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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 41 I 170. Jahrgang I Dienstag, 24. Mai 2016

Neuer Vorstand

Erfreuliche Rechnung

Änderungen beim Gemeindeschreiber-Verein des Bezirks Affoltern.> Seite 3

Ämtler Sozialdienst: 2015 eine halbe Million besser als im Voranschlag. > Seite 6

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Makrofotografien Galerie Märtplatz, Affoltern: Faszinierende Bilder von Renato Balsiger. > Seite 7

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Beitreten! Wer etwas bewegen will, wird Mitglied der Ämtler Standortförderung. > Seite 8

Klassentreffen zum Jubiläum in Mettmenstetten Die ersten Jahrgänger gaben sich im Schulhaus Wygarten ein Stelldichein Begünstigt durch das schöne und warme Wetter wurden Rossau und Mettmenstetten am Samstag zur Festhütte. Die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1955 bis 57, 62, 72, 78 und 79 trafen sich zur Schulstunde. Die älteren folgen am Freitag und Samstag. «Und jetzt sagen wir eine Zahlenreihe auf. Anstelle jeder Zahl, die etwas mit 7 zu tun hat oder enthält, sagt ihr aber stattdessen ‹Mettmenstetten›.» So klar die Ansage von Ex-Lehrer und Laienschauspieler Marcel Landolt, vorgetragen mit gespielter Strenge, so sicher war das Scheitern eines Schülers der Jahrgangsklasse 1978/79. Leises Gegröle, hämisches Geflüster. Es gibt Dinge, die ändern sich vermutlich nie. Das Verhalten der Ehemaligen an Klassentreffen gehört dazu. Nur die Frauen sind inzwischen forscher geworden. Die Männer sind noch so wie damals. «Langweilig», findet einer. Schule wird im deutschen Sprachraum nicht umsonst auch «Penne» genannt. Interessant dürften die Demonstrations-Stunden am kommenden Freitag und Samstag werden. Dann sind die Jahrgänge vor der Flower-Power-Zeit bis 1929 an der Reihe. Eine Epoche, in der die Worte Disziplin und Drill noch eine andere Bedeutung hatten wie heute. Fröhlich war die Stimmung auf der anschliessenden Rundfahrt mit dem Postauto-Oltimer von Fredi Räber.

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Tipps der Starköchin Fernsehköchin Annemarie Wildeisen verriet in Knonau «Geheimnisse». > Seite 10

FC Wettswil-Bonstetten bleibt erstklassig Miserabel in die Rückrunde gestartet und zwischenzeitlich Letzter, hat der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) zur alten Stärke zurückgefunden und eine beeindruckende Serie hingelegt. Beim 1:1 gegen Kosova punktete WB im achten Spiel in Folge und sicherte sich vorzeitig den Klassenerhalt – damit erreichte er sein revidiertes Ziel. Die guten Resultate im Schlussspurt kamen dank dem wiedererlangten Teamspirit zustande. Am nächsten Samstag schliesst die Saison mit der Heimpartie gegen Thalwil. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 21

anzeigen

Verlängerungen! Vom 24. Mai bis zum 20. Juni 2016. Die letzten Tage, um davon zu profitieren! Bei Conforama Wallisellen und Schlieren ist eine grosse Auswahl an Produkten aus unserem Sortiment stark reduziert! Wegen des Umbaus können Sie auch noch von tollen Preisen profitieren. Um die Eröffnung zu feiern, gibt es 10 % zusätzlich auf alles*, die nur während 3 Tagen gültig sind. *Siehe Bedingungen im Geschäft. Conforama.ch

Klassentreffen im Rahmen der 900-Jahre-Feierlichkeiten von Mettmenstetten, am Samstag, 21. Mai, im Schulhaus Wygarten und unterwegs. Lehrer ist alt Sek.-Lehrer Marcel Landolt (rechts), auch Schauspieler der Aemtler Bühne. Postautochauffeur ist Fredi Räber, bis 2014 Sek.-Lehrer in Mettmenstetten. 1987 hat sich Räber einen Bubentraum erfüllt und das ausgemusterte FBW-Postauto gekauft, das zuvor in Tschiertschen im Einsatz war. (Bild Martin Platter) Auf verschlungenen Wegen führte der frühere Mettmenstetter Sek-Lehrer die Klassen um Mettmenstetten, hielt da und dort an, um in seinem Ge-

schichts-Fundus zu kramen. Das stiess auf mehr oder weniger Interesse. Oberste Priorität hatte, typisch für Klassentreffen, sich gegenseitig über

die persönlichen Werdegänge aufzudatieren. (map.) ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 9

Die Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Familienarbeit und Integration

Mettmenstetten: Pfarrei St. Burkard feierte

20 Jahre Familienzentrum in Affoltern

In zwei Etappen ist die katholische Kirche in Mettmenstetten saniert worden und erstrahlt in neuem Glanz. Kernstück in der Umgestaltung der Kirche ist eine Glasmalerei des Zür-

1996 als Mütterzentrum gegründet, leitet heute das als Verein organisierte Familienzentrum Bezirk Affoltern am Kronenplatz im Bezirkshauptort wertvolle Integrations- und Familienarbeit. Das Angebot ist vielfältig, reicht vom Kafi mit Spielzimmer über die Kleiderund Spielsachenbörse bis zum Babyund Knirpsentreff. Es gibt regelmässig Anlässe für Familien mit Kindern. Zu den grossen Anliegen im Familienzentrum zählt auch die sprachliche Integration. Finanziert werden diese Bemühungen zu 55 Prozent vom Kanton und zu 45 von den Gemeinden. Seit Januar 2016 werden zwölf Deutschkurse für Erwachsene mit Kindern und deren Betreuung angeboten, dazu vier Sozial- und Integrationskurse. 2014 entschied der Kanton, sich aus der Finanzierung zurückzuziehen; er leistet noch bis 2018 Übergangs-

cher Künstlers Fritz Dold. Im Rahmen eines Segnungsgottesdienstes wurden die neugestalteten Räume eingeweiht. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Die renovierte Kirche St. Burkard in Mettmenstetten. (Bild Werner Schneiter)

hilfe. Worauf die Verantwortlichen des Familienzentrums mit den Ämtler Gemeinden Verhandlungen aufgenommen haben: Resultat: Sieben Gemeinden leisten pro Einwohner einen Beitrag von Fr. 1.25. Das steigende Bedürfnis an Kursen nährt die Hoffnung, dass sich die Finanzierung nach 2018 regeln lässt. Dazu kommen Beiträge der rund 200 Vereinsmitglieder.

Jubiläumsfest auf dem Kronenplatz in Affoltern Am kommenden Samstag, 28. Mai, steigt das Fest zum 20-Jahre-Jubiläum des Familienzentrums. Mit zahlreichen kostenlosen Attraktionen für Kinder und Erwachsene. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

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BSV Affoltern Hauptschiessen Eidg. Feldschiessen 300/50/25 m Freitag, 27. Mai

Samstag, 28. Mai

Sonntag, 29. Mai

300 m: Schiessplatz: Mettmenstetten 18.00 bis 20.00 Uhr

14.00 bis 16.00 Uhr

10.00 bis 12.00 Uhr

10.00 bis 12.00 Uhr/ 13.30 bis 16.00 Uhr

10.00 bis 12.00 Uhr

13.30 bis 17.00 Uhr

10.00 bis 12.00 Uhr

Schiessplatz: Ottenbach 18.00 bis 20.00 Uhr Schiessplatz: Aeugst 17.00 bis 20.00 Uhr

Antoine de Saint-Exupéry

TO D E S A N Z E I G E Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie vom Hinschied unseres ehemaligen Sängerkameraden und Ehrenmitglieds

50/25 m: Schiessplatz: Mettmenstetten 18.00 bis 20.00 Uhr

Wenn Ihr mich sucht, sucht mich in Euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, bin ich immer bei Euch.

Fritz Blattmann Kein Schiessen

10.00 bis 12.00 Uhr

Der Bezirks-Feldchef

TO D E S A N Z E I G E

in Kenntnis zu setzen. Mit Fritz verlieren wir einen liebenswerten fröhlichen Menschen und geschätzten Sängerkameraden, sang er doch über 60 Jahre im Männerchor Ottenbach im Tenor. Wir werden unseren Kameraden und unser Ehrenmitglied Fritz in guter Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Seinen Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid.

Traurig, aber dankbar, nehmen wir Abschied von meinem geliebten Ehemann, meinen treubesorgten Vater, Grossvater und Schwiegervater

Todesfälle Affoltern am Albis Am 17. Mai 2016 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Johannes Vollenweider

Johannes Vollenweider 15. Juli 1926 – 17. Mai 2016

Nach einem reich erfüllten Leben und nach langen, geduldig ertragenen Altersbeschwerden durfte er sanft einschlafen. Ein grosses, gütiges Herz hat aufgehört zu schlagen.

geb. 15. Juli 1926, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis

Die Trauerfamilien: Dorli Vollenweider Ruth und Mario Gross-Vollenweider mit Yannic Hanni Eigenheer und Familie Verwandte, Freunde und Bekannte

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Hausen am Albis Am 15. Mai 2016 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Königsdorfer, Peter Paul geb. 16. Oktober 1945, von Zürich und Bottenwil AG, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis.

Für die liebevolle Pflege danken wir dem Team des Hauses zum Seewadel. Auf Wunsch des Verstorbenen findet die Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis statt.

Bestattungsamt Hausen am Albis

Mettmenstetten

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Am Montag, 30. Mai 2016, 14.15 Uhr, findet in der reformierten Kirche, anschliessend auf dem Friedhof, die Abdankung/Beisetzung für

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Menschen, die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen Spuren in unseren Herzen.

ABSCHIED Wir trauern um unsere liebe

Roswitha Meyer-Bloch 3. April 1944 – 9. Mai 2016

Wir sind dankbar für die Zeit und die vielen Momente, die wir mit ihr teilen durften und werden diese in unseren Herzen bewahren.

Trauerzirkulare werden keine versandt.

Der Abschied fand im engsten Familienkreis statt.

Maria Suter-Häfliger

Der Vorstand und die Mitglieder Männerchor Ottenbach

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In Liebe und Dankbarkeit Urs Meyer und Fabienne Schmid mit Noël Thomas Meyer und Tina Gerber Marianne Bloch und Georges Triebold Urs und Elisabeth Bloch-Meier und Familie Jürg Meyer und Ursula Jenal Freunde und Bekannte Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 27. Mai 2016, 13.30 Uhr, beim Gemeinschaftsgrab in Aeugst statt. Die Trauerfeier in der Kirche Aeugst beginnt um 14.00 Uhr. Anstelle von Blumen gedenke man mit einer Spende der Lungenliga, Postkonto 80-1535-7, IBAN CH62 0900 0000 8000 1535 7. Traueradresse: Urs Meyer, Geeringstrasse 61, 8049 Zürich

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Du siehst den Garten nicht mehr grünen, in dem du einst so froh geschafft. Siehst deine Blumen nicht mehr blühen, Weil der Tod nahm deine Kraft. Was du aus Liebe uns gegeben, dafür ist jeder Dank zu klein. Was wir an dir verloren haben, das wissen wir nur ganz allein.

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2. November 1922 – 20. Mai 2016

Nach einem reich erfüllten Leben durfte sie friedlich in ihrem vertrauten Zuhause einschlafen. In liebevoller Erinnerung: Lotti Hedinger-Suter mit Familie Ueli und Heidi Suter-Dreier mit Familie Peter und Ruth Suter-Scheuber mit Familie Die Abdankung findet am Montag, 30. Mai 2016, um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche Mettmenstetten statt. Allfällige Spenden bitte an das Wohnheim Paradies, 8932 Mettmenstetten, Postkonto 80-29458-4.

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Traueradresse: Peter Suter-Scheuber, Grossholz 22, 8932 Mettmenstetten


Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. Mai 2016

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Den Vorstand komplett ausgewechselt Änderungen beim Gemeindeschreiber-Verein des Bezirks Affoltern Mit Stefanie Forlin, Stefan Trottmann und Daniel Keibach fungieren drei neue Mitglieder im Vorstand des Gemeindeschreiber-Vereins des Bezirks Affoltern (gvba). Am vergangenen Mittwoch wurden sie an der Generalversammlung gewählt.

Der «Kunsthydrant» macht neben dem Säulibrunnen eine gute Figur. (Bild mm)

Der vornehme Wasserspender Der berühmte Säulibrunnen in Affoltern gehört zur Dorfgeschichte, lieferte er doch schon einige Schlagzeilen. Die Bronzefiguren wurden 2012 geklaut, tauchten nicht mehr auf und mussten mit Reproduktionen ersetzt werden. Unmittelbar neben dem gemütlich plätschernden Säulibrunnen in Affoltern befindet sich ein weiterer Wasserspender. Dieser liefert das kostbare Nass allerdings mit etwas grösserem Druck und auch nur auf ausdrücklichen Wunsch hin. Doch anders als die anderen martialisch gestalteten Hydranten im Dorf zeigt sich dieser in elegantem Grau, verziert mit allerlei Ornamenten, Rosetten und Ranken. Die Annahme jedoch, dass Affoltern in wunderbarer Weise über Nacht zu einer wohlhabenden, steuergünstigen Gemeinde mutiert sei, ist natürlich völlig falsch, hält Gemeindeschreiber Stefan Trottmann auf Anfrage fest. Der sich früher dort befindliche Hydrant mit knallroter Kappe und ordinärem Aussehen war einigen Bürgern neben dem Säulibrunnen ein ästhetisches Ärgernis. Um die Augen der Kunstliebhaber nicht zu malträtieren, wurden zwei dieser kunstverzierten Hydranten angeschafft. Der zweite der künstlerisch verbrämten Wasserzapfsäulen steht beim alten Gerichtsgebäude. (mm)

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 678 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch

Traditionell bleiben Gemeindeschreiber ihrem Arbeitsort lange treu. Was bis weit in die 90er-Jahre die Regel war, verhält sich auch im Säuliamt noch grösstenteils so. An der diesjährigen Vereinsversammlung des gvba gab es deshalb nur vier Mitgliedermutationen. Susanna Sturzenegger und Daniel Nehmer, die Gemeindeschreiber von Maschwanden und Bonstetten sowie die stellvertretende Gemeindeschreiberin von Affoltern, Daniela Würgler, wurden aufgenommen. Verabschiedet wurde der langjährige Bonstetter Gemeindeschreiber Primus Kaiser, der dem Verein als Aktivmitglied erhalten bleibt. Als neuer Präsident wurde der Affoltemer Gemeindeschreiber Stefan Trottmann gewählt, als Aktuarin die Kappeler Vertreterin Stefanie Forlin, als Kassier der Hedinger Daniel Keibach. Als Revisorin fungiert weiterhin die Obfelder Gemeindeschreiberin Eveline Meier. Organisiert wurde die diesjährige Vereinsversammlung durch die Gemeinde Affoltern. Deshalb wurde auf der anschliessenden Exkursion das OVA-Areal – mit all seinen Facetten – besucht. (sals)

Die aus dem Vorstand scheidenden Gemeindeschreiber flankieren den neu gewählten Vorstand (von links): Thomas Holl (Aeugst), Daniel Keibach (Hedingen), Stefanie Forlin (Kappel) Stefan Trottmann (Affoltern) und Roberto Brunelli (Stallikon). Es fehlt Daniela Bommer (Hausen), die Mutter geworden ist. (Bild Salomon Schneider)

Andreas Kapp ab Herbst 2016 neuer Gemeindeschreiber in Hausen Gemeinderat Hausen: Daniela Nef-Bommer hat nach der Geburt ihres Sohnes gekündigt Die Gemeindeschreiberin Daniela Nef-Bommer trat nach der Geburt ihres Sohnes am 7. Mai 2016 den Mutterschaftsurlaub an. Gleichzeitig kündigte sie ihre Stelle auf den 31. August 2016, um sich ganz dem Kind widmen zu können. Zum Nachfolger als Gemeindeschreiber wurde Andreas Kapp gewählt. Er ist 41-jährig, schloss das Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Zürich ab und ist Inhaber des Zürcher Anwaltspatents. Seit mehreren Jahren ist er als juristischer Stabsmitarbeiter bei der kantonalen Baudirektion tätig. Er wird das Amt im Herbst 2016 antreten. Ab dem 25. April 2016 übernahm Moritz Koller als Gemeindeschreiber ad interim diese Aufgaben und wird diese bis zum Amtsantritt des neuen Gemeindeschreibers weiterführen. Jacqueline Kauer, Assistenz und Stellvertreterin der Gemeindeschreiberin, verlässt leider die Gemeindeverwaltung auf Ende Juni 2016. Sie konnte die einmalige Chance wahrnehmen und ihr Hobby zum Beruf machen. Als Nachfolgerin mit Stellenantritt am 1. September wurde Danja Gfeller, Hausen, gewählt. Gemeinderat und Verwaltung danken Daniela Nef-Bommer und Jacqueline Kauer für die hervorragende Mitarbeit im Dienste der Gemeinde und heissen die neuen Mitarbeiter herzlich willkommen. Das Gemeindepersonal wird auch künftig bei der Personalvorsorge des Kantons Zürich (BVK) versichert bleiben. Vom Revisionsbericht über die Jahresrechnung 2015 der Politischen Gemeinde, welcher eine einwandfreie Rechnungsführung bescheinigt, wurde Kenntnis genommen. Über den Jahreswechsel 2016/17 werden die Büros der Gemeindeverwaltung vom 26. Dezember 2016 bis 2.

Januar 2017 geschlossen bleiben. Mit dem Ingenieurbüro GPW, Affoltern, wurde eine vertragliche Vereinbarung über die laufenden Nachführungsarbeiten des Katasters über die öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen abgeschlossen. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf zirka 1600 Franken.

Einbürgerungen Christian Kaspar-Widmer, geb. 1968, von Oberkulm AG, Kaspar-Widmer Rita, geb. 1971, von Oberkulm AG, Neuenkirch LU und Hildisrieden LU, Kaspar Noah, geb. 2007, von Oberkulm AG, und Kaspar Alisha, geb. 2010, von Oberkulm AG, alle wohnhaft in Hausen, wird das Bürgerrecht der Gemeinde Hausen erteilt. Sabine Klopfer, geb. 1966, deutsche Staatsangehörige, und Alexandre Klopfer, geb. 1964, französischer Staatsangehöriger, beide wohnhaft in Hausen, wird das Bürgerrecht der Gemeinde Hausen unter dem Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung erteilt.

Gestaltungsplan Rauchmatt/Ried Der Gestaltungsplan mit Vorschriften, Plan und Umgebungsrichtplan für das Gebiet Rauchmatt/Ried wurde zuhanden der öffentlichen Auflage verabschiedet. Diese findet vom 29. April bis 28. Juni 2016 statt. Die Unterlagen können während dieser Frist beim Bauamt eingesehen werden. Während der Auflagefrist kann sich jedermann zum Gestaltungsplan äussern. Einwendungen mit Antrag und Begründung sind spätestens bis 28. Juni 2016 an den Gemeinderat Hausen zu richten. Über die Einwendungen wird gesamthaft bei der Festsetzung des Gestaltungsplans entschieden.

Liegenschaften Das Gemeindeamt des Kantons Zürich genehmigte die Neubewertung der Liegenschaften des Finanzvermögens per 1. Januar 2016. Aus der Neubewertung resultiert insgesamt ein Gewinn von rund 828 000 Franken, welcher dem Eigenkapital gutgeschrieben wird. Der Bestand des Eigenkapitals erhöht sich dadurch auf rund 24 480 000 Franken. Für Renovationsarbeiten im Schützenhaus wurde ein Kredit von 24 000 Franken bewilligt. Weiter musste ein Kredit von 16 000 Franken für die dringende Reparatur einer Türe am Schulhaus alte Sek gesprochen werden. Die Bauabrechnung für das Provisorium Kindergarten Ebertswil mit Gesamtkosten von 149 983 Franken wurde genehmigt, ebenso die Abrechnungen über den Fernwärmeanschluss und die Heizungssanierung des Gemeindehauses im Betrag von 52 820 Franken und für den Ersatz der Beleuchtungen im Gemeindehaus von 59 932 Franken. Die Bauabrechnung für das Projekt «Vollenweid/Wasserleitung- und Strassensanierung» schliesst mit Gesamtkosten von 586 763 Franken ab. Der von der Gemeindeversammlung bewilligte Kredit von 700 000 Franken wurde um 113 237 Franken unterschritten. Der nächsten Gemeindeversammlung wird beantragt, die Bauabrechnung zu genehmigen.

Geschwindigkeitskontrollen Die Kantonspolizei führte in der Zeit vom 8. bis 14. April 2016 an der Albisstrasse Geschwindigkeitskontrollen durch. Dabei wurden insgesamt 18 687 Fahrzeuge kontrolliert. Es resultierten 60 Übertretungen. Die gemessene Höchstgeschwindigkeit be-

trug 65 km/h (erlaubte Höchstgeschwindigkeit 50 km/h).

Umwelt: Aufruf zur Mithilfe bei der Neophyten-Bekämpfung Die Gemeinde Hausen am Albis braucht die Hilfe der Bevölkerung. Ganz unter dem Motto: Heute handeln – morgen sparen! Auch in Hausen werden gewisse eingeführte Pflanzen zunehmend zu einem Problem. Wie zum Beispiel das «Drüsige Spingkraut» (Impatiens glandulifera), welches entlang von Wasserläufen, im Wald und Auen ab Juni bis September teils in regelrechten Monokulturen blüht. Massnahmen zur Eindämmung invasiver Neophyten sollten möglichst früh ansetzen – und sie benötigen Durchhaltewillen. Eine einzige Pflanze des «Drüsigen Springkrauts» kann bis zu 3000 Samen entwickeln und diese bis zu 7 m weit fortschleudern. Diese Pflanzen müssen in aufwändiger Handarbeit entfernt werden. Damit die Neophyten erfolgreich bekämpft werden können, ist das Unterhaltsteam auf die tatkräftige freiwillige Mithilfe unserer Einwohner angewiesen. Wer möchte gerne im Freien arbeiten und die Gemeinde aus einem anderen Blickwinkel kennen lernen? Man melde sich beim Umweltsekretariat, Brigit Hammer, 044 764 80 22, oder beim Neophyten-Verantwortlichen, Patrick Wyss, 044 764 19 80. Moritz Koller, Gemeindeschreiber a. i. anzeige

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. Mai 2016

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Wo Familien wirkungsvoll unterstützt und entlastet werden Das Familienzentrum Bezirk Affoltern feiert am kommenden Samstag in Affoltern das 20-Jahre-Jubiläum Familien- und Integrationsarbeit zählen zur Kernkompetenz des Familienzentrums in Affoltern. Der Verein feiert am nächsten Samstag auf dem Kronenplatz mit einem grossen Fest mit vielen kostenlosen Attraktionen für die Bevölkerung das 20-JahreJubiläum. ................................................... von werner schneiter «Wir haben klein begonnen», sagen Eliane Studer Kilchenmann, Präsidentin, und Claudia Ledermann, Geschäftsführerin, im Gespräch mit dem «Anzeiger». Damals, vor 20 Jahren, formierte sich eine Interessengemeinschaft, die sich mit Kleinkindfragen auseinandersetzte und feststellte, dass ein Begegnungsort für Mütter mit Kindern fehlte. Am 3. Oktober folgte dann die Gründung des Vereins Mütterzentrum (MüZe), der auch dank Aufbauhilfe der Dachorganisation Schweizerischer Mütterzentren gedieh. Acht Vorstandsmitglieder haben zu dieser Zeit den «Laden geschmissen». Kafi, Kinderhüeti, Börse und das Kurswesen haben aus dieser Zeit überlebt und gehören heute sozusagen zum «Grundgerüst» des Angebots. Lediglich die Ludothek musste vor ein paar Jahren aus Platz- und Nachfragegründen geschlossen werden. 1999 folgte ein erster Professionalisierungsschritt: Der Vorstand wurde gesplittet und eine bezahlte Betriebsleitung installiert, gleichzeitig hat man sich an die Jugendkommission gewandt. 2004 erhielt das MüZe – inzwischen mit zwei Betriebsleiterinnen – einen Leistungsauftrag und wurde vom damaligen Jugendsekretariat aktiv unterstützt. «Mit dem jährlichen Beitrag von 65 000 Franken konnte damals die Zukunft mittelfristig gesichert werden», fügt Claudia Ledermann bei.

Acht Ämtler Gemeinden leisten Beiträge Seit 2003 kann das markante alte Gerichtsgebäude am Kronenplatz in Affoltern genutzt werden. 2012 wurde der Dachverband Schweizerischer Mütterzentren aufgelöst, und zwei Jahre später kam es zu einer weiteren Zäsur: Der Kanton zog sich aus der Finanzierung solcher Zentren zurück. «So begann die Suche nach neuen Sozialpartnern – kein einfaches Unter-

fangen», so Eliane Studer Kilchenmann und Claudia Ledermann, «immerhin ging es um einen Betrag von 200 000 Franken.» Luft blieb in dieser unsicheren Phase, weil der Kanton eine dreijährige Übergangsfinanzierung garantierte. Zusätzlich sprangen aufgrund eines Antrags auf Defizitübernahme für die Jahre 2015 und 2016 acht Ämtler Gemeinden relativ kurzfristig für den errechneten Fehlbetrag ein: Die Behörden von Aeugst, Hausen, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach, Stallikon und Wettswil zeigten sich für die Jahre 2015 und 2016 zu einem Beitrag in der Höhe von Fr. 1.25 pro Einwohnerin und Einwohner bereit. Die Standortgemeinde Affoltern verdoppelt den Gesamtbeitrag der sieben anderen Gemeinden. So kommen jährlich insgesamt rund 61 000 Franken zusammen. In die Zeit der Verhandlungen mit den Gemeinden fällt auch der Namenswechsel – vom Mütterzentrum zum Familienzentrum. «Es geht ja nicht nur um Mütter, in unserem Fokus steht die Familie», halten die beiden Verantwortlichen fest.

Langfristige Finanzsicherung steht strategisch im Vordergrund Um den neuen Anforderungen gerecht werden zu können, hat sich der Vorstand im Juli 2015 dazu entschlossen, zusätzliche Personalressourcen zu schaffen und neben den beiden Betriebsleiterinnen eine Geschäftsführerin einzusetzen. Die Übergangsfinanzierung durch den Kanton endet im Jahr 2018. Die Verhandlungen mit den Bezirksgemeinden über eine weitere Unterstützung unserer Institution auch nach 2016 laufen. Aber allein mit Gemeindebeiträgen lässt sich die finanzielle Lücke natürlich nicht schliessen. Auf der Einnahmenseite stehen auch die Einnahmen aus den Angeboten und Kursen und die Beiträge der aktuell rund 200 Vereinsmitglieder. Laut Budget 2016 liegt die Eigenfinanzierung des Familienzentrums dank Ausbau einiger Angebote bei 48 Prozent. 2014 waren es noch 30 Prozent. Die Angebote sind sehr gefragt. Das nährt die Hoffnung, dass der Selbstfinanzierungsgrad weiter steigt. «Wir sind ein offenes Haus; man muss nicht Mitglied sein, um unsere Angebote nutzen zu können. Aber jeder kann mit einer Mitgliedschaft einen Sockelbeitrag fürs Weiterbestehen des Familienzentrums leisten», sagt Claudia Ledermann.

Im Dienst von Familien mit Kindern: Eliane Studer Kilchenmann, Präsidentin des Vereins Familienzentrum, (links) und Claudia Ledermann, Geschäftsführerin. (Bild Werner Schneiter) Leistungsvereinbarung mit der Fachstelle für Integrationsfragen Zu den grossen Anliegen aller Bezirksgemeinden zählt die sprachliche Integration. Ein entsprechendes Angebot wird nun ausgebaut. Der Start erfolgte im Januar 2016 und umfasst jährlich aktuell zwölf Deutschkurse für Erwachsene mitsamt einer Frühsprachförderung für Kleinkinder und deren Betreuung. Dazu stehen vier Sozialintegrationskurse auf dem Programm. Diese Angebote werden vollumfänglich durch die öffentliche Hand und die Kursteilnehmenden finanziert: 55 Prozent durch Subventionen der kantonalen Fachstelle, 45 Prozent durch die Gemeinden und Kurseinnahmen durch die Teilnehmenden. «Der Abschluss einer Leistungsvereinbarung zwischen der kantonalen Fachstelle und einem Leistungsanbieter direkt ist im System eigentlich nicht vorgesehen. Die Fachstelle geht ausschliesslich Vereinbarungen mit Gemeinden ein. Da wir aber bezirksweit tätig sind und

Das Angebot im Familienzentrum Die Angebote im Familienzentrum am Kronenplatz in Affoltern verteilen sich auf drei Etagen – die Türen stehen allen offen. Kafi mit Spielzimmer: Die einladenenden Räumlichkeiten bieten den Rahmen, um sich bei einem feinen Cappuccino oder einem Stück selbstgemachtem Kuchen auszutauschen, während sich die Kinder im angrenzenden Spielzimmer oder draussen auf dem Spielplatz vergnügen. Kleider- und Spielsachenbörse Hosechnopf: In der Kleider- und Spielsachenbörse werden ganzjährig Secondhand-Kinderkleider, Schuhe, Spielsachen und alles rund ums Baby oder Kind verkauft. Kinderhüeti: Hier werden Kinder stundenweise und ohne Voranmeldung von engagierten Mitarbeiterinnen liebevoll betreut. Kurswesen: In den Bereichen Gesundheit und Wohlbefinden, Erzie-

hung, Weiterbildung sowie Kreativität werden Kurse für Erwachsene und Kinder angeboten. Anlässe für Familien mit Kindern: Regelmässig finden Anlässe für die ganze Familie statt, zum Beispiel Kinderfasnacht, Osterhasen-Event, Kino, Kasperlitheater, Samichlaus. Babytreff: Ungezwungenes Treffen und erste Kontakte im Kafi mit Spielzimmer für Mütter und Väter mit ihren Babys – von Geburt an bis zirka einjährig. Knirpsentreff: Die festen Gruppen mit maximal neun Erwachsenen treffen sich jeweils einmal wöchentlich mit ihren Kleinkindern im Alter von ein bis drei Jahren in den Hüetiräumen im zweiten Stock. Spielgruppe Chätzli: Der Besuch der Spielgruppe ermöglicht Kindern ab zweieinhalb Jahren einen sanften Einstieg ins Schulsystem.

Deutschkurse mit Kinderbetreuung: Das Familienzentrum organisiert Deutschkurse auf unterschiedlich hohen Niveaus, mit Kinderbetreuung für die Kinder der Kursteilnehmenden. Das Angebot wurde 2016 dem Bedarf der Bezirksgemeinden entsprechend ausgebaut. Die Kurse sind anerkannt und werden von der kantonalen Fachstelle für Integrationsfragen subventioniert. Deutsches Sprachenkafi mit Spielzimmer: Für Migrantinnen und Migranten, die ihre Deutschkenntnisse in wöchentlich stattfindenden Treffs verbessern wollen und in geschützten Räumen ihre Hemmungen abbauen können. Spanisches Sprachenkafi mit Spielzimmer: Für spanischsprechende Personen zur Unterstützung der Integration und Vernetzung.

den Bedarf sämtlicher Bezirksgemeinden in unseren Räumlichkeiten bündeln können, sind wir durch die Fachstelle als bezirksübergreifende Institution akzeptiert. Dies führte zu dieser kantonsweit einmaligen Ausnahme, welche uns sehr ehrt, weil es auch aufzeigt, dass wir vom Kanton als kompetenter und verlässlicher Partner wahrgenommen werden», so Claudia Ledermann.

Ideal für Wiedereinsteigerinnen ins Berufsleben Das Familienzentrum zählt rund 40 Mitarbeiterinnen. Frauen, die nach der Geburt ihres Kindes wieder arbeiten wollen, können sich im Familienzentrum mit einer Mitarbeit in einem der zahlreichen Angebote für Familienanliegen einsetzen. Die Entlöhnung ist eher bescheiden. Kinder sind hier jederzeit und überall herzlich willkommen und können auch zur Arbeit mitgebracht oder während den Schichten in der offenen Hüti kostenlos betreut werden lassen. Daher ent-

stehen keine zusätzlichen Kosten für die Kinderbetreuung. Das Gesamtpaket ist deshalb oft recht attraktiv für die Mitarbeiterinnen. Des Weiteren zeigt die Erfahrung, dass eine Mitarbeit gerade in einer leitenden Funktion im Familienzentrum den Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt massiv vereinfacht. Neben den bereits erwähnten Angeboten gehören auch Weiterbildungen, Vorträge über Erziehung, Erziehungsberatung und anderes mehr zu den regelmässigen Angeboten im Familienzentrum. Familienarbeit und soziale sowie sprachliche Integration sind dort die Kernanliegen – mit der offenen Kinderhüeti auch die Entlastung von Familien. Diese kostet 6 Franken pro Stunde oder 15 Franken für einen halben Tag. «Unsere Mitarbeitenden leisten für wenig Lohn viel für die Allgemeinheit. Der gesellschaftliche Nutzen ist gross, trotzdem müssen wir immer wieder um Anerkennung kämpfen», halten Claudia Ledermann und Eliane Studer Kilchenmann fest.

Das Jubiläumsfest steigt am 28. Mai Das Familienzentrum feiert das 20Jahre-Jubiläum am kommenden Samstag, 28. Mai, 10 bis 17 Uhr, auf dem Kronenplatz in Affoltern – mit vielen kostenlosen Aktionen für Gross und Klein. So liest Beat Schlatter aus «Gregs Tagebuch» – mit Alternativprogramm für bewegungsinteressierte Kinder. Es gibt eine grosse Hüpfburg und eine Geschichtenerzählerin, Seifenblasenkunst und Workshops für Kinder. Zusammen mit der Jugendarbeit Affoltern wird eine Kugelbahn gebaut. Christian Ziegler ist präsent mit Spielanimationen für Gross und Klein. Auf dem Programm stehen ausserdem Tanzvorführungen der

Kinder vom «Spielerischen Tanzen», dazu kommen Kinderschminken und Basteln. Zudem steht an diesem Tag der grösste Sandkasten des Bezirks, wo Kinder auf Schatzsuche gehen können. Mit Ausnahme von Essen und Trinken sind alle Angebote auf dem Kronenplatz kostenlos.

Vier Jubiläumsanlässe Zum Jubiläum des Familienzentrums stehen dieses Jahr vier Anlässe auf dem Programm. Zum Beispiel am 10. September ein Kindertheater und Comedy-Drummer im Kasinosaal in Affoltern.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. Mai 2016

2015 eine halbe Million besser als im Voranschlag Delegiertenversammlung des Sozialdienstes Bezirk Affoltern genehmigt Stellenpläne Eine erfreuliche Jahresrechnung 2015 und Änderungen im Stellenplan des Sozialdienstes Bezirk Affoltern waren die hauptsächlichen Themen, über welche die Delegiertenversammlung am vergangenen Donnerstag zu befinden hatte. ................................................... von urs e. kneubühl Im Beisein aller 14 Bezirksgemeinden begrüsste Präsidentin Margareta Wildhaber vergangenen Donnerstagabend zur Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Sozialdienst Bezirk Affoltern. Gastgebergemeinde war diesmal Wettswil und deren Gemeindepräsident Hanspeter Eichenberger überbrachte seinerseits Grussworte – in gegenwärtiger Ermangelung geeigneter Versammlungslokalitäten in Wettswil allerdings im Konferenzsaal Senevita Obstgarten, Affoltern. Eichenberger präsentierte kurz die Gemeinde Wettswil, welche in nächster Zeit ihren 5000. Einwohner wird begrüssen können, und stellt ab Schuljahr 2017/2018, nach Eröffnung des neuen Schulhauses mit Mehr-

zwecksaal, in Aussicht, zukünftig die Gastgeberrolle wieder im eigenen Dorf ausüben zu können.

Erfreuliche Jahresrechnung 2015 trotz Mehraufwand in zwei Bereichen Werner Michel, im Vorstand Leiter Ressort Finanzen, konnte zur Jahresrechnung 2015 Erfreuliches berichten: «Die laufende Rechnung schliesst bei einem Aufwand von 11,35 Mio. Franken um 581 497 Franken besser ab. Bei einem Ertrag von 4,3 Mio. Franken ergibt sich daraus ein Aufwandüberschuss zu Lasten der Verbandsgemeinden von 7,05 Mio. Franken ab.» Netto schliesst damit die Rechnung 2015 um 490 348 Franken besser ab, was 6,5 Prozenten entspricht. Die grösste Verbesserung gegenüber dem Voranschlag verzeichnet die Berufsbeistandschaft (358 375 Franken), ebenso die Kesb (109 416.–) und auch das Wohnheim Central verzeichnet einen Ertragsüberschuss von 184 921 Franken. Mehrausgaben dagegen gab es in den Bereichen Asyl (156 069 Franken) sowie Sozialberatung und Wirtschaftshilfe (118 594 Franken). Der Asylbereich spürt die Auswirkungen des beschleunigten Asylverfahrens, das

heisst, die Statusänderungen erfolgen schneller, weshalb die Pauschale vom Bund entsprechend weniger lang ausgerichtet wird. Im Bereich Sozialberatung und Wirtschaftshilfe hat sich insbesondere der notwendige Einsatz von Springern im Zusammenhang mit dem Austritt von Affoltern niedergeschlagen. Michel attestiert der Geschäftsleitung und den Mitarbeitenden wiederum einen kostenbewussten Einsatz der finanziellen Mittel und dankt für das gute Ergebnis. In der Abstimmung sagen 13 Gemeinden «ja», während der Bezirkshauptort sich gegen die Genehmigung ausspricht (siehe Kasten «Die Sache mit dem Rappen»).

Stellenpläne 1 und 2: Abbau einerseits, Verstärkung andererseits Nachdem die Delegierten an der DV vom November 2015 eine Reduktion des Stellenplans abgelehnt hatten, präsentierte die Präsidentin für den Zweckverbands-Vorstand diesmal eine in zwei separate Stellenpläne aufgeschlüsselte Version: Teil 1 mit den Konsequenzen aufgrund des Austritts von Affoltern sowie Teil 2 mit den notwendigen personellen Anpassungen

aufgrund von Mehraufwand, schwergewichtig im Asylbereich. Stellenplan 1 informiert über einen Netto-Abbau von 450 Stellenprozenten infolge des Austritts von Affoltern. Margareta Wildhaber begründet: «Insgesamt wurden zwar 490 Stellenprozente in den Bereichen SWH, persönliche Hilfe und Support abgebaut, weil aber die Anrechnung des Zentrums Lilienberg am Asylkontingent wegfällt, mussten im Asylbereich aber 40 Stellenprozente neu geschaffen werden.» Der erste Teil des Stellenplans fand einstimmige Bejahung durch die Delegierten, während zu Teil 2 mit den notwendigen personellen Anpassungen aufgrund von Mehraufwand (+330 %) einige Nachfragen gestellt wurden. «Schwergewichtig geht es hier um personelle Anpassungen im Asylbereich, welche aufgrund der höheren Aufnahmequote notwendig wurden», erklärte Margareta Wildhaber vorab und schlüsselte auf, dass von den insgesamt um 330 % aufgestockten Stellen allein 240 % auf den Asylbereich entfallen. Die kleineren Anpassungen von je +30 % im Finanzund Personalwesen, bei der Assistenz und im Support begründen sich eben-

«Soziales Netz Knonaueramt»

Die Sache mit dem Rappen

Anschliessend an die statutarischen Geschäfte der Delegiertenversammlung informierte die Präsidentin des Zweckverbandes zum Stand des Projektes «Soziales Netz Knonaueramt» (SoNeK), der auf Anfang 2018 vorgesehenen Neuorganisation des Sozialdienstes im Bezirk Affoltern: «Der Vorstand nimmt mit Freude zur Kenntnis, dass das Projekt gut vorankommt. Wir sind der Ansicht, dass es bereits so weit fortgeschritten ist, dass eine Umsetzung per 1. Januar 2018 realistisch erscheint.» Das Konzept der Neuorganisation mit zwei interkommunalen Anstalten als gemeinsames Dach für alle 14 Gemeinden ist seit 17. Mai zur Vernehmlassung bis 15. Juni in den Gemeinden. Der weitere Fahrplan sieht dann vor,

Bei der Vorlage der Jahresrechnung 2015 zur Genehmigung durch die Delegiertenversammlung kam es zu einem Nachhaken durch den Delegierten von Affoltern. Dem Bezirkshauptort war aufgefallen, dass in der Bilanzgleichung die Differenz von einem Rappen besteht, Aktiva und Passiva also nicht, wie verlangt, gleich sind. Der Affoltemer Delegierte fragte deshalb nach, ob nachgeforscht werde, wo der Fehler liege.

dass die relevanten Fragen bezüglich Solidarität, Aufbau- und Ablauforganisation, Kostenrechnung/Finanzielles, Rechtsform sowie Mitwirkung der Gemeinden bis Mitte Juli geklärt und verabschiedet sind. Dazu entscheiden alle 14 Gemeinden vor den Sommerferien, welche Leistungen sie künftig von NeSoK beziehen werden. Im Dezember werden dann vorerst die Gemeindeversammlungen über die Auflösung des Zweckverbandes und die Gründung der Nachfolgegesellschaften abstimmen und im Februar des kommenden Jahres können die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger anlässlich einer Volksabstimmung zu den nachfolgenden interkommunalen Anstalten Stellung beziehen.

Systematischer Rundungsfehler ... Werner Michel erläuterte, dass der Differenz von einem Rappen vermutlich ein systemischer Rundungsfehler zugrundeliege und dass sowohl die RPK als auch die externe

Kontrollinstanz die Differenz zwar unschön, aber doch vernachlässigbar hielten. Nicht zuletzt deshalb, weil der Aufwand zum Auffinden des Fehlers bei dermassen vielen Verbuchungen unverhältnismässig hoch und die dadurch entstehenden Kosten nicht zu rechtfertigen wären.

... oder Fehlbuchung? Affolterns Delegierter merkte dazu an, dass man im Bezirkshauptort einen Rundungsfehler eigentlich ausschliesse, weshalb durchaus auch eine Fehlbuchung Grund für die Ein-Rappen-Differenz sein könne. Er verweigerte entsprechend die Genehmigung der Jahresrechnung 2015.

falls durch Mehrarbeit, welche von diesen Bereichen zu leisten ist. Ronald Alder, Ottenbach, zog daraus das Fazit, dass der Austritt Affoltern offensichtlich nicht zur erwarteten Kostenreduktion führen wird. Gleichzeitig ermuntert er, genauso Peter Hoppler, Aeugst, den Vorstand in der gegenwärtigen Übergangsphase akribisch hinzusehen, exakt zu analysieren und weitere Anstrengungen mit dem Ziel der Aufwandreduktion vorzunehmen. Bruno Steinemann, Bonstetten, merkt an, dass der Stellenausbau im Bereich Asyl offenkundig sei und zeigte sich überrascht, dass der Mehrbedarf nicht höher ausfalle. Dagegen, könnten Aussenstehende nur schwer nachvollziehen, wenn nach dem Austritt Affolterns die Stellenprozente in den Bereichen Support und Assistenz erhöht würden. Margareta Wildhaber erläutert diesbezüglich, dass diese Ressourcen bereits schon seit längerer Zeit benötigt würden und entsprechend auch im bewilligten Budget enthalten seien. Zudem würde sich die Mehrarbeit im Asylbereich genauso auf den Support und die Assistenz auswirken. Mit 13 Ja-Stimmen und einer Enthaltung durch den Affoltemer Delegierten wurde auch der Stellenplan 2 genehmigt.

Jahresbericht 2015 und Anpassung der Kompetenzordnung Einstimmig passierte der Jahresbericht 2015, welcher in geraffter Form einen kompakten Überblick über die vielfältigen Arbeiten im Zweckverband Sozialdienst gibt. Margareta Wildhaber verdankte bei dieser Gelegenheit die «immense Arbeit, welche von allen Mitarbeitenden, der Geschäftsleitung, aber auch im Vorstand und von der RPK sowie den Delegierten geleistet wird». Der Delegierte aus Ottenbach, Ronald Alder, macht zudem auf zwei Druckfehler in der Tabelle der Kennzahlen der Sozialberatung und Wirtschaftshilfe (SWH) aufmerksam: Das Datum in der letzten Spalte wäre richtigerweise der 31.12.15 (nicht 31.12.14) und das Total sollte 248 (nicht 447) ausweisen. Genauso ohne Diskussion und Gegenstimme wurde eine Anpassung der Kompetenzordnung genehmigt, die von Esther Franceschini Guggisberg, Aeugst, erläutert wurde.

Was fürchtet der Schweizer am meisten? Lara Stoll und die Probleme der ersten Welt – Auftritt in der Bibliothek in Wettswil Am Donnerstagabend war die Bibliothek Wettswil bis auf den letzten Platz besetzt. Ein bunt gemischtes Publikum von 15 bis 90 Jahren lies sich von der SlamPoetin Lara Stoll und ihren publikumsbezogenen und live performten Texten begeistern. «Was fürchten die Schweizer am meisten?», eine Frage, die Lara Stoll dem Publikum stellte. Billag-Angestellte oder zu wenig Tomaten-Mozzarella-Salat auf der Hochzeit? Nein, den Tod! Und da eine der häufigsten Todesursachen Krebs ist, setzt sich Lara Stoll damit auseinander. Sie plädierte dafür, der gefürchteten Krankheit einen neuen Namen zu geben, dann wäre doch alles nur noch halb so schlimm! Anstelle der Diagnose «Ihr Hirntumor hat Metastasen in Leber und Niere gebildet.», könnte der Arzt dann zum Pa-

tienten sagen: «Ihr Hirnameisenbär hat Kleinameisenbären in der Leber und Niere gebildet.» Tönt doch viel weniger erschreckend oder nicht? Was machen, wenn die Mutter auf Facebook eine Freundschaftsanfrage stellt? Ablehnen geht nicht. Von der Mutter, die zur Stalkerin ihrer Tochter wird und wie man sie mit abstrusen Ideen wieder loswird, zeigte Lara Stoll in einem weiteren ihrer Texte. Am besten, man installiert der Mutter Spiele mit Suchtpotenzial auf ihrem Computer, dann ist sie beschäftigt und hat keine Zeit, der Tochter hinterherzuspionieren! Mit musikalischem Fachwissen widmete sich Lara Stoll dem Phänomen des Schnarchens. Von Piano bis Crescendo, mit oder ohne Stakkato, führte sie dem Publikum die Sinfonie des Schnarchens vor und erntete dabei viele Lacher. Weiter folgte eine Abhandlung zum Thema «Liebe zu den Pflanzen», bei der Lara Stoll un-

ter anderem zur Feststellung kommt, das Safer Sex nur mit Gummibäumen möglich ist. Die Slam-Poetin trug auch einige Texte vor, die frisch aus dem Drucker kamen, wie die Geschichte der Klapperschlange Klappediklappklapp oder als Zugabe einen Text mit dem Titel «Der kleine Parmelin». Lara Stoll zeigt in ihren Texten ein grosses Gespür für Sprache und Worte. Sie beherrscht die Klaviatur der Modulierung wunderbar und kann damit ganz unterschiedlichen Figuren eine Stimme geben. Sie kann heiter, laut und leise, poetisch, melancholisch oder hintergründig daherkommen und setzt Selbstironie ebenso wie Gesellschaftskritik in Szene. Auch eine Spur Sarkasmus ist mit dabei. Lara Stoll führt den Zuschauenden vor, mit welchen Wohlstandsproblemen wir uns beschäftigen und konnte damit auch das Wettswiler Publikum begeistern! Fabienne Maurer

Eva Hauri (rechts) überreicht Lara Stoll als Dankeschön eine in Slam-Kreisen übliche Flasche Whisky. (Bild zvg.)


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Eine sanierte Kirche mit Glasmalereien, die zusätzlich Atmosphäre schaffen Festlicher Gottesdienst in der Mettmenstetter Pfarrei Sankt Burkard Während neun Monaten ist in Mettmenstetten die katholische Kirche einer umfassenden Sanierung unterzogen worden. Highlight sind Glasmalereien des Zürcher Künstlers Fritz Dold, die dem Raum Licht und Energie verleihen. Am Sonntag wurde die «neue» Kirche eingeweiht. ................................................... von werner schneiter Katholikinnen und Katholiken aus den Gemeinden Mettmenstetten, Knonau und Maschwanden, vereint in der Pfarrei St. Burkard, marschierten am Sonntagvormittag in grosser Zahl auf. Alle wollten sie die renovierte Kirche sehen, die nun nach neunmonatiger Arbeit in neuem Glanz erstrahlt. In einem fröhlichen Segnungsgottesdienst wurde das Werk gewürdigt und eingeweiht.

Zwei Etappen Im November 2013 wurde das Sanierungspaket geschnürt und das Projekt mit Kosten von rund 1,7 Mio. Franken an die Hand genommen. Die erste Etappe umfasste die Aussensanierung. Auf dem Flachdach mussten die Isolation nachgebessert und die Oberlichter ersetzt werden. Fenster wurden zum Teil ausgewechselt. Die Heizung wurde ausgewechselt, und mit der Installation einer Fotovoltaikanlage eine wesentliche energetische Verbesserung erreicht. Zur ersten Etappe gehörte auch die Renovation der Pfarrwohnung und die Umgestaltung und Erweiterung der Büros sowie die Überarbeitung des Sicherheitskonzepts.

280 Stunden Arbeit für Glasmalerei Die zweite Etappe beinhaltete die Erneuerung der kirchlichen Räume und der Sakristei. Zu den Kernstücken darf man gewiss die Glasmalereien des Zür-

cher Künstlers Fritz Dold zählen. Dieser gehört zur dritten Generation von Glasmalern, die 1920 in St. Gallen ein Atelier gegründet haben und ihr Kunsthandwerk seit 1930 in Zürich ausüben. Dold hat für die Fenster am Ostflügel der Kirche rund 280 Stunden Arbeit aufgewendet – und diese frei, luftig und und abstrakt gestaltet. Nach seinen Worten wirken sie nicht dominant, nicht erdrückend. «Wichtig ist auch, dass die Fenster zur übrigen Architektur passen», sagt Fritz Dold, der mit dieser Arbeit nicht nur viel Licht in den Raum flutet, sondern diesem so auch Wärme und Charakter verleiht. Die Reaktionen auf sein Werk nennt Dold «überwältigend», und auch im Rahmen des Einweihungsgottesdienstes erntete der Künstler viel Lob.

«Beispiel guter Behördenarbeit» Und Lob wurde an diesem Sonntagvormittag auch am Gottesdienst, musikalisch umrahmt von «Brassissimo», verteilt. Baukommissionspräsident Peter Hanke sprach von einer «wahren Freude, die jeweils auf der Baustelle herrschte», davon, wie alle beteiligten Parteien am gleichen Strick gezogen haben und die Budgetkontrolle spielte. «Ich bin vom Ergebnis vollumfänglich überzeugt», fügte er bei und empfindet Freude darüber, dass nun die Kirche in baulicher Hinsicht für die kommenden Jahre «fit» sei. Sein Dank galt im Weiteren natürlich dem Architekten Daniel Baggenstos von der Architekturfabrik GmbH aus Affoltern, der die Sanierung in architektonischer Hinsicht verantwortet hat. Und diese Arbeit ist – so die Worte von Kirchenpflegepräsidentin Maria Cristina Schmid – mit offenen Augen, Ohren und Herz verrichtet worden. «Baukommissionspräsident Peter Hanke war Hunderte von Stunden vor Ort und hat die Sitzungen umsichtig geleitet. Für mich ist das ein prächtiges Beispiel guter Behördenarbeit», fügte die Präsidentin bei.

Glasmalereien, die Atmosphäre schaffen im Kirchenraum. Von links: Baukommissionspräsident Peter Hanke, Künstler Fritz Dold und Architekt Daniel Baggenstos. (Bilder Werner Schneiter)

Gottesdienstbesucherinnen und -besucher konnten ihre mit Wünschen versehenen Zettel in Backsteinen deponieren.

Faszinierende Fotografien des Hausemers Renato Balsiger Neue Ausstellung in der Galerie Märtplatz, Affoltern – bis Sonntag, 5. Juni Bis Sonntag, 5. Juni, entführt Renato Balsiger, Hausen, in der Galerie Märtplatz in Affoltern unter anderem mit Makrofotografien in die Welt des unscheinbar Kleinen. ................................................... von urs e. kneubühl Die zarten Flügel einer Libelle, die skurrile Form einer Raupe, die grazile Haltung einer Gottesanbeterin, Schmetterlinge in ihrer ganzen Farbenpracht: Es sind die feinen Details der Natur, die Renato Balsiger begeistern. «Bei Insekten sieht man oft erst auf dem Bild, wie zart und speziell sie sind», schwärmt der Hausemer Fotograf aus Leidenschaft. «Vom kriechenden und fliegenden Geziefer gibt es zudem sowohl in der umgebenden Natur wie überall auf der Welt so viele verschiedene Arten und Formen und sie alle faszinieren ungemein.» Die Mannigfaltigkeit und Filigranität von Fauna und Flora, ebenso berückende Landschaften aus der nahen Umgebung sowie von Reisen in ferne Länder und auf fremde Kontinente, mit der Kamera eingefangen von Renato Balsiger, bekommen Neugieri-

Schweiz und in Europa auf Fotopirsch, später dann in Asien sowie Afrika und die letzten sechs Jahre verbrachte ich den Sommer auf Borneo, Malaysia», hält er präzisierend fest. Auf der Insel im Malaiischen Archipel durchstreifte er, ausgerüstet mit Makroobjektiven und Ringblitz während Stunden und Tagen den Regenwald. Durch das Beobachten und Fotografieren verschiedenster Tiere, insbesondere Insekten und PflanRenato Balsiger, der Hausemer Fotograf aus Leidenschaft präsentiert bis 5. Juni in der Affoltemer zen eröffnete sich Galerie Märtplatz faszinierende Fotografien aus aller Welt. (Bild Urs E. Kneubühl) ihm dabei eine ge derzeit und bis 5. Juni in der Gale- re Fotografien, auch als spezielle Kar- neue, geradezu betörende Welt. Diese rie Märtplatz, Affoltern, zu sehen. Da- ten, präsentiert Balsiger, der seit sei- bringt er – neben weiteren Aufnahmit bringt der Hausemer Hobby-Foto- ner frühen Jugend als ambitionierter men von Landschaften sowie Stadtangraf grosse und kleine Gäste zum Hobby- und Reisefotograf seiner Lei- sichten – in der Galerie Märtplatz der Staunen. Über 60 gross- und mittelfor- denschaft frönt, in der Affoltemer Aus- Öffentlichkeit näher. Dabei ist es ihm matige Aufnahmen sowie viele weite- stellung. «Zuerst ging ich in der ein Anliegen, «im Betrachter die Lust

zu wecken, aufmerksam und voller Freude unsere Welt zu entdecken», wie er sagt. Dies, das belegt der Gang durch die Ausstellung, gelingt ihm mit seinen beeindruckenden wie bezaubernden Fotografien in bemerkenswerter Art und Weise. Der ausgebildete Primarlehrer, der seit mehreren Jahren an Sonderschulen arbeitet, hat mit dem Fotografieren etwas gefunden, das ihn tief im Inneren berührt. Seine Leidenschaft dafür ist nach wie vor entsprechend hoch und der Umgang mit Kamera, Objektiven sowie Sujets reizt ihn folglich ungebrochen zu Experimenten mit den entstehenden Effekten: Die Lichtmalerei in der Natur, die wunderbaren Farben und Formen von Tieren, Pflanzen und Landschaften haben eindrucksvolle Lichtbilder entstehen lassen. Und so richten die gezeigten Bilder die Aufmerksamkeit des Betrachters mitunter auch auf unscheinbare kleine Dinge, Tiere wie Pflanzen, die teilweise nicht grösser sind als ein Daumennagel. Galerie Märtplatz, Affoltern: Landschafts- und Makrofotografien aus aller Welt. Ausstellung bis 5. Juni. Öffnungszeiten: Freitag von 17 bis 20 Uhr, Samstag von 9 bis 12 Uhr, Sonntag von 15 bis 18 Uhr. Individuelle Öffnungszeiten und Führungen auf Anfrage: Renato Balsiger, 078 500 43 23.


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«Wer etwas bewegen will, soll beitreten» Die Standortförderung Knonauer Amt ist neu auch offen für Privatpersonen und Unternehmen Die Standortförderung ist neu als Verein organisiert, was ermöglicht, dass neben den Gemeinden auch Unternehmen, Privatpersonen und Verbände Mitglied werden können. In den Foren Energie und Umwelt, Wirtschaft und Landwirtschaft, Freizeit und Tourismus sowie Kultur werden momentan Konzepte ausgearbeitet. ................................................... von salomon schneider Die Standortförderung Knonauer Amt wurde im vergangenen Jahr auf neue Beine gestellt und für die Zukunft fit gemacht. Durch die Öffnung für Privatpersonen, Vereine, Unternehmen und Verbände, soll die Standortförderung neu breiter abgestützt werden. «Wenn die Standortförderung in allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen breit abgestützt ist, wird sie noch viel mehr für das Säuliamt erreichen können als bisher», erläuterte Stefan Gyseler, der Hausemer Gemeindepräsident und Präsident der Standortförderung, an der Generalversammlung vom vergangenen Mittwoch. Kernstück der Reorganisation als Verein ist die Gliederung in vier Foren, die je von einem Mitglied des Vereinsvorstandes präsidiert werden.

die Standortförderung integriert werden soll und auch die Rechte am Namen zur Standortförderung kommen sollen. Am kommenden Montag wird der Vereinsvorstand dies beschliessen.»

Aktive Mitarbeit ist gefragt Das Forum Freizeit und Tourismus wird vom Knonauer Gemeindepräsidenten Walter von Siebental präsidiert: «Wir sind noch im Aufbau begriffen und personell noch nicht komplett. Wer also Ideen zu diesen Themen hat und mitarbeiten will, kann sich gerne bei der Geschäftsstelle oder direkt bei mir melden. Als Erstes wird das Forum die allseits beliebte Sportund Freizeitkarte des Säuliamts überarbeiten.» Auch das Forum Wirtschaft und Landwirtschaft steht noch ganz am Anfang. Der Aeugster Gemeindepräsident Ruedi Müller stellte es vor: «Wer an Standortförderung denkt, denkt oft zuerst an die Wirtschaft. Da das Säuliamt aber vor allem qualitativ wachsen will, sind die anderen Foren genauso wichtig. Mit dem Frühlingstreff und dem Unternehmerfrühstück führt das Forum Wirtschaft und Landwirtschaft zwei seit Jahren gut verankerte Anlässe durch.» Auch für dieses Forum werden noch aktiv Mitarbeitende aus verschiedenen Branchen gesucht.

Ein Kulturkalender, für alle Angebote Energieregion Knonauer Amt soll in der Standortförderung aufgehen René Kälin, der Mettmenstetter Gemeindepräsident stellte das Forum Energie und Umwelt vor: «Gerade im Bereich Energie hat der bisherige Standortförderer, Charly Höhn, sehr viel geleistet, weshalb wir dort sehr gut aufgestellt sind. Im Bereich Umwelt wollen wir noch verstärkt aktiv werden. Aufgrund der Reorganisation haben wir unsere Aktivitäten jedoch zurückgefahren und der Verein Energieregion Knonauer Amt hat sehr vieles gemacht. Wir haben mit dem Verein gesprochen und haben uns geeinigt, dass der Verein Energieregion in

Dem Forum Kultur steht der Affoltemer Gemeindepräsident Clemens Grötsch vor: «Wir konnten bereits die Aemtler Bühne und das Kellertheater LaMarotte für das Kulturforum gewinnen, sind aber offen für weitere Kulturschaffende und Menschen mit guten Ideen. Als Erstes will das Kulturforum einen Kulturkalender entwickeln, der alle Angebote bisheriger Kulturkalender konsolidiert. Wir werden deshalb vor dem Start mit allen Anbietern von Kulturkalendern Kontakt aufnehmen, damit ein Gemeinschaftsprojekt entstehen kann, anstatt mehrere, sich konkurrierende Angebote.» Zum Schluss bewarb Stefan Gyseler noch

Die Autobahn A4 hat das Knonauer Amt zu einer bestens erschlossenen Region gemacht, was den Standort aber auch erheblichem Siedlungsdruck aussetzt.

Neben Gemeindevertretern waren an der ersten Generalversammlung der Standortförderung Knonauer Amt bereits erste Mitglieder aus Bevölkerung und Wirtschaft anwesend. (Bilder Salomon Schneider) einmal die Mitgliedschaft im Verein Standortförderung Knonauer Amt: «Wir haben uns absichtlich für alle Arten von Körperschaften und Privatpersonen geöffnet, um noch breiter abge-

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stützt zu sein. Ich bin mir sicher, dass alle von einer starken Standortförderung nur profitieren können. Interessierte können sich gerne bei der Geschäftsstelle melden.»

An einer Mitgliedschaft interessierte Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, und Verbände melden sich bei der Geschäftsstelle des Vereins Standortförderung Knonauer Amt, Postfach 704, 8910 Affoltern. Telefon 043 333 55 66, info@knonauer-amt.ch.


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1678 Schüler in 232 Klassen 900-Jahre-Jubiläum: Beeindruckende Vorarbeit zum Mettmenstetter Klassentreffen

Klassentreffen mit FBW-Postauto von Fredi Räber im Rahmen der 900-Jahre-Feierlichkeiten von Mettmenstetten. Im Vordergrund frühere Mettmenstetter Schüler des Jahrgangs 1978.

Ex-Sekschullehrer Fredi Räber bereitet die Fahrt mit seinem FBW-PostautoOldtimer sichtlich Freude. (Bilder Martin Platter)

Bis am kommenden Samstag werden sich in Mettmenstetten ehemalige Schüler der Jahrgänge 1929 bis 1979 treffen. Das hats im Säuliamt bisher erst in Hausen gegeben. Im Unterschied zu dort sind die Mettmenstetter Schüler jedoch digital erfasst.

... mit maximal 60 km/h

................................................... von martin platter Wenn man Projektleiter und Koordinator Peter Büchi zuhört und sieht, was die Interessengemeinschaft Dorfgeschichte Mettmenstetten fürs 900Jahre-Jubiläum der Gemeinde auf die Beine gestellt hat, kommt man ins Staunen. Begonnen hat es wohl so, wie in vielen anderen Dorfgemeinschaften auch. «Wir haben alte Fotos von Mettmenstetten gesammelt und wollten geschichtsrelevantes Material für die Nachwelt erhalten», beginnt

Büchi zu erzählen, relativiert dann aber: «Wir wurden uns aber bald bewusst, dass es schon viele Ortsmuseen gibt.» Deshalb suchte man nach neuen Wegen, um das Publikum zu erreichen. Vor allem die vielen guterhaltenen Schulfotos hatten es den IG-Mitgliedern angetan. Sie wurden zum Schlüssel und zum Herz einer gesamten Ausstellung, die sich mit dem Wandel und dem Wachstum der ganzen Gemeinde seit 1880 befasst. Beeindruckende Bilddokumente, als die Hauptstrasse durch Mettmenstetten noch ein Feldweg war und statt des Gemeindehauses ein Bauernhof vor der Kirche stand. Eine Zeit auch, in der noch fünf oder sechs Familien das Sagen hatten und keine Autobahn das Gemeindegebiet durchquerte.

Mettmenstetter Zeitreise ... In der Ausstellung gibts aber nicht nur zahlreiche alte und neue Fotos zu se-

hen. Die IG liess quasi am Stammtisch Zeitzeugen frei über alte Fotos erzählen, baute die Audiofiles dann in eine Tonbildschau, die den Werdegang der Gemeinde anhand verschiedener Episoden erzählt. Kurzum: Man übertrug das alte Material in die digitalisierte Neuzeit. Besonders beeindruckend ist die Bilddatenbank, in der 1678 Schüler und 232 Klassen erfasst und auf jedem Klassenfoto markiert sind. «Die Klassentreffen dienen auch dazu, Unbekannte auf den Fotos ausfindig zu machen und ganze Klassen zu rekonstruieren», erklärt Peter Büchi, der bis zu seinem Ruhestand für die Computerfirma IBM gearbeitet hat. Eine ehrenamtliche Fleissarbeit, die perfekt ins Zeitalter der sozialen Medien passt, in der es schon ähnlich gelagerte, kommerzielle Plattformen wie findedeineklasse.ch und stayfriends.ch gibt.

Zum bleibenden Erlebnis gedieh auch die Fahrt im Postauto-Oldtimer von Fredi Räber. Bis 2014 selber Sek-Lehrer in Mettmenstetten, verwirklichte sich Räber mit dem Kauf des ausgemusterten FBW-Postautos (Typ PC35-U) vor 29 Jahren einen Bubentraum. Das Kürzel FBW stehe für Franz Brozincevic, ein 1892 in die Schweiz eingereister Kroate, der in Wetzikon eine Lastwagen-, Auto- und Trolleybus-Fabrik aufbaute, liess Räber wissen. Er erzählte noch eine Reihe weiterer Reminiszenzen des Postauto-Pioniers, der kurzerhand eingebürgert worden sei, als Staatsbetriebe wie die Post und das Militär zur Kundschaft zählten. FBW habe damals aber nur das Chassis und die Antriebseinheit produziert. Der komplette Aufbau stammte von Gangloff aus dem Bernbiet. «Zur Fertigstellung des Fahrzeugs sind die Chauffeure damals mit dem nackten Unterwagen cabriolett-

mässig nach Bern gefahren.» Beeindruckend war die Wendigkeit des 54 Jahre alten Fahrzeugs, das bis zur Ausmusterung im Bergpostbetrieb zwischen Chur und Tschiertschen im Einsatz gestanden hatte. Auf verschlungenen Nebenstrassen und Wegen führte Räber seine Passagiere von Mettmenstetten auf der linken Seite entlang der Autobahn über Eigi (bis 1983 mit Bahnwärter beim Bahnübergang) nach Dachlissen (mit Dachs-Tatzen im Wappen und seit 1981 mit eigener Ortstafel) und von dort über die Weiler Schüren (das früher eine Republik war), Grossholz (das auf einer Moräne steht), Paradies (mit dem einstigen Kurhotel und der tollen Aussicht) und Sternen wieder zurück nach Mettmenstetten. Im grosszügig verglasten Fahrzeug entstand der Eindruck einer veritablen Triumphfahrt. Das ohrenbetäubende Tüü-taa-too liess die vielen Menschen an der Strecke innehalten und freudig winken.

Ein Weiler feierte würdig und lud zum Kennenlernen 900 Jahre Mettmenstetten – «Rossau fiiret mit!» Der zu Mettmenstetten gehörende Weiler Rossau feierte im Rahmen von «900 Jahre Mettmenstetten» am Samstag mit vielen interessierten Gästen. ................................................... von urs e. kneubühl Fabelhafter könnte es nicht sein, das Wetter – just zu «Mättmi fiiret 900 Jahr und Rossau fiiret mit!» Die Sonne lacht von einem wolkenlosen Himmel und entsprechend präsentiert sich der Mettmenstetter Weiler auch weitestgehend im «Sonntagsgewand», wenn man so will: Man zeigt her, was man hat. Und das, so stellen viele neugierige Auswärtige, aber ebenso die interessierten Mettmenstetter überrascht oder verwundert fest, ist doch einiges. Der Durchfahrts-Weiler weiss an diesem Samstag nicht nur rund um den Dorfplatz mit Attraktionen und gehöriger Feststimmung zu glänzen, sondern genauso im Umkreis und den «Aussenquartieren». Die kleine historische Zeitreise, die einerseits im Rahmen von «Rossau fiiret mit» auf den geführten Dorfrundgängen, andererseits noch ausführlicher in gedruckter, broschierter Form erfahren werden kann, lässt lediglich einen Schluss zu: Nur Mangel an Fantasie oder an

Die einen (im Hintergrund) durchmassen Rossau auf den historischen Rundgängen zu Fuss, die anderen umrundeten den Weiler mit dem Oldtimer ... (Bild Urs E. Kneubühl)

Respekt könnte hier die widerspruchslose Anerkennung der Realität verhindern. Rossau birgt tatsächlich mehr, als gemeinhin bekannt. Wer die Siedlung strammen Fusses durchmisst, seinen Gang mal hierhin und mal dorthin, in anheimelnde Ecken und Winkel lenkt, der findet samt und sonders hübsche und lauschige Flecken, die lebens- und liebenswert sind und für menschliche Geselligkeit, für Gespräch und Umtrunk geradezu bereitstehen. Aber zurück zum Fest auf dem Dorfplatz und drum herum: Der Festbetrieb, musikalisch bereichert vom Musikverein Mettmenstetten, später auch von der Steelband Mettmenstetten, genauso der gesellige, kleine Markt, die Kutschen- und Oldtimerfahrten, Ponyreiten, Seifenkisten . . . sind ebenso Belege für das Bild vom rührigen, urig atmenden Weiler. Und der Besuch von Gewerbe sowie Institutionen mit «offenen Türen» – Werkund Wohnhaus zur Weid, Güetli, Marcel Müller innenausbau-masskuechen.ch, Malergeschäft Max Künzli, Keramikatelier im Rank, Wohlum und Bodycare Haller – runden diese Idylle gemeinhin noch ab. Fazit: «Rossau fiiret mit» vom vergangenen Samstag war eine ausgezeichnete Gelegenheit, den Mettmenstetter Aussenweiler so sympathisch, wie er eben ist, etwas näher kennenzulernen.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 24. Mai 2016

Geheimnisse aus dem «Chuchichäschtli» Die Fernsehköchin Annemarie Wildeisen zu Gast in der Bibliothek Knonau Ein Kochbuch bedeutet mehr als nur zu Papier gebrachte Rezepte. Die populäre Fernseh-Köchin Annemarie Wildeisen gab in der Bibliothek Knonau Einblicke in die Entstehung eines ihrer Kochbücher. ................................................... von martin mullis Die «Köchin der Nation» schilderte in der Bibliothek Knonau, wie ihre beliebten Rezepte zu einem Kochbuch verarbeitett werden. Wer wäre mehr berechtigt, die Entstehung eines Kochbuches zu beschreiben als Annemarie Wildeisen? Immerhin hat die bekannte Fernsehköchin bereits mehr als 40 Kochbücher geschrieben und ist Chefin eines eigentlichen Kochimperiums. Die Kochbuchautorin betreibt mit ihrem Ehemann sowie Tochter und Sohn ein Familienunternehmen, zu dem aber auch zwei junge Köche, eine Foodstylistin sowie ein Profifotograf gehören. In der Bibliothek in Knonau stand die populäre Fernsehköchin vor mindestens 30 Frauen und – immerhin – vier Männern und schilderte eloquent, wie sie mit ihrem Team ein Kochbuch erstellt. Ein kleines Kabelproblem mit dem Beamer überbrückte die quirlige Referentin elegant, indem sie kurzerhand ihren iPad mit den gespeicherten Bildern zwischen den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern zirkulieren liess. – Eine Kochanzeige

buchproduktion verlangt neben intensiven Recherchearbeiten auch Fantasie, Inspiration und auch ganze Berge von Geschirr. Der Prozess von der Idee bis zur Druckreife eines Buches durchläuft viele einzelne Vorgänge bis dann endlich in einer spezialisierten Grossdruckerei das fertige Produkt entsteht. Vielfach entwickelt Annemarie Wildeisen ihre Rezepte auch am Schreibtisch, hat sie doch Gerüche und Geschmack von vielen Lebensmitteln unwiderruflich in Nase und Gaumen gespeichert. Die Kochanweisungen müssen dann selbstverständlich auch in der Küche wirklich zubereitet und allenfalls geändert, verfeinert und erprobt werden. Jedes Rezept im Kochbuch wird mindestens zweimal und wenn immer möglich von zwei verschiedenen Köchen gekocht. Persönlich findet Annemarie Wildeisen die italienische Küche spannend und liebt deshalb auch die leichte mediterrane Küche sehr. Auf die Frage der Bibliothekarin Corinne Meier, ob das Menü bei Wildeisens zu Hause gelegentlich auch einmal nur aus Brot und Käse bestehe, lacht sie schallend. «Aber klar doch», meint die Kochbuchautorin und fügt an, dass dabei sicher auch ein Glas guten Rotweins nicht fehlen dürfe. Bevor das Bibliotheksteam die Gäste zu einem Apéro einlud, welcher selbstredend aus «Wildeisen»-Rezeptbüchern kreiert war, stand Annemarie Wildeisen für Fragen aus dem Zuhörerkreis zur Verfügung.

Ein Kochbuch ist mehr als eine Sammlung von Rezepten: Annemarie Wildeisen in der Knonauer Bibliothek. (Bild Martin Mullis)


Forum

Dienstag, 24. Mai 2016

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FDP Bezirkspartei: «Was beschäftigt die Menschen im Knonauer Amt?» Die Mitgliederversammlung der FDP Bezirkspartei Affoltern am Albis genehmigte am 19. Mai 2016 sämtliche statutarischen Geschäfte. In seinem Rück- und Ausblick würdigte Präsident Olivier Hofmann, Kantonsrat, insbesondere die Erfolge der FDP bei den Kantons-, Regierungs-, Nationalund Ständeratswahlen 2015. Er dankte allen Beteiligten herzlich und kündigte an, nach acht Jahren das Bezirksparteipräsidium abzugeben (Interview im «Anzeiger» vom 20. Mai). Vorgängig zur Versammlung führte Thuri Küng, Inhaber und Geschäftsführer des Gartencenters Guggenbühl in Bonstetten, hinter die Kulissen des rund 70 Mitarbeitende beschäftigenden Unternehmens. Die Teilnehmenden waren beeindruckt von der Vielfalt der Eigenproduktion, der Breite des gesamten Sortiments, der umfangreichen Massnahmen zum sparsamen Einsatz von Wasser und den Energieträgern Elektrizität und Erdöl sowie der kapitalintensiven Infrastruktur. Präsident Olivier Hofmann legte dann den Fokus seiner Ausführungen auf die Zusammenfassung der Ergebnisse, zusammen mit Karolin Drack, welche mit Martin Kägi zu einem parteiinternen Workshop eingeladen hat

zum Thema «Was beschäftigt die Menschen im Knonauer Amt?». Die Teilnehmenden des Workshops befassten sich mit sechs «Personas». Diese repräsentieren Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks Affoltern unter Berücksichtigung von Geschlecht, Alter, Ausbildung/beruflicher Tätigkeit, Einkommenssituation und Haushaltgrösse so, wie sie im Bezirk statistisch vertreten sind. Auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr, ob direkt mit der Bahn erschlossen oder via Bus, wurde bedacht. Kantonale und nationale, öffentlich zugängliche Statistiken bildeten die Grundlage dazu. Anhand dieser fiktiven «Personas» wurden dann in mehreren Gruppen deren Wünsche und Ziele sowie möglichen Ängste und Befürchtungen herausgearbeitet. Das Ergebnis sind 15 Themen, welche die Menschen im Knonauer Amt mutmasslich beschäftigen. Zuoberst auf der Liste stehen die Themen Verkehr und Infrastruktur, Leben und Wohnen im Alter, Wohnen und Arbeiten im Bezirk sowie Schulen. Auf der Basis dieser Erkenntnisse wird der Vorstand der Bezirkspartei in den kommenden Monaten weiterarbeiten. www.fdp-knonaueramt.ch.

Bezirksparteipräsident Oliver Hofmann (hinten) würdigt in seinem Jahresbericht die Wahlerfolge der FDP. (Bild zvg.)

Die Anklage richtet sich gegen den Für eine Staat Israel, nicht gegen Juden Gesprächskultur Gibt es auch christliche Solidarität, Leserbrief im «Anzeiger» vom 18. Mai. In seinem auf die Veranstaltung vom 12. Mai 2015 folgenden Leserbrief, benutzt Herr von Arx einen sehr aufgeladenen Begriff, den Begriff Jude. Er schreibt in seinem Artikel, es gehe dem Heks darum, «Juden zu verdächtigen, Juden die Schuld zu geben, und sie zu stigmatisieren». Ich selber darf mich auch zu den Besuchern dieser Vernissage zählen und bin überrascht über diese Aussage. Die Berichte und in dem Sinne die Anklage, dass die Menschenrechte nicht immer eingehalten werden, richtet sich nicht gegen Juden, sondern gegen Israel. Was ist nun der Unterschied? Das eine ist ein Staat das andere eine Religion.

Heks trägt wesentlich zur Entspannung bei Da die Wehrpflicht in Israel für alle Staatsbürger Pflicht ist, besteht das israelische Militär folglich aus israelischen Staatsbürgern und nicht aus Juden. Die Anklage richtet sich an eine politische Institution, namentlich den Staat Israel und nicht an die jüdische Religion, deren Mitglieder schliesslich auch andere Nationalitäten haben können und folglich nichts mit dieser Anklage zu tun haben. Ich glaube, es

ist weder dem Verständnis noch der Lösung des Konflikts förderlich, religiöse Begriffe mit politischen Institutionen oder Nationalitäten zu verbinden. Schliesslich ist es unter anderem genau die heterogene ethnische und religiöse Mischung der Bevölkerung des Nahen Ostens, die es den dortigen Staaten so schwer macht. Ich glaube aber, dass Organisationen wie das Heks wesentlich zur Entspannung von Konfliktregionen beitragen kann.

Bitter nötige Kritik Die Anschuldigung, das Heks habe das Ziel, «den Staat Israel zu delegitimieren» hat mich verwundert. Wie im Inputreferat von Andreas Kressler ausdrücklich betont wurde, akzeptiert das Heks Israel als souveränen Staat in den Grenzen von 1967, genauso wie es die Schweiz laut EDA tut. Nun besetzt Israel als souveräner Staat jedoch einen grossen Teil des Westjordanlandes, Gebiete die weit über die, von der UN anerkannten, Grenzen von 1967 hinausgehen. Ob man nun findet, dass Israel ein Recht auf dieses Land hat oder nicht – Tatsache ist, dass der Staat Israel diese Gebiete kontrolliert. Das Heks kritisiert nun mit den Berichten ihrer Menschenrechtsbeobachter die Verwaltungsmethoden und die Behandlung der dort ansässigen palästinensischen Bevölkerung durch das

israelische Militär. Und es ist, den eindrücklichen Schilderungen von Dr. Sumaya Farhat Naser zufolge, eine bitter benötigte Kritik. Wo genau dabei ein Delegitimationsversuch stattfindet, ist mir nicht ganz klar, da Israel als Staat schliesslich akzeptiert und als solcher auch kitisiert werden kann und soll, wie jeder andere Staat auch. Ausserdem bezeichnet Herr von Arx in seinem Leserbrief Israel als «die einzige rechtsstaatliche Demokratie im Nahen Osten». Dem würde ich gerne widersprechen, denn auch der Libanon ist seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1943, also bereits vor der Gründung des Staates Israels demokratisch. Ich danke Pfarrerin Bettina Bartels für die Organisation dieser ausgewogenen Veranstaltungsreihe. Souraya Hamad, Aeugst Verwendete Quellen: http://www.bpb.de/apuz/31149/diereligionsgemeinschaften-im-libanon http://www.dandc.eu/de/article/libanon-ist-eine-

regelmässig die einzelnen Projekte in den Ländern für die sie zuständig sind, zusammen mit den dort lebenden Mitarbeitern, um die Entwicklungsarbeit zu begleiten.

Warum nicht sich selber ein Bild machen? Diese Reisen sind recht strapaziös, denn man arbeitet dort, wo Not, Elend und Verzweiflung gross sind, wo Hilfe dringend nötig ist. Es war für mich das erste Mal, dass ich mit Elend in sol-

daran zweifle, dass man den Text durchschaut, bleibt doch die Sorge, dass er die Angst verstärkt: Jeder, der sich diesem Thema nähere, müsse sich unweigerlich die Finger verbrennen. Warum sollen wir uns diesem Denkverbot unterziehen? Dürfen wir uns nicht ein Bild verschaffen und nachher eine Meinung bilden? Die Veranstaltungsreihe der reformierten Kirche ist so ausgewogen wie irgend möglich und lässt Menschen verschiedener Haltung zu Wort kommen. Da ist wirklich keine falsche Information zu befürchten. Die Begegnungen, Lektüren, Filme lassen uns die Thematik rundum betrachten. Lesen wir das Programm, nehmen wir die Gelegenheit wahr und lassen uns nicht einschüchtern von Leuten, die von weither kommen, um am Eingang Zettel zu verteilen, welche jede Hilfe an Palästina verteufeln. Das ist keine christliche, keine mitmenschliche Haltung. Pia Holenstein, Affoltern

parlamentarische-demokratie-mit-starkkonfessionellen-zuegen http://embassies.gov.il/berlin/ConsularServices/ Pages/arrangements-of-military-service.aspx https://www.heks.ch/themen/konfliktbearbeitung/

Die CVP empfiehlt

palaestinaisrael/ https://www.eda.admin.ch/countries/israel/de/

Eidgenössische Vorlagen

home/vertretungen/botschaft/konflikt-im-nahenosten-haltung-der-schweiz.html

Frontalangriff auf das Heks Mit Erstaunen habe ich im «Anzeiger» vom 18. Mai den Leserbrief «Gibt es auch christliche Solidarität?» gelesen. Der Inhalt bedeutet einen Frontalangriff auf das Heks (Hilfswerk der evangelischen Kirchen der Schweiz). Ich kenne die Arbeit dieses Hilfswerks in einem ganz anderen Licht. Ich habe mehrmals Heks-Mitarbeiter auf Projektreisen begleitet, weil ich wissen wollte, was mit unseren Spendengeldern gemacht wird. Auf diesen Reisen besuchen die schweizerischen Projektleiter des Hilfswerks

Es ist für mich völlig unbegreiflich, warum und mit welchen massiven Mitteln jegliche Veranstaltung verhindert werden soll, welche sich mit der Thematik Israel und Palästina befasst. Ein Beispiel ist der Leserbrief des rührigen Herrn von Arx, der sich immer zu Wort meldet, wenn der kleinste Hinweis auf Palästina fällt. Der Schreiber kann aufzählen, wer in den letzten 6 Jahren über die Situation berichtet habe, nennt uns mit vollem Namen und unterstellt uns alle möglichen dunklen Absichten. Anschliessend beschimpft er wie immer das Heks, welches eine Menschenrechtsmission im Land und der Zivilbevölkerun des Westjordanlandes stützt. Das ist Stimmungsmache gegen alle, welche Berichte über die Situation in Palästina und Hilfe anbieten. Die giftige Anklage gipfelt in der Aufforderung, man solle die organisierende Veranstalterin Frau Pfarrerin Bartels zur Rede stellen. Das ist wirklich ein planvoller, übler Aufwiegelungsversuch. Auch wenn ich nicht

chen Ausmassen konfrontiert wurde. Die Heks-Leute begegneten den Betroffenen auf Augenhöhe und versuchten mit ihnen zusammen an Lösungen zu arbeiten. Alles Leiden wurde ernstgenommen, und nicht zuerst nach Religionszugehörigkeit gefragt. Das ist echt christlich, scheint mir. Von hier im sicheren Säuliamt aus die Situationen zu beurteilen ist nicht einfach. Warum nicht hingehen und sich selbst ein Bild machen? Antoinette Leisinger, Hausen

Volksinitiative «Pro Service public»: Service public ist jetzt sehr gut. Der geforderte Weg ist untauglich und kontraproduktiv. Die CVP empfiehlt: Nein. Volksinitiative «für ein bedingungsloses Grundeinkommen»: Trotz Roboter, muss die Gesellschaft die Aufgaben lösen, dass sinnvolle und selbstbestimmte Tätigkeiten möglich sind. Zu grosses Risiko, Wert der Arbeit und die Finanzierung bedingungsloser Grundeinkommen. Nein. Volksinitiative «Für eine faire Verkehrsfinanzierung»: Anfänglich floss der Benzinzoll in die Bundeskasse, alles Aufgaben des Bundes. Seit 1983 50 Prozent für die Finanzierung den Strassenverkehr. Die rund 1,5 Milliarden Franken, die für die Strassenbeiträge verwendet würden, fehlen in der

Bundeskasse. Die jetzige Aufteilung ist sinnvoll, darum Nein. «Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG)»: Freier Entscheid nach eingehender Beratung jedes betroffenen Paares. Die Untersuchung auf Erbkrankheit kann früher erfolgen. Die Durchführung in der Schweiz ermöglichen. Ja Änderung des Asylgesetzes (AsylG)»: Das neue System reduziert die Kosten. Die beschleunigten Verfahren sind nur mit Rechtsvertretung möglich. Im Testbetrieb in Zürich hat dies positive Ergebnisse erbracht. Ja

Kantonale Vorlagen «Wählbarkeit von Bezirksrichterinnen und Bezirksrichtern»: Das Laienrichtertum ist nicht mehr zeitgemäss. Professionelle Ausübung des Richterberufes wird verlangt: Ja. CVP Bezirk


Gewerbe/Dienstleistungen

Flitzer basteln

«Mamma Mia!»

Am Pinewood-Derby zählen neben Schnelligkeit auch Originalität und Beliebtheit. > Seite 15

Der «VocalCord» aus Bonstetten bringt das Abba-Musical gekonnt auf die Bühne. > Seite 17

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Im Halbfinale Auch im fünften Boulder-Weltcup der Saison hält Petra Klingler mit der Weltspitze mit. > Seite 20

Der LED-Lichttechnik gehört die Zukunft Noserlight in Zwillikon hat sich am Schweizer Markt als Anbieter einen Platz sichern können Noserlight ist mit LED-Lichttechnologie gut unterwegs. Diese ist effizienter und energiearmer als herkömmliche Glühlampen, aber auch Spannungsschwankungen im Netz ausgesetzt. Deshalb hat das Zwilliker Unternehmen für Endkunden einen kleinen Ratgeber herausgegeben. Die Lichtbranche befindet sich im Umbruch. Herkömmliche Glühlampen sind bald Geschichte, müssen bis Ende 2016 durch effizientere Leuchtmittel ersetzt werden. Dieser Technik folgten die effizienteren Halogen-Lampen, dann die Sparlampen, die jedoch giftig und deshalb ohne Zukunft sind. Die heute gängige LED-Lichttechnik ist schon seit den 50er-Jahren bekannt; rotes und grünes LED-Licht fand sich etwa in Kraftwerken an Anzeigetafeln. Ein Japaner, der später mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, erfand schliesslich das weisse LED-Licht. Licht wird mit vollelektronischen Elementen produziert, die – anders als der Wolfram-Draht in Glühlampen – keine Wärme erzeugen. Die LED-Technik ist also eine völlig andere als jene der Glühlampen, aber auch heikler. «Sie sind viel störungsanfälliger bezüglich Spannungsschwankungen und Überspannungen, die im Netz immer wieder vorkommen. Neue Leis-

tungsangaben – Lumen statt Watt verunsichern unsere Endkunden. Wir haben deshalb einen kleinen Ratgeber für den Lampenverkauf entwickelt, der in verständlicher Form daherkommt», sagt Regula Noser, CEO von Noserlight.

Erfolg dank LED Die Zukunft gehört eindeutig der LED-Technik, die keine giftigen Abfallstoffe und keine UV-Strahlung kennt und sich durch lange Lebensdauer und verblüffende Anwendungsmöglichkeiten auszeichnet. «LED ist eindeutig unser Schwerpunkt, auch wenn wir noch Halogenlampen führen – soweit diese noch zugelassen sind», hält Regula Noser fest und fügt bei: «Die LED-Entwicklungen werden uns in den nächsten zehn Jahren beschäftigen. Noserlight blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Die deutliche Ertragssteigerung verdankt die Firma vor allem der neuen Lichttechnologie LED. Insgesamt sei die Beleuchtungsindustrie auf Kurs, die grossen Player wie Osram, Philips, Sylvania aber stark unter Druck. So sei Philips daran, die Lichtsparte abzutrennen und gehe an die Börse. Mit Osram passiere Ähnliches, und Sylvania sei bereits von chinesischen Investoren übernommen worden. Die europäischen Anbieter seien von der

Noserlight setzt auf LED-Lichttechnologie. Das Verkaufsteam im Ausstellungsraum, von links: Abiram, Michele, Trudi Noser, Filipe und Mike. (Bild Werner Schneiter) dynamischen Entwicklung überrollt worden, sagt Regula Noser. Ihre Firma, die diese Entwicklung schon lange prognostiziert hat, hat sich im Schweizer Markt als LED-Anbieter einen Platz sichern können. «Zusammen mit unse-

ren Herstellerpartnern bieten wir hohe Qualität, ein breites Sortiment und marktkonforme Preise an», fügt die Geschäftsführerin bei. Noserlight ist in den ersten vier Monaten dieses Jahres gut gestartet

und hat gute Aussichten, die Erfolgskurve zu halten. Um Lagerkapazität und Lieferbereitschaft zu erhöhen, realisiert das Zwilliker Unternehmen derzeit eine weitere Lagerhalle. (-ter.)

Einen eigenen Solarkocher bauen!

Kalorien abbauen

Workshop in der sommer holzwerkstatt in Rifferswil

Aqua-Fitness-Body-Shaping in Wettswil

Zusammen mit dem Verein Ades (www.adesolaire.org) führt die sommer holzwerkstatt gmbh in Rifferswil einen Workshop durch. In einer Gruppe von zirka acht Personen kann alleine, zusammen mit einem Kind oder einer anderen Person ein eigener Solarkocher hergestellt werden.

Aqua-Fitnes-Body-Shaping ist Power im Wasser. Eine halbe Stunde Aqua-Training kostet bis zu 400 Kalorien. Nach den Sommerferien beginnen Kurse im Hallenbad von Wettswil.

Die einzelnen Teile sind vorgefertigt, damit in der gut ausgerüsteten Schreinerei und mithilfe der Fachleute der erfolgreiche Zusammenbau eines Kochers gewährleistet ist. Während dem Werken wird eine Ades-Gruppe draussen (Voraussetzung sonniges Wetter) das Mittagessen zubereiten. So können gleich auch die ersten Kochanleitungen praktisch mit auf den Weg gegeben werden. Der Workshop findet statt: Samstag, 11. Juni, 9 bis 17 Uhr in der Schreinerei der sommer holzwerkstatt an der Hauptikerstrasse 15 in Rifferswil. Kosten: Unkostenbeitrag von 30 Franken pro Person für Essen und Getränke (vor Ort zu bezahlen) sowie die Kosten des Bausatzes ab 470 Franken. Anmeldeschluss ist der 1. Juni 2016. Der Reinerlös der Solarkocher kommt vollumfänglich dem Verein Ades zugute, welcher seit über zehn Jahren in Madagaskar tätig ist.

Inhaber Daniel Sommer (schwarzes T-Shirt) zeigt, wie ein Solarkocher gebaut wird. (Bild zvg.) Interessierte finden detaillierte Informationen unter www.sommerholz.ch oder www.adesolaire.org/de/ aktuell/anlaesse.html. Dort sind auch genaue Angaben zu den Solarkocher-

Bausätzen zu finden. Wer lieber mündliche Informationen möchte, kommt in der sommer holzwerkstatt vorbei oder ruft an unter Telefon 044 764 17 77. (pd.)

laufenden Stand und mit den neusten Trends vertraut. Der Kurs nach den Sommerferien richtet sich an Personen, welche zum einen Trainingseinheiten im Wasser suchen, und auch entsprechend gefordert werden möchten. Frauen wie auch Männer sind dazu herzlich willkommen. Dieses Training ist sehr gelenkschonend, gerade auch nach einer Verletzung. Intensität kann grundsätzlich selber eingeteilt werden, wobei Margrit Hard darauf achtet, dass die Kursteilnehmenden auch entsprechend gefordert werden. Fetzige Musik und dazu passende Geräte werden entsprechend zum Thema der Lektion angeboten. (pd.)

Die erfahrene Aqua-Fitness-Trainerin Margrit Hard bietet Kurse an: ab 23. August bis 20. Dezember 2016, jeweils am Dienstagabend von 20.10 bis 21 Uhr in Wettswil, und in Ottenbach jeweils am Donnerstagabend von 20 bis 20.45 Uhr (20.45 bis 21.30 Uhr bei Interesse wieder möglich) sowie am Freitag von 20.20 bis 21.05 Uhr. Margrit Hard ist diplomierte Aqua-Fitness-, Aerobic- sowie Gymnastik-Instruktorin und kennt sich aus mit Training an Land wie auch im Informationen zu den einzelnen Kursen, wie Preise Wasser. Zudem verfügt sie über eine und Daten finden sich direkt auf der Website: Ausbildung in Sport- und Ernährungs- www.margrit-hard.ch therapie. Sie leitete auch Kurse und Weiterbildungen für die EAA (European Aquatic Association). Durch die jahrelange Erfahrung von (seit 1993 auch im Ottenbacher Hallenbad) über 22 WochenLektionen und durch die laufenden Weiterbildungen ist sie auf dem Power-Training im Wasser fördert den Kalorienabbau. (zvg.)


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Vermischtes

Dienstag, 24. Mai 2016

500 Franken für eine Schulreise

«Nicht von dieser Welt» Unterämtler Firmanden werben mit Plakat für ihren grossen Tag Dušan Blaško (39), katholischer Religionslehrer in Bonstetten, Wettswil, Stallikon war schon immer fasziniert von «Billboards»-Werbeflächen, die auf einem knappen Raum eine tiefgründige Botschaft zu vermitteln versuchen. Mit der diesjährigen Firm-Kampagne «Nicht von dieser Welt» betritt er Neuland. Der Hintergrund des ca. 1,3 mal 2,7 Meter grossen Plakats bildet eine Echtaufnahme der Bahnhof-Unterführung in Bonstetten-Wettswil. Mit ihrer Geschäftigkeit, Hektik und ihrem Stress stellt sie symbolisch «diese Welt» dar. Von diesem dunklen, gar düsteren Hintergrund hebt sich die helle Figur eines Firmanden ab, stellvertretend für die 39 17- bis 18-jährigen Jugendli-

Dieses Plakat macht auf den grossen Tag der Firmanden aufmerksam. (Bild zvg.) chen, die dieses Jahr in Bonstetten gefirmt werden. Ein Lichtstrahl, der seine ganze Person ins Licht hüllt und den Glauben versinnbildlicht, führt ihm direkt ins Ohr. «Der Glaube gründet im Hören, das Hören aber im Wort Christi», so schreibt der Apostel Paulus

an die Gemeinde von Rom im Jahre 57/58 n. Chr. (vgl. Kap. 10, Vers 17). So wird auch der Firmand, der sich im Sakrament der Firmung aus freien Stücken erneut zu eigener Taufe bekennt, in ein neues Licht gehüllt, er wird zum «Erleuchteten», der die Welt

mit neuen Augen zu sehen beginnt; zwar in dieser Welt weiterhin leben muss, seine ultimative Bestimmung jedoch «Nicht von dieser Welt» hat. Das Plakat mit dem diesjährigen Firm-Motto «Nicht von dieser Welt», das aus einem Satz im Johannesevangelium (Kap. 18, Vers 36) abgeleitet ist (dort spricht Jesus vor Pilatus von seinem Königtum, das «nicht von dieser Welt» ist), ist am Bahnhof in Bonstetten-Wettswil in mehrfacher Ausführung zirka drei Wochen lang zu sehen, wie auch an zwei weiteren Standorten in Wettswil und Stallikon. Es erfüllt keine kommerziellen Zwecke oder Erwartungen. Es will lediglich auf die pfarreiliche Jugendarbeit aufmerksam machen und zum Firm-Gottesdienst vom 11. Juni, 15 Uhr, in die neue Kirche St. Mauritius in Bonstetten einladen. (pd.)

Holz macht glücklich: Der «Schreiner HappyDay» Tag der offenen Türen bei der Schreinerei Arthur Girardi AG in Hedingen Der seit über 90 Jahren bestehende Handwerksbetrieb in Hedingen öffnete seine Türen. Viele Besucher nutzten letzten Samstag die Gelegenheit, Blicke hinter die Kulissen einer Schreinerei zu werfen.

unzähligen Besucher, welche die Schreinerei in Hedingen besuchten. Sie hatten Gelegenheit, das Schreinerhandwerk einmal aus nächster Nähe zu besichtigen. Der Einblick in die Produktion der Schreinerei Arthur Girardi AG umfasste jedoch weit mehr als nur die Bearbeitung von Holz.

................................................... von martin mullis

Modernste Produktionswerkstätten

Noch heute sind bei vielen Schreinereien Tafeln mit dem Slogan «Der Schreiner der Macher» zu sehen. Spätestens seit dem letzten Samstag ist klar, was genau der Schreiner macht, er macht glücklich, denn die Schreiner nannten den Tag der offenen Tür «Schreiner Happy Day». Schweizweit gewährten mehr als 300 Schreinereien Einblick in ihre Betriebe. Der Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten startete diese Aktion zusammen mit der beliebten TVSendung «Happy Day» und Röbi Koller war auch in einigen Werkstätten anwesend, um Autogramme zu verteilen. Durchaus happy waren aber auch die

Neben der Herstellung von Möbeln gehören natürlich auch die Sparten Küchen, Badezimmer und Innenausbau sowie die Planung dieser Einrichtungen zum Angebot der Handwerkerfirma in Hedingen. Der Familienbetrieb beschäftigt insgesamt 30 Mitarbeiter und wird von Schreinermeister Rico Girardi, seiner Frau Vreni und seinem Bruder Marco geführt. Die Girardis durften am Samstag einen wahren Besucherstrom herzlich willkommen heissen. Den Gästen wurde ein lehrreicher und unterhaltsamer Rundgang durch ihre Werkstätten und Ausstellungsräume geboten. Die Werkstätten sind mit modernsten Maschinen ausgestattet, so beeindruckte das

Marco (links) Vreni und Rico Girardi vor einer hochmodernen Produktionsmaschine. (Bild Martin Mullis)

Mehr als 2600 Schulklassen aus allen Landesteilen haben am Wettbewerb Experiment Nichtrauchen mitgemacht. Unter den hundert Klassen, die je einen Reisegutschein gewonnen haben, ist auch die S1Aa der Sek. Mättmi. Sechs Monate lang weder Tabak rauchen, noch schnupfen oder kauen – dazu haben sich 2610 Klassen verpflichtet. 77 Prozent schlossen das Experiment Nichtrauchen erfolgreich ab und nahmen an der Verlosung von hundert Gutscheinen für eine Schulreise teil. Darunter auch die Klasse S1Aa von Karin Niklaus an der Sek. Mättmi. Ihr verdienter Lohn: ein Reisegutschein im Wert von 500 Franken. Experiment Nichtrauchen bestärkt Jugendliche in ihrer Absicht, rauchfrei zu bleiben oder mit dem Einstieg in den Tabakkonsum noch zu warten. Dazu werden den Lehrpersonen Unterrichtshilfen zur Verfügung gestellt, um eine kritische Haltung gegenüber dem Tabakkonsum zu fördern. Denn für die Tabakprävention ist schon viel gewonnen, wenn es gelingt, dass Jugendliche das erste Ausprobieren einer Zigarette möglichst weit hinausschieben. Dies belegt eine repräsentative Studie aus Kanada bei 14- bis 17jährigen Schülerinnen und Schülern. Verschob sich das Alter der ersten Zigarette um ein Jahr, so sank das Risiko um 24 Prozent, zum Zeitpunkt der Umfrage bereits zu rauchen. Je später Jugendliche zu rauchen beginnen, desto grösser ist ihre Chance, bald wieder von der Zigarette loszukommen. Experiment Nichtrauchen richtet sich an alle Klassen der 6. bis 9. (Harmos-Zählung 8. bis 11.) Schulstufe. Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz führt den Wettbewerb zusammen mit den kantonalen Tabak- und Suchtpräventionsstellen sowie den kantonalen Krebs- und Lungenligen durch. Experiment Nichtrauchen wird vom Tabakpräventionsfonds finanziert. Für das Schuljahr 2016/17 können sich Klassen ab September unter www.experiment-nichtrauchen.ch oder auf dem Postweg anmelden.

gut eine halbe Million teure Bohr- und Fräszentrum die technisch interessierten Besucher. Die Schreinerei Arthur Girardi AG bietet eine umfassende Palette an Produkten und Dienstleistungen rund um die Begriffe Küche, Bad und Möbel. Die Firma konzentriert

sich vor allem auf Privatkunden und erfüllt gerne auch individuelle Wünsche. Bei einem Rundgang durch die Produktionsräume hielt Firmenchef Rico Girardi fest, dass er bereits einige sehr gute Gespräche mit potenziellen Kunden führen durfte.

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Fussball-Fans im QuicklineGebiet dürfen sich freuen. «SRF zwei» überträgt einzelne Spiele der Europameisterschaft erstmals in UHD-Qualität.

Tag der offenen Tür bei KDS, Knonau

Im Kabelnetzgebiet von Quickline – und damit im gesamten Glasfaserkabelnetz der WWZ – kommen alle Haushalte in den UHD-Genuss, flächendeckend. In UHD/4K werden das Eröffnungsspiel sowie alle Partien ab dem Viertelfinal übertragen. Voraussetzung für den Empfang der superscharfen Bilder ist, dass das TV-Gerät UHD-tauglich und direkt an der Kabeldose angeschlossen ist. UHD bietet eine Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln. Dies entspricht dem vierfachen der aktuellen Full-HD-Fernseher. Der 4K-Standard bietet 4096 x 2160 Pixel. Nicolas Perrenoud, CEO Quickline-Gruppe: «Dank unserer überlegenen Glasfaserkabelnetz-Technologie ist es im Quickline-Gebiet flächendeckend möglich, das UHD-Signal in jeden Haushalt zu übertragen.» Die Übertragungen der EM-Spiele sind erste Tests der Programmanbieter. Bis das gesamte TV-Programm in UHD/4K übertragen wird, dauert es noch längere Zeit, ähnlich wie damals der Wechsel von Standard-Definition zu HighDefinition. Quickline wird im zweiten Semester 2016 eine neue TV-Plattform lancieren. (pd.)

Einfallsreiche Schreinerarbeiten, ästhetische Innenausstattungen von Liften, Wohn- und Geschäftsräumen sowie Hotels und Restaurants sind die Domäne der Kreativ Design und Schreinerei (KDS) AG in Knonau. Am Tag der offenen Tür gab es entsprechenden Einblick. Hier wird mit Leidenschaft gesägt, gehobelt, gefräst und gestaltet – vor allem mit Holz. Die KDS AG, Kreativ-Design und Schreinerei, an der Hasentalstrasse 14, Knonau, hat allerdings in den vergangenen Jahren auch viele andere Materialien in den modernen Innenausbau integriert und ihr Knowhow und den Maschinenpark immer auf dem neuesten Stand gehalten, wie Inhaberin Judith Kall anlässlich des Tages der offenen Tür vom vergangenen Samstag ausführte. Der Fachbetrieb im Knonauer Industriegebiet an der Grenze zum Kanton Zug war damit einer von über 300 Schreinerei- und

Möbelfabrikanten-Betrieben der Schweiz, die zum «Schreiner-HappyDay» des VSSM luden. Im Bezirk Affoltern machten, neben KDS, auch die Arthur Girardi AG, Hedingen, und die Forma Design Gmbh, Obfelden, mit.

Mit CNC, Leim und Geschick zum Holzwürfel Nein, am Samstag schritt man bei der Besichtigung der KDS-Produktionsstätte nicht über Sägemehl und es roch auch nicht nach Holz oder Leim. Die Werkstätten, in denen ansonsten ästhetische Innenausstattungen von Liften, ebenso von Wohn- und Geschäftsräumen sowie von Hotels und Restaurants kreiert und gefertigt werden, waren piccobello aufgeräumt. Gleichzeitig liessen sie aber auch einen vertieften Einblick in das Schreinerhandwerk zu. Im computergesteuerten CNC-Bearbeitungszentrum wurde das Grundelement für einen Holzwürfel, der als Schreibutensilienhalter dienen kann, automatisch aus einem

dünnen Holzbrett gefräst und so weit vorbereitet, dass Besucher schliesslich mit etwas Geschick und wenig Leim den Würfel fertigstellen konnten. Und während den geführten Rundgängen wurden die wissbegierigen Besucher über die einzelnen Fertigungsstationen und Maschinen informiert, zudem erfuhren sie Interessantes zum Schreinerberuf sowie über die KDS AG, die seit 20 Jahren für kreative wie qualitativ hohe Qualität steht. Infos: www.kdsag.ch.

Ein angehender Schreinerlehrling montiert unter Anleitung mit Leim und Geschick einen Würfel aus Holz. (Bild zvg.)


Veranstaltungen

Dienstag, 24. Mai 2016

Sommerfest am Türlersee

Schnell und originell

Die «Vielsaiter» aus dem Allgäu im Festzelt des Restaurants Erpel

Pinewood-Derby: Jetzt Flitzer basteln

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Am Pinewood-Derby werden die schnellsten, originellsten und beliebtesten selbstgebastelten Flitzer gekürt. Bausätze gibt es im Kinderkleiderladen «Rockzwergä», zum Basteln steht der Werkraum des Schulhauses Wolfetsloh zur Verfügung.

Die «Vielsaiter» unterhalten mit Humor und eigener Musik von Oberkrainer bis hin zu modernen Charts. (Bild zvg.)

Zum Jubiläum 30 Jahre Erpel kommen am Samstag, 4. Juni, die «Vielsaiter» aus dem Allgäu ins Festzelt beim Restaurant Erpel am Türlersee. Die vier spielen seit 2010 zusammen: Florian auf der Steirischen Harmonika, Sebastian auf dem E-Bass, Pirmin auf der Gitarre und Michi am Flügel-

horn. Da alle mindestens ein Zweitinstrument spielen oder auch singen, ist der Bandname «Vielsaiter» gegeben. Mittlerweile hat sich die Truppe einen Namen im süddeutschen Raum gemacht. Mit eigener Musik von Oberkrainer bis hin zu modernen Charts spielen sie alles – und dies mit viel Witz und Humor! Nach 30 Jahren nehmen sich Regula und Richard Studer mit dem

«Erpel»-Team Zeit, das Jubiläum mit den treuen Gästen, lieben Freunden und loyalen Mitarbeitenden (auch ehemaligen) zu feiern. Dazu gibts Bier, Weisswürste, Pouletschenkel, Bratwürste vom Grill und vieles mehr. (pd.) Sommerfest am Türlersee, Samstag, 4. Juni, beim Restaurant Erpel, Tel. 044 764 07 71. Ab 17 Uhr Jubiläums-Apéro mit Häppchen offeriert, ab 19 Uhr Musik im Festzelt.

Etwas für die ganze Familie Vielfältiges Angebot der ref. Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil Kommendes Wochenende wartet die Kirchgemeinde StallikonWettswil gleich mit mehreren attraktiven Angeboten auf: Am Freitagabend ein Konzert, am Samstagmorgen feiern die Kleinsten und am Sonntagabend findet ein weiterer HeartbeatGottesdienst statt, diesmal mit der Liedermacherin und Kindergärtnerin Maja Roessler. Klassik trifft Swing, Tango, Klezmer und Canzoni Italiane – am Freitag, 27. Mai, spielen Don & Giovannis in der Kirche Wettswil. Die virtuosen Musiker erfreuen die Ohren der Musikliebhaber. Es ist alles dabei: Romantik wie in alten neapolitanischen Liedern, italienischer Swing à la Adriano Celentano, Tarantellas und sehnsüchtige Tangos. Musik zwischen Sonnenuntergang am Meer und verträumten Bars im Schatten des Rio de la Plata. Das Projekt ist eine musikalische Hochzeit, die zwischen Tradition und Moderne schaukelt, aber mit einem witzigen und überraschenden Resultat endet. Ein Klangerlebnis, das völlig vertraut und angenehm wirkt und gleichzeitig originell ist. Die Musiker selbst verorten sich in einer Nische, wo sie Opernarien bzw. klassische Stücke neu arrangieren und mit weltmusikalischen Stilen wie Swing, Tango, Klezmer, Balkanpop oder Canzoni Italiane verbinden. Die Gruppe wurde 2012 gegründet und kann bereits auf viele wichtige Auftritte wie zum Beispiel beim Brun-

Basteln im Werkraum Wolfetsloh Vor und nach den Durchläufen sorgt ein attraktives Spiel- und Spassprogramm für Kurzweil und Abwechslung: Nebst einer Kindereisenbahn wird erneut das beliebte Fallbrett aufgestellt, und viele weitere Spiele laden zum Mitmachen ein. Neu können die Kinder auch einen Flohmarkt im

Welcher Flitzer gewinnt? (Archivbild) Sinne einer Tauschbörse betreiben. Auch für das kulinarische Wohl wird mit einer Gartenbeiz gesorgt. Willkommen sind also alle, egal, ob sie nun mit einem Rennauto an den Start gehen oder das spannende Geschehen als Zuschauer verfolgen. Die Bausätze können für acht Franken pro Stück bezogen werden beim Kinderkleiderladen «Rockzwergä», Im Heumoos 11, beim Coop Bonstetten. Erneut stellt die Primarschule Wettswil den Werkraum des Schulhauses Wolfetsloh zur Verfügung, wo an zwei Abenden die Fahrzeuge hergestellt und Tipps und Tricks ausgetauscht werden können. Dem Publikum steht diese Möglichkeit am Donnerstag, 26. Mai und 2. Juni, zwischen 19 und 21 Uhr offen. Pinewood-Derby mit Sommerfest, Samstag, 4. Juni, Kirche Jesu Christi HLT, Heumattstrasse 2, Bonstetten. 13 Uhr Einschreiben; 14 Uhr Rennbeginn; ca. 16 Uhr Rangverkündigung. Infos: www.hlt-bonstetten.ch.

Ein Fest für Kinder Die «Don & Giovannis» schaukeln zwischen Tradition und Moderne. (Bilder zvg.) nenhoffestival München, am Opernhaus Zürich, am Innsbrucker Kongresshaus, am Liechtenstein Festival, der Jazz Night Zug, Sweet Classics Münster oder den Bayreuth Classics zurückblicken. Durch diverse Fernsehauftritte in SRF, ORF und ProSieben wurde ebenfalls ein breiteres Publikum auf das Ensemble aufmerksam.

Fiire mit de Chliine Fiire mit de Chliine ist ein Angebot, das sich an Kinder von 0 bis 6 Jahren und ihre Eltern, Grosseltern, Gotten, Göttis, Freunde richtet. Die Kleinen können in dieser Feier erste gute Erfahrungen mit kirchlichem Feiern machen. Auf kindgerechte Weise werden Lieder gesungen, Geschichten zum Staunen vorgelesen, gebetet und miteinander gefeiert. Dabei dürfen Kinder auch Fragen stellen, mitreden und es muss nicht mucksmäuschenstill sein. Der Anlass findet am Samstag, 28. Mai, 10 Uhr, in der Kirche Stallikon statt, dauert eine halbe Stunde, ist ökumenisch und steht auch jenen offen, die keiner Kirche angehören. Anschliessend an die Feier gibt es jeweils einen Apéro, der Raum zum Gespräch und zum Kennenlernen bietet.

Das Herz schlägt für die Musik mit Kindern

Maja Roessler erzählt und singt im Heartbeat-Gottesdienst.

Bald wieder eifern sie um die Wette: Die Schnellen, die Schönen, die Originellen, die Kreativen. Nein, es ist hier weder von einer Misswahl noch einer Viehschau die Rede, und auch besonders ausgefallene Frisuren stehen nicht im Zentrum des Interesses. Vielmehr ist es ein vorgefertigter Klotz aus Tannenholz, der gänzlich die Aufmerksamkeit auf sich zieht, wenn es – im Säuliamt bereits zum fünften Mal – heisst: Auf zum Pinewood-Derby! Das Pinewood-Derby ist ein Wettbewerb, bei dem sich Jung und Alt in den Kategorien «Schnelligkeit», «Originalität» und «Publikumsliebling» messen. Die Aufgabe besteht darin, aus einem Holzklotz einen möglichst schnellen Flitzer herzustellen. Am Derby absolviert jedes Auto zuerst mehrere Läufe, bevor nach dem CupSystem der schnellste Flitzer ausgemarcht wird. Wem allerdings Kreativität wichtiger ist als Schnelligkeit, der kann seiner Fantasie freien Lauf lassen und aus dem Stück Holz eine beliebige Kreation herstellen. So wurde die Rennbahn in den letzten Jahren auch schon von Schoko-Riegeln, einem Pult inkl. Tischlampe oder einem schön verzierten Frauenschuh mehr oder weniger erfolgreich befahren.

In den Heartbeat-Gottesdiensten wird jeweils ein Gast eingeladen, dessen Herz besonders für eine Sache schlägt, jemand, der mit grosser Leidenschaft ein Hobby pflegt oder seinem Beruf

nachgeht. Beim nächsten HeartbeatGottesdienst in der Kirche Stallikon dreht sich alles um die Liebe zur Musik. Dabei geht es speziell um Kinderlieder. Als Gast kommt Maja Roessler. Maja Roessler ist 28 Jahre alt und seit fünf Jahren Kindergartenlehrerin. Seit gut einem Jahr unterrichtet sie eine Kindergartenklasse im Schulhaus Pünten in Stallikon. Sowohl bei ihrer täglichen Arbeit mit den Kindern als auch in der Freizeit, ist Maja Roessler leidenschaftliche Musikerin. Sie komponiert selber Kinderlieder. Woher sie die Ideen und Einfälle dazu hat, was alles mit ihrer Musik auf sich hat und wie sie die Musik in der täglichen Arbeit als Kindergartenlehrerin einsetzt, verrät sie im Gottesdienst. Natürlich wird Maja Roessler auch Kostproben ihrer Kompositionen vorstellen. Sie wird dabei u.a. von Nathalie Suter, Querflöte begeleitet. Auch Kinder aus ihrer Kindergartenklasse sind dabei. Ausserdem ist der Chor Changing Times zu Gast und wird zusammen mit Maja Roessler singen. Auch andere Kinder mit ihren Eltern sind herzlich eingeladen, am Sonntag, 29. Mai, 17 Uhr in die Kirche Stallikon, um mit Maja Roessler zu singen. Im Anschluss gibt es für alle einen feinen Apéro vor der Kirche. (pd.)

Andrew Bond am 4. Juni auf dem Kiti-Hof Am Samstag, 4. Juni, um 15 Uhr, spielt der in England geborene Schweizer Musiker Andrew Bond auf dem KiTi-Hof, in der Blinkmatt in Baar. Es wird das Highlight eines abwechslungsreichen Familiennachmittags sein. Der KiTi-Hof, auf der Grenze zwischen Baar und Uerzlikon ist bekannt für Ponyreitferien für Kinder. Ab und zu führt der KiTi-Hof einen Familiennachmittag durch, an dem Kinder, Eltern und Grosseltern den Hof kennen lernen können. «Am 4. Juni können die Kinder Ponyreiten und zusammen spielen, während die Eltern gemütlich zusammensitzen und sich an den Leckereien und Getränken vom Buffet erfreuen

dürfen. Wer mit seinen Kindern Unvergessliches erleben will, ist bei uns genau richtig – auch wegen des Konzerts von Andrew Bond», erläutert Sonja Kaiser vom KiTi-Hof. Der Vorverkauf findet in der Drogerie Rütimann in Hausen statt. «Es hat nur eine beschränkte Anzahl Tickets. Es lohnt sich also, beim Vorverkauf zuzuschlagen», empfiehlt Sonja Kaiser. Die Tickets kosten 15 Franken für Kinder und 25 Franken für Erwachsene. Zusätzlich gibt es noch Spiele und Ponyreiten. Der Erlös kommt vollumfänglich den Ponys auf dem Hof zugute. (sals) Familiennachmittag mit Andrew Bond, KiTi-Hof, Blinkmatt, Baar. 4. Juni, 12.15 bis 18 Uhr, Konzertbeginn 15 Uhr. Parkplätze bei der Allmig Kompostieranlage, gegenüber des KiTi-Hofs.

Don & Giovannis am Freitagabend, 27. Mai, 20 Uhr in der Kirche Wettswil. Türöffnung um 19.15 Uhr. Tickets an der Abendkasse: zehn Franken. Fiire mit de Chliine am Samstag, 28. Mai, um 10 Uhr in der Kirche Stallikon. Heartbeat-Gottesdienst mit Maja Roessler am Sonntag, 29. Mai, 17 Uhr in die Kirche Stallikon.

Kinder und Tiere zusammenbringen. (Bild zvg.)


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Mit viel Schweiss und vielen Mannstunden realisiert: Neuer Laufstall. (Bild zvg.)

Aufgeben oder weitermachen? Tag der offenen Tür in Uerzlikon Da der Stall schon in die Jahre gekommen war und diverse Investitionen und Neuerungen getätigt werden mussten, stellte Familie Mörgeli sich die Frage: wie weiter? Aufgeben der Landwirtschaft oder investieren in einen neuen Stall? Voraussetzung für einen Neubau war, dass die Nachfolge im Betrieb gesichert ist. Nachdem Sohn Alex seine Ausbildung zum Landwirt abgeschlossen hatte, bestätigte sich sein Wunsch, den Familienbetrieb später zu übernehmen. Somit war der erste Stein und die Voraussetzung für den Stallneubau gelegt. Man entschloss sich zu einer Investition, damit man in ein paar Jahren eine gute Betriebsgrösse hat, um in der Zukunft überleben zu können. Von der Planung bis zur Ausführung war es ein langer Weg – mit viel Schweiss und vielen Mannstunden. Es hat sich wirklich gelohnt. Ein grosses Anliegen der Familie war, dass Alex in die Planung miteinbezogen

wurde, damit er den Familienbetrieb in vierter Generation mit seinen eigenen Ideen weiter betreiben kann. Während der Bauzeit von März bis November 2015 kam man an seine Grenzen, denn neben der alltäglichen Arbeit auf dem Hof, half man auch auf der Baustelle mit wo man konnte. Dennoch war es eine lehrreiche und interessante Zeit. Am Tag der offenen Tür besteht Gelegenheit, den neuen Laufstall zu besichtigen. Dieser findet am Samstag, 28. Mai, ab 10 Uhr bei der Familie Mörgeli, Weid 3, in Uerzlikon statt. Ein junges Team steht mit Speis und Trank in der Festwirtschaft bereit und freut sich auf viele Besucher. Für die Abendunterhaltung sorgt eine gemütliche Bar und das Ländlertrio «Lindägruess». Die Familie Mörgeli freut sich, am Samstag, 28. Mai, viel Publikum auf dem Hof in Uerzlikon begrüssen zu dürfen.

Wildbienen live Exkursion in der Filderen Dass Bienen für die Bestäubung von resse an den Wildbienen geweckt. Er Kultur- und Wildpflanzen eine unver- wird nun zu Wildbienenstandorten zichtbare und wichtige Rolle spielen, führen und den Interessierten diese wird uns immer wieder in Erinnerung wichtigen und heimlichen Schaffer im gerufen, wenn es um Stichworte wie Feldeinsatz zeigen und näherbringen. zum Beispiel «Bienensterben» oder Die Wildbienenpirsch führt in die Fil«bienenschädigender Pestizid-Einsatz» deren, wo im Auftrag der Kantonalen geht. Der Bezug gilt dabei aber fast Fachstelle für Naturschutz Vereinsmitausschliesslich der domestizierten Ho- glied Harald Cigler und weitere Akteunigbiene. Die Wildbienen gehen dabei re eine grosse Förderfläche für Wild«vergessen», aber auch sie sind be- bienen geschaffen haben und wo – droht. Es gibt in der Schweiz rund 600 mit geübtem Auge und gewecktem Wildbienen-Arten, welche für das Be- Verständnis – in den nächsten Jahren stäubungsgeschäft eine grössere und spannende Fortschritte und Erfolge zu wichtigere Rolle spielen als unsere Ho- entdecken sein werden. nigbienen. Die beliebten und vielerorts aufgestellten «Wildbienenhotels» Start: Samstag, 28. Mai, 13 Uhr, beim Sportplatz können jedoch nur von zirka 25 % der Moos in Wettswil. Dauer zirka drei Stunden. Die Wildbienenarten genutzt werden, Exkursion steht allen offen und findet bei jedem 75 % benötigen andere Standorte für Wetter statt. ihre Nester und Brutzellen. Rund 50 % benötigen freie Bodenflächen um ihre Nestgänge graben zu können. Solche Nest-Standorte sollen auf dieser Exkursion entdeckt werden, um dabei dem Brutgeschäft unserer Wildbienen auf die Spur zu kommen und es wenn möglich zu beobachten. Der Biologe Andreas Müller hat mit seinem vielbeachteten und begeisternden Vortrag vom März 2015 grosses Inte- Die Hosenbiene. (Bild zvg.)


Veranstaltungen

Dienstag, 24. Mai 2016

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«Mamma Mia!» – das Abba-Musical Präsentiert vom «VocalCord» aus Bonstetten, einem Laien-Chor mit professionellem Auftritt die Augen reiben, wären die Familienmitglieder so schnell richtig platziert und alle aufmerksam zur Kamera gerichtet.

«Uuuund Black!» ruft die Regisseurin Georgina Bachmann auf die Bühne, wo gerade die letzten Takte von «Thank you for the Music» verklungen sind. An einer richtigen Vorstellung würde hier das Licht ausgehen, damit das Bühnenbild umgestellt werden kann. Jetzt, am Probeweekend, sind alle Songs bereits einstudiert, die Rollen längst definiert und Kostüme und Requisiten vorhanden. Requisiten? Diese bestehen in der Hauptsache aus leeren weissen Getränkeharassen, aber die beiden Regisseurinnen Carola Berendts und Georgina Bachmann sind für ihre Kreativität bekannt und finden für die einfachsten Dinge geniale, neue Einsatzmöglichkeiten.

Erwachsen gewordener Chor Der 1999 gebildete Chor, dessen Gründungsmitglieder aus dem ehemaligen Jugendchor der Musikschule stammen, ist mittlerweile sehr erwachsen geworden. Rund 30 Sängerinnen und Sänger mit erfahrenen und starken Stimmen sind engagiert und konzentriert am Einstudieren der Aufführung. Beeindruckend ist das persönliche Engagement, das jeder für sich einbringt – aussergewöhnlich ist die Einheit, die das Ensemble ausstrahlt.

Eine herausragende Chorfassung

Der professionelle Laienchor VocalCord mit scheidendem Dirigent Alois Heer. (Bild zvg.) Für die diesjährigen Aufführungen wurde das Abba-Musical «Mamma Mia» gewählt. Die Filmfassung und das Musical selbst sind bereits sehr bekannt. Der Chor, zusammen mit den beiden Regisseurinnen und Choreografinnen sowie dem musikalischen Leiter Alois Heer haben sich vorgenommen, den populären Ablauf zu belassen und trotzdem eigene Wege zu gehen. Carola Berendts und Georgina Bachmann

und langjährige Chormitglieder wirken für den Chor bereits seit 2011 sehr erfolgreich und mit immer wieder überraschenden Elementen als Verantwortliche für Regie, Bühnenbild, Kostüme und Choreografie.

Hochzeitsfoto als Werbemassnahme Zur Fotoaufnahme für die Werbeflyer und das Programmheft ziehen sich die

Zwei aussergewöhnliche Musiker Simon Bächinger und Jonas Vischi spielen im Chilehuus Hedingen Der in Hedingen aufgewachsene Pianist Simon Bächinger und der in Zürich wohnhafte deutsche Cellist Jonas Vischi sind zwei aussergewöhnliche Musiker. Sie kommen am 27. Mai, um 20.15 Uhr, ins Chilehuus Hedingen. Die klassisch ausgebildeten Künstler sind beide 27 Jahre jung und haben in Luzern im Sommer 2015 erfolgreich ihr Musikstudium mit dem Master of Arts in Music Performance abgeschlossen. Simon Bächinger ist bekannt durch seine bemerkenswerte Kreativität am Piano. Neben seiner klassischen Konzerttätigkeit ist er auch im Jazz zu Hause, komponiert und experimentiert mit neuen rhythmischen Formen am Klavier, mit Djembe (afrikanische Trommel) und Perkussion. Jonas Vischi hat sich neben dem Solospiel der Kammermusik verschrieben und verfolgt vielseitige kreative Projekte. Er ist ein leidenschaftlicher Klangkünstler und hervorragender Techniker. Simon Bächinger (simonbaechinger.ch) schloss seinen «Master of Arts in Music Performance» bei Konstantin Lifschitz und seinen «Minor Jazz Performance» ab. Er gewann zahlreiche Preise sowie ein Stipendium der Fritz-

Geplant sind fünf Vorstellungen: am 28. Mai, um 20 Uhr, und am 29. Mai, um 19 Uhr, im Kasino Affoltern und am 17. und 18. Juni, um 20 Uhr, sowie am 19. Juni, um 19 Uhr, im Uedikerhuus in Uitikon.

Dirndl, Lederhosen, Musik und Spanferkel Toller Abend mit den «Jauks» in Uerzlikon Bereits zum achten Mal heisst es wieder «Spanferkelessen» in Uerzlikon. Das Fest findet am Samstag, 28. Mai, ab 18 Uhr, in der Scheune von Ueli Schneebeli statt. Ein toller Abend mit Speis und Trank, umrahmt von den «Jauks».

Simon Bächinger (rechts) und Jonas Vischi sind virtuose Musiker. (Bild zvg.) Gerber-Stiftung. Unter anderem spielte er im Alter von 12 Jahren ein Klavierkonzert von Mozart mit grossem Erfolg vor und spielte als mehrfacher Preisträger des Jecklin-Musikwettbewerbs in der Tonhalle in Zürich und im KKL Luzern. Mit 17 Jahren bekam er einen Plattenvertrag von «Turicaphon» und veröffentlichte seine erste CD «My Rhythm» mit Eigenkompositionen und Improvisationen. Simon Bächinger spielt regelmässig Konzerte im In- und Ausland.

Das Konzert-Programm der beiden Musiker ist vielversprechend: Im ersten Teil spielen sie Werke von Mendelssohn, Debussy und eine Jazz-Sonate des zeitgenössischen Schweizer Komponisten Daniel Schnyder. Im zweiten Teil folgen ausschliesslich moderne, eigene Kompositionen. Barbara Thürig Der Gemeindeverein Hedingen lädt ein, am Freitag, 27. Mai, um 20.15 Uhr, im Chilehuus Hedingen. Barbara Thürig

«It’s New Orleans Time» Als Quartett haben sie eine besondere Besetzung. Zwei Multiinstrumentalisten spielen mit Klarinette und diversen Saxofonen die Melodien und Solos. Begleitet werden sie durch Klavier und Bass. Da kein Schlagzeug zum Einsatz kommt, müssen die Musiker rhythmisch spielen, was den stompenden Sound der damaligen Jazzmusik ergibt. Die Musiker sind Hans Seiler, cl, ts, bs, Jazzlegende aus der Zentralschweiz; Peter Baumann, cl, ss, ts, bs, Virtuose aus dem Zürcher Oberland; Hansjörg Schaltenbrand, b, Profi-Bassist aus Einsiedeln, Begleiter vie-

Am 28. Mai findet das achte Spanferkelessen in Uerzlikon statt, auch dieses Jahr organisiert und durchgeführt von Barbara Eder und Ueli Schneebeli. Hofbesitzer Ueli Schneebeli und seine Helfer scheuen wie immer keinen Aufwand, damit sie den Besuchern einen Partyraum mit speziellem Ambiente präsentieren können. «Echt Urig Steirisch» heisst das Motto von «den Jauks», die für die musikalische Unterhaltung sorgen werden. Freier Eintritt, Musik und Tanz werden geboten – natürlich in Uerzlikon, in Uelis Scheune. Ab 18 Uhr gibt es die heissbegehrten Stücke vom Spanferkel.

Bereits am frühen Morgen wird eingeheizt, damit am Abend jedem hungrigen Festbesucher ein saftiges Stück des Spanferkels mit einem knackigen Salat serviert werden kann. Diverse Grillspezialitäten warten auf jene Gäste, welche keine Lust auf Spanferkel haben. Für einen reibungslosen Ablauf vor und hinter den Kulissen sorgt Barbara Eder mit ihrer Crew, hauptsächlich bestehend aus Mitgliedern des Fanclubs, welcher von Barbara 2012 gegründete wurde, dem mittlerweile gegen 100 Mitglieder angehören. Dieser Fanclub verwöhnt die Gäste zusätzlich mit einem feinen Kuchenbuffet. Das Service-Personal, gekleidet in fesche Dirndl, sorgt sowohl für das leibliche Wohl, als auch für das Auge. Auf möglichst viele Gäste, in Lederhosen, Seppelhut oder im farbenfrohen Dirndl hoffen die Organisatoren mit ihren Helfern. Walter Schweizer Weitere Infos unter www.uelis-spanferkel.ch.

Leben ohne Medikamente Hansruedi Fischer stellt sein Buch vor

Das New Orleans Jazz Quartett im «Hirschen» Wettswil Am Samstag, 28. Mai, um 20 Uhr, wird der kleine Saal im «Hirschen» Wettswil von der melodiösen und emotionalen Musik aus der Zeit zwischen 1890 und 1930 in New Orleans erfüllt sein. Zu Gast sind die Musiker des New Orleans Jazz Quartetts. Zusammen bringen sie den Sound aus den Strassen und Konzerträumen des French Quarters und vom Mardi Gras zu den Besuchern. Sie interpretieren die unvergesslichen Melodien, die auch heute noch manchmal in zeitangepasster Version am Radio zu hören sind, im Stil der damaligen Zeit.

Chromitglieder flugs um – Scherze und Neckereien fliegen hin und her. Und doch, auf Kommando weiss jeder, wo er stehen soll und beim Blitzlichtgewitter ruft jemand: «Kommt, wir machen noch was mit den Händen!». Als wäre es schon mehrfach geprobt, sind alle Hände witzig und lebendig ins Gesamtbild eingeflossen und geben dem Bild das gewünschte Leben. Mancher Hochzeitsfotograf würde sich

Eine bevorstehende Hochzeit, verflossene Liebhaber, mögliche drei Väter und viele kleine Verwirrungen – so etwa spielt sich die Pop-Komödie Mamma Mia! ab. Die Kompositionen stammen von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, den beiden männlichen Mitgliedern von Abba und das Libretto wurde von der britischen Autorin Catherine Johnson geschrieben. Alois Heer hat einmal mehr vieles so arrangiert und die sonst häufigen solistischen Einlagen entsprechend angepasst, dass das Gesamtwerk mehrheitlich zu einer Chorfassung wurde. Etwas steht fest: Abba-Fans, MusicalAnhänger, Chorbegeisterte und RegieInteressierte werden gute Unterhaltung, professionelle Musiker und einen motivierten und begeisternden Chor antreffen. Susanne Crimi

ler Bands; Sepp Bachmann, p, vielseitiger Pianist/Organist aus Wettswil. Es wird ein Abend für Menschen, die nostalgisch Erinnerungen nachgehen und auch ein Erlebnis für jüngere Menschen, denen der New Orleans Jazz nicht aus der Jugend bekannt ist, sondern die gerne die freie Improvisation der Jazzmusik geniessen. Dazu gehört noch ein gutes Essen von der speziell für diesen Anlass zusammengestellten Speisekarte. (pd.) Restaurant Hirschen, Stationsstr. 38. Reservieren: 044 700 01 28. Ab 18.30 Uhr, Konzert 20 Uhr.

Viele Menschen müssen dauerhaft mit einem oder sogar mehreren Medikamenten leben. Das muss nicht sein und lässt sich mit einer gezielten Ernährung und einer Lebensstiländerung meist vermeiden. Diese Theorie vertritt Dr. med. Hansruedi Fischer aus Aeugst. Der langjährige Hausarzt hat deshalb ein Buch geschrieben. «Saftige Lügen» ist vor rund drei Monaten erschienen und ist auf enormes Interesse gestossen. Dies belegen die Verkaufszahlen des Buches – und dies zeigt der grosse Andrang an einer von der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern vor einigen Wochen veranstalteten Lesung. Da aufgrund der be-

schränkten Platzzahl viele interessierte Personen nicht dabei sein konnten, organisiert die Buchhandlung am Dienstag, 31. Mai, in ihrem Geschäft an der Oberen Bahnhofstrasse 10a eine weitere Lesung mit Vortrag von Hansruedi Fischer. Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr. Im Eintrittspreis von 25 Franken ist ein Apéro nach dem vom Autoren entwickelten Gesundheitsund Ernährungskonzept Tremonte (www.tremonte.ch) inbegriffen. (pd.) Tickets sind über die Buchhandlung Scheidegger vorab erhältlich (info@scheidegger-buecher.ch; 044 762 42 42, www.scheidegger-buecher.ch).


vermischtes

Musizieren seit 60 Jahren: Köbi Geissbühler (links) und Fredi Koller. (Bild zvg.)

Seit 60 Jahren am Musizieren Harmonie Affoltern: zwei Mitglieder geehrt Am Samstag fand in Kloten die Veteranentagung des Zürcher Blasmusikverbandes statt. Dabei wurden mit Köbi Geissbühler und Fredi Koller gleich zwei Mitglieder der Harmonie Affoltern als Cism-Veteranen geehrt. CismVeteran zu werden bedeutet, 60 Jahre lang musiziert zu haben. Eine enorme Leistung und für die Harmonie Affoltern ein Grund, die zwei Mitglieder zu feiern. Gleich nach der offiziellen Ehrung in Kloten wurden die zwei Jubilare nach Affoltern zum Probelokal gefahren. Sie wussten nicht, was sie in Af-

foltern erwarten würde. Vor dem Probelokal wurden Köbi Geissbühler und Fredi Koller durch ihre Familien und den ganzen Verein mit einem Marsch empfangen. Mit ein paar weiteren musikalischen Einlagen sowie einem Apéro wurden die zwei langjährigen Mitglieder (Geissbühler seit 1965 und Koller seit 1964) gebührend gefeiert. Als Geschenk wurde ihnen je ein eigens für sie hergestellter Stuhl überreicht, als Zeichen dafür, dass für sie immer ein Platz in der Harmonie frei sein wird. (pd.)

Aquafit und Aqua Power in Ottenbach Interview mit einer Kursteilnehmerin Wie lange besuchen Sie die Aquafit-Lektionen bei fitmit Marianne Herzog? Hanna Schiess: Seit Januar 2012. Ich habe aber schon vorher viele Jahre Aquafit trainiert. Hat sich bei Ihnen das Wohlbefinden, bzw. die Gesundheit durch das Wassertraining verbessert? Ja, ich brauche das für mein Wohlbefinden. Ich bin dadurch körperlich und geistig in der Balance, das heisst ausgeglichen und bereit für die vielen Alltagsarbeiten.

men geben mir einen Ausgleich zum Alltag. In meinem Beruf bin ich immer auf den Beinen und brauche dafür viel Energie und auch bei meinem Hobby Fotografieren habe ich genug Kraft, Fitness und Ausdauer, um auf das perfekte Sujet zu warten. Im Aqua Power trainieren Sie mit Geräten wie Aquanudel, Hanteln, Schwimmset (Gummizug) und Aquatwins (Auftriebsteller für die Füsse). Welche Trainingsgeräte bevorzugen Sie und warum? Hanna: Ich mag alle Geräte und habe keine Vorlieben. Ich schätze aber, wie abwechslungsreich die Geräte eingesetzt werden.

Sie trainieren zweimal in der Woche im Wasser, davon einmal Aquafit und einmal Aqua Power. Wie würden Sie die zwei verschiedenen Lektionen beschreiben? Aquafit und Aqua Power in Ottenbach, Kontakt: Im Aquafit am Mittwoch kann je- Marianne Herzog, www.fitmit.ch; 076 399 63 04. der Teilnehmer das Training während 45 Minuten individueller dosieren. In den Lektionen werden vor allem Gleichgewicht, Beweglichkeit, Kraftausdauer, Koordination und HerzKreislauf trainiert. Am Freitag gebe ich Vollgas für die Fitness. Während 35 Minuten trainiere ich vor allem Herzkreislauf und Kraft. Die beiden Trainings zusam- Bewegung im Wasser als Ausgleich zum Alltag. (Bild zvg.)


vermischtes

Musizieren seit 60 Jahren: Köbi Geissbühler (links) und Fredi Koller. (Bild zvg.)

Seit 60 Jahren am Musizieren Harmonie Affoltern: zwei Mitglieder geehrt Am Samstag fand in Kloten die Veteranentagung des Zürcher Blasmusikverbandes statt. Dabei wurden mit Köbi Geissbühler und Fredi Koller gleich zwei Mitglieder der Harmonie Affoltern als Cism-Veteranen geehrt. CismVeteran zu werden bedeutet, 60 Jahre lang musiziert zu haben. Eine enorme Leistung und für die Harmonie Affoltern ein Grund, die zwei Mitglieder zu feiern. Gleich nach der offiziellen Ehrung in Kloten wurden die zwei Jubilare nach Affoltern zum Probelokal gefahren. Sie wussten nicht, was sie in Af-

foltern erwarten würde. Vor dem Probelokal wurden Köbi Geissbühler und Fredi Koller durch ihre Familien und den ganzen Verein mit einem Marsch empfangen. Mit ein paar weiteren musikalischen Einlagen sowie einem Apéro wurden die zwei langjährigen Mitglieder (Geissbühler seit 1965 und Koller seit 1964) gebührend gefeiert. Als Geschenk wurde ihnen je ein eigens für sie hergestellter Stuhl überreicht, als Zeichen dafür, dass für sie immer ein Platz in der Harmonie frei sein wird. (pd.)

Aquafit und Aqua Power in Ottenbach Interview mit einer Kursteilnehmerin Wie lange besuchen Sie die Aquafit-Lektionen bei fitmit Marianne Herzog? Hanna Schiess: Seit Januar 2012. Ich habe aber schon vorher viele Jahre Aquafit trainiert. Hat sich bei Ihnen das Wohlbefinden, bzw. die Gesundheit durch das Wassertraining verbessert? Ja, ich brauche das für mein Wohlbefinden. Ich bin dadurch körperlich und geistig in der Balance, das heisst ausgeglichen und bereit für die vielen Alltagsarbeiten.

men geben mir einen Ausgleich zum Alltag. In meinem Beruf bin ich immer auf den Beinen und brauche dafür viel Energie und auch bei meinem Hobby Fotografieren habe ich genug Kraft, Fitness und Ausdauer, um auf das perfekte Sujet zu warten. Im Aqua Power trainieren Sie mit Geräten wie Aquanudel, Hanteln, Schwimmset (Gummizug) und Aquatwins (Auftriebsteller für die Füsse). Welche Trainingsgeräte bevorzugen Sie und warum? Hanna: Ich mag alle Geräte und habe keine Vorlieben. Ich schätze aber, wie abwechslungsreich die Geräte eingesetzt werden.

Sie trainieren zweimal in der Woche im Wasser, davon einmal Aquafit und einmal Aqua Power. Wie würden Sie die zwei verschiedenen Lektionen beschreiben? Aquafit und Aqua Power in Ottenbach, Kontakt: Im Aquafit am Mittwoch kann je- Marianne Herzog, www.fitmit.ch; 076 399 63 04. der Teilnehmer das Training während 45 Minuten individueller dosieren. In den Lektionen werden vor allem Gleichgewicht, Beweglichkeit, Kraftausdauer, Koordination und HerzKreislauf trainiert. Am Freitag gebe ich Vollgas für die Fitness. Während 35 Minuten trainiere ich vor allem Herzkreislauf und Kraft. Die beiden Trainings zusam- Bewegung im Wasser als Ausgleich zum Alltag. (Bild zvg.)


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Sport

Dienstag, 24. Mai 2016

Mit der Weltspitze mitgehalten

Erfolgsserie setzt sich fort

Petra Klingler in Innsbruck im Halbfinal

Bei den Strassenrennen GP Luzern am Pfingstsamstag und beim GP Cham Hagendorn am vergangenen Sonntag konnte der RRC-Amt in der Kategorie U11 mit vier Podestplätzen seine Stärke bei den Kleinsten zeigen.

In Innsbruck fand am Wochenende der fünfte Boulder-Weltcup der Saison 2016 statt. Petra Klingler erreichte mit dem dreizehnten Rang das klar beste Resultat aller Schweizer Teilnehmenden.

Petra Klingler qualifiziert sich souverän für den Halbfinal

on. Sie topte vier der fünf Boulderprobleme in vier Versuchen und den Zonengriff des fünften Boulders zusätzlich im ersten Versuch. Damit qualifizierte sie sich souverän und problemlos für den Halbfinal. Im Halbfinal topte Klingler den ersten Boulder flash, das heisst beim ersten Versuch. Beim zweiten und dritten Boulder erreichte sie je den Zonengriff in zwei Versuchen. Beim vierten Boulder bewies sie ihren ausgeprägten Kampfwillen und erreichte das Top flash. Damit erreichte sie Rang 13 und verpasste den Final. Für eine Finalqualifikation wären in Innsbruck vier Tops notwendig gewesen. Den Wettkampf gewann mit der Britin Shauna Coxsey die Dominatorin dieser Saison vor der Slovenin Janja Garnbret und der Japanerin Miho Nonaka.

Petra Klingler startete in den Wettkampf mit einer starken Qualifikati-

(pd.)

An der hervorragenden Wettkampfwand des Österreichischen Alpenvereins fand in der Olympiahalle von Innsbruck ein spannender und hochstehender Wettkampf vor grossem Publikum statt. Abgesehen von Petra Klingler verpassten die Athletinnen und Athleten von Swiss Climbing den Halbfinal.

Durchmischte 2. Runde Erste Mannschaft des Mtva noch sieglos Für die beiden Faustballteams des Männerturnvereins Affoltern stand am vergangenen Samstag die zweite Meisterschaftrunde an. Die 1. Mannschaft war im thurgauischen Affeltrangen zu Gast. Affoltern I traf auf Elgg-Ettenhausen. Affoltern konnte gegen das zweitplatzierte Team der letztjährigen Meisterschaft über fünf Sätze gut mithalten, verlor die Partie jedoch mit 2:3. Den 2. und 4. Satz konnte man mit viel Kampfgeist und offensiver Power gewinnen, den dritten verlor man leider trotz mehrmaliger Führung. Nach dieser bitteren Niederlage musste sich der MTV Affoltern wieder auf den nächsten Gegner, Affeltrangen, konzentrieren. Dies gelang jedoch in keiner Weise und die Partie ging 0:3 verloren. Somit steht Affoltern I noch als einziges Team in der Ostgruppe der Nationalliga B ohne Punkte da. Die weiteren Abstiegskandidaten wie Schlieren, Rebstein und Wigoltingen 2 haben jedoch nur zwei Punkte Vorsprung. In der nächsten Runde, am 28. Mai in Jona, kommt es ab 12 Uhr zu den Partien gegen Schlieren und Wigoltingen 2. Die zweite Mannschaft wird bereits ab

10 Uhr, ebenfalls in Jona, im Einsatz sein. Die aktuelle Rangliste ist auf www.swissfaustball.ch zu finden. Die 2. Mannschaft spielte ihre 2. Runde bereits am vergangenen Samstag im St. Gallischen Jona. Im ersten Spiel traf Beringen auf die junge Mannschaft aus Rüti und konnte die Routine ausspielen und die Partie 3:1 gewinnen. Im zweiten Spiel kam es zum Duell der erfahrenen Mannschaften aus Affoltern und Beringen. Nachdem der 1. Satz noch verloren ging, konnte Affoltern II die nächsten drei in Folge gewinnen und somit auch das Spiel 3:1. Die dritte und letzte Partie fand zwischen Rüti und Affoltern II statt. Affoltern lag schon bald mit 0:2 zurück, ehe es den dritten Satz für sich entscheiden konnte. Auch im vierten Satz lag der MTV Affoltern hinten, konnte aber nach einem Timeout nochmals herankommen. Rüti konnte jedoch im entscheidenden Moment nochmals Kräfte mobilisieren und den Satz wie auch das Spiel mit 3:1 für sich entscheiden. Mit vier Punkten konnte man sich ein bisschen vom Tabellenende lösen, die Saison ist jedoch noch jung und es kann noch einige Verschiebungen in der Tabelle geben. John Schoch

Hornussergesellschaft Obfelden auswärts gegen Lotzwil Nach einer längeren Pause wurde am vergangenen Sonntag wieder einmal ein Meisterschaftsspiel durchgeführt. Für die HG Obfelden stand an diesem Sonntag viel auf dem Spiel, hatte sie doch bis zu diesem Zeitpunkt die Führung in der 4. Liga inne. Als Auswärtsmannschaft, musste Obfelden zuerst ins Ries. Der Himmel war strahlend blau, die rettenden Wolken noch in weiter Ferne. Und es kam wie es kommen musste, schon der 6. Spieler von Lotzwil traf den Hornuss nicht sauber und schickte eine «Rakete» ins Ries – unhaltbar für Obfelden. Die zweite Nummer liess nicht lange auf sich warten, war aber gegenüber dem ersten ein schöner Streich und daher absolut haltbar. Eine kleine Hoffnung hatte Obfelden noch, Lotzwil zeigte eine mässige Schlagleistung. Nach dem Wechsel blieb Obfelden auch beim Schlagen unter den Erwar-

tungen und lag nach dem ersten Durchgang 8 Punkte hinter seinem Gegner aus Lotzwil. Im 2. Durchgang konnte Obfelden das Ries sauberhalten, aber Lotzwil steigerte sich beim Schlagen kontinuierlich. Lotzwil hatte bis zum Schluss das Ries saubergehalten und somit sicher vier Punkte im Trockenen. Obfelden konnte nur noch mit einer merklichen Steigerung der Schlagleistung einen Punkt nach Hause retten. Die Steigerung traf nicht ein und somit verlor Obfelden das Spiel mit 2 Nummern und 674 geschlagenen Punkten zu Lotzwil mit 0 Nummern und 740 Punkten. Die HG Obfelden rutschte wegen dieser Niederlage auf den vierten Zwischenrang zurück, zwei Punkte hinter den Erstplatzierten. (PF) Einzel erzielten gute Leistungen: Reto Binggeli 59 Punkte, Hans Binggeli 58 Punkte, Geri Wisler 56 Punkte.

Der Nachwuchs des RRC-Amt mit guten Resultaten

Beim GP Luzern fuhren die Kategorien U11 und U13 das Rennen gemeinsam, es wurde jedoch getrennt gewertet. Bereits beim ersten Anstieg konnte sich eine Gruppe von zehn Fahrern vom Feld leicht absetzen. Francesco Carus U13 und Cedric Graf, als einziger U11-Fahrer, konnten sich in dieser Gruppe bis zur letzten Runde festsetzen. Beim letzten Anstieg mussten beide wegen dem nochmals erhöhten Tempo abreissen lassen. Cedric Graf konnte seine führende Position bis ins Ziel bringen und Francesco Caruso konnte das Rennen mit dem tollen sechsten Rang beenden. Spannender wurde der Kampf um die restlichen Podestplätze der Kategorie U11. Es folgte eine Vierer-Verfolgergruppe, die um die beiden Podestplätze spurtete. Elia Felsberger konnte sich mit einem

beherzten Sprint den dritten Rang sichern.

Von Anfang an Tempo gemacht Eine Woche später in Cham Hagendorn, waren dann die Erwartungen der Nachwuchsfahrer sehr hoch. Dieses Mal fuhr jede Kategorie alleine, was das «Verstecken» bei den Grösseren nicht möglich machte. Somit versuchte Cedric Graf bereits von Beginn weg, ein derart hohes Tempo anzuschlagen, dass möglichst viele Konkurrenten den Anschluss verpassen. Beim Bergpreis nach dem Kloster Frauental, konnte nur noch ein Fahrer mithalten, der aber wenig später abreissen lassen musste. Elia Felsberger konnte ebenfalls durch ein starkes Rennen in der zweiten Rennhälfte noch auf den zweiten Rang fahren. In der Kategorie U13 zeigte Francesco Caruso mit dem siebten Rang im Rennen, ebenfalls seine gute Form . Bei dieser Kategorie gibt es noch einen Geschicklichkeitsparcours, bei dem man das Resultat noch verbessern oder verschlechtern kann. Francesco konnte mit einem perfek-

Cedric Graf konnte an zwei Rennen zwei Siege einfahren. (Bild zvg.) ten Parcours seinen Rang noch um zwei Plätze verbessern und wurde somit als Fünfter rangiert. (pd.)

Der erste Schweizer Cupsieger kommt aus dem Säuliamt Smolballclub Albis wird Favoritenrolle gerecht Das Team aus dem Säuliamt wurde seiner Favoritenrolle gerecht und konnte den zum ersten Mal stattfindenden Schweizer Smolball Cup dank einer tollen Teamleistung für sich entscheiden. Mit sechs Siegen in sechs Spielen, zeigte der SC Albis eindrücklich, dass er momentan in der Schweizer Smolball-Szene die klare Nummer eins ist. Das Teilnehmerfeld im Cup glich demjenigen einer Meisterschaftsrunde, abgesehen von wenigen Ausnahmen. So spielte der SC Uster zum ersten Mal an einem offiziellen Smolball-Anlass mit und der SC Baden, der in der Meisterschaft nicht mehr dabei ist, kehrte für einen Tag zurück ins Wettkampfgeschehen. Die Teams aus Kreuzlingen und Winterthur verzichteten auf einen Start am Cup in Bonstetten. Der SC Albis, der dank seiner Meisterschaftsdominanz auch an diesem Turnier mit dem Anspruch auf den Titelgewinn startete, wurde in den ersten zwei Gruppenspielen seiner Favoritenrolle gerecht und fertigte Taurus Zug und die Uster Rhinos gleich mit 16:1 und 17:3 ab. Auch das dritte Spiel stellte den amtierenden Schweizer Meister vor keine Probleme.

Finalqualifikation dank Leistungssteigerung Erst im letzten Spiel der Vorrunde stellte der SC Zürich eine grössere Hürde dar. Die Säuliämter gerieten früh in Rückstand und konnten erst kurz vor Schluss das Blatt wieder wenden und die Gruppenphase mit einem knappen 5:4-Sieg beenden. Damit stand also fest, dass der SCA im Halbfinal auf Uster treffen würde. So einfach wie der Kantersieg zu Beginn des Cups war das Spiel gegen die Rhinos dann aber doch nicht, einerseits weil Uster mit der knappen Qualifikation für den Halbfinal neue Motivation getankt hatte und andererseits weil der SC Albis in der ersten Halbzeit äusserst unkonzentriert auftrat. Somit wurde es aus Sicht des SC Albis etwas spannender als nötig. Die Finalqualifikation wurde aber dank einer Leistungs-

Der Smolballclub Albis freut sich über den ersten Cupsieg. (Bild zvg.) steigerung in der zweiten Hälfte trotzdem geschafft.

Titelhunger noch nicht gestillt Im anderen Halbfinal konnte sich, wie erwartet, der SC Zürich mit einem deutlichen Sieg gegen Baden durchsetzen. So kam es auch im ersten Cupfinal zum Duell der beiden besten Mannschaften aus der Meisterschaft. Wie schon in der Vorrunde, tat sich der SCA schwer mit dem schnellen Kombinationsspiel der Zürcher und wieder wurde der SCA schon früh auf dem falschen Fuss erwischt, bald stand es 1:3 und zur Pause dann 2:4. In den verbleibenden zehn Minuten dieses Finalspiels konnte sich der SCA wieder fangen und sein Defensiv-Spiel deutlich stabilisieren. So gelangen den

Stadt-Zürchern nicht mehr viele gefährliche Torszenen. Der SC Albis konnte auf der anderen Seite von Unkonzentriertheiten profitieren und die entscheidenden Angriffe lancieren. Damit schaffte es der SC Albis zum zweiten Mal an diesem Tag, ein Spiel gegen den SC Zürich zu drehen und den ersten Cup-Pokal nach Hause ins Säuliamt zu holen. Der Hunger nach weiteren Titeln ist beim SC Albis damit aber nicht gestillt. Am 18. Juni findet in Kreuzlingen das grosse Meisterschaftsfinale statt, bei dem der SCA als Tabellenführer antreten kann und versuchen wird, den Meistertitel erneut zu verteidigen. Es wäre mit dem Cupsieg vom Wochenende bereits der vierte Titel in Folge und das erste Schweizer Smolball Double. (pd.)

Hausen: Biketräff und Nordic Walking Ab Anfang Mai findet wie alle Jahre der beliebte Lauf- und Biketräff statt, organisiert vom Skiclub Hausen. Treffpunkt ist an jedem Mittwochabend, jeweils um 19 Uhr auf dem Parkplatz Chratz, hinter der reformierten Kirche Hausen beziehungsweise während der Sommerferien beim Restaurant Erpel in Türlen.

Es ist eine gute Gelegenheit für Nordic Walker und Bike-Begeisterte, die schöne Umgebung von Hausen und das Knonauer Amt kennenzulernen. Wer Lust hat, in kleinen Gruppen zu trainieren, kann den Mittwochabend zu seinem Fitnesstag machen. Der Skiclub freut sich auf eine rege Beteiligung. (pd.)


Sport

Erfolgserlebnis für den FC Affoltern

Dienstag, 24. Mai 2016

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FCWB schafft Klassenerhalt Fussball 1. Liga: FC Kosova – FC Wettswil-Bonstetten 1:1 (0:0)

FC Lachen/Altendorf – FC Affoltern 0:1 (0:0) Die 1. Mannschaft des FC Affoltern bleibt nach dem Auswärtserfolg beim Tabellenvierten FC Lachen/Altendorf auch im zwölften Spiel nacheinander ungeschlagen. Die Säuliämtler liegen punktgleich mit Leader Blue Stars auf dem zweiten Tabellenplatz, die Stadtzürcher haben allerdings zwei Spiele weniger ausgetragen. Bei besten äusseren Bedingungen war der FC Affoltern von Beginn an das dominante Team. In den ersten vier Minuten scheiterten A. Rako und Salis aus besten Abschlusspositionen am Lachener Torhüter. In der Mitte der ersten Halbzeit kamen auch die Einheimischen zu zwei guten Gelegenheiten, Zählbares schaute aber nicht heraus. Der FCA bestimmte weiterhin das Spielgeschehen und drückte auf den Führungstreffer. Antenen und zweimal A. Rako verpassten einen Torerfolg nur knapp.

Später Siegtreffer in Unterzahl In den ersten Minuten der zweiten Hälfte stieg Sq. Bala zweimal zu ungestüm in einen Zweikampf und musste nach der zweiten Gelben Karte das Feld verlassen. Die Säuliämtler spielten aber auch in Unterzahl – daran haben sie sich mittlerweile ja gewöhnt – souverän weiter. M. Rako scheiterte aus kurzer Distanz am einheimischen Schlussmann und der Heber von A. Rako ging nur knapp über das Tor. Der FC LaMarco Bilic sicherte für den FCA chen/Altendorf den Sieg. (Bild zvg.) kam nun auch

vermehrt zu gefährlichen Vorstössen, Torhüter Steiner machte aber alle Torgelüste der Einheimischen durch geschicktes Herauslaufen zunichte. In der 82. Minute wurden die Angriffsbemühungen der Gäste endlich belohnt. A. Rako setzte Ismajlaj im Strafraum ein, wo der Affoltemer Captain vom ungestüm einsteigenden Verteidiger von den Beinen geholt wurde. Der kurz zuvor eingewechselte Bilic sah den zu unplatziert geschossenen Penalty zwar vom Torhüter abgewehrt, den zurückprallenden Ball musste er aber nur noch zum Siegtreffer über die Linie schieben.

Entscheidende Dominanz im Mittelfeld Der FC Affoltern hat sich in der intensiven und auf gutem Zweitliga-Niveau stehenden Partie mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung letztendlich verdient durchgesetzt. Torhüter Steiner spielte wie gewohnt eine starke Partie und die Abwehr hatte die einheimische Offensive grösstenteils gut unter Kontrolle. Den entscheidenden Vorteil erarbeitete sich der FCA jedoch im Mittelfeld. Die spiel- und zweikampfstarken Shala, Ismajlaj und Markanovic bestimmten den Spielrhythmus, eroberten viele Bälle bereits im Mittelfeld und leiteten immer wieder Angriffsaktionen ein. Vorne sorgte A. Rako stets für Unruhe, die Abschlussversuche gelangen ihm aber nicht wunschgemäss. Der FCA steht am Dienstagabend bereits wieder in der Nachtragspartie beim FC Birmensdorf im Einsatz und am Samstag folgt das letzte Heimspiel der Saison, gegen den FC Schwamendingen. Walter Zech Sportanlage Peterswinkel, 115 Zuschauer. Tor: 82. Bilic 0:1 FCA: Steiner, Salis (Sb. Bala), Sq. Bala, Scicchitano, Luchsinger, Shala, Ismajlaj, Markanovic, M. Rako (Good), C. Antenen (Bilic), A. Rako.

Karate Obfelden in Georgien

Grosse Erleichterung: WB punktete im achten Spiel in Folge und schaffte vorzeitig den Klassenerhalt. (Bild Kaspar Köchli)

Dank eines Remis beim Tabellenschlusslicht FC Kosova wurde das revidierte Saisonziel, der Verbleib in der 1. Liga, vorzeitig erreicht. Das Spiel endete 1:1 und dank der gleichzeitigen Niederlage des FC Dietikon sind die Ämtler definitiv gerettet.

noch fallen. Einer der zahlreichen Eckbälle von WB wurde Richtung Tor abgelenkt, ehe Brahimi den Ball noch berührte. Dies tat er allerdings aus einer Abseitsposition und so wurde das Tor korrekterweise nicht gegeben. Somit ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeit.

Die Ausgangslage war vor Spielbeginn klar gegeben. Sollte der FCWB siegen, so wäre der Klassenerhalt frühzeitig gesichert, ohne auf die gleichzeitig ausgetragenen Fernduelle schauen zu müssen. Der FC Kosova seinerseits musste zwingend gewinnen, um noch eine Chance zu haben, nicht nach einer Saison direkt wieder in die 2. Liga interregional abzusteigen. Der FCWB nahm das Spieldiktat von Anfang an in die Hand und drängte die Platzherren weit in die eigene Hälfte. Mit schnellen, technisch hervorragend vorgetragenen Angriffen wollte WB den Zuschauern zu frühem Torjubel verhelfen. Das einzige, was fehlte, war der krönende Abschluss. Dies war es auch, was Trainer Dosch in der Pause zu bemängeln hatte. Dass der FCWB das Spiel unter Kontrolle hatte, zeigte auch das Eckballverhältnis. Nach 45 Minuten stand es in dieser Statistik 10:3 zugunsten der Ämtler. Wenn Kosova in der Nähe von WB-Keeper Bachmann auftauchte, dann ging meist ein Fehler der Rotschwarzen voraus. Ein Tor sollte den-

Alles oder nichts Je länger es unentschieden stand, desto mehr musste Kosova für die Offensive tun, denn ein Remis half ihnen aufgrund der Tabellensituation gar nicht. Der FC Kosova war sich dessen bewusst und drehte auf. Der FCWB geriet nach einem schön vorgetragenen Konter in Rückstand, dies nur gerade drei Minuten nach Wiederanpfiff. Was aber die Dosch-Elf auszeichnet in dieser Rückrunde, ist das Reagieren auf Rückstände. So auch diesmal geschehen. Keine drei Minuten nach dem Rückstand folgte der Ausgleich. Stürmerjoker Dukhnich nickte, im Anschluss an einen weiteren Eckball, wunderschön zum Ausgleich ein. Eine brenzlige Szene gab es im WB-Sechzehner noch zu verzeichnen, wobei der Unparteiische wieder richtig lag und keinen Penalty pfiff. Aber Keeper Bachmann verletzte sich bei diesem Einsatz am Kopf und musste durch Thaler ersetzt werden. Die Schlussminuten liefen nicht nur deshalb hektisch ab. Die Spieler von beiden Mannschaften, nahe der Erschöp-

fung, setzten letzte Kräfte frei, um doch noch ein Tor zu erzielen. Die Rotschwarzen wehrten sich aber vorbildlich und brachten das rettende Unentschieden über die Zeit.

Wende geschafft Damit ist der FCWB seit nunmehr acht Spielen ungeschlagen, löste sich vom zwischenzeitlichen letzten Platz und ist nun nicht mehr abstiegsgefährdet. Kosova hingegen steht als erster Absteiger fest. Die Akteure des Fanionteams des FCWB und der gesamte Staff haben in den letzten Wochen viel Moral gezeigt und es geschafft, mit stabilen Resultaten den Ligaerhalt zu erreichen. Entsprechend entspannt werden sie in die letzte Meisterschaftswoche gehen und am kommenden Wochenende am WB-Weekend die Saison bei toller Stimmung gegen den FC Thalwil abschliessen. (NBu) Matchtelegramm: Sportplatz Buchlern. Zürich, 250 Zuschauer. FCWB: Bachmann (60. Thaler); Buchmann, Brahimi; Bozhinov; Badalli; Bozic; Constancio (43. Krasniqi, 70. Kalyon); Gouiffé à Goufan; Peter; Schneebeli; Dukhnich. Weitere Resultate des FCWB: Altstetten – FCWB 2 2:6, Veltheim – Jun. A (CCJL) 2:2, Veltheim – Jun. B1 (CCJL) 7:0, Phönix-Seen – Jun. Ca (CCJL) 2:3, Dielsdorf – Jun. B2 3:11, Srbija – Jun. Cb 4:4, Affoltern – Jun. Db 1:1, Jun. Dc – Wädenswil 2:0, Embrach – Jun. Da 1:2, Urdorf – Sen. 30+ 1:0.

An den Europameisterschaften

Neuer Obmann der Turnveteranen

Am Pfingstwochenende fanden in Tiflis, Georgien, die KarateEuropameisterschaften statt. Von der Karate Schule Shinkyokushin Dojo Obfelden hatten sich vier Wettkämpferinnen und Wettkämpfer qualifiziert.

Kurt Dubach übernimmt das Präsidium von Ernst Jud

Als offizieller Vertreter der Schweiz und Delegationschef begleitete der Trainer der Nationalmannschaft und Leiter der Karateschule Obfelden, Andi Gabler, die gesamte Nationalmannschaft. Die Vorbereitungen im Vorfeld der EM waren in der Karate Schule Obfelden sehr intensiv und das Team reiste mit entsprechenden Erwartungen nach Georgien.

Nadja Plocher startete zum ersten Mal als Juniorin an einer Europameisterschaft. Das Ziel war, den ersten Vollkontaktkampf zu gewinnen. Die Chancen waren trotz intensiven Trainings jedoch nicht sehr hoch. Die Dominanz der östlichen Länder ist momentan sehr gross und ein Weiterkommen in die nächste Runde war schwierig. Trotz verlorenem ersten Kampf sind viele Eindrücke und Erfahrungen gemacht worden, die für die weitere Entwicklung positiv verwendet werden können. (pd.)

Nicola Gabler unter den besten acht An den letzten Europameisterschaften klassierte sich Nicola Gabler als bester Westeuropäer unter die besten acht Wettkämpfer in der Kategorie Kata Elite. Zusammen mit seinen Teamkollegen absolvierte er zahlreiche Trainings und war für den Wettkampf bereit. Ihm gelangen bis zu den Viertelfinals sehr solide und fehlerfreie Katas und er verlor erst dort gegen den späteren Vize-Europameister. Diese Leistung bestätigte seine Vorjahresplatzierung und lässt künftig auf noch bessere Wettkämpfe hoffen.

Nicola Gabler zeigte in der Disziplin Kata fehlerfreie Formen. (Bild zvg.)

Im Mettmenstetter Rösslisaal haben am 13. Mai 86 Veteranen die 53. Jahresversammlung besucht. Es konnten neun Neumitglieder aufgenommen werden. Somit haben die Turnveteranen mit 113 eine neue Rekordzahl Mitglieder. Ernst Jud führte zum letzten Mal als Obmann durch die Generalversammlung der Turnveteranen. Er begrüsste, sehr erfreut über den zahlreichen Besuch, die Albis-Veteranen. Bei Einnahmen von 11 701 Franken und Ausgaben von 11 256 Franken resultierte ein Ertragsüberschuss von 445 Franken. Das Vermögen wurde mit 10 808 Franken ausgewiesen. Der Jahresbeitrag blieb bei 30 Franken. Auch das Budget 2016 mit einem kleinen Plus passierte problemlos. Landauf und landab werden rückläufige Mitgliederzahlen beklagt. Für die Gruppe Albis, im gesamtschweizerischen Vergleich bestandesmässig nicht zu den grossen gehörend, ist es umso erfreulicher, im Etat neun weitere Veteranen vermerken zu können. Leider musste auch nochmals von einem Mitglied Abschied genommen werden.

Die Gründung der Gruppe Albis geht auf das Jahr 1963 zurück, im Vergleich eine noch junge Gruppe. Erst 1968 wurde eine Obmannschaft bestellt, ab 1972 bis 1989 führte der legendäre Affoltemer Obmann Turi Zollinger das Zepter. An der Jahresversammlung vom 18. Mai 1984 – vorher gab es nur mündliche Absprachen – wurden die bis zum 13. Mai 2016 gültigen Satzungen genehmigt. Im Zweck hat sich seither nichts geändert, doch war es an der Zeit, für die ganze Organisation Statuten zu formulieren. Hans Jud hat diese ausgearbeitet und sie wurden in der bereinigten Fassung einstimmig in Kraft gesetzt.

Kurt Dubach ist bereit für seine neuen Aufgaben 2007 hat Ernst Jud die Leitung übernommen, nun ist er im 80. Altersjahr zurückgetreten. Umsichtig und erfolgreich ist er der Gruppe Albis vorgestanden und hat zusammen mit seinen Kameraden in der Obmannschaft wertvolle Arbeit zugunsten der Turnveteranen geleistet. Werni Meier würdigte in einer kurzen Laudatio die Verdienste von Ernst Jud. Der nominierte Nachfolger Kurt Dubach, Jahrgang 1951, wurde von

der Generalversammlung einstimmig gewählt und ist neu Präsident der Turnveteranen Albis. Glanzvoll bestätigt wurden auch alle Bisherigen und die neuen Funktionäre. Im weiteren machte Hans Jud, seit vielen Jahren selbst als «Schreiberling» tätig, auf die prekäre Situation im Pressewesen für die Turnveteranen im Kanton Zürich aufmerksam. Diese hätten es verdient, dass über sie und ihre Anlässe in den Regionalzeitungen und im Turninfo ZTV berichtet wird. Das funktioniere aber nur, wenn Berichterstatter zur Verfügung stünden. Es seien jedoch nur noch ganz wenige, zu wenige. Die kantonale Obmannschaft und die Präsidenten der fünf Zürcher Gruppen Etvv wurden kürzlich schriftlich dazu aufgerufen, diesbezüglich Anstrengungen zu unternehmen, damit die jetzige, unerfreuliche Situation verbessert werden könne. Für die Region Albis bleibt zu hoffen, dass das vom abtretenden Chefredaktor Werner Schneiter («Anzeiger») den Turnveteranen stets entgegengebrachte Wohlwollen auch von seinem Nachfolger Thomas Stöckli übernommen wird. Nach dem obligaten Turnerlied verweilten die Veteranen in geselliger Runde. Hans Jud


Schuhspektakel Freitag, 27. Mai, 8.30 bis 19 Uhr, und Samstag, 28. Mai, 8.30 bis 14 Uhr Bei VABEENE Shoe Manufacture, Alte Steinhauserstrasse 3, 6330 Cham hinter AMAG Zug Aus eigener Produktion nur 1x pro Jahr. Direkter Fabrikverkauf: Modische Damenbequemschuhe zu Tiefstpreisen: Sandalen, Schuhe, Boots und Stiefel. Kollektionsmuster, Auslaufmodelle, Restposten, 2. Wahl. Bitte benützen Sie unbedingt die öffentlichen Verkehrsmittel. Ab Bahnhof Zug Richtung Cham: Stadtbahn S1, bis Alpenblick. Bus 6/7, bis Chamerried. Ab Bahnhof Cham Richtung Zug: Stadtbahn S1, bis Alpenblick. Bus 6/7/8, bis Chamerried, S5 bis Rigiblick. Befolgen Sie bitte die Anweisungen unseres Verkehrsdienstes und lassen Sie sich sicher einweisen. VABEENE Shoe Manufacture Alte Steinhauserstrasse 3, 6330 Cham

Restaurant Brüelmatt, Birmensdorf

Gartenfest mit dem

«DUO LUCKY BOYS» Freitag, 27. Mail 2016, ab 19 Uhr Verlängerung bis 2 Uhr!

Samstag, 28. Mai 2016, ab 19 Uhr mit em Walliser

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041 2016  
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