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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 52 I 170. Jahrgang I Freitag, 1. Juli 2016

Bäume weichen

Einstimmigkeit

Verlegung von Werkleitungen: Rodung und Wiederaufforstung in Aeugstertal. > Seite 3

Die Maschwander Gemeindeversammlung genehmigte alle Vorlagen. > Seite 5

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900 kWh So viel Strom kann ohne Komfortverlust eingespart werden – Tipps aus Bonstetten. > Seite 6

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Doppeltes Jubiläum 150 Jahre Feldschützen und 100 Jahre Turnverein: Am 9. Juli wird in Bonstetten gefeiert. > Seite 7

Ein Schlusswort des «Anzeiger»-Chefredaktors, der in den Ruhestand geht

L

iebe Leserinnen und Leser, mit der heutigen Freitagausgabe trage ich zum letzten Mal die redaktionelle Verantwortung für diese Zeitung und darf mich in den Ruhestand verabschieden – nach fast 36 Jahren bei Weiss Medien AG, der Herausgeberin des «Anzeigers». Eine so lange Zeit beim gleichen Medium ist heute nicht mehr Usanz – in Zeiten, wo Journalisten in wirtschaftlich zunehmend schwierigem Umfeld in dieser Branche die Seite wechseln und sich ihr Geld als Pressesprecher eines Konzerns, einer öffentlichen Institution, eines Regierungsmitglieds oder in eines Kommunikationsunternehmens verdienen. Dass es in meinem Fall so viele Jahre geworden sind, hängt nicht nur mit der gesunden finanziellen Basis des Unternehmens zusammen. Lokaljournalismus ist ein faszinierender Bereich, der zwar räumlich begrenzt ist, aber vieles ermöglicht, was in anderen MedienSparten kaum möglich, oft undenkbar ist. In erster Linie ist da die Nähe zu den Bewohnerinnen und Bewohnern in Gemeinde und Region zu nennen, der breite und oft tiefe Kontakt zu Exponentinnen und Exponenten in Behörden, Politik, Wirtschaft, Kultur, Gewerbe und Sport – die Möglichkeit, sich auf all diesen «Spielfeldern» journalistisch bewegen zu können. Der Lokaljournalist ist Generalist, der – wie in unserem Fall – recherchiert, redigiert, schreibt, fotografiert und auch das Layout selber besorgt. Unmöglich bei grösseren Medien, wo heute der Dirigentenstab im Newsroom geführt wird.

Ja, diese Nähe ist schön, bereichernd, authentisch und facettenreich wie kaum anderswo: Der Lokaljournalist geht am Samstag zur Viehschau und am Sonntag in die Kirche zur Pfarrinstallation. Er ist auf dem Fussballplatz und an der Gemeindeversammlung anzutreffen, am Chränzli, am Konzert, an der Parteiversammlung oder an der Generalversammlung des Gewerbevereins, an der regierungsrätlichen Pressekonferenz in Zürich, wenn dort das Thema auch die Region betrifft. Nirgendwo im Journalismus gibt es mehr Vielfalt, mehr Entfaltungsmöglichkeiten und auch mehr Freiheiten.

Nähe ist gut, hat aber auch Schattenseiten Aber die viel gelobte Nähe hat natürlich auch ihre Schattenseiten. Bei Streitereien ist dann der Lokaljournalist auch mittendrin, dem Druck der Konfliktparteien ausgesetzt. Das gilt es auszuhalten. Das Handling ist nicht immer einfach, wenn der Journalist Hammer und Amboss zugleich spürt und sich Instrumentalisierungsversuchen widersetzen muss. Schreibt er einen kritischen Kommentar zur Handlungsweise einer Behörde und haut dabei womöglich einen Gemeindepräsidenten in die Pfanne, so hat das ganz andere Auswirkungen als der kritische Leitartikel des NZZ-Chefredaktors zum Gebaren von US-Präsidentschaftsanwärter Donald Trump. Der ruft den Chef des Weltblattes von der Falkenstrasse in Zürich nicht an. Und den kritisierten Gemeindepräsidenten trifft der Lokaljournalist möglicherweise schon einen Tag später wieder … Aus meiner Berufszeit haften überwiegend viele positive und ein paar weniger schöne Gegebenheiten in Erinnerung. Der jahrzehntelange, zuweilen verbissen geführte Kampf um die N4 zieht sich wie ein roter Faden

durch viele Jahre meiner journalistischen Tätigkeit. Als besondere Ereignisse seien jene erwähnt, die über die Region hinaus interessierten: 1991 erhielt das Säuliamt «auf einen Chlapf» drei Nationalräte und elf Jahre später sogar einen Bundesratskandidaten, dazu brachte sich selbiger als Ständeratsund Regierungsratskandidat in Stellung. Auch das lieferte dem Lokaljournalisten ausreichend Stoff, genauso wie die Wahlkämpfe der 80er- und 90er-Jahre in einzelnen Ämtler Gemeinden, oft mit dem Zweihänder geführt. Es gab die jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen um die Deponie Tambrig in Obfelden und den «Fall Bonstetten», den Zwist auf Uto Kulm, die Schliessung der Kehrichtverbrennungsanlage, den Abbruch der alten katholischen Kirche in Affoltern, bundesrätliche Visiten im Säuliamt oder die Errichtung des Sammlungszentrums des Landesmuseums in Affoltern – und Gerichtsfälle, die für Schlagzeilen sorgten, um nur wenige Beispiele zu nennen. Genauso prägend waren darüber hinaus einige hundert andere Ereignisse, auch wenn es diese nicht in die nationale Presse schafften. Sie gingen einher mit einer gewaltigen Entwicklung der Region, die sich mit der Eröffnung der Autobahn (2009) weiter verstärkt hat. Entwicklungsfragen, unterschiedliche Auffassungen zwischen Kanton und Region, bleiben im Rahmen der Richtplanrevision aktuell und liefern den Journalistinnen und Journalisten weiter Stoff. Mit Entwicklungsfragen hat sich auch unsere Branche immer wieder beschäftigen müssen, nicht erst seit der digitalen Revolution – eine Herausforderung, die zweifellos viel grösser ist als all die anderen technischen Errungenschaften, die ich in dieser Branche seit 1980 erlebt habe. Auch wenn beim «Anzeiger» die Umstellung vom Bleisatz aus dem mechanischen Zeitalter auf den Fotosatz im Jahr 1985 eine grosse Zäsur darstellte. Und

Ende einer Ära Pensionierung Werner Schneiter: Wegbegleiter des Chefredaktors kommen zu Wort. > Seite 25 bis 32

Schweizer Meisterin in drei KletterDisziplinen

Abschied nach 36 Jahren ................................................... von werner schneiter

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wir damals gleichzeitig mit einem völlig neuen Erscheinungsbild Aufwartung machten.

Von Weiss zu Wanner Nun gehe ich als einer der letzten «Weissianer» von Bord. Während 123 Jahren gab die Verlegerfamilie Weiss den «Anzeiger» heraus; 1980 wurde ich von Walter Weiss eingestellt, dem Vater des 1994 verstorbenen Oskar Weiss – auch er ein Patron alter Schule und auch er ein herzensguter Mensch, der sich um das Wohl seiner Mitarbeitenden kümmerte. Beide gewährten grosse Freiräume und ermöglichten mir durch die Errichtung eines Budgets die Beschäftigung von freien Mitarbeitenden, die mit ebenso viel Herzblut dabei sind. Ohne deren externes Mitwirken eine Zeitung produzieren – heute unvorstellbar. Seit 1999 gehört Weiss Medien zur grossen Familie der AZ Medien, Aarau. Verleger Peter Wanner hat den «Anzeiger» so belassen und auf die Errichtung eines sogenannten AZ-Kopfblatts verzichtet – mit gutem Grund. Sämtliche Anzeiger gehören in unserem Mutterhaus nicht zu den Sorgenkindern. Ich bin Peter Wanner und der AZ-Unternehmensleitung in Aarau dankbar, dass diese Freiräume für den Chefredaktor in Affoltern belassen wurden und – so ist anzunehmen – auch belassen werden. Barbara Roth, der Geschäftsführerin der Weiss Medien AG, danke ich ebenso herzlich für die jahrelange, sehr angenehme Zusammenarbeit – genauso wie den Mitarbeitenden im Haus und meiner verständisvollen Frau Bernadette. Meinem Nachfolger Thomas Stöckli und seiner Crew wünsche ich nicht nur gute Stories, sondern auch, dass er die digitalen Herausforderungen meistert. Den Leserinnen und Lesern danke ich für ihr Interesse, das auch immer wieder in den rege genutzten Leserbriefspalten zum Ausdruck kommt.

Die nationalen Meistertitel im Bouldern und im Eisklettern hält sie bereits. Vergangenen Samstag schnappte sich die Bonstetterin Petra Klingler in Niederwangen überraschend auch noch jenen im Leadklet- Petra Klingler. tern. Vor dem Fina- (Archivbild) le auf Rang vier liegend, meisterte sie die herausfordernde Entscheidungsroute mit Abstand am besten und sicherte sich damit den Sieg. ................................................... > Bericht auf Seite 21

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Migros eröffnet im September 32 Mio. Franken investiert die Migros in ihren Neubau im Zentrum Oberdorf, Affoltern. Die grösste Herausforderung seien die engen Platzverhältnisse, verriet Martin Schellenberg, Projektleiter von der Leuthard Baumanagement AG, am Mittwochmittag im Rahmen eines Arbeitslunchs des Ämtler Arbeitgeberverbands. Seit einem guten Monat läuft im Erdgeschoss der Ladenausbau. Die Gäste vom Arbeitgeberverband durften diese Baustelle kurz besichtigen. Die Eröffnung sei für September geplant, so Hermann Meier von Migros Zürich. Die Bezugstermine für die Wohnhäuser darüber sind dann gestaffelt für Oktober bis Dezember vorgesehen. (tst.)

500 26 In der Halle des künftigen Migros-Ladens Affoltern von links: Hermann Meier von Migros Zürich, Dieter Greber, Präsident des Arbeitgeberverbands und Martin Schellenberg, Projektleiter von der Leuthard Baumanagement AG. (Bild Thomas Stöckli)

9 771661 391004


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Konkurspublikation/ Schuldenruf Schuldner: Reich Marcel, geb. 27. März 1963, von Uzwil SG, Alte Hedingerstrasse 44b, 8910 Affoltern am Albis Datum der Konkurseröffnung: 3. März 2016 Verfahrensart: summarisch nach Art. 231 SchKG Eingabefrist für Forderungen: 2. August 2016 Bemerkungen: Inhaber der im Handelsregister eingetragenen Einzelfirma Reich Unternehmensberatung, Alte Hedingerstrasse 44b, 8910 Affoltern am Albis, UID: CHE-489.625.103 Konkursamt Affoltern Postfach 574 8910 Affoltern am Albis

Beschlüsse der Gemeindeversammlungen vom 16. Juni 2016 A. Reformierte Kirchgemeinde 1. Genehmigung der Jahresrechnung für das Jahr 2015 des reformierten Kirchengutes. B. Primarschulgemeinde 1. Genehmigung der Jahresrechnung für das Jahr 2015 des Primarschulgutes. C. Politische Gemeinde 1. Genehmigung der Jahresrechnung für das Jahr 2015 des politischen Gemeindegutes. 2. Genehmigung der Bauabrechnung für die Erstellung bzw. Anpassung der Kehrichtsammelstellen an das neue Entsorgungssystem. 3. Genehmigung der Abrechnung für den Beizug des Ortsplaners im Rahmen der Teilrevision der Richt- und Nutzungsplanung der Gemeinde Aeugst Albis. 4. Genehmigung der Optionserhöhung 2020 bis -2030 der Bezugsrechte bei der Gruppenwasserversorgung Amt für die Wasserversorgung Aeugst am Albis.

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Briefmarkensammlung Ersatzwahl eines Mitglieds und Präsidium der Primarschulpflege

Ersatzwahl eines Mitglieds der Rechnungsprüfungskommission

Provisorische Wahlvorschläge

Provisorischer Wahlvorschlag

Gestützt auf die Wahlausschreibung vom 20. Mai 2016 sind für die Ersatzwahl eines Mitglieds und des Präsidiums der Primarschulpflege (Rest der Amtsdauer 2014/2018) innert der festgesetzten Frist folgende Wahlvorschläge eingereicht worden:

Gestützt auf die Wahlausschreibung vom 13. Mai 2016 ist für die Ersatzwahl eines Mitglieds der Rechnungsprüfungskommission (Rest der Amtsdauer 2014/2018) innert der festgesetzten Frist folgender Wahlvorschlag eingereicht worden:

als Mitglied

Teresa Bartesaghi, 1963, Buchhalterin mit eidg. Fachausweis, Loomattstrasse 32d, Stallikon (neu/FDP)

– Robert Brand, 1951, techn. Kaufmann, Büelstrasse 14, Stallikon (neu/FDP) als Präsident – Fernando Treyer, 1968, Bankangestellter, Gamlikon 5, Stallikon (zurzeit Mitglied der Schulpflege) In Anwendung von Art. 15 der Gemeindeordnung und § 53 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) wird eine neue Frist bis Freitag, 8. Juli 2016, angesetzt, innert welcher der Wahlvorschlag schriftlich zurückgezogen, geändert oder neue Wahlvorschläge beim Gemeinderat eingereicht werden können. Zum Rückzug berechtigt ist der Erstunterzeichner des Wahlvorschlages. Jeder neue Wahlvorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angaben von Namen, Vornamen, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden. Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindekanzlei (Schalter Einwohnerkontrolle) erhältlich. Der Gemeinderat erklärt die Vorgeschlagenen als gewählt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Ist dies nicht der Fall, wird die Urnenwahl am Sonntag, 25. September 2016, mit einem leeren Wahlzettel durchgeführt. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Postfach, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen erhoben werden. Stallikon, 1. Juli 2016 Gemeinderat Stallikon

In Anwendung von Art. 15 der Gemeindeordnung und § 53 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) wird eine neue Frist bis Freitag, 8. Juli 2016, angesetzt, innert welcher der Wahlvorschlag schriftlich zurückgezogen, geändert oder neue Wahlvorschläge beim Gemeinderat eingereicht werden können. Zum Rückzug berechtigt ist der Erstunterzeichner des Wahlvorschlages. Jeder neue Wahlvorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angaben von Namen, Vornamen, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden. Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindekanzlei (Schalter Einwohnerkontrolle) erhältlich. Der Gemeinderat erklärt die Vorgeschlagene als gewählt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Ist dies nicht der Fall, wird die Urnenwahl am Sonntag, 25. September 2016, mit einem leeren Wahlzettel durchgeführt. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Postfach, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen erhoben werden. Stallikon, 1. Juli 2016 Gemeinderat Stallikon

Todesfälle Affoltern am Albis Am 26. Juni 2016 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Dora Vollenweider geb. Bolli geb. 3. April 1927 wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Rechtsmittelbelehrung Stimmrechtsrekurs Im Zusammenhang mit dieser Gemeindeversammlung kann die Verletzung der politischen Rechte sowie der Vorschriften über die Ausübung mit Stimmrechtsrekurs gemäss dem Gesetz über die politischen Rechte spätestens innert 5 Tagen, ab der Publikation, beim Bezirksrat Affoltern am Albis geltend gemacht werden (§ 151a Gemeindegesetz). Gemeindebeschwerde Die Beschlüsse der Gemeindeversammlung können von den Gemeindebehörden, von Stimmberechtigten und von denjenigen Personen, die gemäss § 21 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes berechtigt sind, innert 30 Tagen, ab Publikation, durch Beschwerde beim Bezirksrat Affoltern angefochten werden (§ 151 Gemeindegesetz). Protokollberichtigungsrekurs Ein Rekurs gegen die Richtigkeit der Protokolle muss innert 30 Tagen, vom Beginn der Auflage an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern eingereicht werden (gemäss § 54 Gemeindegesetz). Die Protokolle liegen ab Dienstag, 5. Juli 2016, zur Einsicht auf. Aeugst am Albis, 29. Juni 2016 Gemeinderat Aeugst am Albis

Hausen am Albis Am 28. Juni 2016 ist in Hausen am Albis gestorben:

Schiessvereine

FeldschützenGesellschaft Zwillikon Sonntag, 3. Juli

9.00 bis 11.30 Uhr

Obligatorische und freiwillige Übung mit Gewehrreinigung Der Vorstand

Anna Baumann-Frick geb. 4. Juli 1955, von Hausen am Albis, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Beerdigung findet am Samstag, 2. Juli 2016, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis mit anschliessender Abdankung in der reformierten Kirche Hausen am Albis statt. Bestattungsamt Hausen am Albis

Feldschützenverein Bonstetten Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld: Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Freitag, 1. Juli 2016 18.00 bis 20.00 Uhr Oblig. Bundesübung Freitag, 19. August 2016 18.00 bis 20.00 Uhr Oblig. Bundesübung Mittwoch, 31. August 2016 18.00 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

Obfelden Am 21. Juni 2016 ist in Zürich ZH gestorben:

Waffenschmidt-Thummel Jörg Lutz geb. 13. Juli 1957, von Schmiedrued AG, wohnhaft gewesen in Obfelden, Räschstrasse 2, Ehemann der Waffenschmidt Mirjam. Beisetzung am Dienstag, 5. Juli 2016, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Obfelden. Die Friedhofvorsteherin

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

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Affoltern am Albis Planauflage: Gemeindeverwaltung, Kopfbau Kasino Obere Bahnhofstrasse 7 Hochbauabteilung, 1. OG, Büro K13 Bauherrschaft: Arben und Jsmail Murseli, Untere Kirchfeldstrasse 8, 8910 Affoltern am Albis Bauvorhaben: Projektanpassung Umbau und Erweiterung Einfamilienhaus, Vers.-Nr. 1244, Kat.-Nr. 5868, Zürichstrasse 43, Zentrumszone Z4

Hausen am Albis Gesuchsteller: Ruth Wenger, Rosrainstrasse 93, 8915 Hausen am Albis Bauprojekt: Terrassenanbau gemäss GP Rosrain auf Kat.-Nr. 2190, Rosrainstrasse 93 (W/1.2)

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Bezirk Affoltern

Kiffende Jugendliche verzeigt Die Kantonspolizei führte vom 24. auf den 25. Juni in den Gemeinden Aeugst, Hausen und Knonau Kontrollen von Jugendlichen durch, weil es dort immer wieder zu Vandalismus, Littering und Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz kam. Zwischen 18 und 2.30 Uhr kam es zu einigen Verzeigungen wegen Betäubungsmittelkonsums. Am 26. Juni, 14.45 Uhr, wurde die Polizei wegen angeblich herumhängender Jugendlicher nach Aeugst gerufen. Diese wurden kontrolliert. Man fand aber keine illegalen Mittel – auch wenn es, so die Kapo, «nach Betäubungsmitteln roch». Wegen Lärms musste die Kantonspolizei am 25. Juni um 23 Uhr auch ins Quartier Hasenbühl in Affoltern am Albis ausrücken. Beim Eintreffen der Gesetzeshüter waren die Verursacher verschwunden. (-ter.)

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Am kommenden Sonntag, 3. Juli, feiert Hanna Casali-Denzler in Affoltern ihren 85. Geburtstag. Zu diesem besonderen Anlass gratulieren wir der Jubilarin herzlich und wünschen ihr ein schönes Geburtstagsfest.

in kürze

Korrekt. Im Bericht über den Gestaltungsplan der Hausemer Rauchmatt («Anzeiger» vom 24. Juni) ist vom «damaligen Gewerbevereinspräsident Thomas Frick» die Rede. Frick ist aber nach wie vor Gewerbevereinspräsident. Wir entschuldigen uns für das Versehen. (Red.)

Freitag, 1. Juli 2016

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Rodungsarbeiten an der Mülibergstrasse in Aeugstertal Verlegung von Werkleitungen und Wiederaufforstung Für die Verlegung von Werkleitungen müssen Bäume und Sträucher weichen. Sie werden anschliessend wieder aufgeforstet. Zugleich wird der Mülibergbach renaturiert, und es entstehen zwei neue Weiher. Die Arbeiten des kantonalen Tiefbauamts an der Mülibergstrasse in Aeugstertal zur Erstellung einer neuen Fahrbahn sind seit fünf Wochen im Gang (der «Anzeiger» berichtete darüber). Erste Rodungsarbeiten im Bereich der Einmündung des Schuelweidwegs in die Mülibergstrasse wurden bereits ausgeführt. Aufgrund der zukünftig veränderten Einmündung des Schuelweidwegs und der neuen Bachführung der Reppisch müssen auch Werkleitungen verlegt werden. Dazu müssen weitere Bäume und Sträucher an den Böschungen der Mülibergstrasse weichen. Diese Rodungsarbeiten werden voraussichtlich Mitte Juli durchgeführt. Anschliessend werden neue Bäume und Sträucher angepflanzt. Mit der neuen Linienführung der Reppisch in einem neuen Bachdurchlass kann ein Teil des alten Bachbetts aufgefüllt werden. Dort werden zwei kleine Weiher angelegt. Das umliegende Gelände wird naturnah gestaltet und wieder aufgeforstet. In diesem Zusammenhang wird auch der eingedolte Mülibergbach offengelegt und renaturiert. Insgesamt sind die baulichen Veränderungen also sicher ein Gewinn für Mensch und Natur. (pd.)

Die Bäume und Sträucher in der Bildmitte hinter der Lichtsignalanlage müssen infolge Umlegung von Werkleitungen weichen. Danach werden sie wieder aufgeforstet. (Bild zvg.)

Aumüli-/Bonstetterstrasse wird erneuert Die Vorarbeiten zwischen Bonstetten und Stallikon beginnen am 4. Juli Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

Damit auch in Zukunft eine sichere und leistungsfähige Infrastruktur genutzt werden kann, erneuert das kantonale Tiefbauamt an der Aumüli/Bonstetterstrasse im Abschnitt Schlad- bis Reppischtalstrasse den Fahrbahnbelag, die Randsteine sowie Teile der Entwässerungsleitungen. Die Gemeinde Stallikon nutzt die Strassenbauarbeiten dazu, den durch Rohre unterirdisch laufenden Stucklibach aus einem privaten Grundstück in die Kantonsstrasse zu verlegen.

der Arbeitssicherheit sowie wegen der knappen Platzverhältnisse die gesamte Ausbaustrecke komplett gesperrt werden. Die Vollsperrung dauert vom Montag, 18. Juli, 8 Uhr, bis zirka Mitte November 2016. Die örtliche Bauleitung wird die betroffenen Direktanstösser über die Möglichkeit der Zuund Wegfahrt zu ihren Liegenschaften rechtzeitig unfassend informieren. Die Verkehrsumleitung erfolgt (ab Bonstetten) über die Stallikerstrasse – Wettswil – Stallikonerstrasse – Stallikon – Stationsstrasse.

Gesamtauflage: 24 678 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch

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Arbeiten dauern bis November 2016 Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 4. Juli, und dauern bis zirka Mitte November 2016. Die Vorarbeiten für eine Sockelmauer im Bereich Schladstrasse dauern vom 4. bis am 18. Juli. Während dieser Zeit wird der Verkehr einspurig mit einer Lichtsignalanlage durch den Baustellenbereich geführt (Durchfahrt für Last- und Gesellschaftswagen verboten). Für die darauffolgenden Arbeiten muss aus Gründen der Qualität und

Öffentlicher Verkehr/Busbetrieb Die Linie 227 verkehrt während der gesamten Bauzeit (ab Montag, 4. Juli) nach der Haltestelle «Stallikon, Dorf» direkt weiter zum Bahnhof Bonstetten-Wettswil bzw. umgekehrt. Bitte beachten Sie dazu die Fahrgastinformationen an den Haltestellen und in den Bussen. Eine Übersicht aller kantonalen Strassenbaustellen ist unter unter

Ab Aumüli wird der Fahrbahnbelag erneuert. (Bild Werner Schneiter)

www.tba.zh.ch/baustellen


Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 27. Juni 2016 An der Gemeindeversammlung vom 27. Juni 2016 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

TO D E S A N Z E I G E Wir haben die schmerzliche Aufgabe, Ihnen mitzuteilen, dass unser Teilbereichsleiter Produktion und langjähriger Kollege

A. Politische Gemeinde 1. Erteilung des Gemeindebürgerrechts an Graber Martine, von Frankreich, Dorfstrasse 66, 8933 Maschwanden 2. Genehmigung der Jahresrechnung 2015 B. Primarschulgemeinde 1. Genehmigung der Jahresrechnung 2015 2. Genehmigung der Bauabrechnung Sanierung Schulhausplatz und Turnhalleneingang C. Reformierte Kirchgemeinde 1. Genehmigung der Jahresrechnung 2015 2. Genehmigung Kreditbewilligung über Fr. 22 000.– für den Einbau einer neuen Akustikanlage Protokollauflage und Rechtsmittel Die Protokolle liegen ab 5. Juli 2016 während 30 Tagen im Gemeindehaus, Dorfstrasse 54, 8933 Maschwanden, während den Öffnungszeiten, zur Einsichtnahme auf. Protokollberichtigungsbegehren sind in Form eines Rekurses innert 30 Tagen ab Auflage schriftlich beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, einzureichen.

Wenn die Kraft zu Ende geht, ist es nicht sterben, sondern Erlösung.

Schmidlin AG, Zürichstrasse 19, 8910 Affoltern am Albis

Herr Jörg Waffenschmidt

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem Aktuar, lieben Freund und Kollegen

Jörg Waffenschmidt 13. Juli 1957 – 21. Juni 2016

Solange wir an ihn denken, wird er unter uns sein. am Dienstag, 21. Juni 2016, nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist. Herr Jörg Waffenschmidt war seit dem Jahr 1993 für unser Unternehmen tätig. Während vieler Jahre leitete er die Abteilung Arbeitsvorbereitung und wurde dann zum Teilbereichsleiter Produktion befördert. In dieser Funktion war er auch Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung. Jörg Waffenschmidt übte seine verantwortungsvolle und anspruchsvolle Tätigkeit mit grossem Engagement aus und er setzte sich mit viel Energie und Herzblut für die Anliegen der Firma und unserer Kunden ein. Sein umfassendes Fachwissen in den Bereichen Produktionsprozesse, Metallbau und Blechverarbeitung waren für unser Unternehmen und für unsere Mitarbeitenden von unschätzbarem Wert. Mit Jörg Waffenschmidt verlieren wir einen sehr kompetenten Kollegen, der für seine Hilfsbereitschaft und für sein Engagement von allen sehr geschätzt wurde.

SVP Sektion Obfelden Die Urnenbeisetzung mit Grabrede findet am Dienstag, den 5. Juli 2016, 14.00 Uhr, bei der Urnenwand Friedhof Obfelden statt. Anstelle von Blumenschmuck gedenke man der Krebsliga Schweiz, 3001 Bern, Postkonto 30-4843-9.

Die Geschäftsleitung ist sehr betroffen vom überraschenden Hinschied von Jörg Waffenschmidt und wir sprechen seiner Familie und seinen Angehörigen auch im Namen aller Mitarbeitenden unser herzliches Beileid aus. SCHMIDLIN AG Geschäftsleitung Die Urnenbeisetzung mit Grabrede findet am Dienstag, 5. Juli 2016, um 14.00 Uhr bei der Urnenwand auf dem Friedhof Obfelden statt.

Gegen die von den Versammlungen gefassten Beschlüsse kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von dieser Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs erhoben werden. Im Übrigen kann gegen die Beschlüsse gestützt auf § 151 Abs. 1 des Gemeindegesetzes (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen, von dieser Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Beschwerde erhoben werden. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen.

TO D E S A N Z E I G E Ein aussergewöhnlicher Mensch lebt nicht mehr. Wir trauern um unser

In Angelegenheiten der evangelischreformierten Kirchenpflege gelten die gleichen Rechtsmittel. Diese sind an die Bezirkskirchenpflege Affoltern am Albis, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, zu richten.

Änneli Baumann-Frick 4. Juli 1955 – 28. Juni 2016

Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung erhalten. Maschwanden, 1. Juli 2016 Im Auftrag der Vorsteherschaften Gemeinderat Maschwanden Primarschulgemeinde Maschwanden Reformierte Kirchenpflege Maschwanden

Feuerwehr Obfelden

TO D E S A N Z E I G E

Du hast so tapfer gegen die heimtückische Krankheit angekämpft. Immer mehr wurde in deinen Rucksack gepackt, dabei hast du den Humor nie verloren. Dein positives Denken und dein Wille haben uns alle sehr beeindruckt. Davon können wir uns alle eine dicke Scheibe abschneiden. Wir denken an die vielen schönen Stunden mit dir und vermissen dich sehr. Dein Mättmi-Korbballgrüppli

Traurig und im Andenken an die Angehörigen sind wir erschüttert, vom Tod von

Jörg Waffenschmidt erfahren zu müssen. Jörg, unser Feuerwehrkamerad, ehemaliger Vizekommandant und Ausbildungschef hat die Feuerwehr Obfelden mit seinem Engagement viele Jahre geprägt. Wir sprechen den Angehörigen unser tiefstes Beileid aus. Feuerwehr Obfelden Kommando und Mannschaft Die Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 5. Juli 2016, 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Obfelden statt.

Weint nicht, weil es vorbei ist, lacht, weil es schön war.

Anna Baumann 4. Juli 1955

Ein fröhliches Lachen verstummt in unserer Turnstunde. Schmerzlich nehmen wir Abschied von unserem Aktivmitglied. Frauenriege Hausen am Albis


Bezirk Affoltern

Freitag, 1. Juli 2016

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Mit grossem Applaus eingebürgert Die Maschwander Gemeindeversammlung sagt einstimmig Ja zu allen Vorlagen Einstimmigkeit bei den Rechnungen, Einstimmigkeit bei einer Einbürgerung: Mit grossem Applaus wurde Martine Graber an der Maschwander Gemeindeversammlung willkommen geheissen. ................................................... von werner schneiter

In Maschwanden, der kleinsten Gemeinde im Säuliamt, ist das Interesse am öffentlichen Leben grösser als anderswo. So fanden sich am Montag 48 Stimmberechtigte in der Kirche ein – trotz Fussball-EM, Grillwetter und trotz einer Traktandenliste, die wenig Spannung verhiess. Sämtliche Geschäfte wurden denn auch einstimmig verabschiedet. Dazu zählte auch die Einbürgerung von Martine Graber, eine Elsässerin, die seit 36 Jahren in der Schweiz und seit fünf Jahren in Maschwanden wohnt – und bei ihrer persönlichen Vorstellung vom Dorf und dessen Leben schwärmte. Die Frage, ob sie denn auch im Volg einkaufe, bejahte Martine Graber und fügte an: «Ich klebe sogar die Märkli ein». Die Frage wurde vor dem Hintergrund einer wirtschaftlich nicht einfachen Situation des Maschwander Volg-Ladens gestellt. Sie hat sich aber, wie im «Anzeiger» vom 28. Juni dargetan, verbessert. Die Einbürgerung quittierte die Versammlung in der Kirche mit grossem Applaus.

Rückzahlung von Übergangsausgleich an den Kanton «Wir haben gut gewirtschaftet. Es resultiert ein Ertragsüberschuss von knapp 150 000 Franken», sagte Gemeindepräsident Andreas Binder bei der Rechnungsabnahme der politischen Gemeinde – so gut, dass Masch-

wanden dem Kanton den Übergangsausgleich zum Teil zurückerstatten muss, nämlich rund 226 000 Franken. Reserven können – laut Binder ein kleiner Wermutstropfen – deswegen keine gebildet werden. Andererseits kann die Primarschule eine deswegen ausgeglichene Rechnung präsentieren. Allerdings hat die Schule, wie Präsidentin Marianne Künzi ausführte, ein äusserst schwieriges Jahr 2015 hinter sich – dies, weil sich die Wahl des Schulleiters als Flop erwies und sich dieser alsbald krankschreiben liess. Wegen Vikariat, Lohnfortzahlungen und Anwaltskosten entstanden der Primarschule Kosten in der Höhe von rund 53 000 Franken, wie Finanzvorstand Ernst Humbel bekannt gab.

Mehrkosten bei der Pausenplatzsanierung Bei der Sanierung von Pausenplatz/Turnhalleneingang entstanden Mehrkosten von gut 13 000 Franken, die Liegenschaftenvorstand Thomas Frei mit zusätzlichen, unvorhersehbaren Massnahmen begründete, aber als insgesamt gelungene Sache bezeichnete. Allerdings wurde von Vereinsseite die Tilgung der Weitsprunganlage kritisiert; allerdings wird diese verhältnismässig wenig benutzt. Im seinerzeit beantragten Kredit von 95 000 Franken war der Turnhallenvorplatz enthalten, aber damals offenbar zu wenig transparent dargestellt. Ein Stimmbürger mahnte zu genauem Rechnen. «Wir müssen Sorge tragen zu unseren Finanzen», fügte er bei.

22 000 Franken für neue Akustikanlage in der Kirche Nicht allzu viel Zeit beanspruchte auch die reformierte Kirchenpflege für ihre Anliegen, präsentiert von Ruedi Künzi, der die erkrankte Präsidentin Vreni Bär vertrat. «Wir haben

Spielen auf dem sanierten Pausenplatz. (Bild Werner Schneiter) rund 40 000 Franken eingespart», hielt Gutsverwalterin Yvonne Ilg bei der Abnahme der Jahresrechnung fest. Sie schliesst mit einem Aufwandüberschuss von knapp 2300 Franken. Yvonne Ilg orientierte auch über den Zwischenstand des bezirksweiten Projekts «Kirchgemeinde+» – ein Prozess mit allfälligen Zusammenschlüssen, der in diesem Herbst beendet werden soll. Ohne jegliche Wortmeldung sagten die Stimmberechtigten auch Ja zu einer neuen Akustikanlage in der Kirche, für die rund 22 000 Franken aufgewendet werden. «Unsere Anlage ist inzwischen 14-jährig. Wir erhalten keine Ersatzteile mehr. Und auch die genutzte Frequenz für das Mikrofon ist nicht mehr erlaubt», erläuterte Ruedi Künzi. Den Auftrag für die Neuinstallation erhält Ernst Suter, Radiound TV-Geschäft, in Mettmenstetten.

Noch unsicher, ob ab nächstem Jahr Tempo 30 gilt Nicht so ausgiebig genutzt wie auch schon wurde die Fragerunde an der Maschwander Gemeindeversammlung. Wie ist der Stand in Sachen Tempo-30-Einführung?, fragte eine Stimmbürgerin. «Das hängt von der Sanierung der Dorfstrasse ab», antwortete Tiefbauvorsteher Christian Borer und fügte bei: «Beim Kanton ist das Tempo in solchen Dingen nicht sehr hoch. Ich habe meine Zweifel, dass die Sanierung 2017 vollendet ist». Das Konzept zur Einführung von Tempo 30 sei vorhanden. Den Startschuss erteile der Kanton. Erst dann beginne das Auflagever-

fahren mit Einsprachemöglichkeit, hielt Borer fest. Wie soll sich Maschwanden entwickeln? Zu dieser Frage fand kürzlich ein sogenanntes «Zukunfts-Kafi» statt, zu dem die Bevölkerung eingeladen war und sich ein übergeordnetes Ziel herausschälte. «Maschwanden soll moderat wachsen.» Laut Hochbauvorstand Christian Gabathuler ist die anschliessende Umfrage inzwischen beendet. Nun werden die Resultate ausgewertet, und hernach hat die Bevölkerung an einer weiteren Tagung Gelegenheit zur Vertiefung des Themas. (-ter.)

Eine echte Beziehung macht das Leben reich

Fahrgastfrequenzen leicht gestiegen

Aktuelles aus der Beratungsstelle für Beziehungsfragen Affoltern

Im Knonauer Amt sind die S-Bahn-Tagesfrequenzen 2015 an Werktagen leicht gestiegen, auf durchschnittlich 20 464 Fahrgäste – gut 300 mehr als im Vorjahr. Im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) wurden im Jubiläumsjahr 2015 insgesamt 629 Millionen Fahrgäste transportiert – 9 Millionen mehr als 2014. Die Kostenunterdeckung im ZVV lag erneut deutlich unter 350 Mio. Franken, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. (-ter.)

Im Jahresbericht der Ökumenischen Beratungsstelle für Beziehungsfragen Bezirk Affoltern geht es um das Wagnis, eine echte Beziehung einzugehen. Eine reiche Beziehung ist stets in Bewegung und nicht frei von Konflikten und Fehlern.

dert das und schafft Gelegenheit, mit sich ins Reine zu kommen. Das könnte heissen, das Verpatzte annehmen, wo möglich lindernd eingreifen, aber auch anerkennen, wo man schuldig geworden ist. Zu seiner Schuld stehen zu lernen bedeutet, über sich hinauszuwachsen, eine falsche Position aufzugeben und Versöhnung zu suchen.» Eine echte Beziehung mache das Leben reich, fasst Christoph Pally zusammen. «Was wir aber brauchen, ist der Mut, uns auch wirklich zu öffnen füreinander.» Der zentrale Boden dafür seien natürlich Treue und Verlässlichkeit, beziehungsweise Vertrauen. «Und Vertrauen kann man nicht herbeireden oder verlangen. Vertrauen oder das Gegenteil – entsteht aus den Erfahrungen die man miteinander macht. Und wenn Vertrauen entstehen kann, ist das ein Geschenk.»

................................................... von marianne voss Den Jahresbericht 2015 der Beratungsstelle für Beziehungsfragen hat der Stellenleiter Dr. Christoph Pally unter das Thema «Beziehungsreich» gestellt. Er geht auf die Herausforderungen ein, die eine verbindliche Beziehung immer bedeuten. Himmel und Hölle, Liebe und Zerstörung, das liege in einer echten Beziehung ganz nahe beieinander, erklärt der Psychologe. «Konflikte und Fehler gehören auch dazu.» Ohne Konflikte bewege sich in einer Beziehung nichts. Seine Botschaft lautet: Bis ans Lebensende beweglich bleiben und das Wagnis eingehen, Fehler zu machen. «Das lohnt sich», betont er. «Denn wenn Höhen und Tiefen in einer Beziehung Platz haben, kann sie wirklich reich sein.» Eine grosse Auswirkung auf die Stimmung in einer Partnerschaft sei zudem die Art der Konfliktaustragung, führt er im Bericht aus. Eine gelöste und versöhnliche Stimmung ermögliche immer wieder neue körperliche und seelische Nähe.

Jahresbericht erhältlich

Der Stellenleiter Dr. Christoph Pally macht im Jahresbericht 2015 Mut, reiche Beziehungen zu leben. (Bild Marianne Voss) Treue und Verlässlichkeit Die Chance einer reichen Beziehung sei zum Beispiel auch die gegenseitige Unterstützung im Umgang mit nicht

Gelungenem im Leben, ist im Jahresbericht weiter zu lesen. Und: «Das sind Bereiche, über die man alleine gerne hinwegsieht. Der Widerspruch eines wohlwollenden Gegenübers verhin-

Der Bericht zum Thema «Beziehungsreich» kann mit einem an sich selber adressierten und frankierten C5-Couvert kostenlos bestellt werden. Die Ökumenische Beratungsstelle befindet sich in Affoltern am Albis am Bahnhofplatz 11. Die Stelle steht allen offen, unabhängig von Zivilstand oder Konfession. Das Beratungsangebot umfasst Partnerschafts- und Beziehungsberatungen sowie Mediation. Weitere Informationen unter www.beziehungsfragen.ch.

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Bezirk Affoltern

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Ohne Komfortverlust 20 % weniger Strom brauchen und Geld sparen Tipps zum Stromsparen an einer Veranstaltung von solarbonstetten An der Info-Veranstaltung von solarbonstetten bekamen die Besucher einfache Tipps, wie sie ohne Komfortverlust bis zu 900 kWh Strom einsparen können. Das damit eingesparte Geld könnten sie für Sonnenstrom aus Bonstetten einsetzen. Würden das 10 % der Bonstetter Haushalte tun, könnte der Verein 155 000 kWh Solarstrom verkaufen. Zurzeit liefern die beiden vom Verein solarbonstetten mithilfe von Darlehen aus der Bevölkerung gebauten Anlagen 65 000 kWh Strom. Der Verein solarbonstetten ist im fünften Jahr unterwegs. Die beiden Anlagen funktionieren tadellos und auch die Abwicklung mit den Darlehen, den Zinsen und dem Stromverkauf verläuft zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Die Darlehen werden mit 1,5 % bis 2,5 % verzinst – je nach Laufzeit. Wer sein Darlehen zum Beispiel für fünf Jahre anlegt, erhält 1,5 %, bei 20 Jahren Laufzeit sind es 2,5 %.

5 Tipps um Strom und Geld zu sparen Für den Bonstetter Sonnenstrom bezahlt der Bezüger einen ökologischen Mehrwert von 18 Rappen. Mit Solarspar Schweiz hat der Verein solarbonstetten einen bestens ausgewiesenen

Missglückter Banküberfall in Mettmenstetten Unbekannte Täter haben am Donnerstagmorgen, 30. Juni, in Mettmenstetten eine Bank überfallen. Verletzt wurde niemand, die Täter flüchteten ohne Beute. Unbekannte Täter versuchten am Donnerstagmorgen zwischen 7 und 7.30 Uhr in Mettmenstetten an der Albisstrasse eine Bank zu überfallen. Der genaue Tatablauf wird zurzeit durch Spezialisten der Kantonspolizei Zürich untersucht. Fest steht, dass die Bankräuber mindestens zweimal von Mettmenstetten auf der Landstrasse Richtung Affoltern gefahren sind. Weitere Ermittlungen ergaben, dass die Räuber spätestens um 8.30 Uhr in der Gegend der Landstrasse zwischen Mettmenstetten und Affoltern das Fahrzeug gewechselt haben. Das erste Fahrzeug wurde sichergestellt. Nach dem zweiten Fahrzeug, dem Fluchtfahrzeug, wird zurzeit gefahndet. Bei den Tätern handelt es sich nach jetzigen Erkenntnissen um drei Personen, zwei davon Männer.

Einsparpotenziale und Mehrverbräuche gegenüber Referenzklasse A. (Quelle EnergieSchweiz) Partner mit grosser Erfahrung mit dem Modell «Solaranlagen von Bürgern für Bürger». Die interessierten Besucher der Veranstaltung erfuhren nicht nur, wie das Modell funktioniert, sondern alles über den Stand der Projekte und die nähere Zukunft. Und da könnte auch das Dach des Gemeindehauses ein Thema werden. Ob daraus etwas wird, dürfte sich gegen Ende Jahr zeigen.

Evelyn Rubli, Leiterin EKZ-Energieberatung, zeigte anhand einfacher Beispiele auf, wie ohne Einbusse an Komfort in jedem Haushalt Strom gespart werden kann. Neben Verhaltensweisen wie Licht löschen, Geräte nach Gebrauch ganz abschalten (kein Standby) oder beim Kochen, bietet sich bei der Neuanschaffung von Geräten eine sehr gute Möglichkeit. Gegenüber der Referenzklasse A gibt es hier ein enor-

mes Einsparungspotenzial mit Geräten der Effizienzklasse A+++ (siehe Grafik). Die Besucher der Veranstaltung nahmen die praktischen Tipps gerne mit nach Hause. Die Gelegenheit, Fragen zu stellen, mit den Fachleuten zu diskutieren und miteinander Erfahrungen auszutauschen, wurde auch beim anschliessenden Apéro rege genutzt.

Die Kantonspolizei sucht Zeugen Personen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit dieser Tat gemacht haben, insbesondere Personen, die mit ihrem Fahrzeug zur fraglichen Zeit auf dem Kies-Ausstellplatz an der Landstrasse zwischen Mettmenstetten und Affoltern am Albis waren, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Tel. 044 247 22 11, in Verbindung zu setzen. (pd.)

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Stellen

Spitex Knonaueramt

Freie Lehrstelle auf August 2016 Fachfrau/Fachmann Gesundheit (FaGe EFZ) Wir sind eine Organisation mit rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Unsere Spitexzentren befinden sich in Affoltern am Albis, Bonstetten, Hausen am Albis, Mettmenstetten und Obfelden. Unser Ziel ist es, die uns anvertrauten Menschen in ihrer Selbsthilfe zu unterstützen und ihnen zu ermöglichen, so lange wie möglich im vertrauten Umfeld zu leben. Auf Lehrbeginn (August 2016) haben wir noch eine freie Lehrstelle als FaGe EFZ. Unser Betrieb ist zusammen mit dem Spital Affoltern am Albis in einem Ausbildungsverbund engagiert. Zurzeit bilden wir 8 Lernende aus. Sind Sie interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung! Spitex Knonaueramt, Bildungsverantwortliche, Frau Edith Schmid, Werkstrasse 1, 8910 Affoltern a. A., edith.schmid@spitexka.ch Das Bewerbungsformular sowie weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite www.spitexka.ch/Rubrik Ausbildung.

Sekretärin/Sekretär Gemeindeschreiber Bei der Gemeindeverwaltung Uitikon wird auf 1. Oktober 2016 die interessante und vielseitige Stelle der Sekretärin/des Sekretärs des Gemeindeschreibers frei. Eine ausgezeichnete Möglichkeit nach erfolgreichem Abschluss der Lehrzeit, aber auch für eine Person mit bereits mehrjähriger Berufserfahrung zu uns nach Uitikon zu wechseln. Uitikon, eine attraktive Gemeinde mit 4100 Einwohnern vor den Toren Zürichs, könnte Ihr neuer Arbeitsort werden. In dieser Funktion • unterstützen Sie den Gemeindeschreiber in all seinen Aufgaben (Vorbereitung von Anträgen an den Gemeinderat, Verarbeitung der Protokolle, Mitarbeit beim Vollzug, Korrespondenzen in vielen weiteren Bereichen der Gemeinderatskanzlei) • bedienen Sie die Telefonzentrale und bearbeiten die eingehende Post • führen Sie selbstständig ein Kommissionssekretariat • bewirtschaften Sie die Website der Gemeinde Uitikon als Webmaster/-in • verwalten Sie die Reservationen verschiedener Räumlichkeiten der Gemeinde Uitikon • unterstützen Sie die Abteilungen Bau und Planung sowie Tiefbau bei einfachen administrativen Arbeiten • helfen Sie mit bei der Ausbildung Lernender (Begleitung ALS und/oder Prozesseinheiten) Wir stellen uns vor, dass Sie • über eine mit Erfolg abgeschlossene kaufmännische Grundausbildung auf einer Gemeinde oder Stadtverwaltung und vielleicht schon über weitere Berufserfahrung verfügen • die gängigen PC-Programme einer öffentlichen Verwaltung (Office, AIB) sehr gut kennen • sich gut in unser Team einfügen, initiativ, selbstständig und teamorientiert sind

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Bonstetten jubiliert gleich doppelt 150 Jahre Feldschützenverein und 100 Jahre Turnverein: Am 9. Juli wird gefeiert Der Feldschützen- und der Turnverein feiern ihre Jubiläen gemeinsam am Samstag, 9. Juli, und laden ihre Mitglieder, deren Familien und die Bevölkerung dazu ein. In dieser ersten Vorschau steht die Geschichte des Feldschützenvereins im Fokus. 250 Jahre Vereinsgeschichte zelebriert Bonstetten dieses Jahr. «Vereine haben in unserer Gemeinde eine grosse Tradition», schreibt Gemeindepräsident Bruno Steinemann in seiner Grussbotschaft für die Festschrift. Das OK ist schon längere Zeit daran, ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen. Nach Festansprachen, Ehrungen und Nachtessen soll nämlich richtig gefeiert werden. Ein Höhepunkt aus Schützen-Sicht werden sicher die Showeinlagen der Gewehrgriffgruppe Schönholzerswilen sein. Mit viel Spass vereint diese Truppe Nostalgie und Freude der guten alten Armee-Tradition. Überall dort, wo die alte, zackige militärische Schule als Erinnerung Freude bereitet, sind sie gern gesehene Unterhaltungs-Künstler. Den turnerischen Part übernimmt die Gruppe Konterschwung und die «Fäaschtbänkler» spielen zum Tanz auf mit Pop, Schlager Oberkrainer und Rock. Der Feldschützenverein Bonstetten in der heutigen Form wurde im Jahre 1866 von acht Scharfschützen der Gemeinde Bonstetten gegründet. Schon vor der Gründung existierte eine Schützengesellschaft Bonstetten welche von 1843 bis 1886 das Schiess-

Seit 150 Jahren eine Institution in Bonstetten: der Feldschützenverein. (Bilder zvg.) geschehen dominierte. Die Hauptaufgabe bestand, das «Ehr- und Hochzeitschiessen» an jedem Hirschmontag durchzuführen. Diese lose Schützengesellschaft wurde 1886 aufgehoben. Nach 1866 wurde vorerst jährlich am Hirschmontag (nach der Fasnacht, Anm.d.Red.) ein Gemeindeschiessen durchgeführt. Ab 1890 erlebte die Schiesstätigkeit des Vereins einen bedeutenden Aufschwung. Auch kommt die Fahne lorbeergeschmückt von Schiesswettbewerben zurück. 1912 wurde der Neubau des Schützenhauses an der Stationsstrasse eingeweiht. Auf dieser Anlage wurden verschiedene Anlässe durchgeführt, unter anderem die Jahresmeisterschaft. 1953

wurde der Pistolen- und Kleinkaliberstand im Ribacher eingeweiht.

Neue «Schiess-Villa» und weisse Fahne in der Schusslinie Da die Bautätigkeit im Schachen zunahm, wurde aus Sicherheitsgründen 1956 das Schützenhaus Im Lochenfeld an der Aumühlistrasse gebaut und eingeweiht. Bei dieser Anlage wurde von einer «Schiess-Villa» gesprochen, da die Ausrüstung mit einer modernen Warnanlage «Silenta» und Moserscheiben ausgerüstet wurde. Auch auf dieser Anlage wurden verschiedene Anlässe durchgeführt: Berchtold-, End-, Freundschafts-, Behörden- und Sturm-

Am Fest für die Musik zuständig: die «Fäaschtbänkler». gewehr. 1958 wurde die Pistolen- und Kleinkalibersektion dem Stammverein gleichgestellt. 1967 folgte die Loslösung der Kleinkalibersektion vom Stammverein und die Umbenennung in Sportschützenverein. 1977 folgt die Pistolensektion. Unvergessen bleibt eine Anekdote aus dem Jahr 1984. Damals wurde der Schiessplatz durch den Inhaber des Gartencenters besetzt. Dieser hisste anlässlich eines Jungschützenkurses die weisse Fahne mitten in der Schusslinie. Nach einer gegenseitigen Aussprache wurde das Problem bereinigt und der Schützenverein hat weiter die Möglichkeit, Anlässe durchzuführen. 1994 wurden wegen neuen Lärm-

schutzvorschriften sechs Schallschutztunnels angeschafft für die Schiessanlage Lochenfeld. 1998 folgte der 120 m lange Erddamm mit aufgesetzter Schallwand. 2006 wurde die neue Schützenstube mit neuer WC-Anlage eingeweiht. 2008 wurden Kugelfangkästen installiert, womit der Komfort und die Sicherheit der Schiessanlage noch lange Zeit gesichert sind. (pd./tst.) Jubiläumsfest am 9. Juli, Dreifachhalle Schachen. Festwirtschaft ab 18 Uhr, Reden von OK-Präsident Hanspeter Eichenberger und Gemeindepräsident Bruno Steinemann ab 19 Uhr, ab 20 Uhr Barbetrieb, 20.30 Uhr Auftritt Gewehrgriffgruppe, anschliessend Ehrungen Schützen, 21.15 Uhr Auftritt Konterschwung, dann Ehrungen Turner, 22 Uhr «Fäaschtbänkler».

Mit dem Sommer kommen Lesebänke nach Wettswil zurück Neben jeder Bank steht eine Kiste mit einer Auswahl an Büchern für jedes Alter «Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt» (arabisches Sprichwort). Was gibt es Schöneres, als auf einer Bank im Wald oder am Weiher zu sitzen und es sich mit einem Buch gemütlich zu machen? Genau das kann man nun wieder tun. Die Mitarbeiterinnen der Bibliothek haben drei gemütliche Lesebänke in der Umgebung von Wettswil eingerichtet. Neben jeder Bank steht eine Kiste mit einer Auswahl an Büchern für jedes Alter: Sachbücher, Zeitschriften, Taschenbücher, Krimis, Comics und Bilderbücher. Hier kann man sich von Juni bis September zum Schmökern anzeige

und Lesen verführen lassen. Sollte man sich einmal so sehr in ein Buch vertieft haben, dass man davon nicht mehr loskommt, dann leihe man es sich einfach für ein paar Tage aus und bringe es später zurück.

Die Standorte – Lesebänke auch in anderen Gemeinden Die Lesebänke sind an folgenden Standorten zu finden: in der Filderen beim Aussichtspunkt auf den Muniweiher, im Berimoos und am Waldrand in der Nähe des Friedhofs. Die Boxen werden regelmässig von den Mitarbeiterinnen der Bibliothek über-

prüft und aktualisiert. Im beigelegten Notizbuch können Lesende ihre persönlichen Kommentare und Wünsche vermerken. Die Bibliothek Wettswil wünscht viel Spass beim Eintauchen in Geschichten, beim Verweilen auf der Lesebank und beim Wiederkommen und Weiterlesen. Lesebänke gibt es dieses Jahr im Bezirk Affoltern übrigens auch in den Gemeinden Aeugst, Hausen, Hedingen, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach, Rifferswil und Stallikon! Karin Auf der Maur

Lesebänke: Lesen und die Natur geniessen. (Bild zvg.)


Stellenanzeiger Bonstetten – der ideale Arbeitsort für Sie GEMEINDE OBFELDEN Obfelden ist eine Gemeinde mit rund 5000 Einwohnern und liegt im Bezirk Affoltern. Da der jetzige Stelleninhaber in den frühzeitigen Ruhestand tritt, suchen wir auf den 1. Januar 2017 einen/eine

Tiefbausekretär/-in (100 %) Ihre Aufgaben: • Fachliche Unterstützung und Projektbegleitung im Bereiche Strassenbau und Entwässerung • Koordination und Begleitung von Grossprojekten wie z. B. Genereller Entwässerungsplan GEP • Führung des Sekretariates der Verkehrskommission • Vorbereitung von Anträgen an den Gemeinderat • Administrative Unterstützung der Bereiche Tiefbau, Sicherheit und Umwelt • Stellvertretung des Bausekretärs Sie bringen mit: • Bautechnische Ausbildung im Bereiche Tiefbau oder kaufmännische Ausbildung mit guten bautechnischen Kenntnissen • Gewandtheit im mündlichen und schriftlichen Ausdruck • Erfahrung und entsprechende Ausbildung im administrativen Bereich • Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen • Belastbarkeit sowie zuverlässige und selbstständige Arbeitsweise • Freude am Umgang mit Behörden und Bevölkerung Wir bieten Ihnen: • • • •

eine vielseitige und selbstständige Aufgabe in einem motivierten Team einen modernen Arbeitsplatz zeitgemässe Anstellungsbedingungen gute Weiterbildungsmöglichkeiten

Sind Sie interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen und Foto an die Gemeindeschreiberin Eveline Meier, Gemeindeverwaltung, Dorfstrasse 66, 8912 Obfelden, die für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung steht (Telefon 044 763 53 50). Weiteres über Obfelden erfahren Sie unter www.obfelden.ch.

Die Gemeinde Bonstetten – auf der Sonnenseite des Albis – bietet ihren rund 5400 Einwohnern optimale Wohnbedingungen und ein vielseitiges Freizeitangebot mit bestmöglichem Anschluss an das Individual- und öffentliche Verkehrsnetz. Die Gemeindeverwaltung erbringt als Dienstleistungsunternehmen vielseitige und kundenorientierte Angebote und wird auf Beginn des Jahres 2017 neu ausgerichtet. Infolge dieser Reorganisation suchen wir mit einem Vollpensum (100 %) per 1. Dezember 2016 oder nach Vereinbarung einen/eine initiativen/initiative

Leiter/-in Abteilung Bevölkerungsdienste (Mitglied der Geschäftsleitung) Als Mitglied der vierköpfigen Geschäftsleitung tragen Sie mit Ihren weitsichtigen Entscheidungen und Mitwirkungen auf operativer Ebene gegenüber den Einwohnerinnen und Einwohnern, den Behörden und dem Gemeindepersonal eine grosse Verantwortung. Sie sind verantwortlich für – die kunden- und sachorientierte Leitung, Planung und Organisation der Abteilung Bevölkerungsdienste mit den Bereichen Soziales, Einwohnerdienste, Sicherheit und Gesundheit – die selbstständige Betreuung und Bearbeitung der Sachbereiche Sicherheit und Gesundheit, wie Gewerbe- und Wirtschaftspolizei, Bewilligungen, Verkehrssicherheit und Signalisationen, Kranken- und Gesundheitspflege usw. – die vollumfängliche Stellvertretung des Gemeindeschreibers während dessen Abwesenheit – die Vorbereitung und Durchführung von Wahlen und Abstimmungen Sie verfügen über – eine kaufmännische Grundausbildung, vorzugsweise in einer öffentlichen Verwaltung – ein Diplom als Gemeindeschreiber/in IVM oder eine gleichwertige Weiterbildung – grosse Erfahrung als Kadermitarbeiter/in einer kleinen oder mittelgrossen öffentlichen Verwaltung – eine sehr gute schriftliche und mündliche Kommunikationsfähigkeit – ein kompetentes und dienstleistungsorientiertes Auftreten mit guten Umgangsformen – sehr gute PC-Anwenderkenntnisse, von Vorteil mit Erfahrung der NEST-/Abacus/CMIAXIOMA-Applikationen Wir bieten Ihnen – eine verantwortungsvolle, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit in einem lebendigen Arbeitsumfeld – engagierte und unterstützende Teamkolleginnen und -kollegen – attraktive Anstellungsbedingungen mit guten Sozialleistungen – einen modernen Arbeitsplatz

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Zur Beantwortung von Fragen steht Ihnen der Leiter Gesamtverwaltung, Gemeindeschreiber Daniel Nehmer, Telefon 044 701 95 00, gerne zur Verfügung. Ihre schriftliche Bewerbung (keine Online-Bewerbung) mit Foto und den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis 22. Juli 2016 an Gemeindeschreiber Daniel Nehmer, c/o Gemeindeverwaltung Bonstetten, Am Rainli 2, Postfach 88, 8906 Bonstetten.

Assistentin/Assistenten des Gemeindeschreibers und der Geschäftsleitung Sie sind verantwortlich für – die Gewährleistung der korrekten Bearbeitung und Organisation von Gemeinderatssitzungen, Gemeindeversammlungen sowie Wahlen und Abstimmungen – die Führung der Personaladministration und des Zeitkontrollmanagements der Mitarbeitenden – die Sicherstellung einer vorbildlichen Umsetzung der kaufmännischen Grundbildung unserer Lernenden in der Funktion als Ausbildungsverantwortliche und Berufsbildnerin Präsidiales – die Bearbeitung des Einbürgerungswesens – die selbstständige Führung des Bestattungsamtes – die Stellvertretung der Mitarbeitenden des Bereichs Einwohnerdienste während deren Abwesenheit Sie verfügen über – eine kaufmännische Grundausbildung, vorzugsweise in einer öffentlichen Verwaltung – den Berufsbildnerkurs oder sind bereit, diesen zu erwerben – entsprechende Weiterbildungen im Personalbereich (Zertifikat Personalassistent/-in oder eidg. Fachausweis HR-Fachmann/-frau – eine solide Berufserfahrung in einer öffentlichen Verwaltung – eine gute schriftliche und mündliche Ausdrucksweise in der deutschen Sprache – ein kompetentes und dienstleistungsorientiertes Auftreten mit guten Umgangsformen – sehr gute PC-Anwenderkenntnisse, von Vorteil mit Erfahrung der NEST-/Abacus/CMIAXIOMA-Applikationen Wir bieten Ihnen – eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit in einem lebendigen Arbeitsumfeld – engagierte und unterstützende Teamkolleginnen und -kollegen – attraktive Anstellungsbedingungen mit guten Sozialleistungen – gute Weiterbildungsmöglichkeiten – einen modernen Arbeitsplatz Haben wir mit unserem Stellenangebot Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich – jetzt! Zur Beantwortung von Fragen steht Ihnen der Leiter Gesamtverwaltung, Gemeindeschreiber Daniel Nehmer, Telefon 044 701 95 00, gerne zur Verfügung. Ihre schriftliche Bewerbung (keine Online-Bewerbung) mit Foto und den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis 22. Juli 2016 an Gemeindeschreiber Daniel Nehmer, c/o Gemeindeverwaltung Bonstetten, Am Rainli 2, Postfach 88, 8906 Bonstetten. Mehr über unsere Gemeinde erfahren Sie über www.bonstetten.ch

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Bezirk Affoltern

Walter Huwiler bearbeitet Marmor. (Bilder Werner Schneiter)

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Kursleiter Nicholas Micros begutachtet die Arbeit von Christiane Landis. Sie hat in Ottenbach alle Kurse absolviert.

Wo Steine in Form gebracht werden Zehnter Steinbildhauerkurs von Nicholas Micros an den Gestaden der Reuss in Ottenbach ................................................... von werner schneiter

H

elle Klänge durchbrechen an diesem herrlichen Sommermorgen die Stille an der Reuss in Ottenbach. Im temporären Festzelt beim Pontonierhaus lassen Frauen und Männer ihre Hämmer auf die Meissel prallen – Werkzeug, das den weichen Alabaster, den härteren Kalkstein oder Marmor sukzessive Formen verleiht. Zum 10. Mal führt Nicholas Micros in dieser Woche seinen Steinbildhauerkurs durch. Etliche Teilnehmende sind schon mehrmals

dabei, Christiane Landis hat jeden dieser jährlichen Kurse besucht und in diesem Frühjahr in der Galerie am Märtplatz in Affoltern – zusammen mit weiteren Künstlerinnen – eine Ausstellung bestritten. Sie ist also keine Anfängerin mehr, genauso wenig wie die Mehrheit der diesjährigen Kursteilnehemden, die den Status «Hobbykünstler» verlassen und sukzessive zur Künstlerin oder zum Künstler mutieren. Das ist sprichwörtlich ein steiniger Weg, ein Geduldsspiel, das einige Jahre dauern kann und gewisse Voraussetzungen erfordert, zum Beispiel die Fähigkeit, dreidimensional zu

denken. Am Anfang steht der Entstehungsprozess einer Skulptur, dann spielt die Technik eine Rolle und schliesslich die Kunst, den Stein nicht kaputtzumeisseln und eigene Ideen umsetzen. «Es ist wie beim Skifahren. Man achtet darauf zu fahren, nicht zu stürzen», vergleicht Kursleiter Nicos Micros. Kommt hinzu, dass die Steinbildhauerei ein schwieriges Metier ist, und die Generalfrage lautet: Wie kann ich in einem so alten, traditionsbehafteten Handwerk etwas Neues schaffen, ein unverwechselbares Werk, wo die eigene Handschrift erkennbar wird? «Wir haben ja in diesem Bereich sehr

viele Meistewerke, das macht es nicht einfacher», ergänzt Kursleiter Micros. Nicht ganz einfach ist es ausserdem, beim Bearbeiten des Steins den idealen Schlagrhythmus zu finden, seine eigene Technik zu entwickeln. Zu den unabdingbaren Voraussetzungen gehört laut Micros die Präsenz während der Arbeit. Sie erträgt kein Musikhören, keine Ablenkung auch anderer Art, sondern volle Konzentration. Fehler lassen sich beim bereits bearbeiteten Stein kaum oder gar nicht mehr ausmerzen. Da müsste dann ein neues Stück her. Körperliche Bereitschaft, Verstand, Instinkt/Gefühl

und Konzentration – diese Dinge müssen während der Arbeit zusammenfliessen.

Morgen Samstag ist Vernissage An diesem Sommermorgen scheint das an der Reuss der Fall zu sein. Der Kursleiter macht die Runde, schaut sich die Werke an, greift da und dort ein, gibt Tipps. Und er freut sich natürlich auf die Vernissage, die morgen Samstag, 2. Juli, von 9 bis 12 Uhr, stattfindet. Weitere Informationen auf www.stoneyard.com

Das Angebot Mentoring Ithaka wird 10 Jahre alt Über 1500 Jugendliche wurden seither von Freiwilligen bei der Lehrstellensuche begleitet Seit 2006 besteht im Kanton Zürich das Angebot Mentoring Ithaka. Über 1500 Jugendliche wurden seither von Freiwilligen bei der Lehrstellensuche begleitet. Zwei Drittel der unterstützten Jugendlichen fanden dabei eine Lehrstelle. Mentoring Ithaka ist ein Angebot des Kantons Zürich und soll jungen Menanzeige

schen beim Übertritt in die Arbeitswelt helfen. Das Mentoringprogramm wurde am 1. Juli 2006 auf die Beine gestellt und richtet sich an Jugendliche in der Oberstufe oder im Berufsvorbereitungsjahr.

Zweitägiges Seminar Die Ansprüche der Lehrbetriebe an Lernende sind in den letzten Jahren gestiegen. Jugendliche mit schlechten

Noten, unzureichenden Deutschkenntnissen oder ungenügenden Bewertungen bei den Sozialkompetenzen sind auf Unterstützung bei der Lehrstellensuche angewiesen. Nicht immer kann diese Unterstützung durch das Elternhaus gegeben werden. In diesem Fall kann sich der Jugendliche an Mentoring Ithaka wenden. Jedes Jahr unterstützen 200 berufserfahrene Mentorinnen und Mentoren die jungen Menschen ehren-amtlich

bei der Lehrstellensuche. Sie werden mit einem zweitägigen Seminar in ihre Aufgabe eingeführt. Zusammen mit den Mentorinnen und Mentoren erstellen die Jugendlichen Bewerbungsdossiers, bereiten sich auf Schnuppertage vor oder üben das Vorstellungsgespräch. Über 60 Prozent der Teilnehmenden gelingt anschliessend der Einstieg in die Lehre. Alle anderen Jugendlichen, welche ein Mentorat abschliessen, finden eine für sie passen-

de Anschlusslösung wie beispielsweise ein Berufsvorbereitungsjahr, Motivationssemester oder Praktikum. Das Mentoring Ithaka wird in allen Berufsinformationszentren (biz) des Kantons angeboten. Jugendliche, welche Unterstützung bei der Lehrstellensuche benötigen, können sich durch ihren Berufsberater bei Ithaka anmelden. (ki.) Weitere Informationen zum Angebot: www.mentoring.zh.ch.


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Bezirk Affoltern

Freitag, 1. Juli 2016

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forum

Keine gestohlenen Vorstudien Der Kampf um die Überbauung Rauchmatt geht in die nächste Runde, im «Anzeiger» vom 24. Juni. Konfrontiert mit Widerstand gegen den neu aufgelegten Gestaltungsplan Rauchmatt/Ried macht Jürg Tandler folgende Aussage zum ersten Projekt: «Im Projekt Törlenmatt wurden meine ganzen Vorstudien und das von uns erarbeitete Know-how bezüglich Wohnen im Alter schliesslich umgesetzt.» Allein der zeitliche Ablauf des Projektes Törlenmatt zeigt, dass diese Aussage in keiner Weise den Tatsachen entsprechen kann und daher aus Sicht der Genossenschaft Wohnen im Alter (GWA) einer Klarstellung bedarf. 2006: erste Kontakte mit dem Arbeitskreis der Senioren; Sommer 2007: Gründung der GWA; Herbst 2007: Orientierungsversammlung für die Bevölkerung; Ende 2007: Bedürfnisse der Genossenschafts-Mitglieder abgeklärt und das Grundkonzeptes für das Wohnen im Alter im «Huser-Spiegel» veröffentlicht. 2008 erfuhr der Vorstand der GWA erstmals vom Projekt Rauchmatt! Nach der daraufhin erfolgten Besprechung mit dem zuständigen Pro-

Spielerische Elemente und die Freude an der Bewegung gehören bei der Mädchen-Jugi des DTV Hedingen genauso zum polysportiven Ansatz, wie auch bei der Knaben-Jugi des TV. (Bild Urs E. Kneubühl)

Jugi Hedingen: Mädchen und Knaben mit Freude an Bewegung Jugendförderung im Bezirk: Jugend- und Mädchenriegen (7) Jugend- und Mädchenriegen in den Ämtler Gemeinden leisten aktive Jugendförderung und sind ein wichtiger Beitrag an das Dorfleben. Der «Anzeiger» stellt sie in Zusammenarbeit mit contact Jugendförderung vor: Jugi DTV und TV Hedingen. ................................................... von urs e. kneubühl Wer in Hedingen sämtliche Riegen der Mädchenriege des DTV sowie der Buben-Jugi des TV im Training besuchen wollte, der müsste sich tatsächlich von Montag bis Freitag jeden Tag mindestens eine Stunde Zeit dafür nehmen. Gleichsam wären auch Besuche in den Turnhallen Schachen und Güpf nötig. Gemeinsam mit dem Jugendbeauftragten Bezirk Affoltern hat der «Anzeiger» sich für einen Besuch der Mädchenriege des Damenturnvereins Hedinge entschieden – in Kenntnis, dass in der Riege der Knaben-Jugi des Turnvereins das sportlich-spielerische Training ebenso mit pädagogischem Geschick und zielgerichteter Arbeit betrieben wird. So zeigt sich hier wie dort augenscheinlich die Freude und grosse Lust an der Bewegung sowie an Spiel und Sport.

Polysportives Angebot und mehr für 160 Mädchen Die achtjährige Noemie weiss, was sie will: «Ich mache in der Mädchenriege genauso mit Freude mit, wie ich das Training in der speziellen GeräteturnRiege besuche.» Noemie ist seit der ersten Klasse in der Mädchenriege und seit etwas mehr als einem Jahr auch im Turnen an Reck und Ringen aktiv. Und sie freut sich, nach den Sommerferien nun in die nächsthöhere Mädchenriege, jene der dritten und vierten Klasse zu wechseln. Insgesamt machen zurzeit in den verschiedenen Mädchen-Riegen – 1./2.

Klasse, 3./4. Klasse, 5./6. Klasse, Oberstufe und Geräteturnen – rund 160 Mädchen mit. Eine respektable Zahl! Offen für alle Mädchen im Schulalter wird prinzipiell ein polysportives Angebot ermöglicht. «Das gemeinsame Sporttreiben und Spasshaben steht bei uns im Vordergrund», hält Anina Pfyl, Leiterin 1./2. Klasse fest. Und fügt an: «Klar, wir kämpfen auch gemeinsam an Wettkämpfen für gute Resultate und spornen uns gegenseitig zu Bestleistungen an. Der Spass am gemeinsamen Sporttreiben und Ausprobieren von neuen Sportarten allerdings steht immer im Mittelpunkt.»

TV-Knaben-Jugi: Gut ausgebildete Leiter für rund 50 Knaben Das polysportive Training steht auch in der Knaben-Jugi des TV Hedingen im Vordergrund. Spezialisierungen gibt es dabei nicht explizit, auch wenn ab und zu mal Weitsprung, Wurf, Sprint oder Ausdauerlauf trainiert wird, ebenso OL oder Triathlon. Und selbstverständlich gehören im Winter auch Unihockey sowie das entsprechende Turnier in Bonstetten mit dazu. «Spiele und der Spass an der körperlichen Bewegung kommen bei uns nicht zu kurz», merkt Jugi-Hauptleiter Manuel Bernhard umgehend an. «Es

ist unser Ziel, dass sich die jungen Knaben in einem freundschaftlichen Umfeld sportlich betätigen», hält er weiter fest und verweist gleichzeitig auch auf verschiedene Anlässe, die neben den Trainings veranstaltet und besucht werden: Kantonaler Jugi-Tag, Verbandsspieltag und das genannte Unihockeyturnier, um nur einige zu nennen. Zurzeit zählt die Knaben-Jugi des TV Hedingen in insgesamt vier Riegen – Erstklässler, 2./3. Klasse, 4. bis 6. Klasse sowie Oberstufe – rund 50 Aktive, die von einem jungen, gut ausgebildeten Leiterteam betreut werden. Den Leitern der Jugi Hedingen – egal, ob DTV oder TV – ist in allem, was sie mit und für die Kinder und Jugendlichen tun, wichtig, dass es dabei nicht immer nur ums Gewinnen, sondern ebenso und vor allem auch um tolle Erlebnisse in der Gruppe geht. Und deshalb gehört das traditionelle Jugilager in den Sommerferien, welches beide Vereine gemeinsam durchführen, unbedingt mit dazu. Jugi Hedingen, Turnhallen Güpf und Schachen. Riegen Mädchen: 1./2. Klasse, 3./4. Klasse, 5./6. Klasse, Oberstufe und Geräteturnen. Kontakt: mrhedingen@dtvhedingen.ch. Riegen Knaben: Erstklässler, 2./3. Klasse, 4. bis 6. Klasse und Oberstufe. Kontakt: jugi@tvhedingen.ch.

Turnen im Dorf Die «Anzeiger»-Serie «Jugendförderung im Bezirk: Jugend- und Mädchenriegen» entstand in Zusammenarbeit mit contact Jugendförderung aus dem Projekt «Turnen im Dorf und die Wichtigkeit der Jugendförderung fürs Dorfleben». Dem Jugendbeauftragten des Bezirks Affoltern, Matias Dabbene, ist es ein Anliegen, alle Mädchen- und Jugendriegen in den Gemeinden vorzustellen. Mit der Serie sollen die Arbeit

und die aktuellen Herausforderungen (zum Beispiel wachsende Spontanität der Beteiligung durch die Jugendlichen und weniger Verbindlichkeit, finanzielle Ressourcen, Einbettung und Anerkennung der Vereine in der Jugendpolitik der Gemeinde usw.) in den Vordergrund gestellt und deren zentrale Bedeutung innerhalb der Jugendförderung in den Ämtler Gemeinden aufgezeigt werden. (kb.)

jektentwickler war klar, dass sich in der Gemeinde Hausen zu diesem Zeitpunkt gleichzeitig zwei Interessengruppen mit dem Bau von altersgerechtem Wohnraum befassten. Um Doppelspurigkeiten oder gar eine konkurrenzierende Planung zu vermeiden, wurde vereinbart, nach gemeinsamen Ansatzpunkten und möglichen Synergien zu suchen. Im Hinblick auf die zu erwartenden baurechtlichen Hindernisse beim Projekt Rauchmatt hat eine Mitgliederversammlung der GWA im Herbst 2008 entschieden, am genossenschaftlichen Wohnungsbau Törlenmatt weiter zu planen. In den Sand gesteckte Planungskosten sind für einen Investor ärgerlich. Nach Schuldigen zu suchen ist das eine, nach den wahren Gründen zu fragen das andere. Aus Sicht der GWA hat es weder gestohlene Vorstudien noch Spiele des früheren Gemeinderates gegeben. Allein der Mut Ungewohntes zu wagen, kritisches und positives Mitdenken sowie die grosse Beharrlichkeit aller Beteiligten haben schliesslich zur im Herbst 2017 bezugsbereiten Überbauung Silu 2 geführt. Fritz Vögeli, Präsident Genossenschaft Wohnen im Alter, Hausen

Kinder nicht aus dem Dorf verbannen Wie laut dürfen Jugendliche sein? «Anzeiger» vom 28. Juni. Seit über sieben Jahren wohne ich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Jugendtreff und Bauspielplatz. Oft sitze ich am Wochenende und abends auf dem Balkon. Noch nie fühlte ich mich durch die Aktivitäten im und um den Jugendtreff, das Gemeinschaftszentrum oder den Bauspielplatz gestört. Die Skateranlage ist zwar hörbar, die Geräusche werden aber von jedem vorbeifahrenden Auto übertönt – und das sind nicht wenige. Ich kann nicht verstehen, wieso man die Kinder und Jugendlichen immer wieder von ihren Treffpunkten

vertreiben und sogar aus dem Dorfleben verbannen will. Ich persönlich freue mich, wenn sie Treffpunkte haben, wo sie sich sportlich und spielerisch betätigen und austoben können. Bevor die Kinder aus dem Dorf verbannt werden, empfehle ich, bei den gestörten Nachbarn Lärmmessungen vorzunehmen. Ich bin überzeugt, dass die Lärmpegel nicht annähernd die tolerierbaren Grenzen erreichen. Der Lärm der Strasse ist unvergleichbar störender. Diesbezüglich würde ich mich gern mit den Nachbarn zusammenschliessen, um etwas gegen diesen Lärm zu unternehmen. Hans Läubli, Affoltern

Widerrechtliche Spital-DV-Beschlüsse? Aus besorgten Delegierten-Kreisen haben wir erfahren, dass die Delegierten in letzter Zeit gehäuft Beschlüsse per Mail fassen. In Artikel 28 der Statuten lesen wir aber, dass die Delegiertenversammlungen öffentlich sind. Das bedeutet, die Stimmberechtigten haben das Recht, anlässlich der Beschlussfassung dabei zu sein, um zu sehen, wer wie wo was stimmt. Stattdessen haben wir den kryptomanen Vorgang, dass Delegiertenversammlungen an den Stimmberechtigten vorbei, daheim im warmen Stübchen stattfinden und mit illegaler Abstimmung per Tastendruck erfolgen. Da wundern wir uns, dass dabei auch der Delegierte aus Rifferswil dieses Treiben mitmacht. Der Mann ist in Zürich als Bezirksrichter tätig. Wo kommen wir hin, wenn sich selbst Richter nicht mehr um die Einhaltung von Statuten einer öffentlichen Institution kümmern? Wir geben dem Statthalter die Gelegenheit, dieses widerrechtliche Spital-Delegierten-Verhalten sofort abzustellen. Sollte das bis zum 10. Juli nicht per öffentlicher Mitteilung erfolgen, muss dieser Mann, der sich im

kommenden März einer Wahl stellen muss, mit einer Beschwerde beim Regierungsrat, wo man uns bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert hat, rechnen. Hans Roggwiler, Zwillikon, Präsident vom Verein Pro Zweckverband, www.verein-zweckverband.ch

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Vermischtes

Feuer und Wasser auf dem Dorfplatz

Freitag, 1. Juli 2016

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MV Hedingen herzlich empfangen

«Musig im Dorf» Bonstetten mit «Sheee» «Sheee» brachten den Dorfplatz Bonstetten beim ersten Anlass 2016 von Musig im Dorf am letzten Samstag trotz widriger Wetterbedingungen zum Kochen. Der Entscheid, den Konzertanlass Open Air durchzuführen ist dem OK von Musig im Dorf nicht leicht gefallen. Um 9 Uhr morgens liefen alle Prognosen darauf hinaus, dass der Abend trocken wird. Also wagte man das Abenteuer mit Bar- und Bühnenaufbau im Freien und verzichtete darauf, den Gemeindesaal herzurichten. Trotz einsetzenden Dauerregens startete der Anlass pünktlich um 18 Uhr mit dem Sponsorenapéro. Eine Stunde später war es dann so weit: «Count Daisy» betrat die Bühne und spielte sich im Nu in die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer. Die neun blutjungen Musiker aus Wädenswil schmissen eine Swing-, Soul- und Jazznummer nach der anderen in einer Selbstverständlichkeit von der Bühne, dass einem nichts anderes übrig blieb, als gebannt zuzuhören, ob tanzend unter dem Regenschirm oder eingewickelt in einen Regenschutz. Die Küche bot derweil feine Orecchiette mit Hackfleischplätzli an Kräutersauce an,

die man entweder im Trockenen vor der EM-Leinwand im Foyer des Gemeindehauses oder im Halbtrockenen entlang der Häuserzeile gegenüber der Bühne verzehrte.

Der Funke sprang sofort über Die schweren, nassgrauen Wolken verdunkelten den Himmel und verwandelten den Dorfplatz in ein Wasserbad. Doch kaum betraten die vier Instrumentalisten und die drei Sängerinnen von «Sheee» die Bühne, kam Partystimmung auf. «It’s a rainy day, halleluja!» sangen die drei Ladies perfekt intoniert. Und die Band liess es mit unbändiger Spielfreude krachen. Der Funke sprang sofort über und entzündete im Publikum ein Feuer, trotz nasser Schuhe und Regenschirm. Sheee machte glücklich mit Pharell Williams «Happy», riss zum Tanzen mit mit Zuccheros «Baila Morena» und machte klar, dass man zu den Besten gehört, wenn man sich aufs Terrain von Santanas «Smooth» begibt. Die bis auf die Haut nassen Bonstetterinnen und Bonstetter verdankten den Konzertabend dem OK und den vielen Helferinnen und Helfern mit tosendem Applaus. (ksch) Nächstes Musig im Dorf: 13. August mit Gentle Breeze.

Bei der Rückkehr vom Eidgenössischen wurde der Musikverein Hedingen kürzlich von verschieden Vereinen empfangen und durchs Dorf geleitet bis in die «Krone». Prost. (Bild Giorgio Grond)

Gelungener Auftritt der Jumba Tolle Leistung am Regionalmusiktag Amt und Limmattal Die jungen Musikantinnen und Musikanten der Jugendmusik Bezirk Affoltern waren am vergangenen Wochenende am Regionalmusiktag in Dietikon so richtig gefordert: sie hatten ein dichtes Programm zu absolvieren. Bei der ersten «Disziplin», der Marschmusik, trat die Jumba kurz vor 11 Uhr als letzter Verein an. Ihr Stück «Smoke on the Water» umrahmten sie als einziger Verein mit Evolutionen. Die gelungene Show begeisterte das Publikum und der grosse Applaus war der verdiente Lohn für die vielen Proben. Der Auftritt der Jumbaner war ein toller Abschluss der Marschmusikparade.

Kurz nach dem Mittagessen standen die Musikantinnen und Musikanten bereits wieder im Einsatz: Während rund 45 Minuten spielten sie gemeinsam mit der Drummer Factory ein Konzert im Festzelt und durften so ihr Können präsentieren.

Applaus will fast nicht enden Nach einer längeren und wohlverdienten Pause galt es für die Jumba am späteren Nachmittag wieder ernst: die zweite «Disziplin», das Wettspiel, stand auf dem Programm. Die Jumba hatte sich als Wettstück «Arrows of

Lightning» von Marco Pütz ausgesucht. Das aus vier Sätzen bestehende Stück ist von Indianischen Stammesliedern inspiriert. Jeder Satz erzählt eine Geschichte aus dem Leben der Indianer, zum Beispiel der traditionelle Tanz ums Feuer. Auch für diesen Auftritt wurde die Jumba mit einem fast nicht endenden Applaus belohnt. Die Jury belohnte die Jumba mit 44 von 60 Punkten, was angesichts der Schwierigkeit des Stücks und der leider nach wie vor kleinen Besetzung der Jumba, eine tolle Leistung ist. Weitere Infos und Bilder unter www.jumba.ch.

Die drei Ladies von «Sheee» liessen es krachen. (Bild Ramon Müller)

«Jungjodler» zu Gast Musikalischer Nachmittag im «Seewadel» Über einen besonders schönen und musikalischen Nachmittag durften sich die Bewohnerinnen und Bewohner vom Haus zum Seewadel am Dienstag, 22. Juni, erfreuen. Trotz strahlenden Wetters fanden sich viele von ihnen im Speisesaal des Hauses ein, um dem Gesang der «Jungjodler vo Huuse» zu lauschen. Die Jodler verwöhnten die Bewohnerinnen und Bewohner in drei Teilen mit alten und neuen Volksliedern wie: «All’s was bruchsch», «De Köbel und de Chrigel» oder es «Burebüebli». Der Jodlergruppe ist es ein grosses Anliegen, das Schweizer Brauchtum zu pflegen und zu erhalten. Die Nachwuchsjodler sind Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 16 Jahren und

werden von Monika Reutlinger geleitet. Ihren Gesang unterstützten sie immer wieder mit kleinen Einlagen, die auch die Bewohnerinnen und Bewohner zum Mitmachen animierten. Nebst Schwyzerörgeli musizierten sie mit Klavier, Bassgeige, Glöckchen und Besen. Es war deutlich zu spüren und zu sehen, dass alle mit Leidenschaft bei der Sache waren. Zwischen den Auftritten wurden die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die fleissigen Jodlerinnen und Jodler von den Mitarbeitenden des Hauses zum Seewadel mit Getränken und Süssgebäcken verpflegt. Die Jungjodler beendeten ihren Auftritt mit dem «Säuliämtler-Lied» und wurden mit grossem Applaus verabschiedet. Alle lobten den unterhaltsamen und schönen Nachmittag.

Die «Jungjodler vo Huuse» sangen im Haus zum Seewadel. (Bild zvg.)

Die Jumba begeisterte an der Marschmusikparade mit Evolutionen. (Bild zvg.)

Affoltern im Umbruch Bauliche Veränderungen dokumentiert im Dorfmuseum Baukrane dominieren momentan auf verschiedenen Grossbaustellen das Ortsbild von Affoltern. Kleines wird abgebrochen, und Grosses wird neu gebaut. – «Und was stand denn früher hier?», fragt man sich manchmal, denn so schnell vergisst man dies und gewöhnt sich an das Neue. Im Dorfmuseum in Zwillikon sind, mit Fotos dokumentiert, die baulichen Veränderungen in Affoltern festgehalten. Kulturgut wird im Dorfmuseum gesammelt. Vielfältig sind die Objekte und Fotos, die dort eingesehen werden können, zum Beispiel morgen Samstag, 2. Juli. Das Museum ist jeweils am ersten Samstag im Monat geöffnet, von 10 bis 16 Uhr. Das Museum befindet sich an der Ottenbacherstrasse 79 in Zwillikon gleich neben dem Volg. Besuche und

Abbruch des Anbaus von Fust an der Oberen Bahnhofstrasse. (Bild zvg.) Führungen mit Gruppen sind auf Voranmeldung jederzeit möglich. (UG)

Kontakt: Herbert Gübeli, Telefon 044 761 01 32 oder Ursula Grob, 044 761 77 42.


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Veranstaltungen

Freitag, 1. Juli 2016

Fühle ich mich im Heim Gegen 30 Ehemalige ergänzen wohl und zu Hause? das jetzige Orchester Tag der Öffentlichkeit im Haus zum Seewadel Abschlusskonzerte des Dirgenten Jonathan Brett Harrison Einen Einblick in das heimelige Haus zum Seewadel erhalten, die gemütlichen Bewohnerzimmer besichtigen, viel Wissenswertes zu einem Aufenthalt erfahren und sich von Musik und Literatur verwöhnen lassen – all das bietet der Tag der Öffentlichkeit vom Freitag, 8. Juli. Ein Umzug in eine Alters- und Pflegeinstitution fällt nicht allen Menschen gleich leicht. Den betroffenen Personen stellen sich viele Fragen wie: Fühle ich mich im Heim wohl und zu Hause? Kann ich selbst über meinen Tagesablauf bestimmen? Kann ich meine Lieblingsmöbel mitnehmen? Wie gross ist die Auswahl beim Essen? Erhalte ich die gewünschte Pflege? Welche Unterhaltungsangebote stehen zur Auswahl? Wie ist die Finanzierung geregelt? Wer übernimmt welche Kosten? Solche und viele Fragen mehr beantwortet am Tag der Öffentlichkeit das Haus zum Seewadel allen Interessierten, zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie ihren Angehörigen. Von 14 bis 18 Uhr werden verschiedene Aktivitäten angeboten: Hausbesichtigungen, Gedächtnisund Rollatorentraining, Blutzucker und Blutdruck messen. An den InfoStänden werden Fragen geklärt zu Eintritt, Aufenthalt, Wohnen, Essen, Pfle-

ge, Aktivierung und Finanzierbarkeit eines Heimaufenthalts. Auch ein kleiner Gruss aus der Küche wird nicht fehlen.

Pianist und Autorin Zwei Höhepunkte laden zum Geniessen ein: Von 15 bis 16 Uhr entzückt der Pianist Christoph Maurer das Publikum mit seinem Charme und seinem Repertoire. Dazu gibt es gratis Kaffee und Kuchen. Von 18.30 bis 19.30 Uhr liest die preisgekrönte Autorin Susanna Schwager aus ihren Büchern «Das volle Leben» und «Das halbe Leben». Beim anschliessenden Apéro können von ihr signierte Bücher gekauft werden. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Von 16.30 bis 18.15 Uhr wird Feines vom Grill verkauft. Die Besucherinnen und Besucher können an diesem Tag die Atmosphäre im Haus zum Seewadel erleben, sich von der guten Stimmung anstecken lassen und ein wenig SeewadelLuft schnuppern. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. ProgrammFlyer liegen im Haus zum Seewadel auf, können telefonisch bestellt oder auf der Homepage abgerufen werden. Tag der Öffentlichkeit im Haus zum Seewadel am Freitag, 8. Juli, 14 bis 21 Uhr, Obere Seewadelstrasse 12, Affoltern am Albis. Telefon 043 322 74 74, www.seewadel.info.

Letztmals mit Jonathan Brett Harrison: Orchester der Musikschule Knonauer Amt und der Kanti Limmattal. (Bild zvg.)

Das Orchester der Musikschule Knonauer Amt und der Kantonsschule Limmattal spielt am Samstag, 2. Juli, 20 Uhr in der reformierten Kirche Urdorf und am Sonntag, 3. Juli, 11 Uhr im Üdikerhuus Uitikon. 1993 übernahm Jonathan Brett Harrison als neuer Dirigent das Orchester der Musikschule. Er trat damit die Nachfolge der langjährigen Leiterin Esther Snozzi an. Mit seiner Pensionierung im Sommer 2016 verabschiedet er sich nun nach 23 Jahren Dirigententätigkeit mit einem eindrücklichen

Konzert. Dabei werden viele ehemalige Orchestermitglieder mitwirken und teilweise auch als Solisten zu hören sein. Neben Tschaikowski stehen auch dieses Mal englische und amerikanische Komponisten wie R. Vaughan Williams, Leroy Anderson, Percy Grainger und Robert Kerr auf dem Programm; eine Werkwahl die bei Konzerten unter Leitung von Jonathan Brett Harrison schon Tradition hat. Ein Schülerorchester über so lange Zeit auf konstant hohem Niveau zu halten, das bedeutet immer wieder Aufbauarbeit, denn mit dem zwanzigsten Altersjahr verlassen jedes Jahr die

besten Schülerinnen und Schüler das Orchester. Viele der Streicherinnen und Streicher, die in den vergangenen Jahren in diesem Orchester spielten, machen auch heute noch aktiv Musik, sei es in einem Laienorchester oder als ausgebildete Musikerinnen und Musiker. Gegen 30 Ehemalige haben sich zusammengefunden und ergänzen das jetzige Orchester für diese zwei grossen Abschiedskonzerte. (pd.) Konzerte des Orchesters der Musikschule Knonauer Amt und der Kantonsschule Limmattal am Samstag, 2. Juli, 20 Uhr, ref. Kirche Urdorf und Sonntag, 3. Juli, 11 Uhr, Üdikerhuus Uitikon. Eintritt frei, Kollekte.

Fünf-Seen-Wanderung Über der Waldgrenze durch alpine Landschaft Die nächste Wanderung mit Dölf Gabriel führt an fünf kristallklaren Bergseen und dem Pizolgletscher vorbei und bietet Einblicke ins UnescoWeltnaturerbe Sardona.

Das Haus zum Seewadel lädt alle Interessierten ein. (Bild zvg.)

Ab Affoltern geht es mit der Bahn über Zürich nach Sargans und weiter mit dem Bus nach Wangs. Von dort führt die Pizolbahn in drei Sektionen zur Pizolhütte auf 2227 m.ü.M. am Wangsersee – zugleich Ausgangspunkt dieser Wanderung. Nach einem Aufenthalt in der Pizolhütte und rund eine Stunde dauernden Aufstieg zur Wildseelücke öffnet sich eine weite

Idyllischer Ort oberhalb von Appenzell Gemeindeausflug der Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil Der Gemeindeausflug der Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil ist ein generationenübergreifendes Angebot für alle, die gemeinsam einen Sonntag in schönster Natur verbringen wollen. Er findet am 11. September statt. Ein Car bringt die Reisenden in den sehr kleinen und idyllischen Ort Schlatt, oberhalb von Appenzell. Dort ist man zu Gast im katholischen Gottesdienst der wunderbar gelegenen Kirche St. Joseph, die neben verschiedenen Kleinoden der kirchlichen Kunst auch den Ausblick auf die gesamte Alpsteinkette zu bieten hat.

Im Restaurant Bären gleich neben der Kirche gibt es ein feines und gediegenes Mittagessen, bevor zwei leichte, jeweils einstündige Wanderungen nach Appenzell oder via Leimensteig nach Bühler locken.

Ausstellungen Aeugst am Albis Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «OF.LEVCI» Die Werkstatt des Johannes Weiss. Das Geheimnis der «Terra Sigillata», aus der das Tafelgeschirr der Römer hergestellt wurde. Mo, 8-11.30/ 16-18.15, Di/Do, 8-11.30, Mi, 8-11.30/14-16.30 Uhr. Bis 25. August.

Aeugstertal

Der Ortskern von Schlatt, Appenzell, mit Kirche St. Joseph. (Bild zvg.) Leichte, einstündige Wanderung

Sicht auf die Ostschweizer, Bündner und Österreicher Alpen. Hinter der Wildseelücke auf 2493 m ü. M. erscheint der Wildsee. Fasziniert blickt man auf den Pizolgletscher mit dem 2844 m ü. M. hohen Pizolgipfel und den grauen Hörnern. Es folgt ein kurzer Abstieg zum tiefblauen Schottensee. Beim bequem ansteigenden Übergang über die Schwarzplangg schweift der Blick zurück, mitten ins Unesco-Weltnaturerbe Sardona mit Pizolgletscher, Ringelspitz, Piz Sardona und weiter hinten die Glarner Alpen. Der Abstieg setzt sich fort hinunter zum dunklen Schwarzsee auf 2368 m ü. M., wo Steinwild, Gemsen

Diejenigen, die nicht gut zu Fuss sind, bringt der Car nach Appenzell zum Bummeln über den Landsgemeindeplatz oder im Städtchen. Gegen 16 Uhr sammelt der Car Wanderer und Stadtbummler wieder ein und bringt alle zurück nach Stallikon und Wetts-

wil. Der Gemeindeausflug findet bei jedem Wetter statt. Die Fahrt mit dem Car ist kostenlos. (pd. Gemeindeausflug am 11. September. Anmelden unter www.kirche-stallikon-wettswil.ch oder Telefon 044 700 20 44.

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Quartettspiel als Zeitspiegel» Vielfältige Sammlung von den ersten Spielen bis in die heutige Zeit, Quartettkarten mit farbigen Darstellungen von teils bekannten Bilderbuchillustratoren. Mi-So, 11-18 Uhr. Bis März 2017.

Affoltern am Albis Galerie 100, Zürichstrasse 100: Mariano Vittori zeigt neue Werke. Tiermotive, Mischtechnik. www.galerie100.ch. Do/Fr, 14-18, Sa, 10-16 Uhr. Bis 2. Juli.

und auch Adler beobachtet werden können. Vorbei an den zahlreichen Steinmannlis erreicht man den letzten Abstieg über die Ostflanke des Gamidaur, welche zum fünften und letzten See führen, dem grünen Baschalvasee auf 2174 m ü. M. Danach folgt der Abstieg zur Station Gaffia. Nach einer Stärkung im Restaurant fahren uns die Bergbahnen in zwei Sektionen zurück nach Wangs und mit Bus und Bahn geht es wieder nach Hause. (dg) Wanderung am Samstag, 16. Juli. Anmelden bis 9. Juli an miteinander.wandern@bluewin.ch, Telefon 044 761 99 36 oder 079 288 22 72. Weitere Infos unter www.miteinanderwandern.ch.

Bonstetten Galerie für Gegenwartskunst, Burgwies 2: Christa Mayrhofer, Karin Pliem, Silvia Siemes, Malerei und Terrakotta-Figuren. Do/Fr, 14-18, Sa/So, 13-17 Uhr. Schaulager Kunstfenster, So, 14-17 Uhr. Bis 10. Juli.

Mettmenstetten Atelier & Galerie «Kunst im Stall», Untere Bahnhofstr. 6: «Farben, Formen und Figuren» Frühlingsausstellung von Bernadette Galli. Mi, 9-12/ Do, 9-12/14-18.30 Uhr. Jeden ersten Samstag im Monat 14-17 Uhr. Bis 14. Juli. Pfarrhauskeller: Fotos Naturbilder, Stadtansichten und Portraits von Jennifer Riedel. Bis 31. Oktober.

Stallikon Schulhaus Loomatt: Kunstforum Stallikon: Fotoportraits: Bibliothekskunden zeigen sich mit ihrem Lieblingsmedium. Mo, Mi, Do, Fr, 15-19, Di, 15-20, Sa, 10-12 Uhr, während der Schulferien: Di, 15-20. Bis 22. August.


Veranstaltungen

Freitag, 1. Juli 2016

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agenda

Freitag, 1. Juli Affoltern am Albis 18.00-21.30: Jugendarbeit-Affoltern-Event: «SichtBar» auf dem Kronenplatz (Begegnungs- und Informationsbar) Hip-Hop-Konzert und Open Mik. Der Mädchentreff «Girls Friday» goes «Sichtbar». Vor dem Konzert steht die Bühne bereit, für jeden, der etwas performen will. Kronenplatz.

Kappel am Albis 19.00: Sommernachts-HarfenTraumkonzert. Mit Harfenschülern und Friends und ab 21 Uhr «Celtic Treasures». Klosterkirche.

Samstag, 2. Juli Affoltern am Albis 08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen und Gestecke, Bioprodukte, frisches Brot, süsses Gebäck, Pasta, Handwerk und Geschenke, Honig, Käse, Konfitüren, griechische, persische und sizilianische Köstlichkeiten, exotische Früchte aus Kamerun. Marktplatz. 09.00-15.00: Jugendarbeit-Affoltern-Event: «SichtBar» auf dem Kronenplatz (Begegnungs- und Informationsbar) mit Kinder- und Familienanlass. Zirkusanimation, Haarbändeli, Buttons & Magic Bubbles. Kronenplatz. 18.30: Konzert «Ils Fraenzlis da Tschlin» Weltmusik mit Engandiner Wurzeln, es sind alle eingeladen. Kollekte: Brot für alle, Betreuung behindeter Jugendlicher in Südafrika. Reformierte Kirche.

Herferswil (Mettmenstetten) 14.00-17.00: «Mättmi fiiret 900 Jahr» Herferswilerbeizli am Mättmi-Wäg offen mit Kaffee und Kuchen. Markus Gubler. Herferswil 42.

«Die Jauks» holen in Jonen Schwung für ihre Tour durchs Säuliamt Die Ämtler Fangemeinde darf sich auch 2016 auf diverse Gastspiele von «die Jauks» freuen. Sängerin Isabelle Häusler-Jauk lädt allerdings auch zu sich nach Jonen. Die Heimbasis der Jauks ist das Säuliamt. In Uerzlikon trifft sich der harte Kern ihres grossen Fanclubs monatlich zum Stammtisch im «Lindenhof». Kein Wunder also, tourt die beliebte Formation um Isabelle Häusler-Jauk auch diesen Sommer wieder durch die Ämtler Gemeinden. Am 9. Juli sind «die Jauks» am Dorffest in Hausen zu hören, am 30. Juli am Waldfest Uerzlikon, am 27. August im Restaurant Rütli in Obfelden und am 18. September folgt das ultimative Heimspiel bei Fanclub-Präsidentin Barbara Eder im «Lindenhof», Uerzlikon. Zuvor steht nun allerdings das grosse «Steirerfest» bei der Pferdepension von Beat Rütimann in Jonen auf dem Programm – bereits zum vierten Mal. Von knapp 200 Leuten bei der Premiere ist der Anlass mittlerweile auf fast 400 Besucher angewachsen. «Das geht nur dank unseren vielen fleissigen Helfern und grosszügigen Sponsoren», verraten die Gastgeber. Für Unterhaltung sorgen nebst den «Jauks» auch «die Zwoa». Kulinarisch verwöhnt der bekannte Caterer Guido Rauch. So darf man von 10 bis 17 Uhr tolle Stimmung erwarten – und gerne noch viel länger sitzen bleiben. Das Fest-OK von Jonen hat übrigens noch weitere Veranstaltungen im Köcher: am 24. Juli ab 10 Uhr ist nebst dem «Echo vom Horbe» auch der

Mettmenstetten 09.00-15.00: «Mättmi fiiret 900 Jahr» Handwerk und Köstlichkeiten damals und heute. Produkte aus Mettmenstetten, Verkauf von Jubiläumsprodukten «Made in Mättmi». Gemeindeplatz. 16.00: «Mättmi fiiret 900 Jahr» Kindertanzaufführung «DancePot» Tanzdarbietung mit Kindern von 4 bis 11 Jahren zum Thema vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. Gasthaus zum weissen Rössli. Albisstrasse 1.

Zwillikon 10.00-16.00: Dorfgeschichte Affoltern am Albis/Zwillikon. Interessantes aus vergangenen Zeiten: Bilder, Fotos, Gegenstände des Alltags, Kleider und vieles mehr. Rollstuhllift, Eintritt frei. Gruppenbesuche: 044 761 01 32 Herbert Gübeli. Dorfmuseum. Ottenbacherstrasse 79.

Sonntag, 3. Juli Bonstetten 13.00-17.00: Apéro: Christa Mayrhofer, Karin Pliem, Silvia Siemes, Malerei und Terrakotta-Figuren. Galerie für Gegenwartskunst. Burgwies 2. anzeige

S-Bahn, Tram und Bus machen die Nacht zum Tag

Wo sie aufspielen, ist Feststimmung garantiert

Herferswil (Mettmenstetten) 14.00-17.00: «Mättmi fiiret 900 Jahr» Herferswilerbeizli am Mättmi-Wäg offen mit Kaffee und Kuchen. Markus Gubler. Herferswil 42.

Echt urig steirisch: «Die Jauks». Von links: Gerry Zöchbauer, Isabelle HäuslerJauk, Franz Scherzer und Hans Jauk.

Das OK am «Steirerfest»: Gaby Züger und Markus Staubli ...

... sowie Isabelle Häusler-Jauk und Beat Rüttimann. (Bilder zvg.)

Jodlerklub Affoltern (Gottesdienst mit Jodlermesse) zu Gast. Zur 1.-AugustFeier kommen ab 17 Uhr dann

der Musikverein Jonen und das «Duo Betschart» zur Pferdepension von Beat Rüttimann. (tst.)

Anmeldung: Edith Koch, Telefon 044 700 02 93, Edith Fankhauser, Tel. 044 700 30 25, Hermi Fischer, Tel. 078 666 30 56. Bahnhof.

Mittwoch, 6. Juli

Mettmenstetten

Affoltern am Albis

10.30: «Mättmi fiiret 900 Jahr» Kindertanzaufführung «DancePot» Tanzdarbietung mit Kindern von 4 bis 11 Jahren zum Thema vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. Gasthaus zum weissen Rössli. Albisstrasse 1.

19.00-20.00: Fit mit Geni. Mit viel Spass die Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination steigern. Mit Aerobic- und Kickboxkombinationen. Mitturnen und sich überraschen lassen. Sporthalle Stigeli. 19.30: «Fahr.Werk.ö!» Spielerinnen und Spieler: MNA Zentrum Lilienberg Affoltern und Oberstufe Hausen a.A. mit dem Stück: «Es war einmal». Marktplatz.

Montag, 4. Juli Hausen am Albis 14.30-17.30: Handarbeitsstubete von Pro Senectute. Häkeln, stricken, sticken oder einfach nur plaudern. Mit Kaffee und Kuchen. Leitung: Vera Stoll, Telefon 044 764 22 04. Reformierte Kirche (Zwinglistube).

Dienstag, 5. Juli Bonstetten 07.45: Leichte Wanderung. Hospenthal-Andermatt-Göschenen. Wanderzeit ca. 3 Std. Auskunft und

anzeige

Kappel am Albis 17.00: Offenes Singen in der Klosterkirche. Kloster Kappel.

Während des Züri Fäschts sind die öffentlichen Verkehrsmittel im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) rund um die Uhr im Einsatz. Der Nachtzuschlag entfällt. Vom 1. bis 3. Juli findet wieder das Züri Fäscht statt. Sämtliche Linien der Zürcher S-Bahn verkehren in beiden Festnächten rund um die Uhr nach einem Spezialfahrplan. Bis 3 Uhr morgens wird das Angebot durch ZusatzS-Bahnen verstärkt. Dadurch entsteht auf vielen Linien ein Viertelstundentakt. Damit die Heimreise nicht am Bahnhof endet, sind auch die Regionalbusse im ZVV die ganze Nacht hindurch im Einsatz. Auch innerhalb der Stadt Zürich verkehren die meisten Linien der VBZ Züri-Linie durchgehend nach einem Spezialfahrplan. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag ist im ZVV kein Nachtzuschlag erforderlich. Diese Ausnahmeregelung gilt bis zur ersten Umsteigehaltestelle ausserhalb des ZVV-Gebietes. Der ZVV empfiehlt, vor dem Züri-Fäscht-Besuch eine ZVV-Tageskarte oder einen ZVV9-Uhr-Tagespass zu kaufen. Am einfachsten geht dies mit der ZVV-TicketApp oder über SBB Mobile. So sparen sich die Festbesucher das Anstehen vor den Ticketautomaten. Nach den Feuerwerken am Freitagund Samstagabend ist insbesondere am Bahnhof Zürich Stadelhofen sowie an den Tramhaltestellen der VBZ mit Wartezeiten bei der Heimreise zu rechnen. Es empfiehlt sich deshalb, die Feststimmung ein bisschen länger zu geniessen und etwas später ohne Gedränge heimzureisen. (pd.)

Hausen a.A. mit dem Stück: «Es war einmal». Gemeindesaal Weid.

Rifferswil

Kappel am Albis

14.30-16.00: Märlitag: «Der Wunschbaum» Sybille Baumann erzählt zwischen Sümpfen und Tulpen spannende Geschichten für Kinder und Junggebliebene. Park Seleger Moor.

13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel.

Donnerstag, 7. Juli Hausen am Albis 19.30: «Fahr.Werk.ö!» Spielerinnen und Spieler: MNA Zentrum Lilienberg Affoltern und Oberstufe

Ottenbach 08.50: OTTENBACH60plus: Fahrt nach Zürich bis Üetliberg, wandern bis Uitikon Waldegg (Mittagessen), anschliessend weiter bis Triemli für Kaffeehalt. Möglich wäre nach dem Mittag mit Üetlibergbahn bis Triemli. Billette Tageskarte Zürich. Postautohaltestelle (Engelwiese).


Veranstaltungen

Ab sofort

Himbeeren zum Selberpflücken in Maschwanden, Hinterdorfstr. 42 Info Telefon 044 768 32 21

Konzert in der ref. Kirche Affoltern am Albis Samstagabend, 2. Juli 2016 18.30 Uhr

Ils Fraenzlis da Tschlin Weltmusik mit Engadiner Wurzeln Jede Frau, jeder Mann, auch Kinder sind herzlich eingeladen Marianne Grasshofer freut sich auf zahlreichen Besuch Kollekte: Brot für alle, Betreuung behinderter Jugendlicher in Südafrika

Massagepraxis Alexia Für Kinder und Erwachsene Verspannungen? Schmerzen? Möchten Sie sich Entspannung gönnen? Gesundheit fördern? Zögern Sie nicht, rufen Sie jetzt an! Bahnhofstr. 3, Mettmenstetten Telefon 076 588 56 84 www.massagealexia.com


Gewerbe/Dienstleistungen

Für Fischer

Grümpi als Dorffest

Kilian Perin eröffnet am zentralen Standort Affoltern ein Fachgeschäft. > Seite 19

Mettmenstetter «Dunschtigclub» darf sich über einen gelungenen Anlass freuen. > Seite 23

Freitag, 1. Juli 2016

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Edles Gemüse Neues Pflanzverfahren von Spargeln im Uttenberg, Knonau. > Seite 24

40 Jahre Ernst Höhener AG Wie aus dem Paarbetrieb in Obfelden ein stattliches Tiefbauunternehmen wurde Hanni und Ernst Höhener blicken auf erfolgreiche vier Jahrzehnte des kontinuierlichen Firmenaufbaus zurück. Inzwischen zählen drei Unternehmen mit 95 Angestellten zur Firmengruppe, die am 1. Juli 1976 als Paarbetrieb ihren Anfang nahm. ................................................... von martin platter «Wenn man als jung schon gewusst hätte, auf was man sich da einlässt…», sagt Hanni Höhener und lächelt vieldeutig. Neben ihr sitzt ihr Mann Ernst. Am 1. Juli feiert das Paar das 40-jährige Firmenjubiläum. «Wer hätte am 1. Juli 1976 gedacht, dass wir 40 Jahre später für drei Firmen und 95 Angestellte verantwortlich sind», nimmt Ernst Höhener den Faden auf und ergänzt: «Viele davon sind längjährige Mitarbeiter mit zehn bis 35 Dienstjahren. Das ist unser Kapital. Ohne das gute Team hätten wir es nie so weit gebracht.» Schon kurz nach der Lehre wollte Ernst Höhener unternehmerisch auf eigenen Beinen stehen. Der Vater war Bauer, der Sohn machte eine Lehre als Maschinenmechaniker. Kurz vor der Lehrabschlussprüfung lernte Ernst Hanni an einem Fest kennen. «Für mich war bald einmal klar, wo meine Bestimmung liegt. In der Werkstatt war es mir zu eng. Auf dem Bauernhof sah ich meine Zukunft nicht, erkannte jedoch das Potenzial in der Landwirtschaft als Lohnunternehmer», erinnert sich Ernst Höhener.

Am 1. Juli 1976 kaufte er in Knonau die Fahrhabe von Edwin Marty, seinem bisherigen Arbeitgeber, und begann für Landwirtschaftsbetriebe Ernte- und für Bauunternehmen Grabarbeiten zu übernehmen. «Damals gab es im Säuliamt noch etwa ein Dutzend Bauunternehmen. Für die erledigte ich Aushub und Tiefbauarbeiten», erinnert sich Ernst Höhener. «Hanni, sie hatte eben ihre KV-Stifti abgeschlossen, war von Anfang an dabei und erledigte die Büroarbeiten.»

Stetes Wachstum Immer, wenn wieder ein grösserer Auftrag einging, kauften die Höheners eine grössere Maschine dazu. «Wir wuchsen kontinuierlich. 1980 stellte ich Martin Studer als Mitarbeiter fest an. Er arbeitet bis heute in unserem Betrieb», sagt Ernst Höhener nicht ohne Stolz. Mitte der 80er-Jahre plante Ernst Höhener den Neubau seines Werkhofes in Obfelden. Noch bis 1989 war der Werkhof aber im Meilirank in Uttenberg bei Knonau. Die Belegschaft war inzwischen auf elf Mitarbeiter angewachsen. Am 1. Januar 1990 konnte endlich der neugebaute Werkhof in Obfelden bezogen werden. Im Sommer wurde gleich daneben das neue Wohnhaus samt Büro eingeweiht. «Das war eine verrückte Zeit mit für heutige Verhältnisse unglaublich hohen Bankzinsen. Ich frage mich manchmal, wie wir das gestemmt haben», sagt Ernst Höhener und ergänzt: «Wir haben offenbar gute Arbeit geleistet. Denn es wurde uns nie langweilig.» Entsprechend wuch-

Prosperierendes Familienunternehmen: Tochter Karin Höhener, flankiert von ihren Eltern und Firmengründern Hanni und Ernst Höhener. Mit den weiteren Mitarbeitern feiern sie am 1. Juli das 40-Jahre-Firmenjubiläum. (Bild Martin Platter) sen auch Maschinenpark und Mitarbeiterzahl stetig. 1999 linderte eine neue Einstellhalle im Merenschwander Industriegebiet die erneute Platznot. Es ging aber noch eine ganze Weile, bis 2007 aus einer Beteiligung die Tochterfirma Hönag in Merenschwand entstand. Damit einher ging eine Diversifizierung in Richtung Gartenbau. Die Hönag beschäftigt heute elf Mitarbeiter und sieben Teilzeitangestellte: Landschaftsgärtner, Chauffeure und Mitarbeiter Gartenbau. Das landwirtschaftliche Lohnunternehmen wird mehr und mehr zur Tiefbauunternehmung.

Tai Chi Qigong und Wandern Bergsommer im Toggenburg: Marina Wallier organisiert vom 27. bis 31. Juli wieder das beliebte Tai Chi Qigong Erwandern. Tai Chi Qigong ist Heilung in der Bewegung. In aller Ruhe werden verschiedene Bewegungsabläufe von Tai Chi Qigong geübt. Tai Chi Qigong gibt Körper, Geist und Seele die natürliche Balance von Yin und Yang zurück. Geübt wird immer morgens in den grosszügigen Räumen des Hotels und dann auf den Wanderungen. Immer wieder

führen diese nämlich zu Kraftorten, die zum Tai Chi Qigong einladen. Wandern ist Verbindung zwischen Himmel und Erde. Auf den leichten bis mittelschweren Wanderungen, die zwei bis maximal vier Stunden dauern, darf die Lebenskraft des Tai Chi Qigong unter freiem Himmel erlebt werden, mitten in der Natur. Chäserrugg, Gamserrugg, Gamperfin und der Toggenburger Klangweg laden dazu ein. Die Unterkunft in «Stump’s Alpenrose», dem gastfreundlichen Hotel bei den Schwendiseen, ist in hellen, grossen Zimmern mit Balkon gegen Süden oder einer wunderschönen Aussicht auf den Säntis. Die Küche setzt auf regionale Produkte und verwöhnt mit frischer und ausgewogener Zubereitung der Speisen, und im hoteleigenen Wellnessbereich kann man die Muskeln nach einem erlebnisreichen Tag baumeln lassen. (pd.) Tai Chi Qigong Erwandern – Erholung für Körper, Geist und Seele vom 27. bis 31. Juli im Toggenburg mit Marina Wallier, Tänzerin, Choreografien, Tai Chi- Qigong-Lehrerin. Infos: www.jazztanz.ch,

Marina Wallier. (Bild zvg.)

marina.wallier@jazztanz.ch, 044 451 40 44.

«2012 haben wir begonnen, unseren Landmaschinen-Fuhrpark zu verkaufen und uns ganz auf Aushubarbeiten, Grab- und Baggerarbeiten im Leitungsbau zu spezialisieren. Ausserdem erledigen wir Hausabbrüche und bauen Parkplätze und Gartenanlagen», kommentiert Ernst Höhener.

Auch die Kinder übernehmen Verantwortung Erfreulich ist für Hanni und Ernst Höhener aber nicht nur, dass sie auf zahlreiche langjährige Mitarbeiter zählen können. Ihre beiden Kinder Ka-

rin und Stefan arbeiten seit etlichen Jahren ebenfalls in den Familienunternehmen mit. Der frühere Spitzenrodler Stefan Höhener ist Geschäftsführer der Sinser Knüsel und Meier AG, an der Höheners die Aktienmehrheit halten. Am Firmenjubiläum gibts deshalb keinen Tag der offenen Tür: «Wir feiern am 1. Juli, indem wir mit unseren Angestellten einen Firmenausflug machen. Am Abend stossen dann auch die Lebenspartnerinnen unserer Mitarbeiter fürs gemeinsame Nachtessen dazu», sagt Hanni Höhener. Auf dass es weitere 40 Jahre mit dem Unternehmen weitergehe.

«Deluxe»: Kino Seehof

Bestuhlung erneuert. (Bild zvg.) anzeige

Nach einer gut dreiwöchigen Umbauphase wurde das Kino Seehof in Zug gestern Donnerstag, 30. Juni, wieder eröffnet. In beiden Sälen wurde die Bestuhlung erneuert, wobei mit der «Deluxe»-Kategorie auch gleich eine neue Platzkategorie entstanden ist: komfortable Einzelsitze, die mit Tisch-

chen voneinander abgetrennt sind – für einen ungestörten und entspannten Filmgenuss. Des Weiteren hat das Foyer im ersten Stock ein neues Gesicht erhalten und bietet nun mit mehr Sitzgelegenheiten ein noch gemütlicheres Ambiente. (pd.)


Ref. Kirche Maschwanden Sonntag, 3. Juli 10.00 Gottesdienst in Knonau Abschied von Vikarin R. Albrecht anschliessend Apéro 17.00 JUKI-Gottesdienst in Maschwanden mit Pfrn. C. Mehl und Pfr. A. Fritz Anschliessend Imbiss im Pfarrhaus Freitag, 8. Juli 9.30 Fiire mit de Chliine in der Kirche Maschwanden Anschliessend Zopf und Kaffee im Pfarrhaus

Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Hedingen

Sonntag, 3. Juli 10.00 Gottesdienst Pfarrerin Bettina Stephan Im Anschluss informeller Austausch und gemeinsames Nachdenken zum Thema «Kirchgemeinde + (KG+)» in der Chilestube Donnerstag 7. Juli Seniorenwanderung Treffpunkt 7.45 Uhr Dorf Aeugst am Albis Billette werden abgegeben

Samstag, 2. Juli 12.00 In der Kirche Aeugst Trauung Fabian Hämmerli und Rahel Bächler, Rainstrasse 25 Sonntag, 3. Juli 10.00 Gottesdienst im Frohmoos gemeinsam mit der Kirchgemeinde Bonstetten, Jugendlichen und Kindern Pfarrer Walter Hauser Pfarrerin Susanne Sauder Organistin Anette Bodenhöfer Nina Lutz, Violine und viele Mitwirkende 9.15 Abmarsch ab Kirche Hedingen 9.30 Fahrdienst ab Chilehuus Nach dem Gottesdienst Apéro Feuer zum Bräteln. Spiele mit dem CEVI Anschliessend Kolibritag

Ref. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 2. Juli 14.00 Trauung von Martina Schenker und Manuel Schweizer durch Pfr. W. Schneebeli 14.30 Gottesdienst in der Senevita Obstgarten Pfrn. B. Bartels 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel Pfrn. B. Bartels Sonntag, 3. Juli 10.00 Gottesdienst im Singsaal Zwillikon Pfrn. B. Bartels 9.40 Mitfahrgelegenheit bei der Kirche Freitag, 8. Juli 20.00 Feier nach der Liturgie von Taizé in der katholischen Kirche

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 3. Juli 10.00 Open-Air-Gottesdienst am Waldrand oberhalb Fromoos (Schlechtwettervariante: 10 Uhr in der ref. Kirche Bonstetten) Mit: Pfrn. S. Sauder und Pfr. W. Hauser, CEVI und HeBo-kreaktiv Musik: Anette Bodenhöfer Mitgebrachtes kann über dem Feuer gegrillt werden Treffpunkt zum gemeinsamen Hochlaufen: 9.30 Uhr bei der ref. Kirche Bonstetten

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 3. Juli 9.30 Gottesdienst mit Pfarrer Markus Sahli zum Thema «Wenn einer seinen Weg findet und geht . . . » Montag, 4. Juli 9.30 bis 11.00 Uhr Lese- und Gesprächskreis im Pfarrhaus 19.00 bis 20.00 Uhr Meditation am Abend in der Kirche Freitag, 8. Juli 6.00 Meditatives Morgengebet in der Kirche

Bei Regen: Gottesdienst in der Kirche Bonstetten Info-Tel. Sonntag ab 08.00 Uhr 044 701 15 82

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntag, 3. Juli 9.30 Gottesdienst mit Pfr. Ch. Menzi

Ref. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 3. Juli 10.00 Gottesdienst mit der Mission am Nil (Jahresfest) 17.00 Jugendgottesdienst in Maschwanden Montag, 4. Juli 19.30 Neumondsingen www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden

Kath. Kirche Bonstetten

Sonntag, 3. Juli 9.30 Gottesdienst mit Pfrn. Asha De Erich Eder (Orgel), ref. Kirche Anschliessend Kirchenkaffee im ref. Kirchgemeindehaus Dienstag, 5. Juli 14.00 Frauen-Treff Aufenthaltsraum Alte Landstrasse 33 Mittwoch, 6. Juli 12.00 Club 4 Gruppen Alpha + Omega Abschluss Donnerstag, 7. Juli 13.30 Seniorenwandergruppe Parkplatz Zendenfrei

Samstag, 2. Juli 18.00 Vorabendmesse Sonntag, 3. Juli 10.00 Eucharistiefeier mit Brassissimo-Ensemble Jubiläum P. Perry da Silva Dienstag, 5. Juli 19.30 Abendmesse Anschliessend Gebetsgruppe Mittwoch, 6. Juli 9.15 Ökumenisches Morgengebet Donnerstag, 7. Juli 19.00 Rosenkranz

www.kircheobfelden.ch

Kloster Kappel a. A.

Ref. Kirche Ottenbach

Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche Sonntag, 3. Juli 9.30 Gottesdienst mit Pfr. Christof Menzi Mittwoch, 6. Juli 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 7. Juli 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfrn. Elisabeth Wyss-Jenny

Sonntag, 3. Juli 19.00 Musikgottesdienst Pfarrerin Sonja Weisenhorn Naëmi Tanner, Harfe Veronica Nulty, Orgel www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 3. Juli 10.00 Abschiedsgottesdienst von Vikarin Rahel Albrecht Solist, anschliessend Apéro 17.00 Juki in Maschwanden Pfr. Mehl und Fritz Anschliessend Imbiss im Pfarrhaus Dienstag, 5. Juli 19.30 Elternabend der kommenden 2.-Klässler im Pfarrhaus Mittwoch, 6. Juli 19.30 Elternabend der neuen Konfirmanden im Pfarrhaus Maschwanden

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 3. Juli 10.00 Kirche Stallikon: Gottesdienst mit Pfr. Otto Kuttler Taufe: Alessia Elisa Cochard, Stallikon Thema: «Dä Brexit und dä Kixit» mit Kinderhüte Anschliessend (ca. 11.15 Uhr) Kirchgemeindeversammlung und Apéro. Fahrdienst Anmeldung, 2. Juli, Telefon 044 700 09 91 Achtung Jugendgottesdienst fällt aus Mittwoch, 6. Juli 9.15 und 10.15 Uhr Elki-Singen im Jugendhaus Stallikon 20.00 bis 21.30 Uhr Chorprobe im Kirchgemeindesaal Wettswil Donnerstag, 7. Juli 9.15 und 10.15 Uhr Elki-Singen im Kirchgemeindesaal Wettswil Öffnungszeiten Jugendtreff siehe Homepage

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 3. Juli 19.30 Abendgottesdienst Römerbrief 12, 21: «Vom Guten» Dekan Werner Schneebeli Affoltern am Albis

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Sonntag, 3. Juli 10.00 Gottesdienst mit Abendmahl Jürg Peter, Kinderprogramm Anschliessend Teilete Montag, 4. Juli 12.00 Mittagstisch Mittwoch, 6. Juli 14.15 Senioren-Treff 19.00 Teens: peech in der Heilsarmee Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 3. Juli 9.45 Gottesdienst (Urs Baumann) Kinderhort mehr unter: www.emk-affoltern.ch

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Kath. Kirche Hausen a. A. Freitag, 1. Juli 19.30 Herz Jesu Andacht und Stille Samstag, 2. Juli 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 3. Juli 11.00 Wortgottesfeier Donnerstag, 7. Juli 8.15 Eucharistiefeier

Freitag, 1.Juli Ab 17.00 Uhr Café Chazon, Wiesenstrasse 10 Sonntag, 3. Juli 10.00 Gottesdienst (Mein Lieblingsvers) Hüeti und KingsKids mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Kath. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 3. Juli 9.30 Eucharistiefeier mit Pfr. A. Saporiti mit Aussendung der Jugendlichen an den Weltjugendtag Musik: Angela Bozzola (Orgel) und Monika Meier (Panflöte) Freitag, 8. Juli 18.30 Schulabschlussgottesdienst mit Pfr. A. Saporiti und dem Katecheten-Team Anschliessend Grillplausch

Sonntag, 3. Juli 9.45 Gottesdienst und Kinderprogramm mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 3. Juli 10.30 Gottesdienst, Kinderhort/ Sonntagsschulen/Unterricht www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 9.20 Abendmahlsversammlung 10.40 Sonntagsschule Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


Gewerbe

Freitag, 1. Juli 2016

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Das Hobby zum Beruf gemacht Fachgeschäft für Fischereibedarf eröffnet in Affoltern Kilian Perin bietet am zentralen Standort Affoltern ein AllroundSortiment für Bach-, Fluss- und Seefischerei an. Morgen Samstag, 2. Juli, ist Eröffnung. Gewinnerin Franziska Mullis und Dorfmärt-Floristin Colette Dietsche. (Bild zvg.)

Geschenkkorb voller Leckereien gewonnen Rosentag im Obfelder Dorfmärt Wie alle Jahre im Sommer fand im Obfelder Dorfmärt wieder der beliebte Rosenverkauf statt. 3000 wunderschöne rote Rosen wurden an diesem Tag verkauft. Mancher Mann beglückte seine Angebetete mit einem grossen Strauss Rosen, welche er für einen Franken pro Stück im Dorfmärt erstehen konnte. Die Steinhauser Firma Oswald war mit ihrem Stand präsent und zeigte ihr grosses Sortiment an Gewürzen, Saucen und diversen anderen Produkten. So konnte man sich direkt mit den feinen Sachen eindecken und auch vor Ort probieren.

Natürlich fand auch wieder ein Wettbewerb statt, bei welchem es galt, den Inhalt eines Glases voll NéscafePulver aufs Gramm genau zu schätzen. Franziska Mullis aus Ottenbach gelang dies perfekt und sie wurde als Siegerin gekürt. Sie durfte von Floristin Colette Dietsche einen Geschenkkorb mit lauter Leckereien in Empfang nehmen. Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt, zwei Grilleure hatten Würste für jeden «Gluscht». Frisches Brot und kostenlose Getränke rundeten diesen gelungenen Anlass ab. (pd.)

arbeitswelt und laufbahngestaltung

Sich die eigene Biografie erzählen Leben bedeutet: Wir spielen das Leben vierhändig, mein Schicksal und ich. Nicht alles ist machbar. Und: Den Wind kann man nicht beeinflussen, aber die Segel richtig stellen und in Fahrt bleiben. Denn, wenn das Schiff nicht fährt, nützt es auch nichts, wenn man das Steuer fest in der Hand hält. Die Farbe, hell oder dunkel, der eigenen Biografie ist geprägt durch die Grundeinstellung zum Leben und zur Welt, durch den Selbstwirksamkeitsglauben, das Selbstbild und das Lebenskonzept, das man immer wieder neu schreibt. Insbesondere, wenn es dem Schicksal mal wieder gefallen hat, den Rhythmus zu wechseln oder Dissonanzen in die harmonische Lebensmelodie einzufügen. In schwierigen Lebensphasen oder Krisenzeiten neigt man dazu, das ganze Leben grau zu übertünchen – im Extrem entwickelt man eine Opferbiografie. Das heisst, man lässt das Ruder los und streicht die Segel. Wie ein Korken auf dem Meer ist man Strömung, Wind und Wetter ausgeliefert. Die individuelle Befindlichkeit steht im direkten Zusammenhang damit, wie man sich und anderen sein Leben erzählt. Jeder kennt unzählige Varianten der Ich-Geschichte. Je nach Adressaten. Beim Bewerben erzählt man eine berufliche Erfolgsgeschichte. Dem Tagebuch vertraut man vielleicht einen grüblerischen Rückblick auf die vergangenen Jahre an. Ganz anders klingt dieselbe Lebensgeschichte, wenn man es darauf anlegt, dem anderen Geschlecht zu imponieren. Oder ein Vorbild für die Kinder zu sein. Welche bewusste oder unbewusste Intention liegt hinter der Geschichte: Will man Mitleid heischen, bewundert werden, geliebt werden? Will man so wahrgenommen werden, dass die Menschen gern Kontakt mit einem haben – oder ergreifen andere die Flucht, wenn wir beginnen, unsere Geschichte zu erzählen? Oder will

Mit einem Zufallskauf im damaligen Eisenwarengeschäft Niederer in Affoltern hat vor rund 15 Jahren alles angefangen. Dort erwarb Kilian Perin als Kind seine erste Fischerrute und begann, Knoten aus Büchern zu lernen. Aus dem Impulskauf wurde eine Leidenschaft: «Ich habe immer mehr Zeit am Wasser verbracht», verrät Perin. Die Ruhe in der Natur empfindet er als wertvollen Ausgleich zur Hektik im Alltag. Gleichzeitig eignete er sich immer mehr Fachwissen an. Die Fischerei wurde sein grösstes Hobby – und dieses macht er nun zum Beruf. Mit Reuss und Türlersee hat das Säuliamt Fischern einiges zu bieten. Wer sich allerdings mit dem entsprechenden Material eindecken will, der musste das bisher jenseits der Bezirksgrenzen tun. «Viele Fischer wollen nicht so weit fahren», weiss Perin. Daraus entstand seine Geschäftsidee: am zentralen Standort Affoltern ein Allrounder-Sortiment für Bach-, Flussund Seefischerei anbieten, das vom Anfänger bis zum Profi, vom kleinen Egli bis zum zweieinhalb Meter langen Wels alles abdeckt: Ruten, Rollen, Zubehör sowie Lebend- und Kunstköder. Auch die Adresse – Moosbachstrasse – passt.

Feierliche Eröffnung morgen Samstag Besonders stark vertreten ist die moderne Fischerei mit Gummifischen. «Ich will den Fischern die Möglichkeit bieten, Neues auszuprobieren, das sie noch nicht kennen», verrät Perin. Als erster Fachhändler in der Schweiz überhaupt hat er Kunstköder der Mar-

Kleiner Mann mit grossem Fachwissen: Kilian Perin in seinem neuen Fischereiartikel-Laden. (Bild Thomas Stöckli) ke «Freiwild» im Angebot. Diese sind einerseits besonders realitätsgetreu gestaltet und bewegen sich auch nicht jedes Mal gleich – ganz wie die «verletzten Fischlein», die sie ja imitieren sollen. Seinen Laden versteht Kilian Perin nicht nur als Verkaufslokal, sondern auch als Ort des Austauschs, wo man bei einem Kaffee über neue Techniken und Produkte, aber auch über den be-

vorstehenden Angelausflug fachsimpeln kann. Das gilt besonders auch für den Eröffnungs-Samstag, 2. Juli, mit Speis, Trank und Wettbewerb. Alle seien eingeladen, unverbindlich vorbeizuschauen, betont Perin, «auch Nichtfischer», betont er explizit, «vielleicht fangen sie ja mal damit an.» (tst.) Kilian Perin Fischereiartikel, Moosbachstrasse 50 a, Affoltern. Eröffnungsfest Samstag, 2. Juli, ab 8 Uhr.

30 Jahre Salon Swing Etabliertes Coiffeurgeschäft in Obfelden

Regula Zellweger. (Bild Nana do Carmo) man für sich selbst Klärung, Verständnis, Achtung? Nehmen Sie sich Zeit und Musse, sich respektvoll mit dem zu befassen, was Ihnen am nächsten steht: Achtsames Nachdenken über sich selbst und die eigene Geschichte. Wertschätzende Spurensuche dem eigenen Lebensfaden entlang kann entwirren, Knoten lösen, klären, ermutigen. Beim Erinnern und in Worte fassen wird einem bewusst, welche Fähigkeiten zur Lebensgestaltung zur Verfügung stehen. Fähigkeiten verliert man grundsätzlich nicht, allenfalls braucht es etwas Übung. In der Rückschau kann man Selbstvertrauen insbesondere aus dem Überwinden von schwierigen Lebenssituationen generieren. Wenn man wie ein Regisseur die Scheinwerfer auf die positiven Aspekte seines Lebens richtet und dem Lebensfilm eine fröhliche Musik unterlegt, stärkt man sich für die Zukunft. Das schriftliche Formulieren klärt. Selbstverständlich muss nicht jeder seine Memoiren veröffentlichen – es geht darum, seine Biografie für sich zu schreiben. Als Geschenk an sich selbst. Regula Zellweger, www.rz-laufbahn.ch

Am 1. Juli 1986 eröffnete Jrma Etterlin im Einfamilienhaus an der Dorfstrasse 121 in Obfelden den Coiffeur-Salon Swing. Die erfreuliche Entwicklung führte wegen der engen Verhältnisse zu Platzproblemen. Und so erfolgte am 1. November 1994 der Umzug in neue Räumlichkeiten im benachbar-

ten Mehrfamilienhaus. Aus einem kleinen Coiffeursalon wurde ein grosszügiger Raum mit einer neuen Einrichtung. Das Fachgeschäft für die ganze Familie ist topaktuell und preiswert. Iris Binggeli arbeitet seit Oktober 1988 und Elina Stolz seit August 2010 im

Salon Swing. Neu im Team ist seit Ende Mai 2016 Pia Brunner. Die aufgestellte Crew gibt sich Mühe, Kundinnen und Kunden in guter Atmosphäre und fachgerecht zu bedienen. «An dieser Stelle danke wir allen Kunden», sagt die Inhaberin Jrma Etterlin.

Aufgestelltes Team im Salon Swing, von links: Elina Stolz, Inhaberin Jrma Etterlin, Iris Binggeli und Pia Brunner. (Bild -ter.)


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Sport

Freitag, 1. Juli 2016

Aus dem Abstiegskampf verabschiedet Faustball NLB: Affoltern im Hoch Aufgrund von Terminverschiebungen stand die erste Mannschaft der Faustballer von Affoltern I am vergangenen Wochenende an beiden Tagen im Einsatz und holte sich wichtige sechs Punkte. Am Samstag standen in Elgg die Duelle gegen Elgg-Ettenhausen II und Affeltrangen, dem ersten und zweiten der Rangliste, auf dem Programm. Mit einer konzentrierten Leistung und nur einem Satzverlust konnte man Affeltrangen mit 3:1 bezwingen. Gegen Leader Ettenhausen konnte man nach einem 0:2-Rückstand den dritten Satz knapp gewinnen, die Partie aber nicht mehr und verlor 1:3. Am Sonntag ging es nochmals in die Ostschweiz nach Diepoldsau an den Rhein. Dort traf man auf die beiden zweiten Mannschaften aus Diepoldsau und Jona. Auf noch nassem Terrain vermochte man die harten Angriffsbälle der Platzherren erfolgreich abzuwehren und mit der nötigen Aggressivität und kalkuliertem Risiko zu punkten. Wenn der Hauptschläger von Affoltern aus taktischen Gründen angespielt wurde, vermochte auch der zweite Angreifer zu reüssieren. Die Sätze waren zwar jeweils hart umkämpft, trotzdem konnte das Fanionteam das Spiel gegen Diepoldsau mit 3:0 für sich entscheiden. Euphorisiert vom Sieg ging man auch im nächsten Spiel gegen Jona rasch mit 2:0 Sätzen in Führung. Danach schlichen sich unnötige Eigenfehler in das Spiel von Affoltern und der Gegner gewann an Stärke. Der Satzausgleich war die logische Folge.

Im Entscheidungssatz lieferten sich die beiden Mannschaften einen packenden Krimi, mit dem glücklichen Ende für Affoltern, das den Sieg mit 12:10 und 3:2 Sätzen ins Trockene brachte. Nach harzigem Beginn der NLBMeisterschaft grüsst die älteste Mannschaft der Liga nun überraschend aus der oberen Tabellenregion. Mit noch vier verbleibenden Spielen darf man gespannt sein, was für das Team in dieser Saison noch möglich ist. Die nächste Runde findet am 20. August auf dem Sportplatz Moos in Affoltern statt.

Rückschlag für die zweite Mannschaft Die zweite Mannschaft trat am Samstag in Schlieren gegen Embrach und Jona III und holte erstmals keine Punkte. Gegen Embrach war die Partie hart umkämpft und Affoltern verlor die beiden ersten Sätze denkbar knapp mit 9:11 und 10:12. Den dritten gewann man überraschend klar mit 11:4. Im vierten lag man schon von Anfang an hinten und konnte nie aufholen, sodass der Satz und die Partie mit 3:1 an Embrach ging. Ein ähnliches Spiel entwickelte sich auch gegen Jona, wo man ebenfalls die ersten beiden Sätze verlor, den dritten gewann, aber den vierten und das Spiel mit 3:1 verlor. Somit ist man auf den 5. Tabellenplatz zurückgefallen, aber die Abstiegsgefahr ist auch hier gebannt. Die Schlussrunde erfolgt, nach einer Pause im Juli, am 20. August in Rüti. John Schoch Tabellen und Resultate unter Swissfaustball.ch.

Die Erstliga-Damen von links: Serena Bonandi, Rosanna Fravi, Lara Hauser, Camille Gagnaux, Melina Ehrsam, Saskia Wildi. (Bild zvg.)

Wichtige Siege zum Schluss Gelungenes Saisonende für den TC Säuliamt Die Erstliga-Damen des TC Säuliamt schafft den Ligaerhalt und die Drittliga-Herren dürfen auf den Aufstieg hoffen. Am 18. Juni spielte die 1. Liga Damenmannschaft zu Hause um den Ligaerhalt gegen den TC Bührle. Lara Hauser, Nicole Eisler, Serena Bonandi und Rosanna Fravi konnten drei der vier Einzel für den TC Säuliamt klar in zwei Sätzen gewinnen. Lediglich Lara Hauser musste sich gegen eine höher klassierte Gegnerin geschlagen geben. Somit konnte mit einer guten 3:1-Führung in die Doppel gestartet werden. Ein Satz würde bereits für den Ligaerhalt genügen. Es wurde aber

nochmals spannend, beide Doppel mussten im ersten Satz ins Tiebreak. Leider verloren Bonandi/Fravi ihr Tiebreak 7:9 und später auch die Partie. Dafür konnten kurz darauf Lara Hauser und Nicole Eisler ihr Tiebreak für sich entscheiden und im dritten Satz den Match gewinnen. Der Ligaerhalt war somit mit einem 4:2-Sieg geglückt. Die Mannschaft freut sich bereits auf die Saison 2017. Auch die 3.-Liga-Mannschaft des TCS konnte am 19. Juni einen weiteren Sieg für sich verbuchen. Das Heimspiel gegen Zollikerberg musste wegen Regens in der Halle ausgetragen werden. Die Mannschaft erwischte dabei keinen guten Start. Ian Müller, Andrin Rütsche und Cédric Neu-

haus verloren ihre Spiele jeweils in zwei Sätzen. Die Säulis gaben sich aber noch nicht geschlagen und Stefan Bächtiger, Robin Bühler und Nicolas Memmishofer entschieden ihre Matches klar für sich. Somit mussten die Doppel die Entscheidung bringen. Bühler/Rütsche konnten ihre Partie nicht für sich entscheiden, doch Captain Stefan Bächtiger und Yann Braune machten mit ihren Gegner kurzen Prozess. Memmishofer/Hofer waren es schliesslich, die den entscheidenden Punkt ins Säuliamt brachten. Mit einem Ass beendete Memmishofer die hart umkämpfte Partie. Somit beendet die Mannschaft die Saison auf dem 1. Platz und kann auf den Aufstieg hoffen.

Die Tabellenspitze gestürmt Schweizer Schachmeisterschaft, 1. Liga: Wettswil – Bodan 5½:2½ Der Schachclub Wettswil bestätigte seine blendende Form – er bezwang den starken Widersacher «Bodan» aus Kreuzlingen sicher. Dank der gleichzeitigen Niederlage des Ersten Pfäffikon gegen St. Gallen zieren die Ämtler neu die Tabellenspitze. ................................................... von kaspar köchli Zuspieler und Angreifer der 1. Mannschaft in Aktion. (Bild zvg.)

TC Stallikon: Senioren weiter in der 1. Liga Alle Ziele erreicht! Unter diesem Titel kann man die Interclubsaison des TC Stallikon zusammenfassen. Die erste Seniorenmannschaft konnte ihren Platz in der 1. Liga behaupten, und die Frauen Aktive und Männer Aktive schafften den Klassenerhalt in der 2. Liga. Pech hatten die Männer Aktive, die in drei Partien 29 Sätze gewannen – ein Satz zu wenig, um die Aufstiegsspiele in die 1. Liga anstatt der Abstiegsrunde bestreiten zu müssen. Die ehemaligen Jungsenioren, die in der dritten Liga neu als zweite Seniorenmannschaft antraten, konnten ih-

re Gruppe gewinnen. Und weil die Jungseniorinnen in der dritten Liga auf Platz vier von fünf Teams landeten, fasste auch keine Stalliker Mannschaft die Rote Laterne. Der Start in die Interclub-Saison war dank des guten Wetters schwungvoll, das Ende dann eher zäh, weil wegen des Regens zahlreiche Spiele immer wieder verschoben oder in die Halle verlegt werden mussten. Ein erster Clubhöhepunkt folgt jetzt zum Start in den Juli: Die Clubmeisterschaften im Doppel (Damen, Herren, Mixed) sowie ein Sommernachtsplausch stehen auf dem Programm. (mr.)

Eine Runde zuvor bezwangen die Ämtler Wil SG unglaublich mit 8:0, allerdings begünstigt durch zwei Forfaitsiege. Auch am vergangenen Samstag profitierte Wettswil von einem unbesetzten Brett. Bodans Spieler Langwieser brauchte nicht zu lange für die Anreise, sondern erschien überhaupt nicht zur Partie. Werner Aeschbach, eigentlich auf Kampf eingestellt, nahm das Geschenk schelmisch lachend an: «So gucke ich stattdessen halt den EM-Achtelfinal Schweiz gegen Polen!»

Grosser Wettswiler Siegeswillen Den Heimischen war trotz der Wichtigkeit des Spiels keine Nervosität anzumerken, zielstrebig machten sie sich an die «Arbeit». Die Ämtler auf Kurs brachten an den Brettern zwei und drei mit raschen und zugleich sehenswerten Siegen Marcel Hug und Philipp Aeschbach – das motivierte ihre Teamkollegen zusätzlich. Nach drei Stunden führte Sacha Georges die Vor-

Urs Allenspach (rechts): Remis am 7. Brett gegen sein starkes Vis-à-vis. (Bild kakö) entscheidung herbei, er trickste seinen Kontrahenten gekonnt aus. Zu den vier Siegen gesellten sich noch drei Remis und komplettierten die top Mannschaftsleistung gegen die ausgeglichen besetzten, starken Thurgauer vom Bodensee. Der hohe 5.5-2.5Triumph bedeutete den Lohn für den engagierten Auftritt der Wettswiler, deren Siegeshunger spürbar war.

zweitplatzierte, einen Punkt zurückliegende Pfäffikon zum Spitzenkampf. Danach könnten die Weichen bereits gestellt sein. «Vorgelegt» hat schon mal Wettswils zweite Mannschaft (4. Liga). Mit einem Sieg in der Schlussrunde gegen Leader Langnau katapultierte sie sich auf den geteilten ersten Rang und steigt in die 3. Liga auf. Schweizer Meisterschaft, 1. Liga, 5. Runde: Wettswil

Marschrichtung Nationalliga B Noch zwei Runden trennen die Ämtler von einem Promotionsspiel. Selbstbewusst mit dem Ziel «B-Wiederaufstieg» in die Saison gestartet, konnte der Schachclub Wettswil bislang seine Ambitionen untermauern. Zuhause im Türmlihaus gastiert Ende August das

– Bodan 5.5:2.5; Marcel Hug (Elo 2287) – Max Knaus (2009) 1:0; Philipp Aeschbach (2252) – Peter Plüss (2169) 1:0; Sacha Georges (2222) – Stephan Fessler (2097) 1:0; W. Aeschbach (2087) – Alexander Langwieser (2121) 1:0ff.; Kaspar Köchli (2050) – Klaus Zeiler (2070) remis; Theo Heldner (2082) – Jürgen Schädler (2089) 0:1; Urs Allenspach (1951) – Florian Johne (2085) remis; Hanspeter Bieri (2075) – Michael Norgauer (2008) remis.


Sport

Freitag, 1. Juli 2016

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Schweizer Meisterin im Eisklettern, Bouldern und Leadklettern Bonstetterin Petra Klingler sichert sich sensationell einen weiteren nationalen Titel Am vergangenen Samstag, 25. Juni, fanden in Niederwangen (BE) die diesjährigen Schweizer Meisterschaften im Lead-Klettern statt. Überraschend holte sich Boulder-Spezialistin Petra Klingler aus Bonstetten auch diesen Titel. Die Schweizer Sportkletterelite traf sich am Samstag, 25. Juni, in der Kletterhalle Magnet in Niederwangen (BE). Auf dem Programm stand der erste Lead-Wettkampf der nationalen Bächli Swiss Climbing Cup-Serie 2016. Gleichzeitig wurden die diesjährigen Schweizer Meistertitel der Elite sowie der Kategorie U18 vergeben.

Herausfordernde Route im Finale Die erste Qualifikationsrunde der Elite Damen zählte zu den leichteren Aufgaben dieses Tages, die zweite forderte die Athletinnen schon etwas mehr. Petra Klingler aus Bonstetten, die am Boulder-Weltcup im amerikanischen Vail vor zwei Wochen mit dem 7. Platz einmal mehr das beste Schweizer Resultat erzielt hatte, zählte im Lead zwar nicht direkt zum engeren Favori-

tenkreis, qualifizierte sich aber dank des vierten Zwischenrangs für das Finale. Dort wartete eine herausfordernde Route auf die Athletinnen. Von den sechs Finalistinnen löste Klingler diese Aufgabe mit Abstand am besten und sicherte sich damit den Sieg.

Die Bonstetterin ist auch im Eisklettern ... Dreifache Schweizer Meisterin Mit diesem Schweizer Meistertitel bei der Elite setzte Petra Klingler, als Boulder-Spezialistin des Schweizer Nationalteams, beim Lead den Höhepunkt. Sie ist nun amtierende Schweizer Meisterin im Eisklettern, Bouldern und Leadklettern. Neu auch Schweizer Meisterin im Leadklettern: Petra Klingler. (Bild David Schweizer)

... und im Bouldern Titelhalterin. (Archivbilder)

Schweizer Vizemeister

Carusos gaben den Ton an

Blue Dynamite mit hervorragender Leistung

Versöhnlicher Abschluss der Donnerstagabend-Radkriterien

Nach einer starken Mixedvolleyball-Saison bewiesen die «Blues» von Volley S9 ihre gute Form und ihren Teamgeist an der Schweizer Meisterschaft in Bern.

Mit Andreas Caruso und seinem Sohn Francesco haben zwei Fahrer des organisierenden RRC Amt die diesjährige Schlusswertung der Donnerstagabendrennserie in der Affoltemer Industrie gewonnen. Sie war von garstigem Wetter begleitet.

Mit einem fulminanten Start zum Jahresbeginn 2016 zeichnete sich früh ab, dass die «Blues» ihre Saison hervorragend meistern würden. Und Mitte März war klar, dass eine Schweizer Meisterschaft (SM) in Form eines Turnieres mit Blue Dynamite stattfinden würde. Am Volley S9-Sommerturnier eine Woche vor der SM stiess Vincent Kerkhof zum Team, der für Frank Fitzlaff als Mittelblocker einsprang. Ergänzt wurde die Stammsechs durch Adrian Rüegg und Alexandra Périsset. Dann kam der grosse Tag der SM am 26. Juni. Die Gruppenphase am Vormittag war wenig anspruchsvoll: die Blues gewannen drei Spiele klar. Im ersten Finalspiel gegen Hofteren konnten die S9er rechtzeitig ihre Bestleistung abrufen. Sie haben ein her-

ausragendes Spiel gezeigt auf jeder Position, leisteten sich keine Eigenfehler, verteidigten wie Weltmeister und dominierten dadurch klar, was sich auch im Resultat zeigte: Blue Dynamite – Hochdorf 25:18, 25:16. Der glanzvolle Höhepunkt des Turniers und vielleicht der ganzen Saison!

Entscheidungssatz erzwungen

Im letzten Spiel traten sie gegen einen wohlbekannten Gegner an: Die Spiele gegen Mixed United waren schon in den vergangenen Saisons stets spannungsgeladen und emotional. Leider verschlief das Team den ersten Satz und wurde von einem sehr stark aufspielendem Gegner überrascht. Spielertrainer Rolf Schuler feuerte die Mannschaft beim Seitenwechsel nochmals richtig an und auch Volley-S9Präsident Hugo Lombriser fand den Weg auf die Spielerbank. Mit Wirkung: den zweiten Satz konnten die Ämtler mit 25:23 für sich entscheiden. Somit konnte ein Entscheidungssatz erzwungen werden. Doch Mixed United drehte immer mehr auf und gab sich auch verbal entfesselt. Endresultat: Blue Dynamite gegen Mixed United 9:15. Blue Dynamite darf sich mit Stolz als Schweizer Vizemeister bezeichnen! Für die nächste Saison sucht das Team neue Spieler und Spielerinnen. Wer 3. Liga oder höher gespielt hat, darf gerne zeigen, was er oder sie drauf hat. Manuel Murer «Blue Dynamite». Hinten von links: Alexandra Périsset, Sibylle Bühler, Astrid Bier, Adrian Rüegg, Vincent Kerkhof. Vorne: Claudia Sütterlin, Rolf Schuler und Manuel Murer. Kontakt: (Bild Hugo Lombriser)

vorstand@volley-s9.ch.

................................................... von martin platter Das letzte Donnerstagabendrennen dieser Saison bot in der Hauptkategorie alles, was ein Radkriterium spannend und für die Jury anspruchsvoll macht. Bis zu vier Gruppen waren auf der 885 Meter langen Runde an der Affoltemer Lindenmoosstrasse unterwegs, kämpften um Punkte und Rundengewinn. Nicht einfach für die Preisrichter des organisierenden Radrennclubs Amt, die Übersicht zu behalten. Lediglich Andreas Caruso konnte dem unermüdlich angreifenden RMV-Cham-Hagendorn-Fahrer Adrian Bernet Paroli bieten, musste sich aber im letzten Rennen mit dem zweiten Platz begnügen. Auch bei den Nachwuchsfahrern waren die Kräfteverhältnisse eindeutig. Noa Papaleo, der ebenfalls für den benachbarten RMV fährt, gewann das Rennen vor den RRC-Fahrern Timo Müller und Francesco Caruso.

nensaison, die bezüglich meteorologischer Bedingungen nicht viel schlechter hätte sein können. Nur drei von zehn Rennen konnten bei trockener Strecke durchgeführt werden. Ein harter Kontrast zum Vorjahr, als es nur gerade einmal geregnet hatte. Das spiegelt sich auch in der Teilnehmerliste: Während 2015 exakt 100 Radrennfahrer mehr oder weniger regelmässig an den Abendrennen teilnahmen, waren es heuer noch 75, wobei vor allem die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter ab sieben Jahren die Bilanz schönten. Im Gegensatz zu den Erwachsenen liessen sich die Kids deutlich weniger von den zuweilen garstigen Wetterbedingungen abschrecken.

Positive Bilanz Abendrennen-Präsident Urs Staub und der ebenfalls regelmässig anwesende RRC-Amt-Präsident René Graf sehen darin noch einen anderen positiven Nebeneffekt: «Dank der Jüngsten haben wir mehr Eltern an der Strecke,

die bereit sind, uns bei der Organisation und Streckensicherung zu helfen.» Noch etwas anderes hoben die Macher der Abendrennen hervor: «Trotz der oft glitschigen Strecke über tückische Bahngeleise hatten wir nur wenige Stürze, die allesamt glimpflich mit Prellungen und Hautabschürfungen ausgingen.» Das ist nicht selbstverständlich. Auf der Strecke herrschte oft auch während der Rennen reger Autoverkehr. Staub und Graf sind nicht nur dafür dankbar: «Wir bedanken uns bei den Mietern und Anwohnern an der Strecke fürs Verständnis.» Sportlich blieb auf den vorderen Plätzen alles beim Alten. RRC-AmtFahrer Andreas Caruso sicherte sich nach 2013 und 2015 bereits den dritten Gesamtsieg, diesmal vor seinen Club-Kollegen Philipp Weingartner und Reto Wolf. In der Nachwuchskategorie schwang Carusos Sohn Francesco obenaus, vor Cedric Graf und Fabienne Indrist. Ausführliche Ranglisten unter www.rrc-amt.ch und auf Facebook.

Regen an sieben von zehn Abenden Das hochsommerlich warme Wetter war ein versöhnlicher Abschluss RRC-Amt-Abendrennen-Gesamtsieger Andreas Caruso, flankiert vom zweitplatzierten dieser Abendren- Philipp Weingartner (links) und Reto Wolf. (Bild Martin Platter)


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Sport

Freitag, 1. Juli 2016

Die «Schallgrenze» von 26 Punkten knapp verpasst Mit dem Turnverein Mettmenstetten am Regionalturnfest AZO in Wetzikon Ein Jahr vor dem kantonalen Turnfest im Tösstal kam die Zürcher Turnerfamilie am vergangenen Wochenende in Wetzikon bereits in diesem Jahr zusammen. Am Start war auch der TV Mettmenstetten, der bei hochsommerlichem Wetter einen mehrheitlich tollen Wettkampf zeigte. Mit dem seit Jahren grössten Teilnehmerfeld von 38 Turnerinnen und Turnern startete der TV Mettmenstetten, mit dem Ziel in der 2. Stärkeklasse die Punktzahl aus dem Vorjahr zu verbessern bzw. die Wunsch-Schallgrenze von 26 Punkten zu übertreffen. Nicht ganz so einfach, angesichts der weitaus grösseren Gruppe. Mit einem Vergleichswettkampf, einem Trainingsweekend Anfang Mai in Willisau und gut besuchten Trainings, trotz Fussball-EM, waren die Vorbereitungen ideal. Nach letzten Anweisungen des technischen Leiters, Yanick Heiniger, starteten die Mettmenstetter zu ihrem Vereinswettkampf wie gewohnt mit der Pendelstafette über 80 m. Auch dieses Jahr blieben die elf Turnerinnen und elf Turner nicht ohne Wechselfehler. Mit dabei auch «Oldie» Andi Frick, der schon seit über 30 Jahren für den Verein im Einsatz ist. Zwar ist er nicht mehr ganz so schnell wie in jüngeren Jahren, aber er ist nach wie vor eine wichtige Stütze im Verein. Mit der erreichten Punktzahl von 8.52 Punkten waren Yanick Heiniger und sein Team, trotz des Zuschlags von zwei Sekunden, zufrieden. Im gleichzeitig stattanzeigen

findenden Schleuderball-Wettkampf gab es mit einem «Nuller» aber bereits den ersten Dämpfer. Zwar schleuderte Mark Gut den Ball auf ausgezeichnete 51.61 m und Vereinspräsident Nik Junker auf 44.68 m, doch die Punktzahl von 6.82 blieb natürlich weit unter den Erwartungen.

keklasse. Die Wunsch-Schallgrenze wurde nicht durchbrochen. Dennoch durchwegs zufriedene Gesichter, ist es doch in der 2. Stärkeklasse weit schwieriger, eine höhere Punktzahl zu erreichen. Die Party konnte beginnen. Zuerst eine Runde Bier, danach folgten Wurst und Brot, dazwischen ein heftiges Gewitter sowie Abfeiern in der zweistöckigen legendären «Octopus Bar» – ein Abend, der für die Turnerfamilie spät bis sehr spät endete . . .

Angriff «Total» im Weitsprung «Nur nicht den Kopf hängen lassen» war nun die Devise für den zweiten Wettkampfteil. Mit dem Weitsprung folgte doch eine ihrer Paradedisziplinen! Die Anweisungen des Oberturners «ein Sicherheitssprung im ersten Durchgang» waren nicht zu übersehen. Erstes Ziel erreicht! Die Kampfrichter konnten bei allen Springern eine gültige Weite notieren. Somit konnte «Angriff total» folgen. Dabei machte Dario Heiniger einen Riesensatz auf 6.37 m. Vereinskollegen und Zuschauer waren begeistert. Sein Bruder Yanick blieb mit 6.31 m nur wenig zurück. Auch die vielen Frauen im Team erfreuten mit weiten Sprüngen. Leonie Pfalzgraf erreichte 4.69 m, Milena Heiniger 4.39 m und die erst 14-jährige Lea Götschi 4.16 m. Mit solchen Top-Leistungen und 9.08 Punkten konnten wieder Zehntelspunkte wettgemacht werden. Lagen die angestrebten 26 Punkte vielleicht doch noch im Bereich des Möglichen? Doch im Allround-Fachtest folgte der nächste Rückschlag. Das siebenköpfige Team unter Daniel Rissi und Yanik Sigrist schaffte die angestrebten acht Punkte nicht. Dafür schwangen im gleichzeitig stattfindenden Kugelstos-

Ausgezeichnete Einzelwettkämpfer Die Übungen an den Schaukelringen begeisterten die Zuschauer. (Bild zvg.) sen die «starken» Männer wieder obenauf und erreichten gute 8.64 Punkte. Allen voran stiess Routinier Mark Gut die 5 kg schwere Kugel auf stolze 14.23 m.

Steigerung an den Schaukelringen In Wettkampfteil drei waren die zahlreich angereisten Schlachtenbummler sehr gespannt auf das anspruchsvolle Schaukelring-Programm. Unter der Leitung von Andreas Leidenix zeigten die 17 Turnerinnen und fünf Turner gekonnt ihre Übungen und begeisterten die Zuschauer. Die letztjährige Note wurde mit 8.57 klar übertroffen. Gleichzeitig ging es auch in den leichtathletischen Disziplinen 800 m, Hochsprung und Speerwerfen um die letzten Punkte. «Chömed namal» motivierte der initiative TV-Präsident Nik Junker seine «Fraue und Manne». So zeigte Stefan Gerber über 800 m ein-

mal mehr, welches Potenzial in ihm schlummert. Bei drückender Hitze stoppten die Uhren für den 27-jährigen Biologen sehr gute 2:11.35. Dahinter folgte Yanik Sigrist. Martina Schär war schnellste Frau. Im Hochsprung erreichte Yanick Heiniger wie schon am Einzelwettkampf ausgezeichnete 1.80 m. Zusammen mit den drei talentierten Frauen Leonie Pfalzgraf (1.40 m), Milena Heiniger (1.35 m) und Petra Dahinden (1.30 m) konnte die hohe Punktzahl von 9.25 notiert werden. Im Speerwerfen verblüffte Dario Heiniger seine Kameraden erneut mit einer persönlichen Bestleistung. Das 800 -g-Wurfgerät flog im zweiten Durchgang auf spitzenmässige 45.37 m. Mark Gut mit 40.90 m und Hansjörg Trachsel mit 37.66 m folgten. Nun begann das grosse Spekulieren um die erreichte Punktzahl. Das Ergebnis nach langer Rechnerei: 25.39 Punkte und der 15. Rang in der 2. Stär-

Eine Woche vorher standen in Wetzikon die Einzelwettkämpfe auf dem Programm, wo 5 Leichtathleten 5 Geräteturner und 35 Geräteturnerinnen vom TV Mettmenstetten an den Start gingen. Gleich 24 Wettkämpfer konnten eine der begehrten Auszeichnungen in Empfang nehmen. Im Sechskampf der Männer schafften es alle fünf Athleten, ihre Leistungen aus dem Vorjahr zu verbessern. Yanick Heiniger belegte den tollen 5. Rang, Dario Heiniger den 21. Rang und Stefan Gerber den 64. Rang. Im Geräteturnen zeigte vor allem Niklas Burkhard mit dem 3. Rang in der Kategorie 2, Larina Schmid mit dem 7. Rang, Kategorie 3, und Eileen Siegenthaler mit dem 9. Rang in der Kategorie 5 einen hervorragenden Wettkampf. Aus Ämtler Sicht war im Geräteturnen aber wie gewohnt Stefan Meier vom TV Obfelden das Mass aller Dinge. Er gewann in der Kategorie 7, der höchsten im Geräteturnen, den Wettkampf vor seinem Vereinskamerad Martin Häberling souverän. (HeA)


Sport

Freitag, 1. Juli 2016

Das Grümpi als Dorffest Gelungener «Dunschtigclub»-Anlass in Mettmenstetten Der Dunschtigclub Mettmenstetten darf sich über ein fantastisches Grümpi-Wochenende freuen. Zahlreiche Teilnehmende, Helfer und Besucher haben dazu beigetragen, dass der Anlass einmal mehr zu einem Dorffest für Jung und Alt wurde. Fussballerisch kämpften insgesamt 43 Teams in sechs Kategorien um die Pokale. Neben sehr spannenden, äusserst fairen und fast verletzungsfreien Spielen zeigte sich auf dem trotz des vielen Regens der Vortage doch recht gut bespielbaren Rasen, dass sich nicht immer die Favoriten durchsetzen und dass vor allen Dingen einmal mehr der Penalty-Shot-Out seine eigenen unkontrollierbaren Gesetze hat. Es ist also auch beim Grümpi wie im richtigen Leben. Dennoch zählt auch immer noch das Kämpferherz und der Teamgeist, der in der Kategorie Kindsgi bis 3. Klasse dem Team «Hippie Gangster» um Captain Tiago Gisler und in der Kategorie 4. bis 6. Klasse dem Team «Grassboxer» um Captain Björn Hartung letztlich zum Turniersieg verhalf.

Am vergangenen Sonntag holte die HG Obfelden auswärts im vorletzten Meisterschaftsspiel gegen Zäziwil B zwei weitere Punkte. Über den Aufstieg in die 3. oder den Verbleib in der 4. Liga muss das letzte Spiel entscheiden.

Beim Schlagen noch zugelegt

Start zum «Schnällste Mättmistetter». (Bilder zvg./-ter.)

Von Shaqiri abgeschaut? Spektakuläre Einlagen gehören zum Grümpi-Spass.

Fallschirm-Spektakel.

Schon die Kleinen sind mit grossem Einsatz am Ball.

Die «Schnällste Mättmistetter» Die Besten der vom TV Mettmenstetten organisierten Sprintrennen: Schülerinnen A, Jg. 02/03: 1. Sina Ogg, 2. Melanie Peter, 3. Jasmin Lustenberger. Schülerinnen B, 04/ 05: 1. Fanny Lienhard, 2. Angelina Vollenweider, 3. Selina Meier. Schülerinnen C, 06/07: 1. Simea Eisenegger, 2. Simona Amstalden, 3. Aurora Romeo. Schülerinnen D, 08/09: 1. Romina Burkhard, 2. Delia Helfenstein, 3. Jasmin Nussbaumer. Schüler A, 02/03: 1. Alan Cantekin, 2. Kevin Puzzo, 3. Nico Bachmann. Schüler B, 04/05: 1. Yannick Amstalden, 2. Dariusch Soltani, 3. Lenny Wolfisberger. Schüler C, 06/07: 1. Max Morgan, 2. Finn Wyss, 3. Kian Schmid. Schüler D, 08/09: 1. Eric Rindlisbacher, 2. Timo Wyss, 3. Janick Peter.

Eine Runde vor Schluss auf Rang zwei

Obfelden musste die Arbeit im Ries aufnehmen. Alle zeigten vollen Einsatz von Anfang an, geht es doch um den Aufstieg in die dritte Liga. Zäziwil B zeigte eine eher mässige Schlagleistung, Obfelden konnte ihr Ries im ersten Durchgang sauber halten. Nach dem Wechsel mussten die Ämtler Hornusser unbedingt stärker schlagen als ihr Gegner aus dem Emmental. Die Leistung war aber auch bei Obfelden eher mässig, sie konnten jedoch mit ihrem Gegner mithalten. Schon bald musste sich Zäziwil B die erste Nummer schreiben lassen, die zweite liess nicht lange auf sich warten.

Mit Fallschirmspringer-Staffel Nicht minder umkämpft waren auch die vom Turnverein organisierten Sprintrennen um die Krone für die «Schnällste Mättmistetter». Sie sind fester Bestandteil des Grümpi und locken auch nicht fussballinteressierte Fans zahlreich auf den Sportplatz. So konnte man das Grümpi mit der anlässlich der 900-Jahr-Feier des Dorfes am Ende der Rangverkündigung eingeflogenen Fallschirmspringer-Staffel des Fallschirmclubs Freiamt nach einem wettermässig durchzogenen Samstag am Sonntagabend nach einem perfekten Wettkampftag pünktlich gegen 19 Uhr beenden. Ganz sicher wird dieses Grümpi900 aber auch den vielen Besuchern der am Samstagabend veranstalteten Comedy-Night sehr positiv in Erinnerung bleiben, weil es Reini Sax alias Feuerwehrmann Sprinkler und dem Comedian-Urgestein Peach Weber gelungen ist, Lachsalve um Lachsalve abzufeuern und die Turnhalle Wygarten zum Beben zu bringen. Ganz besonders begeistert haben aber auch die pantomimischen Clowns Camilla und Simone von der Compagnia Baccala, die mit ihrer virtuosen Akrobatik und ihren auf das Wesentliche reduzierten Gesten komödiantisch an der Poesie des Zirkus teilhaben liessen. «Nach dem Grümpi ist vor dem Grümpi», heisst es nun für die vielen fleissigen Helfer des Dunschtigclubs. Die Planungen für 2017 laufen bereits in wenigen Wochen an.

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Den Torhüter in die falsche Ecke «schicken» und lässig einschieben: Das Penaltyschiessen hat seine eigenen Gesetze.

Im zweiten Durchgang konnte sich Zäziwil B nicht wesentlich steigern. In den Köpfen der Obfelder war wohl schon der Vier-Punkte-Sieg und wie so oft in dieser Saison musste sich Obfelden eine lästige Nummer schreiben lassen. Beim Schlagen konnte die HG Obfelden noch ein bisschen zulegen und ihren Vorsprung ausbauen. Somit gewann Obfelden das Spiel mit 1 Nummer und 636 Punkten zu Zäziwil B mit 2 Nummern und 567 Punkten. Obfelden bekam zwei Punkte, Zäziwil B ging leer aus. Eine Runde vor Schluss belegt Obfelden immer noch den guten 2. Rang, drei Punkte hinter Lotwil und drei Punkte vor Mützlenberg-Nesselgraben B. Das letzte Spiel zu Hause gegen Rüdtligen-Alchenflüh B wird über Aufstieg oder Verbleib in der vierten Liga der HG Obfelden entscheiden. Reto Binggeli erzielte mit 65 Punkten die Tageshöchstleistung, gefolgt von Hans Binggeli mit 63 und Marco Binggeli sowie Geri Wisler mit je 57 Punkten. (PF)


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Extra

Im Spital Affoltern geboren

Das edle Gemüse Asparagus im Säuliamt

Freitag, 1. Juli 2016

Neues Pflanzverfahren von Spargeln im Uttenberg, Knonau Ramadani, 21. Juni.

Nellie Jill, 22. Juni.

Jamila Celia Parima, 23. Juni.

Riley Mackenzie, 23. Juni.

Aufwendiger Spargelanbau: Das Pflanz-Team arbeitet konzentriert, damit 2018 geerntet werden kann. (Bild Martin Mullis)

Alea, 24. Juni. (Bilder Irene Magnin)

In Knonau pflanzt der Landwirt Serge Duperrex Grünspargeln in einem neuen Pflanzverfahren, welches man vor allem in Holland und Deutschland kennt. Die neue Methode verspricht einen höheren Ernteertrag.

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................................................... von martin mullis Auf dem Pflanzfeld im Uttenberg ist am Dienstagabend eine Gruppe von vier Personen mit einem Traktor beschäftigt, Spargelsetzlinge in die Erde zu stecken. Der Anbau des beliebten Gemüses ist aufwendig. Neben einem

leichten und humushaltigen Sandboden verlangt der Spargel bis zur Ernte viel Aufmerksamkeit. Landwirt JeanJacques Duperrex ist einer der ersten Spargelanbauer in der Schweiz, welcher das moderne Pflanzverfahren anwendet. Die einjährigen Spargelsetzlinge werden mit einer am Traktor angehängten Setzmaschine in die Erde gebracht. Gleichzeitig wird rund 20 Zentimeter unter den Setzlingen ein sogenannter Tropfschlauch verlegt. Dieser ermöglicht eine gleichmässige und gute Wasserversorgung der Pflanzen. Das neuartige und maschinelle Pflanzverfahren benötigt natürlich auch viel Know-how. So steuert der Juniorchef den Traktor, und Senior

Duperrex steckt die Setzlinge in die Steckmaschine. Esther Graf und Marcel Rinderli sorgen für reibungslosen Nachschub und den Ablauf des Pflanzvorgangs. Für den Spargelanbauer Duperrex von der Stöckweid ist diese Methode noch Neuland. Ein Experte von der Juckerfarm in Rafz ist ebenfalls vor Ort und überwacht die Premiere dieser neuen Pflanzmethode. Die Spargelsetzlinge wachsen nun bis im Frühling 2017 und werden dann anschliessend mit Erde bedeckt. Erst im Jahre 2018 wird dann mindestens eine Teilernte möglich sein. Dieses Pflanzverfahren – auch Eisbergpflanzen genannt – kennt man in Europa vor allem in Holland

und Deutschland. Pionier dieser Spargelpflanzung ist in der Schweiz der Spargelhof in Rafz der Jucker Farm AG. Neben einem grösseren Ernteertrag sorgt die Pflanzung von im Treibhaus gezogenen Setzlingen auch dafür, dass keine Wurzelkrankheiten eingeschleppt werden.

gedankensprünge Mittelmass Zehn Meter daneben Elfmeter vergeben Martin Gut

wetter

Der grüne Triumphbogen

bauernregel «Juli Sonnenstrahl gibt eine gute Rübenzahl.»

Er steht nicht in Paris und ehrt auch keinen kriegerischen Feldherrn. Touristen, die aus aller Welt anreisen, um ihn zu fotografieren, kennt er auch nicht. Die beiden zusammengewachsenen portugiesischen Kirschlorbeerbäume stehen am Garteneingang zweier Reihenhäuser. Dort geniessen sie durchaus bewundernde Blicke von Passanten. Im Gegensatz zu ihren steinernen Kollegen stehen sie Ein grüner Triumphbogen verbindet die Gärten zweier Hausbesitzer. (Bild Martin Mullis) nicht zu Ehren von Göttern oder Helden in Lissabon oder im Säuliamt. Sie sind ein «bäumiger» schaft und damit auch einer grossen Rom, sondern erfreuen Spaziergänger Beweis einer friedlichen Nachbar- Lebensqualität. (mm)


Von Kopf bis Fuss Lokaljournalist ................................................... von peter wanner, verleger az medien

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r gehört zu einer raren Sorte. Exemplare dieser Art sind nur noch ganz selten anzutreffen, sind vom Aussterben bedroht. Aber irgendeinmal musste der Tag komPeter Wanner. men, an dem Werner Schneiter in Pension geht. Das Unausweichliche ist nicht aufzuhalten. Er war von Kopf bis Fuss, vom Scheitel bis zur Sohle Lokaljournalist. Er liebte Land und Leute, lokale Begebenheiten und Begegnungen, nichts war ihm zu schade, er war überall anzutreffen, er besuchte selbst «Hundsverlochete», denn auch dies gehörte zu seinem Beruf.

Mit Loyalität und Verlässlichkeit am Werk Über 35 Jahre schrieb er für den «Anzeiger», Artikel über Artikel, verfolgte aufmerksam die Lokalpolitik, immer mit der gleichen Neugierde und Leidenschaft. Dieses innere Feuer ist nie erloschen. Und so schrieb er sich, wie er gern zu sagen pflegte, durch das Leben, Tag für Tag, Woche für Woche, mit einer inneren stoischen Ruhe. Eigentlich konnte ihn nichts, fast nichts erschüttern. Zumindest liess er sich dies nicht anmerken. Besonders beeindruckt hat mich bei Werner Schneiter nebst seiner Liebe zum Beruf seine Loyalität und Verlässlichkeit. Bei ihm wusste man immer, woran man war, auf ihn war stets Verlass. Das Säuliamt, das ihm so sehr ans Herz gewachsen ist, und der Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern verlieren mit ihm einen kundigen Kenner der lokalen Politik und einen begabten Chronisten. Trotzdem erhoffen wir uns natürlich noch den einen oder anderen Artikel aus seiner Feder. Ich danke Werner von Herzen für seinen unermüdlichen Einsatz, für sein grosses Engagement zugunsten des «Anzeigers» und wünsche ihm für den weiteren Lebensabschnitt viel Musse und alles erdenklich Gute.

Eine prägende Gestalt im Säuliamt Zur Pensionierung von Chefredaktor Werner Schneiter 35½ Jahre hat Werner Schneiter den «Anzeiger» geprägt wie kein Zweiter. Heute Freitag endet seine Ära als Chefredaktor. In diesem zusätzlichen Zeitungsbund, den die Redaktion ohne das Wissen des Chefs gestaltet hat, kommen gegenwärtige und ehemalige Mitarbeiter sowie weitere Weggefährten zu Wort. ................................................... von thomas stöckli Der erste Arbeitstag von Werner Schneiter beim «Anzeiger» war der 17. November 1980. Doch schon zuvor hat der Obfelder gelegentlich Sportberichte eingereicht. Den ersten noch als Teenager im Mai 1969: Für die «junge Kirche» war es ihm damals gelungen, eines seiner Idole, Sportreporter JeanPierre Gerwig, für ein Podiumsgespräch nach Obfelden zu locken. Das Wichtigste herauszuheben, das lernte Werner Schneiter bei der Nachrichtenagentur Sportinformation (Si), seiner ersten Stelle im Journalismus. Ich kann ihm nachfühlen, denn die Kombination von Sport und Kürze hat mich knapp 30 Jahre später ebenfalls gefordert: Bei einem Praktikum für einen SMS-News-Dienst stand ich vor der Aufgabe, eine Anpassung der Abseitsregeln im Fussball in 160 Zeichen zu packen.

................................................... von salomon schneider

A

ls ich Werni im Herbst 2008 anfragte, ob ich Reiseberichte über meine Reise durch Südostasien im «Anzeiger» veröffentlichen dürfe, meinte er kurz: Salomon «Isch guet, Schneider. schicksch emal öpis.» Ich schrieb einen ersten Artikel, er druckte ihn ab und ich schrieb einen zweiten. So entstand eine Serie von sieben Artikeln. Nach meiner Rückkehr ging ich bei Werni vorbei und fragte nach einem Feedback: «Isch guet gsi, meldsch di, wennd en Idee für en Artikel hesch. Mir bruuched immer Idee.»

«Der Regionaljournalist ist immer bereit, wenn etwas passiert»

Als freier Journalist weiter für den «Anzeiger» im Einsatz Trotz Angeboten von der NZZ und vom Regionaljournal DRS (Radio sei sein Bubentraum gewesen, hat er mir einst verraten) blieb Werner Schneiter dem «Anzeiger» treu – ganze 35½ Jahre. In dieser Zeit wurde er Zeuge so mancher skurrilen Geschichte und machte manch spannende Begegnung. Einiges davon haben «Anzeiger»-Journalisten und Weggefährten für diesen Sonderbund zusammengetragen. Wiederkehrende Themen sind die Präsenz

Ein Mentor wider Willen

Heute Freitag endet seine Ära als Chefredaktor: Werner Schneiter. (Archivbild) und das gute Gedächtnis des Chefredaktors, aber auch sein Bestreben, einer Vielfalt an Meinungen eine Plattform zu bieten. Er hat auch die unliebsamen Themen aufs Parkett gebracht und sich dabei nicht gescheut, mit markigen Kommentaren Position zu beziehen. Eine der grossen Errungenschaften von Werner Schneiter ist sicher

der Aufbau eines Netzwerks von langjährigen guten und verlässlichen freien Journalisten. «Ohne Freie geht es nicht», hat er immer wieder betont. Wie ernst es ihm mit dieser Wertschätzungs-Bekundung war, das beweist, dass er seine journalistischen Fähigkeiten dem «Anzeiger» nach seinem Rücktritt nun ebenfalls als freier Mitarbeiter zur Verfügung stellt.

Ich schrieb also immer wieder einmal einen Artikel. Nach einiger Zeit fragte auch Werni erstmals für eine Berichterstattung an. Ich sagte zu und fortan wurde ich in regelmässigen Abständen angefragt, ob ich hier und dort berichten könne. Ich konnte auch absagen. Dann wanderte ich jedoch auf Wernis Liste der zuverlässigsten freien Mitarbeitenden einen Platz nach unten, was bedeutete, dass zuerst jemand anderes angefragt wurde. Ich sagte also immer seltener ab und verinnerlichte eine von Wernis Maximen: «Der Regionaljournalist ist immer bereit, wenn etwas passiert.» Auch wenn ich immer regelmässiger schrieb, kam das Angebot des «Anzeigers» für eine Festanstellung überraschend, im Frühjahr 2014. Als ich die Stelle antrat, gab mir Werni ein einfaches Regelwerk mit auf den Weg, liess mir alle möglichen Freiheiten und unterstützte alle Ideen für Geschichten. Feedback erhoffte ich mir von ihm vergebens. Ich sollte meinen eigenen Stil finden. «Du machsch das guet», hiess es auf Nachfrage und ich machte weiter. So wurde Werni, obwohl er sich irgendwie dagegen zu wehren schien, mein Mentor, der mir Wurzeln und Flügel verlieh.


«Wir sind eine klassische Forumszeitung» Zeitung machen früher: Interview mit Anzeiger-Alleinredaktor Werner Schneiter vom 2. Mai 1988 Am Montag, 2. Mai 1988, hat Bernhard Schneider, damals Redaktor bei Radio DRS (heute SRF), ein Interview mit Werner Schneiter geführt, das er anschliessend zu einer Sendung im «Mosaik» von DRS1 verarbeitet hat. Der «Anzeiger» wurde damals noch in Affoltern gedruckt. Das Gespräch begann am Nachmittag, nachdem die Druckmaschine das erste Exemplar der neuen Ausgabe ausgespuckt hatte. Wir haben soeben das erste fertig gedruckte Exemplar der Ausgabe vom 3. Mai 1988 aus der Druckmaschine im Erdgeschoss der Druckerei Weiss geholt. Welche Schwerpunkte werden hier gesetzt? Werner Schneiter: Auf der Frontseite thematisieren wir als Leitartikel die Erhebungen des Amtes für Raumplanung über die Siedlungsdichte in den Regionen. Positiv hervorgehoben werden das Knonauer Amt und das Weinland. Weiter will die Primarschule Kappel ihren Schulraum erweitern. Ein weiteres Highlight ist SPS-Parteipräsident Helmut Hubacher, der am 1. Mai der Einladung der SP Amt ins Kasino Affoltern gefolgt ist. Wie verläuft ein typischer Arbeitstag des Alleinredaktors Werner Schneiter? Ich bin immer vor 7 Uhr morgens im Betrieb. Zuerst muss ich die Post sichten und die ersten Texte redigieren, damit die Setzerinnen, wenn sie um 7.30 Uhr am Arbeitsplatz eintreffen, bereits mit dem Abtippen der ersten Artikel von Mitarbeitern, von Leserbriefen oder Amtlichen Publikationen beginnen können. Heute früh habe ich auf dem Arbeitsweg zuerst bei einem freien Mitarbeiter zu Hause einen Artikel abgeholt – die Funktion als Laufbursche gehört eben auch zur Arbeit des Alleinredaktors. Wenn die Beiträge gesetzt und korrigiert sind, kenne ich die Umfänge und beginne, die Seiten zu gestalten. Wir arbeiten weniger präzis auf

Zeilenvorgaben als Tageszeitungen, deren Konzept generell viel enger ist als dasjenige einer Regionalzeitung. Dennoch kann es auch bei uns vorkommen, dass ich manchmal sogar massiv kürzen muss, beispielsweise, wenn ein Schützenverein 16 Seiten Resultate einsendet. Die Frontseite ist natürlich die wichtigste. Ich überlege mir jeweils im Voraus, welchen Aufhänger ich auf die Front nehme. Eine Maquette, also eine Skizze der Seite, erstelle ich aber erst, wenn ich weiss, was alles vorliegt. Anschliessend setzt der Metteur die Seite zusammen. Die Seiten weiter hinten in der Zeitung plane ich nur ungefähr, hier hat der Metteur mehr Spielraum. Wir schauen dann die fertige Seite gemeinsam an und ich liefere ihm hier noch zwei oder drei Zeilen, dort kürze ich einen Abschnitt, damit die Seite aufgeht. ...............................................................

«Wir müssen den Umfang oft kurzfristig anpassen.» ............................................................... Wann erhält die Ausgabe ihr definitives Gesicht? Der Gesamtumfang der Zeitung hängt vom Umfang der Inserate ab. Um 11 Uhr sagt mir der Inseratemetteur, wie viele Seiten er hat, dann lege ich den Umfang der Ausgabe fest. Wir haben hier in Affoltern eine relativ alte Rotationsmaschine, die maximal 16 Seiten drucken kann. Bei mehr Umfang müssen wir einen sogenannten Vorlauf drucken. Die Gesamtzahl der Seiten muss durch vier teilbar sein, denn die Maschine kann keine einfache Doppelseite drucken, deshalb müssen wir manchmal kurzfristig eine Seite herausnehmen – oder Seiten mit Stehsatz einfügen. Stehsatz werden fertig gestaltete Beiträge – meist über eine ganze Seite – genannt, die nicht termingebunden sind. Wenn wir zu viele Seiten drucken, legt der Verleger seine Stirn in Falten, wenn wir Artikel kürzen oder auf später verschieben, riskiere ich böse Telefonanrufe.

weggefährten meinen

nerstag stehen die Drucker unter besonderem Druck, weil es manchmal sehr knapp wird, bis sie endlich alle Seiten erhalten.

Werner Schneiter (2. v. l.) bei der Arbeit, 1990. (Bild zvg.) Wer ist für die Fotos verantwortlich? Vieles fotografiere ich selbst und entwickle die Schwarz-weiss-Bilder hier im eigenen Labor. Wenn am Montag oder Donnerstag mittags um 12 Uhr noch etwas Gravierendes geschieht, nehme ich dies meist noch in die Zeitung und verschiebe dafür einen anderen Beitrag auf später. Will ich noch ein Foto unterbringen, wird es manchmal zeitlich sehr eng, bis Film und Fotoabzüge getrocknet sind. Gerade am Montag will ich den Kantonsrat für die Dienstagsausgabe berücksichtigen, wenn das Säuliamt betroffen ist. Insbesondere im Zusammenhang mit der N4 ist dies häufig der Fall. Dann schicke ich einen Mitarbeiter ins Rathaus, der mich so bald als möglich anruft, um mir den Artikel zu diktieren. Nicht alle Mitarbeiter verfügen über eine eigene Kamera und über ein Fotolabor. In solchen Fällen sorge ich für die Fotos zu ihren Artikeln oder übernehme wenigstens das Entwickeln des Films. Die Übergabe der Filmrolle findet oft morgens beim Bahnhof Affoltern statt, wenn beispielsweise ein Mitarbeiter um 7.10 Uhr vom Postauto auf die Bahn umsteigt. Stichwort N4: Wie positioniert sich die Zeitung diesbezüglich?

Wir sind eine klassische Forumszeitung. N4-Befürworter und -Gegner kommen genauso zu Wort, wie sich alle Parteien äussern können. Natürlich berücksichtigen wir auch das Vereinsleben des Bezirks. Viele Beiträge sind von weniger geübten Schreibern, oft sogar handschriftlich, dies gibt dann viel Redaktionsaufwand. Zudem haben wir vier bis fünf nebenamtliche Mitarbeiter, die für ein bescheidenes Zeilenhonorar mit viel Engagement mitarbeiten. ...............................................................

«Viel Engagement für ein bescheidenes Zeilenhonorar.» ............................................................... Wer arbeitet ausser Redaktion und freien Mitarbeitern für den Anzeiger? Die Metteure haben Schriftsetzer gelernt und gestalten redaktionelle und Inserateseiten. 1985 haben wir von Blei- auf Fotosatz umgestellt. Das hat die Arbeit stark verändert, die Leute sitzen heute am Bildschirm statt, wie zuvor, an der Setzmaschine. An sich arbeiten nur die Journalisten am Wochenende, aber manchmal benötige ich auch technische Mitarbeiter an einem Sonntag. Am Montag und Don-

Was zeichnet die Regionalzeitung «Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern» besonders aus? Wir unterscheiden uns klar von den Tageszeitungen durch eine konsequente Ausrichtung auf die Region. Nationale und internationale Politik lassen wir weg. Wir interessieren uns nur für den Bezirk Affoltern. Wenn bei wichtigen Ereignissen in der Region eine Tageszeitung bereits früher davon berichtet, da unsere Zeitung ja nur an zwei Tagen pro Woche erscheint, müssen wir umfangreicher und umfassender darüber berichten. Am liebsten ist mir, wenn wir Themen selbst aufgreifen und die Tageszeitungen am nächsten Tag mit Bezug auf uns darüber berichten. Natürlich haben wir auch besondere Anliegen, beispielsweise die stinkende Multikomponentendeponie Tambrig, in der nun auch Kehricht und Klärschlamm aus anderen Regionen gelagert wird. Dieses Thema bearbeite ich immer wieder und hoffe, damit Verbesserungen für die Region, insbesondere für Obfelden, auszulösen. ...............................................................

«Wir interessieren uns ausschliesslich für den Bezirk Affoltern.» ............................................................... Wie kommen Sie an die Informationen, um eigene Themen zu setzen? Wir leben stark von Insiderinformationen, die nicht an Tageszeitungen gelangen. Ich gehe an viele gesellschaftliche Anlässe, besuche regelmässig Stammtische, pflege Kontakte zu allen Seiten. So erhalte ich viele Informationen, weil Leute auch in unangenehmen Situationen lieber einen fairen Artikel in ihrer Regionalzeitung wünschen als einen Verriss in einem Boulevardmedium. Interview: Bernhard Schneider

weggefährten meinen

Ernst Oertle, ehem. Geschäftsführer

Walter von Siebenthal, Gemeindepräsident Knonau

Zwölf Jahre mit Werner Schneiter

Zuerst im «Anzeiger»

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a, es waren zwölf teilweise turbulente und auch temporeiche Jahre, während denen ich zusammen mit Werner (Werni) Schneiter an der Oberen Bahnhofstrasse wirkte. Der Strukturwandel in der grafischen Industrie hat sich in verstärktem Mass fortgesetzt. Ein Redaktor ist heute Setzer, Bildbearbeiter und Layouter. Innerhalb der Firma gab es hin und wieder Turbulenzen. Und mitten drin Werni als Chefredaktor, den – meistens – fast nichts aus der Ruhe brachte. Gegenüber dem neuen Geschäftsführer aus dem fernen Zürcher Oberland – das ist hinter dem Albis, wie Werni oft betonte – war anfänglich ein gewisses Abwarten ganz offensichtlich. Das änderte sich aber ziemlich schnell. Dazu brauchte es allerdings ab und zu auch einen gemeinsamen Besuch in einem angeschriebenen Haus in der Nähe. Die Leber lässt grüssen – sagte der Herr Chefredaktor. Schnell war für mich klar, dass Werni nicht nur beim «Anzeiger» arbeitete,

nein, er war und ist der «Mister Anzeiger». Er kennt alle Gemeindeschreiber, Gemeinderäte, Kantons- und Nationalräte und alle sonst wichtigen und weniger wichtigen Personen. Er weiss, was gerade läuft oder eben nicht läuft. Und dies meist vor den oben erwähnten Personen. Das war auch für mich sehr hilfreich, denn es galt für mich, den Zugewanderten, möglichst schnell Kontakt aufzunehmen mit ebendiesen Persönlichkeiten. Und doch ist Werni eigentlich kein «richtiger» Chefredaktor. Denn welcher Schreiberling der oberen Klasse lässt sich herab mitzuhelfen, Inseratekunden zu gewinnen, Publireportagen zu verwirklichen und vieles mehr? Was halt so anfällt in einer Lokalzeitung. Der Erfolg des «Anzeigers» und der Weiss Medien AG ist nicht zuletzt ein Verdienst von Werni. Für die wunderbare Zusammenarbeit, vom Mai 1994 bis Juli 2006, danke ich dir.

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s ist nur folgerichtig, wenn ich über meinen jahrelangen Kontakt mit Werner Schneiter gerade im «Anzeiger» erzählen darf. Wo denn sonst? Schliesslich habe ich den Chefredaktor noch in den Ohren, wenn er jeweils seinen Leitsatz wiederholte, dass News und Geschichten aus dem Knonauer Amt zuerst im «Anzeiger» zu stehen haben! Unsere frühen Begegnungen im Turnen und Leichtathletik der Sechzigerund Siebzigerjahre prägen unsere Beziehung bis auf den heutigen Tag. Er war es nämlich, der den Kreis von Korrespondenten aus den verschiedensten Sportarten zum «Anzeiger» erweiterte. So wurde auch ich ein «Schreiberling» – Kollege von Werni. Jahre später gründete er unseren Klub ehemaliger Turnkorrespondenten. Noch heute treffen wir uns regelmässig, um über die wichtigste Nebensache der Welt zu diskutieren. Weit wichtiger für den «Anzeiger» war aber, dass der Sport durch den Chefredaktor Schneiter einen viel höheren Stellenwert im redaktionellen Teil

bekam. Werni war Mittel- und Langstreckenläufer, ausdauernd, zäh und hartnäckig. Sicher beste Attribute für einen Journalisten.

Ausdauernd und zäh Unsere Begegnungen auf der sportlichen Rundbahn verlagerten sich in den Achtzigerjahren mehr auf die nicht fertig gebaute Autobahn und den Kampf für eine gute Lösung zum Schutze des Dorfes, damit auch auf die «politische Bahn». Ab 1992 im Gemeinderat Knonau und ab 1998 als Gemeindepräsident war der Sportkollege Werni nun für mich der Chefredaktor des «Anzeigers» aus dem Bezirk Affoltern und damit ein wichtiger Ansprechpartner für die veröffentlichte Meinung. Dies ebenso für die Zeit als Verfassungsrat des Kantons Zürich. In den vielen Jahren pflegten wir inen freundschaftlichen, aber auch professionellen Umgang. Er weiss, was im Lokal- und Regionaljournalismus wichtig ist. Themen interessieren, die man kennt und im nahen Lebensraum passieren. Darum muss er als Journa-

list auch seine Leserinnen und Leser kennen und mit ihnen sich austauschen. Die journalistische Nase im Wind haben. Er muss ausdauernd und zäh am Thema bleiben und dem Gemeindepräsidenten und anderen Exponenten im Nacken sitzen. Das alles hat er bis heute beibehalten.

Die richtige Distanz gekannt Doch nicht immer braucht es die grosse Recherche für einen Artikel. In den Jahren der nicht fertiggestellten Autobahn bei Knonau wurde das Trassee immer wieder zweckentfremdet. So auch wieder einmal durch Fahrende aus Südfrankreich mit etwa einhundert Wohnwagen. Ich war an diesem Abend an einem Treffen, an dem auch Werner mit dabei war. Weil ich umgehend aufgeboten wurde, um mit den ungebetenen Gästen über den Abzug zu verhandeln, war der Chefredaktor ebenfalls vor Ort, selbstverständlich mit gebührender Distanz. So ist er zu einer guten Story gekommen, zu einem Primeur! Ganz im Sinne von: Zuerst im «Anzeiger».


Ein Kerl wie Samt und Seide Mit viel Gespür für Gemeinden, Institutionen, Vereine und Menschen am Werk ................................................... von urs e. kneubühl Was schreibt man über einen Kollegen und Freund, mit dem man gemeinsam eine ordentlich lange Zeit für den «Anzeiger» arbeitet, wenn die Pensionierung da ist? Zuerst einmal ganz sicher und von Herzen: Lieben Dank für die stets feine, gute und freundschaftliche Zusammenarbeit! Im gleichen Atemzug sei beigegefügt: Ich wünsche Dir, lieber Werni, viel Freude für noch viele Renten-Jahre voller Genuss, Musse und Gemütlichkeit. Und dann sei auch ein kurzer Rückblick gestattet: Als Zuzüger in Affoltern und gleichzeitig international tätiger Kommunikationsfachmann kannte ich damals, als Du in die Dienste des «Anzeigers» eintratest, zwar den Weg von meiner Wohnung zum Bahnhof und zu zwei, drei nahen Läden im Dorf – mehr aber nicht. Als Gründungsmitglied der LV Albis, gleichzeitig deren Schreiberling für die Presse, kam es dann zu den ersten Kontakten mit Dir. «Schreibst Du

eigentlich nur über Sport oder kannst Du auch über andere Themen schreiben?», hast Du mich in der Folge gefragt. Mit meiner Bejahung des zweiten Teils Deiner Frage begann dann mein Engagement als freier Mitarbeiter. So lernte ich, dank Dir, Affoltern und den Bezirk Auftrag um Auftrag näher kennen und als Daheim lieben.

Immer eine Freude, für den Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern zu arbeiten Ich habe diese mehr als dreissig Jahre dauernde Zusammenarbeit stets geschätzt sowie genossen. Sorgsam und umsichtig, als ginge es um Samt und Seide, hast Du als Chefredaktor dem «Anzeiger» in jener Zeit ein inhaltlich modernes redaktionelles Gesicht gegeben. Nicht alleinig und einsam, denn uns «Freie» hast Du jeweils in Deine journalistischen Überlegungen einbezogen, hast uns teilhaben lassen an Deinen Gedanken, Ideen und Visionen. So, dass es immer eine Freude war, für den Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern zu arbeiten.

Werner Schneiter im Kreis seiner Turnerkorrespondenten-Kameraden. (Archivbild) Was mich immer fasziniert und begeistert hat, war Dein «Gspüri» für Bezirksthemen, für die Gemeinden,

Institutionen, Vereine und vor allem die Menschen im Bezirk Affoltern. Ich habe mich davon gerne ein Stück weit

anstecken lassen und darüber bin ich glücklich. Dankeschön, Werni!

«Bi de Lüüt»

weggefährten meinen

Ein Chefredaktor für alle

Ein Herz für KMU

Eine Ära geht zu Ende

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n der Regel sind Chefredaktoren nicht leicht zu erreichen. Sie machen sich gerne rar. Sie haben ja ihre Journalisten an der Front. So können sie leichter entscheiden, was und Charles Höhn. wie etwas in die nächste Ausgabe ihrer Zeitung kommt. In dieser Landschaft war Werner Schneiter eine Ausnahme. Obwohl auch er kämpften musste, um an News, Primeure und Aktuelles heranzukommen, war er doch auch offen für die Wünsche, Fragen und Anregungen aus der Ämtler Bevölkerung. Behörden, Vereine und Vertreter von Institutionen und Aktionen – sie alle kamen an «ihren» Chefredaktor heran. Dass da nicht immer jeder das erhielt, was er sich vorstellte, liegt in der Natur der Sache. Selbst Verlage müssen das Redaktionsstatut und die Redaktionsfreiheit respektieren. Als Standortförderer hatte ich regelmässigen Kontakt zu Werner Schneiter. Es war eine stets gute, kollegiale Zusammenarbeit. Er hörte zu, las geschriebene Text und gab sein Urteil ab. Verbesserte oder änderte, wenn er es für richtig hielt. Umgekehrt konnte man sich ebenso offen und direkt einbringen. Speziell war vielleicht, dass er immer nach einem Bild verlangte. Er wollte keine reine Buchstabenwüste. Es mussten Bilder her. Das führte auch dazu, dass man sich kaum seiner Fotolinse entziehen konnte, wenn er der Meinung war «der Kopf gehört jetzt einfach in den Anzeiger». Als ich einmal zu ihm sagte: «Jetzt nimm doch emal öpper anders, nöd scho wieder mich», antwortete er ziemlich deutlich: «Jetzt tuen doch nöd eso blöd. Du weisch, d’Chöpf ghöret dezue.» Ich merkte es mir. Werner Schneiter ist nicht nur ein Mann aus der Region, er setzt sich auch ein für die Region. Mit dem Verlag im Rücken, gelang es ihm, der Region ein Sprachrohr zu geben, was viel zur guten Kommunikation in der Region und unter den Ämtlern beitrug. «Sein» Anzeiger wurde auch «unser» Anzeiger. Und so war Werner Schneiter auch unser Chefredaktor. Danke Werni. Charles Höhn, ehem. Standortförderer

ingeladen war ich damals als Referent beim traditionellen «RüüssAbig» des «Anzeigers». Wie es sich bei derartigen Anlässen gehört, wurde ich vom Chefredaktor zum Vorbe- Hans-U. Bigler. reitungsgespräch aufgeboten. Darin zeigte sich ein wichtiger Charakterzug von Werni Schneiter. Er war durch und durch Profi und überliess nichts dem Zufall. Einen unerwarteten Aspekt sollte ich aber erst an diesem Gespräch kennenlernen. Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade frischgebackener Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes. Die erste Frage galt dabei nicht etwa der Organisation des eigenen Anlasses. Besorgt war Werni in erster Linie über den damaligen Zustand des Bezirksgewerbeverbands. Damals trug man sich im Gewerbe mit dem Gedanken, diesen aufzulösen. Wie es seiner ruhigen Art entspricht, analysierte Werni die Situation lagegerecht und konstatierte sinngemäss, dass jeder weisse Fleck auf der Landkarte und jedes politische Vakuum umgehend vom politischen Gegner ausgefüllt werde. Angesichts der ungebrochenen Standort-Entwicklung unserer Region und der entsprechend notwendigen Förderung sei indessen die gewerbliche Betroffenheit eine hohe. Hier sei vom Gewerbe ein Zusammenstehen gefordert, das zu einer einheitlichen Stossrichtung führe. Anstatt Rückzug müsste doch Angriff das Gebot der Stunde sein. Daraus entsprang eine intensive Diskussion, die Werni Schneiter darin fortsetzte, dass er Gewerbe und KMU im «Anzeiger» immer wieder redaktionellen Raum einräumte und deren Anliegen zur Positionierung in einer breiten Öffentlichkeit verhalf. Damit wurde er quasi zum Wegbegleiter aus kritischer Warte und mit journalistischer Professionalität, aber im Hinblick auf Beschäftigung und Lehrlingsausbildung stets im Bewusstsein um die wichtige Rolle der KMU in unserem Bezirk. Hans-Ulrich Bigler, Nationalrat und Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv, Affoltern.

er Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern ist zweifellos ein Erfolgsprodukt. Dazu trägt der Vertrag mit den Gemeinden als offizielles Publikationsorgan natürlich Toni Bortoluzzi. einiges bei. Alle Haushalte im Bezirk werden dadurch unentgeltlich zwei Mal in der Woche mit der Zeitung bedient. Das allein allerdings kann es nicht sein, dass der «Anzeiger» ausserordentliche Aufmerksamkeit geniesst. Seit vielen Jahren wird «unsere Zeitung» redaktionell von der gleichen Person geführt. Werner Schneiter, der Ende Juni in Pension geht, hat den «Anzeiger» geprägt. Eine Ära geht zu Ende. Es ist zu einem wesentlichen Teil sein Verdienst, dass unser Bezirk mit einer Regionalzeitung versehen ist, die den Zusammenhang pflegt und stärkt. Der Erfolg des «Anzeigers» ist eng mit der Arbeit und dem Netzwerk des Chefredaktors verbunden. Weil ich in etwa im selben Zeitraum wie Werner Schneiter als Zeitungsmacher, in Behörden politisch aktiv war, habe ich das Wirken von ihm oft in direktem Kontakt erlebt. Natürlich war er, wie alle Journalisten, an Schlagzeilen, sogenannten «Primeurs», interessiert. Er hat aber nie um der Schlagzeile Willen alles andere untergeordnet und die Objektivität vernachlässigt. Es war ihm bewusst, dass es in einer überschaubaren Region wichtig ist, gute Beziehungen zu pflegen, um eine informative und attraktive Zeitung zu machen. Er hat es als guter Demokrat auch verstanden die politische Auseinandersetzung, die in der direkten Demokratie wichtig ist, zuzulassen. Werner Schneiter, im Bezirk aufgewachsen und mit den Besonderheiten, sofern es solche gibt, vertraut, hat in seiner Zeit als Chefredaktor des «Anzeigers» einen ausserordentlichen Beitrag zum Zusammenhalt in unserem Bezirk geleistet. Dafür gebührt ihm der Dank der Bevölkerung. Diesem Dank schliesse ich mich an und freue mich auch im Ruhestand die freundschaftlichen Kontakte mit Werner im Kollegenkreis weiter pflegen zu dürfen. Toni Bortoluzzi, alt Nationalrat, Affoltern

Während längerer Zeit arbeitete ich als «Freie»» für die inzwischen längst eingegangene «Züri Woche». Auf der Redaktion zeigte ich mich, wie heute beim «Anzeiger», eher selten. Bei einer solchen Gelegenheit traf ich wie meistens den beliebten Chefredaktor Karl «Kari» Lüönd. «Schriibsch immer no für de Weiss?», wollte er dann jeweils wissen. «Ja logo» – «Häsch rächt, da bisch bi de Lüüt!». «Bi de Lüüt» war und ist auch Werni Schneiter, über den ich einmal in der inzwischen ebenfalls eingegangenen Volg-Genossenschafter-Zeitung ein Porträt schrieb. Im Gespräch erwähnte Werni nicht ohne Stolz, dass er mit allen Gemeindepräsidenten im Amt per Du sei. Aber stolz waren auch diese, hiessen sie damals beispielsweise Meier (Wettswil), Meyer (Stallikon) oder Huber (Bonstetten), wie sie mir gegenüber bei Gelegenheit betonten, mit Werni, dem Chefredaktor des für

Annemarie Stüssi. die Gemeinden so unentbehrlichen «Anzeigers», per Du zu sein. Annemarie Stüssi, freie Journalistin

Kompetent, gradlinig, offen und fair

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m übertragenen Sinn hatte ich meinen allersten Kontakt mit Werner Schneiter im Frühling 1993. Wir zügelten damals aus dem Kanton Zug ins Knonauer Amt. Und wie findet man schneller Zugang Stefan zur neuen Wohnre- Biedermann. gion als über die Lokalzeitung? Unbewusst half mir Werner Schneiter mit dem Bezirksanzeiger Affoltern, mich rasch zu integrieren. Vom ersten Tag an in der neuen Wohngemeinde, war der «Anzeiger» beliebte Pflichtlektüre und ist es auch heute noch. Die Meinung seiner spitzen Kommentare muss man nicht immer teilen, aber sie regen damit immer zur Diskussion und zum Nachdenken an. Der breite Themenmix von Lokalpolitik bis zum Lokalsport macht die Zeitung interessant und ist ein guter Spiegel der Region, mit ihren vielfältigen Facetten. Seit gut drei Jahren habe ich nun die Ehre mit Werner Schneiter beruflich zusammenarbeiten zu dürfen. Sehr schade, dass es nur so eine kurze Zeit war. Seine Professionalität und

seine feine menschliche Art, machten die Zusammenarbeit mit Werni Schneiter auch bei schwierigen Diskussionen immer einfach. Er hat eine klare Meinung und vertritt diese auch – genau wie er seine Zeitung über 30 Jahre geleitet hat: kompetent, gradlinig, offen und fair. Die vergangenen zwölf Monate waren geprägt von der Suche nach einem geeigneten Nachfolger und auch dabei war Werni ein immer souveräner Gesprächspartner. Jetzt ist der Zeitpunkt zum Abschied gekommen, eine lange und erfolgreiche Ära geht zu Ende. Dass er als freier Mitarbeiter weiter für den «Anzeiger» arbeiten wird, freut uns alle ausserordentlich. Ich wünsche Dir Werni in allerster Linie viele Jahre mit allerbester Gesundheit und viel mehr Zeit, um zusammen mit Deiner Frau eure Wünsche und Träume zu erfüllen. Wer Dich kennt, weiss, dass Du ein «riesiger Chrampfer» bist und in den letzten 30 Jahren darum sicher so manches private Anliegen nicht umsetzen konntest. Ich bedanke mich nochmals aufrichtig für alles, was Du geleistet hast und freue mich auf ein Wiederlesen im Bezirksanzeiger! Stefan Biedermann, Leiter Wochenzeitungen, AZ Medien


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Wenns ganz wichtig ist, kommt Werni

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weimal wöchentlich eine Zeitung herauszugeben, mit nur drei Redaktionsmitgliedern, ist eine Herkulesaufgabe. Klar, wenn jemand einen Anlass organisiert, Hans Läubli. möchte er in der Lokalzeitung darüber einen Bericht sehen. Bei einer so kleinen Redaktion, ist dies aber nicht immer möglich. Fragte man Werni an, kam dann meist doch ein Mitglied der Redaktion, eine freie Mitarbeiterin oder ein freier Mitarbeiter. Wenn Werni selber kam, dann wars wichtig. Seine Berichterstattung war stets den journalistischen Grundsätzen der Objektivität verpflichtet, während er in seinen Kommentaren klar Position bezog, die mal den Einen mal den Anderen nicht behagte. Werni hat früh erkannt, dass eine so kleine Redaktion nie und nimmer in der Lage ist, über alles, was in unserem Bezirk geschieht, zu berichten und dass eine umfassende Information nur über eine Forumszeitung, in welcher Jede und Jeder schreiben kann, möglich ist. Und so stand es Organisatoren eines Anlasses immer offen, selber einen Bericht im «Anzeiger» zu veröffentlichen. Während viele andere Lokalzeitungen, mit bedeutend grösseren Redaktionen, nur über das berichten, was der Redaktion genehm ist oder wichtig erscheint und nur wenig und selektiv Platz für freie Beiträge zur Verfügung stellen, überlässt der «Anzeiger» einen grossen Teil seiner Zeitung als Forum den Leserinnen und Lesern, die etwas zu schreiben haben.

Informations- und Meinungsvielfalt Dies ist der Grundsatz, für den Werni sich stets mit grosser Vehemenz eingesetzt hat. So ist nicht nur eine umfassende Berichterstattung über fast alles, was im Bezirk läuft, gewährleistet, es entstehen auch Debatten – zum Teil sehr heftige – und je heftiger sie werden, umso mehr werden sie gelesen. Dass dabei die Anstandsregeln manchmal strapaziert werden oder der Wahrheitsgehalt auf der Strecke bleibt, ist Werni sich bewusst. Trotzdem greift er, ganz seiner liberalen Haltung folgend, nur in krassen Fällen ein. Diese Art des Zeitungsmachens garantiert eine grosse und interessante Informations- und Meinungsvielfalt. Mit dem Rückzug Wernis aus der Redaktion des «Anzeigers», verliert der Bezirk einen Garanten der Meinungsund Informationsvielfalt und einen professionellen Journalisten aus altem Schrot und Korn. Werni hat seinen «Anzeiger» über alle Stürme, die über die gedruckten Medien hinweggingen navigiert. Während die Leserschaft der grossen Zeitungen und Zeitschriften einbricht, hält sich unser «Anzeiger» mit einer stabilen Leserschaft gegenüber allen Negativtrends. Wernis Nachfolger ist zu wünschen, dass er die grossen Fusstapfen schnell ausfüllen und den «Anzeiger» in gleichem Sinn und mit gleichem Erfolg weiterführen kann. Dazu wünsche ich ihm viel Kraft, Energie und Unterstützung. Dir Werni, wünsche ich in deinem nächsten, für dich viel freieren Lebensabschnitt, nur das Beste und hoffe, dich weiterhin bei gesellschaftlichen, kulturellen oder politischen Anlässen anzutreffen und nach gehabten Debatten mit einem Glas Roten oder Weissen anzustossen und ungezwungen weiter zu debattieren. Hans Läubli, alt Kantonsrat Grüne

Ein bisschen wie mit der Liebe … Martin Platter, freier «Anzeiger»-Journalist, über die Zusammenarbeit mit Werner Schneiter ................................................... von martin platter In der schreibenden Zunft wird gerne mit dem Spruch kokettiert, «ein Journalist muss nicht geliebt, sondern gelesen werden». Was natürlich nur zum Teil stimmt. Journis sind schliesslich auch nur Menschen, die in erster Linie nach Anerkennung und Wertschätzung streben. Gemocht werden müssen sie zudem von den Chefredaktoren, die ihnen das Auskommen sichern. Womit wir beim Thema wären. Ob mich Werner Schneiter gemocht hat, darüber bin ich mir bis heute im Unklaren. Manchmal wahrscheinlich. Oder immer mal wieder. Respektiert ist vielleicht das passendere Wort. Ich nehme Werni bis heute als eine Sphinx wahr. Jemand, der sich nur schlecht durchschauen lässt.

Immer wieder Blitzeinsätze unter Zeitdruck Schön, wenn man gerade ein Hoch hatte. Ein Hoch hatte man immer dann, wenn man ihm gute Geschichten lieferte, beziehungsweise ihm eine knifflige Aufgabe abnahm: Eine grosse Umfrage unter allen Gemeindepräsidenten im Hinblick auf Wahlen; die Mordfälle in Rifferswil und Bonstetten; Pfarrer in Bonstetten, Hausen und Kappel, die in Ungnade fielen; Schulpflegen mit irrwitzigen Ausbauplänen auf Kosten der Steuerzahler, Fotos von nächtlichen Fussballspielen und immer wieder Blitzeinsätze von unterwegs unter höchstem Zeitdruck, währenddem die Zeitungsproduktion bereits kurz vor dem Abschluss stand. In der Regel Geschichten, die entweder einen grossen Zeitaufwand erforderten, wollte man sie einigermassen seriös aufarbeiten und nicht einfach den Presseverlautbarungen oder Konkurrenzmedien abschreiben, oder höchste Stressresistenz, Routine und ein kostspieliges Equipment

Vorstellung der Gemeinde Aeugst im Affoltemer Kellertheater LaMarotte am 18. März 2009. (Bild Martin Platter) erforderten. Dabei bewies Werni grosses buchhalterisches Geschick. Freie Mitarbeiter sind für solche Einsätze prädestiniert, denn abgerechnet wird nicht nach Zeit- und Materialaufwand, sondern nach Foto- und Zeilenzahl. Die «Gefahr», als Freier adäquat zu verdienen, eliminierte der Trend zu immer kürzeren Texten und kleineren Fotohonoraren. Auch die «Gefahr», in einem Hoch beim «Anzeiger» die Bodenhaftung zu verlieren, bestand nicht. Werni verstand es perfekt, auf der Klaviatur seiner freien Mitarbeiter zu spielen.

Wahrscheinlich der fleissigste Chefredaktor der Schweiz Vielleicht deshalb liess er einen gewähren, gab nur ganz selten und meist auf Rückfrage Feedback. Vor allem als junger Journalist, der dank dem «Anzeiger» im Lokaljournalismus Fuss fassen konnte, war das zunächst natürlich toll. Doch irgendwann stellt sich die Frage: Wie viel mehr wäre möglich gewesen, hätte man sich hin

und wieder etwas länger ausgetauscht? Wie viel journalistischer Mehrwert hätte mit etwas mehr Kontinuität und Loyalität bei der Auftragsvergabe generiert werden können? Im Rückblick sind diese Fragen obsolet. Oft war einfach die Zeit der limitierende Faktor. Und die Menge an Arbeit, die sonst noch drückte. Werni hat sich da selber nie weggeduckt. Durchaus möglich, dass er bezüglich Zeilenoutput der fleissigste Chefredaktor der Schweiz gewesen ist. Ganz sicher aber war er der dienstälteste. Das verdient Achtung, in einer Branche, die seit mehr als einem Jahrzehnt von einem tiefgreifenden Strukturwandel in ihren Grundfesten erschüttert wird. Eine Branche, die weiter auf der Suche nach einer neuen Identität ist: Geld oder Geist? Eigenständigkeit oder staatliche Subventionen? Inserent oder unbequeme Wahrheit? Geschwindigkeit und Effekthascherei oder Tiefgang? Sind die Medien in Anbetracht der wirtschaftlichen und politischen Sachzwänge tatsächlich noch die vierte Macht im Staat?

Stets ein offenes Ohr Werni war noch ein Journalist der alten Garde. Er mochte die Vielfalt, vor allem bei den Meinungen. Er liess auch das Unbequeme zu. Gerade das erfordert in letzter Zeit immer mehr Kraft. Die Druckversuche von aussen haben mit der steigenden Anzahl Presseabteilungen in Firmen und Ämtern sowie Medienberatungs- und Advokaturbüros stetig zugenommen. Dennoch hatte er stets ein offenes Ohr für Geschichten und Anliegen. Die Arbeit konnte noch so viel sein. Er schaufelte sich immer die Zeit frei für Gastbeiträge, die er für mich schrieb, wenn ich mal wieder mit einer Chronik oder einem Festführer im Rahmen meiner «Anzeiger»-Tätigkeit beschäftigt war. So werde ich Werni auch in Erinnerung behalten. Als hilfsbereiten Berufskollegen, der stets für eine gute Geschichte zu haben war. Es ist vielleicht ein bisschen so wie in der Liebe. Oft wird einem erst bewusst, was man an jemandem gehabt hat, wenn die Person nicht mehr da ist.

weggefährten meinen

Wandelndes Säuliämtler Wikipedia

Toleranz geschätzt

Wer alle kennt und alles weiss: der Chefredaktor des «Anzeigers»

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Wer, Was, Wo, Warum und Wie? Im Knonauer Amt weiss der Chefredaktor des «Anzeigers» bestens Bescheid. Verschwiegenheit und Vertrauen sind die Schlüsselwörter für seine Arbeit. Die Erkenntnisse und das Wissen, was im Bezirk passierte, gab Werner Schneiter stets dosiert und gezielt weiter.

regionale Vorkommnisse. Doch die Ausbildung hatte wenig bis gar nichts mit einer konventionellen Lehre gemein. Die Methoden des Lehrmeisters waren rudimentär und vor allem überaus effizient. Das Ausbildungssystem war simpel; wenn seitens des Chefs keine Einwände kamen, war die Arbeit ausgezeichnet.

................................................... von martin mullis

Nicht ein fürstliches Honorar, sondern spannende Erfahrungen und vor allem Begegnungen mit interessanten Personen müssen als Entschädigung genügen, so die unausgesprochene Devise des Chefs. Immerhin waren aber die Beanstandungen stets durchaus moderat. Werni ist absolut kein Choleriker und so richtig in Rage geriet er nur sehr selten. Die Sprache – wie könnte es bei einem Zeitungsmacher anders sein – war ihm immer sehr wichtig. Egal ob Gemeindepräsident oder Wirtschaftsboss, wer den «Anke» Butter nannte, wurde höflich aber bestimmt korrigiert. Werni raufte sich die Haare bei der Mitteilung eines Lokalradiomoderators, welcher im «schönsten» Züridütsch verkündetet: «I de Rüüss isch e Leiche gfunde worde.» Und dann gab es zwei- oder dreimal die Situation, in denen Werni völlig fassungslos erst rot und dann bleich wurde, um dann allerdings schallend zu lachen. Es kam nämlich vor, dass ihn ein guter Kolle-

Es passierte nicht oft, dass Werner Schneiter irgendwo im Säuliamt irgendjemanden nicht kannte. Egal, an welchem Anlass der Chefredaktor des «Anzeigers» auch teilnahm, er begrüsste die Menschen mit Namen und die allermeisten sogar mit dem Vornamen. Das war natürlich auch absolut notwendig, ihn kannten doch ohnehin fast immer alle Anwesenden. Kein Wunder auch, dass jeder, der mit ihm bei Gesprächen an politischen, kulturellen oder wirtschaftlichen Veranstaltungen dabei war, sofort feststellte, dass er zwar nur wenig sprach, dafür aber umso genauer hinhörte. Werni Schneiter ist ein Meister des Zuhörens und ein Könner der subtilen Fragen. Zu Beginn meiner Tätigkeit als freier Mitarbeiter durchlief ich bei Werni eine eigentliche Lehrzeit in Bezug auf die Berichterstattung über

Die Sprache ist ihm wichtig

Werner Schneiter. (Archiv) ge während eines Gesprächs aufforderte, einen Artikel im «Anzeiger» zu lesen. Notabene einen, den er selbst geschrieben hatte. Das Wissen des Chefredaktors hatte aber während all seiner Berufstätigkeit auch seinen Preis. Seine Arbeitstage dauerten nicht selten weit über zwölf Stunden. Auch wenn er gerne gemütlich bei einem Apéro diskutierte, ein nicht zu unterschätzender Anteil Arbeit war immer mit dabei. Wie anders wäre es ihm sonst gelungen, über Jahrzehnte zweimal in der Woche eine interessante und informative Regionalzeitung zu gestalten?

ieber Werni, Es gurkt mich mega an, dass du aussteigst als Chefredaktor vom «Anzeiger». Der «Anzeiger» ist die interessanteste regionale Zeitung weit und breit, und Heiner Stolz. das haben wir dir zu verdanken. Besonders geschätzt habe ich deine Toleranz. Politisch sind wir ja anderswo daheim, du als Freisinniger und ich als Sozi, und doch hast du Anregungen von mir stets weiterverfolgt und Beiträge nie abgelehnt. Auch wenn es dabei oft um Ernsthaftes ging – du warst seinerzeit mit dabei am Bundesgericht im TambrigProzess gegen Spross und hast jüngst grosszügig publiziert über Aktivitäten im Zusammenhang mit Glasenbergs Kohle –, so hatten wir doch auch Spass miteinander. Aus den Ferien habe ich dir einen Bericht übermittelt mit dem Begleittext: «Wir verweilen in Andeer Ertrinken fast im Blumenmeer.» Und du hast geantwortet: «Ich sitze in den Büroräumen Und beginne von Andeer zu träumen.» Diese Büroräume wirst du nun verlassen. Klar gönne ich dir den Ruhestand und tröste mich damit, dass du dem «Anzeiger» als Journi gewiss weiterhin verbunden bleibst. Heiner Stolz, SP Obfelden


weggefährten meinen

weggefährten meinen

Wer verbirgt sich hinter (-ter.)?

Für alle Anliegen zugänglich

F

W

er verbirgt sich hinter dem Kürzel (-ter.)? Wer mit dem Anzeiger des Bezirks Affoltern zu tun hat, weiss es: Das ist Werner Schneiter, der Peter Zürcher. Chefredaktor. Unermüdlich seit Jahrzehnten ist er in unserer Region unterwegs mit Fotoapparat und Notizblock. Man weiss, was mit (-ter.) gezeichnet ist, hat Hand und Fuss, sowohl bezüglich Bild- als auch Textqualität. Für uns vom Kellertheater LaMarotte hat er eine ganz besondere Bedeutung: Seit 2010 dürfen wir jede Woche eine Vorschau auf unsere Veranstaltungen in der Folgewoche im Anzeiger platzieren und dies rund 40 Mal jährlich! Dabei verlangt er ausdrücklich Bildmaterial in hoher Auflösung und ist auch froh, wenn er die Textvorlagen mit möglichst wenig Korrekturen übernehmen kann. Kürzlich passierten mir aber zweimal hintereinander gravierende Fehler betreffend Eintrittspreisen oder Daten, was ich erst kurz vor Redaktionsschluss bemerkte. In einem mit dem Zeichen «Wichtigkeit hoch» versehenen Mail bat ich wirklich in letzter Minute um eine Korrektur und entschuldigte mich folgendermassen: «…ich werde eben langsam alt!» Prompt kam ein elektronischer Tröster von Werner: «Ich bin froh, dass es andern Leuten auch so geht!» Ein anderes Mal fragte ich an, ob in der folgenden Woche ausnahmsweise in der Dienstagausgabe und am Freitag je ein «LaMarotte»Artikel erscheinen könnte. Umgehend kam Antwort: «Das ist kein Problem. ‹LaMarotte› ist eine gute Sache!» Peter Zürcher, «LaMarotte»

«Mr. Anzeiger» des Bezirks

U

nsere Regionalzeitung ist: Amtsblatt, Berichterstatter über gesellschaftspolitisch relevante Themen, Plattform für Inserenten und und Isabelle Schaetti. und … Eine komplexe Ausgangslage also, mit divergierenden Interessen. Je nach dem fand man einen WerniKommentar entsprechend zutreffend oder daneben. Je nach Gesinnung fand man, dieser oder jener Person/Interessenvertretung werde zu viel oder zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. In den vergangenen 36 Jahren bezichtigte Werni meines Wissens aber niemand des Opportunismus. Eine Selbstverständlichkeit? Ich glaube nicht. Im April dieses Jahres zeigte der VerlegerPräsident Lebrument Verständnis für Einschränkungen der redaktionellen Freiheit. Markus Somm, Verleger und Chefredaktor der «Basler Zeitung», ging noch weiter: «Wenn ihr nicht zufrieden seid mit den Medien, dann müsst ihr aufhören, Inserate zu schalten.» Was das mit unserem regionalen «Anzeiger» zu tun hat? Wenn selbst grosse Tageszeitungen unter Druck geraten und tendenziell korrumpierbarer werden, wie schwierig mag es erst für regionale Medien sein, wo man sich noch persönlich kennt? Was das mit Werni zu tun hat? Er blieb seinen persönlichen Überzeugungen und Wertvorstellungen auch in seiner Funktion als Chefredaktor immer treu. Selbstverständlich ist das nicht und dafür, lieber Werni, danke ich Dir herzlich! Isabelle Schaetti, «LaMarotte»

Wenn Prominenz ins Säuliamt kam, war Werni Schneiter meistens an forderster Front anzutreffen.

Ein Profi in Sachen Informationsbeschaffung Wissen wird am Freitag, um 11 Uhr, im «Central» vermittelt Es ist nicht überliefert, wie viele Primeure dem «Anzeiger» beim Gläserklirren vermittelt wurden. Sicher ist jedoch, dass die Weissweingläser an einigen Freitagmorgen lauter klangen als die in unmittelbarer Nähe läutenden Kirchenglocken. ................................................... von martin mullis Nicht selten darf die illustre Gesellschaft an den Tischen im «Central» am Freitagmorgen, um elf Uhr, als das «Who is who» im Säuliamt bezeichnet werden. Hier wird diskutiert, hier gibt es Neuigkeiten und hier besitzt die politische Korrektheit einen gewissen Spielraum. Ganz besonders der Chefredaktor des «Anzeigers» nutzte diesen Spielraum stets gekonnt. Deshalb konnte man selbst die genauste Uhr auf punkt elf Uhr richten, nämlich dann, wenn Werni Schneiter das «Central» mit energischen Schritten betrat. Schliesslich ist eine solche Apéro-Runde ein eigentliches Arbeitsinstrument des Zeitungsmachers. Hier entstehen Impulse, hier beginnt die Recherchearbeit und hier beginnen die Geschichten, welche in der nächsten oder übernächsten Ausgabe für geharnischte Leserbriefe sorgen. Wer nun glaubt, dass eine fröhliche ApéroRunde, welche natürlich als Arbeitszeit zählt, ein ausserordentlich ange-

nehmes Privileg darstelle, irrt gewaltig. Für eine ausgewogene und objektive Berichterstattung ist nämlich sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt und auch Mut unabdingbar.

Mit viel Herzblut auf das Wesentliche hingewiesen

Vernetzung im Restaurant Central. Werni beherrschte dieses Metier wie kein Zweiter. Im- ren denn gar etwas unverschämt hermerhin sass er viele Jahre gewisser- überkamen, schob er gerne ein «dä massen in einem Glaskasten. Tausen- cha mir am Joggeli bambele» nach. de lasen jeden Dienstag und Freitag Dass sich Werni Schneiter nach seiner seinen Namen. Und hie und da unter Wahl zum Kirchenpräsidenten in dem Titel «Kommentar» sogar seine Obfelden tatsächlich in irgendeiner ganz persönliche Meinung. Die Kom- Form veränderte, kann nicht wirklich mentare des Chefredaktors hatten es bestätigt werden. Sein Pragmatismus in sich. Nicht selten wurde da mit viel blieb unangetastet und seine sprichHerzblut und hervorragend formuliert wörtliche Souveränität unverändert. auf Wesentliches hingewiesen. Oft gab Böse Zungen behaupten allerdings, es aber auch Zeitgenossen, welche dass nach Wernis Wahl beim traditioüberzeugt waren, dass der «Anzeiger» nellen «Kirchenkafi» bald auch erste nur darauf gewartet habe, über ihre Weissweingläser zum Einsatz kamen. Werni Schneiter wird als «Mister Person oder ihr Vorhaben einen möglichst positiven Artikel zu veröffentli- Anzeiger» wohl als einer der bekannchen. Solche Ansinnen wusste er je- testen Säuliämtler in die Geschichte doch auf seine ganz spezielle Art zu eingehen. Kein Wunder, darf er doch parieren. Er nickte verständnisvoll, als der Mann bezeichnet werden, welzeigte dosiertes Interesse und vergass cher in den letzten 30 Jahren die meisdie meist egoistischen Ansinnen post- ten Säuliämtler Geschichten geschriewendend wieder. Und wenn die Begeh- ben hat.

Durch seine gute Vernetzung kam Werni Schneiter immer wieder an spannende Geschichten heran. (Bilder zvg.)

ür den Bezirk Affoltern ist unser Bezirksanzeiger ein Glücksfall. Als amtliches Publikationsorgan mit ausschliesslich regionaler und lokaler Ausrichtung berichtet er zweimal Rolf wöchentlich über Hegetschweiler. praktisch alles, was in unseren 14 Gemeinden irgendwie erwähnenswert ist. Und, dass auch weniger Bedeutungsvolles darin grosszügig Platz findet, macht ihn sympathisch und für die Zusammengehörigkeit des Bezirks unentbehrlich. Fangen wir aber beim Chefredaktor persönlich an: Aus dem kaufmännischen Bereich kommend, kam sein journalistisches Interesse schon früh im Sportbereich zum Tragen. Zusammen mit anderen sportverbundenen Kollegen im Bezirk, wie Fredi Steinmann, Hans Jud, dem legendären Hans Jucker und Anderen bildete sich ein verschworener Freundeskreis, der an keiner Sportveranstaltung fehlte und sich noch lange später regelmässig zu angeregten Apéro- und Diskussionsrunden traf. Fast logisch, dass Werni seinen beruflichen Werdegang im Journalismus suchte und beim «Anzeiger» im besten Sinn auch fand. Als Journalist und dann viele Jahre als Chefredaktor war er verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung und die redaktionellen Beiträge, von denen er auch unzählige selber verfasste. Seine Verbundenheit mit der Region, mit Vereinen, insbesondere im Sport, aber auch die vielen Bekanntschaften, quer durch die Ämtler Bevölkerung, kamen ihm dabei sicher zugute. Solche Beziehungen müssen aber auch dauernd gepflegt werden und verlangen Präsenz nicht nur an wichtigen Anlässen, sondern auch an mancher «Hundsverlochete». Und weil im kleinräumigen Säuliamt vieles rasch einmal persönlich genommen wird, verlangt die Berichterstattung einiges Fingerspitzengefühl.

Das böse Wort Redaktionsschluss manchmal sehr grosszügig ausgelegt Der Leser erwartet interessante Beiträge, und wenn sie erst noch süffig, angriffig oder kritisch daherkommen, umso besser. Wenns dann gar noch persönlich wird, steigt das Interesse schlagartig, nur finden es die «Betroffenen» meist gar nicht lustig. Aber weil sie annehmen können, dass auch ihre Entgegnungen in der nächsten «Anzeiger»-Ausgabe publiziert werden, ist die Sache meistens nur halb so schlimm. Um beim Sport zu bleiben: Manchmal waren vom Chefredaktor auch eigentliche Spagat-Übungen gefragt. Unterschiedlichste Auffassungen unter einen Hut zu bringen und trotzdem darauf zu achten, dass «die Kirche im Dorf» blieb, war nicht immer einfach. Da sich die Beziehung zum «Anzeiger» in meiner aktiven Zeit vor allem im politischen Bereich abspielte, habe ich diese Plattform sehr geschätzt wie auch den Umstand, dass Werni für alle Anliegen zugänglich war und das böse Wort Redaktionsschluss manchmal sehr grosszügig auszulegen bereit war. Zu hoffen bleibt, dass «unser» «Anzeiger» weiterhin gerne gelesen wird und gerade darum so beliebt ist, weil wichtige und weniger wichtige Ereignisse, aber auch kleine und grössere Sorgen darin Eingang finden und sich die ganze Ämtler Bevölkerung vertreten fühlt. Werni, es war eine gute gemeinsame Zeit. Ich wünsche Dir, auch ohne Redaktionspult, weiterhin viel Freude und alles Gute. Rolf Hegetschweiler, alt Nationalrat


weggefährten meinenen

Ein wunderbares Unikum

Der sportliche Moderator

Hans Steiger über den «Anzeiger» vor Werner Schneiter Vieles war neu für mich, als ich 1971 – jung und links engagiert – aus einem politisch bewegten Zürich ins noch ziemlich ländliche Säuliamt zog. Und mit dem «Anzeiger» entdeckte ich, der täglich die NZZ und das «Volksrecht» las, eine völlig andere Art von Zeitung. Vorne zweimal pro Woche ein seltsam zeitloser Mix aus Materialien diverser PR-Pressedienste, hinten lokales Leben in Form amtlicher Publikationen, eingesandter Ankündigungen und Nachlesen sowie, dem Namen des Bezirksblattes entsprechend, kleineren und grösseren Anzeigen aller Art. Dienstags erschien jeweils eine Kolumne, gezeichnet mit «Fähndrich Hediger». Sie war spürbar dem liberalen Geist dieser Figur aus einer Novelle Gottfried Kellers verpflichtet. Noch heute rühmt Hans Ulrich Peer, der jene Texte über mehrere Jahre verfasst hat, den damals verantwortlichen Verleger: Walter Weiss habe ihn «nie zensuriert». Gleiches kann ich von Gottfried Sigg-Weiss sagen. Dieser mürrisch-mutige Mann im Hintergrund war der Repräsentant der Verlegerfamilie, als ich eines Tages selbst mit heiklen Texten beim «Anzeiger» vorsprach. SP und Gewerkschaften wollten den 1. Mai im Bezirk etwas prominenter feiern, baten dafür um eine Sonderseite und bekamen sie. «Rote Fahnen sieht man besser», lautete eine Schlagzeile, und die Reaktionen waren entsprechend. Sigg erklärte den Freisinnigen, die solches total daneben fanden, auch sie könnten ja gelegentlich eine Hintergrundseite machen, um über ihnen Wichtiges mit lokalen Bezügen zu informieren. Vielleicht zum Ustertag?

«Überfall des Tages» oder «Brand der Woche»? Wunderbar! Eine für alle offene Forumszeitung, die alle Haushaltungen erreichte. Wo gab es das sonst? In der Regel liefen die Kontroversen ganz gesittet, zuweilen tobten jedoch auch regelrechte Leserbrief-Schlachten. Silvio Diethelm, ein Eigenbrötler mit hintersinnigem Witz, sorgte im Redaktionsbüro unter dem Türmchen dafür, dass stets harmloser Stoff für die erste Seite da war. In meinen vergilbten Belegen fand ich eine hübsche Replik, mit der er im April 1980 auf die Kritik einer Leserin einging, die sich über mangelnde Aktualität und eine unklare Linie der Zeitung beschwert hatte. Er nahm die Osternummer sowie einen dort gedruckten Text über «gackernde Hühner» als Beispiel. Das habe doch durchaus zur Zeit gepasst, in der sich die halbe Welt um Batterie-Eier drehe. Eigentlich denke er sich beim Gestalten des «Anzeigers» natürlich immer etwas, aber überlasse

regional Aktuelles auftauchen; neben Sigg und Diethelm gehöre nun auch Steiger zur Redaktionskommission. Diese wolle gemeinsam mit Leuten der Druckerei und frei berichtenden «Dorfkorrespondenten» frische Formen suchen. «Aber keine Angst!» Es solle keinem Modetrend gefolgt werden; für grosse Sprünge fehlten, «selbst wenn wir wollten», die Mittel. «Bei einem Minimum an redaktionellem Aufwand» gelte es «mit einer offenen Haltung ein Maximum an Vielfalt für den Leser zu erreichen.» Auch in Zukunft werde vorab die «Schreiblust der Ämtler» den Inhalt bestimmen. «Wenn wir damit in der uniformer werdenden Presselandschaft ein Unikum bleiben, dann soll uns das recht sein.» Auf die Reaktionen sei die Redaktion gespannt. «Lassen Sie von sich hören!»

«Anzeiger» schmerzlich vermisst

Am Bundesgericht in Sachen Deponie Tambrig, von links: Gemeindeschreiber Moritz Koller, Hans Steiger, Heiner Stolz, Gemeinderat Silvio von Ah und Gemeindepräsident Otto Schneebeli. (Archivbilder)

Die Belegschaft der Weiss Medien um 1987. dann «das Nachdenken den geneigten Lesern und werde so oft gar nicht verstanden, manchmal aber eben doch, was mich freut.» Im übrigen wisse er nicht, ob der «Unfall des Tages» oder der «Brand der Woche» auf der Frontseite besser wäre.

Herausforderungen der technischen Revolution Wenig später hatte ich, kurz nur, eine etwas intensivere Verbindung mit dem markanten kleinen Medienhaus beim Kasino, wo sich notabene im Druckereitrakt in den folgenden Jahren eine veritable technische Revolution vollzog. Durch die Wellen der Digitalisierung wurden Mitarbeitende dieser Branche in hohem Masse herausgefordert; Leserinnen und Leser bemerkten es kaum. Ich selbst hatte mich eben voll dem Journalismus zugewandt und berichtete fürs Radio aus

dem Säuliamt. Dabei vertiefte ich mich öfters in Themen, die sich in ein paar knappen Minuten kaum angemessen darstellen liessen. Schade, sie nur im Äther verrauschen zu lassen. Das fand auch Sigg. Er gab mir erste Aufträge für Reportagen sowie aktuelle Berichte. Und eines Tages verblüffte er mich mit der Frage, ob ich nicht Lust hätte, bei einem Versuch mitzuwirken, dem «Anzeiger» ein neues, stärker journalistisch profiliertes Gesicht zu geben. Lust schon. Aber ob das gut käme? Für viele war ich ein rotes Tuch. Sachlich habe es nie Einwände gegen meine Beiträge gegeben, befand er. Wir sollten es wagen. Nun ja, wenn er wirklich meine ... «Der Anzeiger bleibt ein Anzeiger», stand also am 29. August 1980 auf der Titelseite, «aber ein wenig verändern soll er sich in den nächsten Wochen und Monaten doch.» Freitags werde künftig auf der Front

Sofort brach – hinter den Kulissen – ein Sturm los. Vor allem aus bürgerlichen Parteien wurde als unannehmbar taxiert, dass ein erklärter SP-Exponent in der Redaktionsstube sitze. Was mich nicht überraschte. Ehrlicherweise muss ich sogar zugeben, dass ich die Bedenken verstand. Also bot ich dem experimentierfreudigen, aber doch erschrockenen Herrn Sigg an, mich «in gegenseitigem Einvernehmen» wieder zurückzuziehen, wie es in solchen Fällen jeweils heisst. So ähnlich dürfte es dann im «Anzeiger» gestanden haben; die Mitteilung fehlt in meiner Sammlung. Jedenfalls kehrte Ruhe ein. Die nötige Auf- und Ausbauarbeit führte Werner Schneiter weiter, der schon erste Erfahrungen in der lokalen Sportberichterstattung hatte und im politischen Streit als Schiedsrichter besser geeignet war. Vielleicht hätte zwar auch ich mich im einen oder anderen Fall noch zurückhalten können. Doch in den bald heftig geführten Auseinandersetzungen um die N4 wäre das garantiert nicht gelungen. Nachdem ich 1999 vor dem definitiv nicht mehr abwendbaren Autobahnbau in eine im Vergleich noch sehr entlegene Ecke des Kantons geflüchtet war, gehörte der «Anzeiger» zu dem, was ich lange schmerzlich vermisste. Mit dem «Zürcher Oberländer» wurde ich nie warm; ich brauchte keine zusätzliche, zudem klar freisinnig geprägte Tageszeitung. Erst als der kleine «Tösstaler» damit begann, seine Berichterstattung ins Tössbergland auszuweiten, wurde der Verlust behoben. Er kommt heute beinah so eigenwillig daher, wie der Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern in den 1970erJahren. Zugleich, weil er wie jener ein Unikum ist, ganz anders. So freue ich mich jetzt – sogar dreimal pro Woche – erneut über ein lebendiges Lokalblatt, und fühle mich entsprechend mehr daheim.

weggefährten meinen

«Wir haben ein Stück Arbeitszeit geteilt»

L

ieber Werni, auch ich reihe mich ein in der Schar der Gratulanten, mit denen du ein Stück Arbeitszeit geteilt hast. Es ist mittlerweile 15 Jahre her, seit ich mich bei dir und Jürgen Schultz. dem «Anzeiger» für eine Stage beworben habe. Damals war ich mitten in einer Medienpfarrerausbildung und brauchte Praxis.

Und die hast du mir grosszügig und vertrauensvoll gewährt, hast mich mit meinen Artikeln auch auf die FrontSeite gebracht – auch wenn sie nicht immer ein ganz so toller Aufreisser gewesen sind. Und alle Themen hast du mir zugetraut: Vom Bericht über einen Töpferferienkurs für Kinder bis hin zum Artikel über den Ämtler Frühlingstreff «Wirtschaft und Politik», mit meinem reisserischen Titel auf der Frontseite: «Wie wir die Schlacht gewinnen ...» Nicht «reisserisch» sondern prägnant habe ich übrigens nach meiner

Stage beim «Anzeiger» auch meine Predigten gestaltet – langweilig war gestern!

Die journalistische Freiheit war dir das höchste Gut Damals wurde der Satz noch mit ausgedruckten Papierchen als «Druckvorstufe» geklebt. Geduldig hast du meine oft verzweifelten Versuche begleitet, meine Artikel in Form zu bringen. Nur das Geschriebene allein war für dich tabu. «Bringed mir Chöpf», eins deiner geflügelten Worte dazu, ist

mir besonders in Erinnerung geblieben und in meine Alltagsarbeit eingeflossen. Immer wieder hast du mir – auch nach meiner Stage – neue Gelegenheiten geboten für den «Anzeiger» zu schreiben. Ach ja, Vertrauen und Ermutigung waren für dich keine Fremdwörter! Ich danke dir herzlich für die Erfahrungen mit dir und deinen Mitarbeitenden. Und, dass du einem Pfarrer die Bühne überlassen hast. Jürgen Schultz, ehem. reformierter Pfarrer, Hausen

I

n meinem Schublädchen voller alter «Anzeiger»-Seiten findet sich unter dem Datum vom 3. Oktober 1980 erstmals Werner Schneiter. In der Rubrik Sport-Arena befasste er sich mit dem Murtenlauf, Hans Steiger. bei dem «seit ein paar Jahren auch die Frauen mittraben» dürfen. Werner Schneiter wünschte den rund fünfzig Teilnehmenden, die das Säuliamt «traditionell stark vertreten: Guet Schnuuf!» Grund für das Aufbewahren des Blattes war allerdings ein «Eingesandtes» der SP Obfelden, die eben mit einer Orientierungsversammlung ihren jahrelangen Streit um Kiestransporte auf der Dorfstrasse begonnen hatte. Mich in dieser Sache als Redaktionsmitglied neutral zu verhalten, wäre schwierig geworden ...

Jede Stimme kam zu Wort Ja, lieber Werni, es ist gut, dass damals Du den Job übernommen hast. In der Ausgabe vom 19. Februar 1982 sehe ich deinen detaillierten Rapport über eine Versammlung zu «Biels N4-Rechenschaftsbericht». In der überfüllten Aula Ennetgraben habe «ein fast platzender Ballon von Emotionen» über allem geschwebt. Als redaktioneller Moderator hattest Du zur Ergänzung «zwei Exponenten um je eine Stellungnahme» gebeten, Hans Jucker und mich. Dass der sportliche Pro-Motor der Autobahn einige Zeilen mehr schreiben durfte, nahm und nehme ich noch immer nicht übel. So kleinkariert gerechnet wurde ja beim «Anzeiger» zum Glück nie. Hauptsache, in der danach einsetzenden Debatte kam jede Stimme zu Wort. Bereits vor dem 1. August 1981 tauchten unsere Namen nebeneinander auf. Du hast von einer Gemeindeversammlung in Maschwanden berichtet, «die keine hohen Wellen warf». Schon recht routiniert und mit einer kecken kleinen Glosse garniert, in der es um das immer wieder überraschungsvolle Schlusstraktandum unserer lokalen Demokratie, also um «Verschiedenes» geht. «In der andächtigen Stille der Kirche» war lautstark über «Unkraut» gelästert worden. «Eine Schande fürs ganze Dorf» sei der verwilderte Garten eines Neuzuzügers, hiess es. Offenbar einer, «der die Eigenheiten des verträumten 450-Seelen-Dorfes noch nicht kennt», dachtest Du als auswärtiger Schreiber, und hast dich dann um so mehr gewundert, wie vehement der «Wuchernaturgarten» verteidigt wurde. Alle sollten in Maschwanden ihre Gärten nach eigenem Gusto gestalten können. Was gar nicht schlecht zu den Betrachtungen zum Bundesfeiertag passte, die Du von Rolf Hegetschweiler als FDP-Exponenten und von mir erbeten hattest. Noch fast zwanzig Jahre genoss ich als politischer Journalist und schreibender Politiker die grosse «Anzeiger»-Freiheit, ohne jene mehr oder weniger engen Fesseln, die ich mir als Redaktor hätte anlegen müssen. Über eine weit längere Zeit die Unabhängigkeit im lokalen Interessenstreit zu halten, blieb sicher nicht immer leicht, obwohl es eine schöne Aufgabe war. Soweit ich es später aus der Ferne mitbekam, weil Bekannte gelegentlich Müsterchen aktueller Kontroversen schickten, sicherte Werner Schneiter mit Rückhalt des Verlages die Offenheit auch für unbequeme Meinungen weiter. Sie ist ein hohes und keineswegs selbstverständliches Gut der Demokratie – immer gefährdet, immer verteidigenswert. Hans Steiger, alt Nationalrat


Sportbegeisterter Pressemann mit gewaltigem Erinnerungsvermögen Ob Fussball-, Skisport- oder Schwingfestsieger: Werner Schneiter kennt die Namen Werni Schneiter, der abtretende Chefredaktor des «Anzeigers» begann seine Laufbahn als Sportberichterstatter. Seine Reminiszenzen aus der Welt des Sports sind praktisch unerschöpflich. Seine eigene sportliche Betätigung beschränkt sich (heute) jedoch aufs Joggen. ................................................... von franz liebhart Es würde den Rahmen sprengen, hier auch nur einen kleinen Teil der Episoden zu schildern, welche ich mit Werni erlebt habe. Deshalb richte ich in diesem Bericht den Fokus auf den Franz Liebhart. Sport. Wer auch nur kurze Zeit mit Werni plaudert, wird feststellen, dass der künftige Pensionär mit gutem Recht als sportverrückt bezeichnet werden darf. Als ehemaliger OK-Präsident der DuathlonWM in Affoltern, im Jahr 2003, hätte ich einen ganzen Strauss an Geschichten rund um das Grossereignis zu erzählen, in denen Werni Schneiter eine Rolle spielte. Allein mein Anruf aus Edmonton (Kanada), wo im Jahr 2001 der Entscheid der Internationalen TriathlonUnion (ITU) fiel, dass die ITU Duathlon World Championship 2003 an Affoltern und nicht an die südaustralische Hauptstadt Adelaide vergeben wurde, kann Werni noch nach 15 Jahren detailgetreu schildern. Meine gute Nachricht erreichte ihn abends, als er am Wirtshaustisch sass. Es wurde

dann auch richtig spät in der Beiz in Obfelden, immerhin musste die Weltmeisterschaft im Säuliamt gebührend gefeiert werden.

Bundesrat macht «Duzis» mit der Gemeindepräsidentin Selbstverständlich sind bei ihm auch unzählige Episoden von diesem Sportanlass mit über 2000 Athleten aus 36 Nationen und der Anwesenheit von Bundesrat Samuel Schmid stets abrufbereit. Werni lacht jeweils herzlich bei den Schilderungen, wie der magistrale Sämi Schmid im Festzelt spontan mit der Gemeindepräsidentin des Bezirkshauptorts «Duzis» machte. Schlussendlich musste infolge seines Überhockens im Festzelt ein nachttauglicher Helikopter für den Heimflug nach Bern bestellt werden. Werner Schneiters Begeisterung für den Sport beschränkt sich aber keineswegs auf die Aufzählung von denkwürdigen Ereignissen. Neben der umfassenden Berichterstattung in «seiner» Zeitung half er nämlich stets anderweitig tatkräftig mit. Mehrere Jahre amtete er als Jurypräsident des Sports Awards Affoltern und trug dazu bei, die «Nacht des Sports» zu einem traditionellen Säuliämtler Ereignis zu machen. An jedem GP-Osterhas und jedem Gibel-Schwinget war der Chefredaktor des «Anzeigers» als kundiger Gast dabei und der Rentner Schneiter wird hoffentlich auch weiterhin an diesen Sportanlässen anzutreffen sein.

Auf dem Laufband oder an der Reuss joggen

Seine eigene sportliche Betätigung beschränkte sich in den letzten Jahren aufs Joggen, sei das bei schönem Wetter draussen an der Reuss oder bei schlechter Witterung zu Hause auf dem Laufband. Über Distanzen und Zeiten beim Laufen informiert er ganz gerne und ziemlich stolz seine Apéro-Kollegen und amüsiert sich königlich über deren offensichtliche Gewissensbisse. Wenn immer möglich, verband Werner Schneiter seine sportlichen Betätigungen mit der Arbeit für die Zeitung. Seine beruflichen Einsätze verband er gelegentlich mit Joggen. Körperlich betätigte er sich sogar einmal im Rahmen der Sommerserie des «Anzeigers» einen ganzen Tag als Güselmann bei der Kehrichtabfuhr. Ich hoffe sehr, dass ich Werner Schneiter noch viele Male beim Joggen, bei Sportanlässen und natürlich auch bei geselligen Runden antreffe und mit ihm über alte und neue Resultate, Sieger Einen seiner ersten Artikel im «Anzeiger» schrieb Werner Schneiter über den Murtenlauf, an dem er auch mehrfach und Verlierer debattieren darf. selber teilnahm, hier 1987. (Bild zvg.)

29. GP Osterhas bei strahlendem Wetter und sommerlichen Temperaturen am Ostersamstag, 7. April 2007 in der Affoltemer Industrie. In der Elite-Kategorie jagten nicht weniger als 12 Titelhalter die Favoriten Bruno Risi und Franco Marvulli, die in der Vorwoche zum zweiten Mal Madison-Weltmeister geworden waren. (Bild Martin Platter)

Das Organisationskomitee der Tour-de-Suisse-Startetappe in Affoltern von links: Hansruedi Böhler, Hansruedi Wettstein, Hans Jucker, Hugo Trachsler, Werner Schneiter, Felix Meier, Bruno Schneider, Franz Wiser und Peter Stutz. (Archiv)


weggefährten meinen

Jeder Abschied ist auch ein Anfang

I

ch habe Werner Schneiter im Zusammenhang mit meiner Gemeinderats-Kandidatur von 2010 kennen gelernt. Werner war an unserem MeinungsClemens Grötsch. austausch sehr interessiert und hat meine erste Kandidatur positiv begleitet. Ich habe ihn als angenehm, umgänglich und sehr interessiert erlebt. Spannende Themen konnte ich immer bei ihm deponieren. Vor den Wahlen zum Gemeindepräsidenten habe ich Werner in persönlichen Gesprächen weiter näher kennen gelernt, von seinem bevorzugten Feriendomizil erfahren und anderes, persönliches. Auf dem Podium mit den Kandidaten habe ich ihn als umsichtigen Moderator erlebt. Die Fragen waren zwar kritisch, aber sehr anständig. Auch hatte ich das Gefühl, dass er mir in dieser Zeit wohlwollend entgegenkam. Darüber hinaus durfte ich ihn in verschiedenen Versammlungen als Berichterstatter erleben. Ein Höhepunkt war immer auch die Teilnahme am Reuss-Apéro, mit vielen spannenden Gesprächen und den AZ Medien als Gastgeber. Werner wünsche ich für den nächsten Lebensabschnitt, Energie, Gesundheit und positives Denken, damit er sich seine Wünsche erfüllen kann. Jeder Abschied ist auch ein neuer Anfang. Clemens Grötsch, Gemeindepräsident Affoltern

Passionierter Läufer und Leichtathlet

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eine erste Begegnung mit Werner Schneiter geht zurück auf ein Jahr Ende der 1990er. Ich hatte kurz vorher das Präsidium Hanspeter Feller. der LeichtathletikVereinigung (LV) Albis übernommen. Werni hatte eine Startnummer für den Lauf-Klassiker Murten-Fribourg gelöst. Aus irgendeinem Grund konnte er nicht starten und bot mir an, mit seiner Startnummer in Murten an den Start zu gehen. Auf welches Risiko er sich da einliess, war ihm wahrscheinlich nicht bewusst. Da ich mit seiner Nummer und unter seinem Namen am Lauf teilnahm, riskierte er, dass sein Name mit einer schlechten Zeit und weit hinten in der Rangliste erscheinen und er zum Gespött seiner Sportkollegen werden würde. Nun, so krass wurde es nicht, ich denke, wir waren damals etwa auf dem gleichen Leistungsniveau. In den folgenden Jahren hatten wir zahlreiche Begegnungen, wobei es meistens um den Sport ging. Werner Schneiter war an Anlässen der LV Albis dabei, hat Athletinnen und Athleten interviewt und portraitiert, hat über nationale Leichtathletik-Anlässe in Affoltern am Albis berichtet und hat damit der Leichtathletik eine ausgezeichnete Plattform geboten, auf sich aufmerksam zu machen. In Gesprächen über die Leichtathletik kamen immer wieder Geschichten aus den «guten alten Zeiten» zum Vorschein, welche die Zuhörer zum Schmunzeln brachten. Werner hatte die Begabung, genau aufzuzählen, welche Ämtler Leichtathleten wann und mit welcher Leistung nationale Auszeichnungen gewonnen haben. Hanspeter Feller, ehem. Präsident LV Albis

«Ich hatte bei meiner Arbeit immer extrem grosse Freiheiten» Serie «Menschen im Säuliamt»: Werner Schneiter, ein Mensch mit einer Berufung Werner Schneiter war während 36 Jahren für den «Anzeiger» tätig. Wenn er auf seine Karriere zurückblickt, ist er mehr als zufrieden. Sein Job und er waren ein und dasselbe. ................................................... mit werner schneiter sprach marianne voss Ob er gemerkt hat, warum ich ihm während unserer nächtlichen Affoltemer-Bartour diese und jene Frage stellte? Er sollte ja nicht merken, dass ich den «Ausflug» auch für ein unbemerktes Interview benutzte. Um seine Kindheit ging es mir ja nicht, auch nicht um seine Ausbildung. Sondern in erster Linie um seinen Beruf, oder besser gesagt: seine Berufung. Dass Werner Schneiter ein alteingesessener Säuliämtler ist, versteht sich von selbst. Er ist in Obfelden aufgewachsen und kennt alles und (fast) jede oder jeden. Nach den Schulen hat er eine KV-Lehre absolviert, der Beginn seiner Karriere als Reporter folgte bald danach. Das Recherchieren und Schreiben faszinierte ihn schon immer. Er arbeitete unter anderem für die Sportinformation (Si). «Dort habe ich sehr viel wichtiges journalistisches Handwerk gelernt», erzählte er. Natürlich war Werner Schneiter in seinen jungen Sturm- und Drang-Jahren auch im Säuliamt an einschlägigen Festen und Partys anzutreffen. Er hatte einige Schwärme, doch aus dem Junggesellendasein holte ihn seine Bernadette, die er 2004 in seiner zweiten Heimat Zernez heiratete. Zum Paar gehört seit vielen Jahren auch Hund Jaro, der bei Spaziergängen oder Joggingtouren immer treu dabei ist.

Werner Schneiter mit Journalistin Marianne Voss während einer nächtlichen Erkundungstour in Affoltern.

Ein Traumjob Wenn Werner Schneiter von seinem Beruf als Chefredaktor des «Anzeigers» berichtet, kommt er ins Schwärmen. Er habe einen Traumjob gehabt. «Ich hatte Glück, das bin ich mir bewusst. Hätte ich wünschen können, ich hätte mir meinen Job genau so vorgestellt, wie er war.» Es habe ihm kaum jemand reingeredet. «Ich hatte bei meiner Arbeit immer extrem grosse Freiheiten, das war schön, das hat Spass gemacht.» Eigentlich konnte man ihn und den «Anzeiger» nicht trennen voneinander. Sein Beruf und er, das war eins. Er lebte voll und ganz für seine Zeitung. «Freizeit, Feierabend, Wochenende, das gibt es für mich als Journalist nicht», pflegte er öfters zu sagen. Besonders gerne erinnert er sich an die Zeit, als er noch mit Oskar Weiss zusammenarbeitete. Nach dessen Tod folgte eine schwierige Phase, für ihn ein Tiefpunkt in seiner Laufbahn. Der Verkauf der Firma an die AZ Medien im Jahr 1999 war zuerst ein Schock, stellte sich aber bald als eine gute Lösung heraus. Der «Anzeiger» ist auch nach diesem Besitzerwechsel das geblieben, was er für den Chefredaktor sein sollte: eine echte Lokalzei-

Die ehemalige Regierungsrätin Rita Fuhrer gratuliert Werner Schneiter 2001 zum bevorstehenden 50. Geburtstag. (Bilder Marianne Voss)

Werner Schneiter versteckte sich nie hinter der Kamera.

Serie «Menschen im Säuliamt» In der Serie «Menschen im Säuliamt» berichtet Marianne Voss aus dem Leben von Menschen – egal ob jung oder alt, ob berühmt oder unbekannt –, die im Säuliamt wohnen oder in unserm Bezirk ihren Arbeitsplatz haben. Die Serie erscheint in loser Folge.

Austausch mit az-Verleger Peter Wanner (rechts) am «Rüüss-Abig», dem gesellschaftlichen Anlass des «Anzeigers». (Archiv) tung, in der das Leben und die Menschen der Region Platz haben.

Mehr Freiheit Jetzt wird Werner Schneiter wirklich pensioniert. Er sprach ab und zu da-

von, vorher aufzuhören, doch wer ihn kannte, wusste: Das ist gar nicht möglich. Jetzt freue er sich aber wirklich, meint er ernsthaft. Worauf ? «Auf mehr persönliche Freiheit und weniger seckle.» Natürlich, das Schreiben wolle er nicht einfach bleiben lassen.

Man werde ihn wohl schon noch ab und zu mit Block und Kamera antreffen. Aber er werde auch gerne längere Zeiten in seinem geliebten Engadin verbringen und mit Bernadette und Jaro schöne Ausflüge und Wanderungen unternehmen.

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052 2016  

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