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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 186 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 55 I 171. Jahrgang I Dienstag, 18. Juli 2017

Leinenpflicht

Gemeinderat

Aufsichts- und Informationsdienst der Stiftung Reusstal setzt Regeln an der Reuss durch. > Seite 3

Grosses Interesse am Wahlhock in Rifferswil, wo sechs Gemeinderäte gesucht werden. > Seite 3

kommentar

Ferienjobs Jugendarbeit Affoltern unterstützt Jugendliche auf der Suche nach einem Ferienjob. > Seite 6

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Erntezeit Gerste und Raps mit guten Erträgen, Weizenernte ungewöhnlich früh. > Seite 7

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«Swissters» Neues Album der Aeugster Sängerin Eve Kay mit Schwester Carole. > Seite 8

Kantonsschule im Knonauer Amt: Potenzial für 350 bis 650 Schüler

Eine Chance verpasst von thomas stöckli

U

Umfrage des «Anzeigers» bei Schülern widerlegt Kalkulationen der Bildungsdirektion

nter der Führung der Ämtler Kantonsräte haben sich Standortförderung, Regionalplanungsgruppe, Parteien und weitere wichtige Organisationen, Vereine und Persönlichkeiten für eine regionale Klein-Kantonsschule in Affoltern eingesetzt. Vergebens. Auch eine Petition mit fast 4000 Unterschriften verhallte offenbar ungehört. Stattdessen wird die bestehende Kantonsschule Limmattal in Urdorf zur Grossschule aufgerüstet. Das hat die Kürung des Siegesprojekts im Architekturwettbewerb vergangene Woche nochmals allen deutlich gemacht. Das Knonauer Amt guckt in die Röhre. Vorerst wird es nichts mit der eigenen Kantonsschule, nichts mit der Verkürzung des Schulwegs, mit der Entlastung des Pendlerstroms. Die Verlierer sind die Ämtler Gymnasiasten. Sie wünschen sich eine Kantonsschule im Bezirk und die Mehrheit würde dieser auch den Vorzug geben. Mit 69 «sicheren» und 56 möglichen weiteren Schülerinnen und Schülern pro Jahrgang dürfte die kritische Grenze von 500 Schülerinnen und Schülern mittelfristig kein Problem darstellen, zumal die Bevölkerung im Säuliamt überdurchschnittlich wächst und bei konstanter Maturitätsquote demnach auch die Anzahl der Gymnasiasten ansteigen dürfte. Statt im Säuliamt zu bleiben, pendeln Ämtler Gymnasiasten nun also weiterhin nach Urdorf, Zürich oder Zug. Eine Chance wurde verpasst. Eine weitere dürfte sich so schnell nicht mehr bieten. anzeige

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163 Schülerinnen und Schüler aus dem Knonauer Amt haben diesen Frühling die Gymiprüfung bestanden. Die Mehrheit würde gerne eine Kantonsschule in Affoltern besuchen, wenn das zur Wahl stünde. ................................................... von thomas stöckli In der Debatte um die zu erwartenden Schülerzahlen gingen die Vorstellungen der Bildungsdirektion und jene der Befürworter einer eigenen Mittelschule im Knonauer Amt stark auseinander. Mit der Kürung des Siegerprojekts für die Erweiterung der Kantonsschule Limmattal ist eine eigene Kantonsschule für Affoltern zwar in weite Ferne gerückt, der «Anzeiger» wollte es aber trotzdem genauer wissen und hat die Direktbetroffenen, nämlich die angehenden Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, befragt. Ein entsprechender zweiseitiger Umfragebogen wurde über die Schulleitungen an die Prüflinge gestreut. Die zentrale Frage darin: «Würdest du in Affoltern zur Schule gehen, wenn dein Maturitätstypus hier angeboten würde?»

Von den 60 neuen Langzeitgymnasiasten, die den Fragebogen retourniert haben, wären 48 (80 %) zumindest nicht abgeneigt, die Kanti im Knonauer Amt zu besuchen. 27 (45 %) beantworteten die Frage gar mit einem kategorischen Ja, nur zwölf (20 %) schlossen einen Besuch der Kanti Affoltern von vornherein aus; weil sie entweder lieber in die Stadt wollen, wegen der Pendelverbindungen oder weil bereits ein Geschwister eine andere Kantonsschule besucht. Daneben wurden auch individuelle Gründe genannt: «Ich würde nicht nach Affoltern gehen, weil ich dann immer so nahe bei unserem kleinen Dorf wäre», so eine Sechstklässlerin.

69 bis 125 Gymnasiasten pro Jahrgang Auch bei den Kurzzeitgymnasiasten ab der zweiten oder dritten Sek. hätte eine Kanti Knonauer Amt gute Karten: 24 der 32 Teilnehmenden an der Umfrage – also drei Viertel – könnten es sich vorstellen, in Affoltern ans Gymi zu gehen. 13 (40 %) sagen klar Ja, 8 (25 %) klar nein. Als Gründe für die kategorische Absage wurden hier ebenfalls die Stadt sowie das neue Umfeld genannt, mehrere führten allerdings

auch einen «schlechten Ruf» der Affoltemer Schulen auf. Wenn man diese Zahlen hochrechnet, kommt man auf 69 bis 125 potenzielle neue Gymnasiasten für Affoltern pro Jahrgang, also – umgerechnet auf die vier, respektive sechs Schuljahre – schon jetzt auf eine realistische Schulgrösse von rund 350 bis 650 Schülern, das überdurchschnittliche Bevölkerungswachstum der kommenden Jahre noch nicht eingerechnet.

Urdorf und Enge erste Wahl Statt im Säuliamt zu bleiben, pendelt die Mehrheit der Langzeitgymnasiasten nach Urdorf. Deutlich abgeschlagen folgen die stadtzürcher Gymis Freudenberg und Wiedikon sowie Zug. Bei den Kurzgymnasiasten ist die Kantonsschule Enge noch vor Urdorf erste Wahl. Sieben von 32 gaben allerdings auch an, trotz bestandener Gymiprüfung lieber die Fach- oder Berufsmittelschule zu besuchen. So erstaunt auch nicht, dass die Sechstklässler den Schulweg als wichtigstes Kriterium für die Kanti-Wahl angeben, dicht gefolgt von den Faktoren Kollegen und Maturitätsprofil. In der Prioritätenliste der Zweit- und

Dritt-Sek.-Schüler wird das Maturitätsprofil hauchdünn höher gewichtet als der Schulweg. Ein weiteres wichtiges Kriterium sind Empfehlungen. Dem Einfluss der Kollegen hingegen wird mit zunehmendem Alter offenbar dann weniger Bedeutung zugemessen.

Zu Hause essen nicht wichtig Die Mehrheit der angehenden Gymnasiasten findet, dass der Schulweg maximal 20 bis 40 Minuten dauern dürfe. Rund 40 % würden auch bis 60 Minuten in Kauf nehmen. Die Mittagspause zu Hause verbringen zu können, das ist allerdings nur für eine Minderheit von 23 % erstrebenswert. 21 % finden den Abstand zu Familie, bisheriger Klasse oder Wohngemeinde sogar wichtig. 37 % schätzen es, die Hausaufgaben auf dem Schulweg erledigen zu können. Den Kontakt zu den bisherigen Mitschülern zu halten, das bedeutet vor allem den Sechstklässlern viel, gut 83 % finden diesen Aspekt wichtig bis sehr wichtig. Bei den Sek.-Schülern sind es knapp 72 %. Dass die künftigen Mitschüler in der Nähe wohnen, darauf kann in beiden Altersstufen gut die Hälfte der künftigen Kantischüler verzichten.

Sport, Party und Familienanlass Spitzensport und rauschendes Fest an der Freestyle-Night im Jumpin Mettmenstetten Am vergangenen Samstag fand im Mettmenstetter Jumpin die 15. Freestyle-Night statt. 2700 Personen genossen Spitzensport und ein Fest bis in die Morgenstunden. ................................................... von salomon schneider Bereits am Nachmittag verfolgten hunderte Zuschauende die Qualifikationsspringen, versuchten sich in der Balanceburg oder im Rodeo. «Durch die Attraktionen im Umfeld und den kostenlosen Eintritt konnten wir sehr viele Familien anziehen», freute sich OK-Präsident Andreas Isoz. Am Abend wurde das Publikum sehr durchmischt und am Abend stieg eine rauschende Party, die rundum friedlich verlief. Mit Alexandra Bär gewann beim Freeski erstmals eine Frau. Marco Wildi siegte im BMX, die Aerials konnte Dimitri Isler für sich entscheiden. Die Lokalmatadoren Luca Schuler und Vorjahressieger Andi Isoz schieden beide in der ersten Finalrunde aus. ................................................... > Bericht in der nächsten Ausgabe

Das 15. «Freestyle» überzeugte wieder mit atemberaubender Akrobatik und guter Stimmung. (Bild Salomon Schneider)


Einbürgerungen Knonau ist eine dynamische, gut erschlossene Gemeinde im Süden des Kantons Zürich mit rund 2200 Einwohnerinnen und Einwohnern. Unsere Schule ist seit 2009 auf dem Weg zur individualisierenden Gemeinschaftsschule mit altersdurchmischtem Lernen (AdL).

Mit Beschluss vom 11. Juli 2017 hat der Gemeinderat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, ins Bürgerrecht der Gemeinde aufgenommen:

Die Schule Knonau bietet eine Ganztagesbetreuung für alle Kindergartenund Primarschulkinder an. Für dieses modular aufgebaute Betreuungsangebot suchen wir auf 21. August 2017 oder nach Vereinbarung

eine Leitung Betreuung (50 bis 70 %) eine Betreuerin/einen Betreuer (40 bis 50 %)

– WETTON Henry, 2000, Staatsangehöriger von Vereinigtes Königreich – ZIVKOVIC Vesna, 1981, Staatsangehörige von Serbien – ZIVKOVIC Jordan, 2005, Staatsangehöriger von Serbien – ZIVKOVIC Tina, 2008, Staatsangehörige von Serbien – ZIVKOVIC Vlado, 2010, Staatsangehöriger von Serbien

Detaillierte Informationen finden Sie auf unserer Website www.schule-knonau.ch. Bitte zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, wenn wir Ihr Interesse geweckt haben! Wir freuen uns auf Ihre baldigen, vollständigen Bewerbungsunterlagen per Mail an den Schulleiter, Jörg Berger: schulleitung@schule-knonau.ch Bei Fragen steht Ihnen unser Schulleiter Jörg Berger, Tel. +41 78 707 33 31, oder schulleitung@schule-knonau.ch, gerne zur Verfügung.

Affoltern am Albis, 18. Juli 2017 Gemeinderat Affoltern am Albis

Vermietungen Erlass Reglement über die Videoüberwachung von gemeindeeigenen Liegenschaften und Infrastrukturen Die Gemeindeversammlung hat am 7. Juni 2017 die Polizeiverordnung (PVO, KRS 60.10) erlassen. Auf Grundlage der neuen Polizeiverordnung hat der Gemeinderat mit Beschluss vom 11. Juli 2017 das Reglement über die Videoüberwachung von gemeindeeigenen Liegenschaften und Infrastrukturenden (RViU, KRS 60.11) erlassen. Der Beschluss und das Reglement liegen während der Rekursfrist auf der Gemeindekanzlei (Schalter Einwohnerkontrolle) während der Öffnungszeiten zur Einsichtnahme auf. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, schriftlich und begründet beim Bezirksrat Affoltern am Albis Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift hat einen Antrag und dessen Begründung zu enthalten und ist im Doppel einzureichen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 18. Juli 2017

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«Anwälte der Natur» im Reussgebiet Der Aufsichts- und Informationsdienst der Stiftung Reusstal – seit 1999 auch auf Zürcher Seite tätig Sie sind «Anwälte der Natur», die Frauen und Männer des Informations- und Aufsichtsdienstes der Stiftung Reusstal. Zwischen Flachsee und Mühlau, in einer Landschaft von nationaler Bedeutung, sorgen sie dafür, dass Regeln eingehalten werden – seit 1999 auch auf der Zürcher Seite. ................................................... von werner schneiter Die Reussebene ist eine der vielfältigsten und besterhaltenen Flusslandschaften des Mittellandes – eine naturnahe Landschaft mit vielfältiger Tierund Pflanzenwelt. Insbesondere in den Sommermonaten zieht sie Tausende von Besucherinnen und Besuchern an, die auf dem Boot, auf dem Bike, als Wanderer, Joggerin, Badende oder als Hündeler Erholung suchen. Regeln sind in solchen Gebieten, die zunehmendem Druck ausgesetzt sind, unerlässlich. So wurde bereits 1973 in einem Projektbericht gefordert, dass Fragen der Pflege und Aufsicht integral für das ganze Reusstal gelöst werden müssen. Später entstand ein Informations- und Aufsichtsdienst, der 1999 in Absprache mit dem Amt für Landschaft und Natur des Kantons Zürich (ALN) auch auf das zürcherische Reusstal ausgedehnt wurde – und seither auch die Reuss-Anrainergemeinden Obfelden und Ottenbach sowie, wieder etwas später, auch Maschwanden umfasst.

«Eine sinnvolle Aufgabe» Im Auftrag der Stiftung Reusstal sind derzeit zwei Frauen und 13 Männer zwischen Flachsee in Rottenschwil

und Mühlau unterwegs. Sie besorgen den Aufsichts- und Informationsdienst. Es sind keine Polizisten, die bei Verletzung von Regeln Bussen verteilen. Sie verstehen sich in erster Linie als Informantinnen und Aufklärer, die erst bei wiederholter Zuwiderhandlung an die Stiftung rapportieren. Eine Verzeigung ist Ultimo ratio und kommt eher selten vor. «In aller Regel zeigen Leute Verständnis, wenn wir sie auf nicht eingehaltene Regeln aufmerksam machen.», sagt Ruedi Huber aus Hedingen. Er gehört dem Informations- und Aufsichtsteam seit sechs Jahren an. Nachdem er während fast 30 Jahren als Geschäftsführer einer Schreinerei tätig war und in Pension ging, hat er sich für den Aufsichtsdienst gemeldet. «Als Bauernsohn bin ich mit der Natur verbunden, erlebe hier die vier Jahreszeiten auf schöne Art und lerne in der Rolle als Aufsichtsperson auch viel – über Pflanzen und Tiere. Auch Personenkontakte schätze ich sehr. Die Aufsicht ist eine sinnvolle Aufgabe», sagt er zur Motivation, sich diesem Team anzuschliessen.

Hunde an der Leine der Walkerin: Am Flachsee bei Rottenschwil muss Ruedi Huber nicht eingreifen. (Bild Werner Schneiter) Zur Hauptsache nicht angeleinte Hunde Wir haben Ruedi Huber auf einer seiner Touren mit dem Velo begleitet – an einem wolkenverhangenen Werktag mit magerer Besucherfrequenz. Umso mehr Zeit bleibt also für ihn, von seiner Tätigkeit an der Reuss zu erzählen. «Am häufigsten sind Regelverstösse gegen den Leinenzwang für Hunde», sagt Ruedi Huber, der aber den Hundehaltern Verständnis attestiert. «Sprechen wir sie darauf an, so leuchten ihnen unsere Argumente in aller Regel ein», fügt er bei. Und

Niklaus Peyer von der Stiftung Reusstal sagt: «Viele wissen einfach nicht, was nicht erlaubt ist oder beachten Tafeln nicht, aber gefühlte 90 Prozent zeigen Verständnis, wenn sie auf Regeln hingewiesen werden.» Etwas mühevoller ist der Umgang mit Bikern und Velofahrerinnen, die sich nicht ans allgemeine Fahrverbot halten und oft der irrigen Ansicht sind, das gelte für motorlose Zweiräder nicht. Durchsetzen lassen sich solche Fahrverbote nur schwer, wie zum Beispiel auf dem Damm zwischen Obfelder Reussbrücke und Rüssspitz im-

mer wieder deutlich wird. Auf dieser Strecke zieht der Kanton Zürich eine Aufhebung des allgemeinen Fahrverbots in Erwägung. Wie auch immer: Ruedi Huber betont das Erfordernis, den Leuten freundlich zu begegnen, nicht belehrend aufzutreten, sondern aufzuklären. «Viele haben da ein Aha-Erlebnis und zeigen Verständnis für Verbote. Es gibt wenige, die sich unflätig benehmen – verbal attackiert wurde ich noch nie.» Sein Pflichtenheft ist umfangreich: Reservate dürfen erst gar nicht betreten oder gar mit Pferden

Vom Sitzungszimmer in den Garten Grosses Interesse am Wahlhock des Forums Rifferswil Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 186 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau

Im Rahmen eines ungezwungenen Wahlhocks standen letzten Donnerstag die zurücktretenden Gemeinderäte Marcel Fuchs (Präsidium), Urs Heimann (Schule) und Doris Bircher (Soziales) Red und Antwort. Christof Hotz, der den Hock für das Forum Rifferswil moderiert hat, nahm es mit Humor, als am letzten Donnerstagabend immer mehr Interessierte im «Pöstli» eintrudelten. Viel mehr, als man im Forum erwartet hatte. Kurzerhand verlegte man den Hock vom Sitzungszimmer in den Garten. Die Stimmung war gelassen, die zurücktretenden Gemeinderäte präsentierten sich entspannt und auskunftsfreudig. Sechs von sieben Gemeinderatsmitgliedern haben ihren Rücktritt bekannt gegeben. Einzig Tiefbauvorstand Hugo Walter möchte bleiben. In

Zum 100. Geburtstag Katharina Kälin-Stierli durfte am Sonntag, 16. Juli, ihren 100. Geburtstag feiern. Zu diesem aussergewöhnlichen Festtag gratulieren wir der aus Obfelden stammenden Jubilarin nachträglich ganz herzlich. Die besten Wünsche begleiten sie im 101. Lebensjahr.

Zum 80. Geburtstag

Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Der Zeitaufwand als Kernfrage Der Zeitaufwand stellte sich dann als eine der Kernfragen heraus. Gemeindepräsident Marcel Fuchs nahm sich viel Zeit, um ausführlich über seinen

umfangreichen Tätigkeitsbereich Auskunft zu geben. Auch die Charge von Urs Heimann, der als Primarschulpräsident und Gemeinderat im Gremium sitzt, ist nicht ohne. Ebenso die von Doris Bircher als Vorsteherin der Sozialabteilung, Sport- und Kulturverantwortliche in der Gemeinde. Es wurden aber auch andere Themen angesprochen: Wie ist die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden? Wo liessen sich weitere Synergien entwickeln, allenfalls sogar Fusionen? Und selbstverständlich wurde auch über die angespannte finanzielle Situation diskutiert, in der sich die Gemeinde befindet. Von allen Seiten wurde begrüsst, dass mit dem Forum Rifferswil eine neutrale Stelle den Wahlkampf lanciert hat. «Anfang Herbst werden wir einen weiteren Anlass zu den Neuwahlen 2018 organisieren», stellte Christof Hotz zum Abschluss in Aussicht. (map.)

wir gratulieren

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der reformierten Kirchgemeinde wollen sogar alle Mitglieder zurücktreten und auch aus der Schulpflege scheiden Mitglieder aus. Die Fragen aus dem Publikum waren entsprechend vielseitig. Wie viele Stunden muss man für die Behördentätigkeit aufwenden? Wie werden die Ämter verteilt? Kann man auch ein Amt «aufgebrummt» bekommen, das man eigentlich gar nicht will? Wie ist die Entschädigung? Was sind die Aufgaben der verschiedenen Ressorts und wie arbeitet man sich ein? Vieles, was in Reglementen und im Gemeindegesetz nachzulesen, aber auch von der persönlichen Einsatzbereitschaft abhängt.

Heute Dienstag, 18. Juli, feiert Irene Frick-Segert in Obfelden den 80. Geburtstag. Herzliche Gratulation zum Ehrentag. Wir wünschen ein schönes Geburtstagsfest und alles Gute.

Ämtlerin gewinnt beim RauchstoppWettbewerb 5226 Personen machten 2017 am Rauchstopp-Wettbewerb mit. 43 Prozent davon haben bestätigt, dass sie im ganzen Juni keine Zigaretten geraucht haben. Unter den Gewinnern ist Jolanda Kneubühl aus Hedingen. Vom 1. bis zum 30. Juni keine Tabakprodukte zu konsumieren – das ist die Herausforderung des Rauchstoppwett-

bewerbs. 5226 Personen haben in diesem Jahr daran teilgenommen. Davon haben 2238 bestätigt, dass sie nicht geraucht haben. Unter ihnen wurden einmal 5000 und zehnmal 500 Franken verlost. Gewonnen hat auch Jolanda Kneubühl aus Hedingen. Der Rauchstoppwettbewerb hilft, von der Zigarette loszukommen. Über 40 Prozent der letztjährigen Teilnehmer waren auch ein halbes Jahr nach dem Wettbewerb noch rauchfrei. (pd.)

begangen werden, weil dort – insbesondere in der Brutzeit – seltene Vogelarten gefährdet sind. Er macht auch darauf aufmerksam, dass nur bei offiziell markierten Stellen Feuer entfacht werden darf, grundsätzlich nicht gezeltet werden darf. Und natürlich beschäftigen sich Aufseherinnen und Aufseher auch immer wieder mit Littering, mit verbotenerweise parkierten PWs oder mit Baumstämmen, die auf Wege fallen. Nichts von alledem an diesem eher trüben Mittwoch. Kommt die Sonne, so ändert sich das. An Wochenenden schlagartig …

Markus Sahli verlässt das Kloster Kappel Markus Sahli wird seine Stelle als Theologischer Leiter im Kloster Kappel Ende Juni 2018 aufgeben und auf eine Pfarrstelle in der Stadt Luzern wechseln. Der 58jährige Pfarrer hatte die Verantwor- Markus Sahli. tung für den theo- (Archivbild) logischen Bereich im Seminarhotel und Bildungshaus der reformierten Zürcher Landeskirche in Kappel 2010 übernommen. Zuvor war er während mehr als zehn Jahren für den Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund SEK tätig gewesen. Markus Sahli hat als Theologischer Leiter die Gestaltung des spirituellen Lebens wie auch des kulturellen und erwachsenenbildnerischen Angebots im Kloster Kappel erfolgreich weiterentwickelt und nachhaltig geprägt. (pd.) anzeige


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Bezirk Affoltern

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ratgeber

Beliebter Sackgeldjob im «Stigeli» Hans Ulrich Meuter, lic. iur. und dipl. Steuerexperte

Fragen und Antworten zu Erbschaften und Schenkungen Wie berechnet sich der Wert einer Nutzniessung bzw. einer periodischen Leistung? Nutzniessungen und sonstige Ansprüche auf periodische Leistungen (z.B. Wohnrecht) werden nach ihrem Kapitalwert berechnet. Dieser hängt von der Höhe der Leistung, der voraussichtlichen Leistungsdauer und dem Kapitalisierungszinsfuss ab. Bei lebenslänglichen Nutzniessungen und periodischen Leistungen richtet sich die Leistungsdauer nach der statistischen Lebenserwartung der berechtigten Person. Wie unterscheiden sich der Verkehrswert und der Steuerwert eines Grundstücks? Die Erbschafts- und Schenkungssteuer wird vom Verkehrswert des übergehenden Vermögens im Zeitpunkt der Entstehung des Steueranspruchs berechnet. Der Verkehrswert eines Vermögensobjektes entspricht im Allgemeinen dem Preis, der für dieses im gewöhnlichen Geschäftsverkehr am fraglichen Bemessungsstichtag mutmasslich zu erzielen gewesen wäre. Bei Grundstücken entspricht der Verkehrswert daher nicht dem für die Staats- und Gemeindesteuer massgebenden Steuerwert. Wer haftet für die Erbschaftssteuer? Die Erben und Vermächtnisnehmer haften solidarisch bis zum Betrag des auf sie übergegangenen Vermögens für die gesamte aufgrund des Erbanfalls geschuldete Erbschaftssteuer. Wer haftet für die Schenkungssteuer? Der Schenker haftet solidarisch mit dem Beschenkten für die Schenkungssteuer. Wie werden Versicherungsleistungen behandelt? Versicherungsleistungen, die mit oder nach dem Tod des Erblassers fällig werden, unterliegen der Erbschaftssteuer, soweit sie nicht als Einkommen besteuert werden. So sind Versicherungsleistungen aus beruflicher und gebundener Vorsorge (Säule 2, Säule 3a, Freizügigkeitsleistungen) sowie Leistungen aus (nicht rückkaufsfähigen) Risikoversicherungen von der begünstigten Person als Einkommen, jedoch getrennt vom übrigen Einkommen und zu einem reduzierten Satz, zu versteuern. Leistungen aus rückkaufsfähigen Versicherungen der freien Vorsorge (Säule 3b), die mit dem Tod fällig werden, unterliegen mit dem gesamten Auszahlungsbetrag (bzw. mit dem Rückkaufswert, falls die Leistungen erst nach dem Tod fällig werden) der Erbschaftssteuer. Eine Besonderheit stellt Rückgewährskapital aus einer Leibrentenversicherung dar: Da 40 % des Rückgewährskapitals beim Begünstigten als Einkommen (getrennt vom übrigen Einkommen, reduzierter Satz) besteuert werden, unterliegen nur 60 % der Erbschaftssteuer.

Jugendarbeit Affoltern unterstützt Jugendliche auf der Suche nach einem Ferienjob Das Sackgeld aufbessern oder sich etwas zu verdienen, um sich etwas anzuschaffen: Das sind die Gründe, weshalb sich auch im Bezirk Affoltern Jugendliche einen Ferienjob suchen. Die Jugendarbeit Affoltern unterstützt sie mit einem FerienjobCoaching. ................................................... von andrea bolliger Vielen Jugendlichen reicht das Sackgeld heute nicht mehr. Mit einem Ferienjob wollen sie sich aber nicht nur Geld für Ausgang oder schicke Kleider verdienen. Manchmal stehen auch besondere Anschaffungen wie der Kauf eines neuen Mobiltelefons, Laptops oder eines Fahrrades an. Um ihnen die Suche nach einem Sackgeldjob zu erleichtern, bietet die Jugendarbeit Affoltern jeweils vor den Ferien an zwei Mittwochnachmittagen ein Ferienjob-Coaching an («Anzeiger» vom 21. März). Projektleiterin Bettina Gyr war ob dem Echo auf den Aufruf positiv überrascht. Der Werkhof Affoltern hat jungen Menschen auch schon früher Ferienjobs angeboten und meldete sich ebenso, wie mehrere Privatpersonen aus umliegenden Gemeinden. Diese wünschen sich zum Beispiel Unterstützung bei der Gartenarbeit oder im Haushalt. Firmen hätten sich keine gemeldet, sagt Bettina Gyr. Ein Anbieter muss sich Zeit nehmen für einen jugendlichen Aushelfer, dem noch jede berufliche Erfahrung fehlt. Die Arbeiten für die Jugendlichen dürfen nicht gefährlich sein, somit ist der Umgang mit Chemikalien oder Maschinen für sie nicht geeignet. «Reinigungsarbeiten, Keller entrümpeln oder Umräumen – einfache Arbeiten, die im Alltag keinen Platz haben, sind als Sackgeldjob geeignet», so Bettina Gyr. Sie emp-

Auch ein Zeitvertreib Der 13-jährige Kayan bleibt fast die ganzen Sommerferien daheim. Er möchte sich mit einem Ferienjob die Zeit vertreiben und etwas Geld verdienen, denn er spart für ein neues Fahrrad. Er wünscht sich etwas Sinnbringendes tun zu dürfen Bettina Gyr fragt ihn, ob ein Ferienjob im Werkhof etwas für ihn wäre. Er könnte bei verschiedenen Arbeiten mithelfen und für eine schöne saubere Gemeinde sorgen. Ausserdem wäre er viel unterwegs mit den Angestellten vom Werkhof. Mit der Idee, im Spital Reinigungsarbeiten zu verrichten, kann sich der 13-Jährige nicht anfreunden, beim Stichwort Stigeli blüht er auf. Jetzt muss er selber aktiv werden und anrufen. Bettina Gyr gibt ihm einige Tipps fürs Telefonat und händigt ihm eine Checkliste aus. Einen ruhigen Ort zum Telefonieren soll er sich aussuchen und laut und deutlich sprechen. Es ist sein erster Anruf. Beherzt hält er sich das Mobiltelefon ans Ohr und stellt sich und sein Anliegen ohne Umschweife vor. Doch so einfach ist es nicht. Er wird gebeten eine andere Nummer anzurufen. Er wählt die Nummer und trägt der Person am anderen Ende der Leitung noch einmal sein Anliegen vor. Eine Zusage erhält er nicht. Er wird gebeten eine SMS zu

Bettina Gyr, Jugendarbeiterin, Soziokulturelle Animatorin FH. (Bild Andrea Bolliger) schreiben. Unterstützt von Bettina Gyr notiert er sich, was alles in diese Textnachricht gehört, damit der potenzielle Arbeitgeber weiss, wer sich meldet und wann er gerne arbeiten würde. Ein Job im Stigeli scheint beliebt und es sieht nicht so aus, als würden sie noch jemand brauchen. Deshalb notiert sich Kayan auch die Nummer vom Werkhof. Er will von zu Hause aus anrufen. Das Coaching kann ganz unterschiedlich verlaufen. Manche brauchen nur Informationen, andere etwas mehr Unterstützung. Es braucht viel Fingerspitzengefühl der Jugendarbeiterin herauszufinden, wem was am besten nutzt.

Keine zu hohen Erwartungen stellen Wer einem Jugendlichen einen Ferienjob offeriert, sollte auch einmal nachsichtig sein, wenn ein Regal nicht so

sauber gereinigt ist, wie der Auftraggebende das vielleicht erwartet hat. Die Jugendlichen haben einen unterschiedlichen Stand ihrer Fähigkeiten und Reife. Natürlich merke man, wenn jemand bereits zuhause etwas mithelfen würde, sagt Bettina Gyr. Auch wenn es den Jugendlichen hauptsächlich ums Geldverdienen geht, ist ihnen auch das Sammeln von Arbeitserfahrungen wichtig. Manche würden am liebsten auch ausserhalb der Schulferien etwas arbeiten. Insbesondere Mädchen tun dies häufig mit dem Babysitten. Das Jobben in den Ferien bringt den Jugendlichen auch im Hinblick auf die spätere Berufswahl etwas. Viele wissen bereits, was sie können und kennen ihre Fähigkeiten. «Nur schon wenn man weiss, was man nicht will, hat man viel gewonnen», meint Bettina Gyr.

Ein Plädoyer für den Vorrang der Gnade vor aller Betriebsamkeit Der eine Gott und seine unterschiedlichen Verehrer – Folge 2 Anlässlich der Reformationsjubiläen genügt es nicht, Zwingli als Lichtgestalt ans Grossmünster zu projizieren. Vielmehr gilt es, revolutionäre Ansätze der Reformatoren weiterzudenken. ................................................... von urs boller Um es gleich und ohne konfessionelle Überheblichkeit zu sagen: Die evangelische Erneuerung vor 500 Jahren ist die einschneidendste Wende im religiösen Denken aller Völker und Kulturen. Bis dahin ging es in allen Religionen vornehmlich darum, irgendwelche Gottheiten mit Opfergaben, rituellen Handlungen und guten Werken

«Der eine Gott ...» Anlässlich der Reformationsjubiläen ist es naheliegend, wieder einmal nachzufragen: Wo stehen die Religionen und Konfessionen heute? Oder müsste man eher fragen: Wo sind sie stehen geblieben? Eine kritische Einschätzung von Urs Boller in drei Folgen. Bereits erschienen: «Ein Plädoyer für

Quelle: Spezialsteuern Zürich

fiehlt den Jugendlichen sich frühzeitig für einen der Jobs zu bewerben, denn die beliebtesten seien jeweils schnell vergeben. Die Ferienjob-Liste der Jugendarbeit Affoltern wird laufend ergänzt und enthält Details, wer wann was anbietet. Im Sommer gibt es einige Angebote mehr, zum Beispiel jenes im Schwimmbad Stigeli zu arbeiten, was besonders beliebt ist. Hilfreich für die jugendlichen Bewerber ist auch, dass die Firmen aufgelistet sind, bei denen sich mangels Angebot weitere Anfragen erübrigen.

die religiöse Artenvielfalt», 7. Juli.

gnädig zu stimmen. Auch in der Christenheit scheute man keinen Aufwand, um die Gunst der himmlischen Mächte zu erwerben. Dann kam Luther und sagte: Nicht nötig. Alles vergebliche Liebesmühe. Mit Gott lassen sich keine Geschäfte machen. Er wird den Menschen gerecht, nicht aufgrund grossartiger Leistungen und Verdienste, sondern trotz ihrer Mängel und Versäumnisse. Das Entscheidende im Leben ist gratis, hergeleitet von gratia, dem lateinischen Wort für Gnade, das die Reformatoren ins Zentrum rückten. Sie protestierten bekanntlich allem voran gegen die religiöse Buchhaltermentalität in Form von käuflichen Strafermässigungen im Hinblick auf das ewige Seelenheil. Den Bilder- und Heiligenkult im Sinne einer berechnenden Gnadenvermittlung lehnten sie ab. Die wirklich verehrenswerten Bilder, sagte Zwingli, sind die Ebenbilder Gottes – die Menschen. Und unter ihnen ganz besonders die Benachteiligten.

Das Entscheidende im Leben ist gratis Das Gnadenverständnis der Reformatoren hatte soziale Auswirkungen. Ausserdem förderten sie das freiheitliche Denken und trugen wesentlich zur Volksbildung bei. All das wissen die Historiker und die Jubiläumsredner entsprechend zu würdigen. Bloss von Gnade ist kaum mehr die Rede.

Das einstige Schlüsselwort ist teils in Verruf, teils in Vergessenheit geraten, weil spitzfindige Spekulationen über Wesen und Wirksamkeit der Gnade die zentrale Einsicht der Reformatoren der Alltagwirklichkeit entfremdet haben. Das ist bedauerlich, weil Gnade nichts Abgehobenes, sondern eine menschliche Grunderfahrung ist, wie insbesondere die lebensnahen Gleichnisgeschichten Jesu illustrieren. Er erzählt unter anderem von einem Bauern, «der Samen auf seinen Acker streut. Dann schläft er und steht wieder auf. Es wird Tag und Nacht, der Samen keimt und der Bauer weiss nicht wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn» (Markus 4,2629). – So ist es doch. Wir Menschen können säen und pflanzen, jäten und begiessen. Aber dann hat sichs. Wachsen tut es von selbst: «Automatos», ganz automatisch wie es im griechischen Urtext heisst. Das Entscheidende ist nicht machbar. Dasselbe gilt auch in anderen Lebensbereichen, sei es im Hinblick auf persönliche Entwicklungsschritte oder berufliche Erfolge, sei es in Vertrauensangelegenheiten oder Liebesbeziehungen. Man kann und muss sich ernsthaft darum bemühen, aber das Gelingen lässt sich nicht erzwingen. Selbst im hochbezahlten Spitzensport ist trotz mentaler Höchstleistungen mit Überraschungen zu rechnen. Das Entschei-

dende im Leben ist weder käuflich noch verdienbar. Es fällt einem ein, fällt einem zu oder ist einem als Gabe und Begabung von allem Anfang an in die Wiege gelegt. Niemand kann etwas weitergeben oder zur Entfaltung bringen, was er oder sie nicht zuvor bekommen hat. Die zentrale Einsicht der Reformatoren betont den Vorrang der Gnade vor aller Betriebsamkeit. Sie entlarvt den menschlichen Machbarkeitsdünkel und ist in unserer leistungsbetonten Zeit aktueller denn je. Davon scheint die verantwortliche Kirchenleitung nicht allzu viel zu halten. Statt die reformierte Spezialität konsequent weiterzudenken, übernehmen sie die Methoden heutiger Eventmanager und veranstalten beispielsweise einen Wettbewerb unter Pfarrpersonen, um den tüchtigsten Prediger zu erküren. Als ob es vor allem darum ginge, mangels interessierter Gottesdienstbesucher die Prediger zu Höchstleistungen anzuspornen. Einschaltquotenmentalität und Besitzstandwahrung sind meines Erachtens keine Anzeichen für Aufbruch und Erneuerung. Vielmehr gilt es im Sinne der biblischen Botschaft, einzutreten für Leistungsschwache, Erfolglose und Abgewiesene und einen Sinn zu entwickeln für das Unnütze und scheinbar Unrentable, weil das Entscheidende im Leben gratis ist. Ganz unabhängig von konfessionellen Besonderheiten.


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Erfreulicher Start der Getreideernte Gerste und Raps mit guten Erträgen, Weizenernte ungewöhnlich früh Letztes Jahr war die Getreideernte nicht besonders ertragreich. Jetzt konnten die Bauern wieder mehr Freude haben, wenn sie mit gefüllten Anhängern zur Sammelstelle fuhren. Trotz Schnee im April sind die Erträge gut ausgefallen. ................................................... von marianne voss Die Gerstenfelder sind abgeräumt. Im Gegensatz zum letzten Jahr sind die Erträge sehr gut: Die Extenso-Gerste brachte sechs bis acht Tonnen pro Hektare auf die Waage, bei der intensiv bewirtschafteten waren es sieben bis zehn Tonnen. Xaver Amgwerd, Leiter der Sammelstelle der Landi Albis in Mettmenstetten, ist zufrieden, denn Gerste in dieser guten Qualität lässt sich auch gut vermarkten. «Gute Qualität, das bedeutet trockene, aber auch grosse, schwere Körner, also ein hohes Hektolitergewicht», erklärt er. Die Wetterkapriolen im April mit Schnee und Frost haben der Gerste

kaum zugesetzt. Der Raps stand damals jedoch in der Blüte und war durch die warmen Frühlingstage schon relativ hoch gewachsen. Der starke Schneefall knickte die Halme und zerdrückte sie. Das hatte Folgen. Viele Halme richteten sich nicht mehr ganz auf, die Ähren konnten nicht gleichmässig reifen. Die Hagelversicherung schätzte an verschiedenen Feldern Schäden von 20 bis 60 Prozent ab. Zudem hagelte es vor ein paar Wochen in einigen Gebieten auch noch, was dem ohnehin etwas angeschlagenen Raps zusätzlich schadete. Dennoch seien die Erträge beim Raps besser als erwartet, informiert Xaver Amgwerd. «Sie liegen im Durchschnitt bei drei bis vier Tonnen. Auffällig sind beim Raps die grossen Unterschiede je nach Lage und Region.» Bedingt durch das heisse Sommerwetter habe auch bereits die Weizenernte begonnen – rund zehn Tage früher als gewöhnlich. «Unsere Sammelstelle in Mettmenstetten ist zurzeit sehr gefordert durch die grossen Mengen und die verschiedenen Getreidesorten, die gleichzeitig abgeliefert werden.

Xaver Amgwerd (hinten) mit seinem neuen Mitarbeiter Jan Burkhard vor dem grossen Schaltpult in der Sammelstelle Mettmenstetten. (Bild Marianne Voss)

Fünfköpfiges Filmkollektiv auf dem Set in Ottenbach

Verhängnisvolle Intrigen und Überlebenskampf

Mit viel Herzblut wurden zwei Spielfilme produziert

«Zwischenzeit» von Hedwig Olsson-Lincke

Ohne jegliche staatliche Filmförderung drehte ein fünfköpfiges Filmteam zwei Spielfilme in absoluter Eigenregie. Ein über 60 Minuten langer Kriminalfilm und ein 80-minütiger Liebesfilm entstanden innert zweier Jahre. Alle Mitglieder der Filmcrew sind weiblich und zwölf Jahre alt.

Die Aeugsterin Hedwig OlssonLincke schildert in ihrem zweiten Roman ein komplexes Familiendrama Hedwig Olsson. in Südschweden. (Bilder zvg.)

................................................... von martin mullis Bei der Produktion auf dem Filmset herrschte mehrheitlich schiere Anarchie. Die Rollen der Regisseurin, der Kamerafrau, der Drehbuchschreiberin sowie der Maske, Licht, Ton und Aufnahmeleitung wechselten innerhalb der Crew sozusagen stündlich. Neela, Amira, Ellen, Michelle und Laura, allesamt im Alter von zwölf Jahren, wussten jedoch stets auch ohne Regieanweisungen, was sie zu filmen beabsichtigten. So bemerkenswert wie die Dreharbeiten auf dem Filmset verliefen, so überraschend kam das Filmprojekt auch zustande. Bei der Diskussion über die Wahl eines Filmes anlässlich eines Skilagers der Schule, schlug der Lehrer schlussendlich etwas enerviert

vor, doch selber einen Film zu drehen. Der Vorschlag schlug bei den fünf jungen Frauen fast wie ein Blitz ein. Sie beschlossen auf der Stelle, den Vorschlag des Lehrers in die Tat umzusetzen. Nach dem Skilager begannen sie in Ottenbach erst einmal mit einer Digitalkamera, welche auch filmen kann, die ersten Szenen zu drehen. Ein Krimi sollte es werden, da waren sich die jungen Filmschaffenden einig. Ganz bewusst verzichteten sie auf einen Plot, ein Drehbuch oder einen schriftlich festgelegten Ablauf. Sozusagen ad hoc besprachen und gestalteten sie die Story von Szene zu Szene.

Unterstützung vom Profi-Filmer Die spannende Geschichte handelt von einer Privatdetektivin sowie einer Diebin, welche erst gefasst wird und später aus dem Arrest ausbrechen kann. Die Delinquentin wird schliesslich von der Polizei bei einem Schusswechsel erschossen. Sämtliche Hauptrollen – auch jene des Polizisten – spielten die jungen Damen selbst. Die Dreharbeiten zum dreiteiligen Film mit dem Titel «Vom Diebstahl bis zum Mord» dauerten insgesamt zwei Jahre. Die Filmcrew erhielt in dieser Zeit, mindestens in Sachen Filmequipment,

Unterstützung. Ein in Ottenbach wohnhafter, semiprofessioneller Filmer stellte den Mädchen seine Kamera zur Verfügung und bot auch beim Schneiden des Filmes seine guten Dienste an. Sofort nach dem Drehschluss des Krimis machten sich die filmverrückten Schülerinnen an das nächste Filmprojekt.

Männliche Darsteller nur als Statisten geduldet Mit dem Liebesfilm «Liebe ist nicht immer einfach» sollte der Streifen das Genre «Herz und Schmerz» bedienen. Die Vorgehensweise war dieselbe, kein Drehbuch, keine festen Rollenzuteilungen und männliche Darsteller waren allerhöchstens als Statisten erwünscht. Den Schnitt des 80-minütigen Films erledigte diesmal Neela zusammen mit ihrem Grossvater. Nun ist allerdings Schluss mit der Filmerei. Die Filmcrew wird aus schulischen Gründen aufgelöst, da die Sekundarschule beziehungsweise das Gymnasium rufen. Speziell zu erwähnen ist, dass von den fünf filmbegeisterten jungen Damen lediglich Ellen später einmal den Beruf als Schauspielerin im Theater oder beim Film ergreifen möchte.

Auf dem Filmset in Ottenbach: Neela, Michelle und Amira (von links) an der Kamera Ellen, es fehlt Laura. (Bild Martin Mullis)

In «Zwischenzeit» schildert Hedwig Olsson-Lincke das Schicksal der bald sechzigjährigen Übersetzerin und Buchautorin Vera Hjertén. Anfang Januar 2005 wird das südschwedische Hochland von dem verheerenden Orkan «Gudrun» heimgesucht. Für Vera, die dort zusammen mit ihrem neuen Lebenspartner Greger Buck auf dem von ihren Eltern geerbten und weit abgelegenen Gutshof Viken lebt, bricht eine Welt zusammen. Nicht nur, dass der Sturm ihre gesamten Waldbestände zunichtegemacht hat – nach einem unerklärlichen Zwischenfall auf der Elchjagd verschwindet auch Greger spurlos. In ihrer wochenlangen Einsamkeit – aufgrund der unüberschaubar zerstörten Waldgebiete von der Umwelt abgeschnitten – entdeckt sie in Gregers Papieren rätselhafte Hinweise auf seine Vergangenheit. Ihre Vermutung, dass dieser zwei Jahre jüngere Mann sie von Anfang an belogen und hintergangen hat, erhärtet sich mehr und mehr. Das Auffinden eines Kaufvertrages bestätigt ihr, dass Greger die Waldbestände hinter ihrem Rücken an einen Holzhändler aus der Normandie verkauft hat. Wurde er von seinen französischen Geschäftsfreunden erpresst, die ihn kurz vor dem Sturm besucht haben? Nach nervenzermürbendem Ausharren in ihrer misslichen Lage zeichnet sich endlich eine konkrete Spur ab, die Vera nach Wales führt, was sie kurz nach dem tragischen Verlust ihres geliebten Jagdhundes veranlasst, sich auf die Suche nach Greger und der Lösung des Rätsels um sein Vorleben zu machen. Darin wird sie von Ed Fowler unterstützt, einem ehemaligen Anwaltskollegen ihres vor elf Jahren verstorbenen Mannes Hjalmar. Ed Fowlers jüngere Schwester Pheemy, eine pensionierte Kommissarin, leistet ihnen dabei mit ihren guten Verbin-

dungen und kreativen Einfällen unentbehrlichen Beistand. Nach und nach lüftet sich der Schleier einer seit vielen Jahren verborgenen tragischen Tatsache, wobei das Schicksal zu guter Letzt auf perfide Weise zuschlägt und der Gerechtigkeit einen unerwarteten Ausgleich beschert. Dieser Roman schildert die Schwierigkeiten einer Mittfünfzigerin, persönliche Verluste und Rückschläge in ihrem Leben zu verkraften, um nochmals einen neuen Anfang zu finden. Vera gelingt es schliesslich, in der Begegnung mit der Schönheit und dem Frieden der Natur ihre Lebensfreude wiederzuerlangen und der Zukunft positiv entgegenzusehen. Am Ende zeigt sich jedoch, dass das Schicksal seine eigenen Wege geht und sich liebend gerne wiederholt. Da die Autorin jene Sturmnacht mit all ihren Folgen hautnah miterlebt hat, fällt es ihr nicht schwer, diese Katastrophe mit den damit verbundenen Emotionen sowie auch den daraus resultierenden alltäglichen Problemen lebendig und überzeugend zu schildern. Ihre in gut dreissig Jahren gesammelten Erfahrungen als Jägerin in Schweden erlauben es ihr, dem Leser einen realistischen Einblick in das Geschehen dieser oftmals umstrittenen Tätigkeit zu vermitteln und ihm mit ihren poetischen Schilderungen die Eigenheiten der schwedischen Natur nahezubringen. (pd.)

Hedwig Olsson-Lincke: Zwischenzeit. Roman, Hardcover, 322 S., Pro Business Verlag, ISBN: 978-3-86460-690-8.


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Die «Swissters» auf Erfolgskurs «Made in Switzerland» – neues Album der Aeugster Sängerin Eve Kay mit Schwester Carole Die Schwestern Eve und Carol Kay komponieren und texten ihre Lieder selbst. «Fette Beats kombiniert mit Alphorn, Hackbrett, Handorgel und hie und da sogar einer kleinen Jodeleinlage. Alles in allem aber topmodern», so definiert Eve Kay ihre rockige und gleichzeitig urchig-schweizerische Musik.

Musikalische Identität

Für die Produktion der neuen CD «Made in Switzerland» brauchten Eve und Carole Kay rund zwei Jahre. Eve erzählt: «Während meiner Schwangerschaft haben wir die Songs geschrieben und während Caroles im Studio gearbeitet. Das hat uns immer mal wieder etwas Zeit gekostet, aber es war zum Teil sehr lustig. Bei den Schlussaufnahmen waren unsere Babys zum Teil sogar im Tonstudio mit dabei und es gab natürlich immer wieder Unterbrechungen wegen Stillen und Wickeln.»

Carole bestätigt: «Uns verbindet die Leidenschaft zu Musik und Ehrlichkeit. Wir sind aber sonst recht verschieden. Ich bin verschlossener und mehr der Kopfmensch.» Sofort interveniert Eve: «Ich würde Carole keineswegs als Kopfmenschen bezeichnen. Sie macht sich zwar sehr viele Gedanken über alles, was auf der Welt geschieht, aber diese Gedanken werden von ihren starken Gefühlen gesteuert. Ich kenne Carole als sehr tiefgründig und empfindsam.» Diese Persönlichkeitsaspekte spiegeln sich in den Songs der Swissters. Sie haben nicht nur ihren eigenen, unverwechselbaren Musikstil geschaffen, auch bei der Wahl der Themen haben sie eine klare Richtung. Carole meint: «Viele unserer Songs handeln bewusst von der Schweiz. Wir wollten die Texte etwas gehaltvoll gestalten und nicht nur um Liebe und Leidenschaft singen. Obwohl dies natürlich auch immer gute und wichtige Themen sind.» Und Eve ergänzt: «Ich plädiere für Familie, Heimat und Eigenverantwortung in unseren Songs.»

Schwesterbeziehung

Fundierte musikalische Ausbildung

Die beiden jungen Mütter lachen gern, sie sind in Interviews offen, ehrlich und herrlich unkompliziert. Sie stehen dazu, dass ihre Beziehung nicht immer harmonisch war, was für Schwestern das Normalste der Welt ist. Jetzt aber arbeiten sie perfekt zusammen und vermitteln ein Bild einer guten und absolut nicht langweiligen schwesterlichen Beziehung. Als Musikerinnen wirken sie bei ihren Auftritten als Einheit, als Persönlich-

Knellwolf ist der Mädchenname der Schwestern. Sie sind mit dem bekannten Pfarrer und Schriftsteller Ulrich Knellwolf verwandt. Eve erzählt: «Ich bin ja schon lange im Musikbusiness und wollte einen kurzen Namen, den man überall aussprechen kann. Wir kreierten ihn einfach aus dem Anfangsbuchstaben K.» Aufgewachsen sind die Schwestern in Ebmatingen ZH. Seit bald sieben Jahren wohnt Eve in Aeugst.

................................................... von regula zellweger

Die «Swissters» Carole (re.) und Eve Kay freuen sich über ihr neues Album «Made in Switzerland» mit elf eigenen Kompositionen. (Bild Livia Hollenstein) keiten haben beide ihre Ecken und Kanten. Eve formuliert die Unterschiede: «Sie ist pünktlich, ich nicht. Sie ist ordentlich, ich chaotisch. Sie hat wenige Kleider, ich viele. Sie denkt nach, ich handle. Sie macht sich Sorgen, ich ma-

che sie mir erst, wenn Probleme da sind. Sie trinkt Wein, ich Wasser. Sie hätte gerne eine Ferienwohnung im Tessin, ich in den Bergen. Sie liebt ihren Mann und ich meinen.» Sofort kommt sie aber auf Gemeinsamkeiten: «Aber wir lieben dieselbe Musik!»

«Mein Mann ist im Säuliamt aufgewachsen. Ich finde Aeugst herrlich, die Aussicht macht mich demütig und glücklich zugleich.» Carole hat Musik an der Academy of Contemporary Music in Zürich studiert. Eve stand mit Musikgrössen wie Seal und Zucchero auf der Bühne. Mit Songs wie «Bamboleo» oder «Vamonos» und der Band Garcia feierte sie Erfolge in ganz Europa. Sie erzählt: «Unsere Eltern haben uns erlaubt, vieles ausprobieren, vor allem im Sport und in der Musik.» Und bescheiden und ehrlich meint sie: «Da unsere Talente sich leider nur auf das Musische beschränkten, haben wir beide das KV gemacht – irgendwie paradox. Eine Musikerkarriere wünschten sich unsere Eltern nicht wirklich für uns. Und wir hatten damals auch noch nicht den Mut dazu.»

Freude bereiten Die Schwestern sind stolz auf ihr von Pele Loriano professionell produziertes Album mit elf ihrer Songs. Sie vermitteln damit ihre Identität als Schweizerinnen, sind dankbar, in diesem schönen Land leben zu dürfen. «Noch viele Konzerte machen und unsere Musik unter die Leute bringen,» wünscht sich Carole für die Zukunft und Eve bringt es auf den Punkt: «Wir wollen tolle Songs schreiben, welche die Menschen hören wollen. Und nie damit aufhören müssen!» Und grinsend feixt sie: «Wir werden Abräumer des Jahrzehnts: MTVAward, Grammy und Prix Walo gehen wiederholt an die Swissters!» Sofort wird sie wieder ernsthaft. Beide sind sich einig: «Wir wollen mit unserer Musik Freude bereiten.»

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Schule AG Der Wüstenhitze ausgesetzt Ziel in der Gewerbezone Die Velotouristen aus Obfelden sind bereits im Iran Das Ehepaar Marie-Claire Diemand und Markus Hummel will mit dem Velo nach China. Inzwischen haben die beiden die Stadt Tabriz im Iran erreicht. Auf der langen Reise entlang der Seidenstrasse bis nach China, ist das Ehepaar aus Obfelden in der ost-aserbaidschanischen Hauptstadt Tabriz oder Täbris angekommen. Sie haben seit ihrem Start vor rund 120 Tagen etwa 4000 Kilometer zurückgelegt. Wie viele Pedalen-Umdrehungen die Velotouristen dabei gestrampelt sind, kann allerdings statistisch nicht so genau erhoben werden. Trotz der Strapazen des nicht so ganz gewöhnlichen Veloausfluges, berichten Marie-Claire Diemand und Markus Hummel begeistert von ihren Erlebnissen. Sie schreiben, dass sie von den vielen Unterschieden bezüglich Wetter, Landschaft und der Bevölkerung total überrascht wurden. Um die stark ausgeprägte Grosszügigkeit, die Hilfsbereitschaft und die Freundlichkeit der Iraner zu beschreiben, fehlen ihnen fast die Worte. Da es für die allermeisten Personen in Aserbaidschan sehr schwierig sei ein Visum für die Reise in andere Länder zu erhalten, würden sie sich über die ausländischen Gäste sehr freuen.

Angenehmere Verhältnisse am Kaspischen Meer Ihre Route haben die Obfelder wegen des zeitweise sehr heissen Klimas et-

Scientologen machen Schule im Säuliamt, «Anzeiger» vom 27. Juni. Wir Ottenbacherinnen und Ottenbacher mussten aus der Zeitung erfahren, dass nach den Sommerferien im Gewerbehaus der Saro Immobilien AG (Schumacher) an der Stüdlerstrasse 25 eine Privatschule eröffnet wird. Wenn man Flyer und Inserate liest, fällt einem doch ziemlich schnell auf, dass es sich hier um eine spezielle Schule, eben um die Ziel Schule AG, handelt! Der Bericht des «Anzeigers» informiert, dass der Vermieter der Räumlichkeiten die Bonität der Ziel Schule AG mit Betreibungsauszug abgeklärt habe. Weitere Abklärungen wurden scheinbar unterlassen; ich zitiere: «Dass sich die Schule im Dunstkreis der Scientologen bewege, habe er erst nach dem Abschluss des Mietvertrages erfahren. Mit dem jetzigen Wissensstand würde er allerdings den Abschluss eines Vertrages mit diesem Mieter nochmals überdenken.» Die Eignung als Schule wurde scheinbar mit den Ottenbacher Behörden nicht abgeklärt. Die betroffenen Nachbarn wurden grösstenteils nicht angehört oder informiert.

Auf dem Weg nach Tabriz im Iran: Marie-Claire Diemand und Markus Hummel. (Bild zvg.)

was angepasst, und so fanden sie an der Küste des Kaspischen Meeres für Velofahrer etwas angenehmere Verhältnisse. Sie schreiben, dass sie in den kommenden Etappen der grossen Hitze wohl nicht mehr ausweichen

können. Zuerst beabsichtigen die beiden Obfelder Fahrradtouristen aber noch die Städte Teheran, Shiraz und Esfahan. (mm) Aktuelle Infos im Reiseblog: www.2initinere.com.

Gefährliche Verkehrssituation Kann man das dem Vermieter glauben? Hätte der Vermieter mit nötigem Interesse nämlich im Internet recherchiert, wäre er sofort informiert gewesen! Kennt man den Grund, warum die Ziel Schule AG von Zürich-Albisrieden nach Ottenbach umzieht? Als besorgte Bewohnerin frage ich mich

nämlich, ob es richtig ist, eine Privatschule in der Gewerbezone überhaupt zu bewilligen. Baurechtlich wird das wohl legitim sein, aber ist das auch für die Anwohner gut? Es wird mehr Verkehr geben, denn ein Grossteil der Kinder wird logischerweise am Morgen in die Schule gefahren und am Abend wieder abgeholt. Vergessen wir nicht, dass möglicherweise auch der Gemeinde-Regiebetrieb an diesem Ort realisiert werden könnte! Die anderen Gewerbeunternehmer werden durch den Schulbetrieb und die Pausenaktivitäten tangiert, was nicht zonenkonform ist. Es verkehren in diesem Gebiet Geschäftsautos und Lastwagen und das kann zu gefährlichen Situationen mit Schulkindern kommen: es ist ja eben Gewerbezone. Über die Ideologie der Ziel Schule will ich mich nicht äussern. Müssen sie doch in ihrer Werbung erwähnen, dass die Ziel Schule ohne Psychopharmaka auskommen will! Welch seltsame Annahme, dass eine Schule Psychopharmaka verteilt!!! (da ja nur Ärzte derartige Medikamente verschreiben dürfen). Im Kanton Zürich ist die Ziel Schule anerkannt, in andern Kantonen allerdings nicht. Ich bitte den Gemeinderat dringend, sich den letzten Kontrollbericht der Bildungsdirektion genau anzuschauen und die nächsten Berichte jeweils ebenfalls zu überprüfen. Die Einwohner und Anwohner von Ottenbach dürfen erwarten, dass der Betrieb geregelt und beaufsichtigt wird und die Bevölkerung mit informiert wird. Rita Ackermann, Ottenbach


Gewerbe/Dienstleistungen

Tierische Mitbewohner Bob als Leidenschaft In der Sommerserie rückt der «Anzeiger» Tiere und ihre Halter in den Fokus. > Seite 11

Erfolgreich im Sport – vielseitig im Beruf: Bobchamp Reto Götschi aus Hausen. > Seite 14

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Sportlicher Topevent Die Cuppartie zwischen dem FCWB und Schweizer Meister FC Basel bewegt das Unteramt. > Seite 15

Holzofen-Pizzas fürs Säuliamt Neu: Restaurant Pizzeria Grazie in Wettswil Italienisch statt mongolisch, heisst es neu an der Husächerstrasse 2 in Wettswil. Star der Ausstattung ist der Holzofen, der besonderen Pizza-Genuss garantiert. Es ist elegant aufgedeckt im Restaurant Pizzeria Grazie und alles bereit für die Gäste. «Wir haben ab sofort offen», verrät Inhaber Zekir Sejdija. Im Raum Zug hat er sich bereits einen Namen gemacht als «Pizza-Mann». Das neue Restaurant ist für ihn eine Vergrösserung, was die Plätze anbelangt, aber auch ein Schritt zu edler Atmosphäre und in die Nähe seines Wohnorts. Der Wirt hat das als «Barbaro» weitherum bekannte Restaurant im Mai übernommen und nun an die ver-

änderten Bedürfnisse angepasst. Rund 90 Personen finden im «Grazie» Platz, 70 bis 80 weitere bei schönem Wetter auf der grosszügigen Terrasse. Eine zentrale Rolle kommt dem Pizzaofen zu, der nach alter Tradition mit Holz befeuert wird – ein Unterschied, den man schmeckt. «Die ersten Gäste waren sehr zufrieden», betont denn auch Sejdija. Als Geheimtipp aus der PizzaKarte sei die «Amore mio» mit Parmaschinken, Rucola und Parmesan erwähnt. Über die Gasse gibt es die Pizze übrigens mit drei Franken Rabatt. Pizze machen allerdings nur einen Teil der «Grazie»-Küche aus. So werden auch eine Vielfalt an Pasta- und Fleischgerichten sowie frische Salate aufgetischt. (tst.)

Übergabe der neuen Sitzkissen im MNA-Zentrum Lilienberg. Von rechts: Robin Tandler und Thomas Magyari (Zurich Versicherung), Yves Iten (Bäckerei Iten), Barbara Roth und Susanne Crimi (Voba) sowie Urs Kenny, MNA-Zentrum Lilienberg. Im Hintergrund freuen sich die Jugendlichen. (Bild Thomas Stöckli)

Restaurant Pizzeria Grazie, Husächerstrasse 2, Wettswil, Telefon 044 700 10 90; Montag Ruhetag.

«Fäscht uf de Strass» ermöglicht bequemes Sitzen Zurich Versicherung und Bäckerei Iten spenden Kissen In einem Sommerferien-Projekt werden jugendliche Flüchtlinge im MNA-Zentrum Lilienberg in Affoltern Paletten-Möbel gestalten. Die passenden Sitzkissen haben sie bereits – gespendet von der Bäckerei Iten in Knonau und der Generalagentur der Zurich Versicherung, Affoltern.

Zekir Sejdija empfängt in seinem Restaurant in Wettswil. (Bild Thomas Stöckli)

Eine selbstgebaute Lounge steht bereits, die Sitzmöbel aus Paletten müssen erst noch entstehen – im Rahmen eines Sommerferien-Projekts, wie Urs Kenny, Leiter des MNA-Zentrums Lilienberg über Affoltern erklärt. Vergangenen Freitag erhielten seine

Jugendlichen schon mal die Kissen für ihre zukünftigen Sitzmöbel. Die Spende stammt vom «Fäscht uf de Strass» in Affoltern. Da wurden Backwaren mit dem Logo der Zurich Versicherung verkauft. Die Einnahmen aus diesem Verkauf spendeten die Bäckerei Iten, Knonau, und die Zurich Versicherung, Generalagentur Affoltern, nun gemeinsam in Form von massgefertigten Sitzkissen.

Jugendliche sind sehr zuverlässig Die Sitzgelegenheiten entsprechen einem Wunsch des Lilienbergs. 93 Jugendliche haben dort ein vorübergehendes Zuhause gefunden. Für bis

zu 106 böte das Haus Platz, aber mit über 95 könne es mit der Gruppendynamik heikel werden, warnt Kenny. Für die Förderung der Einzelnen wären unter 80 erstrebenswert. Einige von ihnen werden sich nun während der Sommerferien für rund eine Woche als Möbelschreiner betätigen. Wer und wann, das steht noch nicht fest: «Die Jugendlichen haben kein fixes Ferienprogramm», verrät Urs Kenny, «da werden wir ad hoc schauen: wer ist da und will sich verpflichten?» Ist das erstmal geklärt, muss sich der «Lilienberg»-Leiter keine Gedanken mehr machen: «Wenn sie zusagen, sind sie auch sehr zuverlässig.» (tst.)

Umbauen statt ersetzen – für die Energiewende Wie aus einer Energieschleuder von 1970 ein Plus-HeizenergieMehrfamilienhaus entstehen kann – als schweizweit erste Minergie-A-Erneuerung – das hat Solararchitekt Beat Kämpfen in Zusammenarbeit mit der Ernst Schweizer AG aufgezeigt. Die Architektur der 1970er-Jahre wurde quasi uneingeschränkt in das Heute transformiert – nur eben besser. Der Energieverbrauch von 30 000 Litern Heizöl pro Jahr wurde in einen Energieüberschuss verwandelt. Für den Umbau wurden nur etwa 25 Prozent der Grauen Energie aufgewendet, die für einen Ersatzneubau angefallen wäre. Neben der Fotovoltaik auf dem Dach ist es vor allem die neue Fassade, die von sich reden macht. Sie passt ästhetisch ins Gesamtbild, produziert aber nicht Strom, sondern Wärme für Warmwasser und Heizung und ist kostenmässig durchaus im Rahmen einer Fassadensanierung.

Auslöser für das ausgeklügelte Energiekonzept war – neben grossen geschlossenen, aber gut besonnten Fassadenflächen – ein nicht mehr benötigter Abluftschacht in der Mitte des Hauses. In diesen wurde am 26. Oktober 2016 ein 19 Meter hoher Solarspeicher abgesenkt: Das Herz der neuen Energiezentrale. Jetzt ist das Gebäude fertig umgebaut und ist eines der Leuchtturmprojekte im Rahmen der Umsetzung der Energiestrategie 2050.

Höherer Wirkungsgrad im Winter Thermische Solarenergie, die von den Sonnenkollektoren an den Fassaden kommt, hat überzeugende Vorteile: In den Wintermonaten dagegen, wenn der Sonnenstand tief ist, werden die Fassadenkollektoren direkter beschienen, wodurch der Wirkungsgrad der Fassadenkollektoren erwünschtermassen höher ist und so neben Warmwasser zusätzlich auch die Heizung problemlos mitbetrieben werden kann. Um ein Haus mit genügend warmem Wasser zu versorgen, ist eine

Grossflächenkollektor von Schweizer in Schwamendingen. (Bild zvg.) relativ grosse Fläche an Fassadenkollektoren nötig. Deshalb ist es wichtig, dass die Kollektoren den Eigentümern und Bewohnern gefallen. «Es gibt mittlerweile viele Optionen, nicht mehr nur schwarze und dunkelblaue Son-

nenkollektoren», sagt Maik Brünig von der Ernst Schweizer AG, die zusammen mit der österreichischen Tochtergesellschaft Doma Solartechnik GmbH für die Fassade verantwortlich ist. «Bronzen, blau, grün, gelb – alles ist

möglich.» So bieten sich den Architekten immer mehr Möglichkeiten an, die Kollektoren auch als Gestaltungselement zu nutzen. Der Energieverbrauch wurde bei gleichzeitiger Vergrösserung der Wohnfläche um 22 Prozent von rund 300 000 kWh/a auf rund 90 000 kWh/a reduziert. Pro Quadratmeter Wohnfläche bedeutet dies eine Verringerung um den Faktor vier! Möglich wurde das durch Solarthermie: 180 m² Sonnenkollektoren sind an der Ost-, Südund Westfassade angeordnet. Dadurch ist die nutzbare Solarenergie relativ gleichmässig übers Jahr verteilt. Auf der Dachfläche wurde eine PV-Anlage mit 35,7 kWp Leistung horizontal montiert. Diese produziert voraussichtlich 33 900 kWh/a. Das reicht, um Wärmepumpe und Lüftungsanlage zu betreiben sowie den Allgemeinstrombedarf zu decken. Mit dem Einbau einer kleinen Batterie wird ein möglichst hoher Eigenverbrauch angestrebt. Die Energiebilanz für die Gebäudetechnik ist mit 2500 kWh Überschuss pro Jahr positiv. (pd.)


vermischtes

Motorsport-Raritäten aus dem Säuliamt Indianapolis in Oerlikon: Ämtler am Start

Auf der offenen Rennbahn sind im Wechsel mit den Velo-Abendrennen wieder historische Renn- und Sportwagen sowie Rennmotorräder zu sehen. (Archivbild)

Die 15. Austragung des Motorsportspektakels «Indianapolis in Oerlikon» präsentiert am Dienstag, 25. Juli (Verschiebedatum: 27. Juli), auf der offenen Radrennbahn in Zürich Oerlikon wieder eine Reihe historischer Rennwagen und Töffs. Mit dabei auch einige Enthusiasten aus dem Bezirk Affoltern. Im Rahmen der traditionellen Velorennen am Dienstagabend (siehe Kasten) auf der offenen Rennbahn Oerlikon findet am 25. Juli auch wieder die Präsentation historischer Rennwagen und Renn-Motorräder statt. «Indianapolis in Oerlikon» bedeutet: Rennwagen und Töffs fahren durch die bis zu 40 Grad steilen Wände des Betonovals und lassen die Piste beben – heuer bereits zum 15. Mal. Neben originalen Indianapolis-Rennwagen sowie weiteren eindrucksvollen historischen Renn- und Sportwagen sind auch viele legendäre Rennmotorräder und diverse Seitenwagengespanne aus mehreren Jahrzehnten zu sehen. Die Fahrzeuge können zudem ab 16 Uhr allesamt im offenen Fahrerlager aus nächster Nähe besichtigt werden; der Besuch des Fahrerlagers ist im Eintrittspreis von 20 Franken inbegriffen.

Ein Brabham aus Stallikon und zwei Renntöffs aus Ebertswil Mit dabei bei den drei Fahrten – 9 Felder mit Start um 18 Uhr, 19.30 Uhr und 20.30 Uhr – im Betonoval sind auch einige Ämtler. Allen voran der Stalliker Luciano Arnold mit seinem Brabham BT36 Formel-2-Rennwagen, ein Ex-Fahrzeug von Silvio Moser. Zu den führenden BT36-Fahrern gehörten Graham Hill sowie Carlos Reutemann. Einen Austin Healey BN1 von 1955, der zwischen 1953 bis 1956 die 24 Stunden von Le Mans bestritten hat, präsentiert der in Bonstetten aufgewachsene dreifache Skeleton-Weltmeister Gregor Stähli. Und auch «Anzeiger»-Journalist Urs Kneubühl,

Ottenbach, wird mit seinem Formel Ford 1600 RF, van Diemen, 1984, im Oval kreisen. Dominik Muheim und Urs Rüegg aus Ebertswil sind die Säuliämter Vertreter bei der Motorrad-Fraktion. Muheim bewegt eine Kreidler 50 GP, 1973. Ein originales GP-Rennfahrzeug, 1977 eingesetzt von Vize-Cupmeister Gerhard Singer. Rüegg seinerseits wird eine Gilera Saturno Comp. 500, die 1957 als Nachbau der WeltmeisterGilera produziert wurde, fahren. Letztere siegte etwa auch 1947 beim grossen Preis der Nationen in Mailand und ging so in die Geschichte ein. Zum Motorsportfest auf der offenen Rennbahn Oerlikon werden über 5000 Zuschauer erwartet. Bei schlechter Witterung wird der Event auf Donnerstag, 27. Juli, verschoben. (kb.)

Das Programm Im Wechsel mit den Velo-Abendrennen werden am Dienstag, 25. Juli (Verschiebungsdatum: 27. Juli), historische Renn- und Sportwagen sowie Rennmotorräder und Gespanne im Betonoval kreisen. Ab 16 Uhr können im frei zugänglichen Innenraum die historischen Rennfahrzeuge besichtigt werden. 18 bis 18.30 Uhr – Demorunden Rennwagen und Töffs; 18.30 bis 19.30 Uhr – Velorennen: Damen U17 (Ausscheidung), Elite (Scratch), Damen U19/U17 (Punktefahren), Elite (Ausscheidung); 19.30 bis 20 Uhr – Demorunden Rennwagen und Töffs; 20.20 bis 20.30 Uhr – Damen U19/U17 (Scratch); 20.30 bis 21 Uhr – Demorunden Rennwagen und Töffs; 21 bis 21.20 Uhr – Elite/U19 (Punktefahren), Steher (Prolog SM). Infos über die Durchführung ab 12 Uhr unter www.rennbahn-oerlikon.ch oder Telefon 044 311 25 61.

Ruedi Müller (links) mit Gemeinderat Claude Wuillemin (Mitte) und Walter Glättli, Präsident der Holzkorporation. (Bild zvg.)

Fürs Engagement als Revierförster geehrt Ruedi Müller wurde am 5. Mai 2017 anlässlich der Jahresversammlung des Verbands Zürcher Forstpersonal in Ratz für sein Engagement als Revierförster geehrt. Er betreut seit vielen Jahren auch die Wälder der Gemeinde Bonstetten. Die Bevölkerung durfte letztes Jahr während der Waldführung (organisiert durch die Holzkorporation und die SVP) seine Begeisterung und seine Motivation für die Waldbewirtschaftung hautnah erleben.

Gemeinderat Claude Wuillemin (Landwirtschaftsvorstand) durfte ihm als Dank für sein Engagement das Buch «Bonstetten kocht» übergeben. Der beim Znüni in der Linde anwesende Walter Glättli, Präsident der Holzkorporation, lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Ruedi Müller war sehr erfreut und bedankte sich bei der Gemeinde. Er unterstrich das pragmatische Vorgehen in Bonstetten wenn es darum geht, Lösungen zu finden. (cw)


Sommerserie

Dienstag, 18. Juli 2017

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Echsen, Schlangen, Frösche und andere «Mitbewohner» Tiere und ihre Halter: Bernadette Schneiter aus Obfelden ist auf Du und Du mit Exoten Geckos, Kornnattern und Frösche sind in hiesigen Haushalten zwar weit weniger oft anzutreffen als Katzen und Hunde, die Zahl jener, die sie halten, ist dennoch ordentlich gross. Bernadette Schneiter aus Obfelden weiss, wie anspruchsvoll die artgerechte Haltung dieser Tiere ist.

zusätzlich auch Futter für pflanzenfressende Reptilien und Weiteres.

Informationen und Beratung gibt es ausreichend

................................................... von urs e. kneubühl «Wer Schlangen, Echsen, Amphibien oder Schildkröten als Haustiere halten möchte, sollte sich seiner Verantwortung für diese Tiere bewusst sein. Reptilien und Amphibien sind Wild- und keine Kuscheltiere…», sagt Bernadette Schneiter mit Bestimmtheit. Die ausgebildete Tierpflegerin, welche auch regelmässig Fortbildungen absolviert, kennt die Problematik dieses Themas bestens. Nicht allein von ihrer Ausund Weiterbildung her, sondern ebenso aus eigenem Interesse und von ihren Erfahrungen im eigenen Fachgeschäft «Aquarium & Terrarium» her. «Eine Zeitlang waren exotische Kaltblüter – Reptilien und Amphibien – besonders hoch im Kurs. Dieser regelrechte Boom ist allerdings in den letzten Jahren wieder markant abgeflacht», weiss die gelernte Kindergärtnerin, die sich mit ihrer Zweitausbildung zur Tierpflegerin einen weiteren Berufswunsch erfüllt hat.

Ein Tier wie aus der Urzeit und die Vogelspinne auf dem Rücken Vor allem jüngere Menschen und da grösstenteils Burschen und Männer seien es, welche Reptilien und Amphibien als Haustiere anschaffen und halten, weiss Bernadette Schneiter, ergänzt aber umgehend: «Grundsätzlich gilt freilich, dass weder Alter noch Geschlecht dem Wunsch, Kaltblüter zu halten, im Wege stehen.» Der Reiz liege sehr häufig in der Aussergewöhnlichkeit, ein Tier wie aus der Urzeit halten zu wollen, weiss die Fachfrau, warnt allerdings gleichzeitig auch klar und deutlich: «Gerade bei jungen Menschen verfliegt das Interesse an solchen Tieren manchmal ganz schnell. Die vermeintlich unkomplizierten und anspruchslosen Haustiere, die weder Allergien auslösen noch Gassi-Gehen einfordern und wenig Futter brauchen, stellen sich nämlich mit ihren ganz speziellen Ansprüchen an Feuchtigkeit und Futter bald als weitaus weniger pflegeleicht heraus wie oft angenommen. Und Reptilien sowie Amphibien können auch nicht jaulen wie Hunde, wenn es ihnen schlecht geht.»

Tierpflegerin Bernadette Schneiter weiss, wie man Kaltblüter wie diese Landschildkröten oder auch Reptilien und Schlangen hegt und pflegt. (Bilder Urs E. Kneubühl) Wie viele Reptilien- und Amphibien-Halter es im Bezirk gibt, kann Bernadette Schneiter nicht beziffern. Sie vermutet aber, dass deren Zahl in den letzten Jahren markant zurückgegangen ist. Der Verkauf solcher Tiere ist allgemein seit geraumer Zeit deutlich rückläufig, jedoch kommen regelmässig Kunden, welche für ihre Zöglinge entsprechendes Futter und Zubehör kaufen. Und öfters fragt der eine oder die andere die Fachfrau um Rat. Da meldet etwa der Neubesitzer einer Vogelspinne telefonisch aufgeregt, sein Tierchen habe ein Problem, es liege auf dem Rücken… Bernadette Schneiter kann ihn beruhigen: «In dieser Situation steht eine Häutung kurz bevor und dabei sollte man die Spinne auf keinen Fall stören.»

Ein Zimmer (fast) voller Insekten Die Zahl der Reptilien und Amphibien in Bernadette Schneiters «Aquarium & Terrarium» an der Mettmenstetterstrasse 24 in Obfelden ist beschränkt, dennoch vielfältig. Frösche, Echsen, Vogelspinnen, Skinke und Schildkröten gehören genauso dazu wie Bartagamen und eine Kornnatter. Daneben liegt der Schwerpunkt des Fachgeschäftes im Bereich der Aquaristik. Da stellt sich doch gleich auch die Frage, was denn aufwendiger ist – Terrarium oder Aquarium? Die Fachfrau wägt ab: «Ob ein Aquarium mit Fischen oder ein Terrarium mit Reptilien hängt in erster Linie davon ab, welche Tiere man halten möchte. Vom Aufwand her gilt für beide etwa dasselbe: Die

Im Gegensatz zu den Wirbeltieren, wächst die Haut – als Exoskelett – einer Vogelspinne nicht mit. Das Tier häutet sich deshalb von Zeit zu Zeit.

erste Pflicht ist, sich zu informieren, wie sich die Haltung von Fischen oder Reptilien artgerecht gestalten lässt, wie es mit der Futterversorgung, ebenso mit der Einrichtung, Bepflanzung, der Heizung und Beleuchtung von Terrarium oder Aquarium aussieht…» Apropos Futter: Allein für Echsen, Frösche und Schlangen hat Bernadette Schneiter einen ganzen Raum an Lebendfutter: Heuschrecken, Grillen, Fliegen, Schaben, Larven und Maden für die Ersteren, Mäuse für Letztere. Die Futterinsekten und -tiere hält, hegt und pflegt die Tierpflegerin genauso gewissenhaft wie ihre Fische, Amphibien und Reptilien. Sie bewegen sich in grossen Behältnissen und werden gefüttert. Selbstredend gibt es bei «Aquarium & Terrarium»

«Können Reptilien und Amphibien denn auch ohne Bewilligung und spezielle Ausbildung privat gehalten werden?», will ich von Bernadette Schneiter wissen «Ja, sofern es sich nicht um eine der in Artikel 89 der Tierschutzverordnung aufgelisteten Tierarten handelt. Man muss sich aber auf jeden Fall immer bewusst sein, dass bei der Haltung von Reptilien und Amphibien prinzipiell die allgemeinen Tierhalterpflichten und die in der Tierschutzverordnung vorgeschriebenen Mindestgrössen und -ausgestaltungen von Gehegen zu beachten sind», sagt die Fachfrau und verweist unter anderem auf die Homepage des Zürcher Veterinäramtes (www.veta.zh.ch). Gleichzeitig gibt sie parallel zu bedenken, dass diese Vorgaben stets nur absolute Minimalstandards festlegen, also nicht in jedem Fall für eine artgerechte Haltung sorgen. Eine besonders wichtige Aufgabe ihres Fachgeschäftes sieht Bernadette Schneiter ebenso bezüglich Information und Beratung zur privaten Haltung von Echsen, Schlangen, Fröschen, Schildkröten und anderen exotischen «Mitbewohnern». «Leider versprechen Verkäufer von exotischen Tieren den Käufern nur allzu gerne das Blaue vom Himmel. Oft steht dann auch nur das Geschäft im Vordergrund und man verkauft dem Kunden quasi gleich noch Vogelfutter zur Kuckucksuhr, wenn man so will. Ich nehme mich bezüglich realer Aufklärung und Beratung in die Verantwortung, die man den Tieren und den Haltern einfach schuldet.»

Tiere und ihre Halter Sie können gross oder klein sein, kuschelig, respekteinflössend oder nützlich, die Tiere in Ämtler Stuben und Ställen, in Wäldern, auf Wiesen und in Gewässern. Diesen Sommer rücken die «Anzeiger»Journalisten Tierhaltung in ihren verschiedensten Formen in den Fokus. Das reicht von Zucht und Dressur über Hege und Pflege bis zur persönlichen Beziehung. Die Sommerserie dauert bis Mitte August. (red.)

Tiere wie aus der Urzeit, wie dieser Stachelleguan (vorne) und der Halsbandleguan, sind als Haustiere nach wie vor aussergewöhnlich.


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Serie

Dienstag, 18. Juli 2017

wer sie waren – was sie wurden

Ein Weltmeister, der auch Hundeboxen baut oder zusammensetzt Erfolgreich im Sport – vielseitig im Beruf: Bobmeister Reto Götschi aus Hausen erinnert sich Sein Palmarès als Bobfahrer ist beeindruckend, seine beruflichen Stationen vielseitig: Reto Götschi fuhr zu Olympia-Silber, war Welt- und Europameister und hat nach der Karriere als Geschäftsführer des Bobverbands gewirkt, aber auch Hundeboxen gebaut oder montiert. ................................................... von werner schneiter Ganz entspannt sitzt er auf der Terrasse seines Elternhauses in Hausen. Die Hitze drückt, die Storen schützen. Bei einem Glas Wasser erzählt Reto Götschi von seiner Karriere, ohne dass der Chronist nachfragen muss. Wie ein erfrischender Wasserfall sprudelt es. Der bald 52-Jährige erinnert sich an so manches Detail, nennt Daten und Namen. Er lacht, beschönigt auch Dinge nicht, die weniger gut gelaufen sind. Seine sportlichen Wurzeln liegen im Turnverein Hausen. Und dort betätigte er sich polysportiv – als Leichtathlet, Nationalturner und Korbballer. Und dann, als via Radio Leute für BobTests gesucht wurden, da meldete sich Rekrut Reto Götschi. «Weil mir als Teilnehmer ein freier Samstag winkte», sagt er, schiebt aber gleich nach: «Ich bekam keinen Urlaub, weil ich nicht der Brävste war». Ein Jahr später klappte das in Zürich-Fluntern mit dem Test als Bremser. Er durfte schliesslich im Vierer auf Position zwei einsteigen, kam in ein gutes Team. «Ich war gut, aber nicht sehr gut.» Reto Götschi spürte, dass er es als Bremser nicht an die Spitzen schaffen würde. An der Junioren-WM in Sarajewo nutzte er im Zweierbob als Pilot (als Bremser) die Chance, landete mit Bobpilot Stefan Marty auf Platz sechs und wurde hernach mit ihm in St. Moritz B-Meister. Anschliessend fuhr Reto Götschi zweimal als

«Wer sie waren – was sie wurden» «Wer sie waren – was sie wurden», heisst eine neue Serie, die in loser Folge erscheint. Porträtiert werden Personen, die in früheren Jahren im Säuliamt öffentlich präsent waren und zum Teil sogar für überregionale Schlagzeilen gesorgt haben: Politikerinnen, Sportler, Behördenmitglieder, Verbandsfunktionäre, Gewerbetreibende, Musiker und andere. Der «Anzeiger» geht dabei der Frage nach, was nach dem Karrierenende geschehen ist, wie sie heute leben und was sie zu sagen haben. (-ter.) Bisher erschienen: Sonny Schönbächler – «Sprung ins Glück in Norwegen» (18. November 2016). Erich Rüfenacht – «Er drückte auch dem Papst die Hand» (2. Dezember 2016). Silvia Kamm – «Ich wollte die Welt retten und die N4 verhindern» (23. Dezember 2016). René Rindlisbacher senior und Hans Ulrich Noser – «Als das Duo Rino die Säle füllte» (6. Januar 2017). Lisette Müller – «Wahlkampf ist auch ein Spiel – nicht alle können gewinnen.» (20. Januar). Christian Gabathuler – «Der kantonale Richtplan als eine Art Lebenswerk» (27. Januar). Heidi Hollenweger – «Mehr als 1000 Stimmen in Obfelden und ein Preis – überreicht von Prinzessin Anne» (3. Februar). Verena Berger – «Wir haben eine Zeitlang Leben ins Dorf gebracht» (10. März). Peter Ackermann – «Nie herrschte ein vergiftetes Klima» (5. Mai).

Reto Götschi in seinen Haus in Hausen mit einem historischen Schlitten: Bobsport ist nach wie vor seine Leidenschaft. (Bild Werner Schneiter) Bobpilot den Eiskanal von St. Moritz nach Celerina hinunter. Das wurde dann zum Wendepunkt seiner noch jungen Karriere. Götschi intensivierte das Training, beschäftigte sich mit dem Material und ging auf Sponsorensuche. «Ich musste durchbeissen, alles selber finanzieren und organisieren», erinnert er sich. Seine Hartnäckigkeit zahlte sich aus: von Jahr zu Jahr gings bergauf. Zusammen mit seinem starken Bremser Guido Acklin feierte er 1993 seinen ersten Schweizer Meistertitel, schlug dabei Olympiasieger Gusti Weder und veranlasste den Trainer zur Bemerkung: «Du hast Weltklasseniveau. Als Pilot – nicht als Bremser …» Nun ja, Weltklasse? «Ich legte stets einen guten Start hin, brachte aber das nicht immer ins Ziel», merkt Reto Götschi selbstkritisch an. An der WM in Innsbruck Igls belegte das Duo Götschi/Acklin im gleichen Jahr Platz sieben.

Wertvollste Medaille: Olympia-Silber An den olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer verpasste Reto Götschi – wieder zusammen mit Guido Acklin – die Goldmedaille nur knapp: Während dreier Läufe lag das Duo in Führung. Im vierten Durchgang schlugen dann Gusti Weder und Donat Acklin zu und wurde mit einem Vorsprung von fünf Hundertstel Olympiasieger. Aber Götschi sagt: «Die Silbermedaille ist die wertvollste meiner Karriere». Ja, es waren goldene Ämtler Tage in Norwegen: Drei Tage zuvor holte sich Sonny Schönbächler den Freestyle-Olympiasieg. Während Olympia-Silber eher unerwartet kam, trat Reto Götschi bei der WM 1997 in St. Moritz als Mitfavorit an. «Auf dieses Ziel haben wir uns

Jubelnd nach dem Weltcupsieg 1996 in St. Moritz; Reto Götschi (links) und Guido Acklin.

Die erfolgreichen Ämtler Olympiateilnehmer von 1994 in Lillehammer beim Empfang am Flughaften in Kloten: Zweierbob-Silbermedailliengewinner Reto Götschi (links) und Freestyle-Olympiasieger Sonny Schönbächler. (Archivbilder)

akribisch vorbereitet, diesen Titel wollten wir», erinnert er sich. Und sie waren ziemlich selbstsicher, Guido Acklin und Reto Götschi. «Das Weltmeister-Shirt liessen wir schon am Samstagabend anfertigen», erzählt der Hausemer mit schelmischem Lachen. Hunderte Fans, darunter auch sein damaliger Sponsor René Hürlimann, begleiteten ihn damals ins Oberengadin. Erwähnt sei auch, dass Reto Götschi zu diesem Zeitpunkt in den medialen Fokus geriet, nachdem er im Vierer mit der geschraubten statt der geschweissten Achse disqualifiziert worden war. Die Olympia- und WM-Medaillen haben sich in finanzieller Hinsicht nur indirekt ausgewirkt. Eher waren sie Türöffner bei Sponsoren. Und einen Manager hat Reto Götschi nie angeheuert. Fünf Jahre fuhr der gelernte Maurer als Profi. Dass er seinen für 1998 geplanten Rücktritt vom

Bobsport aufschob, lag am enttäuschenden Resultat an den olympischen Winterspielen in Nagano (Platz sechs). «Auf diese Weise wollte ich nicht aufhören», sagt er, musste aber an den Spielen von 2002 in Salt Lake City als Ersatzmann Vorlieb nehmen. Ein Jahr zuvor wurde das Team erneuert. 2002, im Alter von 37 Jahren, war Schluss mit Spitzensport nach 15 Jahren: Olympia-Silber, mehrfacher Weltund Europameister, elffacher Schweizer Meister, insgesamt 33 Medaillen – eine Bilanz, die nicht mancher vorweisen kann.

Beruflich vielseitig tätig Nach seiner Karriere wirkte Reto Götschi während sieben Jahren bei der Schweizer Sporthilfe, die heute bei Swiss OIympic eingegliedert ist – als Athletenverantwortlicher und für Sponsoring zuständig. Dann folgte ein

kurzer Wechsel nach Basel zu Uniplan, bevor dann eine berufliche Wende kam: Götschi wurde in der Gemeinde Hausen Brunnenmeister, ehe er – nach kurzem Gastspiel als Messebauer – nach eineinhalb Jahren bei Swiss Sliding in Cham zum Geschäftsführer avancierte – bis nach vier Jahren die Bobclubs einen Aufstand gegen ihn inszenierten. Auf Ende Geschäftsjahr 2015 kündigte Reto Götschi beim Verband und vollzog abermals eine berufliche Volte. Bei Koni Bienz, Pneuservice in Unterägeri, arbeitete er temporär als Pneuwechsler, doch nicht nur dies machte er. Götschi baute auch Hundeboxen nach individuellen Massen um, nahm Hausumbauten vor. Auch in dieser Zeit veranstaltete er Bob- und Monobob-Events in St. Moritz. Gästefahrten unternimmt er noch heute. Diese Leidenschaft und die Liebe zum Sport sind geblieben.


Sport

Dienstag, 18. Juli 2017

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Dominator der Super League im Säuliamt Schweizer Cup am 13. August: FC Wettswil-Bonstetten – FC Basel im Blickfeld – Teil 1 Als Vorschau auf das sportliche Topevent des Jahres im Säuliamt, die Erstrunden-Partie zwischen dem lokalen FC Wettswil-Bonstetten und dem aktuellen Schweizer Meister und Cup-Titelverteidiger FC Basel, wird an dieser Stelle in losen Abständen Interessantes und auch Kurioses über den FCB zu lesen sein. ................................................... von andreas wyniger Der ganze FCWB ist seit der Auslosung in fast schon elektrisiertem Zustand. Unglaublich, was alles in der Vorbereitung zu tun ist. Ein OK unter der Leitung des Vereinspräsidenten Markus Fischer ist beinahe pausenlos gefordert, um die Anforderungen und Vorbereitungen zu stemmen.

Während der Gründungszeit noch ein Zwerg Nachdem im November 1893 in der damaligen «Nationalzeitung» ein Inserat erschien, mit welchem «behufs Gründung eines Footballclubs» Interessierte gesucht wurden, trafen sich drei Tage später elf Männer im ersten

Stock der Schuhmachern-Zunft und gründeten den FC Basel. Am 23. November des gleichen Jahres wurde auf dem Areal des heutigen Landhofs zum ersten Mal, in einem zweistündigen Spiel, gekickt. Das erste offizielle Spiel gewann dann der FCB am 10. Dezember 1893 mit 2:0 gegen den Realschüler-Turnverein Basel. Weil es damals noch keine Meisterschaftsspiele gab, beschloss der FCB an einer Vorstandssitzung die regelmässige Durchführung von «Bierabenden». Bei ihrer ersten Auslandsreise unterlagen die Basler 1894 in Strassburg mit 0:8. Heute kaum mehr vorstellbar, liess sich der FCB an der Gründungsversammlung der «Schweizerischen Football Association» 1895 in Olten von einem Herrn Westermann vom Grasshoppers-Club Zürich vertreten.

Wachstum des Vereins um die Jahrhundertwende 1897 erreichten die Bebbi erstmals die Zahl von 100 Mitgliedern, wovon 37 Aktive und 63 Passive waren. Erstmals nahm der FC Basel 1898/1899 an einer Meisterschaft teil. Diese bestand für ihn aus zwei Spielen gegen die Basler Old Boys. Nach einem 1:1 und einer 1:2-Niederlage schied Basel aus. In der

Saison 1900/1901 war der FCB nach dem Schweizer Meister GC (114 Mitglieder) mit 111 Mitstreitern der zweitgrösste Verein in der Schweiz. 1902/1903 feierte der Verein sein 10jähriges Jubiläum. Zu dieser Freude kam das gute Abschneiden in der Meisterschaft mit dem 3. Schlussrang

hinzu. In der Saison 1906/1907 dann der erste «Titel» der Vereinsgeschichte. Der FCB gewann die Gruppenmeisterschaft der Serie A Zentralschweiz, scheiterte dann jedoch in den Finals an Servette Genf und den Young Fellows aus Zürich. Um vorwärtszukommen, verbot der FCB seinen Spielern

mit einem Schreiben vom 25. August 1909 «den Alkoholgenuss und das Rauchen, bis das Wettspiel vorbei ist.» Tja, die guten alten Zeiten. Beim nächsten Mal wird über die Nachkriegszeit und den Wandel nach dem Wechsel vom «Joggeli» zum Stadion St. Jakob-Park berichtet.

FCWB – FCB: das Programm steht Seit dieser Woche ist der Ticketverkauf über ticketcorner.ch angelaufen. Das Programm für den Cup-Knüller des FC Wettswil-Bonstetten gegen Double-Gewinner Basel steht. Seit der Auslosung sind rund zwei Wochen vergangen und bereits in weniger als vier Wochen findet die Partie statt. Das OK ist gefordert und die Ferienzeit macht das Ganze nicht einfacher. Auf der Website des FCWB (cup.fcwb.ch) findet man bereits viele Informationen zum Spiel, so ist das Rahmenprogramm bereits weitgehend bekannt.

«Warm-up» vor dem Spiel Für VIP-Gäste startet der Nachmittag um 12.30 Uhr mit einem Apéro im «Luxury Custom»-Zelt. Ab 13 Uhr ist das Stadion geöffnet und für Verpflegung ist gesorgt. Um 14 Uhr folgt dann die Warm-up-Show der Platzspeaker Gaby und Andy – sie werden die Teams dem Anlass entsprechend präsentieren. Um 14.30 Uhr folgt dann der Anpfiff zur Partie. Der Sportplatz Moos wird temporär zum schmucken Kleinstadion mit einer Sitzplatztribüne und drei Stehplatztribünen. Diverse Getränke- und Grillstände werden vor, während und nach dem Spiel für das leibliche Wohl

sorgen. Zudem ist nach dem Spiel eine Pressekonferenz geplant und der Bar- und Gastrobetrieb läuft noch bis in den Abend hinein weiter.

Anreise ohne Auto Der FCWB empfiehlt, wenn immer möglich das Auto zu Hause zu lassen. Das Moos ist für Anwohner gut per Velo oder zu Fuss erreichbar und bei längerer Anreise sind die öffentlichen Verkehrsmittel zu bevorzugen. Oliver Hedinger Weitere Infos unter cup.fcwb.ch.

Starke Leistungen

Klar besser als im letzten Jahr

LV Albis am Meeting in Affoltern

DTV Hedingen am Zürcher Kantonalturnfest in Rikon

Herausragende Leistungen am August-Meeting in Affoltern lieferten brasilianische Sprinter und zwei Schweizer Nachwuchsläufer. Delia Sclabas lief über 1000 m die schnellste Zeit in dieser Saison. Auch die Werfer wussten zu gefallen. Über 350 Athleten waren am Start, so viele wie schon lange nicht mehr. Dass Brasilianer viel mehr als nur Samba tanzen können, bewies ein junges Trio aus dem südamerikanischen Land. Über 100 m lief Gabriel Constantino eine Zeit von 10.63 und verpasste den Stadionrekord lediglich um eine Hundertstelsekunde. Ebenfalls ganz knapp am Stadionrekord vorbei lief mit Eduardo dos Santos ein anderer Brasilianer über 110 m Hürden, in 13.76. Die dritte im Bunde, Andressa Fidelis, lief über 100 m eine gute Zeit von 11.83.

Saisonbestleistung von Delia Sclabas Gar eine Schweizer Saisonbestleistung gelang Delia Sclabas über 1000 m. Die 17-jährige Bernerin ist eine Ausnahmeläuferin. Letztes Jahr wurde sie U18-Europameisterin über 1500 m und 5000 m. Für die in einer Woche beginnenden U20-Europameisterschaften in Grosseto hat sich Sclabas souverän qualifiziert. Weit vor der Konkurrenz lief sie in 2:41.46 ins Ziel, der Test war damit gelungen. Ein weiterer junger Läufer wusste am August-Meeting zu glänzen. Jonas

Raess vom LC Regensdorf war in Affoltern über 1000 m am Start. Seine Zeit von 2:25.79 bedeutet Platz 4 in der Schweizer Saisonbestenliste. Wie immer waren auch dieses Jahr die Wurfdisziplinen sehr gut besetzt. Der Baselbieter Sandro Michel stiess die Kugel auf beachtliche 15,44 m. Eine grosse Leistungsdichte sah man im Speerwettkampf der Männer. Gleich 4 Werfer warfen in einem spannenden Wettkampf ihr Gerät knapp über respektive knapp unter die 60-m-Marke.

Bestleistungen im Dreisprung Die zurzeit besten Dreispringer, Nils Wicki, LAS Old Boys Basel, und Barbara Leuthard, LC Zürich, sprangen mit 15,72 m respektive 12,74 m nahe an ihre diesjährigen Bestleistungen. Auch einige LV-Albis-Athleten waren am Start und erzielten ansprechende Resultate. Das diesjährige Meeting der LV Albis gehört zu den besseren in der Geschichte der 1.-August-Meetings. Die Vorverlegung hat sich ausbezahlt. Über 500 Resultate wurden registriert. Zahlreiche Athleten nutzten die letzte Startgelegenheit kurz vor den Schweizer Meisterschaften und holten sich den letzten Schliff und einige Nachwuchsathleten schafften die Limite für die Schweizer Nachwuchsmeisterschaften im September. Erfreulich sind natürlich auch die anderen guten Resultate mit mehreren Top-Ten-Klassierungen in den aktuellen Schweizer Bestenlisten. (hpf )

Der Brasilianer Gabriel Constantino beim Hürdenlauf. (Bild deinSportmoment.ch)

Nicht nur im Turnen, auch im Jubeln stark: der DTV Hedingen. (Bild zvg.)

Nach knapp drei Monaten Turnfest-Training ging es am Wochenende vom 17./18. Juni endlich los mit dem Zürcher Kantonalturnfest in Rikon. Als Auftakt standen am ersten Wochenende die Einzel-Wettkämpfe auf dem Programm. Barbara Thurnherr absolvierte am Samstag einen Leichtathletik-Vierkampf und am Sonntag den Turnwettkampf, in welchem sie den hervorragenden 9. Rang und damit eine Auszeichnung holte.

Optimale Vorbereitung Am Samstag, 24. Juni, kurz vor Mittag trafen sich dann die ersten Turnerinnen am Bahnhof in Hedingen und machten sich auf den Weg ins Tösstal, um am Vereinswettkampf teilzunehmen. Ab Winterthur waren sie dann fast komplett und kamen mit 25 Turnerinnen in Rikon an. Dort trafen sie auf Marlies Serra, die bereits seit dem frühen Morgen als Kampfrichterin im Einsatz war, womit sie schliesslich vollzählig waren. Nach einem kurzen Weg übers Gelände startete der DTV Hedingen voller Elan mit Aufwärmen – zum Glück schien die Sonne nicht allzu heiss, sondern versteckte sich hinter den Wolken. Somit war es angenehm warm und sie konnten sich bestens auf die bevorstehenden Wettkämpfe vorbereiten.

Fehlstart eindrücklich wettgemacht Der Start erfolgte um 15.15 Uhr mit dem Fachtest Allround. Vier Gruppen traten in der ersten Aufgabe, dem Rückschlagspiel Goba, an und schlugen die Tennisbälle über das Spielfeld. Leider konnten keine der drei Gruppen in den jeweils drei Minuten zeigen, was sie trainiert hatte. Nach dieser ersten Aufgabe waren alle eher ernüchtert – waren die Trainings am Donnerstagabend doch viel erfolgreicher gewesen! Es ging an die zweite Aufgabe, das Beachen. Auch hier galt es wieder, in je drei Minuten möglichst viele Punkte zu erspielen. Für die erste Gruppe fühlten sich diese zwar unendlich lang an, glücklicherweise wurden auch fast genauso viele Punkte erspielt. Auch die zweite Gruppe zeigte nun ihr Bestes, womit der DTV Hedingen im Beachen die Bestnote 10 erreichte. Das konnte sich zeigen lassen! Gesamthaft wurde im Fachtest Allround die Note 9.2 erreicht. Im zweiten Wettkampfteil zeigten die Turnerinnen ihr Können im Team Aerobic und in der Pendelstafette. Angefeuert von anderen Turnerinnen und der Männerriege gaben sie ihr Bestes. Das Training im Team Aerobic hat sich ausgezahlt: Sie tanzten, hüpften, überschlugen sich im Rhythmus und sehr synchron. Dafür wurden sie mit der Note 8.73 bewertet, womit sie mehr als zufrieden sein dürfen! Auch

in der Pendelstafette lief es ziemlich gut und vor allem ohne Übergabefehler. Damit schaute am Ende die Note 8.28 heraus. Im dritten und letzten Wettkampfteil kämpften die Turnerinnen sowohl im Weitsprung als auch im Schleuderball um jeden Zentimeter. Auch hier konnten gute Resultate erzielt werden. Im Weitsprung knackten fast alle Turnerinnen die Vier-Meter-Grenze was zur Note 8.84 führte. Auch im Schleuderball schafften fast alle die anvisierten 30 Meter und erreichten damit die Note 8.22.

Rang 35 von 79 in Stärkeklasse vier Nach den erfolgreichen Wettkämpfen liessen die Turnerinnen es sich nicht nehmen, noch ein paar Fotos zu schiessen und miteinander auf die guten Resultate anzustossen. Alles in allem konnten sie sich im Vergleich zum letzten Jahr klar verbessern und schafften die Gesamtnote 26.18 und Rang 35 von 79 in der vierten Stärkeklasse. Nach dem turnerischen Teil folgte nun der fast genauso wichtige Festteil: Der DTV Hedingen begab sich ins Festzelt, in welchem das Fest schon in vollem Gang war. Nach dem besten Turnfest-Essen seit vielen Jahren schlossen sie sich schon bald den feiernden Turnern und Turnerinnen an und liessen so den Abend bzw. die Nacht ausklingen …


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