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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 44 I 174. Jahrgang I Dienstag, 9. Juni 2020

Digitaler Dorfplatz Eine Einwohner-App soll in Obfelden die Partizipation vereinfachen. > Seite 3

Zu grosser Aufwand

Bonstetten verzichtet in naher Zukunft auf Anlässe mit Verpflegung. > Seite 5

Sportler und Gestalter

Marcel Hürlimann, erfolgreicher Leichtathlet und Gebietsingenieur des Kantons, wird 80. > Seite 7

Immunität testen

Die Gesundheitsdirektion lässt 3000 Personen auf CoronaAntikörper untersuchen. > Seite 7

Das Geschäft rentiert kaum noch Neues Konsumverhalten, Preisdruck und tiefe Löhne: Goldschmiede haben es immer schwerer Jakob und Marianne Meier führen in Affoltern die letzte Goldschmiede im Bezirk. Ihr Geschäft existiert seit 31 Jahren, doch auch für sie ist es in den vergangenen Jahren immer anspruchsvoller geworden, ihren Betrieb rentabel zu führen.

Für ausgelernte Goldschmiedinnen und Goldschmiede mit fünfjähriger Berufspraxis empfiehlt der Verband Vsgu einen Mindestlohn von 55 000 Franken. Auf zwölf Monatslöhne gerechnet, ergibt das rund 4580 Franken. Das Interesse an Weiterbildungen sei entsprechend gross, bestätigt auch Marianne Glutz. «Viele Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger spezialisieren sich nach ihrer Ausbildung weiter, zum Beispiel im Bereich Produktdesign.»

von livia häberling In einer Vitrine der Ämtler Goldschmiede von Jakob und Marianne Meier liegt ein silberner Halsketten-Anhänger auf. Vielleicht ist es Ironie, dass ausgerechnet diese Kreation bei seiner Kundschaft besonders beliebt ist. Das Schmuckstück hat Meier als «Corona-Stern» während des Lockdowns angefertigt, es soll Solidarität ausdrücken. Nun, da auch ihre Pensionierung langsam näher rückt, denken die beiden vermehrt darüber nach, das Geschäft in jüngere Hände abzugeben. Nach dem Lockdown umso mehr. Jakob Meier fertigt nicht nur neue Schmuckstücke an, er macht auch Reparaturen oder entwirft auf Auftrag aus bereits vorhandenem Material neue Kreationen. Nach der Wiedereröffnung Mitte Mai ist das Geschäft nur sehr schwerfällig angelaufen. Die Auftragslage ist düster. Allerdings, auch das sagt Meier, sei die wirtschaftliche Situation bereits vor dem Lockdown angespannt gewesen. In den letzten Jahren sei der Bedarf an seinen Dienstleistungen stetig zurückgegangen: «Heute muss der Schmuck möglichst günstig sein. Die Qualität und das Handwerk sind für die meisten Kunden zweitrangig geworden», hat er festgestellt. Beliebt seien hingegen Schmuckstücke von grossen Händlern, die tausend- und zehntausendfach produziert werden. Einzigartigkeit sei heute weniger gefragt. Ob es bei einer allfälligen Schliessung der Ämtler Goldschmiede eine Nachfolgelösung gibt, ist offen.

Jugendliche kreieren lieber am Computer als von Hand An mangelndem Nachwuchs liege es nicht, sagt Andrea von Allmen vom Verband Schweizer Goldschmiede und Uhrenfachgeschäfte (Vsgu): «Der Beruf ist für jüngere Berufsleute attraktiv», ist sie überzeugt. Die wenigen angebotenen

Statt beim Goldschmied landet der Schmuck beim Altgold-Händler

Goldschmied Jakob Meier begutachtet einen Edelstein mit der Kopflupe. (Bild lhä) Lehrstellen für die vierjährige Ausbildung würden meistens von mehreren Interessierten begehrt. Sie könne sich sogar vorstellen, dass die Popularität des Berufs künftig steigen werde, weil jüngere Menschen Handarbeit wieder mehr schätzen würden und weil es im Trend liege, Dinge selber herzustellen. Etwas anders tönt das beim Berufsinformationszentrum biz in Urdorf: «Wir beobachten, dass das Interesse an dieser Ausbildung in den letzten 10 bis 15 Jahren gesunken ist», sagt Leiterin Yvonne Christen. Handwerk mit filigranem, präzisen Arbeiten sei im Allgemeinen weniger gefragt, das Kreative hingegen schon – jedoch in anderer Form: «Jugendliche, die gerne gestalten, machen das heute lieber mit dem Computer, um Beispiel als Interactive Media Designer oder als Mediamatiker.» In den letzten sieben Jahren seien im ganzen Kanton Zürich pro Jahrgang maximal vier Lehrverhältnisse abgeschlossen worden – es gab Jahre, in denen gar kein Lehrvertrag für diesen Beruf unterzeichnet worden sei, so Yvonne Christen. Diese tiefen Zahlen hätten auch damit zu tun, dass es heute nur noch wenige Geschäfte gebe, die Lernende ausbilden, sagt Marianne Glutz. Sie ist Rektorin der Schule für Gestaltung Zürich, einer von sieben schulischen Ausbildungsstätten für Goldschmiedinnen und Goldschmiede in er Schweiz. Sie sagt, in den vergangenen zwei, drei Jahren habe sich die Zahl der Ausbildungs-

betriebe wieder stabilisiert, allerdings habe es bis vor zirka zehn Jahren einen stetigen Rückgang gegeben. «Geschäfte, die Lernende ausbilden, müssen die Auftragslage während vier Jahren garantieren können. Diese Verantwortung können immer weniger Betriebe übernehmen», so Glutz. Der Konkurrenzdruck aus dem Ausland sei sehr gross, sodass manche ihr Geschäft sogar ganz schliessen mussten.

55 000 Franken Lohn: Viele bilden sich weiter und steigen aus In Zürich beenden pro Jahr 10 bis 15 Personen die Ausbildung als Goldschmiedin, Silberschmied oder Edelsteinfasserin – 2019 waren es schweizweit 54 Lernende, die in diesen drei Fachgebieten ein Diplom entgegennehmen durften. Die Klassengrösse ist in den letzten Jahren stabil geblieben, dies vor allem deshalb, weil sich das Einzugsgebiet erweitert hat: Neu kommen auch Lernende aus der Ost- und Innerschweiz nach Zürich; die Berufsschulen in Luzern und St. Gallen mussten 2019 geschlossen werden. Yvonne Christen vom biz Urdorf vermutet, dass auch Eltern in der Berufswahl eher zurückhaltend sind, wenn ihre Kinder sich für den Beruf als Goldschmiedin oder Goldschmied interessieren. «Möglicherweise sehen sie darin wenig Zukunftsperspektiven für ihre Tochter oder ihren Sohn.»

Auch der Säuliämtler Goldschmied Jakob Meier hat in den vergangenen Jahrzehnten acht Lernende ausgebildet. Um genügend Aufträge zu generieren, war er darauf angewiesen, dass die Kundschaft ihren alten Schmuck zu ihm bringt und sich etwas Neues daraus kreieren lässt, statt ihn zu Tiefstpreisen einem Altgoldhändler mitzugeben. Um diesen sogenannt fliegenden Händlern beizukommen, hat er immer wieder den Austausch mit den Restaurants und Cafés im Raum Affoltern gesucht. Das habe in den vergangenen Jahren gut geklappt; die Gastronomen hätten den Ankäufern ihre Räumlichkeiten nicht mehr so schnell als Geschäftsorte überlassen. Illegal ist das Geschäftsmodell dieser reisenden Altgoldankäufer nicht. Derzeit brauchen sie für ihre Tätigkeit auch keine Bewilligung. Das könnte sich mit der Revision des Geldwäschereigesetzes ändern. Werden die Änderungen des Branchenverbands angenommen, bräuchten Händler für den Altgoldankauf künftig eine Bewilligung. Ein Handelsregistereintrag wäre dann obligatorisch. Wann das Gesetz in Kraft tritt, ist derzeit noch offen. Seit der letzte Lernende 2018 seine Lehre bei ihm abgeschlossen hat, haben Jakob und Marianne Meier nichts mehr gegen diese Händler unternommen. Die beiden haben jedoch den Eindruck, dass deren Flyer im Bezirk in letzter Zeit wieder vermehrt auftauchen. Auch in Obfelden landeten kürzlich Flugblätter in den Briefkästen. Geworben wurde unter anderem mit fairen Preisen. Der «Anzeiger» hat einen Altgold-Ankäufer besucht und den Test gemacht.

Der Inventarverkauf bildete den Schlusspunkt unter die Geschichte der «Krone» in Hedingen. > Seite 9

Ausgezeichnete Schülerinnen Letzte Woche wurden die Preise des 4. internationalen Luma StarT Wettbewerbs vergeben. Dazu hätte auch eine Delegation der Primarschule Zwillikon nach Finnland reisen dürfen. Im Rahmen der Begabtenförderung wurden mit Primarlehrer Felix Speerli nämlich zwei Projekte im Bereich Energie erarbeitet, die beide einen Preis abgesahnt haben – dies bei rund 580 Projekten aus 27 Ländern! Corona vereitelte allerdings die Reisepläne. Immerhin wurde die Zeremonie im Schulhaus Zwillikon auf Leinwand live übertragen.

> Bericht auf Seite 5

Safari-Erlebnis Der Zoo Zürich hat am Samstag Wiedereröffnung gefeiert – und dem Publikum zugleich auch die neue Lewa-Savanne zugänglich gemacht. 57 Millionen Franken hat sich der Zoo dieses kleine Stück Kenia kosten lassen. Es ist flächenmässig das grösste Projekt unter den drei Grossanlagen des Zoos, neben der MasoalaRegenwaldhalle und dem Elefantenpark. Auf 5,6 Hektaren Fläche finden hier unter anderem Giraffen, Zebras und Nashörner ihren Platz.

> Bericht auf Seite 11 ANZEIGEN

> Weiterer Bericht auf Seite 3

Einladung Info-Abend Küchenumbau

Gleisarbeiten Geschlossener Bahnübergang und ein Höllenlärm das ganze Wochenende – die SBB führt beim Bahnhof Affoltern aktuell Gleisunterhalts- und Fahrleitungsarbeiten durch. Am letzten wie auch am kommenden Wochenende gar im 24-Stunden-Betrieb von Freitagabend bis Montagmorgen. Aus Sicherheitsgründen müssen gewisse Arbeiten ausserhalb der Betriebszeiten durchgeführt werden, wie die SBB mitteilt. Die Züge fahren nämlich – unter der Woche – trotz Bauarbeiten fahrplanmässig. (tst.)

Beizensterben

1. Juli 2020

Cham | 041 747 400 50 | kilian-kuechen.ch

20024 Schweres Geschütz beim Bahnübergang Bergstrasse (beim Haus zum Seewadel) in Affoltern. (Bild Marlis Stöckli)

9 771661 391004


Entflogen am 2. Juni in Affoltern am Albis

Rotbauchsittich Er ist grün, mit rotem Bauch und er ist handzahm. Es gibt einen Finderlohn. 079 297 04 99

Eintrittspreise (inkl. MWST) für Einwohnerinnen und Einwohner von Affoltern am Albis und Zwillikon Eintrittspreise (inkl. MWST) Einzeleintritt

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 2. Juni 2020 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen:

Saison-Abo

• Elena Korznikova, 1980, Staatsangehörige von Russland • Fjolla Sadrija, 2006, Staatsangehörige von Kosovo • Leonis Sadrija, 2010, Staatsangehöriger von Kosovo

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe deinen Namen gerufen, du bist mein. Jesaja 43/1

Schwimmbad Stigeli – Eintrittspreise Badesaison 2020

Fr. Erwachsene

7.–

Kinder (ab 6 – 16 Jahre)

4.–

AHV-/IV Bezüger*

6.–

Lehrlinge*

6.–

Studenten (bis 25 Jahre)*

6.–

Erwachsene

50.–

Kinder (ab 6 – 16 Jahre)

30.–

AHV-/IV Bezüger*

40.–

Lehrlinge*

40.–

Studenten (bis 25 Jahre)*

40.–

Eintrittspreise (inkl. MWST)

Stadtrat Affoltern am Albis

Einzeleintritt

Saison-Abo

Erwachsene

9.–

Kinder (ab 6 – 16 Jahre)

6.–

AHV-/IV Bezüger*

8.–

Lehrlinge*

8.–

Studenten (bis 25 Jahre)*

8.–

Erwachsene

90.–

Ausschreibung: Betreute Sammelstelle in Affoltern am Albis

60.–

AHV-/IV Bezüger*

80.–

Lehrlinge*

80.–

Auftraggeber Beschaffungsstelle: Stadt Affoltern am Albis, Abteilung Bau und Infrastruktur, Bereich Hochbau und Umwelt, Obere Bahnhofstrasse 7, Postfach, 8910 Affoltern am Albis Frist für die Einreichung des Angebotes: Datum: 21. Juli 2020; Uhrzeit: 11.30 Uhr Spezifische Fristen und Formvorschriften: Eingang am Eingabeort massgebend (nicht Poststempel) Verfahrensart: Offenes Verfahren Auftragsart: Dienstleistungsauftrag Gemäss GATT/WTO Abkommen, resp. Staatsvertrag: ja Projekttitel der Beschaffung: Betrieb einer betreuten Sammelstelle in Affoltern am Albis Detaillierter Projektbeschrieb: Betrieb einer betreuten Sammelstelle für Separatabfälle (21 Abfallarten und ca. 2 250 Jahrestonnen) in Affoltern am Albis inkl. Transport und Verwertung / Entsorgung der verwertbaren Abfälle. Laufzeit des Vertrages: 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2025 Bezugsquelle für Ausschreibungsunterlagen: unter www.simap.ch Rechtsmittelbelehrung: Gegen diese Ausschreibung kann innert 10 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich, schriftlich Beschwerde eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift ist im Doppel einzureichen. Sie muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Die angefochtene Ausschreibung ist beizulegen. Die aufgerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und, so weit möglich, beizulegen.

Studenten (bis 25 Jahre)*

80.–

* Bitte entsprechenden Ausweis vorlegen. Depot für Saison-Abo Fr. 10.–

Die Firma Hinni AG wird im Auftrag der Wasserversorgung ab dem 8. Juni 2020 während 3 bis 4 Wochen auf dem ganzen Gemeindegebiet von Hausen am Albis die Wasserschieber und Hydranten auf die Gebrauchstauglichkeit kontrollieren. Die Grundeigentümer mit Hydranten und Wasserschiebern auf ihrem Grundstück werden gebeten, die Zugänglichkeit sicherzustellen damit die Kontrolle reibungslos getätigt werden kann. Für Ihre wertvolle Zusammenarbeit zur Sicherstellung der Trink- und Löschwasserversorgung danken Ihnen die Tiefbaukommission und die Wasserversorgung. Bei Fragen steht die Wasserversorgung (Manuel Schneiter, Tel.: 044 764 19 77) gerne zur Verfügung. Die Tiefbaukommission

Nach einem langen, erfüllten Leben durftest du friedlich zu Hause einschlafen. Deine Kräfte waren am Ende. Wir sind traurig, lassen dich aber los mit Liebe und Dankbarkeit für das, was du uns gegeben hast.

Berti Grimmer Heiri Grimmer und Monika Broemme Andrea und Oli, Jan und Fabienne

Max und Regula Grimmer

Philipp und Elena, Claudia und Rebecca

Elisabeth und Carlo Baumgartner Corina und Philipp, Reto

Bri und Markus Kuhn

Thomas und Evelyne mit Lino, Karin, Michelle

Adelheid Grimmer und Margrit Mai Wädi Grimmer Geschwister, Verwandte und Freunde Die Beisetzung mit anschliessender Abdankungsfeier findet am Freitag, 12. Juni 2020 um 14.00 Uhr in der Kirche Knonau (Familie) mit Übertragung in die Stampfi statt. Wer dem Verstorbenen anders als mit Blumen gedenken möchte, berücksichtige den Verein Spitex Knonaueramt. IBAN CH78 0900 0000 8726 7156 1 (Vermerk Heinrich Grimmer) Traueradresse: Berti Grimmer, Eschfeld 8, 8934 Knonau

Für diese Saison sind keine 10er-Abo erhältlich. Die Besuchszeit im Schwimmbad ist auf 4 Stunden pro Tag beschränkt. Öffnungszeiten ab 6. Juni 2020 bis Ende Badesaison 2020, 9.00 bis 21.00 Uhr An Regentagen ist das Bad lediglich zwischen 9.00 und 12.00 Uhr geöffnet. Über die Schliessung entscheidet der Leiter des Schwimmbades. 9. Juni 2020

VEREINIGUNG

Abteilung Immobilien

Ehemaliger Feuerwehr – Pikettkameraden Affoltern am Albis Wir müssen Abschied nehmen von unserem langjährigen Kameraden

Ersatzwahl für den Rest der Amtsdauer 2018–2022 1 Mitglied der Verbandsschulpflege des Schulzweckverbands Bezirk Affoltern Für die aus der Verbandsschulpflege zurücktretende Esther Naef ist eine Nachfolgerin bzw. ein Nachfolger für den Rest der Amtsdauer 2018 –2022 zu wählen. In Anwendung von § 48 ff des Gesetzes über die politischen Rechte sowie der Statuten des Schulzweckverbands des Bezirks Affoltern sind bis spätestens am: Montag, 20. Juli 2020 Wahlvorschläge von stimmberechtigten Personen, die ihren politischen Wohnsitz im Bezirk Affoltern haben, beim Stadtrat Affoltern am Albis schriftlich mit folgenden Angaben einzureichen: Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort. Zudem können der Rufname und die Parteizugehörigkeit angegeben werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten des Bezirks Affoltern unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden.

Kontrolle von Wasserschiebern und Hydranten auf privaten Grundstücken

3. Dezember 1933 – 1. Juni 2020

Fr.

Kinder (ab 6 – 16 Jahre)

Stadt Affoltern am Albis, Bereich Hochbau und Umwelt

Heinrich Gotthilf Grimmer

Eintrittspreise (inkl. MWST) für Personen die nicht in Affoltern am Albis und Zwillikon wohnhaft sind

9. Juni 2020

9. Juni 2020

Mit vielen schönen Erinnerungen nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem Vater, Schwiegervater, Grossvater und Urgrossvater

Die provisorischen Wahlvorschläge werden nach Ablauf der ersten Frist veröffentlicht. Innert einer zweiten Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Vorschläge geändert oder zurückgezogen werden, oder es können auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Der Stadtrat erklärt die Vorgeschlagenen als gewählt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird am 29. November 2020 eine Urnenwahl durchgeführt. Formulare sind auf der Homepage www.stadtaffoltern.ch oder unter der Telefonnummer 044 762 56 32 erhältlich. Gegen diese Wahlanordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. 9. Juni 2020 Stadtrat Affoltern am Albis

Armin Bertschinger-Hegetschweiler 20. Januar 1929 – 25. Mai 2020 Wir trauern um einen verdienten Kameraden und Freund. Armin war von 1959 bis 1984 in der Feuerwehr Affoltern – von 1959 bis 1984 als Pikett-Kommandant – und danach eine treue Seele bei den Ehemaligen.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 9. Juni 2020

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Plötzlich ist nicht mehr alles Gold, was glänzt Immer wieder nutzen dubiose Altgold-Händler die Unwissenheit ihrer Kundschaft aus Am Dienstag, 2. Juni, wartete im Restaurant Rütli in Obfelden ein Händler auf Kundschaft. Auf Flyern hatte er im Säuliamt ein paar Tage zuvor mit einem «top-seriösen Gold- und Silberankauf» zu «fairen Preisen» geworben. Hält er, was er verspricht? Der «Anzeiger» hat den Anbieter getestet.

verwendet, lieber nicht mehr notieren. Die angegebene Handynummer entspricht nicht jener auf dem Flyer, wir haken nach. Herr Schuhmacher erklärt, die Nummer auf dem Flugblatt gehöre seiner Sekretärin, worauf wir nach dem Namen seines Unternehmens fragen. Den wisse er noch nicht, erklärt er. Den Laden werde er erst noch eröffnen – gemeinsam mit einem Kollegen. Und dieser habe bei der Namenswahl ein Wörtchen mitzureden. Wir erkundigen uns nach dem künftigen Geschäftsstandort, und Herr Schuhmacher blinzelt, senkt den Blick, kratzt sich an der Wange, blickt wieder hoch und sagt: «Zürich Bahnhofstrasse».

von livia häberling Mal wieder hat der Stopp-Kleber nichts genützt. Der Flyer fand seinen Weg in die Obfelder Brief kästen auch so, und der Absender hatte nicht gegeizt: Weder bei der Druckfarbe (knapp 20 Textzeilen und drei Bilder quetschte er auf den A5-Flyer) noch bei den Versprechen («kommen Sie vorbei, es lohnt sich!») oder den Pleonasmen («Gratis Einladung»). Gesucht wurden Münzen und Medaillen, gebrauchte Gold- und Silberartikel und insbesondere Rolex-Uhren – aber auch andere Marken wie IWC, Jaeger, Patek Philippe oder Omega waren genehm. Dafür bot «Herr Schuhmacher aus 4900 Langenthal» eine «persönliche Beratung und faire Preise», am Dienstag, 2. Juni, von 10 bis 14 Uhr, im Restaurant Rütli.

Laut Händler sind im Ring nur 14 statt 18 Karat Gold Der Preis für das Kilo Reingold liegt am frühen Morgen bei 53 770 Franken. Kurz nach halb elf Uhr biegen wir auf den Parkplatz ein – mit vier Fingerringen und einem Halskettenanhänger im Gepäck. Auf dem Kiesplatz stehen noch ein paar andere Fahrzeuge mit Zürcher oder

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der

Der Juwelier bietet 300 Franken mehr

Im Test waren zwei Fingerringe und ein Anhänger aus 18-karätigem Gold sowie zwei Ringe mit 14 Karat. (Bild Livia Häberling) Aargauer Nummer – eines mit Berner Kontrollschild fehlt. In der Ecke des leeren Lokals sitzt der zirka 30-jährige, dunkelhaarige «Herr Schuhmacher» an einem Tischchen, am Handgelenk funkelt eine Uhr, um den Hals trägt er eine Goldkette – und um Bizeps und Bauch einen abgeranzten Pullover. Wir legen den Schmuck auf den Tisch, er begutachtet die ersten beiden Ringe; sucht mit einer Lupe nach der Prägung und findet sie – «18 Karat Gold», sagt er im Basler Dialekt. Nachdem er das Schmuckstück auf den Feingoldgehalt geprüft hat (siehe Box), sagt er: «Da steht zwar 18 Karat drauf, leider stimmt das nicht; es sind nur 14 Karat.» Bei den anderen beiden Ringen sind 14 Karat eingraviert, er jedoch will im Material bloss 8 Karat gefunden haben. Den Anhänger deklariert er als 18-karätiges Gold. Er tippt in seinen Handy-Taschenrechner, erklärt, dass er noch 20 Prozent Schmelzgebühr verrechnen und auch etwas am Handel verdienen müsse, hier sei die Marge mit 3 Franken pro Gramm

jedoch winzig. Schliesslich macht er ein Angebot: Für die beiden angeblichen 14-Karäter (9,98 Gramm) verrechnet er 4,68 Gramm und bietet 120 Franken. Für die angeblichen 8-Karäter (7,10 Gramm) schreibt er 2,1 Gramm auf und bietet 50 Franken. Und für den Anhänger (2,13 Gramm) aus 18-karätigem Gold verrechnet er ein Gramm und bietet 30 Franken. Für fünf Schmuckstücke macht das 200 Franken bar auf die Hand.

Die Visitenkarten sind ihm ausgegangen Wir erbitten Bedenkzeit und eine Visiten-Karte, kriegen jedoch keine, weil Herr Schuhmacher in den vergangenen Tagen angeblich derart viele Kärtchen verteilt hat, dass er zuerst nachdrucken muss. Er notiert seine Handynummer auf einen Zettel, darunter seinen Vornamen «Seven», den er zunächst falsch schreibt. Wir wünschen auch den Nachnamen, doch den möchte Herr Schuhmacher, der vermutlich ein Pseudonym

In Affoltern bieten wir denselben Schmuck der Huber Uhren Bijouterie an. Auch dort wird der Feingoldgehalt ermittelt, und es zeigt sich: die beiden Ringe, die Herr Schuhmacher als 14-Karäter ausgemacht hat, enthalten tatsächlich 18 Karat Gold. In Affoltern gäbe es dafür 289 Franken. Für die Ringe, die in Obfelden als 8-Karäter eingeschätzt wurden, erhalten wir 160 Franken – tatsächlich sind 14 Karat drin. Und für den Halskettenanhänger aus 18 Karat Gold werden 62 Franken geboten. Das macht 511 Franken – Damit bietet das Fachgeschäft rund 300 Franken und 60 Prozent mehr als der Händler im «Rütli». Wir kontaktieren Herrn Schuhmacher per Telefon, ich gebe mich als Journalistin zu erkennen. Zunächst zeigt er sich über das Angebot der Huber Uhren Bijouterie erstaunt. Dann erklärt er, gerade am Steuer eines Auto zu sitzen und verspricht einen Rückruf, der nicht erfolgt. Beim nochmaligen Anruf vermutet er zunächst, dass allenfalls dem Juwelier beim Prüfen ein Fehler unterlaufen sei. Später führt er die abweichenden Ergebnisse dann auf sein Material zurück: «Offenbar ist meine Prüfsäure nicht mehr zuverlässig, ich werde mir eine neue besorgen.»

Tiefe Preise allein erfüllen den Tatbestand des Betrugs nicht Robert Grauwiller, Präsident des Verbands Schweizer Goldschmiede und Uhrenfachgeschäfte, ist vom grossen Preisunterschied der beiden Angebote

So wird der Feingoldgehalt in Schmuck ermittelt Der Feingoldgehalt in Schmuckstücken wurde in der Vergangenheit in Klassen zwischen 8 bis 24 Karat angegeben. Heute wird dieser üblicherweise in Tausendstel-Einheiten deklariert: 22 Karat enthalten 916 von 1000 Einheiten Feingold, bei 18 Karat sind es 750/1000, bei 14 Karat 585 und bei 8 Karat 333. Um den Gehalt in einem Schmuckstück zu ermitteln, wird dieses über einen Schieferstein gerieben, sodass darauf eine Linie mit Abrieb entsteht. Anschliessend streicht der Goldschmied über diese Linie sogenannte Prüfsäuren in der Stärke von 8 bis 22 Karat, den gängigsten Feingoldgehaltsklassen für Schmuck. Wenn sich der Abrieb beim Bestreichen mit der ersten und schwächsten Prüfsäure (8 Karat) auflöst, liegt der Feingoldgehalt bei unter 8 Karat und gilt somit nicht als Gold. Bleibt der Abrieb sichtbar, streicht der Goldschmied die nächst stärkere Säure über die Abrieblinie. Bleibt der Abrieb bei der 8-Karat-Säure beständig, löst sich jedoch bei der 14-Karat-Säure auf, so handelt es sich dabei um 8-Karat-Schmuck. Alternativ kann auch umgekehrt vorgegangen werden, indem mit der stärksten Prüfsäure gestartet wird. (lhä) nicht überrascht. Er sagt, der Verband schlage sich seit Jahren mit sogenannt fliegenden Altgoldhändlern herum, die an einem Tag im Dorf X auftauchen, und am anderen bereits wieder weg sind. Grauwiller appelliert an die Wachsamkeit der Verkäuferinnen und Verkäufer: «Die Kundschaft trägt eine Mitverantwortung, wem sie ihren Schmuck anvertraut.» Bei der Kantonspolizei Zürich tönt es ähnlich: «Bei einem Schmuckverkauf kommt ein Kaufvertrag gemäss Obligationenrecht zustande. Die Parteien verhandeln den Preis selber», sagt Sprecher Florian Frei. Die Polizei könne erst dann aktiv werden, wenn ein Verdacht auf Betrug bestehe. Dieser jedoch lasse sich in den meisten Fällen kaum nachweisen.

WIR GRATULIEREN

Obfelden führt digitalen Dorfplatz ein Die Bevölkerung von Obfelden hat sich in einer Umfrage im Herbst 2019 mehr digitale News fürs Dorf gewünscht. Nun ist es so weit: Als erste Gemeinde im Knonauer Amt führt Obfelden den digitalen Dorfplatz ein. Der digitale Dorfplatz des Schweizer Startups Crossiety ist eine lokale Kommunikationslösung für Gemeinden, Städte und Regionen. In der deutschsprachigen Schweiz sind bereits über 50 Gemeinden und Städte auf Crossiety aktiv, bisher aber noch keine im Knonauer Amt. Obfelden macht nun den ersten Schritt. «Die Bevölkerungsumfrage vom letzten Herbst hat uns den Handlungsbedarf in Bereich der digitalen Kommunikation klar aufgezeigt, und zwar über alle Altersgruppen hinweg», erklärt Thomas Ammann, Gemeindepräsident. «Angesichts der Coronakrise haben wir auf der Gemeindeverwaltung gesehen, wie wertvoll eine flexible digitale Plattform wie Crossiety sein wird.»

Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch

E-Partizipation für ein cleveres Zusammenleben

Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Die Einwohner-App verfolgt das Ziel, das Engagement und die Partizipation

in der Gemeinde mithilfe einer übersichtlichen digitalen Kommunikation zu vereinfachen. Die nutzerfreundliche Anwendung ermöglicht es zudem, den Zusammenhalt unter den Einwohnerinnen und Einwohnern auch im digitalen Zeitalter zu stärken. «Noch vor dem lange ersehnten physischen Dorfplatz auf dem Postareal haben wir mit dem digitalen Dorfplatz die grosse Chance, als lokale Gemeinschaft näher zusammenzurücken. Die Plattform erlaubt die unkomplizierte Vernetzung der Gemeinde mit der Bevölkerung ebenso wie die direkte Kommunikation von Einwohnerin zu Einwohner. Dadurch kann sich unser Zusammenleben neu und zeitgemäss entfalten», so Thomas Ammann.

Registrieren mit Vor- und Nachnamen Crossiety kombiniert die Funktionalität von sozialen Medien mit lokalen Bedürfnissen. Fake-Profile, Hate-Kommentare und Werbung sind unerwünscht. Alle Nutzerinnen und Nutzer müssen sich mit Vor- und Nachnamen registrieren, was via SMS-Verifizierung überprüft wird. Man kennt sein Gegenüber – genauso wie auf dem richtigen Dorfplatz. Die-

se vertrauenswürdige und sinnvolle Nutzung ist der entscheidende Vorteil im Vergleich zu herkömmlichen, beliebten sozialen Medien wie Facebook, Instagram, Twitter und Co. Als Schweizer Firma setzt Crossiety auf einen hohen Datenschutz. Diskriminierende oder rassistische Posts und Kommentare werden vom CommunityManagement von Crossiety abgemahnt oder entfernt.

Helfen in der CoronaTransitionsphase In aussergewöhnlichen Lagen wie aktuell mit dem Coronavirus kann der digitale Dorfplatz eine wichtige Rolle in der lokalen Kommunikation einnehmen. Auf der App informiert die Gemeindeverwaltung über die aktuelle Lage vor Ort, Gemeinschaften geben Updates zu geplanten Veranstaltungen und die Einwohnerinnen und Einwohner helfen sich gegenseitig aus. Dies alles auf einer lokalen Plattform, wo die Beiträge nur von Menschen gesehen werden, welche in der Umgebung wohnen. Gemeinde Obfelden/Crossiety Schweiz App herunterladen unter https://crossiety.app/.

Zur diamantenen Hochzeit 60 Jahre sind am Donnerstag, 11. Juni, Liselotte und Rolf Hausheer-Gnädinger in Affoltern ein Ehepaar. Zur diamantenen Hochzeit wünschen wir viel Freude und dem Paar weiterhin alles Gute.

Zum 80. Geburtstag In Affoltern feiert heute Dienstag, 9. Juni, Ernst Spiess Geburtstag und zwar seinen 80sten! In Obfelden tut ihm dies am Mittwoch, 10. Juni, Marcel Hürlimann-Kälin nach. Wir wünschen beiden Jubilaren einen fröhlichen Festtag und einen sonnigen Sommer. ANZEIGE

LAGERVERKAUF im JUNI Jeden Freitag 14.00 bis 18:00 Uhr FABRIK AM WEIHER ZWILLIKON www.fata-morgana.com


Affoltern am Albis

Einladung zum

Am 26. Mai 2020 ist in Zürich ZH gestorben:

Informations- und Diskussionsabend

Margrit Lippuner

zum Projekt KG+ (Kirchgemeinde plus) am Mittwoch, 1. Juli 2020, 19.30 Uhr in der ref. Kirche Mettmenstetten und zur

geboren am 19. Juli 1953, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Abdankung fand im Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Kirchgemeindeversammlung

Knonau

Mittwoch, 8. Juli 2020, 19.30 Uhr in der ref. Kirche Mettmenstetten Geschäfte: 1. Abnahme der Jahresrechnung 2019 2. Einzelinitiativen zum Austritt aus dem Projekt KG+ 3. Mitteilungen / Umfrage Die Weisung an die Stimmberechtigten liegt dem «reformiert» Nr. 7 bei. Sämtliche Unterlagen liegen ab 17. Juni 2020 auf der Gemeindekanzlei zur Einsichtnahme auf.

Am Montag, 1. Juni 2020, ist in Knonau gestorben:

Grimmer, Heinrich Gotthilf geboren am 3. Dezember 1933, von Knonau ZH, wohnhaft gewesen in Knonau, Eschfeld 8. Die Beisetzung mit anschliessender Abdankungsfeier findet am Freitag, 12. Juni 2020 um 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche in Knonau statt. Bestattungsamt Knonau

Freundlich lädt ein: Die Evangelisch Reformierte Kirchenpflege Mettmenstetten

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Aus Liebe zum Dorf und zum Portemonnaie.

AGRI NATURA SCHWEINSSTEAK

Montag, 8.6. bis Samstag, 13.6.20

–25%

6.35 statt 8.50

– 30%

3.50

mariniert, per 100 g

–22%

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6.95

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MINOR SCHOKOLADE

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KÄGI BISCUITS

div. Sorten, z.B. Kägi fret mini, 3 x 152 g

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div. Sorten, z.B. Praliné-Stängel, 10 x 22 g

3.20 statt 4.95

CHARENTAIS-MELONEN Spanien/Frankreich, Stück

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KOPFSALAT ROT Schweiz, Stück

ZWEIFEL CHIPS XXL

Paprika oder nature, 380 g

–21%

–20%

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statt 14.95

statt 4.60

11.90

25.80

NESCAFÉ

statt 32.85

div. Sorten, z.B. Gold de luxe, 200 g

CAFFÈ CHICCO D’ORO

div. Sorten, z.B. Bohnen, 3 x 500 g

3.65

CHIRAT ESSIGGEMÜSE div. Sorten, z.B. Gurken, 430 g

–21%

5.90 statt 7.50

MAGNUM MINI

–20%

1.70

statt 2.15

HIRZ HÜTTENKÄSE div. Sorten, z.B. nature, 200 g

(Jahrgangsänderung vorbehalten)

6 x 55 ml

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10.90 statt 13.90

PRIMITIVO SALENTO IGT

Piana del Sole, Italien, 75 cl, 2018

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9.90

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HAKLE WC-PAPIER

VOLVIC

Grüntee Minze, 6 x 1,5 l

Dose, 6 x 50 cl

8.95

15.90 statt 23.90

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FELDSCHLÖSSCHEN BRAUFRISCH

–22%

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div. Sorten, z.B. Natürliche Sauberkeit, 3-lagig, 24 Rollen

AGRI NATURA ST. GALLER BRATWURST 4 x 130 g

MINOR SCHOKOLADE

POMMEL APFELESSIG 7 dl

ZWEIFEL VAYA CHIPS

9.95 statt

Protein Paprika oder Bean Salt, 80 g

3.70 statt

VOLG OLIVENÖL EXTRA VERGINE

12.45

4.40

1l

2.95 statt 3.95

ZÜGER GRILL CHEESE div. Sorten, z.B. Barbecue, 2 x 80 g

Druck- und Satzfehler vorbehalten.

Folgende Wochenhits sind in kleineren Volg-Läden evtl. nicht erhältlich:

div. Sorten, z.B. Minor mini, 400 g

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CHIRAT ESSIGGEMÜSE

7.90 statt

NIVEA DEO

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div. Sorten, z.B. Maiskölbchen, 125 g

div. Sorten, z. B. Dry Comfort, 2 x 50 ml

4.20 statt 5.30

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GLADE GEL LUFTERFRISCHER div. Sorten, z.B. Lemon, 3 x 150 g

Alle Standorte und Öffnungszeiten finden Sie unter volg.ch. Dort können Sie auch unseren wöchentlichen Aktions-Newsletter abonnieren. Versand jeden Sonntag per E-Mail.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 9. Juni 2020

5

Zwei Primarschülerinnen reisen nach Finnland Die Primarschule Zwillikon gewann am 4. internationalen Luma StarT Wettbewerb 2020 Im Rahmen der Begabtenförderung hat Primarlehrer Felix Speerli mit zwei Teams zwei Projekte im Bereich Energie erarbeitet, die bei rund 580 Projekten aus 27 Ländern gleich zwei Preise absahnten. Zur Live-Übertragung der Preisverleihung in Finnland wurde am letzten Donnerstag im Schulzimmer gefeiert. Von Regula ZellwegeR Eigentlich wären Felix Speerli und zwei seiner Schülerinnen jetzt in Finnland und hätten ihre Preise in Empfang genommen. Corona vereitelte die Pläne. Im Schulhaus in Zwillikon erfuhren die Schüler, dass sie unter den erfolgreichen Gewinnern waren. Und die Reise nach Finnland? Im Spätherbst werden Felix Speerli, die beiden Viertklässlerinnen Lynn und Chiara und allenfalls weitere Begleitpersonen die Reise nach Finnland antreten, wo sie ein interessantes Forschungs-Programm erwartet. Lynn und Chiara gewannen mit dem Projekt «Alternative Solar Energy» in der Kategorie «Technologie um uns herum». Sie erfanden Tankstationen für Autos, die mit Sonnenenergie betrieben werden. Die zweite Gruppe, die Drittklässler Elia, Melanie, Noah und Malou, erhielt mit dem Projekt «Low Energy House» eine spezielle Ehrung: «Official recognition of exellence», also «Offiziell anerkanntes, beeindruckendes/faszinierendes Projekt». Diese Ehre bekamen weitere vier Projekte aus anderen Ländern. Die zwei Jungs und zwei Mädchen haben sich intensiv mit einem Energiehaus auseinandergesetzt und ein Modell gebaut.

Luma StarT Ziel des Luma-Zentrums Finnland, eines Netzwerks finnischer Universitäten, ist es einerseits, Kinder und Jugendliche für die Mint-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern und anderseits das lebens-

Die beiden Viertklässlerinnen Lynn (links) und Chiara haben mit ihrem Forschungsprojekt zu Solarstrom-Tankstellen einen internationalen Preis gewonnen. (Bilder zvg.)

Das Drittklässler-Forschungsteam mit Elia, Melanie, Noah und Malou (von links) erhielt mit dem Projekt «Low Energy House» die spezielle Ehrung «Offiziell anerkanntes, beeindruckendes/faszinierendes Projekt».

lange Lernen von Lehrpersonen in diesem Bereich zu unterstützen. Auch in der Schweiz ist es ein breites Anliegen, bei Kindern die Freude an den Mint-Fächern zu wecken und zu erhalten. Mit den Entwicklungen in der Arbeitswelt werden diese Kompetenzen in Zukunft verstärkt gefragt sein. Bei der Motivation für die Mint-Fächer wird der Fokus insbesondere auch auf die Mädchen gelegt. Das Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der ETH Zürich verzeichnet beispielsweise einen Frauenanteil unter 15 Prozent. Nun haben zwei Mädchen den Projekt-Wettbewerb gewonnen – super! Die beiden Viertklässlerinnen stellten der Jury ihr Projekt in einem kleinen Film in Englisch vor. Ursprünglich wollten sie ein Solar-Auto bauen. Weil das zu schwierig war, wollten sie herausfinden, wie sie Sonnenenergie für Ladestationen für Elektroautos nutzen könnten. Dafür haben sie mit Solarzellen, Peltier-Elementen und LED-Lämpchen experimentiert. Um die Sonnenstrahlung zu verstärken, tüftelten sie mit Fresnel-Linsen und Parabolspiegeln. Das Ziel ihres Projektes war es, mit gebündelten Sonnenstrahlen möglichst viel Strom zu erzeugen. Diese Sonnenkraftwerke sollen Batterien für Elektroautos laden und so

Kreativität und den Selbstwirksamkeitsglauben der Kinder. Felix Speerli ist mit Leib und Seele Lehrer und ein geborener Tüftler. Er führt mit 60 Stellenprozenten eine Klasse und kann daneben mit 30 Stellenprozenten in der Begabtenförderung in Zwillikon solch aufwendigere Projekte durchführen. Er ist selbst begeistert von technischen Tüfteleien und stellt beispielsweise seinen Schülern seinen eigenen 3-D-Drucker zu Verfügung. Er weiss aber auch, dass diese Art zu lernen im normalen Klassenverband mit den gegebenen Lernzielen nur begrenzt möglich ist. Viele Lehrpersonen engagieren sich heute für den Technikunterricht mittels Experimenten – im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten. Man kann Kindern nicht befehlen, mit Freude zu lernen, aber man kann ihnen Fragestellungen anbieten, die zu beantworten Freude macht – wenn man sie damit nicht allein lässt, sondern adäquat fordert, fördert und begleitet.

als Sonnentankstelle dienen. Die LED-Lämpchen generierten zu wenig Energie, dieses Teilprojekt wurde wieder aufgegeben.

Ablauf der Forschungsaufgabe Felix Speerli hat schon viele Projekte im Bereich Technikförderung – oft gemeinsam mit seinem Bruder Reto, der auch unterrichtet – erfolgreich durchgeführt. Er lässt seine Schüler wie professionelle Forscherteams mit einem definierten Ziel arbeiten. Am Anfang stehen die Forscherfrage und Überlegungen zu deren möglichen Beantwortung. In einem zweiten Schritt wird festgelegt, welches Material man für die Experimente brauchen wird. Dann werden verschiedene Experimente durchgeführt und die Ergebnisse werden dokumentiert. Am Schluss werden die Erkenntnisse schriftlich festgehalten. Aus diesen Erkenntnissen tüftelt man an möglichen weiteren Vorgehensweisen. Den Schülerinnen wurde also nicht Stoff im herkömmlichen Sinn vermittelt. Sie wurden darin unterstützt, Lösungen für Fragestellungen selbst empirisch zu finden. Das macht viel mehr Spass, als Inhalte auswendig zu lernen und auf Abruf wiederzugeben, wie es früher üblich war. Diese Art des lustvollen Lernens stärkt die

Freude herrscht Die Übertragung der Preisverleihung in Finnland erfolgte in Englisch. «Die Kinder hörten gespannt zu», erzählt Felix Speerli. «Da sie vieles nicht verstanden,

hörten sie hauptsächlich auf die Namen der Länder und fieberten eifrig mit. Bei den ersten beiden Verkündungen ging ein enttäuschtes Raunen durch das Zimmer, beim dritten Mal hat es eine Sekunde gedauert, bis sie realisiert haben: Wir haben gewonnen! Dann brachen sie in Jubel aus! Eines der Mädchen rang sogar mit Tränen. Danach haben wir mit Rimuss und Snacks corona-konform angestossen und einander gratuliert.» Dass das Forschen rund um Energie Spass gemacht hat, beweist die Tatsache, dass die Kinder bereits weitere Projekte planen. «Die Kinder kamen auf mich zu mit der Bitte, weitere Vorhaben anzupacken. Es gäbe mögliche Folgeexperimente zu unserem Projekt. Zum Beispiel: Könnte die Hitze im Brennpunkt eine Dampfmaschine oder einen Stirlingmotor antreiben? Könnte man die heisse Solarzelle mit den Peltier-Elementen kühlen anstatt mit Wasser und auf diese Weise zweigleisig Strom produzieren? Ob die Kinder auf diese neuen Fragen anbeissen, werde ich sehen, wenn die Coronazeit vorbei ist», meint Felix Speerli. Zuerst freuen sich die beiden Schülerinnen und ihr Lehrer erst einmal auf die Reise nach Finnland. Infos zu den beiden Projekten: atelierzwillikon.weebly.com.

Gemeindeversammlung findet statt, 1.-August-Feier nicht Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 2. Juni beschlossen, dass die Gemeindeversammlung vom 23. Juni 2020 durchgeführt wird, da die Abstandsvorschriften eingehalten werden können. Allerdings wird im Anschluss kein Apéro ausgeschenkt. Hingegen können die 1.-August-Feier, Chilbi und Neuzuzügerapéro im Jahr 2020 nicht stattfinden. Bei Abgabe von Verpflegung sind die Gastrobestimmungen einzuhalten. Dazu wäre ein unverhältnismässig hoher Aufwand (Abstandsvorschriften, keine Vermischung der Gästegruppen, regelmässige Desinfektion, Aufnahme Personaldaten usw.) erforderlich. Deshalb hat der Gemeinderat entschieden, diese Anlässe für 2020 abzusagen. Besten Dank für Ihr Verständnis.

Freiwilliges Dialogmodell Der Kantonsrat hat sich am 3. November 2014 gegen eine gesetzliche Regelung der Standortauswahl für Mobilfunksendeanlagen ausgesprochen und unterstützt stattdessen die Einführung eines freiwilligen Dialogmodells. Dieses ermöglicht den Gemeinden eine aktive Einflussnahme auf zukünftige Standorte für Mobilfunksendeanlagen, welche

im Rahmen des ordentlichen Bewilligungsverfahrens nicht möglich ist. Das Vorgehen entspricht auch dem Wunsch der Mehrheit der Gemeinden des Kantons Zürich. Zur Umsetzung des Dialogmodells hat die Baudirektion mit Swisscom, Salt und Sunrise eine Vereinbarung über die Standortevaluation und -koordination im Rahmen des kommunalen Baubewilligungsverfahrens ausgearbeitet, an die sich die Gemeinden anschliessen können. Eine grosse Anzahl von Zürcher Gemeinden hat sich dem Modell bereits angeschlossen. Die Vereinbarung verpflichtet die Mobilfunkbetreiberinnen, angeschlossene Gemeinden jährlich über den aktuellen Stand der langfristigen Netzplanung, sowie möglichst frühzeitig über kurzfristige Planungsänderungen zu orientieren. Die möglichen Standorte für neue Mobilfunksendeanlagen werden entsprechend im aktiven Dialog erarbeitet und die Behörde verfügt damit über eine maximale Einflussnahme auf den Standort der Mobilfunkanlagen. Die Mobilfunkbetreiberinnen haben somit ihrer Verpflichtung nachzukommen und orientieren die Behörde jährlich über ihre Netzplanung und allfällige, neu geplante Standorte in Bonstetten.

Der Gemeinderat schliesst sich dem freiwilligen Dialogmodell im Kanton Zürich an und wird somit jährlich über den aktuellen Stand der langfristigen Netzplanung von Mobilfunksendeanlagen informiert.

Geschäftsbericht und Jahresrechnung 2019 der IKA Kesb Bezirk Affoltern Die Erfolgsrechnung 2019 der Kesb Bezirk Affoltern weist Aufwendungen im Umfang von Fr. 2 560 106.27 und Erträge von Fr. 2 632 091.45 auf, wovon Fr. 2 337 177.55 (Budget: 2 632 800 Franken) durch die Trägergemeinden geleistet wurden. Der Ertragsüberschuss von Fr. 71 985.18 (Budget: Fr. 0) wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, welches sich dadurch auf Fr. 1 043 616.04 erhöht. Die Bilanz weist Aktiven und Passiven von je Fr. 2 007 009.24 aus. Für die Gemeinde Bonstetten resultiert im Rechnungsjahr 2019 ein Aufwand von Fr. 163 210.55 (budgetiert Fr. 298 600.00). Gemäss Art. 8 Abs. 2 Ziffer 3 des Anstaltsvertrags IKA Kesb Bezirk Affoltern genehmigen die Trägergemeinden die Jahresrechnung und den Jahresbericht. Beides lag dem Gemeinderat vor und wurde entsprechend genehmigt.

Baubewilligung Es wurde folgende Baubewilligung erteilt: Anzeigeverfahren: Rosmarie und Ernst Baumann, Bonstetten, Baugesuch Nr. 2020-0015; Erstellung von Luft/Wasser-Wärmepumpe, Buecheneggstrasse 15, Grundstück Nr. 1690, Zone W2/30.

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • dem Verein Bonstetten 60+ einen zusätzlichen Vereinsbeitrag zugesichert; • den Revisionsbericht für die Jahresrechnung 2019 (Geldschöpfung- und Sachbereichsprüfung) genehmigt; • der Umwandlung des Zweckverbandes Spital Affoltern in die Spital Affoltern AG gutgeheissen; • das Wahlverfahren des Verwaltungsrates der gemeinnützigen Aktiengesellschaft (gAG) des Spitals Affoltern verabschiedet; • die Wahl der Kontrollstelle für die Interkommunale Anstalt vorgenommen und das Entschädigungsreglement für den Verwaltungsrat des Pf legezentrums Sonnenberg gutgeheissen; • der Eruierung eines Projektierungskredites für die Sanierung des Friedhofgebäudes zugestimmt;

• die Jahresrechnung 2019 des Zweckverbandes Feuerwehr Unteramt genehmigt.

Aus der Primarschulpflege Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 14. Mai ... • den Budgetprozess für das Jahr 2021 besprochen und genehmigt; • die Elternbeiträge für den Hort im Monat Mai beraten und bewilligt; • die bestehenden Sonderschulstatus und Kostengutsprachen für das Schuljahr 2020/2021 überprüft und gutgeheissen; • die Neuanstellungen für das Schuljahr 2020/2021 beschlossen; • die Vergütung für ausgefallene Lektionen der Zahnprophylaxe beschlossen; • Mitarbeiterbeurteilungen gutgeheissen; • die Lohnfortzahlungen für kommunale Angestellte im Monat Mai, während der Zeit der Corona-bedingten Schulschliessung, beraten und bewilligt. Christof Wicky, Gemeindeschreiber


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 9. Juni 2020

7

Unterschiedlich grosse Sprünge im Leben Marcel Hürlimann, erfolgreicher Leichtathlet und Gebietsingenieur des Kantons, wird 80 Als Leichtathlet brachte es Marcel Hürlimann zum Schweizer Dreisprungmeister. Als Gebietsingenieur des Kantons waren solch grosse Sprünge nicht immer möglich – auch nicht beim Autobahnzubringer Ottenbach/ Obfelden. Morgen Mittwoch feiert er den 80. Geburtstag.

trag des Kantonsingenieurs verfassten Brief zu einem «Jein». «Wenn die Umfahrung nicht teurer wird als die Absenkung, dann sind wir dafür», fasst Hürlimann den damaligen Tenor zusammen, fügt aber heute sogleich an: «Eine Umfahrung von Bickwil hatte aufgrund der Umwelt-Gesetzgebung keine Chance.» So blieb es bei der Absenkung der Muristrasse; der Baubeginn für den Zubringer Ottenbach/Obfelden soll noch in diesem Jahr stattfinden.

von Werner Schneiter Gut gelaunt treffen wir den Jubilaren im Obfelder Dorfteil Wolsen, wo er mit Ehefrau Margrith in einem Hausteil lebt. Ja, es geht Marcel Hürlimann wieder besser nach seinem Herzinfarkt vor gut einem Jahr. Zweimal wöchentlich bewegt er sich im selbst eingerichteten Fitnessraum. Sport – das war sein Leben in jüngeren Jahren, vorerst im Turnverein Mettmenstetten, wo er sich auch als Geräteturner betätigte, aber dann doch zur Leichtathletik in den Leistungssport umsiedelte. Dass er dort in der technisch anforderungsreichen Disziplin Dreisprung zu nationalen Meriten kam, verdankt Marcel Hürlimann seinem älteren Bruder Walter. Der meldete ihn ungefragt zu den kantonalen Titelkämpfen an, wo er ohne grosse Vorbereitung gewann. «So dachte ich, dass ich da trotz

«Kreisel-Papst»

Margrith und Marcel Hürlimann in ihrem Haus im Obfelder Dorfteil Wolsen. «Meine Frau hat mich bei meinen sportlichen Aktivitäten immer unterstützt», sagt der 80-Jährige und präsentiert die vergilbte Mappe mit dem 1982 entworfenen generellen Projekt für eine Absenkung der Muristrasse. (Bild Werner Schneiter) meiner Körpergrösse mit einem gewissen Talent gesegnet bin», fügt Marcel Hürlimann bei. Wie wahr: Er wechselte zum Turnverein Unterstrass und fand im Sihlhölzli gute Trainingsbedingungen vor. 1967 holte er sich in Basel den Schweizer Meistertitel, dazu gewann Hürlimann an nationalen Titelkämpfen zweimal Silber und einmal die Bronzemedaille; zudem bestritt er fünf Länder-

kämpfe. Dass er die 15-Meter-Marke um drei Zentimeter verpasste, mag auch an den damaligen gesundheitlichen Rückschlägen liegen.

Von der Leichtathletik zum Faustball

Als Dreispringer holte sich Marcel Hürlimann 1967 in Basel den Titel eines Schweizer Meisters. (Archivbild zvg.)

Dem Spitzensport kehrte er nach sechs Jahren im Jahr 1970 den Rücken zu und frönte fortan einer anderen Leidenschaft: dem Faustball. 1974 war er Mitbegründer der Faustballriege Obfelden, die heute Ballsport-Club heisst und auch Volleyball und Beachvolleyball umfasst. Hier engagierte sich Marcel Hürlimann mit Ehrgeiz und Herzblut, amtete als Trainer und gleichzeitig als Präsident. Er gründete 1982 die Nachwuchsabteilung Mini-Faustball – Leute, die später in der Halle in der Nationalliga A und auf dem Feld in der Nationalliga B spielten. Auf seine Initiative konnte vor rund 20 Jahren die zum «Zendenfrei»-Areal gehörende Beachvolleyballanlage mit seinem Verein in Fronarbeit realisiert werden. Diese plante der Gemeinderat ursprünglich auf dem Badi-Areal, genehmigte aber schliesslich das von Marcel Hürlimann aufgegleiste Projekt.

Regierung lehnt Elternzeit ab

Jokertage an den Mittelschulen

Unterstützung für die Spitäler

Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, die Volksinitiative «für eine Elternzeit» ohne Gegenvorschlag abzulehnen.

Ab dem Schuljahr 2020/21 können Mittelschülerinnen und -schüler in einem Schuljahr zwei Jokertage beziehen.

Der Regierungsrat will die Spitäler mit 305 Mio. Franken unterstützen, damit sie die Auswirkungen der Coronakrise bewältigen können.

Entsprechend der bundesrechtlichen Regelung haben im Kanton Zürich erwerbstätige Frauen Anspruch auf 14 Wochen Mutterschaftsurlaub. Die kantonale Volksinitiative «für eine Elternzeit» verlangt, dass jeder erwerbstätige Elternteil einen Anspruch auf 18 Wochen bezahlte Elternzeit hat. Höhe und Bemessung der Entschädigung sollen sich nach dem Erwerbsersatzgesetz (EOG) richten. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, die Initiative ohne Gegenvorschlag abzulehnen. Mit der Volksinitiative hätten arbeitnehmende Eltern einen Anspruch auf je 14 Wochen Elternzeit, unabhängig davon, ob sie im Kanton Zürich Wohnsitz haben. Bei Wohnsitz im Kanton Zürich kämen je vier weitere Wochen dazu. Die Forderung mit je 18 Wochen Elternzeit pro Elternteil geht im Vergleich zu den auf Bundesebene in Diskussion stehenden Vorschlägen zum Vaterschafts- und Adoptionsurlaub und zur heute geltenden Regelung sehr weit. Der Regierungsrat beurteilt eine derartige zeitliche Ausdehnung des Urlaubs und – damit verbunden – der Entschädigung aus wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Gründung als nicht vertretbar. (ki.)

Die Schüler der Mittelschulen erhalten neu zwei Jokertage pro Schuljahr. Diese ermöglichen ihnen, ohne Absenz- oder Dispensationsgrund zwei Tage im Jahr dem Unterricht fernzubleiben. Die Schüler müssen den Bezug von Jokertagen vierzehn Tage im Voraus ankünden. Die Schulen können Sperrtage festlegen, an denen ein Bezug nicht zulässig ist (z.B. bei besonderen Anlässen oder Veranstaltungen). Nicht bezogene Jokertage verfallen auf Ende Schuljahr. Die Idee der Jokertage geht auf eine Initiative von Schülern der Kantonsschule Zürcher Unterland zurück: Diese setzten sich im Rahmen eines Semesterprojekts zum Thema Kampagnen mit der Idee auseinander. Ihr damaliger Lehrer hat die Idee als Einzelinitiative im Kantonsrat eingereicht. Der Kantonsrat hat der Initiative im April 2018 mit 89 zu 58 Stimmen zugestimmt und im Mittelschulgesetz die Jokertage verankert. Die entsprechende Änderung im Mittelschulgesetz wird auf den 1. August in Kraft gesetzt. Gleichzeitig hat der Regierungsrat in der Mittelschulverordnung die Einzelheiten für den Bezug der Jokertage sowie das Absenzenwesen und die Dispensation vom Unterricht neu geregelt. (ki.)

Die Bekämpfung der Pandemie wirkte sich in wirtschaftlicher Hinsicht sehr stark auf die Spitäler aus. Am 16. März, mit Inkrafttreten am Folgetag, verbot der Bundesrat den Spitälern nicht dringende medizinische Eingriffe und Therapien. Damit sollten die Behandlungskapazitäten für Covid-19-Patienten sichergestellt werden. Per 27. April wurde das Verbot wieder aufgehoben. Als Folge dieser Massnahmen rechnen die Listen- und Vertragsspitäler im Kanton Zürich mit Mindereinnahmen von rund 380 Mio. Franken. Der Regierungsrat hat deshalb beschlossen, die Spitäler finanziell zu unterstützen. So beteiligt sich der Kanton an Ertragsausfällen bei den stationären Behandlungen, leistet Beiträge an die Zusatzkosten zur Vorbereitung auf die Pandemie und hilft mit Darlehen sowie Akontozahlungen aus. Diese Massnahmen weisen ein Volumen von insgesamt 305 Mio. Franken auf, davon 135 Mio. Franken in Form von nicht rückzahlbaren Beiträgen. Damit trägt der Kanton 39 Prozent der im Rahmen der Grundversicherung anfallenden Ertragsausfälle, erwartet aber, dass der Bund und die Krankenkassen in substanziellem Ausmass mithelfen. (ki.)

Umfahrung Bickwil – gemäss Umweltgesetz chancenlos Neben dem Sport ist Marcel Hürlimann auch als für den südlichen Teil des Kantons zuständiger Gebietsingenieur des kantonalen Tiefbauamtes in Erinnerung geblieben – eine Tätigkeit, die er bis zu seiner Pensionierung 2002 ausübte und quasi ein Bindeglied zwischen Kanton und Gemeinden darstellte. Damit sind wir beim Autobahnzubringer angelangt. 1982 liess das kantonale Tiefbauamt nach einer Idee des Gemeinderats Obfelden und unter Leitung von Marcel Hürlimann ein generelles Projekt für die Absenkung der Muristrasse in Bickwil erarbeiten. Allerdings hegte der Kanton schon damals Zweifel bei der Kosten-Nutzen-Frage. 2001 forderte die neugegründete IG Bickwil eine Umfahrung des Dorfteils, was vom damaligen Gemeinderat unterstützt wurde. Aber der Kanton blieb aus Kostengründen skeptisch. Zudem lehnte das Volk zum dritten Mal eine Erhöhung der Verkehrsabgaben ab – ebenfalls ein Argument. Die ablehnende Haltung wurde jedoch in einem von Marcel Hürlimann im Auf-

Marcel Hürlimann realisierte am Kronenplatz in Affoltern den ersten Kleinkreisel im Kanton Zürich, was ihm von Hans Jucker in einem Leserbrief den Titel eines «Kreisel-Papstes» eintrug. Ganz sicher war man sich damals nicht, ob sich mit einem Kreisel die Unfallschwerpunkte minimieren lassen. «Im ersten Schritt wurde dieser deshalb provisorisch nur durch Unterhaltsgelder finanziert», sagt Marcel Hürlimann. Auch beim Bau der OVA-Unterführung in Affoltern, die einherging mit der Aufhebung des Bahnübergangs, hatte er seine Ingenieur-Hand im Spiel. Schmunzelnd erinnert er sich: «Wir hatten viel Glück, dass wir den Kostenvoranschlag einhalten konnten …» Schmunzeln löste auch seine 1970 erfolgte Züglete nach Obfelden aus. Noch vor dem Umzug wurde Hürlimann am neuen Wohnort Mitglied der Baukommission. Sein Schwiegervater Oswald Kälin, damals im Gemeinderat, hatte das eingefädelt. Von 2002 bis 2010 gehörte Marcel Hürlimann dem Gemeinderat Obfelden als Bauvorstand an – eine Zeit, in welcher der Gemeinderat darum kämpfen musste, dass der Kanton überhaupt ein Projekt an die Hand nahm. Aber der grösste Teil der Arbeit gehörte der Behandlung von Baugesuchen in der Wachstumsgemeinde Obfelden. Eckpunkte in seiner Amtszeit stellten ausserdem die Überarbeitung der Bau- und Zonenordnung sowie eine neue Wohn- und Gewerbezone in Bickwil und die Einzonung von «Wolsen Süd» dar.

Bevölkerungsstudie zur Corona-Immunität Gesundheitsdirektion lässt testen Um Aussagen zum Grad der Immunisierung der Bevölkerung machen zu können, lässt die Gesundheitsdirektion eine Bevölkerungsstudie durchführen. Dabei werden rund 3000 Personen auf Corona-Antikörper untersucht. Die Massnahmen von Bund und Kanton haben zur erhofften Reduktion der Fallzahlen geführt. Dennoch ist aufgrund der Lockerungsmassnahmen ein erneutes Aufflammen der Infektionsraten nicht ausgeschlossen. Für die Planung des Handelns im Umgang mit der Pandemie sind verlässliche Informationen zur Verbreitung des Coronavirus und zur Situation bezüglich der sogenannten Herdenimmunität wichtig. Die Studie wird am 8. Juni starten und in drei zeitlich gestaffelte Untersuchungswellen unterteilt, wobei die letzte bis Ende Jahr abgeschlossen sein wird. Mit ersten Ergebnissen ist bis Mitte Juli zu rechnen. Dabei sollen die gleichen Standards angewendet werden wie in anderen Kantonen, um die Ergebnisse vergleichbar zu machen. Zusätzlich zur allgemeinen Bevölkerung soll die Zürcher Studie – analog zu Untersuchungen in anderen Kantonen – auch besonders exponierte Gruppen miteinbeziehen. Zu diesen gehören

Arbeitnehmende von Alters- und Pflegeheimen sowie Arbeitnehmende der Spitex.

Gewissheit als Grundlage für zielführende politische Entscheide Mit der geplanten Studie soll sich unter anderem ermitteln lassen, wie gross der Anteil der Bevölkerung ist, der eine Sars-CoV-2-Infektion durchgemacht hat. Weiter soll die Studie als Entscheidungsgrundlage dienen für Zeitpunkt, Dauer, Aufrechterhaltung oder Auf hebung der gegenwärtigen und zukünftigen Massnahmen sowie den spezifischen Bedarf für ein Impfprogramm aufzeigen. «Für den bevölkerungsreichsten Kanton der Schweiz ist diese Studie besonders wichtig», sagt Regierungsrätin Natalie Rickli. Die Gesamtleitung der Untersuchung liegt beim Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (Ebpi) der Universität Zürich (UZH). Institutsleiter Prof. Dr. Milo Puhan sagt über die Studie: «Die schweizweite Bestimmung der Corona-Immunität bringt Gewissheit. Und Gewissheit ist die Grundlage für zielführende politische Entscheide in Zusammenhang mit Covid-19.» Gesundheitsdirektion Kanton Zürich


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Forum

HINTER-GRÜNDE

Hunde bitte an die Leine ...

Ein Boomjahr für Vereine Sind Sie auch Mitglied der GGA, des HEV Albis, des TCS oder des Türlersee-Schutzverbands? Wenn Sie gar nur einen Treffer haben, verpassten Sie in diesem Frühling wegen Absage all dieser GVs im Zusammenhang mit dem Coronavirus mindestens ein kaltes Plättli oder gar eine warme Mahlzeit. Im Bereich «Turnen» begann es bei mir noch recht gut, weil wir die Jahresversammlung unserer Männerriege stets vor Weihnachten durchführen und dannzumal die Voraussetzungen für unser Standard-Menü im Restaurant Schönegg in Heisch noch intakt waren. Doch jene der Turnveteranen in Hausen und im Bezirk, Letztere in der Stampfi Knonau geplant, wurden abgesagt. Auch die GV der Gruppe Amt des TCS wurde gecancelt, ähnlich wie später Anlässe der Sektion und des schweizerischen Clubs, bei denen ich auch dabei gewesen wäre. Von der ZKB traf die Einladung für die (abgesagte) Eröffnung ihres Erlebnisgartens in Zürich ein, hier wäre es vor einigen Tagen losgegangen. Vieles ist dort ja bereits aufgebaut. Auch die Alp Farner des Zürcher Bauernverbandes ob Wald kann uns Aktionäre in der zweiten Hälfte Juni nicht empfangen. So fallen leider viele Treffen, zwar alle mit einer ernsthaften Traktandenliste, aber immer auch zur Pflege der Geselligkeit im zweiten Teil, ins Wasser. Doch ein Hoffnungsschimmer zeichnet sich am Horizont ab: Die GV der Wasserversorgung Mettmenstetten wurde von Anfang April auf Ende Juni verschoben und auch ZKB und TCS Schweiz haben bereits mit konkreten Terminen zu einer Teilnahme an ihren in einem Jahr stattfindenden Anlässen aufgerufen. Hatte diese «Fastenzeit» einen negativen Einfluss auf mein Körpergewicht? Eigentlich nicht, denn in der Phase «Bleiben Sie zu Hause» war ja Zeit in Hülle und Fülle vorhanden. Immer nur Aufräumen und Lesen konnte man ja nicht. Auch eine reichhaltige Verpflegung gehörte zum Alltagstrott. Neben den wirtschaftlichen Problemen, die unser Land nun lösen muss, werden wenigstens viele Vereine 2020 ein Boomjahr verzeichnen. Denn bei gleichbleibenden Jahresbeiträgen und den zwar mit Umtrieben abgesagten GVs (meistens mit Imbiss) werden diese etwas geschont. Ihre Kassen werden deshalb Ende Jahr lauter klingeln als sonst, was ihnen durchaus zu gönnen ist. Erich Rüfenacht

ZWISCHEN-RUF

Maikäfer Junikäfer, nei! Es gibt Tiere und Tiere, es gibt Käfer und Käfer, herzige wie Marienkäferchen und abartig eklige wie Mai- und Junikäfer. Meine Abneigung rührt daher, dass ich ausgerechnet mal in einem Maikäferjahr auf den Hohentwil, einen Berg bei Singen, wanderte und dort oben der Weg mit Maikäfern übersät war und es bei jedem Schritt knirschte. Dazu die Bäume voll der dicken braunen Leiber, manchmal sogar zwei aufeinander. Oberekelhaft. Nun – alle wussten von meiner Phobie, nur die Maikäfer nicht. So kam es, dass sich eines schönen Frühlingstages, als ich frohgemut unter Linden entlang spazierte, einer, ein Maikäfermännchen wahrscheinlich, ausgerechnet von einem Baum herab in meinen Ausschnitt fallen liess. Ich schrie! Auf der Strasse vor mir zwei junge Kerle. Ich musste es tun, obwohl ich da noch extrem prüde war. «Hallo, hallo!» Sie hielten an. «Ein Maikäfer», kreischte ich, «da drin!», und deutete zwischen meine Brüste. «Nehmt ihn raus, schnell!!» Ute Ruf

Schönere Plakate kann man nicht machen. Was nützt es? Bei sehr vielen Hundeführern gar nichts. Man könnte gerade so gut einen Lesekurs ausschreiben, der allerdings auch nichts bringen würde, denn sehr viele Hundehalter können anscheinend nicht lesen. Wenn man zaghaft versucht, einen Halter auf sein Vergehen anzusprechen, hört man immer dieselben Antworten: 1. «Mein Hund jagt nicht, der ist zu klein.» Alle Hunde jagen und um einem Rehkitz zu schaden reicht es allemal! 2. «Ich kann meinen Hund abrufen.» Kann schon sein, aber wie man oftmals sieht und hört, nützt es vielfach nichts. 3. «Keine Leinenpflicht.» In der Brut- und Setz-Zeit ist, soviel ich weiss, in der ganzen Schweiz einheitlich Leinenpflicht. In der Frühlingszeit sind die Hundehalter, glaube ich, sogar verpflichtet die Hunde an der Leine zu führen. Und vielleicht

Dienstag, 9. Juni 2020

gibt es noch etwas wie Eigenverantwortung. Leider ist es ansonsten in 26 Kantonen verschieden, aber man kann sich zum Beispiel aufklären lassen, so man will. Eine ganz kluge Meisterin hat mir einmal auf meinen Hinweis auf Rehe (20 m Abstand) geantwortet: «Es ist gut, dass der Hund das nicht bemerkt hat, sonst hätten wir nun Probleme, aber er ist schon alt und jagt nicht mehr. Ich weiss, es steht mir eigentlich nicht zu, irgendjemandem Vorschriften zu erteilen, wie er seinen Hund zu führen hat. Wenn ich aber die horrenden Zahlen von Rehrissen durch Hunde lese, dann geht mir einfach die Galle hoch. Wenigstens die zwei, drei Monate während der Brut- und Setz-Zeit könnte man doch mit einem Stück Leine zwischen Hund und Mensch viel Schmerzen verhindern. (Ein Riss kann übrigens sehr teuer werden.)

Dankbarkeit anders ausdrücken Hot Dogs als Danke für CoronaEinsatz, «Anzeiger» vom 5. Juni.

Sensibilisierungsplakat. (Bild zvg.) All jenen Hundeführern, die das tun, dankt es das Wild und andere Waldtiere und ich entschuldige mich für diese Zeilen bei Hund und Meister, denn ich habe Hunde sehr gerne. Vielleicht denkt der eine oder andere Waldgänger über sein Verhalten gegenüber der Natur ein bisschen nach, was mich sehr freuen würde. Ernst Neurauter, Affoltern a. A.

Zum Glück ist die Schweiz nicht der EU beigetreten Der mit 32 000 Stellen dotierte EUBeamtenapparat und die EU-Politelite benötigen dringend vierstellige Milliardenbeträge an zusätzlichem Geld, um sich als «Retter der Welt» aufspielen zu können. Wäre die Schweiz Mitglied der EU, müssten die hiesigen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler von 2021 an wohl jährlich mindestens 14 Mrd. Franken, bzw. 2 % des nominellen BIPs, an Direktbeiträgen an den EU-Haushalt abliefern. Dazu kämen weitere Abgaben wie Zölle, die nicht mehr in die Bundeskasse, sondern nach Brüssel flössen. Insgesamt würde sich der Schweizer Beitrag auf rund 16 Mrd. Franken oder verglichen mit unserem nationalen

Bundesbudget 2020 von 79 Mrd. Franken auf rund 20 % belaufen. Pro vierköpfige Familie errechnet sich ein Betrag von über 7500 Franken pro Jahr. Es bewahrheitet sich, was jene, die 1992 einen EWR-Beitritt als «Trainings-Camp für einen EU-Beitritt» abgelehnt haben, vorhergesagt haben. Wer der EU beitritt, wird immer grössere Beiträge bezahlen müssen, denn einmal in diesen EU-Verträgen gefangen, wird es schwierig, wieder auszusteigen. Wegen des Brexits und der Corona-Pandemie sollen die nationalen Direktbeiträge nun von bisher 1.2 % auf 2 % des BIPs erhöht werden. Die EU-Politelite wird ihrem Endziel, eine Fiskal- und Transferunion zu ver-

Tempo 30 auf Kantonsstrassen Tempo 30 für die Untere Bahnhofstrasse?, «Anzeiger» vom 26. Mai. Mit Erstaunen lese ich, dass ein grüner Kantonsrat aus einer Nachbargemeinde auf der Unteren Bahnhofstrasse in unserer Gemeinde Tempo 30 einführen möchte. Dieser Vorschlag befremdet mich, da vor allem Lärmgrenzwerte ins Feld geführt werden. Der Streckenabschnitt Einmündung Zwillikerstrasse bis Bahnhof schliesst den Abschnitt bis zum Kronenkreisel aus. Mehrere Jahre habe ich die Polizei vergeblich gebeten, Geschwindigkeitskontrollen vor der Einmündung Wiesengrundstrasse durchzuführen. Durch das Gefälle kommen einzelne Fahrzeuge mit bis zu 70 km/h angefahren, was ein Einbiegen in die Untere Bahnhofstrasse lebensgefährlich macht, da ein Fahrzeug vom Bahnhof

herkommend erst ungefähr 60 m vorher sichtbar wird. Bezüglich Lärm stören eigentlich lediglich die Autoposer mit ihren mit Blow-Off- oder Pop-Off-Ventil ausgerüsteten Fahrzeugen; und das funktioniert auch mit Tempo 30. Da jedoch die geltenden 50 km/h aus meiner Sicht nie kontrolliert wurden, empfinde ich den Vorschlag als absolut unpassend. Tempo 30 könnte ja zwischen den beiden Kreiseln um den Bahnhof eingeführt werden. Dies wäre sinnvoll und kostengünstig. Sollte Tempo 30 trotzdem durchgesetzt werden, dann bitte ab und bis Kronenkreisel. Den Vergleich mit Maschwanden empfinde ich als lächerlich. Die Strasse ist dort schmal mit engen Kurven und teilweise ohne Trottoir. Da werden nun tatsächlich Äpfel mit Birnen verglichen. Roland Füllemann Affoltern a. A.

So faktenfrei wie unnötig Weder mutig noch schnell, Kantonsrats-Kolumne vom 5. Juni. Kantonsrat Finsler hat in seiner Kolumne «Weder mutig noch schnell» eine Bilanz der Corona-Massnahmen der Schweizer Regierung gezogen und ein regelrechtes Versagen der Regierung festgestellt. Weder die Bereitschaft auf eine Pandemie noch die getroffenen Massnahmen und deren Zeitpunkt seien effizient gewesen. Für eine Wirkung viel zu spät, auf undemokratische Weise eingeführt, zum Schaden der Wirtschaft. Neben den Spitälern, die – meines Erachtens zum Glück – nicht mit der im Worst Case befürchteten Welle von Covid-19 Betroffenen geflutet wurden habe die Wirtschaft einen riesigen Schaden erlitten und jetzt müsse überhaupt die ganze erwerbstätige Generation einen grossen Schuldenberg abzutragen. Wieso faktenfrei? Bilanz zieht man im Rückblick. Bei Covid-19 also frühestens in einem Jahr. Und Bilanz ziehen Fachleute. Kantonsrat Finsler macht einen Verriss, führt aber null Alternati-

ven zum getroffenen Vorgehen des Bundesrats auf. Kantonsrat Finsler ist mir nicht aufgefallen als Gesundheitsexperte für Epidemien oder Infektionen, auch nicht als Wirtschaftskenner mit ökonomischem Weitblick. Die «Wissenschaft» ist sich heute noch im Ungewissen, ob die drohende Katastrophe aus der Pandemie dauerhaft überstanden ist. Also warten wir doch mal ab, was die wirkliche Fachwelt im Rückblick konstatieren wird. Wieso unnötig? Kantonsrat Finsler orientiert sich eher an nationalen Parteithemen als an der immer noch unklaren Situation. Zu wenig Grenzschliessung, zu viel Schäden in der Wirtschaft durch den seiner Meinung nach unnötigen Shutdown. Ungeachtet der Tatsache, dass Massnahmen in ähnlicher Form von Ländern rund um den Erdball verordnet wurden. Lieber würde ich von einem Kantonsrat lesen, was er in seinem eigenen Einflussbereich bewirkt, also im Züri-Parlament und mit der Züri-Regierung. Urs Egger, Wettswil

wirklichen, Schritt für Schritt näherkommen, weil die meisten nationalen Regierungen lieber höhere Beiträge aus Kosten ihrer Steuerzahler bezahlen als die Qualen eines Exits auf sich zu nehmen, wie dies Grossbritannien tut. Deshalb ein Dankeschön an all jene Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, die damals Nein zum EWR-Beitritt gesagt haben. Aber leider gibt es immer noch andere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die glauben, eine Annäherung an die EU mit Knebelverträgen und milliardenschweren Kohäsionsbeiträgen, würde der Schweiz neuen Wohlstand bescheren. Hans Kaufmann, alt Nationalrat SVP, Wettswil

Die Idee stammt vom Regierungsrat Tempo 30 wäre völlig unlogisch, Leserbrief vom 3. Juni. Die Idee, Tempo 30 auf der Unteren Bahnhofstrasse zu signalisieren, stammt nicht von mir, sondern vom Zürcher Regierungsrat. Er hat 2015 in einem Bericht 20 Strecken aufgelistet, die aus Sicherheitsgründen mit Tempo 30 signalisiert werden müssten. Seit Veröffentlichung dieses Berichtes sind fünf Jahre vergangen und nichts ist geschehen. Mein Vorstoss hat zum Ziel, dass mindestens diese 20 Strecken endlich umsignalisiert werden. Zudem wird gefordert, dass weitere Strecken evaluiert werden. Tempo 30 auf Kantonsstrassen sind übrigens keine Zonen, sondern Strecken. Die Strasse bleibt vortrittsberechtigt und die Fussgängerstreifen müssen nicht aufgehoben werden. Thomas Schweizer, Kantonsrat Grüne, Hedingen

Besonnen gehandelt Weder mutig noch schnell, Kantonsrats-Kolumne vom 5. Juni. Herr Finsler schreibt in der Kolumne «Ämtler Kantonsräte meinen», über drei Spalten hinweg, was der Bundesrat in seinen Augen alles falsch gemacht hat. Drei Spalten mit einer chronologischen Auflistung der Geschehnisse. Drei Spalten voll mit Vorwürfen. Drei Spalten mit Angstmacherei vor der Zukunft. Drei Spalten ohne jeglichen konstruktiven Verbesserungsvorschlag. Herr Finsler sollte sich überlegen, ob diese Art von Politik das ist, was jetzt in der Bevölkerung gefragt ist. In meinen Augen hat der Bundesrat besonnen, mutig und wohlüberlegt gehandelt. Milan Pechous, Obfelden

Billige Werbung, die die Helvetia Hauptagentur Affoltern hier zum Besten gibt, mit dem zusätzlichen Hinweis, das lokale Gewerbe zu unterstützen. Für etwas «Junk-Food» müssen sich die Mitarbeitenden des Spitals Affoltern wohl auch noch dankbar zeigen, sonst werden sie womöglich als undankbar und überheblich angesehen. Wahrscheinlich auch kein leichter Entscheid für die Leitenden, ob man solche Aktionen seinen Mitarbeitenden zumuten darf und soll. Wie wurden wohl alle die vegetarischen Mitarbeitenden verpflegt? Ich hoffe, im Panorama-Restaurant, das eine fürs Auge und den Magen gesunde Verpflegung mit grosser Auswahl anbietet (auch für Gäste). Dabei gäbe es meiner Meinung nach viele andere Möglichkeiten, die Dankbarkeit gegenüber den Mitarbeitenden im Gesundheitswesen auszudrücken, z.B. mit einem Engagement für die Pflegeinitiative, das weit mehr bringen würde als Hot Dogs und Cola. Dies würde auch einer Versicherung mitsamt ihrer Lobbyisten in Bern gut anstehen und wäre einiges glaubwürdiger. Margrit E. Fischer, Affoltern a. A.

Zuschriften willkommen Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, greift in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region auf und enthält keine persönlichen Angriffe. (Red.)

ACHILLES-VERSE

Feierabend Was soll ich tun, ich alter Mann, sei’s irgendwie, sei’s irgendwann? Ich möcht noch zu was nützlich sein in Wirklichkeit, nicht nur zum Schein. Ich spür’s, ich seh’s in manchen Blicken Ins Pfefferland möcht’ man mich schicken Ein Hindernis, wo ich auch steh Da hör ich: Geh doch, endlich, geh! Ich weiss, da ist als grösste Plage die leidigliche Kostenfrage. Das stets hinausgeschobne Sterben verringert, was ich sollt vererben. Ein Tagtraum wirft die Frage auf Was ist es, was Du gibst zu Hauf? Du denkst dabei an Gut und Geld Und wähnst dich noch als stiller Held. Dahinter steht wohl das Bestreben Sicherheit zu liefern für das Leben Geld und Gut macht sichtlich froh doch Sicherheit liegt anderswo. Sicherheit, die wächst von innen Gewissheit haben, wie die Spinnen, die ihr Leben lang darauf vertraun, dass die Netze halten, die sie baun. Kannst nun erahnen, alter Mann was man im Alter alles kann? Allein schon stilles Vorbild sein flösst Kindern Selbstvertrauen ein. Du solltest mit ins Freie gehen und Anteil nehmen am Geschehen Bei Angst ermuntern, ohne drängen und nie an Vorstellungen hängen. So wirst Du sehen, alter Mann dass Du, sei’s irgendwie, sei’s irgendwann ohne Zwang und ohne Frist zu vielem zu gebrauchen bist? (MüR)


Gewerbe

Zebra und Giraffe

Die Lewa-Savanne im Zoo Zürich ist seit Samstag offen fürs Publikum. > Seite 11

Dienstag, 9. Juni 2020

Kein Kino am Weiher Das OK hat den beliebten Open-Air-Event für 2020 abgesagt. > Seite 12

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Mit Schutzkonzept

Seit Samstag rollt der Ball wieder beim FC Affoltern – mit Präsenzliste beim Training. > Seite 13

Weiteres Traditionsrestaurant ist Geschichte Inventarverkauf im Landgasthof Krone in Hedingen Der Inventarverkauf bildete den Schlusspunkt unter eine traditionsreiche Geschichte des Landgasthofs Krone in Hedingen. Viele kamen, um den Haushalt neu zu bestücken und sich Erinnerungsstücke zu sichern. Das auf Ende dieses Jahres geplante Ende für die «Krone» in Hedingen kam schneller, weil Wirtin Elsbeth Duperrex im Mai das Restaurant Kreuz-Schoren in Mühlau AG übernehmen konnte. Sie wirtet dort seit dem 20. Mai. So lud «Krone»-Besitzer Herbert Huwyler am letzten Samstag an der Zürcherstrasse 26 in Hedingen zum Inventarverkauf

ein – und stiess damit auf ein überraschend grosses Echo. Schon vor dem auf 12 bis 14 Uhr angesetzten Ausverkauf fand sich auf dem geräumigen Parkplatz keine Lücke mehr. «Ein solches Echo habe ich nicht erwartet», sagte Herbert Huwyler. Offenbar hat er die Wirkung seines Facebook-Aufrufs unterschätzt. Es kreuzten viele Interessierte auf, darunter eine grosse Zahl ehemaliger Gäste – nicht nur, um ihren Haushalt zu ergänzen, sondern auch, um sich Erinnerungsstücke zu sichern: von der Suppenschale über Gläser, Mobiliar bis zu Kücheneinrichtungen. Die Garderobe und die damit verbundenen Sitzbänke gehen nach Chile in ein Altersheim. «Dünnen Kö-

Auf langen Tischen aufgereiht: Geschirr und anderes. (Bilder Werner Schneiter)

chen traut man nicht», steht an der Küchentüre geschrieben. Sie ging für 100 Franken weg. Vieles konnte für einen Franken erstanden werden, aber alles nur gegen Barzahlung.

Beliebter Treffpunkt Die «Krone», von 1958 bis 2014 im Besitz der Familie Gasche, war ein über die Region hinaus bekannter Treffpunkt: für Feinschmecker, die sich auch über grosse Portionen freuten, für Liebhaber von Ländler- und Oberkrainermusik. Dazu fanden in der «Krone» auch unzählige Familienfeste und Veranstaltungen statt: Taufen, Hochzeiten, Geburtstage, Versammlungen und anderes. Ein weiteres Säuliämtler Traditionsrestaurant ist Geschichte, was von allen, die dort fröhliche Stunden erlebt haben, bedauert wird. Das geht auch aus Facebook-Einträgen hervor. Auch in Obfelden schloss Ende 2019 der mit grosser Tradition behaftete «Löwen», für immer. Auf dem 2300 Quadratmeter grossen Areal entsteht eine Überbauung. Herbert Huwyler hat Areal und Liegenschaft einer grossen Zürcher Baufirma verkauft, die nun voraussichtlich innerhalb eines Jahres ein Projekt aufgleist. (-ter.)

Der letzte Akt nach langer wie ruhmreicher Geschichte: Inventarverkauf in der Hedinger «Krone».

Center für geistige Wellness

Bienenverluste stabilisiert

Neueröffnung in Zwillikon: Yatra Am Freitag, 12. Juni, eröffnen Madeleine Gasmi und Ivan Hochstrasser an der Alten Affolternstrasse 2 in Zwillikon ihr Center für geistige Wellness «Yatra». Gongs gelten seit Urzeiten als heilige Instrumente. Man sagt, dass sie den Klang des Universums transzendieren. Die heilenden Frequenzen versetzen alle Zellen in Schwingung. Gongklänge bauen Stress ab, lösen Spannungen und lindern Schmerzen. Zudem regen sie die Zellregeneration an und stimulieren die Ausschüttung von Glückshormonen. Madeleine Gasmi und Ivan Hochstrasser sind seit vielen Jahren professionelle Gongspieler. Neben Gongmeditationen und Sound Healings bieten sie auch eine «Gongnacht» an, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine ganze Nacht lang von Gongklängen begleitet werden. Das nächste Mal am 20. Juni in Steinhausen. Darüber hinaus betreiben die beiden Klangspezialisten das Gongcenter; den grössten Schweizer Shop für Gong-, Klang- und Rhythmus-Instrumente. Nachdem Büro und Showroom

in Affoltern im Laufe der Jahre aus allen Nähten platzten, sind sie Anfang Monat nach Zwillikon gezogen, wo sie Büro und Showroom zum ersten Mal unter einem Dach vereinen. Am Freitag, 12. Juni, lädt Yatra alle, die sich für Gesundheit, Klänge und Meditation interessieren, zu einem Tag der offenen Tür ein. Der Tag der offenen Tür beginnt um 16 Uhr. Neben einem alkoholfreien Apéro gibts ab 18 Uhr eine kostenlose Gong-Meditation – eine einmalige Gelegenheit, die Wirkung von Gongs am eigenen Leib zu erfahren. Die einzigartige Klangreise dauert rund 70 Minuten. Neben 40 verschiedenen Gongs von Gongland, Paiste und Wuhan können die Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tür Hand Pans, Indianerflöten, Klangschalen, Kristallklangstäbe, Shruti-Boxen, Zimbeln und viele weitere Klang-, Melodie- und Rhythmus-Instrumente entdecken und ausprobieren. Drittes Standbein von Yatra ist die «Amrit Yoga Akademie». Unter diesem Geschäftszweig bieten Madeleine Gasmi und Ivan Hochstrasser Yoga-Kurse und Aus- und Weiterbildungen an. Zum Beispiel Kundalini Yoga, Schwangerschafts-

yoga, Yoga für Kinder und Senioren-Yoga (Yoga auf dem Stuhl). Auch zu diesem Angebot warten attraktive Angebote auf die interessierten Gäste. Wer sein Potenzial entfalten und sich unter Umständen sogar neu ausrichten möchte, kann bei Madeleine Gasmi und Ivan Hochstrasser ein persönliches Coaching buchen. Denn Coaching, Klang und Yoga ergänzen sich perfekt: An der Alten Affolternstrasse

2 in Zwillikon haben Gasmi und Hochstrasser einen ganz besonderen Erfahrungsraum geschaffen. Einen Raum, in dem der Alltag aussen vor bleibt und Entwicklungsprozesse angestossen und Lebendigkeit und Ganzheit erfahren werden. Wer ein eigenes Angebot hat, welches ins Yatra-Center passt, darf die beiden gerne kontaktieren. (pd.) Weitere Infos unter www.yatra.ch.

Professionelle Gongspieler: Madeleine Gasmi und Ivan Hochstrasser (Bild zvg.)

Im Winter 2019/2020 gingen 13,2 % der Bienenvölker in der Schweiz zugrunde. Die Verluste bleiben damit im dritten Jahr in Folge stabil auf niedrigem Niveau. Die Bienensaison 2019 war durch eine rekordtiefe Honigernte geprägt, was im Mittelland einem sehr kühlen und nassen Frühjahr und speziell Monat Mai geschuldet war. Es folgte ein trockener und heisser Sommer, ebenfalls ohne nennenswerte Honigerntemenge. Würde sich das auf die Völkerverluste im Winter 2019/2020 auswirken? Die Umfrage bei 1403 Imkern und Imkerinnen ergab, dass 13,2 % der Bienenvölker nicht überlebt haben (Vorjahr 13,6 %). Damit zeichnet sich im dritten Winter hintereinander eine Stabilisierung der Verluste ab. Hinzu kommen 12,6 % der Völker, die sich nach dem Winter nicht zu einem Wirtschaftsvolk entwickeln konnten, was in der Summe 25,8 % ergibt und dem Vorjahreswert entspricht. In den Höhenlagen oberhalb von 1000 Metern hingegen setzte die Schneeschmelze erst im Mai ein. Der späte Bergfrühling brachte so in der Höhe eine durchschnittliche Honigernte. (pd.)


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Allen geschätzten Inserenten danke und gute Gesundheit. Nächste Erscheinung dieser Spezialseite am 14. Juli 2020. Interesse?


Veranstaltungen

Dienstag, 9. Juni 2020

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Neues Safari-Erlebnis im Zoo Zürich Die Lewa-Savanne ist seit Samstag dem Publikum zugänglich Die Zoos dürfen seit Samstag ihre Türen wieder aufmachen. In Zürich wurde zusätzlich die spektakuläre, grosszügige Lewa-Savanne eröffnet. von Bruno Knellwolf Vogelstrausse flüchten vor den Nashörnern, daneben zupfen Giraffen Blätter von den Bäumen. Unter den für Kenia typischen grossen Kopjefelsen zerrt eine Tüpfelhyäne ein Huhn vom Steinbrocken, um es danach genüsslich zu verzehren. Die Sonne brennt heiss, ein warmer Wind weht über die weite Savanne. Was sich wie eine Safari in Afrika anfühlt, ist ab kommendem Samstag mitten in Zürich zu erleben. Mit der Wiedereröffnung des Zoos wird auch die 57 Millionen Franken teure Lewa-Savanne fürs Publikum zugänglich. Dieses kleine Stück Kenia ist flächenmässig das grösste Projekt unter den drei Grossanlagen des Zoos, neben der Masoala-Regenwaldhalle und dem Elefantenpark. Auf 5,6 Hektaren Fläche finden hier auch Stachelschweine, Säbelantilopen, Vögel und Reptilien ihren Platz. Das Zoo-Jahr hatte überdurchschnittlich gut begonnen, bis am 13. März die Läden runtergingen. Statt zum erwarteten Rekordjahr kam es mit Corona zur «grössten Krise, welche der Zoo je erlebt hat», wie Verwaltungsratspräsident Martin Naville sagt. Jede Woche kostet der Lockdown den Zoo seither eine Million Franken, weil Tiere und Pflanzen auch in der Krise versorgt sein müssen, und den Mitarbeitern in Kurzarbeit der Lohnverlust ausgeglichen wird.

Lebensgemeinschaft in der Lewa-Savanne: Unter anderem Giraffen, Zebras, Impalas und Säbelantilopen tummeln sich in der Aussenanlage. (Bild Zoo Zürich, Goran Basic)

Platz für höchstens 5800 Besucher Jetzt aber geht es wieder los und Naville sagt, man sei mit einem blauen Auge davongekommen. Noch müssen CoronaAuflagen erfüllt werden. Der Zoo darf höchstens 5800 Besuchern Eintritt gewähren. Die einzelnen Anlagen dürfen nicht überfüllt werden und in den Häusern gilt Einbahnverkehr, kleine Häuser bleiben geschlossen. «Wir beschäftigen 20 Leute mit der CoronaAufsicht», sagt Zoodirektor Alex Rübel vor dem Eingang zur Lewa-Savanne. Vor 29 Jahren hat Rübel, der Ende Monat in Pension geht, die Vision einer grossflächigen Savanne in einem Masterplan skizziert. Und nun hat er, wie schon bei den anderen Grossprojekten, diese Idee zusammen mit einem Naturschutzprojekt verwirklicht. Das Lewa Wildlife Conservatory in Kenia zählt zum Weltkulturerbe und beheimatet bedrohte Tierarten wie die Breitmaulnashörner und Grevyzebras. «Mit diesem Projekt wollen wir diese Tiere in der Wildnis erhalten. Wir finanzieren Löhne der Ranger, welche die Wilderei bekämpfen, unterstützen Schulen und Gesundheitszentren», sagt Rübel. Nur wenn es den Menschen um die Naturschutzgebiete herum gutgehe, würden auch die Tiere geschützt. Die Wilderei von Nashörnern konnte beinahe auf Null reduziert werden.

Tüpfelhyänen leben in einer komplexen sozialen Struktur. (Bild Zoo Zürich, Robert Zingg)

Netzgiraffen können bis zu fünf Meter hoch werden. (Bild Zoo Zürich, Marco Schaffner)

Die Affenbrotbäume sind aus Beton In Zürich führt der Weg in die LewaSavanne durch eine beeindruckende Schlucht. Davor steht ein riesiger Baobab, das Wahrzeichen des Lewa-Dorfs in Kenia. Die Affenbrotbäume im Zoo sind nicht aus Holz, sondern aus Beton, so wie die ganze Felslandschaft. Mit feinen Netzen, Spritzbeton und naturgetreuer Farbgestaltung wirken die Bäume wie auch die Savannen-Landschaft echt. Die am stärksten bedrohte Art in Lewa ist das Grevyzebra mit noch rund 2800 wildlebenden Tieren. Genauso interessant sind die Tüpfelhyänen, die in einer komplexen sozialen Struktur

Breitmaulnashörner am Wasserloch. Trotz ausschliesslicher Gräserkost bringen sie bis zu 2,3 Tonnen auf die Waage. (Bild Zoo Zürich, Goran Basic) leben. Einen Clan von 100 Hyänen führen Weibchen. Die Töchter der Königin werden mit Geburt zu den ranghöchsten

Hyänen. So bietet die Lewa-Savanne viel Wissenswertes und führt die Besucher und Besucherinnen gleichzeitig in

Ferienlaune. Mit diesem Grossprojekt ist die Fläche des Zoos für Grossanlagen ausgereizt, einzig für ein Menschen-

affenhaus ist noch etwas ausgespart. «Ein Zoo ist nie fertig gebaut», sagt Naville.


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Veranstaltungen

Dienstag, 9. Juni 2020

Höhenwanderung im Naturpark Beverin

Modeschmuck aus Perlen

Kurs im Familienzentrum Affoltern

Ausflug zu den Heinzenberger Bergseen am Samstag, 20. Juni Die aussichtsreiche Wanderung führt im Naturpark Beverin von Obertschappina zum Glaspass und Bischolpass und entlang der Bergseen nach Flerden. Der Heinzenberg liegt zwischen Thusis und Rothenbrunnen im Kanton Graubünden und erstreckt sich rund 15 Kilometer in süd-nördlicher Richtung. Er wird im Westen durch den Heinzenbergergrat und im Osten durch den Hinterrhein begrenzt. Im südlichen Teil steigt der Hang recht sanft an und bietet der Landwirtschaft gute Bedingungen. Um die hübschen Dörfer gibt es Wiesen und Heimweiden und am unteren Hang auch Äcker und Obstbäume. Darüber schliesst sich eine Zone von Maiensässen an und Höhen über 1800 Meter werden von ausgedehnten Alpweiden eingenommen. Die aussichtsreiche Wanderung beginnt in Obertschappina und führt über den alten Glaserweg zum Glaspass auf 1846 Meter. Im Berggasthaus Beverin gibt es eine Pause. Danach geht es weiter, über die Bruchalp zum ehemaligen Lüschersee und zur Lüschalp und wiederum weiter über den Alpweg zum Bischolpass. Von hier hat man eine atemberaubende Sicht auf den tiefblauen Bischolasee und den Hausberg Piz Beverin sowie auf das weite sanfte Tal Domleschg und in die

Aus verschiedenen Schmuckperlen entwickelt sich fast wie von selbst ein persönliches Schmuckset nach eigenem Gusto. Unter der fachkundigen Anleitung von Carola Solinger von Schmuck Werk entstehen aus einer bunten Auswahl an Perlen und anderen Schmuckelementen Schritt für Schritt Halsketten, Armbänder, Anhänger und Ohrringe. Jede und jeder kann sofort loslegen und braucht keinerlei Vorkenntnisse mitzubringen, denn alle Schritte werden genau erklärt und an zahlreichen Beispielen gezeigt. Teilnehmende sind herzlich eingeladen, Kleidungsstücke mitzubringen, zu welchen das neue Schmuckset passen soll. (GS)

Im wunderschönen Naturpark Beverin mit Sicht auf den Hausberg. (Bild zvg.) faszinierende Bergwelt von Graubünden. Der Abstieg erfolgt links am Pascuminersee vorbei nach Oberrascheins. Der Bergsee hat einen unterirdischen Zufluss und liegt mitten im Alpgebiet des inneren Heinzenbergs. Dann wandert man am Padrutgsee vorbei nach Oberurmein und auf dem

letzten Abschnitt über Urmein bis Flerden, wo es mit dem Postauto und der Bahn wieder nach Hause geht. Dölf Gabriel, Wanderleiter

Am 4. Juli findet von 10 bis 12 Uhr eine Führung durch das Naturistengelände in Aeugst statt. Anschliessend kann das Bad genossen werden.

am 17. Juni per Telefon 044 761 99 36

1960 dieses idyllische, grosse Gelände an wunderschöner, sonniger Südhanglage mit herrlicher Sicht ins Grüne und mit Fernblick in die Alpen, sehr erholsam und fern jeder Hektik. Ein Teil des Geländes und der Umgebung steht unter Naturschutz.

Der Weg zum Schnuppertag

Das Sonnenbad Schönhalde lädt zum Besuch. (Bild zvg.) und Trinkvorschriften, aber rauchen ist nicht erlaubt. Zu beachten ist, dass sich wegen der Hanglage für Gehbehinderte leider oft Schwierigkeiten ergeben. Der Verein Sonnenbad Schönhalde (Mitglied der SNU Schweizer Naturisten Union und der INF International Naturist Federation) ist ein seriöser Verein und besitzt im Weiler Wängibad seit

Die katholische Kirche in Bonstetten möchte angesichts der Lockerungen mit zwei Anlässen Raum geben, um die vergangenen einschneidenden Ereignisse ins Wort zu bringen.

Wanderung am 20. Juni 2020. Anmelden bis

Schnuppertag im Sonnenbad Schönhalde am Samstag, 4. Juli

Über die Hauptstrasse gelangt man von Affoltern nach Aeugst. Nach dem Wald, zirka einen Kilometer vor Aeugst, biegt man beim Wegweiser «Sonnenbad Schönhalde» in südlicher Richtung auf den Fahrweg Hinterlegg ab. Mitglieder und Gäste dürfen an der Fahrverbotstafel vorbei zum Parkplatz fahren. Die Vereins-Parkplätze befinden sich zirka 50 Meter nach der Fahrverbotstafel. Vom Parkplatz sind es noch etwa 50 Meter zu Fuss bis zum Einfahrtstor des Geländes. Dort bitte die Glocke betätigen. Im Weiler Wängibad selbst befindet sich nur ein nicht allgemein zugänglicher Nebeneingang. Der Verein freut sich über jede Besucherin und jeden Besucher. Gerne werden noch neue Mitglieder aufgenommen, denn im Gelände ist noch genügend Platz vorhanden. (pd.) Weitere Infos: www.sonnenbad-schoenhalde.ch Vorankündigung: Am Samstag, 29. August, findet ein zweiter Schnuppertag zu gleichen Zeiten statt.

Lesewettbewerb in der Bibliothek Bonstetten Auch dieses Jahr führte die Bibliothek Bonstetten einen Lesewettbewerb für die Primarschulkinder durch. Das diesjährige Motto war, «die Regale der Bibliothek leerzulesen». Voller Elan erfolgte der Start nach den Sportferien. Schon nach kurzer Zeit wurden die Bücherstapel neben dem Bücherstuhl höher und breiter und die Regale sichtbar leerer. Die Kinder verschlangen die Bücher und holten in der Bibliothek immer wieder neuen Lesestoff. Auch vom Covid-19 liessen sich die Schülerinnen und Schüler ihre Leselust nicht nehmen, fleissig wurden die Lesepässe weiter ausgefüllt. Leider konnte nach

Selbstgemachter Schmuck bereitet noch mehr Freude. (Bild zvg.) Familienzentrum Bezirk Affoltern, Zürichstrasse 136, Affoltern. Anmeldungen werden gerne unter Telefon 044 760 12 77 entgegengenommen. Das ganze Kursprogramm ist unter www.familienzentrumbezirk-affoltern.ch zu finden.

Seelsorge der Pfarrei Sankt Mauritius

Das Bad kennenlernen

Dieses Jahr freut sich das Organisationskomitee besonders, wenn anlässlich des 60-Jahre-Jubiläums des Sonnenbads Schönhalde viele Interessierte, Anwohnerinnen und Anwohner die Gelegenheit nutzen, um an der jährlichen Führung in Kleidern durch das idyllische Gelände des Sonnenbads Schönhalde teilzunehmen. Die Besichtigung findet bei jeder Witterung statt. Gerne wird den Gästen ein Kaffee, Tee oder ein anderes Getränk offeriert. Der Verein freut sich auf zahlreichen Besuch (10 bis 12 Uhr, bekleidet). Wer bei schönem Wetter am Nachmittag Lust hat, ein Badetuch und möglichenfalls ein Picknick mitzunehmen, kann alle Einrichtungen ab 12.30 Uhr nach den Regeln des Vereins geniessen. Das Sonnenbad Schönhalde bietet Schwimmbad, Liege- und Sitzplätze, Grillplätze, eine Bistro-Ecke, Clubhaus, Wohnhaus, Übernachtungsmöglichkeiten für Mitglieder, Wohnwagenplätze, Pétanqueplatz, Tischtennisplätze sowie Gartenschach in einer entspannten Atmosphäre. Es gibt im Gelände keine Ess-

Im Workshop am Freitag, 19. Juni, von 19 bis 21 Uhr darf es kreativ zu- und hergehen. Die Teilnehmenden kreieren dabei ihren ganz persönlichen Modeschmuck.

der Bibliotheksschliessung der Bücherstapel nicht weiterführt werden und der Bücherthron blieb verwaist. Trotzdem konnten bei der stillen Verlosung aus 902 Lesepässen die 18 Gewinner gezogen werden. Die glücklichen Gewinner werden mit einem Kinogutschein belohnt. (cpb) Wettbewerbsziel: Bücherregale leerlesen. (Bild zvg.)

Für viele Menschen ist die Coronakrise zu einer persönliche Krise geworden. Viele haben ihre Stelle verloren und sehen mit Besorgnis in die Zukunft. Wer gerne in kleinen Gruppen, mit weiteren betroffen Personen über seine Not sprechen möchte, ist herzlich eingeladen. Gemeinsam möchte die Pfarrei Sankt Mauritius Hoffnung schenken und in einer offenen Gesprächsrunde schauen, wie man sich gegenseitig Rat und Ermutigung geben kann.

Viel Zeit zu Hause, ein bedrohliches Virus und Schutzmassnahmen: Corona hat unser Leben verändert. Die Pfarrei Sankt Mauritius in Bonstetten lädt zu einem Erzählcafé ein. In diesem Rahmen können die guten und die schlechten Erfahrungen dieser neuen Situation ausgetauscht werden. Wie ist es mir ergangen ohne Schule, im Homeoffice, mit viel Familienzeit oder in der Quarantäne? Das Angebot richtet sich an Interessierte aus allen Altersgruppen, die ihre Erfahrungen mitteilen und anderen Teilnehmenden zuhören möchten. (pd.) Offene Gesprächsrunde im kleinen Rahmen, Dienstag, 30. Juni, um 18.15 Uhr. Erzählcafé am Sonntag, 5. Juli, um 14 Uhr. Pfarrei Sankt Maurtius, Stallikerstrasse 2, Bonstetten.

Kino am Weiher erst wieder 2021 Das OK Kino am Weiher sagt den Open-Air-Event für 2020 ab. Bedingt durch die Unsicherheit bei der Planung aufgrund der Coronakrise und die zu erwartenden Auflagen wird das beliebte Freiluftkino am 21. August 2020 nicht stattfinden. Aufgrund der aktuellen Situation sehen sich die Organisatoren gezwungen, das Kino am Weiher vom Freitag, 21. August, abzusagen. «Wir vom OK haben uns schweren Herzens so entscheiden müssen. Das Risiko, dass der Anlass Ende August nicht oder nur mit vielen Auflagen durchgeführt werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt sehr hoch», so das OK. Einerseits ist die Bewilligung der Gemeinde Hedingen bis heute nicht eingetroffen. Andererseits sind die Vorgaben des Bundes nach wie vor für Grossanlässe sehr restriktiv, Anlässe mit mehr als 300 Personen sind verboten, auch nach dem 6. Juni. «Mit vernünftigem Aufwand wäre das nicht zu bewerkstelligen, zumal unser Verein auf viele Freiwillige, Spenden und Infrastruktur angewiesen ist. Die Abstandsregeln, die

2021 findet wieder ein Kino am Weiher statt. (Bild zvg.) Nachverfolgung von Hunderten von Teilnehmern und weitere Auflagen sind zu komplex. Und ausserdem wären wir bald in Verzug mit der Planung der diversen Schritte.» Das Organisationskomitee bittet um Verständnis für seinen Entscheid und freut sich, wenn die Zuschauerinnen und Zuschauer am Freitag, 27. August 2021, wieder dabei sind. (pd.) Patrick Brodmann, OK Kino am Weiher

Festival Sommerklänge findet statt Das Organisationskomitee freut sich sehr, dass die 20. Ausgabe des Festivals Sommerklänge nach dem Bundesratsentscheid vom 27. Mai stattfinden kann. Da die Schutzvorgaben an einzelnen der vorgesehenen Konzertorte kaum umzusetzen gewesen wären, hat das Festival-Team eine harte Konzeptänderung beschlossen: Das ganze Festival wird an einem einzigen Ort durchgeführt, der punkto Vorgaben alle Möglichkeiten zu-

lässt und trotzdem die Grundidee des Festivals (neue Orte zu entdecken) beibehält. Dieser Ort ist der neue Zephyr Hangar der V-Zug AG in Zug. Die Daten (5. Juli bis 2. August, immer sonntags um 17 Uhr) und die Mitwirkenden des Festivals bleiben die gleichen. Die Homepage ist bereits aufgeschaltet. Das Programmheft wird demnächst erscheinen. Reservierungen sind ab sofort möglich. (pd.)


Sport

Dienstag, 9. Juni 2020

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Corona-Virus versus Schachfieber Zwangspause in der Nationalliga B für den Schachclub Wettswil Der Schweizer Schachbund hat entschieden, die diesjährige Meisterschaft aller Ligen – Nationalliga A bis 4. Liga – zu annullieren. Es gibt weder Aufnoch Absteiger.

den.» Zum Pausieren in der Schweizer Meisterschaft gezwungen sind insgesamt 322 Teams. Der Schachclub Wettswil, welcher vorgestern Sonntag in der Schweizer Sonnenstube (Mendrisio) gastiert hätte, akzeptiert den Entscheid vollumfänglich. Nebst dem Fanionteam standen auch seine zwei 4.-Liga-Mannschaften in den Startlöchern. Die Ämtler stellten auch ihre diesjährige Klubmeisterschaft ein, beziehungsweise annullierten sie.

von kaspar köchli Der Schachclub Wettswil freute sich riesig, Ende März in die neue Nationalliga-B-Saison zu starten. «2020 greifen wir dann so richtig an», hatte «Teammentor» Andreas Huss nach dem ausgezeichneten letztjährigen fünften Schlussrang kämpferisch verkündet. Daraus wird nichts. Die fünf vor der Sommerpause angesetzten Runden waren bereits zu einem früheren Zeitpunkt verschoben worden. Und Anfang Mai wurde schliesslich der endgültige Abbruch kommuniziert. «Unsere ursprüngliche Absicht war es zwar, alle Runden in der zweiten Jahreshälfte zu spielen, und wir hatten hierfür auch bereits einen Plan B ausgearbeitet», sagt SSB-Zentralpräsident Peter A. Wyss. «Doch nach eingehen-

Online-Schach boomt

Problematik Abstandsregel – der Schachbetrieb ruht zurzeit. (Bild Kaspar Köchli) der Diskussion sind wir zum Schluss gekommen, dass dies mit grossen Schwierigkeiten verbunden gewesen

wäre und die Nachteile einer Durchführung der Meisterschaft überwogen hätten. Deshalb haben sich der Zent-

ralvorstand und die Turnierkommission einhellig, wenn auch schweren Herzens, für eine Absage entschie-

Vorbereitung für eine ungewisse EM-Quali Volleyballnationalteams zum Training eingerückt

Am 15. August soll die Qualifikationsphase für die VolleyballEuropameisterschaft 2021 starten. Die Chancen einer historischen Doppelqualifikation der Schweizer Frauen um Olivia Wassner aus Affoltern, und Männer wären intakt – wenn die Spiele denn stattfinden. Wenn diese Tage die Spielerinnen und Spieler der Schweizer Volleyballnationalteams zum Training einrücken, ist einiges anders als geplant. Statt Trainingslagern, Testspielen im Ausland und gemeinsamen Aktivitäten mit ausländischen Teams in der Schweiz stehen den Volleyballcracks um die Affoltemer Passeurin Olivia Wassner voraussichtlich zwei Monate Training in der BetoncoupeArena in Schönenwerd bevor. Auch das Trainingsziel ist weniger klar als vorgesehen – noch ist ungewiss, ob die EM-Qualifikationsspiele wie geplant als Hin- und Rückrunde zwischen dem 15. August und dem 5. September stattfinden können. Anne-Sylvie Monnet ist als Direktorin Volleyball bei Swiss Volley für die Nationalteams zuständig. Sie zeigt sich

trotz der herausfordernden Situation optimistisch: «Noch ist vieles unklar. Allerdings sind alle teilnehmenden Teams bestrebt, eine Lösung zu finden, um die Spiele der EM-Qualifikation im Spätsommer dieses Jahres austragen zu können.». Sollte der aktuell geplante Modus nicht umgesetzt werden können, wäre auch eine Durchführung der Spiele in Turnierform denkbar. Um eine zu lange andauernde Ungewissheit zu verhindern, hat sich der Europäische Volleyballverband den 1. Juli 2020 als letztmögliche Frist für eine allfällige Absage der Qualifikationsphase diesen Sommer gesetzt. Aus diesem Grund wird auch der Trainingsbetrieb im geplantem Umfang beibehalten. Während die Frauen bereits letzte Woche zwei einwöchige Trainingscamps starteten, absolvieren die Männer ihre Zusammenzüge im Juni noch in Form von Stützpunkttrainings jeden Montag und Donnerstag. Für diese Aktivitäten wurden 21 Spielerinnen und 20 Spieler aufgeboten. Im Juli stehen dann nach einem ersten Kaderschnitt für beide Teams praktisch durchgehende Aktivitäten in Schönenwerd an. Mit dem Start der Vorbereitung auf die EM-Qualifikation nehmen auch die

Also, nichts wie los: Kinder, Jugendliche, Eltern und Grosseltern sind eingeladen, in den nächsten zwei Wochen

FC Affoltern: Der Ball darf endlich wieder rollen Seit dem letzten Samstag ist der Trainings- und Spielbetrieb im Fussball wieder gestattet. Dies unter Einhaltung eines entsprechenden Schutzkonzeptes.

Derzeit in einer Trainingsphase: Olivia Wassner. (Archivild zvg.) neu zusammengestellten Coachingstaffs ihre Arbeit in der Halle auf. Die neue Nationaltrainerin der Frauen, Saskia van Hintum, kann auf fast alle Spielerinnen zurückgreifen, die an der EuroVolley 2019 in Bratislava im Einsatz waren. Einzig Livia Zaugg hat für diesen Sommer aus persönlichen Gründen abgesagt.

Gabi Schottroff und Chiara Petitat sind nach ihren Verletzungen noch rekonvaleszent. Dem Nationaltrainer der Männer, Mario Motta, stehen alle aufgebotenen Spieler zur Verfügung. Besonders erfreulich ist die Rückkehr ins Nationalteam von Schönenwerd-Urgestein Leandro Gerber. (pd.)

Pinewood-Derby am 20.Juni Die Rennleitung des Pinewood-Derby freut sich riesig, dass das neunte Rennen im Säuliamt nicht um ein Jahr verschoben wird, sondern am 20. Juni 2020 ausgetragen werden kann. Beginn: 14 Uhr, Einschreiben ab 13 Uhr möglich. Besondere Massnahmen gilt es zu beachten: - Es besteht diesmal eine Registrationspflicht für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auch die Zuschauer. - Die einschlägig bekannten Hygiene- und Abstandsvorschriften sind einzuhalten. - Aus diesem Grund gibt es diesmal keine Steh- sondern nur Sitzplätze. - Die Spiele sind alle kontaktfrei. - Das Personal an den Verpflegungsständen operiert mit Gesichtsmasken. - Gesichtsmasken für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind nicht vorgeschrieben, stehen aber zur Verfügung, wie auch Desinfektionsmittel. All diese Auf lagen sind erfüllbar und lassen es zu, dass die kleinen, aus Tannenholz gefertigten Rennboliden über die Bretter rauschen können.

«Nach anfänglichem Zögern haben doch verschiedene Kollegen auch die Vorteile von Online-Schach entdeckt», meint Markus Grob, der für den Verein grossartig die digitalen Klubabende organisiert. Überhaupt erfreut sich aktuell das Online-Spielen weltweit grosser Beliebtheit. Dennoch möchte der Schachclub Wettswil zu gegebener Zeit seinen Vereinsabend wieder aufleben lassen. Es sei halt doch schöner, sich gegenüberzusitzen, sind sich die Mitglieder einig. Zudem fehlt vielen die gesellige Jassrunde danach.

ein schnelles, kreatives oder sonst wie interessantes Auto anzufertigen. «Jedes Auto zählt». Jedes Auto absolviert sechs

Läufe und das Finale wird aus den schnellsten sechs ausgetragen. Für Pausen und Wartezeiten werden (kontaktfreie) Spiele und Verpflegung angeboten.

Rennauto mit Anleitung bauen Es besteht die Möglichkeit, am Mittwochabend, 10. und 17. Juni ab 19 Uhr das Auto unter Anleitung im Werkraum des Schulhauses Wolfetsloh, Wettswil, anzufertigen. Bausätze können dort bezogen werden, im Kinderladen «Rockzwergä» beim Coop Bonstetten oder sie können telefonisch bzw. via Mail bezogen werden über www.hlt-bonstetten. ch (Pinewood-Derby). (pd.) Pinewood-Derby «Säuliamt», neunte Austragung Samstag, 20. Juni 2020, ab 13 Uhr (Einschreiben) Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Heumattstrasse 2, Bonstetten. Bezug Bausätze: bei «Rockzwergä» Bonstetten oder

Prickelnde Rennatmosphäre ist am Pinewood-Derby zu erleben. (Archivild tst.)

über www.hlt-bonstetten.ch.

Ein solches hat der Vorstand des FC Affoltern in der vergangenen Woche ausgearbeitet. Somit können die über 350 Juniorinnen und Junioren und die Aktivmannschaften seit Montag – unter eingeschränkten Rahmenbedingungen – endlich wieder zusammen und in angemessener Art und Weise trainieren. Sämtliche Trainerinnen und Trainer wurden vom Vorstand informiert und angehalten, sich an dieses Schutzkonzept zu halten und dieses auf dem Platz umzusetzen. Somit kann der FC Affoltern sicherstellen, dass die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) kommunizierten Vorschriften umgesetzt und das Ansteckungsrisiken auf ein Minimum reduziert werden können.

Training mit Präsenzliste So versteht es sich von selbst, dass nur Spielerinnen und Spieler zum Mannschaftstraining erscheinen dürfen, welche keine Symptome für eine Covid-19-Ansteckung aufweisen. Die Trainerinnen und Trainer sind verpflichtet, alle anwesenden Spielerinnen und Spieler, Eltern oder anderen Zuschauern in einer Präsenzliste einzutragen, um diese Kontakte im Notfall den Gesundheitsbehörden vorzuweisen. Körperkontakt ist nur in Training und Spiel zulässig. Für die Anreise, vor dem Training/Spiel, während Besprechungen, nach dem Training/Spiel oder für die Rückreise gilt nach wie vor die Abstandsregel von zwei Metern. Um Menschenansammlungen vorzubeugen, hat der Vorstand entschieden, Garderoben, Duschen und das Restaurant «Mooshüsli» bis auf Weiteres geschlossen zu halten.

Gestärkt hervorgehen Der FC Affoltern freut sich, endlich wieder den Ball rollen zu lassen. Mit der Unterstützung aller Mitglieder geht der Verein gestärkt aus der Ausnahmesituation hervor und nach den Sommerferien steht einer neuen, erfolgreichen Saison hoffentlich nichts mehr im Weg. Raphael Diethelm