a product message image
{' '} {' '}
Limited time offer
SAVE % on your upgrade

Page 1

Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 55 I 168. Jahrgang I Dienstag, 15. Juli 2014

Ohne Sinn?

«Räuberhauptmann»

Strassensignalisation ärgert die Verkehrsteilnehmer in Zwillikon. > Seite 3

Serie von Willy Hug: Karl Bürkli verbrachte seinen Lebensabend in Rossau. > Seite 6

-

Sportfreundlich

-

Mit einem «Flashmob» hat sich die Sek. Mettmenstetten in die Ferien verabschiedet. > Seite 7

«Sommer-Erlebnis» Der «Anzeiger» veröffentlicht noch bis Mitte August Leserbilder. > Seite 7

-

Freund und Helfer Markus Vetsch, Chef der Gemeindepolizei, geht in Pension. > Seite 8

In den Bergen nicht zu schlagen

Führungswechsel: Die bisherige Siko-Präsidentin Elsbeth Knabenhans und ihre Nachfolger Ruedi Fornaro, umringt von den weiteren aktuellen Siko-Mitgliedern, von links: Markus Meier (Affoltern, Vizepräsi), Daniel Schneider (Rifferswil), Andreas Binder (Maschwanden) und Röbi Sidler (Stallikon, bisher). (Bild Thomas Stöckli)

Frischer Wind im Ämtler Sicherheitszweckverband

Emma Pooley aus Hausen gewinnt am Giro Rosa, dem Giro d’Italia für Frauen, drei Bergetappen und damit das grüne Trikot. In den Bergen dominierte sie die Konkurrenz nach Emma Pooley. belieben, nicht ganz so stark ist die zierliche Engländerin allerdings in den Abfahrten. ................................................... > Bericht auf Seite 17

anzeigen

Grosse Wechsel bei den Delegierten und in der Sicherheitskommission Bei Conforama in Wallisellen und in Schlieren läuft

Neun der 14 Delegierten der Ämtler Gemeinden sowie vier von fünf Mitgliedern der Sicherheitskommission (Siko) sind neu. Entsprechend hatte die Delegiertenversammlung vom vergangenen Donnerstag eher den Charakter einer Info-Veranstaltung. ................................................... von thomas stöckli Eigentlich wäre die 19. Delegiertenversammlung des Sicherheits-Zweckver-

bandes Albis auf den 14. Mai angesetzt gewesen. Das sollte sich allerdings als zu knapp nach den Behördenwahlen und den anschliessenden Gemeinderats-Konstituierungen herausstellen. Trotz intensiver Suche waren Mitte Mai noch keine Nachfolger für die vier abtretenden Siko-Mitglieder gefunden. So wurde die Versammlung auf vergangenen Donnerstagabend, 10. Juli, verschoben. «Die Verschiebung hat sich gelohnt», betonte die bisherige Siko-Präsidentin Elsbeth Knabenhans, «wir können Ihnen sehr gute Kandidaten zur Wahl vorstellen.»

Miteinander Lösungen finden Die Nachfolge von Elsbeth Knabenhans tritt Ruedi Fornaro an. 15 Jahre war er Kommandant der Feuerwehr Hedingen und leitete während vier Jahren auch den örtlichen Zivilschutz. Sein Vize Markus Meier, Sicherheitsvorstand in Affoltern, bring ebenfalls Erfahrung aus einem Feuerwehrkommando sowie aus dem Militär mit. Als einziger Bisheriger verbleibt Röbi Sidler, Stallikon, Andreas Binder, Maschwander Gemeindepräsident und aktiver Feuerwehrmann, sowie Finanz-

Fachmann Daniel Schneider aus Rifferswil komplettieren die fünfköpfige Kommission. Sie alle wurden von den 13 anwesenden Delegierten einstimmig gewählt und mit Applaus bedacht. «Sehr feuerwehrlastig» sei die neue Siko, stellte Fredy Haab, Kommandant der ZSO Albis, fest. «Da wollen wir auch hin: wir wollen näher zusammenrücken im Bereich Bevölkerungsschutz und miteinander Lösungen finden für den Bezirk.» ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3

noch vom 15. Juli bis am 25. August die Sommeraktion. Kommen Sie gerade aus den Ferien zurück? Haben Sie somit nicht vom Ausverkauf profitieren können? Kein Problem. Es gibt noch 25% auf Jugendzimmer, Matratzen, Textil, Sofas, Deko und Tischkultur! Und dazu 50% auf eine Auswahl an Gartenmöbeln. (Ausgenommen Top Confo und Tiefstpreis). Conforama – so schön wohnen, so günstig.

Deutliche Worte und klare Begehren Spital-Zweckverband: Gemeindedelegierte sprechen Betriebskommission Vertrauen aus Die ausserordentliche Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Spital genehmigte am Donnerstagabend sämtliche Geschäfte. Die vom Gemeindeamt festgestellten Mängel in der Rechnung 2012, die jetzt korrigiert sind, wurden seitens der Delegierten gerügt. Die Gemeindevertreter meldeten gleichzeitig auch klare Begehren an. ................................................... von urs e. kneubühl Von Vorwürfen der «Mauschelei», wie im Vorfeld der ausserordentlichen Delegiertenversammlung des SpitalZweckverbandes offenbar Stimmen vernehmen liessen, war am Donnerstagabend seitens der Gemeindedelegierten nichts zu gewahren. Nein, grundsätzlich sprachen sie der grösstenteils neu besetzten Betriebskommission das Vertrauen aus. Dennoch gab es bezüglich des Fehlens wichtiger Kennzahlen sowie von als dürftig ta-

xierte Begründungen zu Rechnungspositionen harsche Kritik. Die Delegierten, welche den Jahresrechnungen schliesslich und unter Einbezug ihrer Anmerkungen und Begehren zustimmten, machten deutlich, dass es für Verbesserungen in Planung und Abläufen noch grossen Nachholbedarf gibt. In ihrem abschliessenden Kommentar liessen sie verlauten: «Die Genehmigung der Jahresrechnung geschieht in der Absicht, der neu gewählten Betriebskommission zu ermöglichen, rasch Tritt zu fassen und die Abstimmungen über die Statutenrevision nicht zu belasten.» Die BK solle die Energie in die Bereinigung der gegenwärtigen, akuten Probleme in der Spitalführung stecken können und gleichzeitig Raum erhalten, die wichtige Diskussion zur Strategiefindung zu führen und die Grundlagen für eine professionelle Führung des Spitals zu legen.

Sämtliche Anträge gut geheissen Die Delegierten verwiesen im Hinblick auf die Gemeindeversammlungen zu den revidierten Zweckverbandsstatu-

ten auch auf die Dringlichkeit des Vorliegens detaillierter Erläuterungen zur HRM-Jahresrechnung 2013 sowie der geprüften Korrekturbuchungen für die Jahre 2012/2013. Diese Unterlagen werden anlässlich der nächsten Betriebskommissionssitzung am 21. August verabschiedet und dann umgehend den Gemeinden zugestellt, versicherte Walter Ess, Präsident der BK. Die weiteren Anträge der Betriebskommission wurden von den Delegierten ebenfalls genehmigt: Vorab wurde bereits der Verteilschlüssel für die Investitionsbeiträge der Gemeinden aus der Umwandlung der Staatsbeiträge in ein Kantonsdarlehen ohne Gegenstimme verabschiedet. Auch der Auflösung der Strategie- und Finanzkommission der Delegierten wurde zugestimmt, wobei diesbezüglich, wie Walter Ess ausführte, eine aktivere Zusammenarbeit geplant ist. Ohne Gegenstimme passierte auch die Genehmigung der Reglemente zu den Finanzkompetenzen, deren gute, detaillierte und übersichtliche Ausarbeitung und Präsentation seitens der Delegierten ausdrücklich gerühmt und verdankt wurden.

Zurück auf Platz 16 In der Fallkosten-Rangliste 2013 der Zürcher Spitäler, welche die Gesundheitsdirektion dieser Tage veröffentlicht hat, ist das Spital Affoltern um fünf Plätze auf Rang 16 zurück gefallen. Im Gegensatz zu einigen Spitälern, die ihre bisher vergleichsweise hohen Fallkosten 2013 senken konnten, musste Affoltern, ebenso Männedorf, gegenüber dem Vorjahr eine Kostensteigerung von rund fünf Prozent in Kauf nehmen. Für 2014, so verlautete an der Delegiertenversammlung des Zweckverbandes, erwartet das Spital Affoltern aber wieder deutlich bessere Zahlen.

Der Präsident der Betriebskommission informierte zum Schluss noch darüber, dass der Bau des Energie- und Verpflegungszentrums nach Fahrplan verläuft und man auch finanziell «auf Kurs» ist. Die Eröffnung wird im ersten Halbjahr 2015 sein.

200 29 9 771661 391004


Bestattungen

Vermietungen

Affoltern am Albis

Showroom Zürich

Am 8. Juli 2014 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Online-Handel für Natursteinböden mit Showrooms

Jürgen Wolfgang, Geiger geb. 6. Oktober 1962, deutscher Staatsangehöriger, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Butzenstrasse 22.

Eröffnungsfeier des ersten Showrooms

in Affoltern am Albis am Samstag, 19. Juli 2014.

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Fahrzeuge Kaufe Autos auch Jeeps und Lieferwagen, alle Marken & Jg., km & Zustand egal, gegen gute Barzahlung & gratis Abholdienst (CH-Unternehmer). Telefon 079 777 97 79 auch Sa/So.

Veranstaltungen

Eine starke Marke und oft der Mittelpunkt im Dorf. Volg-Dorfläden bieten eine in jeder Hinsicht nahe liegende und bequeme Einkaufsmöglichkeit «vor der Haustür» in einer überschaubaren, von der Frische der Produkte und der Freundlichkeit der Mitarbeitenden geprägten Atmosphäre. Die Mitarbeitenden sind das Herz des Ladens und wir legen grossen Wert auf Individualität und Persönlichkeit. Deshalb heisst unser Motto «frisch und fründlich». Wenn Sie die persönliche und angenehme Atmosphäre lieben, dann sind sie bei uns richtig. Für unsere Filialen im Knonauer Amt suchen wir nach Vereinbarung Sie als flexible

Teilzeitverkäufer/-in 40 % auch samstags Sie verfügen über eine abgeschlossene Verkaufslehre im Detailhandel oder besitzen bereits Erfahrung im Lebensmittelverkauf und freuen sich auf eine vielseitige, kundenbezogene Aufgabe. Als «Springerin» arbeiten Sie in verschiedenen Läden. Wir suchen deshalb eine offene und freundliche Persönlichkeit, welche unsere Teams kennenlernen möchte und durch Ihre aufgeschlossene und fröhliche Art in jedem Team integriert wird. Für diese Stelle wird ein eigenes Auto vorausgesetzt. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Zögern Sie nicht und senden Sie uns Ihre schriftliche Bewerbung mit Foto an: Landi Albis Genossenschaft, Untere Bahnhofstrasse 20 8932 Mettmenstetten oder per E-Mail: jeanette.troxler@landialbis.ch

Mit attraktiven Einführungsangeboten und kulinarischen Köstlichkeiten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Showroom Zürich, Seewadelstrasse 5, 8910 Affoltern am Albis

Mettmenstetten. Zu vermieten per sofort oder nach Vereinbarung an zentraler Lage in der kinderfreundlichen Überbauung Niederfeld sehr grosszügige

4½-Zimmer-Wohnung im 1. OG, Fr. 1850.– und Fr. 300.– HK/BK Weitere Auskünfte oder einen Besichtigungstertmin erhalten Sie gerne bei: Hammer Retex AG Herrn Alois Betschart Telefon 041 785 18 31 E-Mail: alois.betschart@hammerretex.ch


Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. Juli 2014

3

wir gratulieren

Zum 97. Geburtstag In Obfelden feiert Katharina KälinStierli morgen Mittwoch, 16. Juli, den 97. Geburtstag. Herzliche Gratulation zum hohen Wiegenfest. Wir wünschen der Jubilarin einen schönen Festtag und alles Gute.

Zum 90. Geburtstag Im Haus zum Seewadel in Affoltern kann auch Liselotte Benz-Saam ihren 90. Geburtstag feiern – und zwar morgen Mittwoch, 16. Juli. Herzliche Gratulation zum Ehrentag und alles Gute wünschen wir ihr.

Zum 85. Geburtstag Am kommenden Donnerstag, 17. Juli, feiert Orsola Corcione-Graziano in Affoltern den 85. Geburtstag. Herzliche Glückwünsche und ein freudvolles Fest!

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

anzeige

Gefestigt und doch ausbaufähig Sicherheits-Zweckverband Albis: Auch künftig dürften neue Aufgaben dazukommen An der Delegiertenversammlung vom Donnerstag wurde den neuen Gemeinde-Vertretern primär der Sicherheits-Zweckverband vorgestellt. Die Wahlen waren ebenso unangefochten wie das neue Entschädigungsreglement für die Regionale Führungsorganisation (RFO) Albis. ................................................... von thomas stöckli 2005 wurde der Sicherheits-Zweckverband (SZV) Albis gegründet – vorerst für den Zivilschutz, aber schon damals hielt man den Namen bewusst offen. So sollte der Zweckverband ausbaufähig sein – etwa für die Feuerwehr. «Der SZV Albis ist ein Erfolgsmodell», zieht Elsbeth Knabenhans, abtretende Präsidentin der Sicherheitskommission (Siko), Bilanz. Und das kann sie auch mit Zahlen belegen. Kostete der Zivilschutz die Ämtler Gemeinden vor dem Zusammenschluss noch jährlich 1,3 Mio. Franken, so waren es 2006 nur noch knapp 400 000 Franken. Mit

der frühen Zusammenlegung spielte die Zivilschutzorganisation (ZSO) Albis im Kanton eine Pionierrolle. Mittlerweile ist der Betrag zwar auf fast 600 000 Franken angestiegen, allerdings hat gleichzeitig auch die Leistungsfähigkeit zugenommen. Heute habe das Säuliamt die drittgrösste ZSO im Kanton, hielt Knabenhans fest.

RFO-Start günstiger als gedacht «Der Verband lebt», konnte auch Kurt Weber vermelden, der in der Siko für die Finanzen zuständig war. Er durfte eine Jahresrechnung präsentieren, die um 41 000 Franken besser abschloss als budgetiert. Der RFO-Start sei günstiger gewesen als erwartet, nennt er als Hauptgrund für die Abweichung. So musste in den Führungsstandort, die Zivilschutzanlage Brunnmatt in Obfelden, weniger investiert werden als erwartet. Die Jahresrechnung 2013 wurde ebenso einstimmig angenommen wie zuvor das Protokoll und anschliessend der Jahresbericht. Kein Anlass zu Diskussionen gab das Entschädigungsreglement für die

RFO-Albis. An der Delegiertenversammlung vom Oktober 2012 war darüber noch rege disputiert worden. «Die variablen Entschädigungen waren viel zu hoch angesetzt», gab SikoMitglied Robert Sidler zu. Deshalb seien diese nun an die Sold-Ansätze der Feuerwehr Affoltern angepasst worden. Die Regionale Führungsorganisation (RFO) kommt zum Einsatz, wenn mehrere Gemeinden über eine längere Zeit von einem Ereignis betroffen sind. RFO-Chef Hanspeter Eichenberger gab einen Überblick über mögliche Gefahrenquellen: Natur (Hochwasser, Erdbeben, Sturm . . .), Technik (Flugzeugabsturz, Chemieunfall, Stromausfall . . .) und die Gesellschaft (Epidemien, Terroranschläge, Flüchtlingswellen . . .) An Fredy Haab lag es, über die ZSO Albis (Aktueller Bestand: 280 Mann) und die periodische Schutzraumkontrolle zu informieren. Letztere führt er im Sechs-Jahres-Rhythmus für elf der Ämtler Gemeinden durch. Betroffen sind 2600 der insgesamt 3000 Schutzräume im Knonauer Amt. Der erste Sechs-Jahre-Zyklus neigt sich nun dem

Ende zu. Dabei sei die eine oder andere «Schutzraum-Leiche» aufgetaucht, verrät er. Gemeint sind Schutzräume, die nur noch auf dem Papier existierten – etwa, weil das ursprüngliche Haus einem Neubau weichen musste.

Abschied mit etwas Wehmut Seit der ersten Stunde hatten sich die bisherigen Siko-Mitglieder im SZV Albis engagiert. Für eine weitere Amtsperiode stand einzig Robert Sidler zur Verfügung (vgl. Frontseite). Präsidentin Elsbeth Knabenhans, Vize-Präsidentin Kathrin Felix-Strebel sowie Kurt Weber und Alfred Funk verlassen die Kommission – auch mit etwas Bedauern: «Das ist einer der Zweckverbände, zu denen man immer gerne gegangen ist», so Kurt Weber, der selber bereits in der Planungsgruppe dabei war. Und Elsbeth Knabenhans sparte in ihrem Rückblick nicht mit Superlativen. Um die Prüfung der Geschäfte mit finanziellen Auswirkungen kümmert sich übrigens weiterhin die Hedinger RPK.

Ein zusätzlicher Abstimmungstermin Der Regierungsrat hat zusätzlich zu den Abstimmungsterminen vom 8. März, 14. Juni und 29. November 2015, den 6. September als kantonalen Abstimmungstermin festgesetzt. Das Gesetz über die politischen Rechte schreibt vor, dass Abstimmungen über kantonale Vorlagen innert sieben Monaten seit der massgeblichen Schlussabstimmung im Kantonsrat bzw. seit der Feststellung des Zustandekommens eines fakultativen Referendums durchgeführt werden. Zudem sind Fristvorgaben zu beachten. Unter Berücksichtigung der erforderlichen Vorbereitungszeit von mindestens drei Monaten für die Durchführung einer Volksabstimmung (Erstellung des beleuchtenden Berichts, Druck und Versand der Abstimmungsunterlagen usw.) ist die Einhaltung der Fristvorgaben grundsätzlich nicht mehr gewährleistet, wenn die erforderliche Schlussabstimmung im Kantonsrat oder die Feststellung des Zustandekommens eines fakultativen Referendums in den Monaten Februar, März oder April 2015 erfolgt. Zudem läuft im September bzw. Oktober 2015 bei zwei kantonalen Volksinitiativen («Bezahlbar wohnen im Kanton Zürich», «Mehr Qualität im Unterricht dank kleinerer Klassen») vor dem Abstimmungstermin vom 29. November 2015 die gesetzliche Höchstfrist von 36 Monaten seit der Einreichung zur Durchführung einer Volksabstimmung ab.

Morgendliches Ärgernis für Automobilisten: Unnötig versperrte Fahrspur in Zwillikon. (Bild Martin Mullis)

Rotlicht ohne Sinn und Nutzen Strassensignalisation ärgert Verkehrsteilnehmer in Zwillikon Die Baustelle mit Unterhaltsarbeiten an der Strasse durch Zwillikon besteht seit Januar dieses Jahres. Seit mehr als einem halben Jahr wird der Verkehr bei der Baustelle auf der viel befahrenen Strasse mit einem Rotlicht geregelt. Die Lichtsignalanlage wäre nach Ansicht einiger Automobilisten jedoch in vielen Fällen gar nicht nötig. ................................................... von martin mullis Der ältere Herr mit Schnauz und ziemlich grimmiger Miene, steht vor dem Volgladen in Zwillikon neben seinem Auto und gestikuliert wild. Er will seinen Namen partout nicht in der Zeitung lesen, schimpft dafür aber laut und vernehmlich über die in nächster Nähe stehende Lichtsignalanlage (LSA) der Strassenbaustelle. Vor der LSA bildet sich unter der Woche kurz nach sechs Uhr morgens bereits eine längere Kolonne. Die Anlage ist seiner Meinung nach absolut überflüssig. Und wer die Baustelle genauer in Augenschein nimmt, muss dem aufgebrachten Mann recht geben. Zwar steht mitten auf der Durchgangsstras-

se durch Zwillikon eine im Bau befindliche Verkehrsinsel, die jedoch links und rechts genügend Platz für den Durchgangsverkehr lässt. Dumm ist bloss, dass die eine Spur durch einen auf der Strasse parkierten Kleinbagger versperrt ist. Diesen Minibagger auf den Parkplatz zu stellen der sich unmittelbar daneben befindet, würde vermutlich auch bei grosszügiger Schätzung nicht mehr als fünf Minuten dauern. Dass der Verkehr durch Zwillikon tagsüber, wenn gearbeitet wird, durch eine Rotlichtanlage geregelt werden muss, stellt auch der aufgebrachte Automobilist selbstverständlich nicht infrage.

Rotlichtanlage völlig ohne Not in Betrieb Was den Mann so aufregt ist die Tatsache, dass seit Monaten auch nach Feierabend und übers Wochenende das Lichtsignal immer wieder einmal völlig ohne Not in Betrieb bleibt. Der verantwortliche Bauleiter der Firma Cellere in Rotkreuz, Elmar Spörri, nennt am Telefon die Situation auf der Baustelle als besonders schwierig. Die vielen Einmündungsstrassen links und rechts und natürlich auch ein möglichst flüssig zu haltender Verkehrsfluss, verlange nach kurzen

Lichtsignallängen. Das Konzept der Rotlichtanlage würde mit dem Tiefbauamt des Kantons in den wöchentlichen Sitzungen abgesprochen. Bauleiter Spörri räumt jedoch ein, dass infolge Zeitmangel oder anderen Umständen das Lichtsignal auch schon über Nacht ohne Not in Betrieb war. Die am Donnerstagmorgen angetroffene Situation sei klar falsch, der Bagger hätte ausserhalb der Arbeitszeiten anderswo parkiert werden sollen. Allerdings möchte Bauführer Spörri festhalten, dass seine Baufirma streng rechtlich gesehen gar keine Befugnis hätte das Lichtsignal auf Blinken zu stellen oder abzuschalten. Grundsätzlich bestätigt der zuständige Projektleiter Sergio Saligari vom Kantonalen Tiefbauamt diese Aussagen. Er fügt jedoch bei, dass eine Abschaltung der LSA sich in der Nacht gar nicht lohnen würde. Die Anlage sei hochmodern, könne vom öffentlichen Verkehr beeinflusst werden und sei ausserdem radargesteuert. In den allermeisten Fällen wechsle in der Nacht beim Näherkommen eines Fahrzeuges das Signal ohnehin automatisch auf freie Fahrt. Selbstverständlich sei während der ganzen Bauzeit auf einen möglichst spärlichen und sinnvollen Einsatz der LSA geachtet worden, hält Projektleiter Saligari fest.


6

Serie

Dienstag, 15. Juli 2014

Kraft und Schönheit der Natur Der Caldeirão von Corvo – ein Ort zum Staunen und zur Ruhe-Kommen Die Reise nach Corvo ist lang und kompliziert, der Empfang dort herzlich und der Caldeirão ein Ort mit einer unvergesslichen Ausstrahlung. ................................................... von marianne voss Als ich mich anfangs der 1980er-Jahre in einem Reisebüro nach Angeboten auf den Azoren erkundigte, schaute mich die Dame etwas ratlos an und meinte: «Von dort kommt doch das Hoch, aber Reisen für diese Destination haben wir nicht.» Ja, das Azorenhoch. Das findet dort überhaupt nicht statt. Das Wetter ist sehr wechselhaft. Meistens hängen dichte Wolken an den Steilküsten und an den höheren Bergen, und es regnet fast jeden Tag einmal. Aber das wusste ich ja auch noch nicht. Ich erfuhr es erst, als ich mehrmals meine Wanderungen wegen des dichten Nebels abbrechen musste. Mithilfe eines Spezial-Reisebüros für Individualreisende – damals gab es das Internet noch nicht – recherchierte ich weiter und konnte schliesslich eine Flugverbindung bis zur Hauptinsel São Miguel finden und buchen. Zwischenhalt war in Lissabon, wo es keinen Anschlussflug ohne eine Nacht oder einen Nachmittag Wartezeit gab. Das «touristische Angebot» in der Insel-Hauptstadt bestand aus einem Hotel und einer sehr einfachen Pension.

Ich komme wieder Diese erste Reise auf die westlichsten Inseln Europas, die zu Portugal gehören, lehrte mich dann einiges. Zwei Jahre später buchte ich zusätzlich einen Inselhüpfer-Flug auf die westlichste Insel Flores, statt die mehrtägige Schiffreise auf dem bewegten Atlantik zu erleiden. Und ich hatte das Zelt oben auf den Rucksack geschnallt. Bis ich aber endlich mein Ziel erreichte, auf Corvo, der letzten und kleinsten Insel der Azoren, anzukommen, dauerte es nochmals einige Jahre. Es gab nämlich nur eine Schiffverbindung. Augusto fuhr mit seinem kleinen Boot ungefähr einmal pro Woche von Flores nach Corvo, dies aber nur bei ruhiger See. Und Augusto konnte ich damals natürlich nicht auf dem Handy erreichen, um nachzufragen, ob und wann er zu fahren gedenke. Als es endlich klappte, begleiteten tanzende Delfine unsere Überfahrt. Für den Besuch auf dem Caldeirão hatte ich aber nur zwei Stunden zur Verfügung, und oben hingen – wie meistens – die Wolken. Es war schön, aber ich wusste: Ich komme wieder.

Zwei Gäste aus der Schweiz 2010 wurde das Wiedersehen wahr. Auch auf den Azoren war die Moderne eingekehrt. Und zugleich war auch vieles gleich wie vor 25 Jahren. Die komplizierten, teuren und zeitraubenden Flugverbindungen waren noch immer dieselben, und die oftmals etwas muffigen Unterkünfte erinnerten mich an meine ersten Nächte auf den Inseln. Doch auf Corvo hatte sich viel verändert. Es gibt jetzt eine Flugpiste, wo täglich ein winziges Propellerflugzeug landet und diese winzige Insel mit der Welt verbindet. Und es gibt eine sehr gepflegte Pension, betrieben von der zurückgekehrten Tochter von Auswanderern. Zehn Minuten dauert der Flug von Flores nach Corvo. Das Wetter war so klar wie selten, und der Pilot drehte noch eine Sonderrunde um die Insel Flores herum entlang den bewaldeten Steilküsten, den Fajas. Inklusive uns sassen sieben Personen in der Maschine. Die Ankunft des Flugzeuges in Corvo ist d a s Ereignis des

Unvergessliche Erfahrungen im Caldeirão, der durch die Eruption eines Vulkans entstanden ist. (Bild Jakob Müller) Tages. Das halbe Dorf kommt zum kleinen Schuppen – der Anflugs- und Abflughalle – um zu sehen, wer kommt und wer geht.

Ein Ort, um Kraft zu schöpfen Die Begrüssung in der Unterkunft war überaus herzlich, und die Chefin anerbot sich sofort, uns auf der einzigen Strasse mit dem Auto hoch zu fahren. Denn am nächsten Tag gab es für mich nur ein Ziel: der Caldeirão. Er befindet sich ganz oben auf der 720 Meter hohen Insel und ist ein eingestürzter Vulkankrater mit einem Durchmesser von mehr als zwei Kilometern und einer Tiefe von 300 Metern. Die Strasse ist heute sogar asphaltiert und schlängelt sich durch grüne Weiden, die durch Steinmauern und blühende Hortensienhecken abgetrennt sind. Rinderzucht ist neben dem Fischfang die wichtigste Einnahmequelle der knapp 400 Einwohner. Und an diesem Tag erlebte ich das, was ich mir 25 Jahre vorher so gewünscht hatte. Die Wolken verzogen sich, und der gigantische Caldeirão lag in seiner ganzen Grösse vor mir. Majestätisch, ruhig, kraftvoll und schön. Der See mit seinen Inseln in seinem Innern erstrahlte in tiefem Blau. Ausser dem Wind war kein Laut zu hören. Ich begab mich ein Stück in den Krater hinein und glaubte mich in einer anderen Welt. Nur noch das Grün der Kraterwände und der Wiesen sowie das Blau des Sees und des Himmels umgaben mich. Ein Kraftort. Ein Ort, um Kraft zu schöpfen. Ein Ort, um tief ein- und auszuatmen, inneren Ballast abzuschütteln und neue Gedanken und Gefühle zuzulassen. Lange sass ich dort auf einem Stein, erfüllt von Freude und Ehrfurcht über so viel Schönheit. Und als ich mich zu Fuss auf den Rückweg begab, nahm ich in meinem Rucksack die ergreifende Erfahrung im Caldeirão mit und wusste: Irgendwann komme ich wieder.

Die Flugpiste bestimmt das Dorfbild des einzigen Ortes Vila do Corvo. (Bild Marianne Voss)

Sommerserie: Wo es die «Anzeiger»-Leute hinzieht Juli/August – Ferienzeit. Stau am Gotthard, überfüllte Züge, Wartezeiten am Flughafen: Schweizerinnen und Schweizer schwärmen aus, verbringen ihre Ferien an allen Ecken

dieser Welt. Oder geniessen die schönste Zeit des Jahres in der Schweiz. Zuhause oder in den Bergen, am Fluss oder in der Badi. Oder auf «Balkonien». Über ihre Lieblingsdesti-

nationen berichten Mitarbeitende des «Anzeigers» im Rahmen der Sommerserie. (-ter.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. Juli 2014

7

Mit «Flashmob» in die Sommerferien Am letzten Schultag bekam die Sekundarschule Mettmenstetten das Label «Sportfreundliche Schule» überreicht ................................................... von thomas stöckli

D

ie Erst- und Zweit-Sek.-Schüler sassen alle erwartungsvoll in der Turnhalle, Schulleiter Urs Bregenzer stand vor ihnen und blickte immer wieder zum Hallen-Eingang. Eigentlich sollten Vertreter des kantonalen Sportamtes ihm nun das Label «Sportfreundliche Schule» übergeben. Doch wo blieben sie? Im letzten Moment kamen sie doch noch: Amtschef Stefan Schötzau und Martina Kropf, stellvertretende Leiterin der Sportförderung. Schötzau lobte die Sek. Mättmi als «Schule, die richtig viel macht für den Sport.» Das sei keine Selbstverständlichkeit, so der Chef des Kantonalen Sportamtes. Gepunktet hat die Oberstufe der Gemeinden Knonau, Maschwanden und Mettmenstetten mit ihrem breiten Angebot: Skilager, Winter- und Sommer-Sporttag sowie Sport-Kurse über den Mittag. Als eine von 27 Schulen im Kanton darf sich die Sek. Mättmi nun also für vier Jahre «Schule mit sportfreundlicher Kultur» nennen (vgl. «Anzeiger» vom 1. Juli). Einen Eindruck, wie Sport an der Schule gelebt wird, hätte die Sportamt-Delegation erhalten, wenn sie etwas früher gekommen wäre. Zum Abschluss des Schuljahres hatten Dozierende und Studierende der Pädagogischen Hochschule Zürich mit den Erstund Zweit-Sek.-Schülern einen FlashMob einstudiert – einen scheinbar spontanen Menschenauflauf. Den Kontakt zum Team um Tanzpädagogin Prof. Elfi Schäfer hatte Fachlehrerin Isabelle Carson hergestellt. Mit einer Welle verabschiedeten sich die Schüler schliesslich selber in die Ferien. Die Drittklässler waren übrigens bereits am Vortag feierlich entlassen worden – standesgemäss in eleganter Abendgarderobe.

Die Choreografie sitzt: Die Erst- und Zweitklässler der Sekundarschule Mettmenstetten verabschieden sich in die Sommerferien. (Bild Thomas Stöckli)

Nur scheinbar spontan: Zum Abschluss des Schuljahres wurde ein Flashmob inszeniert. (Bilder Christian Scheurer)

Bei der Label-Übergabe von links: Sportlehrer Michael Walti, Amtschef Stefan Schötzau und Martina Kropf vom kantonalen Sportamt sowie Urs Bregenzer, Schulleiter der Sek. Mettmenstetten.

«Sommer-Erlebnis»

Er hat onaniert und nicht uriniert

Leserfoto-Wettbewerb im «Anzeiger»

Wegen sexueller Belästigung: Bezirksgericht Zürich verurteilt Ämtler

Die Sommerferien haben begonnen. Viele verreisen in dieser Zeit, andere verbringen die warmen Tage zu Hau-

Der Spieler eines Limmattaler Fussballclubs hat während einer Partie in seinem neben dem Spielfeld parkierten Auto onaniert. Da eine Zuschauerin den Akt bemerkte, wurde der Sportler aus dem Säuliamt wegen sexueller Belästigung mit 500 Franken gebüsst.

Mit Bildlegende und Absender Ihr Bild schicken Sie in Originalgrösse per E-Mail mit Betreff «Fotowettbewerb» an redaktion@affolteranzeiger.ch. Bitte vermerken, wer und was auf dem Bild zu sehen ist und Adresse sowie Telefonnummer angeben. Die Redaktion entscheidet über die Publikation, die Gewinner werden benachrichtigt.

se. Zu erleben gibt es in jedem Fall einiges. Wenn etwa die Kinder im Garten mit dem Rasensprenger spielen, der Lebenspartner auf dem Trottinett den Berg hinabsaust oder der Hund sich am exotischen Strand mit einer Krabbe anlegt, können tolle Fotos entstehen. Unter dem Titel «Mein Sommer-Erlebnis» veröffentlicht der «Anzeiger» ab sofort und bis Mitte August Leserbilder. Gefragt sind nicht nur tolle Motive, sondern auch aussergewöhnliche Perspektiven oder Ausschnitte, Dynamik und spannende Farb-Kompositionen. Die Bilder, welche die «Anzeiger»-Jury am meisten überzeugen, werden prämiert. (tst.)

Die Kinder haben sich sehr auf das neue Schwimmbecken in Maschwanden gefreut. (Bild Anita Ribbe)

................................................... von attila szenogrady «Ich habe so etwas nicht nötig», erklärte der Beschuldigte aus dem Bezirk Affoltern am letzten Mittwoch vor dem Bezirksgericht Zürich. Anders sah es die Staatsanwaltschaft, die in ihrer Anklage einen Vorfall vom 20. Oktober 2013 auf dem Altstetter Fussballplatz Juchhof 2 schilderte. Damals besuchte der Spieler eines Limmattaler Fussballclubs am Nachmittag ein Fussballspiel und parkierte seinen Personenwagen mit der Front in Richtung Spielfeld. Da es regnete, verblieb der Beschuldigte in seinem Fahrzeug. Am Spielfeldrand befand sich eine Zuschauerin, die während des Spiels ihrem Freund zuschaute. Als sie plötzlich das Geräusch eines Scheibenwischers hörte, drehte sie sich um und erschrak. So erblickte sie, wie der Beschuldigte in seinem Wagen an seinem entblössten Glied herum hantierte und sich selber befriedigte. Laut Anklage übte der Unhold diese Tätigkeit über zehn Minuten lang aus. Die verängstigte Geschädigte drehte sich wiederholt um und fotografierte mit ih-

rem Handy das Tatfahrzeug. Später informierte sie die Polizei. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Strafuntersuchung ein und stufte dabei die Belastungen der Zeugin als glaubhaft ein. Mit der Folge, dass der zuständige Untersuchungsrichter trotz der vehementen Bestreitungen des verdächtigen Fussballers im letzten März Anklage erhob. Nicht nur wegen Exhibitionismus, sondern auch wegen sexueller Belästigung. Der Antrag des Anklägers lautete auf eine bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 80 Franken sowie auf eine Busse von 600 Franken.

Nur uriniert? Der Beschuldigte beteuerte vor Gericht seine Unschuld und machte ein Missverständnis geltend. Er habe zuerst neben seinem Fahrzeug uriniert. Danach habe er im Autositz seinen Penis mit einem Feuchttüchlein geputzt. Dieser Vorgang habe etwa 30 Sekunden lang gedauert, gab er zu Protokoll. Eine Selbstbefriedigung wies er zurück. So sitze er mit seiner Frau nicht immer nur vor dem Fernseher, erklärte er. Das Gericht kam zu einem Schuldspruch wegen sexueller Belästigung und verurteilte den Fussballer zu einer Busse von 500 Franken. Zudem soll er die Gerichtkosten von 1200 Franken tragen. «Die Zeugin konnte die Masturbationsbewegungen erkennen», führte der Einzelrichter dazu aus. Besonders da die Parkplätze beim Juchhof 2 laut Urteil tiefer liegen, als der Zuschauerbereich. Zudem spreche auch die Zeitdauer gegen die Version

des Beschuldigten. So habe die Frau den Sportler nicht nur für wenige Sekunden, sondern über eine längere Dauer gesehen. Dass das Gericht den Exhibitionismus als nicht erstellt einstufte, war für den Mittzwanziger nur ein schwacher Trost. So habe der Beschuldigte niemanden in Aufregung versetzen wollen. Ihm sei es vielmehr egal gewesen, erklärte der Gerichtsvorsitzende zum Schluss. Der verurteilte Fussballer kann den Fall an das Obergericht weiterziehen. anzeige


8

Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. Juli 2014

Freund und Helfer oder Buhmann? Markus Vetsch, Chef der Gemeindepolizei, geht in Pension Er war elf Jahre als Chef der Gemeindepolizei im Amt. In dieser Zeit hat er viele schöne Erlebnisse aber auch einige nachdenkliche und traurige Episoden erlebt. Markus Vetsch schaut mit gemischten Gefühlen auf seine Tätigkeit im Säuliamt zurück.

Reklamationen und Beschwerden habe er in einem Gespräch regeln können.

Als Polizeichef immer schön die Parkuhr gefüttert

................................................... von martin mullis Nein, nein, lacht Polizeichef Vetsch, die Tage bis zu seiner Pensionierung Ende September zähle er nicht mit Strichen an der Pinnwand. Dafür habe er seinen Job als Gesetzeshüter im Säuliamt denn doch zu sehr geliebt. Dies obwohl er sich völlig bewusst sei, dass er in den Gemeinden die der Regionalpolizei angeschlossen sind, nicht nur Freunde besitze. Wenn das anders wäre, so meint Markus Vetsch, hätte er seinen Job nicht richtig gemacht. Im Säuliamt kennt man den hageren Mann mit dem weissen Bart und er kennt das Säuliamt vermutlich wie kein Zweiter. Kein Feld-, Flur- oder Schleichweg ist ihm fremd und fast alle verschwiegenen Party- und Picknick-Orte an Waldrändern oder Weiherufern findet er ohne GPS. Doch nicht nur Lärm- und Litteringquellen hatte der Sheriff aus dem Säuliamt mit seiner Mannschaft unter Beobachtung sondern auch eine ganz schöne Anzahl gebührenpflichtiger Parkplätze.

Wüste Szenen beim Bahnhof Mettmenstetten Wenn Markus Vetsch in seinem Büro im Kopfbau des Kasinos ins Erzählen kommt, kann er so richtig aus dem Vollen schöpfen. Er hat viel erlebt, mit seiner Truppe momentan bestehend aus drei Polizistinnen und fünf Polizisten, in den letzten elf Jahren als Chef der Regionalpolizei. Da sei aber auch sehr viel Schönes und Berührendes dabei, hält Markus Vetsch sofort fest. Er erinnert sich an ein kleines Mädchen, welches völlig allein und etwas ver-

Hat sich mit dem Beruf «Polizist» stets identifiziert: Markus Vetsch, Chef der Regionalpolizei. (Bild Martin Mullis) wirrt eine belebte Strasse in Mettmenstetten überquerte. Das Kind konnte seinen Namen nicht nennen und musste von der Polizei mehr als zwei Stunden betreut werden. Ihre Familie suchte sie zwar verzweifelt, vergass dabei jedoch die Polizei zu informieren. Die glücklichen Augen der Eltern werde er nie mehr vergessen, erzählt Vetsch und seine Mimik unterstreicht seine Behauptung. Doch nicht immer habe alles so gut geendet, sagt Markus Vetsch und erzählt, dass er sich einiges anhören musste, als er seinerzeit auf dem Hornbachareal in Affoltern eine Stunt-Show infolge der fehlenden Si-

cherheitsvorkehrungen kurzerhand abgebrochen hatte. Obwohl dann auch prompt noch ein Unfall passiert sei, hätten die Veranstalter und auch einige Besucher die polizeilichen Massnahmen absolut nicht eingesehen. Er erinnert sich auch noch an wüste Szenen beim Bahnhof Mettmenstetten, wo an einem Samstagnachmittag ein Tourist aus England, völlig nackt und im Drogenrausch ausgeflippt sei. Der Mann wütete wie ein Berserker und es wurden drei Polizisten benötigt, damit man ihn zu seinem eigenen Schutz in Gewahrsam nehmen konnte. Auch hier seien die Gesetzeshüter von Gaffern massiv behindert worden. Polizei-

chef Vetsch will aber, wenn er eine Bilanz über seine langjährige Tätigkeit zieht, festhalten, dass er ganz grundsätzlich eine schöne Zeit bei der Gemeindepolizei erlebt hat. Im Allgemeinen habe er den mehrheitlich guten Kontakt zur Bevölkerung sehr geschätzt. Er habe seinen Beruf gelebt und sich stets damit identifiziert, hält er fest. Natürlich habe es seitens Parksündern und anderen kleinen Delinquenten Anfeindungen gegeben, in all den Jahren musste er aber lediglich eine einzige schriftliche Beschwerde entgegennehmen. An ernsthafte Drohungen oder gar Tätlichkeiten kann er sich nicht erinnern. Die allermeisten

Seine Devise lautete stets, dass jede Person, wenn immer möglich eine zweite Chance erhalten sollte. Vor allem bei Jugendlichen hätte er es dies meist so gehalten und sei damit auch immer gut gefahren. Dass er alle seine «Kunden» gleich behandelte und nicht immer sofort «voll eingefahren» sei, habe sich bewährt. Die Frage, ob er persönlich von seinen Kollegen in Affoltern einmal eine Parkbusse erhalten habe, verneint Polizist Vetsch lachend. Da habe er natürlich ganz besonders darauf geachtet und immer schön die Parkuhr gefüttert. Auch die Geschwindigkeit habe er selbstverständlich immer peinlichst eingehalten, obwohl er dann bei kurzem Nachdenken meint, vielleicht hätte er ein- oder zweimal ganz einfach auch Glück gehabt. Markus Vetsch wird am 30. September 2014 seinen letzten Arbeitstag absolvieren und am 1. Oktober 2014 bereits von Bonstetten nach Grabs SG zügeln. Dort ist er aufgewachsen und dort besitzt er sein Elternhaus, das er zusammen mit seiner Lebenspartnerin bewohnen wird. Das 500-jährige Haus will er als guter Handwerker und gelernter Mechaniker auch weitgehend selber renovieren und umbauen. Ausserdem besitzt Markus Vetsch in der gleichen Gemeinde noch drei Hektaren Wald, welche ihn ebenfalls immer wieder beschäftigen dürften. Selbstverständlich wird er auch seine Hobbys, nämlich das Motorradfahren und das Wandern keinesfalls vernachlässigen. Doch sowohl der Umbau als auch die Hobbys müssen noch etwas hintenanstehen. Noch ganze drei Monate wird der frisch pensionierte Chef der Regionalpolizei während dreier Tage in der Woche ad interim die Leitung der Sicherheitsabteilung in der Gemeinde Affoltern übernehmen.

forum

Aufruf an die Ex-3.-Klässler «Ennetgraben» Am vergangenen Donnerstag, 10. Juli, wurde nach dem feierlichen Verabschieden der 3.-Klässler noch von etlichen Schülerinnen und Schüler im Sportplatz Moos «bei der Tribüne» weitergefeiert. Leider artete dies aus. Jemand oder mehrere haben sich üble Scherze erlaubt und Handtaschen von Mädchen verschwinden lassen. Einige wurden am Bach wieder gefunden. Ein Luis-Vuitton-Duplikat tauchte nicht mehr auf. Darin befinden sich Kleider, persönliche Sachen und vor allem das Handy. Darauf sind alle schulischen Kontakte, Erinnerungen, usw. enthalten. Der Halter der Tasche ist untröstlich, weil nun alles unwiederbringlich verloren ist. Derjenige der die Tasche hat, oder weiss wo sie ist, soll sich bitte anonym melden und diese unverzüglich an den Hüttenweg 5e Zwillikon zurück bringen. Somit wäre die Sache vergessen. Hoffe auf ein Gutes Ende. Ruth Weisskopf, Zwillikon

50 Jahre FDP Stallikon: der festliche Grill-Anlass Der jährliche Anlass der FDP Ortsparteien Bonstetten-Stallikon-Wettswil mit Mitgliedern und Gästen aus Bezirks- und Kantonalpartei stand ganz im Zeichen des Jubiläums Über 40 junge und jung gebliebene FDP-Mitglieder und Gäste aus Bezirk und Kanton feierten am 11. Juli 2014 in der Waldhütte Bonstetten – organisiert von der FDP Stallikon – eine «runde Party»! Als Gäste begrüssten die Co-Präsidenten Marcus Gschwend und Mark Itin herzlich insbesondere Prisca Koller, Sekretärin der FDP Kantonsratsfraktion, Karolin Drack, FDP Affoltern und Jürg Burger, Präsident FDP Aeugst, beide vom Vorstand der FDP Bezirkspartei, Kurt Haering, Vizepräsident FDP Birmensdorf-Aesch sowie die Gemeinderäte Monika Rohr und Remo Hablützel, Stallikon, und Frank Rutishauser, Bonstetten. Zwischen Grilladen – meist trocken unter nicht ganz wolkenfreiem Himmel – blickte Co-Präsident Mark Itin zurück, dank exklusiven Trouvaillen von John Fleuti, langjähriger Gemeinde- und FDP Stallikon Präsident. Herzlichen Dank! So zitierte er aus dem «Anzeiger von Affoltern» vom 3. April 1964. (Von einer «Generalversammlung zwecks Neukonstituierung der freisinnigen Ortsgruppe Stallikon»

Co-Präsidium FDP Stallikon mit Gästen, von links Mark Itin, Prisca Koller, Sekretärin der FDP Kantonsratsfraktion, Monika Rohr, Gemeinderätin Stallikon, Marcus Gschwend, Frank Rutishauser, Gemeinderat Bonstetten, Remo Hablützel, Gemeinderat Stallikon. (Bild zvg.) war darin die Rede, Anm. d. Red.). Weitere Themen der «letzten 50» waren zum Beispiel Anlässe zur jahrzehntelangen Entwicklungsgeschichte des Zentrums Stallikon-Sellenbüren, zur drastischen kantonalen Haushaltssanierung 1997 mit Lohnkürzungen für das Staatspersonal, mit Regierungsrat Eric Honegger, zur EWR Abstimmung, zur «Finanzmarktkrise – Auswirkungen auf Steuerzahler im Kanton Zürich» mit FDP Kantonalpräsident Beat Walti und viele mehr.

Andere Trouvaillen finden sich in den März und Mai 2014 Ausgaben des Gemeindemagazins «blickpunktstallikon», nachzulesen auf www.fdp-stallikon.ch/medienspiegel.

Aufruf zur Teilnahme am 1. August und 13. September 2014 Die 1. Augustfeier im Dorf Stallikon, dieses Jahr mit der Ansprache des neuen Gemeindepräsidenten Werner Michel, immer ein Erlebnis der besonde-

ren Art! Die FDP ruft zudem auch hier alle Mitbürger auf, am 13. September 2014 am Einweihungsfest der öffentlichen Bauten im Dorf – Schulanlage Pünten, Kinderkrippe mit Mehrzwecksaal und Wärmeverbund – teilzunehmen. Die FDP wird mit einem interessanten Geografie-Wettbewerb mit dem 50-Jahr-Jubiläum würdigen Preisen dabei sein, für Gross und Klein! Co-Präsidium, FDP.Die Liberalen Stallikon


Gewerbe/Dienstleistungen

Ort mit Ausstrahlung

Wie vor 50 Jahren

Sommerserie Teil 1: Marianne Voss zieht es zum Caldeirão von Corvo. > Seite 11

Eine besondere Getreideernte steht auf einem kleinen Feld in Bonstetten an. > Seite 13

Dienstag, 15. Juli 2014

-

9

WM-Einblicke Lars Steiner hat sich in Brasilien um das Wohl der Schiedsrichter gekümmert. > Seite 17

War das alles? – Zwischen 60+ und 95+ nochmals durchstarten Ein nicht alltägliches Seminarangebot zum Abheben

Von links: Patrick Kessler, Stefan Eberle (Bauführer Hochbau), Fabio Iuliano, Roger Boog (Lehrlingsverantwortlicher Abteilung Hochbau) , Can Kranc, Ajaz Limani, Domenic Kissling. (Bild zvg.)

Ein Abschluss mit Rennsportfeeling Leuthard Bau AG: Ausflug der Lehrabgänger Im Sommer 2014 beendeten fünf Lernende der Leuthard-Gruppe ihre Ausbildung erfolgreich und können so einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Die Lehrabgänger feierten ihre erfolgreich bestandenen Lehrabschlussprüfungen zusammen mit den Lehrlingsverantwortlichen beim Rennsportfeeling auf der Kartbahn in Wohlen AG. Nach zweimal 15 Minuten langer, wilder Fahrt gab es eine Pause und es

ging weiter ins Restaurant Bahnhöfli in Mettmenstetten. Dort wurden die Absolventen mit feinstem Essen verwöhnt. Mit Kaffee, Dessert und vielen interessanten Gesprächen endete dieser schöne Abend. Ab August 2014 bietet die Leuthard-Gruppe wieder 21 Lernenden die Chance, eine Ausbildung als Maurer, Verkehrswegbauer, Baumaschinenmechaniker oder Kauffrau/Kaufmann zu absolvieren. (pd.)

Aktien der Eurozone und USA gut unterstützt Egon Wenzinger* über Aktienmärkte Schweiz Wir beurteilen Schweizer Aktien im Vergleich zu globalen Aktien neutral. Der Markt ist weniger volatil als globale Aktien und zeigt eine robuste Kursdynamik. Er bietet ein Egon Wenzinger. solides Ertrags(Archivbild) wachstum, obwohl die Gewinne weiterhin durch Währungseffekte belastet werden. Nach unseren Schätzungen wird die Währung das Gewinnwachstum im ersten Halbjahr 2014 um über 5 Prozentpunkte mindern. Wir bevorzugen Mid Caps, die eine überdurchschnittliche Bilanzstärke, ein besseres Gewinnwachstum und attraktive Bewertungen gegenüber dem Durchschnitt des Schweizer Marktes bieten.

USA In US-Aktien sind wir übergewichtet. Trotz des wetterbedingten Konjunktureinbruchs im ersten Quartal halten wir die Erholung der Wirtschaft für dauerhaft, und die Fundamentaldaten des US-Aktienmarktes verbessern sich. Die Gewinne steigen, die Geldpolitik bleibt trotz der voraussichtlichen Beendigung der Wertpapierkäufe der Fed im Herbst expansiv, und breit gefasste Bewertungsindikatoren sind nicht überzogen. Die Märkte dürften hauptsächlich vom Wachstum der Unternehmensgewinne, insbesondere im

Finanzwesen sowie in der IT und Industrie, Auftrieb erhalten.

Eurozone In Aktien der Eurozone sind wir übergewichtet. Die Dynamik des Wirtschaftswachstums in der Region lässt in Verbindung mit der anziehenden Aktivität im globalen Fertigungssektor gute Unternehmensgewinne in der Eurozone erwarten. In den letzten Monaten haben sich die Gewinne bereits verbessert. Wir bevorzugen den Nicht-Basiskonsumgütersektor, der ein gutes Umsatz- und Gewinnwachstum bietet und hohe freie Cashflows erwirtschaftet. Finanzwerte weisen eine attraktive Bewertung und ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum auf. Versorger sind günstig, und ihre Gewinne werden wieder wachsen.

Japan Japanische Aktien schätzen wir neutral ein. Da der Yen in letzter Zeit seitwärts tendierte, prognostizieren wir eine Verlangsamung des Gewinnwachstums auf 10% im aktuellen Geschäftsjahr bis März 2015. Die Umsatzsteuererhöhung im April belastete das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal. Sollte die Inflation stark zurückgehen , dürfte die Bank of Japan ihre geldpolitischen Impulse verstärken. *Egon Wenzinger ist Inhaber der Wenzinger Finanz AG, Vermögens- und Steuerberatung, Poststrasse 2, Affoltern, Telefon 044 762 24 40.

Am 14. November findet in Luzern ein Seminar statt unter dem Titel «War das alles? Zwischen 60+ und 95+ ist es Zeit für einen Spurwechsel und für einen Neuanfang». Das Seminarangebot richtet sich an Seniorinnen und Senioren. Seminarleiter sind der Hausemer Josef Sonderegger und Marcel Sonderegger, Oberkirch. Im Verlaufe des Lebens verabschieden wir uns von vielem: von Lebenspartnerin oder Lebenspartner, von Freunden, von Lebenssituationen und Lebenskonzepten, von einer Arbeitsstelle, von Gewohnheiten, von ungelebtem Leben, von Illusionen, Wünschen und Träumen. Wir können besser loslassen, wenn wir uns einlassen. Jetzt erst recht! Man kann nur erfahren, was alles in einem steckt, wenn man es herausholt – und lebt.

Sich Fragen beantworten Vor der Pensionierung steckt man mitten im Berufsleben und findet kaum Zeit und Ruhe, sich Gedanken über eigene Träume, Wünsche und Werte zu machen. Die dritte Lebensphase will gestaltet sein, ganz im Sinn von: Ich bin der Regisseur, die Regisseurin meines nächsten Lebensabschnittes. Doch bevor man Ziele formuliert, gilt es Bilanz zu ziehen. Wie erlebe ich mich? Wer bin ich eigentlich? Wie hat mich das Leben geprägt? Was möchte ich noch tun, erleben, erfahren, unternehmen? Dabei geht es auch darum, einerseits mit einem allfälligen Defizitmodell des Alterns aufzuräumen – die Gerontopsychologen und Neurologen sind sich einig, auch im Alter ist man noch intellektuell fit, wenn man das Hirn trainiert – anderseits gilt es, auch

Lebenserfahrung und fundierte therapeutische Ausbildung: Josef Sonderegger berät, begleitet und unterstützt in den verschiedensten Lebensphasen. (Bild zvg.) mit allfälligen gesundheitlichen Einschränkungen das Leben erfüllend zu gestalten. Fragen tauchen auf: Welche Verluste oder Einschränkungen stellen sich mir entgegen? Wie will ich, kann ich, muss ich die eigenen, längst eingeschliffenen Gewohnheiten, Verhaltensmuster und Rollen ergründen, beleuchten und hinterfragen. Sind alle diese Grenzen einschränkend – oder zum Überhüpfen? Wie und wozu könnte ich diese Grenzen erweitern, um Wahlmöglichkeiten zu schaffen?

Bewusst den eigenen Weg gehen Es macht Spass, gemeinsam mit anderen im Rahmen eines Kurses den Weg vom Müssen zum Dürfen, von der Leistung, vom Funktionieren, vom Kampf zum genussvollen Tun zu ge-

hen. Achtsamkeit, Selbstachtsamkeit bekommt einen grossen Wert. Und letztlich gilt es, die Narrenfreiheit des Alters auszukosten. In der Lebensphase nach 60+ wird es Zeit für einen Spurwechsel und zugleich kann in dieser Zeit Neues beginnen. Es lohnt sich, gemeinsam mit anderen mögliche Freiräume auszukundschaften und Themen wie Biografie und Übergänge, sinnstiftende Anteile im Alltag, Lebenskonzept im Alter und Konzentration auf das Wesentliche ins Zentrum zu rücken – um mit Zuversicht und Vorfreude auf das Alter Schritt für Schritt eigenständig zuzugehen. (pd.) Infos und Anmeldung: Josef Sonderegger, Körpertherapeut, Juchweg 1, Hausen, Tel. 079 457 84 35, josef.sonderegger@sonskan.ch, www.sonskan.ch.

Wie gesund sind die eigenen Venen? Funktionsmessung in der Apotheke-Drogerie Pfister, Affoltern Venenbeschwerden sind häufig und nicht nur Frauen sind betroffen. Beschädigte Venen können das Blut nicht mehr richtig zum Herz transportieren. Die Folgen davon sind vielfältig und teilweise gravierend. Wie entstehen Venenbeschwerden? Schliessen die Venenklappen nicht richtig, fliesst das Blut zurück in Richtung Fuss, staut sich und die Vene «leiert» aus. Durch den Blutstau wird Flüssigkeit in das umliegende Gewebe gedrückt und die bekannten Venenbeschwerden entstehen: Schweregefühl, Schwellung der Beine, Juckreiz an den Beinen, sowie Wärme- oder Hitzegefühl, Ansammlung von Besenreissern oder sogar Krampfadern. Gesunde Ernährung und genügend Bewegung wirken sich auf den Rückstrom von Venenblut zum Herzen günstig aus. Ungünstig sind langes

Antonia Glauser Geschäftsführerin der Apotheke-Drogerie Pfister. (Bild zvg.) Stehen und Übergewicht. Bei Veranlagung zu Venenproblemen können Stützstrümpfe sowie Produkte zum Einnehmen mit Weinblätterextrakt (z. B. Antistax) helfen. Eine regelmässi-

ge äusserliche Anwendung mit Creme oder Gel kann lindernd bei geschwollenen Beinen wirken. Um Folgen von Venenfunktionsstörungen vorzubeugen, bietet die Apotheke-Drogerie Pfister in Affoltern vom 21. bis 26. Juli allen Interessierten die Gelegenheit, mittels einer Venenfunktionsmessung die Gesundheit der Venen zu prüfen. Bei aufgedeckten schwereren Störungen wird die Person an einen Venenspezialisten weiter verwiesen. Für nur zehn Franken weiss man dann, wie es um die eigene Venengesundheit steht. Nach der Messung gibts vom kompetenten Fachpersonal der Apotheke-Drogerie Pfister in Affoltern eine Auswertung, sowie wertvolle Informationen zu Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten. Apotheke-Drogerie Pfister, Im Zentrum Oberdorf, Affoltern. Termin reservieren unter Tel. 044 761 63 24. Infos: www.topwell.ch.


10

Gewerbe

Dienstag, 15. Juli 2014

«Arbeiten hat mir immer Spass gemacht» Der Affoltemer Alfred E. Schiller hat einen global positionierten Konzern aufgebaut Alfred E. Schiller hat mit der Schiller AG einen weltweit führenden Konzern für Herzdiagnosegeräte und weiteres aufgebaut. Im Interview mit dem Anzeiger spricht er über Leben, Philosophie und seine Verbindung zum Säuliamt. Anzeiger: Sind Sie Ur-Ämtler? Alfred E. Schiller: Ich bin in Affoltern aufgewachsen und habe dort die Primarschule besucht, dann habe ich das Gymnasium besucht und an der ETH Physik studiert. Nach dem Studium habe ich bei der heutigen ABB vier Jahre lang in der Supraleitertechnikabteilung gearbeitet und eine erste grosse Erfindung gemacht: einen Supraleiter für das Cern. Weshalb haben Sie sich selbstständig gemacht? Ich habe schnell gemerkt, dass mir die Arbeit bei einem Grosskonzern nicht liegt. Ich war immer ein Erfindertyp, schon in der Kindheit. Ohne erfinden und entwickeln war es mir immer langweilig. Das ist bis heute so geblieben. Deshalb war für mich der Schritt in die Selbstständigkeit logisch. Hat die Selbstständigkeit gut funktioniert? Die ersten drei Jahre habe ich meine ersten Apparate hergestellt und musste kämpfen. 1974 ist mir mein erster grosser Wurf gelungen, ein kleines Elektrokardioskop. Damals waren Elektrokardioskope noch gross und über vier Kilogramm schwer. Meines wog nur 450 Gramm. Ich habe einen Prototyp entwickelt, der wie ein Seriengerät aussah. Ich stellte den Prototypen auf einer Messe vor und erhielt unzählige Bestellungen. Ich habe gesagt, die Lieferzeit betrage sechs Monate und ich brauche 50 Prozent Anzahlung. Mit diesem Geld konnte ich, ohne Hilfe einer Bank, den Aufbau einer Massenproduktion finanzieren. Seither bin ich immer bankenunabhängig geblieben. ...............................................................

«In 10 Jahren ist der Konkurrenz nichts Vergleichbares gelungen» ............................................................... Hatten Sie nie Durststrecken? Nein, mir sind immer wieder erfolgreiche Erfindungen gelungen. Ich bin auch ausschliesslich selbstfinanziert und die Firma gehört zu 100 Prozent mir. Wir haben über 1000 Mitarbeiter, an über 30 Standorten. Was war der nächste Schritt? Das war die Defibrillation. Im Jahr 2000 konnte ich einen französischen Defibrillationsgeräte-Hersteller aufkaufen. Mir ist es dann geglückt, einen kleinen, 450 Gramm schweren Defibrillator zu entwickeln. Ich habe ihn vor zehn Jahren herausgebracht und bis heute ist es der Konkurrenz nicht gelungen, ein vergleichbares Gerät zu entwickeln.

Alfred E. Schiller beschreibt die Erfindung des kleinsten Defibrillators der Welt, der seit 10 Jahren konkurrenzlos klein und leicht ist. (Bilder Salomon Schneider) auf den Markt gehen. Zudem werden wir im chinesischen Markt stark expandieren. Wie ist Ihre Unternehmensphilosophie? Wir produzieren dort wo wir verkaufen. Viele Staaten missachten Freihandelsverträge, deshalb lohnt es sich vor Ort zu produzieren. Sind Sie in diesem Fall auch in den USA tätig? Ja, aber wir haben alle unsere Tochtergesellschaften komplett unabhängig konstituiert, auch wenn alle mir gehören. Die USA ist ein heikles Pflaster. Können sich chinesische Ärzte und Spitäler Ihre Produkte leisten? Was viele nicht wissen ist, dass in China bereits 400 Millionen Menschen auf europäischem Standard leben, was ein riesiger Markt ist. Momentan wird in China sehr viel investiert, auch von staatlicher Seite. China kann man heute nicht mehr ausblenden. Deshalb schaffen wir in China 700 weitere Stellen. Wie führen Sie ihre Mitarbeiter? Ich arbeite an jedem Standort mit einer einheimischen Firmenleitung.

Beispielsweise in Russland sind alles Russen, die sich in der Politik auskennen und auch sonst wissen wie der Hase läuft. In China wird es dasselbe sein. Ist eine Expansion ins Ausland administrativ aufwendig? Das ist sicher so, vor allem haben wir oft mit Korruption zu kämpfen. In der Schweiz wird immer mehr reglementiert, gerade im Baubereich. Ich sehe weltweit eine Tendenz zur Überreglementierung jeglicher Gesellschaftssektoren. Würden Sie sich als liberal bezeichnen? Auf jeden Fall. Ich bin weder links noch rechts und sicher nicht konservativ – könnte aber gleichzeitig nie in einer Partei sein. Ich sage gerne meine Meinung, ohne Rücksicht auf Parteien zu nehmen. Menschen, die mit Dogmen leben, haben es sehr schwer. Haben Sie eine Lebensphilosophie? Leben und Leben lassen – die Menschen sollen Freude am Leben haben. Viele Unternehmer brennen aus, das ist mir nie passiert. Ich hatte meine besten Ideen immer in der Freizeit, deshalb habe ich genügend Freizeit

1978 in Aeugst, immer noch im selben Haus.

Wie sieht ihr Familienleben aus? Ich bin immer noch mit meiner ersten Frau zusammen, die mir vor allem in den Gründerjahren viel geholfen und als Architektin unsere Fabrikgebäude entworfen hat. Wir haben vier Töchter, deren drei auch im Unternehmen arbeiten. Ich habe die Zeit mit meiner Familie immer sehr genossen und wir haben auch viel zusammen unternommen.

Welche Freizeit- und Einkaufsbedürfnisse deckt das Säuliamt ab? Fast alle. Affoltern muss bereits schauen, dass nicht noch mehr Grossverteiler kommen. Es hat genug und auch das schönste Land kann auch nur einmal verbaut werden. Man sollte auch schauen, dass mehr Produktionsbetriebe kommen.

Wie lange arbeiten Sie täglich? Seit vielen Jahren nicht mehr über acht Stunden täglich. Zur Aufbauzeit, als ich in sechs Monaten eine Massenproduktion organisieren musste, war es aber sicher mehr. Ich arbeite effizient und habe viele Hobbys und Bedürfnisse. Wer nur den Beruf im Kopf hat, verpasst das Leben. ...............................................................

«Der ‹Anzeiger› ist am Morgen meine erste Zeitung» ............................................................... Lesen Sie den Anzeiger des Bezirks Affoltern? Der «Anzeiger» ist immer meine erste Zeitung im Tag. Ich lese ihn seit meiner Kindheit. Wenn ich von einer Geschäftsreise nach Hause komme, dann ist der «Anzeiger» die einzige Zeitung, die ich nachlese. Ich kenne so viele Menschen und Geschichten, die darin vorkommen. Wie ist Ihre Beziehung zum Säuliamt? Sehr gut, ich wohne aus gutem Grund immer noch hier, erkunde das Säuliamt zu Fuss, habe hier viele Bekannte, drei meiner Töchter und viele Angestellte wohnen hier.

Forschen Sie immer noch selber? Wir haben ein grosses Forschungsteam, ich organisiere die Forschung aber immer noch, zusammen mit meinem Forschungsleiter. Ich habe nie speziell gerne gemanagt, immer lieber geforscht. Woran arbeiten Sie momentan? An einem Blutzuckermessgerät, das den Blutzucker durch ein Laserspektrometer messen kann, ohne Einstich. Wir stehen kurz vor dem Durchbruch und werden in ein paar Jahren damit

auch immer hochgehalten. Nur ausgeruht kann man klar denken.

Am Standort Baar stellen 90 Arbeiter und Arbeiterinnen medizinische Messgeräte her, wie dieses Touch-EKG-Gerät.

Weshalb haben Sie Aeugst als Wohnort gewählt? Als Affoltemer war es naheliegend. Wir gingen immer nach Aeugst, wenn es neblig war. Als wir dann ein Haus bauten, haben wir verschiedene Standorte evaluiert und uns für Aeugst entschieden. Wir wohnen seit

Wie könnte man den Gewerbestandort Knonauer Amt interessanter machen? Wenn ein Betrieb ins Amt ziehen will, sollte man sich etwas um ihn bemühen, bei der Landsuche helfen und auch Bewilligungen speditiv abhandeln. Wichtig ist, dass man geradlinig ist und seine Versprechen hält. Anfangs war ich noch in Affoltern tätig, habe aber bald Standorte im Kanton Zürich und im Kanton Zug evaluiert und schnell fiel die Entscheidung auf Baar. Zug bietet sehr zuvorkommende Möglichkeiten für Betriebe. Wer bauen will, erhält die Bewilligungen schnell und die Bürokratie arbeitet für den Arbeitsstandort Zug. Wie lange arbeiten Sie noch weiter? Ich werde arbeiten, solange es mir Spass macht. Die Rolling Stones sind genauso alt wie ich. Ich werde vielleicht reduzieren, aber arbeiten werde ich immer. Wenn ich aussteigen würde, würde ich wahrscheinlich innerhalb von Wochenfrist eine neue Firma gründen. Zum Glück teilen meine Frau und ich diese Passion für kreative Arbeit. Auch viele meiner Mitarbeiter wollen nach 65 noch weiterarbeiten. Da bin ich gerne einverstanden, die Führung müssen sie aber abgeben. Geben Sie die Führung auch ab? Ja, ich habe eine Co-CEO, die immer mehr Führungsaufgaben übernimmt. Im Verwaltungsrat werde ich aber bleiben. Da ich meine Freizeit sehr schätze, delegiere ich auch gerne Verantwortung. Für eine vernünftige Work-Life-Balance muss man Verantwortung abgeben können. Das konnte ich schon immer gut. Interview: Salomon Schneider


Serie

Dienstag, 15. Juli 2014

11

«Alt-Räuberhauptmann» Karl Bürkli Willy Hug: Alte Geschichten aus dem Säuliamt – Serie (86)

Der junge Karl Bürkli 1845.

In Rossau wollte Karl Bürkli 1901 seinen Lebensabend verbringen. (Bilder zvg.)

Der Stadtzürcher Karl Bürkli zog 1901 nach Rossau, um hier den Lebensabend zu verbringen. Doch es blieben ihm nur noch wenige Monate. Obwohl aus vermögendem Hause, wurde er ein Pionier der schweizerischen Arbeiterbewegung. Eine sozialistische Kommune in Texas misslang, aber erfolgreich war die Gründung einer Konsumgenossenschaft, viele Jahrzehnte vor Coop und Migros.

In den 1850er-Jahren verliessen Tausende von Auswanderern die Schweiz. Die Zeitungen waren voller Inserate von Auswanderungsagenturen. Eine grosse Anziehungskraft ging von den Vereinigten Staaten von Amerika aus. Das Land schien grenzenlose Möglichkeiten anzubieten. Fruchtbare Böden und menschenleere Gegenden, aber auch Fabriken und Warenhäuser vermittelten den (trügerischen) Eindruck von Gleichheit und fehlenden Gegensätzen zwischen Arm und Reich. Die nach Westen ziehenden Pioniere verbreiteten «Aufbruchstimmung».

Die sozialistische Expedition nach Texas Das schienen ideale Voraussetzungen für eine experimentelle Kommune zu sein, wie dies Karl Bürkli vorschwebte. Für Auswanderer sollte der Sprung in die Neue Welt nicht mehr ins Ungewisse gehen, sondern als gut aufgehobenes Mitglied in bereits organisierte Strukturen einer Kommune gewagt werden können. Es sollten Wohn- und Arbeitsgemeinschaften mit je etwa 300 Familien, gemeinsamen Haushalten, Häusern und Schulen werden. Der französische Sozialist Victor Considérant, ein Freund von Bürkli, bereiste die Vereinigten Staaten bereits 1853. In Briefen, und nach seiner Rückkehr mit einer Broschüre, infor-

mierte er seine Freunde. Er hatte den Eindruck, dass in Amerika alles leichter sei und beabsichtigte, in Texas eine internationale Kolonisierungsgesellschaft zu gründen. Die Broschüre war nicht nur eine Werbeschrift für alle Interessierten, sondern auch für potenzielle Investoren gedacht. Denn die Landpreise würden mit der zunehmenden Besiedlung in Amerika steigen. Bürkli erhielt in dieser Gesellschaft eine leitende Funktion. An der ersten Generalversammlung der Aktionäre 1854 in Paris konnten bereits 1 300 000 Francs Kapital und fast 3000 Interessierte vermeldet werden. Bürkli war begeistert von Considérants Projekt. Er liess dessen Broschüre im «Neuen Schweizerischen Volksblatt» abdrucken und hielt Vorträge. Der 32-jährige Bürkli verliess als Anführer der Schweizer Auswanderer am 25. März 1855 mit 150 000 Franken Aktienkapital und dreissig Gleichgesinnten die Stadt Zürich. Die Einschiffung nach Amerika erfolgte in Bremen. Aber als sie aufbrachen, wussten sie noch nicht, ob und wo jetzt Land in den Vereinigten Staaten gekauft werden konnte. Alles passierte in allzu grosser Eile und die Kommunikation nach Übersee war beschwerlich. Ein Brief nach Texas und mit der Antwort zurück benötigte mindestens drei Monate. Als in Zürich endlich ein Brief eintraf, dass es mit dem Landkauf in der Nähe von Dallas Schwierigkeiten gebe, waren Bürkli und seine Gefolgschaft bereits abgereist.

Explodierende Landpreise wegen Eisenbahnbau Mittlerweile war ein Eisenbahnprojekt durch Texas aktuell geworden und dazu schied die Regierung Land aus. Deshalb konnten die von Considérant vorgesehenen Landkäufe nicht realisiert werden. Als Ersatz kaufte er bei « La Réunion» Land, aber viel teurer und zu wenig für die vorgesehene Kommune. Die internationale Kolonie zählte anfangs 128 Personen, davon waren es

Altersportrait von Karl Bürkli, 1900. mit Bürkli zusammen 22 Schweizer. An Ort rodeten sie den Wald und bauten Blockhäuser. Aber alle waren übermüdet von der langen Reise und die Bedingungen am neuen Ort entsprachen nicht ihren Vorstellungen. Dazu kam eine langandauernde Dürre mit Missernten und einem extrem harten Winter. Deshalb verliessen viele Mitglieder die Kommune, bevor alles vollendet war. Bürkli half, wo er konnte, so auch mit privaten Darlehen, damit die Schweizer woanders selbst Land kaufen konnten. Die NZZ veröffentlichte später Briefe der Kolonialisten, woraus die Gründe des Scheiterns hervorgingen, wie schlechte Führung und Arbeitsorganisation, das Wetter, schlechte Böden oder zu wenig Flexibilität der Auswanderer, um auf das Neue einzugehen. Die schlimmsten Vorwürfe der Enttäuschten zielten auf Bürkli selbst, welche besagten, dass er die Auswanderer ins Elend und in den Tod geführt habe. Ein Hindernis war auch, dass sie sich in Texas in einem Sklavenhaltergebiet befanden. Die Südstaatler verlangten von ihnen, dass sie «mit Leib und Seele für die Negersklaverei» sein mussten. Neutral zu sein, genügte nicht, wie Bürkli in einem Brief schrieb. Ein Grundsatz der Kommune untersagte jedoch jegliche Ausbeutung. Alle Aktionäre, wie auch Bürkli, glaubten trotzdem, dass ihr finanzieller Einsatz durch die allgemeine Wertsteigerung des Landes abgedeckt sein werde. Aber der amerikanische Bürgerkrieg machte später alle Hoffnungen zunichte.

len und hatte nicht nur die Macht sondern 1857 sogar die Präsidentschaft an sich gerissen. Er wollte mehrere mittelamerikanische Staaten erobern. Bürkli erzählte später von «mancherlei Abenteuern in mexikanischen Kriegsdiensten». Dies trug ihm zeitlebends den Übernamen «Alt-Räuberhauptmann» ein. Inmitten der umherziehenden, bewaffneten Banden lernte er das Land kennen. Alleine wäre es nicht ungefährlich gewesen. Aber eines Tages konnte er fliehen und sich nach Honduras absetzen, wo er als Baumwollpflücker arbeiten konnte. In einem kleinen Städtchen an der Küste begegnete er Julius Froebel, seiAutor Willy Hug. nem ehemaligen Lehrer am Gymnasium in Zürich. Dieser sondierte hier im Auftrag einer Eisenbahngesellschaft das Terrain für eine geplante Bahnlinie. Mit Froebels Hilfe verliess er im April 1857 mit dem Schiff Honduras Richtung New York, um von dort aus wieder nach Texas zurückzukehren. Den Lebensunterhalt verdiente er mit Gelegenheitsarbeiten und als Baumwollpflücker. 1858 erreichte ihn ein Brief seines Bruders aus Zürich. Dieser bot ihm an, dass wenn er zurückkehre, er im Konsumverein Zürich eine leitende Stelle antreten könne.

Der «Alt-Räuberhauptmann»

Im Sommer 1858 kehrte Bürkli nach Zürich zurück. Dass er diese Stelle angeboten erhielt, hatte seinen guten Grund. Zusammen mit dem Sozialisten Johann Jakob Treichler war Bürkli sieben Jahre zuvor Mitbegründer des Konsumvereins Zürich. Es war der erste wirklich Erfolgreiche, welcher sich behaupten konnte. Mit der aufkom-

Karl Bürkli zog Anfang 1856 Richtung Mittelamerika weiter, um geeignetes Land zu suchen. In Nicaragua angekommen, geriet er in die Fänge der Guerilla-Armee des amerikanischen Freibeutergenerals William Walker. Walker war 1855 mit seinen berüchtigten Banden in Nicaragua eingefal-

Mitbegründer des Konsumvereins Zürich

menden Industrialisierung, ab etwa 1850, war für viele Fabrikarbeiter auch die Selbstversorgung nicht mehr gegeben. Als Folge davon entstanden neue Konsumgenossenschaften, welche Lebensmittel und andere Waren ihren Mitgliedern zu günstigen Preisen verkauften. Gemäss den Statuten sollte der Handelswucher ausgeschaltet und die Ware ohne Gewinn verkauft werden. Angebote waren: Hemdentücher, Zigarren, Hafermehl, Erbsen, Reis, Kaffee, Seife, Öl und Kerzen. Diese Genossenschaften gelten als Vorläufer des 1890 gegründeten Konsumvereins Coop oder Gottlieb Duttweilers Migros von 1925.

Die letzten Monate in Rossau Ab 1861 wirtete Bürkli während 26 Jahren im Zürcher Niederdorf. Seine Weinschenke «Zum Wollenhaus» an der Metzgergasse war ein Zentrum oppositioneller Strömungen. Er blieb bis ins hohe Alter ein überzeugter und für viele ein sehr unbequemer Sozialist, welcher sich mit den Regierenden anlegte. Bis 1899 blieb er Kantonsrat und war bis fast zuletzt im Stadtparlament. Mit den Vereinigten Staaten fühlte er sich zeitlebens verbunden. Auch wenn er von seinen «Illusionen in Texas geheilt war», wie er sagte, engagierte er sich weiterhin in Auswanderungsvereinen. Bürkli hatte eine gesunde Konstitution. Mit weit über 50 Jahren konnte er immer noch aus dem Stand auf einen Tisch springen. Musste er sich einmal verarzten, nahm er seine Universalmittel Zwiebel und Knoblauch. Von einer Lungenentzündung konnte er sich jedoch nicht mehr erholen. Seinen Lebensabend wollte er 1901 in Rossau auf einem Bauernhof bei seiner Nichte und Adoptivtochter Berta-Steinmann-Bürkli verbringen. Doch bereits nach wenigen Monaten starb er mit 78 Jahren. Sein Traum waren die Vereinigten Staaten von Europa.


12

Vermischtes

Dienstag, 15. Juli 2014

Bedrückende Erfahrungen in der Westbank Pia Holenstein aus Affoltern war drei Monate lang als Menschenrechtsbeobachterin in Palästina ................................................... von pia holenstein Soeben bin ich aus Palästina zurückgekehrt, wo ich mich drei Monate lang als Menschenrechtsbeobachterin aufhielt. Es war ein schwieriger Moment zu gehen, wo gerade die Unruhen so gefährlich aufbrandeten. Heute weiss ich etwas mehr über die Hintergründe und kann mir das Geschehen genauer vorstellen, wenn die Medien berichten, es habe «Zusammenstösse» gegeben. Doch dazu später. Ich hatte geplant, regelmässige Berichte an die Zeitung zu schicken. Doch obwohl ich sonst nicht um Worte verlegen bin, blieb mir die Sprache weg. Trotz Vorbereitung, Training, Lektüre und Gesprächen war ich völlig verblüfft von der Realität, der ich begegnete. Meine feste Absicht war, und so hatte ich es meinen jüdischen Bekannten auch versprochen: Ohne Vorurteile und ganz unpolitisch wollte ich einzig und allein die Einhaltung der Menschenrechte beobachten, nicht gegen, sondern sogar im Interesse des Staates Israel und dessen Bewohner; denn ihnen müsste doch das Ansehen und die moralische Integrität der Armee und Justiz viel wert sein. Doch ich habe unterschätzt, wie wenig die durchschnittlichen Israelis davon wissen, was im Westjordanland passiert.

Keine Schule in Azzun: Schüler werden heimgeschickt. (Bilder zvg.)

Apartheid auf Strassen praktiziert Mit riesigen roten Schildern werden sie davon abgehalten, palästinensische Strassen zu befahren, es drohe Lebensgefahr und es sei ausserdem verboten. Niemand weiss genau, ob es tatsächlich verboten ist – doch die Warnung hält Besucher effizient ab. Damit ist bereits relativ sicher, dass weder Touristen noch durchschnittliche Israelis einen eigenen Augenschein erhalten. Zudem gibt es für sie durch das ganze Gebiet schnelle Strassen, auf denen sie zu allen Ausflugszielen kommen, vom Mittelmeer bis zum Jordantal, ohne Einschränkungen. Palästinenser dürfen diese Strassen auf ihrem Land nicht benutzen, sondern müssen auf Landsträsschen unendlich lange Umwege fahren, zur Arbeit, ins Spital, zu Besuchen. Man sagt, es sei das einzige Land, das Apartheid auf Strassen praktiziert, gelbe Nummernschilder für Israelis für Siedlerstrassen, weisse für Palästinenser und damit Strassenverbot. Unsere Mission ist daher auch sehr ungern gesehen, die Einreise nach Israel wird mit zahlreichen Mitteln zu verhindern versucht; so werden Flughäfen auf der ganzen Welt bereits zu einer Art Checkpoints gegen internationale Beobachter – in Genf wurden kürzlich eine ganze Reihe von ihnen abgewiesen – und in Tel Aviv wird es besonders langwierig und schwierig. So haben uns zahlreiche jüdische Aktivistinnen und Aktivisten gegen die Besatzung und gegen die Mauer fast beneidet, dass wir tatsächlich «von innen» beobachten konnten, während sie schon auf der israelischen Seite mit grossen Unannehmlichkeiten rechnen müssen.

Tränengas im Schulhof Die erste Unbegreiflichkeit erschütterte mich am allerersten Tag des Einsatzes. Wir waren auf einem Spaziergang durch das Dorf, das wir schützen sollten, als ein Anruf kam, das Militär sei in einer einigermassen entfernten Stadt, Salfit, eingefallen. Dort erwartete uns eine unglaubliche Geschichte. Die Rektorin einer Schule von etwa 600 Kindern – Primarschüler und junge Frauen – erzählte in grösster Bewegung, dass an diesem Sonntagmorgen (Beginn der Schulwoche) um neun Uhr

Riesige rote Schilder warnen vor palästinensischen Strassen.

Am Tor von Habla wird der Schulbus stets intensiv durchsucht. das Militär mit sieben Fahrzeugen in die Stadt gekommen sei und Tränengasbomben und Lärmgranaten in alle Schulhäuser geworfen habe. Sie selbst habe eine volle Ladung Tränengas ins Gesicht bekommen, eine Anzahl Schülerinnen und Schüler seien jetzt noch im Spital. Die Frau, welche ihre Aufregung mit aller Macht zu beherrschen versuchte, zeigte zurückgebliebene Patronen von beiden Sorten. Und sie fügte an, dass sie zu Ende des Schuljahres ihren Beruf aufgeben werde, das sei zu viel für sie. Die Spuren vom Tränengasangriff werden beseitigt. Er sticht uns noch fünf Stunden später in die Nase. Die Rektorin setzt sich auf ihren Platz, lässt uns die Patronen bringen, doch dann hält sie es nicht länger aus auf ihrem Stuhl. Wir besuchten anschliessend auch eine Knabenschule in derselben Stadt, die ebenfalls betroffen war und Hospitalisierungen hatte veranlassen müssen, und hier baten uns der Rektor und ein Mitglied des Erziehungsministeriums, wir sollten doch bitte helfen, dass das endlich aufhöre. Es sei dieses Jahr schon mehrfach passiert. Und die Männer äusserten die Vermutung, der

heutige massive Angriff sei gegen die anstehende Schulfeier gerichtet, welche mit internationaler Unterstützung zu einem grossen Ereignis geplant war.

Bevölkerung verunsichern Dieses Ereignis hat mich ratlos gemacht. Was gibt es für eine vernünftige Erklärung, wenn das Militär gezielt Tränengas in Schulhöfe schiesst? Die Antwort ist so unglaublich wie die Tatsache selbst, doch es gibt keine andere: Die Armee hat den Auftrag, die Bevölkerung in der besetzten Territorien so zu erschrecken und zu verunsichern, dass sie freiwillig auswandern. Die Eltern sollen ihre Kinder der Gefahr nicht weiter aussetzen wollen, die Kinder sollen sich nicht mehr in die Schule getrauen. Leider wurde dieser Verdacht später, durch viele weitere Ereignisse, zur Gewissheit. In der folgenden Zeit erlebte ich zahlreiche weitere Angriffe gegen Schüler und Schulen. In Tuku’ bei Bethlehem liegt die grösste Schule an einer Strasse, die Siedlern und Palästinensern dient. Die Siedlungen in

Will ihren Beruf aufgeben: Die Rektorin der Schule in Salfit. der Umgebung wachsen beängstigend. Soldaten stehen mit aufgepflanztem Gewehr direkt beim Schulhaus oder auf Hausdächern palästinensischer Besitzer und schüchtern Kinder und Erwachsene ein. An Checkpoints wie Azzun Atma werden Schülerinnen und Schüler oft gezwungen, ihre Tasche auszupacken. Am Tor von Habla wird der Schulbus mit den Beduinenkindern stets intensiv bei der Hin- wie Rückfahrt intensive von Soldaten durchsucht und oft warten gelassen. Besonders schikaniert werden Schulbusfahrer sowie Lehrerinnen und Lehrer von Beduinenschulen. Eine Lehrerin erzählt, dass sie eines Morgens, als wir sie hatten treffen wollen, nicht durchgelassen wurde und den ganzen Tag auf der Suche nach einer neuen Bewilligung verbrachte. An einem andern Tag habe die kontrollierende Soldatin vor ihren Augen den Passierschein zerrissen, weil er angeblich einen Riss gehabt habe. Auch diese Lehrerin will so schnell wie möglich an eine andere Schule versetzt werden. Im Juni wurden wir nach Azzun gerufen, weil am Examenstag vor

Schulbeginn Soldaten eine Sperre errichtet hatten und alle Leute befragten, die in die Nähe der Schule wollten. Der Rektor der Schule schickte die Schüler nach Hause und erzählte uns händeringend, dass er nicht mehr wisse, wie ein normaler Schulbetrieb aufrechterhalten werden könne.

Ökumenisches Begleitprogramm Pia Holenstein wurde von HEKS und Peace Watch Switzerland als Menschenrechtsbeobachterin nach Palästina und Israel gesendet, wo sie am ökumenischen Begleitprogramm (Eappi) des Weltkirchenrates teilnimmt. Die in diesem Artikel vertretenen Meinungen sind persönlich und decken sich nicht zwingend mit denjenigen der Sendeorganisationen. Weitere Infos zum Begleitprogramm in Palästina/Israel unter www.eappi.org und www.peacewatch.ch.


veranstaltungen

Mit dem Bindemäher wird das Getreide zu kleinen Garben gebunden. (Bild zvg.)

Getreideernte wie vor 50 Jahren Ein Sommerspektakel morgen Mittwoch Endlich kommt der Sommer zurück. Jetzt steht bei den Bauern im Bezirk die Getreideernte an. In Bonstetten wird diese auf einem kleinen Feld sehr speziell sein. Sie wird so ausgeführt, wie man das vor 50 Jahren machte. Mit dem Bindemäher wird das Getreide zu kleinen Garben gebunden, und diese werden dann auf dem Feld zu sogenannten Puppen aufgestellt. Diese Puppen bleiben einige Zeit stehen, sodass die Weizenkörner noch genügend Zeit haben, um trocken und hart zu werden. Möglich ist dies Dank Ruedi Wegmann aus Bonstetten. Er ist Mitglied der «Traktorefründe Säuliamt». In

Hunderten von Arbeitsstunden hat er mit Liebe und dem nötigen Sachverstand unter anderem auch einen Bindemäher restauriert, sodass dieser wieder Weizen mähen und Garben binden kann. Im September wird voraussichtlich seine antike Dreschmaschine diese Garben noch dreschen. Interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer – egal welchen Alters – sind nun eingeladen, am kommenden Mittwoch, 16 Juli, ab 16 Uhr diesem Spektakel beizuwohnen. Das Weizenfeld befindet sich an der Kreuzung Schachenstrasse/ Isenbachstrasse. Alle sind zudem auch eingeladen, beim Aufstellen der Puppen tatkräftig mitzuhelfen. Nach getaner Arbeit (um ca 19 Uhr) kann man sich noch bei einem Glas Most wieder erholen.

buch-tipp

Das marokkanische Mädchen ................................................... von marlene florin, bibliothek wettswil Vier Leichen gleich am Anfang! In einem malerischen Waldweg unweit von Paris wird die Familie des Marokkaners Mohammed erschossen in ihrem Wagen aufgefunden. Ein paar Schritte entfernt Marlene Florin. liegt ein toter Rad(Bilder zvg.) fahrer. Erst acht Stunden nach der Tat entdeckt die Polizei Kalia, ein sechsjähriges Mädchen, welches das Verbrechen versteckt in einem Hohlraum hinter dem Rücksitz des Wagens überlebt hat. Der Fall wird dem Untersuchungsrichter Jacques Ricou und seinem Freund, Kommissar Jean Mahon, übertragen. Motive gibt es reichlich. Geht es um rechten Terror? Fanatische Islamisten? Drogenhandel? Geldwäsche? Streit in der Familie? Oder war der Mörder nur ein Verrückter? Zur Vernehmung von Mohammeds Schwager fliegt Ricou nach Marrakesch. Eine höchst riskante Mission, denn in den Gassen der Souks lauern ungeahnte Gefahren. Und die marokkanische Polizei schert sich nicht um Gesetze: Recht bekommt, wer das höchste Bestechungsgeld bietet. Frustriert fliegt Ricou zurück nach Paris. Dort führt ihn eine unerwartete Aussage des Mädchens Kalia in einen Sumpf politischer Korruption. In seinem neuen Kriminalroman «Das marokkanische Mädchen» entwickelt Ulrich Wickert eine spannende Story, die von der ersten Seite an einen - wirklich nur fiktiven? - Einblick in die grossbürgerliche politische Elite der französischen Gesellschaft gibt. Wickert kennt sich aus in Frankreich: Lange Jahre leitete er als ARD-Korres-

«Das marokkanische Mädchen» von Ulrich Wickert. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2014. ISBN 978-3-455-40339-8. pondent das Studio in Paris, er ist vertraut mit Stadt und Menschen, Vierteln und Restaurants. So streut er ganz nebenbei in seine brisante Geschichte jede Menge Gossip und viel Wissenswertes über die Welt der wichtigen Männer, der einflussreichen Journalisten und der teuersten Restaurants der Hauptstadt. Und er zeigt auch, wie eng der Weg zur Macht mit der Kriminalität verwoben sein kann. Insbesondere wenn es um die politischen Verhältnisse in der ehemaligen französischen Kolonie Marokko geht. Amüsant auch, wie der Autor seine Figuren über französische Politiker parlieren lässt. Nie verletzend oder gar böse, sondern mit sanftem Spott. Selbst das Liebesleben des sympathischen und mutigen Untersuchungsrichters Ricou kommt nicht zu kurz. So ist «Das marokkanische Mädchen» ein kurzweiliger, engagierter und äusserst unterhaltsamer Polit-Thriller aus der Pariser Politik.


16

Vermischtes

Erster Einsatz an der Front für den Chef Jugendschiessen

Der bisherige Amtsinhaber Heinz Meili wurde als neuer Präsident des Be-

Im Schatten der Tour de France fährt Emma Pooley aus Hausen einen grossartigen Giro Rosa, den Giro d’Italia für Frauen. Sie gewinnt drei Bergetappen und damit das grüne Trikot. Im Gesamtklassement belegt Pooley den 9. Platz.

Christian Hosig, neuer Chef Jugendschiessen im Bezirk Affoltern.

................................................... von hanspeter feller

Das Public-Viewing wurde zum Volksfest, wie hier im Break. (Bild Thomas Stöckli)

Alle Jungschützen (17- bis 20-jährig) und Jugendliche (10- bis 16-jährig) der Jungschützenkurse des Bezirks Affoltern trafen sich zum traditionellen Wettkampf. Die Schützen absolvierten das Wettkampfprogramm auf die Zehner-Scheibe, drei Probeschüsse, sechs Schüsse einzeln gezeigt und vier Schüsse am Schluss gezeigt. Die Resultate zählten für die Einzel- und Gruppenwettkämpfe der beiden Alterskategorien Jungschützen und Jugendschützen. Bei der Kategorie Jungschützen bilden vier Schützen eine Gruppe und bei den Jugendschützen sind es drei Schützen jeweils vom gleichen Verein. Beim Einzelwettkampf belegten die Jungschützen von Dachlissen-Mettmenstetten zwei der Podestplätze: Rang 1 Alessandro Hänggli, 85 Punkte, Rang 3 Samuel Niklaus, 83 Punkte. Dazwischen auf Rang 2 platzierte sich Moritz Fankhauser, Obfelden-Maschwanden, ebenfalls 83 Pte. Den Gruppenwettkampf gewann Dachlissen-Mettmenstetten mit 310 Pt. (Alessandro Hänggli 85 Pte. Fabian Suter 79 Pte. Fabian Zimmermann 78 Pt. Gabriel Studer 68 Pte.) vor Knonau 297 Pte. und Affoltern 293 Pte. Die Jugend-Gruppe von Zwillikon erreichte ein Total von 225 Punkten (Simon Gebhardt 86 Pte. Daniel Fankhauser 75 Pte. und Kevin Miani 64 Pte.). Im zweiten Rang klassierte sich die Gruppe von Dachlissen-Mettmenstetten mit 214 Pte. im Rang 3 die Schützen von Affoltern mit 161 Punkten. Die höchsten Einzelresultate schossen Simon Gebhardt 86 Pt. Zwillikon, Severin Strebel 84 Pt. Emilio Lilie de Leon 81 Pt. beide ObfeldenMaschwanden.

Volle Kassen dank WM Ämtler Gastrobetriebe profitierten vom Fussball-Event «Des einen Freud ist des anderen Leid», traf bei der Fussball-WM nicht zu. Während viele Gastrobetriebe durchschnittlich Umsatz machten, zahlte sich für die Public-Viewing-Organisatoren der Mehraufwand aus.

freuen. Das zeigte sich auch beim Public-Viewing im Knonauer Amt. Gerade die Spiele der Schweizer Nati zogen Menschen mit verschiedensten politischen Ausrichtungen und aus allen Ländern der Welt an, die zusammen feierten, im Break, in der Spyre oder in der Stampfi in Knonau.

................................................... von salomon schneider

Viele Betriebe mit mehr Umsatz

Fussball verbindet Menschen wie fast keine andere Sportart. Gerade die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund findet oft über den Fussball statt, wie auch die Spieler-Selektion der Schweizer Nationalmannschaft zeigt. Unter den Fans gilt das Selbe. Wenn die Nati ein Tor schiesst, können sich alle gemeinsam

Urs Scheidegger organisierte mit dem Schützenverein Knonau das PublicViewing in der Stampfi: «Es war ein voller Erfolg. Gerade bei den Schweizer Spielen waren Besucheraufkommen und Stimmung super.» Auch die anderen Public-Viewing Standorte konnten sich über viele Gäste freuen, ohne dass die anderen Gastrobetriebe im Amt stark unter Gästeschwund zu

leiden hatten. «Wir haben von der WM gar nichts gemerkt», erklärt Ruth Burkard vom Restaurant Löwen in Hausen. Auch im Weingarten merkte Anita Häberling nichts von der WM, abgesehen von den Schweizer Spielen: «Es gab sogar Leute, die sich informiert haben, ob wir keinen Fernseher haben und deshalb gekommen sind.» Anders sah es bei Peter Biberger im Freihof in Knonau aus: «Gerade am Anfang lief es schlecht. Seit die Schweiz draussen war, kamen aber auch wieder mehr Gäste.» Schlussendlich fällt das Ergebnis für die viele Ämtler Gastrobetriebe aber positiv aus. Denn gesamthaft strömten überdurchschnittlich viele Gäste in die Betriebe und gönnten sich, gerade beim Public Viewing, auch einmal eins über den Durst.

Gut gelaunt: Die Affoltemer Delegation am Eidgenössischen Jodlerfest in Davos. (Bild zvg.)

Fahnenschwingen und Jodelgesang

Emma Pooley ist in blendender Verfassung. In der zehntägigen Rundfahrt gewinnt die Zeitfahr-Weltmeisterin von 2010 drei Bergetappen. In den Bergen war die zierliche Engländerin unschlagbar. Die 6. Etappe über 112 km entschied sie souverän für sich. Auch in der 8. Etappe war die für das belgische Team Lotto Belisol Ladies fahrende Pooley nicht zu schlagen. Sie gewann die Königsetappe mit einem Vorsprung von 14 Sekunden. Die spätere Gesamtsiegerin Marianne Vos aus Holland verlor in dieser Etappe 1:28 auf Pooley. Damit nicht genug. Die Schlussetappe von Trezzo Sull’Adda nach Madonna del Gihsallo über 80.1 km ging ebenfalls problemlos an Pooley. Damit gewann Emma Pooley alle echten Bergetappen und ist die unbestrittene Bergkönigin dieser Rundfahrt.

ein. Im Schlussklassement der über 953 km Gesamtdistanz führenden Tour belegte die Engländerin schlussendlich den 9. Rang, mit einem Rückstand von rund 8 Minuten auf die Gesamtsiegerin Marianne Vos aus Holland. Emma Pooley hat nach ihrem Abschluss an der ETH im letzten Dezember voll auf Sport gesetzt. Nach dem zweiten Platz im Gesamtklassement im Jahre 2011 gelang ihr auch dieses Jahr eine herZuoberst: Emma Pooley (mit Pokal). (Bild Roy Gershow) vorragende LeisAngefangen hat die Tour denkbar tung an dieser anspruchsvollen Rundungünstig. Bereits in der ersten Etap- fahrt. In den Bergen dominierte sie die pe stürzte Pooley und musste die Aussichten auf den angestrebten Gesamt- Konkurrenz nach belieben, nicht ganz sieg bereits früh begraben. Beim Sturz so stark ist sie in den Abfahrten. Nach blieb sie zwar unverletzt, verlor aber dem Titel im Zeitfahren an den Britiviel Zeit. Auch in den folgenden Flach- schen Meisterschaften ist der Gewinn etappen büsste sie jeweils einige Mi- des grünen Trikots am Giro Rosa der nuten auf die spätere Gesamtsiegerin zweite grosse Triumpf dieser Saison.

FC Flamengo und das Grande Finale ................................................... von lars steiner* Die wohl intensivsten sechs Wochen meines Lebens sind hinter mir. Diese Weltmeisterschaft bescherte der Welt eine nie da gewesene Attraktivität an Spielen. Sensationelle Tore, hauchdünne Entscheidungen, grossartige Duelle, fantastische Momente, betörende Stimmung und nationale Dramen. Ein Drama aus Sicht der Brasilianer war das niederschmetternde 1:7 gegen Deutschland. Die Entscheidung fiel so krass aus, dass die Brasilianer es mit grossem Sarkasmus verarbeiten. Es ist sogar so weit gekommen, dass das heimische Publikum ab dem 4:0 den Deutschen zujubelten. Die Farben Rot und Schwarz, die die deutschen Spieler als Trikotfarbe trugen, liessen den Schmerz über die Niederlage lindern. Wie das denn? Es sind die Farben des beliebtesten Fussballclubs Brasiliens, des FC Flamengo.

Grösste Fangemeinschaft Brasiliens Flamengo hat mit ca. 40 Millionen Anhängern die grösste Fangemeinschaft

Das Eidgenössische Jodlerfest vom 4. bis 6. Juli in Davos war dieses Jahr der Hauptanlass des Jodlerklubs Affoltern.

(Bilder zvg.)

Am Freitagmorgen reisten die Jodler mit dem Zug von Affoltern nach Davos. Als sie im Jodlerdorf eintrafen, war die Stimmung schon recht hoch und so setzte man sich vor dem ersten Festzelt an die Sonne und genoss die Feststimmung. Im späteren Nachmittag kam Sturm auf, es begann zu regnen und die Affoltemer zügelten ins Trockene. Später besuchten sie verschiedene Vortragslokale und trafen sich am Abend wieder im Zelt «Hüreli», wo die meisten auch nach dem Nachtessen sitzen blieben. Draussen regnete es in Strömen, aber im Zelt war eine super Stimmung. Der Samstag begann angenehmer als der Freitag. Das Wetter war besser und vor allem trockener geworden.

Heute war «Vortragstag». Am Vormittag reisten die restlichen Mitglieder des Klubs an und man traf sich nach dem Mittag, um sich auf den Auftritt um 15 Uhr, vorzubereiten. Ihr Wettlied «Chüejerglüt» von Hannes Fuhrer sangen die Affoltemer in der gut gefüllten «Herz-Jesu Kirche» in Davos Dorf. Alle hatten nach dem Auftritt ein gutes Gefühl und jeder war froh, dass der «Druck» weg war.

Ein gutes Resultat Nun hatte man Zeit und Musse, um diverse interessante Fahnenschwinger-, Alphorn- und Jodelvorträge zu geniessen. Aber auch das Pflegen der Kameradschaft kam nicht zu kurz. Am Abend war überall Feststimmung mit Jodeln, Musik und Alphornklängen angesagt und jedermann fand etwas nach seinem Geschmack – bis in die Morgenstunden.

Nach einer kurzen Nacht ging es am Sonntag um 9 Uhr bei schönstem Wetter zum Festakt in die «VaillantArena». Das Eisstadion war gefüllt wie an einem Spengler-Cup Spiel und die Zuschauer waren bestimmt ebenso begeistert. Dann stieg die Spannung. Nach dem Festakt wurden die Klassierungslisten verteilt. Welche Note würde es geben? Büchlein kaufen, öffnen, Jodlerklub Affoltern suchen: Note 2 (gut)! Ein gutes Resultat, das man feiern muss und auf das denn auch mit einem guten Glas angestossen wurde. Nach dem Festumzug, dieser bildete einen würdigen Abschluss des Jodlerfestes, ging es dann Richtung Bahnhof – und mit einem lachenden und einem weinenden Auge wieder nach Hause. Es bleiben viele schöne und gute Erinnerungen ans Jodlerfest Davos 2014 und Vorfreude aufs nächste Eidgenössische Jodlerfest, im Jahr 2017, in Brig.

Spektakel pur an der freestyle-night in Mettmenstetten. (Bild zvg.)

Ein Himmel voller Akrobaten Freestyle-night in Mettmenstetten

wm-mail aus rio

Brasiliens. Um die niederschmetternde Niederlage zu ertragen, identifizierte sich ein grosser Teil der Brasilianer zu den Farben Rot/Schwarz. Ihrem Lieblingsverein FC Flamengo, die ihre Heimstätte im Maracana-Stadion haben. War es ein Geniestreich des deutschen Marketingteams, die deutschen Spieler mit jenem Trikot auflaufen zu lassen? Wer weiss. Jedenfalls der Besuch des Finals war einmalig und wird mir immer in Erinnerung bleiben. Das Stadion war proppenvoll. Die Mehrheit im Maracanastadion in Rio de Janeiro unterstützte die deutsche Nationalelf. Dem FC Flamengo sei Dank.

Nach 1300 Massagen Lebewohl Das Stadion erzitterte in seinen Grundmauern, als der Sieger mit dem ersehnten Pokal gekürt wurde. Ein grosser Sieger ist auch das Land Brasilien selbst. Ich erlebte die Brasilianer als grosszügige und warmherzige Gastgeber, die mit ihrem Humor und ihrer Fröhlichkeit jeden in den Bann zieht. Die Zeit hier war durch und durch positiv. Keine Proteste, keine erhöhte Kriminalität, fast keine Staus.

Der Jodlerklub Affoltern am Eidgenössischen Jodlerfest in Davos

Stolze Gastgeber: Jungschützen des durchführenden Vereins FSV Knonau.

17

Die Hausemerin fährt einen fantastischen Giro Rosa

zirks-Schützenvereins gewählt und Christian Hosig SV Obfelden-Maschwanden hat nun das Amt des Jugendschiessen-Chefs im Bezirk Affoltern übernommen. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die Anmeldung, Betreuung, Abrechnung der Jugendkurse und die Durchführung der Wettkämpfe auf Bezirksebene. Seinen ersten Einsatz an der Front, am Wettschiessen in Knonau meisterte er sehr gut.

Treffsicherer Schützen-Nachwuchs

Dienstag, 15. Juli 2014

Drei Etappensiege für Emma Pooley

Bezirks-Jungschützentag 2014 in Knonau In der Kategorie Jungschützen gewinnen die Schützen von Dachlissen-Mettmenstetten, in der Kategorie Jugendliche dominiert Zwillikon den Einzel- und Gruppenwettkampf. Christian Hosig ist neuer Chef für die Schiessausbildung der Jugendlichen im Bezirk Affoltern.

Sport

Dienstag, 15. Juli 2014

Stau hatten wir jeweils vor allem vor unserem Massageraum. Schiedsrichter, Linienrichter, Trainings, Matchbesprechungen, Fussball und nochmals Fussball bestimmten unser Leben in Rio. Die sechs Wochen haben unsere 120-köpfige internationale Delegation stark zusammengeschweisst. Viele neue Freundschaften entstanden. Wenn ich jeder Einladung folgen würde, so wären meine nächsten Destinationen El Salvador, Australien, Uzbekistan, Kenia, Tahiti, Argentinien usw. Nach 1300 Massagen, 60 Litern Massageöl, dutzenden Kühlsprays und literweise Moskitosprays heisst es auch für unser Medicalteam Danke zu sagen für die unvergessliche Zeit in Brasilien. Einen grossen Erfahrungsschatz darf ich mit nach Hause nehmen und die Herzlichkeit der Menschen wird mich noch lange tragen. Muito Obrigado Brasil! * Der Autor ist seit 2012 offizielles Mitglied des Medical Teams der Fifa und kümmert sich in Brasilien um das Wohl der Schiedsrichter. Seit 2002 betreibt er in Dübendorf seine eigene Praxis für Massagen und Sporttherapie. Daneben praktiziert er auch an seinem Wohnort in Hausen. www.vital-work.ch.

Egal ob Aerials (Skiakrobatik), Freeski, Snowboard oder BMX, auch dieses Jahr werden wieder verschiedenste Athleten aus den vier Disziplinen den Himmel in Mettmenstetten zieren. Am 19. Juli geht es los im Jumpin los mit atemberaubender Action. Bereits zum zwölften Mal findet im Jumpin in Mettmenstetten die freestyle-night statt. Nebst Athleten aus dem Inland werden auch internationale Springer vor Ort sein und Kräfte messen. Mit waghalsigen Sprüngen will sich jeder den Titel als Champ der diesjährigen freestyle-night holen, doch nur jeweils Einer oder Eine kann gewinnen. Nebst dem regulären Wettkampf bietet die freestyle-night aber noch mehr. Ein Pilot mit seinem AkrobatikFlugzeug wird mit seinen waghalsigen Manöver die Besucher zum Staunen bringen. Während er seine Kurven dreht, vervielfacht sich sein Eigengewicht bis zu 5 mal und er wird dabei extrem fest in den Sitz gedrückt. Aber auch Fallschirmspringer werden wieder vor Ort sein. Der Hubschrauber, aus welchem sie springen werden, landet extra für die Zuschauer neben dem Gelände. Ein Zuschauer wird dabei auch die Gelegenheit haben, einzusteigen und mit einem Tandempiloten aus dem Hubschrauber zu springen.

Auch neben dem Springen ein grosses Angebot

Das Fifa-Medicalteam um Lars Steiner (kniend) im Maracana-Stadion. (Bild zvg.)

Auch für die Interessierten des freestyle Sportes bietet der Anlass viel. Stars aus der Szene können hautnah erlebt werden und Besucher können im Promo-Village sich über den neusten Stand der Technik informieren. Der Besuch der freestyle-night verursacht wahrscheinlich Hunger, aber auch dagegen ist gesorgt. Das Catering-Team des Restaurant Bahnhöfli in Mettmenstetten verköstigt mit kulinarischen Menüs und überzeugt mit feinen Gerichten. Mit der Band Last Avenue steigt um 20.30 Uhr ein rockiges Konzert. Die vierköpfige Band aus dem Grossraum Zürich rockt seit über 15 Jahren die Schweizer Musikszene. Mal hart, mal seidenweich. Treibende Gitarre, ein Schuss Folk, eine Prise Psychedelik. Erdiger Rock, den der Schweizer

Musiker und Produzent David Langhard alias Admiral James T. mit einer rasanten Fahrt auf einem amerikanischen Highway vergleicht. Musik, die an die wilden Anfänge der Siebzigerjahre erinnert. Dank ihrer internationalen Erfahrung, ihrer schnörkellosen Spielweise und der Bühnenpräsenz des Sängers Martin Gaisser, der das Zusammenspiel mit dem Publikum nach klassischer Frontmann-Manier zelebriert, ist die Band ein aussergewöhnlicher, mitreissender Live-Act. Dabei spielt sie auch mal ein Cover von den Beatles oder von Queen.

Vorverkauf noch bis am Freitag Jahr für Jahr geben zahlreiche Helfer ihr Bestes, um die Durchführung der freestyle-night überhaupt zu ermöglichen. Die ganze Organisation, der Aufund Abbau der gesamten Infrastruktur, die Überwachung aller technischen Anlagen und diverse andere Arbeiten während des Events werden durch ein rund 90 Personen starkes Team bewältigt. Weit über 1500 ehrenamtliche Stunden werden jährlich in die freestyle-night investiert und machen den Event zu dem, was er ist. Dies ist gerade in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich! Seit gut zwei Wochen sind die Tickets im Vorverkauf erhältlich. Die Veranstalter empfehlen allen Besuchern sich ein Ticket im Vorverkauf zu sichern. Neben fünf Franken Rabatt gegenüber der Tageskasse, ist auch der Zutritt ins Eventgelände erleichtert. Für dieses Jahr rechnen die Organisatoren mit über 2300 Zuschauern und somit einer Ausverkauften freestylenight! Rund 1800 Tickets werden maximal im Vorverkauf angeboten – bis Freitag, 18. Juli.

Das Programm 14.00 Uhr Türöffnung Publikum 16.00 Uhr Qualifikation 17.45 Uhr Tramp’n’Dive Finalspringen 18.35 Uhr Absprung Fallschirmspringer 19.30 Uhr Akroflugshow Vogelsang 20.00 Uhr Slackline über Pool 20.30 Uhr Konzert Last Avenue 21.30 Uhr Finale Ski, Aerials, Snowboard, Bike 22.30 Uhr Party 03.55 Uhr Ende Infos unter www.facebook.com/freestylenight oder unter www.freestyle-night.ch/wettbewerb.htm


Sport

Dienstag, 15. Juli 2014

17

Drei Etappensiege für Emma Pooley Die Hausemerin fährt einen fantastischen Giro Rosa Im Schatten der Tour de France fährt Emma Pooley aus Hausen einen grossartigen Giro Rosa, den Giro d’Italia für Frauen. Sie gewinnt drei Bergetappen und damit das grüne Trikot. Im Gesamtklassement belegt Pooley den 9. Platz. ................................................... von hanspeter feller Emma Pooley ist in blendender Verfassung. In der zehntägigen Rundfahrt gewinnt die Zeitfahr-Weltmeisterin von 2010 drei Bergetappen. In den Bergen war die zierliche Engländerin unschlagbar. Die 6. Etappe über 112 km entschied sie souverän für sich. Auch in der 8. Etappe war die für das belgische Team Lotto Belisol Ladies fahrende Pooley nicht zu schlagen. Sie gewann die Königsetappe mit einem Vorsprung von 14 Sekunden. Die spätere Gesamtsiegerin Marianne Vos aus Holland verlor in dieser Etappe 1:28 auf Pooley. Damit nicht genug. Die Schlussetappe von Trezzo Sull’Adda nach Madonna del Gihsallo über 80.1 km ging ebenfalls problemlos an Pooley. Damit gewann Emma Pooley alle echten Bergetappen und ist die unbestrittene Bergkönigin dieser Rundfahrt.

ein. Im Schlussklassement der über 953 km Gesamtdistanz führenden Tour belegte die Engländerin schlussendlich den 9. Rang, mit einem Rückstand von rund 8 Minuten auf die Gesamtsiegerin Marianne Vos aus Holland. Emma Pooley hat nach ihrem Abschluss an der ETH im letzten Dezember voll auf Sport gesetzt. Nach dem zweiten Platz im Gesamtklassement im Jahre 2011 gelang ihr auch dieses Jahr eine herZuoberst: Emma Pooley (mit Pokal). (Bild Roy Gershow) vorragende LeisAngefangen hat die Tour denkbar tung an dieser anspruchsvollen Rundungünstig. Bereits in der ersten Etap- fahrt. In den Bergen dominierte sie die pe stürzte Pooley und musste die Aussichten auf den angestrebten Gesamt- Konkurrenz nach belieben, nicht ganz sieg bereits früh begraben. Beim Sturz so stark ist sie in den Abfahrten. Nach blieb sie zwar unverletzt, verlor aber dem Titel im Zeitfahren an den Britiviel Zeit. Auch in den folgenden Flach- schen Meisterschaften ist der Gewinn etappen büsste sie jeweils einige Mi- des grünen Trikots am Giro Rosa der nuten auf die spätere Gesamtsiegerin zweite grosse Triumpf dieser Saison.

FC Flamengo und das Grande Finale Die wohl intensivsten sechs Wochen meines Lebens sind hinter mir. Diese Weltmeisterschaft bescherte der Welt eine nie da gewesene Attraktivität an Spielen. Sensationelle Tore, hauchdünne Entscheidungen, grossartige Duelle, fantastische Momente, betörende Stimmung und nationale Dramen. Ein Drama aus Sicht der Brasilianer war das niederschmetternde 1:7 gegen Deutschland. Die Entscheidung fiel so krass aus, dass die Brasilianer es mit grossem Sarkasmus verarbeiten. Es ist sogar so weit gekommen, dass das heimische Publikum ab dem 4:0 den Deutschen zujubelten. Die Farben Rot und Schwarz, die die deutschen Spieler als Trikotfarbe trugen, liessen den Schmerz über die Niederlage lindern. Wie das denn? Es sind die Farben des beliebtesten Fussballclubs Brasiliens, des FC Flamengo.

Grösste Fangemeinschaft Brasiliens Flamengo hat mit ca. 40 Millionen Anhängern die grösste Fangemeinschaft

Ein Himmel voller Akrobaten Freestyle-night in Mettmenstetten

wm-mail aus rio

................................................... von lars steiner*

Spektakel pur an der freestyle-night in Mettmenstetten. (Bild zvg.)

Brasiliens. Um die niederschmetternde Niederlage zu ertragen, identifizierte sich ein grosser Teil der Brasilianer zu den Farben Rot/Schwarz. Ihrem Lieblingsverein FC Flamengo, die ihre Heimstätte im Maracana-Stadion haben. War es ein Geniestreich des deutschen Marketingteams, die deutschen Spieler mit jenem Trikot auflaufen zu lassen? Wer weiss. Jedenfalls der Besuch des Finals war einmalig und wird mir immer in Erinnerung bleiben. Das Stadion war proppenvoll. Die Mehrheit im Maracanastadion in Rio de Janeiro unterstützte die deutsche Nationalelf. Dem FC Flamengo sei Dank.

Nach 1300 Massagen Lebewohl Das Stadion erzitterte in seinen Grundmauern, als der Sieger mit dem ersehnten Pokal gekürt wurde. Ein grosser Sieger ist auch das Land Brasilien selbst. Ich erlebte die Brasilianer als grosszügige und warmherzige Gastgeber, die mit ihrem Humor und ihrer Fröhlichkeit jeden in den Bann zieht. Die Zeit hier war durch und durch positiv. Keine Proteste, keine erhöhte Kriminalität, fast keine Staus.

Stau hatten wir jeweils vor allem vor unserem Massageraum. Schiedsrichter, Linienrichter, Trainings, Matchbesprechungen, Fussball und nochmals Fussball bestimmten unser Leben in Rio. Die sechs Wochen haben unsere 120-köpfige internationale Delegation stark zusammengeschweisst. Viele neue Freundschaften entstanden. Wenn ich jeder Einladung folgen würde, so wären meine nächsten Destinationen El Salvador, Australien, Uzbekistan, Kenia, Tahiti, Argentinien usw. Nach 1300 Massagen, 60 Litern Massageöl, dutzenden Kühlsprays und literweise Moskitosprays heisst es auch für unser Medicalteam Danke zu sagen für die unvergessliche Zeit in Brasilien. Einen grossen Erfahrungsschatz darf ich mit nach Hause nehmen und die Herzlichkeit der Menschen wird mich noch lange tragen. Muito Obrigado Brasil! * Der Autor ist seit 2012 offizielles Mitglied des Medical Teams der Fifa und kümmert sich in Brasilien um das Wohl der Schiedsrichter. Seit 2002 betreibt er in Dübendorf seine eigene Praxis für Massagen und Sporttherapie. Daneben praktiziert er auch an seinem Wohnort in Hausen. www.vital-work.ch.

Egal ob Aerials (Skiakrobatik), Freeski, Snowboard oder BMX, auch dieses Jahr werden wieder verschiedenste Athleten aus den vier Disziplinen den Himmel in Mettmenstetten zieren. Am 19. Juli geht es los im Jumpin los mit atemberaubender Action. Bereits zum zwölften Mal findet im Jumpin in Mettmenstetten die freestyle-night statt. Nebst Athleten aus dem Inland werden auch internationale Springer vor Ort sein und Kräfte messen. Mit waghalsigen Sprüngen will sich jeder den Titel als Champ der diesjährigen freestyle-night holen, doch nur jeweils Einer oder Eine kann gewinnen. Nebst dem regulären Wettkampf bietet die freestyle-night aber noch mehr. Ein Pilot mit seinem AkrobatikFlugzeug wird mit seinen waghalsigen Manöver die Besucher zum Staunen bringen. Während er seine Kurven dreht, vervielfacht sich sein Eigengewicht bis zu 5 mal und er wird dabei extrem fest in den Sitz gedrückt. Aber auch Fallschirmspringer werden wieder vor Ort sein. Der Hubschrauber, aus welchem sie springen werden, landet extra für die Zuschauer neben dem Gelände. Ein Zuschauer wird dabei auch die Gelegenheit haben, einzusteigen und mit einem Tandempiloten aus dem Hubschrauber zu springen.

Auch neben dem Springen ein grosses Angebot

Das Fifa-Medicalteam um Lars Steiner (kniend) im Maracana-Stadion. (Bild zvg.)

Auch für die Interessierten des freestyle Sportes bietet der Anlass viel. Stars aus der Szene können hautnah erlebt werden und Besucher können im Promo-Village sich über den neusten Stand der Technik informieren. Der Besuch der freestyle-night verursacht wahrscheinlich Hunger, aber auch dagegen ist gesorgt. Das Catering-Team des Restaurant Bahnhöfli in Mettmenstetten verköstigt mit kulinarischen Menüs und überzeugt mit feinen Gerichten. Mit der Band Last Avenue steigt um 20.30 Uhr ein rockiges Konzert. Die vierköpfige Band aus dem Grossraum Zürich rockt seit über 15 Jahren die Schweizer Musikszene. Mal hart, mal seidenweich. Treibende Gitarre, ein Schuss Folk, eine Prise Psychedelik. Erdiger Rock, den der Schweizer

Musiker und Produzent David Langhard alias Admiral James T. mit einer rasanten Fahrt auf einem amerikanischen Highway vergleicht. Musik, die an die wilden Anfänge der Siebzigerjahre erinnert. Dank ihrer internationalen Erfahrung, ihrer schnörkellosen Spielweise und der Bühnenpräsenz des Sängers Martin Gaisser, der das Zusammenspiel mit dem Publikum nach klassischer Frontmann-Manier zelebriert, ist die Band ein aussergewöhnlicher, mitreissender Live-Act. Dabei spielt sie auch mal ein Cover von den Beatles oder von Queen.

Vorverkauf noch bis am Freitag Jahr für Jahr geben zahlreiche Helfer ihr Bestes, um die Durchführung der freestyle-night überhaupt zu ermöglichen. Die ganze Organisation, der Aufund Abbau der gesamten Infrastruktur, die Überwachung aller technischen Anlagen und diverse andere Arbeiten während des Events werden durch ein rund 90 Personen starkes Team bewältigt. Weit über 1500 ehrenamtliche Stunden werden jährlich in die freestyle-night investiert und machen den Event zu dem, was er ist. Dies ist gerade in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich! Seit gut zwei Wochen sind die Tickets im Vorverkauf erhältlich. Die Veranstalter empfehlen allen Besuchern sich ein Ticket im Vorverkauf zu sichern. Neben fünf Franken Rabatt gegenüber der Tageskasse, ist auch der Zutritt ins Eventgelände erleichtert. Für dieses Jahr rechnen die Organisatoren mit über 2300 Zuschauern und somit einer Ausverkauften freestylenight! Rund 1800 Tickets werden maximal im Vorverkauf angeboten – bis Freitag, 18. Juli.

Das Programm 14.00 Uhr Türöffnung Publikum 16.00 Uhr Qualifikation 17.45 Uhr Tramp’n’Dive Finalspringen 18.35 Uhr Absprung Fallschirmspringer 19.30 Uhr Akroflugshow Vogelsang 20.00 Uhr Slackline über Pool 20.30 Uhr Konzert Last Avenue 21.30 Uhr Finale Ski, Aerials, Snowboard, Bike 22.30 Uhr Party 03.55 Uhr Ende Infos unter www.facebook.com/freestylenight oder unter www.freestyle-night.ch/wettbewerb.htm


in Ihrer Umgebung

Internet, Telefonie, TV

Druckerei

.fgaffoltern.ch

LED-Beleuchtungen

.kaeser.ch

www

www

Tanzen lernen

.noserlight.ch

www

.time2dance.ch

www

Internet, Festnetz-/Mobil-Telefonie, DigitalRadio/TV, alles günstig und zuverlässig über Ihr TV-Kabel. Telefon 043 322 70 60

Flugblatt, Broschüre, Geschäftspapiere: alles via Internet oder persönlich: Telefon 044 700 18 30, Stallikon

LED – die Beleuchtungstechnologie der Zukunft. Lange Lebensdauer und sehr energieffizient.

Professioneller Tanzunterricht ganz nah! Standard, Latein, Tango Argentino, Zumba, Telefon 044 252 56 81

Akupunktur und mehr

Druckpartner

Malkurse

Transporte, Umzüge

.purehealth.ch

www

.weissdruck.ch

www

.artcoach.ch

www

www.appenzeller-transporte.ch

Dipl. Akupunkteur, Phytotherapeut und Masseur. KK-anerkannt und mehrsprachig (D/I/F/E). Tel. 079 684 23 97

Ihr Partner für alle Drucksachen: druck@weissmedien.ch Beratung: 058 200 5700

«Trainieren Sie Ihre kreative Fitness in Malkursen von artcoach!» Neue Kurse ab März. Telefon 044 440 34 11

Umzüge für Private und Geschäfte Zügelshop und Lagerhaus Telefon 044 431 22 22

Anzeiger

Energetische Therapien

Nail-Stube

Ü60

.affolteranzeiger.ch

www

.brigitta-berli.ch

www

www

.nail-stube.com

.tanzschulebaar.ch

www

Ihre Regionalzeitung im Knonauer Amt Einziges amtliches Publikationsorgan

Mit meiner fundierten Ausbildung in Medialität und Heilen begleite ich Sie mit Liebe und Achtsamkeit

Gelnägel, Nail-Art, Fuss-French, klassische Maniküre, Fussreflexzonen-Massage

NachmittagsTanzKurse mit TanzTee TanzSchuhe/TanzDVD + CD

Augenoptiker

Fotogrussakarten und Bücher

Optiker

Umzüge/Transporte

.B-O-A.ch

www

www.katrinzueger.ch/webshop

.IhrOptiker.ch

www

.tsh-move.ch

www

Wenns ums Auge geht!

Unvergleichliche Grusskarten und eigene Bücher zu günstigen Preisen, einfach online zu bestellen.

Sichtbar anders!

Ihr Partner für sämtliche Umzüge/Transporte. Büroumzüge, Gewerbeumzüge, Privatumzüge, Lagerlogistik, Möbellift 29 m

Augenoptiker

Golf

Optiker

Wohnraumleuchten

www

.vistaoptic.ch

www.golfplatz-affoltern.ch

.myoptix.ch

www

.lampenshop.ch

www

Ihr Optiker beim Bahnhof in Affoltern. Unser Name spricht für Qualität. Kontaktlinsen, Brillen, Sonnenbrillen. Tel. 044 761 34 60

Bei uns dürfen ALLE Golf spielen! Ideal für Golf-Anfänger und Gruppen-Events Oder das kurze Spiel effizient & spannend üben

Ihr Familienoptiker im Knonauer Amt und Freiamt. Affoltern am Albis: 043 541 02 09 Muri: 056 664 53 66

Wohnraumleuchten aller Art: modern, klassisch, rustikal, Kristall . . . Bei uns werden Sie fündig!

Beleuchtung & Reparatur-Service

Hundesalon Bijou Baar

Tanzkurse im Säuliamt

Yogazentrum

.pianezzi-leuchten.ch

www

www.hundesalon-bijou.jimdo.ch

. . . Wir bringen Licht ins Dunkle! Für Sie an der Bachstrasse 25 in Obfelden. Reparatur- und Lampenschirm-Atelier

Die Wohlfühloase für alle Vierbeiner. Baden, Scheren, Trimmen u.v.m. Ich freue mich auf Ihren Besuch. 041 760 16 25

Beratung, Lieferung, Montage

Karate/Selbstverteidigung

.hshop.ch

www

Buchhaltung für Immobilien

Kinesiologie/Körperarbeit

.beatricevilliger.ch

www

Inkl. Nebenkostenabrechung – professionell und gesetzeskonform für Besitzer von Mietwohnungen. Telefon 079 688 37 48

Ich begleite Menschen aller Altersstufen, um festgefahrene Situationen zu klären und Vertrauen zu gewinnen. Telefon 079 372 77 61

Büroarchitektur

Kosmetik & Fusspflege

.bueroarchitekt.ch

www

.incosmetic.ch

Innenarchitektur von Büro- und Objekträumen. Aus Ihren Ideen und Wünschen werden überzeugende Lösungen. Alles inklusive.

Geniessen Sie bei mir die erste Kosmetikbehandlung in voller Entspannung für nur Fr. 50.–

Büroeinrichtung

Lampenschirm-Atelier

www

.bueroarchitekt.ch

Wir sind Profis punkto Ergonomie, Funktionalität und Design. Schwerpunkt: Ergonomische Sitz-/Stehtische und Bürostühle.

Tanzkurse in Bonstetten: Salsa, Disco-Swing/ Disco-Fox, Jive. Auch Privatkurse möglich. Telefon 079 418 93 56

Yoga befreit den Körper und öffnet das Herz! Ich freue mich auf Dich! Heike Westphalen, Telefon 079 345 09 65

.Karate-albis.ch

Herzlich willkommen im Karate-Center Albis. Kinder ab 3 Jahren, Jugendliche, Erwachsene ab 40 jederzeit möglich. Tel. 044 761 43 83

www

www.yogazentrum-am-weiher.ch

www

Wir beraten, liefern und montieren vom Geschirrspüler bis zur Waschmaschine zu Preisen, die Sie wissen sollten. Tel. 056 675 50 70

www.z-immobilienbuchhaltungen.ch

.idance.ch

www

Bestellcoupon für Ihr www.-Inserat ❏ 12 Mal à Fr. 20.– in Folge

❏ 24 Mal à Fr. 18.– in Folge

❏ 52 Mal à Fr. 16.– in Folge

Branchentitel: (max. 25 Zeichen) Internet-Adresse: www. Text Firmenbeschreibung (max. 3 Zeilen/120 Zeichen inkl. Leerschläge):

.pianezzi-leuchten.ch

www

Lassen Sie sich in unserem Atelier in eine Welt entführen, in welcher schon fast vergessene Wünsche Wirklichkeit werden.

Rechnungsadresse:

Computerschule

.aemtlerpc.ch

www

Individuelle Senioren-Computerschulung, Kaufberatung, Einrichten, Datenübernahme, Fernwartung, Computeria, Tel. 044 760 22 41

Einsenden an: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Fax 058 200 57 01, inserat@weissmedien.ch

Profile for AZ-Anzeiger

055 2014  

055 2014