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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 055 I 172. Jahrgang I Dienstag, 17. Juli 2018

Doppelt genehmigen

Grillierend integrieren

Gemeindeversammlungsprotokolle gehen in Bonstetten vor die Behörde und die Versammlung. > Seite 3

Die Integrationsgruppe Hedingen lud zum Sommerfest auf den Sportplatz. > Seite 6

Mettmenstetten demenzfreundlich

Spektakel geboten

In Mettmenstetten wird sich die Kommission für Altersfragen in den nächsten Jahren schwerpunktmässig des Themas Demenz annehmen. Der Gemeinderat hat dem Anliegen der Kommission entsprochen, sich für jährlich 5000 Franken bis 2021 an dem von der Alzheimervereinigung Kanton Zürich lancierten Projekt «Demenzfreundliche Gemeinde/Gesellschaft» zu beteiligen. Der Kerninhalt: Flächendeckende Sensibilisierung und Information. ................................................... > Verhandlungsbericht auf Seite 3

Rückzug in die Mönchsklause Die Stiftung Kartause Ittingen stellt Künstlern, Schriftstellern und Wissenschaftlern zwei der ehemaligen Mönchsklausen für stille Tätigkeiten zur Verfügung. Davon Gebrauch gemacht hat die Bonstetter Künstlerin Carmen Cabert Steiner. Sechs Wochen lang hat sie dort nicht nur viel gearbeitet, sondern sich auch eingelassen auf die Atmosphäre und wahrgenommen, was die Umgebung mit ihr gemacht hat. Eine kreative Auszeit der besonderen Art. ................................................... > Bericht auf Seite 6

Erfreuliche Getreideernte Die Getreidesammelstelle der Landi Albis in Mettmenstetten war letzte Woche fast Tag und Nacht in Betrieb. Die Rapsernte ist mittlerweile fast abgeschlossen. Beim nun folgenden Weizen zeichnen sich ansprechend gute Erträge ab: Der extensive IP-SuisseWeizen bringe rund sechs Tonnen pro Hektare auf die Waage, sagt Xaver Amgwerd von der Getreidesammelstelle, der konventionelle Weizen bis zu acht Tonnen – bei mehrheitlich sehr guter Qualität. ................................................... > Bericht auf Seite 8

Sommerserie «Eintauchen» Die Sommerferien haben begonnen – und damit ist es auch Zeit für die traditionelle «Anzeiger»-Sommerserie. Diesmal steht sie unter dem Motto «Eintauchen». Den Anfang macht Urs E. Kneubühl. Er nutzt die Gelegenheit, seinem Couchpotatoe-Dasein den Kampf anzusagen. Im Verein Sport Project Affoltern entdeckt er, wie man mit Spass zu Ausdauer, Kraft und Fitness kommen kann. Bis Mitte August darf man sich in jedem «Anzeiger» aufs Neue überraschen lassen. ................................................... > Bericht auf Seite 9

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Gemeinden fusionieren Gestalterische Vielfalt -

Zehn Ämtler Kirchgemeinden suchen tragfähige Lösungen für eine gemeinsame Kirche. > Seite 7

Vier Säuliämtler zeigten ihre Arbeiten an der Schule für Gestaltung Zürich. > Seite 8

2000 Besucher an der Freestyle Night in Mettmenstetten Die Freestyle Night im Mettmenstetter Jumpin lockt die Massen an – selbst während der FussballWM. Das Ämtler Publikum durfte sich über den Sieg von Lokalmatador Luca Schuler freuen. ................................................... von thomas stöckli Die Rekordmarke an Besuchern des Vorjahres konnte die Freestyle Night im Jumpin diesmal nicht brechen, dafür war es fast zu heiss am vergangenen Samstag. Zudem dürfte das Spiel um Rang drei an der Fussball-WM den einen oder anderen Sportbegeisterten von einem Besuch im Jumpin abgehalten haben. Angesichts dieser Ausgangslage durfte OK-Chef Andreas Isoz mit den rund 2000 Besuchern zufrieden sein – wie auch mit seiner eigenen Leistung: Der ehemalige Aerials Spitzensportler bewies mit seinem Sieg in der Qualifikation, dass er auf der Wasserschanze nach wie vor mit den besten Schweizern mithalten kann. Etwas zu viel Rotation bremste den Lokalmatador im zweiten Finalsprung schliesslich doch noch aus, den Sieg holte sich der junge Pirmin Werner. «Solange es mir Spass macht, springe ich weiter», verspricht Isoz. Dass das Ämtler Publikum doch noch einen Hiesigen als Sieger feiern durfte, dafür sorgte Luca Schuler. Der Ebertswiler behielt bei den Freeskiern die Nase vorn. Unter den BMX-Fahrern ragte Chris Räber heraus, Carol Bouvard sicherte sich den Sieg in der Kategorie Aerials Frauen. Auch das Rahmenprogramm hatte es an der Freestyle Night einmal mehr in sich. Besonders beeindruckend war die Einlage des Paraclubs Beromünster. Mit über 100 km/h sausten die Fallschirmspringer knapp über die Köpfe des Publikums hinweg. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 17

Ein 43-Jähriger aus der Karibik wurde zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. > Seite 9

CareNet+: Besser und erst noch günstiger Regierungsrat, Gemeindepräsidentenverband, Alzheimervereinigung und Pro Senecute Kanton Zürich haben gemeinsam über die Umsetzung der nationalen Demenzstrategie informiert. Dabei machten sie deutlich, dass das im Säuliamt getestete Modell CareNet+ dabei ein wichtiger Baustein ist. «Alle involvierten Akteure stellen eine Verbesserung der Leistungskoordination fest. Die Zufriedenheit der Klienten ist hoch», heisst es in einem entsprechenden Faktenblatt der Gesundheitsdirektion. Weiter gebe es Anhaltspunkte, dass CareNet+ zur Kostendämpfung beitrage. Der Schlussbericht zur Evaluation wird im Oktober erwartet. ................................................... > Bericht auf Seite 6

Bis Samstag legen die Zweierteams bei der Siebenetappenfahrt «Bike-Transalp» durch die Alpen 506 Kilometer und 18 167 Höhenmeter zurück. Zusammen mit seinem neuen Rennpartner Simon Stiebjahn hat der Mettmenstetter Bike-Marathon-Profi Urs Huber am Sonntag das Leadertrikot übernommen. Den beiden stehen allerdings harte Tage bevor, sind dieses Jahr doch fünf, sechs Teams dabei, die ähnlich stark einzuschätzen sind. «Deshalb müssen wir die nächsten Tage konzentriert und fehlerfrei über die Runden kommen», so Urs Huber. ................................................... > Bericht auf Seite 16 anzeigen

Das Mettmenstetter Publikum bestaunt den Olympia-Teilnehmer und Junioren-Weltmeister Noé Roth. (Bild Thomas Stöckli)

Umsetzung des Gleichstellungsartikels bei öffentlichen Vergaben

Ende Juni machte die Affoltemer Baufirma Agir AG mit ihrem diskriminierenden Werbeauftritt und der einschlägig geprägten Betriebskultur Schlagzeilen. Die Firma ist auch an Aufträgen der öffentlichen Hand beteiligt. Seither wurden Forderungen laut,

Nebenbuhler bedroht

Urs Huber an der «Bike-Transalp» im Leadertrikot

«Fall Agir»: Die Kontrolle fehlt

Agir führt öffentliche Aufträge aus – und steht wegen der Missachtung des Gleichstellungsgesetzes in der Kritik. Ein Blick zeigt: Instrumente zur Kontrolle wären vorhanden. Bisher wurden jedoch sämtliche Bestrebungen aus dem Parlament abgeblockt.

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dem Unternehmen diese Aufträge zu entziehen. Ausserdem kam die Frage auf, wie es möglich sei, dass Agir trotz seiner offensichtlichen Verfehlungen zu öffentlichen Aufträgen komme. Die Baudirektion lässt sich mittels Vertrag zusichern, dass die Auftragnehmenden die Gleichbehandlung von Mann und Frau einhalten. Gerade bei Subunternehmen – wie es die Agir häufig ist – finden keine Kontrollen seitens der Behörden statt. Die Baudirektion liess ausrichten, dafür seien die Auftragnehmenden zuständig. Bei der Arge LTB, einer aktuellen Auftraggeberin von Agir, erhielt der «Anzeiger» allerdings keine Antwort auf die Frage, wie

man die Gleichstellung bei seinen Subunternehmen gewährleiste. Auch in anderen Bereichen der Gleichstellung fehlen Kontrollen: Gemäss Gesetz sind auch geschlechtsspezifische Diskriminierungen bei den Löhnen verboten. Im September 2016 hat der Kanton Zürich die Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor lanciert. Diese sieht unter anderem die Einführung von Kontrollmechanismen in der öffentlichen Beschaffung vor. Trotz Unterschrift: Bisher wurden allerdings weder Kontrollbestrebungen angedacht noch umgesetzt. (lhä) ................................................... > Bericht auf Seite 7


Behördenerlass Der Stadtrat Affoltern am Albis hat an der Sitzung vom 10. Juli 2018 für die Amtsdauer 2018 – 2022 folgende Wahlbüro-Mitglieder gewählt (alle wohnhaft in Affoltern am Albis oder Zwillikon): – Baumann Hans – Berisha Mirlindje – Buchschacher-Bünter Silvia – Burri Jeannette – Diethelm Bollier Margrit – Ebnöther Bruno – Fedel Lorenzo – Felder Nora – Frick Simona – Graf Andreas – Grötsch Aline – Grötsch Johannes – Guntern Selina – Gysel Jürgen – Hablützel Monica – Haldimann Erika – Haldimann Jan – Hansen Elisabeth – Hess Martina – Hofmann Cornelia – Holenstein Stefan – Huber Ariane – Hurter Barbara – Hurter Claudia – Hosig Daniel – Jeremias-Kaelin Susanne – Karst Esther – Kluser Julia – Kopeliowitsch Ariel – Lanz Christoph Stephan – Messerli Christoph – Moser Ursula – Müller Werner – Nietlispach Anita – Panchaud Luc – Petta Marion – Rohr Kathrin – Rohr Ursula – Roos Larissa – Roth Sarah – Rudolf Arno – Schellenbaum Jürg – Schmid Christine – Steiner René – Stoop Patrick – Vollenweider Dora – Wachter Lioba – Weisskopf Ruth – Wyss Daniel – Zuur Timothy Gegen diese Wahl kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen erhoben werden. Affoltern am Albis, 17. Juli 2018 Stadtrat Affoltern am Albis

über die Führung von Merkmalen und ldentifikatoren im Einwohnerregister Der Gemeinderat hat mit Beschluss vom 10. Juli 2018 weitere Identifikatoren und Merkmale im Einwohnerregister festgelegt, die zur Erfüllung der Gemeindeaufgaben notwendig sind (g 11 Abs,4 MERG). Der Beschluss liegt während der Rekursfrist und den ordentlichen Schalteröffnungszeiten im Gemeindehaus, Bereich Einwohnerdienste, auf oder kann von der Gemeindewebseite unter «Neuigkeiten» heruntergeladen werden. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen von der Publikation an gerechnet, schriftlich und in dreifacher Ausfertigung beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a.A. Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag sowie dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Die aufgerufenen Beweise sind, soweit möglich, beizulegen oder genau zu bezeichnen. Bonstetten, 17. Juli 2018

Gemeinderat Bonstetten

D A N K E Alles hat seine Zeit, sich zu begegnen und verstehen, sich halten und lieben, sich loslassen und zu erinnern – so stand es im Lebenslauf unserer lieben

Maria Müller-Arnold Die grosse Anteilnahme, die vielen tröstenden Worte und die liebevollen Umarmungen haben uns in der schweren Zeit des Abschiednehmens viel Kraft gegeben. Vielen Dank, dass ihr Maria auf ihrem Lebensweg und in den letzten Tagen liebevoll begleitet habt. Für die schönen Blumen und die zahlreichen Spenden bedanken wir uns ganz herzlich. Ein grosses Dankeschön geht an die Mitarbeitenden der Spitex sowie an Herrn Dr. Köhler für die liebevolle und jahrelange Betreuung. Unser Dank gebührt auch der einfühlsamen Pflege im Spital Affoltern. Herzlichen Dank sagen wir Herrn Pfarrer Angelo Saporiti für seine zahlreichen Besuche, seine seelische Begleitung und die tröstenden Worte bei der Beerdigung. Nicht vergessen, möchten wir Frau Angela Bozzola und Herrn Köbi Geissbühler, vielen Dank für die musikalische Begleitung der Trauerfeier.

Die Trauerfamilie

Rifferswil, im Juli 2018

Wahlbüro 2018 - 2022 Der Gemeinderat hat gemäss Art. 46 Abs. 1 der Gemeindeordnung als Mitglieder des Wahlbüros gewählt: Ackermann Ackermann Bersnak Bossert Caprez Di Nolfi Felder Hasler Hänsenberger Hofmann Keller Keller Müller Nocco Peter Rupar Schürch Trachsler Von der Crone Widmer Wildhaber Wirth Zeller Zeller-Schöni Zeller

Mireille Ramon Monika Franziska Marina Maria Reto Alexander Markus Elisabeth Daniela Michael Monika Flavio Simone Evelyn Ursula Cécile Olivia Kevin Tanja Adrian Céline Corinne Roman

Im Baumgarten 9 Im Baumgarten 9 Unterdorfstrasse 8 Affolternstrasse 8 Lettenackerstrasse 19 Fliederstrasse 6 Unterdorfstrasse 7 Unterdorfstrasse 1 Im Chreuel 3 Kaltackerstrasse 41 Kreuzrain 14 Kreuzrain 14 Im Baumgarten 18 Riedstrasse 8 Riedenbächli 8 Haldenstrasse 6 Oberdorfstrasse 20 Alte Zwillikerstrasse 3 Rüchlingstrasse 3 Zwillikerstrasse 36B Eichmatt 1 Gehrstrasse 16 Lettenweidstrasse 15 Lettenweidstrasse 15 Lettenweidstrasse 15

Rechtsmittel Gegen diesen Beschluss kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Hedingen, 17. Juli 2018

Gemeinderat Hedingen

Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich da eine Bleibe gefunden, werde ich immer bei Euch sein. Antoine de Saint-Exupéry

Nach einem reich erfüllten Leben hat sein Herz aufgehört zu schlagen.

Hans Meier 18. April 1928 – 14. Juli 2018

Traurig, aber in Liebe und Dankbarkeit für die vielen schönen, gemeinsamen Jahre mit dir, nehmen wir Abschied. Cili Meier-Schilter Renate Nørskov-Meier mit Familie Christian Meier mit Familie Felix und Maya Meier Verwandte und Freunde All denen, die ihm in seinem Leben in Liebe und Freundschaft begegnet sind, danken wir von Herzen. Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 20. Juli 2018, um 13.30 Uhr im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Bodenfeld in Bonstetten, statt. Zur anschliessenden Abdankungsfeier um 14.00 Uhr, in der katholischen Kirche Bonstetten, sind alle herzlich willkommen. Im Bezirk werden keine Leidzirkulare versandt. Allfällige Spenden bitte an die Palliativstation des Spitals Affoltern, Postkonto 85–391 373–1. Vermerk: Hans Meier. Traueradresse: Cili Meier, Ligusterweg 4, 8906 Bonstetten

Todesfälle Bonstetten Isler, Thomas geboren 20. Januar 1973, von Oberrieden ZH und Wädenswil ZH, wohnhaft gewesen am Metzgerweg 4 in Bonstetten. Er verstarb am 11. Juli 2018 in Luzern. Die Abschiedsfeier findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Bonstetten

Bonstetten Meier, Hans geboren 18. April 1928, von Fehraltorf ZH, wohnhaft Ligusterweg 4, Bonstetten. Er verstarb in Affoltern am Albis am 14. Juli 2018. Abdankung: Katholische Kirche in Bonstetten am Freitag, 20. Juli 2018, um 14.00 Uhr. Bestattungsamt Bonstetten

Hausen am Albis Am 12. Juli 2018 ist in Zürich gestorben:

Seiler, Stephan geb. 25. Dezember 1943, von Steg-Hohtenn VS und Niedergesteln VS, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Trauerfeier findet am Samstag, 21. Juli 2018 um 17.00 Uhr in der katholischen Kirche Hausen am Albis statt. Bestattungsamt Hausen am Albis


Bezirk Affoltern

Dienstag, 17. Juli 2018

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Die Konstituierung ist erfolgt Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Mettmenstetten Der Gemeinderat der Amtsdauer 2018 bis 2022 hat sich am 2. Juli konstituiert und damit seine Amtstätigkeit aufgenommen. Innerhalb des siebenköpfigen Gemeinderates erfolgte folgende Ressortzuteilung: Präsidiales sowie Kultur, Freizeit und Sport: René Kälin; Finanzen und Liegenschaften: Beat Bär; Hochbau: Irfan Cantekin; Tiefbau und Werke: Peter Kessler; Gesundheit und Umweltschutz sowie Sicherheit: Edwin Ehrenbaum; Vizepräsidentin, Soziales sowie Land- und Forstwirtschaft: Ursula Junker; Bildung (Primarschule): Bea Gallati.

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Am Donnerstag, 19. Juli, feiern Rosmarie und Peter Max Ackermann den 50. Jahrestag ihrer Hochzeit. Wir gratulieren dem Affoltemer Jubelpaar und wünschen ein schönes Fest.

Zum 90. Geburtstag Ebenfalls Donnerstag, 19. Juli, wird Walter Schärer in Affoltern 90 Jahre jung. Zum hohen Wiegenfest gratulieren wir ihm herzlich und wünschen alles Gute.

Zum 80. Geburtstag Nochmals am Donnerstag, 19. Juli, feiert Adelheid Schmid-Huber in Affoltern ihren 80. Geburtstag. Zum Festtag wünschen wir ihr viel Freude und gratulieren von Herzen.

Ferner hat der Gemeinderat ...

Der Gemeinderat Mettmenstetten. Von links: Irfan Cantekin, Gemeindepräsident René Kälin, Ursula Junker, Edwin Ehrenbaum, Gemeindeschreiber Edi Gamma, Primarschulpräsidentin Bea Gallati, Peter Kessler und Beat Bär. (Bild zvg.) Ferner hat der Gemeinderat die Ausschüsse, Kommissionen und Arbeitsgruppen bestellt und die Abordnungen in Zweckverbände, Vereine und Stiftungen bestimmt.

Demenzfreundliche Gemeinde Die Kommission für Altersfragen wird sich in den nächsten Jahren schwerpunktmässig dem Thema Demenz annehmen. Der Gemeinderat hat dem Anliegen der Kommission entsprochen, sich an dem von der Alzheimervereinigung Kanton Zürich lancierten Projekt «Demenzfreundliche Gemeinde/Gesellschaft» zu beteiligen. Der Kerninhalt des Projektes: Flächendeckende Sensibilisierungs- und Informationskampagne mit kulturellen Anlässen, Thementage in der Schule, Vortragsreihen und kostenlose Schulungen für Mitarbeitende im Dienstleistungssektor sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich der Gemeinde Mettmenstetten. Für den Zeitraum 2018 bis 2021 sind dazu jährlich wiederkehrende Kredite von 5000 Franken gesprochen worden.

Strassenwesen

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@azmedien.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Die Flurgenossenschaft plant im Einvernehmen mit den kantonalen Stellen eine Sanierung von verschiedenen ausserhalb der Bauzone liegenden Flurstrassen mit Gesamtkosten von gegen 300 000 Franken. Die der Flurgenossenschaft nach Abzug der Bundes/Kantonssubventionen verbleibenden Kosten können aufgrund der ihr zur Verfügung stehenden Mittel nur ratenweise abbezahlt werden. Damit der Baubeginn und die Finanzierung des Vorhabens gewährleistet sind, wird

ein Darlehen von 100 000 Franken zur Verfügung gestellt. In den nächsten Wochen werden wie gewohnt die alljährlichen Unterhaltsarbeiten an verschiedenen sanierungsbedürftigen Strassen veranlasst, wofür ein Kreditrahmen von 200 000 Franken zur Verfügung steht. Zudem ist Peter Ott Ingenieurbüro für Hochund Tiefbau AG, Mettmenstetten mit der Projektierung «Sanierung Niederfeldstrasse», welche Anfang 1970 erstellt worden ist, zu 30 100 Franken beauftragt worden.

Personelles Entsprochen hat der Gemeinderat dem Anliegen von Anja Prelicz, Mitarbeiterin des Steueramtes, nach deren Mutterschaftsurlaub das Arbeitspensum von 100 auf 80 % zu reduzieren. Das wegfallende Arbeitspensum von 20 % wird seit 1. Juni 2018 von Mirela Alic wahrgenommen, welche während des Mutterschaftsurlaubs bereits effizient ausgeholfen hat.

Liegenschaften Das im Oktober 2001 seiner Zweckbestimmung übergebene Jugend- und Gemeinschaftszentrum Sputnik weist nach fast 17-jähriger Nutzungsdauer überall «Spuren des Gebrauchs» auf – Gebäudesubstanz und -einrichtung haben «gelitten». Im Hinblick auf die von der Gemeindeversammlung gutgeheissene Auslagerung der offenen Jugendarbeit ist entschieden worden, eine punktuelle Renovation zu veranlassen – dafür wurde ein Kredit von 85 000 Franken bewilligt. Ferner wurde entschieden, die periodische Reinigung und die Wartung/Instandhaltung der Infrastruktur

auszulagern, damit eine professionelle, der Nutzung Rechnung tragende Betreuung gewährleistet ist. Der Gemeinderat hat dafür entsprechende Optionen geprüft und beurteilt eine Zusammenarbeit mit dem Wasserschanzencenter Jumpin, direkt an den Sputnik angrenzend, als die vorteilhafteste Lösung. Der Abschluss eines Vertrages über die Liegenschaftenbetreuung (Hauswartung/Reinigung/Administration/Vermietung) mit der Evoid GmbH (Jumpin), Mettmen-stetten per 1. August 2018 verursacht monatliche Kosten von 1600 Franken. Als Folge einer kurz vor Fertigstellung stehenden, an der Rossauerstrasse liegenden Wohnüberbauung sehen sich die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) veranlasst, eine Transformatorenstation zu realisieren. Der Gemeinderat hat dem Abschluss eines Dienstbarkeitsvertrages für den dafür in Aussicht genommenen Standort hinter dem Feuerwehrgebäude zugestimmt und erhält dafür eine Pauschalentschädigung von 12 000 Franken.

Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern Im zustimmenden Sinne hat der Gemeinderat vom Geschäftsbericht bzw. der Jahresrechnung Kenntnis genommen. Zudem ist der Vereinbarung betreffend die Delegation von Kompetenzen bei der Sozial- und Wirtschaftshilfe durch die Gemeinde Mettmenstetten an den Sozialdienst Bezirk Affoltern zuhanden der Urnenabstimmung vom 23. September 2018 verabschiedet worden. Damit werden gewisse befristet geltende finanzielle Kompetenzen im Rahmen der Neuanmeldung bzw. Nothilfe übertragen.

• aufgrund der von der Gemeindeversammlung ohne Gegenstimme gutgeheissenen Teilrevision von Bau- und Zonenordnung (BZO) samt Zonenplan ein Merkblatt «Bauen in Kernzonen», welches die Grundsätze und Richtlinien für das Bauen in den Kernzonen festhält, als Anhang der BZO genehmigt. Es soll dazu beitragen, das notwendige Verständnis für das erhöhte Ansprüche stellende Bauen in Kernzonen zu fördern. • die Revisionsdienstleistungen (finanztechnische Prüfung) im Einvernehmen mit den anderen Gütern neu ausgeschrieben und die Leistungen gestützt auf das Submissionsergebnis per 1. Juli 2018 der gemeindefinanzen.ch GmbH, Adliswil, übertragen. • dem im kommenden Jahr in Obfelden stattfindenden Turnfest einen Beitrag von 3500 Franken zugesprochen. • im Zuge der Re-Zertifizierung zur Energiestadt dem überarbeiteten, für den Zeitraum 2018–2022 definierten Massnahmenplan zugestimmt und der Labelkommission des Trägervereins Energiestadt beantragt, das Label Energiestadt erneut zu erteilen. • der Ersatzbeschaffung des im Einsatz stehenden, 15-jährigen Traktors bei der Trachsel Technik AG, Mettmenstetten sowie eines Schneepfluges/Salzstreuers zu 109 300 bzw. 28 000 Franken zugestimmt. • dem Vergabeantrag des Abwasserverbandes Knonau über die Sanierung der Verbandskanäle ab Regenklärbecken Uerzlikon bzw. Regenklärbecken Mülistetten zur ARA Knonau an die ISSS Kanal-Service AG, Boswil AG, zu Fr. 425 460.60 entsprochen. • Polizeibewilligungen an den Kavallerieverein Affoltern für die Pferdesporttage/Herbstspringkonkurrenz am 15./16. September 2018 sowie dem Verein IG Radquer für das Radquerrennen am 30. September 2018 erteilt. • im Hinblick auf die Instandstellung der anlässlich der Zustandserhebung private/öffentliche Abwasseranlagen festgestellten Mängel die nötigen Grundsatzentscheide (Organisationsmodell Gemeinde – der Vollzug wird einer verwaltungsexternen Fachstelle übertragen / Organisationsmodell Sanierung – Sanierungsarbeiten gehen vollumfänglich zulasten der Grundeigentümer / sowie weitere Festlegungen) getroffen. (Ga.)

Protokoll der Gemeindeversammlung genehmigt Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Bisher erfolgte die Abnahme des Protokolls der Gemeindeversammlung durch das Präsidium und die Stimmenzählenden. Letztere bildeten zusammen mit dem Präsidium und dem Gemeindeschreiber die Versammlungsvorsteherschaft. Nach dem neuen, seit 1. Januar in Kraft stehenden Gemeindegesetz (GG), gilt neu Folgendes (Zitat aus dem neuen Kommentar zum GG, § 6 N. 11): «Nach der Niederschrift des Protokolls ist es zu genehmigen. Mit der Genehmigung werden die inhaltliche Richtigkeit und die Vollständigkeit des Protokolls bestätigt. Die Regelung des Verfahrens obliegt dem Souverän. Sofern keine besondere Regelung besteht, ist die Genehmigung des Protokolls an der nächstfolgenden Gemeindeversammlung zu beschliessen. Die Gemeindeordnung kann die Genehmigung des Protokolls durch den Gemeinderat vorsehen.» Da die Gemeindeordnung der Gemeinde Bonstetten zum heutigen

Zeitpunkt keine Delegation der Protokollgenehmigung an den Gemeinderat vorsieht, hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 22. Mai beschlossen, dass das Protokoll jeweils anlässlich der nächsten Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung zu traktandieren sei. Bei der Revision der Gemeindeordnung (bis spätestens Ende 2021) soll der Gemeinderat dazu eine zweckmässige Lösung ausarbeiten. Damit die Verwaltung die Beschlüsse der Gemeindeversammlung nach Ablauf der Rechtsmittelfrist umsetzen kann, hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 22. Mai beschlossen, dass das Gemeindeversammlungsprotokoll vorderhand durch den Gemeinderat zu genehmigen sei. Gestützt auf diese Genehmigung kann das Protokoll zur Umsetzung der Beschlüsse verwendet werden. Aufgrund dieser Regelung hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 10. Juli 2018 den Inhalt des Protokolls der Gemeindeversammlung vom 12.

Juni 2018 genehmigt. Das vorliegende Protokoll wird somit anlässlich der Gemeindeversammlung vom 27. November 2018 auf die Traktandenliste gesetzt und dem Souverän zur abschliessenden Genehmigung unterbreitet.

in den Einwohnerregistern genehmigt; • Dem Beitragsgesuch des IKA Sozialdienst Unteramt zur Errichtung eines Fonds für freiwillige Zuwendungen an Klientinnen und Klienten entsprochen.

Baubewilligung

Christof Wicky, Gemeindeschreiber

Der Gemeinderat genehmigte folgende Bauvorhaben im Anzeigeverfahren: Ivo Schädler und Iris SchädlerCahenzli, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2018-0009, Sitzplatzüberdachung in Alu/Glas beim Wohnhaus Im Heumoos 15a, Grundstück-Nr. 2598.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • Die Arbeitszeit für das Gemeindepersonal am Jahresende 2018/2019 festgelegt; • Den Stellenplan der Verwaltung für 2019 verabschiedet; • Den Erlass über die Führung von Merkmalen und Identifikatoren

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Nathali Kräuchi Das Barabu-Team gratuliert Nathali Kräuchi ganz herzlich zur bestandenen Abschlussprüfung als Fachfrau Betreuung Fachrichtung Kinderbetreuung und wünscht ihr für die Zukunft das Allerbeste.

Alessandra Marino Das Barabu-Team gratuliert Alessandra Marino ganz herzlich zur bestandenen Abschlussprüfung als Fachfrau Betreuung Fachrichtung Kinderbetreuung und wünscht ihr für die Zukunft das Allerbeste.

Verein Barabu

Verein Barabu

Liebe Anina und Selina, lieber Alan Wir gratulieren euch herzlich zu den tollen Ergebnissen, die ihr an euren Lehrabschlussprüfungen erreicht habt. Alles Gute und viel Erfolg auf eurem weiteren Lebensweg. Das Hawa-Team Selina / Kauffrau

Anina / Kauffrau

Nach der Eröffnung der Senevita Obstgarten 2014 freuen wir uns ausserordentlich über die ersten vier Lernenden, welche ihre Ausbildung bei uns gestartet und erfolgreich abgeschlossen haben. Wir gratulieren ihnen und sind sehr stolz auf sie!

Von links nach rechts: Edwin Veliath (Fachmann Gesundheit EFZ), Marco Egli (Assistent Gesundheit und Soziales EBA), Erlinda Mucaj (Assistentin Gesundheit und Soziales EBA), Diana Gomes (Fachfrau Gesundheit EFZ)

Alan / Polymechaniker

Bestellschein Gratulation zur bestandenen Prüfung 1 Foto + 1 Logo + 2 Sätze Text = 1 Inserat für Fr. 130.– Erscheinungsdaten: ❑ 27. Juli 2018 (Annahmeschluss 21. Juli 2018)

André Langsam-González Herzliche Gratulation zum PolymechanikerKonstrukteur-Lehrabschluss mit Berufsmatura. Deine Familie

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Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern • Obere Bahnhofstrasse 5 • 8910 Affoltern am Albis

Interessiert? Nächste Erscheinung dieser Spezialseite am 27. Juli 2018 Tel. 058 200 57 00 • Inserateannahme • E-Mail: inserat@weissmedien.ch


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 17. Juli 2018

Arbeitsaufenthalt im Künstleratelier in der Kartause Ittingen Carmen Cabert Steiner verbrachte sechs Wochen in einer Klause Die Stiftung Kartause Ittingen stellt Künstlern, Schriftstellern und Wissenschaftlern zwei der ehemaligen Mönchsklausen für stille Tätigkeiten zur Verfügung. Die Bonstetter Künstlerin Carmen Cabert Steiner hatte sich beworben und war für einen sechswöchigen Arbeitsaufenthalt dort. ................................................... von regula zellweger Es hat alles Nötige in einer Klause – aber nicht mehr. Die Kartause Ittingen ist ein idealer Ort, wo man konzentriert arbeiten kann. Wo sich damals Mönche schweigend dem Gebet gewidmet haben, herrscht noch heute eine besondere Energie. Die Bonstetter Künstlerin Carmen Cabert Steiner hat nicht nur viel gearbeitet, sondern sich auch eingelassen in die Atmosphäre, wahrgenommen, was die Umgebung mit ihr gemacht hat. Das Projekt, an dem sie arbeitete, begann bereits vor 15 Jahren mit einer Auseinandersetzung mit der Bibel: «Am achten Tag – Freiraum für eigene Gedanken». Ihr philosophisches Interesse am Menschsein, an der Suche nach Wahrheit, an der Auseinandersetzung mit Dogmen und Manipulation und ihr religiöses, spirituelles Empfinden hat sie nun wieder ins Zentrum gerückt: «Wie wunderbar, ich darf sechs Wochen im Künstleratelier der Kartause Ittingen arbeiten, ein kraftvoller, energiegeladener, inspirierender Ort. Meine abstrakt «AUSgezeich-

nete Bibel» ist für die Öffentlichkeit bereit und wartet auf ihren Auftritt. Ohne Worte – das Bild wirkt. Neugierig, was noch alles in mich strömt und aus mir sprudelt, geniesse ich dankbar mein Dasein, oft im Dialog mit dem Bruder Bruno», erzählte sie am Gartentisch vor ihrer Klause.

Bruder Bruno und der Biorhythmus Der Kartäuser Orden wurde im 11. Jahrhundert von Bruno von Köln gegründet. Bruno war für Enthaltsamkeit, Schweigen und Askese, machte aber Kompromisse: Die Häuschen waren durch Gänge untereinander verbunden und an Sonn- und Feiertagen wurden die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen. Heute stehen die Klausen Rücken an Rücken mit dem Kunstmuseum Thurgau. Neben der Atmosphäre der Spiritualität noch ein Aspekt, der die Kreativität positiv beeinflusst. Carmen Cabert Steiner, eine kommunikative Frau, erzählt mit ihrer eigenen Logik: «Ich habe noch nie so viel geschwiegen wie hier. Aber im 11. Jahrhundert wurden die Menschen nicht mal halb so alt wie heute. Also mussten sie auch nicht so lange schweigen.» Obwohl sie am Anfang lernen musste, auch Leere zuzulassen, hat sie sich schnell ins Alltagsleben in der Kartause integriert und besuchte ökumenische Andachten und andere Anlässe. Die Kartäusermönche befolgten strenge religiöse Regeln, für ihre Alltagsbedürfnisse sorgten Laienbrüder. Sehr viel Ora (bete), wenig Labora (arbeite). Sie gingen Hobbys nach, die in der Klause realisierbar waren, beteten

und lasen viel. «Die haben bestimmt mit sich selbst gesprochen», behauptet die Bonstetter Künstlerin lachend. «Ich habe mich oft mit Bruder Bruno unterhalten.» Eine neue Erfahrung war das Glück, dem eigenen Rhythmus folgen zu können: Schlafen, wenn man müde ist. Essen, wann und wozu man Lust hat, arbeiten, wenn die Ideen kommen. Egal, welche Zeit die Uhr anzeigt.

Trübe Quellen geklärt Carmen Cabert Steiner ist sehr dankbar, dass sie diese Erfahrung machen durfte. In Zukunft wird sie «weniger herumzappeln», bewusster leben, sich gut zentrieren, den Biorhythmus berücksichtigen. Sie will Balance finden: «Mehr Raum für Zwischenraum.» Auch körperliche Aktivitäten braucht es, um Zufriedenheit zu erlangen und zu erhalten. Sie postuliert: Jeder soll sich eine solche Auszeit gönnen – nicht erst, wenn ein Burnout oder andere Probleme es nötig machen, sondern vorher. «Ich konnte in Ittingen meine trüben Quellen klären.» Und es sind viele Zeichnungen entstanden, die in Zukunft auch öffentlich gemacht werden sollen. Die Aufnahme des alten Projektes und dessen Transformation erklärt sie so: «Nur ein Kreis, der sich öffnet, wird zur Spirale.» Die «AUSgezeichnete Bibel» ist keine illustrierte Bibel, sondern eine Anregung, eine Anmutung, sich selbst mit den Themen auseinanderzusetzen. Es sind intuitive, abstrahierte und visualisierte Gedanken, die unendlich viele Interpretationen zulassen.

Grillieren gehört zum Integrieren

Die Integrationsgruppe Hedingen lud zum Sommerfest

Carmen Cabert Steiner vor ihrer Klause im Kloster Ittingen. Sie ist begeistert von dieser Möglichkeit, einmal eine kreative Auszeit zu nehmen. (Bild Regula Zellweger)

Ämtler Pilotprojekt als wichtiger Baustein

Kanton Zürich setzt Demenzstrategie um Menschen mit Demenz sollen so lange wie möglich in der Gesellschaft integriert bleiben. Ein wichtiger Baustein zur kantonalen Umsetzung der nationalen Strategie ist das Modell CareNet+ im Säuliamt.

Flüchtende und freiwillige Helfer der Integrationsgruppe Hedingen feiern gemeinsam. (Bild zvg.) ................................................... von christine häusermann Die Grillobhut teilen sich drei Männer, wobei der junge Mann aus Afghanistan das Zepter resp. die Grillzange schwingt. Auf dem Rost brutzelt und zischt es, die zwei Schweizer wenden sich ab, hier braucht es ihre Unterstützung nicht, der junge Mann macht das nicht zum ersten Mal, er hat alles im Griff. Das Salat- und Vorspeisenbuffet sieht köstlich aus, alle haben dazu beigetragen und die Kinder inspizieren

schon mal, was sie denn auf ihrem Teller haben möchten. Der typisch schweizerische Grillabend bei schönstem Wetter ist in vollem Gang. Offenheit, Geduld, Zeit und Durchhaltevermögen brauche es sowohl von der einheimischen Bevölkerung als auch von den Personen mit Migrationshintergrund, sagte Rebekka Haller, Koordinatorin der Integrationsgruppe Hedingen in ihrer Ansprache zu den rund 50 grossen und kleinen Gästen des Grillfests. Sie dankte den Anwesenden dafür, dass sie diese Eigenschaften einbringen und sie auch in

ihrem Umfeld in der Dorfgemeinschaft vertreten. In Hedingen wird die Integrationsgruppe breit unterstützt durch viele Privatpersonen und Institutionen, aber auch vom Gewerbe, von Kulturbetrieben und Sportvereinen. Besonders stolz sind die Helfenden, dass seit diesem Jahr mehrere Personen mittels Praktika, Mitarbeit im Werkhof und sogar durch Lehrstellen in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten. Wissen doch alle, dass eine erfolgreiche Integration vor allem auch über die Arbeit läuft.

Gegen 25 000 Menschen mit Demenz leben heute im Kanton Zürich. Bis 2040 wird sich die Zahl der Betroffenen voraussichtlich auf 50 000 verdoppeln. Pro betroffene Person sind durchschnittlich drei Angehörige in die Betreuung einbezogen. Hochgerechnet heisst das: Demenz bestimmt bereits heute bei insgesamt 100 000 Zürcherinnen und Zürchern den Alltag mit – Tendenz steigend. Dass Menschen mit Demenz so lange wie möglich im gesellschaftlichen Alltag integriert bleiben, ist eines der wichtigsten Ziele aller an der Versorgung beteiligten Organisationen und Institutionen und nicht zuletzt der Betroffenen und ihrer Angehörigen selbst.

CareNet+: Verbesserung und Beitrag zur Kostendämpfung Am Donnerstag haben Regierungsrat, Gemeindepräsidentenverband, Alzheimervereinigung und Pro Senecute Kanton Zürich gemeinsam über den Stand der Umsetzung der nationalen Strategie und die nächsten Schritte informiert. In den vier Umsetzungsjahren sind verschiedene Angebote, Instrumente und Grundlagen entwickelt

worden. Eines davon ist das Modell «CareNet+», zur Koordination von Leistungserbringern und Kostenträgern rund um komplexe Fälle. CareNet+ wurde im Knonauer Amt getestet – mit Erfolg, wie die Gesundheitsdirektion auf einem Faktenblatt festhält: «Alle involvierten Akteure stellen eine Verbesserung der Leistungskoordination fest. Die Zufriedenheit der Klienten ist hoch.» Und nicht nur das: «Es gibt Anhaltspunkte, dass CareNet+ zur Kostendämpfung beiträgt.» 40 Fälle sind während der Pilotphase im Bezirk Affoltern koordiniert worden. Bei 30 Prozent war Demenz ein Thema. Der Schlussbericht zur Evaluation wird im Oktober erwartet. Die nationale Demenzstrategie wird nach rund fünfjähriger Laufzeit 2019 abgeschlossen. Die Herausforderungen bleiben darüber hinaus aber bestehen – auch im Kanton Zürich. Der Umgang mit Demenz und die Schaffung günstiger Alltagsverhältnisse für Menschen mit Demenz sollten zu einer dauerhaften Querschnittsaufgabe werden. Der Kanton will diese Entwicklung mit der Gründung einer Institution für die Koordinierung, Initiierung und Kommunikation unterschiedlichster Aktivitäten fördern. Deren gemeinsames Ziel es ist, für eine gute Lebensqualität von Menschen mit Demenz und zur Befähigung der Gesellschaft im Umgang mit ihnen zu sorgen. Die Aktivitäten sollen dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz möglichst lang und möglichst gut in der Gesellschaft integriert sind. (pd./tst.)


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Dienstag, 17. Juli 2018

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Öffentliche Vergaben: wenig Kontrolle zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben Fall Agir: Nach Missständen werden im Parlament erneut Forderungen nach mehr Kontrolle laut Auftragnehmer der öffentlichen Hand sind dazu verpflichtet, den Gleichstellungsartikel einzuhalten. Der Bund und die Stadt Zürich haben in einem Teilbereich reagiert: Sie kontrollieren die Lohngleichheit inzwischen mit Stichproben. Beim Kanton beliess man es bisher bei der Selbstdeklaration. ................................................... von livia häberling Seit 1981 ist die Gleichstellung der Geschlechter in der Schweizerischen Bundesverfassung verankert. Am 1. Juli 1996 trat das Schweizerische Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (GlG) in Kraft. Dieses verbietet jede Art der Diskriminierung von Frauen oder Männern im Bereich der unselbstständigen Erwerbsarbeit. Der Baufirma Agir AG wurde in den letzten Wochen vorgeworfen, mit ihrer einschlägig geprägten Werbe- und Betriebskultur gegen dieses Gesetz verstossen zu haben. Auch immer wieder im Fokus von geschlechterspezifischer Diskriminierung: die Entlöhnung. Die Gleichstellung von Frau und Mann ist gemäss Gesetz auch bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen zu berücksichtigen. Auf Bundesebene laufen deshalb seit Längerem Bemühungen zur Bekämpfung von Lohnungleichheiten zwischen den Geschlechtern. Seit 2006 führt der Bund bei seinen Auftragnehmern Kontrollen durch. Inzwischen prüft das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) rund 30 Unternehmen mittels Stichproben. Die Hälfte der kontrollierten Unternehmen halte die Vorgaben im Beschaffungswesen ein, bei der anderen Hälfte würden gewisse Unregelmässigkeiten festgestellt, erklärt das EBG auf Anfrage. Bei ungefähr 15 Prozent werde eine geschlechtsspezifische Lohndifferenz über der Toleranzschwelle festgestellt. Diese Unternehmen müssten innerhalb von zwölf Monaten Korrekturmassnahmen ergreifen und einen qualifizierten Nachweis über die Einhaltung der Lohngleichheit erbringen, hiess es weiter. Im September 2016 hat Bundesrat Alain Berset zusammen mit kantonalen und kommunalen Regierungsmitgliedern die Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor lanciert. Mit der Unterzeichnung bekräftigen Behörden, Lohngleichheit in ihrem Einflussbereich umzusetzen – mitunter im öffentlichen Beschaffungswesen. Dazu wird auch die Einführung von

Kontrollmechanismen gefordert. Bis heute haben der Bund, 14 Kantone und 40 Gemeinden unterzeichnet. Darunter auch die Stadt Zürich.

zu wenig weit.» Sie fordert unter anderem, dass auch der Kanton mit Kontrollen gegen die Geschlechterdiskriminierung vorgeht.

Pilotprojekt in der Stadt Zürich

Der Regierungsrat argumentiert mit fraglichen Fakten

Im Rahmen des Gleichstellungsplans 2014–2018 läuft zurzeit ein Pilotprojekt zur Überprüfung der Lohngleichheit im Einflussbereich der Stadt Zürich. Im Zentrum stehen dabei der Aufbau und die Einführung eines Lohngleichheitscontrollings bei Unternehmen, die von der Stadt Zürich entweder im Rahmen der öffentlichen Beschaffungen einen Zuschlag erhalten oder mit ihr einen Leistungsvertrag abgeschlossen haben. Wie beim Bund werden Stichproben durchgeführt. Dabei kann die Stadt Zürich auf die Analyse-Instrumente «Logib» und «Argib» des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG zurückgreifen. Ersteres kommt bei Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden zum Einsatz, Letzteres befindet sich in der Testphase und wird seit Anfang 2017 für Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden angewendet. Die Evaluationsergebnisse des Pilotprojekts würden bis Ende 2018 vorliegen, so Anja Derungs, Leiterin der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich. «Sie dienen als Grundlage für die Weiterarbeit in diesem Bereich. Längerfristiges Ziel ist die Einführung eines gesamtstädtischen Controllings», erklärt sie.

Kanton Zürich: keine Massnahmen trotz unterzeichneter Lohn-Charta Auch der Kanton Zürich hat die LohnCharta als einer der ersten Kantone unterzeichnet. Unabhängig davon ist auch er gesetzlich verpflichtet, die Gleichbehandlung von Frau und Mann bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen zu gewährleisten. Anders als in der Charta gefordert, wurden bei den Vergabestellen im Kanton Zürich bis heute jedoch keine Kontrollmechanismen angedacht oder etabliert. Stattdessen hält man weiterhin daran fest, sich die Einhaltung der Gleichstellung von den anbietenden Unternehmen schriftlich bestätigen zu lassen. Das geschieht im Kanton Zürich im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens mittels Selbstdeklaration. Für SP-Kantonsrätin Michèle Dünki-Bättig steht fest: «Es reicht nicht aus, Unternehmen per Selbstdeklaration zur Einhaltung der Vorgaben zu verpflichten. Die Massnahmen, die der Kanton Zürich zur Umsetzung des Gleichstellungsartikels in öffentlichen Ausschreibungen unternimmt, greifen

Bereits im November 2016 hatten Beat Bloch, Michèle Dünki-Bättig und Kathy Steiner eine Anfrage an den Regierungsrat zum Thema Lohngleichheit als Kriterium im öffentlichen Beschaffungswesen eingereicht. Der Regierungsrat hielt in seiner Antwort vom Februar 2017 unter anderem Folgendes fest: Das Tool «Logib» solle aus seiner Sicht nur für Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden angewendet werden, da der Aufwand für ein kleineres Unternehmen als unverhältnismässig gross erachtet werde. Weiter hiess es, die Pflicht zur Einreichung des «Logib»-Nachweises stehe dem Gebot der Gleichbehandlung entgegen, da das Instrument für kleinere Betriebe nicht anwendbar sei. Damals war das Modell «Argib» für kleinere Unternehmen beim Bund allerdings bereits als Testversion erhältlich. Weiter verwies man auf die Stichproben des Bundes und befand, Unternehmen, die sich um Aufträge im Kanton Zürich bewerben, hätten wohl in vielen Fällen bereits eine solche Überprüfung durchgeführt. Die Nachfrage beim EBG zeigt: Diese Wahrscheinlichkeit ist verschwindend klein. Bis Ende Juni 2018 hat der Bund 104 Lohngleichheitskontrollen abgeschlossen – während er Leistungen von mehreren tausend Unternehmen bezieht. Die jährliche Kontrolldichte liegt gemäss EBG bei 0.1 Prozent. Anfang März 2018 luden Michèle Dünki-Bättig und Kathy Steiner den Regierungsrat mit einem Postulat dazu ein, ebenfalls ein Pilotprojekt zur Sicherstellung der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann in Submissionsverfahren durchzuführen. Dieser stellte sich wiederum auf den Standpunkt, es sei weder möglich noch zielführend, im Rahmen des Beschaffungsprozesses regelmässig vertiefte Abklärungen im Bereich der Lohngleichheit durchzuführen. Man verfüge weder über notwendige Kapazitäten noch über das Knowhow. Erneut wurde angeführt, der Anwendung des Instruments «Logib» stehe der Grundsatz der Gleichbehandlung entgegen, weil Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden nicht geprüft werden könnten. Erneut blieb das Instrument «Argib» für Betriebe bis 50 Mitarbeitende unerwähnt. Der Regierungsrat beantragte dem Kantonsrat, das Postulat nicht zu überweisen. Das Geschäft ist derzeit pen-

dent. Für Michèle Dünki-Bättig ist klar: «Der Regierungsrat versucht in Sachen Lohngleichheit bei öffentlichen Vergaben seit Längerem, sich mit verschiedenen Argumenten aus der Verantwortung zu ziehen. Und das trotz unterschriebener Lohn-Charta. Diese Diskrepanz zwischen Worten und Taten ist nicht länger tolerierbar.»

Öffentliche Aufträge für Agir trotz Diskriminierungen Ende Juni machte der «Anzeiger» die geschlechterdiskriminierende Unternehmenskultur von Agir AG publik. Schlagzeilen machte nicht nur das Mitarbeitenden-Magazin, sondern auch der Werbeauftritt. Dass Agir mit einschlägigen Sujets wirbt, ist bekannt. Bereits 2013 wurde die Firma von der Schweizerischen Lauterkeitskommission für eines ihrer Inserate gerügt und angewiesen, auf diese Art der kommerziellen Kommunikation zu verzichten. Die Agir entfernte das gerügte Sujet – und entwarf neue, in ähnlichem Stil. Trotz dieser Missstände erhielt Agir AG als Subunternehmen weiter Aufträge der öffentlichen Hand. Derzeit ist die Firma beispielsweise als Subunternehmen am Bau der Limmattalbahn beteiligt. Die Baudirektion erklärte auf Anfrage, Sie habe keine Kenntnis über geschlechterdiskriminierende Darstellungen seitens Agir gehabt. Die Frage, ob man die Subunternehmen in der Vergangenheit in irgendeiner Weise auf die Einhaltung des Gleichstellungsartikels kontrolliert habe, verneinte sie. Dafür seien die Auftragnehmer zuständig. Der Kniff: Gemäss Submissionsverordnung ist die Vergabestelle einzig dafür verantwortlich, die Gleichbehandlung von Frau und Mann bei Auftragnehmern und Dritten vertraglich sicherzustellen. Dies geschieht mit Unterzeichnung der Selbstdeklaration. Auftragnehmerin war vorliegend die Arbeitsgemeinschaft LTB, bestehend aus Walo Bertschinger AG, Kibag Holding AG und Keller+Frei AG Strassenbau. Sie erhielt den Zuschlag für ein Teilprojekt und beauftragte Agir als Subunternehmen. Kurt Glanzmann, Leiter Inland bei Walo Bertschinger, liess ausrichten, die Agir sei einer von vielen Lieferanten der Walo Bertschinger. Man distanziere sich in aller Form von diskriminierendem oder belästigendem Verhalten. Mit der Selbstdeklaration hatte die Arge LTB zugesichert, die Umsetzung des Gleichstellungsartikels zu gewährleisten. Auf die Frage, wie Walo Bertschinger seine Lieferanten bei öffentlichen Aufträgen auf die Einhaltung des Gleichstellungsartikels prüfe, erhielt

der «Anzeiger» keine Antwort. Weiter wollte der «Anzeiger» von Walo Bertschinger wissen, ob man bis zur medialen Berichterstattung über Agir keine Probleme darin gesehen habe, die Firma trotz der diskriminierenden Unternehmenskultur als Subunternehmen zu beauftragen. Dazu liess Walo Bertschinger ausrichten, die von Agir ausgeführten Kies- und Betonlieferungen seien im Gegensatz zur Kommunikationsarbeit stets vorbildlich gewesen. Die Baudirektion erklärte auf Anfrage, man habe Agir unter Bekanntgabe der submissionsrechtlichen Sanktionsmöglichkeiten inzwischen dazu aufgefordert, geschlechterdiskriminierende Darstellungen umgehend zu unterlassen und dies schriftlich zu bestätigen. Agir sei dieser Aufforderung nachgekommen. Damit sei der Fall für die Baudirektion momentan erledigt. Was Anja Derungs immer wieder erstaunt: «Wenn es um die Nicht- oder Schlechterfüllung eines Auftrags oder um Schwarzarbeit geht, dann ist allen sofort klar, dass Handlungsbedarf besteht.» Sie gibt zu bedenken, ein Zuschlag könne in Anwendung der kantonalen Submissionsverordnung auch dann widerrufen werden, wenn ein Unternehmen die Gleichbehandlung von Frau und Mann erwiesenermassen nicht einhält. Dazu gehöre nicht nur die allfällige Lohnungleichheit, sondern auch die geschlechtsbezogene sexuelle oder sexistische Belästigung, die mit Verletzung der Präventionsund Fürsorgepflichten aus Gleichstellungsgesetz, Obligationenrecht und Arbeitsgesetz einhergeht. Dabei spiele es keine Rolle, wenn ein Subunternehmen sich nicht an die Grundsätze halte, denn das Hauptunternehmen hafte auch für diese. Für Anja Derungs steht fest: «Ein Verstoss gegen den Gleichstellungsgrundsatz ist nicht anders zu behandeln als andere Verstösse.»

Erneute Anfrage an Regierungsrat Auch für die Mettmenstetter SP-Kantonsrätin Hannah Pfalzgraf ist klar, dass gehandelt werden muss. Für sie erhält die Diskussion zur Umsetzung des Gleichstellungsartikels im Kantonsrat noch nicht den nötigen Stellenwert. Deshalb hat sie zusammen mit ihren Ratskolleginnen Michèle Dünki-Bättig und Kathy Steiner am 9. Juli eine Anfrage an den Regierungsrat eigereicht. Darin wird die Frage aufgeworfen, wie die Baudirektion in Zukunft sicherstellen werde, dass die Anbietenden den Grundsatz der Gleichbehandlung von Frau und Mann erfüllen. Anfang Oktober wird der Regierungsrat darauf eine Antwort geben müssen.

KG+: Einen Schritt weiter auf dem gemeinsamen Weg Im Juni 2017 haben im Rahmen von Kirchgemeindeversammlungen zehn reformierte Kirchgemeinden im Bezirk Affoltern (Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Hausen, Hedingen, Kappel, Maschwanden, Mettmenstetten, Ottenbach und Rifferswil) ihre Kirchenpflegen ermächtigt, Verhandlungen im Hinblick auf eine einzige Kirchgemeinde zu führen. Dabei soll die örtliche Heimat gewährleistet werden und der Zusammenschluss insgesamt vorteilhafter sein als das Fortbestehen von eigenständigen Kirchgemeinden. Ende Juni stimmten nun die zehn Kirchenpflegen einer gemeinsamen Projektvereinbarung zu. Sie hält die

Projektziele, das Vorgehen und die Projektorganisation fest und bildet das Fundament für die nächsten Schritte. Bis Mitte 2020 sollen entscheidungsreife Unterlagen vorliegen. Im Laufe des Prozesses soll immer wieder evaluiert werden, ob die Bildung einer einzigen Kirchgemeinde einen Mehrwert darstellt oder ob sich Lösungen abzeichnen, die zu einem besseren Ergebnis führen. Am 9. Juli beschloss somit der Lenkungsausschuss (bestehend aus den Präsidien der zehn Kirchenpflegen sowie Vertretungen von Pfarrpersonen in beratender Funktion) den Abschluss der Phase I und die Auslösung der Phase II. Zudem konstituierte er sich sel-

ber mit der Wahl des neuen Präsidenten, Karl Sigrist (Mettmenstetten), und des neuen Projektteams, bestehend aus Gabriela Bregenzer (Sozialdiakonin, Affoltern), Sonja Kilchmann (Kirchenpflegerin und Katechetin, Hausen), Peter Ott (Präsident Kirchenpflege Hedingen), Hans Asper (Präsident Kirchenpflege Affoltern) und David Kohn (Kirchenpfleger, Aeugst). Pfarrerin Yvonne Schönholzer (Rifferswil) ist Delegierte des Pfarrkonvents.

Vision: Gemeinsam träumen Die Phase II beginnt mit einem Behördentreff am 30. August. Ziel ist, die im

Juni neu gewählten Behörden über das Projekt und das weitere Vorgehen zu informieren, sich gegenseitig kennen zu lernen und erste Arbeitsformen zu konkretisieren. Unter der Führung des Projektteams sollen in unterschiedlich zusammengesetzten Arbeitsgruppen (Behörden, Pfarrpersonen, Mitarbeitende und weitere Interessierte) tragfähige Lösungen einer künftigen gemeinsamen Kirche entwickelt werden. Dies ist der Zeitpunkt und die Chance, die Kirche im Bezirk neu zu gestalten, gemeinsame Projekte zu initiieren und Synergien verstärkt zu nutzen. Es soll Raum und Zeit geschaffen werden, um eine erste Zusammenarbeit

zu prüfen und vielleicht sogar als gewinnbringend und lustvoll zu erleben. Und wer weiss, vielleicht ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit? Dies war dann auch das Sinnbild im Lenkungsausschuss, dessen Sitzung am 9. Juli mit folgendem Lied durch Pfarrerin Yvonne Schönholzer eingestimmt wurde: «Wenn einer alleine träumt, ist das nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, so ist das der Beginn, der Beginn einer neuen Wirklichkeit. Träumt unseren Traum.» (Dom Hélder Càmara) Hans Asper, Projektteam Projekt KG+ Bezirk Affoltern


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Dienstag, 17. Juli 2018

Säuliämtler Rapsöl in den Zweifel Pommes-Chips Sämtliche Produzenten haben auf Holl-Raps umgestellt Was im Frühling so intensiv gelb auf den Feldern im Knonauer Amt blühte, ist jetzt geerntet. Aus den winzigen schwarzen Körnern wird nun hochwertiges Rapsöl gepresst, das für die Produktion von Pommes-Chips verwendet wird.

zen. Zudem können wir jetzt mehr Raps anbauen, was auch wirtschaftlich interessant ist.» Xaver Amgwerd von der Getreidesammelstelle hat auch nur positive Reaktionen der Landwirte bekommen. Der Holl-Raps bringe einen etwas geringeren Ertrag, doch das werde mit einem Aufpreis ausgeglichen. «Raps ist besonders für Ackerbauern auch eine interessante Kultur in der Fruchtfolge. Und für die Bevölkerung ist er im Frühling, wenn er gelb blüht, ja auch schön zum Anschauen.» Hier im Sammelgebiet der Landi Albis seien durch die grosse Nachfrage von Zweifel die Vertragsmengen für den Rapsanbau um etwa 150 Tonnen erhöht worden, das entspreche einer Vergrösserung der Anbaufläche um rund 40 Hektaren.

................................................... von marianne voss «Mit Schweizer Alpensalz & Rapsöl» ist seit einiger Zeit auf den PommesChips-Packungen der Firma Zweifel zu lesen. Es ist ab jetzt aber nicht nur ganz allgemein Schweizer Rapsöl, sondern auch viel Säuliämtler Rapsöl in den beliebten Chips. Die Rapsernte ist schon fast abgeschlossen, und es war die erste Ernte hier in der Region mit einer neuen Rapssorte, dem sogenannten Holl-Raps. Das ungesättigte Rapsöl ist eines der gesündesten Speiseöle. Ungesättigte Fettsäuren wirken sich positiv auf die Cholesterinwerte aus, was wiederum Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt. Rapsöl enthält zudem viel Vitamin E. Während das klassische Rapsöl vorwiegend in der kalten und warmen Küche eingesetzt wird, eignet sich Holl-Rapsöl für die Frittierung. «Holl» steht für «High Oleic Low Linolenic». Dieses Öl zeichnet sich also durch einen hohen Anteil an Ölsäure und einem geringen Anteil an Linolensäure aus. Die Fettsäurenzusammensetzung bleibt beim Frittieren stabil.

Konsequente Sorten-Trennung Bis vor kurzer Zeit verwendete die Firma Zweifel Sonnenblumenöl, das aber

Sehr gute Weizenqualität

Die kleinen schwarzen Raps-Körner machen den Weg vom Säuliämtler Feld bis in den Pommes-Chips-Sack. (Bild Marianne Voss) nicht ausschliesslich aus der Schweiz kam. Um die «Swissness»-Anforderungen zu erfüllen, wurde eine Umstellung beschlossen. Jetzt befinden sich im Chips-Sack Schweizer Kartoffeln mit Schweizer Rapsöl frittiert und Schweizer Salz gewürzt. Die Wertschöpfungskette bleibt vollständig im Land. Durch die Umstellung auf Schweizer Rapsöl konnte landesweit die Rapsanbaumenge um rund 2300 Hektaren erhöht werden. Die Bedingung für eine Lieferung an Zweifel ist

aber der Anbau der frittierbaren Sorte Holl-Raps. Wichtig ist eine konsequente Trennung von Holl-Raps und konventionellem Raps. Bei einer Vermischung gehen die positiven Frittiereigenschaften verloren.

Mehr Rapsfelder im Säuliamt Die Landi Albis konnte auf diese Ernte hin sämtliche Säuliämtler Rapsproduzenten, die ihren Raps bei ihr anliefern, zu einer Umstellung auf die Sor-

te Holl überzeugen. Dadurch kann nun bei der Ernte in der Sammelstelle in Mettmenstetten eine Vermischung von verschiedenen Rapssorten vermieden werden. Und was denken die Landwirte dazu? «Eine tolle Sache», meint einer begeistert. «Ich produziere etwas, von dem ich genau weiss, wo es hinkommt – eben in den Sack, den wir dann beim Grillabend öffnen.» Und ein anderer äussert: «Es macht Freude, auf diese Weise die Schweizer Lebensmittel-Produktion zu unterstüt-

Letzte Woche war die Sammelstelle fast Tag und Nacht in Betrieb. Die Mähdrescher waren ununterbrochen unterwegs. Raps, aber auch schon Weizen und Triticale (ein Futtergetreide) wurden angeliefert. Jetzt ist die Rapsernte fast abgeschlossen. Die Erträge der neuen Sorte Holl-Raps liegen im guten Durchschnitt von drei bis vier Tonnen pro Hektare. «Beim Weizen haben wir dieses Jahr ansprechend gute Erträge», erklärt Xaver Amgwerd. Der extensive IP-Suisse-Weizen bringe rund sechs Tonnen pro Hektare auf die Waage, der konventionelle Weizen bis zu acht Tonnen. Er nimmt ein Plastiksäcklein mit Weizenproben aus einer Schachtel und zeigt die schönen, grossen, bauchigen Körner. «Dieses Jahr haben wir beim Brotweizen mehrheitlich eine sehr gute, ja eine überraschend gute Qualität.»

Vom Basteln zum Gestalten – mit Begabung und Wissen Vier Jugendliche aus dem Säuliamt, drei in der Klasse C, haben den Gestalterischen Vorkurs an der Schule für Gestaltung Zürich beendet. An der Abschlussausstellung zeigten sie beeindruckende Arbeiten. ................................................... von christine häusermann Cooler Hip-Hop tönt aus dem 2. Stock des «Bananenhauses». Man findet den Weg easy, denn coole Musik vermittelt das stimmige Lebensgefühl, das zu den Exponaten passt: Grosse Plakate in Popart-Farben nehmen den Blick gefangen, Gesichter aus zigtausend Poligonen zusammengesetzt; verpixelte Poster kontrastieren mit zarten Farben und zeigen eine altehrwürdige Musikkassette und eine ausgediente Nintendo-Spielkonsole – ein nostalgischer Blick in die Kindheit modern umgesetzt; eine in schwarz-weiss abgesetzte junge Frau mit Zöpfen mal vor düsterer brauner Mauer, mal vor grell bemalten Wänden; die sorgfältig gestalteten Werkjournale der Studenten zum Blättern; was wie ein Dorf aus Puppenstuben anmutet, sind die massstabgetreuen Modelle der eigenen Schlafzimmer – überall ist aufgeräumt; mit Draht und Mesh geformte Skulpturenfragmente, gespreizte Beine am Boden, ein Arm mit Handstumpf, der einem «Gufechüssi» gleicht, der Gipsabdruck des eigenen Oberkörpers «der trocknet relativ rasch», ein Torso mit Moosflechten begrünt; Köpfe aus Ton, Tiere aus Modelliermasse, ein interaktives Bild eines

Gestaltend die Berufswelt erobern. Von links: Janina Jakob, Joël Staub und Angelou Häusermann der Klasse Vorkurs C. Waldes; das riesige Bild einer jungen Frau mit Katze in blauer Kugelschreiber-Strichtechnik gemalt – nichts für Ungeduldige; nicht zu vergessen die Eindrücke der Projektwoche in Lyon, die in zahlreichen Gemeinschaftsprojekten kreativ umgesetzt wurden – alle freuten sich auf das saubere Zuhause. Die Jugendlichen zeigen eine äusserst vielfältige, anspruchsvolle Werkschau.

Hürden nehmen – Schritt für Schritt Vermutlich wissen einige Schülerinnen und Schüler zu Beginn ihres Vorkursjahres noch gar nicht so recht, worauf sie sich – trotz BIZ und eventueller Schnupperlehre – in dieser vorbereitenden Ausbildung auf eine gestalterische Berufslehre einlassen. Das Aufnahmeverfahren bietet ihnen aber bereits einen Vorgeschmack. Sie müs-

sen ihre Motivation und Ausdauer erund begründen und in einer anspruchsvollen Aufgabe mit vielen unterschiedlichen Bildern, ja ganzen Geschichten belegen, dass sie über die nötige Beobachtungsgabe, den zeichnerischen Ausdruck und über ein ausgeprägtes Farbempfinden verfügen, um ein einnehmendes Kommunikationsmittel herzustellen. Der unbedarfte Leser schwitzt schon, wenn er die Aufgabenstellung liest.

Drei Säuliämter in der Klasse C Angelou Häusermann, Janina Jakob und Joël Staub der Vorkurs-Klasse C haben diese Hürde vor einem Jahr genommen und zeigen nun mit berechtigtem Stolz die Früchte ihrer Arbeit. Die Bonstetterin Janina Jakob zeigt u.a. ein Bild ihrer Schwester vor New Yorker-Kulisse, auf dem sie Punkte-

Gestalterische Vielfalt: im Vordergrund 3D-Arbeiten. (Bilder Christine Häusermann)

und Strichtechnik kombiniert hat. «Diese wunderschöne Stadt fasziniert mich schon seit ich ein kleines Kind war.» Joël Staub aus Wettswil malte und spachtelte in der 2D-Disziplin ein grosses Selbstporträt mit Acrylfarbe. Das Bild ist ganz in metallenen Farben gehalten, Kupfer dominiert. «Ich bevorzuge den Abend, denn da werden die Wolken leicht golden, rot oder orange, das löst bei mir ein Gefühl der Freiheit aus.» Angelou Häusermann hat in der 3D-Disziplin ein ‹niedliches› nacktes Tyrannosaurus-Rex-Baby mit blauen Glasaugen aus Drahtgeflecht, Mesh und Modelliermasse geformt und es im Inkubator ausgebrütet resp. im Backofen gebacken. Es erinnert an Modelle der Weta Workshops Neuseeland, die mit ihren Herr-der-Ringe-Geschöpfen weltberühmt wurden. Ein Zukunftswunsch? Die junge Frau will nicht so recht herausrücken. Viel-

leicht kann sie den eigenen Berufswunsch auch noch nicht fassen oder sie wagt ihn (noch) nicht zu denken.

Der Vorkurs als Sprungbrett Auch Klassenlehrerin und Fachbereichsleitung Ida Zängerle ist mit ihren Schülerinnen und Schülern sehr zufrieden. «Jede Klasse öffnet immer wieder eine neue kreative Welt für sich», sagt sie. Sie und die übrigen Lehrpersonen der Schule für Gestaltung, die neugierig machende Fächer wie Bildwelten, Körper-Raum-Farbe, aber auch digitales Gestalten und Vieles mehr unterrichten, freuen sich sehr über den grossartigen Output, den die angehenden Polydesigner, Grafiker, Polygrafen u.a.m. hingelegt haben. Das Rüstzeug, um in eine gestalterische Berufslehre einzusteigen, haben sie sich erarbeitet.


Bezirk Affoltern ratgeber reisen

Rahel und Lukas

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Mit Spass zum Wohlbefinden Sommerserie «Eintauchen» (1) – Urs E. Kneubühl im Sport Project Affoltern

Baumgartner, www.zaemeumdwelt.ch

Einfach länger unterwegs sein Die am häufigsten gestellte Frage an Reisende wie uns, betrifft wohl die Finanzierung eines solchen Abenteuers. Habt ihr im Lotto gewonnen? Sind eure Eltern Millionäre? Nein und nochmals nein! Wir haben einfach an folgenden zwei Punkten festgehalten. 1. Sparen: In der Schweiz hat man das Privileg, in vielen Jobs gut zu verdienen! Heisst, wir können, wenn wir dazu bereit sind, Geld auf die Seite legen! Leute sparen für schöne Kleider, das neuste Smartphone, ein Auto, das Eigenheim um Kinder zu haben oder eben wie wir, für eine Reise. Eine Einheitslösung zum Sparen gibt es wohl nicht. Wir für uns haben einfach bewusst auf Luxus verzichtet. Heisst, wir haben uns zum Beispiel nie ein teures Auto gekauft, nicht in unserer Traumwohnung gewohnt, dafür 400.- Miete im Monat gespart, günstig eingekauft, waren wenig im Ausgang, tragen keine «Markenkleider» usw. Entscheiden, was einem im Leben wichtig ist und für was man sparen will, muss schlussendlich jeder für sich. 2. Günstig Reisen: Wenn man mit seinem Van oder Wohnmobil unterwegs ist, kann man die Reisekosten extrem reduzieren! Man braucht eigentlich nur Geld für Benzin und Essen. Wann immer möglich, probieren wir gratis zu übernachten, was hier in Amerika sehr gut funktioniert! Unser Budget für einen Monat liegt bei 2000 Franken (1500 in Südamerika), alles inklusive (ausgenommen Flüge und Auto verschiffen). Den ganzen Betrag brauchen wir eigentlich nie auf. Bewusst verzichten wir auf unserer Reise auf teure Sachen und essen zum Beispiel jeden Morgen Haferflocken, kaufen fast keine neuen Kleider, oder gehen selten in Restaurants. Dafür können wir länger unterwegs sein und lernen Dinge wieder zu schätzen! Seit 14 Monaten bereisen Lukas und Rahel Baumgartner die Panamericana. Sie lassen die «Anzeiger»-Leser an ihrer Erfahrung teilhaben.

Die «Anzeiger»-Sommerserie gibt Urs E. Kneubühl Gelegenheit, zur Couchpotatoe-Kampfansage. Der Verein Sport Project Affoltern ermöglicht ihm die Entdeckung, wie man mit Spass zu Ausdauer, Kraft und Fitness kommen kann. ................................................... von urs e. kneubühl Okay, es ist geraume Zeit und etliche Kilogramm Gewicht her, als ich noch täglich trainiert habe und meine Schnelligkeit, Fitness, Kraft und Ausdauer dann in regelmässigen Wettkämpfen erfolgreich auszuspielen vermochte. Tempi passati – und dennoch begleitet der Gedanke, doch wieder etwas mehr für den eigenen Körper zu tun, mich seither dauernd. Aber eben, die Überwindung des inneren Schweinehundes ist eine hohe Hürde. Ein erster Versuch, diesem in einem Fitnesscenter kräftig in den Allerwertesten zu treten, scheiterte kläglich: Ich bin dafür nicht geschaffen! Und so glaubte ich denn auch umgehend (und noch so gerne, wenn ich ehrlich bin), dass es eine blöde Idee sei, jetzt noch einmal mit aktivem Sport zu beginnen.

Verein zur Förderung eines gesunden Lebensstils Erst als Peter mir von einem Verein erzählt, den er gemeinsam mit seinen Freunden Philipp und Patrick erst kürzlich aus der Taufe gehoben hat, habe ich nochmals darüber nachgedacht. «Sport Project Affoltern – Verein zur Förderung eines gesunden Lebensstils»… Der Name allein über-

«Eintauchen» Die Sommerserie hat Tradition beim «Anzeiger». Diesmal steht sie unter dem Motto «Eintauchen». Das Thema lässt vieles offen: Eintauchen kann man in eine fremde Szene, in einen Verein oder eine Religionsgruppe, in eine andere Rolle, Lebenshaltung oder eine neue Aktivität. Sie als Leser dürfen sich überraschen lassen – bis Mitte August in jedem «Anzeiger» aufs Neue. (tst.)

Peter beim Seitstütz. Jede Übung dauert eine Minute, was durch einen über die Begleitmusik gelegten Countdown angezeigt wird. Training ist jeden Dienstag, 18.30 Uhr. (Bilder Urs E. Kneubühl) (Probetraining ist kostenlos), wobei ein Sportlergetränk inklusive ist. Also gut; ich will es wissen!

Erst Schmach, dann Spass

Philipp, Mitinitiant des Vereins Sport Project Affoltern, beim Seilspringen – einer von zehn Übungen im Parcours. zeugt mich noch nicht. Erst Peters vertiefte Information tönt verlockend: «Wir führen in kleinen Gruppen effektive Ganzkörper-Workouts durch, wobei jeder die Intensität und Dauer der Übungen selber bestimmen kann. Es geht darum, mit Spass zu Ausdauer, Kraft und Fitness zu kommen.» Die Trainings – jeden Dienstag, 18.30 Uhr – werden im Sommer bei schönem Wetter draussen (oft auf dem Vitaparcours) abgehalten, bei schlechtem Wetter und im Winter sind sie in der Turnhalle des Schulhauses Ennetgraben. Dazu kommen – auch wichtig für mich: keinen Zwang, kein wöchentliches Muss, keine zwingende Vereinsmitgliedschaft, dafür gar die Möglichkeit der kostenlosen regelmässigen Body-Analyse, um die Entwicklung seiner Körperfett- und anderen Werte kontrollieren zu können. Ab und zu werden die Trainings zusätzlich mit Kurzvorträgen über Ernährung kombiniert – und die Teilnahmegebühren pro Training betragen fünf Franken

Peter dämpft meinen Vorsatz aber gleich wieder: «He, es ist Ferienzeit, da pausieren wir mit dem wöchentlichen Training. Ab 14. August geht es dann wieder los.» Trotzdem ... Philipp, Patrick und Peter – die Initianten von Sport Project Affoltern – vereinbaren mit mir ein Schnuppertraining in der Turnhalle Ennetgraben. Das ist absolut stimmig für mich, denn blamieren will man sich ja nicht gleich in aller Öffentlichkeit. Allerdings: Neben den durchtrainierten Körpern von Philipp und Patrick nimmt sich meine Erscheinung dann doch eher schmählich aus. Ich merke aber umgehend, dass hier keine Unterschiede gemacht werden und dass das von Philipp angedeutete «gemeinsam mit Freude und einer Mischung aus Kraft-, Kondition- und Ausdauer-Training zum Wohlbefinden kommen» nicht warme Luft, sondern ein Versprechen ist. Es beginnt mit lockerem Einlaufen, das von rhythmisch anspornender Musik aus den Lautsprechern unterstützt wird. Dann gibt mir Philipp ein Leistungskontrollblatt, zeigt mir die zehn Übungsstationen und informiert: «Du suchst dir eine Übungsstation aus und machst dann dort – mit rhythmischer Musikbegleitung – die Übung so intensiv und lange, wie du magst; aber maximal eine Minute lang. Dann wechselst du zur nächsten Übung und mit dem Countdown, der mit der Musik eingespielt ist, startest du diese.» Eigentlich ganz «easy», aber ohalätz, anstrengender als man denkt.

Der Ex-Freundin gedroht, ihrem Partner die Beine zu brechen

Bezirksgericht: Bedingte Geldstrafe für 43-jährigen Dominikaner Weil er seiner Ex-Freundin gedroht hatte, ihrem Partner die Beine zu brechen, kassierte ein 43-jähriger Mann aus der Dominikanischen Republik vom Bezirksgericht Affoltern eine bedingte Geldstrafe. Das sei alles erfunden, weil er um die Beziehung gewusst habe, deswegen verletzt gewesen sei und aus diesem Grund eine Anzeige gegen ihn gemacht habe, beteuerte der in eleganter Kleidung erschienene Beschuldigte vor der Einzelrichterin. Mit der Frau sei er während eines Jahres in einer Liebesbeziehung gestanden. «Wir haben uns nicht gestritten – auch dann nicht, als ich von ihrer anderen Beziehung erfahren habe», führte er weiter aus. Die Anklage wirft ihm vor, an einem Freitag im Mai 2017 an seinem

Wohnort in einer Ämtler Gemeinde der Frau gedroht zu haben, ihrem Partner die Beine zu brechen, sodass dieser die Kirche nur noch im Rollstuhl betreten könne. Durch diese Drohung sei der Geschädigte, ein Landsmann, der im «Übergwändli» ebenfalls zur Gerichtsverhandlung erschien, eingeschüchtert worden. Zumal er befürchten musste, dass der Beschuldigte dieses in Aussicht gestellte Übel wahrmachen oder seiner Familie etwas antun könnte, heisst es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Diese wirft im weiter vor, aus Wut aufgrund der persönlichen Vorgeschichte, der Frau wenige Tage nach der Drohung den in Rapperswil geparkten PW mit einem unbekannten Gegenstand zerkratzt zu haben. Das habe er kurz darauf nochmals getan und einen Schaden von insgesamt rund 4600 Franken angerichtet. Auch das bestreitet der Beschuldigte vehe-

ment. «Ich war gar nicht da, sondern bei meiner Ex-Frau, um die Tochter abzuholen. Wo sind hier die Beweise?», fragte er die Richterin. Zum Vorwurf der Drohung gesellt sich in den Augen der Staatsanwaltschaft jedenfalls noch mehrfache Sachbeschädigung. Sie forderte eine Bestrafung von 60 Tagessätzen à 30 Franken und eine Busse von 500 Franken.

Aussagen der Frau glaubwürdig Beim Vorwurf der Drohung steht es zwar Aussage gegen Aussage, aber das Gericht bezeichnet jene der Frau als glaubwürdig. Sie habe diese Drohungen des Beschuldigten konkret, in sich schlüssig und anschaulich geschildert, obwohl sie sich wegen der Doppelbeziehung selber in eine unvorteilhafte Lage gebracht habe, hielt Richterin Mirjam Lepek Gretsch fest. Bei der Sachbeschädigung ist der Sachverhalt

ein anderer. Die Zeugin in Rapperswil, die mit der Frau befreundet ist, will den Beschuldigten zwar gesehen haben, als er um das Auto herum lief, nicht jedoch das Zerkratzen der rechten Fahrzeugseite. So könnten die Kratzer schon zuvor entstanden sein, weshalb das Gericht den seit 1997 in der Schweiz lebenden Mann in diesem Punkt freisprach. Verurteilt wurde er wegen Drohung zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 15 Franken – dies bei einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem hat er die Hälfte der Untersuchungskosten zu tragen. Die Schadenersatzforderung (Zerkratzen des Autos) wurde abgewiesen, ebenfalls eine Genugtuung in der Höhe von 500 Franken. Der dritte Anklagepunkt – eine Tätlichkeit – wurde per Vergleich beigelegt und mit dem Einverständnis der Staatsanwaltschaft fallengelassen. (-ter.)

Man kommt nicht nur ins Schwitzen, sondern auch ganz schön ausser Atem. Dank den Pausen zwischen den Übungen und der selbst entschiedenen, zusätzlichen Erholungen geht es aber immer besser – und dies macht allemal Spass!

Mitmachen kann jeder Entstanden ist der Verein Sport Project Affoltern, weil sich Philipp und Patrick regelmässig zur Absolvierung des Vitaparcours getroffen haben. «Wir haben uns überlegt, wie man eine Alternative dazu für schlechtes Wetter und im Winter schaffen kann und sie in dieser Form gefunden», erklärt Philipp. Peter seinerseits brachte den zusätzlichen Input puncto Ernährung ein. Und jetzt ist der Verein Sport Project Affoltern so konzipiert, dass jede und jeder mitmachen kann. Man braucht nicht durchtrainiert zu sein, ja nicht einmal eine Ahnung von Sport zu haben; wichtig ist allein die Lust und Freude, etwas für sein Wohlbefinden zu tun. Ein Trainingsabend bei Sport Project Affoltern dauert rund eine Stunde, das reicht den Fleissigen und Fitten für bis zu drei Durchgängen. Ich meinerseits begnüge mich mit einem einzigen Durchgang – und auch dieser «Spargang» zeigt später seine Auswirkungen: Nicht, dass ich jetzt nach einem einzigen Mal schon dramatisch verbesserte Körperwerte hätte, aber spüren tue ich meine Glieder wie schon lange nicht mehr! Sport Project Affoltern, ab 14. August wieder jeden Dienstag, 18.30 Uhr. Treff: Turnhalle Schulhaus Ennetgraben, Affoltern. Kontakt: 078 625 75 74 (Philipp) oder sportproject@gmx.ch.

Züri Fäscht 2019: Fünfliber fürs öV-Nachtangebot Auch an der kommenden Ausgabe des Züri Fäschts (5. bis 7. Juli 2019) ist der öffentliche Verkehr die beste Wahl für die schnelle und sichere An- und Rückreise. Vor allem am Abend und in der Nacht wird dafür ein enormes Zusatzangebot an Zügen, Trams und Bussen zur Verfügung stehen. Fahrgäste, die am Züri Fäscht ab 1 Uhr mit dem Nachtnetz fahren, müssen wie in allen übrigen Nächten mit Nachtnetzangebot einen Zuschlag lösen. Dieser kostet 5 Franken und muss zusätzlich zu einem gültigen öV-Ticket gekauft werden. Das Nachtnetz des ZVV muss gemäss politischem Auftrag des Zürcher Kantonsrats kostendeckend betrieben werden. Für die Kosten des Nachtnetzes am Züri Fäscht sollen nicht sämtliche Festbesuchenden (über Getränkezuschläge) oder die Steuerzahlenden aufkommen, sondern jene, die das öV-Nachtangebot tatsächlich nutzen. Im Gegenzug werden die Getränkepreise um 50 Rappen gesenkt. (pd.)


forum

Die Jäger haben sich vorgestellt

Die Jäger markieren Präsenz in der Affoltemer Begegnungszone. (Bild zvg.) Am Samstagvormittag standen beim Restaurant Roots an der Oberen Bahnhofstrasse vor der Kulisse eines ausgestopften Wildschweines und zwei Plakaten «Jagd schützt, Jagd nützt» eine Jägerin und sechs Jäger bereit. Sie suchten das Gespräch mit den Passanten und verteilten Informationsbroschüren über die Jagd im Kanton Zürich. Dabei war auch eine lebendige grosse Erscheinung einer Eule zu sehen, die Flyer verteilte und vor allem die Kinder anlockte. Eine stimmungsvolle Überraschung waren zwei Darbietungen der Jagd-Bläsergruppe «Zürifalken», verstärkt durch die Bläsergruppe «Zimmerberg». Die 14 Jagdhörner hallten weitherum auf dem grossen Platz und durch die Obere Bahnhofstrasse. Was bewegt die Jäger an diesem heissen Samstag dazu, das Gespräch mit den vorübereilenden Menschen zu suchen? Warum stehen an Strassenrändern seit einigen Tagen grosse Plakate mit der Botschaft «Jagd schützt, Jagd nützt»? Warum orientieren die Jäger gerade jetzt über ihr Weidwerk? Am 23. September 2018 sind die Zürcher Stimmberechtigten aufgerufen zu einer Initiative der Tierpartei Schweiz mit dem Namen «Wildhüter statt Jäger» Stellung zu nehmen. Im Vorfeld dieser Initiative wird im ganzen Kanton systematisch orientiert, wie heute die Jagd im Milizsystem aufgebaut ist. Es wird gezielt informiert, was die Jägerinnen und Jäger machen,

warum die Natur wie auch die Menschen sie brauchen und welche ausgiebige Ausbildung sie absolvieren. Die Initianten wollen die private Milizjagd abschaffen. Vom Kanton angestellte Wildhüter (es müssten 30 bis 50 sein), sollten statt der heutigen privaten Milizjäger die Wild-Bestände «regulieren». Die Zahl der Wildtiere muss man regulieren, weil ohne Jagd die Wildbestände überborden würden und die Schäden an Kulturen und Wäldern stark zunehmen würden – nicht zu reden von den sich häufenden Wildunfällen mit dem Verkehr. Heute rücken bei einem Verkehrsunfall mit Wild die ortsansässigen Jäger Tag und Nacht ohne Entgelt aus. Sie müssen schnell vor Ort sein, um sich um das verletzte Wild zu kümmern und dem Autofahrer ein ausführliches Protokoll für seine Versicherung zu erstellen. Wie teuer eine Annahme der Initiative den Steuerzahler zu stehen käme, kann nicht genau ausgerechnet werden. Sicher werden die Kosten im Bereich eines zweistelligen Millionenbetrages liegen. (Heute zahlen die Jäger in die Staatskasse ¾ Million ein, damit sie die Jagd und ihre Hegeaufgaben ausüben dürfen.) Viele Stimmberechtigte wissen wenig oder nichts über die Jagd. Mit diesen Aktionen will die Jägerschaft die Lücke füllen. Weitere Infos: www.jagd-schuetzt-jagd-nuetzt.ch. Ronald Weisbrod, Jagd-Pächter im Revier Affoltern und Hausen.

Unverzichtbar und «bezirksrelevant» Zur Zukunft des Spitals Affoltern. Das Schweizervolk bekennt sich in der Einleitung zur Bundesverfassung zum Grundsatz, dass die Stärke eines Volkes sich am Wohl des Schwachen misst. Zählen wir die Kranken und Hochbetagten zu den Schwachen, so ist das Spital Affoltern ein prächtiges Beispiel für den edlen Grundsatz. Als wir vor bald 40 Jahren den Standort des Leichtpflegeheimes festlegen mussten, setzte sich der damalige Hedinger Gemeindeschreiber vehement für den Standort am heutigen Platz des Hauses Pilatus ein mit der Begründung, dass hier beim Bezirksspital das gesundheitliche Wohl der Betagten am besten garantiert werden könne. Seither hat sich einiges gewandelt: Die Gemeinden sind nur noch für die Langzeitpflege und der Kanton ist für die Gesundheit verantwortlich. Daher möchte der heutige Hedinger Gemeinderat nichts mehr zu tun haben mit einem «Finanzrisiko»-Spital. Vom Kanton haben wir gehört, das Spital Affoltern sei nicht «versorgungsrelevant». Die derzeitige Gesundheitsdirektion scheint es nicht zu kennen. Herr Regierungsrat Wiederkehr nannte es noch ein Bilderbuch-Spital und Frau Regierungsrätin Diener hat ihm die Chance eingeräumt, das Modell Affoltern mit der Menschenmedizin des medizinischen Chefarztes weiter zu entwickeln. Und nun die Ohrfeige «nicht versorgungsrelevant» für die gesamte Gemeinschaft der rund 700 Mitarbeiter, die tagtäglich ihr Bestes geben für das Wohl der Kranken und Betagten!

Der Bezirk Affoltern hat wohl die beste medizinische Grundversorgung im Kanton Zürich dank der ausserordentlich guten Zusammenarbeit zwischen Spital, Spitex, Beleg- und Hausärzten sowie der Vernetzung mit dem Stadtspital Triemli. Diese hervorragende Zusammenarbeit – begonnen von Chefarzt Dr. Mohr – macht die Vorteile des kleinen Spitals sichtbar. Man kennt sich, alle Abläufe und Verantwortlichkeiten sind überschaubar. Die Arbeitsgemeinschaft ist eine grosse Familie und sie ist tief in der Bevölkerung verwurzelt. Sechs Jahrzehnte lang sind alle Spitalvorlagen von einer überaus grossen Mehrheit der Stimmbürger ausnahmslos gutgeheissen worden. Und wie beispiellos haben die Frauen im Jahr 1981 für den Fortbestand der Wöchnerinnenabteilung gekämpft! Nun möchte man diese Verankerung lockern. Das Spital brauche die neue Rechtsform einer AG, als ob der bestehende Zweckverband nicht geeignet wäre, um ihn mit einer Statutenrevision so umzurüsten, dass er der neoliberalen Glaubenslehre mit ihrem Wachstumswahn, der Gewinnmaximierung, dem Wettbewerb, der Steuer-«optimierung», usw. gewachsen wäre. Über die Rechtsform brauchen wir aber nun nicht zu streiten. Sie ist nicht entscheidend, sondern der Geist und Gehalt des kleinen Spitals. Es muss bleiben, was es ist: eine unverzichtbare, «bezirksrelevante» Einrichtung für das gesundheitliche Wohl der Kranken und Betagten des Knonauer Amtes. Die Stärke eines Volkes misst sich am Wohl des Schwachen. Rolf Grob,Obfelden


Vermischtes

Dienstag, 17. Juli 2018

«Der Zopf»

Geborgenheit erlebt

Buch-Tipp: Cécile Perret empfiehlt den Roman von Laetitia Colombano. > Seite 12

Brasilien-Schweizerin Maja Tobler verbrachte als Kind Ferien in Hedingen. > Seite 13

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Neuer Belag Beim TC Stallikon hat der Umbau auf moderne Allwetterplätze begonnen. > Seite 17

Entlang der Rhône, dem Genfersee und durch die Rebberge des Lavaux

Kurze Hosen im Strassenbau wieder erlaubt

«Erlebnisse»: Mit E-Bikes in drei Tagen von Brig nach Lausanne Mit der SBB fuhr die Erlebnisse-Gruppe am 5. Juli von Affoltern via Zürich, Bern und dem Lötschberg nach Brig. Bei der Ankunft kurz nach 10 Uhr standen die E-Bikes schon bereit. Nach einem guten Kaffee ging es dann auf die andere, rechte Seite der Rhône und auf die Radroute Nr. 1, die von Andermatt bis nach Genf führt. Vorbei am riesigen Industriegebiet von Visp und unter der Bahn der Lötschberg-Südrampe hindurch, traf die Rad-Gruppe um die Mittagszeit in Raron ein. Das feine Mittagsmenü kam zur richtigen Zeit, denn über Mittag regnete es kurz. Frisch gestärkt und ohne Regen führte die Tour weiter entlang der Rhône, zweigte dann aber ab nach Leuk und von dort weiter via Varen in schneller Fahrt hinunter nach Salgesch. In diesem «Weindorf» besuchte die Gruppe den Winzer «Cave du Rhodan». Dort durfte sie drei verschiedene «Weisse» degustieren. Der kurze Rest der Tour des ersten Tages führte nach Sierre, wo die Gruppe in einer schönen Gartenwirtschaft ein feines Nachtessen genoss. Die Freitags-Etappe führte via Sion und Saillon nach St. Maurice. Leider blieb das Wetter wechselhaft und zum Teil sogar regnerisch. Einen ersten kleinen Regenschauer nach rund einer Stunde überstand die Gruppe im Clubhaus des Golf-Clubs Sitten schadlos. Ohne Regen fuhr die Gruppe von 13 Personen dann nach Saillon, einem kleinen Dorf mit einer Burg auf einem markanten Hügel. Nach einem feinen Mittagessen ging es um zirka 14 Uhr weiter in Richtung St. Maurice. Wie üblich in dieser Region, kam starker Wind auf

Bauarbeiter dürfen auf bestimmten Strassenbaustellen ab sofort wieder kurze Hosen tragen. Das hat der Baumeisterverband beim Schweizerischen Verband der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) erreicht. Bislang mussten Strassenbauerinnen und Strassenbauer in jeder Bausituation und bei jeder Temperatur lange Hosen tragen. Die entsprechende Vorschrift in der Norm SN 640 710 «Warnkleidungen bei Arbeiten im öffentlichen Raum» hatte starke Kritik beim Baustellenpersonal ausgelöst. Deshalb setze sich der Schweizerische Baumeisterverband seit November 2017 beim Schweizerischen Verband der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) für die Abschaffung der Vorschrift ein. Mit Erfolg. Der VSS hat sich Anfang Juli dazu entschlossen, die Norm SN 640 710 zurückzuziehen. Somit entfällt die generelle Tragepflicht langer Hosen auf sämtlichen Strassenbaustellen.

Angeführt von Otto Steinmann geht es der Rhône entlang. (Bild Hans-Ueli Gisler) und blies den Radlern aus westlicher Richtung vom Genfersee her entgegen.

Grenzwertig steile Rebberge Die Samstagsetappe begann um 8.30 Uhr mit der Durchfahrt durch St. Maurice und dann hinunter in die Ebene von Monthey und bis fast an den Genfersee. Dieser Tag nun bei herrlichem Sonnenschein und richtig schönem Velo-Wetter. In Villeneuve angekommen, fuhr die Gruppe durch die schmucke kleine Altstadt, bevor ein kurzes Stück Hauptstrasse bis nach

25 Millionen für die Zürcher Lehrbetriebe

Montreux folgte. In La Tour-de-Peilz machte die Gruppe dann Mittagsrast und genoss die Ferienstimmung am sehr schönen Genfersee. Nach dem Mittagessen und fast mitten in Vevey, führte der Radweg dann hinauf in die Rebberge des Lavaux – auch für einige E-Bikes schon fast grenzwertig steil – und dann auch wieder hinunter. Die Aussicht auf den See, den riesigen Rebberg und die hohen Berge Frankreichs entschädigten für die nicht so leichte Bergfahrt. Die Weiterfahrt nach Lausanne war dann das Finale einer wunderschönen Dreitagestour von Brig nach Lausanne.

In der Nähe des Bahnhofs wartete Fahrer Ernst Bänz mit dem Transporter. Zusammen mit Kurt Marti wurden die E-Bikes verladen und zurück nach Affoltern transportiert. Die Gruppe fuhr mit der Bahn via Biel und Zürich zurück nach Affoltern. Es gäbe noch viel zu berichten von diesem sehr gelungenen Anlass. Eine abwechslungsreiche und interessante Tour ging viel zu schnell vorbei und macht Lust auf weitere Erlebnisse. Otto Steinmann Fotos zu diesem und anderen Erlebnissen unter www.erlebnisse.ch/fotolabum.

Die bewegende Geschichte des VW-Käfers

Der kantonale Berufsbildungsfonds hat die Zürcher Lehrbetriebe im Jahr 2017 mit rund 25 Millionen Franken unterstützt. Neu ist die Geschäftsstelle des Fonds seit dem 1. Juli dem Präsidenten der Berufsbildungskommission unterstellt. Dies geht aus dem jüngsten Jahresbericht hervor.

Anlässlich des 40-Jahre-Jubiläums des VW-Käfer-Clubs Luzern zeigt das Emmen Center vom 17. bis 28. Juli eine Ausstellung zum Kult-Auto.

Die Berufsbildungskommission unterstützte 2017 die rund 10 000 Zürcher Lehrbetriebe mit einem Ausbildungsbeitrag von insgesamt sechs Millionen Franken. Im bisherigen Rahmen bewegten sich die Beiträge an die Kosten der überbetrieblichen Kurse (13,2 Millionen), des Qualifikationsverfahrens (4,8 Millionen) und der Kurse für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner (0,9 Millionen). Innovative Projekte und Massnahmen zur Förderung der beruflichen Grundbildung unterstützte der Berufsbildungsfonds mit 1,3 Millionen Fran-

Wechsel bei der Geschäftsstelle Der Regierungsrat hat die Verordnung über den Berufsbildungsfonds angepasst. Neu wird die Geschäftsstelle des Berufsbildungsfonds nicht mehr vom Mittelschul- und Berufsbildungsamt geführt, sondern vom Präsidenten der Berufsbildungskommission. Dadurch werden die Zuständigkeiten klarer geregelt. Einen vertieften Einblick in die Tätigkeiten und Schwerpunkte des vergangenen Geschäftsjahres bietet der Jahresbericht 2017. Er kann unter dem Link www.berufsbildungsfonds.zh.ch heruntergeladen werden. (pd.)

Verkehrsgeschwindigkeit und Gefährdungspotenzial entscheiden Strassenbau-Equipen sind dazu angehalten, ihre Warnkleidung gemäss den aktuellen Vorschriften über die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz zu wählen. Grundlage dafür bietet die international gültige Norm SN EN ISO 20471. Die Kleiderwahl, ob lange oder kurze Hosen, richtet sich nach der signalisierten Verkehrsgeschwindigkeit im Baustellenbereich und dem Gefährdungspotenzial der jeweiligen Arbeitsschritte. (pd.)

VW-Käfer-Ausstellung im Emmen Center

Jahresbericht des Berufsbildungsfonds

ken. Das kantonale Lehrbetriebsportal, mit dem Lehrbetriebe administrative Arbeiten online abwickeln können, erhielt eine halbe Million Franken. 540 000 Franken gingen an die Berufsmesse Zürich und ihre Sonder-schau «Berufswelten der Zukunft». Vier weitere Projekte wurden mit kleineren Beträgen gefördert.

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Alles begann, als Prof. Dr. Ferdinand Porsche 1934 den Auftrag erhielt, einen «Volkswagen» zu entwickeln. Bei seiner Erstvorstellung auf der Berliner Automobilausstellung bezeichnete ein Korrespondent der New York Times diesen Volkswagen spöttisch als Käfer, ein Spitzname, der ihm geblieben ist, aber erst in den 70er-Jahren offiziell anerkannt wurde. Weltweit wie auch in Schweiz erfreute sich der Käfer grosser Beliebtheit. Der Käfer bot nicht nur Mobilität, sondern gleichzeitig auch Sicherheit und eine enorm lange Lebensdauer.

Besondere Modelle zu bestaunen Zum 40-Jahre-Jubiläum des VW-KäferClubs Luzern zeigt das Emmen Center während zwei Wochen neun Modelle mit Jahrgängen von 1951 bis 1979. Die

Der VW-Käfer wurde über die Jahre zum Kultobjekt. (Bild zvg.) Fahrzeuge sind im Center verteilt und werden mit Blumen dekoriert. Viele interessante Informationen zu den beliebten, historischen Fahrzeugen erwarten die Kundinnen und Kunden. Ein besonderes Highlight stellt dabei ein Pick-up Modell dar, von welchem es nur noch sehr wenige Exemplare gibt. Dieses wurde von 2007 bis 2010

in knapp 1000 Arbeitsstunden restauriert. Während dieses Prozesses wurde der Käfer mit Originalteilen komplett neu aufgebaut. Neben dem Pick-up gibt es von der Käfer-Limousine, zum Faltdach Käfer, bis zum Cabriolet alles zu sehen und auch das Innenleben spannt sich von Originalmotoren bis zum Porsche-Motor. (pd.)


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Vermischtes

buch-tipp

Mutige Frauen stellen sich ihrem Schicksal In ihrem Buch «Der Zopf» vermittelt Laetitia Colombano Einblick in drei Frauenleben in verschiedenen Ländern. ................................................... von cécile perret, bibliothek bonstetten Smita lebt in einem kleinen Dorf in Indien. Sie ist eine Dalit-Unberührbare, gehört keiner Kaste an. Diese Menschen gelten als unrein und für sie gibt es keinen Platz in der Gesellschaft. Seit Generationen sind die Frauen ihrer Familie «Schmutzsamm- Cécile Perret. lerinnen». Jeden (Bilder zvg.) Morgen schultert Smita ihren Korb, schleicht sich durch die Hintereingänge der Behausungen, um dort die menschlichen Ausscheidungen zu sammeln. Mit der Arbeit ihres Mannes als Rattenfänger reicht es gerade zum Überleben. Smita möchte diese Verpflichtung nicht an ihre Tochter Lalita weitergeben. Sie setzt sich dafür ein, dass ihre Tochter die Schule besuchen kann. Sie erhofft sich ein besseres Leben für sie und ist bereit, dafür zu kämpfen. Die 20-jährige Giulia arbeitet in der Perückenfabrik ihres Vaters in Palermo, Italien. Seit fast einem Jahrhundert lebt ihre Familie von der Cascatura, einem alten sizilianischen Brauch, der darin besteht, Haare, die ausfallen oder abgeschnitten werden, zu sammeln, um später Toupets oder Perücken daraus zu machen. Giulia war seit Kindsbeinen fasziniert von diesem Brauch und hat jede freie Minute in der Fabrik verbracht. Die Arbeiterinnen sind wie eine grosse Familie, die Freuden und Sorgen werden miteinander geteilt. Unverhofft schlägt das Schicksal zu. Giulias Vater liegt nach einem schweren Unfall im Spital und die Fabrik steht kurz vor dem Konkurs. Die ganze Verantwortung lastet auf Giulias Schultern. Mutig stellt sie sich den widrigen Umständen. Sarah ist eine smarte Anwältin in Montreal, Kanada. Ihr Alltag als geschiedene Frau mit drei schulpflichti-

gen Kindern ist durchorganisiert, jede Minute zählt. Sie hat sich ihre Position in der Kanzlei hart erkämpft und erarbeitet und dabei auf vieles verzichtet. Sie war nach ihren Schwangerschaften schnell wieder zurück an ihrem Arbeitsplatz. Strikt trennt sie die Familien- von der Arbeitswelt. Kurz vor einem erneuten Karriereschritt erfährt sie von ihrer schweren Erkrankung. Trotzdem ist sie nicht bereit, kürzer zu treten, aus Angst, ihren Job in der Kanzlei zu verlieren.

Gemeinsamkeiten trotz offensichtlicher Unterschiede Die drei Frauen leben auf unterschiedlichen Kontinenten. Dementsprechend sieht ihr Alltag verschieden aus, jede Frau ist mit anderen Problemen und Sorgen konfrontiert. Aber es gibt doch einige Gemeinsamkeiten in ihren Leben: Es sind drei sehr mutige Frauen, die sich ihren Schicksalen stellen und Lösungen suchen. Sie sind bereit, für ihr Glück, ihre Familie, ihr Leben und ihre Überzeugung zu kämpfen und neue Wege zu gehen. Die französische Autorin Laetitia Colombano, die auch Filmschauspielerin und Regisseurin ist, verbindet geschickt und gekonnt die drei Stränge des Buches miteinander. «Der Zopf» ist ihr erster Roman.

Zwei-Tage-Wanderung der anspruchsvollen Wandergruppe 60+ Ziel der traditionellen Zwei-TageWanderung vom 11./12. Juli der anspruchsvollen Wandergruppe Bonstetten war das Berner Oberland. Bei idealen Bedingungen genossen die 19 Teilnehmenden im Gebiet Grosse Scheidegg und Faulhorn den Blick auf die berühmten Vier- und Dreitausender und die Farbenpracht der Alpenblumen. Nach der Hinfahrt mit Bahn und Postauto begann der erste Wandertag mit einem (fakultativen) Besuch der Rosenlauischlucht. Beeindruckt von der vom Wasser über Jahrtausende geformten Gletscherschlucht und vom Tosen und Brausen des Bachs wurden die Rucksäcke geschultert. Über eine Alpstrasse ging es in gemächlichem Tempo über Brochhütte und Pfanni aufwärts zur Gibelplatti. An diesem Aussichtspunkt mit Blick über das Reichenbachtal war es Zeit für den Picknickhalt. Leider hingen um die nahe gelegenen Berggipfel noch Nebelschwaden. Die Engelhörner waren nur schemenhaft zu erkennen, und vom Wellhorn und vom Wetterhorn waren nur die unteren Felsformationen sichtbar. Umso mehr lohnte sich ein Blick auf die umliegenden Alpweiden mit den farbenprächtigen Bergblumen. Frisch gestärkt wurde die Wanderung auf mehr oder weniger gleicher Höhe fortgesetzt. Auf einem Bergpfad und später auf einer Fahrstrasse ging es über die Alp Scheidegg Oberläger zur Grossen Scheidegg. Der Kaffeehalt im Berghotel erlaubte einen letzten Blick ins Reichenbachtal. Gleichzeitig öffnete sich auf der Gegenseite das Tal der Schwarzen Lütschine mit Grindelwald im Talgrund. Zwischen den Nebelschwaden zeigte sich der Eiger und liess die Grösse der umliegenden Bergriesen erahnen. Nun hatte die Wandergruppe noch den Abstieg von rund 750 Höhenme-

Die Wandergruppe auf dem Gipfel des Faulhorns. (Bild zvg.) tern über Wandela und Schwendibiel nach Grindelwald zu bewältigen. Die Vorfreude auf einen kühlen Apéro und das Nachtessen im Hotel Wetterhorn verdrängte die Sorge über die bevorstehende letzte Anstrengung des Tages.

Heulende Drohne störte die Ruhe Mit dem Postauto und der Firstbahn gelangte die Wandergruppe am Morgen des zweiten Tages an den Ausgangspunkt ihrer Wanderung auf Grindelwald First. Der erste Halt wurde am Bachsee eingeschaltet. Im Gegensatz zum ersten Tag konnten die Wanderer einen wolkenlosen Himmel geniessen, der sich zusammen mit den gegenüberliegenden Schneeriesen eindrücklich im Wasser des Sees spiegelte. Gestört wurden die Ruhe und die Idylle durch eine Gruppe, die sich von einer heulenden Drohne filmen liess! Nun begann der eigentliche Aufstieg zum Faulhorn. Auf einem Alpweg wurde das seit 1830 bestehende Berggasthaus erreicht. Vor dem Mittagessen wurde aber noch dem höchs-

ten Punkt auf 2681 m.ü.M ein Besuch abgestattet, um die Rundsicht über Brienzer- und Thunersee sowie die in imposanter Nähe stehenden Eiger, Mönch, Jungfrau und die weiteren Berner Alpengipfel zu bewundern. Am Nachmittag stand genügend Zeit zur Verfügung, um während dem Wandern die Blumen am Wegrand zu bewundern. Ganze Wiesen voller Arnika wechselten ab mit noch blühenden Anemonen und Männertreu. Selbst die seltene Strauss-Glockenblume wurde entdeckt. Noch rechtzeitig für eine abschliessende Stärkung wurde die Schynige Platte erreicht. Die 1893 in Betrieb genommene, eindrücklich durch das steile Gelände angelegte Schynige-Platte-Bahn brachte die Wandergruppe hinunter nach Wilderswil. Die Pannen bei der Rückfahrt – in Wilderswil und Bern waren nur noch die roten Schlusslichter der vorgesehenen Züge sichtbar – vermochten die auf der von Doris Jezler hervorragend organisierten Zwei-Tage-Wanderung gewonnenen Eindrücke und die gute Stimmung nicht zu schmälern. (nm)

Der Micro(s)kosmos

«Der Zopf» von Laetitia Colombani. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2018, ISBN 978-3-10-397351-8.

Einfach mal den Mund halten

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Alpengipfel und Blütenpracht

tatortförderung säuliamt

zwischen-ruf

Ich halte mich beim Käseregal auf. Ein junger Verkäufer grüsst. Ich kenne ihn. Er ist immer freundlich. «Wie gehts?» «Danke, gut. Und Ihnen?» Ich finde es nett, wenn man mit dem Personal plaudert. Bin in einem TanteEmma-Laden aufgewachsen. Der junge Mann lacht: «Habe am Donnerstag die LAP (Lehr-Abschluss-Prüfung) bestanden.» Ich gratuliere ihm und schenke ihm nachher an der Kasse zwanzig Franken. Für die bestandene Prüfung. Er strahlt. «Nein, wirklich?» Dann

Dienstag, 17. Juli 2018

tippt er meine Sachen ein und sagt: «13.40.» Ich: «Das kann nicht stimmen. So wenig?» Er: «Schon gut, den Lachs spendiere ich Ihnen.» Ich: «Auf gar keinen Fall!» Ich lache den Kunden an, der hinter mir an der Kasse wartet, und kläre ihn auf: «Wissen Sie, der junge Mann da hat soeben die LAP bestanden.» Keine Reaktion. Null. Nicht mal ein Lächeln. Und ich schwöre: Unser Gespräch war ganz kurz! Aber ich sollte das endlich kapieren: Man quatscht keine fremden Menschen an. Nicht in der Schweiz. Das gehört sich nicht. Das nervt. Das ist irgendwie aufdringlich. Und will ich aufdringlich sein? Nein. Dann dasselbe Fehlverhalten in unserer Bäckerei. Eine junge Frau verlangt ein Eierweggli. Und ich: «Oh, gibts das? Eierweggli? Sind die fein?» Das war blöd von mir. Die Frau ist genervt und faucht mich an: «Würd ich es sonst kaufen?!» Mein Physiotherapeut hätte gesagt: «Danke fürs Gespräch.» Ich aber erwidere sanft: «Sie wissen sicher, was gut ist. Ich kauf auch eines.» Ute Ruf

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iele finden ihn «cool», weil er ein «American» ist, aus dem Hotspot New York, trendy, artsy and sophisticated. Oder gar, weil er selber gebaut ist, wie eine seiner Skulpturen, er hätte ein guter Gladiator in einem dieser alten Schinken abgegeben – ein muskulöses Kraftpaket. Das Steine-Schleppen zahlt sich wohl auch als Fitnessstraining aus. Augenfällig ist aber auch, wie er mit Ottenbach, ja der ganzen Region interagiert. Er lässt sich vom Säuliamt inspirieren, inspiriert aber wiederum durch sein internationales Tun unsere Region. Er bereichert sie, einerseits mit seinen künstlerischen Werken und andererseits indem er in seinem «Stoneyard» seit 13 Jahren Weiterbildungskurse anbietet. Auf die Frage, ob ihm denn seine Wahlheimat noch nicht zu eng geworden sei, antwortet er erstaunt: «Nein, es gefällt mir und Ideen habe ich immer neue.» Er zeigt mit seinen Workshops an der Reuss, dass man Ferien auch zu Hause verbringen kann – ohne Emissionsschübe – und dass aus dem eigenen kreativen Schaffen eine grosse Befriedigung resultiert, so die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den diesjährigen Reuss-Workshops. Nick Micros ist überzeugt seine Stoneyard-Studenten mit solidem Handwerk und künstlerischem Schliff. Stich für Stich hämmern die Schüler ihre Form aus einem Klotz Alabaster, Kalk oder Marmor. Sie «schälen» die Form, die sie vielleicht anhand eines Modells schon geformt haben oder die vor ihrem inneren Auge bereits besteht, heraus. Der erste gelungene «Durchbruch» wird denn auch von

Nicholas Micros (links) gibt sein Wissen an der Reuss weiter. (Bild ch) allen gefeiert, das bringt Motivation und Mut für die nächsten Stunden, die aber wie im Flug vorbeigehen. Das Know-how bringt ihnen der Meister bei, dazu gibt es Kunstgeschichte in Häppchen. Für viele eröffnet sich damit eine neue Welt. Mit dem eigenen Werk entsteht auch mehr Interesse an Kunst allgemein. Plötzlich nimmt man Skulpturen im öffentlichen Raum wahr, sucht sie – was, nur so wenig? Soll man dafür Steuergelder ausgeben? Ein Workshop-Teilnehmer sagt es so: «Früher dachte ich, dass ist herausgeworfenes Geld.» Durch das eigene Tun aber wird das Sehen und Betrachten neu erfunden, «eine spannende Auseinandersetzung beginnt, eine neue Welt öffnet sich, die die eigene farbiger macht.» Ottenbach muss bald sein Lied umschreiben, denn «zwüschet grüene Matte liegt nicht mehr nur Hus um Hus versteckt». Nick Micros sorgt da-

für, dass man auf Spaziergängen zunehmend auch auf renommierte Bildhauerei trifft. Wenn das nicht allen gefällt, ist das gut so, weil Kunst im öffentlichen Raum zur Diskussion anregen soll, je konträrer desto interessanter. So lernt man sich gegenseitig kennen und die Meinung der andern respektieren. Insofern ist Nicholas Micros, Bildhauer aus Ottenbach und New York, ein Weltenverknüpfer, einerseits durch seinen Migrationshintergrund, von den griechischen Wurzeln, über die amerikanische Sozialisierung zum Schweizer Ehemann Herrn Micros alias Klein, der mit seiner Kunst auch ‹Macro›-Ausstellungen hüben und drüben des Atlantiks bestreitet. Im Juni war die Vernissage der «Salem Art Works» in Salem, N.Y. USA, einem Kunst-Nonprofit-Zentrum, das sich zum Ziel gesetzt hat, arrivierte und junge Künstler zu fördern. Es zeigt neue und progressive Kunst und will damit das Verständnis und die Anerkennung zeitgenössischer Kunst anregen. Eine Vision, die man im Säuliamt ja auch verfolgen könnte. Vorerst aber freuen wir uns am «Micros-Skulpturenweg», den man in Ottenbach begehen kann. Den Flyer dazu kann man sich bei der Gemeindeverwaltung holen. Nein blöd, das ist noch Zukunftsmusik. Wer suchet, der findet! Christine Häusermann

In der Rubrik ‹tatortförderung› werden Menschen porträtiert, die das Säuliamt bewegen mit ihrer Tatkraft, Kreativität und ihrem Tun.


Vermischtes ratgeber steuern

Hans Ulrich Meuter, lic. iur. und dipl. Steuerexperte

Dienstag, 17. Juli 2018

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Aus Brasilien – Ferien in Hedingen Mutter ausgewandert: Tochter zurückgekehrt

Automatischer Informationsaustausch und Selbstanzeige Meine Bank hat mich im Zusammenhang mit dem internationalen automatischen Informationsaustausch (AIA) nach meiner Steueridentifikationsnummer (SIN) gefragt. Wo kann ich diese Nummer finden? Am 1. Januar 2017 sind in der Schweiz die gesetzlichen Grundlagen für den internationalen automatischen Informationsaustausch in Steuersachen (AIA) in Kraft getreten. Im Rahmen des AIA wird sowohl für natürliche Personen als auch für juristische Personen eine Steueridentifikationsnummer (SIN; englischer Begriff: TIN – Tax Identification Number) benötigt. Für natürliche Personen und juristische Personen gelten separate Steueridentifikationsnummern: • Die AHV-Versichertennummer für in der Schweiz ansässige natürliche Personen; • Die Unternehmens-Identifikationsnummer (UID) für in der Schweiz ansässige juristische Personen (z.B. Aktiengesellschaften). Ich habe seit Jahren unversteuertes Vermögen (Schwarzgeld) und möchte dieses dem Steueramt melden. Wie gehe ich vor? Stellen Sie alle Belege der nicht versteuerten Jahre (max. auf 10 Jahre zurück) zusammen. Aus diesen Unterlagen müssen die entsprechenden Kontostände (Vermögen) und die dazugehörigen Erträge (Einkommen) von den nicht versteuerten Jahren ersichtlich sein. Wenn das unversteuerte Vermögen im Zeitpunkt Ihres Schreibens dem Steueramt noch nicht bekannt ist und auch keine Untersuchungshandlungen in dieser Sache laufen, so wird Ihr Schreiben als Selbstanzeige behandelt. Bei einer erstmaligen Selbstanzeige wird keine Busse ausgesprochen, sofern Sie die hinterzogenen Steuern bezahlen. In jedem weiteren Fall beträgt die Busse lediglich 1/5 der hinterzogenen Steuern. Dies gegenüber einer Busse von 1/3 bis zum Dreifachen der hinterzogenen Steuern im Normalfall, d.h. bei Nichtvorliegen einer Selbstanzeige. Wie wirkt sich der Automatische Informationsaustausch (AIA) auf die Möglichkeit der (straflosen) Selbstanzeige aus? Es gelten die gleichen Grundsätze wie für alle Selbstanzeigen. Eine Selbstanzeige ist, unter Einhaltung der übrigen Bedingungen, so lange möglich, als keine Steuerbehörde Kenntnis von der Hinterziehung hat. Selbstanzeigen für bisher nicht deklarierte Konten in AIA-Staaten werden deshalb zugelassen, ausser die Hinterziehung sei tatsächlich bereits entdeckt worden. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein Steuerbeamter die AIA-Meldung des ausländischen Kontos mit dem Steuerdossier des betroffenen Steuerpflichtigen vergleicht und feststellt, dass das Konto in der Vergangenheit nicht deklariert worden ist.

Das viktorianische Gewächshaus dient Maja Tobler als Kurslokal. Es kann auch gemietet werden. (Bilder Regula Zellweger)

Rosmarie Tobler-Läng aus Hedingen wanderte Anfang der 70er-Jahre nach Brasilien aus. Sie lebt heute dort mit ihrer Tochter Livia. Ihre ältere Tochter Maja kehrte mit 18 Jahren in die Schweiz zurück. Sie ist eine bekannte Landschaftsarchitektin und wohnt mit ihrem Mann im Schloss Haldenstein bei Chur. ................................................... von regula zellweger Säuliämter machen in der ganzen Welt Urlaub, beispielsweise auch in Brasilien. Dass aber jemand aus Brasilien Hedingen als Feriendestination wählt, muss einen guten Grund haben. Maja Tobler verbrachte als Kind mit drei und mit sechs Jahren Ferien in Hedingen, weil sich ihre Mutter drei Monate lang in der Schweiz medizinisch behandeln lassen musste. Maja Tobler erinnert sich gut an das Hedingen der 70er-Jahre. «Für mich war Hedingen der Ort, wo ich entdeckte, dass Schweizerdeutsch eine Sprache ist, die zu sprechen sich lohnt. Bis dahin war es eher ein Muss. Ich sprach lieber Portugiesisch. Ich liebte es, mich im Garten meiner Grossmutter Tullia Magdalena Fornaro zu verstecken und Johannisbeeren zu essen. Auch die vielen Spa-

ziergänge im Wald, entlang von Bächen und an der Reuss habe ich genossen. Wir waren im Sommer und im Herbst hier. Dass sich die Blätter feurig verfärben, beeindruckte mich. Das gab es in Brasilien nicht. Auf der Fazenda war Reiten angesagt, Spazieren kennt man dort nicht. Ich ging in Hedingen gern für meine Grossmutter einkaufen, es war speziell für mich. Ich durfte das Brot, das es zum Abendessen gab, selber auswählen. In Brasilien gingen wir einmal monatlich ins Dorf zum Einkaufen, meist meine Eltern, ich blieb auf der Farm. Die Sprache, die Düfte, die Farben der Natur und das Gefühl von Geborgenheit eines Dorfes habe ich damals aus meinen drei Monaten in Hedingen mitgenommen. Als ich 1991 wieder nach Hedingen kam, wusste ich zwar den Weg zu meiner Grossmutter noch, war aber erstaunt, wie alles überbaut war. Statt Wiesen standen hier nun Häuser – und es roch nicht mehr nach Landwirtschaft.»

Hans Berry besuchen, um Geschenke aus der Schweiz zu bringen. Als die beiden jungen Frauen dort eintrafen, hatte die Familie schon Besuch – und kein Bett war mehr frei. Zufällig weilte Walter Tobler als Freund der Familie dort. Maja Tobler erzählt: «Walter Tobler war Schreiner/Zimmermann und ein Pionier alter Schule. Bereits 1951 war er mit seinem Freund Toni Jud, einem Elektriker, nach Brasilien ausgewandert. Zusammen bauten sie für eine reiche Familie Häuser auf deren Farmen. Nach der Scheidung von seiner ersten Frau zog mein Vater auf die Fazenda Perobal, um diese ‹aufzumachen›, das heisst, er holzte ein Stück Land ab und machte es urbar. Er war ein sehr lebenslustiger und impulsiver Mann.» Die beiden jungen Frauen begleiteten Walter Tobler auf dessen Farm. Als er von einer Schlange gebissen wurde, pflegte ihn Rosmarie Läng hingebungsvoll – und es kam, wie es kommen musste, sie verliebten sich und heirateten.

Schweizer Eltern

Familienleben auf einer Farm in Brasilien

Majas Mutter arbeitete als MPA, damals Arztgehilfin. Ihr Chef entschied, wegen eines Umbaus die Praxis ein Jahr lang zu schliessen und Rosmarie Läng packte diese Gelegenheit, um mit einer Freundin zu reisen. In Brasilien wollte sie unter anderem Familie

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Maja Tobler und Olivier Zuber vor ihrem Gewächshaus.

1973 kam Maja zur Welt, 1974 Livia. Maja Tobler erinnert sich: «Ich bin im Paradies aufgewachsen. Mit viel Freiheit, mit Tieren und vielen Festen. In dieser Region lebten viele Schweizer und immer am 1. August gab es ein

grosses Fest. Die Farm lag 60 Kilometer von Guararapes entfernt und ab und zu war kein Durchkommen ins Dorf und zum Arzt. In der Wildnis kommt es halt vor, dass gerade in dieser Situation Unfälle geschehen und da war meine Mutter manchmal fast wie eine Ärztin. Wir hatten einen Kasten voller Medikamente und einige Geräte für kleinere Behandlungen, die sie jeweils aus der Schweiz mitbrachte. Meine Mutter hat auch sehr viel über Heilpflanzen gelernt und so auch viele Hausmittel hergestellt. Eine Leidenschaft, die sie mit meiner Grossmutter teilte.» Auf der Farm lebten auch Praktikanten, meist Agronomie-Studenten der ETH, die ein halbes bis ein ganzes Jahr blieben. «So war für mich die Schweiz irgendwie nah.»

Flair für Pflanzen Maja Tobler hat wie ihre Mutter und ihre Grossmutter eine besondere Affinität zu Pflanzen. Mit 18 Jahren kam sie in die Schweiz, um sich in der Gartenbauschule Oeschberg ausbilden zu lassen. Heute ist Maja dort Dozentin und verheiratet mit dem Churer Landschaftsarchitekten Olivier Zuber, den sie in der Ausbildung auf dem Oeschberg kennen gelernt hatte. Das Paar hat in Domat/Ems bei Chur einen traumhaften Schaugarten mit einem viktorianischen Gewächshaus, wo Maja Kurse anbietet. Im Schaugarten bekommen auch Studenten von Maja Raum, um ihre Gartenträume zu verwirklichen. Olivier Zuber ist Spezialist für internationale Gartenkultur und dadurch auch im Auffinden von seltenen Pflanzen. Er erfüllt die Wünsche der Studierenden nach speziellen Pflanzen. Im Schaugarten gibt es neben dem Studentengarten weitere Themengärten. Der Park ist quasi in verschiedene Gartenzimmer gegliedert, die mit Heckenkörpern getrennt sind. Die Bereiche haben thematische Namen wie «Hasel-Wäldchen», «Federgarten», «Küchengarten» oder «Schattengarten» und sind mit stimmigen Pflanzenkombinationen gestaltet. Geplant ist ein Steppengarten. Der Park von Schloss Haldenstein, wo Maja Tobler mit ihrer Familie wohnt, ist öffentlich zugänglich. Gartenfreunde besuchen auch gern das Gartenatelier und die ZuberSchaugärten in Domat/Ems. Infos unter www.gartenatelier.org.


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Sport

Petra Klingler verpasst Finale

Neuer Partner, neues Glück

Dienstag, 17. Juli 2018

Urs Huber gewinnt erste Bike-Transalp-Etappe 2018

Petra Klingler, hier beim LeadKlettern. (Archivbild Martin Rahn)

Am vergangenen Wochenende fanden in Chamonix (FRA) der zweite Lead- und der fünfte Speed-Weltcup der Saison statt. Der Bonstetterin Petra Klingler lief es nicht wie gewünscht. In Chamonix (FRA) fanden traditionell am Vorabend des «Quatorze Juillet» der zweite Lead- und der fünfte Speed-Weltcup der Saison statt. An beiden Wettbewerben nahmen über dreihundert Athletinnen und Athleten aus 31 Ländern teil. Für die Schweiz starteten sieben Damen und zwei Herren, darunter auch Petra Klingler. Die Bonstetterin verpasste das Finale in beiden Disziplinen. Im Lead konnte sich die Österreicherin Jessica Pilz ihren ersten Weltcup-Sieg sichern, Petra Klingler konnte sich auf dem 43. Rang klassieren. Das Speed-Finale entschied die Polin Aleksandra Prudzinska für sich, Klingler erreichte den 32. Schlussrang. (pd.)

Zusammen mit seinem neuen Rennpartner Simon Stiebjahn hat der Mettmenstetter BikeMarathon-Profi Urs Huber das Leadertrikot der Bike-Transalp übernommen. Bis Samstag werden die Zweierteams bei ihrer Siebenetappenfahrt durch die Alpen 506 Kilometer und 18 167 Höhenmeter zurücklegen. Urs Huber konnte sein Glück nach dem ersten Teilstück der Bike-Transalp am Sonntag von Imst nach Nauders kaum fassen: «Was für ein gelungener Start für Simon Stiebjahn und mich in unserer ersten gemeinsamen Rundfahrt als Zweiterteam. Wir durften uns ins Leadertrikot der Bike-Transalp einkleiden lassen», sagte der MarathonProfi, der die Schlusswertung des Wettkampfes zuletzt mit Konny Looser 2011 für sich entschieden hatte. Dann kam der Teamwechsel zu Bulls. Sein neuer Rennpartner vermochte jedoch nur noch selten das Leistungsniveau des 32-jährigen Mettmenstetters zu erreichen. Die Etappe von Imst nach Nauders über knapp 90 Kilometer und 3000 Höhenmeter war Stiebjahn und Huber bestens bekannt aus früheren Jahren. Entsprechend richteten sie ihre Taktik aus. Insgesamt drei lange Anstiege, dazwischen aber zwei lange Flachstücke, führen erfahrungsgemäss dazu, dass diese Etappe im Schlussaufstieg nach Nauders entschieden wird.

Urs Huber (links) und Simon Stiebjahn freuen sich über den Sieg zum Bike-Transalp-Auftakt. (Bild Bike-Transalp) Genau so kam es. «Wir fanden uns bestens zurecht, und als Stiebi nach einem Drittel des Aufstieges nochmals zulegte, war dies für mich das Signal,

dass es heute tatsächlich für den Sieg reichen könnte», so Huber. Es gebe dieses Jahr allerdings fünf, vielleicht sechs Teams, die ein ähnliches Niveau

haben. «Deshalb müssen wir die nächsten Tage konzentriert und fehlerfrei über die Runden kommen.» (map.)

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Sport

Dienstag, 17. Juli 2018

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Lokalmatador Luca Schuler siegte Freestyle Night 2018: etwas weniger Besucher aber eine tolle Plattform für die Athletinnen und Athleten Am vergangenen Samstag, 14. Juli, ging die sechzehnte Ausgabe der Freestyle Night über die Schanzen. In Mettmenstetten waren akrobatische, stylische und beeindruckende Sprünge in den Kategorien Freeski, Aerials und BMX zu bestaunen. Zum spektakulären Nachfinale war der Pool einmal mehr umzingelt von begeisterten und gespannten Zuschauenden. Eine tolle Wettkampfatmosphäre mit tosendem Applaus für die Springerinnen und Springer. Unter den Free-skiern sicherte sich Luca «Tschuggi» Schuler den edlen handgefertigten Pokal. Der zweite Platz ging an Mike Rageth. Die BMX-Fahrer traten dieses Jahr nur zu dritt gegeneinander an, machten den Wettkampf aber umso spannender. Gewinner war Chris Räber, gefolgt von Peter «Piit» Bossert. Pirmin Werner (18), der letztes Jahr Zweiter wurde, setzte sich im Finale der Aerials gegen Nicolas Gygax (22) durch. Die 20-jährige Carol Bouvard sicherte sich den Sieg in der Kategorie Aerials Frauen. Bereits um 15 Uhr hatten sich die Tore des Jumpin Mettmenstetten geöffnet und die «Freestyle Spiele» konnten beginnen. Das Promovillage lockte mit Aktivität für Gross und Klein. So konnte man sich als Velomech versuchen und ein Rad montieren, Geschicklichkeit auf dem Parcours von «Swiss Ski» beweisen oder beim Rodeo von Mobiliar und dem Learnpool den mechanischen Stier reiten. Auch der Skateboard-Workshop von der «Swiss Skateboard Association» war gut besucht und motivierte viele Junge dazu, einen Freestyle-Sport auszuüben. Ein Skydive-Team des Paraclubs Beromünster sprang über dem Jumpin aus mehreren hundert Metern in die Tiefe. Nach Drehungen, Twists und gegenseitigen Verfolgungsjagden krönten die Fallschirmspringer den Absprung mit einem über 140 km/h schnellen Überflug des Geländes, welcher den Zuschauern den Adrenalinpegel in die Höhe schnellen liess.

Sieger im Freeski: Luca Schuler.

Nur drei Teilnehmer, trotzdem spektakulär: Der BMX-Wettkampf. (Bilder tst.)

Beliebtes Bullenreiten. (Bild Manfred Utzinger)

Ein Turnier zum Abschluss

Letzte Doppelmeisterschaften in Stallikon auf den alten Belägen Mit den Doppelmeisterschaften des Tennisclubs Stallikon und einem Grillplausch bei schönstem Sommerwetter genossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein letztes Mal ihre vier Sandplätze an der Reppisch, auf denen in den letzten 31 Jahren so manche Kämpfe für Spannung und Freude gesorgt hatten. Der Bagger stand schon drohend neben den Courts, denn einen Tag später begann der Umbau auf moderne Allwetterplätze, welche die Saison im

Herbst und Frühling verlängern werden. Ausserdem werden die neuen Plätze nach Regen schneller wieder bespielbar sein als die herkömmlichen Sandplätze. Ein letztes Mal fanden zum Teil hochstehende Matches mit vielen Spielenden statt. Bei den Männern hat sich die Jugend endgültig durchgesetzt. Jonas und Timo Koch bezwangen im Final Philipp Stumm und Cyrill Maag. Alle vier Spieler haben den Tennissport von Kindsbeinen an im TC Stallikon gelernt. Bei den Damen wurden die Spiele im Gruppenmodus ausgetragen, und

Die Mixed-Gewinner Eliane Merz und Michael Blattner mit Spielleiter Cyrill Maag (links). (Bilder zvg.)

Fallschirmspringer im Anflug.

Ebenso imposant war die Akrobatik-Flugshow von Starpilot Urs Vogelsang. Mit seiner Maschine flog er schwindelerregende Kunststücke am wolkenfreien Horizont und versetzte die Besucher in Staunen und Schwelgen – der eine oder die andere hat den Traum vom Fliegen. Traumhaft flog auch die Schweizer Legende der Lüfte am Freestyle-Night-Geländer vorbei. Die JU-52 (Junkers D, Baujahr 1939) zeigte sich von der besten Seite und in wenigen hundert Metern über dem Boden. Für das diesjährige Live-Konzert konnten «The Chucks» engagiert werden. Das Publikum tobte und rockte die Bude vom Anfang bis zum Schluss. In der FN-Geschichte war es die erste geforderte Zugabe für eine Band – ein grosses Lob also an die Rock Cover Band aus dem Amt. Nach dem spektakulären Nachtfinale wurde die legendäre After-Party eingeläutet. An der Arizona Beachbar und im Partyzelt feierten die Gäste bis in die Morgenstunden. Die Freestyle Night 2018 verzeichnete dieses Jahr mit 2000 Besuchern rund 700 weniger gegenüber dem letztjährigen Rekordjahr, war für alle teilnehmenden Athleten jedoch wieder eine tolle Plattform und unterstützende Massnahme für ihre kommende Saison. Der Anlass ist nach wie vor in seinem Format einzigartig und aus der Szene nicht wegzudenken, dennoch ist es von Jahr zu Jahr schwieriger, ein Event in dieser Grösse auf die Beine zu stellen. Rund 60 freiwillige Helfer engagieren sich vor, während und nach dem Event mit viel Freude und Einsatz. Tausende von Stunden für einen Tag und eine Nacht Freestyle Night. Heute ist vom Anlass bereits nichts mehr zu sehen. Das Jumpin ist wieder aufgeräumt und zurück im Alltag – geöffnet für Sprungschanzen-Trainings. Aktuell trainiert das Nationalteam von Kasachstan fleissig auf den Schanzen von Mettmenstetten. Im August findet bereits der nächste Schanzenevent statt: das Freestyle Masters. (LeS) Weitere Infos unter jumpin.ch.

Den Aufstieg zurückerkämpft

Erfolgreiche B-Junioren des FC Affoltern

Der Bagger ist einen Tag nach den Meisterschaften aufgefahren. da lagen am Schluss Eliane Merz und Sandra Meier an der Tabellenspitze. Das Mixed-Turnier gewannen Eliane Merz und Michael Blattner im Final gegen Susan Rutschmann und Daniel Roth. Am Vorabend traf man sich zum Grillplausch mit Flanksteak, Rindsbraten, Tessinerbraten und Schweinsfilet vom clubeigenen Smoker. Nebst der seit Jahren für den Tennisunterricht zuständigen Academy von Marc Raggenbass und Patrick Schmidt haben die Mitglieder Eliane Merz und Andy Thode neu den Anlass «Fun4Kids» lanciert. Dabei geht es darum, den Kleinen die Freude an Ballspielen und natürlich auch am Tennissport zu vermitteln. Der Erfolg ist gross, gegen 20 Kinder freuen sich jeweils auf den Freitagnachmittag. (pd.) Einzelheiten sind auf tcstallikon.ch zu finden.

Der Start in die Frühjahrssaison war für die B-Junioren des FC Affoltern nicht leicht. Mit einer starken Teamleistung erkämpfte sich die Mannschaft jedoch den ersten Platz in der Meisterschaft. Nun wartet die Rückrunde der Promotion. Im Frühjahr schien es, als seien die Voraussetzungen für die B-Junioren des FC Affoltern für die Frühjahrssaison 2018 alles andere als optimal. In der vergangenen Runde war die Mannschaft eine Kategorie abgestiegen und das Trainingslager war gestrichen worden. Doch die Spieler, unter der Leitung der beiden stets engagierten Trainer Sandro Kaufmann und Manfred Hauptmann, zeigten in der Vorbereitung auf die Saison viel Engagement und Freude am Fussball. Dieser Einsatz machte sich dann auch in den Vorbereitungsspielen bemerkbar. Die Mannschaft spielte sich durch die Testspiele, ohne eine Niederlage einstecken zu müssen. Der Aufstieg wurde realistischer und neue Motivation schien sich zu verbreiten. Bis zum effektiven Aufstieg war es jedoch ein weiter Weg.

Die Meisterschaftsspiele begannen, und schon im Resultat des ersten Spiels spiegelte sich der Wille des Teams wider: Man wollte gewinnen! Das Spiel endete mit einem 5:1-Sieg für das Team Region Affoltern. Die Ambitionen der Mannschaft zeigten sich auch in den folgenden Spielen, und man konnte sich im Laufe der Saison weiter steigern. In der gesamten Frühjahrsrunde schoss man 44 Tore und musste lediglich neun Gegentore hinnehmen, eine gute Balance zwischen Abwehrarbeit und starkem Sturm. Zwar mussten einige Spieler nicht nur aus Verletzungsgründen ersetzt werden, dennoch gewann das Team acht von neun Spielen und sicherte sich bereits im vorletzten Spiel durch einen hohen Sieg den ersten Platz, die Meisterschaft und damit den direkten Wiederaufstieg in die Promotion. Im letzten Spiel der Saison liessen Konzentration und Disziplin jedoch etwas nach, und man musste eine 4:3Niederlage hinnehmen. Jetzt gilt es für alle, gut zu trainieren und sich auf die anspruchsvollere Rückrunde in der Promotion vorzubereiten. Felix Asam


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