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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 43 I 169. Jahrgang I Dienstag, 2. Juni 2015

Vandalen wüteten

«Providurium» weg

Hausen: Unbekannte bemalten Gebäude beim Jugi Chratz und der Sekundarschule. > Seite 3

In Affoltern wurde der Kindergarten Tägerstein eingeweiht. > Seite 6

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Zwei Jahre bedingt

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Unter anderem Drogen ins Gefängnis geschmuggelt: Aufseherin verurteilt. > Seite 7

Kompromiss gefunden Positive Emotionen -

Fahrplan: Lösung fürs Oberamt wirkt sich bis nach Obfelden/Ottenbach aus. > Seite 7

Neue Technologien: Eco-Mobil on Tour in Hedingen mit Testfahrten und einer Fachtagung. > Seite 10

Leonhard Grimmer neuer Spitex-Präsident Leonhard Grimmer aus Hedingen ist neuer Präsident des Vereins Spitex Knonaueramt. Er löst Marcel Eicher ab, der dem Vorstand jedoch erhalten bleibt. Die Generalversammlung, die sämtliche Geschäfte einstimmig guthiess, wählte auch zwei neue Vorstandsmitglieder: Mechtild Willi Studer und Peer Messerli. ................................................... > Bericht auf Seite 3

FCWB für Aufstiegsspiele gerüstet Am Abend verwandelte sich «Heimat uf de Strass» in ein rauschendes Fest. (Bild Susanne Crimi)

«So etwas braucht es öfters» «Heimat uf de Strass» in Affoltern zog bei besten Wetterbedingungen viel Publikum an Am Wochenende lud die Vereinigung obere Bahnhofstrasse zum Strassenfest in Affoltern ein. Die Strassenfeste der Voba gehören in Affoltern bereits zum Veranstaltungs-

kalender. Die Affoltemer Begegnungszone bietet viel Platz, der jedoch erst bei den Strassenfesten richtig genutzt wird. Dieses Jahr überzeugte das Fest mit zahlreichen regionalen und internationalen Musikern, traditionellen

Showeinlagen, lokalen Gastrobetrieben, gutem Wetter und bis auf den letzten Platz gefüllten Festbänken. Dieser gelungene Mix lud die Besuchenden ein, etwas länger sitzenzubleiben, was zu zahlreichen unver-

hofften Zusammentreffen alter Freunde führte. «So etwas müsste es öfters geben», waren sich viele Besuchende einig. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) schloss die Meisterschaft mit einem 5:1-Triumph über Dietikon ab. Früh in Rücklage geraten, antwortete WB unbeirrt mit temporeichen Vorstössen, die schliesslich zum verdienten Kantersieg führten. WB gab seine Leaderposition in der Rückrunde nie preis. Morgen Mittwochabend beginnt die Aufstiegsrunde mit der Partie gegen Zug, um 19.30 Uhr im Stadion Herti. Das Rückspiel folgt am Samstag auf dem Wettswiler Moos. Schafft WB diese erste Hürde, wird ihm ein weiterer Gegner zugelost. Dann steht die Türe zur 1. Liga Promotion offen. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 19 anzeigen

Das Entschädigungsreglement wirft höhere Wellen als die Wahlen Delegiertenversammlung des Spitalzweckverbands erneuert Betriebskommission Erst seit kurzem im Amt haben Walter Ess als Präsident sowie Urs Lendenmann und Angela Studer als Mitglieder der Betriebskommission den Rücktritt aus dem strategischen Gremium des Spitals Affoltern eingereicht. Walter von Siebenthal und Stephan Breidenstein haben den Rücktritt angekündigt. Diskutiert wurden an der DV aber andere Fragen.

dass trotz ihrem Bemühen keine wirkliche Vertrauensbasis zwischen der BK und den Delegierten habe geschaffen werden können. Diese Situation sei nicht im Interesse des Spitals. Die verantwortlichen Organe hätten im vergangenen Jahr wenig für die Zukunft erreicht, sondern sich vor allem mit Vergangenheitsbewältigung und Anschuldigungen von aussen beschäftigt. Sie träten zurück in der Hoffnung, dass eine Erneuerung der BK eine Basis für die Zukunft des Spitals lege.

Neureglung des Rettungsdienstes

................................................... von bernhard schneider Die Rücktritte von fünf der sieben Mitglieder der Betriebskommission (BK) haben an der Delegiertenversammlung des Zweckverbands keine Diskussion ausgelöst. Die Findungskommission hat zwei Nachfolgerinnen und einen Nachfolger für bisher drei der fünf freien Sitze ausgewählt: als Präsidentin Barbara Messmer, CVP-Gemeinderätin in Zumikon mit Verwaltungsrats-Erfahrung, sowie als Mitglieder den Aeugster Rechtsanwalt Jürg Burger und die Affoltemer Gemeinderätin und Spitaldelegierte Susanne Leuenberger, selbst Mitglied der Findungskommission. Die Kandidieren-

Zum letzten Mal eröffnet Präsident Walter Ess eine Delegiertenversammlung des Spitalzweckverbands. Seit Januar haben fünf der sieben Mitglieder der Betriebskommission den Rücktritt erklärt. (Bild Bernhard Schneider) den wurden nicht eingeladen, sich vorzustellen, geschweige denn, Fragen der Delegierten zu beantworten. Die von der Findungskommission nicht berücksichtigten Kandidatinnen und Kandidaten wurden nicht genannt. Dennoch folgte die Delegiertenversammlung dem Vorschlag der Fin-

dungskommission diskussionslos.

einstimmig

und

Erneuerung für die Zukunft Anschliessend begründete Stefan Breidenstein seinen Rücktritt und denjenigen von Walter von Siebenthal damit,

Ausgiebig diskutiert wurden dagegen die Neuregelung des Rettungsdienstes und das neue Entschädigungsreglement. Angesichts einer Veränderung der Ausgangslage beim Rettungsdienst – aufgrund eines Gesprächs mit Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger – seit der Antragstellung wurde dieses Geschäft schliesslich an die BK zurückgewiesen. Das neue Entschädigungsreglement, das BK und Kommissionen vermehrt pauschal entschädigt und insgesamt kostenneutral sein soll, wurde nach einer ausgiebigen Evaluation von Varianten gemäss dem Antrag der BK festgelegt. ................................................... > Interview und Kommentar Seite 9

200 23 9 771661 391004


Bestattungen Affoltern am Albis Am 18. Mai 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Delegiertenversammlung vom 28. Mai 2015 Die Delegierten der Zweckverbandsgemeinden Spital Affoltern haben folgende Beschlüsse gefasst: Wahlen Präsidium der Betriebskommission und Delegiertenversammlung – Barbara Messmer, Zumikon Mitglieder der Betriebskommission – Susanne Leuenberger, Affoltern am Albis – Jürg Burger, Aeugst am Albis Entschädigungsreglement für Behörden Beschwerdeantwort an den Bezirksrat, Protokollierung des Zirkularbeschlusses vom 29. April 2015 Folgendes Geschäft wurde zurückgewiesen: – Neuorganisation Rettungsdienst Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen und im Übrigen gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen schriftlich Beschwerde erhoben werden. Die Rekurs- oder Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Spital Affoltern www.spitalaffoltern.ch

Schulzweckverband Bezirk Affoltern

Die Akten liegen ab 4. Juni 2015 im Sekretariat SZV, Breitenstrasse 18, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Die Versammlung ist öffentlich. Verbandsschulpflege Schulzweckverband Bezirk Affoltern

Aristau/Merenschwand, Kantonsstrasse K 261; Sanierung Strasse, Bau Parallelweg, Brücke über Reusskanal

Sperrung und Umleitung für Strassenbauarbeiten Die Kantonsstrasse wird auf der Ausserortsstrecke zwischen Birri und Ottenbach

Die Sperrung der Kantonsstrasse K 261 bringt für alle Verkehrsteilnehmenden Vorteile: Einerseits kann das Departement Bau, Verkehr und Umwelt die umfangreichen Baugrundstabilisierungsarbeiten, Strassen- und Brückenbauarbeiten, sowie den Parallelweg innert kurzer Zeit mit einer hohen Qualität ausführen, andererseits profitieren die Strassenbenutzerinnen und -benutzer von einer minimalen Behinderungszeit. Insbesondere die Baugrundstabilisierungsarbeiten erfordern trockenes und warmes Wetter. Das Department Bau, Verkehr und Umwelt bittet die Verkehrsteilnehmenden um Nachsicht für die unvermeidlichen Behinderungen und dankt für das Verständnis. Aarau, 22. Mai 2015 Kanton Aargau Departement Bau, Verkehr und Umwelt Abteilung Tiefbau Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau Der Kantonsingenieur

Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 30. Mai 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Imelda Funk-Rinderknecht geb. 25. Juni 1954, von Rifferswil ZH, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Betpurstrasse 6. Trauergottesdienst am Freitag, 5. Juni 2015, um 14.00 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Ottenbach Am 28. Mai 2015 ist verstorben:

Lilly Pfirter geb. 29. August 1942, Heimatort: Gampelen BE, wohnhaft gewesen Dorfplatz 2, 8913 Ottenbach. Der Friedhofvorsteher

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Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld: Eidg. Feldschiessen Freitag, 5. Juni 2015 18.00 bis 20.00 Uhr Eidg. Feldschiessen Samstag, 6. Juni 2015 09.00 bis 12.00, 13.30 bis 16.00 Uhr Eidg. Feldschiessen Sonntag, 7. Juni 2015 09.00 bis 12.00 Uhr Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Mittwoch, 10. Juni 2015 18.00 bis 20.00 Uhr Oblig. Bundesübung Freitag, 12. Juni 2015 18.00 bis 20.00 Uhr Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Dieinstag, 23. Juni 2015 18.00 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

von Montag, 8. Juni 2015, 06.00 Uhr, bis Freitag, 23. Oktober 2015, 18.00 Uhr, für jeglichen Motorfahrzeugverkehr und Zweiradverkehr gesperrt. Es besteht eine signalisierte Umleitung.

geb. 27. Mai 1923, von Affoltern am Albis ZH und Capriasca TI, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Bachweg 1.

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Donnerstag, 25. Juni 2015 20.00 Uhr: Delegiertenversammlung des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern im Mehrzweckgebäude Stampfi, Stampfistrasse 8, 8934 Knonau.

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Wir vergiessen Tränen, weil Du gegangen bist, aber wir können auch lächeln, weil Du lange Zeit bei uns sein durftest.

Marc Huber 13. September 1968 – 8. Mai 2015

HERZLICHEN DANK – – – – –

für den Trost in Wort und Schrift für stumme Umarmungen für die grosszügigen Geld- und Blumenspenden für die vielen Zeichen des Mitgefühls und der Freundschaft für das letzte Geleit

Ein besonderer Dank: – Pfarrer Jürgen Schultz für die einfühlsam gestaltete Trauerfeier – Dr. Adolf Berli, unserem Hausarzt – der Stiftung Arkadis für die jahrelange Betreuung – dem Spital Affoltern, ganz besonders den liebevollen Pflegerinnen

Im Mai 2015

Im Namen aller Angehörigen Werner und Dor Huber


Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Juni 2015

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Der Verein Spitex Knonaueramt mit neuem Präsidenten Öffentlicher Vortrag über Palliative Care: Wünsche und Vorstellungen respektieren Die GV des Vereins Spitex Knonaueramt verabschiedete am vergangenen Freitagabend sämtliche Geschäfte einstimmig. Auch Leonhard Grimmer als neuer Präsident sowie Mechtild Willi Studer und Peer Messerli als neue Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt. ................................................... von urs e. kneubühl Schon eine Dreiviertelstunde vor Beginn der eigentlichen Generalversammlung des Vereins Spitex Knonaueramt war der Saal im Mehrzweckgebäude Affoltern grossmehrheitlich gefüllt. Aus gutem Grund, der GV vom vergangenen Freitagabend ging ein öffentlicher Vortrag zum Thema «Wenn das Leben zu Ende geht. Die Bedeutung einer achtsamen und umfassenden Pflege zu Hause» voraus. Barbara Steiner, ausgewiesene Palliative-CareFachfrau und Vorstandsmitglied der Spitex Knonaueramt, erläuterte darin,

wie wichtig die vertraute Umgebung für viele Menschen ist. «Palliative Care trägt massgeblich dazu bei, diesen Wunsch zu erfüllen, denn das Wort ‹Caring› bedeutet viel mehr als Pflege.» Ziel der Palliative Care sei es, den Menschen individuell auf seinem letzten Weg zu begleiten und zu unterstützen, ihm Lebensqualität zu schenken. Dies gelte notabene genauso für die pflegenden Angehörigen, hielt Steiner dazu fest. «Hohe Achtsamkeit und vor allem aktives Zuhören als wichtigste kommunikative Kompetenz sind dabei sehr bedeutend. Ebenso wichtig ist es, frühzeitig mit den Patienten und deren Angehörigen über die letzte Lebenszeit zu sprechen.»

Vorstellungen und Wünsche bestimmen Vorgehen Palliative Care befähige Menschen, den letzten Lebensabschnitt nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, indem auf die Bedürfnisse der Patienten umfassend eingegangen werde, er-

läuterte die Pflegefachfrau HöFa. «Die Vorstellungen und Wünsche der Menschen bestimmen das Vorgehen. Vorausschauend und etappenweise entscheidet der Lieni Grimmer. schwer kranke Mensch dann mit, wie er seinen letzten Lebensabschnitt gestalten möchte.» Als weitere wichtige Faktoren nannte die Referentin ein gut eingespieltes Betreuungsteam sowie eine funktionierende interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Pflegenden, Hausarzt und Angehörigen. «Das ist wie bei einem Orchester. Der Patient ist der Dirigent und bestimmt den Takt, während alle um ihn herum ihre Instrumente so spielen, dass eine kompakte Harmonie, eine fliessende Melodie entsteht.» Dies bringe den Betroffenen und deren Angehörigen Sicherheit. Sie selbst, ergänzte die ausgewiesene Palliative-Care-Fachfrau, habe in diesen so vielfältigen Begegnun-

gen für sich persönlich, aber auch für ihre tägliche Arbeit viel lernen und erkennen können.

Auch zwei neue Vorstandsmitglieder Die traktandarischen Geschäfte im Anschluss an den stark beklatschten Vortrag passierten geräuschlos. Sowohl die Jahresberichte von Präsident Marcel Eicher und Geschäftsleiterin Verena Bieri, als auch die Jahresrechnung 2014 wurden von den 88 Vereinsmitgliedern einstimmig genehmigt. Die Anzahl Besuche sind gemäss Jahresbericht 2014 um rund 6000 gestiegen, wobei gleichzeitig im gesamten Betrieb rund 1000 Stunden weniger Leistungen im Pflegebereich verzeichnet wurden. Mit dem im vergangenen Jahr in Kraft getretenen neuen Administrativvertrag mit den Krankenversicherern kann bei den geleisteten Stunden nur mehr auf 5 Minuten, statt wie zuvor auf 15 Minuten, gerundet werden, weshalb bei den verrechneten Pflegestunden 2014 rund 4000 Stunden weniger ausgewiesen werden

wir gratulieren

Vandalen wurden angezeigt

Zum 94. Geburtstag

Kindergarten Ebertswil, (ca. 3 Jahre), Dorfstrasse, Ebertswil, Kat. Nr. 1563.

Heute Dienstag, 2. Juni, darf in Ottenbach Heiri Hegetschweiler seinen 94. Geburtstag feiern. Wir wünschen dem Jubilaren viele schöne Stunden und gute Gesundheit.

Feuerwehr-Fahrzeug übernommen

Zum 80. Geburtstag

Das zu ersetzende alte Öl-/Wasserwehrfahrzeug, Toyota Hilux (Jahrgang 1999) übernimmt die Gemeinde Hausen am Albis für die Regieabteilung kostenlos. Der Umbau und Rückbau des Brückenaufbaus des Toyota Hilux wird von den Regiemitarbeitern ausgeführt.

Am Donnerstag, 4. Juni, feiert Adolf Leuthold seinen 80. Geburtstag. Pro Senectute Knonau gratuliert dem rüstigen Jubilaren ganz herzlich, wünscht ihm heitere Stunden am Geburtstagsfest und alles Gute.

Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Hausen am Albis In den vergangenen Wochen wurden in Hausen öffentliche Plätze und Gebäude zur Zielscheibe von Vandalismus. Unbekannte bemalten das Gebäude beim Jugi Chratz und der Sekundarschule mit Graffiti. Zudem wurde die Feuerstelle beim Reservoir Ebertswil vollständig demoliert. Das gleiche Schicksal erlitt der Vita-Parcours. Hinweistafeln mitsamt den Pfosten wurden heruntergerissen und das Material anschliessend bei der Feuerstelle verbrannt. Die Schadensumme beträgt zirka 10 000 Franken. Die Gemeinde Hausen am Albis sowie die Sekundarschule Hausen Kappel Rifferswil reich-

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701

ten bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt ein.

Gemeindeverwaltung Kurt Gantenbein, Hausen, verstärkt neu das Team Entsorgungsstelle Chratz. Hugo Stähli, Mettmenstetten, musste aus gesundheitlichen Gründen seine Arbeit im Team Entsorgungsstelle Chratz beenden. Der Gemeinderat bedankt sich bei Hugo Stähli für die gute langjährige Zusammenarbeit «im Dienste aller» und wünscht ihm für die Zukunft viel Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. Gemeinderat und Mitarbeitende heissen Kurt Gantenbein willkommen und freuen sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

Arbeitssicherheit Die Ziele und Massnahmen ab dem Jahr 2015 im Bereich der Arbeitssicherheit wurden überprüft und erneuert. Zudem werden im Sommer 2015 in sämtlichen Bereichen – Betriebe, Verwaltung, Forst, Liegenschaften und Schule – die bestehenden Gefährdungsermittlungen überprüft und den aktuellen Verhältnissen angepasst.

Baubewilligungen erteilt Baubewilligungen wurden erteilt an: Politische Gemeinde Hausen am Albis, für den Neubau eines Containerprovisoriums für Schulraumerweiterung

konnten. Dies wirkte sich, wie der für die Finanzen zuständige Vizepräsident Erich Kappeler ausführte, auch in der Jahresrechnung aus: Das Total der erbrachten Leistungen fiel um rund 4,7 Prozent tiefer als budgetiert aus. Der Aufwand von 7,9 Millionen Franken blieb aber ebenfalls um 1,4 Prozent unter Budget. Schliesslich wurden auch die Wahlen eines neuen Präsidenten und zweier neuer Vorstandsmitglieder ohne Einschränkungen genehmigt: Für den zurückgetretenen Marcel Eicher wählten die Mitglieder einstimmig Leonhard Grimmer, Vorstandsmitglied seit 2013, als Präsidenten; der Zurückgetretene bleibt dem Vorstand als Mitglied aber erhalten. Ebenfalls ohne Gegenstimme wurden Mechtild Willi Studer und Peer Messerli als neue Vorstandsmitglieder gewählt. Bis Ende 2015 umfasst der Spitex-Vorstand damit temporär acht Mitglieder; Ende Jahr wird dann allerdings das langjährige Vorstandsmitglied Silvia Kamm – sie ist aus beruflichen Gründen nach Bern umgezogen – aus dem Vorstand scheiden.

Dienstleistungscenter Amt Der Geschäftsbericht 2014 samt Jahresrechnung des Dienstleistungscenters Amt wurden genehmigt. (bo)

Zur goldenen Hochzeit In Affoltern feiern Alfred und Nelly Koller-Amstutz am kommenden Freitag, 5. Juni, die goldene Hochzeit. Wir gratulieren dem Jubelpaar herzlich und wünschen einen schönen Festtag.

Es geht Schritt für Schritt in eine energieunabhängige Zukunft Weitere 40 000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom von Bonstettern für Bonstetter Im Sommer wird auf dem neuen Schulhaus Schachenmatten 4 in Bonstetten die zweite Fotovoltaik-Anlage von «Solarbonstetten» den Betrieb aufnehmen. Sie liefert Sonnenstrom für gut zehn Haushalte. Wer die Anlage mit einem Darlehen mitfinanzieren will, bekommt dafür attraktive 2 % Zins. Auch der ökologische Mehrwert für den Strombezug ist mit nur noch 20 Rappen/kWh sehr interessant. Nach der Einweihung der ersten Fotovoltaik-Anlage im November 2014, kann im kommenden Sommer bereits die zweite Solaranlage von «Solarbonstetten» auf dem Dach des neuen Schulhauses Schachenmatten 4 den Betrieb aufnehmen. Dies gibt der Bonstetter Bevölkerung die Möglichkeit, weiterhin Bonstetter Solarstrom zu beziehen. Die Jahresleistung von 40 000

Kilowattstunden entspricht dem Stromverbrauch von rund zehn Haushaltungen. Solarstrom aus Bonstetten kann zum ökologischen Mehrwert von 20 Rappen pro kWh bezogen werden. Er ist damit deutlich günstiger als die Angebote anderer Anbieter. Wer bereit ist, Sonnenstrom aus Bonstetten zu beziehen, kann das Formular unter www.solarbonstetten.ch/Dokumente herunterladen beziehungsweise per Mail (info@solarbonstetten.ch) oder Telefon 079 203 02 48 verlangen.

Bis zu 2,5% Zins für Darlehen Wer Teilhaber einer Anlage werden will und diese mit einem Darlehen mitträgt, kann von attraktiven Zinsen profitieren. Diese gestalten sich je nach Laufzeit (die jederzeit auch verlängert werden kann) wie folgt: 5 Jahre Laufzeit 1,5% Zins; 10 Jahre Laufzeit 2,0% Zins; 20 Jahre Laufzeit 2,5% Zins. Mit einem Darlehen von beispielsweise 10 000 Franken über zehn Jahre

werden jährlich 200 Franken Zins ausbezahlt – wer will, kann dafür auch 1000 kWh Bonstetter Solarstrom pro Jahr beziehen. Die entsprechenden Formulare können ebenfalls bei «Solarbonstetten» bezogen oder unter http://www.solarbonstetten.ch/dokumente/ heruntergeladen werden.

2016 schon 120 Kilowattstunden pro Kopf in Bonstetten? Mit der Anlage auf dem Schulhaus Schachenmatten 4 sind in Bonstetten Fotovoltaikanlagen mit einer Jahresleistung von insgesamt über 500 000 kWh installiert. Diese Zahl ergibt sich aus den Energierücklieferungen aus Photovoltaik-Anlagen per 2013 und den seither dazugekommenen Anlagen deren Leistungen bekannt sind. Stimmt die Gemeindeversammlung am 9. Juni der Dachsanierung des Gemeindehauses in der vorgeschlagenen Form zu, kommt eine weitere grosse Anlage dazu. Diese und einige kleine

private Anlagen reichen, um die Solarstrom-Produktion in Bonstetten auf 120 kWh pro Einwohner zu steigern. Damit läge das Dorf deutlich über dem schweizerischen Durchschnitt. Auch die Region Knonauer Amt dürfte dann mit geschätzten 95 kWh pro Einwohner über dem Schweizer Durchschnitt liegen. (pd.) anzeige


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Juni 2015

Ein vibrierendes Strassenfest «Heimat uf de Strass» zog am vergangenen Wochenende hunderte Säuliämtler in den Bezirkshauptort Am Freitag und Samstag verwandelte sich die Obere Bahnhofstrasse in Affoltern in eine grosse belebte Piazza. Musik, Geselligkeit und Kultur begeisterten das Publikum. ................................................... von salomon schneider «Solche Feste stehen für Lebensqualität im Säuliamt – Freunde treffen und gesellig, bis spät, gemeinsam draussen das Sommerwetter geniessen. Für mich fühlte sich die Obere Bahnhofstrasse an wie eine italienische Piazza», freute sich OK-Mitglied Alfi Calabrese von Alfilo über das gelungene Strassenfest. Bereits zur Eröffnung von «Heimat uf de Strass», mit der PB-Modeschau um 18 Uhr, fanden sich zahlreiche Ämtlerinnen und Ämtler auf der Oberen Bahnhofstrasse ein. Ab dann gab es bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags ein dichtes Programm, das nur von acht Stunden Nachtruhe unterbrochen wurde. Für spezielle Begeisterung sorgten KOP, mit dem Ämtler Blues- und Funk-Urgestein Jonny Giussani als Frontmann sowie die Luzerner Mundartrocker «Fair». Auch das Depot-Konzept für Becher hat sich bewährt. «Es gab viel weniger Abfall», freute sich Susanne Crimi vom OK.

Am Freitagabend sorgte die Blues- und Funkband KOP für ausgelassene Stimmung. (Bilder Salomon Schneider/Barbara Roth))

Bei der Modeschau wurden auch ausgefallene Kombinationen gezeigt.

Zwei Alphornbläser verbreiteten am Samstagnachmittag heimatliche Klänge. anzeige

Die Trachtentanzgruppe legte eine flotte Sohle aufs Parkett.

Ausgelassene Stimmung.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Juni 2015

Vom «Providurium» zum Neubau In Affoltern wurde am vergangenen Freitag der Kindergarten Tägerstein eingeweiht 1964 wurde das Provisorium des Kindergartens Tägerstein eröffnet und blieb 50 Jahre lang bestehen. Mit dem Neubau erhielten die Kinder in Affoltern einen Holzbau der für sie konzipiert worden ist – nach den Skiferien eingezogen, fühlen sich die Kindergärtler bereits äusserst wohl. ................................................... von salomon schneider Die Vizepräsidentin der Affoltemer Primarschulpflege brachte es während ihrer Eröffnungsrede auf den Punkt: «Wie so oft, ist auch im Tägerstein aus einem Provisorium ein Providurium geworden – jetzt haben wir endlich ein tolles Schulhaus. Erst am 18. Mai 2014 hatten die Affoltemer Stimmberechtigten den Baukredit für den Neubau des Kindergartens Tägerstein bewilligt. Anschliessend wurde der Neubau speditiv angepackt und auch die Kindergärtler wurden aktiv in den Neubauprozess involviert, indem die Bauphase beobachtet und dokumentiert wurde.

«Uii, het das viel z tue geh!» Ihre Erfahrungen mit dem Schulhausbau präsentierten die Kindergärtler während der Einweihung mit Fotos und Kommentaren: «Zwei Wochen vor dem Abbruch durften wir die Radiatoren anmalen. Leider wurden sie nachher herausgerissen.» Danach hätten

Die Kindergärtler untermalten die Präsentation über die Bauphase mit Erzählungen. (Bild zvg.) sie die gesamten Spielsachen in Kisten verpacken müssen. Mit dem Ausruf «Uii, het das viel z tue geh!», untermalte ein Kind seine Erinnerungen emotional. Während der Bauphase konnte der Kindergarten im Schulhaus Ennetgraben unterkommen. Der Bau war

für die Kinder auch ein Abenteuer. Immer wieder gingen sie vorbei und erlebten die verschiedenen Bauschritte. So konnten sie bereits während des Baus eine Verbindung zum neuen Schulhaus aufbauen, in dem sie seit den Herbstferien zur Schule gehen.

Helle Räume aus Holz Der Architekt Nigg Melk hat sich intensiv mit den Bedürfnissen von Kindern auseinandergesetzt, bevor er die Planung des Kindergartens in Angriff genommen hat: «Wir haben uns inten-

siv in Kinderpsychologie eingelesen und den Kindergarten nach neusten Erkenntnissen gestaltet.» Insgesamt wurden für den Kindergarten mit zwei Schulzimmern und hellen Räumen mit Holzböden 89 Kubikmeter Schweizer Holz verbaut.

Von Mettmenstetten in den brasilianischen Dschungel Dario Meyer hat das Happy Hammock Eco Guesthouse in Brasilien eröffnet Ob auf Tripadvisor.de oder auf Hostelworld.com, das Happy Hammock Guesthouse des Mettmenstetters Dario Meyer erntet überall nur gute Kritiken. Bevor er das Hostel eröffnen konnte, musste er jedoch einige Widrigkeiten überwinden. ................................................... von salomon schneider Die schlechteste Bewertung des Happy Hammock Guesthouses auf hostelworld.com liegt bei 91 Prozent und auch diese Kunden schrieben «Best location ever!!» Auf tripadvisor.de gibt es sogar nur Bestbewertungen. Gerade die beiden Gastgeber, Dario und Patrick werden über alle Massen gelobt. Es scheint, als hätten Patrick und Dario bereits nach einem halben Jahr etwas erreicht, was nur ein Teil der Auswanderer je schafft: sich eine Existenz aufzubauen. Bis dahin war es jedoch ein steiniger Weg.

Idee, Businessplan und Umsetzung «Die Idee für das Hängematten-Guesthouse kam uns eines Abends in Argentinien, als wir gemütlich in den Hängematten lagen», erinnert sich Dario. Er und Patrick hatten seit Jahren den Traum, irgendwann ein Hostel aufzumachen, irgendwo in den Tropen, wo sie dem Schweizer Winter entrinnen könnten. Die Idee war, ein kleines Gästehaus aufzubauen, in dem alle einfach in der Hängematte übernachten und am Abend gemütlich zusammensitzen. Dario, der einen Master in International Business hat und vor seiner Weltreise als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ZHAW gearbeitet hat, wusste relativ genau, was es für geschäftlichen Erfolg braucht. Patrick und er schrieben einen Businessplan und machten sich auf die Suche nach geeigneten Objekten. Dario erinnert sich: «Wir haben zuerst auf der argentinischen Seite der Iguaçù-Fälle nach Grundstücken geschaut, um etwas Eigenes zu bauen. Als wir nichts fin-

Das idyllische «Happy Hammock Guesthouse» liegt 15 Minuten von der brasilianischen Kolonialstadt Paraty entfernt und ist nur mit dem Boot erreichbar. den konnten, hörten wir per Zufall, dass dieses Haus in Paraty frei wird. Die Fotos zeigten ein Haus in gutem Zustand und genügend Platz für Hängematten war auch vorhanden.»

Einheimische anzustellen verbessert die Stimmung im Dorf

Der Mettmenstetter Dario Meyer (im Vordergrund) geniesst die Zeit mit den Gästen. (Bilder zvg.)

Das Haus bot jedoch auch fünf Zimmer, weshalb Patrick und Dario den Businessplan anpassten und sowohl Zimmer als auch Hängematten anbieten wollten. Der Name – Happy Hammock Eco Guesthouse – ist aber geblieben. Anfang Oktober kamen die Freunde in Paraty an, 15 Bootsminuten vom Guesthouse entfernt und kümmerten

sich um die Formalitäten, die jedoch bis Ende Januar erledigt waren. Dies gab ihnen Zeit, alles am Objekt minutiös zu planen. Obwohl Patrick und Dario fast alles selber bewältigen, mussten sie einen lokalen Bootsführer anstellen, da das Guesthouse nur mit dem Boot erreichbar ist und eine Bootsprüfung benötigt wird. «Da er aus dem benachbarten Fischerdorf kommt, haben wir so auch mehr Rückhalt bei der einheimischen Bevölkerung», erklärt Dario.

Ein vorübergehendes Projekt Das Konzept des Guesthouses sieht vor, dass die Gäste viel Zeit gemeinsam verbringen. «Nach dem gemeinsa-

men Abendessen bleibt der Grossteil der Gäste jeweils sitzen und steht erst nach einigen Caipirinhas wieder auf», meint Dario schmunzelnd und ergänzt: «Die spannenden Gespräche mit den Gästen aus aller Welt, die tollen Feedbacks und die Natur sind ungemein motivierend.» Trotzdem sieht Dario seine Zukunft nicht im Happy Hammock Guesthouse: «Für mich ist dies ein vorübergehendes Projekt. Es geht ums Ausprobieren, etwas eigenes auf die Beine zu stellen, allein für den Erfolg verantwortlich zu sein, eine Kultur nicht nur durch Reisen, sondern auch durch Arbeit kennenzulernen und auch die verschiedenen Kulturen der Gäste zu erleben.»


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Dienstag, 2. Juni 2015

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Fahrplan-Kompromiss gefunden Lösung fürs Oberamt wirkt sich bis nach Obfelden/Ottenbach aus An einer weiteren Postautofahrplan-Sitzung im kleinen Rahmen mit den Vertretern der betroffenen Oberämtler Gemeinden konnten die ZVV-Verantwortlichen am Donnerstag in Hausen einen Kompromiss präsentieren, der die Hauptforderungen weitgehend erfüllt. ................................................... von martin platter An der regionalen Verkehrskonferenz am 20. Mai im Kasino Affoltern hatte es von etlichen Gemeindevertretern Kritik an die Adresse des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) gehagelt. 57 Fahrplanänderungsbegehren waren im Hinblick auf den grossen Fahrplanwechsel 2016/2017, den die Eröffnung der Zürcher Durchmesserlinie auslösen wird, auf den Gemeindeverwaltungen im Säuliamt eingegangen. Vor allem an der Peripherie des ZVV im Ober- und im Unteramt waren die Fahrgäste unzufrieden mit der Strategieänderung der Postauto-Verantwortlichen. Diese strebten ursprünglich an, die Postautos künftig hauptsächlich als Zubringer für die S-Bahn ein-

zusetzen. Dagegen formierten sich zahlreiche Unterschriftensammlungen. An der regionalen Verkehrskonferenz sollten die Interessen aus den verschiedenen Gemeinden gegeneinander abgewogen werden, da aus finanziellen Gründen nicht alle Begehren erfüllt werden konnten. Das missfiel den betroffenen Gemeindevertretern. Eine weitere Sitzung wurde nötig, um das Fahrplanangebot besser auf die Bedürfnisse der Nutzer abzustimmen.

über die S5 den Anschluss nach Zug. Rickenbach wird auch tagsüber bedient.

Fahrgäste in Weilern haben das Nachsehen

Kundenwünsche mehrheitlich berücksichtigt Mark Stutz liess die Zwischenzeit nicht ungenutzt verstreichen. In Hausen präsentierte der Angebotsverantwortliche von Postauto Zürich am Donnerstag Alternativen, mit denen nun alle Betroffenen einigermassen leben können. Sie bedingen allerdings, dass auf gewissen Linien im Oberamt künftig mehr umgestiegen werden muss. Von Ebertswil gibt es – mit Umsteigen in Hausen und im Aeugstertal – auch künftig eine Verbindung im Halbstundentakt nach Wiedikon. Auch die Aeugster profitieren von halbstündlichen Verbindungen ohne

Der Fahrplan der Linie 280 bleibt wie bisher. Ein Schnellkurs 281, der Uerzlikon ausgelassen hätte, wird nicht eingeführt. (Bild Martin Platter) Umweg nach Wiedikon. Die Durchbindung der Linien 225 und 200 bringt eine Verlängerung der Üetlibergachse bis nach Aeugst. In Kappel am Albis kommt der provisorisch geplante Direktkurs 281 nach Baar, der Uerzlikon ausgelassen hätte, nicht. Stattdessen wird die Linie

280 wie bisher bedient – mit Verdichtung in der Hauptverkehrszeit. In Obfelden/Ottenbach herrscht künftig der Halbstundentakt auf den Linien 212, 213, 215 und 217 – der 212 wird also nicht eingestellt. Deshalb ist keine zusätzliche Verdichtung des Fahrplans notwendig. Der 212 ermöglicht

Ein Kerzenständer und Kerzen als Einweihungsgeschenk für den Neubau Aufrichte und Einweihung der neuen Waldhütte in Ottenbach

Drogen ins Gefängnis geschleust Eine Aufseherin des Bezirksgefängnisses Affoltern hatte zehn Monate lang Drogen, Esswaren und Steroide ins Gefängnis geschmuggelt. Das Bezirksgericht verurteilte sie dafür zu zwei Jahren Haft, die auf eine Probezeit von 24 Monaten angesetzt wurden.

Nach nur gerade fünf Monaten Bauzeit konnte die Holzkorporation Ottenbach die neue Waldhütte auf demIsenberg feierlich einweihen. Der etwas erweiterte Aufenthaltsraum für die Waldarbeiter soll auch der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden.

Bis zu ihrer Verhaftung im Juli 2014 hatte die geständige Angeklagte während zehn Monaten insgesamt 40 Gramm Kokain, 230 Gramm Marihuana, Steroide und Esswaren ins Bezirksgefängnis Affoltern geschleust und an Häftlinge abgegeben. Diese hatten die Waren im Vorfeld jeweils bei ihr bestellt. Vor dem Bezirksgericht Affoltern zeigte sich die Angeklagte reumütig: «Ich war naiv und habe nur meinen eigenen Vorteil gesehen, da ich so günstiger meinen Eigenkonsum finanzieren konnte. Ich bereue es.»

................................................... von martin mullis Mitten im Isenbergwald an einer mit Fahrverbot belegten Waldstrasse steht die neue Waldhütte, welche von der Holzkorporation Ottenbach in einer Rekordzeit von nur fünf Monaten gebaut wurde. Sie steht auf dem gleichen Platz des einst kleineren und bereits in die Jahre gekommenen Unterstandes der Waldarbeiter. Beim Bau der neuen Hütte gingen die Verantwortlichen der Holzkorporation pragmatisch vor. Thomas Weber übernahm die Projektleitung und einige Mitglieder entwarfen den Grundriss,

Aber: In jeder Oberämtler Gemeinde wird ein Weiler vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten; in Hausen die Vollenweid, in Rifferswil die Schonau, Mettmenstetten verliert die Haltestelle in Herferswil und Aeugst jene im Weiler Wängi, weil der Kurs 223 übers Jonental eingestellt wird. Zudem verschlechtert sich mit den Optimierungsvorschlägen generell die Anschlusssituation von Hausen, Aeugst, Mettmenstetten und Rifferswil nach Zug. Der Fahrplan-Vorschlag für Obfelden/Ottenbach ist teurer. Auf Basis der Besprechung in Hausen wird Streit nun die definitive Eingabe für die Fahrpläne 2016/2017 zuhanden des ZVV erstellen. Dieser wird die Vorlagen prüfen und dem Verkehrsrat zu Genehmigung vorlegen. Danach werden die Fahrpläne den Gemeinden zugestellt. Ab 13. August beginnt dann die letzte 30-tägige Rekursfrist, in der Einsprache gegen die revidierten Fahrpläne erhoben werden kann.

Ein Päckchen für die Insassen, eines für die Angeklagte Die neue Waldhütte der Holzkorporation Ottenbach. (Bilder Martin Mullis)

Licht für die Waldhütte als Geschenk der Gemeinde: Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger und der Präsident der Holzkorporation, Christian Kohler.

verzichteten aber auf einen Architekten. Holzbauer Res Graf von der Firma Köfler Holzbau in Zwillikon zeichnete die Pläne und amtete als Planer und Bauleiter. Die Baubewilligung des Kantons enthielt die Auflage, die Hütte auch der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die Baute verfügt allerdings nicht über fliessendes Wasser, bezieht Strom lediglich über einen Generator und weist auch nur eine kleine chemische Trocken-Toilette auf. Zur Aufrichte und gleichzeitigen Einweihung durfte Christian Kohler, Präsident der Holzkorporation, rund 80 Gäste begrüssen. Er dankte allen Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit und allen Helfern, welche während des Baus und auch zur kleinen Einweihungsfeier beigetragen haben. Christian Kohler erwähnte vor allem auch die unkomplizierte Kooperation mit den zuständigen Behörden. Neben den Korporationsmitgliedern, Handwerkern und Unternehmern waren auch Gemeindepräsidentin Gaby

Noser Fanger sowie Flurin Farrér, Förster des Reviers Knonauer Amt Süd eingeladen. Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger brachte zur Einweihung einen Samichlaussack mit und bedauerte mit einem Augenzwinkern den Abriss der alten und morschen Hütte. Immerhin hätten lange Jahre alle Kinder beim Anblick der vermoosten kleinen Waldhütte geglaubt, der Samichlaus würde tatsächlich darin wohnen, scherzte sie. Als Geschenk zur Einweihung übergab sie dem Präsidenten einen antiken fünfarmigen Kerzenständer samt weissen Kerzen sozusagen als Ersatz für die fehlende Elektrizität. Korporationsmitglied Ruedi Ruch rezitierte gekonnt mit seiner markanten Stimme ein altes Gedicht mit dem Titel «Waldgebet», welches die Sorge um die Zerstörung des Waldes zum Inhalt hatte. Die im Freien brutzelnden Braten trugen kulinarisch zur gelungenen Einweihungsfeier mitten im Wald bei.

Häftlinge konnten bei der Angeklagten Marihuana und Kokain bestellen. Wobei sie das Kokain selber erstand, da sie es auch für den Eigenkonsum brauchte und ihr das Marihuana über Bekannte der Häftlinge geliefert wurde. Als Lohn erhielt sie in jeder Lieferung zusätzliches Marihuana für ihren Eigenkonsum. Neben Drogen schleuste sie auch vereinzelt Steroide oder Pizzas und Hamburger ins Gefängnis. Für ihre Verfehlungen wurde die Angeklagte vom Bezirksgericht Affoltern wegen Amtsmissbrauchs und Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu zwei Jahren Haft verurteilt, die auf eine Probezeit von 24 Monaten angesetzt wurden sowie einer Busse von 1000 Franken. Zudem wurden ihr die Verfahrenskosten von über 7000 Franken und die Gerichtsgebühr von 1500 Franken auferlegt. Die Kosten der Verteidigung wurden von der Staatskasse übernommen, wobei diese zurückbezahlt werden müssen, sobald es die wirtschaftlichen Verhältnisse der Angeklagten erlauben. (sals)


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Dienstag, 2. Juni 2015

Gelungenes Abschiedsgeschenk Gut besuchte Eröffnung des Energie- und Verpflegungszentrums des Spitals Affoltern Im Rahmen eines Tags der offenen Tür wurde am Samstag das neue Energieund Verpflegungszentrum des Spitals Affoltern der Öffentlichkeit vorgestellt. Insbesondere das Interesse am Restaurant, das künftig über Mittag für alle geöffnet ist, war gross. Technisch Interessierte erhielten von kompetenten Mitarbeitern des Spitals bereitwillig Auskunft über Details und durchaus auch eine persönliche Führung im technischen Bereich des neuen Gebäudes, das zwischen den Häusern Rigi und Pilatus liegt. Der Neubau ist gleichzeitig das Abschiedsgeschenk von Walter Ess, der am vergangenen Donnerstag seine letzte Delegiertenversammlung als Präsident der Betriebskommission geleitet hat, an das Spital. Er hat das Energie- und Verpflegungszentrum als Präsident der Baukommission fristund budgetgerecht über die Bühne gebracht. Sowohl für die Patientinnen und Patienten und ihre Gäste als auch für die Mitarbeitenden des Spitals ist die neue, übersichtliche Küche mit dem grosszügig angelegten Restaurant ein Gewinn. Gleichzeitig erhöht das Energiezentrum die Versorgungssicherheit des ganzen Spitals. (bs.)

Das neue Restaurant des Spitals Affoltern mit Aussen- und Innenbereich lädt zum Verweilen ein. (Bild Bernhard Schneider)

Walter Ess, scheidender BK-Präsident.

Information der Spurgruppe der Spitaldelegierten Anlässlich der Delegiertenversammlung vom 10. Juli 2014 hat sich ein weiteres Mal gezeigt, dass die Verantwortlichen für Leitung und Finanzen des Spitals Affoltern ungenügend Auskunft über die aktuelle finanzielle Situation und die dynamische Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen geben wollten oder konnten. Die im Voraus an die Delegierten zugestellten Unterlagen für die Abnahme der Rechnung 2013 waren zudem mangelhaft und teils inkorrekt. Als Reaktion darauf unterbreiteten die Delegierten in einem Communiqué ihre konkreten Forderungen für eine transparente und rechtzeitige Information, ohne die sich keine zukünftige, sinnvolle Zusammenarbeit ergeben würde. Die im Frühjahr 2014 teils neu gewählte Betriebskommission stand sofort nach Antritt vor immensen Aufgaben. Neben dem grossen üblichen Arbeitspensum sowie den verlangten Änderungen der Delegierten musste sie laufend dringliche interne «Spital-Feuerwehrübungen» bewältigen. Leider hat das zum Teil auch zu Handlungen der Betriebskommission geführt, welche sich nachträglich als falsch erwiesen haben und wieder korrigiert werden mussten. Weitere Details, die damals in der Presse verhandelt worden sind, sollen hier nicht nochmals angeführt werden. In der Folge entschied sich eine kleine Gruppe in Absprache mit den Gemeinde-Delegierten, das Heft verstärkt selber in die Hand zu nehmen. Sie organisierte sich vorerst in regelmässigen Treffen und bestimmte eine Agenda mit den für sie wichtigsten und dringendsten Themen. Man einigte sich anschliessend mit der Betriebskommission und der Spitalleitung auf einen regelmässigen Sitzungsturnus, um die wichtigsten Themen nicht aus

den Augen zu verlieren und sie gemeinsam aktiv vorwärtszutreiben. Es entstand ein kooperativer und zukunftsgerichteter Austausch. Die Arbeit der Betriebskommission wurde aber massiv gestört durch die regelmässig publizierten, gehässigen Artikel und offenen Drohungen des Blogs Pro-Spitalzweckverband. Auch wenn von der Sache her teils die richtigen Themen angesprochen wurden, waren die aggressiven Attacken aber ungehemmt auf Personen im Spital, in der Betriebskommission sowie auf einzelne Mitglieder der Spurengruppe gerichtet und setzten diese unnötig massiv unter Druck. Erstaunlicherweise sickerten teils auch sehr vertrauliche Informationen trotz Amtsgeheimnis regelmässig ungefiltert an die Öffentlichkeit; es besteht der Verdacht auf Amtsgeheimnisverletzung, und der Statthalter hat in der Zwischenzeit bei der Polizei eine Untersuchung in dieser Sache eingeleitet. Trotz gemeinsamer Anstrengungen und intensiver Zusammenarbeit mit den Delegierten entschied sich der Präsident Anfang Jahr, zurückzutreten, was nicht zuletzt mit der reellen Beurteilung der nicht erreichten Ziele zusammenhängen dürfte. Kurz darauf folgten die Rücktritte zweier weiterer Betriebskommissions-Mitglieder und im Februar stellte dann mit Ausnahme eines Mitgliedes die ganze Kommission ihre Mandate zur Verfügung. Das nahm die Spurgruppe der Delegierten als Auftrag wahr und entschied sich, in Absprache und in enger Kooperation mit den Delegierten, eine neue Betriebskommissions-Gruppe zusammenzustellen. Dabei lag der Fokus auf neuer fachlicher Expertise und Sozialkompetenz, Führungsstärke und Coaching sowie neutralerer Sicht durch Externe.

Nach drei Monaten steht heute die neue, funktionstüchtige Betriebskommission. Zwei Sitze sind derzeit jedoch noch offen. Der eine ist bestimmt für die Stimme eines lokalen Arztes und der andere für einen Gesundheits-Experten, welcher vermutlich von ausserhalb des Bezirks kommen wird. Die 14 Delegierten haben das Prozedere und die Kandidaten einstimmig gewählt. Das neue Team unter Leitung der neuen Präsidentin ist motiviert, in Zukunft die Dinge aktiv und professionell an die Hand zu nehmen. Wie bereits ganz am Anfang des Prozesses offen deklariert und von allen Beteiligten erwünscht, suchte die Spurgruppe auch externe Fachkräfte, welche nicht mit der Vergangenheit verbunden sind, keine Verbindungen im Bezirk haben und somit einen neutraleren Standpunkt vertreten werden. Das war umso notwendiger, als sich keine freiwilligen, kompetenten, lokalen Mitglieder für das Amt fanden beziehungsweise solche sich schlichtweg nicht nominieren liessen. Gerne hätten wir die lokale Ärzteschaft in der Kommission vertreten gesehen, die Ärzte haben jedoch entschieden, noch zuzuwarten, bis die neue Betriebskommission konkrete Fortschritte erzielt. Im neuen Konzept ist deshalb vorgesehen, dass die Ärzteschaft vorderhand in regelmässigen Zeitabständen zu einem interaktiven Austausch mit dem Spital eingeladen wird. Mit den bestehenden Mitgliedern Clemens Grötsch und Reto Camenisch haben wir vor allem in Ersterem einen optimalen Vertreter als Gemeindepräsident von Affoltern, als Verbindungsglied zum Gemeindepräsidentenverband, Mitglied im Advisory Board der Gesundheitsdirektion sowie einen aktiv mitdenkenden, zukunftsorientier-

ten «Entwickler», «Lösungssucher» und Netzwerker. Beide Herren garantieren für Kontinuität und Historie. Speziell Freude macht uns die Zusage von Susanne Leuenberger (Affoltern), ehemalige Spital-Delegierte. Als explizite Finanzexpertin und Coach ist sie interessiert, tatkräftig an der Erarbeitung der Finanzzahlen und der Aufarbeitung und Beilegung der Vergangenheit mitzuwirken. Neu dazu stösst Jürg Burger (Aeugst) als Experte für öffentlich-rechtliche Aspekte und mit einem geschärften Auge für Strategieentwicklung und Change Management. Die Präsidentin Barbara Messmer (Zumikon) wird in einem separaten Interview zu einem späteren Zeitpunkt noch im Detail vorgestellt. Das Vizepräsidium und zwei Positionen sind zurzeit bewusst offen gelassen worden. Die neue Präsidentin und ihr Team werden sich in den nächsten Wochen weiter auf die Suche von spitalerfahrenen Spezialisten konzentrieren und so das Team baldmöglichst optimal ergänzen und zu gegebener Zeit in Ruhe auch über das Vizepräsidium entscheiden.

Rasche Suche nach geeignetem CEO Wir möchten diesen Artikel nicht abschliessen, ohne über weitere positive Entwicklungen zu berichten: Wir haben uns früh entschieden, dass sich eine kleine Gruppe exklusiv mit der Vergangenheitsbewältigung auseinandersetzt und sie zeitnah abschliesst. Der Rest des Teams fokussiert sich aber unbelastet und mit vollem Elan auf die Zukunft. Aus vielen Fehlern wurden Schlüsse gezogen und das Spital wie auch die Betriebskommission haben entsprechend interne Prozesse angepasst und abgesichert, eine externe Studie bestätigt für 2014 die ein-

wandfrei zugeordneten Kosten und Erträge auf die verschiedenen Kostenzentren. Die Qualität der Finanzzahlen ist in greifbarer Nähe und wird somit zukünftig endlich eine klare Aussage zum aktuellen Zustand des Spitals erlauben, wobei auch das neu in Betrieb gesetzte IT-System helfen wird. In Bälde liegt ebenfalls ein lange verlangtes Kommunikationskonzept zur Umsetzung bereit. Die wichtigsten Ziele der nächsten Monate sind jetzt die rasche Suche nach einem geeigneten CEO, das definitive Verabschieden der Rechnungen 2012, 2013 und 2014, das Präsentieren eines Finanzzahlen-Ausweises mit aussagekräftigen Zahlen und Fakten zu den einzelnen Spitalbereichen Akut, Langzeit und Rettungsdienst sowie das Aufgleisen der Strategieentwicklung und einer vernünftigen Kommunikation. Wir rufen jetzt schon die Bevölkerung, Ärzte, Politiker, Gemeindevertreter und vor allem die Trägerschaft, die 14 Bezirksgemeinden, zu einem lebhaften, zukunftsorientierten Dialog auf. Abschliessend möchten wir Beat Straubhaar, Spitalleiter a. i., unseren herzlichen Dank aussprechen für sein immer ruhiges, überlegtes und kompetentes Handeln während der vergangenen Monate. Ganz speziell gebührt auch dem gesamten Spitalteam unser grosser Dank für sein professionelles Arbeiten in turbulenten Zeiten. Wir sind alle überzeugt davon, dass uns ein guter Neustart gelingen wird, und wir alle hoffen auf ein zukünftig prosperierendes, lebhaftes Bezirksspital in Affoltern! Die Spurgruppe der Delegierten des Spitalzweckverbandes: Peter Hoppler, Christoph Kobel, Susanne Leuenberger, Priska Metzger, Frank Rutishauser


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«Das Wahlverfahren war nicht so, wie wir es in der Demokratie gewohnt sind» Interview mit Bertram Thurnherr zur Delegiertenversammlung des Spitalzweckverbands Die Delegiertenversammlung des Spitalzweckverbands vom vergangenen Donnerstag hat einige Fragen aufgeworfen. Der Hedinger Gemeindepräsident Bertram Thurnherr war Spitaldelegierter, Mitglied der Betriebskommission und Projektleiter neue Rechtsform – er kennt daher das Spital aus ganz unterschiedlichen Optiken. Nach der Delegiertenversammlung beantwortete er Fragen des «Anzeigers». Wie ist ihr genereller Eindruck der SpitalDelegiertenversammlung vom Donnerstag? Bertram Thurnherr: Durchzogen. Das Thema Rettungsdienst wurde vertagt, obwohl den Gemeinden seit Jahren viel zu viel Geld für den Rettungsdienst abverlangt wird, die Diskussion der Besoldungsordnung fand ich gegenüber der RPK respektlos, der Jahresabschluss 2014 hat gefehlt, obwohl er per 30.6.2015 beim Bezirksrat sein müsste. Noch offen sind Beschlüsse zu den Jahresrechnungen 2012 und 2013, auch sind die finanziellen Konsequenzen des per 1.1.2015 eingeführten eigenen Haushaltes nicht auf dem Tisch. Man hat es nicht einmal für nötig gehalten, über das weitere Vorgehen und die Termine zu informieren. Last but not least haben die BK-Wahlen einen speziellen Eindruck hinterlassen. ...............................................................

Ich habe mich an «Ostblock-Wahlen» erinnert ............................................................... Die Namen der drei neugewählten Mitglieder der Betriebskommission (BK) waren vor der Delegiertenversammlung streng geheim. Sie konnten sich nicht vorstellen, wurden nicht befragt, hatten keine Gegenkandidaten. Zudem wurde mit Susanne Leuenberger ein Mitglied der Findungskommission gleich selbst gewählt. Was halten Sie als Präsident einer Verbandsgemeinde von diesem Vorgehen? Ich habe mich an «Ostblock-Wah-

len» erinnert mit jeweils einem Kandidaten und fast 100 Prozent Zustimmung. Es ist absolut unverständlich, weshalb keine Transparenz herrschte, das ganze Wahlverfahren war nicht so, wie wir es in der Demokratie gewohnt sind. Wo sind die so oft beschworenen demokratischen Strukturen des Zweckverbandes geblieben? Dass sich eine Person aus der Findungskommission gleich selbst wählen lässt, haben viele Personen aus meinem Netzwerk als unappetitlich wahrgenommen. Ich war bestimmt nie ein Freund der BK von 2012, aber die BK-Ersatzwahlen im November 2012 wurden professionell und demokratisch durchgeführt. Die Betriebskommission hat sich in kürzester Zeit komplett erneuert. Ist dies eine Basis, um unbelastet die Zukunft anzugehen, oder eher ein Alarmzeichen? Beides. Es ist ein Alarmzeichen, dass das vergangene Jahr wieder ein verlorenes Jahr war, aber es ist auch eine Chance für die Zukunft, sofern die neue BK-Präsidentin über das nötige Leadership verfügt, um eine zukunftsorientierte Arbeit voranzutreiben und Veränderungen umzusetzen und sich nicht von rückwärtsorientierten formalen Themen treiben lässt. Sie haben im Abstimmungskampf für die neue Rechtsform vor anderthalb Jahren die Meinung geäussert, der Zweckverband eigne sich nicht mehr für die Führung eines Spitals, das mit seinem interdisziplinären Ansatz komplexen Finanzierungsmechanismen unterliegt, die zudem in letzter Zeit stark verändert worden sind. War das politische Rhetorik – oder bestehen ihre Zweifel am Zweckverband unverändert? Die Ergebnisse der letzten anderthalb Jahre bestätigen meine Meinung: Ausser der Statutenänderung für einen eigenen Haushalt und der im zweiten Quartal 2014 durchgeführten Bereinigungen von Falschbuchungen in den Rechnungsjahren 2012 und 2013 wurde sehr wenig erreicht: Die Spitalstrategie in dem seit 2012 stark veränderten Spitalumfeld ist offen, ein

konstruktives Rollenverständnis von Delegierten und Betriebskommission lässt weiterhin auf sich warten, die Kommunikation ist geprägt von Negativmeldungen, das Spital wird getrieben von Beschuldigungen der verantwortlichen Behörden, Untersuchungen und Beschwerden. Bestimmt sind Fehler gemacht worden, aber ausser den erwähnten und längst korrigierten Falschbuchungen und der bezüglich Volksrechten nicht korrekten Abwicklung des Vorhabens OVA-Areal waren all diese Fehler nicht erheblich, das heisst, es ist kein wirklicher Schaden – weder für die Gemeinden als Träger noch für das Spital selbst – entstanden. Die Strafanzeige gegen den früheren Spitaldirektor hat sich bei genauerem Hinsehen als «normaler» Arbeitsfehler herausgestellt. Selbstverständlich passieren auch in einer Aktiengesellschaft Fehler, aber das System ist so konstruiert, dass Korrekturen leichter möglich sind als in den formalen Strukturen eines Zweckverbandes mit vordergründig demokratischer Kontrolle, die sich aber inklusive Beschwerdewesen als nicht sehr wirksam erweist. Mit der neuen Rechtsform hätte sich das Spital ab 2014 mit einem professionellen Verwaltungsrat wirkungsvoll entwickeln können. Und es wäre insbesondere allen mental klar geworden, dass sich das Spital nicht mehr in der beschaulichen Form der Vergangenheit, sondern im Wettbewerb in der Spitallandschaft befindet, der nicht mit Formalien und Beschwerden zu gewinnen ist. Eine Delegierte hat am Schluss der Versammlung Applaus geerntet für den Aufruf, die Attacken von aussen auf alle, die sich für das Spital engagierten, sollten endlich beendigt werden. Wie wichtig ist die damit geforderte Ruhe für die Gremien, um endlich eine Strategie für die Zukunft zu erarbeiten? Das Anliegen der Delegierten ist absolut berechtigt, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass sich die geforderte Ruhe nicht verordnen lässt. Die «Ruhe» wird aber dann eintreten, wenn

Bertram Thurnherr erwartet von der neuen Betriebskommission des Spitals eine realistische Strategieentwicklung, um auch im Akutbereich weiterhin bestehen zu können. (Bild Erika Schmid) die Notwendigkeit von Veränderungen in der neuen Spitallandschaft anerkannt wird, wenn Veränderungsbereitschaft aller Beteiligter das nur Bewahrende ablöst, wenn Einzelinteressen von Delegierten, Mitgliedern der Betriebskommission und der Spitalleitung dem Gesamtinteresse des Spitals untergeordnet werden. ...............................................................

Sich auf die Stärken des Spitals fokussieren ............................................................... Welches sind Ihrer Meinung nach die Voraussetzungen dafür, dass das Spital Affoltern längerfristig überleben kann? Es braucht eine realistische Strategieentwicklung und -umsetzung. Dies ist nicht primär ein Dokument auf Hochglanzpapier, denn damit würden wir gar nichts verändern. Es braucht die Klärung, welche Rolle das Spital Affoltern künftig in der Spitallandschaft, in der die regionalen Grenzen längst unbedeutend geworden sind, spielen soll. Es braucht den Mut, sich

auf die zweifellos vorhandenen Stärken des Spitals zu fokussieren und Schwächen hinter sich zu lassen. Und genauso wie sich erfolgreiche Unternehmungen nach ihren Kunden orientieren, muss für das Spital das medizinische Patientenwohl im Zentrum stehen. Dies bedeutet für die Patienten eine optimale Nutzung aller verfügbaren Spitalangebote unter Berücksichtigung der heutigen Mobilität und Informationsmöglichkeiten zu ermöglichen, die es ihnen effektiv ermöglicht, die freie Spitalwahl zu verwirklichen. Der Patient wird immer dann ins Spital Affoltern kommen, wenn das Angebot besser ist als das anderer Spitäler. Und wenn die Patienten ein herausragendes Angebot des Spitals Affoltern nutzen, wird das Spital Affoltern langfristig überleben. Dies ist mit Veränderungsbereitschaft möglich – ein erster Tatbeweis kann im September 2015 mit entsprechenden Beschlüssen zum Rettungsdienst im Sinne des Patientenwohls erbracht werden. Interview: Bernhard Schneider

kommentar

Für die Langzeitpflege genügt ein Zweckverband ................................................... von bernhard schneider

E

s wäre falsch, die Schuld an den Problemen des Spitalzweckverbands einzelnen Personen, die sich mit dem Spital befassen, in die Schuhe zu schieben. Wenn in der Öffentlichkeit seit Jahren einzelne Exponenten angeschossen werden, die Verantwortung in den Spitalgremien übernehmen, stellt sich die Frage, weshalb ausgerechnet hier praktisch alle Beteiligten fehlbar sein sollen. Gemäss der mehrheitsfähigen Staatsauffassung in unserem Land reguliert die Demokratie wesentlich besser als jede Diktatur. Und es ist ein wesentlicher Teil des Rechtsstaats, dass nicht der Recht hat, der am lautesten die anderen anschuldigt, sondern dass Gerichte über Fehlbarkeit entscheiden. Das Spitalumfeld hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Es bestehen neue Regulierungen, die einerseits zwischen Langzeitpflege und Akutspital differieren, anderseits nach Unfallversicherungs- und Krankenversicherungsrecht. Die Umsetzungspraxis hat sich in den letzten Jahren in einem aufwendigen Prozess entwickelt.

Es wäre dennoch falsch, die Schuld an den Problemen des Zweckverbands den veränderten Rahmenbedingungen zuzuschieben. Der Grund für die neuen Regulierungen liegt in einem veränderten Menschenbild: Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts unterstanden alle Spitäler und Heime der sogenannten Objektfinanzierung, das heisst, die Öffentliche Hand bestimmte, welche Mittel einer Institution zukamen, und wies ihr die Patientinnen und Patienten zu. In den letzten zehn Jahren fand der Wechsel zur Subjektfinanzierung statt: Die Institutionen erhalten nur dann Mittel, wenn sie Leistungen für Patientinnen und Patienten erbringen. Was nach komplizierter Bürokratie tönt, entspringt dem durchaus sinnvollen und zeitgemässen Bestreben, den Menschen Wahlfreiheit zu geben, wo sie sich wie betreuen und pflegen lassen wollen. Dieses Ziel der Selbstbestimmung auch jener Menschen, die nicht mehr im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, führt zu einem Wettbewerb unter den Institutionen, die optimale Leistungen möglichst kostengünstig erbringen müssen, um bestehen zu können. Das Problem des Spitalzweckverbands besteht in einer

Rechtsform, die für gemeinsame Aufgaben der Gemeinden geschaffen worden ist. Dies ist zurzeit noch im Bereich der Langzeitpflege der Fall, weil die Gemeinden für deren Finanzierung zuständig sind. Die Anforderungen, welche die Langzeitpflege an die strategischen Gremien stellt, sind so beschaffen, dass sie von Milizgremien bewältigt werden können. Das Akutspital dagegen ist keine Aufgabe der Gemeinden mehr und es ist in seiner Struktur viel komplexer als die Langzeitpflege. Dies zeigt sich nur schon daran, dass in der Spitalleitung sieben Disziplinen des Akutspitals gegenüber gerade einer der Langzeitpflege vertreten sind und koordiniert werden müssen. Die Rahmenbedingungen werden im Akutspital vom Kanton und den Versicherungen bestimmt und die Patientinnen und Patienten entscheiden zunehmend selbst über die Spitalwahl. Entsprechend anspruchsvoll sind die strategischen Aufgaben, denn ein Spital muss im Wettbewerb bestehen, der über die Landesgrenzen hinausgeht. Hier ist der direkte Bezug zu den Gemeinden in der Umgebung des Spitals von untergeordneter Bedeutung. Die Verantwortli-

chen müssen vor allem hohen Anforderungen bezüglich strategischer Führung genügen. Wer das Spital Affoltern auf den Langzeitbereich beschränken will, kann daher getrost am Zweckverband festhalten. Wer hingegen das Spital mit seinem breiten, gut vernetzten Angebot beibehalten und ausbauen will, muss eine neue Rechtsform suchen. Wie schwierig dies politisch ist, hat die Abstimmung von November 2013 gezeigt, als eine Minderheit von vier Gemeinden die Umwandlung der Trägerschaft in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft verhindert hat, denn der Zweckverband ist angesichts des Einstimmigkeitsprinzips unter den Gemeinden kaum erneuerbar. Letzte Woche wurden drei neue Mitglieder der Betriebskommission (BK) gewählt als Nachfolge für Mitglieder, die nach kurzer Zeit ihre Funktionen zur Verfügung gestellt haben aufgrund ihres Eindrucks, in diesen Strukturen seien die Reformen, die das Spital dringend benötige, nicht in der zur Verfügung stehenden Zeit umzusetzen. Zwei weitere Mitglieder haben ihren Rücktritt eingereicht. Vor der Wahl der neuen BK-Mitglieder bestand vollständige Geheimhaltung der Namen. Es bestand keine

Auswahl, die Wahlen verliefen einstimmig, obwohl sich die Gewählten nicht vorstellen durften und ihnen auch keine Fragen gestellt werden konnten. Ausser der Findungskommission, der zudem eine der Gewählten selbst angehört hat, kann niemand beurteilen, ob die Gewählten der nicht deklarierten künftigen Spitalstrategie entsprechen. Dabei wären spitalpolitische Zielsetzungen und spezifische Fähigkeiten der neuen BK-Mitglieder für den dringend notwendigen strategischen Prozess, den das Gremium zu leiten hat, entscheidend. Möchten sie am heutigen Spitalkonzept festhalten oder sich auf die Langzeitpflege beschränken? Wird diese Frage weiterhin unter den Tisch gewischt, braucht es keine hellseherischen Fähigkeiten für die Prognose, dass sich diejenigen Stimmen durchsetzen könnten, die den Ersatz für das Altersheim Seewadel an der Stelle des heutigen Akutspitals bauen wollen. Zur Erhaltung des Modells Affoltern ist hingegen aktives Handeln erforderlich, um mit einer flexiblen Struktur auf die Anforderungen sowohl des Marktes als auch der Kantone und Versicherungen reagieren zu können.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Juni 2015

Neue Technologien lösen positive Emotionen aus Eco-Mobil on Tour in Hedingen mit Testfahrten und einer Fachtagung Am Freitag und Samstag hat Eco-Mobil on Tour auf dem Areal der Ernst Schweizer AG in Hedingen energieeffiziente Fahrzeuge gezeigt und für Testfahrten zur Verfügung gestellt. Die in den Anlass integrierte Fachtagung hat das Thema «95 Gramm Kohlendioxid» aus unterschiedlicher Optik beleuchtet und damit ein differenziertes Bild ergeben. ................................................... von bernhard schneider Kantonsrat Olivier Hofmann, Präsident des Vereins EnergieRegion Knonauer Amt, dem Presenting Partner des Anlasses, äusserte sich sehr zufrieden. Die differenzierten Beiträge an der Fachtagung hatten zu einer Diskussion auf hohem Niveau geführt. Viele Besucherinnen und Besucher kamen – im Gegensatz zu früheren Anlässen – nicht nur aus generellem Interesse an neuen Fahrzeugen, sondern auch, um konkret ein energieeffizientes Fahrzeug zu kaufen.

Zielwert ohne Komfortverlust erreichbar Thomas Bütler, der Leiter der Abteilung Fahrzeugantriebssysteme der EMPA, vermittelte an der Fachtagung einen Überblick über die aktuelle Situation. Die Schweiz weise mit einem mittleren Fahrzeuggewicht von nicht weniger als 1506 Kilogramm einen hohen Anteil schwerer Fahrzeuge auf und sei mit mittleren CO2-Emissionen von 136 Gramm pro Kilometer alles andere als vorbildlich. Die Überschreitung des Zielwerts um mehr als 5 Gramm führe zu Strafzahlungen der Branche von zurzeit 95 Millionen

Franken pro Jahr. Dabei seien heute effiziente Autos erhältlich, die ohne Komfortverlust bereits heute den Zielwert 2020 von 95 Gramm CO2 pro Kilometer unterschritten. Damit Elektroautos tatsächlich kein oder nur wenig CO2 ausstossen, ist einheimische Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen erforderlich. Die Ernst Schweizer AG, Metallbau, war deshalb der ideale Gastgeber für den Anlass: Hier werden einerseits Sonnenenergie-Systeme hergestellt. Gleichzeitig führt das Unternehmen eine transparente Unternehmens-Ökobilanz, die neben allen betrieblichen Aspekten auch den Arbeitsweg der Mitarbeitenden erfasst. Um diese Bilanz positiv zu beeinflussen, schafft das Unternehmen Anreize, um das Pendeln mit Velo, E-Bike oder Öffentlichen Verkehrsmitteln zu fördern.

Unterhaltsarbeiten sind rückläufig Der Geschäftsführer der Emil Frey AG, Toyota-Lexus-Zürich, Markus Hesse, legte seine Sicht als Garagist dar. Der Fachhändler kämpfe damit, dass Unterhaltsarbeiten seit Jahren rückläufig und bei Elektromobilen nochmals deutlich weniger oft erforderlich seien. Er könne am Markt bestehen, wenn er zum Ansprechpartner seiner Kunden für alle Fragen der individuellen motorisierten Mobilität werde. Wenn der Kunde die laufenden Kosten reduzieren wolle, verringere sich automatisch auch der CO2-Ausstoss. Während Thomas Hügli, Swisspower, für eine clevere Kombination aller Verkehrsmittel plädierte, stellte Matthias Möller, der Leiter der Sektion Energiewirtschaft des Kantons Zürich, fest, dass der Weg dazu noch weit sei. Dem Wohlstand entsprechend zähle die Schweiz zu den am stärksten motorisierten Ländern der Welt. Gleich-

zeitig sei der durchschnittliche CO2Ausstoss pro Kilometer in keinem anderen europäischen Land so hoch wie hier. Immerhin sei der Strommix in der Schweiz sehr gut, was ein gutes Zeichen im Hinblick auf die Elektrifizierung der Autos darstelle – fahre man nämlich mit Strom aus dem Kohlekraftwerk, seien die CO2-Emissionen höher als mit einem modernen Benzin- oder Dieselfahrzeug.

Ökofahrzeuge der Post sind rentabel Über die meisten Erfahrungen mit effizienten Fahrzeugen verfügt die Post. Wie Alfred Huber von Mobility Solutions ausführte, beschafft die Post zwei-, vier- und vor allem dreirädrige Elektrofahrzeuge, Gastransporter sowie Busse mit Brennstoffzellen. Letztere seien zurzeit noch sehr teuer, die Gasfahrzeuge dagegen bereits technologisch ausgereift und die Elektrodreiräder von Kyburz bezüglich Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit derart überlegen, dass die Postzustellung weitgehend auf diese Fahrzeuge umgestellt werde. Das Fazit von Alfred Huber: «Alternative Antriebe können heute bereits rentabel betrieben werden.» Der Projektleiter von «Eco-Mobil on Tour», Urs Schwegler, zeigte auf, dass gerade im Bereich kleiner Fahrzeuge in den letzten Jahren völlig neue Verkehrskonzepte entwickelt worden sind. Neben Nutzfahrzeugen wie dem Post-Scooter haben sich die E-Bikes am Markt bereits durchgesetzt. E-Scooters wie die in der Schweiz entwickelten Fahrzeuge von vRbikes und Etrix werden qualitativ laufend verbessert. Erfreulich ist, dass mit BMW mittlerweile ein grosser, prestigeträchtiger Hersteller in diesen Markt eingestiegen ist. Als Quad zugelassene Kleinmotorfahrzeuge wie der Renault Twizy sind eine kostengünsti-

Der Präsident des Vereins EnergieRegion Knonauer Amt, Kantonsrat Olivier Hofmann, nach der Probefahrt mit einem Renault Twizy. Er erwartet vom Kanton und den Gemeinden, dass sie bei der Fahrzeugbeschaffung eine Vorbildfunktion wahrnehmen. (Bild Erika Schmid) ge Alternative zum Auto für vielerlei Bedürfnisse.

Unternehmerischer Mut Jürg Brand, als Unternehmer mit vRbikes einer der Vorreiter der E-ScooterBranche in der Schweiz, begrüsst, dass sich der Markt langsam entwickelt. So wie der Toyota Prius als erstes HybridAuto bei seiner Einführung vor knapp 20 Jahren noch von Kinderkrankheiten geprägt gewesen sei, heute aber perfekt funktioniere, habe auch vRbikes Lehrgeld bezahlen müssen. In einem inspirierenden Vortrag wies er darauf hin, dass sich der Benzinantrieb in den Weltkriegen durchgesetzt

habe, da Benzin unter Kriegsbedingungen einfacher mitzuführen sei als Strom. Aus der Panzertechnologie heraus seien die Autos mit Verbrennungsmotoren entwickelt worden. Die Optimierung kleiner Elektromotoren benötige ebenso Zeit – und eine Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen der Mobilität: «Das Thema ist komplexer und unbequemer, als üblicherweise reflektiert.» Unabhängig von den Diskussionen an der Fachtagung liess sich feststellen, dass die an der Ausstellung gezeigten Fahrzeuge eine wichtige Voraussetzung erfüllen, um sich langfristig am Markt durchzusetzen: Sie lösen positive Emotionen aus.

«Spezialisierte Angebote für Menschen ab 65 fehlen» Wohnhuus Meilihof in Ebertswil feierte das Fünf-Jahre-Jubiläum Am Samstag feierte das Wohnhuus Meilihof das fünfjährige Bestehen im Rahmen eines Tags der offenen Tür. Für die Stiftung Wohnraum für jüngere Behinderte (Wfjb) als Trägerin des Hauses ist der erfreuliche Anlass eine Motivation, an weiteren Zukunftsmodellen zu arbeiten. Für Menschen mit körperlichen Behinderungen und insbesondere mit Hirnverletzungen bestehen nach dem Eintritt ins AHV-Alter kaum passende Wohnräume mit spezialisierter Betreuung, stellt Thomas Albrecht, Geschäftsführer der Stiftung Wfjb, fest. Was die Stiftung bereits heute für Menschen unter 65 leistet, bedarf seiner Meinung nach einer Fortsetzung.

Besondere Bedürfnisse In den letzten Jahren konnten die Angebote beispielsweise für Menschen, die an einer Demenzkrankheit leiden, stark ausgebaut werden. Hirnverletzungen stellen demgegenüber Anforderungen, die heute für ältere Menschen kaum abgedeckt werden. Eine Hirnverletzung kann zu körperlichen Defiziten führen, beispielsweise einer halbseitigen Lähmung. Sie kann auch logopädische Probleme verursachen, welche die Verständigung erschweren bis verunmöglichen. Sie kann Orien-

tierungsprobleme auslösen. Oder sie kann Verhaltensauffälligkeiten bewirken als Folge der schwierigen Situation, dass sich die Gedankenwelt nicht mehr in die Realität umsetzen lässt. Möglich sind aber auch Kombinationen all dieser Symptome. Menschen mit Hirnverletzungen erfordern daher ein Betreuungsnetz, das interdisziplinär arbeitet. Dies stellt an die Betreuerinnen und Betreuer besondere Anforderungen, da der Psychiatriepfleger unter Umständen auch in der Lage sein muss, beim Nachtessen sicherzustellen, dass sich eine Patientin oder ein Patient nicht mit Gabel und Messer verletzt. Als optimal haben sich Wohngruppen von fünf bis acht Personen erwiesen, erläutert Thomas Albrecht weiter. Im Meilihof ist eine Betreuung auf diesem Level sichergestellt. Einerseits sind der Meilihof und die anderen Wohnhäuser der Stiftung Wfjb voll ausgelastet. Anderseits verhindert das Subventionssystem, dass eine Institution, deren Leistungsvereinbarung Menschen unter 65 Jahre betrifft, sich um Menschen im AHV-Alter kümmert. Thomas Albrecht sieht zwei mögliche Zukunftsmodelle für seine Stiftung: Entweder wird eine zweite Stiftung für ältere Menschen mit Behinderung gegründet, die quasi eine «Stöcklilösung» bietet. Oder die Stiftung findet einen Kooperationspartner, der geeignete Betreuungs- und Wohnstruk-

turen für ältere Menschen mit Hirnverletzungen schafft.

Brücken schlagen Der Meilihof bietet 22 erwachsenen Menschen mit einer Körperbehinderung oder einer Hirnverletzung einen persönlichen und gemeinschaftlichen Wohn- und Lebensraum. Der Name stammt vom Ebertswiler Heiri Meili, dessen Erbe die Verwirklichung dieses dritten Hauses der Stiftung Wfjb ermöglichte. Der Meilihof sei heute positioniert als «modernes Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitswesen», erklärte Vizepräsident Jürg Meier in seiner Jubiläumsansprache. Gemessen werde die Institution einerseits an den Leistungen für die Bewohnerinnen

und Bewohner, anderseits an den Kosten. Der Kanton kürze die Staatsbeiträge kontinuierlich, doch Geschäftsleitung und Stiftungsrat hätten ihre Hausaufgaben frühzeitig gemacht und dafür gesorgt, dass die Stiftung mit ihren Wohnhäusern heute auf einer soliden finanziellen Grundlage stehe. Die Qualitätskontrolle zeige, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Meilihofs mit den Leistungen zufrieden seien. Sorge bereite der Fachkräftemangel, der sich im Gesundheitswesen weiter zuspitze: «Eine Antwort darauf ist die Verbesserung der Anstellungs- und Arbeitsbedingungen.» Das Betriebsklima sei dabei für die Mitarbeitenden ebenso wichtig wie für die Bewohnerinnen und Bewohner. Gefragt sei deshalb nicht eine herkömm-

liche «Führung», die von Organisation, Planung und Controlling geprägt und auf Resultate ausgerichtet sei, sondern «Leadership», das inspiriere, motiviere, getragen von allseitiger Identifikation und Wertschätzung: «Wer erfolgreich führen will, muss immer neue Brücken schlagen.» Wie immer bei solchen Anlässen durfte die Stiftung auf die Unterstützung des Lions Clubs Knonauer Amt zählen. Als Attraktionen traten die Steelband Aruba aus Affoltern sowie der Zauberer und Komiker Peter Honegger auf. Das Wetter begünstigte das gemütliche Zusammensein auf dem Hof zwischen der Häusergruppe, vor dem HofKafi, das tagtäglich einen wichtigen Beitrag zur Integration des Meilihofs in Ebertswil leistet. (bs.)


Forum

Dienstag, 2. Juni 2015

Grünliberale mit Fragen zum Spital

…übrigens, das Spital existiert! Wenn man die Meldungen und Kommentare der letzten Wochen und Monate mitverfolgt, so ist beinahe in Vergessenheit geraten, dass es noch einen gut funktionierenden Spitalbetrieb gibt. Wenige Kommentare haben festgehalten, wie gut das Angebot ist und mit welchen hochstehenden Leistungen die Patienten versorgt werden. Inserate und Meldungen dominierten, die feststellen wollen, dass alles zum Schlechten stehe und vor allem wie es besser gemacht werden könne. Unbegründete und falsche Behauptungen sowie persönliche Diffamierungen fanden laufend und ungefiltert Eingang in die Berichterstattung des «Anzeigers». Es ist jedoch nicht zu verhehlen, dass in der Vergangenheit insbesondere formale . . .) Fehler gemacht wurden. Diese rechtfertigen jedoch die persönlichen Angriffe und Beleidigungen an die Adresse von verschiedenen Personen in keiner Art und Weise, insbesondere nachdem untersucht wird, welche sogenannten Verfehlungen überhaupt vorgekommen sind

und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind! Es ist aber beruhigend zu wissen, dass es im Bezirk ein Spital gibt, das trotz widriger Umstände gute Leistungen an Patienten erbringt, dies in Ergänzung zu den praktizierenden Hausärzten. Das Angebot ist, wie kaum in einer anderen Region, auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt. Gerade in der «Altersmedizin», im Angebot «Mutter/Kind» und in der Integration der allgemeinpsychiatrischen Versorgung im Akutspital, aber auch in der «Palliative Care» nimmt es eine Sonderstellung ein und hat sich damit eine besondere Position geschaffen, indem Patienten auch aus anderen Bezirken an das Spital kommen. Auch das stationäre Angebot der Akutmedizin (Chirurgie, Medizin, Gynäkologie/Geburtshilfe) und der Psychiatrie ist der Region angepasst und wird für Spezialdisziplinen (Orthopädie, HNO, Wirbelsäulenchirurgie etc.) durch Belegärzte ergänzt. Stabile Kooperationen mit anderen Spitälern ermögli-

chen die rasche Verlegung von Patienten, die nicht am Spital Affoltern selbst versorgt werden können. Die Spitalverantwortlichen haben es in der Vergangenheit verstanden, das Angebot so zu gestalten, dass es auch künftigen Ansprüchen gewachsen ist. Nicht der Wettbewerb in der Spitzenmedizin, sondern die Suche nach dem passenden Angebot in der Nische, als Ergänzung zum somatischen Grundangebot in der Region, steht im Vordergrund. Nicht zuletzt hat auch die besondere Behandlungsphilosophie, das «Modell Affoltern», dazu beigetragen, dass das Spital im umkämpften «Gesundheitsmarkt» einen Bestand hat und ein attraktiver Arbeitgeber bleibt. Das Spital verfügt über erfahrene Mediziner, gut ausgebildete Pflegefachkräfte und medizintechnische Fachleute sowie motivierte Mitarbeitende in den Bereichen, die nicht unmittelbar am Patienten arbeiten. Die Widerwärtigkeiten der vergangenen Monate sind jedoch nicht an allen spurlos vor-

beigegangen. Viele haben sich ob den dauernden Angriffen gefragt, ob das Spital noch eine Zukunft hat. Es kann aber festgehalten werden: das Spital hat Zukunft! Schon vom Angebot her, aber auch finanziell ist es wieder im Aufwind. So schliesst die Jahresrechnung 2014 mit einem moderaten Ertragsüberschuss ab und auch der 1. Quartalsabschluss 2015 zeigt, dass das Spital finanziell die Talsohle durchschritten hat. Es gibt aber noch viel zu tun. Besser und selbstbewusster werden muss die Kommunikation nach innen und aussen. Damit kann der permanenten Kritik seitens des Vereins Pro-Spitalzweckverband, der seine diffamierenden Veröffentlichungen damit rechtfertigt, er sei für die Erhaltung des Spitals, hoffentlich wirksam begegnet werden. Die Spitalverantwortlichen und die Mitarbeitenden sehen der Zukunft optimistisch entgegen. Im Namen der Spitalleitung Beat Straubhaar, Direktor a. i.

«Echte Wahl» oder Propaganda?

Barbara Laasch für Schulpflege Wettswil

Artikel zur Ersatzwahl der Primarschule Ottenbach, «Anzeiger» vom 22. Mai.

Liebe Wettswiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, ich war am letzten Dienstag am Hearing betreffend Wahlen der Primarschulpflege Wettswil. Meine zwei Kinder stehen am Anfang ihrer Schulausbildung und die gewählte Person wird ihre Schulzeit mitprägen. Da ich keine der Kandidierenden persönlich kannte, wollte ich sehen, welchen Eindruck die drei Personen machen, um mir eine Meinung für die Wahlen vom 14. Juni 2015 bilden zu können. Frau Barbara Laasch ist mir an diesem Abend sehr positiv aufgefallen. Ich finde, sie hat ihre Standpunkte sympathisch, ruhig und sachlich vertreten und konnte dabei viel von ihrer Erfahrung als Mutter zweier Töchter, die in Wettswil zur Schule gingen, miteinbringen. Sie gab mir das Gefühl, das Schulsystem gut zu kennen und, dass sie eine engagierte und akti-

Irritierend, dass ein Mitarbeiter des «Anzeigers» einen Artikel über die Ersatzwahl der Schulpflege in Ottenbach verfasst und dieser nicht neutral, sondern offensichtlich parteiisch formuliert wird. Wenn ein Redaktor einen Artikel zur Wahl des Ersatzmitglieds der Schulpflege verfasst, erwarten wir, dass sorgfältig recherchiert und sachlich, gemäss Fakten, und nicht einseitig berichtet wird. Dieser Grundsatz wurde im erwähnten Artikel nicht befolgt. Dies zeigt sich in der irreführenden Aussage, Daniela Burkart engagiere sich im Elternrat. Daniela Burkart war bisher nie Mitglied des Elternrats der Primarschule Ottenbach, sie hat einzig, wie einige andere auch, bei der Organisation und Durchführung der Kinderfasnacht mitgeholfen. Zudem ist es augenfällig, dass ein Familienmitglied des Verfassers namentlich als Unterstützerin auf dem Wahlflyer von Daniela Burkart aufgelistet ist. Bei Dominique Morf hingegen wurden die Gegebenheiten verzerrt und zu ihren Ungunsten dargestellt. Sie ist ausgebildete Primar- und Reallehrerin sowie schulische Heilpädagogin. In diesen Funktionen arbeitet sie seit 30 Jahren intensiv auf allen Schulstufen der Primar- und Oberstufe, auch in Führungspositionen. Zudem ist Dominique Morf Mitglied in diversen schulrelevanten Behörden, Gremien und Kommissionen. Dadurch verfügt Dominique Morf über ausgezeichnetes Fachwissen und wertvolle Erfahrung.

Die Schulpflege ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung und Führung der Schule. Es ist gut, dass die Stimmberechtigten bei der Ersatzwahl eines Mitglieds der Primarschulpflege vom 14. Juni 2015 die Wahl zwischen zwei Kandidatinnen haben. So können sie wählen, ob sie familiäre Verwurzelung und persönliche Verbindungen zu Parteimitgliedern im Dorf oder ausgewiesene Fachkompetenz und echte Unabhängigkeit in den Vordergrund stellen. Corinne und Marc Stuber, Sara Steiner, Daniela Hegetschweiler Ottenbach * Martin Mullis ist freier Mitarbeiter des «Anzeigers» und nicht Redaktor. So viel zum Thema «sorgfältige Recherche». Die Redaktion hat ihn gebeten, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Nachfolgend seine Entgegung: «Die Vorwürfe der Leserbriefschreiber entbehren jeder Grundlage. Wie Sie selber festhalten, hat sich die Kandidatin Daniela Burkart im Elternrat auch tatsächlich engagiert. Die zwölf Zeilen je Kandidatin im Artikel enthielten die gleichen sachlichen Informationen über die Person und den Beruf. Zusätzlich habe ich mich mit Dominique Morf in einem persönlichen Gespräch ausführlich unterhalten. Als völlig absurd muss der Einwand, dass meine Frau eine Kandidatin auf einem Flyer namentlich unterstützt, bezeichnet werden. Vielleicht ist es den Unterzeichnenden entgangen, dass wir immerhin das Jahr 2015 schreiben und es Frauen gibt, welche sich ohne Erlaubnis des Ehemannes politisch aktiv betätigen dürfen.» Martin Mullis

«Ein Tausendsassa»! Ersatzwahl zur Schulpflege Ottenbach. «Ein Tausendsassa!», wird sich manche Ottenbacherin, mancher Ottenbacher beim Lesen des vierfarbigen Hochglanzflyers von Dominique Morf gedacht haben. Da wird ein wahres Feuerwerk an positiven Eigenschaften gezündet, welche den Ausschlag zur erfolgreichen Wahl geben sollten. Und das politische Spektrum, welches diese Frau abdeckt! Es reicht von den Grünen über SP, CVP, FDP bis zur SVP. Fast schade, dass die Autopartei nicht mehr existiert, mit dem Offroader wäre sie vermutlich auch dort wohl angesehen. Ein parteipolitisches Chamäle-

on also. Da stellt sich einem schon die Frage: Warum hat sie nicht längst die Chamäleon-Partei gegründet? Die Antwort ist simpel: Wer gibt schon einer Partei die Stimme, bei welcher nicht klar ist, welche Farbe (Gesinnung) jeweils gerade die Oberhand hat? Es gilt halt noch immer das Sprichwort: «Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst die niemand kann». Da halte ich mich doch viel lieber an eine Frau, die in Ottenbach bestens verankert ist und sich für das Dorf und seine Bevölkerung auch vielfach engagiert hat. Ich wähle Daniela Burkart in die Schulpflege. Fridolin Egger, Ottenbach

ve Schulzeit mit ihren Kindern an der Schule Wettswil erlebt hat. Dies sicherlich auch, weil sie sich während sechs Jahren im Elternrat engagierte und davon drei Jahre als Präsidentin tätig war. Während dieser Zeit wurden die Besuchs-Morgen ins Leben gerufen und sie war beim Hortbau im Schulhaus Wolfetsloh beteiligt. Frau Laasch scheute sich nicht, die Fragen in der Runde als Erste zu beantworten und Stellung zu beziehen ohne die Meinung der beiden anderen Kandidaten bereits zu kennen. Ich finde, Frau Barbara Laasch bringt die idealen Voraussetzungen mit, um in der Schulpflege mitzuarbeiten. Ihre besonnene Art, ihr bisheriges Engagement und ihre Erfahrungen sprechen für sie. Sie ist eine von uns. Und ich werde ihr auf jeden Fall meine Stimme geben. Cécile Simonet, Wettswil

14. Juni: Keine neuen Steuern! Nein zur Erbschaftssteuer-Initiatrive. Eine linke Allianz, bestehend aus EVP, SP, Grünen und Gewerkschaften, will mit der Volksinitiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV» unter falschem Deckmantel eine neue Steuer einführen. Mit dieser «Erbschaftssteuerreform» soll den Kantonen die entsprechende Steuerkompetenz entzogen werden – und somit auch die Steuereinnahmen. Einzig ein Drittel der vereinnahmten Steuergelder würde den Kantonen noch verbleiben. Ob sie damit den enormen bürokratischen Aufwand für die Steuereintreibung decken könnten, ist höchst fragwürdig.

Bereits heute klar ist aber, dass die Verschiebung der Steuerkompetenz von den Kantonen zum Bund auch eine steuerliche Mehrbelastung zur Folge hätte. Denn entgegen den meisten bestehenden kantonalen Erbschafts- und Schenkungssteuern würden neu auch die direkten Nachkommen, also Kinder und Enkelkinder gleich steuerpflichtig wie alle übrigen entfernten Verwandten. Dies ist ungerecht. Die Initiative schwächt den Mittelstand und nimmt der nächsten Generation notwendige finanzielle Mittel weg. Daher ist klar, die Volksinitiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV» gilt es mit einem Nein abzulehnen. Marco Tanner, Vorstand HEV, Albis

Martin Heusser als Friedensrichter Zum Friedensrichter würde ich einen Menschen mit möglichst viel Berufserfahrung aus dem sozialen Bereich wählen. Wenn gepaart mit Jugendfrische eine gute Portion Altersweisheit durch Lebenserfahrung dazukommt, ist der ideale Kandidat gefunden. Das

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haben die Obfelder Stimmbürgerinnen und Stimmbürger offensichtlich im ersten Wahlgang auch so gesehen. Da ich Martin Heusser seit Jahren sehr gut kenne, empfehle ich ihn zur Wahl als Friedenrichter mit Überzeugung.Dr. med. Urs Glenck, Ebertswil

Mitglieder der Grünliberalen stellen zurzeit an verschiedenen Gemeindeversammlungen die folgende Anfrage: Mit Interesse haben wir die Berichterstattung im «Anzeiger» bezüglich des Spitals Affoltern gelesen. Die Spital-Betriebskommission gesteht darin ein, in ihrer Tätigkeit gravierende Fehler gemacht zu haben. So gravierend, dass sie sich öffentlich entschuldigt und aufsichts- und haftungsrechtliche Massnahmen prüft. Wir begrüssen diese Initiative, die Vergangenheit zu klären, denn dadurch kann auch die Zukunft wieder guten Mutes in Angriff genommen werden. Als Einwohner diverser Gemeinden des Knonauer Amtes sind wir Miteigentümer und Mitfinanzierer des Spitals Affoltern. Unsere Vertretung sind die Delegierten, je eine Person aus jeder Gemeinde. Diese haben unsere Interessen zu vertreten, bilden die Oberaufsicht über den Zweckverband und tragen somit die diesbezügliche vollumfängliche Verantwortung. Für uns ist klar, dass alle Anschuldigungen geprüft und offengelegt werden müssen. Es ist insbesondere zu klären, inwiefern: – die Mitglieder der Betriebskommission und der Spitalleiter fehlerhaft vorgegangen sind und orientiert haben – die Mitglieder der Delegiertenversammlung ihre Aufsichtspflicht nicht wahrgenommen haben – die Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission ihren finanzrechtlichen Verpflichtungen nicht nachgekommen sind. Das Spital muss sich täglich den gesundheitspolitischen und ökonomischen Herausforderungen stellen. Damit qualitativ hochstehende und effiziente Arbeit geleistet und somit die Weiterexistenz gesichert werden kann, muss in den Betrieb Ruhe einkehren. Dies beinhaltet auch eine kompetente, professionelle Führung. Auch hierzu tragen die Delegierten die Verantwortung. Wir haben daher folgende Anfragen im Namen der Grünliberalen an die Gemeindevorsteherschaften/Gemeinderäte der Gemeinden: Wir bitten um Stellungnahme durch die Gemeindevorsteherschaft oder die Delegierte/den Delegierten des Spital-Zweckverbandes über: – den aktuellen Stand der Aufarbeitung – die Begründung, warum die möglichen Vergehen nicht von der Delegiertenversammlung und von der Rechnungsprüfungskommission erkannt und geahndet wurden – die Sicherstellung, wie die möglichen Vergehen in Zukunft verhindert werden können – die Vision und Strategie aus Sicht des Gemeinderates für die Zukunft des Spitals Affoltern – die Kostenfolgen für die Gemeinden bezüglich der möglichen Vergehen der damals zuständigen Betriebskommission. In diesem Sinne unterstützen wir auch das Bestreben der Spurgruppe der Delegierten, die Vergangenheit aufzuarbeiten und abzuschliessen, damit die Energie wieder auf die Zukunft des Spitals im positiven Sinne gerichtet werden kann. Ronald Alder, Vorstand Grünliberale Knonauer Amt

Abstimmungsvorlagen vom 14. Juni Meinungen zu den Abstimmungsvorlagen vom 14. Juni platziert der «Anzeiger» letztmals in der Dienstagausgabe, 9. Juni. Beiträge müssen die Redaktion bis Samstag, 6. Juni, 12 Uhr, erreichen. Kurze Stellungnahmen haben bessere Abdruckchancen. Bitte jeweils die vollständige Adresse angeben. (Red)


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Nahost-Konflikt

Guy Krneta und Michael Pfeuti hinterliessen in Affoltern einen bleibenden Eindruck. > Seite 15

Info- und Denkveranstaltung mit Tim Guldimann und Erich Gysling in Affoltern. > Seite 17

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1200 Jugendliche Perfekte Organisation und Wetterglück am Jugendsporttag in Obfelden. > Seite 21

Moderner Holzbau und traditionelles Zimmermannshandwerk Seit 25 Jahren in Ebertswil: Brönnimann Holzbau AG

Bei der Preisübergabe von links: Roman Zimmermann (Leiter Velos), Virginia Schmid (1. Preis), Americo Rios (2. Preis) und Jürg Obrist (Geschäftsführer). (Bild tst.)

Obrist Radsport kürt die Gewinner Preisübergabe vom Jubiläums-Wettbewerb Mitte April hat Obrist Radsport in Hedingen das 25-jährige Bestehen gefeiert. Am Mittwoch durften die Wettbewerbs-Gewinner ihre Preise entgegennehmen. Seit der Gründung vor einem Vierteljahrhundert hat sich das ZweiradFachgeschäft in Hedingen weit über die Grenzen des Säuliamts einen guten Namen erarbeitet. Das besondere Jubiläum wurde Mitte April mit einer besonderen Frühlingsausstellung gefeiert. Vor allem der Elektrovelo-Bereich sei auf grosses Interesse gestossen, verrät Jürg Obrist.

Den Hauptpreis – einen 300-Franken-Einkaufsgutschein – holte sich Virginia Schmid, einen 200-FrankenGutschein durfte Americo Rios abholen und für Rafael Suter gibt es noch 100 Franken. Rios, der erst kürzlich einen schweren Sturz erlitten hatte, wird seinen Preis in einen neuen Helm investieren. «Das mache ich auch», meint Virginia Schmid. Helm habe sie zwar schon einen, «aber keinen schönen», erklärt sie. Dazu gab es für alle Gewinner noch ein Glas Honig – schliesslich ist Jürg Obrist nicht nur Zweirad-Fachmann, sondern auch Imker. (tst.)

Gegründet wurde der Familienbetrieb bereits 1949 in Rüschlikon und im Jahre 1990 eröffnete das Unternehmen in Ebertswil im Säuliamt einen neuen Standort. Mit dem Inhaber Reto Brönnimann wird das klassische KMU heute bereits in der dritten Generation betrieben. Die moderne Holzbaufirma beschäftigt 17 gelernte Zimmerleute, sowie drei Lernende, davon sogar eine junge Frau (in der Fachsprache, eine Zimmerin). Im Jahre 2005 wurde die Firma Brönnimann in die Hoch- und Tiefbau AG sowie Holzbau AG aufgeteilt. Seit 2010 führt Reto Brönnimann die Firma Holzbau AG als Alleininhaber. Im grossen Betriebsgebäude in Ebertswil mit Abbundhalle für Elementbau zeugen grosse Holzelemente und Bearbeitungsmaschinen von der Vielseitigkeit der weitherum bekannten Firma.

Keine Grenzen für gestalterische Wünsche im Holzbau Alleininhaber Reto Brönnimann, Gemeinderat und Hochbauvorsteher der Gemeinde Hausen, darf eine umfassende Referenzliste vorweisen und seine Kunden stammen sowohl aus dem Säuliamt als auch vom linken Seeufer von Wädenswil bis in die Stadt Zürich. Der Firmenname Brönnimann Holzbau AG steht in erster Linie für traditionelles Zimmermannshandwerk verbunden mit den modernsten Techniken des Holzbaus. Den gestalte-

Inhaber Reto Brönnimann vor einem im Bau befindlichen Bauelement in der Werkhalle. (Bild Martin Mullis) rischen Möglichkeiten mit Holz sind praktisch keine Grenzen gesetzt, so dass auch anspruchsvollen Kunden fast sämtliche Wünsche erfüllt werden können. Am ersten Juni-Wochenende soll nun der langjährige Standort in Ebertswil gebührend gefeiert werden.

Am Freitag, 5. Juni, wird mit geladenen Gästen und am Samstag, 6. Juni, mit der Belegschaft, mit Familie und Freunden ein Firmenfest veranstaltet. (mm) Brönnimann Holzbau AG, Moosstrasse 9, Ebertswil, Telefon 044 764 02 96, www.broe-holzbau.ch.

Das Einkaufen soll ein Erlebnis sein Die gelenkschonende Modeboutique Fashion Dreams, Affoltern: Eröffnung am Samstag Sportart Am kommenden Samstag, 6. Juni, lädt Karin Schlatter zur Eröffnung ihrer Modeboutique Fashion Dreams an die Zürichstrasse 55 in Affoltern. Es lockt ein Eröffnungsrabatt von 10 %. Klein aber fein ist sie, die neue Boutique von Karin Schlatter. Ihre Mode richtet sich im mittleren Preissegment an die junge oder junggebliebene, moderne Frau. Das Einkaufen soll ein Erlebnis sein und die Kundin das Geschäft mit einem Lächeln verlassen. «Die Kundin soll sich bei mir wohlfühlen», erklärt Karin Schlatter. Dazu gehören das schöne und gemütliche Ambiente an der Zürichstrasse 55, ein guter Kaffee und natürlich coole und moderne Kleidung in guter Qualitätfür den Alltag und für jedes Budget. Denn: «Guter Geschmack muss nicht teuer sein», betont die Mode-Fachfrau. «Ich greife aktuelle Modethemen auf, mit der die Kundin immer topmodern und trotzdem bequem durch den Alltag gehen kann», sagt Karin Schlatter. En vogue sind etwa Tunikas und Pastelltöne. Die Kundin kann sich fallen lassen und sich bei einer guten Beratung komplett einkleiden: Hosen, Gürtel, Blusen Tops, Schals und

Aquafit – für jeden Mann und jede Frau Kurse in Ottenbach und Obfelden. Einstieg jederzeit möglich.

Mit viel Liebe zum Detail hat Karin Schlatter ihre Modeboutique eingerichtet. Den antiken Leiterwagen fand sie bei einem Restaurateur. (Bild Thomas Stöckli) Schmuck, die man nach Belieben immer wieder ergänzen kann. Spezielle Dekoartikel und kleine Mitbringsel komplettieren das Sortiment – und eventuell kommen künftig auch einige lässige Hemden und T-Shirts für Herren dazu. «Eine eigene Modeboutique – das war für mich schon immer ein Traum«, verrät Karin Schlatter. Um die Spannung aufrechtzuerhalten, wird

sie der Kundschaft bei jedem Besuch wieder Neues bieten. Zudem findet jeweils am letzten Freitag im Monat von 17 bis 21 Uhr ein Modeapéro statt. (tst.) Eröffnung der Modeboutique Fashion Dreams, Zürichstrasse 55, Affoltern, am Samstag, 6. Juni, von 10 bis 18 Uhr. 10 % Eröffnungsrabatt auf alles. Öffnungszeiten: Dienstag: 13.30 bis 18.30 Uhr; Donnerstag/Freitag: 9 bis 12, 13.30 bis 18.30 Uhr; letzter Samstag im Monat: 10 bis 16 Uhr.

Aqua Fit hat viele Vorteile. Es verhilft zum Wiedereinstig ins körperliche Training und damit zu mehr Lebensqualität. Herz-Kreislauf-Beschwerden und Rückenleiden werden mit dem Ausdauertraining und der Wassergymnastik wirksam bekämpft. Mit andern Worten: Im Wasser lassen sich Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit trainieren. Der Wasserdruck auf den Körper verbessert die Durchblutung und wirkt Wasseransammlungen entgegen. Muskelkater und das unangenehme Gefühl, verschwitzt zu sein, bleiben aus. Dank optimalem Wasserauftrieb werden Gelenke, Bänder und Wirbelsäule geschont. Rundum ein perfektes Training für Leistungssportler, Schwangere, Übergewichtige, ältere Personen. In der Gruppe und mit Musik macht das Training viel mehr Spass. Es lohnt sich, dem Körper etwas Gutes zu tun. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Kurse sind krankenkas-

Aqua Fit mit Margrit Frei. (Bild zvg.) senanerkannt. Los geht es am 18. resp. 21. August oder nach Absprache. (pd.) Infos und Anmeldung: Margrit Frei, Telefon 056 640 19 80, margrit.frei@bluewin.ch, www.aqua-fit-frei.ch.


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Gewerbe

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Allergien, Stress und Blockaden energetisch behandeln Kinesiologin Maja Probst kennt alternative Methoden und meidet chemische Keulen Es gibt viele Methoden, um Stress und Blockaden abzubauen. Die beste wäre, sie gar nicht erst aufkommen zu lassen. Die Rifferswiler Kinesiologin Maja Probst kennt noch andere Rezepte, um sie zu lösen. Wasserfall oberhalb Corippo. (Bild zvg.)

Malen und Qi Gong in Corippo In der letzten Juliwoche, 25. Juli bis 1. August findet im Tessin in der kleinsten Gemeinde der Schweiz eine kreative Mal- und Qi-gong-Woche statt. Monika-Helena Heimgartner (Künstlerin und Maltherapeutin) und Susanna Bareth (Künstlerin, Wanderleiterin und Qi-Gong-Kursleiterin) leiten diese Ferienwoche. Jeder Tag beginnt mit Qi Gong im Freien, um sich mit Energie aufzuladen und zu sich zu kommen. Danach folgt der künstlerische, malerische Teil: Inspiration fürs Malen liefert ein ausgewähltes Gedicht über Wandel und Beständigkeit, welches durch die Woche begleitet. Am späteren Nachmittag sind kleine Ausflüge in der näheren Umgebungen zu speziell schönen Naturplätzen geplant, auch das Baden in der azurblauen Verzasca darf nicht fehlen. (pd.) Weitere Infos unter www.kraftorte-tessin.ch, Anmelden bei Susanna Bareth, Tel. 079 811 29 59.

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................................................... von martin platter Medikamente und Suchtmittel werden in unserer Gesellschaft häufig eingesetzt, um Stress abzubauen. Das muss nicht sein, findet Maja Probst. Die Werklehrerin, die sich zur Kinesiologin weitergebildet hat, kennt andere Behandlungsmethoden. «Kinesiologie ist eine effektive Methode, Blockaden und Stressreaktionen abzubauen, Potenziale zu fördern, um die Lebensqualität zu verbessern», sagt die Rifferswilerin. Sie wendet dabei verschiedene Techniken aus der chinesischen Medizin an und kombiniert diese mit natürlichen Heilmitteln zur Unterstützung. Ziel ist es, über das Meridian-System des Körpers die verschiedenen Hirnregionen zu aktivieren. Meridiane sind Leitbahnen, in denen die Lebensenergie fliesst. Wie bei richtigen Autobahnen kann deren Fluss jedoch ins Stocken geraten, wenn sich ausserordentliche Situationen einstellen. Beispielsweise bei einer schweren Krankheit, Allergien, Arbeits- oder Schulbeginn, oder vor dem Übertritt in eine neue Klasse. Diese Staus gilt es zu lösen. Maja Probst erreicht dies über verschiedene

Mittels Stimmgabeln oder durch Akupressur lassen sich Stress und Blockaden abbauen: Kinesiologin Maja Probst bei der Arbeit. (Bild Martin Platter) Techniken wie Akupressur oder durch Anwendung von Klanggabeln. Über den Muskeltest ermittelt sie, was der Mensch gerade braucht. «Es gilt, bei Anzeichen erster Stresssymptome nicht zu lange zu warten», rät Maja Probst. Bereits ein Gespräch, beziehungsweise die Analyse der Lebenssituation, kann zu einer

Entspannung führen. «Geteiltes Leid ist halbes Leid», weiss sie aus eigener Lebenserfahrung als Lehrerin, Mutter von drei erwachsenen Kindern und Ehefrau. «Es geht im Leben auch darum, positive Energie aus Rückschlägen zu ziehen. Grüble ich jedoch alleine über meinen Problemen, entsteht die Gefahr, in einen nur schwer zu

durchbrechenden Teufelskreis zu geraten.» Beim Schreibenden hat bereits das beruhigende Rauschen des Jonenbachs, der gleich vor dem heimeligen Behandlungsraum an der Engelgasse 1 vorbeifliesst, erste Anzeichen von Entspannung ausgelöst. Weitere Infos: majaprobst.ch, Tel. 044 764 34 13.


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Von Badewannen und Panzersperren Morgengeschichten am Abend: Guy Krneta und Michael Pfeuti in der Regionalbibliothek Affoltern Vergangenen Mittwoch bekamen die Zuhörenden in der Regionalbibliothek von Autor Guy Krneta und von Musiker Michael Pfeuti Geschichten serviert, die nachhaltig wirken. Denn nie mehr wird man Badewannen und Panzersperren sehen, ohne schmunzelnd an die absurden Erklärungen zu denken.

Onkel Sämi seine Geschichten erzählt hatte.

Gekonnt evozierte Verwirrung

................................................... von regula zellweger «Spoken-Word-Roman» nennt sich die Sprachgattung des neuen Buches «Unger üs – Familienalbum» von Guy Krneta. 2014 erschienen als Band 14 der «edition spoken script». Gesprochene poetische, raffiniert komponierte Alltagssprache, gelagert zwischen zwei Buchdeckeln – vielleicht könnte man den Begriff so definieren. Zum Glück gibt es das Buch auch als Hörbuch zu kaufen, denn Guy Krneta ist nicht nur ein begnadeter Schreiber von gesprochenem Wort, sondern auch ein fantastischer Sprecher von geschriebenen Geschichten. Erst durch das Lesen lebt der Text und mit der Musik von Michael Pfeuti schwingt und rockt der Text rhythmisch. Laut gelesen bilden Inhalt, Klang, Rhythmus und evozierte Emotionen eine Einheit.

Schweizer Surrealismus «Für unsere Anlässe wählen wir Autorinnen, Musiker und Texte mit dem einen Kriterium aus: Es muss uns selbst Spass machen und uns berühren», so argumentiert Bibliotheksleiterin Ursula Schiesser. Dass diese Strategie goldrichtig ist, bewies der Abend mit Krneta und Pfeuti. Krnetas Buch «Unger üs» bekam 2015 den Schweizer Buchpreis. Bekannt sind seine Morgengeschichten auf Radio SRF.

Autor Guy Krneta und Musiker Michael Pfeuti begeisterten das Publikum in der Regionalbibliothek mit unglaublichen Geschichten. (Bild Regula Zellweger) Beim Zuhören war das Publikum immer wieder kurz irritiert, um dann zu schmunzeln oder laut zu lachen. Denn bei den kurzen und pointierten Texten ist der Übergang von Sinn zu Unsinn fliessend. Gutgläubig lauscht man der Geschichte, in der das Chalet von Grossvater Wenger in der Schweiz «herumzügelt» – und erst mit der Zeit fällt auf, dass das absolut irrational ist. Grossvater Wenger ist ein Vertreter der Männergeneration, die Aktivdienst geleistet und sich in Militär und Politik engagiert hat – und die es sich noch leisten konnte, echte Patriarchen zu sein. Sein Sohn Sämi, Onkel Sämi des Ich-Erzählers, ist aus anderem Holz geschnitzt. Er ist der einzige Nichtschwule im Schwulenchor Köniz

und behauptet gern unwahre Dinge mit grosser Überzeugungskraft. Etwa, dass der Thunersee alle 25 Jahre ausgepumpt würde und man wieder einsammeln könne, was man beim Wassersport verloren habe.

«Onkel Sämi» Nur zwölf Jahre älter als sein Neffe, bindet er diesem eine Menge BärnerBären auf. So erzählt er absolut überzeugend, dass die Badewannen auf den «Matten» in Vollmondnächten von Kühen, die kalbern sollten, zusammen mit dem Bauern für ein Schaumbad genutzt würden. Heute könne man aber das warme Wasser mit dem Traktor und dem «Gülewage» auf die Matte

bringen. Früher sei Erwärmen des Wassers mit Holzfeuer aufwändiger gewesen. Oder dass 1939 die Olympiade in der Schweiz geplant gewesen sein. Die Hauptdisziplin sei damals «Böckligumpe» gewesen. Man hätte überall Übungsplätze gebaut. Dann sei aber der Krieg ausgebrochen und das Böckligumpen sei hinfällig geworden und aus der Mode gekommen. Deshalb stünden noch heute die «Steintobleronen» in der Schweizer Landschaft. Es sind absurde, auf die Spitze getriebene Geschichten, die aber die Wirkung haben, dass sowohl Badewannen auf Wiesen und Panzersperren nie mehr dieselbe Bedeutung haben werden, die sie hatten, bevor

Nicht nur Onkel Sämis logische Lügengeschichten brachten die Zuschauer zum Hirnen. Der brillante Musiker Michael Pfeuti spielte ein Instrument, wobei man sich überlegte, ob dies eine Bassgeige für Kinder oder ein Cello für Grosswüchsige sei. Bassetto nennt sich das Streichinstrument, auch Bierbass. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte das Instrument zur Orchestermusik. Pfeuti argumentiert: «Früher konnte man in der SBB einen Kontrabass noch unterbringen, heute kann man kein ganzes Abteil für sich und den Kontrabass beanspruchen.» Bespannt ist das Bassetto mit Basssaiten – die zu lang und deshalb extrem schwingend sind. Pfeuti hat eine metallene Feder vom Dorn zum Steg gespannt, um das übermässige Schwingen zu verringern. Der Basler Musiklehrer spielt viele verschiedene Instrumente und ist früher als Musiker um die halbe Welt gereist. Nun gehört er zusammen mit Pedro Lenz, Guy Krneta und weiteren Künstlern der Gruppe «Bern ist überall» an. Gemeinsam ist den Autoren der Gruppe, dass sie neue Wörter erfinden, alte Dialektbegriffe wieder aufleben lassen, absurde, aber sinnvolle Sprachbilder malen, mit frechmutigen Wortwiederholungen sprachliche Fugen bauen, Wörter rhythmisieren. Pfeuti erklärt: «Ich mache quasi das musikalische Bühnenbild, sodass Musik und Geschichten zusammenschmelzen.» In der Regionalbibliothek zu hören waren nicht musikalisch begleitete unterhaltsame Geschichten, sondern ein homogenes Werk von zwei eigenwilligen Künstlern. Wer die Lesung in der Regionalbibliothek verpasst hat, kann sich Morgengeschichten unter www.srf.ch/suche?q=Krneta anhören.

Ausrangierte Kleider sind wertvoll

13 Tische und eine ganze Menge Fantasie

Am 16. Juni sammelt Texaid im Säuliamt ausgediente Bekleidung und Haushalttextilien. Die gefüllten Säcke kommen auf direktem Weg nach Schattdorf/UR ins Texaid-Sortierwerk. Denn erst das sorgfältige Sortieren macht aus unseren entsorgten Textilien wieder etwas Wertvolles.

Noch bis 14. Juni bittet die Galerie Märtplatz, Affoltern, zu Tisch – zu einem Kunstprojekt von Carmen Cabert, unterstützt von verschiedenen Autoren und Autorinnen.

Kleider, Schuhe und Haushalttextilien, die wir aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr möchten, sind für Menschen in wirtschaftlich schwachen Ländern, in denen fabrikneue Kleider für den Grossteil der Einwohner ein Luxus sind, noch durchaus wertvoll. Denn sie können sich unsere noch gut erhaltene Bekleidung, die wir in der Altkleidersammlung entsorgen, zu fairen Preisen leisten. Möglich macht dies allerdings erst die sorgfältige Sortierung, die quasi die Spreu vom Weizen trennt. In den Texaid-Sack gehören saubere Damen-, Herren und Kinderbekleidung aller Art, Bettwäsche, Frottéwaren, Strassen-, Sport-, Freizeitschuhe und Lederstiefel (unbedingt paarweise gebunden), Gürtel und Taschen, Federund Daunenbettwaren. (pd.)

«Ein Boot bewegt sich nur in eine Richtung. Welche Richtung wird eingeschlagen? An dieser Tafel wird ebendas ausgemacht. Tafel schwarz, Teller weiss. Die Verhandlung kann beginnen…» – Und wie er beginnt, der Dialog zwischen den Bildobjekten von Carmen Cabert und verschiedenen Autorinnen und Autoren, zwischen Kunstwerk und Betrachter! Die aktuelle Ausstellung «13 Tische – 13 Geschichten», ein Kunstprojekt von Carmen Cabert, in der Galerie Märtplatz, Affoltern, bietet vielschichtige Zwiesprache und Gedankenaustausch, ist pure Unterhaltung, die Freude macht. Der Gang von Tisch zu Tisch – allesamt gedeckt mit Kunstobjekten von Carmen Cabert, auf blendend weissen Keramiktellern über einem schwarzen Tischtuch – ist Stufung, wird Steigerung und wächst sich zur wachsenden Offenbarung aus. Und sie erzählen Geschichten, die der Kreativität von 13 Autorinnen und Autoren entsprungen sind, die Objekte als Thema aufnehmen und in Richtungen

Sammlungen durch die Texaid-Equipe am Dienstag, 16. Juni, in Affoltern, Bonstetten, Ebertswil, Hauptikon, Hausen inkl. Vollenweid und Türlen, Kappel, Obfelden, Ottenbach, Rifferswil, Uerzlikon, Wettswil und Zwillikon.

Ausstellung in der Galerie Märtplatz bis 14. Juni

................................................... von urs e. kneubühl

führen, die überraschen und erheitern, unterhalten, beglücken. Es ist ein sehr gelungenes Zusammenspiel zwischen Caberts Objekten aus bemaltem Holz, Aschebildern, geflochtenen Videobändern oder entfremdeten Bucheinbänden und den Texten.

Noch bis 14. Juni Einer der 13 Textautoren ist Simon Chen, der anlässlich der Vernissage vom vergangenen Sonntag einerseits eine launisch-witzige Ansprache hielt, andererseits führte Bonstetterin Carmen Cabert zeigt in der Affoltemer Galerie Märtplatz 13 mit Kunstobjekten gedeckte der Wortkünstler Tische zu denen 13 Autorinnen und Autoren verschiedenste Geschichten geschrieben haben. (Bild kb.) auf pointierte Art durch die Ausstellung: von Tisch zu ches Miteinander. Ein Tête-à-tête zwi- Hingehen und mitfühlen und miterleTisch, im Gespräch mit der Künstlerin, schen Plüsch und Buch, Fell, Gebiss ben! den Autorinnen und Autoren und dem und Literatur. Weit entfernt. Aus grosPublikum. Allerdings ist Carmen Ca- ser Distanz. Zwischen Meret Oppen- Carmen Cabert: 13 Tische - 13 Geschichten. Galerie berts Ausstellung «13 Tische – 13 Ge- heim und James Joyce. Verhüllt und Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7, Affoltern. schichten» genauso eine Gelegenheit verborgen, abgenagt und abgekürzt Bis 14. Juni. Öffnungszeiten: Freitag 17 bis 20 Uhr, zum stillen Geniessen, zum Erleben, auf ein JA, JOY: Welch ein Vergnügen, Samstag 9 bis 12 Uhr, Sonntag 15 bis 18 Uhr. Sehen, Fühlen und Aufsaugen schierer welche Lust!», wie es in einer der Ge- Führungen nach Vereinbarung mit Carmen Cabert, Poesie. «…Ein stiller Dialog. Ein sinnli- schichten, an einem der Tische heisst. www.carmencabert.ch.


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Feiner Krainer auf dem Märtplatz

«Poetische Welten»

In Affoltern beginnt die vierte Saison mit «Musig us em Amt»

Ausstellung im Forum Zugerland

Am Sonntagabend, 7. Juni, um 17 Uhr, eröffnen die Krainerkameraden den diesjährigen Konzertreigen im Rahmen von «Kultur am Platz».

Vom 5. Juni bis 4. Juli zeigt das Forum Zugerland in Steinhausen Bilder der Künstler Daniela und André Schmucki.

Auch dieses Jahr werden die farbigen Stühle unter dem schützenden Kasinodach vier Mal zum unkomplizierten Treffpunkt auf dem Märtplatz einladen und einen einstündigen, musikalischen Ausklang des Wochenendes ermöglichen. Ebenso kann man vor und nach dem Konzert im Märtkafi plaudern und verweilen. Schon zwölf Konzerte verschiedenster Stilrichtungen haben auf dem Märtplatz stattgefunden und ihren festen Platz im Affoltemer Kulturkalender gefunden. Vor drei Jahren, als Experiment von der Kulturkommission Affoltern ins Leben gerufen, ist diese neue Idee bei Jung und Alt gut angekommen, hat sich bewährt und bereichert das kulturelle Angebot in Affoltern. Mit den Veranstaltungen unter dem Foyerdach wird einheimischem kulturellen Schaffen eine Auftrittsplattform geboten und gleichzeitig wird der Märtplatz belebt. Bisher traten ausschliesslich Musikformationen aus dem Amt auf und neue werden gesucht. Auch «Tanz us em Amt» würde in diesem Rahmen nichts im Wege stehen.

Die Krainerkameraden spielen auf Es war die Liebe zur Oberkrainermusik und das gemeinsame Ziel, diese Musik neu zu pflegen, die im Jahr 2000 fünf Musikanten dazu bewogen

Die Krainerkameraden. Hinten von links: Thomas Dolder, Daniel Rusterholz und André Andermatt. Vorne: Erich Andermatt (links) und Emil Dahinden. (Bild zvg.) hat, diese Formation ins Leben zu rufen. Ihr Repertoire umfasst vor allem Polkas und Walzer, Märsche und Bayrische mit einem grossen Anteil an Eigenkompositionen, denen der musikalische Leiter Stephan Wiesendanger durch seine raffinierten Arrangements den typischen KrainerkameradenSound verleiht. Gespielt wird in der Originalbesetzung mit Trompete, Kla-

rinette, Akkordeon, Gitarre und Bariton. Das Konzert findet unter dem Kasino-Vordach statt. (pd.) Sonntag, 7. Juni, 17 Uhr, Märtplatz Affoltern. Eintritt frei, Hutkollekte. Märtkafi mit Bar offen ab 16 Uhr. Infos unter www.krainerkameraden.ch. Weitere «Kultur am Platz»–Konzerte in diesem Jahr: 5. Juli: Celtic Treasures / 30. August: Apple’s Paradise / 13. September: Barakuda.

zur Verfügung gestellt bekommt. Das Resultat ist ein fotorealistisches Abbild der Basis. In nächsten Schritten greift er mit Ölfarben in das Bild ein und vervollständigt es. Das Forum Zugerland ist der Kulturraum des Migros-Kulturprozent der Genossenschaft Migros Luzern. Er bietet etablierten Künstlerinnen und Künstlern wie auch Nachwuchstalenten die Möglichkeit, ihr Können der Öffentlichkeit vorzustellen. Durch die Lage im Einkaufscenter Zugerland wird Kunst in den Alltag integriert und bietet für jeden einen einfachen und spontanen Zugang. (pd.)

Die Werke des Künstler-Ehepaars Daniela und André Schmucki könnten auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein. Die Bilder von André sind grossflächig, mit dunklen Farben und verwischten Konturen. Im Kontrast dazu zeichnet Daniela auf kleinen Formaten feingliedrige Figuren und Formen angereichert mit Pastellfarben. Trotz dieser Gegensätze sprechen die Werke der beiden Künstler eine gemeinsame Sprache – die Sprache der Poesie und des Traums. Vernissage: Freitag, 5. Juni, 19 Uhr, Forum Zugerland. Die Arbeiten von Daniela Schmucki zeichnen sich durch eine Vielfalt an Details, illustrativen Elementen und spielerischen Formen und Farben aus. Die Bilder entführen in eine Welt voller märchenhafter Wesen, poetischer Landschaften und fantastischer Räume. In technisch sehr aufwändigen Prozessen reproduziert André Schmucki mit der Spritzpistole Fotos, die er selbst macht oder von befreun- «Anfang des 20. Jahrhunderts» von Daniela Schmucki. deten Fotografen (Bild zvg.)

Im Hier und Jetzt zu Hause sein Meditieren lernen in der ergoveda-Praxis in Achtsamkeit Nach einem zweiwöchigen Retreat im Plum Village kehrt Hang Lien mit Enthusiasmus und frischer Energie zurück zu ihrer Arbeit in der Ergoveda– Praxis in Affoltern.

Markus Staeheli (links) übernimmt das Präsidium von Fredy Lienhard. (Bild zvg.)

Ein neuer Präsident für den Üetlibergverein Fredy Lienhard übergibt an Markus Staeheli Der Üetlibergverein war auch 2014 mit verschiedenen Tätigkeiten aktiv. Die Generalversammlung hiess alle Geschäfte gut und kann sich über einen neuen Präsidenten freuen. Im Jahresrückblick hielt der scheidende Präsident des Üetlibergvereins fest: «Unser Üetlibergverein verbindet Tradition, Gegenwart und Zukunft.» Er hatte den Verein vor drei Jahren als Präsident übernommen, als niemand

anderes das Präsidium übernehmen wollte. Er freute sich deshalb speziell, einen guten Nachfolger gefunden zu haben: «Wir haben frühzeitig mit der Suche angefangen, was vieles vereinfachte.» Der Üetlibergverein hat auch im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Bäume gepflanzt, die traditionelle Herbstwanderung durchgeführt, den Advent mit dem Winterzauber gemeinsam eingeläutet und an der Flurund Waldputzete in Stallikon teilgenommen. Die GV stimmte allen Geschäften zu und wählte den neuen Vorstand einstimmig. (sals)

die Praxis des aufmerksamen Zuhörens: «Look deeply to understand clearly. Listen deeply to truly love». Zudem lernt man, Schmerzen, Wut und Ärger genau zu betrachten, um sie zu erkennen und loslassen zu können und um letztendlich frei zu sein und glücklich und friedlich zu leben. Diese Art von Geistestraining durch Meditation und Achtsamkeit im Alltag ist eine tägliche Aufgabe, wie die Körperpflege, und begleitet einen sein ganzes Leben.

nung und Energieübungen. Weitere Details sind auf www.ergoveda.ch zu finden. Wer selber mehr erfahren möchte, ist herzlich zum Wochenend-Kurs eingeladen: «Meditieren lernen» am Samstag 6., und Sonntag, 7. Juni, jeweils von 9 bis 12 Uhr. Hier kann man lernen, sein Leben mit einfachen Achtsamkeits- und Entspannungsmeditationen zu bereichern. (pd.)

Plum Village ist ein bekanntes buddhistisches Achtsamkeitszentrum in Frankreich, gegründet 1982 vom vietnamesischen buddhistischen Mönch und Zen-Meister Thích-Nhat-Hanh. Meditieren lernen am Samstag und Sonntag Heute leben und praktizieren dort 6./7. Juni, von 9 bis 12 Uhr, ergoveda-Praxis in über 200 Nonnen und Mönche. «Im Achtsamkeit, Alte Affolterstrasse 1, Zwillikon. Plum Village habe ich ein zweites Zu- Der Weg zum Hier und Jetzt Unkostenbeitrag Fr. 30.— für einen Tag, Fr. 50.- für hause gefunden», sagt Hang Lien. Sie Das Angebot von Ergoveda orientiert beide Tage. Kursleitung: Hang Lien, Therapeutin konnte dort ihre Praxis in Meditation sich an der buddhistischen Lehre: Me- und Meditationsleiterin. Infos und Anmeldung: und Achtsamkeit während zweier Wo- ditationstechniken, Praxis des At- Telefon 079 266 34 65, achtsamkeit@ergoveda.ch, chen intensiv auskosten, unterstützt mens, Achtsamkeitspraxis im Alltag, www.ergoveda.ch. Gruppenkurse: Freitagmorgen, von der Gemeinschaft vietnamesi- Körperwahrnehmung, tiefe Entspan- Freitagmittag und Dienstagabend. scher Nonnen und Mönche. Im Plum Village werden Meditationsformen wie Sitz-, Geh-, Atemund Arbeitsmeditation, sowie Übungen zu tiefer Körperentspannung praktiziert. Im Alltag ist das Klingen einer Glocke das Zeichen für Achtsamkeit: Alle halten inne, kehren gedanklich zu ihrem Atem zurück und nehmen nur den gegenwärtigen Moment wahr. Das Tempo für alles Tun ist verlangsamt. Es gibt kein Hetzen und Stress ist unbekannt. Von grosser Bedeutung ist auch Hang Lien (links) im buddhistisches Achtsamkeitszentrum Plum Village. (Bild zvg.)


Veranstaltungen

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Was geht uns der Nahost-Konflikt an? Öffentliche Veranstaltung in Affoltern Die SP lädt zur Informationsund Denkveranstaltung mit Tim Guldimann und Erich Gysling. Am Donnerstag, 11. Juni, 19.30 Uhr im Kasinosaal Affoltern.

Charmant und konzentriert: Die Dirigentin Hannah Meret Burkhard mit dem Chor des Gesangvereins Hedingen und der Band beim Konzert in der Fabrikhalle. (Foto: Erika Schmid)

«Diamonds are forever»

Was geht uns der Nahe Osten an? Mehr als man zuerst denkt. Mit dem kleinen Staat Israel sind wir auf vielfache Weise verbunden, seit es ihn gibt. Aber Palästina? Es ist noch immer von israelischem Militär besetzt und der Alltag der Menschen ist schier unerträglich. Zudem verlieren sie täglich Land und die kärgliche Wirtschaft kann sich nicht entwickeln. Nach dem Völkerrecht ist diese Unterdrückung und Aneignung von Land verboten. Warum schaut die Welt zu, und warum will Israel dieses schlechte Image nicht abschütteln? Was geschieht, wenn die frustrierte Jugend die IS-Rekrutierungsbemühungen annimmt, wie lange können die friedlichen Kräfte in Palästina dem entgegenhalten? Der gegenwärtige Zustand ist nicht haltbar, aber es scheint noch schlimmer zu werden, man spricht

von einem abschüssigen Weg der israelischen Politik. Haben wir Möglichkeiten, die Regierung auf friedliche Weise zu beeinflussen? Ist es antisemitisch zu sagen, dass kein Land ein anderes unterdrücken und berauben darf ? Zwei ausgesprochene Kenner der politischen und diplomatischen Lage im ganzen Nahen Osten haben die Einladung angenommen: Tim Guldimann, Schweizer Botschafter und OSZE-Missionschef aus Berlin, und Erich Gysling, Medienmann und Reiseunternehmer, werden ihre Sicht des Konfliktes darlegen und die Zukunftsentwürfe sichten. Pia Holenstein zeigt Bilder von ihrem Aufenthalt als Menschenrechtsbeobachterin in Palästina. Das Kasino ist gross, jedermann ist herzlich eingeladen. Kollekte für den Wiederaufbau in Gaza. Friede zwischen Israel und Palästina? Was uns der Konflikt angeht und wie wir aktiv werden können. Eine Informations- und Denkveranstaltung mit Tim Guldimann und Erich Gysling, moderiert von Pia Holenstein am 11. Juni, 19.30 Uhr, im Kasinosaal Affoltern.

Begeistertes Publikum am Konzert des Gesangvereins Hedingen Die Fabrikhalle der Ernst Schweizer AG gab dem Abend «Filmmusik in der Fabrik» des Gesangvereins Hedingen einen besonderen, passenden Rahmen. Vor ausverkauften Rängen wurde ein Programm geboten, das mancherlei Erinnerungen weckte. ................................................... von bernhard schneider Die fröhliche Stimmung des Chors übertrug sich rasch auf das Publikum, das mitklatschte und mit den Fingern schnippte, denn die vorgetragenen Stücke aus populären Filmen waren allen bekannt. Die subtilen Arrangements von Lukas Lanzendörfer passten die Songs kaum merklich dem

Chor und der Begleitband an: eine Leistung, die mit einem Sonderapplaus belohnt wurde. Höhepunkt war ein Medley mit Liedern aus JamesBond-Filmen – «Diamonds are Forever» gab dem Abend den Titel. Zentrale Figur des Abends war Dirigentin Hannah Meret Burkhard. Sie war so bescheiden im Auftreten wie engagiert am Dirigentenpult. Konzentriert führte sie den Chor, ihre spürbare Begeisterung wirkte auf den Chor ebenso ansteckend wie auf das Publikum. Die Musiker Mathias Landtwing (Klarinette), Samuel Büttiker (Schlagzeug), Rafael Jerjen (Bass), Florian Mächler (Gitarre) und Tobias Rütti (Klavier) unterstützten nicht nur den Chor bei den Liedern, sondern überzeugten bei den zwei Instrumentals,

«I don’t want to miss a thing» aus «Armageddon» und «Mission Impossible» aus dem gleichnamigen Film, auch als Solisten. Für Heiterkeit sorgte das Duo Notstrom. Moderator Peter wurde immer wieder vom scheinbar tolpatschigen Rolf unterbrochen. Dieser wollte den Saal wischen und zu diesem Zweck Chor, Musiker und Publikum hinausspedieren. Einst hatte er in Hollywood Rollen verteilt, wie er behauptete. Eine auf jede Toilette. Der Abend setzte sich aus vielen verschiedenen, gut dosierten Elementen zusammen. Am Schluss durfte man feststellen: Es hat Spass gemacht. Der Gesangverein Hedingen sucht übrigens neue Sängerinnen und Sänger. Vielleicht hat der Abend auch den einen oder die andere dazu motiviert.

Zu Besuch bei Reihern, Rohrsängern und Rohrammern Auf einem frühmorgendlichen Rundgang durch die Riedlandschaft des Reusstals lassen sich kommenden Sonntagmorgen verschiedene Riedvögel hören und beobachten. Die öffentliche Exkursion der Stiftung Reusstal

unter Leitung von Thomas Burkard, dem Leiter Information und Aufsicht Reusstal, beginnt um 5.30 Uhr auf dem öffentlichen Parkplatz bei der Reussbrücke Werd (ostseitig) und dauert ca. 2,5 Stunden. Es wird ein Unkos-

tenbeitrag von zehn Franken pro Erwachsenem erhoben. (pd.) Frühmorgenexkursion am Sonntag, 7. Juni, 5.30 Uhr. Treffpunkt: öffentlicher Parkplatz Reussbrücke Werd (ostseitig).

Die geheimnisvollen Unbekannten Libellen-Exkursion im Unteramt Die verschiedenen Gewässer und Feuchtgebiete zwischen Bonstetten und Wettswil bieten günstige Lebensbedingungen für eine Vielzahl von Lebewesen und besonders auch für Libellen. Nahe beim Bahnhof liegen die beiden Ziegeleiweiher. Da sind neben verschiedenen Insekten, Vögeln und interessanten Pflanzen eine etablierte Population von verschiedenen Libellen zu erwarten. Wir wollen sie beobachten und erfahren viel Interessantes über deren Lebensweise, Ernährung und Fortpflanzung. Im neuen Naturschutzgebiet Filderen mit seinen Kanälen, Tümpeln und Rückhaltebecken beginnt die Entdeckungstour: Wie viele und welche Libellenarten haben diese neu geschaffenen Gebiete bereits besiedelt? Man wandert unter kundiger Führung vom Bahnhof vorbei an den Ziegeleiweihern ins Naturschutzgebiet Filderen und zurück. Dauer etwa 2 ½ bis 3 Stunden. Willkommen sind alle

Blutrote Heidelibelle. (Bild zvg.) auf dieser Entdeckungsreise, um diese sehr speziellen und oft unbekannten Insekten besser kennenzulernen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sonnenschutz und Feldstecher nicht vergessen! Weil zum Beobachten von Libellen schönes, zumindest trockenes Wetter Voraussetzung ist, gibt am 5. Juni, ab 18 Uhr Telefon 079 605 24 34 oder www.naturnetz-unteramt.net Auskunft über die Durchführung. Bei schlechtem Wetter wird die Exkursion auf Samstag, 13. Juni, verschoben. (pd.) Exkursion am Samstag, 6. Juni, 14 Uhr ab Bahnhof Bonstetten-Wettswil. www.naturnetz-unteramt.net

Wer hat die Schelle vom Schellenursli geklaut? Pfadis halfen im Pfingstlager den «drei Fragezeichen» bei einem äusserst wichtigen Fall Die Pfadi Säuliamt hat erfolgreich vier Pfingstlager durchgeführt. Ein Bericht aus einem der vier Lager (Stamm Norddakota). Obwohl der Wetterbericht nicht sehr rosig aussah, sind die Pfadis und die Wölfe voller Elan in ihre Lager marschiert, bereit, ein Wochenende voller Spass und Abenteuer zu erleben. Wie es für ein solches Lager üblich ist, wurde der erste Tag für das Aufbauen der Zelte und der anderen verschiedenen Lagerbauten verwendet. So standen schon bald einige Küchenzelte auf dem Platz, zusammen mit einem Fahnenmast, einer Antenne aus Holz (um den Radioempfang zu verbessern), Schuhgestellen und vielen anderen Annehmlichkeiten, welche sich die Pfadis selbst aus Stöcken aus

dem Wald und Schnüren zusammengebaut hatten. Kaum waren die Aufbauarbeiten einigermassen abgeschlossen, kamen die drei Fragezeichen Justus Jonas, Peter Shawn und Bob Andrews vorbei und baten um Hilfe bei einem äusserst wichtigen Fall. Abenteuerlustig, wie die Pfadis nun mal sind, gaben sie sofort ihr Einverständnis, mit von der Partie zu sein. Daraufhin folgte eine gross angelegte Spurensuche, um herauszufinden, wer die Schelle vom Schellenursli geklaut hat. Schlussendlich präsentierten die Pfadis die Ergebnisse und die Indizien, welche sie gefunden haben. Durch das Auswerten der Informationen erkannte man bald, dass hinter dem Diebstahl die Schellenmafia stecken musste. Durch ein Familienfest

wurden die Gauner angelockt und konnten durch den lokalen Polizisten festgenommen werden, sodass die Schelle bald wieder im Besitz vom Schellenursli war. Das Pfingstlager war zu diesem Zeitpunkt leider schon am Ende, die Pfadis räumten alles auf, bauten alles ab und liessen alle ihre Spuren verschwinden. Das Wetter war übrigens die ganze Zeit traumhaft schön. So lässt es sich leben: Die Pfadis haben sich komfortabel eingerichtet. (Bild zvg.)


veranstaltungen

Freiluft-Festwirtschaft auf dem Festareal der Pestalozzistiftung, Knonau. (Archiv)

Wieder «Stiftigsfäscht» in Knonau Die Zürcherische Pestalozzistiftung lädt ein Am Sonntag, 7. Juni, von 11 bis 17 Uhr findet auf dem Areal des Schul- und Erziehungsheimes der Zürcherischen Pestalozzistiftung in Knonau das beliebte «Stiftigsfäscht» statt. Die Besucher und Besucherinnen werden auch dieses Jahr ein vielfältiges Angebot antreffen und vor allem die Kinder werden wie immer nicht zu kurz kommen. Ganz im Zentrum steht der Spielspassparcours: Hier werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit zahlreichen Spielen herausgefordert, gilt es doch eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Mit etwas Glück und Geschicklichkeit kann man sogar einen der tollen Preise gewinnen. Aber auch eine Tombola, ein Kin-

derkarussell, Ballontierli, Schminken und das Pferdereiten werden nicht fehlen. Eine Festwirtschaft mit grilliertem Angus Natura Beef und anderen Köstlichkeiten vom heimeigenen Landwirtschaftsbetrieb und ein grosses Buffet mit gartenfrischen Salaten stehen für das leibliche Wohl bereit. Der beliebte Pommes-Frites-Stand wird das reichhaltige Angebot ergänzen. Beim Kaffeestand gibt es Kaffee, eine grosse Auswahl von selbstgemachten Kuchen, Torten und Crêpes zu kaufen. Für die musikalische Einlage konnte der Musikverein Mettmenstetten gewonnen werden. Dessen Darbietung beginnt um 15 Uhr. (pd.) Weitere Infos unter www.pestalozzistiftung.ch.

Bücherabend und Puppentheater Bibliothek Bonstetten im Jubiläumsjahr Die Schul- und Gemeindebibliothek Bonstetten feiert dieses Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. In der ersten Juniwoche lädt das Bibliotheksteam alle Interessierten zu zwei weiteren Jubiläumsveranstaltungen ein. Am Mittwoch, 3. Juni, um 19.30 Uhr wird die Winterthurer Buchhändlerin Daniela Binder zu Gast sein. Auf eine spannende, engagierte und charmante Art wird sie die Zuhörerinnen und Zuhörer mit zahlreichen neu erschienenen Büchern begeistern und zum Lesen «gluschtig» machen. Daniela Binder wird Literatur zu verschiedenen Themen präsentieren, sodass es sicher für jeden Lese-Geschmack etwas dabei haben wird. Eine grosse Anzahl Neuerscheinungen wird zusätzlich auf dem Tisch zur Ausleihe bereit liegen. Anschliessend offeriert das Bibliotheksteam wie üblich einen Apéro.

Buchhändlerin Daniela Binder.

Rumpelstilzchen mit dem Puppentheater Loosli Am Samstag, 6. Juni, um 14 Uhr wird das seit vielen Jahren bekannte und beliebte Puppentheater Loosli auftreten. Es spielt das Märchen «Rumpelstilzchen» für Kinder ab vier Jahren und Erwachsene. Das Puppentheater Loosli wurde vor 60 Jahren von Peter Loosli gegründet. Als 27-Jähriger liess sich Peter Loosli zum Berufsschauspieler ausbilden und hatte seine ersten Engagements am Theater, bei Radio, Film, Fernsehen und Cabaret. Gemeinsam mit seiner Frau Trudi und der Premiere «Der kleine Prinz» von Antoine Saint-Exupéry begann er seine Karriere als professioneller Puppenspieler. Unzählige Stücke und Aufführungen folgten, bis er im Herbst 1990 erstmals gemeinsam mit Sohn Tobias das Marionettenspiel «Pinocchio» neu produzierte und aufführte. 1998 erarbeiteten Tobias und seine Frau Lois mit Tischpuppen ihr erstes

Die Darsteller des Puppentheaters Loosli. (Bilder zvg.) gemeinsames Puppenspiel: «Muggestutz und de Haslizwärg». Im Jahr 2011, kurz vor dem Tod von Peter Loosli, wurden Trudi und Peter Loosli nach vielen anderen Preisen auch mit dem Kleintheaterpreis geehrt. Das Puppenspiel wird jetzt mit grossem Engagement weitergeführt von Tobias und Lois Loosli. Dauer der Vorstellung wird zirka eine Stunde sein. Anschliessend werden Kuchen und Getränke offeriert. Für beide Veranstaltungen ist der Eintritt gratis. Ein freiwilliger Unkostenbeitrag ist sehr willkommen. Für das Bibliotheksteam Ursula Steinemann


Sport

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Weitere drei Punkte ins Säuliamt geholt FC Horgen – FC Affoltern 0:5 Im Spiel gegen den drittletzen, den FC Horgen, konnten die Säuliämtler auswärts mit einem 0:5-Sieg überzeugen. Matchwinner und Vierfachtorschütze war Alen Rako. ................................................... von volkmar klutsch

Fehlpässe leisteten sich auch die Gäste aus Affoltern. Aber bei Weitem nicht in dem Masse wie der FCH. Einige Zuckerpässe kamen von Scicchitano. Gleich sein erster Weitpass aus der eigenen Verteidigung erreichte vor dem gegnerischen 16-er Alen Rako. Dieser nahm mit der Brust an, legte sich mit dem Oberschenkel den Ball vor und machte mit Vollspann das 0:1 perfekt. Die weiteren Tore machte Rako mit einem Flugkopfball, einem satten, furztrockenen Schuss unter die Latte aus 17 Metern und mit einem fast schon gelangweilten Einschieber aus dem 5-Meterraum. C. Antenen machte mit seinem Tor aus ca. 35 Metern, über den zu weit vor seinem Kasten stehenden FCH-Torwart, den Sack zu. Das Schlusswort delegierte Trainer Filipovic an den Torschützen. Dieser kommentierte nach dem Spiel: «Heute haben wir einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg gemacht. Nächsten Samstag machen wirs und dann gibts die grosse Party!»

Auf die Frage, die Teamchef Ernst Marti, dem vierfachen Torschützen Alen Rako stellte, wann er das letzte Mal in einem Spiel vier Tore gemacht habe, kam die Antwort postwendend: «Playstation!». Gelächter machte sich breit bei den Zuhörern. Gut lachen hat der FCA allemal. Sind es noch vier Spiele, aus denen die Säuliämtler drei Punkte holen müssen, um den Aufstieg perfekt zu machen. Das Spiel vor rund 60 Zuschauern vom vergangenen Sonntag deutet darauf hin, dass die drei Punkte machbar sind. Vorgestern gegen Horgen spielten das Fanionteam nur mit angezogener Handbremse. Es war fast schon ein Spiel auf Ku- Mannschaft: Steiner, Bala I, Scicchitano, Ammann schelkurs. Das lag jedoch weder am (Bala II, 66´), Kaufmann (Antenen S., 66´), Antenen Wetter, noch an der schlechten Leis- C., Konate, Shala, Rako A. (Rako M., 66´) , Good tung der Filipovic-Buben. Es lag einzig (Stähli, 60´), Bilic. Ersatz: Bala II, Leite-Correia, Stähund allein an den Horgenern. Es kam li, Rako M., Antenen S. nie der Eindruck auf, dass die Pfnüselküster das Spiel gewinnen wollten. Sie spielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Beachtlich ist, dass sie zu keiner konsequenten Torsituation kamen. Die einzigen Bälle, die der FCA-Torwart Steiner parieren musste, waren die Rückpässe der Mannschaftskollegen. Die Spielansätze der Heimmannschaft wurden jedes Mal im Keim erstickt. Hinzu kommt, dass sie sich mit etlichen Fehlpässen das Leben selber schwer machten. Wie Bea Hoffman (FCA-Vorstand) in ihrem Spieltipp richtigerweise bemerkte: «Die Horgener Schwäne müssen wieder mal Federn Hält sich den Gegner vom Leib und schiesst sein zweites lassen». Tor: Vierfachtorschütze Alen Rako (rechts). (Bild zvg.)

Dietikon-Keeper Ngongo verfehlt den Ball, hinter ihm reüssiert WBs Acosta technisch perfekt zum 3:1. (Bild Kaspar Köchli)

Am Mittwoch gegen Zug Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – FC Dietikon 5:1 (3:1) Nach der Auswärtsniederlage beim FC Balzers fand der Tabellenführer FC WettswilBonstetten mit einem souveränen 5:1-Heimsieg gegen den FC Dietikon vergangenen Samstag zurück auf die Erfolgsspur und scheint für die Aufstiegsspiele gegen Zug 94 gerüstet. ................................................... von marc enskat und oliver hedinger Die Gäste aus dem Limmattal kamen zunächst besser ins Spiel. Durch einen Freistoss brachte Haziri den FC Dietikon bereits nach acht Minuten in Führung. Diese hatte aber nur rund eine Viertelstunde Bestand. Im Anschluss an einen Freistoss von der rechten Seite kam Innenverteidiger Studer frei zum Kopfball und konnte zum Ausgleich einnetzen. In der Folge hatte das Heimteam mehr Zugriff aufs Spiel und kam in der 30. Minute zur Führung. Diesmal war es die LimmattalerVerteidigung, welche nach einer längeren WB-Druckphase nicht genügend befreien konnte und plötzlich lag der Ball frei vor Gjergji, welcher in die rechte untere Torecke zum 2:1 verwandeln konnte. Eine Minute vor dem Pausentee war Acosta akrobatisch für die 3:1-Vorentscheidung besorgt, wobei Gästetorhüter Ngongo bei der Flanke keine besonders glückliche Figur machte.

Nach der Pause Selbstvertrauen getankt In der zweiten Halbzeit taten die Einheimischen dann noch etwas fürs

Selbstvertrauen für die bevorstehende erste Aufstiegsrunde und bauten die Führung noch um zwei weitere Tore aus. Zuerst überlief WB-Sturmtank Sabanovic auf der linken Angriffsseite seinen Gegenspieler und bediente in der Mitte Dukhnich, welcher in der 76. Minute zum 4:1 einschieben konnte. Für den 5:1-Schlusspunkt war dann nur zwei Minuten später Doppeltorschütze Acosta mit einem eleganten Heber besorgt. Für Trainer Martin Dosch waren die letzten Wochen im Trainingsbetrieb nicht einfach, schlichen sich doch aufgrund der frühen Qualifikation für die Aufstiegsspiele ungewohnte Konzentrationsschwächen ein. So schätzt er auch die Partie gegen Dietikon realistisch ein: «Das Spiel war für mich ok, aber mir ist bewusst, dass wir uns für die Aufstiegsspiele noch steigern müssen. Ich kenne mein Team und bin zuversichtlich, dass wir am Mittwoch bereit sein werden.»

Aufstiegsspiele gegen Zug 94 Mit dem Innerschweizer Team um Martin Andermatt bekommen es die Ämtler mit einem schweren Gegner zu tun. In der starken Gruppe 2 wurden die Zuger zwar hinter Cham und Kries «nur» Dritte, errangen dabei aber gleich viele Punkte, wie der FCWB als Gruppensieger. Zudem hat der Angriff der Zuger seine Treffsicherheit bewiesen und 78 Mal ins Schwarze getroffen. Dem hat der FCWB immerhin die zweitbeste Abwehr der Liga entgegenzusetzen und einen starken Angriff in einer wesentlich ausgeglicheneren Gruppe. Nachdem Martin Andermatt zuletzt den FCWB persönlich beobachtet hatte, dürfte er die richtigen

Enzo Puntillo neu Trainer in Küssnacht

Der Wiederaufstieg ist gesichert

Der Affoltemer Enzo Puntillo hat als Trainer beim FC Küssnacht (2. Liga interregional) angeheuert.

Nach zwei 7:0-Siegen in den letzten beiden Runden nutzten die alten Herren des TC Säuliamt die Partie gegen den Verfolger TC Niederurnen, um den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Liga vorzeitig zu sichern. Die Teils heftig umstrittenen Partien konnten allesamt gewonnen werden.

Nach zwei erfolg- Enzo Puntillo. reichen Jahren als (Archivbild) spielender Assistenztrainer bei seinem Stammklub FC Affoltern, hatte der Ämtler 2011 als Trainer zum FC Aegeri in der 2. Liga interregional gewechselt. Zwei Saisons später und nach dem Abstieg in die regionale 2. Liga folgte ein kurzer Abstecher beim SC Steinhausen. Zuletzt war Puntillo für zwei Saisons Assistenztrainer beim Zürcher Traditionsverein Red Stars (2. Liga interregional).

Die alten Herren des TC Säuliamt schlagen Niederurnen

Vor der Reise in den Kanton Glarus war klar: mit einem guten Resultat konnte das Team von Werni Meyer einen grossen Schritt in Richtung Wiederaufstieg in die 2. Liga machen. So wurden die stärksten verfügbaren Kräfte aufgeboten, um sich bei windigen Bedingungen mit starken und fairen Gegnern zu messen, die die von sich sagten, eigentlich keine sportlichen Ambitionen zu haben.

Kampfgeist und Nerven auf dem Prüfstand Aus taktischen Gründen wollte der TC Niederurnen die beiden stärksten Kräfte erst im zweiten Umgang einsetzen. Dies verhinderte aber nicht, nach drei Partien nicht doch mit 0:3 in Rückstand zu geraten. Trotz harter Gegenwehr gewann der Captain den ersten Punkt in zwei Sätzen schliesslich relativ sicher. Roger Hofmann und Roland Jäggli mussten aber über drei Sätze gehen. Der IC-Neuling Jäggli gewann den dritten Durchgang sicher. Teamsenior Hofmann musste gegen den drei Jahre älteren Gegner hart beissen und sicherte den dritten Punkt dank Kampfgeist sowie starken Nerven mit einem 7:5 im dritten Satz. Urs Bächtiger schien in einem technisch hervorragenden Tennisspie-

ler seinen Meister zu finden. Niemand hätte nach dem ersten Match noch viel auf einen Sieg von ihm gewettet. In seiner bekannten soliden und geduldigen Art zermürbte er den Gegner, der mit 0:6 im dritten Satz regelrecht einbrach. Obwohl der Sieg in zwei Sätzen realisiert werden konnte, tat sich auch der Teamleader Marcel Bischoff schwer; es dauerte schliesslich über zwei Stunden bis er die Faust zum Sieg ballen konnte. Die abschliessenden Doppel sicherten den erneuten 7:0-Sieg. Mit neun Punkten Vorsprung kann das Team nun nicht mehr von der Spitze verdrängt werden. Am 6. Juni findet der letzte Match gegen den TC Leimbach statt, an welchem alle einsatzfähigen Spieler beteiligt und alle Teammitglieder an der anschliessenden Feier teilnehmen werden. (wm)

Schlüsse ziehen und die Ämtler fordern. So erwartet auch sein Namensvetter Martin Dosch zwei knappe und spannende Spiele. Der Sieger spielt danach übrigens gegen Cham oder Baden in weiteren zwei Spielen um den Aufstieg in die Promotion League.

WB-Fans auf nach Zug Am Mittwoch geht es also in die erste Runde, Anpfiff ist um 19.30 Uhr im schmucken Kleinstadion Herti Allmend in Zug. Die kurze Anreise dürfte für eine tolle Atmosphäre und grosse Unterstützung beider Teams sorgen. Das Rückspiel findet dann am Samstag auf dem Wettswiler Moos statt und wird wie üblich um 16 Uhr angepfiffen. Mit einer besonderen Überraschung wartet dann der FCWB auf der Speaker-Position auf. Platzspeakerin Gabi Roth wird von einem Profi aus Deutschland unterstützt, nämlich von Horst Schömbs, seit mehr als zwanzig Jahren Stadionsprecher beim 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg. Es steht also eine richtige Fussballwoche in rot-schwarz auf dem Programm. Matchtelegramm: Sportplatz Moos, Wettswil, 245 Zuschauer. FCWB: Bachmann, Buchmann, Studer, Waser, Rocha Sampaio, Acosta, Gouiffe à Goufan, Kalyon (74. Markanovic), Gjergji (64. Dukhnich), Bonfardin, Sabanovic (78. Lienhard) Weitere Resultate: FCWB 2 – Urdorf 3:2, FCWB 3 – Wollishofen 6:3, Jun. A (CCJL) – YF Juventus 0:1, Jun. B1 (CCJL) – Schaffhausen 5:2, Jun. Ca (CCJL) – Bassersdorf 2:3, Senioren 40+ - Witikon-Neumünster 1:0, Senioren 30+ - Freienbach 1:2, Jun. Dc – Adliswil 4:7, Jun. Cb – Freienbach 1:6, Jun. Db – Einsiedeln 11:2, Jun. Dd – Wollishofen 2:2, Jun. Da – Wädenswil 3:2.

SG Knonauer Amt räumt ab Die Segelfluggruppe Knonauer Amt belegt an den Schweizer Meisterschaften in Buttwil die ersten drei Ränge in der gemischten 15-m-Klasse. Auf dem Flugplatz Buttwil wurden vom 23. bis 31. Mai die Schweizer Meisterschaften im Segelfliegen ausgetragen. Urs Schildknecht aus Kappel war der Konkurrenzleiter. Mithilfe seines Teams hat er die Aufgaben geschickt ausgeschrieben, sodass in dieser Zeit acht Wertungen geflogen werden konnten. Die SG Knonauer Amt, die auf dem Flugplatz Hausen beheimatet ist, hat diesen Wettbewerb von Beginn weg dominiert. Am Ende belegten sie alle drei Medaillenränge und den 5. Platz. (pd.) 1. René Schneebeli, SG Knonauer Amt; 2. Jürg Haas, SG Knonauer Amt; 3. Stefan Leutenegger, SG Knonauer Amt; 5. Christine Bürki, SG Knonauer Amt.


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Sport

Dienstag, 2. Juni 2015

«Der Sieg ist fantastisch» Spa Classic: Toni Seiler gewinnt turbulentes Rennen in Belgien Auf einer der anspruchsvollsten Rennstrecken in Europa hat Toni Seiler aus Bonstetten im Lola einen grandiosen Erfolg im historischen Motorsport eingefahren. Am Pfingstwochenende gewann Toni Seiler im Lola T70 Mk III Le Mans Coupé das Rennen der Classic Endurance Racing-Serie (CER1) beim «Spa Classic» in Spa-Francorchamps/Belgien, einer der bedeutendsten europäischen Veranstaltungen im historischen Motorsport. Bei dem einstündigen Rennen, dem zweiten Event der CER-Serie, setzte sich Seiler im Lola gegen mehr als 35 Gegner mit historischen Sportprototypen und GT durch, darunter unter anderem auch der fünffache LeMans-Sieger Emanuele Pirro in einem Alfa Romeo. «Ich hatte mir einen Podiumsplatz zum Ziel gesetzt, aber der Sieg ist fantastisch», freute sich Seiler über den ersten Sieg mit dem Lola.

Das Podest um Sieger Toni Seiler (2.v.l.) aus Bonstetten. (Bilder zvg.)

Sportprototypen der Baujahre 1966 bis 1971 Klar die Beste der Schweizer Delegation: Petra Klingler. (Bild boulderingcanada.com)

Petra Klingler: bestes Ergebnis auf Platz elf Boulder-Weltcup in Toronto, Kanada Am Wochenende fand in Toronto (CAN) der erste Boulder-Weltcup der Saison 2015 statt. Am Start waren mehr als 130 Athletinnen und Athleten aus 26 Ländern. In der Qualifikation zeigte Petra Klingler, Mitglied des Regionalzentrums Zürich, eine solide Leistung. Als Achte ihrer Gruppe qualifizierte sie sich problemlos für den Halbfinal.

Dort konnte sich die Bonstetterin dann weiter steigern. Mit dem elften Schlussrang erreichte Klingler schliesslich das klar beste Ergebnis der Schweizer Delegation und verpasste die Top-Ten nur ganz knapp. Für die Teilnahme am Final der besten sechs Athletinnen reichte es aber nicht ganz. Den Wettkampf der Damen gewann Anna Stöhr (AUT) vor der Japanerin Akiyo Noguchi und der Europameisterin Juliane Wurm (GER). (mrh)

Seiler startet mit dem Lola Baujahr 1968 in diesem Jahr erstmals in der Classic Endurance Racing in der stark besetzten Klasse für Sportprototypen der Baujahre 1966 bis 1971, einer goldenen Ära im Langstreckensport, die neben dem Lola T70 so legendäre Fahrzeuge wie den Porsche 917, Ferrari 512 und den Ford GT40 hervorbrachte. Nach Platz vier beim ersten Rennen in Vallelunga/Italien gelang Seiler in Spa-Francorchamps vor einer tollen Kulisse von 20.000 Zuschauern sein erster Sieg mit dem Lola T70. «Es ist toll, auf so einer schönen Strecke wie Spa mit dem Lola zu gewinnen», strahlte Seiler. «Ich hatte einen guten Start, konnte gleich zwei Gegner überholen und auch der Boxenstopp hat sehr gut geklappt.» Das Rennen wurde zehn Minuten vor dem Ende nach einem Unfall abgebrochen. Seiler lag zu der Zeit an zwei-

Der Lola lässt andere Legenden des Langstreckensports hinter sich. ter Stelle und nachdem der Führende nach einem Vergehen beim Boxenstopp eine Strafe erhielt, gewann der

Bonstetter das Rennen noch. «Es war ein sehr turbulentes Rennen», so Seiler. (pd.)

Weiter schnell unterwegs Adac GT Masters: Remo Lips in den Top Ten Einen turbulenten Saisonstart im Adac GT Masters erlebte RWT Racing in Oschersleben. Remo Lips, früherer Teamkollege von Toni Seiler, kann trotzdem zufrieden sein.

Die Armbrustschützen Zwillikon. (Bild zvg.)

Armbrustschützenkönig ist gekürt Endschiessen vom Pfingstsamstag in Zwillikon Bei idealen Wetterbedingungen durften am Pfingstsamstag die neun Armbrustschützinnen und 13 Armbrustschützen von den AS Zwillikon das

Norian Schmid, Armbrustschützenkönig.

Endschiessen beim Schulhaus Zwillikon bestreiten. Dabei wurde der Schützenkönig oder die Schützenkönigin mit zehn Schuss auf die Zehnerscheibe auserkoren. Die Kursteilnehmer waren sehr motiviert und alle haben ihr Bestes gegeben. Die Vorfreude war gross und der Ehrgeiz von jedem Einzelnen geweckt, lockte doch der Gabentisch mit vielen tollen Preisen, der dank Spenden aus der Bevölkerung von Zwillikon reich bestückt war. Auch waren alle gespannt, wer das «Goldvreneli» als Schützenkönig gewinnen würde, welches von der Clientis Sparcasse 1816 gesponsert wurde. Nachdem die Kursteilnehmenden geschossen hatten, konnten die Er-

wachsenen ihr Können im «Apfelschiessen» unter Beweis stellen. Dies wurde rege genutzt und einige waren über ihre guten esultate erstaunt. Um 16 Uhr war es dann so weit und der Schützenkönig wurde verkündet: Norian Schmid, welcher sagenhafte 89 Punkte geschossen hatte, gefolgt von Meriem Ounalli mit sehr guten 86 Punkten und Mathias Studer mit ebenfalls guten 83 Punkten. Für das Leiterteam Priska Gebhardt Rangliste Kursschiessen: Gruppe A: 1. Meriem Ounalli (418), 2. Norian Schmid (393), 3. Juri Gebhardt (380); Gruppe B: 1. Reto Fankhauser (364), 2. Silas Büchler (359), 3. Mirjam Hinterberger (335).

Vielversprechend verlief der Start zum ersten Lauf: Remo Lips konnte die Corvette in den ersten Runden um mehrere Positionen nach vorn bringen. Dann schlug allerdings die Defekthexe wie schon im Training und Qualifying abermals zu. Hinten links wurde ein Reifenschaden festgestellt, dieser zwang die Crew zum unplanmässigen Boxenstopp. Dadurch ging eine Runde verloren. Als Sven Barth die Corvette übernahm, sollte das RWT Racing Team von nachträglichen Problemen verschont bleiben. Der Weinheimer konnte völlig unbelastet sein Rennen fahren und startete einige Überholmanöver gegen den Bentley und Camaro, die allesamt erfolgreich verliefen. Mit einem nochmals besser aussortierten Fahrzeug ging Sven Barth als Startfahrer am Sonntag in den zweiten Lauf. Barth hing teilweise im Verkehr fest. Trotzdem gelang es ihm, einige Plätze nach vorn zu kommen. Als die Safety-Car-Phase aufgehoben wurde, hatte Sven Barth zunächst freie Fahrt, da sich die überwiegende Zahl der Teams für ihren Pflichtboxenstopp entschied. Sven Barth übergab

Corvette vom RWT Racing Team. (zvg.) die Corvette an Remo Lips auf Position acht. Der Schweizer RWT-Neuzugang büsste zwar wieder zwei Ränge ein, doch im Ziel konnte man sich über Platz zehn freuen und zudem Rang zwei in der Gentlemen-Wertung feiern. Zudem war man die bestplatzierte Corvette im Feld. «An diesem Wochenende war alles drin. Höhen und Tiefen haben sich abgewechselt. Aber am Ende können wir doch zufrieden sein», stellte Teamchef Gerd Beisel fest. Obwohl das Team mit den neuen Pirelli-Reifen gut zurechtkam, geht der Lernprozess mit den neuen Pneus weiter. Das Adac GT Masters geht 2015 in Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden bei acht Veranstaltungen mit 16 Rennen an den Start. Nächstes Rennwochenende ist vom 19. bis 21. Juni in Spa, Belgien. Der neue Live-TV-Exklusivpartner Sport1 überträgt alle Rennen in voller Länge live. Die Übertragung beginnt an den Rennwochenenden um 13 Uhr. (pd.)


Sport

Dienstag, 2. Juni 2015

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Gelungener Jugendsporttag in Obfelden Perfekte Organisation und Wetterglück für 1200 Jugendliche Am vergangenen Wochenende empfing der Turnverein Obfelden als Gastgeber des kantonalen Jugendsporttages 1200 Jugendliche. Von den anwesenden Jugendriegen konnten die Organisatoren viel Lob entgegennehmen. Der Anlass verlief an den beiden Tagen ohne Probleme bei tollem Wetter. ................................................... von dominik stierli In den Morgenstunden wurden die Einzeldisziplinen durchgeführt; Leichtathletik, Geräteturnen, Nationalturnen, Fitness-Parcours und Ballzielwurf. Beeindruckend waren am Sonntag auch die Gymnastik- und Geräteturnvorführungen der 7- bis 16Jährigen; professionelle Darbietungen wurden geboten. Der Nachmittag gehörte den Spielern und Läufern. Im Korbball, Jägerball und Linienball wurden Siegerteams erkoren und bei den Stafetten die schnellsten Riegen gesucht. Dasselbe Programm kam Samstag und Sonntag zum Zuge. Das Wetter zeigte sich von der positiven Seite: Sonnenschein und warme Temperaturen wurden den Besuchern im Säuliamt geboten. Um den Ansturm von Riegen, Helfern und Zuschauern zu bewältigen, standen neben der Aktivriege die Frauen-, Männer- und Damenriege aus Obfelden im Einsatz. Im Rechnungsbüro erfasste man pro Tag um die 2000 Resultate. Zehn Personen kümmerten sich um die Eingabe. Für die SpeakerAnlage wurden um die 600 Meter Kabel verlegt. Die Festwirtschaft verkaufte über 1000 Grillwürste und 270 Kilogramm Pommes frites. Über die fünf Tage verteilt wurden über 300 Helfereinsätze geleistet. Die Wettkampfleitung und das zehnköpfige Organisationskomitee konnten ein absolut positives Fazit ziehen. OK-Präsident Mirco Kurt führte aus, dass an den beiden Tagen keine nennenswerten Probleme auftraten.

Die Jugendriege Hittnau zeigte eine kombinierte Stufenbarren- und Boden-Vorführung. (Bilder Dominik Stierli)

Weitere Fotos und Ranglisten unter www.tvobfelden.ch.

Die Jugendriegen Engstringen und Hochfelden im Jägerball-Duell.

Beim Fitnessparcours galt es zahlreiche Hindernisse zu überwinden.

Die Mädchenriege Obfelden im Schnelllauf auf der 80-Meter-Bahn.

Eine Turnerin von Mettmenstetten beim Weitsprung.

Das Organisationskomitee war seit Oktober 2014 mit der Planung beschäftigt.

Gerätevorführungen am Mittag. Hier die Riege aus Schlieren.


Brocki Obfelden (Flohmarkt)

Einladung zur öffentlichen Präsentation der Projektarbeiten OSA Herzlich willkommen! Mehr als 100 Drittklässler und Drittklässlerinnen der Sekundarschule Affoltern am Albis/Aeugst am Albis präsentieren ihren Eltern und Interessierten ihre Abschlussarbeiten. Der Elternrat verwöhnt Sie mit Essen und Getränken. Donnerstag, 4. Juni 2015, Schulhaus Ennetgraben, Affoltern am Albis 18.00 Uhr Festwirtschaft beim Pavillon geöffnet 18.30 Uhr Offizielle Begrüssung in der Aula einzelne Projektpräsentationen, Modeschau anschliessend «Marktstände» im Nordtrakt und im Pavillon 21.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Wo:

Brunnenstrasse, Bickwil (Scheune) Wann: Samstag, 6. Juni 2015 Zeit: 9 bis 16 Uhr Diverses: Spielsachen, Uhren, Schallplatten und CDs, je ca. 1000 Stück, Kupfersachen und Vieles mehr.

Wohnungsauflösung vielfältige Auswahl (ohne Möbel) Samstag, 6. Juni 2015, 10.00 bis 16.00 Uhr Unterdorfstr. 13, 8908 Hedingen

Wir freuen uns auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher. Weitere Infos unter: www.osa.ch

Schuhspektakel Freitag, 5. Juni, 8.30 bis 19 Uhr, und Samstag, 6. Juni, 8.30 bis 14 Uhr Bei VABEENE Shoe Manufacture, Alte Steinhauserstrasse 3, 6330 Cham hinter AMAG Zug Aus eigener Produktion nur 1x pro Jahr. Direkter Fabrikverkauf: Modische Damenbequemschuhe zu Tiefstpreisen: Sandalen, Schuhe, Boots und Stiefel. Kollektionsmuster, Auslaufmodelle, Restposten, 2. Wahl. Bitte benützen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel. Ab Bahnhof Zug Richtung Cham: Stadtbahn S1, Haltestelle Alpenblick. Bus 6/7, Haltestelle Chamerried. Ab Bahnhof Cham Richtung Zug: Stadtbahn S1, Haltestelle Alpenblick. Bus 6/7/8, Haltestelle Chamerried. Beachten Sie bitte unseren Verkehrsdienst. Privater, gedeckter VABEENE Shoe Manufacture Alte Steinhauserstrasse 3, 6330 Cham

Flohmi an der Wollengasse 8 in Affoltern am Albis Samstag, 6. Juni 2015, ab 13.00 Uhr, till open end. Mädchen-Babykleider ab Geburt, Umstandsmode, Kinderwagen, Töffbekleidung Damen, akustische Gitarre, div. Markenartikel, Damenkleider in Grösse 36, Taschen etc., Schuhe Grösse 39.

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