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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 049 I 173. Jahrgang I Dienstag, 25. Juni 2019

Erfreulicher Überschuss Spröde Reifen

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Altes Flachdach

Kindertheater

Die Gemeindeversammlungen in Aeugst haben alle Geschäfte genehmigt. > Seite 3

Bei einer Motorradkontrolle auf dem Albispass wurden diverse Mängel festgestellt. > Seite 5

Skater willkommen in Mettmenstetten

Am Freitag wird Hausen zur Fest- und Musikmeile

Einen Skatepark – das wünschen sich Jugendliche in Mettmenstetten schon lange. Vor zwei Jahren haben einige von ihnen die Initiative ergriffen, für ihr Anliegen 234 Unterschriften gesammelt und sind damit beim Gemeinderat vorstellig geworden. Und dieser zeigte sich mehr als nur gesprächsbereit: «Ich finde es cool, dass ihr etwas angerissen habt», versicherte ihnen Gemeinderat Edwin Ehrenbaum. Um herauszufinden, wie gross das Bedürfnis nach einer Anlage für Skater tatsächlich ist, wurde am vergangenen Donnerstag vor dem Jumpin nun eine Mini-Ramp aufgestellt. Vorerst ist sie gemietet – aber mit Option auf eine preiswerte Übernahme. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Das Dach über der Obfelder Turnhalle Zendenfrei wird für 180 000 Franken saniert. > Seite 7

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Die Jüngsten im Verein «ohoo!» zeigen das Stück «Pepa und der Räuberzirkus». > Seite 8

«Musigfäscht Hausen 2019»: Der Countdown läuft

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Familien-Erlebnis Der Hauseigentümerverband und die Zurich Versicherung luden nach Knonau. > Seite 9

Cup-Siegerinnen aus Affoltern Bis in die sechste Runde des Elfmeterschiessens mussten sich die C-Juniorinnen des FC Affoltern am vergangenen Wochenende in Kloten gedulden, ehe sie den Pokal in die Höhe stemmen durften. Als einzige Ämtler Equipe in den Finals haben sie es geschafft: Sie sind Regional-Cup-Siegerinnen. Gesamthaft war das Spiel sehr ausgeglichen. Beide Teams konnten sich Chancen erarbeiten, verteidigten allerdings auch sicher. So fiel das erste Tor erst in der Nachspielzeit. Auf den Rückstand in der 83. Minute reagierten die Affoltemerinnen zwei Minuten später mit einem Pfostenschuss, ehe sie sich mit einem Treffer in der 87. Minute ins Elfmeterschiessen retteten. ................................................... > Bericht auf Seite 13 anzeigen

Jüngste Gemeinde im Kanton Rund 110 Personen beteiligten sich am Dorfrundgang in Obfelden, geführt von Historiker Bernhard Schneider sowie vom Architekten, Journalisten und BSA-Geschäftsführer Caspar Schärer. Sie erhielten spannende Einblicke in die Geschichte der jüngsten Gemeinde im Kanton Zürich. Das 2,5 km lange Dorf hat zwar kein eigentliches Zentrum, trotzdem liegen Kirche, Gemeindehaus und Schulbauten nahe beieinander. Den Besuch auf dem Areal der 1837 erbauten Villa Stehli nutzten Historiker und Architekt zu einem Exkurs in die Geschichte der Seidenindustrie und auf das Wirken der Familie Stehli. Ein weiteres Thema war das Schulareal Chilefeld – und insbesondere sein grosser Pausenplatz. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Auf Spenden angewiesen Das Kispi-Rehabilitationszentrum lädt im Oktober zu einer Benefizgala nach Affoltern. Astronaut Claude Nicollier und Operndiva Cecilia Bartoli als Patrone, Kiki Maeder als Moderatorin und Morgan Crowley als musikalischer Leiter – es sind klingende Namen, die sich für «Step by Step» stark machen. Die Benefizgala des Rehabilitationszentrums für Kinder und Jugendliche in Affoltern steigt am 26. Oktober im Kasinosaal. Das Saalpublikum darf sich auf tolle Unterhaltung freuen – mittendrin singende Schulkinder aus Herrliberg –, aber auch auf informative Fallbeispiele, was die Reha für Kinder positiv bewirken kann. Gleichzeitig soll vermittelt werden, weshalb die Kinder-Reha zwingend auf Spenden angewiesen ist. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 8

Am Musiktag in Bonstetten vor sechs Jahren präsentierte sich der Musikverein Harmonie Hausen noch auf der Marschstrecke, diesmal beschränkt er sich als Gastgeber aufs Organisieren – und den Auftritt am Freitagabend. (Archivbild tst.)

Ab Freitag wird in Hausen während drei Tagen gefeiert, gefestet und Musik gemacht. Am Samstag und Sonntag zeigen an den Kreismusiktagen Amt und Limmattal 19 Musikvereine ihr Können. ................................................... von marianne voss Der Freitagabend steht ganz im Zeichen des 125-Jahr-Jubiläums des Musikvereins Harmonie Hausen. Die

ganze Bevölkerung ist eingeladen, mitzufeiern. Und am Samstagabend tritt die international berühmte Band Abba99 auf. Am Samstag und Sonntag finden die Kreismusiktage Amt und Limmattal statt. Dann geben die 19 auswärtigen Musikvereine in der reformierten Kirche Kurzkonzerte und marschieren auch musizierend durchs Dorf. An den Marschmusikparaden am Samstag ab 10.45 Uhr und am Sonntag ab 15.40 Uhr ist die Bevölkerung eingeladen, die Musikvereine vom Trottoir aus zu begrüssen und zu beklatschen.

OK-Präsident Georges Köpfli und Ueli Imhof, Präsident des MVH Hausen freuen sich auf die drei Festtage und sind sehr dankbar für die grosse Unterstützung vonseiten der Sponsoren und der vielen Helfenden. Der OK-Präsident betont: «Mit diesem Fest wird die Zusammengehörigkeit im Dorf erfahrbar. Für mich ist es eine grosse Freude, dass dies viele Menschen aus Hausen und Umgebung erleben dürfen. Die Vorfreude auf drei Tage Musik und Klang ist gross.» ................................................... > Bericht auf Seite 0

25-Millionen-Bau eingeweiht

Der Ausbau der ARA Birmensdorf ist abgeschlossen Rund 100 Gäste aus den sechs Verbandsgemeinden Aesch, Birmensdorf, Uitikon sowie der Unterämtler Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil sowie von den beteiligten Firmen und Handwerkern, feierten am letzten Freitag die offizielle Einweihung der ausgebauten ARA Birmensdorf. Der Ausbau erfolgte in mehreren Etappen, sodass während der gesamten Bauzeit die Betriebsbereitschaft stets gewährleistet blieb. Nach neun Jahren Projektierungs- und Bauzeit und investierten 25 Millionen, zeigt sich die ARA nun auf dem neusten und modernsten technischen Stand. Interessierte sowie die Bevölkerung der sechs angeschlossenen Gemeinden waren am Samstag zu einem Tag der offenen Tür ebenfalls eingeladen, den gelungenen Ausbau der ARA zu besichtigen. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 0

29. Juni 2019 Tickets:

www.hausen2019.ch Spannender Rundgang. Von rechts: Projektleiter Samuel Twerenbold mit den ehemaligen Gemeindepräsidenten Hanspeter Eichenberger, Wettswil, und Werner Steiner, Birmensdorf, sowie alt Klärmeister Kurt Rohner. (Bild Martin Mullis)


Beschlüsse der Gemeindeversammlungen vom 20. Juni 2019 A. Primarschulgemeinde 1. Genehmigung der Abrechnung über die Anschaffung von Schulmobiliar 2. Genehmigung der Jahresrechnung für das Jahr 2018 B. Politische Gemeinde 1. Genehmigung der Jahresrechnung für das Jahr 2018 2. Genehmigung betreffend Festsetzung des Stellenetats und Verwendung als Verwaltungspool 3. Genehmigung der Bauabrechnung für die Umnutzung bzw. den Neubau der Liegenschaft Dorfstrasse 37 und für die Erstellung eines Gemeinschaftsplatzes 4. Genehmigung der Kreditabrechnung für die Beschaffung eines Öl/Wasserwehrfahrzeuges 5. Genehmigung der Erhöhung der verbindlichen Bezugsoptionen 2020 – 2040 bei der Gruppenwasserversorgung Amt C. Reformierte Kirchgemeinde 1. Genehmigung der Jahresrechnung für das Jahr 2018 Rechtsmittelbelehrung Von der Veröffentlichung an gerechnet, können beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, folgende Rechtsmittel erhoben werden; • Wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen • Und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. In Angelegenheiten der reformierten Kirchgemeinde gelten die gleichen Rechtsmittel. Diese sind jedoch nicht an den Bezirksrat, sondern an die Bezirkskirchenpflege Affoltern am Albis, c/o Martin Billeter, Püntenenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, zu richten. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. 21. Juni 2019

Wie schön muss es erst im Himmel sein, wenn er von aussen schon so schön aussieht! Astrid Lindgren

En Schmätterling isch jetzt en Stärn

DANKSAGUNG

Doris Achermann-Guhl Wir danken von ganzem Herzen für die liebe und herzliche Anteilnahme, die wir in den Tagen und Wochen des Abschieds von unserer lieben Doris erfahren durften.

Erika Rohrer-Stocker 10. November 1943 – 22. Juni 2019

Eusäs Mami hät dörfä friedlich ischlafä und isch zrugg id Obhuet vo Gott gangä. Mir vermissäd Dich:

Die vielen Besuche, die tröstenden Worte und die Zeichen der Verbundenheit, das Mitgefühl und die stillen Umarmungen helfen uns, den Verlust zu akzeptieren, loszulassen und Doris die wohlverdiente Ruhe bei ihrem Jeampi zu gönnen. Auch danken wir für die grosszügigen Spenden zu Gunsten der Stiftung TixiTaxi Säuliamt.

Die Trauerfamilie

Einladung zur WorkshopAuswertung am Donnerstag, 4. Juli 2019, 20.00 Uhr im Gemeindesaal Bonstetten Der Gemeinderat Bonstetten hat in seiner Klausur 2019 die Resultate des Workshops «Entwicklungsplanung Bonstetten 2030» intensiv diskutiert und die wichtigsten Kernthemen für sein weiteres Vorgehen definiert. Zusammen mit mehreren Arbeitsgruppen aus der Bevölkerung sollen nun das weitere Vorgehen besprochen und Zeitpläne ausgearbeitet werden. Gerne präsentiert der Gemeinderat Bonstetten am Donnerstag, 4. Juli 2019, um 20.00 Uhr im Gemeindesaal Bonstetten seine Stellungnahmen zu den Ideen aus dem Workshop und initiiert bei einem kleinen Apéro erste Arbeitsgruppen. Der Gemeinderat freut sich auf eine rege Teilnahme und einen tollen Abend mit Ihnen.

Übersetzungen des Militärs, Reussbrücke Obfelden Die Schweizer Armee teilt mit Schreiben vom 19. Juni 2019 mit, dass sie an der Reuss in Obfelden vom 26. bis 28. Juni 2019 und vom 1. bis 5. Juli 2019 Übersetzübungen durchführen wird. Es muss mit Lärmbelästigungen gerechnet werden. Besten Dank für Ihr Verständnis. Gemeinderat Obfelden

Todesfälle Affoltern am Albis Am 22. Juni 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Anita, Kurt, Annick, Niklas und Oliver Martin, Aleksandra und Benjamin Hans, Ida und Hugo D’Beerdigung findät im ängschtä Familiächreis statt. D’Abdankig isch am Friitig, 28. Juni 2019, 14.30 Uhr, i dä reformiertä Chilä Affoltern am Albis.

Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter. Rainer Maria Rilke

Mit grosser Betroffenheit mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass sich der Lebenskreis unseres langjährigen Sekundarlehrers und Kollegen

Lukas Birchler 1. April 1962 – 8. Juni 2019

nach einem kurzen Spitalaufenthalt überraschend geschlossen hat. Über 33 Jahre unterrichtete er mit viel Herzblut an unserer Oberstufe. War er von etwas überzeugt, war ihm kein Aufwand zu viel. Wir schätzten seine fachlichen Qualitäten als Naturwissenschaftler ebenso wie seine organisatorischen Fähigkeiten, sein riesiges Engagement und seine Zuverlässigkeit. Über 30 Jahre war er unser «Mister Schuelchilbi» schlechthin. Wir werden ihn und sein Wirken in guter und dankbarer Erinnerung behalten.

Gemeinde Hünenberg Gemeinderat und Mitarbeitende

Erika Rohrer geb. Stocker geboren am 10. November 1943, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Abdankung am Freitag, 28. Juni 2019, um 14.30 Uhr in der reformierten Kirche Affoltern am Albis ZH.

Namens der Gemeindevorsteherschaften Gemeinderatskanzlei Aeugst am Albis

Wir wollen nicht trauern, dass wir Dich verloren haben, sondern dankbar sein dafür, dass wir Dich gehabt haben.

Bestattungsamt Affoltern am Albis

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Mit bewundernswerter Fassung und Würde hast Du Deine schwere Krankheit getragen und dabei nie den Mut verloren. Nun lassen wir Dich gehen, in Trauer und Schmerz doch voller Liebe und Dankbarkeit.

Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

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Bezirk Affoltern

Vollsperrung der Tambrigstrasse Die Tambrigstrasse zwischen der Obfelder Dorfstrasse und der Deponie Tambrig wird vom 28. Juni bis 4. Juli für jeglichen Verkehr gesperrt – sofern das Wetter mitspielt. Die Strassenbauarbeiten an der Maschwander-/Tambrigstrasse sind planmässig vorangekommen. Nun können – wie im August 2018 angekündigt – im Abschnitt von der Deponie Tambrig bis Obfelden die abschliessenden Deckbelagsarbeiten ausgeführt werden. Die Vollsperrung zwischen Tambrig und der Obfelder Dorfstrasse beginnt am Freitag, 28. Juni, 18 Uhr, und dauert bis am Donnerstag, 4. Juli, 6 Uhr. Der Zubringerdienst bis zur Deponie Tambrig ist während der Vollsperrung von Maschwanden her möglich. Die signalisierte Umleitung des Verkehrs erfolgt in beiden Richtungen grossräumig über Uttenberg, Mettmenstetten und Dachlissen.

Verschiebung bei Regen Die Deckbelagsarbeiten bei der Einfahrt zur Deponie können nur an einem Wochenende ausgeführt werden. Zudem erfordern Belagsarbeiten trockenes Wetter. Bei nasser Witterung am Wochenende vom 29. und 30. Juni würde der Beginn der Vollsperrung auf das nächste trockene Wochenende verschoben.

wir gratulieren Zum 80. Geburtstag Morgen Mittwoch, 26. Juni, feiert Klara Erna Fuchs-Richner in Affoltern ihr 80. Geburtstagsfest. Wir wünschen ihr alles Gute und gratulieren von Herzen.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 25. Juni 2019

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Auf dem Weg zur Einheitsgemeinde Aeugst: Gemeindeversammlungen genehmigen alle Geschäfte Anlässlich der Versammlungen von politischer Gemeinde, Primarschulgemeinde und reformierter Kirchgemeinde in Aeugst gab es weder Diskussionen noch Uneinigkeit in den Abstimmungen. ................................................... von urs e. kneubühl Fünf Geschäfte hatten vergangenen Donnerstagabend die anwesenden 32 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Versammlung der politischen Gemeinde Aeugst zu behandeln: Rechnung 2018, Stellenetat, Bauabrechnungen Dorfstrasse 37 und Gemeinschaftsplatz, Kreditabrechnung Ersatzfahrzeug der Feuerwehr sowie die Bezugsoptionen der Gruppenwasserversorgung. Zusätzlich informierte der Gemeinderat auch über eine zeitliche Verzögerung der Offenlegung des Chöliholzbachs, ebenso über den Stand bezüglich Einheitsgemeinde: Hierzu gibt es am 1. Juli, 19.30 Uhr, im Mehrzweckraum eine Spezial-Behördensprechstunde und am 17. September die vorberatende Gemeindeversammlung. Die Urnenabstimmung findet am 17. November statt.

Jahresrechnung 2018 und Festsetzung des Stellenetats Die Jahresrechnung 2018 des politischen Gemeindegutes, die letzte nach HRM1, schliesst bei einem Aufwand von 10,2 Millionen Franken und einem Ertrag von 10,8 Millionen mit einem Ertragsüberschuss von 567 196 Franken ab. Dies, obwohl die Steuererträge 2018 geringer als budgetiert, wohl aber höher als im Vorjahr ausgefallen sind. Zum erfreulichen Überschuss beigetragen haben in erster Linie Abschreibungen sowie die Ausgaben im Bereich der sozialen Wohlfahrt – beide sind tiefer als budgetiert ausgefallen –, ebenso die zu leistenden

geringeren Ausgleichsbeiträge bezüglich Steuerkraft. Die Abrechnung wurde einstimmig verabschiedet. Genauso ausnahmslos stimmte die Versammlung der Vereinfachung der bisherigen Anwendungspraxis bezüglich Stellenetat der Politischen Gemeinde zu, die auch hinsichtlich einer allfällig zukünftigen Einheitsgemeinde vorgenommen wurde. Dieser wird auf acht Stellen bzw. 800 Stellenprozente festgesetzt, was eine Reservebildung und die Nutzung als Verwaltungspool ermöglicht. Damit sind zwar neu geschaffene Stellen unverändert der Gemeindeversammlung zur Genehmigung zu beantragen, allerdings erhält der Gemeinderat Spielraum, interne Verschiebungen eigenständig vorzunehmen.

Zwei Bauabrechnungen und eine Kreditabrechnung Die Bauabrechnungen Dorfstrasse 37 und Gemeinschaftsplatz sind unterschiedlich ausgefallen. Die Baukosten für Umnutzung und Neubau der Liegenschaft Dorfstrasse 37 sieht bei einem 2011 genehmigten Baukredit von 4,5 Millionen Minderaufwendungen von 253 562 Franken, während aus jener für den Gemeinschaftsplatz, bei einem bewilligten Baukredit von 325 000 Franken und Baukosten von 333 689 Franken, Mehraufwendungen von 8689 Franken resultieren. Kein Grund für den Souverän, dem Genehmigungsantrag von Gemeinderat und RPK nicht einstimmig zu folgen. Minderaufwendungen von 2763 Franken ergaben sich auch bei der Ersatzbeschaffung eines Öl-/Wasserwehrfahrzeuges für die Feuerwehr. Die Brutto-Anschaffungskosten von 132 585 Franken vermindern sich hälftig um 60 950 Franken durch den Subventionsbetrag der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich. Damit verbleibt Aeugst eine Netto-Investition von 71 635 Franken, die ohne Gegenstimme genehmigt wurde.

Bezugsoptionen Wasserversorgung und Informationen Analoge Zustimmung erfuhr auch der Antrag des Gemeinderates zur Erhöhung der verbindlichen Bezugsoptionen 2020–2040 bei der Gruppenwasserversorgung Amt. Diese soll mit der Erneuerung der Wasserlieferverträge von 890 m³ auf 1030 m³ pro Tag aufgestockt werden. Die sehr trockenen Gegebenheiten vom Sommer 2018, die zu zwei Überschreitungen der bestehenden maximalen Optionsmenge geführt haben, werden somit berücksichtigt. Neu wird damit bei Überschreitung der Tagesbezugsmenge an insgesamt drei Tagen im Jahr bis maximal zehn Prozent der Tagesbezugsmenge kein Zuschlag erhoben. Bei Überschreitungen an mehr als drei Tagen im Jahr oder zu mehr als zehn Prozent, wird ein Zuschlag erhoben, der das Dreifache des Leistungspreises für das betreffende Jahr beträgt.

Primarschule: Rechnung 2018 und Abrechnung Schulmobiliar Die Schulgemeindeversammlung mit 33 Stimmberechtigten fand bei der Behandlung der Jahresrechnung 2018 ebenfalls keine Gründe für Einwendungen. Die laufende Rechnung 2018 der Primarschulgemeinde wurde ohne Gegenstimme genehmigt. Diese schliesst bei Erträgen von 3,52 Millionen Franken und Aufwänden von 3,54 Millionen mit einem Aufwandüberschuss von 22 113 Franken ab. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 4150 Franken. Dem um 26 263 Franken schlechter ausfallenden Ergebnis liegen um 59 253 Franken tiefere Nettoerträge aus Finanzen und Steuern zu Grunde, denn trotz unerwarteter Zusatzausgaben lagen die Aufwendungen im Bereich Bildung – hauptsächlich dank eines guten und konsequenten Kostenmanagements sowie eines tieferen Beitrags an den Schulzweckverband – um 28 887 Franken unter Bud-

get. Auch die Nettoinvestitionen für Schulmobiliar und Umbau der Gruppenräume (162 521.–) fielen um 33 078 Franken tiefer aus als budgetiert. Und so gab es dann auch bei der nachfolgenden Behandlung der Abrechnung der in drei Etappen erfolgten Anschaffung neuer Schulmöbel ausschliesslich Zustimmung. Kunststück, bei Gesamtkosten von 75 343 Franken resultiert lediglich ein Mehraufwand von 343 Franken. Zum Schluss wurde zudem dahingehend informiert, dass bei der Aufstockung des Schulhauses Gallenbüel 2 eine Anpassung bezüglich Gesetzeskonformität des Behindertenlifts Anpassungen im Betrag von 35 000 Franken nötig wurden.

Reformierte Kirchgemeinde: Jahresrechnung 2018 Zum einzigen Geschäft der reformierten Kirchgemeinde blieben noch 15 Stimmberechtigte. Die Genehmigung der Jahresrechnung 2018 folgte exakt den Ergebnissen der vorangegangenen Versammlungen – einstimmig. Die Laufende Rechnung schliesst beim reformierten Kirchengut bei einem Aufwand von 389 727 Franken (Budget: 410 861.–) und einem Ertrag von 360 120 Franken (424 100.–) mit einem Aufwandüberschuss von 29 606 Franken ab. Prognostiziert war ein Ertragsüberschuss von 13 239 Franken, weshalb gegenüber dem Voranschlag ein Minderertrag von 63 979 Franken resultiert. Hauptgrund für das verpasste Voranschlag-Ergebnis sind die Steuererträge, die mit 321 960 Franken im Vergleich zum Voranschlag markant um 62 239 Franken tiefer als budgetiert (384 200.–) ausfielen. Gleichzeitig positiv konnte die Kirchenpflege nämlich auch einen Minderaufwand von 21 133 Franken aufführen, die insbesondere aus erheblich geringer ausgefallenen Aufwendungen beim Personal- und Sachaufwand resultieren.

Eine Mini-Ramp für die Dorfjugend

Gemeinde Mettmenstetten stellt Anlage zur Verfügung – vorerst befristet Einen Skatepark – das wünschen sich Jugendliche in Mettmenstetten schon lange. Jetzt haben sie eine Mini-Ramp bekommen. Vorerst zur Miete, aber mit Übernahme-Option.

etwas für die Jugend zu machen. Auch wenn das natürlich nicht heisse, dass jede Idee gleich umgesetzt werde. Gleichzeitig appellierte Ehrenbaum an die Rücksichtnahme der Nutzer auf die Umgebung. In seinen «Benimm-Regeln» spricht der Gemeinderat Mettmenstetten unter anderem die Musik-Lautstärke an, bittet darum, der Anlage Sorge zu tragen und empfiehlt das Tragen einer Schutzausrüstung: «Die Benutzung der Mini-Ramp erfolgt auf eigene Gefahr.»

................................................... von thomas stöckli Plötzlich ging es ganz schnell: Am Mittwochabend musste der Gemeinderat Mettmenstetten noch ein Nutzungsreglement zusammenstellen, am Donnerstagmorgen wurde die neue Mini-Ramp zwischen dem Jugendtreff Sputnik und der Wasserschanze Jumpin bereits aufgestellt. Verantwortlich für die schnelle Umsetzung war Jumpin-Geschäftsführer Andreas Isoz. Er stellte den Kontakt her zur Firma, die bereits die Kicker für die Wasserschanze gebaut hat. Das Resultat: eine MiniRamp, welche die Gemeinde bis zum 23. September mieten, und wenn sie sich bewährt, danach zu günstigen Konditionen übernehmen kann. Damit liegt der Ball nun bei der Dorfjugend: Sie muss beweisen, dass sie die Mini-Ramp tatsächlich auch nutzt. Die Nutzungszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten der Badi. Und in Zusammenarbeit mit Sascha Leutwyler, Chef Leistungssport sowie National-Elite- und Nachwuchstrainer der Swiss Skateboard Association, werden ab morgen Mittwoch und bis zum

Gratis Skateboard-Workshops Mittwochs, 26. Juni, 10. Juli, 21. und 28. August, jeweils 14 bis 16.30 Uhr, finden auf der Mini-Ramp gratis Skateboard-Workshops mit Nationaltrainer Sascha Leutwyler statt. Einige Skateboards, sowie die Schutzausrüstung können geliehen werden. Es ist keine Anmeldung nötig. Bei Regen im Jumpin-Zelt.

Zwei der jugendlichen Initianten: Léon und Said, mit (v.l.) Gemeinderat Edwin Ehrenbaum, Jugendarbeiter Patrik Biber und Jumpin-Chef Andreas Isoz. (Bild Thomas Stöckli) 28. August vier kostenlose Mittwochnachmittag-Workshops angeboten – nicht nur für Mettmenstetter –, jeweils von 14 bis 16.30 Uhr. Im Rahmen der Freestyle Night vom Samstag, 13. Juli, wird die Rampe ab dem 4. Juli dann sogar für zehn Tage überdeckt.

Initiative von Jugendlichen Die Initiative für die Mini-Ramp kam von drei Jugendlichen der Sek Mättmi, dem 14-jährigen Léon und den beiden

15-jährigen Denis und Said. Bereits vor zwei Jahren haben sie Unterschriften gesammelt für ihre Idee und der Gemeinde geschrieben. «Wir haben uns gedacht: das wäre etwas – auch für die kommenden Jahrgänge», sagt Léon. «Ich finde es cool, dass ihr etwas angerissen habt», sagte Gemeinderat Edwin Ehrenbaum den Initianten bei der informellen Übergabe am Donnerstagabend und ermunterte sie: «Das dürft ihr gerne wieder mal machen.» Der Gemeinderat sei bestrebt,

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 25. Juni 2019

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«Die Vorfreude auf drei Tage Musik und Klang ist gross» Musigfäscht in Hausen mit 125-Jahre-Jubiläum

Martin Haab: SVP-Nationalrat und Meisterlandwirt geht auf Facebook viral. (Bild Martin Mullis)

Nationalrat Haab: Rede geht viral Der neue Nationalrat erhielt riesige Zustimmung für ein wenige Minuten dauerndes Votum. Der frisch vereidigte Nationalrat Martin Haab (SVP) hält sich ganz bewusst nicht an eine ungeschriebene Regel: Für neue Parlamentsmitglieder gilt die Sitte, erst einmal eine gewisse Zeit zuzuhören. Martin Haab, zu Beginn der Sommersession am 3. Juni im Nationalrat vereidigt, hielt sich nicht an diese Gewohnheit. Im Gegenteil, er sprach zu den beiden Volksinitiativen «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» und «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung».

«Schweigen der Lämmer» in Neuseeland Mit Verve und ganz so, als ob er bereits jahrelang in Bundesbern politisieren würde, richtete sich Haab ans Plenum. Er nannte die Initiativen klassische Schuldzuweisungen, welche die Landwirte für jegliche Rückstände im Trinkwasser verantwortlich machten. Auf das Importfleisch verweisend sprach er «Vom Schweigen der Lämmer in Neuseeland» und nannte Verunreinigungen wie zum Beispiel künstliche Süssstoffe, Antidiabetikum, Benzotriazol oder Röntgenkontrastmittel, welche ganz sicher nicht von der Landwirtschaft stammen. Seine dynamische und temperamentvolle Rede stellte er als Film auf Facebook. Die Ausführungen des neu eingesetzten Nationalrates gingen durch die Decke. Innert Tagen wurde sein Votum 50 000 Mal aufgerufen und 1000 Mal geteilt. Er erhielt zudem innert kurzer Zeit über 100 zustimmende Kommentare. (mm)

Am Freitag beginnt in Hausen das grosse Festwochenende. OK-Präsident Georges Köpfli und Ueli Imhof, Präsident MVH Hausen, berichten im Gespräch mit dem «Anzeiger», was es noch zu tun gibt und was die Festbesucher am kommenden Wochenende erwartet.

Die Höhepunkte des Musigfäschts sind sicher der Freitag- und Samstagabend. Georges Köpfli: Ja, das ist so. Es werden zwei Abende sehr unterschiedlicher Art sein. Am Freitag sind alle zum grossen Jubiläumsfest eingeladen. An diesem Abend wird mit der Bevölkerung der 125. Geburtstag des Musikvereins Harmonie Hausen gefeiert. Dort steht die Verbundenheit mit dem Dorf im Vordergrund.

Der Musikverein Harmonie Hausen feiert seinen 125. Geburtstag und lädt dazu die Bevölkerung ein. Am Samstag und Sonntag werden in Hausen 19 Musikvereine an Kurzkonzerten und Marschmusikparaden zu hören sein. Und am Samstagabend wird Abba99 in einem vollen Zelt auftreten.

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«Es ist ja schon etwas Einmaliges, dass Abba99 hier auftritt.» ............................................................... Ueli Imhof: Und am Samstag findet dann die grosse Show statt. Es ist ja schon etwas Einmaliges, dass eine so berühmte Band wie Abba99 hier im Säuliamt auftritt. Darauf sind wir schon etwas stolz.

«Anzeiger»: Was gibt es bis am Freitag noch zu tun? Ueli Imhof: Am Mittwoch wird die gesamte Infrastruktur angeliefert, also quasi die Hardware. Das sind die Stangen, das grosse Zelt für 900 Personen, die Festbänke und die Technikanlage. Für ABBA wird wohl eine relativ umfangreiche Technik benötigt. Ueli Imhof: Ja, es wird eine extrem umfangreiche und vollkommen professionelle Technik installiert. Es kommt eine der drei grössten Schweizer Firmen dieser Art. Wir bezahlen für die Technik mehr als für die Gage der Truppe. Sobald die Licht- und Toninstallationen da sind, wird das Gelände professionell bewacht. ...............................................................

« 450 Helferinnen und Helfer aus 40 Vereinen haben sich gemeldet.» ............................................................... Wie viele Helferinnen und Helfer werden an den drei Tagen im Einsatz sein? Georges Köpfli: Wir haben die Arbeiten in 1200 Schichten à vier Stunden eingeteilt. Bis jetzt haben sich 450 Helferinnen und Helfer aus 40 verschiedenen Vereinen gemeldet. Das ist sensationell. In den Stosszeiten wären wir aber noch um einige fleissige Leute froh. Wo überall kommen die Helfenden zum Einsatz? Georges Köpfli: Die Einsätze beginnen eigentlich schon morgen mit dem Aufbau der Infrastruktur und reichen dann von der Betreuung der Musikver-

Vorfreude auf das grosse Fest. OK-Präsident Georges Köpfli (links) und Ueli Imhof, Präsident MVH Hausen. (Bild Marianne Voss) eine über den Service im Festzelt, die Arbeiten am Büffet oder beim Abwasch bis zum Job als Barman oder Barmaid. Auch die Mitglieder des Musikvereins Hausen sind sehr engagiert und überall im Einsatz, wo es nötig ist. Am Samstag und Sonntag finden die Musiktage Amt und Limmattal statt. Was gibt es da zu sehen und zu hören? Ueli Imhof: Der Start vom offiziellen Kreismusiktag ist die erste Marschmusikparade auf der Ebertswilerstrasse zwischen dem Albisbrunn und der Schule. Sie beginnt am Samstag um 10.45 Uhr. Auch am Sonntag zum Abschluss findet nochmals eine Marschmusikparade statt. Wir hoffen natürlich, dass die Musikvereine an beiden Tagen vor viel Publikum auf dem Trottoir begrüsst und beklatscht werden. Und wie sind die Konzertvorträge organisiert? Ueli Imhof: Jeder Musikverein tritt in der reformierten Kirche Hausen während 15 Minuten auf. Anschliessend setzt sich der Experte mit allen Mitgliedern des Orchesters zusammen und erläutert in einem Gespräch Verbesserungsmöglichkeiten oder bringt natürlich auch Lob an. Es gibt keinen anzeige

Motorradkontrolle auf dem Albispass

Elf Zweiräder mit technische Mängel Die Kantonspolizei Zürich hat am Sonntagmorgen, 23. Juni, auf der Albis-Passhöhe eine grosse Motorradkontrolle durchgeführt. Dabei sind etliche Fahrzeuge mit über zehn Jahre alten Reifen aufgefallen. Während rund drei Stunden hat die Kantonspolizei Zürich letzten Sonntagmorgen anlässlich einer Grosskontrolle auf dem Albispass gegen 60 Motorräder kontrolliert. Dabei wurden bei elf Zweirädern technische Mängel festgestellt. Vier Lenker wurden bei den zuständigen Amtsstellen

zur Anzeige gebracht. Zwei weitere erhielten eine Ordnungsbusse. Weitere fünf Zweiradfahrer wurden mit einem Beanstandungsrapport aufgefordert, die festgestellten Mängel zu beheben. Drei der kontrollierten Motorräder mussten dem Strassenverkehrsamt zur Nachkontrolle gemeldet werden.

Altersspröde Reifen Bei der Kontrolle der Räder wurden vermehrt alte Reifen festgestellt – speziell bei Veteranenfahrzeugen. Die Kantonspolizei Zürich empfiehlt, keine Reifen zu verwenden, die über zehn Jahre alt sind. (pd.)

Wettbewerb und keine Rangliste. Es geht vielmehr um einen ehrlichen Input von aussen, um aufbauende Kritik und auch um Ermutigung. Auf dem Programm vom Musiktag stehen auch Veteranenehrungen. Wer sind die Veteranen? Ueli Imhof: Veteranen nennt man Mitglieder, die 25, 35, 50, 60 oder 70 Jahre in einem Musikverein aktiv dabei sind. Sie werden am Kreismusiktag offiziell gewürdigt und sie erhalten ein Präsent sowie eine Auszeichnung. Am Samstag und Sonntag werden 19 auswärtige Musikvereine nach Hausen kommen. Das sind rund 650 Musikerinnen und Musiker. Wie wird die Verpflegung dieser vielen Menschen organisiert? Georges Köpfli: Da sich das Musikfest über zwei Tage hinzieht, sind nicht alle gleichzeitig hier. Dennoch: Wir brauchen natürlich eine sehr leistungsfähige Festwirtschaft. Die Gäste können sich nicht nur im Festzelt, sondern auch an Ständen draussen verpflegen. Wir haben einen Pizza-Wagen, ein Glace-Velo, einen Grill und einen Hot-Dog-Stand organisiert. Ueli Imhof: Und zudem können sich die Gäste auch im gemütlichen Biergarten niederlassen.

Gibt es noch Eintrittskarten für das Abba99-Konzert? Ueli Imhof: An der Abendkasse sind noch einige Karten erhältlich. Worauf freut sich das OK jetzt besonders? Ueli Imhof: Dass es bald losgeht. Auch die Dorfbevölkerung freut sich darauf, das ist spürbar. Wir sind überzeugt, dass die beiden Abende gut besucht sein werden. Georges Köpfli: Musik verbindet Menschen. Mit diesem Fest wird die Zusammengehörigkeit im Dorf erfahrbar. Für mich ist es eine grosse Freude, dass dies viele Menschen aus Hausen und Umgebung erleben dürfen. Die Vorfreude auf drei Tage Musik und Klang ist gross. Ueli Imhof: Ganz besonders freut uns, dass am Freitagabend alle Chöre vom Oberamt mitmachen. Und, das möchte ich auch noch betonen, es freut uns auch, dass wir so riesige Unterstützung bekommen haben von vielen Sponsoren, aber auch vonseiten der Gemeinde und der Kirche. Interview: Marianne Voss Musigfäscht Hausen vom 28. bis 30. Juni, Jubiläumsfeier 125 Jahre Musikverein Harmonie Hausen am Freitagabend, Konzert Abba99 am Samstagabend, Musiktag Amt und Limmattal mit Konzertvorträgen in der ref. Kirche und Marschmusikparade auf der Ebertswilerstrasse am Samstag und Sonntag. Infos und Festprogramm: www.hausen2019.ch, unter Musigfäscht, Festprogramm.


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Dienstag, 25. Juni 2019

Abwasserreinigungsanlage für sechs Gemeinden eingeweiht Das 25-Millionenprojekt der ARA Birmensdorf wurde termingerecht fertiggestellt Nach mehr als vier Jahren Bauzeit konnte der Ausbau der ARA Birmensdorf in drei Etappen plan- und termingerecht fertiggestellt werden. Zur offiziellen Einweihung hatten vergangenen Freitag die Bevölkerung der sechs Gemeinden und weitere Interessierte Gelegenheit, die Anlage zu besichtigen. ................................................... von martin mullis Im März 2013 sprachen die Gemeinden Aesch, Birmensdorf, Bonstetten, Stallikon, Uitikon und Wettswil ein deutliches Ja zum Ausbau der gemeinsamen Abwasserreinigungsanlage (ARA). Nach einer einjährigen Projektierungszeit begannen die Bauarbeiten, welche schrittweise in Etappen ausgeführt wurden. Die einzelnen Bau-schritte wurden in der Reihenfolge ihrer Dringlichkeit ausgeführt. Begonnen wurde der Ausbau mit der mechanischen Reinigung, dem Bau des Regen- und des Nachklärbeckens und danach folgte das Betriebsgebäude, inklusive dem Anschluss an das bestehende Untergeschoss. Die dritte Etappe betraf die biologische Reinigung so-

Es gab viel zu erzählen: Die Gäste bei der feierlichen Einweihung. (Bilder Martin Mullis) wie das Vorklärbecken. Vorgesehen ist auch eine weitergehende Reinigung wie die Elimination von Mikroverunreinigungen, dieser Bauschritt ist jedoch nicht Bestandteil des Kreditbetrages. In die bezirksübergreifende Anlage wurden rund 25 Millionen Franken investiert. Das Ausbauziel mit einer Auslegung für 33 000 Einwohner ist auf das Jahr 2035 festgelegt. Bei der offiziellen Einweihung am letzten Freitagnachmittag durfte Zweckver-

bandspräsident Hans-Rudolf Keller, der jedoch lieber als Ringo angesprochen wird, rund 100 geladene Gäste herzlich willkommen heissen. Unter den Gästen befand sich je eine Zweierdelegation aus den sechs betroffenen Gemeinden. Die Gästeliste führte neben den Gemeindepräsidentinnen Katrin Röthlisberger aus Wettswil und Marianne Holliger aus Aesch natürlich auch zahlreiche Vertreter der Verbandsgemeinden.

Prominente Gäste und ein rotes Band

Besichtigung der neu ausgebauten Anlage.

Der langen Projektierungs- und Bauzeit wegen waren auch einige ehemalige Gemeindepolitiker anzutreffen. Ausserdem waren auch frühere Mitarbeiter der ARA Birmensdorf anwesend, insbesondere der 88-jährige Klärmeister Kurt Rohner, sozusagen der Mann der ersten Stunde der ARA. Die am Ausbau beteiligten Ingenieure, Bauunternehmer und Handwerker, sowie Sandro Schmid, in Vertretung für den Waffenplatzkommandanten, ergänzten die Liste der prominenten Gäste. Zusammen mit dem Betriebsleiter Stefan Mathieu durchschnitt er ein

symbolisch gespanntes rotes Band und schickte die Gäste in Gruppen auf einen von Experten begleiteten Rundgang. Eine der Gruppen wurde von Samuel Twerenbold angeführt. Der Projektleiter vom federführenden Ingenieurbüro Hunziker Betatech AG, arbeitete seit neun Jahren, von der Projektierung bis zur Fertigstellung des Ausbaus, für die ARA Birmensdorf. Ingenieur Twerenbold betonte, dass ihm die Arbeit, nicht zuletzt wegen der stets ausgezeichneten Zusammenarbeit mit den übrigen Beteiligten, grosse Freude bereitet habe. Er erwähnte insbesondere, dass während der gesamten Zeit der drei Bauetappen kein gravierender Unfall erfolgt sei. Als erwähnenswert bezeichnete Ingenieur Twerenbold, dass sich die ARA Birmensdorf mit der Kombinationsmaschine «Rechen und Sandfang» sowie dem eingebauten Amphibien-Ausstieg, auf absolut modernstem und neuestem technischen Stand befinde.

25 Millionen zweckmässig verbaut Die geplante weitergehende Reinigung (Elimination Mikroverunreini-

gungen), welche nicht Bestandteil des Kreditbetrags war, soll nun ebenfalls noch ausgeführt werden. Der Rundgang durch die nun fertiggestellte Anlage zeigte den Gästen deutlich, dass die Bausumme von 25 Millionen zweckmässig und mit einem ökologisch hohen Stellenwert verbaut wurde. Dabei erfuhren die interessierten Gäste auch erstaunliche Zahlen. So ist die neue ARA Birmensdorf auf eine Spitzenleistung von 440 Liter Abwasser pro Sekunde ausgelegt. Ein normales Schwimmbad mit den Massen 25 x 12,5 Meter und durchschnittlicher Tiefe von drei Metern fasst etwa 100 000 Liter Wasser. Die ARA ist nun in der Lage, diese Menge Wasser innert kürzester Zeit zu reinigen und sauber wieder der Reppisch zuzuführen. Im speziell aufgestellten Festzelt bekamen die geladenen Gäste bei Apéro und Nachtessen Gelegenheit, sich ausgiebig über den gelungenen Ausbau der ARA Birmensdorf auszutauschen. Dass dabei sowohl bei den beteiligten Politikern als auch bei den Baufirmen und Handwerkern ein wenig Stolz mitschwang, war selbstverständlich gerechtfertigt.

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Ansteckende Faszination Wüste Frauezmorge in Wettswil mit einer Reise nach Marokko Der beliebte Frauezmorge Stallikon Wettswil stand am vergangenen Freitag unter dem Thema «Faszination Wüste». Margrit Iseli nahm mit auf eine spannende Reise in die marokkanische Wüste.

Dünenmeers, das Spüren des Sandbodens unter den Füssen, die Sonnenuntergänge, der unglaubliche, klare Sternenhimmel in der Nacht oder die wunderschönen Morgenstimmungen.»

Unangenehme Tiere

................................................... von marianne voss Der Frauezmorge begann am vergangenen Freitag im Kirchgemeindesaal Wettswil wie immer mit vielen herzlichen Begrüssungen. Die Frauen freuten sich aufs Wiedersehen und auf den Austausch miteinander. Und natürlich freuten sie sich auch auf das feine, liebevoll angerichtete Frühstück sowie auf den Vortrag. Viermal jährlich findet der Anlass statt, der von der reformierten Kirchgemeinde finanziell unterstützt und von einer Gruppe engagierter Frauen organisiert und geleitet wird. Willkommen sind alle Frauen, unabhängig von Religion, Herkunft oder Alter. Dieser Morgen stand unter dem Thema «Faszination Wüste». Nach dem Frühstück nahm Margrit Iseli – selber auch aktiv im Frauezmorge-Team – die Besucherinnen mit auf eine Reise

Die Referentin Margrit Iseli berichtete von ihrer Wüsten-Faszination. (Bild Marianne Voss)

durch die marokkanische Wüste. Anhand von eigenen Bildern berichtete sie begeistert von ihren zahlreichen Reisen und ihren ganz persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen in dieser Landschaft. Sie sei immer wieder

extrem fasziniert von der Wüste und dem Wüstenleben. Während ihres Vortrags erwähnte sie verschiedene Gründe für diese Faszination: «Das Reduzieren auf das Wichtigste, die Wellenformen im Sand, die Unendlichkeit des

Sie erzählte auch von den Blumen im Sand, den Schmetterlingen in einem Busch, den Skorpionen, Schlangen und Spinnen. Die unangenehmen Tiere seien aber nur sehr selten anzutreffen. Natürlich kamen auch die Dromedare vor, denn ohne diese erstaunlich genügsamen Tiere, wäre eine Wüstentour unmöglich. Und sie lobte die vorbildliche Betreuung durch die für die Gruppe verantwortlichen Berber, die auch trotz einfacher Infrastruktur jeden Tag ein sehr schmackhaftes Essen zubereiten. Im Publikum gab es einige Frauen, die von der Wüstenfaszination angesteckt wurden und mit dem Gedanken heimgingen, vielleicht auch einmal an so einer abenteuerlichen Reise teilzunehmen. Der nächste Frauezmorge findet am Freitag, 13. September, statt. Lisette Müller aus Knonau wird von Erfahrungen aus ihrer Zeit als EVPKantonsrätin berichten.


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Dienstag, 25. Juni 2019

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Als sich die «moralisch Besseren» von den «Gottlosen» trennten Rundgang mit spannenden Einblicken in die Geschichte von Obfelden Wie sich die Weiler «Ob dem Felde» von Ottenbach trennten, 1847 zur Gemeinde Obfelden wurden, wie die Seidenindustrie Fuss fasste und sich das Schulwesen entwickelte. Ein geführter Spaziergang offenbarte spannende Einblicke in die Geschichte der jüngsten Gemeinde im Kanton. ................................................... von werner schneiter «Ein Blick auf die Geschichte und Architektur Obfelden», ein Thema, das sowohl Alteingesessene wie Zugezogene brennend interessierte. Rund 110 Personen beteiligten sich an diesem Streifzug von Kultur Obfelden durch einen Teil der Geschichte der Gemeinde, geführt von Historiker Bernhard Schneider sowie vom Architekten, Journalisten und BSA-Geschäftsführer Caspar Schärer. Ausgangspunkt bildete die reformierte Kirche, das eigentliche Symbol der 1847 erfolgten Trennung von Ottenbach. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörten die fünf Weiler zum Nachbardorf. Nach dem Einmarsch der französischen Truppen 1798 bildeten sich hierzulande nach den reinen Zivilgemeinden auch politische Gemeinden im selben Umfang wie die bereits bestehenden Kirchgemeinden, was Spannungen begünstigte. Die ob dem Felde sahen die Ottenbacher als die Gottlosen, sich selber als die moralisch Besseren, die sich mit dem Bau der Kirche den Weg ins Gotteshaus verkürzen wollten. Nun, die Ottenbacher liessen die Obfelder ziehen – und das in einer historisch entscheidenden Phase, an der konfliktträchtigen Schnittstelle zwischen katholischen und reformierten Landen, inmitten des Sonderbundkrieges und dazu ein Jahr vor der Gründung

Historisches vermitteln ab der Kirchenmauer: Historiker Bernhard Schneider (links) und Architekt Capar Schärer führten die rund 110 Teilnehmenden in einen Teil der Obfelder Geschichte ein. (Bild Werner Schneiter) des schweizerischen Bundesstaates. Die Obfelder Kirche wurde vom Architekten Ferdiand Stadler erbaut, zu einer Zeit, als Neurenaissance und Neugotik im Vordergrund standen.

1971 erstes Obfelder Mädchen am Gymi Mit dem Besuch des vor nicht allzu langer Zeit erbauten Kindergartens Räsch erfolgte der Einstieg ins Thema Schulen/Bildung. Im 18. Jahrhundert diente Bildung einzig der Integration ins noch keineswegs demokratische Herrschaftssystem. Wer nicht zur Oberschicht gehörte, musste auch als Kind arbeiten. Bildung für die Unterschicht hiess: Das Vaterunser und ein paar andere Dinge auswendig lernen. Mit der liberalen Verfassung 1831 änderte sich einiges, nachdem zuvor nur

der Pfarrer, später dann auch Ärzte und Lehrer als Gebildete zählten. Das Gymi war zuvor nur Bessergestellten vorbehalten; 1971 gelangte erstmals ein Mädchen aus Obfelden direkt von der Primarschule ins Gymi. Der Schwenk in die Gegenwart erfolgte mit Ausführungen zum Kindergarten Räsch – ein Holzbau, der rundum offen und mit einer geschützten Schwellenterrasse ausgestattet ist. Rund ein Viertel der Bildungsbauten in der Schweiz bestehen aus Holz. Vor 30 Jahren war dieses Material «abgeschrieben», erlebte dann aber mit der Digitalisierung eine Renaissance.

100-Stunden-Woche Den Besuch auf dem Areal der benachbarten, 1837 erbauten Villa Stehli

nutzten Historiker und Architekt zu einem Exkurs in die Geschichte der Seidenindustrie und auf das Wirken der Familie Stehli, die die Villa nie bewohnte, sondern für Anlässe und als Sommerresidenz nutzte. Stehli begann als Manufaktur und betrieb eine Weberei, die – im Gegensatz zur Wasser erfordernden Spinnerei – mit Dampf betrieben werden konnte. Unglaublich die Arbeitszeiten im 19. Jahrhundert: 90 bis 100 Stunden pro Woche. Als sich die 85-Stunden-Woche durchsetzte, setzten sich die Arbeitgeber mit der Forderung durch, wonach Reinigungen der Maschinen in der Freizeit vorgenommen werden mussten. Obfelden, ein 2,5 km langes Dorf, hat kein eigentliches Zentrum, aber Kirche, Gemeindehaus und Schulbau-

ten liegen nahe beieinander. Caspar Schärer zeigte sich beeindruckt vom Schulareal Chilefeld, vom grossen Pausenplatz für die Schüler. Nachdem noch in den 50er-Jahren kleinere Einheiten die Regel bildeten, sind heute Schulhäuser wieder stattlicher. Auch das neue Sek-Schulhaus, das nach den Sommerferien bezogen wird. Auch das Schulwesen war nicht immer konfliktfrei. Ottenbacher zeigten sich gekränkt, weil sie in die Sekundarschule nach Obfelden mussten. «Obfelder und Ottenbacher waren Lieblingsgegner, wenn es in den 1940er- und 50er-Jahren um Schlägereien ging; schliesslich kannte man sich von der gemeinsamen Schulzeit her», sagte Bernhard Schneider. In den 60erJahren führte der militärische Vorunterricht zum Schulsport, auch zum (boomhaften) Bau von Lehrschwimmbecken. Sport löste sich vom militärischen Drill und von jenen Zeiten, als Sport treibende Frauen verpönt waren, Radfahrerinnen von Kutschern mit der Peitsche geschlagen wurden. Fast revolutionär schliesslich, Mädchen und Buben bei der Ausübung von Sport zu vereinen; viele Mädchen mussten bis in die 70er-Jahre mit einer Schürze zur Schule. Der Spaziergang endete bei der Mehrzweckhalle Zendenfrei – mit Fragen an die Referenten und Ausführungen von Bernhard Schneider zu den Wohnformen von einst und heute, vom Mehrgenerationenhaushalt über das erst in den 1970ern legalisierte Konkubinat bis zum Singledasein. Das hat zu einer grossen Ausdehnung von Pro-Kopf-Wohnraum geführt, aber auch zu Gegensteuer durch neue Wohnformen. Schneider nannte das Beispiel einer raumsparenden Ü-50Wohnsiedlung mit Gemeinschaftsräumen an der Neugutstrasse in Obfelden.

Turnhalle Zendenfrei: Das Flachdach wird saniert Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Obfelden Im Jahre 2018 wurden die Flachdächer über den Garderoben, dem Zugangsweg und der Bühne der Mehrzweckhalle Zendenfrei saniert. Die Bedachung über der Turnhalle stammt auch noch aus dem Erstellungsjahr 1984 und muss saniert werden. Für die Sanierung des Flachdaches über der Turnhalle wurden ein Kredit von 180 000 Franken bewilligt und die Arbeiten vergeben. Weiter wurde für den Einbau von Energiezählern auf der Schulanlage Chilefeld ein Kredit von 36 000 Franken bewilligt. Im Doppelkindergarten Schlossächer dient zurzeit ein Schulraum als Büro für die Schulverwaltung. Da auf das nächste Schuljahr wieder beide Räume für den Kindergartenbetrieb benötigt werden, müssen die Räume renoviert werden. Für diese Arbeiten wurden ein Kredit von 52 000 Franken bewilligt und die Arbeiten vergeben.

Gemeindeverwaltung und -werke Selina Koch wird als Mitarbeiterin der Einwohnerkontrolle ab 1. August die neue Leiterin der Einwohnerkontrolle unterstützen. Als Nachfolger für Peter Gäumann wurde Leo Bär als Mitarbeiter der Gemeindewerke angestellt. Leo Bär wird die Stelle nach Abschluss seiner Ausbildung bei den Gemeindewerken am 15. August antreten. Weiter wurde der Werkmitarbeiter Philipp Schranz per 1. August zum Werkmeis-

ter-Stellvertreter gewählt. Gemeinderat sowie Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung und Gemeindewerke heissen die neuen Mitarbeiter bereits heute im Team herzlich willkommen. Am 12. Juni verstarb nach schwerer Krankheit Leo Kälin. Leo Kälin war langjährig als Hauswart für die Mehrzweckhalle Zendenfrei und die Gemeindeliegenschaften tätig. Der Gemeinderat spricht den Angehörigen zum schmerzlichen Verlust sein herzliches Beileid aus. Der Regierungsrat hat die Arbeitszeit für die Zentral- und Bezirksverwaltung im Hinblick auf den Jahreswechsel 2019/20 geregelt. Die Gemeinde Obfelden schliesst sich der kantonalen Arbeitszeitregelung über die Feiertage an. Die Büros der Gemeindeverwaltung bleiben demnach ab Dienstag, 24. Dezember, bis und mit Sonntag, 5. Januar 2020, geschlossen. Die in der Gemeindeverwaltung im Einsatz stehenden Computer stammen teilweise aus den Jahren 2013/2014 und weisen noch das Betriebssystem Windows 7 auf. Für den Ersatz dieser Computer wurden ein Kredit von 18 000 Franken bewilligt und der Auftrag an die Firma MTF Data AG, Schwerzenbach, vergeben.

Finanzen Mit Beschluss vom 18. März 2019 hat der Kantonsrat § 119 Abs. 2 und 3 des

Gemeindegesetzes vom 20. April 2015 (GG; LS 131.1) geändert. Die Änderung betrifft die Abgrenzung des Ressourcenausgleichs: Die Grundsätze der Rechnungslegung sehen neu vor, dass die Gemeinden den Ressourcenausgleich gemäss § 119 Abs. 2 GG zeitlich abgrenzen können. § 119 Abs. 3 GG und damit die bisherige Differenzbetrachtung bei der Abgrenzung wird ersatzlos gestrichen. Mit der neuen Formulierung wird den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, entweder auf eine Abgrenzung zu verzichten oder neu den gesamten Betrag (sogenanntes Vollmodell) zu berücksichtigen. Damit kann den unterschiedlichen Gegebenheiten der einzelnen Gemeinden und Städte besser Rechnung getragen werden. Die Wahlfreiheit der Gemeinden, eine Abgrenzung vorzunehmen oder nicht, ist primär auf den Umsetzungszeitpunkt der neuen Rechnungslegung (Eingangsbilanz per 1. Januar 2019) beschränkt. Der Gemeinderat Obfelden verzichtet auf die zeitliche Abgrenzung des Ressourcenausgleichs. Für eine Gemeinde wie Obfelden, die auch in absehbarer Zukunft eine Zuschuss-Gemeinde bleiben wird, bringt die Abgrenzung keinen Mehrwert und ist nicht sinnvoll. Für den Verzicht auf die Abgrenzung spricht zudem die aus der Abgrenzung resultierende Ungenauigkeit bei der Budgetierung, da die Höhe des abzugrenzenden Betrages mittels der

geschätzten Steuerkraft und des geschätzten kantonalen Mittels im Bemessungsjahr berechnet würde und jährlich erfolgswirksam korrigiert werden müsste.

Verkehrsanordnungen An der Lindenbachstrasse kommt es aufgrund von übermässig parkierten Fahrzeugen zu erschwerten Manövrierbedingungen und auch die Einfahrten in die privaten Liegenschaften sowie die Zufahrten zu den landwirtschaftlichen Flächen ist nicht mehr gewährleistet. Damit die Situation verbessert werden kann, sollen zwischen den Gebäuden Poststrasse 2 und 5 zwei Parkfelder erstellt und deren Nutzung zeitlich beschränkt werden.

Baupolizei Baurechtliche Bewilligungen wurden erteilt an: Catherina Ziegler Peter, Zürich, für das Gefälle der Rampe beim Um- und Anbau des Mehrfamilienhauses an der Rüchligstrasse; Miteigentümergemeinschaft Leuensiedlung, Obfelden, für den Neubau eines Unterstandes am Löwenweg; Marco Schmid, Obfelden, für eine Sitzplatzüberdachung und ein Glasdach über dem Hauseingang am Wohnhaus Vers.-Nr. 1912 an der Rindelstrasse; Stefan Heuberger, Obfelden, für eine Parkplatzvergrösserung sowie Sitz-

platzerweiterung und Sichtschutzwände an der Hölibachstrasse; Perica und Drazenka Cvijanovic, Obfelden, für eine Stützmauer an der Gugelrebenstrasse; Schiller AG, Baar, für die Anlage von Parkplätzen an der Bachstrasse; Marcel Richard, Obfelden, für zusätzliche Dachisolation und Einbau einer dachintegrierten Fotovoltaikanlage am Wohnhaus Vers.-Nr. 913 an der Haltenstrasse. Eveline Meier, Gemeindeschreiberin anzeige


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ratgeber suchtprävention

Kinder singen für Kinder

Gabriela Hofer, Suchtprävention Bezirke Affoltern und Dietikon www.supad.ch.

Starke und gesunde Kinder Wenn von Gesundheit gesprochen wird, ist nicht nur die körperliche Unversehrtheit gemeint, sondern auch das Wohlbefinden auf geistiger und sozialer Ebene. Damit Kinder gesund sind und es auch bleiben, schauen Eltern auf eine ausgewogene Ernährung, lassen sie an der frischen Luft spielen und besuchen regelmässig die ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen. Doch wie werden Kinder mental stark und bleiben psychisch gesund? Kinder beobachten von Geburt an ihre Umgebung und lernen von Vorbildern in der Familie und ihrem nächsten Umfeld. Mit zunehmendem Alter orientieren sie sich immer stärker an Gleichaltrigen und der Einfluss des Elternhauses schwindet. wir die Möchten Gesundheit von Kindern positiv beeinflussen, gilt es also, sie in ihren verschiedenen Lebenswelten zu stärken; in der Kinderbetreuung und der Spielgruppe, im Kindergarten, in der Schule und im Freizeitbereich. Um mit anderen Menschen angemessen umgehen zu können, die alltäglichen Herausforderungen zu meistern und auch in schwierigen Situationen den Kopf über Wasser zu behalten, braucht es bestimmte Kompetenzen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von Lebenskompetenzen, die es von Geburt an zu stärken gilt. Die Fähigkeit, mit anderen Menschen zu kommunizieren, ist eine Bedingung für eine gesunde Entwicklung. Aufmerksames Zuhören und Offenheit ermuntert Kinder, ihre Gedanken in Worte zu fassen, ihre Meinung zu äussern und eigene Ideen zu entwickeln. Auch ein gesundes Selbstwertgefühl und die Fähigkeit, die eigene Person mit Stärken und Schwächen wahrzunehmen ist wichtig. Indem wir Kinder immer wieder ermuntern, etwas zuerst selber zu tun und ihnen nur so viel Unterstützung anbieten, damit sie wieder selber weitermachen können, stärken wir ihr Selbstvertrauen und ihre Selbstwirksamkeit. Wenn wir sie nicht nur für Erfolge loben, sondern auch ihre Bemühungen würdigen, stärken wir ihr Durchhaltevermögen. Eigene Gefühle wahrzunehmen ist eine weitere wichtige Kompetenz. Kinder sollen erfahren, dass alle Gefühle in Ordnung sind. Wenn wir sie ermuntern, über ihre Gefühle zu reden, lernen sie die Bedürfnisse hinter den Gefühlen zu erkennen und mit ihnen umzugehen. Auch die Fähigkeit Konflikte zu lösen und Probleme konstruktiv anzugehen, will gelernt sein. Die Konfliktlösefähigkeit wird gestärkt, indem wir nicht sofort einschreiten, wenn Kinder miteinander streiten, sondern ihnen die Chance für eigene Lösungen geben. Dies sind nur ein paar Beispiele für Lebenskompetenzen, die Kinder von klein an stärken. Eltern haben viele Möglichkeiten, diese Kompetenzen im Alltag zu fördern, aber auch die Schule oder Vereine spielen eine wichtige Rolle. Kinder brauchen starke und präsente Erwachsene, die eine andere Meinung als spannende Diskussionsgrundlage sehen, die eine Schwäche als natürlich betrachten, die mit ihren eigenen Gefühlen einen Umgang finden und einen Konflikt auch als ein «Sich-näher-Kommen» sehen. So können wir alle dazu beitragen, dass Kinder gesund und stark durch ihr Leben gehen.

Dienstag, 25. Juni 2019

Eine Benefizgala zugunsten des Kispi-Rehabilitationszentrums in Affoltern Bekannte Namen sorgen für Glanz und Glamour, wenn das RZA im Oktober zur Benefizgala nach Affoltern einlädt. Gezeigt wird allerdings auch, was die Reha für Kinder positiv bewirken kann und weshalb sie auf Spenden angewiesen ist. Seit gestern läuft der Ticket-Vorverkauf. ................................................... von thomas stöckli Es sind klingende Namen, die sich für «Step by Step» stark machen. Die bekanntesten unter ihnen: Operndiva Cecilia Bartoli und Astronaut Claude Nicollier. Am Benefiz-Anlass im Kasinosaal Affoltern werden sie zwar beide nicht dabei sein können, aber zumindest in Videobotschaften werden sie sich ans Saalpublikum wenden. Die Hauptrolle spielen stattdessen Schulkinder aus Herrliberg. Zwei Klassen singen unter der Leitung von Morgan Crowley, Grammy-Gewinner aus Irland mit weltweiter Erfahrung im Film- und Operngeschäft – inklusive Auftritten vor der königlichen Familie im Buckingham Palace und für den Papst im Vatikan. In der Woche vor der grossen Gala werden die beiden Schulklassen im Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche in Affoltern (RZA) vorbeikommen, verrät der Chefarzt Andreas Meyer-Heim. Hier werden sie

Moderatorin Kiki Maeder mit RZA-Patientin Lia, deren eindrückliche Geschichte an der Benefizgala erzählt wird. (Bild zvg.) nicht nur das Haus kennen lernen, sondern auch proben. Im Sinne eines inklusiven Projekts werden RZA-Kinder in einigen Songs mitsingen. Professionelle Tanz- und Magie-Einlagen runden das Unterhaltungsprogramm unter der Regie von Filmemacher Meinrad Keel und TV-Produzent Helmy Heim ab. Als Moderatorin konnte Initiantin und Projektleiterin Angela Birrer die bekannte Schauspielerin und Moderatorin Kiki Maeder verpflichten. Bei allem Starrummel soll der Benefiz-Charakter des Anlasses nicht vergessen werden. Als Video-Einspie-

lungen werden auf der Grossleinwand drei, vier Geschichten von RZAKindern zu sehen sein. Damit soll dem Saalpublikum gezeigt werden, was die Reha für Kinder positiv bewirken kann, eben Schritt für Schritt, oder «Step by Step», wie das Motto des Benefizanlasses lautet. Gleichzeitig soll vermittelt werden, weshalb die Kinder-Reha zwingend auf Spenden angewiesen ist: «Forschung und Entwicklung, Sporttherapie und ganz viel mehr muss mit Drittmitteln finanziert werden», führt der Chefarzt aus. So muss etwa die Aussen-Kletterwand demnächst ersetzt werden.

Der Anlass im Kasinosaal – den die Stadt Affoltern übrigens unentgeltlich zur Verfügung stellt – richtet sich an ein gemischtes, interessiertes Publikum, das Freude hat an der Musik. Familien seien ebenso angesprochen wie zahlungskräftige Spender, so Meyer-Heim. Dem tragen die Veranstalter mit verschiedenen Preiskategorien und einem günstigen Kinderpreis Rechnung. Erklärtes Ziel sei ein voller Saal, so der Chefarzt. «Step by Step», Benefizgala zur Kinderrehabilitation am 26. Oktober, 18.30 Uhr, Kasinosaal Affoltern. Tickets: startickets.ch. www.benefiz-stepbystep.ch.

Ein starkes Mädchen und Spass am Spiel Bühnen-Premiere für Jüngsten des Kinder- und Jugendtheaters ohoo! in Affoltern «Pepa und der Räuberzirkus» heisst das musikalische Theaterstück, dass der Verein ohoo! in den letzten beiden Monaten mit seinen Kleinsten eingeübt hat. Die Vorführungen sind am kommenden Samstag- und Sonntagnachmittag. Im Frühjahr 2018 hat er mit einem Kindertheater angefangen, der Verein «ohoo!». Die erste Produktion war bereits im April 2018. Fast gleichzeitig formiert sich eine neue Gruppe für junge Erwachsene. Aktuell läuft der erste Kurs für die ganz Kleinen, den zwischen fünf und sieben Jahre jungen. 15 Kinder werden am kommenden Wochenende ihr Musik-Theater «Pepa und der Räuberzirkus» zur Aufführung bringen. Das Stück lehnt sich an Pippi Langstrumpf an und richtet sich an Familien mit vier- bis achtjährigen Kindern. Es handelt von einem starken Mädchen, aber auch von der Faszination Zirkus, vom Spannungsfeld

Räuber und Polizisten – und schliesslich von Kindern, die eine überraschende Idee haben, wie sich vermeintlich zementierte Rollenbilder aufbrechen lassen.

Bewegung, Singen und in Rollen schlüpfen «Für die Kinder bedeutet das: Bewegung, Singen und in Rollen schlüpfen», verrät Theaterpädagoge und «ohoo!»-Leiter Raffaele Cavallaro. Es geht um den Spass am Spiel, an die Angewöhnung an die Bühne. Bei den ganz Jungen ist nicht nur die Kurszeit kürzer, nämlich von Mai bis Juni, sondern auch die Probenzeit: eine Stunde pro Woche muss reichen. Auch das ist schon eine Herausforderung, Cavallaro spricht von einer «wilden Truppe». Mit der vierten Altersgruppe, dem Jugendtheater U16, das soeben mit sieben Jugendlichen den Betrieb aufgenommen hat, bedient «ohoo!» mittlerweile ein Altersspektrum von fünf bis 30 Jahren – mit Ausnahme der 16- bis 20-Jährigen. «Das deckt im Bezirk

Der jüngste Theater-Nachwuchs probt bereits seit zwei Monaten. (Bild zvg.) noch die Junge Aemtler Bühne ab», so Cavallaro. Mittlerweile hat jeder Kurs seine eigene Leitung und die Vorführungen sind übers ganze Jahr gestaffelt: kommendes Wochenende die Jüngsten, Ende September die Acht- bis Elfjährigen, Ende November die Zwölfbis 16-Jährigen – alle in der Aula anzeige

Die Klatschmohn-Saison geht ihrem Ende zu. (Bild Benjamin B. Fenner)

Ennetgraben in Affoltern – und schliesslich die jungen Erwachsenen bis 30, die in Hausen proben und im Frühling aufführen. (tst.) «Pepa und der Räuberzirkus», ein musikalisches Theaterstück von Kindern für Kinder und Erwachsene. Samstag und Sonntag, 29. und 30. Juni, 15 Uhr, Aula Ennetgraben, Affoltern. Eintritt frei, Kollekte.


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Kinder eroberten den Eventbauernhof

Familienplausch auf der Stöckweid

Dienstag, 25. Juni 2019

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Die wahre Volkspartei mit dem verstaubten Image

Interview anlässlich der CVP-Üetlibergtagung Am Samstag hat die CVP des Kantons Zürich das Knonauer Amt besucht: An der Üetlibergtagung standen Umweltthemen im Vordergrund. Der «Anzeiger» nimmt diese Tagung zum Anlass zu einem Gespräch mit einem jungen CVP-Mitglied, Philipp Büchner, der 2014 bis 2018 als Finanzvorstand der Schulpflege Affoltern angehört hat.

Der Ballon-Clown war sehr beliebt: Heinz Widmer mit Maximilian, seine Frau Irene mit Alexander und Clown Manu. (Bild Martin Mullis)

Der Hauseigentümerverband Albis (HEV) und die Zurich Versicherung, Generalagentur Affoltern, veranstalteten auf dem Eventbauernhof Stöckweid in Knonau einen Familienplausch. Die ungewöhnliche, jedoch sehr sympathische Werbung, fand grossen Anklang. ................................................... von martin mullis Auf dem Bauernhof Stöckweid der Familie Duperrex in Knonau, fand am letzten Samstagnachmittag eine kleine Invasion von Kindern statt. Weit über 100 Familien, meist in Begleitung von abenteuerlustigen Kindern besuchten den Anlass des HEV Albis und der Zurich Versicherung auf dem Eventbauernhof. Das gesamte Umfeld auf der «Stöckweid» war in eine einzige riesige Spielwiese verwandelt worden. René Homberger, Präsident des HEV Albis, freute sich sehr, ein so junges Publikum herzlich willkommen zu heissen. Er betonte, dass dieser Anlass ein eigentliches Pilotprojekt sei, welches HEV-Mitglieder, aber ganz bewusst auch junge Besucher und insbesondere Familien ansprechen möchte. Die Partnerschaft der beiden Institutionen HEV und Zurich Versicherungen sei nicht nur uralt, sondern mache natürlich auch Sinn, da sie immerhin einige wichtige Interessen wie Werte, Eigentum und deren Schutz teilten. Der HEV-Präsident lud die Eltern der zahlreichen jungen Besucher ein, mögliche Fragen bezüglich des Wohneigentums oder Versicherungen am Info-Stand zu stellen. Auch Karl-Johannes Ehrat, Inhaber der Zurich Generalagentur, unterstrich die gute Partnerschaft und gab ebenfalls anzeige

seiner Freude über das Interesse Ausdruck. Die begeisterten Kinder allerdings belagerten nicht die Infostände, denn auf dem Hof gab es eine Fülle von Abenteuern, Angeboten, Erlebnissen und Spielen zu entdecken. Reiten auf Ponys, Hüpfburgen, eine BobbyCar-Anlage und natürlich die vielen Tiere auf dem Bauernhof mussten bestaunt, erobert, probiert oder mindestens genau in Augenschein genommen werden.

Ein sympathischer und auf die Kinder ausgerichteter Anlass Ganz grosses Interesse fanden Herr und Frau Clown in der Eventhalle. Der Zauberclown und Ballonkünstler Manu formte aus Ballonschlangen blitzschnell die verschiedensten Tiere und Gestalten. Clownin Minu hingegen pinselte sorgfältig wunderschöne und farbige, jedoch abwaschbare Tattoos auf jede gewünschte Körperstelle. Die lange Warteschlange vor den beiden Künstlern bewies nicht nur die Ungeduld, sondern auch die riesige Beliebtheit ihrer Tätigkeit. So wartete auch geduldig die Juristin Irene Widmer aus Affoltern mit ihren beiden Kindern auf die gewünschte Ballonfigur, während ihr Ehemann in der Eventhalle einen Kaffee genoss. Rechtsanwältin Widmer, Spezialistin für Baurecht, Raumplanung und Denkmalschutz, schätzte den auf die Kinder ausgerichtete Anlass als HEVMitglied sehr. Waren die kleinen Abenteurer von den unzähligen Aktivitäten auf dem Bauernhof ermüdet, durften dann auch die Eltern endlich eine Wurst und Brot, Kuchen und Kaffee geniessen und da und dort fanden aber auch Gespräche mit den kompetenten Vertretern der Zurich Versicherung und des HEV statt.

«Anzeiger»: Philipp Büchner, Sie sind nach nur einer Amtsdauer als Schulpfleger in Affoltern letztes Jahr nicht mehr zu den Wahlen angetreten. Weshalb? Büchner: Nach längerem Überlegen und trotz vieler Überzeugungsversuche habe ich mich entschieden, nicht für eine weitere Legislatur zu kandidieren: Einerseits, da ich im Sommer 2018 mein KommunikationsStudium beendete und ich mich voll meiner aktuellen Tätigkeit in einem Kantonsspital widmen wollte, und andererseits, weil der Wegzug in Richtung Winterthur keine Möglichkeit mehr bot, dieser tollen Tätigkeit nachzugehen. Was hat Sie bewogen, nach Neftenbach, ans andere Ende des Kantons, zu ziehen? Ich arbeite am Kantonsspital Winterthur. Als ich mein Pensum von 60 auf 100 Prozent erhöhen konnte, wollte ich meinen Arbeitsweg deutlich verkürzen. Sie kandidierten im Frühjahr als CVP-Spitzenkandidat im Bezirk Andelfingen für den Kantonsrat, allerdings ohne Aussicht auf einen Sitzgewinn, und im kommenden Herbst für den Nationalrat. Wozu dienen Ihnen diese Kandidaturen? Es ist mir ein Anliegen, den Leuten zu zeigen, dass die CVP – als wahre Volkspartei – eine sinnvolle Politik macht. Leider hat die CVP noch immer ein verstaubtes Image. Dies will ich ändern, indem ich vor allem den Jungen zeigen will: «He, schaut, ein Junger wie Du kandidiert, die CVP ist gar nicht so, wie Du denkst.» Die Üetlibergtagung der CVP von diesem Wochenende war geprägt von der Umweltpolitik. Nationalrat Stefan Müller-Altermatt referierte als Gast unter dem Titel «Der grüne Faden der CVP». Welche Ziele verfolgt die CVP in der Umweltpolitik? Die CVP Schweiz hat ein 18-seitiges Umweltpapier erarbeitet. Dieses hier abzudrucken, würde das Interview wohl sprengen. Es können aber sicher folgende drei Ziele genannt werden: es soll ein griffiges CO2-Gesetz umgesetzt werden, die Energie-

Der ehemalige Affoltemer Schulpfleger Philipp Büchner ist Kommunikationsprofi und engagierter Jungpolitiker der CVP. (Bild zvg.) wende – von Alt-Bundesrätin Doris Leuthard initiiert – muss konsequent umgesetzt werden und Cleantech, die Initiative für eine zukunftsfähige und umweltgerechte Privatwirtschaft, soll weiter ausgebaut werden. Sind dies auch Ihre persönlichen Ziele? Ja und nein, ich bin ja (noch) nicht im nationalen Parlament. Ich fokussiere mich mehr auf regionale Anliegen. So befürworte und begrüsse ich beispielsweise Raumpaten bei Gemeinden, um dem Littering nachhaltig entgegenzuwirken. Oder auch die nachhaltige Gebäudesanierungen von öffentlichen Bauten, wie beispielsweise Öl-Heizungen durch Wärmepumpen in Schulhäusern ersetzen. Letzte Woche debattierte der Nationalrat die Frage eines Gegenvorschlags zu den

Pestizid-Initiativen. CVP und FDP wollen diese zusammen mit der SVP ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung empfehlen, obwohl die Jungparteien auf die Gefährdung des Trinkwassers durch den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft hinweisen. Sie sind von einem ländlichen in einen noch ländlicheren Bezirk gezogen – zu welcher Seite neigen Sie? Das Trinkwasser in der Schweiz ist eine enorm wichtige Ressource, weshalb ich wichtig finde, dass wir auf die Gefährdung durch Pestizide hinzuweisen haben. Konkret: Unterstützen Sie den Bauernverband oder die Jungparteien? Natürlich die Jungparteien, auch wenn das Parlament nun anders entschied. Interview: Bernhard Schneider


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Vermischtes

Sommerferien: Kinderfotos posten oder nicht?

Mit dem E-Bike dem «jungen» Rhein entlang

Die schönsten Kinderfotos entstehen oft in den Ferien und die stolzen Eltern möchten sie am liebsten der ganzen Welt zeigen. Sie teilen sie über Facebook, Instagram und Co., vergessen dabei aber mögliche Risiken für ihre Kinder. Postkarte war gestern: Die Feriengrüsse kommen inzwischen meist in digitaler Form über soziale Netzwerke. Oft übersehen Eltern dabei, dass die Bilder leicht in falsche Hände geraten können. «Einmal im Netz, können sich die Aufnahmen schnell verbreiten. Generell sind Kinderfotos online nur in gesicherten Bereichen zu veröffentlichen, die nicht für alle zugänglich sind», sagt Mediencoach Kristin Langer. Gerade auf das Teilen von Fotos, die Kinder in Bikini oder Badehose, in der Badewanne oder in anderen privaten Situationen zeigen, ist zu verzichten. Kinder haben, wie alle anderen Personen, ein Recht am eigenen Bild, können jedoch nicht selbst über eine Veröffentlichung entscheiden, weil sie die Folgen noch nicht abschätzen können. Das unbedarfte Hochladen oder Teilen von Kinderfotos erhöht das Risiko unerwünschter Kontakte, insbesondere, wenn Wohnort und Name bekannt sind. Auch wenn etwa das Bild im Profil oder Blog später gelöscht wird, können die Aufnahmen weiter kursieren. «Niemand möchte intime Fotos von sich im Netz», so Langer. «Manche Fotos können Kindern, auch wenn sie diese heute toll finden, in einem späteren Alter unangenehm und im schlimmsten Fall sogar Anlass für Mobbing sein.»

Kinder nur undeutlich zeigen oder Zugang beschränken Falls Eltern doch Bilder des Kindes veröffentlichen, sollten Kinder auf Fotos nicht direkt erkennbar sein, sondern sind beispielsweise nur im Anschnitt oder mit Sonnenbrille zu sehen. Als Grundregel gilt: Profilinformationen und Bilder sind am besten immer nur für ausgewählte Kontakte und auf keinen Fall für Suchmaschinen sichtbar. Beim Hochladen von Bildern über das Smartphone darauf achten, dass die Ortsbestimmung deaktiviert ist. Ansonsten können andere Nutzerinnen und Nutzer sehen, wo das Bild aufgenommen wurde. Gerade Eltern können auf ihrem Profil mit gutem Beispiel vorangehen, um ihr Kind zu schützen, und ein Vorbild für den sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten im Netz sein. Auch das Hochladen von Bildern in einen Online-Speicher («Cloud») ist nicht unproblematisch. Schliesslich vertraut man persönliche Daten einem Unternehmen an. Zudem können diese Speicher auch von Unbefugten gehackt werden. Daher gilt, sich genau über die Geschäfts- und Datenschutzbedingungen des Anbieters zu informieren und den Zugang über ein ausgefeiltes Passwort zu schützen. Am sichersten ist es, Bilder oder Videos nur auf der Festplatte zu speichern. (pd.) Weitere Infos unter www.schau-hin.info.

Kinderfotos posten oder nicht – was denken Sie? Süsse Kinderfotos werden von stolzen Eltern und Grosseltern, Göttis und Gottis gerne auf den sozialen Medien geteilt. Die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Was denken Sie? Teilen Sie es uns mit, an redaktion@affolteranzeiger.ch, Betreff «Kinderfotos».

Dienstag, 25. Juni 2019

Bei besten Wetter nahmen am Sonntag, 16. Juni, eine Gruppe von E-Bikerinnen und -bikern sowie eine Velofahrerin an der «Erlebnisse»-Radtour durch die Surselva von Disentis via Ilanz, Versam und Tamins nach Chur teil. Die Tour folgte der nationalen Route Nr. 2. Die Vormittagsetappe war ein stetiges Auf und Ab und führte zu einem grossen Teil über sehr gut befahrbare Naturstrassen. Die 16 Radfahrer waren flott unterwegs, ehe sie in der Region Surrein durch einen kleinen Nagel ausgebremst wurden. Der «Platte» war schnell behoben, der Schlauch gewechselt und die Fahrt konnte fortgesetzt werden. Kurz vor Ilanz führte die Route über den «Polenweg» – beginnend in Ruis. Im Städtchen Ilanz machte die Gruppe einen kurzen Halt. Hans-Ueli Gisler, ein ausgewanderter Zürcher, konnte aus der Geschichte von Ilanz erzählen und viel Wissenswertes erläutern. Im zweiten Teil folgte dann auch die Information zur Entstehung der Rheinschlucht. Pünktlich um 13.30 Uhr traf die Gruppe in Castrisch ein, wo sehr gute Bündner Spezialitäten auf die hungrigen Mäuler warteten. Die Nachmittagsetappe war dann ganz anders als am Vormittag. Die Route führte über schöne geteerte Strassen – zu Beginn mit der Fahrt

Start der Rad-Tour in Disentis. (Bild Severin Erne) durch die eindrückliche Rheinschlucht. Immer wieder hielt die Gruppe an und blickte tief hinab die Schlucht des Vorderrheins. Es folgte dann die rasche Abfahrt nach Bonaduz und der letzte happige Aufstieg nach Tamins. Die Talfahrt nach Felsberg und das Finale nach Chur beschlossen

die fast 70 km lange Radtour. Petrus meinte es gut mit den Säuliämtlern und sie konnten die Radtour bei angenehmer Temperatur und Sonne geniessen. Es gäbe noch viel zu berichten von diesem sehr gelungenen Anlass. Ein abwechslungsreicher und interessanter Sonntag ging viel zu

schnell vorbei und macht Lust auf weitere Erlebnisse. Der nächste Anlass ist wieder eine Rad-Tour bzw. die E-BikeWoche in Slowenien von Mitte August. Otto Steinmann Weitere Fotos unter www.erlebnisse.ch/fotolabum.

Ein orientalisches Märchen Erfolgreiche Pionier-Bikereise nach Jordanien Um Jordanien als Reisedestination war es aus politischen Gründen länger still. Inzwischen ist das Land problemlos wieder bereisbar – auch mit dem Mountainbike, wie die gelungene Pionierreise von Bike Adventure Tours zeigt. Für seine zauberhafte neue Reise «Jordanien – ein orientalisches Märchen» hat Bike Adventure Tours in Affoltern die Highlights des Landes mit den attraktivsten Bikestrecken kombiniert. Das Ergebnis ist ein ausgewogener Mix aus sportlicher Betätigung, Abenteuer, Kultur und landschaftlicher Schönheit. Die Dutzend Gäste der Pionierreise im April waren jedenfalls hell begeistert. Diese faszinierende neuntägige Bikereise führt zu den bedeutendsten kulturellen und landschaftlichen Highlights des Königreichs Jordanien und durch drei faszinierende Klimazonen. Zu den schönsten Bikestrecken gehören das zauberhafte Dana Natur-

Orientalischer Abend im Beduinenzelt

Die neuntägige Bikereise führt durch drei faszinierende Klimazonen. (Bild zvg.) reservat, das legendäre Wadi Rum und die Wüste mit ihrer Erhabenheit und Stille. Selbstverständlich gehören auch ein Besuch der Nabatäer-Stadt Petra, eines der sieben neuen Weltwunder, und ein schwereloses Bad im warmen Toten Meer zum Programm. Die Bike-

route verläuft unter anderem auf der antiken Königsstrasse, die schon zu biblischen Zeiten Syrien mit Ägypten verband. Und immer wieder begegnen die Gäste Spuren der Kulturen von Nabatäern, Römern, Byzantinern, Arabern, Kreuzrittern und Osmanen.

Noch heute schlagen sich Einflüsse verschiedener Kulturen auch in der schmackhaften jordanischen Küche nieder. Abwechslung ist auch bei den Unterkünften angesagt: Mal wird in einem schönen Hotel genächtigt, dann wieder schläft man wie z.B. im Wadi Rum in einem luxuriösen Zeltcamp. Zu den Höhepunkten zählt ganz bestimmt der orientalische Abend im offenen Beduinenzelt unter Sternen in der Wüste. Begleitet wird die Jordanien-Reise von einer Schweizer Reiseleitung sowie von einheimischen Reiseleitern und Beduinen, die alles dafür tun, um dieses orientalische Bike-Märchen wahr werden zu lassen. (pd.) Bericht einer Teilnehmerin der Pionierreise unter www.bike-adventure-tours.ch/reisebericht/ jordanien-ein-orientalisches-maerchen/. Die nächsten Jordanien-Reisen: 11. bis 19. Oktober 2019, 10. bis 18. April 2020, 9. bis 17. Oktober 2020. Bike Adventure Tours AG, Sagistrasse 12, Affoltern. www.bike-adventure-tours.ch.

forum

Harmlose 5G-Strahlung?

Köppel spricht in Bonstetten

Fakten sprechen für 5G, Leserbrief vom 21. Juni.

Wir kennen die Tour de Suisse und die Tour de France. Aber die Tour des Kantons Zürich ist neu. Bonstetten ist am 27. Juni ab 19 Uhr das 48. Etappenziel von Roger Köppel. Nach seinem Entscheid, für einen Ständeratssitz zu kandidieren, hat er sich überlegt, wie er seine Botschaft ans Volk bringt. So kam er auf diese verrückte Idee und besucht alle 162 Gemeinden im Kanton Zürich. So sei er sicher, dass er in den Medien nicht falsch zitiert oder falsch interpretiert werde. Er wird mit der Bevölkerung direkt über die dringendsten Probleme unseres Landes sprechen. Rahmenabkommen, Klima oder Zuwanderung sind Themen, die Roger Köppel dem Publikum mit Beispielen näherbringen möchte. Die SVP Bonstetten orga-

Als Befürworter der 5G-Technologie stützt sich Alain Schwald, Präsident der FDP Bezirk Affoltern, auf «unzählige Studien», welche die Unbedenklichkeit der 5G-Technik belegen sollen. Es gibt aber auch viele naturwissenschaftliche Studien und Fakten, die das Gegenteil beweisen. Ältere Personen mögen sich daran erinnern, dass es einmal einen Kurzwellensender Schwarzenburg (Schweizer Radio International) gegeben hat. In den Richtstrahlbereichen des Senders haben sich Personen über verschiedenste gesundheitliche Beschwerden beklagt, Bauern haben gehäufte Miss- oder Fehlgeburten im Stall registriert,

Forstleute haben abnormal viele verkrüppelt gewachsene Bäume gefunden. Alle diese Leute sind als eingebildete Kranke bezeichnet worden. Elektroingenieur Hansulrich Jakob hat mit Messungen nachgewiesen, dass die elektromagnetische Strahlung je nach Standort 30,5 Volt/m statt der maximal erlaubten 17 V/m beträgt. Dieser Elektrosmog hat den Bewohnern in den Richtstrahlbereichen die Unannehmlichkeiten bereitet. Dass elektromagnetische Strahlungen nicht nur Menschen negativ beeinflussen, sondern auch einen erheblichen schädigenden Einfluss auf Flora und Fauna ausüben, ist bekannt. Es ist keine «faktenlose Angstmacherei», wie Herr Schwald sie bezeichnet. Heinrich Schneebeli, Affoltern a. A.

nisiert diesen Anlass. Der Gemeindesaal wird ab 18.15 Uhr geöffnet. Sandwiches und Getränke werden angeboten. SVP Bonstetten

Zuschriften sind willkommen Ein Leserbrief muss mit Absender, Adresse und Telefonnummer versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. (Red.)


Gewerbe/Dienstleistungen

Rockiges Dorffest

Hobby-Kicker

Am Freitag feiert der MV Hausen sein 125-Jahre-Jubiläum im Musiktag-Festzelt. > Seite 12

Am letzten Juni-Wochenende lädt der FC Affoltern traditionsgemäss zum Grümpi ein. > Seite 13

Dienstag, 25. Juni 2019

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Roller Derby Am Sonntag steigt das erste Schweizer Turnier – mit Ämtler Beteiligung. > Seite 17

Bernadette Galli feiert Jubiläum

10 Jahre Galerie und Atelier «kunst im stall» in Mettmenstetten An der Unteren Bahnhofstrasse 6 in Mettmenstetten betreibt die Künstlerin Bernadette Galli seit 10 Jahren die Galerie «kunst im stall» mit integriertem Atelier.

Das Sextett Corazón Latino begeisterte mit südamerikanischen Rhythmen, die Fernweh weckten. (Bilder Martin Platter)

Gartencenter Guggi in voller Blüte Sommernachtsfest am längsten Tag im Jahr Am Freitag lud das Team des Gartencenters Guggenbühl zum Sommernachtsfest nach Bonstetten. Rund 300 Gäste kamen und erlebten einen Anlass aller Sinne. Das Wetter gab sich zwar noch nicht hochsommerlich. Dafür sorgte die Band Corazón Latino für heisse Stimmung. ................................................... von martin platter «Viva Mexico» war das Motto des diesjährigen Guggi-Sommernachtsfest in der alten Gärtnerei. Im Gegensatz zum Vorjahr, als der Sommer im selben Zeitraum bereits mächtig drückte und sich die Schweiz im WM-Fussballfieber befand, war die Atmosphäre bezüglich Temperaturen angenehmer und die Stimmung nicht mehr von König Fussball dominiert. Ganz ohne Monarchie gings freilich auch diesmal nicht. Die Küngs hatten das Sagen. Guggenbühl-Inhaber und -Geschäftsführer Thuri Küng übte sein Hausrecht aber nicht als Alleinherrscher aus. Wie als Nachhall zum

Guggenbühl-Geschäftsführer Thuri Küng begrüsste die Gäste zusammen mit seiner Tochter Ramona.

Frauenstreik eine Woche zuvor, übergab er bei seiner kurzen Dankesrede gleichberechtigt das Wort auch seiner Tochter Ramona, die im Gartencenter laufend mehr Verantwortung übernimmt. Auch sie ist sich gewahr, dass ein Betrieb dieser Grösse nicht ohne ein gut funktionierendes Team zu managen wäre und bedankte sich entsprechend – auch bei der Kundschaft, die zahlreich erschienen war, um einen feurigen, mexikanischen Abend zu geniessen.

Mit sämtlichen Sinnen geniessen Dieser war denn auch mit sämtlichen Sinnen erlebbar. Kulinarisch verwöhnte das Küchenteam unter der Leitung von Sternekoch Bruno Keist mit mexikanischen Spezialitäten wie Nachos, Burritos und Chili con Carne. Für Gemüt und die Tanzbeine verbreitete die südamerikanische Band Corazón Latino (Latino-Herz) veritable Ferienstimmung. Wenn die beiden Leadsänger des Sextetts, Gloria Velandia und Sebastian Enrique, jeweils ihre leicht melancholischen Stimmen zum Duett anhoben, wähnte man sich in den letzten Karibik-Aufenthalt zurückversetzt. Die passende Duftkulisse lösten die unzähligen Pflanzen aus, die derzeit im Gartencenter in voller Blüte stehen. Das tropisch-regnerische Wetter der Vortage schien die Fauna auch optisch buchstäblich explodieren zu lassen. So erstaunte es nicht, dass der längste Tag von etlichen Besucherinnen und Besuchern weidlich ausgeschöpft wurde. Zuletzt an der Bar bei einem feurigen Tequila. Weitere Infos unter gartencenter-guggi.ch.

SZU: Über 25 Millionen Fahrgäste Am 19. Juni hielt die Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU AG in der Alten Sihlpapierfabrik in Zürich ihre Generalversammlung ab. Verwaltungsratspräsident Harald Huber konnte 130 Aktionärinnen und Aktionäre mit insgesamt 89 282 vertretenen Stimmen begrüssen. Die Anwesenden genehmigten den Jahresbericht, die Jahresrechnung sowie die Verwendung des Bilanzgewinnes in der Höhe von 651 606 Franken ohne Gegenstimme. Im Anschluss wurde Armin Hehli als Direktor dankend verabschiedet.

Im Berichtsjahr waren erneut über 25 Millionen Fahrgäste mit SZU-Verkehrsmitteln unterwegs. Dabei beförderte der Zimmerbergbus erstmals über 10 Millionen Fahrgäste. Für die Zukunft wird weiteres Wachstum prognostiziert. 2030 werden mehr als 20 Millionen Fahrgäste mit der Sihltalbahn S4 und der Uetlibergbahn S10 unterwegs sein. Zur Bewältigung der Passagiermenge sind umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur, in das Rollmaterial und in den Fahrplan notwendig. (pd.)

In ungezwungener Atmosphäre sind in den letzten zehn Jahren von den meist langjährigen Malkursteilnehmerinnen die unterschiedlichsten Werke entstanden. Die fachkundige Betreuung der Künstlerin Bernadette Galli ist ihnen zudem eine grosse Stütze, auf die sie jederzeit zurückgreifen können. Es ist eine Freude, so Galli, mitzuerleben wie sich die Malerinnen über all die Jahre weiter entwickelt haben und jede dabei ihren eigenen Stil gefunden hat. Besucht man unter der Woche die Galerie, trifft man meist Kursteilnehmerinnen an, die vertieft in ihre Arbeiten sind. Dabei lassen sie sich gerne über die Schulter schauen und sind offen für jegliche Kritik. Das beliebte offene Atelier sei für ihre Galerie eine Bereicherung, die sie nicht mehr missen möchte. Nebst den Malkursen öffnet sie ihre Räumlichkeiten auch für Gastkünstler, deren ausgestellte Werke die Malerinnen ab und zu auch inspirieren Neues zu entdecken. Auch bei Bernadette Galli hat sich in den letzten zehn Jahren der Malstil gewandelt. So versucht sie oftmals am Anfang eines Werkes, einen neuen Entstehungsweg einzuschlagen. Die Materialien und Zusätze wie auch die Farben könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Neugier und Freude am Kreativen, treiben Bernadette Galli im-

Künstlerin Bernadette Galli unterstützt ihre Kursteilnehmerinnen seit Jahren in deren künstlerischer Entwicklung. (Bild zvg.) mer wieder an, Neues zu erlernen und zu erschaffen. Ihre Werke sind in der Galerie «kunst im stall» innerhalb der Jubiläums-Ausstellung «Zwischentöne» vom 6. und 7. Juli jeweils zwischen 14 und 19 Uhr zu besichtigen. Speziell dabei ist, dass die Künstlerin den Besucherinnen und Besuchern nicht nur Einblick auf ihre neusten Werke gibt. Sie haben auch die Gelegenheit bestehende Bilder zu günstigen Konditionen aus ihrem Lagerbestand zu kaufen. Nebst all dem besteht die Möglichkeit sich selbst kreativ zu versuchen.

Dazu steht Gästen eine grosse Leinwand sowie Farben und Pinsel zur Verfügung. Einfach in Farben und Formen eintauchen und auf der Leinwand die eigene Spur hinterlassen. Die Künstlerin freut sich auf viele Besucherinnen und Besucher. Natürlich wird auch kulinarisch bestens vorgesorgt. (pd.) Ausstellung «Zwischentöne» in der Galerie «kunst im stall», 6. und 7. Juli, 14 bis 19 Uhr, Untere Bahnhofstrasse 6, Mettmenstetten. Weitere Infos auf www.kunstimstall.ch oder per Telefon 079 754 65 58.

Von der Garagenbox zum ausgewachsenen Montagebetrieb

10 Jahre Cavallaro Montagen in Mettmenstetten Mit einer Jubiläumsfeier hat sich die Cavallaro Montagen AG am vergangenen Mittwoch im Eventlokal «Im Grindel 6» bei Kunden und Partnern, Mitarbeitenden und Freunden bedankt. Als der Herr von der Suva vor zehn Jahren das Lager von Cavallaro Montagen in einer Affoltemer Garagenbox inspizierte, war er erst skeptisch. «Erst als wir mit dem Montagebus vorgefahren sind, hat er sein OK gegeben», erinnert sich Michael Cavallaro und lacht. Seither hat sich einiges getan. Das Unternehmen ist gewachsen, bereits wenige Monate nach der Gründung kamen die ersten Mitarbeitenden dazu, das Montageteam wuchs stetig an und mit dem Bezug der neuen Büroräume Im Grindel in Mettmenstetten hat das Unternehmen Mitte Oktober 2018 einen weiteren Entwicklungsschritt geschafft. «Hast du dir das gut überlegt?», sei er zu Beginn immer wieder gefragt worden, sagt Cavallaro. Schliesslich schien die Wirtschaftslage 2009 nicht gerade rosig. Den Schritt in die Selbstständigkeit brauchte er aber nie zu bereuen. «Aller Anfang ist schwer, sagt

Michael und Sylvia Cavallaro empfingen zum 10-Jahre-Jubiläum ihrer Cavallaro Montagen AG in Mettmenstetten. (Bild Thomas Stöckli) man», so Cavallaro, «für mich galt dies aber nicht, da ich meine Arbeit als Hobby anschaue.» Er plant, er organisiert, am liebsten aber ist er draussen und legt selber Hand an. Auch deshalb entlastet ihn seit Anfang Jahr Johannes Wehrli als Stellvertreter, Projektleiter und Kalkulator. Die Jubiläumsfeier vom vergangenen Mittwoch im Eventlokal «Im Grindel 6» nutzte das Montageunternehmen, um sich bei Kunden und Partnern, Mitarbeitenden und Freunden

zu bedanken. Auf Grossleinwand erhielten diese einen Einblick in Projekte und Firmenanlässe der vergangenen zehn Jahre. Die Kernkompetenzen von Cavallaro Montagen reichen von Glasbau und Verglasungen über Metallbau und Oberlichtern bis zu Unterhalts- und Reparaturarbeiten sowie einem Bauführer-Service. (tst.) Cavallaro Montagen AG, Im Grindel 29, Mettmenstetten, Tel. 044 506 84 80, montagen-cavallaro.ch.


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Veranstaltungen

Dorffest mit freiem Eintritt

«Apple’s Paradise Big Band» bei Kultur am Platz Mit einer Mischung von rhythmusvollen Latin-Nummern und traditionellen Swing-Werken werden die 20 Musikerinnen und Musiker der Big Band am kommenden Sonntagnachmittag das Publikum erfreuen. Die Apple’s Paradise Big Band wurde im Jahr 1984 in Affoltern gegründet. Der kreative Name entstand in Anlehnung an die lange Obstbautradition im Knonauer Amt, zu der unter anderem auch die OVA-Mosterei gehörte. Der Name, ein Relikt aus jener Zeit – die Nostalgie lässt grüssen –, vielleicht sogar eine Hommage an sie.

Dienstag, 25. Juni 2019

Breites Stilrepertoire Unter der bewährten Leitung von Max Helfenstein präsentiert die Big Band am diesjährigen Konzert «A celebration to Latin, Salsa, Jazz und Swing». In klassischer Big-Band-Besetzung, bestehend aus Trompeten, Posaunen, Saxofonen und einer Rhythmus-Gruppe, wird von den Musikerinnen und Musikern ein breites Repertoire in diversen Stilrichtungen dargeboten. Diese Mischung wird das Publikum in Schwung und hoffentlich auch in sommerliches Hochgefühl versetzen! (pd.) Sonntag, 30. Juni, Kasino Vordach, Märtplatz Beginn 17 Uhr, Hutkollekte. Märtkafi offen ab 16.30 Uhr.

Am Freitag feiert der MV Hausen sein 125-Jahre-Jubiläum Lokale Musiker und Sänger prägen den Vorabend der Musiktage Amt und Limmattal in Hausen. Ab 22 Uhr wird es rockig im Festzelt auf dem Schulareal, mit «The Lost Keys», «Wilcox» und «Last Avenue». Der Freitagabend steht ganz im Zeichen des 125-Jahre-Jubiläums und richtet sich an die lokale und regionale Bevölkerung. Er startet mit einem Konzert des jubilierenden Musikvereins Harmonie Hausen, stimmgewaltig unterstützt durch den katholischen Kirchenchor, den Oberämtler Chor, den Jodlerklub am Albis und einen Schülerchor. Ab 22 Uhr übernehmen dann die Oberämtler Rockgrössen. «The Lost Keys» begeistern Jung und Alt mit Songs durch die grossen Jahrzehnte der Pop- und Rockmusik – von den wilden 50er-Jahren bis

«The Lost Keys» um Timo Homberger (links) und Martin Gaisser. (Bild Anja Bernhard) zur Gegenwart. Mit Drive im Sound und Charisma auf der Bühne haben sich «Wilcox» einen Namen gemacht.

«Last Avenue» stehen schliesslich seit über 20 Jahren für Rockmusik – nicht mehr und nicht weniger. (tst.)

Ein sommerliches Konzert Der Musikverein Mettmenstetten freut sich, am Freitag, 5. Juli, zum Sommerabendkonzert auf dem Hof Duperrex im Uttenberg in Knonau einzuladen. Freude und Spass an der Musik: die Apple’s Paradise Big Band. (Bild zvg.)

Zusammen mit der Gastformation Ruedi’s Frauenkapelle werden be-

kannte Melodien gespielt und ein unterhaltsamer Sommerabend ist garantiert. Die Festwirtschaft mit Grill ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Ab 19 Uhr beginnt schliesslich der musikalische Teil. Parkplätze stehen zur Verfügung, ebenso ein Shuttle-Service ab Stamp-

fi Knonau oder Rössliplatz Mettmenstetten. (uw) Freitag, 5. Juli, Hof Duperrex im Uttenberg, Knonau Festwirtschaft ab 18.30 Uhr, musikalische Unterhaltung ab 19 Uhr. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt. Eintritt frei, Kollekte. Detailliertes Programm auf www.mvmettmenstetten.ch.

Concerto piccolo mit Arien aus Idomeneo Rè di Creta Am Freitag, 28. Juni, findet in der reformierten Kirche Obfelden das Concerto piccolo mit Mirco Bergo und Siddique Eggenberger statt. «Idomeneo Rè di Creta», die Tragédie lyrique oder das Dramma per musica von Mozart erzählt die antike Geschichte vom kretischen König Idomeneus, der nach seiner Heimkehr vom trojanischen Krieg gezwungen ist, seinen eigenen Sohn zu opfern. Das Stück behandelt das Verhältnis von Menschen und Göttern. Der Sänger Siddique Eggenberger wird aus diesem dramatischen Werk mehrere Arien singen. Begleitet wird er vom bekannten Pianisten Mirco Bergo. Siddique Eggenberger (Tenor) absolvierte zuerst eine Ausbildung im

Fach Fagott, gab aber die Arbeit als Instrumentalist 1997 auf und begann das Gesangstudium am Konservatorium in Fribourg. Parallel dazu nahm er an Opernkursen des Konservatoriums Zürich teil. Er tritt als Solist in Opern, Oratorien und Messen auf. Mirco Bergo, schweizerischer Konzertpianist mit italienischen Wurzeln, ist in Venedig aufgewachsen. Er studierte auch Komposition, Psychologie und Musiktherapie und wurde international mehrfach ausgezeichnet. Er unterrichtet auch hier im Bezirk an der Musikschule Knonauer Amt. Das Konzert dauert, wie gewohnt, eine halbe Stunde und beginnt um 19 Uhr. Die «Concerti piccoli» stehen unter dem Patronat der reformierten Kirche Obfelden. Musik soll Freude sein. Mit dem Besuch unterstützen Konzertbesuchende diese Idee. Mit dieser weiteren Ausgabe der Konzertreihe glückt der Auftakt ins Wochenende bestimmt. (mvo)

Idomeneo Rè di Creta, Kirche Obfelden, Freitag,

Mirco Bergo (links) und Siddique Eggenberger musizieren am 28. Juni in der Kirche Obfelden. (Bild zvg.)

28. Juni, Beginn 19 Uhr, Dauer bis zirka 19.30 Uhr, Eintritt frei, Kollekte.

Appenzell und Barock in Kappel In einer einzigartigen instrumentalen Besetzung verweben sich am Sonntag, 30. Juni, im Kloster Kappel traditionelle Tänze und Ruggusseli aus der Appenzeller-Volksmusik mit perlenden und beschwingten Werken von Rameau und Bach aus dem Barock. Unter dem Titel «Appenzell & Barock – tänzerisch und besinnlich» spielen Cornelia Dürr (Klarinette), Werner Alder (Hackbrett) und Fabienne Romer (Orgel) traditionelle Volksmusikstücke. Diese werden mit

Werken aus dem Barock zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk verflochten. So werden neben Appenzeller Ruggusseli Stücke von Quantz, Rameau, Scarlatti und Bach zu hören sein. (pd.) Das Konzert der Reihe «Musik und Wort» findet am Sonntag, 30. Juni, um 17.15 Uhr in der Klosterkirche des Klosters Kappel statt. Der Eintritt ist frei (Kollekte). Weitere Informationen sind erhältlich unter Tel. 044 764 88 10, info@klosterkappel.ch oder www.klosterkappel.ch.

Das Jahreskonzert 2019 fand unter der Leitung von Marco Frick statt. (Bild zvg.)

«Open House» im TanzRaum

Offene Tanztür nach dem ersten Semester unter neuer Leitung Achtung, fertig, los: Wir tanzen Euch was! Am Mittwochabend, 3. Juli, um 18.30 Uhr, öffnet sich die Tanztür an der Alten Obfelderstrasse 68 in Affoltern zum Saisonschluss: Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Tanzkurse des neuen Leiters Philipp Egli zeigen kleine, lustvolle Einblicke in ihr tänzerisches Können. Im Februar hat die Gründerin Marina Gantert den TanzRaum an den renommierten Zürcher Tänzer und Choreografen Philipp Egli übergeben. Seither haben sich die Tanzbegeisterten aller Altersstufen nach einer kurzen Einund Umgewöhnungsphase zielstrebig und mit Elan den neuen Herausforderungen von Eglis Tanzstil und Methodik gestellt. Nach einem knappen halben Jahr, geprägt von lustvoller Aktivität, von schwungvollem Tanz und schweisstreibenden Schrittkombinationen, dürfen am 3. Juli alle Altersstufen für ein paar Minuten im Rampenlicht stehen. Öffentlich präsentieren sie eine bunte Mischung aus Kurz-

choreografien und Herangehensweisen an Bewegung zu: Ein idealer Moment für Interessierte und Neugierige, um einen Einblick ins Schaffen im TanzRaum zu erhalten. Neben der tänzerischen Präsentation verspricht Philipp Egli, an diesem Abend auch einen Blick in die Zukunft der Tanz-Saison 2019/2020 und den leicht erweiterten Stundenplan zu machen. Auch zur ersten grossen Produktion des Moira Tanztheaters wird

er ein paar Infos preisgeben. Eines sei hier verraten: Die langjährige, einmalige Tradition bleibt erhalten, dass alle, die im TanzRaum an den Lektionen von Philipp Egli teilnehmen, zusammen mit Profis Teil des grossen Bühnenabenteuers werden dürfen! (pd.) Moira Tanztheater / TanzRraum, Saisonabschluss mit Apéro und anschliessender Grillparty (bei schönem Wetter!): Mittwoch, 3. Juli, 18.30 Uhr, TanzRaum, Alte Obfelderstrasse 68, Affoltern.

Am 3. Juli zeigen die Tänzerinnen und Tänzer, was sie in den Lektionen bei Philipp Egli gelernt haben. (Bild zvg.)


Sport

Europacup-Final knapp verpasst

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FCA-Juniorinnen holen Cup-Sieg Regional Cup Final C-Juniorinnen: FC Affoltern – FC Blue Stars ZH 5:4 n.E. (1:1; 0:0)

Michel Erni verpasste den Final als Zwölfter ganz knapp. (Bild Martin Rahn) Am Wochenende fand in Ostermundigen (SUI) der fünfte Jugend-Europacup der Saison statt. Nach dem Schweizer U18-Meistertitel im Lead-Klettern vor einer Woche waren die Erwartungen an Michel Erni (Affoltern) vom Regionalzentrum Zürich hoch. Er zeigte in der Qualifikation solide Leistungen und für die Finalqualifikation fehlte ihm am Schluss nur gerade ein Rang. So musste er sich mit dem zwölften Rang begnügen. (mrh)

Heimspiel für die Faustballer Die Rückrunde der Erstliga-Faustballer startet am Donnerstag, 27. Juni, ab 19 Uhr im Affoltemer Moos. In der ersten Partie trifft Affoltern 1 auf Affoltern 2. Kann sich die zweite Mannschaft revanchieren und die Niederlage in der Hinrunde vergessen machen? Im zweiten Spiel treffen Affoltern 2 und Oberwinterthur aufeinander und in der dritten Partie spielt Affoltern 1 gegen Oberwinterthur. In der Vorrunde konnten beide Mannschaften aus Affoltern gegen Oberwinterthur punkten. Am Samstag, 29. Juni, geht es dann bereits in Jona weiter mit der 6. Runde. Ab 10 Uhr trifft Affoltern 1 auf Töss 1 und Embrach 1, Affoltern 2 spielt gegen Dägerlen und Schlieren 2. (js) Weitere Infos unter www.swissfaustball.ch.

Vergangenes Wochenende fanden auf dem Sportplatz Stighag in Kloten die Cup-Finals des Fvrz unter dem Motto «Fair sein ist in» statt. Der FCA konnte mit den C-Juniorinnen ein Team an diesen Finals stellen. In einem spannenden Spiel gegen den FC Blue Stars ZH setzten sie sich im Elfmeterschiessen durch und brachten den Cup-Sieg nach Hause. Unter schwülwarmen und bewölkten Konditionen startete das Cup-Finale zwischen dem FCA und dem FC Blue Star. Von Beginn an war zu erkennen, welche Taktiken beide Teams nutzten. So setzte der FCA auf seine schnellen Sturmspitzen und wollte mit langen Bällen diesen Vorteil für sich nutzen. Leider fehlte in einigen Anspielen die nötige Präzision, um grössere Gefahr zu verursachen. Die Torhüterin des FC Blue Stars musste jedoch auch einige Male Grosschancen verhindern. Ähnlich war dies auch auf der anderen Seite. Der FC Blue Stars nutzte seine Kombinationsstärke, um die Verteidigung des FCA unter Druck zu setzen. Zwar konnten durch starke Leistungen im Defensivverhalten viele Chancen verhindert werden, Torhüterin Krasniqi Aurora musste trotzdem ein paar Mal den Ball entschärfen.

Spannung in den letzten Minuten Gesamthaft war ein sehr ausgeglichenes Spiel zu sehen, in welchem beide Teams sich Chancen erarbeiten konnten, während gut verteidigt wurde. Der FC BS kam mit mehr Frische aus der Halbzeitpause und konnte sich nach Wiederanpfiff direkt einige Chancen herausspielen. Doch nachdem sich der FCA wieder sammeln konnte, gelang es ihm auch wieder,

Das siegreiche Team der C-Juniorinnen. (Bild Patrick Hutzler) Chancen zu produzieren. Der FC BS versuchte auch mehrfach aus der zweiten Reihe abzuschliessen, diese Versuche gingen aber nur am Tor vorbei. Um die 60. Minute kam es jedoch zu einem Unglück für den FCA. Nach einem Zweikampf in der Defensive stiessen zwei FCA-Spielerinnen aneinander und Kapitän Vallini Gloria blieb am Boden liegen. Nach einer kurzen Behandlung auf dem Platz musste sie vom Platz getragen werden, wodurch der FCA nun ohne Kapitän auskommen mussten. Der Rest der zweiten Halbzeit verlief dann wie die vorherige Spielzeit mit Chancen auf beiden Seiten. Die Zuschauer mussten sich jedoch bis in die Nachspielzeit gedulden, bis sie den ersten Torerfolg sehen konnten. So konnte eine Spielerin des FC BS in der 83. Minute den Ball von der Seite in die Mitte spielen, wodurch der FCA mit 0:1 in Rückstand ging. Daraufhin zeigten die Spielerinnen jedoch verstärkten Kampfwillen und liessen sich trotz Aus-

wechslungen des FC BS nicht aus dem Tempo bringen und spielten sich nochmals Chancen heraus. In der 85. Minute wurde zuerst der Pfosten getroffen, bevor in der 87. Minute nach einem Eckball Chehade Rania den Ball direkt verwandeln konnte und somit das Spiel ins Elfmeterschiessen brachte.

Die Nerven bewahrt Der FC BS hatte den Vortritt im Elfmeterschiessen und die erste Schützin verwandelte sofort. Saligari Martina trat als erste für den FCA an und versenkte den Ball problemlos. Nachdem Krasniqi Aurora den zweiten Elfmeter halten konnte, hätte Grasser Zoe den FCA in Führung bringen können, wurde jedoch von der starken FC BS-Torhüterin daran gehindert. Beim dritten Durchgang konnten sowohl die FC BSSchützin als auch Ruoss Simona verwandeln. Im vierten Durchgang schoss die FC BS-Schützin am Tor vorbei, Lacina Lavinia traf leider nur den Pfos-

ten. Beim letzten regulären Durchgang konnten dann erneut sowohl die Torhüterin des FC BS als auch Maio Maria den Ball verwandeln, weshalb eine weitere Runde im Elfmeterschiessen anstand. Nachdem die FC BS-Schützin den Ball an die Latte schoss, hatte es Chehade Rania auf dem Fuss, den Sieg zu holen. Die Nervösität von Chehade war klar erkennbar, nachdem sie von ihren Mitspielerinnen motiviert wurde, trat sie jedoch an den Elfmeterpunkt, verwandelte und löste einen Freudentaumel bei allen FCA-Anhängern aus. Anschliessend ging es zur Siegerehrung über, in welcher der FCA den hochverdienten Pokal entgegennahm und den Sieg feierte. Patrick Hutzler Stighag, Kloten, 170 Zuschauer. FCA: Krasniqi, Grasser, Vallini, Rigoni, Lacina, Ruoss, Kesseli. Eger, Chehade, Goncalves, Saligari, Maio, Grond. Trainertrio: Mettler, Grob, Arnold

Schnell gegen schön

8. Pinewood-Derby in Bonstetten Zum achten Mal massen sich die kleinen Flitzer am diesjährigen Pinewood-Derby. Trotz schlechten Wetters haben dieses Jahr 42 Teilnehmende ihre selbstgebauten «Rennautos» gezeigt.

Das Grümpelturnier des FC Affoltern lässt unterhaltsame Spiel erwarten. (Bild zvg.)

Grümpi und Final-Cup des FC Affoltern Am letzten Juni-Wochenende lädt der FCA traditionsgemäss zum Grümpi-Wochenende ein. Dieses Jahr findet das 64. FCA Grümpi vom Freitag, 28. bis Samstag, 29. Juni, auf dem Sportplatz Moos statt. Am Sonntag, 30. Juni, messen sich zudem F/E-Junioren zum Saisonabschluss in der zweiten Ausgabe des Final-Cups. Der FC Affoltern lädt alle Fussballbegeisterten, die FCA-Fussball-«Familie» und die Bevölkerung in der Region zu einem friedlichen, stimmungsvollen und spannenden Fussball-Wochenende in Affoltern ein. Aber was wäre ein Fussballfest ohne Rahmenprogramm! Am Freitagabend während dem Gewerbecup ist mit Live-Musik ab 20 Uhr und der legendären Grümpi-Bar definitiv für Unterhaltung gesorgt. Zudem lässt die Festwirtschaft während des ganzen Wochenendes keine kulinarischen und durstlöschenden Wünsche offen.

Am Samstag ab 14 Uhr findet das Turnier in den Kategorien Fussballer, Nichtfussballer, Mixed und Oldies statt. Parallel dazu wagt sich das Grümpi zum ersten Mal auch auf die virtuelle Bühne. Am Nachmittag wird nämlich ein Fifa-Turnier ausgetragen. Gespielt wird auf einer PlayStation 4 und mit dem aktuellen Fifa 2019. Interessierte können sich auch noch vor Ort anmelden und teilnehmen. Dieses Jahr steht am Sonntag wieder der Final-Cup auf dem Programm. Während diesem F/E-Juniorenturnier messen sich noch einmal rund 30 Mannschaften aus unterschiedlichen Vereinen, bevor es endgültig in die Sommerpause geht. Selbst wenn der Sport klar im Zentrum steht, wird an diesen drei Tagen Raum für Begegnungen und die Möglichkeit, alte und neue Freundschaften zu pflegen, geschaffen. Klar, dass ein solcher Anlass ohne Sponsoren und zahlreichen freiwillige Helfern nicht stattfinden könnte. Der FCA freut sich sehr auf zahlreiches Erscheinen. (NV/RD)

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage lud dieses Jahr zum achten Säuliämtler Pinewood-Derby nach Bonstetten ein. Nicht nur Kinder haben Freude an diesen Flitzern gefunden. Da sind Väter, aber auch Mütter mit ihren Kindern am Basteln eines schnellen und wenn möglich auch schönen Rennautos, wobei sich Schnelligkeit und Schönheit schlecht kombinieren lassen. Gewisse Bastler setzen voll auf die Originalität. Egal welches Auto gebaut wird, Kinder lernen, mit ihren Eltern gemeinsam Projekte umzusetzen und können dabei auch auf ihre Erfahrung und ihr Wissen zurückgreifen. Der eigentliche Renntag wird begleitet von spassigen Spielen wie Fallbrett oder Kindereisenbahn. Wenn man mit seinen Flitzern schnell sein will, geht es darum, das Gewicht von 140 Gramm optimal zu verteilen, die Räder optimal einzusetzen, sodass sie rund laufen und die Schmierung perfekt ist. Geht es darum, als Publikumsliebling zu punkten, sind das Design und die Farbe wohl ein sehr wichtiges Kriterium. Bei der Originalität sind dann gute Ideen gefragt, die in diesem Jahr mit den Plätzen zwei und drei von der gleichen Familie gekommen sind. «Mother Earth», ein fahrendes Kressebeet,

Die siegreichen Flitzer: vordere Reihe: Yarisha Huwiler mit Vater Christoph, Kahri Millerberg, Yael Heer, Jael Setz, hintere Reihe: Jasper Deans, Max Deans in Vertretung seines Vaters Ash Ketchum, Linus Gräub, Tanya Deans, Maurin Lutz, Fadri Lutz. (Bild zvg.) hätte schon letztes Jahr umgesetzt werden sollen, aber wegen der grossen Hitze ist die Kresse verdorrt. Das andere hiess «Heimfahrt», ein leuchtendes Unikum von einem Gefährt, mehr Lichtshow als Flitzer. Bei der Geschwindigkeit hat weiterhin die Familie Millerberg den Dreh raus. Nach den Vorläufen haben die «Millerberg»-Flitzer wiederum die Ränge eins bis drei belegt. Nicht gerade zur Freude seiner Kinder hat der Vater erneut zwei Flitzer aus dem Rennen genommen, um anderen Konkurrenten eine bessere Chance zu geben. Die glücklichen Nachrückenden waren Max Deans mit «Can’t touch this!» und Christian Gräub mit «Kingsmen». Sie haben ihre Chance auch genützt und die Fünfte aus den Vorläufen verdrängt. Der Gesamtsieg der «Millerberg»-Flitzer stand nie in Frage. Sie

haben ein paarmal sogar neuen Streckenrekord aufgestellt. Die Preisverleihung für die drittplazierte kleine Yarisha war dann ohne väterliche Unterstützung (dieser war gerade in ein Gespräch vertieft) ein von Tränen begleiteter Albtraum. Nachdem der Vater gefunden war, konnte auch sie freudestrahlend ihren wohlverdienten Preis entgegennehmen. (pd.) 8. Säuliämtler Pinwood-Derby Resultate: Schnelligkeit: 1. Kahri Millerberg, Bonstetten, mit «Merica», 2. Jael Setz und Yael Heer, Bonstetten, mit «Zik Zak Zik Zak Zik Zak», 3. Yarisha Huwiler, Auw AG, mit «Ladybug». Originalität: 1. Fadri Lutz, Bonstetten, mit «Esox lucius 1», 2. Tanya Deans, Zürich, mit «Mother Earth», 3. Ash Ketchum, Zürich, mit «Heimfahrt». Publikumsliebling: 1. Linus Gräub, Wettswil, mit «Potter 01», 2. Maurin Lutz, Bonstetten, mit «Bugatti divo», 3. Jasper Deans, Zürich, mit «Papierflieger»


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Sport

Dienstag, 25. Juni 2019

Zwillikon erobert Standarte zurück

Jungschützen-Wettschiessen in der Schiessanlage Knonau Am Wettschiessen am 22. Juni in Knonau wurden im EinzelWettkampf die Bezirksmeister in drei Kategorien erkoren. Beim Gruppen-Wettkampf ging es um die Qualifikation für den Kantonalfinal. Im Vereins-Wettkampf wurde um die Wander-Standarte gekämpft.

Die Fahnen des Ottenbacher Chors, der Pontoniere, des Musikvereins, derMännerriege und des Turnervereins wurden feierlich geschwenkt. (Bild: Martin Mullis)

Grosser Bahnhof für die Turner in Ottenbach Traditionsgemäss wurden die Turner bei der Heimkehr vom «Eidgenössischen» begrüsst. Knapp hundert Personen begrüssten in Ottenbach die 40 Turnerinnen und Turner bei der Heimkehr vom Eidgenössischen Turnfest in Aarau. Ihre Vereinsfahnen feierlich schwingend, hiessen auch die anderen Dorfvereine die Turner herzlich willkommen. Selbstverständlich war die Dorfmusik anwesend und trug wesentlich zur feierlichen Stimmung bei. Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger gab ihrer grossen Freude Ausdruck, indem sie explizit erwähnte, dass die alte Tradition die Vereine bei der Heimkehr eines «Eidgenössischen» feierlich zu empfangen, noch immer aufrechterhalten bleibt. Ein anzeige

Turnfest wäre kein Turnfest, wenn nicht auch ordentlich gefestet würde, hielt sie fest und lud Turner und Bevölkerung zu einem Umtrunk in die «Post» ein.

Beachtliche Resultate Die Ottenbacher Turner waren am 76. Eidgenössischen Turnfest in Aarau in einzelnen Disziplinen auch erfolgreich. Die wichtigsten Resultate gaben die Turnerinnen und Turner den Besuchern vor Ort bekannt. In einigen Wettkämpfen erzielten die Ottenbacher Turnerinnen und Turner ganz beachtliche Resultate. Die Ottenbacher Aktiven in der Stärkeklasse 2 erreichten den ausgezeichneten 14. Rang. Die Jugi in der ersten Stärkeklasse platzierte sich auf dem 38. Rang. (mm)

Im letzten Jahr übernahm Hausen die Standarte von Zwillikon, und nun gelang es Zwillikon, die Standarte wieder zurückzuholen. Hausen startete mit den routinierten Schützen und der Absicht, die Standarte zu behalten, in den Wettkampf. Einzelne Schützen erreichten aber nicht ihre gewohnten Resultate. Bei den jüngeren und unbelasteten Schützen von Zwillikon dagegen wurden bessere Resultate geschossen. Das reichte in der Endabrechnung zu einem Sieg von Zwillikon mit zwei Punkten Vorsprung. 1. Zwillikon 85.329 Pt.; 2. Hausen 83.220 Pt.; 3. Bonstetten 82.083 Pt.; 4. DachlissenMettmenstetten 82.050 Pt.

Marius Bachmann durchbricht die Siegesserie der Zwilliker Die Reihenfolge beim Gruppen Wettkampf ist bei den Podestplätzen dieselbe. Mit den erreichten Resultaten, 1. Zwillikon 339 Pt., 2. Hausen 331 Pt., 3. Bonstetten 321 Pt. haben diese Gruppen eine sehr gute Ausgangslage für die Teilnahme am Kantonalfinal. Beim Gruppen-Wettkampf der Kategorie Jugend (10 – 14-jährig) hat vermutlich nur die Siegergruppe von Zwillikon eine Chance für die Final-

Karl Baranski, SG Hausen, überreicht die Standarte an Fabian Arnold, FSG Zwillikon. (Bild zvg.) teilnahme. 1. Zwillikon 222 Pt. 2. Zwillikon 195 Pt. 3. Zwillikon 113 Pt. Mit dem höchsten Resultat bei den Ordonnanz-Gewehr-Schützen von 92 Pt. ist Marius Bachmann, DachlissenMettmenstetten mit drei Punkten Vorsprung Bezirksmeister der Jungschützen (15–20-jährig) vor Alex Foster, Zwillikon (89) und Fabian Vollenweider, Hausen (88). Bei der Kategorie Jugend wurde Lukas Wyss, Zwillikon, mit 86 Pt. Bezirksmeister der Jugendschützen. Zweiter wurde André Lips, Dachlis-

sen-Mettmenstetten (84), Dritter Silas Büchler, Zwillikon (77).

Sehr hohes Niveau bei den Sportgewehr-Schützen Die Schützen in dieser Kategorie schiessen 20 Wettkampfschüsse mit dem Standardgewehr. Mit hervorragenden 193 Pt. (max. 200 Pt.) wurde Simon Gebhardt, Zwillikon, Bezirksmeister der Standardgewehr Schützen, vor Noèl Elsener, Wettswil (189) und Luis Eugster, Wettswil (182). (pd.)


Sport

Dienstag, 25. Juni 2019

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Schneewittchen vor den Ein nächster Sieg Stadtmusikanten und Rotkäppchen für Urs Huber

Reitverein Müliberg – 33. Patrouillenritt

Der Mettmenstetter gewinnt das Bergibike

Am vergangenen Samstag stand einmal mehr das Pferd im Mittelpunkt des Interesses. Zum 33. Mal führte der Reitverein Müliberg wieder den traditionellen Patrouillenritt mit einem grossen Teilnehmerfeld von 70 Patrouillen durch.

Der Mettmenstetter MarathonBiker Urs Huber hat am Sonntag zum zweiten Mal in Folge das Bergibike gewonnen und damit seine Führungsposition in der Bike Marathon Classics weiter ausgebaut.

Bei bewölktem Himmel fanden sich die ersten Reiter um halb 7 Uhr in der Frühe am Start oberhalb von Affoltern ein. Die 140 Reiter und ihre Pferde machten sich ab dem Startplatz «Im Wil» auf, einen rund dreistündigen Ritt durch das herrliche Reitgebiet am Mühleberg zu bestreiten. Die Postenarbeit an den acht Posten war vielseitig, so kam es mal auf die Willigkeit der Pferde, mal auf die Geschicklichkeit oder die Improvisationskünste und Zusammenarbeit der Reiter an. Das Motto des diesjährigen Patrouillenritts war «Märchen» und so konnten sich die Teilnehmer auf spannende und lustige Spiele zu vielfältigen Themen aus der Märchenwelt freuen. Am ersten Posten mussten, wie bei Aschenbrödel, Schuhe wieder zu Paaren zusammengeführt werden, Dann war gutes Teamwork gefragt, denn die Matratzen für das Bett der Prinzessin auf der Erbse sollen durch einen Geschicklichkeitsparcours transportiert werden. Ein Posten stand ganz im Zeichen des «Froschkönigs» und an weiteren Posten war gute Kenntnis verschiedenster Märchen gefragt, sei es, um Gegenstände ihrer Märchenfigur zu Pferd zuzuordnen oder um Märchenzitate zu erkennen.

Action am Posten «Prinzessin auf der Erbse». (Bild zvg.) Den Besuchern der Festwirtschaft wurde nicht nur spannende und lustige Unterhaltung am letzten Posten geboten, wo die «Bremer Stadtmusikanten» von den Reitern wieder vereint wurden. Die Zuschauer konnten sich auch mit einem kühlen Getränk erfrischen oder eine feine Wurst vom Grill geniessen. Das beliebte Postentaxi, ein wunderschöner Oldtimer-Traktor mit Festhütte auf dem Anhänger, kutschierte Sponsoren und Interessierte von Posten zu Posten, damit diese sich vor Ort ein Bild der zu meisternden Aufgaben machen konnten.

Kostüm-Wertung Wie schon in den vergangenen Jahren wurden auch diesmal wieder die schönsten oder ausgefallensten Patrouillen in der Kategorie «Bestes

15 Medaillen gehen ins Säuliämt

Kung Fu ist eine der Randsportarten aller Randsportarten in der Schweiz. Athleten zu finden, welche an diesen nationalen Turnieren bestehen können, ist schwierig und braucht viel Arbeit. Umso grösser ist die Freude, ein Team von über zehn Mitgliedern aus dem Säuliamt zu haben, die mit ihrer soliden Leistung unsere Region hervorragend vertreten können. Das Ergebnis vom Turnier in Thun am vergangenen Sonntag bestätigt mit 15 Medaillen diese Leistungen.

Lisa Kienast, RVM Auszug aus den Ranglisten: Kategorie OKV: 1. Karin Gehrig und Daniela Thomi, Schweizerischer Verein Mazedonischer Pferde 2. Tanja Schneider und Petra Rappold, KV Zug

Chin Woo Affoltern mit starkem Team

Am vergangenen Sonntag, 16. Juni, hat sich das Säuliämtler Wettkampfteam der Chin Woo Kung Fu Schule aus Affoltern in Thun erfolgreich gegen die nationale Konkurrenz durchgesetzt: Drei goldene, fünf silberne und sieben bronzene Medaillen waren das Resultat.

Kostüm» gekürt. Auf den ersten Platz schaffte es Patrouille 28 mit Annja Pfänder und Anja Samer als Schneewittchen und die Sieben Zwerge. Die weiteren Plätze gingen an die Patrouille 16 mit Priska Purtschert und Annina Dilger als Bremer Stadtmusikanten und Patrouille 45 mit Miriam Fischer Wolf als Wolf und Sara Wild als Rotkäppchen.

Urs Huber spielte eine prägende Rolle, als sich in der Hauptsteigung zu La Berra unter seinem Tempodiktat eine Fünfergruppe mit Marc Stutzmann, Emilien Barben, Adrien Chenaux und Michael Stünzi vom Rest absetzen kann. Aber erst die Schlusssteigung über den Chibloux brachte die Entscheidung. An der steilsten Stelle greift Huber erneut an und kommt leicht weg. Doch Stünzi und kurz darauf auch Chenaux können die Lücke zum Führenden nochmals schliessen. Darauf versuchts Huber nochmals in der Abfahrt vom Chibloux, übertreibts mit dem Tempo in einer Kurve, rutscht weg und stürzt. So geht es zu dritt auf die letzten flachen Kilometer vor dem Ziel. Dem letzten Antritt Hubers ist dann aber keiner mehr gewachsen. Nur Chenaux kann zunächst folgen, muss dann aber abreissen lassen. So erreicht der 33-jährige Schweizer Meister das Ziel solo mit sechs Sekunden Vorsprung auf Chenaux, der den überraschend starken Stünzi kurz vor der Ziellinie noch abfangen kann.

Die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer zeigten brillant kombinierte Selbstverteidungs- und Kampftechniken. Diese werden mit blossen Händen, mit langen Waffen wie Speeren und Stöcken sowie kurzen Waffen wie Säbeln und Schwertern ausgeführt. Obwohl die benutzten Waffen Sportwaffen sind und nicht geschliffen werden, sind diese gefährlich. Der Umgang muss gut geschult werden. Für diese Schulung schauen die Trainer Samira Neininger und Schulleiter Willi Vajda in den speziellen Wettkampftrainings. Die Grundlagen müssen zwingend stimmen, bevor der Wettkampf begonnen werden kann. Die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer der Chin Woo Kung Fu Schule werden sich am 29. September in Tuggen das nächste Mal beweisen können und letzte wichtige Punkte sammeln für die Qualifikation zur Schweizer Meisterschaft. (pd.)

3. Sarah Dürmüller und Lea Fischbach, KV Zug Kategorie offen: 1. Miriam Schär und Michelle Wohlgemut 2. Annina Stutz und Carole Herzog 3. Miriam Schläpfer und Monika Schütz Die vollständigen Ranglisten können im Internet unter www.rvmueliberg.ch abgerufen werden.

(Bild Martin Platter)

am Schnürchen. Allerdings brauche ich das Classics-Punktepolster auch, denn ich möchte die WM fahren, kann also nicht am BMC-Schlusslauf in Einsiedeln teilnehmen.» Bei den Frauen fuhr Ilona Chavaillaz einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein. Um mehr als eine halbe Stunde distanzierte die 37-jährige Glânoise ihre teilweise deutlich jüngeren Kontrahentinnen. (map.)

Roller Derby mit Ämtler Beteiligung

Das erste inoffizielle schweizerische Turnier am Sonntag Am 30. Juni veranstaltet der Verein Zürich City Roller Derby das erste inoffizielle schweizerische Roller-DerbyTurnier in der Sportanlage Fronwald in Zürich Affoltern. Fünf Gast-Teams aus der ganzen Schweiz treten an, um ihr Können zu demonstrieren. Ein Vollkontaktsport auf Rollschuhen – das ist Roller Derby. Jeweils zwei Teams treten mit fünf Spielerinnen auf einer flachen, ovalen Bahn (genannt Track) gegeneinander an. Nur eine Skaterin pro Team (genannt Jammer) kann dabei Punkte holen, indem sie die Skaterinnen der gegnerischen Mannschaft überholt. Ein Spiel gliedert sich in zwei Perioden, welche wiederum in Jams à maximal zwei Minuten unterteilt werden. Zwischen den Jams gibt es 30 Sekunden Pause. Auch wenn blaue Flecken zu erwarten sind, ist es keine «Prügelei auf Rollschuhen» – statt roher Gewalt stehen Strategie und Können im Fokus. Nebst den Skaterinnen sind in jedem Spiel auch bis zu sieben Schiedsrichter und zahlreiche Helfer ausserhalb der Bahn im Einsatz.

Pionier-Verein

Das Team der Chin Woo Kung Fu Schule aus Affoltern. (Bild zvg.)

Punkte äufnen für die WM Huber zeigte sich zufrieden über den erneuten Triumph in Bulle und den zweiten Gewinn innerhalb Bike Marathon Classics. Er sagte: «Das läuft wie

Urs Huber gewinnt zum zweiten Mal in Folge das Bergibike in Bulle.

Zürich City Roller Derby wurde vor zehn Jahren gegründet und war der erste Roller-Derby-Verein in der Schweiz. Inzwischen zählt der Verein mehr als 30 aktive Mitglieder, aufgeteilt in zwei Mannschaften sowie die Helferfraktion, die für das Spiel unerlässlich ist. Die Teams trainieren bis zu drei Mal in der Woche. Das harte Training zahlt sich aus: Das A-Team ist in Europa mittlerweile auf Platz 38, während das B-Team auf dem

Vor zwei Jahren hat Tatjana Buser alias «Harley Hot Roll» aus Wettswil die Liebe zum Roller Derby entdeckt. (Bild Zurich City Roller Derby) besten Weg ist, ebenfalls in die Top 100 zu kommen. Auch das Säuliamt ist im Team vertreten. Aus Wettswil spielt B-TeamCaptain und Crossover-Skaterin aus dem A-Team Tatjana Buser alias «Harley Hot Roll». Dieser «RollerDerby-Name» wird übrigens erst nach wohlverdienter Prüfung und Aufnahme in den Verein erworben. Vor zwei Jahren hat sie die Liebe zum Sport entdeckt und steht seither bei jeder Gelegenheit auf dem Track. «Der Sport hilft mir extrem, mein Selbstbewusstsein zu verbessern. Ich muss ständig wieder aus meiner Komfortzone kommen. Der Teamzusammenhalt gibt einem enorm viel. Man gewinnt zusammen, verliert zusammen, kommt zusammen an seine Grenzen – ob körperlich oder mental. Die vielen tollen Freundschaften, die man in dieser Community knüpft, sind unbezahlbar.» Neu dabei ist Tina Pohle Bresnan alias «Pearl Syzygy» aus Aeugstertal.

«Ich habe noch viel zu lernen und an Kraft zu gewinnen», sagt sie. «Roller Derby hat in mir aber einen Ehrgeiz erweckt, von dem ich nicht wusste, dass ich ihn habe. Ob körperliche oder mentale Herausforderung, ich strebe sie mit viel mehr Selbstbewusstsein an. Es ist ein tolles Gefühl, seine eigene Grenzen überwinden zu können!» Türöffnung ist um 10.30 Uhr, das erste Spiel startet um 11 Uhr. Über den Tag verteilt werden vier Spiele gespielt. Die Besucherinnen und Besucher erwartet somit ein Tag voller Action und eine Gelegenheit, den Sport und die Schweizer Mannschaften besser kennenzulernen. (tpb) Roller-Derby-Turnier am Sonntag, 30. Juni, 10.30 bis 17.30 Uhr, Sportanlage Fronwald in Zürich Affoltern. Weitere Infos unter www.rollerderby.ch oder auf Facebook: www.facebook.com/zurichcityrollerderby. Weitere Heimspiele von Zürich City Roller Derby am 28. September sowie 30. November.


Veranstaltungen

Fahrzeuge Kaufe Autos

Einladung zur öffentlichen Präsentation der Projektarbeiten Herzlich willkommen! Rund 100 Schülerinnen und Schüler unserer 3. Sek präsentieren ihre Abschlussarbeiten. Der Elternrat verwöhnt Sie mit Essen und Getränken. Donnerstag, 27. Juni 2019, Schulhaus Ennetgraben, Affoltern am Albis 18.00 Festwirtschaft geöffnet 18.30 Begrüssung – «Marktstände» auf dem oberen Pausenplatz oder in der Turnhalle 20.30 Ende der Veranstaltung Wir freuen uns auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher. Sekundarschule Affoltern a. A. / Aeugst a. A., www.osa.ch

Busse, Lieferwagen, Jeeps, Wohnmobile & LKW. Barzahlung. Telefon 079 777 97 79 (Mo–So)

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