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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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Zusammenarbeit

Aeugst, Hausen, Kappel und Rifferswil führen ihr Kooperationsprojekt weiter. > Seite 3

Freie Gestaltung

Der Kanton lässt Obfelden freien Gestaltungsraum bei der Überdeckung Muristrasse. > Seite 3

Abschluss-Feier

An der Schuljahres-Schlussfeier im Albisbrunn wurden Absolventen verabschiedet und geehrt. > Seite 6

Schutz Braunkehlchen Als Bodenbrüter leidet das Braunkehlchen unter häufigem Mähen. Es benötigt mehr Schutz. > Seite 7

Das Defizit wächst

Im Sihlwald kehrt die Wildnis zurück

Heilpädagogische Früherziehung: Kanton kürzt Leistungen und Therapiedauer Sonderpädagogische Massnahmen im Frühbereich werden seit 2008 durch die Kantone finanziert. Nun werden die Leistungen per 1. August gekürzt. Gemeinden bleiben auf den Kosten sitzen. von livia häberling Ein Kind hat Probleme mit dem Schlucken. Ein anderes ist kognitiv noch nicht in der Lage, ein altersgerechtes Puzzle zusammenzusetzen. Das dritte besucht bald den Kindergarten, hat aber noch Mühe damit, die Schuhe selber anzuziehen oder mit einem Farbstift zu malen. Manchmal sind es die Eltern selbst, die solche Entwicklungsauffälligkeiten bei ihrem Kind beobachten, nicht selten ist es auch die Spielgruppenleiterin. Dann haben Eltern aus dem Säuliamt die Möglichkeit, sich an die heilpädagogische und logopädische Frühberatungsund Therapiestelle (FBS) zu wenden. Im Bezirk Affoltern ist diese dem Schulzweckverband des Bezirks angegliedert und unterstützt Kinder bis zum Alter von vier Jahren, wenn diese speziellen Förderbedarf haben. Derzeit seien rund 40 Kinder in heilpädagogischer Früherziehung, in der Logopädie seien es deren 50, sagt FBS-Leiterin Claudia Laimer. Dabei sei es wichtig, dass die Therapie so früh wie möglich beginne: «Kleinen Kindern mit Behinderungen oder Entwicklungsauffälligkeiten wird der Eintritt in die Volksschule massiv erschwert, wenn sie nicht ihrem Bedarf entsprechend vorbereitet werden.»

Leistungskürzung: Regierungsrat spricht von «Zugangsverbesserung» Für die Eltern sind die Therapiestunden kostenlos, im Kanton Zürich werden die Kosten für heilpädagogische Früherziehung dem Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) in Rechnung gestellt. In

Claudia Laimer von der heilpädagogischen und logopädischen Frühberatungsund Therapiestelle in Affoltern bemängelt die Kürzungen. (Bild Livia Häberling) Zukunft sollen es weniger Lektionen pro Kind sein: Am 1. August tritt die revidierte Verordnung über die sonderpädagogischen Massnahmen im Vor- und Nachschulbereich in Kraft. Diese beschränkt die Anzahl Stunden an heilpädagogischer Früherziehung auf jährlich maximal 115 Stunden pro Kind. Bis anhin waren es höchstens drei Einheiten pro Woche. In der Praxis waren 135 Stunden pro Jahr die gängige Höchstgrenze. Bei der Logopädie werden noch maximal 75 Stunden vergütet, während es früher 90 waren. Die Kürzungen würden dazu führen, dass beispielsweise weniger Gruppentherapien stattfänden, die jedoch für den Kindergartenstart äusserst relevant seien. Auch die intensive Förderung von Kindern im Autismusspektrum sei damit nicht mehr möglich: «Dies widerspricht den Bildungspolitischen Zielen des Bundes, die Frühförderung von betroffenen Kindern zu intensivieren», so Laimer. Der Regierungsrat argumentiert, durch die Reduktion des Stundenumfangs pro Kind gewinne das Fachpersonal freie Kapazitäten. Das verringere die Wartefristen, was mehr Kindern den Zugang zu sonderpädagogischen Massnahmen ermögliche. Claudia Laimer kann diese Begründung nicht nachvollziehen: «Bei unserem heilpädagogischen

Angebot existieren keine Wartelisten», sagt sie. Ähnlich sehe es ihres Wissens in anderen Bezirken aus. Das habe man der Bildungsdirektion jedoch bereits während der Vernehmlassung mitgeteilt.

«Mehr Kinder fallen durch die Maschen» Nicht einverstanden waren die meisten Vernehmlassungsteilnehmenden ausserdem mit der neuen Anmeldefrist. Neu müssen Kinder spätestens sechs Monate vor dem Eintritt in den Kindergarten zur Abklärung angemeldet werden. Bis Ende Juli vor dem Kindergarteneintritt muss die Therapie abgeschlossen sein. Das sei wenig praktikabel, sagt Claudia Laimer: «Regelmässig werden auch Kinder im April oder Mai noch für die heilpädagogische Früherziehung angemeldet.» Häufig geschehe das auf Druck der Spielgruppenleitung, zum Beispiel, wenn das Kind die Toilette noch nicht selbstständig benützen könne.» Bisher habe die laufende Therapie noch bis im Dezember nach dem Kindergarteneintritt weitergeführt werden dürfen. Die neue Anmeldefrist und die Therapie-Lücke in den Sommerferien führe dazu, dass noch mehr Kinder die nötige Unterstützung nicht erhielten und so-

Gegen Osteoporose

Der Gesundheits-Kompass gibt Tipps, was sich gegen die Osteoporose tun lässt. > Seite 7

mit «durch die Maschen» fielen. In der FBS teilen sich sechs Heilpädagoginnen 260 Stellenprozente, hinzu kommen 160 Stellenprozente für die beiden Logopädinnen. Sie alle sind vom Zweckverband Bezirk Affoltern fest angestellt. Vergütet werden ihnen vom AJB nur Lektionen, die tatsächlich stattgefunden haben. Verpasste oder kurzfristig abgesagte Termine kann die FBS nicht in Rechnung stellen. So entsteht dem Zweckverband ein jährliches Defizit, das von den Gemeinden getragen wird. In der letzten abgenommenen Jahresrechnung 2018/19 waren es für den gesamten Zweckverband 4,1 Millionen Franken, das Defizit der FBS ist schwankend, durchschnittlich belief es sich in den vergangenen sechs Jahren auf 100 000 Franken.

Corona-Defizit tragen schlimmstenfalls die Gemeinden In den kommenden Jahren wird sich das Defizit der FBS vergrössern: Nicht nur, weil weniger Therapiestunden vergütet werden dürften: Auch hier wird der Shutdown finanzielle Spuren hinterlassen: Zwar hat der Kanton die Einstellung der sonderpädagogischen Massnahmen im 1:1-Kontakt veranlasst, die Ausfälle jedoch will das AJB nicht berappen. Das FBS-Personal hat Kurzarbeit beantragt, allerdings hat das Staatssekretariat für Wirtschaft Einsprache erhoben, weil es sich bei der FBS nicht um eine private Organisation handelt. Das Gesuch ist derzeit hängig. Im schlimmsten Fall werden die Gemeinden zur Kasse gebeten. Claudia Laimer rechnet für das Jahr 2020 mit Mehrkosten von rund 175 000 Franken. Einerseits seien viele Therapiestunden ausgefallen, weil bei diesen persönlicher Körperkontakt erforderlich gewesen wäre. Gleichzeitig hätten im Frühling auch weniger Abklärungen stattgefunden als üblich. Das bedeute, dass nach den Sommerferien weniger Kinder in Therapie seien.

Im schweizweit ersten Naturerlebnispark Sihlwald wird der Wald seit 20 Jahren sich selbst überlassen. Seit kein Nutzholz mehr geschlagen wird und der Zugang der Menschen stark eingeschränkt ist, erobert sich die Natur ihr Territorium zurück. Das Gebiet verwandelt sich langsam in eine einzigartige Form von Wildnis. Nun ist ein neuer Bildband erschienen: «Sihlwald – wild und schön». Die Fotografin und Autorin Caroline Fink war während zwei Jahren wochenlang im Sihlwald unterwegs und hat eine Vielzahl von atmosphärischen Bildern geschossen, in denen sie der Schönheit, der Magie und Ruhe dieses Naturwaldes nachspürt. In Texten ist viel Aufschlussreiches über die Vision und die Entstehung des Naturwaldreservats zu erfahren – aber auch Kritisches aus Hausemer Sicht.

> Bericht Seite 6

Hiesige Wälder liefern CO2-neutrale Energie Holznutzung trägt wesentlich dazu bei, dass Wälder vielfältig sind. Es wird jeweils nur so viel Holz genutzt, wie auch wieder nachwächst. Im Bezirk Affoltern findet er in den zahlreichen Schnitzelheizungen eine sinnvolle Verwendung. Hiesige Wälder liefern somit CO2-neutrale Energie. «Holznutzung ist nicht Raubbau» betont denn auch Förster Ueli Müller, der für die Gemeinden Affoltern, Hedingen und Bonstetten verantwortlich ist. Holz sei ein wertvoller ökologischer Rohstoff, der vor der Haustür wachse und den man unbedingt nutzen sollte.

> Bericht Seite 7 ANZEIGEN

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 56 I 174. Jahrgang I Dienstag, 21. Juli 2020

info@bento.ch • www.bento.ch Affoltern a. A. • Berikon • Dietikon • Wettingen • Zürich 056 648 76 60 • 044 744 25 50

520 Stunden für neuen Glanz 520 Stunden hat Tim Leuenberger aus Ottenbach aufgewendet, um einem 56-jährigen Traktor der Marke Kramer zu neuem Glanz zu verhelfen – eine Projektarbeit zum Schulabschluss in der Lernwerkstatt Bickwil. Regelmässig kam der Oldtimer auf dem Hof im Rebgarten in Ottenbach nicht mehr zum Einsatz, ab und zu diente er für den Betrieb eines Holzspalters. «An alten Traktoren hatte ich immer Freude», sagt Tim Leuenberger, der die Restaurierung im Rahmen des Schulabschlussprojekts an der Lernwerkstatt Bickwil an die Hand nahm. Mit Ausnahme des Deutz-Motorblocks und der Achse zerlegte er den Kramer KL 200 – mit Jahrgang 1964 – akribisch, mit viel Liebe

zum Detail. Vor der Neulackierung (von rot-grün zu grün) unterzog er die Einzelteile einer chemischen Behandlung, um damit das Fett wegzubringen. Die Heckhydraulik entfernte er und verpasste ihr einen neuen Schliff. Rund 520 Stunden hat Tim Leuenberger für diese praktische Arbeit aufgewendet. Nun steht er in neuem Glanz da, der luftgekühlte 2-Zylinder-Kramer seines Vaters – mit neuem Kotflügel, neuen Felgen und neuen, breiteren Reifen. Die Arbeit zaubert auch Glanz ins Gesicht des Restaurators, der den Traktor für das Foto mit sichtlichem Stolz aus der Garage holte. Nach drei Jahren in der Lernwerkstatt in Bickwil-Obfelden absolviert Tim Leuenberger nun ab dem 3. August eine zweijährige Ausbildung zum Agrarpraktiker, in der Fachsprache Landwirt EBA. (-ter.)

20030 520 Stunden Aufwand für ein Abschlussprojekt: Tim Leuenberger mit dem restaurierten Oldtimer-Kramer. (Bild Werner Schneiter)

9 771661 391004


Einstellung des Konkurses Über Burhan Serifi, geboren am 29. Dezember 1971, Staatsangehörigkeit: Nordmazedonien, Im Wängli 11, 8910 Affoltern am Albis, Inhaber der im Handelsregister eingetragenen Einzelunternehmung SERIFI BODENBELEGE, Affoltern am Albis, ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern, Einzelgericht, vom 16. Mai 2019 der Konkurs eröffnet, das Verfahren aber mit Verfügung dieses Gerichtes vom 9. Juli 2020 mangels Aktiven eingestellt worden. Sofern nicht ein Gläubiger bis zum 31. Juli 2020 die Durchführung des Konkursverfahrens verlangt, sich gleichzeitig zur Übernahme des durch die Konkursmasse nicht gedeckten Teils der Kosten verpflichtet und daran einen Barvorschuss von CHF 5000.00 leistet, gilt das Verfahren als rechtskräftig geschlossen.

Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.

Albert Schweitzer

Oskar Anton Laubi

Unendlich traurig nehmen wir Abschied von

29. Oktober 1942 bis 17. Juli 2020

Regina Laubi-Speth Samuel Laubi und Gisèle Stoller Laubi mit Tim und Noelle Viviane Toppel-Laubi und Manfred Toppel Benjamin Laubi und Jade Meric de Bellefon Daniela und Marc Hoppler mit Fanny und Luc Pascal Rumpel Margrit Dieringer-Laubi und Familie Maya Zobel-Speth und Christoph Zobel

Anstatt Blumen zu spenden, unterstütze man bitte die Klima-Allianz Schweiz, c/o Alliance Sud, Monbijouststrasse 31, 3011 Bern, IBAN CH41 0839 0036 7696 1000 0, Vermerk: Oskar Laubi Traueradresse: Regina Laubi-Speth, Oberhausenstrasse 6, 8907 Wettswil am Albis

geboren am 3. Oktober 1940, von Zürich ZH, wohnhaft gewesen in Ottenbach. Es findet keine Beisetzung statt. Die Friedhofvorsteherin

Kaufe Autos Telefon 079 777 97 79 (Mo–So)

Die Trauerfeier findet am 24.7.2020 um 14 Uhr in der Kirche Jonen statt. Vorgängig Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis. Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Stiftung Reusstal, Vermerk: Werner Meuter Postkonto 50-3373-2 / IBAN CH57 0900 0000 5000 3373 2

Der Weg

Mit Beschluss vom 14. Juli 2020 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen: • Edonit Nexhipi, 2006, Staatsangehöriger von Serbien und Montenegro 21. Juli 2020 Stadtrat Affoltern am Albis

Busse, Lieferwagen, Jeeps, Wohnmobile & LKW. Barzahlung.

Monique Meuter-Bertschy Stephan Meuter Reto und Melanie Meuter Simone und Andy Pfister mit Luc und Cédric Fritz und Maja Meuter Klara Bertschy Verwandte und Freunde

Traueradresse: Monique Meuter-Bertschy, Mitteldorfstrasse 6, 8916 Jonen

Einbürgerungen

Venzago, Enrico

Nach überwundener schwerer Erkrankung wurde er uns durch einen Unfall entrissen. Er wird uns mit seiner liebevollen, humorvollen und achtsamen Art für immer in Erinnerung bleiben.

Es werden keine Leidzirkulare versandt.

Konkursamt Höngg-Zürich Frankentalerstrasse 3, 8049 Zürich

Am 12. Juli 2020 ist in Zürich gestorben:

23.6.1950 - 15.7.2020

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Zu einem späteren Zeitpunkt lädt die Familie zu einem Gedenkkonzert ein.

Bezüglich der Klage- und Beschwerderechte usw. wird auf die Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 20. Juli 2020 verwiesen.

Ottenbach

Werner Meuter

Unerwartet und schnell bist Du während unserer Ferien in Südfrankreich aus dem Leben geschieden. Du hinterlässt eine grosse und schmerzliche Lücke, aber auch unglaublich prägende Spuren dank Deiner grosszügigen und vielseitigen Persönlichkeit. Den Schatz der Erinnerung an Dein herzliches und bescheidenes Wesen bewahren wir tief berührt und dankbar in unseren Herzen.

Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Schuldner: Nachlass von Werffeli Markus Otto, geb. 1. November 1956, von Weiningen ZH, gest. 14. April 2020, wohnhaft gewesen Bachstrasse 11, 8104 Weiningen. Der Kollokationsplan und das Inventar liegen den beteiligten Gläubigern ab dem 20. Juli 2020 beim Konkursamt Höngg-Zürich zur Einsicht auf.

Dietrich Bonhoeffer

Wir trauern um

Affoltern am Albis, 21. Juli 2020

Auflage von Kollokationsplan samt Lastenverzeichnis und Inventar

Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.

Ich kann nicht mehr sehen Trau' nicht mehr meinen Augen Kann kaum noch glauben Gefühle ha'm sich gedreht Ich bin viel zu träge Um aufzugeben Es wär' auch zu früh Weil immer was geht Wir waren verschworen Wären füreinande Haben den Regen gebogen Uns Vertrauen geliehen Wir haben versucht Auf der Schussfahrt zu wenden Nichts war zu spät Aber vieles zu früh Wir haben uns geschoben Durch alle Gezeiten Haben uns verzettelt Uns verzweife Wir haben die Wahrheit So gut es ging verlogen Es war ein Stück vom Himmel Dass es dich gibt Du hast den Raum Mit Sonne geflutet Hast jeden Verdruss Ins Gegenteil verkehrt Da lob’ ich mir Deine sanftmütige Güte Dein unb Das Leben ist nicht fair Den Film getanzt In einem silbernen Raum Vom goldenen Balkon Die Unendlichkeit bestaunt Heillos versunken, trunken Und alles war erlaubt Zusammen im Zeitraffer Mittsommernac Ich geh’ hier nicht weg Hab' meine Frist verlängert Neue Zeitreise In einer anderen Welt Habe dich sicher In meiner Seele Ich trag' dich bei mir Bis der Vorhang fällt Herbert Grönemeyer

Ottenbach, 12. Juli 2020

Wir trauern um dich lieber RICO Venzago

03. Oktober 1940 – 12. Juli 2020

Dein Herz hat es nicht mehr geschafft, deine vielen Krankheiten zu bewältigen und hat am 12. Juli aufgehört zu schlagen. Du hast nicht nur für dich, sondern auch für uns tapfer gekämpft und dafür danken wir dir. Mit deiner lieben und grosszügigen Art hast du uns über 20 Jahre lang das Leben bereichert. Hast meine Kinder angenommen und meinen schwerstbehinderten Sohn hast du nicht nur akzeptiert - du hast ihn geliebt. Dafür möchte ich dir am meisten danken. Es ist uns wichtig in dieser Zeit, zu betonen, dass du kein Corona hattest. Tieftraurig lassen wir dich gehen und werden dich für immer in unseren Herzen tragen Deine Lebenspartnerin Lilo Alder Cecile und Toni mit Familie Kerstin und Vladan mit Familie Joëlle Alder Jérôme Alder Deine Kinder Claudia und Paulo mit Familie Daniel Venzago Nicole und Riccardo mit Familie Deine vier Enkel Beni, Rico, Valentino und Alessandro Deine Brüder Mario und Marianne mit Familie Alberto und Julia mit Familie Nichten und Neffen Mario, Gabriel und Ragna Sowie Nelly Venzago Maria Venzago Verwandte und Freunde

Es findet keine Abdankungsfeier statt, die Urne bleibt in der Familie. Es werden keine Leidzirkulare versandt.


Bezirk Affoltern WIR GRATULIEREN Zur diamantenen Hochzeit Am Donnerstag, 23. Juli, feiern Ruth Lina und Fritz Adolf Suter-Stalder ihren 60. Hochzeitstag. Zur diamantenen Hochzeit gratulieren wir den beiden von Herzen. Am gleichen Datum, am Donnerstag, 23. Juli, feiern in Wettswil Edith und René André ihren 60. Hochzeitstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen den zwei Paaren alles Gute.

Zur goldenen Hochzeit 50 Jahre sind ebenfalls am Donnerstag, 23. Juli, Leni und Herbert Paulus Gübeli-Kropf in Affoltern ein Ehepaar. Zur goldenen Hochzeit gratulieren wir herzlich und wünschen alles Gute.

Zum 96. Geburtstag Schon viele Male hat sich die Welt gedreht, seit Josef Rüttimann geboren wurde. Er feiert am Mittwoch, 22. Juli, in Obfelden den 96. Geburtstag und das hoffentlich bei guter Gesundheit und in bester Stimmung; alles Gute!

Zum 80. Geburtstag In Affoltern werden in den kommenden Tagen eine Jubilarin und ein Jubilar ihren 80. Geburstag feiern. Morgen Mittwoch, 22. Juli, Hatto Paul Georg Berendts und am Donnerstag, 23. Juli, Magdalena Furrer-Tobler. Wir gratulieren beiden herzlich und wünschen nur das Beste.

Dienstag, 21. Juli 2020

Zusammenarbeit im Oberamt Aeugst, Hausen, Kappel und Rifferswil führen ihr Kooperationsprojekt weiter Bereits im Herbst 2019 haben die vier Oberamt-Gemeinden Aeugst, Kappel, Rifferswil und Hausen im «Anzeiger» über ihr gemeinsames Kooperationsprojekt berichtet. Diesen Weg der Zusammenarbeit, unter Wahrung der Gemeindeautonomie, wollen sie weiterverfolgen, wie jüngst auch zuhanden des Kantons festgehalten wurde. Der Initiative vorausgegangen war die Erkenntnis, dass sich kleinere Gemeinden bei zunehmenden Anforderungen und finanziellen Belastungen nur fit halten können, wenn sie gezielt Zusammenarbeitsformen prüfen. Im Mai 2019 besuchten die Gemeinderäte der vier Oberämtler Gemeinden zusammen einen Workshop zum Thema gemeindeübergreifende Kooperation. Dabei definierten die Teilnehmer erfolgversprechende Handlungsfelder und bildeten acht zugehörige Arbeitsgruppen. So sollten neben der Liegenschaftenverwaltung auch die Bereiche IT (inklusive digitale Geschäftsverarbeitung), Verkehr, Finanzen/Steuern, Bauwesen, Schiesswesen und Sport sowie Werkdienste auf Zusammenarbeitsbedarf und

Synergiepotenzial unter den vier Gemeinden durchleuchtet werden. Erste Erfolge, zum Beispiel der gemeinsame Betrieb einer Liegenschaftenverwaltung durch die Gemeinden Aeugst und Hausen sowie das gemeinsame Steueramt Hausen/Rifferswil konnten bereits erzielt werden. Während der Corona-Zeit musste zudem die polizeiliche Zusammenarbeit am Türlersee zwischen den Anrainergemeinden Aeugst und Hausen intensiviert werden.

Timing entscheidend Zwischenzeitlich haben die acht Arbeitsgruppen ihre Erkenntnisse beim Steuerungsgremium, bestehend aus den Gemeindepräsidenten und Gemeindeschreibern der vier Gemeinden, eingereicht. Das Steuerungsgremium hat die aufgezeigten Kooperationspotenziale erfreut zur Kenntnis genommen und die Bereiche, in welchen weitere Massnahmen oder gar konkrete Zusammenarbeitsprojekte angezeigt sind, priorisiert. Mittels regelmässiger Treffen dieses Steuerungsgremiums soll die Weiterbearbeitung solcher Projekte und vor allem der Informationsfluss unter den vier Gemeinden sichergestellt werden; denn es hat sich gezeigt, dass viele dieser

Synergiepotenziale ihre volle Wirkung nur entfalten können, wenn man zum richtigen Zeitpunkt bereit ist, aufeinander zuzugehen (z.B. bei einer Vakanz infolge Kündigung). Umso wichtiger ist es, dass die möglichen Bereiche für eine Zusammenarbeit identifiziert wurden. Eine weitere Erkenntnis war aber auch, dass Kooperationen reifen müssen und nicht von heute auf morgen umgesetzt werden können. Zur Legislaturhalbzeit haben die vier Gemeinderäte mittels übereinstimmender Beschlüsse nochmals bestätigt, dass sie diese Kooperationen innerhalb des Oberamtes als vielversprechend erachten und das Kooperationsprojekt – auch über die laufende Legislatur hinaus – gerne weiterführen möchten.

Vernehmlassung betreffend funktionale Räume Auch im Rahmen der von Regierungsrätin Jaqueline Fehr initiierten Plattform «Gemeinden 2030» wurde die Kooperation zwischen Gemeinden als prioritäres Thema ausgewählt. Als Ausfluss davon wurde unter dem Lead des Gemeindepräsidentenverbandes eine Karte des Kantons Zürich entworfen, welche aufzeigt, welche Gemeinden

Freier Gestaltungsraum für die Überdeckung Muristrasse Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Obfelden

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Das ausgearbeitete Projekt für den Autobahnanschluss A4 beinhaltet für Ottenbach eine Umfahrung und für Obfelden im Ortsteil Bickwil eine neu gestaltete Ortsdurchfahrt mit einer Überdeckung der Muristrasse. Die Tieferlegung des Hauptverkehrs bietet die Chance, auf der Überdeckung einen siedlungsorientierten Strassenraum mit wertvollen Freiräumen anzulegen. Der Kanton Zürich wird weiterhin Grundeigentümer der Muristrasse inklusive Überdeckung bleiben, lässt jedoch der Gemeinde Obfelden freien Gestaltungsraum der Überdeckung. Jegliche Kosten für diese Gestaltung müssen von der Gemeinde Obfelden getragen werden. Unter Einbezug und Mitwirkung der Grundeigentümer wurde ein Vorprojekt für die Gestaltung der Überdeckung der Muristrasse erarbeitet und vom Gemeinderat verabschiedet. Für die Ingenieurarbeiten für das Bauprojekt bis Inbetriebnahme wurde ein Kredit von 75 000 Franken bewilligt und die Arbeiten an das Büro Baucal AG, Affoltern, vergeben.

Werkleitungen Im Zuge der Arbeiten für den Autobahnzubringer Obfelden-Ottenbach (Tieferlegung Muristrasse) müssen die öffentliche Kanalisation ersetzt und die Querungen der Wasserleitung erneuert werden. Für diese Arbeiten wurde ein Kredit von 400 000 Franken genehmigt.

Gemeindeverwaltung Die Gemeindeverwaltung Obfelden bietet auf den Sommer 2021 eine Lehrstelle als Kauffrau/Kaufmann in den Profilen E oder M an. Die schriftliche Bewerbung (inkl. Lebenslauf, Zeugniskopien und Multicheck) ist der Gemeindeschreiberin einzureichen.

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Der Werkmeister-Stellvertreter Philipp Schranz konnte am 1. Juni sein 10-JahreJubiläum bei der Gemeindeverwaltung Obfelden feiern. Gemeinderat und Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung und Gemeindewerke danken Philipp Schranz für den langjährigen Einsatz im

Dienste der Gemeinde Obfelden und gratulieren ihm herzlich zum Dienstjubiläum.

Neue Trainingsanzüge TV Obfelden Der Turnverein leistet viel unbezahlte Jugendarbeit und stellt eine grosse Bereicherung des Vereinslebens in Obfelden dar. Die Mitglieder des Turnvereins sollen neue Trainingsanzüge erhalten. Auf ein entsprechendes Gesuch hin, erklärte sich der Gemeinderat bereit, die Trainingsanzüge für die Jugendriegen vollständig zu finanzieren. Zudem erhalten die Hauptvereine (Turnverein, Damenriege, Frauenriege und Männerriege) einen Pauschalbertrag von je 1500 Franken für die Anschaffung der Trainingsanzüge. Gesamthaft wurde dem Turnverein ein Unterstützungsbeitrag von 16 000 Franken zugesichert.

eine neue Wärmepumpenanlage mit Erdsonden wurden ein Kredit von 150 000 Franken bewilligt und die verschiedenen Aufträge erteilt.

Kläranlage Im Bereich der Biologiebelüftung sind grosse Energieeinsparungen möglich. Aktuell wird die Biologiestrasse 1 mit zwei Gebläsen (Baujahr 1988) und die Biologiestrasse 2 und 3 mit zwei Gebläsen (Baujahr 1996) betrieben, welche ihre Lebensdauer erreicht haben und teilweise zu gross dimensioniert sind. Die Gebläse müssen ersetzt und die Regelstrategie überprüft und allenfalls angepasst werden. Die Umverteilung der Gebläse bedingt, dass auch die Pneumatik ersetzt wird. Für diese Arbeiten wurde ein Kredit von 300 000 Franken bewilligt und die Arbeiten vergeben.

Liegenschaften

Baupolizei

Das im Jahre 1993 erstellte Schulhaus E im Chilefeld befindet sich mehrheitlich im Originalzustand. Die Lamellenstoren haben ihre Lebensdauer erreicht und müssen ersetzt werden. Für den Ersatz der 78 Storen wurden ein Kredit von 54 000 Franken bewilligt und die Arbeiten an die Firma Fischer Storen GmbH, Merenschwand, vergeben. Die Innenbeleuchtung der Gemeindebibliothek wurde im Jahre 1990 letztmals erneuert. Die bestehenden Pendelleuchten basieren auf einem Schienensystem und wurden im Laufe der Jahre mit Spotleuchten und Fluoreszenzleuchten ergänzt. Das System hat die Lebensdauer erreicht und der Stromverbrauch der Leuchten ist nicht mehr zeitgemäss. Für den Ersatz der Beleuchtung durch ein auf dem neusten LED-Technologie basierenden System wurde ein Kredit von 26 000 Franken bewilligt und der Auftrag an die Firma Blum Elco, Obfelden, vergeben. Die bestehende Heizungsanlage in der Liegenschaft Schwerzimattstrasse 6 stammt aus dem Erstellungsjahr 1993 und muss altershalber ersetzt werden. Die Wärmeerzeugung soll neu gemäss Energieleitbild der Gemeinde Obfelden mit erneuerbaren Energien erfolgen. Für

Baurechtliche Bewilligungen wurden erteilt an: Herrn Fabian Wicki, Obfelden, für An- und Umbauten am Wohnhaus Vers.-Nr. 735 an der Rigistrasse; Herrn Hanspeter Gut, Obfelden, für den Anbau eines Unterstandes am Schopf Vers.-Nr. 529 an der Breitenerlistrasse und Herrn Dinë Hereqi, Obfelden, für die Erweiterung des Aussenparklatzes an der Rüchligstrasse; Herrn René Etterlin, Obfelden, für den Anbau eines Nebengebäudes für Milchtank und gedeckter Tränkeplatz an der Scheune Vers.-Nr. 1432 im Waldheim; Herrn und Frau Gerhard und Susi Meier, Obfelden, für eine Gartenumgestaltung mit Ersatz der bestehenden Stützmauern sowie Erstellen Sichtschutz und zwei neue Parkplätze an der Räschstrasse; Herrn und Frau Pascal und Olivia Sommer, für den Neubau einer Sitzplatzüberdachung und den Anbau eines Carports an der Garage Vers.-Nr. 1213 an der Sentmattstrasse; Herrn Raffaele Maccabiani, Obfelden, für den Anbau eines gedeckten Sitzplatzes am Doppeleinfamilienhaus Vers.-Nr. 1773, Im Bächler; Herrn und Frau Achmed und Manuela Greutmann, Obfelden, für das Erstellen einer Sichtschutzwand an der Fabrikstrasse. Eveline Meier, Gemeindeschreiberin

besonders für eine nähere Zusammenarbeit geeignet sind (sogenannte funktionale Räume). Dazu wurde im Frühsommer eine Vernehmlassung bei den Zürcher Gemeinden durchgeführt. Die vier Oberamt-Gemeinden haben sich dabei deckungsgleich geäussert, dass sie die geplante Zusammenarbeit unter sich nahestehenden Gemeinden – unter Wahrung der Gemeindeautonomie – grundsätzlich befürworten. Gleichzeitig wurde jedoch bemängelt, dass die Gemeinde Aeugst in diesem Vorschlag – wohl aufgrund der gemeinsamen Sekundarschule – einem gemeinsamen funktionalen Raum mit Affoltern zugeordnet wurde, während die übrigen drei Oberamt-Gemeinden zusammen mit Maschwanden, Mettmenstetten und Knonau in einem eigenen funktionalen Raum vorgesehen waren. Wenn auch diesen momentan noch fiktiven funktionalen Räumen keine Verbindlichkeit zukommen soll, so sind die vier Oberamt-Gemeinden dennoch überzeugt, dass sie aufgrund ihres übereinstimmendem Kooperationsbekenntnisses, wenn schon, zusammen einen solchen funktionalen Raum bilden sollten. Gemeinderäte von Aeugst, Kappel, Rifferswil und Hausen

Einreisequarantäne für Rückkehrende aus Risikoländern Wer in ein Risikogebiet in die Ferien reist, muss sich bei der Rückkehr via Online-Meldeformular bei der Gesundheitsdirektion melden und zehn Tage in Quarantäne. Verstösse werden mit bis zu 10 000 Franken geahndet. Die Gesundheitsdirektion rät Zürcherinnen und Zürchern davon ab, in Risikogebiete zu reisen. Wer dies dennoch tut, muss sich anschliessend via Online-Meldeformular bei der Gesundheitsdirektion melden und sich umgehend in Quarantäne begeben. Erklärungen zur Quarantäne sowie das Online-Meldeformular sind neu neben Deutsch und Englisch auch in Albanisch, Serbisch und Spanisch aufgeschaltet. Um die Einhaltung der Quarantäne zu kontrollieren, kontaktiert die Gesundheitsdirektion stichprobenartig die gemeldeten Personen. Gesundheitsdirektion Weitere Informationen zum Online-Meldeformular: zh.ch/coronavirus

Matura: Anforderungen angepasst Der Regierungsrat hat 2019 den Übertritt in die fünf Maturitätsschultypen harmonisiert. Mit der neuen Verordnung gelten für alle Maturitätsschulen die gleichen Regeln für den Übertritt. Die neue Verordnung sowie die Änderungen am Aufnahmereglement sollten auf den 1. August 2020 in Kraft gesetzt werden. Gegen den Beschluss der Regierung wurde jedoch ein Rechtsmittel ergriffen. Das Verfahren ist noch hängig, weshalb die neue Verordnung nun später als vorgesehen in Kraft tritt, die Inkraftsetzung somit verschoben werden musste. Der Bildungsrat hat deshalb beschlossen, die heute geltenden Vorgaben für die Aufnahmeprüfungen für das Schuljahr 2020/2021 zu verlängern. Bei der Aufnahmeprüfung ans Kurzgymnasium und an die Handelsmittelschule wird im laufenden Schuljahr weiterhin Französisch geprüft. Auch an der Fachmittelschule und der Informatikmittelschule ist Französisch nach wie vor Teil der Aufnahmeprüfung. Für die Aufnahme in die Berufsmaturitätsschule ist wie bis anhin eine Prüfung in Englisch und Französisch abzulegen. Bildungsdirektion




6 ZWISCHEN-RUF

Bitte nicht auslachen Erinnerung an einen Unterrichtstag. Ich bekomme ein Mitteilungsblatt. Habe es vor mir auf dem Pult liegen und sage zu meinen Drittklässlern: «Ich sehe gerade einen Rechtschreibfehler. Schreibt Ihr doch mal folgendes Wort ins Notizheft: dankbar.» Strahle dann übers ganze Gesicht. «Wunderbar! Keiner hat es gross geschrieben!» Die Kinder wundern sich, dass jemand auf die seltsame Idee kommen kann, dieses Wort gross zu schreiben. Es sei schliesslich ein Adjektiv – ist so dankbar! Ausserdem: Kein Begleiter passt dazu – der dankbar, die dankbar, das dankbar – geht nicht! Und kann man dankbar etwa malen? Nein!

Athmosphäre - nicht so schlimm Sie kommen zu mir ans Pult. Wollen es sehen, schwarz auf weiss, das gross geschriebene Dankbar. Fast scheint es ihren Augen weh zu tut. Einer entdeckt im Text zwei h bei dem Wort Athmosphäre und sagt: «Nochmal ein Fehler, wobei – der ist nicht so schlimm. Wenn man das Wort Atmosphäre ausspricht, könnte man tatsächlich meinen, es habe nach dem t auch ein h.» Und ein Mädchen meint: «Wir lachen diese Person jetzt nicht aus. Immerhin hat sie einen Haufen Wörter richtig geschrieben.» «Stimmt!», rufen die andern, «und wenn sie jetzt dankbar noch dazulernt ...»

Pudel macht Pirouetten und Purzelbäume Zwei Stunden später gibt es eine Attraktion im Klassenzimmer. Ich habe einen Zirkuspudel bestellt. Ja, ein Mann kommt und führt mit seinem Hündchen tolle Kunststücke vor. Es kann Purzelbäume und Pirouetten machen! Was mir selber noch mehr gefällt: Die Kinder lernen am lebenden Beispiel, dass Hunde sehr gut riechen können, denn immer wieder werden Hundeguetzli versteckt und jedes Mal von unserem schwarzgelockten Artisten auf Anhieb gefunden! Am nächsten Tag schrieb eine Schülerin folgenden Brief: «Lieber Hundevater, Die Schou war sensasunel. Ich hofe sie sind immer gesunt und der Pudel. Frontliche Grüse, Chantal» Ute Ruf

Bezirk Affoltern

Dienstag, 21. Juli 2020

Die Rückkehr der Wildnis Sihlwald-Bildband zeigt die Faszination des ersten Naturerlebnisparks der Schweiz Seit 20 Jahren wird der Sihlwald sich selbst überlassen. Seit kein Nutzholz mehr geschlagen wird und der Zugang der Menschen stark eingeschränkt ist, erobert sich die Natur ihr Territorium zurück. Die Fotografin und Autorin Caroline Fink spürt mit atmosphärischen Bildern der Magie und Ruhe eines Naturwaldes nach, in dem die Wildnis wieder Einzug hält. von stefan schneiter Sie ist immer auf der Suche nach dem Ursprünglichen. «Dort, wo es keine Menschen hat, fühle ich mich wohl», sagt Caroline Fink. Seit über zehn Jahren ist die Stadtzürcherin als Fotografin, Autorin und Filmemacherin in der Schweiz und im Ausland unterwegs. Oft ist die erfahrene Alpinistin in den Bergen und legt in ihren Arbeiten den Fokus auf Orte, die nah am Ursprung der Natur liegen. Nun hat sie während zwei Jahren im Auftrag der Stiftung Wildnispark Zürich ein Buch geschaffen mit dem Titel «Sihlwald – wild und schön». Wochenlang streifte sie durch den Sihlwald und hat rund 4000 Aufnahmen gemacht, von denen 150 davon in ihrem Buch zu sehen sind. «Für mich absolut zentral ist die Stimmung. Als Fotografin ging ich weniger in den Wald, um Bäume und Tiere abzulichten, sondern mir ging es mehr darum, Stimmungen und Atmosphäre einzufangen. Im Sihlwald habe ich eine Atmosphäre erlebt wie sonst ganz selten in andern Wäldern», erzählt Caroline Fink. Nie hätte sie erwartet, unmittelbar vor den Toren der Stadt Zürich so viel unberührte Natur vorzufinden.

Der Kreislauf des Lebens Ihre Bilder bringen die unglaubliche Vielfalt des Sihlwalds zum Ausdruck, zeigen – über alle vier Jahreszeiten hinweg – alle Facetten eines Waldes, in dem seit über 20 Jahren kein Holz mehr geschlagen wird. In dieser Zeit sind über 50 Meter hohe Baumriesen herangewachsen, gleichzeitig eine Vielzahl anderer Bäume gestorben, umgefallen durch Alter, Krankheit oder Sturm. So hat sich mittlerweile viel Totholz an-

Natur pur - im Sihlwald ist diese allgegenwärtig. (Bilder Stiftung Wildnispark Zürich) gelagert. Totholz, das vielen Pflanzen, Pilzen und Tieren als wichtiger Lebensraum dient. Finks Bilder von umgestürzten, vermodernden Baumstämmen zeigen, wie neues Leben auf ihnen gedeiht, wie Pilze, Moose, Flechten den ewigen Kreislauf des Lebens fortsetzen und ein Stück Wildnis haben entstehen lassen, das seinesgleichen sucht. «Sihlwald – wild und schön» ist nicht nur ein Fotobuch, darin sind auch eine Vielzahl von Hintergrundtexten zu finden. Fink schildert, wie ab 1985 durch die Initiative des Stadtforstmeisters Andreas Speich und dessen Vision eines Naturwaldreservats der Grundstein für das Projekt «Naturlandschaft Sihlwald» gelegt wurde, wie der damalige Zürcher Stadtrat Ruedi Aeschbacher das Projekt vorantrieb. Es gab seinerzeit viel Widerstand – von Forstfachleuten bis hinauf in höchste Bundesstellen – gegen die Idee, 12 Quadratkilometer Wald mitten im dicht besiedelten Mittelland der Natur selbst zu überlassen. Isabelle Roth, Leiterin Bereich Naturwald und stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Wildnispark Zürich, begreift denn auch den Sihlwald nicht nur als naturwissenschaftliches Experiment, sondern auch als gesellschaftliche Herausforderung. Im Interview mit Caroline Fink schildert Roth, wie viele

Menschen in unserer Kultur Mühe hätten mit dem Nichtstun, mit dem ungestalteten Belassen eines Waldraumes. In einem Naturwald oder Urwald könne man lernen, loszulassen und die Kräfte der Natur, so wie sie «ungeordnet» wirken, annehmen. 2010 wurde der Wildnispark Zürich Sihlwald zum ersten «Naturerlebnispark – Park von nationaler Bedeutung» erklärt. Das vom Bundesamt für Umwelt verliehene Label gilt zehn Jahre. In diesem Jahr wurde es dem «Wildnispark Zürich Sihlwald» erneut verliehen.

Widerstand gegen Beschränkungen Zur Sprache kommt im Buch auch eine Stimme aus dem Knonauer Amt. Ein, wenn auch kleiner Teil, der Parkfläche fällt ja ins Gemeindegebiet von Hausen und damit ins Säuliamt. Bruno Heinzer aus Hausen ist Mitbegründer der Interessengemeinschaft «Sihlwald für alle». Dem Sihlwald und der Schutzverordnung steht der Hausemer kritisch gegenüber. Als Kind streunte er oft im Sihlwald herum, unternahm später ausgedehnte Trainingstouren zu Fuss und mit dem Mountainbike, veranstaltete Klettertouren mit Schülern. Als 2010 im Sihlwald Tafeln mit Beschränkungen für Wanderer, Reiter und Velofahrer auf-

gestellt wurden, wehrte sich Heinzer mit der IG «Sihlwald für alle» dagegen. Die IG erreichte, dass die Schutzverordnung überarbeitet und der Gratweg aus dem Perimeter genommen wurde. Dennoch, so schreibt Heinzer, habe er das Gefühl, «dass uns etwas weggenommen wurde». Er findet es nicht in Ordnung, wenn mittels Bäumen Waldwege für Wanderer, Reiter und Velofahrer unpassierbar gemacht werden. Die Funktion der IG sieht Heinzer darin, «weiterhin ein Auge darauf zu haben, dass die jetzigen Wege offen bleiben und gut unterhalten werden.» «Sihlwald – wild und schön», Caroline Fink, AS Verlag, Zürich 2020, 48 Franken

Während zwei Jahren hat Caroline Fink im Sihlwald fotografiert.

Beim letzten Mal eine Premiere Albisbrunn in Hausen: Schuljahres-Schlussfeier im Corona-Modus Am letzten Donnerstag vor den grossen Ferien im Sommer findet in Albisbrunn jeweils die Schuljahres-Schlussfeier statt. Dabei werden Schüler und Jugendliche der Trainings- und Orientierungswerkstatt verabschiedet, die ihre Schulzeit oder ihre Berufsvorbereitung beendet haben und intern oder extern in die Berufsbildung übertreten. Und es werden die Lernenden geehrt, die ihre Ausbildungen abschliessen konnten. Ob und in welchem Rahmen die Schuljahres-Schlussfeier 20 stattfinden würde, war aufgrund der Corona-Lage lange nicht klar. Am 9. Juli konnten dann aber in einem stark reduzierten Rahmen und in zwei Durchgängen die Jugendlichen – Schüler und Lernende getrennt – geehrt und verabschiedet werden. Zugelassen waren nur die Eltern und die Mitglieder der jeweiligen interdisziplinären Teams der Jugendlichen. Bei der letzten Feier, die unter seiner Regie durchgeführt wurde, konnte Toni Schönbächler (Leiter Berufsbildung in Albisbrunn) mit einer Premiere aufwarten. Erstmals in seinen 15 Jahren als Verantwortlicher für die Lernenden konnte ein junger Berufsmann verab-

schiedet werden, der neben der Ausbildung zum Schreiner EFZ auch noch die Berufsmatura erfolgreich abgeschlossen hat. Diese Leistung verdient Bewunderung und nicht nur Markus war sichtlich stolz, sondern auch seine Familie und alle Albisbrunner, die ihn auf seinem Weg unterstützt haben.

Ein Erfolg für jeden Einzelnen Acht Lernende haben dieses Frühjahr den Abschluss ihrer Ausbildung in Angriff genommen. Aufgrund der Corona-Massnahmen gestaltete sich das Qualifikationsverfahren in den einzelnen Berufen ganz unterschiedlich und vor allem unüblich. Sieben der acht Lernenden haben erfolgreich abgeschlossen, ein Jugendlicher verpasste den Abschluss in der Berufspraxis ganz knapp. Neben Markus als Schreiner EFZ haben Philip als Schreinerpraktiker EBA, Luca als Fachmann Betriebsunterhalt EFZ, Fabrice als Unterhaltspraktiker EBA, Dario als Baupraktiker EBA, Philippe als Malerpraktiker EBA und William als Printmedienpraktiker Siebdruck EBA ihre Ausbildungen erfolgreich beendet. Herzliche Gratulation!

Von links: Markus (Schreiner EFZ), Fabrice (Unterhaltspraktiker EBA), Luca (Fachmann Betriebsunterhalt EFZ), Toni Schönbächler (Leiter Berufsbildung), Philippe (Malerpraktiker EBA), Dario (Baupraktiker EBA), Philip (Schreinerpraktiker EBA), es fehlt William (Printmedienpraktiker Siebdruck EBA). (Bild zvg.) Die Jugendlichen der Trainings- und Orientierungswerkstatt haben sich im vergangenen Jahr intensiv mit der Berufswahl auseinandergesetzt. Sieben Jugendliche werden intern, zwei eine externe Ausbildung zum Fachmann Betreuung EFZ und Detailhandelsfachmann EFZ, beginnen. Hinzu kommen vier Schüler, die intern in den Albisbrunn-Betrieben ihre Ausbildung star-

ten und erstmals ein Schüler, der extern ein jähriges Praktikum als Coiffeur absolviert.

Nachwuchs in den Startpflöcken Eine Ära abgeschlossen hat auch Toni Schönbächler. Nach 15 Jahren als Leiter Berufsbildung und Verantwortlicher für die Betriebe Albisbrunn, wird er neu die

Funktion als Leiter Baumanagement und Fundraising übernehmen (der «Anzeiger» hat berichtet). Er freut sich einerseits auf die neuen Aufgaben, aber auch darauf, in den «Nach-Corona-Jahren» wieder an der Verabschiedung von Lernenden in Albisbrunn teilnehmen zu dürfen. Albisbrunn


Forum GESUNDHEITS-KOMPASS

Dr. med. Helen Roth, Co-Chefärztin Geriatrie und Palliative Care, Spital Affoltern

Osteoporose vorbeugen Die Osteoporose wird auch als Knochenschwund bezeichnet. Bei einer Osteoporose handelt sich um eine chronische Erkrankung, bei der das Verhältnis von Knochenaufbau und Knochenabbau gestört ist. Da Osteoporose eine schleichende Krankheit ist, verläuft sie anfänglich symptomlos. Die häufigste Folge sind Knochenbrüche. Osteoporose lässt den Knochen an typischen Stellen wie der Hüfte, der Wirbelsäule oder am Unterarm brechen – oft schon bei geringen Traumata wie zum Beispiel bei einem Sturz aus dem Stand. Nebst starker Schmerzen und Funktionsverlust können die Knochenbrüche zu schweren Bewegungseinschränkungen oder Pflegebedürftigkeit führen. Betroffen sind nicht nur ältere Frauen, sondern zunehmend auch Männer. Als allgemeine Risikofaktoren gelten: • Osteoporose-Erkrankungen in der Familie • Alter • Geschlecht: Osteoporose tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern • Tabakkonsum Weitere Risikokonstellationen umfassen: • Frühere Knochenbrüche • Geringe Knochendichte • Geringes Körpergewicht • Rheumatoide Arthritis • Erkrankungen des Hormonsystems (z.B. Schilddrüsenerkrankung) • Erkrankungen, welche die Nahrungsaufnahme beeinflussen wie z.B. Zöliakie oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen • Längerfristige Einnahme von Kortikoiden wie z. B. Kortison oder Prednisolon. Was können Sie für Ihre Knochengesundheit tun? Neben regelmässigen Untersuchungen bei Ihrem Hausarzt spielen Ernährung und Bewegung eine entscheidende Rolle. Eine Kalzium- und Vitamin-D-reiche Ernährung ist wichtig für die Knochengesundheit.

Stärker durch regelmässige körperliche Betätigung Kalziumreiche Nahrungsmittel sind Milch, Joghurt, Mineralwasser, Käse, grünes Gemüse und Nüsse. Ähnlich wie die Muskeln werden auch die Knochen durch regelmässige körperliche Betätigung gestärkt. Deshalb wird regelmässiges sportliches Training wie Wandern, Tanzen, Nordic Walking etc. empfohlen. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist das Vermeiden von Stürzen. Zur Risikoreduktion von Stürzen hilft schon leichte regelmässige Bewegung im Alltag wie Treppensteigen und Spazierengehen. Tragen Sie stabile und rutschfeste Schuhe und lassen Sie regelmässig Ihre Sehstärke beim Augenarzt kontrollieren. Befestigen Sie Geländer oder Griffe an der Treppe und im Bad und entfernen Sie Stolperfallen. Für die Diagnostik und Therapie einer Osteoporose wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, der Sie kompetent und umfassend beraten wird. Im Gesundheits-Kompass geben Fachleute des Spitals Affoltern Tipps zu Gesundheitsfragen. Weitere Infos: Tel. 044 714 26 68 oder gesundheitskompass@spitalaffoltern.ch.

Dienstag, 21. Juli 2020

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«Holznutzung ist nicht Raubbau» Hiesige Wälder liefern CO2-neutrale Energie Die Holznutzung bewirkt, dass die Wälder vielfältig sind. Es wird jeweils nur so viel Holz genutzt, wie auch wieder nachwächst. Der Rohstoff Holz ist beliebt, ökologisch, wächst vor der Haustür und CO2-neutral. Er findet im Bezirk Affoltern in den zahlreichen Schnitzelheizungen eine sinnvolle Verwendung. Von Marianne Voss Im Tannholz in Affoltern liegen grosse Holzstapel bereit, um abtransportiert zu werden. Hier empfängt Förster Ueli Müller den «Anzeiger». Er ist für die Waldgebiete der Gemeinden Affoltern, Hedingen und Bonstetten verantwortlich. Die Wälder gehören entweder Privatpersonen oder den Korporationen. Zu den Holzstapeln erklärt er, dass durch die Stürme in den letzten Jahren und die Borkenkäferplage eine Zwangsnutzung nötig gewesen sei. «Wir mussten ein Mehrfaches der geplanten Menge schlagen oder wegräumen. Liegenlassen ist keine Option. Dann verbreitet sich der Borkenkäfer noch stärker.» Im Moment bestehe ein Stau bei den Holzabnehmern. Diese Rot- und Weisstannen-Stämme seien von mittlerer Qualität und für den Gebrauch als Bauholz vorgesehen. «Im Moment besteht ein grosses Problem mit einer bestimmten Borkenkäferart, welche die Fichtenrinde besonders bevorzugt.» Damit das Holzlager nicht zur Borkenkäferzucht werde, habe man die Stämme geschält. Die dürre Rinde, die nun neben den Stämmen verrotte, gebe dem Käfer keine Nahrung.

Förster Ueli Müller im Tannholz in Affoltern. Die Rot- und Weisstannen-Stämme warten auf den Transport durch den Käufer. (Bild Marianne Voss) reicher Wald.» Und das Ziel des Waldbaus seien langfristige, gesunde und stabile Wälder.

Ökologische Energie

Gesunde und stabile Wälder «Grundsätzlich wird im Wald nur so viel Holz genutzt, wie auch wieder nachwächst», führt der Förster aus und zeigt im weiteren Gespräch die Vorteile eines bewirtschafteten Waldes auf. In einem Naturwald dominiert bald die stärkste Baumart, was ein eintöniges Bild ergibt. Der bewirtschaftete Wald hingegen wird bewusst ausgelichtet, um eine möglichst breite Palette von Baumarten zu fördern. Das ergibt ein vielfältiges Mosaik. Welche Baumarten sich in den kommenden 50 Jahren bewähren, kann niemand

Holz, der CO2-neutrale Brennstoff, setzt beim Verrotten gleich viel CO2 frei wie beim Verbrennen. (Grafik zvg.) voraussagen. «Wir können nicht mehr wie früher auf bestimmte Baumarten

setzen. Das beste Rezept im Hinblick auf den Klimawandel ist ein abwechslungs-

Der grösste Teil des Holzes in unseren Wäldern wird als Energiespender verwendet, sei als Stückgut, Schnitzel oder Pellets. «Holznutzung ist nicht Raubbau» betont Ueli Müller. «Holz ist ein wertvoller ökologischer Rohstoff, der hier vor unserer Haustür wächst und den man unbedingt nutzen sollte.» Er erläutert den Vorteil des Rohstoffs Holz gegenüber dem Öl. Da sind einmal die nahen Wege vom Wald in die Heizanlagen im Bezirk Affoltern. Solche kleinere oder grössere Anlagen werden inzwischen in vielen Dörfern im Säuliamt betrieben. Ein weiteres Plus: Holz ist CO2-neutral, da es beim Wachsen gleichviel CO2 bindet, wie es beim Verbrennen – oder auch beim Verrotten – wieder abgibt. Die sogenannte graue Energie für das Verarbeiten und den Transport beträgt beim Holz nur sieben Prozent, beim Öl sind es 20 Prozent. Und scherzhaft meint der Förster: «Wenn der Servelat hier im Wald über dem Feuer gebraten wird, ist das CO2-neutral und verbraucht null Prozent graue Energie.»

Bodenbrütende Vögel haben es schwer Der Schutz des Braunkehlchens muss in hiesigen Wiesen ansetzen Vielen Vögeln des Landwirtschaftsgebiets geht es schlecht, besonders den Arten, die in Afrika überwintern. Sind also Veränderungen in Zug- und Überwinterungsgebieten für diesen Rückgang verantwortlich? Eine neue Studie unter Mitwirkung der Vogelwarte zeigt nun, dass dies zumindest für das Braunkehlchen nicht der Fall ist. Es gibt drei Möglichkeiten, weshalb eine Population zurückgeht: Abwanderung in andere Gebiete, sinkende Überlebensrate oder rückläufiger Bruterfolg. Eine neue Studie unter Mitwirkung der Vogelwarte Sempach ist der Frage nachgegangen, welcher dieser Faktoren für den europaweiten Rückgang des Braunkehlchens verantwortlich ist. Dazu wurden acht Populationen in sechs Ländern untersucht. Da das Braunkehlchen in ganz Europa stark zurückgeht, kann die Abwanderung in andere Gebiete als Ursache dafür ausgeschlossen werden. Aufgrund langjähriger Beringungsdaten war es

sen werden immer intensiver gedüngt und bewässert. Dadurch wächst das Gras schneller, weshalb es immer früher und häufiger geschnitten wird.

Bestand innert 20 Jahren halbiert

Als Bodenbrüter leidet das Braunkehlchen unter häufigem Mähen. (Bild Ralph Martin) dem Forscherteam möglich, Braunkehlchen individuell zu erkennen und über mehrere Jahre zu beobachten. Daraus konnte es die jährliche Überlebensrate der erwachsenen Vögel schätzen. Das Resultat überraschte: Diejenigen Populationen mit den höchsten Überlebensraten wiesen die stärksten Rückgänge auf. Die Überlebensrate hat beim Braunkehlchen also ebenfalls kaum einen Ein-

fluss auf die Bestandsentwicklung. Somit scheidet auch dieser Faktor als wesentlicher Treiber für den Rückgang des Braunkehlchens aus, und damit auch beispielsweise die Zerstörung des Lebensraums in den afrikanischen Winterquartieren. Als einzige Erklärung bleibt der Rückgang des Bruterfolgs. Als Ursache nennt die Studie die fortschreitend intensivere landwirtschaftliche Nutzung im Brutgebiet: Ehemals naturnahe Wie-

Für wiesenbrütende Vögel, zu denen auch das Braunkehlchen gehört, ist diese Entwicklung fatal, da ihre Bruten vermäht werden. Zusätzlich mangelt es dem Braunkehlchen als reinem Insektenfresser an Nahrung, da die einstigen insektenreichen Blumenwiesen zu sterilen Grünflächen umgewandelt werden. Als Folge davon hat sich der Schweizer Bestand des Braunkehlchens in den letzten 20 Jahren halbiert! Mittelland und Jura sind mittlerweile praktisch verlassen, und auch in den Bergregionen zeichnet sich zunehmend eine bedenkliche Entwicklung ab. Um dem Braunkehlchen zu helfen, müsse man in Europa ansetzen, hält die Studie fest. Konkret solle der Düngerund Pestizideinsatz reduziert werden. In Wiesen mit Braunkehlchenbruten sei zudem ein spätes Mähen vonnöten, je nach Höhenlage zwischen Anfang und Ende Juli. Vogelwarte Sempach



Gewerbe

Erinnerungen

Der «Sommerferien-Tipp» führt in die Ämtler Ortsmuseen, wo Erinnerungen aufblühen. > Seite 11

Dienstag, 21. Juli 2020

Konzert im Moor

Musik von impressionistischen Komponisten prägte das Konzert im Seleger Moor. > Seite 13

Neuausrichtung

An der 84.Generalversammlung des FC Affoltern stand die Neuausrichtung im Zentrum. > Seite 15

Bestehende Werte erhalten Eine Krone wechselt ihren Standort von Hedingen nach Affoltern Wer das Wirtshausschild vom Landgasthof Krone in Hedingen beim Inventarverkauf kaufen wollte, hatte Pech! Noch vor dem Inventarverkauf hatte sich Beat Reding – der Affoltemer «Kronen»-Wirt – dieses gesichert und dem «Krone»-Besitzer Herbert Huwyler aus Hedingen abgekauft. Es gab auch höhere Angebo-

te für dieses Prunkstück, aber es war dem Wirt vom Hedinger Landgasthof ein echtes Anliegen, dass dieses schöne Wirtshausschild im Knonauer Amt bleibt. Vor 26 Jahren wurde es 1994 im Rahmen einer Diplomarbeit für eine Malermeisterprüfung letztmals aufwändig

Demontage der Krone vom gleichnamigen ehemaligen Restaurant in Hedingen: Beat Reding, Wirt der Affoltemer «Krone», freut sich über seine Errungenschaft, ...

restauriert. Das Abmontieren des in die Jahre gekommenen Wirtshausschildes erfolgte am 15. Juni durch die Firma Peter Schmid, Baudienstleistungen AG in Affoltern.

Vom Puurezmorge zum Cordon Bleu Auch an einer «Krone» gehen Wind und Wetter nicht spurlos vorbei. Bevor das Wirtshausschild an seinem neuen Platz unter dem Giebel der «Krone» in Affoltern befestigt werden konnte, musste es teilrenoviert und restauriert werden. Diese Aufgabe erforderte stundenlange, filigrane Kleinarbeit und wurde fachmännisch ausgeführt. Der «KronenStammtisch» in Affoltern unterstützte dieses Projekt tatkräftig. Am Montag,

13. Juli,erfolgte die Montage des Wirtshausschildes durch die beiden Affoltemer Firmen Bauunternehmen De Luigi AG und Peter Schmid, Baudienstleistungen AG. Beat Reding freut sich über sein neues Wahrzeichen der «Krone». Es ist eine Aufwertung der Liegenschaft und gleichzeitig eine Verschönerung des Ortsbildes rund um den Kronenplatz. Unklar ist nur noch, wie schnell es dem im neuen Glanz erstrahlenden Wirtshausschild gelingen wird, sich von den «Puurezmorge»-Düften der «Krone» in Hedingen auf die exquisiten «Cordon-Bleu»-Düfte des Restaurants Krone in Affoltern umzustellen! Armin Wolf, Stammgast aus Affoltern

… die nun die Fassade seines Lokals beim Kronenplatz ziert. (Bilder Kaspar Köchli)

Schweizer Spezialitäten zum Nationalfeiertag Brunch-Box zum Abholen in Obfelden und Ottenbach Der Brunch auf dem Bauernhof entfällt dieses Jahr im Knonauer Amt, die offiziellen Feiern sind in fast allen Gemeinden ebenfalls gestrichen. Als Remo Marchioni von «yummy» dies im «Anzeiger» las, beschloss er kurzerhand, für die Bevölkerung in der Region eine Brunch-Box mit frischen Schweizer Spezialitäten zu kreieren. Zum üppigen Brunch-Paket gehören Butter-Weggen und Brot vom Albis Beck in Mettmenstetten mit Butter und Konfitüre, weiter ein Fleischplättchen von der Metzgerei Künzli in Stallikon, Bergkäse und Eier, «Yummy»-Fitnessmüesli mit Dinkel und ohne Zucker, dazu

Joghurt und Milch, sowie Orangensaft und Chocodrink. «Für zwei, drei Personen reicht es gut», verspricht Remo Marchioni, «und was übrig bleibt, lässt sich auch einige Tage später noch geniessen.»

Auch als «Katerfrühstück» Die Brunch-Box eignet sich zum selber Geniessen ebenso wie als Mitbringsel für einen Gastgeber oder um selber Familie und Freunde einzuladen. Wahlweise kann man sie am Samstagmorgen, 1. August, abholen oder als «Katerfrühstück» am Sonntagmorgen nach dem Nationalfeiertag. Damit die Abholung möglichst speditiv läuft, lässt sich das Paket ab sofort und bis Donnerstag, 30. Juli, an den Abholstellen – dem Volg-Dorfmärt in Obfelden und dem Albis-Beck-Café am Dorfplatz in Ottenbach – bestellen und bezahlen. (tst.)

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1.-August-Weggen dürfen in der Brunch-Box nicht fehlen. (Bild zvg.)

RATGEBER

Dr. med. dent. Milan Herzog, Orale Implantologie & zahnärztliche Prothetik

Wundheilung mit Booster? Die Wundheilung spielt in der Zahnmedizin eine entscheidende Rolle. Dabei gewinnt der Einsatz von Eigenblut als Behandlungsmethode mehr und mehr an Bedeutung. Die Methode ist nicht neu: In der Geschichte gab es bereits die sogenannte Eigenblutfüllung nach Schulte 1960, bei der mittels des «Schulte Koagel» gearbeitet wurde. Hierbei wurden Defekte am Kieferknochen aufgefüllt. Dazu empfahl Schulte ein Gemisch aus eigenem Blut, Penizillin und Thrombin. Um eine vollständige Füllung des Knochenhohlraumes zu erreichen, sollte man das Eigenblut-Gerinnsel durch Gelatineschwämme stabilisieren. Dadurch konnte eine Wandständigkeit erreicht werden, und die Ausheilung konnte von allen Seiten erfolgen. Darin sah Schulte (1964) die Ursache für die primäre Wundheilung und die geringe Rate an Komplikationen. Damals wurde diese Methode bei mittelgrossen Defekten nach Zahnzystenentfernungen und gutartigen Tumoren sowie bei Defekten eingesetzt, welche durch Massnahmen am Kieferknochen verursacht wurden. Die Vorteile des eigenen Blutes bestehen darin, dass es körpereigen ist und in ihm viele Bestandteile enthalten sind, welche die Wundheilung fördern. So finden sich hier quasi kleine Booster, welche die Wundheilung verbessern und beschleunigen können. So können natürliche Gewebe schneller neu gebildet werden. Rote Blutkörperchen machen im Blut den grössten Anteil aus. Sie sind für den Prozess nicht bedeutend, deshalb wird dieser Anteil mithilfe von Zentrifugation abgetrennt. Daraus können je nach System ein sogenanntes PRF (Platelet Rich Fibrin) oder PRP (Platelet Rich Plasma) gewonnen werden. Diese werden dann in den Wundbereich appliziert. Dort wirken sie wie eine Art HeilungsBeschleuniger. So wird der Einsatz von PRF oder PRP auch bei Erkrankungen angewandt, bei denen die Heilung nur langsam stattfindet. Zum Beispiel bei Osteonekrosen, welche sehr häufig nach dem Einsatz von Medikamenten wie Bisphosphonaten auftreten. Bei Knochenaufbauten, vor dem Einsatz von Zahnimplantaten konnten bessere und nachhaltigere Ergebnisse gezeigt werden beispielsweise beim Einsatz von allogenen oder autologen Knochenblöcken. Dieser Therapieansatz eröffnet neue Wege in der Zahnmedizin, Insbesondere für Regeneration und Reparation. Die Anwendung und der Einsatz werden jedoch auch neue Therapie-Ansichten mit sich bringen.


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Veranstaltungen

Dienstag, 21. Juli 2020

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Ein Ausflug in vergangene Zeiten Serie «Sommerferien-Tipp» (3): Erinnerungen aufleben lassen in den beiden Ämtler Ortsmuseen «Daran erinnere ich mich ...» Diesen Satz hört man oft in Dorfmuseen, wenn Kinder mit den Eltern oder Grosseltern Gegenstände entdecken. Wie war das mit der Schule, dem Militärdienst, den Handwerksund Hausarbeiten? Von Regula ZellwegeR Reisen, um interessante Dinge zu erleben, kann man auch von zu Hause aus. Eine Reise in die Vergangenheit führt beispielsweise ins Ortsmuseum der Stadt Affoltern in Zwillikon oder ins Dorfmuseum Maschwanden. Bei gutem Wetter besucht man die Museen mit dem Fahrrad und packt Picknick und Badehose ein. Bei schlechtem Wetter hat man vielleicht Lust, danach zu Hause in alten Fotoalben zu schmökern.

Ortsmuseum Affoltern und Zwillikon Die Sammlung des Ortsmuseums Affoltern ist umfangreich und führt über vier Stockwerke. Das Museum ist eigentlich ein Schaulager des letzten Jahrhunderts. Es dokumentiert das Gewerbe und die Entwicklung von Affoltern. Im Keller wird man an die Zeiten des Aktivdienstes in der Schweiz erinnert. Hier findet man etwa das alte Soldatenliederbuch, Uniformen und Karabiner. Ein Publikumsmagnet sind die vielen Fotoapparate, die grosse Fotodokumentation und

Ansichtskartensammlung von Affoltern, die Hansruedi Huber systematisiert und digitalisiert hat. Ursula Grob betont: «Ein wichtiger Teil unserer Tätigkeit sind Recherchen, die wir zu Affoltern auf Anfrage hin bearbeiten und Führungen im Museum zu speziellen Themen.» Beispielsweise zur Kindheit in vergangenen Tagen. Kinder interessieren sich bestimmt auch für die alten Spielwaren.

Geschichten aus dem letzten Jahrhundert Der Waschtag war früher ein Ereignis – Waschbrett oder Mangel kennt man heute nur noch in anderen Sinnzusammenhängen. Wer erinnert sich daran, dass das Stigelibad ein Weiher war? Und wer ist sich heute noch bewusst, dass man Affoltern vor über 100 Jahren als einen Kneipp- und Badekurort besuchte? Es ist noch nicht so lange her, dass sich Traktoren mit Anhängern voller Mostobst vor der Mostverarbeitungsanstalt OVA reihten. Im Museum gibt es eine Menge Dokumente, welche die Geschichte dieses Unternehmens erzählen, etwa unzählige Flaschenetiketten. Einen Rückblick auf die Mode des letzten Jahrhunderts geben die Musterbücher der Weberei Näf. Staunend steht man vor dem Stück Affoltemer Velogeschichte, geprägt von Familie Baltisberger. Vater Baltisberger sorgte dafür, dass Affoltern die erste Tankstelle im Bezirk bekam. Sohn Ernst Baltisberger

Lucia Zurbrügg (Maschwanden) lasst die Vergangenheit in der alten Küche aufleben. Sie weiss viele Geschichten und man hört ihr gern zu, wenn sie über das Leben in vergangenen Zeiten erzählt. (1918–2014) fuhr 1980 zur Eröffnung als Erster mit einem Motorrad mit Seitenwagen durch den Gotthardtunnel. Das trug ihm den Namen «Gotthard-Balti» ein. Ursula Grob hat die aktuelle Sonderausstellung zum Thema Hochzeit kuratiert. Brautkleider waren früher traditionell schwarz. Schmunzelnd liest die Präsidentin des Vereins Ortsmuseum Affoltern aus dem Tagebuch von August und Rösli Müller, das deren Tochter abgetippt und kommentiert hat. 1931 heiratete das Paar. Kommentar der Braut: «Es war langweilig.»

Dorfmuseum – Museumsdorf Die Maschwander sorgten dafür, nicht zuletzt dank dem Engagement von H.U. Steger, dass das Ortsbild von Bausünden der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts verschont blieb. Das ist das Besondere am Dorfmuseum Maschwanden: Die historischen Bauten findet man noch immer im Dorf. So kann man die einzelnen Häuser, die einmal Dorfschmiede oder Schulhaus, Villa der Gerberfamilie oder des Wagners waren, bei einem Spaziergang durchs Dorf wiederfinden. Fotografiert man die Bilder mit dem Handy, kann man sich nach dem Museumsbesuch auf die Suche machen – das macht nicht nur Kindern Spass. Am besten betritt man zuerst die Wohnung, die bis zum Jahr 1966 von Bertha Leuthold bewohnt wurde. Man dreht automatisch einen Film im Kopf, wie die alte Frau am Holzherd hantierte, den Teig im eigens dafür geschreinerten Möbel, einer Art Tisch-Truhe, gehen liess. Der Kachelofen spendete Wärme in einem beschränkten Umfang. Neben dem Ofen führte eine steile, schmale Treppe ins Schlafzimmer, aber manchmal schlief die Bewohnerin in eiskalten Nächten auch direkt auf dem Kachelofen. Der zweite Teil des Museums befindet sich in der ehemaligen Scheune. Die Ausstellung ist nach Themen gegliedert und hervorragend kuratiert.

Bauernbetriebe und Handwerk

Die Ortsmuseen in Maschwanden (1) und Zwillikon (2). © swisstopo (BA200 127)

Viele Ausstellungsstücke erzählen vom Leben der Bauern und Handwerker in Maschwanden. Eine Ecke beherbergt einen grossen Teil des Nachlasses des Wagners Rudolf Frei. Man erkennt, dass Wagner bei Weitem nicht nur Räder und Wagen fertigten. Wer wusste, dass es in Maschwanden einen Tüftler gab, Albert Hug, der Pflüge konstruierte, sie patentieren liess und in die ganze Schweiz verkaufte? Ein imposantes Exemplar ist ausgestellt. Andere Exponate erzählen vom Schmiede-

Ursula Grob kuratierte die Sonderausstellung zum Thema Hochzeit. Sie führt gern Besuchergruppen durchs Museum in Zwillikon. (Bilder Regula Zellweger) handwerk. Damalige Schmiede waren sowohl Hufschmiede als auch Kunstschmiede. Eher selten sieht man das traditionelle Werkzeug von Gerbern. Die Gerberbetriebe siedelte man am Ende des Dorfes an, ihr Handwerk duftete nicht nach Rosen. Die Maschwander Gerber brachten es zu Reichtum und wohnten in einer Villa. Man erlebt mit, wie die Maschwander früher reisten und würde sich am liebsten auf die antiken Schaukelpferde setzen und H.U. Stegers Kubaki streicheln – doch das ist nicht erlaubt. Als Ersatz stehen zwei farbige, von H.U. Steger gebaute Schaukelpferde bereit, die vor dem Museum ausprobiert werden dürfen.

in Affoltern, Dauer 90 Min. für Gruppen ab fünf Personen auf Voranmeldung. Kontakt: Ursula Grob 079 313 73 17, Hansruedi Huber 044 761 81 76. Dorfmuseum Maschwanden, Dorfstrasse 26 (neben der Gerbi). Öffnungszeiten: Samstag, 25. Juli, Berchtoldstag, Ostermontag, Pfingstmontag, 1. Sonntag im Oktober, 14 bis 17 Uhr, Eintritt gratis. Führungen nach Vereinbarung, ab 5 Personen (1 Stunde à 60 Franken). Kontakt: Gemeindeverwaltung: 044 767 05 55.

Sonderausstellung Licht Im Moment ist eine Ausstellung zum Thema Licht zu sehen. Maschwanden hatte als erste Ämtler Gemeinde Elektrizität. Erfolgreich wehrten sich die Maschwander in den 1970er-Jahren gegen Kandelaber des Kantons und konnten ihre eigens für Maschwanden konstruierten Strassenlampen an den Telefonmasten montieren. Den Besuch im Maschwander Dorfmuseum kombiniert man am besten mit einem Besuch des Naturschwimmbads und erfrischt sich nach dem Dorfrundgang im Stallbeizli an der Steinbüllenstrasse.

Dieses Jahr dürften überdurchschnittlich viele Leute die Sommerferien in der Nähe verbringen. Deshalb stellen die «Anzeiger»-Journalisten in der Sommerserie 2020 ihren persönlichen «Sommerferien-Tipp» vor: Einen Ausflug oder einen besonderen Ort in der Region. (red.)

Ortsmuseum Affoltern, Gemeindeplatz, Zwillikon.

Bereits erschienen: Martin Mullis: Verwunschene

Öffnungszeiten: jeden 1. Samstag im Monat von 10

Weiher, 14. Juli; Martin Platter: Familienausflug

bis 16 Uhr, also auch am Samstag, 1. August. Eintritt

mit Teenagers, 17. Juli.

gratis. Führungen im Museum oder Stadtrundgang

«Sommerferien-Tipp»


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Vermischtes

Dienstag, 21. Juli 2020

Impressionismus im Park bei Regen Konzert im Kulturzelt im Seleger Moor Andreas Fischer wohnt im Gärtnerhaus am Rand des Seleger Moors. Der Berufsmusiker gestaltet auch Gärten und hat ein besonderes Flair für Moos, Farne – und fürs Mystische. Johanna Dömötör, Flöte, Christoph Bielefeld, Harfe, und Andreas Fischer, Viola, waren die ideale Besetzung für ein Konzert mit Musik von impressionistischen Komponisten im Seleger Moor.

differenzierte Klanggestaltung, den runden orchestralen Klang und das virtuose Zusammenspiel. Christoph Bielefeld gab humorvolle Erklärungen zu seinem Instrument, zu Gabriel Fauré und dessen Stück «Une Châtelaine en sa tour». Gabriel Fauré, der Vater des Impressionismus und Erneuerer der französischen Kammermusik, hatte zuerst seine Mühe mit seinen ersten Kompositionen für Harfe, denn nicht alle Tonfolgen und -kombinationen sind technisch möglich. Sein zweites Originalstück für das Instrument, «Une Châtelaine en sa tour» gilt heute als Paradestück für Harfenisten.

von regula zellweger Unter dem Titel «Debussy trifft Monet» kam am vergangenen Donnerstag ein einzigartiges Konzert bei der schwül-sinnlichen Atmosphäre des Parks bei Regen zur Aufführung. Moose, Farne, Rhododendren und Laub- und Nadelbäume bilden die Stufen der Vegetation im Seleger Moor und vermitteln Besuchern den Eindruck, inmitten der Natur zu sein. Traumhaft, märchenhaft, verzaubernd – so wird der Park beschrieben. Traumhaft, verzaubernd wirkten auch die Kompositionen von Claude Debussy, Gabriel Fauré und Jacques Ibert.

Kulturzelt im Park Andreas Fischer und sein Bruder Dominik sind beide als Solobratschisten in Orchestern im In- und Ausland tätig. 2017 haben die beiden Brüder die Konzertreihe «Konzerte im Kulturzelt im Park Seleger Moor» gegründet, bringen seither jährlich während der warmen Monate von Mai bis Ende August fünf Konzerte zur Aufführung und treten dabei auch selbst auf. Sie sind gut vernetzt in der Musikwelt und motivieren Weltklasse-Musiker, im Kulturzelt aufzutreten. Der Konzertabend unter dem Titel «Debussy trifft Monet» vereinte optimal die Parklandschaft, die an Monets Wer-

Arnold Bax

Konzert bei Regen im Kulturzelt im Seleger Moor mit Johanna Dömötör, Flöte, Andreas Fischer, Viola, und Christoph Bielefeld, Harfe. (Bild Regula Zellweger) ke erinnert, mit impressionistischer, vorwiegend französischer Musik. Dass es regnete, machte die Atmosphäre noch mystischer, für Saiteninstrumente aber zu einer Herausforderung. Harfenist Christoph Bielefeld bewältigte das mehrmalige Stimmen seines Instrumentes und das Ersetzen einer Saite mitten in einem Stück souverän mit Humor und Gelassenheit.

Impressionismus in Farbe und Klang Im Impressionismus waren Stimmung, Emotionalität und Licht bedeutende Elemente. Wie formt man mit einer Bratsche Licht? Andreas Fischer spielte «lichtvolle Momente» nah beim Steg, um so die passende Stimmung zu erzeugen. Auch den Schalldämpfer steckte er immer mal wieder auf den Steg. Er versteht

es, empfindsam «Musik zu malen». Weil beispielsweise Claude Debussy mit seinen Kompositionen Emotionen vermittelt, werden seine Werke oft als Filmmusik eingesetzt. Andreas Fischer gab in seiner Einführung zum ersten Stück «Prélude à l’après-midi d’un faune» interessante Hintergrundinformationen zur Zeit des Impressionismus und zur Biografie von Claude Debussy. Dieser hatte sich wie viele seiner Zeitgenossen von aussereuropäischer Musik beeinflussen lassen. Exotisch mutete das Faunmotiv gleich zu Beginn an: ein Ganzton- und vier Halbtonschritte hinab und die Rückkehr zum Ausgangston über zwei Ganzton- und zwei Halbtonschritte. Die Flötistin Johanna Dömötör erzählte zu Debussys Stück «Syrinx» ihre eigene Fassung der Geschichte von Pan,

der sich erfolglos in die Nymphe Syrinx verliebte. Diese liess sich in Schilf verwandeln, um dem lüsternen Werben Pans zu entkommen. Dieser brach frustriert und traurig ein Schilfrohr – und so entstand die Flöte.

Spannungsvolle Harmonie Johanna Dömötör, Professorin für Flöte an der Bruckneruniversität und Christoph Bielefeld, Harfenist des Bruckner Orchesters Linz, musizieren seit Jahren immer wieder gemeinsam. Zusammen mit Andreas Fischer, Solobratschist im Symphonieorchester argovia philharmonic, traten sie im Seleger Moor erstmals als Trio auf und begeisterten das Publikum mit der Kombination der Instrumente und deren klanglichen Facettenreichtum. Sie überzeugten durch die

Für viele Konzertbesucher war der adlige, englische Komponist Bax vorerst ein Unbekannter. Bax bezeichnete sich selbst als «ehernen Romantiker» und lehnte die Zwölftontechnik Schönbergs ab. Er orientierte sich an Wagner, Grieg und Debussy. Sein Lieblingsinstrument war die Harfe. Diese dominierte aber in der Komposition «Elegiac Trio» nicht, es war eine perfekte Harmonie der drei Instrumente. Es regnete während des ganzen Konzerts auf das Zeltdach. Das Publikum hatte sich in Wolldecken gewickelt und genoss die Musik und den Blick in die stimmungsvolle Abenddämmerung im Park. Als schliesslich als Zugabe «Clair de Lune» von Claude Debussy erklang, gab es doch Hühnerhaut, nicht wegen Kälte und Feuchtigkeit, sondern weil die Musik in dieser Umgebung tief berührte. Johanna Dömötör bedankte sich am Schluss bei Andreas Fischer für die Einladung, in diesem speziellen Kontext zu musizieren – das Publikum reagierte mit grossem Applaus. Es gibt weitere Konzerte im Kulturzelt – dieses besondere Erlebnis sollte man nicht verpassen. Nächstes Konzert im Kulturzelt: Tea for Two – für zwei Violoncelli, Pi-Chin Chien und Fabian Müller, Cello, Freitag, 28. August, 19.30–21.15 Uhr

Betroffene besser verstehen Workshop: «Arbeitsalltag mit Autismus»

Der Verein Herzblut bietet ab Montag, 31. August, in Zusammenarbeit mit Autismus Deutsche Schweiz eine zweitägige Weiterbildung zum Thema Autismus an. Gesund bleiben hat oberste Priorität: Das Foto des OKs wurde aus der Luft und mit viel Abstand aufgenommen. (Bild zvg.)

Leider war Corona stärker

Dieses Jahr findet in Wettswil kein Vierzgerfäscht statt In Wettswil wird jedes Jahr von einem neu zusammengestellten OK das Vierzgerfäscht organisiert. Die OK-Mitglieder setzten sich jeweils aus motivierten Jahrgängern zusammen, welche im Veranstaltungsjahr ihr vierzigstes Altersjahr vollenden. Letzten Herbst haben die 1980er als völlige Neulinge mit der Organisation der «Chilbi» begonnen und topmotiviert Konzepte erstellt, Künstler engagiert, Ideen gesammelt, einander kennen gelernt ... Die Covid-19-Situation stellte ab März alle vor neue Herausforderungen. Mehrere Zusatzsitzungen – selbstverständlich per Videokonferenz – zum Thema Corona fanden statt. Nach jeder Sitzung stand der Entschluss fest: Man entschied sich, dranzubleiben und sich das Fest nicht vermiesen zu lassen.

Das Fotoshooting für das Gruppenbild wurde mit einer Drohne aufgenommen, damit der Abstand von zwei Metern zwischen den Personen eingehalten werden konnte, streng nach den Vorgaben des Bundes. Die Konzepte von Unterhaltung und Gastro musste man komplett umschreiben, verkleinern, das Festzelt annullieren, ein neues, jahrmarktähnliches Vierzgerfäscht sollte entstehen. Dann machte der Bundesrat an seiner Medienkonferenz Hoffnung: Veranstaltungen bis 1000 Personen waren ab sofort erlaubt. Doch da gab es eine neue Regel. Die maximale Anzahl der Kontakte pro Person und Anlass ist auf 300 Personen begrenzt. Es müssten also 300er-Zonen als eigenständige Veranstaltungen gemacht werden, die man zwar verlassen und wieder betreten darf, eine Durchmischung der Zonen/ Veranstaltungen jedoch ist nicht erlaubt. Bei einer Vermischung der Perso-

nengruppen war es Vorgabe, entweder eine Maske zu tragen oder den Mindestabstand einzuhalten. Wie es nach den Sommerferien aussehen würde, war nicht klar. Die Fallzahlen sind bereits heute wieder steigend, die Leute gehen in die Sommerferien, die Grenzen sind offen. Nach mehreren telefonischen Abklärungen mit der Corona-Hotline des BAG war klar: eine Durchführung des Vierzgerfäschts ist nicht möglich. Schweren Herzens hat sich das OK deshalb entschieden, den traditionellen Anlass in Wettswil abzusagen. Die Vorlagen sind zu unsicher und das Risiko, dass eine infizierte Person das Dorf in die Quarantäne stürzt, ist zu gross. Diese Verantwortung kann und will das OK nicht übernehmen. Mögen die 1981er mehr Glück haben, die Unterstützung der 80er ist ihnen sicher. OK Verein 40er-Fest 1980

Kinder und Jugendliche mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) nehmen die Umwelt anders wahr. Der Alltag stellt die betroffenen Menschen und deren Umfeld vor besondere Herausforderungen. Diese zweitägige Weiterbildung vermittelt allgemeines Wissen zum Thema Autismus-Spektrum-Störungen (Kernsymptome) und zeigt die vielseitigen und oft unerwarteten Auswirkungen der autistischen Wahrnehmung im Alltag auf. Teilnehmenden werden Strukturierungs- und Visualisierungshilfen und hilfreiche Ansätze im Umgang mit Übergängen erklärt. Weiter werden den Teilnehmenden Strategien für herausforderndes Verhalten vorgestellt, damit sie in schwierigen Betreuungssituationen auf autismusspezifisches Wissen zurückgreifen können.

Tipps und Strategien Diese Weiterbildung vermittelt viele praktische Tipps und Strategien, welche im Arbeitsalltag mit Kindern und Jugendlichen mit Autismus konkret angewendet werden können. Die Referentinnen werden genügend Zeit zur Verfügung stellen, um Fragen zu beantworten. Ziel des Kurses ist es, dass Teilneh-

Kinder und Jugendliche mit einer Autismus-Spektrum-Störung nehmen ihre Umwelt anders wahr. (Bild Fotalia) mende ihr Wissen erweitern und mehr Sicherheit im Umgang mit Kindern und Jugendlichen aus dem Autismus-Spektrum erlangen und dadurch die Familien besser unterstützen können.

Workshop für bereites Publikum Geeignet ist die zweitägige Weiterbildung für Eltern, begleitende Personen, Pflegepersonen, sowie Personen, die Kinder mit Autismus betreuen, Heilpädagoginnen, (Schul-)Psychologen, Lehrpersonen aller Stufen, Ergotherapeutinnen, Schulsozialarbeiter, Lerntherapeutinnen und Psychotherapeuten. Verein Herzblut Anmeldung erforderlich entweder unter Telefon 044 761 41 12 oder mit dem Online Formular: www.herzblut.ch/termine/autismus Verein Herzblut, Obstgartenstrasse 19, Affoltern, E-Mail: mail@herzblut.ch.


Sport

Dienstag, 21. Juli 2020

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Nach Neuausrichtung erste Weichen für Infrastruktur gestellt 84. Generalversammlung des FC Affoltern Einen Tag vor dem offiziellem Abschluss der Saison 2019/20, am 29. Juni 2020, holte der FC Affoltern am Albis (FCA) seine im April wegen Covid-19 verschobene 84. Generalversammlung (GV) nach. Wie vieles in diesem Jahr überraschte die diesjährige GV in mancher Hinsicht. Den besonderen Pandemie-Vorgaben der Behörden geschuldet, fand die Vereinsversammlung für einmal nicht im traditionellen Clubhaus Mooshüsli statt, sondern im grossen Kasino-Saal im Bezirkshauptort in Affoltern. Nicht nur der behördlich vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern erforderte eine Dislokation, sondern ebenso der Umstand, dass sich eine in der jüngeren Vereinsgeschichte rekordverdächtige Anzahl von Vereinsmitgliedern zur Teilnahme anmeldete. So begrüsste Präsident Ferruccio «Ferru» Gusmini zu seiner fünften GV 121 Personen. Unter Mutationen wurde eine marginale Abnahme der Mitglieder und Sponsoren gegenüber dem Vorjahr um 3 Personen auf 781 verzeichnet. Unverändert umfasst der grösste Sportverein im Amt noch immer stolze 25 Mannschaften.

Keine Senkung des Mitgliederbeitrags In seinem Jahresbericht 2019 hob der Präsident besonders die erfolgreiche Umsetzung der im letzten Jahr initiierten Neuausrichtung vor und übergab damit an die Finanzvorstände für die Jahresrechnung 2019. Diese schloss erneut mit einem erfreulichen kleinen

Beitrag des Sportamts möglich ist, von den Stimmberechtigten einstimmig angenommen. Unter dem Traktandum Wahlen informierte Präsident Gusmini über den Vorstandsaustritt der langjährigen Mitglieder Wale Aegerter (Leiter Junioren) und Raphael Diethelm (Leiter Marketing/Kommunikation) und verdankte deren Arbeit unter grossem Applaus. Ersterer wird erfreulicherweise durch Reto Hofacher (bisher Trainer und Koordinator E/F/G-Junioren) ersetzt, den die GV ohne Gegenstimme in den Vorstand wählte. Ferru Gusmini stellte sich erneut als Präsident zur Verfügung, wie auch die anderen Mitglieder Erkan Abaci (Leiter Spielbetrieb), Bea Hoffmann (Leiterin Events), André Pfister und Michael Romer (Leiter Finanzen) sowie Stephan Buschor (Leiter Aktive), die allesamt wiedergewählt wurden.

Geschätzte Arbeit des FCA

Die GV des FC Affoltern - für einmal im Kasino-Saal. (Bild M. Bilic) Überschuss ab. Bei den übrigen Erträgen fiel das Darlehen der Gemeinde Ottenbach im Zusammenhang mit dem alten Mooshüsli-Umbau ins Gewicht, welches ausgebucht werden konnte. Vor Abnahme der Rechnung zeigte sich der erste Revisor enttäuscht über den Ausgang des letztjährigen Grümpi als Haupteinnahmequelle des Vereins. Dennoch wurden die Rechnung 2019 sowie der Revisionsbericht einstimmig genehmigt. Unter dem Traktandum Mitgliederbeiträge erfolgte eine Grundsatzabstimmung zum Ersatzbau Garderoben Mooshüsli und «Einrichtung Sperrkon-

ten» für zweckgebundene Rücklagen. Der Antrag wurde mit einem absoluten Mehr angenommen. Im Weiteren wurde das Wort den beiden Vertretern der Frauen 1 und Herren 3 übergeben. Diese erläuterten ihren Antrag, welcher die Senkung des Basis-Mitgliederbeitrags auf das Niveau vor der Erhöhung im 2017 verlangte. Nach mehreren Wortmeldungen seitens verschiedener Vereinsmitglieder sowie grosser Vereinssponsoren, welche mehrheitlich gegen den Antrag votierten, wurde dieser mit 78 Nein-Stimmen gegenüber 27 Ja-Stimmen und sechs Enthaltungen abgelehnt.

Moderater Verlust wegen Corona Die Mitgliederbeiträge für die Saison 2020/21 wurden in der Folge mit dem Zusatzantrag des Vorstands, die Gesamtsumme aller Beiträge bis zur Realisierung eines Ersatzbaus Garderoben Moos nicht zu senken und alle Beträge unverändert zu belassen mit einem absoluten Mehr bei 26 Enthaltungen von der GV angenommen. Weiter wurde das von den Finanzchefs vorgetragene Budget 2020, das vor dem Hintergrund von Covid-19 einen moderaten Verlust vorsieht und nur dank Lohnverzicht von Trainern, Angestellten und einem

Nach den Wahlen übergab der Präsident unter Ehrungen das Wort an Stadtrat Gallusser. Dieser zeigte sich dankbar, einen Einblick in das aktive Vereinsleben des FCA erhalten zu haben und sagte, dass die Stadt die Arbeit des FCA sehr schätzen würde. Nach knapp zweieinhalb Stunden schloss der Präsident die GV und verabschiedete die Teilnehmer mit einem weiteren Novum dank Covid-19: Das obligate GV-Essen konnte unter den gegebenen Umständen leider nicht serviert werden, was die Anwesenden sportlich «hinnahmen». Für die nächste GV wäre ein bisschen mehr Normalität wohl dennoch willkommen. Michael Romer, Vorstand FC Affoltern

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Hausen ist eine lebendige und aktive Kirchgemeinde, zu der 1350 Mitglieder gehören. Wir suchen ab November 2020 oder nach Vereinbarung

Das Pflegezentrum Sonnenberg unterstützt betreuungs- und pflegebedürftige Menschen in anspruchsvollen Lebenssituationen. Mit einem Angebot von 110 stationären Pflegeplätzen und dem Einsatz von rund 200 Mitarbeitenden bieten wir eine umfassende und einfühlsame Begleitung im Alltag. Die pflegerische Fachkompetenz sowie die ganzheitliche Betreuung unserer Bewohnerinnen und Bewohner bilden das Fundament unseres Dienstleistungsangebots.

eine Sigristin/ einen Sigristen (ca. 20 %) Zusammen mit der Co-Sigristin sind Sie für folgende Aufgaben zuständig: • Sie richten die Kirche und zugehörige Räumlichkeiten in Zusammenarbeit mit dem Pfarrteam ein. • Sie sind bei Gottesdiensten und Veranstaltungen in der Kirche anwesend. • Zusammen mit der Pfarrperson begrüssen Sie die Gottesdienstbesucher, helfen an Festtagen beim Austeilen des Abendmahls und sorgen für einen technisch reibungslosen Ablauf. • Sie bereiten einen geplanten Apéro oder Chilekafi vor und bewirten die Gäste. • Sie sind mitverantwortlich für den Schmuck in der Kirche sowie Reinigung und Unterhalt der Liegenschaften und deren Umgebung.

Zeit Schenken

Freiwilligenarbeit im Pflegezentrum Sonnenberg Viele leisten im Pflegezentrum Sonnenberg Freiwilligenarbeit – zum Teil schon seit 20 Jahren! Freiwillige bringen Freude und Abwechslung in den Heimalltag unserer Bewohnerinnen und Bewohner und deren Angehörigen. Sie erzählen Neuigkeiten aus dem Dorfleben, unterstützen Menschen in besonderen Lebenssituationen und verschenken ihre wertvolle Zeit. Ihr soziales Engagement ist eine grosse Bereicherung für unser Pflegezentrum.

Ihr Profil • Sie sind eine engagierte, teamfähige und selbstständige Persönlichkeit. • Sie sind gastfreundlich und haben Freude am Umgang mit Menschen. • Sie sind flexibel und bereit, wie folgt zu arbeiten: o Reinigungsarbeiten unter der Woche o an Sonntagen (in der Regel zweimal pro Monat + Ferienvertretung) o an Feiertagen (z.B. Weihnachten, Ostern) o bei 5 bis 10 Abdankungen pro Jahr (jeweils an Werktagen nachmittags)

Wir suchen für unseren «Kafi-Eckä» im Haus Pilatus Freiwillige, die gerne ein bis zwei Mal pro Woche beim Bedienen, Betreuen und Aufräumen mithelfen. Der «Kafi Eckä» ist von Montag bis Freitag von 14.00 bis 16.00 Uhr für unsere Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige und Besuchende geöffnet. Sie bringen Freude am Umgang mit Menschen mit, sind empathisch, zuverlässig und hilfsbereit. Wir bieten Ihnen eine sorgfältige Einführung in Ihre Tätigkeit und unterstützen Sie kompetent. Sind Sie interessiert an dieser Tätigkeit oder haben Sie Fragen? Gerne können Sie Cécile Trachsler, Stationsleitung Aktivierungstherapie und Tagespflege, Telefon 044 714 37 04, kontaktieren.

Wir bieten eine verantwortungsvolle und interessante Tätigkeit mit einer Anstellung nach den Richtlinien der Zürcher Kantonalkirche und der kantonalen Besoldungsverordnung. Bei Fragen wenden Sie sich an unsere Sigristin Marianne Voss (079 797 00 92). Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis 15. August 2020 an: Reformierte Kirchgemeinde Hausen am Albis Sonja Kilchmann Schulhausstrasse 1 8915 Hausen am Albis oder sonja.kilchmann@ref-hausen.ch

Aus Liebe zum Dorf und zum Portemonnaie.

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Folgende Wochenhits sind in kleineren Volg-Läden evtl. nicht erhältlich:

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