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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. AFF49 I 169. Jahrgang I Dienstag, 23. Juni 2015

Vater-Kind-Tag

Initiative umgesetzt

50 Ottenbacher Kinder erlebten bei der Feuerwehr, wie sich Brände löschen lassen. > Seite 3

Affoltern: Fünf Hilfswerke erhalten je 33 000 Franken aus dem «Glencore-Effekt». > Seite 9

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Heuen mit Heinzen In Bonstetten stellten Landwirte die alte Arbeitsweise nach. > Seite 9

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Beatrice Egli Der Schlagerstar am 30-Jahre-Jubiläumfest der Garage Herzog in Ottenbach. > Seite 11

Velonetzplan: ZPK bedauert Fokussierung auf Alltagsrouten Erhebliche Differenzen zum regionalen Richtplan Das Amt für Verkehr des Kantons Zürich (AfV) will mit der neuen Velonetzplanung eine strikte Trennung von Freizeit- und Alltagsrouten. Der Vorstand der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt hält die dabei vom AfV angestrebte Fokussierung auf die Alltagsrouten für falsch. ................................................... von urs e. kneubühl Bis Ende 2015 erarbeitet das Amt für Verkehr des Kantons Zürich (AfV) einen Velonetzplan, von welchem sich die Massnahmen für das Agglomerationsprogramm der dritten Generation

Neubau der Aeugster Friedhofstrasse Nach langer Diskussion bewilligten die Aeugsterinnen und Aeugster an ihrer Rechnungsgemeindeversammlung in der voll besetzten Kirche den Neubau der Friedhofstrasse samt der darunterliegenden Wasserleitung mit klarem Mehr. Die Diskussion konzentrierte sich auf Fragen der Sicherheit für die Fussgänger. Der höchste Betrag des Abends, 1,55 Millionen Franken, wurde für die Sanierung der 1976 eröffneten Turnhalle gesprochen. Nach der Sanierung wird diese sicherer für die Turnenden, wesentlich weniger Energie verbrauchen und einen Teil davon mit einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach selbst erzeugen. (bs.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

ableiten lassen. Ziel ist, das Velo im Alltagsverkehr als attraktive Alternative oder Ergänzung zum öffentlichen Verkehr und zum motorisierten Individualverkehr zu positionieren. Die Gemeinden können das neue Netz dann mit lokalen Verbindungen ergänzen. Bis zum 3. Juli können Regionen und Gemeinden zum neuen Netz Stellung nehmen, was die Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt nach eingehender Prüfung und in Kenntnis einiger kommunaler Vernehmlassungsantworten getan hat. Grundsätzlich stellt die ZPK fest, dass die bisherige, rechtsgültige Velonetzplanung anderen Grundsätzen folgt. Die der neuen Planung zugrunde liegende

strikte Trennung von Freizeit- und Alltagsrouten mit der Fokussierung auf dem Alltagsverkehr sieht die ZPK als Paradigmenwechsel. «Im Knonauer Amt führt dies zu erheblichen Differenzen mit dem rechtsgültigen regionalen Richtplan, respektive dem zur Vorprüfung eingereichten Richtplanentwurf», stellt der Vorstand der ZPK fest. «Mit dem vorliegenden Velonetzplan nimmt das kantonale Velonetz von heute 134 km auf 121 km ab. 22 regionsinterne Verbindungen sollen aus dem kantonalen Netz gestrichen werden, wobei meist empfohlen wird, die Verbindungen auf kommunaler Stufe zu sichern und im kommunalen Verkehrsrichtplan aufzunehmen.»

Davon betroffen etwa wäre die Verbindung von Aeugst ins Reppischtal. «Der ZPK-Vorstand taxiert aus Sicht des Knonauer Amtes die Fokussierung auf Alltagsrouten als falsch», sagt Präsident Kurt Weber und begründet: «Damit werden heute vorhandene sichere Verbindungen der Direktheit wegen von Nebenstrassen auf kantonale Hauptverkehrs- und Verbindungsstrassen verlegt, was für die Förderung des Veloverkehrs kontraproduktiv ist.» Der ZPK-Vorstand lehnt daher die Verlegung von Veloverbindungen auf die Kantonsstrassen dort, wo valable Alternativrouten vorhanden sind, ab. «Andernfalls», so Weber, «werden Velofahrer vermehrt Gefahren ausgesetzt, was widersinnig ist.»

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44 neue Wohnungen Clientis: «Ein weiterer Beitrag an die Attraktivität des Bezirkshauptortes». > Seite 12

Bonstetten befindet am 6. September über die «Einheitsgemeinde» Die Urnenabstimmung über die «Einheitsgemeinde» in Bonstetten hat der Gemeinderat auf den 6. September 2015 angesetzt. Damit wird über die Vorlage befunden, der eine Initiative von Benedikt Pöschel zugrunde liegt. Darin werden die Politische Gemeinde und die Primarschulgemeinde aufgefordert, eine «Einheitsgemeinde» zu lancieren bzw. eine neue Gemeindeordnung zu formulieren. Diese könnte bei einem Ja an der Urne auf den Beginn der Amtsdauer 2018 bis 2022 in Kraft treten. Das Ansinnen wurde bereits vom Gemeindeamt des Kantons Zürich gepürft. Es gab dabei formale Empfehlungen, aber keine inhaltlichen Änderungen.

................................................... > Bericht auf Seite 3

anzeigen

Am Fest der Kulturen in Affoltern waren 17 Nationen vertreten Von Alphornklängen bis zu Häppchen aus Kolumbien

In der Weltcupwertung auf Platz 6 vorgerückt Kletterspezialistin Petra Klingler aus Bonstetten (Bild) wurde beim BoulderWeltcup im chinesischen Chongquing Zehnte – trotz einer Grippe. Im Gesamtweltcup verbessert sie sich vom zehnten auf den sechsten Rang. ................................................... > Bericht auf Seite 18

Tänzerinnen aus dem Kosovo. (Bild Werner Schneiter) Tanz, Gesang, Musik, Schminken, kulinarische Köstlichkeiten: Das bot das Fest der Kulturen vom Samstag in Affoltern, durchgeführt von der ökumenischen Vorbereitungsgruppe. 17 Nationen waren vertreten. Musik aus

Eritrea und Russland, Tänze aus dem Kosovo und aus Kolumbien, Alphornklänge aus der Schweiz – all das gab der gut besuchten Veranstaltung unter dem Vordach der Affoltemer Gemeindeverwaltung einen internationalen

Anstrich. Ein offenes Singen mit Liedern aus verschiedenen Kulturen und ein Wettbewerb rundeten das Fest ab. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 8

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Liegenschaften Politische Gemeinde Affoltern am Albis Ersatzwahl eines Mitglieds der Rechnungsprüfungskommission Affoltern am Albis für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 Für den per August 2015 als Mitglied der Rechnungsprüfungskommission Affoltern am Albis zurücktretenden Roger Marti ist eine Nachfolgerin bzw. ein Nachfolger für den Rest der laufenden Amtsdauer 2014 bis 2018 zu wählen. In Anwendung von Artikel 7 der Gemeindeordnung sowie § 48 ff. des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sind bis spätestens am Montag, 3. August 2015, die Wahlvorschläge bei der Gemeinde Affoltern am Albis, Marktplatz 1, Postfach, 8910 Affoltern am Albis, einzureichen. Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, die ihren politischen Wohnsitz in der Gemeinde hat. Die Kandidatin oder der Kandidat muss mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Zusätzlich können der Rufname und die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei angegeben werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden. Die provisorischen Wahlvorschläge werden nach Ablauf der ersten Frist veröffentlicht. Innert einer zweiten Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Vorschläge geändert oder zurückgezogen werden, oder es können auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Die wahlleitende Behörde erklärt die vorgeschlagene Person als gewählt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird eine Urnenwahl durchgeführt. Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindeverwaltung Affoltern am Albis, Präsidialabteilung, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, oder auf der Homepage erhältlich. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Affoltern am Albis, 23. Juni 2015 Gemeinderat Affoltern am Albis

Gemeindeversammlung der Sekundarschulgemeinde Obfelden-Ottenbach vom 11. Juni 2015

Verkäufe

Amtliche Publikation der Ergebnisse Die Stimmberechtigten haben an der Gemeindeversammlung folgende Beschlüsse gefasst:

Rechtsmittelbelehrung Gegen die Beschlüsse der Gemeindeversammlung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und deren Ausübung innert fünf Tagen ab dieser Publikation schriftlich Rekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden.

Das Protokoll der Gemeindeversammlung liegt ab Montag, 22. Juni 2015, im Gemeindehaus Ottenbach zur Einsichtnahme auf. Protokollberichtigungsbegehren sind in Form des Rekurses innert 30 Tagen ab Auflage schriftlich beim Bezirksrat Affoltern einzureichen.

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1. Jahresrechnung 2014; Abnahme: einstimmig angenommen 2. Genehmigung eines Planungskredites für die Sekundarschule Obfelden-Ottenbach über Fr. 375 000.–: einstimmig angenommen

Im Übrigen kann gestützt auf § 151 Abs. 1 des Gemeindegesetzes (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) gegen die Beschlüsse innert 30 Tagen ab dieser Publikation schriftlich Beschwerde beim Bezirksrat Affoltern erhoben werden. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen.

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Veranstaltungen

Ottenbach, Juni 2015 Namens der Vorsteherschaft Gemeinderat Ottenbach

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Einbürgerung Unter dem Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung hat die Gemeindeversammlung Ottenbach vom 11. Juni 2015 in das Bürgerrecht Ottenbach aufgenommen: Herr Andreas Lindner, geb. 1965, deutscher Staatsangehöriger, wohnhaft Schulweg 16, 8913 Ottenbach. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich und begründet Einsprache erhoben werden. Gemeinderat Ottenbach

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 23. Juni 2015

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Am 6. September 2015 stimmt Bonstetten über die «Einheitsgemeinde» ab Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Bonstetten Am 9. August 2014 reichte Benedikt Pöschel, Bonstetten, eine Initiative mit folgendem Wortlaut ein: 1. Der Gemeinderat Bonstetten und die Primarschulgemeinde Bonstetten werden beauftragt, eine Vorlage auszuarbeiten mit dem Titel «Einheitsgemeinde Bonstetten». 2. Bei Annahme der Initiative ist der Terminplan so zu wählen, dass wenn immer möglich die neue Gemeindeordnung auf Beginn der Amtsdauer 2018 bis 2022 in Kraft treten kann. Die Primarschulpflege Bonstetten und der Gemeinderat Bonstetten erklärten die eingereichte Initiative für gültig. Die beiden Behörden entschieden, eine Projektgruppe zu bilden mit dem Ziel, eine neue Gemeindeordnung und Abstimmungsvorlage für die geplante Einheitsgemeinde auszuarbeiten und diese im Jahr 2015 dem Souverän zu unterbreiten. Mit Gemeinderatsbeschluss vom 28. April 2015 und Beschluss der Primarschulpflege vom 28. Mai 2015 stimmten beide Behörden der neu erarbeiteten Gemeindeordnung zu. In der Folge wurde diese dem Gemeindeamt des Kantons Zürich zur Prüfung zugestellt. Mit nur formalen Empfehlungen nicht aber inhaltlichen Änderungen wurde die Vorlage vom Gemeindeamt bestä-

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Morgen Mittwoch, 24. Juni. feiert Kurt Feller in Stallikon seinen 85. Geburtstag. Wir wünschen dem Jubilarem ein schönes Geburtstagsfest und alles Gute für die Zukunft.

Zum 80. Geburtstag In Affoltern feiern Ida SenneAeberli und Hans Rudolf Anderegg morgen Mittwoch, 24. Juni, den 80. Geburtstag. Der Jubilarin und dem Jubilaren gratulieren wir herzlich. und wünschen schöne Geburtstagsfeste.

tigt. Der Einheitsgemeindeordnung steht somit nichts mehr im Weg und sie kann dem Souverän zur Abstimmung unterbreitet werden. In seiner Sitzung vom 16. Juni 2015 hat der Gemeinderat beschlossen, den Urnengang über die Einheitsgemeinde am 6. September 2015 durchzuführen.

Ein weiterer Schritt in die Zukunft Gemeinsame Ausschreibung der neu zu schaffenden Revisionsstelle seitens der Politischen Gemeinde, der Schulgemeinden und der reformierten Kirchgemeinde.

(inklusive Lohnbuchhaltung, Auszahlungen Sozialhilfe). Per Ende Jahr wird die Bilanz und Erfolgsrechnung des Betreibungsamtes in die Jahresrechnung der Gemeinde Bonstetten konsolidiert, weitere Bereiche werden nicht konsolidiert. Die Abteilung Finanzen führt im Auftragsverhältnis das Rechnungswesen der Sekundarschule BonstettenStallikon-Wettswil (inkl. Lohn), der reformierten Kirche Bonstetten (inkl. Lohn) sowie des Zweckverbandes Feuerwehr Unteramt.

Rechnungslegungsnormen

Zurzeit ist die Abteilung Revisionsdienste des Gemeindeamtes des Kantons Zürich die technische Revisionsstelle der Gemeinde Bonstetten. Diese Abteilung wird auf Ende des Jahres 2015 geschlossen. Deshalb evaluiert die Gemeinde eine neue Revisionsstelle.

Massgebend sind die im Kanton Zürich für Gemeinden geltenden gesetzlichen Vorgaben. Dies sind insbesondere das Gemeindegesetz, die Verordnung über den Gemeindehaushalt sowie das Kreisschreiben über den Gemeindehaushalt. Die Gemeinde Bonstetten, die Primarschule sowie die Sekundarschule Bonstetten sind seit dem 1. Januar 2015 Projektgemeinden für HRM2.

Organisation Rechnungswesen

Gemeinsames Projekt

Der Bereich Finanzen ist zuständig für das Rechnungswesen der Gemeinde

Die Voraussetzung für ein neues gemeinsames Projekt von Politischer Ge-

Ausgangssituation

meinde, Primarschulgemeinde, Sekundarschulgemeinde, reformierter Kirchgemeinde und vom Feuerwehrzweckverband war somit gegeben. Der Gemeinderat hat deshalb mit den Partnerbehörden gesprochen und das Projekt zur Ausschreibung einer neuen Revisionsstelle in die Vernehmlassung bei den verschiedenen Gütern gegeben. Mit Genugtuung darf festgestellt werden, dass alle bereits erwähnten Organe den gemeinsamen Weg unterstützen und die Ausschreibung der künftigen Revisionsstelle zusammen angehen wollen. Damit ist ein erfreulicher Schritt für eine künftig engere, effizientere Zusammenarbeit getan.

jugendplus: Veränderung und künftige Entwicklung Im Sommer 2012 trat Roland Wüthrich als Stellenleiter jugendplus die Nachfolge von Istvan Molnar an. Mit viel Elan und innovativen Ideen hat er die offene Jugendarbeit der Gemeinden Bonstetten, Stallikon, Wettswil und Islisberg umgestaltet und geprägt. Fast legendär – und von einigen schmerzlich vermisst – ist der Bauwagen, welcher als Anlaufstelle für die Jugendlichen von Dorf zu Dorf zog.

Weil dieser dem Schimmel zum Opfer gefallen und in der kalten Jahreszeit unbeheizt war, musste Roland Wüthrich diese mobile Anlaufstelle wieder aufgeben und setzte sich – die Gunst der Stunde nutzend – für die Realisierung einer fixen Anlaufstelle mit Jugendtreffpunkt beim Bahnhof Bonstetten ein. Den «Träffpunkt» gibt es seit letzten Herbst. Die vielen personellen Wechsel im Team und die aufwändige Zusammenarbeit mit den zahlreichen Ansprechpartnern, insbesondere mit den fünf Schulen, welche mit einer teils nicht kompatiblen Anspruchshaltung an jugendplus herantraten, liessen in Roland Wüthrich den Wunsch nach einer persönlichen Veränderung reifen. Er wird jugendplus per Anfang des Schuljahres 2015/16 verlassen. Die Jugendkommission (Juko) und der Gemeinderat Bonstetten, administrativ für jugendplus zuständig, danken Roland Wüthrich für seine Aufbauarbeit. Über seine Nachfolge respektiv über damit zusammenhängende organisatorische Veränderungen berät derzeit die Juko. Auf den Schulbeginn nach den Sommerferien hin soll Genaueres berichtet werden. (P.K.)

«Mir sind vo der Füürwehr!» 50 Ottenbacher Kinder erlebten am Vater-Kind-Tag, wie sich Brände löschen lassen Feuerwehrkommandant Roland Schumacher war überwältigt vom grossen Andrang zum Vater-Kind-Tag der Feuerwehr Ottenbach vom vergangenen Samstag. 50 Ottenbacher Kinder zwischen drei und zehn Jahren erlebten die Tätigkeitsfelder der Feuerwehr auf einem abwechslungsreichen Parcours. ................................................... von bernhard schneider

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch

Simo hat das Wasserspritzen mit dem Feuerwehrschlauch und das Löschen des Feuers am besten gefallen. Auch das Besteigen eines Raumes über eine Feuerwehrleiter durch ein Fenster hatte bei ihm Eindruck hinterlassen. Simo und seine kleine Schwester Ella strahlen unter dem Feuerwehrhelm nach getaner Arbeit. Vater Sami Hug erklärt, es sei sehr interessant gewesen, gemeinsam mit den Kindern auf spielerische Weise hinter die Kulissen der Feuerwehr zu sehen. Besonders eindrücklich sei es gewesen, zu erfahren, dass für einen grösseren Brand zwei bis drei Hydranten erforderlich sind, um genügend Wasser zu liefern. Der Parcours gab Gelegenheit, die verschiedenen Feuerwehrautos zu erkunden. Das Tank-Lösch-Fahrzeug (TLF) gehört der Feuerwehr Albis, welche die Gemeinden Aeugst, Affoltern und Ottenbach umfasst. «Die Kinder strahlten, als sie den Wasserschlauch in den Händen halten durften – und sie erschraken, als sie die Kraft des Löschwassers spürten», erzählt Sami Hug. Sein Fazit es ganzen Anlasses fällt restlos positiv aus: Der Parcours sei so abwechslungsreich und unterhaltend gewesen, dass die Kinder über Stunden konzentriert bei der Sache geblieben seien. Gleichzeitig hob er die Kompetenz und Geduld des ganzen Feuerwehrcorps hervor, alle Fragen der Kinder und ihrer Eltern zu be-

Kommandant Roland Schumacher im Feuerwehrwagen mit Ella und Simo sowie deren Vater Sami Hug (vorne), die begeistert von ihren Erlebnissen erzählen. (Bild bs) antworten. Die Pizzas, die vom Feuerwehrverein Knonau im Ottenbacher Feuerwehrdepot nach Wunsch zubereitet wurden, waren gleichsam das Tüpfchen auf dem «i» eines gelungenen Anlasses. Feuerwehrkommandant Roland Schumacher erklärte am Ende des Vater-Kind-Tages, dass sein Stellvertreter, Jan Berliat, die Idee von einem ähnlichen Anlass der Feuerwehr Affoltern mitgebracht habe. Die Ottenbacher Feuerwehr könne bei einem künftigen Anlass dieser Art auf positiven Erfahrungen aufbauen – und anderen Dorffeuerwehren ähnliche Aktivitäten empfehlen. Denn der Nachwuchs sei entscheidend für den Fortbestand der Feuerwehren. In der Jugendfeuerwehr werden Kinder ab 10 Jahren und, separat organisiert, Jugendliche ab 14 in die Feuerwehrarbeit eingeführt. «Die 18-Jährigen, die wir von der Jugendfeuerwehr übernehmen dürfen, sind bereits topqualifiziert und motiviert», lob Schumacher den Feuerwehrnachwuchs. Er

Vergnügliches Kennenlernen des Löschwerkzeugs am Vater-Kind-Tag der Feuerwehr Ottenbach. (Bild Roland Schumacher)

hofft, dass einige der fünfzig Ottenbacher Kinder, welche die Feuerwehr am Vater-Kind-Tag spielerisch kennen ge-

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lernt haben, sich als Zehnjährige für die Jugendfeuerwehr begeistern lassen (www.jfw-aaa.ch/).


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 23. Juni 2015

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Turnhalle wird saniert – klares Ja zur neuen Friedhofstrasse Gemeindeversammlung Aeugst: Gute Gesprächskultur, klare Entscheide Die Gemeindeversammlung von Aeugst am Albis dauerte zweieinhalb Stunden. Grund für die lange Dauer waren nicht die durchwegs guten Abschlüsse, sondern die Sanierung einer Strasse. Gemeindepräsident Ruedi Müller sorgte mit seiner ruhigen Versammlungsführung für Gesprächskultur trotz Kontroversen. ................................................... von bernhard schneider Finanzvorstand Peter Hoppler begründete den Ertragsüberschuss der politischen Gemeinde von 460 000 Franken mit einem Minderaufwand für den Spitalzweckverband, tieferen Fürsorgekosten als budgetiert und höheren Einnahmen aus der Grundstückgewinnsteuer. Ein attraktiver Steuerfuss und eine bescheidene Fremdverschuldung seien die Basis der soliden Gemeindefinanzen. Das Eigenkapital beläuft sich auf nahezu acht Millionen Franken bei jährlichen Aufwendungen von knapp sieben Millionen.

Hauptthema Fussgängerschutz Die Wasserleitung unter der Friedhofstrasse stammt von 1952. Der fehlende Unterbau, die variable Breite von drei bis vier Metern, keine Beleuchtung und die mangelhafte Strassenentwässerung legten eine Sanierung nahe, führten Hochbauvorsteherin Nadia Hausheer und Planungsvorstand Bruno Fuchs aus. Der Kanton habe das Gesuch des Gemeinderats, Tempo 30 auf dieser Strasse einzuführen, abgelehnt, da sich die Strasse zwischen der Landwirtschafts- und der Freihaltezone befinde. Der Gemeinderat habe daher entschieden, die Strasse so zu gestalten, dass sie faktisch nicht mit mehr als 30 Stundenkilometern befahren werde. Sie solle daher bei drei Metern Breite belassen werden, mit einer Kreuzungsmöglichkeit in der Mitte, ergänzt mit einem Gehweg. Auf diese Weise werde die Strassenparzelle von 4.5 Metern Breite zugunsten der Fussgänger vollständig ausgenützt. Zu Diskussionen Anlass gab nicht der Kreditbetrag von 530 000 Franken, sondern die Frage, ob die beantragte Lösung den optimalen Fussgängerschutz biete. Während die separat ausgewiesenen sanften Kissen beim Verkehrsknoten Allmend-/Friedhofstrasse unbestritten waren, stellte ein Anwohner den Rückweisungsantrag, der allerdings nur zwei Stimmen auf sich vereinen konnte. Sein Abänderungsantrag, den Fussweg auf die andere Seite zu verschieben, unterlag mit allen gegen vier Stimmen. Der Antrag des Gemeinderats wurde schliesslich mit klarem Mehr gutgeheissen. Angekündigt wurde eine Petition für ein Rückkommen des Kantons auf Tempo 30, verbunden mit der Bitte, der Gemeinderat solle in dieser Frage nicht locker lassen. Dieser nahm den Wunsch zustimmend entgegen: Vielleicht brauche es ein wenig Zeit, bis sich der Kanton von diesem Anliegen überzeugen lasse, aber der Gemeinderat bleibe dran.

Zustimmung zur Entsorgungslösung der Dileca Unbestritten waren die weiteren Traktanden der politischen Gemeinde: Damit Aeugst dem neuen Entsorgungssystem, das die Dileca (Dienstleistungscenter Amt) anbietet, beitreten kann, wurde ein Kredit von 115 000

Schulpflegerin Sibylle Ziltener stellt das Projekt der Turnhallensanierung vor. ( Bild Bernhard Schneider) Franken genehmigt, um die Kehrichtsammelstellen entsprechend umzubauen. Damit schliesst sich Aeugst als neunte Gemeinde des Bezirks dieser Gemeindelösung an, die alles aus einer Hand anbietet. Sodann wird im Rahmen des kantonalen Projektes «Umlegung Reppisch» der Mülibergbach offengelegt und ökologisch aufgewertet. Der Kredit dafür beträgt 192 000 Franken. Ein stattlicher Teil der Summe dürfte in Form von Subventionen zurückfliessen. Auf viel Interesse stiessen auch die abschliessenden Informationen des Gemeinderats. Der Kampf eines Anwohners gegen den von der Gemeindeversammlung gutgeheissenen Bau an der Dorfstrasse 37 geht weiter. Nachdem er ein Mediationsangebot abgelehnt hat, wartet die Gemeinde nun den Entscheid des Verwaltungsgerichts in dieser Sache ab. Angesichts der bisher fünf durchwegs gewonnenen Gerichtsverfahren regte ein Einwohner eine Schadenersatzklage gegen die Rekurrenten an. Gemeindepräsident Ruedi Müller führte aus, dass es für Gemeinden leider sehr schwierig sei, auch nur einen Teil der enormen Kosten eines solchen Prozesses zurückvergütet zu erhalten. Weiter orientierte Peter Hoppler über die aktuelle Situation am Spital Affoltern, das operativ sehr gut laufe. Als Mitglied der «Spurgruppe» habe er einige intensive Monate hinter sich. Mit dem Juristen Jürg Burger sei ein Aeugster in die Betriebskommission gewählt worden, die sich nun in neuer Zusammensetzung gemeinsam mit den Delegierten dem fälligen Strategieprozess zuwenden könne. Fazit: «Wir sind zuversichtlich und von der Qualität des Spitals überzeugt.» Schliesslich erläuterte Bruno Fuchs den schwierigen Fahrplanprozess. Mit erheblichem Einsatz habe ein gangbarer Optimierungsvorschlag erarbeitet werden können. Namentlich werde die Verbindung Hausen – Aeugstertal sichergestellt sowie der Anschluss von Aeugst in Richtung Zug.

Unbestrittene Turnhallensanierung Mit wenig Diskussionsbedarf konfrontiert wurde Schulpräsidentin Verena Commissaris, trotz des grössten Kreditbegehrens des Abends: Die 1976 eröffnete Turnhalle der Schule Aeugst, die auch von verschiedensten Vereinen benutzt wird, ist sanierungsbedürftig geworden. Die Fenster sind undicht und entsprechen nicht mehr

den Vorschriften. Hallenboden, Dach und Fassaden sind beschädigt, die vorstehenden Heizungsradiatoren bergen Unfallgefahr, die Lüftungsanlage arbeitet ineffizient und Ersatzteile sind teilweise nicht mehr erhältlich. Die Schulpflege beantragte daher einen anzeige

Kredit von 1.55 Millionen Franken, um das ganze Gebäude zu sanieren. Im Vordergrund stehen Werterhaltung der Infrastruktur nach 40 Jahren intensiver Benutzung, Sicherheit durch integrierte Sportgeräte und den Ersatz der Radiatoren durch eine Bodenhei-

zung sowie Energieeffizienz durch eine zeitgemässe Aussenhülle und Fotovoltaikzellen auf dem Dach. In der Diskussion wurde gewünscht, bereits jetzt die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Photovoltaikanlage künftig auf das ganze Dach ausgeweitet werden kann. Der anwesende Architekt des Projektes hielt fest, es sei alles so eingerichtet, dass dies künftig ohne Mehrkosten möglich sei. Das Projekt überzeugte die Gemeindeversammlung, es wurde ohne Opposition bewilligt. Oppositionslos genehmigt wurde auch die Rechnung der Primarschule, die bei Ausgaben von 3.26 Millionen Franken einen Ertrag von 3.36 Millionen erwirtschaftete. – Keine Diskussion verursachte auch die Rechnung der reformierten Kirche, die bei Ausgaben von 374 000 Franken mit einem kleinen Überschuss abschloss. Zu ausführlicheren Erläuterungen sah sich Kirchgemeindepräsident Hanno Schmidheiny veranlasst anlässlich der Reduktion der Pfarrstelle durch die Zürcher Landeskirche, die das Pfarrpensum in Aeugst 2012 von 100 auf 80 Stellenprozente reduziert hat und ab 2016 nur noch 60 Prozent zulässt. Pfarrerin Bettina Stephan wird künftig neben der Gemeinde Aeugst und dem Götschihof auch am Altersheim der Senevita in Affoltern tätig sein.


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Nach den Schweizer «Haudegen» folgte Oqbaghebriel Oqbagyhi aus Eritrea 17 Nationen am Fest der Kulturen am Samstag unter dem Vordach der Affoltemer Verwaltung

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achend hüpften und drehten sich das Mädchen und der Knabe zu nicht ganz vertrauten Klängen im Kreis – zusammen mit Erwachsenen. Nach den Alphornklängen der «Haudegen» folgte Qi Gong und Tai Chi, nach Musik aus Eritrea Tänze aus dem Kosovo, dann animierten Gäste aus St. Petersburg das zahlreich erschienene Publikum zum Mitklatschen. So gross präsentierte sich die Spannweite des traditionellen Festes der Kulturen in Affoltern, inszeniert von der ökumenischen Vorbereitungsgruppe. Vertreterinnen und Vertreter aus 17 Nationen – viele unter ihnen im Säuliamt wohnend – kamen an diesem trüben Samstag nach Affoltern. Sie präsentierten Traditionen aus ihren Heimatländern, mittels Tanz, Gesang, per Instrument – und auch durch ihre wunderschönen Trachten. Immer wieder gelang es ihnen, das Publikum zum Mitmachen zu bewegen. So kam nach sich näher, kam ins Gespräch, sang und tanzte gemeinsam; man erfuhr von Vorlieben – auch in kulinarischer Hinsicht. Da wurden Köstlichkeiten aus aller Welt angeboten. Es bot sich ein Fest der Begegnung, geeignet dazu, um Gemeinsames über Trennendes zu stellen. Und so sieht es auch der Affoltemer Gemeindepräsident Clemens Grötsch. «Tanzen, Singen, Musik, gemeinsames Schminken – all das verbinde, Feiern verbinde. Jede und jeder bringe da engagiert seine Talente ein. Der Gemeindepräsident schloss mit einem Zitat: «Gott achtet dich, wenn du arbeitest, aber er liebt dich, wenn du singst ...» Das Fest der Kulturen schloss am Nachmittag mit der Auflösung eines Wettbewerbs. Es galt herauszufinden, was ein bestimmtes Wort in verschiedenen Sprachen heisst. (-ter.)

Auch ein Fest der Kinder.

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Tanz und Gesang aus dem Kosovo. (Bilder Werner Schneiter)

Musikalische Grüsse aus St. Petersburg.

Die Alphorngruppe «Haudegen» machte den Auftakt.


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Affoltern handelt solidarisch – die Initiative wird umgesetzt! Fünf Hilfswerke erhalten je 33 000 Franken aus dem «Glencore-Effekt» An der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2013 wurde die Initiative «Affoltern handelt solidarisch» angenommen. Diese verlangte, dass 10% der 1.65 Millionen, die Affoltern via Finanzausgleich aus den kantonalen Steuern des Glencore-Chefs Ivan Glasenberg erhalten hatte, an fünf Hilfswerke auszuzahlen seien, falls sich die Gemeinde zu diesem Zweck nicht zusätzlich verschulden müsse. Nun ist klar, dass die Hilfswerke unterstützt werden. Bereits im Dezember 2013 und bis vor Kurzem galt es als unwahrscheinlich, dass die Initiative umgesetzt werden könnte. Der Gemeinderat prognostizierte ein grosses Defizit, sodass

der Glencore-Effekt wegen dem Übergangsausgleich, den der Kanton in diesem Fall beigetragen hätte, gar nicht zum Tragen gekommen wäre. Umso grösser ist die Überraschung und Freude jetzt: Wie der Gemeinderat dem Initiativkomitee mitteilte, mussten in der Rechnung 2013 auf Geheiss des Kantons nachträgliche Umbuchungen vorgenommen werden, sodass ein Ertragsüberschuss von rund 3 Millionen statt eines Aufwandüberschusses resultierte. Aus diesem Grund wird nun ausgeführt, was die Gemeindeversammlung mit klarem Mehr beschlossen hatte: Die fünf Hilfswerke Caritas, Heks, Helvetas, Terre des hommes und Unicef erhalten je

33 000 Franken für Projekte in Ländern, in denen die Firma Glencore Umweltschäden angerichtet und Menschenrechte verletzt hatte. Das Initiativkomitee wird dranbleiben und bei jedem einzelnen Hilfswerk nachfragen, für welche Projekte das Geld aus Affoltern genau eingesetzt wird. Über das eine oder andere Projekt wird in dieser Zeitung berichtet werden.

Es geht weiter: mit der Konzernverantwortungs-Initiative Bei der Firma Glencore ist inzwischen einiges in Bewegung gekommen – wohl nicht zuletzt dank dem Engage-

ment in den Ämtler Gemeinden. Doch Glencore ist nur einer von vielen Rohstoff-Konzernen, die weltweit tätig sind und durch ihre Geschäftspraktiken die Lebensbedingungen in den Abbaugebieten verschlechtern, ohne die ansässige Bevölkerung (genügend) zu entschädigen und ihnen gleichwertige, alternative Lebensräume anzubieten. Und weil viele dieser Firmen ihren Hauptsitz wegen der günstigen Standort-Bedingungen in unserem Land haben – die Schweiz hat sich in den letzten 20 Jahren zur weltweit grössten Rohstoff-Drehscheibe entwickelt – tragen wir eine besondere Verantwortung. Aus diesem Grund haben 65 Hilfswerke, Umwelt- und Men-

schenrechtsorganisationen aus der ganzen Schweiz die Konzernverantwortungs-Initiative lanciert. Das Ziel: Schweizer Konzerne und ihre Tochterfirmen sollen sich an verbindliche Regeln zum Schutz von Mensch und Umwelt halten – auch bei Auslandstätigkeiten. In allen Ämtler Gemeinden werden derzeit intensiv Unterschriften für dieses Anliegen gesammelt. Wer mehr über die Initiative wissen will, findet unter der Adresse www.konzern-initiative.ch genauere Informationen. Esther Naef und Rosmarie Kälbling, Affoltern

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Willkürlicher ZVV empört Stalliker Gibt es endlich eine Korrektur? Man kann nicht immer bekommen, was man möchte. Das passiert uns allen. Damit es dann keinen Streit gibt, dazu ist die Fairness da. Sie entsteht, wenn nach den Regeln gespielt wurde, denn dann ist das Resultat die Folge von Glück oder Tüchtigkeit oder beidem und der Verlierer nicht Opfer. Dann kann er sich mit dem Resultat abfinden. Deshalb ist Fairness, das Einhalten der Regeln, kein Luxus. Die Stalliker schlossen mit dem ZVV einen Vertrag zum Betrieb der Buslinie 237 vom Bahnhof Birmensdorf durch Stallikon zum Bahnhof Bonstetten. Drei Jahre lang sollte der ZVV die Buslinie für die Stalliker betreiben. Wenn die Linie erfolgreich sein und es dem ZVV gut gehen sollte, dann würde der ZVV die Linie ins ordentliche Angebot übernehmen. Erfolgreich würde die Linie sein, wenn der Kostendeckungsgrad 30 % betragen sollte oder durchschnittlich wenigstens zehn Personen pro Fahrt die Linie benützten. Solche Verträge werden zu Dutzenden geschlossen und funktionierten bisher immer. Als die drei Jahre um waren, übernahm der ZVV die Buslinie nicht, sondern bat um ein weiteres Jahr, weil der Fahrplanrhythmus geändert habe und eine Übernahme noch nicht möglich sei. Also zahlte Stallikon noch einmal. Total zahlte Stallikon direkt und indirekt mehr als 2,3 Millionen, das heisst gut 800 Franken pro Einwohner. Beispielsweise zahlte eine Familie mit zwei Kindern rund 3200 Franken, nur um die Buslinie zu ermöglichen. Diese war erfolgreich: Sie hatte knapp 30 % mehr Fahrgäste als für eine Übernahme vereinbart war, und sie rentierte auch 10 % besser als gefordert. Trotzdem übernahm der ZVV die Buslinie nicht, sondern führte eine andere Linie ein. Wie die ZVV-Verantwortlichen im September schriftlich 2014 zugaben, war ihnen schon bei

der Planung bekannt, dass die neue Linie unattraktiv sein und 30 % weniger Fahrgäste haben würde. Die erste Ausrede lautete, dass der ZVV die finanziellen Mittel für die Übernahme nicht gehabt habe. Aus den Geschäftsberichten ergab sich dann aber, dass die Rechnung des ZVV wie immer viel besser abschloss als budgetiert worden war. Dafür kam die zweite Ausrede. Angeblich sollte die geänderte Buslinie direkter und damit attraktiver werden. Dass das Gegenteil geplant war, kam erst gut zwei Jahre später ans Tageslicht. Die dritte Ausrede lautete, dass beim Vertragsschluss übersehen worden sei, wie hoch die Kosten der Buslinie waren. Allerdings standen diese im Vertrag und wurden der Gemeinde auch in Rechnung gestellt. Im September 2014 gab es dann die vierte Ausrede. Nun teilten die ZVV-Verantwortlichen schriftlich mit, der Kostendeckungsgrad sei ungenügend gewesen; er habe nur 25% betragen. Weil das alles nicht zusammenpasste, stellte der Verein VISU, der sich für die Buslinie einsetzt, dem ZVV eine Reihe von konkreten Fragen, die zu beantworten der ZVV rechtswidrig verweigerte. Darum machten zwei Ämtler Kantonsräte eine Anfrage an den Regierungsrat. Kürzlich kam die Antwort. Sie ist eine Sensation: der Kostendeckungsgrad betrug nicht 25 %, sondern 33 % und lag somit weit über dem Limit. Damit widerlegte der Regierungsrat die vierte Ausrede des ZVV. Jetzt fragt man sich: Bringt der ZVV die Sache beim anstehenden Fahrplanwechsel endlich in Ordnung? Immerhin gaben ihm auch die Delegierten an der letzten regionalen Verkehrskonferenz den Auftrag dazu.

Heuen mit Heinzen In Bonstetten spielten Bauern die alte Arbeitsweise nach Das Heuen der Ökowiesen wird dieses Jahr zu einer wahren Geduldsprobe. Die Bauern warten auf stabiles Hochdruckwetter. Dieses Problem existiert seit die Menschen versuchen, das Gras als Winterfutter zu trocknen und so zu konservieren. Die Lösung: Man bastelt ein Holzgestell und hängt das halbdürre Heugras daran auf. So kann der Regen darüber hinabfliessen und

bei Sonnenschein trocknet das Heu weiter. In Bonstetten spielten die Bauern diese alte Arbeitsweise noch einmal nach. Auf dem Hof von «Museumsdirektor» Ruedi Wegmann wurde am vergangenen Samstagnachmittag das frisch gemähte Gras leicht angetrocknet (Für zwei Stunden schien sogar die Sonne). Dann wurde das Gras auf die

Holzböcke – sprich Heinzen – gehängt. So kann es in aller Ruhe trocknen. Die sogenannten «Heumannli» bleiben nun während rund zwei Wochen stehen. Dann werden die Heinzen an einem sonnigen Tag geleert und das Heu eingebracht. Die «Heumannli» von Bonstetten sind also noch bis Ende Juni zu besichtigen. (wl)

Andreas Ochsenbein, VISU Verein Infrastruktur Stallikon und Umgebung visu.verein@gmail.com

Immer mit vollständiger Adresse Die Redaktion erhält regelmässig Zuschriften, die keine vollständige Postadresse der Autorin oder des Autors enthalten – die E-Mail-Adresse allein reicht nicht. Bitte in jedem Fall einen Absender vermerken und eine Telefonnummer angeben. Bei

Zuschriften, die sich auf Artikel im «Anzeiger» beziehen, sind dessen Titel und das Erscheinungsdatum notwendig. Über nicht publizierte Texte wird keine Korrespondenz geführt. (Red.)

Landwirt Ruedi Wegmann (vorne) und Kollegen hängen das leicht angetrocknete Gras auf die Heinzen. (Bild wl.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 23. Juni 2015

Ein Stück Geschichte ans Licht geschrieben Lesung von Lukas Hartmann in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern Man hat es nicht wirklich gewusst, die Sache mit P-26, damals, als der Kalte Krieg herrschte, auch nicht, als 1989 die Mauer fiel. Erst 1990 wurde das Schweigen gebrochen. Lukas Hartmann macht aus Geschichte Geschichten, die betroffen machen. ................................................... von regula zellweger Am vergangenen Donnerstag fanden sich viele Besucher in der Buchhandlung zur Lesung ein. Eine attraktive Dame fragte: «Gehen Sie auch zur Lesung von Hans-Rudolf Lehmann?» Grosse Verwirrung. Schnell googelte Buchhändler Martin Grob: Lukas Hartmann, Pseudonym für Hans-Rudolf Lehmann. Schon vor Beginn der Lesung was gelernt! Bei einer Lesung aus einem Buch, wo aufgedeckt wird, dass ein Deutschlehrer ein anderer war, als man immer glaubte: Er war Mitglied der P-26.

Deutschlehrer der alten Schule Dr. Armand Gruber ist Hauptmann der Schweizer Armee und Gymnasiallehrer in den 60er- und 70er-Jahren. Die Schüler standen damals auf, wenn eine Lehrperson den Raum betrat. Gruber vermittelte Grammatik und Literatur – und er wusste, was gute Literatur war. Storm, Lessing und Goethes

Urfaust, Schiller – und vor allem Stifter, über den er ein Buch jahrzehntelang, aber nie zu Ende schrieb. Er forderte Selbstdisziplin, Aufmerksamkeit und Fleiss von seinen Schülern, die ihn nicht liebten, aber respektierten. Gruber schrieb viel auf – aber er schrieb Namen nie aus, sondern nur Anfangsbuchstaben: M für Mario, seinen Lieblingsschüler, der ihm völlig entglitt, rebellierte; B für seine Tochter Bettina, die rebellierte, indem sie Mario heiratete und sich wieder scheiden liess; A für Alice, seine Frau, deren einzige Rebellion darin bestand, die Wohnung mit Topfpflanzen vollzustopfen. Denn wer Geheimnisse wahren will, nennt keine Namen, er codiert, chiffriert. Auch der Fichen-Skandal spielt im Buch eine Rolle.

Mario, Journalist und Schwiegersohn Mario, der Protagonist des Romans, hatte zu Beginn der Gymizeit den Lehrer bewundert. Er wollte Schriftsteller werden – und als er Gruber ein selbst geschriebenes Theater nach dem Vorbild von Eugène Ionesco präsentierte, war Gruber zutiefst entsetzt, qualifizierte das Stück ab als «Waten in freudianischen Sümpfen». Mario machte weder Karriere als Politjournalist noch als Schriftsteller. Er heiratete Grubers einzige Tochter Bettina, die nie Pianistin wurde, wie sie eigentlich wollte. So wie Gruber nie Professor wurde und sein Leben

damit verbrachte, mehr oder weniger interessierten Jugendlichen zu vermitteln, was gute Literatur ist. Unerreichte Lebensziele ziehen sich als roter Faden durch das Buch. Und manchmal sagte Gruber auch was gegen die Kommunisten und die Linken. Gruber war, als Mitglied der Geheimorganisation P-26, ein Verfechter der Bespitzelung als legitimes staatserhaltendes Mittel.

Aufarbeitung, die noch andauert Neben den beiden Erzählarten von Mario und Gruber kommt als dritte Karina mit einer eigenen Sprache zu Wort. Sie ist die Tochter des Hausmeisters beim Schweizer Geheimdienst. Während Mario autobiografische Züge aufweist, ist Karina eine sehr genaue Beobachterin mit einer differenzierten Sprache, wie Hartmann selbst auch. Sie ist die Freundin von Bettina und so verweben sich die Geschichten von drei Familien ineinander, reihen sich Szenen wie Puzzleteile aneinander. Im Anschluss stellten die Zuhörer Fragen, vor allem nach der P-26 und der Fichen-Affaire. Lukas Hartmann betonte, dass er seit Jahren dieses Thema anpacken wollte. «Das Buch hat auf mich gewartet». 2009 wurde die strikte Geheimhaltung rund um die P26 aufgehoben, die während 69 Jahren eingehalten worden war. Erst 2020 und 2040 werden die letzten Geheimnisse gelüftet werden, dann, wenn die meisten nicht mehr leben, deren Leben davon betroffen war.

Lukas Hartmann las aus dem Roman «Auf beiden Seiten», der von Dr. Armand Gruber handelt, der jahrzehntelang ein Doppelleben führte. (Bild Regula Zellweger)

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Stellen

Die Ritschard Haustechnik AG liess den Worten Taten folgen. Seit April 2015 ist sie stolze Besitzerin einer dachintegrierten Solarstromanlage am Gewerbehaus an der Affolternstrasse 45 in Ottenbach. Damit stellen sie bereits heute die Weichen für die Zukunft. Die schnider solar ag bedankt sich bei der Bauherrschaft für den Auftrag zur Planung und Ausführung der dachintegrierten Fotovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 7,175 kWp (Solarstrommodule Fabrikat E. Schweizer AG Hedingen, Elektroinstallation durch unseren Partner die Elektro Roth AG in Mettmenstetten).

Tel. 044 700 02 02

8906 Bonstetten


Gewerbe/Dienstleistungen

40 Jahre

Nihilistische These

Die Bibliothek in Hausen feiert kommenden Samstag ihren runden Geburtstag. > Seite 13

Ämtler Theaternachwuchs überzeugte mit «Nichts. Was im Leben Bedeutung hat». > Seite 15

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Sicherer Rückhalt Der Wettswiler Jérôme Weber überzeugt an der Streethockey-WM in Zug. > Seite 19

Beatrice Egli: Von Herzen für Herzogs in Ottenbach Jubiläumsfest «30 Jahre Garage Albin Herzog» mit Stars aus Kultur und Autobranche

Thomas Hadorn macht sich auch selbst zum Action-Helden. (Bild zvg.)

FotoArt inszeniert Action-Helden Am «Action Day» vom Samstag, 27. Juni, bietet sich Gelegenheit, ein einmaliges Poster von sich selbst gestalten zu lassen, wie man es noch nie gesehen hat. Ein Poster, das einen in Action zeigt? Ob elfenhaft oder teuflisch, Thomas Hadorn von FotoArt Company macht es möglich. Zuerst wird eine Portraitaufnahme im Studio der FotoArt Company gemacht, dann bearbeitet Thomas Hadorn die Aufnahme intensiv im PhotoShop. Was daraus entsteht, ist schlichtweg atemberaubend. Das Outfit darf jeder und jede selber mitbringen, ob Kimono oder Hockey-Ausrüstung, Fahrrad- oder Bauhelm, Bohrmaschine oder Boxhandschuhe, Sommerhut oder Hoodie – so, wie man sich gerne auf einem Plakat sehen möchte. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Fotoshooting dauert rund 10 Minuten. Das persönliche Poster gibt es an diesem Samstag zum einmaligen Sonderpreis von 50 Franken. Thomas Hadorn freut sich auf Besucher und auf viel Action. (pd.)

Mit Familienanschluss: Schlagersängerin Beatrice Egli (3. von links) posiert zum 30-Jahre-Jubiläum der Garage Albin Herzog, Ottenbach, mit der Familie des Garagiers vor dem neuen Volvo-Modell XC90. (Bild zvg)

Autogramme schreibend, munter plaudernd und auch einem FotoSchnappschuss nicht abgeneigt, belebte die Schlagersängerin Beatrice Egli das Fest zum 30-Jahre-Jubiläum der Garage Albin Herzog, Ottenbach. Die vielen Besucher zeigten sich gleichsam vom neuen Modell XC90 von Volvo begeistert.

«Action Day» am Samstag, 27. Juni, 10 bis 16 Uhr, FotoArt Company, Zürichstrasse 96 (Altes Gemeindehaus, 1. Stock), Affoltern. Termin reservieren unter

................................................... von urs e. kneubühl

http://fotoartcompany.ch/fotoshooting-online-bu-

zog und Mathias Kamm vom bekannten Fachbetrieb mit offizieller VolvoVertretung nicht nur das nigelnagelneue, elegante und leistungsfähige SUV-Modell XC90 der schwedischen Automarke quasi «frisch ab Presse» geholt, mit Beatrice Egli gastierte auch die Gewinnerin der zehnten Staffel der RTL-Castingshow «Deutschland sucht den Superstar» an der Jonenstrasse 32 in Ottenbach. Nicht zum ersten Mal übrigens, die Autogrammstunde der bekannten und beliebten Schlagersängerin in der Garage Albin Herzog war die Doublette. Charmant und äusserst publikumsnah wusste Egli den Jubiläumsfest-Besuchern zu ge-

fallen. Ohne Starallüren posierte sie für Selfies und Schnappschüsse, plauderte mit den Besuchern und schrieb auch persönliche Widmungen auf ihre Autogrammkarten.

Grosses Interesse Gleichsam hingerissen zeigte sich das Festpublikum auch vom aktuellen Volvo-Modell XC90, dessen Premiere just ein paar Tage vorher im KKL Luzern gefeiert worden war. Die neue SUV-Generation überzeugt durch den bekannt hohen Sicherheitsstandard sowie durch Innovation, vornehmes Design und einfachen Bedienkomfort.

oder www.facebook.com/fotoartcompany.

Zum Jubiläumsfest «30 Jahre Garage Albin Herzog» haben sich Albin Her-

Lehrpersonen aus dem Säuliamt diplomiert

Keltischer Kult und Marienbilder

82 Studierende der Pädagogischen Hochschule Zug haben ihr Lehrdiplom erhalten, darunter 10 aus dem Bezirk Affoltern. Die meisten der Diplomierten treten im August eine Stelle als Lehrerin oder Lehrer an. Fünf Studierende wurden für herausragende Leistungen speziell gewürdigt, unter ihnen Nadja Hurter aus Rifferswil und Simone Roth aus Knonau. Die Diplomierten aus dem Säuliamt: Jasmin Eichmann, Zwillikon: Benjamin Griesser, Obfelden; Nadja Hurter, Rifferswil; Miriam Pimputkar, Hedingen; Simone Roth, Knonau; Simone Senn, Hauptikon; Naiara Stübi, Mettmenstetten; Selina Troxler, Wettswil; Olivia Wiederkehr, Hedingen; Sara Deka Winzeler aus Ottenbach (pd.)

Eine zweitägige Regenbogenwanderung im Tessin

chen. Weitere Infos unter Telefon 043 530 03 99

Zu Beginn folgen die Wanderer den Spuren der Kelten. Auf einem Hügel über Tegna befindet sich die «Rovine del castellieri», zu der sie hochsteigen. Tegna kann in den alten Sprachen mit dem Wortstamm «Tägel» in Verbindung gebracht werden, wie auch noch andere Ortsnamen: Tägertschi, Tegerfelden und Tägerwilen. «Tägel» heisst Lichthalter, so kann dies ein Aufschluss sein für keltischen Kult, welcher hier oben gepflegt wurde zu Ehren des Lichtgottes. Die Diagonale der «Rovine del castellieri» ist auf den Sonnenaufgangspunkt gerichtet und zur Wintersonnenwende zum Monte Tamaro hin. Wahrscheinlich wurden

hier oben Feuerrituale ausgeführt; Das Licht wäre weitum sichtbar gewesen, denn der Kulthügel steht an einem strategischen Punkt. Weiter unten bei dem Abstieg durch den Mischwald trifft man auf das Kirchlein St. Anna mit einem Marienbildstock aus dem 16. Jahrhundert. Hier bietet sich eine zauberhafte Aussicht auf das Tal der Melezza. In ebendieser Melezza lässt sich später ein erfrischendes Bad geniessen. Danach geht die Wanderung noch ein kleines Stück weiter nach Intragna. Das schmucke Dörfchen verfügt über den höchsten Kirchturm des Tessins. Im Restaurant «Campanile» – was so-

viel wie Glockenturm heisst – essen und übernachten die Wandersleute. Dieses Haus mit alter Tessiner Familientradition hat Zimmer, welche in den Regenbogenfarben gehalten sind. Am nächsten Tag ist ein romantischer Rundgang mit interessanten Ausblicken oberhalb von Intragna geplant. Der Rundgang führt zum verlassenen Dörfchen Vosa, wo ehemals Familien wohnten, welche an den steilen Hängen Ackerbau betrieben. Heute hat die Natur diesen Ort zurückerobert. Geblieben sind eine Kapelle und wenige versteckte Rustici zwischen den Bäumen des Waldes – ein geheimnisvoller stiller Ort. (pd.)

Von den offerierten Probefahrten jedenfalls kamen sämtliche «Testfahrer» voller Begeisterung zurück. Das Jubiläumsfest «30 Jahre Garage Albin Herzog» fand an drei Tagen grosses Interesse. Ums Haus und in den Ausstellungsräumen holte man sich Information und Inspiration und in der zu einerr idyllischen Gartenanlage umgestalteten Werkstatt liess man sichs bei Geselligkeit gut gehen. Dazu hatten auch die Ottenbacher Landfrauen mit Kuchen und weiteren feinen Süssigkeiten beigetragen. Deren Präsidentin Susanne Bachmann ist Teilzeitmitarbeiterin in der Garage Albin Herzog.

Wanderleiterin Susanna Bareth. (Bild zvg.) Wanderung mit Qi Gong am 27. und 28. Juni. Weitere Infos bei Susanna Bareth oder unter www.kraftorte-tessin.ch.


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Gewerbe

Dienstag, 23. Juni 2015

«Ein weiterer Beitrag an die Attraktivität des Bezirkshauptortes» Clientis Sparcassa 1816 errichtet an der Äusseren Grundstrasse zwei Mehrfamilienhäuser mit 44 Wohnungen Auf einem Areal von 4200 Quadratmetern errichtet die Clientis Sparcassa 1816 an der Äusseren Grundstrasse in Affoltern zwei sechsgeschossige Mehrfamilienhäuser mit 44 Mietwohnungen. Am Freitag signalisierte der Spatenstich den Baubeginn. ................................................... von werner schneiter Die Regionalbank feiert im kommenden Jahr ihr 200-jähriges Bestehen. Mit ihrem Auftritt als Investorin im Immobilienbereich schafft sie sich ein weiteres Ertragsstandbein, das zur Absicherung von Kundengeldern beiträgt und die Stabilität weiter festigt. «Wir haben als Regionalbank bereits an unserem Standort in Wädenswil investiert. Und wir wollen das auch in dieser Region tun und dokumentieren damit auch unsere Verbundenheit», sagte Verwaltungsratspräsident Franz Breitenmoser. Clientis Sparcassa ist in Affoltern bereits Eigentümerin ihres Standorts am Bahnhofplatz, die Bank besitzt an der Alten Kanzleistrasse und an der Moosbachstrasse ebenfalls Immobilien.

44 Mietwohnungen An der Äusseren Grundstrasse 9 und 11 in Affoltern realisiert die Bank in Affoltern nun ihr grösstes Bauvorhaben: zwei sechsgeschossige Mehrfamilienhäuser mit 44 Mietwohnungen. Diese sind quadratisch und umfassen je 22 grosszügig eingeteilte und qualitativ hochwertige Wohnungen mit zweieinhalb bis viereinhalb Zimmern, die alle über einen grossen Balkon verfügen. Beide Gebäude werden über einen zentralen Platz erschlossen. Auch ein parkähnlicher Grünraum ist geplant. In den Eingangsbereichen gibt

Spatenstich für 44 Wohnungen an der Äusseren Grundstrasse in Affoltern, von links Felix Waldmeier (VR der Clientis Sparcassa 1816), Dr. Franz Breitenmoser (VR-Präsident der Clientis Sparcassa 1816), Adrian Kuoni (VR der Clientis Sparcassa 1816), Marcel Melliger (Direktor/CEO der Clientis Sparcassa 1816), Alfred Fröhli (Baucal AG/Bauherrenberater), Remo Sciessere (Architekturfabrik GmbH), Daniel Baggenstos (Architekturfabrik GmbH). (Bild Werner Schneiter) es Veloabstellplätze, dazu eine Tiefgarage und einen Parkplatz mit 52 Abstellplätzen für Bewohner und Besucher. «Der Spatenstich ist ein grosser Moment in unserer Geschichte», sagte Sparcassa-1816-Direktor Marcel Melliger, auch darauf hinweisend, dass die Bank hier keine Spekulationsobjekte hochziehen lässt, sondern langfristig investiert. «Mit den Neubauten tragen wir ausserdem zur weiteren Attraktivität des Bezirkshauptortes bei. Durch die Zuziehenden kann Affoltern zusätzliche Steuereinnahmen generieren», fügte Melliger bei.

Gutes Einvernehmen mit der Gemeinde Die Anfänge der Geschichte einer Überbauung an der Äusseren Grundstrasse in Affoltern reichen ins Jahr 2006 zurück. Damals konnte die Bank drei Grundstücke erwerben. Im Laufe der Zeit gesellten sich vier weitere dazu, das letzte Objekt Ende 2012. Zwei Jahre zuvor wurde die Baucal AG als Bauherrenberaterin engagiert und gleichzeitig wurde ein Architekturwettbewerb gestartet, den die Architekturfabrik GmbH in Affoltern

für sich entschied. Marcel Melliger gewährte anlässlich des Spatenstichs einen Blick ins «Drehbuch»: Im Juli 2014 erfolgte die Baufreigabe und im Oktober gleichen Jahres die Baubewilligung. «Das Einvernehmen mit der Gemeinde und mit den Nachbarn war sehr gut, wohl nicht zuletzt, weil wir offensichtlich gut kommuniziert haben», sagte er mit gleichzeitigem Lob an die Adresse der Gemeinde Affoltern für die kooperative Zusammenarbeit. Das hat sich gelohnt. Einsprachen gab es keine. Nach dem Abbruch der

Liegenschaften im Mai folgte mit der Baufreigabe am 4. Juni der Startschuss. Marcel Melliger betonte auch das Bestreben der Bank, die Aufträge regional zu vergeben. Bereits klar ist bis heute, dass die Agir AG, Ottenbach, den Aushub – ingsesamt 12 000 Kubikmeter – besorgt, während die Leuthard AG, Affoltern, mit den Baumeisterarbeiten beauftragt worden ist. Mit diesen wird Mitte August begonnen. Das erste Haus kann voraussichtlich Im Winter 2016 bezogen werden, das zweite Ende Februar/Anfang März 2017.

Preisverteilung beim Schuhhaus Gretener

Eine Neuheit im Säuliamt

Barbara Zogg heisst die Hauptgewinnerin

Käthi Brand bietet an der Hinterdorfstrasse 42 in Maschwanden Himbeeren zum selber Pflücken an. Sie macht damit den nächsten Schritt in Richtung Direktvermarktung ihrer Produkte.

Guido Gretener überreicht der Wetttbewerbsgewinnerin Barbara Zogg den Gutschein. (Bild zvg.) Kürzlich konnte das bekannte Schuhhaus Gretener, mit seinen Geschäften in Cham, Zug und Affoltern am Albis den ersten Preis des attraktiven Wettbewerbs, der im eigenen Schuhmagazin «SHOE-4U» lanciert wurde, an die glückliche Gewinnerin überreichen. Barbara Zogg aus Wädenswil gewann eine Übernachtung in einer Penthouse Spa Suite, inklusiv Früh-

stück für zwei Personen, im renommierten Art Deco Hotel Montana in Luzern, die sie schon bald wird geniessen können. Geschäftsinhaber Guido Gretener freute sich sichtlich, den Preis der glücklichen Gewinnerin in Cham persönlich zu überreichen. Gewinnerin des beliebten GretenerGeschenkgutscheins war Yvonne Brunner aus Zug. (pd.)

Himbeeren zum selber Pflücken in Maschwanden

Im Mai 2014 setzte die Familie Brand auf dem Feld neben ihrem Bauernhof 1200 Himbeer-Setzlinge. Diese sind im vergangenen Jahr gediehen und tragen jetzt erstmals reichlich Früchte. Seit dem vergangenen Montag sind die ersten Beeren reif. «Wir sind ein sehr kleiner Betrieb, der auch viele Hochstamm-Obstbäume hat. Wir wollten etwas Neues probieren – Erdbeeren zum selber Pflücken gibt es ja schon. In Zukunft wollen wir immer mehr Produkte direkt ab Hof verkaufen», erklärt Käthi Brand. Der Himbeerhain ist eingebettet in einen riesigen Obstgarten mit über 170 Hochstamm-Bäumen verschiedenster Sorten.

Ein Fest für die Sinne Die frischen Himbeeren können jeden Tag von 9 bis 11 Uhr und von 13 bis 16 Uhr gepflückt werden. Wer nicht selber pflücken will, kann im Hofladen oder im Volg Maschwanden die frischen Säuliämtler Himbeeren kaufen. «Ausserhalb der Öffnungszeiten kann man sich über das Beerentelefon (044

Käthi Brand kann die Himbeeren bequem im Stehen ablesen. (Bild sals) 768 32 21) anmelden. Jetzt wird bis Mitte Juli Saison sein», erläutert Käthi Brand. Eine Infotafel auf dem Hof, beim Container, erklärt Neukunden, wie sie zu ihren frischen Himbeeren

kommen. Und Naschen ist während des Pflückens natürlich erlaubt. Denn Himbeeren schmecken direkt von der Staude am besten. (sals)


Veranstaltungen

Dienstag, 23. Juni 2015

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40 Jahre im Zeichen des Buches Die Bibliothek in Hausen feiert kommenden Samstag ihren runden Geburtstag Mit vielen speziellen Anlässen das ganze Jahr hindurch würdigt die Bibliothek ihr 40-jähriges Bestehen im Gemeindehaus. Höhepunkt des runden Geburtstags ist die Jubiläumsfeier am kommenden Samstag, 27. Juni. ................................................... von susanne fischli benz

«Chilbi» und «Grümpi» werden am ersten Juli-Wochenende anlässlich des Hausemer Dorffests durchgeführt. (zvg.)

Frischer Schwung für das Hausemer Dorffest Schon letztes Jahr fand das erste gemeinsame Dorffest und Grümpelturnier in Hausen statt – jedoch noch ohne Fussballplatz. Inzwischen ist die Sportanlage Jonentäli saniert. Am ersten Juliwochenende steigt das grosse Dorffest mit Fussball, einer der grössten Autoscooterbahnen und weiteren tollen Attraktionen. Während Jahrzehnten hatten die Hausemer Dorfchilbi und das Grümpi des FC Hausen an unterschiedlichen, aufeinanderfolgenden Wochenenden stattgefunden. Um die personellen Ressourcen der Dorfvereine zu schonen, die kostspielige Infrastruktur optimal auszunutzen und den Besuchern ein vielseitiges Erlebnis zu bieten, haben sich die beiden Veranstalter zu einem gemeinsamen Anlass zusammengetan. Am Samstag und am Sonntag werden die Chilbibahnen und das leistungsfähige Festzelt auf dem Parkplatz Chratz hinter der reformierten Kirche in Betrieb sein. Das traditionelle Grümpelturnier wird am Samstag parallel zum Dorffest auf dem Sportplatz Jonentäli durchgeführt, der in Sichtweite des «Chratz» liegt. Für den Chilbibetrieb konnte ein neuer Schausteller engagiert werden, der mit neuen, modernen und attraktiven Bahnen das Dorffest bereichern wird. Action wird am Samstagvormittag auch auf dem Sportplatz im Jonentäli geboten. Die Junioren-Teams beginnen das «Grümpi», nachmittags sind die Aktiv- und ErwachsenenMannschaften an der Reihe. Furore machen werden jedoch die Kategorien Sie&Er sowie die Plauschmannschaften. Nicht unbedingt mit spielerischem Können, sondern bezüglich ausgefallenen Outfits und (schau)spielerischem Einfallsreichtum. Die musikalische Unterhaltung beginnt am Samstagabend. Um 18.30 bis 19 Uhr spielt – Nomen est Omen – die «Beginners Band» des Musikvereins Harmonie Hausen; eine Formation, die den Jüngsten in der Harmonie eine Auftrittsmöglichkeit bietet. Nach der Rangverkündigung des «Grümpis» im Festzelt wird ab 19.45 Uhr die Harmonie Hausen in zwei musikalischen Blöcken aufspielen. Ab 20.45 Uhr folgen mit dem «Echo vom Albishorn» volkstümliche Klänge. Abgelöst werden sie von den DJs in der Sportlerbar. Dazu werden diverse Drinks, alkoholische und alkoholfreie, angeboten. Der Sonntagmorgen steht im Zeichen des Gottesdienstes um 11 Uhr auf dem Chratzgelände. Der Gottesdienst wird erstmals im sehr speziellen Chilbi-Ambiente durchgeführt. Es werden genügend Sitzplätze für Besucher jeden Alters vorhanden sein. Danach wird mit einem Apéro zum Familienzmittag um 12 Uhr ins Festzelt geleitet. Ab 13 Uhr nimmt die «Chilbi» wieder ihren Betrieb auf. ( frm./map.)

Mit der Ansprache des Gemeindepräsidenten um 10 Uhr soll die Feier eröffnet werden, ein Podiumsgespräch mit ehemaligen Bibliothekarinnen, Gemeinderäten, Kommissionsmitgliedern wird alte Zeiten in Erinnerung rufen. Geschichten pflücken aus dem Dorf, über die eigenen Bücher gehen, Sitzen auf Sätzen – lustvoll und spannend präsentiert sich das Programm, das die Bibliothekarinnen in viel Eigenregie zusammengestellt haben. Für zarte Musikklänge sorgen die Schwestern Mena und Hanna Taverna, und ein reichhaltiger Apéro verlockt zum gemütlichen Austausch und Verweilen.

Ort der Ruhe und des Wohlfühlens Die Hausemer Bibliothek hat eine interessante Geschichte: Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bildete sich ein bescheidener «Leseverein Hausen», der zum Ziel hatte, die Bevölkerung im Lesen zu fördern. Hierfür stand dem Verein ein kleiner Raum in Gemeindehaus zur Verfügung. 120 Jahre später wurde das Frauenstimmrecht in der Schweiz eingeführt, und der damalige Gemeindesaal wurde zu klein und kurzerhand zur Bibliothek umgestal-

tet. Zum heutigen Zeitpunkt präsentiert sich die Bibliothek im modernen Rahmen mit allen nötigen technischen Vorrichtungen und einer gediegenen Einrichtung. Geblieben aus längst versunkenen Zeiten jedoch sind die dekorativen Steinsäulen, das ehrwürdige Täfer, die langen Sitzbänke aus Holz, die bemalte Decke. Darum vielleicht empfinden die Besucher diesen Raum als Ort der Ruhe und des Wohlfühlens. Die Hektik des Alltags lässt sich hier für eine kurze Zeit, manchmal sogar für Stunden, vergessen.

Magische Momente des sozialen Zusammenseins Doch geht es oft auch fröhlich und bunt zu und her in der «Bibi». Dann nämlich, wenn die Kinder und Jugendlichen, die Familien oder die Schulklassen mit Lebenslust, Neugier und Ungezwungenheit hereinpurzeln, erst laut und ungestüm nach neuen Büchern suchen und im nächsten Moment mucksmäuschenstill in einer Ecke sitzen, tief versunken in ihre Lektüre. Wunderbar auch die Momente der Begegnung von Besuchern jeglichen Alters. Oft bleibt es nicht bei der Ausleihe von Medien, es kommt zum Gespräch, zum menschlichen Kontakt. Dann steht nicht mehr das Angebot der rund 9000 Medien im Vordergrund, sondern dieser magische Moment des sozialen Zusammenseins.

Zufriedene Kunden als höchstes Ziel Die Hausemer Bibliothek ist klein, aber fein. Das Angebot an Medien al-

Moderne Bibliothek im altehrwürdigen Saal in Hausen. (Bild zvg.) ler Art ist gut und top aktuell. Über die Homepage finden sich Informationen zur digitalen Ausleihe oder zum Katalog des gesamten Bestandes. Die vier Bibliothekarinnen sehen sich nicht nur als Fachfrauen, vielmehr auch als Gastgeberinnen; höchstes Ziel ist die Zufriedenheit der Kundschaft. Mit dem Bücherkafi am Donnerstagmorgen oder der stets gefüllten Schale mit frischen Äpfeln sorgen

sie auch für das leibliche Wohl der Besucher. Mit dem Fest am 27. Juni bedanken sich die Gemeinde und das Bibliotheksteam bei der Bevölkerung, bei den aktuellen Kunden und all jenen, die es werden wollen. Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Bestehen der Bibliothek im Gemeindehaus am Samstag, 27. Juni, 10 bis 14 Uhr.

Sommerabend mit Musik- Leckerbissen Konzert in der Besenbeiz Ismatt, Hedingen Wie soll’s denn schmecken? Sweet lohnt sich, die beiden live zu erleben. Die passende Musik für einen oder Hot? «The Red Hot Serenaders» machen einfach beides. Tanja Wirz Sommerabend – der Gemeindeverein und Rainer Wöffler servieren hochpro- Hedingen lädt ein zum Konzert am zentigen Blues, heissen Jazz, zartbitte- Freitagabend, 26. Juni, in der Besenre Chansons, schmelzende Hawaiimu- beiz zum Kuhstall, Hof Ismatt in Hesik und rattenscharfen Ragtime. Zube- dingen. Bei schönem Wetter findet das reitet werden diese aus den 20er- und Konzert im Freien statt. Verpflegungs30er-Jahren stammenden musikali- möglichkeit vom Grill ab 18.30 Uhr; schen Leckerbissen auf einer breiten das Konzert beginnt um 20.15 Uhr. BitPalette von Instrumenten. Ob Gitarre, te öffentliche Parkplätze im Dorf oder Ukulele, Mandoline, Slidegitarre, beim Bahnhof benützen. Waschbrett, Kazoo, Cajon oder Klarinette – nichts ist vor den beiden be- Barbara Thürig geisterten Musikern sicher. Gespielt wird stilgerecht auf Instrumenten ohne Strom, dafür mit umso mehr Groove, zweistimmigem Gesang, einer Prise Schmalz und einem Augenzwinkern. The Red Hot Serenaders, das sind Tanja Wirz mit ihrer rauchigen Stimme, die jeder Bar im Süden der USA Ehre machen würde, und Rainer Wöffler. Er er gehört zu den Top-Gitarristen des akustischen Blues in Deutschland. Sie kommen mit Spielfreude und einer grossen Portion Humor daher. Es Tanja Wirz und Rainer Wöffler. (Bild zvg.)

Die Musikgesellschaft Stallikon sorgt einmal mehr für Unterhaltung. (Bild zvg.)

Zwei Orchester und eine Festwirtschaft Sommerkonzert am Samstag in Sellenbüren Am Samstag, 27. Juni, laden die Musikgesellschaft Stallikon und der Musikverein Neuershausen (D) gemeinsam zum Sommerkonzert in die Anlage des Schulhauses Loomatt in Sellenbüren. Alle Interessierten und Musikfreunde sind willkommen. Speziell an diesem Konzert ist, dass es von zwei Orchestern bestritten wird, nämlich von der Musikgesellschaft Stallikon sowie dem Musikverein Neuershausen aus Baden-Württemberg. Der Musikverein Neuershausen ist mit der Musikgesellschaft Stallikon befreundet und weilt während des Wochenendes vom 27./28. Juni als Gast der Musikgesellschaft Stallikon im Säuliamt. Das Publikum erwartet eine sommerlich frische Mischung verschiedener Blasmusik-Literatur. Denn wie bei der Musikgesellschaft Stallikon reicht

auch das Repertoire des Musikvereins Neuershausen von der traditionellen Blasmusik über aktuelle Arrangements von Musicals, Rock und Pop bis hin zu eigens für Blasorchester komponierter Originalliteratur. Im ersten Teil des Sommerkonzerts spielt von 18.30 bis 19.15 Uhr der Musikverein Neuershausen auf. Im zweiten Teil gibt ab 19.30 Uhr die Musikgesellschaft Stallikon ihr Bestes. Die Festwirtschaft ist ab 18 Uhr geöffnet und sorgt mit Speis und Trank für das leibliche Wohl der Gäste. Die Musikgesellschaft Stallikon freut sich auf zahlreichen Besuch und einen gemütlichen Abend in ungezwungener Atmosphäre. Der Eintritt ist frei. (pd.) Gemeinsames Konzert der Musikgesellschaft Stallikon und des Musikvereins Neuershausen (D) am Samstag, 27. Juni, ab 18.30 Uhr, Anlage des Schulhauses Loomatt, Sellenbüren. Weitere Infos unter www.musik-stallikon.ch.


veranstaltungen

Gesänge der Pilger und Blumenbilder Vernissage und Musik im Kloster Kappel Am Sonntag, 28. Juni, singt die Choralschola «Linea et Harmonia» – begleitet von John Voirol am Saxofon – in der Reihe «Musik und Wort» in der Klosterkirche. Davor wird die Ausstellung «Blumenbilder» von Brigitte Lehner eröffnet. Brigitte Lehner ist in eine Künstlerund Ingenieursfamilie hineingeboren worden. Beides hat sie unter einen Hut gebracht. So ist die Ingenieurin nun als Lehrerin tätig und kann ihrer malerischen Kreativität vor allem in den Schulferien freien Lauf lassen. Ihre künstlerische Laufbahn wurde stark durch die Liebe zur Natur und den Garten geprägt. Diese Freude an der Natur bannt sie in ihren Bildern auf die Leinwand, mit einer Intensität, die dem Wachstum des Frühlings, sowie der Leidenschaft und Wärme des Sommers und der Farbenvielfalt des Herbstes entspricht. Die intensiven Farben ihrer Blumen scheinen dem Betrachter zuzuwinken, als wären es Schmetterlinge, die vom Nektar angelockt werden. Wie die Wände des Klosters Kappel, strahlen ihre Bilder Ruhe und Zufriedenheit aus, versprühen dennoch Wärme und schenken Geborgenheit. So laden ihre Bilder zum Betrachten und Verweilen ein und erfreuen das Herz durch fröhliche und intensive Farben. Die Vernissage beginnt um 15.30 Uhr. Sie wird musikalisch umrahmt.

gregorianischen Gesänge des Mittelalters stehen bei diesem Konzert in einem Dialog der besonderen Art mit dem Jazz-Saxofonisten John Voirol. Ein wichtiges Konzept für die mittelalterliche Gesellschaft war das Bild des wandernden Menschen, des «homo viator». Jeder Mensch ist fortwährend auf dem Weg; jeder ist in dieser Welt ein Pilger, symbolisch oder faktisch. Von daher waren Pilgerfahrten eine deutliche Metapher für den menschlichen Lebensweg, dessen Endziel das himmlische Jerusalem ist. So gehören Pilgerfahrten zum typischen Phänomen des Mittelalters. Zu den populärsten Zielen gehörten Jerusalem, Rom, Santiago de Compostella, Montserrat. Das Konzert in der Klosterkirche Kappel wird musikalisch diese wichtigen Wallfahrtsorte besuchen. Das Programm schöpft u. a. aus dem berühmten «Codex Calixtinus», dessen Gesänge die Pilger auf dem Jakobsweg begleitet haben. Ein besonderes Repertoire enthält auch der sogenannte «Llibre Vermeil» von Montserrat. Seine Gesänge wenden sich zur heiligen Jungfrau, die in diesem katalanischen Kloster durch das Bild der «Schwarzen Madonna» dargestellt ist. Auch die Schweizerischen Hochstätten der Heiligenverehrung werden musikalisch besucht. Die Musik wird begleitet von Texten, ausgewählt und gelesen von Pfarrer Markus Sahli. Anschliessend besteht die Möglichkeit, am gemeinsamen Imbiss teilzunehmen. (pd.) Vernissage der Ausstellung «Blumenbilder» von

Ein Dialog der besonderen Art Danach, um 17.15 Uhr nimmt die Choralschola «Linea et Harmonia» unter der Leitung von Prof. David Eben mit auf eine musikalische Wallfahrt. Die

Brigitte Lehner am Sonntag, 28. Juni, um 15.30 Uhr im Kloster Kappel. «Musik und Wort» mit der Choralschola «Linea et Harmonia» um 17.15 Uhr in der Klosterkirche. Eintritt frei, Kollekte. Infos unter Tel. 044 764 88 10, info@klosterkappel.ch oder www.klosterkappel.ch.

«Tag der Ausbildung» Lehrberufe im Haus zum Seewadel Am Freitag, 3. Juli, von 13.30 bis 15.30 Uhr findet im Haus zum Seewadel der «Tag der Ausbildung» statt. Interessierte sind dazu eingeladen, einen Einblick in den Berufsalltag zu erhalten. Vor der Berufswahl stehende Jugendliche können sich an diesem Tag durch die Lernenden vom Haus zum Seewadel die verschiedenen Berufe in aktiver und verständlicher Weise näher bringen lassen. Ebenfalls können direkt vor Ort allfällige Fragen in Bezug auf die verschiedenen Berufe geklärt werden. Alle Personen, insbesondere Schülerinnen und Schüler, haben dadurch die Möglichkeit, einen Einblick in den Berufsalltag zu erhalten. Die Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, die 14 Lernenden vom Haus zum Seewadel bei der Arbeit zu beobachten, zu befragen oder selber aktiv etwas auszuprobieren. Auf einem Rundgang kann erlebt werden, wie jede Berufsgruppe in Form von Erlebnisparcours oder Workshops etwas aus ihrem Berufsalltag vorstellt. Ein Wettbewerb im Zusammenhang mit den ausgestellten Berufen verleiht dem Ganzen eine gewisse Spannung, gibt es doch für die ersten drei Plätze einen attraktiven Preis zu gewinnen. Am «Tag der Ausbildung» stehen die Lernenden im Mittelpunkt und bringen ihre Tätigkeiten, ihr Wissen und Können aus dem Berufsalltag den Besuchern näher. Die Aktivierungsfachfrau wird mit einfachen Mitteln zeigen, wie ein Alltagsgegenstand selber verschönert werden kann. Die Lernenden der Pflege werden Blutdruck und Blutzucker messen und Interessierte mit einer Handmassage verwöh-

Das Haus zum Seewadel. (Archivbild) nen. Wer möchte, kann selbstständig einen Parcours mit einem Rollstuhl oder Rollator erkunden. Die Fachfrauen Hauswirtschaft zeigen eine Serviettenfalttechnik, zudem gibt es eine Einführung in die Kunst des Blumensteckens. Beim Fachmann Betriebsunterhalt kann der Umgang mit Hammer und Nagel geübt werden. Bei den Lernenden der Küche kann nicht nur der Geschmackssinn getestet, sondern der Gaumen auch mit hausgemachtem Kuchen verwöhnt werden. «Die Berufsausbildung von jungen Menschen erfordert eine permanente fachliche Auseinandersetzung und gewährleistet den Anschluss an die Zukunft.» Dieser Satz aus dem Leitbild wird im Haus zum Seewadel gelebt und gibt dadurch der Ausbildung der Lernenden einen hohen Stellenwert. Die Lernenden und das Leitungsteam vom Haus zum Seewadel freuen sich auf viele interessante Begegnungen! (pd.)

Folgende Berufe werden vertreten sein: Aktivierungsfachfrau/-mann HF Assistent/in Gesundheit und Soziales (AGS) Fachfrau/-mann Gesundheit (FaGe) Fachfrau/-mann Hauswirtschaft Fachfrau/-mann Betriebsunterhalt Koch/Köchin


Veranstaltungen

Dienstag, 23. Juni 2015

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Suche nach Bedeutung – ein Jugendtheater Ämtler Theaternachwuchs überzeugte mit «Nichts. Was im Leben Bedeutung hat.» Die Junge Aemtler Bühne feierte am Samstag im Rösslisaal in Mettmenstetten Premiere von «Nichts. Was im Leben Bedeutung hat.» Eine wilde und doch präzise Theateraufführung des gleichnamigen, umstrittenen Romans der dänischen Autorin Janne Teller. Regie führte Claudia Odin Anderegg. ................................................... von denise bohnert Was im Leben hat Bedeutung? «Nichts!» Der Schrei der jungen Sophie ist durchdringend. Pierre Anton, ein Mitschüler, hat mit seiner nihilistischen These eine Kettenreaktion ausgelöst, er verweigert jegliche Anstrengung und provoziert damit seine Klassenkameraden. Mit allen Mitteln und mit zunehmender Gefühlskälte tragen sie Dinge, die ihnen etwas bedeuten, zu einem grossen Berg in einem Sägewerk zusammen, fordern voneinander immer grössere Opfer, um von Bedeutungsvollem in ihrem Leben loszulassen. Als ein Kunstmuseum Millionen für ihren Berg bietet, verkaufen sie diesen auch noch. Zunächst scheint der Geldhaufen Bedeutung zu bestätigen, danach aber stellt gerade der Verkauf diese wieder infrage. Die aufkommende Gewissheit, dass alles in einem Menschenleben vergänglich ist, lässt aus Sicht der Jugendlichen die Bedeutung schwinden. Das schwächt Selbstwert, Mitgefühl, Ziele und Herzenswärme. Und führt zur menschlichen Katastrophe. Heute wird der Roman der dänischen Schriftstellerin Janne Teller – die deutsche Übersetzung erschien 2010 – auch an

Premierenstolz: Claudia Odin Anderegg

Bewegtes Theater, heftige Gefühle, beklemmende Fragen - die Junge Aemtler Bühne mit ihrem neuen Stück im «Rössli».

Schulen gelesen. 2013 wurde eine Inszenierung vom Jungen Schauspielhaus Zürich aufgeführt.

ging. Damit wurde die Truppe zusammengeschweisst, Hemmungen vor Nähe wurden aufgelöst und Sicherheit im Spiel aufgebaut. Das alles diente als Grundlage für das Schauspiel, denn «Nichts. Was im Leben Bedeutung hat» auf der Rösslibühne besteht zu einem guten Teil aus Improvisation. Das erfordert ein ganzheitliches Erfassen und Hineinschlüpfen in die Rolle, in die Handlung und ins Zusammenspiel – die Figur muss leben! Demgegenüber wurde vieles mit strenger Präzision ausgearbeitet, chorische Szenen und Choreografie in Text und Bewegung prägen die Aufführung ebenso. Vier klare Fokusrichtungen sind festgelegt, wo zu sich selbst, zu Pierre Anton gesprochen, wo in die Zukunft oder in die Vergangenheit geblickt wird. Die Kostüme in rot, schwarz und weiss gehalten (Idee Odin Anderegg, Realisierung durch die Schauspieler), geben eine Homogenität in der Er-

Monatelange Vorübungen Düster mutet das Thema an und lässt auch die Zuschauer nicht ohne Fragen, das Schauspiel von elf Jugendlichen der Jungen Aemtler Bühne jedoch ist helle Freude. Die Handschrift von Regisseurin und Theaterpädagogin Claudia Odin Anderegg ist unverkennbar. Sie hat die Bühnenfassung des Romans ihrem Ensemble auf den Leib geschrieben und in ihrer ganz eigenen Art zur Aufführung gebracht. Drei Monate lang hat sie mit den drei Jungs und acht jungen Frauen Improvisation, physical theatre, Vertrauensübungen und allerlei Experimentelles durchgeführt, immer wieder auch philosophiert, bevor sie mit ihnen zum eigentlichen Proben des Stücks über-

scheinung, Varianten der Kleidung drücken gleichzeitig Individualität aus – symbolisch für das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und gleichzeitig Selbstausdruck des unverkennbar eigenen Stils von Jugendlichen.

Leidenschaftliche Inszenierung Anderegg fordert viel Engagement von ihrem jungen Ensemble, was im Schauspiel offensichtlich wird und auch mitreisst: eine leidenschaftliche Inszenierung. Kompromissloses sich Einlassen und Ausleben – nicht nur in Form von Holzschnitzeln, mit denen die Bühne gefüllt ist und die als Ausdrucksmittel von Gefühlen dienen – prasseln auf die Zuschauer ein. Und dieses Engagement, versicherte die stolze und sichtlich berührte Regisseurin, habe grosse Bedeutung für jede und jeden der Jungschauspielenden. Dies bestätigte auch der volle Saal und

Standing Ovations belohnten die Anstrengungen dieser sehenswerten Produktion. Arbeit und Herzblut wurden auch hinter der Bühne investiert – Regieassistentin Kornelia Cichon sowie Laura Bosshard von Kulturpool (Licht und Ton) wurden von Präsident Raffaele Cavallaro und Vorstandsmitglied und Schauspielerin Lucy Kühne geehrt. Auch die folgenden zwei Vorführungen waren sehr gut besucht. Die Aemtler Bühne hat den Bereich Jugendtheater neu aufgebaut (nebst Kindertheaterkursen) und freut sich über das grosse Echo und die Aussicht dem Säuliamt dieses Kulturangebot machen zu können. Noch drei Vorstellungen können besucht werden. Weitere Aufführungen am Mittwoch 24., Freitag, 26., und Samstag, 27. Juni jeweils 20 Uhr, empfohlen ab 12 Jahren. Keine Platzreservierung, Kollekte. Frühzeitiges Kommen empfohlen, Theaterbar ab 19 Uhr . www.aemtlerbuehne.ch.

Örgeler und Jodler in der Scheune Urchige «Stubete» bei Holligers in Ebertswil Am Freitag, 26. Juni, laden die Weidschürli-Örgeler und der Jodlerklub am Albis wieder zur traditionellen Stubete. Ab 19.30 Uhr in die Scheune bei Holligers in Ebertswil.

2008, beim letzten Open-Air-Kino in Uerzlikon, kam viel Publikum. Gezeigt wurde damals «Das Geheimnis von Murk». Teile des Films wurden in Uerzlikon gedreht. (Archivbild)

In geselliger Runde lassen sich in der Scheune die Klänge von Örgeler Jodlern und Gruppen geniessen, die sich auch zufällig bilden und in der Lage sind, einwandfreie Musik darzubieten. Auch die Jungjodler tragen mit ihren Liedern zum traditionellen Brauchtum unserer Volksmusik bei.

Musiziert und gesungen wird alles, was die Musikanten gerne spielen oder singen, es gibt kein Programm, jeder kann aus dem vorhandenen Repertoire frei wählen. Die Auftrittszeit einzelner Musikanten regelt sich meist von selbst. Häufig sind aber mehr Musikanten als Zuhörer anwesend. Die Darbietungen sind gratis. Natürlich sind die beiden organisierenden Klubs dankbar, wenn sie eine Spende für die grossen Umtriebe erhalten. Am 5. Juli um 11 Uhr singt der Jodlerklub beim ökumenischen Gottesdienst in Hausen im Chilbizelt. (pd.)

Wenn Til Schweiger und Marco Rima in der Kiesgrube erscheinen 30. Juli bis 1. August: Open-Air-Kino in Uerzlikon Erstmals seit 2008 lädt der Verein ... Punktuell ... wieder zu einem Open-Air-Kino ein. Bei der Kiesgrube in Uerzlikon werden zwischen 30. Juli und 1. August drei namhafte Filme gezeigt. Punktuell lässt Lücken frei. Demzufolge ist vom Verein ...Punktuell ... mit seinen zehn Mitgliedern nicht jedes Jahr ein Hype zu erwarten. Dazu fehlen natürlich die Ressourcen. Entschliesst sich der 2001 gegründete Verein, einen Anlass durchzuführen,

muss es schon etwas Besonderes sein – so, wie im Jahr 2008 als im Rahmen des Open-Air-Kinos «Das Geheimnis von Murk», von Sabine Boss, gezeigt wurde, der zu einem wesentlichen Teil in Uerzlikon gedreht wurde. Bei den drei Filmen, die am OpenAir vom 30. Juli bis 1. August in der Naturarena mit Hanglange bei der Kiesgrube in Uerzlikon gezeigt werden, ist das nicht der Fall – und sie werden wie in einem «richtigen» Kino aufgeführt: auf einer 13 Meter breiten Leinwand. Am 30. Juli ist «Honig im Kopf» mit Til Schweiger zu sehen, am

31. Juli die USA-Produktion «Annie». Und am Nationalfeiertag ist es ein Schweizer Film: «Liebling, lass uns scheiden» mit Marco Rima. «Das Erwerben der Rechte für diese drei Filme ist mit erheblichen Kosten verbunden. Wir sind natürlich sehr dankbar, dass wir von namhaften Unternehmungen der Region unterstützt werden», halten Helen und Lukas Berger vom Verein ...Punktuell... fest. Gute Filme erfordern natürlich auch eine Küche mit gutem Angebot. Gekocht wird vor Ort. Es wird ein Festzelt aufgestelt. (-ter.)

Der Jodlerklub am Albis mit Jungjodlern. (Bild zvg.)


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Sport

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Dienstag, 23. Juni 2015

In die Top-Ten geklettert

Faustball: Teams aus Affoltern führen

Petra Klingler am Boulder-Weltcup im Chinesischen Chongqing

Eine weitere erfolgreiche Runde

Nach dem Qualifikationssieg verhinderte eine Grippe eine weitere Leistungssteigerung. Petra Klingler wurde den Umständen entsprechend gute 10. und verbessert sich im Gesamtweltcup vom 10. auf den 6. Rang.

Die erste Mannschaft von Affoltern musste am Samstag durch den Gubrist nach Embrach, wo sie auf den BSV Ohringen und TSV Jona 3 traf. Die erste Partie spielte man gegen den Absteiger aus der NLB BSV Ohringen und gewann diese 3:0 (11:8, 11:5,11:9). Das Resultat widerspiegelt den Spielverlauf jedoch nicht so eindeutig. Nach einigen Startschwierigkeiten konnte man sich im ersten Satz steigern und gewinnen. Im zweiten Satz half der Gegner mit Eigenfehlern mit und liess das deutliche Resultat zu. Der dritte Satz war wieder hart umkämpft, aber zum Schluss konnte Affoltern I auch diesen ins Trockene bringen und zwei Punkte verbuchen. In der zweiten Partie traf man auf Jona III, die Drittplatzierten nach der Vorrunde. Auch dieses Spiel gewann Affoltern wieder ohne Satzverlust 3:0, aber in den Sätzen war es knapper denn je (11:4, 12:10,12:10). Der erste Satz war schnell vorbei und die Gegenwehr von Jona klein. In den beiden anderen Sätzen steigerte sich Jona und Affoltern musste immer einen Rückstand aufholen, um diese zum Schluss in der Verlängerung für sich entscheiden zu können. Somit führt Affoltern I weiterhin mit vier Punkten Vorsprung auf FBS Schlieren II die Tabelle an. Die nächste Runde findet am 27. Juni ab 13 Uhr auf dem Sportplatz Unterrohr in Schlieren statt. Dort trifft man auf die Verfolger aus Schlieren und den Abstiegskandidaten aus Töss.

Nach zwei Weltcups in Übersee fand am Wochenende der dritte BoulderWeltcup der Saison 2015 im Chinesischen Chongqing statt. Zusätzlich wurde auch ein Speed-Weltcup ausgetragen. Am Start waren in beiden Disziplinen rund 130 Athletinnen und Athleten aus 25 Ländern. Bonstetterin Petra Klingler reiste mit dem Ziel nach China, wo insgesamt zwei Weltcups stattfanden, wenigstens einmal den Final zu erreichen. In Chongqing startete Klingler in der Qualifikation zum zweiten Mal in dieser Saison makellos. Sie topte alle fünf Boulderprobleme gleich im ersten Versuch. Besser geht es nicht. Im Halbfinal zeigte Klingler von der Grippe geschwächt erneut eine gute Leistung, doch die zwei Tops reichten nicht ganz für die angestrebte Finalqualifikation. Immerhin gab es mit dem 10. Rang eine weitere Top-TenKlassierung für Klingler in dieser Saison. In einer Woche kommt dann in Haiyang (CHN) bereits die nächste Chance für eine Finalqualifikation. (mrh)

Erneut in die Weltspitze geklettert: Petra Klingler. (Bild zvg.)

Mehr Teilnehmer und höhere Resultate 50 Ämtler Jungschützen mit ihren Leitern massen sich vorletztes Wochenende am BezirksJungschützentag auf dem Bollet, Aeugst.

Affoltern II gewinnt Derby gegen Obfelden Affoltern II war am Samstag bereits in Schlieren und trug drei Partien aus. Der zeitweise auftretende Seitenwind war zwar unangenehm, hatte aber auf den Spielverlauf keinen grossen Einfluss. Im ersten Spiel kam es gleich zum Säuliämtler Derby zwischen Obfelden und Affoltern. Obfelden konnte nicht mit der stärksten Aufstellung antreten und verlor die Partie mit 0:3. Sie konnten auch in den anderen drei Partien keinen Satz gewinnen und fuhren mit null Punkten nach Hause. Affoltern hingegen musste nur gegen FBS Schlieren zwei Sätze abgeben und gewann die dritte Partie gegen Embrach II wieder 3:0. Auch hier führt die zweite Mannschaft aus Affoltern die Tabelle, nach der Hin- und Rückrunde weiterhin an. Die Auf-/Abstiegsrunde findet am 29. August auf dem Sportplatz Hätschen in Dietikon statt. Die ersten vier Mannschaften spielen um den Aufstieg, die restlichen um den Abstieg, wobei die Punkte noch halbiert werden. (pd.) Ranglisten: 1. Liga: 1. Affoltern I, 20 Pkte.; 2. FBS Schlieren II, 16; 3. Beringen I, 14; 4. Jona III, 12; 5. Embrach II, 10; 6. Satus Schaffhausen, 8; 7. BSV Ohringen, 8; 8. TV Töss I, 2 9. Wallisellen, 0. 2. Liga: 1. Affoltern II, 33/16; 2. FBS Schlieren III, 28/14; 3. Obfelden, 24/12 4.Dietikon I, 23/12; 5. Adliswil, 19/10; 6. Satus Schlieren, 18/9; 7. Embrach II, 13/7; 8. Dietikon II, 11/6.

Zum 40. öffnet der TC Wettswil seine Türen Jubiläumsfest mit attraktivem Nachmittagsprogramm am 27. Juni

Die erfolgreichen Ämtler Jungschützen in Aeugst. (Bild zvg.)

Die Schützen absolvierten das Wettkampfprogramm auf die Zehner-Scheibe, drei Probeschüsse, sechs Schüsse einzeln gezeigt und vier Schüsse am Schluss gezeigt. Die Resultate zählten für die Einzel- und Gruppenwettkämpfe der beiden Alterskategorien Jungschützen (17 bis 20 Jahre) und Jugendschützen (10 bis 16 Jahre).

Jungschützen: Gruppe Affoltern siegt Die vier Gruppenschützen von Affoltern schossen sehr gut und gewannen mit 38 Punkten Vorsprung vor Dachlissen-Mettmenstetten und Obfeldenanzeige

Spital Was hat Frau Susanne Leuenberger zu verbergen? Weshalb verweigert sie das Gespräch? Will sie die versprochene Untersuchung gegen fehlbare Spital-Behörden abblocken? Die Jahresrechnungen 2012 – 2014 dürfen erst abgenommen werden, wenn die volle Wahrheit auf dem Tisch liegt, Herr Statthalter! Weshalb tagt die BK seit 8 Wochen nicht mehr? Wer führt ohne Legitimation das strategische Tagesgeschäft? Der Direktor a.l. zum Tagesansatz von Fr. 3000.–. Vorbei an der BK?

Maschwanden. Beim Einzelwettkampf schnappte Andrea Studer von Obfelden-Maschwanden Affoltern den ersten Platz weg. Dahinter auf den Plätzen zwei bis fünf klassierten sich Fabio Fusco, Janic Spöri, Moritz Fankhauser und Paula Foster, alle vom Jungschützenkurs Affoltern. Bei den Jugendlichen dominierte kein Vereine. Die ersten Plätze belegten Simon Gebhardt, Zwillikon; Corvin Kosma, Obfelden-Maschwanden; Alex Foster, Affoltern; Gian Zgraggen, Ottenbach; Jan Chiesa, DachlissenMettmenstetten. Im Gruppenwettkampf gewinnt Ottenbach vor Zwillikon, Dachlissen-Mettmenstetten und Affoltern. Bei den Kursleitern erzielte Armin Häcki von Hausen das Höchstresultat von 92 Punkten. Mit nur einem Punkt Rückstand folgen gleich drei Kursleiter: Albert Suter, Zwillikon; Kevin Glättli, Bonstetten und Martin Wetli, Obfelden-Maschwanden. (pd.) Kranz-Gewinner: Jungschützen (17- bis 20-jährig): 89 Punkte: Andrea Studer, 87: Fabio Fusco, Janic Spörri, 86: Moritz Fankhauser, 84: Paula Foster, 82: Sandro Reichlin, 81: Melanie Christen, 80: Sharuyan Radha, Gabriel Studer, 78: Patrik Minder, Samuel Burkhardt, Markus Hubli, 77: Emilio Lilie de Léon, Marco Minder, 76: Joel Ackermann. Jugend (10- bis 16-jährig): 88 Punkte: Simon Gebhardt, 84: Corvin Kosma, 80: Alex Foster, Gian

Lesen Sie im Tagebuch von www.verein-zweckverband.ch

Zgraggen, 79: Jan Chiesa, Livio Bombasaro, 78: Jan Burkardt, Flavio Schmidt, 77: Kevin Miani, 76: Marius Bachmann, 75: Antoine Pacheco, Jerome Rothert.

Der Tennisclub Wettswil feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Am kommenden Samstag, 27. Juni, findet als Höhepunkt einer Reihe von Jubiläumsveranstaltungen auf der Anlage am Ättenberg das grosse Sommerfest statt. Der Nachmittag bietet eine Vielzahl von Attraktionen, zu denen Jung und Alt freien Zutritt haben. «Wir möchten die Gelegenheit nutzen, den Tennisclub Wettswil als attraktiven Verein für alle Generationen, insbesondere auch für Familien zu präsentieren», erklärt Marco Merazzi die Idee des nachmittägliWünscht sich ein chen Teils der Jubibuntes Publikum: läumsveranstaltung. Nicht dass TCW-Präsident der VereinspräsiMarco Merazzi. dent Nachwuchssorgen hätte: Mit 150 Junioren und 250 Aktivmitgliedern verfügt der TC Wettswil über eine sehr gesunde Basis, die zudem bestens in der Region verwurzelt ist. «Dennoch sind wir stets darum bemüht, noch attraktiver zu werden, einerseits für unsere Mitglieder, andererseits auch für potentielle Interessenten.» Marco Merazzi und seine Vorstandskolleginnen und -kollegen sind sich bewusst, dass die Region boomt und in den nächsten Jahren mit einem weiteren Anstieg der Mitgliederzahl zu rechnen ist. Auch vor diesem Hintergrund wurde kürzlich die Projektgruppe «Zukunft des TC Wettswil» ins Leben gerufen. «Sie soll mögliche Strategien aufzeigen», so Me-

Nachwuchsarbeit wird beim TC Wettswil grossgeschrieben. Am Jubiläumsanlass wird eine Schnupperlektion für Gross und Klein angeboten. (Bilder zvg.) razzi, «um den Clubmitgliedern auch in Zukunft optimale Bedingungen zur Ausübung des Tennissports zu bieten.»

Spiel, Spass, Spannung und Gaumenfreuden für alle Das Organisationskomitee hat dank Kreativität und viel Fleissarbeit ein Festprogramm auf die Beine gestellt, das Gewähr für gute Unterhaltung von Jung und Alt bietet. Vom Kidsturnier für die Kleinen über einen Schnupperkurs für alle Interessierten bis hin zu einem hochkarätigen ExhibitionMatch zwischen den Nummern 6 und 8 der Schweiz wird dem Publikum die Möglichkeit geboten, diesen Sport aktiv oder in der Zuschauerrolle zu erleben. Die beiden Schweizer Spitzenspieler Raphael Lustenberger und Alexander Sadecky – Letzterer ein Linkshänder mit einarmig geschlagener Rückhand – stehen für spektakuläres Tennis, das diesen Sport in seiner ganzen Vielseitigkeit zeigt. Doch die Rechnung dürfte auch für Besucherinnen und Besucher aufgehen, die mit Tennis – zumindest bisher – nicht allzu viel am Hut haben, vielleicht als Begleitung auf die Anlage kommen oder einfach etwas Festatmosphäre er-

leben möchten. Eine Glücksrad-Tombola, ein «Gumpischloss» für die Kleinsten, ein Ballonwettbewerb und weitere Attraktionen buhlen mit diversen kulinarischen Köstlichkeiten und einem Gelati-Stand um die Aufmerksamkeit der Gäste.»

Im Idealfall ein Anlass mit Volksfest-Charakter «Wir würden uns freuen, wenn ein buntes Publikum den Weg auf den Ättenberg fände und der Samstag dadurch eine Art Volksfest-Charakter erhielte», skizziert Marco Merazzi seine Wunschvorstellung. Dazu hoffen er und das Organisationskomitee natürlich auf einen Sommertag, der diesen Namen verdient. Doch für den Fall, dass Petrus nicht mitspielen sollte, steht bereits Plan B: Bei schlechtem Wetter würde der Anlass in der Tennishalle Aesch stattfinden. (BK)

Die wichtigsten Programmpunkte 11.00• 15.30: Kids-Turnier für 6• 10jährige 13.00• 16.00: Schnupperkurs für alle Interessierten 15.30• 18.00: Apéro, offeriert vom Tennisclub mit Snacks und «Exhibition-Match» der Nr. 6 und 8 der Schweizer Herren. Diverse kulinarische Angebote, Gelatistand, Ballonwettbewerb, Gumpischloss.


Sport

Dienstag, 23. Juni 2015

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Gastgeber im Rahmen des Erwarteten Streethockey-WM in Zug: Am ersten Wochenende punktet die Schweiz gegen Bermuda und unterliegt Kanada Die budgetierten Punkte aus dem Eröffnungsspiel konnten nach langem Zittern eingefahren werden, der erhoffte Exploit gegen Turnierfavorit Kanada blieb in der vollen Bossard-Arena allerdings aus. Der Wettswiler Jérôme Weber war seinem Team ein sicherer Rückhalt. ................................................... von thomas stöckli Bisher kaum gefordert, muss Torhüter Jérôme Weber Mitte letztes Drittel etliche Male in Extremis eingreifen. Aussenseiter Bermuda spürt, dass die Sensation in Griffweite liegt und die Schweizer gehen ihrerseits viel Risiko ein, um das Glück auf ihre Seite zu zwingen. Doch erst drei Minuten vor dem Ende gelingt dem Grenchner Lars Henzi das befreiende 1:0. Während seine Kameraden jubeln, rückt Weber die Schoner zurecht. Er weiss, dass er nun erst recht gefordert ist. Und tatsächlich tauchen die Bermuda-Stürmer nochmals gefährlich vor dem Schweizer Tor auf. Dann ertönt die Sirene. Der Pflichtsieg ist geschafft, die Begeisterung bei der Mehrzahl der 4316 Zuschauer im Stadion gross. In den ersten beiden Dritteln hat sich das Geschehen fast ausschliesslich in der Hälfte des Gegners zugetragen. Nebst Torschütze Henzi vermochten sich auch Yannick Sterchi (ebenfalls SHC Grenchen-Limpachtal) sowie Yves Stucki von den Oberwil Rebells wiederholt in Szene zu setzen. Die Schweizer drückten, konnten immer wieder in Überzahl spielen, ein Tor wollte daraus allerdings nicht resultieren. Die Rolle von Weber bestand weitgehend darin, nach gegnerischen Befreiungsschlägen den Ball wieder nach vorne zu treiben.

Vom Tempo der Kanadier zu Beginn überrollt Im zweiten Spiel gegen Kanada wehte dann am Sonntagnachmittag ein ungleich rauerer Wind: Nach gut zwei Minuten lag die Schweiz bereits 0:2 hinten. Die Verteidigung schien vom Tempo des Turnierfavoriten überfordert und so mancher der 5811 Zu-

Einmarsch der Nationen: Stimmungsvolle Eröffnungsfeier der Streethockey-WM in Zug am Freitagabend. (Bilder Thomas Stöckli)

Bermuda vermochte Jérôme Weber noch wenig zu fordern. schauer befürchtete eine KanterNiederlage. Zu leicht konnten sich die Kanadier durchkombinieren, zu oft kamen sie alleine vor Weber zum Abschluss. Der Ämtler hielt allerdings, was zu halten war. Der Torreigen ging zwar weiter, die Abstände dazwischen wurden allerdings grösser. So stand es

Gegen die Kanadier musste der Wettswiler im Schweizer Tor seine Klasse dann schon öfter beweisen.

zur Spielhälfte 0:5 aus Sicht der Schweizer. Nun gelang es ihnen aber immer besser, sich offensiv in Szene zu setzen und im Gegensatz zum Startspiel funktionierte auch das Powerplay. So gelang Sterchi in Überzahl der Anschlusstreffer, Marc Müller reüssierte

zu Beginn des dritten Drittels – ebenfalls im Powerplay. Die Kanadier blieben allerdings selbst in Unterzahl gefährlich, so musste Weber einmal sogar gegen drei heranstürmende Gegner klären. Gestern Montagabend (nach Redaktionsschluss) bekamen es die

Schweizer mit Tschechien – einem weiteren Turnierfavoriten – zu tun, morgen Mittwoch folgt das wichtige Spiel gegen Griechenland, welches nach einer 1:4-Startniederlage gegen die Tschechen die Bermudas mit 10:0 vom Platz gefegt hat. Anpfiff ist um 15.30 Uhr in der Bossard-Arena.

Ein verdienter Sieg im Derby zum Saisonabschluss Fussball 3. Liga: FC Affoltern I – FC Wettswil-Bonstetten II 4:1 (2:1) Die 1. Mannschaft des FC Affoltern hat vor zahlreichen Zuschauern auch das letzte Meisterschaftsspiel der Saison 2014/15 gewonnen. Claudio Antenen erzielte alle Tore für die Einheimischen. ................................................... von walter zech Die ersten zehn Minuten der Partie waren ein gegenseitiges Abtasten ohne grosse Torszenen. In der 11. Minute erlief Claudio Antenen einen zu kurzen Rückpass und erzielte nach einem Prellball die Führung für die Einheimischen. Kurz darauf verpasste WettswilBonstetten den Ausgleich. Beim gut geschossenen Penalty sprang der Ball von der Lattenunterkante ins Feld zurück und einen Weitschuss lenkte Torhüter Steiner mit einer Glanzparade zur Seite. Nach einer halben Stunde erhöhte Claudio Antenen nach Vorlage von Bilic auf 2:0. Vier Minuten vor Halbzeit fiel nach einer kurzen Druckperiode von WB durch einen abgelenkten Freistoss der Anschlusstreffer.

Kurz nach der Pause hatten die Einheimischen Glück. Eine scharfe Hereingabe in den Fünfmeterraum wurde von Freund und Feind verfehlt. Praktisch im Gegenzug lief Bilic auf der linken Seite durch und seine flache Hereingabe verwertete Claudio Antenen aus der Drehung heraus zum dritten Tor. Nach einer Stunde kam der B-Junior Yanick Aegerter zu seinem ersten Einsatz in der 1. Mannschaft. Zehn Minuten vor Schluss wehrte Scicchitano akrobatisch einen Schuss auf der Torlinie ab. In der Nachspielzeit führte Stähli einen Einwurf schnell aus, Bilic tankte sich wiederum auf der linken Seite durch und Claudio Antenen verwertete die Hereingabe zum Schlussresultat von 4:1.

Verdienter Sieg Die Einheimischen wollten auch die letzte Partie der Saison unbedingt gewinnen. Sie taten mehr für das Spiel und wurden schliesslich auch dafür belohnt. Trainer Dragan Filipovic kurz und bündig: «Ein verdienter Sieg.» Die Saisonbilanz kann sich sehen lassen. Mit 20 Siegen, einem Unentschieden

Die Junioren Dd gratulieren der 1. Mannschaft zum Aufstieg. (Bild Walter Zech) und nur einer Niederlage steigt der FC Affoltern wieder in die 2. Liga auf.

Supporter: Gemütlicher Saisonausklang Auf Einladung der Supportervereinigung des FC Affoltern trafen sich die

Supporter und der Vorstand beider Vereine in der Halbzeit und nach Ende des Spiels zum gemütlichen und kollegialen Saisonausklang. Gesprächsstoff bei Häppchen und Getränken aller Art waren natürlich die erfreulichen Erfolge der beiden Vereine in der abgelau-

fenen Saison, zwar in unterschiedlichen Ligen, aber «Erfolg ist Erfolg». Aufstellung: Steiner, Sq. Bala, Scicchitano, Mühlemann (Konate), Sb. Bala (Kaufmann), S. Antenen (Y. Aegerter), Ismajlaj (Shala), Dushaj (Stähli), Good, C. Antenen, Bilic.


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