renoviert. Der Erfolg dieser Filiale zeigt, dass der Kunde in der Schweiz an einem modernen, entstaubten Discounter mit einem Angebot von hoher Qualität interessiert ist. (pd.)

... sagt Philip Douglas. (Bilder zvg.) und den punktgenauen Lösungen für die jeweilige Infrastruktur-Anforderung schliessen. An den ersten Ausschreibungen sind wir im Moment schon beteiligt und die Weltöffentlichkeit wird einige unserer Produkte auf der kommenden Eurobike sehen und testen können.» Die SwissFleet Services GmbH führt auch die Wartung der 4100 Schweizer Militärfahrräder weiter. Im Jahr 2012 hatte Douglas die WTO-Ausschreibung für Lieferung und Unterhalt dieser Militärvelos mit der Simpel GmbH gewonnen und über die damals frisch gegründete Velobility AG abgewickelt. Auf die von Douglas im Jahr 2000 gegründete Simpel GmbH hat diese Veränderung keine Auswirkungen. (pd.)

Das «Joker»-Gewinnspiel macht nicht nur jede Menge Spass, sondern lockt auch mit tollen Preisen. Für die Teilnahme wird nur eine Spielkarte mit einem QR-Code benötigt. Diese werden im Voraus an Haushalte in der Umgebung verschickt oder sind an den Kassen in allen Geschäften des Cooparks unentgeltlich erhältlich. Mit der Spielkarte kann jeder Teilnehmer ab 18 Jahren während des gesamten Events einmal täglich sein Glück versuchen und hat somit die Chance auf die traumhaften Gewinne. Verschiedene Rabattaktionen versüssen während des Events zusätzlich die Shoppinglust, sodass alle Kunden voll auf ihre Kosten kommen. Das «Joker»-Gewinnspiel bietet die Möglichkeit auf tausende Sofortgewinne, zum Beispiel haben die Teilnehmenden die Chance auf Gutscheine für zahlreiche Geschäfte im Coopark Affoltern und Eintritte für verschiedene Freizeitziele. Neben all diesen tollen Gewinnen kann als Hauptpreis eine Traumreise mit der MSC Kreuzfahrt gewonnen werden. Diese Reise kann sich der Gewinner selber zusammenstellen und hat damit die Möglichkeit auf ein unvergessliches Erlebnis mit seiner Familie. Als Hauptpreis der Jahresverlosung winkt für den Gewinner ein DS 4 Crossback. (pd.) «Joker»-Gewinnspiel vom 26. Juli bis zum 6. August, Montag bis Freitag ab 9 Uhr, Samstag ab 8 Uhr, im Coopark, Büelstrasse 15, Affoltern. www.coopcenter.ch/coopark.


irchliche Anzeigen Ref. Kirche Aeugst a. A. Sonntag, 24. Juli 10.00 Regionalgottesdienst Pfarrerin Bettina Stephan

Ref. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 23. Juli 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel Pfr. W. Schneebeli Sonntag, 24. Juli 10.00 Regional-Gottesdienst in Aeugst a. A., Pfrn. B. Stephan 9.30 Mitfahrgelegenheit vor der Post, der Kirche und dem Volg in Zwillikon Mittwoch, 27. Juli 12.15 Oase: Besinnung über Mittag, Pfr. W. Schneebeli

Ref. Kirche Mettmenstetten

Kath. Kirche Mettmenstetten

Sonntag, 24. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Maschwanden www.ref-mettmenstetten.ch

Sonntag, 24. Juli 9.30 Wortgottesdienst mit Matthias Kühle-Lemanski

Ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 24. Juli 10.00 Regionaler Gottesdienst in Hedingen Fahrdienst: Käthi Kurtz Telefon 044 761 23 47 www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 24. Juli 9.30 Regionalgottesdienst in Rifferswil «Von Bünden, Verbindungen und Verbindlichkeiten I» Pfrn. Yvonne Schönholzer Anschliessend Chilekafi

Sonntag, 24. Juli 10.00 Kirche Stallikon: Gottesdienst mit Pfr. Kurt Gautschi Fahrdienst, Anmeldung 23. Juli, Telefon 044 700 25 69

Kath. Kirche Affoltern a. A.

Sonntag, 24. Juli 10.00 Tauferinnerungs-Gottesdienst mit Pfrn. Susanne Sauder Taufe von Sonia Lisbeth Foth und Jael Silvia Würmli Musik: Ursula Hauser Für alle Familien mit ihren (getauften) Kindern Bitte Taufkerze mitnehmen Anschliessend Chilekafi im Kirchgemeindehaus

Samstag, 23. Juli 17.30 Eucharistiefeier Sonntag, 24. Juli 9.00 Eucharistiefeier, anschl. Chilekafi Mittwoch, 27. Juli 9.15 Kein Gottesdienst

Sonntag, 24. Juli 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Rifferswil mit Pfarrerin Yvonne Schönholzer

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 24. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Aeugst mit Pfarrerin Bettina Stephan Fahrdienst auf Anfrage bei Th. Rinderknecht Telefon 079 318 22 30

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntag, 24. Juli 9.30 Regionalgottesdienst in Rifferswil mit Pfrn. Y. Schönholzer

Sonntag, 24. Juli 10.00 Gottesdienst «Jeder ist begabt!» Dominik Stäuble Kinderprogramm 18.30 ALL IN: Jugendgodi Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 24. Juli 9.45 Gottesdienst (Walter Bitzer) Kinderhort mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil

Ref. Kirche Bonstetten

Ref. Kirche Hausen a. A.

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24

Kath. Kirche Bonstetten Sonntag, 24. Juli 10.00 Eucharistiefeier Dienstag, 26. Juli 19.30 Abendmesse

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 23. Juli 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 24. Juli 11.00 Wortgottesfeier

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 24. Juli 10.30 Eucharistiefeier Donnerstag, 28. Juli 9.00 Kein Gottesdienst

Sonntag, 24. Juli 10.00 Gottesdienst (Predigt: Manuel Fuhrer) Hüeti und KingsKids Mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 24. Juli 9.45 Gottesdienst und Kinderprogramm mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 24. Juli 10.30 Gottesdienst Thema: Jesus Christus – alleiniger Retter Kolosserbrief, 1, 15–23 Kinderhort, Sonntagsschulen Sammelklasse www.etg-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 24. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Maschwanden mit Pfrn. P. Dettwiler Musik: Silberhornduo Fahrdienst ab Kirche Knonau um 9.45 Uhr

Ref. Kirche Maschwanden

Sie freuen sich darauf, nicht nur am Bildschirm, sondern auch im Lager arbeiten zu können. Für diese Tätigkeit brauchen Sie gute PC-Kenntnisse (MS-Office), eine genaue und sorgfältige Arbeitsweise, ein gutes Gedächtnis und Leistungsbereitschaft. Dafür bieten wir zeitgemässe Anstellungsbedingungen und die Möglichkeit selbstständig zu arbeiten. Wir befinden uns im Zentrum von Affoltern am Albis, 3 Minuten vom Bahnhof entfernt. Von Zürich und Zug aus erreichen Sie uns bequem mit der S9. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bitte ausschliesslich per E-Mail an: AVA Verlagsauslieferung AG z. Hd. Frau Suna Mainaud Centralweg 16 8910 Affoltern am Albis s.mainaud@ava.ch www.ava.ch

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Die René Hächler AG ist seit über 60 Jahren erfolgreich in der Automobilbranche tätig und einer der führenden Dienstleister in der Region. Zur Verstärkung unseres ambitionierten Teams mit zwei Hausmarken (Ford und SsangYong) suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine engagierte und kompetente Persönlichkeit als

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Automobil-Mechatroniker/ Automobil-Fachmann 100 % Ziele/Aufgaben: Sie sind zuständig für die fachgerechte Durchführung der Serviceaufträge im Rahmen des vom Hersteller vorgesehenen Wartungsplans sowie sämtlicher Reparaturen. Sie bringen mit: • Abgeschlossene Ausbildung als Automobil-Mechatroniker EFZ oder Automobil-Fachmann EFZ • Überdurchschnittlichen schulischen Leistungsnachweis • Motivation und Interesse das Erlernte zu festigen und auszubauen • Selbstständige, exakte und kundenorientierte Arbeitsweise • Zuverlässigkeit und Qualitätsbewusstsein • Alter 20 bis 25 Jahre • Führerausweis Kat. B Wir bieten • • • •

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Sonntag, 24. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Maschwanden mit Pfrn. P. Dettwiler Musik: Silberhornduo Amtswoche ab 27. Juli Pfr. H. J. Schultz

Sonntag, 24. Juli 9.30 Gottesdienst mit Pfrn. Asha De; Erich Eder (Orgel) reformierte Kirche

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Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche Sonntag, 24. Juli 9.30 Regionalgottesdienst in Rifferswil mit Pfrn. Yvonne Schönholzer 17.15 Uhr: KEIN Musik und Wort: Sommerpause Mittwoch, 27. Juli 17.00 Kein offenes Singen während der Schulferien Donnerstag, 28. Juli 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfr. Markus Sahli

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Gewerbe

Freitag, 22. Juli 2016

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Affoltemer Schlagzeugschule Roli Elmer baut aus Unterricht nun von Montag bis Freitag Die Schlagzeug- und Perkussionsschule Roli Elmer an der Lindenmoosstrasse 19 in Affoltern verstärkt sich mit Beginn des Schuljahres ab 22. August mit dem Bonstetter SchlagzeugLehrer Moritz Mayer.

Markus Huber empfängt morgen Samstag letztmals in seiner Bäckerei Konditorei Confiserie in Wettswil. (Bild Thomas Stöckli)

Bäckerei Huber ist nach elf Jahren Geschichte Letzter Verkaufstag morgen Samstag Mit Wehmut denkt Markus Huber an die vergangenen elf Jahre und vier Monate zurück. In Erinnerung bleibt manch schöner Auftrag, insbesondere die «emotionalen Sachen» wie Hochzeitstorten haben ihm viel bedeutet, verrät er. Morgen Samstag wird er die Türen seines Ladens letztmals öffnen und die Gelegenheit nutzen, sich von den liebgewonnenen Kunden persönlich zu verabschieden. Markus Huber will nach dem seit über einem Jahr wohlüberlegten Schritt erst mal Energie tanken. Wie es für ihn beruflich weitergeht, das ist noch offen. «Ich bin ein Allrounder»,

sagt Huber. Sicher werde er einen Gang zurückschalten. Der Lebensmittelbranche will er grundsätzlich treu bleiben, sei es als Produktionsleiter, Produkteentwickler, Eventplaner oder in einer anderen Rolle. Einzig die Schokoladenproduktion plant er in kleinerem Rahmen nebenbei weiterzuführen. Wettswil wird auch künftig eine produzierende Bäckerei haben. Das stellt Daniel Haas von der gleichnamigen Bäckerei in Oberlunkhofen sicher. Am 18. August soll Wiedereröffnung sein. «Das Konzept mit zwei Läden ist sicher gut», findet sein Vorgänger. (tst.)

Das rhythmische Spiel von Snare und Bass Drum, Toms, Hi-Hat und Becken will gelernt sein, genauso der richtige Umgang mit Djembe, Cajón, weiteren Schlaginstrumenten und Kleinperkussion. Eine sichere Adresse, wo man sich das nötige Rüstzeug beibringen lassen kann, ist seit Jahren die Schlagzeugschule Roli Elmer. An der Lindenmoosstrasse 19 in Affoltern (nach dem Ökihof) im ersten Stock bot sich bisher für Anfänger wie Fortgeschrittene sowie für Erwachsene und Kinder die Möglichkeit, von Montag bis Mittwoch Schlagzeug im Einzel- oder Zweierunterricht, Djembe, Cajón, Kleinperkussion sowie Bongo oder Congas im Einzel- oder Gruppenunterricht zu lernen. Jetzt hat Roli Elmer sich verstärkt und kann nun in seiner Schlagzeugschule auch an Donnerstagen und Freitagen Unterricht anbieten! Der neue, junge Mann und Lehrer an Roli Elmers Seite heisst Moritz Mayer und kommt aus Bonstetten. Seit 14 Jahren spielt der 22-Jährige schon Schlagzeug und steht gerade kurz vor seinem Ausbildungsabschluss zum Profi-Schlagzeuger und -Lehrer an der Swiss Music Academy. Gleichzeitig bringt er auch einige Erfahrung als Session-Drummer in verschiedenen Bands und Projekten mit – live und im Studio.

Neue, attraktive Berufslehre

Kundenbedürfnisse ermitteln und Hörsysteme anpassen Gemäss dem Verein Bildung Hörsystemakustik Vbha sind Hörsystemakustiker Fachpersonen für gutes Hören. Sie beraten und unterstützen ihre Kundschaft bei verschiedenen Anliegen rund um das Gehör. Im Bildungsplan sind als wichtigste Handlungskompetenzen das Ermitteln von Kundenbedürfnissen und das Anpassen von Hörsystemen aufgeführt. «Die Arbeit eines Hörsystemakustikers verbindet soziale Fähigkeiten und technisches Verständnis», sagt Ute Binderheim, Vorstandsmitglied des VBHA und Leiterin Human Resources bei Amplifon. Zum konkreten Aufgabenbereich eines künftigen Hörsystemakustikers gehören die Durchführung und Auswertung von Hörtests, die Beratung hinsichtlich der am besten geeigneten Hörlösung und die abschliessende Anpassung und Programmierung von Hörgeräten. (pd.)

Ab kommendem 22. August, zum Start des Schuljahres 2016/17, erweitert Moritz Mayer nun die Unterrichts-Kapazitäten der Affoltemer Schlagzeugschule an der Lindenmoosstrasse 19, während Roli Elmer selbst nun auch speziell Cajón- und DjembeGruppenunterricht für Kinder anbietet. Grundsätzlich gibt es in der Schlagzeugschule Roli Elmer nun also Schlagzeug- und Perkussionsunterricht von Montag bis Freitag – selbstre-

dend nach wie vor für jeden Anspruch, also von den Grundlagen für Anfänger über technische, rhythmische und musikalische Feinheiten für Fortgeschrittene bis hin zu Raffinessen für semi-professionelle Schlagzeuger. (kb.) Schlagzeugschule Roli Elmer, Lindenmoosstrasse 19, Affoltern. Telefon: 079 460 72 44, E-Mail: roelmer@bluewin.ch, www.rolielmer.ch und www.trommel-garage.ch.

Die Druckerei bleibt zwei Wochen zu

Die neue Ausbildung zum Hörsystemakustiker beginnt erstmalig diesen August. Jugendliche erhalten damit eine zukunftsorientierte Tätigkeit in einer laufend wachsenden Branche. Das vielfältige Angebot an Berufslehren wird diesen August durch die neue Ausbildung zum Hörsystemakustiker EFZ erweitert. Als führender Anbieter von Hörlösungen begrüsst Amplifon diese zukunftsorientierte Berufslehre und hat 2016 Ausbildungsplätze in acht Fachgeschäften in der Deutschund Westschweiz geschaffen. Die Berufsschulen befinden sich in Olten und Biel und die Lehre wird durch überbetriebliche Kurse in Zürich ergänzt.

Gemeinsam mit Moritz Mayer (rechts) bietet Roli Elmer in seiner Schlagzeugschule an der Lindenmoosstrasse 19, Affoltern, ab 22. August nun von Montag bis Freitag Schlagzeugunterricht an. (Bild zvg.)

Weiss Druck macht Betriebsferien Vom 25. Juli bis 5. August macht Weiss Druck in Affoltern Betriebsferien. Trauerdrucksachen werden jedoch gedruckt.

Das Schwitter-Team beim Buchandruck. (Bild zvg.)

Gehölze, Stauden, Rosen und Nutzgarten

Gelbe Post Its auf der Korrespondenz machen die Kundschaft seit zwei Monaten darauf aufmerksam: Erstmals überhaupt stehen bei Weiss Druck diesen Sommer Betriebsferien an. Vom 25. Juli bis 5. August bleibt die Druckerei für zwei Wochen geschlossen – um der Kundschaft danach wieder mit ganzer Kraft zur Verfügung zu stehen.

Druckereileiterin Irene Wyss ist überzeugt, heute Freitag mit gutem Gewissen abschliessen zu können. «Wir haben noch kurzfristig den einen oder anderen Auftrag bekommen», verrät sie, «konnten diese jedoch speditiv erledigen.» Für Trauerdrucksachen steht die Weiss Medien AG übrigens auch während der Betriebsferien von Weiss Druck zur Verfügung. Der «Anzeiger» erscheint ebenfalls wie gewohnt. (tst.) Weitere Infos unter www.weissdruck.ch.

Gärtnerei Schwitter hat eigenes Pflanzenbuch Was vor zwei Jahren begann, ist nun vollbracht. Ein eigenes Pflanzenbuch. In akribischer Kleinarbeit hat ein ausgewähltes Mitarbeiter-Team der Gärtnerei Schwitter in enger Zusammenarbeit mit Floramedia (Schweiz) ein hervorragendes Nachschlagewerk mit 448 Seiten geschaffen. Es war eine Vision von Roman Schwitter, das grosse Sortiment der Gärtnerei und Baumschule Schwitter in einem Buch zu vereinen, das einerseits zur Orientierung und Verkaufshilfe und andererseits zur Wissensunterstützung und Beratung dienen soll. «Schwitter’s Pflanzenwelt» beinhaltet über 2000 Gartenpflanzen, die in den Kapiteln Gehölze, Moorbeetpflanzen, Stauden, Rosen, Nutzgarten und Saisonflor einzeln beschrieben und bebildert sind. Aussagestarke

Icons übermitteln schnelle Informationen an den Leser. Weiter helfen 42 Pflanzenverwendungslisten bei der Wahl der richtigen Pflanze. Zum Beispiel Listen mit Pflanzen für schattige oder für sonnige Standorte, für welche Höhenlagen, Heckenpflanzen, ein Rosensorten-Verzeichnis, eine Liste mit den Rhododendron-Blütezeiten und -Farben, usw. Weiter zu entdecken sind verschiedene Staudenmischpflanzungen, speziell auf das Schwitter-Sortiment abgestimmt. Bestimmt interessieren auch die Einleitungsseiten, die einen umfassenden Einblick in die leistungsstarke und regional verankerte Gärtnerei und Baumschule Schwitter vermitteln. Das Buch Schwitter’s Pflanzenwelt widerspiegelt die Leidenschaft für Pflanzen, welche in der Gärtnerei Schwitter sicht- und spürbar ist. (pd.) Weitere Infos unter www.schwitter.ch.

Das Team von Weiss Druck verabschiedet sich für zwei Wochen in die Betriebsferien. Von links unten im Uhrzeigersinn: Leiterin Irene Wyss, Markus Simperl, Kaspar Köchli, Erich Jud und Yvonne Mettler. (Bild Thomas Stöckli)


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Veranstaltungen

Freitag, 22. Juli 2016

agenda

Ausstellungen

Samstag, 23. Juli

Aeugst am Albis Affoltern am Albis 08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen und Gestecke, Bioprodukte, frisches Brot, süsses Gebäck, Pasta, Handwerk und Geschenke, Honig, Käse, Konfitüren, griechische, persische und sizilianische Köstlichkeiten, exotische Früchte aus Kamerun. Marktplatz.

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «OF.LEVCI» Werkstatt des Johannes Weiss. Das Geheimnis der «Terra Sigillata», aus der das Tafelgeschirr der Römer hergestellt wurde. Mo, 8-11.30/ 16-18.15, Di/Do, 8-11.30, Mi, 8-11.30/14-16.30 Uhr. Bis 23. August.

Mettmenstetten

Aeugstertal

16.00: «Mättmi fiiret 900 Jahr» Dachlissen stellt sich vor. Festwirtschaft im Mattenhof, Dorfrundgang mit Bruno Sidler um 17 und 20 Uhr, Informationen über Dorfgeschichte und Gewerbe. Unterstützung «Ländliche Familienhilfe». Mattenhof Familie Nägeli. Dachlissen.

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Quartettspiel als Zeitspiegel» Vielfältige Sammlung von den ersten Spielen bis in die heutige Zeit, Quartettkarten mit farbigen Darstellungen von teils bekannten Bilderbuchillustratoren. Mi-So, 11-18 Uhr. Bis März 2017.

Rifferswil 10.00-16.00: «Feuerspektakel Raku hautnah erleben» mit Peter Widmer. Vorgebrannte Objekte dürfen selber glasiert, gebrannt und nach Hause genommen werden. Park Seleger Moor.

Sonntag, 24. Juli Affoltern am Albis 17.00 bis 20.00 Uhr: Vernissage. «I colori dell’anima». Wanderausstellung des simposio internazionale d’arte contemporanea mit Werken von 75 zeitgenössischen italienischen Künstlern. Galerie 100, Zürichstrasse 100.

Kappel am Albis 17.15: Kein Musik und Wort: Sommerpause. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Rifferswil 10.00-16.00: «Feuerspektakel Raku hautnah erleben» mit Peter Widmer. Vorgebrannte Objekte dürfen selber glasiert, gebrannt und nach Hause genommen werden. Park Seleger Moor.

Affoltern am Albis

Grossandrang am letztjährigen Waldfest im «Erdbeeriholz», Uerzlikon. (Archivbild Martin Platter)

Waldfest: die Tradition lebt Feier im «Erdbeeriholz» bei der Waldhütte Uerzlikon

Mettmenstetten Seit Jahren ist das Waldfest in Uerzlikon bei Alt und Jung bekannt. Der Gemischte Chor Kappel, hat das Uerzliker-Waldfest im Juli 1966 zum ersten Mal durchgeführt. Seit nunmehr neun Jahren ist der Unihockeyclub Kappel für einen reibungslosen Festablauf verantwortlich. Die Unihockeyaner sind bestrebt, das Waldfest in alter Tradition fortzuführen und kümmern sich mit viel Engagement und Herzblut um dessen weiteres Bestehen. Beim Waldfest geniessen die Besucher das fröhliche Beisammensein im

Dienstag, 26. Juli

Bonstetten

Affoltern am Albis

12.30: Geführte Wanderungen auf dem «Ämtlerwäg» Bonstetten– Aeugst am Albis für jede und jeden, ob jung oder alt. Einblicke in die Geschichte eines Kulturdenkmals, Informationen zu historischen Zeitzeugen, zur Landwirtschaft oder zur reichhaltigen Flora und Fauna. Ca. 2½ Stunden Wanderzeit. Anmeldung erwünscht: www.ggaffoltern.ch oder Paul Leuthold, 044 767 05 50. Die Wanderung ist kostenlos. Bahnhof Bonstetten (Treffpunkt).

14.30-16.00: Sommerplausch, den Sommer geniessen mit Schwyzerörgeli- und Blockflötenmusik. Früchtebowle, Kaffee und Kuchen, auf der Dachterrasse oder bei schlechtem Wetter im Mehrzweckraum (5. Stock) vom Haus zum Seewadel. Kostenpflichtig. Telefonische Anmeldung erwünscht 043 322 74 74. Haus zum Seewadel. Obere Seewadelstrasse 12.

Montag, 25. Juli Hausen am Albis 07.30: Rundwanderung Speer mit PW nach Mittelwengi. Hinterwengi, Speer, Speermürli, Hohwald, Wengi. Achtung: Steiler und luftiger Aufstieg. Schuhe mit gutem Profil und Trittsicherheit. Auf- und Abstieg je 1050 m. Distanz: 14 km/Wanderzeit: 5½ Std. Anmeldung bis Freitagabend: Vreni Zürcher, 044 764 07 62. Treffpunkt Parkplatz Chratz.

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Galerie 100, Zürichstrasse 100: «I colori dell’anima». Wanderausstellung des simposio internazionale d’arte contemporanea mit Werken von 75 zeitgenössischen italienischen Künstlern. So, 24. Juli, Vernissage 17-20 Uhr. Do/Fr, 14-18.30, Sa/So, 11-15 Uhr. Bis 31. Juli.

Bonstetten 05.55: Anspruchsvolle Wanderung: Flumserberg, Höhenwanderung: Maschgenkamm-SächserseeliSpitzmeilenhütte-MaschgaluggeProkamm-Chrüz. Wanderzeit ca. 5¾ Std. Anmeldung und Auskunft: Doris Jezler, 044 700 00 06. Bahnhof (Treffpunkt).

Mittwoch, 27. Juli Kappel am Albis 17.00: Kein offenes Singen während der Schulferien. Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

Uerzliker Wald. So ist eine grosse Festwirtschaft aufgebaut, um die Besucher mit Speis und Trank zu verwöhnen. Es sind speziell die knusprig gebackenen Pouletflügeli und die feinen Grilladen der Festwirtschaft zu erwähnen. Auch für Familien mit Kindern ist der Besuch des Waldfestes zu empfehlen, geht es doch bereits ab 18 Uhr los. Für die Kinder werden verschiedene Spiele angeboten. Einzigartig ist das Fest auch wegen der Verbundenheit mit der Natur und dem Wald, ist doch das ganze Festge-

Donnerstag, 28. Juli

lände vom Wald umgeben. Das Gezwitscher der Vögel und das Rauschen der Blätter sind allgegenwärtig und tragen zum angenehmen Ambiente bei. Musikalisch wird der Abend durch die Steirische Musikkapelle «die Jauks» begleitet. (pd.) Waldfest am Samstag, 30. Juli, bei jeder Witterung, ab 18 Uhr im bekannten «Erdbeeriholz» bei der Waldhütte Uerzlikon. Die Anfahrt ist ab dem Restaurant Lindenhof in Uerzlikon beschildert. Weitere Infos unter

Pfarrhauskeller: Fotos Naturbilder, Stadtansichten und Portraits von Jennifer Riedel. Bis 31. Oktober.

Stallikon Schulhaus Loomatt: Kunstforum Stallikon: Fotoporträts: Bibliothekskunden zeigen sich mit ihrem Lieblingsmedium. Während der Schulferien: Di 15-20 Uhr. Bis 22. August.

www.waldfest-uerzlikon.ch.

Ein klassischer Familienfilm zum Staunen

Bonstetten 08.50: Mittelschwere Wanderung, Gruppe 1: Schindellegi-RossbergHütten. Wanderzeit ca. 3¾ Std. Anmeldung und Auskunft: Toni Koller, 044 700 22 44. Bahnhof (Treffpunkt).

Kappel am Albis 13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel. Kappelerhof 5.

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«BFG» – Spezialvorstellung mit einer kindgerechten Einführung von Oswald Iten am Sonntag, 24. Juli, im Kino Seehof 1, Zug. Oft liegt Sophie noch wach, während schon alle andern Kinder im Waisenhaus schlafen. Als sie sich eines Nachts gerade wieder Gedanken über den Zeitpunkt der Geisterstunde macht, entdeckt sie vor dem Fenster ein riesiges Wesen. Bald darauf wird sie von dessen grosser Hand gepackt und ins Land der Träume verschleppt. Glücklicherweise entpuppt sich ihr

Entführer aber als freundlicher Riese namens BFG («Big Friendly Giant»). Doch weil Sophie ihn gesehen hat, will er sie nicht mehr nach Hause lassen ... Meisterregisseur Steven Spielberg und Drehbuchautorin Melissa Mathison, die Erfinder von E.T. (1982), haben Roald Dahls britisches Kinderbuch mit zwei grossartigen Hauptdarstellern (Ruby Barnhill als resolute Sophie, der Oscar-Gewinner Mark Rylance als BFG) und neuster Tricktechnik als bezauberndes Märchen auf die grosse Leinwand gebracht. (pd.)


Veranstaltungen

Freitag, 22. Juli 2016

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Vom Kloster Kappel zur Schnabelburg Eine historische Exkursion zur Ämtler Geschichte Weshalb haben die Herren von Eschenbach 1185 das Kloster Kappel gestiftet, dessen Kirche viel mehr Platz bietet als je für die Bevölkerung der Umgebung erforderlich war? Weshalb konnte Zürich nach dem Sturz der Eschenbacher an die Stelle des alten Adels treten und die Region zwischen Albis und Reuss unter ihre Kontrolle bringen? Und: Was hat Globi im Kloster Kappel zu suchen?

es immer wieder, Zürich militärische Niederlagen zuzufügen. Diese konnten die Limmatstadt zwar nicht gefährden, aber immerhin ihre Macht begrenzen. Erfolgreicher war die Stadt Bern. Nach der Reformation war sie an sich der Verbündete der Zürcher gegen die katholischen Innerschweizer. Das Interesse Berns an Grenzgebieten wie der Landvogtei Knonau war allerdings bescheiden, denn die Zähringerstadt weitete sich erfolgreich nach Westen bis an den Lac Léman aus und lebte gut von den Abgaben aus der Waadt, dem Jura und der Berner Landschaft.

................................................... von bernhard schneider Drei befestigte Anlagen haben die Freiherren von Eschenbach, die wichtigsten Hochadligen in unserer Region in der Zeit um 1200, zur Absicherung ihres Einflussgebiets gegen Süden bauen lassen: Die Schnabelburg, das Kloster Kappel und das Städtchen Ma-schwanden. Weiter westlich bildete die Reuss zwischen der eschenbachischen Stadt Luzern und Rüssegg (zwischen Mühlau und Sins gelegen) die Grenze zur Innerschweiz. Offenbar betrachteten die Herren von Eschenbach bereits im 12. Jahrhundert die Innerschweiz als Bedrohung. Vor allem das Kloster Kappel befand sich an einer strategisch wichtigen Stelle und hatte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nicht zuletzt die Funktion, die Abwehr von Angriffen aus der Innerschweiz zu überwachen.

Globi und adlige Wirren Start der Exkursion ist das prägnante Gotteshaus, das nach der Reformation als sogenanntes Klosteramt die Einkünfte verwaltete, welche die Stadt Zürich westlich der Albiskette bean-

Gleichgewicht der Kräfte

Bernhard Schneider erläutert bei der Wegkreuzung Schnabellücke, wie mittelalterliche Herrscher die Topografie ausgenützt haben. (Bild Erika Schmid) spruchte. Eine Frage, die sich viele Besucher stellen: Weshalb sind so viele Globi-Figuren in der Kirche abgebildet? Tatsächlich handelt es sich bei den Vogelwesen-Köpfen um das Familiensignet der Gessler von Brunegg, die nach dem Sturz der Herren von Eschenbach 1309 als habsburgische Lehenleute in die Nachfolgeregelung von deren Besitzungen miteinbezogen wurden. Auch wenn das Globi-Archiv ausdrücklich darauf besteht, dass kein Zusammenhang zwischen Globi und den Vogelwesen der Gessler von Brunegg bestehe, ist die Ähnlichkeit doch frappant. Da das Vogelwesen aus dem 13. Jahrhundert stammt, Globi hingegen 1932 entstand, dürfte klar sein, welche Figur gegebenenfalls die andere beeinflusst haben könnte.

Dieselben Fronten vor und nach der Reformation Ursache des Sturzes der Freiherren von Eschenbach war die Beteiligung an der Ermordung König Albrechts von Habsburg 1308. Habsburg eroberte anschliessend die Schnabelburg und zerstörte das Städtchen Maschwanden. Im weiteren Verlauf des 14. Jahrhunderts verlagerten die Grafen von Habsburg ihren Interessenschwerpunkt nach Osten. Dies schuf Raum für neue, kleinere Mächte, allen voran die Städte Zürich und Luzern. Die beiden Städte betrachteten die Reuss als Grenze ihres Einflussbereichs. Luzern konnte sein Einflussgebiet nach der Schlacht bei Sempach zu Lasten von Habsburg ausdehnen.

Zürich litt in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts unter heftigen Kämpfen zwischen zwei Parteien unter den Ratsfamilien. 1350 gelang es der einen Seite, die andere praktisch vollständig zu vernichten. Sie wandte sich anschliessend der Absicherung der Herrschaft zu. Dazu gehörte die Übernahme der herrschaftlichen Rechte in den ehemaligen eschenbachischen Gebieten zwischen Albis und Reuss. Wie schon die Eschenbacher schreckten die Zürcher davor zurück, in die gebirgige Innerschweiz vorzudringen. Sie versuchten, die unwegsamen Gebiete zu kontrollieren, indem sie die Getreidezufuhr aus Süddeutschland in Konfliktsituationen unterbanden. Ihr Erfolg war dabei mässig. Vor allem den Schwyzern gelang

Bei der Schlacht von Kappel 1531 ging es letztlich darum, dass die Innerschweizer einmal mehr angriffen, nachdem Zürich die Getreidesperre verfügt hatte. Bern kündete den Zürchern zwar Unterstützung an, die Innerschweizer kamen ihnen aber zuvor und erwarteten die vom Marsch ermüdeten Zürcher Truppen bei Kappel. Mit dem Sieg schufen die Innerschweizer ein Gleichgewicht der Kräfte, dem es wohl zu verdanken war, dass das Gebiet der heutigen Schweiz nicht in den Dreissigjährigen Krieg (1618-48) hineingezogen wurde. Und Bern hatte dem Konkurrenten an der Limmat gegenüber die Nase für einige Jahrhunderte vorne. Dies änderte sich erst mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Geschichte am Tatort – Wanderung zum Buch «700 Jahre im Überblick: Das Knonaueramt – die Stadt Zürich – die Eidgenossenschaft» mit Autor Bernhard Schneider vom Kloster Kappel zur Schnabelburg. Samstag, 6. August. Start um 14.15 Uhr bei der Postautostation Kappel am Albis, Kloster. Infos und anmelden: www.schneidercom.ch/live.php.

Traditionell, gewürzt mit Internationale Wanderausstellung einer Prise Mittelmeer mit Halt in Affoltern Obfelden feiert den 1. August am Vorabend

Simposio internazionale d’arte contemporanea in der Galerie100

Die Augustfeier in Obfelden vom 31. Juli bietet dieses Jahr ein Kinderprogramm, kulinarische Köstlichkeiten, lüpfige und poppige Klänge und natürlich ein grosses Feuer.

Vom 24. bis 31. Juli macht eine einzigartige Wanderausstellung mit interessanten zeitgenössischen Bildern von 75 Künstlern Station in der Galerie100 an der Zürichstrasse 100, Affoltern.

Auch dieses Jahr wird die Augustfeier in Obfelden im gewohnten Rahmen am Vorabend des Nationalfeiertags durchgeführt, in Zusammenarbeit vom Feuerwehrverein und Kultur Obfelden. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Kinderprogramm, ein leckeres und preiswertes Angebot des Badi-Wirts und der Vereine sowie ein Augustfeuer. Musikalisch wird der Abend von zwei verschiedenen Gruppen begleitet, wodurch sowohl lüpfige als auch poppige Klänge geboten werden.

pe Echo vom Lochergut spielen diesen Abend acht Musikerinnen und Musiker Hackbrett, Geige, Schwyzerörgeli, Blockflöte und Bassgeige, aber auch seltenere Instrumenten wie Halszither, Schalmei, Kerbflöte, Oboe, Mandoline, Clarineau, Bouzouki, Charango, Tuba oder Trümpi. Nach der Ansprache von Gemeindepräsident Thomas Ammann kommen die Liebhaber aktueller Musik auf ihre Rechnung. Die Band Blue Note spielt Musik aus der guten alten Zeit bis zu aktuellen Hits. Auch die Kleinen kommen an der Augustfeier nicht zu kurz, es gibt ein Kinderschminken, einen Clown und Bullriding für Wagemutige. Im Rahmen des Augustfeuers darf privates Feuerwerk abgebrannt werden. Sonntag, 31. Juli, Badi Obfelden, Festwirtschaft und Grill, freier Eintritt.

Echo vom Locherguet und Blue Note

Programm: 16.30 bis 17.30 Uhr Apéro; 17.30 bis 19.30 Uhr Echo vom Lochergut, Ansprache

Das «Echo vom Locherguet» spielt Gemeindepräsident Thomas Ammann; 19.45 lüpfige Stücke und Tänze, urchig und bis 22 Uhr Blue Note; 22.15 Uhr Augustfeuer. schrötig, aus allen Gegenden der Schweiz, vom Bündnerland übers Muotatal bis zum Säntis, vom Jura bis ins Wallis, ganz traditionell, oft aber auch mit einem «Sprutz» Atlantik und Mittelmeer. In der Grup- Die Gruppe Echo vom Locherguet. (Bild zvg.)

Sie kommt von Rom und Urbino direkt nach Affoltern und geht danach weiter nach Forte dei Marmi . . . Die imposante wie einzigartige Wanderausstellung «I colori dell’anima» (Die Farben der Seele) des «Simposio internazionale d’arte contemporanea» mit Werken von insgesamt 75 Künstlern schaltet vom 24. bis 31. Juli in der Galerie100 in Affoltern einen Zwischenstopp ein. Damit bietet sich eine herausragende Gelegenheit, höchst interessante zeitgenössische Bilder verschiedenster Künstler zu sehen und zu bestaunen. Eine Möglichkeit, die sich ansonsten nur bei grossen Kunstevents bietet. Erarbeitet wurden die Werke allesamt im Rahmen eines Workshops zum Thema «Die Farben der Seele», konzipiert und kuratiert vom bekannten Kunstkritiker Massimo Pasqualone im Namen der Irdi-destinazionearte mit Sitz in Francavilla al Mare. Der Tross der Künstler des internationalen Symposiums hatte sich dieses Jahr mit der Suche nach dem tiefsten Selbst zu befassen. Für «I colori dell’anima» ging es um Gefühle und Emotionen, wobei jede Künstlerin, jeder Künstler nicht zuletzt sich selbst im tiefsten Innern

Vom 24. bis 31. Juli präsentiert die Affoltemer Galerie100 Werke von 75 Künstlerinnen und Künstlern eines internationalen Symposiums für zeitgenössische Kunst in Francavilla al Mare. (Bild zvg.) erforscht und untersucht hat. Die Resultate, die nun kurzfristig auch in Affoltern, in der Galerie100, zu sehen sind, bevor sie wieder nach Italien zurückkehren, bestechen durch ihre expressive Vielfalt. Es sind magmatische Emotionen und chromatische Explosionen, die sich in geschickter Balance zwischen warmen und kalten Farben ergänzen, welche die verschiedenen Seelenreisen charakterisieren. Eine spannende wie begeisternde Ausstellung voller labyrinthischer See-

lenwerke. Die Vernissage in der Galerie100, Zürichstrasse 100, in Affoltern ist am kommenden Montagabend, 25. Juli, von 17 bis 20 Uhr. Ausstellungskurator Massimo Pascualone wird anwesend sein. (kb.) Galerie100, Zürichstrasse 100, Affoltern: Wanderausstellung «Simposio internazionale d’arte contemporanea». 24. bis 31. Juli. Vernissage: 25. Juli, 17 bis 21 Uhr. Öffnungszeiten: Freitag von 14 bis 18 Uhr, Samstag von 11 bis 16 Uhr oder nach Vereinbarung: 079 821 13 61.


Sport

Freitag, 22. Juli 2016

19

Freestyle-Feuerwerk in Mettmenstetten Aerials, Freeski, Snowboard und BMX: 14. Freestyle-Night im Jumpin, Mettmenstetten Vergangenen Samstag zeigten Freeskier, Skiakrobaten, BMXFahrer sowie ein Snowboarder an der 14. Ausgabe der FreestyleNight in Mettmenstetten ihr beachtliches Können. Über 2350 Zuschauer genossen einen spektakulären Wettkampf, eine einmalige Super-Puma-Show und Freestyle-Feeling vom Feinsten. Beim fesselnden Sommer-FreestyleContest begeisterten 60 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer der Disziplinen Freeski, Skiakrobatik, BMX und Snowboard die über 2350 Zuschauer mit Sprüngen von den Wassersprungschanzen des Jumpin. Bereits um die Mittagszeit mussten die Athletinnen und Athleten zum ersten Mal ins kühle Nass. Nach den Qualifikationsspringen um 16 Uhr waren die besten Wettkämpfer gefunden, die dann im Nachtfinale nochmals auftraten. Der finale Showdown begann um 21.30 Uhr bei Flutlicht (im «Anzeiger vom 19. Juli). Die Sieger in den einzelnen Disziplinen: Andreas Isoz (Aerials), Andri Ragettli (Freeski), Gian Caderas (Snowboard) und Chris Raeber (BMX).

Ein Rahmenprogramm, das keine Wünsche mehr offenlässt Das Organisationskomitee um Präsident Andreas Isoz zauberte mit vielen Programm-Highlights ein bemerkenswertes Ambiente und zeigte sich entsprechend zufrieden mit dem Verlauf des Events. Eines der Highlights war die Super-Puma-Show des Schweizer Militärs. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, den Transporthubschrauber vor Ort zu begutachten. Pünktlich um 19 Uhr startete der Hubschrauber zur spektakulären Show. Auch die weiteren Programmpunkte mit Fallschirmspringen, Live-Konzert und Promo-Village liessen jedes Freestyle-Herz höherschlagen.

Spektakel für die zahlreichen Zuschauer am Nachtfinal. (Bilder Manfred Utzinger)

Ranglistenauszüge: Aerials: 1. Andreas Isoz, 2. Mischa Gasser, 3. Dimitri Isler/Aleksandr Abramenko. Freeski: 1. Andri Ragettli, 2. Julius Forer, 3. Luca Schuler/Fabian Bösch. Snowboard: Gian Caderas. BMX: 1. Chris Raeber, 2. Pit Bossert, 3. Marco Wildi/Jonas Turin.

Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, den Super-Puma-Helikopter vor Ort zu begutachten.

Wagemutig dem Boden entgegengleiten.

Team Koach mit Grossaufgebot in Zürich Fanzelt beim Ironman – viel Präsenz auf und neben der Strecke Am Wochenende findet der grösste Triathlon-Event der Schweiz statt: Der Ironman Switzerland in Zürich mit Sprint und olympischer Distanz am Samstag, dem LangdistanzQualifikationswettkampf für die WM auf Hawaii am Sonntag. Die neue Laufstrecke durch die Zürcher Innenstadt ist für die Zuschauer besonders attraktiv. In der Expo beim Ziel auf der Landiwiese betreibt das Team Koach als eines der stärksten Teams am Ironman ein Fanzelt. Wer erstmals Triathlon-Luft schnuppern will, erhält hier Antworten auf Fragen rund um den technisch anspruchsvollen Ausdauersport sowie Fanartikel des Teams. Start zum Ironman ist am Sonntagmorgen ab 6.40 Uhr beim Strandbad Mythenquai. Nach dem Schwimmen im Zürichsee werden zwei Runden à 90 Kilometer auf dem Rad gefahren, mit dem Heartbreak Hill in Kilchberg und der Forchpassage als besonders attraktiven Hotspots. Anschlies-

olympische Distanz. Das Team umfasst Triathletinnen und Triathleten aller Alters- und Leistungsklassen. Von den Profis starten Philipp Koutny, Balazs Csoke und Lina Schink am Sonntag beim Ironman. Nach seiner Verletzungspause startet Urs Müller beim 5150 am prestigeträchtigen Profirennen vom Samstag.

Gut vorbereitet ins Rennen

Das Team Koach wird auch beim Ironman Switzerland auf und neben der Strecke präsent sein. (Bild zvg.) send führt die Laufstrecke über vier Runden neu auch durch die Zürcher Altstadt. Für Fans ist die Landiwiese

ideal, da hier alle Finisher mehr als ein Dutzend Mal angefeuert werden können.

Bereits am Samstag starten zahlreiche Mitglieder des Teams Koach im Sprint sowie beim «5150» über die

Das Team Koach geht gut vorbereitet nach Zürich. Philipp Koutny hat am 10. Juli in Sempach den Schweizer Meistertitel über die Kurzdistanz geholt, Sandra Dänzer wurde in ihrer Altersklasse 2., Martin Welti 3. Die Rifferswilerin Caroline Koethe vermochte ihre Führung in der Gesamt-Einzelwertung zu verteidigen. Koach Kurt Müller erwartet erneut einen grossen Zuschaueraufmarsch und freut sich auf viele Team-KoachFans. Er ist zuversichtlich, dass weitere Hawaii-Qualifikationen gefeiert werden können. (tk) Weitere Infos unter www.kmsportcoaching.ch


20

Extra

Im Spital Affoltern geboren

Urchige Landschaft und Berg-Idylle

Freitag, 22. Juli 2016

Die Oberämtler Seniorenferien in Fulpmes bleiben in guter Erinnerung Die zaghafte Hoffnung, dem kühlen und nassen Wetter zu entfliehen, hat sich für die Oberämtler Senioren weitgehend erfüllt.

Lilly, 29. Juni.

Lia, 12. Juli.

Amon, 13. Juli.

Mit der Reise im bewährten «Apfelcar» Madörin nach Osten, nach Österreich ins Stubaital, gelang es, sonnige Tage in illusterer Gesellschaft und in eindrücklicher Landschaft zu erleben. Die Route führte entlang dem Walensee über Feldkirch und den Arlbergpass ins Inntal bis nach Innsbruck. Ein imposanter Berg namens Patscherkofel rückte sich ins Blickfeld und gleichzeitig staunten die Mitreisenden über das Ausmass der rechts erscheinenden Europa-Brücke, die das ganze Tal überspannt und ein augenscheinlicher Hinweis ist auf die wichtigste NordSüd-Verbindung über den «Brenner». In Fulpmes angekommen, quartierten sich die Oberämtler im Hotel «Zur Alten Post» ein. Der nächste Ausflugstag führte durch das ganze Stubaital bis nach Muttenberg (1721 m). Ein wildromantisches Kleinod für Liebhaber urchiger Landschaft, schäumend rauschender Rinnsale und tosender Wasserfälle. Hier ist die Natur so präsent wie selten. Am zweiten Tag folgten die Senioren der Landstrasse unter der Europa-Brücke durch in ein weiteres Tal nach Kematen – Gries auf die Kühtai (Kühalp/2020 m). Sie genossen den Mittagshalt auf der Passhöhe Dort-

Die Reisegruppe aus dem Oberamt auf dem Ausflug ins lebende Mühlendorf Gschnitz. (Bild zvg.) munderhütte, von wo aus man imposante Berg-Erhebungen im ewigen Schnee bestaunen konnte. Unterhalb des Aussichtsplateaus präsentierte sich ein blaugrüner Stausee als ein perfektes Bilderbuch-Berg-Idyll. Die Rückfahrt gewährte erneut einen herrlichen Ausblick ins Inntal. Tags darauf folgte man erneut der Landstrasse mit sich wiederholenden Ausblicken auf die gigantisch angelegte Autobahn, die auch die Oberämtler dann über den «Brenner» führen soll-

te. Diesmal war das Ziel Sterzing, am Eingang zum Ridnauntal, wo bis ins 16. Jahrhundert Silber gewonnen, dann weiter zum Bergwerk Schneeberg zuhinterst im Tal, wo bis vor 40 Jahren Erz abgebaut wurde. Das heutige Museum dokumentiert anschaulich, unter welchen Bedingungen damals diese harte Arbeit verrichtet wurde. Der letzte Ausflugstag führte in das malerische Gschnitztal mit dem lebenden Mühlendorf. Unterhalb eines

mächtigen Wasserfalls bestaunte man eine Vielzahl von wasserangetriebenen Einheiten, Kneipp-Pfaden und Pflanzen. Die Heimreise führte wieder durchs Inntal nach Pians, wo man in einer Schinkenräucherei ein «gschmackvolls» Reisepräsent mit nach Hause nehmen konnte. Die Erinnerungen an die gemeinsamen Erlebnisse dürften noch lange erhalten bleiben. Lisa Nothdurft, Kappel

Kleine Plagegeister: 20 000 Unfälle pro Jahr Wespen, Bienen und Zecken verursachen pro Jahr rund 20 000 Unfälle. Das zeigen aktuelle Auswertungen der Suva. Fabio, 15. Juli.

Arn Theo, 15. Juli. (Bilder Irene Magnin)

wetter

Beim Znüni auf die Wespe statt in den Schokoriegel gebissen oder während dem Waldausflug von einer Zecke gestochen: Die kleinsten Tiere können dem Menschen ganz schön gefährlich werden. 20 000 Unfälle mit Insekten und Spinnentieren registrieren die Unfallversicherungen pro Jahr. Davon sind die Hälfte Zeckenstiche. Wespen verursachen 3000 Unfälle im Jahr, Bienen rund 2300. «Wegen der Witterung schwanken die jährlichen Unfallzahlen relativ stark – besonders bei den Wespen», sagt Stefan Scholz, Wissenschaftlicher Experte bei der Suva. Zwar gibt es viele Unfälle mit Insekten und Spinnentieren, sie sind

aber meist harmlos. «Mehr als 90 Prozent der von Bienen und Wespen gestochenen Personen haben leichte Vergiftungen oder allergische Reaktionen», so Scholz. Insekten können aber schnell gefährlich werden, wenn man sich durch sie ablenken lässt – und deshalb von der Leiter fällt oder mit dem Auto verunfallt. Zu den schweren Unfällen – mit einem Arbeitsausfall von mehr als 90 Tagen – zählen 40 Unfälle pro Jahr.

Zecken im Juni, Bienen Anfang und Wespen Mitte August am aktivsten Die aktuellen Auswertungen der Suva aus ihrer Serie «Unfälle in Zahlen» zeigen auch, wohin die kleinen Tiere stechen oder beissen. Zecken zielen eher auf die unteren Extremitäten (50 %) und den Rumpf (26 %). Wespen und

Bienen hingegen stechen vor allem in die oberen Extremitäten (43 %) sowie an den Kopf und ins Gesicht (20 %). Fliegen geraten meist nur als Fremdkörper ins Auge oder in die Ohren. Mückenstiche werden hin und wieder durch Entzündungen ein Fall für den Arzt, besonders wenn die Stiche aufgekratzt werden. Wann haben die kleinen Plagegeister Saison? Zecken erreichen ihren Höchststand im Monat Juni. Die Bienen sind Anfang August und die Wespen Mitte August am aktivsten. Ein Stich dieser Tiere schmerzt, juckt oder brennt zwar gehörig, ein kühler, feuchter Umschlag wirkt aber oft Wunder. Gefährlich wird es erst, wenn jemand allergisch auf Insektenstiche reagiert. «Wenn neben einer Schwellung an der Stichstelle weitere Symptome dazukommen wie ein Hautaus-

schlag oder Beschwerden der Atemwege wie etwa Niesreiz, sollen die Betroffenen zügig einen Arzt aufsuchen. Sind schon Anzeichen von Atemnot vorhanden oder kommt es zu einer Blutdruck- und Pulsänderung, handelt es sich um einen Notfall», sagt Felix Ineichen, Arbeitsmediziner bei der Suva. Gefahr bestehe nach einem Insektenstich auch, wenn das Insekt an oder in den Mund gestochen habe. Die Schwellung könne so stark werden, dass Erstickungsgefahr drohe. (suva)

Insektenstiche vermeiden – Tipps: In der Nähe von Wespen, Bienen und Hornissen nicht hastig bewegen; nicht barfuss gehen; Vorsicht beim Essen im Freien; nicht direkt aus der Flasche oder aus Dosen trinken; auf Parfüm, Haarspray und stark parfümierte Sonnen- und Hautcremes verzichten;

Kleidung

mit

Insektenschutzmittel

imprägnieren.

liebe elise

Der Gewitterteppich hockt in meinem Kopf

bauernregel «Am Tag der heiligen Magdalenen, kann man schon volle Nüsse sehen.»

Liebe Elise, es regnet. Nach ein paar wenigen nicht mehr erwarteten Hitzetagen ist der Regen zurückgekommen. Und wie ich mir während der ewiglangen Regenzeit nicht mehr vorstellen konnte, dass es jemals Sommer werden könnte, so hat es nur wenig heisse Tage gebraucht, und ich habe vergessen, wie sich Regen anfühlt... Gestern aus der Zeitung ein neues Wort gelernt: Gewitterteppich ... Dieser Teppich nun hat sich in meinen Kopf geschlichen und will da nicht mehr raus. Teppiche liegen meistens doch irgendwo so rum, bieten sich an, dass man über sie drüber geht, sie schlucken Geräusche und Schmutz und besonders symphatische Modelle laden zum sich Hinlegen ein. Aber ein Gewitter, liebe Elise, überrennt unsere Köpfe und Gärten, gebärdet sich laut und wild und aufdringlich und «vergelstert» sowohl George

als auch Sepp und Smilla. Ein Gewitter versetzt die gefiederten Damen hinterm Apfelbaum gehörig in Schrecken, so dass sie unter lautem Geschrei und in gestrecktem Galopp unters Hühnerhaus jagen. Ein Gewitter spielt sich über mir ab, ein Teppich unter mir. Wo nur kommt so ein Gewitterteppich zu liegen? Welche Farbe hat er? Sitzt das Gewittrige im Teppichflor? Hat es Blitze, und wenn ja, ist das nicht gefährlich? Und dann der Donner – der Regen – der Hagel? Und – nicht dass mir das besonders wichtig wäre – aber wie ist so ein Teppich zu pflegen? Geschwindes Saugen zwischen zwei Blitzen? Ausklopfen mit einem Gewitterteppichklopfer, von dem Freund Fritz behauptet, sie seien in der Bodenseeregion noch erhältlich aber im Sommer jeweils ausverkauft? Fragen über Fragen.

Ich mag Gewitter. Fast lieber als Teppiche. Der Gewitterteppich hockt in meinem Kopf und lenkt mich von anderen Unwichtigkeiten ab. Vielleicht sollte ich ihn einfach in Ruhe lassen und frei nach Buddha sagen: «Lass dein Wirken ein Rätsel bleiben». Draussen zieht der Himmel bereits zum zweiten Mal für heute ein schwarzes Röckchen an, erstes Wetterleuchten da und dort, jemand hat den Wind angestellt. Es geht gleich wieder los. Mal schauen, ob ich was Teppichartiges da oben finde... Herzliche Gewittergrüsse, Antoin

NB: fast wäre es vergessen gegangen: wie wichtig ist eigentlich die Bikinifigur, wenn frau ausschliesslich einteilige Badekleider trägt?

058 2016  
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