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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 43 I 168. Jahrgang I Dienstag, 3. Juni 2014

Bestaunte «Chüngel»

Doppelausstellung

Familienausflug zur Jungtierschau der Kleintierfreunde Säuliamt in Ottenbach. > Seite 3

Barbara Rähmi und Fernando Kolb in der Galerie 100 in Affoltern. > Seite 7

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Wirtschaftsgeschichte 150 Jahre Ämtlerlinie: Vom Gütertransport zum Pendlerverkehr. > Seite 9

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Wachstum hält an Generalagentur der Mobiliar in Affoltern: Die Kundennähe als Erfolgsrezept. > Seite 11

Grosser Bahnhof für die «Bezirk Affoltern» im Bezirkshauptort Doppelte Zug-Taufe zum 150-Jahre-Jubiläum der Ämtler Linie Unter grossem Publikumsaufmarsch wurde am Sonntagmittag in Affoltern das 150-Jahre-Jubiläum der 1864 eröffneten Eisenbahnlinie Zürich–Zug–Luzern gefeiert. Erstmals trägt nun eine S-Bahn-Doppelstockkomposition ein Bezirkswappen und einen Bezirksnamen.

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Zukunftsweisend 50plus – Baustart für ein interessantes Wohnprojekt in Obfelden. > Seite 12

FCWB beendet die Saison mit Sieg Der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga Classic) überzeugte in seinem letzten Spiel und gewann gegen die U21 aus Winterthur verdient 2:1. Das Spiel war geprägt von technischen Feinheiten, beide Teams suchten den Erfolg mit gepflegtem Aufbau. Acosta und Thaqaj waren die Schützen der Rotschwarzen, die Eulachstädter hatten zwischenzeitlich zum 1:1 getroffen. Der FCWB beendet die Saison als guter Siebter. Rückblickend darf er zudem stolz auf seine zwei Siege gegen den unangefochtenen Gruppenersten Eschen/Mauren sein. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 17 anzeigen

................................................... von urs e. kneubühl Einhundertfünfzig Meter lang und mit 526 Sitzplätzen – das sind die Daten zur «Bezirk Affoltern», der aus sechs Wagen bestehenden Doppelstock-Zugkomposition der dritten und jüngsten Generation der Zürcher S-Bahn. Am Sonntagmittag, exakt 150 Jahre nach Eröffnung der Ämtler Linie der damaligen Zürich-Zug-Luzern-Bahn, wurde der aktuellste Regio Dosto auf den Namen «Bezirk Affoltern» getauft. Damit trägt erstmals eine Zürcher S-Bahn das Wappen und den Namen eines Bezirkes; bisher sind es ausschliesslich Gemeindewappen und -namen, welche Loks und Züge schmücken.

Apfelschaumwein aus dem Säuliamt Werner Schurter, Leiter Regionalverkehr Zürich, der die am Bahnhof Affoltern zahlreich aufmarschierten BahnFreunde zur doppelten Zug-Taufe begrüsste, sprach von einem «besonderen Tag». Die Taufe von gleich zwei Zugskompositionen -– der Regio Dosto

Bei Conforama in Wallisellen (gegenüber dem Glattzentrum) und in Schlieren (im Wagi-Shopping) gibt es zwischen dem 3. und 16. Juni bis zu 50% auf eine breite Auswahl an Produkten. Und das ist noch nicht alles. Verpassen Sie nicht unsere attraktive Aktion: zusätzlich der kleinen Preise erhalten Sie bis zu 200 Franken in Form eines Einkaufsgutscheins auf eine Auswahl an TV bekannter Marken! Zu

Tauft die Lokomotive des aktuellsten Regio Dostos mit «Chlöpfmoscht» aus Affoltemer Äpfeln auf den Namen «Bezirk Affoltern»: Clemens Grötsch, Gemeindepräsident des Bezirkshauptortes. (Bild Werner Schneiter) der Zürcher S-Bahn auf den Namen «Bezirk Affoltern» und eine einstöckige Komposition der S-Bahn Luzern auf den Namen der Gemeinde Ebikon – seien nämlich alles andere als alltäglich und das zu feiernde 150-JahreBahnstreckenjubiläum ebenso ausserordentlich. Die Taufe des Doppelstockzuges nahm anschliessend der Affolte-

mer Gemeindepräsident Clemens Grötsch vor – mit Apfelschaumwein des einheimischen Knospehofs Hediger Obst und Garten. «Es ist eine grosse Ehre für mich, heute Taufpate zu sein für eine Komposition mit dem Wappen des Bezirks Affoltern. Ich denke, das gab es noch nicht, dass ein Zug mit Apfelchampag-

In der Aumüli wird gemahlen

Bot faszinierende Einblicke: Die alte Mühle, die am Samstag in Betrieb genommen wurde. (Bild Werner Schneiter) Im Rahmen des «Schweizerischen Mühlentags» bietet auch die Aumüli in Stallikon ein besonderes Erlebnis: Brauchtum und altes Kunsthandwerk. Die Leute kamen in Scharen, waren

fasziniert von alter Technik, insbesondere bei der Mühle, die in Betrieb gesetzt wurde. Als besondere Attraktion bot der Verein Pro Aumüli ein praktisch aus-

gestorbenes Handwerk: den Beruf des Handzieglers. Richard Bucher führte diese Technik vor. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

diesem Preis beeilen Sie sich! Conforama – so schön wohnen, so günstig.

ner getauft wurde, aber Äpfel gehören nun einmal zu Affoltern», hielt Grötsch dazu fest. Die Feierlichkeiten wurden vom Aspirantenspiel und der Drummer Factory der Jumba schlagkräftig und musikalisch eingerahmt.

................................................... > Weitere Berichte auf den Seiten 8/9

«Sihlwald im europäischen Kontext» Bei der zweiten Kundgebung der Interessengemeinschaft Sihlwald für alle, die an Auffahrtsdonnerstag beim Schweikhof durchgeführt wurde, haben erstmals auch Vertreter der Wildnisparkleitung teilgenommen. IG-Präsident Bruno Heinzer begrüsste dies, denn so könne auch die andere Seite ihre Sicht der Dinge darlegen. Isabelle Roth, die stv. Geschäftsführerin des Wildnisparks, stellte den Sihlwald in einen grösseren Kontext: «Wir haben auch eine Verantwortung gegenüber Europa, was den Waldschutz angeht.» Weniger Freude über das Regime im Sihlwald bekundeten Anwohner wie Beni Stübi. Er habe Sigi Widmer (Zürcher Stadtpräsident von 1966 bis 1982, die Red.) persönlich gekannt und auch dessen Freude am Sihlwald. Widmer hätte die Veränderungen im Sihlwald nie toleriert, äusserte sich Stübi überzeugt. «Die Zeiten und die Gesellschaft haben sich verändert», konterte Christoph Spuler. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 7

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Feldschützenverein Bonstetten Wahl der Mitglieder für die Verkehrskommission Bonstetten Am 18. Juni 2014 werden der Zürcher Verkehrsverbund ZVV, die SBB und die PostAuto Schweiz AG die Gemeinden über das Fahrplanverfahren 2016/ 2017 orientieren. Den Gemeinden wird in einem Mitberichtsverfahren die Möglichkeit geboten, zum Fahrplanverfahren (S-Bahn, Postauto) ihre Anträge einzureichen. Der Gemeinderat Bonstetten hat gestützt auf Artikel 18 der Gemeindeordnung beschlossen, zu diesem Zweck eine Verkehrskommission zu bilden.

Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld Obligatorische Bundesübung Mittwoch, 4. Juni 2014 18.00 bis 20.00 Uhr Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Freitag, 13. Juni 2014 18.00 bis 20.00 Uhr Freiwillige Übung Freitag, 27. Juni 2014 18.00 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

Bestattungen Hausen am Albis

Wörndli Franz Josef geb. 10. Juli 1955, von Wettingen AG, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Abdankung findet am Freitag, 6. Juni 2014, um 13.30 Uhr, auf dem Friedhof Weid in Hausen am Albis, statt.

24. Oktober 1969 – 31. Mai 2014

In stiller Trauer: Patrik Willimann mit Rahel, Alina und Nico

Anschliessend erfolgt die Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis.

Josef und Maria Betschart-Etter Monika und Toni Ulrich-Betschart mit Stefan, Adrian, Florian und Silvan

Knonau

Walo Betschart und Adrianna Mensfield

Willimann-Betschart, Edith

Pascal Betschart

von Muotathal SZ und Pfaffnau LU

Gemeindeverwaltung Bonstetten

geb. am 24. Oktober 1969, wohnhaft gewesen in Knonau, Grundstrasse 23a. Gestorben am 31. Mai 2014 in Affoltern am Albis.

Freiwillige Übung

Die Büros der Gemeindeverwaltung und des Betreibungsamtes bleiben über Pfingsten von Samstag, 7. Juni, bis und mit Pfingstmontag, 9. Juni 2014, geschlossen.

Donnerstag, den 5. Juni von 18.00 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

Möchten Sie einen Todesfall melden, wählen Sie bitte folgende Telefonnummer: 079 724 66 08

FeldschützenGesellschaft Zwillikon

Edith Willimann-Betschart

Bestattungsamt Hausen am Albis

Wahlvorschläge sind bis 30. Juni 2014 der Gemeinderatskanzlei einzureichen. Bonstetten, 3. Juni 2014

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum von vielen Blättern eines. Dies eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses eine Blatt allein, war Teil von unserem Leben, drum wird dies eine Blatt allein uns immer fehlen.

Am 28. Mai 2014 ist in Hausen am Albis gestorben:

Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Der Abschiedsgottesdienst ist am Freitag, 6. Juni 2014, 14.30 Uhr, in der ref. Kirche Knonau (nach katholischem Ritus). Der Gemeindeschreiber

Dominic Betschart und Cornelia Böbner mit Jamie Benno und Anya Betschart-Roth mit Celina und Leonie Josef und Claire Willimann-Schnyder Adrian Willimann und Alexia Renner mit Elena und Alexander Urnenbeisetzung am 6. Juni 2014 im engsten Familienkreise in Knonau. Der Abschiedsgottesdienst findet am Freitag, 6. Juni 2014, 14.30 Uhr in der evang. ref. Kirche in Knonau statt. Statt Blumen zu spenden, unterstützen Sie bitte das Projekt Pallliativstation des Spitals Affoltern am Albis, Postkonto 85-391373-1, mit dem Vermerk: Edith Willimann-Betschart Es werden keine Trauerzirkulare versandt. Traueradresse: Familie Patrik Willimann-Betschart, Grundstrasse 23a, 8934 Knonau

Gott nahe zu sein ist mein Glück Psalm 73,28

TODESANZEIGE Nach einem langen, erfüllten Leben ist unser Mami, Grossmami, Omi und Ur-Omi

Heidi Kyburz-Pfenninger 3. Januar 1924 – 29. Mai 2014

für immer eingeschlafen. Wir vermissen Dich: Romy Kyburz und Partner mit Diana und Yves Monika und Jürg Sutter-Kyburz mit Deborah, Aron und Gabriel Gaby und Urs Eisenegger-Kyburz mit Samuel, Rebekka, Benjamin, Rahel und Urenkelinnen und Urenkel Urnenbeisetzung am Dienstag, 10. Juni 2014, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle. Anstelle von Blumen gedenke man der Schweizerischen Liga gegen Epilepsie, Postkonto 80-5415-8. Traueradresse: Monika Sutter, Bifangstrasse 16, 8910 Affoltern am Albis

HERZLICHEN DANK Tief bewegt hat mich die grosse Anteilnahme, die ich beim Heimgang von meinem lieben, unvergesslichen Ehemann

Josef Nayer erfahren durfte. Allen Verwandten, Freunden, Bekannten und ehemaligen Arbeitskollegen, die dem Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen haben, sowie mit Karten, Blumen und Geldspenden fürs Tixi Säuliamt ihr Beileid bekundeten, möchte ich meinen innigen Dank aussprechen. Besonders danken möchte ich noch Herrn Dr. med. Werner Baumann für seine langjährige Betreuung und meinen lieben Nachbarn für die moralische und liebevolle Unterstützung während seiner langen Krankheit. Affoltern am Albis, im Juni 2014

Margrith Nayer


Bezirk Affoltern

Broschüre mit Kurzanalysen Wie viele Zürcher Haushalte kommen ohne Auto aus? Wie hat sich die Internetnutzung entwickelt? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt die Broschüre «Kanton Zürich in Zahlen», welche das Statistische Amt des Kantons Zürich und die Zürcher Kantonalbank gemeinsam herausgeben. Jetzt liegt die Ausgabe 2014 vor. Interessierte können sie kostenlos in den Filialen der ZKB beziehen. (ki.)

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

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Dienstag, 3. Juni 2014

Familienausflug zu den Langohren und Schnattergänsen Jungtierschau der Kleintierfreunde Säuliamt in Ottenbach Die Jungtiere in den Käfigen der Ausstellung wurden vor allem von den Kindern der zahlreichen Familien bestaunt und belagert. Die traditionelle Schau der Kleintierfreunde an Auffahrt mit jungen Hühnern, Enten, Gänsen und Tauben aber vor allem auch kleinen Kaninchen bereitet dem Verein infolge Nachwuchsmangels zunehmend Mühe. Der Jahresevent der Kleintierfreunde Säuliamt (KTF Säuliamt) lockte am Auffahrtstag eine grosse Schar Zuschauer an die Reuss. Vorwiegend Familien mit Kindern zog es zum Pontonierhaus, wo die Kleintierfreunde Säuliamt weit über 100 Kleintiere, vorwiegend Jungtiere – Kaninchen, Hühner, Enten, Gänse und Tauben – ausstellten. Die Jungtierschau wurde dieses Jahr durch den Kleintierzüchterverein Bonstetten verstärkt. Der Präsident der KTF Säuliamt, Ueli Hug, freute sich sehr über den Grossaufmarsch der Besucher. Als Besonderheit wies er auf einige seltene Rassen bei den Hühnern hin. Er nannte speziell den gegenwärtigen Trend zu den Sundheimer Zweinutzhühnern. Das ist eine Rasse, welche sich sowohl zum Eierlegen als auch als Fleischlieferantin eignet. Das Poulet sei äusserst schmackhaft und von fester Konsistenz, so Hug. Die Kleintierschau ist für den Verein zwar der grösste und wichtigste Jahresevent, aber infolge des fehlenden Nachwuchses auch immer schwieriger durchzuführen. Ueli Hug hält fest, dass lediglich wegen der äusserst bescheidenen Platz- und Zeltgebühr der Pontoniere die Durchführung möglich sei und dankt den Gastgebern. Der Verein mit lediglich noch 25 aktiven Mitgliedern hat zunehmend Mühe, einen derartigen Anlass über die Bühne zu bringen. Wenn allerdings auch nur gerade die Hälfte der vielen Kinder, welche mit grosser Hingabe die herzigen Kleintiere streichelten und fütterten, später Mitglieder des Vereins KTF Säuliamt würden, müsste sich Präsident Hug keine Nachwuchssorgen mehr machen. (mm)

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wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit In Affoltern dürfen wir Magdalena und Willi Beyeler zur goldenen Hochzeit gratulieren. Das Ehepaar feiert morgen Mittwoch, 4. Juni. Wir gratulieren herzlich und wünschen alles Gute.

Zur goldenen Hochzeit Gleichentags, am 4. Juni 1964, haben sich auch Elisabeth und Theo FischerAlthaus das Ja-Wort gegeben. Wir gratulieren auch ihnen zur goldenen Hochzeit und wünschen noch viele gemeinsame Jahre.

Zum 93. Geburtstag Gestern konnte Heiri Hegetschweiler im Ölberg, Ottenbach, seinen 93. Geburtstag feiern. Wir gratulieren herzlich und wünschem dem Jubilaren noch viele schöne und interessante Spaziergänge.

Zum 85. Geburtstag Antonio Maio, wohnhaft in Affoltern, darf am kommenden Donnerstag, 5. Juni, seinen 85. Geburtstag feiern. Die besten Wünsche begleiten den Jubilaren. Ein schönes Geburtstagsfest! Auch Ernst Spengler feiert am 5. Juni in Affoltern den 85. Geburtstag. Herzliche Gratulation zu diesem Ehrentag und alles Gute.

Zum 80. Geburtstag Am kommenden Donnerstag, 5. Juni, feiert Bernhard Stübi-Müller vom Schweikhof, Ebertswil, seinen 80. Geburtstag. Wir gratulieren dem Jubilaren herzlich und wünschen ihm fürs kommende Jahrzehnt viel Freude, gute Gesundheit und Wohlergehen. Alles Gute!

Die herzigen Häschen erhielten einzeln saftige Blätter. (Bild Martin Mullis)


Vermietungen Überall sind Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle. Sie werden uns immer an dich erinnern.

TODESANZEIGE Plötzlich und unerwartet, für uns alle unfassbar, starb heute mein Lebenspartner, unser Bruder und Schwager. Er hatte noch so viel vor und war voller Tatendrang. Viel zu früh schlief er für immer ein.

TODESANZEIGE Traurig, aber voller schöner Erinnerungen nehmen wir Abschied von unserem geliebten Papi, Schwiegervater und Grossvater

Hans Schweizer-Gross

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22. Oktober 1921 – 29. Mai 2014

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10. Juli 1955 – 28. Mai 2014

Wir vermissen Dich Heidi Rüegg

Ganz unerwartet ist er an den Folgen eines Sturzes gestorben. Wir sind tief traurig, aber ebenso dankbar für das erfüllte Leben und die lange, schöne Zeit, die er bei guter Gesundheit mit uns verbringen durfte.

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Die Abschiedsfeier findet am Freitag, 6. Juni 2014, um 13.30 Uhr in der Abdankungshalle des Friedhofs in Hausen am Albis statt.

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Wir bitten von Kondolenzbezeugungen abzusehen. Es werden keine Leidzirkulare verschickt.

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Susanne Gross-Achermann mit Beatrix und René Die Abdankung findet am Freitag, 13. Juni 2014, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche in Rifferswil statt. Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Rifferswil.

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Anstelle von Blumen freuen wir uns über eine Spende an die Stiftung Kinderspital Kantha Bopha, Dr. med. Beat Richner, Postkonto 80-60699-1 / IBAN CH98 0900 0000 8006 0699 1, Vermerk «Gedenken an Hans Schweizer-Gross, Rifferswil»

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 3. Juni 2014

Altes Handwerk und gelebtes Brauchtum Alte Mühle, Sattler, Handziegler und andere bereicherten den «Mülitag» in der Stalliker Aumüli Altes Handwerk und gelebtes Brauchtum – das bot der «Mülitag» auch dieses Jahr. In der Stalliker Aumüli herrschte am Samstag zeitweise Grossandrang. ................................................... von werner schneiter Der Klang des Dengelns einer Sense weckte Erinnerungen an eine Landwirtschaft, die es nicht mehr gibt. Genauso die Arbeit der «Wöschfrauen» aus der Trachtengruppe Sihltal, die in mühsamer Handarbeit, ohne vollautomatische Waschmaschine, Sauberkeit herstellten. Und da waren auch der Sattler und der Handziegler: Richard Bucher ist schweizweit der einzige, der dieses Kunsthandwerk mit viel Herzblut praktiziert. Seine Arbeit und seine Erklärungen in Berndeutsch lockten besonders viele an. Bucher arbeitet als selbstständiger Handziegler im Kloster St. Urban. In der Aumüli erklärte er die Vorgänge, zeigte, wie auf traditionelle Weise kunstvolle Ziegel oder Backsteine entstehen. Fredi Hofmann, Präsident des Vereins Aumüli, freute sich besonders über die Zusage von Richard Bucher, der die «Aumüli» als Paradies bezeichnete. Natürlich waren auch die Sägerei, ein Sägereimodell von Markus Hintermann, und die Mühle in Betrieb. Und da gabs auch eine Parade alter Traktoren. Für Unterhaltung sorgen die Alphornbläser Walter Ess und Aschi Eichenberger sowie der Jodlerclub am Albis – und, natürlich, auch Kulinarisches in der Festwirtschaft. Oder die selbstgemachten Teigwaren von Ruth Bieri aus Aeugst.

Lockte besonders viel Publikum an: Handziegler Richard Bucher. (Bilder Werner Schneiter)

Aumüli seit 1976 unter Schutz An 99 Orten in der Schweiz wurde am Samstag zum Mühlentag eingeladen. Dem Vernehmen nach hat die Stalliker Aumüli den grössten Publikumszuspruch. Seit 11 Jahren wird dort altes Brauchtum gezeigt. Ursprünglich sollten auf dem Areal drei Mehrfamilienhäuser entstehen; seit 1976 steht die Aumüli unter Schutz, und 1998 sprach die kantonale Denkmalpflege einen Beitrag an die Instandstellung dieser Zeitzeugen. Pièce de résistance ist die alte, funktionstüchtige Mühle. Margrit und Fredi Hofmann sowie der verstorbene Reinhard Möhrle haben sich mit grossem Einsatz für den Erhalt der Aumüli eingesetzt. Der rund 100 Mitglieder zählende Verein Aumüli und die 1998 gegründete Stiftung

Protagonisten des Mülitages: Margrit und Fredi Hofmann sowie der neue Stiftungspräsident Ferdinand Gramsamer (hinten). verwalten und pflegen das Erbe, das auch Menschen aus dem Ausland interessiert. «Sie kommen aus Deutschland und Holland», sagt Ferdinand Gramsamer, der die Stiftung seit Mitte Mai diesen Jahres präsidiert. «Die Aumüli ist ein Kleinod, ein Weiler, der keine Neubauten in der Umgebung

Seine Urgrossmutter wird noch auf diese Weise gewaschen haben ...

hat. Königlich und einzigartig», fügt er hinzu. Die Aumüli ist ein ganzjährig offenes Museum. Jählich finden dort rund 40 Veranstaltungen statt – oft auch für Schulklassen. «Lehrerinnen von Schulklassen, die bei uns zu Besuch waren, helfen jeweils am Mülitag mit», freut sich Fredi Hofmann.

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Dienstag, 3. Juni 2014

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Anzeichen einer Annäherung Lockere Atmosphäre an der Kundgebung der Interessengemeinschaft Sihlwald für alle An der zweiten Kundgebung der IG Sihlwald für alle haben an Auffahrt erstmals auch Vertreter des Wildnisparks teilgenommen. Der entspannten Atmosphäre tat dies keinen Abbruch. ................................................... von martin platter Lex Masson, Vorstandsmitglied der IG Sihlwald für alle, staunte nicht schlecht. Als er am letzten Donnerstagmorgen zusammen mit weiteren Helferinnen und Helfern die Infrastruktur für die Kundgebung am Waldrand hinter dem Restaurant Schweikhof bereit zu machen anfing, erschienen plötzlich Ranger des angrenzenden Wildnisparks und begannen ohne Vorankündigung ihrerseits eine Informationstafel aufzustellen. Derweil sich die zahlreichen Interessierten zu Fuss, mit dem Mountainbike oder zu Pferd auf den Weg durch den Sihlwald zum Kundgebungstreffpunkt aufmachten. Kurz nach Mittag begrüsste IG-Präsident Bruno Heinzer dann die bunt gemischte Gesellschaft und speziell die Überraschungsgäste des Wildnisparks. In wenigen Sätzen rekapitulierte der Hausemer, wie es zur Gründung der IG vor zwei Jahren gekommen ist und den derzeitigen Stand der Arbeit, ehe er auf die teilweise gefährlichen Wege durch den Sihlwald zu sprechen kam. Er habe den Eindruck, dass zu viel Geld ins Besucherzentrum des Wildnisparks fliesse und zu wenig in

den Wegunterhalt, sagte Heinzer. Dann übergab er das Wort an den Hausemer Gemeinderat Gregor Blattmann. Dieser äusserte die Vermutung, dass bestimmte Wege im Sihlwald vielleicht absichtlich nicht mehr gepflegt werden, damit sie irgendwann nicht mehr begehbar seien oder die Instandstellung so teuer, damit man einen Grund habe, diese Wege aufzugeben. Er plädierte dafür, den Wegunterhalt à jour zu halten.

Naherholungsgebiet anstatt Event-Tourismus IG-Mitglied André Ringger erzählte, wie er erfolglos versucht hatte, mit den Postulatsverfassern, die sich im Kantonsrat gegen die angestrebte Überarbeitung der rigiden Schutzverordnung im Sihlwald stark gemacht hatten, Kontakt aufzunehmen. (Das Postulat wurde dank der bürgerlichen Ratsmehrheit nicht an den Regierungsrat überwiesen. Die Red.) Er wäre an konstruktiven Vorschlägen zur Kompromissfindung interessiert gewesen. Eine Antwort habe er jedoch nicht erhalten. Ringger rief dazu auf, das Naherholungsgebiet nicht zugunsten von Event-Tourismus zu opfern. Er regte ein «hybrides Nutzungskonzept», das die Menschen nicht aus dem Wald verbanne. Isabelle Roth, die stellvertretende Geschäftsführerin des Wildnisparks, stellte den Sihlwald in einen grösseren Kontext: «Wir haben auch eine Verantwortung gegenüber Europa, was den Waldschutz angeht.» Der Sihlwald ge-

Auch Vertreter der Sihlwald-Wildnisparkleitung sind überraschend an der Kundgebung aufgetaucht und stellten ihre Arbeit vor. (Bild Martin Platter) höre zu den grössten Wäldern dieser Art in Zentraleuropa. Der Betriebsleiter «Wald», Christoph Spuler, erklärte, dass man den Sihlwald seinerzeit ganz bewusst als Nutzwald ausgeschieden und nun als reinen Naturwald unterhalte. Da brauche es auch keine vier Meter breiten Forststrassen mehr, die einst für die Waldbewirtschaftung gebaut worden seien. «Sollte ein Problem bestehen, kommen Sie zu mir»,

forderte Spuler die Anwesenden auf. Zu den von der IG abgebildeten Schäden stellte er in Aussicht, diese bald zu beheben. An den bestimmten Stellen habe man mit der Arbeit bereits begonnen. Stefan Jucker, Geschäftsführer «Zürcher Wanderwege», sagte, dass er den Wildnispark Sihlwald als Chance sehe. Bezüglich Wegsicherheit und Beschilderung verlasse er sich auf die Fachleute der Parkleitung.

Ein Votant wollte wissen, wie es sich denn nun verhalte mit den Schutzzonen. Bruno Heinzer erwiderte, dass beispielsweise in seinem Wald eine Schutzzone definiert wurde – ohne ihn vorher zu informieren. Nichts über den Stand der Überarbeitung der Schutzverordnung sagen konnte der ebenfalls anwesende Kantonsrat Martin Haab. Nur so viel: Die überarbeitete SVO werde zur Vernehmlassung an die Gemeinden geschickt.

Barbara Rähmi und Fernando Kolb in der Galerie 100 Doppelausstellung in Affoltern bis am 21. Juni – Donnerstag bis Samstag 14 bis 18 Uhr In der neuen Affoltemer Galerie 100, an der Zürichstrasse 100, zeigen zurzeit die am Bodensee wohnhafte Zürcherin Barbara Rähmi und der Kilchberger Fernando Kolb eigenständige Bilder, die da und dort auch Parallelen aufweisen. ................................................... von urs e. kneubühl Es sind ausdrucksstarke Bilder, die dennoch viel Raum für Interpretationen lassen, ja, geradezu dazu herausfordern. Dies ist den gegenwärtig und bis 21. Juni in der Galerie 100, Zürichstrasse 100, Affoltern, gezeigten Werken von Barbara Rähmi und Fernando Kolb gemeinsam, wenngleich sie sich in Technik und Stil markant unter-

scheiden. Da sind die abstrakten Bilder von Fernando Kolb, die hier ein filigranes Spiel schwungvoller Striche sind, während sie dort zuweilen auch kräftig und mächtig daherkommen. Barbara Rähmis Bilder und Holzskulpturen dagegen leben von der symbolhaften Figuration, die verschlungen und verschachtelt Geschichten erzählt und Filme ablaufen lässt.

Fernando Kolb: Mischtechnik – auch mit Kaffeesatz und Tee Die ausgestellten Werke des seit 2010 freischaffenden Autodidakten Fernando Kolb lassen die bemerkenswerte Entwicklung des Künstlers erkennen, die einerseits in Mischtechnik auf Leinwand oder Papier mit dichtem Auftrag kraft- und machtvoll aufwarten, wobei der Künstler Dispersions-

oder Acrylfarben zuweilen mit Mörtel, Kaffeesatz oder auch Tee vermischt. Andererseits sind es Arbeiten mit schwungvoll abstrakten Linien und filigran gesetzten Farbflächen. Hier versteht es Kolb, spielerisch virtuos in der Entwicklung der Motive die Sinne anzusprechen und die Gedanken anzuregen. Seine Arbeiten wirken dabei berührend und offen, um mit jedem weiteren Blick die malerische Tiefe mehr zu erschliessen. Ob nun aber markig oder fein, Kolbs Bilder haben alle die Struktur als Thema gemeinsam. Dazu kommen die handwerklich-konstruierende Auseinandersetzung mit Materialien und die inhaltliche Botschaftsvermittlung über Design, Farben, Formen und Text, welche von ihm schon in seinem früheren Berufsleben in Marketing und Kommunikation gefordert waren.

Barbara Rähmi zeigt sich ineinander verschlingende und verschachtelte Figuren und Symbole als künstlerische Metaphern.

Barbara Rähmi: Ein Feld für Entdeckungen Barbara Rähmi versteht es, in ihren Arbeiten – ob Malerei oder Holzskulptur, es trifft auf jede Einzelne zu – jeweils ein ganzes Universum von Ebenen zu entwickeln. Mit Figuren und Symbolen, die sie sich ineinander verschlingen und verschachteln lässt, ist sie mitunter an den Fragen der Zeit – ohne dabei je moralisierend oder politisch zu wirken. Gefühle und Gedanken, die ihr erwachsen, genauso Themen und Fragen, die sie beschäftigen, bannt sie als künstlerische Metaphern vornehmlich in Öl mit Pinsel – zuweilen auch mit Fingern und Händen – auf Leinwand oder auf Holz. Mitunter entsteht so ein munter plauderndes Geflecht aus Hintergrund sowie abstrakter und figurativer Flä-

che, analog von Erinnerungssequenzen oder eines fiktiven geschichtlichen Ablaufs. So bergen die Bilder Entdeckung, sind Stufung und zunehmende Aufspürung, fesseln, eröffnen und verschlingen zugleich. Das Wissen, im Malen und Zeichnen ihre eigentliche Aufgabe gefunden zu haben, begleitete die Künstlerin von früher Jugend an. Die in der Galerie 100 in Affoltern am Albis gezeigten Werke sind begeisternder Beleg dafür. Galerie 100, Zürichstrasse 100, Affoltern. www.galerie100.ch. Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Mietinteressenten melden sich direkt beim ausstellenden Künstler, Markus Bösch, 079 821 13 61, markusboesch@bluewin.ch oder bei Susanne Furrer, 044 252 74 40, E-Mail: welcome@susannefurrer.ch.

Fernando Kolb stellt gleichzeitig in der Galerie 100 in Affoltern Arbeiten mit schwungvoll abstrakten Linien und filigran gesetzten Farbflächen aus.


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150 Jahre Ämtler Linie: Hochrufe da, ein paar Schüsse dort Launige Worte zur doppelten Zug-Taufe am Sonntag in Affoltern Am 1. Juni 1864 wurde die Eisenbahnlinie Zürich–Zug– Luzern in Betrieb genommen. Vorgestern Sonntag, exakt 150 Jahre danach, waren es zwei neue S-Bahn-Züge, die in Affoltern feierlich getauft wurden. ................................................... von urs e. kneubühl Spannend, wie die Szene in einem Western ist der Augenblick und bietet ein Bild, das man gewöhnlich nicht zu sehen bekommt: Kopf an Kopf stehen sie sich im Bahnhof Affoltern auf Gleis eins gegenüber – links der aus Luzern gekommene Einstöcker Flirt und rechts der doppelstöckige Regio Dosto aus Zürich. Der Trommelwirbel der Jungtambouren der Jumba Drummer Factory steigert die Erwartung zusätzlich, bis sie sich mit der Enthüllung des Bezirkswappens an der Zürcher S-Bahn löst und in Applaus der Festgemeinde übergeht. Affolterns Gemeindepräsident Clemens Grötsch lässt gleichzeitig den Korken einer Apfelschaumwein-Flasche knallen und tauft die Komposition nun mit dem prickelnden Inhalt offiziell auf den Namen «Bezirk Affoltern». Die Doppelstock-Komposition der Zürcher S-Bahn ist der zweite Täufling an diesem Sonntagmittag, 1. Juni, in Affoltern. Zuvor hat bereits Daniel Gasser, Präsident der Luzerner Gemeinde Ebikon, einen neuen einstöckigen Zug der S-Bahn Luzern nach dem Namen seiner Gemeinde benannt. Mit den beiden feierlichen Handlungen haben die Festlichkeiten zum 150-Jahre-Jubiläum der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie ZürichZug-Luzern im Bezirkshauptort ihren Höhepunkt.

Geschichten und Geschichte In ihren Ansprachen würdigten sowohl Werner Schurter, Leiter Regionalverkehr Zürich, sowie die beiden Gemeindepräsidenten und Taufpaten die bewegte Geschichte der zu feiernden Bahnstrecke. «Vor genau 150 Jahren wurde die Bahnlinie Zürich-ZugLuzern via Affoltern, auch Ämtler Linie genannt, von der Zürich-Zug-Luzern-Bahn in Betrieb genommen», resümierte der Regionalverkehrsleiter der SBB und hielt weiter fest: «Diese Strecke galt einige Jahre als wichtigster Gotthardzubringer, bis 1897 die

Der Affoltemer Gemeindepräsident Clemens Grötsch (links) und Werner Schurter, Leiter SBB Regionalverkehr Zürich, «enthüllen» an der S-Bahn-Lokomotive das Bezirkswappen. (Bilder Werner Schneiter) Strecke Zürich–Thalwil–Luzern eröffnet wurde. Damit verlagerte sich der Gotthardtransport auf diese neue Linie und stellte die Strecke durch das Knonauer Amt in den Schatten. Mit der Einführung der Zürcher S-Bahn im Jahre 1990 nach Affoltern und Zug erwachte die Strecke wieder zum Leben.» Genauso ehrte Clemens Grötsch Bahnlinie und S-Bahn, wobei er aus dem Sonderdruck «1864 bis 1964. 100 Jahre Eisenbahn» eine Schilderung von damals zitierte: «Der Zug hielt an allen Stationen, um die Herren des Bezirkskomitees und andere geladene Gäste aufzunehmen. Hochrufe empfingen und begleiteten sie in jedem Dorf.» Der Höhepunkt der Festfreudigkeit sei auch 1864 schon in Affoltern gewesen, hielt Grötsch fest und zog Parallelen zu den sonntäglichen 150Jahr-Feierlichkeiten von heute, zu denen im Bezirkshauptort zahlreiches und eingenommenes Publikum erschienen ist. Die Säuliämtler Begeisterung war offenbar damals nicht auf die Bevölkerung entlang der Linie durch das Ron-Tal übergesprungen, wie der Ebikoner Gemeindepräsident

Die Jumba untermalte das Bahnjubiläum mit schmissigen Klängen.

dem Bericht eines Bahnhofsvorstehers entnommen hat: «Prustend und schnaubend zogen die beiden Dampfrosse den Zug am 1. Juni 1864 nach Luzern. Dabei zeigte sich Bundesrat Jakob Dubs (notabene ein Affoltemer)

sehr erstaunt darüber, dass in den Bahnhöfen zwischen Zug und Luzern fast keine Leute zu sehen waren und es gab keine Hochrufe und keine Fahnen, nur ein paar Schüsse, weil die Regierung das Pulver bezahlt hat.»

Gemeindepräsident Clemens Grötsch mit Lynn Tscharner, die im «BahnwärterHäuschen» in Dachlissen die Barriere während fast 30 Jahren bediente.

Hohes Engagement aller Beteiligten Es entzieht sich der Kenntnis des Schreibenden, ob die Festlichkeiten der zur 150-Jahre-Bahnstreckenfeier und die doppelte Zug-Taufe deshalb gemeinsam in Affoltern stattgefunden haben. Jedenfalls hat die Standortförderung des Bezirks Affoltern die Feierlichkeiten im Bahnhof Affoltern, trotz regulär laufendem Bus- und Zugverkehr, einen würdigen Rahmen geboten. Unterstützt wurde Koordinator Charles Höhn dabei vom Jumba-Aspirantenspiel unter Leitung von Daniel Raschle und der Drummer Factory, geleitet von Daniel Frick, die das Jubiläum im Bezirkshauptort schmissig wie passend musikalisch begleitete. Gemeindepräsident Clemens Grötsch verdankte das Engagement aller und schloss dabei auch die Fasnachtsgesellschaft ein, welche um das leibliche Wohl besorgt war. Gleichzeitig belegte der grosse Publikumsaufmarsch im Bahnhof Affoltern, wie wichtig den Menschen im Bezirk ihre S-Bahn-Linie zwischen Zug und Zürich ist.

Die Säuliämtlerin Alice Muff steuerte die Jubiläumskomposition.


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Vom Gütertransport zum Pendlerverkehr Geschichte der Ämtlerbahn: 150 Jahre Wirtschaftsgeschichte Die Bahn bedeutete einen Quantensprung im Güterverkehr. Das Bedürfnis nach Personentransport war in der Anfangsphase dagegen noch bescheiden. Alle bemühten sich, möglichst viel Verkehr durch ihr eigenes Dorf zu lenken, um nicht Kaufkraft an die Nachbargemeinden zu verschenken. ................................................... von bernhard schneider

Die Ämtler Industriellen Rudolf Stehli-Hausheer, Obfelden, Jakob Zürrer, Hausen, und Gebrüder Stocker, Zwillikon, waren federführend bei der Erarbeitung des Gesuchs für eine Bahnlinie Zürich – Adliswil – Stallikon – Affoltern – Zug, das am 12. November 1856 beim Zürcher Regierungsrat eingereicht wurde. Der Regierungsrat anerkannte grundsätzlich den Bedarf nach dieser Verbindung, hielt aber den Balderntunnel zwischen Adliswil und Stallikon für zu aufwendig und befürwortete den Weg über Altstetten, da die Verbindung von Zürich Hauptbahnhof nach Altstetten bereits für die 1847 eröffnete Spanischbrötlibahn erstellt worden war. Die Ämtler Initianten schlossen sich dieser Variante an und bereits ein halbes Jahr später, am 3. Juli 1857, erteilte der Grosse Rat des Kantons Zürich – heute Kantonsrat – die Konzession für die noch heute bestehende Linie Zürich – Affoltern am Albis – Zug. Die Hälfte der Kosten von 12 Millionen Franken übernahm die Nordostbahn (NOB), die andere Hälfte fiel in erster Linie auf den Kanton Zürich sowie auf die Kantone Zug und Luzern. Der Kanton überwälzte den Gemeinden des Bezirks Affoltern eine Million Franken an die Investitionskosten. Um diese Mittel zu beschaffen, wurden Anteilscheine ausgegeben. Die hiesige Bevölkerung war aber skeptisch, ob ein solches Bauwerk rentieren könne, weshalb praktisch niemand privat in die Bahnlinie investierte. So tätigten die Industriellen die Investition weitgehend alleine.

Halt an allen Stationen verliessen Zürich um 6.50, 13.40 und 19.00 Uhr. Die Fahrt nach Affoltern dauerte zwischen 44 und 53 Minuten. Schneller war der Schnellzug 9.30 Uhr ab Zürich, der um 10.09 in Affoltern und um 10.31 Uhr in Zug eintraf. In der Gegenrichtung wurde kein Schnellzug geführt. Die Züge verliessen Affoltern um 8.02, 12.54, 17.24 und 21.15 Uhr. Die Fahrt nach Zürich dauerte zwischen 41 und 58 Minuten. Der Grund für die grossen zeitlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Zugfahrten lag in den Aufenthalten an den Bahnhöfen. Diese waren zunehmend gefragt, denn die Dauer der Fahrt wurde in den ersten fünfzig Jahren des Bestehens der Strecke gar noch ausgebaut. Dies galt auch in Richtung Zug, wo die 1904 eröffnete Station Steinhausen zu einer Verlängerung der Fahrt um bis zu einer Viertelstunde führte. Die langen Haltezeiten an den Bahnhöfen zeigen, dass das Be- und Entladen der Züge mit Waren wichtiger war als die durchgehende Beförderung von Passagieren. Kaum jemand pendelte von Affoltern oder gar von Knonau nach Zürich. Industriearbeiter konnten sich für ihre teilweise langen Arbeitswege den Zug nicht leisten und gingen zu Fuss, beispielsweise über den Albis in die Fabrik nach Thalwil. Wer landwirtschaftlich oder gewerblich tätig war, benötigte den Zug zumindest nicht regelmässig und wenn, dann vor allem für den Transport von Waren.

von Ottenbach losgelöst und die damals geschlagenen Wunden waren 1864 noch keineswegs verheilt. So kämpften die Konsortien ObfeldenMerenschwand und Ottenbach-Muri gegeneinander, wer zuerst die Brücke eröffnen könne, um den Verkehr durch das eigene Dorf lenken zu können. Ottenbach hatte das Brückenprojekt zuerst bewilligt, aber Obfelden konnte am 24. Juli 1864, knapp vier Wochen nach der Eisenbahneröffnung, einweihen. Ottenbach folgte mit der Einweihung am 28. August. Der Preis, den Obfelden und Merenschwand für die kürzere Bauzeit bezahlt hatten, bestand darin, dass sie eine Holz- statt Metallkonstruktion wählten. 1874 wurde diese von einem Hochwasser weggeschwemmt, während die Ottenbacher Metallkonstruktion den Fluten standhielt. 1876 eröffneten auch Obfelden und Merenschwand eine metallene Brücke über die Reuss.

Beschleunigung für den Personenverkehr

1918 verkehrten noch immer vier Züge in jeder Richtung, der Weg von Knonau nach Zürich dauerte nun aber zwischen einer und vollen drei Stunden. Ein Beispiel: Der Zug, der Knonau um 8.22 Uhr verliess, wartete in Mettmenstetten 15 Minuten, in Affoltern und Bonstetten-Wettswil je 21 Minuten, in Hedingen 14 Minuten. Die Industrieproduktion hatte zugenommen, das Be- und Entladen der Züge dauerte entsprechend länger. Für ReiBrücken statt Fähren als Zubringer sende war es unterwegs problemlos Weil die Bahn für den Transport von möglich, Einkäufe zu tätigen, die PostGütern eine neue Dimension darstell- stelle zu besuchen oder Freunde zu te, löste sie ein enormes Investitions- treffen. Zwischen den beiden Weltkriegen volumen für den Bau von Querverbindungen aus. Vor allem die Zürcher nahm die Zahl der Züge erheblich zu, und Aargauer Reusstalgemeinden während die Fahrzeit gleichzeitig verwollten mitprofitieren. Nach jahrhun- kürzt wurde: Es begann die Zeit jener dertelangen Kämpfen zwischen den Arbeitspendler, die sich die Zugfahrt Dörfern links und rechts der Reuss leisten konnten. 1944 dauerte die wurden plötzlich die Vorteile einer Zu- Fahrt durchs Knonauer Amt von Knosammenarbeit entdeckt. Rasch war nau nach Zürich 43 Minuten. In jeder klar, dass die bisherigen Fährbetriebe Richtung verkehrten mittlerweile bei Obfelden und Ottenbach als Zu- zehn Züge, wovon nur noch einer unbringer zur Eisenbahn nicht viel taug- terwegs lange Aufenthaltszeiten für ten. Obfelden tat sich nun mit Meren- den Güterverkehr aufwies. In der Nachkriegszeit stieg die schwand zusammen, während OttenWarenumschlag verursacht bach gemeinsam mit Muri eine Reuss- Zahl der Verbindungen an, während Wartezeiten brücke plante. Die Zusammenarbeit die Fahrzeit nur noch geringfügig reGemäss dem ersten Fahrplan, der ab über die Reuss hinweg wurde von den duziert wurde. 1982 dauerte die Fahrt der Eröffnung am 30. Mai 1864 galt, Spannungen zwischen Obfelden und von Knonau nach Zürich 40 Minuten. verkehrten täglich in jeder Richtung Ottenbach begünstigt, denn Obfelden Mit der am 27. Mai 1990 eröffneten vier Züge. Die drei Bummelzüge mit hatte sich nach hartem Kampf 1847 Zürcher S-Bahn wurde der Güter- und Postverkehr vollständig vom Personenverkehr getrennt. Taktfahrplan, kurze Haltezeiten, dichtes Netz an Stationen sind ganz auf den Personentransport ausgerichtet. Gleichzeitig mit der S-Bahn wurde die Station UrdorfWeihermatt neu in Betrieb genommen. Dank den schnelleren Doppelstockkompositionen liess sich die Fahrzeit trotzdem auf 38 Minuten reduzieren, denn die grossen Türen erlauben ein rasches Ein- und Aussteigen und tragen damit wesentlich zur VerkürDaniel Gasser, Präsident der Luzerner Gemeinde Ebikon (links) erhält nach der Loktaufe, auf den Na- zung der Fahrzeit men «Ebikon», von Werner Schurter, Leiter Regionalverkehr Zürich, die Urkunde. (Bild Werner Schneiter) bei.

Ja-Sager gesucht? Im «Anzeiger» vom 20. Mai findet sich eine Falschaussage, welche aus Sicht des Vorstandes der Ärztegesellschaft des Bezirks Affoltern nicht unkommentiert gelassen werden kann. Der Artikel trägt den Titel «Die oberste Führung des Spitals wird erneuert». Es geht darin um die Suche nach neuen Mitgliedern für die Betriebskommission des Spitals Affoltern. Hierbei bedauert der Präsident der Findungskommission, Frank Rutishauser, den Umstand, dass sich kein Arzt für dieses Amt zur Verfügung gestellt hat. Diese Aussage irritiert die Ärzteschaft in hohem Masse, da sie schlichtweg falsch ist. Zugegebenermassen war es tatsächlich nicht einfach, einen Arzt zu finden, der sich für dieses anspruchsvolle Amt freiwillig zur Verfügung stellt. Letztlich waren wir jedoch ausserordentlich erfreut, dass einer der

langjährigsten und erfahrensten Praktiker der Region bereit war, sich der Aufgabe zu stellen. Aus für uns unverständlichen Gründen wurde er jedoch von der Findungskommission abgelehnt. Über die Ursache hierfür können wir nur spekulieren, vermuten jedoch, dass man für den Posten keinen kritisch hinterfragenden, sondern lediglich einen «Ja-Sager»Arzt sucht. Wieso Herr Rutishauser in der Stellungnahme davon spricht, dass sich kein Arzt gefunden habe und nicht offen und ehrlich kommentiert, dass sich kein «aus Sicht der Findungskommission geeigneter Arzt» gefunden habe, können wir so nicht nachvollziehen. Der Vorstand der Ärztegesellschaft des Bezirks Affoltern (Dr. med. D. Koller, Dr. med. D. Zimmermann, Dr. med. L. Steigmeier, Dr. med. B. Köhler, Dr. med. R. Alvarez)

Bitte differenzierter! Marktöffnung für die Milchbauern, Leserbrief vom 27. Mai. Die Milchbauern des Bezirks Affoltern sind äusserst erfreut, wenn sich auch andere Gesellschaftsschichten der Thematik des verfehlten Milchmarktes annehmen. Als Vertreter der FDP hat Herr Hans Ulrich Meuter versucht, die Milchmarktstudie über die Öffnung der Märkte zur EU, die sein Parteikollege und Bundesrat Johann Schneider Ammann kürzlich veröffentlicht hat, zu verteidigen. Der Bundesrat und Herr Meuter nehmen an, dass die Milchproduktion mit diesem, für die Bauern einschneidenden Entscheid, nur um wenige Prozentpunkte zurückgehen würde. Dazu stellt Herr Meuter fest, dass es anscheinend auch Milchbauern gibt, die diese Liberalisierung begrüssen. Die Milchproduzenten in unserem Bezirk haben strukturell gesehen viele Vorteile gegenüber den Berufskollegen in der übrigen Schweiz. Man spricht in Milchhandelskreisen vom «Filetstück» der Schweizerischen Milchwirtschaft und meint damit das Säuliamt und die angrenzenden Gebiete des Kanton Zug und des Kanton Aargau. Verkehrstechnisch gut erschlossen und die Nähe zu den Verarbeitungsbetrieben ist das eine, effiziente Betriebe und (noch) motivierte, gut ausgebildete Betriebsleiter, die in einem klimatisch für den Futterbau hervorragenden Gebiet Landwirtschaft betreiben, das andere. Ich schlage Herrn Meuter vor, dass er bei den noch knapp 100 Milchbauern im Bezirk eine Umfrage startet und sie über diese geplante Marktöffnung befragt. Er wird feststellen, dass bei dem erwarteten Milchpreisrückgang, die Milchmenge nicht, wie im Bericht erwähnt, bloss um 6% zurückgehen wird, sondern dass nach unserer Einschätzung nur gerade noch 6% der jetzigen Bauern weiterhin Milch

produzieren würden. Laut der erwähnten Studie würde der Milchpreis für die Produzenten auf das europäische Niveau fallen, und dies wird mit 47 Rappen beziffert. Kommt dazu, dass Herr Meuter und das Bundesamt für Landwirtschaft vergessen haben, dass Brüssel die Kontingentierung im nächsten Jahr ebenfalls aufheben wird. Fällt der Produzentenpreis in der EU mit dem Wegfall der Quote ebenfalls um 25% wie in der Schweiz beim Wegfall der Kontingentierung im Jahre 2009, so wird der Milchpreis für die europäischen Bauern innert Kürze unter die 30-Cent-Marke fallen. Wenn die FDP glaubt, dass man zu diesen Preisen in der Schweiz nachhaltig, mit Rücksicht auf Tier und Umwelt, Lebensmittel produzieren kann, dann irrt sie gewaltig. Qualitätsnahrungsmittel sind nicht zum Billigpreis zu haben. Die Milchbauern im Säuliamt müssten Alternativen auf dem Arbeitsmarkt suchen, und die Milchkühe würden in Kürze aus dem Landschaftsbild des Amtes und der Schweiz verschwinden. Im Gegenzug werden in den Regalen des Lebensmittelhandels, Milchprodukte aus Ungarn, Polen und der Ukraine Einzug halten. Ich wünsche mir, dass die Vertreter der FDP, sei es in Bern oder in Affoltern, die Nachhaltigkeit der Nahrungsmittelproduktion in unserem Land und die gemeinwirtschaftlichen Leistungen unseres Bauernstandes etwas differenzierter und vor allem realistischer betrachten würden. Gerne bin ich bereit, im persönlichen Gespräch mit Ihnen, Herr Meuter, aber auch mit Ihren Parteikollegen über die Auswirkung dieser geplanten Marktöffnung zu diskutieren. Martin Haab, Mettmenstetten, Milchbauer, Präsident landw. Bezirksverein, Präsident Milchbauernorganisation BIG-M, Kantonsrat SVP

Willkürlich und absurd Belastung des Arbeitseinkommens, «Anzeiger» vom 30. Mai. Die Gegenüberstellung der Steuerbelastung von Ledigen und Familien mit 2 Kindern unter Abzug der Kinderzulagen ist willkürlich und absurd. Interessanter wäre Arbeitseinkommen mit Kapitaleinkommen zu vergleichen. Kapitaleinkommen setzt sich aus Kapitalerträgen und zum grösseren Teil aus Kapitalgewinnen zusammen. Bei den Kapitalerträgen sind Dividenden zum Teil seit der Unternehmungssteuerreform II (Merz) steuerfrei. Kapitalgewinne sind generell steuerfrei. Dies

hat zur Folge, das Vermögende massiv weniger Steuern auf das totale Einkommen bezahlen als der arbeitende mit einem guten Arbeits-Einkommen. Dies ist auch die beste Begründung für die Notwendigkeit einer ErbschaftsSteuer. Diese kann wenigstens einen Teil dieser Ungerechtigkeit kompensieren. Ein weiteres Potenzial zur Senkung der generellen Steuersätze liegt in der Abschaffung der bevorzugten Behandlung von Steuerhinterziehung und dem Bankgeheimnis gegenüber den Steuerbehörden, weil dann Steuerbetrüger teilweise zur Kasse gebeten werden. Peter Flubacher, Affoltern


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Fest der Begegnung

Sommerbücherabend

Bei der ref. Kirche in Hausen treffen sich alle, die an Pfingsten zuhause bleiben. > Seite 14

Regionalbibliothek: Daniela Binder mit Lesestoff für einen langen Sommer. > Seite 15

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Obfelder dominierten Am Auffahrtstag traf sich die Geräteturnelite in der Bonstetter Schachenhalle. > Seite 16

Die Kundennähe als Erfolgsrezept Die Generalagentur der Mobiliar in Affoltern wächst weiter: 2013 um 4,4 Prozent Die Generalagentur der Mobiliar in Affoltern blickt auf ein wiederum sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück – mit einem Wachstum von 4,4 Prozent. Ein Erfolgsrezept ist die Kundennähe. ................................................... von werner schneiter Zu ihrem Einzugsgebiet zählt die Generalagentur Mobiliar in Affoltern (GA) 17 Gemeinden mit gegen 60 000 Einwohnern und 30 000 Haushalten. Sie zählt rund 16 000 Kunden, ist also mehr als in jedem zweiten Haushalt vertreten und weist im Lebens- und Schadens-Versicherungsbereich ein Prämienvolumen von gut 30 Mio. Franken auf. Derweil Versicherungen im vergangenen Jahr schweizweit ein Marktwachstum von 1,5 Prozent aufweisen, sind es bei der GA Affoltern 4,4 Prozent. «Das ist bemerkenswert, weil wir ja als Marktleader von den anderen besonders attackiert werden», sagt Generalagent Thomas Naef, der die Mobiliar in Affoltern Anfang 2013 übernommen hat. Zu den bemerkenswerten Fakten gehört auch, dass die Mobiliar Affoltern, die genossenschaftlich organisiert ist, im vergangenen Jahr ihrer Kundschaft insgesamt 1,65 Mio. Franken in Form von Prämienrabatten auf bestehenden MobiCar- und MobiPro-Verträgen zurückerstatten konnte. Schweizweit hat die Mobiliar in den letzten fünf Jahren aus dem Überschussfonds insgesamt 630 Mio. an die Kundschaft zurückbezahlt.

Lokal stark verankert Der Erfolg der Mobiliar Affoltern basiert auf einem ganzen Mosaik. Besonders starke Steine darin bildet die starke lokale Verankerung ihrer Mitarbeitenden, vor allem auch im Aussendienst, wo sich 12 Personen vor Ort um die Anliegen der Kunden küm-

mern – gemessen an anderen Versicherungen, die ein bis drei Mitarbeitende im Aussendienst beschäftigen, eine hohe Zahl. Kommt hinzu, dass die Mobiliar Affoltern als einzige Generalagentur eine eigene Schadenund Kundenservice-Abteilung vor Ort unterhält. Thomas Naef hält es für sehr wichtig, dass seine Mitarbeitenden Schadenfälle vor Ort begutachten und diese schnell, unkompliziert und unbürokratisch erledigen. «Für den Kunden ist der Schaden ein ausserordentliches, ärgerliches Ereignis – für unsere Mitarbeitenden Routine. Wir kommen – im Gegensatz zu anderen Versicherungen – selbst bei kleineren Schäden ins Haus», betont Naef, für den seine Mitarbeitenden Generalisten sind, «die über den Schaden hinausschauen können und die man kennt, weil sie sich in Vereinen und Behörden engagieren – also gut vernetzt sind.» Grössere Schadensereignisse gabs nicht im vergangenen Jahr, auch keine Hagelschläge, aber erneut eine leichte Zunahme von Schäden, die bei Einbrüchen entstehen. Dass sich heute Mobiliar-Mitarbeitende eher mit kleineren Ereignissen beschäftigen müssen, hat auch mit dem Fortschritt der Technik zu tun, mit besserem Brandschutz, mit einer hochmodern ausgerüsteten Feuerwehr. «Heute haben wir mehr Teilschäden», fügt der Generalagent bei. 2013 hat die Mobiliar Affoltern 6169 Schadenfälle erledigt.

Mobiliar prüft Umzug Die GA in Affoltern beschäftigt 30 Mitarbeitende, einschliesslich vier Lernende und einen Praktikanten: 25 in der GA in Affoltern, 5 in Birmensdorf, wo die Gemeinden Wettswil, Bonstetten, Birmensdorf, Aesch und UitikonWaldegg betreut werden. Das Wachstum hat Folgen: «In Affoltern sind wir am Limit und prüfen nun Optionen für einen Umzug in grössere Lokalitäten», sagt Thomas Naef.

Geschenkpaket mit Prämeinrabatten für die Kundschaft: Mobiliar-Generalagent Thomas Naef und Verkaufssupporterin Katja Dornbierer. (Bild Werner Schneiter)

Die Jungen im Fokus Die GA der Mobiliar Affoltern spricht vermehrt auch ein junges Publikum an. So wurden an den Bahnhöfen in Affoltern und BonstettenWettswil Wettbewerbstalons verteilt – mit Aussicht auf den Gewinn eines iPads, dazu natürlich Informationen über Versicherungsmodelle, die für Junge infrage kommen. «Eine gute Aktion, aber zu teuer, weil wir die Perrons von den SBB mieten müssen», bilanziert Generalagent Thomas Naef.

Ein zweites Projekt startet die Mobiliar im Rahmen der Fussball-WM. Junge werden eingeladen, sich die Spiele auf der Grossleinwand der Spyre-Bar in Affoltern anzuschauen. «Wir sprechen die Jungen hier auch via Facebook an», so Thomas Naef. Mitte Mai schliesslich veranstaltete die Mobiliar zusammen mit dem Learnpool der Fahrlehrer einen «Warm-up-Day» für Motorradfahrer. 25 nahmen an dieser Töfftour teil, die jeweils unterbrochen wurde, damit die anzeige

KGV unterstützt Kampagne «Ja zur Schweiz – hier kaufe ich ein» Den Standortvorteilen Sorge tragen Der Kantonale Gewerbeverband Zürich KGV unterstützt die heute vom Schweizerischen Gewerbeverband sgv lancierte Kampagne «Ja zur Schweiz – hier kaufe ich ein». Der Verband setzt sich mit seinem Engagement zum Ziel, Konsumentinnen und Konsumenten für die Auswirkungen der Frankenstärke auf die schweizerische Wirtschaft zu sensibilisieren. Aufgrund des starken Frankens haben Schweizerinnen und Schweizer ihre Einkäufe im Ausland im Jahr 2011 um einen Drittel auf ein Volumen von rund fünf Milliarden Franken gesteigert. Betroffen vom Phänomen Einkaufstourismus sind verschie-

denste Branchen, vom Handel bis hin zum Tourismus – gefährdet sind dabei sowohl Arbeitsplätze als auch Lehrstellen. Mit Überzeugung steht der KGV deshalb hinter der heute lancierten Kampagne «Ja zur Schweiz – hier kaufe ich ein». Die Kampagne will die schweizerische Bevölkerung für die vielfältigen positiven Wirkungen ihrer Entscheidung, in der Schweiz einzukaufen, sensibilisieren. Der KGV setzt damit als Teil einer breiten Koalition aus kantonalen Gewerbeverbänden, Branchenorganisationen und dem Schweizerischen Gewerbeverband sgv ein positives Zei-

chen im schwierigen Umgang mit der Frankenstärke. Die ausgesandte Botschaft ist klar: Mit ihrem Einkauf in der Schweiz stärken Herr und Frau Schweizer unsere Wirtschaft, unsere KMU, unsere Arbeitsplätze und unser erfolgreiches Berufsbildungssystem. Die Schweiz verfügt im europäischen Vergleich über ein überdurchschnittlich hohes Lohnniveau, über hohe Anforderungen an die Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Wirtschaft sowie nicht zuletzt über einen hohen Qualitätsstandard der angebotenen Waren und Dienstleistungen. Diesen Standortvorteilen gilt es Sorge zu tragen. (pd.)

Teilnehmenden auf Arealen an ihrer Fahrtechnik feilen konnten. Die Aktion stand auch unter dem Motto «Sicherheit»; sie wird im Frühjahr 2015 erneut durchgeführt. Ausserdem unterstützt die Mobiliar Affoltern Vereine in der Region, so zum Beispiel die Aemtler Bühne, die 2014 ihr 30-Jahre-Jubiläum feiert. «Im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen wir aber insbesondere Junge, vor allem auch im Bereich des Sports», sagt Thomas Naef. (-ter.)


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Gewerbe

Dienstag, 3. Juni 2014

Künftige Bewohnerinnen und Bewohner der neuen Siedlung am Lindenbach feiern gemeinsam den Baustart. (Bild Reto Gilly)

Modell des Wohnprojektes 50plus am Lindenbach: drei aneinandergebaute Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 19 Wohnungen. (Visualisierung zvg.)

50plus – ein zukunftsweisendes Wohnprojekt in Obfelden Am 26. Mai war an der Neugutstrasse offizieller Baustart für das Genossenschaftsprojekt Lindenbach mit 19 Wohnungen. Die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner haben das Ereignis bei schönstem Wetter mit Aussicht in die Berge gefeiert. Sie haben bei diesem Anlass auf dem Baugelände Pflanzen ausgegraben und in Töpfen mitgenommen, um sie nach Bauende in der alten Umgebung wieder anzusiedeln.

Kurze Planungsphase Seit dem Kauf des Grundstücks bis zum Baubeginn seien nur 18 Monate vergangen, erwähnte der Architekt Remo Sciessere in seiner BegrüssungsAnsprache. Bernhard Borner skizzierte die Bauphase. Ende 2015 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein. Für die Vorbereitungsphase verantwortlich zeichnet die Projektgruppe mit Bernhard und Petra Borner, Sonja und Christof Portmann, Remo Sciessere und Karin Weber sowie Lilo

Muff. Sie berichten, dass sich im Laufe der Planung mehr und mehr ein Wohnen 50plus entwickelt habe, «welches selbstverständlich dennoch aus verschiedenen Generationen bestehen wird».

Nachfamiliäres Wohnen Das Konzept 50plus steht für einen neuen Lebensabschnitt, für ein nachfamiliäres Wohnen. Früh genug sollen Menschen zusammen kommen, um neben viel Privatsphäre und individuellen Freiräumen auch gemeinschaftlich zusammen zu leben. Die Überbauung wird aussen wie innen hindernisfrei gestaltet. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen bestenfalls bis zum Tod hier wohnen können. Das soziale Miteinander einerseits und die baulichen Strukturen andererseits sind die dafür notwendigen Grundlagen. Neben den eigenen Woh-

nungen stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern viele gemeinsam zu nutzende Räume zur Verfügung. Dazu gehört ein Mehrzweckraum im Parterregeschoss mit Aussen- und Innensitzplätzen, einer Bibliothek, einem Cheminée und einer Küche. Hier können Begegnungen stattfinden, gemeinsame Essen organisiert oder Sitzungen und Veranstaltungen auch gemeinsam mit weiteren Dorfbewohnern ermöglicht werden. Für die Gesundheit sind Räume für Fitness, eine Sauna, einen Dampfbad und im Freien ein Bio-Pool vorgesehen. Auch stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern zwei Atelierräume, ein Werkraum und zwei Gästezimmer zur Verfügung.

Ökologisch beispielhaft Dem Konzept entsprechend hat auch die Ökologie einen hohen Stellenwert.

Für die Energiegewinnung wird die Dachfläche des 55 Meter langen Gebäudes mit einer durchgehenden Photovoltaik-Anlage belegt. Die so gewonnene Energie deckt den internen Energiekonsum weitgehend ab. Die Photovoltaik-Anlage liefert auch die Energie für die Erdsonden-Wärmepumpenheizung.

Abschied und Aufbruch Eine kleine Umfrage bei den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern hat gezeigt, dass sich viele mit einem weinenden Auge auf den Umzug vorbereiten. Sie verlassen ihren vertrauten Lebensraum und das soziale Umfeld, manche ein Haus und einen Garten. Und doch freuen sie sich auf den neuen Lebensabschnitt, auf eine bereichernde Vorbereitung auf das Alter, «bevor es zu spät ist». Den eigenen Garten, dessen Pflege zunehmend Mü-

he macht, und das zu gross gewordene Haus sollen vernünftigerweise jüngere Familien übernehmen.

Grosse Nachfrage Eigentümerin der Liegenschaft ist die Genossenschaft Lindenbach. Die Wohnungen werden im Stockwerkeigentum verkauft. Alle Besitzerinnen und Besitzer der Wohnungen sind gleichzeitig Mitglied der Genossenschaft. 15 Wohnungen sind bereits verkauft, ohne Werbung und Ausschreibung! Verfügbar sind noch drei 2½-ZimmerWohnungen und eine 3½-ZimmerWohnung. Heiner Stolz Interessentinnen und Interessenten erfahren Näheres von Remo Sciessere, Telefon 044 760 26 64. sciessere@architekturfabrikgmbh.ch

Peter Ackermann: «Jetzt ein Elektroauto kaufen!» Man wechsle jetzt auf ein Elektroauto. Die EnergieRegion Knonauer Amt hat mit den Automobilanbietern die Preise verhandelt. Von Mitsubishi ist für den bewährten, alltagserprobten

i-MiEV ein sehr, sehr gutes Angebot eingetroffen. Die Preisvorteile gibt die EnergieRegion gerne an alle Käufer im Bezirk Affoltern weiter. Interessenten können sich auf www.energieregion-

knonaueramt.ch anmelden. Die Aktion ist Teil der Elektromobilitätstage 2014, gültig für fünf oder mehr verkaufte Fahrzeuge und befristet bis Ende Juni. Man kann jetzt profitieren

und sich auf tiefe Betriebskosten freuen. Der Elektromobilität gehört die Zukunft! Sie wird mit beitragen, die Verbrennungsmotoren zu verdrängen. Peter Ackermann, Projektleiter von der Supportgruppe EnergieRegion traut sich diese Prognose zu, da er seit 16 Jahren einen Elektro-Twike fährt. 85 km/h schnell, zweiplätzig, nur zirka 300 kg schwer, einfachste Technik, ohne Komfort und Elchtest. Vor 16 Jahren war dies das Mass aller Dinge im Elektrofahrzeugmarkt. In der Schweiz erfunden und produziert. «Letzte Woche habe ich ihm zum xten Mal beim Strassenverkehrsamt in Zürich vorgeführt. Keine Ölleckstellen, kein undichter Auspuff, keine zu hohen Abgaswerte, keine Probleme. anzeige

Fährt schon lange ein Elektrofahrzeug: Peter Ackermann, Architekt aus Hedingen. (Archivbild)

Er ist auch diesmal wieder schnell und offiziell als strassentauglich erklärt worden. Elektrofahrzeuge leben länger», sagt Peter Ackermann. Elektrofahrzeuge sind einfacher als Benziner zu bauen. Das erste von Ferdinand Porsche 1897 entwickelte Fahrzeug ist mit Strom gefahren. Wegen ungenügender Batteriekapazitäten haben sich Benzin- und Dieselmotoren jedoch durchgesetzt. Heute wissen wir, dass Ölprodukte der Umwelt Probleme bereiten und zu kostbar sind, um verbrannt zu werden. Parallel haben Batterien dank der Entwicklung in der Elektroniktechnik riesige Fortschritte erzielt. Die Zeit ist sicher reif, die Batterietechnik wieder verbreitet in Autos zu verwenden. (pd.)


Vermischtes

Dienstag, 3. Juni 2014

Umwelt Arena – ein nachhaltiger Besuch! Die EVP des Bezirks Affoltern packte die Gelegenheit und besuchte mit einer interessierten Teilnehmergruppe aus dem Säuliamt die Umwelt Arena unter kundiger Führung. Komplexe Zusammenhänge einfach und anschaulich darzustellen war das Ziel von Umweltpionier Walter Schmid, als er zusammen mit seinem Sohn und Architekt René Schmid die Umwelt Arena baute. Entstanden ist dabei eine höchst interessante Ausstellung auf 4 Etagen. Sie geht von der Elektro-Mobilität zuunterst im Hause aus, wo sich erste Geh- oder eben Fahrversuche machen lassen mit Flyers, dem elektrounterstützten Velo und verschiedenen Elektro- und biogasbetriebenen Autos. Weiter oben zeigt sich was Bodenzusammensetzung und Biodiversität mit Ernährungssicherheit zu tun haben und weshalb gesunde Bienenvölker für uns Menschen so wichtig sind. Wer sich fragt, wozu denn Abfalltrennung und all das Recycling nötig ist, kommt auf seine Rechnung und kann sich da sehr konkret ins Bild setzen lassen.

Interessierte Teilnehmende an der Führung in der Umwelt Arena Spreitenbach. (Bild zvg)

Eindrückliche Fakten zum Stromsparen und zur Haussanierung Gelungen ist der Ausflug der EVP in die Umwelt Arena – eine tolle Gelegenheit sich mit Klima und Energie auseinanderzusetzen und die interes-

santen Zusammenhänge besser zu verstehen. Der Vergleich von Lampen zeigt, dass eine 100-W-Glühbirne als Sparlampe nur noch einen Drittel des Stroms braucht und die LED bei gleicher Leuchtkraft auf unter 10 W sinkt. Dass es möglich ist, Sonnenlicht ein-

zufangen und in einen fensterlosen Raum zu leiten zeigte sich an üppigen Pflanzen und gesunden Fischen, die hier prächtig gedeihen. Unter dem Dach gibt die Abteilung Haussanierung Auskunft zu all den Fragen, die Eigenheimbesitzer vor der energetischen Haussanierung geklärt haben wollen. Mit neuen Fenstern, sowie Dach- und Fassadenisolation lassen sich rund 60% Heizenergie einsparen, was am Jahresende ganz beträchtlich zu Buche schlägt. Der Vergleich unterschiedlicher Heizsysteme und die Ausstellung verschiedener Solarmodule auf dem Dach bieten eine gute Übersicht und einen ersten Eindruck wie das konkret aussehen kann. Das Fazit am Schluss des Umwelt-Arena-Besuches war bei vielen Teilnehmenden klar: «Da muss ich noch mal hinkommen!» Die nächste Gelegenheit mit Daniel Sommer und Lisette Müller Neuland zu entdecken bietet sich am 14. September, wo die zweite Etappe des Jakobswegs unter die Füsse genommen wird. (lm/ds)

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Weltoffenes Knonau besucht Umwelt Arena Am Freitag, 13. Juni, lädt der Knonauer Dorfverein zu einem Besuch mit Führung in die Umwelt Arena in Spreitenbach ein. Was hier gezeigt wird, ist einen Besuch wert. Wo finden sich sonst schon so viele Informationen, gut verständlich und anschaulich präsentiert, zu Umwelt und Klima, zu einheimischen Energien und Lebenszyklen, zur biologischen Vielfalt und der nachhaltigen Schonung unserer Umwelt. Die Themen sind hochaktuell und spannend. Und wer schon heute Energie spart und die Umwelt schont, findet hier Bestätigung und bestimmt auch neue Impulse, wie sich Energie einsparen lässt, mit Freude und ohne Komfortverlust. Interessierte sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme richtet sich nach dem Eingang der Anmeldungen. Unkostenbeitrag für Eintritt inkl. Führung: 25.–, bzw. Fr.18.– für Mitglieder. Anmeldung an Ruth Andermatt: Tel. 077 441 30 48,

Nähere Informationen dazusind zu finden auf

ruthandermatt@bluewin.ch. Fahrt mit der S9 16.47

www.evp-affolternamalbis.ch. (Nächster Ausflug zur

Uhr ab Knonau. Anschliessend Möglichkeit zu ge-

Umweltarena siehe nebenstehenden Artikel)

meinsamem Znacht.

Auf zwei Rädern von Olten nach Luzern «Erlebnisse»: 4. Etappe auf dem Weg nach Chiasso Auf einer wenig bekannten Route vom solothurnischen Olten an den Vierwaldstättersee oder von der Ruhe in den Touristen-Rummel.

Etappe 4 von Basel–Chiasso Bei herrlichem Frühlings- oder schon fast Sommerwetter starteten kurz nach 9 Uhr knapp 20 Radler in Olten am Bahnhof zur Velo- und E-Bike-Tour nach Luzern. Kurz nach dem Bahnhof überquerte die Gruppe in der gedeckten Holzbrücke die Aare und folgte dem Radweg schon flussaufwärts. Auf der einen Seite die Aare, auf der andern Seite die Bahnstrecke Olten – Bern. Bereits nach wenigen Minuten zeigte sich auf der linken Seite hoch über der Aare die Ruine Wartburg und nur wenige hundert Meter später war Aarburg erreicht. Dieser sehr schöne Ort ist geprägt durch das imposante Schloss über dem Dorf und die schöne Aarebrücke. Die Route führte nun weg von der Aare und vorbei an Oftringen erreichten die Radler nach ungefähr einer Stunde das wunderschöne Städtchen Zofingen. Aus dem geplanten Kaffee in der Altstadt wurde leider nicht, um diese Zeit schien die Stadt noch zu schlafen. Ausgangs Zofingen dann aber ein sehr schönes Kaffee mit fei-

nen Gipfeli – und die Welt für die Zweiradfahrer war wieder in Ordnung. Frisch gestärkt ging es dann weiter nach Brittnau, vorbei an Reiden und schliesslich nach Dagmersellen. Hier verliessen wir die nur wenig befahrene Hauptstrasse, überquerten die Autobahn und auf einem sehr schönen Radweg ging es weiter in Richtung Sursee. Kurz nach Dagmersellen führte der Weg aber auch an der sehr schönen Sumpf- und Seenlandschaft Hürnbach vorbei auf eine kleine Anhöhe oberhalb St. Erhard. Der Gruppe präsentierte sich ein unglaublich schönes Alpenpanorama mit noch vielen tief verschneiten Bergen. In schnellem Tempo ging die Anhöhe hinunter und schon bald trafen wir in der Altstadt von Sursee ein. Viele Leute sassen um die Mittagszeit in den Beizen und genossen die Sonne und die einmalige Stimmung inmitten der sehr schönen Häuser. Knapp zwei Kilometer weiter hatten wir dann in Oberkirch das Zwischenziel und das Mittagessen erreicht. In der Gartenwirtschaft genossen die Teilnehmenden das feine Essen und machten sich dann kurz vor 14 Uhr auf den zweiten Abschnitt. Nebst vielen anderen Radfahrern und zusammen mit nicht wenigen Wandersleuten folgten sie vorbei an Nottwil,

dem Sempachersee dem Ufer entlang bis fast nach Sempach. Kurz nach dem Dorf dann der letzte kleine Aufstieg bevor der Weg langsam aber sicher fast nur nach talwärts führte. Nachdem Rothenburg durchfahren war, gelangten die Radler nach Emmenbrücke und schon bald ans Ufer der Reuss. Und plötzlich war es dann vorbei mit der Ruhe und der schönen Landschaft, sie steckten mitten im Touristenzentrum, in Luzern. Nach zwei drei Kurven zwischen Japanern und Chinesen hindurch erreichten sie den Bahnhof und das KKL und auch den Spezialtransporter mit Ernst Bänz und Edith Schlienger. Diese beiden brachten die Zweiräder am frühen Morgen nach Olten und nun wieder zurück nach Affoltern. 11 E-Biker und 8 Velofahrende erlebten auf den 66 km von der Aare an den Vierwaldstättersee einen gefreuten Tag und viel Sonne und die einen schon den ersten kleinen Sonnenbrand. Mit der Bahn fuhren die Radler via Zug zurück ins Knonauer Amt und konnten ihre Stahlesel bei der Firma Velo-Rüegg in Affoltern wieder abholen. Otto Steinmann Fotos zu diesem und anderen Erlebnissen unter

Welcher Ballon wird am weitesten fliegen? (Bild zvg.)

www.erlebnisse.ch/fotolabum.

Pfingstfest in Mettmenstetten Ein ökumenischer Anlass

Velo-Gruppe bei Dagmersellen. (Bild zvg.)

Pfingsten ist ein hoher christlicher Feiertag, bei dem wird der Geburtsstunde des Christentums und des Erscheinens des Heiligen Geistes gedacht. Die Kirchgemeinden von Mettmenstetten, Knonau und Maschwanden feiern das Pfingstfest am 8. Juni um 11 Uhr gemeinsam im Rüteli in Mettmenstetten. Dieser ökumenische Anlass hat schon Tradition. Der Gottesdienst mit Susanne Wey, Angelo Saporiti, Andreas Fritz und Thomas Maurer wird auch dieses Jahr von rassiger, fröhlicher Musik begleitet. Diesmal spielt die junge Gruppe «Brass Department» aus der Region Basel. Rot ist die Farbe dieses frohen Festes, und die Or-

ganisatoren freuen sich, wenn die Teilnehmenden die Solidarität zum christlichen Glauben mit einem roten Kleidungsstück ausdrücken. Mit einem Ballonflug soll die Pfingstbotschaft in den Himmel gesendet werden. Spannend ist, wem der weiteste Flug glücken wird. Beim anschliessenden einfachen Mittagessen geniessen alle den feierlichen Tag und das Beisammensein. Der Anlass findet bei gutem Wetter im Freien statt, bei Regenwetter in der Kirche und im Saal der katholischen Kirchgemeinde. Wer möchte da nicht dabei sein? Bruno Grob


veranstaltungen

Fest der Begegnung Bei der reformierten Kirche in Hausen Zum 11. Mal findet am kommenden Pfingstsamstag, 7. Juni, von 14 Uhr bis Mitternacht ein buntes Fest für alle Daheimgebliebenen statt. Im Mittelpunkt steht die ungezwungene Begegnung. Den fröhlichen Rahmen dazu bildet ein vielfältiges Programm mit Attraktionen für Kinder und Erwachsene, um sich selber zu betätigen und sich kulinarisch und musikalisch verwöhnen zu lassen. Zum Beispiel mit Spielparcours, Basteln, Pfingsttauben-Backen, Schminken, musikalische Unterhaltung, Kaffee und Kuchen, Grill-Spezialitäten, Risotto, Cüpli-Bar, Festwirtschaft bis Mitternacht. Man benutze die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Menschen in entspannter Atmosphäre und beim gemeinsamen Tun. Ein besonderer Leckerbissen verspricht das Abendprogramm zu werden.

Musikalisches Abendprogramm ab 19.30 Uhr Musiker aus der Region gestalten das Abendprogramm unter dem Motto «America meets Swiss in Concert». Leo Kälin, ein Ämtler mit einer über sechzigjährigen Musikerkarriere, diversen Fernsehauftritten, Radio-, LP- und CDAufnahmen und über 160 selber komponierten Musikstücken ist eine lebende Legende in der Volksmusikszene. Seine Passion ist es, den Menschen mit seiner Musik Freude zu bereiten. Zusammen mit seiner Ländlerkapelle repräsentiert er an diesem Unterhaltungsabend die schweizerische Musiktradition und setzt damit einen lüpfigen Kontrapunkt zum afroamerikanisch geprägten, stark emotionalen Gesang des Gospelchors der reformierten Kirche Affoltern. Unter der Leitung von Anette Bodenhöfer wird der

Bild vom letztjährigen Begegnungsfest bei der Kirche in Hausen. (Archiv) Chor aus seinem umfangreichen Repertoire bekannte und weniger bekannte Songs interpretieren. Michael A. Williams, 2013 schweizweit bekannt geworden als Singing Postman in der Talentshow «The Voice of Switzerland» von Fernsehen SRF, bereichert die Gesangsdarbietungen mit seiner souligen Stimme, als Begleiter des Chors und mit Soloeinlagen. Die Protagonisten dieses Abends versprechen einen unvergesslichen Ohrenschmaus, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Man lasse sich durch die Musik in andere Welten entführen, ohne Pfingstreisestress, und erlebe zusammen ein friedliches Fest. Eintritt frei – Kollekte/Parkplatz im «Chratz» benützen. Übrigens, der Gospelchor ist auch am Sonntag, 8. Juni, 10 Uhr in der reformierten Kirche Affoltern anlässlich des Pfingstgottesdienstes zu hören.

Gottesbilder in der Kunst Eine (kunst-)historische Entdeckungsreise Seit alters haben die Menschen das Bedürfnis, über ihre Gotteserfahrungen nicht nur zu reden, sondern sie auch darzustellen und die Gegenwart Gottes im Bild zu fassen. Gott – zumindest Gottvater – zu zeigen und ihn gleichzeitig in seiner ihm wesenhaften Unsichtbarkeit zu belassen, stellt für Künstlerinnen und Künstler bis heute eine Gott sehen. Marc Chagall, Gott begegnet Mose im brennender grössten Her- den Dornbusch, gelb, 20 x 25. (Bild zvg.) ausforderungen dar. Wie nehmen sie diese Herausfor- auch Bilder von Gottes Sohn und des derung wahr? Wie lösen sie das Para- Heiligen Geistes diskutiert. Ein besondoxon, das darin besteht, etwas Un- derer Fokus wird auf Gottesbilder in sichtbares sichtbar zu machen? Und der Kunst der Moderne und Gegenwie verhalten sich die Gottesbilder wart gerichtet. zum biblischen Bilderverbot? Die beiden Abende, die auch einAm 10. und 17. Juni, jeweils von zeln besucht werden können, sind ein 19.30 bis 21.30 Uhr im reformierten Angebot der reformierten ErwachseChilehuus Affoltern, bietet sich allen nenbildung im Bezirk Affoltern und Interessierten die Gelegenheit, sol- stehen selbstverständlich auch Angechen Fragen vertieft nachzugehen: Ge- hörigen anderer Gemeinden, Konfessiführt von Dr. Johannes Stückelberger, onen und Religionen sowie KonfessiDozent für Kunstgeschichte und Kir- onslosen offen. Eine Anmeldung ist chen- und Religionsästhetik, tauchen nicht nötig. Der Eintritt ist frei. die Teilnehmenden ein in die Welt der (Gottes-)Bilder und verfolgen ihren Gott sehen: Gottesbilder in der Kunst. Dienstag, 10. Weg und Wandel durch die Epochen Juni und Dienstag, 17. Juni, jeweils 19.30 - 21.30 bis in die Gegenwart. Dabei stehen Bil- Uhr, im reformierten Chilehuus, Zürichstrasse 94, Afder von Gottvater im Zentrum, doch foltern. Bettina Bartels, Pfarrerin in Affoltern, erteilt werden – ausgehend von einem trini- gerne weitere Auskünfte unter Tel 044 761 60 15 tarischen Gottesbegriff – am Rande oder bettina.bartels@zh.ref.ch.


Veranstaltungen

Dienstag, 3. Juni 2014

Eisenbahnreferat und grosses Sommerfest Das Kellertheater LaMarotte in Affoltern kurz vor dem Saisonschluss «Alfred Escher und das Säuliamt»: Aus Anlass zu 150 Jahre Zugverbindung Zürich – Affoltern – Zug. Referat von Prof. Dr. Joseph Jung, Geschäftsführer der Alfred Escher Stiftung und Autor zahlreicher Publikationen zur Kulturgeschichte der Schweiz. Dem «König der Schweiz», Alfred Escher, war es zu verdanken, dass die erste Bahnverbindung von Zürich nach Zug-Luzern über «LaMarotte» und Charly Chaplin «bi de Lüt». (Bild zvg.) Affoltern a.A. geführt wurde und 1864 eröffnet werden Samstag, 14. Juni, geniesst LaMarotte konnte. Er fand dabei Unterstützung für sein traditionelles Jahresschlussdurch den späteren Bundesrat Jakob fest bereits zum zweiten Mal GastDubs aus Affoltern. Spannende Bezie- recht bei Blumen Schneebeli. Die Gäshungen! Donnerstag, 5. Juni. Bar und te kommen ab 20 Uhr zuerst in den Abendkasse ab 19.15 Uhr, Beginn Genuss eines einfachen, aber feinen 20.15 Uhr, Eintritt 25/15 Franken. Nachtessens. Hans Schläpfer, einer der «LaMarotte»-Köche, schöpft aus seinem vollen Gulaschtopf. «LaMarotte bi de Lüt» Nostalgisches Freiluftkino mit Grosses Sommerfest auf dem Areal Livemusik: Nach dem Eindunkeln präBlumen Schneebeli in Affoltern. Am sentiert das nostalgische Freiluft-Wan-

stützt. Ein einmaliges Kinoerlebnis, wie es unsere Gross- und Urgrosseltern noch in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts erleben durften, als die Bilder laufen lernten. Zwischen Setzlingen, Grünzeug und Gehölz aller Art sorgt die LaMarotte-Crew dafür, dass niemand hungrig oder durstig bleiben muss.

Siegerehrungen des 1. Entenrennens

derkino zwei selten gezeigte Stummfilme «The Rink» und «The Cure» von und mit Charles Chaplin aus den Jahren 1916/17. Ob bei einer heilsamen Kur oder auf der Rollschuhbahn, es bleibt kein Auge trocken. Die Filme werden musikalisch aufs Feinste durch den Multiinstrumentalisten Marc Bänteli, den Perkussionisten Boris Speissegger untermalt und durch die von Claudia Lindt geschaffenen Klang- und Geräuschbilder unter-

Am gleichen Abend, ebenfalls auf dem Areal Blumen Schneebeli, findet um 20.30 Uhr die Preisübergabe an die Besitzer jener Rennenten statt, die im ‹1. Entenrennen auf dem Jonenbach› die Ränge 1 bis 3 belegten. Über die Teilnahmemöglichkeiten an diesem Rennen informieren Plakate und ein Aushang beim Kellertheater LaMarotte. Jetons zur Teilnahme sind nach wie vor erhältlich bei Blumen Schneebeli, Büchi Optik BOA, Chäs Stöckli und Buchhandlung Scheidegger. Freitag, 14. Juni, Areal Blumen Schneebeli, Untere Bahnhofstrasse 31, Affoltern. Abendkasse und Einlass ab 20 Uhr. Nachtessen 20 bis 22 Uhr. Rangverkündigung Entenrennen 20.30 Uhr. Filmbeginn 22 Uhr. Eintritt 15/10 Franken, Gulaschtopf 15 Franken.

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«Basic Bonding®: Keine Angst vor Babytränen» Am Dienstag, 17. Juni, von 14 bis 16 Uhr findet im Familienzentrum Bezirk Affoltern ein Vortrag aus der Vortagsreihe von Basic Bonding® zum Thema «Keine Angst vor Babytränen» statt. Das häufige Weinen von Babys, obwohl sie gut versorgt sind, ist eine Erscheinung, die in den letzten drei Jahrzehnten in industrialisierten Ländern stetig zugenommen hat. Rund 25% der Neugeborenen durchlaufen im ersten Vierteljahr Phasen, in denen sie untröstlich weinen. 90% der Babys im Alter von 6 Wochen weinen 1,5 bis 3 Stunden täglich. Das Elternsein kann dadurch in der Anfangszeit zu einer unerwarteten Herausforderung werden. Der Vortrag stellt Zusammenhänge dar, zeigt Möglichkeiten der Vorbeugung und eine angemessene Begleitung des weinenden Babys auf. In kleinen Übungen werden die Zuhörer mit den körperorientierten Hilfsangeboten vertraut gemacht. Die Referentin ist Jutta Häfliger, Sozialpädagogin FH, Fachberaterin für Emotionelle erste Hilfe. Weitere Informationen und das ganze Veranstaltungsprogramm sind auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch zu finden. Anmelden bis 6. Juni

Reservierung erwünscht über Telefon 044 760 52 62

2014 über die Homepage oder telefonisch 044 760

oder www.lamarotte.ch.

21 13 (Freitagvormittag, sonst Anrufbeantworter).

Anti-Dorfidylle-Buch, SchicksalRoman oder philosophisches Werk? Carambole – Lesung mit Jens Steiner in der Bibliothek Hausen ................................................... von susi fischli benz

Aus besonderem Anlass schliessen sich der Verein Kultur im Dorf und die Bibliothek zusammen und laden gemeinsam ein zur Lesung mit Jens Steiner. Der Sohn einer dänischen Mutter und eines Schweizer Vaters verbrachte Kindheit und Jugend in Hausen. Als ein mit dem Buchpreis 2013 geehrter Schriftsteller kehrt er nun für einen Abend in sein ehemaliges Heimatdorf zurück und liest vor heimischem Publikum. Carambole: Ein Brettspiel mit schwarzen und weissen Steinen, die sich gezielt oder auch zufällig übers Spielfeld bewegen, sich an- und wegstossen lassen, manchmal bis hinein in die Versenkung. Carambole, der Roman: In 12 Runden schildert der Autor nur wenige Sommertage in einem unscheinbaren Dorf und filtert unterschiedlichste Befindlichkeiten der Einwohner heraus: Stillstand und Bewegung – Niedergang und Aufbruch. In klarer Sprache zeichnet Jens Steiner die vermeintlich zähen und unspektakulären Lebensläufe seiner Protagonisten. Da sind zum Beispiel die drei Jungs, die sich vor der Langeweile der Sommerferien fürchten, der philosophische Landstreicher,

zu faszinieren. Auch lyrische Naturbeschreibungen finden sich zwischen den Schicksalen der Menschen im Dorf schliessen den Bogen um den Zusammenhang der ganzen Schöpfung. «Es gibt keinen Anfang und kein Ende. Alles beginnt und endet im selben Augenblick. Alles ist sichtbar und nichts ist deutlich.» Ein Anti-Dorfidylle-Buch, ein Schicksals-Roman oder ein philosophisches Werk mit grosser poetischer Buchpreisgewinner Jens Steiner. (Bild zvg.) Tiefenwirkung? die zur Sprachlosigkeit verwahrloste Vielleicht wird es der junge Autor erFamilie oder zwei hoffnungsvoll zer- klären wollen. Eines ist sicher: Aus eistrittene Brüder; ein Altherrenclub, nem bestimmten Grund hat er sich der sich dem Carambole-Spiel hingibt, den begehrten Buchpreis verdient! ein Mädchen, dem Unrecht geschieht. Sie alle treten zuerst wie Schatten, Mittwoch, 11. Juni, 19.30, Bibliothek Hausen, Eindann als klare, vom Leben gezeichnete tritt 10 Franken inkl. Apéro, Platzreservierung wird und geformte Figuren aus den Buch- empfohlen unter Telefon 044 764 21 73 oder seiten heraus und beginnen den Leser bibliothek@hausen.zh.ch

Vom Froschkönig zum Märchenprinz! «Froschtag» im Park Seleger Moor in Rifferswil Sonntag, 15. Juni 2014, von 10 bis 16 Uhr: Ein Erlebnistag für die ganze Familie. Hunderte dieser grünen Gesellen tummeln sich in den seichten Teichgewässern vom Park Seleger Moor. Die gros-

sen Seerosenblätter dienen als ideale Sonnenplätze. Teichfrösche sind bekannt für ihr lautstarkes Quakkonzert. Im Park können die Frösche hautnah erlebt werden. Unter der Leitung von Harald Cigler geben Fachpersonen über das Leben der Frösche Aus-

kunft. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Erlebnistag findet bei jeder Witterung statt. Weitere Informationen: www.selegermoor.ch

Buchhändlerin und leidenschaftliche Leserin: Daniela Binder. (Bild zvg.)

Lesestoff für einen langen Sommer Sommerbücherabend mit Daniela Binder Am Dienstag, 10. Juni, um 19.30 Uhr lädt die Regionalbibliothek zum Sommerbücherabend mit der Buchhändlerin und leidenschaftlichen Leserin Daniela Binder ein. Daniela Binder lebt und arbeitet in Winterthur. Ihr Standbein hat sie dort in der Buchhandlung Obergass, ihr Spielbein ist oft auf «Tour» mit lesenswerten Neuerscheinungen. Bei öffentlichen und privaten Anlässen stellt Daniela Binder Bücher vor. Kompetent setzt sie ein Leuchttürmchen in die Flut der Neuerscheinungen und bietet etwas Orientierung im riesigen Angebot von neuen Titeln. Jahrelange Erfahrung als Leserin und Kundenberaterin und ihre Arbeit in der Buchhandlung machen sie zur Feinschmeckerin in Sachen Literatur und sie hat eine sehr anregende, spannende Titelliste für Lesehungrige zusammengestellt. Die Gäste sind eingeladen, sich genüsslich zurückzulehnen und selber zu entscheiden, mit welchen Titeln sie den Sommer verbringen wollen.

Ob man nun auf einem Gipfel rastet, in der Hängematte liegt oder bei strömendem Regen im Tessiner Rustico festsitzt: Das richtige Buch begleitet Menschen überall hin und ist garantiert stille, intelligente, charmante Gesellschaft mir Tiefgang und Humor. Und sollte ein längerer Urlaub geplant sein oder möchte man gerne einen Stapel Bücher zur Auswahl haben, steht der Kundschaft der Bibliothek zur Ergänzung die Onleihe – die Möglichkeit des Herunterladens von digitalen Medien – zur Verfügung. Die Bibliothek wird die vorgestellten Bücher ausleihbereit halten und die Buchhandlung Scheidegger bietet alle vorgestellten Titel auf einem Büchertisch zum Verkauf an. Der Eintritt ist frei und im Anschluss lädt das Team der Regionalbibliothek die Gäste und die Referentin zu einem Umtrunk und zum Verweilen ein. Ulla Schiesser, Regionalbibliothek Dienstag, 10. Juni, um 19.30 Uhr in der Regionalbibliothek Affoltern, Obere Seewadelstrasse 14. Eintritt frei - Kollekte.


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Sport

Dienstag, 3. Juni 2014

Obfelder Turner auch kantonal überragend Am Auffahrtstag traf sich die kantonale Geräteturnelite in der Bonstetter Schachenhalle Tolle Leistungen von Klein bis Gross spiegeln das hohe Niveau quer durch den Kanton. Die starken Obfelder Turner dominierten die Kategorie sieben, mit Platz eins und zwei. Früh übt sich, wer ein guter Turner werden will. Nach diesem Motto trafen sich die Jüngsten schon früh am Morgen zum Wettkampf. Während der Ordnungsdienst des organisierenden Turn- und Sportvereins Bonstetten die anreisende Turnerschar auf die Parkplätze lotste und sich die grosse Begleiterschar bei Kaffee und Gipfeli auf den Wettkampf einstimmte, wirbelten die Jungturner schon fleissig durch die Gänge. Noch ein letztes Mal die Bodenübung durchdenken, die Hände fürs Reck mit Magnesium bestäuben und los kanns gehen! Seit Anfang Jahr hat sich im Geräteturnen wieder einiges geändert. So sprangen die Turner in der Kategorie 1 nicht mehr am Minitrampolin, sondern zeigten ihren Strecksprung mit dem Reutherbrett. Das braucht mehr Tempo, Sprungkraft und Körperspannung und bietet somit eine super Grundschulung für die hohen Sprünge am Minitrampolin, die in den oberen Kategorien gefordert werden. Die seit diesem Jahr geforderte Schaukelringübung in der Kategorie 2 bereitete den jungen Turnern mehrheitlich noch sichtlich Mühe. In der gut gefüllten Halle herrschte eine gute Wettkampfstimmung. Die zahlreich erschienenen Zuschauer boten viel Applaus und immer wieder klickten die Fotoapparate. Zur grossen Freude des kantonalen Wettkampfleiters war dann zur Rangverkündigung

die Tribüne randvoll gefüllt, mit Fans, Göttis, Gottis, Grosseltern, Eltern und Geschwistern. Nach einer kurzen Mittagspause erwiesen sich dann die Kleinen als die grossen Fotografen. Nun hiess es, die eigenen Trainer und die grossen Turner aus dem Verein zu unterstützen. Eifrig wurden Bilder geschossen und wer sich unter die Youngsters mischte, konnte fachmännische Kommentare hören. Die hohen Sprünge lösten begeisterte «Wow, häsch gseh, en Doppelsalto!», aus. Beim Tsukahara musste selbst das Fachpublikum überlegen. Wie ist dieser Turner nun gesprungen? Der Fachmann gibt Auskunft: Salto vw ½ Dr. zum Salto rw. gestreckt. Die schwungvollen Riesenfelgen am Reck und die Ringabgänge aus dem über fünf Meter hohen Hallenhimmel wurden mit spontanem Applaus belohnt.

Abwechslungsreiches Programm Zum Glück ist die Bonstetter Sporthalle hoch genug, sonst hätten sich die Turner im Gestänge an der Hallendecke verfangen. Auch immer genügend Platz nach oben war beim Bodenturnen vorhanden. Der Spickboden bot den Turnern eine gute Grundlage für hohe Saltos und Flickflacks. Ob die schöne gymnastische Einlage beim Bodenturnen der Herren von der Freundin abgeschaut wurde? Kraftvolle Handstände, hohe Schwünge, fantasievolle Verbindungen und quirlige Abgänge boten beim Barrenturnen beste Unterhaltung. Mit einer würdigen Rangverkündigung endete ein toller Turnanlass, plangenau geführt von Wettkampflei-

Winkelstütz am Barren: 2 Sekunden halten. (Bilder L. Loder) ter Valentin Studer und Wertungsrichterchef Stefan Niederhäuser und seinen Richtern und Richterinnen. Der heimlich ausgetragene Vereinswettkampf der Obfelder Turner löste sich dann auch auf und bestätigte mit dem Doppelsieg der Ämtler Turner in der Kategorie 7 ihre starke Präsenz. Die Samariter brauchten glücklicherweise weder Halskrause noch Tragbahre, ja nicht einmal ein kleines Pflaster, und die Festwirtschaft durfte viele hungrige Mäuler von Fans und einheimischen Gästen stopfen, so dass schon kurz nach Mittag die Pommes frites ausgegessen waren. Die süssen Kuchen trösteten aber über das fehlende Fett hinweg und wurden reichlich konsumiert. Bleibt zu hoffen, dass die Turner bis zur kan-

Abgang an den Schaukelringen mit Salto gestreckt.

tonalen Geräteturnmeisterschaft im Herbst fit bleiben und einen kantonalen Titel ins Säuliamt holen können. (ml)

45.50, 12.Tobias Rutishauser, Bonstetten, 43.85 Pkte, 12. Marc Müller, Obfelden, 43.85 Pkte, 21. Remi Fröhlich, Bonstetten, 43.40 Pkte. Kategorie 4: 1. Flavio Hausammann, Kemmertal TG, 46.65 Pkte, 2. Silvan Hausammann, Kemmental TG, 46.50 Pkte, 3.

Ranglistenauszug

Sandro Stalder, kemmental TG, 46.25 Pkte, 9. Tim Schmid, Mettmenstten, 44.40 Pkte. Kategorie 5: 1. Luca Schlatter, Weiningen, 46.50 Pkte, 2. Patrick

Kategorie 1: 1. Flavio Juen, Urdorf, 36.65 Pkte, 2.

Hofmann, Grüningen, 46.25 Pkte, 3. Emanuel Fos-

Andrin Fisch, Wildberg, 36.50 Pkte, 3. Nils Meier,

ter, Mettmenstetten, 46.15 Pkte, 5. Ramon Brand,

Wildberg, 36.35 Pkte, 5. Pascal Bitterli, Mettmens-

Birmensdorf, 45.25 Pkte, 11. Patrik Eugster, Mett-

tetten, 34.85 Pkte, 7. Nicola Brand, Birmensdorf,

menstetten, 43.10 Pkte, 11. Cyril Accola, Obfelden,

34.65 Pkte, 10. Niklas Burkhard, Mettmenstetten,

43.10 Pkte. ategorie 6: . Philipp Wüest, Bauma,

33.95 Pkte. Kategorie 2: 1. Matz Fischer, Egg, 45.50

47.85 Pkte, . Remo Müller, Weiningen, 46.35 Pkte,

Pkte, 2. Yanis Blaser, Fehraltdorf, 45.00 Pkte, 3. Jo-

Micheal Hofstetter, Obfelden, 46.25 Pkte. Kategorie/:

nas Kurmann, Mettmenstetten, 44.95 Pkte, 8. Gian

Stefan Meier, Obfelden, 47.60 Pkte, . Martin Häber-

Müller, Mettmenstetten, 43.75 Pkte, 12. Fabio Rü-

ling, Obfelden, 46.85 Pkte, . Jens Hunhevicz, Niede-

egg, Obfelden, 42.60 Pkte. Kategorie 3: 1. Silvan Ae-

rhasli, 46.50 Pkte. Kategorie Herren: 1. Dominik

berhard, Stammertal, 46.20 Pkte, 2. Quiril Tscherry,

Dobmann, Grüningen, 47.25 Pkte, 2. Thomas Hofer,

Lufingen, 446.15 Pkte, 3. Silvan Jaussi, Hinwil,

Regensdorf, 46.65 Pkte, 3. Lukas Kämpfer, Dietlikon.

Volley S9: Martin Laciga zu Besuch

Schulkinder beim Abschlagen, ...

Martin Laciga gilt als erfolgreichster Beach-Volleyball-Spieler der Schweiz und war ein Pionier für die Sportart auf europäischem Top-Niveau. Letztes Jahr hat er die internationale BeachVolleyball-Bühne als Spieler verlassen. Der Szene bleibt er allerdings weiterhin erhalten. Kürzlich wurde bekannt gegeben, dass er die Europameisterinnen Doris und Stefanie Schwaiger als neuer Coach in die Beach-VolleyballSaison begleiten wird. Der 39-jährige Martin Laciga soll die Österreicherinnen zur Olympia-Medaille führen.

... Chippen ...

«Golf-Etikette» oder «The Spirit of the Game» Kinder- und Jugendförderung auf dem Golfplatz in Affoltern «The Spirit of the Game!» beruht auf dem ehrlichen Bemühen jedes einzelnen Spielers, Rücksicht auf andere Spieler zu nehmen und nach den Regeln zu spielen. Alle Spieler sollen sich diszipliniert verhalten und jederzeit Höflichkeit und Sportsgeist erkennen lassen, gleichgültig wie ehrgeizig sie sein mögen. Dies gilt als der wahre Geist des Golfspiels! Menschen – ob jung oder alt – das Golfspiel näherzubringen, ist eine schöne Aufgabe. Dies widerspiegelt sich auch in der Kinder- und Jugendförderung auf dem Golfplatz in Affoltern. Am 28. Mai durften 21 Schülerinnen und Schüler, anlässlich des Wahlfachs Sport am Mittwochnachmittag, den «Spirit of the Game» kennenler-

... und Putten. (Bilder zvg.) nen. Möglich ist dies nur dank Sponsoren in und um Affoltern und freiwilligen Helferinnen und Helfern. Für das Golfspiellen melden sich jedes Mal ge-

gen 60 interessierte Oberstufenschülerinnen und -schüler vom Schulhaus Ennetgraben. Am Mittwochnachmittag, dem 4. Juni, dürfen deshalb noch

einmal 24 von ihnen während zweier Stunden golfen. Auch am Morgen ist eine Schulklasse aus Obfelden mit 26 Schülerinnen für zwei Stunden zu Gast auf dem Golfplatz in Affoltern. Das seit 13 Jahren ununterbrochene Interesse am Golfen freut ganz besonders Cathy und Emilio Biasio. Sie sind überzeugt, dass sie mit dem «Spirit of the Game!» einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Man stelle sich beispielsweise vor: Alle Menschen würden im täglichen Leben den «Spirit of the Game!» praktizieren. Zu schön, um wahr zu sein, denn auch im Golfsport werden Regeln nicht eingehalten und bei einigen fehlt auch die viel gelobte Etikette! Am nächsten Samstag um 11 Uhr kann man beim öffentlichen Golf-Turnier, auch ohne Platzreife und Handicap, die Golf-Etikette praktizieren.

Legendäre Leistungen Als Weltnummer 1 des Jahres 1999, Vize-Weltmeister im selben Jahr, dreifacher Europameister, zweifacher VizeEuropameister, dreifacher Schweizer Meister, mit diversen Top-Ten-Platzierungen an olympischen Spielen und als Schweizer Team-Sportler des Jahres 1999 hat Martin Laciga legendäre Leistungen für den Schweizer Beachvolleyball-Sport erbracht. Insgesamt bestritt Laciga 206 Turniere – nach dem Brasilianer Emanuel Rego weltweit die meisten Wettkämpfe im Beachvolleyball.

Mit Spass dabei Dieser Martin Laciga war letzte Woche bei Volley S9 zu Besuch. Unter seiner Leitung fand am 30. Mai ein Trainingsabend statt, was sich 30 Vereinsmitglieder nicht entgehen liessen. Der ehemalige Champion hatte sichtlich Spass und war sich im Anschluss an das Training auch nicht zu schade, sich noch mit den Vereinsmitgliedern von Volley S9 auszutauschen. Hugo Lombriser


Sport

Dienstag, 3. Juni 2014

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FCA holt nur einen Punkt aus zwei Spielen In einem Nachtragspiel gegen den FC Wollishofen und einem Spiel gegen den FC Küsnacht verliert der FCA den ersten Match und holt ein Unentschieden in Küsnacht.

Der Fussballclub Wettswil-Bonstetten verabschiedet sich zum Saisonausklang mit einem Sieg und dem guten siebten Schlussrang. (Bild Kaspar Köchli)

Erfolgreiches Saisonende FC Wettswil-Bonstetten – FC Winterthur II 2:1 (1:0) Der FCWB verabschiedet sich mit einem Heimerfolg über die Nachwuchsmannschaft des FC Winterthur vom heimischen Publikum. Er schliesst die Saison 2013/14 damit auf dem siebten Schlussrang ab. ................................................... von nico buchmann Trainer Dosch forderte nach dem letzten Spiel eine Reaktion seiner Mannschaft. Die Mannschaft bewies noch einmal ihre Klasse und zeigte, dass sie es besser konnte, als zuletzt gegen den SV Höngg. Das Saisonfinale fand bei tollem Wetter und viel mehr Zuschauern als an den meisten anderen Spielen statt, was sicher auch mit den Festivitäten rund um das FCWB-Weekend zu tun hatte. Die Ämtler starteten konzentriert ins Spiel und wussten, wie sie gegen die jungen, agilen Spieler aus Winterthur verteidigen mussten. Bereits nach zehn Minuten kam der FCWB zur ersten Grosschance. Benramdane wurde im Sechzehner von den Beinen geholt, den fälligen

Elfmeter übernahm Acosta, der dies aber zu locker nahm und mit seinem Lupfer scheiterte. Genau dieser Acosta sollte dann die Führung doch noch erzielen. Captain Buchmann wurde auf der rechten Seite freigespielt, passte von der Grundlinie auf Acosta, der nur noch einzuschieben brauchte. Eine verdiente Führung, die bis zur Halbzeit stehen blieb.

Rückschlag nach der Pause Die zweite Hälfte war nicht mehr von der Intensität geprägt, die ein gewöhnliches Meisterschaftsspiel bietet. Die Zweikämpfe wurden nicht allzu hart geführt, so dass es immer wieder Raum gab, für schöne Kurzpasskombinationen. Die Zuschauer hatten durchaus ihre Freude daran. Getrübt wurde sie erst, als Winterthur aus dem Nichts zum Ausgleich kam. Zu einfach liess man die Gäste gewähren und dies wurde prompt bestraft. Die Antwort liess aber nicht lange auf sich warten. Wie in Thalwil richtete es Jokerspieler Thaqaj, nach einer Direktkombination über Gjergji und Günes. Gegen seinen Flachschuss war

der Winterthurer Goalie machtlos. Es war das letzte Tor im letzten Saisonspiel. Aufgrund dieses Siegs verbesserte sich der FCWB in der Rangliste noch um zwei Plätze und steht am Saisonende mit dem siebten Rang. Nach der Verabschiedung vom Publikum genossen die Spieler und deren Fans ein Essen von Clubwirt Choey Sek und gönnten sich das eine oder andere Bierchen dazu. Das FCWBWeekend bot den passenden Rahmen für den Abschluss einer langen Saison. Matchtelegramm: FCWB - FC Winterthur II 2:1 (1:0), Sportplatz Moos, Wettswil, 335 Zuschauer. FCWB: Merlo; Buchmann; Ukaj; Lienhard; Constancio; Gjergji (80. Ineichen); Yondhen; Balaj; Acosta; Benramdane (60. Thaqai); Sabanovic (78. Günes). Weitere Resultate: BC Albisrieden - FCWB 2 1:3, Einsiedeln - FCWB 3 2:4, Veteranen - Wädenswil 2:1, Senioren - Affoltern a/A 1:0, Jun. Ed - KilchbergRüschlikon 6:1, Jun. Ec - Horgen 3:7, Jun. Db - Urdorf 2:7, Jun. Dd - Oberrieden 11:3, Jun. Eb - Thalwil 9:1, Jun. Ee - Langnau 4:5, Jun. Ea - Red Star 6:1, Jun. Dc - Lachen/Altendorf 5:5, Jun. Ca (CCJL) Bassersdorf 1:6, Jun. Da - Feusisberg-Schindellegi 10:2, Jun. Cb - Industrie Turicum 1:3, Jun. A (CCJL) Stäfa 0:2, Jun. B1 (CCJL) - Schwamendingen 2:2, Jun. B2 - Glattfelden 3:3.

Das Zürichseeufer ist kein gutes Pflaster für die Weiss-Blauen aus dem Knonauer Amt. Von der «Pfnüselküste» im Spiel gegen die Wollishofer kam der FCA verschnupft mit einem 1:2 zurück, und an der «Goldküste» konnten sie gerade mal ein 3:3 erspielen. Beide Spiele waren schnelle Spiele. Es ging laut, teilweise hektisch und sehr körperbetont zur Sache. Der Reihe nach: Im Nachholspiel gegen die Wollishofer mussten drei Punkte her. Und so startete der FCA mit entsprechendem Engagement. Fulminant, mit gutem Zusammenspiel und dominierend. Die logische Konsequenz war das 0:1 für den FCA in der 39. Minute. Verdienter Torschütze war Nue Dushaj. Soweit, so gut. Nach der Halbzeitpause brach der FCA ein. Wie ausgewechselt gingen die Gegner aus Wollishofen zu Werk. Sie gewannen die Zweikämpfe, sie spielten besser zusammen und sie dominierten den FCA. Und dann kam das, was kommen musste. Ein Zuschauer brachte es auf den Punkt: «Das erste Tor der Wollishofer liegt in der Luft». Zunächst gab es in der 66. Minute einen Freistoss von halbrechter Position nach Foul von Shala. Der gegnerische Stürmer Adriano Sodano kam ungestört zum Kopfball und konnte scoren. Das 2. Tor, nur 12 Minuten später, war praktisch die spiegelverkehrte Situation des ersten. Derselbe Spieler kam wieder ungestört nach einem Freistoss an den Ball; diesmal als Direktabnahme mit dem Fuss und schon stand es 2:1. Erneut hat sich gezeigt, dass die Freistosssituationen die Achillesferse der Säuliämtler ist. Nur drei Tage später, am Samstag, auf der gegenüberliegenden Seite des Zürichsees, spielte das Fanionteam gegen Küsnacht. Der FCA war noch nicht ganz wach, und schon stand es nach 6 Minuten 2:0 für den Gegner. Das war gleichzeitig der Weckruf für den FCA. Beeindruckend kämpfte er sich ins Spiel zurück. Die Früchte ihres Einsatzes konnte in der 18. Minute Nue Dushaj ernten. Nach unentschlossener Aktion der gegnerischen Abwehr konnte

Beteiligung im Kanton Zürich gehalten Eidgenössisches Feldschiessen 2014 Das Eidgenössische Feldschiessen ist und bleibt das grösste Schützenfest der Welt. Erstaunt und überrascht blicken viele Länder auf die Schweiz und sind verwundert, dass eine solche Schützentradition noch immer möglich ist. Trotz stetigem personellen Abbau in der Armee (Reduzierung der Pflichtschützen) und politischem Gegenwind im Zusammenhang mit dem Militär und Waffenrecht, aber auch trotz der verlorenen «Gripen»-Abstimmung steht das Schweizer Volk hinter dem Eidgenössischen Feldschiessen, das als volksnaher Schiessanlass auch 2014 ausserordentlich und positive Eindrücke hinterlassen hat. Auf den Schiessständen im ganzen Land herrschte am Wochenende Hochund Festbetrieb. Insgesamt nahmen wiederum rund 130 000 Männer, Frauen und Jugendliche aller Altersklassen am Feldschiessen teil. Wie schon im letzten Jahr trumpfte der Kanton Zürich mit einer erfreulichen Beteiligung auf. Die letztjährige Teilnehmerzahl konnte gehalten werden. Die Beteiligung fiel im Gewehrschiessen

zwar von 10 112 (davon 776 Frauen) um 139 auf 9973, diejenige in der Sparte Pistole stieg dafür von 4265 um 30 auf 4295 (davon 323 Frauen). Die kantonale Feldchefin 300 m Regula Kuhn (Effretikon) freute sich trotz der geringen Abnahme, den sie vor allem mit einem Rückgang bei den Militärschulen begründet. Ihre Kollegin von der Sparte Pistole 25 und 50 m, Marion Bächtold (Volketswil), war ebenso zufrieden und freute sich besonders über den neuerlichen Aufwärtstrend.

der Pistole auf 25 m ebenfalls 18 Schüsse auf die Ordonnanz-Schnellfeuer-Pistolenscheibe (OSP) 10er-Wertung abgegeben werden. Auch wenn die guten Resultate mit Kranzabzeichen und Anerkennungskarten und für die absoluten Spitzenschützen (300/50/25 m) im Kanton Zürich mit einer speziellen Auszeichnung (Stapfermedaillen) geehrt werden, steht wie eh und jeh das Motto «Mitmachen kommt vor dem Rang» im Mittelpunkt.

Mitmachen kommt vor dem Rang

Zwei Wettswiler mit Maximum

Vor drei Jahren wurde die Vereinswertung auf Kategorienbasis abgeschafft. Seither stehen nur noch die Einzelresultate im Blickpunkt. Zu absolvieren waren nach wie vor 18 in Einzel-, Kurz- und Serienfeuer aufgeteilte Schüsse auf die Feldscheibe B-4er auf die 300-m-Distanz. Mitmachen konnte jedermann und jedefrau ab dem 10. Altersjahr. Mit der Pistole auf 50 m mussten 18 Schüsse auf die Feldscheibe B-5er, mit

Sowohl im Gewehr- als auch im Pistolenschiessen gab es auf den insgesamt 61 Schiessplätzen im Kanton Zürich vier Maximumresultate. In der Sparte Gewehr schossen Ruedi Keller und Martin Landis, beide sind Mitglieder vom FSV Wettswil und beide trafen mit dem Karabiner 18-mal ins Scheibenzentrum der 4er-B-Scheibe und konnten sich sich 72 Punkte notieren lassen.

Inspektions-Rundfahrt führte auch in den Bezirk Affoltern Einer jahrelangen Tradition folgend waren am Samstag, auf Einladung des Zürcher Schiesssportverbandes (ZHSV), zahlreiche Gäste, hohe Militärs und Vertreter von zivilen Behörden und Verbandfunktionären in den Bezirken Affoltern, Horgen und Zürich/Dietikon auf Inspektionsfahrt unterwegs, um sich aus aller nächster Nähe einen umfassenden Einblick in das Eidgenössische Feldschiessen vermitteln zu lassen. Leider fehlte der Regierungsrat, dafür war aber der Kantonsrat, angeführt von der kürzlich (mit einem Glanzresultat) gewählten Präsidentin Brigitta Johner (Urdorf), erfreulich zahlreich vertreten. Aufgeteilt in verschiedene Gruppen wurden in den drei Bezirken 13 Schiessplätze besucht. Am Schluss traf man sich im Schützenhaus Adliswil zum Gesamtrapport, zum Austausch der Eindrücke und zum gemeinsamen Mittagessen. (wht)

Zwei Tore geschossen und zwei grossartige Spiele gespielt: Nue Dushaj. (Bild Volkmar Klutsch)

der FCA Mittelfeldmann als lachender Dritter den Ball im Netz unterbringen. Kurz vor der Pause bekam der FCA einen Elfmeter zugesprochen. Rako scheiterte und ebenso im Nachschuss Kovac K. am sehr guten Goalie der Gegner. Drei Hundertprozentige gab es auch noch. Rako vergab zweimal und Kovac einmal. Die einfachen Tore macht Rako nicht, nur die schwierigen. Das 2:2 erzielte er in der 50. Minute. Aus vollem Lauf kam er gerade noch vor dem Verteidiger und dem herauseilenden Torwart an den Ball und hob diesen aus ca. 16 Metern ins Netz. Einen schnellen, guten Konter starteten die FCA-ler in der 68. Minute. Der Ball blieb jedoch unglücklich an einem Verteidiger hängen. Dieser leitete den Gegenangriff ein und prompt kam es zum Tor. Diesmal wurde Torwart Steiner vom Zweifachtorschützen Baran überlupft. Erneut lief der FCA einem Rückstand hinterher und konnte in der 82. Minute zum 3:3-Endstand ausgleichen. Nach dem Spiel kam es zu Tumulten auf dem Platz. Das «Hin- und Hergeschubse» brachte Scicchitano eine gelbe und Rako eine gelbrote Karte ein. Der Kommentar von Trainer Filipovic zu den beiden Spielen: «Im ersten Spiel waren wir nicht zu 100% wach und im Zweiten ist es einfach schade, dass wir unsere Chancen nicht nutzten.» Fazit: Nur 1 Punkt aus 2 Spielen ist zu wenig für den Klassenerhalt. Volkmar Klutsch

Endschiessen der Armbrustschützen Zwillikon Am Samstag, 7. Juni, ab 13 Uhr, findet beim Schulhaus Zwillikon das traditionelle Endschiessen der Armbrustschützen Zwillikon statt.

Königin oder König? Dies ist der krönende Abschluss für die Armbrustschützen, welche zwischen Ostern und Pfingsten jeden Sonntag die Schiesskurse besucht haben, denn es wird eine Schützenkönigin oder ein Schützenkönig erkoren. Im Anschluss ans Schiessen der Vereinsmitglieder hat auch die Bevölkerung die Möglichkeit sich im «Apfelschiessen», mit der Armbrust, zu messen. Der Anlass ist öffentlich und eine kleine Festwirtschaft ist eingerichtet.


Veranstaltungen Restaurant Brüelmatt, Birmensdorf ZH

Gartenfest! Freitag, 6. Juni 2014, ab 20.00 Uhr mit dem Alleinunterhalter mit Pfiff! Akkordeon – Keyboard – Saxofon Schwyzerörgeli – Steirische Harmonika – Gesang! «Renato Allenspach» Verlängerung bis 2.00 Uhr!

Samstag, 7. Juni 2014, ab 19.00 Uhr mit der Walliser StimmungsKanone «Z’Hansrüedi!» Keine Verlängerung! Grosses Salatbuffet! Herrliche Grillspezialitäten! Bei jedem Wetter! Garten überdacht! Platzreservierungen Telefon 044 737 35 50 Voranzeige: Sommerferien vom 12. Juli bis 3. August 2013

linokocht

(Lino Wasescha, ehemals Restaurant Frohsinn, Hedingen)

Wine & Dine 6-Gang-Menü zum Thema Spargeln mit den passenden Weinen von Mü’s Vinothek, Affoltern Freitag, 13. Juni 2014, ab 19 Uhr, Gerbi Maschwanden Kosten: Fr. 145.– inklusive Wein, Mineral und Kaffee Reservierungen: Telefon 078 606 70 09 oder linokocht@gmail.com

043 2014  
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