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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 043 I 173. Jahrgang I Dienstag, 4. Juni 2019

Glocken-Tradition

Neue Gemeindeordnung Anschluss hergestellt

Ein Maschwander fordert die Rückkehr zum fünfminütigen Frühgeläut. > Seite 3

Der Gemeinderat Bonstetten hat über seinen Entwurf orientiert. > Seite 3

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Ein kostenloser Spital-Bus verkehrt neu fünf Mal pro Werktag. > Seite 6

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«Naturerlebnispark» Das Bundesamt für Umwelt hat den Wildnispark Zürich rezertifiziert. > Seite 7

Feststimmung bis zum Schluss

An den Schlussvorführungen vom Sonntag gab es für die Darbietung der Teamaerobic-Gruppe regen Applaus. (Bild Werner Schneiter) massen sich am Barren oder Reck, an den Schaukelringen oder in einer Pendelstafette, beim Weitsprung, Kugelstossen oder Speerwurf, und die

Zuschauerinnen und Zuschauer bekamen bei hochsommerlichen Temperaturen teils herausragenden Sport zu sehen. Am Sonntag folgte dann mit

den Schlussvorführungen das würdige Ende dieses zweiwöchigen Turnfests. ................................................... > Weitere Berichte auf Seite 16/17

Die Bezirkshauptstadt in Party-Laune

Da, wo die Welt noch in Ordnung ist

Alle zwei Jahre steigt es an der Oberen Bahnhofstrasse, das «Fäscht uf de Strass» der Voba. Diesmal sorgten als Hauptact Boney M für Stimmung – nicht nur bei der Generation, die mit ihrem Sound aufgewachsen ist.

Regierungsrat Ernst Stocker beehrte am letzten Freitagabend die Eröffnung des Rifferswiler Frühlingsfestes im Rahmen der 1000-Jahr-Feierlichkeiten des Oberämtler Dorfes. Als Hüter des Lotteriefonds überbrachte er die Botschaft, dass 50 000 Franken für den neuen Dorfbackofen gesprochen seien.

«Fäscht uf de Strass»: viel Volk und Stimmung Überraschungsgast am Frühlingsfest Riffi

................................................... von thomas stöckli Lange hat er auf sich warten lassen, der Sommer. Pünktlich zum «Fäscht uf de Strass» ist er nun endlich gekommen – und hat die Leute in Massen ins Freie gelockt. In den Badis ist das Wasser allerdings noch ziemlich frisch, umso intensiver wurde das reiche

Angebot in der Affoltemer Begegnungszone genutzt. Das freut natürlich die «Fäscht»-Organisatoren von der Vereinigung Obere Bahnhofstrasse (Voba). Sie sprechen in ihrer Bilanz von einem rundum gelungenen FestWochenende. Wobei der heisse Samstagnachmittag etwas ruhiger verlief und an den Abenden von Freitag und Samstag so richtig Feststimmung aufkam. Für Begeisterung und zahlreiche erfreute Rückmeldungen sorgte allerdings auch das Rahmenprogramm mit Vorführungen, Tanz-Workshops und weiteren Attraktionen für Jung und Alt. ................................................... > Bericht auf Seite 5

Das «Fäscht uf de Strass» hat – begünstigt durch das Sommerwetter – einmal mehr die Massen in die Affoltemer Begegnungszone gelockt. (Bild Thomas Stöckli)

................................................... von martin platter Da staunte noch mancher Gast beim Auftakt des Rifferswiler Frühlingsfests in der reformierten Kirche. Neben Gemeindepräsident Christoph Lüthi und Fest-OK-Chef Hugo Walter sass Regierungsrat Ernst Stocker auf der zweitvordersten Bank und lauschte interessiert den Stücken des Kinderorchesters und den Vorrednern. Lüthi räsonierte über das rasante Wachstum der Gemeinde, das insbesondere im Primarschulbereich hohe Investitionen und eine empfindliche Steuererhöhung ausgelöst habe. Stocker webte den Faden weiter. Er sagte: «Bei euch vor dem Albis ist die Welt noch in Ordnung.» Diejenigen, die hier vor 1000 Jahren den Pfahl eingeschlagen haben, hätten genau gewusst, wo es schön sei, schmeichelte der Regierungsrat und lobte das Engagement des Fest-OKs. «Bei Abstimmungen staunen wir immer wieder über Rifferswil. Hier wird stets ganz anders abgestimmt als in den übrigen Landgemeinden des Kantons», stellte Stocker schmunzelnd

Evakuierungsübung Letzte Woche schrillte die Brandmeldeanlage des Wohnheims Central in Affoltern. > Seite 8

Viel Symbolik zum 100. Geburtstag Die Generalagentur der «Mobiliar» Affoltern feierte letzten Mittwoch ihren 100. Geburtstag mit einem Touch Symbolik im Zelt des Regionalturnfests in Obfelden.

Gelungenes zweites Wettkampf-Wochenende am RTF Obfelden

Nach den Einzelwettkämpfen am 25. und 26. Mai waren am vergangenen Wochenende die Sektionen an der Reihe. Die Athletinnen und Athleten

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Dass die Versicherungsagentur mit dem Generalagent Thomas Naef und ihren 15 Mitarbeitern fit ist, bewies sie mit einer hervorragenden Geburtstagsfeier mit vielen Überraschungen. Auch der grosse Aufmarsch langjähriger Kundinnen und Kunden und einer hohen Anzahl an prominenten Vertretern aus der Politik, bewies die Stärke der bekannten Versicherungsgesellschaft. Als Vertreter des Stadtrats Affoltern überbrachte Markus Meier mit einer Kurzansprache herzliche Glückwünsche. Eingeladen war ein ausgewählter Kreis Kunden, so waren unter den rund 240 Gästen auch die mit 98 Jahren älteste Kundin sowie ein Student, welcher eine Police mit einer Jahresprämie von gerade mal 20 Franken besitzt, bis hin zum treuesten Kunden, der seit 55 Jahren bei «die Mobiliar» versichert ist. Sogar das Nachtessen, eine Berner Platte, symbolisierte gewissermassen den Hauptsitz in Bern wie auch den Sitz der Generalagentur im Säuliamt. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 13 anzeigen

fest und erntete dafür Gelächter und Spontanapplaus.

«Kinderreichtum ist ein Segen» Er beglückwünschte die Gemeinde für ihren Kinderreichtum, auch wenn das zunächst unangenehme finanzielle Folgen und Steuererhöhungen wegen Schulhausneubauten zur Folge habe. Als Finanzdirektor sei ihm diese Problematik nur allzu vertraut. Aber das werde nicht immer so bleiben. Irgendwann werden auch diese Kinder erwachsen und Steuern bezahlen. «Lieber ein Dorf mit Kindern als eines nur mit Rentnern», fand Stocker. Die Idee, mitten im Dorf einen Backofen zu bauen, um gemeinsam Brot zu backen, sei ihm deshalb auf Anhieb sympathisch gewesen. Eine Feuerstelle sei etwas Archaisches, etwas, wo die Menschen seit Urzeiten zusammenkämen. Der Backofen sei gewissermassen das «Foyer von Rifferswil». Er wünsche sich, dass Rifferswil weitere 1000 Jahre prosperiere. «Sie können stolz sein auf ihre Gemeinde!», rief Stocker dem Publikum zu, ehe er sich selber wieder unters Volk mischte, ein 1000Jahr-Rifferswil-Festbier genoss und sich von Ofenbauer Stöff Roth den Ofen im alten Feuerwehrhäuschen vis-à-vis des Schwiizer Pöschtli erklären liess. Zusammen mit dem Sponsoringbetrag der Clientis Sparcassa 1860 in Mettmenstetten und weiteren Kleinbetragspendern kann das Projekt nun wie geplant kostenneutral für den Steuerzahler umgesetzt werden. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 7

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Öffnungszeiten Affoltern am Albis Die Stadtverwaltung bleibt am Pfingstmontag, 10. Juni 2019, geschlossen.

Wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten dafür die Sterne der Erinnerung

allen Verwandten, Freunden, Nachbarn und Bekannten für die Freundschaft und Zuneigung, die

TO D E S A N Z E I G E Der Lebenskreis von

Bei Todesfällen erreichen Sie das Bestattungsamt am Montag, 10. Juni 2019, von 08.00 bis 10.00 Uhr unter 079 527 10 11.

Elisabeth Hofmann-Honegger

Ab Dienstag, 11. Juni 2019, sind wir gerne wieder für Sie da.

13. Dezember 1921 – 23. Mai 2019

4. Juni 2019 Stadtverwaltung Affoltern am Albis

hat sich für immer geschlossen Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter ist heute im 98. Altersjahr friedlich eingeschlafen. Wir sind traurig, aber auch dankbar für alles was wir mit ihr erleben durften. Ursula und René Hottinger-Hofmann

Projektfestsetzung Einlenker Wigarteweg in die Albisstrasse Die Tiefbaukommission hat mit Beschluss Nr. 33 vom 15. April 2019 gestützt auf § 15 Abs. 2 Strassengesetz (StrG) entschieden:

Gegen die Projektfestsetzung und Genehmigung kann innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in 3-facher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Allfällige Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen (§§ 21 ff. VRG). Materielle und formelle Urteile des Rekursverfahrens sind kostenpflichtig; die Kosten hat die unterliegende Partei zu tragen. Tiefbaukommission Hausen am Albis

Erteilung des Gemeindebürgerrechts Mit Beschluss vom 21. Mai 2019 hat der Gemeinderat Hedingen, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Gemeinde Hedingen aufgenommen: Name, Vorname: Özer, Aysegül Geschlecht: weiblich bisherige Bürgerorte und Staatsangehörigkeiten: Türkei Geburtsjahr: 2002 sowie auch Name, Vorname: Leb, Oana mit Tochter Anna Sophia (Jg. 2014) Geschlecht: weiblich bisherige Bürgerorte und Staatsangehörigkeiten: Rumänien Geburtsjahr: 1979 Hedingen, 28. Mai 2019

Pia Baumgartner-Jaiza während ihres Lebens und Abschiednehmens erfahren durfte. Danke für die zahlreichen Karten und tröstenden Worte, für die wunderschönen Blumen und grosszügigen Spenden. Herzlichen Dank an Herrn Pfarrer Thomas Maurer für die passenden Worte anlässlich der Trauerfeier. Ganz herzlichen Dank allen, die mit uns Abschied genommen und der lieben Verstorbenen zeit ihres Lebens so viel Gutes und Freundschaft erwiesen haben. Besonderer Dank geht an die Ärzte und das Pflegepersonal der Pflegeheime Spital Affoltern für die kompetente und liebevolle Betreuung. Knonau, im Juni 2019

Die Trauerfamilie

Auf Mutters Wunsch findet weder eine Beerdigung noch eine Abdankung statt. Sie möchte in der Natur ihre Ruhe finden. Wer möchte, kann im Namen von Elisabeth Hofmann den Verein Spitex Knonaueramt, Werkstrasse 1, 8910 Affoltern, Postkonto 87-267156-1, unterstützen. Vielen Dank.

Projektfestsetzung «Einlenker des Wigartenwegs in die Albisstrasse» Der Kanton hat mit Verfügung vom 21.Mai 2019 das Projekt genehmigt. Das Projekt ist vom 29. März 2019 an während 30 Tagen gemäss §§ 16 und 17 StrG öffentlich aufgelegen. In der Auflagefrist sind keine Einsprachen eingegangen. Die Projektfestsetzung der Gemeinde und die Genehmigung des Kantons liegen 30 Tage ab Ausschreibedatum beim Bauamt, Zugerstrasse 6, 8915 Hausen am Albis auf.

WIR DANKEN HERZLICH

Primarschulen Ottenbach, Hedingen, Affoltern am Albis, Aesch, Arni, Aristau und Jonen

Ende Mai 2019 Traurig müssen wir Abschied nehmen von unserer langjährigen Schwimmlehrerin

HERZLICHEN DANK für die grosse Anteilnahme und vielen Zeichen der Verbundenheit, die wir in den vergangenen Wochen erfahren durften. Wir danken allen, die unsere Mutter, Schwiegermutter und Grossmama

Gertrud Frei-Jooss in den letzten Jahren in liebevoller Freundschaft begleitet haben. Besonders danken wir: – Herrn Pfarrer Thomas Müller für die treffenden und einfühlsamen Worte beim Abschied – dem Pflegepersonal des Spitals und der Langzeitpflege Affoltern. Affoltern am Albis, im Juni 2019

Die Trauerfamilien

Vreni Lutz Sie ist am Samstag, 18. Mai 2019, in der Palliativstation des Spitals Affoltern verstorben. Vreni Lutz war als Schwimmlehrerin für unsere Schulen tätig und unterrichtete jede Lektion eine andere Klasse. So arbeitete sie mit ganz vielen Kindern, verschiedenen Klassenlehrpersonen und der Schwimmassistentin zusammen. Mit viel Fachwissen und Engagement brachte sie den Schülerinnen und Schülern das Schwimmen bei. Der Familie sowie den Angehörigen sprechen wir unser tief empfundenes Beileid aus. In stiller Anteilnahme Schulpflegen, Schulleitungen und Lehrerteams

WIR DANKEN VON GANZEM HERZEN allen Verwandten, Freunden, Bekannten und Nachbarn für die grosse Anteilnahme und die vielen Zeichen der Verbundenheit, welche wir beim Abschied von unserem lieben

Hans Jörg Federer-Haug 4. März 1932 – 1. Mai 2019

erfahren durften. Er hat unser Leben in ausserordentlicher Weise bereichert und wertvolle Spuren hinterlassen. Es hat uns tief berührt, wie viele Menschen uns auf seinem letzten Weg begleitet und auf vielfältige Weise ihre tiefe Anteilnahme ausgedrückt haben. Von Herzen sagen wir Danke: Für die Zuneigung und Freundschaft, welche er in seinem Leben erfahren durfte Für ein stilles Gebet oder eine stumme Umarmung Für die tröstenden Worte und liebevollen Zeilen in unzähligen Karten und Briefen Für die vielen wundervollen Kränze, Gestecke und Blumen Für die grosszügigen Spenden an die Palliative Care Stiftung Sonnenberg sowie an die WABE Knonaueramt Besonders danken wir den Mitarbeitenden der Spitex Obfelden, der Palliative Care, dem Entlastungsdienst Knonaueramt und all den vielen anderen Helfern für die überaus liebevolle und fürsorgliche Betreuung und Begleitung während all der Jahre. Herrn Dr. Markus Minder und Frau Dr. Helen Roth danken wir für die ausgezeichnete ärztliche Betreuung. Diakon Pedro José Guerrero Diaz, Pfarrer Alfons Brunner und Domherr Franz Stampfli danken wir für die feierliche Eucharistiefeier. Ein herzlicher Dank gebührt auch dem Cäcilienverein Affoltern und dem Solisten Alois Heer, für den wunderbaren Gesang und die schöne musikalische Umrahmung. In unseren Herzen lebt Hans Jörg weiter und bleibt unvergessen. Obfelden, im Mai 2019

Die Trauerfamilie

TO D E S A N Z E I G E Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, Ihnen den Hinschied unseres aktiven Feuerwehrkameraden

Andreas Baer 25. Oktober 1967 – 21. Mai 2019

mitzuteilen. Andreas war als Angehöriger der Feuerwehr Affoltern am Albis tätig und bis zu seinem Tod als Zentralist aktiv. Wir verlieren einen Kameraden, der im Dienste der Allgemeinheit während 34 Jahren treu und uneigennützig diente. Wir werden Andreas stets in ehrvoller Erinnerung behalten. Seiner Familie sprechen wir unser aufrichtiges Beileid aus. Stützpunktkommandant und Feuerwehrkameraden Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 7. Juni 2019, um 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche in Aeugst am Albis statt. Um 13.30 Uhr findet die Beisetzung am Gemeinschaftsgrab statt.


Bezirk Affoltern Café Makrönli: bis auf Weiteres geschlossen Im September 2018 konnte sich die Säuliämtlerin Susanne Bernhard einen Traum erfüllen: Im Heumoos in Bonstetten eröffnete sie das «Makrönli», das mit Getränken und selbst gemachten Speisen zu einem Treffpunkt für Menschen jeden Alters werden sollte. Nun, acht Monate später, ist alles anders. Susanne Bernhard ist nach kurzer schwerer Krankheit verstorben, wie am 7. Mai auf der Facebook-Seite des Cafés zu lesen war. Per sofort bleibt das Lokal geschlossen. Im Sommer soll es unter neuer Führung wiedereröffnet werden. (lhä)

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit 50 Jahre sind am Donnerstag, 6. Juni, Maria und Emil Ulrich Weiss-Lenherr in Affoltern ein Ehepaar. Zur goldenen Hochzeit gratulieren wir herzlich und wünschen einen schönen Feiertag.

Zum 98. Geburtstag In Ottenbach wurde am vergangenen Sonntag, 2. Juni, Heiri Hegetschweiler gefeiert. Er darf auf stolze 98 Lebensjahre zurückblicken. Wir gratulieren im Nachhinein und wünschen alles Gute.

Zum 90. Geburtstag In Affoltern darf morgen Mittwoch, 5. Juni, Antonio Maio seinen 90. Geburtstag feiern. Wir wünschen alles Gute im neuen Lebensjahr und ein schönes Fest.

Zum 85. Geburtstag In Obfelden darf Rudolf EngelsmannHürlimann am Donnerstag, 6. Juni, seinen 85. Geburtstag begehen. Wir wünschen viel Freude am Jubeltag und ein tolles neues Lebensjahr.

Dienstag, 4. Juni 2019

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Zwei Minuten, die in Maschwanden zu reden geben Ex-Gemeindepräsident Koni Messikommer fordert Rückkehr zum fünfminütigen Frühgeläut Seit sich die Bevölkerung für ein Frühgeläut um 4.45 Uhr ausgesprochen hat, ertönen morgens die Glocken während etwa drei Minuten. Alt Gemeindepräsident Koni Messikommer will das alte Regime mit fünfminütiger Läutdauer zurück. Die Kirchenpflege wartet nun die Diskussion an der kommenden Gemeindeversammlung ab.

kutieren und stellt dazu der Kirchenpflege diverse Fragen, unter anderem: «Wie erklärt die Kirchenpflege den Sinneswandel des Läutens von 5 auf 3 Minuten, nachdem öffentlich erklärt wurde, man gehe wieder zur alten Läutordnung (4.45 Uhr, 5 Minuten) zurück?» Weiter will er wissen, was die Umstellung des Geläuts gekostet habe.

Tradition aufrechterhalten

................................................... von werner schneiter In keiner Gemeinde der Schweiz wird so früh geläutet wie in Maschwanden, nämlich um 4.45 Uhr. Das hat immer wieder mal zu reden gegeben, weil sich einzelne Einwohner in ihrer nächtlichen Ruhe gestört fühlten. An dieser Läuttradition wurde gerüttelt, aber zu Fall gebracht werden konnte sie nicht – vor allem, weil die Behörden das Frühgeläut mittels Änderung der Polizeiverordnung gesetzlich verankerte. Im vergangenen Jahr wandte sich eine neu zugezogene Person, die sich am Frühgeläut stört und in unmittelbarer Nähe der Kirche wohnt, an die reformierte Kirchenpflege. Worauf diese die Glocken gut zwei Stunden später ertönen liess – im Sinne eines bis Ende Oktober 2018 dauernden Ver-

Idylle pur, aber das Läutregime der reformierten Kirche wird in Maschwanden diskutiert – auch an der kommenden Gemeindeversammlung. Wird um 4.45 Uhr wieder während fünf Minuten geläutet? Diese Frage will die Kirchenpflege nach der Gemeindeversammlung beantworten. (Bild Werner Schneiter) suchs. Gleichzeitig wurde eine Umfrage in der Bevölkerung gestartet, die ein klares Ergebnis hervorbrachte: Festhalten am Frühgeläut um 4.45 Uhr. Die Kirchenpflege respektierte das Ergebnis und liess wieder in aller Herrgottsfrühe läuten. Allerdings nur

während etwa drei Minuten statt gemäss alten Läutregime während fünf Minuten. Das stösst nun alt Gemeindepräsident Koni Messikommer sauer auf. Er will die Angelegenheit an der kommenden Gemeindeversammlung dis-

Sie habe nicht Wort gehalten, wirft Messikommer der Kirchenpflege vor. Diese Ansicht teilten in Maschwanden einige. Er sei ermuntert worden, hier aktiv zu werden, hält er fest und betont, hier gelte es, eine Tradition aufrechtzuerhalten. Eventuell werde er auch beim Kirchenrat vorstellig, denn es könne ja nicht sein, dass eine einzige Behörde über die Köpfe von Reformierten, Katholiken und anderen Konfessionszugehörigen bestimme. Er sei auch bereit, ein Flugblatt für eine Umfrage im Dorf mitzugestalten – eine bessere Umfrage als beim letzten Mal: eine, die sich an alle Maschwanderinnen und Maschwander richte, die volljährig sind. Kirchenpflegepräsidentin Vreni Bär will nun die Stimmung zum Thema an der kommenden Gemeindeversammlung aufnehmen. «Danach entscheiden wir, wie es mit der Läutdauer weitergeht», sagte sie.

Was sich in Bonstetten verändern könnte Informationsveranstaltung zur neuen Gemeindeordnung

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Wie alle Gemeinden im Kanton Zürich muss sich Bonstetten auf 2022 eine neue Gemeindeordnung zulegen. An einer Informationsveranstaltung wurden die wichtigsten Änderungen präsentiert und Anregungen von seiten der Bürger diskutiert. ................................................... von stefan schneiter Sollen künftig fünf, sechs oder gar sieben Gemeinderatsmitglieder über die Geschicke Bonstettens bestimmen? Muss der Gemeindeammann und Betreibungsbeamte von Bonstetten in der Gemeinde wohnen oder darf er auch von auswärts kommen? Soll künftig für jährlich wiederkehrende Ausgaben eine Urnenabstimmung erst ab 200 000 statt wie bisher 100 000 Franken zwingend durchgeführt werden? Benötigt die Gemeinde eine eigenständige Werkund Baukommission? Soll der Ombudsmann des Kantons Zürich darüber wachen, dass die Behörden von Bonstetten ihre Tätigkeit stets korrekt ausüben? Für solche Fragen gilt es klare Regelungen zu finden, wenn Bonstetten eine neue Gemeindeordnung erhält. Denn Bonstetten muss sich eine neue Gemeindeordnung der politischen Gemeinde verpassen. Nicht nur Bonstetten, sondern alle 162 Gemeinden im Kanton Zürich müssen dies tun, und zwar bis Ende 2021. Denn 2015 hat der Kantonsrat das neue Gemeindegesetz verabschiedet, das Anfang 2018 in Kraft getreten ist und das eben verlangt, dass sich die Gemeinden eine neue Gemeindeordnung geben. Der Gemeinderat von Bonstetten hat sich an die Arbeit gemacht und

Die Gemeindeordnungen im Kanton Zürich müssen erneuert werden. Bonstetten hat bereits einen Entwurf ausgearbeitet. (Bild Stefan Schneiter) einen Entwurf für die neue Gemeindeordnung ausgearbeitet. Am vergangenen Dienstag hat er zu einer Informationsveranstaltung in den Gemeindesaal geladen, um den Stimmberechtigten Gelegenheit zu geben, sich über die anstehenden Änderungen zu informieren und eigene Anregungen zur Neufassung einzubringen. Gemeindeschreiber Christof Wicky erklärte den anwesenden Stimmberechtigten, dass Bonstetten seine Gemeindeordnung mit der Einführung der Einheitsgemeinde zwar erst im September 2015 revidiert habe, nun sei bereits wieder eine Revision nötig. Der Gemeinderat habe entschieden, gleich eine Total- statt nur eine Teilrevision vorzunehmen. «Damit können wir die Artikel neu und in einem Guss ordnen. Ziel ist, künftig ein handli-

ches und benutzerfreundliches Regelwerk zu haben», so Wicky.

«Warum nicht auch der Gemeindeschreiber?» Nach der Vorstellung der gewichtigsten Änderungen, die der Gemeinderat in den 58 Artikeln der Gemeindeordnung vornehmen möchte, kam es zur Diskussion zwischen den Gemeindebehörden und den anwesenden Gemeindsbewohnerinnen und -bewohnern. Viele Artikel gaben zu reden. Eine Anregung aus dem Publikum ging dahin, die stille Wahl von Behördenmitgliedern abzuschaffen, da oftmals viele Leute davon gar nichts mitkriegten und damit die politische Abstinenz der Bürger verstärkt werde. Jemand wollte wissen, wie teuer denn der Einbezug des kantonalen Ombudsmanns

Bonstetten zu stehen komme. Zu reden gab die Frage, ob die Mitglieder der Baukommission, die immer wieder mit politisch brisanten Geschäften zu tun hätten, künftig nicht besser an der Urne gewählt werden sollten, statt sie durch den Gemeinderat bestimmen zu lassen. Ein Bonstetter störte sich daran, dass gemäss Entwurf nur die Behördenmitglieder jeweils ihre Interessensbindungen offenlegen müssten. «Warum nicht auch der Gemeindeschreiber?», fragte er. Der anwesende Gemeindeschreiber Wicky konnte gleich selber antworten, dass das kantonale Recht dies nicht vorsehe. «Doch man kann mich durchaus mit reinnehmen in diese Bestimmung, da hab ich kein Problem damit», meinte Wicky. Der Gemeinderat schlägt vor, die Zahl der Gemeinderatsmitglieder von sechs – wieder – auf fünf zu reduzieren. Zu dieser Frage gingen die Meinungen auseinander. Ein Stimmberechtigter schlug vor, man solle stattdessen eher auf sieben erhöhen. Mit einem geringeren Arbeitsaufwand liessen sich einfacher auch Berufstätige für dieses Amt finden. Ein anderer Redner fand hingegen, fünf Mitglieder reichten aus.

Abstimmung im November Eine Reihe weiterer Fragen wurde andiskutiert. Die Diskussion ist mit dieser Veranstaltung jedoch nicht beendet. Gemeindepräsident Erwin Leuenberger rief die Einwohner von Bonstetten dazu auf, weitere Ideen zur neuen Gemeindeordnung einzubringen. Die Vernehmlassung bei Ortsparteien und Rechnungsprüfungskommission dauert noch bis Mitte Juni. Ab Mitte Juli wird der Kanton eine rechtliche Vorprüfung vornehmen. Läuft alles nach Plan, wird am 17. November 2019 an der Urne über die neue Gemeindeordnung abgestimmt.


Beschlüsse der Gemeindeversammlung

Liegenschaften Verkäufe

vom 27. Mai 2019 1. Rechnung Primarschule 2018 – Genehmigung 2. Rechnung Politische Gemeinde 2018 – Genehmigung Rechtsmittelbelehrung Gegen die Beschlüsse der Gemeindeversammlung kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis • wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Mettmenstetten, 4. Juni 2019 Gemeinderat Mettmenstetten

Vermietungen Einladung zur Kirchgemeindeversammlung

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Sonntag, 16. Juni 2019, im Anschluss an den um 10 Uhr beginnenden Gottesdienst im Singsaal des Schulhauses Chilefeld (ab 8.15 Uhr Chilezmorge)

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Traktanden 1. Abnahme der Jahresrechnung 2018 2. Gemeindeeigener Entwicklungsprozess: Information und Bestätigung 3. Informationen aus der Kirchgemeinde

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Die Dokumente zur Kirchgemeindeversammlung liegen ab heute Dienstag, 4. Juni, in der reformierten Kirche auf. Sie sind ausserdem einsehbar unter www.kircheobfelden.ch Obfelden, 4. Juni 2019 Reformierte Kirchenpflege

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Todesfälle Aeugst am Albis Am 21. Mai 2019 ist

Baer Andreas geb. am 25. Oktober 1967, wohhaft gewesen Oberdorfstrasse 20, 8914 Aeugst am Albis, verstorben. Abdankung am 7. Juni 2019, um 14 Uhr in der Kirche Aeugst am Albis. Die Besammlung ist um 13.30 Uhr beim Friedhofgebäude. Der Friedhofvorsteher

Hausen am Albis Am 28. Mai 2019 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Engi Sonja geb. 23. November 1931, von Davos GR, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Bestattung am Freitag, 7. Juni 2019, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis. Bestattungsamt Hausen am Albis

Hedingen In Affoltern am Albis ist am Donnerstag, 23. Mai 2019, gestorben:

Hofmann, Elisabeth Elsa geboren am 13. Dezember 1921, von Matzingen TG, verwitwet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Langacker 7. Die Abdankung findet im engsten Familienkreis statt.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. Juni 2019

«Boney M» sorgten für Beststimmung Zwei Nächte Ausnahmezustand in der Begegnungszone Affoltern Das «Fäscht uf de Strass» geniesst in Affoltern und Umgebung längst Kultstatus. Letztes Wochenende hat es die Menschen wieder in Massen an die Obere Bahnhofstrasse gelockt. ................................................... von thomas stöckli Stimmlich hat sie die besten Zeiten hinter sich, Liz Mitchell, die Frontsängerin der legendären 70er- und 80erHitband «Boney M». Dessen ist sie sich aber offenbar auch bewusst und überlässt die anspruchsvollen GesangsParts mittlerweile ihren Bandkolleginnen. Sie selber rundet das Konzerterlebnis ab mit ihrer Persönlichkeit, der Aura des Weltstars, und ihrem Talent, die Massen zu begeistern. Dabei zeigte Liz Mitchell kaum Berührungsängste, liess «halb Affoltern» auf die Bühne, forderte immer wieder zum Mitsingen auf und bot den Festhungrigen am lauen Samstagabend in der Affoltemer Begegnungszone eine Show, an welche sie sich noch lange erinnern werden. Insgesamt dürften sich am Samstagabend gegen 5000 Personen auf dem Areal getummelt haben.

Weltstar Liz Mitchell, Frontfrau von «Boney M», zeigte keine Berührungsängste und bot in Affoltern eine mitreissende Show. (Bilder Thomas Stöckli/Susanne Crimi)

Rocknacht am Freitag Schon am Abend zuvor war den Festgängern einiges geboten worden. Der Freitagabend stand ganz im Zeichen der Rockmusik. «Jump, Jump!» schallte es von der Bühne, und: «Affoltere, wo sinder?!» Waren es am frühen Abend bei den Hardrockern «Big Clide» noch rund 50, die unmittelbar vor der Bühne mithüpften, sollte sich die Anzahl gegen Mitternacht noch auf über 200 erhöhen. Weiter hinten genossen rund 2000 weitere Festgänger das Konzert, den lauen Sommerabend mit Speis, Trank und zahlreichen Begegnungen. Mit den Alternative-Rockern von «Wilcox» nahm der Abend weiter Fahrt auf. «Machid Lärme!» forderte später die Band 7tCover um den Ämtler Gitarristen Hungi Berglas das Publikum auf. Mit ihren Interpretationen von Rock-Klassikern wie «Born to be Wild» von Steppenwolf und «Highway to Hell» von AC/DC lockten sie die Rockbegeisterten immer näher an die Bühne. Im gleichen Stil setzten «The Chucks» die Rock-Party fort. Ein Highlight bei ihnen: der Bläserpart von Gitarrist Nino Lentini zum bekannten Thema aus dem Tarantino-Film «Pulp Fiction».

Ehrlichen Rock spielten «Wilcox» um Timo Homberger (li.) am Freitagabend.

«7tCover» haben mit ihren Rock-Covers begeistert.

Vielfältige Festmeile Neben der Musik wurde den Besuchern auf der ganzen «Festmeile» Obere Bahnhofstrasse eine Vielfalt an Attraktionen geboten. Vom Alfilo-Team konnte man sich auf 60er-Jahre stylen und dann auf einer Kult-Vespa ablichten lassen. Einige Schritte weiter lockten an der Ecke Poststrasse SalsaWorkshops und Kampfkunst-Vorführungen. Eindrücklich, was die Truppe um Willi Vajda, Leiter der ChinWoo Schule Affoltern zeigte. Die Kinder kamen derweil im Funpark auf dem Merkurplatz auf ihre Kosten, sei es an der Kletterwand oder auf dem «Pumptrack» über Wellen und durch Steilwandkurven. Umso mehr konnten derweil auch die Eltern den Festbetrieb geniessen. Kulinarisch hatte das Festpublikum die Wahl aus einer breiten Palette. Vom Raclette über Grilladen, Burger, Pizza bis hin zu Asiatisch, Fischchnuschperli und Chili con Carne sowie leckeren Desserts. Den Gästen im erhöhten VIP-Bereich wurde ein komplettes Menü serviert. Für Abkühlung sorgten eisgekühlte Caipirinhas, Mojitos und natürlich frisch gezapftes Bier.

Gestylt für die wilden 60er.

Die Kinder hatten Spass im Funpark ...

Kung-Fu-Vorführungen am Samstagnachmittag ...

... da darf auch die Löwentanz-Show nicht fehlen.

... und die Salsa-Workshops der Tanzschule Steinhausen wurden rege genutzt.

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Bezirk Affoltern

hinter-gründe

Den Anschluss an die Stadt wieder hergestellt

MilchbüechliRechnung Zum Ersten einen Blick etwas weiter zurück: Im letzten November wurde bei der Zürcher Landeskirche eine Volksinitiative mit dem Titel «Wir wollen keine neue Klostermauer!» mit rund 1800 Unterschriften eingereicht. Doch die damalige kantonale Kirchenordnung verlangte ein Quorum von 2000. Deshalb kam der Vorstoss nicht zustande. In der Zwischenzeit wurde das Minimum auf 1000 halbiert. Zum Zweiten einen Blick ganz kurz zurück: Kürzlich fand in unserem Bezirk die Erneuerungswahl für fünf Mitglieder der evangelisch-reformierten Kirchensynode, «Kantonsrat» der Zürcher Landeskirche statt, leider mit sehr schwacher Wahlbeteiligung. Sieben Kandidaturen standen zur Auswahl. Das absolute Mehr betrug 1670 Stimmen. Einer, der zwar das absolute Mehr erreicht hatte, fiel vorerst als überzählig aus dem Rennen, kann nun aber nachrutschen. Der siebte Kandidat, der 73-jährige Urs Stettler aus Kappel, brachte es auf 1084 Stimmen und verpasste somit das absolute Mehr deutlich. Dies trotz eines stattlichen Inserats für ihn allein in der letzten «Anzeiger»-Ausgabe vor dem Wahltag. Der Rentner, so seine Bezeichnung auf der Kandidatenliste, figurierte auf dem Unterschriftenbogen vom letzten Jahr gegen die Klostermauer von Kappel an erster Stelle. Mir ist nicht bekannt, wie viele der seinerzeit 1800 Unterzeichner des Volksbegehrens aus unserem Bezirk und wie viele aus dem übrigen Kantonsgebiet stammen. Doch gehe ich davon aus, dass mehr als die Hälfte im Knonauer Amt wohnt. Zum Dritten nun noch einen Blick nach vorn: Nachdem die Unterschriftenzahl für kirchliche Volksinitiativen in unserem Kanton heute wie erwähnt nur noch bei 1000 liegt und Urs Stettler als Synodale über tausend Stimmen erhielt, wäre es doch eine Überlegung wert, diese Initiative neu aufzugleisen. So käme wohl schon allein mit jenen Stimmen für ihn als zwar nicht Gewählten das Quorum zustande. Dazu kämen wohl noch zahlreiche Unterschriften aus anderen Bezirken unseres Kantons. Vielleicht eine etwas einfache Milchbüechli-Rechnung, die aber aufgehen könnte. Und sonst bestünde ja immer noch die Möglichkeit von Demos, um auf das Anliegen «Keine neue Klostermauer» aufmerksam zu machen. So wie dies die Spital-Anhänger kürzlich mit Erfolg praktiziert haben oder wie es die Klimaschützer bisher getan haben und wohl auch in nächster Zeit immer wieder tun werden. Erich Rüfenacht

Pro Senectute: Solide Zahlen Pro Senectute Kanton Zürich blickt auf ein dynamisches, erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. 2018 war geprägt von der Entwicklung innovativer Projekte und Dienstleistungen. Mit dem neuen Mahlzeitenangebot «CasaGusto», der Dienstleistung «Büroassistenz», oder «DomiGym», dem neuen Bewegungsangebot zu Hause, ist es Pro Senectute Kanton Zürich gelungen, auf die aktuellen Bedürfnisse der älteren Bevölkerung optimal einzugehen. In der täglichen Unterstützung und Beratung der Kundinnen und Kunden standen Themen wie Finanzen, Vorsorge und Wohnsituation an vorderster Stelle. Auch die Freiwilligenarbeit spielt weiterhin eine tragende Rolle bei Pro Senectute Kanton Zürich. Die Anzahl älterer Menschen, die von Pro Senectute Kanton Zürich unterstützt oder begleitet werden, nahm 2018 weiter zu. (pd.)

Dienstag, 4. Juni 2019

Kostenloser Spital-Bus verkehrt neu fünf Mal pro Werktag Eine regelmässige Verbindung zum Spital und zur Langzeitpflege – das war in den letzten Jahren ein viel geäusserter Wunsch. Die Spital-Stiftung hat es nun möglich gemacht. Seit gestern Montag verkehrt der Spital-Bus fünf Mal täglich in beide Richtungen. ................................................... von thomas stöckli 2013 war sie eingestellt worden, die Busverbindung vom Bahnhof Affoltern zum Spital und zur Langzeitpflege. Nun ist sie zurück – mit gesteigerter Frequenz. Von 9.35 bis 16.10 Uhr fährt der Bus von Montag bis Freitag (ohne Feiertage) jeweils fünfmal täglich vom Bahnhof Affoltern via Langzeitpflege zum Spital und von 9 bis 15.35 Uhr in Gegenrichtung – für die Passagiere gratis. Möglich gemacht hat dies die Stiftung Spital Affoltern, die den Betrieb für drei Jahre finanziert. «Wir sind überzeugt, dass eine regelmässige Verbindung zum Spital und zur Langzeitpflege ein dringendes Bedürfnis ist», so Stiftungsrats-Präsident Ruedi Müller, «und zwar für Patienten, Besucher und Mitarbeitende.»

Symbolische (Zopf-)Schlüsselübergabe vor dem Spital-Haupteingang. Von rechts: Ruedi Müller, Präsident der finanzierenden Spital-Stiftung, Edwin Meier, verantwortlich für den Busbetrieb, Stefan Gyseler, Präsident der Spital-Betriebskommission und Spitaldirektor Michael Buik mit dem neuen Spital-Bus. (Bild Thomas Stöckli) Spital-Gastronomie ankurbeln Auch bei Spital-Direktor Michael Buik war die Freude gross an der Fahrzeugübergabe vom vergangenen Mittwoch: «Das Spital Affoltern ist zwar an schöner Lage, aber schwer erreichbar. Nun ist der Anschluss wieder hergestellt. Mehr Frequenz soll der Bus auch für die Spital-Gastronomie bringen. Drum erhalten bis August alle Fahrgäste

einen Fünf-Franken-Gutschein fürs Restaurant Panorama oder Kafi 27. Der neue Spital-Bus, ein Fiat Ducato, geliefert von der Garage Graf in Mettmenstetten, verfügt über sieben Sitze und einen Rollstuhlplatz mit Vierpunkt-Sicherung inklusive Rücken- und Nackenstütze. «Wenn mehr Leute warten, dann fahren wir zweimal», verspricht Edwin Meier, der für den Betrieb zuständig ist. Als

Chauffeure konnte er vier Herren und eine Dame verpflichten. Sie erhielten nach der Fahrzeugübergabe nochmals eine Schulung. Am Bahnhof Affoltern finden die Passagiere den Bus bei den MobilityParkplätzen gegen das Restaurant Löwen hin, am Spital werden der Haupteingang sowie die Häuser Rigi und Pilatus der Langzeitpflege angesteuert.

Lebendige Veranstaltung zum Klimawandel in Bonstetten Gut 100 Interessierte besuchten die Startveranstaltung der Tage der Sonne im Gemeindesaal Bonstetten. Sie waren sich weitgehend einig, dass es höchste Zeit ist, das Thema ernst zu nehmen und zu handeln. Jede und jeder, alle, können ihren Beitrag leisten – ohne dass es wirklich weh tut. Darauf ging der zu Beginn des Abends gezeigte Dokumentarfilm des ZDF ein. Er begleitete einen Single- und einen Vier-Personen-Haushalt bei der Herausforderung, klimaneutral zu leben. Die beiden Haushalte waren Teil eines «Real-Labors», an dem 100 Haushalte teilnahmen. In diesem stellen die Haushalte ihr Leben um und bekommen über eine App Feedback über ihren CO2-Fussabdruck. Sie wurden von einem Soziologen beraten und begleitet. Es ging auch um die Frage: Bringt das wirklich etwas für den Klimaschutz? Denn letztlich lohnen sich die Anstrengungen der einzelnen Menschen ja nur, wenn möglichst viele auf dieser Erde ihr Leben umstellen und ihren ökologischen Fussabdruck verkleinern. Fazit: jeder auch so kleine Beitrag ist ein Beitrag. Und neue Erfahrungen können durchaus auch lustvoll sein. Es braucht nicht immer die Brechstange, um dem Ziel (hier die CO2-Senkung) näherzukommen.

Die Natur allein machts nicht aus Georg Klingler von Greenpeace zeigte anhand wissenschaftlicher Untersuchungen und Statistiken sehr anschaulich auf, dass eben nicht nur die Natur ihre Schwankungen im Klima hat, sondern dass der Mensch die Differenz zwischen «Natur gegeben» und «zu viel» ausmacht. Es fällt schon auf, dass die letzten vier Jahre (2015–2018) die heissesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (1880) waren. Die 20 heissesten Jahre liegen allesamt

Interessiert folgen die Besucher den Ausführungen von Georg Klingler, Klimaexperte von Greenpeace, im Gemeindesaal Bonstetten. (Bild zvg.) in den letzten 22 Jahren. Diese Feststellung gilt weltweit wie für die Schweiz. Die NASA kommt bei der von ihr erhobenen Oberflächentemperatur zu den gleichen Ergebnissen. Die Konsequenzen der Erwärmung sind Trockenheit, Stürme, starker Regen, Waldbrände, Eis- und Gletscherschmelze. Was Klingler Sorgen bereitet, ist der noch mangelnde Wille der Politik, die politischen Abmachungen umzusetzen. Auch die Wirtschaft hat noch grossen Nachholbedarf, auch wenn sich schon viele Firmen in dieser Beziehung auf den Weg gemacht haben und zum Teil vorbildlich arbeiten. Positiv sind die neuen Bewegungen, die sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzen, von Jugendlichen bis hin zu den Seniorinnen. Es braucht aber noch mehr, um den täglichen Verführungen wie Reisen ans andere Ende der Welt, neue Gadgets, das grosse Stück Fleisch auf dem Grill, das Haus am Waldrand, ein dickes Auto usw. usw. widerstehen zu können. Es geht nicht um den totalen Verzicht, sondern um eine lebendige, ausgewogene Auswahl aus der Vielfalt der Dinge des Alltags. Das kann durchaus lustvoll und lebenswert sein. Jeder kleine Beitrag hilft. Er summiert sich mit den

Millionen von kleinen Beiträgen zu ganz ansehnlichen Summen.

Säuliamt auf gutem Weg - lebendige Diskussion Nach dem Referat konnten die Besucher Fragen stellen und Gedanken einbringen. Nach der Frage, was jeder Einzelne tun kann, wurde die Sicht auf die Ebenen Gemeinde, Region und höher, sowie die Wirtschaft ausgedehnt. Auf dem Podium sassen Gemeindepräsident Erwin Leuenberger (er vertrat die Ebene Gemeinde), Hans Ruedi Schweizer, Ernst Schweizer AG (als Vertreter der Wirtschaft), Georg Klingler und Charles Höhn (Moderation und Belange der Region). Auf entsprechende Fragen erfuhren die Anwesenden, dass die Gemeinde Bonstetten dort, wo sie selbst entscheiden kann, immer auch die Frage nach der Nachhaltigkeit stellt. So wird aktuell z.B. die Strassenbeleuchtung Zug um Zug auf LED-Leuchtmittel umgestellt. Zurzeit ist der Gemeinderat aber unter grossem Druck, all die Eingaben aus dem Workshop mit der Bevölkerung vom 26. Januar 2019 weiter zu bearbeiten. Gerade im Bereich Energie und Nachhaltigkeit sind da einige Themen

als wichtig bewertet worden (Energiestadt, Bonstetten 2000 Watt, erneuerbare Energien, energieautarkes Dorf) und warten auf Vorschläge zur Umsetzung. Hans Ruedi Schweizer zeigte an der eigenen Firmengeschichte auf, dass es Unternehmen sehr wohl möglich ist, sich nachhaltig zu entwickeln. Schweizer hat denn auch die Nachhaltigkeit als Leitbild (www.ernstschweizer.ch/de/unternehmen/leitbild). Die Ernst Schweizer AG hat heute doppelt so viele Mitarbeiter und den doppelt so hohen Umsatz wie vor 40 Jahren – das Unternehmen braucht aber immer noch gleich viel Energie wie vor 40 Jahren. Die Firma bindet auch die Mitarbeiter in die nachhaltige Denkweise ein. Ein Beispiel: Wer mit dem Velo oder mit dem öV zur Arbeit kommt, wird belohnt. Was es bringt, wenn viele kleine Player ihren Beitrag leisten, lässt sich am Knonauer Amt aufzeigen. Charles Höhn konnte die Zahlen von 2010 (Start des Projekts «EnergieRegion Knonauer Amt» der Standortförderung) mit 2018 vergleichen. Aktuell beträgt der Anteil der in der Region produzierten erneuerbaren Energie für Strom und Wärme (Warmwasser und Heizung) 20,4 % des Gesamtverbrauchs. Das ist rund doppelt so viel wie 2010. Wenn man bedenkt, dass die Region mit EKZ-Wasserstrom versorgt wird, dann beträgt der Anteil der Erneuerbaren am Verbrauch gute 50 %. Das ist nur möglich, weil alle ihren Beitrag leisten. Das Thema muss «warm» gehalten werden. Es braucht kontinuierliche Kommunikation. Der Nutzen und die Vorteile einer nachhaltigen Energiezukunft müssen aufgezeigt werden. Dazu gehört auch, dass das regionale Gewerbe profitiert und Betriebe und Private dank der erneuerbaren Technologien bares Geld einsparen können. Diese und weitere Gedanken wurden in der Diskussion und beim anschliessenden Apéro rege ausgetauscht. (pd.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 4. Juni 2019

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Vielseitiges Frühlingsfest in Rifferswil Musik, Landmaschinen-Oldtimer und gesegnete Pflastersteine Die Organisationskomitee der 1000-Jahr-Festivitäten in Rifferswil hat Wort gehalten. Am Frühlingsfest übers Wochenende hatte es tatsächlich für jede Altersgruppe etwas dabei. Und das Wetter hat auch noch perfekt mitgespielt. ................................................... von martin platter Was für ein rasantes Vergnügen! Das liess sich auch Gemeindepräsident Christoph Lüthi nicht entgehen. Oberhalb der Kirche auf der Tyrolienne mit Schuss die wunderbare Aussicht auf Rifferswil und die umliegenden Alpen geniessen. Nicht nur grosse auch kleinere Kinder hatten ihre helle Freude daran, zumal das Wetter perfekt mitspielte. Das war aber nur eine Attraktion, die eingebettet war in einen besinnlichen Auftakt und einen besinnlichen Ausklang in der reformierten Kirche Rifferswil. Am Freitagabend kamen zunächst die Regierungsvertreter zu Wort (Bericht auf Seite 1). Dann segnete Diakon Matthias Kühle-Lemanski in der Kirche zwei Pflastersteine, die sinnbildlich für den neuen Kopfsteinpflasterplatz am Fusse der Kirchentreppe standen. Pfarrerin Yvonne Schönholzer dagegen mochte lieber die Menschen segnen, ehe wieder das Kinderorchester übernahm, das trotz kurzer Probezeiten ein beeindruckendes Konzert ablieferte.

Regierungsrat Ernst Stocker, 2. von rechts, stattet des Rifferswiler Frühlingsfest am Freitag einen Überraschungsbesuch ab und lässt sich den Dorfbackofen erklären. Von links Rifferswils Gemeindepräsident Christoph Lüthi, Ofenbauer Stöff Roth sowie rechts Hugo Walter. (Bild Martin Platter)

Kulinarisches vom Bauernhof Danach gings nach draussen an die Sonne, wo bereits das Buffet wartete. Es sollte nicht das letzte sein. Abends wurden die Gäste bei und in der Scheune der Familie von Christian Baer kulinarisch verwöhnt – und am anderen Morgen beim Buure-Brunch gleich noch einmal. Dazwischen gab es jede Menge musikalischer Darbietungen unterschiedlicher Stilrichtungen. Am Freitagabend beispielsweise eine Stubete mit Streichern. Am Samstag jodelten Heidi Roth und Vreni Eichmann. Abends spielten «Help!» Beatles-Coversongs im Schwiizer

Schussfahrt von der Tyrolienne oberhalb Rifferswils. Pöschtli ehe DJ Andi Bircher übernahm. Genauso abwechslungsreich

Lockere Atmosphäre an der Stubete mit Streichern am Freitagabend in der Baer-Scheune.

präsentierte sich auch das Tagesprogramm mit Landmaschinen-Oldtimer-

Ausstellung, Tag der offenen Tür auf bestimmten Bauernhöfen und am

Sihlwald bleibt nationaler «Naturerlebnispark» Das Bundesamt für Umwelt hat dem Sihlwald und damit der Stiftung Wildnispark Zürich und ihrer Trägerschaft für weitere zehn Jahre das Label «Naturerlebnispark – Park von nationaler Bedeutung» verliehen.

letzten zehn Jahre und ermöglicht, dass die Ziele des Naturerlebnisparks Wildnispark Zürich Sihlwald weiter umgesetzt werden können», sagt Isabelle Roth, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung.

Die Stiftung Wildnispark Zürich darf den Naturwald Sihlwald für weitere zehn Jahre unter dem nationalen Label «Naturerlebnispark – Park von nationaler Bedeutung» betreiben. Am 28. Mai überreichte das Bundesamt für Umwelt der Stiftung die entsprechende Verfügung, gültig von 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2029. Die Verlängerung der Labelvergabe bedeutet einerseits die Anerkennung der in den vergangenen zehn Jahren geleisteten Arbeit und ist andererseits das Resultat der starken Unterstützung und Verbundenheit der Trägerschaft mit dem Projekt Naturerlebnispark Sihlwald. Die Trägerschaft – bestehend aus Stadt Zürich, Gemeinden des Bezirks Horgen, Kanton Zürich und Pro Natura Zürich – hatte der Stiftung Ende 2018 mit der Unterzeichnung des Parkvertrags 2020–2029 ihre Unterstützung zugesichert. «Die Verlängerung der Labelvergabe bestätigt die erfolgreiche Arbeit der

Der Wildnispark Zürich Sihlwald ist schweizweit der erste und bisher ein-

«Einsteiger-Park» mit Qualitätssiegel

zige Naturerlebnispark. Er liegt mitten im Ballungsraum Zürich und ist für rund 2 Millionen Menschen gut zu erreichen. Dank dieser periurbanen Lage kann der Naturerlebnispark Sihlwald die Rolle als «Einsteiger-Park» wahrnehmen. Ein Naturerlebnispark bietet Tieren und Pflanzen in Stadtnähe ungestörte Lebensräume und den Besuchenden die Möglichkeit, eine intakte Natur zu erleben. Er besteht immer

In der Kernzone darf sich die Natur frei entwickeln. (Bild zvg.)

aus zwei Zonen: In der Kernzone darf sich die Natur frei entwickeln. In der Übergangszone gelten weniger strenge Schutzauflagen, um Besuchenden Naturerlebnisse und Erholung zu ermöglichen. Mit dem Label erhält die Region und der Kanton Zürich ein international beachtetes Qualitätssiegel und die Stiftung Wildnispark Zürich wichtige Bundesbeiträge zum Betrieb des Parks. (pd.)

Sonntag mit der Tanzkapelle Ueli Mooser und einem Pflanzenmarkt.

Ämtler auf den Nationalratslisten Am 20. Oktober wählt die Schweiz ihre Parlamentarier für die nächste Legislatur. Aktuell ist das Säuliamt im Nationalrat mit zwei Sitzen vertreten: Hans-Ulrich Bigler (FDP, Affoltern) und der soeben nachgerückte Martin Haab (SVP, Mettmenstetten). Beide wollen ihr Mandat behalten. In den letzten Wochen haben die Parteien ihre Kandidaten vorgestellt – natürlich stehen da auch einige Ämtler drauf. Die Kantonale SVP (aktuell 12 Mandate) etwa portiert Martin Haab auf Listenplatz 10, Marc Bochsler, Wettswil, folgt auf Platz 34. Für die FDP (5 Mandate) geht Hans-Ulrich Bigler von Listenplatz 5 ins Rennen, die Bonstetter Kantonsrätin Arianne Moser-Schäfer folgt als Nummer 33. Als einziger Ämtler auf die Liste der SP (9 Mandate) geschafft hat es der Wettswiler Roger Schmutz (Platz 34, resp. 33, nach dem Rückzug von Daniel Frei). Bei den Grünliberalen (3 Mandate) ist Kantonsrat Ronald Alder, Ottenbach, auf Listenplatz 17 aufgeführt, für die Grünen (2 Mandate) tritt Vera Anders aus Hausen auf Listenplatz 29 an. Für die EVP (1 Mandat) gehen gleich zwei Affoltemer ins Rennen: Kantonsrat Daniel Sommer von Listenplatz 5, Eveline Fenner von Platz 24. (tst.)


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Dienstag, 4. Juni 2019

«Alarm, das Wohnheim Central brennt!» Evakuierungsübung im Zentrum von Affoltern Am Montag letzter Woche, 19.35 Uhr, schrillt die Brandmeldeanlage in der Küche des Sozialtherapeutischen Wohnheims Central. Zwei Minuten später geht bei der Feuerwehr Affoltern der entsprechende Alarm los. Eine Evakuierungsübung. ................................................... von urs e. kneubühl Die Bewohnerinnen und Bewohner im mehrgeschossigen Wohnheim Central, kurz vor Einsatz der Rauchmaschine und dem Alarm in Kenntnis gesetzt, wissen, was im Ernstfall zu tun ist: Ruhig und diszipliniert begeben sie sich zum Sammelplatz an der Betpurstrasse – bis auf einen Bewohner und eine Mitarbeiterin, die sich im zweiten Stock aufhalten. Ihnen ist der Fluchtweg infolge dichter Rauchentwicklung im Untergeschoss und im Treppenhaus versperrt. 19.49 Uhr ist die Feuerwehr Affoltern mit ihrem Ersteinsatzfahrzeug (EEF) und sechs Leuten auf Platz. Durch den Centralweg fährt das kleine EEF problemlos bis zum Einkaufszentrum Oberdorf. Das unmittelbar folgende weitaus grössere Autodrehleiter-Fahrzeug (ADL) mit Rettungskorb hat da schon mehr Mühe, schafft es dennoch erstaunlich schnell, sich in den engen Platzverhältnissen richtig zu installieren. Ein weiterer Mannschaftstransporter parkt oben, an der gesperrten Betpurstrasse.

Das Manövrieren der Autodrehleiter auf dem engen Centralweg war nicht ganz einfach … Zirkeln zwischen den Hausdächern Nun werden Schläuche gelegt und an den EEF-Tank angeschlossen und ein Lüfter wird an der offenen Haustür in Stellung gebracht, um das Treppenhaus vom Rauch zu befreien. Gleichzeitig bringt die ADL mit einigem Zirkeln zwischen den Hausdächern zwei Einsatzkräfte im Rettungskorb zum Fenster im 2. Stock, wo sich die beiden Eingeschlossenen bemerkbar gemacht haben. Behutsam und sicher bringt der Bediener der Drehleiter

… die Evakuierung der im 2. Stock des Hauses infolge dichter Rauchentwicklung Eingeschlossenen funktionierte dennoch gut. (Bilder Urs E. Kneubühl)

die beiden auf festen Boden, erst den Bewohner und dann die Mitarbeiterin. Inzwischen können Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten in das Erdgeschoss, später auch ins Treppenhaus und in den ersten Stock eindringen; der kräftige Lüfter hat den dichten Rauch durchdringbar gemacht. Dieweil werden die beiden Einsatzkräfte im Rettungskorb per Drehleiter auf zwei Hausseiten so an die Fenster gebracht, dass sie die jeweiligen Zimmer im zweiten und dritten Stockwerk von

aussen einsehen können. Kurz nach 20 Uhr wird gemeldet, dass alle Bewohner evakuiert und der Brand gelöscht ist. Josy Molnar, Institutionsleiterin Wohnheim Central, welche diese unangemeldete Evakuierungsübung mit der Feuerwehr Affoltern vereinbart hat, erklärt: «Im Haus leben zwölf Menschen, dazu kommen tagsüber noch einige Mitarbeitende, im Dachgeschoss gibt es zwei weitere Wohnungen und das Untergeschoss beherbergt das Kellertheater LaMarotte …

Da ist es selbstredend, dass allen klar ist, was man in einem Brandfall tut und wie man sich verhalten muss.» Sie zeigt sich zufrieden mit dem Ablauf der Übung, und auch Roger Hofstetter, einer der drei Übungsleiter der Feuerwehr Affoltern, zieht ein positives Fazit: «EEF und ADL waren rasch auf Platz, die Schadenplatzorganisation war sehr gut und Schläuche sowie der Lüfter ebenso schnell eingerichtet.» Nun denn, die Feuerwehr Affoltern ist auf Zack, wie diese Übung einmal mehr bestätigt.

Krimi mit Lokalbezug

Wenn Onlineverhalten zur Sucht wird

Sagt man nicht, dass der Mensch im Alter milder wird? Falls dem tatsächlich so ist, scheint dies nicht auf seine Lektürenvorliebe übertragbar zu sein. Denn am Mittwochabend, 22. Mai, hat es zirka 35 Personen, vorwiegend im fortgeschrittenen Alter, zur Lesung des Schweizer Krimiautors Christof Gasser in die Bibliothek Hedingen gezogen. Als Einstieg in den Abend hat Christof Gasser zunächst seinen Werdegang beschrieben, der erst vor verhältnismässig kurzer Zeit zur Schriftstellerei geführt hat. Dies, obwohl er bereits als 9-Jähriger den Drang danach verspürt hatte. Nach vielen Jahren im Management, von denen er mehr als eine Dekade auch im Ausland verbracht hat, begann er 2013 sein erstes Werk zu schreiben. Interessanterweise spielen Gassers Kriminalromane nicht im Ausland, sondern haben einen sehr starken Bezug zu Solothurn und Umgebung. Bevor er verschiedene Passagen aus seinem letzten Werk «Blutlauenen» vorgelesen hat, ging der Autor der Frage nach, warum Krimis bei so vielen Leserinnen und Lesern beliebt sind. Dabei stehe nicht in erster Linie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will die Computer-Spielsucht in ihren international gültigen Katalog der Krankheiten aufnehmen. Auch im Werk- und Wohnhaus zur Weid in Rossau beschäftigt das Thema: «Wir haben zunehmend jüngere Leute, deren Tag- und Nacht-Rhythmus gestört ist», verrät Geschäftsleiter Hansruedi Sommer. Grund genug, um zum Thema eine interne Fortbildung anzubieten. So fanden sich kürzlich rund 20 Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen im Weid-Saal ein, um sich mit dem Thema Onlinesucht auseinanderzusetzen. Referent Renato Poespodihardjo, Psychologe und Leiter der Abteilung für Verhaltenssüchte an der Psychiatrischen Uniklinik Basel, näherte sich dem Thema über die Abgrenzung zwischen Leidenschaft und Sucht an: «Die Leidenschaft brennt, die Sucht verbrennt», so Poespodihardjo. Störend findet er deshalb den Begriff «Spielsucht»: «Spielen kann nicht Sucht sein. Das Spielen brauchen wir, um zu lernen, das ist per se positiv.» Was als Krankheit gilt und was nicht, das ist abhängig von der gesellschaftlichen Wahrnehmung. Digitale Medien begleiten heute die meisten bis ans Bett oder ins Badezimmer. «Das Smartphone ist schon heute Teil der Identität», so der Referent. So sind digitale Medien in der Lage, mehr verschiedene Bedürfnisse zu befriedigen als alle anderen Substanzen. Das führt bis hin zur Erschaffung von Lebensräumen. In der virtuellen Realität kann jeder und jede so stark und schön sein, wie er oder sie will. In gewissen Fällen hält es Renato Poespodihardjo sogar für sinnvoll, die GameKarriere fortzusetzen. So schilderte er den Fall eines Patienten mit einem vollen Programm an Gassen-Erfahrung. Dank dem Gamen sei dieser von den harten Drogen weggekommen.

Christof Gasser in der Bibliothek Hedingen das Verbrechen im Zentrum, sondern es gehe um die Geschichten und die Verhaltensweisen, die die Protagonistinnen und Protagonisten in speziellen Situationen aufzeigen. Wenn alles gut läuft, kann sich die Leserin mit den Figuren identifizieren und so eine Bindung zum Buch aufbauen. Christof Gasser brauchte zwei Jahre bis zur Publikation von «Blutlauenen». Die Geschichte orientiert sich an der Handlung von Agatha Christies «Dann gab’s keine mehr» (früher «Zehn kleine Negerlein»). Mehrere Personen mit verschiedenen Handlungssträngen in verschiedenen Zeitebenen mussten entwickelt, Örtlichkeiten rekognosziert, ein glaubwürdiger Handlungsbogen erarbeitet werden. Dabei, gesteht der Autor, würde während des Schreibens selbst noch etwas passieren, das den Text erst zur Geschichte werden lasse und im Voraus nicht planbar sei. Der Abend in der Bibliothek Hedingen war Genre-bedingt natürlich spannend, aber auch überraschend lustig. Immer wieder gelang es Christof Gasser, das Publikum mit seinem Text und seinen Erläuterungen zum Lachen zu bringen. Diese Autorenlesung hat Lust gemacht, wieder einmal einen Krimi zur Hand zu nehmen, und warum nicht einen mit Lokalbezug, dessen Örtlichkeiten man sogar ohne viel Aufwand selber besuchen könnte? In der Bibliothek Hedingen findet man reichlich Auswahl dazu. Autor Christof Gasser mit dem Hedinger Bibliotheks-Team. Corinne Gysling (Bild zvg.)

Spannende Fortbildung in der Stiftung zur Weid, Rossau

Hansruedi Sommer (links), Geschäftsleiter der Stiftung zur Weid, hat Renato Poespodihardjo als Referent über «Onlinesucht» gewonnen. (Bild Thomas Stöckli) Als Ursache für Onlinesüchte nennt Renato Poespodihardjo das «Belohnungs-Defizit-Syndrom»: «Die Welt ist geschaffen für gesunde, tatkräftige und gutaussehende Menschen.» Entsprechend attraktiv wirken virtuelle Realitäten auf Menschen, die sonst von der Gesellschaft abgehängt wurden oder sich selber abgekoppelt haben. So erhalten Mobbing-Opfer Zugang zu einer Welt, in der sie Anerkennung erfahren. Je länger man ein Game spielt, desto besser kann man es. Noch mehr erreicht, wer regelmässig Geld einsetzt. «Das ist ein schönes Gefühl für Menschen, die sich selber defizitär erleben», erklärte der Referent.

Der Beziehungs-Faktor ist zentral Was braucht es also, um von der Onlinesucht wegzukommen? «Tagesstrukturen sind ganz wichtig», betont Poespodihardjo. Für Institutionen sei dies schwierig, weil die Leistungsfähigkeit der Betroffenen sehr stark variiere. Wie sich rauscherzeugende Substanzen (Heroin, Kokain, ...) verschie-

denen Kategorien zuordnen lassen, entfalten auch Games je nach Genre eine andere Wirkung. Darauf gilt es einzugehen, wenn der Süchtige zu einer Veränderung seines Verhaltens motiviert werden soll. «Durch Abschalten erreicht man das sicher nicht», so Poespodihardjo. Als zentrales Element für jeden Therapie-Erfolg hat sich der Beziehungs-Faktor herausgestellt. Im Falle von Gamern soll man sich also auf deren Lebensfeld einlassen. «Das heisst nicht, so zu tun, als ob man eine Ahnung hätte, denn das fällt sofort auf, stellt der Referent klar, «aber auf Youtube ins Spiel hineinschauen und es sich zeigen lassen.» Einen einfachen Leitfaden konnte die Weiterbildung den Mitarbeitenden des Werk- und Wohnhauses zur Weid natürlich nicht bieten. Zu Komplex ist das Themenfeld. Und doch dürften einige Inputs im künftigen Arbeitsalltag hilfreich sein. Und nicht zuletzt hat sich auch gezeigt, dass der eine oder andere im Team über eigene Onlinegame-Erfahrung verfügt. Auf dieses Fachwissen kann in konkreten Fällen zugegriffen werden. (tst.)


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Dienstag, 4. Juni 2019

Lohnt sich die Uerzliker Fasnacht tatsächlich nicht mehr?

55. Generalversammlung der Fasnachtsgesellschaft Uerzlikon

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«Musik als Erinnerungsinseln»

Pilotprojekt im Haus zum Seewadel, Affoltern Von November 2018 bis April 2019 konnten drei Bewohnerinnen am Pilotprojekt «Musik als Erinnerungsinseln» teilnehmen. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse dieses Pilotprojekts vor, bei dem an Demenz erkrankten Menschen Musik aus ihrer Jugendzeit gespielt wird.

FGU-Präsident Christian Müller, Mitte, flankiert von den beiden austretenden Vorstandsmitgliedern Reto Gantenbein, links, und Michi Odermatt, rechts. Ganz links Webmaster Fredi König, ganz rechts der neue Umzugschef Nik Junker. (Bild Martin Platter)

FGU-Präsident Christian Müller zog in seinem Jahresbericht an der GV eine mehrheitlich positive Bilanz zur letzten Fasnacht. Nicht so Kassierin Rita Müller. Sie fand, dass sich vor allem der Fasnachtsumzug finanziell nicht mehr lohne. Es war eine nicht ganz nachvollziehbare Argumentation, die die 16 Mitglieder am Mittwochabend an der FGU-GV im Restaurant Hirssattel zu hören bekamen. Gemäss Finanzvorsteherin Rita Müller schrieb der Verein im ablaufenden Jahr zwar einen Gewinn von 4645 Franken. Dieser sei hauptsächlich auf Kostenoptimierungen und ausserordentliche Einnahmen aus Arbeitseinsätzen wie dem am Turn- und Schwingfest in Hausen zurückzuführen. Die neue Band am Maskenball habe jedoch nicht den gewünschten Erfolg gebracht und insbesondere der Fasnachtsumzug durchs Oberamt lohne sich immer weniger. Die Ausgaben hätten ein tiefes Loch von 6000 Franken in die Kasse geris-

sen. Rechnungsrevisor Housi Vollenweider widersprach dieser Ansicht. Er fand, man müsse den Plakettenverkauf während des Umzugs, der sich gut gelohnt habe, ebenfalls in die Umzugsrechnung miteinbeziehen. Dann resultiere ein deutliches Plus. Nach etlichen Wortmeldungen wurden die Rechnung wie vorgelegt abgenommen und dem Vorstand die Decharge erteilt.

Mehrheitlich positive Bilanz Christian Müller zog eine mehrheitlich positive Bilanz im Hinblick auf das zurückliegende Vereinsjahr. Die Uerzliker Fasnacht sei friedlich verlaufen und man habe während des Umzugs grosses Wetterglück gehabt. Verbesserungsfähig seien vor allem die Arbeitseinsätze. Die FGU-Mitglieder helfen befreundeten Vereinen und anderen Fasnachtsorganisationen aus, damit sie im Gegenzug bei den eigenen Anlässen auf die fremde Hilfe zählen können. Dafür meldeten sich jedoch immer weniger Leute aus den eigenen Reihen. Erfreulich sei dage-

gen, dass man für das FGU-Warenmagazin in der Scheune von Ueli Schneebeli in Uerzlikon einen neuen Platz gefunden habe. Zwei Austritten standen drei Eintritte gegenüber. Damit wächst der Fasnachtsverein auf 53 Mitglieder, wovon 28 Aktive. Im Vorstand gab es einige Wechsel. Materialwart Michi Odermatt wurde von Beisitzer Werner Lüthi abgelöst. Nik Junker übernimmt neu das Amt des Umzugschefs von Reto Gantenbein, der zehn Jahre im Vorstand mitgewirkt hatte. Webmaster Fredi König ist neu auch für die Werbung des Vereins zuständig. Alle übrigen Chargen, inklusive der Revisoren wurden im Amt bestätigt. Auf Nachhaken des «Anzeigers» im Anschluss an die GV erklärte Christian Müller, wo der Schuh drückt. Es sind der Papierkrieg mit den verschiedenen Behörden und Ämtern sowie die immer aufwändigeren Abnahmen der Fasnachtswagen, die Fachwissen, Zeit, Nerven, Geduld und Geld kosteten. Und das in einer Zeit, in der Freiwillige immer weniger Zeit hätten. (map.)

Demenzbetroffene vergessen vieles – aber die Musik aus dieser Zeit nicht. Woher kommt das? Warum kann Musik verschüttet geglaubte Erinnerungen wieder freilegen? Es gibt nur wenige Dinge, die uns auf so einfache Weise mit Glück erfüllen können, die derart präsent sind und einen so grossen Einfluss auf unser Leben haben wie Musik. Sie spielt in unserem Leben eine bedeutende Rolle. Dan Cohen (USA) hat dies in seinem Konzept «Music and Memory» erfolgreich genutzt und Menschen mit Demenz durch Musik aktiviert. «Musik als Erinnerungsinseln» basiert auf demselben Prinzip. Hirnuntersuchungen bestätigen, was man schon lange vermutet: Das Musikgedächtnis wird weniger stark durch die Krankheit angegriffen als andere Hirnregionen. Das Langzeit-Musikgedächtnis ist bei Menschen mit Demenz oftmals noch lange intakt. Diese Region wird viel weniger durch die typischen Nervenzellverluste geschädigt als andere.

Beeindruckende Resultate Die Ergebnisse des Pilotprojektes im Haus zum Seewadel zeigen beeindruckende Resultate. Alle drei Bewohnerinnen haben positiv auf das Hören ihrer persönlichen Musik reagiert. Die Wirkung war je nach Bewohnerin und Gesundheitszustand unterschiedlich. Eine Bewohnerin war leicht zum Musikhören zu motivieren. Sie lauschte interessiert dem Text, schlug den Rhythmus an und schwärmte von der schönen Stimme des Interpreten. Ihr

Musik von früher weckt Erinnerungen. (Bild zvg.)

Gesichtsausdruck wirkte während des Erzählens entspannt und friedlich. Oft sang sie mit oder tanzte sogar mit der Aktivierungsfachfrau. Müde vom Tanzen erzählte sie dann von früher, von den eindrücklichen Festivitäten auf dem Lande. Die Schmerzen waren vergessen, das Klagen vergangen. Bei einer anderen Bewohnerin wirkte die Musik sehr anregend. Sie hörte konzentriert zu oder sang mit (eine ehemalige Chorsängerin). Die Lieder schienen ihr besser zu liegen als reine Musikstücke. Auch sie erzählte der Pflegefachfrau immer wieder Episoden von früher und erinnerte sich daran, dass ihr Mann ein guter Tänzer war. Die dritte Bewohnerin konnte sich beim Musikhören deutlich entspannen, wirkte wach und atmete im Takt der Musik. Das Projektteam ist überzeugt, dass die Anwendung von «Musik als Erinnerungsinseln» weitergeführt werden sollte, was das Kader des Hauses zum Seewadel befürwortet. Es werden nun sukzessive weitere Bewohnerinnen und Bewohner, im Speziellen auf der Demenzstation, in den Genuss des Projektes kommen. (pd.)

forum

Im Heim, aber nicht daheim

Blanca Imboden: Altersheim-Roman ist da Ende November checkte die Autorin Blanca Imboden für vier Tage im «Seewadel» ein, um dort für ihr neues Buch zu recherchieren. Nun ist der Roman «Heimelig» erschienen. «In so einem Zimmer ist wirklich nicht viel Platz.» Zu dieser Erkenntnis kam die Autorin Blanca Imboden ziemlich rasch, nachdem sie ihr Zimmer im «Seewadel» Affoltern bezogen hatte. Dass sie überhaupt während vier Tagen dort wohnte, hatte sie «Seewadel»-Geschäftsführerin Verena Feller zu verdanken. Diese hatte Blanca Imboden für eine Lesung nach Affoltern eingeladen, und als Imboden dort über ihr neues Projekt plauderte, sagte Feller spontan: «Wenn Sie gerade ein Buch über das Leben im Altersheim schreiben, warum kommen Sie nicht zu uns?» Gesagt, getan: Vier Tage lang wohnte die 56-jährige Innerschweizerin im Haus zum Seewadel, begleitete die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Alltag, unterhielt sich mit ihnen und lernte ihr Leben im Altersheim näher kennen. Der Hintergrund für das Interesse am Thema war Imbodens Mutter. Sie hatte bis zu ihrem Tod selbst in einem Altersheim gelebt und ihrer Tochter immer wie-

Blanca Imboden bei ihrem Besuch im «Seewadel». (Archivbild Livia Häberling) der davon berichtet. Das Ergebnis von Blanca Imbodens Recherche – darunter auch Erfahrungen, die von ihrem mehrtägigen Aufenthalt im «Seewadel» inspiriert sind – gibt es nun im Buchhandel zu kaufen: Vor Kurzem ist ihr neuster Roman «Heimelig» erschienen. Darin zieht die 77-jährige Nelly ins Altersheim. Die Witwe ist noch vif und fröhlich, und das Heim verleidet ihr bald. Was tun? «Reisen!», sagt sich die Rentnerin, und besucht nach dem Muster «von A bis Z» diverse Ortschaften in der Schweiz. Dort lernt sie plötzlich die Drogenfahndung kennen, kocht Spiegeleier – und bringt sogar das Leben ihrer Enkelin Kim durcheinander. (lhä) Blanca Imboden: Heimelig. Wörterseh, 218 S. ISBN: 978-3-03763-105-8.

Drei Mal Ja für den Camping Türlersee Zur Gemeindeversammlung vom 5. Juni in Hausen. An der letzten Parteiversammlung hat die SVP Hausen die fünf Geschäfte mit Unterstützung der entsprechenden Behörde-Mitglieder zwecks der bevorstehenden Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 5. Juni, erläutert und diskutiert. Damit das in die Jahre gekommene Betriebsgebäude Camping Türlersee, 1958 erbaut, überhaupt realisiert werden kann, braucht es vorgängig eine Teilrevision der Nutzungsplanung Camping Türlen. Bei der Teilrevision

der Nutzungsplanung Camping Türlen geht es darum, die Voraussetzungen für den nachfolgend zu genehmigenden öffentlichen Gestaltungsplan zu schaffen. Um eine Erneuerung der betriebsnotwendigen Gebäude und Anlagen mit entsprechendem Bedürfnisanspruch der heutigen Zeit zu realisieren, müssen die in der landwirtschaftlichen Zone liegenden Grundstücke des Campings in die Erholungszone umgezont werden. Um den Projektierungskredit von 200 000 Franken für den Ersatzbau Betriebsgebäude Camping Türlen überhaupt zu genehmi-

gen, sind die Nutzungsplanung und der Gestaltungsplan vom Stimmbürger vorgängig anzunehmen. Die übrigen Gemeindeversammlungsgeschäfte; Jahresrechnung 2018 und Bauabrechnung Erschliessungsstrasse Schonau werden gleichfalls unterstützt und gutgeheissen. Wir rufen unsere Mitglieder und Stimmberechtigten dazu auf, ihr Wahl- und Stimmrecht an der Gemeindeversammlung wahrzunehmen und sämtliche Vorlagen mit einem entschiedenen Ja zu unterstützen. Kurt Gaisser, SVP Hausen a. A.

Klassen nicht jedes Jahr durchmischen Verzwickte Situation in Stallikon, «Anzeiger» vom 17. Mai. Zu den ständigen Wechseln, die im Beitrag ja kurz erwähnt wurden: Logisch, Wechsel gibt es immer wieder. Das ist verständlich, die Kinder haben jedoch ab den kleinen Kindergarten bis zur 6. Klasse jedes Jahr einen Wechsel. Die Hälfte der Klasse wird rausgenommen und eine neue Hälfte kommt hinzu. Dazu kommt dann noch, dass alle zwei Jahre komplett neu gemischt wird und es eine neue Zusammenstellung gibt. Diese beste Freundinnen oder auch beste Freunde gibt es gar nicht mehr richtig, weil genau diese einem weggenommen wer-

den. Wie wichtig ist für ein Kind ein bester Freund, eine beste Freundin? Wir waren alle mal jung und wissen, wie lässig es war, mit unserem besten Freund. Die Welt hat sich sehr verändert in den letzten Jahren, rasend schnell sogar. Heutzutage ist es für Kinder schon schwierig, sie haben andere Dinge mit denen sie sich auseinandersetzen müssen: Soziale Medien, Gesellschaft, Leistungsdruck etc.. Da ist doch so ein bester Kollege noch etwas Schönes, da auch mal die Zeit kommen wird, dass man der Mutter oder dem Vater nicht alles erzählen kann. Diese innige Freundschaft kann nur schwer entstehen, da sie oft auseinandergerissen werden. Man will nur

das Beste für die Kinder, es ist wichtig, dass sie sicher die Realität kennen, aber man will ihnen auch schöne Dinge mitgeben von ihrer Kindheit, weil das etwas Wichtiges ist fürs ganze Leben. Nadine Rother, Stallikon

Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. (Red.)


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Vermischtes

Dienstag, 4. Juni 2019

Zucht und Strenge?

Ligaerhalt geschafft

Calvin – ein dunkles Kapitel der Reformationsgeschichte? Ein Vortrag in Affoltern. > Seite 15

Der FC Hausen bleibt in der 3. Liga, WB III und WB IV steigen in die 4. Liga auf. > Seite 19

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Schweizer Meisterin Jacqueline Schneebeli holt in Gränichen den zweiten Titel im Cross Country. > Seite 21

Komfortabel und lautlos schieben Autos auf der Fläche von drei Fussballfeldern Hawa: Der neue EKU Combino begeistert bei der Interzum

Eröffnungsfeier Franz Autowelt in Wettswil

Grossandrang an der feierlichen Eröffnung Franz Autowelt Wettswil am Samstag, 25. Mai. (Bild zvg.) In den letzten zehn Monaten fanden am Sitz der Franz AG in Wettswil intensive Umbauarbeiten statt. «Hier entsteht etwas Grosses» war dem Megaposter zu entnehmen, welches während dieser Zeit das Verwaltungsgebäude schmückte. Und es tat sich wirklich Grosses in dieser Zeit … Am Samstag, 25. Mai, wurde der neue Showroom offiziell und mit einem grossen Fest für die Bevölkerung eröffnet. Neuheiten der Marken Peugeot, Citroën, Mazda und Škoda waren im lichtdurchfluteten, top modernen Gebäude zu bestaunen und draussen bot ein Food Festival alles, was das Herz begehrt. Von der einfachen Bratwurst bis zum Gourmet-Menü war für jeden Geschmack ein Highlight dabei. Auch für die Kleinsten war im Kinderparadies gesorgt. So manch leuchtende Kinderaugen waren beim Ballonmodellieren oder Schminken mit Glitter-Tattos zu entdecken. «Wir wurden vom Ansturm regelrecht überrascht», berichtete Michel Tschanz, Geschäftsleiter der Franz AG, Wettswil. «Es macht Freude, dass die Bevölkerung unsere Einladung ange-

nommen hat und zeigt, dass das Interesse an der neuen Franz Autowelt ein Bedürfnis in der Region abdeckt. Wir blicken deshalb sehr positiv in die Zukunft.» Die Franz Autowelt auf einer Grösse von über drei Fussballfeldern, bietet neben Neuwagen ein Nutzfahrzeug-Zentrum sowie Platz für über 150 Top Occasionen aller Marken. Auch nach dem Kauf sind sämtliche Dienstleistungen rund um die Mobilität abgedeckt. In der modernen KarosserieWerkstatt wird beispielsweise MicroRepair angeboten. Eine zukunftsweisende Reparaturmethode mit welcher sich Kleinstschäden budgetfreundlich und schnell reparieren lassen. Das Team der Franz AG zählt über 180 Mitarbeitende und ist mit sechs Marken (Peugeot, Mazda, Volvo, Subaru, Škoda, Citroën) und sechs Standorten (drei in Zürich, Wettswil, Winterthur, Glarus) vertreten. Sie zählt zu den grössten und etabliertesten Fullservice-Autohäusern der Region Zürich. (pd.) Franz AG, Moosstrasse 31, Wettswil, Telefon 044 701 88 35, www.franz.ch.

Eine Neuauflage, die in Köln Premiere feierte, entwickelte sich im Handumdrehen zu einem der Highlights am Messestand von Hawa Sliding Solutions.

«Eine äusserst erfolgreiche Messe», konstatierte der kaufmännische CEO Heinz Haab vor dem Hintergrund vieler neuer Kontakte mit Fachbesuchern aus aller Welt. Er freute sich über die positive Resonanz zum EKU Combino Relaunch und über den Interzum Award Gewinn für das schallhemmende Schiebetürbeschlagsystem Hawa Suono ganz besonders, war doch die Entwicklung des prämierten Beschlags auch auf seine persönliche Initiative hin zustande gekommen. Unter dem Motto Inspiration und Innovation überzeugte das Messeteam seine Partner aus der Möbelindustrie, dem Handwerk und dem Objekt, mit neuen und am Markt bewährten, komfortablen Schiebelösungen. In insgesamt sieben Raumwelten machte Hawa Sliding Solutions diese umfassende Schiebekompetenz erlebbar. Im Bereich Technologie und Komfort stiessen die neu erfundene EKU Combino Familie mit 16 Designvarianten und zusätzlichen Gewichtsklassen sowie der innovative EKU Clipo mit Komfort-Rolle auf grosses Interesse. In den Residential-Räumen ging es vor allem um Schiebekomfort für Küchen, Wohn- und Schlafzimmer, u.a. mit der Dreh- und Falt-Einschiebebeschlagfamilie Hawa Concepta und dem modernisierten und erweiterten EKU Banio Duschbeschlag. Zwei weitere Abteilungen zeigten Schiebelösungen im Hospitality-Umfeld und in öffentlichen Bereichen.

Interzum Award Gewinner Hawa Suono, die revolutionäre Lösung für schallgedämmte Schiebetüren, überzeugte auch die mit fünf hochkarätigen Fachleuten aus Design und Architektur besetzte Jury für die Verleihung des Interzum Awards. Sie prä-

mierte das innovative Schiebebeschlagsystem von Hawa Sliding Solutions und bescheinigt ihm «Hohe Produktqualität». Diese Auszeichnung, so das Unternehmen, bestätige die Qualität und Innovationskraft und unterstreiche den internationalen Stellenwert des Produkts in der Branche. Der ausgezeichnete Beschlag schirmt vor Lärm- und Geruchsemissionen ab und schafft so ganz neue Möglichkeiten bei der Raumgestaltung. Hawa entwickelte derweil den Suono-Gedanken weiter und zeigte bei der Messe im Bereich Swiss Innovations eine vielbeachtete Studie des Hawa Suono Systems für schallgedämmtes, synchrones Schieben. Vor diesem Hintergrund war der Messestand ein Eldorado für die Geschäftspartner aus aller Welt und aus den unterschiedlichsten Zielgruppen, denn Hawa Sliding Solutions hatte dank seines umfassenden Sortiments an Beschlägen zu allen erdenklichen Schiebeformen inklusive Falten, Drehen und Einschieben etwas zu sagen.

Neue Leichtigkeit am Möbel Der EKU Combino für Holztüren an kompakten, bis hin zu raumhohen Schränken in Büros, Wohnungen und

Geschäftsräumen, präsentierte sich als Produkt-Highlight mit einem umfassenden Update. Das bereits erfolgreich am Markt eingeführte Multitalent unter den Schiebeklassikern wurde von den Hawa Entwicklungsingenieuren einem umfassenden Relaunch unterzogen. Eckpunkte sind die grössere Bandbreite an Gewichten, eine erweiterte Gestaltungsfreiheit, eine raffinierte Dämpfungstechnologie auch für Mitteltüren und die dank Klickverbindungen einfache, schnelle und werkzeuglose Montage. Die präsentierte EKU Combino Familie ist ab November 2019 lieferbar.

Einstieg in Smart Home Unter der Überschrift «Hawa Junior Plug & Slide» gewährte der globale Technologie- und Marktführer von Schiebelösungen seinen Gästen einen Blick in die smarte Zukunft des Wohnens mit automatisierten Schiebetüren. Die Konzeptstudie zu einer integrierten Smart-Home-Lösung für vernetzte, per App steuerbare Schiebetüren war ein weiteres Highlight am Messestand von Hawa in Köln. (pd.) Hawa Sliding Solutions AG, Untere Fischbachstrasse 4, Mettmenstetten, 044 787 17 17, www.hawa.com.

Gut ernähren – von Anfang an

Musikalischer Weckruf

«Paulus» mit dem Singkreis Bezirk Affoltern Mit nur 26 Jahren schuf Felix Mendelssohn sein erstes Oratorium «Paulus». Paulus, unter seinem jüdischen Namen Saulus, drangsalierte die Anhänger des kurz zuvor gekreuzigten Jesus von Nazareth, die sich erdreisteten zu behaupten, Jesus sei der Sohn Gottes und der Messias der Juden. Wegen dieser gotteslästerlichen Behauptung musste einer der Anhänger Jesu, Stephanus – dessen die Christen am zweiten Weihnachtstag als erstem Märtyrer gedenken – sterben. Mit dem Oratorium «Paulus» wendet sich Mendelssohn in vielerlei Hinsicht einer der wegweisendsten, modernsten Gestalten zu, einem Repräsentanten unserer und der nachfolgenden Zeit schlechthin. Der Dirigent Brunetto d’Arco beschreibt die Musik mit folgenden Worten: «Ein ungemein reinigender und dabei tieftröstender Atem durchweht dieses Werk. Selten wurde christliche Trost- und Liebes-

Reges Interesse am Stand der Hawa an der Interzum. Rechts EKU Banio, das System für hochwertige Ganzglasduschen, links der Hawa Multifold 30. (Bild zvg.)

Infoabend mit Martina Leidenix Gute Ernährung – was heisst das? Was und wie sollen die Speisen zubereitet werden, wenn sich das Kleinkind für das Essen interessiert, welches die Grossen im Teller haben? Wie wird die gemeinsame Mahlzeit mit dem Klein-

konnte der Singkreis drei renommierte Gesangssolisten verpflichten. Die Leitung hat Brunetto d’Arco. (pd.)

kind am Familientisch ein Erlebnis ohne Frust und Stress? Ist das alltägliche Familienessen geeignet und was soll beachtet werden? Martina Leidenix, Mütterberaterin HF und dipl. Ernährungsberaterin, unterstützt dabei, Sicherheit im Umgang mit dem Essen und Essverhalten von Babys und Kindern zu erlangen. Gerne zeigt sie am Infoabend Möglichkeiten, wie sich das Essen gemeinsam als Familie geniessen lässt. Dazu bietet sie Rezepte; schnell, einfach und ausgewogen für die ganze Familie.

Konzerte am 14. Juni, 20 Uhr, St. Peter Zürich;

Infoabend am Donnerstag, 13. Juni, 19 bis 21 Uhr,

15. Juni, 20 Uhr, kath. Kirche Bonstetten;

Praxisgemeinschaft ewes, Untere Bahnhofstrasse 16,

Der Singkreis Bezirk Affoltern, verstärkt durch die Voci Appassionate, empfängt zu drei Konzerten. (Bild zvg.) kraft so unmittelbar Musik.» Vom 14. bis 16. Juni führt der Singkreis Bezirk Affoltern, verstärkt durch die Voci Appassionate, dieses bewegende und hochaktuelle Werk an drei Konzerten auf. Begleitet wird der Chor wiederum von der Camerata Fanny Mendelssohn. Mit Szabina Schnöller (Sopran), Martin Zysset (Tenor) und Michael Jäger (Bass)

16. Juni, 15 Uhr, Klosterkirche Kappel a. A.

Affoltern. Kosten inkl. Unterlagen pro Person: 20,

Tickets für den 14. und 16. Juni unter Telefon

für Familien 30 Franken. Anmelden bis 7. Juni,

044 761 02 22 oder www.singkreisaffoltern.ch. 15. Juni: Kollekte am Ausgang.

Essen geniessen. (Symbolbild Shutterstock)

Telefon 079 710 71 94, m.leidenix @bluewin.ch, www.leidenix.ch.


Vermischtes ratgeber steuern

Hans Ulrich Meuter, lic. iur. und dipl. Steuerexperte

Eigenmietwert soll abgeschafft werden Zusammen mit den Steuerabzügen für Schuldzinsen und Liegenschaftsunterhalt sorgt die Besteuerung des Eigenmietwertes aufgrund der aktuell geltenden Rechtsauffassung für die steuerliche Gleichbehandlung von Wohneigentümern und Mietern. Dies verlangt auch das im Steuerrecht geltende Gebot der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Bisher wurde trotzdem immer wieder die Abschaffung des Eigenmietwerts unter Beibehaltung der Abzüge für Schuldzinsen und den Unterhalt gefordert, was politisch und steuerlich nicht denkbar war. Künftig soll nun der Eigenmietwert unter bestimmten Voraussetzungen nicht mehr steuerbar sein. Zukunft: Die ständerätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben (Wak-S) hat zwischenzeitlich ihren Gesetzesentwurf zur Änderung der Wohneigentumsbesteuerung in die Vernehmlassung geschickt. Der Gesetzesentwurf der Wak-S sieht folgende Eckpunkte vor: Aufhebung der Eigenmietwertbesteuerung für selbstgenutztes Wohneigentum am Hauptwohnsitz; Kein Abzug für Unterhaltskosten, Versicherungsprämien, Verwaltungskosten von Dritten; Auf Bundesebene kein Abzug für Energiespar- sowie Umweltschutzmassnahmen und Denkmalpflege. Die Kantone können diese Abzüge auf kantonaler Ebene aber beibehalten; Förderung des Wohneigentums: Begrenzter und befristeter Schuldzinsabzug für Ersterwerber (Maximal 5000 Franken für Alleinstehende/10 000 Franken für Ehepaare im ersten Steuerjahr, danach lineare Abnahme über 10 Jahre hinweg). Beim privaten Schuldzinsabzug stellt die Wak-S die folgenden fünf Varianten zur Diskussion: – Abzug von privaten Schuldzinsen in Höhe von 100 % der steuerbaren Vermögenserträge. – Abzug von privaten Schuldzinsen in Höhe von 80 % der steuerbaren Vermögenserträge. – Abzug von privaten Schuldzinsen im Umfang der steuerbaren Erträge aus unbeweglichem Vermögen plus 50 000 Franken für Beteiligungen von mindestens 10 % am Grundoder Stammkapital einer Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft. – Abzug von privaten Schuldzinsen im Umfang der steuerbaren Erträge aus unbeweglichem Vermögen. – Streichung des privaten Schuldzinsabzugs. Zweitliegenschaften werden vom Systemwechsel ausgenommen. Der Eigenmietwert ist weiterhin steuerbar. Erträge aus Renditeliegenschaften im Privatvermögen müssen ebenfalls weiterhin versteuert werden. Die Abzüge für Unterhalt, Instandstellung, Versicherungsprämien und Verwaltungskosten durch Dritte bleiben bestehen. Im August 2019 will die Kommission ihren definitiven Gesetzesentwurf verabschieden. In der Wintersession soll er in den Ständerat kommen, anschliessend in den Nationalrat. Gibt es keine Verzögerungen, wäre das Geschäft im Sommer 2020 bereit für die Schlussabstimmung. Frühestens im Januar 2021 könnte der Systemwechsel in Kraft treten. Kommt es zu einem Referendum, dauert es jedoch länger. Man kann gespannt sein auf den definitiven Gesetzesentwurf.

Dienstag, 4. Juni 2019

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Die leistungsfähige Versicherung feierte im Turnzelt Schweizerische Mobiliar: 100 Jahre Agentur Affoltern Die in Bern im Jahre 1826 als Genossenschaft und erste private Versicherungsgesellschaft gegründete «Schweizerische Mobiliar» sichert seither das Hab und Gut vieler zufriedener Kunden. Die Agentur in Affoltern wurde 1919 eröffnet und feierte am letzten Mittwoch ihren 100. Geburtstag. ................................................... von martin mullis Wer kennt sie nicht, die Versicherung mit dem Werbeplakat auf gehäuseltem Papier mit den einfachen, aber umso einprägsameren Strichmännchen-Geschichte und dem Titel «Liebe Mobiliar». Die witzige und augenzwinkernde Werbung kommt gut an, lässt schmunzeln und geniesst längst Kultstatus. Die Versicherungsgesellschaft darf auf eine langjährige Erfahrung, zurückblicken, wurde «die Mobiliar» doch schon 1826 in Bern gegründet und die Agentur in Affoltern 1919 eröffnet. Für eine Hundertjährige ist «die Mobiliar» in Affoltern noch ganz schön fit, kein Wunder wählte sie für ihre Geburtstagsfeier das für das Regionalturnfest aufgestellte Festzelt. Auf dem Turnfestplatz im Dorfteil Wolsen in Obfelden, trafen sich jedoch keine Aktionäre. Die «Mobiliar ist noch heute genossenschaftlich verankert, darum wurden die Kundinnen und Kunden herzlich eingeladen, um den stattlichen Geburtstag gebührend zu feiern.

Spezielle Kunden begrüsst Der Generalagent Thomas Naef durfte eine ganze Reihe prominenter Gratulanten, welche über einen zwar kurzen, immerhin aber roten Teppich ins Festzelt schritten, herzlich willkommen heissen. Die Politik war mit dem soeben ins Amt gesetzten Nationalrat Martin Haab, alt Nationalrat Toni Bortoluzzi, acht Gemeindepräsidenten

Ein rauschendes Fest zum 100. Geburtstag. Die Kunden und Gratulanten der «Mobiliar» im Turnerzelt. (Bilder Martin Mullis) und vier Gemeindepräsidentinnen sowie einigen Gemeinderäten des Knonauer Amts prominent vertreten. Naef begrüsste sinnbildlich für die genossenschaftliche Struktur der Versicherung eine ganz spezielle Auswahl von «Mobiliar»-Kunden. So ein junger Mann welcher in einer WG wohnt und eine Hausratspolice mit einer Jahresprämie von etwas über 20 Franken besitzt. Eine 98-jährige Kundin aus Bonstetten lächelte sichtlich stolz, als sie namentlich erwähnt wurde. Schliesslich hiess er auch einen Kunden, der seit 1964 eine «Mobiliar»-Police besitzt herzlich willkommen. Generalagent Naef verriet den rund 240 Gästen im Turnzelt, dass der Grundsatz der «Mobiliar» und damit auch das Erfolgsgeheimnis lediglich aus einer kurzen Doktrin bestehe, die da heisst «erstens der Kunde, zweitens der Kunde und drittens der Mitarbeiter». Als Stellvertreter des verhinderten Stadtpräsidenten überbrachte auch Stadtrat Markus Meier der «Mobiliar» eine kurze Grussbotschaft aus Affoltern und wünschte für die nächsten hundert Jahre weiterhin viel Erfolg. Die Leiterin Markt Management und Mitglied der Geschäftsleitung in Bern, Michèle Rodoni, überbrachte die Glückwünsche aus dem Hauptsitz der «Mobiliar». Sie versicherte den anwe-

Generalagent Thomas Naef durfte rund 240 Gäste begrüssen. senden Kunden, dass die persönliche Betreuung und die Hilfe in Schadenfällen trotz moderner Technik weiterhin gepflegt würden. Auch in Zukunft würden Schäden nicht von Robotern oder Drohnen begutachtet, hielt sie dezidiert fest. Die Symbolik von der ausgezeichneten Fitness der Versicherung «die Mobiliar» im grossen Zelt des Turnfestes, wurde schliesslich mit einem vor-

Neue Medikamente in der Drogerie

Revidiertes Heilmittelgesetz: 550 Arzneimittel umgeteilt Seit Kurzem dürfen auch Drogerien sämtliche Medikamente abgeben, für die es kein Rezept braucht – ein Gewinn für die Kundschaft, ohne dass die Patientensicherheit beeinträchtigt würde. Die Nase trieft, der Hals schmerzt, wegen einer Allergie hört das Jucken nicht mehr auf … Wer bisher in einer der rund 500 Schweizer Drogerien nach bestimmten Mitteln gegen solcherlei Beschwerden verlangte, wurde manchmal enttäuscht. Denn wenn das gewünschte Arzneimittel in der sogenannten Abgabekategorie C eingeteilt war, musste die Kundschaft an die nächstgelegene Apotheke verwiesen werden, weil nur dort Liste-CPräparate abgegeben werden durften.

Liberalisierung ohne Risiken Im Rahmen der Revision des Heilmittelgesetzes hat der Gesetzgeber entschieden, die bisherige Abgabekategorie C aufzuheben und die Arzneimittelabgabe zu liberalisieren, ohne dabei die Patientensicherheit zu beeinträch-

tigen. Rund 650 Arzneimittel der Abgabekategorie C sind vom Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic anhand von definierten Kriterien überprüft worden, rund 550 werden nun in die Abgabekategorie D umgeteilt und dürfen neu auch von Drogerien abgegeben werden.

Positive Nebenwirkungen Dank dieser rund 550 Präparate nimmt die Arzneimittelvielfalt in der Drogerie zu. Neben den bereits bisher abgegebenen schul- und komplementärmedizinischen Präparaten haben die Drogerien für gewisse Indikationsgebiete wie Erkältungen, Allergien oder Magen-Darm-Erkrankungen nun zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten zur Hand. Bei anderen Indikationen kann die Kundschaft dank Arzneimitteln in höheren Dosierungen und/oder Packungsgrössen individueller beraten und versorgt werden. Der Zentralpräsident des Drogistenverbandes Jürg Stahl ist nicht bloss stolz darauf, dass damit die hohe Fachkompetenz der Drogistinnen und Drogisten in der ganzen Schweiz honoriert wird: «Mit diesem Schritt»,

so Jürg Stahl, «wird die kostengünstige Selbstmedikation gestärkt.»

Erste Anlaufstelle in Gesundheitsfragen Die Drogeriebranche umfasst rund 500 Betriebe mit 4000 Beschäftigten und erzielt jährlich einen Gesamtumsatz von gut 900 Millionen Franken. Drogerien spielen in der Selbstmedikation und insbesondere im Bereich Komplementärmedizin seit jeher eine wichtige Rolle. Mit der Liberalisierung des Heilmittelgesetzes auf den 1. Januar 2019 haben sie zusätzliche Kompetenzen bei der Abgabe von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln erhalten, auf die der grösste Teil des Branchenumsatzes entfällt. Daneben spielen gesunde Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik- und Körperpflegeprodukte, Sachbedarfs- und Sanitätsartikel eine wichtige Rolle. (pd.) Kontakt für weitere Informationen:

züglichen Nachtessen fortgesetzt. Sozusagen als Hommage an den Hauptsitz in Bern, aber auch mit einem kleinen und witzigen Seitenblick auf das Säuliamt, wurde eine «Berner Platte» serviert. Am Ende des Abends war man versucht, ein kariertes Blatt zu nehmen, darauf «Liebe Mobiliar, vielen Dank für die schöne Geburtstagsparty» zu schreiben und darunter viele, viele Strichmännchen zu zeichnen.

E-Bike-Unfälle reduzieren Die kürzlich veröffentlichte Verkehrsunfallstatistik 2018 hat gezeigt, dass die Anzahl E-BikeUnfälle erneut angestiegen ist. Nach wie vor verletzen sich auch ältere Personen. Für diese Altersgruppe werden im Juni und Juli kostenlose Fahrkurse angeboten. Der Trend, dass immer mehr E-Bikes verkauft werden, hält nach wie vor an, und immer mehr E-Bike-Neulenkende wagen sich in den Verkehr. Die durch die Kantonspolizei Zürich im 2015 ergriffenen Massnahmen werden deshalb im Rahmen der Kampagne «E-Bike im Griff ?» weitergeführt. Die Aktion dauert dieses Jahr vom 3. bis zum 28. Juni. Insbesondere sollen über 60-Jährige in kostenlosen Fahrkursen – unter anderem in Urdorf und Wädenswil – auf die Besonderheiten der ElektroVelos aufmerksam gemacht und in der Fahrtechnik geschult werden. Das Ziel der Kampagne ist die Reduktion von E-Bike-Unfällen, im Speziellen mit beteiligten älteren Personen. (pd.)

Julius Jezerniczky, Präsident, Drogistenverband ZH/SH Telefon 044 780 32 20 oder 079 701 24 53,

Weitere Infos finden sich unter

E-Mail: jezerniczky@bluewin.ch.

www.weniger-senioren-unfälle.ch.


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Veranstaltungen

Dienstag, 4. Juni 2019

Hawaiianisches Vergebungsritual «Ho’oponopono» ist eine alte, hawaiianische Tradition der Konfliktlösung und wird heute in moderner Form als kraftvolles Werkzeug angewendet, um das Zusammenleben in der Familie, im Freundeskreis und im Beruf zu verbessern und zu harmonisieren. Sozusagen ist es eine intuitive Methode zur Lösung zwischenmenschlicher Konflikte. Indem man das «Problem» bei sich selber löst, wirkt man befreiend auf die Situation ein. Ho’o heisst «machen, tun, stellen» und pono bedeutet «richtig» oder auch ganz einfach «in Ordnung bringen». Es basiert auf Aussöhnung und Vergebung und dient dazu, die inneren und äusseren Räume zu reinigen, zu heilen und wieder in einen energetischen Fluss zu bringen. Am Mittwochabend, 26. Juni, von 19 bis 21.30 Uhr gibt die dipl. Gesprächstherapeutin Gabriella Steiner einen Einblick in die Prinzipien des Ho’oponopono und stellt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Möglichkeiten und Methoden der Anwendung für den Alltag vor. Für zwei Stunden den Alltag vergessen, entspannen und in den Fluss kommen. (GS) Anmelden bis 21. Juni unter Tel. 044 760 12 77 oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Kosten: 50 (für Mitglieder 45) Franken. Weitere Infos und komplettes Kursangebot unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

«Ho’oponopono» hilft, das Zusammenleben zu harmonisieren. (Bild zvg.)

Keltisch-irische Messe am Pfingstsonntag, aufgeführt vom Cäcilienverein. (Bild zvg.)

Innere Reise auf die grüne Insel Ungewöhnliche Klänge an der Pfingstmesse in Affoltern Der Cäcilienverein Affoltern geht mit einer keltisch-irischen Messe einen neuen Weg in der Begleitung der Pfingstmesse. Maja Fluri hat sich als musikalische Leiterin des Cäcilienvereins für die Untermalung der Eucharistiefeier am Pfingstsonntag für einmal an ein eher ungewöhnliches Werk gewagt. Bei den Mitwirkenden hat sie damit offenbar einen Nerv getroffen. Wie vom Komponisten Liam Lawton beabsichtigt, der die «Mass of the Celtic Saints» geschrieben hat, um seine Landleute zum Singen zu bringen, haben sich die Sänger gerne auf die Proben eingelassen. Eine Mitsängerin hat sogar ihre Ferien verschoben, weil sie bei den Proben und der Aufführung unbedingt dabei sein will. Um möglicherweise den Pfingstgedanken aufzunehmen, bringt der Cäcilienverein die originale Fassung in Englisch zur Aufführung; für viele Sängerinnen und Sänger eine wirklich «fremde Zunge».

Bereits die ersten Flötenklänge des «Kyrie» bei der «Mass of the Celtic Saints» werden bei den Zuhörern wohl einen wohligen kleinen Schauer verursachen und eine gehörige Gänsehaut bereiten. Und vor dem inneren Auge werden die grünen Felder Irlands auftauchen, längst verfallene Burgen, mit Moos überwachsene Steine. Eine einzige Solostimme als Sopran, ein vierstimmiger Chor, Gitarre und Orgel sind die Hauptprotagonisten dieser Messe.

Wunderbares Klangerlebnis Liam Lawton, Priester und Songwriter, schrieb «The Mass of the Celtic Saints» für die irische Gemeinde in Chicago und veröffentlichte sie 1998 in Irland. Auch die beschwingte Seite der irisch-keltischen Musik hat im zweiten Stück der Messe «Glory to God» seinen Platz, ohne dass der Festlichkeit dieser Kirchenmusik Abbruch getan wird. Die klare, reine Sopran-

stimme, die Blockflöte, die sie unterstützt, die Gitarre, die das Ganze rhythmisch unterlegt und die Orgel, die allem den tiefen und profunden Boden gibt, ergeben insgesamt ein wunderbares Klangerlebnis, vermittelt Freude und tiefen, einfachen Glauben, gepaart mit einer ganz speziellen Leichtigkeit.

Lebendig und ehrfürchtig «Gospel Acclamation» lässt den Zuhörer im Geist hüpfend durch grüne Felder ziehen, «Holy Holy» stimmt die folkloristische Seite der irischen Musik an. Zart, lebendig, trotzdem ehrfürchtig und voller Frieden, sind die Eigenschaften, die einem einfallen, wenn die Klänge dieser Messe ertönen. Als letztes Stück wird «Lamb of God», wie das «Kyrie» zu Beginn, die Zuhörer nochmals auf eine träumerische, ja zärtliche Weise in die Welt der irisch-keltischen Musik entführen.

Mandala-Stein-Magnete basteln Am Mittwoch, 12. Juni, von 14 bis 16.30 Uhr tauchen die kleinen Künstlerinnen und Künstler mit der diplomierten Gesprächstherapeutin Gabriella Steiner in die entspannende Kunst der Mandalas ein und lassen auf einem Stein Punkt für Punkt ein faszinierendes Mandala entstehen.

«Wenn das Entenrennen auf dem Jonenbach stattfindet, ist der Sommer da». (Bild: Marcello Rosenberger)

Entenrennen im Jonenbach «LaMarotte bi de Lüt» organisiert am Samstag, 15. Juni, das 6. Entenrennen im Jonenbach in Affoltern. Nach den grossen Publikumserfolgen in den letzten Jahren benützt das Kellertheater LaMarotte den Jonenbach in Affoltern wiederum als Piste für das Entenrennen Nummer 6. Punkt 16 Uhr startet zum Gaudi von Gross und Klein ein RiesenSchwarm kentersicherer Enten auf dem Fussgängerbrüggli beim rosaroten Haus von Büchi Optik Affoltern (BOA). Die Enten schwimmen durch das Dorf, können auf der ganzen Strecke beobachtet werden und erreichen kurz vor der Bahnbarriere im

Moos das Ziel. Eine Zielanlage ermittelt dort einwandfrei die Siegerinnen. Gleich nach Zielankunft findet am Startort beim BOA-Brüggli die Preisverteilung statt. Dort steht auch ein grosser Grill bereit, auf dem selbst Mitgebrachtes zubereitet werden kann. Dazu offeriert LaMarotte ein reichhaltiges Salatbuffet. (pz.)

Die Punktmalerei ist eine uralte Technik der australischen Aborigines, fand aber auch in der folklorischen Malerei ihren Weg nach Europa und ist zur Zeit sehr aktuell und besonders beliebt bei Menschen, die ihre kreative Seite wieder entdecken möchten. Diese Art der Malerei ist nicht schwierig zu erlernen, erfordert jedoch Konzentration. Die Fokussierung auf das Tun lässt einen alles rundher-

um vergessen und ist deshalb hoch entspannend für Körper, Geist und Seele. Die Kinder werden einfühlsam in diese besondere Tupftechnik eingeführt und mittels einer Regenbogen-Meditation zu ihren persönlichen Farben begleitet. Es geht darum neben einzigartigen, persönlich bemalten Steinen auch eine bleibende, schöne Erfahrung mit nach Hause zunehmen. Wer möchte, erhält auf die Rückseite der bemalten Steine einen Magneten. Dieser Kurs ist für Kinder ab acht Jahren geeignet. Ein Kurs speziell für Erwachsene findet am 21. Juni von 18.30 bis 21 Uhr ebenfalls im Familienzentrum statt. (GS) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne entgegen unter Telefon 044 760 12 77 oder E-Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Infos: www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Folgende vier Geschäfte in Affoltern nehmen Anmeldungen nach Bezahlung von 10 Franken pro Ente entgegen: BOA Büchi Optik, Chäs Stöckli, Blumen Schneebeli, Buchhandlung Scheidegger.

Ob als reiner Zuhörer oder auch Besucherin der Messe am Pfingstsonntagmorgen, bei jedem Anwesenden könnte die innere Reise zu der grünen Insel stattfinden. Die Melodien und Texte wollen Zugänge eröffnen und die «Frohe Botschaft und gute Nachricht» mit Lebensfreude, Zartheit, Zuversicht und frohen Erwartung auffüllen. Unterstützt wird der Cäcilienverein mit seiner Dirigentin Maja Fluri durch die Sopranistin Rahel Pailer, Alexandra Häfliger an der Blockföte, Tiago Alemeida an der Gitarre und Konstantin Saltykov an der Orgel. Schön wäre zudem, wenn durch «The Mass of the Celtic Saints» neue Chormitglieder gewonnen werden könnten. Einzige Voraussetzung: Freude an Musik und Gesang, denn Singen macht Spass und macht froh. (sci) Pfingstsonntag, 9. Juni, 10 Uhr, katholische Kirche, Affoltern. www.caecilienverein-affoltern.ch.

Den Bauernhof hautnah erleben

Die Kinder verbringen einen erlebnisreichen Tag mit vielen Tieren. (Bild zvg.)

Am Samstag, 15. Juni, von 10 bis 17 Uhr verbringen die Kinder einen ganzen Tag auf dem Bauernhof mit Ponys, Pferden und vielen anderen Tieren. Auf dem Bauernhof gibt es viel zu entdecken. Woher kommt die Milch? Was frisst das Pferd? Welches Gemüse wächst auf dem Acker? Alle Kinder, die wissen möchten, was auf dem Bauernhof alles los ist, sollten sich diesen Tag nicht entgehen lassen! Sie helfen im Stall mit, pflegen die Tiere und erkunden den Bauernhof und den umliegenden Wald mit allen Sinnen. Spiel und Spass gehören natürlich auch dazu. Ein Mittagessen und zum Abschluss ein Ponyspaziergang runden den erlebnisreichen Tag ab. (GS)

Und natürlich auch unter www.lamarotte.ch oder Tel. 044 760 52 62. Spontane Anmeldungen sind auch am Startort noch möglich. Bar und Wetteinsätze ab 15 Uhr bei der Kochschmitte. Start: 15. Juni, 16 Uhr auf dem BOA-Brüggli.

Anmelden unter Telefon 044 760 12 77 oder per

Die Kinder lernen in diesem Kurs die Punktmalerei, eine uralte Technik der australischen Aborigines. (Bild zvg.)

E-Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Weitere Infos und das komplette Kursangebot unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.


Veranstaltungen

Dienstag, 4. Juni 2019

Musik und Gutenberg-Druckpresse Das 16. Begegnungsfest in Hausen steht unter dem Motto «Reformation» Das Begegnungsfest rund um die reformierte Kirche Hausen ist zu einem beliebten, traditionellen Anlass geworden für alle, die das lange Festtagswochenende ruhig zu Hause verbringen. Passend zum Reformationsjubiläum steht das Fest am Pfingstsamstag unter dem Motto «Reformation».

das leibliche Wohl gesorgt. In der Festwirtschaft werden Grill-Spezialitäten, Risotto, Pommes, Kaffee und Kuchen sowie verschiedene Getränke angeboten.

Konzert «Blues reformiert Celtic» Wie immer in den letzten Jahren geht es im Konzert am Abend, um 19.30 Uhr, auch um Begegnungen, nämlich um Begegnungen verschiedener musikalischer Stilrichtungen. Dieses Jahr sind es die «Celtic Treasures» und die Band «dellatorre» mit jungen Musikerinnen und Musikern aus Rifferswil und Umgebung. Sie werden mit gemeinsamen Klangexperimenten aber auch separat auftreten. Auch der Pfingstsonntags-Gottesdienst um 10 Uhr wird in besonderer Art musikalisch umrahmt, nämlich von der keltischen Formation «Moran Teada». Zum Fest der Begegnung sind alle – ob jung oder alt, ob von nah oder fern – herzlich eingeladen. Die reformierte Kirchenpflege Hausen am Albis freut sich über viele Gäste. (mvo)

Der gemütliche Nachmittag beginnt um 14 Uhr mit verschiedenen Attraktionen für Jung und Alt, wie zum Beispiel Ritterkampf, Sackhüpfen, Seiligumpen, Papierschöpfen oder Turnsäcke-Bedrucken. Auch Bäcker Joe ist wieder mit seinem Ofen vor Ort, damit alle, die Lust haben, ihre selber geformten Pfingsttauben backen können. Und um 15 und 16 Uhr findet für die Kleinen die «Märlistunde» mit Sandra statt.

Drucken wie zu Zwinglis Zeit Besondere Höhepunkte sind um 15 und 16.30 Uhr die Vorführungen der Gutenberg-Druckerpresse in der Kirche, wo wie zu Zwinglis Zeit gedruckt wird. Natürlich ist während des ganzen Nachmittags bis in die Nacht auch für

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Schloss Knonau öffnet sein Tor Mancher fragt sich, wie es hinter den Mauern des Knonauer Schlosses aussieht. Das Schloss, um 1500 entstanden, sollte den Zürchern als Eckpfeiler der Verteidigung gegen die Innerschweiz dienen. Das ist lange her. Ein interessantes Gebäude ist es immer noch, besonders mit seinen Nebengebäuden, die als Wachthaus, Gefängnis oder Gerichtshaus dienten. Der heutige Schlossherr öffnet für «MännerSache» das Tor und lässt einen Teil des Schlosses besichtigen. Vorab trifft man sich zum Apéro vor dem Schloss oder der Orangerie (je nach Wetter). Der Abend klingt aus bei Bier (oder anderen Getränken) und Wurst im Pfarrhaus. (pd.) Schloss Knonau, Dienstag, 11. Juni, 19 Uhr. Eingeladen sind alle Männer, Söhne und Göttibuben! Weitere Infos und Anmeldung (erwünscht bis 7. Juni) unter MaennerSacheKnonau@gmx.ch. Infos auch unter maennersacheknonau.home.blog/. Kosten: 28 Franken CHF (vor Ort zu zahlen). Weitere Veranstaltungen: Pizza-Abend: 5. September; Vortrag Stampfi Knonau: 11. September.

Fest der Begegnung am Samstag, 8. Juni, von 14 bis 24 Uhr rund um die reformierte Kirche Hausen am

Fröhliches Fest am Pfingstsamstag rund um die reformierte Kirche Hausen. (zvg.)

Albis. 19.30 Uhr Konzert mit den «Celtic Treasures» und der Band «dellatorre». Eintritt frei – Kollekte.

Schloss Knonau. (Bild zvg.)

Ein dunkles Kapitel der Ämtler Bibliotheken im Juni Reformationsgeschichte?

Vortrag über Calvin in Affoltern Wenn die Rede auf Jean Calvin und seine Reformation in Genf kommt, scheiden sich die Geister. Wissen mischt sich mit Halb- und Unwissen. Ein Vortrag am kommenden Dienstag gibt Gelegenheit, sich ein differenziertes Bild zu machen. Jean Calvin und seine Reformation in Genf ist für viele ein eher dunkles Kapitel der Reformationsgeschichte: Zum einen, weil man zu wenig darüber weiss, zum anderen, weil das, was man zu wissen meint, auch eher «dunkel» anmutet: Stand die Genfer Reformation nicht für besondere Sittenstrenge und harte Kirchenzucht? War es nicht Calvin gewesen, der die Verbrennung Michel Servets als Ketzer in Genf toleriert, wenn nicht gar angetrieben hat? – Wie kommt es, dass Calvin gleichwohl auch als ein Vorreiter der Moderne gilt, sein «Genfer Psalter» bis heute die Herzen von Menschen berührt und der Calvinismus, global gesehen, eine weitaus grössere kulturelle Prägekraft entwickelt hat, als der Zwinglianismus und das Luthertum zusammen?

Bibliothek Aeugst Pfingstmontag, 10. Juni, bleibt die Bibliothek geschlossen. Freitag, 28. Juni, 19.30 Uhr: DOG spielen für alle, auch Anfänger sind herzlich willkommen. Anmeldung zwingend, da die Anzahl Teilnehmer durch zwei teilbar sein muss und entsprechend viele Bretter organisiert werden müssen. Tel. 044 763 50 67 (nur während der Öffnungszeiten), E-Mail: bibli.aeugst @swissonline.ch.

Pierre Bühler, Calvin-Experte. Calvin kommt selbst zu Wort Am Dienstag, 11. Juni, 19 Uhr wird Professor Pierre Bühler im reformierten Chilehuus Affoltern Licht in dieses Kapitel Reformationsgeschichte bringen und in das Leben, Denken und Wirken Calvins einführen. Dabei wird auch deutlich werden, warum der Calvinismus weltweit so erfolgreich war. Neben Pierre Bühler soll aber auch Calvin selbst an diesem Abend mit einem kurzen Text zu Wort kommen. Ausserdem werden Stücke aus dem Genfer Psalter die Genfer Reformation musikalisch illustrieren. Pierre Bühler war bis 2015 Professor für Systematische Theologie an der Universität Zürich. Er versteht es wunderbar, schwierige Themen für Laien verständlich aufzubereiten. (pd.) Calvin, die Genfer Reformation und der Calvinismus - Vortrag mit Original-Tönen von und mit Prof.

Jean Calvin, französischer Reformator mit grosser Strahlkraft. (Bilder zvg.)

Auch diesen Sommer führen verschiedene Bibliotheken des Bezirks die «Lesebank-Aktion» durch. Es werden von Mitte Juni bis Mitte September bei Ruhebänken und in Badeanstalten Behälter mit Büchern und Zeitschriften bereitstehen, die zum Schmökern, Lesen und Verweilen einladen. Informationen zu den genauen Standorten geben die beteiligten Bibliotheken von Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Hausen, Hedingen, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach, Rifferswil und Wettswil gerne.

Pierre Bühler, Dienstag, 11.Juni, 19 bis etwa 21 Uhr, ref. Chilehuus, Zürichstrasse 94a, Affoltern. Ohne Anmeldung. Eintritt frei.

Regionalbibliothek Affoltern Dienstag, 4. Juni, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten. Am Pfingstmontag, 10. Juni, bleibt die Bibliothek geschlossen. Freitag, 14. Juni, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Beratung und Unterstützung bei der Onleihe. Interessierte können mit Fragen und Gerät vorbeikommen. Montag, 17. Juni, 18 bis 18.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Auf einem Rundgang wird über das Angebot, die Katalogsuche, die Onleihe, die Anmeldung, die Ausleihbedingungen und die Gebührenordnung informiert. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 19. Juni, 9 Uhr: Büchermorgen. Es wird über das Buch «Ein Festtag» von Graham Swift diskutiert. Donnerstag, 20. Juni, 15 bis 15.30 Uhr: Buchstart-Treff. Freitag, 28. Juni, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe.

Samstag, 29. Juni, 11 bis ca. 11.30 Uhr: Bibliothekseinführung.

Bibliothek Bonstetten Mittwoch, 5. Juni, 19.30 Uhr: Daniela Binder präsentiert Buchneuheiten, Eintritt frei – anschliessend Apéro. Mittwoch, 26. Juni, 9.30 Uhr: Buchstart-Treff. Reim und Spiel mit der Leseanimatorin Cornelia Ramming. Für Kinder im Alter von 1½ bis 4 Jahre in Begleitung.

Bibliothek Hausen Am Pfingstsamstag, 8. Juni, ist die Bibliothek offen. Ab Mitte Juni warten wieder die Lesebänke, wie jedes Jahr oberhalb vom Friedhof und am Kindergartenweg zwischen Hausen und Ebertswil, auf «gwundrige» Spaziergänger.

Bibliothek Hedingen Ab Donnerstag, 6. Juni, werden die Lesebänke am Hedinger Weiher und am Schurten bereitstehen. Am Pfingstsamstag, 8. Juni, ist die Bibliothek zu den normalen Zeiten offen. Am Pfingstmontag, 10. Juni, bleibt sie geschlossen. Mittwoch, 12. Juni, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern und Kinder von 9 bis 24 Monaten. Montag, 17. Juni, 20 bis 21.30 Uhr: Abendbücherkafi. Das Bibliotheksteam macht eine Weltreise und stellt passende Lesetipps vor. Samstag, 29. Juni, 10 bis 11 Uhr: «Hedingen persönlich» mit Michele Joss, Yogalehrerin.

Bibliothek Mettmenstetten Von Juni bis Ende August steht in der Badi ein Bücherkasten mit einer Auswahl an Büchern und Zeitschriften zur Verfügung.

Bibliothek Obfelden Freitag, 7. Juni, ab 19.30 Uhr: Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren. Freitag, 28. Juni, ab 19.30 Uhr: Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren.

Bibliothek Ottenbach

Dienstag, 4. und 18. Juni, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff «Liedli und Versli». Reime und Fingerverse für Eltern und Kleinkinder von 0 bis 3 Jahren. Mittwoch, 5. Juni, 20 Uhr: «Mama kann nicht kochen» – Lesung & Talk. Liebeserklärungen an perfekt unperfekte Mütter mit Anekdoten aus dem Leben prominenter Mütter. Freitag, 28. Juni, 15 Uhr: Bibikafi «International». Ungezwungener Begegnungstreff für alle.

Bibliothek Stallikon Seit Montag, 3. Juni, liegen die neu eingekauften Medien für Erwachsene auf. Am Pfingstmontag, 10. Juni, bleibt die Bibliothek geschlossen. Mittwoch, 26. Juni, 15.30 bis ca. 16 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» mit Buchstartanimatorin Cornelia Ramming. Alle Eltern und Grosseltern mit Kindern zwischen ca. 1 bis 3½ Jahren sind herzlich eingeladen. Samstag, 29. Juni, 10 bis 12 Uhr: Sommer-Bücherapéro. Während den Öffnungszeiten der Bibliothek liegen viele neue Romane, Krimis, Sachbücher und Hörbücher für Erwachsene und Kinder auf. Die Bibliothekarinnen laden alle zum ungezwungenen Stöbern und Blättern in den Neuheiten ein und verwöhnen Gross und Klein mit Zopf, Kaffee, Cüpli und Orangensaft. Alle sind herzlich willkommen!

Bibliothek Wettswil Am Samstag, 8. Juni, ist die Bibliothek regulär von 10 bis 14 Uhr offen. Am Pfingstmontag. 10. Juni, bleibt sie geschlossen. Mittwoch, 26. Juni, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Mittwoch, 26. Juni, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Mittwoch, 26. Juni, 20 bis 21.30 Uhr: Lesezirkel. Es wird das Buch «Der Zopf» von Laetitia Colombani besprochen. Samstag, 29. Juni, 10 bis 11 Uhr: Infos und Beratung zur Onleihe. (I.S.)


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Sport

Dienstag, 4. Juni 2019

«Ein Fest der Gemeinschaft und des Gemeinsinns» Viel Lob für die Organisation des Regionalturnfestes AZO in Obfelden Mit bunten, schwungvollen und fröhlichen Schlussvorführungen ging am Sonntag in Obfelden das Regionalturnfest zu Ende. Gegen 5000 Turnerinnen und Turner sorgten an zwei Wochenenden für viel Stimmung – und auch für Begeisterung unter den prominenten Ehrengästen, die der Organisation viel Lob zollten. .................................................. von werner schneiter Turnfeste sind Volksfeste, frei von Hooligans und anderen Störefrieden. Man geht gerne hin, besonders bei Kaiserwetter: Aktive treffen Ehrenmitglieder, Parlamentarier auf Behördenvertreter; Man tauscht sich aus, schwelgt in alten Erinnerungen, erfreut sich an den Darbietungen – und prostet sich im Festzelt zu den Klängen der Freudenberger Blaskapelle zu. Dort fand sich am Sonntag eine grosse Zahl an Ehrengästen ein, die danach die bunten Schlussvorführungen beklatschten. Unter ihnen auch FDPNationalrat Hans-Ulrich Bigler aus Affoltern, der – angereist mit Gattin Erika – den Organisatoren nicht nur für die tadellose Ausrichtung der Mammutveranstaltung gratulierte – sondern auch dafür, dass es in Zeiten der Individualisierung in Obfelden gelungen ist, Menschen für den Dienst an der Gemeinschaft zu motivieren. «Ein solches Engagement verdient Respekt und Anerkennung», sagte er an die Adresse von OK-Präsident Mirco Kurt. Und im Wissen auch, welche enorme Logistik und Aufwand nötig sind, um ein solches Fest zu stemmen. «Dazu braucht es den Handshake mit der Gemeinde, mit vielen Vereinen, Organisationen, Gewerbebetrieben – mit der gesamten Region», so Bigler. Er sieht das Fest als

OK-Präsident Mirco Kurt (rechts) mit zwei Ehrengästen, die der Organisation viel Lob zollten: Nationalrat Hans-Ulrich Bigler (links) und der Obfelder Gemeindepräsident Thomas Ammann. Im Hintergrund: Der Turnverein Obfelden bei den Schlussvorführungen am Barren. (Bilder Werner Schneiter) Beleg dafür, dass im Säuliamt die Gemeinschaft lebt und funktioniert. Mit Blick auf das Zusammenleben im Alltag durchs Jahr hindurch sei dies wertvoll und keinesfalls selbstverständlich – und Ausdruck einer hohen Lebensqualität in unserer Region. Hans-Ulrich Bigler würdigte ausserdem die sportlichen Leistungen, speziell auch der Teams. «Was wir hier miterleben durften, ist ein Volksfest der Gemeinschaft und des Gemeinsinns», schloss der Nationalrat.

Ein paar «Durchgeknallte» Eine unvergessliche Zeit und einen einzigartigen Moment – so nannte OK-Präsident Mirco Kurt die Turntage

von Obfelden, die ihre Geburtsstunde vor vier Jahren erlebt haben, als sich «ein paar Durchgeknallte gefunden, Höhen und Tiefen erlebt und das Fest auf die Beine gestellt haben», so der OK-Präsident. Dessen grosses OKTeam erntete bei der Vorstellung viel Applaus – ebenso die über 300 Frauen, Männer und Kinder, die das gelbe «Chrampfer»-Shirt trugen. «Unser Aufwand hat sich tausendmal gelohnt», fügte Mirco Kurt bei und bedankte sich auch für den Sukkurs (fast) aller Ämtler Gemeinden und speziell bei der Gemeinde Obfelden, die ideell, finanziell und mit Knowhow mitgewirkt hat. Auch das Mittun von Politik und Wirtschaft hat zur breiten Abstützung des Festes beigetragen.

Beeindruckt zeigte sich auch Obfeldens Gemeindepräsident Thomas Ammann – von der imposanten Zeltstadt, vom grossartigen Einsatz hinter den Kulissen über Generationen hinweg, gepaart mit viel Herzblut: ein Beleg für ein vielseitiges und intaktes Vereinsleben im Dorf. Heinz Weber, Gesamtwettkampfleiter, sagte nur: «Es war lässig», ehe er den Turnfestsieger ausrief. Dieser kommt aus Birmensdorf. Und Eugène van de Bult, Vertreter des Breitensports im Zürcher Turnverband, rief den Ehrengästen im Festzelt zu: «Turnen verbindet. Nun freuen wir uns aufs Eidgenössische Turnfest.» Das startet in knapp zwei Wochen.

Tausend un

Von Samstag auf Sonntag wu Normalerweise weiden auf diesen Wiesen Kühe. Oder es wächst Futter heran. Aber normal war auf dem Gelände vor dem Wolserholz an den letzten beiden Wochenenden eher wenig. Auf diesen Wiesen wurde geturnt, geschwungen und gefestet. Und in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde darauf auch geschlafen. Auf über 22 000 m² entstand ein riesiger Zelt- und Campingplatz. 43 Vereine hatten für ihre Athletinnen und Athleten einen Standplatz reserviert – und bereits am Freitagnachmittag trudelten die ersten Gäste ein. Allerdings nicht nur mit Planen und Plastikstangen, sondern mit Holzlatten und Schrauben. Innert kürzester Zeit baute sich die Truppe aus Urdorf daraus ein Doppelbett zusammen – und befand sich mit dieser Konstellation der Marke Eigenbau bald in bester Gesellschaft. Ein Verein hat die Ladefläche eines Transporters mit Matratzen ausgestattet, ein anderer hat einen alten Bauwagen in einen grossen, ausklappbaren Schlafsaal umfunktioniert. Andere hatten ihre eigene Bar samt Kühlschrank und Küche dabei – oder auch ihren Whirlpool. Die Wiese auf dem Festgelände war jedoch nicht die einzige Unterkunft: In den Turnhallen der Schulhäuser Chilenfeld und Schlossächer sowie in der Mehrzweckhalle Zendenfrei waren weitere 650 Turnerinnen und Turner untergebracht. (lhä)

Wie man si

Upcycling der anderen Art: Der TV Bäretswil brachte der früher mal ein Güllenfass war.

Volle Konzentration am Stufenbarren.

Auch eine Aerobicvorführung gehörte zum Schlussprogramm vom Sonntag.

Bei der Pendelstafette war unter den Läufern gutes Timing gefragt.

Auch auf einem Spielplatz kann man wunderbar sch


Sport

Dienstag, 4. Juni 2019

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nd eine Nacht

urde aus einer Wiese in Wolsen das grösste Schlafzimmer Obfeldens: 1200 Gäste quartierten sich ein

ich bettet, so liegt man: Manche lagen eher bescheiden auf Blachen oder einem Mätteli ...

seinen eigenen Whirlpool mit,

hlafen ...

... während sich andere eine richtige Matratze gönnten und mit dem Camper anreisten.

Der TV Ottenbach ist mit den Velos angereist – und natürlich mit seiner «Wunderbar», an deren Tresen sich die Vereinsmitglieder nach dem Wettkampf den einen oder anderen Drink gönnten.

... genauso vor einem Primarschulhaus ...

Diese Schar hatte gut lachen: Sie logierte feudal im Wohnmobil – und war am frühen Abend beim «Aperöle» anzutreffen. Prost!

... oder über Müllcontainern. Gute Nacht!. (Bilder Livia Häberling und Stefan Felder)


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Sport

Dienstag, 4. Juni 2019

Erst im Schlussgang gestoppt Rifferswiler Diego Heimann schaffts am Kantonalen Nachwuchsschwingfest in Obfelden auf Rang zwei.

Emsiges Treiben im Irrgarten-OL.

Kniffliges Postenfischen auf Zeit. (Bilder zvg.)

OL-Training ohne Leistungsdruck Grosses Interesse am OL-Familienplausch in Hedingen Am Montag, 27. Mai, führte die OLG Säuliamt in Zusammenarbeit mit dem schweizerischen OL-Verband einen interessanten Anlass mit der Möglichkeit zum Üben des Umgangs mit Karten. Die unterschiedlichen Übungen stiessen auf überraschend grosses Interesse. Auf 13 unterschiedlich langen und schweren Bahnen konnten im Gelände des Schulhauses Schachen, Hedingen, und im nördlich anschliessenden Quar-

tier westlich der Arnistrasse übungshalber OL-Posten angelaufen werden – ganz gemäss dem eigenen Können und ohne Leistungsdruck. Nach jeder Runde wurde mit dem elektronischen Fingerbadge kontrolliert, ob alle Posten und in der geforderten Reihenfolge gefunden wurden. Neugierige durften selbstverständlich auch ihre Laufzeit wissen und mit anderen Läufern vergleichen, aber Ranglisten wurden ganz bewusst keine erstellt. Als weitere Übungsform zum Kartenlesen wurde ein so genannter Irrgarten-OL angeboten. Auf einer

Fläche von zirka 15 mal 15 Metern standen 16 Posten, die mit Hilfe eines Planes in ganz bestimmten Reihenfolgen angelaufen werden mussten. Eher spielerisch waren einige Rätselaufgaben des Sponsors Coop zu lösen und den Kindern machte es Spass, eine kleine Postenreihenfolge mit dem an einer Fischerrute hängenden Badge in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren.

«Sich orientieren können» Am Anlass nahmen rund 100 Personen teil, darunter viele Schüler, die

vier Wochen vorher im Rahmen des Schulunterrichts und des Lernziels der Mittelstufe «sich orientieren können» bereits mit ähnlichen Übungen Kontakt hatten. Ganz erstaunlich gut schlugen sich die kleinen Mädchen der Jugi Hedingen, von denen sicher die meisten erstmals eine Karte in den Händen hielten. Getränke, Riegel und ein kleines Teilnehmergeschenk von Coop waren für die Teilnehmenden eine willkommene Belohnung.

Diego Heimann schwingt, seit er im Kindergarten ist. Am Schwingsport liebt er den 1:1-Kampf und die grosse Kollegialität. «Es war sein grosser Wunsch, sich zu messen im Sägemehl», verrät seine Mutter. Damals noch zu jung für den Schwingklub am Albis, wurde Diego Heimann beim Schwingklub Cham-Ennetsee willkommen geheissen. Jede Woche trainiert er dort zweimal. Und diese Trainings tragen Früchte: Im letzten Jahr durfte er sechs Festsiege feiern und insgesamt 20 Zweige nach Hause nehmen. Diese Saison war als Höhepunkt das 77. Zürcher Kantonale Nachwuchsschwingfest in Obfelden vorgesehen. Gerade auch, weil Diego Heimann zum älteren Jahrgang gehört. Und tatsächlich: Nach fünf gewonnenen Gängen durfte er gegen den Thurgauer Yannick Siegenthaler in den Schlussgang. Es war ein fairer und harter Schlussgang, welcher in allerletzter Minute mit einer Niederlage für den Rifferswiler endete. Nach der ersten Enttäuschung dürfte der Stolz überwiegen: Im Schlussgang zu stehen ist nicht selbstverständlich. (tst.)

Martin Kehrer

Drei Teams des Tennisclubs Säuliamt übernehmen die Tabellenspitze

Feldschiessen 2019 – ein erfolgreicher Anlass. (Bild zvg.)

Deutliches Zeichen am Feldschiessen Das Feldschiessen 2019 geht als erfolgreiches, kameradschaftliches Schützenfest in die Geschichtsbücher ein. Schweizweit kamen 129 843 Schützen in die Schiessstände und setzten mit der Mehrbeteiligung ein klares Zeichen nach der verlorenen Abstimmung auf Bundesebene. Im Bezirk Affoltern schossen insgesamt 551 Gewehrschützen und 198 Pistolenschützen mit. Das entspricht einer Mehrbeteiligung von 85 Schützen. Auch dieses Jahr konnte im Bezirk Affoltern zwei erfolgreichen Schützen zu der begehrten Stapfermedaille gratuliert werden. Bruno Schneiter, der Topschütze, hat diese Auszeichnung schon in den vorhergehenden Jahren erreicht. Auch Hans Wetli aus Hedingen wird an der nächsten Delegiertenversammlung eine Medaille übergeben werden können.

Rundfahrt mit Gemeindevertretern Wie jedes Jahr organisierte Heinz Meili, Präsident des Bezirksschützenvereins Affoltern, eine Behördenrundfahrt, an welcher er mit den Gemeindevertretern und dem Feldchef Michael Spahr die Schiessplätze besuchte. Die Zeit verging auf dem Schiessplatz Bonstetten und Hausen wie im Fluge und so reichte es für einen Besuch in Zwillikon nicht mehr. An dieser Rundfahrt nehmen die Behördenvertreter aus den Gemeinden Hedingen, Bonstetten und Kappel aktiv am Anlass teil oder erhaschen einen Einblick in die ehrenamtliche Arbeit der Schiessvereine.

Die Jungseniorenmannschaft 2. Liga konnte am Samstag, 25. Mai, vor heimischem Publikum einen 6:3-Sieg verbuchen. Damit sicherte sich das Team von Sven Anders den Gruppensieg und somit auch das Ticket für die Aufstiegsrunde in die 1. Liga. René Bachmann, Jens Engelbrecht und Sasha Erbetta gewannen ihre Einzelpartien souverän in zwei Sätzen. Peter Zwicky schaffte es, einen 2:5Rückstand zu drehen und die Partie mit 7:5, 6:3 für sich zu entscheiden. Martin Baumann streckte ebenfalls, nach einem Abnützungskampf über drei Sätze, die Faust als Sieger zum Himmel empor. Einzig Captain Sven Anders musste sich, nach einer spannenden Partie mit starkem Gegner, geschlagen geben. In der DoppelRunde durften sich dann Sasha Erbetta und Daniel Zimmermann als Sieger feiern lassen, die anderen beiden Partien gingen an die Gäste aus Brugg.

TC Leimbach auf der heimischen Anlage in Affoltern. Das noch sehr junge Team musste sich in der dritten und letzten Gruppenpartie erneut geschlagen geben und landet somit auf dem letzten Gruppenplatz. Nun müssen die Youngsters in der Abstiegsrunde um den Erhalt der 2. Liga kämpfen. Die Einzel gingen allesamt an die Gegner, einzig Andrin Rütsche konnte seine Partie gegen einen besser klassierten Spieler gewinnen. In den Doppelpartien konnten Nicolas Schärer und Andrin Rütsche mit einem 6:4, 7:6 den zweiten und damit auch letzten Punkt für die Säuliämtler verbuchen. Das Schlussresultat lautete somit 2:7 aus der Sicht des TC Säuliamt. Stefan Bonandi Restliche Resultate: Damen Aktive 1. Liga: verlieren ihre Heimpartie 0:6 gegen Fehraltorf und müssen somit in die Abstiegsrunde.

Youngsters im Abstiegskampf Die Aktivmannschaft 2. Liga von Stefan Bonandi, welcher diese Saison aufgrund einer Verletzung als NonPlaying-Captain fungiert, empfing den

Herren 45+ 2. Liga: gewinnen auswärts gegen den TC Wald 5:2 und sind somit souverän Gruppensieger. Herren 45+ 3. Liga: gewinnen gegen den TC Leimbach 6:1 und bleiben weiterhin klarer Tabellenführer und damit auf Aufstiegskurs (Gruppensieger steigt direkt auf).

Der gesamte Anlass wurde wie üblich von tüchtigen und sorgsamen Helfern und Schützenmeistern auf drei Schiessplätzen durchgeführt. Die Platzorganisationen waren hervorragend instruiert und betreuten alle Schützen vorbildlich. Bei Wetterverhältnissen von strahlendem Sonnenschein bis hin zu Regenschauern konnten die Teilnehmer eine Auszeichnungsquote von 60 Prozent erreichen.

Endschiessen der Armbrustschützen Das traditionelle Armbrustendschiessen der Armbrustschützen Zwillikon findet am Pfingstsamstag, 8. Juni, statt. Das Schiessen der Jugendlichen beginnt um 13 Uhr, mit dem Ausstich der Schützenkönigin oder des -königs. Wie jedes Jahr besteht die Möglichkeit für Erwachsne, für 5 Franken auf die Apfelscheibe zu schiessen (sechs Schüsse). Dies, nachdem die Jugendlichen geschossen haben. Für das leibliche Wohl ist gesorgt mit einer Festwirtschaft. (pd.) Armbrustendschiessen, 8. Juni, 13 Uhr, Weihermattstrasse 10, Zwillikon.

korrekt

Der Feldchef BSV Affoltern Michael Spahr

Flavia Wolf, nicht Karin Niederberger Rangliste 300 m:

Schützen hervorragend betreut

Rifferswiler Diego Heimann (oben, im hellblauen Hemd) reüssierte im vierten Gang gegen Mauro Hösli. (Bild zvg.)

1. Wetli Hans 69 Punkte, 2. Schneiter Bruno 69 Punkte, 3. Lüthi Hans 69 Punkte, 4. Buchmann Roland 69 Punkte, 5. Keller Ruedi 68 Punkte, 6. Vogt Konrad 68 Punkte, 7. Gebhardt Simon 67 Punkte, 8. Hug Heinz 67 Punkte, 9. Landis Martin 67 Punkte, 10. Schönbächler Rolf 67 Punkte. Rangliste Pistole: 1. Arnold René 177 Punkte, 2. Zwicky Marc 177 Punkte, 3. Stucki Felix 175 Punkte, 4. Schenkel Köbi 174 Punkte, 5. Odermatt Viktor 174 Punkte, 6. Läng Philippe 174 Punkte, 7. Maurer Daniel 173 Punkte, 8. Schröen Ola 173 Punkte, 9. Dreyer Patrick 173 Punkte, 10. Lang Stefan 173 Punkte.

Die Jungsenioren des TC Säuliamt. V.l.n.r. vorne: Captain Sven Anders, Remo Bischofberger, Jens Engelbrecht, Sasha Erbetta, Martin Baumann; hinten: Beni Schöb, Peter Zwicky, Dani Zimmermann, René Bachmann, Lukas Foltyn, Jan Bass. (Bild zvg.)

In der Bildlegende zum Artikel «Turner und Schwinger – starke Partner des Regierungsrates» («Anzeiger» vom 29. Mai) hat sich ein Fehler eingeschlichen: Das Bild zeigt neben Regierungsrat Mario Fehr und OK-Präsident Mirco Kurt nicht Karin Niederberger, sondern Flavia Wolf. Sie ist im OK für Events/Empfänge zuständig. Wir bitten, die Verwechslung zu entschuldigen. (-ter.)


Sport

Dienstag, 4. Juni 2019

FCA: Wirklich gut war nur das Wetter

FCWB sucht Kids ab Jahrgang 2014 Fussballschule für Kinder ab Jahrgang 2014, Aufbau von neuen Trainingsgruppen anstelle der Wartelisten und ein erfolgreicher Tury Cup 2019 – die Juniorenabteilung des FC WettswilBonstetten macht Schlagzeilen. Neu nimmt der FCWB ab diesem Sommer bereits Kinder mit Jahrgang 2014 in die Fussballschule (Junioren G) auf. Anmeldungen sind ab sofort möglich, am einfachsten über die Website des Clubs (www.fcwb.ch/anmeldung). Damit löst der FCWB auch das Versprechen ein, mehr Junioren aufzunehmen, was mit der Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes möglich wird. Zudem werden ab Sommer die Kinder auf der Warteliste in Trainingsgruppen eingeladen und können so bereits richtige Fussballluft schnuppern. Der Übertritt in ein fixes Team wird dann aus der Trainingsgruppe ermöglicht. Weitere Informationen dazu folgen demnächst.

Tury Cup mit eindrücklichen Zahlen Zur 33. Austragung des beliebten Tury Cups ein paar interessante Zahlen: 76 Teams spielten in acht unterschiedlichen Kategorien, es wurden 190 Spiele ausgetragen, zeitweise auf acht Spielfeldern parallel. In 2660 Spielminuten wurden 888 Tore erzielt, und insgesamt waren über 2000 Besucher auf der Anlage im Moos. Eine Vielzahl an Helfern aus dem Club sorgte dafür, dass die Gäste auch kulinarisch nicht zu kurz kamen. Und natürlich gab es auch Sieger, in acht Kategorien ebenso viele verschiedene Clubs. Die Sieger kamen aus Cham, Mutschellen, Hausen, Menzingen, Adliswil, Uitikon, Zürich und in einer Kategorie gewann der FCWB. So war auch der Tury Cup 2019 bei tollem Frühlingswetter und trotz Grossbaustelle auf dem Moos ein voller Erfolg. (OHe)

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Im zweitletzten Meisterschaftsspiel der laufenden Saison ging es nicht mehr um sehr viel. Beide Teams stehen im gesicherten Mittelfeld. Die erste Spielhälfte gehörte klar dem FC Affoltern und nach dem Pausentee schenkte der junge Spielleiter den Gastgebern zwei Tore. Danach war beim FCA die Luft endgültig draussen.

Das Fanion-Team des FC Hausen hat eine Runde vor Schluss den 3.-Liga-Erhalt geschafft. (Bild zvg.)

Ligaerhalt geschafft! Der FC Hausen bleibt in der 3. Liga Weil Hausen in Wädenswil drei Punkte holte und der direkte Konkurrent Buttikon verlor, haben die Hausemer eine Runde vor Schluss den Ligaerhalt geschafft. Am letzten Sonntag fand für das Fanionteam des FC Hausen in Wädenswil ein weiteres sehr wichtiges Spiel statt. Als Zehntplatzierter hatten die Hausemer zwei Runden vor Schluss drei Punkte Vorsprung auf den direkten Konkurrenten aus Buttikon. Wie immer in den letzten Wochen bei wichtigen Spielen, be-

gann Hausen den Match sehr konzentriert. Die Mannschaft zeigte eine abgeklärte Leistung und nutzte ihre Chancen, so dass die Elf mit einer verdienten 2:0-Führung in die Pause gehen konnte.

Direkter Konkurrent Buttikon verlor Das Ziel für die zweite Halbzeit war klar: Auf keinen Fall nachlassen und die drei Punkte nach Hause(n) nehmen. Mit dem dritten Tor rückte der Sieg in Griffnähe. Nicht mal durch den Anschlusstreffer der Gastgeber liessen sich die Hausemer aus der Ruhe brin-

gen. Im Gegenteil: Die Antwort kam postwendend mit dem vierten Tor. Die Partie war damit definitiv entschieden. Mit diesem Sieg und den Fairplay-Punkten war der Ligaerhalt schon so gut wie sicher. Das Team wartete nun noch auf das Resultat der Partie Siebnen gegen Buttikon. Eine Stunde nach Spielschluss stand fest, dass auch dieser Match im Sinne der Hausemer ausging. Buttikon hatte sein Spiel verloren. Somit steht eine Runde vor Schluss definitiv fest, dass Hausen auch nächste Saison in der 3. Liga spielen wird. (mab./map.)

Aufstiegssonntag für den FCWB WB II (2. Liga) festigt zweiten Tabellenrang, WB III und WB IV steigen in die 4. Liga auf

Nach vier Zeigerumdrehungen narrte Rama mehrere Verteidiger auf der rechten Seite. Seine Hereingabe brauchte Stähli nur noch zum 0:1 über die Linie zu schieben. Anschliessend versuchten die Akteure vom Zürichsee mehr Druck zu machen, die Defensive der Blau-Weissen hielt aber gut Stand. Nach einer Trinkpause kam es dann aber trotzdem zum Ausgleich. Die Gastgeber wurden zu wenig attackiert und Rudolph traf mit einem Flachschuss in die Torecke. Nach 36 Minuten konnte der Torwart einen Schuss von Antenen nur zur Seite lenken und der aufmerksame Rama traf zum 1:2 ins Netz. Vor dem Tee glänzte Steiner mit einer mirakulösen Parade. In der zweiten Spielhälfte verstärkte Lachen/Altendorf den Angriff, die FCA-Defensive gefiel mit grossem Engagement. Dann folgten zwei völlige Blackouts des Schiedsrichters. Nach gut einer Stunde akzeptierte er den Ausgleich der Lachener, obwohl Torschütze Konjevic über drei Meter im Abseits stand. Und eine Viertelstunde vor Spielschluss schenkte er den Gastgebern gar noch einen Penalty. Scicchitano war die runde Kugel im eigenen Strafraum an den am Körper angelegten Arm gesprungen. Ziegler liess sich diese Chance nicht entgehen und brachte die Gastgeber erstmals in Führung. Stähli zog auf der anderen Seite davon. Seine Hereingabe verpassten aber Freund und Feind. Torwart Steiner rettete gleich zwei Mal für seine konsternierten Kollegen. In der Nachspielzeit traf Gojan gegen die zu weit aufgerückten Ämtler zum 4:2Schlussresultat. In dieser stets fairen Partie hat der Mann in Schwarz die Partie gedreht. Von den Spielern wird Fairness und Anstand verlangt. Wenn der Referee für einmal versagt, dann müssen das die Akteure stillschweigend hinnehmen. (we.) Sportanlage Seefeld, Lachen, 60 Zuschauer. FCA: Steiner, Steigmeier, Scicchitano, Tustonja, Luchsinger (C), Oetterli, Shala Valentin (46. Fedier), Shala Emir, Antenen, Stähli, Rama. 4. Stähli 0:1, 31. Rudolph 1:1, 36. Rama 1:2, 63. Konjevic 2:2, 75. Ziegler 3:2, 94. Gojan 4:2.

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Bei schönstem Wetter siegte WB II gegen Srebija 6:1; Chamba Yondhen (mit den grünen Schuhen) eröffnete den Torreigen für die Rotschwarzen. (Bild Kaspar Köchli)

Nachdem das Fanionteam die 1.-Liga-Meisterschaft gut auf dem vierten Rang abschloss, sorgen nun die weiteren Aktivmannschaften für Furore. ................................................... von kaspar köchli In der Vorrunde überraschte die zweite Mannschaft Wettswil-Bonstettens (2. Liga) als Aufsteigerin enorm. So schlug sie Leader Lachen-Alten-

dorf 3:0, schnupperte zwischendurch am Tabellenthron und überwinterte schliesslich auf Rang zwei. Wer glaubte, beim Start in die Rückrunde sei die Euphorie verflogen, sah sich getäuscht. Mit unerschrockenen Auftritten wurden Wochenende für Wochenende Punkte gesammelt, deren 47 sind es inzwischen nach 24 Spielen, was Rang zwei bedeutet. Am vergangenen Sonntag gastierte der Stadtzürcher Klub Srbija im Wettswiler Moos. In Hälfte eins be-

fand sich bei WB noch ein bisschen Sand im Getriebe, darauf legten die Rotschwarzen nicht zuletzt dank ihrer Physis stark zu und durften einen auch in dieser Höhe verdienten 6:1Kantersieg feiern.

Centro Lusitano 3:0 und WB IV gewann gegen Leader Bäretswil 4:3 – einer gemeinsamen Aufstiegsparty der Rotschwarzen im Moos stand darauf nichts im Weg. 2. Liga, WB II – Srbija I 6:1 (1:0)

WB III und WB IV steigen auf Ebenfalls sehr erfolgreich sind die dritte und vierte Mannschaft unterwegs. Beide steigen nach ihren Heimsiegen vom letzten Sonntag vorzeitig in die vierte Liga auf. WB III bezwang

Grob; Rizzo, Yondhen N., Von Wattenwyl, Brunner, Buchmann, Wenk, Kuster, Flückiger, Yondhen C., Eckert. (eingewechselt wurden Siegenthaler, Halter, Tobler, Voit, Uehli) 22. C. Yondhen 1:0, 47. Kuster 2:0, 51. C. Yondhen 3:0, 60. Flückiger 4:0, 65. Martinovic 4:1, 82. Halter 5:1, 87. Eckert 6:1.


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Sport

Dienstag, 4. Juni 2019

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Jacqueline Schneebeli ist erneut Schweizer Meisterin Die Juniorin aus Hauptikon holt in Gränichen den zweiten Titel im Cross Country Neben Nino Schurter und Jolanda Neff durfte am Sonntag auch Jacqueline Schneebeli in Gränichen die oberste Stufe des Siegerpodiums erklimmen. Nicht das einzige Spitzenresultat aus dem Säuliamt. Der Mettmenstetter Junior Timo Müller wurde Fünfter.

Elite-Favoritin Jolanda Neff in die erste technische Abfahrt zu stechen. Es kam, wie es kommen musste: Im weiteren Rennverlauf wurde Blöchlinger von den besten Elite- und U23-Fahrerinnen «vernascht». U23-Favoritin Sina Frei lieferte sich an der Spitze ein packendes Duell mit Elite-Favoritin Jolanda Neff – bei dem für einmal beide das bessere Ende für sich behielten: Neff gewann das fünfte SM-Trikot, Frei das dritte bei den U23. Meisterin bei den Juniorinnen wurde schliesslich erneut Jacqueline Schneebeli, die sich beim Start zurückgehalten hatte, vor Blöchlinger und Lisa Baumann.

................................................... Von Martin Platter Trainer Pirmin Christen, der bei Gut Training in Mettmenstetten praktiziert, scheint ein gutes Händchen für Nachwuchssportler zu haben. Sowohl Jacqueline Schneebeli als auch Timo Müller vertrauen auf das Wissen von Christen – und werden immer besser. Schneebeli erhielt am Sonntag an den Mountainbike Schweizer Cross-Country-Meisterschaften in Gränichen erstmals die Gelegenheit, für einmal ohne Zeithandicap im Feld der Elite- und U23-Fahrerinnen mitzumischen. Sie löste die Aufgabe einmal mehr mit Köpfchen und teilte ihre Kräfte klug ein.

Anstrengendes Einschlafen

Blöchlingers zu schneller Start Nicht so ihre direkte Konkurrentin Ronja Blöchlinger, die sich in der ersten Runde dazu verleiten liess, gleich alle ihre Konkurrentinnen hinter sich zu lassen und noch vor

Die Hauptikerin Jacqueline Schneebeli freut sich in Gränichen über den Gewinn des zweiten Schweizer Cross-Country-Meistertitels bei den Juniorinnen. (Bild Martin Platter)

«Linda Indergand legte für mich ein perfektes Tempo vor. Gegen Rennende wurde ich richtig euphorisch und konnte sie sogar noch überholen», erklärte Schneebeli, räumte aber lachend ein, dass «das Einschlafen in der Nacht vor dem Titelkampf anstrengend gewesen war.» Im Hinblick auf den Titelkampf sei sie schon etwas nervös gewesen. Letztes Jahr sei es ihr auf der Strecke in Gränichen überhaupt nicht gut gelaufen. Die Bedenken hätten sich dann aber als unbegründet herausgestellt, freute sich die Hauptikerin. Den umgekehrten Weg nahm Timo Müller. Im Getümmel des Mas-

senstarts blieb der Mettmenstetter hängen, fand aber bald seinen Rhythmus und überholte Mitstreiter um Mitstreiter. «Irgendwann hatte ich die Spitzengruppe in Sichtweite. Fünf Fahrer und ich nur etwa sieben Sekunden dahinter. Das beflügelte mich total», beschreibt Müller das Gefühl, dass er bisher noch nie in einem Bike-Rennen gespürt hatte. Prompt realisierte er im dritten und vierten Umgang die schnellste Rundenzeit der gesamten Konkurrenz. Doch dann zwangen ihn Beinkrämpfe, das Tempo zu drosseln. Mit etwas Glück erreichte er dennoch den fünften Platz, denn einer der Spitzenfahrer war in der Abfahrt gestürzt. Müller sagt: «Es ist viel besser gelaufen als erwartet. Ich setzte mir zwar insgeheim schon einen Rang in den Top-5 zum Ziel. Aber die Überzeugung, dass ich es bei der starken Konkurrenz tatsächlich schaffen könnte, kam erst, als ich im Rennen die Spitzengruppe sah.» Der fünfte SM-Rang ist für Müller Gold wert. Er könnte der Türöffner fürs Bike-Nationalkader sein – nachdem der Zimmermannslehrling letzten Winter bereits die Aufnahme ins Radquer-Nationalkader geschafft hatte. Im zweiten Lehrjahr, das nach den Sommerferien beginnt, kann er deshalb das Arbeitspensum auf 80 Prozent reduzieren – mit Hauptziel Radquer-WM Anfang Februar 2020 in Dübendorf.

Klingler verteidigt Schweizer Meistertitel In der Boulderhalle B2 in Pratteln fanden die Schweizer Boulder-Meisterschaften statt. Petra Klingler (Bonstetten) konnte ihren Meistertitel souverän verteidigen.

Im Sprint schlägt Urs Huber, links, seine beiden Verfolger Leonardo Paez, Nr. 2 rechts, und Alfonso Arias, verdeckt. (Bild Ortler Bike Marathon)

Urs Huber überrascht sich selber Erster Triumph am Ortler Bike-Marathon Urs Huber hat am Samstagmorgen erstmals den Ortler Bike-Marathon im Vinschgau gewonnen. Der Schweizer Meister aus Mettmenstetten kann sich im Sprint gegen die beiden Kolumbianer Leonardo Paez und Alfonso Arias durchsetzen. ................................................... von martin platter «Brutal geil!», freute sich Urs Huber euphorisch nach gewonnenem Sprint im Ziel. Denn damit hatte er nicht gerechnet, dass er die beiden starken Bergfahrer aus Kolumbien in Schach würde halten können. Auf den letzten der insgesamt 90 Kilometer war es nochmals eng geworden. Der viermalige Schweizer Meister spürte in der letzten Abfahrt, dass der hintere Reifen an seinem Bike schleichend Luft verlor. «Ich konnte deshalb nicht wie geplant volles Risiko fahren, um die

zwei in der Abfahrt abzuschütteln», erklärte Huber den Schluss des spannenden Rennverlaufs. Leonardo Paez hatte bereits an der ersten Steigung zum Pfaffensee, dem höchsten Punkt der Strecke, angegriffen und fuhr weg. «Ich vermochte den Abstand in Grenzen zu halten, auch wenn Paez’ Teamkollege Arias, der als letzter Begleiter bei mir blieb, keinen Meter führte», schildert Huber. Im Gegenwind entlang des Reschensees büsste Paez offenbar für seinen Effort und rückte wieder ins Blickfeld. Denn in seinem Rücken hatte sich wieder eine grössere Verfolgergruppe um Huber gebildet, der auch die beiden Italiener Mattia Longa und Juri Ragnoli, der Sieger der beiden Vorjahre, angehörten. «Die Zusammenarbeit klappte perfekt. Doch kaum stieg die Strecke wieder Richtung Panorama Mösl, liessen die beiden Italiener reissen», beschreibt Huber. Für ihn hatte sich die Zusammenarbeit gelohnt. Denn oben rückte plötz-

lich wieder Paez ins Sichtfeld. «Damit hatte ich nicht gerechnet», bekennt Huber. Kurz vor dem Ziel versuchte es dann Arias mit einem Überraschungsangriff, verschätzte sich jedoch in der letzten Kurve und verlor den Tritt. «Von da an wusste ich, dass ich den Sprint von vorne fahren und mein Tempo einfach durchziehen musste», so Huber. Mattia Longa erreicht das Ziel als Vierter bereits mit über einer Minute Rückstand vor Juri Ragnoli.

Bereits in der Qualifikation zeigte Petra Klingler vom Regionalzentrum Zürich, dass die Form stimmt und dass sie ihren letztjährigen Meistertitel verteidigen möchte. Als einzige Athletin konnte sie alle fünf Boulder in nur gerade fünf Versuchen topen. Damit konnte sie sich problemlos für den Final qualifizieren. Dies gelang auch Rebekka Stotz (Bülach). Im Final zeigten beide starke Leistungen. Klingler topte drei von vier Boulder und konnte als einzige Athletin alle vier Zonengriffe erklimmen. Damit verteidigte sie ihren letztjährigen Titel und wurde erneut Schweizer Boulder-Meisterin. Mit einem Top und 3 Zonen reichte es auch Stotz als Dritte auf das Podest. Zweite wurde Andrea Kümin (Winkel).

Bei den Herren setzte sich Sascha Lehmann (Burgdorf) durch. Als einziger Athlet konnte er im Final zwei der vier Boulder knacken, was für den Meistertitel reichte. Zweiter wurde Dylan Chuat (Vessy) vor Dimitri Vogt (Worben BE).

Michel Erni bei den Herren U18 knapp neben dem Podest In der Qualifikation konnte Michel Erni (Affoltern) vom Regionalzentrum Zürich vier der fünf Boulder knacken und damit als Zweiter problemlos in den Final einziehen. Im Final fehlte ihm dann nach den internationalen Einsätzen etwas die Kraft und er musste sich mit dem undankbaren vierten Rang begnügen. Schweizer Meister bei den Herren U18 wurde Marius Audenis (Fiez) vor Vivian Fumeaux (Pont-de-laMorge Sion) und Dario Jost (Fanas). Bei den Damen U18 gewann Malin Locher (Riggisberg) den Meistertitel vor Aina Langenkamp (Aarburg) und Melissa Bernhard (Malans). (mrh)

Resultate: Männer (90 km): 1. Urs Huber (Mettmenstetten) 3:39:42. 2. Leonardo Paez (Kol) gl. Zt. 3. Alfonso Arias (Kol) gl. Zt. 4. Mattia Longa (It) 1:20. 5. Juri Ragnoli (It) 3:34. 6. Markus Kaufmann (De) 4:44. 7. Konny Looser (Hinwil, ZH) 5:21. 8. Marc Stutzmann (Rüfenacht, BE) 5:26. 9. Pietro Sarai (It) 5:28. 10. Marco Rabagliati (It) 5:59. Frauen (90 km): 1. Esther Süss (Küttigen) 4:33:57. 2. Janine Schneider (De) 6:44. 3. Vera Adrian (RSA) 7:19. 4. Anette Griner (De) 7:59. 5. Andrea Ming (Allenwinden, ZG) 12:09.

Petra Klingler (Bonstetten) verteidigt ihren Schweizer Boulder-Meistertitel souverän.

Michel Erni (Affoltern) musste sich mit dem undankbaren vierten Rang begnügen. (Bilder Martin Rahn)


Veranstaltungen Die Gärtnerei Ruth und Peter Suter in Mettmenstetten schliesst nach 25 Jahren die Gewächshaustüren.

Einladung zur Generalversammlung Donnerstag, 6. Juni 2019, 19 Uhr

Schweren Herzens beenden wir die Gärtnerei nach 25 Jahren auf Ende Saison. Wir danken unserer treuen Kundschaft für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die vielen tollen Begegnungen in den vergangenen Jahren. Es freut uns, Sie noch bis ca. Mitte Juni im Grossholz zu bedienen.

Haus zum Seewadel, Mehrzweckraum, 5. Stock Obere Seewadelstrasse 12, Affoltern am Albis

Nach der Generalversammlung um 19.30 Uhr erwartet Sie – Martin Schuppli, vielseitiger Journalist, der auch am Blog «DeinAdieu» mitschreibt, mit persönlichen Gedanken zu Tod und Sterben. Anschliessend Apéro. Wir freuen uns, möglichst viele Vereinsmitglieder, Interessierte und Gönnerinnen und Gönner begrüssen zu dürfen ! Weitere Infos : www.wabe-knonaueramt.ch

Miär sagid härzlich Dankä! Familie Suter

Vortrag – Kennen Sie Biophotonen!

Wie wirken sie? Einsatz bei akuten Schmerzen, welche Möglichkeiten gibt es? Mittwoch, 5.6.19, von 19.30 bis 21 Uhr Pfarrhauskeller der ref. Kirche Mettmenstetten Info/Anmeldung: Marianne Schumacher www.gsundundzwaeg.ch Tel. 044 761 31 63

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kleines Occasionsauto, ab MFK. Tel. 044 764 06 64

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NEU! Kostenloser Spital-Bus

Bequem und sicher vom Bahnhof ins Spital Affoltern Sie wollen ins Spital Affoltern? Ob Patient oder Besucher – unser Spital-Bus bringt Sie kostenlos, bequem und sicher vom Bahnhof Affoltern via Langzeitpflege Sonnenberg bis zum Haupteingang des Spitals! Von Juni bis August offerieren wir allen Fahrgästen einen Gutschein im Wert von CHF 5.00 – einlösbar in unserem Restaurant Panorama oder im Kafi 27. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Ab Bahnhof Affoltern

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Langzeitpflege Rigi

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Busbetrieb von Montag bis Freitag

Spital Affoltern

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Durch die grosszügige Unterstützung der Stiftung Spital Affoltern konnte der Spital-Bus realisiert werden.

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