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Sport

Dienstag, 24. Juli 2018

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Den Bike-Transalp-Sieg verpasst

Urs Huber/Simon Stiebjahn beim gemeinsamen Auftakt Zweite Eine Schwäche und ein platter Reifen kosteten das Bulls-Team mit dem Mettmenstetter Urs Huber und dem Deutschen Simon Stiebjahn den Gesamtsieg der Siebenetappenfahrt BikeTransalpes von Imst über 500 Kilometer nach Arco. Obwohl das Rennpaar insgesamt fünf Etappensiege holte, blieb am Schluss «nur» der zweite Platz. Historische Rennfahrzeuge auf der Offenen Rennbahn. (Archivbild Peter Mettler)

Zwei Oldtimer aus dem Säuliamt am Start «Indianapolis Zürich-Oerlikon» heute Dienstag Der Vergleich der 333 Meter langen Offenen Rennbahn in Oerlikon mit dem vier Kilometer langen Superspeedway in den USA hinkt natürlich total. Aber der Name «Indianapolis Zürich-Oerlikon» hat sich eingebürgert. Und er hat Magie: Zur 16. Präsentation historischer Rennfahrzeuge werden 5000 Besucher erwartet. Und erstklassiger Bahnradsport wird übrigens auch noch geboten … Mit drei Läufen auf dem Betonoval, mit den vier bis zu 45 Grad geneigten Kurven, ergänzen die 56 gemeldeten Oldtimer das normale Programm mit Steher- und anderen Radrennen. Die zwei-, drei- oder vierräderigen Schönheiten tragen freilich keine Rennen aus. Obschon sie technisch noch voll im Schuss sind. Der besondere Anlass ist dennoch nicht vergleichbar mit dem Besuch eines Oldtimer-Museums. Man kann die Fahrzeuge aus nächster Nähe nicht nur bestaunen und darf sich (nach Absprache mit den Besitzern) sogar darin fotografieren lassen, man wird sie auch hören. Und wie! Die ältesten sind knapp hundertjährig und äusserst kostbar. Für den Gegenwert des einen oder an-

deren könnte man problemlos ein Einfamilienhaus erstehen. Nicht nur die 1912 erbaute Offene Rennbahn (die weltweit erste Spannbetonkonstruktion gilt als architektonisches Meisterwerk) zählt zum Kulturerbe der Schweiz. Der ganze, so besondere «Indianapolis Zürich-Oerlikon»-Anlass wurde in diesem Jahr erstmals als Kulturerbe aufgeführt (siehe www.kulturerbe2018.ch).

Dominik Muheim und Luciano Arnold Die Oldtimer-Teilnehmerliste umfasst 56 Fahrzeuge. Darunter ist auch eine Kreidler 50 GP, Jahrgang 1973, mit 18 PS. Das Motorrad gehört Dominik Muheim aus Ebertswil. Es wurde von Vize-Cupmeister G. Singer im Jahre 1977 eingesetzt. Luciano Arnold aus Stallikon ist mit einem Brabham BT 36 F2 am Start. Dieser stammt aus dem Jahr 1971, hat bei 1598 cm³ Hubraum 250 PS und wurde einst von Silvio Moser im Renneinsatz gefahren. (pd./tst.) Indianapolis in Oerlikon, Dienstag 24. Juli (Verschiebedatum: Donnerstag 26. Juli), 18 bis 22 Uhr. Eintritt 20 Franken, Kasse ab 16.30 Uhr.

Das Kick-Off-Meeting ist erfolgt

Treffen des Swiss Paralympic Ski Teams Bei 29 Grad – und damit bei deutlich wärmeren Temperaturen, als es sich die Skirennfahrerinnen und -fahrer sonst gewohnt sind – führte das Swiss Paralympic Ski Team am 14. Juli in Cham ihr Kick-Off-Meeting durch. Der Bonstetter Patrick Meili gehörte dem Swiss Paralympic Ski Team von 2015 bis 2017 als Nachwuchs-Athlet und aktiver Rennfahrer an. In dieser Zeit bestritt Patrick Meili Ipcas- und Europacup-Rennen. Nach seinem Rücktritt als aktiver Athlet engagiert er sich nun als Helfer beim Nachwuchs im Stützpunkt Ostschweiz. In

seiner neuen Tätigkeit kann Patrick Meili dem Ski-Nachwuchs mit viel Erfahrung und Engagement zur Seite stehen. Das Swiss Paralympic Ski Team gehört dem Dachverband PluSport an. PluSport ist die Fachstelle für den Behindertensport in der Schweiz. Als Dachverband fördert PluSport Menschen mit Behinderung vom Breiten- bis hin zum Spitzensport. Für alle Zielgruppen, Altersklassen, Behinderungsformen, in unterschiedlichen Sportarten und stets mit dem Ziel der Integration und Inklusion. (pd.) Auf www.plusport.ch finden sich Informationen zu allen Aktivitäten und dem Schweizer Behindertenspitzensport.

Das Swiss Paralympic Ski Teams mit Patrick Meili (hintere Reihe, 6. v.l.). (Bild zvg.)

Urs Huber und Simon Stiebjahn haben gekämpft wie die Löwen. Mit jedem weiteren Etappensieg kamen sie den Bike-Transalp-Leadern Markus Kaufmann und Jochen Käss um ein paar Dutzend Sekunden näher. Nach der vorletzten Etappe hatten sie sich von ursprünglich mehr als drei Minuten Rückstand auf 66 Sekunden an die beiden Führenden herangearbeitet. Doch ein platter Reifen auf dem letzten Teilstück machte die ganze Arbeit wieder zunichte. Die deutsche Paarung Kaufmann/Käss konnte sich in Arco in der Nähe des Gardasees zum vierten Mal als Gesamtsieger der BikeTransalp feiern lassen. Urs Huber sah es dennoch positiv. Er sagte: «Obwohl wir bis fast zuletzt nahe dran waren und trotzdem nur Zweite wurden, sind wir sehr zufrieden mit dieser Woche. Wir konnten fünf Etappen gewinnen und bis zuletzt um den Gesamtsieg kämpfen. Über die gesamte Woche waren Kaufmann/Käss aber halt noch etwas stärker und konstanter. Deshalb sind sie die verdienten Sieger.» Die Transalp-Erfahrung sei noch aus einem anderen Grund wertvoll: «Sie hat bestätigt, dass Stiebi und ich bestens miteinander klarkommen», gab sich Huber versöhnlich. anzeige

Urs Huber zeigte sich zufrieden mit seinem neuen Rennpartner Simon Stiebjahn, links. Das Bulls-Duo errang fünf Etappensiege und wurde zweite der Bike-Transalp. (Bild marathon-photos.com) Spannung auf der Schlussetappe Vor allem die Schlussetappe von Roncone über 60 Kilometer nach Arco mit den beiden Haupthindernissen Passo di Giovo und Bocca di Trat lösten im Spitzenkampf nochmals Spannung aus. Taktisch klug hielten Kaufmann/Käss in den Steigungen das Tempo hoch, damit keine Fluchtversuche entstanden. Ausgerechnet zu Beginn der ersten langen Abfahrt vom Passo di Giovo erwischte Simon Stiebjahn dann aber einen «Platten». Die Reparatur kostete das Bulls-Duo mehr Zeit, als ihm lieb war. Kaufmann/Käss konnten nach

dem letzten Teilstück ihren zweiten Etappensieg verbuchen. Huber/Siebjahn erreichten das Ziel als Vierte mit 4:14 Minuten Rückstand. Damit wuchs die Zeitspanne zwischen den beiden Erstplatzierten Paaren wieder auf über fünf Minuten. Weitere 23 Minuten lag das drittplatzierte Team mit Uwe Hochenwarter und Gregory Brenes zurück – und das auf eine Siegerzeit von 22:41: 23 Stunden. Huber wird nun am 4. August zum Ischgl Ironbike starten, ehe acht Tage später im Wochentakt die Schweizer Bike-Marathon-Klassiker Eiger Bike, Grand Raid und Nationalpark-BikeMarathon folgen. (map.)

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