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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 186 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 49 I 171. Jahrgang I Dienstag, 27. Juni 2017

Stiftung im Wandel

Reppischtal gesperrt

Tixi Säuliamt bezieht neue Büroräumlichkeiten auf dem OVA-Areal. > Seite 5

Zwischen Stallikon und Sellenbüren werden am Wochenende Belagsarbeiten ausgeführt. > Seite 5

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«Fiesta Cubana»

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«Musig im Dorf» hat mit «El Zorro» den Sommer in Bonstetten begrüsst. > Seite 6

Wunsch erfüllt «Räbhöckler» ermöglicht einer 90-Jährigen das Schwyzerörgeli spielen. > Seite 7

Beste Werbung für Affoltern und fürs Velofahren Eindrückliches Wochenende «Affoltern 2017» mit verdientem Sieger Die Rad-Strassenmeisterschaft «Affoltern 2017» hat mit einem vielfältigen Programm allen etwas geboten. Der RRC Amt und das OK um Präsident Franz Liebhart haben ganze Arbeit geleistet. ................................................... von bernhard schneider

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Brunnenvielfalt Alte Geschichten: Über 100 öffentliche Brunnen beleben das Säuliamt. > Seite 12

Neues «Seewadel» im Sommer 2022? Der Gemeinderat Affoltern will einen Neubau des Hauses zum Seewadel am bisherigen Standort. Das hat er bereits vor einem Jahr verkündet. Entgegen früherer Überlegungen will die Gemeinde diesen nun allerdings selber finanzieren. Der Neubau des Pflegezentrums soll allerdings nicht anstelle der bestehenden Bauten entstehen, sondern unmittelbar daneben, sodass bei laufendem Betrieb gebaut werden kann. Im Sommer 2020 sollen die Baumaschinen auffahren, im Sommer 2022 der Neubau dann bezugsbereit sein. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 3 anzeigen

Die Dominanz des BMC-Teams an der Schweizer Radmeisterschaft war im Zielraum weniger das Thema als die Begeisterung über einen gelungenen Event in und um Affoltern. Statthalter Claude Schmidt äusserte sich ebenso positiv über das gelungene Radsportwochenende wie alt National- und Gemeinderat Toni Bortoluzzi, der den Organisatoren ein Kränzchen wand: «Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Team, das ehrenamtlich arbeitet, ein solches Wagnis auf sich nimmt.» Doch das Wagnis hat sich gelohnt, denn die Radfahrer waren mit den abwechslungsreichen Strecken ebenso zufrieden wie das Publikum. Kantonsrat Daniel Sommer fand es fantastisch, mit welchem Tempo die Elite-Fahrer 14 Mal nach Aeugst hochgefahren sind: «Auch wenn ich es etwas langsamer fahre und mir ein einziger solcher Aufstieg reicht, das Velo löst derart viele Verkehrsprobleme, dass ich nicht begreife, weshalb ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Ich persönlich entscheide

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Noch zwei Runden: Silvan Dillier, Sieger der Elite, hält sein enormes Tempo allein auf der Strasse bis zur Zieleinfahrt durch. (Bild Bernhard Schneider) mich je nach Distanz und Gepäck zwischen Velo und E-Bike.» Andere äussern sich beeindruckt von der Geschwindigkeit, welche die Radfahrer hinkriegen. Diejenigen, die

eine Runde im Auto hinter dem Leader mitfahren durften, konnten feststellen, wie schwierig es ist, einem Rennradfahrer in den Kurven zu folgen. «Ich werde künftig den Radfah-

Privatschule von Scientologen

Insektizid tötete Bienenvölker

Zum Beginn des neuen Schuljahres nimmt im August in Ottenbach die Ziel Schule den Betrieb auf. Immer wieder im Gespräch ist die private Tagesschule wegen ihres ScientologyHintergrunds.

150 000 bis 200 000 Bienen hat Imker Urs Bosshard Ende März innert zweier Tage verloren. Jetzt ist die Ursache klar: Es war Insektizid.

Bis in die Fingerspitzen angespannte Muskeln

Die Ziel Schule zieht von der Albisriederstrasse in Zürich nach Ottenbach um. Die Gründe dafür wollte Elisabeth Ambühl, Schulleiterin und bekennende Scientologin, dem «Anzeiger» nicht nennen. Im Jahr 2000 war die private Tagesschule vom Bildungsrat bewilligt worden. Im Kanton Zürich müssen Privatschulen eine Bildung anbieten, die gleichwertig ist wie jene an der öffentlichen Volksschule. Im Rahmen der Bewilligungsbedingungen dürfen die Privatschulen Schwerpunkte inhaltlicher, pädagogischer, weltanschaulicher, religiöser oder konfessioneller Natur setzen. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Abhaken und weitermachen? Das war für Urs Bosshard, Imker und Präsident des Ämtler Bienenzüchtervereins, keine Option. Dass Ende März sieben seiner Völker innert zweier Tage eingegangen waren und nur jenes überlebte, dessen Flugloch er versehentlich geschlossen hatte, konnte kein Zufall sein. Und weil er solch ein Massensterben seiner Bienen nicht noch einmal erleben wollte, schickte er Proben ins Labor. Mittlerweile liegen die Resultate vor: Seine Bienen wurden tatsächlich vergiftet, und zwar mit einer tödlichen Dosis des Insektizids Chlorpyrifos-methyl sowie mit zwei weiteren Giftstoffen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 7

rern ihren Vortritt gewähren», meinte einer, «die fahren ja manchmal schneller als Autos.» ................................................... > Berichte auf Seite 17

Tscz-Cup in Hausen Am vergangenen Samstag tanzten rund 65 Paare Standard- und Lateintänze im Hausemer Gemeindesaal. Das Tanzturnier des Tanzsportclub Zug bot Tanzsport auf hohem Niveau. Bereits ab 13 Uhr wurde im Hausemer Gemeindesaal getanzt. Bei bewölktem Himmel während des Nachmittags blieben die Temperaturen erträglich. Am Nachmittag tanzten die Kinder und ältesten Senioren ihre Turniere, am frühen Abend kam auch der Hausemer Davide Corrodi zum ersten Einsatz. In der Hauptkategorie B-S Standard wurde er mit Tanzpartnerin Cinzia Dalla Veccia Zweiter. Im Abendprogramm zeigten die Seniorenkategorien ab 30 Jahren sowie die besten Lateintänzer ihr Können. (abo) ................................................... > Bericht auf Seite 19

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Körperspannung bis in die Fingerspitzen: Jana Stürmlin und Fabio Marchese. (Bild Andrea Bolliger)

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Gemeindeverwaltung Bonstetten Die Büros der Gemeindeverwaltung und des Betreibungsamtes bleiben am Freitag, 30. Juni 2017, infolge Personalausfluges geschlossen. Die Meldung eines Todesfalls nimmt stellvertretend das Bestattungsunternehmen Bossardt AG, Telefon 044 710 99 70, entgegen.

Werner und Fanny Zingg liessen den Worten Taten folgen. Seit Mai 2017 sind sie stolze Besitzer einer dachaufgebauten Solarstromanlage auf dem Autounterstand an der Arnistrasse 6, 8908 Hedingen. Damit stellen sie bereits heute die Weichen für die Zukunft. Die schnider solar ag bedankt sich bei der Bauherrschaft für den Auftrag zur Planung und Ausführung einer dachaufgebauten Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 17,82 kWp (Elektroinstallation durch unseren Partner die Elektro Roth AG in Mettmenstetten, Bauleitung: Roland Stöckli Baumanagement AG Merenschwand)

Ihre Gemeindeverwaltung

Baustellen-INFO / Nachtarbeit

Sanierung Wasserleitung Untermättli Nachtarbeit vom Donnerstag, 29., auf Freitag, 30. Juni 2017, zwischen 00.30 und 05.30 Uhr Infolge Sanierungsarbeiten der Wasserleitung im Untermättli muss für den Rohreinzug der Spülbohrung die Affolternstrasse auf der Höhe Hausnummern 49/51 für eine Nacht komplett gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt via Rickenbacherstrasse über Obfelden. Da es sich bei der Affolternstrasse um eine Postautostrecke handelt, müssen die Arbeiten in der Nacht zwischen 00.30 und 05.30 Uhr erfolgen. In dieser Zeit verkehren keine Postautos. Für die Immissionen entschuldigen wir uns und zählen auf Ihr Verständnis. Gemeinde Ottenbach Tiefbauabteilung

Tel. 044 700 02 02

Eines bestehet, nimmer vergehet, was Du liebend getan

Ein liebendes Herz hat aufgehört zu schlagen. Traurig nehmen wir Abschied von meinem lieben Gatten, unserem lieben Papi, Tat, Bruder, Onkel und Schwager

Emil Signorell 2. April 1938 bis 21. Juni 2017

Nach einem erfüllten Leben durfte er friedlich einschlafen. In stiller Trauer: Doris Signorell Urs und Gaby Signorell und Kinder Barbara und Willy Spalinger-Signorell und Kinder Geschwister Verwandte und Bekannte

Todesfälle Affoltern am Albis Am 21. Juni 2017 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Emil Signorell geb. 2. April 1938, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Bestattung findet im engsten Familienkreis statt. Trauergottesdienst am Freitag, 30. Juni 2017, um 14.30 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH.

Die Abdankung findet am Freitag, 30. Juni 2017, um 14.30 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis statt. Traueradresse: Doris Signorell, Brunnenhof 2, 8910 Affoltern am Albis

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Ottenbach Du hast viele Spuren der Liebe und Fürsorge hinterlassen, und die Erinnerung an all das Schöne mit dir wird stets in uns lebendig sein.

Am 21. Juni 2017 ist in Zürich gestorben:

Steigmeier Esther geb. 18. Mai 1954, von Affoltern am Albis ZH, wohnhaft gewesen in Ottenbach. Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 30. Juni 2017, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof in Ottenbach mit anschliessender Abdankung um 14.00 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirche Ottenbach statt. Die Friedhofvorsteherin

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Bezirk Affoltern

Internet ausgefallen Vergangenen Freitagmorgen von 6.30 bis ca. 8.30 Uhr kam es zu Ausfällen bei den Internet-Verbindungen im Versorgungsgebiet von WWZ/Quickline. Die Störungen seien auf einen Systemausfall zurückzuführen, teilten die WWZ mit. Dank sofortigem Einsatz des Pikettdienstes konnten die Verbindungen schnellstmöglich wieder hergestellt werden.

wir gratulieren Zum 80. Geburtstag Heute Dienstag, 27. Juni, feiert Heidi Buchmann-Rüedi in Affoltern ihren 80. Geburtstag. Wir wünschen ihr von Herzen alles Gute, Gesundheit und viel Freude im neuen Lebensjahr.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 186 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch anzeige

Dienstag, 27. Juni 2017

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Die Bewohner sollen nur einmal umziehen Haus zum Seewadel: Ideenwettbewerb für Neubau bei laufendem Betrieb Das Haus zum Seewadel soll durch einen Neubau am bisherigen Standort ersetzt werden. Wenn alles ideal läuft, könnte der Bau im Sommer 2020 starten und das neue Pflegezentrum im Sommer 2022 bezugsbereit sein. ................................................... von thomas stöckli Im Frühling 2016 stand noch eine Schliessung des Alters- und Pflegeheims Seewadel zur Diskussion, mittlerweile rechnet man im Bezirk wieder mit steigendem Bedarf an Pflegebetten. Aktuell sei die Auslastung bei 100 %, verrät Geschäftsleiterin Verena Feller. Allerdings sind das nur noch 83 Betten: Mitte letztes Jahr wurden zwei Zimmer in separate Speiseräume umgewandelt – als günstigere Alternative zu einem Ausbau des bestehenden «Demenz-Stüblis». Dass der Gemeinderat Affoltern einen Neubau des «Seewadels» am bestehenden Standort favorisiert, hat er bereits vor einem Jahr verkündet. Entgegen früherer Überlegungen will er diesen selber finanzieren. «Aufgrund der jetzigen Zinslage ist das relativ günstig», erklärt Gemeindeschreiber Stefan Trottmann. Ziel sei es, bei laufendem Betrieb zu bauen. «Die Bewohner sollen nur einmal umziehen», wünscht sich Geschäftsleiterin Verena Feller. Will heissen: Der Neubau soll nicht anstelle der bestehenden Bauten entstehen, sondern unmittelbar daneben.

Das Seewadel heute ... (Bild Thomas Stöckli)

Das «Cachet» erhalten Die Übergangslösung wird denn auch Teil des Ideenwettbewerbs sein, welchen die Gemeinde Affoltern Anfang Mai ausgeschrieben hat. Bis zum 8. Juni lief die Anmeldefrist für die Teilnahme. «Wir haben genug bekommen, so dass wir vier in die engere Auswahl nehmen konnten», so Stefan Trottmann. Diesen gibt die Gemeinde nun die Eckpunkte bekannt. Wer die beste Lösung bringt, darf diese dann anschliessend zu einem Projekt ausarbeiten. Im Sommer 2020 sollen die Baumaschinen auffahren, im Sommer 2022 der Neubau bezugsbereit sein – «sofern es keine Einsprachen gibt», schränkt Verena Feller ein. «So lange sollte das «alte Schiff» gerade noch

... und einst, hier von aussen ... stehen», hofft sie und ergänzt: «Wenn wir bis dahin durchstehen, ohne grosse Kosten, haben wir Glück gehabt.» Als grosse Herausforderung sieht es die Geschäftsleitung, das «Cachet» zu erhalten, die herzlich-heimelige

... und der Einblick in den alten Speisesaal. (Bilder zvg.) Atmosphäre: «Dieses Charisma in den Neubau zu übertragen, das wird eine grosse Herausforderung sein», sagt Verena Feller. Da wird auch das Personal gefordert sein. 100 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter teilen sich die rund 60 Vollzeitstellen, zusätzlich werden in allen Bereichen 16 Lernende ausgebildet. Das Haus zum Seewadel bietet auch immer wieder verschiedene Integrationsplätze an.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 27. Juni 2017

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Scientologen machen Schule im Säuliamt Ab dem neuen Schuljahr eröffnet die Ziel Schule AG in Ottenbach eine Privatschule Mit dem Beginn des neuen Schuljahres eröffnet in Ottenbach die Ziel Schule, eine private Tagesschule für 20 bis 30 Schüler. Der Schule wird seit Jahren die Nähe zur Scientology vorgehalten. Die Leitung der Ziel Schule bezeichnet sich aber als politisch und konfessionell neutral. ................................................... von martin mullis «In den Sommerferien ziehen wir ins Grüne», hält die Ziel Schule AG auf der Homepage fest. Das dazugehörige Bild sowohl im Internet als auch auf dem in Ottenbach gestreuten Flyer, zeigt ein imposantes Gebäude mit viel grüner Wiese. Die Schulräumlichkeiten befinden sich allerdings in einem kleinen, eher unscheinbaren Nebenteil des abgelichteten, langgezogenen Gewerbegebäudes, in dem sich ebenfalls einige Handwerksbetriebe befinden. Schulleiterin Elisabeth Ambühl soll bei der Sekte von L. Ron Hubbard angeblich die höchste Ausbildungsstufe erreicht haben. Sie will erst einmal am Telefon überhaupt keine Auskunft über die neue Privatschule im Säuliamt geben. Auf Drängen des «Anzeigers» erklärt sie schliesslich, dass die Ziel Schule eine staatlich anerkannte und bewilligte Schule sei. Die Gründe, warum die Schule von der Albisriederstrasse in Zürich nach Ottenbach

Aeugst misst das Fremdwasser Die Gemeinde Aeugst veranlasst im Rahmen der Erarbeitung des Generellen Entwässerungsplans (GEP) eine Messkampagne zur Feststellung des im Gemeindegebiet anfallenden Fremdwassers. Fremdwasser ist unverschmutztes Abwasser (z. B. von Brunnen, Drainagen oder eingedrungenem Grund- oder Hangwasser), das nicht der Kläranlage zugeleitet werden sollte, da es keine Reinigung benötigt und somit die Reinigungsleistung der Kläranlage vermindert. Für eine zielgerichtete Reduktion des Fremdwassers im Kanalnetz sind Messungen notwendig. Da nachts am wenigsten häusliches Abwasser anfällt, wird Fremdwasser mit Vorteil zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens gemessen. Aus diesem Grund wird die Fremdwassermesskampagne in der Gemeinde Aeugst im Juni/Juli 2017 (zw. KW 26 und 31) während zweier Nächte zwischen Mitternacht und 6 Uhr durchgeführt werden. Das bedeutet, dass innerhalb dieses Zeitraums an einzelnen Stellen im Kanalnetz Schächte geöffnet und Abflussmessungen in den Schächten ausgeführt werden (Dauer: ca. 20 Minuten pro Schacht). Der genaue Zeitpunkt der Durchführung ist abhängig von den Witterungsbedingungen. Die Gemeinde dankt fürs Verständnis. (th)

Falsche Rückzahlungsankündigung Eine falsche doppelte Verbuchung von Zahlungen bei einem externen Dienstleister hat dazu geführt, dass 12 000 Steuerpflichtige eine automatische Gutschriftsanzeige des Kantonalen Steueramtes erhalten werden. Ausgelöst wurde die Rückzahlung der vermeintlich doppelt bezahlten Bundessteuer-Rechnungen nicht – der Fehler wurde vom internen Controlling des Steueramtes rechtzeitig bemerkt. (pd.)

umziehe, will sie nicht nennen. Ebenso meinte die Schulleiterin und bekennende Scientologin, dass zwar Schulräume für 20 bis 30 Primarschüler von der ersten bis zur sechsten Klasse vorhanden seien, jedoch bis dato weder die Anzahl der Schüler als auch die Anzahl Lehrpersonen bekannt ist.

Ziel Schule soll politisch und konfessionell neutral sein Ebenfalls sei ihr unbekannt, ob auch bei weiteren Lehrpersonen Verbindungen mit der Scientology beständen. Sie hält dezidiert fest, dass die Schule politisch und konfessionell neutral sei und erklärt die Frage nach der Sektenzugehörigkeit als obsolet. Mit der Scientology dürfe die Ziel Schule nicht in Verbindung gebracht werden, hält sie fest und mit der Bemerkung: «Sie würden mir diese Fragen nicht stellen, wenn ich zum Beispiel Jüdin wäre», beendete die Mutter zweier erwachsener Kinder das Gespräch ziemlich abrupt. Der «Anzeiger» sprach auch mit dem Vermieter der Schulräumlichkeiten, welcher die Bonität und den Betreibungsauszug der Ziel Schule AG abgeklärt habe. Die Bildungsdirektion habe ihm zudem auch die Legalität der Schule bestätigt. Dass sich die Schule im Dunstkreis der Scientologen bewege, habe er erst nach dem Abschluss des Mietvertrages erfahren. Mit dem jetzigen Wissensstand würde

er allerdings den Abschluss eines Vertrages mit diesem Mieter nochmals überdenken. Gaby Noser Fanger, Gemeindepräsidentin von Ottenbach, bestätigt den Zuzug der Bildungsinstitution. Sie erklärt, dass auch der Gemeinderat bei der Bildungsdirektion die rechtlichen Voraussetzungen abgeklärt habe. Die Schule sei staatlich anerkannt, eine Bewilligung sei vorhanden, so bleibe der Gemeinde lediglich den Zuzug der Schule zur Kenntnis zu nehmen. Ihre Worte liessen jedoch den Schluss zu, dass sich die Begeisterung über die neue Bildungsstätte beim Gemeinderat in engen Grenzen hält.

Privatschulen müssen Verbindungen zu ideellen Vereinigungen offenlegen Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich bejaht gegenüber dem «Anzeiger» in einem Schreiben die Legalität der Ziel Schule. Sie wurde im Jahr 2000 vom Bildungsrat bewilligt. Seit dem neuen Volksschulgesetz von 2007 liegt die Aufsicht über die Privatschulen im Kanton Zürich bei der Bildungsdirektion. Seither wird diese Schule, wie übrigens alle anderen Privatschulen auch, regelmässig – das heisst alle zwei Jahre – besucht. Im Rahmen der Aufsicht überprüft das Volksschulamt, ob die Bewilligungsvoraussetzungen nach wie vor gegeben sind. Bei der Ziel Schule konnten bisher keine Mängel festgestellt werden.

Nicht bei allen herzlich willkommen: Eingang der Ziel Schule in Ottenbach. (Bild Martin Mullis)

Im Kanton Zürich müssen Privatschulen eine Bildung anbieten, die gleichwertig (nicht gleichartig) ist wie die Bildung an der öffentlichen Volksschule. Die Schülerinnen und Schüler in Privatschulen dürfen keinen pädagogischen oder weltanschaulichen Einflüssen ausgesetzt werden, die den Zielen der Volksschule in grundlegender Weise zuwiderlaufen. Im Rahmen der Bewilligungsbedingungen dürfen

Neue Büros und neue Stiftungsräte Tixi Säuliamt soll professioneller werden Bei Tixi Säuliamt hat sich einiges verändert. Der Stiftungsrat erhielt auf das neue Geschäftsjahr hin gleich drei neue Mitglieder. Am 1. Juli werden neue Büroräumlichkeiten auf dem OVA-Areal bezogen. ................................................... von andrea bolliger Zu Beginn dieses Jahres war der Stiftungsrat von Tixi Säuliamt kurzfristig unterbesetzt. Seit Anfang Mai gehören ihm wieder fünf Mitglieder an. Neben den bisherigen Stiftungsräten Matthias Cadisch und Adrian Wirth lenken Ruedi Niederer, Marlies Schütz und als neuer Präsident René Abt, die Geschicke der Stiftung. Der neue Stiftungsrat ist ambitioniert und möchte die Stiftung mit einem neuen Internetauftritt und der vermehrten Auflage von Flyern bekannter machen. Auch ein Stand am diesjährigen «Chlausmärt» ist für Präsident René Abt denkbar. Ab Anfang des nächsten Monats mietet die Stiftung ein eigenes Büro im OVA-Areal. Der Wunsch nach eigenen Räumlichkeiten kam auf, um den Betrieb zu professionalisieren und die Unterlagen an einem zentralen Ort aufzubewahren, damit alle, die müssen, Zugang darauf haben. René Abt ist es ein Anliegen, Struktur in die Abläufe zu bringen und den Austausch mit Tixi-Stiftungen benachbarter Regionen anzuregen. Er ist überzeugt, dass Sitzungen nicht länger als zwei Stunden dauern sollten. Nicht relevante Angelegenheiten liessen sich auch nach der Sitzung bei einem Bier besprechen, meint er. Tixi Säuliamt bietet seit 1999 allen mobilitätseingeschränkten Menschen und deren Begleitpersonen im Bezirk Affoltern einen günstigen und hochwertigen Transportdienst, der während sieben Tagen die Woche in Anspruch genommen werden kann. Die Fahrpreise bewegen sich in einem mo-

deraten Rahmen. «Wir sind und wollen keine Konkurrenz für die Taxiunternehmungen sein», sagt René Abt. Alle, die im Stiftungsrat oder in der Administration von Tixi Säuliamt tätig sind, fahren selber. René Abt, der beruflich mit seinem eigenen Unternehmen in der Bauberatung tätig ist, stiess vor einem Jahr dazu. Er wurde auf ein Inserat aufmerksam, in welchem Fahrer gesucht wurden und will mit seinem Engagement etwas zurückgeben. «Tixi fahren gibt der Seele etwas, nicht dem Portemonnaie», sagt er.

Fahrerinnen und Fahrer werden immer gesucht Die meisten Fahrer sind im Ü-60-Alter. «Das hat einen einfachen Grund», erklärt René Abt. Die Fahrgäste buchen die Fahrt mit dem Tixi vornehmlich für Arzt- oder Therapiebesuche, aber auch für die Teilnahme an Kursen oder für Besuche bei Verwandten. Diese Fahrten finden vornehmlich tagsüber und unter der Woche statt. Des-

halb können Berufstätige sich hier weniger gut engagieren. Wer für Tixi fahren möchte, braucht eine seit mindestens drei Jahren gültige Fahrerlaubnis der Führerschein Kategorie B. Selbstverständlich unterscheiden sich die Autos von Herkömmlichen, denn es fahren Fahrgäste mit, deren Rollstühle fachgerecht festgezurrt werden müssen. Doch Angst davor brauche man nicht zu haben, sagt René Abt: «Jeder Neue erhält eine sorgfältige Einführung und wird von einem erfahrenen Fahrer begleitet.» Einige der über 50 Fahrerinnen und Fahrer sind schon seit mehr als einem Jahrzehnt dabei. Im Laufe der Zeit entstehen auch einmal persönliche Beziehungen. Manche Fahrgäste erzählen gerne, andere sind weniger gesprächig. «Man muss das Gespür haben, was die Fahrgäste möchten», sagt René Abt. Einfühlsamkeit und eine gewisse innere Ruhe sind für die TixiFahrenden unabdingbar. Sie müssen auf die verschiedenen Beeinträchtigungen und Bedürfnisse ihrer Fahrgäste eingehen und darauf reagieren.

sie Schwerpunkte inhaltlicher, pädagogischer, weltanschaulicher, religiöser oder konfessioneller Natur setzen. Zudem müssen Privatschulen ihre Verbindungen zu ideellen Vereinigungen veröffentlichen. Diese Bewilligungsvoraussetzungen für Privatschulen gelten nur für den Kanton Zürich, sie sind in den anderen Kantonen unterschiedlich geregelt.

Reppischtalstrasse gesperrt Die Strassenbauarbeiten an der Reppischtalstrasse zwischen Stallikon und Sellenbüren neigen sich dem Ende zu. Für die abschliessenden Belagsarbeiten muss der betroffene Abschnitt gesperrt werden. Die Vollsperrung beginnt am Freitag, 30. Juni, 20 Uhr, und dauert bis Sonntag, 2. Juli, 18 Uhr. Die Belagsarbeiten erfordern trockenes Wetter. Bei schlechter Witterung verschiebt sich der Belagseinbau auf das Wochenende vom 14. bis 16. Juli. Der Durchgangsverkehr wird in beide Richtungen grossräumig umgeleitet: Ab Stallikon über Wettswil am Albis – Landikon – Diebis – Sellenbüren. Allen Anwohnenden im Baustellenbereich, die über keine rückwärtige Erschliessung verfügen, wird empfohlen, während der Vollsperrung ihre Fahrzeuge ausserhalb der Baustelle zu parkieren. Der Rad-/Gehweg bleibt während der Bauarbeiten benützbar. Die PostAuto-Linien 235 und 227 sowie der Nachtbus N23 werden umgeleitet. Die Haltestellen «Dorf», «Bleiki», «Loomatt», «Sellenbüren» und «Diebis» können nicht bedient werden. Es ist mit Verspätungen zu rechnen und die Anschlüsse sind nicht gewährleistet. Es gilt, die an den Haltestellen und in den Bussen publizierten Informationen zu beachten.

Nächste Etappe

Stiftungsratspräsident René Abt vor einem Tixi-Fahrzeug. (Bild Andrea Bolliger)

Bereits am Montag, 3. Juli, beginnen die Arbeiten im nächsten Abschnitt: Weidelbach bis Diebis. Hier wird zudem die Bushaltestelle behindertengerecht ausgebaut. Als Ersatz werden ausserhalb des Baubereichs provisorische Haltestellen eingerichtet. Gleichzeitig erneuert die Gemeinde Stallikon die Wasserleitung zwischen dem Weidelbach und der Haltestelle «Diebis». Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober 2017. Der Verkehr wird mit einer Lichtsignalanlage einspurig durch den Baustellenbereich geführt. Für die abschliessenden Belagsarbeiten steht im Frühling 2018 eine Wochenend-Vollsperrung an.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 27. Juni 2017

Salsa picante auf dem Dorfplatz Mit einer fulminanten «Fiesta Cubana» begrüsste «Musig im Dorf» den Sommer in Bonstetten Was braucht es für eine echte Salsa picante? Tomaten, Chili, Zwiebel und Knoblauch, etwas Olivenöl, Zitrone, Zucker und eine Tex-Mex-Gewürzmischung..... Oder El Zorro! Kaum war es 18 Uhr begann sich der Dorfplatz mehr und mehr zu füllen. Eine Stunde später, bei offizieller Eröffnung des Abends, war es schon schwierig, einen Platz auf den vielen Festbänken zu finden. Als musikalische Vorspeise spielte sich das Trio Son III gleich mit den ersten Tönen in die Herzen der zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer. Kein Wunder, es begann seinen Auftritt mit dem legendären Song Chan Chan von «Bueno Vista Social Club». Derweil wurden feinste Tacos auf Gemüse an einer einmaligen Salsa picante serviert. Der Chef de cuisine, Ernst Hedinger, verriet, dass die Garzeit bei satten 5 Stunden liege. Das zahlreiche Publikum, die Stimmung und das köstliche Essen sorgten im Nu für eine ausverkaufte Küche.

Von Reggae, über Big-Band-Jazz bis zu frechem Hip-Hop Der musikalische Hauptgang folgte knapp vor neun Uhr. Die Köchinnen und Köche von El Zorro trugen mit grundsolidem Salsa auf. In deren Küche wurden auf heissem Feuer Stilrichtungen von Reggae, über BigBand-Jazz bis zu frechem Hip-Hop verarbeitet. An vorderster Front warf sich Leadsänger Roby Pulido mit fantastischer Stimme und heissen Tanzeinlagen in Szene. Und während die Band die Salsa al dente garte, würzten die

Salsa mit «El Zorro» auf dem Dorfplatz Bonstetten. (Bild zvg.) Sängerinnen und die Bläser den Sound mit frechen Kicks. Das Publikum liess sich von Beginn weg mitreissen, tanz-

te ausgelassen und schenkte den Musikern frenetischen Applaus bis spät in die Nacht. Was braucht es für eine

echte Salsa picante? Ganz einfach: Das Bonstetter Publikum und El Zorro – sin compromiso! (ksch)

Nächster Anlass von Musig im Dorf: 12. August 2017 mit Musique en Route und Moes Anthill.

Geschichten in Musik verpackt Die Band «Buschi & Anni» spielte in Knonau «Gin-Folk-Musik» Am letzten Freitagabend begeisterte die Nidwalder Band «Buschi & Anni» mit einem Mix aus englischen, französischen und Dialekt-Songs. Man sass im Festzelt an der Oberdorfstrasse gemütlich zusammen, die Kinder wollten nicht heim und es wurde gern konsumiert. Organisiert hat die Kulturkommission Knonau.

spiel mit seinen Mitmusikern. «Nonverbal passiert viel», sagt er und meint, dass man sich ohne Worte versteht. Es geht bei ihm – anders als bei beispielsweise Berner Sängern – nie um politische Themen. Er erzählt am liebsten «Geschichten, in Musik verpackt.»

Suche nach Annie

................................................... von regula zellweger Gin ist nicht gleich Gin. Jede Marke hütet ihr Geheimnis, welche Ingredienzen ihr Produkt einzigartig machen. Man spürt den Unterschied, kann aber nicht ausmachen, worin dieser besteht. Und zudem ist Gin Geschmacksache. Es gibt Liebhaber einer Sorte, und solche, die sie nicht mögen. «GinFolk-Musik» nennen Sämi Locher und seine Freunde ihre Band – was für Gin gilt, trifft auch auf ihre Musik zu.

Hobby mit Professionalität Gin Sämi Locher ist Mittelstufenlehrer. Daneben schreibt und komponiert anzeige

Sieben Männer unter dem Label «Buschi & Annie» auf der Bühne – und keine Annie in Sicht. (Bild Regula Zellweger) er Songs. In verschiedenen Sprachen, am liebsten in kernigem Nidwalder Dialekt. Seine Band «Buschi & Anni» spielt mit Erfolg nur eigene Kompositionen. Andere Mitglieder der Band sind Musiklehrer, einer ist Treuhänder. Am vergangenen Freitag begann das Konzert mit drei Musikern: Sämi Locher, Gesang, Gitarre, Handorgel; Simon Käslin, Schlagzeug, David Bucher, Bass. Für den Gitarristen Dominik Flaig sprang Mario Ineichen

ein. Dieser und die drei Bläser kamen nach der ersten Pause. Wer meist nicht genannt wird? Der Mann am Mischpult: Rolf Ambauen. Er hat grossen Anteil am Klang und Erfolg eines Konzertes. Das ganze Orchester erfüllte Knonau und die Musik war bis weit über die Kirche hinaus zu hören.

Ein Lebensgefühl Für Sämi Locher ist die Qualität der Musik, deren Vielfältigkeit wichtig –

und vor allem, dass es allen – Publikum und Musikern – Spass macht. Für ihn bedeutet es ein Stück Unabhängigkeit und Freiheit, mit seinen Freunden zusammen Musik zu machen, die zwar an irischen Folk anlehnt, aber ihren ganz eigenen Stil hat, den man so wenig definieren kann wie die Zutaten von Gin. «Musik ist ein Träger von Emotionen», erklärt er. Er will mit seiner «Gin-Folk-Musik» Lebensfreude vermitteln und schätzt das respektvolle und wertschätzende Zusammen-

Sieben Männer auf der Bühne und einer am Mischpult. Das Warten auf Annie war erfolglos. David Bucher textete zwar ein Pixi-Büchlein als Antwort auf die Frage «Warum heisst Ihr eigentlich Buschi & Anni?» Eine wilde Geschichte – und am Schluss kapiert man es nicht wirklich. Irgendein Buchstabensalat, an dem Chinesen beteiligt waren. Nicht in eine Form pressen liess sich die Musik im Zelt an der Oberdorfstrasse in Knonau. Die Stimmung war vielleicht gerade wegen der Vielfalt super und es machte allen Spass. Die Kulturkommission hat gut gewählt. Die Sponsoren haben eine gute Sache unterstützt. An solchen Abenden entwickelt sich ein Gemeinschaftsgefühl und Neuzuzüger können sich unkompliziert integrieren.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 27. Juni 2017

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Ganze Bienenvölker tödlich vergiftet Bienensterben Ende März bei Hausen: Es war Insektizid Wenn sieben Völker verenden und nur eines überlebt, weil es nicht ausfliegen kann, liegt der Verdacht einer Vergiftung nahe. Der hat sich jetzt bestätigt. Der Umweltsünder ist noch nicht gefunden.

150 000 bis 200 000 Bienen sind in jenen zwei Tagen gestorben. Da komme ein Privatgarten nicht als Verursacher infrage, weiss Bosshard, das müsse ein idealer Futterplatz gewesen sein, in dem es nur so gesummt habe von all den Bienen, ein ganzes Feld oder eine Obstplantage. Da Umweltvergehen Offizialdelikte sind, ermittelt die Staatsanwaltschaft.

................................................... von thomas stöckli Bis zu zehn Zentimeter hoch lagen die toten Bienen, die Imker Urs Bosshard an einem Samstagmorgen Ende März in seinem zum Bienenhaus umfunktionierten alten «Berna»-Armeelastwagen zwischen Hausen und Kappel vorfand. Sieben von acht Völkern waren innert zweier Tage eingegangen, rund 16 kg Bienen. Das achte Volk hat nur überlebt, weil der Imker versehentlich das falsche Flugloch geschlossen hatte, und die Bienen nicht rauskonnten. «Das hat ihnen das Leben gerettet», so Bosshard, der auch Präsident des Bienenzüchtervereins Bezirk Affoltern ist. Gut zwei Monate später bestätigt sich der Verdacht des Imkers: Seine Bienen wurden vergiftet. Ein Labor in Deutschland wies in den Bienenproben das Insektizid Chlorpyrifosmethyl nach. Dieses findet etwa im Obst- und Rebbau, im Raps- und Getreideanbau Verwendung. «Die in der Probe gefundene Menge dieses Produktes war für die Bienen tödlich», stellte der Bienengesundheitsdienst in Bern fest. Doch damit nicht genug, in den Proben fanden sich auch Rückstände des seit einigen Jahren nicht mehr zugelassenen Insektizids Diazinon (in nicht tödlicher Dosis) sowie von Nikotin.

Am Abend spritzen, das Gift am nächsten Morgen früh abspülen

Mittlerweile ist der «Berna»-Armeelastwagen zwischen Hausen und Kappel wieder bevölkert und das Lächeln zurück im Gesicht von Imker Urs Bosshard. Er hat Bienen aus Aeugst umgesiedelt. (Bild Thomas Stöckli)

Übler Anblick im März: Tote Bienen in Massen drinnen ...

... und auch einige draussen. (Bilder zvg.)

Das Massensterben zumindest begünstigt haben dürften die Witterungsverhältnisse, war es doch im März schon aussergewöhnlich früh und lange frühlingshaft warm. So sei der Verursacher vielleicht vor der Blütezeit noch nicht zum Spritzen gekommen und konnte dann nicht weiter warten. Er habe durchaus Verständnis, dass der finanzielle Wert einer Obstplantage oder eines Rapsfelds höher liege als der eines Bienenvolkes. So fiel sein finanzieller Schaden mit 5000 Franken nicht extrem hoch aus. Trotzdem will er solch ein Massensterben seiner Bienen nicht noch einmal erleben müssen. Auch im Privatgarten greift mancher zum Spritzmittel. «Ich habe nichts dagegen, wenn gegen Blattläuse Insektizid gespritzt wird», stellt Bosshard klar, sofern man es am Abend ab 21 Uhr macht – und nicht am Samstagmittag.» Weiter solle man nicht auf offene Blüten spritzen, rät der Imker. Zudem hilft es, das Gift am nächsten Morgen früh mit Wasser runterzuspritzen, denn: «Bis dann hat es schon längst gewirkt.» So lässt sich mit wenig Aufwand viel erreichen.

«Wohnen in der Ein nicht alltäglicher Wunsch zweiten Lebenshälfte» Wie eine 90-Jährige zum Schwyzerörgeli-Spielen kam Tag der Öffentlichkeit im Haus zum Seewadel Hilfreiche Informationen, bereichernde Eindrücke, angenehme Musik, Kaffee und Kuchen und ein interessantes lebendiges Referat, das sind rückblickend die Höhepunkte des traditionellen Tages der Öffentlichkeit im Haus zum Seewadel, Affoltern. Am vergangenen Donnerstag fand der jährliche Tag der Öffentlichkeit statt. Dieses Jahr bildete er zugleich den Auftakt zur Trilogie «gestern-heutemorgen». Am Nachmittag beantworteten Fachleute an Informationsständen den zahlreichen interessierten Besucherinnen und Besuchern Fragen zu Themen wie Ergänzungsleistungen, Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag. Weiter konnten sich die Besucherinnen und Besucher bei Führungen durch das ganze Haus ein Bild des

heutigen Alters- und Pflegeheims machen. Manch eine oder einer konnten so allfällige Vorurteile abbauen. Trotz der grossen Hitze genossen die Besucherinnen und Besucher bei Klavierklängen Kaffee und Kuchen. Am Abend hielt Prof. Dr. phil. François Höpflinger, emeritierter Titularprofessor für Soziologie, ein lebendiges Referat unter dem Titel «Wohnen in der zweiten Lebenshälfte gestern-heute-morgen». Seine Ausführungen und Zahlen waren sehr aufschlussreich und immer wieder mit Beispielen unterlegt. Trotz der zum Teil nüchternen statistischen Zahlen über die Entwicklung in der Schweiz schaffte es Herr Höpflinger, mit seinen Aussagen den Besucherinnen und Besuchern immer wieder ein Lachen zu entlocken. Die rege Teilnahme an der anschliessenden Diskussion war eine weitere Bereicherung. Den Abschluss des Tages bildete ein reichhaltiger Verwöhnapéro auf der wunderbaren Dachterrasse des Seewadels bei einem stimmungsvollen Sonnenuntergang. Die nächsten Anlässe in

Anlässlich des Obstgartenfestes im Juni im Hause Senevita in Affoltern am Albis, durfte Rolf Meier mit dem Schwyzerörgeliquartett Räbhöckler die Gäste musikalisch unterhalten. Plötzlich kam eine ältere Frau auf ihn zu und äusserte einen nicht alltäglichen Wunsch. Es war Frau Nelly Ziegler. Sie erklärte, dass sie im Juli 90-jährig werde und gerne noch das Schwyzerörgeli spielen lernen möchte. Der Hedinger war schon etwas erstaunt, doch sie erklärte umgehend, dass sie früher, zusammen mit ihrem Vater Tanzmusik gespielt habe. Dies mit der chromatischen und der diatonischen Orgel. «Es war für mich darum klar, ihr diesen Wunsch zu erfüllen», so Rolf Meier. Am vergangenen Donnerstag war es so weit. Zusammen mit seiner Kollegin, Berti Lüthi, bei der er selber gelernt hat, besuchte er Nelly Ziegler und sie überreichten ihr ein Örgeli. Sie war sehr begeistert und griff, unter

13. Februar 2018, Thema soziale Kontakte; alles immer unter

Prof. Dr. phil. François Höpflinger referierte im «Seewadel».

dem Motto «gestern-

(Bild zvg.)

heute-morgen».

Mithilfe von Berti Lüthi, spontan in die Knöpfe. «Wir sind überzeugt, das ihr das Örgeli noch viel Spass bereiten

wird. Wir freuen uns schon heute, das erste Mal mit ihr aufspielen zu können», so Rolf Meier.

Hamburger mit Mehlwürmern Allergiker sollten beim Verzehr von Insekten aufmerksam sein Sie revolutionieren die westliche Ernährung: Insekten dürfen neu auch in der Schweiz als Snack genossen werden oder verarbeitet im Mittagessen landen.

der Trilogie: 7. November 2017, Thema Ernährung;

Rolf Meier übt mit Nelly Ziegler – und bereitet ihr damit grosse Freude. (Bild zvg.)

Der Mehlwurm ist die Larve des Mehlkäfers und kommt weltweit vor, ebenso das Heimchen, das zu den Grillen gehört. Beide Insektenarten dienten bei uns bisher als Futter für Terrarientiere und Vögel. Die Wanderheuschre-

cke lebt in Afrika, Asien, aber auch im Tessin und wurde bisher von Reptilien und Amphibien verzehrt. Und vielleicht bald auch von Schweizerinnen und Schweizern. Mehlwürmer, Heimchen und Wanderheuschrecken sind seit dem 1. Mai als Lebensmittel in der Schweiz zugelassen. Die Tiere müssen aus einer Zucht stammen, über einen angemessenen Zeitraum tiefgefroren und einer Hitzebehandlung unterzogen worden sein, um vegetative Keime abzutöten. Und: «Lebensmittel, die eine

dieser Insektenarten enthalten, müssen klar gekennzeichnet sein», so Karin Stalder, Ernährungsexpertin von aha! Allergiezentrum Schweiz. So könnte auf der Verpackung beispielweise «Hamburger mit Mehlwürmern» zu lesen sein. Diese Angaben sind für Allergiker wichtig: «Personen, die allergisch auf Weich- und Krebstiere sind, können nämlich auch auf Insekten reagieren», erklärt Stalder. Der Grund sind verwandte Proteine, die Kreuzreaktionen auslösen können. (pd.)


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ämtler kantonsräte meinen

Susanne Leuenberger (SVP, Affoltern)

Kein Rückschritt – kein Spitalverbund Zurzeit «hagelt» es neue Vorstösse im Parlament, die alle das Gleiche wollen: eine Zunahme der Gesundheitskosten soll verhindert werden. Bei der Motion KR 241 der SP, AL und Grünen geht es übergeordnet um die Frage eines halbwegs liberalen, «teils gesteuerten» marktwirtschaftlichen oder ein voll vom Staat gesteuertes, mit planwirtschaftlichem Charakter geprägtes, Gesundheitssystem. Der ZVV (Zürcher Verkehrsverbund) soll als Beispiel dienen. Ohne den ZVV zu unterschätzen denke ich schon, dass dieser Vergleich eher hinkt. Beim ZVV wird grundsätzlich eine Leistung, nämlich der Transport von A nach B, mit verschiedenen Verkehrsmitteln, angeboten. Der ZVV bietet den Passagieren den Vorteil, dass in einem Gebiet ein einheitliches Tarifsystem angewendet wird. Soweit ich mich erinnern kann, war dieses einheitliche Tarifsystem auch einer der Hauptgründe für den ZVV. Das Gesundheitssystem, respektive die Gesundheitsversorgung erachte ich als wesentlich komplexer, weil alleine im stationären Bereich über 1000 verschiedene Angebote gegenüber den Patienten geleistet werden. Die Vorstellung, dass diese Breite an Angeboten übergeordnet, staatlich gesteuert, effizient, mit hoher Qualität und wirtschaftlich gesteuert werden kann, erachte ich als abstrus. In der Vergangenheit, bis 2012, gab es ja ein solches System. Der Kanton hat Versorgungsgebiete rund um Spitäler definiert und die Bevölkerung dieser Region (ohne Zusatzversicherung) wurde verpflichtet, in dieses Spital zu gehen, dies unabhängig von der Qualität. Heute kann ein Patient frei wählen in welches Spital er gehen will. Aus meiner Sicht ist dies ein riesiger Schritt nach vorne. Mit einem staatlich übergeordnet gesteuerten System würde diese Wahlfreiheit wegfallen. Die Motionäre sprechen von einer teuren Deregulierung. Die Deregulierung ist nicht teuer. Aus den Versorgungsberichten des Kantons Zürich ist klar ersichtlich, dass der Kanton Zürich im Vergleich zu anderen Kantonen ein hoch effizientes System betreibt. Dies auch im Vergleich zu Kantonen, welche ein staatlich gesteuertes System betreiben. Was daran gefährlich sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Die Hürden für den Markteintritt eines

Spitals im Kanton Zürich sind sehr hoch. Verbunden mit den Leistungsaufträgen sind eine Vielzahl von strukturellen, wirtschaftlichen und qualitativen Anforderungen zu erfüllen. Der Kanton gibt die Steuerung keineswegs aus der Hand, sondern verschärft laufend die Anforderungen (z.B. Mindestfallzahlen, Rekole- Zertifizierung ab 2018, etc.) Die Motionäre behaupten, das Ziel jedes Spitals sei es, möglichst viele lukrative Leistungsaufträge zu erhalten. Dies ist nicht möglich, da die Leistungsaufträge (Leistungsgruppen) vom Kanton so aufgebaut sind, dass sie sowohl lukrative als auch weniger lukrative Angebote beinhalten. Zudem ist jedes Spital verpflichtet, Patienten innerhalb ihres Leistungsangebotes aufzunehmen, eine Selektion ist nicht zulässig. Eine weitere Behauptung ist, es fände ein Wettrüsten der Spitäler bei der Infrastruktur statt und die Investitionen der Spitäler müssten entsprechend amortisiert werden. Die Erneuerung der Infrastruktur basiert nicht auf dem System im Kanton Zürich, sondern hauptsächlich darauf, dass in den letzten 20 Jahren kaum mehr investiert wurde und viele Spitäler heute über eine alte Infrastruktur verfügen, die den Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Die mir bekannten Projekte im Kanton Zürich führen, mit Ausnahme des Triemlispitals (staatlich geführtes Spital) nicht zu Überkapazitäten. Mit den meisten Projekten wird die Kapazität nicht erhöht. Der Spitalverbund legt die nötige Menge der jeweiligen medizinischen Leistungsgruppen fest, wollen die Initianten. Will Zürich wirklich ein mengenrationiertes Gesundheitswesen? Die Patienten können sich in einem anderen Kanton behandeln lassen, der Kanton Zürich muss aufgrund der freien Spitalwahl bezahlen. Fast alle Spitäler mit Leistungsauftrag sind Mitglied des Verbands Zürcher Krankenhäuser (VZK). Dieser ist bereits heute mandatiert, die Verhandlungen zu führen. Es bestehen bereits grosse Einkaufsgemeinschaften (Geblog, H-Pharm, etc.) und die Einkaufskraft ist bereits gross. Es ist also kein Mehrwert ersichtlich. Aus all diesen Gründen braucht es keinen Spitalverbund, die Motion wird nicht unterstützt.

forum

Spitalbehörden wollen Demokratie ausschalten Am 6. Juli findet um 19.30 Uhr im Haus Rigi, 1. Stock, Spital Affoltern, eine wichtige Delegiertenversammlung statt. Da können Sie teilnehmen und zuhören. Dann stimmen die Delegierten dem Vorhaben zu, unser Spital der demokratischen Kontrolle zu entziehen. Sie wollen unser Spital in eine neue Rechtsform überführen, sagen aber interessanterweise nicht, in welche. Vermutlich haben Sie nicht den Mut, aus dem Spital eine AG zu machen. Das haben wir am 24. November 2013 abgelehnt. Aber sie wollen eine Interkommunale Anstalt (IKA) zimmern. Das ist einer AG nicht unähnlich. Das Gemeindeamt vom Kanton Zürich schreibt dazu, dass das keine demokratische Institution sei. In der Tat. Wir können an keine Delegiertenversammlung mehr. Das bedeutet, die Verhandlungen sind noch mehr geheim, als jetzt schon. Wir dürfen keine Protokolle erhalten, etwas, was sie uns heute schon widerrechtlich jeweils erst nach mehreren Reklamationen zustellen und der Verwaltungsrat tagt, wie bei einer AG im Hintergrund zu Honoraren, die sie wiederum an uns vorbei beliebig hoch

ansetzen können. (Derzeit Fr. 1000.-für eine zweieinhalbstündige Sitzung pro Person!). Das letzte Zipfelchen, was uns an Mitsprache oder an Information zusteht, wird uns somit genommen. Und dass unsere derzeitigen Behörden lösungsorientiert unser Spital sanieren, kann niemand feststellen. Demzufolge hätten wir anderes zu tun, als die Rechtsform zu ändern. Erstaunlich, solche Behörden als unsere Interessenvertreter gewählt zu haben. Die Vorlage der Rechtsformänderung und auch die Abspaltung des Spitals von der Langzeitpflege kommen zur Abstimmung. Denken wir dannzumal einfach daran, wie diese Behörden bisher unser Spital behandelt haben. Man mag sich über mich ärgern, aber in der Sache liege ich sicher nicht falsch, wenn ich davor warne, diesen Behörden zuzustimmen. Seien wir wachsam, auch was die Pflege unserer Betagten angeht, denn da steht es derzeit sehr schlimm. Die drei bisher erschienenen Leserbriefe sind sehr ernst zu nehmen. Hans Roggwiler, Zwillikon


Gewerbe/Dienstleistungen

Dienstag, 27. Juni 2017

Drei Anlässe

Podest knapp verpasst Teilverbandskranz

Am Wochenende vom 8. auf den 9. Juli ist in Hausen einiges los. > Seite 13

Petra Klingler kletterte am Boulder-Weltcup in Navi Mumbai ins Final. > Seite 18

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-

Obfelder Marco Nägeli brillierte am Nordostschweizer Schwingfest in Davos. > Seite 19

Tropische Atmosphäre im Gartencenter Guggenbühl Kultur und Kulinarisches aus Madagaskar zu Gast am Sommernachtsfest Die diesjährigen Events im Bonstetter Gartencenter Guggenbühl sind geprägt von Wetterextremen. An der Modeschau im März noch eisig kalt, war es diesmal tropisch heiss – passend zu den Gästen aus Madagaskar. Und passend zur neu eröffneten Schmetterlingsausstellung. ................................................... von martin platter Ein heftiger Regenguss kurz vor dem Guggi-Sommernachtsfest brachte am Freitagabend nur vorübergehend Abkühlung. Kaum hatte es aufgehört zu regnen, stieg die Luftfeuchtigkeit wie in den Tropen. Der Schweiss rann beim blossen Dasitzen. «Was beklagen wir uns? Auf Madagaskar herrschen während sieben bis acht Monaten derartige Wetterbedingungen – allerdings bei Tagestemperaturen bis 40 Grad», sagte Regula Ochsner und lachte. Die Ottenbacherin, die sich mit ihrer Stiftung «Ades – la cuisine solaire» seit bald 20 Jahren mit Solarkochern gegen die Abholzung des Urwalds auf der Insel im Indischen Ozean einsetzt, erinnert mit ihrem ansteckenden Esprit an den Song von Udo Jürgens, «Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.»

Ades-Geschäftsführerin Regula Ochsner (li.) mit Solarkocher sowie Thuri und Ramona Küng am Sommernachtsfest des Gartencenters in Bonstetten. (Bild Martin Platter) Bei Hitze Rasen nicht zu kurz mähen Auch Thuri Küng, der Geschäftsführer des Gartencenters, war bester Laune. Wie seine ganze Belegschaft léger gekleidet in kurzen Hosen, offenem Hemd mit Strandsandalen und einem madagassischen Strohhut. Die Frauen in Röcken mit farbenfrohen Hüfttüchern und traditionellem Make Up von der Insel. Im März, beim letzten Anlass im Guggenbühl, hatten noch

eisige Temperaturen geherrscht. Wie schützt man seine Pflanzen?, war damals die meistgeäusserte Frage. Nun das andere Extrem: Können Pflanzen auch zu viel Sonne gekommen? Ramona Küng erklärt: «Vor allem der Rasen leidet bei brütender Hitze. Man sollte ihn deshalb nicht zu kurz mähen und reichlich wässern; lieber weniger oft und dafür mehr aufs Mal. Braune Stellen sollte man ausrechen und erst im Spätsommer, wenn die

Temperaturen wieder kühler sind, ansähen.» Ansonsten seien Pflanzen gut gewappnet für die Hitze. Das Wachstum verlangsame sich zwar, was aber auch etwas Gutes habe. Unkraut wachse ebenfalls langsamer, ergänzte Thuri Küng lachend.

Mit Solarkochern gegen Armut Während die Gruppe Soga mit Musik und Tanzvorführungen den zahlrei-

chen Besucherinnen und Besuchern die madagassische Kultur näherbrachte, wurden typische Speisen und Getränke von der Insel gereicht. Höhepunkt des Abends war die Versteigerung einer Velorikscha und eines Schmuckstücks von Juwelier Vainard durch den professionellen Gantrufer Bruno Furrer. Der Erlös ging an die Stiftung Ades, die im Gartencenter ihre Solarkochermodelle ausgestellt hatte. In ihrem Vortrag erzählte Regula Ochsner von der vielseitigen Tätigkeit der Hilfsorganisation, die mit ihrem Engagement auf Madagaskar Arbeitsplätze schafft und aktiv gegen die Armut vorgeht. «Auf Madagaskar gibts rund 12 000, teilweise einzigartige Pflanzenarten, die wir schützen helfen», sagte Ochsner. «Das Gartencenter Guggenbühl hat ein Sortiment von rund 4500 verschiedene Pflanzen», setzte Thuri Küng die Zahl in Relation. Fasziniert zeigte sich das Publikum ausserdem von der Schmetterlingsausstellung, die am Sommernachtsfest eröffnet wurde. Etliche der Insekten hatten sich bereits verpuppt, waren ihrem Kokon entschlüpft und zeigten ihre faszinierend farbenfrohen Flügel. Die Ausstellung ist bis auf Weiteres zu sehen. Weitere Infos unter gartencenter-guggi.ch, adesolaire.org.

Aktuelle Trends für Küche und Bad DiWohn präsentiert in Affoltern exklusiv Produktneuheiten von Miele und Talsee Die beiden Unternehmen Miele und Talsee sorgen in diesem Jahr mit neuen Produktlinien für Aufsehen. Mit dem erweiterten Sortiment bieten sie für die Gestaltung von Küche und Bad völlig neue Möglichkeiten. DiWohn Innenarchitektur präsentiert diese Trends am Samstag, 1. Juli. Das Team von diWohn Innenarchitektur setzt bei der Gestaltung von Küche, Bad und Wohnbereichen den Kunden mit seinen Wünschen ins Zentrum. Neben der Entwicklung von neuen Raum-, Farb- und Materialkonzepten kommt der Auswahl der Ausstattung eine zentrale Bedeutung zu . Dabei sind hohe Ansprüche an Qualität, Funktionalität und Ästhetik zu berücksichtigen. Mit Miele und Talsee arbeitet diWohn mit zwei Partnern zusammen, deren Produkte diesen Ansprüchen vollends gerecht werden.

Offene Raumgestaltung Ob Küche, Bad, oder Wohnraum – die Grenzen der Raumaufteilung werden immer fliessender und offener. Das Bedürfnis nach Produkten, die diesen

Regale ergänzen die schlanken Schubladenfronten, die mit verschiedenen Materialien wie Echtholzfurnier, Lackfarben oder abriebfesten Kunstharzlaminaten kombiniert werden können – alles in gewohnter Talsee«swiss made»-Qualität. Der Küchengerätehersteller Miele bringt mit den neuen Einbaugeräten «ArtLine» eine Serie auf den Markt, die komplett ohne Griffe auskommt. Die Geräte fügen sich flächenbündig in die Möbelfronten ein und ermöglichen so ein besonders edles und elegantes Design. Die Funktion des Gerätegriffs übernimmt eine integrierte Sensortaste, die beim Berühren die Tür entsperrt und automatisch öffnet. Eine Miele-Fachberaterin wird am 1. Juli allen Interessierten die neuen Geräte vorführen und deren Raffinessen im Detail erklären.

Formgebendes Element der neuen Badmöbel sind die offenen Nischen und Regale. (Bild zvg.) Trend unterstützen, ist gross. Genau hier liegen die Stärken der neuen Produktlinien von Miele und Talsee. Der Badmöbelproduzent Talsee trumpft mit der neuen Kollektion

«pride» auf, die durch klare Linienführung und eine starke Formensprache besticht. Sie bringt mit filigranen Metallprofilen einen etwas anderen Look ins Badezimmer. Offene Nischen und

Innenarchitektur trifft auf Handwerk Ob Wohnberatung, individuelle Möbelwünsche, Büroplanung, die Umgestaltung von Läden oder Gastronomiebetrieben oder als Projekt- und Bauleiter bei umfangreichen Umbauten – diWohn Innenarchitektur ist der ideale Partner für Veränderungen der

Wohn- oder Arbeitsumgebung jeder Art und Grösse. Hier trifft Innenarchitektur auf Handwerk. Basierend auf den Wünschen der Kunden erarbeitet das Gestalter-Team individuelle Lösungen und setzt bei der Umsetzung auf Qualität, erzeugt durch eine gesamtheitliche Planung, einen adäquaten Materialeinsatz und eine saubere Ausführung bis ins kleinste Detail. Die Planer achten auf ein optimales Zusammenspiel von Design und Funktionalität in Verbindung mit gut abgestimmter Technik, sowie Akustik und sinnvoller Beleuchtung. Um den Kunden stets beste Angebote machen zu können, plant diWohn auch mit diversen starken Partnern. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Miele oder Talsee ist durch gleiche Qualitätsansprüche und Verständnis für Ästhetik begründet. Im Showroom an der Zürichstrasse 120 in Affoltern am Albis erhalten Besucher einen Einblick in die Möglichkeiten der Innenraumgestaltung und können sich beraten und inspirieren lassen. (pd.) Präsentation der neuen Produktlinien von Miele und Talsee: Samstag, 1. Juli von 9 bis 14 Uhr, diWohn Innenarchitektur, Zürichstrasse 120, Affoltern.


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Serie

Dienstag, 27. Juni 2017

Brunnengeschichten Willy Hug: Alte Geschichten aus dem Säuliamt – Serie (119) Über 100 öffentliche Brunnen beleben das Säuliamt. Einst unentbehrlich für Mensch und Tier, verschönern sie heute das Dorfbild. Es geschah eines Nachts im Juli vor fünf Jahren. Eine Diebesbande zog durch Affoltern. Da stand nachher plötzlich an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern der Säulibrunnen ohne seinen Schmuck, eine bronzene Figurenplastik, eine Bäuerin mit ihren drei Säuli. Helle Aufregung im Bezirkshauptort! Aber es half alles nichts, die Bronzefigur blieb verschwunden. Kreative Künstler stellten blitzschnell eine Ersatzfigur auf den Sockel, Diskussionen folgten. Aber der Gemeinderat entschied, dass der Brunnen seine Identität wieder erhalten soll. Nicht nur gehörte er seit fast 60 Jahren zum Dorfbild, sondern er verkörpert auch das Säuliamt. Alte Fotos des Kunstwerkes und ein Hochleistungsbaukleber machten es möglich, dass heute wieder eine diebstahlsichere Replik auf dem Brunnen steht.

Wassergelten auf dem Kopf getragen Ohne Wasser gibt es kein Leben, es ist ein Reichtum. Unentbehrlich für Mensch und Tier, aber auch für Kulthandlungen wie die Taufe. Wenn wir heute im Hause den Wasserhahnen aufdrehen, so ist dies zur Selbstverständlichkeit geworden. Bis vor etwas über 100 Jahren, der Einführung der Wasserversorgung, musste das Wasser aber draussen am Brunnen geholt werden. Mühsames Tragen von Wassergelten, oft auf dem Kopf, war angesagt. Meist eine Frauenarbeit. Aber der Brunnen galt auch als ein Ort der Begegnung und des Austausches von Neuigkeiten. Oft an zentralen Orten gebaut, waren sie meist im Besitz von Brunnengenossenschaften. Es konnten bis zu zwei Dutzend Genossenschafter an einem Brunnen teilhaben. So wird etwa der Brunnen beim Sternenplatz in Affoltern heute noch von einigen wenigen Genossenschaftern unterhalten. Ein Reglement schreibt die Nutzung und die Pflichten auf, wie Finanzierung und Unterhalt. Nebst den Sodbrunnen waren bis vor etwa dreihundert Jahren die Brunnentröge meist aus Eichenholz gefertigt. Bekannt ist ein solch prächtiger Brunnen auf einer alten Ansicht von Rifferswil. Nach und nach wurden sie aus Stein ersetzt, im Säuliamt meist aus Sandstein oder wie der grosse Doppelbrunnen in Mettmenstetten aus Muschelkalkstein. Es gab aber auch Ausnahmen, wie die Brunnensäule bei der Kirche Maschwanden. Sie besteht aus Granit, aus einem Findling gehauen.

Im Sommer grosser Spass für Kinder! Brunnen in Affoltern 2015.

Autor Willy Hug mit einem Brunnenstock.

Doppelbrunnen in Wettswil an einem alten Standort.

Brunnen erzählen Jeder Brunnen kann eine interessante Geschichte erzählen. Zum Beispiel der Brunnen inmitten des Parks von Albisbrunn, zwischen schönem, altem Baumbestand. Er diente zusammen mit den Kurgästen der Kaltwasseranstalt oft als begehrtes Fotomotiv. Viel älter ist die Wassernutzung zu Heilzwecken im Weiler Wängibad. Bereits aus dem Jahre 1412 ist eine Erwähnung als Heilbrunnen erwähnt. Vortreffliche Wirkung soll das Wängiwasser auch bei «wütenden Hundebissen» gezeigt haben! Nicht weniger prominent erinnert der Sebastian-Kneipp-Brunnen bei der Arche an den einstigen Kneippkurort Affoltern. Man solle sich auch nicht durch das Regenwetter entmutigen lassen, riet der spätere Kurarzt Dr. Schneiter seinen Kurgästen, denn in der Arche sprudle stets ein Quell des herrlichen, frischen Wassers, das auch am dunkelsten Tag die Heilung be-

Der prächtige Doppelbrunnen in Mettmenstetten. günstige! Als in Affoltern vor 12 Jahren die Überbauung «Im Winkel» hochgezogen wurde, kam mitten durch das Baugelände überraschend eine alte Wasserleitung zum Vorschein. In keinem der Baupläne war sie vermerkt. Grosses Rätselraten? Es war die alte Wasserleitung von der Quelle im Jonental zum Kneippkurhaus Arche, aber schon längst ausser Betrieb. Am Standort des erwähnten

Brunnens, stand vorher, seit 1972 ein von Maurerlehrlingen gestalteter Brunnen. Das Schicksal der Brunnen ist abwechslungsreich, sie werden abgebrochen, versetzt, verkauft oder neu erstellt. Oft sind es Kunstwerke. Eine kleine Tafel am Jakob-Dubs-Brunnen beim Kronenplatz macht auf den einstigen Affoltemer Bundesrat aufmerksam mit dem Hinweis, dass er als Mitbegründer des Schweizerischen Roten

Schmucker Brunnen in Dachlissen. Kreuzes gilt. Anlässlich der 800-JahrFeier im Jahre 1990 konnte dieser Brunnen eingeweiht werden. Anstrengender ist es, zum Theophil-Zürrer-Syfrig-Brunnen auf der Albiskette zu gelangen. An einem idyllischen kleinen Platz im Wald gelegen, erinnert der schöne Holztrog an den Industriellen der Weberei in Hausen. Eine ganz andere Bedeutung hat der Brunnen im Kreuzhof des Kloster Kap-

pel. Alle Zisterzienserklöster hatten ursprünglich in ihren Klöstern an diesem Ort ihre erste Wasserstelle vorgegeben. Vor 800 Jahren wurde unweit des Klosters ein grosser Graben durch einen Hügel geschaufelt, um das Wasser herzuleiten. Jeder Brunnen kann eine Geschichte erzählen. Das melancholische Plätschern, Murmeln und Flüstern vermittelt ein Gefühl der Zeitlosigkeit.


Veranstaltungen

Dienstag, 27. Juni 2017

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SommerabendDas vielseitigste Hausemer Dorffest Ständchen in Zwillikon am 8. und 9. Juli Der Musikverein Hedingen spielt auf

Drei Anlässe am selben Wochenende Das Wochenende vom 8. auf den 9. Juli sollten sich alle Oberämtler dick in ihrer Agenda anstreichen. Dann findet das bisher vielseitigste Dorffest in Hausen statt. Klassentreffen, Grümpelturnier und Dorffest finden erstmals am selben Wochenende statt.

Der Musikverein Hedingen spielt auf. (Bild zvg.) Der Musikverein Hedingen spielt auf zum «Sommerabend-Ständli» in Zwillikon. Das schon zur Tradition gewordene Konzert findet statt am Freitag, 30. Juni, um 20 Uhr beim Dorfmuseum Affoltern in Zwillikon. Ab 19.30 Uhr sind die Grillmeister bereit, die Zuhö-

rerinnen und Zuhörer mit Würsten und Getränken zu versorgen. Der Anlass findet nur bei guter Witterung statt. Bei Regen wird das Konzert um eine Woche (Freitag, 7. Juli) verschoben. Der Musikverein Hedingen freut sich aufs Publikum. (pd.)

Serenade zum Jubiläum Die Kantonsschule Limmattal lädt zur Serenade – bereits zum 25. Mal. Der kulturelle Anlass steigt am Mittwochabend, 28. Juni. Chormusik und verschiedene Instrumentalensembles – das vereint die jährliche Serenade in der Eingangshalle der Kantonsschule Limmattal. Heuer wird der Kulturanlass zum 25. Mal

Sommerkonzert in Maschwanden Der Musikverein Maschwanden führt am Freitag, 30. Juni, sein traditionelles Sommerkonzert durch. Man trifft sich um 20 Uhr auf dem Pausenplatz – bei schlechter Witterung in der Mehrzweckhalle – der Schule Maschwanden. Die Festwirtschaft sorgt für das leibliche Wohl der Gäste. Auf einen gemütlichen Sommerabend freut sich der Musikverein Maschwanden. (pd.)

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Korrigenda In unserem Rundschreiben an unsere Leute haben wir leider ein falsches Datum für die kommende Delegiertenversammlung angegeben. Diese findet am 6. Juli 2017, 19.30 Uhr, statt, Haus Rigi, Sonnenbergstrasse 8910 Affoltern, 1. Stock Nehmen Sie bitte teil, um zu sehen, welche delegierte Gemeinderäte der Aufhebung des demokratischen Zweckverbandes zustimmen! Bitte lesen Sie unsere Homepage. Wir haben interessante Neuheiten. Unsere Behörde will uns die Demokratie entwinden. Und die Submissions-Verordnung wurde wiederum verletzt! 1,5 Mio. Franken wurden ausgegeben, ohne eine Konkurrenzofferte einzuholen. Verein Pro Zweckverband Spital Affoltern www.verein-zweckverband.ch sonne7@gmx.ch 079 406 37 90

durchgeführt. Zum Auftakt lockt eine Uraufführung des Querflötenensembles, eine Eigenkomposition von Ensembleleiterin Ursula Büttiker. Weiter werden rockige, jazzige, exotische aber auch klassische Stücke vorgetragen. (pd.)

Serenade am Mittwoch, 28. Juni, 18.15 bis ca. 20 Uhr, Eingangshalle der Kantonsschule Limmattal, In der Luberzen 34, Urdorf.

Auf dem Programm stehen neben Fussball, Beachvolleyball und Schwingen ein Klassentreffen, eine SchlagerNacht, ein Gottesdienst und ein Familien-Zmittag. Vieles ist bereits bekannt und einiges neu. Das Klassentreffen mit ehemaligen Hausemer Oberstufen-Schülerinnen und -Schülern der Jahrgänge von 1927 bis 1992, das seit 2002 alle fünf Jahre durchgeführt wird, findet erstmals im Rahmen des Grümpelturniers statt. Um die Kräfte der durchführenden Vereine zu bündeln, entschied das Dorffest-OK unter der neuen Leitung von Willy Studer vor drei Jahren, den Anlass mit dem Grümpelturnier des FC Hausen zusammenzulegen. So ist der sportliche Rahmen für das Klassentreffen entstanden, der weit mehr bietet als FussballMatches für jedermann und jede Frau. Seit letztem Jahr wird gleichzeitig auch ein Volleyball-Turnier durchgeführt, das der Hausemer Gemeindepräsident Stefan Gyseler initiiert hat. Aus aktuellem Anlass – 2018 findet im Oberamt das Zürcher Schwingfest statt – werden zudem am Dorffest-Wochenende Showkämpfe in Zwilchhosen gezeigt. Organisator dieser Attrak-

Open-Air Gottesdienst

Schon zum dritten Mal feiern die beiden reformierten Kirchgemeinden zusammen auf der Grenze zwischen den beiden Gemeinden. Auf dem Weg am Waldrand mit der wunderschönen Aussicht auf den Weiler Frohmoos und einer Weitsicht bis in die Berge stehen Tische und Bänke bereit. Pfarrer Walter Hauser wird zusammen mit dem Cevi, den Mitarbeitenden von HeBo-kreaktiv, dem Kolibri, der Organistin Anette Bodenhöfer und der Violinistin Nina Lutz einen unterhaltsamen, eindrücklichen Open-Air Gottesdienst gestalten. Zum Reformations-Jubiläum spielen die Kinder Szenen aus Martin Luthers Leben. Musika-

Helfende Hände und denkende Köpfe Bevor die grosse Party auf dem Parkplatz Chratz und im Jonentäli jedoch steigen kann, sind helfende Hände und mitdenkende Köpfe gefragt. Es gilt, für das Klassentreffen möglichst viele Ehemalige zum Kommen zu motivieren, sie allenfalls ausfindig zu machen. Um dies zu vereinfachen, wurde die Homepage dorffest8915.ch aufgeschaltet. Auf ihr ist alles Wissenswerte zum Hausemer Dorffest zu finden, inklusive Klassentreffen. Da kann man sich zudem als Helferin oder Helfer melden. Auch auf facebook.com findet sich die Gruppe «Dorffest Hausen am Albis». Auf der Homepage des FC Hausen wiederum kann man sich fürs

Grümpelturnier anmelden. Anmeldungen fürs Volleyball-Turnier werden unter der Mailadresse hausen@gyseler.ch entgegengenommen. Anmelden können sich Teams mit drei Feldspielern und mindestens einer Frau. Auch wenn Parkplätze signalisiert sein werden: Den Besucherinnen und Besuchern aus der Gegend wird empfohlen, das Hausemer Dorffest ohne Auto zu besuchen. (map.) Programm: Samstag, 8. Juli: Ab 9 Uhr, 14. Grümpi des FC Hausen im Jonentäli. Ab 12 Uhr, Beachvolleyball-Turnier im Jonentäli. Ab 12 Uhr, Klassentreffen im Zelt auf dem PP Chratz. Ab 15 Uhr, SchwingerShow-Kampf zu jeder vollen Stunde. Ab 18 Uhr, Konzert Musikverein Harmonie Hausen. Ab 20.15 Uhr, 1. Huuser Schlager-Night mit Van Baker & Band. Sonntag, 9. Juli: Ab 9 Uhr, Fortsetzung Grümpi im Jonentäli. Ab 11 Uhr, Gottesdienst mit Band Jazz`n`so. Ab 12 Uhr, Familien-Zmittag auf dem PP Chratz.

In der Bibliothek Stallikon Am Samstag, 1. Juli, von 10 bis 12 Uhr, lädt die Schul- und Gemeindebibliothek Stallikon alle ganz herzlich zum Apéro mit neuen Büchern ein. Bei Schönwetter ist der Gottesdienst auf dem Frohmoos. (Bild Rolf Studer) lisch werden die Theaterstücke mit teilweise selbst komponierten Liedern umrahmt. Nach dem Gottesdienst offerieren die beiden Kirchenpflegen einen Apéro und der Cevi stellt ein Feuer bereit, um die selbst mitgebrachten Würste und weiteren Grilladen zu bräteln. Falls es an diesem Sonntagmorgen regnen würde, wäre der gemeinsame Gottesdienst in der Kirche Hedingen. Meret von der Crone, Kirchenpflegerin

Während der normalen Öffnungszeit von 10 bis 12 Uhr werden Neuheiten für Erwachsene aus den Bereichen deutsche und englische Belletristik, Hörbuch und Sachbuch aufgelegt. Auch für Kinder und Jugendliche stehen Neuheiten bereit, die entdeckt werden wollen. Die Besucher können sich viel Zeit zum Stöbern nehmen und es sich in der Bibliothek mit einem Stück Zopf, einem Cüpli oder Glas Orangensaft gemütlich machen. Das Bibliotheksteam freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. (apt)

Beim Bücherapéro neue Bücher entdecken und anstossen. (Bild zvg.) Schul- und Gemeindebibliothek Stallikon, Massholderenstrasse 1, Schulhaus Loomatt in Sellenbüren/Stallikon. www.bibliothek-stallikon.ch, Telefon 044 700 13 26.

Info-Telefon 044 701 15 82 ab Sonntag, 8 Uhr. Für alle, die gemeinsam ins Frohmoos laufen

Wenn die Nacht zum Tag wird

möchten: Abmarsch ab Kirche Hedingen um 9.15 Uhr, Fahrdienst ab Chilehuus um 9.30 Uhr.

Fest zum Schulschluss

Vollmondwanderung auf dem Planetenweg

Am Samstag, 1. Juli, 16 Uhr, sind alle in die katholische Kirche St. Josef, in Affoltern zur Segensfeier vor den Ferien mit Kinderfest eingeladen. Beim Familiengottesdienst singt der Kinderchor unter der Leitung von Maja Fluri (Leiterin Kirchenchor) begleitet von Konstantin Saltykov (Klavier) und Tetyana Wismer (Cello). Anschliessend findet von 17 bis 19 Uhr das Kinderfest mit Gumpischloss, Mohrenkopfschleuder, Toreschiessen und vielem mehr statt. Für den klei-

tion wiederum ist der TV Hausen, der im kommenden Jahr am 6. Mai sein 100-jähriges Bestehen feiert.

Bücherapéro mit vielen Neuheiten

Bei Schönwetter im Frohmoos Hedingen Am Sonntag, 2. Juli, um 10 Uhr feiern die Kirchgemeinden Hedingen und Bonstetten einen gemeinsamen Gottesdienst mit dem Cevi Bonstetten-Hedingen und den Kolibris aus Hedingen. Er findet am oberen FrohmoosWaldrand Richtung Waldhütte Bonstetten, mit herrlichem Blick über das Reusstal statt.

Neben Grümpelturnier, Klassentreffen und Schwing-Vorstellung wird am Hausemer Dorffest auch Beachvolleyball gespielt. (Archivbild Martin Platter)

Am 8. Juli lädt die astronomische Gesellschaft Zürich Aguz zu einer Vollmondwanderung auf den Planetenweg zwischen Üetliberg und Felsenegg. Eine Entdeckungsreise durch das Sonnensystem. Kinderfest mit «Gumpischloss». (Bild zvg.)

nen Hunger zwischendurch gesorgt. Das Seelsorgeteam

ist

Der astronomische Lehrpfad bietet eine Fülle von interessanten Informationen über unser Sonnensystem. Ein besonderes Merkmal liegt im Massstab von 1:1 Milliarde sowohl für die

Distanzen als auch für die Grösse der Modelle. Die Wanderung vom 8. Juli findet unter fachkundiger Leitung der astronomischen Gesellschaft Urania Zürich Aguz statt und wird mit einer «Vollmondsuppe» auf der Felsenegg abgerundet. Die Wanderung dauert rund drei Stunden. Die Teilnahme an der Wanderung ist kostenlos. (pd.) Samstag, 8. Juli, 20.20 Uhr, SZU-Station Üetliberg. Die Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg LAF fährt bis 0.20 Uhr.


Sport

Dienstag, 27. Juni 2017

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Silvan Dillier und Nicole Hanselmann gewinnen die Eliterennen Schweizer Rad-Strassenmeisterschaften «Affoltern 2017» Das Wochenende in Affoltern war geprägt von den Schweizer Radmeisterschaften: Para-Cycling Handbike, Juniorinnen und Junioren, Master und Elite. Unbestreitbarer Höhepunkt war das Eliterennen der Männer am Sonntagnachmittag. ................................................... von bernhard schneider Dass BMC-Fahrer Silvan Dillier gewann, ist weniger erstaunlich, als wie er es tat. Auf der 205 Kilometer langen Strecke mit 3800 Höhenmetern zählte er zu den meistgenannten Favoriten. Wer eine Giro-Etappe und das Vieretappenrennen Route de Sud in den letzten Wochen gewonnen hat, muss mit besonderer Beobachtung bei einer Schweizer Meisterschaft rechnen. Hinzu kommt, dass das BMC-Team mit den drei Startern an der Tour de France, Stefan Küng, Michael Schär und Danilo Wyss, sowie weiteren Cracks das Rennen fast gewinnen musste. Gleich nach dem Start ging die Post ab. Michael Albasini bildete zusammen mit drei BMC-Fahrern, darunter Silvan Dillier, eine Fluchtgruppe. Obwohl mit Albasini und Dillier zwei Topfahrer vorne fuhren, liess sich das Feld dadurch nicht zu sehr beunruhigen, denn noch wenige haben 205 Kilometer im Wind gegen ein Feld gewonnen, in dem man sich immer wieder im Windschatten erholen kann.

Das Feld nimmt den Aufstieg nach Aeugst bei gleissendem Sonnenschein zum zehnten Mal in Angriff. (Bild Bernhard Schneider) Es war namentlich Mathias Frank, der für Nachführarbeit sorgte, doch er war als einziger seines Teams, AG2R la Mondiale, zu sehr auf sich gestellt. Wen wunderts, dass die BMC-Fahrer im Feld das Geschehen kontrollierten und ansonsten die Beine hängen liessen, bis zum zweiten Mal die Post abging. In der Mitte des Rennens konnte

sich Dillier im Aufstieg nach Aeugst absetzen, worauf sich die drei Fluchtgefährten kurz vor der Vollenweid vom Feld aufschlucken liessen. Nun war Dillier auf sich allein gestellt. In nationalen Meisterschaften herrschen andere Gesetze als bei den grossen internationalen Rennen – hier sind auch Teamkollegen Konkurren-

ten. So machten sich nach 140 Kilometern tatsächlich zwei BMC-Fahrer, Stefan Küng und Kilian Frankiny, auf die Verfolgung ihres Teamkollegen. Dass sich Dillier auch unter diesen Umständen durchsetzen konnte, zeugt von seiner eindrücklichen Überlegenheit an diesem heissen Nachmittag im Bezirk Affoltern.

Das Rennen der Frauen-Elite gewann Nicole Hanselmann im anforderungsreichen Spurt auf ansteigenden Strasse vor Marlen Reusser. Unbestreitbarer Star im Para-Handbike-Rennen war der 59-jährige Heinz Frei, der das Ziel einmal mehr solo erreichte. Alle Resultate auf www.affoltern2017.ch.

Ein perfekt organisiertes Rennen für Hobbysportler Attraktive Anlässe im Rahmenprogramm der Strassenmeisterschaft Das Hobbyrennen ermöglichte nicht lizenzierten Rennradfahrern, auf einer professionell abgesicherten Strecke Erfahrungen zu sammeln. Unter den sechs Frauen und 67 Männern befanden sich vier Ämtlerinnen und 28 Ämtler.

................................................... von bernhard schneider Der RRC Amt und das OK um Franz Liebhart haben keine Mühe gescheut, um der Bevölkerung im Rahmen der Strassenmeisterschaften etwas zu bieten: von den Piccolo-Rennen über die nicht als Schweizer Meisterschaft gewerteten Rennen der unter 15-Jährigen bis zum Hobbyrennen vom Freitagabend wurde ein umfassendes Programm durchgeführt. Ein Geheimtipp für interessierte Zuschauer war das Geschicklichkeitsfahren der Juniorinnen und Junioren. Sie mussten im Fahren Gegenstände vom Boden aufheben und in einen Kübel werfen, ein Wasserglas im Vorbeifahren packen und wieder deponieren, Tennisbälle mit den Rädern zur Seite schieben, enge Kurven fahren, über Hindernisse springen und zehn Sekunden lang auf dem Rad im Stillstand verharren. Der Nachwuchsverantwortliche von Swiss Cycling, Hans Harnisch, erklärte, bei den Jüngsten stehe heute die spielerisch erlernte Technik vor der Physis. «Die Sicherheit, die sie dabei auf dem Rad erlernen, erhöht auch die Sicherheit auf der Strasse beim Radfahren im Alltag», stellte er fest.

Anspruchsvolles Hobbyrennen

Beeindruckender Adrian Brennwald

Das Hobbyrennen führte über acht – bei den Frauen sechs – Runden à 7.8 Kilometer mit 144 Höhenmetern. Vom Start an der Aeugsterstrasse in Affoltern auf der Höhe Sportplatz Butzen ging es aufwärts an Wängibad vorbei in Richtung Tüerlersee bis zur kurzen, anspruchsvollen Abfahrt nach Hübscheren hinunter und von hier durchs Jonental zurück nach Affoltern. Waren zuerst Qualitäten als Kletterer gefragt, folgte nach der Abfahrt, in der man nicht gewinnen, aber verlieren konnte, die Rollerstrecke, auf der gut harmonierende Gruppen im Vorteil waren. Die Einheimischen dominierten optisch das Bild. Je sieben Teilnehmende starteten für den RRC Amt, und das in Stallikon domizilierte Team Koach. Auf der Strecke merkte man recht bald, wer auf dem Rennrad zuhause ist und wer sich vom Triathlon an Einzelzeitfahren gewöhnt ist. Beispielsweise bildete sich um Dino Rey vom RRC Amt herum in der dritten Runde eine Gruppe mit zwei, zeitweise drei Fahrern des Teams Koach. Rey organisierte die Gruppe, schaute, dass die Roller im langen Aufstieg und technisch weniger versierte Triathleten in der Abfahrt den Anschluss behielten, um dann im Jonental die Gruppe wieder anführen zu können. Die Gruppe harmonierte auf jeder Runde besser, erst in der Schlussphase begannen taktische Positionierungen für den Schlussspurt. Im Ziel hörte man nur positive Feedbacks. Insbesondere den Triathleten gefiel es, für einmal ohne strenge Windschattenregeln ein taktisches

Von den 32 gestarteten Ämtlerinnen und Ämtlern erreichten 28 das Ziel. Die schnellsten Beine hatte an diesem Tag Gabor Michel aus Affoltern, der für die acht Runden 1:43:23 benötigte, 50 Sekunden länger als Gesamtsieger Daniel Humm vom Team Tempo Sport. Bereits an zweiter Stelle unter den Ämtlern folgte 53 Sekunden später Ultra-Ausdauer-Athlet Adrian Brennwald. Es ist bemerkenswert, wie schnell sich der Aeugster, der drei Weltmeistertitel auf der zweifachen und einen auf der dreifachen Ironman-Strecke errungen hat, auch auf vergleichsweise kurzen Parcours bewegt.

Die Ämtlerinnen Caroline Koethe (links) und Vroni Steinmann sprechen sich ab. Hinten nähert sich ein Männerpulk, der später Windschatten geben könnte.

Die Resultate der Ämtler

(Bild Erika Schmid)

mann, Wettswil; 3. H3: Herrmann Blaser, Aeugst, RRC

1. F4: Vroni Steinmann, Hausen; 1. F3: Maria ReutiAmt; 3. F2: Caroline Koethe, Rifferswil, Team Koach; 4.

Rennen zu fahren. Die attraktive Strecke trug ebenso zum positiven Eindruck bei wie deren perfekte Sicherung.

Clevere Renntaktik Bei den Frauen startete die Rifferswiler Triathletin Caroline Koethe nicht zuletzt deshalb, um im Strassenrennen Erfahrungen zu sammeln im Hinblick auf den Urner Triathlon vom nächsten Wochenende, bei dem – als Ausnahme bei den Altersklassenathleten – Windschattenfahren auf dem Rad erlaubt ist. Während die Triathleten beim Einzelzeitfahren während des ganzen Rennens eine möglichst konstante Leistung auf die Pedalen bringen, können Rennradfahrer je

nach Rennverlauf die Beine hängen lassen oder aber mit letzter Kraft ein Loch zu einer Gruppe schliessen. Caroline Koethe fand sich rasch mit der Hausemerin Vroni Steinmann. Die beiden Ämtlerinnen harmonierten sehr gut und trafen schliesslich gemeinsam als Dritte der Frauen overall im Ziel ein. «Ich habe rasch entdeckt, dass man bei einem Radrennen verhandeln muss», hielt Koethe nach dem Rennen fest, «mein Rad erlitt einen Defekt, weshalb mir keine grossen Gänge mehr zur Verfügung standen. Als mich in einer Runde ein Fahrer kurz vor der Abfahrt fragte, ob ich ihm einen Schluck Wasser aus meinem Bidon geben könne, erreichte ich, dass er uns dafür im Windschatten durchs Jonental zog.»

H2: Gabor Michel, Affoltern, promotion-tools; 4. H3: Bela Takacs, Obfelden, bike adventure tours; 4. F2: Ariane Previtali, Bonstetten; 5. H2: Adrian Brennwald, Aeugst; 5. H4, Kurt Jenny, Rifferswil; 5. H3: Aljosa Friedrich, Stallikon; 6. H2: Niels Keil, Stallikon; 6. H4, Alois Bravin, Obfelden, RRC Amt; 7. H3: Bernhard Schneider, Ottenbach, Team Koach; 7. H1: Luca Russo, Wettswil, Gubis Bike Shop; 8. H3: Dino Rey, Affoltern, RRC Amt; 9. H2: Sergio Previtali, Bonstetten, RRC Amt; 10. H3: Thomas Dünnenberger, Zwillikon; 11. H3: Ralph Bänziger, Ottenbach, Ammann Elektro; 12. H2: Daniele Leone, Bonstetten, RRC Amt; 12. H3: Rolf Schilliger, Hedingen, Ammann Elektro; 13. H2: Michi Grimm, Obfelden, IG Radquer Mettmenstetten; 16. H2: Ueli Stauffacher, Mettmenstetten, IG Radquer Mettmenstetten; 23. H2: Zeljko Kovacevic, Wettswil; 24. H2: Eduardo Tomasulo, Obfelden, C&T; 25. H2: Davide Russo, Wettswil; 26. H2: Philipp Ryser, Affoltern, RRC Amt; 27. H2: Kolja Leisve, Affoltern; 28. H2: Martin Niederhauser, Affoltern.


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Sport

Dienstag, 27. Juni 2017

WB-Junioren scheitern im Cupfinal Petra Klingler Zürcher Regional-Cup, Final: FCWB – FC United ZH 0:5 in Podestnähe Die Aktivteams des FCWB schlossen die Saison grossartig ab, nun besassen die A-Junioren die Chance, diese Leistungen gar noch zu torpedieren.

Boulder-Weltcup in Navi Mumbai In Navi Mumbai/Indien fand der sechste Boulder-Weltcup der Saison 2017 statt. Petra Klingler konnte sich in Navi Mumbai zum vierten Mal in dieser Saison für den Final qualifizieren und erreichte mit dem vierten Schlussrang ihre sechste Top-Ten-Rangierung in Folge.

................................................... von kaspar köchli Der Fussballclub Wettswil-Bonstetten blickt auf eine tolle Saison zurück. Das Fanionteam (1. Liga) und die zweite Mannschaft (3. Liga) verpassten nur knapp Aufstiegsspiele bzw. die direkte Promotion. Ebenfalls erfolgreich wurde in der Juniorenabteilung gearbeitet. Die schon seit Jahren in der Coca Cola-Junior-League (höchste Liga) figurierenden A-Junioren schlossen die Meisterschaft auf dem guten siebten Rang ab. Nicht zu bremsen waren sie im parallel laufenden Cup-Wettbewerb. Der Reihe nach schalteten sie Egg (1. Stärkeklasse), Einsiedeln (Promotion), YF-Juventus (CCJ-League), Kosova (CCJ-League) und Stäfa (Promotion) aus – als Belohnung winkte das grosse Finalspiel.

Viel Action vor dem United-Tor, aber WB blieb glücklos. (Bild Kaspar Köchli) fünf Minuten lag es im Hintertreffen. Nachdem WB gute Chancen ungenutzt liess – bei der besten strich Hirzels wuchtiger Kopfball um Fingerbreite am Pfosten vorbei – zeigte der Stadtzürcher Gegner postwendend wie es geht. Bei seinem guten Angriff über ein paar Stationen wusste sich die zögerliche WB-Hintermannschaft nur mit einem Foul zu helfen; dies wurde mit einem «Stoss aus elf Metern», auch Penalty genannt, bestraft.

Cupfinal gegen United ZH

«United brutal effizient!»

Am letzten Donnerstagabend wurden in Kloten die Finals der verschiedenen Alterskategorien durchgeführt. WBs Trainertrio Belkhir, Rezgui und Caduff zeigte sich vor dem Spiel entschlossen: «Wir wollen WB-Geschichte schreiben und als erstes Juniorenteam Cupsieger werden!» Sein topmotiviertes Team startete allerdings denkbar schlecht in die Partie, bereits nach

WB versuchte nach der Pause alles, um mit einem raschen Anschlusstor wieder Fahrt Richtung Cuptrophäe aufzunehmen. Mit grossem Kämpfertum wurden die Angriffe gestartet, wiederum war es jedoch United, das aus seiner Chance das Tor buchte – und damit den Rotschwarzen die letzten Hoffnungen raubte. Zwei Treffer in der Nachspielzeit zum 5:0 besiegel-

ten WBs Niederlage definitiv. «Die waren eigentlich nicht besser, sondern einfach effizient», war ein viel gehörter Kommentar unter den Zuschauern. «Aber im Fussball zählen nun mal die Tore, also waren sie besser», entgegnete jemand nüchtern, aber bestimmt. Das Schlusswort gehörte Soufi Rezgui vom erfolgreichen WB-A-Trainertrio: «Unser Gegner hat verdient gewonnen, er war physisch gut und brutal effizient, natürlich hätten auch wir einen Treffer verdient. Wir dürfen trotzdem stolz sein. Imponierend war die gewaltige WB-Fangemeinde, die uns unterstützte, einfach grandios!» Sportanlage Stighag, Kloten, 450 Zuschauer (ein Drittel WB-Fans). Zürcher Cupfinal, Junioren A: FCWB – FC United ZH 0:5. FCWB: Christian Meili; Oliver Hirzel, Kay Hodel, Armend Toski, Ramon Roth; Marco Nicolas Schneebeli, Remo Schulter (Eingewechselt Yannik von Wattenwyl, Jérome Lergier, Robin Treyer,

Siegen über Titelverteidiger Ukraine, Italien und Russland. Im Finale unterlag man dann schliesslich dem mit vielen Topkämpfern angetretenen Team Russland Ural. (pd.)

FCA lädt zum Grümpi und Schüeli Am Wochenende auf dem Sportplatz Moos Am kommenden Wochenende finden auf dem Sportplatz Moos das Grümpi und das Schüeli des FC Affoltern statt. Das Organisationskomitee hat keine Mühen gescheut, erneut ein attraktives Programm für ein stimmungsvolles Fussballfest zusammenzustellen. Bald ist wieder ein Jahr ins Land gezogen und bereits steht das 62. Grümpi vor der Tür. Am Wochenende vom Freitagabend, 30. Juni, und Samstag, 1. Juli am Grümpi sowie am Schüeli vom Sonntag, 2. Juli, stehen erneut fairer Sport, der Aufbau neuer und die Pflege bestehender, freundschaftlicher Beziehungen im Zentrum. Selbstverständlich kommt auch das Kulinarische nicht zu kurz. Am Freitagabend spielen Firmen im «Gewerbe-Cup», am Samstag Frauen und Männer verschiedenen Alters in den Kategorien Fussballer, Nichtfussballer, Damen, Mixed und Oldies. Ausgebildete Schiedsrichter setzen sich neben der OK-Spielleitung für faire Spiele ein. Auch die musikalische Darbietung am Freitagabend wird mit einer neuen Band rockiger. Treu gemäss ihrem Motto «Party Rock von AC/DC – ZZTop» lässt 7tcover die 70er-Jahre hier und

Boulder gab es dann nochmals die Zone und insgesamt den guten vierten Platz, das Podest lag in Reichweite. Den Wettkampf der Damen gewann Shauna Coxsey (GBR), die als Einzige alle vier Boulderprobleme des Finals lösen konnte, vor den beiden Japanerinnen Miho Nonaka und Akiyo Noguchi. (pd.)

Doppelt gewonnen Aline Erni holte sich zwei Titel Judoka Aline Erni ist doppelte Schweizer Meisterin im Ju-Jitsu.

Joel Grünig, Luca Schmidmeister, Tim Imhof).

Rene Täuscher in Zagreb erfolgreich In einen hochkarätigen Starterfeld wurde Rene Täuscher im Einzelwettbewerb Siebter. Den Titel des VizeEuropameisters sicherte sich der Wettswiler Judotrainer mit der deutschen Männermanschaft nach

Petra Klingler. (Bild Eddie Fowke)

Raetzo, Devin Horak, Sean Sigenthaler, Dario Voit;

Wettswiler Judotrainer ist Vize-Europameister Bei der diesjährigen VeteranenJudo-Europameisterschaft in Zagreb/Kroatien gab es für Rene Täuscher doppelt Grund zur Freude.

In Navi Mumbai zeigte Petra Klingler in der Qualifikation eine solide Leistung. Sie toppte drei von fünf Boulderproblemen und liess sich vier Zonen gutschreiben. Auf Zwischenrang zwölf qualifizierte sie sich so problemlos für den Halbfinal. Im Halbfinal zeigte dann Petra eine ihrer eindrücklichen Leistungen. Sie toppte drei der vier Boulderprobleme und belegte in der Zwischenwertung den hervorragenden zweiten Rang. Im Final holte sich Klingler beim ersten Boulder die Zone und beim Zweiten gab es einen Nuller. Sie kämpfte sich aber eindrücklich zurück und topte den dritten Boulder in nur zwei Versuchen. Beim vierten

Aline Erni kämpfte im Februar an der Zürcher Judo-Nachwuchsmeisterschaft in Regensdorf. Auf dem Mattenfeld nebenan fand ein Turnier vom Ju-Jitsu statt. Die Affoltemerin nahm aus Neugierde an diesem Turnier teil. Sie gewann souverän in ihrer Kategorie und qualifizierte sich so für die Schweizer Meisterschaft. An ihren trainingsfreien Abenden (Judo) besuchte Aline Erni in Cham das Ju-Jitsu-Training. Dort wurde sie herzlich aufgenommen. Die Trainer erklärten ihr die Regeln und Techniken. An diesem Samstag fand die Schweizer Meisterschaft im Ju-Jitsu in La Chaux-de-Fonds statt. Aline Erni startete als Jüngste, Leichteste und Kleinste in der Kategorie Ne-Waza Elite. Als Erstes stand ihr die drei Jahre ältere Corina Amstutz vom Ju-JitsuNationalkader gegenüber. Nach zwei Minuten setzte sich Aline mit einem Armhebel durch. Die nächste Kämpfe-

Aline Erni, Zweite von links. (Bild zvg.) rin war auch schon im Ausland erfolgreich auf der Matte. Sie gewann in Thailand 2016 an der Championship Gold und Silber. Aline gewann auch diesen Kampf mit einem Hebel. Die weiteren Kämpfe beendete Aline alle vorzeitig mit der Höchstwertung. In der nächsten Kategorie Ne Waza Open überzeugte Aline ebenfalls und holte sich die zweite Goldmedaille. (pd.)

Grosser Sprung für Niels Hintermann Vom B-Kader in die Nationalmannschaft Dank hervorragender Leistungen in der letzten Saison wurde Niels Hintermann vom Skiclub Hausen auf die Saison 2017/2018 für die alpine Skinationalmannschaft selektioniert.

Am Sonntag, 32. Juli findet das Bezirks-Schülerturnier (Schüeli) statt. (Bild zvg.) jetzt wieder aufleben. Die heissesten Rocksongs, die schönsten Balladen und die feurigsten Chartbreaker fanden Aufnahme im Repertoire der Band und garantieren seit 27 Jahren Stimmung auf und neben der Bühne. Am Sonntagmorgen sorgt dann das Duo Galaxis für Stimmung im Rahmen des beliebten «Frühschoppens». Neben dem Penalty-Stand kommt ein neuartiges Fussball-Dart zum Einsatz. Und auf die Kleineren wartet eine Hüpfburg. Das Essensangebot hat sich bewährt

und wird so weitergeführt. Der Hunger kann mit Grilladen, Pommes frites und Pizza gestillt werden, aber auch Früchte sind zu haben. Für Süssigkeiten ist ebenfalls gesorgt, ein Soft-IceStand freut sich über zahlreiche Schleckmäuler. Obschon der Sport klar im Zentrum steht, schafft der Rahmen Raum für Begegnungen und die Möglichkeit, alte und neue Freundschaften zu pflegen. (pd.) Programm und weitere Infos: www.fcaffoltern.ch.

Niels Hintermanns Karrieresprung begann mit dem Sieg in der Alpinen Kombination an den Internationalen Lauberhornrennen in Wengen. Auch in den folgenden Rennen fuhr der Speedspezialist immer wieder in die Weltcuppunkte. Die Alpine Kombination bestand in der vergangenen Saison aus den beiden Rennen in Sta. Caterina und Wengen. Dank dem Sieg in Wengen, schloss Niels Hinterman die Kombinationswertung als Zweitplatzierter ab. Aufgrund dieser Resultate wurde Niels Hintermann gemäss den Richtlinien von Swiss Ski, ohne dass er zuvor dem A-Kader angehörte, für die Nationalmannschaft selektioniert.

Hatte seinen Durchbruch in Wengen: Niels Hintermann. (Bild Andrea Bolliger) Die Saisonvorbereitungen sind im Gange. Seit Mai wird Kondition trainiert und ab Mitte Juli geht nach Zermatt und Saas Fee ins Schneetraining . Der erste Auftritt mit der Nationalmannschaft wird Niels Hintermann Ende November in Lake Luise haben. (abo)


Sport

Dienstag, 27. Juni 2017

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Schnelle Schritte – gespannte Körper Der Tscz-Cup im Gemeindesaal Hausen bot besten Tanzsport Am vergangenen Samstag fand der 24. Tscz-Cup im Gemeindesaal in Hausen statt. Das Tanzturnier bot zehn Stunden lang Tanzsport. Die beiden Ämtler Davide Corrodi und Marisha Zimmerli standen mit ihren Tanzpartnern in der Hauptkategorie auf dem Podest.

sammenstossen, doch sie wissen einander gekonnt auszuweichen. Manche Paare tanzen in Latin und Standardtänze andere nur eine der beiden Disziplinen.

Sportliche Höchstleistungen

................................................... von andrea bolliger Am international besetzten Tanzturnier tanzten rund 60 Paare in den verschieden Stärke und Altersklassen 15 einzelne Turniere. Am Nachmittag tanzten die Jüngsten und die Ältesten. Nach einer kurzen Pause begann kurz nach 19.30 Uhr das Abendprogramm. Die Kategorie Senioren III eröffneten mit den fünf Standardtänzen langsamer Walzer, Tango, Wiener-Walzer, Slow Fox und Quick-Step. Die Tänzerinnen tragen knöchellange prächtige Kostüme, die Herren Frack oder Jackett. Kunstvoll sind die Haare der Damen nach oben gesteckt und mit Perlen und anderem Haarschmuck verziert. Längst nicht alle Tänzer haben ihre Leidenschaft für den Turniertanz in jungen Jahren entdeckt und obschon sie lizenziert sind, betreiben sie den Tanz als Freizeitaktivität neben dem Beruf. Das Publikum bestand vornehmlich aus den anderen Tanzpaaren und deren Begleitpersonen. Sie feuerten einander gegenseitig zu Höchstleistungen an. Die Tänze im Turniertanz werden raumgreifend getanzt und die Tanzenden wirken trotz der Anstrengung befreit, wenn sie elegant durch den Saal schweben. Der Laie staunt, dass die Paare nicht zu-

Das Podest der Hauptkategorie Latein v.l.n.r.: die Zweitplatzierten Anastassia Issaev und Philipp Hofstetter, die strahlenden Sieger Cinzia Dalla Veccia und Davide Corrodi und die Drittplatzierten Marisha Zimmerli und Dominic Granwehr. Vorne Jasmin Corrodi, Präsidentin des Tanzsportclubs Zug, die am Mikrofon durch den TSCZ-Cup führte. (Bilder Andrea Bolliger)

Die Senioren I im Standard-Finale.

Die beiden «Ämtler»-Paare im Latein-Finale.

Tanzen ist ein Leistungssport. Die Haltung und die Körperspannung bis in die Fingerspitzen kosten viel Kraft. An einem Turnier werden die fünf Standard- oder Latein Tänze ohne Unterbruch getanzt, was enorme Kondition erfordert. Die Reihenfolge ist festgelegt und immer dieselbe. Die Lateintänze beginnen mit der Samba, gefolgt vom Cha Cha Cha, der Rumba, dem Paso Doble und dem Jive. Die Stärkeklassen sind in sogenannte Pyramide-Turniere zusammengefasst. Nicht in jeder Stärkeklasse dürfen alle Figuren getanzt werden. Es war schon nach 22 Uhr, als sich die Paare der Hauptkategorie Latein aufwärmten. Die Schrittfolgen waren deutlich schneller. In diesen Kategorien gehören auch Pirouetten und Sprünge zum Repertoire. Mit noch schillernderen Kostümen als in den vorherigen Kategorien bildeten sie den Höhepunkt des Tanzsportanlasses. Mit Davide Corrodi aus Hausen und Marisha Zimmerli aus Ebertswil war es auch aus Ämtler Sicht ein spannendes Turnier. Beide erreichten mit ihren Partnern das Finale. Noch einmal mussten sie die fünf Tänze tanzen. Zum letzten Mal an diesem Tag gaben die fünf Preisrichter ihre Wertung ab. Zuoberst durften sich Davide Corrodi mit Partnerin Cinzia Dalla Vecchia feiern lassen. Marisha Zimmerli wurde mit ihrem Partner Dominic Granwehr Dritte.

Marco Nägeli holt ersten Teilverbandskranz Nordostschweizer Schwingfest in Davos

Mannschaft vom WSCA. (Bild zvg.)

Erfolgreicher Saisonabschluss Die Mannschaft vom WasserSport-Club-Albis glänzte am Samstag, 24. Juni, am Büli-Cup in Bülach mit tollen Leistungen. Michelle Stolz erreichte über die 100 m Rücken den ersten Rang. Für Bronze reichte es ihr über die 100 m Delfin und Freistil. Letzteres schlug sie in einer Zeit von 1.05.46 an und knackte damit den Clubrekord. Iloy Lamers zeigte sich in Top- Form, er schwamm nicht nur persönliche neue Bestzeiten von bis zu 14 Sekunden, er belegte dazu über die 100 m Freistil den zweiten und über die 100 m Rücken den dritten Rang. Die 100 m Delfin schwamm Yannic Petrovic ausgezeichnet-auf den letzten 25 Metern reichte seine Kraft aus, um nochmals voll anzugreifen und so belegte er den zweiten Rang. Über den dritten Platz freute sich die 4 x 50 m Freistil Damenstaffel, bestehend aus Michelle Stolz, Melina Brem, Chiara De Pretto und Fiona Baur. Auch die Schwimmerinnen, welche keine Medaillenränge erreichten, gaben vollen Einsatz zum Teil mit persönlichen Bestleistungen. (pd.)

Die 122. Austragung des Nordostschweizer Schwingfestes fand am Sonntag, 18. Juni, in Davos statt. Dort, wo üblicherweise die breit gebauten Männer auf dem Eis umherkurven, waren Männer in Zwilchhosen zu sehen. Das Eisstadion in Davos wurde zu einer Schwingarena umgebaut, die gute Stimmung kam dank den spannenden und überraschenden Kämpfen trotzdem auf. Auch bei den ÄmtlerFans wurde gejubelt, als Marco Nägeli seinen letzten Gang gegen Florian Pfister mit einem Plattwurf gewann. Dies sicherte ihm nämlich seinen ersten Teilverbandskranz, Nägeli hatte somit sein Ziel erreicht. Nun hat der Schwingklub am Albis wieder einen Schwinger mit dem Teilverbandskranz, denn nach Urs Meier, welcher in 2010 den letzten erkämpfte, gelang es keinem mehr. Im ersten Gang gegen Dominik Schmid gewann der Obfelder souverän. Die Einteilung sah dann gleich einen stärkeren Gegner vor, nämlich den Thurgauer Eidgenossen Beni Notz. Notz konnte aber Nägeli nicht bezwingen und dieser Gang wurde gestellt. Im dritten Gang gegen Roman Lozza gewann er ebenfalls mit der vollen Punktzahl und auch der nächste Gegner, Yanick Klausner aus dem Freiamt, wurde auf den Rücken gelegt. Als der Speaker die Einteilungen für den fünften Gang bekannt gab, hiess es: Marco Nägeli gegen Thomas Sempach. Sempach, welcher weit mehr als 80 Kränze in seiner Sammlung hat, darunter drei Eidgenössische, konnte aber Nägeli nicht bezwingen. Der

Einmarsch zur Kranzübergabe, vorne Armon Orlik, gefolgt von Marco Nägeli und dahinter Nöldi Forrer.

Im letzten und entscheidenden Gang gegen Florian Pfister, Nägeli rechts. (Bilder Anja Bernhard)

Gang wurde gestellt. Auf der Schlussrangliste platzierte sich der Ämtler sogar punktgleich mit dem Schwingerkönig von 2001, Nöldi Forrer. Forrer reihte sich aber hinter Nägeli ein, da er nämlich eine Niederlage gegen Marcel Mathis einstecken musste. Auch der Mettmenstetter Nik Junker zeigte gute Resultate, er platzierte sich mit drei gewonnenen und drei verlorenen Gängen auf dem 14.

Rang. Beat Reichmuth, ebenfalls aus Mettmenstetten, gewann einen Gang, verlor zwei und stellte drei Gänge. Matthias Furrer, Islisberg, kam leider nicht in den Ausstich, er verlor drei Gänge, gewann den dritten Gang gegen Patrick Stadelmann. Im Schlussgang standen sich der Bündner Armon Orlik und der Thurgauer Samuel Giger gegenüber. Alles andere als langweilig war es zum Zu-

schauen, die beiden jungen Talente kamen erst nach 12 Minuten und 52 Sekunden zu einem Entscheid. Giger konnte Orlik mit Kurz und Nachdrücken auf den Rücken legen und somit das erste Mal das eigene Teilverbandsfest gewinnen. Gerade mal zwei Kränze konnten die Zürcher abstauben, neben Nägeli auch Samir Leuppi aus Winterthur. Verpasst haben den Kranz unter anderen Fabian Kindlimann, Roman Schnurrenberger und Andreas Gwerder. Anja Bernhard Auszug aus der Schlussrangliste: 1 58.50 Samuel Giger, Ottoberg; 2 58.25 Daniel Bösch, Zuzwil SG; 3 57.75 Armon Orlik, Maienfeld; 4a 57.50 Marco Nägeli, Obfelden, 4b Arnold Forrer, Stein SG, 14h 55.00 Nik Junker, Mettmenstetten; 22a 53.00 Beat Reichmuth, Mettmenstetten; 27c 35.25 Matthias Furrer, Islisberg.


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049 2017  

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