055_2021

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 633 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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www.akorug.ch AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 55 I 175. Jahrgang I Dienstag, 20. Juli 2021

Regionaler Richtplan

Das Regionalzentrum Affoltern soll mit dem teilrevidierten Plan an Bedeutung gewinnen. > Seite 3

Neuer Aufenthaltsort

Die Zivilschutzanlage in Bonstetten darf bald von Jugendlichen genutzt werden. > Seite 3

Kauzige Wesen

Stefan Bachmann war bei seinem neusten Streifzug durch die Natur den Eulen auf der Spur. > Seite 5

seit 1988 in Zug . 041 712 09 44

Imposante Projekte

Jugendliche von der Sekundarschule Hausen haben ihre Abschlussarbeiten vorgestellt. > Seite 5

Vernetzung im Gesundheitswesen: «Mehrwert ist bereits sichtbar» Alters- und Gesundheitsstrategie Bezirk Affoltern in der Endauswahl für einen Förderpreis Das Gesundheitsnetz 2025 kürt im Kanton Zürich jährlich Projekte, die sich speziell auszeichnen durch Patientennutzen, Vernetzung und Innovation. Als eines von drei Projekten hat es die Alters- und Gesundheitsstrategie Bezirk Affoltern (Agsba) in die Endauswahl geschafft. von Thomas sTöckli Eine integrierte Gesundheitsversorgung für den Bezirk Affoltern, die als führend wahrgenommen wird – mit diesem ambitiösen Ziel haben die 14 Ämtler Gemeinden Anfang 2020 eine gemeinsame Strategie in Alters- und Gesundheitsfragen angestossen. In erster Linie sollte dadurch auf Bezirksebene ein Gesamtüberblick über die bestehenden Angebote geschaffen werden, als Grundlage für eine Versorgung, die sich an den Bedürfnissen der Patienten orientiert. Im letzten Jahr hat die Arbeitsgruppe elf strategische Initiativen evaluiert und in drei Umsetzungsphasen priorisiert (der «Anzeiger» hat berichtet). Im Steuerungsausschuss unter der Co-Leitung von Ronald Alder, Gesundheitsvorstand Ottenbach, und Monika Rohr, Sozialvorsteherin Stallikon, sind die Gemeinden ebenso vertreten wie Spital, Ärzteschaft, Spitex und Pflege. Als Projektleiter amtet der Mettmenstetter Gemeinderat Beat Bär.

Bewegung bei den Hausarztpraxen Seit diesem Frühling arbeitet nun je eine Gruppe an den sechs prioritären Initiativen aus dieser Roadmap. Die erste beschäftigt sich unter Leitung von

Beat Bär (links), Projektleiter der Alters- und Gesundheitsstrategie Bezirk Affoltern, mit der Co-Leitung des Steuerungsausschusses: Monika Rohr für die Sozialvorstände und Ronald Alder für die Gesundheitsvorstände des Bezirks. (Bild Thomas Stöckli) Stefan Gyseler, Verwaltungsratspräsident des Spitals Affoltern, mit der zukünftigen Rolle des Spitals, wobei diese natürlich stark von der Vergabe der Leistungsaufträge ab 2023 abhängig sein wird. Arbeitsgruppe zwei um den Mediziner Bruno Köhler setzt sich mit dem (drohenden) Mangel an Hausärzten auseinander. «Hier hat sich in den letzten beiden Jahren schon einiges getan», hält Beat Bär, Gemeinderat in Mettmenstetten und Projektleiter von Agsba, zufrieden fest. So verfügen etwa Hausen und Obfelden bereits über zukunftstaugliche Gruppenpraxen, Knonau hat nachhaltige Zukunftslösungen gefunden und im Mettmenstetter Gewerbegebiet Erspach ist der Aufbau eines subregionalen Zentrums vorgesehen, das mit sieben bis acht Ärzten den Bedarf auch der angrenzenden Gemeinden abdecken könnte. «Da ist richtig Bewegung reingekommen», freut sich Ronald Alder. Das sei auch einer der erhofften Effekte gewesen: dass Leute sich austauschen und sich so Möglichkeiten ergeben. Denn es

könne nicht sein, dass eine Gemeinde eine Praxis führe, hält er fest: «Da braucht es private Initiative.»

Über den Tellerrand blicken Eine dritte Arbeitsgruppe um Franziska Marty, Leiterin des Pflegezentrums Sonnenberg in Affoltern, befasst sich derweil mit dem sehr heterogenen Themengebiet Spitex, Pflege und Betreuung. Eine Herausforderung ist hier der Mangel an Pflegepersonal, aber auch, wie sich möglichst lange ein weitgehend selbstständiges Leben führen lässt oder wie sich die Institutionen trotz Planungsungewissheiten weiterentwickeln sollen. Die weiteren Gruppen beschäftigen sich mit der Konsolidierung der bestehenden Präventionsangebote, mit der Definition der künftigen Zusammenarbeit und mit der Optimierung von Koordinationsangeboten. «Jeder soll sein Angebot betreiben, aber auch über den Tellerrand blicken und Teil eines grossen Ganzen sein», wünscht sich Monika Rohr und nennt CareNet+, das Ämtler

Koordinationszentrum für Gesundheit und Soziales der Pro Senectute Kanton Zürich, als Beispiel für solch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. Patienten könnten so vom Erstkontakt in der Arztpraxis oder Apotheke triagiert und weiterverwiesen werden. «Das Projekt Agsba ist eine geniale Plattform», findet Alder: «Der Mehrwert ist bereits sichtbar: In Form von neuen Ideen, einer positiven Dynamik und guter Stimmung.» Bis Ende September sind nun die Arbeitsgruppen gefordert, ihre Vorgehensgrundsätze und ein Konzept zu erarbeiten. In einer dritten Runde geht es dann bis Ende Jahr darum, einen konkreten Massnahmenplan mit verbindlichen Terminen und Verantwortlichkeiten zu erstellen. Ob das Projekt auch die Fachjury überzeugen kann und den mit 10 000 Franken dotierten Förderpreis des «Gesundheitsnetz 2025» gewinnt, wird sich am 18. August entscheiden. Die Sieger werden am 21. September im Rahmen eines Vernetzungsanlasses ausgezeichnet.

Überschwemmtes Reussgebiet Die Unwetter der letzten Wochen haben die Pegel der Gewässer stark ansteigen lassen. Entlang der Reuss zeigen sich die Wassermassen besonders eindrücklich.

Mehr Mitsprache

An der GV des Gewerbevereins MKM wurden auch die Wahlen 2022 thematisiert. > Seite 7

Einblicke in die Berufswelt Das «Lift»-Programm ermöglicht Jugendlichen mit erschwerender Ausgangslage ab der ersten Sekundarklasse, bei regelmässigen Kurzeinsätzen in Gewerbebetrieben in die Berufswelt hineinzuschnuppern. Das soll ihnen den Übertritt in die Arbeitswelt erleichtern. Die Sekundarschulen im Bezirk Affoltern nehmen seit mehreren Jahren am Projekt teil und stemmen die Kosten gemeinsam. Von der Schule des MNA-Zentrums Lilienberg, organisatorisch der Sekundarschule Affoltern angegliedert, hatten bisher keine Schüler am Programm teilgenommen. Nun startete dieses Jahr im Januar das Pilotprojekt «Lift Lilienberg» mit fünf Jugendlichen, die als unbegleitete minderjährige Asylsuchende (Mineurs non accompagnés) im MNA-Zentrum Lilienberg wohnen. Unter ihnen war auch der 17-jährige Jahangir aus Afghanistan. Er lernt die Arbeit als Schreiner kennen. (lhä)

> Bericht auf Seite 4

Sommerserie: Neues wagen Sich erstmals an einen Ort oder an eine Aktivität heranwagen, etwas ausprobieren, das man bisher noch nie getan hat. Um solche «Erstbegegnungen» geht es in den kommenden fünf Wochen jeweils in einem Beitrag pro Ausgabe: «Ich war noch niemals ...», heisst die diesjährige Sommerserie des «Anzeigers». Den Auftakt macht Regula Zellweger. Schrebergärten haben sie schon immer fasziniert: Nun hat sie in München zum ersten Mal in einer Gartenlaube übernachtet. Zuvor hatte sie sich diese einsame Nacht durchaus romantisch vorgestellt. Das Klischee bewahrheitete sich allerdings nicht. Es kam ein bisschen anders. (red.)

> Start der Sommerserie auf Seite 8 ANZEIGEN

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In der letzten Woche hielten Unwetter und Überschwemmungen die Schweiz in Atem. Auch im Bezirk Affoltern wurden die Folgen des Regens spürbar: So musste in Ottenbach der Campingplatz evakuiert werden, nachdem die Reuss aufgrund der enormen Wassermassen aus der Zentralschweiz über den Damm getreten war. In der Nacht auf Sonntag entspannte sich die Lage allmählich, der Pegel des Vierwaldstättersees sank unter die kritische Marke und ist seither langsam zurückgegangen. Drohnenaufnahmen vom Sonntagmittag geben einen Eindruck über die Lage im Reussgebiet. (red.)

> Weitere Bilder auf Seite 12

20029 Drohnenaufnahme über der Reussbrücke Ottenbach: rechts die Reuss, links überschwemmtes Kulturland. (Bild Stefan Felder)

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Rifferswil im Juni 2021

Einbürgerungen

für die mitfühlende Anteilnahme und die vielen Zeichen der Freundschaft beim Abschied von

Mit Beschluss vom 13. Juli 2021 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen: y y y

Paul Rohrer † 16. 6. 2021

* 28. 6. 1939

Medina Saqipi, 2009, Staatsangehörige von Serbien Gjuliana Mangjuki Biblekaj, 2011, Staatsangehörige von Kosovo Melisa Isljami, 2011, Staatsangehörige von Nordmazedonien

Wir sind zutiefst traurig, denn ein grossartiger und liebenswerter Mensch ist von uns gegangen.

Ein besonderes Dankeschön an:

20. Juli 2021 Stadtrat Affoltern am Albis

Herrn Pfarrer Werner Schneebeli für die schön gestaltete Trauerfeier. Spitex-Team Konaueramt für die liebevolle Pflege und Betreuung. Palliativspital "Villa Sonnenberg", Affoltern am Albis für die würde- und liebevolle Sterbebegleitung.

Marie Hächler-Mathis, vormals Malagoli

Danke an: Dr. med. Ph.Luchsinger fu? r die jahrelange Begleitung als Hausarzt. Allen ehemaligen Polizeikameraden und der Delegation der Kantonspolizei Zürich. Den vielen Freunden und Bekannten, die an der Trauerfeier teilgenommen und Paul damit die letzte Ehre erwiesen haben.

Wir sagen Danke, dass unser Leben mit einem Menschen bereichert wurde, der ein wundervoll grosses Herz hatte und sich dieses niemals nehmen liess. Danke für die wunderschöne, gemeinsame Zeit voller Güte, Sonnenschein, Lachen, Hilfsbereitschaft, Fürsorge und Liebe. Danke, dass es dich gab und du immer für uns da warst. Wir nehmen in liebevoller Erinnerung Abschied von unserem geliebten Mammi, Grosi, Urgrosi, unserem Schwiegermammi und unserer Freundin. Du wirst immer einen Platz in unseren Herzen behalten.

Danke fu? r die vielen tröstenden Worte und Karten. Danke fu? r die Zuwendungen im Namen des Verstorbenen an eine wohltätige Institution. Danke allen, die Paul durch sein Leben begleitet und ihm Liebe entgegengebracht haben.

Einbürgerungen

Die Trauerfamilie: Berta Rohrer-Widmer Kinder und Enkelkinder

Mit Beschluss vom 13. Juli 2021 hat der Gemeinderat, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Gemeinde Mettmenstetten aufgenommen:

• Morgan Christopher, geb. 1972, Staatsangehöriger des Vereinigten Königreichs • Morgan Abigail, geb. 1972, Staatsangehörige des Vereinigten Königreichs • Morgan Lillian, geb. 2004, Staatsangehörige des Vereinigten Königreichs •Morgan Maxim, geb. 2006, Staatsangehöriger des Vereinigten Königreichs • Wesch Guido, geb. 1983, Staatsangehöriger von Deutschland • Wolf Doris, geb. 1960, Staatsangehörige von Deutschland 20. Juli 2021 Gemeinderat

Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.

Herzlichen Dank

11. November 1924 bis 14. Juli 2021

Marino und Monika Malagoli-Bissig und Familien Sylvia und Joachim Feucht-Malagoli und Familien Edith Malagoli-Schlegel und Familien Elsbeth und René Hächler und Familien Verwandte, Freunde und Bekannte Traueradresse: Sylvia Feucht-Malagoli, Bergstrasse 15a, 6045 Meggen

Urnenbeisetzung: Dienstag, 27. Juli 2021, 14.00 Uhr auf dem Friedhof Obfelden Abschiedsfeier: 14.30 Uhr in der Katholischen Kirche St. Antonius in Obfelden

Obfelden Am 14. Juli 2021 ist in Meggen verstorben:

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geboren am 11. November 1924, wohnhaft gewesen in Obfelden. Die Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 27. Juli 2021, 14.00 Uhr, in Obfelden statt, mit anschliessender Abdankungsfeier in der katholischen Kirche Obfelden. Bestattungsamt Obfelden

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Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern – Obere Bahnhofstrasse 5 – 8910 Affoltern am Albis – Tel. 058 200 57 00 – E-Mail: inserat@weissmedien.ch

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Bezirk Affoltern WIR GRATULIEREN Zum 97. Geburtstag Alles Gute zum 97. Geburtstag dürfen wir Josef Rüttimann in Obfelden wünschen. Er feiert am Donnerstag, 22. Juli. Wir wünschen ihm eine robuste Gesundheit und einen Freudentag – herzliche Gratulation!

Zum 80. Geburtstag Die allerbesten Wünsche für eine gute Gesundheit sowie gute Laune senden wir nach Obfelden, wo morgen Mittwoch, 21. Juli, Richard Diethelm-Keiser seinen 80. Geburtstag feiern darf – wir gratulieren ganz herzlich!

Zur diamantenen Hochzeit Vor 60 Jahren haben sie eine gute Wahl getroffen – ein wunderbarer Anlass, dies auch gebührend zu feiern! Adelheid und Paul Fluri, in Affoltern, feiern am Donnerstag, 22. Juli, ihr diamantenes Hochzeitsfest. Wir gratulieren herzlich und wünschen dem Jubelpaar ein fröhliches Fest und weiterhin eine schöne gemeinsame Zeit.

Zur goldenen Hochzeit Ihr Eheversprechen liegt 50 Jahre zurück und hat auch heute noch Aktualität – ein glänzender Anlass, um diese lange gemeinsame Zeit zu feiern. Es tun dies am Donnerstag, 22. Juli, Gjejron und Kujtim Bala-Alimeha in Obfelden. Sie feiern ihr goldenes Hochzeitsfest – von uns ganz herzliche Gratulation.

IN KÜRZE Wegen Reparaturarbeiten verkehren auf der Strecke S10 zwischen Zürich Triemli und Uitikon Waldegg während mehreren Wochen nur Busse. (red.)

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 633 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 20. Juli 2021

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Annäherung von Bevölkerung und Arbeitsplätzen Schwerpunkte in der Teilrevision des regionalen Richtplans (2): Siedlungsgebiet Das Knonauer Amt ermöglicht innerhalb des Grossraums Zürich «ein Wohnen in ländlichem und familienfreundlichem Umfeld», hält der revidierte Richtplan zum regionalen Zukunftsbild 2030 fest. Die Region soll nicht nur ein wichtiger Erholungs- und Naturraum, sondern auch Produktionsort einer aktiven Landwirtschaft bleiben. Das Regionalzentrum Affoltern soll an Bedeutung gewinnen. von bernhard schneider Besonderes Augenmerk richtet der Richtplan auf die Erhaltung und Förderung von Arbeitsplätzen im Knonauer Amt. Insbesondere Mischgebiete mit Wohnen und Arbeitsplätzen sind in zentralen Lagen erwünscht. Gestrichen wird der Vorrang für Industrie- und Gewerbebetriebe gegenüber Handelsund Dienstleistungsbetrieben, wobei keine weitere Ansiedlung flächenintensiver Unternehmen mit geringer Arbeitsplatzdichte erwünscht ist.

Zukunftsgerichtete Arbeitsplätze Die ZPK begründet diese Änderung damit, dass die hohe Nachfrage nach Wohnen und Dienstleistungen die Bodenpreise markant habe steigen lassen: «Die Bodenpreise sind insbesondere in den urban geprägten Gebieten für Gewerbetreibende oft unerschwinglich.» Gleichzeitig sei es erwünscht, dass die Arbeitsplätze den Qualifikationen der ansässigen Bevölkerung entsprächen: «Die wenigen kleinen im Knonauer Amt vorhandenen Arbeitsplatzgebiete müssen daher möglichst gut für die Erhaltung und Stärkung eines vielfältigen regionalen Arbeitsplatzangebotes genutzt werden.» Dabei bestehe ein wichtiges Ziel darin, die Region zukunftsgerichtet zwischen den Wirtschaftszentren Zürich und Zug zu positionieren. Die Arbeitsplatzgebiete befinden sich vor allem entlang der Bahnlinie, das mit Abstand grösste liegt zwischen dem Bahnhof und dem Autobahnanschluss Affoltern. Weitere explizite Arbeitsplatzgebiete liegen im Nordwes-

Baugespanne sind im Bezirk Affoltern selten geworden, seit das Gebiet um die Moosbachstrasse in Affoltern weitgehend überbaut worden ist. (Bild Bernhard Schneider) ten von Hedingen, im Wettswiler Moos, in Mettmenstetten an der Bahnline, südlich von Knonau im Hasental an der Kantonsgrenze zu Zug, in Obfelden westlich der Ottenbacherstrasse sowie in Hausen in den Gebäuden der ehemaligen Seidenweberei Weisbrod. Gerade das Arbeitsplatzgebiet in Hausen nimmt die von der ZPK erwünschte Entwicklung bereits vorweg: In den Räumen der ehemaligen Seidenweberei wird nicht mehr industriell produziert. Vielmehr werden hier vielfältige Arbeitsplätze aus verschiedenen Branchen vornehmlich von Kleinbetrieben angeboten. Die ZPK stellt fest: «Im Knonauer Amt ist eine Flächensicherung für das produzierende Gewerbe weit weniger dringlich als in den urbaneren Regionen. Im Knonauer Amt ist der Anteil an Beschäftigten im Sekundärsektor (industrieller Sektor,) doppelt so hoch wie im kantonalen Durchschnitt. Aufgrund der Lage des Knonauer Amts und der wenigen, meist kleinteilig parzellierten Restflächen ist nicht davon auszugehen, dass Gewerbeflächen im grossen Stil durch wertschöpfungsstarke Handels- und Dienstleistungsbetriebe oder Backofficeflächen ersetzt werden.»

Ausbau der Mischgebiete Der erwünschte Trend zu kleineren Dienstleistungsbetrieben, die meist nicht mehr Emissionen verursachen als Wohnungen, führt zu einer Vermischung von Wohnen und Arbeiten, was auch im neuen Richtplan abgebildet wird. Stark verkehrserzeugende Nutzungen dagegen sollen, mit Ausnahme des Detailhandels mit Gütern des täglichen Bedarfs, ausdrücklich im Gebiet östlich des Autobahnanschlusses Affoltern in einer Tiefe von 250 Metern angesiedelt werden.

qualität dar.» Die regionale landwirtschaftliche Produktion verbessere auch die Möglichkeiten, die Bevölkerung mit regionalen Nahrungsmitteln zu versorgen.

ZUR SACHE Vernehmlassung zum Richtplan Verantwortlich für die regionale Planung ist die Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt, ZPK. Der Entwurf des Richtplans liegt öffentlich auf. Bis am 17. August können die detaillierten Unterlagen auf zpkamt.ch heruntergeladen und Einwendungen zum Entwurf eingereicht werden. Nach deren Prüfung entscheidet die Delegiertenversammlung der ZPK am 10. November 2021 über die definitive Eingabe an den Regierungsrat, der den Richtplan 2022 in Kraft setzen sollte. In einer vierteiligen Serie befasst sich der «Anzeiger» mit einigen Schwerpunkten. Artikel 1 zum Thema Verkehr erschien am 9. Juli. (bs)

Regionale Produkte Die Landschaft zwischen den mittlerweile weitgehend geschlossenen Siedlungsgebieten soll weiterhin von der Landwirtschaft geprägt werden. Diese soll nicht nur einen Beitrag zur Sicherung der Ernährungsbasis leisten, sondern auch der Erhaltung der Landschaft und der Erholungsräume dienen. Flora und Fauna sollen Lebensräume erhalten und nicht von neuen Überbauungen eingeschränkt werden. Dabei stelle die landwirtschaftliche Nutzung «ein wesentliches Merkmal der Landschafts-

Neuer Aufenthaltsraum für Jugendliche Aus dem Gemeinderat Bonstetten Die Genossenschaft KISS Knonauer Amt wurde im November 2018 gegründet. Als Ergänzung zur Spitex, Pro Senectute etc. bietet sie kostenlose Nachbarschaftshilfe mit Zeitgutschriften an. Mit diesem Modell will KISS einen Beitrag leisten, damit der stark zunehmende Bedarf an Unterstützung und Begleitung von zu Hause lebenden Personen gedeckt werden kann. Die Genossenschaft KISS Knonauer Amt entwickelt sich erfreulich. Seit dem Geschäftsstart im Juli 2019 verzeichnen sie Ende Mai 2021 bereits 156 Genossenschaftsmitglieder und 106 Tandems mit insgesamt 2161 Stunden geleisteter Freiwilligenarbeit. Dies kommt allen zugute; den Personen, welche persönlicher Unterstützung bedürfen und den gebenden Personen, deren Ressourcen und Hilfsbereitschaft der Allgemeinheit dienen. Der Betrieb ist gut eingespielt und hat sich auch in den Zeiten der Covid19-Krise bewährt. 2022 ist das letzte Jahr der Pilotphase und da voraussichtlich vom Lotteriefonds Kanton Zürich keine Beiträge

mehr fliessen werden, ist die Genossenschaft KISS noch mehr auf die Beiträge der Gemeinden angewiesen. Die Genossenschaft KISS Knonauer Amt wird für das Jahr 2022 von der Gemeinde Bonstetten mit einem Betrag von 3366 Franken unterstützt unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Budgets 2022 durch den Souverän.

Jugendarbeit: Nutzung der Zivilschutzanlage Schachenstrasse 10 Das Bedürfnis nach Aufenthaltsräumen für junge Erwachsene und Jugendliche über 16 Jahren ist seit längerer Zeit ein Thema in Bonstetten. In der Juko wurde bereits 2019 darauf hingewiesen, dass Aufenthaltsräume gesucht werden sollten für die späten Abendstunden. Der Ressortvorstand Tiefbau hat in Absprache mit dem Ressortvorstand Liegenschaften geprüft, ob ein Teil der Zivilschutzanlage an der Schachenstrasse 10 für eine zivile Nutzung, in Form eines Jugendraumes, zur Verfügung gestellt werden kann.

Am 9. Dezember 2020 fand eine Begehung mit Vertretern von Jugendplus, dem Kommandant der Zivilschutzorganisation Albis und drei Gemeinderäten statt. Bei der Begehung wurde abgesprochen, dass der Aufenthaltsraum, die Küche und die Sanitäranlagen der Jugendarbeit zur Verfügung gestellt werden können. Die Jugendarbeit hat im Juni 2021 angekündigt, dass eine Gruppe Jugendlicher gefunden wurde, welche motiviert ist, ein solches Projekt (Einrichten und Beginn der Nutzung) zu lancieren. Die Idee ist, nach den Sommerferien mit dem Projekt zu starten. Der Gemeinderat beschliesst, der Jugendplus den Aufenthaltsraum, die Küche und die Sanitärräume in der Zivilschutzanlage Schachenstrasse 10 gemäss der Nutzungsvereinbarung kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Im Weiteren hat der Gemeinderat - Das Investitionsprogramm 2022–2025 genehmigt;

- Ein Gesuch eines Waffenerwerbsscheins abgelehnt; - Den Revisionsbericht KVG-Revision des Sozialdienstes Unteramt genehmigt.

Sitzung der Primarschulpflege Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 8. Juli 2021: - Die Weiterführung von Sonderbeschulungen für das SJ 2021/2022 beschlossen; - Die Anträge für Schülertransporte für das SJ 2021/2022 bewilligt; - Das Budget 2022 in einer 2. Lesung besprochen und die Budgetüberschreitungen für das Jahr 2021 bewilligt; - Die Subventionsanträge Elternbeiträge für die Musikschule Knonauer Amt für das Herbstsemester SJ 2021/2022 genehmigt; - Die Subventionsanträge der Elternbeiträge für die Tagesstrukturen für das Schuljahr 2021/2022 genehmigt; - Den Stellenplan der kommunalen Angestellten für das SJ 2021/2022 bewilligt. Claudio Corrado, Stv.-Gemeindeschreiber


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. Juli 2021

Erste Schritte in der Berufswelt Jugendliche aus dem MNA-Zentrum Lilienberg haben während drei Monaten erste Arbeitserfahrungen gesammelt Fünf junge Männer haben am Pilotprogramm «Lift Lilienberg» teilgenommen. Am vergangenen Mittwoch durften sie ihr Diplom entgegennehmen. von livia häberling Jahangir sitzt auf der Steintreppe vor dem Schulhaus. Ja doch, sagt er verlegen lächelnd, ein bisschen stolz sei er schon. Der 17-jährige Afghane trägt Jeans, ein geblümtes Hemd – und heute zum ersten Mal auch ein ArbeitsDiplom nach Hause: Er hat das Berufsintegrationsprogramm «Lift Lilienberg» mit Bravour absolviert. Das «Lift»-Programm ermöglicht Jugendlichen mit erschwerender Ausgangslage ab der ersten Sekundarklasse, bei regelmässigen Kurzeinsätzen in Gewerbebetrieben in die Berufswelt hineinzuschnuppern. Das soll ihnen den Übertritt in die Arbeitswelt erleichtern. Die Sekundarschulen im Bezirk Affoltern nehmen seit mehreren Jahren am Projekt teil und stemmen die Kosten gemeinsam. Von der Schule des MNA-Zentrums Lilien-

berg, organisatorisch der Sekundarschule Affoltern angegliedert, hatten bisher keine Schüler am Programm teilgenommen. Dieses Jahr hat sich das geändert: Weil die Stiftung «The Dear Foundation – Solidarité Suisse» sich bereit erklärt hat, die Kosten zu übernehmen, startete im Januar das Pilotprojekt «Lift Lilienberg». Mit dabei: fünf Jugendliche, die als unbegleitete minderjährige Asylsuchende (Mineurs non accompagnés) im MNAZentrum Lilienberg wohnen.

Viele, viele «Regeln» Für sie alle hatte der dreimonatige Einsatz im ihnen zugeteilten Betrieb so begonnen, wie Arbeitseinsätze üblicherweise auch für andere Mitarbeitende beginnen: mit einem Vorstellungstermin. Trotz sprachlicher Hürden hätten die fünf jungen Männer das Gespräch gut gemeistert, sagt Oliver Engeler, Leiter des «Lift»-Projekts. Im Gespräch konnten die Jugendlichen einen ersten positiven Eindruck hinterlassen. Es war aber auch die Chance, eine reale Situation aus dem Arbeitsleben in einem geschützten Um-

Jahangir während seines Einsatzes in der Schreinerei Schneebeli. (Bild zvg.)

Sie haben das Programm «Lift Lilienberg» als erste absolviert (v.l.): Iftikhar, Jahangir, Milad, Jawid und Boubacar. (Bild lhä) feld zu üben. Diese Möglichkeit bot sich den Jugendlichen von April bis Juli auch in den fünf Ämtler Betrieben, die bereit waren, am Projekt teilzunehmen. Während seine Kollegen im Senevita Obstgarten, in der Garage Albin Herzog, im Spital Affoltern oder in der Landi im Einsatz waren, lernte Jahangir bei «Schneebeli» in Ottenbach die Arbeit als Schreiner kennen. Neu war für ihn nicht nur die Verarbeitung von Holz: «Ich wollte auch die Regeln in der Schweiz kennenlernen.» Und über diese «Regeln» in der Arbeitswelt, die geschriebenen und die ungeschriebenen, weiss er nun, nach rund einem Dutzend Halbtageseinsätzen, Folgendes zu berichten: «Ein respektvoller Umgang ist wichtig, aber auch, dass man die richtige Kleidung trägt und dass man nachfragt, wenn man etwas nicht versteht.» Besonders verinnerlicht scheint Jahangir die Pünktlichkeit zu haben. Im Gespräch erzählt er, welchen Bus er morgens erwischen musste, um pünktlich um 9 Uhr an seinem Arbeitsplatz zu erscheinen. Manche Jugendliche seien es gewohnt, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen, während andere sich vorwiegend im MNA-Zentrum aufhielten, sagt Oliver Engeler. Den Weg mit ihnen vorgängig zu üben, gehörte genauso zur Vorbereitung, wie andere wichtige Fragen zu klären. Wie kleide ich mich? Wie signalisiere ich mein Interesse an der Arbeit? Wie bringe ich mich ein – und wie viel gebe ich im beruflichen Umfeld von mir preis? Solche Punkte sprach Oliver Engeler in den Modulen im März an, in denen sich die Jugendlichen auf die Einsätze vorbereiteten.

Lernen, über sich selbst nachzudenken Freilich lief nicht immer alles nach Plan. Hier und dort gab es Klärungsbedarf. Vielleicht wegen eines Missverständnisses zwischen dem Betrieb und dem Jugendlichen, oder weil die Arbeitskleidung zunächst noch nicht ganz den Gepflogenheiten entsprach. Insgesamt seien die Rückmeldungen der Betriebe aber sehr positiv gewesen. Darauf deutet zumindest auch die Geste von einem der Unternehmen hin: Die Landi Obfelden spendierte an der Diplomfeier nicht nur den Apéro, sie beschenkte die Teilnehmer zudem mit einer Überraschungs-Tüte. Auch die Jugendlichen selbst hätten ihre Arbeit in der Regel pauschal als gut bewertet, wenn er sie nach einer Selbsteinschätzung gefragt habe, erzählt Oliver Engeler. In den vergangenen Monaten sei es auch sein Ziel gewesen, die Jugendlichen zum Reflektieren zu animieren. Was ist mir gelungen? Wo könnte ich mich noch verbessern? Solche Fragen seien den jungen Männern zunächst noch eher fremd gewesen. Da habe in den vergangenen Monaten eine grosse Entwicklung stattgefunden: «Sie haben gelernt, über sich selber nachzudenken.» Jahangir lebt seit etwas mehr als anderthalb Jahren in der Schweiz. Er spricht ein solides Deutsch, kann sich ausdrücken. «Ich verstehe nicht alles», warnt er vor dem Interview. Auch das hat er in den vergangenen Monaten gelernt: Unklarheiten zu benennen. Zunächst, erzählt Jahangir, habe er bei der Arbeit keine Fehler machen wollen, sich aber auch nicht getraut, nachzuhaken,

wenn er etwas nicht verstanden habe. «Frag nach, wenn du etwas nicht verstehst», habe ihm Oliver Engeler geraten. Am Anfang sei das schwer gewesen, doch mit der Zeit sei es ihm immer leichter gefallen.

Alle feiern mit Ob das Programm «Lift Lilienberg» in Zukunft erneut stattfindet, ist derzeit offen. Das hänge nicht nur von der Finanzierung ab, so Oliver Engeler, sondern auch davon, ob weiterhin genug Betriebe teilnehmen. Die Betreuung, die Beurteilungsgespräche, das Arbeitszeugnis: «Dass die Unternehmen diesen Zusatzaufwand auf sich nehmen, ist nicht selbstverständlich.» Anfang Juli ging der Arbeitseinsatz für die fünf Teilnehmenden zu Ende. Für Jahangir stehen Veränderungen an: Demnächst wird er volljährig und zieht vom Lilienberg in ein anderes Zentrum. Für die Zukunft würde er sich wünschen, eine Lehre als Maurer oder Schreiner machen zu können. Zunächst aber soll an jenem Mittwochabend das gefeiert werden, was er und seine Kollegen bisher erreicht haben. Ansprachen wechseln sich mit Applaus ab, bis Oliver Engeler schliesslich die Diplome überreicht. Auch Jahangirs Beiständin, seine Bezugsperson vom MNA-Zentrum Lilienberg und einige Mitbewohner sind gekommen und klatschen ihm zu, als er aufgerufen wird. Dass sie alle mit ihm feiern, freut ihn: «Sie sind wie eine Familie für mich», hatte er im Interview gesagt. Nachdem er das Diplom erhalten hat, möchte Jahangir noch etwas sagen, bevor er wieder Platz nimmt: «Vielen Dank, ich freue mich.»

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. Juli 2021

Im Säuliamt hausen Gespenster Streifzüge durch die Natur: Eulen sind nicht einfach zu beobachten

von Stefan Bachmann

STREIFZÜGE DURCH DIE NATUR Der Biologe und Journalist Stefan Bachmann schreibt über seine Erlebnisse in der Natur im Knonauer Amt. Er zeigt, welche Tiere und Pflanzen es je nach Jahreszeit vor unserer Haustür zu entdecken gibt und welche spannenden und faszinierenden Lebensweisen sie entwickelt haben. Stefan Bachmann arbeitet bei BirdLife Schweiz und ist im Vorstand des Vereins Naturnetz Unteramt VNU (www.naturnetz-unteramt.ch). Bereits erschienen: Nächtliche Begegnungen mit schlauen Kleptomanen, 26. Mai; Die Abendserenade von Laubfrosch & Co., 22. Juni.

Junge Waldkäuze lassen sich gerne von den Eltern bedienen. (Bild Noutch-Pixabay)

Waldohreule. (Bild Carl‘Antonio Balzari)

Geräuschlos wie ein Schatten

freuen, wenn eine solche in der Scheune brütet – denn sie vertilgt viele Mäuse (und Spatzen). Mehrere Jahre lang konnte man ihr auf dem Hof der Familie Locher in Bonstetten per Monitor in die gute Stube schauen, denn der pensionierte Hausarzt Peter Kern hat dort in einem Schleiereulenkasten eine Kamera montiert. Seit zwei Jahren brüten nun Turmfalken in der luftigen Loft; auch ihr Familienleben ist immer für eine Home Story gut. Bekannt sind mir nur noch drei, vier andere Standorte von Schleiereulenbruten im Säuliamt. Das ganze Reppischtal scheint mehr oder weniger «schleiereulenfrei» zu sein. Warum, ist mir schleierhaft. Bekannt ist, dass die Nachtvögel harte Winter mit viel Schnee nicht gut überstehen und dann arg dezimiert werden. Dafür vermehren sie sich dann in Jahren mit vielen Mäusen wieder rasch. Landwirte, die dem weissen Nachtgeist auf dem Hof mit einem Brutkasten helfen möchten, mögen sich an den lokalen Naturschutzverein wenden.

Speziell war ein Erlebnis vor wenigen Wochen: Als wir abends nach Füchsen und Dachsen fahndeten, flüsterte meine Begleitung plötzlich: «Sieh mal, eine Eule!» Wir befanden uns gerade über dem Portal des Üetlibergtunnels, und tatsächlich: Auf einem Pfosten an der Autobahn, im grellen Licht der Scheinwerfer, sass ein Waldkauz, keine zehn Meter vor uns. Dann stürzte er sich mit ausgebreiteten Flügeln auf das gemähte Bord, um eine Maus zu erhaschen. Das gelang ihm zwar nicht, aber er setzte sich nun noch näher auf einen Pfosten. Sekunden später glitt er weg in den nahen Wald – geräuschlos, wie ein Schatten, ein Geist. Ist dieses schemenhafte, geheimnisvolle Wesen der Grund, weshalb viele Menschen so fasziniert sind von den Eulen? Oder ist es das Gesicht mit den «weisen» Augen? Die Tatsache, dass die Tiere nachts sehr gut sehen und ihnen keine Maus entgeht? Ich stelle mir

manchmal vor, wie rasch ich wohl verhungern würde, wenn ich in der Dunkelheit Mäuse fangen müsste...

Auch Waldohreule und Schleiereule Im Säuliamt leben aber nicht nur Waldkäuze, sondern auch zwei deutlich seltenere Eulenarten. Die eine gleicht mit ihren Federohren stark einem kleinen Uhu, und sie singt auch ähnlich: «Uuuuuh». Es ist die Waldohreule, der man abends durchaus begegnen kann, in der Maschwander Allmend, oberhalb von Hauptikon – oder auch mitten in Wettswil. Auch sie jagt über den Weiden und Feldern nach Mäusen, wo es denn noch welche hat. Von Hausbau hält sie nicht viel: Sie übernimmt kostenlos alte Krähennester am Waldrand. Ziemlich auffällig sind in der Dämmerung einmal mehr die Eulen-Teenager: Ihr hohes Gefiepe ist weitherum zu hören. Die dritte Spezies ist die seltene Schleiereule. Jeder Landwirt kann sich

Renovierte Zimmer, ein GoKart oder ein Kochbuch Ausstellung der Projektarbeiten an der Sekundarschule Hausen Die Schülerinnen und Schüler der Sek Hausen haben ihre Abschlussarbeiten präsentiert. Der Präsentationsabend vor den Sommerferien hat Tradition. Ziel ist es, den Eltern und anderen Interessierten zu zeigen, was unter dem Jahr für Arbeiten entstanden sind. Dieses Jahr fand der Anlass am Montag gleich nach der Projektwoche statt. Es flossen deshalb auch Arbeiten aus der Projektwoche in den Präsentationsabend ein. Die Projektarbeiten der 9.-Klässler füllten den Gemeindesaal. Stolz und aufgeregt präsentierten die Schülerinnen und Schüler dort ihre Ergebnisse. Sie hatten sich teilweise ganze zwei Monate intensiv damit beschäftigt und weit mehr als die vorgeschlagenen 40 Stunden daran gearbeitet. Nun erlebten sie die Wertschätzung ihrer Arbeiten durch das Interesse und die Bewunderung des zahlreich erschienenen Publikums. Die Auswahl der Arbeiten war riesig, so gab es neben selbst geschriebenen Büchern und Filmen, auch eigens programmierte Computerprogramme, neu renovierte Zimmer, frisch lackierte Mofas und Kleinmotorräder, eine schrift-

Planen, Organisieren, Recherchieren und erfahren, wie sie Arbeitszeit planen müssen, um rechtzeitig fertig zu werden. Die Besucherinnen und Besucher des Präsentationsabends konnten diverse Modelle der 2.-Sekler bewundern, welche diese im Fach «eigenständiges Lernen» gebaut hatten.

Arbeiten aus dem Schulalltag

Roman hat als Abschlussprojekt seinen GoKart wieder zum Laufen gebracht. (Bild zvg.) liche Arbeit über die Liebe, Kochbücher, eine neue Website auf der selbst gemachte Karten bestellt werden können, Vogelspielzeug, diverse Möbel und ein Schild für den Biohof der Familie. Die Ausstellung der Projektarbeiten ist immer auch der Ort, wo sich die 8.-Klässler Information und Inspiration

für ihre eigenen Arbeiten holen, denn sie sind ja im nächsten Schuljahr dran, um ihre eigenen Projekte umzusetzen. Für die Projektarbeit geschult werden die Schülerinnen und Schüler schon in der zweiten Sekundarschule. Im Fach «eigenständiges Lernen» setzen sie Miniprojekte um und üben Fertigkeiten wie

Vorstoss für Lichtsignalsteuerung Mit einem Postulat verlangen Kantonsrat Thomas Schweizer (Grüne, Hedingen) und weitere Unterzeichnende, dass der Fuss- und Veloverkehr bei der Lichtsignalsteuerung besser berücksichtigt wird.

Drei Arten von Eulen nisten im Knonauer Amt. Einfach sind sie nicht zu beobachten. Dabei leben sie mitten unter uns: auf dem Bauernhof, in der Wohnsiedlung oder direkt an der Autobahn.

Bauernfamilien, die etwas abgelegen in der Nähe eines Waldes wohnen, kennen den schaurig-schönen Balzgesang des Waldkauzes bestens. «Huu-hu-huhuhuhuu» ruft es in der Dämmerung aus dem Wald, bevorzugt im Herbst und Winter, aber durchaus auch zu anderen Jahreszeiten. Und wer in Dorf und Stadt wohnt, kennt den Gesang ebenfalls: aus den vielen TV-Krimis, in denen der Regisseur eine unheimliche Stimmung erzeugen möchte. Im Säuliamt ist der etwa krähengrosse Waldkauz weit verbreitet – wenn man ihn auch fast nie sieht, wie das für nachtaktive Tiere so üblich ist. Wer allerdings das Glück hat, einen Brutbaum zu kennen, kann den Kauz dort recht gut beobachten, und wird dann auch mal die Jungvögel sehen, wie sie neugierig aus der Höhle schauen. Nach dem Ausfliegen sitzen sie noch eine Zeit lang auf nahen Ästen herum und lassen sich ganz nach Teenie-Manier von den Eltern bedienen.

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Daneben hatten die gestalterischen Fächer Skulpturen, Giessfiguren, Schweissarbeiten und Architekturskizzen ausgestellt. In den Gängen hingen Plakate aus dem regulären Unterricht aller Stufen, Zeichnungen und Lernplakate und diverse Arbeiten aus der Projektwoche. Ein besonderer Höhepunkt waren die beiden Auftritte der Schülerband, deren vier Mitglieder noch nicht so lange wieder üben durften und die sich an den Instrumenten und am Gesang abwechselten. Der Präsentationsabend ist ein wichtiger Anlass, um den Kontakt mit Eltern zu pflegen, zukünftigen Schülerinnen und Schülern die Schule zu zeigen und anderen Interessierten Einblick in den heutigen Unterricht zu gewähren. Sekundarschule Hausen

Lichtsignalanlagen (LSA) sind oft mit Detektoren verkehrsabhängig programmiert. Es wird aber nur motorisierter Verkehr erfasst und optimiert. Der Fuss- und Veloverkehr wird bisher nicht erfasst und muss oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen bzw. sich mit Drucktasten anmelden. Lange Wartezeiten führen zu Missachtung des Rotlichtes und sind daher ein grosser Risikofaktor. Neue Technologien können mittlerweile auch den Fuss- und Veloverkehr erfassen (Laser, Infrarot, Radar, Video usw.). Mit der Erfassung des Fuss- und Veloverkehrs soll auch dieser Verkehr in die Programmierung der LSA aufgenommen und entsprechend dem Bedarf optimiert werden. Mit der Erfassung des Fussverkehrs können die Grünphasen bei grösseren Gruppen (z.B. Schulkindern) oder bei Menschen mit Mobilitätsbehinderung verlängert oder bei fehlendem Bedarf gekürzt werden. Auch der Veloverkehr kann durch eine Detektion der Velos optimiert werden. Hintergrund des Vorstosses ist ein erfolgreich umgesetztes Pilotprojekt im Kanton Basel-Stadt. Die automatische und frühzeitige Anmeldung – also ohne Betätigen des Ampel-Knopfes – stiess bei den Fussgängerinnen und Fussgängern auf grosse Zustimmung. Mit dieser Massnahme konnte die Wartezeit um mehr als 60 Prozent reduziert werden. (red.)

FORUM

Hilfsbereitschaft Die Bauarbeiten an der Muristrasse für den Zubringer der Autobahn sind nicht zu übersehen und nicht aufzuhalten. Strassen werden aufgerissen, Leitungen müssen verlegt werden. Angesichts dessen müssen einige Bäume gefällt werden. Auch auf unserem Grund haben einige Buchen und eine 40 Jahre alte Birke, neben Buschwerk weichen müssen, da das Astwerk die Maschinen behindert hätte. Ich verstehe das. Aber meine Sorge galt den Tieren, vor allem den Vögeln, die darin Unterschlupf fanden und womöglich ihre Nester hatten. Ich suchte daher das Gespräch mit einem Bauleiter, der sich freundlicherweise mit dem Naturschutz in Verbindung setzte. Dieser versprach, vor dem Fällen das Areal nach Nestern abzusuchen. Ich möchte meine Freude und meinen Dank aussprechen an den Bauführer Herr Leuthard, der sich spontan um dieses Problem kümmerte und an alle, die sich für die Tiere einsetzten. Das ist schliesslich keine Selbstverständlichkeit. Katharina Proch, Obfelden

Überflutung war vorhersehbar Mit grossem Bedauern hatte ich aus den Medien erfahren, dass der Campingplatz in Ottenbach überflutet wurde. Nach dem Beitrag kam mir die Frage auf, ob dieses Desaster nicht hätte abgewendet werden können. Laut «Schweizer Bauer» wurde der Zeltplatz im Jahre 2013 vorsorglich evakuiert. Wieso hatte man dies nicht in Betracht gezogen? Meine Meinung ist es, dass der Standort nicht ideal ist, um dort einen Campingplatz zu betreiben, in der Nähe eines grosses Fliessgewässers, welches bei Unwetter über das Ufer treten könnte. Louis P. Meier, Birri


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Gewerbe

Auf in die Zukunft

Die Projektwoche der Sek Hausen war dem Thema Nachhaltigkeit gewidmet. > Seite 8

Dienstag, 20. Juli 2021

Ab auf die Bank

Der beste Ort zum Entschleunigen – auch diesen Sommer stehen wieder Lesebänke bereit. > Seite 12

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Auf den Titlis

Die Ü60er des Ski Clubs Bonstetten besuchten ihr ehemaliges Trainingsgebiet – den Titlis. > Seite 13

Das Gewerbe legt den Fokus auf die Kommunalwahlen Generalversammlung des Gewerbevereins Mettmenstetten-Knonau-Maschwanden Nach einem schwierigen und herausfordernden Jahr schauen die Mitglieder des Gewerbevereins Mettmenstetten-KnonauMaschwanden (MKM) positiv in die Zukunft. Die Traktanden der Generalversammlung gaben zu keinen Diskussionen Anlass. Bei den Behördenwahlen im nächsten Jahr soll das Gewerbe mitreden.

liche Bewältigung der vergangenen Monate für viele Mitglieder des MKM eine Herausforderung bedeutet habe, erntete Vreni Spinner grosse Zustimmung. Dezidiert hielt sie aber auch fest, dass unter dem Vorstand und bei den Mitgliedern eine grosse Solidarität vorhanden sei. Die Traktandenliste zeigte wohl 13 Geschäfte, wurde jedoch überaus zügig und ohne Wortmeldungen aus dem Mitgliederkreis erledigt. Das Protokoll der GV 2020, der Jahresbericht der Präsidentin, die Jahresrechnung und das Budget wurden einstimmig bestätigt. Der Rücktritt des Vorstandsmitgliedes Judith Kall wurde mit Dank für ihre geleistete Arbeit zur Kenntnis genommen. Ohne Einwände wurde Vreni Spinner als Präsidentin wieder-, sowie Petra Böbner, Inhaberin der PB Treuhand AG, neu in den Vorstand gewählt.

von Martin Mullis Im «Rössli»-Saal in Mettmenstetten herrschte am vergangenen Donnerstagabend beim Apéro des Gewerbevereins Mettmenstetten-Knonau-Maschwanden (MKM) eine fröhliche Stimmung. Doch pünktlich zu Beginn der GV beendete Präsidentin Vreni Spinner mit der alten «Rössli-Glocke» die Gespräche und überraschenderweise gehorchten alle Anwesenden und setzten sich an die weiss gedeckten Tische. Gastgeberin, Wirtin und Präsidentin des MKM, Vreni Spinner, durfte die rund 40 Mitglieder im eigenen Haus herzlich willkommen heissen. Sie zeigte sich ausserordentlich erfreut und bezeichnete die Anzahl der GV-Teilnehmer als rekordverdächtig. Mit der Feststellung in ihren kurzen Begrüssungsworten, dass die wirtschaft-

Die Neumitglieder zeigen eine vielfältige Firmenpalette

Einstimmig und mit viel Applaus in den Vorstand gewählt: Petra Böbner (rechts) erhält einen Willkommensstrauss von Vreni Spinner. (Bild Martin Mullis)

Sieben Neumitglieder durften im Gewerbeverein Mettmenstetten-KnonauMaschwanden begrüsst werden und nutzten die Gelegenheit, sich und ihre Firmen vorzustellen. Die Palette der Dienstleistungen und Branchen der Neumitglieder – von der Haustechnik über eine Sanitäreinzelfirma bis hin

zum Take-away – ist überaus vielfältig und zeigt auch ein lebendiges regionales Gewerbe. Präsidentin Spinner ist es wohl nicht zuletzt wegen dieser eindrücklichen Stärke der regionalen Firmen ein grosses Anliegen, den Einfluss des MKM in der kommunalen Politik zu stärken. Sie betonte deshalb energisch, dass sich die «Gwerbler» nicht nur für die Dorfpolitik interessieren, sondern auch vermehrt in den politischen Institutionen mitarbeiten sollten. Sie sicherte allen allfälligen Kandidaten für die Gemeindewahlen im März 2022 die Unterstützung des MKM zu. Sie selber werde sich in Mettmenstetten als Gemeinderätin zur Verfügung stellen. Doch nicht nur das Interesse an der Politik sei für sie zu diesem Schritt massgebend gewesen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit stehe sie bei dieser GV des MKM wohl das letzte Mal als Gastgeberin vor den Mitgliedern, sofern die «Rössli»-Genossenschaft erfolgreich ihre Tätigkeit aufnehmen kann. Da hätte sie dann nach 23 Jahren als Gastgeberin etwas mehr Zeit, meinte sie und wischte eine kleine und vermutlich imaginäre Träne aus ihren Augen. Ein Nachtessen im altehrwürdigen «Rössli»-Saal, mit vielen interessanten Gesprächen, rundete die MKM-Generalversammlung ab.

Augustbrunch zum Mitnehmen auf Vorbestellung

Box mit den regionalen Spezialitäten gibt es neu auch in Hausen Auch dieses Jahr wird es im Knonauer Amt nichts mit dem Bauernhofbrunch zum 1. August. Auf frische, regionale Spezialitäten muss man dennoch nicht verzichten. Möglich macht es die «BrunchBox» von «Yummy». Den Nationalfeiertag beim Brunch mit Freunden und Familie in entspannter Atmosphäre zu Hause beginnen. Dies

erleichtert die «BrunchBox» von «Yummy». Statt allen Brunch-Bestandteilen einzeln nachrennen zu müssen, kann man am Samstag- oder Sonntagmorgen bequem alles in einer Schachtel abholen, wahlweise in Affoltern, Obfelden, Ottenbach oder erstmals auch in Hausen. Letzten Sommer hat «Yummy» die «BrunchBox» zum Nationalfeiertag in Obfelden und Ottenbach lanciert. Die zweite Auflage folgte dieses Jahr zum

Muttertag, mit einem zusätzlichen Standort in Affoltern. Das Angebot sei über Erwarten gut angekommen, blickt Initiant Remo Marchioni zurück. Nebst Butterweggen und Brot – je nach Abholort vom Albis Beck oder von der Bäckerei Nussbaumer – gehört das Fitness-Müesli von «Yummy» dazu, mit Dinkel aus dem Reusstal, ohne Zucker, Weizen oder Sultaninen. Weiter beinhaltet die «BrunchBox» unter anderem Milch, einen Chocodrink und Orangensaft, Butter, Konfitüre und Joghurt, gekochte Eier sowie Käse und Aufschnitt. Weiter liegt der Box diesmal auch noch eine aktuelle Ausgabe der Zeitschrift «Spot-Magazin» bei: Berichte und tolle Bilder über Freizeit und Reisen in der Schweiz. Die Brunch-Box eignet sich als Mitbringsel, um Familie und Freunde einzuladen, oder auch um selber zu geniessen. Wahlweise kann man sie am Samstagmorgen, 31. Juli, abholen oder zum 1. August am Sonntagmorgen. Bestellen und bezahlen lässt sie sich direkt an den Abholorten, im Volg-Dorfmärt in Obfelden, im Albis-Beck-Café in Ottenbach in der Bäckerei Nussbaumer in Affoltern oder neu auch im Volg Hausen. (tst.) BrunchBox für 2 bis 3 Personen, 49 Franken, auf Vorbestellung bis Freitag, 30. Juli: Volg Dorfmärt Obfelden, Albis-Beck-Café Ottenbach, Bäckerei

Vielfältig und reichhaltig: Der Inhalt der BrunchBox. (Bild zvg.)

Nussbaumer Affoltern, Volg Hausen.

FCA-Vertreter André Pfister (Co-Leiter Finanzen), Wale Aegerter (Leiter Sport), Ferruccio Gusmini (Präsident), Matthias Bär (Leiter Raiffeisen Affoltern a/A), Boris Jevremovic (Trainer Herren 1), Michael Romer (Co-Leiter Finanzen) nach der Vertragsverlängerung. (Bild R. Aegerter)

Raiffeisen unterstützt FCA weiter Die Erneuerung von Sponsorenunterstützung ist im Nachgang der Pandemie kein Leichtes. Umso höher ist die partnerschaftliche Verbundenheit der Raiffeisenbank Kelleramt-Albis mit dem FC Affoltern zu werten. Nach den Verlängerungen zweier grosser Vereinssponsoren darf der FCA mit Freude bekannt geben, dass die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis ihr Engagement für den mitgliederstärksten Sportverein des Bezirkshauptorts wieder für mehrere Jahre verlängert hat. Die Raiffeisenbank ist dem FCA seit einem Jahrzehnt als Vereinssponsorin treu. Das Engagement begann 2011 als Hauptsponsorin der Juniorenabteilung, welches 2016 auf den Gesamtverein ausgedehnt wurde.

FCA-Präsident Ferruccio Gusmini zeigt sich hoch erfreut und bedankt sich: «Die Raiffeisenbank in diesen Zeiten weiterhin als Hauptsponsorin im Boot zu behalten, ist keine Selbstverständlichkeit. Für den FCA ist dies von grosser Bedeutung, da der Verein damit die Mittelfristplanung beruhigter angehen darf.» Matthias Bär, Leiter Geschäftsstelle Raiffeisenbank Affoltern, unterstreicht die Partnerschaft: «In den vergangenen zehn Jahren haben wir gemeinsam viel für den Fussball im Bezirk bewegen können. Wir schätzen die ehrenamtliche Vereinsarbeit gerade im Juniorenbereich des FCA hoch ein und wollen diese weiterhin unterstützen.» Michael Romer, FC Affoltern


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Serie

Dienstag, 20. Juli 2021

Übernachten in einem Stück Natur mitten in München Sommerserie «Ich war noch niemals ...»: eine Nacht in einer Gartenlaube «Der Mörder ist immer der Gärtner», heisst es. Sollte ich es wirklich wagen, in einem Schrebergarten zu übernachten? Irgendwie stellte ich mir diese einsame Nacht romantisch und zugleich beängstigend vor. Es war aber ganz anders. Von Regula ZellwegeR Schrebergärten haben mich schon immer fasziniert: die kleinen Paradiese der «kleinen Leute». Mit liebevoll geschmückten Häuschen, Grillstellen, Fahnenstangen – und Gartenzwergen. Als Reisejournalistin übernachte ich an den unterschiedlichsten Orten, vom Luxushotel bis zur Jugendherberge und vom Baumhaus über das Floss bis zum Containertanker auf dem Atlantik. Aber noch nie in einem Gartenhaus. Ich stellte mir das aufregend vor. Was und wer wohl nachts im Garten herumschleicht? Schliesslich ist die Laubenkolonie gleich neben dem Münchner Westfriedhof gelegen. Mit meinem Besuch bei meiner Journalistenkollegin Martina bekam ich die Möglichkeit, in einer Gartenlaube zu übernachten. Seit zwei Jahren ist sie stolze Pächterin eines Schrebergartens. Sie, die den Winter jeweils in Asien herumtingelt, weil ihre Wohnung nach eigenen Aussagen «saukalt» ist, ist aktuell – wegen Corona – sesshaft, pflanzt in Hochbeeten, spricht Gartenlateinisch, jagt fluchend Schnecken, schreibt Bücher und führt Dichterlesungen im Grünen durch. Zurzeit arbeitet sie an einem Schrebergarten-Krimi.

Gartenlaube Martina sagt nicht «Gartenhaus», sie sagt «Gartenlaube». «Eine Gartenlaube ist ein kleines, offenes Gebäude, meist aus Holz oder Gusseisen, das es erlaubt, sich vor Sonne oder vor Regen geschützt im Freien aufzuhalten», definiert Google. Klingt besser als Geräteschuppen. Geräteschuppen klingt nach Fisch. Letz-

«ICH WAR NOCH NIEMALS ...» Sich erstmals an einen Ort oder an eine Aktivität heranwagen – darum geht es in der diesjährigen Sommerserie des «Anzeigers». Den Auftakt macht Regula Zellweger mit einer Übernachtung in einer Gartenlaube. Bis Mitte August folgt in jeder Ausgabe eine weitere «Erstbegegnung». (red.)

te Woche habe ich das Gartenhaus von Herrn Goethe in Weimar besucht. Es hat zwei Stockwerke und der Dichterfürst hat sieben Jahre darin gewohnt. «Die Gartenlaube» war für mich schon immer ein Begriff. «Die Gartenlaube – Illustrirtes (ohne ie) Familienblatt» war ein Vorläufer der modernen Illustrierten. Das erste grosse deutsche Massenblatt erschien erstmals 1853. Es prägte das rollenspezifische Leben der Bürger und unterhielt mit romantischen Romanen in Folgen. Soap-Operas des Biedermeiers sozusagen. Letzte Woche bin ich auf meiner Reise durch Thüringen in Langensalza Ernst Keil, dem Gründer der Gartenlaube, begegnet – in Gedenktafelform.

Kleingartenverband Martinas Garten befindet sich mitten in München, wo es den Kleingartenverband München e.V. gibt. Was e.V. heisst? Weiss ich nicht. Dazu gehören 11 000 Mitglieder mit 8000 Parzellen – wo gilt: «Münchens Kleingärten schaffen Freude und Freunde, verbinden alle Altersklassen, vereinen alle Nationalitäten und schaffen gesundes Klima.» Die sozialen und ökologischen Funktionen des europäischen Kleingartenwesens erleben zurzeit ein Comeback. Die Nachfrage der Münchner nach einem Kleingarten ist gross. Martina musste dreieinhalb Jahre warten. Unterdessen hat sie sich eingelebt und «ihre Ecke» ist bekannt für Kameradschaft und feuchtfröhliche Abende. Zudem gehört eine lauschige griechische Taverne zur Gartenanlage. An meinem Übernachtungsabend fanden sich Nachbarn ein, es wurde geplaudert und gebechert und ich war froh, als ich Martina sicher im Tram nach Hause wusste. Die Trambahn rattert gleich hinter dem Bretterzaun hinter der Gartenlaube um eine Kurve. Man hört sie. Deutlich. Spät nachts, früh morgens und den ganzen Tag.

In dieser Gartenlaube hat Regula Zellweger eine Nacht verbracht. Gleich hinter der Laube fährt die Münchner Trambahn. (Bild zvg.)

Von Romantik keine Spur Martinas Gartenlaube hat eine separate Komposttoilette. Das Bett ist bequem und die Laube kann man abschliessen. Die Gartennachbarn hatten zum Abschied in ziemlich alkoholisiertem Zustand abgemacht, gemeinsam zu frühstücken – und zogen sich in ihre Lauben zurück. Zum Schlafen. Und sogar zum Fernsehen. Von Romantik keine Spur. Zuerst fand ich keinen Schlaf, weil ich fror. Ich zog Martinas dicke Jacke an, schlüpfte unter die Decke und schlief ein. Als ich erwachte, war mir zu warm und ich realisierte, was «Licht-

Die weitläufige Schrebergartenanlage befindet sich zwischen dem Westfriedhof und renovierten Arbeitersiedlungen. (Bild Regula Zellweger)

smog» bedeutet. Die Strassenbeleuchtung erhellte die Gartenkolonie, fast so, als wäre sie ein Fussballfeld. Ich hängte nun die dicke Jacke vor das Fenster. Dann hörte ich das Tram und dachte daran, dass es auf der gut 11 Kilometer langen Dachauer Strasse fährt. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden über die Dachauer Strasse unzählige sogenannte Schutzhäftlinge in das Konzentrationslager Dachau depor-

tiert. Nun fiel es mir schwer, wieder einzuschlafen. Fazit meiner Gartenlaubennacht: Von Romantik keine Spur. Wirklich gruselig war nur der Gang zur Toilette. Ich befürchtete, auf eine Nachtschnecke zu treten. Am anderen Morgen weckte mich Vogelgezwitscher. Ich wanderte durch die Kolonie, schaute mir Häuschen, Blumen, das Gemüse, Outdoor-Sitzgruppen, die vielen deutschen Flaggen und

die mehr oder weniger geschmackvollen Deko-Gegenstände an und kaufte in den Läden in der nahen, renovierten Arbeitersiedlung reichlich Brötchen, Butter, Käse und Wurst für das verabredete Frühstück ein. Leider war ich die Einzige, die nach Wein- und Whiskygenuss noch von dieser Verabredung wusste. Martina und ich assen die nächsten beiden Tage ausschliesslich belegte Brötchen.

«Unsere Welt - Unsere Zukunft» Projektwoche an der Sek Hausen zum Thema Nachhaltigkeit Die rund 160 Schülerinnen und Schüler der Sek Hausen verbrachten die Woche damit, mehr Wissen über eins der fünf Unterthemen Energie und Technik, Ressourcen, Mobilität, Essen oder Kleidung zu erlangen und Lösungsansätze für ein umweltfreundlicheres Leben kennenzulernen. Um zu wissen, wie viel Strom sie eigentlich verbrauchen, waren die Schülerinnen und Schüler aus der Gruppe Technik angehalten, ihren persönlichen Verbrauch z.B. für das Handyladegerät oder den Föhn mit einem Strommessgerät zu messen. Beeindruckend war zu erfahren, dass ein Grossteil des Stroms in der Schweiz durch Wasserkraft gewonnen wird.

In der Projektgruppe Ressourcen erfuhren die Jugendlichen, dass auch Glück, Nachbarschaftshilfe und das eigene Können Ressourcen sind, die es zu nutzen gilt, um dem Konsumdrang die Stirn zu bieten. Denn wer sich glücklich fühlt, konsumiert weniger. Und weniger Konsum ist, wie nach dieser Woche hoffentlich alle wissen, die beste Lösung, um ein umweltfreundliches, nachhaltiges Leben zu führen. Dass der eigene Körpereinsatz zufrieden macht und zum Beispiel das Wissen darum, wie man seine Sachen selbst reparieren kann hilft, den Konsum zu verringern, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Gruppe Mobilität und filmten dazu auch gleich Werbespots, welche das Gefühl der Freiheit und des Glücks beim Fahrradfahren priesen.

Die Projektgruppe Kleidung hat Kleidung umgearbeitet und einen Kleidertausch organisiert. Die Tauschbörse ist eines der Projekte, die ins nächste Schuljahr weitergetragen werden sollen und das Umarbeiten von Kleidung bleibt Teil des Unterrichts im Wahlfach Textiles Gestalten. Mit dem Verwerten von Resten und gerettetem Essen hat sich die Projektgruppe Essen beschäftigt. Um die Wertschätzung von Lebensmitteln zu erhöhen, sind für das nächste Schuljahr Erntehilfeeinsätze bei Bauern der Umgebung geplant. Es war eine spannende, lehrreiche Woche, aus der noch weitere Aktionen ins neue Schuljahr mitgenommen werden. Nadine Urmi

Fotoshooting mit den getauschten und upcycleten Kleidungsstücken aus der Projektgruppe Kleidung. (Bild zvg.)


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Geburtstrauma – Wenn dein Baby weint – Ein kultureller blinder Fleck

Wenn ich in einen Raum von Müttern gehen und erklären würde, dass es völliger Unsinn ist, dass die Geburt schmerzhaft ist, würde ich erwarten, dass die Reaktion eine von Empörung und Wut wäre. Doch die Idee, dass die Geburt sowohl für das Baby als auch für die Mutter schmerzhaft sein kann, hat nur wenig Gewicht. Da die grössten Schmerzen für Mütter durch den Kontakt des Babys, insbesondere des Kopfes und der Schultern des Babys, mit dem Gebärmutterhals und den Knochen des mütterlichen Beckens verursacht werden, ist es überraschend, dass der Erfahrung des Babys und den möglichen Folgen so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dies gilt besonders, wenn wir bedenken, wie weich und dünn die Knochen des Schädels des Babys sind. Dass Babys durch die Art und Weise, wie sie geboren werden, zutiefst beeinflusst werden und dass dies tiefgreifende Folgen für ihr ganzes Leben hat, ist meiner Erfahrung nach Realität. Mein Anliegen ist es, für die Babys einzutreten, deren Stimmen nicht gehört werden, und die Aufmerksamkeit auf den kulturellen blinden Fleck zu lenken, der existiert, wenn es um die Art und Weise geht, in der die Geburt und unsere Erfahrung im Mutterleib geprägt wird. Einer der Gründe, warum Babys oft schreien, wenn sie müde sind oder zu einer bestimmten Zeit am Abend, ist, dass sie nicht mehr abgelenkt werden und beginnen, ihre verkörperte Erfahrung akuter zu spüren. Wir können dies bis zu einem gewissen

Grad auch als Erwachsene erleben, wenn wir uns entspannen oder in den Schlaf driften. Wir beginnen Schmerzen wahrzunehmen, die wir tagsüber nicht bemerkt haben. Wir erleben Flashbacks von Auseinandersetzungen oder anderen störenden Ereignissen. Wir können Angst empfinden, da Sorgen, die tagsüber in den Hintergrund traten, plötzlich wieder auftauchen. Bei Babys ist es genauso, nur dass sie die Geschichte nicht in Worten, sondern nur in Empfindungen und Bildern haben. Bedürfnisweinen und Erinnerungsweinen Eine der nützlichsten klinischen Fähigkeiten ist die Unterscheidung zwischen «Bedürfnisweinen» und «Erinnerungsweinen». Bedürfnisweinen ist, wenn ein Baby ein momentanes Bedürfnis ausdrückt, wie z. B. Hunger, Unbehagen, Überstimulation, Unterstimulation oder Müdigkeit. Dies sind Grundbedürfnisse, und wenn sie befriedigt sind, hört das Weinen auf. Erinnerungsweinen liegt vor, wenn das Baby Empfindungen und Bilder erlebt, die sich auf eine frühere Erfahrung beziehen, wie z. B. einen Moment während der Geburt, der überwältigend war. Diese Art des Weinens ist mit sich wiederholenden Körperbewegungen verbunden, wie z. B. verzweifeltes Schieben oder «Paddeln» mit den Beinen. Es kann auf eine Stelle hinweisen, an der der Schädel durch einen Beckenknochen zusammengedrückt wurde oder das Baby desorientiert war und sich verloren fühlte. Es gibt Momente im Geburtsprozess, in denen die Babys nicht wissen, ob sie überleben werden. Sie werden unter starkem Druck zusammengedrückt, von Stresshormonen oder Medikamenten durch die Nabelschnur überflutet oder ihnen wird der Sauerstoff entzogen, da die Nabelschnur während der Wehen zusammengedrückt wird. Babys drücken die starken Emotionen aus, die jeder von uns mit solch intensiven Erfahrungen verbinden würde: Wut, Panik, Traurigkeit, Desorientierung.

Unterstützung der Eltern Einer der wichtigsten Faktoren ist es, den Eltern zu helfen, den Unterschied zwischen Bedürfnisschreien und Erinnerungsschreien zu verstehen. Es ist schwer für Eltern, sich die Geschichte ihres Babys anzuhören, da sie oft schmerzhaft ist und den Eltern bewusst macht, wie schwer der Geburtsprozess für ihr Baby war. Doch es ist das Anhören und Anerkennen des Schmerzes, die es dem Baby ermöglichen, ihn loszulassen. Ich habe dies so oft in der Praxis erlebt, dass ich nicht an ihrer Wirksamkeit zweifle. Wenn Babys Stress loslassen, werden ihre Körper weicher und sie sind in der Lage mehr in Beziehung zu gehen. Viele Symptome wie z. B. Koliken verschwinden, wenn sich das zugrunde liegende Trauma auflöst. Sich wiederholende Verhaltensweisen und Körperbewegungen, die Hinweise auf Aufmerksamkeit waren, werden nicht mehr ausgedrückt, da die Aufmerksamkeit gegeben wurde. Eltern zu helfen, die Körpersprache ihres Babys zu lesen und die emotionalen Nuancen in den Ausdrücken ihres Babys zu erkennen, erweckt bei vielen Eltern eine neue Wertschätzung für die angeborene Weisheit ihres Babys. Was unverständlich schien, macht nun Sinn. Die Einbeziehung der Eltern in den Prozess und die Arbeit mit ihrem Einverständnis bei jedem Schritt des Weges stärkt sie und erzeugt das Vertrauen und das Bewusstsein, ihr Baby auch ausserhalb der Sitzungen zu unterstützen. Ursula Gehre-Staffiero (gekürzte Version des Artikels)

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Vermischtes

Dienstag, 20. Juli 2021

Lesebänke – die ideale Entschleunigung Lesebank-Aktion 2021 Auch dieses Jahr stehen im Bezirk Affoltern bei verschiedenen Ruhebänken an Spazierwegen und in Badeanstalten Boxen mit Lesestoff bereit. Die Bibliotheken Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Hausen, Hedingen, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach, Rifferswil und Wettswil möchten die Bevölkerung während der Sommermonate zum Schmökern und Lesen verleiten. Sich auf einer Bank auszuruhen, die Seele baumeln zu lassen und ein spannendes Buch zu lesen ist Erholung pur! So laden die mit Romanen, Comics, Bilderbüchern, Zeitschriften und Sachbüchern gefüllten Leseboxen zum Entschleunigen ein. Ermöglicht wird dieses Projekt dank der guten Zusammenarbeit der Gemeindebibliotheken und durch die Unterstüt-

Oli Beck begeisterte am letzten Kirchgartenkonzert Klein und Gross mit witzigen und tiefgründigen Liedern. (Bild zvg.)

Worte und Klänge in lauschiger Atmosphäre

Bonstetter Kirchgarten-Kultur in den Sommerferien Der Garten rund um die reformierte Kirche bietet Daheimgebliebenen während der Sommerferien jeden zweiten Freitagabend um 19 Uhr ein Häppchen Bonstetter Musik und Kultur. Um die Kirche Bonstetten regt sich etwas! Der Kirchturm hat sich in ein silbernes Gerüst gehüllt – wie sieht er wohl aus, wenn er nach der Renovation im neuen Gewand erstrahlt? Am Fusse des Metallgerüsts lebt und wuselt es hingegen schon: Die Kulturhalbstunde hat

bereits zweimal erfolgreich stattgefunden, einmal mit Blues-Improvisationen und einmal mit einem gut besuchten Kinderkonzert. Während der Sommerferien gibt es weiteren Ohrenschmaus zu geniessen: Am 23. Juli spielt die weltbekannte Bonstetter Pianistin Michiko Tsuda am Flügel in der Kirche klassische Stücke. Casey Crosby, der Organist der reformierten Kirche Bonstetten, füllt den Begegnungsraum Kirchgarten am 6. August zusammen mit den Stimmen von Eva BrandleToth und Eveline Bosshard mit bewegenden Gospelsongs. Und am 20. August gibt es gleich zweimal eine halbe Stunde

Kultur zu geniessen: Jürg Steinegger, Säuliämtler Autor, liest bereits um 18 Uhr Kurzweiliges aus seinen Geschichten und weiht damit den Tausch-Bücherschrank im Kirchgarten ein (gerne Bücher zum Tauschen mitbringen). Anschliessend blasen Käthi Kaufmann Ott und Kurt Ott als AlpPanDuo mit Alphorn und Panflöte die Sommerferien aus. Der Eintritt ist bei allen Kirchgartenkultur-Anlässen frei: Der Garten soll der ganzen Bevölkerung als festlich-sinnlicher Begegnungsraum zugänglich sein. Ilona Stirnimann, Kirche Bonstetten Programm und Info: www.kirchebonstetten.ch.

Ein Boxenstopp der anderen Art. (Bild zvg.)

Die Unwetter haben die Landschaft verändert

Wie auf einer Insel - rund um den Campingplatz Reussbrücke bei Ottenbach liegt Wasser, auch auf dem Kulturland. (Bilder Stefan Felder)

Die Reussbrücke bei Obfelden wirkt plötzlich doppelt so lang wie in normalen Zeiten.

zung der Buchhandlung Scheidegger, die zahlreiche Bücher zur Verfügung gestellt hat. Neben Lesestoff hat es in den Boxen auch Feedback-Büchlein für Anregungen, Wünsche und Rückmeldungen. Wer in den kleinen Freiluftbibliotheken nichts Passendes findet, darf natürlich gerne eine der 14 Bezirksbibliotheken aufsuchen und deren Angebot nutzen. Einige Bibliotheken bieten zudem auch die Onleihe an, bei der digitale Medien heruntergeladen werden können. Die Lesebank-Aktion dauert noch bis Mitte September. Über die Standorte der einzelnen Lesebänke geben die beteiligten Bibliotheken oder www.bibliothek-affoltern.ch Auskunft. Irene Scheurer, Regionalbibliothek Affoltern


Sport

Erfolgreiche Alina Sönning an EM 13. Rang über 10 000 m

Als Ziel hat sich Alina Sönning an den Europameisterschaften U23 einen Platz in den Top 20 gesetzt, wenn alles optimal verläuft, sei ein Top-15-Rang möglich, meinten sie und ihr Trainer vor der Abreise nach Tallin. Beendet hat sie das Rennen auf dem ausgezeichneten 13. Platz mit persönlicher Bestzeit. Alina Sönning hatte auch die Limite über 5000 m erreicht. Der Entscheid, an den U23-Europameisterschaften in Estland über 10000 m zu starten, war richtig. Die Läuferin der LV Albis hat sich gut auf die Langdistanz eingestellt und lief ein ausgezeichnetes Rennen mit einer Klassierung in der ersten Hälfte des Teilnehmerfeldes. Die neue persönliche Bestzeit von

35:00.46 beweist, dass der Formaufbau stimmte und sie ihr Potenzial zum richtigen Zeitpunkt abrufen konnte.

Nicht erwartet Eine so gute Klassierung war nicht unbedingt erwartet worden, ging sie doch lediglich mit der 26. Meldezeit an den Start. Sie hat sich also um 13 Ränge verbessert und einige besser klassierte Läuferinnen hinter sich gelassen. Um die Ränge 12 bis 16 war es sehr eng, fünf Läuferinnen liefen innerhalb von 8 Sekunden ins Ziel. Alina Sönning bewies, dass sie sich auch im Endspurt behaupten kann. Trainer Philippe Bandi und die Athletin waren mit dem Resultat sehr zufrieden. Hanspeter Feller, LV Albis

Top-Leistung: Alina Sönning (rechts). (Bild athletix.ch)

Dienstag, 20. Juli 2021

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Annina Fahr für Olympia selektioniert Mitglied des Schweizer Frauen-Staffelteams über 4 x 400 m Die in Affoltern wohnhafte und arbeitende 28-jährige Schaffhauserin Annina Fahr wurde von Swiss Athletics und Swiss Olympic für die Olympischen Spiele in Tokio als Mitglied des Frauen-Staffelteams über 4 x 400 Meter selektioniert. Annina Fahr wohnt seit zwei Jahren in Affoltern und arbeitet als Doktorandin Gesundheitswissenschaft und Technologie im Rehabilitationszentrum des Universitäts-Kinderspitals Zürich in Affoltern. Sie startet für den LAC TV Unterstrass Zürich und trainiert unter der Leitung von Christoph Widmer. Die 400-m-Hürdenspezialistin läuft aber auch über 400 m flach sehr schnell. Seit einem Jahr ist sie Kadermitglied der Swiss Starters vom Dachverband Swiss Athletics. Dieses Jahr bestritt sie bereits zwei internationale Einsätze mit der Staffel 4 x 400 m. An den Staffel-Weltmeisterschaften, den World Relais in Polen, kam sie als Schlussläuferin zum Einsatz. Auch war sie Mitglied des Schweizer Nationalteams an der TeamEuropameisterschaft First League in Rumänien. Als Einzelläuferin gewann sie an den Schweizer Meisterschaften 2021 die Bronzemedaille über 400 m Hürden, mit persönlicher Bestzeit. Obschon Annina Fahr dieses Jahr nur ein Rennen über 400 m flach bestritt, wurde sie für die Staffel selektioniert. Ausschlaggebend für die Selektion waren die Splitzeit als Schlussläuferin an den World Relais und die Platzierung als drittbeste Schweizerin in der nationalen Bestenliste 2020. Sechs Läuferinnen sind für die Staffel 4 x 400 m selektioniert, was bei internationalen Grossanlässen üblich ist. Fahr sieht sich im Moment eher in der Rolle der Ersatzläuferin. Bis zu den Vorläufen

Freut sich auf Olympia: Annina Fahr. (Bild athletix.ch) am 5. August kann aber noch viel passieren, ein Start ist durchaus nicht ausgeschlossen, da zwei selektionierte Athletinnen, Lea Sprunger und Jasmin Giger, auch in den Einzelrennen über 400 m Hürden am Start sein werden. Das Schweizer Staffelteam kann sich sicher nicht mit den USA oder mit Jamaika messen. Das Ziel der Läuferinnen ist ein neuer Schweizer Rekord und eine möglichst gute Platzierung, dafür wird um jeden Hundertstel gefightet. Auf den definitiven Selektionsentscheid musste Annina Fahr lange warten. Ursprünglich war geplant, nur mit fünf Läuferinnen nach Tokio zu reisen, gross war dann die Freude, als die Bestätigung eintraf.

Olympische Spiele als Highlight Die Olympischen Spiele sind das vorläufige Karrierehighlight von Annina Fahr. Obschon die Spiele unter speziel-

len Bedingungen durchgeführt werden, freut sie sich und ist sicher, dass die Spiele ein Riesenerlebnis für sie sein werden. Fehlen werden ihr das volle Stadion und der Austausch mit Gleichgesinnten aus anderen Nationen. Wie geht es weiter nach den Olympischen Spielen? Um an der Spitze mitzuhalten, hat sie ihr Arbeitspensum bereits früher auf 70 Prozent reduziert. Der Fokus liegt weiterhin auf den 400 m Hürden, wo sie das Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft hat. Die Limite für die Europameisterschaften 2022 über 400 m Hürden ist sie bereits gelaufen, braucht aber noch eine Bestätigung. Für die Weltmeisterschaften 2022 in Eugene hat das Staffelteam den Startplatz gesichert. «Mit der Staffel an internationalen Grossanlässen dabei zu sein ist cool, ein Einzelstart jedoch noch cooler!», meint Annina Fahr. Hanspeter Feller, LV Albis

Im Trainingscamp auf dem Titlis Die Ü60er des Ski Clubs Bonstetten besuchten ihr ehemaliges Trainingsgebiet Auf dem Gipfel wartete nicht nur ein feines Mittagessen auf die Ausflugsgruppe, sondern auch eine Gletschergrotte und die höchstgelegene Hängebrücke Europas. Auf dem Weg von Bonstetten via Zug, Luzern nach Engelberg kamen bei einigen nostalgische Erinnerungen auf. Denn das Skigebiet Engelberg-Titlis ist seit 37 Jahren der bevorzugte Ort für die verschiedensten Gruppen des Ski Clubs: für die Renngruppe, die SkischuleSchneeSpo, die Freestyler, Freerider und Tourenfahrer. Auch im Sommer führten die «Ski-Clübler» mehrere schöne Wanderungen in dieser beeindruckenden Bergwelt durch. Bei der Busfahrt vom Bahnhof Engelberg zur Talstation der Gondelbahn kamen sie am Kloster Engelberg vorbei. Hier besuchte das erfolgreichste ehemalige JO-Mitglied des Ski Clubs Bonstetten, Andri Moser, die Sportmittelschule. Heute ist Andri im Swiss-Ski-Kader und auf dem Weg zur Weltspitze.

Mit der Luftseilbahn auf den Gipfel Der Titlis gehört zu den international bekanntesten Gipfeln. Doch vielen Schweizerinnen und Schweizern sind der Titlis und die Highlights wie der Cliff Walk und die Gletschergrotte kaum bekannt. Mit einer stolzen Höhe von 3062 Metern über Meer beansprucht der Titlis den Titel als höchsten Ausflugsberg der Zentralschweiz für sich. Gleichzeitig zählt er zu den touristischen Gipfel-Klas-

Die Ü60er des Skiclubs Bonstetten auf dem Gipfel des Titlis. (Bild zvg.) sikern der Schweiz. Der Titlis ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Zentralschweiz, wo Schnee und Spass das ganze Jahr garantiert sind. Infolge schweren Sturms und Wasserschäden konnte Engelberg nur mit dem Postauto und Ersatzbussen via eine Umfahrungsstrasse erreicht werden. Bahnlinie und Strasse waren wegen Schlamm, Geröll und Hangrutschen verschüttet. Aber auch die schlechte Wettervorhersage hielt die sportlichen Ü60er nicht vom Erreichen ihres Tagesziels ab. Dafür wurden sie später mit Schnee und Sonnenschein belohnt. Die Gondelbahn «Titlis Express» führte die aufgestellte Truppe zur Mit-

telstation Trübsee auf 1800 Metern über Meer. Ziel der Teilnehmenden war, sich während des stündigen Spaziergangs zum Bergsee an die Höhe zu gewöhnen. Nach der Weiterfahrt mit der Gondelbahn nach Stand wechselte man in die drehbare Luftseilbahn «Rotair». Diese brachte die Gäste mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h auf eine Höhe von 3020 Metern. Die Drehbewegung der Gondel garantiert auch bei Vollbesetzung ein 360°-Panorama auf die umliegende Bergwelt. Während der fünfminütigen Fahrt dreht sich die Gondel exakt einmal um die eigene Achse. Nach der abwechslungsreichen und spannenden Bergfahrt ging es auf dem Gipfel

direkt mit dem Lift in den 5. Stock auf die Sonnenterrasse. Hier wurde die Gruppe bei minus zwei Grad mit Schneefall und Sonne empfangen. Anschliessend gingen alle ins wunderschöne rustikale Panoramarestaurant zum Mittagessen. Zur Vorspeise gab es einen Rundumblick auf steile Felswände, tiefe Gletscherspalten und schneebedeckte Berggipfel in der Ferne.

Geheimnisvolles Gletschereis Der Nachmittag war für individuelle Besichtigungen auf dem Titlis reserviert. Es konnten die Gletschergrotte besichtigt oder die höchstgelegene Hängebrü-

cke von Europa, der «Titlis Cliff Walk» besucht werden. Das Eis in der Grotte ist bis zu 5000 Jahre alt. Der 150 Meter lange Gang der Grotte führt quer durch den Titlisgletscher und zehn Meter unter der Oberfläche direkt ins Herz des Gletschers. Dort hängt die Decke voller Eiskristalle, geheimnisvoll blau schimmert das Gletschereis, und Gletscherspalten öffnen sich in der Decke. Warme Kleidung war gefragt, denn unter dem 20 Meter dicken Gletscher steigt das Thermometer nicht höher als -1 Grad Celsius! Die Hängebrücke, «Cliff Walk» ist 100 Meter lang und nur einen Meter breit, dafür schwankend. Sie gehört zu den Hauptattraktionen auf dem Gipfel und ist Rekordhalterin: Sie gilt als höchste Hängebrücke Europas. Zum Überqueren braucht es Nerven ... Auf 3062 Meter wurde nicht nur eine atemberaubende 360-Grad-Rundsicht über das weite Engelberger Tal geboten, sondern auch der Blick in die Tiefe war beeindruckend, wo zahlreiche Spalten das Gletschereis durchfurchen. Dieser einmalige spektakuläre Ausflug in die Gletscherwelt des Titlis bei herausfordernden Wetterverhältnissen wird den Ü60ern lange in Erinnerung bleiben. Mit Seilbahnen, Zugersatzbussen, Postauto Zentralbahn und Zug ging es via Engelberg, Luzern, Zug zurück nach Bonstetten. Walter Mätzler, Ü60er Weitere Infos, Jahresprogramm und Fotos unter: ue60-scbonstetten.ch.


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