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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 051 I 173. Jahrgang I Dienstag, 2. Juli 2019

Zeugen gesucht

Künftig unabhängig

Bei einem Unfall in Hedingen hat sich am Samstagmorgen ein E-Biker schwer verletzt. > Seite 3

Der Chor «Joyful Noise» hat sich von der katholischen Kirche gelöst. > Seite 5

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Umweltprojekt Eine Bonstetter Primarschulklasse setzt sich für den Schutz von Tieren und Natur ein. > Seite 8

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Andere Länder Der Nationentag der Schuleinheit Butzen Semper, Affoltern, bot interessante Einblicke. > Seite 10

650 Musikanten zu Gast in Hausen Musiktage Amt und Limmattal mit Konzertvorträgen und Marschmusikparaden Das dreitägige Musigfäscht in Hausen begann am Freitag mit dem 125-Jahre-Jubiläum des Musikvereins Harmonie Hausen. Am Samstag und Sonntag musizierten 19 Gastvereine im Rahmen der Kreismusiktage Amt und Limmattal auf der Strasse oder in der reformierten Kirche.

Spital Affoltern: Wahl vertagt An der Spital-Delegiertenversammlung vom vergangenen Donnerstag hätte der Liquidationsausschuss für die Auflösung des Zweckverbands gewählt werden sollen. Allerdings äusserten verschiedene Delegierte ihren Unmut zu den Wahlvorschlägen und die Wahl wurde auf den 26. September vertagt. Gleichzeitig sollen dann auch die Verwaltungsräte für die IKA Pflegezentrum Sonnenberg und die gAG Spital vorbestimmt werden, so dass den drei Gremien genügend Zeit bleibt, die künftige Zusammenarbeit zu planen. Die künftigen Verwaltungsräte werden nach ihren unternehmerischer Kompetenz, dem BranchenKnow-how, dem Netzwerk und der persönlichen Führungs- und Sozialkompetenz ausgewählt. Als Präsidenten sind fürs Akutspital der amtierende BK-Präsident Stefan Gyseler und für die Langzeitpflege BK-Mitglied Daniel Eugster, Leiter der Strategiegruppe Langzeitpflege, vorgesehen. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Sommerbilder Zum Thema «Sommer im Säuliamt» werden bis Mitte August Leserfotos veröffentlicht. > Seite 10

Kloster erneuern Weil die Mauerergänzung umstritten ist, hat der Verein Kloster Kappel (VKK) zwei Baugesuche eingereicht: eines für die Maurerergänzung und eines für das gesamte übrige Projekt Erneuerung und Revitalisierung. Das verriet Projektleiter Hans Streit an der Delegiertenversammlung der Kappelerpflege. Mit der Erneuerung und Revitalisierung der Klosterdomäne Kappel kann frühestens Anfang 2022 begonnen werden. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Kirche gefeiert

................................................... von marianne voss In Reih und Glied stellten sich die Musikantinnen und Musikanten auf. Sorgfältig kontrollierte der Dirigent vor dem Abmarsch jeweils die Fusspositionen seiner Orchestermitglieder. «Hier etwas mehr nach links, dort bitte mehr nach vorne.» 19 Musikvereine waren am Samstag und Sonntag in Hausen zu Gast. Die Marschmusikparade gehört zu einem Kreismusiktag ebenso wie die Konzertvorträge und auch die Veteranen-Ehrungen. Die Marschmusikparaden fanden auf der Ebertswilerstrasse statt. Der Experte beurteilt die Parade nach Kriterien wie Ausrichtung und Abstand der Reihen, das Halten der Instrumente, die einheitliche korrekte Kleidung, aber natürlich auch nach der musikalischen Qualität. Der Dirigent gab mit seinem grossen Stock das Zeichen, und los ging es. So marschierte ein Verein nach dem anderen fröhlich musizierend Richtung Dorf. Einige trugen trotz Hitze das Jackett oder sogar einen Hut, andere nahmen es lockerer und traten in kurzärmligen Hemden an. Das Publikum auf dem

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Im kommenden Jahr der nächste Gastgeber: Der Musikverein Harmonie Affoltern marschiert musizierend durch Hausen. (Bild Marianne Voss)

Trottoir freute sich an der rassigen Musik, klatschte im Takt mit oder applaudierte. Die 15-minütigen Konzertvorträge fanden in der reformierten Kirche statt und wurden ebenfalls von zahlreichen interessierten Gästen besucht. Die beiden Experten, Beat Blättler und Nino Wrede, wechselten sich beim Bewerten ab. Sie beurteilten die Vorträge nach dem musikalischen Ausdruck, der Gestaltung, der Intonation, dem

Rhythmus, der Dynamik aber auch danach, ob das Werk zum vortragenden Verein und seinem Niveau passt. Die Experten gaben keine Noten, sondern erläuterten ihre Anregungen mündlich in einem Gespräch mit dem ganzen Verein. «Es geht um aufbauende Kritik, davon kann ein Verein mehr profitieren als von Punktzahlen», erklärte Experte Beat Blättler. Ein einziger Verein spielte weder auf der Strasse, noch in der Kirche.

Abschlussprojekte

Das war der Gastgeberverein selber. Die Harmonie Hausen konzentrierte sich für einmal aufs Organisieren des Anlasses und aufs Feiern des eigenen Jubiläums. Der Abschluss der Kreismusiktage mit der feierlichen Übergabe der Verbandsfahne am Sonntag wurde umrahmt von Musik der Tambouren der Stadtjugendmusik und der Stadtmusik Dietikon. ................................................... > Weitere Berichte auf Seite 6 und 7

Für die Nachwelt erhalten Das Leben von einfachen, armen, alten und zum Teil verwahrten Leuten – darum geht es im Buch «Die Anstalt Kappel am Albis – ein Sozialwerk im Wandel». Anhand von Alltagsgeschichten habe Autor Andreas Müller bisher Verborgenes hervorgeholt und wichtige Geschichte «von unten» beleuchtet, so der Tenor an der Buchvernissage. ................................................... > Bericht auf Seite 11

Für Hawaii qualifiziert Eliane (Sek Obfelden) fühlt sich sichtlich wohl auf ihrer «fancy Lounge». (Bild Christine Häusermann)

Zum Start ins Berufsleben oder in eine weiterführende schulische Laufbahn erarbeiteten die Sek-Abschlussschüler fantasievolle Projekte und zeigen so, was sie gelernt haben an Kreativität, Planung, Umsetzung und Dokumentation. Vergangenen Donnerstag haben

die Sekundarschüler in Affoltern, Hedingen und Obfelden ihre Arbeiten präsentiert. Das Interesse von zahlreichen Verwandten und Freunden würdigte den geleisteten Aufwand. ................................................... > Berichte auf Seite 8 und 9

Beim Ironman Frankfurt hat Philipp Koutny den 5. Platz erreicht. Damit hat der Aeugster als erster männlicher Triathlon-Profi aus der Schweiz überhaupt einen Hawaii-Startplatz für 2019 erkämpft. Bis zur Hälfte des Marathons war der Aeugster gar noch auf Medaillenkurs. ................................................... > Bericht auf Seite 16

Die reformierte Kirchenpflege Knonau feierte zusammen mit der politischen Gemeinde den seltenen 500. Geburtstag der ältesten Dorfkirche im Bezirk. Den feierlichen Gottesdienst zelebrierten in ökumenischer Verbundenheit der Ratspräsident des evangelischen Kirchenbundes Schweiz, Gottfried Locher, zusammen mit dem reformierten Pfarrer Thomas Maurer und dem katholischen Pfarrer Angelo Saporiti. Am anschliessend auf dem Stampfiplatz stattfindenden Sommerfest genossen zahlreiche Einwohner einen unbeschwerten und fröhlichen Abend. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 7 anzeigen


Nun ruhe aus und schlaf in Frieden, hab tausend Dank für deine Müh. Wenn du auch bist von uns geschieden, in unseren Herzen stirbst du nie.

Mit vielen schönen Erinnerungen und grosser Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem Vater, Schwiegervater, Grossvater, Götti und Onkel

Leo Meienberg

Die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten; sie fallen mit verneinender Gebärde. Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält. Rainer Maria Rilke

Traurig nehmen wir Abschied von meinem geliebten Lebenspartner, unserem Schwager, Onkel und Freund

Helmut Ulrich Wieser

8. Oktober 1931 – 26. Juni 2019

Nach einem reich erfüllten Leben ist er nach kurzer Krankheit von den Beschwerden des Alters erlöst worden und durfte friedlich einschlafen. Wir danken dir für alles, was du uns in deinem Leben geschenkt hast.

29. September 1932 – 23. Juni 2019

Nach einem reich erfüllten Leben hast du die Jahre des nachlassenden Gedächtnisses in Würde und Gelassenheit gelebt. Nun hat sich dein Lebenskreis geschlossen. Wir vermissen dich sehr. Maria Schmucki Corinne Wieser und Franco Gattigo Ruth Wieser Andreas und Heidi Wieser Verwandte und Freunde

In stiller Trauer:

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 25. Juni 2019 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen: • Alexander Egner, 1973, Staatsangehöriger von Deutschland • Admir Sinanaj, 1970, Staatsangehöriger von Kosovo • Arjeta Sinanaj, 1979, Staatsangehörige von Kosovo • Ardina Sinanaj, 2006, Staatsangehörige von Kosovo • Eduart Sinanaj, 2007, Staatsangehöriger von Kosovo • Ardi Sinanaj, 2011, Staatsangehöriger von Kosovo

Maria Meienberg Werner und Uschi Meienberg-Roth mit Corinna, Fiona, David, Kim und Michelle Claudia und Pius Heer-Meienberg mit Flavio, Aurelia und Olivia Irene und Christian Scheurer-Meienberg mit Lorena, Fabian und Marina Partnerinnen und Partner der Enkel Patenkinder Verwandte und Bekannte Die Trauerfeier findet am Freitag, 5. Juli 2019, um 10.00 Uhr in der katholischen Kirche in Obfelden statt. Die Urne wird vorgängig im engen Familienkreis beigesetzt.

Die Trauerfeier findet am Dienstag, 9. Juli 2019, 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche Hedingen statt; 13.30 Uhr Urnenbeisetzung im Kreise der Familie. Anstelle von Blumen danken wir für eine Spende an die Stiftung Spital Affoltern, 8910 Affoltern am Albis, Postkonto 85-391373-1, «Projekt Shuttle Bus». Traueradresse: Maria Schmucki, Widenacherstrasse 3, 8908 Hedingen

Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Stiftung Kinderspital Kantha Bopha, Dr. med. Beat Richner, Zürich, Postkonto 80-60699-1, IBAN CH98 0900 0000 8006 0699 1. Traueradresse: Maria Meienberg, Dorfstrasse 45b, 8912 Obfelden

Traurig, aber mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir Abschied von unserem lieben

Edgar Illi

2. Juli 2019

21. März 1944 – 24. Juni 2019

Stadtrat Affoltern am Albis

Nach kurzem Aufenthalt im Spital Affoltern durfte er friedlich einschlafen.

Verkehrsanordnung: Butzenstrasse Dauernde Verkehrsanordnung Auf Antrag des Stadtrats hat die Kantonspolizei folgende Verkehrsanordnung verfügt: Halten verboten Auf der Butzenstrasse, von der Mühlebergstrasse bis zur Pfruendhofstrasse, ist das Halten mit Fahrzeugen von Montag bis Freitag, zwischen 7.00 und 17.00 Uhr, an beiden Fahrbahnrändern verboten. Davon ausgenommen sind Feiertage und die Schulferien. Verfügende Stelle Kantonspolizei Zürich – Verkehrstechnische Abteilung Rechtliche Hinweise Gegen diese Verkehrsanordnung kann während der Rekursfrist bei der Anmeldestelle Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Anmeldestelle für Forderungen, Einsprachen oder Rekurse Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Rekursabteilung, Postfach, 8090 Zürich

Verkehrsanordnung: Obstgartenstrasse

Strassenbau: Obstgartenstrasse

Dauernde Verkehrsanordnung

Öffentliche Planauflage

Auf Antrag des Stadtrats hat die Kantonspolizei Zürich folgende Verkehrsanordnung verfügt:

Das genannte Projekt wird gemäss § 16 und 17 StrG öffentlich aufgelegt.

Zone mit Geschwindigkeitsbeschränkung 30 km/h (Ausdehnung) Die bestehende Tempo-30-Zone 7 «Goldiger Berg / Schwanden / Seewadel» wird ausgedehnt. Neu wird auf der Obstgartenstrasse die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge ebenfalls auf 30 km/h festgesetzt und als Zone signalisiert. Verfügende Stelle Kantonspolizei Zürich – Verkehrstechnische Abteilung Rechtliche Hinweise Gegen diese Verkehrsanordnung kann während der Rekursfrist bei der Anmeldestelle Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Anmeldestelle für Forderungen, Einsprachen oder Rekurse Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Rekursabteilung, Postfach, 8090 Zürich

Bauliche Massnahmen im Zusammenhang mit der Erweiterung der Tempo30-Zone an der Obstgartenstrasse. Rechtliche Hinweise Die entsprechenden Unterlagen (Gutachten und Massnahmenplan) liegen ab sofort, während 30 Tagen bei der Stadtverwaltung Affoltern am Albis, Tiefbau und Infrastruktur, Obere Bahnhofstrasse 7, 8910 Affoltern am Albis, während der ordentlichen Schalteröffnungszeiten zur Einsicht auf. Gegen das Projekt kann innerhalb der Auflagefrist schriftlich per Briefpost bei der Anmeldestelle Einsprache erhoben werden. Mit der Einsprache können alle Mängel des Projektes geltend gemacht werden. Zur Einsprache ist berechtigt, wer durch das Projekt berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Die Einsprache muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Allfällige Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen (§ 17 StrG; §§ 21 ff. VRG, LS 175.2). Das Verfahren ist für die unterliegende Partei in der Regel kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 VRG). Einsprachen gegen die Enteignung sowie Begehren um Durchführung von Anpassungsarbeiten sind von den direkt Betroffenen ebenfalls innerhalb der Auflagefrist bei der Anmeldestelle einzureichen (§ 17 StrG; §§ 21 ff. VRG). Anmeldestelle für Forderungen, Einsprachen oder Rekurse Baurekursgericht des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich

In stiller Trauer: Familie Hans und Berta Illi-Hofstetter Familie Hans und Dorli Schneider-Illi Familie Viktor und Heidi Illi-Häfliger Familie Remo und Doris Illi-Küng Verwandte Bekannte und Freunde Die Abdankung findet im engen Familienkreis am 5. Juli 2019, 10.00 Uhr, auf dem Friedhof Bonstetten statt. Wir danken dem Pflegepersonal vom Spital Affoltern. Traueradresse: Remo Illi, Schachenstrasse 108, 8906 Bonstetten


Bezirk Affoltern

E-Biker verletzt in Hedingen Beim Unfall mit einem E-Bike hat sich der Lenker am frühen Samstagmorgen, 29. Juni, in Hedingen schwere Verletzungen zugezogen. Die Polizei sucht Zeugen. Gemäss ersten Erkenntnissen fuhr ein 35-Jähriger gegen 1 Uhr mit seinem E-Bike auf der Arnistrasse talwärts Richtung Hedingen. In einer Linkskurve vor dem Ortseingang geriet er aus zurzeit nicht bekannten Gründen über den rechten Strassenrand hinaus und stürzte in das angrenzende Maisfeld. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu und wurde mit einem Rettungshelikopter der Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen. Die genaue Unfallursache ist zurzeit nicht geklärt und wird durch die Kantonspolizei Zürich, das Forensische Institut Zürich (FOR) sowie die zuständige Staatsanwaltschaft untersucht. Wer Angaben zum Unfallhergang machen kann, soll sich mit der Kantonspolizei Zürich, Verkehrspolizeilicher Einsatzdienst, 044 247 38 70, in Verbindung setzen. (pd.)

wir gratulieren Zur diamantenen Hochzeit Am Donnerstag, 4. Juli, vor 60 Jahren haben Anne-Lise und Arthur Bernhard Mauch-Genton geheiratet. Zum diamantenen Ehejubiläum des Ehepaares in Affoltern gratulieren wir herzlich und wünschen einen tollen Festtag.

Zur goldenen Hochzeit Am Donnerstag, 4. Juli, vor 50 Jahren haben Klara Josefa und Rudolf Spahni-Steiner einander das Ja-Wort gegeben. Zur goldenen Hochzeit gratulieren wir dem Paar in Affoltern ganz herzlich und wünschen ein schönes Fest.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 2. Juli 2019

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Spital-Liquidationsausschuss: Wahl vertagt Informationsreiche Spital-Delegiertenversammlung in Affoltern Den Liquidationsausschuss hat die Delegiertenversammlung nicht wie geplant gewählt, die restlichen Geschäfte gingen aber alle durch und die Planung der Zukunft läuft auf vollen Touren. Erste Meilensteine sind ein Geburtshaus und ein Dialysezentrum. ................................................... von thomas stöckli Der Liquidationsausschuss soll die Auflösung des Spital-Zweckverbands aufgleisen und in Fragen der Zusammenarbeit zwischen den künftigen Verwaltungsräten der gemeinnützigen AG Spital Affoltern und der interkommunalen Anstalt (IKA) Pflegezentrum Sonnenberg vermitteln. An der Delegiertenversammlung vom vergangenen Donnerstag hätte dieses Gremium gewählt werden sollen. Die SpitalBetriebskommission (BK) hatte den Delegierten dazu sechs Personen um BK-Vizepräsident Jürg Burger vorgeschlagen – darunter allerdings mindestens zwei, die auf ein Mandat in einem der beiden künftigen Verwaltungsräte spekulieren und einer, dessen Firma sich für ein Beratungsmandat zur Liquidation bewerben dürfte. So äusserten verschiedene Delegierte ihren Unmut zu den Wahlvorschlägen. Ein Antrag der Bonstetter Delegierten und Kantonsrätin Arianne Moser, die Wahl zu verschieben, sorgte für eine Pattsituation mit je sieben Stimmen dafür und dagegen. Dass sich zwei der Bewerber zurückzogen, gab schliesslich den Ausschlag, dass die Wahl auf den 26. September vertagt wurde – mit der Forderung an die BK, ein Anforderungsprofil zu erstellen und die Kompetenzen der Vorgeschlagenen aufzulisten, allfällige Interessenskonflikte

zu vermeiden und auch Frauen zu berücksichtigen.

Verwaltungsräte im Voraus bestimmen Gleichzeitig mit dem Liquidationsausschuss sollen am 26. September dann auch die Verwaltungsräte – fünf für die künftigen IKA Pflegezentrum Sonnenberg und sieben für die gAG Spital – vorbestimmt werden, sodass diese sogleich die weitere Planung angehen können. Dazu wird eine Findungskommission eingesetzt – bestehend aus je einem Vertreter der drei grössten, der fünf mittleren und der sechs kleinsten Gemeinden. Das Anforderungsprofil für die künftigen Verwaltungsräte beinhaltet neben unternehmerischer Kompetenz und BranchenKnow-how auch das Netzwerk und die persönliche Führungs- und Sozialkompetenz. Als Präsidenten sind fürs Akutspital der amtierende BK-Präsident Stefan Gyseler und für die Langzeitpflege BK-Mitglied Daniel Eugster vorgesehen. Weiter sollen im Spital-VR auch das Triemlispital als Partner und die Ämtler Hausärzteschaft vertreten sein. Die IKA Pflegezentrum Sonnenberg wird ihren Betrieb per 1.1.2020 aufnehmen, die Gründungsversammlung der gAG Spital Affoltern ist für Mai 2020 vorgesehen, sobald die Jahresabschlüsse 2019 vorliegen, und dies rückwirkend auf den 1.1.2020.

Geburtshaus und Dialysezentrum BK-Mitglied Heinz Spälti informierte über das Treffen mit der Zürcher Gesundheitsdirektion Ende Mai. Dort habe das Spital Affoltern seine Strategie der wohnortnahen Grundversorgung mit Schwerpunktbildung Akutgeriatrie, Palliative Care und Psychiatrie sowie ausgeprägtem ambulantem Angebot an Tageschirurgie vorgestellt. Themen waren auch die vertiefte

Zusammenarbeit mit dem Triemli und dem Zuger Kantonsspital sowie der Kick-off zum hebammengeleiteten Geburtshaus. Klar auch die Botschaft von Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli: Das Knonauer Amt dürfe keine Sonderbehandlung erwarten. «Die Bevölkerung als Patienten und die Ärzte als Zuweiser sind nun massgebend für die Erteilung der Leistungsaufträge», betonte Spälti. Denn der Nachweis der Wirtschaftlichkeit sei nur mit gesteigerter Patientenzahl möglich. Positiv stimmen die Signale aus dem Kanton Zug, wo das Spital Affoltern den Leistungsauftrag für Palliative Care hat: Der Regierungsrat sei an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert. Für die Spital-Strategiegruppe ist aktuell das Geburtshaus ein Schwerpunkt. Es soll seinen Betrieb Anfang 2020 aufnehmen. Damit einher geht der Verzicht auf Kaiserschnitte und Risikogeburten, die bisher rund 30 % ausmachten. Bereits angelaufen ist auch die Raumplanung für ein Dialysezentrum mit acht Plätzen für die Blutwäsche von 16 Patienten täglich. In diesem Bereich steige der Bedarf stark, so Spälti.

Erfreuliche Zahlen Zu Beginn der Versammlung haben die Delegierten die Jahresrechnung ohne Gegenstimmen gutgeheissen. Bei einem Aufwand von 74,64 Mio. Franken resultierte ein Minus von 465 000 Franken. Damit bleibt das Eigenkapital immer noch über 40 Mio. Franken. Die Patientenzahlen (Austritte) waren 2018 mit -5,7 % rückläufig, in der Psychiatrie hingegen konnte ein Zuwachs um 22,3% verzeichnet werden. Stabile Belegungen verzeichneten sowohl die Langzeitpflege (91,4 %) als auch Palliative Care (78,8 %). Die Langzeitpflege schloss zwar mit 447 000 Franken im Plus ab, damit sei man aber noch deut-

Magische Momente im Säuliamt

K

losterkirche Kappel. Immer gut für eine kurze Auszeit, sei es von der Hitze, vom Alltag oder zum Nachspüren, zum Beispiel einer stärkenden Atem-Klang-Kursstunde bei Verena-Barbara Gohl im Kloster Kappel. Durch das grosse Chorfenster dringt weiches Licht ins Innere und macht das sonst einschüchternde, dunkle Kirchenschiff zu einem freundlichen Ort. Die weissen Lilien im Chor verströmen ihren intensiven Duft, der einzig richtige Ort für diese Blume. Der kleine Strauss mit Glockenblumen auf dem Altar schimmert in tiefem Blau. Eichendorff ist nicht fern. Und dann kommt einer mit einem Alphorn rein und baut sich breit und selbstbewusst im Chor auf. Was jetzt, Älplerchilbi? Er legt los. Hey, der kann das! Die Klänge berühren, ob man will oder nicht, faszinieren, rühren im grossen Seelentopf, kehren die Spinnennetze aus dem Kopf, befreien und erheben. Was für ein Geschenk der Mönche von früher, der Gärtnerei und des Betriebes Kloster Kappel, der Kursdozentin und des «Älplers», der sich als Säuliämter-Promi entpuppt: Walter Ess, ehemaliger Gemeindepräsident von Stallikon, spielt jeweils Alphorn in der Klosterkirche, während seine Frau eine Kursstunde belegt. Die Töne dringen hinüber in die Räume rund um den Kreuzgang und tun das ihre, damit die Erfahrung im Kurs womöglich noch tiefer greift. Nach dem «Moos-Ruef» wieder ab ins Unteramt, alles ist möglich! (ch)

lich im Rahmen des Erlaubten, so Spitaldirektor Michael Buik, und müsse folglich keine Rüge befürchten. Auch den Jahresbericht haben die Delegierten mit zwei Änderungen deutlich gutgeheissen. Nochmals deutlich besser sehen die Leistungs- und Finanzzahlen für die ersten fünf Monate 2019 aus: Bei den stationären Patienten wird ein Plus von 2,2 % verzeichnet, in der Psychiatrie sind es gar 31,4 %. Zunehmend sind auch die ambulanten Konsultationen und die Komplexität der Fälle in der Akutgeriatrie. So ist der Ertrag um über 2 Mio. Franken angestiegen, das unternehmerische Ergebnis mit 540 000 Franken deutlich positiv.

Erreichbarkeit gewährleisten Kritisch diskutiert wurde die geplante Investition von 900 000 Franken in den Ersatz der Telekommunikation und Alarmierung. Der Unterhaltsaufwand habe stark zugenommen und die Service-Leistungen seien bald nicht mehr gewährleistet, so Buik: «Das ist keine Luxus-Beschaffung, sondern eine Grundfunktion, ein Herzstück jedes Spitals.» Schliesslich stimmte die grosse Mehrheit der Delegierten dem beantragten Kredit zu. Sogar einstimmig gingen zwei Kreditabrechnungen durch. Die sanfte Renovierung von Notfall und Radiologie diente unter anderem der Wahrung von Privat- und Intimsphäre. Weiter wurde ein Isolationsraum für Patienten mit Infektionskrankheiten geschaffen. Mit Kosten von 294 000 Franken wurde der bewilligte Kredit nicht voll ausgeschöpft. Gleiches gilt für das Projekt Splitting und Rechtsformänderung. Die 344 000 Franken dafür beinhalten fachliche Unterstützung für die Medizinstrategie ebenso wie moderierte Workshops und rechtliche Beratung.

Kleine Gesten retten Leben Auch für Wildtiere kann eine anhaltende Hitzewelle lebensbedrohlich werden: Viele Tiere sind in solchen Zeiten auf die Hilfe von Menschen angewiesen.

Schon immer mit Kopf, Herz und Hand unterwegs: Walter Ess in der Klosterkirche Kappel. (Bild Christine Häusermann)

Aufgrund des trockenen Wetters und der hohen Temperaturen finden die Igelmütter zurzeit kaum Wasser und Futter und schaffen es so auch nicht, genügend Milch für ihre Jungtiere zu produzieren. Ganze Igelfamilien sterben so qualvoll in der Sommerhitze. Wer einen Wassernapf im Garten aufstellt (keine Milch), gibt so Igeln – und auch andern Tieren – die Möglichkeit, zu Flüssigkeit zu kommen. Auch die einheimischen Vögel sind auf Wasser angewiesen. Neben dem lebenswichtigen Trinkwasser, das eine Vogeltränke anbietet, können sie sich dort auch abkühlen und ihr Gefieder pflegen. Wichtig: Flacher Rand, damit die Vögel landen können, aufgerauter Boden, damit sie Halt haben, Tiefe von 2,5 cm am Rand bis 5 oder 10 cm in der Mitte, damit verschiedene grosse Vogelarten baden können. Eine Tränke für Bienen, Hummeln, Falter und andere Insekten ist schnell gebaut und findet auf jedem Balkon Platz. Insekten benötigen Wasser zum Trinken und auch um Nester zu bauen. Eine flache, mit Steinen gefüllte Schale – möglichst an einem windstillen Ort platziert – ist die ideale Insekten-Bar und sieht auch noch hübsch aus. (pd.)


Todesfälle Affoltern am Albis

Liegenschaften

Am 30. Juni 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Vermietungen

Beschlüsse der ordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom 30. Juni 2019

Maria Carmela Risoli (Di Cristofano)

Die Jahresrechnung 2018 wird genehmigt.

geboren am 12. März 1931, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

Es wurden folgende Mitglieder für den Rest der Amtsperiode in die Rechnungsprüfungskommission gewählt:

Beisetzung am Freitag, 5. Juli 2019, um 10.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH.

Rohner Walter, 1948, Landwirt, Allenwinden, Kappel Mörgeli Monika, 1964, Bäuerin, Weid, Uerzlikon Das Protokoll der Gemeindeversammlung kann bei der Gemeindekanzlei eingesehen werden. Bei der Bezirkskirchenpflege können – von der Veröffentlichung an gerechnet – schriftlich folgende Rechtsmittel ergriffen werden: – innert 5 Tagen Rekurs wegen Verletzung der politischen Rechte sowie der Vorschriften über ihre Ausübung (gemäss § 147 Gesetz über die politischen Rechte); – innert 30 Tagen Rekurs mit dem Begehren um Berichtigung des Protokolls (gemäss § 54 Gemeindegesetz); – innert 30 Tagen Beschwerde gegen die gefassten Beschlüsse (gemäss § 151 Gemeindegesetz). Die Rechtsmittel müssen einen Antrag und eine Begründung enthalten. 30. Juni 2019 Kirchenpflege Kappel am Albis

Nachmieter gesucht per 1. September 2019 oder n.V. in Hausen am Albis

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Bestattungsamt Affoltern am Albis

Hedingen In Affoltern am Albis ist am Sonntag, 23. Juni 2019, gestorben:

Helmut Wieser geboren am 29. September 1932, von Neunkirch SH, geschieden, wohnhaft gewesen in Hedingen, Widenacherstrasse 3.

Mietgesuche 3- bis 4-Zi.-Wohnung gesucht Für die Zeit ab. 1 Aug. bis ca. Jan./März 2020 in Affoltern am Albis. Bitte melden: Tel. 079 412 31 93, R. Heer

Abdankung am Dienstag, 9. Juli 2019, 14.00 Uhr, in Hedingen.

Obfelden Am 26. Juni 2019 ist in Affoltern a/A ZH gestorben:

Meienberg-Steiner, Leo Clemenz geb. 8. Oktober 1931, von Menzingen ZG, wohnhaft gewesen in Obfelden, Dorfstrasse 45b; Ehemann der Meienberg-Steiner, Maria Sofie. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Die Abdankung findet am Freitag, 5. Juli 2019, 10.00 Uhr, in der kath. Kirche Obfelden statt. Die Friedhofvorsteherin

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Juli 2019

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Erneuerung der Klosterdomäne Kappel nicht vor 2022 Baugesuche für Mauerbau und übriges Gesamtprojekt getrennt eingereicht Mit der Erneuerung und Revitalisierung der Klosterdomäne Kappel kann frühestens Anfang 2022 begonnen werden. Inzwischen sind die Baugesuche eingereicht. Ob der Kantonsrat über das Lotteriefondsgesuch im Frühjahr 2020 entscheiden kann, ist wegen möglicher baurechtlicher Verfahren noch offen. ................................................... von werner schneiter «Die Planung läuft derzeit in abgebremstem Tempo. Ende Monat wird nun bekannt sein, wer die Baugesuchbeschlüsse verlangt hat und dann möglicherweise Einsprachen formuliert», sagte Projektleiter Hans Streit an der Delegiertenversammlung der Kappelerpflege. Weil die Mauerergänzung in diesem Projekt umstritten ist, hat der Verein Kloster Kappel (VKK) zwei Baugesuche eingereicht: eines für die Maurerergänzung und eines für das gesamte übrige Projekt, für das noch Gesamtkosten von rund 15 Mio. Franken erforderlich sind. Der VKKVorstand dokumentiere damit, dass er das Gesamtprojekt in allen Teilen realisieren wolle. Andererseits erlaube dieses Vorgehen eine zielgerichtete Behandlung allfälliger baurechtlicher Verfahren, sagte Streit. Klar ist, dass die Realisierung dieses grossen Vorhabens in Etappen erfolgen wird. Der Projektleiter bezeichnet einen Baustart «nicht vor Anfang 2022» als realistisch – nicht nur, weil die Planung Zeit erfordert, sondern weil eine rechtsgültige Baubewilligung von möglichen Verfahren abhängig ist. Derzeit laufen intensive Gespräche zu Finanzierungsfragen, auch mit Vertretern des Lotteriefonds, wo demnächst ein Besuch von rund 12 Mio. Franken eingereicht wird. Über dieses Gesuch entscheidet letztlich der Kantonsrat, bestenfalls im Frühjahr 2020. Mögliche Rechtsmittel sind in zeitlichen Abläufen einzukalkulieren und erschweren Prognosen über Bauabläufe. Hans Streit erläuterte den Delegierten Details zu den Projekten, un-

ter anderem, dass das PostscheuneProjekt reduziert wurde und dort die Unterbringung der Grob-Suter-Sammlung vorgesehen ist. In der Schreinerei wird der Gewerberaum zugunsten einer Loft-ähnlichen Wohnung aufgehoben und zwei Wohnungen eingebaut. Gewerberaum ist in der Schlosserei geplant, ebenso weiterhin drei Wohnungen. Dort ist später eine Gastro-Erweiterung des Seminar- und Bildungshauses möglich, was jedoch zu gegebener Zeit ein Projekt der Landeskirche wäre. Von Bedeutung ist auch der Neubau des Spychers mit acht Atelierwohnungen, angedacht für eine Erweiterung des Hotelbetriebs. Die alte Remise weicht Parkplätzen; liquidiert werden auch Schopf und Hühnerstall, derweil die Mauerergänzung im NordOst-Bereich wegen eines Bachprojekts eine kleine Korrektur erfährt.

Neue Gärten bepflanzt «Die Erneuerung der Landwirtschaft ist weit fortgeschritten und nach wie vor auf Kurs», meldete VKK-Vorstandmitglied Bruno Sidler. Hier erbringt die Pächterfamilie Galliker enorm viel Eigenleistung. Die Klostergärten – ein Projekt der Landeskirche – sind inzwischen bepflanzt. «Die alten Gärten hatten auch ihren Charme, aber die Freude über die neuen überwiegt. Besonders spannend finde ich die historische Dimension dieser Gärten», sagte Volker Bleil, seit Februar 2019 theologischer Leiter des Klosters Kappel. Gelungen ist auch die Schaffung einer Apéro-Zone in unmittelbarer Nähe, wo selbst grosse Gesellschaften Platz finden. Eine Einweihung der neuen Gärten findet am Sonntag, 1. September, 15 Uhr, statt – mit Führungen, die auch für die Öffentlichkeit veranstaltet werden.

Statutenrevision nötig Die Delegierten sagten einstimmig Ja zu allen Geschäften. «Eine gute, solide Basis» – so lautet der Befund von Hanspeter Bachmann zur finanziellen Lage des VKK. Dieser wird mit Blick auf die Realisierung des KGplus-Projekts (Zusammenschluss von zehn Kirchge-

Die neu angelegten und mittlerweile bepflanzten Klostergärten und die Apéro-Zone auf der Südseite. «Besonders spannend finde ich die historische Dimension dieser Gärten», sagte Volker Bleil, der theologische Leiter. (Bild Werner Schneiter)

Auch Menschen am Rand für die Kirche gewinnen «Ich liebe Klöster und deren Geschichte», sagte Volker Bleil, der theologische Leiter in Kappel, als er sich den Delegierten der Kappelerpflege vorstellte. Er wurde am 14. April 2019 zusammen mit Pfarrerin Regula Eschle Wyler ins Amt eingesetzt – als Nachfolger von Markus Sahli, der ein Pfarramt übernahm. Der Theologe, der sich auch für Musik, Kunst und Architektur interessiert, hat vor 30 Jahren in Zürich studiert, war einige Monate Pfarrvertreter im Toggenburg und ist mit einer Schweizerin verheiratet. 15 Jahre war der 56-Jährige in Ulm tätig, ehe er nach Kappel kam, wo er nun seit Februar Erfahrungen sam-

melt konnte, während fünf Tagen pro Woche im Kloster Kappel lebt und den Rest in Konstanz verbringt. Einer seiner Leitsätze: «Ich will auch Menschen am Rand für die Kirche gewinnen». Damit das auch in seinem Umfeld möglich ist, strebt Volker Bleil eine umfassende Vernetzung an, nach seinen Worten die Basis für alles. Inzwischen hat er zahlreiche Antrittsbesuche hinter sich, sich mit Pfarrkolleginnen und -kollegen ausgetauscht. «Wenn wir alle an einem Strang ziehen, so sind wir unschlagbar und auch für Konfliktsituationen gerüstet», ist er überzeugt. An der Konfessionsgrenze sei das Kloster Kappel auch «ein über die Region hinaus bekanntes

Haus für Grenzgänger», offen für Ökumene.

meinden) auch die Vereinsstatuten anpassen müssen, wie VKK-Präsident Gerhard Gysel betonte. Und das geschieht dann nach der geplanten Abstimmung im kommenden Jahr. Heute

sind pro Kirchgemeinde zwei Delegierte bestimmt. Denkbar wäre eine Abordnung in Abhängigkeit der Mitglieder pro Kirchgemeinde. Wie viele es nach dem Zusammenschluss sein wer-

den, ist noch nicht bestimmt. «Eher weniger», fügte Gysel bei und forderte die Delegierten und die Kirchgemeinden auf, zu diesem Thema Ideen und Vorschläge einzubringen.

Hotel- und Seminarbetrieb floriert Trotz kleiner «Hänger» bei den Kursen, wohl herrührend von personellen Wechseln, stehe das Seminarund Bildungshaus wirtschaftlich auf solidem Boden. Und trotz baulich bedingter Unterbrechungen resultierte 2018 ein weitaus besseres Ergebnis als erwartet. Mit Blick auf das Zwingli-Jubiläumsjahr kündigte Volker Bleil auf Herbst 2019 ausserdem drei Veranstaltungen an, eine davon fällt auf den Todestag des Reformators (11. Oktober). (-ter.)

«Joyful Noise» löst sich von der Kirche

Das traditionelle Pfarreifest in Hausen im Zeichen einer Derniere Am Pfarreifest hatte er seinen letzten Auftritt, der Katholische Kirchenchor Hausen. Inzwischen hat sich der Verein von der Kirche abgelöst und wird künftig unabhängig kirchenmusikalische und auch weltliche Werke einstudieren und aufführen. Am Sonntag, 23. Juni, fand das traditionelle Pfarreifest der katholischen Kirche Hausen statt. Eine bunte Schar von Erwachsenen und Kindern fand sich zum Gottesdienst ein. Nach dem fulminanten Gospel des Kirchenchores «Make a Joyful Noise», begleitet vom Jazz-Trio Schicker, begrüssten die Gemeindeleiter, Pfarrer Angelo Saporiti und Diakon Matthias Kühle-Lemanski die Gemeinde zum Gottesdienst. Doch, wie so manchmal im Leben stehen Freud und Leid nahe beisammen. Während mit viel Freude das Pfarreifest gefeiert wurde, stand dem Kirchenchor ein grosser Abschied bevor, welcher alle Sängerinnen und Sänger sehr traurig stimmte: Nächstes Jahr hätte das 25-Jahre-Jubiläum des belieb-

ten Kirchenchor-Dirigenten Markus Etterlin gefeiert werden können. Doch es sollte nicht sein: Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Gemeindeleiter und dem Dirigenten über die Art der Kirchenmusik und die Kommunikation darüber führten zu einem tiefen Vertrauensbruch, der letztendlich zur Kündigung führte. Mit seiner menschlichen und musikalischen Kompetenz hat Markus Etterlin den Kirchenchor geprägt und zu einer klangvollen Gemeinschaft gemacht. Er hat die Fähigkeit, den Chor für ausgewählte Gesänge zu begeistern und die Musik und den Gesang in die thematischen Inhalte der Gottesdienste zu stellen. Ein reichhaltiges Repertoire von Gregorianik über zeitgenössische Komponisten bis zu afrikanischen Liedern und Spirituals hat er mit dem Chor bis zur Perfektion eingeübt und die Auftritte allesamt zu einem besonderen Erlebnis gemacht, sowohl für die Sängerinnen und Sänger wie auch für die Gottesdienstbesucher. In all diesen Jahren ist man zu einer grossen Chor-Familie zusammengewachsen.

Macht als unabhängige und selbstständige Institution weiter: Der Hausemer Chor «Make a joyful noise». (Bild zvg.) Umwandlung in eine unabhängige und selbstständige Institution Obwohl alle Sängerinnen und Sänger sehr bewegt waren, gab der Kirchenchor zusammen mit dem Jazz-Trio nochmals sein Bestes. Der letzte Auftritt mit den groovigen und berührenden Spirituals und Gospels war ein klangvolles und tolles Gesangs- und Hörerlebnis. An der ausserordentlichen Generalversammlung des Ver-

eins Katholischer Kirchenchor Hausen vom 25. Juni wurde der Umwandlung des Vereins in eine unabhängige und selbstständige Institution mehrheitlich zugestimmt: Der Verein gibt sich einen neuen Namen und neue Statuten. Dadurch löst er sich von der katholischen Kirche und wird in Zukunft unabhängig kirchenmusikalische und auch weltliche Werke einstudieren und aufführen. So kann die Chorgemeinschaft unter der Leitung

des geschätzten Dirigenten Markus Etterlin weitergelebt werden – im Sinne von «Make a joyful noise». Der Chor freut sich nun auf den Neustart – und hofft auf viele neue Stimmen. Die erste Probe findet am Dienstag, 20. August, um 20 Uhr im Singsaal der Primarschule Hausen am Albis statt. (pd.) Weitere Auskünfte erteilt die Präsidentin, Rosmarie Schlatter, Hausen, Tel. 044 764 27 26.


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Dienstag, 2. Juli 2019

Fröhliches Jubiläumsfest mit Musik, Feiern und einem Kuchen für alle Die grosse Geburtstagsparty mit dem Musikverein Harmonie Hausen Der grosse Jubiläumsabend am Freitag war der Auftakt des Musigfäschts vom vergangenen Wochenende in Hausen. 125 Jahre Musikverein Harmonie Hausen – da kamen fast alle, um mitzufeiern oder zu gratulieren. An dem fröhlichen und festlichen Abend war viel Zusammenhalt im Dorf und in der Region spür- und erlebbar. ................................................... von marianne voss Schon das Gedränge beim Sponsorenapéro zeigte, dass fast das ganze Dorf auf den Beinen war. Alle aus der Region, ob Mitglieder aus Behörden, Vereinen, Inhaber von KMUs oder Personen, die in anderer Weise mit dem Musikverein Hausen verbunden sind, waren dabei und feierten mit. Sowohl im Vorfeld wie auch bei der Durchführung des dreitägigen Festes konnte das Geburtstagskind auf sehr breite Unterstützung durch Sponsoren, Gönner und Scharen von Helfenden zählen. Auch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden war unkompliziert und sehr entgegenkommend. Unter diesem positiven Stern der Solidarität, des Gemeinnutzes und des dörflichen und regionalen Zusammenhaltes begann das dreitägige Musigfäscht am Freitagabend mit der eigentlichen Geburtstagsparty für den 125jährigen Musikverein Hausen. «Ihr dürft aufbauen auf einer langen Tradition, das verpflichtet», erklärte OK-Präsident Georges Köpfli anlässlich seiner Festrede im fast vollen Zelt. «Ihr bleibt aber nicht in alten Mustern verhaftet. Ihr interpretiert die Tradition mit viel Kreativität und Experimentierfreude. Und ihr wagt Neues.» Er betonte den Zusammenhalt über mehrere Generationen in diesem Verein und die Musizierfreude. «Wenn ihr musiziert, springt eure Freude rüber zum Publikum. Ohne euch und eure Musik wäre unser Dorfleben weniger farbig und weniger festlich.» Auf sein herzliches «Happy Birthday!» stimmte das Publikum spontan das Geburtstagslied zu Ehren des Musikvereins an. Auch Gemeindepräsident Stefan Gyseler gratulierte dem Verein und gab seiner Wertschätzung Ausdruck: «125 Jahre, das ist ein Leistungsausweis! Und, dass Musik verbindet, dafür ist der Musikverein Hausen ein Beweis. Denn ihr fördert den Zusammenhalt im Dorf.»,

Das grosse Schlussbouquet zusammen mit vier Chören und einem Dudelsack-Spieler. (Bilder Marianne Voss)

OK-Präsident Georges Köpfli zerschneidet und verteilt zusammen mit Jungmusikantinnen den grossen Geburtstagskuchen. Jubiläumsmusik mit vier Chören Matthias Morf, alias Hobo, moderierte den Jubiläumsabend, der mit einem mitreissenden Marsch begann. Die Stimmung war von Anfang an fröhlich. Mit Applaus wurde nicht gespart – sei es als Dank für die riesige Arbeit des OKs und der Helfenden oder für die abwechslungsreichen musikalischen Vorträge von Schlager bis Rock. Zu Beginn trat das Geburtstagskind unter der Leitung von Rägle Brawand alleine auf, eingekleidet in neuen Gilets und Krawatten. Dann füllte sich bald die Bühne mehr und mehr. Die befreundeten Chöre aus der Region feierten und musizierten nämlich mit – ebenso die Beginners-Band mit dem Blasmusik-Nachwuchs. So entstanden verschiedene spannende Klangvereinigungen von Blasmusik und vier Chören, die abwechselnd auftraten: der Oberämtler Chor, der Katholische Kirchenchor, der

Der Musikverein Maschwanden während der Marschmusikparade.

Schülerchor und der Jodlerklub am Albis. Zum fulminanten Schlussbouquet mit sämtlichen Musizierenden und Singenden auf der Bühne sagte Ueli Imhof, Präsident des Musikvereins Hausen: «Wir machten ja immer wieder Experimente zusammen mit Chören. Es ist für uns ein grosses Jubiläumsgeschenk, dass heute alle Chöre mitgemacht haben und wir die grosse Bühne hier mit 150 Personen voll ausnutzen konnten.» Das Schlussstück, Celtic Crest von Basler-Tattoo wurde zusätzlich von einem Dudelsack-Spieler unterstützt. Und die emotionale Zugabe von allen 150 Beteiligten war das bekannte Lied «All’s was bruchsch uf dr Wält, das isch Liebi», die mit einer kaum endenden standing Ovation verdankt wurde.

Kuchen mit 1,4 Meter Durchmesser Natürlich gab es zum Geburtstag auch Geschenke und Gratulationen vonsei-

Lokale Bands wie «The Lost Keys» mit Jonas Plüss (links) und Martin Gaisser unterhielten bis in die Morgenstunden.

ten der Chöre. Und ebenso fehlte die Geburtstagstorte nicht. Sie hatte einen Durchmesser von 1,4 Metern und war eine Spende der Bäckerei Pfyl. Sie war so gross, dass alle Gäste im Festzelt davon ein Stück geniessen konnten. Das Fest dauerte auch nach dem offiziellen Teil weiter bis in die Morgenstunden. Drei Bands mit Musikern und Sängern aus der Region, «The Lost Keys», «Wilcox» und «Last Avenue», übernahmen die Unterhaltung mit mitreissender Rock- und Popmusik und animierten viele zum Mittanzen. Andere liessen den Abend im Bier- oder im Barzelt ausklingen. Für das OK und alle, die mithalfen, war der Freitag erst der Anfang. Am Samstag und Sonntag fanden darauf in Hausen die Musiktage Amt und Limmattal statt, mit 19 auswärtigen Musikvereinen und total 650 Musikerinnen und Musikern. Marschmusikparaden, Konzertvorträge, Veteranenehrungen und natürlich geselliges Zu-

sammensein bei Speis und Trank sind feste Bestandteile eines solchen regionalen Musiktreffens. Am Sonntagabend gegen 19 Uhr sassen OK-Präsident Georges Köpfli und Ueli Imhof, Präsident des Musikvereins Hausen, bei einem kühlen Getränk im Schatten. «Ein eigenartiges Gefühl», meinte der OK-Präsident. «Während drei Jahren haben wir auf diese Tage hingearbeitet, und jetzt ist alles vorbei.» Beide sind aber sehr glücklich. «Wir haben nur zufriedene Gesichter gesehen, es war rundherum ein sehr friedliches und gelungenes Fest.» Es habe keine Zwischenfälle gegeben, keine Unfälle, keine Schlägereien, keinen Abfall am falschen Ort und keine Pöbeleien. Natürlich seien sie und wohl alle vom OK jetzt auch sehr müde, denn viel Schlaf sei während des Festwochenendes nicht möglich gewesen. Doch nun werde zuerst noch aufgeräumt. «Bis am Montagabend ist hier alles wieder weg.»

Die unzähligen Helferinnen und Helfer in ihren leuchtenden T-Shirts waren überall fleissig am Werk.


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Dienstag, 2. Juli 2019

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«Thank You for the Music» in Hausen Abba99 war ein würdiger Unterhaltungs-Höhepunkt für das dreitägige «Musigfäscht» Schillernde Outfits und Musik, die jeder kennt – damit hat die bekannte Coverband Abba99 am «Musigfäscht» in Hausen für Stimmung gesorgt. Das Festzelt war am UnterhaltungsHighlight ausverkauft. ................................................... von thomas stöckli «Jetzt hört ihr den Song, auf den ihr den ganzen Abend gewartet habt!», kündet Vera Klima, alias Agnetha, an. Und zu «Waterloo» gibts kein Halten mehr im grossen Festzelt auf dem Hausemer Schulareal. Kaum noch jemand sitzt, einige stehen bereits auf den Bänken und tanzen die ebenso schlichten wie eingängigen Choreografien mit. Der Funke ist allerdings nicht gleich von Beginn weg übergesprungen. Dabei hat die Band mit «Mamma Mia» einen Einstieg gewählt, der bei den Abba-Fans auf Anhieb ein Kribbeln im Bauch hervorrief. Doch bis einige sich vorne an den Bühnenrand wagten, solle es noch einige Songs dauern. Mit «Does Your Mother Know» und «Dancing Queen» folgten die nächsten Hits Schlag auf Schlag. «Wo sind die Abba-Fans?», fragte Vera Klima und die Antwort kam laut und vielstimmig. Mit «Money, Money, Money» setzte sich der stimmungsmässige Steigerungslauf fort. Und zu «The Winner Takes It All» steigen die ersten der Musikanten im Festzelt auf die Bänke.

Songs, die über Generationengrenzen begeistern: Abba99 sorgte am Samstagabend für Stimmung am «Musigfäscht» in Hausen. (Bilder Thomas Stöckli)

Verstärkung der Rhythmussektion: Für einen Song durfte die Dorfjugend mit auf die Bühne. Jung und Alt am Tanzen, Klatschen und Mitgehen Im zweiten Set zeigte sich das Publikum nochmals etwas lockerer. Nun waren die Sitzenden deutlich in der Unterzahl. «Super Trouper» folgte, dann das bereits eingangs erwähnte

«Waterloo». Mit «Thank You for the Music» wollte sich die Band dann um 22.30 Uhr stilecht verabschieden, doch nun wollte das Hausemer Publikum mehr – und wurde erhört. Zu «Take a Chance on Me» waren nun Jung und Alt am Tanzen, Klatschen und Mitge-

hen. So liess sich die Band sogar noch zu einer dritten Zugabe aus dem Backstage-Bereich zurückholen. «Dancing Queen» – zum zweiten Mal an diesem Abend vorgetragen – bildete dann den würdigen Abschluss eines tollen AbbaAbends.

Er sei erst skeptisch gewesen, ob sich das Festzelt an zwei Abenden füllen lasse, gestand OK-Präsident Georges Köpfli. Der Erfolg hat den Organisatoren allerdings Recht gegeben. Der Musikverein hat der Bevölkerung des Dorfes und der ganzen

Wie einst Agnetha und Anni-Frid: Vera Klima und Alexandra Sieber. Region ein tolles Fest geschenkt, an das man sich noch lange erinnern wird – auch wegen Abba99. Mit den Songs, die über Generationengrenzen begeistern, war die hochkarätige Coverband sicher eine Top-Wahl für die Samstagabend-Unterhaltung.

Geburtstagsfeier für eine 500-jährige gotische Kirche Ökumenischer Festgottesdienst und Sommernachtsfest in Knonau Die reformierte Kirchenpflege und die politische Gemeinde Knonau feierten am letzten Wochenende ein ganz spezielles Geburtstagsfest. Im Jahre 1519, kurz vor der Reformation, wurde die Dorfkirche bedeutend vergrössert und erhielt die heutige Form. ................................................... von martin mullis Am letzten Samstag feierten die Einwohner von Knonau ein Geburtstagsfest der besonderen Art. Ihre Kirche steht nicht nur mitten im Dorf, sondern auch im Zentrum des Interesses der gesamten Bevölkerung. Vor genau 500 Jahren, kurz vor der Reformation, wurde die spätgotische Kirche in Knonau in die heutige Form umgebaut und erweitert. Zusammen mit der politischen Gemeinde feierte die reformierte Kirchenpflege zu Ehren der ältesten Kirche im Bezirk ein Dorffest der ganz besonderen Art. Rund um die Kirche fanden sich überaus interessante Ausstellungsstücke, wie die alten Turmuhrzeiger, Bildbände und alte Zeitungsartikel über Ereignisse in Zusammenhang mit der Kirche, sowie eine Liste der 38 Knonauer Pfarrer seit 1518 bis 1977. Als Ehrengast begrüsste Knonau den Ratspräsidenten des evangelischen Kirchenbundes Schweiz,

Sie gestalteten den ökumenischen Gottesdienst: Die Pfarrer Thomas Maurer, Gottfried Locher und Angelo Saporiti. Gottfried Locher. Der «Anzeiger» sprach kurz vor dem ökumenischen Gottesdienst mit dem promovierten Theologen. Sozusagen der höchste reformierte Pfarrer der Schweiz freute sich sehr, als Gast bei einem so seltenen Anlass eingeladen zu sein, insbesondere da er auch das erste Mal Knonau besuche, hielt er fest.

«Es chunnt scho guet!» Bei der Begrüssung zu Beginn des Festgottesdienstes, welchen er zusammen mit dem reformierten Pfarrer Thomas Maurer und dem katholischen Priester Angelo Saporiti zelebrierte, dankte er der Kirchgemeinde für die freundliche Einladung.

Gutgelaunt auf dem Festplatz: der Präsident der reformierten Kirchgemeinde Maximilian Hofmann, und die Gemeindepräsidentin Esther Breitenmoser. (Bilder Martin Mullis)

In der kurzen Begrüssung gab der gutgelaunte hohe Gast seiner grossen Freude Ausdruck indem er festhielt, dass sein Besuch in Knonau für ihn ein ganz besonderes Erlebnis bedeute. Angesichts der bis auf den letzten Platz vollbesetzten Kirche witzelte er, dass vielleicht nicht nur die Frömmigkeit, sondern auch die Tatsache, dass die Kirche wohl vermutlich der kühlste Ort im Dorf, der Grund für den grossen Aufmarsch sei. In seiner Predigt forderte er die Gläubigen auf, wieder mehr Mut zu haben Christ zu sein und dies auch zu zeigen, sowie öfters in der Bibel zu lesen. Zum Schluss seiner eindrücklichen Worte wünschte er den Kirchenmitgliedern ganz allgemein mehr Gottvertrauen und schloss

in breitem Berndeutsch mit den Worten: «Es chunnt scho guet» seine Kanzelrede.

Ein fröhliches Sommerfest auf dem Stampfiplatz Der rund eineinhalbstündige Festgottesdienst wurde musikalisch untermalt vom Männer-à-capella-Chor «12er Chörli Lozärnerland». Am Schluss des Jubiläumsgottesdienstes wandten sich auch der Präsident der reformierten Kirchgemeinde Knonau, Maximilian Hofmann, die Gemeindepräsidentin Esther Breitenmoser, sowie der katholische Pfarrer Angelo Saporiti an die Festgemeinde. Beim anschliessenden Dorffest auf dem Stampfiplatz be-

wahrheitete sich die Prophezeihung des hohen Gastes. Trotz grosser Hitze vergnügten sich die Einwohner im und rund ums Festzelt und genossen die aufgeräumte und heitere Stimmung. Dazu trugen einige Aktivitäten sowie die Band «PS Free Choice» mit Pop und Rockmusik massgeblich bei. Auf einem familientauglichen Postenlauf durchs Dorf mussten verschiedene Fragen gelöst und bei einem Wettbewerb mit der Frage «Kennst Du Knonau» Fotos aus dem Dorf identifiziert werden. Natürlich fand die von der Kirchenpflege offerierte Lasagne reissenden Absatz. Der Einladungsflyer, welcher ein fröhliches Sommerfest zusicherte, hatte nicht zu viel versprochen.


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Dienstag, 2. Juli 2019

Immer donnerstags gehts um die Zukunft Primarschülerinnen und -schüler aus Bonstetten lancieren ihr eigenes Umweltprojekt Eine Bonstetter Primarschulklasse hat ihren ökologischen Fussabdruck ausgerechnet, war über das Ergebnis alarmiert – und hat in den folgenden Wochen ihr eigenes Umweltprojekt umgesetzt, um Tiere und Natur besser zu schützen. ................................................... von livia häberling Im Schulzimmer von Primarlehrerin Steffi Spörri in Bonstetten hängt eine schwarze Stundenplan-Tafel. «Handarbeit» und «Geometrie» standen immer donnerstags auf dem Programm. Bis Ende Mai. Seither steht dort in grossen Buchstaben ein anderes Fach geschrieben: «Donnerstage für die Zukunft». Worum geht es da? Das erzählt der Sechstklässler Frederic ein paar Tage zuvor am Tele-

fon gleich selbst. Er war es nämlich, der in der «Anzeiger»-Redaktion anrief und fragte, ob jemand für einen Bericht vorbeikommen möchte. «Seit Anfang Juni arbeiten wir in meiner Klasse an verschiedenen Projekten zum Thema Umweltschutz», erklärt er. So habe seine Klasse – unterstützt von den anderen Schülerinnen und Schülern im selben Schulhaus – während drei Wochen den Abfall auf dem Schulweg einsammelt und in der Schule deponiert. Da sei einiges zusammengekommen. Nun wolle die Klasse den Abfall auf dem Schulareal sichtbar machen. Ein Foto wär toll.

2,6 Erden, wenn alle so lebten Ein paar Tage später sitzen die Schülerinnen und Schüler in ihrem Klassenzimmer im Kreis. Heute ist Fototermin, aber vorher berichten die Schülerinnen und Schüler über ihre Projekte

Die Schülerinnen mit ihren selbst genähten und bedruckten Stofftaschen.

der letzten drei Wochen. Und auch darüber, wie das Projekt «Donnerstage für die Zukunft» überhaupt entstand. Es war nämlich so, dass die Schülerinnen und Schüler im Handarbeitsunterricht über das Thema Umwelt sprachen. Es kam die Idee auf, den ökologischen Fussabdruck der Klasse herauszufinden. Das Ergebnis erschreckte die meisten: Würden alle Menschen so leben, wie ihre Klasse, bräuchte es 2,6 Erden, um die Ressourcen für den Lebensstil bereitzustellen. Das habe die Kinder nachdenklich gemacht, sagt Klassenlehrerin Steffi Spörri: «Sie haben realisiert, dass wir nur einen Planeten haben und diesem deshalb Sorge tragen müssen.» Die Kinder wollten selber einen Beitrag leisten. Also haben Steffi Spörri und Handarbeitslehrerin Melanie Schweizer ihre Unterrichtsstunden zusammengelegt, und – in Anlehnung an Greta Thunbergs «Fridays For Future»-Bewegung – das Projekt «Donnerstage für die Zukunft» lanciert. In acht Gruppen haben sich die Schülerinnen und Schüler in Ateliers verschiedenen Projekten gewidmet. Dabei stand die Umwelt im Fokus – aber nicht nur. Eine Gruppe hat sich mit dem Recycling von Kleidung befasst, eigene Stempel erstellt und damit T-Shirts bedruckt. «Save the Polarbears» lautet der Slogan auf einem der Shirts. Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit dem Tierschutz: Sie hat die Lebensbedingungen von Walen in Freizeitparks beleuchtet und fertigte für «Greenpeace« handgemachte Plakate gegen die Haltung in Gefangenschaft. «Wie umweltfreundlich ist eigentlich eine vegane Lebensweise?», das haben sich zwei Schülerinnen gefragt.

«Das stört auf dem Schulweg»: Die Schülerinnen und Schüler mit dem Abfall, den sie in den letzten Wochen gesammelt haben. (Bilder Livia Häberling) Sie haben eine Broschüre erstellt und Tipps zusammengetragen, wie und wo sich im Alltag Plastik einsparen lässt. Eine vierte Gruppe hat für die Schülerinnen und Schüler Stoffsäcke aus alter Bettwäsche genäht, um zukünftig auf Plastiksäcke zu verzichten. Apropos: Auch in ihrem Klassenlager im Tessin, das inzwischen stattgefunden hat, wollte die Klasse möglichst plastikfrei leben – dazu hat Handarbeitslehrerin Melanie Schweizer zusätzliche Säcklein für Esswaren genäht.

Eine dringliche Bitte Ihr Engagement haben die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Insta-

gram-Account #wir_werden_es_schaffen dokumentiert. «Wir möchten die Leute über die Sozialen Netzwerke daran erinnern, dass wir nur eine Welt haben und ihr Sorge tragen müssen», sagt ein Schüler. «Schaffen» möchten sie es mit ihrem Engagement aber auch, dass weniger Plastik produziert, gekauft und weggeworfen wird. Und: Dass ihr Schulweg in Zukunft sauber bleibt. «Ich verstehe nicht, warum manche Leute ihre Zigaretten und Abfälle auf den Boden werfen. Es hat doch Abfalleimer», sagt eine Schülerin. Deshalb möchte die Klasse im «Anzeiger» eine Bitte platzieren: «Bitte schmeisst euren Abfall nicht mehr weg, sondern nehmt ihn wieder mit.»

«Hot stuff» von und mit Obfeldens Abschlussklässlern Die Präsentation der Abschlussarbeiten der Sekundarschule Obfelden wurde in jeder Hinsicht zu einem heissen Event. Die mitreissende Präsentation der vielfältigen Projekte heizte allen noch mehr ein. ................................................... von christine häusermann Zum Ende ihrer Schulzeit an der Sekundarschule Obfelden müssen die Schülerinnen und Schüler eine Reihe von interdisziplinären Aktivitäten entwickeln, damit sie ein festgelegtes Ziel – ihr Projekt – bis zum Schulabschluss im Sommer realisieren können. Diese Projektarbeit wird insbesondere von der eigenen Familie, den Lehrerinnen und Lehrern und natürlich von den Schulkolleginnen und -kollegen mit Spannung erwartet. Einige wagen auch den Schritt, das eigene Projekt auf der Bühne zu präsentieren, unterstützt werden sie dabei von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, die in

der hintersten Reihe des grossen Saals sitzen und die Performer vorne auf der Bühne mit Riesenapplaus, begeisterten Rufen und Pfiffen anspornen. Dazwischen sitzen die Angehörigen, von den Eltern, Geschwistern, Grosseltern bis hin zu Patentanten, Onkeln und Freunden, die gerne grosszügig in den Applaus miteinstimmen. Eltern und Lehrer sind tolerante und grosszügige Menschen, sie halten stoisch die Hitze und Feuchtigkeit im Saal aus – einer sieht noch aus wie aus dem Ei gepellt, mit Krawatte und Anzug – unbeirrt lassen sie sich von den kreischenden Teenies die Ohren zudröhnen, warten geduldig auf die nächste Produktion und der eine Vater oder die andere Mutter verdrückt schon mal eine Träne vor lauter Stolz und Rührung über den Nachwuchs.

Am Projekt zeigt sich die Leidenschaft der Jugendlichen Er bleibt cool in dieser halben Stunde, Moderator Andrin: «Herzlich willkommen zu diesem sehr schönen Abend,

Jennifer wich auf Hasen aus, um ihre Familie zu porträtieren. (Bild C. Häusermann)

e chli heiss aber suscht isch er guet.» Andrin rückt seine präsentierenden Kolleginnen und Kollegen ins beste Licht, er lobt sie schon bei der Ansage und nach der Präsentation erst recht: «Wirklich ein sehr schönes Heimkino», «ein sehr toller Film», «ä sehr spannends Buech». Für Anja und Andrea ist offenbar Englisch ihre Lieblingssprache, sie haben zusammen ein ganzes Buch geschrieben, eine Coming-of-Age-Liebesgeschichte, die auch auf einer App im Internet nachzulesen ist. In English, love stories are so much more romantic than in German, aren’t they. Sie lesen mit guter Aussprache einen Ausschnitt aus ihrer Lovestory. Es überrascht, dass die beiden im Vorfeld beim kurzen Abriss der Geschichte von einem «Bueb» reden, der in der Schule seine grosse Liebe trifft. Remo präsentiert sein selbst gemachtes Heimkino, dabei scheint insbesondere das Aux-Kabel wichtig zu sein, das er mit den Kissen kaschiert und das den Nachbarn offenbar einen ruhigen Abend gewährleisten soll, auch wenn Remo in seinem Kino sitzt. Sie werden es ihm danken. Stefanie erklärt dem Publikum, wie sie ihren Body in den letzten Monaten mit Verhaltensänderungen geformt hat. Dabei hat sie offenbar «Dynamic Resistance» überzeugt, ein Trainingsprogramm, bei dem man weder ein Fitness-Studio noch Hanteln oder Geräte braucht, man arbeitet nur mit dem eigenen Körpergewicht und dem Geist. Kurzerhand funktionierte sie den Zendenfrei-Saal in ein FitnessStudio um, alle machten mit: Go! Sehr gut. Go! Aufstehen. Go! Ganz interdisziplinär interaktiv. Go! «Mit Abwechslung und Spass ein Pferd trainieren», dies der Titel eines Handbuchs, das Ladina geschrieben hat. Im Video präsentiert die Pferde-

flüsterin ihre Methode, die Abwechslung und Spass für Reiterin und Pferd garantieren soll. Janis hingegen wundert sich, wie die Menschen früher ohne Digitalisierung leben konnten und produziert damit einen Lacher im Publikum. Der bereits etwas zum Dozieren neigende junge Mann macht eine grosse Auslegeordnung über die drei Kapitel seiner Abhandlung über die Digitalisierung und schliesst, dass sein Buch bereits im Handel nicht mehr erhältlich sei, der Link zu einem pdf mit «seiner sehr lesenswerten Analyse» sei aber an seinem Stand zu beziehen. Ist es möglich, dass das Buch nicht rechtzeitig fertig wurde?

Pure Energie Bei gefühlten 40 Grad in der Mehrzweckhalle Zendenfrei tobt der Saal insbesondere nach der gekonnten Tanzvorführung von Mervé und Alexandra, die lustvoll, geschmeidig und sexy die von Mervé erarbeitete Choreografie dancen. Dem Publikum wird noch mehr eingeheizt, der Saal kocht langsam. Die jungen Frauen hinten im Saal sind hin und weg und brechen am Schluss der Vorführung in Begeisterungsstürme: «Mervé, Mervé», rufen die Groupies sind aber wieder ganz diszipliniert, als es gilt, Riccardas Präsentation ihres Buches anzuhören, das sie auf Rätoromanisch geschrieben hat. Auf gute Aussprache achtend, liest sie ihren Text in melodiösem Rumantsch. Der Abschnitt wird darauf von ihrer Kollegin in Deutsch vorgetragen, damit auch die Mehrheit im Saal versteht, worum es geht.

Von wegen Gender Moderator Andrin dankt dem Publikum am Schluss der Präsentation für

die «starke Aufmerksamkeit» und verweist auf die Stände, wo alle übrigen Abschlussklässler ihre Projekte dem Publikum vorstellen wollen. Zum Glück für das Publikum haben sich einige ihren kulinarischen Wurzeln gewidmet, so kann man sich an diesem Anlass auch durch viele fremdländische Küchen essen, ganze Kochbücher wurden realisiert und Kostproben daraus angeboten. Die Schüler haben mehrheitlich technische, chemische, elektronische, motorisierte und handwerkliche Projekte umgesetzt, von der beleuchteten Weltkarte über ein Pult mit eingebauten LED-Leuchten, dem Bau eines Drifttrikes, ein gepimptes Dreirad, bis hin zum gezimmerten Büchergestell. Die Schülerinnen kochten, backten, strickten, schrieben, realisierten Projekte rund um ihren Körper, ob muskulär oder dekorativ. Zwei Schülerinnen haben ein soziales Projekt mit Senioren realisiert. Eine Schülerin zeigt ihr fröhliches Bilderbuch einer Hasenfamilie, deren Mitglieder Analogien zu ihrer eigenen Familie aufweisen würden, wie die junge Frau verschmitzt meint. Eine sportliche junge Frau, hat gleich ein eigenes Fitnessprogramm mit professionell anmutendem, stylish gestaltetem Manual zusammengestellt, für das es schon einige Bestellungen gäbe, wie sie stolz sagt. Sie trägt den Arm in der Schlinge, nein, keine Bange, das sei kein Ermüdungsbruch wegen ihres intensiven Programms. Nicht nur die Hitze im Saal, auch die Energie und die Leidenschaft für ihre Hobbys, die die Schülerinnen und Schüler in ihre Projekte gesteckt haben, sind sehr präsent an diesem Abend. Vielleicht ein roter Faden, wenn sie dereinst vor weiteren beruflichen Entscheidungen in ihrer Laufbahn stehen.


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Nach sechs Monaten sind sie am Ziel Sekundarschüler in Affoltern haben ihre Abschlussprojekte vorgestellt Am Donnerstag, 26. Juni, präsentierten die Schülerinnen und Schüler der 3. Sekundarstufe am Schulhaus Ennetgraben in Affoltern ihre Abschlussprojekte. ................................................... von katrin kuhrmann Die Arbeiten entstanden im Rahmen des Fachs Projektunterricht. Bereits im Dezember hatten die Schülerinnen und Schüler die selbst ersonnenen Projekte ausgewählt und während den folgenden sechs Monaten hart daran gearbeitet. Am vergangenen Donnerstag konnten sie schliesslich die Ergebnisse ihren Familien und Freunden vorstellen. Diese fanden sich umringt von einem regelrechten Panoptikum mit kreativen Arbeiten aus allen möglichen Bereichen: Möbel und Werkzeuge, Kosmetikartikel und Kostüme, Zeichnungen und Gemälde, Kochbücher, Geschichten, Dokumentationen und sogar ein turnender Hund waren unter den über 100 Projektarbeiten zu finden.

Talent und Förderung Inspiration und Hilfe fanden viele Schüler bei ihren Familien. Auf die Idee für ihre Tiffany-Lampe wurde Kerstin Kleinlercher (15) von ihrem Grossvater gebracht. «Am schwierigsten war es, das Glas für den Schirm zu brechen», berichtet sie. Zum Glück unterstützte der Grossvater sie mit guten Ratschlägen bei der Arbeit. Besondere Aufmerksamkeit erregte das riesige Hängesofa von Loris

Besondere Aufmerksamkeit erregte das riesige Hängesofa von Loris. (Bilder Katrin Kuhrmann) Fontana. Das Talent für Handwerk liegt in der Familie; Loris’ Vater betreibt ein eigenes Dachdeckerunternehmen. In seiner Werkstatt hat Loris das Hängesofa entworfen und gebaut. Es ist nicht das erste Projekt für den 15-Jährigen. «Für unseren Nachbarn habe ich auch schon eine Futterkrippe gebaut», erklärt er. Schreiner will er aber nicht werden. Nach der Schule startet er eine Ausbildung zum Landwirt. «Vielleicht lasse ich mich später noch zum Dachdecker ausbilden – wie

Papa», ergänzt Loris. Und die Schaukel? «Die wird zu Hause im Garten aufgebaut.»

Kunststücke und Flucht-Geschichte Das wohl herzigste Projekt des Abends präsentierte der 15-jährige Laurin Bassler mit seiner Australian Shepherd Hündin Toffee. In sechs Monaten trainierte Laurin mit Toffee eine ganze Choreografie an Kunststücken, die sie vor den begeisterten Zuschau-

Laurin hat mit seiner Hündin Toffee Kunststücke trainiert.

ern vorführte. Nachhaltig beeindruckte das Projekt von Mohammad Haji Ahmad. In nahezu perfektem Deutsch schilderte der 17-Jährige, der erst seit drei Jahren in der Schweiz lebt, in einem packenden Bericht die Geschichte seiner Flucht aus Syrien. «Damit meine Geschichte nicht vergessen geht», erklärt er seine Idee für dieses Projekt. Das Schreiben empfand er als lehrreiche Herausforderung. «Am schwierigsten war es, die richtigen Formulierungen zu finden. Aber das

hat mir geholfen, mein Deutsch weiter zu verbessern und den Wortschatz zu vergrössern.» Darüber freut sich Lehrer Felix Naef, der das Fach Projektunterricht betreut. Das Lernziel geht über Grammatik und Wortschatz weit hinaus. «Ziel ist es, dass die Schüler lernen, zu reflektieren und planerisch zu denken», erklärt Naef. Wenn dabei eine spannende Geschichte oder eine bequeme Schaukel entsteht, ist das natürlich umso besser.

Eine Kreativ-Werkstatt im Schulhaus Güpf Projektpräsentation der Schulabgänger der Sekundarschule Hedingen Zum Aufbruch in eine neue Lebensphase wurden die Sek-Schülerinnen und -Schüler noch einmal gefordert. Sie erarbeiteten frei gewählte Projekte, welche in den Räumen des Schulhauses Güpf ausgestellt, erklärt und vorgeführt wurden. ................................................... von martin mullis Zum Start ins Berufsleben oder zu einem Studium erarbeiteten die Sekundarschüler fantasievolle und krea-

tiv umgesetzte Projekte. Sie investierten sehr viel Zeit, um ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Die 30 Projekte, welche in den Schulräumen des Schulhauses präsentiert wurden, zeigten den beachtlichen Ideenreichtum der Schulabgänger. Die Klassenzimmer und Mehrzweckräume wurden in eine Ausstellung umfunktioniert, welche nicht nur die Projekte der Schülerinnen zeigte, diese wurden von den Herstellenden natürlich erklärt und zum Teil auch vorgeführt. Der grosse Aufmarsch und das Interesse von Eltern, Verwandten und Freunden belohnte die Arbeit und den Aufwand,

Designter Liegestuhl: Charles Cann mit Schulleiter Ueli Trindler. (Bilder Martin Mullis)

welche die Jugendlichen dafür geleistet haben. Neben zahlreichen Lehrpersonen waren natürlich auch die verantwortlichen Lehrerinnen Alice Stierli und Julia Bolli damit beschäftigt, den Rundgang durch die Ausstellung zu begleiten. Ebenfalls anwesend war Roland Schneider, Gemeinderat Ressort Bildung, und Schulleiter Ueli Trindler.

Fantasievoll, aber auch zweckmässig In den Ausstellungsräumen fanden sich nicht nur fantasievolle und erstaunlich originelle Umsetzungen der

kreativen Ideen, sondern auch praktische und zweckmässige Projekte, welche durchaus Alltagstauglichkeit bewiesen. Möbel wie Tische, Regale, ein Wandpult, ein Aquariummöbel und ein Bett wurden gezimmert, eine Wohlfühloase, und eine Gartenlounge luden zum Faulenzen ein. Lara Furrer, welche demnächst eine Ausbildung als Fachfrau Gesundheit absolvieren wird, schuf mit eigenen Händen eine massive eiserne Feuerschale mit mehr als einem Meter Durchmesser. Die dazu nötigen Schweissarbeiten lernte sie bei ihrem Vater, der als Fahrzeugschlosser arbeitet. Stolz präsentierte

auch Charles Cann einen von ihm selbst designten, auf die minimalste Funktion komprimierten Liegestuhl. Die aufgeführten Projekte sind nur ein kleiner Ausschnitt der Arbeiten, sie sind jedoch Zeugnis einer Gestaltungskraft, welche auch im kommenden Berufsleben eine grosse Rolle spielen wird. Die Vielfalt der Ideen liess die Besucher staunen und erfüllte sowohl die Schüler und Schülerinnen als auch Eltern und Lehrpersonen mit grossem Stolz. Die Ausstellung und die Präsentation der Projekte dürfen als sinnreicher und wertvoller Start ins Berufsleben bezeichnet werden.

Geplant, geschmiedet und geschweisst: Lara Furrer mit ihrer Feuerschale.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Juli 2019

forum

Erst zuhören, dann sprechen Nationalrat Haab: Rede geht viral, «Anzeiger» vom 25. Juni. Man kann den Einstand von Neu-Nationalrat Martin Haab in Bern aber auch als peinlich bezeichnen: dass die SVP gerne lautstark nach der Devise argumentiert «wir nicht und die andern auch», wissen wir zwar schon länger – nur ja nicht das Problem als solches anschauen ... Ich als Säuliämtler fühle mich jedenfalls von dieser «fulminanten Antrittsrede» nicht repräsentiert! Zum Glück sind ja bald Wahlen. Urs Moser, Rifferswil .........................................................................

Die Marrokanerin Suomaja Rota bringt am Nationentag im Schulhaus Semper der Klasse ihres Sohnes die Kultur ihres Heimatlandes näher. (Bild Stefan Schneiter)

Andere Länder und Kulturen nahebringen Nationentag in der Schuleinheit Butzen Semper Wie sieht der Alltag für Schüler in Marokko aus? Wie schmeckt ein brasilianisches Dessert? Wie tönt das Lied «Bruder Jakob» auf französisch? Wie tanzt man einen russischen Volkstanz? Interessante Einblicke in andere Länder und Kulturen, hautnah durch Landsleute vermittelt, ermöglicht der Nationentag den Kindergärtlern und Schülerinnen der Schuleinheit Butzen Semper in Affoltern. ................................................... von stefan schneiter «Ihr seid Luxusschüler», sagt Suomaja Rota den 3. Klässlerinnen und -klässern von Lehrerin Christine Bührer im Schulhaus Butzen. Und die Kinder glauben es ihr auf Anhieb. Haben sie doch eben erfahren, dass in Marokko Klassengrössen bis 41 durchaus normal sind, dass Schulwege bis zehn Kilometer ohne Auto zurückgelegt werden und dass der Unterricht dort vielerorts nicht in Klassenräumen, sondern unter freiem Himmel stattfindet. Und dass hitzige Temperaturen, wie sie am vergangenen Donnerstag in Affoltern herrschten, in Marokko üblich sind. Auch dass Papier und Schreibmaterial in Schulen oft Mangelware sind. Solche Tatsachen erfahren die 3.Klassschüler von der Marokkanerin Suomaja Rota. Sie ist die Mutter von Adam, der in diese Klasse geht. Vor seinen Mitschülern demonstriert der Neunjährige mit einem Turban, wie Nomaden in seinem Herkunftsland Sandstürmen in der Wüste trotzen.

Mit sichtlichem Stolz erzählt Adam viele interessante Sachen aus Marokko. Schliesslich verteilt er seinen Klassenkameraden Zettel, auf denen diese versuchen müssen, einen arabischen Satz – notabene von rechts nach links – zu schreiben. An diesem Tag ist Nationentag, der alle drei Jahre stattfindet in der Schuleinheit Butzen Semper. Ziel dieses Tages ist es, unterschiedliche Kulturen und Länder einander näherzubringen. «Wir wollen die Vielfalt der verschiedenen Nationen und Kulturen und deren Wert den Kindern an unserer Schule aufzeigen und nahebringen», erklärt Schulleiter Martin Schwab die Zielsetzung des Nationentags. Menschen aus dem jeweiligen Land können dies viel authentischer und glaubwürdiger vermitteln als Lehrpersonen. Diese Form der kulturellen Vermittlung ist wichtig in einer Schule mit einem Ausländeranteil von über 40 Prozent. Butzen Semper macht beim Programm Quims (Qualität in multikulturellen Schulen) mit. Gemäss diesem haben Schulgemeinden und Schulen den Auftrag, dort zusätzliche Massnahmen durchzuführen, wo viele Kinder und Jugendliche mit nichtdeutscher Erstsprache und aus unteren Sozialschichten unterrichtet werden.

Ein Gipfeli ist kein Croissant In der 6. Klasse von Lehrer Christian Berchtold wird zur gleichen Zeit Leckeres geboten. Andrea Vedovato, die brasilianische Ehefrau des Lehrers, gibt der Schülerschaft in englisch Anweisungen, wie sie selbst Beijinhos und Briadeiros, feinsten brasilianischen Konfekt aus Kokosraspeln, Butter und Schokolade zubereiten kön-

nen. Danach können die Schüler den selbst zubereiteten Konfekt kosten – und sind begeitert. Zuvor haben sie eine Menge Interessantes über die Menschen und Kultur dieses aus unserer Sicht so exotischen Lands am Amazonas erfahren. Derweil geht es im Kindergarten Semper sehr französisch zu und her. Carline Beksa, Mutter des fünfeinhalbjährigen Arthur aus Savoyen, hat an diesem Morgen in vier Kindergartenzügen genau je 28 Minuten Zeit, das Nachbarland der Schweiz zu präsentieren. Sie macht das – stufengerecht – très charmant auf virtuose Art. Die Kinder erfahren, dass Frankreich nur gut eine Fahrstunde entfernt hinter Basel beginnt, dass die bei uns oft verwendeten Begriffe Velo, Portemonnaie und Coiffeur französische Wörter sind. Sie lernen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Gipfeli und Croissants kennen. Und schliesslich, bevor sie aus Kapla-Hölzchen einen Eiffelturm bauen, singen sie gemeinsam das ihnen bekannte Lied «Bruder Jakob» in der französischen Version «Frère Jacques». Voller Begeisterung wecken die Kindergärtler zur Zeile «Hörst du nicht die Glocken» einen ihrer Kameraden glockenschwingend aus dem Schlaf.

Kulinarische Völkerverbindung Mit ebensoviel Interesse und voller Engagement geht einen Stock höher eine Kindergartenklasse zur Sache, wenn es darum geht, russische Volkstänze zu tanzen. Der Russin Alevtina Roost gelingt es in ihrer Volkstracht im Nu, die Kinder in einer halben Stunde in veritable russische Tänzer zu verwandeln.

Den Sommer im Säuliamt geniessen

«Anzeiger» lädt zum Leserfoto-Wettbewerb Der Sommer ist da. Viele verreisen in dieser Zeit, andere verbringen die warmen Tage zu Hause. Wenn etwa die Kinder mit der Spritzkanne spielen, der Lebenspartner mit einem kühlen Drink in der Hand und den Füssen in einem Wasserbecken den Ausblick geniesst oder der Hund sich nach dem kühlen Bad in der Reuss schüttelt, dass die Wassertropfen nur so fliegen, können tolle Fotos entstehen. Unter dem Titel «Den Sommer im Säuliamt geniessen» veröffentlicht der «Anzeiger» bis Mitte August Leserbilder. Gefragt sind nicht nur tolle Moti-

ve, sondern auch aussergewöhnliche Perspektiven oder Ausschnitte. Die Bilder, welche die «Anzeiger»-Jury am meisten überzeugen, werden prämiert. Es locken Preise im Gesamtwert von über 100 Franken. Ihr Bild schicken Sie in Originalgrösse per E-Mail mit Betreff «Fotowettbewerb» an redaktion@affolteranzeiger.ch. Bitte vermerken, wer und was auf dem Bild zu sehen ist und Adresse sowie Telefonnummer angeben. Die Redaktion entscheidet über die Publikation, die Gewinner werden benachrichtigt. (tst.)

Sprung ins kühle Nass. (Bild tst.)

Es gibt wirklich nur die eine ungeschriebene Regel für neue Parlamentsmitglieder. Die heisst: Erst einmal zuhören, dann sprechen. Mit Anstand und Respekt vor seinen bestandenen Amtskollegen ist das selbstverständlich, da braucht es keine Regel. Aber der Durst nach Erfolg ist brennend. Die Hoffnung so gross, dass die eige-

nen Parteikollegen Ihnen bewundernd auf die Schulter klopfen. Und wie verliebt Sie in sich selber sind. Ein Filmchen muss her und wenn Sie ihn selber drehen müssen, um ihn auf Facebook zu stellen. Nun zu ihrem ersten, grossen Referat. Hier hätten sie, Herr Haab, mit ökologischem Wissen brillieren können. (Bei den beiden Volksinitiativen – ohne synthetische Pestizide – sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung.) Aber nein, Sie schlugen mit Worten um sich, dass die anderen auch, und nicht nur wir Bauern, und wenn schon wir, dann nur in einem ganz kleinen Mass schuldig sind an der Verunreinigung des Wassers. Das sind doch Argumente aus der Kinderzeit. Damals wurden wir von den Erwachsenen aufgefordert, zuzuhören, um zu lernen, die Probleme zu lösen, und nicht nur weiterzuschieben. Jetzt möchte ich Ihnen, Herr Haab, noch etwas in Erinnerungrufen; Gott erschuf die Welt für uns alle, nicht nur für die Bauern. Vreni Weibel, Mettmenstetten

Rekordhitze kein Handicap für Köppel Der Vorstand der SVP Bonstetten war bei den Vorbereitungen am Nachmittag ein wenig skeptisch, ob in dieser Hitze jemand kommen würde. Weit gefehlt: Rund 100 Interessierte aus nah und fern fanden trotz glühender Hitze den Weg in den Gemeindesaal. Kaum hatte Sektionspräsident Claude Wuillemin den Startschuss für die 48. Etappe der «Tour de Köppel» gegeben, legte der Redner sofort los. Auf lustige Art und Weise schilderte er seine Motivation zu dieser MammutTour. Seine Ausführungen waren in drei Hauptthemen gegliedert: Klima, Migration und EU-Rahmenabkommen.

Während einer Stunde und ohne Spickzettel hielt er das Publikum auf Trab. Immer wieder erntete er Szenen-Applaus. Sogar ein Telefongespräch von Bundesrat Cassis brachte ihn nicht aus dem Konzept. Schweissgebadet beantwortete er alle Fragen kompetent und sehr verständlich für alle. Der Moderator (unterdessen auch schwitzend) erklärte nach 90 Minuten, das Ziel dieser 48. Etappe sei erreicht. Er verabschiedete Roger Köppel unter grossem Applaus. Bei Sandwich und Getränken wurde noch eine Stunde weiter politisiert. SVP Bonstetten

Chancengleichheit ist kein Luxus Direkte Demokratie als Erfolgsrezept, Leserbrief vom 28. Juni. Gemäss dem Leserbrief von Hans Finsler sieht Roger Köppel die Umsetzung der Chancengleichheit und die Bekämpfung des menschengemachten Klimawandels als Luxusprobleme. Art. 2 Abs. 3 unserer Bundesverfassung besagt, dass sich die Schweizerische Eidgenossenschaft für eine möglichst grosse Chancengleichheit unter Bürgerinnen und Bürgern zu sorgen hat. Ist die Umsetzung unserer Bundesverfassung ein Luxusproblem? Ist es Luxus, sich dafür einzusetzen, dass alle Menschen in der Schweiz die gleichen Rechte und Chancen haben sollen? Dabei handelt es sich keinesfalls um Luxusprobleme, sondern um eine absolute Notwendigkeit. Die Gleichstellung und Chancengleichheit von Frau und Mann etwa ist ebenfalls in unserer Verfassung festgeschrieben. Sich für den gleichen Verdienst und die gleichen Karrieremöglichkeiten von Frau und Mann einzusetzen, ist kein Luxus, sondern auf der Grundlage unserer Verfasanzeige

sung absolut notwendig und zeitgemäss. Die vom Denkmal vor der Post in Affoltern geehrten Opfer haben sich genau für mehr Chancengleichheit eingesetzt. Sie wollten die gleichen Rechte und Chancen wie die mächtigen Herren der Stadt Zürich. Dafür und für nichts anders haben sie gekämpft und ihr Leben gelassen. Auch die Bekämpfung des menschengemachten Klimawandels ist keinesfalls ein Luxusproblem. Es herrscht heute Konsens darüber, dass sie notwendig ist, um zukünftigen Generationen ein friedliches Leben auf unserem Planeten zu ermöglichen. Wer die Notwendigkeit zum Handeln verneint, benimmt sich genau wie die abgehobenen Eliten in den untergegangenen Reichen. Er bewegt sich in einer Blase aus Luxus und Arroganz und sieht die grossen Probleme nicht, die auf uns zukommen. Um den menschengemachten Klimawandel zu bekämpfen bedarf es sofortigen und solidarischen Handelns. Da muss auch die vermeintlich kleine Schweiz ihren Beitrag leisten! Jan Schneebeli, Affoltern a. A.


Vermischtes

Gipfeltreff

Am Eidgenössischen

Austausch und Bewegung für Menschen mit Gedächtnisschwierigkeiten. > Seite 13

Der TV Mettmenstetten überzeugte in Aarau in der ersten Stärkeklasse. > Seite 15

Wo die Traumferien beginnen!

10 Jahre «Reisebar» in Bonstetten Ihr 10-Jahre-Jubiläum feiert das unabhängige Reisebüro Reisebar an der Stallikerstrasse 1b in Bonstetten gleich zehnmal dieses Jahr. Der monatliche Apéro ist ein Treff für alle Ferienfreudigen. «Für alles, was bereisbar ist …», lautet der Slogan des unabhängigen Bonstetter Reisebüros Reisebar, das mit Vorliebe für seine Kunden individuelle und massgeschneiderte Qualitätsangebote für Reisen in alle Welt zusammenstellt. Genauso individuell sind auch die Feierlichkeiten zum 10-Jahre-Jubiläum, das Ursula von Allmen und ihr Reisebar-Team mit Nadja Blaser und Marlies Wetter heuer feiern können. Zehnmal laden sie zum ungezwungenen Apéro, bei denen lockere Gespräche über Feriendestinationen und Reisemöglichkeiten im Mittelpunkt stehen. Vergangenen Donnerstagabend fanden sich entsprechend auch an der sechsten Folge zwischen 17 und 20 Uhr zahlreiche Ferienfreudige im Reisebüro vis-à-vis der SBB-Station Bonstetten-Wettswil ein. Man genoss die Plaudereien, holte sich Informationen vom Reisebar-Team und labte sich an den leckeren Naschereien mit internationalem Flair. Ihren siebten Reisebar-Jubiläumsapéro führen Ursula von Allmen, Nadja Blaser und Marlies Wetter dann

Dienstag, 2. Juli 2019

Nach einer turbulenten Saison steigt die Zweite Mannschaft des FC Affoltern auf. > Seite 17

Sozialwerk im Wandel: Vernissage zum Buch «Die Anstalt Kappel»

am Donnerstag, 29. August, zwischen 17 und 20 Uhr, durch – nach bewährtem und geschätztem Muster. Und danach beschliessen am 3. Oktober, 14. November und 12. Dezember noch die letzten drei Apéros das Jubiläumsjahr. An interessantem Gesprächsstoff wird es wohl auch dann nicht fehlen, zumal das Bonstetter Reisebüro die gesamte Palette an Reise- und Urlaubmöglichkeiten anbietet. Egal, ob Badeferien, Kreuz- und Flussfahrten, Städte- und Sprachreisen, Ferien zum Golfen, mit dem Motorhome oder dem eigenen Auto in einem Ferienhaus in Europa … das Reisebar-Team berät und betreut – vor, während und nach der Reise – persönlich und individuell, exakt nach Bedürfnis. Das gilt genauso für die vom Reisebar-Team wunschgenau zusammengestellten Reisen in alle Welt, wie für die als Vertretung vermittelten Angebote aller bekannten Reiseveranstalter sowie von zahlreichen Spezialisten. So ist die Reisebar wahrhaftig eine sympathische und kompetente Spezialistin «für alles, was bereisbar ist». (kb.) Reisebar GmbH , Stallikerstrasse 1b, Bonstetten. und von 13.30 bis 18.30 Uhr, Samstag nach

Anlässlich der Buchpräsentation im Apéro-Bereich des Klosters Kappel, von links: Gerhard Gysel, Präsident des Vereins Kloster Kappel; Volker Bleil, theologischer Leiter, Andreas Müller, Buchautor; und Sebastian Brändli, Historiker.

telefonischer Vereinbarung. Tel. 043 466 04 75,

(Bild Werner Schneiter)

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 12

E-Mail: travel@reisebar.ch, weitere Infos unter www.reisebar.ch.

Bis zum Ende ihres Jubiläumsjahrs feiert die Bonstetter Reisebar noch viermal mit allen Ferienfreudigen bei einem Jubiläumsapéro. (Bild Urs E. Kneubühl)

Neun neue Lehrerinnen fürs Säuliamt

Ab sofort bereichern 62 frisch diplomierte Primarlehrerinnen und Primarlehrer sowie 26 Lehrpersonen für Kindergarten und Unterstufe die Bildungslandschaft, unter ihnen auch die drei Bonstetterinnen Livia Arnold, Sandra Michel und Tanja Schwieger, die drei Affoltemerinnen Laurraine Baum, Jessica Baumann und Laura Masset, die beiden Obfelderinnen Lea Gysel und Kathrin Wittwer sowie Viviana Hensler aus Mettmenstetten. Letztere wurde für ihren hervorragenden Abschluss speziell gewürdigt.

Dritte Liga

Was der liederliche Lebenswandel mit Kappel zu tun hat

Das Leben von einfachen, armen, alten und zum Teil verwahrten Leuten ist das Thema des Buchs «Die Anstalt Kappel – ein Sozialwerk im Wandel. Autor Andreas Müller hat anhand von Alltagsgeschichten bisher Verborgenes hervorgeholt und Geschichte «von unten» beleuchtet. ................................................... von werner schneiter

88 Studierende haben ihre Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Zug erfolgreich abgeschlossen, darunter auch neun Säuliämtlerinnen. Am 27. Juni wurde ihnen das Lehrdiplom überreicht.

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Als Lohn für ihre dreijährige Ausbildung überreichten Rektorin Esther Kamm und Stephan Schleiss, Zuger Regierungsrat und Präsident des Hochschulrates, den Absolvierenden der PH Zug das Lehrdiplom. Gleichzeitig erhielten die Studierenden des Abschlussjahrgangs auch die Bestätigung für ihren Bachelor-Abschluss. (pd.)

Die Mettmenstetterin Viviana Hensler (2. v.l.) wurde speziell geehrt. (Bild zvg.)

Das Kloster Kappel ist in zahlreichen Büchern thematisiert, insbesondere in jenem der Historiker Thomas Huonker und Peter Niederhäuser, das 2008 zum 800-jährigen Bestehen erschien. Mit der Schrift «Die Anstalt Kappel am Albis – ein Sozialwerk im Wandel», hat Andreas Müller aus Hausen, langjähriger Präsident der Kappelerpflege, die Geschichte der Institution um einen bisher weitgehend fehlenden Teil ergänzt: das Leben und Wirken in der Anstalt Kappel im 20. Jahrhundert, von 1936 bis zu ihrer Schliessung im Jahr 1980, als das Kloster zum «Haus der Stille und Besinnung» wurde. Sein 164 Seiten starkes Werk wurde anlässlich der Vernissage mit viel Lob bedacht, für seine damit verbundene Akribie, die grosse Sammelarbeit und den Fleiss. «Sonst wäre ein nicht immer helles Kapitel in Vergessenheit geraten», sagte Volker Bleil, der theologische Leiter des Klosters Kappel, in seinen Begrüssungsworten. Ihn beeindruckt, dass Andreas Müller ein bisher kaum thematisiertes Kapitel beleuchtet hat, nämlich jenes der «kleinen Leute», die in der Anstalt gelebt haben. Ihren von allerlei menschlichen Schwächen durchzogenen (Arbeits-)Alltag dokumentiert der Autor in authentischer und lesenswerter Form.

Zahlreiche Zeitzeugen Ohne Zeitzeugen wäre das nicht in dieser Weise gelungen. Andreas Müller erwähnte an der Vernissage eine ganze Reihe von Menschen, auf deren Schilderungen seine Zeilen fussen, insbesondere die Gespräche mit dem im Aufseherdienst der Armenanstalt tätigen Paul Berthoud. Er habe ihm 1998 vom Essen in der Anstalt erzählt, von Menüs, die sich Woche für Woche wiederholten. Als wichtiger Informant fungierten unter vielen anderen auch Pfarrer Christoph Hürlimann und Dr. Paul Adler, Arzt aus Hausen, der als Anstaltsarzt wirkte. «Das hat mir letztlich den Anstoss gegeben, das Leben in der Anstalt für die Nachwelt nachzuzeichnen, sonst geht das verloren», sagte Andreas Müller, der Hunderte von Stunden in das Werk investiert hat. Der Autor erwähnte die grossen Umwälzungen, vor allem in den 1960er-Jahren, als die Anstalt mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte, aber auch den nach 1927 entbrannten Streit auch, ob die Kirche oder die politischen Gemeinden für das Sozialwesen im Bezirk zuständig ist. Müller dokumentiert auch viele kleine Dinge des Kappelerhofs, der heute Verein Kloster Kappel heisst. Für Historiker Sebastian Brändli, der auch auf dem Feld der Sozialhistorik zu Hause ist, erwähnte die Wichtigkeit eines solchen Buches, weil Sozialgeschichte in Institutionen wie jener in Kappel bisher weitgehend ausgeklammert wurde. Er lobt das Werk, weil es verborgene Alltagsgeschichten ins Zentrum setzt und sozusagen Mikrogeschichte ist – oder auch: Geschichte von unten. «Wer es liest, kann erahnen, was an diesem schönen Ort alles passiert ist», sagte Brändli. Er sieht darin die Themen Helfen und Disziplinieren, Überwachen und Stra-

fen verknüpft. Das alles habe im Buch «800 Jahre Kloster Kappel» aus Platzgründen weggelassen werden müssen. Es sei in der richtigen Art von Neugierde geschrieben, biete einen reichen Fundus und sei für die Region von grosser Bedeutung. Vor allem aber das Thema «fürsorgerischer Freiheitsentzug» für jene mit «liederlichem Lebenswandel» wie er in der Anstalt Kappel mit dem Segen des Regierungsrates zur Anwendung gelangt und heute aus rechtsstaatlicher Sicht nicht mehr haltbar sei. Das sei nur noch per Gerichtsbeschluss möglich, müsse aber im Kontext zur damaligen Zeit beurteilt werden. Etwas, das auch der heutige Präsident des Vereins Kloster Kappel, Gerhard Gysel, in seine Dankesworte an den Autor verpackte und ihn als «akribischen Schaffer» lobte. Auch für seine baugeschichtlichen, mit zahlreichen Aufstellungen garnierten Beiträge. Laut Gysels Rechnung hat Andreas Müller das Buch zu einem (damaligen) Stundenlohn von einem Franken geschrieben – ein symbolisches Geschenk an ihn.

Heiri-Würste, Armenbrot, saurer Most An der Vernissage im neuen ApéroBereich des Klosters gabs bei grosser Hitze schliesslich Heiri-Würste, Armenbrot und sauren Most – Dinge, die zu Anstaltszeiten so benannt waren. Würste standen bei besonderen Festtagen auf dem Menüplan. Sauren Most erhielten damals nicht alle, weil Alkoholsucht in der damaligen Zeit ein grösseres Problem war. Nun, die HeiriWürste stammten an der Vernissage von einem Metzgermeister, der ebenfalls Heiri heisst: Hans-Heiri Weiss. «Die Anstalt Kappel am Albis – ein Sozialwerk im Wandel» ist im Buchladen des Klosters Kappel erhältlich. Preis: 30 Franken.


Veranstaltungen

Bildung ermöglicht Zukunft

Dienstag, 2. Juli 2019

Klänge des Orients

7. Juli: Festgottesdienst in Mettmenstetten

Am Freitag, 5. Juli, ab 19.30 Uhr in der Kirche Wettswil

Trotz schwieriger innerpolitischer Umstände besteht in Eritrea seit 1963 ein Schulinternat, von dem bis heute viele Kinder profitiert haben. Pfarrer Simon Gebrekristos, Präsident der Elce (Evangelical Lutheran Church of Eritrea), wird am Festgottesdienst vom 7. Juli über das Projekt berichten.

Am 5. Juli findet in der Kirche Wettswil ein ganz besonderes Konzert statt. Die Sängerin Gayané Sureni singt wunderschöne, lebhafte und meditative Lieder aus ihrer Heimat Armenien.

Die Elce verwaltet vor Ort die Schule in der südlich gelegenen Stadt Adi Quala. Die Schulgebäude wurden vor fast 60 Jahren aufgebaut und werden heute von rund 1000 Kindern besucht. Davon leben 20 Schüler im Internat der Schule. Kinder mit einer Gehbehinderung, mit weitem Schulweg oder aus schwierigen familiären Verhältnissen erhalten so die Chance, den Unterricht besuchen zu können. 23 Lehrer unterrichten die Schüler der 1. bis 8. Klasse. Aus Platzgründen wird die Hälfte der Schüler vormittags, die andere Hälfte nachmittags unterrichtet. Die christlich geführte Schule ist bei Eltern beliebt und geniesst landesweit einen sehr guten Ruf.

Missionskonferenz: vielseitig und authentisch Das Thema «Veränderung» zieht sich durch die gesamte Konferenz, die von Freitag, 5. Juli, bis Sonntag, 7. Juli, im «Lebenshaus Güetli» in Rossau stattfindet. Neben Berichten von Einheimischen aus Oberägypten, Äthiopien, Tansania, dem Kongo und dem Sudan macht eine Erlebniswelt mit Ständen und Begegnungszonen die Arbeit der Mission am Nil erlebbar. Themen wie Friedensförderung, Ernährungssicherung, Bildung oder Gesundheit werden dabei aufgegriffen, sodass Kinder und Erwachsene auf interaktive Weise den Zugang dazu finden. Am Sonntag beginnt um 10 Uhr der Festgottesdienst in der reformierten Kirche Mettmenstetten. Pfarrer

Pfarrer Simon Gebrekristos. Alfred Aebersold, Vizepräsident der Mission am Nil, hält die Predigt. Um 11 Uhr wird Pfarrer Simon Gebrekristos mit Bildern über die Schule in Adi Quala berichten. Um 14 Uhr geht es im «Lebenshaus Güetli» in Rossau mit einem abwechslungsreichen Programm weiter: Input zum Thema «Veränderung», Bericht aus dem Ausbildungszentrum «Misrach» (Hoffnung) in Äthiopien, sowie Sendung und Segen der Missionsmitarbeitenden. Nachher laden die zehn Ausbildungsstände zum Besuch ein. Bei einem gemütlichen Imbiss lassen die Teilnehmenden Erlebtes Revue passieren und es bleibt Zeit zum persönlichen Kennenlernen und Austausch.

Mission am Nil seit 1900 aktiv Die Mission am Nil setzt sich mit Entwicklungszusammenarbeit und sozial-karitativen Projekten dafür ein, die Lebensbedingungen benachteiligter Menschen in Ländern entlang des Nils nachhaltig zu verbessern, sowie Hoffnung und Glauben an Jesus Christus zu wecken und zu stärken. Die Mission am Nil wurde 1900 gegründet und hat ihre Wurzeln in der evangelisch-reformierten Landeskirche. Heute erstreckt sich ihre Tätigkeit auf sechs afrikanische Länder entlang des Nils. Der Geschäftssitz befindet sich in Knonau. (pd.) Festgottesdienst am Sonntag, 7. Juli, 10 Uhr, reformierte Kirche Mettmenstetten. Weitere

Das Internat in Eritrea besteht seit 1963. (Bilder zvg.)

Infos auf www.mn-international.org.

Im Naturpark Diemtigtal Die geführte Wanderung vom 13. Juli führt die Teilnehmenden v on Oey bis zum Blauseeli. Interessierte könnten sich bis 10. Juli anmelden. Der familienfreundliche Fünf-SterneWanderweg folgt den Wildbächen Filderich und Chirel und führt vorbei an schmucken Holzhäusern und blumenreichen Wiesen sowie durch angenehm kühlen Wald von Oey bis zum Blauseeli. Mit seinen kulturellen Schätzen und seiner lieblichen Landschaft ist der Naturpark Diemtigtal im Berner Oberland ideal für aktive Ausflüge. Die Wanderwege führen entlang von Gewässern und Holzhäusern bis hin zu saftigen Alpen. Zahlreiche Ruhebänke und Feuerstellen laden unterwegs zu einer Pause ein. Naturliebhaber und Ruhesuchende finden hier Erholung und neue Lebenskraft. Mit der Bahn geht es über Zürich und Spiez nach Oey-Diemtigen, wo der Fünf-

Sterne-Wanderweg beginnt. Die rund vierstündige Wanderung ist fünfzehn Kilometer lang und führt von Oey durch eine offene Bachbett-Landschaft. Im Grund folgt eine kleine Hürde über die Spitzefluh, danach geht es wieder leicht weiter nach Horboden, wo die gedeckte Holzbrücke überquert wird, um den Aufstieg über Cholleren in Angriff zu nehmen. Nun führt der Weg ohne grosse Höhenunterschiede weiter nach Wampflen, Zwischenfluh und Schwenden-Grimmialp bis zum Blauseeli auf 1224 Metern. Nach einer Pause fährt die Gruppe vom Hotel Spillgerten mit dem Postauto zurück nach Oey-Diemtigen und mit der Bahn über Bern wieder nach Hause.

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Die rhythmischen Akzente dazu setzt der iranische Trommler Hadi Alizadeh auf der persischen Trommel Tonbak und der kurdischen Rahmentrommel Daf. So entsteht ein musikalischer Dialog zwischen armenischen Melodien und persisch-kurdischen Rhythmen. Gayané und Hadi haben 2017 als Duo den Creole Weltmusik-Wettbewerb in Bayern gewonnen mit ihrer virtuosen, mitreissenden und berührenden Musik. Beim Konzert in Wettswil wird der iranische Santurspieler Kioomars Musayyebi das Duo zu einem Trio ergänzen und mit seinem Hackbrett noch eine weitere Dimension in dieses spannende Konzert hineinbringen. Die Musik wird stark aus dem

Von links: Kioomars Musayyebi, Gayané Sureni und Hadi Alizadeh werden das Publikum mit orientalischen Klängen verwöhnen. (Bild zvg.) Moment heraus entstehen und die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann ziehen. Auf die Gäste wartet an diesem Abend eine faszinierende Reise in den Orient. Im Anschluss an das Konzert gibt es die Möglichkeit, bei einem

Apéro mit den Musikern, die schon länger in Deutschland leben, ins Gespräch zu kommen. (pd.) Freitag, 5. Juli, 19.30 Uhr, Kirche Wettswil. Eintrittt frei, Kollekte.

Eine wichtige Stütze im immer einsameren Alltag Wöchentlicher ALZ-Gipfeltreff in Affoltern Im ALZ-Gipfeltreff finden Menschen mit Gedächtnisschwierigkeiten Gleichgesinnte, mit denen sie philosophieren, spielen, singen, rätseln, sich kreativ betätigen, austauschen, erinnern und in der Natur bewegen können. «So wichtig und ernst wie ein Gipfeltreffen wichtiger Persönlichkeiten, aber so gemütlich und entspannt wie bei Kaffee und Gipfeli», das sagt ein von Demenz betroffener Herr über das ALZ-Gipfeltreffen Affoltern, eine Aktivierungs- und Gesprächsgruppe für Menschen mit Gedächtnisschwierigkeiten oder beginnender Demenz. In diesen Gruppen finden Menschen mit Gedächtnisschwierigkeiten Gleichgesinnte, gleich Betroffene, mit denen sie unter fachkundiger Leitung einen Nachmittag lang diskutieren, sich austauschen, philosophieren, spielen, singen, rätseln, sich erinnern, in der Natur sich bewegen, kreativ oder künstlerisch tätig sein können. Auftakt zu diesen wöchentlichen Treffen bildet jeweils das gemeinsame Mittagessen im Restaurant Haus zum Seewadel. Das Mittagessen (ca. Fr. 14.-) zahlen die Teilnehmenden direkt vor Ort, die

Kosten für die Teilnahme von 75 Franken werden monatlich in Rechnung gestellt. Finanzielle Schwierigkeiten für die Kostenübernahme können mit den Leiterinnen besprochen werden, es lassen sich immer Wege und Möglichkeiten finden. Bericht einer Tochter: «Mein Vater leidet seit einigen Jahren an einer frontotemporalen Demenz. Seit seinem Zuzug nach Affoltern hat er während zwei Jahren den Gipfeltreff besucht. Da er körperlich noch fit war, konnte er die aktive Gruppe am Montag sowie die Gruppe am Donnerstag besuchen. Der Gipfeltreff war für ihn eine wichtige Stütze, ein festes Programm in seinem immer einsamer werdenden Alltag. Für mich als Tochter war der Gipfeltreff rundum wichtig und unterstützend.»

Gute Gespräche mit empathischen Betreuerinnen «Ich wusste meinen Vater zweimal pro Woche betreut und umsorgt. Weiter wusste ich, dass er im Haus zum Seewadel zu Mittag gegessen hatte und ein tolles Nachmittagsprogramm erleben durfte. Mir taten die Gespräche mit den empathischen Betreuerinnen gut. Sie wissen wie es ist, einen Ange-

hörigen mit einer frontotemporalen Demenz zu betreuen. Die Angebote über den Gipfeltreff hinaus, wie beispielsweise das Alzcafé im Kaffee Casino an jedem ersten Mittwoch im Monat, waren wichtig. Unvergessen ist die Weihnachtsfeier, an der mein Vater aus voller Kehle gesungen und mit Freude getanzt hat. Auch berührte es mich jeweils sehr, wenn er mir Zeichnungen, Bilder und Bastelsachen mit nach Hause genommen hat. Eben alles Dinge, welche die Donnerstagsgruppe im Kirchgemeindehaus der reformierten Kirche mit den verschiedenen Betreuerinnen erstellt hat. Zum Schluss wurde die Welt meines Vaters immer kleiner, und ein Eintritt in ein spezialisiertes Heim wurde unwiderruflich. Auch hier haben mich die Leiterinnen des Gipfeltreffs ausgezeichnet betreut, es mich wissen lassen, wenn mein Vater nicht wie vereinbart am Treffpunkt war und sich meine Sorgen und Ängste angehört. Wie sich der Gipfeltreff von uns verabschiedet und meinen Vater im Pflegeheim besucht hat, war für meinen Vater wie auch für mich eine wunderschöne Geste.»

Angehörige entlastet «Die Professionalität der Betreuung, die Fürsorge und die Menschlichkeit haben mich stets wieder aufs Neue berührt. Dies ist alles andere als selbstverständlich, zumal die Menschen beim Gipfeltreff kommen und gehen. Es bleibt mir allen Beteiligten von Herzen für ihre Arbeit zu danken und dem Gipfeltreff alles Gute für die Zukunft zu wünschen. Solche Angebote müssen weiter bestehen, damit die Angehörigen entlastet werden und die kranken Menschen sich mit ihresgleichen in einem geschützten Umfeld frei bewegen und ausdrücken dürfen.» (MüT)

Dölf Gabriel, Wanderleiter

ALZ-Gipfeltreff Affoltern, montags und donnerstags

Geführte Wanderung am 13. Juli. Anmelden bis 10.

Gruppenangebot dauert bis 16.30 Uhr. Anmelden

Juli. Per E-Mail miteinander.wandern@bluewin.ch

Donnerstaggruppe: Ursula Jarvis, 078 676 10 22,

um 11.30 Uhr, Treffpunkt am Bahnhof Affoltern. Das

oder per Telefon 044 761 99 36 und 079 288 22 72. Weitere Infos auf www.miteinanderwandern.ch.

Demenz kann jeden treffen. (Bild zvg.)

ursula.jarvis@bluewin.ch; Montagsgruppe: Claudia Heeb: 079 739 11 02, c.heeb@hotmail.com.


Sport

Dienstag, 2. Juli 2019

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Das Eidgenössische – ein Highlight für jeden Turnverein Erstmalige Teilnahme in der 1. Stärkeklasse für den Turnverein Mettmenstetten Der Turnverein Mettmenstetten startete am Eidgenössischen Turnfest in Aarau als einziger Verein aus dem Bezirk Affoltern im dreiteiligen Vereinswettkampf bei den «Grossen», in der ersten Stärkeklasse. Larissa Kurmann siegte im Trampolin der Juniorinnen. Nachdem der TV Mettmenstetten bereits in den Vorjahren an den Turnfesten in Muri und Dintikon in der ersten Stärkeklasse gestartet war, setzte sich der Oberturner Yanick Heiniger das Ziel, erstmals in der Vereinsgeschichte auch an einem Eidgenössischen Turnfest in der ersten Stärkeklasse zu starten. Um dieses Vorhaben zu realisieren, mussten auch weniger geübte Turnerinnen und Turner in die Hosen. Mit einer Punktzahl von 8.82 gelang der Start der Einhörner mit 21 Läufern und 13 Läuferinnen überraschend gut, und sie blieben zum Glück auch von einem Zeitzuschlag für einen Wechselfehler verschont. Präsident Nik Junker und sein Oberturner spornten ihre Männer und Frauen danach zusätzlich mit «der Wettkampf ist lanciert, lasst es krachen» für den weiteren Wettkampf an.

Deutliche Leistungssteigerung der Geräteturner Gespannt erwarteten die zahlreich mitgereisten Schlachtenbummler im zweiten Wettkampfteil die Darbietung der Geräteriege an den Schaukelringen. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Regionalturnfest in Obfelden und einer Note von 8.81 war Geräteriegenleiter Andreas Leidenix sichtlich erleichtert und sehr zufrieden mit seinen 13 Geräteturnern. Nicht weniger als zehn Männer und sieben Frauen starteten zur Paradedisziplin, dem Weitsprung. Mit der Punktzahl von 8.21

Turnfest und der beachtlichen Steigerung gegenüber dem letzten Eidgenössischen um mehr als 1.50 Punkte.

Grosser feierlicher Empfang der Dorfvereine und der Dorfbevölkerung

Der Turnverein Mettmenstetten am Eidgenössischen Turnfest in Aarau. (Bilder zvg.) blieben aber die Mettmenstetter leicht unter ihrem Soll. Die recht zahlreichen Nuller im 1. Durchgang verunsicherte – insbesondere die jüngeren Wettkämpfer – ungewohnt mehr als üblich. Für die weitesten Sätze waren die Geschwister Yanick und Milena Heiniger mit 6.20 m bei den Männern, mit 4.61 m bei den Frauen verantwortlich. Auch im Kugelstossen vermochten die starken Frauen und Männer nicht ganz ihre erhofften Leistungen zu erbringen und mussten sich mit einer Punktzahl von 7.61 zufriedengeben. Der dritte Wettkampfteil verlief für die Mettmenstetter unterschiedlich. Während im Hochsprung die noch recht junge Gruppe mit der sehr guten Punktzahl von 9.21 positiv überraschte, kamen über 400 m und im Schleuderball nicht alle Einhörner auf

Touren. Im Hochsprung verblüffte die 14-jährige Jana Eisenegger mit einem Sprung über 1.45 m. Über 400 m absolvierte Jon Eugster mit 55.30 s vor Fabio Kaeslin (Bruder der bekannten Kunstturnerin Ariella Kaeslin) mit 56.36 s die Bahnrunde am schnellsten. Die weitesten Würfe im Schleuderball gelangen Dario Heiniger mit 49.22 m und dem bald 50-jährigen Männerriegler Stefan Schmid mit exakt 49.00 m. Ob das in der Nacht zuvor gespielte Unihockey-Turnier, welches der TVM von 58 klassierten Mannschaften auf dem ausgezeichneten 5. Rang beendete, zusätzlich für «saure Beine und Arme» in diesem Wettkampfteil sorgte, bleibt unbeantwortet. Mit der Endpunktzahl von 25.22 und dem 98. Rang blieb der TV Mettmenstetten zwar unter den insgeheim erträumten 26 Punkten zurück,

Höhepunkt des Wsca am Büli-Cup Der Wassersportclub Albis (Wsca) schliesst die Saison 2018/2019 mit dem Sieg in der Staffel, vielen Medaillen und tollen Ergebnissen ab. Nach den Freiluftwettkämpfen in Basel und Burgdorf fand am vergangenen Samstag der Saisonhöhepunkt für den Wsca, trotz der hitzigen Temperaturen, wieder im Hallenbad statt. Die Schwimmerinnen und Schwimmer, die in Ottenbach im Schulschwimmbecken mit einer Länge von 16 Metern trainieren, waren auf die kurze 25-Meter Bahn mit Sprint-Trainings gut vorbereitet. Dies konnten sie in Bülach unter Beweis stellen. Das taten sie auch, und wie! Am Vormittag und kurz nach dem Mittag fanden die normalen Einzelrennen jeweils über 100 Meter (50 Meter für die jüngeren) Delfin, Rücken, Brust und Freistil (Crawl) statt. Iloy Lamers aus Buttwil holte sich in allen Rennen den Sieg. Yannic Petrovic aus Widen gewann über 100 Meter Delfin und wurde in den anderen Rennen jeweils Zweiter. Leonie Bollier aus Hedingen, Melina Brem aus Ottenbach und Cédric Gurtner aus Jonen holten in diesen Rennen weitere Medaillen für den Wsca. Danach folgten die Staffel. Der Wsca war mit zwei Mädchen-Staffeln und einer Knaben-Staffel angemeldet. Damen 1 war mit den aktuell schnellsten Schwimmerinnen des Wsca be-

Yannic, Iloy, Cédric und Tim mit dem Staffel-Pokal. (Bild zvg.) setzt und durfte auf einen Podestplatz hoffen. Im Team Damen 2 schwamm der Nachwuchs. Die Knaben-Staffel wurde von Iloy und Yannic angeführt und die zwei jungen Talente Cédric und Tim ergänzten das Team. Die Damen schwammen zuerst. Die erste Mannschaft konnte sich in einem hart umkämpften Finish den dritten Rang sichern. Die zweite Mannschaft wurde überraschenderweise gleich dahinter Vierte. Bei den Knaben konnte Yannic als Startschwimmer bereits einen ordentlichen Vorsprung herausholen. Tim und Cédric waren zwar etwas langsamer als die Konkurrenz, konn-

ten aber gleichauf mit den Gegnern an den Schlussschwimmer Iloy übergeben. Nach den Siegen in allen Rennen davor liess Iloy nichts mehr anbrennen und schwamm den Wsca souverän zum Sieg. Danach folgten noch zwei Highlights. Nach den Rennen über 100 Meter und 200 Meter Freistil (vierte Silbermedaille für Yannic) folgten noch die 400 Meter Freistil mit Cora und Leonie Bollier, Iloy und Yannic. Leonie war nicht zu bremsen. Sie schwamm in konstantem Tempo einen klaren Start-Ziel-Sieg heraus und überrundete dabei alle Gegnerinnen um mindestens 50 Meter. In der guten Zeit vom 5:33.74 (das sind im Durchschnitt ca. 1:23 pro 100 Meter) holte sie sich die Goldmedaille und war schneller als der Sieger bei den Knaben, Iloy. Die gute Gesamtbilanz brachte Yannic noch den zweiten und Iloy den dritten Rang in der Gesamtwertung, dem Wsca Rang 3 im Medaillenspiegel hinter Bülach und den Limmatsharks und Iloy den ersten Rang in der Medaillenwertung. Weiter waren für den Wsca folgende Schwimmerinnen und Schwimmer am Start: Leandra Dupont, Eloise Garand, Alina Hindriks, Sabrina Huber, Lea Keller, Minh An Nguyen, Lya und Neele Niehausmeier, Brianna Ray, Luca Ruggeri, Lena Schatzlmayr und Sophia Theiler. (pd.) Die vollständigen Resultate und weitere Infos: www.wsca.ch.

doch anderseits überwog die Freude der 45-köpfigen Turnerschar über die erstmalige Klassierung in der 1. Stärkeklasse an einem Eidgenössischen

Der grosse Zuschaueraufmarsch und die zahlreichen Dorfvereine mit schwenkenden Fahnen am Bahnhof Mettmenstetten erstaunte manche Turnerin und Turner. «In Mettmenstetten werden Bräuche und Tradition grossgeschrieben», erklärte Bruno Sidler, Präsident des Schützenvereins, in seiner kurzen Ansprache. Gemeinderätin Ursula Junker dankte dem Turnverein für die Jungenförderung und die zahlreichen zu organisierenden Dorfanlässe. und gratulierte für die gute Leistung in der 1. Stärkeklasse. Den erfolgreichen Unihockeyspielern schenkte die Gemeinderätin für ihr Topergebnis am Nacht-Turnier einen Ovo-Drink und ehrte Larissa Kurmann für den Gewinn der Goldmedaille im Trampolin der Juniorinnen mit einem schmucken Blumenstrauss. Danach zog der ganze Tross zum Sportplatz Wygarten, wo am Dorf-Grümpelturnier des organisierenden Dunschtigclubs der Gemeinderat zu einem Apéro einlud. (HeA)

Empfang in Mettmenstetten.

Schützen und Dudelsackspiele Die Ottenbacher Feldschützen besuchen jedes Jahr ein kantonales Schützenfest. Dieses Jahr stand das Appenzeller auf der Liste. Die zweitägige Vereinsreise ist beliebt und so kamen 16 Schützen mit. Mit den Schützen von Herisau Säge war bereits vor zwei Jahren ein Deal vereinbart worden. Beide Vereine haben einen Dudelsackspieler in ihren Reihen – Billy Sidler aus Ottenbach und Beni Geel von den Schützen Herisau Säge. So konnte ein gemeinsames Schützenfest gefeiert und als Höhepunkt ein unvergessliches Mittags-Dudelsack-Konzert in der wunderschönen Landschaft des Appenzellerlandes genossen werden. Dass Schottenröcke nicht nur dudeln, sondern auch schiessen können, bewies Billy mit einem Kranz beim Schiessen. Auffällig war allerdings, dass sich viele Zuschauer hinter den Schützen positionierten, um Fotos

vom schiessenden Schottenrock zu machen… erhofften sie sich unter dem Rock etwas zu sehen? Bei den sehr heissen Temperaturen und den schwierigen Lichtverhältnissen am Nachmittag waren Spitzenresultate die Ausnahme. Mit einem soliden Vereinsdurchschnitt von 91.395 waren alle zufrieden. So gings zum gemütlichen Teil der Reise über. So wurde an den Tischen über die Resultate diskutiert, des Öftern angestossen und ein neuer Schnupfspruch gesprochen. Nach der Übernachtung in Arbon am Bodensee waren im Festzentrum Teufen die Medaillen und Auszeichnungen abzuholen. Als letzter Punkt der Vereinsreise stand der Besuch der Firma Appernzeller Alpenbitter auf dem Programm. Nach der kompetenten Führung durch die Firma durften dann alle einen «Appenzeller on the Rocks» geniessen. (ah)

Das gemeinsame Erinnerungsfoto der Schützen von Ottenbach und Herisau Säge mit den zwei Dudelsackspielern Billy und Beni. (Bild zvg.)


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Sport

Dienstag, 2. Juli 2019

Vier Aufsteiger, kein Absteiger Äusserst erfolgreiche Interclub-Saison für den TC Wettswil Der Tennisclub Wettswil schliesst die Interclub-Saison 2019 mit einer sehr stolzen Bilanz ab: Von den 15 angetretenen Teams sind vier in die nächsthöhere Liga aufgestiegen, während kein einziger Abstieg zu verzeichnen war. 1 x Nationalliga C, 2 x 1. Liga, 1 x 2. Liga: So lautet die Interclub-Aufstiegsbilanz des Tennisclubs Wettswil in Kurzform. Dass der TCW in der Saison 2020 mit zwei NLC-Teams antreten wird, geht nicht unerwartet auf das Konto der Senioren 45+. Die 1.-LigaMannschaft um Captain Patrick Mastai hatte neu in diese Alterskategorie gewechselt und wurde den hohen Erwartungen gerecht. Obwohl etliche Teamstützen durch Verletzungen ausfielen oder beeinträchtigt waren, reichten die Ressourcen nach dem ersten Platz in der Vorrunde aus, um auch die drei Aufstiegsrunden siegreich zu gestalten. Die dritte und entscheidende Begegnung wurde auswärts gegen Domat/Ems zumindest resultatmässig mit 5:2 klar gewonnen. Im Normalfall ist aufgrund der Substanz des Teams davon auszugehen, dass sich die Wettswiler auf Dauer in der NLC etablieren können.

Starker Nachwuchs Dasselbe gilt für das zu einem wesentlichen Teil aus clubeigenen Junioren bestehende Aktiv-Team, das den Sprung in die 1. Liga unter dem ebenfalls noch jungen, aber vergleichsweise sehr routinierten Captain-Duo Raphael Schalbetter und Felix Möhle problemlos geschafft hat. Viele der beteiligten

Spieler haben ihren Leistungszenit noch nicht erreicht, so dass man die weitere Entwicklung der Mannschaft mit Spannung verfolgen und sich auf interessante Begegnungen in der nächsten Saison freuen darf. Fällig war auch der Aufstieg von Captain Adrian Mäders Jungsenioren 35+. Nach vergeblichen Anläufen in den vergangenen Jahren liess sich das Team diesmal auch durch Verletzungen von Schlüsselspielern nicht aus der Bahn werfen. In der zweiten Aufstiegsrunde wurde es gegen den Lokalrivalen TC Säuliamt zwar nochmals spannend, die Wettswiler schwangen aber zum Schluss mit 6:3 doch relativ klar obenaus. Vervollständigt wurde das Aufstiegsquartett durch René Mosers Drittliga-Seniorenteam, das sich in einer Fünfergruppe mit vier Siegen unangefochten durchsetzte. Damit konnte nach dem Abstieg der letzten Saison der direkte Wiederaufstieg realisiert werden, was das erklärte Saisonziel der Mannschaft gewesen war.

Gute Leistung des 1.-Liga-Damenteams Auch wenn die Aufstiegstrauben letztlich zu hoch hingen, darf auch das 1.Liga-Damenteam von Captain Andrea Dürst mit Stolz auf seine diesjährigen Leistungen zurückblicken. Die Wettswilerinnen konnten nach dem Gruppensieg in der Vorrunde um den Aufstieg in die NLC spielen. In der ersten Aufstiegsrunde trafen sie mit Grüze Winterthur aber auf einen Gegner, der durchwegs mit R2- bis R4-klassierten Spielerinnen antrat und sich letztlich als zu stark erwies.

Erfolgreiche Runde für die Hausemer Korbballdamen An der zweiten Runde der KorbballMeisterschaft am 30. Juni in Wil ZH wurden aufgrund der Hitze alle Spiele um eine Stunde vorverschoben, damit die Spielerinnen sich kurz nach dem Mittag in den Schatten begeben konnten. Das erste Spiel gegen Grafstal wurde schon um 7.30 Uhr angepfiffen. Die Partie verlief in der ersten Halbzeit ausgeglichen und es gab bei beiden Mannschaften nur wenige Körbe. Nach der Pause konnte dann aber Hausen aufdrehen und auf einen 3Punktevorsprung aufbauen. Der Vorsprung wurde gegen Ende des Spiels allerdings kleiner, dennoch konnte der Match mit 7:6 gewonnen werden. Als nächster Gegner erwartete Hausen der Favorit Bachs. Bis zur Halbzeit verlief das Spiel sehr ausgeglichen. Hausen konnte dann in der zweiten Halbzeit sogar mit einem Einpunktevorsprung aufspielen. Die Verteidigung der Hausemer bereitete den Gegnerinnen sichtlich Mühe, sodass die erfahrenen Spielerinnen aus Bachs nun anfingen, einen Penalty nach dem anderen herauszuspielen. Leider hatte Hausen damit das Nachsehen

Der Tennisclub Wettswil schliesst die Interclub-Saison 2019 mit einer sehr stolzen Bilanz ab: Von den 15 angetretenen Teams sind vier in die nächsthöhere Liga aufgestiegen, während kein einziger Abstieg zu verzeichnen war.

und das Spiel ging schliesslich mit 8:11 verloren. Inzwischen stieg das Thermometer gegen 35 Grad an und die Hitze machte sowohl den Hausemern als auch den nächsten Gegnerinnen aus Steinmaur zu schaffen. Das Spiel verlief ziemlich ausgewogen und endete mit einem Unentschieden von 6:6. Im letzten Spiel hatten die Gegnerinnen aus Illnau in der Halbzeit noch einen Zweipunktevorsprung auf ihrem Konto. Nach der Pause gab es bei Hausen allerdings nochmals einen Kräfteschub, die Spielzüge gelangen und konnten mit Körben abgeschlossen werden. So hiess das Schlussresultat dann 11:8 für Hausen. Insgesamt also eine erfolgreiche Runde für die Erstligisten aus Hausen mit zusätzlichen fünf Punkten auf dem Konto. Nun geht es auf dem vierten Tabellenzwischenrang in die Sommerpause. Am Sonntag, 18. August, empfängt dann Gastgeber Hausen. die Mannschaften im Jonentäli. Die Hausemer freuen sich auf ihre Heimrunde und auf hoffentlich viele heimische Fans. (pd.)

In der hinteren Reihe die 1.-Liga-Damen, vordere Reihe: 2.-Liga-Damen. (Bild zvg.)

Noch eine Runde weiter schafften es ihre Kollegen des NLC-Teams, über deren Erfolge im «Anzeiger» vom 29. Mai bereits ausführlich berichtet wurde. Auch in der Aufstiegsbegegnung gegen Schlossmatte sorgten sie wieder für Spektakel, mussten sich indes dem Gast mit 3:6 geschlagen geben. Das Ziel Ligaerhalt hat Guido Baumanns Mannschaft aber mit Bravour erreicht. Dieselbe Zielvorgabe hatte Sergio Catellani für sein 1.-Liga-Herrenteam 55+ gemacht. Mit dem zweiten Gruppenrang und der Qualifikation für die Aufstiegsspiele wurde es erreicht. Nach der knappen Niederlage gegen den späteren Aufsteiger Wattwil mussten die Wettswiler allerdings selbstkritisch feststellen, dass in diesem Jahr mehr möglich gewesen wäre. Die weiteren Teams – 2L Damen, 3L Herren, 35+ 3L Herren, 30+ 3L Damen, 40+ 3L Damen, 50+ 1L Damen, 55+ 3L Herren, 65+ 3L Herren – zeigten ebenfalls gute Leistungen, auch wenn ihnen der grosse Exploit verwehrt blieb. Die Interclub-Saison 2019 wird dennoch als eine der besten – wenn nicht die beste –in die Annalen des TC Wettswil eingehen. (BK)

IC-Vorbereitung auf Sand im Winter

Starke Saison, auch wenn es noch nicht für die NLC reichte: Das 1.-Liga-Damenteam des TC Wettswil. (Bilder zvg.)

Mit seinen Traglufthallen bietet der TC Wettswil in den Wintermonaten auch IC-Teams anderer Clubs ideale Trainingsmöglichkeiten. Die Plätze stehen allen Tennisinteressierten zur Miete offen. Informationen unter www.tcwettswil.ch, Traglufthallen.

Hawaii-Startplatz für Philipp Koutny

Der Aeugster Triathlet bestätigt Leistung des Vorjahrs Beim Ironman Frankfurt gewann, wie im Vorjahr, der Deutsche Jan Frodeno. Philipp Koutny kam auf den 5. Platz mit einem Rückstand von 28:53 Minuten. Damit hat der Aeugster als erster männlicher TriathlonProfi aus der Schweiz einen Hawaii-Startplatz für 2019 erkämpft. Auf der 3,8 Kilometer langen Schwimmstrecke setzte sich der Hawaii-Champion von 2015 und 2016, Jan Frodeno, rasch zusammen mit dem Neuseeländer Dylan McNeice von den anderen ab. Rund zwei Minuten hinter ihnen verliess ein zwölfköpfiges Feld das Wasser, dem ausser Philipp Koutny auch die Hawaii-Champions Patrick Lange (2017 und 2018) und Sebastian Kienle (2014) angehörten. Damit war die Konstellation so, wie sie sich Koutny gewünscht hatte: Er befand sich im ersten Feld der Profi-Triathleten und konnte in einer grossen Gruppe kräfteschonend das Rennen angehen. Da der Ironman Frankfurt als Europameisterschaft zählt, werden gleich vier Startplätze für den Ironman Hawaii bei den Profi-Männern vergeben. Die Hawaii-Champions Frodeno, Kienle und Lange mussten lediglich ins Ziel gelangen, um ihre Startplätze zu bestätigen, während die übrigen 26 Profimänner um die vier Slots kämpften. Kienle verliess die Gruppe als Erster und näherte sich rasch Frodeno. Nach 50 Kilometern traf Philipp Koutny die Entscheidung, auf Risiko zu set-

zen und die Gruppe ebenfalls zu verlassen: «Wenn zehn Mann gleichzeitig mit dem Marathon beginnen und nur vier davon einen Hawaii-Slot erhalten, ist das Risiko nicht kleiner, als wenn ich mich absetze, dabei zwar mehr Kraft verbrauche, dafür im Idealfall aber einen genügenden Vorsprung herausfahre.» Die Rechnung ging auf: Koutny traf nach 185 Radkilometern als Dritter zehn Minuten hinter den zeitgleichen Frodeno und Kienle in der Wechselzone ein, vor allem aber 6,30 Minuten vor dem Vierten, der das mittlerweile nur noch sechsköpfige erste Feld anführte. «Der Hitze entsprechend habe ich Sprint ins kühle Wasser: Bei sommerlicher Hitze hat sich der mehr Salz und Aeugster Philipp Koutny als erster Schweizer Profitriathlet für weniger Kohlehy- die Ironman-WM in Kona qualifiziert. (Bild Cushla Sherlock) drate als üblich genommen, dafür so viel wie möglich Kienle keine Konkurrenz für die Hagekühlt, mit Wasser, Schwämmen und waii-Startplätze darstellten, konnte er Eis», erläuterte Philipp Koutny nach sich nach dem Sechstplatzierten oridem Rennen. Bis zur Hälfte des Mara- entieren, was ihm erlaubte, den Kraftthons konnte der Aeugster den dritten einsatz zu dosieren und sein Ziel Platz halten. Da aber Frodeno und sicher zu erreichen. (bs)


Sport

Dienstag, 2. Juli 2019

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Stetig aufwärts bis in die Dritte Liga Die Zweite Mannschaft des FC Affoltern steigt nach einer turbulenten Saison doch noch auf Nach dem dritten Platz in der Saison 2017/2018 konnte das Kader der zweiten Mannschaft des FC Affoltern zusammengehalten und noch verstärkt werden. Um den Aufstieg in die dritte Liga zu schaffen, wurde auch der Trainerstaff erweitert: Rexa Hasani konnte als Assistenztrainer gewonnen werden. Zum Auftakt gastierte die 2. Mannschaft in Zürich bei US Avellino Zurigo. Dieses Spiel konnte das Team mit Müh und Not 3:2 gewinnen. Im zweiten Meisterschaftsspiel unterlag es dem FC Wiedikon trotz ansprechender Leistung 3:1 und war somit am dritten Spieltag bereits unter Zugzwang. Gegen den NK Hajduk konnte ein ungefährdeter 5:0-Sieg eingefahren werden. Dieser Sieg war auch der Beginn einer beispiellosen Serie von 20 Spielen ohne Niederlage mit 19 Siegen und einem Unentschieden. Einige Spiele in dieser Serie verdienen allerdings eine spezielle Erwähnung. Als Erstes muss das Spiel gegen Mitaufstiegsaspirant Galatasaray erwähnt werden. Dort konnte ein 4:1-Sieg erkämpft werden und dies, obwohl man während 65 Minuten in Unterzahl agierte. Jeder einzelne Spieler rieb sich für den anderen auf und so konnten die Ämtler bereits früh einen direkten Gegner um den Aufstieg zurückbinden. Auch zu erwäh-

Nach dem geglückten Aufstieg war die Mannschaft in Partystimmung. (Bild zvg.) nen ist das Spiel im heimischen Moos gegen den FC Adliswil, in dem die Gastgeber nach 70 Minuten plötzlich 2:1 zurücklagen. Doch exemplarisch für die gute Durchmischung der Mannschaft waren es die jungen wilden Piliero und Suter, welche das Spiel innerhalb von acht Minuten zu Gunsten des FC Affoltern wendeten.

Somit verabschiedete man sich als zweitplatziertes Team in die Winterpause. Der Rückstand auf den Wintermeister, den FC Altstetten, betrug allerdings nur einen Punkt. Die junge Mannschaft von Trainer Fiore, welcher im Verlauf der Saison familiären Zuwachs erhalten hat, konnte den Schwung aus der Vorrunde in die

Rückrunde mitnehmen. So gewann man die ersten vier Spiele der Rückrunde mit einem Torverhältnis von 31:2. In dieser Phase konnten die Gegner nach Belieben dominiert werden. Jedoch wartete am fünften Spieltag der Rückrunde der zweite Aufstiegskandidat auf den FC Affoltern. Das Spiel konnte mit 4:3 gewonnen werden. Nur in der Schlussphase, als man alle drei Gegentore innerhalb von sieben Minuten kassierte, war man nicht Herr der Lage. Eine Szene aus diesem Spiel muss in einem Saisonrückblick aber gewürdigt werden. Aegerter, welcher schon angeschlagen ins Spiel startete, gewann in der 17. Minute ein Duell auf der Höhe des eigenen Strafraums. Danach trieb er den Ball über das gesamte Spielfeld und ermöglichte durch diesen Energieanfall das 1:0 durch Hasani. Zur Pause musste sich jedoch der eben erwähnte Aegerter verletzungsbedingt auswechseln lassen und gar die Saison beenden. Trotz einer Blessur liess sich der Innenverteidiger nicht davon abhalten, dieses Spiel zu bestreiten und auch noch das wichtige 1:0 vorzubereiten. Dies fasst den Charakter der Mannschaft sehr gut zusammen. Nicht die Einzelspieler waren entscheidend für den Aufstieg, sondern alle Spieler zusammen. Allerdings fiel der FC Affoltern nach diesem Sieg in ein Loch, dies sowohl physisch als auch psychisch. Auch die Trainingsqualität fiel nach diesem Spiel merklich ab. Als

Handballclub Säuliamt stellt drei U13-Teams

Punkte für Affolterns Faustballer Die Nachholrunde in Affoltern ergab für beide Mannschaften zwei weitere Punkte. Affoltern 1 schlug Affoltern 2 mit 3:1 und Affoltern 2 gewann gegen Oberwinterthur 3:2. Am Samstag fand die 6. Runde in Jona statt. Die 1. Mannschaft traf, ohne ihren Hauptangreifer, zuerst auf Töss und verlor 1:3. Die zweite Partie gegen Embrach 1 ging 0:3 verloren. Die zweite Mannschaft traf im 1. Spiel auf die Aufstiegsaspiranten aus Dägerlen und verlor ebenfalls 1:3. Das zweite Spiel gegen Schlieren 2 ging auch 1:3 verloren. Somit rutschte Affoltern 1 auf den 6. und Affoltern 2 auf den 8. Platz zurück. Am Samstag, 24. August, geht es dann nach den Sommerferien weiter in Rüti mit der vorletzten Runde. Ab 14 Uhr trifft Affoltern 1 auf Leader Jona 3 Dägerlen 1, Affoltern 2 spielt gegen Schaffhausen 1 und Töss 1. (js)

Bald startet die neue Handball-Saison Erstmals seit über zehn Jahren stellt der HSV Säuliamt wieder drei Teams auf Stufe U13. Damit startet der Verein im September mit drei Teams in die Saison. Nachdem letztes Jahr erstmals wieder eine U14-Mädchen-Mannschaft gestellt werden konnte, wird das Team auf nächste Saison hin in die FU16 aufsteigen. Daraufhin hat die Vereinsführung entschieden, kein weiteres FU14-Team zu stellen und stattdessen die jungen Mädchen in der U13-Turnierform spielen zulassen. Somit geht der Verein mit drei Teams in die im September startende Saison. In der U13 werden in gemischter Form fünf bis sechs Turniere bis Weihnachten gespielt. Ein Team wurde in der zweiten Stärkekategorie, den Challengers, gemeldet, die anderen beiden in der dritten Stärkeklasse, den Beginners. Ziel ist es, dass eine der beiden Challenger-Teams in die zweite Stärkeklasse aufsteigen kann und das stärkste Team nach den Weihnachten in der für die Rückrunde neu geschaf-

fenen Experts-Gruppe spielt. Dort spielt die Mannschaft erneut eine Reihe an Turnieren gegen die besten U13-Teams der Schweiz. So kann der HSV Säuliamt allen Kindern die für sie richtige Stufe anbieten. Bei der U13 werden erste Grundtechniken wie der 1:1-Angriff, Schusstechniken und das Verteidigungsverhalten erlernt, jedoch steht der Spass am Handball und am Sport im Vordergrund.

Motivierte Spielerinnen und Spieler gesucht! Der HSV Säuliamt ist weiterhin auf der Suche nach jungen, motivierten Jugendlichen! Die Trainer Gregory und Beat freuen sich über jede Verstärkung. Interessierte schauen am besten einfach mal bei einem Training rein und machen gleich mit. Jeweils dienstags, zwischen 18 und 19.30 Uhr, in der Stigeli Halle oder freitags, zwischen 18.30 und 20 Uhr, in der Schachenhalle Bonstetten. Auskünfte erteilt Sven Höninger gerne auch per E-Mail an sportchef@hsv-s.ch. (pd.)

Der HSV Säuliamt ist für die neue Saison gut aufgestellt. (Bild zvg.)

Nächstes besuchte das Tabellenschlusslicht aus Urdorf das Moos in Affoltern. Dieses Spiel war eines der schwächsten Spiele der gesamten Saison. Zum Glück glaubte aber Cotardo auch in der 94. Minute noch an den Sieg und köpfte den FCA zum vielumjubelten Sieg. Und als man nach diesem Spiel dachte, es kann nicht mehr schlimmer kommen, kam zwei Wochen später Galatasaray zu Besuch. Dieses Spiel war nun wirklich das schlechteste Spiel der Saison. Völlig verdient ging der FCA in diesem Spiel als Verlierer vom Platz. Somit musste man sich den vorzeitigen Aufstieg abschminken und die beiden letzten Spiele gewinnen. Die erste Aufgabe auswärts beim FC Adliswil wurde mit einem 5:0 sehr souverän erledigt. Somit war die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag klar. Gewinnt der FCA das Spiel zuhause gegen den FC Uitikon, würde er aufsteigen. Doch bereits nach sieben Minuten lagen die Affoltemer 1:0 hinten. Zwar versuchten sie weiterhin, nach vorne zu spielen, jedoch spielte der Gegner sehr kompakt und der FCA kam kaum zu Torchancen. Somit war das 1:1 durch Bumbach, welcher mit 23 Toren Topscorer wurde, eines der wichtigsten Tore dieser Saison. Nach diesem Tor konnte innerhalb von 20 Minuten auf 6:1 erhöht werden. Am Ende resultierte ein ungefährdeter 7:1-Sieg, und den Feierlichkeiten stand nichts mehr im Weg. (pd.)

Vom 12. bis 16. August wird in Wettswil gekickt. (Bild Melanie Duchene)

Kicken mit den Profis Spiel und Spass: GC Kids Camp in Wettswil Vom 12. bis 16. August findet auf der Sportanlage Moos in Wettswil das GC Kids Camp statt. Dabei warten nicht nur Spiel und Spass auf die Kinder, sondern auch prominenter Besuch aus der Ersten Mannschaft. In diesem fünftägigen Fussballcamp vermitteln ausgewiesene Trainer Kindern zwischen 6 und 13 Jahren die Fussballphilosophie des Grasshopper Clubs Zürich altersgerecht und spielerisch. Im Zentrum stehen dabei immer die Freude und der Spass am Fussballspielen. Neben einer spannenden, lehrund abwechslungsreichen Woche gibt es viele Gründe, um sich für ein GC Kids Camp anzumelden. Jedes Kind erhält ein Puma-Trainings-Set mit Trikot, Hosen, Stulpen, Rucksack und einem

Ball. An allen fünf Camptagen gibt es am Morgen und am Nachmittag eine Früchtepause sowie ein kinder- und sportlergerechtes Mittagessen. Ein Highlight ist der Besuch an einem Nachmittag von Spielern der 1. Mannschaft des Grasshopper Clubs Zürich. Die Spieler erfüllen nicht nur jeden Autogramm- und Selfiewunsch, sondern spielen auch in einigen «Mätschli» mit den Kindern mit. Am Ende des GC Kids Camp bekommt jedes Kind eine Teilnahmeurkunde, eine Medaille, ein Erinnerungsheft mit allen Fotos der Teilnehmenden sowie eine kleine GC-Überraschung. Ebenfalls kann eine kostenlose Saisonkarte für die Heimspiele der 1. Mannschaft bestellt werden. (pd.) Für das GC Kids Camp in Wettswil hat es noch wenige freie Plätze. Weitere Infos und die Anmeldung sind zu finden auf: www.gcz.ch/kidscamp.

Resultate, Ranglisten und Termine: www.swissfaustball.ch.

Kein Exploit am Jugend-Europacup Am Wochenende fand in Saint Pierre Faucigny (FRA) der sechste Jugend-Europacup der Saison statt. Am Start dieses Lead-Wettbewerbes waren in den Kategorien Juniorinnen/Junioren sowie Jugend A und B insgesamt 226 Athletinnen und Athleten aus 21 Ländern, darunter auch Michel Erni. Dem Affoltemer vom Regionalzentrum Zürich gelang nach einem starken Wettkampf vor einer Woche diesmal nicht alles ganz wunschgemäss. So musste er sich diesmal mit Rang 34 begnügen. Am kommenden Wochenende gastiert der Weltcup wieder in der Schweiz. In Villars-sur-Ollon werden sowohl der erste Lead-Weltcup der Saison als auch ein weiterer Speed-Weltcup ausgetragen. Zudem werden auch die Schweizer Speed-Meisterschaften sowie ein Mammut-Youth Climbing Cup durchgeführt. (mrh)


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