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Bezirk Affoltern

Zu Fuss ins Alter – Sicher im Strassenverkehr Die Mobilität zu Fuss sichert die Selbstständigkeit bis ins höchste Alter. Um diese Autonomie möglichst lange zu erhalten und das Risiko eines Unfalls zu minimieren, hat Fussverkehr Schweiz eine Broschüre erarbeitet. Die Broschüre «Zu Fuss ins Alter – Sicher im Strassenverkehr» basiert auf einer älteren Version, welche grundlegend überarbeitet sowie ergänzt wurde und in neuem frischen Layout daherkommt. Sie bietet einfache Tipps und Tricks, wie Sie sich als Fussgängerin oder Fussgänger auch im Alter sicher fortbewegen. Neu liegt jeder Broschüre ein Paar reflektierende Aufkleber für Gehstock, Schirmknauf oder Rollator bei. Der Reflektor bietet die Möglichkeit, mit einem einfachen Mittel die Sichtbarkeit zu erhöhen. Der Vorteil des Aufklebers ist, dass damit Gegenstände sichtbarer werden, die Senioren immer dabei haben, wenn Sie unterwegs sind. Die Broschüre ist in Deutsch, Französisch und Italienisch erhältlich und kann gratis bei Fussverkehr Schweiz bezogen werden.

Trottoir nur für Fussgänger Bei Fussverkehr Schweiz melden sich immer mehr ältere Fussgänger, die sich daran stören, dass das Trottoir immer mehr von Velos und anderen Fahrzeugen genutzt wird. Der Bund plant weitere Ausnahmen. Fussverkehr Schweiz hat deswegen die Petition «Rettet das Trottoir» lanciert. Die Petition fordert, dass das Trottoir auch in Zukunft der sichere Ort für alle Fussgänger und Fussgängerinnen bleibt. (pd.) Die Broschüre und mehr Infos zum Thema unter fussverkehr.ch/alter.

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Dienstag, 24. Juli 2018

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Demokratie und Gesprächskultur werden in Aeugst gelebt Interview mit dem zurückgetretenen Gemeindepräsidenten Ruedi Müller Seit Anfang Juli ist Ruedi Müller (68) nicht mehr Gemeindepräsident von Aeugst. Der «Anzeiger» hat im Interview mit ihm seine achtjährige Amtszeit Revue passieren lassen und über die Zukunft ohne Gemeindepräsidenten-Amt gesprochen.

Welche Themen im Gemeinderat haben Sie persönlich mit Vorliebe bearbeitet? Wir waren während meiner Amtsdauer in einer komfortablen Situation und vermochten so einiges zu bewegen, weil auch die notwendigen Mittel vorhanden waren. Dabei haben wir darauf geachtet, stets vernünftig zu bleiben. Die Dorfstrasse 37 etwa wird die Steuerzahler nicht belasten, wobei uns das Umfeld sehr behilflich war.

«Anzeiger»: Ruedi Müller, mit wie vielen Aeugsterinnen und Aeugstern sind Sie per Du? Ruedi Müller: Mit sehr vielen, schliesslich wohnen wir ja auch schon seit 1981 in Aeugst.

Auf was hätten Sie verzichten können? Etwa, dass man manchmal in Nachbarschaftskonflikte hinein gezogen wurde oder auch, wenn Unwahrheiten gesagt und geschrieben wurden. Solche werden nicht wahrer, auch wenn sie dauernd wiederholt werden.

Gibt es auch solche, die nicht mehr mit Ihnen sprechen? Nur verschwindend wenige.

Was haben Sie Ihrer Nachfolgerin an guten Vorschlägen mit auf den Weg gegeben? Nichts. Das ist auch nicht nötig, denn Nadia Hausheer ist bestens qualifiziert für dieses Amt.

«Aeugst hat eine gepflegte Gesprächskultur» – würden Sie das unterschreiben? Ja, unbedingt. Hier geht man anständig miteinander um; ich habe dies über all die Jahre weitgehend so erlebt.

Was denken Sie: Wenn Sie sich in zehn Jahren an Ihre Zeit als Gemeindepräsident von Aeugst erinnern werden – was wird Ihnen als Erstes in den Sinn kommen? Die positive Zusammenarbeit im Kollegium und die Bevölkerung, die sich mit Freude motivieren liess, aktiv mitzumachen. Dann aber auch das Auseinanderbrechen des einstigen Sozialzweckverbandes und ein Spital, welches mit seinen komplexen Fragen Laien-Politiker eigentlich überfordert.

Vor drei Wochen ist Ihre Amtszeit als Gemeindepräsident zu Ende gegangen. Mit welchem Gefühl gehen Sie heute durch das Dorf? Ich muss sagen, mit gutem Gefühl. Ich habe ja vor vier Jahren schon informiert, dass ich die Verantwortung heuer abgeben werde. Ich habe zudem den Eindruck, der neue Gemeinderat funktioniert sehr gut. Wie sind Sie vor acht Jahren mit den damals neuen Aufgaben zurechtgekommen? Ich hatte das Glück, dass mein Vorgänger sowie das Kollegium und die Mitarbeitenden an meiner Seite äusserst konstruktiv waren. Die Arbeit für die Gemeinde ist zudem zu keiner Zeit allein eine präsidiale Angelegenheit, sondern absolut Teamarbeit. Zudem kannte ich durch meine vorangegangene Amtsarbeit in der Schulpflege und im Gemeinderat die Spielregeln schon. ...............................................................

«Das «Miteinander» war mir stets ein wichtiges Anliegen.» ............................................................... Braucht man für das Amt des Gemeindepräsidenten auch eine gehörige Portion Idealismus? Dieser ist zwingend nötig, gleichzeitig muss man aber auch einsehen, dass man nie alle verschiedenen Wünsche erfüllen kann. Für Sie war das Amt aber auch eine Herzensangelegenheit … Unbedingt. Es war sehr vielseitig und interessant, wobei man mit Fragen konfrontiert wird, mit denen man sich ansonsten nie auseinandersetzen würde. Es hat aber auch einige Zeit in Anspruch genommen. Was machen Sie mit der nun neu gewonnenen freien Zeit? Sicherlich nicht einfach herumliegen. Ich schiebe die Antwort auf diese Frage noch etwas vor mir her. Wichtig war mir, mich in den letzten Amtswochen voll auf den Übergang zu konzentrieren, um möglichst viel abhaken zu können. Zudem habe ich meine Arbeit in der eigenen Firma noch nicht ganz herunter gefahren. Auf was sind Sie besonders stolz, was in Ihrer Amtszeit erreicht werden konnte? Ich freue mich darüber, dass es uns stets gelungen ist, sämtliche Behörden zu besetzen, was die Bereitschaft der

Seit Anfang Juli sind Sie nicht mehr Gemeindepräsident von Aeugst. Was haben Sie als Alt-Gemeindepräsident als Erstes getan? Mit meiner Frau Regula ein paar Tage Ferien im Tessin.

Seit Anfang Juli ist Ruedi Müller Alt-Gemeindepräsident von Aeugst. Im Interview blickt er auf seine Amtszeit zurück, aber auch voraus. (Bild Urs E. Kneubühl) Aeugster Bevölkerung zum Engagement für die Gemeinde unterstreicht. Was sind die grossen Würfe? Das «Miteinander» war mir stets ein wichtiges Anliegen. Entsprechend haben wir versucht, mit vielen kleinen Massnahmen in der Bevölkerung das Engagement zu wecken und zu fördern. Das ist uns gelungen. Zum Beispiel haben sich bei unseren Zukunftskonferenzen über 100 Leute aktiv eingebracht und engagiert. Das ist schlicht grossartig! Und dank dem grossen Engagement meiner Kolleginnen und Kollegen konnten wir zudem einige Meilensteine in Richtung Nachhaltigkeit setzen. Stichwort Liegenschaft Dorfstrasse 37: Wie gross war die Erleichterung, als dieses Dauerprojekt endlich in die Umsetzung gehen konnte? Sehr gross. Dem Gemeinderat war es ein Anliegen, Anregungen aus den Zukunftskonferenzen, wie Kita, Familienwohnungen und einen Gemeinschaftsplatz, zu realisieren. Bei dieser Liegenschaft bot sich die Chance, diese drei unterschiedlichen Aspekte miteinander zu verknüpfen. Sind Sie stolz auf das Endresultat und wie denken Sie heute an die Unwegsamkeiten dieses Projekts zurück? Stolz ist das falsche Wort; ich bin froh, dass wir das Projekt realisieren konnten und mit allen Nachbarn wieder ein gutes Verhältnis haben. Gewiss war der Weg dahin sehr beschwerlich, weil aber das Gesamtgremium immer am selben Strick gezogen hat, konnte er bis zum positiven Schluss gegangen werden.

Würden Sie – im Nachhinein betrachtet – das Amt als Gemeindepräsident nochmals annehmen? Auf jeden Fall, und ich kann es allen, die vielseitig interessiert sind, nur empfehlen. Gibt es etwas, das Sie gerne noch als Gemeindepräsident erledigt hätten, für das die Zeit aber nicht mehr gereicht hat? Ja, die Revision des öffentlichen Gestaltungsplans, die aus verschiedenen Gründen etwas ins Stocken geraten ist. Diese hätte ich gerne noch abgeschlossen. ...............................................................

«Die Entsolidarisierung hat die Zusammenarbeit im Bezirk in den letzten vier Jahren schwieriger gemacht.» ............................................................... Vermissen Sie schon etwas, seit Sie nicht mehr im Amt sind? Nein, zurzeit fehlt da noch nichts. Ich werde aber sicherlich irgendwann die wirklich tolle Zusammenarbeit im Kollegium sowie mit den Mitarbeitenden und dem Souverän an der Gemeindeversammlung vermissen. Das gemeinsame Arbeiten an einem Thema ist spannend und macht Freude. Was fehlt Ihnen nicht? Eine Zusammenarbeit im Bezirk, die in den letzten vier Jahren wegen der starken Entsolidarisierung schwierig geworden ist. Ich bin überzeugt, dass dies langfristig für alle negative Folgen haben wird.

Was wünschen Sie sich für Aeugst? Dass man weiter darauf achtet, dass ein Dorf nicht nur gestalterisch geplant und entwickelt werden muss, sondern gleichermassen im Zusammenleben. Und gleichsam wünsche ich mir, dass die Aeugsterinnen und Aeugster sich für die Anliegen und Ansichten anderer interessieren und einander mit Respekt begegnen. Interview Urs E. Kneubühl

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Am Donnerstag, 26. Juli, feiern gleich zwei Paare ihre goldene Hochzeit. 50 Jahre miteinander verheiratet sind Ruth Klementine und Peer Michael Heinz Drogi-Fischer in Affoltern und Hannelore und Richard Stahel-Bührer in Obfelden. Wir wünschen den Jubelpaaren alles Gute und ein schönes Fest.

Zum 91. Geburtstag Morgen, Mittwoch, 25. Juli, feiert Armando Blumati aus Stallikon seinen 91. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen ein schönes Fest.

Zum 85. Geburtstag Am Donnerstag, 26. Juli, feiert Edith Blum-Eggeler in Obfelden ihren 85. Geburtstag. Wir gratulieren zum hohen Wiegenfest und wünschen ihr noch viele schöne Begegnungen und gute Gesundheit.

Zum 80. Geburtstag Heute Dienstag, 24. Juli, wird Erika Rüegger-Huber in Affoltern 80 Jahre jung. Herzliche Gratulation, viel Freude und ein schönes Geburstagsfest.

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057_2018  

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