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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 633 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 49 I 175. Jahrgang I Dienstag, 29. Juni 2021

Ämtler Personalchef Martin Lüthy wird im November neuer Chef des Personalamts des Kantons Zürich. > Seite 3

Künstler juriert

In Bonstetten wurden letzten Donnerstag die Werke der FreiluftAusstellung prämiert. > Seite 6

Eindrückliche Projekte

Schülerinnen und Schüler der Sek. Mättmi haben ihre Abschlussarbeiten abgeliefert. > Seite 7

Integration geglückt

Abrahaley Alem aus Eritrea konnte eine Ausbildung abschliessen und tritt seine erste Stelle an. > Seite 8

Kein Geld aus dem gemeinnützigen Fonds für die Auto-Einstellhalle Start für die Erneuerung der Klosterdomäne Kappel verzögert sich Der Regierungsrat ist nicht bereit, die im Rahmen einer Erneuerung der Klosterdomäne Kappel geplante Auto-Einstellhalle über den Gemeinnützigen Fonds (ehemals Lotteriefonds) zu finanzieren. So wird der Verein Kloster Kappel (VKK) die rund 1,1 Mio. Franken in eigener Regie aufbringen müssen.

«Die Wildtiere kommen, und sie stellen eine Gefahr dar!» Mit diesem Gerücht beginnt alles in der aktuellen Produktion des Theaters Cooltor, die am Samstag in Hausen Premiere feierte. Die Bedrohung kommt näher, wird immer konkreter, immer greifbarer – und doch bleibt unklar, ob sie real ist, oder nur in den Köpfen stattfindet. Das Stück wurde vom Marc Späni vor der Coronazeit geschrieben, nimmt jedoch in fast prophetischer Weise das Thema der Angst in einer Gesellschaft auf. Es zeigt, wie schnell eine Gesellschaft verunsichert und destabilisiert werden kann. (red.)

Final verpasst

Langes Warten auf den Kantonsrat, der über den Beitrag aus dem Gemeinnützigen Fonds für die Revitalisierung und Entwicklung der Klosterdomäne entscheidet: Gerhard Gysel, Präsident der Kappelerpflege. (Bild Werner Schneiter) zentration der Parkplätze ausserhalb der Klostermauern sei – exakt gemäss vereinbartem Masterplan», sagte VKKPräsident Gerhard Gysel an der VKK-DV. Offensichtlich haben sich die politischen Gewichte etwas verschoben, und zudem sind im Gemeinnützigen Fonds auch weniger Mittel vorhanden.

Mix an Massnahmen «Es war uns bewusst, dass der beim Kanton beantragte Beitrag höher ausgefallen ist als beim Projektstart vorgesehen. Schade nur, dass die Rückmeldung aus Zürich lange gedauert hat und die Sache nun unliebsam verzögert wird», fügte Gysel bei.

Die Gesundheitsdirektorin zu Besuch Regierungsrätin Natalie Rickli liess sich am vergangenen Freitagnachmittag durchs Impfzentrum in Affoltern führen.

Natalie Rickli besuchte das Impfzentrum Affoltern. (Bild Thomas Stöckli)

Nur ein Gerücht?

> Bericht auf Seite 11

von Werner Schneiter Vor exakt zehn Jahren erfolgte der Start zum Projekt einer Revitalisierung und Entwicklung der Klosterdomäne Kappel. Mit ihrer Unterschrift unter den Masterplan im Frühjahr 2018 gaben Regierungsrat, Kirchenrat und die Gemeinden endgültig grünes Licht für eine Umsetzung der ambitionierten Pläne. Seit einem Jahr liegt auch eine rechtskräftige Baubewilligung vor. Allerdings ist das Gesuch über einen Gesamtbeitrag von 11,87 Mio. Franken noch beim Gemeinnützigen Fonds hängig. Darüber muss letztlich der Kantonsrat entscheiden. Rund 1,4 Mio. Franken sind bislang in die Planung geflossen, wovon rund 1 Mio. Franken aus besagtem Fonds stammt. Den Anteil des VKK von 3,98 Mio. Franken bewilligte die Kappelerpflege im November letzten Jahres. Inzwischen ist das Gesuch beim Gemeinnützigen Fonds vor dem Regierungsratsentscheid von den zuständigen Stellen einer vertieften Prüfung unterzogen worden. In diesem Rahmen hat sich ergeben, dass sich die geplante Einstellhalle für 24 Autos nicht über den Fonds finanzieren lässt. «In unserem Gesuch hatten wir argumentiert, dass die Einstellhalle eine direkte Folge der abzubrechenden Garagen und der Kon-

Fussball-Virus

Das EM-Tippspiel im Altersheim Senevita Obstgarten fand regen Zuspruch. > Seite 9

Seit Freitag sind im Kanton Zürich eine halbe Million Menschen gegen eine Corona-Infektion geimpft. Damit hat rund ein Drittel der kantonalen Bevölkerung zwei Impfdosen erhalten. Doch nun hat die Nachfrage nach Impfterminen deutlich nachgelassen, nach dem Vor-Ferien-Andrang bleiben erstmals Impftermine ungebucht. Da komme der Besuch von Natalie Rickli als «Motivationsspritze» gerade zum richtigen Zeitpunkt, waren sich die Verantwortlichen im Impfzentrum Affoltern einig. Und morgen Mittwoch dürfen Impfwillige für einmal ohne Termin spontan vorbeigehen. (tst.)

> Bericht auf Seite 3

Er machte aber klar, dass diese Einstellhalle ein zentrales Element des Masterplans darstelle und fest zugeteilte, gedeckte Plätze für die gute Vermietbarkeit der Wohnungen auf dem Klosterareal eine wichtige Voraussetzung seien. «Um diese zu erfüllen, muss der VKK diese Einstellhalle selber finanzieren», so Gerhard Gysel. Er schlug den Delegierten einen Mix von Massnahmen vor, die eine Eigenregie-Finanzierung in der Höhe von rund 1,1 Mio. Franken erlauben: unter anderem eine Verschiebung der mittelfristig geplanten Renovationen von Rossweid und/oder ehemaliges Restaurant Post, Einsparung von bereits budgetierten Sonder-Projektkosten sowie Zusatz-Verschuldung.

Über einen entsprechenden Antrag muss die VKK-DV womöglich an einer ausserordentlichen Sitzung entscheiden. Sie stimmte bei wenigen Enthaltungen aber einem Antrag zu und gaben grünes Licht, sodass nun der Vorstand einen entsprechenden Plan zur Eigenfinanzierung der Einstellhalle ausarbeiten kann. Wann nun der Regierungsrat über das Fondsgesuch von nunmehr 10,77 Mio. Franken zuhanden des Kantonsrats entscheiden wird und wann das Parlament, ist weiterhin offen – ebenso der ursprünglich für 2022 geplante Baustart.

Zwei Tops und alle fünf Zonen – das reichte Petra Klingler am Boulder-Weltcup in Innsbruck (Österreich) für die Halbfinal-Qualifikation. Den nächsten Schnitt im Rennen um die Finalplätze verpasste die Bonstetterin dann zwar, mit Rang elf nähert sie sich allerdings wieder den Top Ten. Nicht so im LeadWettbewerb, da musste sich Petra Klingler mit Rang 38 begnügen. Bereits ab Donnerstag finden die nächsten beiden Weltcups statt. In Villars-sur-Ollon werden ein Speed- und ein Lead-Weltcup ausgetragen. (red.)

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> Weiterer Bericht auf Seite 3

FCWB beendet die Saison glanzvoll Der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) gewann das Schlussspiel in Eschen 2:0 und ist mit acht Punkten Vorsprung überragend Gruppensieger. Ob es für die Promotion reicht, entscheidet sich allerdings erst morgen Mittwoch in der

Nachholpartie GC II gegen Biel, das zwei Punkte hinter WB liegt. Holen die Zürcher mindestens ein Remis, steigen die Ämtler auf. (kakö)

> Bericht auf Seite 13

20026 Jubel nach dem Spiel: Dem FCWB glückte eine traumhafte Saison. (Bild Kaspar Köchli)

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Wir danken herzlich Die herzliche Anteilnahme und die vielen Zeichen der Liebe und Verbundenheit beim Abschied von

Berti Iten-Leuenberger haben uns tief berührt. Wir danken allen, die uns auf ihrem letzten Weg begleitet und mit uns Abschied genommen haben. Ein besonderer Dank geht an Frau Pfarrerin Claudia Mehl für die einfühlsamen Worte und an die Organistin Frau Lilo Schmidt für die musikalische Umrahmung des Abschiedsgottesdienstes. Wir danken für die vielen Beileidskarten und mitfühlenden Worte, wie auch für die Spenden an den Verein Zentrum Elisabeth in Walchwil. Herzlichen Dank allen, die der lieben Verstorbenen im Leben mit Liebe und Freundschaft begegnet sind. Die Trauerfamilien

Papier- und Kartonsammlung vom 3. Juli 2021 Am Samstag, 3. Juli 2021 findet in Affoltern am Albis (inkl. Zwillikon) die Papierund Kartonsammlung statt. Bitte stellen Sie Papier und Karton separat gebündelt und geschnürt bis spätestens 8.00 Uhr morgens bereit. Deponieren Sie die Bündel gut sichtbar am öffentlichen Strassenrand und nicht beim Hauseingang oder Einfahrt. Loses, beschichtetes, verunreinigtes oder in Säcken/Taschen abgefülltes Material sowie nicht zusammengefaltete Schachteln oder untragbare, übergrosse Bündel werden nicht abgeführt. Sammelverein: Handballclub Säuliamt

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Einbürgerungen Der Gemeinderat Hedingen hat unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung folgende Personen in das Bürgerrecht der Gemeinde Hedingen aufgenommen: • Idrizaj, Albulena (w), geb. 14. November 2000, von Kosovo • Grampp, Jürgen Wilfried (m), geb. 1968, von Deutschland • Grampp, Sonja (w), geb. 1972, von Deutschland • Grampp, Maja Johanna (w), geb. 2009, von Deutschland • Ince Mustafa (m), geb. 1978, von Türkei • Zeynep Berra (w), geb. 2015, von Türkei • Meryem Mira (w), geb. 2017, von Türkei Hedingen, 29. Juni 2021 Gemeinderat Hedingen

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. Juni 2021

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«Teil der Lösung sein»

Personalchef des Kantons wohnt im Knonauer Amt Das Impfzentrum Affoltern versucht es morgen Mittwoch mit «Walk-in-Betrieb» Der Regierungsrat hat Martin Lüthy zum neuen Chef des Personalamts des Kantons Zürich gewählt. Der 54-jährige Betriebswirt ist derzeit Leiter des Personalamts des Kantons Basel-Landschaft. Das Personalamt gehört zur Finanzdirektion und ist zuständig für die Personalstrategie des Kantons, für alle direktionsübergreifenden Personalthemen, für die Anwendung und Entwicklung des Personalrechts, für die Lohnverarbeitung sowie für die Weiterbildung der Mitarbeitenden und Führungskräfte. Der neue Personalchef lebt mit seiner Familie im Knonauer Amt. Er hat an der Universität Zürich Betriebswirtschaft studiert und mit dem Lizenziat abgeschlossen. Vor seiner Tätigkeit beim Kanton Basel-Landschaft (ab 2013) war Martin Lüthy in verschiedenen Führungsfunktionen unter anderem für die Axpo Holding AG, für EDS Schweiz und diAx Telecommunications im Personalbereich tätig gewesen. Er tritt seine neue Aufgabe am 1. November an und löst Anita Vogel ab, welche die kantonale Verwaltung im Frühjahr verlassen hat. (red./Finanzdirektion)

Vor dem Impfzentrum Affoltern, von links: Reto Schegg, Zentrumsleiter, Michèle Vettovaglia, Leiterin Impfprozess, Chefärztin Nadja Lindenmann, Stefan Gyseler, VR-Präsident Spital Affoltern, Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli, Peter Indra, künftiger Leiter des kantonalen Amts für Gesundheit, und Ronald Alder, Vertreter der Ämtler Gesundheitsvorstände. (Bild Thomas Stöckli)

Einen Augenschein nehmen und sich bei den Mitarbeitenden bedanken – dazu hat Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli am Freitag dem Ämtler Impfzentrum einen Besuch abgestattet. von thomaS Stöckli Martin Lüthy wird neuer Chef des kantonalen Personalamts. (Bild zvg.)

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 633 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Nicht in einer Limousine, sondern in einem Kleinbus wurde sie am Freitagnachmittag vor dem Impfzentrum Affoltern vorgefahren, die kantonale Gesundheitsdirektorin. Mitgebracht hat Natalie Rickli nebst ihrem Kommunikationsbeauftragten Patrick Borer auch Peter Indra, den designierten Leiter des neuen Amts für Gesundheit, das per Anfang 2022 in der Gesundheitsdirektion die beiden Geschäftsfelder Gesundheitsversorgung und Medizin vereinen soll.

In Empfang genommen wurden die Gäste von einer Delegation um Stefan Gyseler, Verwaltungsratspräsident der Spital Affoltern AG, und Reto Schegg, Leiter des Impfzentrums Affoltern. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien vor dem hohen Besuch schon etwas angespannt gewesen, verrät er. An Chefärztin Nadja Lindenmann und Michèle Vettovaglia, Leiterin Impfprozess, lag es dann, die Gesundheitsdirektorin durchs Impfzenrum zu führen, und zwar den ganzen Ablauf vom Empfang über Warteräume und Impf kojen bis zum Checkout sowie die ImpfstoffAufbereitung und den Schockraum. Mit ihrem Besuch habe sie einerseits einen Augenschein nehmen, so Natalie Rickli, und sich andererseits bei den Mitarbeitenden für deren Einsatz bedanken wollen. «Unsere Impfstrategie hat sich bewährt», hielt sie fest. Erklärtes Ziel sei

eine hohe Durchimpfung: «Und da sind wir auf Kurs.» Just am Tag ihres Besuchs habe der Kanton Zürich die Marke von einer halben Million doppelt geimpften Personen geknackt, verriet sie.

«Walk-In»-Versuch am Mittwoch Das Impfzentrum Affoltern hat tatkräftig dazu beigetragen. Bis gestern Montag sei man bei stetig zunehmender Kapazität voll ausgelastet gewesen, so Reto Schegg. Nun zeichne sich jedoch – wie überall sonst auch – ein Knick ab. Wohl auch, weil der Vor-Sommerferien-Andrang nun durch ist. Die ersten Lücken im ansonsten durchgetakteten Plan nutzt das Impfzentrum Affoltern, um am Mittwoch erstmals für Kurzentschlossene zu öffnen. So kann man sich morgen Mittwoch auch ohne Termin von 8 bis 12 und 13 bis 17 Uhr mit ID

und Krankenkassenkarte einfinden. Das sei erst mal ein Versuch, so Reto Schegg. Affoltern war für Natalie Rickli die viertletzte Station auf ihrer Tour durch die Impfzentren. Gleichentags folgte noch Dietikon, am Samstag stattete sie Meilen und Horgen einen Besuch ab. Was bleibt von Affoltern in Erinnerung? Spontan nennt die Gesundheitsdirektorin die Hotel-Infrastruktur und die Lage unmittelbar am Bahnhof. «Die Leute sind überall topmotiviert», hat sie festgestellt. «Sie sind mit Herzblut dabei, wollen ihren Beitrag leisten, Teil der Lösung sein – und das ist sehr schön.» Bis nach den Sommerferien werden die Impfzentren sicher noch aufrechterhalten, hielt Peter Indra fest. Für die «Booster-Impfungen» könnte man sich anschliessend auf drei bis vier Standorte konzentrieren, ergänzt durch Arztpraxen und Apotheken.

Das Pächterhaus wird innen saniert

Keine umstrittenen Geschäfte an der Delegiertenversammlung der Kappelerpflege

Für den Umbau des PächterhausObergeschosses bewilligte die Delegiertenversammlung der Kappelerpflege einen Kredit von 190 000 Franken. von Werner Schneiter Seit der Neuverpachtung per 1. Januar 2010 an die Familie Galliker ist das ehemalige, ausserhalb der Klosterdomäne liegende Pächterhaus der Landwirtschaft zugeteilt. Mit Bildern untermauerte Liegenschaften-Verwalterin Karin Salomon den schlechten Zustand der Räume im Obergeschoss: Unter anderem eine Alterung der sanitären Anlagen und starker Schimmelbefall erfordern eine dringliche Sanierung. Sie wird nun noch vor der ebenfalls geplanten Renovation der Aussenhülle realisiert. An der DV war der Antrag unbestritten; der erforderliche 190 000-Franken-Kredit wurde einstimmig befürwortet.

Umbau des Amtshauses Auch die übrigen Geschäfte der DV waren unbestritten: Ja sagten die Delegierten zum Umbau des sogenannten Amtshauses, markanter Bestandteil der Klosterdomäne. Dieser wird zwar vollumfänglich von der Landeskirche des Kantons finanziert, bedarf aber gleichwohl der (formellen) Zustimmung durch

Die Obergeschoss-Räume des Pächterhauses sind in schlechtem Zustand. Nun können sie saniert werden. (Bild Werner Schneiter) den Verein Kloster Kappel (VKK). Die Synode befasst sich mit diesem 3,5-Millionen-Franken-Geschäft am 28. September 2021. Ein ausführlicher Bericht folgt. Im Weiteren erfuhren die Delegierten, dass sowohl Landwirtschaft als auch Heizverbund rund laufen und sämtliche Liegenschaften auf der Domäne vermietet sind. Auch die Finanzen sind im Lot; das Eigenkapital des VKK beläuft sich auf gut 2 Mio. Franken. Gegen die Teilrevision der VKK-Statuten ist keine Opposition zu erwarten; sie wurde wegen des Zusammenschlus-

ses von neun Kirchgemeinden nötig. Das Geschäft wurde von den Delegierten bereits genehmigt und muss nun von den Kirchgemeinden noch bestätigt werden. «Die bisherigen Rückmeldungen waren allesamt positiv», sagt VKK-Präsident Gerhard Gysel. Die neuen Statuten sollen per 1. Januar 2022 in Kraft treten.

Der Welt zweitgrösstes Glockenspiel zu Gast Volker Bleil, theologischer Leiter des Klosters Kappel, machte auf die laufen-

de Glocken-Ausstellung aufmerksam und kündigte für den 10./11. Juli ein Festwochenende an. Dann wird auf dem Klosterareal das zweitgrösste Glockenspiel der Welt zu sehen sein, das von Passau nach Kappel überführt wird – dank Spenden. Auf dem Amtshausplatz steht an diesem Wochenende auch «Musik und Wort» auf dem Programm. Vom 19. bis 22. August ist «Jazz im Kloster» angesagt. Und auch das Pilotprojekt «Umweg am Albis» wird Aufmerksamkeit erhalten. Es geht um einen Weg ab Kappel durch die Landschaft, wobei unter anderem Themen wie Geologie und Natur angesprochen werden. Entsprechende Einspielungen mit erläuternden Texten können von einer App (www.umweg-landschaft.ch) heruntergeladen werden. ANZEIGE

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Bezirk Affoltern

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Kantonsrat unterstützt Tempo 30 auf Kantonsstrassen Der Kantonsrat diskutiert regelmässig Strassenbauvorhaben. Diese werden vorgängig in der 15-köpfigen Kommission für Planung und Bau KPB beraten. Dort ist es möglich, Zusatzinformationen einzuholen und Fragen an die Regierung und die Verwaltung zu stellen. Das macht die Kommissionsarbeit interessant und gibt Möglichkeiten sich vertieft mit den Geschäften zu befassen. Die Gesamterneuerung der Kantonsstrassen im Ortszentrum von Hinwil war unbestritten. Die Verbesserung der Situation für den Fuss- und Veloverkehr wurde von allen Parteien begrüsst und auch die Gemeinde wünschte eine rasche Umsetzung. Sie hatte bei der Projektierung auch die Umsetzung von Tempo 30 gefordert. Diese Forderung wurde von der Volkswirtschaftsdirektion abschlägig beantwortet, was die Gemeinde Hinwil «bedauert». In der Kommission wollte ich Genaueres über den Hintergrund der Ablehnung erfahren und fragte, ob ein Lärm- und Verkehrsgutachten erstellt worden sei. Das von der Volkswirtschaftsdirektion erstellte Lärm- und Verkehrsgutachten wurde uns dann ausgehändigt, und siehe da: Das Verkehrsgutachten besagt, dass im Zentrum von Hinwil unangemessen schnell gefahren werde, dass die

Dienstag, 29. Juni 2021

Prämierung der Freiluft-Ausstellung in Bonstetten

Anzahl Unfälle – und insbesondere die Anzahl der Schwerverletzten – durch eine Reduktion der Geschwindigkeit deutlich reduziert werden könnte und dass durch Tempo 30 eine deutliche Lärmreduktion erreicht werden könne. Das Gutachten empfiehlt, Tempo 30 auf dem Kantonsstrassennetz unter Einbezug des umgebenden Gemeindestrassennetzes zu prüfen. Trotz klaren Aussagen des Gutachtens wurde das Projekt mit Tempo 50 in den politischen Prozess eingebracht. Genau diese Empfehlung des Gutachtens habe ich dann in die Kommission als Antrag eingebracht. In der Kommission waren wir noch in der Minderheit, im Kantonsrat fand dieser Antrag aber schliesslich mit Stimmen der Grünen, SP, GLP, EVP und AL eine Mehrheit. SVP, FDP und CVP stimmten gegen Tempo 30. Viele ähnliche Projekte für Ortsdurchfahrten stehen auf der Traktandenliste. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Ottenbach (Jonenstrasse, Affolternstrasse) wird wohl eines der nächsten Projekte sein, wo Tempo 30 wiederum auf dem Tapet steht. Es ist zu erwarten, dass bei ähnlicher Ausgangslage auch die Entscheide wieder zu Gunsten von Tempo 30 ausfallen. Wir Grünen bleiben dran.

Als nächstes will der Kanton Zug Cham entlasten

17 kreative Bonstetter Künstler: Alle an der Preisverleihung anwesenden Kunstschaffenden auf der Bühne. (Bild Martin Mullis)

Unter dem Titel «Bonstetten kreativ» wurden seit dem 10. Mai 24 Kunstwerke an 22 Standorten im ganzen Dorf ausgestellt. Die Bevölkerung konnte sich aktiv an der Bewertung beteiligen. Die Gewinner wurden durch eine Publikumswertung, sowie durch eine Fach-Jury ermittelt und mit Preisen ausgezeichnet. von Martin Mullis Die rund 50 Besucherinnen und Besucher im Gemeindesaal, unter denen sich natürlich sehr viele der Kunstschaffenden befanden, wurden von der Panflöten-Solistin Monika Nef im Gemeindesaal empfangen. Auf der Bühne wurden Bilder der Kunstwerke auf eine riesige Leinwand in einer Endlosschleife projiziert. Die verschiedenen Kunstwerke der Freiluftausstellung, welche seit dem 10. Mai dieses Jahres im Dorf verteilt zu besichtigen waren, erschienen auf der Projektionswand mit allen Angaben zu den Kunstschaffenden. Ein Glück, dass

die Prämierung im Gemeindesaal stattfand, der heftige Gewitterregen hätte jedenfalls keine Freiluft-Preisverleihung erlaubt. In jeder der vier Kategorien wurden die ersten drei Gewinner kurz vorgestellt. In der Abteilung Kinder gewann der jüngste aller Teilnehmer, der siebenjährige Max, mit seinem Werk «Springbrunnen». In der Primarschülerklasse eroberten die ADL-Klassen 1–3 mit dem Kunstwerk «Pilzhausen» und die Sekundarschule mit Schülerexponaten den ersten Preis. Mit dem Werk «Gemeinsam statt Einsam» erreichte Carmen Domenig den 1. Rang des Publikumspreises. Das Kunstwerk zeigt eine Skulptur eines lebensgrossen Mannes auf einer Bank. Eine Fachjury, bestehend aus Elfi Bohrer, Ursula Leckebusch, Arianne Moser und Robert Zingg ermittelte den Jurypreis.

Die Jury wanderte vier Stunden durch das Dorf Siegerin des ersten Preises in dieser Kategorie wurde Regula Leutert mit dem Werk «Schneckenpost», welches auch

gleichzeitig mit dem 3. Rang des Publikumspreises ausgezeichnet wurde. Die Ermittlung der Favoriten war für die Jurymitglieder keine leichte Aufgabe. Immerhin waren sie rund vier Stunden im Dorf unterwegs, um die kreativen Arbeiten zu begutachten. Die relativ bescheidenen Preise bestanden in der Hauptsache aus verschiedenen Gutscheinen für diverse Besichtigungen, zum Beispiel auch von Kunstateliers und andere kleine Sachpreise. Gemeinde- und Kulturpräsident Erwin Leuenberger, dankte zum Schluss den zahlreich anwesenden kleinen und grossen Künstlern für ihren kreativen Einsatz, den Mitgliedern der Kulturkommission sowie allen Beteiligten an der Ausstellung für wetterfeste Bilder, Skulpturen und Installationen für die enorme Arbeit. Die Idee, in der Pandemiesituation so etwas auf die Beine zu stellen und das Thema Kunst in den Aussenraum zu verlegen, war nicht nur zeitlich eine Herausforderung. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, eine solche Ausstellung wieder einmal zu wiederholen und hofft, dafür aber etwas mehr Zeit zur Verfügung zu haben.

Bernd Schmidt – Leben für den Sport In der vergangenen Woche hat die Männerriege Bonstetten von einem ihrer engagiertesten Mitglieder Abschied nehmen müssen.

Tangente-Projektleiter Falk Stolper (links) und Baudirektor Florian Weber freuen sich über die gelungene Eröffnungszeremonie der Tangente Zug/Baar. (Bild zvg.)

Am Freitag ist die Tangente Zug/ Baar dem Verkehr übergeben worden. Das nächste Puzzlestück des Zuger Gesamtverkehrskonzepts wird die Umfahrung Cham-Hünenberg sein. Mit einem symbolischen Akt hat Baudirektor Florian Weber am Freitagnachmittag die Tangente Zug/Baar eröffnet. Bevor die ersten Fahrzeuge die neue Umfahrungsstrasse befahren konnten, wurden die Sieger der SeifenkistenSchülerrennen vom Wochenende zuvor, sowie die Konstrukteurinnen und Konstrukteure der originellsten Seifenkiste

geehrt. Danach gab Baudirektor Florian Weber die Tangente offiziell frei. «Ich freue mich enorm, dass die neue Verbindung zwischen Zugs Berg- und Talgemeinden nach vier Jahren Bauzeit dem Verkehr übergeben werden kann», so Weber. Nach dem Bau sei vor dem Bau, fügte der Baudirektor an und ergänzte: «Nach dem zweiten Puzzlestein des Zuger Gesamtverkehrskonzepts, das heute in Betrieb geht, packt die Baudirektion die Umfahrung Cham-Hünenberg an, damit auch die Chamerinnen und Chamer bald von unnötigem Durchgangsverkehr und Lärm befreit werden.» (red.)

WIR GRATULIEREN Zum 80. Geburtstag

Zur goldenen Hochzeit

Heute Dienstag, 29. Juni, senden wir die allerbesten Wünsche für eine gute Gesundheit sowie gute Laune nach Obfelden zu Erika Klötzli-Schraner. Die Jubilarin feiert ihren 80. Geburtstag – herzliche Gratulation!

Quasi eine Goldmedaille bedeuten 50 Jahre Eheleben! Diese haben sich Ruth und Walter Kiser in Affoltern verdient und dürfen morgen Mittwoch, 30. Juni, feiern – herzliche Gratulation auch von unserer Seite!

Bernd Schmidt wuchs in Kiel als Sohn einer turnbegeisterten Mutter auf, deren sportliche Gene er offenbar vollständig geerbt hatte und die sein ganzes Leben prägten. Schon in Kiel fiel er als talentierter Junghandballer auf und reifte, nachdem er nach Wädenswil gezogen war, dort zum «Vorzeigehandballer» heran. Nach seiner Wohnsitznahme in Bonstetten zu Beginn der 80er-Jahre trat er 1982 in die hiesige Männerriege ein. Neben dem Turnen widmete er hier sein Engagement über Jahrzehnte dem Faustballspiel, welches für ihn zu einer grossen Leidenschaft wurde. Der Vereins- und Sportartwechsel hiess für Bernd aber nicht etwa «kürzerzutreten» – im Gegenteil: Auch wenn ihm beim Faustball gelegentlich der im Handball eher verbreitete Kampf um den Ball «Mann gegen Mann» fehlte, schmälerte das nie seinen Willen, jeden Ball zu erreichen. Mitspieler sahen bei seinem zeitweise verbissenen Einsatz gewisse Parallelen zu dem holländischen Radprofi Henk Lubberding, was ihm dann schnell mal den Spitznamen «Henk» eintrug, auf den er auch gerne hörte. Bereits im Folgejahr nach seinem Vereinseintritt besuchte Bernd zusammen mit anderen Leitern die Grundschulkurse für Oberturner und Riegenleiter beim Schweizerischen Turnverband sowie in den darauffolgenden

Bernd Schmidt starb am 15. Juni an seiner heimtückischen Krankheit. (Archivbild zvg.) Jahren regelmässig die Leiterkurse des Zürcher Turnverbandes. Gut gerüstet und stets sehr motiviert, engagierte er sich fortan und praktisch ohne Unterbruch in verschiedenen Funktionen für die Männerriege Bonstetten. Dies anfänglich als Leiter-Stellvertreter, Spielleiter, Chilbi-Verantwortlicher und in einer späteren Phase als Leiter der Männerriege 2 und anschliessend bis 2019 als verantwortlicher Koordinator dieser Gruppe.

Sieg am Eidgenössischen Turnfest Der Höhepunkt seiner Faustballkarriere war wohl das eidg. Turnfest, das 1991 in Luzern stattgefunden hat: Nach diversen Qualifikationsspielen erreichten Bernd und seine Teamkollegen schliesslich die

Finalrunde, in welcher sie dann absolute Spitzenleistungen zeigten und am Schluss als Turnfestsieger in der Kategorie Männer II vom Platz gingen! Im Verein wurde auch sofort seine grosse Leidenschaft für Geselligkeit und Kameradschaft erkannt. Wenn jemand zum Helfen gesucht wurde, wenn irgendein Schiff sonst ohne Kapitän dahingedümpelt wäre, war Bernd stets zur Stelle und bot tatkräftige Unterstützung an. Und wenn er nach einem körperkontaktreichen Schlussspiel beim gemütlichen Beisammensein sein einzigartiges «Na denn Proust» in die Runde warf, hat das die kameradschaftliche Runde stets aufgelockert. Legendär und immer gern gesehen waren auch seine selbstgemachten Berliner, die er über Jahre hinweg zur Versüssung des alljährlichen Fondueabends mitbrachte. Vor allem aber sein Feuer für die körperliche Ertüchtigung sowie die Fähigkeiten als Macher und Motivator bleiben uns in Erinnerung. Diese Eigenschaften behielt Bernd bis zu seiner letzten Turnstunde als Leiter am 5. März 2020, als sich bereits die Schwächung seines Körpers abzeichnete. Obwohl er schon lange aus Bonstetten weggezogen war, hat er dem Verein stets die Treue gehalten, insgesamt 39 Jahre. Und trotz seiner schnell fortschreitenden Krankheit war er stets am Vereinsleben interessiert und behielt bis zuletzt seinen trockenen Humor. Bernd Schmidt starb am 15. Juni an seiner heimtückischen Krankheit. Danke Bernd, dass wir dich über Jahrzehnte als Turnkamerad und Freund erleben durften! Werner Ruprecht und Martin Knitsch


Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. Juni 2021

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Von Buggies, Betten und Bügelbildern Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Mettmenstetten haben eindrückliche Abschlussprojekte abgeliefert Zufall oder liegt es am Buchstaben B? Die tollsten Projekte, welche Schülerinnen und Schüler der 3. Sek in Mettmenstetten zum Abschluss ihrer schulischen Laufbahn vorlegen, sind alles B-Projekte, aber absolut A-klassig ausgefallen: Buggy, Bilderbuch, Bett, Bügelbild.

trainieren muss», sagt Celine. Doch am Schluss ist sie mit ihrem Werk sehr zufrieden: «Ist cool geworden.»

Länger im Bett als am Pult

von Stefan Schneiter Jannis Jung ist zwar erst 15. Der Sekundarschüler aus Rossau ist aber bereits jetzt schon ein gewiefter Automechaniker. Diesen Eindruck erhält jedenfalls, wer den Offroad-Buggy sieht, den Jannis gebaut hat, als Abschlussprojekt, das Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Mettmenstetten im letzten Halbjahr ihrer obligatorischen Schulzeit selbstständig umzusetzen haben. Jannis hilft in seiner Freizeit oft in der Garage seines Vaters mit. Offroad-Fahrzeuge machen ihm grossen Spass. Die Idee für sein Abschlussprojekt war daher schnell gefunden. Zuerst wollte er ein Offroad-Motorrad bauen, merkte dann aber schnell, dass die zur Verfügung stehende Zeit nicht ausreichen würde, ein eigenes Chassis zu bauen. «Bei einem Auto sind Motor, Getriebe und die wichtigsten Teile schon fertig montiert. Da muss man nur noch den Rahmen bearbeiten», erzählt Jannis. Wobei «nur» eine Untertreibung ist. Denn der Bau seines Offroad-Buggies beanspruchte nicht weniger als 200 Stunden. Als Erstes erstand Jannis über Ricardo einen Suzuki Samurai Wagen für 600 Franken und begann, diesen umzubauen. Der Vater half ihm, die Karosserie vom Chassis zu trennen. Dann folgten all die aufwendigen Mechanikarbeiten: 38-mmStahlrore zuschneiden, zusammenschweissen, abschleifen, spritzen. Jannis’ Idee, das Fahrzeug von Links- auf Mittellenkung umzubauen, bescherte ihm einen Haufen Mehrarbeit. Eine andere Lenksäule musste her, eine eigene Lenkstange konstruiert werden. Die Kupplung musste links, Brems- und Gaspedal rechts vom Getriebe zu liegen kommen. Alle technischen Herausforderungen löste Jannis meisterhaft. «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Arbeit.» Perfektionist Jannis störte zwar, dass der Lack nicht schwarzmatt, sondern schwarzglanz war. Dennoch gefällt ihm das Endprodukt: «Der Lack ist sehr gut herausgekommen. Ich dachte selber nicht, dass der Lack so schön sein kann». Sein Offroad-Buggy bringt es theoretisch

Einen alten Suzuki baute Jannis Jung zu einem schnittigen Offroad-Buggy um. (Bild zvg.) auf 120 Sachen, er selber ist damit schon bis zu 55 km/h gefahren, im Ökihof in Affoltern. Nun hat er die Idee, die alte Karosserie des Suzuki, die mit Rostlöchern durchsetzt ist, später in der Lehre als Automechaniker zu restaurieren. Wenn er mit 16 die Traktorprüfung absolviert, kann er mit dem Fahrzeug legal auf den Strassen herumfahren. «Dann könnte ich damit in die Lehre fahren», freut sich Jannis schon heute.

Auf die inneren Werte kommts an Liv Mäder weiss schon seit der Primarschule, dass sie Lehrerin werden möchte. Da Kinder gerne Bilderbücher mögen und sie gern zeichnet und gestaltet, war für sie die Wahl des Projekts schnell klar: Ein eigenes Bilderbuch herstellen. Ihr Lieblingsbuch als Kind war das von Wassili Waschbär. Zwei Bände hat sie schon zu Hause, dasjenige über den Winter und eines über den Frühling. Und da Livs Lieblingszeit der Sommer ist, fertigte sie einen Bildband über Wassili Waschbärs Erlebnisse im Sommer an, mit dem Titel «Wahre Freunde». Zuerst erfand sie eine kleine Geschichte.

Selber getextet und alle Bilder selber gemalt hat Liv Mäder in ihrem Bildband Wassili Waschbär. (Bild Stefan Schneiter)

Wassili, der seinen Freund mit selbstgemachter Brombeerkonfitüre überraschen möchte, gerät auf der Suche nach Brombeeren in Not. Der wunderschöne, farbenfrohe Kolibri, den Wassili zuvor kennengelernt hat, lässt ihn im Stich. Dafür hilft ihm das «hässliche» Wildschwein aus der Patsche. «Ich will mit der Geschichte die Message rüberbringen, dass man nicht auf das Äussere achten soll, sondern dass es auf die inneren Werte ankommt.» Liv malte die Bilder in Aquarell, für sie eine neue Erfahrung. Schwierig war es für sie, stets den gleichen Farbton für die verschiedenen Bilder hinzukriegen. Vor allem unterschätzte sie den Zeitaufwand für ihr Projekt. «Einen solchen Bildband selber zu erstellen, sowohl mit Bildern wie mit Text, ist eine Riesenarbeit. Gut drei Monate Zeit dafür zu haben, ist mega kurz.» Doch sie hat es hingekriegt, wenn auch mit etwas weniger Seiten als geplant. Stolz kann sie heute den als Fotobuch gedruckten Bildband präsentieren.

rungen bei den Perlen nicht ideal klappte. «Ich habe gelernt, dass ich, die ich eh nicht die Geduldigste bin, mehr Geduld

Seit einem Jahr schon hat Linus Trinkler seine Lehrstelle auf sicher. Bei der Schreinerei Müller in Rossau kann er diesen Sommer seine Lehrstelle antreten. Und dort hat er auch sein Bett gebaut, als seine Abschlussarbeit an der Sekundarschule. «Erst überlegte ich, was ich aus Holz herstellen soll: Bett oder Pult? Ich entschied mich für das Bett, da ich mehr Zeit darin verbringe als an einem Pult», sagt der 16-Jährige aus Mettmenstetten. 60 Stunden Arbeit investierte er, geholfen haben ihm Schreiner Marcel Müller und dessen Lehrling. Aus 13 cm dicken Eichenbalken ist das Bett gefertigt. Die Arbeit war eine Herausforderung, da das Eichenholz trotz Dämpfung, um es dank Spalten älter aussehen zu lassen, sehr hart ist. Auch Linus geriet während seiner Projektarbeit unter Zeitdruck, unter anderem, weil das Holz während zweier Wochen immer wieder geölt werden musste. Ein Missgeschick passierte, als die Säge einmal zu tief ins Holz einschnitt. Und mitten in der Arbeit stellte Linus fest, dass er die Beine des Bettes aus ästhetischen Gründen nach innen versetzen musste. Am Schluss kann er das Fazit ziehen: «Trotz Rückschlägen blieb ich immer positiv, nach dem Motto: Learning by doing.»

Ein Gesicht aus 28 000 Perlen Paul Walker ist tot. Der gutaussehende US-Schauspieler verstarb 2013 bei einem Autounfall. Bekannt wurde er durch die Actionfilmreihe «Fast and Furious». Und er ist der Lieblingsschauspieler von Celine Leutwiler: ein «mega cooler Typ». Die Sekundarschülerin aus Knonau wählte darum für ihre Projektarbeit ein Bild von Walker. Da sie selber nicht so gut zeichnen kann, wie sie von sich selber sagt, fertigte sie ein Bügelperlenbild an. Erst druckte sie ein passendes Bild auf Originalgrösse aus, fertigte ein Raster darüber an und steckte anschliessend farbige Perlen auf die Bildplatte. Nicht nur einige wenige Perlen. Nein, sage und schreibe 28 000 Bügelperlen waren es, 2½ mm gross jede, die allesamt einzeln auf Nadeln gesteckt und anschliessend gebügelt werden mussten. 160 Stunden Arbeit waren nötig, um das Bild zu realisieren. Anfänglich sei sie davon ausgegangen, das Werk an einem Nachmittag zu realisieren. «Und dann hab ich zwei Monate lang jeden Tag nur noch Perlen gesteckt», sagt die 15-Jährige. Sie ist froh, dass das Bild nun fertig ist, «denn meine Geduld nahm mit der Zeit ab.» Spannend fand sie, wie viele Hautschattierungen und Hauttöne es braucht, dass man eine Person auf einem Porträtbild erkennt. Gelernt hat sie, ihr Zeit-Management zu verbessern, da ihre Planung wegen Lieferverzöge-

28 000 Bügelperlen hat Corinne Leutwiler zu einem Porträtbild ihres Lieblingsschauspielers Paul Walker zusammengefügt. (Bild Stefan Schneiter)

Schläft in seinem selbstgefertigten Eichenbett: Linus Trinkler. (Bild zvg.)


8 FORUM

Zweimal Fundsache In der Woche 23 habe ich beim Laufen zwischen Hedingen und Zwillikon meinen Führerausweis verloren. Kurz nach meiner Ankunft zu Hause bemerkte ich das Fehlen, sodass ich die Strecke sofort nochmals beging, den Ausweis aber nicht finden konnte. Anfragen bei der Gemeinde und auf dem Strassenverkehrsamt Zürich fielen negativ aus. Auf dem Strassenverkehrsamt wurde mir am 22. Juni angeraten, in den nächsten drei Tagen ein Duplikat zu beantragen. Welch eine Überraschung durfte ich am 24. Juni erfahren! Das Strassenverkehrsamt liess mir den gefundenen Ausweis per Post ohne Angaben oder einen Vermerk zukommen. Nochmals herzlichen Dank dem Finder oder der Finderin, Sie haben mir Umtriebe erspart. Ein weitere Überraschung erlebte ich am Freitag, 11. Juni, im Coopark in Affoltern. Während dem Einkaufen sah ich einen Umschlag und dachte mir, dass irgend jemand wieder Papier achtlos liegen gelassen hat. Ich nahm den Umschlag auf und erschrak als ich darin die Banknoten – gemäss inliegendem Postbezugsbeleg 2000 Franken. Ich begab mich umgehend zum Kundendienst und übergab dort den Fund. Die beiden Damen am Kundendienst waren erstaunt, dass es noch so ehrliche Finder gibt, für mich allerdings eine Selbstverständlichkeit. Auf deren Hinweis vermerkte ich meinen Namen und die Natelnummer auf der Innenseite des Umschlages, falls es Rückfragen geben sollte. Gestern konsultierte ich den Kundendienst und erkundigte mich, ob jemand das Geld abgeholt hat. Dies wurde bejaht, bei gleichzeitiger Rückfrage, ob ich kontaktiert worden sei, denn sie habe bewusst auf meine Angaben im Umschlag hingewiesen. Leider habe ich bis dato nichts gehört und bin enttäuscht, dass nicht einmal ein Dankeschön kam, denn auf einen Finderlohn hätte ich sowieso verzichtet. In was für einer Welt leben wir, dass man beim Verlust von 2000 Franken dem Finder nicht einmal danke sagen kann. Willi Siegenthaler, Hedingen

Im Kleinen fängt das Grosse an Bei uns läuft einiges schief, denke ich. Beim Postabbau hat man uns doch versprochen, dass dieselben Leistungen erbracht werden, seitens der Gemeinde und Volg in Obfelden. In unserer Liegenschaft, die der Gemeinde gehört, wird Immer noch mit 20erli gewaschen, die Frage, ob das noch zeitgemäss ist, möchte ich hier gar nicht erwähnen. Aber dass man bei der Poststelle im VolgLaden abgewiesen wird und nicht mal eine Rolle 20er-Münzen bekommt, zum Teil mit unverschämten Bemerkungen, macht einen fast schon ein bisschen wütend. Also müssen alle, die hier waschen, jedes Mal aufs Neue nach Affoltern zur Poststelle fahren, um sich welche zu besorgen. Ist das sinnvoll?! Ich glaube nicht. Marcel Dinse, Obfelden

Bäckerei Iten Knonau Knonau verliert seine Dorfbäckerei, «Anzeiger» vom 27. April. Wir – viele Knonauer Kinder, Frauen und Männer – vermissen dich! Franziska Keller, Knonau

Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Autors oder der Autorin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen. (red.)

Bezirk Affoltern

Dienstag, 29. Juni 2021

«Ich hatte Angst, aber Geld für den Bus keine andere Möglichkeit» FORUM

2,5 Millionen Franken Gewinn wider Erwarten, «Anzeiger» vom 25. Juni.

Abrahaley Alem ist am Ziel angekommen

Abrahaley Alem im schönen Blumengarten der Stiftung Werk- und Wohnhaus zur Weid in Rossau. (Bild Marianne Voss)

Er stammt aus Eritrea und sah dort keine Zukunft für sein Leben. 2008 ist Abrahaley Alem als Flüchtling in die Schweiz gekommen. Vor einem Jahr konnte er eine Ausbildung abschliessen und tritt jetzt am 1. Juli seine erste neue Stelle an. Von Marianne Voss Abrahaley Alem ist glücklich und dankbar. Glücklich, dass er es nun tatsächlich geschafft hat, ganz hier anzukommen, eine Ausbildung zu absolvieren und auf eigenen Beinen zu stehen. Dankbar, dass ihm das Schicksal auf der Flucht gut gesinnt war und dass er Unterstützung von Menschen und Institutionen in der Schweiz erhalten hat. Fünf Jahre konnte er im Werk- und Wohnhaus zur Weid in Rossau arbeiten und während dieser Zeit eine Lehre als Fachmann Betriebsunterhalt abschliessen. Wegen der Pandemie erhielt er die Möglichkeit, nach dem Lehrabschluss vor einem Jahr noch in Rossau weiterzuarbeiten. Jetzt hat er in seinem Wohnort, in Zürich, eine Anstellung in einer Liegenschaftsverwaltung erhalten. Am 1. Juli beginnt er dort mit seinem neuen Job. «Ich freue mich», erklärt er in seinem etwas gebrochenen Deutsch und strahlt. «Es ist für mich wunderbar, dass ich arbeiten und Geld verdienen kann.» Er werde sich am neuen Ort um den gesamten Unterhalt verschiedener Liegenschaften kümmern. Er zählt auf, was alles zu seiner neuen Tätigkeit gehören wird: «Reinigung, Gartenarbeit, Reparaturen, Pflege der Umgebung, Betreuung der elektrischen Installationen und der Heizungen.» Der Abschied von Rossau wird ihm nicht ganz leicht fallen. «Ich war total gerne hier und fühlte mich akzeptiert», betont er. In Rossau habe er eine Chance bekommen für sein neues Leben. «Ich schätzte auch die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung, die mir mein Chef Andreas Köchli zutraute. Klar, es gab manchmal Missverständnisse bei den Arbeitsaufträgen, da ich sprachlich nicht alles richtig verstand.» Er lacht.

Gefährliche Flucht Nun berichtet er, wie er von Eritrea in die Schweiz gekommen ist. «Ich sah in meinem Land mit der extremen Diktatur keine Zukunft und wollte dort nicht ins Militär. Ich hätte kein eigenes Leben gehabt.» So beschloss er, ganz alleine zu flüchten. Die Erzählung seiner gefährlichen Reise ist filmreif. Er war zu Fuss und in verschiedenen Transportmitteln unterwegs durch mehrere Länder und

durch die Sahara. Er landete zweimal die Stelle im Werk- und Wohnhaus angeboten wurde. Eigentlich war der im Gefängnis. Schliesslich stand er dann endlich Traum von Abrahaley Alem, einmal nachts am Mittelmeer und wartete zu- Musiker zu werden und an Festen oder sammen mit vielen anderen Flüchtlin- Hochzeiten singend und spielend aufzugen auf das ersehnte Gummiboot. Weit treten. Er hatte sich zu Beginn in der kam das Boot aber nicht. Es fehlte an Schweiz selber eine Krar (eritreisches Treibstoff, und der Gummi war undicht. Zupfinstrument) gebaut. Inzwischen Doch diese Flüchtlingsgruppe ertrank konnte er sich eine elektrische Krar nicht. Ein Fischerboot nahm die Men- kaufen und pflegt seine musikalische schen auf und brachte sie nach Italien. Begabung nun als Hobby. Von dort gelangte ANZEIGE Abrahaley Alem in die Schweiz. Finanziell unterstützt ekz-zugerland.ch wurde er während der Flucht von seinem Bruder, der schon länger in England lebt.

Familiengründung Im Jahr 2008 kam er in Chiasso an. Heute kann er mit etwas Abstand zu dem Erlebten besser darüber sprechen. «Ich hatte sehr viel Glück. Andere haben die anstrengende Flucht nicht überlebt. Ich habe einige sterben sehen.» Ob er Angst gehabt habe? «Natürlich hatte ich Angst. Aber ich hatte keine andere Möglichkeit.» Als er in der Schweiz schliesslich die B-Bewilligung erhielt, begann er sofort an verschiedenen Orten zu arbeiten. «Und ich reiste nach Äthiopien, wo ich meine Freundin traf, sie heiratete und mit in die Schweiz brachte.» Zu seiner Familie gehören nun zwei Kinder im Alter von sieben und neun Jahren. «Sie sprechen natürlich perfekt Schwyzerdütsch.» Seine Arbeitsstellen waren für ihn nicht sehr befriedigend, und es war für ihn ein weiteres Glück, dass ihm vor fünf Jahren

Der «Anzeiger» schreibt von der frohen Kunde, dass die Gemeinde Bonstetten einen tollen Jahresabschluss verzeichnen konnte. Mit 2,5 Millionen Franken Gewinn aus einer Rechnung von 29,6 Millionen also fast 10 Prozent Vorschlag, liesse manch börsenkotierten Betrieb vor Neid erblassen. Dazu noch ein Eigenkapital von 38 Millionen. Ein Bravo an die Säckelmeisterin Arianne Moser und ihre sparfreudigen Kumpanen im Gemeinderat. Und den Einwohnern, die ja immerhin mit dem recht happigen Steuerfuss ihr Scherflein dazu beigetragen haben. Wir wollen jetzt nicht darüber lamentieren, dass die Grundstückgewinnsteuern den superguten Abschluss sehr positiv beeinflussten. Dass man den Steuerfuss angesichts den Ungewissheit aus der Corona-Geschichte nicht – noch nicht – reduzieren will, scheint mir vernünftig. Aber, wie wäre es mit der Wiedereinführung der Buslinie 237? Wir Älteren im Sunneberg würden es sehr schätzen, wenn wir auch tagsüber vom öV ins Dorf oder zum Bahnhof Nutzen ziehen könnten, einen kleinen Beitrag in Sachen Klimaverbesserung leisten könnten? Es ist ja nicht so, dass dies etwas ganz Neues wäre. Vor einigen Jahren war doch der Versuchsbetrieb erfolgreich. Und der Tiefbauchef Vergés müsste keine unangenehmen Fragen beantworten ... Da solche Neuerungen bei uns enorme Vorlaufzeiten benötigen, erleben wir das nicht mehr. Altershalber. Aber es gibt ja noch jüngere Einwohner im Quartier Sunneberg, die auch einmal alt werden ... Adolf Bühler, Bonstetten

Sammelspass

Jeden Samstag

im Juli

Einkaufen, Stempel sammeln und mit etwas Glück 200-FrankenGeschenkkarte gewinnen. Jeden Samstag während den Centeröffnungszeiten auf der oberen Verkaufsebene (OVE). Infos und Teilnahmebedingungen unter ekz-zugerland.ch


Gewerbe

Jahresfest im «Güetli»

Die «Mission am Nil» zeigt am Anlass in Rossau, was sie in Ägypten leistet. > Seite 10

Dienstag, 29. Juni 2021

Wild drauflos

«Züri Ost» spielen am Sonntag in Affoltern Klänge vom Balkan, Gypsy, Klezmer und mehr. > Seite 11

Starke Ämtler

Ein erster und ein zweiter Platz am Proffix Swiss Bike Cup in Savognin. > Seite 13

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«Unsere Gewässer haben einiges zu bieten» Die Tauchschule Säuliamt bietet während den Sommerferien Schnuppertauchkurse für Kinder und Jugendliche an Urs Fischbacher, Präsident der Tauchschule Säuliamt, schwärmt von den Tauchplätzen hierzulande. Er empfiehlt Institutionen zu unterstützen, die sich für die Unterwasserwelt und ihre Bewohner einsetzen. Auch deshalb engagiert sich die Tauchschule sehr für Kinder und Jugendliche.

Welche Ausbildungen bieten Sie an? Die Ausbildungen orientieren sich an den Standards der beiden Tauchorganisationen Padi und SSI und reichen vom Taucheinsteiger/der Taucheinsteigerin bis zum professionellen Divemaster. Ferner haben wir viele Spezialkurse im Programm. Auch engagieren wir uns sehr für Kinder und Jugendliche, bieten etwa den Padi Seal Team Kinderkurs an und führen während der Ferien im Rahmen der Ferienpassangebote Schnuppertauchkurse durch.

«Anzeiger»:Urs Fischbacher, stimmt es, dass man in Schweizer Seen und Gewässer lediglich rostige Velos und vergammelte Blechbüchsen zu Gesicht bekommt? Die Schweizer Seen und Gewässer sind eigentlich sehr sauber. Viele Taucher und Taucherinnen helfen bei den Seereinigungen mit, wie wir etwa bei der Türlersee-Putzete im Juni vor zwei Jahren. Sicher gibt es vereinzelt Schrott und Abfälle im Wasser. Die werden aber in der Regel rasch von Muscheln besiedelt. Welche Fische bekommt man in hiesigen Seen und Gewässer häufig zu sehen? Egli, Trüschen, Sonnenbarsche, Rotaugen, Schleien, Groppen und Hechte sieht man regelmässig. Bis vor zwei Jahren gab es im Zugersee eine grosse Population an Kamberkrebsen. Ein spezielles Erlebnis ist jeweils die Erdkröten-Hochzeit im Frühling in den Gewässern. Dabei muss man sehr vorsichtig und achtsam vorgehen und die Laichschnüre mit genügend Abstand beobachten. Wo befinden sich die Schweizer Tauchhotspots? Die Bergbäche im Tessin wie Maggia oder Verzasca zählen europaweit zu den gefragtesten Tauchhotspots. Auch die Gorge de l’Areuse im Kanton Neuenburg bietet ein spezielles Taucherlebnis. Und die Jura bei Bottighofen im Bodensee ist das bekannteste Süsswasser-Wrack in Europa. Sie eignet sich besonders für erfahrene Taucher und Taucherinnen.

Welches sind die Besonderheiten der Tauchschule Säuliamt? Bei uns dürfen alle Taucher und Taucherinnen mitmachen, will heissen, es braucht nicht unbedingt eine Mitgliedschaft. Selbstverständlich sind wir aber über jede Unterstützung froh.

Urs beim Training mit Seal-Team-Kindern. (Bild Yasmin Müller) Wo tauchen die Mitglieder der Tauchschule Säuliamt ab? Wir bieten viele organisierte oder begleitete Tauchgänge an. Manchmal führen wir Tagesausflüge mit zwei Tauchgängen durch. Auch haben wir Bootstauchgänge zu schwer erreichbaren Tauchplätzen im Programm und unternehmen Wochenendausflüge ins Tessin oder zu den Bündner Bergseen. Unsere favorisierten Tauchplätze befinden sich am Zuger-, Vierwaldstätter-, Walen- und Zürichsee. Tauchen Sie auch im Winter ab und falls ja, was erlebt man beim Eistauchen? Unser vielseitiges Angebot an Tauchgängen gilt auch während der Wintermonate. Eistauch-Wochenenden haben wir leider seit einigen Jahren keine mehr durchgeführt. Nichtsdestotrotz bleiben die unglaublichen Erinnerungen

an die Unterwasserwelt unter der Eisdecke. Diese mystische Stimmung in gefiltertem Sonnenlicht ist unbeschreiblich schön. Einmal wurden wir dabei von einem Team des Schweizer Fernsehens begleitet, das eine Reportage über das Eistauchen für die Sendung Quer machte. Sind die Schweizer und Schweizerinnen ein Volk der Taucher und Taucherinnen? Es gibt sehr viele Taucher und Taucherinnen in der Schweiz. Allerdings tauchen nicht wenige unter ihnen lediglich während der Ferien in warmen Gewässern ab. Ich finde das schade, da unsere Seen und Gewässer einiges zu bieten haben. Welche Voraussetzungen sollten ein angehender Taucher und eine angehende Taucherin mitbringen?

Wer angemessen fit und gesund ist, kann mit dem Tauchen beginnen. Der Grundkurs beinhaltet Theorie-, Pool- und Freiwasserlektionen. Und natürlich gibt es die Möglichkeit, vorab einen Schnupperkurs bei uns zu besuchen. Wie ist die Tauchschule Säuliamt organisiert? Der Verein Tauchschule Säuliamt wurde am 14. Januar 2009 gegründet. Viele unter uns waren bereits bei der Vorgängerorganisation mit dabei. Heute umfasst der Verein etwa 50 Mitglieder. Darunter sind 19 Instruktoren und Instruktorinnen und Divemaster, die ein attraktives Kurs- und Tauchangebot ermöglichen. Die Tauchschule Säuliamt ist ein Hobbybetrieb. Die Tauchausflüge, -anlässe und -kurse führen wir in unserer Freizeit durch.

Sobald der Mensch ein Ökosystem entert, hat das Folgen. Vor allem, wenn Ferientaucher und Ferientaucherinnen keine Rücksicht auf die fragile Unterwasserwelt nehmen und diese etwa mit einem Souvenirladen verwechseln. Welche Empfehlungen geben Sie zum Schutz der Unterwasserwelt ab? Wir versuchen bereits unsere SealTeam-Kinder für die Unterwasserwelt zu sensibilisieren und vermitteln das auch in sämtlichen Kursen. Leider sehe ich immer wieder Taucher und Taucherinnen mit Unterwasserkameras, die keine Ahnung von einer richtigen Tarierung haben. Es ist erschreckend, was diese Ignoranten und Ignorantinnen alles beschädigen oder zerstören. Also lernt zuerst tarieren! Denn mit genügend Erfahrung macht dann später auch das Fotografieren mehr Spass. Ferner lohnt es sich, verschiedene Institutionen zu unterstützen, die sich für die Meere, Seen und Gewässer dieser Welt und deren Lebewesen einsetzen. Interview: Angela Bernetta Informationen zum Verein und Angebot: www.ts-s.ch.

Fussball- und Wettfieber-Virus im Senevita Obstgarten Einige Bewohner im Alters- und Pflegeheim Senevita Obstgarten haben sich offensichtlich mit dem Fussballfieber infiziert. Ein EM-Tippspiel fand regen Zuspruch. Nun fand letzten Freitag die Preisverteilung des Tippwettstreites statt. VON MARTIN MULLIS Unter den Sonnenschirmen und im Restaurant des Alters- und Pflegeheims Obstgarten in Affoltern herrschte am letzten Freitagnachmittag eine aufgeräumte Stimmung. Die Seniorinnen und Senioren feierten eine Fussballparty. Von den rund 170 Bewohnerinnen und Bewohnern beteiligten sich nämlich 80 Personen an einem Fussballtippspiel. Geplant war ein zünftiges Fest mit einem Stargast. Thomas Breitinger, Leiter der Gastronomie, hatte für den

Anlass alles sorgfältig koordiniert, um die erwartungsvollen Hausbewohner nicht zu enttäuschen. Leider musste jedoch der ehemalige Nationalspieler Kurt (Kudi) Müller, Jahrgang 1948, welcher am 16. Dezember 1970 sein Debüt in der Nationalmannschaft gegeben hatte, seinen Besuch kurzfristig absagen. Die älteren Herrschaften bedauerten zwar, dass der Ehrengast fehlte, liessen sich aber deswegen die Festlaune keineswegs vertreiben. Auf den Tischen im Restaurant und auf der Terrasse lagen kleine Schweizer Fähnchen, und die SenevitaBewohner warteten gespannt auf die Ergebnisse ihrer Voraussagen. Eine kleine Umfrage unter den rüstigen Seniorinnen und Senioren ergab ein bemerkenswertes Ergebnis. Keiner der Befragten hatte in jungen Jahren Fussball gespielt, aber alle bekräftigten, dass sie bisher fast jedes Spiel im TV verfolgt hätten. Sämtliche Seniorinnen hielten fest, dass Fussball für sie eine schöne

Nebensache sei: Selbstverständlich würden sie jedes Spiel im Fernsehen ansehen. Auch für Margrit und Ignaz Stutz, ehemalige Wirtsleute, sind die Spielergebnisse nicht so wichtig. Heidi und Paul Fluri, beide 83 Jahre alt, hingegen schauen im TV fast alle Spiele, vor allem aber, wenn die Mannschaft ein Shirt mit einem Schweizerkreuz trägt. Paul Fluri erklärt dem ,«Anzeiger», dass er von seinem Bruder viel über Fussball gelernt habe, während seine Frau zum Beweis für ihre Kenntnisse spontan die AbseitsRegel erklärt. Während Thomas Breitinger die Sieger bekannt gab, wurden eifrig die Fähnchen geschwenkt und applaudiert. Der erste Preis bestand aus einem Gratisessen für vier Personen inklusive Getränke, eine gefüllte Lunchbox erhielten die Zweitplatzierten, während die Gewinner des dritten Preises einen Gutschein für einen Glacé-Plausch à discrétion entgegennehmen durften.

Sie warten gespannt, ob sie zu den Siegern gehören: Heidi Fluri und ihr nur wenige Stunden älterer Ehemann Paul. (Bild Martin Mullis)


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Veranstaltungen

Dienstag, 29. Juni 2021

Literarischer Abend und Klarinetten-Trios

Zwei Konzerte des «Kulturzelts» Im Kulturzelt findet am 30. Juni ein literarischer Abend mit Musik statt. Am 8. Juli wiederum findet im «Löwen»-Saal in Hausen ein Konzert mit Klarinettentrios von Mozart, Robert Schumann und Jean Françaix statt.

Magdalene Seiler mit Mitarbeiterinnen des Spitals. (Bild zvg.)

Lernen hat Zukunft Am Samstag findet in Rossau das Jahresfest der Mission am Nil statt Am 4. Juli erhalten Interessierte am jährlichen Anlass im «Güetli» in Rossau Einblicke in die Arbeit in Ägypten. Dr. Emad Soliman, Direktor des Nil-Spitals, und Magdalene Seiler, Pflegedienstleiterin, berichten von ihren Erfahrungen. Pyramiden, traumhafte Strände, Luxushotels – dieses Bild von Ägypten kennen wir aus dem Reiseprospekt. Doch in der 100 000-Einwohner-Stadt Naqada, wo die Mission am Nil ein Spital betreibt, gibt es kein einziges Hotel. Denn kaum jemand kommt freiwillig in diese verarmte Gegend, die wenig zu bieten hat. Das hat Folgen, zum Beispiel für das Gesundheitswesen. Dass es an qualifiziertem Pflegepersonal fehlt, kennen wir auch aus der Schweiz, doch in Ägypten ist die Situation noch viel extremer: Gut ausgebildete Pflegekräfte findet man vielleicht in Kairo und in einigen Touristenzentren, aber nicht im oberägyptischen Naqada, einer der ärmsten

Städte des Landes. Hier befindet sich seit 2006 das Nil-Spital, das die in Knonau ansässige Mission am Nil aufgebaut hat. Aus der Not machte die Spitalleitung eine Tugend und entwickelte einen Kurzlehrgang für die Ausbildung zur Hilfspflegerin oder zum Hilfspfleger. So kommt das Spital zum nötigen Personal und verschafft gleichzeitig jungen Männern und Frauen eine sinnstiftende Arbeit sowie ein Einkommen. Am Jahresfest am Sonntag, 4. Juli, im «Güetli» in Rossau werden Dr. Emad Soliman, Direktor des Nil-Spitals, und Magdalene Seiler, Pflegedienstleiterin, von ihren Erfahrungen berichten. Menschen auszubilden, ist auch eine Leidenschaft von Viktor Penner, der beim Jahresfest aus seinem Leben in Addis Abeba erzählen wird. Im «Misrach Center» der Mission am Nil lernen junge Männer und Frauen mit einer körperlichen Behinderung einen handwerklichen Beruf, mit dem Ziel, dass sie danach in der Wirtschaft Fuss fassen können. Ohne Ausbildung würden sie als Bettler auf der Strasse landen.

Eine Frucht von Viktor Penners Einsatz ist, dass nun zum ersten Mal ein Fachbuch mit Schreiner-Know-how in Amharisch, der wichtigsten Amtssprache im Vielvölkerstaat Äthiopien, zur Verfügung steht. Wichtig ist dem 39-jährigen Schreinermeister und Vater von fünf Kindern auch, am Leben seiner Schützlinge Anteil zu nehmen, ihnen mit Respekt zu begegnen und so zu zeigen: Ihr seid trotz eurer körperlichen Einschränkung einmalige, wertvolle, von Gott geliebte Menschen!

Die Konzertreihe «Kulturzelt.ch – Konzerte im Kulturzelt im Park Seleger Moor» veranstaltet bereits im 5. Jahr Konzerte Openair in diesem grandiosen Landschaftsgarten. Am 17. Juni hat das «Authentic Light Orchestra» die musikalische Saison im Park eröffnet, gefolgt von der «Hanneli-Musig» am 24. Juni mit bekannten Grössen aus der Schweizer Volksmusik-Szene. Am Mittwoch, 30. Juni, kommt Hermann Hesse in den Park. In seinem Gedicht «Stunden im Garten» – rezitiert vom Schauspieler Matthias Schuppli – beschreibt Hesse seine Empfindungen und Gedanken während der Arbeit im Garten. Nach dem Gedicht erklingt das Oboenquartett von Wolfgang Amadeus Mozart, auf das sich Hermann Hesse in seinem Gedicht immer wieder bezieht.

Das letzte Konzert vor der Sommerpause am Donnerstag, 8. Juli, widmet sich der besonderen Formation des «Klarinettentrios» mit Klarinette, Viola und Klavier. Die drei Musiker Francesco Negrini, Andreas Fischer und Nadja Saminskaja spielen das «Kegelstatt-Trio» von Wolfgang Amadeus Mozart, die «Märchenerzählungen» von Robert Schumann und ein virtuoses Werk, komponiert von Jean Françaix anlässlich des 300-Jahre-Jubiläums der Klarinette. Nach der Sommerpause spielt am 23. August der Zigeuner-Geiger Robby Lakatos mit Freunden, am 26. August das «Stradivari Quartett» und am 3. September die «Festival Strings Chamber Players». Kulturzelt Seleger Moor Literarischer Abend mit Musik. Mittwoch, 30. Juni, 19.30 Uhr. Ein Abend, der Poesie, Musik und die Liebe zum Garten in besonderer Weise zusammenbringt. Konzert mit Klarinettentrios von Mozart, Robert Schumann und Jean Françaix, Donnerstag, 8. Juli, 19.30 Uhr, «Löwen»-Saal, Hausen. Tickets und Informationen auf www.kulturzelt.ch

Mission am Nil Jahresfest der Mission am Nil im Lebenshaus Güetli, Rossau (Mettmenstetten), Sonntag, 4. Juli, 10 bis 15 Uhr. Programm: 10 Uhr Festgottesdienst mit Alfred Aebersold, ref. Pfarrer, und Jugendchor «Focus Team»; 11.30 Uhr Vorstellung des Nil-Spitals mit Dr. Emad Soliman und Magdalene Seiler; 12.15 Uhr einfaches Mittagessen; 14 Uhr Vorstellung des Misrach Centers mit Viktor Penner. Separates Programm für Kinder. Anmeldung bis 30. Juni an 044 466 77 77) oder info@guetli-rossau.ch). Weitere Infos: www.mn-international.org/agenda.

Das Kulturzelt im Park Seleger Moor in Rifferswil. (Bild zvg.)

Ämtler Bibliotheken im Juli Auch diesen Sommer führen verschiedene Bibliotheken des Bezirks die «Lesebank-Aktion» durch. Es stehen bis Mitte September bei Ruhebänken und in Badeanstalten Behälter mit Büchern und Zeitschriften bereit, die zum Schmökern, Lesen und Verweilen einladen. Informationen zu den genauen Standorten geben die beteiligten Bibliotheken von Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Hausen, Hedingen, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Rifferswil und Wettswil. Die Schulsommerferien dauern im ganzen Bezirk von Montag, 19. Juli, bis Samstag, 21. August.

Bibliothek Aeugst Während der Sommerferien ist die Bibliothek am Montag, 19. Juli sowie am 16. August, von 18 bis 20 Uhr sowie am Samstag, 24. Juli und 21. August, von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Die Lesebänke befinden sich im Unterdorf neben dem alten Trafohäuschen, am Höchweg gegenüber der Reithalle und am Spazierweg am Waldrand oberhalb der Schiessanlage.

Regionalbibliothek Affoltern Samstag, 3. Juli, 10 bis 15 Uhr: Grosser Flohmarkt vor der Bibliothek. Grosse Auswahl an Büchern, Zeitschriften, DVDs, CDs etc. zu attraktiven Preisen. Nur bei trockener Witterung; Verschiebedatum: 10. Juli. Mittwoch, 7. Juli, 17 bis 18.30 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Beratung und Unterstützung bei der Onleihe. Interessierte können mit Fragen und Gerät vorbeikommen.

Montag, 12. Juli, 18 bis zirka 18.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Auf einem Rundgang wird über das Angebot, die Katalogsuche, die Onleihe, die Anmeldung, die Ausleihbedingungen und die Gebührenordnung informiert. Anmeldung nicht erforderlich. Samstag, 31. Juli, 11 bis zirka 11.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Während der Sommerferien gelten die normalen Öffnungszeiten. Die Medienboxen befinden sich im Schwimmbad Stigeli, bei den Sitzbänken am Waldrand Tannholz, am Sonnenberg oberhalb der Rinderweidstrasse, im Äspli und an der Stampfenmattstrasse in Zwillikon.

Bibliothek Hedingen Mittwoch, 7. Juli, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern von 9 bis 24 Monaten. Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Die Lesebänke am Weiher und im Schurten sind eingerichtet und laden zum Verweilen ein.

Bibliothek Kappel Während der Sommerferien ist die Bibliothek geschlossen.

Bibliothek Bonstetten

Bibliothek Knonau

Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Montag und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Die Lesebänke befinden sich beim Primarschulhaus II, beim Dorfspielplatz, an der Masstrasse beim Rebacker.

Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 9 bis 12 Uhr, am Mittwoch von 9 bis 12 Uhr sowie am Donnerstag von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Am Samstag sowie während der Betriebsferien vom 24. Juli bis 1. August bleibt sie geschlossen.

Bibliothek Hausen Mittwoch, 7. Juli, 19.30 Uhr: Lesung. Die Schweizer Autorin Gabriela Kasperski liest aus ihrem neusten Krimi «Zürcher Filz». Der Anlass findet im Gemeindesaal statt. Eintritt: 20 Franken. Anmeldungen unter bibliothek@hausen.ch oder Tel. 044 764 21 73. Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Die Lesebänke oberhalb vom Friedhof und zwischen Hausen und Ebertswil sind eingerichtet und warten auf Besuch.

Bibliothek Maschwanden Während der Sommerferien bleibt die Bibliothek geschlossen. Drei Lesebänke stehen zum gemütlichen Verweilen bereit. Sie befinden sich in den Gebieten Hasplen und Altiken und im Naturbad Maschwanden.

Bibliothek Mettmenstetten Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Montag und am Freitag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Die digitale Bibliothek kann jederzeit

genutzt werden. Aktuelle Informationen sind auf der Website www.bibliothek-mettmenstetten.ch zu finden. Für die Lektüre in der Badi steht eine Auswahl von Büchern und Zeitschriften zur Verfügung.

Bibliothek Obfelden Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 17 bis 19 Uhr sowie am Mittwoch und am Donnerstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zwei Lesebänke laden zur Lektüre und zum Verweilen ein.

Bibliothek Ottenbach Aktuelle Angaben zu den Öffnungszeiten, Veranstaltungen und den Angeboten sind auf der Bibliothekshomepage www.bibliothek-ottenbach.ch zu finden. Donnerstag, 8. Juli, und Freitag, 9. Juli, jeweils von 15 bis 17 Uhr: Gelateria vor der Bibliothek für alle. Aufgrund von Renovierungsarbeiten bleibt die Bibliothek vom 12. Juli bis am 22. August geschlossen. Der Medieneinwurf steht in dieser Zeit ebenfalls nicht zur Verfügung. Es werden keine Mahnungen verschickt. Die Lesekisten stehen auf dem Bibliotheksspielplatz, dem Dorfplatz und beim Pontonierhaus an der Reuss bereit.

Bibliothek Rifferswil Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 17 bis 19 Uhr und am Samstag von 9.30 bis 11.30 Uhr geöffnet. Es werden keine Rückrufe verschickt.

Ab sofort gelten am Dienstagabend die neuen Öffnungszeiten von 17 bis 19 Uhr (nicht mehr von 18 bis 20 Uhr). Die Lesekisten stehen oberhalb vom Friedhof, dem Jonenbach entlang Richtung Kappel und am Zeisenberg auf einer Sitzbank. Der Lesestoff aus dem Fundus der Bibliothek wird jede Woche ausgewechselt. Das Bibliotheksteam wünscht viel Spass beim Lesen in der freien Natur.

Bibliothek Stallikon Es gelten wieder die normalen Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 12 Uhr. Mittwoch, 14. Juli, 15.30 bis zirka 16 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» mit Buchstartanimatorin Marlies Mertl. Alle Eltern und Grosseltern mit Kleinkindern zwischen zirka 1 bis 3½ Jahren sind herzlich eingeladen. Es gilt eine Maskenpflicht. Während der Sommerferien ist die Bibliothek am Dienstag, 20. Juli, und am Dienstag, 17. August, von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Bibliothek Wettswil Mittwoch, 14. Juli, 17 bis 19 Uhr: Abschiedsapéro für Eva Hauri; Form noch offen, bitte die aktuellen Infos auf der Homepage www.bibliothek-wettswil.ch beachten. Während der Sommerferien ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet.

Irene Scheurer, Regionalbibliothek Affoltern


Veranstaltungen

Dienstag, 29. Juni 2021

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Ein Gerücht – und plötzlich haben alle Angst Gelungene Premiere des Theaters Cooltour in Hausen

Der Jodlerklub am Albis probt im Freien. (Bild zvg.)

Jodlermesse am 4. Juli Die Kirchgemeinde Kappel am Albis und der Jodlerklub am Albis laden alle zum Gottesdienst mit Liedern aus der Jodlermesse von Jost Marty und Peter Roth ein. Dieser findet am Sonntag, 4. Juli, um 10 Uhr, bei der Waldhütte Uerzlikon statt. Der Jodlerklub am Albis hat seinen Probebetrieb gemäss Vorgaben vor ein paar Wochen wieder aufgenommen. Die Anfrage für einen Auftritt mit Jodlermesse kam zum richtigen Zeitpunkt und gab dem neuen Dirigenten – René Frei – des Jodlerklubs am Albis Anlass, geschickt mit der Anzahl zugelassener Jodlerinnen und Jodler wieder langsam die Proben aufzunehmen – mit einem ersten Ziel vor Augen. Die Mitglieder des Jodlerklubs haben nach dieser langen Pause gemerkt, dass ihnen das Singen immer noch grosse Freude macht. Dies wird bei der Jodlermesse bestimmt erlebbar sein. Es werden Lieder aus der Jodlermesse von Jost Marty und Peter Roth sowie auch ein oder mehrere Naturjuz zu hören sein. Jodlerklub am Albis

Am vergangenen Samstag ging im Gemeindesaal Hausen ein beängstigendes Gerücht um. «Die Wildtiere kommen, und sie stellen eine Gefahr dar!» Es war Premierenabend des Theaters Cooltour mit dem Stück «Das Gerücht». Die Schauspielenden zeigten eine beeindruckende Leistung. Die Geschichte war eine spannende Mischung aus Komödie und Tragödie. von marianne voss Cellomusik und zarter Gesang eröffnet den Theaterabend im Gemeindesaal Hausen. Auch während des weiteren Geschehens auf der Bühne untermalt die meist sanfte Musik die Geschichte und kündigt neue Handlungen an. Der Leiter des Lokalsenders Radio Metropol sucht nach Stoff. «Wildtiere in Singapur», das gibt eine gute Schlagzeile. Und schon ist der Boden für die Gerüchte bereitet. Die Bedrohung kommt näher. Zuerst bis Berlin, dann ist sie da. Das weiss die Coiffeuse mit Sicherheit. Die Menschen haben Angst vor den Tieren – die sie bis anhin noch gar nicht angetroffen haben – und vor Krankheiten. Es heisst, ein Baby sei gefressen worden, die halbe Stadt liege im Spital. Im zweiten Akt steigert sich das Geschehen bis zur Eskalation. Desinfektionsspray, Ausgangssperre, Quarantäne, Hände waschen – all das wird zum Thema. Es kommt Panik auf: «Wir befinden uns in einer Krisensituation. Wir leben

Die Diskussionen im Coiffeursalon drehen sich um die furchtbare Bedrohung durch die Tiere. Der allgegenwärtige leise Fuchs im Vordergrund lauscht dem Gespräch. (Bild Marianne Voss) in gefährlichen Zeiten.» So einige der Statements. Wovor die Menschen eigentlich Angst haben, ist nicht klar. Sind es nur Gerüchte oder ist es eine Realität? Oder findet die Realität nur in den Köpfen statt? Jedenfalls ist von den Wildtieren weit und breit nichts zu sehen.

Mit Dramatik und Spannung Was nach einer Corona-Geschichte aussehen könnte, ist dieses Stück aber nicht. Es wurde vom Autor Marc Späni vor der Coronazeit geschrieben, nimmt jedoch in fast prophetischer Weise das Thema der Angst in einer Gesellschaft auf. Es zeigt, wie schnell eine Gesellschaft ver-

unsichert werden kann und wie unstabil sie ist, obwohl sie stabil wirkt. Für das Publikum entsteht die Verbindung zu Corona unweigerlich. Doch die Satire, die Ironie und Groteske sowie die Situationskomik lassen ein entspanntes und erleichterndes Gefühl auf kommen in Erinnerung an das, was unsere Gesellschaft in der Realität erlebte und erlebt. Die kleine Theatercrew von «Cooltour» mit Schauspielerinnen und Schauspielern in verschiedenen Altersgruppen zeigte unter der Leitung von Regisseur Richard Wehrli eine beeindruckende Leistung. In verschiedenen Monologen und ohne Bühnenbild verstanden sie es, die nötige Dramatik und Spannung auf-

zubauen. Die wenigen Requisiten die eingesetzt wurden – aus der Hand von Natalie Péclard – bestanden aus durchsichtigen Möbeln und kunstvollen Papiermasken. Das Publikum war in den Bann des Geschehens gezogen und fieberte mit, ob am Schluss die Angstmacher oder die Verleugnenden Recht erhalten und ob die Tiere nun wirklich existieren oder nicht. Das Theater Cooltour tritt noch dreimal mit dem Stück «Das Gerücht» auf: Heute Dienstag, 29. Juni, Freitag, 2. Juli, und Samstag, 3. Juli, jeweils 20.15 Uhr, im Gemeindesaal Weid (Areal der Sekundarschule Hausen). Informationen und Tickets unter 078 661 71 07 oder www.theatercooltour.ch.

Traumhaft stimmige Klänge Sommerkonzert mit Violoncello und Orgel in Affoltern «Nach einem Traum» – unter dieser Überschrift steht das Sommerkonzert vom Sonntag, 4. Juli, in dem sich das ausdrucksstarke Musikstück «Après un rêve» von Gabriel Fauré (1845–1924) im Programm mit weiteren wunderbaren Musikwerken abwechselt.

Die Band «Züri Ost» mit Oleg Lips, Martin Schumacher (vorne), Boris Klecic und Ivan Nestic. (Bild zvg.)

Fröhlich, wild und frisch drauflos «Züri Ost» spielen am Sonntag, 4. Juli, ab 17 Uhr unter dem Kasinovordach in Affoltern. Im Gepäck haben sie Balkan, Gypsy, Klezmer und mehr. «Züri Ost», eine der verschiedenen Bands des Musikers Martin Schumacher – auch das «Glauser Quartett» gehört dazu – besteht aus einem Zürcher, einem Russen und zwei Kroaten. Die vier Musikanten haben sich im Sommer 2006 zur akustischen Anfeuerung einer Hochzeitsparty gefunden: Sie spielen die grössten Hits aus Kusturica-Filmen und andere tanzverdächtige Ohrwürmer aus dem Osten: fröhlich, wild und frisch drauflos! Die vier Meister der kunstvollen Tanzmusik verfügen über ein

Die warmen und tiefen Klänge des Cellos von Andrea Sutter und die Orgelklänge der Organistin Antonia Nardone laden zu einer spannenden musikalischen Stunde ein, in welcher eine Reihe von sehr unterschiedlichen Kompositionsstilen ihren Platz finden. Das musikalische Spektrum reicht vom frühen 17. bis zum späten 20. Jahrhundert. Auf dem Programm stehen unter anderem die «3. Sonate in a-Moll op. 14» von

Antonio Vivaldi (1678–1741), einige der berühmten Seiten des Erneuerers des Tangos Astor Piazzolla (1921–1992) mit der ausdrucksvollen «Oblivion» und der melancholischen «Milonga sin Palabras» (Milonga ohne Worte). Im Mittelpunkt dieser SommerMatinée und in Kontrast gesetzt, werden die intensitätsstarke «Meditation» aus der Oper Thaïs von Jules Massenet (1842 –1912) und «Le Cygne» von Camille Saint-Saëns (1835–1921) vorgetragen.

Andrea Sutter als Gastmusikerin In ihrer Jugend gewann sie mehrere erste und weitere Preise an verschiedenen Wettbewerben. 2008 schloss sie das Konzertdiplom bei Conradin Brotbek ab und 2010 folgte der Master in Musikpädagogik bei Raphael Wallfisch an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2010 ist Andrea Sutter Zuzügerin im

Orchester der Oper Zürich. Sie erhielt für die Saison 2013/2014 einen Zeitvertrag. Ausserdem spielt sie regelmässig im Sinfonieorchester St. Gallen und im Musikkollegium Winterthur. Immer wieder führen aussergewöhnliche Engagements sie auf Openair- und Musicalbühnen, so zum Beispiel mit der Mundartsängerin Sina, John Lord (Deep Purple), Donna Summer und weiteren. Sie unterrichtet an der Musikschule in Erlenbach und wurde 2011 mit den Förderpreisen der Hans Huber Stiftung und der Marianne und Curt Dienemann-Stiftung ausgezeichnet. Reformierte Kirche Affoltern «Nach einem Traum», Sommer-Matinée mit Andrea Sutter (Violoncello) und Antonia Nardone (Orgel), am Sonntag, 4. Juli, 11.15 Uhr in der reformierten Kirche Affoltern. Das Konzert dauert 45 Minuten, der Eintritt ist frei.

riesiges Repertoire an Musik aus aller Welt und bringen garantiert jedes Fest in Schwung. Boris Klecic (Gitarre) und Ivan Nestic (Bass) aus Zagreb bilden ein vielfach preisgekröntes Rhythmusgespann. Oleg Lips aus Sankt Petersburg ist ein wahrer Paganini auf dem Akkordeon, dessen Virtuosität und Spielfreude keine Grenzen kennt. Martin Schumacher schliesslich ist ein Zürcher Klarinettist der Extraklasse, seit über dreissig Jahren souverän unterwegs zwischen Jazz, Karibik, Afrika und dem Orient. KulturAffoltern Konzert mit «Züri Ost», Sonntag, 4. Juli, Kasinovordach, Märtplatz Affoltern. Beginn um 17 Uhr, Hutkollekte. Das Märtkafi ist ab 16 Uhr geöffnet.

Cellistin Andrea Sutter (links) und Organistin Antonia Nardone treten am Sonntag in Affoltern gemeinsam auf. (Bilder zvg.)


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Sport

Dienstag, 29. Juni 2021

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FCWB deklassiert seine Konkurrenz Fussball 1. Liga, Eschen/Mauren – FC Wettswil-Bonstetten 0:2 (0:2) Im Kollektiv glanzvoll auftretend, holte sich WB nervenstark den nötigen Sieg, um sich die Aufstiegschance zu wahren. Weil im Fernduell Biel ebenfalls gewann, wurde die Promotionsentscheidung vertagt.

gegen diesen Gegner (15. August 2020) legte WB eine unglaubliche Konstanz hin. Elf Siegen stand ein Unentschieden entgegen, bei einem Torverhältnis von 28:8. Der erfolgreiche Trainer Oswald meinte bescheiden: «Uns gelang eine fantastische Saison, wir dürfen wirklich stolz sein. Toll auch, wie sich einzelne Spieler gesteigert haben und gereift sind. Sollten unsere 34 Punkte nicht zum Aufstieg reichen, muss man vor denen, die noch mehr erzielten, schlicht den Hut ziehen und gratulieren.» Auch WB-Präsident Fischer fand nur lobende Worte: «Ich mag der Mannschaft diesen Erfolg wirklich gönnen. Eine tolle Equipe mit einzigartigem Charakter, grossem Teamgeist und sehenswertem Fussballstil.»

von kaspar köchli Der FC Wettswil-Bonstetten stand bereits seit einer Woche uneinholbar als Gruppensieger fest. Dies dank zwei souveränen 2:0-Erfolgen bei gleichzeitigen Punkteinbussen seines engsten Verfolgers Tuggen. Die Ausgangslage im Promotionskampf – die beiden Gruppenbesten der 1. Liga steigen auf – präsentierte sich vor dem Schlussspiel folgendermassen: Young Boys II führte mit 33 Punkten aus 12 Spielen (Torverhältnis 54:15) vor WB 31/12 (26:8) und Biel 29/11 (23:5). Dieses hatte deshalb ein Spiel weniger, weil seine Nachholpartie vom letzten Mittwoch gegen GC II zur Pause (die Zürcher führten 1:0) wetterbedingt abgebrochen werden musste. Nun reisten die Ämtler am vergangenen Samstag ins Fürstentum nach Eschen/Mauren, um im «Sportpark», dem wohl schönsten 1.-Liga-Stadion, mit einem Sieg die Weichen auf Aufstieg zu stellen.

Zwei frühe Kopftore Hagers Von Beginn weg demonstrierten die Ämtler mit zügigem Spiel nach vorne ihren unbedingten Siegeswillen. So drang schon früh Miljkovic gefährlich in den Sechzehner ein, vermochte aber mit Ach und Krach gestoppt zu werden. Wenig später war die Reihe an Schneebeli, dessen in die hohe Ecke gezirkelter Ball Keeper Mayer mit den Fingerspit-

Aufstiegsentscheidung morgen

Im edlen Sportpark Eschen köpfelt Hager zentimetergenau das 1:0 für die Rotschwarzen. (Bild Kaspar Köchli) zen um den Pfosten lenkte. Eschen/ Mauren, zwar ambitionslos exakt in der Tabellenhälfte liegend, war gewillt, die Saison mit einem Heimsieg abzuschliessen. Pech für sie in Minute acht, als sich Vuleta ohne gegnerische Einwirkung verletzte und ausgewechselt werden musste. Nach einer Viertelstunde schnupperte WB-Captain Peter vehement am Führungstreffer, wiederum war Mayer Herr der Lage. Kurz darauf stand dem WB-Jubel nichts mehr im Weg. Nach herrlich vorgetragenem Angriff passte Thalmann zur Mitte, wo der junge Hager per Kopfball reüssierte. Die Druckwelle der Ämtler hielt weiter an. Sie verstanden es ausgezeichnet, das Spiel «breit» zu machen und mit ihren

Klingler nahe Top Ten

Aussenverteidigern auf den Flanken vorzupreschen. Ein solcher Vorstoss wurde von Erfolg gekrönt, als wiederum Hager eine Vorlage Rüeggers zum 2:0 einköpfelte (28. Minute). Die Reaktion der Fürstentumer blieb nicht aus. Zuerst musste WB-Torsteher Rüegg alle Zentimeter seiner Körperlänge einsetzen, um einen Schuss mirakulös aus der Ecke zu fischen, danach landete kurz vor der Pause ein Geschoss Göppels im Aussennetz.

WB verteidigt souverän Mit dem Wiederanpfiff übernahmen die Platzherren das Zepter, ihren Aktionen fehlte es aber zumeist an Präzision beim

entscheidenden letzten Zuspiel. Brenzlige Situationen hatte WB bei einer heimischen Doppelchance nach einer Stunde zu überstehen. Zuerst verkürzte Rüegg, aus dem Tor eilend, geschickt den Winkel, ehe er den Ball behändigte, danach lancierte Graber seinen Kollegen Ospelt, dessen Scharfschuss von irgendeinem Bein abgewehrt wurde. In der Folge standen die Ämtler wieder gewohnt sicher. Mit stoischer Ruhe verteidigten sie geschickt, gelangten bei Gegenstössen abermals zu guten Chancen und durften sich nach dem Schlusspfiff in den Armen liegen. Dank ihrem dritten 2:0-Sieg in Folge distanzierten sie das zweitplatzierte Tuggen um acht Punkte. Nach seiner Auftaktniederlage

Im Fernduell siegten auch Biel und Young Boys II, letztere sicherten sich damit den Aufstieg. Morgen Mittwochabend gastiert Biel in Niederhasli bei GC II zur Nachholpartie. Bleibt zu hoffen, dass die Stadtzürcher, denen es um nichts mehr geht, ihre Haut so teuer wie möglich verkaufen. Wenn das zwei Punkte hinter WB liegende Biel nicht gewinnt, steigen die Ämtler in die dritthöchste Schweizer Liga, die Promotion League, auf. Sportpark Eschen, 220 Zuschauer, USV Eschen/Mauren – FCWB 0:2 (0:2) Rüegg; Brüniger, Studer, Thalmann, Rüegger, N. Peter, F. Peter, Miljkovic, Hager (77. Dzelili), Aeberli (83. Allemann), Schneebeli (62. Sadiku). 16. Hager 0:1; 28. Hager 0:2. Weitere WB-Resultate: FCWB 2 – Regensdorf 4:3, FCWB 4 – Avellino Zurigo 5:1, Sen. 30+ – Wallisellen 1:1 (Sen. 30+ gewinnen die Meisterklasse!), Knonau-Mettmenstetten – Jun. Db 2:7, Urdorf – Jun. Dc 4:1

Starke Lebenszeichen der Ämtler Biker

Boulder-und Lead-Weltcup in Innsbruck

Ein 1. und ein 2. Platz am Proffix Swiss Bike Cup in Savognin

Insgesamt starteten im österreichischen Innsbruck mehr als 250 Athletinnen und Athleten aus 37 Ländern. Petra Klingler startete sowohl im Lead- als auch im Boulder-Wettbewerb.

Am Proffix Swiss Bike Cup in Savognin erreichte die Schweizer U23-Meisterin Jacqueline Schneebeli aus Hauptikon erneut den Kategoriensieg und festigte damit ihre Leaderposition. Der Mettmenstetter Timo Müller wurde Zweiter bei den Amateuren und rückte im Zwischenklassement ebenfalls auf Platz zwei vor.

In einer sehr anspruchsvollen BoulderQualifikation erreichte Petra Klingler alle fünf Zonen und zusätzlich die Tops des zweiten und des fünften Boulderproblems. Dies reichte für die Teilnahme am Halbfinal. Auch dort erreichte

Klingler wieder alle vier Zonen und den zweiten Boulder topte sie flash, also beim ersten Versuch. Diese Leistung reichte noch nicht ganz für den Final, aber mit dem elften Rang nähert sich Klingler wieder den Top Ten. Im LeadWettbewerb reichte es Petra Klingler nicht für eine Halbfinal-Qualifikation. Sie erkletterte Rang 38. Bereits ab Donnerstag finden dann die nächsten beiden Weltcups statt. In Villars-sur-Ollon (SUI) werden ein Speedund ein Lead-Weltcup ausgetragen. SAC-Regionalzentrum Zürich

Am Boulder-Weltcup im österreichischen Innsbruck reichte es Petra Klingler für den 11. Schlussrang. (Bild Martin Rahn-Hirni)

von MarTin plaTTEr Eine Woche vor dem nächsten Einsatz am Mountainbike-Crosscountry-Weltcup packten die Säuliämtler Nachwuchsbiker Timo Müller und Jacqueline Schneebeli ihr Können am Proffix Swiss Bike Cup in Savognin aus. Und wie! Mit dem zweiten Platz hinter seinem Landsmann und letztjährigem Vize-Europameister Janis Baumann erreichte Timo Müller das bisher beste Ergebnis in der wichtigsten nationalen CrosscountryRennserie. «Als Vierter ging ich in die erste Abfahrt und konzentrierte mich auf Janis Baumann, denn ich rechnete damit, dass er jederzeit angreifen würde», erklärte Müller seine Taktik. Im nächsten Aufstieg fuhr er sogar an die Spitze der Gruppe. Als Baumann wie erwartet das Tempo verschärfte, versuchte der Mettmenstetter mitzugehen. «Ich fuhr die ganze Runde mit einem kleinen Rückstand von fünf bis sieben Sekunden hinterher. Aber als es so richtig steil wurde, legte er nochmals einen Zahn zu und hängte mich ab.» Bis zur vierten Runde habe er versucht, das Loch zum Spitzenfahrer zu schliessen, das allerdings stetig grösser wurde und schon zu diesem Zeitpunkt 1:30 Minuten betrug. Dann fiel Müller auch noch zweimal die Kette

Mit dem 2. Rang in Savognin rückt Timo Müller auch im Gesamtklassement des Proffix Swiss Bike Cups auf Rang 2 vor. (Bild zvg.) vom Ritzel. So konzentrierte er sich darauf, seinen zweiten Platz sicher ins Ziel zu bringen, denn die Konkurrenz rückte von hinten bedrohlich auf.

Starke Konkurrenz Müller freute sich über sein bisher bestes Swiss-Cup-Resultat der Saison 2021: «Mit dem zweiten Platz habe ich mir auch den zweiten Platz im Gesamtklassement gesichert. Gerne wäre ich Janis noch etwas länger am Hinterrad

geklebt. Doch dieser fuhr heute in einer anderen Liga. Nun kann ich es kaum erwarten, am Donnerstag an den nächsten Weltcup nach Les Gets zu reisen.» Erneut gelang Jacqueline Schneebeli ein makelloser Auftritt. Die Schweizer U23-Meisterin klassierte sich als Beste ihrer Alterskategorie im sechsten Rang der Elite-Fahrerinnen. Gewonnen wurde der Wettkampf von der Amerikanerin Kate Courtney, der Elite-Weltmeisterin von 2018 in Lenzerheide.


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