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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 53 I 168. Jahrgang I Dienstag, 8. Juli 2014

Gipfeltreffen

Smart-me

Gegen Gedächtnisschwierigkeiten: Gesprächs- und Aktivierungsgruppe. > Seite 3

Informatiker David Eberli hat ein neues System zur Stromverwaltung erfunden. > Seite 3

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Abschied Pensionierungen an den Sekundarschulen Affoltern und Mettmenstetten. > Seite 6

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Begegnungszentrum Eröfffnung der neuen Schul- und Gemeindebibliothek in Hedingen. > Seite 7

Jährlich rund 1000 Verstösse in der Reussebene Der Aufsichtsdienst rapportiert mehr illegale Partys mit Feuerwerk und Littering Der Informations- und Aufsichtsdienst Reussebene verzeichnete auch im vergangenen Jahr rund 1000 Verstösse gegen Schutzregeln und Verbote. Besonders häufig: die Missachtung der Leinenpflicht für Hunde. Partys feiern an Rastplätzen in Reussnähe nimmt zu, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht.

ben mit dem Militär, mit Fischern und – selten – mit Reitern», sagt Thomas Burkard. Während altbekannte Arten von Verfehlungen rückläufig sind, kommt es vermehrt zu illegalen Partys in Reussnähe, verbunden mit Lärm, Feuerwerk und Littering. Auffallend ist die Zunahme streunender Katzen. «Sie können grosse Schäden anrichten», fügt Burkard bei.

................................................... von werner schneiter

Vereinfachungen auf Zürcher Reuss-Seite

Seit rund 40 Jahren betreibt die Stiftung Reusstal einen Informations- und Aufsichtsdienst an der Reuss – aufgrund eines Leistungsauftrags des Kantons Aargau. Anfang der 90er-Jahre wurde dieser Dienst auch auf die Gemeinden Ottenbach, Obfelden und – ab 2005 – auf Maschwanden ausgedehnt. Die Aufsichtsgruppe umfasst 15 Mitarbeitende, die den Dienst in Teilzeitpensen versehen. Man nennt sie auch «Natur-Schutzengel». In der Reussebene, zwischen Bremgarten und Maschwanden, wird täglich patrouilliert. In den Sommermonaten besteht die Aufsicht an Wochenenden in der Regel aus zwei Personen. Auch wenn der Erholungsdruck an der Reuss in den letzten Jahren spürbar zugenommen hat, stellt Thomas Burkard, der Leiter des Aufsichtsdienstes, fest: «Über das Jahr gesehen gibt

Wurde auf Zürcher Reuss-Seite eine illegale Feuerstelle errichtet oder musste ein auf einem Weg liegender Baum entfernt werden, galt es, die zuständige kantonalen Fachstelle zu avisieren. Inzwischen kann Thomas Burkard direkt mit dem Gebietsverantwortlichen in Kontakt treten. «Ich habe nun einen Ansprechpartner für drei Gemeinden. Das vereinfacht die Aufgabe wesentlich», fügt er bei. Ein Problem besteht allerdings noch: Ab der Obfelder Reussbrücke gibt es Richtung «RüssSpitz» auf dem Damm ein allgemeines Fahrverbot, das natürlich auch für Velofahrende gilt. Zwischen Ottenbach und Obfelden ist das nicht der Fall. «Diese Lücke wollen wir schliessen und das Gespräch mit den Gemeinden suchen», sagt Thomas Burkard. Er weiss aber auch: ein Fahrverbot für Velos und Bikes ist auf diesen Abschnitten kaum durchzusetzen.

Ueli Stettler aus Affoltern ist einer von 15 «Natur-Schutzengeln», die in der Reussebene informieren und darüber wachen, dass in Naturschutzgebieten Verbote und Regeln eingehalten werden. (Bild Werner Schneiter) es täglich viele positive Erfahrungen. Die allermeisten Besucherinnen und Besucher halten sich an die Regeln und zeigen sich für Naturwerte in diesem intakten Erholungsraum interessiert». Der Aufsichtsdienst könne natürlich nicht lückenlos präsent sein; vieles werde auch übersehen.

Verstösse gegen Leinenzwang am häufigsten Zirka 2300 Aufsichtsstunden wurden im vergangenen Jahr insgesamt geleistet und dabei etwa rund 1000 Verstösse gegen Schutzregeln und Verbote registriert. Die Missachtung der Anlein-

pflicht für Hunde sei mit Abstand der am meisten registrierte Verstoss, hält Burkard fest. Die Zahl der Hunde nehme nach wie vor zu, insgesamt sei aber die Zahl dieser Verstösse über die vergangenen Jahre rückläufig. «Korrekt angeleinte Hunde dagegen haben zahlenmässig deutlich zugenommen», stellt der Aufsichtsdienstleiter fest. Von der Allmendstrasse bis zum «Rüüss-Spitz» wird das Hundeverbot befolgt. Das Betreten von Naturschutzgebiet, Missachtung von Fahrverboten, illegale Feuerstellen, Vandalismus, Modellfliegerei, Bootsverstösse, Campieren usw. werden ebenso registriert. «Probleme kann es auch ge-

Bert Schmelzer SegelflugWeltmeister

Dorffäscht in Hausen mit Human-Soccer-Turnier

Der für die Segelfluggruppe Knonauer Amt startende Bert Schmelzer wurde in Räyskälä (Finnland) Segelflug-Weltmeister. Der Belgier, seit vier Jahren in Zürich wohnend und arbeitend, sicherte sich den Titel dank einer konstanten Leistung. ................................................... > Bericht auf Seite 13

Dieses Jahr entschied sich das OK in Hausen für eine neue, erweiterte Form des Dorffäschtes. Nebst den traditionellen Chilbiständen, dem Barbetrieb oder dem Familiengottesdienst wurde ein sogenanntes Human-Soccer-Turnier kombiniert mit einem Karaoke-Wettbewerb durchgeführt. Das Wetter spielte mit, der Anlass machte Gross und Klein Spass und bot auch vielerlei Gelegenheiten für Begegnungen. (mvm) ......................... > Bericht auf Seite 5 Volle Konzentration bei den Honolulu-Kickers am Human-Soccer-Turnier. (Bild Marianne Voss)

Bert Schmelzer, Weltmeister. (Bild zvg.)

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Eher überfordert ... Obergericht: Strafsenkung für einen Baubetrüger aus dem Bezirk Affoltern. > Seite 7

Renitente Besucher an der Reuss Die Reussaufsicht hat bei Verstössen keine polizeiliche Befugnisse. In erster Linie wird das Gespräch gesucht, mündlich auf den Verstoss hingewiesen. Beim zweiten Mal folgt eine Verwarnung, die schriftlich festgehalten wird und über den Leiter des Aufsichtsdienstes läuft. Bei Wiederholungsfällen kann die Reussaufsicht eine (anfechtbare) Anzeige machen, die möglicherweise zu einer Busse führt – Extremfälle sind selten. So hat im vergangenen Jahr ein angeblich geschädigter Velofahrer gegen eine Aufsichtsperson eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gemacht. Sie endete mit einem Vergleich vor der Staatsanwaltschaft. Ein renitenter Hundehalter hat Beschwerde gegen eine Verwarnung eingelegt und wegen Verletzung des Gemeindeund Privatbereichs (durch Aufnahmegeräte) und Anmassung (Datenschutz) Klage eingereicht. «Insgesamt können wir unsere Kontrollfunktion aber gut ausüben. Der Aufsichtsdienst in der Reussebene hat sich etabliert. Den Aufsehern gelingt es in den meisten Fällen, die fehlbaren Besucher für die Einhaltung der Verbote zu sensibilisieren», hält Aufsichtsdienstleiter Thomas Burkard fest. (-ter.)

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200 28 9 771661 391004


Affoltern am Albis Beschlüsse der Gemeindeversammlungen vom 26. Juni 2014 A. Reformierte Kirchgemeinde 1. Genehmigung der Jahresrechnung für das Jahr 2013 des Reformierten Kirchengutes. 2. Wahl der Rechnungsprüfungskommission für die Amtsdauer 2014/2018. B. Primarschulgemeinde 1. Genehmigung der Jahresrechnung für das Jahr 2013 des Primarschulgutes. 2. Genehmigung der Abrechnung des Projektierungskredites aus dem Jahre 2010 von Fr. 46 160.– für die Sanierung des Schulhauses Gallenbüel 1 und des Abwarthauses. 3. Genehmigung eines Projektierungskredites von Fr. 58 000.– für die Sanierung der Turnhalle. C. Politische Gemeinde 1. Genehmigung der Jahresrechnung für das Jahr 2013 des politischen Gemeindegutes. 2. Genehmigung der Bauabrechnung für die Sanierung des Flachdaches mit bestehendem Glasoberlicht und Erstellung einer Photovoltaikanlage bei der Liegenschaft Fabrik, Aeugstertal, im Gesamtbetrag von Fr. 239 757.65 (inkl. MwSt.).

Einbürgerung Mit Beschluss vom 30. Juni 2014 hat der Gemeinderat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, ins Bürgerrecht der Gemeinde aufgenommen: – HAPKE Jan-Niklas, 1996, deutscher Staatsangehöriger Affoltern am Albis, 8. Juli 2014 Gemeinderat Affoltern am Albis

Bestattungen Hedingen In Hedingen ist am 2. Juli 2014 gestorben:

Sidler, Bernhard Xaver geboren am 16. Juni 1930, von Hünenberg ZG, verwitwet von SidlerMüller, Elisabeth, wohnhaft gewesen in Hedingen, Gehrrebenstr. 10. Trauerfeier und Urnenbeisetzung in Hedingen am Montag, 14. Juli 2014, 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Hedingen.

Am 6. Juli 2014 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Paul Lee geb. 15. Februar 1938, Ehemann der Margrit Lee-Streich, von Glattfelden ZH, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Baumgartenstrasse 5.

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Trauergottesdienst am Dienstag, 15. Juli 2014, um 14.00 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Die Urnenbeisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Ottenbach Am 1. Juli 2014 ist in Ottenbach ZH gestorben:

Steiner Neukom, Margrit geb. 1. Mai 1944, von Rafz ZH, Ehegattin des Neukom Hans Peter, wohnhaft in 8913 Ottenbach, Jonenstrasse 12. Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 18. Juli 2014, um 13.30 Uhr an der Jonenstrasse 12 in Ottenbach mit anschliessender Abdankung in der Kirche statt. Der Friedhofvorsteher

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Gegen die Beschlüsse der Gemeindeversammlungen kann gemäss § 151a Gemeindegesetz wegen Verletzung der politischen Rechte und die Vorschriften über ihre Ausübung (§ 147 des Gesetzes über die politischen Rechte) innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs beim Bezirksrat Affoltern erhoben werden. Einen Stimmrechtsrekurs kann nur erheben, wer die Verletzung von Vorschriften schon an der Versammlung gerügt hat.

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Gemeindebeschwerde Gegen Beschlüsse der Gemeindeversammlung kann, gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz, wegen Verstosses gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Beschwerde beim Bezirksrat Affoltern erhoben werden. Protokollberichtigungsrekurs Ein Rekurs gegen die Richtigkeit der Protokolle muss innert 30 Tagen, vom Beginn der Auflage an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern eingereicht werden (§ 54 Gemeindegesetz). Die Protokolle liegen ab Mittwoch, 9. Juli 2014, zur Einsicht auf. Aeugst am Albis, 4. Juli 2014

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TODESANZEIGE In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem lieben Vater, Schwiegervater und Grossvater

Bernhard Sidler-Müller 16. Juni 1930 – 2. Juli 2014

Gemeinderat Aeugst am Albis

Nach einem reich erfüllten Leben ist er an den Folgen eines Sturzes verstorben. Mit grosser Liebe und Dankbarkeit bleibt uns die Erinnerung an einen wunderbaren Menschen. Er wird in unseren Herzen weiterleben. Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung während der Sommerferien Für die Zeit vom 14. Juli bis und mit 15. August 2014 gelten folgende Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch und Freitag: 08.00 bis 11.30 Uhr; nachmittags geschlossen Dienstag und Donnerstag: ganzer Tag geschlossen. Ab Montag, 18. August 2014, gelten wieder die üblichen Öffnungszeiten.

Die Trauerfamilie: Rosa Sidler und Attila Kézér Peter und Monika Sidler-Reischl mit Tamara, Sabrina und Fabian Sonja Sidler und Daniel Riediker Trauerfeier und Urnenbeisetzung am Montag, 14. Juli 2014, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Hedingen. Traueradresse: Rosa Sidler, Gehrstrasse 18, 8908 Hedingen

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. Juli 2014

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Gipfeltreffen: Turnen, kreativ sein und Singen machen glücklich Gesprächs- und Aktivierungsgruppe für Menschen mit Gedächtnisschwierigkeiten Ein neues Angebot im Bezirk Affoltern bindet Menschen mit Einbussen in ihrer Konzentration oder ihrem Gedächtnis in eine regelmässige Gruppenaktivität ein, in der Selbstvertrauen und Wohlbefinden gefördert werden. Diese Gipfeltreffen finden ab 21. August wieder jeden Donnerstag, 11.30 Uhr bis 17 Uhr, in Affoltern statt. ................................................... von urs e. kneubühl Es ist eine fröhliche Gruppe, die da am Donnerstag, eine halbe Stunde vor Mittag, vom Bahnhof Affoltern zum Haus zum Seewadel schlendert. Es wird geplaudert, gescherzt und gelacht. Aufgeschlossene Menschen in aufgeräumter Stimmung. Allerdings haben die meisten von ihnen zumindest Gedächtnisschwierigkeiten, einige gar eine beginnende Demenz. Unterwegs sind sie, wie jeden Donnerstag um diese Zeit, zu ihrem Gipfeltreffen, einem neuen Angebot im Bezirk, unterstützt von den reformierten Kirchgemeinden Affoltern und Mettmenstetten sowie vom Verein wabe Limmattal. «Wir sind eine Gesprächsund Aktivierungsgruppe für Menschen mit Gedächtnisschwierigkeiten», erklärt Ursula Jarvis, Sozialdiakonin der reformierten Kirchgemeinde Mettmenstetten und diplomierte Sozialbegleiterin. Sie teilt sich die Leitung der Gipfeltreffen mit der Psychologin Verena Fehr und der Gerontologin Elisabeth Müggler. «Seit Januar gibt es

deren regelmässiges Gipfeltreffen als Tagesangebot in Affoltern am Albis. Es dient der Förderung von Alltagsfähigkeiten und vor allem aber als Entlastung für die Angehörigen der Teilnehmenden und wir haben gute Erfahrungen damit gemacht.»

Sich mit Gleichgesinnten austauschen Menschen mit Gedächtnisschwierigkeiten oder einer beginnenden Demenz brauchen in ihrem Alltag Unterstützung, um mit den Folgen ihrer Einschränkungen besser umgehen zu können. Im Rahmen dieser Donnerstag-Gipfeltreffen werden die beeinträchtigten, kognitiven Fähigkeiten gefördert oder stabilisiert. «Hier finden die Teilnehmenden Gleichgesinnte, mit denen sie einen Nachmittag lang diskutieren, sich austauschen, philosophieren, spielen, rätseln, erinnern oder mit den verschiedensten Materialien kreativ tätig sein können», ergänzt Ursula Jarvis, «damit sie so lange als möglich in ihrem Zuhause bleiben können.» Das Angebot ist also eine möglichst lang andauernde Übergangslösung bis zu einem notgedrungenen Eintritt in die Tagesklinik, gleichzeitig eine Entlastungsmöglichkeit für die Angehörigen. Diese wissen ihre Verwandten in guten Händen, denn die Gipfeltreffen werden von gerontologischen Fachfrauen sowie von Körper-, Kunst- und – ab September – Musiktherapeutinnen geleitet und begleitet. Die Donnerstag-Gipfeltreffen in Affoltern dauern jeweils den ganzen Nachmittag an. Sie starten mit dem Treff um 11.30 Uhr am Bahnhof

Affoltern, worauf es zum gemeinsamen Mittagessen ins Haus zum Seewadel geht. Gesättigt und gut gelaunt disloziert die Gruppe danach ins Chilehuus Affoltern, das die reformierte Kirchgemeinde den Gipfeltreffern kostenlos zur Verfügung stellt. Gespräche und Unterhaltung gibt es da schon während des Spaziergangs dorthin, worauf im Chilehuus dann therapeutisches Körpergefühlstraining oder Kunsttherapie, ab September im Wechsel zusätzlich mit Musiktherapie folgen. Klar, Kaffee und Kuchen gehören schliesslich auch noch zum Gipfeltreffen; sie runden den aktiven und abwechslungsreichen Nachmittag ab.

Start am 21. August Die Gesprächs- und Aktivierungsgruppe hat jetzt die Sommerpause eingeläutet und startet wieder am 21. August. «Neueintretende sind herzlich willkommen», verrät Ursula Jarvis und fügt an, dass auch Helferinnen und Helfer sich melden dürfen. «Wir sind offen und freuen uns auf jede Kontaktnahme, sei es durch Betroffene selber oder durch deren Angehörige. Ideal ist es natürlich, wenn man sich noch vor Beginn der Sommerferien informiert und womöglich schon anmeldet, damit wir dann im August mit einer tollen und grossen Gruppe wieder unsere Gipfeltreffen starten können.» Gipfeltreffen. Gesprächs- und Aktivierungsgruppe für Menschen mit Gedächtnisschwierigkeiten. Ab 21. August wieder jeden Donnerstag, 11.30 bis 17 Uhr in Affoltern. Anmeldung und Infos: Ursula Jarvis, Telefon 043 466 83 23, E-Mail: ursula.jarvis@bluewin.ch.

Körpertherapeutin Rosa Landolt, Mettmenstetten. (Bild kb.)

Im Amt erfunden und produziert Mit Smart-me können Geräte von überall kontrolliert werden Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Der Informatiker David Eberli hat gemeinsam mit seinem Vater das Smart-me Gerätesteuerungsund Analysesystem erfunden. Sie haben die Massenproduktion durch Crowdfunding finanziert und stellen die Geräte in Obfelden her.

Online-Finanzierung hat funktioniert Smart-me ermöglicht es beispielsweise, während den Ferien einen real wirkenden Licht-Timer einzurichten und während der Abendnachrichten den Fernseher einzuschalten. «Einzeln gab es bereits alle Komponenten unseres Systems, kombiniert wurden sie aber noch nie», erläutert David Eberli. Die Idee für das Gerät hatte David Eberli vor eineinhalb Jahren. Seither

Zur goldenen Hochzeit Jaroslawa und Jiri Jan Vilém HoraStejskal dürfen heute Dienstag, 8. Juli, in Affoltern die goldene Hochzeit feiern. Zum Ehrentag gratulieren wir dem Paar herzlich und wünschen ein schönes Fest.

Zur goldenen Hochzeit In Obfelden feiern Erika und Niklaus Anneler-Meyer am kommenden Donnerstag, 10. Juli, das Fest der goldenen Hochzeit. Zum 50-jährigen Ehebund gratulieren wir herzlich, wünschen einen schönen Festtag und alles Gute.

................................................... von salomon schneider Wie kann man überprüfen ob sich die Kinder ans Fernsehverbot halten oder ob man die Herdplatte ausgeschaltet hat? Oder wieviel Strom von den eigenen Kollektoren wird ins Netz gespiesen und umgekehrt? Das Smart-meSystem bietet standortunabhängige Lösungen für solche Fragen. Der Affoltemer David Eberli erklärt den Kern des selber erfundenen Systems: «Ein Strommessgerät wird am gewünschten Ort in den Stromkreislauf eingebaut, verbindet sich über WLAN mit dem Internet und kann vom Smartphone oder Computer gesteuert werden. Zudem können alle Daten ausgelesen werden.»

wir gratulieren

Zum 80. Geburtstag

Erfinder David Eberli zeigt die zwei Komponenten seines Smart-me Gerätesteuerungs- und Analysesystems, das per Crowdfunding finanziert wurde, den Stromstecker und das Smartphone-App. (Bild Salomon Schneider) hat er Prototypen gebaut und Apps für Android und Mac programmiert. Durch Crowdfunding sind innerhalb von 49 Tagen 32 000 Dollar zusammengekommen – 7000 mehr als minimal benötigt. Produziert wird Smartme in Obfelden. Die Kampagne läuft noch bis zum 14. Juli auf indiegogo.com/projects/smart-me. Smart-me wird ab Oktober in verschiedenen Online-Shops und auf smart-me.com erhältlich sein.

Crowdfunding Crowdfunding nennt sich die Online-Geldbeschaffung für ein Produkt, ein Projekt oder eine Idee. Über eine Website – bei Smart-me war es indiegogo.com – werden Kleinbeträge gesammelt. Smart-me versprach ab 99 Dollar die Lieferung eines Smart-me-Systems

In Sellenbüren feiert heute Dienstag, 8. Juli, Hubert Lochner den 80. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich zu diesem Ehrentag und wünschen ein schönes Geburtstagsfest. Morgen Mittwoch feiert Lena Trinkler in Hausen ihren 80. Geburtstag. Wir gratulieren der Jubilarin herzlich zu diesem besonderen Anlass und wünschen ihr einen schönen Festtag. Alles Liebe und Gute, viel Freude und gute Gesundheit. In Affoltern feiert Renée Rütimann am kommenden Donnerstag, 10. Juli, den 80. Geburtstag. Herzliche Gratulation und alles Gute im neuen Lebensjahrzehnt.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. Juli 2014

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Ein gelungener Anlass mit Spass, Unterhaltung und vielen Begegnungen Das Dorffäscht in Hausen mit vielfältigem Angebot

Spass mit dem Briefkasten der Jugendkommission.

Begeisternder Karaoke-Auftritt der Mannschaft «Gmeinds-Chügeler». (Bilder Marianne Voss)

Das Dorffäscht Hausen mit Chilbi hat Tradition. Am vergangenen Wochenende war Premiere einer neuen, erweiterten Form. Nebst den Chilbiständen wurde statt des Grümpelturniers ein Human Soccer-Turnier durchgeführt.

ten wie auch beim Showauftritt mit Singen bewähren. Die Stimmung im Festzelt war grossartig, als am Samstagabend die Mannschaften ihre Shows aufführten. Es wurde gepfiffen, geklatscht und gekreischt vor Vergnügen. Die Gruppen boten auch wirklich ganz grosse Klasse. Sie brillierten sowohl gesanglich als auch mit ihrer Präsentation in schrägen, farbigen Kostümen und Perücken.

................................................... von marianne voss «Wir führen das Dorffäscht zum ersten Mal in dieser erweiterten Form durch», erklärt OK-Präsident Willy

Studer. «Wir sind also daran, etwas Neues zu probieren.» Es solle ein vielfältiger Dorfanlass für alle sein. Und das Ziel sei, das Leben im Dorf zu aktivieren. Das Dorffäscht in Hausen mit Chilbi hat Tradition. Doch an diesem Wochenende gab es ganz neue Highlights. Neben Autotüschi-Bahn, Karussell, Zuckerwatte und Magenbrot wurde ein Human Soccer-Turnier durchgeführt – dies statt des Grümpelturniers. Das Turnier war mit einem KaraokeWettbewerb verknüpft. Die Mannschaften mussten sich also sowohl im mit Menschen bestückten Töggelikas-

Mitmachen erwünscht Am Fäscht engagierten sich verschiedene Dorfvereine wie der FC, der

Über den Tellerrand blicken 3. Sekundarklasse aus Affoltern an Helvetas-Ausstellung in Zürich Was wir zum Essen auftischen, hat Folgen auf der ganzen Welt. Das ist die wichtigste Einsicht, die die 3. Sekundarschulklasse von Peter Mathis aus Affoltern vom Besuch der Helvetas-Ausstellung «Wir essen die Welt» mitnimmt. Sie ist aktuell in der alten Sihlpapierfabrik in Sihlcity Zürich zu sehen. Auf der kulinarischen Weltreise durch acht Länder hat Bettina Böschenstein von Helvetas die Schülerinnen und

Schüler begleitet. Fairer Handel, Wassernot oder Nahrungsmittelspekulation sind einige der Aspekte rund um die globale Ernährung, die in der Ausstellung beleuchtet werden. Die teilweise komplexen Themen werden mit anschaulichen Beispielen vermittelt. So begegnet man in jedem Land einer Person, die aus ihrem Leben erzählt. Eine davon ist Leonora Gomez aus Honduras, die ihren biologischen Kakao zu fairen Preisen in die Schweiz verkaufen kann, wo er zu Schokolade verarbeitet wird. Davon ist Schülerin Cécile beeindruckt: «Ich werde in Zukunft darauf achten, möglichst Fair-

trade-Produkte zu kaufen, damit die Menschen in Entwicklungsländern genug verdienen.» Das beliebteste Land auf der Reise ist – bedingt durch die WM – Brasilien. Dass Brasilien nicht nur eine grosse Fussballnation ist, sondern auch einer der grössten Fleischexporteure, erstaunt die Klasse. Und dass für Rinderherden auch Regenwald abgeholzt wird, umso mehr. Lokal produzieren und konsumieren ist umweltfreundlicher, wissen die Schüler nach dem Ausstellungsbesuch. «Ich werde darauf achten, dass die Produkte möglichst aus der Schweiz stammen», nimmt sich deshalb Schüler Ardid vor. Persönliche Konsumentscheide sind die eine Seite. Auch die Politik spielt eine Rolle: «Man müsste die Globalisierung überdenken und eine gerechtere Verteilung vornehmen. Eigentlich gibt es ja genügend Nahrungsmittel, sodass niemand hungern müsste», resümiert Klassenlehrer Peter Mathis.

Die Schulklasse beginnt ihre kulinarische Weltreise in der heimischen Küche vor einem gedeckten Tisch. (Bild zvg.)

www.wir-essen-diewelt.ch

Turnverein, der Skiklub, die Wagenbaugruppe XY der Fastnachtsgesellschaft, die Harmonie Hausen und weitere. Auch die Jugendkommission war präsent. Mit einer Graffity-Wand, wo nach Herzenslust gesprayt werden durfte, einer Märlistunde und einem Konzert machte die Kommission auf ihre Arbeit aufmerksam und feierte zugleich den Kick-Off ihrer neuen Webseite www.jugend-huuse.ch. Zudem hatte der Jugendarbeiter Marco Müller einen originellen Briefkasten gebastelt, wo Karten mit Anliegen und Ideen eingeworfen werden konnten. Zum Dorffäscht in Hausen gehört

auch seit Jahren der ökumenische Familiengottesdienst im Festzelt, der dieses Mal vom Oberämtler Chor musikalisch umrahmt wurde. Am Sonntagnachmittag meinte Willy Studer: «Es war ein lässiger, gelungener Anlass und heute Morgen ein sehr schöner, gut besuchter Gottesdienst.» Es habe alles zusammengepasst, und auch das Wetter sei dem Fäscht gut gesinnt gewesen. «Und für nächstes Jahr wäre es schön, wenn sich noch weitere Vereine und Gruppierungen am Anlass engagieren würden. Ich freue mich auf alle, die sich bei mir melden.»

«Mein Sommer-Erlebnis» Leserfoto-Wettbewerb im «Anzeiger» Der Sommer ist da. Viele verreisen in dieser Zeit, andere verbringen die warmen Tage zu Hause. Zu erleben gibt es in jedem Fall einiges. Wenn etwa die Kinder im Garten mit dem Rasensprenger spielen, der Lebenspartner auf dem Trottinett den Berg hinabsaust oder der Hund sich am exotischen Strand mit einer Krabbe anlegt, können tolle Fotos entstehen. Unter dem Titel «Mein SommerErlebnis» veröffentlicht der «Anzei- Sprung ins Nass von der Obfelder Reussbrücke. ger» ab sofort und (Bild Thomas Stöckli) bis Mitte August Leserbilder. Gefragt sind nicht nur tol- wettbewerb» an redaktion@affolteranle Motive, sondern auch ausserge- zeiger.ch. Bitte vermerken, wer und wöhnliche Perspektiven oder Aus- was auf dem Bild zu sehen ist und Adschnitte, Dynamik und spannende resse sowie Telefonnummer angeben. Farb-Kompositionen. Die Bilder, wel- Die Redaktion entscheidet über die che die «Anzeiger»-Jury am meisten Publikation, die Gewinner werden beüberzeugen, werden prämiert. nachrichtigt. Ihr Bild schicken Sie in Originalgrösse per E-Mail mit Betreff «Foto- (tst.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. Juli 2014

Rückblick auf seine 38-jährige Tätigkeit als Sekundarlehrer Rolf Oberhänsli unterrichtete 34 Jahre in Affoltern

Bald im wohlverdienten Ruhestand, von links: Fredi Räber, Silvia Pletscher und Toni Dalla Valle. (Bild zvg.)

Danke für 114 Jahre an der sek mättmi Drei Lehrpersonen gehen in Pension Stolze 114 Schuljahre haben die Lehrpersonen Silvia Pletscher, Fredi Räber und Toni Dalla Valle zusammengezählt an der sek mättmi unterrichtet. Nun haben die drei nach 41, resp. 38 und 35 Jahren wohlverdient das Pensionsalter erreicht und werden in einen neuen Lebensabschnitt starten. Vieles hat sich verändert seit 1973, als Silvia Pletscher als junge Handarbeitslehrerin an die Sekundarschule Mettmenstetten kam, in ein Team mit gerade mal sieben Klassenlehrpersonen. Drei Jahre später, 1976, kam Fredi Räber als Klassenlehrer dazu und 1979 startete Toni Dalla Valle, ebenfalls als Klassenlehrer, seine Tätigkeit an der sek mättmi. Von Anfang an haben sich die drei engagiert und mit viel Hingabe nicht nur für ihre Schülerinnen und Schüler eingesetzt, sondern für den ganzen Schulbetrieb, bis zum heutigen Tag. Die Schule ist ihnen ans Herz gewachsen. Viele gute Jahre liegen hinter ihnen, doch auch zähe und härtere gehörten dazu, Zeiten, durch die es sich durchzubeissen galt. Von spannenden Geschichten aus Schulalltag, Lagererlebnissen und Teamanlässen haben sie alle zu be-

richten und so verlassen sie die Schule am Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wie sie sagen. An der Schule bleibt eine Lücke zurück. So soll und darf es auch sein. Die Lücken werden neu gefüllt, der Schulbetrieb geht weiter, doch die Spuren der drei werden noch lange nicht verwischt sein. Nach der sek mättmi wird es unseren zukünftigen Pensionären kaum langweilig werden; sei es der Garten, das Postauto oder (in Toni Dalla Valles Fall) sogar noch ein paar bleibende Werkunterrichtsstunden an unserer Schule, es gibt immer etwas zu tun. Am 11. Juli ist Schulschluss, dann gilt es, sich zu verabschieden. Ebenfalls verabschieden werden wir uns von unserer Schulpräsidentin, Helen von Allmen, die sich während zwölf Jahren Schulpflege tatkräftig für die sek mättmi eingesetzt hat (die letzten vier davon als Schulpräsidentin), und von Sven Potter, unserem Finanzvorsteher während der letzten vier Jahre. Etwas Neues beginnt für die Abtretenden und uns bleibt zu sagen, dass die sek mättmi ihnen für die Zukunft das Beste wünschen! Wir sagen herzlichen Dank, für all euren Einsatz! Danke, für eure Arbeit! Danke aber auch, für ein langes Sein an der Schule! Anna Fischer, Schulpflegerin

Unter dem Titel «Abschied vom Ennetgraben» hat der «Anzeiger» in der Ausgabe vom 4. Juli über Pensionierungen an der Oberstufe in Affoltern berichtet. Nach Monika Steiner und Peter Mathis folgt nun der Beitrag über Rolf Oberhänsli, der während 34 Jahren an der Oberstufe in Affoltern unterrichtet hat. Die ersten Unterrichtserfahrungen sammelte er von 1976 bis 1980 in Wald im Zürcher Oberland, ehe er seine Lebensstelle in Affoltern fand. Wie viele Schüler er in dieser Zeit unterrichtete, entzieht sich seiner Kenntnis, aber an die meisten erinnert er sich namentlich.

Schulweg Da er den Weg zum Schulhaus Ennetgraben auch bei garstigen Bedingungen sommers wie winters bis zu vier Mal täglich mit dem Velo zurücklegt, ergibt sich die stattliche Summe von etwa 35 000 gefahrenen Kilometern, was etwa 5/6 des Erdumfangs entspricht. Vielleicht liegt es auch daran, dass er weiterhin mit Energie und Leidenschaft unterrichtet.

Bildungsziel Sein Ziel war stets den Schülern eine fundierte Bildung zu vermitteln, ihnen eine Grundlage mitzugeben, von welcher sie langfristig profitieren. Dank den unterschiedlichen Fächern, welche er unterrichtete, hatte er immer wieder die Möglichkeit fächerverbindend zu arbeiten. Beispielsweise Geschichtssequenzen auf Französisch zu erteilen, erlebte er als besondere Herausforderung für Lehrperson wie Schüler.

Besondere Schulerlebnisse Er darf auf zahlreiche denkwürdige Ereignisse in seinem Schulleben zurückblicken. Die Theateraufführungen zweier Klassiker von Friedrich Dürrenmatt «Der Besuch der alten Dame» und «Die Physiker», dargeboten von den

Abschlussklässlern, gehörten sicher dazu. Genauso wie sportliche Erfolge, aus denen der Schweizer Schülermeistertitel in der Leichtathletik 1993 herausragt. Besonders gerne erinnert er sich auch an die Skiwanderlager auf schmalen Latten durch die verschneiten Jurahöhen mit einer verschworenen Kleingruppe aus ausdauernden Schülern, welche dieses Naturerlebnis zu schätzen wussten. Trotz dem Notensystem unserer Volksschule ist vieles nicht messbar. Jede Lektion, in welcher er spürt, dass bei einzelnen Schülern ein Funke der Leidenschaft seiner Begeisterung überspringt, ist ein Höhepunkt!

Geheimnis einer langen Lehrtätigkeit Als langjähriger Lehrer wird man manchmal, mit leicht ironischem Unterton, gefragt: «Sind Sie immer noch Lehrer?» Darauf gibt es für ihn nur eine treffende Antwort: «Ja, denn solange das «feu sacré» lodert, besteht keine Gefahr für ein Burnout. Er war in der privilegierten Lage, dass er seine Hobbys weitgehend zum Beruf machen konnte. Manch ein Bildungssturm ist während seinem Lehrerdasein über die Schule hinweggefegt, nicht immer zum Wohle der Unterrichtsqualität. Doch die Lehrmethoden sind heute vielfältiger geworden, neben dem unverzichtbaren Frontalunterricht finden kooperative Formen Platz, was er als Bereicherung empfindet, sofern man diese neuen Methoden mit Bedacht einsetzt. In seiner Tätigkeit als Praxislehrer konnte er seine Erfahrungen zukünftigen Lehrpersonen weitergeben und empfing zugleich neue Impulse, welche seinen Unterricht bereicherten. Ein kollegiales Lehrerteam, hilfsbereite Mitarbeiter der Schule sowie eine aufgeschlossene Schulleitung und Schulpflege gewährleisteten, dass er seine Energie mehrheitlich für seine Kernaufgabe, das Unterrichten, einsetzen konnte.

Jugendliche Die Jugendlichen empfindet er gegenwärtig als angepasster als zu Beginn seiner Lehrtätigkeit. Damals waren

Rolf Oberhänsli. (Bild -ter.) Schüler und oft auch Lehrpersonen beseelt von gesellschaftskritischen Ideen, heute verhalten sich die Schüler oft pragmatischer und stellen das Erreichen einer guten Lehrstelle in den Vordergrund. Sind die Jugendlichen jedoch von einem Thema begeistert, sind sie zu ganz erstaunlichen Leistungen fähig. Geblieben ist die tägliche Herausforderung, möglichst vielen Schülern den Keim der Bildung einzupflanzen. Erziehung ist damals wie heute eine Gratwanderung zwischen Beziehung und Leistungsanforderungen. Diesen Weg zu bewältigen ohne abzustürzen, ist eine aussergewöhnlich spannende und anspruchsvolle Aufgabe.

Ausblick Auf seine Pensionierung blickt Rolf Oberhänsli mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die tägliche Herausforderung im Schulzimmer wird er sicherlich vermissen. Anderseits bietet ihm der Ruhestand den Freiraum, anderen Aufgaben und seinen vielfältigen Interessen nachzugehen. Wenn wirklich einmal Bedarf besteht, kann er sich auch vorstellen, für kurze Zeit in die traute Schulstube zurückzukehren. Ganz besonders aber freut er sich darauf, vermehrt Zeit für die Familie zu haben. Schliesslich ist er am 15. Juni Grossvater geworden.

Mit Knonauer Hilfe Meisterwerke vollendet Silvia Iencinella ist eine international bekannte Künstlerin, die in ihrem Atelier «Musiv’Arte» in Knonau arbeitet Die 2./3. Klasse der International School of Central Switzerland (Isocs) war die letzten Wochen damit beschäftigt, ihr eigenes Meisterwerk zu vollenden. Seit einiger Zeit arbeiten die Kinder nun an einem Mosaik für die Schule mit dem Titel, «My World, Our World». Das Thema des Kunstwerks ist «Internationalität». Es besteht aus einem zentralen Teil, um den acht weitere Stücke angeordnet sind. Diese stehen für internationale Aspekte wie Technologie, Familie, Lebensmittel, Kunst, Wasser, Flora, Fauna und Ausbildung. Die Schülerinnen und Schüler waren nicht nur in die Ausführung, sondern auch in die Planung des Projekts involviert. Sie zeichneten Vorlagen zu den verschiedenen Teilen. Auf den Bildern wurde dann ein Gitternetz befestigt, um dann darauf die Teile des Mosaiks zu kleben. Da die Klasse sich gerade mit Recycling beschäftigt, wurde versucht Abfälle umliegender Firmen zu verwenden. Ein Projekt dieser Grösse und

Eine der Künstlerinnen zeigt das Mosaik. Komplexität wäre ohne fachmännische Unterstützung nicht möglich gewesen. Die Kinder an der Isocs hatten das Glück mit Silvia Iencinella und ih-

Zwei stolze Künstler posieren vor dem Mosaik. (Bilder zvg.) rem Mann Stefano Toria zusammenarbeiten zu dürfen. Frau Iencinella ist eine international bekannte Künstlerin, die in ihrem Atelier «Musiv’Arte»

in Knonau arbeitet, www.musivarte.ch. Die Zweit- und Drittklässler haben begeistert an diesem Projekt gearbeitet und sind dankbar für die tolle

Lernerfahrung und das Resultat: atemberaubend! Christina Iten


Bezirk Affoltern

Dienstag, 8. Juli 2014

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Begegnungszentrum für Bücherwürmer und Leseratten Eröffnung der neuen Gemeinde- und Schulbibliothek in Hedingen Nach einer dreijährigen Planungs- und Bauzeit wurde am letzten Donnerstag in Hedingen die neue Schul- und Gemeindebibliothek offiziell eröffnet. Anstelle der alten und baufälligen Scheune am Trottenweg entstand ein helles und freundliches Begegnungszentrum.

Nigg wiederum dankte für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Einst Lager für Tierfutter heute Raum für Lesefutter

................................................... von martin mullis Die Räumlichkeiten der neuen Schulund Gemeindebibliothek seien eine weitere Entwicklung der Raumstrategie der Einheitsgemeinde Hedingen, hielt Gemeindepräsident Bertram Thurnherr bei seiner Begrüssung fest. Thurnherr, sozusagen der «Erfinder» des neuen Bibliothek-Standortes, erzählte, dass er lediglich wegen der vielen Spaziergänge mit seinem Hund Kira auf die «Lösung Trottenscheune» gekommen sei. Dieses Geständnis gab später dann der Bibliothekarin Dorli Streit Anlass, ihm eine grosse Packung Büffelknochen für seinen Labrador zu überreichen. Präsident Thurnherr gab seiner Freude mit den Worten Ausdruck, dem engagierten Bibliotheksteam nicht nur ein attraktives Arbeitsumfeld, sondern der Bevölkerung von Hedingen auch ein wunderschönes Kultur- und Begegnungszentrum geschaffen zu haben. Architekt Michel

Sie freuen sich über das Begegnungszentrum im Dorfkern, von links: Schulleiter Ueli Trindler, Bibliothekarin Dorli Streit und Gemeindepräsident Bertram Thurnherr. (Bild Martin Mullis)

Die ehemalige Scheune, einst für die Aufbewahrung von Tierfutter gebaut, diene heute als Standort für Lesefutter, hielt er fest. So blieb Schulleiter Ueli Trindler nichts anderes übrig, als sich den lobenden Worten anzuschliessen, indem er die Bibliothek schlicht und einfach als genialen Ort bezeichnete. Bibliothekarin Dorli Streit strahlte vor Stolz und Freude über den wunderbaren Standort ihres künftigen Arbeitsplatzes. Seit bereits sieben Wochen werden in der neuen Location Bücher ausgeliehen, und die Bibliothekarin hielt fest, dass ein eigentlicher Ansturm zu verzeichnen sei. Die feierliche Eröffnung begleiteten vier Mädchen und ein Knabe, Schüler der Flötenschule von Susanne Bantel, mit ihren Instrumenten. Die Jugendlichen versicherten, in ihrer Freizeit nicht nur dem Hobby Musik zu frönen, sondern als Leseratten auch fleissige Kunden der Bibliothek zu sein. Ein Besichtigungsrundgang gab den fast 50 Gästen Gelegenheit, nicht nur die geschmackvolle und zweckmässige Möblierung, sondern vor allem auch die hellen und freundlichen Räume zu bestaunen.

forum

Mehr überfordert als kriminell Strafsenkung für Baubetrüger aus dem Amt Ein vorbestrafter Bauunternehmer aus dem Amt hat nicht nur 50 000 Franken für sich abgezweigt, sondern auch versucht, weitere 200 000 Franken zu veruntreuen. Obwohl das Obergericht ein Urteil der Vorinstanz bestätigte, senkte es die Strafe deutlich um zehn Monate auf noch ein Jahr Freiheitsentzug. Der Beschuldigte sei ein unverbesserlicher Chaot und kein berechnender Krimineller. ................................................... von attila szenogrady Nach der Urteilseröffnung vom letzten Freitag konnte der heute 36-jährige Heizungsmonteur aus dem Bezirk Affoltern trotz allem aufatmen. Der Schweizer bosnischer Abstammung wurde wegen Betrugs, Veruntreuung sowie mehrfach versuchter Veruntreuung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt. Für den Beschuldigten eine unverhofft milde Sanktion, da die Oberrichter ein erstinstanzliches Urteil des Bezirksgerichts Zürich bei der rechtlichen Würdigung umfassend bestätigt hatten. Mit dem grossen Unterschied, dass die Bezirksrichter den selbstständigen Bauunternehmer noch im letzten November mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 22 Monaten belegt hatte. Mit den aktuellen zwölf Monaten kann der Familienvater die Strafe neu in Halbgefangenschaft verbüssen. Was bedeutet, dass er tagsüber normal arbeiten und damit für seine Familie weiter sorgen kann. Die Anklageschrift berichtete, wie der einschlägig

Beschuldigte zwischen Sommer und Herbst 2012 mehrere und plump scheinende Delikte verübt hatte. Einerseits veruntreute er rund 50 000 Franken, indem er damit zwei Rechnungen eines Auftraggebers für Drittfirmen nicht bezahlte, sondern in die eigenen Taschen fliessen liess. Auf ähnliche Weise ertrog er eine Pressmaschine für über 2100 Franken. Er schickte die Rechnung dafür einfach einem Geschäftspartner, der die Zusammenarbeit bereits aufgekündigt hatte. Hinzu kam, dass der Beschuldigte einem Unternehmen in Affoltern am Albis sowie einer weiteren Firma Umweltpumpen für rund 100 000 Franken verkaufen wollte. Mit dem Schönheitsfehler, das ihm die Geräte gar nicht gehörten. Der Beschuldigte gab vor Obergericht die Veruntreuung von 50 000 Franken zu, nicht aber die weiteren Delikte. Wobei er von Missverständnissen sprach. Auch der Verteidiger verlangte mangels Arglist Teilfreisprüche und setzte sich für eine Freiheitsstrafe von 12 Monaten ein. Bei der rechtlichen Würdigung ohne Erfolg. So sah auch das Obergericht sämtliche Delikte im Wesentlichen als erwiesen an. Doch bei der Strafe zeigten sich die Oberrichter nachsichtig. Die Begründung dafür: Sie stuften den eigentlich fleissigen Handwerker nicht als einen berechnenden Kriminellen, sondern als unverbesserlichen Chaoten ein. «Hier liegt eine spezielle Form von krimineller Energie vor», erklärte dazu der Gerichtsvorsitzende Marco Ruggli. Der Verteidiger führte dazu aus, dass sein Mandant künftig bei finanziellen Fragen zur Vorbeugung einen Buchhalter beiziehen werde. In erster Linie, um nicht mehr mit der Strafjustiz in Konflikt zu geraten.

MyStop oder MySpott? MyStop: Droht Ende Jahr die Schliessung, «Anzeiger» vom 27. Juni. Die architektonische und räumliche Konzeption der Autobahnraststätte My Stop ist orientierungsmässig mit den mehreren Geschossen und schlecht platzierten Rolltreppen unübersichtlich, die Eingänge, dunkel wie Kuhmägen, sind abweisend und nur nach Überquerung einer Fahrbahn erreichbar. Die ganze Innenarchitektur des Baues ist schwach und hilflos. Räumliche Missbildungen, dunkle Zonen und eine sehr eigenartige Gestaltung herr-

schen vor. Dabei sind die primitivsten Regeln einer solchen Autobahnraststätte missachtet worden. Ich habe das vor einiger Zeit in meinem Beitrag My Flop im «Anzeiger» schon dargestellt und den Rückbau dieses Machwerks empfohlen. Nun gibt der Verwaltungsrat endlich zu, dass eine eingeschossige, übersichtliche Ladenstrasse die einzige Lösung wäre und spricht von einem «Umbau». Dabei ist klar, dass die oberen Geschosse nicht verwendbar sind. Es wird nicht erwähnt, dass bei der ganzen Anlage kantonale Steuergelder für die Zufahrtsrampe verschwendet wurden und ein Konkurs

auch auf Kosten des Steuerzahlers ginge. Der Spott ist absehbar. Dabei wäre an dieser Stelle eine Autobahnraststätte durchaus wünschbar. Die Lösung kann doch nur der partielle Rückbau dieses Autobahnhochhauses und eine organisatorische Umorientierung sein. Ob das mit einem «Umbau» möglich ist, muss auch kostenmässig ernsthaft bezweifelt werden. Wann wird der Verwaltungsrat endlich den Mut haben, die Entfernung dieses Ungetüms zu beschliessen und zu verhindern, dass aus der Autobahnraststätte auf Kosten des Steuerzahlers eine «Autobahnroststätte» wird? Kurt Signer, Baar

Ein gut Ein Lob und Dank Spitex Knonauer funktionierendes an Freund und Amt nicht an Spital in Affoltern Helfer Unfall beteiligt Vor Kurzem hatte ich bei Herrn Dr. Ziegler im Spital Affoltern eine Hüftoperation, die hervorragend gelungen ist. Danke! Es ist mir ein grosses Anliegen, öffentlich zu machen, welch einen absolut angenehmen Aufenthalt ich dort erleben durfte. Dies fing schon beim Eintritt am Empfang an und zog sich weiter zu den Operationsvorbereitungen. Beim Aufwachen aus der Narkose wurde ich herzlich begrüsst und behandelt und konnte schon bald ins vorbereitete Zimmer einziehen, wo ich mich sofort liebevoll aufgenommen fühlte. Alle sorgten sich respektvoll um mich und alle anderen Patienten im Zimmer. Es wurde auch sofort eine psychologische Hilfe geholt, als eine Patientin grosse Angst vor der OP hatte. Sie meinte später, dass dieser Psychotherapeut ihre Rettung gewesen sei. Ja, da kann man einfach nur dankbar sein, dass wir in Affoltern ein gut funktionierendes Spital haben. Dorothea Funk, Mettmenstetten

Obfelden, Einfahrt auf die A4 (Rampe, Fahrtrichtung Zürich, zirka 200 Meter vor Beginn Tempo 120 km/h), Donnerstag, 19. Juni 2014, Nachmittag. Grosses Lob gebührt der Polizei für die Wahl dieses Standortes zur Durchführung einer Geschwindigkeitsmessung. Ich danke den Verantwortlichen für diese Kontrolle, trägt sie doch ganz entscheidend dazu bei, Verkehrsunfälle mit den schwächsten Verkehrsteilnehmern (Kinder und Radfahrer) zu verhindern. Hoffentlich nehmen sich alle Geschwindigkeitskontrollen-Planer daran ein Beispiel, damit die unnützen und rein schikanösen Kontrollen an exponierten, unübersichtlichen Stellen, in Dörfern und/oder in der Umgebung von Schulen endlich aufhören. Marc Zulauf, Knonau

Fataler Sturz wäre vermeidbar gewesen, «Anzeiger» vom 1. Juli. Die Spitex Knonauer Amt nimmt Stellung zur Berichterstattung vom 1. Juli 2014 über die Verurteilung eines Taxifahrers aus dem Knonauer Amt. Betroffen war eine an Multiple Sklerose erkrankte Patientin. Es könnte aufgrund der zitierten Aussage des Verteidigers den Eindruck entstehen, dass die Spitex-Mitarbeiterin eine aktive Beteiligung an dem Unfall hatte. Die Spitex Knonauer Amt legt Wert darauf festzuhalten, dass die zuständige Mitarbeiterin lediglich den Auftrag hatte, die Frau in den Rollstuhl zu transferieren und sie nach draussen zu begleiten. Die Kundin wurde durch eine Begleitperson unterstützt. Die SpitexMitarbeiterin blieb nicht bei der Kundin bis das Taxi eintraf. Dafür hatte sie keinen Auftrag. Die Spitex distanziert sich von jeglicher Beteiligung an diesem Vorfall. Spitex Knonaueramt


Gewerbe/Dienstleistungen

Grossübung

Dorffest

Feuerwehr Hausen verabschiedet den ehemaligen Wehrvorstand Georges Köpfli. > Seite 11

Das Wettswiler 40er Fäscht steigt nach den Sommerferien auf dem Schulareal Mettlen. > Seite 12

Dienstag, 8. Juli 2014

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Titelkampf Am GP Rossau ging es zum zweiten Mal auch um die Schweizer Meisterschaft. > Seite 15

leitartikel

Braucht es einen Bezirksgewerbeverband? ................................................... von werner schneiter

S

tehen die örtlichen Gewerbevereine im Säuliamt noch hinter dem Bezirksgewerbeverband (BGV)? Diese Frage stellte sich kürzlich nach der Abstimmung an der Generalversammlung in Obfelden über die Neuausrichtung: Diese wurde zwar mit 7:5 Stimmen gutgeheissen, aber das Abstimmungsergebnis ist ein Fanal. Es deutet auch auf eine Auflösung der mittlerweile 160-jährigen bezirksweiten Organisation hin – eine Frage, die schon längere Zeit im Raum steht und nun neue Nahrung erhalten hat. Diese Neuausrichtung mit «schlankem und zielorientiertem Konzept» kommt ziemlich schwammig und unverbindlich daher. Man will das Lehrlingswesen fördern, die Zusammenarbeit mit dem Lehrstellenforum, der Lehrstellenbörse und Aktivitäten in Schulen intensivieren, bestehende Kommunikationskanäle ausbauen. Ausserdem werden hehre Grundziele beschworen: die nachhaltige Stärkung der Region, Wertschöpfung, Erhaltung und Neuschaffung von Arbeitsplätzen, die Stärkung handwerklicher Berufe und Förderung des dualen Bildungssystems – fast alles Anliegen, die sich übrigens auch die Ämtler Standortförderung auf die Fahne geschrieben hat. Auf welche Weise das innerhalb des Bezirksgewerbeverbandes konkret umgesetzt soll, bleibt unbeantwortet – ebenso, wer diese Anliegen an die Hand nehmen muss. Es sind reine Absichtserklärungen, festgehalten auf Papier, das vergilbt und bald in Schubladen verstauben wird. Bisher kam zum Beispiel das von Jürg Büchi präsidierte Lehrstellenforum auch ohne Sukkurs des BGV ganz gut zurecht; es agiert erfolgreich. Dass man mit dieser «Neuausrichtung» den Bezirksgewerbeverband vom Sterbebett halten kann, daran bestehen berechtigte Zweifel. Das Abstimmungsergebnis an der letzten Generalversammlung nährt diese Zweifel weiter. Kommt hinzu, dass bei

der Frage nach einer stärkeren politischen Ausrichtung des BGV überhaupt keine Einigkeit herrscht. Diese berechtigte Forderung kam zwar an der Generalversammlung auf den Tisch, aber viele Gewerbetreibende sind beim Thema «Politik» sehr zurückhaltend. Sie scheuen eindeutige Stellungnahmen zu politischen Themen in der Region. Viele fürchten mit einer Parteinahme für oder gegen Personen und Projekte, einen Teil der eigenen Kundschaft zu vergraulen. Kaum jemand will sich an vorderster Front engagieren. Man will hier dem kantonalen Gewerbeverband (KGV) das Feld überlassen. Dabei gäbe es auch auf regionaler Ebene viele Themen, die das Gewerbe direkt betreffen: Sie reichen von der Verkehrspolitik über Bau- und Planungsfragen bis zu Bauprojekten oder Wahlen. Hier müsste sich das Gewerbe auf Bezirksebene stärker einbringen, den Mut haben, auch klar Stellung zu beziehen – getreu dem Leitsatz: «Wer nicht politisiert, mit dem wird politisiert.» Die örtlichen Gewerbevereine leben solcherlei Aktivitäten zum Teil vor. Sie sind in den Gemeinden präsent, bringen sich auch ein bei lokalen Themen, organisieren Gewerbeschauen ohne übergeordnete Hilfe, derweil die Bezirksgewerbeschau ja längst begraben ist. Wozu also noch einen Bezirksgewerbeverband, wenn sich niemand findet, der dessen Interessen auf einem für das Gewerbe relevanten Themenfeld mit der nötigen Power nach aussen vertritt? Notabene mit einer Geschäftsstelle, die berappt werden muss? Und mit einer Mitgliederbeitragserhöhung auf 20 Franken, um der drohenden Ebbe in der Kasse zu begegnen. Der KGV wünscht sich zwar einen Ansprechpartner in der Region. Stehen auf kantonaler Ebene gewerbepolitische Themen an, die auch für den Bezirk relevant sind, so könnte ohne Mühe kurzfristig eine Konferenz der Präsidenten der örtlichen Gewerbevereine einberufen werden. Dazu braucht es keinen Bezirksgewerbeverband.

Thomas Kölliker (links), Mitglied der Bankleitung und Leiter der Raiffeisen-Geschäftsstelle Mettmenstetten, überreicht in Anwesenheit von Junioren dem Jumpin-Betriebsleiter Andreas Isoz den Check. (Bild zvg.)

Zustupf für die Erweiterung der Zeltinfrastruktur Raiffeisen Fan-Aktion: 9000 Franken fürs Jumpin, Mettmenstetten Seit der Wintersaison 2010/2011 sammelt Raiffeisen mit der Fanartikel-Aktion «Hands-up» Geld für den Schweizer Schneesportnachwuchs – mit grossem Erfolg. In den vergangenen vier Wintersaisons konnten durch den Verkauf von Mützen, Handschuhen und Schals 915 000 Franken gespendet werden, pro verkauften Artikel flossen fünf Franken in den Spendentopf. Das Geld kam Projekten zugute, die direkt für den Nachwuchs bestimmt waren. Über 80 Projekte in der ganzen

Schweiz wurden so finanziell unterstützt.

Verkaufsaktion Winter 2013/2014: 21 Projekte werden unterstützt Ob eine Anschaffung eines Trainingsgeräts, den Aufbau einer sportpsychologischen Betreuung oder die Erweiterung des Trainingsbereichs für Snowboard Freestyler – die Themenbereiche der eingereichten Projekte waren sehr breit gefächert. Insgesamt werden 21 Projekte unterstützt, welche vielen Nachwuchssportlern aus der ganzen Schweiz optimalere Trainingsbedingungen schaffen sollen. Im Jum-

pin in Mettmenstetten wird die Erweiterung der Zeltinfrastruktur mit 9000 Franken mitfinanziert. Die Optimierung der Trainingsmöglichkeiten ist ein wichtiger Beitrag für über 22 000 junge Sportlerinnen und Sportler im Junioren- und JO-Alter (13 bis 20 Jahre) der Skiregionalverbände. Raiffeisen ist nicht nur Sponsor von Swiss-Ski, sondern auch von elf Skiregionalverbänden, wo sich die möglichen Stars von morgen die Grundlage für den Traum erarbeiten, irgendwann im Weltcup für Furore zu sorgen. Die Raiffeisenbank Cham, Geschäftsstelle Mettmenstetten, hat den Betrag kürzlich symbolisch übergeben. (pd.)

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Bei einem gemütlichen Umtrunk lassen die Gastronomen den gelungenen Event-Nachmittag ausklingen. (Bild zvg.)

«Löwen» in Hausen siegt erneut Traditionelles Minigolf-Turnier von Gastro Affoltern Obwohl es eine Stunde zuvor noch wie aus Kübeln geregnet hatte, trafen sich am Montagnachmittag, 30. Juni, 13 optimistische Mitglieder von Gastro Affoltern zum traditionellen Turnier in der Minigolfanlage Stigeli in Affoltern. Und Petrus war den Wirten tatsächlich gutgesinnt, öffnete die Wolkendecke und das Turnier konnte bei blauem Himmel und strahlendem

Sonnenschein durchgeführt werden. Die 17 Bahnen der Minigolfanlage hatten so ihre Tücken: Gelang dem einen ein «Hole in one», musste sich ein anderer Spieler sieben Schläge schreiben lassen. Als alle den Durchgang beendet hatten, stand fest, dass der letztjährige Turniersieger den Parcours wiederum mit den wenigsten Schlägen absolviert hatte. So durfte Vreni Spinner, Präsi-

dentin von Gastro Affoltern, dem glücklichen Sieger Stefan Burkard, welcher das Hotel Löwen in Hausen repräsentierte, den Siegerpokal überreichen: Eine Magnumflasche Rotwein, gesponsert von Mü’s Vinothek in Affoltern. Bei einem gemütlichen Umtrunk und interessanten Gesprächen liessen die Teilnehmer den gelungenen EventNachmittag ausklingen.


vermischtes

Seit zwei Monaten nicht mehr Sicherheitsvorstand: Gabi Blickenstorfer, Kommandantin der Feuerwehr Hausen, verabschiedet Georges Köpfli.

«Du darfst geniessen» Feuerwehr Hausen verabschiedet Ex-Chef rand in einer Backstube, eine Person wird vermisst. Diese Aufgabe stellte sich der Feuerwehr Hausen an der Grossübung vom vergangenen Freitagabend. «Du darfst geniessen», beruhigt Gabi Blickenstorfer, Kommandantin der Feuerwehr Hausen, den ehemaligen Sicherheitsvorstand Georges Köpfli, «du musst nicht die Leiter hinauf.» Drei Minuten nach der Alarmierung fährt bereits das Tanklöschfahrzeug vor. Die erste Personenrettung wird mit der Leiter aus dem Obergeschoss ausgeführt. Andere Feuerwehrleute dringen mit Löschleitungen ins Untergeschoss ein. Da das Gebäude an der Albisstrasse demnächst abgerissen wird, dürfen die Einsatzkräfte auch mal eine Scheibe einschlagen und eine Tür aufsägen, um ihren Auftrag ausführen zu können. Drei Verletzte konnten die Feuerwehrleute schliesslich bergen. «Es sind gute Leute», so Einsatzleiter Patrick

B

Wyss über sein Team. Entsprechend positiv fielen auch die Rückmeldungen der Übungsbeobachter aus. «Es wurde effizient und sauber gearbeitet», lobte Rolf Müller die Mannschaft. Nicht ganz zufrieden war er mit dem Einsatz der Lüfter, so sei der Rauch im ganzen Haus verteilt worden. Für den geselligen Teil verschob man danach ins Chilbi-Zelt. Dort gab es weiteres Lob für die Inspektion am Montag und den Einsatz im Albisbrunn am Mittwoch. Und schliesslich durfte Gabi Blickenstorfer noch ihren politischen Chef verabschieden – in Gedichtform notabene. In seinen 16 Jahren als Gemeinderat war Georges Köpfli nur vier Jahre für die Feuerwehr zuständig. Trotzdem: «Der Abschied von der Feuerwehr hat mir fast am meisten Mühe gemacht», so Köpfli. So behalte er auch die Zusammenarbeit mit dem verstorbenen Kommandanten Heinz Sträter in guter Erinnerung. (tst.)

Klopf, klopf; die Feuerwehr ist da.

Auch so gehen Türen auf ...

Dichter Rauch erschwert den Atemschutztrupps die Arbeit.

Ziel erreicht: Die «Verletzten» sind geborgen. (Bilder Thomas Stöckli)


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Veranstaltungen

Dienstag, 8. Juli 2014

D a s Dorffest im Säuliamt Wettswiler 40er Fäscht nach den Sommerferien auf dem Schulareal Mettlen

Farbenpacht auf dunklem Wasser im Seleger Moor, Rifferswil. (Bild zvg.)

Königinnen des Wassers: Seerosen Wie kann eine Pflanze – auch zu Hause – vollständig im Wasser gedeihen? Am Sonntag, 13. Juli, von 10 bis 16 Uhr vermitteln Fachpersonen interessante Infos und nützliche Tipps zu diesen schönen Wasserpflanzen. Ein Erlebnistag für die ganze Familie. Die Blüten der roten, weissen, gelben und rosa Seerosen auf dem dunklen Wasser öffnen sich morgens, um sich abends wieder zu schliessen. Eine Seerose ist während der warmen Jahreszeit stetig in Bewegung. Jeden Tag gibt es Veränderungen und Neues an den Pflanzen zu bewundern. So darf man sich von der Vielfalt der Seerosen im Seleger Moor beeindrucken lassen oder vom Froschkönig träumen, denn man befindet sich tatsächlich in einer Märchenwelt. Zwischendurch ist das Zwitschern der verschiedenen Vogelarten zu hören und an den Teichen machen die Frösche grandiose und unvergessliche Konzerte. Die Führungen bei den Seerosenteichen beginnen jeweils um 11, 13.30 und 15 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Seerosentag findet bei jeder Witterung statt. Im Park-Beizli kann man sich von 9 bis 18 Uhr verpflegen. Park Seleger Moor, Rifferswil, bis 31. Oktober täglich von 8 bis 18 Uhr. Infos: www.selegermoor.ch.

Mehr Freude mit Kindern Basiskurs «Starke Eltern – starke Kinder» für Eltern von Kindern im Alter von zwei bis zwölf Jahren in Zusammenarbeit mit der Elternbildung Region Süd. Am 26. August von 19.30 bis 22 Uhr startet im Familienzentrum Bezirk Affoltern ein vierteiliger Kurs, in dem Teilnehmer unter der Anleitung von Irene Rohrer (Psychologin, Familienfrau und zertifizierte SE-SK Elternkursleiterin) ihre Erziehungskompetenzen erweitern und ihr Selbstvertrauen in der Rolle der Eltern stärken. In Kurzinputs, Erfahrungsaustausch, Gruppenarbeiten und praktischen Übungen werden im Kurs unter anderem Themen wie Wertvorstellungen, Erziehungsziele und Gefühle von Eltern und Kindern besprochen. Weitere Infos und ganzes Veranstaltungsprogramm

Vom Freitag, 22., bis am Sonntag, 24. August, findet das traditionelle 40er Fäscht auf dem Gelände der Schulanlage Mettlen in Wettswil statt. Auswärtige aus dem ganzen Säuliamt sowie Wettswiler und Wettswilerinnen sind herzlich eingeladen! ................................................... von marco fetz * Anfang Januar 2014 hat sich das neue Organisationskomitee des 40er Fäschts 2014 mit Peter Kurz und Cécile Simonet (Personal), Desiree Kündig, Tanja Hägi und Chan-Tra Wehrli (Gastro), Peter Künti, Pascal Hartmann und Astrid Moser (Finanzen), Alain Granwehr und Daniel Weber (Bauten/Technik), Christian Moser (Marketing), Karin Zimmermann, Yvonne Parpan und Tanja Baumeler (Spiele und Unterhaltung) zusammen mit dem Schreibenden als Co-Präsidident zusammengefunden. Für ein solch grosses Fest gibt es viel zu planen und zu organisieren: vom Festgelände über Sponsorengelder, Festprogramm, Festführer, Preise, Gastroangebot und vielem mehr, bis hin zum Personalbedarf. Die ersten OK-Sitzungen dauerten bis spät in die Nacht und nun, nach fünf gemeinsamen Besprechungen kann das OK den «Anzeiger»-Lesern mitteilen: «Wir sind bereit für das Wettswiler 40er Fäscht 2014 und freuen uns, ein vielseitiges Festprogramm für Klein und Gross mit Bewährtem und Neuem sowie grossartigen Highlights präsentieren zu dürfen.» Attraktive Spiele, eine lässige Chilbi,

Das Organisationskomitee 40er Fäscht 2014. (Bild Nomi Porath-Gottheil) abwechslungsreiche Unterhaltung, kulinarische Köstlichkeiten, leckere Drinks, ein spannender Schätzwettbewerb und eine Tombola mit super Preisen werden bestimmt begeistern! Am Samstagabend wird die Frank Tender Band mit «The Greatest Hits Ever» das Festzelt bis um 2 Uhr zum Kochen bringen und den Tanzbegeisterten steht eine vergrösserte Tanzfläche auf der Bühne zur Verfügung. Einen Absacker darf man anschliessend gemütlich bis um 4 Uhr in der Bar geniessen. Am Sonntagmittag dann ein weiterer grandioser Höhepunkt, das Konzert der «Sparrohs un-

plugged: An International Swiss Band» – der Hinhörer und Hingucker schlechthin!

Helfer gesucht Wie jedes Jahr ist das OK des Wettswiler 40er Fäschts auf tatkräftige Unterstützung durch freiwillige motivierte Helfer angewiesen. Sei dies beim Zeltund Infrastrukturaufbau ab Mittwoch, bei den diversen Spielen, im Gastrobereich oder auch beim Ausklang und Abbau der Infrastruktur. Die offenen Helfereinsätze sind auf der Internetseite im speziellen Helfertool ersicht-

lich. Auswärtige und Wettswiler sind herzlich eingeladen, aktiv mitzuhelfen und mit ihrem Einsatz ein super Fest für die Bevölkerung zu unterstützen. Interessierte Helfer tragen sich bitte direkt unter www.40erfaescht.ch in die Helferlisten ein. Das OK 40er Fest 1974 bedankt sich bei allen Sponsoren, Gönnern und freiwilligen Helfern – ohne sie wäre ein solches Fest nicht möglich. * Der Autor ist Co-Präsident im OK 40er Fest 2014. Das spannende Programm und weitere Infos unter: www.40erfest.ch oder im Facebook unter facebook.com/40erFaescht.

Affoltemer Chor sucht Gastsänger

Neuer Treffpunkt für die Kiwanisfreunde

Adventskonzert in der reformierten Kirche

Auf Löwen folgt Oktogon in Bonstetten

Das festliche Konzert ist für den Chor jeweils der Höhepunkt des Jahres. Auf dem Programm stehen dieses Mal zwei Werke des französischen Komponisten Marc-Antoine Charpentier.

Als Folge der Schliessung des Rest. Löwen in Bonstetten sah sich der Kiwanisclub Knonauer Amt gezwungen, ein neues Vereinslokal für ihre regelmässigen Mittagslunches zu suchen.

Für das jährliche Konzertprojekt sucht der ref. Kirchenchor Affoltern noch singfreudige Gastsängerinnen und Gastsänger, die sich die zwei hochbarocken Meisterwerke aus der Zeit des Französischen Sonnenkönigs nicht entgehen lassen wollen. Berühmt geworden ist Charpentiers «Te Deum» durch seine «Prélude», die heute als Eurovisions-Melodie verwendet wird. Seine berühmte «Messe de Minuit» gehört mittlerweile zum Standardrepertoire eines jeden etablierten Konzertchors. Beide Werke erfreuen sich grosser Beliebtheit und überraschen durch grossen Melodienreichtum und viel

Abwechslung durch unterschiedlichste solistische und chorische Partien. Sängerische Vorkenntnisse sind von Vorteil, jedoch keine Bedingung für eine Mitwirkung. Erwartungsgemäss wird der Chor gegen 35 Sängerinnen und Sänger stark sein und von einem Barockorchester in solistischer Besetzung und historischer Stimmung begleitet werden. Interessierte können einfach einmal vorbeischauen und ausprobieren, ob es ihnen gefällt. Alle Proben und das Konzert finden in der ref. Kirche Affoltern statt. Wer gerne barocke Musik singt und Zeit und Lust hat, sollte sich dieses besondere Erlebnis nicht entgehen lassen. Die Proben beginnen am 21. August, donnerstags, 20 bis 22 Uhr. (pd) Eckdaten: Singweekend 15./16. Nov.; Hauptprobe 4., Generalprobe 6., Konzert 7. Dezember, 17 Uhr. Infos bei Susanne Dietrich, Tel. 078 657 60 02 oder Chorleiter Rico Zela, Tel. 043 817 42 43.

unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Anmelden bis 18. August über die Website oder Telefon 044 760 21 13 (Freitagvormittag, sonst Anrufbeantworter).

Der reformierte Kirchenchor Affoltern sucht Verstärkung. (Bild zvg.)

Der Vorstand prüfte verschiedene Vorschläge von möglichen Restaurants in der Region, ob die geforderten Anforderungen gegeben und die Kriterien erfüllt werden konnten. Von den verbliebenen Restaurants entschieden sich die Kiwanis-Freunde für das Oktogon in Bonstetten. Am 19. Juni trafen sich der KC Knonaueramt zum letzten Mal im Restaurant Löwen in Bonstetten zum Mittagslunch. Seit der Gründung vor rund 26 Jahren 1988 haben sich die Kiwanisfreunde gegen 800 mal in ihrem Löwen getroffen. Viele Vorträge wurden gehalten, in spannenden Referaten interessante Themen nähergebracht aber auch in vielzähligen Diskussionslunchs Meinungen und Gedanken unter den Mitglieder ausgetauscht. Am letzten Löwen-Lunch wurde die Zeit dazu benützt, sich vom Wirte- und Gastgeberpaar Elsbeth und Ueli Kündig, vertreten durch Ueli Kündig, zu verabschieden. Mit dankenden Worten gegenseitig und ein paar Erinnerungen an die vergangenen 26 Jahre wurde die schöne und lang anhaltende Episode Restaurant Löwen beendet. Am 3. Juli, zum ersten Treffen im 2. Halbjahr 2014, wurden die zahlreich erschienen Kiwanisfreunde Knonaueramt an ihrem zukünftigen Treffpunkt im Oktogon in Bonstetten von der neuen Wirtin Edith Wieland freundlich willkommen geheissen. Mit

KC Präsident Beat Amann verabschiedet sich von Ueli Kündig nach 26 Jahren Kiwanis im Rest. Löwen. (Bild zvg.) der Wahl des Restaurants Oktogon blieben die Kiwanis der Ortschaft Bonstetten treu. Die zentrale Lage und gute Erreichbarkeit mit verschiedensten Verkehrsmitteln haben unter anderem fürs Oktogon gesprochen. Ob die neue Liaison mit dem neuen Clublokal wieder 26 Jahre oder noch länger dauern wird? Auf jeden Fall ist der Start gelungen und die Kiwanisfreunde konnten ein feines Mittagessen geniessen und wurden im Anschluss von ihrem Mitglied Andi Görög in einem interessanten Vortrag in sein Hobby, die chinesische Kampfkunst, eingeführt. Der KC Knonaueramt freut sich, auch in Zukunft im Oktogon gute Gespräche, Vorträge und eine feines Essen geniessen zu können und dankt Edith Wieland für den sympathischen Start mit ihrem Restaurant. (R.Girardi)


Sport

Dienstag, 8. Juli 2014

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Top-Resultate aus der ganzen Welt Emma Pooley: Rad- und Triathlon-Erfolge Emma Pooley ist in beneidenswerter Form. Die Saison begann mit dem internationalen Half Triathlon auf den Philppinen, wo sie den 3. Platz belegte. Dann folgte ein Sieg in Australien. Den Flèche Wallonne Cycling World Cup der Frauen in Belgien beendete Pooley auf dem 7. Rang und ein weiteres Top-Resultat erzielte sie am Ironman 70.3, Rapperswil. ................................................... von hanspeter feller Der Halb-Triathlon auf den Philippinen gilt als hartes Rennen. Und Emma Pooley liebt harte Wettkämpfe. Nach 32 Minuten stieg sie aus dem Wasser, auf der Rad- und Laufstrecke holte sie mächtig auf und lief nach 4:47.43 als ausgezeichnete Dritte ins Ziel. Beim Sieg am Karri Valley Triathlon in Australien benötigte Pooley für die 0,6 km Schwimmen, 60 km Rad und 10 km Laufen eine Zeit von 2:57.32, der Vorsprung auf die Zweitklassierte betrug ziemlich genau 5 Minuten. Mitten in der Weltelite beendete Emma Pooley das Rennen Flèche Wallonne Féminine über 127 km. Mit nur 21 Sekunden Rückstand belegte sie den ausgezeichneten 7. Platz. An

einem Mehretappenrennen in England, der Tour of Britain Frauen, landete die Engländerin aus Hausen am Albis auf dem 59. Platz mit 17 Minuten Rückstand auf die Siegerin. Ein weiteres Mehretappenrennen, den Emakumeen Bira Race mit 4 Etappen über eine Totaldistanz von 403 km, beendete sie im 20. Rang.

Ausgezeichnete Resultate auch in der Schweiz Auch in der Schweiz war die WahlHausemerin erfolgreich. Am Intervall Duathlon in Zofingen belegte sie den 2. Platz mit vier Minuten Rückstand auf Nicola Spirig. Sowohl auf dem Rad wie auch auf den Laufstrecken erzielte sie immer die zweitbesten Zeiten. Bisheriger Höhepunkt der Saison war der 2. Rang am Ironman 70.3 in Rapperswil in der Kategorie Profis. Geschlagen wurde sie nur von Daniela Ryf. Nicola Spirig, welche das Rennen als 3. beendete, nahm sie elf Minuten ab. Nach einer eher schwachen Schwimmzeit drehte sie gewaltig auf. Auf der Radstrecke fuhr Pooley die zweitschnellste Zeit und auf der Laufstrecke lief sie sogar Bestzeit. «Mit diesem Resultat bin ich ziemlich glücklich», sagte Pooley nach dem Rennen. Die Zeiten: 30.34 für 1.9 km Schwimmen, 2:19.47 für 90.1 km Radfahren und 1:17.01 für 21.1 km Laufen, Totalzeit 4:12.01.

Wie geht es weiter? Ende Juni startet Emma Pooley an den nationalen Meisterschaften im Strassenrennen und Zeitfahren in England. Vom 4. bis 13. Juli bestreitet sie den Giro d’Italia für Frauen und Ende Juli/Anfang August geht es dann an die Commonwealth Games nach GlasEmma Pooley ist in beneidenswerter Form. (Bild Vesna Stimac) gow, Schottland.

Bert Schmelzer im Landeanflug. Der Belgier, der in Zürich lebt, siegt dank konstant guter Leistung. (Bilder zvg.)

Die SG Knonaueramt hat einen Weltmeister Bert Schmelzer holte den Titel in der Standardklasse In Räyskälä, Finnland, fand vom 22. Juni bis 6. Juli die SegelflugWeltmeisterschaft statt. Bert Schmelzer, der in der Segelfluggruppe Knonaueramt in Hausen fliegt, nahm daran teil und holte gleich die höchste Auszeichnung in der Standardklasse. ................................................... von ruedi schneebeli An neun Tagen konnten Flüge bis 400 km absolviert werden. Dabei lieferten sich die 42 Teilnehmer in ihren motorlosen Maschinen sehr schnelle Rennen. Die Punkteabstände der Spitzenpiloten waren sehr klein. Dank der konstanten Leistung konnte der Belgier Bert Schmelzer, der aber seit vier Jahren in Zürich wohnt und arbeitet, alle andern hinter sich lassen und zum Weltmeister gekürt werden. Auf

Platz 2 platzierte sich der polnische Profi-Segelflieger Sebastian Kawa, der schon fast auf solche Titel abonniert war. Bert hingegen übt den anspruchsvollen Beruf eines Architekten aus und das mit einem normalen Arbeitspensum. Bert hat schon am 18. Mai 2013 von Hausen aus mit der Egalisierung von drei Europarekorden auf sich aufmerksam gemacht. Bert Schmelzer ist nicht nur ein grossartiger Segelflugpilot, er versteht auch das Fotografieren. So lässt er an seinen wunderbaren Flügen teilhaben. Letztes Jahr hat er mit seinem einmaligen Buch «One Year of Gliding» in der Segelflugszene auf sich aufmerksam gemacht. Die Segelfluggruppe Knonaueramt ist sehr stark auf den Wettbewerbsflug ausgerichtet und führt nun nach fünf Jahres-Siegen in Serie bereits wieder im Zwischenklassement die Gruppenwertung im Nationalen Segelflugwett-

Weltmeister – das wird gefeiert. bewerb an. In allen Klassen, mit Ausnahme der Club-Klasse, ist momentan ein Ämtler Pilot in Führung.

Im Leadertrikot EKZ-Cup: erstmals Führung beim RRC-Amt Jan Tillmann konnte am letzten EKZCup Rennen in Gossau SG mit einem zweiten Rang das Leadertrikot überziehen. Er ist der erste RRC-Amt-Fahrer, dem dies gelingt. Wiederum fürs Podest reichte es Ilona Tillmann und Cedric Graf mit den dritten Rängen in ihrer Kategorie. Die Schlammschlacht von Gossau wurde zu einer Herausforderung für sämtliche Teilnehmer. Von schmalen, schlammigen Wurzelwegen, nassen

Wiesen, die schräg traversiert werden mussten, konnten die Wenigsten alles fahren. Wer da vorne dabei war, hatte einen erheblichen Vorteil. Als das Gros der Fahrer diese Passagen meisterte, gab es Stau und kurze Wartezeiten, die durch Stürze und laufende Biker verursacht wurden. In der Abfahrt brauchte es genug Mut, ohne Bremsen die Wiese hinunterzufahren, denn wer bremste, dem rutschte das Rad seitlich weg.

Vereinsfoto nach dem Wettkampf. (Bild zvg.)

Stärkeklassensieger am Kreisturnfest Am Wochenende vom 28. und 29. Juni nahm der TV Ottenbach am Kreisturnfest in Hendschiken AG teil. Er glänzte dabei mit der Gesamtnote 28.03, die ihm den Sieg in der zweiten Stärkeklasse einbrachte. ................................................... von matthias etterlin

Rang zwei in Gossau und Führender in der Cup-Gesamtwertung: Jan Tillmann (links) vom RRC Amt. (Bild zvg.)

Nachdem am ersten Turnfest in Messen SO nicht ganz wunschgemässe Resultate erzielt wurden, waren sich die 27 Mitglieder bewusst, dass in Hendschiken eine Steigerung hermuss. So zeigten die Sprinter gleich im ersten Wertungsteil, dass heute ein anderer Wind bläst. Sie übertrafen das gesetz-

te Ziel von 9.2 und erzielten die Note 9.63. Im zweiten Wertungsteil bewies dann das Fachtest-Team einmal mehr seine Schlagkraft. Es kehrte zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte mit der Maximalnote 10 vom Wettkampfgelände zurück und trug wertvolle Punkte zur Gesamtnote bei. Der dritte und letzte Wertungsteil, in dem es nochmals um alles oder nichts ging, bot erst einmal Anlass zur Sorge. Grund war der Start der Weitspringer, die am letzten Turnfest eine Fehlleistung in Form der Note 7.53 erbrachten. Waren sie dem Druck gewachsen, das Ziel von 8.7 zu erreichen? Ja, sie waren es. Es gelang ihnen, die Enttäuschung vom letzten Mal in zusätzliche Zentimeter umzumünzen und die, für die Disziplin

Weitsprung, grandiose Note 9.0 zu erzielen. Zeitgleich hoben die Steinheber das gesetzte Ziel von 9.25 aus den Angeln und liessen sich eine 9.33 aufs Notenblatt schreiben. Neben den erwähnten Disziplinen gelangen dem TV Ottenbach weitere gute bis sehr gute Leistungen, womit unter dem Strich die traumhafte Gesamtnote von 28.03 Punkten resultierte. Sie ist neuer Vereinsrekord und sorgte zeitgleich für den Sieg in der zweiten Stärkeklasse – eine Rangierung, die der TV Ottenbach letztmals 1992 erreichte. Der einzige, in der zweiten Stärkeklasse startende Zürcher Verein, verwies damit 19 andere Vereine hinter sich. Weitere Infos unter www.tvottenbach.ch.


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Sport

Dienstag, 8. Juli 2014

Ein Tennisfest für die ganze Region Das Säuliamt Open steigt auf die nationale Ebene Vom 24. bis 27. Juli finden das 6. Säuliamt Open statt. Dieses Jahr mit nationaler Konkurrenz und einem Preispool von 5000 Franken. ................................................... von oliver gfeller Nach dem Teilnehmerrekord vom letzten Jahr mit insgesamt 84 Teilnehmern strebt das Turnier-OK um Frederick Marek neuerlich einen weiteren Rekord an, denn heuer soll in 16 Konkurrenzen die magische Grenze von 100 Teilnehmern durchbrochen werden. Wiederum finden die beliebten Konkurrenzen Männer Aktive R3/R6 und Senioren R7/R9 statt, doch das ist noch lange nicht alles. Neu gibt es auch ein Herren- und Damentableau für die Konkurrenz N4/R2. Das bedeutet Schweizerisches Spitzentennis im Säuliamt! Um die gut 95 Spiele ohne Probleme an einem Wochenende durchfüh-

ren zu können, konnte der TC Wettswil als Partner verpflichtet werden. Somit wird das Turnier auf den Plätzen des TC Säuliamt, TC Stallikon und TC Wettswil gleichzeitig ausgespielt. Ein Tennisfest für die ganze Region!

Heimvorteil gesprochen werden, schliesslich stellte das Säuliamt in sechs ausgespielten Konkurrenzen im letzten Jahr zwei Sieger und vier Finalisten.

Finalspiele in Stallikon Jeder Teilnehmer ist ein Gewinner Knapp drei Wochen vor Durchführung des Turniers haben sich 50 Personen angemeldet. Diese Zahl wird in den nächsten 14 Tagen noch steigen, da die meisten Tennisspieler kurz vor Ablauf der Anmeldefrist ihre Teilnahme auf Swisstennis.ch offiziell machen. Das Nenngeld, um am Turnier teilzunehmen, beträgt wie letztes Jahr 50 Franken. Ein sehr günstiger Spass wenn man bedenkt, dass jeder Teilnehmer zumindest einen Trostpreis bekommt und der Sieger sogar ein Preisgeld. Auch deshalb geniesst das Säuliamt Open seit Langem eine grosse Beliebtheit bei den Tennisspielern der Region. Es darf durchaus von

Nachdem im letzten Jahr die Finalspiele in Affoltern am Albis auf der Anlage des TC Säuliamts stattgefunden haben, ist dieses Jahr der TC Stallikon an der Reihe. OK-Präsident Marek erklärt: «Wir wollen, dass jedes Jahr ein anderer Club vom Zuschauerandrang am Finaltag profitieren kann. Jeder Club hat ein kleines Restaurant und wir sind uns sicher, dass wir wieder ein tolles Tennisfest am Finaltag aufziehen können. Dies stärkt den regionalen Zusammenhalt der Tennisclubs und sorgt dafür, dass die Teilnehmer nicht nur einen Club im Säuliamt während des Turniers kennenlernen.» Anmelden bis Dienstag, 22. Juli, unter www.swisstennis.ch, Turniernummer 92420.

Hinten von inks: Marco Schümperli, Silas Haab, Micha Haab. Vorne: Jannik Bruder und Lars Reber. (Bild zvg.)

Fast Schweizer Meister Schulsport: Sek. Mättmi im Unihockey-Final Was am Turnier der Bezirksmeisterschaft in Obfelden Ende Januar begann, fand Mitte Juni in Sarnen an den Schweizerischen Schulsportmeisterschaften den Höhepunkt. Die Schüler des Schulsports Mättmi holen am Final-Match dem Kanton Zürich die Silber-Medaille im Unihockey. Das energiegeladene Team unter der Leitung von Hans Schmutz hat auf

und auch neben dem Feld einen tollen Teamgeist bewiesen, und so den VizeMeister-Titel gemeinsam erkämpft. Der Weg zu diesem Titel führte über den Sieg am Bezirksturnier sowie den Regional- und Kantonalmeisterschaften. Somit stellen die Schüler der Sek. Mettmenstetten-Knonau-Maschwanden die beste UnihockeyMannschaft des Kantons Zürich.

wm-mail aus rio

Besuch von Sepp Blatter und der Einfluss von Macumba ................................................... von lars steiner* Diese Woche hatten wir Besuch von FIFA-Präsident Sepp Blatter. Er erzählte uns was so alles an der WM-Front und in den Medien läuft. Er erwähnte den grossen wirtschaftlichen Impakt, welcher die WM für Brasilien hat und sprach von einer Win-Win-Situation. Na ja, ob das dann wirklich so ist, kann man diskutieren. Man darf nicht vergessen, dass Brasiliens Ausgaben für die WM, die Kosten der letzten beiden Turniere (Deutschland 2006 / Südafrika 2010) nicht decken. Jedenfalls war es sehr interessant und kurzweilig was er uns zu berichten hatte. Nach der 30-minütigen Audienz verabschiedete er sich mit seinem Tross. Nebst einer 10-köpfigen Polizei-Eskorte fährt jeweils noch eine Ambulanz mit. Es könnte ja mal was passieren ... Noch vier Mannschaften sind im Turnier. Dass Sieg und Niederlage sehr nahe beieinander liegen, hat man einige Male gesehen. Die Brasilianer standen auch schon kurz vor dem Aus. «Macumba»! Das sagen die brasilianischen Fans, wenn ihrer Mannschaft trotz augenscheinlicher Überlegenheit einfach kein Tor gelingen will. Macumba, das ist der Zauber, mit dem die Priester der afrobrasilianischen Religionen ihr gutes und manchmal auch böses Werk verrichten. Obwohl der Vodoo die Gunst der Götter heraufbeschwört, hat seine Macht seit der Einführung der Sportpsychologie etwas verloren. Trotzdem sind die Südameri-

kaner nach wie vor sehr abergläubisch. In Zeiten, als der Fussball noch keine wissenschaftliche Kunst war, wurde der Rat der «Terreiros» – so nennen sich die Hohepriester des Übersinnlichen – öfter herbeigezogen. Diese Weisen schöpften ihre Kraft gerne aus dem Blut eines schwarzen Ziegenbocks, es konnten auch schwarze Hühner sein. Hauptsache schwarz musste es sein. Salz, Zuckerrohrschnaps und Schwarzpulver durften bei der Beschwörung nicht fehlen. Und wenn die Sache wie in diesen Tagen besonders ernst war, wurde einem lebendigen Frosch ein Zettel ins Maul gestopft mit den Namen der gegnerischen Spieler. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde dem Frosch das Maul gleich zugenäht. Es gab auch schon Fussballer, die ihre Schuhe mit einem Zauberwässerchen füllten und den Inhalt auf des Gegners Platz ausschütteten. Mochte der gewünschte Erfolg ausbleiben, so wuchs doch an dieser Stelle möglicherweise kein Gras mehr. Ein bisschen Macumba hätte die Schweiz vielleicht auch eine Runde weitergebracht. Wir unternahmen diese Woche mit den Schiedsrichtern eine Exkursion zur weltbekannten Christusstatue in Rio de Janeiro, auf dem sogenannten Corcovado. Oben angekommen, staunte ich nicht schlecht: Da waren doch wirklich zwei Arbeiter daran, dem Christus in schwindelnder Höhe die rechte Hand zu reparieren. Hatte ein Blitz diesen Schaden verursacht? Oder führten die beiden gerade Macumba im Schilde? Alles ist möglich im Fussball. Jedenfalls bei unserem Medicalteam und den Schiedsrichtern geht alles mit rechten Dingen zu. * Der Autor ist seit 2012 offizielles Mitglied des Medical Teams der Fifa und kümmert sich in Brasilien um das Wohl der Schiedsrichter. Seit 2002 betreibt er in Dübendorf seine eigene Praxis für Massagen und Sporttherapie. Daneben praktiziert

Blitzschaden oder Macumba? Arbeiter an der Cristo-Statue über Rio de Janeiro. (Bild zvg.)

er auch in Hausen. www.vital-work.ch.

Verspätete und verpasste Züge Schweizer 1. Liga: Wettswil kehrt ohne Punkt aus Olten heim Der Schachclub Wettswil war darauf erpicht, in der letzten Runde vor der Sommerpause zu punkten. Auch wenn der Gegner Leader Olten hiess. ................................................... von kaspar köchli Mitte Juni überzeugte Wettswil gegen Gligoric mit einem hohen Sieg. Nun wollte es in der fünften Runde nachsetzen gegen Olten – dieses wiederum war bestrebt, seine Tabellenführung zu behaupten. Von Beginn weg herrschte ein offener Schlagabtausch. Ein spannender Kampf entbrannte. Die Ämtler, die ihre zwei besten Spieler zu ersetzen hatten, boten an allen Brettern Paroli. Das Oltner Bahnhofbuffet als Spiellokal entpuppte sich nicht als sehr lauschig, immer wieder drangen Lautsprecherdurchsagen in den Raum. «Der Zug hat Verspätung» konnte durchaus im doppelten Sinn verstanden werden ... Beim Stand von 3:2 für den Gastgeber bewies Philipp Aeschbach sein grosses Können, ihm gelang ein Angriff wie aus dem Lehrbuch. Der unrochierte Monarch seines Gegners sah sich in der Brettmitte plötzlich einem ganzen Rudel von Figuren gegenüber. Ein verzweifeltes Läuferopfer rettete

Die vordersten Bretter; Theo Heldner (rechts) reüssierte später gekonnt. (Bild kakö) zwar das Königsleben, nicht aber die Partie: Aeschbach glich cool zum 3:3 aus. Jetzt kitzelte Wettswil am Tabellenthron, denn bei den verbleibenden zwei Spielen durfte aufgrund der Stellungen mit eineinhalb Punkten geliebäugelt werden. Es sollte nicht sein. Pechvogel Urs Allenspach verdarb mit einem einzigen Fehler das sichere Remis und brachte sich darob um die Früchte seiner zuvor brillanten Verteidigungskünste. Als letzter Wettswiler musste Hanspeter Bieri nun unbedingt gewinnen, um wenigstens das 4:4 zu retten. Er verpasste in guter Stellung jedoch den richtigen Zug und sein Vis-à-vis kam überraschend noch zum Vollerfolg. Damit stand Wettswil trotz tollem Kampf als 3:5-Verlierer da. In einem nahen Restaurant erlebten die

Ämtler Pizza essend die Verlängerung des WM--Spiels Brasilien gegen Chile. Und konnten mit den Unterlegenen (nach Penaltys) mitfühlen ... Nun ist Sommerpause, erst im September finden die letzten zwei Runden statt. Der Schachclub Wettswil bleibt jedoch nicht untätig, vor allem freut er sich auf seine traditionelle, mehrtägige Vereinsreise ins Tessin. Schweizer Mannschaftsmeisterschaft: 1. Liga, 5. Runde: Olten – Wettswil 5:3; Peter Hohler (2156 Elo) - Werner Aeschbach (2103) 1:0; Björn Holzhauer (2218) - Philipp Aeschbach (2140) 0:1; Zeno Kupper (2194) - Hanspeter Bieri (2169) 1:0; Daniel Reist (2050) - Theo Heldner (2080) 0:1; Robin Angst (2156) - David Klee (1925) remis; David Monnerat (2020) - Kaspar Köchli (2031) remis; Denis Dutoit (1974) - Werner Funk (1759) 1:0; Stefan Eggenberger (2039) - Urs Allenspach (1943) 1:0.

Hornusser: Es ist noch alles offen Am vergangen Sonntag spielte Obfelden sein vorletztes Meisterschaftsspiel auswärts gegen Balzenwil B. Mit leider nur 13 Spielern musste die HG Obfelden ein sehr wichtiges Spiel in Angriff nehmen. Bei guten äusseren Verhältnissen musste die Gastmannschaft ihr Spiel im Ries beginnen. Alle Beteiligten waren topmotiviert. Jeder wusste, dass er eine gute Leistung bringen musste, damit man vier Punkte erreichen konnte. Balzenwil trat zum Glück auch mit nur 15 Mann an, somit erhöhten sich die Chancen wieder, man glaubte an einen Sieg.

Im ersten Durchgang zeigten die Hornusser von Obfelden im Ries eine gute Leistung – bis auf einen Hornuss, den niemand erkannte, und prompt gab es die befürchtete Nummer. Beim Schlagen zeigten die Ämtler ihre Stärke und lagen deutlich vor ihrem Gegner. Auch die Balzenwiler kassierten im ersten Durchgang eine Nummer, und die Karten wurden neu gemischt. Im zweiten Durchgang mussten sich die Obfelder wieder nach einer guten Leistung nochmals zwei Nummern schreiben lassen, die drei fehlenden Spieler machten sich eben bemerkbar. Balzenwil B hielt das Ries sauber. Dank der besseren Schlagleistung konnte

sich die HG Obfelden einen Punkt gutschreiben lassen, Balzenwil B bekam zwei Punkte. Somit gewann Balzenwil B mit einer Nummer und 596 geschlagenen Punkten zu Obfelden mit drei Nummern und 727 Punkten. In der letzten Runde wird sich erst entscheiden, ob Obfelden im nächsten Jahr in der 5. Liga spielen wird. Die Ausgangslage könnte nicht spannender sein. Der Punkteunterschied vom 9. Rang, den Obfelden jetzt belegt, auf den rettenden 8. Rang ist gerade mal ein Punkt. Es ist also noch alles offen. (PF) Einzeln erzielten gute Leistungen: Reto Binggeli 65, Geri Wisler 60, Markus Buchmann 55.


Sport

Dienstag, 8. Juli 2014

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«Schweizer Seifenkistenfreunde sind wie eine grosse Familie» Am Sonntag fand in Rossau zum zweiten Mal die Seifenkisten-Schweizermeisterschaft statt Vor 50 Jahren haben Dorfbuben den Sport Club Rossau gegründet und das jährliche Seifenkistenrennen initiiert. Zum 50-JahreJubiläum fand die SeifenkistenSchweizer-Meisterschaft in Rossau statt, leider ohne Ämtler auf dem Podest. ................................................... von salomon schneider Seifenkistenfahren ist ein Sport für die ganze Familie. Kinder zwischen acht und 16 Jahren dürfen teilnehmen und sich an über 20 Anlässen jährlich messen. Damit ist aber noch nicht genug. Die Seifenkisten werden oft selber gebaut und müssen unterhalten werden, was auch zeitaufwendig ist. «Wenn nicht die ganze Familie Seifenkistenfahren lebt, geht das nicht. Da wir uns an so vielen Anlässen immer wieder sehen, sind Seifenkistenfamilien zu einer grossen Familie geworden», erklärt OK-Mitglied Roland Zehnder. Beim Seifenkistenfahren können Kinder lernen, kalkulierte Risiken einzugehen und sich spielerisch an ihre Grenzen heranzutasten.

Im Säuliamt fehlen geeignete Trainingsmöglichkeiten Teil der grossen Seifenkistenfamilie ist auch die Familie Mühlestein aus Hausen. Die Töchter Livia und Alessia fahren beide seit über fünf Jahren Seifenkiste und der Vater, Hanspeter, präsidiert den Schweizer Seifenkistendachverband. Alessia Mühlestein zum Seifenkistenfahren: «Da ich fast jedes Wochenende weg bin, habe ich zwei Freundeskreise, einen Seifenkistenkreis und einen in Hausen. Manchmal ist es aber ganz schön anstrengend, mich für jedes Rennen zu motivieren. Gerade, wenn das Wetter sehr heiss oder regnerisch ist.» Livia Mühlestein ergänzt: «Eine weitere Schwierigkeit ist der Mangel an geeigneten Übungsstrecken im Amt. Wir können praktisch nur an den Rennen üben, weshalb Fahrer aus dem Knonauer Amt sehr selten aufs Podest fahren.» Auch Hanspeter Mühlestein sieht dieses Problem und sucht deshalb nach privaten oder öffentlichen Strassen, die einmal alle 14 Tage für das Seifenkisten-Training gesperrt werden könnten.

Beim Seifenkistenfahren wird nicht nach Geschlecht kategorisiert. Da es auf die Konzentration ankommt, haben alle gleich grosse Siegeschancen.

Das OK wurde vom Verband mit einem Jubiläumspokal geehrt.

Livia, Hanspeter und Alessia Mühlestein gehören zur Seifenkistenfamilie (v.l.).

Das Fahrkönnen ist entscheidend 50 Jahre Seifenkistenrennen haben auch das Dorf Rossau geprägt. «Ich war 1964, beim ersten Rennen, bereits als Zuschauer dabei. Über die Jahre hat fast die gesamte Rossauer Bevölkerung einmal einen Beitrag zum Bestehen des Sport Clubs Rossau geleistet», schwärmt OK-Präsident Jürg Meili. Anfangs holten die Buben alte Kinderwagenräder vom Abbruch und bastelten auf dieser Basis die ersten Seifenkisten. Nach einigen Jahren kamen auch Mädchen dazu und der Sport Club Rossau schloss sich dem Schweizer Seifenkistenverband an. Der Sport wurde über die Jahre stark professionalisiert und heute sind nur noch Seifenkisten zugelassen, die mit dem Originalbausatz gebaut wurden. Auch Gewicht, und Form sind streng reglementiert. «Durch diese Reglementierungen haben alle die gleichen Gewinnchancen, da es primär auf das fahrerische Können draufankommt. Es gibt natürlich trotzdem genügend Tricks und Kniffe, um die Seifenkisten noch schneller zu machen», erzählt Roland Zehnder. Gerade mit der richtigen Menge vom richtigen Öl könne man Entscheidendes herausholen.

... Feingefühl ...

Beim Seifenkistenfahren sind Präzision ... Am Sonntag massen sich rund 100 Kinder in drei Läufen, von denen die besten zwei zählten. Die Rennstrecke führte von Ambüel bei Rifferswil, über Hauptikon nach Rossau. Bei Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde, wurde ein kurvig abgesteckter Parcours gefahren, der über drei Gemeindegebiete führte. Zwischen den Läufen, während die Seifenkisten wieder nach oben gefahren

wurden, fuhren Motorrad-Veteranen mit ihren Oldtimern über die Strecke. Auch Luigi Taveri, Sohn des gleichnamigen ersten Schweizer Motorradweltmeisters in der 125 KubikzentimeterKategorie, war dabei und fuhr auf der Erfolgsmaschine seines Vaters, der den Anlass zu Fuss besuchte. Ranglisten und weitere Informationen unter: http://www.ig-lo-seifenkisten-derby.ch/.

... und Geschwindigkeit gefragt. (Bilder Salomon Schneider)


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