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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

Garage Müller

Dorfstrasse 82 • 8912 Obfelden

www.mueller-obfelden.ch Personenwagen • Nutzfahrzeuge

aus dem bezirk affoltern I Nr. 047 I 173. Jahrgang I Dienstag, 18. Juni 2019

Kurze Versammlung

Schlossbesichtigung

34 Stimmberechtigte genehmigten in Knonau die Jahresrechnung 2018. > Seite 7

35 Männer folgten der Einladung von «MännerSache» ins 500-jährige Schloss Knonau. > Seite 8

Hedingen im Fernsehen

Zwei Ämtler Kletterer werden Schweizer Meister

Hedingen, insbesondere die Kirchenuhr, wird in der ZDF Quiz-Sendung «Da kommst Du nie drauf» am Samstag, 20. Juli, um 19.25 Uhr während einiger Minuten eine Rolle spielen. Das hat Gemeindepräsident Ruedi Fornaro an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Donnerstag verraten. Die Dreharbeiten dazu haben bereits im Februar stattgefunden (der «Anzeiger» hat berichtet). Fornaro wird in der kurzen Filmsequenz ebenfalls zu sehen sein. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Streik: plötzlich Kindergärtner Normalerweise führt Bernhard Stierli in Affoltern ein Architekturbüro. Doch am vergangenen Freitag war alles anders. Schweizweit gingen nach Schätzungen der Gewerkschaften mehrere hunderttausend Frauen – und auch Männer – für mehr Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern auf die Strasse. Auch Kindergärtnerin Ursula Stierli streikte mit – und organisierte als Stellvertretung ihren Ehemann. Der erlebte in Knonau einen ziemlich wilden Morgen. (lhä) ................................................... > Reportage auf Seite 9

Offener Dialog erwünscht Der Zürcher Heimatschutz ZVH hielt am vergangenen Samstag seine Jahresversammlung im Kloster Kappel ab. «Hier auf dem Land legen wir viel Wert auf Abmachungen, bei denen man sich in die Augen schaut», betonte Jakob Müller, Kappeler Gemeindepräsident, in seiner Grussbotschaft. Weiter äusserte er sein Bedauern, dass er trotz viele Berührungspunkte noch niemanden vom Zürcher Heimatschutz kenne und forderte einen offenen und ehrlichen Dialog. ................................................... > Bericht auf Seite 8

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World Music Festival Das Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern genoss ein tolles Erlebnis in Innsbruck. > Seite 10

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Mittelstufendisco Am Freitag wird in der «Hirtschür» in Affoltern noch einmal getanzt. > Seite 11

Petra Klingler und Michel Erni triumphieren im Lead

Entenrennen «LaMarotte» verabschiedete sich mit dem beliebten Familienanlass in die Sommerpause. > Seite 12

Massvolle Lockerung von Bauvorschriften Die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung war an der Gemeindeversammlung in Ottenbach unbestritten. Einstimmig genehmigte die Ottenbacher Gemeindeversammlung die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO). Einer der Hauptpunkte: Lockerung von Bauvorschriften, indem in der Wohnzone auch Flachdächer möglich sind. Diese gibt es allerdings schon und sind in der Regel im Zusammenhang mit Gestaltungsplänen und Arealüberbauungen erfolgt. In der Kernzone sind nach wie vor nur Schrägdächer von mindestens 22,5 Grad Neigung zulässig. Im Weiteren sagte die Gemeindeversammlung unter anderem Ja zur Erweiterung der Fotovoltaik-Anlage beim WerkhofNeubau und Ja zu den (allesamt positiven) Rechnungsabschlüssen 2018. Die zuvor abgehaltene Gemeindeversammlung der Sek Obfelden-Ottenbach sprach sich für eine Arealerweiterung der Videoüberwachung aus, die auch das neue Schulhaus F einschliesst. Bei sieben Gegenstimmen genehmigte die Versammlung das Videoüberwachungsreglement. (-ter.) ................................................... > Berichte auf Seite 5

In der Kletterhalle Magnet in Niederwangen fanden die Schweizer Meisterschaften im Leadklettern statt. Mit Petra Klingler (Bonstetten) bei den Damen Elite und mit Michel Erni (Affoltern) bei den Herren U18 gewannen zwei Ämtler den Titel. Bereits nach den beiden Qualifikationsrouten führte Petra Klingler die Zwischenrangliste an. Im Final konnte die Bonstetterin die Route gar topen, doch dies gelang auch Anouk Piola (Daillens). Dank der besseren Qualifikation ging der Schweizer Lead-Meisertitel an Klingler. Dies war nach dem Gewinn des Boulder-Titels vor rund zehn Tagen nun also der zweite Streich der Schweizer Teamleaderin. Bei den Herren U18 lag Michel Erni nach der Qualifikation auf dem zweiten Zwischenrang und bewies, dass er um den Meistertitel mitkämpfen wird. Im Final gelang dem Affoltemer dann auch eine weitere starke Leistung. Er verwies Marius Audenis (Fiez) und Vivian Fumeaux (Sion) auf die Plätze zwei und drei. Damit bewies Erni, dass seine Form auch im Hinblick auf den nächsten Start am Europacup stimmt. Dieser findet in einer Woche in Ostermundigen statt. (mrh) ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 20

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anzeigen

Petra Klingler (Bonstetten) holte sich in Niederwangen nach dem Boulder-Meistertitel nun auch den Schweizer Lead-Meistertitel. (Bild Martin Rahn)

Beförderungen in der Klosterkirche Am Samstagmorgen wurden in Kappel 68 junge Durchdiener der Infanterieschule 14 in Birmensdorf zu Unteroffizieren befördert – dies am Tag

nach dem 50-Kilometer-Marsch. Der Zeremonie in der Klosterkirche wohnten neben Regierungsrat Mario Fehr auch Angehörige, Dienstkollegen,

Lokalpolitiker, Kommandanten, und das Militärspiel bei. ................................................... > Bericht auf Seite 3

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Kulturelle Vielfalt erleben Das Festival der Kulturen bot am vergangenen Samstag Begegnung und viel Exotik auf der Piazza Zentrum Oberdorf in Affoltern. Sechzehn Nationen brachten den Besuchern eine bunte Vielfalt an landestypische Leckereien, Kultur, Sitten und Gebräuche näher, von Alphornklängen über Kampfkunst aus Sri Lanka bis zu Volkstänzen aus Kolumbien. Und schliesslich intonierte man gemeinsam mit dem gross aufmarschierten Publikum Lieder aus aller Welt. ................................................... > Bericht auf Seite 12

29. Juni 2019 Tickets:

www.hausen2019.ch Beeindruckende Kulisse in der Kirche Kappel. In der vordersten Reihe von links Schulkommandant Damian Casanova, Regierungsrat Mario Fehr und Brigadier Peter Stocker. (Bild Martin Platter)


Beschlüsse der Gemeindeversammlungen von Donnerstag, 13. Juni 2019 A. Reformierte Kirchgemeinde Die Jahresrechnung 2018 der reformierten Kirchgemeinde wurde genehmigt. B. Politische Gemeinde Die Jahresrechnung 2018 der Politischen Gemeinde Hedingen wurde genehmigt. Rechtsmittel Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis schriftlich Rekurs erhoben werden,

Wer in den Herzen seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern.

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem lieben Vater, Schwiegervater und Grossvater und Urgrossvater

Rolf Maurer 16. April 1938 – 7. Juni 2019

Nach einem reich erfüllten Leben und mit kurzer Leidenszeit durfte er im Kreise seiner Familie still und friedlich einschlafen. Ein Mensch, der uns lieb war, ging. Was uns bleibt, sind Liebe, Dankbarkeit und Erinnerungen.

Erika Maurer Markus Maurer und Jasmin Maurer Sandra und Nicola Dello Buono-Maurer mit Luca Carmen Blaser-Maurer mit Fabian und Denis und Daniel Schnyder Misra und Meri Torniainen mit Elli und Alvin Marco und Sabrina Maurer

Leo Kälin-Schumacher Nach einem erfüllten Leben, aber für uns zu früh, bist Du Deinem Wunsch entsprechend für immer eingeschlafen. Wir danken Dir für Deine grosse Liebe und die gemeinsame Zeit, die wir mit Dir verbringen durften. Tief bewegt verabschieden sich: Käthi Kälin-Schumacher Franziska und Andi Rihm-Kälin mit Noel Petra Kälin Agatha und Leo Kälin-Blattmann Richard und Lucia Kälin-Hollenstein mit Tobias, Emanuel und Selina Luzia und Walter Hollenstein-Kälin mit Tim und Anja Verwandte und Freunde

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreise statt.

Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen.

«Nicht ihr habt mich erwählt, ich habe euch erwählt, damit ihr euch auf den Weg macht.»

Hedingen, 18. Juni 2019 Reformierte Kirchenpflege Hedingen Gemeinderat Hedingen

Traurig und dankbar für die gemeinsame Zeit, nehmen wir Abschied von meinem geliebten Ehemann, unserem lieben Däddi, Schwiegervater, Grossdäddi, Sohn, Bruder, Schwager, Götti, Onkel und Freund

13. April 1958 – 12. Juni 2019

In tiefer Trauer:

– innert 5 Tagen wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung in Stimmrechtssachen und – innert 30 Tagen gestützt auf § 151 Abs. 1 des Gemeindegesetzes (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit)

Muss nicht mehr müde stehen, darf zu neuen Ufern gehen. Bin der Finsternis entschwunden, hab das Licht gefunden. Bin von allen Mühen befreit, für immer, für die Ewigkeit. Hab den Frieden gefunden, bleib in Erinnerung mit euch verbunden.

Johannes 15,16a

In Liebe und tiefer Trauer nehmen wir Abschied von dir

Die Urnenbeisetzung findet am Dienstag, den 25. Juni 2019, um 14.00 Uhr statt. Anschliessend Trauergottesdienst in der reformierten Kirche Obfelden. Traueradresse: Käthi Kälin-Schumacher, Hölibachstrasse 2, 8912 Obfelden

Bettina Kathrin Simmler 2. August 1995 – 13. Juni 2019

Beschlüsse der Kirchgemeindeversammlung vom 16. Juni 2019 Die von 47 Stimmberechtigten besuchte Kirchgemeindeversammlung in Obfelden vom Sonntag, 16. Juni 2019, fasste folgende, einstimmige Beschlüsse: – Ja zur Rechnung 2018 – Ja zum Traktandum «Gemeindeeigener Entwicklungsprozess: Information und Bestätigung» Das Protokoll der Kirchgemeindeversammlung liegt ab Freitag, 21. Juni 2019, in der Gemeindekanzlei in Obfelden zur Einsicht auf. Beim Präsidenten der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Herrn Martin Billeter, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, können schriftlich folgende Rechtsmittel ergriffen werden: – Innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, kann Rekurs wegen Verletzung der Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung erhoben werden. – Innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, kann Rekurs mit Begehren um Berichtigung des Protokolls erhoben werden. – Innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, kann Beschwerde gegen die Beschlüsse der Kirchgemeindeversammlung erhoben werden.

Du hast uns Zeit gegeben, uns von dir zu verabschieden. Wir werden dich nie vergessen und dich immer in unseren Herzen behalten. Marianne und Markus Simmler Marlen Simmler Beatrice und Tahar Salemi mit Yonas Grosseltern, Verwandte und Freunde Erdbestattung am Freitag, 21. Juni 2019, um 13.30 Uhr im engsten Familienkreis. Um 14.15 Uhr Abschiedsfeier in der reformierten Kirche Mettmenstetten. Traueradresse: Marianne und Markus Simmler, Dachlissen 15, 8932 Mettmenstetten

Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande als flöge sie nach Haus. Josef von Eichendorff

Feuerwehr Obfelden

ABSCHIED Unser ehemaliger Kommandant und Instruktor, ist leider viel zu früh seiner schweren Krankheit erlegen.

Leo Kälin

13. April 1958 – 12. Juni 2019

Leo, Du hast unsere Feuerwehr über viele Jahre geprägt, jungen Frauen und Männern Deine Leidenschaft und Dein Fachwissen vermittelt. Auch nach Deiner aktiven Zeit warst Du immer ein Kamerad für uns alle. Wir werden Dich vermissen und in unseren Herzen nicht vergessen. Der trauernden Familie sprechen wir unser aufrichtiges Beileid aus. Feuerwehr Obfelden Kommission, Kommando und Mannschaft Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.

In grosser Trauer, jedoch dankbar für die vielen schönen Erinnerungen, nehmen wir Abschied von

Walter Lutz 6. Juli 1941 – 12. Juni 2019

Du warst immer für Deine Familie und Freunde da. Wir vermissen Dich sehr.

Obfelden, 18. Juni 2019

In liebevoller Erinnerung:

Reformierte Kirchenpflege

Ursi Lutz-Leuenberger Barbara und Pierre Greffin-Lutz mit Léa, Sarah und Anja Matthias Lutz und Christian Fischer Martha Leuenberger Fritz und Rosmarie Leuenberger mit Martin und Rolf und Familien Nelly Leuenberger Hans Schweizer-Lutz mit Nadia und Claudia und Familie Die Beisetzung findet am Mittwoch, 19. Juni 2019 um 14 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis mit anschliessender Trauerfeier in der Friedhofskapelle statt. Traueradresse: Ursula Lutz-Leuenberger, Erlenweg 29, 8910 Affoltern am Albis In der Gemeinde werden keine Anzeigen verschickt.

TO D E S A N Z E I G E Wir haben die traurige Pflicht, Sie vom Hinschied unseres Ehrenmitglieds und Musikkameraden

Leo Kälin 13. April 1958 – 12. Juni 2019

in Kenntnis zu setzen. Sein lustiger Humor bleibt uns stets in guter Erinnerung. Den Angehörigen sprechen wir unser Beileid aus. Die Trauerfeier findet am Dienstag, 25. Juni 2019, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche in Obfelden statt. Musikverein Obfelden Der Vorstand


Bezirk Affoltern

Einspurig zwischen Kappel und Baar Die Baudirektion des Kantons Zug saniert den Belag der Blickensdorferstrasse zwischen Kappel und Baar gleichzeitig werden die Schachtabdeckungen ersetzt. Die Arbeiten beginnen am Montag, 24. Juni, und dauern voraussichtlich bis Mitte Juli 2019. Ein Verkehrsdienst oder eine Lichtsignalanlage regelt den Verkehr, da im Bereich der Baustelle nur eine Fahrspur zur Verfügung stehen wird. Auch beim öffentlichen Verkehr wird es zu Einschränkungen kommen. Die Bushaltestellen Bachtalerhöhe werden für je eine Woche in unmittelbarer Nähe in Richtung Uerzlikon provisorisch verschoben. Die Postauto AG orientiert ihre Kunden vor Ort über die temporären Verschiebungen. (pd.)

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch anzeige

Dienstag, 18. Juni 2019

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Feierliche Beförderung 68 Durchdiener der Infanterieschule 14 wurden in der Kirche Kappel zu Unteroffizieren

Der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr bezeichnete das Militär als «Integrationsmotor». (Bilder Martin Platter)

Es war eine spezielle Zeremonie, die die Anwesenden am Samstagvormittag in der Klosterkirche Kappel erlebt haben. Im Beisein von Angehörigen, Dienstkollegen, Lokalpolitikern, Kommandanten, Militärspiel und Regierungsrat Mario Fehr wurden 68 junge Durchdiener zu Unteroffizieren befördert. ................................................... von martin platter «Wer seine Untergebenen begeistern will, muss selber brennen!» Schulkommandant Damian Casanova war die Freude anzusehen, als er seine Begrüssungsworte sprach. Im Chor der Zisterzienser-Klosterkirche sassen in Reih und Glied die 68 zu befördernden Wachtmeister der Durchdiener-Infanterieschule 14, die teilweise noch gezeichnet waren vom 50-km-Marsch des Vortages. Auf den vollbesetzten Bänken des Hauptschiffes die Angehörigen der Wehrmänner, Gäste, Kommandanten, Lokalpolitiker und der Zürcher Militärdirektor Mario Fehr, flankiert vom militärischen Personal, das leicht erhöht auf den geschnitzten, seitlichen Chorbänken sass. Im hinteren Teil der Kirche hatte sich das Militärspiel installiert.

Führen durch Vorbild 22 Wochen Militärdienst liegt hinter den Durchdienern; davon 18 Wochen Rekrutenschule und vier Wochen Unteroffiziersschule. Seit dem 14. Januar war das künftige Führungspersonal der Schweizer Armee in der Kaser-

Der Moment: Brevetierung eines Wachtmeisters zum Unteroffizier durch Schulkommandant und Oberst im Generalstab Damian Casanova.

ne Reppischtal. Casanova süffisant: «Da wurden sie geschliffen nach bester Militärausbildungskunst.» Dabei seien nicht bessere, sondern besondere Menschen herausgekommen. Er umriss die wichtigsten Ausbildungsziele, die auch künftig gälten: Stets die Ziele im Auge behalten, auf das Wesentliche konzentrieren, führen durch Vorbild, überzeugt und überlegt vorgehen, Basis für gegenseitiges Vertrauen schaffen, positiv und konstruktiv denken und handeln, ein glaubwürdiger Partner für Untergebene und Vorgesetzte sein. Im bevorstehenden einwöchigen Kadervorkurs und der anschliessenden RS, die weitere 18 Wochen dauert, gilt es für die Unteroffiziere, diese Vorgaben in der Gruppenführung der Rekruten anzuwenden. Danach folgen weitere 25 Wochen Einsatz, ehe die Militärdienstpflicht für die Unteroffiziere erfüllt ist. Noch ein paar Dutzend Wochen länger stehen die Feldweibel, Fouriere und Offiziere im Einsatz. Selbstverständlich verlor der Oberst im Generalstab auch ein paar Worte über die geschichtsträchtige Stätte und über die Kappeler Milchsuppe, die im Juni 1529 nur ein paar hundert Meter von der Klosterkirche entfernt auf der Zuger Grenze den Bruderkrieg unter den Eidgenossen verhindert hatte. Noch etwas ausführlicher wurde dazu Regierungsrat Mario Fehr. Zuerst aber wurden die Wachtmeister von Casanova befördert. Anmarsch, ein militärischer Gruss, ein kurzer Händedruck über der Schweizer Fahne als «Ritterschlag», sowie der Beförderungsspruch des Schulkommandanten, nochmals salutieren und als

Unteroffizier an den Platz zurückmarschieren.

Das Militär als Integrationsmotor Mario Fehr zeigte sich beeindruckt von der Rede Casanovas und lobte die Arbeit des Kaders, des Dienstpersonals und der Beförderten: «Als Polizei- und Militärdirektor des Kantons Zürich bin ich froh und erleichtert zu wissen, dass wir als letztes Mittel zur Wahrung unserer Sicherheit auf sie zurückgreifen können.» Der Kanton Zürich verstehe sich nicht nur als Wirtschafts-, Bildungs-, Kultur- und Sportkanton, sondern auch als Militärkanton. Der Waffenplatz in Birmensdorf sei etwa gleich gross wie der Central Park in New York und auch etwa gleich weit weg von der Börse. «Man kann im Leben inzwischen fast alles kaufen. Aber diese Beförderung nicht. Die Ausbildung dazu muss man sich hart erarbeiten», sagte Fehr und bezeichnete es als gute Lebensschule, in jungen Jahren Führungserfahrung mit Gleichaltrigen zu sammeln. Getreu dem Motto der Infanterieschule in Birmensdorf «Einer für alle, alle für einen.» Mit Blick auf die höchst unterschiedlichen Geschlechtsnamen der Beförderten mit Wurzeln aus vieler Herren Länder bezeichnete Fehr das Militär als «Integrationsmotor». Bezüglich der geschichtsträchtigen Stätte ergänzte er die Ausführungen Casanovas noch mit dem Kappeler Krieg, der zwei Jahre nach dem Milchsuppenessen doch noch zwischen Reformierten und Katholiken ausgefochten wurde. Reformator Huldrych Zwingli sei dabei im Kampf gefallen

und von den Gegnern derart übel zugerichtet worden, was heute nicht mehr mit den Genfer Konventionen zu vereinen sei. Den Segen sprach schliesslich Hauptfrau und Truppenseelsorgerin Sabine Herold, ehe der offizielle Teil der Beförderungsfeier mit dem gemeinsamen Singen des Schweizer Psalms beendet wurde.

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit 50 Jahre miteinander verheiratet sind am Donnerstag, 20. Juni, Martina Josefina und Florian Josef PüntenerStrub in Affoltern. Wir gratulieren den beiden zur goldenen Hochzeit und wünschen ein schönes Fest und erlebnisreiche gemeinsame Stunden.

Zum 90. Geburtstag Ruth Rothenberger-Tischhauser in Affoltern ist morgen Mittwoch, 19. Juni vor 90 Jahren auf die Welt gekommen und darf Geburtstag feiern. Wir gratulieren von Herzen und wünschen eine schöne Feier und viel Freude.

Zum 80. Geburtstag Zum 80. Geburtstag am Mittwoch, 19. Juni, dürfen wir Konrad FrauenfelderKeller in Obfelden, am Donnerstag, 20. Juni, Giuseppe Napolitano in Affoltern und Arthur Stutz in Stallikon herzlich gratulieren. Wir wünschen allen dreien ein schönes Fest und gute Gesundheit.


Du warst so einfach und schlicht, in deinem Leben voller Pflicht. Du hast uns geliebt, umsorgt, bewacht und selten nur an dich gedacht. Nun ruhe sanft und schlaf in Frieden, hab tausend Dank von deinen Lieben.

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2019 An der Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2019 wurden folgende Beschlüsse gefasst: Sekundarschulgemeinde Obfelden-Ottenbach 1. Genehmigung der Jahresrechnung 2018 2. Genehmigung Videoüberwachungsreglement Das Protokoll der Gemeindeversammlung liegt ab Donnerstag, 20. Juni 2019, in der Schulverwaltung der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach zur Einsichtnahme auf. Es ist auch auf der Webseite www.sek-obfelden.ch während der Rekursfrist einsehbar. Rechtsmittelbelehrung Gegen die Beschlüsse der Gemeindeversammlung kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis • wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Obfelden, 18. Juni 2019 Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach

Traurig, aber mit grosser Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem lieben Mami, Anni, Grosi

Anna Baumann-Wittwer 17. August 1942 – 11. Juni 2019

Nach kurzer, schwerer Krankheit bist du von deinen Leiden erlöst worden und durftest, von deiner Familie begleitet, friedlich für immer einschlafen. Du fehlst uns, wir werden dich immer in unseren Herzen behalten. In stiller Trauer Hans Baumann-Wittwer mit Beat, Maya, René und Susanne, ihre Familien und Partner Geschwister Wittwer Hedi, Margrit und Elsbeth, ihre Familien und Partner Auf Wunsch von Anni findet die Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis statt. Es werden keine Leidzirkulare versendet. Traueradresse: Hans Baumann-Wittwer, Erli 7, 8143 Stallikon

Denn Gott wird dir seine Engel schicken, um dich zu beschützen, wohin du auch gehst. Sie werden dich auf Händen tragen, und du wirst dich nicht einmal an einem Stein stossen. Psalm 91: 11-12

Zutiefst traurig, aber voller Dankbarkeit für alles, was Du für uns getan hast, nehmen wir Abschied von

Hans Peter Zürcher 16. Juli 1939 – 12. Juni 2019

Nach einem Leben voller Vertrauen in Gott, Liebe und Fürsorge für seine Familie, ist mein geliebter Ehemann Hans Peter, unser Papa, Opa, Opapa, Bruder und Schwager unerwartet von uns gegangen. Mit Deiner unvergleichlichen Art hast Du uns durchs Leben begleitet. Nun begleiten wir Dich auf Deiner letzten Reise. Wir tragen Dich immer in unseren Herzen. Vreni Zürcher Tina und Kamel Khial Felix Zürcher und Sandra Stäubli mit Michelle Mauro Attanasio mit Familie Stefanie und Samantha Attanasio mit Aliyah Franz und Klärly Elsener Verwandte und Freunde Die Beisetzung findet am Freitag, 21. Juni 2019, um13.30 Uhr, im engsten Familienkreis statt. Anschliessend Trauergottesdienst um 14.00 Uhr in der katholischen Kirche Hausen am Albis. Anstelle von Blumenspenden unterstützen Sie bitte die Mutter-KindStation, Spital Affoltern am Albis, Postkonto 80-7664-4 oder IBAN CH36 0900 0000 8000 7664 4, Vermerk: HPZ. Traueradresse: Vreni Zürcher, Törlenmatt 6, 8915 Hausen am Albis


Bezirk Affoltern

Dienstag, 18. Juni 2019

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Flachdächer bei Hauptbauten in Wohnzonen zugelassen Gemeindeversammlung in Ottenbach sagt Ja zur BZO-Revision und zu allen anderen Vorlagen Mit dem Ja zur Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) sind in Ottenbach in Wohnzonen bei Hauptbauten auch Flachdächer erlaubt. Die Gemeindeversammlung winkte auch alle anderen Geschäfte einstimmig durch, unter anderem die Erweiterung der FotovoltaikAnlage beim Werkhof-Neubau. ................................................... von werner schneiter «Ich hätte einen grösseren Aufmarsch erwartet», sagte eine Teilnehmerin an der Gemeindeversammlung etwas erstaunt. Dass nur 73 zur Gemeindeversammlung aufmarschierten, muss aber nicht allein mit Desinteresse gleichgesetzt werden, sondern kann auch Ausdruck von Vertrauen in die Behörden sein. Und auch die Anwesenden sprachen mit ihrer durchwegs einstimmigen Zustimmung zu den Geschäften Vertrauen aus. Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger erläuterte die wichtigsten Änderungen zur BZO-Teilrevision. Ursprünglich sei eine Zonenplanrevision geplant gewesen, um das wegen des Autobahnzubringers zu «opfernde» Gewerbeland zu retten und ausserdem diverse Unstimmigkeiten zu korrigieren. Aber der Kanton habe eine raumplanerische Gesamtschau und damit eine Entwicklungsstrategie verlangt – unter Mitwirkung der Bevölkerung. Einzig gegen die heute vorliegenden Änderungen der Bauvorschriften habe der Kanton nichts eingewendet. Alles andere müsse später in einer Gesamtschau behandelt werden, führte die Gemeindepräsidentin aus. Viele Änderungen sind marginal – mit drei Ausnahmen: Hauptbauten in Wohnzonen dürfen mit Flachdächern bestückt werden. In der Kernzone gelten weiterhin Schrägdächer mit einer Neigung von mindestens 22,5 Grad. Im Weiteren kann die Zahl der Pflicht-

In der Kernzone von Ottenbach gelten weiterhin Schrägdächer mit einer Neigung von mindestens 22,5 Grad. In der Wohnzone sind hingegen Flachdächer zugelassen. (Bild Werner Schneiter) parkplätze dort reduziert werden, wo Liegenschaften gut am öV angeschlossen sind. Laut Gaby Noser Fanger muss der Grundeigentümer jedoch die erforderlichen Abstellplätze nachweisen und auch bauen, wenn festgestellt wird, dass seine Fahrzeuge vermehrt auf öffentlichem Grund parkiert werden. Die dritte grosse BZO-Änderung: Der neue Zonenplan erscheint in neuen Farben – das wurde gemeindeübergreifend vereinheitlicht. Nach dem einstimmigen Ja zur BZO-Teilrevision muss sie nun von der Baudirektion festgesetzt werden. Im Rahmen der öffentlichen Auflage wurden einige Begehren nicht berücksichtigt.

Fotovoltaik-Anlage wird erweitert Völlig unbestritten auch die Erweiterung der Fotovoltaik-Anlage vom Werkhof, der derzeit realisiert wird. Schon bei dessen Planung war klar, dass sich das Flachdach (400 Quadratmeter) für einen Vollausbau einer PVAnlage eignet. Das ermöglicht eine jährliche Stromproduktion von 53 000 kWh, was einer Versorgung von 10 bis 15 Haushaltungen entspricht. Leider war es aufgrund früherer gesetzlicher Grundlagen nicht möglich, Energie an Dritte, die nicht direkte Grundstücksnachbarn sind, zu verkaufen. Bei über-

schüssigem Strom bleiben einzig die EKZ als Abnehmer. Der Preis ist nicht attraktiv. So wurde beschlossen, eine nur für den Eigenbedarf des Werkhofs bestimmte Anlage zu bauen. Die ungenutzte Dachfläche, die jetzige Werkhof-Bauphase, die Vorreiterrolle der öffentlichen Hand, die aktuelle Klimadiskussion und eine angepasste Gesetzgebung sprechen laut Gemeindepräsidentin für den Vollausbau, was nun Kosten von 60 000 Franken nach sich zieht. Diesem Kredit wurde vorbehaltlos zugestimmt.

Positive Rechnungsabschlüsse Nachdem bei der Ersatzwahl für den vorzeitig abtretenden Finanzvorstand niemand das absolute Mehr erreicht hatte, präsentierte Finanzverwalterin Petra Jansen nach dem Budget im Dezember 2018 nun auch die Jahresrechnung der Politischen Gemeinde – und erntete Applaus für ihre fachkundigen Ausführungen. Vor allem dank höherer Grundstückgewinnsteuern, Mehreinnahmen bei den ordentlichen Steuern und weniger Aufwand in der Verwaltung und Zusatzleistungen zur AHV/IV resultiert ein Ertragsüberschuss von 745 000 Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 239 000 Franken. Petra Jansen sprach

Auch das neue Sek-Schulhaus wird per Video überwacht

Gemeindeversammlung Ottenbach sagt Ja zum Reglement der Sek Auch der Neubau der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach wird künftig per Video überwacht. Bei sieben Gegenstimmen befürwortete die Gemeindeversammlung ein entsprechendes Reglement. Auch in Obfelden kommt es auf dem Schulareal Chilefeld immer wieder zu Sachbeschädigungen, sei das durch Graffiti an Wänden oder im Velounterstand – vor allem in schulfreien Zeiten. Seit einigen Jahren versucht die Primarschule, die Gebäude per Videoüberwachung zu schützen. Diese präventive Massnahme ist leider nicht immer durchgehend wirkungsvoll, wie mehrere Vandalenakte auch in jüngster Vergangenheit zeigen. Die durch den Bau des neuen Sekundarschulhauses bedingte Arealerweiterung liegt ausserhalb des Überwachungsperimeters. Mit weiteren Kameras soll dieser nun ergänzt und auf den Schulstart im August 2019 bewacht werden. Bernhard Borner, Leiter des Ressorts Infrastruktur, betonte an der Gemeindeversammlung in Ottenbach, dass das durch die Sek ausgearbeitete Reglement vom Daten-

von einer soliden Finanzlage (Eigenkapital 9,7 Mio. Franken), stabilen ordentlichen Steuereinnahmen und von einem Auf und Ab bei den Grundsteuern, derzeit von einem Auf. Auch die Primarschule meldet einen Überschuss: 207 000 Franken, wodurch sich das Eigenkapital auf 3,76 Mio. Franken erhöht, wie Guido Pelizzoni ausführte und auch hier – wie bei der Politischen Gemeinde – die Abweichungen erläuterte und anmerkte, dass künftig das neue Modell HRM2 zur Anwendung kommt. Auch bei der reformierten Kirche resultiert ein kleiner Überschuss. Die Rechnung ist um 17 000 Franken besser als budgetiert, wie Monika Bächli ausführte.

Wertvoller Begegnungsort am Dorfplatz Der Gemeinderat Ottenbach ist nach wie vor überzeugt, dass das von der Landi Albis im ehemaligen Postgebäude geplante Café samt Bäckerei eine gute Sache ist. Oder, wie sich Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger an der Gemeindeversammlung ausdrückte: «Ein wertvoller Begegnungsort am Dorfplatz». Sie betonte, dass dies auch dem ausdrücklichen Wunsch der Teilnehmenden der sogenannten «Zukunftswerkstatt» entspreche und Rückhalt in der Bevölkerung geniesse. Gleichzeitig bedauert die Gemeindepräsidentin, dass trotz mehrerer Gespräche zwischen Landi und der Bäckerei Rimann keine Einigung zustande kam. «Das hätte eine Win-win-Situation ergeben können», ist sie überzeugt. Derzeit läuft nun das aufwändige Baubewilligungsverfahren; eine Eröffnung von anzeige

Der Neubau, das «Schulhaus F» in Obfelden, wird nach den Sommerferien in Betrieb genommen – und ebenso per Video überwacht. (Bild Werner Schneiter) schutzbeauftragten des Kantons Zürich geprüft worden sei. Es regelt die Anbringung der Installationen und den Umgang mit erhobenen Daten. Bei sieben Gegenstimmen befürwortete die Gemeindeversammlung in Ottenbach das Videoüberwachungsreglement der Sek Obfelden-Ottenbach. Einstimmig angenommen wurde die von Finanzchefin Bettina Bucher

präsentierte Jahresrechnung 2018, die um fast eine halbe Million besser abschliesst als budgetiert. Weniger Personalaufwand, weniger Anschaffungen, tiefere Beiträge an den Kanton, weniger Projekte und Anlässe haben unter anderem zum positiven Ergebnis beigetragen. Das Eigenkapital beträgt aktuell gut 4,3 Mio. Franken. (-ter.)

Tiefbauvorstand Peter Weis meldete bei der Kreditabrechnung für die Sanierung von Kanalisations-, Meteorund Wasserleitung Im Rainacker Minderkosten von zirka 15 Prozent – dank guter Unternehmerpreise. Weil im Erdgeschoss einige «Überraschungen» auftauchten, schliesst die Kreditabrechnung für Sanierung und Renovation der Büroräume in der Verwaltung mit rund 7000 Franken Mehrkosten ab. Beide Abrechnungen wurden angenommen. Auch gegen eine neue Heizung im Pfarrhaus gab es bei gelichteten Reihen keinerlei Einwände, nachdem Carl-Heinz Voûte Einzelheiten erläutert hatte. Die Umstellung von der ans Ende der Lebensdauer gekommenen Ölheizung zu einer Heizung mit Erdsonde und Sole-Wasser-Wärmepumpe zieht Kosten von rund 70 000 Franken nach sich. Zu Beginn der Versammlung sind Abdulkader Mohammed Said und seine noch minderjährigen Kinder Fouzi, Nabil und Rami ins Bürgerrecht der Gemeinde Ottenbach aufgenommen worden. Die Familie wurde von Sozialvorstand Ronald Alder vorgestellt. Der Mann, 17-jährig als Flüchtling aus Eritrea in die Schweiz gekommen, ist heute Assistent Gesundheit und Soziales im Pflegeheim Muri. Dort macht er derzeit eine Weiterbildung zum Fachmann Gesundheit.

Café/Bäckerei ist im Zeitraum Herbst/Winter 2019 angesagt. Im Rahmen der Info-Runde orientierte Ronald Alder über das, was nun nach der Spitalabstimmung (3mal Ja) erfolgt. Für das Spital Affoltern im Hinblick auf die Vergabe von Leistungsaufträgen des Kantons im Jahr 2021 allerdings ein steiniger Weg. Er sieht den positiven Abstimmungsausgang und die damit verbundene neue Rechtsform aber auch als Chance. Im Weiteren kündigte er den mobilen Mjas-Wohnwagen an, der bei der Zivilschutzanlage steht und Jugendlichen Platz bietet. «Auf gutem Weg» sieht Kirchenpflegepräsident Hanspeter Stutz das Projekt KG+ – den geplanten Zusammenschluss von zehn Kirchgemeinden zur «Kirchgemeinde Säuliamt». Diese Abstimmung ist für 2020 geplant. (-ter.)


Hausen am Albis

Todesfälle

Beschlüsse Gemeindeversammlung An der Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2019 wurden folgende Beschlüsse gefasst: A) Sekundarschulgemeinde Obfelden-Ottenbach siehe separate Publikation B) Politische Gemeinde Ottenbach 1. Erteilung des Bürgerrechts an Mohammed Said, Abdulkader (geb. 01.09.1989) mit den Söhnen Fouzi (geb. 25.02.2010), Nabil (geb. 06.08.2012) und Rami (geb. 11.08.2015), von Eritrea, Rigiblick 7, 8913 Ottenbach 2. Genehmigung der Jahresrechnung 2018 3. Genehmigung des Bruttokredits von Fr. 60 000.00 inkl. MwSt. für eine erweiterte Photovoltaik-Anlage beim Neubau Werkhof 4. Genehmigung der Kreditabrechnung Sanierung Kanalisation, Meteor- und Wasserleitung Im Rainacker von total Fr. 283 567.00 inkl. MwSt. 5. Genehmigung der Kreditabrechnung Sanierung und Renovation Büroräume Gemeindeverwaltung von total Fr. 197 835.05 inkl. MwSt. 6. Genehmigung der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung Ottenbach C) Primarschulgemeinde Ottenbach 1. Genehmigung der Jahresrechnung 2018 D) Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Ottenbach 1. Genehmigung der Jahresrechnung 2018 2. Genehmigung eines Bruttokredits von Fr. 70 000.00 für die Erstellung einer neuen Heizung im Pfarrhaus Die Protokolle der Gemeindeversammlungen der Politischen Gemeinde, Primarschulgemeinde und Evangelischreformierten Kirchgemeinde liegen ab Dienstag, 18. Juni 2019, im Gemeindehaus Ottenbach zur Einsichtnahme auf. Sie sind auch auf der jeweiligen Homepage während der Rekursfrist einsehbar. Rechtsmittelbelehrung Gegen diese Beschlüsse der Gemeindeversammlungen kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis • wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmsachen • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen.

Am 12. Juni 2019 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Affoltern am Albis Am 12. Juni 2019 ist in Muri AG gestorben:

Walter Fritz Lutz geboren am 6. Juli 1941, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Beisetzung am Mittwoch, 19. Juni 2019, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH.

Zürcher, Hans Peter Jakob geb. 16. Juli 1939, von Menzingen ZG, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis.

Tief traurig mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass unser Sportclubkamerad

Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 21. Juni 2019, um 14.00 Uhr in der katholischen Kirche Hausen am Albis statt. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.

Hans Nussbaumer

Bestattungsamt Hausen am Albis

14. Mai 1957 – 9. Juni 2019

Todesanzeigeuns für immer verlassen hat. Wir vermissen ihn sehr! Den Angehörigen möchten wir unser tiefstes Beileid bekunden.

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Stallikon

In stetiger Erinnerung an Hansi

Affoltern am Albis

Am 11. Juni 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

deine Sportclubkameraden des Sportclubs Zwillikon

Am 8. Juni 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Erich Rudolf Wilhelm Hofstetter geboren am 20. November 1938, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

Baumann-Wittwer Anna geboren am 17. August 1942, von Hausen am Albis ZH, wohnhaft gewesen Erli 7, 8143 Stallikon. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Bestattungsamt Stallikon

Beisetzung am Donnerstag, 20. Juni 2019, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH.

Stallikon

Bestattungsamt Affoltern am Albis

geboren am 22. April 1925, von Churwalden GR, wohnhaft gewesen Obere Aegerten 3, 8143 Stallikon.

Mettmenstetten Am Freitag, 21. Juni 2019, 14.15 Uhr findet in der reformierten Kirche die Beisetzung für

Bettina Simmler,

Die Urne wird am Donnerstag, 20. Juni 2019, um 14.00 Uhr in Obfelden beigesetzt. Anschliessend findet die Abdankung in der reformierten Kirche statt.

Am 8. Juni 2019 ist in Uster ZH gestorben:

Kindle-Schlegel Anna

Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Bestattungsamt Stallikon

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 18. Juni 2019

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Zufriedenstellende Jahresrechnungen und interessante Informationen Versammlungen der politischen Gemeinde und der reformierten Kirchgemeinde in Hedingen Sowohl die reformierte Kirchgemeinde als auch die politische Gemeinde präsentierten an ihren Versammlungen als einziges Traktandum die Abnahme der Jahresrechnung 2018. Im anschliessenden Informationsteil durften die Versammlungsbesucher aber viele Neuigkeiten entgegennehmen. ................................................... von martin mullis Mit 32 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern bei der reformierten Kirchgemeinde und 55 bei der politischen Gemeindeversammlung war der Schachensaal nicht gerade überfüllt. Dieser Umstand tat jedoch der sichtlich guten Laune der Besucher keinen Abbruch. Immerhin sahen sich die Einwohner von Hedingen bereits in den ersten Minuten der Versammlung veranlasst, kräftig zu applaudieren. Gemeindepräsident Ruedi Fornaro stellte nämlich nach seiner freundlichen Begrüssung den neuen Gemeindeschreiber Reto Rudolf vor. Er verfolgte die Gemeindeversammlung aufmerksam, wird er doch ab dem 1. Juli seine Arbeit aufnehmen. Ob die Ursache der guten Stimmung die Neubesetzung der wichtigen Stelle in der Gemeindeverwaltung, der herrliche

Sommerabend, die sehr kurze Traktandenliste oder der im Hintergrund wartende Apéro war, konnte nicht festgestellt werden. Jeanine Grossmann von der reformierten Kirchgemeinde, Ressort Finanzen, präsentierte eine Jahresrechnung 2018 mit einem Ertragsüberschuss von rund 30 000 Franken.

Terminplanung bezüglich Projekt KG+ Die Jahresrechnung wurde diskussionslos und einstimmig genehmigt. Der Präsident der Kirchenpflege, Peter Ott, orientierte anschliessend über das Projekt KG+ Bezirk Affoltern. Momentan wird beim vorgesehenen Zusammenschluss der Kirchgemeinden der erwartete Mehrwert ermittelt. Ebenfalls sind die neuen Rahmenbedingungen ein Thema. Eine Folie zeigte auch die möglichen Varianten und verschiedene Modelle bezüglich der Strukturen. Peter Ott hielt fest, dass die Terminplanung eine Abstimmung bis im Jahr 2020 vorsieht. Das einzige Traktandum der politischen Gemeinde, die Jahresrechnung 2018, erledigte Gemeinderätin und Finanzvorsteherin Nicole Doppler sehr professionell. Sie verzichtete weitgehend auf für Laien schwer verständliche Begriffe und erklärte die wenigen Abweichungen gegenüber dem Budget 2018. Dabei erwähnte sie auch den Rückgang der Einnahmen bei der

Der Gemeinderat mit dem neuen Gemeindeschreiber. Von links: : Roland Schneider, Claude Hafner, Nicole Doppler, Reto Rudolf (neuer Gemeindeschreiber), Ruedi Fornaro und Christine Erni. (Bild Martin Mullis) Grundstückgewinnsteuer, generell tiefere Steuereinnahmen sowie den kleineren Ressourcenausgleich aufgrund des ausserordentlich guten Jahresergebnisses von 2016.

Kein Flix-Bus-Parkplatz in Hedingen Ganz offensichtlich konnte ihr der Souverän bestens folgen und dankte ihr dafür mit einer einstimmigen

Genehmigung der Jahresrechnung. Gemeindepräsident Ruedi Fornaro orientierte anschliessend über die Gesamtrevision der kommunalen Richt- und Nutzungsplanung sowie über die Bundesfeier 2019, an der ein junger Hedinger die Ansprache halten wird. Unter dem Stichwort «Dorftradition» sollen die Turner nach der Teilnahme am Eidgenössischen Turnfest in Aarau im Dorf festlich empfangen

werden. Schliesslich machte er die Besucher darauf aufmerksam, dass Hedingen, insbesondere die Kirchenuhr, in der ZDF Quiz-Sendung «Da kommst Du nie drauf» am Samstag, 20. Juli, um 19.25 Uhr während einiger Minuten eine Rolle spielen wird. Ob die Gemeinde Hedingen infolge des Bekanntheitsgrads einen grossen Flix-Busbahnhof bauen müsse, wagte er zu bezweifeln.

Knonau: unbestrittene Für 60 Jahre Blasmusik geehrt Fredi Baumann und Fritz Schwarzbach erhalten Cism-Medaille Jahresrechnung

Zustimmung zum einzigen Traktandum Am vergangenen Donnerstag genehmigten in Knonau 34 Stimmberechtigte in einer 15-minütigen Gemeindeversammlung die Jahresrechnung 2018. Gemeindepräsidentin Esther Breitenmoser durfte am letzten Donnerstagabend 34 Stimmberechtigte im Stampfisaal begrüssen. Viel zu tun gab es für die Anwesenden jedoch nicht: Auf dem Programm der politischen Gemeinde stand ein einziges Traktandum: die Genehmigung der Jahresrechnung 2018. Finanzvorstand Rico Roth führte durch die Zahlen. Mit einem Aufwand von 11 842 392.77 Franken und Erträgen von 11 859 593.94 Franken ergibt sich für das Jahr 2018 ein Ertragsüberschuss von 17 201.17 Franken. Dadurch erhöht sich das Eigenkapital der Gemeinde auf 9 279 827.20 Franken. Der Ertragsüberschuss sei vor allem durch Mehreinnahmen bei den Grundstückgewinnsteuern zustande gekommen. Ausserdem, so erklärte Rico Roth, seien auch die Abschreibungen tiefer ausgefallen. Im Voranschlag waren diese mit 1 239 000 Franken budgetiert worden, tatsächlich betrug dieser Aufwand letztendlich 907 986.33 Franken.

Tiefere Kesb-Beiträge, höhere Pflegekosten Während die Aufwände in der Verwaltung durch die Erneuerungswahlen im Frühling 2018 höher waren als budgetiert, fielen die Kesb-Beiträge in der Schlussrechnung mit 45 823.05 Franken massiv tiefer aus: budgetiert waren 140 000 Franken.

In der Bildung schlugen die Tagesstrukturen und die Elternvertretungen zu Buche, während im Kulturbereich vor allem die von 47 700 Franken auf 34 763 Franken gekürzten Subventionen auffallen. Ebenfalls mehr Aufwände sind der Bibliothek entstanden. Massiv unterbudgetiert war im Voranschlag vor allem die Pflegefinanzierung. Statt der eingeplanten 272 000 Franken musste die Gemeinde 605 083.40 Franken ausgeben. Danach waren die Stimmberechtigten dran: Sie genehmigten die vorgelegte Jahresrechnung einstimmig, bevor sich zwei Drittel der Anwesenden in den Apéro oder den Feierabend verabschiedeten.

Zwei personelle Wechsel Im zweiten Teil der Gemeindeversammlung begrüsste Maximilian Hofmann, Präsident der reformierten Kirchgemeinde, die 16 Anwesenden mit einem «herzlichen Grüssgott». Er sei «gottefroh», nicht alleine im Saal zu sein. Im Anschluss führte Finanzvorständin Fabienne Zeberli speditiv durch die Zahlen: Die laufende Rechnung schliesst mit einem Aufwand von 334 939.36 Franken und einem Ertrag von 334 524.20 Franken. Der Aufwandüberschuss beträgt 415.16 Franken. Auch diese Jahresrechnung genehmigten die Anwesenden einstimmig. Für Zeberli war es die (vorerst) letzte Gemeindeversammlung als Amtsträgerin: Sie tritt per Ende Juni zurück, wie Hoffmann anschliessend verkündete. Und auch für den Vikar Fabian Wildenauer ist die Ausbildungszeit im Juli vorbei. Für ihn werde ein Verabschiedungsgottesdienst stattfinden, das Datum wird noch bekannt gegeben. (lhä)

Anlässlich der Delegiertenversammlung vom Zürcher Kantonal-Musikverband in Dübendorf wurden die beiden Mitglieder Fredi Baumann und Fritz Schwarzbach vom Musikverein Hedingen, für 60 Jahre musizieren, mit der Internationalen Cism-Medaille ausgezeichnet. Mit 16 Jahren traten Fredi und Fritz in den Musikverein Hedingen ein. Die Zwilliker Schulkameraden blieben (und bleiben hoffentlich noch lange) dem Musikverein über all diese Jahre treu. Fritz Schwarzbach, der absolute Handwerker und Macher, hat

in den 60 Jahren sein Können zur Verfügung gestellt, nicht nur musikalisch, nein auch wenn es anzupacken galt. Fredi Baumann hat neben der Musik auch aktiv im Vorstand mitgearbeitet. Ja er brachte es sogar bis zum Präsidenten. Beide Kameraden sind sehr grosse Stützen in allen Belangen und die Musikantinnen und Musikanten von Hedingen freuen sich, noch manche Jahre mit ihnen musizieren zu können – wobei natürlich auch die Kameradschaft weiterhin nicht zu kurz kommen soll.

Verdiente Musikanten: Fredi Baumann und Fritz Schwarzbach. (Bild zvg.)

Weiher, Pferdeweiden und Wälder

Ämtler Wanderer in den Freibergen Im Tal der Tabeillon führte der Weg durch eine vielfältige Flora ins Hochmoor von Plain de Saigne und über ein Hochplateau durch die Heimat der Freiberger Pferde, vorbei an Weihern und grossen Weiden mit Fichtenbestand. Mit der Bahn ging es über Zürich und Basel nach Glovelier, wo man mit einer eindrücklichen Fahrt die enge Tabeillon-Schlucht überwand und nach einigen Tunnelpassagen bei der Station Bollement ausstieg. Hier begann die Rundwanderung und bald erreichten die Ämtler den gestauten Weiher Etang de Bollement auf einer Höhe von 771 Metern. Nun folgte der Weg dem Flüsschen Tabeillon im schattig-feuchten Talboden und durch urwaldähnliche Flora bis ins Hochmoor von Plain de Saigne. Hier öffnete sich die Schlucht langsam in die typische Landschaft der Freiberge. Nur der «train rouge qui

Ämtler Wandergruppe vor dem wunderschönen Etang Plain de Saigne. (Bild zvg.) bouge» durchbrach ab und zu die Stille des Talbodens. Das Mittagessen aus dem Rucksack gab es an einem grossen Holztisch am wunderschönen Etang Plain de Saigne auf 860 Metern, inmitten einer prächtigen Freiberger Waldlandschaft. Dann führte der Weg nach Le Pré Petitjean und durch eine schöne Allee bis Montfaucon, das auf einer kleinen Anhöhe liegt. Nun wanderte man entlang von Pferdeweiden

in Richtung Osten, vorbei an imposanten wuchtigen Windkraftanlagen und mit einer schönen Aussicht bis zu den Alpen. Nach einem kurzen steilen Abstieg erreichte man St.-Brais und tauchte nochmals in die TabeillonSchlucht ein, wo es in Bollement mit der Bahn wieder nach Hause ging. Dölf Gabriel, Wanderleiter Weitere Infos: www.miteinanderwandern.ch.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 18. Juni 2019

«Bitte mit offenem und ehrlichem Dialog!» Jahresversammlung des Zürcher Heimatschutzes ZVH in Kappel Der Zürcher Heimatschutz ZVH hielt am vergangenen Samstag im Kloster Kappel seine Jahresversammlung ab. Zentrale Themen waren die schützenswerten Ortsbilder und die Fotovoltaikanlagen. Der Kappeler Gemeindepräsident Jakob Müller drückte in seiner Begrüssungsrede seinen Unmut über den fehlenden Dialog aus. ................................................... von marianne voss Der Zürcher Heimatschutz ZVH zählt 2232 Mitglieder. Davon reisten rund 35 am vergangenen Samstag nach Kappel, wo die jährliche Versammlung stattfand. Der Anlass war vom ehemaligen Vorstandsmitglied Jan Smit aus Bonstetten organisiert worden. Und wie es sich gehört, waren auch die Gastgeber eingeladen, um die Besucherinnen und Besucher in Kappel zu begrüssen. Jürgen Barth, Geschäftsführer Kloster Kappel, stellte den Gästen kurz den Betrieb des Klosters vor. «Nein, das Kloster ist keine Stiftung», musste er eine Aussage des ZVH-Präsidenten, Martin Killias, richtigstellen. «Es ist ein Seminarhotel und Bildungshaus der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich.» Jakob Müller, der Kappeler Gemeindepräsident, begrüsste die ZVH-Mitglieder in seiner Gemeinde, wo es viel Potenzial für erhaltenswerte Gebäude gebe. «Eigentlich hätten wir viele Berührungspunkte, trotzdem habe ich bis heute niemanden vom Zürcher Heimatschutz kennen gelernt.» Das finde er schade, denn er sei interessiert an einem offenen Dialog. «Hier auf dem Land legen wir viel Wert auf Abmachungen, bei denen man sich in die Augen schaut», betonte er. Und mit Anspielung auf die manchmal ziemlich geheim wirkenden Foto- oder Besichtigungsaktionen des ZVH sagte er: «Ich würde mich freuen, an Besichtigungen Ihres Vereins in meiner Gemeinde teilzunehmen. So könnte ich Ihre Ansichten besser verstehen und sie gegenüber Bauherren auch besser vertreten.» Weiter legte er den Gästen nahe: «Unser Ziel erreichen wir nicht mit Vorschriften und Einsprachen, sondern mit einem gelebten Dialog.» Er zitierte aus dem Jahresbericht des ZVH, wo

steht, dass die Konflikte mit dem Ortsbild- und Denkmalschutz stark zunehmen, seit sich die Bautätigkeit vermehrt in die Ortskerne verlagert. «Und weiter ist zu lesen», so der Gemeindepräsident, «dass der Heimatschutz diesen neuen Herausforderungen beherzt und mit Überzeugung entgegentreten wolle. Einverstanden, aber bitte mit einem offenen und ehrlichen Dialog!»

Gegen Solar- und Fotovoltaikanlagen Genau dieser offene Dialog fand ganz aktuell in Hausen nicht statt, wo der Präsident des ZVH eine Begehung vornahm und Fotos eines Schopfes machte – dies, ohne mit dem Besitzer den Kontakt zu suchen. In der standardisierten Rekursschrift des ZVH geht es nun darum, die geplante Solaranlage auf diesem Schopf zu verhindern. An der offiziellen Jahresversammlung am Samstag ging der Präsident, Martin Killias, unter anderem auch auf die Solar- und Fotovoltaikanlagen ein: Dieses Thema habe eine sektiererische Komponente. «Die wollen bald auch das Schloss Chillon und das Grossmünster eindecken!» Darum versuche der ZVH auf Steildächern von schützenswerten Objekten und in geschützten Ortsbildern solche Anlagen zu verhindern. Bei Nebenbauten mache man aber Konzessionen. Ein weiteres Thema, das an der Versammlung intensiv zur Sprache kam, war das Inventar schützenswerter Ortsbilder der Schweiz (Isos). In Maschwanden und Mettmenstetten war es bei Entscheiden zugunsten des Heimatschutzes um diese Isos-Schutzzonen gegangen. In seinem Jahresbericht zählte der Präsident zudem verschiedene prominente Objekte auf, wo der Zürcher Heimatschutz aktiv einwirkt. So zum Beispiel in Zürich die Siedlung Friesenberg oder das Schauspielhaus. Zudem hat der ZVH gegen die BZO der Stadt Zürich Rekurs eingelegt. «Durch den Lärm, den wir mit solchen Aktionen machen, haben wir wieder viele Mitglieder und Spenden gewonnen», fasste Martin Killias zufrieden zusammen. Das ist in der sehr ausgeglichenen Jahresrechnung mit einem Aufwand von 316 000 Franken sichtbar. Ein grosser Teil der Einnahmen kommt von den Mitgliederbeiträgen und ein ebenso grosser Teil zur Deckung des Aufwandüberschusses aus einem Fonds.

Die Gastgeber mit den Heimatschutz-Gästen im Kloster Kappel. Von links: Jan Smit, ZVH-Präsident Martin Killias, Gemeindepräsident Jakob Müller und Jürgen Barth, Geschäftsführer Kloster Kappel. (Bilder Marianne Voss)

Bewilligte Solaranlage verhindern Der Zürcher Heimatschutz (ZHV) rekurriert gegen die Solaranlage auf dem Dach einer Scheune in Hausen. «Die Solaranlage würde lediglich von Süden, von der Heischerstrasse aus innerhalb des Ortes sichtbar und integriert sich nahtlos ins Ortsbild», schreibt Karl B. Zehnder in seinem «öffentlichen Brief». Vom Siedlungsrand aus wird die Solaranlage nicht einsehbar sein. «Die Indachanlage wird mit dunklem Blech eingefasst und die Restfläche mit den bestehenden Ziegeln wieder eingedeckt. Dies, wie es in der Zonenordnung für Kernzonen vorgeschrieben ist.» Der private Bauherr sieht die Solaranlage als Beitrag für die Energiewende. Da stehe jeder nach seinen Möglichkeiten, mit realem, überwiegend öffentliche Interessente, in der Pflicht. Trotzdem habe nun der Präsident des ZHV Rekurs beim Baurekursgericht des Kanton Zürich eingereicht. Als Grund wird ein fehlendes Gutachten des Kantons Zürich, als bewilligende Behörde, das «die sorgfältige in Dach- und Fassadenflächen integrierte Solaranlagen» ausweisen

Hausen, Ortsteil Heisch: Auf dem Dach vom Schopf links möchte der Bauherr Solarpanels anbringen. Auf dem Haus rechts sind solche bereits in Betrieb. soll, ins Feld geführt. Der Rekurrent sei persönlich vor Ort gewesen und habe die Lage begutachtet, fotografiert und dokumentiert – ohne den direkten Kontakt mit der Bauherrschaft aufzunehmen. «Wenn ihm wirklich etwas an einer einvernehmlichen Lösung liegen würde, hätte er sich einfach bei der Bauherrschaft melden können», so

Zehnder. In Juristensprache, mit hohem Druck und Aufwand wolle der ZHV seine partikuläre Meinung durchboxen, heisst es in seinem «öffentlichen Brief» weiter. Aus dieser Strategie müsse abgeleitet werden, dass der ZHV Präzedenzfälle zur kompletten Verhinderung von Solaranlagen schaffen wolle. (tst.)

Geschichte im Ortszentrum MännerSache auf Schlossbesichtigung in Knonau Die Einladung der MännerSache Knonau zur Schlossbesichtigung in Knonau rief ein riesiges Interesse hervor, bis zur letzten Minute kamen noch Anmeldungen der schliesslich 35 Teilnehmenden. Möglich gemacht hatte dies der heutige Schlossherr, Jörg Wolfgang Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha Herzog zu Sachsen, welcher der Anfrage vom MännerSache nachkam. Der Prinz begrüsste die Männer bei einem Apéro unter den vermutlich ältesten Platanen der Schweiz und informierte über die lange und wechselvolle 500-jährige Geschichte des Schlosses. Es wurde im Grenzgebiet des Kantons Zürich als Schutz gegen die Zentralschweiz errichtet. Auf der einen Seite die protestantischen Truppen, auf der anderen Seite die katholischen. Es war die Zeit der Schlacht bei Kappel, bekannt ist die Geschichte der Kappeler Milchsuppe, der entsprechende Milchsuppenstein erinnert daran.

Anfangs war das Schloss gut gesichert, mit acht Meter hohen Mauern und einem Wassergraben. Dieser führte jedoch zu einer Geruchs- und Mückenplage und wurde bald darauf zugeschüttet. In der Zwischenzeit «flohen» die Landvögte und nahmen Quartier im heutigen Pfarrhaus. Die Knonauer Landvögte hatten die Blutshoheit, die Gerichtsbarkeit im Knonauer Amt und waren für das Eintreiben der Steuern verantwortlich, des Zehnten, der dann in Zürich abgeliefert wurde.

13 Vögte und Hexenverfolgung Die Ahnentafeln aller 13 Vögte sind heute noch im Schloss vorhanden, der erste und bekannteste war der Vogt Meyer. Für die Bevölkerung gab es je nach Vogt bessere und schlechtere Zeiten. Im Knonauer Amt wurden in der Zeit der Hexenverfolgung etwa 300 Hexen hingerichtet! Nach so viel interessanter Geschichte wurden das Schloss und

Austausch im Schlossgarten von Knonau. (Bild zvg.) die Orangerie in Augenschein genommen. Das Erdgeschoss enthält eine Fülle an Möbeln, Gemälden (u.a. das des Vogtes Meyer), Jagdausrüstungen und- Trophäen und vielen Büchern aus der damaligen Zeit. Das Treppenhaus wurde erst später angebaut und der Eingang von der Nord- auf die Südsei-

te verlegt. Ansonsten ist alles im Originalzustand, was eine ständige umfangreiche Instandhaltung notwendig macht. Momentan fehlen beispielsweise die alten, originalen Fensterläden. Das Schloss wurde kurzzeitig auch für ganz andere Dinge genutzt: Poststelle, Gaststätte und sogar eine

Nervenheilanstalt. Die Orangerie wird heute für Konzerte und Feiern genutzt. Nach der umfangreichen Besichtigung stärkten sich die Teilnehmer bei Getränken und Würsten im Pfarrhaus und liessen zusammen den Abend ausklingen. (mw)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 18. Juni 2019

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Unterrichten ist kein Kinderspiel In einer Kindergarten-Klasse in Knonau wehte am Frauenstreiktag ein rebellischer Geist Ursula Stierli arbeitet in Knonau als Kindergärtnerin. Am Freitag demonstrierte sie für mehr Anerkennung ihres Berufsstands. Ehemann Bernhard Stierli sprang für sie ein – und erlebte einen turbulenten Morgen.

gekehrt. Er hat sich bei der Kindergärtnerin im ersten Stock Hilfe geholt. Vier Buben verbringen die nächste Stunde in ihrer Klasse, der Geräuschpegel ist wieder erträglich. Ein Mädchen bastelt an der Leinwand ein Bild, ein anderes klebt Styroporteilchen und bunte Papierschnipsel auf ein Papier. Und dann ist da noch der Junge, der den ganzen Morgen lang eine Bauchredner-Puppe auf dem Arm hält, ihr die Schühchen anzieht, das Shirt zurechtrückt und mit ihr Gespräche führt. Um 9.30 Uhr gibts Znüni. Aber vorher gibts noch einen Znüni-Song, Logo! «Risotto Patate Café», singen die Kinder, und Herr Stierli stimmt mit ein. Dann muss er seine Schnitzkünste unter Beweis stellen. Ein Mädchen übergibt ihm einen Apfel und wünscht sich ein Segelschiff. Ein Junge hat ein Rüebli dabei und möchte eine Flöte. Schnipp, schnapp – «Sie hät halt nur zwei Tön», sagt Herr Stierli, als er das Instrument übergibt. «Bi de Frau Stierli hät sie aber sächs», trötzelt der Junge – und spielt bald munter los.

................................................... von livia häberling Vielleicht war es der kürzeste Arbeitstag, den sie in 38 Berufsjahren als Kindergärtnerin hatte. Es ist zwanzig nach acht an diesem Freitagmorgen, als hinter Ursula Stierli im Schulhaus die Türe ins Schloss fällt. «Heute ist ein spezieller Tag», haben die Kinder ein paar Minuten zuvor erfahren, und vielleicht hat das die eine oder der andere auch vorher schon bemerkt. Da ist nämlich nicht nur ihre Lehrerin, Frau Stierli. Da ist auch deren Ehemann Bernhard, der heute nicht im Büro, sondern neben seiner Frau auf einem Holzstuhl im Kreis sitzt. Und da sind diese schwarzen T-Shirts, darauf ein Körper mit verschränkten Armen und eine beschriftete Wolke, die den Kopf verdeckt: «14.6.19. Frauen*streik». «Wir beide tragen heute diese Shirts, weil wir möchten, dass es nicht darauf ankommt, ob man ein Mädchen oder ein Junge ist, eine Frau oder ein Mann», erklärt die bald 59-Jährige den 17 Kindern, die mit ihr im Kreis sitzen. Weil Frauen und Männer noch nicht in allen Bereichen die gleichen Rechte hätten, gehe sie heute nach Zürich, um zu streiken. «Herr Stierli ist währenddessen bei euch im Kindergarten», sagte sie, steht auf, dreht eine Runde im Kreis, klatscht alle Kinder per Handschlag ab, sagt «Tschüss» und setzt ihren Velohelm auf. Später, in Zürich, wird sie ihn gegen einen gelben Bauhelm tauschen. Ursula Stierli streikt an diesem 14. Juni. Für mehr Gleichberechtigung der Geschlechter, aber auch für mehr Anerkennung ihres Berufsstands – und gegen die «Baustelle Kindergarten».

Ein besonderes Geschenk zum Hochzeitstag Baustellen – damit kennt sich Ehemann Bernhard Stierli bestens aus. Seit 1987 führt der 60-Jährige in Affoltern sein eigenes Architekturbüro. Heute wird er für einen Tag zum Kindergärtner. In der Vergangenheit seien sie sich in Geschlechterfragen nicht immer einig gewesen, erklären die beiden, als sie vor Unterrichtsbeginn im leeren Schulzimmer sitzen. «Ich streike heute nicht nur für die Frauen, sondern auch für Männer. Dafür, dass sie in der Kinderbetreuung nicht mehr

Und dann heisst es: aufräumen, aufräumen, aufräumen! Plötzlich allein: Bernhard Stierli und die Kinder, ein paar Minuten nachdem Ursula Stierli sich auf den Weg nach Zürich an den Frauenstreik gemacht hat. (Bilder Mohammed Shahin) diskriminiert werden», erklärt sie. Und er ergänzt, als Vater zweier Söhne habe auch er erlebt, wie herausfordernd es sei, Familie und Job unter einen Hut zu bringen. Die Schulleitung war über die Streikteilnahme von Ursula Stierli informiert. Die Bedingung war, dass der Unterricht normal stattfindet. Also fragte sie ihren Ehemann als Aushilfe an, und er sagte zu. Einerseits, weil er ihre Anliegen unterstützt. Und dann war es halt eben so, dass sich der Hochzeitstag mit seiner Gattin just am 14. Juni zum 33. Mal jährte. Da darfs auch mal ein Geschenk sein. Und wenn um viertel vor zwölf das letzte Kind das Schulhaus verlässt, darf resümiert werden: Diese Stellvertretung war ein ziemlich grosszügiges Geschenk.

Autorität will verdient sein «Wohii gaht d Frau Stierli?», fragt ein Bub, jetzt, wo Bernhard Stierli mit der ihm anvertrauten Kinderschar alleine im Kreis sitzt. «Du häsch de falschi Stuel», ruft einer, «du häsch zwei Chöpf», ein anderer. «Ich bin hüt eui Chindergärtnerin», sagt Herr Stierli, «aber es gälted die genau gliche Regle, wie wenn d Frau Stierli da isch.» Das allerdings sehen die Kinder ein bisschen anders. «Uf de Herr Stierli müe-

Er hatte den ganzen Morgen nur Augen für die Bauchredner-Puppe «Janna».

mer nöd lose», raunt jemand. Bald wird aus den einzelnen Wortmeldungen ein fröhliches Geplapper, und aus dem Geplapper wird Übermut. Ein Junge hält es auf seinem Stuhl nicht mehr aus, ein zweiter auch nicht mehr, ein dritter, ein vierter. Die Buben rennen durchs Klassenzimmer, schmeissen mit Schachteln und Bastelmaterial um sich, kreischen und kämpfen. Zwischenzeitlich versteht man das eigene Wort nicht mehr, und als einer der kleinen Querulanten gefragt wird, weshalb er nicht höre, wenn Herr Stierli rufe, sagt er: «Will hüt de Seichtag isch.» Bernhard Stierli kennt die Arbeit als Lehrer. Seit Jahren unterrichtet er im Teilzeitpensum an einer Berufsschule die angehenden Hochbauzeichner. Auch im Kindergarten war er schon öfter mit dabei, mal als Begleitperson, mal an Abschlussfesten. Ihn habe die Stellvertretung auch gereizt, um die Arbeit seiner Frau einmal hautnah zu erleben. Dass die Kinder an diesem Morgen so übermütig und zuweilen frech werden, habe er jedoch nicht erwartet. «Die Kinder scheinen mich nicht als Autorität zu akzeptieren, weil ich nicht Frau Stierli, sondern Herr Stierli bin.» Zwei Hände seien für 17 Kinder schlicht zu wenig, erklärt er, und stellt bei sich eine «gewisse Hilflosigkeit» fest.

Mehr helfende Hände – das ist eines der Anliegen, für das Ursula Stierli an diesem Freitag auf die Strasse geht. Sie fordert gleich viele «Teamteaching»-Lektionen wie in der Primarschule. «Wenn zwei Lehrpersonen anwesend sind, können wir besser auf die Kinder eingehen.» In diesem Bereich sei Knonau vorbildlich. «Bei uns ist die Heilpädagogin während vier Lektionen pro Woche anwesend, ausserdem werden wir durch Zivildienstleistende unterstützt.» Ihr Protest richte sich in dieser Hinsicht nicht gegen die Gemeinde, sondern gegen die gesetzlichen Vorgaben. Auch anderes läuft in ihrem Beruf verkehrt, wie Ursula Stierli findet: «Zwar absolvieren Lehrpersonen für den Kindergarten und die ersten drei Primarschulstufen dieselbe Ausbildung. Wenn sie jedoch im Kindergarten unterrichten, beträgt das maximale Pensum 88 Prozent – und der Lohn ist tiefer als jener der Primarlehrpersonen.» Zwar sei man sich einig, dass der Kindergarten den Anfang der Primarschule bilde, doch wenn es Ressourcen brauche, dann sei man sehr zurückhaltend.

Segelschiffe und Flöten zum Znüni Nach dem Tumult ist im Schulzimmer von Bernhard Stierli wieder Ruhe ein-

Die Rüebli-Flöte hatte zwar nur zwei Töne, doch für ein kleines Ständchen für die Kollegin reichte das.

Nach der Pause trifft Philipp Emmenegger ein. Er leistet Zivildienst und unterstützt Ursula Stierli immer freitags während zwei Lektionen. Ihn habe «ein bisschen der Schlag getroffen», als er das Chaos im Klassenzimmer gesehen habe, gesteht er später. Nun toben sich die übermütigen Kinder mit ihm auf dem Spielplatz aus, während Herr Stierli die anderen im Raum beim Basteln und Malen unterstützt. Und natürlich ist er als Zuschauer anwesend, als zwei Kinder ihre «Dynamit-Bombe» zünden – und die Weinkorken quer durch das Zimmer schleudern. Um 11 Uhr ist es Zeit, die Spuren dieses turbulenten Morgens zu beseitigen. Styroporteile, Papierfetzen, Legofiguren, Duplo-Bauklötze, Weinkorken, Spielzeugautos, Schachteln. All das liegt auf dem Fussboden des hinteren Raumes. 40 Minuten dauert die Aufräumaktion – an der sich nahezu alle Mädchen diskussionslos beteiligen, währenddessen bei mehreren Jungs ausgerechnet jetzt die Kräfte nachlassen. Und dann ist Schluss: Eine letzte Runde im Kreis, Schuhe anziehen und ab nach Hause. Und Herr Stierli? Er fand es «spannend», ist aber «nicht unglücklich», dass es vorbei ist. «Ich unterrichte seit vielen Jahren, und ich war auch schon mehrmals mit einer Berufsschulklasse eine Woche in Venedig. Aber dieser Morgen», sagt er, «der war bis jetzt die grösste Herausforderung.»

Sie ist der ganzen Hektik im Schulzimmer nicht auf den Leim gegangen und bastelte fleissig und in aller Ruhe.


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Die Zahl 13 brachte dem Aoba kein Glück Das Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern am 13. World Music Festival in Innsbruck Wenn rund 10 000 Musikfreunde mit ihren Akkordeon- und Harmonika-Ensembles ins österreichische Innsbruck pilgern, dann weiss man: Das World Music Festival gastiert wiederum in der Alpenhauptstadt! Der dreitägige Anlass, welcher nur alle drei Jahre stattfindet, ist der weltweit grösste, internationale Wettbewerb für Akkordeon- und Harmonikaspieler. Und diesmal wurde er gar noch mit weiteren Kategorien ausgebaut und hat so so zusätzlich an Attraktivität gewonnen. Die 13. Auflage des vom Deutschen Harmonika-Verband organisierte Events verwandelte vom 31. Mai bis 2. Juni rund 30 Veranstaltungssäle des Congress-Gebäudes und der Messehalle Innsbruck in eine Musikarena der Superlative, sodass dieser aussergewöhnliche Musikwettbewerb auch sehr viel Raum für Begegnungen und freundschaftliche Gespräche bot. Als weiteres Rahmenprogramm lockten zahlreiche Konzerte, Aussteller präsentierten ihre Neuheiten und die ganze Stadt war in Festlaune. Teilgenommen haben rund 180 Orchester und Spielgruppen aus rund 10 Nationen. Dabei waren alle Musikstile vertreten: von latein-amerikanischen Klängen bis hin zu volkstümlichen Stücken. Die Spieler des Akkordeon-Orchesters Bezirk Affoltern (Aoba) mit ihrem Dirigenten René Glauser reisten bereits am Freitag, 31. Mai, an, um sich von der Feststimmung begeistern zu lassen. Natürlich stand die Teilnahme am Wettbewerb am Samstag in der Kategorie Oberstufe im Mittelpunkt.

Doch die Spieler wollten natürlich auch die Stadt und die weiteren Konzerte geniessen, sowie alte und neue Musikbekanntschaften treffen.

Geschäftsführerin des Deutschen Harmonika-Verbands im Publikum Unweit vom «goldenen Dachl» einem Wahrzeichen der Stadt, gastierte das Orchester im Hotel Goldener Adler. Nach reichhaltigem Frühstück, einigen Fingerübungen, mentalen Vorbereitungen und Instrumentenverlad horchten die Spieler noch etwas bei der «Konkurrenz», bevor die Anspannung stieg und es zum Auftritt ging. Zur Überraschung des Orchesters wurde die Geschäftsführerin des Deutschen Harmonika-Verbands, Corinna Probst, im Publikum begrüsst. Sie wollte sich den Auftritt der Säuliämtler nicht entgehen lassen. Ebenfalls freuten sich die Spieler über die Anwesenheit von Bruno Sommer, dem Präsidenten des Zürcher Kantonalen Harmonika-Musik-Verbands. Das Aoba präsentierte «Kap Arkona» von Jürgen Schmieder in der Folge virtuos und mit viel Engagement. Es gab keine grossen Patzer, aber doch eben kleine Unsauberkeiten, die es im Vergleich mit der Weltelite nicht geben darf, denn die Luft ist da extrem dünn. Dass das gewählte Stück mit seiner Länge eher am unteren Limit lag, war den Spielern bewusst. So war ihnen auch bewusst, dass es einen speziellen Effort gebraucht hätte, um weit nach vorne zu kommen. Zudem werteten es die Spieler als nicht ideal, dass die vierköpfige Jury ausschliesslich aus deutschen Vertretern zusammengestellt war – man hätte sich hier mehr internationale

Tolles Erlebnis in Innsbruck: Die Delegation des Akkordeon-Orchesters Bezirk Affoltern am 13. World Music Festival. (zvg.) Juroren gewünscht – ob das Einfluss gehabt hätte, lässt sich aber nicht belegen. Bei der Siegerehrung in der Olympiaworld-Halle am Sonntagmorgen, durfte das Aoba dann stolz das Prädikat «Ausgezeichnet» entgegennehmen. Erreicht hatte das Orchester 31.5 von

50 möglichen Punkten, was aber doch eher tief war. Auf das Siegerpodest schaffte es das Orchester Accordeonova aus Dänemark, vor Accordissimo Open-Door aus Champagne, Schweiz, vor dem Orchester Easy Listening – Harmonika Verein Holzgerlingen, e.V. aus Deutschland.

Mit dem Besuch der Wettspiele und einem fantastischen Rahmenprogramm war der Abstecher nach Innsbruck für das Aoba aber ein tolles Erlebnis und man liess sich die gute Stimmung nicht trüben. Zumal sich die Spieler einig waren: Innsbruck wir kommen wieder! (BäM)

Wenn Feuerwehrleute aus 15 Nationen gemeinsam feiern Eine Delegation aus Affoltern an der 23. Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt in Dorfgastein Auch an der 23. Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt hat der Affoltemer Feuerwehr-OldtimerVerein Vefa wieder teilgenommen. Nach zweijähriger Planung hat eine Gruppe am Dienstag, 21. Mai, mit dem Tanklöschfahrzeug Saurer den Weg unter die Räder genommen. Nach zweitägiger Reise mit Zwischenhalt in Eresing in der Nähe vom Ammersee ist man im Hotel in Dorfgastein angekommen. Parkiert haben die Affoltemer direkt neben dem grossen Festzelt, damit jeder ihren Saurer bestaunen konnte. Am Donnerstag ging es mit der Gondelbahn auf die Fulseck, wo sich die Vefa-Delegation mit einer kalten Platte und Bier stärkte, bevor sie wieanzeige

Grosses Interesse: Das Saurer-TLF fährt in Dorfgastein ein. (Bilder zvg.) der runter ins Dorf fuhr. Am Donnerstagabend stieg im Festzelt dann eine wilde Tanzparty. Details werden diskret weggelassen. Einige bekundeten am nächsten Morgen aber sichtlich Mühe, aus dem Bett zu kommen. Keine Energie mehr – das galt am Freitag auch für den Saurer, so mussten die Affoltemer schnell eine neue Batterie organisieren – zumal das alte TLF den Veranstaltungen im Wege stand. Am Samstag hat die eine Gruppe eine Wanderung unternommen und die zweite Gruppe an der Sternfahrt mit über 270 anderen Fahrzeugen teilgenommen. Der Weg führte von Dorfgastein durch die Dörfer nach Sportgastein auf 1600 Meter. Zeitweise geriet die lange Kolonne ins Stocken, da einzelne Fahrzeuge – das älteste war von 1909 – den steilen Aufstieg nicht ohne Hilfe schafften. Auf dem grossen

Bestens ausgerüstet: Die Sternfahrt-Delegation aus Affoltern. Parkplatz angekommen, faszinierte die imposante Kulisse: Verschneite Berge im Hintergrund, davor in klassischem Feuerwehrrot die Oldtimerfahrzeuge – und mittendrin der lemonfarbene Saurer aus Affoltern. Die Rückfahrt wurde gestaffelt organisiert und vor Dorfgastein wieder auf kolonisiert für die Parade durch das Dorf zum Festgelände. Bei gemütlichem Zusammensitzen bei Bier und Wein haben die Sternfahrt-Teilnehmer den Tag ausklingen lassen, bevor sich einige um den Gewinner Jan Berliat zum Meet & Greet mit dem SchlagerSternchen Julia Buchner treffen durften. Beim gemeinsamen Abendessen genoss man dann den letzten Abend, bevor es am Sonntag wieder auf den Heimweg ging – über die Landstrassen in Richtung Bad Tölz mit einem kurzen Abstecher auf die Rodelbahn.

Leider hat der Saurer nicht den ganzen Heimweg ohne Panne überstanden, die Vefa-Reisenden mussten ihn am Walensee abschleppen lassen. Zum Glück war Werner Buchschacher, Materialwart der Feuerwehr Affoltern, mit dem Bus in der Nähe und konnte sie nach Hause mitnehmen. Trotz der technischen Panne am Schluss dürften die schöne Reise, die tolle Kameradschaft, die vielen interessanten Gespräche und der Zusammenhalt noch lange in guter Erinnerung bleiben. Es ist schon eindrücklich, wenn Feuerwehrleute aus 15 Nationen gemeinsam feiern. Bei der Vefa freut man sich jedenfalls bereits auf die nächsten Sternfahrten: 2021 in Bruneck, Tirol, und 2023 in Jula, Ungarn. Thomas Bietenholz


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Kampf gegen das ungute Bauchgefühl Podiumsdiskussion zu Muslime in der Schweiz zwischen Integration und Parallelgesellschaft Fünf Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind Muslime. Umfragen zeigen jedoch, dass viele Menschen das Gefühl haben, es seien mehr. Auch wird die Religion nicht als friedlich wahrgenommen. Weshalb das so ist, darüber referierte ein hochkarätiges Quintett in Kappel. ................................................... von martin platter So wie Amir Dziri geht es vielen. Der Professor für islamische Studien in der Schweiz und Direktor des schweizerischen Zentrums für Islam und Gesellschaft an der Uni Fribourg versucht bei seiner Arbeit, die persönlichen Gefühle aussen vor und die Fakten sprechen zu lassen. Bei seinem InputReferat zum Thema «Muslime in der Schweiz – zwischen Integration und Parallelgesellschaft» gab der 35-Jährige jedoch zu, dass dies auch ihm nicht immer gleich gut gelinge. Seine Worte verhallten nicht ungehört. Das Forum Kirche und Wirtschaft der katholischen Kirche Zug hatte am Mittwochabend zum Thema geladen – und damit offenbar den Nerv getroffen, denn der Kappeler Gemeindesaal war bis auf den letzten Platz besetzt. Dziri ist mit seinem Bauchgefühl nicht alleine. Wie ist es sonst zu erklären, dass ausgerechnet in Ländern wie Polen und Ungarn, in denen der Anteil Muslime in der Bevölkerung gerade mal bei 0,1 Promille liegt, die Leute das Gefühl haben, es seien 600 (Ungarn) bis 700 Mal mehr? In den USA liegt die subjektive Einschätzung um Faktor 17 daneben. Konkret: In Amerika liegt der Anteil Muslime in der Bevölkerung bei 1 Prozent. Bei Umfragen wurde der Anteil jedoch auf 17 Prozent geschätzt. Interessant ist: Je höher der Anteil Muslime in der Bevölkerung ist, desto präziser wird die Einschätzung bei Umfragen. In Russland, wo jeder zehnte einer islamischen Glaubensgruppe angehört, liegt der Faktor noch beim 2,4-fachen. Für Dziri

Die Rednerinnen und Redner zum Thema «Muslime in der Schweiz» vom links: Samuel M. Behloul, Eliane Ursula Ettmüller, Moderatorin Amira Hafner-Al Jabaij, Jasmin El Sonbati, Amir Dziri und Fachstellenleiter Christoph Balmer. (Bild Martin Platter) ist klar: «Religion wird gezielt genutzt, um Abgrenzung herzustellen.» Die Islamdebatte sei deshalb ein Testfall für die liberalen Gesellschaften. Das zeige sich insbesondere in der Politik und den Medien.

Probleme werden der Religionszugehörigkeit zugeschrieben Probleme würden im Westen wieder vermehrt unter dem Gesichtspunkt der Religion verortet. Im Gegenzug sei die institutionelle Religion in diesen Gesellschaften jedoch am Abnehmen. Die Landeskirchen verlören an politischem und gesellschaftlichem Stellenwert. Es gebe immer mehr Konfessionslose. Je pluralistischer eine Gesellschaft werde, desto schwieriger sei es, Werte und Normen zu definieren, die von allen akzeptiert würden. Dazu komme, dass im Islam die Lehre vorherrsche: Scheitert der Islam, scheitern alle anderen Religionen ebenfalls. Diese absolute Haltung, der die philosophischen Zwischentöne fehlten, machten eine Modernisierung schwierig. Die Herausforderung sei, eine po-

sitive islamische Religionsidentität zu schaffen, die nach innen nicht repressiv ist und sich nach aussen nicht verschliesst. Religionswissenschaftler Samuel Behloul machte in seinen Ausführungen noch auf ein anderes Phänomen aufmerksam. Durch die starke Zuwanderung seien eine Menge «fremder» Christen in die Schweiz gekommen, die zu einer weiteren Fragmentierung der Glaubensrichtung führen. Pointiert meinte er: «Wir werden nicht schleichend islamisiert, sondern christianisiert.» Die Schweiz sei ein multichristliches Land geworden. Das führe auch zu Irritationen. Behloul führte danach rund ein Dutzend kurze Filmsequenzen vor, die höchst unterschiedliche Gottesdienste aus verschiedenen christlichen Kulturen zeigten. Er sagte: «Liberale Gesellschaften ertragen beliebig viele Religionen.» Die Ökumene müsse aber neu definiert und die Kirche müsse wieder politischer werden. Die gegenseitige, defizitorientierte Wahrnehmung der verschieden Religionen verhindere dagegen den Dialog.

Keine schleichende Islamisierung Für die anschliessende Podiumsdiskussion bat SRF-«Sternstunde-Religion»Moderatorin Amira Hafner-Al Jabaij die Islamwissenschaftlerin Eliane Ursula Ettmüller und die Basler GymiLehrerin und Islamaktivistin Jasmin El Sonbati zu den beiden Männern auf die Bühne. Auf die Frage nach ihrer Sozialisierung antwortete die Zugerin Ettmüller, sie sei in erster Linie eine bekennende Auslandschweizerin. Gedanken zur religiösen Zugehörigkeit hat sich die Christin erst gemacht, als sie in Madrid Politik- und Islamwissenschaft studierte und ihre religiöse Zugehörigkeit plötzlich thematisiert wurde. El Sonbati lebte in ihrer Jugend in Wien und Kairo und kam 1973 mit ihren Eltern in die Schweiz. Sie sei Muslimin seit sie denken könne, habe in Ägypten allerdings noch einen liberalen, weltoffenen und progressiven Islam nach heutigen, westlichen Gesellschaftsmustern erlebt. Mit ihrer Initiative «Offene Moscheen Schweiz» strebt die 58-Jährige an, dass Männer und

Frauen gemeinsam beten und Frauen das Gebet auch leiten dürfen. In letzter Zeit stelle sie jedoch auf der ganzen Welt eine vermehrte Zuschaustellung des streng religiösen Islams. Das sei bedauerlich, fand auch Dziri. Ettmüller sagte: «Solange religiöser Fanatismus zu Massakern führt, bin ich pessimistisch, dass sich an dieser Zuschaustellung der Religion etwas ändern wird.» Die Krux sei, dass mit diesen Kriegen Flüchtlingsströme ausgelöst würden und damit diese Kriege auch in anderen Ländern ankommen. Auf die Frage, was Abhilfe schaffen könnte, vertrat Ettmüller eine dezidierte Meinung: «Indem wir stringent unsere Verfassung durchsetzen.» Alle Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass nur gegenseitige Toleranz und gegenseitige Offenheit den Kampf der Religionen und die Radikalisierung einzelner und ganzer Gruppen verhindern kann. Ein besonderes Augenmerk gelte es auf die sozialen Medien und Fake News ganz allgemein zu richten. Aus dem Publikum kamen dazu keine weiteren Anmerkungen.

Feiern, singen und tanzen

Die Mittelstufendisco – Abschluss einer sehr erfolgreichen Saison! Die Jugendarbeit Affoltern, der Familienclub und das Familienzentrum blicken auf eine äusserst erfolgreiche Mittelstufendisco-Saison zurück.

Zwischenhalt auf der Schulreise – zur Freude der betagten Bauersleute. (Bild Martin Mullis)

Ein Ständchen auf der Schulreise Fritz Schneebeli werkte am letzten Freitagmorgen wie öfters an schönen Tagen in seinem beim alten Bauernhaus in Ottenbach gelegenen Blumengarten. Der 88-jährige Bauer staunte nicht schlecht und schob dabei seinen gelben Farmer-Strohhut etwas nach oben. Da marschierte doch fröhlich schwatzend und mit umgehängten farbigen Rucksäcken versehen eine ganze Schar Kinder auf den Vorplatz seines alten Bauernhauses. Die Primarlehrerin Ruth Schneebeli (Tochter von Fritz) und ihre Begleiterin Cornelia Zehnder dirigierten ihre 23 Erstklässler aus Wettswil in einen Halbkreis und warteten, bis die beiden betagten Bauersleute auf der Treppe zur Haustüre standen. Die 90-jährige Hanni Schneebeli und ihr Mann Fritz genos-

sen das unerwartete Ständchen vor ihrem Haus sichtlich. Die Lehrerin Ruth Schneebeli wollte anschliessend von den Kindern wissen, wie alt sie das Bauernhaus schätzen. Ein aufgeweckter und etwas vorwitziger Knirps wechselte seinen Blick mehrmals zwischen der Lehrerin und dem Haus und stellte dann fest, dass das Haus mindestens 50 Jahre alt sein müsse. Als die Lehrerin etwas skeptisch festhielt, dass sie selbst etwa so alt sei, korrigierte er sofort auf 300 Jahre. Die fröhliche Rasselbande deckte sich anschliessend mit einigen Holzscheiten vom Stapel vor der Scheune ein und zog weiter zum Ziel ihrer Schulreise, nämlich ins Jonental, wo am Bach gebrätelt werden sollte. (mm)

Bereits viermal öffnete der Jugendtreff Hirtschür am Freitag- oder Samstagabend seine Tore für Mittelstufenschülerinnen und -schüler. Am kommenden Freitag, 21. Juni, geschieht dies zum letzten Mal vor den Sommerferien. Unter dem Motto «Abschlussball» sind nochmals alle Viert- bis Sechstklässlerinnen und -klässler eingeladen, vor der verdienten Sommerpause im Jugendtreff zu feiern. Die Mittelstufendisco ist ein Gemeinschaftsprojekt der Jugendarbeit Affoltern mit dem Familienclub und dem Familienzentrum. Sie findet etwa alle zwei Monate – abwechselnd am Freitag- oder am Samstagabend – im Jugendtreff Hirtschür statt. Sie richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Primarschule. Die Discos finden jeweils unter einem bestimmten Motto statt, in der Saison 2018/2019 waren dies: Halloween, Chlaus-Party, Karaoke und Flower Power. Insgesamt verzeichnete die Mittelstufendisco 141 Besuchende, davon waren ca. 55 % Mädchen. Im Schnitt waren pro Abend 35 Mädchen und Buben anwesend.

Am Freitag wird in der «Hirtschür» wieder getanzt. (Bild zvg.) An der Mittelstufendisco ist neben feiern, singen und tanzen aber auch Engagement möglich. Die Buben und Mädchen haben die Möglichkeit, sich aktiv hinter der alkoholfreien Bar oder dem DJ-Pult zu beteiligen. Nach der kurzen Einführung an einem DJoder Bar-Kurs erhalten sie einen Ausweis, der sie zur entsprechenden Mitarbeit berechtigt. Alle Barkeeperinnen und Barkeeper, DJs und DJanes werden nach Abschluss der Saison mit einem gemeinsamen Ausflug belohnt. Dieses Jahr findet der Ausflug am Samstag, 6. Juli, beim Minigolfen und

Bräteln statt. Über die gesamte Saison gesehen engagierten sich insgesamt 14 Jugendliche, davon acht Mädchen und sechs Jungs, als DJ oder Barkeeper. Die neue Saison beginnt nach den Sommerferien. Buben und Mädchen, die sich ab September gerne selber als DJ oder hinter der Bar beteiligen möchten, dürfen sich gerne bei der Jugendarbeit melden. (MeK) Infos rund um die Mittelstufendisco oder die Jugendarbeit generell: Karin Merian, Jugendarbeiterin, karin.merian@vfj.ch, 079 820 46 11.


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Die Vielfalt der Kulturen erleben und erschmecken

Gut besuchtes Begegnungsfest in Affoltern

zwischen-ruf

Glückwunsch Quizduell mit Jürg Pilawa. Schwierige Fragen, die man nicht mal im Ansatz beantworten kann, auch nicht mit Ausschlussverfahren, z. B. die: «Welches Material wurde beim Bau des Kölner Doms eingesetzt?» A - Trachyt vom Drachenfels B - Granit aus Wolfsburg C - Sandstein aus der Löwengrube D - Tropfstein aus der Bärenhöhle Pilawa: «Deutschland, also diejenigen hier im Saal und die, die per App mitmachen, tippen auf Sandstein aus der Löwengrube.» Meine Mutter bei mir auf dem Sofa tippt auf Trachyt

vom Drachenfels. «Wieso?» «Weil ich das vor hundert Jahren gelesen habe.» «Übertreib mal nicht. Du wirst am 22. Juni erst 99.» «Okay, schätzungsweise vor zwanzig Jahren. Ausserdem war ich schon mal auf dem Drachenfels oben.» Inzwischen Pilawa: «Ihr habt alle falsch geraten. Es ist der Trachyt.» Am nächsten Morgen. Beim Frühstück deutet meine Mutter auf ihr Müsli: «Das ist mein Lebens-Elixier.» Ich nicke: «Dann ess ich das von jetzt an auch, damit ich so alt werde wie du.» Meine Mutter: «Hoffentlich älter.» Ute Ruf

forum

Mit solidarischer Haltung gut gefahren

Ein buntes Fest zum Mitmachen , wie hier bei diesem Tanz der kalabrischen Volkstanzgruppe. (Bild Urs E. Kneubühl)

Bestes Wetter, tolle Stimmung: Das Fest der Kulturen vergangenen Samstag auf der Piazza Zentrum Oberdorf in Affoltern bot exotische Klänge und Geschmackserlebnisse, vor allem aber Begegnung. ................................................... von urs e. kneubühl Ganz im Sinne von «Die Welt vor der Haustür» ermöglichte das Festival der Kulturen, initiiert von der katholischen Pfarrei und der reformierten Kirche Affoltern, einen Abstecher in diverse Länder – ferne und nähere.

Das interessante Kunterbunt auf der Piazza des Zentrums Oberdorf im Bezirkshauptort bot aber auch diesmal vor allem Begegnung mit Menschen aus verschiedenen Erdteilen und Religionen. Und diese Möglichkeit wurde am vergangenen Samstag während fünf Stunden auch rege benutzt – ein wahrer Beitrag zur Integration. Sechzehn Nationen waren diesmal an Ständen vertreten. So gab es eine bunte Vielfalt zu erschmecken und zu erleben, denn es wurden unter anderem landestypische Leckereien geboten, und ihre Vertreterinnen und Vertreter gaben einen Einblick in die Sitten und Gebräuche ihrer Länder:

Kampfkunst aus Sri Lanka und Musik sowie Tanz, die ebenfalls Grenzen sprengen… angefangen mit dem Alphornquartett Haudegen, das von einem russischen Glockenspiel unterstützt wurde. Dann folgten Volkstänze aus den Philippinen, Italien, aus Albanien, Kolumbien und Sri Lanka – genauso zur Augenweide, als auch zum Mittanzen – und schliesslich intonierte man gemeinsam mit dem gross aufmarschierten Publikum Lieder aus aller Welt. Das Fest der Kulturen in Affoltern brachte auch dieses Jahr wieder eine Vielzahl von Eindrücken und überzeugte wohltuend mit einem Begegnungsmix der Nationen.

Entenrennen zum Saisonabschluss

«LaMarotte bi de Lüt» – 6. Auflage im Jonenbach in Affoltern Mit einem Entenrennen für Klein und Gross im Jonenbach in Affoltern verabschiedet sich der Kulturkeller LaMarotte auch dieses Jahr in die Sommerpause. «Ein Superjahr», so die Saisonbilanz von Geschäftsführerin Isabelle Schaetti. Mehrere Dutzend gelbe, mit Startnummern versehene Kunststoffenten wurden am Samstag bei der Fussgängerbrücke neben BOA Optik in Affoltern eingewassert. Beobachtet von

Wettbewerbsteilnehmenden und Passanten, schwammen diese in gemächlichem Tempo Richtung Ziel bei der Sportanlage Moos. Wegen des eher niedrigen Wasserstands blieben wenige Exemplare bei Steinen oder im derzeit dicht bewachsenen Uferbereich hängen. Dieses Entenrennen bildet den traditionellen Saisonabschluss des Kulturkellers LaMarotte, der sich mit diesem Wettbewerb «bi de Lüt» in die Sommerpause verabschiedet. Welche Bilanz zieht Geschäftsführerin Isabelle Schaetti nach der nun beendeten Saison 2018/2019? «Ein Su-

Die Kunststoffenten auf dem Weg ins Ziel, beobachtet von Wettbewerbsteilnehmenden und Passanten. (Bild Werner Schneiter)

perjahr» – zwei Worte, die wie aus der Pistole abgefeuert daherkommen. Die Superlative fusst nicht nur auf die Qualität des Programms, sondern auch auf die stetig steigenden Besucherzahlen. «Unsere Programme sind zunehmend ausverkauft», merkt sie freudestrahlend an und glaubt, dass der Erfolg auch mit der Vielfalt dieses Angebots begründet werden kann. Bei rund 85 Veranstaltungen traten auch in dieser Spielsaison etwa 300 Künstlerinnen und Künstler auf, aber auch Leute aus anderen Sparten: Politiker, Historiker, Journalisten, Ornithologen, Köche usw.«Nahreisen durch das Säuliamt» ist für Isabelle Schätti einer von zahlreichen Höhepunkten. Der von den «Reiseleitern» Urs Heinz Aerni und Bernhard Schneider begleitete Streifzug durch Kultur und Natur auf dem «Ämtlerwäg» fand Anklang – genauso wie Liedermacher Falk, der mit seiner witzig-frechen «Berliner Schnauze» zum Thema «Ich reg mich nicht mehr auf» das Publikum begeisterte. Oder «Händel in Harlem», eine spannende musikalische Reise in «terram incognitam». Wiederholungspotenzial ortet Isabelle Schaetti auch bei dem am 4. Mai durchgeführten Anlass «Wine und Dine», wo zwei Köche auch dem «LaMarotte»-Team mit einem 5-GangMenü und den passenden Weinen Aufwartung machten. Wiederholungspotenzial? Wegen des kulinarischen Höhepunkts und wegen finanzieller Überlegungen, die im «LaMarotte» seit dem Start in Jahr 2001 traditionell eine Hauptrolle einnehmen. – Der Start in die neue Saison erfolgt wie immer am ersten Donnerstag im September, dieses Jahr am 5.9.19. (-ter.) Weitere Infos unter www.lamarotte.ch.

Am 19. Mai haben drei Viertel der Ämtler Stimmberechtigten an der Urne ein klares Bekenntnis zum Spital Affoltern abgelegt – ein grossartiges Resultat! Bevor nun richtungsweisende Entscheide gefällt und eine (längst fällige) Strategie aufgegleist werden, ist – vor allem hinsichtlich Altersversorgung – eine Bedarfsabklärung in allen Gemeinden des Bezirks Affoltern notwendig. Nur so ist eine fundierte Planung möglich. Ich appelliere hier auch an die Solidarität der Gemeindebehörden, die in der Vergangenheit immer funktioniert, in jüngster Vergangenheit aber arge Risse erfahren hat. Warum, um Himmelswillen, will jetzt Affoltern eine eigene Spitex aufbauen? Uns wird dabei vorgegaukelt,

das rechne sich für die Stadt besser. Daran zweifle ich ernsthaft, zumal hier fundierte Abklärungen fehlen. Die Spitex – so, wie sie heute aufgestellt ist – funktioniert doch im Säuliamt bestens. Die unsoldiarische Haltung einzelner Gemeinden befremdet mich. Statt egoistischem Einzelgängertum aus rein finanziellen Überlegungen ist Zusammenarbeit über Dorfgrenzen hinaus gefragt. Mit solidarischer Haltung sind wir in unserer Region bisher gut gefahren, beispielsweise mit dem Sozialdienstzweckverband oder mit der Dileca, dem ehemaligen Kehrichtzweckverband. Das sollte auch beim weiteren Ausbau der Altersversorgung möglich sein. Werner Baur, Zwillikon

Roger Köppel in Affoltern Am Sonntag, 23. Juni, 15 Uhr, wird der «Weltwoche»-Herausgeber und SVPNationalrat Roger Köppel, der gegenwärtig für den neu zu besetzenden Zürcher Ständeratssitz kandidiert, im Mehrzwecksaal an der Büelstrasse 11 die Wähler in Affoltern begrüssen und von seinen Qualitäten überzeugen. Die Veranstaltung ist öffentlich und keineswegs nur für SVP-Mitglieder reserviert. Eine gut besuchte Mitgliederversammlung der SVP-Ortssektion hat am 12. Juni von diesem Event Kenntnis genommen. Im Weiteren hat die Mitgliederversammlung die an der Gemeindeversammlung vom 17. Juni zu behandelnden Geschäfte geprüft und diskutiert: In der Rechnung der Sekundarschulgemeinde fällt auf, dass der Gesamtaufwand aus einer ganzen Reihe von Gründen rund eine halbe Million Franken unter dem Budget liegt. Allerdings ist auch der Ertrag eine Viertelmillion tiefer als geplant. Die Jahresrechnung der politischen Gemeinde fällt eben-

falls deutlich besser aus als budgetiert. Allerdings wurde gerügt, dass der Personalaufwand einmal mehr angestiegen ist und deutlich über dem Budget liegt. Weil 2018 das letzte Rechnungsjahr vor der Umstellung auf das neue Rechnungsmodell HRM2 war, wurde die Rechnung der Primarschule Affoltern a.A. trotz der Gemeindefusion für dieses Jahr noch separat geführt. Die Rechnung schliesst nicht weit vom Voranschlag ab. Die Versammlung hatte den Eindruck, dass die Primarschule mit ihren Mitteln haushälterisch umgeht, zumal einige kostspielige Vorfälle und Effekte zu verkraften waren. Zur «Verordnung über die Subventionen der familienergänzenden Kinderbetreuung» waren durchaus kritische Voten zu hören. Letztlich geht es aber nur um redaktionelle Anpassungen als Folge der Gemeindefusion, denn analoge Erlasse stehen bereits in Kraft. Hans Finsler, SVP Affoltern a. A.

Klimaschutz und 5G nicht vereinbar Zhengmao Li, Executive Vice President bei China Mobil, sagte am 24. Februar 2019 in Barcelona: «Um ein 5G-Netzwerk in China aufzubauen, sind dreimal so viele Basisstationen nötig wie bei 4G. Der Energiebedarf ist mindestens dreimal höher und die Basis-

stationen sind dreimal teurer als 4G.» (Quelle Golem.de) Es beisst sich also: Klima schützen, Energie sparen, weniger AKW und das 5G! Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde über die Pläne zu 5G an. Wenn die Antennen stehen, ist es zu spät! Sarah Bonato, Hedingen

Frauen streikten auch in Bonstetten

Auch in Bonstetten wurde «gefrauenstreikt». Über 20 Personen haben am spontan durchgeführten, lustvollen Anlass auf dem Dorfplatz teilgenommen. (zvg.)


Gewerbe/Dienstleistungen

Höchstbewertung

Auf Bullingers Spuren

Die Sonderpädagogische Tagesschule in Zwillikon stellte sich der Evaluation. > Seite 15

Pfarrer Urs Boller nimmt mit auf eine Führung durchs historische Bremgarten. > Seite 16

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Konstant stark Die Reserven des FC WettswilBonstetten (2. Liga) gewinnen auch das letzte Spiel. > Seite 21

Straffe Haut und Körper An die Mechaniker-WM nach Japan Reto Schürmann ist Schweizer Meister in Topform gebracht

Endermologie neu bei Genni Sperduto Mit der neuen Behandlungsmethode bei «Beauty and Nails by Genni Sperduto» in Affoltern werden bereits nach kurzer Zeit gute Resultate sichtbar – Kundinnen schwärmen davon. Genni Sperduto strahlt mit ihrer Mitarbeiterin Melanie Zahn um die Wette. Stolz präsentieren die beiden das neue Gerät, mit dem sie ihren Kundinnen zu einer neuen Silhouette verhelfen wollen. «Frauen, die nach einer Schwangerschaft oder starkem Gewichtsverlust viel lockeres Gewebe haben, solche, die sich über ihre Cellulite Gedanken machen oder zu ihrer Diät einen verstärkten Fettabbau wünschen, sind bei uns genau richtig», sagt Genni Sperduto und führt aus, wie eine Endermologie-Anwendung abläuft: «Zunächst ziehen die Frauen einen speziellen strumpfähnlichen Ganzkörperanzug an, der für einen gewissen Komfort bei der Behandlung sorgt und auch die Intimität schützt. Dann fahren wir mit dem speziellen Massagekopf, der ein Vakuum erzeugt, über den ganzen Körper.» Das Vakuum lässt eine Hautfalte entstehen. So werden Bindegewebe, Unterhautfettablagerungen und auch oberflächliche Verhärtungen erfasst, massiert und gedehnt. Der Lymphabfluss wird ebenfalls gefördert und die Durchblutung stark angeregt. «Danach fühlt sich die Kundin, als hätte sie ein Ganzkörpertraining hinter sich. Obwohl sie ja die ganze Zeit nur dagelegen hat», schmunzelt Sperduto. Melanie Zahn fügt hinzu: «Alle Kundinnen, die bereits einige Behandlungstermine hinter sich haben, freuen sich übereinstimmend, dass schon nach kurzer Zeit viele positive Veränderungen zu erkennen sind. Das allgemeine Wohlbefinden ist sichtlich ge-

steigert und solche, die oft über schwere Beine klagen, haben festgestellt, dass sich auch dieser Zustand merklich verbessert hat. Das Hautbild wird gestrafft, die Figur sichtlich geformt und unschöne Dellen auffallend geglättet – genau richtig für die Zeit, wo Bikini und Badekleid im Trend liegen», lächelt sie. Diese Behandlung kann auch als Erweiterung zur Kryolipolyse oder der maschinellen Lymphdrainage angewendet werden. «Meine Ausbildung in all diesen Techniken ermöglicht es mir, für jede Kundin das für sie am geeignetsten Programm zusammenzustellen. Deshalb sind meine Beratungen und das Testen immer kostenlos», führt Genni Sperduto weiter aus.

Von Kopf bis Fuss bereit für Pool, Sonne und Ferien «Beauty and Nails by Genni Sperduto» ist auch für andere sommerliche Beauty-Wünsche von Frauen die richtige Adresse. Nebst der dauerhaften Haarentfernung mit IPL hat sich Mitarbeiterin Melanie Zahn neu in Pedicure ausgebildet. Deshalb kann das Schönheitsinstitut nun tatsächlich Verschönerungsanwendungen von Kopf bis Fuss anbieten. Nach einem entspannenden Fussbad werden die Zehennägel in Form gefeilt, es wird der Hornhaut zu Leibe gerückt und zu guter Letzt kann ein Gel-Lack für eine langanhaltende Verschönerung der Nägel aufgetragen werden. «Wenns nach uns geht, sollte der Sommer jetzt wirklich kommen. Wir sind gerüstet für alle Wünsche unserer Kundinnen», freuen sich die beiden Fachfrauen. (sci) Beauty and Nails by Genni Sperduto, Zürichstrasse 100, Affoltern, 043 817 19 10, www.beautyandnails.ch.

Genni Sperduto (l.) und Melanie Zahn verstärken das Sommerfeeling ihrer Kundinnen. (Bild Susanne Crimi) anzeige

Mechaniker Reto Schürmann, flankiert von Bart Claes (links, Technical Trainer, Subaru Europa) und Alain Kläy (Leiter Kundendienst, Subaru Schweiz). (Bild zvg.)

Reto Schürmann aus Affoltern gewinnt die Schweizer Meisterschaft und qualifiziert sich für die Subaru-Mechaniker-WM. Am Mittwoch, 12. Juni, fand in Safenwil das Finale des Schweizerischen Mechaniker-Wettbewerbs von Subaru

statt. Der 29-jährige Reto Schürmann, der im Autocenter PAO AG in Wädenswil angestellt ist, qualifizierte sich mit dem Sieg der Schweizer Meisterschaft für die WM-Teilnahme in Kyoto (Japan). Am 13. November werden die Champions aus 16 Ländern in Japan

um den Weltmeistertitel kämpfen und ihr Können an anspruchsvollen und komplexen Aufgabenstellungen beweisen. An präparierten Fahrzeugen müssen die Techniker Pannen erkennen und reparieren und ausserdem theoretische Prüfungsaufgaben lösen. (pd.)

Grosse Namen des Piemonts

Wein-Event in Mü’s Vinothek, Affoltern Die drei klingenden Namen Barolo, Nebbiolo und Piemont lassen die Herzen von Weinfreunden höherschlagen. Michele Reverditto: Die Baroli der beiden Lagen «Ascheri» und «Bricco Cogni» sind im Jahrgang 2015 umwerfend. Nicht umsonst hat die Fachwelt vor wenigen Jahren Reverditto als einen der neuen Sterne am BaroloHimmel bezeichnet. Voerzio Martini: Mirko und Federica Martini haben das Weingut 2016 von Gianni Voerzio übernommen. Die erfolgreiche und langjährige Arbeit von Gianni Voerzio ergänzt mit den innovativen Ideen und neuen Einflüssen des jungen Winzerpaars sind die ideale Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Guts. La Spinetta: Wo Giorgio Rivetti, der önologische Verantwortliche von La Spinetta, Wein herstellt, tut er das immer mit dem Ziel, mit schonenden, naturnahen Methoden die Einzigartigkeit der Trauben und des Terroirs zu betonen.

Altmeister Gianni Voerzio umrahmt von Federica und Mirko Martini, den neuen Besitzern. (Bild zvg.) Quasi als «Sahnehäubchen» aus dem Astigiano, der Heimat der fruchtigen Barbera-Traube: Der «Insynthesis» 2011, ein Barbera Cru aus der Cantina Vinchio Vaglio-Serra. Vinifiziert aus den besten Traubenpartien von 60-jährigen Barbera-Weinstöcken, ausgebaut während 18 Monaten in neuen franzö-

sischen Barriques. Ein Kult-Barbera, seit 2003 nur in fünf Jahrgängen produziert und immer nur 6000 Flaschen. Piemont Wein-Event am Freitag, 21. Juni, 18 bis 20 Uhr, und Samstag, 22. Juni, 10 bis 15 Uhr, in Mü’s Vinothek, Dachlisserweg 1, Affoltern, Tel. 044 776 31 15. Degustationsliste unter www.mues-vinothek.ch.


Vermischtes

Dienstag, 18. Juni 2019

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Drei Generationen schenken den Säuliämtlern jährlich das Rosenfest Rosenfest bei den Baumschulen Reichenbach in Schonau, Hausen Seit über 20 Jahren bietet die Familie Reichenbach ein wunderschönes Rosenfest für Jung und Alt. Tausende blühende Rosen erfreuten am vergangenen Wochenende die rund 3500 Besucher unter den Rosenbögen und in der Gartenwirtschaft. ................................................... von regula zellweger Mit ernster Miene und hoch konzentriert wies Nick am Freitagmorgen die Autos in die Besucherplätze ein und Flurin öffnete die Sonnenschirme in der Gartenwirtschaft, wo 500 Gäste Platz finden konnten. Für die beiden Brüder gibt es drei grosse Feste im Jahr: Weihnachten, Ostern und das Rosenfest. Sie helfen beim Rosenfest von klein auf mit. Dazu gehört auch Wochen vorher grosses Aufräumen und Reinemachen auf dem ganzen Gelände. Mit der Tradition des Rosenfestes hatten ihre Grosseltern Cornelia und Hans Reichenbach begonnen. Heute führen ihre Eltern Andreas und Andrea Reichenbach die Baumschule in dritter Generation. Das Rosenfest ist zwar der Höhepunkt des Geschäftsjahres, aber die Baumschulen dürfen keineswegs auf die Produktion von Rosen reduziert werden.

Das Rosenfest ist der Höhepunkt im Geschäftsjahr der Baumschulen Reichenbach. Andrea und Andreas Reichenbach freuten sich mit der ganzen Familie, den Mitarbeitenden und ihren Fest-Helfern auch dieses Jahr über die zahlreichen Besucher.

Liebevoll arrangierte, romantische Plätze. (Bilder Regula Zellweger)

Familienbetrieb Die dritte Generation, Barbara, Andreas und Christian Reichenbach, half den Eltern von Anfang an tatkräftig mit: Barbara Müller-Reichenbach ist eine äusserst begabte Floristin, ihr Bruder Christian bringt sein Können als Designer und als Imker ein und Andreas hält die Fäden in der Hand. Barbaras Schwiegereltern, Alois und Silvia Müller, führen jedes Jahr die Festwirtschaft – und auch Barbaras drei Kinder helfen beim Rosenfest mit. Andreas Reichenbach ist dankbar, dass die ganze Familie ermöglicht, dass das Rosenfest in diesem grossen Rahmen stattfinden kann. «Wir möchten unser gärtnerisches Handwerk zeigen», erklärt er. «Es braucht über zwei Jahre, bis eine Rose veredelt ist. Unsere Rosen sind kein Industrieprodukt, wir arbeiten respektvoll mit der Natur zusammen – und diese bestimmt viel, wenn es um professionelle Gärtnerarbeit geht. Beispielsweise der Lauf der Jahreszeiten oder das Wetter. Dieses Jahr fiel das Rosenfest genau richtig.

Die Blütenpracht lockt auch Bienen an. Der Mai war eher kalt und nun, mit den wärmeren Tagen Mitte Juni, scheinen alle Rosenblüten aufs Mal zu explodieren.» Voller Lob ist Andreas Reichenbach auch für sein Team. «Rund 10 Vollzeitpensen teilen sich die Mitarbeitenden auf. Ohne meine Crew würden wir weder ein solches Fest noch den jährlichen Betrieb schaffen.»

Reiches Programm Am Freitagmorgen um 10 Uhr stand wirklich alles bereit: Pflanzen, die gekauft werden konnten, die Gewächshäuser mit zahlreichen Pflanzen aller Art, geschmückte Tische für 500 Per-

Rosen in allen Variationen. sonen, floristische Kunstwerke, «Rosenszenen» verteilt im ganzen Gelände, liebevoll arrangierte, romantische Plätze zum Ausruhen und die Seele baumeln lassen, der Eiswagen mit dem berühmten Lavendeleis sowie Essen und Getränke. Kaum war das Fest eröffnet, sah man bereits viele Leute mit Fotoapparaten und Handys auf der Pirsch. Kinder erkundeten die lauschigen Plätzchen, setzten sich auf die Schaukel und freuten sich an den Tieren: Pferde, Ziegen, Hühner, Enten, Hofhund Gina und Katzen. Sie liessen sich mit dem Pferdewagen durch die Baumschule kutschieren und die mutigen ritten auf einem Pony. Am Samstag

spielte die «Kavalleriemusik Zürich und Umgebung», am Sonntag der Musikverein Harmonie Hausen. Man genoss ein Mittagessen oder verwöhnte sich mit einem Erdbeertörtchen zu einem Rosencüpli.

Rosenfest verpasst Am Sonntagabend war Andrea Reichenbach glücklich und müde: «Wir sind überwältigt vom Interesse der Besucher, es waren mehr Gäste hier als letztes Jahr– über 3500 Besucher haben die Rosen, den Schaugarten und die Festwirtschaft genossen. Sehr dankbar sind wir all unseren Helfern. Wir haben zum ersten Mal Mehr-

wegbecher ausprobiert und viele positive Feedbacks von den Besuchern erhalten. Das Gewitter am Samstagabend haben wir glimpflich überstanden. Die jüngste Besucherin war eine Woche alt, die älteste 95 Jahre.» Wer das Rosenfest verpasst hat, kann die Blütenpracht auch in den kommenden Tagen bewundern. Am besten nimmt man sich genügend Zeit, auch für einen Kaffee in dieser traumhaften, ruhigen Umgebung mit Blick in die Alpen. Das Rosenlädeli ist ein idealer Ort, um sich mit Geschenken, Büchern und Deko-Objekten einzudecken. Und nächstes Jahr, Mitte Juni, gibt es wieder ein Rosenfest bei den Baumschulen Reichenbach.

Exzellente und fortgeschrittene Praxis Höchste und zweithöchste Auszeichnung für die Sonderpädagogischen Tagesschule in Zwillikon Laut Volksschulgesetz sind die Schulen, beziehungsweise die Schulbehörden oder die Trägerschaften, für die Qualitätssicherung verantwortlich. Das heisst in der Praxis, dass die Sonderschulen alle sechs Jahre eine umfassende externe Schulevaluation durchführen müssen. Im Juni 2019 war es für die Sonderpädagogische Tagesschule für Wahrnehmungsförderung wieder so weit. Sie wurde von zwei Personen der Fachstelle für Schulbeurteilung des Kantons Zürich (FSB) besucht. Ziel der Besuche war die Beobachtung des Unterrichts und des Schulalltags. Diese Unterrichtsbesuche machten aber nur einen Teil der Bewertung aus. Im Voraus mussten eine ausführliche Selbstbeurteilung der Schule und bestehende Dokumente zu den verschiedenen Bereichen, die be-

Letzter Schliff an der von den Kindern bemalten Pausenplatzwand. (Bilder zvg.) urteilt wurden, eingereicht werden. Beurteilt wurden die Bereiche Lebens-

welt Schule, Lehren und Lernen, Schulführung und Zusammenarbeit.

Ferner wurden die Eltern und die Mitarbeitenden im Voraus zu diesen Themen schriftlich befragt und ein Teil der Schüler und Schülerinnen, der Eltern, der Mitarbeitenden und des Stiftungsrates wurde während der Besuchstage interviewt. Die Bereiche Förderplanungsprozess im Bereich Lehren und Lernen und der Bereich Qualitätssicherung und -entwicklung im Bereich Schulführung und Zusammenarbeit wurden mit «exzellenter Praxis» bewertet. Das ist die höchstmögliche Bewertung. Sie bedeutet, dass die Schule diese Qualitätsansprüche beispielhaft erfüllt. Die restlichen Bereiche wurden mit der zweithöchsten Auszeichnung, mit «fortgeschrittener Praxis» bewertet. Die Erwartungen der Sonderpädagogischen Tagesschule für Wahrneh-

Nischen helfen den Kindern, sich auf die eigene Arbeit zu konzentrieren. mungsförderung wurden damit deutlich übertroffen und die Freude über die ausgezeichnete Bewertung ist gross. (pd.) Detaillierte Rückmeldung zur Schulevaluation unter www.wahrnehmungs-schule.ch.


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Veranstaltungen

«Growing Jazz»

Musik auf der Stiftung Rotenbirben Jazz und Bauernhof treffen aufeinander. Am 20. Juni spielen die «New Orleans Stompers» und «Four Disturbed Civilians» in der Kulturscheune der Stiftung Rotenbirben in Bonstetten. Es spriessen die Gräser in die Höhe und der Landwirtschaftsbetrieb auf der Stiftung Rotenbirben ist in vollem Gange. Jedoch gedeihen nicht nur die Pflanzen auf dem alten Suter-Hof in Bonstetten. Der Lebensraum rund um das Haus und das Feld wird belebt mit Kultur. Jeden Monat am zweitletzten Donnerstag bewirtet dieses Jahr die Rotenbirbenbar. Am 20. Juni mit Livemusik. Zwei Formationen zeigen unterschiedliche Zweige des Jazz. Die «New Orleans Stompers» führen 100 Jahre zurück und über den Atlantik nach New Orleans. Stimmiger Dixieland wie auf den wilden Strassen, durch

welche um 1900 die schwarzen Marschkapellen gezogen sind. Die älteren Herrschaften, die sich zusammen der Leidenschaft des Dixieland verschrieben haben, werden begleitet von der Jungmannschaft «Four Disturbed Civilians». Die vier jungen Männer, die am Gymnasium in Zürich zusammengefunden haben, spielen Jazz, Funk, Fusion und was man sonst noch im Gewürzregal findet. Dabei entsteht Musik, für die man vor ein paar Jahrzehnten noch extra nach New York geflogen wäre. Alle Jazzliebhabenden und Kulturinteressierten sind herzlich willkommen auf dem Bonstetter Bauernhof. Ab 18 Uhr ist die Bar offen und ab 19.30 spielt die Musik. Der Eintritt ist frei (Kollekte).

Dienstag, 18. Juni 2019

Ein buntes Sommerkonzert Der Gesangverein Knonau sagt mit einem letzten Auftritt «Adieu»

Simon Vergés, Aktionsgruppe Rotenbirben «Growing Jazz» am 20. Juni, 19.30 Uhr (Bar ab 18 Uhr), Stiftung Rotenbirben, Rütistrasse 5, Bonstetten.

Die Mitglieder des Gesangvereins Knonau geben am 22. Juni in der «Stampfi» ein letztes Konzert. (Bild zvg.)

Am 22. Juni, um 18 Uhr, lädt der Gesangverein Knonau zum Abschiedskonzert in der «Stampfi» Knonau ein. Mit einem Rückblick auf die musikalischen Highlights der letzten 40 Jahre singt der Chor musikalische Perlen aus früheren Programmen. Begleitet wird der Chor von Angela Bozzola (Klavier) und Michèle Weiss (Akkordeon). Bereits 1832 wurde die «Singgesellschaft» Knonau gegründet. Seit 1982 wird der Chor von Angela Bozzola geleitet und seit 20 Jahren besteht mit dem Ad-hoc-Chor Obfelden eine Chorgemeinschaft. Nun wird der Chor aufgelöst und erfreut zum letzten Mal mit einem bunten Sommerkonzert.

Die «New Orleans Stompers» spielen stimmigen Dixieland.

Vielseitiges Programm und Apéro

Jazz-Jungmannschaft: Die «Four Disturbed Civilians». (Bilder zvg.)

Für einmal stehen nicht geistliche Werke und Operetten im Vordergrund sondern Volkslieder, Schlager und Mu-

sik aus aller Welt bis hin zu PopSongs. Lieder von Mani Matter, der Gruppe Abba, Musicalmelodien aus «Mary Poppins» oder «Sound of Music» und andere mehr runden das Programm ab. Der Eintritt ist frei, anschliessend an das Chorkonzert offeriert der Verein einen Apéro.

Der Gesangverein sagt Adieu In ihrem Programm-Flyer vermittelt der Verein eine Übersicht über den Werdegang des nun schon 187 Jahre aktiven Chors. Seit 2004 wird er von Vreni Näf präsidiert. Zu den Gründen der Auflösung meint sie: «Verschiedene Gründe liessen den Entschluss zur Auflösung reifen. Einerseits sind Chorkonzerte – teilweise mit Musikern und Solisten – finanziell sehr aufwändig und die Mittelbeschaffung schwierig. Andererseits war der Mitgliederzuwachs Jüngerer für Ausscheidende zu gering.

Durch die Chorgemeinschaft mit dem Ad-hoc-Chor Obfelden und dem Wandel der Zeit haben auch immer weniger Singende ihren Wohnsitz in Knonau. Erfreulich ist, dass im Umfeld der reformierten Kirche Obfelden Interesse am Fortbestand eines Chors beseteht und dafür aktuell verschiedene Optionen geprüft werden.» Mit dem Sommerkonzert will der Verein allen Konzertbesuchenden Danke für ihr Interesse an den zahlreichen Chorauftritten sagen. Ein herzliches Dankeschön richtet er auch an die Chorleiterin, die dem Verein 40 Jahre(!) treu geblieben ist. Merci sagt der Chor auch den Sponsoren, die ihn unterstützt haben sowie den vielen Vereinsmitgliedern, die das Vereinsleben engagiert beflügelt haben. (pl) Sommerkonzert, 22. Juni, 18 Uhr, Mehrzweckgebäude Stampfi, Stampfistrasse 6, Knonau, Eintritt frei, im Anschluss ans Konzert offeriert der Verein einen Apéro.

Mit Urs Boller auf Bullingers Spuren «Nacht»

Konzert am 23. Juni in Uitikon

Stadtführung durch Bremgarten am 6. Juli Wegen grossen Interesses bietet der Bullinger-Kenner und -Sympathisant Pfarrer Urs Boller am Samstag, 6. Juli, seine Führung durch Bremgarten nochmals an. Auch und gerade im Zwinglijahr ist es Urs Boller ein Anliegen, Heinrich Bullinger, den Nachfolger Zwinglis, ins rechte Licht zu rücken: Als eigenständiger Reformator, unermüdlicher Briefeschreiber und genialer Vermittler ist er «der eigentliche Vater» der

reformierten Kirche. Wo könnte man Bullinger allfälligen Interessierten besser näherbringen, als in dem Ort, in dem er seine Kindheit verbrachte und im Alter von gerade mal 25 Jahren die Reformation einführte? An historischen Stätten führt Urs Boller in das Leben und Werk dieser spannenden und einflussreichen Persönlichkeit ein und schildert die turbulenten Umstände der Bremgartner Reformation. Die ebenso kurzweilige wie informative Führung dauert etwa

zwei Stunden und beginnt um 16 Uhr am Bahnhof Bremgarten. Die Hinreise erfolgt individuell oder in der Gruppe mit ö.V. um 15.21 ab Affoltern. Der Unkostenbeitrag beträgt 15 Franken. Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, ist eine verbindliche Anmeldung erbeten. (pd.)

Die Musikschule Knonauer Amt verspricht ihrem Publikum ein genussvolles Konzert mit Streichern, Bläsern und Perkussionisten. Am Sonntag, 23. Juni, um 17 Uhr laden die jungen Musiker zum Konzert.

Stadtführung durch Bremgarten am 6. Juli,

Unter der Leitung von Mario Huter, Cornelia Messerli, Roland Schmid, Walter Schmid und Seraina Tscharner wurde ein wunderschönes Programm zum Thema «Nacht» zusammengestellt. Die Stücke wurden in einem intensiven Probeweekend in Einsiedeln einstudiert. Zur Aufführung gelangen unter anderem die Ouvertüre aus «Eine Nacht in Venedig» von Johann Strauss, «Eine kleine Nachtmusik» von W. A. Mozart, «Elizabethan Serenade» von Ronald Binge und Melodien aus «The Phantom of the Opera» von Andrew Lloyd Webber. (pd.)

16 Uhr. Anmelden bei Pfarrerin Bettina Bartels, Telefon 044 761 60 15 (Anrufbeantworter) oder bettina.bartels@zh.ref.ch.

Konzert am Sonntag, 23. Juni, 17 Uhr, Saal Üdikerhuus, Zürcherstrasse 61, Uitikon. Eintritt frei, Kollekte.

Die Nachwuchsmusikerinnen und -musiker haben fleissig geübt ...

... und präsentieren das Gelernte am Sonntag an einem Konzert. (Bild zvg.)

Sommerkonzert in Zwillikon

Der junge Heinrich Bullinger gewann mit einer flammenden Pfingstpredigt Bremgarten für die Reformation.

An historischen Stätten schildert Urs Boller die turbulenten Umstände der Bremgartner Reformation. (Bilder zvg.)

Der Musikverein Hedingen spielt auf zum Sommerkonzert in Zwillikon. Der schon zur Tradition gewordene Anlass findet statt am Freitag, 21. Juni, um 20 Uhr beim Dorfmuseum Affoltern in Zwillikon. Ab 19.30 Uhr sind die Grillmeister bereit, die Zuhörerin-

nen und Zuhörer mit Würsten und Getränken zu versorgen. Das Sommerkonzert findet nur bei guter Witterung statt. Bei Regen wird das Konzert um zwei Wochen (Freitag, 5. Juli) verschoben. Der Musikverein Hedingen freut sich auf viele Gäste. (pd.)


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Sport

Dienstag, 18. Juni 2019

Urs Hubers Hattrick am Raid Evolenard Innerhalb von 24 Stunden siegte Urs Huber im Wallis und wurde Zweiter im Südtirol 24 Stunden nachdem Urs Huber am superharten Sella Ronda Hero im italienischen Wolkenstein Zweiter geworden war, gewinnt der Schweizer Bikemarathonmeister den Raid Evolenard im 600 Kilometer entfernten Evolène – mit nur drei Stunden Schlaf dazwischen.

Erfolgreicher Nachwuchs Auch die Säuliämtler Bike-Junioren sind erfolgreich gewesen. Die Hauptikerin Jacqueline Schneebeli bleibt im nationalen Proffix Swiss Bike Cup nach wie vor ungeschlagen. Die Prüfung am Sonntag in der Höhenlage von Leukerbad gewann die Schweizer Meisterin vor den beiden Italienerinnen Letizia Marzani und Nicole Pesse. In der Zwischenwertung führt die 18-Jährige damit mit makellosen 400 Punkten. Bei den Junioren lieferte der Mettmenstetter Timo Müller ein weiteres Spitzenresultat. Wie an der Schweizer Meisterschaft wurde er Fünfter. In Leukerbad war er jedoch bereits der drittbeste Schweizer. (map.)

................................................... von martin platter Urs Huber schenkt sich derzeit nichts. Am Samstag ist er zuerst den Sellaronda Hero im Südtirol gefahren. Mit 4500 Höhenmetern verteilt auf nur 84 Kilometer ist das einer der härtesten Bike-Marathons, die es gibt. Der Mettmenstetter wusste, was ihm blühte. Kleine, spindeldürre «Berggeissen» italienischer und kolumbianischer Provenienz als Kontrahenten, neben denen der 33-jährige Säuliämtler wie ein Jumbo-Jet wirkt. Doch Huber erwischte einen guten Tag und teilte das Pensum klug ein. Er liess sich in der ersten mörderischen Steigung von Wolkenstein hoch zum Grödner Joch nicht vom horrenden Tempo seiner Gegner mitreissen, sondern fuhr einfach seinen Rhythmus. Das sollte sich auszahlen. Am Schluss hatte er die meisten Reserven, um im richtigen Moment den Nachbrenner zünden zu können. Bei der Dolomitenjagd um das Sellamassiv musste sich der Schweizer Bike-Marathon-Meister nur dem früh enteilten Kolumbianer Leonardo Paez geschlagen geben, der bereits

Schweizer Marathonmeister Urs Huber sorgt an der Spitze des Raid Evolenard für Tempo. (Bild Martin Platter) zum sechsten Sieg im Grödnertal fuhr. Derselbe Fahrer, den er zwei Wochen zuvor am Ortler Bike Marathon im Spurt noch um Haaresbreite geschlagen hatte.

Nach dem Bikemarathon folgte der Automarathon Da die Siegerehrung erst abends um 21 Uhr stattfand, konnte Huber erst kurz nach 22 Uhr Richtung MailandSimplon ins Wallis losfahren. Morgens kurz vor vier Uhr hatte er die knapp 600 Kilometer trotz Umleitung wegen

der Unwetter geschafft. Er gönnte sich drei Stunden Schlaf im Auto, ehe die nächste Herausforderung auf dem Programm stand: der Raid Evolenard im Wallis. Unter Hubers Tempodiktat vermag sich in der ersten Steigung eine Vierergruppe mit dem ehemaligen belgischen Meister Frans Claes, dem britischen Meister Ben Thomas und Schweizer Vizemeister Hansueli Stauffer vom Rest abzusetzen. Stauffer muss den Wettkampf später jedoch wegen einem Freilaufdefekt an seinem Hinterrad aufgeben.

Ämtler Schwinger im Dauereinsatz

In den letzten 14 Tagen fanden diverse Schwingfeste statt Zwischen 30. Mai und 16. Juni fanden für die Mitglieder des Schwingklubs am Albis sieben Schwingfeste statt. Vier bei den Aktivschwingern, und drei bei den Nachwuchsschwingern. Am Glarner Kantonalen Nachwuchsschwingfest vom 30. Mai konnte sich Marvin Meyer aus Uerzlikon den Zweig sichern. Mit vier Siegen und zwei Niederlagen klassierte er sich im Rang 8a. Am selben Wochenende fand auch der Pfannenstiel-Schwinget statt. Dabei konnten zwei von drei Aktivschwingern die Auszeichnung erschwingen. Sandro Näf aus Mettmenstetten schaffte dies mit drei Siegen und drei Niederlagen, für Michael Kiser aus Wettswil war es die erste Auszeichnung bei den Aktiven. Er erreichte den 11. Rang mit drei Siegen, einem Gestellten und zwei Niederlagen. Der Festsieg ging an den Winterthurer Samir Leuppi. Für Nik Junker aus Mettmenstetten hätte am Schaffhauser Kantonalschwingfest vom 2. Juni ein Sieg im letzten Gang gegen den Kranzschwinger Simon Schudel zum Kranzgewinn gereicht. Doch leider musste er den Sägemählplatz als Verlierer verlassen. Die drei weiteren Vertreter des Schwingklubs am Albis konnten nicht um die Kränze mitschwingen. Mit sechs Siegen konnte sich Daniel Bösch als Sieger feiern lassen. Am Bruderschwinget vom 10. Juni konnte sich Luca Müller aus Mettmenstetten in der jüngsten Kategorie der Jahrgänge 2010 und 2011 für den Schlussgang qualifizieren, diesen verlor er jedoch gegen den Thurgauer Stäheli Joel. Am Ende reichte es Luca mit vier Siegen und zwei Niederlagen jedoch zum hervorragenden 3. Rang. In derselben Kategorie konnte sich

Von links: Michael Kiser, Damian Furrer und Sandro Näf am Pfannenstielschwinget. (Bild zvg.) Silvan Meier aus Obfelden mit drei Siegen, einem Gestellten und zwei Niederlagen auf den 5. Rang schwingen. Die weiteren Säuliämtler Jungschwinger Jonas Müller, Adrian Heiniger, Reto Heiniger, Marvin Meyer und Patrick Widmer zeigten zwar gute Leistungen, erreichten aber keine Spitzenplatzierung. Neben den Jungschwingern griffen in Bachenbülach am Bruderschwinget vom 10. Juni auch die Aktiven in den Wettkampf ein. Die Gebrüder Furrer aus Islisberg erreichten dabei beide die Auszeichnung. Damian konnte sich mit drei Siegen, einem Gestellten und zwei Niederlagen auf dem Rang 9a klassieren, sein Bruder Matthias erreichte mit drei Siegen und drei Niederlagen den Rang 9e. Sieger wurde der Feldbacher Shane Dändliker. In Cazis fand am vergangenen Samstag der Saisonhöhepunkt der Nachwuchsschwinger statt: das Nordostschweizer Nachwuchsschwingfest. Für die Ämtler waren nur zwei Schwinger am Start. In der Kategorie des Jahrganges 2005 startete Marvin

Meyer aus Uerzlikon verheissungsvoll in den Tag, so konnte er vor der Mittagspause mit zwei Siegen und einem Gestellten überzeugen. Später konnte er jedoch nicht mehr an die Leistungen des Morgens anschliessen und musste sich dreimal das Sägemehl vom Rücken putzen lassen. So reichte es ihm nicht zum Doppelzweig. In der ältesten Kategorie des Jahrganges 2002 musste Janic Amstutz aus Obfelden ebenfalls ohne Doppelzweig nach Hause reisen. Mit zwei Siegen, drei Gestellten und einer Niederlage klassierte er sich im 9. Rang. Auf dem gleichen Festgelände wie das Nordostschweizer Nachwuchsschwingfest fand am Tag darauf, also am 16. Juni, das Bündner-Glarner Kantonalschwingfest der Aktiven statt. Die drei angetreten Schwinger aus dem Säuliamt zeigten sehr ansprechende Leistungen, jedoch reichte es am Ende keinem für den Kranz. Mit drei Siegen und drei Niederlagen konnte sich Damian Furrer aus Islisberg am weitesten nach vorne arbeiten. Er hatte jedoch bereits vor dem letzten Gang keine Chance mehr auf den Kranz, ganz im Gegensatz zu Sandro Näf aus Mettmenstetten. Er hatte vor dem sechsten und letzten Gang bereits drei Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto und hätte sich mit einem abschliessenden Sieg wohl den Kranz gesichert. Leider scheiterte er am Appenzeller Kranzschwinger Roman Wittenwiler. Sandro Näf schwingt erst seit Kurzem, konnte dabei aber schon einige Male auf sich aufmerksam machen. Man darf gespannt sein, wie er sich weiterentwickeln wird. Auch eine starke Leistung zeigte Jan Stähli aus Zwillikon, mit drei Siegen, einem Gestellten und zwei Niederlagen fehlte ihm am Ende nur ein Punkt zu den Kranzrängen. Nico Vollenweider

An seiner Stelle kann der Romand Adrien Chenaux aufschliessen, der den Raid 2017 gewonnen hatte. In der zweiten Steigung sucht Urs Huber mit einer weiteren Tempoverschärfung die Entscheidung und kann sich leicht absetzen. In der Abfahrt Richtung Ziel kommt Claes aber noch einmal näher und kann den Spitzenreiter sogar kurz überholen. Doch auf den letzten flachen Kilometern bis ins Ziel reitet Huber den entscheidenden Angriff zum dritten Triumph in Evolène. «Nach dem harten Rennen am Vortag im Südtirol wusste ich, dass ich be-

züglich Tempo keinesfalls überziehen durfte. In der Abfahrt musste ich mich anstrengen, damit die Konzentration nicht nachliess. Ich spürte mein Schlafmanko. Doch letztlich ging alles perfekt auf», freute sich Huber. Claes konnte eine leise Enttäuschung über den zweiten Platz nicht verbergen. Er sagte: «Ich war an Urs dran. Es hat wenig gefehlt und ich hätte gewinnen können.» Thomas dagegen freute sich über den dritten Platz, denn er habe am Schluss Beinkrämpfe verspürt. Huber indes dürfte in der Nacht auf Montag vorzüglich geschlafen haben.

Petra Klingler und Michel Erni brillieren

Zwei Schweizer Meistertitel im Leadklettern Nur zwei Wochen nach ihrem Sieg an den Schweizer Meisterschaften im Bouldern doppelte Petra Klingler nach: In der Kletterhalle Magnet in Niederwangen/BE sicherte sie sich am vergangenen Samstag auch den Meistertitel im Leadklettern. In der Kategorie U18 gewann Michel Erni aus Affoltern. Die dritte Station der nationalen Sportkletterserie der Elite und U18 führte 42 Athletinnen und Athleten in die Kletterhalle Magnet in Niederwangen. Beim ersten Lead-Wettkampf der Saison wurden gleichzeitig die Schweizer Meistertitel vergeben. Bereits nach den beiden Qualifikationsrouten führte Petra Klingler die Zwischenrangliste der Damen an. Im Finale der Top 6 erreichte sie wie

Michel Erni wurde Schweizer Meister bei den Herren U18. (Bild Martin Rahn) Anouk Piola (Daillens VD) das Top und kletterte dank der besseren Klassierung nach der Qualifikation zum Meistertitel. Dies war nach dem Gewinn des Schweizer Boulder Meistertitels vor rund zehn Tagen nun also der zweite Streich der Schweizer Teamleaderin.

Ein zweiter Schweizer Meister aus dem Knonauer Amt

Petra Klingler sicherte sich in Niederwangen/BE den Schweizer Meistertitel im Leadklettern. (Bild zvg.)

Auch bei den Herren U18 geht der Titel ins Knonauer Amt. Michel Erni aus Affoltern gewinnt vor Marius Audenis (Fiez) den Schweizer Meistertitel im Leadklettern. Nach der Qualifikation lag er noch auf dem zweiten Zwischenrang. Im Final gelang ihm dann eine weitere starke Leistung und er kletterte klar am höchsten. Damit bewies Erni, dass seine Form im Hinblick auf den nächsten Start am Europacup stimmt. Dieser findet in einer Woche in Ostermundigen statt. (pd.)


Sport

Die schnellsten Kinder im Unteramt Am Sonntag, 23. Juni, wird wieder «Dä schnällscht Unterämtler» gesucht. Kinder der Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil sind zu diesem traditionellen Anlass eingeladen. Der Wettkampf wird auf der Sportanlage Moos in Wettswil durchgeführt, die Anmeldung erfolgt vor Ort. Die Jahrgänge 2003 (und älter) bis 2009 starten um 12 Uhr. Der Start für Jahrgänge 2010 bis 2015 (und jünger), erfolgt dann um 13.30 Uhr. Der Turn- und Sportverein Bonstetten freut sich auf zahlreiche lauffreudige Mädchen und Jungs sowie viele Fans und Zuschauende. An diesem Wochenende wird im Moos im Rahmen des «s’Drüü Grümpi» des FCWB fleissig Fussball gespielt, womit auch für Festwirtschaft gesorgt ist. «Dä schnällscht Unterämtler» am 23. Juni ab 12 Uhr, Sportanlage Moos, Wettswil. www.tsv-bonstetten.ch.

Auch dieses Jahr wird wieder gerannt, was das Zeug hält. (Archivbild zvg.)

Dienstag, 18. Juni 2019

WB II zieht es durch Fussball 2. Liga, FC Wettswil-Bonstetten II – FC Wädenswil I 4:1 (3:0) Der FCWB II agierte auch im Schlussspiel konzentriert, holte sich den 16. Saisonsieg und damit den dritten Schlussrang. ................................................... von kaspar köchli Die Reserven des FC Wettswil-Bonstetten (2. Liga) empfingen zum Saisonschluss den FC Wädenswil. Während die Ämtler als Tabellendritte unbeschwert aufspielen konnten, hing über dem Seeklub das Damoklesschwert des Abstiegs.

Traumtor zum 1:0 Das Heimteam startete furios und führte nach wenigen Minuten durch ein Traumtor Kusters. «Ich habe gedacht, versuchen kann ich es ja», lachte der Schütze nach dem Spiel. ... Seine fulminante Volleyabnahme von der Strafraumecke aus drang haargenau im hinteren Lattenkreuz des Wädenswiler Gehäuses ein. WB blieb am Drücker und realisierte durch seinen Topskorer Eckert noch vor der Pause vorentscheidend die Treffer zwei und drei. Nach Wiederanpfiff hielten die Gäste besser dagegen und schöpften nach ihrem Torerfolg einen Grashalm Hoffnung. WB blieb fokussiert und kam wiederum durch Eckert zum 4:1. Damit schraubte der WB-Stürmer sein Konto auf 20 Treffer und avancierte zum besten Schützen der Gruppe. «Einfach grossartig, wie ich jeweils von den Kollegen bedient wurde», äusserte sich Eckert darauf bescheiden. Tristesse auf der anderen Seite; der Traditionsverein Wädenswil muss in die dritte Liga absteigen.

Schlussrang drei: Als 2.-Liga-Aufsteiger gelang dem FCWB II eine Saison nach Mass. (Bild Kaspar Köchli) WB II brillierte als Einheit Als 2.-Liga-Aufsteiger glückte dem FCWB II eine kaum für möglich gehaltene konstant starke Leistung. Coach Pechoucek und seinem Assistenten Uehli gelang es, die aus dem eigenen Nachwuchs stammenden Spieler zu einer starken Einheit zu formen. 51

Sieg zum Saisonausklang

FCA – FC Wädenswil II 3:1 (0:1) Schon lange vor der Partie gegen Wädenswil II war klar, dass das Resultat gegen die Blaugelben in der abschliessenden Spielrunde nur noch zweitrangig war. Vielmehr standen die Abgänge zahlreicher Spieler und natürlich des verdienten Trainerduos Filipovic/Leite im Vordergrund. Die zwei Tore in den Schlussminuten setzten dem Ganzen noch die Krone auf und der Sonntag wurde so zu einem richtigen Freudentag für die Einheimischen. Schon vor Matchbeginn bedankten sich die Spieler bei ihrem Staff mit einem Spruchband und einer Welle für die langjährige Treue und hervorragende Arbeit. Es brauchte deshalb auch einige Minuten, bis die Spieler in die Gänge kamen und die ersten guten Aktionen einigermassen gelangen. Spielerisch schien der FCA leicht in der komfortableren Situation, allerdings erledigten die Wädenswiler ihre Arbeit in den Anfangsminuten zielstrebiger. So brauchte es das ganze Können von Torhüter Steiner, um nicht schon früh in Rückstand zu geraten. Noch vor Ablauf der ersten dreissig Minuten kamen auch die Einheimischen zu einer guten Möglichkeit. Nach einem schönen Durchspiel landete Bilics Abschlussversuch am linken Aussenpfosten. Kurze Zeit später dann doch die Führung für die Gäste. Nach einem Eckball schien niemand für Streuli verantwortlich zu sein – und dieser bedankte sich per Kopf zur Pausenführung.

Viele Wechsel und Verabschiedungen in der zweiten Halbzeit Schon kurz nach der Teepause begannen die vielen Verabschiedungen der

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Punkte in 26 Spielen und am zweitwenigsten Strafpunkte bedeutete als verdienten Lohn Rang drei. Abschliessend meinte der Erfolgstrainer Pechoucek: «Der Teamgeist war unbeschreiblich gut. Auch zwischenzeitliche Verletzungen oder Absenzen warfen uns nicht aus der Bahn. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team und hoffe,

dass wir auch nächste Saison in dieser Manier auftreten können.» 2. Liga, WB II - Wädenswil 4:1 (3:0), Moos, 250 Zuschauer. Grob (46. Meili); Brunner, Halter, Yondhen N. (46. Rizzo), Tobler; Buchmann, Yondhen C., Von Wattenwyl (46. Flückiger), Siegenthaler (59. Wenk); Kuster (59. Voit), Eckert. 4. Kuster 1:0, 22. Eckert 2:0, 30. Eckert 3:0, 67. Conte 3:1, 90. Eckert 4:1.

Gute Stimmung in der Schachenhalle

Gelungenes Turnier von Volley S9 Im Sportzentrum Schachen in Bonstetten fand am vergangenen Wochenende das Sommer-Mixed-Turnier von Volley S9 statt. Das Heimteam «Sangria» glänzte in der Kategorie B.

Andy Steiner sorgte mit Paraden dafür, dass der Pausenstand nur 0:1 betrug. (Bild Patrick Hutzler)

verdienten Spieler seitens des FCA. Als Erster machte Andi Steiner Nicola Vanetta Platz und erntete dabei einen grossen Applaus der vielen anwesenden Zuschauer. Der Reihe nach durften auch Mühlemann, Bilic, Tustonja, Markanovic, E. Shala, Scicchitano, Ramljak und Bala II den wohlverdienten Beifall der FCA-Fans für ihre Einsätze mit den Säuliämtlern in Empfang nehmen. Schon fast beiläufig gelang, zwischen all den Spielerwechseln, Ramljak in der 66. Minute der hochverdiente Ausgleich und in den Schlussminuten krönten die eingewechselten Antenen und Stähli ihre guten Leistungen mit je einem Treffer. Für den FCA endet eine durchzogene Saison mit einem Sieg und vielen Emotionen. Wohin die Wege führen,

ist bei vielen Spielern noch unklar und wird sich erst in den nächsten Wochen weisen. Sicher ist, dass das scheidende Trainerduo in der Zweiten Liga beim FC Urdorf die nächste Saison in Angriff nimmt. Bis zu Beginn der Saison 2019/2020 gilt es also, einige Abgänge zu kompensieren. Von der zweiten Mannschaft (Gratulation zum Aufstieg in die 3. Liga) drängen sich einige Spieler auf, um die Lücken zu schliessen. Alle sind gespannt und freuen sich schon jetzt auf den Saisonstart Mitte August. Harry Wettstein Sportplatz Moos, 320 Zuschauer, SR Zeljko; Tore: 30. Streuli 0:1, 66. Ramljak 1:1, 86. Antenen

Rund 160 Volleyballerinnen und Volleyballer trafen am letzten Samstag gut gelaunt zum jährlichen SommerMixedturnier in der Schachenhalle in Bonstetten ein. In drei verschiedenen Stärkeklassen kämpften insgesamt 20 Teams gegeneinander an. Ein viertes Feld musste her, dieses befand sich in der Sporthalle 2 in Sichtweite des Sportzentrums. Die Stimmung war auf allen Feldern bestens und es fanden spannende und unterhaltsame Spiele in allen Kategorien statt. In der Kategorie A setzten sich die Titelverteidiger der letzten drei Jahre, das Team «Iisböck 23» von Wädivolley durch und konnten den Turniersieg in der obersten Stärkeklasse feiern. Das Heimteam «Sangria» von Volley S9

konnte den Titel in der Kategorie B für sich verbuchen. Die S9 Pumas, welche zum ersten Mal in der 2. Stärkeklasse angetreten sind, durften sich über einen verdienten 4. Rang freuen. In der Kategorie C holte sich das Team «Openvolley» aus Schaffhausen den Titel. Unter dem S9-Express sind die jüngsten Teilnehmenden gestartet. Ein S9-Mixed-Team von U15/U17-Spielerinnen und -spielern. Zwar reichte es noch nicht für einen Sieg, doch immerhin konnte der Nachwuchs Erfahrungen für die kommende Saison sammeln. Im Anschluss an die Rangverkündigung fanden wieder ein Apéro und ein gemütlicher Grillabend für alle Gästeteams, Sponsoren und Volley S9-Vereinsmitglieder statt. Das OK blickt zufrieden auf das Turnier zurück und bereitet sich nun auf das nächste Nachwuchs-Turnier vor, welches am 20. und 21. September stattfinden wird. Dieses Turnier bietet dem Nachwuchs die Gelegenheit, vor ihren Eltern, Verwandten und weiteren Zuschauern ihr Talent zu zeigen. Volley S9 freut sich heute schon auf viele junge Nachwuchsspielerinnen und -spieler – und natürlich auf Gäste im Sportzentrum Schachen in Bonstetten, welche die «Young Stars» kräftig anfeuern werden! Nadia Gurtner

2:1, 90. Stähli 3:1. Für den FCA im Einsatz: Steiner, Vanetta, Aegerter, Tustonja, Ramljak, Oetterli, Stähli, Antenen, Bilic, Bala, Scicchitano, Shala E., Shale V., Luchsinger, Arsic, Mühlemann und Markanovic.

Das Heimteam «Sangria» wurde Gruppensieger in der zweiten Stärkeklasse. (Bild Adrian Knecht)

Resultate und Fotos auf volley-s9.ch/sommer_ turnier.


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