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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 57 I 168. Jahrgang I Dienstag, 22. Juli 2014

Schulraum in Obfelden Mit falschem Pass Die Sek. will gemeinsam mit der Primarschule eine pragmatische Lösung erarbeiten. > Seite 3

Als Asylant im Säuliamt, Teil 2: Die Irrfahrt endet in Affoltern – vorerst. > Seite 6

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Ort zum Verweilen Begegnungszone Affoltern: Aus der «Albis Lodge» wurde am Freitag das «Roots». > Seite 6

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Musiker fördern Der renommierte Stargeiger Alexander Gilman lebt seit Juni in Ebertswil. > Seite 7

Freestyle-Night in Mettmenstetten: Andreas Isoz und Luca Schuler verteidigen ihre Titel In grösster Julihitze zeigten vergangenen Samstag im «Jumpin», Mettmenstetten, 50 Skiakrobaten und Freeskier, BMX-Fahrer und Snowboarder ihre atemberaubenden Tricks. ................................................... von thomas stöckli

«Trampolin-König»: Luca Schuler sollte nach diesem Style-Contest auch die Disziplin Freeski gewinnen. (Bild Thomas Stöckli) ploit Bilanz. «Nun muss ich nächstes Jahr doch nochmal antreten», stellt er in Aussicht. Seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigt hat auch Freeskier Luca Schuler. Und nicht nur das: der 16-jährige Ebertswiler stellt beim Sprung

vom Trampolin in den Pool ebenfalls alle Konkurrenten in den Schatten. Es dürfte der heisseste Juli-Tag dieses Jahres gewesen sein, vergangenen Samstag. So gab es zwischen Training, Qualifikation und Nachtfinale denn

Die Ämtler Bodenpreise stagnieren auf hohem Niveau Durchschnittlich 500 bis 1000 Franken pro Quadratmeter Das kantonale Amt für Statistik hat umfangreiche Daten zur Bodenpreisentwicklung in den Gemeinden während der letzten 40 Jahre publiziert. Danach scheinen die Preise auf hohem Niveau zu stagnieren.

Sommerserie Teil 3: Mit Regula Zellweger im Walliser Bergdorf Ernen. > Seite 10

auch immer wieder einige Zuschauer, die im «Jumpin»-Pool Abkühlung suchten – und auch fanden. ................................................... > Bericht und weitere Impressionen auf den Seiten 18 und 19

Das Piedra Libre Open-Air-Festival wird seit sechs Jahren von Säuliämtlern organisiert und findet vom 1. bis 3. August in Freienstein statt. Piedra Libre ist eine freie spanische Übersetzung von Freienstein. Das Piedra-Libre-Festival findet vom 1. bis 3. August oberhalb der Töss in Freienstein statt. Die Organisatoren des Festivals setzen bewusst auf Gemütlichkeit. Die Bands fangen erst am Nachmittag zu spielen an, damit die Besucher Badezeit an der Töss geniessen können. Erst gegen Abend gehen die Lichter an, weitere Bands spielen, es wird getanzt und gefestet. Hektik kommt trotzdem nie auf. Denn die gemütliche Stimmung scheint sich auf alle Besucher zu übertragen und sie von schnellen Bewegungen abzuhalten. Gefeiert wird bis tief in die Nacht. «Unser Frühstücksbuffet ist sehr reichhaltig, damit die Besucher am Morgen schnell wieder auf Touren kommen», erklärt OK-Gründungsmitglied Päsche Fässler. (sas) ................................................... > Bericht auf Seite 15 anzeigen

Keine BetpurÜberbauung Das Sunehuus und das GerberHaus, an der Betpurstrasse mitten im Affoltern sind 2013 abgebrannt und werden in ähnlichem Stil wieder aufgebaut. Viel wurde in Affoltern gemutmasst, ob anstatt der beiden abgebrannten Familienhäuser an der Betpurstrasse in Affoltern eine Überbauung entstehe. Die Eigentümer haben sich dagegen entschieden und als erstes soll nun das «Sunehuus» wieder aufgebaut werden – in ähnlichem Stil wie das abgebrannte Haus. Der Abriss des Familienhauses war trotz Zukunftsplänen emotional für die Bewohner. (sas) ................................................... > Bericht auf Seite 3

................................................... von bernhard schneider Besonders teuer ist der Boden entlang der Bahnlinie. Auch die beiden Autobahnanschlüsse scheinen sich preisfördernd auszuwirken, während der Steuerfuss der einzelnen Gemeinden eine eher untergeordnete Rolle spielt. Die hohen Bodenpreise führen dazu, dass Einfamilienhäuser tendenziell durch Stockwerkeigentum ersetzt werden. Insbesondere in Affoltern drückt Industrieland den durchschnittlichen Wert des Bodens in die Höhe. Die stärkste Boomphase der letzten 40 Jahre hat zwischen 1987 und 1992 stattgefunden, als sich der Wert des Bodens in den Ämtler Gemeinden rund verdreifacht hat, von etwa 200 auf rund 600 Franken pro Quadratme-

Unter der Linde

Ein Festival von Ämtlern für Ämtler

Festlaune und Spektakel

Wenn auf der Mettmenstetter Wasserschanze Tricks vom einfachen Strecksprung bis zum komplexen Dreifachsalto zu sehen sind, wenn Fallschirmspringer und Kunstflieger für zusätzliches Spektakel sorgen, dann ist im «Jumpin» wieder freestyle-night angesagt. Jahr für Jahr schaffen es die Veranstalter, um die 2000 Zuschauer an den Anlass zu locken, der immer professioneller daherkommt und sich doch seinen Charme bewahrt hat. Diesmal waren es zwar «nur» etwa 1800 Zuschauer, der Grund dafür ist allerdings schnell gefunden: «In der zweiten Ferienwoche waren wir noch nie», so Organisator Andreas Isoz. Dem «Jumpin»-Geschäftsführer gelang es nebenbei auch, seinen Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen. Dabei hat der Mettmenstetter vor zwei Monaten seinen Rücktritt vom Spitzensport erklärt. «Es ist schön aufgegangen», zieht Isoz am Tag nach dem Ex-

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Die Nachfrage nach Bauland ist gross, der Wert des Bodens ist in den letzten Jahrzehnten entsprechend gestiegen. Im Bild: Neubauten an privilegierter Lage in Ottenbach. (Bild Erika Schmid) ter. Heute werden durchschnittlich, je nach Gemeinde, zwischen knapp 500 und gut 1000 Franken pro Quadratmeter bezahlt. Die einzelnen Handänderungen weisen freilich wesentlich grössere Schwankungen aus, je nach Lage, Grösse der Parzelle, Angebot und Nachfrage. Die Zahlen zur Bodenpreisentwicklung sind einer sogenannten Mo-

dellrechnung entnommen. Das Amt für Statistik hat versucht, den realen Zeitwert des Bodens in den Bauzonen zu berechnen, unabhängig davon, ob mehr oder weniger, attraktiveres oder weniger attraktives Land in den einzelnen Jahren konkret gehandelt worden ist. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 5

1. August auf dem Bauernhof feiern Es gibt verschiedenste Möglichkeiten den 1. August festlich zu begehen. Sowohl Gemeinden als auch Privatpersonen organisieren Festlichkeiten. Drei Säuliämtler Bauernfamilien bieten auf ihren Höfen die Möglichkeit, den Nationalfeiertag in ländlicher Umgebung zu geniessen. (sas) ................................................... > Bericht auf Seite 14

200 30 9 771661 391004


Wahl der Wahlbüromitglieder für die Amtsdauer 2014 bis 2018

Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

Mit Beschluss vom 15. Juli 2014 hat der Gemeinderat Ottenbach die Mitglieder des Wahlbüros für die Amtsdauer 2014 bis 2018 gewählt:

Dietrich Bonhoeffer

– Ackermann Arnold, Rickenbacherstrasse 17a – Bachmann Susanne, Stüdlerstrasse 17 (bisher) – Caldwell Brigitte, Jonenstrasse 27 – Dobler Arthur, Weihermatt 4 (bisher) – Eigenmann Margrit, Meiholzstrasse 8 (bisher) – Graber Kurt, Pfaffächerstrasse 31 (bisher) – Graber Ursula, Pfaffächerstrasse 31 – Hartmann Eveline, Im Wiesengrund 13, 8907 Wettswil – Hüppin Alfred, Am Tobelbach 1 (bisher) – Jaggi Barbara, Widenospen 22 – Mullis Franziska, Bachdolenstrasse 2a – Schmid Matthias, Im Rainacker 1 – Schneebeli Adrian, Luegeten 1 – Weis Melanie, Jonenstrasse 19c – Winter Beatrice, Rebenstrasse 31b (bisher) – Zeder Susanne, Pilatusweg 13 (bisher) Gegen diese Wahl kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.

TODESANZEIGE Fassungslos und unendlich traurig müssen wir Abschied nehmen von meinem über alles geliebten Ehemann, unserem Vater, Bruder, Götti und Freund

Peter Bitzi 29. Dezember 1950 – 17. Juli 2014

Auf einer deiner geliebten Velotouren blieb dein Herz für alle unerwartet plötzlich stehen.

Verena Bitzi-Imhof Barbara Bitzi Andreas Bitzi und Rahel Arnold Ursula und Peter Richard-Bitzi Markus und Gaby Richard-Grutsch Iris Meier Susan Giger Verwandte und Freunde Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 25. Juli 2014, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Rifferswil statt; anschliessend Abdankungsfeier in der Kirche.

Die Urnenbeisetzung engsten Familienkreis.

erfolgt

im

Die Abdankung findet am Freitag, 25. Juli 2014, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Hausen am Albis statt. Bestattungsamt Hausen am Albis

Es findet keine Abdankungsfeier statt.

Auch die vielen Karten haben uns viel Verständnis gezeigt und Trost gebracht. Verdanken möchten wir auch die Spenden an die Stiftung Pro Senectute in Kappel am Albis.

Peter Bitzi-Imhof Peter hat sich für die Waldwirtschaft interessiert und uns als Aktuar im Waldverband Rifferswil und als Revisor der Holzkorporation Ober-Rifferswil unterstützt. Seine kollegiale, liebenswürdige und humorvolle Persönlichkeit wird uns fehlen. Seiner Ehefrau Verena und seiner Familie wünschen wir für die schwierige Zeit der Trauer und des Abschiedsnehmens viel Kraft und Zuversicht. Waldverband Rifferswil Holzkorporation Ober-Rifferswil Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 25. Juli 2014, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Rifferswil statt; anschliessend Abdankungsfeier in der Kirche.

Schiessvereine

FeldschützenGesellschaft Zwillikon

Der Gemeindeschreiber

Spaghetti-Schiessen

Wettswil am Albis

Freitag, den 25. Juli von 18.00 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

Am 16. Juli 2014 ist in Zürich gestorben:

Aemmer Peter Fritz geb. 10. Oktober 1935, Bürger von Wettswil am Albis und Beatenberg BE, verwitwet, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Bäumlisächerstrasse 36. Der Abdankungsgottesdienst findet am Mittwoch, 23. Juli 2014, 14.30 Uhr, in der reformierten Kirche Wettswil am Albis statt. Der Friedhofvorsteher

† 26. Juni 2014

Besonders danken möchten wir Pfarrer Christoph Hürlimann und alt Gemeindepräsident Jack Schneebeli für ihre einfühlsamen und treffenden Worte an der Abdankung.

Knonau Voney-Kobel Tony von Hergiswil bei Willisau LU, geboren am 25. Januar 1962, wohnhaft gewesen in Knonau, Grundstr. 17, gestorben am 16. Juli 2014 in Mettmenstetten.

Annemarie Hegner-Sand Gerold Hegner-Sand

Traueradresse: Verena Bitzi-Imhof, Hauptikerstrasse 17, 8911 Rifferswil

29. Dezember 1950 – 17. Juli 2014

geb. 1. Dezember 1937, von Bex VD, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis.

DANKSAGUNG

Wir danken allen, die unsere Verstorbenen auf ihrer letzten Reise begleitet und so zahlreich an der Trauerfeier in Kappel am Albis teilgenommen haben.

Hausen am Albis

Richard Roger

Anstelle von Blumen möge man dem Schweizerischen Roten Kreuz des Kantons Zürich, Postkonto 80-2495-0, eine Spende zukommen lassen.

Anstelle von Blumen würde uns eine Spende freuen zugunsten von terre des hommes (Postkonto 40-260-2) oder der Sozialwerke Pfarrer Sieber (Postkonto 80-40115-7).

Wir sind bestürzt und sehr traurig über den plötzlichen Tod von

Am 13. Juli 2014 ist in Baar ZG gestorben:

Ich danke allen, die mir in meinem Leben in Liebe und Freundschaft begegnet sind.

Wir sind sehr traurig, dass du nicht mehr da bist, aber froh und dankbar für das Viele, das du uns gegeben und für uns getan hast.

TODESANZEIGE

Bestattungen

Peter Aemmer-Wetterqvist

Abdankungsgottesdienst am Mittwoch, 23. Juli 2014, 14.30 Uhr, in der reformierten Kirche in Wettswil am Albis.

Waldverband Rifferswil Holzkorporation Ober-Rifferswil

Gemeinderat Ottenbach

16. Juli 2014 Bäumlisächerstrasse 36 8907 Wettswil am Albis

Mein Lebenskreis hat sich geschlossen.

Die bisherigen, oben nicht aufgeführten Mitglieder des Wahlbüros, werden unter bester Verdankung der geleisteten Dienste aus dem Amt entlassen. Ottenbach, 22. Juli 2014

Herr, Dein Wille geschehe im Himmel wie auch auf Erden

Kappel am Albis, im Juli 2014

Die Trauerfamilien

Kontaktadresse: Margrit und Moritz Koller, Hölibachstrasse 112, 8912 Obfelden


Bezirk Affoltern

Dienstag, 22. Juli 2014

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Die Brandruinen müssen weichen Kein gemeinsames Projekt an der Betpurstrasse in Affoltern Innerhalb von neun Monaten sind sie 2013 abgebrannt, die beiden Häuser rechts am Ende der Betpurstrasse in Affoltern. Das «Sunehuus» wurde nun abgebrochen. Es soll im gleichen Stil wieder erbaut werden. ................................................... von thomas stöckli «Ich habe gedacht, die Emotionen wären durch», sagt Maya Streich. Sie steht vor ihrem einstigen «Sunehuus» und sieht zu, wie die Brandruine abgebrochen wird. «Das ist schon ein komisches Gefühl», sagt sie immer wieder. Bei aller Wehmut ist Familie Streich doch froh, dass es weiter geht. Auch die Söhne sowie Tochter Andrea Auner verfolgen das Geschehen – Letztere mit ihrem Baby Samira. Zum Zeitpunkt des Brandes war sie noch schwanger – und in der Brandnacht vom 19. auf den 20. Oktober 2013 glücklicherweise in den Ferien. Der Birnen-Spalier an der FrontFassade hat den Brand überraschend gut überstanden. Es grünt auch hinter der hölzernen Einsturzschutz-Wand. «Jetzt steht der Bagger in unserer Küche», bemerkt Maya Streich. In der Hand hält sie die Überreste eines angesengten Ordners, blättert darin. Viel lieber hätte die Familie ihre zahlreichen Fotoalben gefunden. Doch die wertvollen Erinnerungsstücke bleiben verloren. Die zwei Sonnen-Fenster auf beiden Seiten unter dem Gibel haben dem Haus seinen Namen gegeben. Der Moment, an dem sie verschwinden, ist besonders emotional. In diesem Moment sind die einstigen Bewohner froh, dass der Baggerführer sehr behutsam vorgeht. Gibt es anstelle der beiden Bauruinen am Ende der Betpurstrasse eine

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Aus der Sonne spritzt Wasser, die Baggerschaufel beisst sich ins rechte Fenster.

Ein letzter Blick auf das Wahrzeichen, das dem «Sunehuus» den Namen gab, ...

«Jetzt steht der Bagger in unserer Küche.» Maya Streich hat etwas gefunden.

... dann kippt die Wand weg und es verschwindet im Bauschutt. (Bilder Thomas Stöckli)

grosse Überbauung? Viel wurde in Affoltern gemutmasst zu diesem Thema. Das «Sunehuus» solle in möglichst gleichem Stil wieder erbaut werden,

reits Ende August/Anfang September soll dann der Wiederaufbau beginnen. «Nächsten Sommer wieder im eigenen Garten», nennt Maya Streich als Ziel.

setzt Maya Streich den Spekulationen ein Ende. Es werden sogar einzelne Elemente vom ursprünglichen Haus integriert, etwa die Kirchenfenster. Be-

Und auch bei der angrenzenden Bauruine fahren schon bald die Baumaschinen auf: Mitte August soll das Gerber-Haus abgerissen werden.

Schulraum in Obfelden: Gemeinsam eine zukunftsweisende Lösung erarbeiten Information der Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach zur Einladung «Offene Diskussionsveranstaltung über die zukünftige Schulraumplanung in Obfelden» der Primarschule Obfelden. Die Primarschule Obfelden hat die Bevölkerung von Obfelden zu einer offenen Diskussionsveranstaltung über die zukünftige Schulraumplanung in Obfelden eingeladen. Diese findet am 25. August 2014 statt. Um Missverständnissen vorzubeugen, will die Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach vor dieser Veranstaltung verschiedene Aussagen präzisieren. Die Sekundarschule Obfelden-Ottenbach ist als eigenständige Gemeinde Mieterin bei der Primarschule Obfelden. Der bestehende Mietvertrag aus dem Jahr 2006 läuft Ende 2015 ab. In der jetzigen Form kann die Sekundarschulpflege den Mietvertrag nicht verlängern, erfordern die aktuellen pädagogischen Vorgaben doch eine flexiblere Nutzung des Schulraums. Die Sekundarschulpflege hat als Mieterin jedoch keine Möglichkeit, eine Änderungskündigung vorzunehmen. Aus diesem Grund wurde die Primarschule an einer gemeinsamen Liegenschaftensitzung Anfang April 2014 informiert, dass die Sekundarschule den bestehenden Mietvertrag per Ende 2015 auflösen wird. Gleichzeitig bot die Sekundarschule Hand zu Neuverhandlungen. Von einem Verlassen der Räumlichkeiten seitens Sekundarschu-

Im Besitz der Primarschule, aber von der Sek. genutzt: Schulraum im Chilefeld, Obfelden. (Archivbild) le war zu keiner Zeit die Rede. Die Sekundarschule geht weiterhin davon aus, dass die Primarschule Obfelden an Neuverhandlungen ebenfalls interessiert ist, da sie bis heute keinen anderslautenden Beschluss der Primarschule Obfelden erhalten hat. Die Veranstaltung vom 25. August 2014 betrifft ausschliesslich die Primarschulgemeinde Obfelden und kann nur die Projekte und Pläne der Primarschule zum Inhalt haben. Die Sekundarschule wird die Ergebnisse der Veranstaltung für ihre Schulraumplanung zur Kenntnis nehmen. Sämtliche die Sekundarschule betreffenden Projekte fallen jedoch allei-

ne in die Kompetenz der Sekundarschulpflege. Das Interesse, gemeinsam mit der Primarschule Obfelden eine pragmatische und zukunftsweisende Lösung zu erarbeiten, bleibt selbstverständlich bestehen. Die Sekundarschulpflege wird die Bevölkerung von

Obfelden und Ottenbach zu gegebener Zeit gerne über den weiteren Verlauf ihrer Schulraumplanung orientieren. Für die Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach Susanne van Hoof, Präsidentin

wir gratulieren Zum 90. Geburtstag

Zum 85. Geburtstag

Heute Dienstag feiert Josef Rüttimann in Obfelden den 90. Geburtstag. Herzliche Gratulation zum Ehrentag. Wir wünschen dem Jubilaren ein schönes Fest und alles Gute.

Morgen Mittwoch, 23. Juli, feiert Jakob Karl Walz in Affoltern seinen 85. Geburtstag. Wir gratulieren dem Jubilaren herzlich und wünschen ihm ein schönes Geburtstagsfest.


Stellenanzeiger

Erscheinungsweise vor dem 1. August Mittwoch, 30. Juli 2014 Inserateannahmeschluss: Dienstag, 29. Juli, 08.00 Uhr Todesanzeigen: Dienstag, 29. Juli, 11.00 Uhr

In der Woche 31 erscheint nur eine Ausgabe des Anzeigers aus dem Bezirk Affoltern

Druck • Verlag • online Obere Bahnhofstrasse 5 • 8910 Affoltern a. A. Telefon 058 200 5700 • Fax 058 200 5701 www.affolteranzeiger.ch

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Säuliämtler FLOHMÄRT Samstag, 26. Juli 2014, 9 bis 16 Uhr, auf dem Kronenplatz in Affoltern am Albis Bitte Parkplätze beim Sportplatz «MOOS» benützen. Zufahrt ist markiert. Nächste Daten: 30. 8., und 27. 9.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 22. Juli 2014

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arbeitswelt und laufbahn

Sanfte Landung statt Immo-Blase? Die neuen kantonalen Daten zur Bodenpreisentwicklung im Kontext Von Regula Zellweger

Innovation Innovation wird oft verwechselt mit Wirtschaftswachstum. Innovation bedeutet, bewusst neue Wege zu entdecken, zu erforschen und zu gehen, welche die Lebensqualität der Menschheit nachhaltig verbessern. Was Lebensqualität individuell bedeutet, muss jeder einzelne selbst beantworten. Heute sollen achtzig Prozent aller Wissenschaftler leben, die es je auf der Erde gegeben hat. Diese sollen in den letzten fünf Jahrzehnten mehr Entdeckungen und Erfindungen gemacht haben, als ihre Vorgänger alle Jahrhunderte zuvor. Doch was heisst innovative Erfindung? Es kommt immer auf deren Wirkung im Alltag der Menschen heute und in Zukunft an. Diese lässt sich aber nicht vorhersagen. Zugegeben: Manch eine Innovation war ein Eigentor für die Menschheit. Viele aber haben Fortschritt gebracht und dazu beigetragen, Leiden zu mindern und Lebensqualität zu optimieren.

Es braucht Kommunikation für Innovation Eine Entdeckung oder Erfindung bedeutet noch lange nicht Innovation, wenn sie nicht den Weg zu den Menschen, die sie nutzen wollen, finden kann. Es braucht also Kommunikation für Innovation. Kommunikation von Inhalten wie einer neuen, überzeugenden Idee oder einem Produkt, das Potenzial hat, die Welt positiv zu verändern. Innovation geht immer mit Veränderung einher und muss mit Verantwortungsbewusstsein und Ethik angegangen werden. Angstgeprägte Menschen, welche die Zukunft als lebensbedrohend und negativ sehen, werden weder Energie noch Mut aufbringen, innovative Veränderungen zu bewirken – oder auch nur mitzutragen. Deshalb ist Innovation in Verwaltungen und Ämtern eher selten anzutreffen – weil mutige, begeisterungsfähige Mitarbeitende fehlen, die innovative Ideen unterstützen. Mut bedeutet nicht Abwesenheit von Angst. Mut bedeutet beispielsweise, dass man Innovation wichtiger einstuft als die vermeintliche Sicherheit im Verharren im Althergebrachten. Mutige und tapfere Menschen leben vielleicht nicht länger als vorsichtige, aber intensiver. Wir sind heute eine Sicherheitsgesellschaft, eine Wohlstandsgesellschaft ohne echten Leidensdruck, was Innovation eher schwierig macht. Wenn man sich fühlt wie eine Katze, die eben den Rahmtopf ausgeschleckt hat, rennt man keiner Maus nach. Ausser die Katze ist sportlich und liebt die Herausforderung. Dann wird sie die Jagd aufnehmen, aus Freude an der Sache. Besucht man Jungunternehmen, beispielsweise im Technopark, spürt man die Befindlichkeit, die Werte, die beflügeln und die machen, dass Menschen innovativ sein wollen – und es auch sind. Innovation beginnt bei der Grundeinstellung und dem Selbstbild jedes einzelnen. Nelson Mandela sagte: «Manchmal fragen wir uns selbst: Wer bin ich schon, dass ich brillant, über alle Massen talentiert und fabelhaft wäre? Aber: Wer bist Du, dass du es nicht sein solltest?» Infos: www.jobwohl.ch.

Die Immobilienpreise scheinen insgesamt eine Verschnaufpause einzulegen, auch wenn in Einzelfällen nach wie vor sehr hohe Preise bezahlt werden. Entscheidend für das Preisniveau ist die Verkehrserschliessung. Das teuerste Land liegt in Wettswil, das günstigste in Maschwanden. ................................................... von bernhard schneider Das kantonale Amt für Statistik hat die Bodenpreisentwicklung der letzten 40 Jahre in den einzelnen Gemeinden modelliert. Dies heisst, dass kontinuierliche Durchschnittswerte errechnet wurden aufgrund verschiedener Faktoren. Ein Beispiel: In Maschwanden fanden in den letzten 40 Jahren innerhalb der Bauzone 29 Handänderungen statt. Spitzenjahre waren 2004 und 2008 mit sechs beziehungsweise fünf Landverkäufen. In 30 der untersuchten Jahre fand überhaupt keine Handänderung statt. Dennoch errechnet das Modell des Kantons für jedes Jahr einen theoretischen Wert des Landes in der Bauzone. Peter Meier, Leiter Financial Engineering Immobilien der ZKB, relativiert diese Zahlen entsprechend: «Die Streuung bei den Landwerten ist enorm. Sie sehen dies, wenn Sie nicht nur die Modellwerte, sondern die effektiv bezahlten Werte anschauen.» Auch dazu ein Beispiel: Der Modellwert für Affoltern beträgt im Jahr 2013 gemäss Amt für Statistik 945. 25 % des Landes hatte einen Wert von weniger als 794 Franken pro Quadratmeter, 25 % einen solchen von mehr als 1123 Franken. Die Statistik weist aber auch die effektiv gehandelten Quadratmeterpreise aus: Bei zehn Handänderungen in Affoltern wurden 2013 durchschnittlich 873 Franken bezahlt, wobei 25 % unter 700 und 25 % über 1066 Franken lagen. Wie schwierig die Preisbestimmung bei bereits überbautem Land ist, erläutert Peter Meier: «Eine Preissteigerung für ein Einfamilienhaus in Affoltern in den letzten drei Jahren um 15 Prozent kann sich zusammensetzen aus einer Zunahme der Baukosten um drei bis fünf Prozent und einer Bodenpreissteigerung von etwa 30 Prozent. Das ganze führt besonders in den teuren Gemeinden zu einem Ersatz von Einfamilienhäusern durch Stockwerkeigentum, was auch in Affoltern schon zu beobachten ist.» Die Modellrechnung ermöglicht es, die durchschnittliche Preisentwicklung zu verfolgen, unabhängig davon, welche Parzellen zufälligerweise gehandelt worden sind.

Zwei Wachstumsphasen Grafik 1 zeigt, dass die Bodenpreise vor allem in den beiden Phasen 1987 bis 1992 und 2004 bis 2011 gestiegen sind. Dazwischen fand ein Rückgang um rund zehn Prozent statt. Grafik 2 weist die Bodenpreissteigerung in den einzelnen Gemeinden zwischen 1979 und 1991 beziehungsweise 1997 bis 2009 aus. Dabei zeigt sich, dass der Wert des Bodens in den Bauzonen in der ersten Boomphase am stärksten in Maschwanden gestiegen ist, gefolgt von Knonau und Hausen – also Gemeinden am Rand des Bezirks mit entsprechendem Nachholbedarf. Die zweite Boomphase ist wesentlich ausgeglichener verlaufen, am stärksten war die Preissteigerung entlang der Bahnlinie in Wettswil, Bonstetten, Hedingen, Affoltern, Mettmenstetten und Knonau. Grafik 3 zeigt die Modellwerte des Bodens in Frankenwerten. Mitte der 1970er-Jahre lag Wettswil klar an der Spitze, gefolgt von Aeugst und Affol-

Grafik 1: Am stärksten geboomt haben die Bodenpreise um 1990. (Grafiken Bernhard Schneider)

Grafik 2: Die stärkste Zunahme der Bodenpreise seit 1973 hat in Maschwanden stattgefunden (grösster Nachholbedarf).

Grafik 3: Die Bodenpreise zeigen, wie wichtig die Verkehrsinfrastruktur für den Wert der Grundstücke ist. tern. Mitte der 1990er-Jahre lag Bonstetten vorne, gefolgt von Wettswil und Hausen. Heute werden die höchsten Preise wieder in Wettswil bezahlt, es folgen Affoltern und Bonstetten. Der ehemalige Gemeindepräsident von Affoltern, Robert Marty, Mitglied der Geschäftsleitung der Intus AG: «In Affoltern am Albis werden die höchsten Baulandpreise nicht für Wohnbauland bezahlt. Wenn hohe Preise bezahlt wurden, dann für Industrieareal wie OVA-Areal oder Land vis-à-vis Coop Affoltern, das einen hohen Ertrag generieren könnte. Mir ist nicht bekannt, dass für Industrieland ähnlich hohe Preise in anderen Gemeinden bezahlt wurden.»

Verkehrsinfrastruktur entscheidet Als wichtigste Faktoren für die Bodenpreise nennt Peter Meier von der ZKB: «Die Anbindung an den öffentlichen und auch den privaten Verkehr ist sehr wichtig. Im Knonauer Amt profitieren davon die meisten Gemeinden. Der kommunale Steuerfuss ist ebenfalls sehr wohl preisbestimmend, muss aber im grösseren Kontext betrachtet werden. Als Beispiel ist

Maschwanden mit einem Steuerfuss von 124 % zu nennen, mit deutlich günstigeren Bodenpreisen als Obfelden und Ottenbach. Das höhere Preisniveau in Affoltern am Albis (Steuerfuss ebenfalls 124 %) erklärt sich hauptsächlich mit der besseren Erreichbarkeit und der besseren Infrastruktur.» Robert Marty gewichtet die Höhe der Steuern tiefer als die Infrastruktur: «Der Aspekt Steuern spielt bei der Wohnsitznahme im Bezirk glücklicherweise eine untergeordnete Rolle. Wo er greift, ist bei der Frage Kanton Zug oder Kanton Zürich. Innerhalb einer Zürcher Region ist die Relevanz weniger gross. Affoltern am Albis hat auf jeden Fall profitiert von der besseren Erschliessung (A4/Viertelstundentakt/neue Buslinie nach Zürich via Üetliberg).» Für Peter Meier stellt sich deshalb die Frage, wozu Steuereinnahmen verwendet werden: «Ob die erhöhten Steuereinnahmen für neue Infrastrukturbauten verwendet werden, welche die Gemeindeattraktivität wieder erhöhen, ist von Bedeutung, denn in einem solchen Fall ist eine negative Wirkung eines höheren Steuerfusses nicht per se gegeben.»

Zurückhaltende Prognosen Wie sehen die Erwartungen für die Zukunft aus? Peter Meier erwartet keine grösseren Preissteigerungen mehr: «Die heutigen Preise sind im historischen Kontext hoch. Wir sehen keine weiteren Preissteigerungen (Kanton Zürich generell und auch Knonauer Amt) und gehen in den nächsten zwei Jahren von einer Seitwärtsbewegung bei den Preisen aus.» Robert Marty weist darauf hin, dass der Bezirk Affoltern in dieser Frage keine Führungsrolle einnimmt: «In der Tendenz haben die Preise – so scheint es – das Dach erreicht und die Überhitzung hat nachgelassen. Der Bezirk ist aber ohnehin in dieser Frage nicht trendsetzend. Die Preisentwicklung hat sich stets an solchen grösserer Märkte ausgerichtet.» Wichtige Faktoren für die weitere Bodenpreisentwicklung werden sicher die Währungspolitik, die Zinsentwicklung, aber auch die Auswirkungen restriktiverer Regelungen beim Vorbezug von Pensionskassengeldern für den Erwerb von Wohneigentum sein. Im Moment sieht es im Grundstückmarkt eher nach einer Stagnation aus.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 22. Juli 2014

Mit falschem Pass in Kloten gelandet Als Asylant im Säuliamt, Teil 2 Hossein und Maryam sind nach einmonatiger Flucht vom Iran über die Türkei nach Griechenland geflohen und von Athen aus mit einem falschem Pass nach Zürich geflogen. ................................................... von ute ruf Weshalb eigentlich nach Zürich? London wäre geeigneter gewesen, weil Hossein Englisch kann und weil dort einige Cousins und Cousinen leben, die sie beide beim Neubeginn hätten unterstützen können, doch der Fluchthelfer meinte, die Destination London sei gefährlich, da man in Zürich umsteigen müsse, was bedeute: Zweimal den gefälschten Pass vorweisen. Er würde ihm lieber einen Flug nach Zürich «verkaufen». Okay, dann also in die Schweiz, und Hossein und Maryam haben es nicht bereut: «Die Schweiz ist ein gutes Land.» «Ihr habt viel Geld aus dem Iran mitgenommen?» «Ja, wir haben dort alles verkauft, meinen LKW (Hossein ist von Beruf LKW-Fahrer), Maryam ihren Peugeot, dann unsere Wohnungseinrichtung, fast neu, wir waren erst neun Monate verheiratet.» Hossein: «In Kloten wir raus aus Flugzeug. Wir gehen mit falsche Pass aus Griechenland. Wir aber können nicht sprechen griechisch! So viel Angst! So viel Polizei! Dann Gepäckkontrolle. War okay. Dann fragen nach Name. Ich sagen Name von falsche Pass. War okay! Wir raus in Taxi. Ich sagen: ‹Please in the cheapest hotel!› Hat uns gefahrt in Limmatplatz. Zuerst ich telefoniere mit Mann in Griechenland. Er mir 20 Euro auf Handy geschickt. Damit ich telefoniere nach Iran zu Vater: Keine Sorge, wir sind in der Schweiz!»

Am nächsten Morgen: Wohin? Mit dem Zug fuhren die beiden nach Bern, weil das ein Vorschlag seines Vaters gewesen war: In die Hauptstadt.

Als Asylant im Säuliamt Hossein Gorji wohnt zusammen mit seiner Frau und ihrem Baby seit zwei Jahren im Säuliamt. Sie warten auf eine Aufenthaltsbewilligung. Bisher erschienen: «Nichts wie weg! – Flucht aus dem Iran in die Schweiz», 18. Juli.

Dort haben sie sich wieder in ein Taxi gesetzt: «We will go to the refugee!» (Hossein hat von da an ein ganzes Jahr lang nur englisch gesprochen.) Im Berner Asylheim hiess es, sie seien überfüllt, Hossein und Maryam sollten es in Basel versuchen, und man händigte ihnen zwei Zug-Billetts aus. In Basel konnten sie vorerst bleiben. Sie gaben ihr übriges mitgebrachtes Geld ab bis auf zweitausend Franken und bekamen provisorische Ausweise und einen Platz zugewiesen in einem Zwölf-Bett-Zimmer. Hossein: «Maryam weint zwei Tage. Ich mache, wie wenn ich bin happy.» Im BfM (Bundesamt für Migration) dann eine lange Befragung, hauptsächlich natürlich über den Grund ihrer Flucht. Elf Tage später wurden sie zur AOZ geschickt, der Asylorganisation in Zürich. Dort erhielten sie eine Adresse und sie freuten sich: «Endlich normal wohnen!» Aber nein, so schnell ging das nicht. Sie landeten in einem AsylCamp hinter dem Bahnhof Altstetten neben der Autobahn. Hossein: «Bett rechts, Bett links, dazwischen Tisch. Maryam so viel traurig. Schwarze verkaufen Marihuana, immer Lärm jede Nacht. Polizei kommt mit Hund. Ich bin gegangen zu AOZ und sagen: Bitte andere Platz. Man gibt uns Adresse in Winterthur-Kohlbrunn. Koffer nehmen, fahren dort, Frau zeigen Wohnung mit drei Zimmer. Noch anderes Ehepaar wohnt mit uns, Tunesier. Mann immer laut rufen und schlagen mit Hand auf Wand und Türe. Wenn Ehepaar fort, Polizei kommen, Hund gefunden unter Bett viele Kleider, neu und teuer. Polizei lachen.»

«Sie schickten uns ins Säuliamt» Nach zwei Monaten ein neuer Transfer: Nun wurden die Gorjis in ein Dorf im Säuliamt geschickt. Sie bekamen ein Zimmer in einer Wohnung, die sie mit einer grossen Asylbewerber-Familie teilen sollten. Das war nicht einfach. Hossein bat nach drei Monaten um einen Wechsel und die beiden wurden wieder zurück ins Camp nach Altstetten geschickt. Dort sollten sie auf eine weitere Wohnungszuweisung warten. Nach 20 Tagen durften sie nach Affoltern. Hossein: «In Haus, fast leer, weil sehr alt. Ich bekomme Arbeit: Container hinstellen, Parkplatz putzen, Schnee weg. Jeden Monat 200 Franken von Sozialamt. Eineinhalb Jahre wir wohnen dort. Affoltern ist sehr gute Platz! Aber Eigentümer will Haus abbrechen, Vertrag mit Sozialamt ist fertig. Wir mussen raus aus Haus.» «Morgen erzählst du weiter, Hossein, ja?»

Vom Iran ins Säuliamt: Hossein und Maryam Gorji. (Bild Ute Ruf)

Viele Stammgäste sind geblieben – das Roots war bereits am Eröffnungsabend voll. (Bilder Salomon Schneider)

Ein Ort zum Verweilen Am Freitag wurde in Affoltern das «Roots» eröffnet Wo sich bis vor zwei Wochen die «Albis Lodge» befand, wurde am vergangenen Freitag das «Roots» eröffnet. Die neuen Pächter konnten sich bereits am Eröffnungsabend über ein volles Haus freuen. ................................................... von salomon schneider Seit vergangenem Freitag führen Jakob Buchberger und Stephan Kreuzer das «Roots» an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern. Buchberger hat bereits vier Jahre lang in der «Albis Lodge» gearbeitet und freut sich auf die neue Herausforderung: «Wir haben bewusst auf eine gemütliche Wohnzimmer-Atmosphäre gesetzt, da wir so eine Lücke in der Säuliämtler Gastronomiewelt schliessen können.» Da Jakob Buchberger bereits in der «Albis Lodge» gearbeitet war, sind viele Stammkunden geblieben. «Ich finde es super, dass Jakob das Lokal übernommen hat. Er hat uns immer gut bedient und die Einrichtung gefällt mir noch besser als vorher», meint Stammgast Edwin Meier. René Hofstetter ergänzt: «Dieses Lokal belebt die Obere Bahnhofstrasse ungemein.»

Geschäftsführer Jakob Buchberger präsentiert frisch gemachte Häppchen. Das Konzept von Jakob Buchberger ist einfach. Im «Roots» werden wenige Menus angeboten, die aus frischen, regionalen Zutaten zubereitet werden. Für ein gemütliches Ambiente sorgt die Inneneinrichtung aus Holz. «Wir hatten eine klare Vorstellung, wie wir das «Roots» einrichten

wollten. Da wir diese Individualität nirgends kaufen konnten, haben wir uns kurzerhand entschieden, den Grossteil der Einrichtung selber zu bauen», erzählt Jakob Buchberger. Da sie auch viel mit Wurzeln gearbeitet haben und lokale Zutaten verwenden, haben sie die Lounge «Roots» genannt.

Säuliämtler juzt mittwochs am Landsgemeindeplatz in Appenzell «Freie» Appenzeller-Jodler von Wandergruppe entdeckt Beim «offenen Jodeln» im Gasthaus Linde in Appenzell werden die «freien» Jodler des Flecken Appenzell jeden Mittwoch von einem ausgewanderten Säuliämtler begleitet. Unmittelbar beim Landsgemeindeplatz in Appenzell steht das von Regula Dörig geführte, heimelige und weitherum bekannte Gasthaus Linde. Bei einem Kurz-Ferientrip ins Appenzellerland planten einige Ausflügler aus dem Säuliamt, zum Nachtessen den weltberühmten Klassiker «Chässpätzli mit Södwörscht» in der «Linde» zu geniessen. Bereits auf der Eingangstreppe und sozusagen als Willkommensgruss wurden die hungrigen Wanderer mit fröhlichen Juchzern empfangen. Im Restaurant befand sich aber entgegen aller Erwartungen kein Jodlerchor, welcher aufgereiht vor einem Dirigenten den nächsten Auftritt probte. Ganz im Gegenteil! An einer langen Tischreihe sassen durcheinandergemischt fast zwei Dutzend ältere und jüngere Frauen und Männer vor Mineralwasser, Most, Wein und Bier und sangen aus vollen Kehlen. Mitsingen kann jedermann, eine Aufnahmeprüfung sei nicht notwendig, versicherten die einheimischen Herrschaften. Sehr froh seien sie nur schon, wenn sich Personen fänden, welche wenigstens am Ende der Lieder klatschen können witzelte der mit Hosenträgern bewehrte Jakob Fuchs.

Fröhliche Runde in der Appenzeller «Linde»: Jodeln aus vollen Kehlen zum Gaudi der übrigen Gäste. (Bild Martin Mullis) Einfach so zum Plausch jodeln Kaum war ein Stück beendet und der Applaus der übrigen Wirtshausgäste abgeflaut, begann irgendjemand aus der fidelen Runde erneut ein Jodellied anzustimmen. Beim Gespräch mit den Säuliämtlern outeten sich die Volksmusikanten dann. Sie seien weder Klub noch Verein, hielten sie fest. Jeden Mittwochabend würden sie in der «Linde» zusammenkommen und einfach so zum Plausch singen, erzählte die 82-jährige Marie Gmünder lachend. Ein grosses Hallo dann, als be-

kannt wurde, dass die hungrigen Besucher aus dem Knonauer Amt stammen. Am langen Tisch der Jodler sass auch einer, der lange Zeit in Affoltern gewohnt und gearbeitet hatte. Jürg Kohler, einst Mitglied der Geschäftsleitung der Agir, verbringt seinen Ruhestand im Appenzellerland. Allerdings, so gesteht er etwas verlegen, würde er sich jeweils am Mittwochabend weit eher durch Applaudieren als durch Jodeln hervortun. Der gemütliche Abend mitten in der Woche gehört zum Gasthaus Linde wie die Landsgemeinde zu Appenzell, hielt die Wirtin fest. (mm)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 22. Juli 2014

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Stargeiger fördert vom Säuliamt aus Alexander Gilman bereitet junge Musiker auf den kompetitiven Berufsalltag vor Seit Ende Juni lebt der weltweit renommierte Stargeiger Alexander Gilman in Ebertswil, Hausen. Grund für den Zuzug ist sein aktuelles Projekt zur Musiktalent-Förderung, welches er gemeinsam mit der Liechtensteiner Fürstenfamilie lanciert hat. Die LGT Young Soloists sind ein Ensemble von rund einem Dutzend hochbegabten Streichersolisten im Alter zwischen 13 und 19 Jahren aus verschiedenen Ländern. Zusammen haben diese bereits über 70 erste Preise an nationalen und internationalen Musikwettbewerben gewonnen. Ursprünglich wurde das Ensemble vom bekannten Violinisten Alexander Gilman für einen Auftritt im Rahmen des LGT Global Forums 2013 im Stadtpalais in Wien zusammengestellt. Gilman, vor bald 32 Jahren in Bamberg geboren, wuchs in einer russisch-jüdischen Musikerfamilie auf. Er gab sein Konzertdebut als Siebenjähriger im

Münchner Gasteig und konzertiert heute weltweit als Solist sowie Kammermusiker und gibt regelmässig Meisterkurse als Violonpädagoge.

Auftritte in Europa und Asien sowie auf der MS Europa 2 Seit ihrem Debüt haben die «Young Soloists» anlässlich der Eröffnungsveranstaltungen von Ausstellungen der fürstlichen Sammlungen in Peking, Shanghai und Moskau mit ihrer jugendlichen und frischen musikalischen Spielweise zahlreiche Zuschauer inspiriert und begeistert. Die jungen Musiker werden an der von Alexander Gilman und der Pianistin Marina Seltenreich gegründeten «Young Soloists Academy» betreut, welche die Studenten auf den äusserst kompetitiven Berufsalltag als Musiker vorbereiten soll. Für 2014 sind noch Auftritte in der Schweiz, Österreich, Hongkong und Singapur geplant. 2015 werden die «Young Soloists» im April zehn Tage

auf der MS Europa 2 im Rahmen einer Kreuzfahrt von New York nach Hamburg ein Gastspiel geben. Zusätzlich sind im Frühling Auftritte in Asien und im Herbst eine Tournee im deutschsprachigen Raum geplant. Hinter dem Engagement steckt die Fürstenfamilie von Liechtenstein. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, gewachsenes Kulturgut zu pflegen und zu erhalten. In seiner langen Geschichte hat das Fürstenhaus eine der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen der Welt aufgebaut. Daneben pflegten Mitglieder der Fürstenfamilie im Laufe der Jahrhunderte auch stets engen Kontakt zur Musikwelt. Bereits Mozart komponierte für Fürst Alois I. von Liechtenstein und es gab Verbindungen zu weiteren bedeutenden Komponisten wie Haydn und Beethoven. Das neue Engagement im Bereich der klassischen Musik setzt diese Tradition nun fort. (pd) Weitere Infos unter www.alexandergilman.com oder www.lgtyoungsoloists.com.

Neuzuzüger in Ebertswil: der 31-jährige Stargeiger Alexander Gilman. (Bild zvg.)

Ein Buch als Erlebnis für alle Sinne

Wasserfälle und Mondlandschaft

Gedichtband von Paulina Frick-Müller

Am 5. Juli reisten 23 wanderfreudige Seniorinnen und Senioren nach Ravaisch ins Sonnenhotel Soldanella-Sonneck. Trotz wechselhaftem Wetter war diese Woche wieder ein voller Erfolg für Körper und Geist.

Die gebürtige Obfelderin Paulina Frick-Müller berührt auch in ihrem neuen Gedichtband «In meinem Wort wirst Du Blume sein» mit ihren Versen den Leser nachhaltig. Worte werden zu Emotionen und belegen, dass die Poesie die anmutigste literarischen Gattunge ist.

................................................... von marcel ineichen

................................................... von urs e. kneubühl «Selten kommt es vor, dass die pure lyrische Schönheit eines Werkes derart in ihren Bann zieht, wie es diesem Erstlingswerk von Paulina Frick-Müller gelingt», notierte der freie deutsche Bildjournalist und Fotokünstler Frank Stefani 2005 über Pauline FrickMüllers Gedichtband «Besternte Nacht». Man darf diese stolze, aber genauso geglückte Wertung erneut zur Bemessung ihres aktuellen Gedichtbandes «In meinem Wort wirst Du Blume sein» beiziehen. Die gebürtige Obfelderin, die im aargauischen Widen auf dem Mutschellen wohnt, vermag den Leser in einer bildreichen Sprache zu berühren und in eine stille Welt des Beschauens und des Fühlens zu entführen. Es sind gelungene Verse, die zureichend Stoff zum Innehalten und Stillschweigen, zum stillen Geniessen sind. Gewiss, das empfindende Herz wird dabei nicht weniger angesprochen, als der sinnende Intellekt – nicht zuletzt, weil es der Autorin gelingt, Dingen, Worten und Sätzen, die durch die verallgemeinernde Tendenz in der Sprache zuweilen gekürzt, ja, gar vernachlässigt werden, wieder ein eigenständiges und gewichtiges Dasein zu schenken.

Berührende Aufrichtigkeit und feine Behutsamkeit Paulina Frick-Müller verwendet eine eindeutige, sofort erfassbare Sprache und eine geläufige, intakte Grammatik, wobei sie sich eines umfangreichen, edlen Wortschatzes bedienen kann. Ihre Zeilenumbrüche irritieren nicht, sondern fördern den Lesefluss. Damit eröffnet sie dem Leser einen staunend-ungläubigen Blick auf das Leben, in die Natur, auf Wahrheiten,

Wanderwoche der Senioren von Affoltern in Samnaun-Ravaisch

Paulina Frick-Müller: In meinem Wort wirst du Blume sein. Cornelia-Goethe-Literaturverlag, 159 Seiten. Erhältlich in jeder Buchhandlung oder direkt bei Paulina Frick-Müller, Bachmattenweg 1, 8967 Widen. Lebenshaltungen und Leitsätze. Dabei sind Gedichte von berührender Aufrichtigkeit und feiner Behutsamkeit entstanden, die eindrucksvoll belegen, dass die Poesie die Schönste der literarischen Gattungen ist. Die auf dem Mutschellen wohnhafte Autorin und ehemalige Lehrerin hat im Alter von 40 Jahren mit lyrischem Schreiben begonnen und 2005 mit «Besternte Nacht» einen viel beachteten Erstling heraus gebracht. Und auch mit ihrem aktuellen «In meinem Wort wirst Du Blume sein» will sie, wie die gebürtige Obfelderin selbst sagt, «meine inneren Erfahrungen weitergeben, mittels Gedichten, die in heiteren Stunden erfreuen, in dunklen Momenten viel Trost, Hoffnung und Licht bringen». Selbst gewinnt sie auch, wie sie feststellt: «Mit jedem entstehenden Gedicht vollzieht sich in meinem Leben eine Reifung des Herzens.»

Die Fahrt zum Ferienort war abwechslungsreich. In Zürich begrüsste man die Teilnehmer aus der Region Zofingen und gemeinsam reisten alle via Landquart, Scuol Tarasp nach Ravaisch, wo man kurz vor Mittag eintraf. Bereits am Nachmittag, nachdem die Zimmer bezogen waren, erkundete die Gruppe Samnaun-Dorf mit seinen vielen schönen Häusern, aber auch mit den vielen Geschäften zum zollfrei einkaufen. Eine erste gemeinsame Wanderung führte am Sonntag – dem schönsten Sonnentag der Woche – ins bekannte Ferienzentrum Idalpe und zu Paznauer Taja. Auf dieser nicht sehr anstrengenden Wanderung durften die Wandersleute so recht den Bergfrühling geniessen und sich an den vielen schönen Blumen erfreuen. Mit einem Picknick inmitten der Blumen, dem Dessert und Kaffee in der Almwirtschaft Paznauer Taja, dem Weiterwandern zur Mittelstation Pardatschalpe und der Rückfahrt über das Viderjoch nach Ravaisch endete der erste Wandertag.

Eine weitere gemeinsame Wanderung enthielt den Besuch mit Führung zur Altfinstermünz, der mittelalterlichen Gerichtsstätte und Grenzbefestigung auf der Via Claudia Augusta in der Finstermünzschlucht. Die Festung liegt auf dem Gemeindegebiet Nauders am Fuss des Finstermünzpasses, wo die bis 1854 benutzte alte Strasse vom Reschenpass in Richtung Pfunds und Landeck den Inn erreicht, der hier die Grenze zwischen Tirol (Österreich) und Graubünden (Schweiz) bildet. Anschliessend der Besuch im Alpenquell Erlebnisbad in Compatsch für die Badefreudigen, der Rest der Gruppe besuchte Samnaun zum «Lädele». Ebenfalls gemeinsam ging es auf dem Blumenweg von Ravaisch zum Chè d’Mot und weiter durch Laret, dann auf die andere Seite des Tales zum Tierlehrpfad wo man auf 22 sehr anschaulich gestalteten Informationstafeln die Tiere des Samnauntals kennen lernen konnte, zurück nach Ravaisch.

Musik und Geselligkeit Im Weiteren teilten sich die Wandersleute in zwei Gruppen auf. Die erste erklomm, geführt von Hoteliersfrau Roswitha Jenal, unter anderem den Bella-Spatlasattel (2541 m) und den Ravaischer Salaas (2597 m), wo Gipslöcher die Gegend in eine Mondlandschaft verwandeln. Die B-Gruppe wanderte derweil zu Wasserfällen und Hängebrücken.

Mit einem reich gedeckten «Z’Morgenbuffet», das keine Wünsche offen liess, Marschtee und einem Lunchsäckli, das jeder Teilnehmer sich selber füllen durfte, begann jeder Wandertag erfreulich. Am Abend vor dem Nachtessen kam mit dem Örgelitrio Vreni, Beate und Marcel (ein Teil aus der Grossformation der Rüüsstalörgeler) Apérostimmung auf. Dann das vorzügliche Viergangmenu aus der Küche der Hotelbesitzer Thomas und Roswitha Jenal. Mit einem reichhaltigen Salatbuffet, der Vorspeise, dem Hauptgang und dem Dessert wurde der kulinarische Teil beendet. Im Anschluss daran spielten der «Housi» auf dem Keyboard und der Freddy auf dem Saxofon so schöne alte Ohrwürmer, dass kaum jemand auf dem Stuhl sitzen blieb. Fleissig wurde getanzt, als ob am Tag überhaupt keine Wanderung stattgefunden hätte. Keine Müdigkeit kam auf, sondern nur aufgestellte, fröhliche Teilnehmer vergnügten sich. Das Duett, Hilde und Werni, das am Mittwoch zu der Gruppe stiess, ergänzte mit seinen Liedern die musikalischen Darbietungen. Spät in der Nacht, vor dem Ins-Bett-Gehen, sangen sie manchmal noch auf dem Balkon vor ihrem Zimmer in die Nacht hinaus. Spielen, Jassen und Singen ergänzten die Tanzabende, sodass sich am Samstag vor der Abreise alle Teilnehmer einig waren: «Das war eine wundervolle Wanderwoche. Wir werden gerne daran zurückdenken.»

Die 23 wanderfreudigen Seniorinnen und Senioren genossen ihre Woche in Samnaun-Ravaisch. (Bild zvg.)


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Serie

Dienstag, 22. Juli 2014

Unter der Linde vor der Kirche Sommerserie (3): Im Walliser Bergdorf Ernen treffen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Mein magischer Ort ist eine Bank unter einer Linde vor der Kirche in Ernen. Der Blick geht über die überdachten Grabkreuze weit in die Ferne: Vergangenheit, Zukunft? Ernen bedeutet auch Musik, die Emotionen weckt, Erinnerungen wachruft und träumen lässt. ................................................... von regula zellweger Die letzten Noten sind verklungen. Der Pianist und das Publikum scheinen ein paar Sekunden wie erstarrt zu sein. Dann bricht tosender Applaus los. Eine Stunde Klaviermusik von Schubert ist vorbei, Pause. Die Leute strömen zum Ausgang der Kirche. Draussen ist es hell, sobald man die Türe passiert hat, weitet sich der Blick in eine faszinierende Bergwelt. Schnell steuere ich die Bank unter der Linde an. Hier lasse ich die Musik nachklingen. Sie transportiert mich rasant in die Kindheit.

Musik zum Erwachen Wir vier Handwerkerkinder, drei viel ältere Brüder und ich, Nachzüglerin, bekamen von klein an Musikunterricht am Konservatorium Zürich. Mein mittlerer Bruder übte jeweils Klavier, vor dem Unterricht. Ich träumte von Musik, und beim Erwachen blieb die Musik, Chopin, Schubert, Liszt, spielte einfach weiter, während die Traumbilder verflogen. So wuchs ich in die Musik hinein, unter dem Einfluss dieses begabten Bruders. Und viele der in der Kindheit zwischen Traum und Tag gehörten Stücke geniesse ich seit Jahren an den Musikwochen im kleinen Bergdorf Ernen im Goms. Das 450-Seelen Dorf ist bekannt als Musikdorf, wo jedes Jahr, vor allem im Sommer, hochstehende klassische Konzerte mit internationalen Künstlern stattfinden.

Eingang zum Binntal Vom historischen Ernen als dem alten Sitz der Gerichtsbarkeit zeugen noch heute der alte Galgen und das Gefängnis. Zudem findet man die älteste Tellendarstellung der Schweiz am Tellenhaus am Dorfplatz. Ernen bildet auch den Eingang zum Binntal. Zu internationalem Ruf gelangte es wegen der Vielfalt an Mineralien. Ohne je etwas über Kraftorte und Kraftzonen gehört zu haben, wird man nach einem Spaziergang durch das Binntal vielleicht überrascht sein, wie man mit freudiger Lebensenergie erfüllt zurückkehrt. Die Grube von Lengenbach, wo Kristalle gefunden werden, beweist, dass Kraftorte keinesfalls spektakulär sein müssen. Der riesige Haufen Schotter, der wie eine Baustelle anmutet, soll ein Kraftort mit 45 000 Boviseinheiten sein.

Musikwochen In den Sommerwochen im Juli und August klingt in Ernen vielerorts Musik aus den Fenstern. Aus aller Welt reisen Musiker an, Pianisten für die

Magischer Ort: Regula Zellweger sitzt auf der Bank unter der Linde vor der Kirche in Ernen. (Bilder Thomas Oswald) Klavierwoche, später auch Bläser und Streicher für die Barock- und die Kammermusikwoche und weitere musikalische Höhepunkte. Seit Jahren erteilt Donna Leon im Juli Schreibkurse in Ernen. Am liebsten von all den vielfältigen Angeboten aber sind mir die Klavierkonzerte. Nach der Pause erklang Liszt und mittendrin läutete die Kirchenglocke. Hier in Ernen stört das niemanden, man lächelt sich zu, man ist ja nicht in der Tonhalle. Manchmal gibt es während eines Konzerts auch ein Sommergewitter – und irgendwie kann man sich bei zuckenden Blitzen und lautem Donnerschlag auch vorstellen, wie sich die Bewohner vor Jahrhunderten bei Gefahren in der Kirche versammelt hatten.

Musik und Erinnerungen Spaziert man um Ernen herum, entdeckt man klitzekleine Felder mit Kartoffeln und Getreide an gegen Süden geneigten Hängen. Der Winter kommt hier früh und bleibt lange. Es muss in vergangenen Zeiten ein hartes Leben im Dorf gewesen sein. Man kann kaum nachvollziehen, wie das arme Dorf zu einer solch prächtigen Kirche voller Gemälde, Statuen, Schnitzereien und Gold gekommen ist. Die üppi-

Sommerserie: Wo es die «Anzeiger»-Journalisten hinzieht Juli/August – Ferienzeit: Schweizerinnen und Schweizer schwärmen aus, verbringen ihre Ferien an allen Ecken dieser Welt. Oder geniessen die schönste Zeit des Jahres in der Schweiz. Zuhause oder in den Bergen, am Fluss oder in der Badi. Oder auf «Balkonien». Über ihre Lieblings-

destinationen berichten Mitarbeitende des «Anzeigers» im Rahmen der Sommerserie 2014. (-ter.) Bereits erschienen: 15. Juli: «Kraft und Schönheit der Natur» – mit Marianne Voss auf Corvo. 18. Juli: «Der Säbelzahntiger in der Waldlichtung» – mit Martin Mullis in einem Ämtler Wald.

Blick aus der Kirche Ernen in Richtung Brig. ge barocke Pracht steht im krassen Gegensatz zu den sonnengegerbten Holzhäusern mit den kleinen Fenstern. Beeindruckend ist der Friedhof mit den gedeckten Holzkreuzen, von denen manche Geschichten erzählen.

Nach dem Konzert sitze ich mit meinem ältesten Bruder auf der Bank unter der Linde. Wir lassen die Musik schweigend nachklingen und denken an unseren Bruder, der mir den Zugang zur klassischen Musik ermöglicht

hat, an den begnadeten Musiker, der sich nach dem Tod seines einzigen Kindes das Leben genommen hat. Die Linde bei der Kirche in Ernen ist der Ort, wo sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft treffen – mein magischer Ort.


Gewerbe/Dienstleistungen

Im Kriegsgebiet

Zurück am Steuer

Pia Holenstein war als Menschenrechtsbeobachterin in Palästina. > Seite 13

Dino Rey seit 1998 erstmals wieder am Steuer, auf der offenen Rennbahn in Oerlikon. > Seite 15

Dienstag, 22. Juli 2014

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Nachwuchserfolg Die Junioren des FC Affoltern haben in München einen Turniersieg errungen. > Seite 20

Die Kantonsbesten kommen von EKZ Eltop Der Energieversorger räumt in drei Sparten der Elektroberufe ab Dieses Jahr haben 50 Lernende der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) ihre Lehre erfolgreich abgeschlossen. Gleich in drei Sparten der Elektroberufe gehörten die EKZ-Lernenden zu den Besten im Kanton. Bei den Elektroinstallateuren sind sogar ausschliesslich EKZ-Eltop-Lernende auf den ersten drei Plätzen.

Fachwissen und Sozialkompetenz mit auf den Weg, sondern bilden sie zu gefragten Berufsleuten mit Zukunftsperspektiven aus», freut sich Stefan Preisig, Geschäftsbereichsleiter EKZ Eltop über den diesjährigen Erfolg. Von den 50 neu diplomierten Berufsleuten, werden 30 weiterhin bei den EKZ arbeiten.

Regelmässig schliessen Lernende der EKZ ihre Lehre unter den Besten ab. Das haben sie auch an der Lehrabschlussprüfung in diesem Jahr bewiesen: Bei den Elektroinstallateuren holten sie die drei ersten Ränge und bei den Montagelektrikern und Telematikern je den ersten Rang im Kanton. «Wir geben den Lernenden nicht nur

Mit 1500 Mitarbeitenden und über 180 Lernenden gehören die EKZ zu den grössten Arbeitgebern und Ausbildnern im Kanton Zürich. Die EKZ als Lehrbetrieb bieten jungen Frauen und Männern Lehrstellen in insgesamt zehn Lehrberufen an: Elektroinstallateur/in, Elektroplaner/in, Fachmann/Fachfrau Betriebsunterhalt,

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Insgesamt zehn Lehrberufe

Kaufmann/Kauffrau, Koch/Köchin, Logistiker/in, Montageelektriker/in, Netzelektriker/in, Telematiker/in und Informatiker/in.

42 neue Lernende ab August Anfang August werden wieder 42 neue Lernende bei den EKZ ihre Ausbildung beginnen und von der langjährigen Erfahrung des kantonalen Energieversorgers profitieren. Grundbildungen in der Energieoder Elektrobranche sind Berufe mit Zukunft. Mit einer Ausbildung in dieser Branche sind Lehrabgänger der EKZ bestens auf ihren weiteren Berufsweg vorbereitet, und es stehen ihnen vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten sowie andere Berufsfelder offen. (pd.)

Schwingen an den Volg Erlebnistagen. (Bild zvg.)

«Öisi Brüüch» mit Volg Volg führt drei Erlebnistage durch An den Volg Erlebnistagen wird an drei Samstagen im September viel Tradition geboten. Ob Steinstossen, Hornussen, Mosten, Brennen von Zuger Kirsch oder Schwingen und Treicheln – alles kann von den Teilnehmern ausprobiert werden. Als weitere Attraktion wird traditionelles Kunsthandwerk vor Ort demonstriert. Für gesellige Stimmung sorgen Musiker, Witzeer-

zähler und Wätterschmöcker. Los geht es am 13. September auf dem Erlebnishof Fricktal. Teilnehmen können Personen ab 13 Jahren. Für Kinder von 5 bis 12 Jahren, die in Begleitung Erwachsener kommen, gibt es ein separates Betreuungsangebot. Infos und Anmeldung zu den Volg Erlebnistagen «Öisi Brüüch» unter volg.ch oder naturena.ch.

Zocken und gewinnen Swiss Game im Coopark Affoltern Vom 22. Juli bis 2. August locken Tausende von Preisen: Beim grossen Gewinnspiel Swiss Game im Coopark Affoltern locken Autos, Gold und attraktive Sofortpreise. Ab heute Dienstag, 22. Juli, macht «Swiss Game» Halt im Coopark Affoltern. Für alle ab 16 Jahren heisst es dann: Kostenlosen Spielschein aus der Zeitung ausschneiden oder in einem der Center-Geschäfte besorgen und das Glück herausfordern. Und das ist bei tausenden Sofortpreisen zum Greifen nahe. Auf die Gewinner warten Honda-Roller, Wochenend-Trips, Eintritte für verschiedene Freizeitattraktionen und eine einzigartige Führerstandsfahrt, dazu attraktive Markenprodukte, Einkaufsgutscheine und Vergünstigungen für die Center-Geschäfte.

Mitmachen und abräumen beim grossen Swiss Game vom 22. Juli bis 2. August. (Bild zvg.) Doch damit nicht genug: Jeder Spielschein hat eine zweite Gewinnchance und berechtigt zur Teilnahme an der grossen Jahresverlosung. Wer wohl den Honda Civic Tourer, den Honda CR-V Diesel und das Kilogramm Gold gewinnt? Es wird auf jeden Fall ein Swiss-Gamer!

Jubiläum bei Berger Boiler Service Das 22-Jahre-Jubiläum von Berger-Boiler-Service wurde mit einem Tag der offenen Tür begangen. Wobei sich Geschäftsführer Lukas Berger sehr über das grosse Besucheraufkommen freute. Neben Fachspezifischem und Kulinarischem wurde auch ein Wettbewerb durchgeführt, welcher auf reges Interesse stiess. Bei den stündlichen Ziehungen wurden diverse Sofortpreise vergeben und unter den vielen richtig ausgefüllten Teilnehmerkarten im Anschluss der Hauptpreis verlost. Hans-Ulrich Wydler aus Obfelden durfte den Hauptpreis, eine reich bestückte Edelstahl-Feuerschale entgegennehmen.

Hauptpreis-Übergabe: Hans-Ulrich Wydler und Lukas Berger. (Bild zvg.)


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Vermischtes

Dienstag, 22. Juli 2014

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Verhaftungen, Gericht und Gefangenschaft Pia Holenstein aus Affoltern war drei Monate lang als Menschenrechtsbeobachterin in Palästina – Teil 3 der ein Leben lang begleitet. Die israelischen Besatzer wissen alles von ihnen, jede Bewegung auf den Strassen und jede Identitätskarte ist ihnen bekannt, aber sogar mitten in der Nacht im eigenen Bett sind sie nicht sicher. Ein Bekannter äusserte: «Das Schlimmste ist das Gefühl, mein Bett stehe draussen auf dem Marktplatz.» Versuchskaninchen, um Waffen und Ausbildung des Militärs zu testen. Darum ist das Know-how in der Welt so berühmt, denn welche Armee hat schon eine solche Gelegenheit zu üben, ohne einen Krieg zu beginnen?

................................................... von pia holenstein Mit vielen Widrigkeiten, welche ihnen der Besatzungszustand bringt, werden die Palästinenserinnen und Palästinenser kreativ und mit Anpassungsfähigkeit fertig: «Sumut» ist ein Begriff für Gleichmut und Unbeirrbarkeit. Das Festhalten an ihren Traditionen und ihrer Religion, welche für Frauen wenige Freiheiten zulässt, aber auch junge Männer den Interessen des Familienverbandes unterwirft, scheint mir Ausdruck für ihr Bedürfnis nach Identität, Eigenständigkeit und Stabilität zu sein. Die Gastfreundlichkeit der PalästinenserInnen und ihr Familiensinn sind legendär. In dieser sozialen Wärme und Offenheit gegen uns konnte ich mir nie vorstellen, dass es hier auch Terroristen gab und die 47-jährige Unfreiheit mit der Terrorgefahr erklärt wird, welche von diesen Menschen ausgehe. Dennoch muss sie ja irgendwo sein. Ich fragte mich immer, wo. Wie so oft wurden wir am Abend des 30. April reichlich versorgt von der Dorfbevölkerung und hatten uns ein feines vegetarisches Essen gekocht, gingen früh schlafen, um am nächsten Morgen für die CheckpointÜberwachung fit zu sein. Diese Nacht erreichte uns ein Anruf um zwei Uhr. Eine Kontaktperson, ein junger Mann, der englisch sprach, war von seiner Tante benachrichtigt worden, dass Soldaten im Dorf seien. Denn er war einer, den man warnen musste, da er schon oft verhaftet worden war. Nachdem wir aus Jerusalem die Erlaubnis erhalten hatten, zogen drei von unserer Gruppe «EAs» (Ecumenical Accompaniers) aus, die vierte Person blieb im Haus, um Informationen zu koordinieren. So nah war ich noch nie in einer derart gefährlich wirkenden Situation gewesen: Vermummte Soldaten in voller Kampfmontur stürmten ein Haus. Die Bewohner waren schon zum Teil unter der Türe, vom Dorf waren einige Männer und Jungen auf den Beinen. Ältere Frauen, eilig verschleiert, standen ebenfalls draussen, geschockt. Ein Soldat wies uns weg, und aus Abstand sahen wir, wie Männer herausgezerrt und weggeführt wurden. Lärm, Frauen schrien. Ein junger Mann versuchte auf eine Gruppe Soldaten einzureden, vielleicht englisch, vielleicht hebräisch, denn arabisch nützte auf jeden Fall nichts. Wir folgten der Gruppe, konnten aber nicht alles wahrnehmen. Denn plötzlich kamen aus verschiedenen Strassen, aus weiteren Häusern Soldatengruppen mit Verhafteten. Da wurden einem die Augen verbunden, dort wurde einer in einen Jeep geschoben, in der Ferne sahen wir einen ganzen Trupp vorbeiziehen. Wir waren mitten in einer gewaltigen Militäraktion, es war wie Krieg. Und tatsächlich, als ich gerade einen gefesselten Jungen fotografierte, der offensichtlich aus dem Bett heraus verhaftet worden war, in dieser kühlen Nacht im Leibchen, drohte ein aufgebrachter Offizier: Dies sei ab sofort militärisches Gebiet, und wenn wir nach zwei Minuten noch hier seien, würden wir auch verhaftet. Das genügte, um uns zurückzuhalten. Erst mit der Zeit bemerkten wir all die Soldaten, die in dunklen Ecken mit Gewehr im Anschlag kauerten. Erstaunlich unauffällig und schnell ging alles vonstatten. In angemessenem Abstand folgten wir dem Fusstrupp, nachdem einige Jeeps mit Gefangenen weggefahren waren. Doch noch immer hatten wir nicht alles gesehen. Am Rand des Dorfes empfingen uns Frauen, schreiend, und bitter lachend riefen sie uns EAs

Vermummte Soldaten in Kampfmontur.

Okkupation?

Aus dem Bett heraus verhaftet?

Schweigender Protest mit Bildern gefangener Angehöriger. (Bilder zvg.)

zu: Aha, jetzt kommt ihr, zu fotografieren, was passiert ist. Aber geholfen hat uns niemand. Die Soldaten hätten zwei Häuser gestürmt und in blinder Zerstörungswut alles kurz und klein gehauen, erzählten die Frauen, und dann zwei aus den Betten geholte Männer, Vater und Sohn, mitgenommen. Wir hatten vier oder fünf Verhaftete gesehen, doch schliesslich erfuhren wir, dass neun Männer in dieser Nacht aus dem Dorf abgeführt worden seien. Als ich meinen Bericht schrieb, war ich noch völlig aufgelöst. Und als meine Schweizer Leser wissen wollten, was denn die Männer getan hätten, das müssten doch Terroristen gewesen sein – da wusste ich nicht einmal eine Antwort. Ja, weshalb waren sie verhaftet worden? Man hörte die Frage im Dorf nicht gern, sagt, vielleicht Steinewerfen, vielleicht wegen der Mauer. Ich verstand lange nicht, warum niemand den Verhaftungen auf den Grund gehen wollte. Inzwischen kann ich es erklären. Unter den mehr als 2500 Spezialvorschriften, welche die israelische Militärverwaltung speziell für Palästinenser erlassen hat, findet sich immer eine, gegen die man verstossen hat, auch wenn man es nicht weiss. Man weiss ja oft nicht einmal, in welcher Zone das eigene Haus steht, denn auch wenn ein Ort in Zone A oder gar B steht, also palästinensisch ist, kann plötzlich eine Strasse oder auch nur ein Haus darin als Militärzone beansprucht werden. Viele Menschen werden aufgrund von Ermittlungen der Geheimpolizei verhaftet und erfahren den Grund überhaupt nie, werden nicht angeklagt oder verurteilt; sie bleiben in sogenannter Administrativhaft, welche immer wieder verlängert werden kann, bis ans Lebensende oder darüber hinaus.

tär mit Geschossen empfangen werden. Drei Tage nach unserem ersten Besuch bei dem Mann, der als Sprecher und Organisator der Bewegung galt, wurden er und weitere Männer während einer Nacht aus den Betten heraus verhaftet. Das war Ende April. Seither waren wir etwa viermal am Militärgericht – einen Tag lang warten in einer Hochsicherheitsanlage, ohne Essen, Trinken oder Telefon, dann zehn Minuten Verhandlung, die jedesmal in eine Vertagung mündete. Die Frau, Mutter von vier Kindern, das jüngste erst fünf Monate alt, war anfänglich hingereist mit einem Verwandten und kehrte jedesmal trauriger heim. Auch kurz vor meiner Abreise war der Fall wieder auf Juli vertagt worden. All die Väter fehlen im Dorf, aber Neffen haben jetzt die Führung übernommen, die Demos bleiben. Und bleiben gefährlich. Zur Gerichtsbarkeit ist zu erklären: Palästinenser werden seit 47 Jahren, seit der Besatzung, von Militärgerichten beurteilt. Das heisst: keine Rücksicht auf Jugend, keine adäquate Verteidigung, willkürliche Ansetzung und Verschiebung der Termine, hohe Strafen für Erwachsene und Kinder. Die Verwahrung ausserhalb der eigenen Grenzen verletzt die internationalen Richtlinien, nach welchen insbesondere Kinder nicht aus ihrem Gebiet geholt werden dürfen; in Israel gibt es neben der restriktiven Besuchserlaubnis oft gar keine Erlaubnis zum Grenzübertritt.

Ein mutiges Dorf Wir besuchten das Dorf Kafr Qaddum, das bekannt ist für seinen Widerstand gegen die Schliessung ihrer Strasse nach Nablus. Vor zwei Jahren hatten die Siedler ein Durchgangsverbot erwirkt und alle Palästinenser auf stundenlange Umwege gezwungen, die Zeit und Geld kosten. Jeden Freitag nach dem Gebet begeben sich Männer und Kinder auf einen gewaltlosen Marsch bis zur Strassenblockade – wo sie regelmässig vom israelischen Mili-

Gefangenschaft An der allwöchentlichen Gedenkwache für Gefangene in Tulkarem sieht man Mütter und Ehefrauen, aber auch Kinder, Väter, Brüder mit Fotos ihrer Familienmitglieder. Ich fragte einen Mann, wie lange sein Bruder denn im Gefängnis sei, und er sagte: sechsmal lebenslänglich plus 55 Jahre; ein anderer dreimal lebenslänglich plus 50 Jahre. Es gibt Männer, die «zum 20. Mal» verhaftet worden sind, sagt einer. Und als ich den Sprecher fragte, ob er selbst einmal im Gefängnis gewesen sei, lachte er: Hier fände ich keinen Mann, der das verneinen könne. Vom Hungerstreik der über 150 Gefangenen, der über fünfzig Tage dauerte und gegen die Administrativhaft gerichtet war, hat man in den europäischen Medien wohl nicht viel ge-

hört. Bevor entweder Todesfälle durch Verhungern oder Zwangsernährung publik wurden, kam die Nachricht von der Entführung der drei israelischen Jungen. Da wurde es auf einen Schlag ganz still. Am 25. Juni 2014 gaben sie auf. Niemand weiss, was mit den Gefangenen weiter passiert ist. Klar ist einzig: Keiner wurde entlassen, und keiner wurde angehört. Im Gegenteil, Massenverhaftungen setzten erst recht ein, Anfang Juli wurde der Höchststand von beinahe 5500 Gefangenen erreicht. Was bleibt, wenn nicht einmal Hungerstreik wirkt? Andere haben es gezeigt: Terroranschläge kommen in die Nachrichten, je fürchterlicher, desto wichtiger. Das macht mir Angst. Denn die Welt hätte doch die Möglichkeit hinzuschauen, ohne dieses letzte Mittel.

Bittere Erkenntnis Die nächtlichen Überfälle und Verhaftungen in Jayyus wiederholten sich, und offenbar war das in früheren Jahren sogar noch schlimmer. Letztes Jahr seien neunzehn in einer Nacht abgeführt worden. Ich fragte mich lange, mit welcher Anklage man ein Dutzend Männer verhaften könne, und warum das mitten in der Nacht mit so viel Brutalität geschehen musste. Und nun erfuhr man: Am nächsten Morgen früh wurden alle freigelassen. Ohne Erklärung, ohne Begründung. Auf die Strasse gestellt in der Nachbarstadt, mussten sie sich auf den Heimweg machen. Fast jedes Mal erhielten einige unter ihnen ihre Ausweise nicht zurück und mussten sich monatelang wieder um die Rückgabe bemühen, denn ohne konnten sie das Dorf nicht verlassen. Das ist das unfassbare Ergebnis: Es war nichts anderes als eine Militärübung, an lebendigen Menschen. Die israelische Armee benutzt regelmässig die Menschen in den besetzten Gebieten für die Ausbildung der jungen Soldaten! Die Mütter, Kinder, Geschwister und Nachbarn sind echt; ihr Schock und ihr Leid sind jedes Mal neu und tief, die Zerstörung in den Häusern ist real und bleibt, und die Gefangennahmen waren brutale Wirklichkeit. Die Menschen leben völlig ausgeliefert. Statistiken zeigen eine enorme Anzahl von Bettnässern unter palästinensischen Kindern – und das ja nur ein Zeichen für das Leid, welches die Kin-

Auch wenn Israel den Begriff Okkupation vermeiden will, ist seine Präsenz im palästinensischen Gebiet genau dies, vollkommene Kontrolle aller Angelegenheiten, 2500 Regeln, welche nur für Palästinenser gelten. Das ist eigentlich ein verlängerter Kriegszustand, und es gibt keinen strategischen Grund, ihn fünfzig Jahre beizubehalten. Es sind nun die wirtschaftlichen Interessen, welche einen Rückzug verbieten. Das israelische Militär hat vor allem die Aufgabe, die israelischen Siedler zu schützen und zu verhindern, dass Palästinenser nach Israel gelangen. Inzwischen stehen dahinter nicht mehr Sicherheitsgründe, sondern eher die Ausschaltung von Konkurrenz und Bereicherung ziviler israelischer Unternehmer. Israel als Besatzungsmacht regiert mit eiserner Hand und kontrolliert alle zivilen Bewegungen, den Markt, den Boden, die Bewegungsfreiheit. Zerstört die Häuser, welche im Weg sind. Nach Völkerrecht ist Besatzung ein verlängerter Kriegszustand, und die darin wohnende Bevölkerung ist mit grösster Rücksicht zu behandeln. Die Besatzungsmacht Israel hätte für deren Wohlergehen zu sorgen, für Bildung, Besitzwahrung, Ruhe.

Was die Rückkehr bewirkt Ich durfte auch einmal ein grosses Fest erleben: Der Vater der Nachbarstochter wurde aus dem Gefängnis entlassen. Er habe gewildert, erklärte sie uns, und zwar so: Israelische Siedler hätten Schweine in die von der Sicherheitsgrenze abgeschnittenen palästinensischen Felder gejagt. Die Besitzer können sich kaum dagegen wehren, denn sie dürfen ja nur tagsüber hinein, und nur, wenn ihr Tor gerade geöffnet wird. Weder dürfen sie Zäune errichten noch eine Waffe besitzen. So ist es schwierig, sich oder seine Kulturen zu schützen. Wer da mit der Waffe erwischt wird, bleibt lange hinter Gittern. Beim Nachbarn bewirkte seine Rückkehr ein riesiges Fest. Für die Tochter war die Freude doppelt: Obwohl sie von der Familie verlobt worden war, ohne den Bräutigam zu kennen, war sie überglücklich, dass sie ihn nun treffen durfte: Wenn der Vater im Haus ist, darf die Tochter den Zukünftigen sehen. Vorher nicht.

Ökumenisches Begleitprogramm Pia Holenstein wurde von Heks und Peace Watch Switzerland als Menschenrechtsbeobachterin nach Palästina und Israel gesendet, wo sie am ökumenischen Begleitprogramm (Eappi) des Weltkirchenrates teilnahm. Die in diesem Artikel vertretenen Meinungen sind persönlich und decken sich nicht zwingend mit denjenigen der Sendeorganisationen.


veranstaltungen

Auch Ämtler Bauern begeistern mit selbst gemachten Leckereien. (Bild zvg.)

Ein besonderes Erlebnis für alle 1.-August-Brunch auf drei Ämtler Höfen Drei Bauernhöfe im Knonauer Amt laden am Nationalfeiertag zum traditionellen Brunch ein. Die Gäste werden mit Spezialitäten vom eigenen Hof verwöhnt, erhalten Einblick in das Landleben und geniessen einen geselligen Tag. Es gibt nichts Besseres, als den 1. August mit einem ausgiebigen Frühstück auf dem Bauernhof zu beginnen. Das reichhaltige Buffet der Ämtler Bäuerinnen und Bauern begeistert mit feinen selbst gemachten Leckereien sowie zahlreichen regionalen Produkten. Die Ämtler kommen dieses Jahr in Obfelden, Dachlissen und Uttenberg in den Genuss eines BauernhofBrunches. Bei Schneebelis in Obfelden sind die Plätze allerdings bereits ausgebucht. Die Gastgeberfamilien bieten nicht nur ein grossartiges Brunch-Buffet an, sondern öffnen auch Tor und Tür zum Betrieb. Der Tag ist die Gelegenheit, um die Landwirtschaft hautnah zu erleben. Kinder und Eltern können direkt vor Ort sehen, wie die verschiedenen Tiere leben und welche Produkte die Menschen ihnen verdanken.

Tiere streicheln macht Spass! (Archiv)

Musik und Streichelzoo

Ämtler Brunch-Anbieter:

Der Geburtstag der Schweiz wird mit einem abwechslungsreichen Programm gefeiert. Musikalische Unterhaltung, ein Streichelzoo, spannende Betriebsführungen oder weitere Aktivitäten werden auf diversen Höfen angeboten. Damit wird der Anlass zu einem speziellen Erlebnis für jeder-

mann – ob jung oder alt, aus der Stadt oder vom Land. Eine Anmeldung bis zum 30. Juli bei der organisierenden Bauerfamilie ist unbedingt erforderlich, da die Platzzahl beschränkt ist. Für erwachsene Personen kostet der Brunch zwischen 25 und 35 Franken, die Preise für Kinder werden nach dem Alter festgelegt.

Maya und Jean-Jacques Duperrex, Bauernhof Stöckweid, Uttenberg, Knonau; Erika und Heini Nägeli, Mattenhof, Dachlissen 2, Mettmenstetten; Simone und Fabian Schneebeli-Schäubli, Weid 544, Obfelden (ausgebucht). Weitere Infos und Online-Anmeldung unter www.brunch.ch.

Mit Shuttle-Taxi ans Waldfest Das bekannte Uerzliker Waldfest findet wieder statt. Am 26. Juli um 18 Uhr öffnet es seine Pforten. Endlich ist es wieder Sommer und das Uerzliker Waldfest steht vor der Tür. Nach dem letzten Fest, welches von ausgezeichnetem Wetter geprägt wurde, muss man sich auch dieses Jahr wieder von Petrus überraschen lassen. Natürlich wird auf seinen Segen gehofft, vorbereitet sind die Organisatoren vom Unihockey Club Kappel aber auf alles. Das Waldfest öffnet am 26. Juli um 18 Uhr seine Pforten und wird bei jeder Witterung durchgeführt. In diesem Jahr konnte in Zusammenarbeit mit Carlo Taxi ein Shuttledienst für die Hin- und Retourfahrt nach Mettmenstetten, Rifferswil und Hausen eingerichtet werden. Das Taxi bietet eine bequeme Möglichkeit für die Reise zum Waldfest und kann für fünf Franken pro Person und Fahrt genutzt werden. (pd) Shuttle: Abfahrt Hausen Post: 19/20/21 Uhr; Rifferswil Gemeinde: 19.10/20.10/21.10 Uhr; Mettmenstetten Volg: 19.20/20.20/21.20 Uhr; Mettmenstetten Bhf: 19.25/20.25/21.25 Uhr. Rückfahr stündlich zwischen 1 und 5 Uhr.

Abbé André Ouedraogo. (Bild zvg.)

Es fehlt an Regen, aber nicht am Glauben Das internationale katholische Hilfswerk Kirche in Not lädt Abbé André Ouedraogo vom 28. Juli bis 3. August in die Schweiz ein. Am Samstag, 2. August, hält er um 8.30 Uhr einen Gottesdienst in der Wallfahrtskapelle Jonental AG. Abbé André ist Regens des Priesterseminars Notre Dame de Nazareth im Bistum Ouahigouya, Burkina Faso. Das Bistum liegt in der Sahelzone im Norden des Landes und grenzt an Mali. Abbé André Ouedraogo informiert über die Unterstützung des Hilfswerks vor Ort und berichtet über das Leben in dem westafrikanischen Land. Er spricht gut Deutsch. (pd)


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Dienstag, 22. Juli 2014

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«Wir organisieren das ‹Piedra Libre› eigentlich für uns» Fünf Ämtler organisieren das Piedra Libre Festival, vom 1. bis 3. August in Freienstein Das «Piedra Libre» in Freienstein ist eines der kleinsten Open-AirFestivals der Schweiz. Die Organisatoren rechnen mit nur knapp 300 Besuchern – trotzdem ist das Festival liebevoller organisiert als mancher Grossanlass. ................................................... von salomon schneider Es ist Samstagnachmittag und am Tössufer in Freienstein sitzen gegen 100 Menschen. Gegen 15 Uhr ist aus

der Ferne Musik zu hören und der Grossteil der Badegäste macht sich auf zum Festivalgelende. Zuerst sitzen noch viele im Gras und unterhalten sich, dann wird getanzt und zum Schluss gefestet. Was heute ein ausgewachsenes Open-Air Festival ist, fing 2006 an, als eine Gruppe junger Säuliämtler einen ruhigen Ort, mit Schwimmbecken, für eine Matura-Poolparty suchte. In Freienstein wurden sie fündig, im Garten eines Hauses von Freunden. Die Poolparty war ein Erfolg und sie führten im folgenden Jahr wieder

Gemütliches Beisammensein kommt am Piedra Libre an erster Stelle. (Bilder zvg.)

eine durch. Der Hedinger Päsche Fässler ist OK-Mitglied der ersten Stunde: «Damals entschieden wir uns, dieses Fest als kleines Festival aufzuziehen, für uns, unsere Freunde und deren Freunde.» Der Landbesitzer war einverstanden und sie fragten befreundete Bandmitglieder an, organisierten eine Bühne und bauten viele liebevoll gestaltete Deko-Artikel. «Damals war das Geld knapp und wir konnten keine Gagen bezahlen. Deshalb hielten wir im Leitbild fest, dass wir eine Plattform für Newcomer-Bands sein wollen. Diese Bands haben oft Schwie-

rigkeiten an Auftritte zu kommen», erläutert Päsche Fässler.

Organisches Wachstum als Ziel Über die Jahre kamen immer ein paar Leute mehr, einige Organisatoren wurden Eltern und das «Piedra Libre» entwickelte sich zum ausgewachsenen Festival. Anfangs wurde primär Alternativ-Rock gespielt, über die Jahre kamen auch Jazz, Ska, Gipsy, Blues und Funk dazu. «Unser Ziel ist es, Musikfreunde jeden Alters anziehen, die Neues kennenlernen wollen. Letztes

Jahr war der jüngste Besucher sechs Monate und der älteste 60 Jahre alt», erklärt Päsche Fässler stolz. Das LowBudget-Konzept ziehe sich durch, erklärt Fässler: «Geld soll kein Hinderungsgrund fürs Kommen sein, deshalb sind die Eintritts- und Konsumpreise moderat. Wir organisieren das Festival ja schliesslich zum Spass.» Die fünf OK-Mitglieder nehmen allesamt eineinhalb Wochen Ferien für den gemeinsamen Auf- und Abbau. Infos: www.piedra-libre.ch, Eintritt 35 Franken für das ganze Wochenende.

Das das «Piedra Libre» so klein ist, kennen sich bald die meisten Besucher.

Dino Reys Rückkehr als Steher Die offene Rennbahn in Zürich-Oerlikon lockt diese Woche mit «Indianapolis»-Oldtimern Erstmals seit 1998 hat sich Dino Rey wieder als Steher auf die offene Rennbahn gewagt. Nicht die einzige Erfolgsmeldung für den Radrennclub Amt: Marathon-Biker Urs Huber hat am Sonntag die erste Etappe der Bike-Transalp gewonnen. ................................................... von martin platter Fahrrad-Bahnrennen hinter schweren Motorrädern sind ein Relikt aus einer Zeit, als Pferdegespanne noch das Strassenbild prägten. Dennoch üben

diese sogenannten Steher-Rennen bis heute eine magische Faszination aus – auf Publikum wie Teilnehmer. Wo sonst erreichen Radfahrer im Windschatten von Motorrädern Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 90 Stundenkilometern? Für den passionierten Velo- und Motorradfahrer Dino Rey ist es nicht bloss die Geschwindigkeit, die ihn reizt. «Es ist das Zusammenspiel mit dem Velofahrer, der mir nur wenige Zentimeter hinter dem Motorrad an der Rolle hinterherjagt. Die Harmonie muss perfekt stimmen. Sonst erreicht man keine schnellen Rundenzeiten.» Man könne nicht einfach Vollgas geben, sondern müsse die Eigen-

heiten von Velofahrer, Bahn und Motorrad genau kennen. Das erfordere Übung, erklärt Rey, der vor 16 Jahren mit dem damaligen Crosscountry-Masters-Weltmeister Leo Hegeman erste Runden auf einem schweren Motorrad im 102 Jahre alten Bahnoval mit 45Grad-Steilwandkurve drehte.

Historische Fahrzeuge auf der Bahn Auch mit dem neuen Hintermann, dem Elitefahrer Michael Albon, stimmt die Harmonie trotz kurzer Angewöhnungszeit schon gut. Am letzten Dienstag erreichte das Duo hinter den Routiniers Peter Jörg (Ex-Schwei-

Dino Rey hält Ausschau nach den Gegnern, derweil sich Michael Albon konzentriert an der Rolle abstrampelt. (Bilder Martin Platter)

zer Meister), Mario Birrer (Europameister) und Giuseppe Atzeni (Schweizer Meister) den vierten Platz. Am heutigen Dienstag werden die Genannten wieder im Einsatz stehen. Ab 18 Uhr heisst es aber zuerst «Indianapolis auf der offenen Rennbahn». Zum zwölften Mal werden historische Rennfahrzeuge aus verschiedenen Epochen präsentiert, die auf der Rennbahn ihre Runden drehen. Sollte das Wetter heute nicht mitspielen, gilt der Donnerstag als Verschiebedatum. Auskunft gibt die Webseite: rennbahnoerlikon.ch. Auf ganz anderem Terrain ist derzeit wieder Radrennclub-Amt-Leis-

tungsträger Urs Huber erfolgreich. Der Joner hat am Sonntag zusammen mit seinem Rennpartner Karl Platt die erste Etappe des Mountainbike-Etappenrennes «Bike-Transalp» von Oberammergau nach Imst gewonnen, mit 3,4 Sekunden Vorsprung. Bis am kommenden Samstag absolvieren die Sportler eine veritable Alpenüberquerung bis nach Riva del Garda. Dabei legen sie knapp 600 Kilometer und 19 000 Höhenmeter zurück. Huber hat den Parforceritt bereits 2011 gewonnen, damals zusammen mit Konny Looser. Der Grundstein für den Triumph wurde damals auch mit dem Auftaktsieg gelegt.

Am kommenden Dienstag sind auf der offenen Rennbahn in Oerlikon wieder historische Rennfahrzeuge zu bewundern.


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Sport

Dienstag, 22. Juli 2014

«Sieger lernen zuerst zu verlieren» Andreas Isoz verabschiedet sich an der Freestyle-Night mit einem Sieg aus dem Profisport Die 12. Freestyle-Night lockte wieder viele Zuschauer und Athleten ins «Jumpin» in Mettmenstetten. Für Organisator Andreas Isoz war es der letzte Wettkampf seiner Profikarriere, den er souverän gewann, vor Christopher Lambert. ................................................... von salomon schneider Die Freestyle-Night vereinigt Spitzensport und Volksfest wie selten ein Anlass. Bei bestem Wetter ging am vergangenen Samstag die 12. FreestyleNight über die Bühne. Ab 14 Uhr konnten die Besucher Sprünge in den Kategorien Freeski, Snowboard und Bike bestaunen. Das Rahmenprogramm bot aber auch Gelegenheit zur direkten Partizipation, beispielsweise beim Slackline-Wettbewerb. Gegen Abend füllten sich die Zuschauerränge des «Jumpin» bis auf den letzten Platz. Um 19 Uhr zeigte Kunstflugpilot Urs Vogelsanger eine Freestyle-Flugshow. Immer wenn er sein Flugzeug absichtlich ins Schlingern brachte und gefährlich gegen den Boden zu trudeln begann, stockte den Zuschauenden der Atem. Im Anschluss an die Kunstflug-Show spielte die Schweizer Rockband Last Avenue ein stimmungsvolles Live-Konzert, um die Zuschauer auf die Kunstsprung-Finals einzustimmen. Um 21.30 Uhr zeigten die besten Springer der Qualifikationsspringen was sie drauf haben. Wer die Finals gewinnen wollte, musste alles geben, weshalb einige auch zu viele Risiken eingingen und unsauber und wohl auch schmerzhaft landeten. Einige zeigten sogar neue Sprünge, die nicht einmal der Kommentator kannte. Bei den Aerials kam es im Final zum Aufeinandertreffen der beiden Lokalmatadoren Andreas Isoz und Christopher Lambert, welches Isoz knapp für sich entscheiden konnte. «Es ist ein wunderschöner Abschluss für meine ProfiKarriere, auf der Heimschanze zu gewinnen», sagte ein emotionaler Andreas Isoz nach dem Springen. Seine Zukunft sehe er auch nach dem Profisport im «Jumpin». Er arbeitet dort und hat die Freestile-Night organisiert. Dann blickte Andreas Isoz auf die wichtigsten Stufen seiner Karriere zurück: «Zuerst habe ich gelernt zu verlieren, erst dann war ich bereit zu gewinnen. Das ist etwas, das viele Sportler lernen müssen.» Im Anschluss ans Finale feierten Teilnehmer und Zuschauer gemeinsam bis in die Morgenstunden. Bei den Freeskiern gewann der Ebertswiler Luca Schuler.

Zwei Gewinner: Christopher Lambert (rechts) freut sich mit Andreas Isoz über dessen Sieg. (Bilder Salomon Schneider, Thomas Stöckli)

An den Finals am Abend durften nur die besten Springer jeder Disziplin teilnehmen ...

Die Stimmung war grossartig, sowohl bei den Athleten ...

... nachdem sie sich am Nachmittag qualifiziert hatten.

... als auch beim vielbeschäftigten Bar-Team.


Sport

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Höhenflüge nicht nur im Rahmenprogramm Freestyle-night: Nebst Fallschirmspringern und Akrofliegern wagten sich auch die Athleten hoch hinaus

Samstagnachmittag im «Jumpin», Mettmenstetten: Die Rider sind bereit für die Qualifikation. (Bilder Thomas Stöckli)

Mentale Vorbereitung auf der Schanze: Marco Suter.

Kopfüber: Thomas Schumann.

Chrisi «Läm-Bart» Lambert bereitet sich auf die Wasserlandung vor.

Zahlreiche Zuschauer stehen bereits am Nachmittag am Poolrand.

Promo-Village: Chillen ist angesagt.

Eindrücklich: Akroflieger Urs Vogelsang mit seiner Votec 351.

Punktrichter in Aktion: Kai Mahler (links) und Manuel «Munzli» Knobel.

Trampolin-Gegner werden ausgelost. Von links: Misra Noto mit den Moderatoren Chris Bachmann und Marco Juen.

Auch Fallschirmspringer schwebten über dem «Jumpin».

Mit Stil vom Tramp: Nadja Bär.

Per Heli waren sie auf 3200 Meter Höhe gebracht worden.


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Sport

Dienstag, 22. Juli 2014

Säuliamt Open mit Teilnehmerrekord

Finals teilweise hart umkämpft

Bisher 120 Tennisspieler angemeldet

Am Wochenende vom 4. bis 6. Juli fanden die zweiten gemeinsamen Säuliämter Junioren-Clubmeisterschaften der Tennisclubs Stallikon, Hausen und Säuliamt statt. Insgesamt haben sich 50 Junioren in sechs verschiedenen Kategorien angemeldet – lizenzierte wie auch nicht lizenzierte Spieler.

Das 6. Säuliamt Open vom Donnerstag, 24. Juli bis Sonntag, 27. Juli darf bereits einen neuen Teilnehmerrekord verkünden. Bisher haben sich 120 Tennisspieler zum Tennisfest im Säuliamt angemeldet. In den letzten Tagen vor Anmeldeschluss dürften noch einige mehr folgen. «Wir haben gehofft, die 100-Teilnehmer-Marke zu brechen, nun haben wir sie bereits eine Woche vor Turnierbeginn pulverisiert. Das ist sehr erfreulich!», konstatiert OK-Präsident Frederick Marek.

Für den Finaltag am Sonntag in Stallikon sind alle Tennisfans herzlich eingeladen. Auch falls das Wetter dem OK einen Strich durch die Rechnung macht, das Säuliamt Open findet statt. Für schlechte Witterung sind die Tennishallen in Aesch bei Birmensdorf und Urdorf reserviert. Bis heute Dienstag, 22. Juli, werden noch Anmeldungen entgegengenommen, diese sind auf der Webseite www.swisstennis.ch unter der Turniernummer 92420 zu platzieren. (pd)

Die FCA-Junioren haben das Turnier des BSC Sendling dominiert. (Bild zvg.)

Turniersieg in München FCA-Junioren glänzen zum Saisonabschluss Zum Saisonabschluss fuhr die Juniorenabteilung des FC Affoltern mit den beiden Mannschaften Dd und Ca nach München/Sendling an ein internationales Turnier. Am Samstagmorgen um 5.50 Uhr besammelten sich 74 Junioren und Eltern auf dem Parkplatz Moos und füllten einen doppelstöckigen Car bis auf den letzten Platz. Pünktlich zur Eröffnung des Turniers um 10 Uhr traf man bei herrlichem Fussballwetter auf dem Fussballplatz des BSC Sendlings in München ein. Für das Team Ca begann das erste Spiel bereits um 11 Uhr. Vier Spiele à 18 Minuten standen auf dem Programm. Mit lautstarker Unterstützung durch die vielen mitgereisten Eltern und die Dd-Spieler gelangen drei Siege und ein Unentschieden. Dank des besseren Torverhältnisses durften die Affoltemer den Siegerpokal dieses Internationalen Turniers in Empfang nehmen. Derweil durften die Dd-Spieler und interessierten Eltern zur Allianz Arena fahren und dort an einer 90-minütigen Stadionführung teilnehmen. Ob ein Blick von den obersten Zuschauerrängen hinunter auf den heiligen Rasen, ein Rundgang durch die Umkleidekabinen der Bayern-München-Spieler oder kurz Platz nehmen im gewaltig grossen Pressekonferenzsaal – all diese Eindrücke werden allen Beteiligten noch lange in bester Erinnerung bleiben. Auch das traditionelle Torwandschiessen wurde sowohl von den Spielern als auch von den Eltern rege praktiziert. Zum Schluss durfte

ein Abstecher in den Fanshop des FC Bayern München natürlich nicht fehlen. Den Abend verbrachte man im Biergarten des Clublokals des BSC Sendling, wo eigens für den FCA gekocht wurde. Mit diversen Salaten und Fleischgrilladen wurden die Gäste aus der Schweiz verwöhnt. Natürlich fehlte auch die Grossleinwand nicht, damit man den anstehenden WM-Match Holland – Costa Rica nicht verpasste. Bereits um 8.15 Uhr am Sonntagmorgen war Tagwache für die Dd-Spieler. Nach einem ausgiebigen Frühstück begaben sie sich zum Fussballplatz. Um 10 Uhr begann für sie das Turnier. Aufgeteilt in zwei Teams wollten auch die D-Junioren unbedingt den Turniersieg in ihrer Kategorie erringen. Das Team Affoltern 1 gewann souverän alle Spiele ohne ein einziges Gegentor und somit den Siegerpokal. Dem 2. Affoltern-Team gelangen ebenfalls vier Siege und einzig gegen Affoltern 1 mussten sie sich geschlagen geben. Somit konnte Affoltern gar einen Doppelsieg feiern! Währenddessen stand für das CTeam und Begleiter die Allianz-Stadionbesichtigung an. Auch diese Gruppe war beeindruckt und manch einer wünschte sich vielleicht im Geheimen, diesen Rasen einmal als Aktiver betreten zu dürfen … Die zwei Kategoriensiege und ein Wochenende gespickt mit vielen Highlights werden den Junioren und Eltern in bester Erinnerung bleiben. Zum Schluss waren sich alle einig: «BSC Sendling, wir kommen wieder!» (pd)

Veloplausch in Cham Die beiden Tour-de-France-Fahrer Martin Elmiger und Gregory Rast haben am Chamer Veloplausch vor vielen Jahren ihre ersten Blumen, Pokale und Medaillen geholt. Schülerinnen und Schüler sowie Familien der ganzen Region haben am Sonntag, 14. September, ihrerseits Gelegenheit auf dem Bike-Parcours rund um den Hof «Stumpen» in Cham um die Wette zu fahren. Willkommen sind Buben und Mädchen der Jahrgänge 1998 bis 2008. Der RMV Cham-Hagendorn ist Garant für einen gut organisierten Sportan-

lass, faire Wettkämpfe, Sicherheit auf und neben der Rennstrecke und eine tolle Radsport-Atmosphäre. Um 10 Uhr beginnen die Rennen in den Kategorien «Soft, «Cross», «Rock», «Mega» und «Hard». Die Allerkleinsten – die Jahrgänge 2008 und jünger – können in der Kategorie «Pfüderi» auf einer Spezialstrecke gegeneinander antreten. Die attraktive Familien-Plausch-Stafette beginnt um 13.15 Uhr und führt über vier Runden. Anmelden unter www.rmv.ch.

Die Säuliämter Junioren-Clubmeister 2014 sind gekürt

«Es ist schön, dass wir einen solchen Juniorenanlass zusammen durchführen konnten», meinte Juniorenobmann Fredi Marek. «Für die Junioren ist es ein toller Event, da sie in den Genuss kommen, gegen andere Junioren aus der Region anzutreten.» Die Tennisacademy Marc Raggenbass, stellte für die Gewinner jeder Kategorie einen Gutschein für eine Schnupperstunde zur Verfügung. Der Hauptaustragungsort dieses Jahr war die Anlage des TC Säuliamt in Affoltern und als zweiter Austragungsort war der TC Hausen dabei. Nach regnerischen Startschwierigkeiten konnten die Clubmeisterschaften am Samstagvormittag beginnen. Von den U10-Spielern (Bambini) bis hin zu den U18-Junioren waren alle Kategorien vertreten. Bei den Juniorinnen sah es leider etwas anders aus: Aufgrund der wenigen Anmeldungen konnten nur die Kategorien U16 und U18 zusammengelegt durchgeführt werden.

Hart umkämpfte Finals Nachdem der Samstag wetterbedingt ein wenig durchzogen war, herrschte am Sonntag strahlendes Tenniswetter vor. Es wurde dann auch schon früh mit dem U10-Finaleinzugsspiel von Marc Schmidlin und Vanessa Graf (beide TC Säuliamt) begonnen. Diese beiden schenkten sich gar nichts. Die jüngsten Nachwuchstalente absolvierten ihre Matches auf neun Games. Wer zuerst neun Games erspielte, gewann. Marc Schmidlin ging mit einem

Sie haben es geschafft: Die Säuliämter Junioren-Clubmeister 2014. (Bild zvg.) 10:8 als Gewinner vom Platz. Aufgrund des Regens vom Samstag war es ein Nachtragsspiel und so musste Marc Schmidlin anschliessend an den Finaleinzug auch gleich den Final gegen Marc Lüscher aus dem TC Stallikon austragen. Marc Schmidlin nahm den Rhythmus aus dem vorherigen Spiel gleich mit in den Final. Er ging schnell in Führung und konnte den Final ziemlich lange kontrollieren. Erst gegen Ende beim Stand von 6:8 verliessen ihn seine Kräfte. Nun war es ein Hin und Her. Schlussendlich konnte Marc Schmidlin den Sieg mit 12:10 nach Hause bringen. Der erste Junioren-Clubmeister war erkoren. Hart umkämpft war auch der Final der U12-Knaben: David Todorovic gegen Iwen Pliska. Der letztjährige Gewinner Ianis Brechbühl musste wegen Probleme mit dem Nacken im Halbfinale forfait geben. Umso grösser war auch die Vorfreude von Iwen Pliska, der mit dem Finaleinzug fast nicht mehr gerechnet hatte. Das Champions-Tiebreak musste letzten Endes die Entscheidung bringen. Iwen Pliska hatte sich sehr tapfer geschlagen, jedoch gewann David Todorovic mit 10:8.

Seriensieger Neuhaus U14, U16 und U18 waren deutlichere Angelegenheiten. Die Kategorie U14 gewann James Maugweiler (TC Säuli-

amt) gegen Andrin Rütsche relativ klar. Der lizenzierte James Maugweiler, welcher auch schon im vergangenen Jahr die Limmattaler Juniorentennis-Meisterschaften gewinnen konnte, gab Andrin Rütsche keine grossen Chancen. Für Andrin war das eine neue Erfahrung, welche er sehr motiviert mitnahm. Bei den U16 gab es ein reines Hausemer Duell: Luca Suter bezwang seinen Vereinskollegen Ivo Götschi in zwei Sätzen klar und konnte die Junioren-Clubmeisterschaften für sich entscheiden. Dann ist da noch Cédric Neuhaus, der Sieger der U18Kategorie. Er gewinnt die Clubmeisterschaften bereits zum vierten Mal in Serie. Sein Gegner Oleg Siljegovic hatte in zwei Sätzen das Nachsehen. Cédric Neuhaus wird demnächst bei den diesjährigen Säuliamt Open, welche in Wettswil, Stallikon und Affoltern ausgetragen werden, sein Glück auch bei den Aktiven versuchen. Bei den Mädchen gab es einige Absagen und so kam nur eine kleine Gruppe zustande. Es waren Amelie Fischer, Celaya Wildi und Mia Binkert, welche zusammen die U18 und U16 Kategorie gegeneinander gespielt haben. Amelie Fischer gewann zum zweiten Mal hintereinander die Junioren Clubmeisterschaften. Bleibt zu hoffen, dass in Zukunft mehr Mädchenkategorien ausgetragen werden können ... (pd)

Reifeprüfung für Sportclub Aeugst Was für die meisten die Schlussrunde in der Fussballmeisterschaft ist, bedeutet für die Schülerinnen und Schüler der Schule Aeugst das alljährliche Schüler-Fussballturnier, das dieses Jahr am Samstag, 5. Juli, auf dem Sportplatz der Schule Aeugst ausgetragen wurde. Der Morgen verhiess nichts Gutes. Wie in den letzten Tagen schon fast zum Dauerzustand geworden, goss es in Strömen. Doch je näher der Spielbetrieb kam, umso freundlicher wurde das Wetter. Am Nachmittag wurde es sogar richtig sonnig und sämtliche Fussballspiele konnten unter regulären sommerlichen Bedingungen abgehalten werden. Nach den beiden Finalspielen und der Rangverkündung durch den Organisator des Schülerturneris, vertreten durch Reto Egli, kam es dann zu dem wie jedes Jahr mit grosser Spannung erwarteten Eltern-Fussballmatch. Die Anzahl der gemeldeten Eltern, die an diesem Spiel teilnehmen wollten, war dieses Jahr allerdings so gross, dass der Entscheid getroffen werden musste, drei Elternmannschaften gegeneinander spielen zu lassen. Für den Sportclub Aeugst die Gelegenheit, eine eigene Elternmannschaft zusammenzustellen.

Die antrainierten Automatismen zahlten sich aus Gleich zu Beginn des ersten Spiels, entwickelte sich eine äusserst animierte Partie. Dies obschon die gegnerischen Mannschaft augenscheinlich besser besetzt war. Dank grandioser

Mit mutiger Offensive und aufopfernder Defensivarbeit zum Sieg: Das Elternteam des Sportclubs Aeugst. (Bild zvg.) und mutiger offensiver Leistung konnte der Match klar mit 5:2 gewonnen werden. Direkt im Anschluss wurde der zweite Match ausgetragen – ohne längere Verschnaufpause. Sämtliche Spieler des Sportclubs gingen an ihre Leistungsgrenze und konnten dank aufopfernder, kompromissloser defensiver Arbeit und dank überragender, teilweise schon fast mirakulöser Torhüterleistungen, auch das zweite Spiel mit 2:1 für sich entscheiden. Somit konnte zufrieden festgestellt werden, dass sich die in den letzten Monaten antrainierten Automatismen im Zusammenspiel klar erkennbar ausbezahlten und einen wesentlichen Beitrag zum Sieg am Turnier beigetragen hatten. Der Sportclub Aeugst hat seine Reifeprüfung definitiv be-

standen. Oder wie sagte vor vielen Jahren einmal Franz Beckenbauer? «Diese Mannschaft wird über die nächsten Jahre, vielleicht Jahrzehnte, klar das Mass aller Dinge sein.» Der Sportclub Aeugst ist im letzten Herbst gegründet worden und hat das Ziel, möglichst viele sportbegeisterte Männer zwischen 25 und 55 Jahren (versteht sich als Variable), zum gemeinsamen Sporttreiben zu begeistern. Jeweils am Donnerstagabend zwischen 20 und 22 Uhr werden verschiedene Mannschaftssportarten ausgeübt. Danach ist gemütliches Beisammensein im Restaurant Eichhörnli angesagt. Kontakt: Schami Fontana, jmcfontana@gmx.ch, oder Telefon 043 333 97 04.

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057 2014  

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