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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 045 I 173. Jahrgang I Mittwoch, 12. Juni 2019

Erfreuliche Zahlen

Belästigung erkennen

An der Gemeindeversammlung Kappel fielen alle Entscheide einstimmig. > Seite 3

Agir: Sensibilisierungskurse der Kantonalen Fachstelle für Gleichstellung. > Seite 5

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Faire Sozialhilfe Im Bezirk Affoltern wird die Sozialhilfe von drei Organisationen geleistet. > Seite 7

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Mobbing-Chats Die Mehrheit der Obfelder Eltern steht hinter dem Handyverbot an der Primarschule. > Seite 11

Schulhausneubau rückt näher Gemeindeversammlung der Sekundarschule Bonstetten sagt Ja zum Projektkredit Bis 2022 plant das Unteramt, ein neues Sekundarschulhaus zu bauen. Die Gemeindeversammlung hat einen Projektkredit von 280 000 Franken für einen Neubau genehmigt. Heute gehen 335 Sekundarschülerinnen und -schüler aus Bonstetten, Wettswil und Stallikon in Bonstetten zur Schule. Ab 2022 werden dies laut Prognosen 400 tun. Zeit also, den Bau eines neuen Schulhauses anzugehen, um mehr Schulraum zu schaffen. Die Sekundarschulgemeinde Bonstetten hat eine Projektplanung angestossen, um auf dem Areal der Schulanlage «Im Bruggen» ein neues Schulgebäude zu errichten. Die Baukosten werden sich auf 10 bis 12 Millionen Franken belaufen. Am vergangenen Donnerstag hatte die Gemeindeversammlung über den Projektkredit von 280 000 Franken zu befinden. In der Debatte wurde Kritik laut an den Plänen, das Projekt mit einem Totalunternehmer zu realisieren. Auch wurde eingewendet, viele Detailfragen seien noch nicht geklärt und die Standortwahl nicht sorgfältig genug getroffen worden. Ein Rückweisungsantrag wurde jedoch abgelehnt und der Projektkredit von einer kla-

Biodiversität im Knonauer Amt Laut dem kürzlich erschienenen Bericht zur Weltbiodiversität sieht es schlecht aus beim Zustand der biologischen Vielfalt auf der Erde. Wie steht es um die Biodiversität im Knonauer Amt? Auf einem Spaziergang mit dem «Anzeiger» in Wettswil zeigt Naturschützer Walter Zuber, wie Artenschutz direkt vor der Haustüre konkret aussieht, welches die aktuellen Herausforderungen sind und in welchen Bereichen Erfolge erzielt werden. ................................................... > Bericht auf Seite 6

Im Nordostteil der Sekundarschulanlage «Im Bruggen» ist der Bau des neuen Schulgebäudes geplant. (Bild Stefan Schneiter) ren Mehrheit gutgeheissen.

mit

31:9

Stimmen

Wann ist ein Verein einheimisch? Viel zu reden gab die neue Gebührenordnung für das Sportzentrum Schachen. Darin sollte der Begriff «einheimische Vereine» – welche die Sportanlagen gratis benutzen dürfen – neu definiert werden. Mindestens die

Hälfte der Vereinsmitglieder sollte neu aus Bonstetten, Stallikon oder Wettswil kommen müssen. Für Floorball Albis würde eine solche Regelung Mehrkosten von 20 000 Franken pro Jahr verursachen. An der GV, die von vielen Mitgliedern des Vereins besucht wurde, wehrte sich dieser gegen die neue Bestimmung. Mit Erfolg. Die Angst vor Missbrauch des Einheimischen-Status durch Sportvereine sei

übertrieben, auch seien Wohnortkontrollen schwierig umzusetzen, sagten Gegner der neuen Gebührenordnung. Mit 24:17 Stimmen brachten sie die neue Bestimmung zu Fall. Die neue Gebührenordnung ohne die restriktive 50 %-Bestimmung bei den Vereinsmitgliedern wurde anschliessend klar gutgeheissen. (sts) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Drucken wie zu Zwinglis Zeit

Eine besondere Attraktion am Begegnungsfest in Hausen Beim Drucker Froschauer liess Zwingli einst Bibelausschnitte auf Deutsch ausdrucken, um sie dem Volk zugänglich zu machen. Wie dieser Druck

vor die am Bild

sich ging, davon konnten sich Besucher des Begegnungsfests Pfingstsamstag in Hausen ein machen – und auf der histori-

schen Druckerpresse gleich selber einen Psalm ausdrucken. ................................................... > Bericht auf Seite 9

Bänz rasant Kabarettist und Kolumnist Bänz Friedli füllte den Ottenbacher Gemeindesaal letzten Freitag locker mit Publikum, aber auch mit Gelächter über seine lockeren Formulierungen und seinen Scharfsinn, seine Kommentare über allerlei Zeiterscheinungen und allzu Schweizerisches. Ihm stand Elvis Presley mit musikalischen Zitaten und in voller Grösse zur Seite. Friedli kann momentweise durchaus ernst sein, ein Blödler ist er keinesfalls, im Gegenteil, er fordert sein Publikum punkto geistiger Präsenz ganz schön. Dem Ottenbacher Publikum verlieh er Bestnoten. ................................................... > Bericht auf Seite 8

Demonstration der Gutenberg-Druckerpresse in der reformierten Kirche Hausen. (Bild Marianne Voss)

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Straffes Regime Das «Detachement Götschihof» und die russischen Internierten im Aeugstertal. > Seite 12

Arbeitslosenquote sinkt weiter Im Mai sank die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich – vorwiegend aus saisonalen Gründen. Im Bezirk Affoltern sind 422 Leute als arbeitslos gemeldet. 422 Säuliämtlerinnen und Säuliämtler waren Ende Mai bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich arbeitslos gemeldet, 43 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich damit gleich um 0,2 Prozentpunkte auf 1,4 Prozent. Wie üblich betrafen die saisonalen Rückgänge in erster Linie das Bau- und das Gastgewerbe sowie die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen. Die Abnahme beim Grosshandel dürfte dagegen von einer wieder entspannteren Währungssituation begünstigt worden sein, teilt das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) mit. Die seit letztem Herbst anhaltende Abkühlung der Wirtschaft hat sich 2019 fortgesetzt. «Erfreulicherweise haben sich die weiteren Aussichten in den meisten Branchen wieder verbessert und die aktuellen Aussichten für den Kanton Zürich stimmen insgesamt zuversichtlich», so das AWA. Mit einer wieder stärkeren konjunkturellen Dynamik dürfte es zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit kommen. (tst.) anzeigen


Schiessvereine

Feldschützenverein Bonstetten Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld: Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Mi. 12. Juni 2019 18.00 – 20.00 Oblig. Bundesübung Mo. 17. Juni 2019

18.00 – 20.00

Feldschützenverein Wettswil am Albis 1. Obligatorische Übung 300 m + 50 m Donnerstag, 13. Juni 2019 18.00 – 19.30 Achtung: Aufforderung, Dienst- und Schiessbüchlein oder Leistungsausweis mitbringen! Der Vorstand

Dora Huber-Rosenberg Voller Liebe lassen wir Dich ziehen, die gute Seele, die nun auf uns herunterblickt. Wir tragen Dich in unseren Herzen. In liebevoller Erinnerung: Werner Huber Evi Coray-Huber mit Familie Werni und Marlies Huber mit Familie Hansruedi und Edith Huber mit Familie Der Abschiedsgottesdienst findet am Samstag, 15. Juni 2019, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche in Hausen am Albis statt. Die Urne wird zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis beigesetzt. Für allfällige Spenden bitten wir, die Stiftung Arkadis, Behindertenheim in Olten zu berücksichtigen, Postkonto 46-5000-6. Traueradresse: Werner Huber-Rosenberg, Allmendstrasse 20a, 8925 Ebertswil

• Daniel Beksa, 1979, Staatsangehöriger von Polen • Carline Jay, 1979, Staatsangehörige von Frankreich • Arthur Beksa, 2014, Staatsangehöriger von Frankreich • Alicja Beksa, 2015, Staatsangehörige von Frankreich und Polen • Gerald Grammig, 1967, Staatsangehöriger von Deutschland des Weiteren hat der Stadtrat 2 Gesuche abgelehnt. 11. Juni 2019 Stadtrat Affoltern am Albis

Hermann Hesse

Schweren Herzens müssen wir von dir Abschied nehmen. Du bist deiner Krankheit mit Würde begegnet und hast lange gekämpft. In den letzten Wochen mehrten sich deine Beschwerden und deine Kräfte schwanden von Tag zu Tag. Du durftest friedlich einschlafen, so wie du es dir gewünscht hast.

Hansruedi Schneebeli-Kohler 1. Februar 1939 – 5. Juni 2019

Wir vermissen dich sehr und sind dankbar für die schöne Zeit mit dir. In liebevoller Erinnerung: Anni Schneebeli-Kohler Urs und Kerstin Schneebeli-Kunz mit Dominic und Alexia Brigitte und Markus Buchschacher-Schneebeli Melanie Buchschacher und Pascal Bochud Miriam Buchschacher Geschwister, Verwandte und Freunde Die Urnenbeisetzung im Gemeinschaftsgrab findet am Dienstag, 18. Juni 2019, um 14 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis statt. Anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle. Auf Wunsch des Verstorbenen wird gebeten, keine Trauerkleidung zu tragen. Anstelle von Blumen gedenke man der Stiftung Tixi Säuliamt, Postkonto 80-23029-6. Vermerk: Hansruedi Schneebeli

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 28. Mai 2019 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen:

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen dürfen, die man sehr lange getragen hat, das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache.

Traurig, jedoch mit vielen schönen Erinnerungen und grosser Dankbarkeit, nehmen wir Abschied von unserem Müetti

15. Juli 1933 – 8. Juni 2019

18.00 – 20.00

Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Fr. 21. Juni 2019 18.00 – 20.00 Jungschützenkurs Do. 27. Juni 2019

OHNE DICH, zwei Worte so leicht zu sagen, aber so schwer zu ertragen

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserer lieben Schwester, Tante und Gotte

Traueradresse: Brigitte Buchschacher-Schneebeli, Luzernerstr. 45, 8903 Birmensdorf

Klara Voser 28. Juni 1934 – 7. Juni 2019

Nach einem arbeitsamen, erfüllten und zufriedenen Leben wurde sie von ihrem Leiden erlöst. In stiller Trauer Ernst und Emmi Voser Kempf und Familie Franz Voser und Heidi Gonser und Familie Rita Zäch Voser und Familie Geschwister, Anverwandte, Bekannte und Freunde Die Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 18. Juni, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof in Mettmenstetten statt. Anschliessend Trauergottesdienst um 14.15 Uhr in der katholischen Kirche. Anstelle von Blumenspenden unterstützen Sie bitte das Langzeitpflegeheim Pilatus, Spital Affoltern a. A., Postkonto 80-7664-4.

TO D E S A N Z E I G E Traurig nehmen wir Abschied von unserem Ehrenmitglied, ehemaligen Fähnrich und Vorstandsmitglied

Hansruedi Schneebeli 1. Februar 1939 – 5. Juni 2019

Traueradresse: Franz Voser, Lindenmatt 2, 8932 Mettmenstetten

Mit Hansruedi verlieren wir einen treuen Weggefährten. Wir behalten Hansruedi in dankbarer Erinnerung und sprechen seiner Frau Anni und den Angehörigen unser herzlichstes Beileid aus. Akkordeon-Orchester Bezirk Affoltern Die Trauerfeier findet am Dienstag, 18. Juni 2019, um 14.00 Uhr in der Friedhofskappelle in Affoltern am Albis statt.

Männerturnverein Affoltern am Albis (MTVA)

TO D E S A N Z E I G E Wir haben die traurige Pflicht, Sie vom Hinschied unseres langjährigen und geschätzten Turnkameraden

Hansruedi Schneebeli-Kohler 1. Februar 1939 – 5. Juni 2019

in Kenntnis zu setzen. Wir bitten Sie, unserem verstorbenen Mitglied ein ehrendes Andenken zu bewahren. Der Vorstand des MTVA und alle Vereinsmitglieder Die Urnenbeisetzung im Gemeinschaftsgrab findet am Dienstag, 18. Juni 2019, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis statt. Anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle.


Bezirk Affoltern

Berufszuteilung geht in die Vernehmlassung Mit dem Projekt «Kompetenzzentren» soll die Zuteilung der Berufe an die Zürcher Berufsfachschulen so optimiert werden, dass die Schulen für zukünftige Herausforderungen gut aufgestellt sind. Der Bildungsrat hat einen Lösungsvorschlag zur Vernehmlassung freigegeben. Im Kanton Zürich werden über 200 Berufe an 29 Berufsfachschulen beschult. Die Verteilung der Berufe auf die verschiedenen Schulen ist historisch gewachsen und nicht mehr zeitgemäss. Das Projekt «Kompetenzzentren» will unter Einbezug aller Beteiligten die Berufszuteilung neu regeln und damit die Berufsfachschulen optimal für die Zukunft aufstellen. Ziel ist es, die Kompetenzen an den Schulen zu bündeln, den Schulraum optimal zu nutzen und gleichzeitig die Regionen zu stärken. Die Schulen sollen sich pädagogisch und fachlich optimal entwickeln können und finanziell und organisatorisch solide ausgestattet sein. Im September 2018 startete das Projekt «Kompetenzzentren». Seither sind mit allen involvierten Schulen und Organisationen der Arbeitswelt Gespräche geführt worden. Sämtliche Rückmeldungen wurden gesammelt, ausgewertet und in einen Lösungsvorschlag eingearbeitet. Gleichzeitig sind im Teilprojekt «Personal» zusammen mit Vertretern von Schulkommissionen, Schulleitungen, Personalverbänden und Lehrpersonenvereinigungen Massnahmen erarbeitet worden, um den Wechsel von Lehrpersonen an eine andere Schule so reibungslos wie möglich zu gestalten. Der Bildungsrat hat den Lösungsvorschlag zur Vernehmlassung freigegeben. Diese dauert bis zum 30. September. (pd.)

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Mittwoch, 12. Juni 2019

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Positiver Rechnungsabschluss in Kappel An der Gemeindeversammlung Kappel fielen alle Entscheide einstimmig Keine halbe Stunde dauerte es, bis die von 29 Stimmberechtigten besuchte Gemeindeversammlung Kappel offiziell geschlossen werden konnte. Weder der Abschluss 2018 noch die Einbürgerungen führten zu Diskussionen. ................................................... von bernhard schneider Finanzvorstand Martin Hunkeler konnte einen Abschluss deutlich über dem Voranschlag 2018 präsentieren: Anstelle des budgetierten Defizits von 1.1 Millionen resultierte ein Ertragsüberschuss von 150 000 Franken. Das Eigenkapital überschreitet dadurch 11 Millionen Franken. Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von knapp 2.7 Millionen Franken aus. Grösster Posten war die Schulhaussanierung Tömlimatt, bei der das Budget von 1.9 Millionen um 84 000 Franken unterschritten wurde.

Volatile Steuern Die grösste Abweichung in der Buchhaltung im Umfang von über einer halben Million Franken ergibt sich aus der vollständigen Übernahme der Holzschnitzelheizung Tömlimatt in die Gemeinderechnung, was allerdings nur buchhalterisch zu einer Aufwertung führte, denn die auf Null abgeschriebene Anlage musste wieder aktiviert werden. Reale Mehreinnahmen ergaben sich hingegen bei der Quellensteuer, die sehr schwierig vorhersehbar ist.

An der Gemeindeversammlung Kappel fielen alle Entscheide einstimmig. Der Gemeinderatstisch: Gemeindepräsident Jakob Müller, Interims-Gemeindeschreiber Matthias Hildebrandt, Finanz- und Tiefbauvorstand Martin Hunkeler, Schulpräsidentin Marion Ackermann und Heidi Hui, im Gemeinderat zuständig für Liegenschaften und Sicherheit. Ausserhalb des Bildes: Gesundheitsvorsteherin Carolina Hauser Häberling. (Bild Bernhard Schneider) «Dies liegt an der Nähe zu Zug und wir müssen damit leben, dass die Steuereinnahmen volatil sind und auch künftig immer wieder Abweichungen möglich sein werden», hielt Martin Hunkeler mit Blick auf die Zukunft fest. Insgesamt führte der Posten Gemeindesteuern zu einem Plus von knapp 350 000 Franken gegenüber dem Budget. Im Einklang mit der Rechnungsprüfungskommission nahm die Gemeindeversammlung die Rechnung 2018 ohne Diskussion und einstimmig ab. Ebenso einstimmig wurde anschliessend neun Einwohne-

rinnen und Einwohnern das Bürgerrecht erteilt.

Schutzobjekte und Fotovoltaik Nach der Pause orientierte Gemeindepräsident Jakob Müller über die Inventarisierung der Schutzobjekte, die der Gemeinderat in Auftrag gegeben hat. Alle potenziellen Schutzobjekte werden fotografiert mit dem Ziel, ein Arbeitsinstrument zu erhalten mit den Schutzobjekten aller Ebenen: der eidgenössischen, der kantonalen und der kommunalen. So ergibt sich ein

übersichtliches Inventar über die schutzwürdigen Objekte der Gemeinde, die eine grosse Zahl davon beherbergt. Am 3. Juli findet im Mehrzweckraum des Schulhauses Tömlimatt eine Infoveranstaltung zum Thema Fotovoltaik statt: Um die Kosten für die Gewinnung von Energie mit Solarpanels zu senken, können sich Interessentinnen und Interessenten einer gemeinsamen Evaluation und Bestellung ihrer Anlage anschliessen. Ein derartiges Projekt läuft bereits in Aeugst und ist dort auf grosses Interesse gestossen.

Gebührentarif verabschiedet

Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten An der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2017 wurde die neue Gebührenverordnung (GebV) durch den Souverän genehmigt und per 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt. Die verabschiedete Gebührenverordnung ist eine neue gesetzliche Grundlage für die Gebühren für Verwaltungsleistungen der Gemeinde Bonstetten, welche auch bis anhin bezogen wurden. Mit dem Erlass der Gebührenverordnung ging keine Gebührenerhöhung oder Gebührensenkung einher. Der Gemeinderat hat bei Annahme der Vorlage angekündigt, basierend auf die Gebührenverordnung einen Gebührentarif (GebT) zu erlassen. In der Zwischenzeit wurde der Gebührentarif (GebT) erarbeitet. Er stützt sich auf die vorerwähnte Gebührenverordnung vom 5. Dezember 2017. Die darin enthaltenen Tarife entsprechen grossmehrheitlich den Tarifen des Gebührenreglements vom 1. Juli 2013. Im Wesentlichen fanden keine Gebührenerhöhungen bzw. Senkungen statt. Bei einzelnen Positionen wurden kostendeckende Anpassungen vorgenommen. Am 19. März 2019 fand die 1. Lesung statt. Gemäss Art. 14 Abs. 2 PüG ist der Gebührentarif dem Preisüberwacher zur Vernehmlassung zuzustellen. Dies wurde nach der 1. Lesung veranlasst. Nach Vorliegen dieser Empfehlungen konnte der Gemeinderat den Gebührentarif in 2. Lesung verabschieden. Der neue Gebührentarif umfasst sämtliche Gebühren der Gemeinde und soll handlich in einem benutzerfreundlichen Regelwerk erscheinen. Der Tarif

soll voraussichtlich auf 1. August 2019 in Kraft gesetzt werden.

Ersatz Trinkwasserleitung Alte Stationsstrasse: Kredit und Vergabe Die Wasserversorgung stellte aufgrund ihrer Kontrolltätigkeit an den Absperrorganen im Bereich der Alten Stationsstrasse Unregelmässigkeiten fest. Umfassende Abklärungen ergaben, dass ein Rohrleitungsbruch vorliegt und umgehend Reparaturmassnahmen vorgenommen werden müssen. Die Erfahrungen des Brunnenmeisters deuten darauf hin, dass in den kommenden Jahren im gleichen Leitungsbereich noch weitere Leckstellen auftreten werden und sich die Reparaturund Schadenersatzkosten fortlaufend summieren. Der Bereich Tiefbau ist der Ansicht, dass mit einer ca. 60 Meter langen neuen Ersatzleitung ein langfristiger Nutzen erreicht wird und aufwendige Reparatur- und Schadenersatzkosten von weiteren zu erwartenden Leitungsbrüchen dadurch eliminiert werden können. Die Sanierungsarbeiten kommen auf 68 000 Franken zu stehen und sind im Investitionsbudget 2019 enthalten. Sie gelten als gebundene Ausgabe im Sinne von § 103 des Gemeindegesetzes. Die Arbeiten werden umgehend nach der Beschlussfassung ausgeführt.

Baubewilligungen Es wurden folgende Baubewilligungen erteilt: KnonauerAmt Immobilien AG, Industriestrasse 17, 8910 Affoltern

a. A., Neubau Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage nach Abbruch Einfamilienhaus, Spätenweg 4, Baugesuch-Nr. 2018-0038, Grundstücke Nrn. 144 und 1866, Zone W2/30; Sonia Gössi, Bonstetten, Erstellung Aussenschwimmbad, Buecheneggstrasse 1b, Baugesuch-Nr. 2019-0006, Grundstück Nr. 1683, Zone W2/30; Eveline und Jochen Geis, Bonstetten, Erstellung Fahrzeugabstellplatz mit Hangsicherung, Im Langacher 8, Baugesuch Nr. 2019-0009, Grundstück Nr. 2565, Zone W2/30.

• das Reglement Schulergänzende Betreuung genehmigt; • das Reglement für die Subventionierung der familienergänzenden Kinderbetreuung im Schachenhort der Primarschule Bonstetten gutgeheissen; • die Überprüfung des Sonderschulstatus vorgenommen; • die Mitarbeiterbeurteilungen zur Kenntnis genommen. anzeige

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • die Vereinbarung über die öffentlich-rechtliche Ringschlussleitung Bruggenmatt genehmigt; • die Vernehmlassung über die Änderung des Gesetzes des öffentlichen Personenverkehrs verabschiedet; • die Verlängerung der Leistungsvereinbarungen über die Bewilligungsund Aufsichtstätigkeit der Horte und Meldung, Bewilligung und Aufsicht Tagesfamilien und Kinderkrippen gutgeheissen; • die Jahresrechnung 2018 der IKA Sozialdienst Unteramt genehmigt. Ferner traf sich der Gemeinderat mit der evangelisch-reformierten Kirchenpflege zu einem allgemeinen Austausch.

Staunen. 16. Juni 2019 Seerosentag: Öffentliche Führung Mit Silvan Fluder 10.30 und 14.30 Uhr

Sitzung der Primarschulpflege vom 3. Juni Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 3. Juni 2019 ... • die 1. Lesung des Budgets 2020 verabschiedet;

Mehr Infos: www.selegermoor.ch


Gebührentarif (GebT) der Politischen Gemeinde Bonstetten An der Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2017 wurde die neue Gebührenverordnung (GebV) durch den Souverän erlassen und per 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt. Gestützt auf diese Gebührenverordnung i.V.m. Art. 23 der Gemeindeordnung vom 1. Januar 2016, hat der Gemeinderat mit Beschluss vom 4. Juni 2019 den Gebührentarif (GebT) genehmigt und setzt diesen nach Ablauf der Rekursfrist per 1. August 2019 in Kraft. Im Wesentlichen wurden nur einzelne Gebührenanpassungen vorgenommen, um dem Kostendeckungsprinzip gerecht zu werden. Der Gebührentarif (GebT) liegt während der Rekursfrist und der ordentlichen Schalteröffnungszeiten im Gemeindehaus, Bereich Einwohnerdienste, auf oder kann von der Gemeindewebseite unter «Neuigkeiten» heruntergeladen werden. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen von der Publikation an gerechnet, schriftlich und in dreifacher Ausfertigung beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a.A., Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag, sowie dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Die aufgerufenen Beweise sind, soweit möglich, beizulegen oder genau zu bezeichnen. Bonstetten, 12. Juni 2019 Gemeinderat Bonstetten

Todesfälle

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 5. Juni 2019 1. Abnahme der Jahresrechnung 2018 – Genehmigung 2. Genehmigung der Bauabrechnung des Projekts Erschliessungsstrasse Schonau 1 (Baumschule Reichenbach) – Genehmigung 3. Teilrevision der Nutzungsplanung Camping Türlen – Genehmigung 4. Festsetzung des Gestaltungsplans Camping Türlen – Genehmigung 5. Genehmigung eines Projektierungskredits von Fr. 200 000.– (Ersatzbau des Betriebsgebäudes Camping Türlen) – Genehmigung

– innert 5 Tagen Rekurs wegen Verletzung von Verfahrensvorschriften in der Gemeindeversammlung, sofern sie in der Versammlung gerügt wurden (§ 19 Abs. 1 lit. c i.V.m. § 21a Abs. 2 und § 22 Abs. 1 VRG) – innert 30 Tagen Rekurs wegen Rechtsverletzungen, unrichtiger oder ungenügender Feststellung des Sachverhaltes sowie Unangemessenheit der angefochtenen Anordnung (§ 19 Abs. 1 lit. a und d i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c sowie § 20 Abs. 1 und § 22 Abs. 1 VRG) Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen.

Hausen am Albis, 6. Juni 2019 Der Gemeinderat

Sekundarschulgemeinde Bonstetten Beschluss der Gemeindeversammlung Kreisschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil a. A. vom 5. Juni 2019 1. Genehmigung Jahresrechnung 2018 2. Genehmigung Abrechnung Verpflichtungskredit Lehrerzimmer Trakt B 3. Genehmigung Gebührenverordnung Sportzentrum Schachen und Aussenanlagen mit der an der Versammlung eingeflossenen Änderung zu Punkt 1.2. 4. Rückweisung Gebührenverordnung Sekundarschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil 5. Genehmigung Projektkredit Schulhausneubau Rechtsmittelbelehrung Gegen die Beschlüsse der Gemeindeversammlung kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A. – wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen (§ 19 Abs. 1 lit. c i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c sowie § 21a und § 22 Abs.1 Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRG) – und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden (§ 19 Abs. 1 lit. a und d i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c sowie § 20 und § 22 Abs. 1 VRG). Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Bonstetten, 12. Juni 2019 Sekundarschulpflege Bonstetten

Mit Beschluss vom 28. Mai 2019 hat der Gemeinderat, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Gemeinde Mettmenstetten aufgenommen: • Henning Eichler, 1973, Staatsangehöriger von Deutschland • Gaby Petrak, 1972, Staatsangehörige von Deutschland und Kind Jakob Emil Eichler, 2012, Staatsangehöriger von Deutschland 7. Juni 2019 Gemeinderat Mettmenstetten

Rechtsmittelbelehrung Beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, können – von der Veröffentlichung an gerechnet – schriftlich folgende Rechtsmitttel ergriffen werden:

Das Protokoll der Gemeindeversammlung vom 5. Juni 2019 liegt bei der Einwohnerkontrolle, Gemeindehaus, zur Einsicht auf.

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 6. Juni 2019

Einbürgerungen

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Stallikon haben an der Gemeindeversammlung vom 5. Juni 2019 folgenden Beschluss gefasst: 1. Genehmigung Jahresrechnung 2018 Rechtsmittelbelbelehrung Gegen den Beschluss kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Postfach, 8910 Affoltern am Albis, • wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen (§ 19 Abs. 1 lit. c i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c sowie § 21a und § 22 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG, LS 175.2) • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden (§ 19 Abs. 1 lit. a und d i.V. mit § 19b Abs. 2 lit. c sowie § 20 und § 22 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG, LS 175.2). Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. In Stimmrechtssachen werden Verfahrenskosten nur erhoben, wenn das Rechtsmittel offensichtlich aussichtslos ist.

Affoltern am Albis

Bauprojekte

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.

Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Beschlüsse der Gemeindeversammlungen vom 5. Juni 2019 Polit. Gde. Rifferswil Die Jahresrechnung 2018 wurde genehmigt. Evang.-ref. Kirchgde. Rifferswil Die Jahresrechnung 2018 wurde genehmigt.

Mettmenstetten Bauherrschaft: Remo und Sandra Niedermann, Äussere Grundstrasse 9, 8910 Affoltern am Albis Vertreter: Marty Häuser AG, Sirnacherstrasse 6, 9501 Wil Bauprojekt: Abbruch Schopfgebäude, Vers.-Nr. 832, Neubau Einfamilienhaus mit Garage, Kat.-Nr. 4469, Oberdorfstrasse 15 b (Kernzone KB)

Am 5. Juni 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Hansruedi Schneebeli geboren am 1. Februar 1939, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Beisetzung am Dienstag, 18. Juni 2019, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Hausen am Albis Am 8. Juni 2019 ist in Luzern gestorben:

Huber geb. Rosenberg, Dora geb. 15. Juli 1933, von Hausen am Albis, wohnhaft gewesen in Ebertswil. Der Trauergottesdienst findet am Samstag, 15. Juni 2019, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Hausen am Albis statt. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Bestattungsamt Hausen am Albis

Mettmenstetten Am Dienstag, 18. Juni 2019, 13.30 Uhr findet auf dem Friedhof, anschliessend um 14.15 Uhr in der katholischen Kirche, die Beisetzung/Abdankung für

Klara Voser Lindenmatt 2, statt.

Rechtsmittelbelbelehrung Von der Veröffentlichung an gerechnet, kann beim Bezirksrat Affoltern, im Grund 15, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, bzw. bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Präs. M. Billetter, Püntenstr. 16, 8932 Mettmenstetten, wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen (§ 19 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit § 19 b Abs. 2 lit. c sowie § 21 a und § 22 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG, LS 175.2) und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden (§ 19 Abs. 1 lit. a und d in Verb. mit § 19 b Abs. 2 lit. c sowie § 20 und 22 Abs. 1 VRG).

Der Friedhofvorsteher

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Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. In Stimmrechtssachen werden Verfahrenskosten nur erhoben, wenn das Rechtsmittel offensichtlich aussichtslos ist. 11. Juni 2019 Gemeinderat Rifferswil Evang.-reformierte Kirchenpflege Rifferswil

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12. Juni 2019 Gemeinderat Stallikon

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Bezirk Affoltern

Das Wasserleitungsnetz wird weiter erneuert

134. GV der Wasserversorgung Affoltern

Mittwoch, 12. Juni 2019

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Zustimmung zu einem neuen Schulhaus Gemeindeversammlung der Sekundarschulgemeinde Bonstetten Der Bau eines neuen Schulgebäudes für die Sekundarschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil rückt näher. Die Gemeindeversammlung hat einem Projektierungskredit über 280 000 Franken zugestimmt. Und sie hat entschieden, regionale Sportvereine für die Benutzung des Sportzentrums Schachen nicht zur Kasse zu bitten. ................................................... von stefan schneiter

Der erneuerte Vorstand der Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern, von links: Maja Mosimann, Präsident André Herrmann, Gertrud McMahon, Stadtrat Markus Gasser und WVA-Betriebsleiter Ueli Hug. (Bild Werner Schneiter)

Die Wasserversorgungs-Genossenschaft (WVA) erneuert auch dieses Jahr und 2020 einen Teil des Leitungsnetzes und leistet einen Kostenanteil an die Sanierung des Reservoirs Bernhau. Die Generalversammlung hat alle Anträge des Vorstandes einstimmig bewilligt. Gerade mal 35 Minuten benötigte der im vergangenen Jahr zum Präsidenten und Nachfolger von Werner Steiner gewählte André Herrmann für die zehn Traktanden der 134. WVA-Generalversammlung in der Senevita. Die Geschäfte waren dieses Mal völlig unbestritten. Jahresbericht, Jahresrechnung 2018 und Budget 2019 lösten keine Diskussionen aus, genauso wenig wie Investitionen in die Erneuerung von Leitungen. Pro Jahr erneuert die WVA 1,43 Prozent ihres Leitungsnetzes von gesamthaft 57,6 km. Im Durchschnitt sind das jährlich zirka 825 Meter. 2019/20 werden an der Spittel-, Titlisund Mühlebergstrasse insgesamt rund 850 Meter Wasserleitungen ersetzt, die Kosten von gesamthaft knapp 808 000 Franken nach sich ziehen. Während die Kredite für die Arbeiten an der Spittel- und an der Titlisstrasse bereits an früheren Generalversammlungen bewilligt wurden, sagte die freitägliche GV auch einstimmig Ja zum Leitungsersatz an der Mühlebergstrasse, der im Zuge einer Strassensanierung zwischen Sonnenbergstrasse und Kinderspital durch den Kanton erfolgt. Hier geht es um 505 Meter neue Leitungen – eine Grossbaustelle, wie WVA-Betriebsleiter Ueli Hug ankündigte. Im vergangenen Jahr hat die WVA an sechs Strassen Leitungsstücke erneuert – auf einer Länge von etwa 1,2 Kilometern. Im Weiteren werden an der Chüegasse, anzeige

an der Brunnenstrasse, im Brunnenhof, an der Hofibachstrasse und in der Unteren Allmend dieses Jahr auf einer Länge von rund einem Kilometer Leitungen erneuert, was Kosten von etwa 970 000 Franken nach sich zieht. Diese Kredite hat die GV bereits in den Jahren 2016, 17 und 18 bewilligt. Die GV bewilligte ausserdem einen Kostenanteil von 300 000 Franken an die Sanierung des Reservoirs Bernhau, bei der die Gruppenwasserversorgung Amt die Federführung innehat. Die Kostenanteile der einzelnen Wasserversorgungen werden nach einem höchst komplizierten Schlüssel berechnet. Die Arbeiten werden zwischen Herbst 2019 und Frühjahr 2021 ausgeführt. Zudem wird mit der Planung für den Neubau von zwei Reservoirbehältern Rinderweihaus gestartet. Die Ausführung erfolgt im kommenden Jahr; den Kredit dazu haben die Genossenschafter im vergangenen Jahr gesprochen. Einstimmigkeit herrschte auch bei der Anpassung der Vorstandsentschädigungen, die moderat erhöht werden.

Keine Wasserknappheit im trockenen Jahr 2018 Dank der Option bei der Gruppenwasserversorgung Amt gab es in Affoltern im trockenen Jahr 2018 keine Wasserknappheit. Wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, lieferten die Quellen 36,7 Prozent des Wassers, das Grundwasserpumpwerk Moos 19,8 Prozent. In eigener Regie gefördertes Wasser sei immer noch die günstigste Variante, auch wenn man dafür einiges investieren müsse. Durch die lange Trockenperiode sei der Preis für den Wassereinkauf um einiges höher als budgetiert. Weil von der Witterung abhängig, sei hier eine Prognose aber immer schwierig, heisst es im aktuellen WVA-Jahresbericht. (-ter.)

Der Einladung zur Gemeindeversammlung am vergangenen Donnerstag in der Sekundarschule «Im Bruggen» folgten 48 Stimmberechtigte der Sekundarschulgemeinde Bonstetten, Stallikon und Wettswil. Zur Debatte stand der Neubau eines Schulhauses für die Sekundarschule der drei Gemeinden. Prognosen sagen einen Anstieg der Sekundarschülerzahlen von heute 335 auf rund 400 bis ins Jahr 2022 voraus. Damit wird auch die Zahl der Klassen von heute 18 auf 20 steigen. Geplant ist der Bau eines neuen Schulgebäudes mit acht Klassenzimmern. Die Baukosten werden auf 10 bis 12 Millionen Franken veranschlagt. Die GV hatte über einen Projektkredit von 280 000 Franken zu entscheiden, sowie über vier Projektvarianten: Projektwettbewerb mit Architekt, Projekt mit Generalunternehmer, Gesamtleistungswettbewerb oder Totalunternehmerausschreibung. Schulpräsidentin Tamara Fakhreddine erläuterte, weshalb man von Schulseite her die Variante mit einem Totalunternehmer favorisiere. Damit habe man die grössten Einflussmöglicheiten auf das Bauprojekt selber wie auch auf die Vergabe der Arbeiten, sodass das lokale Gewerbe angemessen berücksichtigt werden kann. Dagegen wurde ein Antrag gestellt, den Kredit zurückzustellen mit dem Argument, bei der Variante Gesamtleistungswettbewerb seien die Einflussmöglichkeiten grösser als bei einer Totalunternehmerlösung mit einem fixierten Projekt. Einwände wurden auch laut, es seien noch zu viele Detailfragen ungeklärt, und die Standortwahl für den Neubau müsse genauer ausgearbeitet werden. Mit 14 gegen 24 Stimmen wurde indes der Rückweisungsantrag abgelehnt und mit 31 gegen 9 Stim-

Floorball Albis bot viele Vereinsmitglieder zur GV auf, um ihrer Ablehnung gegen die Neudefinitioneinheimischer Vereine Nachachtung zu verschaffen. (Bild sts) men der Projektkredit schliesslich gutgeheissen. Der Fahrplan sieht nun den Urnengang über den Neubau für den September 2020 vor. Baubeginn soll – bei einem Ja – im Frühling 2021 sein und die Eröffnung auf den Schulstart 2022/23 hin erfolgen.

Keine 50%-Klausel Viel zu diskutieren gab die neue Gebührenverordnung für das Sportzentrum Schachen und Aussenanlagen. Einheimische Vereine dürfen die Anlage gratis benutzen. Die Sekundarschulpflege wollte eine Änderung vornehmen, indem einheimische Vereine nicht mehr nur ihren Sitz in den Gemeinden Bonstetten, Stallikon oder Wettswil haben, sondern zusätzlich auch «mindestens 50 % der Mitglieder» in diesen Gemeinden wohnen müssen. Gegen diese Bestimmung lief Floorball Albis Sturm. Laut Vereinspräsident Joël Mattle hätte eine solche Änderung für den Verein jährlich Mehrkosten von 20 000 Franken zur Folge, zum einen für die Durchführung der Meisterschaftsspiele wie auch der verschiedenen Trainings. Die Mitgliederbeiträge müssten darum um 80 Franken erhöht werden. «Wir brauchen diese Halle, wir sind darauf angewiesen», so Mattle. Um seiner Forderung nach einer Streichung der 50%-Klausel Nachachtung zu verschaffen, hatte der Verein seine Mitglieder, Bekannten und Freunde zur Teilnahme an der GV aufgeboten. Rund zwanzig Vereinsmitglieder leisteten dem Aufruf Folge und belegten – in ihre schwarzgrünen Vereinstrikots gekleidet – im Versamm-

lungssaal die Sitze für die nicht Stimmberechtigten .

Lebhafte Debatte Gegner der neuen Vereinsbestimmung bezeichneten diese als «sehr kleinlich». Den Wohnsitz von Vereinsmitgliedern zu kontrollieren, sei schwierig. Auch sei die Angst davor, dass viele überkommunale Vereine vom Gratisangebot für einheimische Vereine profitieren würden, unnötig. Die lebhaft geführte Debatte wurde immer wieder durch lauten Applaus der anwesenden Floorball-Vereinsmitglieder begleitet. Präsidentin Tamara Fakhreddine hielt dagegen, man sei hauptsächlich den einheimischen Steuerzahlern verpflichtet und müsse darauf achten, dass diese Hauptnutzniesser der Halle blieben. Auch solle verhindert werden, dass Vereine mit nur einem Vereinsmitglied aus Bonstetten ihren Vereinssitz hierher verlegen würden. Diese Argumente verfingen jedoch nicht. Mit 24 zu 17 Stimmen hiess die Versammlung gut, die 50%-Mitgliederklausel nicht in die neue Gebührenordnung aufzunehmen. Die Jahresrechnung 2018 wurde ohne Gegenstimme gutgeheissen. Kein Wunder: Schliesst doch die Rechnung – dank höherer Steuereinnahmen und weniger Aufwand im Bereich der Sonderschule – markant besser ab als budgetiert. So resultiert bei einem Gesamtaufwand von 10,022 Millionen Franken ein Ertragsüberschuss von 1,109 Millionen Franken, statt eines budgetierten Aufwandüberschusses von 322 000 Franken.

Was liegt noch drin, was nicht?

Agir: Schulungen haben stattgefunden Nach den Sexismus-Vorwürfen im Sommer 2018 hat die Firma Agir für ihre Mitarbeitenden Schulungen gebucht. Am 18. und am 25. Mai fanden nun die Sensibilisierungskurse statt. Ein knappes Jahr ist es her, seit die Affoltemer Baufirma Agir mit ihrem Werbeauftritt für negative Schlagzeilen gesorgt hatte. Damals versprach die Geschäftsleitung, ihre Mitarbeitenden zum Thema «Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz» zu schulen. Ende Mai fanden nun die Sensibilisierungskurse der Kantonalen Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann statt. Helena Trachsel zieht dazu eine positive Bilanz: «Erfahrungsgemäss fällt das Hinhören in diesem

Thema nicht allen Teilnehmenden gleich leicht, unserer Wahrnehmung nach sind die Kursinhalte jedoch auf gute Akzeptanz gestossen.» Sie selber war an den Kurstagen nicht anwesend, hat die Baufirma jedoch während der letzten Monate begleitet und zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden: «Die Führungspersonen wissen nun, welche Verantwortung Agir als Arbeitgeberin ihren Mitarbeitenden gegenüber hat. Damit ist mein gesetzlicher Auftrag beendet.»

Belästigend ist, was unerwünscht ist Im Kurs wurden den Teilnehmenden zum Einstieg verschiedene Clips vorgespielt – die Frage dazu: «Ist das, was darin vor sich geht, sexuelle Belästigung?» Eine vermeintlich simple

Frage, die regelmässig für hitzige Gespräche sorge. «Ist doch nicht so schlimm», heisse es immer wieder, so Helena Trachsel. Und nicht selten folge daraus ein «Aha»-Erlebnis, wenn die Kursteilnehmenden erfahren, dass bereits der saloppe, lustig gemeinte Witz eine Belästigung sei, wenn er unerwünscht sei. Der Kurs soll den Teilnehmenden helfen, sexuelle Belästigung zu erkennen und einzuschreiten. Und zwar nicht nur, wenn man persönlich betroffen ist: «Auch Schweigende sind in der Verantwortung zu handeln, wenn sie Diskriminierung miterleben», erklärt Helena Trachsel. Die Kantonale Fachstelle für Gleichstellung führt jährlich rund 100 Workshops zu Diskriminierung durch sexuelle Belästigung durch. (lhä)


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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 12. Juni 2019

Artenschutz beginnt vor der Haustüre Wie steht es um die Biodiversität im Knonauer Amt? – Ein Spaziergang mit Naturschützer Walter Zuber Der globale Biodiversitätsbericht zeichnet ein düsteres Bild vom Artensterben auf der Welt. Auch direkt vor der Haustüre verschwinden immer mehr Tiere und Pflanzen. Der Naturschützer Walter Zuber spricht auf einem Gang durch Wettswil über den Verlust der Biodiversität im Knonauer Amt, aber auch über Erfolge im Kampf um den Erhalt der Artenvielfalt.

Strassen und Bahnschienen zerschneiden die Landschaft und tragen ebenfalls zu einer Reduktion der Artenvielfalt bei, oder nicht? Über das Verschwinden der Grasfrösche und Erdkröten haben wir schon gesprochen. Auf den Strassen sterben viele Tiere, nicht nur Amphibien und Reptilien, auch Greifvögel, entlang der Autobahntrassees. Bahnlinien hingegen kann eine wichtige Funktion als Vernetzungskorridor wie auch als Lebensraum für Reptilien zukommen. Im Rahmen des Biodiversitätsprojekts «Natur neben dem Gleis» werten wir derzeit entlang der Bahnlinie zwischen Zürich-Altstetten und Knonau die Bahnböschungen für Reptilien auf, indem wir Haufen aus Steinen und Wurzelstöcken für Zauneidechsen, Blindschleichen, Ringelund Schlingnattern anlegen. Ein schöner Erfolg. Doch auch da gehen die Interessen auseinander. Wir möchten zusätzlich dass bei gewissen Bahndammabschnitten die Vegetation eine Zeitlang nicht geschnitten wird. Für die SBB ist jedoch entscheidend, dass nicht Wurzeln die Stabilität des Bahntrassees beeinträchtigen.

................................................... von stefan schneiter Kein schönes Wetter an diesem Tag. Graue Wolken hängen schwer am Himmel, immer wieder regnet es. Aber gut, ein Spaziergang in der Umgebung und in Wettswil selber und um Wettswil, bei dem sich über die verschiedenen Aspekte und Bereiche reden lässt, welche die Biodiversität einschliesst, lässt sich trotzdem unternehmen. Mein Gesprächspartner ist Walter Zuber, Naturschützer aus Wettswil, der sich seit vielen Jahren für gelebte Biodiversität im Knonauer Amt einsetzt. Zuber war 30 Jahre im Vorstand des Vereins Naturnetz Unteramt, bis 2017 als Präsident, ist aktiv bei der Naturschutz-Kommission in Wettswil sowie beim Vernetzungsprojekt Bonstetten-Wettswil-Stallikon. «Anzeiger»: Walter Zuber, laut dem kürzlich erschienenen globalen Bericht zur Biodiversität steht es schlecht um den Zustand der biologischen Vielfalt auf der Erde. Von 8 Millionen Pflanzen und Tierarten sind gegen eine Million vom Aussterben bedroht. Ketzerisch gefragt: Ist das schlimm? Walter Zuber: Ja, es geht um unser Überleben auf dem Planeten. Die Mannigfaltigkeit der Lebensräume und der Ökosysteme, der Reichtum der Arten und deren genetische Vielfalt sind eine unerlässliche Grundlage für das Leben auf dieser Erde. Wenn zum Beispiel die ganze Bestäubungsleistung der Insekten wegfallen würde, würde sich das voll auswirken auf die Verfügbarkeit eines Teils unserer Nahrungsmittel. Viele Nutzpflanzen sind auf Bestäubung angewiesen, allen voran die Obstbäume. Warum soll es mich kümmern, wenn eine spezifische Gräsersorte oder irgendeine Wespenart ausstirbt? Weil alles mit allem vernetzt ist. Je vielfältiger ein Lebensraum ist, je grösser die Artenvielfalt, desto besser ist die Stabilität des Ökosytems. Der Einfluss des Biodiversitätsverlusts auf ökologische Prozesse dürfte ähnlich gross sein wie jener des Klimawandels. Schon 2018 hat der Umweltbericht des Kantons Zürich Alarm geschlagen und geschrieben: «Der Zustand der Biodiversität ist besorgniserregend. Fast die Hälfte aller Arten ist bedroht.» Die Schweiz steht also nicht besser da als die Welt. Absolut. Die Schweiz kann sich da

Der Bestand der Feldlerche hat in den vergangenen Jahren stark abgenommen. (Bild Michael Gerber)

Rund um die Ziegeleiweiher hat Walter Zuber mit Helfern des Naturnetzes Unteramt Flechtzäune erbaut, um Eiablageplätze für die Ringelnatter zu schaffen. (Bilder Stefan Schneiter) voll einreihen in die globale Gemeinschaft hinsichtlich Artenverlust. Die Schweiz verfügt über genaue Daten zum Artensterben, man spricht darüber, aber gemacht wird viel zu wenig! Wir befinden uns am mittleren der drei Ziegeleiweiher. Ein idyllisches Naturschutzgebiet, mit einem von Schilf, Büschen und Bäumen umrahmten Teich. Frösche quaken, ein Reiher fliegt über die mit Seerosen bedeckte Wasseroberfläche. Sterben in diesem Schutzgebiet auch Arten aus? Das weiss man nicht, das ist nicht untersucht worden. Als die Ziegeleiweiher – ehemalige Lehmgruben – sich vor rund hundert Jahren mit Wasser füllten, haben sich hier allmählich Feuchtgebiets- und Wasserpflanzen angesiedelt. Heute muss man darauf achten, dass die Verbuschung nicht überhand nimmt. Dank den vielfältigen Naturschutzmassnahmen ist hier der Zwergreiher zumindest sporadisch anzutreffen, eine Vogelart, die auf Stillgewässer und Schilfgürtel angewiesen ist. Meines Wissens sind hingegen der Grasfrosch und die Erdkröte hier nicht mehr anzutreffen. Diese Tiere laichen ja an Gewässern, danach leben sie im Wald oder auf Wiesen. Auf dem Weg dorthin aber schaffen sie es nicht über die Strasse, werden durch Autos überfahren. Unsere Mobilität kann ganze Populationen von Tierarten zerstören. Am Nordufer des grossen Ziegeleiweihers führt mich Walter Zuber etwas vom Weg ab zu einer verborgenen Stelle. Mit sichtlichem Stolz und zufrieden präsentiert er den Flechtzaun, den er mit andern Helfern des Naturnetzes Unteramt erstellt hat, an denen mit Schnittgut Eiablageplätze für Ringelnattern eingerichtet werden können. Zurück auf dem Weg wird der Blick frei auf landwirtschaftlich genutztes Land, das sich rund um die drei Ziegeleiweiher ausbreitet. Ringsum sehen wir landwirtschaftlich genutztes Land. Wie stark trägt die Landwirtschaft zum Verlust der Biodiversität bei? Bauern nehmen eine wichtige Rolle hinsichtlich Artenschutz ein. Doch

vielen von ihnen ist die Biodiversität zu wenig wichtig. Die Bauern müssen ja heute rund 10 Prozent ihrer landwirtschaftlichen Nutzfläche als Biodiversitätsförderflächen (BFF) ausweisen. Als Unternehmer, die die Bauern sind, ist ihr Fokus auf die andern 90 Prozent der Flächen (Lebensmittelproduktion) ausgerichtet. Das landesweite Flächenziel BFF von 65 000 ha wurde letztes Jahr übertroffen. Die ökologische Qualität wurde aber höchstens zwischen einem Drittel und der Hälfte erreicht. Das Artensterben auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen wurde nicht gestoppt. Die Felder sind grossflächig ausgeräumt, kein Baum, keine Hecke hindert den Bauern, diese mit dem Traktor im grossen Stil zu bewirtschaften. Dem Erhalt von Arten ist dies nicht eben förderlich. Ja, mit dem Ausräumen der Anbaufelder sind auch die so genannten Kleinstrukturen – Einzelbäume, Sträucher, Hecken, Ast- und Steinhaufen, Kleingewässer, Brachen – verschwunden. Dabei sind solche «Trittsteine» für Amphibien, Reptilien und Vögel überlebenswichtig. Die Bauern als Sündenböcke in Sachen Biodiversitätsverlust? Die Landwirtschaft ist, wie alle andern Wirtschaftszweige in unserer Gesellschaft, auf optimalen Ertrag ausgerichtet. Das zeigt Nebenwirkungen. Beispiel Feldlerche: Ihr Bestand hat sich im Kanton Zürich in den letzten zehn Jahren halbiert. Im Säuliamt ist die Feldlerche um die Jahrtausendwende verstummt. Dieser Singvogel bewohnt offene Acker- und Wiesengebiete und brütet am Boden. In den intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen stehen Kulturen wie Weizen, Gerste und Futterwiesen so dicht, dass Feldlerchen kaum noch landen können. BirdLife hat eine Kampagne lanciert, welche Landwirte für die Bedürfnisse von Ackervögeln sensibilisieren soll und ihnen konkrete Fördermassnahmen empfiehlt. Entscheidend für das Überleben der Feldlerche in der Schweiz sind die Weichenstellungen in der Agrarpolitik des Bundes. Für die Erhaltung der Biodiversität wäre auch notwendig, die Lebensräume besser zu vernetzen. Das passiert auch im Knonauer Amt zu wenig.

Ja, absolut. Zwar gibt es in allen Gemeinden im Säuliamt Vernetzungsprojekte. Ziel ist es, mithilfe dieser Pläne bestehende wertvolle Naturflächen miteinander zu vernetzen. Mit den Bauern zusammen wird dabei etwa festgelegt, wo gezielt BFF angelegt werden sollen. Doch von einer wirksamen Umsetzung sind wir weit entfernt. Die Schwachstelle dieses Konzepts ist, dass die Bauern freiwillig entscheiden können, ob sie solche BFF anlegen wollen. Der Blick öffnet sich über die Ackerfelder hinaus zu den Wäldern am gegenüberliegenden Lüttenberg. Der Wald hat eine grosse Bedeutung für die Erhaltung der Biodiversität in der Schweiz. Auf die entsprechende Frage meint Walter Zuber: In den Wäldern müssen die Anstrengungen hinsichtlich Erhalt der Artenvielfalt in die Richtung weiter gehen, dass mehr Totholz stehen und liegen gelassen wird. Und, dass Bäume ihr natürliches Alter erreichen können. Dies liegt zum Teil um mehrere 100 Jahre über dem Erntezeitpunkt. Viele Käfer, Insekten wie auch Pilze sind auf Totholz angewiesen. Der Biodiversitäts-Spaziergang hat uns an die Bahnlinie in der Nähe des Bahnhofs Bonstetten-Wettswil gebracht. Dahinter rauscht der Autoverkehr auf der Strasse in Richtung Hedingen.

Inzwischen sind wir in Wettswil angelangt. Hier, mitten im bewohnten Ort, kommt das Gespräch auf die Folgen der Zersiedelung für die Biodiversität. Wie stark trägt der hohe Siedlungsdruck gerade im Raum Zürich zum Verlust der Biodiversität bei? Ja, die stete Zunahme der Siedlungsfläche trägt sicher dazu bei. Gleichzeitig bietet der Siedlungsraum auch Chancen für die Artenvielfalt. Häuser und Gebäude werden heute in einer Art gebaut, welche tierischen «Mitbewohnern» wie etwa Wespen, Hornissen, Fledermäusen, Schwalben und Seglern jeglichen Zugang versperrt. Was auch wichtig wäre: In den besiedelten Gebieten Tierfallen zu vermeiden. In Licht und Lüftungsschächten sterben viele Tiere qualvoll, viele Scheiben sind Vogelkiller, manche Mauern und Zäune sind unnötig. Von BirdLife gibt es die Broschüre «Tierfallen in Haus, Garten und Landschaft vermeiden», die zeigt, wie sich solche Tierfallen vermeiden lassen. Zum Schluss: Was kann jeder Einzelne von uns für die Biodiversität tun? Entscheidend ist das Bewusstsein, dass wir mit unserem Lebensstil und Konsumverhalten enorm Einfluss auf die Biodiversität nehmen können. Ganz konkret möchte ich auf die Aktion «Mission B» verweisen, die Radio und Fernsehen SRF in diesem Frühjahr lanciert haben. In Sendungen und unter www.missionb.ch werden Ideen geliefert, wie jede und jeder aktiv seinen Teil dazu beitragen kann, um die Biodiversität in der Schweiz nachhaltig zu fördern.

Wertvoller Lebensraum für Reptilien: Haufen aus Steinen und Wurzelstöcken an der Bahnlinie bei Bonstetten-Wettswil.


Bezirk Affoltern

Mittwoch, 12. Juni 2019

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Bekenntnis zum Engagement für eine solide und faire Sozialhilfe Charta Sozialhilfe 1: Breite Unterstützung von Kantonen und Organisationen Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektionen (Sodk), weitere Organisationen und Fachinstitutionen lancieren gemeinsam die «Charta Sozialhilfe Schweiz». Mit diesem und drei weiteren Artikeln geht der «Anzeiger» in den nächsten Wochen auf diese Grundlage ein, unterstützt von Interviews und Beiträgen aus Politik und Praxis. ................................................... von urs e. kneubühl Dass die Armutsbekämpfung eine wichtige öffentliche Aufgabe ist, hat 2014 Christoph Blocher in einem Interview hervorgehoben: «Armut bedeutet das Elend, dass der Mensch nicht leben oder nicht würdig leben kann. Der ganze Sinn der Politik besteht darin, die Armut zu bekämpfen. Es wird sie zwar immer geben, aber das Ziel ist, sie möglichst gering zu halten.»

Existenzminimum sichern, umfassende Abklärungen und Kontrollen Im föderalen System des Schweizer Sozialstaates spielt sie eine wichtige Rolle, die Sozialhilfe: Sie kommt zum Zug, wenn die Möglichkeiten der vorgelagerten Sozialversicherungen, wie Arbeitslosengeld, Verbilligung der Krankenkassenprämie oder Ergänzungsleistungen etc., ausgeschöpft sind. Dann garantiert sie Bedürftigen als letztes Sicherungsnetz ein Leben in Würde. Erst, wenn also ein Haushalt – trotz Sozialversicherungsbeiträgen – die Existenz nicht sichern kann, entsteht Anspruch auf Sozialhilfe. Hauptbestandteil der Sozialhilfe ist der sogenannte Grundbedarf, ein Pauschalbetrag für Essen, Kleider und andere all-

Empfangsdesk des Sozialdienstes Bezirk Affoltern an der Obfelderstrasse 41 b in Affoltern. (Bild zvg.) tägliche Anschaffungen. Für eine alleinstehende Person beträgt dieser in den meisten Kantonen 986 Franken (in einigen weniger, im Kanton Waadt mehr). Dazu kommen die Wohnungskosten im ortsüblichen Rahmen und die medizinische Grundversorgung, zudem können aus wirtschaftlichen, familiären oder gesundheitlichen Gründen situationsbedingte Leistungen hinzukommen, etwa Hortkosten oder Auslagen im Zusammenhang mit einer Erwerbstätigkeit. Wer Sozialhilfe bezieht, muss sich nicht bloss kooperativ verhalten und Auflagen einhalten, er hat auch alles zu tun, um die Notlage zu lindern. Ist dies nicht der Fall, können die Leistungen gekürzt werden, und zwar von 5 bis 30 Prozent. Ivo Lötscher, Geschäftsleiter Sozialdienst Bezirk Affoltern: «Sozialhilfe ist kein Selbstbedienungsladen. Für jeden Einzelfall wird

auf Grund der konkreten Notlage der individuelle Bedarf ermittelt. Wer ein Gesuch stellt, muss seine finanziellen und persönlichen Verhältnisse völlig offen legen. Die grosse Mehrheit ist ehrlich und kooperativ. Um Missbrauch zu verhindern, sind aber immer Kontrollen notwendig. Solche Abklärungen können rund einen Viertel unserer Ausgaben ausmachen.»

Ein Erfolgsfaktor für die Schweiz Die «Charta Sozialhilfe Schweiz» wurde Ende März von der Sodk, dem Schweizerischen Städteverband, der Städteinitiative Sozialpolitik, dem Schweizerischen Roten Kreuz, der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft und der Skos lanciert. Mit der verpflichtenden Grundsatzerklärung würdigen die Organisationen die Bedeutung der Sozialhilfe als ein zen-

trales Element zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung sowie als entscheidenden Faktor für die gesellschaftliche Stabilität: «Die Sozialhilfe sorgt dafür, dass Personen, die in eine Notsituation geraten sind, nicht in Armut geraten und ausgegrenzt werden. Und sie verhindert die Entstehung von Elendsquartieren, wie sie in anderen Ländern vorkommen.» Als wichtige und notwendige Absicherung sei sie damit auch ein Erfolgsfaktor für die Schweiz.

Drei Organisationen im Bezirk Affoltern Die Charta-Unterzeichnenden – sie kann unter www.charta-sozialhilfe.ch unterschrieben werden – sprechen sich für eine solide und faire Sozialhilfe aus, deren Zweck es ist zu integrieren und nicht auszugrenzen. Diese Unterstützung soll ein Leben in Würde

ermöglichen und den Betroffenen die Chance geben, wieder in die finanzielle Selbstständigkeit zurückzufinden. Die Grundsatzerklärung ist in die drei Teile «Die Sozialhilfe nützt der Schweiz», «Die Sozialhilfe wirkt für die Betroffenen» und «Die Sozialhilfe ist breit abgestützt» gegliedert, auf die der «Anzeiger» in den Folgebeiträgen eingehen wird. Im Bezirk Affoltern wird die Sozialhilfe seit etwas mehr als einem Jahr von drei Organisationen geleistet: Die IKA Sozialdienst Bezirk Affoltern, getragen von Aeugst, Hausen, Hedingen, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden und Ottenbach. Bonstetten, Stallikon und Wettswil wickeln die Sozial- und Wirtschaftshilfe über ihre eigene IKA Sozialdienst Unteramt ab, während die Leistungen für Berufsbeistandschaften, Suchtberatung und Asylwesen von der Bezirks-IKA bezogen werden. Die Stadt Affoltern schliesslich führt eine eigene Sozialdienst-Organisation, welcher auch die Gemeinden Kappel und Rifferswil angeschlossen sind. «Die gesamten Aufwendungen aller 14 Gemeinden im Knonauer Amt für die wirtschaftliche Sozialhilfe belaufen sich auf rund 12 Millionen Franken pro Jahr», erklärt Bertram Thurnherr, Verwaltungsratspräsident der IKA Sozialdienst Bezirk Affoltern, und ergänzt: «Rund 75 Prozent sind Leistungen an die Sozialhilfeempfänger, 25 Prozent entfallen auf die Sozialarbeit der drei Einheiten im Unteramt, in der Stadt Affoltern und beim Sozialdienst zur Klärung von Anspruchsberechtigungen und zur Begleitung der Sozialhilfeempfänger im Hinblick auf Wiedererlangung der wirtschaftlichen Selbstständigkeit.» Sämtliche 14 Bezirksgemeinden sind zudem bezüglich Kindes- und Erwachsenenschutz ein sogenannter Kesb-Kreis und betreiben eine KesbBehörde.

Meitlipfadi Säuliamt im Land der Cowboys und Indianer Abteilungs-Auffahrtslager mit 90 Kindern beim Pfadiheim Schwandenhölzli in Affoltern Die diesjährige Lager-Saison der Meitlipfadi Säuliamt hat auf besondere Weise begonnen: statt an Pfingsten fand das erste Lager an Auffahrt statt und anstelle von zwei getrennten Lagern für die verschiedenen Altersstufen hat ein gemeinsames Lager der gesamten Abteilung stattgefunden. Dies führte dazu, dass eine Gruppe von rund 90 Mädchen gemeinsam ins Lager zog.

Dank sommerlichem Wetter konnten die älteren Kinder ihre Reise zum Pfadiheim Schwandenhölzli in Affoltern mit dem Fahrrad antreten. Dort angekommen, schlugen die älteren ihre Zelte auf, während es sich die jüngeren Kinder im Heim gemütlich machten. Nach einer überraschend kalten Nacht folgte der zweite und anspruchsvollere Teil des Einrichtens auf dem Lagerplatz: der Bau des Sarasanis.

Die Cowboys brauchten die Hilfe der Meitlipfadi.

Das grosse Aufenthaltszelt aus Blachen spendete fortan Schatten und verwandelte den Platz in eine Wild West Ranch.

Pfaditechnik und Lagerfeuer-Romantik Während der darauffolgenden zwei Tage galt es, mit Lucky Luke einen Streit um Land und Geld zwischen den Indianern, den Daltons

und Unternehmern zu schlichten. Diese Herausforderung konnte erfolgreich gemeistert werden, sodass sich die Meitlipfadi Säuliamt am Sonntag zufrieden von allen verabschieden und Lucky Luke mit den festgenommenen Daltons in den Sonnenuntergang reiten konnte. Neben spielerischem Erlernen von Wild-West-Geschicklichkeiten und Auffrischung der Kenntnisse rund um

Pfaditechnik und Pionierbauten, wurde ein Ausritt auf den Drahteseln unternommen und am Lagerfeuer gesungen. Neben verschwitzter Kleidung konnten die Kinder deshalb auch viele tolle Erinnerungen in ihrem Rucksack mit nach Hause nehmen. Nora Lauber v/o Taïka, Meitlipfadi Säuliamt Weitere Infos unter www.pfadi-sa.ch.

Gemeinsames Morgenturnen hinter dem Pfadiheim Schwandenhölzli in Affoltern. (Bilder zvg.)


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Bezirk Affoltern

Schützen statt essen

«Sharknight» im Kasinosaal Affoltern

Mittwoch, 12. Juni 2019

Ganz Friedli mit Presley Eine gut besuchte Veranstaltung von Kultur Ottenbach Der Kabarettist, Kolumnist und Autor Bänz Friedli packte Parodien, Witz und Scharfsinn in einen Non-Stop-Comedy-Abend, der einige geistige Wachheit vom Publikum erforderte. Unterstützt wurde er dabei vom King of Rock’n’Roll himself. ................................................... von denise bohnert

Sich entspannt an den Hai lehnen – reisst er das Maul auf, hat er acht Zahnreihen mit 55 Zähnen. (Bild Christine Häusermann)

Sharkproject Schweiz lud zur «Sharknight» in den Kasinosaal. Gut 200 vom Hai faszinierte Menschen aus der ganzen Schweiz liessen sich den Event nicht entgehen. ................................................... von christine häusermann Die Haifisch-Fans, die sich am Pfingstfreitag zur Sharknight trafen, sind nicht etwa Liebhaber von Haifischsteaks oder Haifischflossensuppe, von der offenbar viele Asiaten immer noch glauben, dass sie die Potenz steigere. Ganz im Gegenteil, die Fangemeinde in Affoltern tut sehr viel, damit die Haie ihr Image als Monster der Meere verlieren, das leider seit dem 1975 gedrehten Hollywood-Film «Der weisse Hai» völlig ramponiert ist. Viele der «Sharknight»-Besucher tauchen selber, sind von der Welt unter Wasser fasziniert und begegneten selber schon einem Hai, wie die in Affoltern wohnende Denise Smolinsky, die Sharkproject-Landesvorsitzende der Schweiz, die am Freitagabend auf der Bühne erzählte, wie sie bei einem Tauchgang einem weissen Hai begegnet ist, einer «Big Mamma» – weibliche Tiere können bis zu 6.5 m lang werden – und so überwältigt von dieser erhabenen Kreatur war, dass sie beschloss, sich künftig für diese Tiere einzusetzen. Mit Erfolg, denn als Erstes konnte sie ihren Mann Alexander Smolinsky buchstäblich ins Boot holen. Der bekannte am Freitagabend offen: «Ich mache bei Sharkproject mit wegen meiner Frau.» Mittlerweile ist Alexander Smolinsky aber genauso begeistert von den Tieren wie seine Frau und meint, man käme nicht umhin, bei ihrem Anblick Ehrfurcht zu empfinden. Alexander Smolinsky hat inzwischen das Präsidium von Sharkproject International vom Deutschen Gerhard Wegner übernommen, der die Non-Profit-Organisation vor 15 Jahren gegründet und mit Begeisterung, Hartnäckigkeit und Marketing, wie Wegner selber ausführte, zum Erfolg geführt hat. Viele Besucher empfinden ähnlich wie die Smolinskys. Eine Teilnehmerin, die mit ihrer Tochter aus Basel an die Veranstaltung angereist ist, sagte: «Ich tauche und die Schönheit, die ich unter Wasser entdecken durfte, ist überwältigend.» Und Fotograf Roger M. Jud aus Mettmenstetten meinte auf die Frage, warum es denn ausgerechnet Haie sein müssten: «Oh, ich liebe alle Tiere, aber Sharks sind total faszinierend.» Er motivierte auch seine Mutter, an der «Sharknight» teilzunehmen, damit noch mehr Tombolalose gekauft und mehr Geld für das Projekt «Great White Mystery» gesammelt werden könne.

Dank Satellitentechnik unterwegs mit dem weissen Hai Die Organisation Sharkproject arbeitet zusammen mit dem mexikanischen Wissenschaftler Mauricio Hoyos, der

die weissen Haie insbesondere vor der Küste der Baja California, um die Insel Guadalupe erforscht. Der Forscher und seine Crew waren an diesem Abend in Affoltern anwesend und erzählten von ihrer Arbeit. Den Tieren werden Satellitensender montiert mit dem Ziel, ihre Routen und ihr Verhalten zu erforschen. Der Sender wird mittels einer Harpune an der Rückenflosse der Tiere von den Freitauchern Frédéric Buyle und seinem Kollegen Alex Voyer angebracht. Was so einfach tönt, kann riskant sein und lange dauern bis der richtige «Grosse Weisse» in der richtigen Position ist, um den sogenannten «Tag» zu positionieren. Wenn die Freitaucher bei der Arbeit sind, müssen sie ihre Augen überall haben. Haie sind schnell, mit ihrem weissen Bauch und schwarzem Rücken sehr gut getarnt und aus dem Nichts plötzlich da, wie Fred Buyle erzählte. Es ist ein Glück, dass auch die Technik immer besser wird. Verliert der Hai den Sender, steigt dieser dank moderner Technik an die Meeresoberfläche und gibt Signale ab, damit er geortet und eingesammelt werden kann, frühere Modelle sanken auf den Meeresboden und blieben verloren.

Wissen den Ängsten entgegensetzen Herbert und Gaby Futterknecht, die beiden österreichischen Projektleiter von «Great White Mystery» begleiteten und filmten das Projekt letztes Jahr rund um Guadalupe Island, wo sich offenbar männliche weisse Haie jährlich, weibliche Tiere alle zwei Jahre treffen würden. Warum das so sei, wo ihre Wege hinführten, darüber wüssten die Forscher noch wenig. Hier setzt das Projekt «Great White Mystery» an. Herbert Futterknecht meinte, dass sein ökologischer Fussabdruck als Taucher und Projektleiter von Sharkproject zwar gross sei, aber dadurch dass sie alle ehrenamtlich arbeiten würden und die Spendengelder voll in die Projekte investiert werden könnten, komme sein Einsatz auch wieder den Haien zugute. Letztes Jahr hätten er und seine Frau über 60 000 Euro in Sharkproject und das Projekt für die Weissen Haie investiert. Die meisten Anwesenden nahmen nicht an der «Sharknight» teil, um die tollen Tombolapreise, zu gewinnen, sondern um dem Hai, dem faszinierenden Bewohner der Meere zu begegnen und um die Arbeit von Sharkproject zu unterstützen. 100 der 450 Haiarten seien vom Aussterben bedroht. Wenn sich die Haipopulation laufend verringere, sei auch das stabile Ökosystem der Meere bedroht. Als «Polizei- und Putztruppe» der Meere sorgten die Haie für eine gesunde Balance, indem sie kranke Tiere und kleinere Raubfische fressen würden. «Da draussen ist eine gefühllose Bestie», heisst es im Film «Der weisse Hai» von 1975. Für die «Sharknight»Besucher vom Freitagabend ist klar, dass diese wunderbaren, geheimnisvollen Tiere geschützt werden müssen.

Elvis war zuerst da, auf der Welt und auf der Bühne im Gemeindesaal Ottenbach. Jung und buschper, mit aufmerksamem, fast erstauntem Blick – ganz in Karton. «In the Ghettooo …» klingt schon mal leise und etwas subversiv durch den Raum, wo sich das Publikum, 150 Personen waren es wohl, noch angeregt gesprächelnd, installiert. Und dann kommt Bänz. Im Thurgauer Dialekt legt er gleich los, bedauert die Ostschweizer etwas, denn: «Kennt ihr einen Thurgauer Kabarettisten?» «Eben.» Und schwupps wechselt er auf Berndeutsch; was sind die beliebtesten Dialekte? Bääärn, dann Wollisser und auch Bündnerisch. (Obwohl in den frühen Schweizer Filmen die Schurken jeweils Bündnerisch sprachen!) « Ich bin sympathisch geboren, als Berner.» Und lebt heute in Zürich, wo Elvis und er am Theater am Hechtplatz mit «Was würde Elvis sagen?» eine fulminante Premiere hatten. «Ein unverschämt wortgewaltiger und lustiger Abend!», so äusserte sich Frölein Da Capo auf Instagram. «Der Bund» schrieb: «… die Schweiz ist der eigentliche Echoraum für das Kabarett von Bänz Friedli, der über seine Pendlerkolumnen zur Bühne kam.»

Dialektphilosophie und Sprachwitz Und woher kommt die Sympathie für die Sprache der Bundeshauptstadt? ( – und Umland natürlich!) Liegt es etwa an der ihr innewohnenden Verhaltenheit? Soog, siech, seigti – sogar die obligate Frage der Schnorrer am Bahnhof steht praktisch «unger Dänkmaauschutz». Bern habe den Konjunktiv erfunden, meint Friedli und holt dazu weit aus. Was in Zürich kurz und prägnant «Schafseckel» heisst, wird auf Bernerisch sprachlich umschifft mit: «De lieb Gott het aller Gattig Choschtgänger.» Elvis würde da sagen: «You ain’t nothing but a hound dog.» Wegen des unübertroffen zärtlichen – wenn gehaucht – Kosenamens Siidebolle kann er sogar für Basel-

«Bye Ottenbach!» nachdem Bänz Friedli – mit seinem «Fixstern» - die Bühne verlassen hat, bleiben zwei Fläschli zurück: Der King trinkt nur Pepsi. (Bild dbo) ditsch Sympathie aufbringen; Schnüfeli, Häxli, Fäderli können da nicht mithalten, min Lappi (von LAP Lebensabschnittpartner), min Göga (Göttergatte) oder gar mein Feuchtgebietchen schon gar nicht. Miine oder d’Regierig findet er ganz schlimm, da ist ganz einfach Schatz, wie jemand aus dem Publikum preisgibt, schon eher alltagstauglich. «Love me tender …»

Auch das Publikum ist gefordert Besucht man einen Abend mit Bänz Friedli muss man ganz schön wach sein – und generell auf dem Laufenden. Behende springt er von Federer zur Fifa, von Ueli zu Donald, von Waffenexport – nur zu Trainingszwecken, klar – zu digital Farming und künstlicher Intelligenz, von der schlimmsten Unterführung in Schlieren zu Dolly Parton, über Matullo-Blocher, Amherd, LGBT*fluid und Fitness zu Religion als Sinnstiftungsmarkt: «Elvis ist mein Fixstern.» Und auch dieser outet sich: «You saw me crying in the Cha-apel». Auf Bänzens T-Shirt prangt der King gleich im Doppel, Klon, Spiegelbild, Zwilling – der Unvergleichliche, oft kopiert. Sogar in Graceland selber soll Elvis mal aus einem Diner geflogen

sein, als er einen Burger mit etlichen Specials bestellte; der Wirt meinte, er habe die Nase voll von den ewigen Elvis-Doubles. Ein wunderbares Zitat von John Lennon: «Before anybody did anything, Elvis did everything.» Der gewisse Hüftschwung – und die Welt war nicht mehr dieselbe. Oder die Frise natürlich. Über Coiffeure hat Friedli einiges zu sagen – bis hin zum neuzeitlichen Jugendjargon mit Migrationshintergrund: «Oh mein Gott, mini Haare!» Da hätte Elvis sicher auch noch einige Tipps parat. Der überaus vife Kabarettist bot dem Ottenbacher Publikum – ein paar bekennende Aargauer waren auch dabei – nebst einem kompakten Programm in rasantem Tempo auch einige lokale Anspielungen – zum Stau, kaum komme man auf der grossen Kreuzung nach Ottenbach rein und zu den Bemühungen um deren Umgestaltung zu einem Dorfplatz; auch die Gemeindepräsidentin wurde nicht ausgeschlossen: Normalerweise deuteten Doppelnamen auf SP hin, aber diese sei parteilos, das sei gäbig. Und zum Schluss gabs noch eine Bewertung: «Das isch mal e Gmeindsversammlig gsi! Sächs Stärne für ds Publikum!» Tourdaten liegen bis 2020 schon vor.

«Klimaschutz und Katastrophenvorsorge» Die Wechselausstellung übers Rote Kreuz macht bis 24. November Halt in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach. Mit dem Klimawandel werden wetterbedingte Naturereignisse zahlreicher, intensiver und unberechenbarer. Kein Land ist dagegen gefeit. Entwicklungsländer sind aber besonders stark davon betroffen und es sind stets die ärmsten und verletzlichsten Bevölkerungsgruppen, die es am härtesten trifft. 97 Prozent aller durch extreme Naturereignisse verursachten Todesfälle sind in Entwicklungsländern zu beklagen. Viele davon könnten durch Vorsorgemassnahmen verhindert werden. Dieser Thematik widmet sich die neue Wechselausstellung in Form eines Dialogs: Warum haben Katastrophen in armen Ländern oft viel dramatischere Folgen als bei uns? Was könnte man dagegen tun? Und wie unterstützt das Rote Kreuz die Menschen, damit sie sich besser schützen können?

Entscheiden macht Spass Die Reise beginnt mit dem Bezug eines Flugtickets. Gleich nach der Landung am Wunschziel stellen sich erste Fragen. Taxi oder Bus? Eine Nacht in der Hauptstadt, oder gleich weiter? So entwickelt sich eine individuell gestaltete Route, die an die Lebensrealität der Menschen in den jeweiligen Ländern heranführt. Will man den Rotkreuz-Arzt ins abgelegene Dorf begleiten? Das Wasser unbekannter Herkunft trinken? Risiken und Gefahren, aber auch Lösungsansätze begleiten die Reise. Im Anschluss können in der jeweiligen Länderbox Informationen zu verschiedenen Aspekten der Katastrophenvorsorge abgerufen werden. Ein besonderer Blickfang sind die mehrere Quadratmeter grossen Bilder, die jeder Länderbox ein unverwechselbares Gesicht geben. In der futuristisch gestalteten Zeitmaschine besteht schliesslich die Möglichkeit, nicht nur durch ferne Länder, sondern auch durch verschiedene Epochen zu reisen. Dabei werden bedeut-

same Ereignisse aus der Geschichte des Roten Kreuzes, der Gegenwart und einer visionären Zukunft besucht – stets begleitet von Rotkreuz-Begründer Henry Dunant, der als Komikfigur zu neuem Leben erweckt wurde.

Angebote für Schulen Die Ausstellung richtet sich an ein breites Publikum, insbesondere an junge Menschen. Für Schulen und Lehrpersonen ab der Sekundarstufe I eignet sie sich thematisch besonders gut für den Fachbereich «Räume, Zeiten, Gesellschaft» und für eine inhaltliche Ausrichtung «Bildung für nachhaltige Entwicklung» in diversen Fächern. Unterrichtsmaterialien stehen für die Vorbereitung, den Besuch der Ausstellung sowie für die Nachbereitung zur Verfügung. (pd.) Ausstellung «Klimaschutz & Katastrophenvorsorge – Weltreise Rotes Kreuz», bis 24. November in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach. Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr. Events/Führungen: täglich, nach Vereinbarung. Infos: www.umweltarena.ch.


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Mittwoch, 12. Juni 2019

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18 Kilometer Stau am Gotthard – drei Minuten Wartezeit am Grill Gelungenes Begegnungsfest in Hausen unter dem Motto «Reformation»

Fröhliches Fest mit Attraktionen rund um die reformierte Kirche Hausen.

Musikalische Begegnung der «Celtic Treasures» mit der Band «dellatorre». (Bilder Marianne Voss)

Bereits zum 16. Mal fand in Hausen das Begegnungsfest am Pfingstsamstag statt. Wieder wurde der Platz rund um die reformierte Kirche zur Festhütte, und wieder vergnügten sich Jung und Alt vom Nachmittag bis in die Nacht hinein.

und wurde rege genutzt. Die Gäste sassen gemütlich an den Festbänken und genossen bei einem kühlen Bier, einer Wurst oder einem Stück Torte das Zusammensein und die Gespräche. Der Höhepunkt des Nachmittags war die Vorführung der GutenbergDruckerpresse in der Kirche. Spannend und lebendig berichtete Christoph Froschauer (Marc Lendenmann vom Bibellesebund) über die Entstehung des Buchdrucks und präsentierte seine Druckerpresse aus der Zeit der Reformation, wo das Papier auf die eingefärbten Lettern gepresst wird. «Darum nennt man die Zeitung ja heute noch die Presse», erklärte er. Mit einer solchen Druckerpresse liess Zwingli beim Drucker Froschauer Bibelausschnitte auf Deutsch ausdrucken, um sie dem

................................................... von marianne voss Die Autos standen am Gotthard auf einer Länge von 18 Kilometern an. In Hausen gab es am fröhlichen Begegnungsfest rund um die reformierte Kirche auch mal eine Warteschlange. Diese befand sich aber nicht vor dem Tunnel, sondern vor dem Grill – und

mehr als ein paar Minuten dauerte es nicht, bis die Wurst oder das Steak durchgebraten war. Der beliebte Anlass für alle Daheimgebliebenen am Pfingstsamstag fand bereits zum 16. Mal statt und war wieder sehr gut besucht. Nachmittags vergnügten sich die Kinder bei verschiedenen Spielen und Attraktionen. Die einen übten sich im Sackhüpfen oder bedruckten sich einen Turnsack, andere liessen sich von einem Märchen verzaubern oder formten eine Pfingsttaube aus Teig, die vom Bäcker Joe dann in den Ofen geschoben und gebacken wurde. Und viele Mädchen liessen sich ihre langen Haare zu wunderschönen, blumenverzierten Zöpfen flechten. Die Festwirtschaft war vom Nachmittag bis um Mitternacht in Betrieb

Volk zugänglich zu machen. Am Pfingstsamstag konnten sich die interessierten Besucherinnen und Besucher auf der historischen Druckerpresse selber einen Psalm ausdrucken.

Blues begegnet Celtic Abends füllte sich die Kirche für eine aussergewöhnliche musikalische Begegnung. Kirchenpflegepräsident Jürg Billeter erklärte bei seiner Begrüssung: «Die Reformatoren wollten den Glauben und die Bibel dem Volk näherbringen.» Der Buchdruck habe die Bibel den Menschen zugänglich gemacht. «So begegnete der Glaube den Menschen. Und heute Abend begegnen sich zwei Musikstile.» Es traten zwei Musikformationen mit jungen

Musikerinnen und Musikern aus Rifferswil und der Umgebung auf. Sie gaben ein spannendes Konzert und wagten dabei einige musikalische Experimente. Im ersten Teil spielte die Formation «Celtic Treasures» bewegte, fröhliche aber auch melancholische Stücke mit Gesang, Harfe und Flöte. Als sich dann die Band «dellatorre» mit Schlagzeug, Keyboard, elektrischen Gitarren und ihrer Sängerin einklinkte, steigerte sich die Musik zu einem riesigen Klangerlebnis, das den Kirchenraum mehr als erfüllte. Die beiden eigentlich sehr unterschiedlichen Musikgruppen ergänzten und bereicherten sich gegenseitig. Und was vor allem spürbar war: Das Experiment machte ihnen sichtlich Spass – und dem Publikum auch.

Speditive GV mit Referat von Martin Schuppli von «DeinAdieu»

Generalversammlung des Vereins «wabe knonaueramt» 2018 begleiteten zahlreiche Mitglieder des Vereins «Wachen und Begleiten Knonaueramt» während 1332 Stunden schwer kranke und sterbende Menschen zu Hause oder in Institutionen. Sie entlasteten und unterstützten damit betreuende Angehörige und ergänzen Fachpersonen.

kosten konnten bisher so niedrig gehalten werden, weil einzelne Vorstandsmitglieder ihr Engagement für «wabe» im Rahmen ihrer Berufsarbeit erbringen konnten. Präsidentin Ursula Jarvis sprach denn auch mehreren Personen ihren Dank aus, allen voran Claudia Garaventa, die während der ersten sieben Jahre die aufwändige, zeitlich grosse Präsenz verlangende Koordination übernommen hatte. Ihren Dank sprach Ursula Jarvis auch den Mitarbeitenden im Spital und vor allem den Freiwilligen aus, die tagsüber und oft auch nachts wertvolle Einsätze leisten.

................................................... von regula zellweger Sterben gehört zum Leben und endet mit dem Tod. Über diese Phase wird noch immer viel zu wenig gesprochen. Darin ist sich der Vorstand – bestehend aus Präsidentin Ursula Jarvis, Sozialdiakonin, Reformierte Kirchgemeinde Mettmenstetten und Affoltern, Vize-Präsidentin Verena Bieri, Geschäftsleiterin Spitex Knonaueramt, Carmen Kissling, Stationsleitung Palliativstation Villa Sonnenberg, Dr. med. Markus Minder, Chefarzt Palliativstation und Gerontologie Spital Affoltern, Koordinatorin Luzia Zaugg und als Vertretung der Begleitpersonen Catherine Morier – einig.

Jahresbericht Der Jahresbericht, der unter www.wabe-knonaueramt.ch heruntergeladen werden kann, wurde einstimmig angenommen. In seiner sympathischen Schlichtheit, mit zwei stimmungsvollen Gedichten, informativen, aber auch betroffen machenden Berichten sowie den Erfolgszahlen widerspiegelt

Die Generalversammlung von «wabe knonaueramt» verlief speditiv und unkompliziert. Von links: Vize-Präsidentin Verena Bieri, Präsidentin Ursula Jarvis, fachlicher Berater Palliativ-Arzt Markus Minder. (Bild Regula Zellweger) er Ziele und Leistungen des Vereins sowie die Notwendigkeit, Menschen in ihrem individuellen Sterbeprozess nicht alleinzulassen, ausser sie wünschen sich dies explizit. Rund ein Drittel der für den Verein erbrachten Stunden wurde 2018 für Weiterbildung investiert. Während der anderen zwei Drittel kamen die Freiwilligen neben der ambulanten Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen zuhause hauptsächlich auf der Palliativstation Sonnenberg, im Haus zum Seewadel und auf der Langzeitpflege Rigi/Pilatus im Spital Affoltern zum Einsatz. Der hohe Anteil an Weiterbildungsstunden optimiert die Fach-, Sozial- und Methodenkompetenzen der

Freiwilligen, dient aber auch dem Austausch und dem Verarbeiten von Erlebtem.

Zahlen sprechen für sich Verena Bieri, im Verein «wabe» verantwortlich für Finanzen und Personal, präsentierte die Jahresrechnung 2018 und das Budget 2019. Die finanziellen Ressourcen des Vereins bestehen hauptsächlich in den Mitgliederbeiträgen, Spenden und Legaten sowie Gemeindebeiträgen. Dass die Arbeit von «wabe» Sinn macht und in der breiten Öffentlichkeit wertgeschätzt wird, beweist die Tatsache, dass die vorsichtig budgetierten Einnahmen bis heute bereits fast erreicht wurden. Die Lohn-

Mein Adieu In der vordersten Reihe sass bei der Generalversammlung eine über 90-jährige Bewohnerin des Hauses zum Seewadel. Sie verfolgte die Beiträge mit sichtbarem Interesse und als im Anschluss an den offiziellen Teil der Referent des Abends vor das Publikum trat, strahlte sie voller Stolz: Ihr Sohn, Martin Schuppli. Der im Säuliamt aufgewachsene Journalist erzählte von seinem Projekt «DeinAdieu», über das unabhängige Portal für Leute, die ihr Sterben selbst in die Hand nehmen möchten und für Angehörige, die sich und ihrer Familie ein selbstbestimmtes und erfüllendes Sterben ermöglichen wollen. «DeinAdieu» stellt Menschen und ihr Denken und Fühlen in Zusammenhang mit Sterben vor und vermittelt hilfreiche Informationen rund ums Sterben. «Wir publizieren Erkenntnis-

se, veröffentlichen Wünsche und haben Platz für Fragen und Antworten», erklärte Martin Schuppli, nachdem er erzählt hatte, wie er zu diesem Projekt kam und was er sich für sein «Schreibund Schwatzgeschäft» in Walenstadt mit dem Angebot «Tausche Kafi gegen Gespräch» in Zukunft wünscht.

Sterben - und die Profis? Schuppli arbeitet mit Personen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen zusammen, vom Juristen bis zur Fotografin. Im ehrenamtlichen Beirat von «MeinAdieu» engagiert sich unter anderen auch Roland Kunz, ehemals Spital Affoltern. Carmen Kissling und Markus Minder, Palliativstation Sonnenberg, haben sich ihm gestellt und die Frage beantwortet: «Haben Profis Angst vor dem Sterben?», zu lesen unter www.deinadieu.ch/blog Dem Sterben die Angst nehmen war bestimmt ein gemeinsames Anliegen aller Teilnehmenden der «wabe»Generalversammlung, denn aus Erfahrung wissen sie: Die Auseinandersetzung mit dem eigenen und dem Sterben geliebter Menschen kann Trauer und Leid, aber auch Dankbarkeit und Erleichterung auslösen. Jeder soll dabei seinen individuellen Weg gehen können. Spendenkonto: Clientis Sparcassa 1816, 8910 Affoltern am Albis, (Postkonto 30-38138-8) IBAN: CH14 0681 4580 2185 4783 0. Ansprechperson für interessierte Begleitpersonen: Ursula Jarvis, ursula.jarvis@wabe-knonaueramt.ch, Telefon 043 466 83 23.


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Mittwoch, 12. Juni 2019

Mehrheit der Obfelder Eltern steht hinter dem Handyverbot

Informationsabend nach den Mobbing-Chats von Primarschülern Mit einem Handyverbot während der Schulzeit hat die Primarschule Obfelden vor einem Monat auf Mobbing- und Porno-Chats unter Mittelstufenschülern reagiert. Am Elternabend vom 5. Juni zeigte sich: Die meisten stehen hinter dem Entscheid. ................................................... von thomas stöckli So viel Publikum habe sie sonst nicht, verriet Maja Schäffer von der Jugendintervention Bezirk Affoltern der Kantonspolizei. Die Schulpflege hatte den Elternabend mit ihrem Referat über den Umgang mit digitalen Medien zum Pflichttermin erklärt, nachdem Schüler in Chats andere gemobbt und Pornografie verbreitet hatten (der «Anzeiger» hat berichtet). Rund 200 Personen fanden darauf am letzten Mittwoch in den Singsaal Chilefeld. «Es freut mich, dass zwei Drittel der Kinder durch mindestens einen Elternteil vertreten sind», so Schulpräsident Werni Kurt. «Das Internet bietet tolle und lehrreiche Seiten, aber auch Stolpersteine – gerade für Jugendliche», führte die Referentin aus. So hätten viele Heranwachsende das Gefühl, das Netz sei ein rechtsfreier Raum. Dem ist definitiv nicht so. Gerade wenn es um IS-Ge-

Eltern vernetzen Je älter die Kinder sind, desto weniger tauschen sich die Eltern aus. Das ist der Obfelder Schulsozialarbeiterin Patrizia Pedone aufgefallen. Als Grund sieht sie Hemmungen, wenn mit dem pubertierenden Nachwuchs nicht alles rund läuft. Dabei kämpfen andere wahrscheinlich mit ähnlichen Sorgen und Problemen. Deshalb will sie Eltern ermuntern, miteinander zu reden. Eine Gelegenheit bietet das regelmässige «Diskussionskaffee» im Lehrerzimmer Chilefeld. (tst.)

waltvideos gehe, sei man mit einem Klick schon mit einem Bein auf dem Polizeiposten. Strafmündig sind Kinder ab 10 Jahren. Während Drohungen ein Delikt sind, das nur auf Antrag verfolgt wird, gibts bei Pornografie – auch solche, die für Erwachsene legal ist – in jedem Fall sofort eine Strafanzeige. «Bei manchen Jugendlichen reicht eine Verwarnung», so Maja Schäffer. Weitere Sanktionsmöglichkeiten seien gemeinnützige Arbeit, ab 15 Jahren Bussen, bis hin zur Unterbringung.

Ziel: medienkompetente Kinder Die Jugendintervention will allerdings nicht sühnen, sondern Straftaten verhindern und eine Entwicklung zum Positiven erreichen. Deshalb setzt die Polizei auf Aufklärung. Das Ziel seien medienkompetente Kinder, so Maja Schäffer. Was heisst das? Kinder, die gute Medien erkennen und nutzen können; Kinder, die Medien kritisch beurteilen können; Kinder, die sich auch im virtuellen Raum respektvoll verhalten und Kinder, die wissen, wann man Medien abschalten sollte. Gefahren lauern auch dort, wo man sie nicht erwarten würde. So beinhalten viele Apps und Games Chat-Funktionen, in denen Fremde mit einem in Kontakt treten können. Da gilt es, Kindern bewusst zu machen, was sie lostreten, wenn sie etwa Bilder von sich verschicken. Nämlich, dass sie die Kontrolle komplett verlieren. Und: was erst mal im Netz ist, das bleibt auch im Netz. Ein weiteres Problem sind verdeckte Kosten, die in die Schuldenfalle führen können. Und auch wer seinem Kind Spiele wie «Grand Theft Auto» mit seinen gewalttätigen Inhalten verbietet, muss sich bewusst sein, dass unter youtube mehr als 10 Mio. Videos mit Spielsequenzen daraus zugänglich sind.

Cyber-Mobbing besonders perfid Maja Schäffer forderte denn auch die Eltern dazu auf, mit den Kindern darüber zu sprechen, was diese im Inter-

net erleben. Dass sie ihre Verantwortung als Eltern wahrnehmen, Grenzen setzen – wo ist das Handy nachts? – und auf Signale achten: «Bei Mobbing kann es lange dauern, bis sich das Kind jemandem anvertraut», so die Referentin. Und damit kam sie auf das Thema, das die anwesenden Eltern am meisten interessiert haben dürfte. Eine besonders perfide Form ist das Cyber-Mobbing. Während bei «analogem» Mobbing die Kinder zumindest das eigene Zuhause als sicheren Hafen erleben, läuft Cyber-Mobbing als dessen Steigerungsform rund um die Uhr ab. Lässt sich Mobbing in einem frühen Stadium angehen, reicht Aufklärung oft aus. Eine Strafanzeige hingegen könne die Ursache meist nicht aus der Welt schaffen. «Deshalb ist es wichtig, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten», so Maja Schäffer. Das hat denn auch die Schule mit dem Anlass bezweckt: «Wir wollen sie als Eltern ins Boot holen», so Werni Kurt. Vom Handyverbot wird die Schulpflege trotz rechtlichem Graubereich nicht abrücken, wie er betonte: «Als Schule machen wir alles, was in unserem Einflussbereich steht.» Die Mehrheit der anwesenden Eltern dankte es ihm mit tosendem Applaus. «Die Hemmschwelle, zu mobben, ist viel tiefer, wenn man einem dabei nicht in die Augen schaut», so eine Mutter. Es gab aber auch kritische Stimmen. Der Vater eines Mobbing-Opfers sagte etwa, dass das Handy seinem Kind bei physischem Mobbing eine Stütze sei. Andere finden das Verbot zu extrem oder nicht zielführend, weil das Mobbing dann einfach nach der Schule weitergehe. Und wie wird Mobbing mit den Schülern thematisiert? Einerseits komme in allen Klassen der Schulpolizist vorbei, führte Schulleiter Kaspar Oettli aus, andererseits gehe man auf konkrete Fälle gezielt ein. Dazu zeigte Schulsozialarbeiterin Patrizia Pedone die Gruppendynamik auf: Mobbing funktioniere mit Täter(n), Opfer(n) und Zuschauern. Da gelte es, die Kinder zu sensibilisieren, dass sie eine Mitverantwortung haben.

Diverse bauliche Massnahmen an der Primarschule Wettswil geplant Die Primarschule Wettswil führt jährliche Begehungen und Inspektionen aller Liegenschaften durch, mit dem Ziel, Mängel und Bedürfnisse zu erkennen und daraus eine 8-Jahre-Planung zu erstellen. Dies ist ein wichtiges Instrument um alle Gebäude im Wert zu erhalten und Schäden an der Bausubstanz möglichst gering zu halten. Diese Unterhaltsplanung ist aber auch ein wichtiges Instrument, um die notwendigen finanziellen Mittel besser über die Jahre zu verteilen und gezielter zu budgetieren. Verschiedene bauliche Massnahmen aus dieser Planung werden nun in diesem Jahr fällig.

Schulhaus Wolfetsloh - Sporttrakt Beim Flachdach des Sporttraktes im Schulhaus Wolfetsloh handelt es sich um den Aufbau aus der Erstellung Mitte der 70er-Jahre. Mit den Jahren ist die Dachentwässerung zunehmend maroder geworden und die Drainagen zerfallen. Auf den Dächern findet eine Versumpfung statt und die dadurch wachsenden Pflanzen beschädigen mit den Wurzeln die Dichtigkeitshülle. Aus gleichem Grund mussten die Dächer auf dem Schultrakt Wolfetsloh bereits in den letzten Jahren saniert werden. Auf dem Dach des Sporttrakts

sind ausserdem verschiedene Oblichter in schlechtem Zustand, die nun ebenfalls saniert werden müssen. Daneben ist im Lehrschwimmbad gemäss Vierjahres-Rhythmus die Reinigung und Behandlung der Fachwerkträger (Dachkonstruktion) und die Kontrolle durch den Ingenieur erforderlich. Hinzu kommt ausserdem ein Anstrich der Träger mit Schutzfarbe.

Kindergarten Muchried Bereits im Sommer 2018 hat die Schulpflege beschlossen, eine Raumerweiterung im Kindergarten Muchried vorzunehmen, damit der Standort weiterhin der erwarteten hohen Auslastung mit optimalen räumlichen Verhältnissen zur Verfügung stehen kann. Konkret sollen Garderoben angebaut werden, sodass die jetzigen Garderoben als Gruppenräume genutzt werden können. Die Ausführung dieser Arbeiten ist während der Sommerferien geplant und sollen bis zum Schulstart im August abgeschlossen sein.

Schulhaus Mettlen – Spielanlagen Auf dem Areal des Schulhauses Mettlen sind aktuell zwei Spielgeräte gesperrt. Die Reparatur-Arbeiten wurden

in Auftrag gegeben. Die gesperrten Geräte dürfen aus Sicherheitsgründen zurzeit nicht benutzt werden.

Schulhaus Ägerten Der Primarschule ist bekannt, dass der Handy-Empfang im Ägerten, vor allem im Mehrzwecksaal sehr schlecht ist. Bei Anlässen kann dies zu schwieriger Erreichbarkeit der Besucher führen. Die Verantwortlichen der Primarschule sind daher schon länger mit den Fachspezialisten daran, dieses Problem zu lösen. Das Thema ist jedoch sehr komplex (verschiedene Netze, 5G in Planung, Indoor Verteilung, Kosten usw.). Die Schule wird diesbezüglich wieder informieren.

Einladung zum Apéro Mehr Informationen über die Primarschule Wettswil werden an der Gemeindeversammlung vom 17. Juni weitergegeben. Individuelle Fragen können der Schulpflege gerne auch im Anschluss an die Versammlung beim gemeinsamen Apéro gestellt werden. Der Gemeinderat und die Primarschulpflege laden die Bevölkerung aus Wettswil gerne dazu ein. Primarschulpflege Wettswil

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Ein Bienenschwarm im Schulzimmer

«Tag der Biene» in der Primarschule Knonau

Es summte im Schulhaus: Das Bienenvolk hinter Glas fand grosse Beachtung. (Bild Martin Mullis)

Im Rahmen einer Projektwoche mit dem Titel «Bienen» luden die erste und zweite Klasse der Primarschule Knonau zu einer Bienenausstellung. Neben einem Rundgang mit zahlreichen Bildern, Tafeln und Objekten war in einem Schulzimmer auch ein bewohnter Bienenstock hinter Glas zu betrachten. ................................................... von martin mullis Im Primarschulhaus Aeschrain in Knonau summte es am letzten Donnerstag im wahrsten Sinne des Wortes. Da besuchten einerseits zahlreiche Eltern, Angehörige und Freunde, sowie die Primarschüler der älteren Klassen, die im Rahmen einer Projektwoche gestaltete Bienenausstellung. In einem der Schulzimmer jedoch summte es auf einem Fensterbrett, denn dort befand sich nämlich ein bevölkerter Bienenstock hinter Glas mit mehreren tausend Arbeiterbienen, 50 Drohnen und einer Königin. Im Plastikröhrchen, welches ins Freie führte, herrschte am eher trüben Nachmittag jedoch nicht allzu viel Verkehr, ganz offensichtlich warteten die sonst so fleissigen Honigbienen auf den Sonnenschein. Die Erst- und Zweitklässler übernahmen den Job der Ausstellungsführer und erklärten den Besuchern die Bedeutung der wertvollen staatenbildenden Insekten. Als eigentlicher Bienenexperte amtete jedoch der Zweitklässler Len Gasser, er führte die Besucher mit Begeisterung durch die Ausstellung und konnte ohne Probleme sämtliche Fragen beantworten. Len ist sozusagen mit den Bienen auf-

gewachsen, seine Eltern führen eine Imkerei im Dorf. Da war es selbstverständlich, dass er sogar den Schulleiter Jörg Berger, fachmännisch unterstützte.

Sechs Berufe für die Arbeitsbienen Eine Ausstellungswand zeigte die sechs verschiedenen Berufe im Leben einer Arbeitsbiene. Die wertvollen Insekten arbeiten teils nur wenige Tage als Wächter-, Putz-, Bau-, Stampf-, Futter- oder als Sammelbiene. Auf einem Ausstellungstisch wurde auf der einen Hälfte ein mögliches Frühstück aufgetischt und auf der gegenüberliegenden Seite ein überaus karges Morgenessen, mit welchem die Menschen ohne Bienen zufrieden sein müssten. Selbst Käse, Butter und Milch würden ohne Blütenpflanzen anders schmecken. Eine andere Auslage zeigte Blüten- und Waldhonig und die Besucher konnten neben der süssen Köstlichkeit auch Pflanzensamen für eine Bienenweide erstehen. Eine Bildtafel mit Erklärungen zeigte Fotos von Feldern, welche mit Pestiziden behandelt wurden und grossflächige Monokulturen, welche den Bienen das Leben schwer machen. Insgesamt fand die Ausstellung sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei den erwachsenen Besuchern grosse Beachtung. Mit viel Kreativität gelang es den zwei Schulklassen, die grosse Bedeutung der Honigbienen hervorzuheben. Selbstverständlich war das Bienenvolk hinter Glas stets umlagert. Gross und Klein nutzte die einmalige Möglichkeit, ein Bienenvolk mit einer Königin so nahe zu betrachten, ohne jegliche Gefahr gestochen zu werden.

forum

Anfrage an den Stadtrat Gemeindeversammlung vom 17. Juni in Affoltern. Am 19. Mai sind die Stimmberechtigten von Affoltern bei einer ausserordentlich hohen Stimmbeteiligung von über 50 % den Empfehlungen des Stadtrates nicht gefolgt. Die Entscheide zur Gesundheits- und Altersversorgung liessen an Deutlichkeit (ca. 80 %) keinen Spielraum offen. Das seit Februar in Kraft stehende Konzept des Stadtrats zur entsprechenden zukünftigen Erfüllung dieser Aufgabe, der im Wesentlichen auf einen Alleingang ausgerichtet ist, wird damit nicht umsetzbar. Daraus ergeben sich Fragen, welche der Verfasser dieser Zeilen dem Stadtrat nach § 17 Gemeindegesetz mit der gesetzlichen Frist am 29. Mai zur Beantwortung an der kommenden Gemeindeversammlung vom 17. Juni gestellt hat: Wie gedenkt der Stadtrat das deutliche Abstimmungsergebnis vom 19. Mai umzusetzen? Ist der Stadtrat bereit, die in der Abstimmung zum Ausdruck gekommene

Zusammenarbeit der Bezirksgemeinden zur Erhaltung des Bezirksspitals aktiv zu unterstützen? Wie beurteilt der Stadtrat das Abstimmungsergebnis mit Blick auf den beschlossenen Austritt aus dem Verein Spitex Knonaueramt? Toni Bortoluzzi, Affoltern, alt Nationalrat SVP anzeige


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Serie

Mittwoch, 12. Juni 2019

Das «Detachement Götschihof» und die russischen Internierten im Aeugstertal Willy Hug: Alte Geschichten aus dem Säuliamt – Serie (135) Teil 1 Die vor 100 Jahren gegründete Schweizerische Nationalspende errichtete 1920 im Götschihof eine «Heilstätte für alkoholkranke Wehrmänner». Hunderte Soldaten wurden hier von ihrer Sucht kuriert. Daneben war zeitweise das Lager Bergwerk Riedhof mit russischen Internierten. ................................................... von willy hug Schon wenn ein Hauptmann einem Soldaten mit dem Wort «Götschihof» drohte, soll es meist gewirkt haben. Das «Detachement Götschihof», wie es genannt wurde, hatte bei vielen während des Aktivdienstes den Ruf einer Strafkolonie. Lieber machte man damit keine Bekanntschaft. Der strenge Ruf war zu Unrecht, denn die Heilstätte versuchte, die alkoholkranken Wehrmänner von ihrer Sucht zu befreien, was auch in den meisten Fällen gelang. Eingewiesen wurden sie von ihren Truppenkommandanten, Truppenärzten oder der Militärjustiz. Die Zeit im «Detachement Götschihof» galt als aktiver Dienst. Die Mindestdauer betrug vier Monate, nachher folgte ein versuchsweiser Rückzug zur Truppe. Ohne Rückfall galt nach frühestens sieben Monaten der Wehrmann vom «Detachement Götschihof» als definitiv entlassen. Der Götschihof im Aeugstertal wurde 1919 aus Mitteln der Schweizerischen Nationalspende, einem Hilfswerk für in Not geratene Wehrmänner und ihre Familien, ge-

Der Tagesbefehl wird verlesen, 1941. (Bilder zvg.) kauft, um eine «Heilstätte für alkoholkranke Wehrmänner» zu errichten. Ermuntert von ersten, seit 1914 vielversprechenden Versuchen, dem «Detachement Walten» im Jura. Der Götschihof, am Rande des Aeugster Bergsturzgebietes und zwischen Wiesen und Wäldern gelegen, schien ideal zu diesem Zweck. Bereits 1924 kam es zum Bau des stattlichen SoldatenWohnheims oberhalb der Kantonsstrasse. Von der Gründung der Nationalspende 1919, bis zu seinem Tod

1960 im Stiftungsrat dabei, war General Guisan. 1925 bis 1967 als Obmann vorstehend.

Straffes Regime Die Wehrmänner standen unter Militärstrafgesetz und sehr straffem Regime. Zu trinken gab es nur Süssmost, Tee oder Milchkaffee, jeglicher Alkohol war strengstens verboten. Nebst der militärischen Ausbildung standen Turnen, Patrouillenläufe und Märsche

auf dem Tagesprogramm. Wesentlich waren die Arbeiten auf dem Gutsbetrieb. Dazu gehörten aber auch Arbeiten in der Hauswirtschaft, Küche, Schreinerei, Wagnerei, Schmiede und der Schuhmacherwerkstatt. Die Wehrmänner, viele davon ausgewiesene Handwerker, konnten teils auf ihren Berufen arbeiten. Mit dem Gutsbetrieb Götschihof, einem ausgedehnten, landwirtschaftlichen Betrieb und der dazugehörigen Gärtnerei, war die Selbstversorgung zu über der Hälfte gewährleistet. Vor allem Milch, Käse, Butter, Obst und Gemüse gab es genügend. Der Gemüsekeller unter der 1940 neu erbauten Scheune diente als Lager für das Wintergemüse. Fleisch war rar und musste gekauft werden, denn es gab keine eigene Metzgerei und bedeutete den grössten Ausgabenposten. Während den Zwischenkriegsjahren wurde der Götschihof als zivile Trinkerheilstätte geführt. In der Aktivdienstzeit von 1939 bis 1945 verliessen Hunderte von der Alkoholsucht befreite Wehrmänner den Götschihof.

Landwirtschaftliche Neuerungen

Das Soldaten-Wohnheim von 1924, heute.

Der Götschihof heute mit der alten Holzfassade aus dem 17. Jahrhundert.

Verschiedene Neuerungen standen 1941 unter Kommandant Walter Eberle und Gutsbetriebsleiter Gottfried Nebel in der Landwirtschaft an. So kam erstmals Grünfutter in einer Grastrocknungsanlage in Affoltern künstlich zur Trocknung. Mit der neu eingeführten Silowirtschaft konnte der Viehbestand konstant gehalten werden und im Herbst 1941 schloss sich der Betrieb der neu gegründeten Traktorengemeinschaft im Reppischtal an. In Zukunft sollten die schweren Ackerarbeiten mit dem Traktor ausgeführt werden. Aber drei Jahre später, 1945, standen in der neuen, grossen Scheune immer noch zwei starke Pferde, sowie 15 Kühe, 6 Rinder, 6 Zugochsen, 1 Zuchtstier, 15 Schweine, und 3 Schafe. Eine straffe Führung galt dem Dienstbetrieb im inneren Bereich. Verlangt waren Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Pflichttreue. Belehrende Vorträge hatten zum Ziel, die persönliche Einstellung des alkoholkranken Wehrmannes zu beeinflussen und ihn von seiner Sucht zu befreien. Es gab einen kleinen, begrenzten Ausgangsrayon, aber ohne Restaurants, öffentliche Lokale und fremde Wohnungen. 15 Tage scharfer Arrest standen auf dem Spiel!

Der Götschihof als Heilstätte Der durchschnittliche Bestand der «Pfleglinge», wie sie auch genannt wurden, betrug 60 bis 80 Mann. Es konnten zeitweise aber auch 100 sein. Sie stammten aus allen möglichen Berufen und aus fast allen Landesteilen, doch die meisten aus den Kantonen Bern, Aargau und Zürich. Ihr Alter verteilte sich ziemlich regelmässig auf die 20- bis 50-Jährigen. Ihren Sold erhielten sie erst zuletzt beim Austritt ausgehändigt, ausgenommen bei Auslagen für persönliche Bedürfnisse. Zur sogenannten «inneren Sauberkeit» waren das Duschen am Samstag und das ein- bis zweimalige Rasieren pro Woche verlangt ... Etwas über 60 Prozent der Entlassenen galten nach vier Monaten als geheilt. Die Rückfälligen besuchten ein zweites oder drittes Mal den Götschihof. Unheilbare, Kriminelle und Psychopathen wurden aus der Armee ausgeschlossen und zivilen Behörden übergeben mit der Empfehlung zur Unterbringung in Pflege- oder Verwahrungsanstalten. Die entlassenen Wehrmänner standen weiter unter regelmässiger Kontrolle, erhielten Besuch und periodische Rückfragen. Der Erfolg soll erfreulich gewesen sein. Als unheilbar und für die Armee untauglich kamen lediglich 14 Prozent zur Ausmusterung. Der Götschihof entwickelte sich nicht nur zu einer erfolgreichen Heilstätte, sondern auch zu einem landwirtschaftlichen Musterbetrieb. (Fortsetzung folgt.)

Mit der Bundesfeierkarte 1929 wurde für die Schweizerische Nationalspende gesammelt.


Gewerbe/Dienstleistungen

Abschlussarbeit

Fest der Kulturen

Sari Kristen Tillmann aus Obfelden hat «Di fair Milch Säuliamt» unter die Lupe genommen. > Seite 15

Menschen aus über 20 Nationen präsentieren in Affoltern ihr Heimatland. > Seite 17

Wie bitte? Hanfprodukte aus dem Knonauer Amt?

Mittwoch, 12. Juni 2019

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Neuer Trainer Boris Jevremovic folgt beim FC Affoltern auf das langjährige Trainerduo. > Seite 19

Praxis Body and feet: Neuer Standort

Neuer Shop in Hedingen verkauft Produkte aus CBD-Hanf

Lorena Gambarara lädt zur Neueröffnung

In einem neu eröffneten Geschäftslokal in Hedingen gibt es seit April Hanfprodukte legal zu kaufen. Ein Einblick in das Business zweier Jungunternehmer.

Die Praxis Body and feet für Fusspflege, Wellnessmassagen und kosmetische Behandlungen wechselt den Standort. Ab sofort begrüsst Lorena Gambarara ihre Kundinnen und Kunden an der Bahnhofstrasse 14 in Mettmenstetten. Trotz Einrichtungsarbeiten, die noch bis Ende dieser Woche mit grossen Schritten voranschreiten werden, empfängt sie ihre Kunden zu den normalen Öffnungszeiten jeweils von 9 bis 19 Uhr. Da ihre Ausbildung «Medizinische Grundlagen» erst nächstes Jahr abgeschlossen sein wird, wird Lorena Gambarara ihr aktuelles Angebot mit Maniküre, Pediküre und Massagen noch nicht erweitern. Durch die EMRAnerkennung wird sie Krankenkassen anerkannt und kann ihre Fussreflexzonenmassage ausbauen. «Ich würde mich freuen, wenn Sie mit mir am 22. Juni auf meine neue Praxis anstossen würden», so Lorena Gambarara. Für Grillade und Getränke ist gesorgt. (pd.)

Inzwischen wurde das Bild auch in Schweizer Grossstädten zur Gewohnheit: In vielen Schaufenstern wird Werbung für Hanf gemacht. Aufmerksame Leserinnen und Leser denken sofort an Cannabis (lateinischer Name für Hanf), Marihuana (auch Gras oder Weed genannt) und Haschisch (das extrahierte Harz). Laut Weltdrogenbericht von 2017 soll Cannabis mit über 183 Mio. Nutzern, die weltweit meistverwendete illegale Droge sein.

In Hedingen werden keine Drogen verkauft Der Schreibende ist der Sache nachgegangen und konnte vorab mit Erleichterung feststellen, dass im Laden «Hanfbob’s Grow & Headshop» in Hedingen keine Drogen verkauft werden, sondern ausschliesslich Produkte aus dem legalen CBD-Hanf. Am häufigsten wird das CBD in Form von Blüten, Öl und Tinkturen verlangt, aber auch Kapseln und Salben werden angeboten und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. CBD-Produkte enthalten lediglich einen kleinen Anteil des psychoaktiven Tetrahydrocannabinol THC (unter einem Prozent) und sind somit in der Schweiz frei erhältlich. CBD wirkt auf das Endocannabinoidsystem des Menschen, speziell auf die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 im Gehirn.

Jungunternehmer: Nino Pianezzi ...

... und Sebastian Hampl. (Bild zvg.)

Die beiden Jungunternehmer Nino Pianezzi und Sebastian Hampl arbeiten eng zusammen. Nino vertreibt die Produkte von Sebastian in seinem Laden und in seinem Webshop, während bei Sebastian Hampl die Hanfplantage sowie die Betreuung der Produktion an erste Stelle stehen.

Schmerzen oder Suchterkrankungen. Das CBD, welches offensichtlich entzündungshemmende Eigenschaften besitzt, sei in der Lage, bei Vorstufen von Erkrankungen Linderung zu verschaffen.

Lindernde Wirkung Das CBD darf nicht als Heilmittel angeboten werden. Eine Gesundheitsanpreisung ist daher für beide Herren tabu. Tierärzte hingegen dürfen Hanfprodukte legal verschreiben. Bei Tieren eignen sich Öle und Globuli optimal und erzeugen anscheinend schnelle Ergebnisse. Das Inselspital Bern stellt laufend Forschungsberichte über die Wirkung von Hanfprodukten ins Netz und das Unispital Lausanne führt klinische Studien mit CBD durch. Der Arzt Heinz Lüscher, mit seiner Praxis für Vitalstoffmedizin in Herisau, berichtet via Internet über CBD und seine vielversprechenden medizinischen Eigenschaften. Die Referenzen von zahlreichen Kunden sind also vorhanden und sprechen von deutlichen und spürbaren Erleichterungen bei Arthrose, Brechreiz, Rheuma, chronischen

Grosser Markt, noch grösserer Schwarzmarkt Das Umsatzpotential für die Schweizer Cannabis-Industrie wird laut European Cannabis Report auf bis zu 5 Milliarden Franken geschätzt. Prognosen zufolge steigt das Marktpotential in den kommenden fünf Jahren auf über 60 Milliarden Dollar weltweit. Der Schwarzmarkt dürfte laut einer Schätzung des Bundesamtes für Polizei (Fedpol) etwa 10 Mal so gross sein als der heutige. Es sieht also ganz danach aus, als ob es in der Legalisierungsfrage schon in den nächsten Jahren zu grösseren Bewegungen kommen könnte. Dann wartet noch einiges an Arbeit auf die beiden Jungunternehmer. Die grossen Umsätze werden sicher auch den Fiskus interessieren, der immerhin mit 33 % ganz gehörig mitschneidet. Eine Win-win Situation für alle Beteiligten : Für den Hilfesuchenden, den Hersteller, den Verkäufer und für die Steuerämter. (PRS)

Autofans treffen auf Kaffeeliebhaber

Der Triumph Spitfire Club zu Gast bei Diamant Kaffee in Hausen Am 19. Mai besuchte der Triumph Spitfire Club Schweiz im Rahmen seiner Frühlingsausfahrt die Diamant Kaffeerösterei in Hausen. Seit 1984 sind im Triumph Spitfire Club Schweiz Gleichgesinnte zusammengeschlossen, um diese schönen englischen Roadster, welche von 1962 bis 1980 in England produziert wurden, zu hegen und zu pflegen. Man trifft sich zu verschiedenen Ausfahrten, und bei gemütlichem Zusammensein sind schon viele interessante Benzingespräche geführt worden. 21 Fahrzeuge, zwischen 40 und 50 Jahre alt, sowie deren Fahrer und Beifahrerinnen – notabene in ähnlichem Alter – wurden von Armin Vollenweider und Susanne Bachmann herzlich empfangen. Während rund 1½ Stunden wurde den Gästen in zwei Gruppen die Kaffeerösterei nähergebracht, wobei viel Interessantes und Neues erzählt wurde. Natürlich konnten anschliessend auch die verschiedenen Kaffeesorten degustiert werden. Seit 2012 verarbeitet Diamant Kaffee nur die besten Kaffeesorten aus Äthiopien

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Lorena Gambarara. (Bild zvg.) Body and feet, Lorena Gambarara, Neueröffnung an der Bahnhofstrasse 14 in Mettmenstetten am Samstag, 22. Juni, 11 bis 14 Uhr. Parkplätze beim Spar benutzen. Telefon 079 612 67 43, www.body-and-feet.ch.

Die Faszination tropischer Insekten

Exotische Schönheiten im Emmen Center Vom 17. Juni bis zum 6. Juli wird das Emmen Center in ein grosses Terrarium voller exotischer Insekten verwandelt. Einige der tierischen Stars aus dem Regenwald können im Rahmen einer der fachkundigen Führungen in die Hand genommen und «hautnah» kennengelernt werden. Im Emmen Center können während drei Wochen über 1000 lebende Insekten aus mehr als 40 verschiedenen Arten bewundert werden. Gezeigt werden unter anderem bunte Käfer, Heuschrecken, Höhlengrillen, Stabund Gespensterschrecken sowie Gottesanbeterinnen. Aber auch Superlative, wie das längste Insekt der Welt, tennisballgrosse Käfer und der Weltmeister des Tarnens, das wandelnde Blatt, bringen die Besucherinnen und Besucher zum Staunen.

Natur hautnah erleben Begleitet wird die Ausstellung von fachlich ausgewiesenem Personal, welches den Besucherinnen und Besuchern für Fragen zur Verfügung steht. Es werden Führungen angeboten für alle, die mehr über die exotischen Schönheiten erfahren möchten. Bei den Ausstellungstieren handelt es sich ausschliesslich um Gefangenschaftsnachzuchten – also nicht um Entnahmen aus der freien Wildbahn. Öffentliche Führungen (Dauer ca. 1 Stunde): Montags, dienstags, donnerstags, 16 Uhr; mittwochs, freitags 16 Uhr und 18 Uhr (19. Juni nur 16 Uhr); Samstag, 22. und 29. Juni, 11 und 14 Uhr.

Überlebenskünstler in Gefahr

Die Mitglieder des Triumph Spitfire Clubs Schweiz vor ihren Autos. (Bilder zvg.) und vielen anderen Ländern aus dem Kaffeegürtel. Die beiden Hauptsorten Arabica und Robusta werden frisch geröstet. Je nach Mischung werden bis sechs verschiedene Sorten aus ebenso vielen Ländern gemischt und in Hausen schonend verarbeitet. Dabei werden zirka 1000 (!) neue Aromen freigesetzt und schädliche Säuren verbrannt. Danach schmecken diese Kaffeesorten sehr «rund» und intensiv. Er wird durch diese Art zu rösten besonders bekömmlich. (pd.)

Wie funktioniert der Röst- und Mahlprozess? Auch das wurde erklärt.

Vier von fünf Lebewesen auf dieser Erde sind Insekten. Über eine Million Arten wurden bis heute identifiziert und dabei ist ihre Vielfalt noch lange nicht erfasst. Ihre Erfolgsgeschichte dauert seit 400 Mio. Jahren an und keine noch so verheerende globale Katastrophe konnte ihnen bisher etwas anhaben. Heute verschwinden allerdings immer mehr Lebensräume und die Anzahl und Vielzahl der Insekten nimmt drastisch ab. Die Ausstellung gibt einen Einblick in diese einzigartige Welt, thematisiert aber auch die Wichtigkeit des Schutzes dieser faszinierenden Tiere.

Sanfter Blick? Der «Drachenkopf». (zvg.)


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Gewerbe

Mittwoch, 12. Juni 2019

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Ökologische Milch mit einem Blick auf die Solidarität

Abschlussarbeit von Sari Kristen Tillmann aus Obfelden Für die Abschlussarbeit mit der Vorgabe «Solidarität» der Juventus Schule für Medizin, wählte die Medizinische Praxisassistentin Sari Tillmann ein Thema, welches gleich mehrere Aspekte miteinander verbindet. Sie berücksichtigte nicht nur ihren Wohnbezirk, sondern auch diverse Betrachtungsweisen wie Tierschutz, Ökologie, Landwirtschaft und Solidarität. ................................................... von martin mullis Wenn eine junge begeisterte Pferdefreundin und Reiterin bei der schulischen Abschlussarbeit das Thema Milch wählt und dieses auch mit dem Begriff Solidarität verbindet, dürfte dieses Verfahren neben den Prüfungsexperten sicher auch einige weitere Personen aus Kreisen der Landwirtschaft, des Umweltschutzes und der Wirtschaft interessieren. Sari Kristen Tillmann wohnt in Obfelden und absolviert ihre Ausbildung als medizinische Praxisassistentin (MPA) bei einem Arzt in Affoltern. Nach längeren Überlegungen beschloss sie das vorgegebene Oberthema «Solidarität» mit ihrem Wohnbezirk, ihrer Tierliebe, ihrer Sorge um die Natur und ihrem Interesse an der Landwirtschaft zu verbinden. Dieses Vorhaben wurde unterstützt durch die Tatsache, dass ihr Vater Meisterlandwirt und Geschäftsführer der Landi Obfelden ist. Gespräche und Diskussianzeige

«Di fair Milch Säuliamt» sorgt auch für regionale Solidarität: Sari Tillmann und Martin Haab bei den Milchproduzentinnen. (Bild Martin Mullis)

onen am Familientisch über Ökologie, die Aspekte der Landwirte betreffend tierfreundliche Stallhaltung, sowie Respekt und Solidarität gegenüber landwirtschaftlichen Produkten bekräftigten Sari in ihrer Themenwahl. Unter diesen Gesichtspunkten drängte sich das im Säuliamt lancierte und bereits etablierte Projekt «Di fair Milch Säuliamt» geradezu auf.

Das Label «Di fair Milch Säuliamt» garantiert für ein Tierwohlprogramm Die Bauern, welche bei der Genossenschaft «Di fair Milch Säuliamt» mitmachen möchten, müssen mehrere Bedingungen erfüllen. Dazu gehört, als positive Botschafter der fairen Milch Säuliamt aufzutreten und auf das Wohl ihrer Tiere zu achten, indem

sie entweder in dem Tierwohlprogramm «Besonders tierfreundliche Stallhaltung (BTS) oder im Programm RAUS, welches von Mai bis Oktober 26 Weidetage pro Monat für die Tiere vorschreibt, mitmachen. Ausserdem wird verlangt, dass für die Kühe kein genetisch verändertes Futter verwendet wird. Aufgrund dieser Vorschriften soll das Konsumentenbewusstsein ge-

fördert und somit auch Respekt gegenüber dem Produkt Milch und den Bauern gezeigt werden. Dies wiederum soll die Bereitschaft der Verbraucher begünstigen, auch einen höheren Preis für die Milch zu zahlen. Sozusagen die Männer der ersten Stunde des Projekts «Di fair Milch Säuliamt» sind Landwirt und Nationalrat Martin Haab aus Mettmenstetten sowie Armin Heller, Vorsitzender der Geschäftsleitung Landi Albis. Mit den beiden Herren führte Sari ausgiebige Interviews über die Entstehung und Lancierung des Projektes «Di fair Milch Säuliamt». Seit dem Start im Dezember 2017 stehen die weissen Packungen mit der roten Kuh in den Gestellen diverser Lebensmittelgeschäfte. Das ambitionierte Ziel von 100 000 verkauften Packungen Milch für das Jahr 2018 wurde erfreulicherweise und ziemlich überraschend bereits im September 2018 erreicht. Die Geschichte und Analyse über die Aktion «Di fair Milch Säuliamt» von Sari Tillmann darf ohne Übertreibung als eigentliche Fleissarbeit bezeichnet werden. Die Vertiefungsarbeit weist zehn Untertitel auf knapp 50 Seiten auf, insgesamt arbeitete die angehende MPA annähernd 80 Stunden an ihrem Bericht. Selbstverständlich hat Martin Haab die Abschlussarbeit sorgfältig durchgelesen und zeigt sich dem «Anzeiger» gegenüber total begeistert über die Studie. Auch er sieht die Verknüpfung von Ökologie, Wirtschaftlichkeit und Solidarität nicht nur als überaus kreativ und inspirierend, sondern auch als sehr zu lobendes Beispiel für gelebten Gemeinschaftssinn.


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Veranstaltungen

Mittwoch, 12. Juni 2019

Fest der Kulturen mit Kulinarik und Musik Menschen aus über 20 Nationen präsentieren ihr Heimatland Am Samstag, 15. Juni, von 10 bis zirka 15 Uhr findet erneut der bunte und vielfältige Begegnungsanlass auf der Piazza Zentrum Oberdorf in Affoltern statt. Organisiert wird er gemeinsam von der reformierten und der katholischen Kirche Affoltern. Alle zwei Jahre bietet sich am Flüchtlingstag in Affoltern die Gelegenheit, mit Menschen verschiedenster Herkunft ins Gespräch zu kommen, von ihren Spezialitäten zu kosten und sich an traditionellen Tänzen und Musik zu erfreuen. Für das Mitwirken am Fest der Kulturen haben sich dieses Jahr Menschen aus etwa 20 verschiedenen Ländern angemeldet, von denen die meisten im Säuliamt leben. Auch das Ämtler Tandem, das mit vielen Freiwilligen im Bezirk Affoltern Alltagshilfe für Menschen mit Migrationshintergrund leistet, sowie auch afghanische Jugendliche vom MNA Zentrum Lilienberg sind mit dabei. Sie alle werden ab 10 Uhr an den Länderständen kostenlos kleine Köstlichkeiten aus ihrer Heimat zum Probieren anbieten. Zur gleichen Zeit startet das abwechslungsreiche Rahmenprogramm: Zur Eröffnung werden Russische

Auch dieses Jahr hofft das Organisationskomitee auf viele interessierte und neugierige Besucherinnen und Besucher. (Bild zvg.) Glocken- und schweizerische Alphornklänge ertönen, es wird tamilische Kampfkunst vorgeführt und albanische, philippinische, kalabresische, tamilische und hawaianische Tänze laden zum Staunen und Mittanzen ein.

Singen, Wimpelmalen und Wettbewerb Singen verbindet und kennt keine Grenzen. Auch an diesem Fest wird das auf der Piazza erlebbar sein. Ab zirka 13 Uhr werden an einem offenen Singen Lieder aus aller Welt gesungen. Geleitet wird das Singen von Christine Sommer und Elsbeth Schweizer (Akkordeon). Jung und Alt sind herz-

Original Reusstal Musikanten: lauschig bis fetzig Am 16. Juni geben die Original Reusstal Musikanten von 10.30 bis 12.30 Uhr vor dem Kasinosaal Affoltern ein Sonntagskonzert. Die Original Reusstal Musikanten spielen musikalische Leckerbissen wie Walzer, Polkas, Märsche à la Ernst Mosch sowie jazzige Kompositionen

wie Blues, Ragtime und Dixieland. Von Lauschig bis fetzig und böhmischmährisch bis jazzig ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Bevölkerung ist herzlich zu einem unbeschwerten Sonntagmorgen auf den Märtplatz eingeladen. Robert Gsteiger und sein Team verwöhnen ihre Gäste gerne in der Festwirtschaft. (pd.)

Die Original Reusstal Musikanten laden am 16. Juni zu einem abwechslungsreichen Konzert. (Bild zvg.)

«Das Gauklermärchen» Am Freitag und Sonntag, 14. und 16. Juni, führt die 3. Oberstufe der Schule Tägerst in Affoltern ein Abschlusstheater auf. Die 3. Oberstufenklasse der Schule Tägerst in Affoltern hat als Jahresprojekt mit ihrem Klassenlehrer Patrik Gisler ein Theaterstück bearbeitet. Am Freitag, 14. Juni, um 19.30 und am Sonntag, 16. Juni, um 18 Uhr führen zehn Schülerinnen und Schüler das Stück «Das Gauklermärchen» von Michael Ende auf. Die lokale Theaterpädagogin und Schauspielerin Esther Tobler hat das Theaterprojekt durch ihre feinfühlige Regiearbeit im Detail ausgestaltet. Das Stück handelt von einem kleinen Zirkus, der sich mit Existenzängsten herumschlägt. Die Direktion eines Chemiekonzerns bietet den Gauklern an, für sie durchs Land zu ziehen und

dabei für ihre Produkte zu werben. Einzige Bedingung ist, Sari (Eli), ein Mädchen mit geistiger Behinderung, das die Gaukler nach einer chemischen Umweltkatastrophe in einem Strassengraben todkrank aufgelesen haben, in ein Heim zu schicken, da es sich für eine Werbekampagne nicht eigne. In der Diskussion um eine Entscheidung bittet Sari den Clown Jojo, ihr ein Märchen zu erzählen. Michael Ende («Die unendliche Geschichte» und «Momo»), schrieb «das Gauklermärchen» im Jahr 1982, sechs Jahre nach der Chemiekatastrophe in Seveso, und zwei Jahre vor derjenigen in Bhopal. (pd.) «Das Gauklermärchen», Freitag, 14. Juni, 19.30 Uhr und Sonntag, 16. Juni, 18 Uhr. Saal der Schule Tägerst, Lagerstrasse 11, Affoltern. Eintritt frei, Kollekte (die Schülerinnen und Schüler finanzieren damit ihre Abschlussreise).

lich eingeladen. Nebst dem beliebten Kinderschminken können die Kinder, unterstützt von den Leiterinnen und Leitern der Jubla, beim Wimpelbemalen verweilen. Gegen Ende des Festes wird Stadtrat Martin Gallusser die WettbewerbsAuslosung der richtig ausgefüllten Antwortkarten vornehmen, bei der mit etwas Glück schöne Preise warten. Die Preisvergabe findet zusammen mit einem gemeinsamen Schlussakt gegen 14.30 Uhr statt. (pd.)

Fest der Kulturen, Samstag, 15. Juni, 10 bis zirka 15 Uhr, Piazza Zentrum Oberdorf Affoltern. Zirka 13 Uhr: offenes Singen.

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KunstAusleih in der Zuger Altstadthalle

Vom Freitag, 14. bis Sonntag, 16. Juni Vom 14. bis 16. Juni findet in der Altstadthalle Zug die Frühlingsausstellung des KunstAusleih statt. Auch zwei Säuliämtler Kunstschaffende stellen aus. Die Altstadthalle Zug mit den geschichtsträchtigen Mauern gibt seit bald 20 Jahren immer wieder den passenden Rahmen für Ausstellungen des KunstAusleih. Die diesjährige Frühlings-Ausstellung in Zug macht nun den Abschluss hinter dieser schönen Tradition. 12 Künstler zeigen noch einmal einige ihrer schönsten und auch neue Arbeiten. Darunter sind auch die zwei «Ämtler» Künstler Inez van Deelen Sigg und Simon Krüsi, die schon mehrfach in Zug ausgestellt haben. Inez van Deelen Sigg zeigt auch diesmal grossformatige Portraits, mit der ihnen eigenen Intensität und Geschichte. Simon Krüsi, verzaubert vom afrikanischen Kontinent, behandelt sozialkritische Themen. Aber auch andere Künstlerinnen und Künstler haben einiges zu bieten: Gezeigt werden Kunstwerke aus Papier und Karton von Gerda Ritzmann, die auf unterschiedlichste Weise bearbeitet, zerstückelt und bemalt wurden. Margos Polyesterfiguren aus den 60er- und 70er-Jahren, erinnern in Sinnlichkeit an archäologische Venusstatuen. Heidemarie Schellwanich zeigt Flächen in verschiedenster Farbqualität, schichtweise auf- und wieder abgetragen, bis die Kraft der Farben kör-

Die Werke am KunstAusleih gibt es auch zu kaufen. (Bild zvg.) perlich erlebbar wird. Simone Gysi zeigt verspielte Objekte, darunter aus Draht und Holz und interpretiert auf ihre Art und Weise Vorbilder aus der Natur. Auch Rita Cedraschi holt sich die Sujets für ihre Malerei aus der Natur. Dabei reduziert sie Landschaften und Objekte auf das Wesentliche. Wiktor Mielniczuk zeigt artistische Aquarelle, die detailgenau die atmosphärische Stimmung seiner Stadt Zürich, aber auch Berge und Seen wiedergeben. Hendrik Barth zeigt abstrakte Malerei mit akkurat kalkulierter geometrischer Zeichensetzung. Diese letzte Ausstellung vom KunstAusleih bietet die Möglichkeit, originale Kunst zu mieten oder auch zu kaufen. (pd.) Altstadthalle, Unter-Altstadt 14, Zug. Öffnungszeiten: Freitag, 14. Juni, 14 bis 20 Uhr. Samstag, 15. Juni, 12 bis 18 Uhr. Sonntag, 16. Juni, 11 bis 17 Uhr.

GeGesslers Licht-und Farbenwelten

Ausstellung in der Kulturschüür Liebegg in Männedorf Die Galerie der Kulturschüür Liebegg, Männedorf, zeigt eine eindrückliche Retrospektive des Ottenbacher Kunstmalers George Gessler (1924–2012). Die Vernissage mit Musik von Georg Lawall und Andrea Simma ist am Freitag, 14. Juni, um 19 Uhr. Es sind die künstlerische Schaffenskraft, die bildnerischen Gestaltungselemente, der Pinselduktus und die Komposition der Farben, die GeGessler so bemerkenswert wie evident beherrscht hat. Der 2012 im Alter von 88 Jahren verstorbene Ottenbacher Kunstmaler hat damit Bilder von besonderer Ausdruckskraft, künstlerischer Leichtigkeit und einer eigenen ätherischen Anmut erschaffen, die nach wie vor weit herum Beachtung, ja, Bewunderung finden. Gerade erst noch war sein malerisches Oeuvre, das aus Inspiration, Konzentration und einer Verschmelzung von Talent und künstlerischer Genialität besteht, während eines Jahres im Rahmen der

der Provence sowie mit aussagestarken Holzschnitten, nun in der Kulturschüür Liebegg, Männedorf, zu sehen. GeGessler schwamm künstlerisch nie mit dem grossen Strom. Er hatte seine methodischen Paradigmen, seine eigene gestalterische Aussage. Für den Betrachter bergen seine Werke durchwegs Augenschmaus, Spannung und zunehmende Entdeckung. Seine figurativen Kompositionen, die durch geometrische Elemente und flächigen Farbauftrag strukturiert sind, offenbaren zeichnerische Souveränität, ausserordentliche Schöpfungs- und Ausdrucksraft, brillante Farbgebung und -harmonie. (uek)

GeGessler schwamm künstlerisch nie mit dem grossen Strom. (Bild zvg.)

George Gessler «Farbenwelten Lebenszeit,

Ausstellung «Zwei Gessler – zwei Welten» in der Bibliothek am Guisanplatz (BiG) der Schweizerischen Eidgenossenschaft in Bern ausgestellt. Vom 14. Juni bis 7. Juli sind diese Werke, ergänzt mit Aquarellen und farbigen Bildern aus dem Tessin und

Simma am Freitag, 14. Juni, um 19 Uhr.

Menschenschicksal, Licht- und Farbenrausch». Vernissage mit Musik von Georg Lawall und Andrea Zusatzkonzert: 16. Juni, 14 Uhr. Ausstellung bis 7. Juli in der Kulturschüür Liebegg, Alte Landstrasse 230, Männedorf (Parkplätze P+R Anlage Mittelwies, ca. 200 Meter) . Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag jeweils von 17 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

Quilten am Wochenmarkt Affoltern

Für Nähbegeisterte und Interessierte Am Samstag, 15. Juni, findet bereits zum sechsten Mal der Aktionstag «Quilting in Public» (Quip) statt. Angelehnt an den sehr beliebten «Knitting in Public»-Tag, verabreden sich seit 2014 immer am dritten Samstag im Juni weltweit Quilterinnen und Quilter, um in der Öffentlichkeit ihrem Hobby nachzugehen und andere vom Quilten zu begeistern. Auch die Ämtler-Quilter möchten diesen Tag nutzen, um auf ihren Verein hinzuweisen und neue Mitglieder

anzusprechen. Die Quilterinnen werden daher am Samstag, 15. Juni, auf dem Wochenmarkt in Affoltern einen Stand haben, um sich, ihren 1988 gegründeten Verein, und ein paar ihrer Arbeiten vorzustellen. In einem gemeinsamen Workshop am Wochenende vom 31. August und 1. September treffen sich Quilterinnen in Affoltern, um in einfachen Schritten, einen solchen Quilt nachzunähen. Natürlich wählen Interessierte dabei die eigenen Lieblingsfarben aus! (hol) Weitere Informationen auf www.aemtler-quilter.ch.

Eine der ausgestellten Arbeiten ist dieser Quilt von Lisa Hofmann-Maurer. (Bild zvg.)


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Sport

Mittwoch, 12. Juni 2019

Von «Rocketmään» und Höllenqualen Aus dem Logbuch eines Reisenden durch Zeit und Raum Ein nicht ganz ernst gemeinter Rückblick von Bela Takacs auf das 600-Kilometer-Brevet. Nun stehe ich also wieder hier, in Buch, an diesem magischen Ort, hier wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, am Ende der Welt, an der heiligen Stätte der Schweizer RanndoneurSzene bei den roten Teufeln, frierend und wie immer schlecht gelaunt. Thomas, die Ruhe in Person mit zentriertem Shakra und fein justiertem Ying und Yang begrüsst mich herzlich, händigt mir meine Startnummer aus, sieht mich kurz an und fragt mich: «He Bela was ist los, du siehst müde aus!» «Müde!», denke ich zynisch, «danke für das Kompliment! Denn in Wirklichkeit sehe ich Scheisse aus und so fühle ich mich auch!» Schlecht geschlafen, Stress auf der Arbeit, zwei Stunden im Stau gestanden, vorher noch kurz die Kette gewechselt, nichts gegessen, den ganzen Nachmittag den zweiten Super-TurboMicrofleece-Membran-Handschuh gesucht, aber nirgends gefunden. Mist, wie soll ich da ein Brevet fahren?! Ich bin am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Endlich der erlösende Startschuss, Ich zünde die erste Brennstufe, reihe mich brav in die Kolonne ein, die sich wie eine Reihe Glühwürmchen durch die Abenddämmerung schlängelt. Ich versuche mein Tempo zu fahren, doch schon am ersten Hügel rattert mein Schaltwerk wie ein altes HürlimannTraktorgetriebe, dass man bei voller Fahrt in den Rückwärtsgang zwingt. Mein Nebenmann schaut mich nur kurz schräg von der Seite an. Schaltauge verbogen? Super, fängt ja schon gut an! Schnell bildet sich eine ViererSpitzengruppe. Lustlos lasse ich sie ziehen: «Zu schnell, zu hektisch zu kraftraubend», denke ich. Nach 600 Kilometern beim Aufstieg zum Pfändler werde ich sie wiedersehen. Es ist eben erst zu Ende, wenn es zu Ende ist.

Als die ersten Sonnenstrahlen den Nebel zerschneiden, pfeife ich bereits wieder kräftig mit, als das Lied «Sunshine Reggae» aus meinem Mobil erklingt. Nun kanns losgehen.

Samurai oder Kamikaze Beim Brevetfahren ist es immer gut, einen Plan B zu haben. Meine Brevets beginnen erst nach der Hälfte der Distanz, so fahre ich beispielsweise das 400-Kilometer-Brevet so, als ob es ein 600-Kilometer-Brevet wäre. Ich fahre nicht schneller als andere, aber ich baue bedeutend weniger ab und habe so normalerweise immer genug Sprit im Tank. Man fliegt ja auch nicht mit halbvollem Tank zum Mond. Irgendwann nach München dann die grosse Krise: Es ist Zeit für einen Powernap, sonst falle ich vom Rad. Zehn Minuten später radle ich munter und gestärkt weiter.

In der Hölle ist der Teufel los

Der Obfelder Bela Takacs hat das 600-Kilometer-Brevet absolviert. (Bild zvg.) Verloren im Orbit Kurze Pinkelpause beim CP1, leider doch zu lange und weg sind sie, auch die zweite Gruppe ist mir entwischt. Wirklich nicht mein Tag heute. Sauer setze ich nach, erhöhe meine Kadenz, um wieder auf die Gruppe aufzufahren. Doch ich kann am Gashahn drehen, wie ich will, alles bleibt still. Da plötzlich, bei einer rasanten Abfahrt, zischt «Tifig» in seiner fliegenden Kanonenkugel an mir vorbei, Ich freue mich, ihn zu sehen und wir tauschen uns kurz aus. «He Bela hinter dir fährt eine Zweiergruppe, lass sie doch auffahren, dann kannst du vom Windschatten profitieren!» Hinter mir? Ich dachte,

die sind vor mir! Anscheinend sind sie falsch gefahren und ich habe sie unbemerkt überholt, ich bedanke mich kurz und er donnert in seinem Spacemobil weiter. Irgendwann fragt mich Matthi in seinem breiten, liebenswertem Berndeutschen Dialekt: «Hey, bisch du nöd dä Rocketmään? Ich ha dinä Schpruch gläse: Meistens ist mein Tank nach der halben Distanz bereits leer, dann treiben mich meine positiven Gedanken vorwärts! Huerä guet.» Heute ist mein Tank bereits nach 100 Kilometern leer, und weit und breit kein positiver Gedanke in Sicht. Die Nacht ist eiskalt ich friere, spüre meine Fingerkuppen schon lange nicht mehr.

Skurril: Nach 500 Kilometern erst 2000 Höhenmeter auf dem Garmin, das kann ja noch heiter werden ... Und da erspähe ich bereits meine Gegenspieler: Berge! Steil, steiler, Audax Suisse! Wie die spitzen, scharfen Zähne eines weissen Haies stehen sie sauber aneinandergereiht in Reih und Glied und warten auf den Kampf. Steil, und heroisch versperren sie dir den Weg, bereit dich zu quälen, dich zu schinden, dich zu vernichten. «Teufelswerk», denke ich, denn bereits riecht es nach Pech und Schwefel. Den Kampf mit dem Teufel kann man nur verlieren, das hat mich meine zertrümmerte Felge am 200-Kilometer-Brevet gelehrt. Also habe ich entschieden, mich mit dem Teufel zu verbünden, ihn zu loben einen Pakt mit ihm zu schmieden. Und da sehe ich ihn auch schon auf einem Felsvorsprung sitzen, dampfend, stinkend, lachend. «So du kleiner Wurm», schnauzt er mich höhnisch an, «am

Ende deiner Kräfte, was? Wohl keine Kohlenhydrate mehr im Tank, die Zunge schon am Boden, die Rakete ausgebrannt!» Mit letzter Kraft versuche ich zu lächeln und cool Sunshine Reggae zu pfeifen. «Hallo Teufel, Was soll der Blödsinn mit diesen Hügelchen, wann kommen die richtigen Berge? Das kann ja nicht schon das Ende der Fahnenstange sein! Bin schliesslich ein aus hartem Holz geschnitzter Ranndoneur, und kein panflötenspielender E-Bike Fahrer mit rosaroter Gore-TexJacke.» Verdutzt schaut er mich an und stampft energisch mit seinem Pferdefuss auf den Boden. «Waaaas, du wagst es mich herauszufordern?» Ich schüttle meine zwei verbliebenen Kohlenhydrate von meiner Reservetank-Wand und verschlinge mein letztes Cocos-Macadamia-Gel von Thomas. Der exotische Geschmack entführt meine Gedanken für einige Minuten an einen schneeweissen, karibischen, von Palmen gesäumten Sandstrand. Ich höre Kinderlachen und den Klang einer Fasstrommel, in der Luft liegt ein himmlischer Geruch von frisch grilliertem Fisch und Pina Colada … «Weiter, weiter», feuere ich mich an, zerstöre Höhenmeter um Höhenmeter, hier ist mein Revier, hier bin ich zu Hause. Der hart erarbeitete Ausblick auf das Lichtermeer am Bodensee nimmt mir all meinen Schmerz, entschädigt mich für den Einsatz, den Kampf, die Entbehrungen. Wie pflegte mein Grossvater stets zu sagen: Alles hat ein Preisschild im Leben. Dieses Brevet ist nichts für Dummschwätzer und Autoscooter-Piloten. Dieses Brevet wählt seine Finisher selber aus: Sie sind zäh, dreckig, hart im Nehmen, voller Abenteuerlust und Pioniergeist. Ich bin einfach nur glücklich, fülle meine Lungenflügel mit der frischen, sauberen Abendluft und geniesse den Moment und die Ruhe. So, nun ist es Zeit, die letze Brennstufe zu zünden und ins Ziel zu düsen. Bela Takacs

Tischtennis-Saison erfolgreicher als erwartet Neubesetzungen im Vorstand des TTC Affoltern und Ausbau des Traininsangebots Mit der Mitgliederversammlung von letztem Freitag ist die Tischtennis–Saison für den TTC Affoltern so gut wie abgeschlossen– sogar erfolgreicher als erwartet. Für die nächste Saison gibt es spannende Neuerungen und auch im Vorstand Neubesetzungen.

Die Obfelderin Elin Ott gewann mit der Stute Nanu den Grossen Preis von Zug. (Bild zvg.)

Elin Ott siegt in Zug Über das Pfingstwochenende fand auf dem Stierenmarktareal die Zuger Springkonkurrenz statt. Mit dabei: die Nachwuchsreiterin Elin Ott. Auf der Stute Nanu II überzeugte die Obfelderin gleich zweifach: Im Grossen Preis von Zug war sie am Samstag im Stechen die Schnellste, blieb fehlerfrei und gewann die Prüfung über 145 cm vor Niklaus Rutschi und Martin Fuchs. In der Prüfung N150/155 vom Pfingstmontag glänzte Elin Ott erneut: Sie klassierte sich auf dem 4. Rang. (lhä)

Die 1. Liga spielte wie erwartet gegen den Abstieg, musste dank drei Siegen und zwei errungenen Unentschieden am Schluss jedoch nur knapp kein Entscheidungsspiel bestreiten. Das beste Ergebnis der ersten Mannschaft erzielte mit 20 Einzelsiegen der neue Clubmeister Oliver Brigmann, gefolgt von Benjamin Gränicher und dem U18-Spieler Robin Feuz. Nächstes Jahr wird Trainer Tobias Klee in die erste Mannschaft zurückkehren – ein Glücksfall für den Klub, der sonst höchstwahrscheinlich absteigen würde! Eine der beiden 3.-Liga-Mannschaften holte den beachtlichen 3. Schlussrang mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Sieger. Hier ist nächste Saison der Aufstieg das Ziel! Die andere Mannschaft sah sich am Saisonende mit nur einem Sieg und zwei Unentschieden gerade noch punktgleich auf dem zweitletzten Platz zusammen mit Höngg. Im Entscheidungsspiel gegen den Abstieg, erneut gegen Höngg,

brauchte es viel Glück und abgewehrte Matchbälle, um den entscheidenden 6:4-Sieg zu holen! In der 4. Liga war bis zum zweitletzten Spiel unklar, ob man nicht doch noch in den Abstiegsstrudel kommen würde, doch die erfahrenen Spieler, verstärkt mit einem Nachwuchsspieler, behielten die Nerven! Erfreulich ist zu vermelden, dass die 6.-Liga-Mannschaft dank einem Endspurt mit vier Siegen aus den letzten vier Partien den Aufstieg geschafft hat! Beide Seniorenmannschaften (über 40 Jahre) konnten sich sowohl in der 2. Liga als auch knapp in der 3. Liga halten. Dies gelang durch geschickten Einsatz der Spieler vor allem gegen gleichstarke Gegner. Und zum ersten Mal stellte der Klub eine Veteranenmannschaft (über 50 Jahre). Da es hier nur eine Liga gibt, war man krasser Aussenseiter, immerhin konnte man den letzten Platz einem anderen Klub übergeben.

Mehrere Podestplätze Im Schweizer Cup schied man diese Saison vor vielen Zuschauern erst in der zweiten Hauptrunde gegen den mit viel stärkeren Spielern angetretenen TTC Port mit 3:12 aus. Leider konnten die drei starken Spieler der 1. Liga nicht antreten. Über die ganze Saison gesehen gab es an verschiedenen nationalen Tur-

Die alten und neuen Vorstandmitglieder: (v. l.) Neuer Präsident Daniel Raschle, Willi Wohlwend, Jürgen Tondorf, neuer Aktuar Thomas Lehmann. (Bild zvg.) nieren mehrere Podestplätze von Svenja Holzinger, Robin Feuz, Adrian Raschle, Daniel Raschle, Alban Burgat, Adèle Burgat, Michael Schlacher, Matthias Hess und Tobias Klee. Vor allem die Jugendspieler werden von Saison zu Saison stärker, man kann also gespannt sein, was die neue Saison bringen wird!

40 Jahre Klubtreue Im Vorstand trat Willi Wohlwend als Interimspräsident nach drei Jahren zurück. Auch Jürgen Tondorf verliess

den Vorstand nach mehreren Jahren als Aktuar. Neu wurden Daniel Raschle als Präsident und Thomas Lehmann als Aktuar an der Mitgliederversammlung gewählt. Als Höhepunkt konnte Franz Schümatschek für 40 Jahre Klubtreue geehrt werden – dies ist länger als die meisten Mitglieder auf dieser Welt sind! Zudem wird das Trainingsangebot weiter ausgebaut, denn einige Hobbyspieler fanden in den letzten Monaten zum Affoltemer Klub (z.B. über www.ttcaa.ch) und dank ihnen kann nun sogar eine neue 6. LigaMannschaft gemeldet werden. (pd.)


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Mittwoch, 12. Juni 2019

Die jungen Spieler voranbringen

Boris Jevremovic übernimmt die 1. Mannschaft des FC Affoltern Der neue Trainer der 1. Mannschaft des FC Affoltern heisst Boris Jevremovic. Der 35-jährige Zuger folgt damit auf das langjährige Trainerduo Dragan Filipovic/Manuel Leite Correia, deren Verträge im Sommer auslaufen.

nicht mehr verlängert. Für den FCA begann damit die aktive Suche nach einem neuen Staff für die 1. Mannschaft. Die Anforderungen der zuständigen Sportkommission des FCA-Vorstands waren klar: Der neue Trainer musste unter anderem die Fähigkeit und den Willen haben, die Spieler – speziell vereinseigene junge Spieler – sportlich wie auch menschlich eine Stufe weiterzubringen. Zudem musste er natürlich hinter der Neuausrichtung des Vereins stehen, diese vollumfänglich unterstützen und leben. Aus zahlreichen Bewerbungen hat die zuständige Sportkommission diejenige des in Hünenberg See wohnhaften Boris Jevremovic überzeugt. Dieser identifiziere sich voll und ganz mit der neuen Vereinsphilosophie und habe dazu eine hohe Fach- und Sozialkompetenz, heisst es von der Sportkommission. Zudem bringe er die Motivation mit, den Verein auch

ausserhalb des Fussballplatzes weiterzubringen und teile die ausserordentliche Leidenschaft für den Fussball. Von dieser Leidenschaft konnten sich die Spieler der 1. und 2. Mannschaft bereits selbst überzeugen. Vergangene Woche – anlässlich seiner internen Vorstellung – hielt Boris Jevremovic eine flammende Rede und stellte darin auch klar, dass er diese Leidenschaft auch von den Spielern ................................................... erwarte. Der Fussball müsse gleich von rafael diethelm nach Familie, Gesundheit und Beruf kommen. Dazwischen dürfe nicht Aufgrund der neuen Ausrichtung des Klubs, welche hauptsächlich die Foviel anderes Platz haben, sagte der kussierung auf den eigenen Nach35-Jährige. Er weiss, wovon er spricht: Jevremovic ist glücklich verheiratet wuchs und deren Eingliederung in die Aktivmannschaften vorsieht, wurden und Vater eines Kindes. vom FCA-Vorstand im Hinblick auf die Vor seinem Engagement beim FC neue Saison frische Impulse an der Affoltern war Jevremovic unter andeSeitenlinie als zielführend erachtet. rem als Trainer des FC Srbija ZH in der Aus diesem Grund wurden die 2. Liga beschäftigt. In seiner AktivlaufVerträge von Trainer Dragan Filipovic bahn ging er vorwiegend in der 1. Liga und Assistent Manuel Leite Correia für Zug94, Tuggen, Cham und Baden auf Torejagd. Beim SC Cham trug er sich in der Saison 08/09 mit 23 Toren sogar zuoberst in der Torschützenliste ein. Wer als Assistent zu Jevremovic stossen wird, ist im Moment noch nicht definiert. Ob (vorerst) mit oder ohne Assistent: Es ist Boris Jevremovic anzumerken, dass er es kaum erwarten kann, beim FC Affoltern loszulegen. «Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und bin stolz, dass sich die Verantwortlichen für mich entBoris Jevremovic (Mitte), neuer FCA-Trainer, mit Präsident Ferruccio Gusmini (links) und dem neuen schieden haben.» Leiter Sport Wale Aegerter. (Bild Marco Bilic)

Zürcher Leichtathletik-Nachwuchs in Affoltern zu Gast Am nächsten Samstag findet der letzte Wettkampf im Rahmen der Nachwuchs-Serie von Zürich Athletics statt. Für die Nachwuchsathleten geht es einerseits um die Qualifikation für die kantonalen Einkampfmeisterschaften und anderseits um eine gute Platzierung in der inoffiziellen MannschaftsMehrkampf-Wertung. Etwa 200 Athleten der Kategorien U12, U14 und U16 werden auf der Leichtathletik-Anlage im Moos erwartet. Die Athleten starten in Gruppen und absolvieren nach einem vorgegebenen Zeitplan vier Disziplinen innerhalb von etwa zwei Stunden. Der 4-Kampf besteht aus den Disziplinen Hürdensprint, Hoch, Kugel und 600-m-Lauf für die U12. Die U14 starten ebenfalls über die Hürden und dazu bestreiten sie noch den Hochsprung, den Speerwurf und die 600 m. Bei den U16 stehen Hürdensprint, Kugelstossen, Weitsprung und Diskuswurf auf dem Programm. Neben verschiedenen Vereinsteams aus dem Kanton Zürich sind na-

türlich auch die Nachwuchsathleten der organisierenden LV Albis am Start. Auf ihr Abschneiden ist das Trainerteam besonders gespannt. Einigen Athleten dürfte die Qualifikation für die kantonalen Einkampfmeisterschaften – es sind in jeder Disziplin die 12 besten Athleten zugelassen – gelingen. Die Wettkampf-Serie, in der Zürcher Leichtathletik bekannt als Q-Wettkämpfe, umfasst insgesamt vier Wettkämpfe, welche in den Monaten Mai und Juni an verschiedenen Orten im Kanton ausgetragen werden. Gleichzeitig mit dem Meeting in Affoltern findet ein gleicher Anlass in Zürich statt. Die Wettkämpfe beginnen um 10 Uhr und dauern bis 17 Uhr. Ein Besuch auf der Sportanlage Moos lohnt sich alleweil. Es geht nicht um Weltrekorde, die jungen Athletinnen und Athleten werden aber voll motiviert ihre Diszplinen bestreiten und sich über neue persönliche Bestleistungen besonders freuen. Hanspeter Feller

Voller Einsatz im 600-m-Rennen. (Bild: Mario Grond)

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Dritter Rang an der Elsa Bike Trophy

Urs Hubers Zwischenstopp in der Romandie Urs Huber hat es nie gemocht, das «Sprintrennen» an den Gestaden des Neuenburgersees. Nur 60 Kilometer lang mit Start und Ziel in Estavayer-le-Lac. Dennoch hat er im Sprint den dritten Rang an der Elsa Bike Trophy erreicht. Was für eine Beschäftigung für einen regnerischen Pfingstsonntag! 60 Kilometer im Zickzack mal links, mal rechts, mal hoch, mal runter durch den Broye-Bezirk. Keine wirklich lange Steigung, die zu einer Selektion führt, sondern nur hektisches Windschattensuchen, Kurvenfahren und immer wieder hart antreten wie an einem Radkriterium auf der Strasse. Aber Urs Huber wäre nicht Urs Huber, würde er nicht auch diesem Wettkampf sein Gutes abgewinnen. Er sagt: «Die Elsa Bike Trophy gehörte noch nie zu meinen Favoriten. Trotzdem starte ich wenn immer möglich an diesem Rennen und nehme es als hartes Training.» Zum harten Training kam, dass sich der Mettmenstetter dabei nicht so gut wie gewünscht gefühlt hat. Aber irgendwie gelang es ihm doch, bis zum Schluss in der Spitzengruppe zu bleiben. Im Sprint der Fünfergruppe erreichte er hinter seinem früheren Teamkollegen Konny Looser und Marcel Wildhaber den dritten Rang. «So, wie es mir heute ging, ist das absolut in Ordnung für mich», kommentierte Huber lakonisch.

7160 Höhenmeter in zwei Rennen Was er nicht sagte: Am kommenden Wochenende kommts für ihn erst richtig hart. Dann steht am Samstag zuerst der Sella Ronda Hero von Wolkenstein einmal um die Sextner und

Podestplatz vor dem harten Wochenende: Urs Huber. (Archivbild zvg.) die Pragser Dolomiten an. 86 km garniert mit 4500 Höhenmetern übers Grödnerjoch, Corvara, den Campologo-Pass, Arabba, Pordoijoch, Campitello und den Duron-Pass. Damit immer noch nicht genug. Ab ins Auto und am Abend noch die 600 km ins Wallis nach Evolène, um am Sonntag als Vorjahressieger am Raid Evolenard teilzunehmen. Das sind dann nochmals 62,5 km mit 2660 Höhenmeter – aber vielleicht bei schönem Wetter. (map.)

Starke erste Saisonhälfte

Die Nachwuchsfahrer des RRC Amt sind auf Erfolgskurs

Robin Bösch in der Steilwandkurve. Am Auffahrtswochenende fand der vierte Lauf vom Proffix Swiss Bike Cup statt. Bei dieser Rennserie dominiert Lina Huber bei den U9-Mädchen die gesamte Serie und konnte am Wochenende ihren 4. Saisonsieg feiern. Ihre Schwester Shana Huber fuhr mit dem 3. Rang ebenfalls aufs Podest. Emily Steinhauer komplettierte die guten Leistungen mit einem 7. Rang. Auf der Strasse fand an der Säntis Classic im Rahmen des Schweizer Schülercups ein sehr intensives Rennen statt. Die Kategorie U15 musste 35 Runden à 870 Meter abstrampeln. In diesen 870 Meterm gab es acht Richtungswechsel. So entstand richtig-

Aline Graf links und Sara Käppeli in der Mitte. (Bilder zvg.) gehend ein Intervall-Rennen auf höchstem Level mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h! Cedric Graf wurde guter Sechster. Nils Graf konnte bei den U11 mit seinem 3. Rang seinen zweiten Podestplatz der Saison feiern. Die grösste Gruppe stellt der RRCAmt beim EKZ Cup. Da stehen momentan 22 RRC-Amt-Fahrer auf der Gesamtrangliste. Die erfolgreichste Kategorie sind die U9-Mädchen, da stehen Sara Käppeli als Gesamtleaderin vor Aline Graf als Gesamtzweite und Sophia Steinhauer als Gesamtfünfte gleich drei Fahrerinnen in den vorderen Rängen.

Grosses Potenzial Bei den U13-Mädchen mit dem 6. Gesamtrang von Emily Steinhauer und den U11-Knaben mit dem 5. Gesamtrang von Robin Bösch und 10. Gesamtrang von Moritz Schmid haben einige Fahrer das Potential, die Top Ten bis zum Schluss zu halten. Die Resultate sind beeindruckend, da sich bei einigen Kategorien gegen 60 Kinder miteinander messen. Da ist es eine Kunst, sich zu behaupten und den Renninstinkt zu erlernen. Alle weiteren tollen Resultate und Fotos der Fahrer sind zu finden unter www.rrc-amt.ch. (pd.)


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