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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 52 I 168. Jahrgang I Freitag, 4. Juli 2014

Grosser Sachschaden

Schweigen ist Gold

Dachstockbrand in einem Mehrzweckgebäude in Hausen – keine Verletzten. > Seite 3

Die Naturschutzgruppe Mettmenstetten auf Fledermauspirsch. > Seite 7

Ämtler Bühne bringt Dom ins Kloster Kappel

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Fremde Pflanzen Erste Erfolge in Stallikon im Kampf gegen Springkraut und Goldrute. > Seite 7

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Vor Schulschluss Pensionierungen, personelle Mutationen und Projektwochen an Ämtler Schulen. > Seite 8/9

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Im Fokus Nationalrat Toni Bortoluzzi im Interview zu seinen umstrittenen Äusserungen. > Seite 11

Das Säuliamt bleibt gut erschlossen Auch nach Fahrplanwechsel gute ZVV-Verbindungen nach Zürich Während die Fahrgastzahlen auf den S-Bahn-Linien stagnierten verzeichneten die Buslinien ab Affoltern starken Zuwachs. Mit der Eröffnung der Durchmesserlinie kommen einige Fahrplanänderungen auf das Säuliamt zu. ................................................... von salomon schneider Ab Dezember 2015 müssen sich die SBahn-Benutzer im Knonauer Amt neue Verbindungen einprägen. Die S15 wird in S14 umbenannt und die S9 in S5. «Die neue S14 wird ab diesem Zeitpunkt durch die Durchmesserlinie nach Oerlikon verkehren. Was für erheblich schnellere Verbindungen nach Zürich-Nord sorgen wird.

Funktionierendes wird belassen und zieht mehr Fahrgäste an Die S5 wird weiterhin ins Zürcher Oberland verkehren und schlanke Anschlüsse an den Fernverkehr bieten», erläutert Stefan Kaufmann vom Zürcher Verkehrsverbund ZVV. Affoltern scheint seiner Zentrumsfunktion immer stärker gerecht zu werden. Während die S-Bahnen durch

Während der Stosszeiten herrscht am Bahnhof Affoltern reger Betrieb. (Bild sas) das Säuliamt einen Passagierzuwachs von durchschnittlich 2.4 Prozent verzeichnen konnten, 2.7 für die S9 und 2.1 für die S15, benutzten 5.3 Prozent mehr Passagiere die Busse von und nach Affoltern. Die neue Linie 200, Affoltern-Sihlcity, konnte dabei das stärkste Wachstum aller Linien verzeichnen, elf Prozent. Die Linie wurde auf das Jahr verteilt von gesamthaft bereits 423 104 Passagieren benutzt.

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Rasensportplatz Die Rückkehr festlich eingeweiht des Wolfes

Der temporäre Dom wird über die Dächer der Klosteranlage in den Kreuzgang gehievt. (Bild Werner Schneiter) Das Kloster Kappel hat einen Dom erhalten – keinen richtigen natürlich. Die Baute, ein Geodom, ist für das Jubiläumsstück «Zusammenstoss» der Aemtler Bühne zentraler Bestandteil; am Mittwoch wurde er im Kreuzgang aufgestellt, zusammen mit der 288 Plätze aufweisenden Tribüne. Die Installation der Theaterinfrastruktur

und die Schaffung eines Bühnenbildes bilden in der Klosteranlage eine Herausforderung. Die Proben laufen ab 20. Juli im Kloster weiter. Die musikalische Groteske, inszeniert von Dodó Deér, hat am 2. August Premiere. Gespielt wird bis 13. September. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Schweizer Altinternationale um Andy Egli gaben dem Albisbrunn in Hausen am vergangenen Mittwochabend die Ehre.

Nach dem überfahrenen Wolf in Schlieren, werden nun vermehrt Wölfe in der Region gesichtet – auch im Säuliamt.

Neben der Turnhalle, wo früher eine Wiese war, verfügt die Stiftung Albisbrunn neu über einen Rasensportplatz. Für die Grösse eines «richtigen» Fussballplatzes hat es nicht gereicht, stattdessen gab es ein D-Junioren-Feld. Eingeweiht wurde es am Mittwoch: Eine Albisbrunn-Auswahl mass sich während zweimal 20 Minuten mit Schweizer Altinternationalen. «Es ist nicht selbstverständlich für eine Institution, wie wir sie sind, eine Turnhalle und einen Rasenplatz zu haben», stellte Albisbrunn-Gesamtleiter Ruedi Jans klar. Möglich gemacht haben es zahlreiche Spenderinnen und Spender. Sie waren denn auch zur feierlichen Eröffnung eingeladen. Und nicht nur das: Ihre Namen wurden auf einer Stange eingraviert, an der Wegweiser die Richtung und Entfernung zum aktuellen und zu den nächsten grossen Fussballturnieren weisen. Nach Brasilien etwa sind 4767 Stunden und 45 Minuten Schwimmen angesagt ... (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 19

Im Schweizer Mittelland wurde der Wolf bereits im 17. Jahrhundert ausgerottet. Das hatte verschiedene Gründe. In der frühen Neuzeit wurde, aufgrund modernerer Waffen, immer mehr Rotwild erlegt, was zu einem Mangel an Beutetieren für den Wolf führte. Gleichzeitig wurde auch die Viehwirtschaft ausgebaut. Da Wölfe deshalb immer mehr domestizierte Tiere erlegten, wurden sie gejagt und schliesslich ausgerottet. Heute wird bis in den hochalpinen Raum hinein Viehwirtschaft betrieben. Dadurch werden auch in den Alpen domestizierte Tiere zur einfacheren Beute für den Wolf, als Wildtiere. Diese extensive Nutzung des gesamten Alpenraums und die Wiederansiedlung des Wolfes führen immer wieder zu Konflikten. Regelmässig geht ein Raunen durch die Bevölkerung, wenn ein Wolf gesichtet wird. Die Frage, ob und wo der Wolf in der Schweiz Platz hat, gerät dabei meistens in den Hintergrund. (sas) ................................................... > Bericht auf Seite 23

500 27 9 771661 391004


Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Konkurseröffnung Schuldner: Guido Walter De Pretto, geb. 5. August 1978, von Ottenbach ZH, wohnhaft Meiholzstrasse 3b, 8913 Ottenbach. Datum der Konkurseröffnung: 5. Mai 2014 Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG Eingabefrist bis 4. August 2014 Vergleiche Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 4. Juli 2014. Affoltern am Albis, 4. Juli 2014 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Schluss des Konkursverfahrens Das Konkursverfahren über die La Sova AG, mit Sitz in Affoltern am Albis, Obstgartenstrasse 19, 8910 Affoltern am Albis, UID: CHE-115.477.446, ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern, Einzelgericht, vom 24. Juni 2014 als geschlossen erklärt worden. Affoltern am Albis, 4. Juli 2014 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314-316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Aeugst am Albis Bauherrschaft: Gucher Hanna und Gerhard, Chalofenweg 6, 8914 Aeugstertal Bauvorhaben: Anbringen Glasdach mit elektrischer Beschattung beim Sitzplatz, Kat.-Nr. 92, GV-Nr. 288, Zone K2 A, Chalofenweg 6, Aeugstertal, Gemeinde Aeugst am Albis

Knonau Bauherrschaft: Huber Hansruedi Bergli 4, 8934 Knonau Bauvorhaben: Aufstockung Wohnhaus und energetische Sanierung mit Einbau einer Photovoltaikanlage sowie Neubau Tiefgarage, Bergli 4, Kat.Nr. 414, Zone W2/35

Obfelden Gesuchsteller: Regli Kaspar und Studer Nicoletta, Stampfstrasse 10, 8912 Obfelden Baurechtliches Vorhaben: Anbau Doppelgarage an Wohnhaus Vers.-Nr. 705 auf Kat.-Nr. 1637 an der Stampfstrasse 10, 8912 Obfelden (Zone W1)

Ottenbach Bauherrschaft: Baukonsortium Zehnder/Düggeli, Muristrasse 14a, 8913 Ottenbach Projektverfasser: Atelier für Architektur, Roger Honauer, Zürcherstrasse 18, 5630 Muri Bauvorhaben: Erstellen einer Schallschutzmauer, Aufstellen eines Zirkusanhängers und Umnutzung Stall in ein Atelier mit Erstellen eines Scheunenunterstands (Vers.-Nrn. 250 + 257), an der Muristrasse 14a–d und 16 auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1616 (Kernzone A)

Wettswil am Albis Gesuchstellerin: Beat und Sylvia Haab, Stationsstrasse 74, 8907 Wettswil am Albis Bauvorhaben: Kniestock-Erhöhung beim im Bau befindlichen Wohnhaus «B» auf Kat.-Nr. 1271, In Tüelen 1b (Wohnzone W1)

Wettswil am Albis Gesuchstellerin: Stephan und Corinne Klein, Chüeweid 7, 8906 Bonstetten Bauvorhaben: Anbau Geräteraum beim im Bau befindlichen Wohnhaus «B» auf Kat.-Nr. 1271, In Tüelen 1b (Wohnzone W1)

Gemeinde Stallikon, Reppischtalstrasse Bushaltestellen Aegerten, Bleiki Loomatt und Diebis Sanierung Bushaltestellen Öffentliche Auflage Projekt Staatsstrassen gemäss § 13 Strassengesetz (StrG, LS 722.1), Mitwirkung der Bevölkerung Gemäss § 13 des Strassengesetzes (StrG) wird folgendes Projekt der Bevölkerung zur Stellungnahme unterbreitet: Gemeinde 013 Stallikon, 650 Reppischtalstrasse Aegerten, Bleiki, Loomatt, Diebis, km 13.260 – 16.821 Sanierung Bushaltestellen Die Projektunterlagen liegen während 30 Tagen von heute an in der Gemeindeverwaltung Stallikon (Schalter Einwohnerkontrolle), Reppischtalstr. 53, 8143 Stallikon zur Einsicht auf. Einwendungen und Anregungen zum Projekt sind innerhalb dieser Frist in schriftlicher Form an die Gemeindeverwaltung Stallikon, zuhanden der Baudirektion Kanton Zürich, Tiefbauamt, Projektieren und Realisieren, Postfach, 8090 Zürich, einzureichen. Stallikon, 4. Juli 2014

I looked in the sky and saw your face. You are there and I hope it’s a better place We miss you so much that we can’t explain And there’s always so much pain But you will always stay in our hearts, If you are near or if we’re apart.

Mit grosser Trauer mussten wir von unserer geliebten Freundin und Mitschülerin Abschied nehmen:

Mara Meili 8. Oktober 1999 - 26. Juni 2014

Liebe Mara Wir alle danken dir ganz herzlich für die Zeit, die wir mit dir verbringen durften. Deine offene, fröhliche Art und deine Lebensfreude haben uns immer angesteckt. Du hast immer gelacht, auch wenn es dir einmal nicht so gut ging. Wir werden dich nie vergessen, und du wirst für immer in unseren Herzen bleiben. Im Namen aller Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Bonstetten, insbesondere des 2. Jahrgangs.

Gemeinderat

Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung und des Betreibungs- und Gemeindeammannamtes Hausen am Albis während der Sommerferien Die Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Hausen am Albis inkl. des Betreibungs- und Gemeindeammannamtes Hausen am Albis (zuständig für die Gemeinden Aeugst a. A., Hausen a. A., Kappel a. A., Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten und Rifferswil) sind während den Sommerferien vom 13. Juli bis 14. August 2014 eingeschränkt. Während der Sommerferienzeit sind die Besucherzahlen erfahrungsgemäss viel weniger hoch als in den übrigen Monaten. Während der Sommerferienzeit sehen die Öffnungszeiten wie folgt aus: Montag bis Mittwoch Vormittag 08.00 bis 11.30 Uhr Nachmittag geschlossen Donnerstag Vormittag Nachmittag

08.00 bis 11.30 Uhr 14.00 bis 18.00 Uhr

Freitag 07.00 bis 14.00 (durchgehend) oder nach telefonischer Vereinbarung mit der entsprechenden Abteilung. Mit dieser Regelung ist der Schalterund Telefonbetrieb am Montag- bis Mittwochnachmittag während der Sommerferien geschlossen. Die übrigen Öffnungszeiten bleiben sich gleich. Gemeindeverwaltung Hausen a. A.

Schiessvereine

FeldschützenGesellschaft Zwillikon Cup-Final Samstag, den 5. Juli 2104 von 13.15 bis 16.00 Uhr Der Vorstand

Feldschützenverein Bonstetten Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld: Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Freitag, 4. Juli 2014 18.00 bis 20.00 Uhr Obligatorische Bundesübung Mittwoch 20. August 2014 17.30 bis 20.00 Uhr Obligatorische Bundesübung Freitag, 29. August 2014 17.30 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

Klirr

Die Zeit ist schnell vergangen doch unsere Trauer nicht. Du bist von uns gegangen aber aus unserem Herzen nicht.

Scherben bringen Glück und freundliche

Glaser ins Haus. I. Keller Glaserarbeiten Katzentörli und Glaskunsthandwerk 8908 Hedingen Tel. 044 761 66 61 079 304 31 88

●●●●●●●●●●●●● ● Der bekannte ● ● Scheren- und ● ● ● Messerschleifer ● ● Affoltemer Märt nimmt ● vom ● seine Arbeit wieder auf, aber ● leider nicht mehr am Märt● ● morgen. ● ● Meine Werkstatt befindet ● ● sich an der Dorfstrasse 66 ● (beim Volg) in ● Maschwanden. ● ● Werner Klingler ● ● Telefon 044 767 11 28 ● ●●●●●●●●●●●●●

HERZLICHEN DANK für ein stilles Gebet, für die tröstenden Worte, gesprochen oder geschrieben, für einen Händedruck und eine Umarmung, für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft, für die Blumen, hl. Messen, die zahlreichen Geldspenden und für das ehrende Geleit auf dem letzten Weg unseres lieben

Edwin Gyr-Weissen Besonders danken wir: – Dr. Werner Baumann und dem Praxisteam für die jahrelange Betreuung. – dem Pflege- und Ärzteteam der Intensivstation B des Triemlispitals für die liebevolle Pflege – der Feuerwehrdelegation Affoltern am Albis – den ehemaligen Pikettkameraden und Arbeitskollegen – Seelsorger Pedro In liebevoller Erinnerung bleibt Edwin in unserem Herzen. Affoltern am Albis, im Juli 2014

Die Trauerfamilie


Bezirk Affoltern

Rekordmonat bei der Felseneggbahn Noch nie zuvor beförderte die Luftseilbahn Adliswil–Felsenegg im Juni derart viele Fahrgäste wie 2014. Total 23 000 Personen nutzten die beliebte Luftseilbahn. Das sind fast ein Viertel mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres und 11 Prozent mehr als im Juni 1977, dem Monat mir dem bisherigen Höchstwert. Damals wurden 21 400 Fahrgäste gezählt. Hauptverantwortlich für das Rekordergebnis war das anhaltend schöne Wetter. Weiter trugen die diesjährige Lage der Feiertage zum Spitzenwert bei. (pd.)

Freitag, 4. Juli 2014

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Grosser Sachschaden – niemand verletzt Dachstockbrand in einem Mehrzweckgebäude in Hausen Ein Dachstockbrand in einem Mehrzweckgebäude hat am Mittwochmorgen in Hausen einen Sachschaden von mehreren zehntausend Franken verursacht. Verletzt wurde niemand.

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Gestern Donnerstag, 3. Juli, feierten Erika und Hans Imhof-Zwicky die goldene Hochzeit. Wir gratulieren nachträglich herzlich und wünschen dem Jubelpaar alles Gute.

Zur goldenen Hochzeit Heute Freitag, 4. Juli, feiert das Ehepaar Gertrud und Urs Waldvogel in Sellenbüren seinen 50. Hochzeitstag. Zu diesem Fest gratulieren wir herzlich. Für die weiteren gemeinsamen Jahre wünschen wir Gesundheit und viel «Gfreuts».

Zur goldenen Hochzeit Lina und Werner Sidler-Doppmann können heute Freitag in Affoltern ebenfalls ihre goldene Hochzeit feiern. Zum 50. Jubiläum gratulieren wir und wünschen einen schönen Festtag.

Zum 85. Geburtstag Rosa Maerten-Graf feiert am Montag, 7. Juli, in der Langzeitpflege in Affoltern ihren 85. Geburtstag. Der Jubilarin gratulieren wir herzlich zum Ehrentag und wünschen ihr alles Gute.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

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Kurz vor 10.30 Uhr meldete ein Anwohner der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich, dass es in einem Mehrzweckgebäude brennen würde. Die sofort ausgerückten Löschkräfte hatten den Brand rasch unter Kontrolle. Durch das Feuer entstand am Dach sowie in der obersten Etage ein Schaden von mehreren zehntausend Franken. Die anwesenden Personen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Gemäss den ersten Abklärungen des Brandermittlungsdienstes der Kantonspolizei Zürich ist der Brand während des Rückbaus einer Lüftungsanlage entstanden. Weitere Untersuchungen sind im Gange. – Nebst der Kantonspolizei Zürich, unterstützt durch die Kommunalpolizei Affoltern, standen Angehörige der Feuerwehren Oberamt und Affoltern sowie ein Ambulanzteam im Einsatz. (pd)

Am späten Mittwochnachmittag war das Loch im Dach bereits provisorisch zugedeckt. (Bild Thomas Stöckli)

Vanessa Winkler wird Leiterin Sicherheitsabteilung Auch stellvertretende Gemeindeschreiberin in Affoltern Am 1. Januar 2015 wird Vanessa Winkler die Nachfolge von Matthias Kehrli als Gemeindeschreiber-Stellvertreterin und Leiterin der Sicherheitsabteilung Affoltern am Albis antreten. Anfang 2015 wird Vanessa Winkler Nachfolgerin von Matthias Kehrli als Gemeindeschreiber-Stellvertreterin und Leiterin der Sicherheitsabteilung Affoltern am Albis werden. Nach einer Verwaltungslehre und einem kurzen Abstecher in die Privatwirtschaft ist Vanessa Winkler seit 1998 für die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich tätig. Die 36-jährige arbeitet gegenwärtig bei der Abteilung Asylkoordination als Leiterin Platzierung und Betreuung.

Vanessa Winkler. (Bild zvg.)

Neben zahlreichen Weiterbildungen absolvierte sie das Certificate of Advanced Studies in Betriebswirtschaft und Führungskompetenz in der öffentlichen Verwaltung (CAS Public Management) am Institut für Verwaltungsmanagement in Winterthur (IVM) und erlangte zudem den kantonalen Fachausweis Soziales IVM. Derzeit nimmt sie am Kadernachwuchsprogramm der Kantonalen Verwaltung teil und ist aktives Mitglied im Wahlbüro ihrer Wohngemeinde. Mit Vanessa Winkler konnte eine weitere Schlüsselstelle in der Gemeindeverwaltung Affoltern am Albis mit einer bestens ausgewiesenen Führungspersönlichkeit besetzt werden, welche auf über 15 Jahre Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung zurückblicken kann. (tro)

«Keine Haie in unseren Flüssen» Gemeinsame Kampagne verschiedener Polizeicorps Kürzlich startete die Sicherheitskampage «Keine Haie in unseren Flüssen». Die gemeinsame Kampagne verschiedener Polizeicorps soll Freizeitsportler auf die Gefahren an und auf Flüssen aufmerksam machen. Das Kampagnengebiet umfasst nebst dem Kanton Zürich auch die Kantone der Ost-, Zentral- und Nordwestschweiz. Haie gibt es in den Schweizer Flüssen natürlich keine. Trotzdem – während der Sommermonate vergnügen sich viele Menschen auf, an und in grossen Flüssen. Die Beliebtheit dieser Gewässer als Bade- und Freizeitort nimmt von Jahr zu Jahr zu. Damit die Anzahl von Unfällen auf dem Wasser gering bleibt, führen zahlreiche Schweizer Kantone

diesen Sommer eine Präventionskampagne für die Sicherheit auf unseren Flüssen durch. Dabei sollen Schwimmer und Bootsführer auf die Gefahren auf den Flüssen aufmerksam und die Flussregeln der Schweizerischen Lebensrettungs- Gesellschaft (SLRG) bekannt gemacht werden. Als Kommunikationsmittel kommen neben Plakaten vor allem Schilder direkt an den Flüssen zum Einsatz. Mit diesen Tafeln wird auf die spezifischen Gefahren an den jeweiligen Orten hingewiesen. Das Sujet, ein Signal mit einem durchgestrichenen Hai und die Aussage Keine Haie . . . , ist überall gleich. So soll eine hohe Wiedererkennung erreicht werden.

Flussregeln Zu den Kernbotschaften zählen neben den jeweils spezifischen Gefahren vor Ort, die sechs Flussregeln der Schwei-

zerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG): – Schlauchbootfahrer müssen mit einer Rettungsweste ausgerüstet sein – Die auf dem Boot angegebene Nutzlast darf nicht überschritten werden. – Boote nicht zusammenbinden: Sie sind so nicht manövrierfähig. – Unbekannte Flussabschnitte müssen vor der Fahrt zuerst erkundet werden – In freie Gewässer (Flüsse, Weiher und Seen) wagen sich nur gute und geübte Schwimmer – Unterkühlung kann zu Muskelkrampf führen. Je kälter das Wasser, umso kürzer der Aufenthalt im Wasser. (pd.) Die Kampagne dauert bis Ende September. Infos zur Kampagne, Fotos und die Sujets der Plakate stehen auf der Internetseite www.flussregeln.ch und auf den Websites der beteiligten Organisationen (Lokale Informationen) bereit.

Bei Einbrüchen Beute gemacht Bei Einbrüchen im Säuliamt wurden in den vergangenen Tagen Bargeld, Schmuck und andere Dinge gestohlen. In Stallikon hat eine unbekannte Täterschaft vom 27. auf den 28. Juni die Sitzplatztüre eines Einfamilienhauses aufgewuchtet. Die Höhe des Deliktsguts sowie der Sachschaden sind noch Gegenstand polizeilicher Abklärungen. Am 29. Juni wurde in Mettmenstetten ein Einbruch festgestellt. Zutritt in ein Einfamilienhaus konnte sich dort durch das Aufbrechen eines Fensters verschafft werden. Nach Angaben der Kantonspolizei kamen Bargeld und Schmuck in noch unbekannter Höhe weg. Der Sachschaden wird auf gegen 1000 Franken beziffert. Zu einem weiteren Einbruch kam es in Mettmenstetten am 30. Juni, tagsüber. Der Versuch, eine Türe aufzubrechen, misslang zwar, doch die Täterschaft verschaffte sich danach Zutritt durch Einschlagen eines Fensters. Auch in diesem Fall kamen Bargeld und Schmuck von noch unbekanntem Wert weg. Der Sachschaden ist beträchtlich: rund 4000 Franken. Aus einer Carrosseriewerkstatt in Stallikon wurde am 27. Juni Rauchentwicklung gemeldet. Ursache war ein defekter Motor in der Spritzkabine. Die Feuerwehr war vor Ort.

Lärm und Sachbeschädigung Mehrmals rückte die Polizei auch wegen Lärmklagen aus. So wurden am 28. Juni, 0.30 Uhr, Jugendliche vom Areal der Mehrzweckhalle Zendenfrei weggewiesen. Sie mussten zuvor das Areal aufräumen. Wegen Nachtruhestörung rückte die Polizei auch zu einer Privatliegenschaft in Affoltern und ins Zentrum von Ottenbach aus. In Bonstetten wurde am 28. Juni der Briefkasten einer Liegenschaft verschmutzt, vermutlich mit Eiern. Der Sachschaden beträgt ein paar 100 Franken. Vandalen hatten es auch am Sonntag auf einen Briefkasten in Bonstetten abgesehen – und «bearbeiteten» diesen mit Schaum. Möglicherweise muss er ersetzt werden. (-ter.)


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Freitag, 4. Juli 2014

Ein Dom für das Kloster Kappel Installationen im Kreuzgang für die Jubiläumsaufführung «Zusammenstoss» der Aemtler Bühne In der Klosteranlage in Kappel steht ein Geodom. So nennt sich die Einrichtung der Aemtler Bühne, die für ihre Jubiläumsaufführung «Zusammenstoss» einen ungewöhnlichen Ort gewählt hat. In dieser Woche wurden bauliche Vorbereitungen getroffen. ................................................... von werner schneiter Ein ungewöhnliches Bild bot sich am Mittwochmorgen, als der Dom per Kran über die Klosterbauten in den Kreuzgang gehievt wurde. Er ist Teil des Bühnenbilds in der musikalischen Groteske «Zusammenstoss», die am 2. August Premiere hat. Zu ihrem 30-Jahre-Jubiläum bietet die Aemtler Bühne eine aussergewöhnliche Inszenierung mit den aufwendigsten Einrichtungen in ihrer Geschichte. Der Bau des Bühnenbildes erfordert eine minutiöse Planung, für die Georg Frey, der technische Leiter der diesjährigen Produktion und pensionierter Denkmalpfleger, verantwortlich zeichnet. Eine echte Herausforderung. Die 288 Plätze aufweisende Tribüne, Tribünendach und Bühnenboden bestehen aus Bausätzen, die sich wie Legosteine zusammenfügen lassen. Aber diese müssen in einer Umgebung platziert werden, die nicht geometrisch und genormt ist. «Da müssen wir richtiggehend zirkeln», fügt Georg Frey bei. Das ist auch deshalb kein einfaches Unterfangen und erfordert Rücksicht, weil die Theateranlage inmitten von geschützten Baudenkmälern platziert werden muss.

Bis zum 13 September steht der Dom im Kreuzgang des Klosters Kappel. (Bilder Werner Schneiter)

Immissionen möglichst vermeiden Der publikumsintensive Anlass erfordert in der Klosteranlage einen umfassenden Brandschutz. «Wir haben strenge Auflagen zu erfüllen, die auch kontrolliert werden», hält Georg Frey fest. Beim Bauen und Installieren ist ausserdem Rücksicht auf den Hotelund Seminarbetrieb geboten. Seminarteilnehmende suchen im Kloster Kappel auch Ruhe; Immissionen gilt es möglichst zu vermeiden. Da sind Absprachen mit den Verantwortlichen des Betriebes im Kloster unabdingbar. «Das geschieht laufend. Die Zusammenarbeit mit Fredi Harte, dem technischen Leiter im Kloster Kappel, ist hervorragend», freut sich Georg Frey. «Bisher ist es sehr gut gelaufen. Wir haben auch Stress verursachende Probleme gemeistert», fügt er bei. Jetzt folgen der Bau des Bühnenbildes und ab 20. Juli zehn intensive Probetage. Premiere von «Zusammenstoss» ist am Samstag, 2. August. Die musikalische Groteske, von Dodó Deér inszeniert, wird in der Klosteranlage bis zum 13. September aufgeführt. anzeige

Georg Frey, technischer Leiter, bespricht das Positionieren ...

... und kontrolliert.

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Freitag, 4. Juli 2014

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Gegen Springkraut und Goldrute Erste Erfolge in Stallikon

Bei fortgeschrittener Dämmerung fliegen die Fledermäuse ohne Mucks aus den Fledermauskästen am Silo. (Bilder zvg.)

Schweigen ist Gold Die Naturschutzgruppe Mettmenstetten auf Fledermauspirsch Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas Fledermäuse begab sich die Naturschutzgruppe Mettmenstetten auf Fledermauspirsch. Bei idealsten Bedingungen konnten Zwergfledermäuse beobachtet werden, die aufwachen, wenn uns die Augen schon fast zufallen. Und was überraschend war: Auch im Schweigen sind die Fledermäuse gewieft.

pirsch auf dem Areal des Werk- und Wohnheims Weid in Rossau ein. Hier konnte sie den zwei Dutzend Teilnehmern einen Erfolg zeigen, als Ersatzquartiere für die Langohren, eine der vier Fledermausarten in Mettmenstetten, gefunden werden mussten. Die alte Scheune, in dem die Tiere heimisch waren, musste einem Neubau weichen. Auch Betriebsleiter Hansruedi Sommer zeigte stolz, wie in Zusammenarbeit mit dem Fledermausschutz versucht wurde, einige Bretter, hinter denen die Langohren in der Scheune gehaust hatten, kurzerhand unter Ein bisschen schaurig sollte es schon dem Dach eines benachbarten Besein, wenn man auf Fledermauspirsch triebsgebäudes anzunageln. Und geht, obschon heute kaum noch je- prompt wurden diese Ersatzquartiere mand mit der blossen Nennung von angenommen. Dracula erschreckt werden kann. Und Dieses Jahr wurden die Langohren ganz sicher nicht Annarös Furrer, die an dieser Stelle jedoch nicht gesichtet Fledermausbeauftragte in Mettmen- – ein Umstand, der Fledermausschütstetten, die weiss, wo sich die geflügel- zer immer wieder vor Rätsel stellt, ten Säugetiere tagsüber verstecken. denn es ist nach wie vor nicht beAm Freitagabend, zu Beginn der Däm- kannt, nach welchen Kriterien die Flemerung, lud sie zu einer Fledermaus- dermäuse ein Quartier annehmen oder ablehnen, oder wieso es Jahre gibt, wo die Gäste ausbleiben, um im Folgejahr plötzlich wieder da zu sein. Erfolgreicher gestaltete sich die Suche beim grossen Silo, an dem drei Fledermauskästen angebracht sind. Hier trat Markus Annarös Furrer erklärt, wie man Fledermauskot von Mäu- Furrer, der die Miss tatsekot unterscheidet: derjenige der Fledermäuse wird pulv- Fledermaus kräftig unterstützt, rig, der andere nicht.

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mit einem pensionierten Polizeischeinwerfer in Aktion und zeigte den verblüfften Pirschgängern, dass man in diesen engen Schlitzen eines Fledermauskastens die Tiere, die reglos in einer Ecke hangen, von unten erkennen kann. Um die Tiere nicht zu stören, wurde aber das Licht nur sehr kurz eingeschaltet.

Jagen mit Echolot Weniger störend für die Fledermäuse, aber umso interessanter für die Beobachter, waren dann die Bat-Detektoren, kleine rauschende Empfänger, die unhörbare Töne der Fledermäuse in hörbare Tonlagen umwandeln. Mit fortschreitender Dämmerung konnte plötzlich auf 45 Kilohertz der eigentümliche Ruf der Zwergfledermäuse empfangen werden. Noch war aber kein Tier am Ausgang der Fledermauskästen gesichtet worden. Plötzlich ein Zeichen eines Beobachters – die ersten Fledermäuse flogen aus. Ganz clever jedoch ohne einen Mucks von sich zu geben, um geschützt vor Feinden ihr Tagesrevier zu verlassen. Schweigen ist Gold! Erst später, beim Jagen nach Insekten konnte immer wieder der Ruf empfangen werden, den die Tiere wie ein Echolot vor der Ergreifung der Beute aussenden. Auf der Heimfahrt liess man den Empfänger eingeschaltet, und prompt wurde die Gruppe mitten im Dorfkern von Mettmenstetten mehrmals überrascht von einer Fledermaus, die in Gärten und Gesträuch herumjagte und die man ohne Bat-Detektor glatt übersehen hätte. Werner Eugster

Am vergangenen Samstag haben die Stalliker zum 2. Mal nach 2012 die schweizweit organisierten Aktionstage «Arten ohne Grenzen» zum Anlass genommen, um erneut über die Probleme, die Neophyten verursachen, zu informieren und in der Natur direkt Hand anzulegen. Den Organisatoren – Gemeindeverein, Verein Naturnetz Unteramt und Gemeindeverwaltung – ging es wiederum darum, die Bevölkerung für das Thema vertieft zu sensibilisieren und zu Verhaltensänderungen anzuregen.

Nicht erwünscht weil gebietsfremd Invasive, gebietsfremde Pflanzen können die Gesundheit von Menschen und Nutztieren schädigen und lästig sein. Zudem sind sie eine Bedrohung für die einheimische Biodiversität. Die Erfahrung zeigt, dass nur eine mehrjährige, systematische Bekämpfung der Bestände mittelfristig zum Erfolg führt. Dass es bei den gebietsfremden Pflanzen primär um Arten geht, die einen gesundheitlichen, ökologischen oder ökonomischen Schaden verursachen, erfuhren die um 50 Interessierten von Walter Zuber, Wettswil (Verein Naturnetz Unteramt). Der Referent verstand es, den interessierten Teilnehmern jene Pflanzen 1 : 1 vorzustellen, denen das Augenmerk der Aktion besonders galt.

An der Reppisch sind bereits erste Erfolge sichtbar Nach dem Prinzip, dass der stete Tropfen den Stein höhlt, beschränkten sich die Organisatoren wiederum auf den bereits 2012 im Fokus stehenden

naturnahen Reppischlauf zwischen Gamlikon im Süden und dem Bahndamm Landikon im Norden. In mühsamer und harter Kleinarbeit zwischen Brennnesseln und Dornen ging es vor allem den vorherrschenden Beständen an Drüsigem Springkraut, Nordamerikanischen Goldruten, Berufkraut und Ackerkratzdistel an den Kragen. Dabei konnte Erfreuliches festgestellt werden: Dank der Aktion vor zwei Jahren und den regelmässigen Bemühungen Einzelner sind die Bestände bereits stark ausgelichtet, was als kleiner Erfolg verbucht werden kann. Trotzdem mussten wieder einige Zentner der ausgerissenen Pflanzen zur ordnungsgemässen Entsorgung an die Sammelplätze geschleppt werden.

Kantonales Pilotprojekt Reppischtal? Beim anschliessenden, von der Gemeinde offerierten, gemeinsamen Mittagessen auf dem Hof von Röbi und Magdalena Sidler dankte der an vorderster Front als Gruppenleiter aktiv mitwirkende Gemeindepräsident und Präsident der gemeinderätlichen Kommission für Naturschutz, Werner Michel, den Organisatoren und den Teilnehmenden für ihren engagierten Einsatz zum Schutz unserer Natur. Dabei machte auch die Information die Runde, dass der Regierungsrat in den nächsten Jahren sogar die Durchführung eines Pilotprojektes «Gebietsbekämpfung von Neophyten im Reppischtal» plant. Im Rahmen dieses Projekts könnte zu gegebener Zeit ein Einsatz der Bevölkerung im gehabten Umfang eine wertvolle Hilfe sein. (-/Bi)

Weg mit Drüsigem Springkraut, nordamerikanischen Goldruten, Berufkraut und Ackerkratzdistel. (Bild zvg.)


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Bezirk Affoltern

Freitag, 4. Juli 2014

Abschied vom Ennetgraben in Affoltern Mit Monika Steiner, Peter Mathis und Rolf Oberhänsli treten an der Oberstufe in Affoltern drei langjährige Lehrpersonen auf Ende Schuljahr 2013/2014 in den wohl verdienten Ruhestand. Sie haben mehrere Generationen von Schülerinnen und Schülern unterrichtet, hinterlassen beträchtliche Lücken und nehmen unzählige Erinnerungen an Erlebnisse im Schulalltag aber auch an Highlights wie Klassenlager, Exkursionen, Sporttage und Weiterbildungen mit. Zum Abschied eine Würdigung ihres Wirkens im Ennetgraben. Peter Mathis und Rolf Oberhänsli traten gemeinsam im Frühling 1980 als Sekundarlehrer in unsere Schule ein. Gemeinsam führten sie bis 1989 drei Klassenzüge. Die folgenden drei Jahre unterrichtete Peter Mathis an der Schweizerschule in Bogotá in Kolumbien, bevor er wieder zurückkehrte. 1985 wurde Monika Steiner als Fachlehrerin Sport und Englisch angestellt. Alle drei fühlten sich von Beginn weg wohl im Schulhaus Ennetgraben und sie betonen, dass dies auch heute noch der Fall sei. Sie alle sind passionierte Lehrpersonen mit charakteristischen, unverwechselbaren Eigenschaften. Rolf Oberhänsli ist ein begnadeter Stoffvermittler. In seinen Fächern Deutsch, Französisch, Englisch, Geschichte und Sport verfügt er über ein immenses Wissen, das er den Jugendlichen mit Leidenschaft vermittelt. Noch heute orientiert er sich am klassischen Bildungskanon, den er als stabiles Fundament für erfolgreiche Ausbildungen aller Art einschätzt. Die Anforderungen in seinem Unterricht waren stets hoch, die Resultate seiner Schülerinnen und Schüler bei Mittelschulprüfungen, schulischen Tests und auch an Sportturnieren fielen immer überdurchschnittlich aus. Zwei Highlights unter vielen waren die Schultheater-Aufführungen der Dürrenmatt-Stücke «Der Besuch der alten Dame» (1989) und «Die Physiker» (2003) in Zusammenarbeit mit Peter Mathis und Harry Oesch, sowie der Schweizermeistertitel in der Leichtathletik 1993, an welchen ein damals gepflanzter Baum im Schulhaus Ennetgraben erinnert.

den. Fachlich konnte sie immer aus dem Vollen schöpfen. Ihr feines didaktisches und menschliches Gespür machte sie zu einer allseits beliebten Lehrerin und Kollegin. «An meiner Rolle als Fachlehrerin gefiel mir vor allem, dass ich eigentlich immer alle Schülerinnen und Schüler im Schulhaus kannte.»

Gehen nach vielen Jahren an der Oberstufe in den Ruhestand: Monika Steiner, Rolf Oberhänsli (links) und Peter Mathis. (Bild Werner Schneiter)

«Jede Lektion, in welcher ich spüre, dass bei einzelnen Schülern ein Funke meiner Leidenschaft überspringt, ist ein Höhepunkt.» Besonders eindrücklich vermochte Rolf Oberhänsli einzelne Fächer miteinander in Beziehung zu setzen, indem er zum Beispiel Geschichtslektionen auf Französisch erteilte oder Kunstprojekte mit Literatur verband. Damit vermittelte er eine Ahnung der grossen Zusammenhänge einer umfassenden Bildung. Daneben wirkte er im Vorstand des Schulkapitels, war Praktikumslehrer in der Sekundarlehrerausbildung und bis heute ist er ein aktiver Fussballtorhüter beim FC Affoltern am Albis. Auch Peter Mathis konnte seine Leidenschaft im Rahmen des Lehrerberufs verwirklichen. Seit Mitte der Achtzigerjahre beschäftigt er sich intensiv mit Computern und deren Möglichkeiten. In der rasanten Entwicklung war er stets an vorderster Front

dabei, leistete für die Schule Pionierarbeit und wurde auch von mancherlei Widerständen nicht verschont. Als Lehrer, der zuvor in einem technischen Beruf in der Wirtschaft tätig war, legt er grosses Gewicht auf die Vermittlung von Kompetenzen und Haltungen, welche Jugendliche auf die aktuellen Herausforderungen einer vielfältigen Berufsbildung vorbereiten. «Tablets» werden sich im Schulunterricht viel stärker etablieren als Computer, sie sind weniger technisch und können die Schülerinnen und Schüler in allen Formen des Lernens unterstützen.» Seine letzte Klasse war eine der ersten im Kanton Zürich, die für ihren Unterricht iPads erhielt, um damit Erfahrungen zu sammeln. Diese werden nicht nur im Ennetgraben den Unterricht der kommenden Schülergenerationen beeinflussen. Es wäre aber falsch, Peter Mathis auf sein Wirken

im Bereich neuer Medien zu beschränken. In Zusammenarbeit mit Marcel Landolt entstanden einige Abschlusstheater wie «Thai Lo» und «Die Pest». Auch das Fotolabor entwickelte sich von analog zu digital. Viele Projekte in der Natur werden in Erinnerung bleiben wie Zeltlager im Tessin, unzählige Wintersportlager und schliesslich auch Projektwochen mit Naturerlebnissen im Zentrum. Mit ihm verabschiedet sich ein Lehrer, dem das Wohlergehen der Jugendlichen immer die oberste Priorität war und der manchen Schülern auch nach Abschluss der Schule verbunden blieb. Monika Steiner ist über die vielen Schuljahre hinweg eine überzeugte Fachlehrerin geblieben. In ihren beiden Fächern Sport und Englisch konnte sie ihr grosses Engagement in der Welt des Sports – sie nahm regelmässig an der Gymnaestrada teil – mit den vielfältigen Interessen an Sprachen, Literatur und fremden Ländern verbin-

Sie wirkte in unzähligen Klassenund Winterlagern (15 Sportlager in Tenero) und Projekten mit, begleitete Exkursionen, organisierte Sporttage und betreute Mannschaften an Turnieren. Dabei verstand sie es wie keine Zweite, sich in den Dienst der Jugendlichen, auch jener, die als schwierig galten, zu stellen. Diese dankten es ihr mit Respekt, Sympathie und guter Arbeit in ihrem Unterricht. Ein gemeinsames Lager mit den dritten Sek-A-Klassen bildet den Abschluss der Schultätigkeit, sowohl für die drei Lehrpersonen als auch für die Schülerinnen und Schüler, die eine weitere Ausbildung in Angriff nehmen. Aber auch die Pensionierten haben noch Pläne: Rolf Oberhänsli hat mehr Zeit für seine Tätigkeit im Redaktionsteam der GGA, bleibt aktiv in der Lehrerbildung und beim FCA und zusätzlich zum Malen, Lesen und Sprachenlernen wird er demnächst Grossvater. Peter Mathis engagiert sich weiter in der Erwachsenenbildung, in der Beratung und im Support von Schulen im Bereich Informatik. Auch Monika Steiner möchte neben dem geliebten Reisen sich weiterhin aktiv mit Sprachen (Lesen, Spanisch lernen) und Sport befassen. Die Ennetgraben-Gemeinschaft in Affoltern verabschiedet die drei mit einem riesigen Dankeschön für ihre grossen Verdienste für unsere Schule und wünscht ihnen von Herzen alles Gute. Auch Michael Gasser und Hanno Küng verlassen auf Ende Schuljahr das Ennetgraben. Sie haben sich entschieden, ihre Lehrertätigkeit an einer anderen Schule fortzusetzen. Auch ihnen gebührt ein grosser Dank für die gemeinsamen Jahre, verbunden mit den besten Wünschen für ihr neues Wirkungsfeld. (pd)

Monika Steiner: «Den richtigen Beruf ergriffen!»

Peter Mathis: 34 Jahre Schuldienst

Nach 29 Jahren Fachlehrertätigkeit an der Oberstufenschule Affoltern-Aeugst verabschiedet sich Monika Steiner. Ihren Ruhestand allerdings macht sie mit Reisen, Lesen und Sprachenlernen zum Unruhestand.

Von den guten Seiten des Unterrichtens.

Nein, Monika Steiner ist keine jener sich zierenden Zeitgenossinnen, die bevor sie zum Interview antritt, noch husch auf die Toilette verschwinden muss. Couragiert wie charmant empfängt sie im Schulzimmer, in dem sie als Fachlehrerin Englisch unterrichtet hat. Das Gespräch hätte aber genauso gut in der Turnhalle stattfinden können, denn als ausgebildete Sportlehrerin hat sie Schülerinnen und Schülern auch im Ennetgraben den Sport näher gebracht. Dies, so sagt sie, sei ihr immer ein ganz besonders wichtiges Anliegen und erstrebenswertes Ziel gewesen: «Schülerinnen und Schülern zu zeigen, dass sie vor dem Sport keine Angst zu haben brauchen und ihnen die Freude an der Bewegung und an sportlicher Betätigung zu vermitteln und zu erhalten ... Ich denke», sinniert sie schmunzelnd, «das ist mir bei den meisten auch gut gelungen.» Nun ist also Schluss damit, Monika Steiner geht in Pension. «Lachend», wie sie festhält, «denn für

mich stimmt es vollkommen.» Sie gibt aber gleichzeitig unumwunden zu, dass sich doch auch etwas Wehmut in den Freudenbecher mischt: «Die Arbeit mit jungen Menschen und das herrschende gegenseitige Verständnis zwischen allen Beteiligten im Ennetgraben – Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen, Schulleitung und Schulpflege – wird mir dann und wann womöglich schon fehlen.» Es sei stets reizvoll gewesen, mit so vielen unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen, anregend und gewinnend zugleich. «Es war auch für mich selbst stets eine echte Bereicherung.» Gerade als Fachlehrerin in Sport und Englisch hatte es Monika Steiner mit unterschiedlichen Klassen zu tun, was ihre Arbeit besonders interessant gemacht habe.

Kindertraum und Unruhestand Mit ihrer Ausbildung zur Sportlehrerin hat sich Monika Steiner seinerzeit einen Kindertraum erfüllt, denn «ich wollte schon immer Lehrerin werden und deshalb war es mir auch klar, dass ich meinen Beruf an einer Schule ausüben wollte». Ihr Rückblick auf die 29 Jahre an der Oberstufe AffolternAeugst nun fallen sehr positiv aus: «Ich erinnere mich an viele schöne, ja, grossartige Momente und kann mich

gleichzeitig dagegen keiner eigentlich negativen Augenblicke entsinnen. Es gab auf jeden Fall etliche Höhepunkte, wobei die grössten jeweils die Sportlager, vor allem jene in Tenero, waren.» In diesem Moment, so scheint es, komme bei der abtretenden Lehrerin doch schon ein erstes Mal etwas Wehmut auf. Ihre Hände wird Monika Steiner aber auch nach Beendigung ihrer Lehrerlaufbahn nicht in den Schoss legen: «Ich werde sicherlich meinen Vorlieben für das Reisen und das Lesen nachleben und mir jetzt, wo es die Zeit zulässt, auch endlich meinen lang gehegten Wunsch, Spanisch zu lernen, erfüllen.» Nicht ganz ausschliessen will sie zudem, dass sie bei Bedarf schon mal als Vikarin an der Oberstufe Ennetgraben einspringen könnte, zum Beispiel als Lagerbegleitung. Entsprechende Anfragen aus dem Kreis von Kolleginnen und Kollegen hat es jedenfalls auch schon gegeben. Die scheidende Sport- und Englischlehrerin würde sich freuen, denn die Wertschätzung, die im Schulhaus Ennetgraben untereinander gepflegt wird, war ihr stets eine Freude. Daher ist es auch ihr persönlicher Wunsch an die gesamte Oberstufe Affoltern-Aeugst, dass diese beiderseitige Achtung und Anerkennung weiterhin bestehen bleibt. (kb.)

Es ist kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. 1980 startete Peter Mathis in den Schuldienst in Affoltern am Albis und hier erlebt er auch seine Pensionierung. Doch seine Laufbahn begann in einem technischen Beruf. Er war fast 10 Jahre lang als Maschinenzeichner/Konstrukteur tätig, holte berufsbegleitend die Matura nach und absolvierte anschliessend die Lehrerausbildung in mathematisch-naturwissenschaftlicher Richtung. Er ist ein überzeugter Naturwissenschaftler, einer, der es genau wissen will, wie die Natur und Technik funktioniert. Diesen Eifer weiss er auf die Lernenden zu übertragen, um sie auch an die Anforderungen des künftigen Berufes heranzuführen.

Wichtiger Kontakt zu jungen Leuten Der Kontakt zu den jungen Menschen ist ihm bis heute sehr wichtig. Er hat sich jahrelang angeboten, vor oder nach dem Unterricht mit Lernenden hinzusetzen, um gemeinsam ihre Lücken zu schliessen. Zu seinem Angebot gehörten bis ins letzte Schuljahr auch Wintersportlager, aussergewöhnliche Klassenlager und Ausflüge, die den Teilnehmenden

unvergesslich bleiben werden. Der Schuljahresabschluss wurde über viele Jahre mit einem Theater gekrönt, wobei die jungen Menschen lernten, sich in andere Rollen zu versetzen, sich aber auch mit Klassikern beschäftigten, die vielleicht nicht zu ihren Lieblingsstücken gehörten. Zwei Highlights waren «Der Besuch der alten Dame» (im Team mit Rolf Oberhänsli) und «Die Pest» (mit Marcel Landolt), die in den Ruinen der OVA aufgeführt wurde.

Stark gewandelt Der Lehrerberuf hat sich in dieser langen Zeit gewaltig verändert und Peter Mathis hat diese Veränderungen immer intensiv mitverfolgt. Die schwierigste Aufgabe bestand darin, die Behördenmitglieder und die Lehrpersonen an die Notwendigkeit der Erneuerung heranzuführen, sie davon zu überzeugen und weiterzubilden. Keine Lehrperson könnte sich heute noch vorstellen, ohne Computer, Netzwerk und Internet zu arbeiten. Das schönste Kompliment erhielt Peter Mathis von einem Schulpräsidenten, der ihm sagte, er sei der Zeit immer etwas voraus. Auch in Zukunft will er interessiert und neugierig darauf, was die Welt noch zu bieten hat, bleiben. (pd)


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Freitag, 4. Juli 2014

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Aussen klettern, innen Spielgerät ausleihen Zürcher Architektur-Studenten gestalteten begehbaren Holz-Kubus für die Bonstetter Primarschüler Funktionalität und ansprechende Optik – das vereint der neue Spielekiosk der Primarschule Bonstetten. Die Idee stammt von Schülern, umgesetzt haben sie Architektur-Studenten. Am Dienstag war Einweihung. ................................................... von thomas stöckli Schulleiter Felix Fürer schneidet das rote Band durch ... Spielgeräte für die Pausen zum Ausleihen – hinter der Idee stehen Bonstetter Primarschüler. Genauer: der Schülerrat unter der Leitung von Sarah Rohner (Unterstufe) und Lorena Rottensteiner (Mittelstufe). Der Schülerrat stellte dann auch gleich eine Liste von Spielzeug zusammen, um so deren Platzbedarf zu ermitteln. Begehbar sollte der Spielkiosk sein, so eine weitere Vorgabe. Der Zufall wollte es, dass die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Zhaw) auf der Suche nach Projekten für ihre DrittjahresStudenten Architektur und Bauingenieurwesen war. Im Wahlpflichtmodul «Furnitecture» (Verbindung der Begriffe «Furniture» (Möbel) und «Architecture») werden die architektonischen Herangehensweisen auf einen kleinen Massstab übertragen. «Die Idee ist, im Rahmen von zwei Semestern ein Design-Objekt zu entwickeln – von der Idee bis zur Ausführung», so Studienleiter Marc Meier. Vor zwei Jahren ent-

Der Spielekiosk – ein Holzkubus mit Stauraum und Klettermöglichkeiten. (Bilder Thomas Stöckli) stand so ein Möbel, letztes Jahr eine Bushaltestelle.

Kombination aus zwei Projekten Acht Studierende stellten sich der Herausforderung, planten je einen Spielkiosk und präsentierten ihren Vorschlag den Schülern. Im K.o.-Prinzip wurden die Projekte nun ausgesiebt. Schliesslich machte eine Kombination das Rennen: Von Jocelyne Pelicano stammt die Idee eines Spielwürfels. In

der Fassadengestaltung liess sie sich vom neuen Schulhaus, das aktuell gebaut wird, inspirieren. Lisa Bischel schliesslich brachte die Kletter-Elemente mit ein. So lässt sich die Plattform über dem eigentlichen Spiele-Kiosk auf drei Seiten erklimmen. Eine Leiter, Sprossen in der Fassade, eine Rutschstange und ein Kriechgang hinter der Fassade machen es möglich. 15 000 Franken wollte die Primarschule ursprünglich ausgeben. Beim Projektieren zeigte sich bald, dass dies

... und die Schüler lassen ihre Ballons aufsteigen.

nicht reichen würde: 49 000 Franken sollte der Spielekiosk schliesslich kosten. In Eigeninitiative warf sich Student Adrian Gütermann ins Zeug, suchte nach Sponsoren und stellte so die Finanzierung sicher. Als «Glücksfall» bezeichnet dies Studienleiter Marc Meier. Überhaupt sei er immer wieder beeindruckt, was die Studierenden alles möglich machen. «Das ist ein berufsbegleitender Studiengang», begründet er, «die arbeiten alle 50 bis 60% und sind mit der Praxis vertraut.»

Für Felix Fürer war das Durchschneiden des roten Bändels eine der letzten Amtshandlungen als Schulleiter. Nach fünf Jahren in Bonstetten nimmt er in Oberrieden eine neue Herausforderung an. Nach der offiziellen Einweihung nahmen die Kinder ihren Spielekiosk sogleich in Beschlag. Um die Ausleihe der Spielgeräte werden sich die Schüler übrigens selber kümmern. Das System ist einfach: Wer etwas holt, der muss dafür seinen persönlichen Badge abgeben.

Spalier zum Abschied Abgänge an Primarschule Mettmenstetten Die Primarschule Mettmenstetten hat am Dienstagvormittag die Schwimmlehrerin Monika Gagliardi und die Werklehrerin Silvia Pletscher in den Ruhestand verabschiedet. «Es ist schon berührend», verrät Monika Gagliardi. Soeben sind sie und Silvia Pletscher nach einer Ausfahrt mit der Pferdekutsche auf dem Pausenplatz eingetroffen. Empfangen werden sie von über 300 Kindern, die mit ihren farbigen Bändeln eine Gasse bilden. «Bei grossen Empfängen und Verabschiedungen sind Spaliere Tradition», verkündete Schulleiter Hanspeter Amstein. Zu «Häsch Zyt» von Carlo

Brunner schritt die Handarbeits- und Werklehrerin durch die Schülermassen, für die Schwimmlehrerin hatte Amstein sich «Splish Splash» ausgesucht. «Ich habe das Lied nicht gekannt, aber der Rhythmus hat gepasst», so Monika Gagliardi nach ihrem tänzerischen Spalierlauf. «Wegen euch ist es selbstverständlich, dass es in Mettmenstetten keine Neben- und Hauptfächer gibt», würdigte Hanspeter Amstein die Verdienste der beiden Lehrerinnen. Schliesslich durften diese noch persönliche Verabschiedungsworte von Schülern entgegennehmen. Dabei flossen auch Tränen – auf beiden Seiten. «Wir sehen uns ja nochmals», tröstete Silvia Pletscher wiederholt. (tst.)

Über 40 Jahre arbeitete Silvia Pletscher (rechts) in Mettmenstetten. Bei Monika Gagliardi waren es über 30 Jahre. (Bilder Thomas Stöckli)

Schulleiter Hanspeter Amstein animiert zur «Welle» für die beiden Lehrerinnen.

«Es git ken Fläcke uf der Wält, so schön wie’s Säuliamt»: Verabschiedung mit dem «Aemtler Lied». (Bilder Thomas Stöckli)

Generationenwechsel in Zwillikon Die Primarschule hat drei langjährige Lehrpersonen verabschiedet Über hundert Jahre Lehrerfahrung verliert die Primarschule Zwillikon diesen Sommer. Vergangenen Dienstagnachmittag wurden Elisabeth Richard, Hansruedi Braun und Gerda Peterhans verabschiedet. «Wir bauen ein neues Schulhaus», wurde Elisabeth Richard versprochen, als 1973 nach Zwillikon kam. Angefangen hat ihre Reise aber noch im alten Schulhaus, wo heute der Kindergarten untergebracht ist. Während der Bauzeit 1974 hätten sie kurzerhand die Strasse zum Pausenplatz umfunktioniert und den Verkehr an beiden Seiten angehalten, erinnert sich die Unterstufen-Lehrerin. Über 40 Jahre lang hat Elisabeth Richard in Zwillikon unterrichtet. 35 Jahre sind es bei ihrem MittelstufenKollegen Hansruedi Braun. Ihm bleiben insbesondere die Klassenlager sowie die klassenübergreifenden Projekte in Erinnerung. Zur Tradition wurde auch der Austausch mit Schülern aus Aarburg in der vierten Klasse. Und was hat sich verändert? «Früher konnte man noch mehr basteln», erinnert er sich und berichtet von Beton-Burgen und von beleuchteten Haus-Modellen. «Die Zeit hat man heute nicht mehr, dafür lernt man Englisch und Franzö-

Drei Urgesteine in Zwillikon. Von links: Gerda Peterhans (27 Dienstjahre), Hansruedi Braun (35 Jahre) und Elisabeth Richard (40 Jahre). sisch.» Kinder werden im Leben von Braun auch künftig eine Rolle spielen, schliesslich ist er am 14. Juni Grossvater geworden.

Persönlich und individuell In 28 Jahren hat es Gerda Peterhans auf deutlich mehr Schüler gebracht als ihre beiden Kollegen. Schliesslich kamen alle Klassen zu ihr in die Handarbeit. Und warum ist sie so lange geblieben? «Ein Grund ist sicher das Team», verrät sie. «Wenn du in einem guten Team arbeiten kannst, bist du auch motiviert.» Weiter habe sie am

Persönlichen und Individuellen der kleinen Schule Gefallen gefunden. Die drei Lehrer wurden am vergangenen Dienstagnachmittag in ihren Klassenzimmern mit Gesang und Darbietungen gefeiert. So gab es etwa einen Mix aus verschiedenen Musicals zu hören, die Elisabeth Richard für ihre damaligen Schüler arrangiert und mit ihnen eingeübt hatte. Zum Abschluss sangen dann alle Klassen gemeinsam das «Aemtler Lied». Per Pferdekutsche ging es dann zum Znacht. Die offizielle Verabschiedung der Primarschulgemeinde folgt am Jahresschlussessen vom 9. Juli. (tst.)


Forum

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Freitag, 4. Juli 2014

ämtler kantonsräte meinen

Moritz Spillmann (SP, Ottenbach)

Wem gehört die Milchsuppe? Den Geschichten der nationalen Vergangenheit fällt eine eminent wichtige Rolle zu. «Denn sie sind politische Verhaltensanweisungen. Sie reden vom richtigen und vom falschen Handeln.» Nach diesen Worten von Peter von Matt liegt die Bedeutung solcher Geschichten weniger in ihrer realen historischen Bedeutung, als vielmehr im Hier und Heute. Nicht was war ist wichtig, sondern was wir darin sehen. In diesem Sinne ist die Kappeler Milchsuppe mehr als ein nationales Ereignis aus dem 16. Jahrhundert. Sie steht als Gleichnis für die friedliche Einigung und den sinnbildlichen helvetischen Kompromiss. Damit ist sie zeitlos aktuell. Wunderbar also, dass gerade die SVP an diesem Symboltag Milchsuppe löffelt – ist die SVP neuerdings auf Kuschelkurs? Aber nein, der Bericht im «Anzeiger» verrät, die Hirnlappen sind bei der SVP noch da, wo sie immer waren.Der Parteipräsident geisselte «in ungewohnter Schärfe» den Bundesrat und erklärte die durch den Bundesrat gefährdete Demokratie in Analogie zu den Schlachten im 16. Jahrhundert zum Kampfplatz. Gleichzeitig durfte auch der von der Universität Zürich entlassene Herr Mörgeli seine Verschwörungstheorien zum Besten geben. Immerhin hatte er etwas, was ihm in den Vorlesungen an der Universität fehlte: Zuhörer. Den Tag der Versöhnung feierte die SVP also als Tag des Kampfes! Doch die Leistung im 16. Jahrhundert lag ja gerade darin, dass die Milchsuppe von Freund und Feind gemeinsam gelöffelt wurde. Der Tag erinnert an das Zusammengehen, den Ausgleich und den Kompromiss – und beinhaltet damit die Einsicht, dass die Zukunft nur gemeinsam gestaltet werden kann. Wer demgegenüber die Demokratie zum Kampfplatz erklärt, schafft Sieger und Verlierer und verunglimpft die historischen Leistungen des Ausgleichs. Das Vertrauen in die Politik ist gering. Der Wutbürger ist auf dem Vormarsch. Die Parteien provozieren Ple-

biszite, die nicht dem Wohle der Gesellschaft sondern dem eigenen kurzfristigen Wahlziel alleine dienen. Diese Plebiszite bieten keine Lösungen, sondern sie sind Teil des Problems. Der Dogmatismus innerhalb und die Abgrenzung zwischen den Parteien wird stärker. Um beim Bild der Milchsuppe zu bleiben: Die Politik leidet heute an Lactose-Intoleranz. Die Politik braucht die Kraft, sich zu erneuern. Sie braucht Parteien, die sich sowohl ihrer Parteilichkeit bewusst sind, als auch erkennen, dass andere Parteien ihre eigene beschränkte Wahrheit ergänzen. Die Umsetzung der eigenen Überzeugung kann nicht auf die Debatte und dieBereitschaft zum Kompromiss verzichten. Erst der respektvolle Wettstreit der Ideen vollendet die Demokratie. Die grösste Gefahr für die Parteien bei diesem demokratischen Austausch besteht darin, schlauer zu werden. Die Milchsuppe verbindet – aber nur wenn sie gemeinsam gelöffelt wird und nicht alleine zur Stärkung für den Kampf gegen den «Feind». Es ist wohl illusorisch, dass SVP und SP einen Konsens finden, zu unterschiedlich ist die Rezeptur der Milchsuppe. Aber warum nicht ein Zusammenwirkensozialliberaler Kräfte aus den verschiedenen Parteien? «Sozialdemokratisch» bedeutet auch die effektive Durchsetzung des liberalen Gedankenguts verbunden mit sozialer Verantwortung. Ein sozialliberaler Konsens bietet Anknüpfung für die Exponenten der Parteien von der SP bis hin zur FDP. Er beinhaltet die Chance, die Schweiz von morgen in Verantwortung gemeinsam zu gestalten. Diese Erneuerung der Politik ist nötig, ja notwendig. Sie verlangt nach Geduld. Sie braucht zudem auch eine gemeinsame Identifikation: Die Kappeler Milchsuppe schafft diese Verständigung symbolisch. Und genau deshalb sollten wir sie nicht denjenigen überlassen, die sie alleine löffeln wollen.

Gemeinderat Martin Gallusser an der Politik mit Feuer 2013. (Archivbild)

Affoltern am Albis: Kleine Stadt – grosses Dorf? Die EVP lädt zu ihrem Anlass «Politik mit Feuer» vom 11. Juli ein und thematisiert aktuelle Fragen zur Ortsentwicklung. Schon lange hat Affoltern die Zahl von zehntausend Einwohnern überschritten und noch immer ist der Trend steigend. Dies hat Auswirkungen auf die Ortsentwicklung und damit zusammenhängend auch auf die Lebensqualität. Die daraus entstehenden Spannungsfelder sind vielfältig. Der Notwendigkeit nach verdichtetem und urbanem Bauen steht das Bedürfnis zur Erhaltung des dörflichen Charakters gegenüber. Oder ist Affoltern definitiv in einer kleinstädtischen Struktur angekommen, die nur noch wenig Ähnlichkeit mit den Qualitäten eines Dorfes hat?

Inputs von Grötsch und Läubli Ausgehend von diesen Fragen werden zwei Referenten mit Kurzreferaten

buchstäblich «einheizen» und so das Gespräch dazu lancieren.Dabei wird Kantonsrat Hans Läubli seiner seit Jahren verfolgten Politik treu bleiben und pointierte Forderungen formulieren. Sein Mitreferent Clemens Grötsch vertritt als neu gewählter Gemeindepräsident selbstredend die Positionen der Machbarkeit und wird dabei Einblick über mögliche Ziele geben, welche sich der neu konstituierte Gemeinderat in den angesprochenen Themen gesetzt hat.

Offene Diskussion mit Kultur Der Anlass «Politik mit Feuer» ist eine öffentliche Veranstaltung in der Gartenlounge der Familie Sommer in Affoltern. Anschliessend an die Kurzreferate bleibt genug Zeit für kritische Rückfragen und einen engagierten Austausch. Daneben wird auch das Gesellige nicht zu kurz kommen und alle Anwesenden können auf dem Grill der bereitgestellten Feuerschale ihr

mitgebrachtes Grillgut bräteln. Salatbuffet, Brot und Getränke werden von der EVP zur Verfügung gestellt. Der Anlass steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern von Affoltern offen.

Begrenzte Plätze – jetzt anmelden! Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung nötig. Diese sollte bis spätestens 9. Juli an daniel.sommer@sommerholz.ch erfolgen. Der Anlass findet am Freitag 11. Juli im Garten der Familie Sommer, Pfruendhofstrasse 64 in Affoltern statt, Beginn 19 Uhr. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung an gleicher Adresse, jedoch im stimmungsvollen «Heuboden-Saal» statt. Daniel Sommer, EVP Ortspartei Affoltern Weitere Infos auf www.evp-affolternamalbis.ch oder bei Daniel Sommer: 079 223 61 62.

Projektwochen der schulen

«Mir hebed Sorg zur Wält» Projektwoche der Primarschule Obfelden vom 23. bis 27. Juni im Rahmen der Initiative Klimapioniere.

tersdurchmischten Gruppen in ein Projekt aus den Bereichen: Kleiderkonsum, Nahrungsmittel, saisonales Kochen, Kunst und Instrumentenbau mit Abfallmaterialien, Leben der BieIm Rahmen von altersgerechten Im- nen, Lebensräume Wald/Waspulslektionen von Mitarbeitern der ser/Teich/Wiese, Wasser- Wind-, SonStiftung myclimate haben die Kinder nenenergie, Kunst aus Naturmaterialiviel über das Klima erfahren. Dieses en, bewegen mit eigener Körperkraft, Wissen hat sie motiviert, sich selber Bionik, forschen als Znüni- und Umwährend der Projektwoche für den weltdetektive und Stromerzeugung. Klimaschutz einzusetzen. Mit viel Elan Diese Woche beschäftigen sich die vertieften sich die Kinder vom Kinder- Schüler von Obfelden mit dem Thema garten bis zur 6. Klasse in kleinen al- Klimaschutz. Es gibt 29 verschiedene Projekte. Dort lernen die Kinder, was sie aktiv dazu beitragen können, die Umwelt zu schützen. Am Schluss der Woche gibt es ein Ökofest im Zendenfrei. Dort werden die verschiedenen Projektgruppen ihre Werke ausstellen oder verkaufen. Der Erlös der Standverkäufe Projektwoche in Obfelden: Viel übers Klima erfahren. (zvg.) wird für ein ökolo-

gisches Projekt an der Primarschule eingesetzt.

Ökofest mit Bring- und Holaktion In der Eröffnungsansprache lobte der Schulleiter Hans-Ruedi Holzer die vielfältigen Arbeiten, dann rappten 460 Kinder den eigens für dieses Fest geschriebenen Obfelder Klimarapp. Danach konnten Eltern und Kinder die Arbeiten anschauen und ausprobieren. Bei der Bring- und Hol-Aktion fanden viele Spiele, Kleider und Gebrauchsgegenstände neue Besitzer.

Clean-Up-Day und Klimafest in Bern Der Klimaschutz beschäftigt die Obfelder Primarschule weiterhin. Sie nimmt im nächsten Schuljahr am 12. September am Clean-Up-Day teil und am 25. November werden die Kinder am Klimafest in Bern von den Solar Impuls-Piloten Bertrand Piccard oder André Borschberg als Klima-Forscher ausgezeichnet. Monika Grendelmeier Weitere Berichte und Fotos zur Projekt-Woche in der Schülerzeitung, auf www.primarobfelden.ch und auf www.facebook.com/primarobfelden .

Affoltern handelt solidarisch Unter diesem Titel hat ein überparteiliches Komitee im Herbst 2013 eine Initiative eingereicht, die an der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2013 von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern angenommen wurde. Es ging darum, zehn Prozent der 1,65 Millionen Franken, die wegen dem Glencore-Effekt zusätzlich in die Gemeindekasse gelangt waren, via fünf Hilfswerke an die Bevölkerung in den betroffenen Ländern zurückzuzahlen. An der letzten Gemeindeversammlung vom 16. Juni 2014 hat sich nun gezeigt, dass wegen der Rückstellungen im Zusammenhang mit der Rückzahlung des nicht verwendeten Übergangsausgleichs an den Kanton zurzeit kein Geld an die Hilfswerke bezahlt werden kann. Dies ist eine vorläufige Situation, weil die Rückzahlung Gegenstand eines Rechtsmittelverfahrens ist. Ohne diese Rückstellungen hätte die politische Gemeinde Affoltern, laut ihren Unterlagen, in der Jahresrechnung 2013 einen Ertragsüberschuss von 7 Mio. Franken ausgewiesen. – Bis zum Gerichtsent-

scheid ist nicht klar, ob die politische Gemeinde Affoltern den gesamten Übergangsausgleich behalten kann. Ein positiver Entscheid würde für die Initiative bedeuten, dass das Geld (im besten Fall 165 000 Franken) allenfalls doch noch an die fünf in der Initiative erwähnten Hilfswerke überwiesen werden könnte. Diese Hoffnung ist allerdings klein. Bei einem allfälligen negativen Entscheid wird das Initiativkomitee eine private Spendenaktion durchführen. Es gilt nun abzuwarten, bis die Rechtslage klar ist. Die Initianten bleiben mit den Hilfswerken und ihren Projekten in den Rohstoffabbauländern in Kontakt. Der Gerichtsentscheid und das weitere Vorgehen werden zum gegebenen Zeitpunkt wieder in dieser Zeitung publiziert. Das Initiativkomitee bedankt sich bei allen Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, welche die Initiative ermöglicht und unterstützt haben und bittet sie um Geduld. Für das Initiativkomitee: Esther Naef, Affoltern


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Auf dem medialen Scheiterhaufen Der Affoltemer SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi zu seinen umstrittenen Aussagen, die für Aufruhr sorgen In der «Arena» von SF DRS sieht man ihn nicht mehr. Dafür ist SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi aus Affoltern fast täglich in anderen Medien präsent, weil er sich zum neuen Familienrecht sehr pointiert geäussert hat und neuerdings auch Seitenhiebe gegen Juristinnen aus den eigenen Reihen platziert. Vieles, sagt er, sei aus dem Zusammenhang gerissen. Der «Anzeiger» hat ihn in Affoltern getroffen.

Anzeiger: Toni Bortoluzzi, der Schwulenfeind. Bortoluzzi, der selbst SVP-Frauen hasst, sofern sie als Juristinnen arbeiten. «Hier pöbelt bloss ein alter Mann herum. Einer, der ständig ins Fettnäpfchen steigt», hat der «Blick» in dieser Woche geschrieben. Sie sind derzeit tatsächlich omnipräsent. Lacht. Das sind halt reisserische Aufmachungen mit Zitaten von Aussagen zum Familienrecht, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen werden. Ich habe den Eindruck, dass man nicht von der Sache reden will, sondern Ablenkungsmanöver betreibt. Aber haben Sie geahnt, dass die Reaktionen auf pointierte Meinungen so heftig sein können? Mir hat ein schweizweit bekannter Mann gesagt, dass es nur wenigen Politikern gelingt, ein derart grosses Echo auszulösen. Allerdings hätte man besser nicht über Nebenschauplätze, sondern über Familienrecht und gesellschaftspolitische Zusammenhänge diskutiert. Das ist viel wichtiger. Dann läuft die öffentliche Diskussion in eine falsche Richtung? Nicht nur. Mit öffentlichen Aussagen gelingt es auch immer wieder, die Sache auf den Punkt zu bringen. Es wird sehr wohl vermerkt, dass meine Interview-Aussagen mehr Gehalt haben als das, was von gewissen Medien reisserisch aufgemacht wird. ...............................................................

Ich konnte auch Botschaften vermitteln, die mir wichtig sind ............................................................... Das haben ja nicht alle Medien getan. Ich konnte auch Botschaften vermitteln, die mir wichtig sind – nicht das, was «Blick» oder «20 Minuten» geschrieben haben. Mit Vertretern dieser Zeitungen habe ich übrigens nie ein Wort gewechselt. Haben Sie das Gefühl, auf den medialen Scheiterhaufen geführt zu werden? Meine Aussagen und meine Person werden angepasst dazu benutzt, um eine Partei wie die SVP in Misskredit zu bringen. Das ist ja nichts Neues. Würden Sie den Satz, wonach die Hirnlappen von Homosexuellen verkehrt sein sollen, nochmals in dieser Art sagen? Ich habe ihn gesagt, um auch zu sagen, dass man im Familienrecht nicht Gleichmacherei pflegen soll, sondern die Unterschiede der Menschen zu ak-

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zeptieren hat – und dass diese Unterschiede halt bestehen. Die Organisation Pink Cross hat zuerst angekündigt, man wolle Sie verklagen, hat Ihnen dann aber eine Mitgliedschaft angetragen. Nehmen Sie an? Was heisst da Mitglied? Ehrenmitglied! Einmal mit Klage drohen, dann zum Ehrenmitglied ernennen: Das zeigt auch den Zustand dieser Organisation. Die kann man nicht ernst nehmen. Dass man mich zum Ehrenmitglied ernennen will, das habe ich den Medien entnommen. Es gab nie irgendwelche Kontakte zu dieser Organisation. Und eine Klage ist auch nicht eingetroffen. Es geht Pink Cross darum, ihre Anliegen medial zu verkaufen. Das Bashing und der Shitstorm in den Medien sind das eine. Welche Reaktionen haben Sie persönlich erhalten? Bei mir sind gegen 300 Zuschriften eingegangen – so viele Reaktionen habe ich noch nie erhalten. Das hat auch mit dem Internet zu tun. Es ist heute einfacher, schnell zu reagieren. Die positiven und negativen Äusserungen haben sich etwa die Waage gehalten, darunter natürlich auf beiden Seiten überbordende – Pornografie der übelsten Sorte und solche, die gesagt haben «Wir bringen dich um». Aber das kenne ich. ...............................................................

Toni Bortoluzzi, hier vor seinem Domizil in Affoltern, liefert derzeit schweizweit Schlagzeilen. (Bild Werner Schneiter)

Es geht doch um ein ausgewogen zusammengesetztes Parlament und um eine beruflich ausgewogene SVP-Vertretung

nach diesem «Blick»-Artikel von verschiedenen Leuten angegangen wird.

............................................................... Und aus den Reihen der eigenen Partei? Vor allem wegen Barbara Steinemann aus Regensdorf. Sie eine Juristin, die Sie im Nationalrat beerben will. Was haben Sie gegen Juristen? Oder besser: gegen Juristinnen aus der eigenen Partei? An sich nichts. Aber im Nationalrat sitzen etwa 40 Juristen. Kleinunternehmer, Handwerker – die kann man an einer Hand abzählen. Es geht doch um ein ausgewogen zusammengesetztes Parlament und um eine beruflich ausgewogene SVP-Vertretung. Das war der tiefere Sinn meiner Botschaft. Sie hat nicht auf eine bestimmte Person abgezielt. Aber Barbara Steinemann ist für die Einführung einer Altersguillotine. Ja, sie ist vor ein paar Jahren mit uns älteren Parlamentariern auch nicht zimperlich umgegangen. So müsste sie meine Äusserungen auch mit Fassung tragen und vor allem richtig einordnen können. Nationalrat Alfred Heer, Präsident der SVP-Kantonalpartei, hat sich ja auch kritisch geäussert. Hat er mit Ihnen gesprochen? Wir haben uns zweimal ausgetauscht. Er kennt meine Haltung schon längere Zeit – und kennt mich als stabilen Vertreter im Parlament, der nicht bei jedem Wind umfällt. Es ist ja normal, dass er als Präsident

Also hat er nicht gesagt, was Natalie Rickli gesagt hat: «Toni, jetzt reichts»? Nein. Das würde auch nichts nützen... (lacht)

Katrin wird ja auch ein Wort mitreden. Im Zeitraum Frühsommer/Sommer 2015 werde ich mich entscheiden. Und ja, natürlich: Meine Frau hat immer etwas zu sagen. Vielleicht möchte sie ja auch, dass ich endlich wieder mehr Zeit zu Hause verbringe.

Wer ist für Sie die ideale SVP-Frau im Nationalrat? Es gibt einige, die ich aus meiner Sicht als ideal bezeichnen kann. In ihrer Grundhaltung sehr konservativ, aber in ihrer Lebensart auch aufgeschlossen. Aber letztlich vertreten alle einen Teil unserer Wählerinnen und Wähler.

Aber es ist noch kein Nein zu einer erneuten Kandidatur? Im Moment schliesse ich eine weitere Kandidatur nicht aus. Die Frage muss auch innerhalb der Partei beantwortet werden. Ich habe Nationalratskollegen mit dem gleichen Jahrgang – vielleicht will auch einer von denen weitermachen.

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Den Entscheid, ob ich nochmals antrete, habe ich noch nicht gefällt ............................................................... Sie sagen, dass im Parlament zu wenig Schreiner beziehungsweise Handwerker sitzen. So müssten Sie ja im Herbst 2015 nochmals kandidieren, damit die Handwerkszunft weiter angemessen vertreten ist – für eine siebte Amtsdauer … Einerseits ja. Andererseits bin ich 2015 schon seit 24 Jahren im Parlament und 68-jährig. Da muss man sich fragen: Ist es der richtige Zeitpunkt, um einen Schlusspunkt zu setzen? Aber den Entscheid, ob ich es nochmals versuche, den habe ich noch nicht gefällt. Gegenüber der «Berner Zeitung» haben Sie einen diesbezüglichen Entscheid für Sommer 2015 angekündigt und gesagt, ganz ausgeschlossen sei eine erneute Kandidatur nicht. Wie realistisch ist das? Ihre Ehefrau

Was glauben Sie: Ist die erforderliche Zweidrittelmehrheit im SVP-Kantonalvorstand erreichbar? So sicher kann man nie sein. Das haben vor mir schon Ueli Schlüer und andere geschafft. Es sind aber auch schon welche gescheitert. Wir haben im Parteivorstand vor allem Kandidaten, die gerne mal nach Bern wollen. Da wird es schwierig. Aber Sie sind gegen eine Altersguillotine? Ja. Kandidaturen können in der Partei ohne Sonderhürden mit Mehrheiten demokratisch ausgemarcht werden. Am Schluss entscheidet der Wähler. In der Politik muss man einfach wissen, dass man nur für eine Amtsdauer gewählt wird. Natürlich habe ich nie mit einer Abwahl gerechnet, aber man muss dies stets im Hinterkopf haben und das zweite berufliche Bein nicht ausser Acht lassen. Es gab immer wieder Parlamentarier, die nach einer Abwahl in grosse persönliche und materielle Schwierigkeiten geraten sind.

Falls Sie die SVP nicht mehr aufstellt, haben Sie – wohl eher im Scherz – die Gründung einer Lega-Nord angekündigt, bei der Sie sich im Oktober 2015 als Spitzenkandidat präsentieren werden … Oder auf einer Seniorenliste. (Lacht). Derartige Sprüche habe ich schon viele gemacht, die nicht von allen verstanden werden! ...............................................................

Dass Ernst Schibli aus den eigenen Reihen angeschwärzt wird, kann man nicht ausschliessen ............................................................... Fürchten Sie, was derzeit mit Ernst Schibli passiert – nämlich, dass er bei den Medien angeschwärzt wird, den Pachtbetrieb verlottern zu lassen? Dass man eben auch bei Ihnen eine Leiche im Keller oder eine Laus im Kraut entdeckt? Es ist ja nicht auszuschliessen, dass der Hinweis auf die Unordnung rund um Schiblis Betrieb in Otelfingen aus den eigenen Reihen kam – von solchen, die ebenfalls unbedingt für die SVP ins Parlament nach Bern wollen. Wenns bei mir solche Leichen im Keller gäbe, dann wären die wohl schon lange ausgebreitet worden. Und gesucht wird ja immer. Angeschwärzt wurde ich schon des öfteren, derzeit wegen der nicht dem Mainstream entsprechenden Aussagen. Damit muss man als schweizweit bekannter Politiker umgehen können, sonst ist man wohl nicht geeignet. Dass Ernst Schibli aus den eigenen Reihen angeschwärzt wird, kann man nicht ausschliessen. Gegner aus den eigenen Reihen – das gibts. Schiblis Situation kann ich sonst nicht beurteilen. Interview: Werner Schneiter


Stellenanzeiger

Veranstaltungen

Kanton Zürich Baudirektion Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft

Facharbeiter/-in im Wasserbau 100 % Die Reuss und die Limmat bieten der Bevölkerung ein abwechslungsreiches Freizeitgebiet. Auf 64 km Länge leisten unsere 7 Mitarbeiter vom Betrieb Reuss/Limmat einen wichtigen Beitrag zum Gewässerunterhalt im Kanton Zürich. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir Sie per 1. August 2014 als Facharbeiter/-in Wasserbau für den Werkhof Obfelden. Sie wenden im Bereich Hochwasserschutz, Ökologie und Erholungsraum Ihr handwerkliches Geschick an, welches Sie als Forstwart, Landwirt oder im Gartenbau erlernt haben. Ihre Erfahrung setzen Sie beim Mähen, bei kleineren Bauarbeiten sowie bei der Naturschutzpflege und dem Unterhalt von Uferwegen gezielt ein. Ihre Fähigkeiten im Umgang mit Traktor und Kran sowie Ihr Wissen aus dem Holzerkurs 1 kommen bei uns voll zum Einsatz. Sie sind körperlich fit und arbeiten bei jeder Witterung mit Freude in der Natur. In Hochwassernotfällen sind Sie bereit, ausserhalb der ordentlichen Arbeitszeit einzuspringen. Sie und Ihre Kollegen bilden ein gutes Team und schauen, dass die Landwirtschaftsfahrzeuge und Forstmaschinen ins Schwung bleiben. Wollen Sie Spuren hinterlassen? Wenn Sie sich gemeinsam mit uns bei der Baudirektion engagieren, prägen Sie das Gesicht des Kantons Zürich mit. Dabei können wir Ihnen ein spannendes Umfeld anbieten – und das in Ihrem neuen Einsatzgebiet entlang der Limmat und Reuss. Erich Stutz ist Betriebsleiter des Werkhofs Obfelden und vielleicht Ihr künftiger Chef. Er ist für Ihre konkreten Fragen da: Telefon 044 761 08 61. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit Referenz-Nr. 2217 im PDF-Format: jobs_awel@bd.zh.ch. Ihr neues Umfeld: www.awel.zh.ch, weitere Stellen: www.zh.ch/jobs.

Samstag, 5. Juli 2014, grosser

Flohmarkt in Wetzikon ZH ab 8 Uhr! Bei der Eishalle. Infos: Telefon 079 356 67 00 E-Mail: froggy1@gmx.ch

Flohmarkt/Garagen-Sale

Scheidegger & Co. AG, Buchhandlung Obere Bahnhofstrasse 10A 8910 Affoltern am Albis Die Buchhandlung ist seit 47 Jahren im Säuliamt erfolgreich am Markt. Wir suchen raschmöglichst nach Vereinbarung

eine/-n) Buchhändler/-in (60-%-Pensum) Ihre Aufgaben: Sie übernehmen die Verantwortung für den Einkauf und die Präsentation einzelner Warengruppen im Sachbuchbereich. Sie beraten unsere anspruchsvolle Kundschaft im Laden und am Telefon und sind sicher und geübt im Umgang mit den elektronischen Medien (wir arbeiten mit dem «Galileo»). Sie helfen überall mit, wo buchhändlerisches Wissen gefragt ist. Ihr Anforderungsprofil: Sie sind eine verkaufs- und kundenorientierte Persönlichkeit mit Freude am aktiven Verkaufen und Beraten. Sie sind offen für die Welt der Neuen Medien und der Kommunikation. Wir bieten: – Eine vielseitige Stelle, wo Sie etwas bewegen und lernen können. – Gute Arbeitsbedingungen in einem spannenden Umfeld.

Wir suchen per sofort oder nach Vereinbarung

Chauffeur Kat. C + E für 4-Achs-LKW-Hakengerät/ Mulden/Anhänger. Auf Wunsch besteht die Möglichkeit als Ferienablöser für Sattelschlepper und Kippaufleger. Einsatzgebiet: Zug, Zürich und Schwyz. Wir bieten Ihnen einen modernen Fuhrpark sowie zeitgemässe Entlöhnung. Sind sie interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre schriftliche Bewerbung. Vonplon Logistik AG Blegistrasse 25, 6340 Baar Telefon 041 760 16 16 info@vonplon.ch

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Wir freuen uns, Sie kennen zu lernen. Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen per Mail an Urs Wetli: u.wetli@scheidegger-buecher.ch Telefon 044 762 42 41.

Schulen und Kurse

schöne Kinderkleider, Schuhe, tolles Spielzeug, Möbel, Haushaltsartikel, Velos, Tupperware, Playmobile und vieles mehr . . . Samstag, 5. Juli 2014, und Sonntag, 6. Juli 2014 / 9.00 bis 17.00 Uhr. Dorfstrasse 36, 8912 Obfelden


Gewerbe/Dienstleistungen

Poesie aus Tönen

Bestnote erzielt

Konzert der Orchestergesellschaft Affoltern mit sehnsuchtsvollen Tondichtungen. > Seite 15

Der Gesangsverein Rifferswil brilliert am Sängertag in Safnern. > Seite 17

Weltweit und im Säuliamt tätig Immobilienfirma Engel & Völkers seit Januar 2014 in Affoltern Wer eine Immobilie sucht oder eine verkaufen will, hat im Knonauer Amt seit Anfang Jahr eine neue Adresse: Engel & Völkers in Affoltern. «Die beste Adresse für beste Adressen», wie es in der Werbebotschaft heisst. Das Knonauer Amt, eine Wachstumsregion, stadtnah und dennoch ländlich, kein «überhitzter» Immobilienmarkt – Gründe, die Engel & Völkers, Platinum Immobilien AG, veranlasst haben, im Winkel 1 in Affoltern eine Zweigstelle zu eröffnen. Zuvor war das Büro in Thalwil für das Säuliamt zuständig. «Hier müssen wir vor Ort sein», ergänzt Immobilienberater Julian Lander. Engel & Völkers erhält viele Anfragen aus Zug und aus Zürich. Oft mit dem Wunsch nach einem Domizil im Bezirk Affoltern, wo man laut Landers «fürs Geld etwas bekommt». Die Immobilienfirma wird aber sehr oft auch von internationalen Firmen kontaktiert, die für ihre Mitarbeitenden Wohnraum im oberen Segment suchen – sogenannte Expats, für die das zwischen den Wirtschaftszentren Zürich und Zug liegende und verkehrstechnisch gut erschlossene Knonauer Amt ideal liegt. Grosser Wert wird bei Engel & Völkers auf eine professionelle Beratung gelegt, die auf umfassenden Recherchen fussen – auch bei sogenannten Einwertungen von Bauland und Liegenschaften, mit Analysen, Exposés

Freitag, 4. Juli 2014

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Drei Podestplätze Die Pontoniere Ottenbach glänzen am kantonalbernischen Wettfahren. > Seite 20

Jodler aus Brasilien zu Gast in Rossau Stärkung im Restaurant Sonnental Der Auslandschweizer-Jodlerklub Helvetia aus Brasilien nimmt mit Stolz am 29. eidgenössischen Jodlerfest in Davos teil. Nach der Landung in Zürich am Freitagmittag letzte Woche gab es als erste Stärkung auf Schweizer Boden ein Mittagessen im Restaurant Sonnental, Rossau.

Das Team von Engel & Völkers in Affoltern, am Tag der offenen Tür, v.l.: Anja Jaeger, Julian Lander, Nadine Gaisser und Dania Ehrsam. (Bild Werner Schneiter) und Präsentationen. Der Bogen reicht da vom Bauernhaus bis zur Luxusvilla. «Oft sind unsere Kunden positiv überrascht, mit wie viel Details wir sie beraten können», ergänzt Julian Landers, der auch das umfassend geschulte Personal von Engel & Völkers erwähnt, das auch bei familiär heiklen Situationen Erfahrung hat und sich manchmal auch mit unseriösen Anfragen konfrontiert sieht. Engel & Völkers, 1977 in Hamburg gegründet, hat weltweit expandiert

und ist in der Schweiz inzwischen an über 40 Standorten präsent. Übers erste halbe Jahr im Säuliamt zieht Julian Landers eine positive Bilanz. «Wir haben hier schnell viele Verkäufe tätigen können». Er hofft, dass die Botschaft von Engel & Völkers auch in der Region weiter ankommt. «Die beste Adresse für beste Adressen.» (-ter.)

Die Colonia Helvetia liegt zwischen Campinas und Indaiatuba im Bundesstaat São Paulo und verdankt ihre Entstehung Schweizer Einwanderern der 50er- und 80er-Jahre des vorletzten Jahrhunderts aus dem Kanton Obwalden. Den Grundstein zu dieser so bekannt und berühmt gewordenen Kolonie legten im April 1888 vier Obwaldner Familien.

Alte Traditionen bewahren Noch heute leben in der Kolonie rund 300 Personen. Die Bewohner pflegen

einige für sie wichtige Schweizer Traditionen, etwa den Schützenverein und seit 2001 den Jodlerclub Helvetia. Junge und Junggebliebene tragen stolz ihre Schweizer Trachtenkleider, singen begeistert die alten Jodellieder und bewegen sich zu alten Trachtentänzen. Ruth und Tony Abächerli wirten bereits seit 30 Jahren im «Sonnental». Und zu diesem Jubiläum haben sie gleich die ganze Gruppe zum Mittagessen eingeladen. In Rossau waren die brasilianischen Jodler allerdings nicht zum ersten Mal. Bereits 2010 vor dem eidgenössischen Trachtenfest in Schwyz folgten die Brasilianer der Einladung von Wirt Tony Abächerli. Und die Colonia Helvetia kennt das Ämtler Wirtepaar sowieso, war es doch schon wiederholt mit diversen Musikgruppen in Brasilien. So habe sich eine wunderschöne Freundschaft ergeben, verrät Abächerli, der selber übrigens auch Obwaldner Wurzeln hat ... (tst.)

Engel & Völkers Knonauer Amt, Platinum Immobilien AG, Im Winkel 1, Affoltern. Telefon 044 723 12 12, E-Mail: affoltern@engelvoelkers.com.

Ein Mitarbeiterlunch zum Jubiläum Die Lernenden von Kolb haben auf den Sportplatz Schlag geladen Da die Firma Kolb in Hedingen dieses Jahr ihr 50-Jahre-Jubiläum feiert, werden das gesamte Jahr immer wieder spezielle Anlässe organisiert. So auch der Lunch für alle Mitarbeitenden.

Am 17. Juni waren die Lernenden von Kolb am Zug. Sie organisierten ein Mittagessen für alle Mitarbeitenden in Hedingen. Als man sich ungefähr zwei Monate zuvor zur ersten Sitzung traf, musste das OK-Team, bestehend aus vier Lernenden, zuerst mal alle Ideen zusammentragen und ein Konzept erstellen. Schnell war klar, dass das Fest auf dem Fussballplatz Schlag, rund eine Gehminute von der Firma entfernt, stattfinden sollte. Die Lernenden aus allen Bereichen (KV, Laboranten sowie Anlage- und Apparatebauer) hatten sehr viel Zeit in die Vorbereitung inDie Kolb-Lernenden und ihre Ausbildnerinnen. (Bild zvg.) anzeige

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vestiert und alles bis ins kleinste Detail geplant, so waren alle zuversichtlich , dass es ein unvergesslicher Anlass werden würde. Am Dienstag, 17. Juni, war es dann endlich so weit. Die acht anwesenden Lernenden und zwei Ausbildnerinnen waren den ganzen Morgen mit Aufstellen und Einrichten des Austragungsortes beschäftigt. Pünktlich um 11.30 Uhr trafen die ersten «Gäste» resp. Mitarbeitenden auf dem Fussballplatz ein. Es waren alle begeistert vom reichhaltigen Buffet und haben das grillierte Fleisch, die verschiedenen Würste oder ihren Salat genossen. Das Dessertbuffet fand ebenso grossen Anklang und liess keine Wünsche offen. Die Lernenden und das Betreuer-Team boten einen perfekt organisierten Lunch und die Stimmung war sommerlich und sehr ausgelassen. Joël Huber, Lernender KV, 1. Lehrjahr

Tony Abächerli (links) empfängt die Brazil-Jodler in Rossau. (Bild zvg.) anzeige


Ref. Kirche Rifferswil

Kath. Kirche Bonstetten

Sonntag, 6. Juli 19.30 Abendgottesdienst Pfarrer Matthias Fischer Montag, 7. Juli 14.00 Foto-Treff Oberämtler Seniorenferien

Samstag, 5. Juli 18.00 Vorabendmesse Sonntag, 6. Juli 10.00 Eucharistiefeier Dienstag, 8. Juli 19.30 Abendmesse anschliessend Gebetsgruppe Mittwoch, 9. Juli 9.00 Ökum. Morgengebet Donnerstag, 10. Juli 19.00 Rosenkranz

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil

Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Kappel a. A.

Samstag, 5. Juli 15.00 Gottesdienst zur Trauung von Tanja Amstutz und Fabrizio Meo Sontag, 6. Juli 10.00 Ökumenischer Familiengottesdienst Pfarrerin Bettina Stephan und Gemeindeleiter der katholischen Pfarrei Affoltern Pedro Guerrero Es musizieren Aeugster Kinder und im Anschluss sind alle herzlich zum Apéro im Pfarrhausgarten eingeladen Mittwoch, 9. Juli 11.30 Gemeinschaftsessen im «Eichhörnli»

Sonntag, 6. Juli 9.30 Gottesdienst mit Pfarrer Jürgen Schultz

Ref. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 5. Juli 16.30 Gottesdienst im Haus zum Seewadel, Pfrn. B. Bartels Sonntag, 6. Juli 10.00 «Alles Zufall?!» – Gottesdienst im Archewäldli mit Taufen am Brunnen Pfrn. B. Bartels unter Mitwirkung der Harmonie Affoltern Predigt zu Gen. 1 Bei nasser Witterung: Gottesdienst in der Kirche Im Zweifelsfall gibt Telefon 044 761 60 15 ab 7.30 Uhr Auskunft. Donnerstag, 10. Juli 14.00 Seniorentreff im Chilehuus «Geh aus mein Herz und suche Freud», Pfrn. E. Studer singt mit uns bekannte Lieder zur Sommerzeit (auch Zuhörer sind willkommen!) Freitag, 11. Juli 20.00 Gottesdienst nach der Liturgie von Taizé in der katholischen Kirche

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 6. Juli 19.00 Abendgottesdienst mit Pfr. Reinhard Rolla, Hochdorf Mitwirkung: Kirchenchor Bonstetten An der Orgel Rosmarie Ott Anlässlich des 80. Geburtstages von Kirchenchormitglied Ank Kienast wird der Gottesdienst weitgehend nach ihren Wünschen gestaltet Thema: «Seele – was ist das?» Anschliessend sind alle herzlich von Ank Kienast zu einem Geburtstagsapéro eingeladen

Ref. Kirche Hausen a. A. Samstag, 5. Juli 9.30 bis 11 Uhr Kolibri in der Zwinglistube Für Kinder ab Kindergartenalter Sonntag, 6. Juli 11.00 Ökumenischer Gottesdienst im Festzelt auf dem Chratz mit Diakon Matthias KühleLemanski, Pfarrerin Irene Girardet und dem Oberämtler Chor Anschliessend Apéro und Familienzmittag Freitag, 11. Juli 6.00 Meditatives Morgengebet in der Kirche mit anschliessendem Frühstück in der Bullingerstube

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 6. Juli 10.00 Gottesdienst mit Taufe Abschluss des 3.-Klass-Untis und Kolibritag Getauft wird Zoé Herzog, Bachtalenstrasse 2 Pfarrer Walter Hauser, Katechetinnen Irene Freund und Therese Burkhardt und Anette Bodenhöfer, Orgel Anschliessend Apéro

Kloster Kappel a. A. Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche, sonntags nach Ansage Sonntag, 6. Juli 9.30 Gottesdienst mit Jürgen Schultz Mittwoch, 9. Juli 17.00 Offenes Singen in der Klosterkirche Donnerstag, 10. Juli 13.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfrn. Elisabeth Wyss-Jenny

Ref. Kirche Knonau Samstag, 5. Juli 11.30 Ökumenische Andacht im Zelt neben Fussballplatz Grümpi mit Pfr. Maurer und Don Angelo Interview mit Fabio Traber (Sportler, Polizist und Christ) (Samstag!) Sonntag kein Gottesdienst in Knonau Sonntag, 6. Juli 17.00 JUKI in Maschwanden Pfr. Wey und Fritz mit Grill Mittwoch, 9. Juli 12.00 Senioren-Essen im Giebel 20.0 Lesekreis im Pfarrhaus

Ref. Kirche Maschwanden Freitag, 4. Juli 9.30 Fiire mit de Chliine 20.00 Gebetsabend in der Kirche Leitung: Ruedi Künzi Sonntag, 6. Juli 17.00 Juki – Familiengottesdienst in Maschwanden Leitung: Pfr. Andreas Fritz und Pfrn. Susanne Wey Orgel und Gesangsleitung: Silvia Seipp Anschliessend Imbiss im Pfarrhaus

Ref. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 6. Juli 11.00 Spätgottesdienst mit Chilepicknick Pfarrer Andreas Fritz Taufen von Gian Lussi, Leandro Zimmermann und Lenny Rüegsegger Jazz Motoko Matsushita und Marc Wieland anschl. Gelegenheit zum Grillieren von Mitgebrachtem 17.00 Juki-Gottesdienst in Maschwanden www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden Sonntag, 6. Juli 9.30 Gottesdienst mit Pfr. Claude Fuchs Erich Eder (Orgel) www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach Sonntag, 6. Juli 19.00 Musikgottesdienst mit Gospel – Singprojekt des Ottenbacher Chors und ProjektsängerInnen Thema: «Great Day» Amteinsetzung der Stellenpartner Pfarrerin Elisabeth Armingeon und Pfarrer Jörg Ebert Installation durch Dekan Werner Schneebeli Anschliessend: «Sommernachtsimbiss»

Freitag, 4. Juli 19.00 Fraueznacht im Kirchgemeindesaal Wettswil Samstag, 5. Juli 10.00 Kirche Stallikon: Fiire mit de Chliine Anschliessend Znüni Sonntag, 6. Juli 10.00 Kirche Stallikon: Gottesdienst mit Pfr. Otto Kuttler Taufe. Livia Cochard, Stallikon Thema: «Alles ist Stückwerk» Verabschiedung der Kirchenpfleger Ursula Engeli, Erika Müller, Peter Siegenthaler Willkommensgruss an die neuen Kirchenpfleger Nicole Monti, Daniel Christen, Lukas Furrer und den neuen Sigristen Heinz Dietiker Anschliessend: Apéro Fahrdienst: Anmeldung 5. Juli, Telefon 044 700 25 69 Donnerstag, 10. Juli 12.30 Wettswiler SeniorenMittagessen im Rest. Hirschen Voranzeige: Sonntag, 13. Juli 10.00 Familien-Gottesdienst zum Ferienbeginn beim Teehüsli Buchenegg

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 5. Juli 17.30 Familien-SchulschlussGottesdienst, anschl. Apéro Sonntag, 6. Juli 9.00 Eucharistiefeier dt./it. 10.00 Ökum. Familiengottesdienst in Aeugst 17.00 Eucharistiefeier für die Kroaten Freitag, 11. Juli 20.00 Taizéfeier

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 5. Juli 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 6. Juli 11.00 Ökumenischer Gottesdienst im Chilbizelt

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Freitag, 4. Juli 19.30 Twens: Lounge Samstag, 5. Juli 14.00 Tschägg Point Kids + MegaKids Sonntag, 6. Juli 10.00 Allianz-Feldgottesdienst im Güetli, Rossau Kinderprogramm bis 12 Jahre anschliessend Grillfest Montag, 7. Juli 11.00 Mittagstisch Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 6. Juli 10.00 Allianzgottesdienst im Güetli, Rossau

Heilsarmee Affoltern a. A., Kath. Kirche Mettmenstetten Freitag, 4. Juli 18.30 Schulabschluss-Gottesdienst für Schülerinnen und Schüler aller Stufen Samstag, 5. Juli 11.30 Ökum. Andacht zum Grümpelturnier auf dem Fussballfeld in Knonau mit Pfr. T. Maurer und Pfr. A. Saporiti 16.00 Festgottesdienst zur Firmung (3. Gruppe) Firmspender: Prof. Dr. theol. Peter Henrici emeritierter Weihbischof 18.30 Santa Messa Sonntag, 6. Juli 9.30 Festgottesdienst zur Firmung (4. Gruppe) Firmspender: Prof. Dr. theol. Peter Henrici emeritierter Weihbischof

Kath. Kirche Obfelden Sonntag, 6. Juli 10.30 Familien-SchulschlussGottesdienst Dienstag, 8. Juli 19.00 Lobpreis

Wiesenstrasse 10

Sonntag,6. Juli Kein Gottesdienst in unserem Saal 10.00 Gottesdienst im Grünen (im Güetli, Rossau) Anschliessend Grill-Fest mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Evang. Täufergemeinde Weidstrasse Mettmenstetten, Sonntag, 6. Juli 10.00 Allianzgottesdienst im Güetli, Rossau Separates Programm für Kinder bis 12 Jahre Donnerstag, 10. Juli 20.00 Gebetsabend www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 9.20 Abendmahlsversammlung 10.40 Sonntagsschule Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch


Vermischtes

Freitag, 4. Juli 2014

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Zarte, träumerische Poesie aus Tönen Konzert der Orchestergesellschaft Affoltern mit Tondichtungen aller Art in Sachen «Sehnsucht» Glücklicherweise war von den düster-dunklen Dramen des Filmes «Endstation Sehnsucht» im Konzert nichts zu merken oder zu hören – Marlon Brandos Schrei nach «Stella» blieb dem Film vorbehalten.

Lea Boesch brillierte

................................................... von susanne crimi Das Gewitter am Vorabend muss wohl Besucher davon abhalten haben, einen Konzertgenuss erleben zu können, der bis weit in die Nacht nachhallte und die Gänsehaut, die beim Zuhören immer wieder entstand, nur langsam abstreifen liess. Die Zuhörer in der nicht ganz vollbesetzten reformierten Kirche in Affoltern wurden mit allen Arten von sehnsüchtigen Momenten, die wundervoll in Tönen ausgedrückt wurden, beschenkt.

Wenn der Winter sich nach dem Frühling sehnt Das erste der gespielten Stücke, die Serenade Nr. 2 von Alexander Glazunov scheint von der Sehnsucht des Winters zum Frühling zu erzählen, von einem Wanderer im Wald, in dem an den Bäumen bereits die ersten grünen Triebe zu sehen sind, die ersten wärmenden Sonnenstrahlen und der Duft nach Frische und neuem Leben erquicken. Alexander Glasunow sagte von sich selbst: «Es ist mir unmöglich, mich mit anderem zu beschäftigen; ich bin von der Musik besessen. Wenn ich nicht komponieren könnte, hätte ich den Eindruck, meine Zeit zu verlieren.» Oder aber in Sehnsucht verharren zu müssen ... Die Orchestergesellschaft Affoltern hat für dieses Sommerkonzert eine virtuose Solistin gewinnen können. Lea Boesch bezauberte mit ihrer Bratsche Musiker und Zuhörende. Mit der Romanze Op. 85, F-Dur von Max

Orchestergesellschaft Affoltern «in concert». (Bilder zvg.) Bruch, einem der raren Solostücke für Bratsche, gelang es ihr spielend, ihre Zuhörer in den Bann zu schlagen. Der warme, erdige Ton ihres Instruments liess die Fantasie entstehen von einer Amsel, die die Sonne anfleht, doch endlich am Horizont aufzusteigen. Und als dies endlich geschieht, scheint sich eine Vielzahl gefiederter Himmelsbewohner ihrem Gesang anzuschliessen.

Die Sehnsucht nach Sehnsucht Selbst rationell denkenden Menschen kann es geschehen, dass sie ab und an in einen bestimmten Zustand geraten – vielleicht gerade in stillen Momenten, die man sich gönnt, um etwas nachzudenken und zu reflektieren – wo sie sich ertappen, dieses seltsame sehnsüchtige Ziehen im Brustkorb zu empfinden. Diese Sehnsucht nach … der Sehnsucht vielleicht? Edvard Armas Järnefeld, finnischer Dirigent und Komponist, scheint genau diese Empfindung in Töne gefasst zu haben und zwar mit seiner Miniature «Berceuse», einem Wiegenlied, das – träumerisch und ruhig – als

Lea Boesch ist eins mit ihrem Instrument. Fortsetzung zu den zwei vorangegangenen Stücken wunderbar passte. Mit Erstaunen konnte der Konzertbesucher feststellen, dass Komponisten jüngeren Jahrgangs (sowohl Glazunow, wie auch Bruch und Järnefeld sind in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts gestorben) sich auch zu ausgesprochen harmonischen,

schlichten und zurückhaltend-ergreifenden Musikstilen bekannt haben. Natürlich haben auch avantgardistischere Komponisten ihre Anhänger, die Stückwahl für das diesjährige Sommerkonzert war geprägt vom Bestreben der Verantwortlichen nach einer romantischen Umsetzung des Themas «Sehnsucht».

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96 von 100 Punkten: Den Applaus hat sich das Aoba verdient. (Bilder zvg.)

Prädikat «vorzüglich» erhalten Das Aoba brillierte am Ostschweizer Akkordeonmusikfest Am Wochenende vom 28. und 29. Juni fand in Sirnach das 60. Ostschweizer Akkordeonmusikfest statt. Das Akkordeon Orchester Bezirk Affoltern (Aoba) hatte seinen gelungenen Auftritt am Sonntagvormittag. ................................................... von fabienne weder Über die zwei Tage verteilt spielten 30 Formationen mit über 500 Musikantinnen und Musikanten am Wettspiel im Kanton Thurgau. Die dreiköpfige Jury,

in der unter anderem der in der Akkordeonszene sehr bekannte Hans-Günther Kölz sass, bewertete die Darbietungen. Der grosse Saal war stets gut besucht, auch als das Aoba musizierte. Dieses Jahr startete das Aoba in der Kategorie «Unterhaltungsmusik Oberstufe» mit den Stücken «Take Five» und «Blue Samba». Trotz Regen brillierte Ruedi Marty mit seinen 24 Spielerinnen und Spielern. Sie erreichten 96 von 100 Punkten und bekamen das Prädikat «vorzüglich» verliehen. Gratulation zu dieser tollen Leistung! Wer diese zwei und weitere Stücke des Aoba hören will, komme am

Mittwoch, 9. Juli, ab 19.30 Uhr ans Open-Air-Konzert im Restaurant Weingarten in Affoltern. Das Aoba spielt zum 30-Jahre-Jubiläum. Es bietet sich also Gelegenheit, ein feines Nachtessen bei guter Akkordeonmusik zu geniessen. Bei Regen verschiebt sich das Fest auf den Samstag, 12. Juli. Das nächste Jahreskonzert vom Aoba ist dann am 17. und 18. Januar 2015 – das letzte Konzert mit Ruedi Marty als Dirigent. Nach über 30 Jahren überlässt er seinen Dirigentenstab einem Nachfolger. Weitere Infos und Fotos unter www.aoba.ch.

Mit Carl Maria von Webers «Andante und Rondo Ungarese, J. 79» wurden die Besucher des Konzertes zum einen auf eine Zeitreise mitgenommen (Carl Maria von Weber war 200 Jahre älter als die drei ersteren Komponisten), zum anderen in andere Sphären der Empfindung «Sehnsucht» geführt. Wo vorher Lichtes und Leises vorherrschte, wurden hier Tonbilder der ungarischen Ebene geschaffen, von feurigen Reitern, schnell verglühender Leidenschaft und schmelzendem Herzeleid. Mit diesem zweiten der wenigen grossen Solostücke für Bratsche brillierte die Solistin Lea Boesch erneut. Wunderbar war mitansehen zu dürfen, wie das Instrument mit der Virtuosin beinahe zusammenzuwachsen schien und mit welcher Inbrunst sie spielte. Mit der Sinfonie Nr. 103, Es-Dur «mit dem Paukenwirbel» von Joseph Haydn zeigte die Orchestergesellschaft Affoltern ihr eindrückliches Können. Dem raschen Wechsel von Klangfarben, Stimmungen und Tempi durchaus mächtig, vermittelten die Musiker unter der Leitung ihres Dirigenten Hugo Bollschweiler Leidenschaft und gefühlvolle Zuwendung zu ihrem Instrument und der gespielten Musik, nebst dem Hörgenuss auch ein freudiges Zusehen. Die Sommer- und Winterkonzerte der Orchestergesellschaft Affoltern sollten für Musikliebhaber einen fixen Kalendereintrag wert sein. Fans und Freunde der Musiker können sich auch den Samstag, 25. Oktober, vormerken. An diesem Probesamstag findet ein «Tag der offenen Tür» im Singsaal des Schulhauses Butzen in Affoltern statt, wo sich jedermann davon überzeugen kann, wie viel Einsatz und Leidenschaft vonnöten sind, bis ein Genuss wie der am letzten Sonntag erlebte möglich ist. Weitere Infos unter www.oga-aa.ch.


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Veranstaltungen

Freitag, 4. Juli 2014

In alten Schulbüchern blättern ... Das Dorfmuseum Affoltern in Zwillikon ist morgen Samstag offen

Die Späne fliegen: Patricia Zenklusen bei der Arbeit ... (Bilder Nicolas Aebi)

Ein Skulpturenweg für Stallikon Werke von Patricia Zenklusen zu sehen Patricia Zenklusen aus Stallikon gestaltet ihre Holzskulpturen ausschliesslich mit der Motorsäge. Die aus Baumstämmen geschaffenen, teilweise filigranen Figuren bemalt sie anschliessend mit Pigmenten. Vom 5. Juli bis 5. September sind ihre Werke an einem eigens gestalteten Skulpturenweg in Stallikon zu sehen – an der Büelstrasse 50. Der Skulpturenweg kann jederzeit besucht werden. Im September werden Patricia Zenklusens Werke auch in Deutschland zu sehen sein: Die Künstlerin wurde an die grösste Berliner Kunstmesse «Berliner Liste» (18. bis 21. September) eingeladen. (pd)

Nicht nur an der Eisenbahnlinie durch unseren Bezirk war Alfred Escher massgebend beteiligt. Auf Antrag der Lehrerschaft zeichnete er auch als Zürcher Erziehungsdirektor 1851 für die Gründung des Lehrmittelverlages. Drei Ziele wurden damit verfolgt: 1. Die Chancengleichheit der Schülerinnen und Schüler wird durch die Verwendung gleicher Lehrmittel garantiert. 2. Die Mitsprache der Lehrerschaft wird bei der Herstellung politisch neutraler Lehrmittel berücksichtigt. 3. Die Kosten für den Kanton Zürich und seine Gemeinde werden gesenkt. Das älteste Lehrmittel des Museums datiert von 1878. Es ist ein Lehrund Lesebuch für die Volksschule, 7. bis 9. Schuljahr, zur deutschen Sprache, mit einem poetischen Teil (Gedichte, literarische Texte, Dramen) und einem prosaischen Teil mit Sprachtexten und Aufgaben zum Textverständnis und Schreibkompetenz. Dazu gehört auch ein Anhang mit «Geschäftsprosa» (Briefe und Verträge). In der Bibliothek und im Schulzimmer des Museums finden sich Schulbücher aus den verschiedensten Wissensgebieten, ebenso wie eine Sammlung von pädagogischen Schriften aus dem 19. Jahrhundert.

«English Conversation» Am Montag, 25. August, startet im Familienzentrum Bezirk Affoltern ein neuer Semesterkurs «English Conversation». In einer gemütlichen Atmosphäre unter Anleitung von Kirstie LeBow, einer englischen Muttersprachlerin, werden in einer kleinen Gruppe von max. 10 Teilnehmenden interessante Alltagsthemen besprochen. Die Diskussionsrunden dauern jeweils von 9 bis 10.30 Uhr. (pd)

Sprachbüchlein aus dem Jahre 1914 - bereits mit einigen farbigen Bildtafeln. (Bild zvg.)

Am ersten Samstag des Monats Wer möchte in alten und neueren Schulbüchern blättern und sich erinnern? Im Schulzimmer des Museums bietet sich morgen Samstag Gelegenheit dazu. Das Museum ist jeweils am ersten Samstag im Monat geöffnet, von 10 bis 16 Uhr, also auch morgen

Samstag, 5. Juli. Das Museum befindet sich an der Ottenbacherstrasse 79 in Zwillikon gleich neben dem Volg. Besuche und Führungen mit Gruppen sind auf Voranmeldung jederzeit möglich. (UG) Infos: Telefon 044 761 01 32 (Herbert Gübeli) oder 044 761 77 42 (Ursula Grob).

«Chilefäscht» mit Musik und Nachtimbiss Gospel zur Amtseinsetzung in Ottenbach

Weitere Infos und ganzes Veranstaltungsprogramm unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Anmeldungen bis 18. August über die Homepage oder Telefon 044 760 21 13 (Freitagvormittag,

Infos: www.ideenmeisterei.ch/

... und mit einer fertigen Skulptur.

sonst Anrufbeantworter).

Alphornklänge und Gottesdienst zum Ferienstart Reformierte Kirche Stallikon-Wettswil lädt ins Grüne Gerade rechtzeitig zum Beginn der Sommerferien, feiert die reformierte Kirche Stallikon-Wettswil am 13. Juli, 10 Uhr, einen besonderen FamilienGottesdienst unter freiem Himmel. Thematisch dreht sich alles rund um die Ferien. In entspannter und lockerer Atmosphäre können sich die Besucherinnen und Besucher auf diese besondere Zeit im Jahr einstimmen. Dazu trägt – wie schon im vergangenen

Jahr – nicht zuletzt der malerische Ort im Grünen, beim Teehüsli auf der Buchenegg bei, zehn Gehminuten vom Restaurant Buchenegg Richtung Felsenegg. Parkmöglichkeiten finden sich auf dem grossen Parkplatz Buchenegg. Pfarrer M. Ruff und Pfr. O. Kuttler halten den Gottesdienst gemeinsam. Als besonderer musikalischer Gast spielt Walter Ess auf seinem Alphorn. Im Anschluss an den

In entspannter und lockerer Atmosphäre auf die Ferienzeit einstimmen. (Bild zvg.)

Gottesdienst kann Mitgebrachtes auf dem vorhandenen Grill beim Teehüsli grilliert werden. Die Kirchenpflege offeriert einen Apéro und Getränke. Bei schlechtem Wetter findet der Anlass in der Kirche Stallikon statt, ohne Grillieren, aber mit Apéro. Bei unklarer Witterungslage gibt die Website www.kirche-stallikon-wettswil ab Samstagabend Auskunft über den definitiven Veranstaltungsort.

Pfarrteam: Elisabeth Armingeon ...

.. und Jörg Ebert. (Bilder zvg.)

Am Sonntag, 6. Juli, 19 Uhr, findet die Amtseinsetzungsfeier fürs Pfarrteam Elisabeth Armingeon und Jörg Ebert statt. Die Installation wird durch Dekan Werner Schneebeli aus Affoltern durchgeführt. Der Gottesdienst wird von Gospelmusik mit dem Ottenbacher Chor und Projektsängern (Leitung: Anette Bodenhöfer, Piano: Veronica Nulty) umrahmt.

Ausserdem werden die austretenden Mitglieder der Kirchenpflege Felix Weiss und Margrit Tanner verabschiedet. Begrüsst werden die neuen Kirchenpflegemitglieder Hans Peter Stutz (Präsident) und Birgit Dürr. Anschliessend findet ein Sommernachtsimbiss unter freiem Himmel statt. Das schöne Wetter ist bereits bestellt.

Fussballbesinnung am Grümpi Knonau Der alljährliche ökumenische Gottesdienst am Grümpi Knonau wird dieses Mal ein wenig anders aufgezogen. Schon vor dem Ausscheiden der Schweizer Nati (heul) wurde ein Schweizer Fussballer zur Andacht nach Knonau eingeladen. Er wollte kommen, kann aber am Samstagmorgen nicht kommen, da er Trainings hat. Nun wird der Knonauer Fussballer, Polizist und Christ Fabio Traber interviewt. Er ist begeisterter Fussballer, ist bekannt und hat grosse Erfahrung. Diese Andacht wird nicht am Sonntag, sondern am Samstagmorgen im Zelt neben dem Fussballplatz des Grümpi Knonau stattfinden, um 11.30

Uhr vor dem Mittagessen. Alle Gemeindeglieder, Fussballer, Jugendliche und Kinder sind eingeladen zu einer Besinnung im dichten Programm des Grümpi. Über Themen wie Fairness, Niederlagen, Gewalt, Glaube nachzudenken ist sicher spannend. Schliesslich müssen Sportler mit Erfolgen und auch Misserfolgen leben, mit Fairness oder ungerecht wirkenden «Schiri»-Entscheiden, und auf Fussballplätzen wird ja viel gehofft, geseufzt oder «gebetet». Manchmal hilft es, manchmal nicht …? Ökumenische Grümpibesinnung , Samstag, 5. Juli, 11.30 Uhr, am Grümpi, Knonau.


Veranstaltungen

Freitag, 4. Juli 2014

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Gesangsverein Rifferswil erzielt Bestnote Erfolgreiche Teilnahme am Sängertag in Safnern, Berner Seeland Mit zwei anspruchsvollen Liedervorträgen traten die Sängerinnen und Sänger aus Rifferswil zum Gesangswettkampf an und bewegten damit die Zuhörer zu lebhaftem Beifall und die Experten zur Vergabe der höchstmöglichen Bewertung. Alle zwei Jahre wollen die Mitglieder des Gesangsvereins Rifferswil ihr gesangliches Können an Gesangsfesten messen. Der Sängertag in Safnern am Samstag, 28. Juni, bot dazu die geeignete Möglichkeit. Im Dorf, das nicht ganz doppelt so viele Einwohner zählt wie Rifferswil und in der Nähe von Biel liegt, haben am Wochenende 40 Chöre ihre Lieder erklingen lassen. Erfolg kommt nicht von ungefähr. Dirigent Andreas Fischer hat schon früh begonnen die Lieder mit dem Chor einzustudieren. In ausdauernder aber abwechslungsreicher Art sind die Gesangsstücke geprobt und an den Details gefeilt worden. Um das Optimum aus der Sängerschar herauszuholen, wurde an zwei Proben auch professionelle Stimmbildung betrieben. Die schon 78-jährige aber noch höchst agile Berufssängerin Heidi Winter hat in ganz erstaunlicher und unkomplizierter Manier die noch schlummernden Reserven aus den Sängerinnen und Sängern geholt. So haben der Dirigent und «unser» Heidi die Grundlage für das höchst erfreuliche Resultat geliefert. anzeige

Gesangsvorträge in der Kirche von Orpund Die Kirche im Nachbardorf von Safnern bietet eine gute Akustik für die Gesangsvorträge. Das Lied «Die Rose» von Amanda McBroom wird vom Gesangsverein Rifferswil als Klangprobe benutzt, um die akustischen Eigenheiten des Raumes auszuloten und dem Dirigenten Aufschluss über die Stimmkraft der einzelnen Singstimmen zu geben. Das melodiöse Lied über die Liebe wird vom Chor sehr gerne gesungen und erwärmt auch die Herzen der Zuhörer, wie aus dem lang anhaltenden Applaus zu schliessen ist. Jetzt gilt es ernst! Konzentriert wird das erste Wettlied «Schon die Abendglocken klangen» von Konradin Kreutzer angestimmt. Mit auf das Liedthema fein abgestimmten Melodiebögen und Akkorden, zusammen mit dem lebhaften Spiel von leisen und vollklingenden Passagen verbreitet dieses Gesangsstück seine besondere Atmosphäre. Das gibt Lust auf die kommende, besondere Herausforderung für das zweite Stück «Abendlied» von Josef Rheinberger. Sechsstimmig und mit vielen, in unterschiedlicher Art ineinandergreifenden Phrasen benötigt dieses Werk besondere Konzentration um die Einsätze präzise, harmonisch sauber und in der vorgegebenen Lautstärke ertönen zu lassen. Es gelingt den Rifferswilern wirklich gut, aber wie ist es bei den beiden Expertinnen angekommen?

Gesangsverein Rifferswil am Sängerfest Safnern. (Bild zvg.) Mündlicher Kurzbericht und Bewertung Nach den Vorträgen erläutert den Rifferswilern eine der beiden Expertinnen im Innenhof der Kirche, wie die Vorträge von den zuständigen Fachleuten beurteilt werden. Als erstes gratuliert sie dem Chor für die Darbietungen und spricht von einer sehr guten Leistung. Besonders beeindruckt hätten der fein ausgewogene Chorklang und die sehr dynamische Vortragsweise. Einmalig sei aber, dass ein relativ kleiner Chor von 25 Sängerinnen und Sängern sich an ein Werk von Rheinberger wage, das unter Fachkreisen als sehr anspruchsvoll gelte. Mit Hinweisen, dass an einzelnen Stellen auch etwas andere Interpretationen gewählt hätten werden können, wollte sich die Fachfrau verabschieden. Auf die Frage

nach der Bewertung, verwies sie darauf, dass dieses Geheimnis erst am Abend im Festzelt gelüftet werde. Die Spannung steigt, als der OKPräsident auf der Festbühne mitteilt, dass vier Chöre die Note «Sehr gut», also die zweitbeste Bewertung, erzielt hätten. Die Rifferswiler erhoffen und vermuten, dass sie darunter seien, jedoch werden vier andere Chöre erwähnt. Eine ungewisse Stimmung verbreitete sich, als aus den Lautsprechern ertönt, dass nur zwei Chöre mit dem Höchstresultat «Vorzüglich» ausgezeichnet würden. Als der Sprecher hinweist, dass einer dieser Chöre von weit her gereist sei, nämlich aus dem Zürcher Säuliamt, beginnt der Jubel und Vereinspräsident Alois Müller darf auf der Bühne die Bewertungs-Urkunde entgegennehmen. Der anschliessende Freuden-Umtrunk hat dann die

Vereinskasse etwas erleichtert, aber Feste soll man schliesslich feiern, wenn sie fallen.

Heimfahrt bei sehr wechselhaftem Wetter Als die Vereinsmitglieder am Sonntag in Biel das Schiff für die Aarefahrt besteigen, ist es sehr bewölkt und ein heftiger Wind weht. Regen und Aufhellungen wechseln sich während der Schifffahrt ab. Das Abendessen in der Altstadt von Solothurn kann dann bei hellstem Sonnenschein genossen werden. Kaum ist anschliessend der Bahnhof erreicht, öffnet Petrus die Regenpforte wieder und mit einem fantastischen Regenbogen scheint er zum Erfolg zu gratulieren. (AHei) Infos: www.gesangsverein-rifferswil.ch.


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Veranstaltungen

Freitag, 4. Juli 2014

agenda

Freitag, 4. Juli Kappel am Albis 17.00-18.00: Abendrundgang durch den Klostergarten: «Wer schadet, wer nützt?» (Nützlinge/Schädlinge). Kloster Kappel.

Maschwanden 20.00: Sommerkonzert mit dem Musikverein mit Festwirtschaft. Bei gutem Wetter auf dem Pausenplatz. Mehrzweckhalle.

Samstag, 5. Juli Aeugst 10.00-12.00: Buch und Kaffee mit Zopf und sich dabei die neue Sommerlektüre aussuchen. Bibliothek.

Aeugstertal 10.00-16.00: Bergwerksmuseum. Ausstellung zum ehemaligen Kohlebergwerk Riedhof und Interessantes aus der regionalen Geschichte. Geöffnet jeden ersten Samstag im Monat. Mehr Infos unter Telefon 044 767 07 15 oder www.bergwerk-riedhof.ch. Bergwerksmuseum. Beim Götschihof.

Affoltern am Albis 08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen, Bioprodukte, frisches Brot, süsses Gebäck, Käse, Olivenöl, Honig, griechische und italienische Köstlichkeiten, Handwerk und Schmuck, frischer Fisch. Marktplatz. 10.00-13.00: Kinderflohmarkt des Familienclubs Affoltern. Kinder verkaufen ihre gebrauchten Spielsachen an Kinder und Erwachsene. Auskunft/Durchführung Tel. 1600 ab 8 Uhr. Parkplatz vis à vis Coop. 20.00: Konzert der Musikschule Knonauer Amt und der Kantonsschule Limmattal. Jupiter Sinfonie von W. A. Mozart und Werke von J.S. Bach, E. Bloch und F. Mendelssohn. Solo: Irena Merz, Cello, Nora Peterhans, Violine. Ref. Kirche.

Hausen am Albis 13.00: Dorffest mit Human-Soccer-Turnier und Chilbibetrieb, Karaoke, Fussball-WM live in der Bar, Konzert der Harmonie Hausen. Ab 20 Uhr Carpet Stain Funky Rock, anschliessend Rapper Robin und Vas, ab 22 Uhr Barbetrieb mit den DJ’s Sandro und Marco. Gemeindeparkplatz im Chratz.

Hedingen 10.00: Grosses Eröffnungsfest der neuen Bibliothek: Tag der offenen Tür von 10-17 Uhr mit Attraktionen für Gross und Klein, Wettbewerb, Konzert des Gesang- und Musikvereins. 15-16 Uhr: Erzähltheater mit Lorenz Pauli, 20 Uhr: «Vom Groschenroman zur Weltliteratur – wie wir zum Lesen kommen» mit Hardy Ruoss. Schul- und Gemeindebibliothek. Schachenstrasse 7.

Mettmenstetten 18.00: Chorkonzert der Kinderchöre Mettmenstetten unter der Leitung von Bettina Widmann. «Lieder von Ferien & fremden Ländern». Schulhaus Gramatt (Singsaal).

Rifferswil 11.00: Grand Prix Rossau Seifenkistenrennen. 11 Uhr 1. Start, 14 Uhr 2. Start, 16 Uhr Entscheidungslauf,

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Kulturaustausch zuhause

Ausstellungen

Die Organisation AFS sucht Gastfamilien

Aeugst am Albis

Zu Hause bleiben und trotzdem an einem Kulturaustausch teilnehmen? Einem Jugendlichen aus einem anderen Land die Möglichkeit bieten, die Schweizer Kultur und Sprache kennenzulernen? Genau dies bietet AFS Gastfamilien. AFS ist die grösste Non-Profit Austauschorganisation der Schweiz und steht für Kulturaustausch, intensive Auslanderfahrung, interkulturelles Lernen sowie ein aktives Freiwilligennetzwerk in über 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten – für Jugendliche und Erwachsene – von wenigen Wochen bis zu einem ganzen Jahr. Jedes Jahr empfängt AFS Schweiz etwa 250 Schülerinnen und Schüler aus aller Welt. Am 15. August 2014 werden über 160 AFS-GastschülerInnen in der Schweiz ankommen. Für sie sucht AFS in der ganzen Schweiz Gastfamilien.

Gastschüler aus über 40 Ländern Die jugendlichen Gäste sind zwischen 15 und 18 Jahre alt und nehmen während drei bis elf Monaten an einem

19 Uhr Rangverkündigung. Ab 20.30 Uhr «Chischte-Fäscht» im Wageschopf beim Schulhaus mit Duo «Walter Mia». Start signalisiert.

Wettswil 10.00-17.00: Sommerfest mit Ponyreiten, Hüpfburg, Spielen und Festwirtschaft, bei schlechtem Wetter in der Reithalle. Ponyranch Rita Bär. Ettenbergstrasse 91.

Zwillikon 10.00-16.00: Dorfgeschichte Affoltern am Albis/Zwillikon. Interessantes aus vergangenen Zeiten: Bilder, Fotos, Gegenstände des Alltags, Kleider und vieles mehr. Rollstuhllift, Eintritt frei. Gruppenbesuche: 044 761 01 32, Herbert Gübeli. Dorfmuseum Affoltern am Albis-Zwillikon. Mehrzweckgebäude neben Volg. Ottenbacherstrasse 79.

Sonntag, 6. Juli Affoltern am Albis 11.30: Sunntigs-Träff der Alterskommision, jeweils am 1. Sonntag des Monats. Für alle aus Affoltern und Zwillikon, die am Sonntag in Gesellschaft essen, plaudern, spielen und spazieren wollen. Essen und Getränke werden selbst bezahlt. Anmeldung bis Freitag 13.00 Uhr: 043 322 74 74. Café Seewadel im Altersheim. Seewadelstrasse.

Hausen am Albis 11.00: Dorffest mit Familiengottesdienst, Apéro und Familienzmittag, Human-Soccer-Turnier, Chilbibetrieb. Gemeindeparkplatz im Chratz. 18.00: «band open air» Vier Bands der Musikschule unter der Leitung von Michael Christen, Christoph Oberli, Roland Schönenberger, Marcel Schweizer. 50 Jahre Beatles und 50 Jahre Musikschule - Eintritt frei. Reservieren: 043 377 87 53. Restaurant Albishaus auf dem Albispass.

Austauschprogramm teil. Sie stammen aus über 40 Ländern und möchten die Schweiz und ihre Kultur kennenlernen. Viele von ihnen warten voller Neugierde und Hoffnung auf die Zusage einer Gastfamilie. Die Jugendlichen werden im Heimatland durch AFS ausgewählt und vorbereitet. Einmal im Gastland angekommen, müssen sie sich an die AFS-Regeln halten und besuchen hier das Gymnasium. Um Gastfamilie zu werden, braucht es das Interesse und die Bereitschaft, jemanden aus einer anderen Kultur willkommen zu heissen und im Familienkreis aufzunehmen. Ein Gastkind wird zu einem neuen Familienmitglied, viele Familien besuchen später ihre Gastkinder in ihrem Heimatland. Die Zusammensetzung der Familie kann so vielfältig sein wie die jugendlichen Gäste selbst: Ob Grossfamilie oder kinderlos, alleinerziehend, alleinstehend oder Rentner, jeder kann AFS-Gastfamilie werden. Die Gastfamilie übernimmt Kost und Logis, weitere Kosten wie Transport und Versicherungen tragen AFS oder die Teilnehmenden selbst. (afs) Infos unter 044 218 19 19, oder afs.ch/gastfamilien.

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «waldsichten»-Hermann Hess verbindet seine berufliche Tätigkeit beim kantonalen Forstdienst mit seinen Eindrücken als Waldgänger. Karten- und Inventurauswertungen, eigene Fotos ergeben Über- und Ansichten aus den Waldverhältnissen im Oberamt. Mo 8-11.30/16-18.15, Di/Do 8-11.30, Mi 8-11.30/14-16.30 Uhr. Bis 21. August.

und Regina Hadraba. Di-Fr, 14-18 Uhr, Sa und So 13 bis 17 Uhr. Bis 13. Juli. Schaulager Kunstfenster, Dorfstrasse 13. So 14-17 Uhr u.n.V.

Hausen am Albis Hirschen-Bar, Ebertswilerstr. 2: Kunst in der Hirschen-Bar: «Waldgeflüster» mit Dalia Noack. Mo-Fr, 17-01.30 Uhr, Sa 20.3001.30 Uhr.

Aeugstertal

Rifferswil

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Space Toys» Eine Reise in die fantastischen Welten der 50er-, 60er- und 70er-Jahre. Mi-So, 1118 Uhr. Bis 31. Oktober.

Park Seleger Moor: «Erleben Sie Natur» Das grösste Blütenparadies der Schweiz. Rhododendren, Azaleen, Pfingstrosen, Seerosen, Farngarten. Park und Pflanzenverkauf täglich 8-18 Uhr. Bis 31. Oktober.

Affoltern am Albis Spital: Werke von Eveline Stauffer und Rita Häfliger, Bilder von Stefanie Grenacher, Fotokunst von Alex Ochsner. Bis Ende Oktober.

Bonstetten Galerie für Gegenwartskunst, Burgwies 2: Kinetische Eisenplastiken, Malerei und Zeichnung: Daniel Grobet

Stallikon Schulhaus Loomatt: Buchzeichen-Ausstellung im Kunstforum Stallikon. Zeichnungen der Stalliker Primarschüler und -schülerinnen. Mo 19-20.30, Di 9-11 und 19-20.30, Mi 15.30-17, Do 9-11 und 15.30-17, Sa 10-12, während der Schulferien: Di 1920.30 Uhr. Bis 13. September.

Mettmenstetten 11.00: Chorkonzert der Kinderchöre Mettmenstetten unter der Leitung von Bettina Widmann. «Lieder von Ferien & fremden Ländern». Schulhaus Gramatt (Singsaal).

Rifferswil 10.00: Seifenkisten-Schweizermeisterschaft 2014 mit Festwirtschaft. Pausenattraktionen: Alte Rennmotorräder auf der Rennstrecke. 10 Uhr Start, 17.15 Uhr Rangverkündigung. Start signalisiert.

Wettswil 10.00-17.00: Sommerfest mit Ponyreiten, Hüpfburg, Spielen und Festwirtschaft, bei schlechtem Wetter in der Reithalle. Ponyranch Rita Bär. Ettenbergstrasse 91.

Montag, 7. Juli Hausen am Albis 14.30-17.30: Handarbeitsstubete von Pro Senectute. Häkeln, stricken, sticken oder einfach nur plaudern. Mit Kaffee und Kuchen. Leitung: Vera Stoll, Tel. 044 764 22 04. Reformierte Kirche (Zwinglistube).

Dienstag, 8. Juli Hedingen 09.00-11.30 oder 15.00-17.30: Computeria für Senioren (Pro Senectute). aemtlerpc.ch. Riedstrasse 14.

Mittwoch, 9. Juli Affoltern am Albis 09.00-11.00: Alterskommission Affoltern: «Kafi-Träff». Treffpunkt für Senioren. Angeregte Gespräche und interessante Informationen, jeweils am 2. Mittwoch im Monat. Märtkafi. Obere Bahnhofstrasse 7. 19.00-20.00: Fit mit Geni. Mit viel Spass die Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination steigern. Ausser Schulferien. Sporthalle Stigeli. 19.30: Open-Air-Konzert der AOBA (Akkordeonorchester). Bitte auf Parkplätzen am Kronenplatz, Schulhaus etc.parkieren. Piazza Restaurant Weingarten.

Hedingen 09.30-10.00: Buchstart-Treff für Eltern und Kinder zwischen 9 und 24 Monaten. Gemeinsam in die Welt der Verse- und Fingerspiele eintauchen und die gemeinsame Zeit

geniessen. Schul- und Gemeindebibliothek. Schachenstrasse 7.

Kappel am Albis 17.00-17.50: Offenes Singen in der Klosterkirche. Kloster Kappel.

agenda-einträge Veranstaltungshinweise für die Agenda, jeweils in der Freitag-Ausgabe des «Anzeigers»: Angaben bis spätestens

Donnerstag, 10. Juli Affoltern am Albis 18.30: Donnerstag-Abendrennen des Rad-Renn-Clubs Amt. 8- bis 60-Jährige, Kategorien U11 bis Elite am Start, kleine Festwirtschaft. Lindenmoosstrasse.

Dienstag, 12 Uhr per E-Mail: agenda@affolteranzeiger.ch oder per Post:

Kappel am Albis 13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel. anzeige

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, Agenda, 8910 Affoltern am Albis


Sport

Freitag, 4. Juli 2014

Legenden zauberten an der Einweihung Altinternationale auf dem neuen Rasensportplatz der Stiftung Albisbrunn An der WM war der Mittwoch spielfrei, dafür rollte der Ball im Albisbrunn. Zur Einweihung des neuen Rasensportplatzes traten ehemalige Schweizer Fussball-Grössen an. Im Finale des hauseigenen Länderturniers duellierten sich dann die Schweiz und Argentinien. ................................................... von thomas stöckli Andy Egli und Georges Bregy, Thomas Bickel und Jörg Stiel, Marco Schällibaum und Ruedi Elsener, Roger Wehrli und Andy Ladner – rund 350 Länderspiele summiert dieses Oktett. Und am vergangenen Mittwochabend trat es in Hausen gegen eine Auswahl von Jugendlichen und Mitarbeitern der Stiftung Albisbrunn an. Schon beim Einspielen beweist Georges Bregy, dass er seine Schusstechnik nicht verloren hat: Aus der Distanz zieht er ab, sein Ball landet am Innenpfosten. Die ersten Spielminuten bieten denn auch ein einseitiges Bild: Die «Swiss Legends» scheinen nach Belieben zu dominieren, sie monopolisieren den Ball und zelebrieren ein gepflegtes Kurzpass-Spiel. So erstaunt es niemanden, dass die Altinternationalen schon bald in Führung gehen. Bickel hatte aus rund 20 Metern abgezogen. Kurz darauf doppelt Bregy auf Vorlage von Bickel nach. Doch die Seleção Albisbrunn gibt nicht auf, sie läuft, sie kämpft, sie erarbeitet sich Konterchancen und kommt so nach zehn Minuten zum verdienten Anschlusstreffer. Der Ball habe geflattert, signalisiert Jörg Stiel im Tor der Legenden. Überhaupt war es nur schon die Kommunikation unter den Legenden wert, das Spiel zu verfolgen. Als Elsener einen Ball verspringt, lacht Egli laut auf, Elsener droht im darauf mit erhobenem Zeigefinger. «Noch ein Ballverlust, dann musst du raus, Schälli!», droht Egli etwas später an die Adresse von Schällibaum und an Bregy, nachdem dieser den Ball verstolpert hat: «Georges, kannst du mir nachher aufzeichnen, was du machen wolltest?!» Ein gefühlvoller Heber von Bregy, ein Dribbling von Bickel übers halbe Spielfeld – die Legenden zeigen immer wieder auf, dass sie das Gefühl im Fuss nicht verloren haben. Und die Albisbrunn-Auswahl leistet ihren Beitrag zum Fussballfest, bietet den Altinternationalen über weite Strecken Paroli und bringt sie ins Schwitzen. «Wir haben alles gegeben», vermeldet denn auch Georges Bregy nach den zweimal 20 Minuten.

Erinnerungsbild vor dem Spiel: Die «Seleção Albisbrunn» mit den «Swiss Legends». (Bilder Thomas Stöckli)

Ruedi Elsener in Aktion.

Wenn er am Ball war, wurde es gefährlich: Thomas Bickel ist noch gut in Form.

Laufduell mit «Freistossgott» Georges Bregy.

Seitenwechsel von Andy Egli.

Auch das gehört dazu: Roger Wehrli erfüllt Autogramm-Wünsche.

90 Jahre Albisbrunn: Verschiedene kleinere Anlässe Das Albisbrunn feiert dieses Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Statt eines grossen Anlasses sind verschiedene kleinere geplant. So wie die Eröffnung des Rasensportplatzes in festlichem Rahmen. «Sport hat bei uns im Albisbrunn einen hohen Stellenwert», so Ruedi Jans. «Man lernt sehr viel im Sport», führt der Albisbrunn-Gesamtleiter weiter aus: «Fairplay, Zusammenarbeit, Regeln einhalten ...» Der neue Rasenplatz sei vorher ein Acker, eine Wiese gewesen, blickt er zurück und freut sich sichtlich über den gelungenen Anlass. Zum Schluss wurde auf dem neuen Platz das Finale des Albisbrunn-internen Länderturniers ausgetragen. Argentinien gegen die Schweiz hiess es und wie bei den «Grossen» hatten die Südamerikaner, angeführt von Philipp Eder, Leiter Schulbildung im Albisbrunn, die Nase vorn. Allerdings fiel die Entscheidung auch hier erst in der Verlängerung ...

Marco Schällibaum leitet den Ball direkt weiter.

Mit dem Fofa-Pokal: Albisbrunn-Leiter Ruedi Jans und der Hausemer Gemeinderat Georges Köpfli.

Sieger des Albisbrunn-Länderturniers: Argentinien.

Neuer Wegweiser im Albisbrunn: Angezeigt werden Fussball-Events.

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Sport

Stark geklettert! 7. Rang für Petra Klingler in Haiyang/CHN Vor zwei Wochen fand in Haiyang, China, der siebte Boulder-Weltcup der Saison statt. Am Start waren rund 170 Athletinnen und Athleten aus 23 Ländern. Als einzige Schweizerin war Bonstetterin Petra Klingler dabei. Ihr gelang ein sehr guter Boulder-Wettkampf.

die Weltmeisterschaften Mitte August in München. Am 27./28. Juni nun traf sich die internationale Boulder-Elite im französischen Laval zum letzten von insgesamt acht IFSC Boulder-Weltcup dieser Saison. Am Start waren knapp hundert Athletinnen und Athleten aus 27 Ländern. Petra Klingler zeigte am ersten Wettkampftag eine gute Qualifikation. Als 7. konnte sie sich unter den ersten Zwanzig platzieren und durften somit im Halbfinal starten. Dort lief es ihr dann aber nicht nach Wunsch. Die gleichzeitige Vorbereitung auf die Zwischenprüfungen an der Uni Bern kosteten vor allem mental viel Kraft, und die Boulder des Halbfinals entsprachen auch nicht besonders ihren Vorstellungen. So musste sich Petra am Schluss mit dem 14. Rang begnügen.

Nach Asien, Europa und Amerika kehrte der Weltcup wieder zurück nach China. In Haiyang fanden gleichzeitig ein Boulder-, ein Lead- und ein Speed-Wettkampf statt. Aus der Schweiz nahm einzig die Bonstetterin Petra Klingler teil, sowohl im Bouldern als auch im Speed. Bereits in der Qualifikation zeigte Klingler eine starke Leistung und qualifizierte sich auf dem fünften Zwischenrang problemlos für den Halbfinal der besten zwanzig Athletinnen. Im Halbfinal zeigte Elfte im Boulder-Gesamtklassement Klingler wiederum eine kämpferische Den Gesamt-Weltcup gewinnt die JaLeistung. Sie erreichte den siebten panerin Akiyo Noguchi vor Shauna Platz und verpasste damit den Final, Coxsey/GBR und Anna Stöhr /AUT. genau gleich wie in Toronto, nur gera- Auch hier ist Petra Klingler die beste de um Haaresbreite. Hätte sie beim aus der Schweiz. In insgesamt sechs zweitletzten Boulder für die Zone nur von acht Starts hat sie 171 Punkte und drei statt vier Versuche für den ge- den 11. Rang, (bei 94 gewerteten Athbraucht, wäre dies der erste Final die- letinnen), nur drei Punkte hinter einer ser Saison geworden. Top-Ten Klassierung. Im Speed-Wettbewerb hatte Klingler kein Glück. Sie stürzte bereits in der Qualifikation ins Seil und es blieb ihr damit der 16. Schlussrang. Siege gab es hier für die Russin Mariia Krasavina und den Chinesen Qixin Zhong. Doch die Form stimmt und es kommen noch weitere Wettkämp- Petra Klingler qualifiziert sich souverän für den Halbfinal. fe, insbesondere (Bild www.ffme.fr)

Freitag, 4. Juli 2014

Erster Sieg für Martin Guthauser und Christian Schnopp Ottenbacher Pontoniere holen drei Podestplätze Die Pontoniere Ottenbach erbrachten am kantonalbernischen Pontonierwettfahren vom 28. und 29. Juni am Hageneckkanal in Walperswil hervorragende Leistungen im Einzeln- und Sektionfahren. ................................................... von nici betschart Aller guten Dinge sind drei, dieses Sprichwort passt auch zu den Ottenbachern. Mit drei Podestplätzen, beim dritten Wettkampf in dieser Saison, holte die Sektion Ottenbach im Sektionsfahren zum dritten Mal Silber im 126-jährigem Bestehen. Beim Sektionsfahren ging Fahrchef Mike Guthauser mit 2 Weidlingen und 5 Booten zu je 4 Leuten in den Wettkampf. Diese 28 Wettkämpfer gaben sich besonders Mühe und sicherten mit dem 2. Rang der Sektion Ottenbach den goldenen Kranz. Am Start standen 36 Sektionen. In der Kat. C legte Präsident Martin Guthauser mit Christian Schnopp einen perfekten Parcours zurück. So konnten sie ihren ersten Festsieger feiern. Das Fahrpaar und ebenso die ganze Pontonierfamilie stand Kopf, natürlich vor Freude. Auf Rang 5 mit 1,2 Punkten Rückstand und einer um 7 Sekunden längeren Zeit sicherten sich Mike Guthauser/Christian Grütter einen Top-Ten-Platz.

Erfolgreiches Comeback Vorderfahrer Ruedi Berweger gab nach längerer Pause sein Comeback. Er bestritt mit Martin Berli den Wettkampf. Sie schlugen gleich zu. Mit dem 48. Rang nahmen sie eine verdiente Kranzauszeichnung nach Hause. Am Start waren 200 Fahrpaare. In

Welcher Obfelder Weiler ist der Beste? Das Fussball-Grümpi sucht Teams aus den fünf Dorfteilen Am Samstag, 16. August, findet die 42. Ausgabe des Obfelder Fussball-Turniers statt. Der Turnverein Obfelden lanciert dabei erstmalig den «Wiler-Cup». Gespielt wird nur am Samstag. Die Anmeldefrist läuft bis zum 21. Juli. ................................................... von donminik stierli Neu wird dieses Jahr der «Wiler-Cup» durchgeführt. Wie OK-Chef Lukas Felder ausführt, sollen dabei Teams aus den fünf Obfelder Dorfteilen Unterund Oberlunnern, Wolsen, Bickwil und Toussen gegeneinander antreten. Im spielerischen Wettkampf auf dem Fussballplatz wird der «Wiler-Cup»-Sieger 2014 erkoren. Dieser Weiler darf sich dann ein Jahr der beste Weiler im Dorf nennen. Aktuell werden Captains gesucht. Interessierte können sich beim OK melden.

Schnellste gesucht! Für den «Schnellsten Obfelder» kann man sich ab sofort anmelden. Der Laufwettbewerb ist offen für alle Obfelder und Obfelderinnen und wird unterstützt von der SHS Haustechnik. Gestartet wird in insgesamt 16 Kategorien getrennt nach Mädchen und Knaben. Anmeldung auf www.tvobfelden.ch oder per Post. Startgeld: Fr. 5.- inkl. 1 Getränk

Im letztjährigen Final der Kategorie «Schüler» konnte sich das Team «Technikfreak» durchsetzen. (Bild zvg.) Am Obfelder Grümpelturnier können in acht Kategorien Jung und Alt mitmachen. In der Kategorie Plausch steht das Fussballspielen nicht an erster Stelle. Es gilt zusätzlich in verschiedenen Plausch-Spielen die gegnerischen Teams zu schlagen. Zusätzlich zu den sportlichen Leistungen zählt auch die Kreativität. In der Kategorie Mixed treten Fussball-Teams – mit mindestens drei Frauen – gegeneinander an. In diesen beiden Kategorien sind Teams aus der ganzen Region am Start.

Kategorien für alle Altersklassen Die Obfelderinnnen und Obfelder können weiter auch in den Kategorien

Martin Guthauser (rechts) mit Christian Schnopp bei der Siegerehrung. (Bild zvg.) der Kat. F strahlten Anita Stanger/Jessica Czerny mit dem 3. Rang vom Podest. Auf die Festsiegerinnen verloren sie bloss 2.3 Punkte. In der Kat. 3 wurden Thomas Leutert und Dennis Berli 2., winzige 0,7 Punkte betrug ihr Rückstand auf die Sieger. In der Kat. 1 durfte Gian Vögele mit Corinne Leutert als Doppelstarter eine Kranzauszeichnung abholen. Für einige Pontoniere steht am 24. August ein Wettkampf in Bremgarten an. Sie probieren dann ihre Geschick-

lichkeit beim Wasserfahren. Jungfahrleiter Sandro Lehmann und Christian Schnopp werden nun ihre Schützlinge auf die Schweizer Meisterschaft in Schönenwerd vorbereiten. Sie scheuten keinen Aufwand und verlegten die Weidlinge nach Rottenschwil. Dort können sie sich effizienter auf die SM vorbereiten. Toll wäre es für die jungen Sportler, wenn ihr Einsatz dann belohnt werden kann. Infos unter www.pontoniereottenbach.ch.

Erfolgsgeschichte der Mettmenstetter Turnerinnen setzt sich fort ... Dieses Mal führte der Weg nach Fehraltorf an den Kantonalen Geräteturnerinnentag. Nach den ersten beiden erfolgreichen Wettkämpfen im Frühling war die Motivation der Turnerinnen geradezu spürbar, ihre Übungen möglichst fehlerfrei zu präsentieren. Stolz präsentierten die Turnerinnen ihre Übungen den Kampfrichtern und strahlten diesen direkt in die Augen. So freuen wir uns natürlich sehr über die sensationellen Leistungen, welche die Turnerinnen am vergangenen Wochenende wieder zeigen konnten. Anna Fusinato (Kategorie 4) gelang zum ersten Mal ein Kategoriensieg (1. Rang von 139 Turnerinnen). Komplettiert wurde die ausgezeichnete Leistung des K4-Teams durch die Ränge 4 (Eileen Siegenthaler), 10 (Pola Pfenningwerth) und 15 (Raxane Voser). Weitere Auszeichnungen aus diesem kantonalen Geräteturnerinnentag resultierten in der Kategorie K1 (328 Turnerinnen) für Yelenia Tsianakas

(32.), Noelia Vollenweider und Riana Buchele (55.), Alani Widmer und Tracy Zimmermann (62.), Janice Meier (115.) sowie Simea Eisenegger (121.); in der Kategorie K2 (236 Turnerinnen) Selina Meier (14.), Aline Gottsmann (52.), Angelina Vollenweider (78.) und Jana Eisenegger (86.); in der Kategorie K3 (192 Turnerinnen) Larissa Kurmann (12.), Elena Widmer (33.) und Jill Wettstein (52.); in der Kategorie 5B (97 Turnerinnen) erturnten sich Juliana De Siebenthal (6.), Aline Leidenix und Meret Erpen (16.), Paula Foster und Jacqueline Loretz (19.) sowie Katja Künzi auf (37.) je eine Auszeichnung. Nach diesen drei grossartigen Wettkämpfen geht es jetzt in die Sommerpause. Danach gilt es, noch einmal alles Geübte abzurufen, um am letzten Saisonwettkamp in Effretikon wieder auf die vordersten Ränge zu turnen. GeTu Mettmenstetten Iris Fusinato

Herren, Senioren, Schülerinnen, Schüler und Piccolo antreten. Für die TopTeams wird es Auszeichnungen geben, für die Schüler-Teams werden Medaillen verteilt. Während des Turniers bietet der Veranstalter eine Festwirtschaft an, mit Grilladen und auch einem Pasta-Menü für die ganze Familie. Am gleichen Wochenende findet auch der Lauf-Wettbewerb «Der schnellste Obfelder» statt. Dieser startet am Sonntag, 17. August, ab 10.30 Uhr (siehe Box). Wer sich vom Fussball- oder Lauf-Fieber packen lässt, meldet sich bis am 21. Juli an. Unterlagen über das Info-Telefon 078 740 8912 und unter www.tvobfelden.ch.

Drei Mettmenstetterinnen unter den Ausgezeichneten: 1. Rang Anna Fusinato, 5. Rang Eileen Siegenthaler, 10. Rang Pola Pfenningwerth. (Bild zvg.)


Sport

Freitag, 4. Juli 2014

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Guter Start in die Triathlon-Saison Patrick Rhyner: 24. Rang am ersten Europacup Einsatz im Sprint Triathlon Mit zwei Rennen in der Schweiz und einem Europacup-Wettkampf startete der Rifferswiler ProfiTriathlet in die Saison. Am vorletzten Wochenende war er an den Europameisterschaften in Kitzbühel Mitglied des Schweizer Teams, welches im Mixed-TeamWettbewerb den 10. Rang belegte.

Rhyner einen Podestplatz. Bereits nach dem Schwimmen lag er auf dem 2. Platz. Diese Position konnte er auf dem Rad verteidigen. Auf der Laufstrecke gelang ihm die viertbeste Zeit, der Vorsprung reichte jedoch aus, um den 2. Rang souverän zu verteidigen. Die Gesamtzeit betrug 1:31.20, der Rückstand auf den Sieger Manuel Küng 1.13.

................................................... von hanspeter feller

Sturz und Zeitstrafe

Am Walliseller Triathlon schaute in der Kategorie Pro Sprint (600 m Schwimmen, 15 km Radfahren und 4 km Laufen) der 10. Rang heraus. Rangmässig war das Resultat nicht top, Rhyner war aber dennoch zufrieden weil er auf dem Rad und auf der Laufstrecke ein gutes Gefühl hatte, welches ihn für die kommenden Rennen zuversichtlich stimmte. Gewonnen wurde dieses Rennen von Sven Riederer. Die Steigerung gelang. Am Frauenfelder Triathlon mit etwas längeren Distanzen (800 m Schwimmen, 34 km Rad und 7 km Lauf) erkämpfte sich

Der erste Europacup-Start der Saison erfolgte in Bratislava am ETU-SprintTriathlon. Bei tiefen Wasser- und Lufttemperaturen und Dauerregen gelang nicht alles nach Wunsch. Das Schwimmen über 750 m verlief gut, Rhyner stieg als 18. aus dem Wasser. Auf der Radstrecke verpasste er den Anschluss zur Spitzengruppe, entschloss sich für eine Solo-Verfolgung, nahm dabei viel Risiko und stürzte prompt in einer Kurve auf der regennassen Strasse. Er konnte aber das Rennen unverletzt fortsetzen. Zu allem Übel gab es dann auf der Laufstrecke noch eine Zeitstrafe von 10 Sekunden. Für den 24. Schlussrang gab es keine Punkte für

die IPU-Wertung. Trotz Nullnummer in der Wertung war Rhyner mit den Leistungen auf der Schwimm- und Radstrecke zufrieden. An der Triathlon-EM in Kitzbühel wurde Rhyner für das Mixed-Team von Swiss Triathlon, bestehend aus zwei Frauen und zwei Männern, selektioniert. Für jedes Teammitglied standen 200 m Schwimmen, 8,6 km Radfahren und 2,4 km Laufen auf dem Programm. Das Quartett Déborah Vauthey, Lisa Berger, Adrien Brittfod und Patrick Rhyner landete auf Rang 10. Patrick Rhyner (vorne links) nahm auf dem Rad viel Risiko. (Bild zvg.)

Derya Hintermann gewinnt sechs Medaillen LV Albis: tolle Leistungen an den kantonalen Meisterschaften Im Juni fallen jeweils zahlreiche Entscheidungen in der kantonalen Leichtathletik. Erfreulicherweise mischt die LV Albis bei allen Titelkämpfen erfolgreich vorne mit. An den kantonalen Einkampfmeisterschaften holten die Athletinnen und Athleten insgesamt 18 Medaillen, davon sechs goldene. ................................................... von hanspeter feller Super Samstag für die LV Albis an den kantonalen Meisterschaften: Mit sechs goldenen, sieben silbernen und fünf bronzenen Auszeichnungen reiste das Team nach Hause. Highlight war der Final über 60 m Hürden der U12 mit einem Doppelsieg für die LV Albis.

Enrico Danelli und Leif Bernhard lieferten sich ein spannendes Duell, Danelli gewann schliesslich mit zwei Hundertstel Vorsprung. Abräumerin des Tages war Derya Hintermann: sechsmal am Start und sechsmal auf dem Podest. Hier die Resultate: Derya Hintermann: Sieg über 60 m in 8.83 und 60 m Hürden in 10.58, 2. Rang im Weitsprung, Kugelstossen und Ballwurf, 3. Platz über 600 m. Jan Burkhardt: Sieg im Hochsprung mit 1.57 m. Er übertraf seine bisherige persönliche Bestleistung um 17 cm! 2. Rang im Ballwurf und 4. Platz im Speer. Gabriel Di Battista gewann das 600-m-Rennen der U12 in 1:52.59 und wurde 6. über 60 m Hürden, über 60 m schied er im Vorlauf aus. Enrico Danelli: Sieg über 60 m Hürden in 10.66 mit Schweizer Jahres-

Enrico Danelli (Nr. 13) und Leif Bernard (Nr. 9) auf dem Weg zum Doppelsieg über 60 m Hürden.

bestleistung, 2. Rang im Weitsprung und zwei 4. Plätze über 60 m und 600 m. Alessia Danelli: Gold im Weitsprung mit 5.11 m, Mittelfeldplätze über 80 m und im Hochsprung. Leif Bernhard: wurde 2. über 60 m Hürden in 10.68, und 3. im Weit. Bigna Herold belegte im Speerwerfen den 2. Rang mit 31.14 und im Ballwerfen wurde sie 3. Leonie Schilliger überraschte über 600 m und wurde 3. mit einer Zeit von 1:46.36. Mira Jeyakumar gewann im Ballwerfen Bronze und schnitt in den Disziplinen 600 m, 60 m Hürden, Weit und Kugel ebenfalls gut ab. Patrick Bill, Elio Hintermann, Luc Kern, Laurent Müller, Saskia Ganz, Tabea Laasch, Nina und Carla Wicki boten ebenfalls ausgezeichnete Leistungen. Wenn man bedenkt, dass an diesen Meisterschaften in jeder Disziplin nur die 12 Besten des Kantons teilnehmen konnten, war schon die Qualifikation ein gutes Resultat. Neben den Medaillen gab es zahlreiche persönliche Bestleistungen zu feiern. In der aktuellen Bestenliste tauchen gleich vier Athletinnen und Athleten der LV Albis in den Top Fünf auf. Enrico Danelli und Derya Hintermann belegen in der Kategorie U12 über 60 m Hürden die ersten Plätze, Leif Bernhard liegt in der gleichen Kategorie und Disziplin auf Platz 2 und Jan Burkhardt belegt im Hochsprung der U14 den 4. Rang.

Mannschafts-Mehrkampf-Cup

Derya Hinterman (Nr. 17) zu Gold über 60 m Hürden. (Bilder Lukas Zingg)

In die Wertung des kantonalen Mannschafts-Mehrkampf-Cups kommen Vereinsmannschaften, welche an vier Wettkämpfen drei Zählresultate erzielen. Der Wettkampf setzt sich aus Vierkämpfen zusammen, jede Vereinsmannschaft kann bis zu acht Athleten einsetzen. Die LV Albis gewann bei den U12M Gold (Tim Berger, Leif Bernhard, Enrico Danelli, Gabriel Di Battista, Arun Jeyakumar, Laurent Müller, Luc Kern, Fabio Zweidler) und Bronze (Leandro Hauenstein, Cyrill Kaufmann, Sven Theiler, Yanis und Alexander Bill, Tobias Bättig, Cedric Müller, Noah Weber) und bei den U12W Silber

(Derya Hintermann, Mira Jeyakumar, Mathilde Zehnder, Irina Ueltschi, Nina Huber, Nathalie Zak und Yara Moser).

Sechs Podestplätze an den kantonalen Staffelmeisterschaften Die LV Albis gewann in der Kat. U12M über 6xfrei mit Enrico Danelli, Fabio Zweidler, Gabriel di Battista, Luc Kern, Laurent Müller und Tim Berger in 58.01 Gold. Enrico Danelli, Fabio Zweidler und Gabriel Di Battista holten sich eine weitere Goldmedaille über 3x1000 m in 10:48.48. Bei den Männern gewannen Raphael Frei, Romario Gassmann, Marcel Weber und Dario Bisoletti in der olympischen Staffel die silberne Auszeichnung. Die Athletinnen der LV Albis gewannen drei Bronzemedaillen: U16W Alessia Danelli, Livia Seiler, Sina Brändli, Seraina Berthoud und Melina Niederer über 5x80 m, in der Kategorie U12W in der 6xfrei Staffel Mira Jeyakumar, Nina Wicki, Nina Huber, Mathilde Zehnder, Arlette Kern und Derya Hintermann sowie über 3x1000 m U12W Mira Jeyakumar, Nina Wicki und Derya Hintermann. Ebenfalls eine Bronzemedaille gewannen Sabrina Mächler, Valeska Ganz und Svenja Gut, welche für die LG Züri+ über 4x100 m bei den Frauen starteten.

Gutes Abschneiden an Ostschweizer Nachwuchs-Meisterschaften Bigna Herold im Speer mit einer Weite von 30.34 m und Svenja Gut mit 63.00 über 400 m gewannen an diesen Meisterschaften die Bronzemedaillen. Über 600 m qualifizierte sich Saskia Ganz für den Final und belegte dort den 8. Rang. Alessia Danelli erreichte über 80 m den Halbfinal, im Weit wurde sie 8. und im Hoch erreichte sie einen Mittelfeldplatz. Gute Leistungen zeigte Sina Brändli in den Würfen (Kugel, Diskus und Speer). Dario Bistoletti, Elio Hintermann, Seraina Berthoud, Lea Carlsen und Derya Hintermann starteten auch in verschiedenen Disziplinen und erzielten tolle Resultate. Mit diesen Meisterschaften ist die erste Saisonhälfte abgeschlossen. Die LV Albis ist sehr tolz auf die Leistungen ihres Nachwuchses.

Einstieg in den Dressursport für Stars von morgen Über 70 Reiter im Alter von 4 bis 18 Jahren nahmen am letzten Sonntag am OKV Tag der Jugend auf der Reitanlage Aettenberg in Wettswil teil. Die besten jeder Prüfung qualifizieren sich für den Final im Herbst. Sie kamen aus der ganzen Ostschweiz und zeigten ihr Können in vier verschiedenen Dressurprüfungen nach dem Reglement des Verbandes Ostschweizer Kavallerievereine. Mit dem Tag der Jugend will dieser Verband gezielt den Einstieg in den Dressursport ermöglichen und den Nachwuchs fördern. Dies mit Führzügelklassen, einfachen Reitwettbewerb, Einsteigerdressur und GA03/40. Bereits um acht Uhr am Sonntagmorgen begannen die ältesten, 10- bis 18-jährigen Teilnehmenden mit ihrem Dressurprogramm in der Reithalle. Harmonie und Präzision von Reiter und Pferd waren gefragt, Resultat von bereits jahrelanger intensiver Ausbildung und ausdauerndem Training. Die Beste in dieser Kategorie war Céline Zehnder, Gunteshausen, mit ihrem vierzehnjährigen Hessen-Wallach Darwin X. Darauf galt die Aufmerksamkeit den DressurEinsteigern, Kinder und Jugendliche von 8 bis 16 Jahren. Mit 350 Punkten siegte Milena Sulzer aus Schaffhausen mit ihrem Pony Bo Derek. Am Nachmittag waren dann die Jüngeren an der Reihe. Sie zeigten in einem einfachen Reiterwettbewerb und in der Führzügelklasse, wie sie mit Pferden und Ponys umgehen können. Von ihren Eltern unterstützt und begleitet, ritten sie schon selbstbewusst, locker und zuweilen auch spielerisch und eroberten damit schrittweise die Erlebniswelt der vierbeinigen Begleiter. Drei Prüfungen dann in der Kat. OKV einfacher Reiterwettberb für 8 bis 16-Jährige, wobei Luna Rovitti aus Kaltbrunn mit Serenade, Viviane Cunti aus Kölliken mit dem Pony Caesar Little und Sina Haffa aus Andwil mit Faruche de la Pierre jeweils die Besten waren. Sieger der beiden Prüfungen OKV Führzügelklasse für Kinder von 4 bis 9 Jahren: Mara Gianotti aus Wiesendangen mit ihrem Pony Dean van Essenborg und Svenia Angst aus Buch bei Märwil mit ihrem Schimmelwallach Fabio. (Spi.)


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Sport

Freitag, 4. Juli 2014

Ottenbacher schwimmen am schnellsten 16 Mittel- und Oberstufenklassen massen sich an der Bezirksmeisterschaft in der Badi Obfelden

N

icht immer stilecht, aber zumindest mit vollem Einsatz stürzten sich am Mittwochmorgen, 25. Juni, 97 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ämtler Gemeinden sowie dem angrenzenden Merenschwand AG ins Schwimmbecken der Badi Obfelden. Zweimal zwei Bahnlängen galt es an der SchulsportBezirksmeisterschaft zu schwimmen. Erst einzeln und Freistil, danach in der Fünferstaffel (Rücken, Brust, Brust/Delfin, Crawl, Crawl). Souverän zogen die geübten Schwimmer ihr Programm durch. Andere hatten auf der zweiten Bahnlänge sichtlich zu kämpfen – konditionell und stilistisch. So manche wechselten vom Crawlen ins Brustschwimmen. «Hopp, Hopp!» wurden sie vom Beckenrand lautstark aufgefordert, die allerletzten Kraftreserven zu mobilisieren. Zum Schluss wurden Einzel- und Staffelzeiten addiert. Den Sieg holten sich «Shark Attack» (4. Klasse), «Die Bärtigen» (5. Klasse), beide aus Ottenbach. Als einzige Sechstklässler waren die «Reussfische» – ebenfalls aus Ottenbach – am Start. Den totalen Triumph der Reuss-Gemeinden verhinderte «Mättmi 1B» aus Mettmenstetten, welche sich den Sieg bei der Oberstufe vor der Sek Obfelden 1 Aa sicherte. (tst.)

Achtung, fertig, los! Die Schüler stürzen sich ins Freibad. (Bilder Thomas Stöckli)

In der Staffel war erst Rückenschwimmen gefragt.

Auf Jubiläumsreise 40 Jahre Tischtennis-Club Affoltern Am Samstag 21. Juni startete der Tischtennis-Club Affoltern (Ttcaa) zu seiner Jubiläumsreise. Bei herrlichem Sommerwetter versammelte sich eine bunt zusammengewürfelte Schar von 31 Personen im Moos. Die Reisegesellschaft bestand aus 20 Tischtennisspielerinnen und -Spielern sowie elf Angehörigen. Das Jüngste war knapp jährig und der Älteste 72. Nach der obligaten Begrüssungszeremonie und dem Verstauen des Gepäcks startete das Abenteuer Richtung Schwarzwald. Vor dem eigentlichen Reiseziel wurde noch ein Zwischenhalt im aargauischen Weinbaumuseum Tegerfelden eingelegt. Es gab viel Interessantes über Weinbau, Weinkelterung und Flaschenabfüllung zu hören. Bei der anschliessenden Verkostung zeigte es sich, dass auch die Aargauer Weinbauern ihr Handwerk verstehen. Frisch gestärkt ging es dann weiter nach Bad Säckingen zum Grenzübertritt und weiter nach Hasel im Schwarzwald. Nach einem etwas verspäteten Mittagessen in einem Gartenrestaurant teilte sich die Gesellschaft. Die Nicht-Tischtennisspieler besuchten zuerst die Erdmannshöhle in Hasel, bevor sie dann die Affoltemer in der Halle tatkräftig unterstützten, während die 20 hochmotivierten Tischtennisspieler vom Tischtennisclub Wehr zu einem Freundschaftsspiel erwartet wurden. Der Empfang in der grosszügigen Turnhalle von Wehr war herzlich. Nach dem Überreichen des Gastgeschenks in Form von Schweizer Schokolade durch den Präsidenten galt es Ernst. Es wurde auf allen 16 Tischen

leidenschaftlich um jeden Ball gekämpft. Dass das Freundschaftsspiel unter dem Namen «Oberrhein-Auswahl gegen «Ostschweizer-Auswahl» schlussendlich zugunsten der Gastgeber ausging, tat der Stimmung keinen Abbruch. Das schöne Wehrtal hinauf ging die Carfahrt dann weiter nach Todtmoos zum Gästehaus. Nach dem Nachtessen war Spazieren durchs typische Städtchen oder Fussball-WM angesagt, bevor die Nachtschwärmer noch auf ihre Rechnung kamen. Nach einer mehr oder weniger langen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ging die Reise am Sonntag weiter nach Todtnau zur angeblich grössten Sommer-Rodelbahn Europas. Die meisten nahmen sofort mit Begeisterung die halsbrecherische Abfahrt unter den Schlitten. Wer den Tag etwas gemütlicher angehen wollte, konnte die wunderbare Aussicht von der Bergstation bei einem Radler oder Kaffee geniessen. Pünktlich ging es dann weiter über den Feldberg zum Schluchsee. Der Aufenthalt dort stand zur freien Verfügung und wurde rege genutzt mit Baden, Bootfahren oder nur dolce vita bei herrlichem Wetter und einem Stück «Schwarzwälder». Auf dem Heimweg stand dann noch der imposante Dom von St. Blasien als abschliessender Höhepunkt auf dem Programm. Nach einem gemütlichen Bummel durch das Städtchen wurde dann die Heimreise ins Säuliamt angetreten – mit der Gewissheit zwei schöne und erlebnisreiche Tage mit dem Tischtennis-Club Affoltern verbracht zu haben. (W.W.)

Die 20 Spielerinnen und Spieler des Ttcaa in Wehr. (Bild zvg.)

Rennleitung: Hans Schmutz und Ines Thomi.

Mit vollem Einsatz sind die Jugendlichen bei der Sache.

Saisonabschluss des Wsca geglückt Mit dem Sieg in der Damenstaffel und 13 Einzelmedaillen ist der Saisonabschluss des Wsca (Wasser-Sport-Club-Albis) mit Erfolg zu Ende gegangen. Mit drei Damen- und einer HerrenFreistilstaffel, wurde es am vergangenen Samstag vorübergehend in der Schwimmhalle in Bülach am Büli-Cup ziemlich laut. Die Resultate der vier Staffeln konnten sich sehen lassen. Im schnellsten Lauf, auf der schnellsten Bahn eingeteilt, überzeugte die Wsca 1 Damenstaffel von An-

fang an. Jasmina Tschudin (Unterlunkhofen), baute von der ersten Länge an die Führung aus. Sophie Baur (Hedingen), Valeria Spagnoletti (Affoltern) und Anja Junker (Mettmenstetten) liessen sich diesen nicht mehr nehmen und schwammen zu Gold! In den Einzelrennen brachte Nino Spagnoletti (Affoltern) dem Wsca drei Silbermedaillen. Kira Stettler (Obfelden) sorgte für zweimal Silber und einmal Bronze. Jasmina Tschudin schwamm zweimal zu Silber. Sophie Baur erreichte einmal Silber und Anja Junker dreimal Bronze sowie in der

Dreimal «Lucky Day» Wer kennt ihn nicht? Den glücklichen Tag, an dem einem einfach alles gelingt oder einem etwas Schönes zustösst. Das gilt auch für den Golfsport. Wenn ein Ball vom Abschlag auf das Grün und anschliessend ins Loch fällt, spricht man von einem «hole in one!» Am letzten Freitag gab es innerhalb einer Stunde gleich zwei «holes in one.» Das erste gelang Thomas Reppel aus Oberägeri. Der 63-jährige Grossvater und Frührentner spielt seit 1995 Golf und freute sich ganz besonders über sein allererstes «hole in one» und das noch in Anwesenheit seines 7-jährigen Enkels Colin aus Affoltern, welcher ebenfalls leidenschaftlich gerne Golf spielt. Auch für Christian Kunz, Junior Geschäftsinhaber der Papeterie Kunz aus Affoltern, war es das erste – und das mit nicht einmal zwei Monaten Golferfahrung! Für das grosse Golf-Talent Christian Kunz war es ganz sicher nicht das letzte Mal, dass er diesbezüglich für Schlagzeilen sorgen wird. Cathy Biasio gelang am letzten Samstag das Kunststück bei der 4. Austragung der Platzmeisterschaft 2014 die Brutto- (effektive Schlagzahl), Netto- (effektive Schlagzahl abzüglich Handicap) und nearest-to-the-pin- (den Ball mit einem Schlag am nächsten zur Fahne gespielt) Wertung zu gewin-

Gesamtwertung den 2. Platz. Die motivierten 17 Schwimmer erreichten nebst den Podestplätzen auch super neue persönliche Leistungen. So gab es Verbesserungen um bis zu 18 Sekunden zu verbuchen! Nun stehen die wohlverdienten Ferien vor der Tür, um danach wieder Vollgas zu geben. In der Einsteigergruppe des Wsca hat es für Kinder ab sieben Jahren, welche die Grundtechnik von Rücken und Crawl beherrschen, noch freie Plätze. (pd) Mehr Infos unter www.wsca.ch.

Der HSV Säuliamt wird olympisch Am 5. Juli findet auf der Sportanlage Stigeli in Affoltern am Albis erstmals eine Sponsorenolympiade statt. Start ist um 13 Uhr. Anschliessend zeigen die Herren, was sie können.

Cathy Biasio. (Bilder zvg.)

Thomas Reppel.

Christian Kunz.

nen. Sie toppte das gute Resultat noch mit einem «hole in one». Cathy Biasio führt nun in der «hole in one»-Statistik vom Golfplatz Affoltern mit 15 Treffern. Anlässlich der zwei GolfferienCamps besteht auch für Schulkinder die Möglichkeit, ein «hole in one» zu spielen! Sowohl im Camp 1 vom 14. bis 18. Juli wie auch im Camp 2 vom 11. bis 15. August hat es noch Plätze frei. Anmeldeschluss für beide Golf Camps ist der 6. Juli. (pd)

Ganz nach dem olympischen Gedanken «dabei sein ist alles» treffen sich alle Mitglieder des HSV Säuliamt, um Jagd nach Punkten zu machen. Die gemischten Teams, bestehend aus U7-Junioren bis zu den aktiven Damen- und Herrenmannschaften, bestreiten gemeinsam diverse Disziplinen. Die Disziplinen sind nicht alltäglich und für Gross und Klein gleichermassen fordernd. Diese werden in der Halle, sowohl auch ausserhalb stattfinden. Zu jeder Olympiade gehören die Sportler, die Helfer aber auch ein Publikum und Fans, welche die Sportler zu Höchstleistungen antreiben. Daher sind Interessierte eingeladen, ab 13 Uhr in der Sporthalle Stigeli in Affoltern dabei zu sein. Als Leckerbissen präsentiert sich das Herren 1 erstmals in dieser Saison dem Publikum. Das Herren 1 absolviert ein Trainingsspiel in der Sporthalle Stigeli in Affoltern am Albis. Anpfiff ist um 17.30 Uhr. Der Gegner ist der TV Wohlen (M3) aus der Handballregion Aargau-plus. (pd)


Extra

Im Spital Affoltern geboren

Freitag, 4. Juli 2014

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Auch im Säuliamt einen Wolf gesichtet? Auf der Buchenegg in Stallikon überquerte vermutlich ein Wolf die Strasse

Marie-Josefine, 20. Juni.

Gino, 23. Juni.

Matteo, 23. Juni.

Moana, 25. Juni. (Bilder Irene Magnin)

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Nachdem am 18. Juni in Schlieren ein Wolf von der S-Bahn überfahren wurde, sah sich ein Motorradfahrer letzte Woche auf der Bucheneggstrasse gezwungen, heftig zu bremsen, da unvermittelt ein grosses graues Wildtier die Strasse überquerte. Der Verkehrsteilnehmer ist sich sicher, einen Wolf gesehen zu haben. ................................................... von martin mullis Fünf Tage nachdem in Schlieren ein Wolf von einem Zug überfahren wurde, ist im Säuliamt mutmasslich ein zweites Tier gesichtet worden. Am Samstag, 23. Juni, musste nämlich auf der Bucheneggstrasse ein Motorradfahrer heftig bremsen, da ein grosses graues Tier unvermittelt die Strasse überquerte. Der Töfffahrer war sich derart sicher, keinen Schäferhund, sondern tatsächlich einen Wolf gesehen zu haben, dass er seine Beobachtung der Kantonspolizei meldete. Diese wiederum informierte den für den Gemeindewald Stallikon und Wettswil zuständigen Förster Fritz Landolt, der aufgrund der Beschreibung natürlich nicht sicher ist, ob es sich bei dem fraglichen Tier tatsächlich um einen Wolf gehandelt hat. Die Beobachtung lässt jedoch die Vermutung zu, dass der in Schlieren verunfallte Wolf kein Einzelgänger gewesen sei. Förster Landolt jedenfalls orientierte als Mitglied der Jagdgesellschaft Stallikon seine Jagdkollegen und suchte anschliessend mit einem Feldstecher das infrage kommende Gelände während ein paar Stunden ab.

Aufmerkamer durch den Wald streifen Bei einem Treffen mit dem «Anzeiger» im Wald versicherte Förster Landolt, dass er keinerlei Spuren, keine Fährte und auch keine Losung des Wildtieres

gefunden habe. Selbstverständlich versichert der Revierförster, dass er auch weiterhin zusammen mit den Jägern in der nächsten Zeit etwas aufmerksamer durch den Wald streifen werde. Allerdings, so hält Landolt fest, reagiere die Bevölkerung auf «Wolfsmeldungen» meistens ziemlich fantasievoll, da werde noch schnell einmal ein grosser Schäferhund zum ausgewachsenen Grosswild.

Bei einer Begegnung mit einem Wolf ruhig bleiben So wurde nach dem Unfall in Schlieren auch in Birmensdorf die Sichtung eines Wolfes gemeldet. Jäger und Pächter der Jagdgesellschaft Affoltern, Paul Erni, rät, bei einer allfälligen Begegnung mit einem Wolf ruhig zu reagieren und Respekt zu zeigen. Keinesfalls sollte man schreien oder gestikulieren. Attacken von Wölfen seien auch in Ländern, wo Wölfe häufiger vorkommen, sehr selten. Eine Begegnung mit «Meister Isegrim» sollte aber auf jeden Fall der Polizei oder dem zuständigen Jagdaufseher gemeldet werden. Aufgrund der aktuellen Vorfälle würden die Jäger aber keine besonderen Vorkehrungen treffen. David Gerke, Präsident der «Gruppe Wolf Schweiz» (GWS), bestätigt grundsätzlich diese Angaben. Sichtbeobachtungen von Wölfen würden seit Jahren aus dem Mittelland gemeldet, heisst es dort. Die GWS hält aber auch fest, dass es sich dabei meistens um Verwechslungen mit streunenden Hunden oder Füchsen handelt. Indizien für eine dauerhafte Niederlassung von Wölfen im Mittelland seien nicht vorhanden, weiss der Wolfexperte von GWS. Auf Anfrage erklärt der Medienverantwortliche der Stiftung Wildnispark Zürich mit einem Lachen, dass im Park Langenberg im Sihlwald keine Wölfe ausgebüxt seien. Abgesehen davon, dass die Tiere sich in einem ausbruchsicheren Gehege befinden, würden sie praktisch täglich gezählt, versichert Mediensprecher Martin Kilchenmann.

Hier soll ein Wolf die Strasse überquert haben: Fritz Landolt, Revierförster in Stallikon. (Bild Martin Mullis)

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«Kornrosen» verzieren das Getreidefeld Lachstatar

bauernregel «Einer Reb’ und einer Geiss ist’s im Juli nie zu heiss. »

Getreideähren. (Bilder Monika Costello, Affoltern)

Der Klatschmohn, auch «Kornrose» genannt, ist eigentlich ein Ackerkraut.

Zutaten für 4 Personen 400 g Lachsmedaillon, frisch 1 Zwiebel, gehackt 50 g Kapern, gehackt 1 Zitrone (Saft) 1 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer Für die Sauce: 1 Bund Dill 180 g Sauerrahm Salz, Pfeffer Zubereitung: 1. Lachs in feine Würfel schneiden, mit Zwiebeln, Kapern, Zitronensaft und Olivenöl mischen, ca. 30 Min. ziehen lassen. 2. Auf vier Tellern den Fischausstecher locker mit der Masse füllen und leicht andrücken. 3. Für die Sauce den Dill hacken, unter den Sauerrahm mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die «Tatar-Fische» damit garnieren. Zubereitung: 20 Minuten, 30 Minuten ziehen lassen.


GALERIE FÜR GEGENWARTSKUNST ELFI BOHRER Burgwies 2 CH-8906 Bonstetten Telefon 044 700 32 10, Fax 044 701 10 27 www.ggbohrer.ch www.kunst-heimberatung.ch

Einladung zur Ausstellung 14. Juni bis 13. Juli 2014

DANIEL GROBET REGINA HADRABA Kinetische Eisenplastiken, Malerei und Zeichnung Finissage:

Samstag, 13. Juli 2014,

13–17 Uhr

Di–Fr, 14 bis 18 Uhr, Sa und So 13 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung Schaulager KUNSTFENSTER Dorfstrasse 13: Geöffnet So von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.

Vernissage 12. Juli 2014 ALEX OCHSNER

19.00 Uhr

bis Ende Oktober 2014

«Fluids» Vage Spuren verflossener Ereignisse Musikalische Begleitung der Bilder: Martin Kunz, Tasteninstrumente Stefan Uhlig, Klarinette

Öffentlicher Rundgang

19.00 Uhr

Treffpunkt: in der Eingangshalle des Akutspitals Sonnenbergstrasse 27, Affoltern a. A.

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052 2014  

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