a product message image
{' '} {' '}
Limited time offer
SAVE % on your upgrade

Page 1

Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 049 I 172. Jahrgang I Dienstag, 26. Juni 2018

Bargeld erbeutet

Wissenschaft vermittelt Teamwork in Hausen

Zwei Unbekannte haben den Ämtler Autobahn-Tankstellenshop überfallen. > Seite 3

Hanna Sathiapal war an den Tagen der Sonne zu Gast in der «Kafimüli» in Stallikon. > Seite 4

-

Lesebänke: Das Albisbrunn und der Verschönerungsverein haben die Bibliothek unterstützt. > Seite 5

-

50 Jahre her Serie «Es begann mit ...»: Die Buchhandlung Scheidegger startete in einer Garage. > Seite 7

Eine Woche voller Höhenflüge

Auch jetzt kam Oliver Keller aus dem Schwärmen kaum heraus: «Man muss es kennenlernen, um es gernzuhaben. Aber sobald man es kennt, hat man es gern», war sich der 28-Jährige ganz sicher. Mit «es» war Mettmenstetten gemeint, das Dorf, in dem er den Grossteil seines bisherigen Lebens hat. Oliver Keller ist der Grund, weshalb die Crew von Radio 24 am vergangenen Freitag im «Jumpin» Mettmenstetten war. Die «Abig-Show» mit Maximilian Baumann und Céline Werdelis direkt aus dem Festzelt, der Rutschspass auf der Schanze, das Trampolin-Gumpen und Torwandschiessen und die Live-Übertragung des WM-Spiels der Schweiz: Eigentlich hatten die vielen eingetrudelten Plausch- und Fussballfans dieses ganze Programm ihm zu verdanken. Im Frühling hatte Radio 24 einen Aufruf

Dorforiginale, Olympiasieger und ein Einstein-Biograf

Dunklen Galaxien auf der Spur Die Affoltemer Astrophysikerin Dr. Raffaella Anna Marino forscht an der ETH Zürich nach «dunklen Galaxien». Nun ist der 35-Jährigen ein beachtlicher Forschungserfolg gelungen: Zusammen mit einem internationalen Team von Wissenschaftlern konnte sie mindestens sechs Kandidaten für «dunkle Galaxien» identifizieren. Zum Einsatz kam dabei ein riesiges Teleskop, das sich in 2600 Metern Höhe in der Atacamawüste im Norden Chiles befindet. Dessen Betrieb ist allerdings mit diversen Tücken verbunden. (lhä) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Silber an der Schweizer Meisterschaft Ihre Paradedisziplin ist das Bouldern. Umso höher ist die Leistung von Petra Klingler an der Schweizer Meisterschaft im Leadklettern vom vergangenen Samstag in der Kletterhalle O’Bloc in Ostermundigen einzustufen. Im Final blieb die Bonstetterin auf Augenhöhe mit Anne-Sophie Koller (Biel). Nur wegen ihres besseren Resultates in der Qualifikation wurde diese schliesslich Schweizer Lead-Meisterin. ................................................... > Bericht auf Seite 14

Wer den Adrenalinkick suchte, konnte sich am letzten Freitag im Neoprenanzug die kleine Schanze hinunterstürzen. (Bild Livia Häberling) bei seinen Hörern gemacht. Gesucht waren Ortschaften im Kanton Zürich, die es verdienen, von der Radio-24Crew während einer Woche näher erkundet zu werden. Oliver Keller, der bekennende Mettmenstetten-Fan, wusste sofort: Jetzt galt es für seine Heimatgemeinde in die Tasten zu hauen. Also schickte er Radio-24-

Moderatorin Céline Werdelis ein offenbar sehr ausschweifendes und schwärmerisches Mail. Es nützte. «Ich rief ihn an und teilte ihm mit, dass Radio 24 ins Säuliamt kommt. Als ich ihn fragte, warum er Mettmenstetten nominiert hat, wollte er nicht mehr aufhören zu erzählen.» «Dabei», grinste sie, «wohnt er ja nicht

In einer Woche hatte sie nicht nur das Dorforiginal Hans Huber und Olympiasieger Sonny Schönbächler getroffen, sondern auch die Mitglieder des Slotracing Clubs Mettmenstetten oder Buchautor Hanspeter Isoz, der über den Ferienaufenthalt von Albert Einstein im «Paradiesli» und eine dort entflammte Liebe geschrieben hatte. Auch das «Bahnhöfli» oder eine Bauernhofspielgruppe hatte die Moderatorin besucht und zog nun eine überaus positive Bilanz: «Besonders gutgefallen haben mir die Herzlichkeit und Offenheit, die mir von allen Seiten entgegengebracht wurde. Mettmenstetten ist total engagiert und ein Dorf, das am Puls der Zeit bleiben will. Das hat mich beeindruckt», fand Céline Werdelis und versprach: «Ich komme wieder». Mit diesem Fazit über sein Mettmenstetten war auch Oliver Keller zufrieden.

Keine Amphibiendurchlässe zwischen Maschwanden und Obfelden

Bei Ausdehnung der Strassensperre droht Mehrverkehr in den Dörfern Entgegen dem Wunsch von Maschwanden und Obfelden will der Kanton die Sanierung der Tambrigstrasse nicht mit baulichen Amphibienschutzmassnahmen koordinieren. Die Wirkung von permanenten Durchlässen sei zu gering. 3,26 Mio. Franken hat der Regierungsrat für die Sanierung der Tambrigstrasse zwischen Maschwanden und Obfelden bewilligt. Das kantonale Tiefbauamt will das Projekt im Sommer umsetzen. Aus Sicht der beiden Gemeinden wäre es sinnvoller, diese Arbeiten mit baulichen Amphibienschutzmassnahmen zu verknüpfen. Denn gemäss einem Gutachten will das Amt für Verkehr die Tambrigstrasse nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Sommer sowie im Herbst sperren – phasenweise gar 24 Stunden pro Tag. Obfelden und Maschwanden befürchten deswegen einigen Mehrverkehr und fordern mit sogenannten Durchlässen permanenten Amphibienschutz, der die temporäre Strassensperrung überflüssig macht. Durch ein koordiniertes Vorgehen liessen sich

Das kantonale Tiefbauamt will diesen Sommer mit der Sanierung der Tambrigstrasse zwischen Maschwanden und Obfelden beginnen. (Bild Werner Schneiter) aus Sicht der Gemeinden auch Kosten sparen. Der Kanton hat kein Gehör für dieses Anliegen. Umfangreiche Abklärungen hätten ergeben, dass die Wirkung von baulichen Schutzmassnahmen gering sei, heisst es in der Baudirektion. Deshalb werde man auf

Die Ämtler Landfrauen wurden beim Sommerabend-Spaziergang überrascht. > Seite 7

anzeigen

vom 19. Juni bis zum 23. Juli 2018

mal mehr hier!» Oliver Keller lebt seit wenigen Jahren in Altstetten, dennoch war er natürlich an – seinem – Abend live im «Jumpin» mit dabei und lauschte gespannt, welche Nettigkeiten Céline Werdelis nun über sein Dorf zu erzählen wusste.

................................................... von livia häberling

Schnabelgeissen

SALE: Bis zu – 60 % auf Tausenden von Artikeln

Abschluss von «Tour de 24» im «Jumpin» Mettmenstetten Vom 18. bis 22. Juni war Radio 24 in Mettmenstetten unterwegs. Zum krönenden Abschluss der Woche sendete das Team am vergangenen Freitag live aus dem «Jumpin». Mit vor Ort: Jener Mann, dem dieser Event zu verdanken war.

-

Durchlässe verzichten und die Sanierung der Strasse planmässig durchführen. Immerhin wird eingeräumt, zusammen mit den Gemeinden ein dienliches Strassensperr-Konzept zu erarbeiten. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Während der Sommer-Sales relaxen unsere Preise! Ab jetzt gibt’s Rabatte auf Tausende von Artikeln in Wallisellen und in Schlieren sowie auf Conforama.ch! Bis zum 23. Juli ist eine grosse Auswahl an Produkten aus unserem Sortiment bis zu –60% reduziert. Conforama.ch


Unter dem Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung hat der Einbürgerungsausschuss der Gemeinde Bonstetten an seiner Sitzung vom 19. Juni 2018 die folgenden Ausländerinnen und Ausländer in das Bürgerrecht der Gemeinde Bonstetten aufgenommen: • Memedi Anida, 2000, von Mazedonien • Halir Ignác, 1951, von Tschechische Republik Halir-Lobos Aída de las Mercedes, 1961, von Chile • Weiss Jürgen Andreas, 1971, von Deutschland Weiss Lionne Marliese, 2004 und Josanne Tabea, 2006 und Daniel Georg, 2007 und Thomas Willem, 2011, von Niederlande Bonstetten, 26. Juni 2018 Einbürgerungsausschuss

Wir laden Sie herzlich ein zur Informationsveranstaltung: Präsentation privater Gestaltungsplan «Postareal» am Dienstag, 3. Juli 2018, 20.00 Uhr, in der Mehrzweckhalle Zendenfrei, Obfelden. Die vier Grundeigentümer stellen Ihnen den privaten Gestaltungsplan «Postareal» gemeinsam vor und die verantwortlichen Planer und Architekten stehen Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an der Informationsveranstaltung. Gemeinde Obfelden

Todesfälle Wettswil am Albis Am 21. Juni 2018 ist in Kilchberg ZH gestorben:

Wyder, Bernhard Franz geb. 14. März 1920, Bürger von Riggisberg BE, verwitwet, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, mit Aufenthalt in Kilchberg ZH. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher

Schöne, helle 3½-Zi-Gartenwohnung im Zentrum von Affoltern am Albis Ruhig, viel Grün, schöner Blumen garten, grosser gedeckter Sitzplatz.  Ganze Wohnung Parkett.  Miete Fr. 1780.– inkl. Nebenkosten.   Interessenten melden sich für eine  Besichtigung unter 079 223 63 38  

                

Nachmieter gesucht per Ende Juli oder nach Absprache. Für schöne, helle 4½-Zimmer-Wohnung an der Isenbachstrasse 16 in 8906 Bonstetten. Der Mietzins beträgt Fr. 2110.– inkl. Nebenkosten. Garagenplatz kann zusätzlich gemietet werden. Interessenten melden sich bitte unter der Nummer 079 222 85 53. Besichtigung nach Absprache möglich.

Maurer/Allrounder Ich repariere und unterhalte vieles an Ihrem Haus. Kleine Maurer-, Maler- und Gartenarbeiten. Gartenplatten legen, Holzterrassenbau, Hauswartungen. Parkplätze bauen. Entsorgungen und Reinigungen.

Telefon 076 449 09 24



Einbürgerungen

               

Nachmieter gesucht per 1. September 2018



  

 

Primarschulpflege Affoltern am Albis

Vermietungen

 

Affoltern am Albis, 25. Juni 2018

Verkäufe

 

Gegen diese Beschlüsse kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen.

Liegenschaften   

Die Beschlüsse liegen während der Rekursfrist im 1. Stock bei der Primarschulverwaltung, Breitenstrasse 18, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf.

Auffällig Schwarzes Band mit Fischanhänger und drei Schlüssel. Wenn gefunden, bitte melden Schule Bickwil in Obfelden. Tel. 044 760 13 05



Die Primarschulpflege Affoltern am Albis hat an ihrer Sitzung vom 25. Juni 2018 folgende Reglemente genehmigt und per 1. August 2018 in Kraft gesetzt: – Dispensationsreglement – Schulzahnreglement – Reglement Elternmitwirkung

Ich Schüler vermisse seit April meinen Schlüsselbund.

 

Primarschulgemeinde Affoltern am Albis


Bezirk Affoltern

Dienstag, 26. Juni 2018

Mehrverkehr wegen zusätzlichem Amphibienschutz? Sanierung Tambrigstrasse: Maschwanden und Obfelden wollen koordiniertes Vorgehen Maschwanden und Obfelden befürchten Mehrverkehr, wenn die Tambrigstrasse wegen der Amphibien nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Herbst über Nacht gesperrt würde und im Sommer gar während vier bis acht Wochen rund um die Uhr. Aus Kostengründen ist der Kanton gegen eine permanente Amphibienschutzanlage. ................................................... von werner schneiter Anfang Mai 2018 hat das kantonale Tiefbauamt (TBA) die Sanierung der Tambrigstrasse zwischen Obfelden und Maschwanden angekündigt, die auch als Dorfumfahrung dient. Das Projekt, für das der Regierungsrat 3,26 Mio. Franken bewilligt hat, soll ab 2. Juli auf einem rund 4 km langen Abschnitt realisiert werden. Die Gemeinden wehren sich nicht gegen diese Massnahmen, plädieren aber für einen Aufschub. Grund dafür ist die auf einem Gutachten fussende Absicht des kantonalen Amtes für Verkehr (AFV), den Amphibienschutz zeitlich auszudehnen. Zusätzlich zur Strassensperre im Frühjahr, während 6 bis 10 Wochen von 18.30 bis 5.30 Uhr, soll die Tambrigstrasse auch im Herbst (September bis November) auf diese Weise gesperrt werden und im Sommer (Juni/Juli) für vier bis acht Wochen für den Verkehr tabu sein – und das wäh-

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@azmedien.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Bauliche Massnahmen für Amphibienschutz und Sanierung der Tambrigstrasse (Bild) koordinieren: Mit diesem Anliegen stösst Maschwandens neuer Gemeindepräsident Christian Gabathuler beim Kanton auf taube Ohren. (Bild Werner Schneiter) rend 24 Stunden pro Tag. «Damit sind wir nicht einverstanden. So kann die Umfahrungsstrasse ihre Funktion nicht mehr erfüllen», hielt Maschwandens neugewählter Gemeindepräsident Christian Gabathuler an der gestrigen Gemeindeversammlung fest. Der Gemeinderat gewichte den Amphibienschutz hoch. Nötig sei aber eine Interessenabwägung, bei der auch die Auswirkung dieser zusätzlichen Sperre auf die Menschen berücksichtigt werde, heisst es in einer an das AFV gerichteten Stellungnahme. Denn die Gemeinden befürchten eine Zunahme des durchschnittlichen Tagesverkehrs um bis zu 50 Prozent in Maschwanden und rund 30 Prozent in Obfelden. Für Maschwanden bedeutet das in Zahlen: 500 bis 1000 Fahrzeuge mehr pro Tag auf der Dorfstrasse, für die ja in Zukunft Tempo 30 gilt und die keine Fussgängerstreifen aufweist. Damit würden nach Auffassung der lokalen Behörde die Verkehrssicherheit deutlich und unzumutbar verschlechtert und die Umweltbelastungen erhöht – auch in Obfelden. Ein AFV-Gutachten kommt zwar zum Schluss, dass die Ortsdurchfahrten in beiden Gemeinden via Tambrigstrasse umfahren werden. Seit Eröffnung der Autobahn habe der Verkehr in Maschwanden kontinuierlich zugenommen, sodass nun zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und als Netzwiderstrand auf der Dorfstrasse eine Tempo-30-Massnahme beschlos-

sen worden sei, argumentiert man in der kleinsten Ämtler Gemeinde.

Für eine permanente Schutzanlage Obfelden und Maschwanden finden, dass mit einer permanenten Schutzanlage den Amphibien am effektivsten und nachhaltigsten gedient wäre. «Das ist die vernünftigste Lösung», sagt auch Obfeldens Tiefbauvorstand Christian Kägi. Der Bau von solchen Durchlässen entlang der Tambrigstrasse muss aus Sicht der beiden Gemeinden aber auf jeden Fall mit den nun angekündigten Strassen-Sanierungsmassnahmen koordiniert werden. Amphibienschutz und Strassensanierung seien eng miteinander verknüpft. Gemäss AFV belaufen sich die Kosten für permanente Durchlässe auf 2,2 Mio. Franken. «Wir sehen bei geringfügigen Änderungen der Baupläne oder einer Etappierung erhebliches Sparpotenzial», hält Christian Gabathuler fest. Er erinnert in diesem Zusammenhang an die erst kürzlich realisierten, sehr kostengünstigen Tunnels auf der Reppischtalstrasse beim Türlersee. Ein Aufschub der Strassensanierung zugunsten eines koordinierten Vorgehens zwischen Tiefbauamt und Amt für Verkehr stellt aus Sicht der Gemeinden kein Problem dar. Die Strasse sei hinsichtlich Verkehrssicherheit nicht derart sanierungsbedürftig und weise keinen erheblichen Instandsetzungsbedarf auf.

Zu hohe Kosten für den Kanton Am letzten Freitag nun ist bei den Gemeinden eine von Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh und Baudirektor Markus Kägi unterzeichnete Stellungnahme eingetroffen – mit dem Hinweis, dass der Kanton bezüglich Amphibienschutzmassnahmen umfangreiche Abklärungen getroffen habe. «Diese kommen zum Schluss, dass die Wirkung dieser baulichen Massnahmen sehr gering sein wird. Aus diesem Grund sowie aufgrund der hohen Kosten solcher Massnahmen hat der Kanton entschieden, auf die Erstellung der Durchlässe zu verzichten», sagt Thomas Maag, stellvertretender Kommunikationsleiter in der Baudirektion. Noch nicht abschliessend untersucht sei, wie und in welchem Umfang der Amphibienschutz durch temporäre Sperrungen der Tambrig- und der Wolserstrasse sichergestellt werden könne. Sobald dieses Gutachten vorliege, werde der Kanton in Absprache mit den beiden betroffenen Gemeinden ein für alle Interessen möglichst dienliches Sperrkonzept erarbeiten. Dabei werde auch der Ansatz geprüft, dass während der Sperrung der Tambrigstrasse die Wolserstrasse offen bleiben könne – und umgekehrt, hält Maag fest. Und er macht klar: «Somit steht der diesen Sommer geplanten Sanierung der Tambrigstrasse nichts entgegen.»

Einbahn beim Bahnhof Affoltern

3

Raststätten-Shop überfallen Zwei unbekannte Täter haben in der Nacht auf Freitag, 22. Juni, den Autobahn-Tankstellenshop in Obfelden überfallen und Bargeld erbeutet. Verletzt wurde niemand. Kurz nach Mitternacht betraten zwei unbekannte Männer den Tankstellenshop an der A4 in Obfelden. Beide waren maskiert und ein Täter trug eine Faustfeuerwaffe bei sich. Sie bedrohten die Angestellten und erbeuteten mehrere tausend Franken Bargeld. Anschliessend verliessen die beiden Unbekannten den Shop und flüchteten zu Fuss, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt. Die sofort eingeleitete Fahndung verlief bis jetzt ergebnislos. Beide Täter sind 185 bis 190 cm gross und von kräftiger Statur. Einer trug Bluejeans, einen roten Kapuzenpullover und weisse Turnschuhe, der andere Bluejeans, eine schwarze Jacke und schwarze Schuhe. Wer sachdienliche Angaben zu den gesuchten Personen oder zum beschriebenen Sachverhalt machen kann, wird gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Telefon 044 247 22 11, in Verbindung zu setzen. (pd.)

Motorradkontrolle auf dem Albispass Die Kantonspolizei Zürich hat am Sonntagmorgen, 24. Juni, auf dem Albispass eine verkehrspolizeiliche Kontrolle durchgeführt. Während rund fünf Stunden wurden über 70 Motorräder und deren Lenker überprüft. Zwei Motorradfahrer wurden wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen verzeigt; der Töff des einen muss zur Nachprüfung beim Strassenverkehrsamt, dem zweiten Fahrer wurde wegen abgefahrener Reifen die Weiterfahrt verweigert. Sechs Fahrzeuglenkende erhielten für kleinere Mängel an den Gefährten (Reifen, Kontrollschild, Helm) einen Beanstandungsrapport. Zehn weitere Zweiradfahrer wurden mit einer Ordnungsbusse belegt. Insgesamt kann den Motorradlenkern, über den technischen Zustand der Zweiräder, ein gutes Zeugnis ausgestellt werden. (pd.)

wir gratulieren Zur diamantenen Hochzeit 60 Jahre sind sie bereits ein Ehepaar. Am kommenden Donnerstag, 26. Juni, feiern Alice und Alfred Konrad Dreher-Huber in Affoltern ihr 60-JahreEhejubiläum. Wir wünschen dem Jubelpaar alles Gute und viel Freude.

Abschlussarbeiten am Kreisel beim «Löwen» vom 2. bis 13. Juli Im Herbst 2017 hat das kantonale Tiefbauamt den Kreisel bei der Kreuzung Untere Bahnhofstrasse/Bahnhofplatz/ Obere Bahnhofstrasse mit einer Betonfahrbahn versehen, die Entwässerung erneuert und die Beleuchtung den aktuellen Vorschriften angepasst. Nun stehen die Abschlussarbeiten an. Das umfasst den Einbau des Deckbelags sowie die Fugenverguss- und Randabschlussarbeiten. Wie bereits beim Bau des neuen Kreisels wird der motorisierte Individualverkehr in Fahrtrichtung Bahnhofplatz mit einem Einbahnregime durch den Baustellenbereich geführt. In der Gegenrichtung wird er über die Büel- und die Zürichstrasse umgeleitet. Die Zufahrt bis zum Bahnhof ist gestattet. Die Einmündung der Oberen Bahnhofstrasse in den Kreisel ist gesperrt. Die Zufahrt zum öffentlichen Parkplatz vor der Zürcher Kantonalbank ist via Obere Bahnhofstrasse gewährleistet.

Zum 85. Geburtstag Heute Dienstag, 26. Juni, wird Ruth Amacher-Maurer in Obfelden 85 Jahre jung. Herzliche Gratulation der Jubilarin und weiterhin viel Freude und gute Gesundheit. anzeige

Der Kreisel bei der Oberen Bahnhofstrasse wird fertiggestellt. (Bild tst.) ÖV-Busse können die Einbahnstrasse mit einem Lichtsignal passieren. Aufgrund einer fehlenden Wendemöglichkeit können die Linien 212 und 213 nicht bis zum Bahnhofplatz verkehren. Deshalb wird während der

Bauzeit bei der Socar-Tankstelle an der Obfelderstrasse eine Ersatzhaltestelle eingerichtet. Es gilt, die entsprechenden Fahrgastinformationen an den Haltestellen und in den Bussen zu beachten. (pd.)


Bezirk Affoltern

4

Dienstag, 26. Juni 2018

«Raumschiff» in Stallikon gelandet Interview mit Wissenschaftsvermittlerin Hanna Sathiapal Im Rahmen der Tage der Sonne kam Hanna Sathiapal, Wissenschaftsvermittlerin der Werkstatt für Astronomie Raumschiff in Dübendorf, in die «Kafimüli» in Stallikon. Beide Begegnungszentren sind Experimentierfelder, für Kinder und Erwachsene, ihr Interesse für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint) zu entdecken. Was ist das Raumschiff? Hanna Sathiapal: Das Raumschiff ist ein Ort in Dübendorf für Kinder und Erwachsene, die von der Grösse, der Schönheit und den Geheimnissen des Universums fasziniert sind. Man kann vorbeikommen mit Fragen oder einfach aus Neugierde. Wir zeigen, wie man das Weltall selber erkunden und sogar bei der Forschung mitmachen kann. Oder wir laden Forschende und Interessierte zu einem Science Café ein. Am Samstagnachmittag ist offene Werkstatt, es wird gebastelt und getüftelt. ...............................................................

«Astronomie-Ingenieure arbeiten mit dem genau gleichen Schraubenzieher, den ich zu Hause in meiner Werkzeugkiste habe.» ............................................................... Sie kennen sich im Universum aus. Wie ist es dazu gekommen? Ich komme eigentlich aus den Kulturwissenschaften und der Pädagogik. Lange glaubte ich, die Astronomie und die Raumforschung sei zu abgehoben für mich, zu «high-tech». Bis ich die Gelegenheit hatte, ein Labor zu besuchen, in welchem ein Weltraumteleskop gebaut wurde. Was sah ich da? Die Ingenieurin arbeitete mit dem genau gleichen Schraubenzieher, den ich zu Hause in meiner Werkzeugkiste hatte! Das war ein Schlüsselerlebnis, das mein Interesse weckte. Bis heute bin ich jedoch ebenso stark daran interessiert, wie das Universum erforscht wird und was es für uns bedeutet als wie es schlussendlich im Detail funktioniert. Weshalb ist Astronomie für Kinder und Erwachsene so faszinierend? Das ist eine gute Frage. Bei den Erwachsenen glaube ich, dass die Faszination damit zu tun hat, dass die unvorstellbare Grösse des Universums alles hier unten auf der Erde relativiert, anzeige

Einer der kleinen Tüftler am Werk. (Bilder zvg.)

die ganze Wichtigkeit, die wir oft Kleinigkeiten zumessen. Aber auch uns gross erscheinende Probleme wie zum Beispiel Kriege. Kinder sind manchmal noch mehr fasziniert als die Erwachsenen. Wir haben in den Workshops oft richtige Weltraumfans, die unglaublich viel über das Universum wissen und immer noch weitere Fragen stellen. Ich glaube, dass sich Kinder für ganz grundsätzliche Fragen über die Welt interessieren und nicht sofort nach dem Nutzen und den Kosten von etwas fragen. Ich werde sie selber einmal fragen. Sie sind anlässlich der Tage der Sonne in die Kafimüli gekommen. Aus welchem Grund? Lutz Eichelkraut von der Kafimüli hat uns angefragt, da er wusste, dass unser Spezialgebiet die Sonnenforschung ist. Mein Partner und ich arbeiten hauptberuflich an der Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz in Windisch. An unserem Institut wird zum Beispiel ein Röntgenteleskop gebaut, dass mit der Raumsonde Solar Orbiter der Europäischen Weltraumagentur ESA voraussichtlich 2020 zur Sonne fliegen wird. Damit soll beobachtet werden, wie Sonnenausbrüche entstehen. Was sind Sonnenausbrüche? Die Sonne ist keine gleichmässig glühende Kugel. Zeitweise befinden sich aktive Regionen mit unglaublich starken Magnetfeldern auf ihrer Ober-

Hanna Sathiapal mit den zwei Studenten der FHNW, die anlässlich der Tage der Sonne in der Kafimüli Stallikon ihre neue Software Heliotime vorstellten. fläche. Wenn sich die darin gefangene Energie entlädt, entstehen spektakuläre Explosionen. Millionen Tonnen von Materie werden in den Weltraum geschleudert. ...............................................................

«Irgendwann lüften sich Geheimnisse – und neue Fragen entstehen.» ............................................................... Und weshalb sind sie für uns alle von Bedeutung? Aus einem Sonnenausbruch kann ein Sonnensturm entstehen, mit welchem sich hochenergetisch geladene Teilchen in rasender Geschwindigkeit im Sonnensystem ausbreiten. Falls sich unser Planet gerade in seinem Weg befindet, kann der Sonnensturm Schaden anrichten. Auf der Erde sind wir zwar durch die Atmosphäre und die magnetische Blase um unseren Planeten geschützt. Bei den Polen können die geladenen Teilchen eindringen. So entstehen die wunderschönen Polarlichter. Flugzeuge sollten bei einem Sonnensturm nicht über die Pole fliegen. Unsere Geräte im Weltraum, zum Beispiel die Satelliten, sind jedoch dem Sonnensturm ausgesetzt und können beschädigt werden. Das betrifft uns auch am Boden, weil wir immer mehr von der Satellitentechnologie abhängig sind. Kommunikationssysteme oder GPS können beispiels-

weise ausfallen, was für uns privat nicht so schlimm ist, aber für grosse Firmen schon. Können Sie uns erklären, weshalb Helioviewer, die von der Fachhochschule Nordwestschweiz entwickelte Software, nicht nur für die Wissenschaft interessant ist? Viele Forschungsmissionen machen ihre Daten öffentlich zugänglich. Oft sind das spektakuläre Bilder, die auch für Laien interessant sind. Jede und jeder von uns darf sie benutzen. Aber die meisten Leute wissen nichts davon oder finden es schwierig, in der riesigen Datenmenge etwas Interessantes zu finden. Helioviewer.org ist eine von der Nasa entwickelte Visualisierungssoftware, mit der auch Laien etwas anfangen können. Wir benutzen sie oft im Raumschiff, um den aktuellen Zustand der Sonne zu beobachten, auch mit Kindern. Man kann damit auch sehr einfach wunderschöne Bilder oder sogar Videos von Sonnenausbrüchen machen. Nur, wenn man nicht weiss, wann genau ein Sonnenausbruch stattfand, ist es schwierig, ihn zu finden. Zwei Studierende der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hinrich Kästner und Raffael Roussis, haben nun eine Zeitachse mit einer Schnittstelle zu Helioviewer entwickelt, auf der man sieht, wann etwas passiert ist, durch draufklicken kommt man zum Bild. Ihre Software heisst heliotime.org. Sie ist seit Kurzem online. Wer interessiert ist, kann sie gerne selber ausprobieren.

Wie geht es mit der Erforschung des Universums weiter? Die grossen Bodenteleskope und die Raumsonden haben in den letzten zwei Jahrzehnten riesige Mengen an Daten geliefert, die nicht mehr mit den herkömmlichen Methoden einzeln und akribisch analysiert werden können. Unter dem Sammelbegriff «Data Science» werden gegenwärtig computerbasierte Methoden vorangetrieben, zum Beispiel «Machine Learning», bei welchem Algorithmen entwickelt werden, die wertvolle Informationen aus den grossen Datenmengen ziehen sollen. Dies wird die Art und Weise, wie Forschung bisher betrieben wurde, verändern. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Softwarespezialisten, Wissenschaftlerinnen und Fachleuten anderer Disziplinen wird unabdingbar. Alle müssen verstehen, was der oder die andere macht. So werden wir vielleicht auf Dinge stossen, die wir mit den herkömmlichen Methoden nicht erkennen konnten. Irgendwann werden sich Geheimnisse lüften: Warum wird die Atmosphäre der Sonne mit der Entfernung heisser statt kühler? Was ist dunkle Materie? Wie entstanden die allerersten Galaxien? Und neue Fragen werden entstehen.

Weitere Infos unter www.raumschiff.org, www.Helioviewer.org, heliotime.org oder www.astro-helio.ch.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 26. Juni 2018

5

Auf der Jagd nach «dunklen Galaxien» Der ETH Zürich gelingt mit Säuliämtler Unterstützung ein Forschungserfolg Der Affoltemer Astrophysikerin Dr. Raffaella Anna Marino ist zusammen mit einem internationalen Team ein beachtlicher Forschungserfolg geglückt. Die Wissenschaftler konnten mindestens sechs Kandidaten für «dunkle Galaxien» identifizieren. ................................................... von livia häberling «Oh ja», erklärt Raffaella Anna Marino, «die Forschungsarbeit erfordert enorm viel Geduld.» Manchmal, da sei das Warten eine echte Herausforderung, die sogar ein bisschen frustrierend sein könne. Gerade dann, wenn man Forschung betreibt, die ohne Ergebnis bleibt. In ihrer jüngsten Forschungsarbeit hat sich diese Geduld für die 35-jährige Italienerin besonders ausbezahlt: Ihre Suche nach «dunklen Galaxien» blieb nämlich alles andere als ergebnislos. In den letzten 50 Jahren konnten bedeutende Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie sich Galaxien bilden. Trotzdem blieben wichtige Fragen offen. Beispielsweise ist nicht klar, wie das als «intergalaktisches Medium» bekannte diffuse Gas in Sterne umgewandelt wird. Eines der neueren theoretischen Modelle geht davon aus, dass die Frühphase der Galaxienentstehung eine Epoche miteinschliesst, in der die Galaxien eine grosse Menge an Gas enthalten, aber noch nicht effizient Sterne bilden können. Weil dunkle Galaxien in diesem Stadium noch kein sichtbares Licht abgeben, konnte diese Theorie bis anhin nicht überprüft werden.

Eine Art Taschenlampe als Lösung Nun ist es Raffaella Anna Marino und einem Team aus internationalen Forschern gelungen, diese Galaxien mithilfe fluoreszierender Beleuchtung

Team ein neues Zeitfenster für die Forschungen am Teleskop zugeteilt erhält.

aufzuhellen und so mindestens sechs robuste Kandidaten für solche Galaxien zu identifizieren. Dazu benutzten die Wissenschaftler eine Art Taschenlampe in der Form von Quasaren. Diese senden intensives ultraviolettes Licht aus, das wiederum eine Fluoreszenzemission in Wasserstoffatomen auslöst, die sogenannte Lyman-alphaLinie. Damit wird das Signal von möglichen dunklen Galaxien in der Nähe des Quasars verstärkt, und die Galaxie wird sichtbar. Bereits früher wurde eine solche «fluoreszierende Beleuchtung» bei der Suche nach dunklen Galaxien verwendet, allerdings konnte das Forschungsteam um Raffaella Anna Marino den Himmel mit bisher unerreichter Effizienz und in grösserer Entfernung nach möglichen dunklen Galaxien durchsuchen.

Riesiges Teleskop in der Wüste von Chile Möglich wurden diese Beobachtungen durch das Multi Unit Spectroscopic Explorer (Muse) Instrument am Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile. Das Teleskop ist Teil des Paranal-Observatoriums, welches sich auf über 2600 Metern auf dem Berg Cerro Paranal in der Atacamawüste im Norden Chiles befindet. Marino war zweimal selbst vor Ort, um die Forschungen zu begleiten und die Daten abzuholen. Im Observatorium befinden sich vier Teleskope. Jenes, das Marinos Team für seine Forschungen nutzte, hat einen Spiegel mit einem Durchmesser von acht Metern. Jede Nacht sind nebst den Wissenschaftlern auch Ingenieure und Mechaniker vor Ort. Sie stellen sicher, dass die Forschungen ohne Störungen durchgeführt werden können. Denn: Die Kosten für den Betrieb dieser astronomischen Beobachtungsstation mitten in der Wüste sind enorm. Nach Paranal gibt es keine Versorgungsleitungen. Ob Werkzeug,

Affoltern als Lebensmittelpunkt

Die Affoltemer Forscherin Dr. Raffaella Anna Marino ist an der ETH Zürich «dunklen Galaxien» auf der Spur. (Bild Livia Häberling) Strom oder Verpflegung – alle Güter, die für den Betrieb der Station benötigt werden, müssen entweder zum Observatorium gebracht oder vor Ort erzeugt werden.

Ein Vogel reicht für einen Misserfolg Die ETH-Forscher am Departement Physik sind Teil eines Konsortiums, innerhalb dessen die Beobachtungszeiten an den Teleskopen vergeben werden. Die fünf Parteien wechseln sich mit ihrer Forschungsarbeit in Paranal ab, wobei allen eine gewisse jährliche Zeit am Teleskop zusteht. Die erhobenen Daten werden dann innerhalb des Konsortiums zur Verfügung gestellt. Gerade weil die Arbeit am Teleskop aufwändig und teuer ist, muss jede Minute an den High-Tech-Geräten optimal genutzt werden. Das macht die Atacamawüste als Standort attraktiv. Die Luft über dem Gipfel des Cerro

Paranal ist aussergewöhnlich ruhig und trocken. Ausserdem gibt es kaum Niederschläge und Tiere, und das Klima ist konstant. Raffaella Anna Marino erklärt: «Die Belichtungszeit bei unseren Beobachtungen dauert über Stunden an. Bereits ein Vogel, der unser Beobachtungsfeld durchquert, reicht aus, und die Forschungsergebnisse werden unbrauchbar.» Sobald die Rohdaten der Beobachtungen vorliegen, kann mit der Analyse gestartet werden. Diese kann mehrere Monate dauern. Etwas mehr als zwölf Monate hat Marino gebraucht, um die Daten ihres letzten Forschungsprojekts auszuwerten, zu interpretieren und ihre Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Sind die Rohdaten nicht brauchbar, müssen die Beobachtungen wiederholt werden, was erneutes Warten von Tagen und Monaten bedeutet, bis die Bedingungen am Himmel stimmen und das

Sie schätze sich sehr glücklich darüber, was sie Tag für Tag tun dürfe. «Die Arbeit als Forscherin», schwärmt Marino, «sie nimmt einen grossen Platz in meinem Leben ein, weil es meine Leidenschaft ist.» Dennoch braucht auch sie zwischendurch Zeit, um sich zu erholen. Dann streift sie am liebsten mit ihrem Windhund in Affoltern durch die Wälder. Damals, als sie in die Schweiz zog, war schnell klar, dass Affoltern für sie der passende Wohnort ist. «Mein Mann arbeitet hier, ausserdem habe ich Freunde aus meiner Heimat Apulien, die ebenfalls in Affoltern wohnen», da war es naheliegend, ins Säuliamt zu ziehen. Nach so vielen Jahren in Grossstädten geniesse sie die Ruhe in Affoltern umso mehr. Wobei ... So klein sei die Stadt ja auch wieder nicht, sie wirke nur so, weil sie so schön ländlich sei. Näheres zu den Forschungsergebnissen unter: www.phys.ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/d-phys-news/2018/05/dunkle-galaxien.

Zur Person Raffaella Anna Marino wurde 1983 in Italien, in der Region Apulien, geboren und ist dort aufgewachsen. Nach ihrem Masterabschluss in Physik zog sie nach Spanien und doktorierte an der Universität Madrid auf dem Gebiet der Astronomie. Im Jahr 2015 bewarb sie sich am Departement Physik der ETH Zürich . Seit Anfang 2016 lebt sie in Affoltern und arbeitet als Postdoktorandin in der Gruppe Beobachtende Kosmologie. (lhä)

Leseboxen als Teamwork in Hausen Pfarrerin Eva Eiderbrant Albisbrunn und Verschönerungsverein unterstützen die Bibliothek übernimmt Feierliche Amtseinsetzung in Obfelden

Am kommenden Sonntag, 1. Juli, 9.30 Uhr, lädt die reformierte Kirchenpflege Obfelden zur Amtseinsetzung von Pfarrerin Eva Eiderbrant ein. Diese erfolgt durch Dekan Werner Schneebeli, Pfarrer in Affoltern.

Anstossen auf die neuen Lesebänke in Hausen. Von links: Markus Wetli (Verschönerungsverein), Katrin Tandler (Bibliothek Hausen), Daniel Müller (Albisbrunn), Peter Schweizer (Verschönerungsverein). (Bild Lourdes Kreidler)

Die neuen Lesebänke in Hausen sind ein tolles Gemeinschaftswerk der Bibliothek, der Stiftung Albisbrunn und des Verschönerungsvereins. Die Bibliothek ist zu neuen, wasserdichten Leseboxen gekommen, die jetzt nicht mehr auf, sondern neben

den bestehenden Bänken aufgestellt sind. So bleibt mehr Platz zum Sitzen, Schmökern, Heftli anschauen oder Geschichten erzählen. Die Boxen werden regelmässig durch die Bibliothek kontrolliert und aufgefüllt. Die Boxen stecken in einbetonierten Hülsen und können über den Winter weggeräumt werden. Die Standorte sind wie bisher am Waldrand

oberhalb des Friedhofs und am Kindergartenweg zwischen Hausen und Ebertswil. «Es ist toll und empfehlenswert, in den Dörfern Synergien zu nutzen und einander gegenseitig zu unterstützen», freut man sich in der Bibliothek Hausen «Nur so war es möglich, zu so tollen Bücherboxen zu kommen.» (pd.)

Nach der Pflicht die Kür: Eine Pfarrwahl im Kanton Zürich ist eine komplexe Angelegenheit. Sie benötigt Zeit und Geduld, weil es gesetzlich vorgeschriebene Vorgaben zu erfüllen gilt. Ein erster wichtiger Schritt erfolgte am 28. Januar, als die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung der Empfehlung der von Hans Gebhard geleiteten Pfarrwahlkommission folgte und Eva Eiderbrant, 52-jährig, einstimmig zuhanden der Urnenwahl vorschlug. Auch bei dieser Urnenwahl am 15. April hätte das Resultat zugunsten von Eva Eiderbrant nicht deutlicher ausfallen können – ein eindrücklicher Beweis des Vertrauens in die neue Pfarrerin, die seit August in Obfelden tätig ist und in der Gemeinde als offene und kompetente Persönlichkeit wahrgenommen wird. Sie trägt den im vergangenen Jahr gestarteten gemeindeeigenen Entwicklungsprozess «Mir alli sind Chile» voll mit – mit Begeisterung und neuen wie originellen Ideen.

Eva Eiderbrant, neue Pfarrerin in Obfelden, wird kommenden Sonntag ins Amt eingesetzt. (Archivbild) Die Kür folgt nun am kommenden Sonntag in der reformierten Kirche von Obfelden mit der feierlichen Amtseinsetzung, zu der die Bevölkerung eingeladen ist. Nach dem um 9.30 Uhr beginnenden Festgottesdienst lädt die Kirchenpflege im Pfarrgarten zu Apéro und Mittagesssen ein. Kinder werden während und nach dem Gottesdienst betreut – mit einem Kinderprogramm. (-ter.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 26. Juni 2018

Es begann mit einer Garage Die Buchhandlung Scheidegger feiert das 50-Jahre Jubiläum Martin Grob und Urs Wetli sind sich einig: Ein Generationenwechsel vollzieht sich einmal mehr voller Zuversicht, dass Affoltern auch in Zukunft eine lebendige Buchhandlung haben wird. Langjähriges Erfolgskonzept: Nähe zur Kundschaft und ein vielfältiges Portfolio. ................................................... von regula zellweger Heute umfasst das Buchhandlungsund Verlagsvertreterteam der Scheidegger & Co AG 13 Mitarbeitende, begonnen hat alles mit einem Mann, der in seiner Garage in Hedingen eine Buchhandlung einrichtete: Dr. Arnold Scheidegger. Von der ersten Stunde an, seit 1968, war der Buchhändler Martin Grob mit dabei. Beide ergänzten sich optimal: Arnold Scheidegger brachte Fachwissen im Versandbuchhandel und Verlagsauslieferungsbereich sowie eine immense Vernetzung in der Schweizer Buchwelt und generell im Knonauer Amt mit – und der damals junge Martin Grob Fachkompetenzen im Buchhandel und im wirtschaftlichen Bereich. Seine Frau Ursula, langjährige Leiterin der Regionalbibliothek Affoltern, wirkt seit 1968 bis heute eher «im Hintergrund», aber genauso engagiert, mit. 1974 kam als Dritter im Bund Urs Wetli dazu. Die drei Männer, die über viele Jahre das Unternehmen prägten, setzten auf drei Standbeine. Unter dem Slogan «Dreimal Bücher aus einer Hand» umfasst das Unternehmen die Buchhandlung als Ort der Begegnung und Kultur, die Verlagsvertretung als Mittler zwischen Verlag und Handel und die Verlagsauslieferung AVA als Logistikdienstleisterin für den Handel. Die AVA wurde 1979 mit der Fusion der drei Firmen «Dr. A. Scheidegger», «buch 2000» und «buch und information» gegründet.

Offen neugierig, neutral Heute ist es kaum mehr vorstellbar: Eine Buchhandlung in einer Garage in einem Wohnquartier im Säuliamt schreibt schwarze Zahlen! Möglich

Dr. Arnold Scheidegger eröffnete 1968 eine Buchhandlung in der Garage seines Wohnhauses in Hedingen. machte dies die Unternehmensphilosophie, die auch heute noch gelebt wird. Im Zentrum der Auswahl des Sortiments richten sich die Verantwortlichen nach den Wünschen ihrer Kundschaft. Diese erfahren sie nicht nur über Verkaufszahlen, sondern vor allem aus den vielen persönlichen Gesprächen, für die sich die Mitarbeitenden in der Buchhaltung gern Zeit nehmen. Und vor allem sind alle selbst Leseratten, die Bücher nicht nur empfehlen, sondern sie auch selbst lesen. Zudem informieren Sie sich mittels Rezensionen in den Medien. Martin Grob meint: «Wir sind offen, neugierig und neutral, üben keine Zensur aus.» Er räumt ein: «Es gibt aber Grenzen. Beispielsweise rechtsextreme, rassistische oder sexistische Bücher nehmen wir nicht in unser Sortiment auf.» Das konnte schon mal Probleme geben, beispielsweise als in den 70er-Jahren Bücher zum Thema «Frieden» die Regale füllten, drohte ein Ämtler Unternehmen, nicht mehr bei Scheidegger einzukaufen. Martin Grob suchte das Gespräch und konnte den wichtigen Kunden überzeugen – ohne von seiner Meinung abzurücken. Die Buchhandlung Scheidegger scheut sich nicht, Profil zu zeigen, was ein Teil ihres Erfolges ausmacht.

Ämtler Literatur fördern Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Tatsache, dass Scheidegger immer ein

Auch die AVA expandierte: 2001 kam als vierter Partner die «Baumgartner Bücher AG» dazu. Damit war die AVA Nummer zwei der Buchlogistik-Firmen in der Schweiz. 2014 verkauften Ursula und Martin Grob ihre Aktien an Urs Wetli und traten als Verwaltungsräte zurück. Beide sind auch Martin Grob (links) und Urs Wetli haben die Scheidegger & heute der Buchhandlung eng verCo AG über viele Jahre geprägt. (Bilder zvg.) bunden – legendär Podium bot für Schreibende aus dem sind ihre kulinarischen Angebote bei Knonauer Amt und lokale Werke mit besonderen Lesungen. Der zweite Generationenwechsel umfassender PR unterstützte. Viele Buch-Vernissagen wurden in der Buch- ist bereits vollzogen. Die branchenerfahrene Verlagsvertreterin Angela handlung gefeiert. Die Verbundenheit mit der Region Kindlimann ist Mitaktionärin und bilist Martin Grob und Urs Wetli ein det mit Urs Wetli zusammen die Gegrosses Anliegen. So sind sie beispiels- schäftsleitung. Annette Markwalder weise bei Lesungen in Ämtler Biblio- hat die Leitung der Buchhandlung theken mit einem Büchertisch prä- übernommen und zusammen mit sent. Zwischen den Bibliotheken und dem kompetenten Buchhandlungsder Buchhandlung bestand schon im- team wird auch in Zukunft Bewährtes mer eine gute Beziehung, Bibliotheka- beibehalten und Neues ausprobiert. rinnen schätzen die professionelle Beratung, wenn sie ihre Einkäufe tätigen. Traditionell werden beispielswei- Rückblick auf 50 Jahre Scheidegger se die Neujahrsblätter der GGA in der Martin Grob und Urs Wetli haben eine Buchhandlung angeboten, die GGA Pu- bewegte Zeit in der Verlags- und Buchblikation «Das Knonauer Amt» wurde welt miterlebt. «Schön, dass es euch fast 3000 Mal verkauft. Wanderkarten noch gibt», sprach eine Frau Urs Wetli und Bücher zur Region wie beispiels- auf dem Affoltemer Wochenmarkt an. weise das Buch «Das Knonaueramt – Dies ist wirklich nicht selbstverständdie Stadt Zürich – die Eidgenossen- lich. In den letzten 50 Jahren sind vieschaft» von Bernhard Schneider sind le Buchhandlungen verschwunden attraktiv in der Buchhandlung präsen- und wenige Buchgiganten sind unterdessen auf dem Markt dominant vertiert. treten. Was hat sich verändert, was ist in den 50 Jahren geblieben? Noch imGenerationenwechsel mer ist die Bücherwelt mit rund 90 1993 fand ein erster Generationen- Prozent Frauenanteil eine weibliche wechsel statt. Arnold Scheidegger trat Domäne – ausgenommen Spitzenposiin den Ruhestand und verkaufte seine tionen. Das Medienverhalten hat sich Aktien der Familie Grob und Urs verändert. Als die ersten KinderWetli. Im gleichen Jahr wurde die Tonbänder auf den Markt kamen, lieLadenfläche der Buchhandlung auf fen konservative Pädagogen Amok. 200 Quadratmeter erweitert. Dies bot Und doch werden weiterhin Kinderauch mehr Raum für literarische Ver- bücher gekauft, trotz elektronischer Angebote. anstaltungen.

7

«Es begann mit …» In der Serie «Es begann mit …» werden in regelmässigen Abständen Unternehmen aus dem Knonauer Amt vorgestellt. Den Anfang machte die Sahli AG in Knonau («Anzeiger» vom 30. Januar), es folgten die W.R. Bernhard AG in Wettswil (23. März), Kurt Wohndesign in Obfelden (13. April) und Lido Galli, Mettmenstetten (23. Mai).

Urs Wetli und Martin Grob sind zuversichtlich, was die Zukunft des Buches betrifft, aber sie sind sich auch bewusst, dass Buchhandlungen mit den gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen mitgehen müssen. Buchhandlungen werden auch immer mehr Erlebniswelten – in der Buchhandlung Scheidegger kann man sich beispielsweise für einen Abend einschliessen lassen, wird kulinarisch verwöhnt und hat ein einzigartiges Erlebnis.

Ort der Begegnung und Kultur Das fünfköpfige Verlagsvertreterteam besucht zwei Mal jährlich 400 Buchhandlungen und andere buchvermittelnde Institutionen und präsentiert Bücher aus über 50 Verlagen. Scheidegger & Co AG geht also nach aussen, stark ist das Unternehmen aber auch nach innen. Einerseits bietet Scheidegger attraktive Stellen – auch für Teilzeitarbeitende. Anderseits ist die Buchhandlung Gastgeberin: Viele namhafte Schreibende, Zeichnende, Kochende und Musizierende waren im Lauf der letzten Jahrzehnte in der Buchhandlung Scheidegger zu Gast. Stammgäste sind beispielsweise Rafik Schami, Franz Hohler, Lukas Hartmann und Martin Walker. Die Lesungen des Letzteren waren begleitet von gastronomischen Höchstleistungen von Ursula und Martin Grob. Es gibt aber auch Anlässe explizit für Kinder und eine Lesegruppe. Heute Dienstag, 26. Juni, organisiert die Buchhandlung eine Lesung in der Gärtnerei Blattgrün in Rifferswil. 50 Jahre – und kein bisschen alt, so präsentiert sich die Scheidegger & Co AG. Sie baut auf langjährige Mitarbeitende auf und übergibt den Stab jeweils rechtzeitig einer neuen Generation. Die Buchhandlung wird den Bewohnern des Knonauer Amtes auch in Zukunft erhalten bleiben – wenn sie dies als Kundschaft mitermöglichen.

Ottenbacher Schnabelgeissen überraschten die Landfrauen Frauen aus ländlichem und bäuerlichem Umfeld des Bezirks Affoltern in Ottenbach Zu einem gemütlichen Sommerabend-Spaziergang trafen sich die Landfrauen des Bezirks Affoltern in Ottenbach. Sie lernten dabei das Reuss-Dorf und seine Umgebung näher kennen. Beim Apéro überraschte eine Schar Spräggele die Gäste. ................................................... von martin mullis Der jährliche Abendspaziergang führte die Landfrauen aus dem Säuliamt am letzten Dienstag nach Ottenbach. Auf dem Rundgang durch das Dorf wurden die rund 50 Frauen von einigen Ortsvertreterinnen begleitet. Sie vermittelten der fröhlichen Schar einige interessante Fakten und Begebenheiten über das Reuss-Dorf. Die Ottenbacher Präsidentin Susanne Bachmann hiess anschliessend auf dem Hof von Yvonne und Christian Kohler im Hinterdorf die Gäste herzlich willkommen. Beim üppigen Apéro wurden die gutgelaunten Frauen jedoch mit einem hektischen Geschnatter überrascht. Eine Schar von rund zehn Spräggele stürmten in die herausge-

putzte Scheune und schnatterten um die Festtische der verblüfften Gäste. Der unverhoffte Auftritt an einem sommerlichen Juniabend der Schnabelgeissen darf als grosse Seltenheit bezeichnet werden. Die Spräggele ist ein ausgesprochener Winterbrauch, sie treten ausschliesslich jeweils am zweiten Freitag im Dezember am Spräggelemärt auf. Die überraschten Landfrauen amüsierten sich über das Geschnatter und wilde Treiben der weissen Gespenster mit den Kuhhörnern.

Brauchtum Spräggele, lebendiger denn je Silvia Vogt, Mitglied der Landfrauen Ottenbach, erklärte ihren Kolleginnen aus dem Bezirk Affoltern den alten Brauch, welcher vor vielen Jahren noch in einigen anderen Gemeinden des Säuliamtes ausgeübt wurde. In Ottenbach wird das Brauchtum der Spräggele von den Mitgliedern des Turnvereins und der Pontoniere gepflegt und zeigt sich lebendiger denn je. Das sommerliche Treffen der Landfrauen mit einem Spaziergang durch

Von den Schnabelgeissen umringt. Von rechts: Präsidentin Susanne Bachmann, Gastgeberin Yvonne Kohler und Silvia Vogt. (Bild Martin Mullis) ein Dorf im Bezirk gehört zum vielseitigen Jahresprogramm der Landfrauen des Bezirks Affoltern. Den Mitgliedern der Zürcher Landfrauen Vereinigung (ZLV) ist in erster Linie der Bezug zur Landwirtschaft wichtig, rund ein Drit-

tel sind noch aktive Bäuerinnen. Die Aktivitäten des ZLV haben zum Ziel, die Frauen aus dem ländlichen Raum zusammenzuführen und Interesse sowie Verständnis für die Landwirtschaft zu fördern. Der ländliche Service-Klub

der Landfrauen pflegt neben der Geselligkeit aber auch ein wichtiges soziales Netz. Die ländliche Familienhilfe des ZLV ist eine Selbsthilfe-Organisation, welche in Notsituationen jedes Mitglied in Anspruch nehmen kann.


forum

Gegen Spass und Sport Kunstrasen kontra Naturrasen, Leserbrief vom 19. Juni. «Die Fussballfans fürchteten, die Felle könnten ihnen davonschwimmen.» Nur schon dieser Satz gehört in eine Fasnachtszeitung oder als Studie von Psychologiestudenten, wie man sich Feinde schafft. «Die Fäden sind längst gesponnen, die Behörden halten tüchtig mit.» Auch dieser beleidigende Satz unseren Behörden gegenüber, kann nicht ernstgenommen werden. Dieser Satz beweist das Problem, das der Leserbriefschreiber mit sich selbst hat: unzufrieden mit der ganzen Welt, der Umgebung und natürlich gegen die Jugend eingestellt! Unsere Jungen halten sich, mit Ausnahmen, nicht am Bahnhof auf. Sie warten, bis sie einen Trainingsplatz auf unserem Sportanlage finden! Und dazu brauchen wir eben genügend Infrastruktur. Im Leserbrief wird behauptet, dass an der absolut demokratisch geführten Gemeindeversammlung in Wettswil zu wenig auf Probleme des Kunstrasens hingewiesen wurde. Dieses Problem hat nur der Leserbriefschreiber. Er sucht sich Probleme regelrecht herbei. Zum Beispiel: «Mehrverkehr und zusätzlicher Lärm.» Wissen sie überhaupt wo sich die Sportanlage befindet? In der Industriezone.

«Versiegelung der Rasenfläche»: Erkundigen sie sich doch in Bern, wie das geht. Young Boys ist übrigens Schweizer Meister im Fussball. Ich gehe davon aus, dass ihr Wohnhaus auf Felsen oder Im Wasser steht. Da gibt es vermutlich keine «Versiegelung». «Wie fliesst das Regenwasser ab»? Im Ernst? Und so weiter und so fort. Nehmen Sie doch an der nächsten Gemeindeversammlung all Ihren Mut zusammen, und fragen Sie, was Sie bedrückt! Meine Frau und ich freuen uns jetzt schon, wenn unser 2½-jähriger Enkel Ryan in einigen Jahren das Tenü des FCWB anziehen darf. Und wir werden ihm auch klarmachen, dass im Jahre 2018 ein gewisser Herr aus Wettswil gegen Spass und Sport war. Als typischer Schweizer möchte der Leserbriefautor durch «Experten» unsere Sportanlage auf alles geprüft haben: Umweltschutz, Lichtschutz, Regenwasserschutz, Moorschutz, und natürlich den Fruchtfolgeflächenschutz, den er vergessen hat zu erwähnen! Aber bis da alle Träume erfüllt sind, wird mein kleiner Enkel auch Enkel haben. Und mein kleiner Enkel wird sich als Grossvater, wie ich es bin, ebenso über Pessimisten und Stänkerer ärgern, wie ich! Erich Kündig sen., Bonstetten

Kloster Kappel – mit Mauer! Zur Initiative Ex Muros. Schon sieben Jahre arbeitet der Vorstand des Vereins Kloster Kappel am grossen Projekt zur Revitalisierung und nachhaltiger Werterhaltung der Klosteranlage Kappel. Ich bin als Säuliämtler stolz auf unser einmaliges, historisches Zisterzienserkloster, dessen Gründung auf das Jahr 1185 zurückgeht. Weitsichtige Vorstandsmitglieder aus der Vorgeneration konnten die Anlage aus den Verlustzahlen befreien und den absolut nötigsten Unterhalt aus den Betriebserträgen erwirtschaften. Jetzt steht ein 20 Millionen Projekt an, um die wertvolle Bausubstanz nachhaltig zu erhalten, die Erschliessung zu verbessern und dem Areal den ursprünglichen Klostercharakter zurückzugeben. Warum nun ein Komitee die Ergänzung der bestehenden Umfassungsmauer bekämpfen will, ist mir schleierhaft. Welcher sakrale Bau aus dem Mittelalter hat keine Mauer? Das Kloster Frauental, das Kloster Heiligkreuz in Cham, auch das Schloss Knonau hat eine Mauer. Auch die meisten alten Kirchen im Säuliamt ha-

ben eine Mauer. Stören die jemanden? Soll man diese nun aus ideologischen Gründen alle abbrechen? Die Mauerergänzung schlägt sich im Projekt mit rund 4 Prozent der Gesamtkosten zu Buche und ist fester Bestandteil eines ausgewogenen Gesamtprojektes. Der Vorstand hat bereits unentgeltlich 7 Jahre lang viel Zeit, Herzblut und Geduld in das Verfahren investiert und er ist voll motiviert, das Projekt bis zum Ende durchzuziehen. Dafür danke ich den Vorstandsmitgliedern für ihren grossen Einsatz. Alle Schritte sind mit den Behörden, Denkmalpflege, Landeskirche intensiv abgesprochen und von der Delegiertenversammlung genehmigt. Die Mauerverhinderungs-Initiative verzögert das Projekt oder es könnte gar scheitern. Was dann? Würden dann die Mauer-Gegner in Fronarbeit ein neues Projekt aufgleisen und durchziehen? Oder das Kloster verfallen lassen? Darum Ex Muros – nein danke! Bruno Grob, Delegierter des Vereins Kloster Kappel, Knonau

Wem Gott ein Amt gibt ... Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand. Das stimmt in der Regel zweifellos und ist auch sehr beruhigend für uns Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Doch leider gibt es auch ungute Abweichungen von der schönen Regel. Besonders schlimm ist es, wenn sich diese Unregelmässigkeiten über eine gewisse Zeit aufsummieren und Schaden anrichten können. Am 23. Juni 2010 wählten die Delegierten der reformierten Ämtler Kirchgemeinden im Verein Kappelerhof sieben Vorstandsmitglieder für die neue Amtsdauer 2010 bis 2014. Der Vorstand schlug vor, die bisherigen Amtsinhaber in globo zu wählen. Unter ihnen befand sich ein Jurist, welcher nicht anwesend war. So fiel offenbar keinem der 28 Delegierten auf, dass eigentlich zu viele Stimmrechte ausgeübt, bzw. berücksichtigt wurden: Denn besagter Jurist wurde von seiner neuen reformierten Kirchgemeinde, in welcher er seit einigen Jahren wohnte, gar nicht als Delegierter portiert, was eine unabdingbare Voraussetzung für eine erneute Wahl als Vorstandsmitglied gewesen wäre. Im Protokoll war dann zu lesen, er gehöre zur jener ref. Kirchgemeinde, aus welcher er ein paar Jahre zuvor weggezogen war. Offenbar merkte es

auch zu dieser Zeit keiner der 28 Amtspersonen oder der 14 Stellvertreter, was passiert war. Zwei Jahre später wurden die Statuten des Vereins Kappelerhof geändert und von den 28 Delegierten korrekt zu Handen der 13 ref. Kirchgemeinden und der Zürcher ref. Landeskirche verabschiedet. In der Folge nahm die sogenannte ref. Präsidenten-Konferenz – völlig ohne Legitimation(!) – das Ruder in die Hand und «beschloss», die neuen Statuten in eigener Regie in den 13 Ref. Kirchenpflegen «durchwinken» zu lassen. Was denn auch ausnahmslos geschah: Keine ref. Kirchenpflege wehrte sich gegen dieses unentschuldbare undemokratische Ansinnen. Und keiner der 26 Ämtler Delegierten (und der 13 Ersatzdelegierten) setzte sich für die fast 20 000 Ämtler ref. Stimmberechtigten ein. Die RPKs schwiegen einfach; die meisten wurden wohl gar nicht um ihre Meinung gefragt. Seiher befindet sich der Verein Kappelerhof in einer unguten Schieflage, zu der die ref. Kirchgemeinden nichts mehr zu sagen haben. Hans Rudolf Haegi, Affoltern, Verein «Ja zum Kloster Kappel!»


Vermischtes

Dienstag, 26. Juni 2018

«Traumflug»

«Musig im Dorf»

Die Orchestergesellschaft lud zum Sommerkonzert nach Bonstetten und Affoltern. > Seite 10

Tabea Anderfuhren bringt Country, Folk und Bluegrass nach Bonstetten. > Seite 11

-

9

Public Viewing Fussball-WM in Russland: Das ganze Säuliamt fiebert mit. > Seite 15

Elektrische Mobilität und mobile Elektrik Die AM Kyburz AG lädt zu Präsentationen und Probefahrten nach Wettswil ein Die AM Kyburz AG präsentiert am Nachmittag vom 28. Juni in Wettswil unter anderem das Formula Student Fahrzeug des AMZ Racing Teams. Einen spannenden Nachmittag mit interessanten Vorträgen und verschiedensten elektrischen Fahrzeugen zum Bestaunen, Anfassen und Probefahren – das bieten die AM Kyburz AG und die Kyburz Feinmechanik AG in Wettswil am kommenden Donnerstag, 28. Juni. Ein Highlight ist das letztjährige Formula Student Rekordauto «Pilatus» des AMZ Racing Teams. Studenten der ETH Zürich und der Hochschule Luzern haben für die Saison 2018 erneut ein elektrisches Rennauto entwickelt und dabei auf von der AM Kyburz AG additiv gefertigten Bremssättel gesetzt. Den Besuchern wird aufgezeigt, in welchen Bereichen die additive Fertigung am neuen Auto «Eiger» eingesetzt wurde, mit dem das AMZ Racing Team in diesem Sommer die Formula Student bestreitet. Das Fokusprojekt «Ethec» wird ebenfalls von Studenten der ETH Zürich am selben Nachmittag in Wettswil präsentiert. Hierbei handelt es sich um ein elektrisches Motorrad, welches eine Reichweite von 250 km erreichen soll. Möglich macht es die Rückgewin-

Das letztjährige Formula Student Rekordauto «Pilatus» des AMZ Racing Teams. nung von Bremsenergie. Damit lässt sich auch die Batterie kühlen, was deren Lebensdauer um ein Vielfaches verlängert. Weitere Vorträge zum Thema «elektrische Mobilität und mobile Elektrik» ergänzen die Präsentationen der verschiedenen Elektrofahrzeuge. Zudem können andere elektrisch an-

Schwimmen lernen macht Spass

getriebene Fahrzeuge wie E-Bikes und Segways getestet und ausprobiert werden. (pd./tst.)

Elektrisches Motorrad «Ethec» mit Bremsenergie-Rückgewinnung. (Bilder zvg.) Präsentationen und Vorträge

15.00 Uhr: Vortrag «Technische Zukunft der elektri-

13.15 Uhr: Eintreffen der Gäste, kleine Erfrischung

schen Mobilität», Flurin Vicentini, Entwicklungsleiter,

und Begrüssung.

Kyburz Switzerland AG.

13.30 Uhr: Präsentation «Formula Student» AMZ

15.30 Uhr: Vortrag «Wohin führt uns die elektrische

«Elektrische Mobilität und mobile Elektrik»,

Racing Team, Raphael Huber, Student HSLu.

Mobilität?», George Imboden, Geschäftsführer, Etrix

öffentlicher Anlass am Donnerstag, 28. Juni,

14 Uhr: Präsentation «Ethec» Fokusprojekt ETH

AG.

ab 13 Uhr, AM Kyburz AG, Leimattenstrasse 10,

Zürich, Marco Job, Student ETH Zürich.

Ab 16.15 Uhr: Präsentation und Demonstration der

Wettswil. Anmelden erwünscht: Tel. 044 709 40 44,

14.30 Uhr: Präsentation «E-Longboard» Projektar-

Fahrzeuge «Ethec», «Pilatus», «E-Longboard», «Seg-

www.3dmetalldruck.ch.

beit HSLu, Ronnie Arnold, lernender Konstrukteur.

way», «Kyburz DXP», «E-Bike». Dann Probefahrten.

Ein afrikanischer Jurist kümmert sich um Strassenkinder

Intensiv-Schwimmkurse im Stigeli

Jahresfest der Mission am Nil in Mettmenstetten

Pünktlich zu Beginn der ersten Zürcher Sommerferienwoche starten im Freibad Stigeli die beliebten Schwimmkurse. Schwimmlehrer und Schwimmsportler bringen jungen und auch älteren Personen die Kunst des Schwimmens bei.

Am Sonntag, 1. Juli, feiert die Mission am Nil ihr Jahresfest in Mettmenstetten und Rossau.

Die Kurse der «Schwümschuel Röteli» im Freibad Stigeli sind nicht nur bekannt, sondern auch beliebt. Ab Montag, 9. Juli, finden wieder die Intensiv-Schwimmkurse statt. Unter Anleitung von kundigen Schwimm-

lehrern und Schwimmsportlern wird Kindern ab vier Jahren mit viel Spass die Kunst des Schwimmens beigebracht. Nelly Röthlisberger, die Chefin der «Schwümschuel Röteli», legt Wert darauf, dass das Alter der Schwimmschüler nach oben absolut offen ist. Wer schwimmen lernen will, lernt bei der «Schwümschuel Röteli» garantiert so gut schwimmen wie der Fisch «Zuger Röteli». Die Kinder können neben dem Grundlagenkurs auch verschiedene Ausbildungsstufen vom «Krebsli» über «Seepferd» und «Frosch» bis zum «Pinguin» und «Eisbär» absolvieren. Auch dieses Jahr wird in Affoltern wieder Daniel Abellas, der beliebte Kinderschwimmleiter, zum Team der Schwimmschule gehören. Die fünftägigen Kurse zu je 40 Minuten kosten 120 Franken inklusive Eintritt ins Schwimmbad. (mm) Schwümschuel Röteli GmbH Ottenbach, Telefon

Bei ihnen lernt jeder schwimmen: Nelly Röthlisberger und Jennifer Suter (rechts). (Bild Martin Mullis)

076 366 99 50, www.schwuemschuelroeteli.ch.

Wie kommt ein kongolesischer Jurist dazu, sich um Strassenkinder in Tansania zu kümmern? Jean-Claude Mushale wuchs im Kongo auf und arbeitete dort als Jurist, bis 1996 der Genozid seine Provinz heimsuchte. Er floh ins Nachbarland Tansania, wo er an einer Schule für Flüchtlingskinder unterrichtete. In seiner Freizeit half er im landwirtschaftlichen Ausbildungszentrum der Mission am Nil mit. Die Ausbildungsstätte wurde vor 15 Jahren gegründet, um jungen Menschen aus schwierigen Verhältnissen eine Zukunftsperspektive anzubieten. Seit fünf Jahren leitet Jean-Claude Mushale mit seiner Frau den Betrieb. Rund 20 Auszubildende wohnen in einer Grossfamilie zusammen. Während ein bis zwei Jahren absolvieren sie eine Ausbildung, in der sie lernen, selbst für ihr Leben zu sorgen. Sie erwerben Kenntnisse in organischem Gartenbau, Tierzucht und praktische Fertigkeiten wie Metall- und Holzbearbeitung und Nähen. Täglich nehmen sie sich Zeit, um aus der Bibel zu hören, wie wertvoll sie Gott sind und wie er ihr Leben prägen möchte. Interessierte können den Juristen, dessen Herz für Strassenkinder brennt, am Jahresfest treffen und Interessantes

Jean-Claude Mushale wuchs im Kongo auf und leitet seit fünf Jahren das landwirtschaftliche Ausbildungszentrum der Mission am Nil. (Bild zvg.) über die Projekte in den weiteren fünf Ländern, in denen die Mission am Nil arbeitet, erfahren.

dem Kongo, Äthiopien, Eritrea, Sudan und Ägypten. 17 Uhr: Abschluss mit Imbiss.

Vollgepacktes Programm von 10 bis 17 Uhr

Über die Mission am Nil

10 Uhr: Gottesdienst in der reformierten Kirche Mettmenstetten mit Pfarrer Kurt Witzig (Liturgie) und Pfarrer Alfred Aebersold (Predigt). 11.15 Uhr: Bildberichte und Grussworte aus Tansania und Äthiopien. 12.15 Uhr: Mittagessen im «Güetli», Rossau (Anmeldung erwünscht unter Telefon 043 466 77 77). 14 Uhr: Nachmittagsprogramm im «Güetli»: Andacht und Kurzberichte sowie Grussworte aus

Die Mission am Nil International setzt sich seit 1900 in sechs Ländern entlang des Nils dafür ein, die Lebensbedingungen durch Gesundheits-, Schulungs- und Ernährungsprojekte und Friedensförderung zu verbessern. Sie hat ihre Wurzeln in der reformierten Landeskirche und beschäftigt in Afrika rund 12 europäische und 400 afrikanische Mitarbeitende. In der Geschäftsstelle in Knonau arbeiten vier Mitarbeiterinnen und vier Mitarbeiter. (pd.)


10

Vermischtes

Dienstag, 26. Juni 2018

Ein Viertelfinalspiel zwischen Tschaikowski und Schubert Die Orchestergesellschaft Affoltern spielte ihre Sommerkonzerte unter dem Motto «Traumflug» Mit einem leichten Menuett von Schubert lud die Orchestergesellschaft Affoltern ihre Zuhörer zum «Traumflug» ein. Wie der musikalische Leiter Hugo Bollschweiler bemerkte, sei dieses Konzert ein musikalisches Pendant zur Fussball-WM und darum wie ein Viertelfinalspiel zwischen Schubert und Tschaikowski zu gewichten.

Dem Zuhörer eröffnete sich alles, was diese Komposition zu bieten hatte: Die Flucht der Gedanken in die unbeschwerte Welt der hochtoupierten und weissgepuderten Perücken, aber auch die schwere Lebenswelt mit den innerlich zerrissenen Seelenschmerzen von Tschaikowski, die sich in düsteren und schmerzlichen Melodienfolgen manifestierten. Dem Solisten gelang es wiederum, dem hingerissenen Publikum zu demonstrieren, wie gross auch die Bandbreite an Tönen ist, die sein Instrument zu geben bereit ist, wird es denn von so einem profilierten Musiker bespielt.

................................................... von susanne crimi Mit einem beschwingten Spiel von Streichinstrumenten, Flöten und Hörnern nahm das Konzert mit dem erwähnten Menuett seinen Anfang. Hugo Bollschweiler regte die Zuhörer dazu an, bei den weiteren Konzertstücken sich vorzustellen, auf eine Flugreise zu gehen und erstmal auf einer Insel zu landen, bei der die Gezeiten schon viel an Oberfläche abgetragen hätten und deshalb wohl nur noch die Spitze des höchsten Berges aus dem Wasser ragen würde. Gemeint war damit der Komponist, der das nächste Stück komponiert hat. Er sei mit seinen Werken ziemlich in Vergessenheit geraten, liess Bollschweiler das Publikum wissen, aber sein jetzt gespieltes Stück sei nach wie vor das bekannteste. Mit Waldemar Bargiels (1828–1897) «Adagio für Violoncello und Orchester» trat der für dieses Konzert engagierte Solist Joachim Müller-Crepon mit seinem Cello erstmals auf.

Am Ende die Ruhe und der Spass

Die Orchestergesellschaft Affoltern mit Hugo Bollschweiler, Dirigent und Solist Joachim Müller-Crepon. (Bild Susanne Crimi) Cello – das Instrument der zarten, warmen und sanften Töne Beeindruckend war es, dem virtuosen Solisten zuzuschauen, wie er mit geschlossen Augen förmlich in das Konzertstück hineinglitt und dabei seinem Instrument die zarten, warmen und sanften Töne entlockte. Bargiel war mit Robert Schumann verschwägert und wurde von diesem gefördert. Sein Kompositionsstil war klassizistisch und eher konservativ. Er suchte nicht nach neuen Wegen. Sein Adagio op. 38 für Violoncello und Orchester erfreute sich zu seinen Lebzeiten bereits ausserordentlicher Beliebtheit und beim Zuhören wurde ersichtlich warum. Ein wunderbar entspannendes

Psychiatrie heute

Musikstück, bei dem das Violoncello mit seinem ihm eigenen Klang, das an eine warme Alt- oder Baritonstimme erinnert und dazu auffordert, sich ganz den Klängen hinzugeben. Als nächste Klangdestination war wiederum Franz Schubert mit seinem Entr’acte Nr. 3 und der Ballettmusik Nr. 2 aus Rosamunde angekündigt. Leicht, beschwingt und tänzerisch spielten die Musiker der Orchestergesellschaft Affoltern diese Stücke. In Ermangelung von wirklichen Ballett-Eleven konnte sich der Zuschauer beim Betrachten der synchron sich bewegenden Bogen der Violinen und Bratschen durchaus vorstellen, wie sich diese Stücke als Begleitung von Ballerinen angehört haben könnten.

Mit Peter Tschaikowskis «Variationen über ein Rokkoko-Thema für Vioncello und Orchester in A-Dur op. 33» konnten sich die Zuhörer diesmal auf eine Ebene von eher gemischten Gefühlen in ihrem «Traumflug» geleiten lassen. Der Komponist war dafür bekannt, dass er ein grosser Anhänger von W.A. Mozart war. Ebenso war er aber auch ein Spielball seiner Gefühle, die ihn zwischen absoluten Hochgefühlen bis hin zu abgrundtiefen Abstürzen in seinem Seelenleben in Bann hielten. Das dargebotene Musikstück beinhaltetete all dies in seiner gesamten Bandbreite. Und um dies so virtuos darzubieten, verhalf in seiner sehr beeindruckenden Art der Künstler am Cello, Joachim Müller-Crepon.

Wiesen, Wälder und Rebberge

Einblicke ins Spital Affoltern

Ämtler Wanderer auf den Spuren von Heidi

Der Psychiatriestützpunkt im Spital Affoltern betreibt seit Eröffnung der Akutpsychiatrie im Herbst 2004 eine psychiatrische Tagesklinik. Hervorgegangen ist diese aus einem viele Jahre zuvor begonnenen kunst- und ausdruckstherapeutischen tagesklinischen Angebot am Spital Affoltern.

Eine Ämtler Wandergruppe fuhr mit der Bahn nach Maienfeld und erlebte die weltbekannte Geschichte von Johanna Spyri auf dem Heidi-Erlebnisweg in den Höhen der Bündner Herrschaft.

Seit Februar 2018 ist die Tagesklinik mit fünf Behandlungsplätzen in die stationäre Psychiatrie integriert. Das Angebot beinhaltet eine umfassende Betreuung vom Eintritt bis über den Austritt hinaus. Mit der Idee einer integrierten Versorgung ist das Spital Affoltern auf dem Gesundheitsmarkt nicht alleine. Die familiäre Atmosphäre macht das Angebot am Spital Affoltern aber einmalig: Der Rahmen ist klein und überschaubar. Das Angebot vielseitig und individuell auf die Bedürfnisse der Patienten und Patientinnen abgestimmt. Durch die Integration sind Patienten und Patientinnen der Tagesklinik und der stationären Psychiatrie gemischt und besuchen die gleichen Therapien. Daraus entstehen neue Begegnungen, neue Erfahrungen und auch bereichernde Beziehungen.

Respektvoller Umgang auf Augenhöhe Melanie Brügger ist Stationsleiterin der Psychiatrie und Teil des Behandlungsteams. Ihr sind gemeinsames Lernen und ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe wichtig: «Anhand eines Wochenplans bieten wir individuelle Therapien an, die möglichst nahe am alltäglichen Leben sind. Neben dem

Melanie Brügger, Stationsleitung Psychiatrie am Spital Affoltern. (Bild zvg.)

therapeutischen Angebot steht für uns die Beziehung zu den Patienten im Mittelpunkt. Wir legen Wert auf Kontinuität im Beziehungsprozess und begleiten unsere Patienten über den Austritt hinaus. Respekt, Vertrauen und Verlässlichkeit stehen dabei im Vordergrund.» Melanie Brügger sieht die Psychiatrie als flexible Anlaufstelle, um für Menschen und deren Angehörige in schwierigen Lebensphasen da zu sein. Sie ergänzt: «Ob stationär oder teilstationär begleiten wir Menschen in ihrem individuellen Prozess zur Genesung und hoffen mit unserem Angebot einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität zu leisten. Das liegt uns als Behandlungsteam am Herzen.» Eine Anmeldung kann durch Patienten selbst, durch Angehörige oder behandelnde Fachpersonen wie Ärzte, Psychotherapeuten, Spitexpflegende, Sozialdienste und Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden erfolgen. (rob) Vertraulich anmelden: Tel. 044 714 34 55 oder an kontakt@spitalaffoltern.ch.

Zum Schluss des Konzertes durften sich das Publikum mit dem Notturno und dem Tanz von Rüpeln aus dem Sommernachtstraum von Felix Mendelssohn-Bartholdy nochmals entspannt zurücklehnen und sich wieder in eine ruhigere Form eines «Traumfluges» begeben. Auch hier war, wie schon beim Einstiegstück dieses Konzertes, ein wunderbarer Dialog zwischen dem Orchester und den Hörnern auszumachen. Der Tanz der Rüpel aus dem Sommernachtstraum setzte den beschwingten und leichten Schlusspunkt unter die Aufführung, die das Publikum durch die Orchestergesellschaft Affoltern erleben durfte. Beim Heimweg schallten die Geräusche aus den diversen PublicViewing-Arenas entgegen, nur ein rosaroter Sonnenuntergang erinnerte nochmals an das eben erlebte Traumflug-Konzert.

Bei herrlichem Wetter führte der Weg vom Bahnhof Maienfeld zum Heididorf in Ober-Rofels, wo es das Heidihaus, das Johanna Spyri Museum und die neue Alphütte zu besichtigen gab. Nach einem kurzen Halt folgte man dem Heidi-Erlebnisweg durch den

schattigen Wald. Bei einer der zahlreichen Feuerstellen machte die Gruppe auf der halben Strecke eine Mittagspause und verpflegte sich aus dem Rucksack. Wer eine Wurst mitgenommen hatte, konnte sie auf dem Grill bräteln. Von diesem Rastplatz aus erreichte man bald die Heidialp auf dem Ochsenberg, wo es einen eindrücklichen Rundblick über die Weinberge der Bündner Herrschaft und das Rheintal zu geniessen gab. Bei der Heidihütte ging es einen letzten kurzen Anstieg über einen Wiesenpfad. Bei Vadella folgte der Abstieg auf einer Naturstras-

Die Ämtler Wandergruppe im Heididorf von Ober-Rofels. (Bild zvg.)

se im Schatten der Bäume durch ein anmutendes Tal nach Piols hinunter und der Teilerrüfi entlang bis Jenins – die Perle der Bündner Herrschaft. Nun liessen die Wandernden das liebliche Dorf hinter sich und durchquerten einen grossen Rebberg. Auf diesem Wegabschnitt konnte man nochmals den Blick über das Rheintal und die Berge schweifen lassen, bevor es zurück nach Maienfeld und mit der Bahn wieder nach Hause ging. Dölf Gabriel, Wanderleiter Weitere Infos: www.miteinanderwandern.ch.


Vermischtes

Dienstag, 26. Juni 2018

Country, Folk & Bluegrass auf dem Dorfplatz «Musig im Dorf» in Bonstetten mit Tabea Anderfuhren und Band «Musig im Dorf» lädt die Dorfbevölkerung und alle Interessierten am Samstag, 30. Juni, zum ersten von zwei Sommerkonzerten ein. Auch in diesem Sommer wird der Bonstetter Dorfplatz zum Treffpunkt von Jung und Alt, von Musikbegeisterten und allen, die sich gerne kulinarisch verführen lassen möchten. Tabea Anderfuhren, Aaron Till und Ruben Minuto begeistern mit Songs aus dem Süden und Westen der USA. Die Schweizer Sängerin Tabea Anderfuhren zieht das Publikum mit ihrer überzeugenden Bühnenpräsenz, der klaren, natürlichen Stimme und einer exzellenten Auswahl von Bluegrass, Country, Folk, Swing und Irish in ihren Bann. Dabei begleitet sich die ehemalige Teilnehmerin bei «The Voice of Switzerland» (2013) auf der Gitarre. Ihr zur Seite stehen die zwei Vollblutmusiker Aaron Till (USA/CH) und Ruben Minuto (I). Aaron Till hat seine Karriere als Musiker an der Seite grosser Countrystars und als gefragter Studiomusiker in Nashville (TN) hinter sich gelassen, um an Tabeas Seite die Kinder grosszuziehen. Nach wie vor tourt er als Musiker durch ganz Europa. Ruben

Die ehemalige «The Voice of Switzerland»-Kandidatin Tabea Anderfuhren. (Bild zvg.)

Minuto ist ein grossartiger Gitarrist, der mit seinem linkshändigen Gitarrenspiel Stilrichtungen von Country bis Blues, von Pop bis Funk, von Rock bis Bluegrass abdeckt. Auf der Bühne spielt er auch gerne mit seinem italienischen Charme. Der Sound dieses Trios kommt direkt aus der Seele. Die Musiker sind ein perfekt aufeinander eingespieltes Team. Die Wärme der Lieder, die Freude am Spielen und der enge Kontakt zum Publikum machen jedes Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis – für beide Seiten. Ab 18 Uhr gibt es Apéro auf dem

Dorfplatz (bei schlechtem Wetter im Gemeindesaal). Um 19 Uhr beginnt das Konzert, ausserdem werden feine, selbstgekochte Speisen serviert. An der Bar gibt es professionelle Drinks. (ksch) Samstag, 30. Juni, ab 18 Uhr, Dorfplatz Bonstetten. Eintritt frei, Kollekte. Weitere Informationen auf www.musigimdorf.ch. Vorankündigung: Der zweite Anlass von «Musig im Dorf» findet am Samstag, 11. August, statt mit dem Mitmachzirkus Bellissimo und anschliessendem Liederabend der Tanzkapelle Ueli Mooser.

ratgeber steuern

Hans Ulrich Meuter, lic. iur. und dipl. Steuerexperte

Energiesparen wie Werterhaltung Steuerrekursgericht Zürich. Sachverhalt: A und B sind Eigentümer eines Einfamilienhauses in D. In der Steuererklärung deklarierten sie effektive Liegenschaftenunterhaltskosten von insgesamt 18 486 Franken. Von diesen entfiel ein Betrag von 12 201 Franken auf die Installation einer Komfortlüftung. Entscheid: Unter Unterhaltskosten sind Aufwendungen zu verstehen, deren Ziel nicht die Schaffung neuer, sondern die Erhaltung bisheriger Werte ist und die in längeren oder kürzeren Zeitabständen wiederkehren (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz). Dem Energiesparen und dem Umweltschutz dienende Massnahmen sind den Liegenschaftenunterhaltskosten grundsätzlich gleichgestellt. Auch der Einbau einer Komfortlüftung in ein älteres Einfamilienhaus, womit die benötigte Heizenergie um mindestens 10 % vermindert wird, stellt eine solche abzugsfähige Energiesparmassnahme dar. anzeige

11

Kleine Handchirurgie

Öffentlicher Vortrag im Spital Affoltern Wie oft wir Hände und Finger nutzen, wird uns schmerzlich bewusst, wenn dieses plötzlich nicht mehr klappt. Denn schon kleine Verletzungen können einen im Alltag einschränken. Je nach Krankheitsbild oder Verletzung ist sogar eine medizinische Behandlung oder Operation notwendig. Darüber berichtet Dr. Matthias Wiens in seinem öffentlichen Referat. Die Hand ist ein komplexes Gebilde, bestehend aus Muskeln, Bändern, Sehnen, drei Nerven und 27 Knochen. Sie ermöglicht dem Menschen das Greifen und Fühlen. Neben der grossen Hirnmasse ist es vor allem die Hand, die den Menschen von allen anderen Lebewesen der Erde unterscheidet. Die Fähigkeit des aufrechten Ganges ermöglichte die Entwicklung des Werkzeugs «Hand», das nicht nur aufgrund der Kombination aus Kraft, Stabilität und Präzision einzigartig ist. Auf Weniges sind wir Menschen bei der Ausübung unserer alltäglichen Tätigkeiten so sehr angewiesen, wie auf unsere Hände. Sie prägen unseren Tag von früh bis spät, sei es beim simplen morgendlichen Ausschalten des Weckers oder den hochpräzisen Handbewegungen eines Schweizer Uhrmachers. Darum sind der Erhalt oder die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Hände vordringliches Ziel der Ärzte. Nicht selten braucht es zu deren Erhalt medizinische Behandlungen. Verschiedene

Matthias Wiens, Chefarzt Chirurgie am Spital Affoltern. (Bild zvg.) Krankheitsbilder und Verletzungen erfordern gar eine Operation. Oft reichen kleine, nicht aufwendige Operationen, mit denen die Funktionsfähigkeit der Hand wiederhergestellt werden kann. Dr. Matthias Wiens, Chefarzt Chirurgie und Ärztlicher Leiter am Spital Affoltern, führt in seinem Vortrag ein wenig in die faszinierende Welt der menschlichen Hand, ihrer Funktionen Krankheiten und Verletzungen sowie deren Therapiemöglichkeiten ein. Ausserdem wird Dr. med. Matthias Wiens in seinem Vortrag auch auf das Bestreben der Politik eingehen, verschiedene Hand- und andere Operationen in den ambulanten Bereich zu verschieben. Dies ist ein Kulturwechsel in der Medizin der Schweiz. (pd.) Vortrag von Dr. Matthias Wiens zum Thema «Kleine Handchirurgie», Donnerstag, 5. Juli, 19 Uhr, im Mehrzweckraum Haus Rigi im Spital Affoltern. Weitere Informationen: Matthias Wiens, Ärztlicher Leiter Spital Affoltern, Telefon 044 714 26 12 matthias.wiens@spitalaffoltern.ch.

Ehemalige Zwilliker Schüler gesucht

Vollmondsingen in der Kapelle Jonental

Am 26. August organisiert der Schützenverein Zwillikon das traditionelle Schülertreffen für alle ehemaligen Zwilliker Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1919 bis 1998.

Jeden Monat bei Vollmond, seit vielen Jahren schon, trifft sich mal ein kleineres, mal ein grösseres Grüppchen zum Singen im Chor der Kirche Ottenbach.

Akustik und Atmosphäre der Kapelle im Wald. Um 20.30 Uhr beginnt das Singen in der Kapelle Jonental.

Weil der Vollmond natürlich an unterschiedlichen Wochentagen zu sehen ist, kommen mal die einen dazu, mal die anderen. Geleitet wird das Singen von Elisabeth Ochsner, Johanna Werder, Walti Winkler oder Andreas Manz. Dazu gibt es eine kleine Geschichte. In der Mitte des Jahres findet das Singen jeweils in der Kapelle Jonental statt. Dieses Jahr am 28. Juni um 20.30 Uhr. Pfarrerin Elisabeth Armingeon wird eine Geschichte lesen. Interessierte treffen sich ab 18 Uhr bei der Waldhütte in Jonen. Feuer und Getränke stehen bereit, Würste oder anderes Grillgut nimmt jeder selbst mit. Danach spazieren die Teilnehmenden gemeinsam zur Kapelle und geniessen die wunderbare

Donnerstag, 28. Juni, 18 Uhr, Waldhütte Jonen.

Grosses Schülertreffen in Zwillikon geplant Am Donnerstag, 28. Juni

Normalerweise werden die über 70-jährigen ehemaligen Zwilliker Schülerinnen und Schüler zu einem Treffen eingeladen. Dieses Jahr organisiert der Schützenverein im Rahmen seines 125-Jahre-Jubiläums ein grösseres Treffen für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1919 bis 1998. Bis zum Jahrgang 1948 liegen Schülerlisten und Adressen vor, ab 1949 bis 1972 sind, von der letzten Zusammenkunft, teilweise Listen vorhanden. Allerdings wurden diese bereits vor 25 Jahren erstellt und dürften zum Teil nicht mehr aktuell sein. Ab 1973 bis 1998 sind gar keine Adressen mehr vorhanden. Diese Adresssuche ist unglaublich aufwendig und deshalb vom Organisations-

komitee alleine nicht zu bewältigen. Deshalb sind die Veranstalter auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. Gesucht werden Adressen von Schülerinnen und Schülern, die hier in Zwillikon wohnten und hier die Schule besuchten (ohne Affoltern). Möglicherweise können teilweise auch die Nachkommen helfen, indem sie das Anliegen der Organisatoren weiterleiten oder Klassenlisten ihrer Jahrgänge, möglichst mit genauer Adresse, erstellen. Das Organisationskomitee hofft, auf diesem Weg möglichst viele Ehemalige zu erreichen. Einladungen mit Angaben zur Durchführung und Einzahlungsschein werden Anfang Juli an die gemeldeten Briefadressen verschickt. (pd.) Rückmeldungen bitte bis Ende Juni an Werner Baur, Am Hofibach 2, Zwillikon. Telefon 044 761 60 61, Fax 044 761 60 61, oder per E-Mail: baur.wemer@bluewin.ch oder an Ernst Sidler, Ferenbacherstrasse 21, Zwillikon, per E-Mail:

Die Vollmondsinger Elisabeth Ochsner und Walti Winkler. Es fehlen Johanna Werder und Andreas Manz. (Bild zvg.)

ernst.sidler@quickline.ch.

Ämtler Tandem: Neue Kontakte Die Ansprechstellen des auf der Zusammenarbeit der 13 reformierten Bezirkskirchgemeinden (inkl. Affoltern) und dem Sozialdienst im Bezirk Affoltern basierenden, überkonfessionell angelegten Integrationsprojekts Ämtler Tandem sind neu geordnet worden: Für Affoltern, Kappel, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach, und Rifferswil zuständig ist Projektleiterin Jana Weiss, jana.weiss@zh.ref.ch, 079 108 16 25. Kontakt für Bonstetten, Hedingen,

Käthy Bättig

Stallikon und Wettswil: Silke Korn, silke.korn@zh.ref.ch, 079 393 53 73. Kontakt für Hausen a. A. Bernadette Eichenberger, beichenberger@sdaffoltern.ch, 079 270 11 59. Im Ämtler Tandem begleiten momentan 50 Freiwillige ehrenamtlich fast 300 Menschen mit Migrationshintergrund im Alltag. Spenden sind willkommen: Evangelisch reformierte Kirchgemeinde Mettmenstetten, 8932 Mettmenstetten, IBAN CH05 0070 0112 1005 0098 9, Vermerk: Ämtler Tandem.

Sommerserenade in der Kanti Urdorf

Am Mittwoch, 27. Juni Vor über 25 Jahren hatte Musiklehrer Markus Jud die Vision von regelmässigen Konzerten. Nun organisierte er seine letzte Sommerserenade. Die Serenade an der Kanti Limmattal hat sich über die Jahre zu einem grösseren kulturellen Anlass entwickelt und geniesst einen bedeutenden Stellenwert im Schulalltag. Während

90 Minuten bieten die Chöre und Ensembles der Schülerinnen und Schüler ein hochstehendes Programm. Zu hören sind unter anderem Werke von Andrew Lloyd Webber, Randy Newman und Richard Jasinski, aber auch ein African Traditional. (pd.) 26. Serenade am Mittwoch, 27. Juni, 18.15 Uhr, Eingangshalle der Kantonsschule Limmattal, in der Luberzen 34, Urdorf.


in Ihrer Nä PETER KLEINER

De Beck Iten tuet immer wieder öpis Neus mache! UrDinkel Kirschtorten UrDinkel Kirschrahmtorten HimbeerenSauerrahmschnitten

Telefon 0 4 4 7 6 1 1 1 4 4

Der Strumpf zum Aufsprühen.. ...wie eine zweite Haut: Atmungsaktiv, wasserfest, makellos. ALTE DORFSTRASSE 21 · CH-8910 AFFOLTERN A.A. TELEFON 044 761 29 19 · TELEFAX 044 761 18 65

«Nöd studiere, verbicho und probiere»

INFO@IHROPTIKER.CH WWW.IHROPTIKER.CH

Makellose Beine bei jeder Gelegenheit

Enis Bala...

Unser „Sommerliebling“

Bäckerei – Konditorei Confiserie

Knonau CASINO Affoltern a. A. Telefon 044 760 32 32 Copyright, Promotion und Verkauf: Kaspar Köchli

Tragen Sie ungern Strumpfhosen und wollen Sie Ihre Beine makellos zeigen? Dann ist AirStocking genau das Richtige für Sie! AirStocking verdeckt kleinere Schönheitsmakel und verleiht einen eleganten, seidigen Teint.

...bedient von Lorena Carpitella

Beliebig oft anwendbar!

Bahnhofstrasse 15 I 8932 Mettmenstetten

Tel. 044 767 06 81

info@coiffurebirrer.ch I www.coiffurebirrer.ch

Apotheke Parfumerie

Telefon 058 200 57 14, 079 682 37 61, kaspar.koechli@azmedien.ch

in 5 faszinierenden Nuancen

Drogerie Naturheilmittel

Coopark 8910 Affoltern am Albis ZH Telefon 044 761 87 61 www.vitalis-apotheke.ch info@vitalis-apotheke.ch


ähe

A k t i on A auf k t Grunido gron sser N

nauchr fbraisge26ve. rlängert bis 30. JuMnai i

Affoltern: Betpurstrasse 9 Tel: 043 / 541 02 09 Villmergen: Mitteldorfstrasse 2 Tel: 056 / 610 78 88 Muri AG: Bahnhofstrasse 10 Tel: 056 / 664 53 66 Sins: Luzernerstrasse 16 Tel: 041 / 787 14 44

1 GLAS

Website: www.myoptix.ch Email: info@myoptix.ch

geschenkt!

Beim Kauf von einer kompletten Korrekturbrille, nicht kumulier mit anderen Angeboten und Aktionen

NEU

Haarschnitte für Kinder bis 3 Jahre sind kostenlos

natürlich schön SEIN Haare schneiden, pflegen und färben mit Naturprodukten Individuelle Beratung und gesundes ganzheitliches Handwerk

..

t!

GRATIS

Kindershooting – Sommerplauschpaket

uli – 10. J August 31.

Sonja Baur-Steiner Damen und Herren Coiffeuse Mobile: 079 246 70 59 Email: s.steiner77@bluewin.ch

Melchior-Hirzel-Weg 40 8910 Affoltern a.A.

– 120.nmeldung) F H C Vora (nur

Bahnhofstrasse 15 I 8932 Mettmenstetten

Tel. 044 767 06 81

info@coiffurebirrer.ch I www.coiffurebirrer.ch

Interessiert, ein Inserat zu schalten? Kaspar Köchli

Öanungszeiten: Dienstag bis Freitag Samstag

9.00 –12.00 + 14.00 –19.00 Uhr 9.00 –16.00 Uhr durchgehend

30 Min. Studiozeit • 1 Bild nach Ihrer Wahl • bearb. 20x30 300ppi in digitaler Form • gedruckt 20x30cm und eingerahmt mit Passepartout und 30x40cm Bilderrahmen • Glacé-Stengeli (für Kind u. Begleitperson)

LUCKY PETS, Am Hofibach 4, 8909 Zwillikon (vis-à-vis Noserlight) Telefon 044 441 70 80

Ihr Partner für alle Drucksachen

Tel. 058 200 57 14 · 079 682 37 61 kaspar.koechli@azmedien.ch

mit

www.luckypets.ch Foto Fässler / Imagelink AG • Unt. Bahnhofstr. 58 • 8910 Affoltern a.A. Telefon 044 761 36 36 • mail@fotofaessler.ch • www.fotofaessler.ch

Starte mit unserem Transalpes BM 650B in einen erlebnisreichen Sommer

35% Som mer raba tt*

*Gilt für alle BM 650B Modelle mit SRAM Eagle 1x12 Schaltung, eingeschränkte Farbauswahl

TRANSALPES | Alte Affolterstrasse 1 | 8909 Zwillikon | T +41 44 500 5600 | www.transalpes.com


14

Sport

Lead-Silber für Petra Klingler

Schweizer Meisterschaft in Ostermundigen

Dienstag, 26. Juni 2018

Träumen weiterhin erlaubt

Schachclub Wettswil erstürmt zweiten Rang in der Nationalliga B In der Schweizer Meisterschaft überrascht Wettswil weiterhin. Sein dritter Sieg in Folge verleitet zum Träumen nach Höherem. ................................................... von kaspar köchli

Petra Klingler wird Vize-Meisterin im Lead-Klettern. (Bild Martin Rahn, RZZ)

Am Samstag fanden in der Kletterhalle O’Bloc in Ostermundigen sowohl die Schweizer Lead-Meisterschaften der Elite und der Kategorie U18 wie auch die Schweizer BoulderMeisterschaften der Kategorien U12, U14 und U16 statt. Insgesamt nahmen an beiden Wettbewerben 190 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz, darunter auch 15 Damen und 14 Herren vom Regionalzentrum Zürich. Petra Klingler (Bonstetten) wurde bei der Elite Lead-Vize-Meisterin. Bei den Damen konnten sich Petra Klingler (Bonstetten) und Jara Späte (Wolfhausen) für den Final der Schweizer LeadMeisterschaften qualifizieren. Im Final kletterte Klingler auf die gleiche Höhe

wie Anne-Sophie Koller (Biel). Wegen des besseren Resultates in der Qualifikation wurde Koller schliesslich Schweizer Lead-Meisterin und Klingler Vize-Meisterin. Späte vervollständigte als Dritte das Podest. Bei den Herren U18 verpasste Michel Erni (Affoltern) vom Regionalzentrum Zürich als Vierter das Podest nur ganz knapp. (pd.) Lead: Auszug aus der Rangliste Damen Elite: 1. Rang: Koller Anne-Sophie, (Biel); 2. Rang: Klingler Petra, (Regionalzentrum Zürich; Bonstetten); 3. Rang: Späte Jara (Regionalzentrum Zürich; Wolfhausen). Lead: Auszug aus der Rangliste Herren U18: 1. Rang: Clemence Julien, (Gisikon); 2. Rang: Grünenfelder Nino, (Baar); 3. Rang: Brown Jonathan, (Bad Ragaz); 4. Rang: Erni Michel, (Regionalzentrum Zürich; Affoltern). Bouldern: Auszug aus der Rangliste Damen U14: 19. Rang: Felder Zoé, (Regionalzentrum Zürich; Bonstetten).

Nach dem Sieg Ende April gegen Baden und dem resultierenden dritten Zwischenrang fragte Wettswils Ex-Schweizer-Meister (1986) Andreas Huss seinerzeit frech in die Runde: «Weshalb sollen wir nicht um den Aufstieg in die Nationalliga A spielen?» Jetzt, eine Runde und ein Sieg später, klingt diese Frage gar nicht mehr so absurd. Der Schachclub Wettswil, kleinster Verein in der Nationalliga, sorgt weiterhin für Furore und lässt die renommierten Konkurrenten staunen. Er hat sich, anders als im vergangenen Jahr, gegen hinten schon genügend abgesichert und kann nun unbeschwert angreifen.

Höchster Sieg in der Nationalliga B Nach zuerst drei Auswärtspartien empfing Wettswil Mitte Juni den SC Tribschen zum Premiere-Heimspiel. In der Teamsitzung vor Matchbeginn wurde einhellig die Parole «Sieg» herausgegeben. Entsprechend selbstbewusst auftretend, glückte dem Schachclub Wettswil sein bislang deutlichster Erfolg in der zweithöchsten Liga – der Gegner aus Luzern wurde mit 6.5:1.5 förmlich aus dem Türmlihaus gefegt. Der Sieg basierte einmal mehr auf dem intakten Teamgeist. Höchst bemerkenswert ist die Tatsache, dass kein Heimischer den Tisch als Verlierer verlassen musste. Am folgenden Sonntag empfängt Wettswil zuhause

Jungschützen von Hausen gewinnen die Wander-Standarte

Erfolgreicher Bezirks-Jungschützentag 2018 Über 70 Jungschützen nahmen auf der Schiessanlage Knonau am Bezirks-Wettschiessen teil. Im Vereinswettkampf erreichten die Jungschützen der SG Hausen mit 83.75 Punkten das höchste Durchschnittsresultat und konnten die Jungschützen-Standarte des Bezirks übernehmen. In der Kategorie Jungschützen U21 (15- bis 20-jährig) schoss Patrik Vollenweider, SG Hausen, mit 90 Punkten das höchste Resultat und konnte als Wettkampfsieger drei Kranzkarten im Wert von je 10 Franken entgegennehmen. Pamela Giray, SV Dachlissen-Mettmenstetten, belegte mit 89 Punkten den zweiten und Angelina Perin de Jaco, FSG Zwillikon, mit 88 Punkten den dritten Gesamtrang. Gleichzeitig waren beide Siegerinnen im jeweiligen Kurs und wurden mit einer Kranzkarte ausgezeichnet. 25 von 49 Schützen konnten mit dem Kranzabzeichen ausgezeichnet werden. In der Kategorie Jugendliche U15 (10- bis 14-jährig) gewann Yanis Kemmler, SV Dachlissen-Mettmenstetten, mit 76 Punkten vor Chris Simmen und Dani Bienz, beide mit 74

Punkten und der FSG Zwillikon angehörig. Yanis Kemmler und Dani Bienz waren die Kategoriensieger und erhielten je eine Kranzkarte. Die besten fünf von 17 Schützen konnten mit einem Kranz ausgezeichnet werden. Erfreulich war, dass sechs Jungschützen den Kurs mit dem Sportgewehr schossen. Mit dem Standardgewehr wurden 20 Schuss freihändig geschossen, was wesentlich anspruchsvoller ist und auch mehr Trai-

ning benötigt. Der Sieger ist der gleiche wie im Vorjahr: Emilio Lille de Leon, SV Obfelden-Maschwanden, gewann mit 185 Punkten. Den zweiten Platz belegt Simon Gebhardt, FSG Zwillikon, mit 180 Punkten vor dem Dritten Luis Eugster, FSV Wettswil, mit 179 Punkten. Vier von sechs Schützen erreichten die geforderte Punktzahl für die Kranzauszeichnung. Die Gruppenresultate zählen für die Qualifikation zum Kantonalen Gruppenmeisterschafts-Final. Die besten 24 Gruppen der Kategorien Jungschützen und Jugendliche des Kantons können am Final vom 7. Juli in Bülach teilnehmen. Die kantonalen Ranglisten werden Ende dieser Woche veröffentlicht. Das höchste Resultat der Kursleiter schoss Patrick Genkinger, FSG Werner Steiner (li.), FSG Zwillikon, überreicht die Standarte Zwillikon, mit 90 Punkten. (pd.) an Karl Baranski, SG Hausen am Albis. (Bild zvg.)

Biken mit einem Olympiasieger Nevin Galmarini nimmt im Juli mit zu einer Mountainbiketour den Üetliberg. Eine lockere Biketour mit einem Olympiasieger? Für Sporthilfe-Gönner

kann das Realität werden. Olympiasieger Nevin Galmarini nimmt mit auf eine Mountainbiketour auf den Üetliberg und berichtet von seinem Leben als Spitzensportler. Der gemütliche Aufstieg lässt genug Luft, um Fragen

zu stellen, bevor es rasant den Berg hinuntergeht. Bei Bedarf gibt der Snowboarder gerne Tipps zur richtigen Technik. (pd.) Weitere Infos unter www.sporthilfe.ch.

Wettswils Thomas Kuhn remisierte sicher. (Bild Marcel Hess) Wollishofen. Mit einem weiteren Vollerfolg könnte es sein Märchen weiterspinnen.

1:0, Georges – Gabersek 1:0, Kuhn - Schwander remis, Aeschbach W. – Herzog remis, Bieri - Hoffmann 1:0. Zwischenrangliste (vier Spiele): 1. Solothurn, 8 (21);

Schweizer Meisterschaft, Nationalliga B, 4. Runde,

2. Wettswil, 6 (19,5); 3. Zürich II, 5 (16,5); 4. Luzern

Wettswil – Tribschen 6,5:1,5.

II, 4 (19); 5. Wollishofen II, 4 (14); 6. Winterthur II,

Resultate: Rüetschi - Kovac 1:0, Hug – Räber 1:0,

3 (15); 7./8. Bodan/Tribschen, je 3 (14,5); 9. Réti II,

Aeschbach P. - Lustenberger remis, Huss - Fischer

2 (12,5); 10. Baden, 1 (13,5).

Neun Medaillen

Erfolgreicher Wsca zum Saisonabschluss Beim Bülicup am vergangenen Samstag in Bülach resultierten für den Wasser-Sport-Club-Albis in den Einzelrennen sieben Medaillen sowie jeweils in der Damen- und Herrenstaffel ein Podestplatz. In der Gesamtwertung schaffte es ein Schwimmer auf den 3. Rang.

gehört, zeigte über 100 Meter Delfin ein nahezu perfektes Rennen. Der Rhythmus stimmte, die Technik und die positive Einstellung im Kopf bescherten ihm den dritten Rang. Nicht nur er freute sich sehr über seinen Erfolg, das gesamte Team gönnte ihm das von Herzen. Doch auch Yannic doppelte nach: Über 200 Meter Lagen stand er nochmals für Bronze auf dem Podest! Bei den Einsätzen über die 4x50 Meter Freistilstaffeln wurde es nochmals spannend. Chiara De Pretto, Sophia Theiler (Wettswil), Leonie Bollier (Hedingen) und Melina Brem (Ottenbach) waren heiss auf einen Podestplatz. Unter lauten Motivationsrufen von Teammitgliedern und anwesenden Eltern, schwammen sie sich tatsächlich auf den 2. Rang. Nicht weniger gerufen und mitgefiebert wurde bei den Knaben. Auch Iloy Lamers, Julian Stöckli (Aristau), Luca Stutz (Affoltern) und Yannic Petrovic wollten aufs Podest: Sie schafften es auf den 3. Rang. Die meisten im Team konnten eine positive Bilanz zeigen, wurden doch etliche neue persönliche Bestzeiten geschwommen. (pd.)

Das Team der zwölf Schwimmerinnen und Schwimmer war am letzten Wettkampf der Saison nach intensiven Trainings der letzten Wochen bereit, sich nochmals zu beweisen. Der aus Buttwil kommende Iloy Lamers zeigte sich gar in Top-Form. Es gelang ihm in einem harten Rennen über die 400 Meter Freistil, welche er zum ersten Mal an einem Wettkampf bestritt, gleich zu Gold zu schwimmen! Damit nicht genug – über 100 Meter Rücken holte er Silber, und die 100 Meter Brust beendete er auf dem 3. Rang. Sogar in der Gesamtwertung schaffte er es auf den 3. Rang und wurde mit einem Preisgeld belohnt. Für weitere Medaillen sorgte Chiara De Pretto aus Ottenbach. Obwohl sie ihre persönlichen Bestleistungen nicht ganz knacken konnte, zeigte sie ihren Kampfgeist. In ihrer Mehr Infos auf www.wsca.ch. Lieblingsdisziplin über 100 Meter Brust schaffte sie es auf den 2. Rang. Ebenfalls Silber gab es für sie über 100 Meter Freistil. Emotional wurde es bei Yannic Petrovic aus Widen. Er, der nicht zu den medaillenverwöhnten Schwimmern Das erfolgreiche Schwimm-Team des Wsca. (Bild zvg.)


Sport

Gold und Bronze für Can Pelenk

Dienstag, 26. Juni 2018

15

Das ganze Säuliamt fiebert mit Fussball-WM: Impressionen aus Public Viewings Die späte Wende im Spiel gegen Serbien hatte grosses Begeisterungspotenzial. Getrübt wurde die Freude einzig durch die umstrittene Jubelpose.

Das Podest vom Kumite mit Sieger Can Pelenk. (Bild zvg.)

20. Karate Cup in Winterthur: Das Karate Center Albis war am Wochenende vom 16. und 17. Juni mit acht Karate-Kids am Start. Das gut besuchte Karateturnier war einer der grössten Anlässe in der Region. Bei über 300 teilnehmenden Kindern durfte sich Can Pelenk vom Karate Center Albis zweimal über einen Podestplatz freuen. In der ersten Kategorie Kata (Schattenkampf) klassierte er sich auf dem dritten Platz. In der zweiten Kategorie Kumite (Kampf) holte sich das kleine Talent ganz gross und verdient den ersten Platz. Das Karate Team Albis gratuliert seinen Teilnehmenden herzlich. Die Freude am Sport und an der Bewegung stehen beim Karate Center Albis im Vordergrund, deshalb kehrt jeder Teilnehmer als Sieger nach Hause zurück. (pd.) Fotos und Infos unter www.karate-albis.ch.

Summertrophy von Swiss-Ski in Bonstetten Die Skiclubs Bonstetten und Hausen richten gemeinsam einen der sieben VorrundenEvents der Swiss-Ski-Summertrophy aus. Veranstaltungsort ist das Schulzentrum Schachen in Bonstetten. Verteilt in der ganzen Schweiz findet an sieben Standorten die polysportive Sommerserie von Swiss-Ski statt, die sich an Kinder von 7 bis 15 Jahren richtet. Die kreativen Spiele wie Koordinatonsparcours, Büchsenschiessen oder BMX-Parcours erfordern Geschicklichkeit, Ausdauer und Teamgeist. Insgesamt sind neun Spiele zu absolvieren; den Abschluss bildet die traditionelle Schluss-Stafette. Die Kinder treten in zwei Altersklassen an: Juniors (2003 bis 2007) und Youngsters (Jahrgang 2008 bis 2011). Die besten fünf Teams jeder Altersklasse haben die Möglichkeit, am Schweizer Final zu starten. Die Wettkämpfe beginnen am 30. Juni am Morgen, Zuschauer sind herzlich willkommen. Für das leibliche Wohl wird in der Festwirtschaft gesorgt. Die Organisatoren rechnen mit rund 250 bis 300 Teilnehmenden. Der Anlass in Bonstetten wird wie schon vor drei Jahren von den Skiclubs Hausen und Bonstetten gemeinsam ausgerichtet. Durch die Zusammenarbeit ist es leichter, die notwendigen Helfer aufzubieten. Gleichzeitig findet der Anlass breite Unterstützung bei den Betrieben der Region. So freut sich das Organisationskomitee, dass für jedes Spiel ein Sponsor aus der Region gefunden werden konnte. Lennart Hintz Weitere Infos unter www.swiss-ski.ch/events/summer-challenge/, scbonstetten.ch/, www.skiclubhausen.ch/ oder www.rg-albis.ch/.

Nach dem denkwürdigen Sieg gegen Serbien steht die Schweiz an der Fussball-WM mit einem Bein bereits im Achtelfinal. Nun gilt es allerdings morgen Mittwoch gegen das bereits ausgeschiedene Costa Rica, das andere Bein nachzuziehen. Das dürfte nochmals ein harter Kampf werden, wollen sich die Lateinamerikaner doch sicher ehrenhaft aus dem Turnier verabschieden. Viele Ämtler Fussballfans werden das entscheidende Spiel wieder in einem der zahlreichen Public Viewings im Knonauer Amt verfolgen. Am Freitag haben über 80 Fussballfans in die Scheune von Familie Sidler in Stallikon gefunden. Zum Duft der auf dem Grill brutzelnden Burger genoss man hier gemeinsam das Spektakel mit Grosschancen hüben wie drüben, einer ungeahndeten Schwingereinlage im Schweizer Strafraum und die Wende, zu der sich die Schweizer nach dem frühen Rückstand aufrafften. Weniger Freude bereitete manchem die Jubelgestik. War diese politisch motiviert? Ein Zeichen mangelnder Identifizierung mit der Schweiz? Oder nur Ausdruck purer Freude? Die Meinungen gehen auseinander.

In der Scheune von Familie Sidler in Stallikon wird der Siegestreffer von Shaqiri bejubelt. (Bild tst.)

Volles Zelt im «Jumpin», Mettmenstetten. Hier verfolgten über 100 Fussballinteressierte das Spiel der Schweiz. (Bild lhä)

Public Viewing auch in Obfelden und Mettmenstetten Sogar noch etwas grösser als in Stallikon war die Schar im Public Viewing des «Jumpin» in Mettmenstetten. Es dürften über 100 gewesen sein, die sich den zweiten WM-Auftritt der Schweizer im Rahmen des Radio-24Events mit Live-Kommentar zu Gemüte führten. In Obfelden verfolgten einige Jugendliche – viele stilecht im Nati-Trikot – den Match im Garten hinter dem Jugendtreff O2. Ergänzend zu den Festbänken, stand sogar ein Sofa für den Gemeinschaftsevent bereit. (tst.)

«Fahnenschwinger» beim Jugendtreff O2 in Obfelden. (Bild zvg.)

Das WM-Feuer brennt auch in Bonstetten

Sieg der Nationalmannschaft wurde frenetisch gefeiert

Nach dem lang ersehnten Schlusspfiff sind die «Schluck»-Gäste aus dem Häuschen. (Bilder Kaspar Köchli)

In zahlreichen Ämtler Lokalen wird die Fussball-WM live übertragen. So auch im «Milia’s» und im «Schluck», beide in unmittelbarer Nähe vom Bahnhof Bonstetten-Wettswil. «Unsere Gäste sollen hier kulinarisch auf den Genuss kommen und die WM jeden Tag miterleben dürfen – auch wenn die beste Mannschaft gar nicht teilnimmt», lacht Tiziano Tuozzo vom

Restaurant Milia’s. Und er hat Nägel mit Köpfen gemacht. In einem grossen Zelt laden gemütliche Festbänke – zwei mit Bier-Zapfhahnen versehen – und eine grosse Leinwand zum Feiern ein. Zudem wurde ein kleiner Imbissstand hingezimmert. Die Speisekarte bietet wie in «fussballloser» Zeit alles, Renner sind nebst den Pizzas Antipasti-Misti-Platten. Beim Schweizer WMTriumph gegen Serbien herrschte unter den vielen Gästen eine ausgelassene Stimmung. «Bis zum nächsten Spiel

Auf der Leinwand feiern die Nati-Spieler Shaqiris 2:1-Treffer, auch die Gäste im «Milia’s» sind begeistert.

hier in der Arena!» prosteten sie sich nach dem nervenaufreibenden Match euphorisch zu. Nur 200 Meter entfernt liegt die Bar «Schluck». Auch sie hat sich zurzeit auf die wichtigste Nebensache der Welt eingestellt, auf zahlreichen Bildschirmen kann das Geschehen verfolgt werden. Im schmucken Garten mit den vielen Fähnchen und Wimpeln befinden sich aber auch ruhige Plätze zum Verweilen. Als Stärkung winkt vor allem der schlichte, preis-

werte Schluck-WM-Special: Bratwurst, Senf, Brot und Bier. Beim Outfit des zahlreichen Publikums dominierten am letzten Freitag die Farben Rot-Weiss. «Wir wollen mit allen das Spektakel geniessen – und natürlich noch sehr viele Schweizer Siege feiern», strahlt Geschäftsinhaberin Heidi Zürcher. Nächste Gelegenheit bietet sich bereits morgen Mittwoch, wenn die Schweiz gegen Costa Rica um den Einzug in den Achtelfinal kämpft. (kakö)


Veranstaltungen

Stellenanzeiger Reformierte Kirche Hausen am Albis Mittwoch, 27. Juni, 19.30 Uhr

Konzert der Gruppe aus Nepal SUKARMA Folk und klassische Musik aus Nepal Dr. Dhrubesh Chandra Regmi, Sitar; Manoy Gautam, Tabla (Perkussion); Umesh Pandit, Flöte, Maultrommel

Gerantenpaar gesucht

Ein Sportclub im Säuliamt sucht per 1. Oktober 2018 oder nach Vereinbarung ein Gerantenpaar, das sich gerne um das kulinarische Wohl der Clubmitglieder kümmert sowie Clubhaus und Umgebung in Schuss hält. Interessiert? Die genauen Details erläutern wir gerne in einem persönlichen Gespräch. Wir freuen uns auf eine Kontaktaufnahme via E-Mail: sportclubsat@gmail.com.

Eintritt frei – Kollekte zugunsten der Erdbebenopfer in Nepal

Mann im Rollstuhl (59 Jahre) sucht

Betreuer/-in

Gesucht per sofort oder nach Vereinbarung nach Hedingen

Coiffeuse 50 % mit einer abgeschlossenen EFZ-Ausbildung. Sind Sie flexibel und motiviert für diesen Beruf? Dann sind Sie bei mir genau richtig. Haben Sie Interesse? Senden Sie Ihr Bewerbungsdossier an: paola.dimeo8189@gmail.com Coiffeur Style Unico Paola Cardinale Zürcherstrasse 18 8908 Hedingen 079 124 65 73

Tage- und stundenweise in Rifferswil Tel. 044 764 21 80

Auf Schuljahr 2018/19 führt die Primarschule Obfelden einen Waldkindergarten ein und sucht dafür dringend:

Eine/n Fahrer/in für den Schülertransport

(Unternehmen oder Privatperson mit / ohne Bus) Als Unternehmen / Fahrer/in bringen Sie mit – – – – –

Freude und ein gutes Gespür im Umgang mit Kindern Flexibilität, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit einen einwandfreien Leumund Führerausweis Kat. D1 oder D (aktuell max. 14 Kinder) Verfügbarkeit: MO – FR, 8.20 – 8.35 Uhr / MO – FR, 11.50 – 12.05 Uhr / MO – DI, 13.45 – 14.00 Uhr

Weitere Informationen erhalten Sie über www.primarobfelden.ch oder persönlich von der Schulverwaltung, Telefon 044 552 18 18 oder über schulverwaltung@primarobfelden.ch. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Für unsere Deutschkurse suchen wir ab 27. August 2018

Lehrer/-innen

(pensionierte Lehrer oder pädagogisch begabte Personen) die Freude haben die deutsche Sprache auf spielerische, gut verständliche Art zu vermitteln. Wir unterrichten Asylbewerber und Migranten mit wenig oder keinen Deutschkenntnissen. Gesucht werden Lehrer/-innen für Niveau A1-B1. Am Abend und tagsüber. Im GsE arbeiten alle auf ehrenamtlicher Basis. Für weitere Informationen melden Sie sich bei: Sabrina Käppeli pädagogische Schulleitung 076 650 89 10 (Mo-Mi-Freitagnachmittag erreichbar) oder info@gse-affoltern.ch, www.gse-affoltern.ch GsE (Gemeinsam statt einsam) ist ein Verein, der einsamen und hilfsbedürftigen Menschen Zeit und Raum zur Verfügung stellt.

Staldenstrasse 1 8916 Jonen Telefon +41 56 634 50 80 Mobile +41 79 679 46 80 info@holliger-artenbau.ch www.holliger-gartenbau.ch

Schulen und Kurse Gerne Gitarre spielen? Erfolgreiche Methode eines 1A-Lehrers. Schnupperlektion Tel. 079 220 62 84

Fahrzeuge Kaufe Autos Busse, Lieferwagen, Jeeps, Wohnmobile & LKW. Barzahlung. Telefon 079 777 97 79 (Mo–So)

Wir suchen per 1. August 2018 oder nach Vereinbarung

1 gelernten Landschaftsgärtner EFZ / Kundengärtner Sie bringen mit: – sauberes Auftreten gegenüber der Kundschaft, Behörden – Selbstständigkeit und sauberes Arbeiten – Teamfähigkeit, flexibel und belastbar – Fahrausweis PW, evt. Anhängerprüfung – gute Maschinenkenntnisse – abgeschlossene Ausbildung in der grünen Branche – Deutsch in Wort und Schrift Das erwartet Sie: – leistungsgerechter Lohn sowie gute Sozialleistungen – sehr gut eingerichteter Betrieb und Arbeitsplatz – eine langfristige Stelle – angenehme Arbeitsbedingungen Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Profile for AZ-Anzeiger

049 2018  

049 2018