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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 040 I 173. Jahrgang I Dienstag, 21. Mai 2019

Person festgenommen

Eine Million im Plus

Die Kantonspolizei Zürich hat in Wettswil rund ein Kilo Cannabis sichergestellt. > Seite 3

Die politische Gemeinde Mettmenstetten schloss 2018 besser ab als erwartet. > Seite 7

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Streng geheim Eine Chiffriermaschine stand im Zentrum einer speziellen Museumsführung. > Seite 9

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Musik verbindet Der Musikverein Rötenbach e. V. zu Besuch beim Musikverein Hedingen. > Seite 10

Jubelstimmung im «Panorama» Spital-Abstimmungen: Drei Mal Ja in allen 14 Bezirksgemeinden

Alte Motoren Die Rotary Classic mit Start und Ziel in Affoltern wurde erstmals durchgeführt. > Seite 11

kommentar

Einstimmigkeit als starkes Signal von thomas stöckli

D

Der Spital-Zweckverband wird aufgelöst, in den Nachfolgeorganisationen IKA Pflegezentrum Sonnenberg und gAG Spital machen sämtliche Gemeinden mit. Das ist das Resultat der Spital-Abstimmungen vom Wochenende. Nun geht es um die Leistungsaufträge. ................................................... von thomas stöckli Ein «beeindruckendes Abstimmungsergebnis» durfte Spitaldirektor Michael Buik am Sonntagmittag um 13 Uhr im Restaurant Panorama verkünden: drei Mal Ja aus allen Trägergemeinden zu den Spital-Abstimmungen. Es herrschte Jubelstimmung und hier und dort flossen auch Tränen. Tränen der Freude und der Erleichterung. Eine halbe Stunde später traten im Kasinosaal Affoltern Stadtpräsident Clemens Grötsch und Stefan Gyseler, Präsident der Spital-Betriebskommission, gemeinsam vor die Medien. «Das Thema hat im Säuliamt offensichtlich bewegt», folgerte Grötsch aus der Stimmbeteiligung von über 55 %. Und

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Die Abstimmungs-Resultate wurden am Sonntag im Spital-Restaurant Panorama gefeiert. (Bild Livia Häberling) von den 19 194 Abstimmenden sagten 14 304 (74,5 %) Ja zur Gründung der gemeinnützigen Spital-AG – dies, obwohl der Stadtrat und die Räte von sechs weiteren Gemeinden ihren Einwohnern ein Nein empfohlen hatten. Die Auflösung des trägen Zweckverbands befürworteten gar 91,55 %, für die Gründung der interkommunalen

Anstalt (IKA) Pflegezentrum Sonnenberg sprachen sich 81,32 % aus. Organisatorisch sind die nächsten Schritte durch die Abstimmungsvorlagen weitgehend vorgegeben. Am 27. Juni soll die Delegiertenversammlung einen Liquidationsausschuss wählen, der den Übergang zu den beiden Nachfolgeorganisationen per 1. Januar 2020

umsetzen wird. Die gAG Spital und die IKA Pflegezentrum erhalten je einen eigenen Verwaltungsrat. Die neue Spital-AG wird sich anschliessend um die Leistungsaufträge für die Zeit ab 2022 bewerben. ................................................... > Kommentar rechts, weitere Berichte und Meinungen auf Seite 3 und 5

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Wieder ein zweiter Wer kriegt Synodensitz? Nationalrat Synodale gewählt, Sitzverteilung noch offen fürs Säuliamt Nach der Wahl von Natalie Rickli in den Regierungsrat war klar, dass Martin Haab ihren Sitz im Nationalrat übernehmen würde. Nun hat der Regierungsrat den 57-jährigen Mettmenstetter SVP- Martin Haab. Politiker und Land- (Archivbild) wirt als gewählt erklärt. Mit Haab und Hans-Ulrich Bigler (FDP, Affoltern) stellt das Säuliamt somit künftig wieder zwei Nationalräte. Am Montag, 3. Juni, wird Martin Haab in Bern offiziell vereidigt, gleichzeitig mit Therese Schläpfer, die für Jürg Stahl nachrückt. (tst.)

Am Wochenende fanden die Wahlen zur evangelisch-reformierten Kirchensynode statt. Dem Bezirk Affoltern stehen fünf Sitze zu. Gewählt wurden Denise Hegglin, Pflegefachfrau aus Wettswil, die Bonstetter Pfarrerin Susanne Sauder sowie als dritte Frau Gabriela Bregenzer, Sozialdiakonin aus Obfelden. Auf dem dritten und vierten Platz liegen die beiden Bisherigen Thomas Maurer, Knonauer Pfarrer, und Hans Streit, Architekt aus Hedingen. Nicht mehr gewählt wurde der Aeugster Sozialwissenschaftler Hannes Tanner, der zwar das absolute Mehr erreichte, aber als überzählig ausschied. Die definitive Sitzverteilung ist aber noch offen, da gemäss Wahlreglement innerhalb der einzelnen Wahlkreise keine Mehrheit bei der reformierten Landeskirche ange-

stellt sein darf. Mit Pfarrerin Susanne Sauder, Pfarrer Thomas Maurer und Sozialdiakonin Gabriela Bregenzer ist dies aber der Fall. Nun müssen innerhalb von fünf Tagen alle sechs Kandidierenden, die das absolute Mehr erreicht haben, die Wahlannahme erklären. Dabei besteht die Möglichkeit, die Anstellung bei der Kirche zu kündigen, damit dieser Ausschlussgrund hinfällig ist. Konkret liegt es somit an Gabriela Bregenzer, die am wenigsten Stimmen von den fünf Gewählten erhalten hat, sich zwischen zwei unvereinbaren Funktionen zu entscheiden: Bevorzugt sie die Arbeit in der Kirchensynode, ist sie gewählt, andernfalls gilt Hannes Tanner als gewählt, falls er die Wahl annimmt. (sts) ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3

Wahl verpasst

Wahl-Premiere

100 Jahre

Bei der Gemeinderats-Ersatzwahl in Ottenbach blieben sämtliche Kandidierenden unter dem absoluten Mehr von 434 Stimmen. Das Bestresultat erzielte Yvonne Piguet mit 348 Stimmen, gefolgt von Christine Häusermann, die auf eine Teilnahme im zweiten Wahlgang verzichtet, mit 267 und Willy E. Pfäffli mit 234 Stimmen. Der zweite Wahlgang ist am 1. September. ................................................... > Bericht auf Seite 3

Erstmals hat Hausen die Mitglieder der Hoch- und Tiefbaukommission an der Urne bestimmt. Mit Bestresultat hat die Hausemer Architektin Karin Salamon den Einzug in die Hochbaukommission geschafft, auf Kosten des Bisherigen Toni Schönbächler. In der Tiefbaukommission schafften alle drei Bisherigen die Wiederwahl. Das Nachsehen hatte Kari Burkard. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Die Stiftung Schweizerische Nationalspende SNS hat am vergangenen Freitag auf dem Waffenplatz Reppischtal in Birmensdorf ihr 100-Jahre Jubiläum gefeiert. Den Gutshof Götschihof bezeichnete Stiftungsratspräsident Werner Merk bei dieser Gelegenheit als «Herzstück». Was in Aeugstertal als Trinkerheilanstalt begann, entwickelte sich weiter zum Vorzeigebetrieb. ................................................... > Bericht auf Seite 8

as Knonauer Amt hat sich letzten Sonntag nicht nur sehr deutlich zu seinem Regionalspital bekannt, sondern vor allem auch einstimmig. Alle 14 Gemeinden wollen den Zweckverband auflösen, alle wollen gemeinsam eine IKA Pflegezentrum Sonnenberg mittragen und alle auch die gemeinnützige Aktiengesellschaft Spital. Das ist ein starkes Zeichen, einerseits für den verloren geglaubten Zusammenhalt im Bezirk, der offenbar in der Bevölkerung noch stärker spielt als in den Behörden, andererseits an die Gesundheitsdirektion und deren neue Chefin Natalie Rickli: Das Säuliamt wird auch künftig um sein Regionalspital kämpfen – mit vereinten Kräften. Nun steht es also, das «3x Ja», für das sich in den letzten Monaten so viele mit so viel Herzblut eingesetzt haben. «Es gab Phasen, da habe ich nicht daran geglaubt», musste selbst Spitaldirektor Michael Buik an der Abstimmungsfeier vom vergangenen Sonntag im Spital Affoltern eingestehen. Wir erinnern uns an die vorzeitigen ZweckverbandsAustritts-Abstimmungen von Bonstetten und Hedingen, an die Verschiebung der nun endlich erfolgten Spital-Abstimmungen und an den (umgehend zurückgezogenen) Entscheid des Gemeinderats Wettswil, über die Beteiligungen an der IKA und an der gAG gar nicht abstimmen zu lassen. Jahrelang war darüber spekuliert worden, was die Bevölkerung will und was nicht. Jetzt herrscht in diesem Bereich Klarheit. Nun geht es darum, dem geäusserten Willen auch gerecht werden zu können. In Spitalfragen ist es nämlich der Kanton, der die Marschrichtung vorgibt. Will es weiterbestehen können, muss das Spital Affoltern über 2021 hinaus auf dessen Spitalliste bleiben. Um die Leistungsaufträge ab 2022 muss es sich nun bewerben – mit dem Nachweis der nötigen Fallzahlen und der Wirtschaftlichkeit.


Schiessvereine

BSV Affoltern

Damenriege Obfelden

ABSCHIED

Hauptschiessen Eidg. Feldschiessen 300/50/25 m

TO D E S A N Z E I G E

Traurig nehmen wir Abschied von unserer Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter

Traurig nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Mitglied und Ehrenmitglied

Pia Baumgartner-Jaiza

300 m: Schiessplatz: Hausen am Albis Freitag, 24. Mai 2019 17.30 – 20.00 Uhr Samstag, 25. Mai 2019 9.00 – 12.00 Uhr 13.30 – 16.00 Uhr Sonntag, 26. Mai 2019 10.00 – 12.00 Uhr Schiessplatz: Affoltern am Albis Freitag, 24. Mai 2019 17.00 – 20.00 Uhr Samstag, 25. Mai 2019 9.00 – 12.00 Uhr Sonntag, 26. Mai 2019 10.00 – 12.00 Uhr

Uschi Hausheer-Feuz 28. April 1944 – 13. Mai 2019

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 14. Mai 2019 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen: • Mejreme Hasani, 1983, Staatsangehörige von Kosovo • Abdulaziz Mohamed Nur, 1987, Staatsangehöriger von Eritrea • Mohammed Mohamed Nur, 2011, Staatsangehöriger von Eritrea • Umnia Mohamed Nur, 2014, Staatsangehörige von Eritrea • Zeineb Mohamed Nur, 2016, Staatsangehörige von Eritrea • Thorsten Priewe, 1973, Staatsangehöriger von Deutschland • Anuksan Rajamohan, 2005, Staatsangehöriger von Sri Lanka 21. Mai 2019 Stadtrat Affoltern am Albis

Reglemente und Verordnungen Der Stadtrat Affoltern am Albis hat am Dienstag, 14. Mai 2019, folgendes Reglement einer Teilrevision unterzogen und genehmigt: • Organisations- und Geschäftsreglement Der Beschluss ist der Publikation unter www.amtliche-nachrichten.ch angehängt und liegt während der Rekursfrist bei der Abteilung Präsidiales, 3. Stock, Verwaltungszentrum, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. 21. Mai 2019 Stadtrat Affoltern am Albis

In stiller Trauer Carlo und Elisabeth Baumgartner mit Corina und Reto Lydia Baumgartner und Felix Romeo und Lucia Baumgartner, Malaysia Hugo Baumgartner und Heidi Mario und Dolores Baumgartner mit Nadia und Roman Aniko Baumgartner mit Kristof, Akos und Szandra Verwandte und Freunde

Den Angehörigen entbieten wir unsere herzliche Anteilnahme. Damenriege Obfelden Der Vorstand Die Abdankung ist am Dienstag, 21. Mai 2019, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Ottenbach. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Die Trauerfeier findet am Freitag, 24. Mai 2019, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Knonau statt. Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis. Möchten Sie uns mit einer Spende berücksichtigen: Spital Affoltern, Postkonto 80-7664-4 (Vermerk: LZP Sonnenberg).

50/25 m:

Der Bezirks-Feldchef

Wir sind dankbar für die vielen schönen Jahre, welche wir mit ihr verbringen durften.

Sie hat sich stets mit grossem Engagement für die Förderung der Turnsache eingesetzt. Dafür sind wir ihr sehr dankbar.

Schiessplatz: Bonstetten Freitag, 24. Mai 2019 17.30 – 20.00 Uhr Samstag, 25. Mai 2019 9.00 – 12.00 Uhr 13.00 – 16.00 Uhr Schiessplatz: Hausen am Albis Freitag, 24. Mai 2019 18.00 – 20.00 Uhr Samstag, 25. Mai 2019 10.00 – 12.00 Uhr 14.00 – 16.00 Uhr Sonntag, 26. Mai 2019 10.00 – 12.00 Uhr

15. Juli 1927 – 15. Mai 2019

Traueradresse: Carlo Baumgartner, Chamstrasse 28, 8934 Knonau

Einladung zur Informationsveranstaltung vom 28. Mai 2019 zur neuen Gemeindeordnung

Gemeindeversammlung Ordentliche Kirchgemeindeversammlung vom 30. Juni 2019 Die Stimmberechtigten der reformierten Kirchgemeinde Bonstetten werden auf

Am 17. November 2019 findet voraussichtlich die Urnenabstimmung zur neuen Gemeindeordnung für die Politische Gemeinde Bonstetten statt. Der Gemeinderat lädt die Stimmberechtigten zu folgender Informationsveranstaltung ein am:

Sonntag, 30. Juni 2019, 9.30 Uhr in den Saal des Kirchgemeindehauses

Dienstag, 28. Mai 2019, 20.00 Uhr

Traktanden

Gemeindesaal Bonstetten, Am Rainli 4 An der Informationsveranstaltung besteht die Gelegenheit Anregungen abzugeben. Der Gemeinderat Bonstetten möchte den Stimmberechtigten vorgängig die Möglichkeit geben, sich über den Inhalt der neuen Gemeindeordnung zu informieren. Zur Vorbereitung auf die Veranstaltung kann der Entwurf der neuen Gemeindeordnung im Rahmen einer Synopse unter www.bonstetten.ch / Politik & Verwaltung / Abstimmungen & Wahlen / 17. November 2019, heruntergeladen werden. Wir freuen uns über ein zahlreiches Erscheinen. Bonstetten, 21. Mai 2019 Gemeinderat Bonstetten

Schnuppertag im Naturistenverein Samstag, 25. Mai 2019 Idyll. Gelände bei Aeugst a. A., angrenzend an Naturschutzgebiet, Schwimmbad, Clubhaus, Panoramablick, Bistro, Tischtennis, Pétanque, Grillplatz, Schach. Bekleidete Führungen 10.00 – 12.00, nachmittags ab 12.30 textilfrei. E-Mail: sbs@datazug.ch www.sonnenbad-schoenhalde.ch

zur ordentlichen Gemeindeversammlung eingeladen.

Traktandum 1: Rechnung 2018 Die reformierte Kirchenpflege beantragt der Gemeindeversammlung die Genehmigung der Jahresrechnung 2018 der reformierten Kirche mit CHF 696 781.61 Aufwand und CHF 724 166.24 Ertrag in der laufenden Rechnung. Die Bilanz weist Aktiven und Passiven von CHF 362 951.06 aus. Durch die Zuführung des Ertragsüberschusses von CHF 27 384.63 aus der laufenden Rechnung hat sich das Eigenkapital auf CHF 390 335.69 erhöht. Im Rechnungsjahr 2018 wurden keine Investitionen getätigt. Traktandum 2: Informationen der Kirchenpflege (keine Beschlussfassung). Die Anträge und Akten sowie das Stimmregister liegen im Sekretariat der reformierten Kirchgemeinde während der üblichen Öffnungszeiten zur Einsicht auf. Die Anträge können auch auf der Homepage der reformierten Kirchgemeinde (www.kirchebonstetten.ch) eingesehen werden. Anfragen nach § 51 des Gemeindegesetzes sind der Vorsteherschaft spätestens 10 Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung einzureichen. Bonstetten, 5. Mai 2019 Reformierte Kirchenpflege Bonstetten

En Schmätterling isch jetzt en Stärn

Doris Achermann-Guhl 3. August 1961 – 14. Mai 2019

Jetzt bist du wieder bei deinem geliebten Jeampi. Wir sind unendlich traurig, aber auch glücklich, dass du nicht mehr leiden musst. Du fehlst uns in jeder Sekunde und bleibst für immer in unseren Herzen. Wir vermissen dich.

Adelheid und Werner Guhl Marianne und Jakob Hauser mit Mara und Gina Lisa und Werni Moos mit Sara, Mona und Simon mit Basil Familie Achermann Marianne Bühler und Familie Unser ganz spezieller Dank gilt dem Team der Senevita Obstgarten, besonders dem Pflegeteam 2. Stock für die liebevolle Betreuung unserer Doris. Die Abschiedsfeier mit anschliessendem Apéro findet am Samstag, 15. Juni 2019, 16.30 Uhr, im Pflegezentrum Senevita Obstgarten in Affoltern am Albis statt. Wer gerne dabei sein möchte, ist ganz herzlich dazu eingeladen. Anstelle von Blumenspenden bitten wir auf speziellen Wunsch von Doris um Berücksichtigung der Stiftung Tixi Säuliamt, 8910 Affoltern am Albis, Postkonto 80-23029-6, Vermerk: Doris Achermann. Es werden keine Leidzirkulare verschickt. Traueradresse: Marianne Hauser-Guhl, In den Wässern 4, 8926 Uerzlikon


Bezirk Affoltern

Cannabis-Handel in Wettswil Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagabend, 14. Mai, in Wettswil eine Person festgenommen und rund ein Kilogramm Cannabis sichergestellt. Kurz vor 18.30 Uhr kontrollierten Fahnder der Kantonspolizei Zürich vor Wochenfrist eine 30-jährige Schweizerin. Die Kontrolle der Frau führte mehrere Gramm Cannabis zutage. Gestützt auf weitere polizeiliche Ermittlungen führten Kantonspolizisten eine Hausdurchsuchung am Wohnort eines 58-jährigen Schweizers durch, bei welchem sich die Frau zuvor aufgehalten hatte. Bei der Durchsuchung stellten die Ermittler rund ein Kilo Cannabisprodukte sicher. Die 30-Jährige wurde betreffend Besitz und Konsum von Betäubungsmitteln auf einem Polizeiposten befragt und danach wieder entlassen. Der Wohnungsmieter wurde verhaftet muss sich als mutmasslicher Betäubungsmittelhändler verantworten. Er wurde der Staatsanwaltschaft ZürichLimmat zugeführt.

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Am Donnerstag, 23. Mai, sind Elisabeth und René Hächler-Siegmund in Obfelden 50 Jahre miteinander verheiratet. Wir wünschen den beiden einen schönen Jubeltag und weiterhin freie Fahrt.

Zum 80. Geburtstag In Affoltern wird morgen Mittwoch, 22. Mai, Marianne Zaruski-Bohnenblust auf 80 Lebensjahre zurückblicken dürfen. Wir gratulieren ihr zum runden Geburtstag und wünschen viel Gfreuts und alles Gute.

Dienstag, 21. Mai 2019

Spital-Abstimmungen: Einzig in Stallikon wurde es eng Es bleibt bei den 14 Trägergemeinden fürs Spital und die Langzeitpflege Drei Mal Ja in allen Gemeinden. Das Knonauer Amt hat sich deutlich dafür ausgesprochen, seinem Regionalspital eine Chance zu geben. ................................................... von thomas stöckli «Ich bin extrem erleichtert», so BK-Präsident Stefan Gyseler zum deutlichen und einstimmigen Resultat nach einem langen Abstimmungskampf. «Dass 100 % dabei sind, damit konnten wir nicht rechnen.» Eng wurde es einzig in Stallikon: 568 Ja- zu 536 NeinStimmen betreffend gAG Spital. Schon viel deutlicher sieht es in Wettswil aus. Hier beträgt der Ja-Stimmen-Anteil 58,87 %. Am südlichen Bezirksrand in Knonau wollten 68,36 % auch weiterhin am Spital beteiligt sein, in Affoltern 78,64 %. Über 80 % lag die Zustimmung in Obfelden (86,48 %), Ottenbach (85,45 %), Aeugst (83,68 %), Rifferswil (83,62 %) und Kappel (81,17 %). Das starke Bekenntnis der Region zum Spital sei schön, insbesondere für die langjährigen Mitarbeitenden, allerdings sieht er es auch als Verpflichtung: «Wir müssen kämpfen für die Leistungsaufträge.» Dazu muss es gelingen, auch die Gemeinderäte ins

Drei Mal Ja in sämtlichen Gemeinden: Stefan Gyseler, Präsident der Spital-BK (links) und Stadtpräsident Clemens Grötsch konnten es kurz machen an der Pressekonferenz zu den Spitalabstimmungen im Kasinosaal Affoltern. (Bild Thomas Stöckli) Boot zu holen, die sich für ein Nein ausgesprochen hatten. Erste Gelegenheiten, diesen Schulterschluss anzugehen, bieten sich bereits morgen Mittwoch: Am Nachmittag tagt der Ämtler Gemeindepräsidentenverband, am Abend die Konferenz der Gesundheitsvorsteher. Ein weiterer wichtiger Termin folgt am 27. Mai. Dann wird das Spital Affoltern die neue Regierungsrätin Natalie

Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch

................................................... von bernhard schneider

Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter

Bei einem absoluten Mehr von 1670 Stimmen erreichte Denise Hegglin, Pflegefachfrau aus Wettswil, mit 2943 Stimmen das Spitzenresultat. An zweiter Stelle folgt die ebenfalls neu kandidierende Bonstetter Pfarrerin Susanne Sauder mit 2741. Auch die dritte Frau im Bund, Gabriela Bregenzer, Sozialdiakonin aus Obfelden, schaffte die Wahl mit 2432 Stimmen komfortabel. Fast gleichauf auf dem dritten und vierten Platz liegen die beiden Bisherigen Thomas Maurer, Knonauer Pfarrer, und Hans Streit, Architekt aus Hedingen, mit 2631 beziehungsweise 2610 Stimmen. Nicht mehr gewählt wurde der Aeugster Sozialwissen-

Gemäss Wahlreglement darf innerhalb der einzelnen Wahlkreise keine Mehrheit bei der reformierten Landeskirche angestellt sein. Mit Pfarrerin Susanne Sauder, Pfarrer Thomas Maurer und Sozialdiakonin Gabriela Bregenzer ist dies aber offensichtlich der Fall. Gemäss dem Mediensprecher der reformierten Kirche des Kantons Zürich, Nicolas Mori, handelt es sich um eine Premiere, denn seit der Einführung dieser Bestimmung im Jahr 2010 ist erstmals in einem Wahlkreis eine Mehrheit kirchlicher Mitarbeitender in die Synode gewählt worden. Das Prozedere verläuft nun wie folgt: Innerhalb von fünf Tagen müssen alle sechs Kandidierenden, die das absolute Mehr erreicht haben, die Wahlannahme erklären. Dabei besteht grundsätzlich auch

Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

Spital Affoltern», zog Stadtpräsident Clemens Grötsch Bilanz und versprach, dass der Stadtrat, der sich im Abstimmungskampf noch vehement gegen das Spital eingesetzt hatte, dieses nun im Rahmen seiner Möglichkeiten vorbehaltlos unterstützen werde. Keine Auswirkungen habe der Volksentscheid allerdings auf andere Bereiche. So werde die Stadt Affoltern an ihrem Spitex-Alleingang festhalten.

Spitzenresultat von Denise Hegglin – definitive Sitzverteilung offen schaftler Hannes Tanner, der mit 2179 Stimmen zwar das absolute Mehr erreichte, aber als überzählig ausschied. Klar abgeschlagen auf dem letzten Platz landete Urs Stettler, Kappel, mit 1084 Stimmen.

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Rickli und die Chefbeamten der Gesundheitsdirektion über seine Strategie orientieren und im Gegenzug deren Feedback und Ideen einholen. In Zusammenarbeit mit dem Stadtspital Triemli und dem Zuger Kantonsspital geht es dann darum, die Strategie zu schärfen und vom Papier in die Umsetzung zu bringen. «Die Bevölkerung des Knonauer Amts stellt sich ganz klar hinter das

Synodenwahl: Frauen setzen sich durch Am Wochenende haben die Angehörigen der evangelischreformierten Kirche ihr Parlament, die Synode, neu gewählt. Ob die fünf Sitze tatsächlich gemäss Wahlprotokoll verteilt werden, ist allerdings noch offen.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

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Ein Fragezeichen

die Möglichkeit, die Anstellung bei der Kirche zu kündigen, damit dieser Ausschlussgrund bei der ersten Sitzung der Synode hinfällig ist. Konkret liegt es somit an Gabriela Bregenzer, sich zwischen zwei unvereinbaren Funktionen zu entscheiden: Bevorzugt sie die Arbeit in der Synode, ist sie gewählt, andernfalls gilt Hannes Tanner als gewählt, falls er die Wahl annimmt. Unabhängig davon, ob nun Gabriela Bregenzer oder Hannes Tanner den fünften Sitz einnimmt: Das Argument der Verjüngung hat offensichtlich gezogen. An der Spitze liegt die jüngste Kandidatin, geboren 1981. Die beiden ältesten unter den sieben Bewerberinnen und Bewerbern für die fünf Sitze in der Synode mit den Jahrgängen 1949 und 1946 dagegen liegen am Schluss der Rangliste. Die Stimmbeteiligung bei den Wahlen zur Synode belief sich auf 31 Prozent. Sie lag damit markant tiefer als bei den eidgenössischen Abstimmungen, an denen sich im Bezirk Affoltern 56 Prozent beteiligten – eine bemerkenswert hohe Zahl, vergleicht man mit 43 Prozent im kantonalen

Durchschnitt. Die Mobilisierung, die zweifellos die Spitalabstimmungen zustande gebracht haben, wirkte sich somit zwar auf die eidgenössischen Vorlagen, nicht aber auf die Wahlen in die Synode aus.

Bekenntnis zum Fusionsprozess Eine kirchenpolitische Stellungnahme gab vor den Wahlen namentlich Susanne Sauder ab: «Ich möchte das gelingende Zusammen-Wachsen von Kirchgemeinden unterstützen, um unserer reformierten Landeskirche einen überzeugenden und mutigen Start in die nächsten 500 Jahre zu ermöglichen: Dass wir im Kleinen weiterhin nahe bei den Menschen in unseren Gemeinden sind und im Grossen zeigen, dass wir in der Gesellschaft etwas zu sagen und für die drängenden Fragen unserer Zeit Sinnvolles beizutragen haben.» Auch Hans Streit bekannte sich ausdrücklich zum Fusionsprozess der Kirchen im Bezirk Affoltern. Die Resultate zeigen, dass diese Positionsbezüge von den Wählerinnen und Wählern positiv aufgenommen wurden.

Zweiter Wahlgang in Ottenbach

Gemeinderats-Ersatzwahl: Alle drei verfehlten das absolute Mehr Zwei Kandidatinnen und ein Kandidat blieben bei der Gemeinderats-Ersatzwahl in Ottenbach unter dem absoluten Mehr. Die Chancen, dass Yvonne Piguet den Sprung in die Exekutive im zweiten Wahlgang am 1. September schafft, sind sehr gut. Nachdem Finanzvorstand Hubert Treichler nach nur einem Jahr im Amt demissioniert hat, war in Ottenbach am Wochenende eine Ersatzwahl in den fünfköpfigen Gemeinderat nötig.

Mit Yvonne Piguet, Christine Häusermann und Willy E. Pfäffli bewarben sich drei Parteilose um den Sitz. Alle drei blieben am Sonntag unter dem absoluten Mehr von 434 Stimmen. Das Bestresultat erzielte Yvonne Piguet mit 348 Stimmen – sie, die vor Jahresfrist bei den ordentlichen Gemeinderatswahlen das absolute Mehr erreicht hatte, aber als Überzählige über die Klinge springen musste. Die Finanzfachfrau tritt nun am 1. September 2019 beim zweiten Wahlgang nochmals an – mit guten Chancen, den Sprung in die Ottenbacher Exeku-

tive im dritten Anlauf zu schaffen. Denn das Feld der Kandidierenden wird zumindest kleiner. Auf Anfrage erklärte Christine Häusermann, gelernte Kauffrau, dass sie auf eine Teilnahme im zweiten Wahlgang verzichte und «selbstverständlich» Yvonne Piguet unterstützen werde. Sie erreichte 267 Stimmen – 33 mehr als Willy E. Pfäffli. Der ehemalige Gewerbevereinspräsident und Gewerbler lässt noch offen, ob er beim zweiten Wahlgang nochmals antritt. Die Stimmbeteiligung beim Urnengang vom Sonntag: 50,3 Prozent. (-ter.)

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Todesfälle

Beschlüsse der Kirchgemeindeversammlung vom 19. Mai 2019 Die von 23 Stimmberechtigten besuchte Gemeindeversammlung der reformierten Kirchgemeinde fasste folgende Beschlüsse: • Genehmigung der Jahresrechnung 2018 Bei der Bezirkskirchenpflege Affoltern am Albis können, von der Veröffentlichung an gerechnet, • innert 5 Tagen Rekurs wegen Verletzung der politischen Rechte sowie der Vorschriften über ihre Ausübung • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Das Protokoll der Kirchgemeindeversammlung liegt ab dem 31. Mai 2019 auf dem Kirchensekretariat auf und kann auf der Homepage der reformierten Kirche Hausen eingesehen werden.

Kappel am Albis Am 14. Mai 2019 ist in Affoltern am Albis verstorben:

Achermann geb. Guhl Doris geb. 3. August 1961, von Kappel am Albis ZH, wohnhaft gewesen im Senevita Obstgarten, Affoltern am Albis. Gemeindeverwaltung Kappel am Albis

Knonau Am Mittwoch, 15. Mai 2019, ist in Affoltern am Albis gestorben:

Baumgartner-Jaiza, Pia Jola geboren am 15. Juli 1927 von Cham ZG, wohnhaft gewesen in Knonau, mit Aufenthalt in der Langzeitpflege Sonnenberg, Affoltern am Albis. Die Beisetzung mit anschliessender Abdankungsfeier findet am Freitag, 24. Mai 2019, um 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche in Knonau statt. Bestattungsamt Knonau

Reformierte Kirchenpflege Hausen am Albis, 19. Mai 2019

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Stellenanzeiger Primarschule Bonstetten Unsere Schule sucht ab 19. August 2019

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Praktikantin / Praktikant (100 %) für 12 Monate auf der Primarstufe und der Kindergartenstufe Wer wir sind: • eine Schule mit rund 600 SchülerInnen • ein motiviertes Team, eine erfahrene Schulleitung, eine innovative Schulpflege Was wir bieten: • Arbeit in einem aufgeschlossenen, engagierten Team • einen attraktiven Arbeitsplatz im schönen Bonstetten mit optimaler Erschliessung durch die öffentlichen Verkehrsmittel • Mitarbeit in allen Schuleinheiten und als Unterstützung der Lehrpersonen an der Primarschule oder im Kindergarten Wen wir suchen: • eine motivierte Person die gerne organisiert, Freude an der Arbeit mit Kindern hat, zuverlässig und flexibel ist und gerne Verantwortung trägt • eine innovative Person, der die Förderung von Kindern Freude bereitet und die gerne vernetzt in einem Team arbeitet Das Praktikum eignet sich gut als Vorbereitung für einen Einstieg in einen sozialen oder pädagogischen Beruf oder Studium. Fühlen Sie sich angesprochen? Dann freuen wir uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen: c.roten@primarschule-bonstetten.ch Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne unser Schulleiter C. Roten, Tel. 044 700 43 60 oder c.roten@primarschule-bonstetten.ch www.primarschule-bonstetten.ch


Bezirk Affoltern

Dienstag, 21. Mai 2019

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Den Sekt, bitte! Nach dem klaren Resultat wurde im Spital Affoltern gefeiert – Wortmeldungen der Abstimmungssieger

I

m Pavillon des Spitals Affoltern gab es am frühen Sonntagnachmittag Schaumwein, ganz viel Schaumwein. Und es gab Umarmungen und Küsse und Jubel und Gelächter und überhaupt: ganz viel Erleichterung. «Es isch de Hammer!», sagten die eher Zurückhaltenden, «Es isch so affegeil!», die Hemmungsloseren. «Es stand sehr viel auf dem Spiel», resümierte Nicole Keller, die Mediensprecherin des Spitals, nachdem auch die letzte Gemeinde ausgezählt war. «Die Bevölkerung hat mit uns gekämpft. Nun fängt für uns die eigentliche Arbeit an, um fit fürs 2022 zu werden.» «Nie im Läbä» hätte Martin Diethelm, Gründungsmitglied des Vereins Ja zum Spital Affoltern, ein so deutliches Resultat erwartet. Dass alle 14 Gemeinden drei Mal ja stimmten, sei genial: «Das Volk will dieses Spital.» Auch Randgemeinden wie Stallikon oder Wettswil, deren Bevölkerung eher Triemli-orientiert sei, hätten damit ihre Zugehörigkeit zum Säuliamt

bekräftigt. Für den Verein folge nun eine Ruhephase, jedoch sei erneute Unterstützung denkbar, gerade auf dem Weg des Spitals, im Jahr 2022 wieder auf die Spitalliste zu kommen.

«Klares Zeichen an die Gesundheitsdirektion» Auch David Koller, der Vereinspräsident, zeigte sich erleichtert, mahnte aber: «Es ist wichtig, jetzt nicht abzuheben.» Die nächste Hürde warte bereits: der Verbleib auf der Spitalliste. «Die Deutlichkeit des Resultats ist ein wichtiges Zeichen an die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich», so Koller. Auch EVP-Kantonsrat und Vereinsmitglied Daniel Sommer war an der Feier anzutreffen. Er wertete das Ergebnis als «einen weitsichtigen Entscheid für die Solidarität». Die Bevölkerung habe gezeigt, dass sie nicht nur den Steuerfuss im Auge habe, sondern beispielsweise auch die Attraktivität des Standorts Affoltern. (lhä)

«Prost!» Nachdem das Resultat der letzten Gemeinde bekannt war, wurde im Pavillon gefeiert. (Bilder lhä)

Die Erleichterung über den Abstimmungserfolg war unter Spitalmitarbeitenden und Sympathisanten riesig.

stimmen zu den spital-abstimmungen

«Wichtiges Zeichen «Nun, jetzt ist an den Kanton» es so»

«Emotionaler Entscheid»

«Hoffe, die Kritiker «Ich schliesse sind jetzt still» dieses Kapitel»

Als einen richtigen Entscheid wertet Toni Bortoluzzi das klare Votum der Bevölkerung für «ihr Spital. «Das ist eine klare Botschaft und ein wichtiges Zeichen an den Kanton und die Gesundheitsdi- Toni Bortoluzzi. rektion, dass die Bevölkerung hinter dem Spital steht und es erhalten will.» Die Emotionen hätten eine wichtige Rolle gespielt beim Entscheid, «das ist ja nichts Schlechtes». Aus gesundheitspolitischer Sicht, so ist der ehemalige Gemeindepräsident von Affoltern überzeugt, sei es richtig und auch möglich, ein Kleinspital weiterzubetreiben. Ein Kleinspital sei für eine Region mit 50 000 Menschen eine gute Sache. Die Zukunftschancen für das Spital sind mit dem Ja der Bevölkerung massiv gestiegen, ist Bortoluzzi überzeugt. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gesundheitsdirektion respektive der Regierungsrat nun sagen wird, wir schliessen das Spital.» Eine Regierung könne nicht einfach am Plebiszit der Leute vorbeipolitisieren. Gleichzeitig sei nun aber wichtig, dass das Spital die Weichen für die Zukunft richtig stelle, sagt der ehemalige Nationalrat. Er hoffe, die Betriebskommission habe die Zeichen der Zeit erkannt und werde nun die richtige Strategie wählen, um sowohl das Stärken des Spitals wie auch eine Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Es gehe nun darum, im Hinblick auf die Vergabe des Leistungsauftrags durch den Kanton für die Zeit ab 2022 klar herauszuarbeiten, welche Leistungen man weiterführen oder künftig anbieten möchte. Das Spital müsse nun beweisen, dass es imstande sei, mit einer klaren Spezialisierung überleben zu können und es auf die Spitalliste zu schaffen. Er sei überzeugt, dass die Betriebskommission das schaffen werde, sonst hätte er nicht dreimal Ja gestimmt. Das Spital Affoltern habe einige Stärken einzubringen. Etwa die örtlich angeschlossene Langzeitpflege oder auch die Zusammenarbeit mit den Hausärzten. In einer Zeit, da die Verfügbarkeit von Hausärzten zunehmend schwieriger werde, biete ein Kleinspital die ideale Voraussetzung, einen 365-Tage-im-Jahr-Ersatz anzubieten. (sts)

«Das Resultat ist zu respektieren.» So reagierte ein enttäuschter Bertram Thurnherr auf den Ausgang der Spitalabstimmung. «Es gab viele Leute, die dem Spital nicht den Todesstoss versetzen wollten, Bertram sondern sich sag- Thurnherr. ten, die Spitalliste solle in einem späteren Zeitpunkt darüber entscheiden.» Den Befürwortern des Spitals und ihrer massiven Kampagne sei es gelungen, die Emotionen in den Vordergrund zu stellen und die ökonomischen Realitäten in den Hintergrund zu drängen. Denn der Entscheid sei klar ein emotionaler gewesen. Zudem sei die Vorlage derart komplex gewesen, dass sich viele Leute hätten emotional leiten lassen. Doch jeder, der sich intensiv mit wirtschaftlichen Fakten und finanziellen Konsequenzen auseinandergesetzt habe, hätte zwangsläufig mit zweimal Nein stimmen müssen, so Thurnherr. Sind die Chancen auf einen Fortbestand des Spitals mit dem Entscheid der Bevölkerung gestiegen? «Überhaupt nicht», sagt Thurnherr. Ob Affoltern auf die Spitalliste des Kantons komme, könne heute niemand sagen. Thurnherr glaubt auch nicht, dass das klare Bekenntnis der Bevölkerung zum Spital einen Einfluss auf den Entscheid der Regierung haben wird: «Die Spitalliste wird aufgrund von Fallzahlen und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Spitals erstellt. Die Fallzahlen in Affoltern sind klein, die Wirtschaftlichkeit ist ungenügend.» Dies könne man auch nicht mit einem solchen Abstimmungsausgang kompensieren. Die Regierung müsse ihren Entscheid nach klar vorgegebenen Kriterien fällen, sie könne nicht für irgendeine Region eine Ausnahme machen. Das wäre als Präjudiz gegenüber andern Regionen schwierig zu vertreten. Die Solviva hätte als privater Player das Spital als Gesundheits- und Pflegezentrum weiterbetreiben wollen. «Das wäre eine Ersatzlösung gewesen, die wir angeboten haben», sagt Thurnherr. «Doch das ist nun obsolet geworden. Das Thema ist für die Solviva erledigt.» Auch für Thurnherr ist die ganze Spitalfrage nun beendet. «Ich werde mich nicht mehr weiter engagieren.» (sts)

Nein, sagte Irene Enderli, das hätte sie so nicht erwartet, dieses sehr deutliche Abstimmungsergebnis. Die ehemalige Gemeindepräsidentin von Affoltern zeigte sich über das Endresultat sehr Irene Enderli. erfreut: «Für mich ist das grossartig. Es freut mich ausserordentlich, dass die Bevölkerung gezeigt hat, dass sie hinter ihrem Spital steht und dass sie dieses Spital gemeinsam weiterführen will.» Dem Stadtrat, so glaubt sie, habe in der Spitalfrage das Gespür für die Bevölkerung gefehlt. «Das Spital ist eine wichtige Institution mit einer langen Geschichte. Neben dem Standortvorteil, den es bringt, stehen viele Arbeitsplätze auf dem Spiel.» Ihres Erachtens sei es falsch, dass der Stadtrat so vorgeprescht sei und im Februar die Nein-Parole herausgegeben habe, so Enderli, die Mitglied im Verein Ja zum Spital Bezirk Affoltern ist. «Ich konnte das nicht verstehen, und auch die Bevölkerung hat nun mit dieser hohen Stimmbeteiligung und dem klaren Resultat deutlich gezeigt, dass sie in dieser Sache eine andere Meinung hat.» Für den Stadtrat gelte es nun, das Resultat zu akzeptieren und die Betriebskommission arbeiten zu lassen. Mit der Auflösung des Zweckverbandes und der Bewerbung für die Leistungsaufträge des Kantons stehe auch in nächster Zukunft viel Arbeit an. Da warte eine sehr intensive Arbeit, zu der es Ruhe brauche. «Deshalb erwarte ich, dass der Stadtrat die Spitalbehörden unterstützt, sodass das nun reibungslos läuft.» Für den Bezirk Affoltern sei es ausserdem wichtig, dass die Vernetzung wieder einen grösseren Stellenwert erhalte. «In diese Richtung dürfte der Stadtrat dieses Abstimmungsergebnis wohl auch interpretieren.» Die Bevölkerung hat einen klaren Willen geäussert. Diesem Willen muss der Stadtrat nun nachkommen. In den letzten Monaten habe es insbesondere in den Leserbriefspalten viele negative Wortmeldungen gegeben. Sie wünsche sich, dass es damit nun vorbei sei: «Ich hoffe sehr, dass diese Kritiker das demokratische Abstimmungsresultat akzeptieren und jetzt still sind.» (lhä)

«Es war ein klares Resultat, das es zu akzeptieren gilt», resümierte Katrin Röthlisberger, Gemeindepräsidentin von Wettswil. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hätten sich grossmehrheitlich für Katrin die drei Vorlagen Röthlisberger. ausgesprochen und damit eine grosse Solidarität mit dem Spital Affoltern gezeigt: «Denn gemäss uns vorliegenden Zahlen aus dem Jahr 2017 lassen sich 75 Prozent der Wettswilerinnen und Wettswiler nicht im Spital Affoltern behandeln.» Sie sei überrascht gewesen, wie deutlich die Resultate im ganzen Bezirk ausgefallen sind. Dennoch glaubt Katrin Röthlisberger nicht, dass das Resultat in Wettswil so deutlich ausgefallen ist, weil der Gemeinderat die Vorlagen ursprünglich nicht vors Volk bringen wollte: «Ich denke nicht, dass dieser Entscheid das Ergebnis gross beeinflusst hat.» Auch in Stallikon sei an der vorberatenden Gemeindeversammlung nicht die Drei-Mal-Ja-Parole gefasst worden, stattdessen wurde dem Stimmvolk ein Ja-Nein-Nein empfohlen. «Trotzdem kam auch in Stallikon ein dreifaches Ja zustande.» Vielmehr zeige dieses Resultat, welch grosses Vertrauen die Bürgerinnen und Bürger dem Spital Affoltern entgegenbrächten. Aus Sicht von Röthlisberger gibt es zwei weitere Gründe fürs eindeutige Abstimmungsresultat: «Die grosse Werbekampagne des Spitals dürfte viel zum Entscheid beigetragen haben.» Kritisch sieht sie auch die Berichterstattung des «Anzeigers»: «Ich habe die Berichterstattung nicht immer als ausgewogen erlebt.» Und letztlich seien wohl auch einige Stimmbürgerinnen und -bürger ihrem Bauchgefühl gefolgt. «Ich habe einige Reaktionen erhalten und glaube, dass die Bevölkerung bei dieser Abstimmungsvorlage und mit dem Durchlesen des Dossiers ziemlich gefordert war. Es wäre spannend zu wissen, wie viele der Abstimmenden die Unterlagen wirklich vollständig durchgelesen haben.» «Nun, jetzt ist es so», resümiert Röthlisberger. Gefordert sei nun insbesondere auch die Betriebskommission: «Der Gemeinderat Wettswil ist nun gespannt auf die nächsten Schritte und darauf, was vom Gremium erwartet werden darf.» (lhä)

«Ich bin schon daran, Unterlagen wegzuwerfen», gab Hans Roggwiler per Telefon aus Antalya zu Protokoll. 91.5 Prozent der Abstimmenden im Säuliamt hatten sich an der Urne für die Auflösung Hans Roggwiler. des Zweckverbands ausgesprochen – das sei für den Verein Pro Zweckverband Spital Affoltern eine klare Niederlage. «Ich habe mich sieben Jahre für eine Idee eingesetzt. Natürlich bin ich traurig, nun zu sehen, dass es nicht gelungen ist, die Mehrheit der Bevölkerung zu sensibilisieren.» «Aber eigentlich», resümierte der Ex-Zwilliker, «war es mir in meinem Leben noch nie vergönnt, auf der Siegerseite zu stehen.» Seine Rolle sei es immer schon gewesen, zu analysieren und auf wunde Stellen aufmerksam zu machen. Hans Roggwiler ist überzeugt, dass auch Unkenntnis der Tatsachen zu diesem Abstimmungsergebnis geführt habe. Der Trend, das zeige das Resultat, verlaufe gegen seinen Verein. «Allerdings», fügt er an, «waren auch die Voraussetzungen gegen uns. Wir konnten nicht so publizieren, wie wir es wollten.» Aus seiner Sicht hat die Säuliämtler Stimmbevölkerung die Katze im Sack gekauft. Er hofft nun, dass sie sich in zweieinhalb Jahren nicht über den Tisch gezogen fühlt. Denn für Hans Roggwiler ist klar: «Im Alleingang schafft es das Spital Affoltern nicht mehr auf die Spitalliste.» Die Betriebskommission habe die Stimmbevölkerung mit falschen Versprechungen gelockt, indem sie den Leuten indirekt gesagt habe, das Spital werde nur gerettet, wenn die Bevölkerung ihre Mitsprache aufgebe. Mit dem Resultat sei die Demokratie ein weiteres Mal geschwächt worden. Wie geht es nun weiter mit seinem Verein? «Es kann sein, dass andere Vereinsmitglieder den Faden wieder aufnehmen. Doch es kann auch sein, dass es für sie bei diesem deutlichen Entscheid nichts mehr zu diskutieren gibt. Man muss den Wählerwillen akzeptieren. Es ist, wie es ist.» Und Hans Roggwiler? «Ich persönlich schliesse dieses Kapitel und werde mich trösten, indem ich meinen letzten Lebensabschnitt an schöner Lage mit Meersicht geniesse.» (lhä)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 21. Mai 2019

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Ausgezeichnete Rechnungsabschlüsse Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Mettmenstetten Die Rechnung 2018 der Politischen Gemeinde Mettmenstetten (ohne Primarschulgemeinde) weist einen Ertragsüberschuss von 1,016 Mio. Franken aus. Dieser gute Abschluss wirkt sich positiv auf die Finanzplanung und den künftigen Kreditbedarf (Erweiterung Schulanlage: 28,5 Mio. Franken) aus. Die Politische Gemeinde schliesst mit einem Ertrag von 14,392 und einem Aufwand von 13,375 Mio. Franken. Damit fällt die Rechnung 2018, gemessen am Budget, um 0,753 Millionen Franken besser aus. Alleine aus der Position «Finanzen und Steuern» ergeben sich Mehrerträge in der Höhe von 0,710 Mio. Franken. Der gegenüber dem Budget ausgewiesene Gesamtertrag liegt um 8.15 % oder 0,994 Mio. Franken höher; für die Ausgaben betragen diese Werte 2,54 % oder 0,331 Millionen Franken. In der Investitionsrechnung resultieren bei Ausgaben von 4,261 und Einnahmen von 1,963 Millionen Franken Nettoinvestitionen von 2,298 Millionen Franken. Geplant waren Nettoinvestitionen von 3,971 Millionen Franken. Wesentliche Verschiebungen ergaben sich durch Minder- bzw. verzögerte Investitionen. Der Eigenkapitalbestand beträgt neu 35,2 Millionen Franken. Per 1. Juli 2018 sind die Primarschulgemeinde und Politische Gemeinde zu einer Einheitsgemeinde vereinigt worden. Unabhängig davon ist die Rechnungslegung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 je separat erfolgt. Per 1. Januar

Politische Bildung fördern Im Rahmen seines «Jahrs der Milizarbeit» hat der Schweizerische Gemeindeverband (SGV) das Büchlein «Meine Gemeinde, mein Zuhause» herausgegeben, in dem Kindern die Funktion und Aufgaben von Gemeinden sowie das Milizsystem auf bildhafte Art nähergebracht wird. Der SGV hat letzte Woche das 28-seitige Büchlein «Meine Gemeinde, mein Zuhause» im «Pixi»­Format (10x10 Zentimeter) veröffentlicht. Es ist für Drittklässlerinnen und Drittklässler gedacht und soll sie motivieren, sich konkret mit ihrer Gemeinde auseinanderzusetzen. «Meine Gemeinde, mein Zuhause» ist aber ebenso für ältere Leser interessant, denn vielen Erwachsenen ist nicht bewusst, dass die Städte und Gemeinden für praktisch alle wesentlichen Lebensbereiche Verantwortung tragen. Das Büchlein stärkt somit die Identifikation mit der Gemeinde als Lebens-, Schul- und Arbeitsort. Im besten Fall trägt es dazu bei, dass sich zukünftig wieder mehr Leute in ihrer Gemeinde engagieren – ganz im Sinne des «Jahrs der Milizarbeit» des SGV. Das Büchlein zeigt, welche Vielfalt an Aufgaben eine Gemeinde zu erledigen hat: von der Wasserversorgung und Abwasser-/Abfallentsorgung über die Kinderbetreuung, die Gesundheitsversorgung und Alterspflege bis hin zur Instandhaltung der Strasseninfrastruktur. Eine Doppelseite ist den Themen Gemeindeexekutive und Milizsystem gewidmet. Daneben erfahren die (kleinen) Leserinnen und Leser viele wissenswerte Fakten, unter anderem über die Feuerwehren, die Rettungsdienste und die Bedeutung der Ortsvereine. (pd.)

Die Fusswegverbindung von der Oberen Fischbachstrasse zur Überbauung Niederfeld wird instand gestellt. (Bild zvg.) 2019 hat die Konsolidierung der Haushalte stattgefunden. Der Bereich Schule wird fortan als eigene Funktion in der Rechnung der Politischen Gemeinde ausgewiesen. Die Jahresrechnung 2018 schliesst bei einem Aufwand von Fr. 9 304 833.23 und einem Ertrag von Fr. 9 328 827.27 Franken mit einem Überschuss von Fr. 23 994.04 – budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 367 600 Franken. Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von Fr. 2 085 792.25 aus.

Liegenschaften/Strassen Für die Instandstellung der von der Oberen Fischbachstrasse bis zur Überbauung Niederfeld führenden Fusswegverbindung, welche als Folge des kurz vor der Vollendung stehenden Doppelkindergartenneubaus zudem als Notzufahrt ausgestaltet wird, ist

ein Baukredit von 69 400 Franken gesprochen worden. Das bis zu dessen Beanspruchung als Blumenwiese angelegte, im Zugangsbereich des Friedhofs rechts liegende Erdbestattungsfeld weist markante Setzungen auf. Für die veranlasste Auffüllung und den Ersatz der entlang der Brüelstrasse liegenden Drahtgittereinzäunung ist eine Ausgabe von 20 000 Franken gutgeheissen worden. Im Hinblick auf die Badisaison 2019 sind folgende Unterhaltsarbeiten zu 40 000 Franken in Auftrag gegeben worden: Ersatz Schwimmbeckenroste/Holzroste Kinderplanschbecken; Neuanschaffung Säureersatzdosierpumpe; Sandreinigung Beach-Volleyball-Anlage; Ersatz Duschentüre; äussere Malerarbeiten Umkleide-, Betriebs-, Sanitäts- und Kioskgebäude; sicherheitstechnische Mängelbehebung Spielgeräte. Für die Instandstellung des in Herferswil auf Privateigentum stehenden, neben dem Feuerwehrgerätehäuschens liegenden, für die Öffentlichkeit frei zugänglichen Dorfbrunnens wurde zudem ein Kredit von 7200 Franken bewilligt. Aufsteigende Feuchtigkeit im Sockelbereich der Liegenschaft Obere Fischbachstrasse bedingen einen baulichen Eingriff zu 10 500 Franken. Auf Ersuchen des Kavallerievereins des Bezirkes Affoltern ist der vorzeitigen Verlängerung des Nutzungsvertrags Reitplatz Bollet bis zum 31. März 2032 zugestimmt worden. Jugendliche haben dem Gemeinderat den Wunsch unterbreitet, dass im Bereich des Jugend- und Gemeinschaftszentrums Sputnik eine Skate-

parkanlage realisiert wird. Im Sinne eines Versuchsbetriebs wird dort vorerst für die Dauer von 3 Monaten mietweise eine Miniramp-Skateanlage zu 13 000 Franken aufgestellt. Nachher soll ausgewertet werden, ob sich Investitionen von ca. ¼ Mio. Franken für eine permanente Anlage aufgrund des Kosten-/Nutzenverhältnisses rechtfertigen.

Ferner hat der Gemeinderat ... • das in den Grundzügen aus dem Jahr 2000 stammende und mehrfach überarbeitete Leitbild überarbeitet, sowie die Legislaturziele 2018–2022 festgelegt (ausführliche Berichterstattung in der Dorfzeitung mir Mättmistetter Nr. 271 April/Mai). • dem Abschluss eines Dienstbarkeitsvertrages zugestimmt, welcher der Öffentlichkeit bei der in Ausführung stehenden, zwischen Grundreben- und Grossholzerstrasse liegenden Arealüberbauung ein Fusswegrecht einräumt. • im Hinblick auf die Badisaison 2019 Präzisierungen am Kiosk-Pachtvertrag, dem Schwimmbadreglement (Öffnungszeiten) sowie am Reglement Billettkontrolle/-verkauf vorgenommen. • das gemäss Ökoqualitätsverordnung für das Gemeindegebiet Mettmenstetten überarbeitete Vernetzungsprojekt, an welchem sich 33 Bewirtschafter (ca. 75% der örtlichen Landwirtschaftsbetriebe) beteiligen, zur Festsetzung dem kantonalen Amt für Landschaft und Natur eingereicht. • die je zwei aus den Jahren 1982 und 1987 bzw. 1984 und 1986 stammenden Inventare kommunale Natur- und

Kein zweiter Wahlgang in Hausen

Die Hoch- und Tiefbaukommission sind vollzählig Mit der Hausemer Architektin Karin Salamon erreichte eine neue Kandidatin mit dem besten Resultat den Einzug in die Hochbaukommission Hausens; auf Kosten des Bisherigen Toni Schönbächler. Überraschend erreichte Architektin Karin Salamon als Neue das mit Abstand beste Resultat bei der Wahl in die Hausemer Hochbaukommission vor den Bisherigen Kurt Gaisser und Thomas Frick. Toni Schönbächler (bisher) erreichte das absolute Mehr ebenfalls, schied aber als überzähliger aus. Nicht gewählt wurden Rolf Bachmann und Hans-Jörg Hartmann.

«Das gute Resultat hat mich berührt, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Ich habe mich erkundigt, was es bedeutet, damit ich das Amt pflichterfüllen Neu gewählt mit bewusst kann», kommenBestresultat: tierte Salamon ihr Karin Salamon. gutes Resultat bei 44,5 Prozent Stimmbeteiligung. Auf die Frage, ob bei ihrer Wahl auch ein Frauenbonus mitgespielt habe, antwortete die Hausemer Architektin: «Das kann schon sein. Aber ich finde, die Arbeit sollte in einem solchen Amt in erster Linie zählen und nicht das Geschlecht.»

«Hätte gerne weitergemacht» Der abgewählte Toni Schönbächler mochte seine Enttäuschung über die Abwahl nicht verbergen. Er sagte: «Es ist schade, denn ich habe das Amt gerne ausgeübt. Aber die Wahl ist zu akzeptieren, auch wenn ich gerne weitergemacht hätte. Es wird mir deswegen auch künftig bestimmt nicht langweilig.» Ausgeglichener endete die Wahl der Tiefbaukommission, wo alle drei Bisherigen die Wiederwahl schafften: Katja Krauer von Andreas Lüscher und Renato Eyer. Nicht gewählt wurde Kari Burkard, der sich im Nachhinein aufstellen liess. Die Wahlbeteiligung betrug 41,2 Prozent. (map.)

Eidgenössische Vorlagen: So haben die Ämtler abgestimmt Die ausserordentlich hohe Stimmbeteiligung im Bezirk Affoltern (ca. 56 %) dürfte den Spital-Abstimmungen geschuldet sein. Ansonsten zeigte sich ein ähnliches Bild wie auf kantonaler und nationaler Ebene: Die AHV-Steuer-Vorlage wurde deutlich angenommen, nur in Bonstetten lag der JaStimmen-Anteil unter 65 %. Am deutlichsten das Resultat in Maschwanden: Von 251 Abstimmenden sagten 183 (72,91 %) Ja. Viel breiter war der Streubereich bei der Abstimmung zur Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie. In Maschwanden wurde diese Vorlage von 58,14 % der Abstimmenden gutgeheissen, in sechs Gemeinden lag die Zustimmung bei über 70 %. In Wettswil legten 1386 von 1871 (74,08 %) ein Ja in die Urne – respektive ins Stimmzettel-Couvert. (tst.)

Landschaftsschutzobjekte bzw. Schutzverordnungen aufgehoben und durch ein einziges Inventar ersetzt (ausführliche Berichterstattung in der Dorfzeitung mir Mättmistetter Nr. 272, Juni/Juli). • für die Bedürfnisse der Finanzverwaltung einer Stellenerweiterung um 30 % auf neu 210 % entsprochen. Damit ist der künftige, aus dem Projekt «NGO 2018+» anfallende Personalressourcenbedarf abgedeckt. • aufgrund der im Jahre 2018 eingegangenen Beitragsgesuche gestützt auf das von der Gemeindeversammlung erlassene Förderprogramm «rationeller Energieverbrauch und alternative Energieerzeugung» an 13 Gesuchsteller Beiträge von insgesamt 19 500 Franken ausgerichtet. • folgende Polizeibewilligungen erteilt: 10-Jahre-Jubiläumsfest FC Knonau-Mettmenstetten-Maschwanden, 29./30. Juni 2019 / Maisfeldfest, 6./7. September 2019 (unter verschärften Lärmschutzauflagen). • entschieden, das Familienzentrum Affoltern weiterhin mit einem Beitrag von Fr. 1.25 pro Einwohner zu unterstützen • erste Arbeitsvergaben für das Projekt Erweiterung Primarschulanlage zu 1 540 700 bzw. 4 559 652 Franken für Tiefbau- bzw. Baumeisterarbeiten beschlossen. • dem Abschluss einer Leistungsvereinbarung mit Kita Controlling, Aeugst, betreffend Bewilligung und Aufsicht Kinderkrippen/Kinderhorte sowie Tagesfamilien per 1. Juli 2019 zugestimmt, nachdem die bisher beauftragte kantonale Stelle diese Aufgaben von Gesetzes wegen nicht mehr wahrnehmen darf. (Ga.)

Feuerwehr Unteramt: Neue Statuten Gänzlich unbestritten war die Totalrevision der Statuten für den Zweckverband Feuerwehr Unteramt, über den Bonstetten, Stallikon und Wettswil am Wochenende abgestimmt haben. Ein Ja-Stimmen-Anteil von 95,09 % lässt keine Frage offen. (tst.)

Erfolgreich integrieren Der Regierungsrat verabschiedet eine koordinierte Strategie zur Umsetzung der nationalen Integrationsagenda. Damit sollen vorläufig aufgenommene Personen und Flüchtlinge rascher in die Arbeitswelt und besser in die hiesige Gesellschaft integriert werden. Ziel aller involvierten Stellen ist es, mit den Integrationsmassnahmen früher einzusetzen, sie zu erweitern und zu intensivieren, damit Geflüchtete ihre individuellen Potenziale einbringen und gesellschaftlich teilhaben können. Der Bund stellt dem Kanton künftig mehr Geld zur Verfügung: pro Person einmalig 18 000 statt 6000 Franken als Integrationspauschale. (ki)

Ständerat: 2. Wahlgang schon am 17. November Der erste Wahlgang für die Erneuerungswahl der beiden Zürcher Mitglieder des Ständerates findet gleichzeitig mit der Nationalratswahl am 20. Oktober 2019 statt. Nachdem der Bundesrat darauf verzichtet, am 24. November eine eidgenössische Volksabstimmung durchzuführen, hat der Regierungsrat den Termin vom 17. November für einen allfälligen zweiten Wahlgang der Ständeratswahl sowie für allfällige Vorlagen einer kantonalen Volksabstimmung bestätigt. (ki)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 21. Mai 2019

Im Götschihof spiegelt sich ein Jahrhundert Schweizer Geschichte 100-Jahre-Jubiläum der Schweizerischen Nationalspende auf dem Waffenplatz Reppischtal Die moderne Geschichte des Götschihofs begann vor 100 Jahren, als die Stiftung Schweizerische Nationalspende gegründet wurde, um in Not geratene Soldaten zu unterstützen. Heute befinden sich auf dem Land der Stiftung im Aeugstertal der Götschihof der Stiftung Solvita und der Gutsbetrieb der Nationalspende. ................................................... von bernhard schneider «Die Stiftung Schweizerische Nationalspende SNS hat sich immer den wandelnden Bedürfnissen angepasst und wird dies auch weiterhin tun», begrüsste Stiftungsratspräsident Werner Merk die Gäste des Jubiläumsanlasses auf dem Waffenplatz Reppischtal. Diese Feiern finden gleich dreifach statt, einmal in der Deutschschweiz, einmal in der Romandie, einmal im Tessin. Den Gutshof Götschihof bezeichnete Merk als «Herzstück» der Stiftung.

Von der Trinkerheilanstalt … Bis zum Zweiten Weltkrieg erhielten Soldaten ausschliesslich den – bescheidenen – Sold. Viele Familien gerieten aufgrund des Lohnausfalls der Aktivdienstleistenden in Not. Diese Not und die lange Zeit getrennt von der Familie führten in beiden Kriegen zu einer wachsenden Anzahl alkoholkranker Soldaten. Für sie baute die SNS die Trinkerheilanstalt im Götschihof auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschärfte sich die Alkoholismusproblematik und die SNS konnte eine neue Verwendung für den Götschihof suchen. Sie fand die Stiftung Solvita als Partner, die das Land neben dem Gutshof im Baurecht übernahm und dort vor 30 Jahren den Götschihof eröffnete, der Wohn- und Arbeitsangebote für Menschen mit Beeinträchtigungen bereithält.

Eine dreiköpfige Delegation des Gemeinderats Aeugst dokumentierte die langjährige Verbundenheit der Gemeinde mit der Nationalspende und übergab Stiftungsratspräsident Werner Merk eine Publikation von Willy Hug über den Götschihof. Von links: Hochbauvorsteherin Rebekka Manso, Daniel und Barbara Buchli, Pächter seit Anfang 2018, Planungsvorstand Bruno Fuchs, Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer, Werner Merk sowie Walter und Angela Stump, die das Landgut Götschihof während eines Vierteljahrhunderts geführt haben. (Bild bs) … zum Vorzeigebetrieb Der Gutsbetrieb wurde in jüngster Zeit zu einem Musterbetrieb ausgebaut. Pächter Dani Buchli zieht Kälber und Rinder auf, die zu achtzig Prozent Futter aus eigenem Anbau erhalten. Dazu baut er auf den Fruchtfolgeflächen im Wechsel Gras, Mais und Weizen an, wobei er das Getreide als Saatgut verkauft. Die Sonnenkollektoren auf dem grossen Ökonomiegebäude sorgen für eigenen Strom. Die Geschichte des Götschihofs zeigt exemplarisch die Anpassung der SNS an veränderte Gegebenheiten. Ziel war immer eine nachhaltige Wirkung. Werner Merk stellte fest, dass die Stiftung in guten Zeiten wie heute haushälterisch mit ihren Mitteln umgeht, um die Mittel zur Verfügung zu haben, wenn der Bedarf nach Hilfe in Not wieder steige. Die Not während der Weltkriege sei zuerst von Stiftungen wie der SNS

und vor allem von Frauen bekämpft worden. Aus diesem privaten Einsatz heraus seien die grossen Sozialwerke AHV, IV und Erwerbsersatz entstanden sowie letztlich auch die Pensionskassen.

Diese Verbundenheit habe dazu beigetragen, dass sich auch dank der Leistung sozialer Stiftungen wie der SNS das moderne Sozialsystem entwickelt habe.

Verbundenheit von Armee und Bevölkerung

Diversität stärkt die Armee

Regierungsrat Mario Fehr betonte in seiner Grussbotschaft die Bedeutung des Milizprinzips in der Armee. Es sei die Zivilbevölkerung, die 1975 den stolzen Kredit von 120 Millionen Franken für den Bau des Waffenplatzes Reppischtal bewilligt habe. Armee, Kanton und die beteiligen Gemeinden arbeiteten hervorragend zusammen, um den Dreiklang Militär–Polizei–Natur im Reppischtal so auszugestalten, dass auch die Bevölkerung einen Nutzen davon habe. Weil die Soldatinnen und Soldaten auch Bürgerinnen und Bürger seien, bleibe die Armee stets mit der Bevölkerung eng verbunden.

Korpskommandant Philippe Rebord, Chef der Armee, war einst selbst Mitglied des Stiftungsrats der SNS. Er nahm in seiner Jubiläumsansprache den Aspekt der Verbundenheit von Zivilgesellschaft und Armee auf. Die Milizarmee könne schneller mobil machen als eine Berufsarmee. Weiter betonte er die Bedeutung der Möglichkeit, dass seit 2004 Frauen alle Funktionen in der Armee übernehmen können. 2010 übernahm erstmals eine Frau das Kommando einer Brigade. Diversität stärke die Armee. Es gebe auch Aufgaben, die nur dank Frauen erfüllt werden könnten: «Denken Sie an eine Muslimin im Kosovo, die nicht

mit Männern sprechen darf, wohl aber mit einer Schweizer Soldatin!» Künftig könne man sich bis zum 30. Altersjahr für den Eintritt in die Armee melden. Rebord erhofft sich dank dieser Massnahme eine Erhöhung des heute noch bescheidenen Frauenanteils in der Armee. Auf die Ansprachen folgte die Oper Betly von Gaetano Donizetti, für die eigens eine Bühne im Hauptgebäude des Waffenplatzes eingerichtet worden war. Das heitere Stück folgt einem Singspiel von Goethe und spielt 1799 im Appenzellerland während der napoleonischen Kriege. Dank der Vermittlung eines Wachtmeisters erhört Wirtin Betly den wohlhabenden Landbesitzer Daniele, den sie erst abgewiesen hat, schliesslich doch und schafft so ein operngerechtes Happy End. Beim nachfolgenden Apéro konnte unter anderem der auf dem Areal des Waffenplatzes angebaute Wein gekostet werden.

Vereinsreise zu den wärmeliebenden Reptilien

Der Verein «Naturnetz Unteramt» im Tessin 20 Mitglieder des Naturnetzes Unteramt verbrachten den 4. und 5. Mai gemeinsam im Tessin – spannende Begegnungen mit Reptilien inklusive. Am Samstagmorgen, 5.59 Uhr, gings ab Bonstetten/Wettswil los mit der Bahn nach Locarno, wo die Unterämt-

ler um 8.27 Uhr eintrafen. Als das Gepäck in der Jugendherberge deponiert war, ging es per Postauto durchs wilde Verzasca-Tal bis nach Sonogno. Sonne, weisse Bergspitzen und angenehme Temperaturen empfingen die Reisenden. Manuel Frei, ein sehr versierter Reptilienkenner und Vereinsmitglied, klärte erst über die hier vorkommen-

Zorn-Natter.

Würfel-Natter.

Aspis-Viper.

Smaragd-Eidechse.

den Reptilien auf: sechs von neun in der Schweiz vorkommenden Schlangenarten kann man im Tessin antreffen, zwei von fünf Eidechsen und zwei Blindschleichen-Arten. Damit gilt der Tessin als artenreich an Reptilien. Mit viel Wissenswertem über diese Tiere aufdotiert, ging es schon bald entlang der Verzasca-Ufer und durch Auenwald, entlang von Steinmauern und Altholzstrukturen auf die Pirsch. Natürlich behutsam und vorsichtig, um die scheuen Tiere nicht zu verscheuchen. Und die Gruppe wurden belohnt: Beide Eidechsenarten, drei von sechs möglichen Schlangenarten und eine Blindschleichen-Art konnten entdeckt, bestaunt und auch fotografiert werden. Gegen Abend besuchte die Reisegruppe bei Abendsonnenschein noch die Verzasca-Mündung bei Tenero. Auch hier wurden nochmals Schlangen entdeckt, auch sie auf der Suche nach Abendsonne. Nach dem Abendessen in der nahen Pizzeria gab es in der Dunkelheit, als Abschluss eines spannenden und interessanten ersten Reptilien-Tages, noch einen Besuch bei den Skorpionen im benachbarten Castello Locarno. Der Sonntag führte die Unterämtler nach Cevio, zuoberst im Maggiatal.

Die Reisegruppe bei Sonogno. (Bilder zvg.) Leider gab es einen starken und kalten Nordföhn-Sturm, der weder die Reptilien noch Einheimische nach draussen lockte. Es gab aber viel zu entdecken: Die verschiedenen Konstruktionsarten von Steinmauern, Spezialitäten der Flora und die alten Trassee-Resten der Maggia-Bahn. Selbstverständlich wurde auch die Vogelwelt aufmerksam beobachtet. Manuel Frei hatte aber in weiser Voraussicht an den Vortagen zwei typische Schlangen (Zorn- und Ringelnatter) eingefangen und konnte sie nun in aller Ruhe aus der Nähe und zum Anfassen präsentieren, bevor er sie an ihren Fundstellen wieder in

die Freiheit entliess. Nach einem Picknick, im Windschatten bei fahler Sonne und einem wärmenden Espresso in Cevio, ging es per Bus zurück nach Locarno und dann per Bahn via Bellinzona durchs verschneite Urnerland wieder zurück ins Knonauer Amt. Für die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ging damit ein schönes, ein erlebnisreiches und lehrreiches Wochenende schon wieder zu Ende. Statt Angst und Scheu dürften zukünftige Begegnungen mit Schlangen hoffentlich wohl eher freudige Erinnerungen, auch Sympathie und etwas Respekt hervorrufen! (pd.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 21. Mai 2019

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Streng geheime Verschlüsselungsmaschine Eine spezielle Führung im Sammlungszentrum des Nationalmuseums «Top Secret» war in Zeiten des Zweiten Weltkrieges die Verschlüsselungsmaschine Nema der Schweizer Armee. Anlässlich einer speziellen Führung führte der Leiter Objektzentrum die Neuerwerbung vor und erklärte die komplizierte Bedienung der Chiffriermaschine. ................................................... von martin mullis An einer Wand im grosszügig konzipierten Empfangsraum des Sammlungszentrums in Affoltern leuchtet eine Reihe roter und irgendwie mysteriöser Zahlen deren letzte zwei sich im Sekundentakt addieren. Der Kurator und Leiter des Objektzentrums, Bernard Schuele, erklärt den Besuchern mit verschmitztem Lächeln den Sinn der rätselhaften Uhr. Die Mitarbeiter des Sammlungszentrums des Schweizerischen Landesmuseums rechnen und benennen die Zeit nicht nur vor oder nach Christus, hier gibt es nämlich auch eine Zeit nach Pascal Couchepin. Anlässlich der Einweihung des Sammlungszentrums am 6. November 2007, drückte der Bundesrat am Ende seiner Ansprache um punkt 11.06 Uhr auf einen Knopf und seither zählt die digitale Uhr Jahre, Tage, Stunden und Sekunden. Zu Beginn der ganz speziellen monatlichen Führung am letzten Mittwoch zeigte diese Uhr 4209 Tage, 6 Stunden, 19 Minuten und 24 Sekun-

den nach Couchepin auf. Die launige Erklärung des Kurators passte mit etwas Fantasie gut zum Thema, welches an diesem Abend einzig einer überaus interessanten Neuerwerbung galt. So scharte sich ein gutes Dutzend interessierte Besucher um einen Gegenstand, der gut als eine alte, jedoch sehr eigenartige Schreibmaschine bezeichnet werden könnte. Doch obwohl diese, in einem schwarzen Kasten steckende Schreibmaschine, Knöpfe und Tasten aufweist, war schnell einmal klar, dass damit keine Liebesbriefe geschrieben wurden.

Komplizierte Ver- und Entschlüsselung Es handelte sich um eine Chiffriermaschine des Typs Nema TD 274 der Schweizer Armee. Die Bezeichnung (TD) stand für «Tasten-Drücker-Maschine» welche in der Lage war, zu chiffrieren (verschlüsseln) und zu dechiffrieren (entschlüsseln). Der Text einer Meldung wurde mittels komplizierter Methoden chiffriert und beim Empfänger, welcher im Besitze der Entschlüsselung war, dechiffriert. Im Jahre 1939 kaufte die Schweizer Armee 265 Maschinen vom Typ Enigma (griechisch «Rätsel»), eine deutsche Rotor-Schlüsselmaschine, welche für den Nachrichtenverkehr der Wehrmacht, Polizei und Geheimdienste erfunden wurde. Die CH-Enigma wurde jedoch 1941 geknackt. Drei Schweizer Soldaten, welche im Chiffrier-Bureau arbeiteten, erfanden daraufhin die Nema (Neue-

Er entschlüsselte alle Geheimnisse der Nema: Bernard A. Schuele, Leiter Objektzentrum des Sammlungszentrums. (Bild Martin Mullis)

Maschine), ein Prototyp mit vier Doppelwalzen und Reflektor. Diese Nema stand am letzten Mittwochabend auf dem Tisch im Sammlungszentrum und wurde von Bernard Schuele nicht nur vorgestellt und ausführlich erklärt, sondern auch bedient. Die staunenden Besucher konnten nicht nur eigene Chiffriercodes gestalten, sie beanzeige

Breite Palette an Büchern

Frühlingserwachen in der Bibliothek Wettswil Die Wettswiler Bibliothek stellte am Freitagabend, 17. Mai, eine Auswahl an neuen und speziellen Büchern zum Thema «Frühlingserwachen» vor. ................................................... von karin auf der maur Passend zum Motto prasselte vor dem Anlass ein kurzer aber kräftiger Regenschauer auf das Dorf; die zahlreichen Besucher kamen aber im Trockenen an, die Sonne zeigte sich kurz nachher wieder: Frühlingswetter halt! Die Palette an Büchern ist viel breiter als man denkt: Natürlich kommt das Thema Liebe im Mai im Roman «Der Sommer mit Pauline» nicht zu kurz. In «Der Sommer meiner Mutter» wird von den Veränderungen in einer spiessig, konservativen Familie Ende der 60er-Jahre erzählt, alles aus der Sicht ihres 11-jährigen Sohnes. Spannend und noch gar nicht so lange her! Und auch für Krimifreunde ist «Tod im Frühling» eine passende Lektüre. Anschliessend erzählte die gelernte Topfplanzengärtnerin Anita Baur viel Spannendes zum Thema Kräuter; im Frühling natürlich hochaktuell.

«Jetzt ist genau die richtige Zeit, diese zu pflanzen und älteren Pflanzen mit einem Verjüngungsschnitt wieder zu mehr Wachstum zu verhelfen», erklärte sie dem interessierten Publikum. Eine ganze Auswahl der verschiedenen Kräuter wurde herumgereicht, das Publikum konnte daran schnuppern und es entwickelten sich spannende Gespräche. Dazu passend hat die Bibliothek zahlreiche neue Bücher. Darin konnte man stöbern und sich bei Unklarheiten direkt an Anita Baur, die Expertin, wenden. Mit einer selbstgemachten Frühlingsbowle eröffnete das Team der Bibliothek den Apéro mit Häppchen aus saisongerechten Zutaten. Die Besucher genossen die Gelegenheit, sich mit den anderen Gästen und Anita Baur auszutauschen. Ein kurzweiliger Abend, ein interessiertes, diskussionsfreudiges Publikum und viele spannende Vorschläge für Bettlektüre oder Inspiration für Küchengarten und Balkon! Die vorgestellten Bücher können in der Bibliothek ausgeliehen werden. Zu finden sind die erwähnten Bücher auch auf der Medienliste auf der Homepage der Bibliothek oder man wendet sich an eine der Bibliothekarinnen beim nächsten Besuch.

Anita Baur erzählte in der Bibliothek Spannendes zum Thema Kräuter. (Bild zvg.)

nutzten auch die Gelegenheit, Fragen über die verschiedenen Chiffriermethoden und Übermittlungen zu stellen. Unter den Besuchern befand sich auch eine Person, welche seinerzeit in der schweizerischen Botschaft in Islamabad arbeitete und sich sehr gut an den Gebrauch der Nema erinnern konnte.

Die erstmalige Führung im Sammlungszentrum, die sich ausschliesslich um ein einzelnes Artefakt drehte, war hochinteressant. Sie führte die Teilnehmenden in eine längst vergangene Zeit, welche den Kontrast zur heutigen schnellen, digitalen Welt aussergewöhnlich augenfällig dokumentiert.


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Dienstag, 21. Mai 2019

Musik verbindet seit 50 Jahren Der Musikverein Rötenbach e. V. zu Besuch beim Musikverein Hedingen Am vergangenen Samstagmorgen traf der Bus mit über 40 Musikanten aus dem Schwarzwald in Hedingen ein. Die Gäste erwartete zwei Tage voller Erlebnisse und gemeinsames Musizieren. Höhepunkt war das Konzert am Sonntag mit vorgängigem Brunch im Schachensaal. ................................................... von regula zellweger Küchenchef René Polster und Monika Huber organisierten den reichhaltigen Brunch für rund 210 Personen im Schachensaal in Hedingen – und es klappte alles wie am Schnürchen. Denn im Musikverein Hedingen unterstützt man sich gegenseitig und alle packen mit an. Die Vereinsmitglieder identifizieren sich mit ihrem Verein und mit dem Dorf. Am reichhaltigen Buffet konnten sich die Gäste und die Musikanten aus dem Schwarzwald und aus dem Säuliamt stärken, nach einem fröhlichen gemeinsamen Abend und bevor das Konzert mit einem vielfältigen Programm begann.

50 Jahre Freundschaft über die Landesgrenze Alles fing mit einem Inserat an. Gesucht wurde ein Musikverein für ein Fest im Schwarzwald. Hedingen meldete sich, man besuchte sich gegenseitig und beschloss, eine gegenseitige Patenschaft einzugehen. Man besuchte einander, immer wieder. Traditionell werden an beiden Orten die Gäste in Privathäusern aufgenommen. Daraus entstanden über die Jahre persönliche Freundschaften, die gepflegt werden. Der Musikverein Hedingen lud am Samstag seine Gäste zu einer Stadtführung und einer Fahrt im historischen Tram in Zürich ein. Abends wurde dann gemeinsam gegessen und die vier Stücke, welche die beiden Musik-

vereine für ein gemeinsames Spiel vorbereitet hatten, wurden geübt. Thomas Graf, Präsident des Musikvereins Hedingen, lobte das unkomplizierte und herzliche Miteinander der beiden Vereine und meinte mit einem Schmunzeln: «Die Rötenbacher haben auch eine Bierbrauerei – und sie bringen immer welches mit.»

Konzert am Sonntag Wann immer der Abend geendet hatte, morgens um 7 Uhr begannen René Polster und Monika Huber mit ihrer Helfercrew, den Brunch vorzubereiten, zu tischen und den Saal zu dekorieren. Vereinsmitglieder hatten Zöpfe gebacken. Vor dem Konzert zogen sich die Musikanten um. «Eher zufällig», meinte Thomas Graf, angesprochen auf die gleichen Farben der Uniformen: weisses Hemd, schwarze Hose und rotes Gilet. Die Hedinger tragen eine klassische Uniform, die Gäste aus dem Schwarzwald eher eine Tracht. Die Damen haben lange schwarze Röcke, die Herren bestickte Kniehosen und weisse, kunstvoll gestrickte Kniestrümpfe. Zuerst trat der Musikverein Rötenbach mit fünf Stücken auf und gab auf Wunsch des Publikums eine Zugabe. Dann gruppierten sich die Hedinger Musikanten auf der Bühne und zeigten ihr musikalisches Können. Absoluter Höhepunkt und ein ziemliches Gedränge auf der Bühne war dann der dritte Programmteil: Das gemeinsame Musizieren. Stühle hatten nun keinen Platz mehr und Schwärzwälder und Säuliämter vermischten sich in den Instrumentengruppen. Ausser den Dirigenten, da kam jeder nur zwei Mal im Alleingang zum Zuge.

Vielfältiges Programm Um es gleich vorherzunehmen, beide Musikvereine haben sehr gut gespielt. Die Stücke der Schwarzwälder, gespielt unter der Leitung von Alexander Armbruster, waren teilweise traditioneller, beispielsweise der Marsch «All-

Wenn zwei Musikvereine auf der Bühne Platz finden müssen, bleibt kein Platz für Stühle. In der Mitte mit Mikrofon: Katja Krauer, die den Anlass mit viel Charme moderierte. (Bild Regula Zellweger) gäu Land» die «Polka im Glück» und der Marsch «Kaiserin Sissi». Mit dem Medley «80er Kult-Tour» hat Thiemo Kraas ein Arrangement geschaffen, in dem er fünf Hits verarbeitet. Nachdem die ersten drei Titel «Skandal im Sperrbezirk», «Ohne dich (schlaf ’ ich heut Nacht nicht ein)» und «1000 und 1 Nacht» zunächst einzeln vorgestellt wurden, verbanden sich «Sternenhimmel» und Falcos «Rock Me Amadeus» geschickt miteinander. Mit diesem Stück, mit «Coldplay» und «Golden Swing Time» zeigten die Schwarzwälder, dass sie auch modernere Stücke meisterhaft interpretieren können. Und vor allem hatten sie auch Stücke mit Humor ausgewählt, der leichtfüssig und witzig daherkam. Sie sangen und pfiffen auch mal.

Musikverein Hedingen Zurzeit ist der Musikverein Hedingen in der dritten Klasse positioniert. Das soll sich aber ändern. Ziel ist, am 30. Juni anlässlich des Bezirksmusiktages in Hausen am Albis den Sprung in die zweite Klasse zu schaffen. Jürgen Röhrig ist ein Dirigent, der seine Musiker optimal fordert und fördert. Er diri-

giert sehr differenziert, souverän und hat immer mal wieder ein wertschätzendes Lächeln für seine Musiker. Mit den Stücken «Sweet Caroline», «African Groove», «Sir Duke», «Bella Ciao», «Zug um Zug», «Swing Flags Swing» und dem «Geburtstagsmarsch» für einen Gast zeigte der Musikverein Hedingen, wie breit die Palette der Musikstile für Blasmusik sein kann. Dabei bewiesen sie, dass sie locker und elegant mit anspruchsvollen Rhythmuswechseln und schnellen Läufen klarkommen. Als Solisten brillierten Hugo Lang und Monika Raschle mit ihren Posaunen. Hugo Lang ist es auch, der viel dazu beigetragen hat, den Kontakt zu den Rötenbachern über viele Jahre lebendig zu erhalten. Durchs Programm der Hedinger und durchs gemeinsame Programm begleitete die Klarinettistin Katja Krauer. Sie führte beispielsweise das Stück «Bella Ciao» sehr sympathisch ein, erzählte von dessen Herkunft als Lied der Arbeiterinnen auf den Reisfeldern und später der italienischen Partisanen. Man konnte das Kämpferische dieses Liedes nachempfinden. Eine Safari in Afrika mit Elefanten und Löwen ging im Kopfkino ab, wäh-

rend man den malerischen Klängen von «African Groove» lauschte. Gelungen war auch das gemeinsame Musizieren der beiden Vereine.

Vorbildfunktion für junge Menschen Ein solcher Anlass kann nur mit vielen Helfern realisiert werden, die bescheiden ihre Arbeit ohne Honorar erledigen. So beispielsweise Markus Jelk, der für den Verein jeweils professionelle Fotos macht. Bescheiden meinte er: «Das ist mein kleiner Beitrag, den ich für das Dorfleben leiste.» Genau diese Stimmung war am Wochenende in Hedingen spürbar: Unkompliziertes Engagement mit Herzlichkeit. Das Mitspielen in einem Musikverein bietet nicht nur die Möglichkeit, sich musikalisch weiterzuentwickeln, sondern auch Gemeinsamkeit zu erleben. Es wäre schön, würden sich vermehrt junge Leute engagieren. Am 21. Juni findet auf dem Dorfplatz in Zwillikon ein Konzert des Musikvereins Hedingen statt. Eine ideale Gelegenheit für Eltern, ihren Kindern die Freude am gemeinsamen Musizieren zu vermitteln und Jugendliche zu motivieren, in einer Musik mitzuspielen.

Biodiversität im Siedlungsraum Ottenbach Die Natur- und Landschaftsschutzkommission lud am Samstag zur Kick-off-Veranstaltung Schweizer Bevölkerung lebten in städtischen Gebieten, ihr Kontakt zur Natur gründe sich auf die Naturerlebnisse und -erfahrungen im Siedlungsraum, wo Mangel an Biodiversität herrsche, der aber nicht als Verlust erkannt würde. Dass Biodiversität zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität der Menschen beitrage, sei unbestritten, dieser Effekt sei aber nur denjenigen zugänglich, die darum wüssten.

................................................... von christine häusermann Dass gut 70 Interessierte der Einladung der Natur- und Landschaftsschutzkommission folgten, erstaunt nicht, wenn man weiss, dass Ottenbach bereits seit 2006 ein Landschaftsentwicklungskonzept hat und diesem zahlreiche private Naturschutz-Initiativen vorausgegangen sind. Gemeindepräsidentin Gabriela Noser Fanger begrüsste die Zuhörerinnen und Zuhörer höchstpersönlich und machte damit deutlich, dass die Förderung der Artenvielfalt ein vordringliches Thema auf der Agenda des Gemeinderates ist. Susanna Forster, die Präsidentin der Natur- und Landschaftsschutzkommission NLK Ottenbach, zeigte anschliessend auf, dass die NLK die Artenvielfalt im Siedlungsraum mit zahlreichen Massnahmen fördern will. Sie dankte den Landwirten, die in den vergangenen Jahren die Biodiversität in der Landwirtschaftszone mit Hilfe des Vernetzungsprojektes vorangetrieben hätten. Nun sei es wichtig, dass auch im Siedlungsraum die Natur vernetzt würde. Sie präsentierte einen Ottenbacher Dorfplan, in welchem die wertvollen Standorte eingezeichnet sind: Die Naturschutzflächen, die Standorte der Natur- und Landschaftsschutzobjekte sowie die

Viel Wissen trifft auf wissbegierige Zuhörer

Dominique Schmuki (Mitte) erklärt die Vor- und Nachteile einer Bepflanzung hinsichtlich der Artenvielfalt. (Bild ch) biologisch bebaute Landwirtschaftsfläche. Ziel der NLK ist es, dass auch im Siedlungsgebiet die wertvollen Standorte erfasst, gefördert und vernetzt werden.

Die unbemerkte Hungersnot vor der Haustüre Anhand von Flugaufnahmen von Ottenbach zeigte Manuela di Giulio, Biologin mit Schwerpunkt Ökologie und

Zoologie, in ihrem Referat, die massive Landschaftsveränderung seit Beginn der 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts auf. Damals griffen Landwirtschafts- und Siedlungsraum ineinander, es gab keine Abgrenzung, die Felder waren viel kleiner, Einzelbäume und Hecken prägten das Bild. Die Landschaft veränderte sich immer schneller. Zwischen 1989 und 2016 ging die Biomasse an Fluginsekten in Naturschutzgebieten um 76 %

zurück. Eine Mauerseglerfamilie mit zwei Jungvögeln benötigt in einer Brutsaison ca. 500 000 bzw. ca. 1 kg Insekten. Die Gründe für den Rückgang der Brutvögel ist der Nahrungsmangel, Grünflächen verschwinden, die Gärten werden kleiner und naturfern gestaltet. Die Sensibilisierung der Menschen sei deshalb eine entscheidende Aufgabe, will man die Artenvielfalt fördern, denn rund 75 % der

Highlight der Veranstaltung war die Führung durch das Grün im Ottenbacher Siedlungsraum mit Landschaftsgärtner und Biodiversitätsexperte Dominique Schmuki, der sich seit 2018 in der NLK engagiert. Es war eine Herausforderung, die grosse Schar von Interessierten stimmlich zu erreichen, das Interesse war aber so gross und die Ausführungen zu den vielfältigen und ‹einfältigen› Bepflanzungen so interessant und einleuchtend, dass ihm die Aufmerksamkeit gewiss war. Beim abschliessenden Apéro mit spritzigem Holunderfizz und Kräuterbrot wurde angeregt diskutiert und die Wildpflanzen, die zum Verkauf angeboten wurden, fanden neue Gärtner, die damit den Insekten in ihrem Garten mehr Nahrung bieten.


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Dienstag, 21. Mai 2019

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«Ustrinkete» im Uerzliker Reservoir Arbach Aus dem Wasserspeicher wird künftig ein Pumpspeicher Die Arbeiten der 2018 fusionierten Wasserversorgungen von Uerzlikon und Hauptikon laufen auf Hochtouren. Der hydrologische Zusammenschluss mit neuen Ringleitungen ist bereits vollzogen. Nun folgt der Neubau des Pumpspeichers Arbach. ................................................... von martin platter Alle waren sie gekommen am letzten Donnerstagabend, zur «Ustrinkete» ins Wasserreservoir Arbach an der Strasse zwischen Uerzlikon und Kappel: aktuelle und frühere Wasserversorgungsgenossenschafts-Präsidenten, -Vorstandsmitglieder und Wasserwarte von Uerzlikon und Hauptikon, aber auch von den benachbarten Genossenschaften Rifferswil, Kappel und Steinhausen. Dazu Kappels Gemeinderäte Martin Hunkeler und Caro Hauser, sowie Gemeindepräsident Jakob Müller, der jahrelang die Rechnung der Wasserversorgungsgenossenschaft Uerzlikon geführt hatte.

Drei Milliarden Liter Wasser in 123 Jahren Es galt, ein letztes Mal auf das 1896 erbaute Reservoir Arbach anzustossen. Wasserwart Viktor Häberling lud dazu in eine der beiden 100 Kubikmeter

Wasserversorgungsgenossenschaftsvorstandsmitglieder und Wasserwarte von Uerzlikon, Hauptikon, Rifferswil, Kappel und Steinhausen anlässlich der Ustrinkete im Uerzliker Wasserreservoir Arbach. (Bild Martin Platter) grossen, unterirdischen Kammern, die in den letzten 123 Jahren rund drei Milliarden Liter frisches Quellwasser zwischengespeichert hatten. Über den Daumen gepeilt, entspricht das in etwa dem halben Inhalt des Türlersees. Der vier Meter tiefe Abstieg durch eine enge Serviceluke mutete an, wie der Einstieg in eine Tropfsteinhöhle. Boden und Wände waren feucht und

mit einer Kalkschicht überzogen. Das gewölbte Dach hatte etwas Sakrales. Häberling stellte das Wasser bereit, das er zuvor in der Brunnenstube auf der gegenüberliegenden Strassenseite der Quelle entnommen hatte. Die meisten zogen es jedoch vor, mit etwas Feierlicherem anzustossen. Bald hallten angeregte Gespräche über die wechselvollen Geschichten der

Wasserversorgungen im durch den kahlen Raum.

Oberamt

Fusionsarbeiten laufen auf Hochtouren Die Arbeiten nach dem Fusionsbeschluss der Wasserversorgungsgenossenschaften von Uerzlikon und Hauptikon an der ersten gemeinsamen

Generalversammlung Ende Juni 2018 laufen auf Hochtouren. Der hydrologische Zusammenschluss – also der Zusammenschluss der Leitungen – zwischen Hauptikon und dem Reservoir Arbach hatte bereits bestanden, um bei einem Brand Löschwasser mit genügend Druck ins Uerzliker Netz einspeisen zu können. Durch den zusätzlichen Einbau neuer Ringleitungen in den Uerzliker «Wässern» kann diese Zuleitung und das Reservoir für die Zeit des Neubaus überbrückt werden. Da Hauptikon höher liegt als Uerzlikon können die elektrischen Druckerhöhungspumpen im Uerzliker Leitungsnetz abgeschaltet werden. Sie sind in Zukunft nicht mehr nötig. Anstelle des Wasserreservoirs Aarbach wird ein neues Pumpspeicherwerk gebaut, das über ein 100-Kubikmeter-Reservoir verfügt. Nachts wird das kostbare Quellwasser ins Leitungsnetz gepumpt. Bei Nichtgebrauch sammelt es sich im Reservoir im Rifferswiler Mattler, das der Wasserversorgungsgenossenschaft Hauptikon Uerzlikon gehört. Rund neun Monate soll der Neubau dauern. Insgesamt kostet der Zusammenschluss der Genossenschaften samt neuer Pumpe im Grundwasserpumpwerk Weiermatt rund eine Million Franken. Nächstes Jahr, wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, gilt es dann erneut, anzustossen. Die Wasserversorgung Uerzlikon wird 125 Jahre alt.

Auf dem Kronenplatz brummten sehr alte Motoren Start der Rotary Classic 2019 des Rotary Clubs Zürich-Knonaueramt in Affoltern Die Rotary Classic wurde letzten Samstag erstmals durchgeführt. An den Start gingen 63 ganz spezielle und meist sehr alte Fahrzeuge. Die Oldtimer starteten zu einer Rundfahrt in die Innerschweiz. Der Erlös fliesst einem wohltätigen Zweck zu. ................................................... von martin mullis Auf dem Kronenplatz in Affoltern standen am letzten Samstagmorgen mit Sicherheit mehrere Millionen Franken in Form von altem Blech. Diese Feststellung soll keineswegs respektlos verstanden werden, stand

doch das «alte Blech» für zum Teil sehr alte, einzigartige und seltene Automobile. Die motorisierten Trouvaillen fanden denn auch überaus grosses Interesse beim staunenden Publikum. Kein Wunder, die Rotary Classic – eine Rundfahrt mit Oldtimern – fand zum ersten Mal überhaupt in der Schweiz statt und war natürlich für OldtimerFans ein aussergewöhnliches Ereignis. Und die Liebhaber der Automobile von vorgestern wurden nicht enttäuscht. Es würde hier den Rahmen sprengen alle 63 Oldtimer aufzuführen. Dennoch müssen natürlich einige der ältesten, teuersten und interessantesten Autos näher beschrieben werden. Wohl die grösste Beachtung fand die Startnummer 5, ein Rolls-Royce vom

Der Bentley 6,5 L Le Mans Tourer, 1926. (Bilder Martin Mullis)

Typ Phantom II Cab. Neben dem glänzenden Oldtimer, der fast millimetergenau auf dem Kronenplatz platziert war, findet man lediglich noch ein einziges gleiches Fahrzeug auf der Welt. Der Bentley, Baujahr 1926 mit der Startnummer 1 und der Alvis Speed aus dem Jahre 1927 mit der Startnummer 2, welcher in früheren Jahren in Liverpool als Polizeifahrzeug diente, waren um einiges älter als ihre Chauffeure.

Der Ford Model A als Holzvergaser eine Rarität Ebenfalls sehr alt und überaus selten ist der Ford Model A mit Baujahr 1928. Der Oldtimer wurde zum Holzverga-

Diente einst als Polizeifahrzeug: Bentley 4,5 Liter, 1927.

ser umgebaut und mit grosser Sicherheit dürften vor allem jüngere Personen noch nie ein mit Holzverbrennung betriebenes Fahrzeug zu Gesicht bekommen haben. Natürlich stach auch der Wagen der englischen Automobilmarke Lagonda mit Jahrgang 1936 ganz besonders hervor. Nach Erfolgen beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans als eigenständige Marke, nutzte Aston Martin den Namen nochmals als Modellbezeichnung. Natürlich standen da auch einige nicht ganz so alte, aber dennoch wunderschöne und seltene Modelle, welche unter der Bezeichnung Youngtimer starteten. Der Präsident des Organisationskomitees, Dieter Greber, erwähnte nicht ohne Stolz, dass rund 20 Prozent der

Oldtimer-Besitzer aus dem Säuliamt stammen. Die Rundfahrt führte über die Buchenegg, Thalwil, zurück über den Albis und weiter nach Hausen, Sihlbrugg über die Ibergeregg nach Schwyz. Von dort steuerten die Autoromantiker nach Sins, Abtwil und über den Horben nach Merenschwand, um schliesslich in Affoltern vor dem Restaurant Molino das Ziel, einen riesigen Torbogen zu durchfahren. Die nach etwas komplizierten Bewertungen und Benotungen erstellte Rangliste, die nur die ersten drei Plätze eruierte, lautet wie folgt. 1. Rang: Jaguar E V12 Jahrgang 1973 von Aeugst, 2. Rang: MG TC 1949 aus Hünenberg und der 3. Rang: BMW Limousine 750i Jahrgang 1999 von Stallikon.

Der Ford Model A Baujahr 1928 mit Holzvergaser.


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Dienstag, 21. Mai 2019

Dank Gewerbe und Vereinen ein Dorffest Vielfältige und überraschende Gewerbe- und Handwerks-Ausstellung in Maschwanden

Im Bauernzelt bei Claudia und Ruedi Künzi das Handwerk des Strohflechtens lernen: Kinder stellen «Liebesknoten» her. (Bilder Werner Schneiter)

Manuela Buchmeier, Patrick Bättig, Jan Buchmeier und Marwin Strub von der Firma Tentickle Schweiz AG, die frei konfektionierbare Zelte vermietet.

Vielfältig, überraschend und für die kleinste Ämtler Gemeinde erstaunlich gross: Die Gewerbeund Handwerks-Ausstellung vom Wochenende in Maschwanden war ein Publikumsmagnet und auch dank dem Mittun von Vereinen ein veritables Dorffest. ................................................... von werner schneiter Wenn der langjährige, 2018 zurückgetretene Gemeindepräsident Andreas Binder in der eigenen Gemeinde ins Staunen gerät, ist das schon bemerkenswert. «Man sieht, was hier alles hergestellt wird, darunter auch Dinge, die für mich bisher unbekannt waren», sagt er und schickt ein Lob an die Organisatoren der Maschwander Gewerbegruppe. «Bemerkenswert, was hier ein paar Leute auf die Beine gestellt haben.» Für Binder erfüllt der Anlass aber auch noch einen anderen Zweck. Er sieht darin eine gute Möglichkeit, dass Alteingesessene mit neu Zugezogenen ins Gespräch kommen und Kontakte geknüpft werden können. Vielleicht hilft das auch, seinen Wunsch als Samariter zu erfüllen: dass sich die eine oder der andere aufgrund solcher Gespräche entscheidet, dem Samariterverein beizutreten. «Wir benötigen dringend Nachwuchs», schiebt er nach und beobachtet mit Interesse, wie eine Frau am Stand der Feuerwehr mit einer Löschdecke den Brand einer Pfanne unter Kontrolle bringt. Es ist ein interessanter Rundgang, der im Zelt auf dem Parkplatz beim anzeige

Susanne und Thomas Strebel am Stand ihrer Firma in der Gerbi. Sie ist Architektin, er Holzbauer – eine ideale Symbiose.

Am Stand der Zimmerei Frei konnte handwerkliches Geschick getestet werden: beim Bau von «Windliechtli» oder beim Mitdesignen von Liegen fürs Naturbad.

ehemaligen Restaurant Hörnli beginnt. Er führt nach dem Stand der Forstunternehmung Ehrler über eine eigens angefertigte Brücke über den Haselbach ins Bauernzelt, dann in die Gerbe und bei der Familie Leuthold endet. So ist der erste Halt bei der Firma Tentickle Schweiz AG, die in der benachbarten Stadelmatt (Gemeinde Hünenberg) domiziliert ist und Festzelte, Gartenzelte, Hochzeitszelte und Sonnensegel vermietet – in konfektionierbaren Formen, für die unterschiedlichsten Events. Sie werden aus Südafrika importiert und bieten sowohl Regen- als auch Sonnenschutz. Dass die Firma erstmals an einer Ausstellung dabei ist, liegt auch darin begründet: Firmenvertreter Jan Buchmeier ist OK-Mitglied.

Auf engem Raum, aber nicht minder interessant ist das, was im ersten Stock der Gerbi geboten wird: vom Nussöl des ehemaligen Gemeindepräsidenten Koni Messikommer bis zu den Produkten von Strebel, Architektur und Holzbau, mit zwei Lehrlingen und 14 Mitarbeitenden der grösste Betrieb in der 650-Seelen-Gemeinde Maschwanden. Susanne Strebel ist diplomierte Architektin – ein Beruf, der eine ideale Symbiose zur Arbeit ihres Ehemanns Thomas Strebel ist. Planen und bauen lautet das Motto ihrer Geschäftstätigkeit, die zum grössten Teil im Säuliamt stattfindet, aber auch ins Zugerbiet und an den Zürichsee führt. Mit ihrem Architekturbüro ist Judith Kneubühl-Wydler ebenfalls in der Gerbi präsent. Auch die OK-Präsidentin freut sich über den guten Besuch an

Handwerkliches Geschick testen Wenige Schritte weiter, im Bauernzelt, sind Claudia und Ruedi Künzi anzutreffen, die zum Strohflechtworkshop einladen. Kinder fühlen sich hier besonders angezogen, denn sie können dort unter fachlicher Anleitung sogenannte «Liebesknoten» flechten, derweil die Eltern am gegenüberliegenden Degustationsstand der Landi ein Glas Wein verköstigen dürfen. Zwei Kälber in diesem Bauernzelt sind ebenfalls Magnete für die Kleinen – für Klein und Gross auch der Stand der Zimmerei Frei, wo handwerkliches Geschick getestet werden kann: beim Herstellen von «Windliechtli» oder beim Mitdesignen von Badi-Liegen, die hernach im Maschwander Naturbad benützt werden können.

der Ausstellung und darüber, dass man damit die Leute ins Staunen versetzen kann, auch, weil alle von der Grösse überrascht sind und gute Stimmung verbreiten. «Wir haben das Ziel, zu zeigen, was es in unserem Dorf alles gibt, sicher erreicht. Und dass sich hier viele treffen und ins Gespräch kommen», fügt sie bei. Das Rahmenprogramm hat das begünstigt: Plauschwettkampf der Jugi, ein Kinderkonzert mit Oli Beck, samstäglicher Festbetrieb mit Musik von DJ Frank, der sonntägliche Gottesdienst im Festzelt mit einem Auftritt des Musikvereins Maschwanden – all das hat zum guten Gelingen beigetragen. Viele nahmen auch die Gelegenheit zu einem Besuch im Dorfmuseum wahr, wo «Licht einst und heute» gezeigt wurde.


Gewerbe/Dienstleistungen

Mühlen und Märchen

Tierisches Theater

Der Schweizer Mühlentag wird einmal mehr auch in Ottenbach und Stallikon zelebriert. > Seite 15

Kathrin Bosshard kommt mit dem Theater Fleisch und Pappe nach Hedingen. > Seite 17

Dienstag, 21. Mai 2019

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Spitzenkampf verloren Nach der Auswärtsniederlage gegen Baden rutscht der FCWB auf Tabellenrang 4 ab. > Seite 21

Toll, ein anderer machts Farben, die das Auge beeindrucken

Dienstleistungen aller Art im Angebot Das Team des Schmetterlingsservice erledigt Arbeiten im und ums Haus sowie vieles mehr.

Die Idee keimte vor über zehn Jahren. Die Knonauerin Bernadette Muff wurde von zumeist älteren Leuten immer wieder mal gefragt, ob sie ihnen beim Einkaufen behilflich sein könne. Oder die Einkäufe sogar selbst tätige und nach Hause bringe. Als sie an einem schönen Frühling- Das Team vom Schmetterlingsservice, ganz rechts tag einen bunten Bernadette Muff. (Bild zvg.) Schmetterling beobachtete, kam ihr der Gedanke, un- Wächst einem der Garten buchstäbter dem Namen Schmetterlingsservice lich über den Kopf, sind die «Schmetein Angebot für Dienstleistungen auf- terlinge» ebenfalls zur Stelle mit Jäten, zubauen. Die Arbeitsanfragen wuch- Grasschnitt, Blumengiessen usw. sen stetig. Somit stellte Bernadette ein Team zusammen, um alles bewältigen zu können. Sie lacht: «Sagt man nicht Auch Tiersitting im Scherz ‹TEAM = Toll Ein Anderer «Wir reinigen, entsorgen, schaffen Machts›? Das hat jetzt Gültigkeit für Ordnung und machen eigentlich alles, damit die Leute entspannt ihren Urunsere Kunden.» laub geniessen können», erklärt Bernadette und fügt schmunzelnd hinUnbekümmert in den Urlaub zu: «Natürlich müssen die Kunden Möchte man verreisen und den Früh- nicht zwingend verreisen, sie dürfen ling geniessen, ist das unbeschwert auch zuhause sein, wenn wir sauber möglich – daheim wird nach dem machen und Dinge verrichten.» Als Rechten geschaut. So reinigt der Tierliebhaberin ist es für sie selbstverSchmetterlingsservice zum Beispiel ständlich, falls gewünscht auch HunStoren, Terrassen, Läden, Wintergar- de, Katzen oder Vögel zu betreuen. Zurzeit profitieren die Kunden ten, Badezimmer und Küche, oder sorgt mit glasklaren Fenstern wieder von einem Frühlingsrabatt. (kakö) für den Durchblick. Weiter im Angebot sind Entrümpelungen von Keller, Schmetterlingsservice, Bernadette Muff, Estrich, Garage und Lager, wie auch Chamstrasse 15, Knonau. Telefon 043 466 80 71, Hauswartungen und Büros. schmetterlingsservice@gmail.com.

Vorausblickende Nachlassplanung Leben heisst, die Gegenwart gestalten und geniessen. Dabei sollten Gedanken an die Zukunft nicht verdrängt werden – auch nicht ans eigene Ableben. Die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis lud zum Kundenanlass «Vorausblickende Nachlassplanung».

am Kundenanlass «Vorausblickende Nachlassplanung» den zahlreichen Interessierten verständlich erklärt und anhand von Grafiken aufgezeigt. Allen, die sich vorbereiten möchten, stehen die Berater der Raiffeisenbank Kelleramt-Albis gerne zur Seite. (pd.) Kontakt: Telefon 056 649 91 00.

Viele Dinge können zu Lebzeiten vorgekehrt werden. Wie können die Weichen in eine finanziell gesicherte Zukunft gestellt werden? Oder wie kann der Nachlass individuellen Wünschen entsprechend geregelt werden. Welche Vorkehrungen müssen dafür getroffen werden? Christian Rehefeldt, Leiter Erbschaftsberatung Manuel Huber, Leiter Privatkunden Raiffeisenbank Raiffeisen Schweiz, Kelleramt-Albis (links) und Christian Rehefeldt, hat diese Fragen Leiter Erbschaftsberatung Raiffeisen Schweiz. (Bild zvg.)

Kunst am Bach: Vreni Girardi stellt bei Büchi Optik in Affoltern aus Bis Ende Juni zieren die Bilder von Vreni Girardi die Räume von Büchi Optik in Affoltern. Für die Künstlerin aus Hedingen ist es die erste Ausstellung. Die Vielfalt ist beeindruckend. ................................................... von thomas stöckli Hier ein majestätischer Elefant, der sich aus dem Schatten herausschält, da eine abstrakte Komposition in Mischtechnik. Stilistisch sind sie sehr verschieden, die Bilder von Vreni Girardi. Gemeinsam ist ihnen die Bedeutung der Farbe. Angefangen hat die Malerin aus Hedingen mit abstrakten Motiven. Ans Gegenständliche wagte sie sich erst im Rahmen ihrer anderthalbjährigen Ausbildung an der Kunstschule Bonvalet so richtig heran. Dort zeichnete sie viel in Schwarz-Weiss. Dabei habe sie allerdings bald bemerkt, wie sehr sie die Farben brauche: «Die Farben sprechen mich an, sie beeindrucken das Auge.» Ihr malerisches Repertoire erweitern, das war und ist ein grosser Antrieb für Vreni Girardi. «Ich probiere gerne verschiedene Techniken aus», verrät sie, «lerne von anderen Künstlern.» Von dieser Auseinandersetzung zeugen auch die Menschen unter ihren Motiven. Etwa der Charly Chaplin,

Vreni Girardi zeigt ihre Bilder im BOA-Haus am Jonenbach in Affoltern. (Bild tst.) angelehnt an den Film «Der Vagabund». Dies sei eines der Bilder, von denen sie sich nur ungern trennen würde, verrät sie. Dabei war es alles andere als «Liebe auf den ersten Blick»: Zwei Wochen habe sie gebraucht, um sich mit dem düsteren Blick zu arrangieren. 30 bis 35 Bilder hat Vreni Girardi für die Ausstellung im Optikergeschäft bereitgestellt. Sie zeigen die ganze Bandbreite ihres künstlerischen Wirkens. «Ich kann nicht immer Köpfe zeichnen», betont sie. So brauche es manchmal ein Loslassen ins Abstrakte,

ein «frei von der Hand Malen», wie sie es nennt. Die Kultur ist mittlerweile ein regelmässiger Gast im Optikergeschäft am Affoltemer Jonenbach. So hat Jürg Büchi schon Lesungen, MondscheinAnlässe und andere Ausstellungen durchgeführt. Diese Anlässe bieten ihm nicht zuletzt auch Gelegenheit, Kontakte zu pflegen und neue Leute kennen zu lernen. (tst.) Ausstellung «FarbenWelten» von Vreni Girardi bis 29. Juni bei BOA Büchi Optik, Alte Dorfstrasse 21, Affoltern. IhrOptiker.ch.

Individueller Englischunterricht

Emily Schweizer unterrichtet ihre Muttersprache in Hedingen Seit drei Jahren unterrichtet Emily Schweizer in der Schweiz. Vorher hat sie in den USA und in Costa Rica Sprachen gelehrt. Nun hat sie in Hedingen einen neuen Unterrichtsraum bezogen und nimmt weitere Lernwillige auf – im Einzelunterricht und oder in Gruppen bis zu vier Personen. Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze, die man immer mal wieder betreffend Fremdsprachen fasst? Ob man sich auf eine grössere Reise vorbereiten oder das Englisch für den Beruf optimieren will, am effizientesten lernt man mit einem Ziel vor Augen und mit einer Lehrperson, die den Unterricht nach diesen Zielen gestaltet. Unterrichten ist nicht zuletzt Beziehungsarbeit. Man kennt es aus der Schulzeit: Mag man die Lehrerin, erarbeitet man den Stoff schneller und nachhaltiger. Deshalb bietet Emily Schweizer eine unverbindliche Schnupperlektion an, zuvor wird ein detaillierter Fragebogen ausgefüllt, damit die Lernziele der Schüler klar definiert sind. Emily Schweizer versteht Schweizer Dialekt, spricht aber im Unterricht konsequent ihre Muttersprache. Damit ist der Unterricht für ihre Schüler von 10 bis 90 Jahren authentisch. Sie erzählt: «Meine Leidenschaft ist es, Leute generell zu motivieren, ihr Potenzial voll auszuschöpfen.» Daher hatte sie in ihrer Heimat, den USA, die

Ausbildung zur Primarlehrerin begonnen. Durch den Kontakt mit mexikanischen Immigranten begann sie, Erwachsenen Englisch beizubringen und deren Kindern Alltagskompetenzen zu vermitteln. Aufgrund dieser Erfahrungen Sprachlehrerin Emiliy Schweizer in ihrem Kurslokal. (Bild zvg.) wechselte sie ihre Studienrichtung, um Englisch als Methodik individuell gezielt ein. Meist Fremdsprache unterrichten zu kön- nehmen ihre Schüler Einzelunternen. Der nächste Schritt war ein Ein- richt, manchmal kommen Paare oder satz in einem Jugendzentrum in Costa eine kleine Gruppe zum Unterricht. Rica. Hier lernte sie einen freiwilligen «Da wir uns regelmässig sehen, lernen Helfer aus der Schweiz kennen und wir uns gut kennen und können auch lieben, was sie schliesslich nach lachen, so macht Lernen Spass!» Hedingen brachte. Das neue Kurslokal befindet sich drei Minuten vom Bahnhof Hedingen entfernt, es ist eine helle, freundliche Lernen ist erleben Lernumgebung – und auch eine KaffeeMotivation steht für sie im Mittel- maschine fehlt nicht. Emily Schweizer punkt: «Es ist normal, Fehler zu ma- fasst zusammen: «Ich bin so dankbar, chen. Es geht darum, Selbstvertrauen dass ich Englischunterricht als Vollzeitaufzubauen. Während wir uns natür- job machen kann.» Idealerweise mellich und entspannt unterhalten, det man sich schnell an, damit man schreibe ich die Fehler auf, und wir die gewünschte Kurszeit bekommt, bearbeiten sie anschliessend.» Ein wei- denn es gilt «First come, first served». teres Credo ihres Unterrichtes: Man Damit hat man schon einen neuen lernt nur gut, was man aktiv umset- englischen Begriff gelernt, ganz leicht, zen kann. «Ich konzentriere mich nur fast ohne zu merken, dass man lernt. auf die Bereiche, welche die Schüler So unterrichtet Emily Schweizer. (rze) persönlich verbessern wollen.» Sie passt nicht nur den Stoff den Schülern Infos: 078 630 91 08, emily.schweizer@bluewin.ch, an, sondern setzt auch Didaktik und englischmitemily.com.


Vermischtes

Dienstag, 21. Mai 2019

Amerikaner aus Leidenschaft Das Corvette Sportcar Center in Bonstetten lädt zu Driving Days nach Affoltern Das Corvette Sportcar Center an der Rütistrasse 22 und 24 in Bonstetten ist offizielle Verkaufsund Servicestelle für Cadillac, Camaro und Corvette. Kompetenz und Leidenschaft für Amerikaner machen Geschäftsführer Kurt Huber und sein Team zur überzeugenden Anlaufstelle. Nein, im Zentrum liegt das Bonstetter Corvette Sportcar Center nicht und auch nicht direkt «am Weg», wie man so treffend sagt. Wer dennoch treue Kundschaft hat, der muss folglich durch qualitative, professionelle Arbeit und hohe Dienstbereitschaft überzeugen. Das trifft auf den Betrieb von Kurt Huber zu. Hier findet man fachkundige Beratung im Verkauf – bei Neu- und Vorführwagen wie bei Occasionen –, eine leistungsfähige, modern eingerichtete Werkstätte für Service, Reparaturen oder Tuning sowie einen Merchandise Shop für alles, was das Herz von Liebhabern amerikanischer Autos höherschlagen lässt. Und, last but not least, eine Corvette C7 Stingray kann im Corvette Sportcar Center auch gemietet werden!

24./25. Mai: Corvette- und CamaroDriving-Days in Affoltern Apropos Corvette und Camaro anschauen und probefahren: Am Freitag

le für Cadillac, Camaro und Corvette, die man über die Isenbachstrasse in Richtung Aumüli, vor Ausgang des Dorfest links abbiegend in die Buchenegg und schliesslich in die Rütistrasse erKurt Huber (ganz rechts) und sein Team mit der Corvette reicht, nie gefunGrand Sport 3LT, Final Edition. (Bild zvg.) den. Die Freundund Samstag, 24. und 25. Mai, finden lichkeit und Flexibilität sowie die in Affoltern, Industriestrasse 17, die hochwertige Qualität von Arbeit und Corvette- und Camaro-Driving-Days Dienstleistungen, die da geboten werdes Corvette Sportcar Centers statt. den, haben mich allerdings umgehend Hier verfügt Kurt Hubers Bonstetter überzeugt», erklärt ein Kunde seine Kompetenzzentrum für Cadillac, Treue. Ein schönes Kompliment! Camaro und Corvette über weitere Ausstellungsräumlichkeiten sowie ein Reifenhotel. Und ebenda gibt es am Verkauf, Service, Reparaturen Freitag, 24. Mai, 14 bis 19 Uhr, und am und mehr Samstag, 25. Mai, 10 bis 17 Uhr, im Für Kurt Huber, der den 1955 gegrünRahmen der Corvette und Camaro Dri- deten Familienbetrieb in zweiter Geving Days die rassigen Amerikaner zu neration führt, gilt, was schon für den bestaunen, wobei sich zusätzlich die Vater gegolten hat: Ganz nah am KunMöglichkeit bietet, den einen und an- den, an der Region zu sein und dabei deren Flitzer zur Probe zu fahren oder kompromisslos gute Qualität anzubiezumindest in einem solchen mitzufah- ten. Da versteht es sich, dass das Corvette Sportcar Center – neben einer ren. Zurück zum Hauptbetrieb des Cor- breiten Auswahl an Cadillacs, Corvetvette Sportcar Centers in Bonstetten: tes und Camaros – selbstredend auch «Ich bin durch einen Bekannten auf die aktuellen Fahrzeugmodelle anbieKurt Huber und sein Team aufmerk- tet, wie etwa die Corvette Grand Sport sam geworden, ansonsten hätte ich 3LT, Final Edition, ein Benziner mit die offizielle Verkaufs- und Servicestel- V8-Motor und 6,2 Liter Hubraum. Ge-

nauso das neue, überarbeitete KultMobil Camaro; ein Facelift beschert der US-Ikone eine neue Optik und zudem einige technische Neuerungen. Selbstverständlich führen Kurt Huber und sein Team von corvettetotal.ch am Standort in Bonstetten umfassende wie kompetente Dienstleistungen mit Service und Reparaturen aus. «Dank modernster Werkstatteinrichtung sind wir in der Lage praktisch alle Arbeiten bei uns im Hause ausführen zu können», sagt der sympathische Inhaber. Bestes Fachwissen, Seriosität und Termintreue sind für das Team des Corvette Sportcar Centers selbstverständlich, einwandfreie Reparatur, Service und Wartung schreibt man an der Rütistrasse 22 und 24 in Bonstetten entsprechend gross. Dazu kommen Umbauten, Zubehör und Ersatzteile sowie Tuning vom Feinsten. Ebenso Racetrack-Events – 28./29. Juni Corvette Euro Meet auf dem Circuit de Bresse (F) – oder, für die Center-Kunden, Fahrlehrgänge, wie jener vom 5. Juli auf demselben Rundkurs. Weitere Informationen dazu folgen zeitnah auf der Homepage www.corvettecenter.ch. (pd.)

Corvette Sportcar Center AG und corvettetotal.ch GmbH, Rütistrasse 22 und 24, Postfach 35, Bonstetten , Telefon 043 818 74 14, E-Mail: info@corvettecenter.ch, www.corvettecenter.ch.

Reger Austausch – nicht nur über Fotografie Zum 10-Jahre-Jubiläum: Openhouse bei «Thomas Hadorn Fotografie» Anlässlich des 10-jährigen Bestehens seines Fotostudios organisierte Thomas Hadorn Anfang Mai einen «Tag der offenen Tür» und lud alle Kunden, Freunde und Bekannten ein, mit ihm auf die vergangenen, erfolgreichen Jahre und vor allem auch auf die Zukunft anzustossen. Thomas Hadorn rief und die Leute kamen in Scharen. Wer ihn noch nicht kannte, wollte wissen was Thomas Hadorn Fotografie macht und wer hinter diesem Fotostudio steckt. Das Interesse und der Andrang waren zeitweise so gross, dass man sich nur schwer durch das Gedränge bewegen konnte. Alle Gäste stöberten interessiert durch die aufgelegten Alben, die einen interessanten Einblick über die Arbeiten des Fotografen vermittelten. Thomas Hadorn stand jedermann für Fragen zur Verfügung und stiess mit so man-

chem Besucher auf die vergangene Zeit an. Geboten wurden neben einem reichhaltigen Finger-Food-Buffet und allerlei Getränken interessante Gespräche und ein reger Austausch (nicht nur) über Fotografie. Beim Wettbewerb mit Preisen im Wert von über 300 Franken gab es drei glückliche Gewinnerinnen und Gewinner, die jeweils einen Wertgutschein erhielten, den sie entweder für ein Shooting ihrer Wahl oder für ein Einzelcoaching einlösen können. Mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht schaut Thomas Hadorn auf den Anlass zurück. Nicht zuletzt dank dem hervorragenden Buffet und der Unterstützung durch seine Frau Angelika und seine Tochter Michèle wurde der Anlass ein riesiger Erfolg. Thomas Hadorn bedauert einzig und allein, dass er nicht mit allen Besuchern so viel reden konnte, wie er das gerne getan hätte. Er bedankt sich bei allen Besuchern und lädt sie gleichzei-

Smartphone, Tablet & Co. – Medienkompetenz von klein an Digitale Medien wie Computer, Tablet und Smartphones sind ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Kinder und Jugendliche wachsen in einer reichhaltigen Medienwelt auf. Erziehungsverantwortliche fühlen sich dabei oft verunsichert oder überfordert und stellen sich berechtigterweise die Frage: «Wie viel Medienzeit in welchem Alter ist vernünftig und welches sind die Chancen, Risiken und Gefahren von digitalen Medien?» Am Dienstagabend, 28. Mai, von 19.30 bis 21.30 Uhr, erfahren interessierte Erziehungsverantwortliche im Referat von Karin Aeberhard, Stellenleiterin der Suchtprävention der Bezirke Affoltern und Dietikon, wie sie ihre Kinder dazu befähigen können, sich sicher

in den medialen Welten zu bewegen und den sinnvollen Umgang mit digitalen Medien zu lernen. Dazu brauchen die Kinder nämlich ihre Eltern und Erwachsene, die sie darin begleiten. Im Referat werden Wissen dazu und Tipps für einen guten Umgang damit innerhalb der Familie vermittelt. Zusätzlich erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über verschiedene Themen auszutauschen. Kosten: 30 Franken. Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 12 77 oder E-Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen und das komplette Kursangebot sind zu finden auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. (pd.)

Thomas Hadorn lud zum 10-Jahre-Jubiläum seines Fotostudios. (Bild zvg.) tig ein, ihn jederzeit wieder im Studio zu besuchen. Wenn er nicht gerade mit Kunden in einem Shooting beschäftigt ist, nimmt er sich gerne Zeit für eine Tasse Kaffee und spannende Gespräche.

Thomas Hadorn Fotografie ist spezialisiert auf Portraitfotografie, Familienfotos, Hochzeitsreportagen und Firmenportraits und befindet sich im alten Gemeindehaus an der Zürichstrasse 96 in Affoltern. (pd.)

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Immobilienmarkt: Preise steigen weiter Während die Preise für Häuser und Wohnungen stetig steigen, scheint Bauland wieder günstiger zu werden. Das Statistische Amt hat die jüngsten Entwicklungen auf dem Zürcher Immobilienmarkt unter die Lupe genommen. Obwohl das Wohnungsangebot im Kanton Zürich kontinuierlich wächst, stagniert der Markt für Wohneigentum. Wie im Jahr zuvor wurden auch 2018 rund 3750 Eigentumswohnungen und etwa 2300 Einfamilienhäuser verkauft. Beim Wohnbauland hingegen gehen die Verkaufszahlen weiter zurück. Im vergangenen Jahr wurden weniger als 300 unbebaute Grundstücke verkauft, bis zum Jahr 2010 hatte die Zahl der Baulandtransaktionen noch bei 1250 gelegen. Generell kann man sagen, dass in urbanen Gegenden wie der Stadt Zürich vor allem Eigentumswohnungen gehandelt werden. Einfamilienhäuser dominieren den Markt dagegen in den ländlichen Regionen.

Wohnimmobilien werden teurer Die Preise für Wohnimmobilien kennen seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Seit 2008 sind sie um rund 50 Prozent gestiegen. 2018 kostete ein Einfamilienhaus im Mittel 1,17 Millionen Franken, eine Eigentumswohnung 930 000 Franken. Die Preissteigerung für grosse Mehrfamilienhäuser mit mehr als vier Wohnungen fiel mit 87 Prozent sogar noch deutlicher aus, so dass der mittlere Preis bis 2018 auf 3.8 Millionen Franken kletterte. Ein Mehrfamilienhaus mit höchstens vier Wohnungen war dagegen im Schnitt für rund 1,6 Millionen Franken zu haben. Bei den Preisen für Wohnbauland deutet sich eine Abkühlung an. Abgesehen von einem Ausreisser im Jahr 2015 sind auch die Preise für Wohnbauland seit 2008 kontinuierlich gestiegen. 2018 ist nun der Quadratmeterpreis für unbebautes Land deutlich zurückgegangen: Ein Grundstück kostete im Schnitt rund 700 Fr./m² und damit 100 Fr./m² weniger als noch ein Jahr zuvor. Und auch Abbruchliegenschaften – Land, das zum Zeitpunkt des Verkaufs noch bebaut war, bei dem aber die bestehenden Gebäude einem Neubau Platz machen müssen – waren 2018 deutlich günstiger als in den Jahren zuvor. Ob damit bei den Landpreisen tatsächlich eine Trendwende eingeläutet ist, wird sich aber erst in den kommenden Jahren zeigen. Bei den niedrigen Transaktionszahlen können zufällige Schwankungen nicht ausgeschlossen werden. (pd.) Datengrundlage sind die Handänderungsanzeigen der Grundbuchämter. Sie enthalten sämtliche Immobilientransaktionen im Kanton Zürich seit 1974 mit den tatsächlich bezahlten Preisen.

Kulturerbe Mühlen und Märchen

19. Schweizer Mühlentag auch in Ottenbach und Stallikon Um die noch erhaltenen historischen Mühlen und deren Wert als Kulturerbe der Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen und zu zeigen, organisiert die Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde (VSM) alljährlich am Samstag nach Auffahrt den Schweizer Mühlentag – dieses Jahr unter dem Motto «Mühlen und Märchen». Am Schweizer Mühlentag präsentieren sich 152 historische Mühlen an 110 Standorten in der ganzen Schweiz der Öffentlichkeit. In der Aumüli, Stallikon, werden Rundgänge, Aktivitäten und Erlebnisse rund um altes Brauchtum geboten, etwa Darbietungen wie Glockenriemen sticken. Eine Festwirtschaft, der Verkauf eigener Produkte, ein Jodelchor

und Alphornklänge runden das Programm ab. Das historische Kleinkraftwerk Ottenbach können Interessierte von 9 bis 17.30 Uhr frei besichtigen. Führungen finden um 9.30, 11, 13.30 und 15 Uhr statt. Die wassergetriebenen Anlagen lassen in die Arbeitswelten unserer Vorfahren abtauchen. Von den ehemals 6000 bis 7000 Mühlen in der Schweiz sind uns heute einige hundert erhalten geblieben. «Mit der Wasserkraft von Flüssen und Bächen wurden früher die vielfältigsten Anlagen angetrieben», so Adrian Schürch, Präsident der VSM und begeisterter Mühlenfan. Mühlen sind ein eindrückliches Zeugnis des menschlichen Erfindungsgeistes. Sie stellen

einen wichtigen Aspekt der technischen Entwicklung dar. Für die Erhaltung der restaurierten Mühlen ist ein fachgerechter Betrieb notwendig. Die Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde engagiert sich, dass über Kurse das Mahlen, Sägen oder Ölpressen auf historischen Mühlen erlernt werden kann. «Es ist für mich höchst beeindruckend, mit welchem enormen Engagement von Freiwilligen, regionalen Mühlenvereinigungen oder der öffentlichen Hand die letzten noch erhaltenen historischen Mühlen restauriert und betrieben werden», sagt VSM-Präsident Adrian Schürch. (pd.) Weitere Infos unter www.muehlenfreunde.ch.


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Veranstaltungen

Dienstag, 21. Mai 2019

Die Natur im Weiler Frohmoos hautnah erleben

«Noch stärker vernetzen»

Die Naturschutzkommission Hedingen lädt zum Rundgang ein

Tag der offenen Tür im «Meilihof»

Am Samstag, 25. Mai, könnten Interessierte Besucherinnen und Besucher die Hedinger Natur auf einem Rundgang mit Gemeinderätin Christine Erni hautnah erleben.

Am Samstag, 25. Mai, von 11 bis 17 Uhr, öffnet das Wohnhuus für jüngere Körperbehinderte Meilihof in Ebertswil erneut seine Türen. Es gibt vieles zu entdecken und zu erleben. Und für unbeschwerte und fröhliche Momente sorgt der Komiker Bruno.

«Sei kein Frosch!», hält der Flyer fest, mit dem die Naturschutzkommission Hedingen zu einem interessanten Spaziergang einlädt. «Aber weshalb denn?», wird da gefragt. Und sie begründet die Frage mit der Behauptung, dass Frösche oftmals sogar auf Händen getragen würden, nämlich immer dann, wenn sie im Frühling gefährliche Verkehrswege überqueren müssen. Die Schlussfolgerung dürfte also lauten, sich durchaus einmal in einen Frosch zu verwandeln oder mindestens zu versuchen sein Leben zu verstehen. Natürlich könnten wenigstens die weiblichen Naturschützerinnen sich von einem Frosch küssen lassen, wer weiss, ob es sich dabei nicht um einen verzauberten Prinzen handelt. Sich verzaubern lassen, sollen sich jedoch garantiert die Besucherinnen und die Besucher im Weiler Frohmoos – und zwar von der Schönheit der Natur. Nicht nur die Schönheit, sondern auch die Geheimnisse der

Gemeinderätin und Umweltvorsteherin Christine Erni freut sich auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher. (Bild Martin Mullis) Natur werden den Besuchern bei einem Rundgang an vier Posten von Fachpersonen mit kurzen Vorträgen und Anschauungsmaterial nähergebracht. An den einzelnen Standorten behandeln Experten die Themen «Amphibien», «Wald», «Neophyten» und das «Vernetzungsprojekt». Der Rundgang zu den vier Informationsstellen im Frohmoos oberhalb von

Hedingen kann gemütlich zu Fuss und in kurzer Distanz abgelaufen werden. Der Anlass findet bei jeder Witterung statt. Anschliessend offeriert die Gemeinde Wurst und Brot und dazu ein Getränk. Die Naturschutzkommission heisst alle herzlich willkommen. (mm)

Das Wohnhuus Meilihof präsentiert wie jedes Jahr ein buntes Festprogramm für Gross und Klein. Wer an einer Führung teilnimmt, kann einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Infrastruktur sowie das Betreuungsverständnis kennenlernen. Auf dem Hofplatz finden die Besucherinnen und Besucher wertvolle Informationen, kurzweilige Unterhaltung und eine genussvolle Verpflegung. Zum ersten Mal finden Interessierte am Infostand auch Steckbriefe von Bewohnern, die einen freiwilligen Helfenden für individuelle Hilfeleistungen suchen. Wer Zeit und Lust

hat, kann die Bewohnerin oder den Bewohner gleich direkt und unverbindlich kennenlernen. Einige der Bewohnerinnen und Bewohner sind von einer Aphasie betroffen. Das ist eine plötzlich erworbene Sprachstörung, die durch eine Hirnverletzung hervorgerufen wird. Am Infostand von aphasie suisse erfahren die Besucherinnen und Besucher, welche Kommunikationsmöglichkeiten es im Umgang mit den Betroffenen gibt, und um 15 Uhr zeigt der Aphasiechor «RehaClinic Baden», was trotz dieser Beeinträchtigung möglich ist. Persönliche Kontakte mit Menschen aus der Umgebung bereichern den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner und sind gleichzeitig die beste Basis für die lokale Vernetzung des Wohnhauses. In diesem Sinne freuen sich die «Meilihöfler» auf zahlreiche Besucher. (pd.) Tag der offenen Tür im Wohnhuus Meilihof, Ebertswil, 25. Mai, 11 bis 17 Uhr. Weitere Infos zum Programm unter: www.meilihof.ch.

Samstag, 25. Mai, ab 13 bis zirka 16 Uhr. Treffpunkt: Weiler Frohmoos Hedingen.

Reparieren statt wegwerfen

Repair Café Säuliamt am Sunefäscht in Hausen

Mit dem Reparieren von Geräten lässt sich viel Abfall vermeiden. (Bild zvg.) Am Samstag, 25. Mai, am Sunefäscht von Tage der Sonne, ist auch das Repair Café Säuliamt dabei. Zwischen 10 und 16 Uhr können Besucherinnen und Besucher allerlei Reparatur-Bedürftiges von zu Hause ins Weisbrod

Areal bringen, und gemeinsam mit den Reparatur-Profis des Repair Cafés wird vielem zu einem zweiten Leben verholfen. Reparieren statt wegwerfen hilft beim Verkleinern unserer Abfallberge und setzt ein Zeichen gegen

überflüssigen Konsum. Die Idee des Repair Cafés ist so einfach wie überzeugend: Wer etwas zum Reparieren oder Flicken hat, dies aber nicht allein machen kann oder möchte, bringt es ins Repair Café mit. Dort können Besucher und Besucherinnen flicken, und dabei die Hilfe von ausgewiesenen Fachleuten in Anspruch nehmen. Die Fachleute machen dies freiwillig und unentgeltlich, Werkstatt und Werkzeuge werden zur Verfügung gestellt, nur Ersatzteile müssen bezahlt werden. Mit Reparieren statt wegwerfen kann jede und jeder dazu beitragen, Energie zu sparen und den CO2-Verbrauch zu senken. Ganz nebenbei gibt man auch weniger Geld aus, und kann noch Interessantes dazulernen. (pd.) Repair Café Säuliamt, am Sunefäscht von Tage der Sonne Knonaueramt, Samstag 25. Mai, 10 bis 16 Uhr, Weisbrod Areal 1 (Fontana AG), Hausen www.repair-cafe.ch/de/cafes/repair-cafe-saeuliamt,

Flohmarkt in der Regionalbibliothek Am kommenden Samstag, 25. Mai, lädt die Regionalbibliothek zum grossen Bibliotheks-Flohmarkt ein. Viele der Medien suchen ein neues Zuhause. Das Angebot ist sehr vielseitig und preiswert. Es werden Bücher für alle Altersstufen und Lebenslagen, Zeitschriften, Spiele, Filme, Hörbücher und andere Nonbooks verkauft. Die Kundinnen und Kunden sind aber nicht nur zum Stöbern und Einkaufen eingeladen, sondern auch zum Verweilen und Plaudern. Die Bibliothek offeriert am Samstag ein Stück Zopf, begleitet von einem Tee oder Kaffee. Wer am Samstag andere

Neues Zuhause gesucht: Am Bücherflohmarkt kann man sich kiloweise mit Lesestoff eindecken. (Bild zvg.) Pläne hat, kann bis Mitte Juni noch den «kleinen Flohmi», besuchen. (pd.) Samstag, 25. Mai, 10 bis 15 Uhr: Flohmarkt in der Regionalbibliothek, Obere Seewadelstrasse 14, Affoltern. Infos: www.bibliothek-affoltern.ch.

www.tagedersonne-knonaueramt.ch Nächstes Repair Café: 19. Oktober Reparaturtag

Schweizer Vorlesetag in Stallikon Alle Kinder ab 4 Jahren sind auch in diesem Jahr wieder zum Schweizer Vorlesetag eingeladen. Dieser findet am Mittwoch, 22. Mai, von 16 bis 17.30 Uhr in der Bibi Stallikon statt. Es wird ein vielseitiges und spannendes Programm geben, unter anderem auch ein kleines Theaterstück, dargestellt von Schülerinnen der 5. Klasse. Zwischendurch gibt es wie immer eine kleine Stärkung. Die Organisatoren der Bibi Stallikon freuen sich auf die Teilnahme vieler interessierter Kinder! Eltern, Grosseltern bzw. Begleitpersonen sind ebenfalls herzlich willkommen. Der Schweizer Vorlesetag ist eine nationale Leseförderungskampagne des Schweizerischen Instituts für Kinder und Jugendmedien in Kooperation mit 20 Minuten und zahlreichen weiteren Partnern, welche die Wichtigkeit des Vorlesens ins Zentrum stellt. (pd.)

Auf die Besucherinnen und Besucher warten wertvolle Informationen und die Möglichkeit, Kontakte mit Betroffenen zu knüpfen. (Bild zvg.)

Vorlesen regt die Fantasie von Kindern an und fördert ihre Kreativität. (Bild zvg.)

Sommerkonzerte 2019 mit dem Ensemble Pyramide Am Samstag, 25. Mai, um 17 Uhr tritt das Ensemble Pyramide in der Wallfahrtskapelle Jonental auf. Tags darauf wird in Bubikon gespielt. Das Ensemble Pyramide mit Barbara Tillmann, Oboe und Oboe d’amore, Ulrike Jacoby, Violine, Muriel Schweizer, Viola, Anita Jehli, Violoncello, und Margarete Kopelent, Cembalo, lädt zu zwei Sommerkonzerten mit einem abwechslungsreichen Programm ein. Es erklingen Werke von J. S. Bach, J. G. Janitsch, G. Klein und G. Ph. Telemann. Das Ensemble Pyramide besteht seit 28 Jahren, über dessen Musizieren kürzlich in der Presse zu lesen war: «Beim Ensemble Pyramide handelt es sich um etwas Besonderes: aussergewöhnlich ist die Besetzung und jedes einzelne Mitglied ist eine Musikerpersönlichkeit. Das macht das Zusammenspiel vollends zum Genuss.» (pd.)

Das Ensemble Pyramide spielt zwei Sommernachtskonzerte. (Bild zvg.) Sommerkonzerte, Samstag, 25. Mai, 17 Uhr, Wallfahrtskapelle Jonental und Sonntag, 26. Mai, 17 Uhr, Ritterhaus Bubikon. Konzertdauer: zirka 1½ Stunden, Abendkasse ab 16.30 Uhr. Sitzplatzreservierung (Bezahlung an der Abendkasse) unter: www.ensemble-pyramide.ch. Eintritt 30 Franken, Schüler und Studenten mit Legi: 15 Franken. Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre gratis. Weitere Informationen per E-Mail: info@ensemble-pyramide.ch oder auf www.ensemble-pyramide.ch.


Veranstaltungen

Dienstag, 21. Mai 2019

Unter Artgenossen

Bezaubernde Saxofon–Töne

24. Mai: ein tierisches Theater im Chilehuus Hedingen

«Nonsequence» im Kloster Kappel

Was spielt sich eigentlich hinter der tierischen Fassade so ab? Einiges! Das zeigt Kathrin Bosshard vom Theater Fleisch + Pappe am Freitag, 24. Mai, in Hedingen.

Im Rahmen der Reihe «Musik und Wort» spielt das Saxofon–Quartett «nonsequence» in der Klosterkirche.

In scheinbarer Eintracht teilen sich Künstlerkatze Laetitia, Altpunker Hund Lutz, die verwitwete Kröte Berger und deren Pflegetochter Gänschen Milenka das Stadthaus von Hase Bernhard. Als eine geheimnisvolle Hyänendame freundlichen Charakters und unklarer Herkunft die Beletage im zweiten Stock bezieht, löst sie mit ihrer befremdlich unbefangenen Art einen Wirbelwind an Ereignissen aus. Das Innerste der Mieter kehrt sich nach aussen. Ein schräges Spiel um Reichtum, Macht, Anerkennung und Ruhm nimmt seinen tragikomischen Lauf, lässt Fassaden bröckeln und Mauern wanken. Jede Ähnlichkeit mit real existierenden Personen ist rein zufällig, aber unvermeidlich. Ein Spiegel fehlt in diesem Kabinettstück – wir meinen ihn jedenfalls nicht zu finden. Ein gewöhnlicher Spiegel? Der wäre vielleicht auch zu

Blickt hinter die Fassade: Kathrin Bosshard. (Bild zvg.) hart mit uns. Ein Spieglein, Spieglein an der Wand? – das ginge vielleicht schon eher, er gehört ja schliesslich in die Märchenwelt. Am besten wohl ein Spieglein mit putzigen, vielleicht auch einigen, wenigen garstigen und fremdländischen Tierchen, die sind ja weit entfernt von uns. Was aber, wenn diese Artgenossinnen und Artgenossen in menschenwürdiger Behausung woh-

nen, eine verblüffend bekannte Gestik zeigen und gar in unserer Sprache sich akkurat formulieren? Spiegelt sich da möglicherweise etwas hinter der Fassade? (pd.) «Unter Artgenossen», Freitag, 24. Mai, 20.15 Uhr, Chilehuus Hedingen, Oberdorfstrasse 1. Eintritt

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Vier Saxofone auf einmal? Keine Angst: Eintönig wird es mit «nonsequence» (Clemens Gisler, Sopran-/Altsax; Florian Haupt, Altsax; Christoph Lienhard, Tenorsax und Stephan Jenni, Baritonsax) bestimmt nicht. Das Quartett aus Zürich überschreitet vermeintliche Stilgrenzen mit eleganter Konsequenz und verblüfft immer wieder aufs Neue mit seinen abwechslungsreichen Auftritten. Seit 2005 saxofonieren die vier bekennenden Fans von J.S. Bach mit Klängen von Barock bis Pop und stehen dabei für Unterhaltung der gehobenen Art.

Viel mehr als nur Nonsens Zusammengefunden haben die Quartettmitglieder mit Wurzeln in Richterswil, Gattikon, Serneus (GR) und Wollishofen (Zürich) durch ihre Liebe zum Saxofon und über ein knallhartes

Casting-Verfahren. Ihre unzähligen gemeinsamen musikalischen Abenteuer sind legendär und führten sie als Hochzeitsmusikband auf Schlösser, Schiffe und in Spelunken, als klingende Ausstellungsstücke in die Museumsnacht, als Stadtmusikanten in die Strassen Wiens, als Pausenmusik in die Kälte der 100-Jahre-Feier des Internationalen Eishockeyverbands – und noch viel weiter. Immer dabei: ihr ausgeprägter Spieltrieb. Er regt auch zum Schmunzeln an – etwa, wenn das Quartett nach klassischen Klängen plötzlich als Sting-Coverband auftrumpft. Das mag vielleicht schräg tönen – doch mit «nonsequence» ist jede Musik mehr als nur Nonsens. Das Konzert unter dem Titel «Nachhall» wird begleitet von Texten, ausgewählt und gelesen von Pfarrer Theo Haupt. (pd.) Der Anlass der Reihe «Musik und Wort» findet am Sonntag, 26. Mai, um 17.15 Uhr statt. Eintritt frei, (Kollekte). Weitere Informationen unter Telefon 044 764 88 10, per E-Mail: info@klosterkappel.ch oder auf www.klosterkappel.ch.

frei, Kollekte. Weitere Informationen auf: www.gemeindevereinhedingen.ch.

Klassik im Park Seleger Moor

«Swiss Made»

Chorkonzert in Mettmenstetten

Kammermusikkonzert im Kulturzelt Nach einer erfolgreichen ersten Konzert-Saison 2018 findet am nächsten Freitag, den 24. Mai, das erste Konzert der aktuellen Saison der Konzertreihe «Konzerte im Kulturzelt im Park Seleger Moor» 2019 statt. Die beiden Musiker und künstlerischen Leiter Andreas C. Fischer und Dominik Fischer veranstalten auch dieses Jahr während den Monaten Mai bis Ende August fünf Konzerte im über die Landesgrenzen hinaus bekannten Landschaftspark «Park Seleger Moor». Das erste Konzert widmet sich ganz der Romantik des 19. Jahrhunderts. Das Alexandre Dubach Quartett – mit den beiden Geigern Alexandre

Dubach und Lorenz Indermühle, Dominik Fischer an der Bratsche und Andreas Graf am Violoncello – bringt zwei bedeutende Streichquartette von Franz Schubert und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky zur Aufführung.

Weitere Konzerte Am 7. Juni um 19.30 Uhr bringt die renommierte Close Harmony und A-cappella-Band «The Sam Singers» den Zauber der 30er-, 40er- und 50er-Jahre in den Park. Am 22. Juni um 19.30 Uhr weilt – mit Daniel Dodds an der ersten Geige – eine Kammermusikformation des weltbekannten Kammerorchesters

«Festival Strings Lucerne» im Park Seleger Moor. Gespielt werden Werke von Felix Mendelssohn und Johannes Brahms. Beim Kauf eines Konzerttickets gehört der freie Parkeintritt ab 17.30 Uhr dazu. Die Abendkasse ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Interessierte können über www.kulturzelt.ch Tickets kaufen. Bei Schlechtwetter finden diese Konzerte in der reformierten Kirche in Hausen statt. Ab 17 Uhr wird darüber auf der Website www.kulturzelt.ch informiert. (pd.) Kammermusikkonzert mit dem «Alexandre Dubach Quartett», 24. Mai, 19.30 Uhr, wegen Schlechtwetter im Weinkeller vom Gasthof Löwen in Hausen.

Im Chor Pro Cantu singen 42 begeisterte Sängerinnen und Sänger aus dem ganzen Kanton Zürich. (Bild zvg.)

Am Samstag, 25. Mai, um 17 Uhr lädt der Zürcher Chor Pro Cantu unter dem Titel «Swiss Made» zu einem kunterbunten LiederKonzert in der reformierten Kirche Hedingen ein.

Impression vom Konzert am 15. Juni 2018: Das Galatea Quartet (Yuka Tsuboi, Sarah Kilchenmann, Julien Kilchenmann und Hugo Bollschweiler) spielte bei schönstem Wetter Werke von Haydn, Bloch und Debussy. (Bild zvg.) anzeige

Nein, Schweizer Sackmesser oder Schweizer Schokolade gibt es an diesem Anlass keine, hingegen Schweizer Musik in Hülle und Fülle. Der Zürcher Chor Pro Cantu präsentiert unter dem Titel «Swiss Made» ein kunterbuntes Lieder-Konzert quer durch verschiedenste Sparten und Stile der Schweizer Chorlandschaft. Begleitet wird er dabei von einer Band. Zu hören sind unter anderem Volkslieder in den vier Landessprachen, aber auch Mani Matter und heutige Schweizer Popsongs stehen auf dem Programm. Und auf keinen Fall fehlen dürfen natürlich die bekannten Radio-Schlager aus den Fünfzigerjahren, wie «s Träumli» oder

«O mein Papa» Kurzum: Der Konzertabend verspricht ein abwechslungsreiches, beschwingtes und fröhliches Lieder-Menü, angereichert mit einer kleinen Prise Nostalgie und viel Humor. Mitsingen und Schwelgen ist erlaubt!

Mit Mettmenstetter Beteiligung Im Chor Pro Cantu singen 42 begeisterte Sängerinnen und Sänger aus dem ganzen Kanton Zürich – auch aus Mettmenstetten. Unter der Leitung von Ueli Vollenweider, dessen familiäre Wurzeln ebenfalls in Mettmenstetten zu finden sind, hat der Chor ein sehr breites Repertoire erarbeitet und tritt regelmässig mit ganz unterschiedlichen Konzerten auf. (pd.) Samstag, 25. Mai, 17 Uhr, reformierte Kirche Mettmenstetten. Eintritt: 20 Franken. Türöffnung: 16.30 Uhr.


Sport

Dienstag, 21. Mai 2019

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FCWB verliert Spitzenkampf in Baden Fussball 1. Liga Gruppe 3: FC Baden – FC Wettswil-Bonstetten 2:0 (2:0) Die Ämtler haben das Spitzenspiel in Baden in der Startviertelstunde verloren. Aufgrund der knappen Ausgangslage bedeutet diese Niederlage nun Rang vier vor der letzten Meisterschaftsrunde.

zweite Hälfte, ohne weitere Torchancen und Baden konnte die drei Punkte schliesslich ohne grosse Hektik ins Trockene bringen.

Baden beendet Serie

Zwei Runden vor Saisonende hätte die Ausgangslage in der 1.-Liga-Gruppe 3 kaum spannender sein können. Der Leader Baden konnte sich einen Platz in den Aufstiegsspielen bereits sichern, dahinter kämpfen WettswilBonstetten, Tuggen und Eschen/Mauren um die beiden weiteren Plätze, die zu den Aufstiegsspielen berechtigen. Die zweitplatzierten Ämtler hatten dieses Wochenende mit dem Auswärtsspiel im Badener Stadion Esp jedoch eine schwierige Aufgabe.

Vor toller Kulisse (550 Zuschauer) hat WB Pech, als Schneebelis 1:1 überraschend annulliert wird. (Bild Kaspar Köchli) Traumstart für Baden Die Gäste starteten sichtlich nervös in die Partie. In den Startminuten schlichen sich viele Unkonzentriertheiten ins Spiel der Ämtler. Schon in der dritten Minute nutzten die Aargauer die Ängstlichkeit der Wettswiler aus, als nach einem abgewehrten Eckball der Ball vor die Füsse von Muff fiel und dieser keine Mühe bekundete, das Leder aus rund 18 Metern im Kasten unterzubringen. Einige Minuten später brannte es dann vor dem heimischen Tor. Marjanovic tankte sich auf der linken Aussenbahn sehenswert, bis fast an die Grundlinie, durch und spielte den Ball flach vors Tor. Torhüter Ammeter konnte zwar Lugos Abschluss noch parieren, doch Schneebeli musste daraufhin den freiliegenden Ball nur noch einschieben. Doch der Linienrichter hatte Lugo im Abseits ge-

sehen und hob die Fahne. Ein etwas fragwürdiger Entscheid, da Marjanovic den Ball praktisch von der Grundlinie aus in die Mitte gelegt hattee. Danach war Baden wieder an der Reihe. Der schnelle Spadanuda entwischte der Wettswiler Abwehr und wurde von Torhüter Baumgartner im Sechzehner von den Beinen geholt, doch überraschenderweise blieb die Pfeife des Schiedsrichters still. Nur eine Zeigerumdrehung später konnte Spadanuda wieder enteilen, und die Intervention Studers führte diesmal zum Strafstoss. Teichmann verwandelte den Elfmeter äusserst präzis in die linke untere Ecke und duschte mit dem 2:0 die Ämtler eiskalt. Dies alles ereignete sich in den ersten 15 Minuten. Danach übernahm WB die Spielkontrolle und erarbeitete sich fast im Minutentakt hochkarätige Möglichkei-

ten. Marjanovic kam zweimal aus kurzer Distanz freistehend zum Abschluss, doch Ammeter hielt seinen Kasten weiterhin sauber. Auch Topskorer Lugo stand nach einem strammen Schuss von Miljkovic plötzlich allein vor dem gegnerischen Tor, war jedoch zu überrascht, als dass er daraus Kapital schlagen konnte. Kurz vor der Pause schraubte sich nochmals Marjanovic in die Höhe. Sein Kopfball landete jedoch wieder in den Armen von Ammeter. Mit dem 2:0 ging es in die Pause, obwohl die Gäste aufgrund ihrer zahlreichen Chancen mindestens ein Tor hätten erzielen müssen.

Wenig Betrieb nach der Pause Die zweite Halbzeit verlief dann wesentlich ereignisärmer. Die Gastgeber beschränkten sich weiterhin aufs Ver-

Beherzter Auftritt nicht belohnt Frauenfussball: Cuphalbfinal FC Blue Stars – FC Affoltern 4:1 (3:0)

Matchtelegramm: Stadion Esp, Baden, 550 Zuschauer. FCWB: Baumgartner, Brüniger (89. Thalmann), Dzelili, Heini, Lugo, Marjanovic (65. Capone), Miljkovic (74. Mollet), Peter, Schneebeli, Studer (74. Gashi), Todzi. Weitere WB-Resultate: FCWB 2 – Red Star 2 2:4, Freienbach 3 – FCWB 3 1:1, FCWB 4 – Witikon 3 1:2, Schaffhausen – Jun. A (CCJL) 1:2, Jun. Ba (CCJL) – Rüti 4:0, Industrie-Wipkingen – Jun. Bb 5:0, Freienbach – Jun. Ca 5:1, Jun. Cb – Dietikon 5:2, Jun. Da – Küsnacht 0:6, Horgen – Jun. Db 3:7, Siebnen – Jun. Dc 6:1, Wald – Sen. 40+ 4:0, Sen. 30+ – Witikon-Neumünster 5:1.

Hausemer Frauen siegen in Spitzenkampf

FC Hausen – Freienbach 3:2 (2:1)

Das Frauen-Fanionteam des FC Affoltern (FCA) ging vergangenen Donnerstag mit viel Vorfreude in den regionalen Cup-Halbfinal gegen den FC Blue Stars (FCBS). Viel Herz, Aluminium, aber keine Punkte – so lässt sich die Partie aus Sicht des FCA in wenigen Worten zusammenfassen. Bei herrlichem Fussballwetter entwickelte sich von Beginn weg eine auf beiden Seiten intensiv geführte Partie. In der 15. Minute konnte Blue Stars einen weiten hohen Ball von rechts in den Sechzehner spielen, der von Stürmerin Saladin übernommen und ansatzlos ins FCA-Gehäuse untergebracht wurde. Nicht zwingend, aber der erste wirklich gefährliche Angriff führte also zur Rücklage. In diesem Moment schien der FCA etwas unsortiert. Nur zwei Minuten später konnte ein schneller Vorstoss des Gastgebers – erneut über die rechte Seite – von der FCA-Abwehr nicht unterbunden werden, was Rochat mit einem satten Schuss zum 2:0 nutzte. Der FCA steckte indes nicht auf und suchte in der Folge vehementer die Offensive. Nach rund 25 Zeigerumdrehungen kam der erste Schuss aufs FCBS-Tor, welcher aber von der gut postierten Torhüterin Zellweger ohne Probleme entschärft wurde. In der 32. Minute setzten zwei Blausterne zum Sprint an, wovon eine aus abseitsverdächtiger Position. Der sonst gute Schiedsrichter nahm die Pfeife bereits in den Mund und die FCA-Abwehr wartet wohl nur noch auf den Pfiff. Dieser kam aber dann doch nicht und die

walten ihres Vorsprunges. Die Oswald-Elf verzeichnete mehr Spielanteile, lief jedoch ein ums andere Mal auf die solide stehenden Abwehr der Badener auf. Wie so oft bekundeten die Wettswiler Mühe im Kreieren von Tormöglichkeiten gegen tiefstehende Gegner. In der 70. Minute entstand, nach einem weiten Ball in den Strafraum der Heimmannschaft, mal wieder eine bemerkenswerte Aktion. Peter erkämpfte sich den abgewehrten Ball noch im Sechzehner und wurde dann von einem Abwehrspieler von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter entschied sich jedoch gegen Strafstoss. Danach war das Spiel von minutenlangen Unterbrüchen und Diskussionen geprägt, wobei es die Gäste verpassten, sich aufs Fussballspielen zu konzentrieren. So verlief die Schlussphase, wie bereits die gesamte

Mit dieser Niederlage endet eine eindrückliche Serie des FCWB, der bis dahin 19 Spiele in Folge ungeschlagen blieb. Dabei muss man sich jedoch an der eigenen Nase nehmen. Denn wer in einem Spitzenspiel die Startphase verschläft und danach trotz zahlreicher Möglichkeiten den Anschluss verpasst, wird am Ende als logischer Verlierer vom Platz gehen. Nach dieser Niederlage können die Ämtler den Einzug in die Aufstiegsspiele nicht mehr aus eigener Kraft erreichen, da die direkten Verfolger allesamt erfolgreich waren. Dennoch wird nächsten Samstag im heimischen Moos gegen die U21 des FC St. Gallen ein Sieg angepeilt. Denn die Chancen auf die Aufstiegsplätze sind weiterhin intakt, da das drittplatzierte Eschen/Mauren im letzten Saisonspiel auch noch auf Leader Baden trifft. Für Spannung ist bis zum letzten Spieltag also gesorgt. (NSc)

Dank einer tollen Leistung gewannen die Hausemerinnen den Spitzenkampf gegen den Leader aus Freienbach und verkürzten den Rückstand in der Tabelle auf sieben Punkte. FCA Frauen im Einsatz auf dem Hardhof. (Bild zvg.) durchgelaufene Rochat versenkte das Leder ohne Mühe halbhoch links in die Maschen. Der Spielstand spiegelte nun die Partie nicht wirklich, wohl aber die Effizienz auf Seiten der Hardhöfler. Die Säuliämtlerinnen gaben sich deshalb nicht auf. In der 40. Minute trat Grob einen scharfen Eckball, den Bumbach per Kopf sehenswert annahm, aber leider nur an den Pfosten setzte. Der Anschlusstreffer war nun zum Greifen nahe. Keine Minute später tankte sich Wanner durch. Aus der Drehung heraus klatschte das Leder aber erneut ans Aluminium – diesmal an die Latte.

Chancen für Aufholjagd da In der zweiten Halbzeit kam es erneut zu einer strittigen Szene. Wieder zogen zwei Blue-Stars-Stürmerinnen aus abseitsverdächtiger Position aufs FCA-Tor los, wobei Loser in der 70. Minute ohne Probleme zum 4:0 einschob. In der 75. Minute wurde der FCA endlich auch belohnt. Auf Zuspiel von Grob markierte Hagenbuch den längst verdienten Ehrentreffer. Die FCA-Frauen wollten

mehr und Trainer Zimmermann brachte mit Herzig für Bumbach und Wettstein für Wanner frische Kräfte. Nach einem erneut hervorragend getretenen Eckball hatte Schürch die Chance zum zweiten Treffer, vermochte diese aber nicht zu nutzen. Letztendlich blieb es bei dem klaren Sieg von Blue Stars, obschon dieser um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Entscheidend war sicherlich der Doppelschlag in der ersten Halbzeit innert zweier Minuten. Nichtsdestotrotz darf die Equipe von Trainer Zimmermann stolz auf die gesamte Cup-Kampagne sein. Wenn die Mannschaft in den verbleibenden Meisterschaftspartien dasselbe Engagement zeigt, sollten die FCA-Frauen die noch notwendigen Punkte ohne Probleme nach Hause bringen. Michael Romer Spieltelegramm: Hardhof, Zürich, 80 Zuschauer; FCA:

Zum ersten Mal konnten die Frauen in diesem Frühling endlich im heimischen Jonentäli zu einem Meisterschafts-Match antreten. Gegnerinnen in der Gruppe 1 der 3. Liga waren die Tabellenführenden aus dem schwyzerischen Freienbach. Diese hatten vor dem Spiel zehn Punkte Vorsprung auf das zweitplatzierte Hausen und verloren seit Anfang Saison erst einmal.

Topmotiviert in den Kampf Die Hausemerinnen gingen topmotiviert in den Spitzenkampf und hatten in den ersten zehn Minuten gute Möglichkeiten. In der 13. Minute tauchte eine Freienbacherin alleine vor Torhüterin Sina Baumann auf, die den Schuss jedoch glänzend parierte. Danach wog das Spiel hin und her, mit Chancen auf beiden Seiten. In der 33. Minute liess die Torhüterin von Freienbach einen Schuss von Kerstin Kleinlercher abprallen. Melina Steinemann stand goldrichtig und erzielte das Eins-zunull.

Kohler; Herzog, Arnold, Herzog (C), Damotharam (69. Müller); Püntener; Bumbach (75. Herzig), Schürch, Hagenbuch; Wanner (75. Wettstein), Grob Tore: 15’ Saladin (FCBS), 17’ Rochat (FCBS), 32’ Rochat (FCBS), 70’ Looser (FCBS), 75’ Hagenbuch (FCA)

Erneute Führung nach Ausgleich Nur drei Minuten später landete ein Hausemer Befreiungsschlag auf dem

Fuss einer Gegnerin, deren Schuss unhaltbar zum Ausgleich im Tor landete. Kurz vor dem Pausenpfiff lancierte Florence Jucker mit einem präzisen Pass Melina Steinemann, die sich die Chance nicht nehmen liess und zur erneuten Hausemer Führung traf.

Starke zweite Halbzeit Das Heimteam startete auch gut in die zweite Halbzeit. Es waren noch keine fünf Minuten gespielt, da kam Hausen zu einem Eckball, der von Daniela Guidon wunderbar mit einem Kopfball zur Zweitoreführung versenkt wurde. In der 60. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einer umstrittenen Situation im Hausemer Strafraum auf den Penalty-Punkt. Die Gäste liessen sich diese Chance nicht nehmen und erzielten den zweiten Treffer. In der Folge drückte Freienbach auf dem Ausgleich, doch die Hausemer Frauen zeigten defensiv eine gute Leistung und die Freienbacherinnen kamen deshalb kaum mehr zu zwingenden Chancen.

Vorsprung souverän verteidigt Zehn Minuten vor Schluss hatte Melina Steinemann den Matchball auf dem Fuss, vergab aber leider die definitive Entscheidung. In den letzten Minuten spielten die Hausemer Frauen den Sieg souverän nach Hause und gewannen den Spitzenkampf verdient. (mab./map.)


FC Affoltern a. A.

Der FCA reist nach Freienbach zur Revanche Fussballclub Affoltern a. A. 3. Liga, Gruppe 1 (20. Mai) Spiele Pkt. 1. 2.

FC Wollishofen 1 19 FC Kilchberg-Rüschlikon 1 19

49 44

3. 4.

FC Wollerau 1 FC Oetwil-Geroldswil 1

19 18

35 33

5. 6.

FC Affoltern a.A. 1 FC Wädenswil 2

19 19

31 30

7.

FC Lachen/Altendorf 2

18

23

8. 9.

SC Siebnen 1 FC Freienbach 2

18 18

23 22

10. 11.

FC Hausen a.A. 1 FC Buttikon 1

18 18

14 12

12.

FC Oberrieden 1

19

5

Revanche ist angesagt: Im Hinspiel auf dem Moos unterlagen die Blauweissen trotz dynamischem Auftritt Freienbach knapp mit 1:2.

Ihre nächste Partie bestreitet die erste Mannschaft des FC Affoltern am Albis bereits übermorgen Donnerstag, auswärts gegen den FC Freienbach 2. Nachdem mit Oberrieden, Buttikon und zuletzt Hausen die drei am Tabellenende klassierten Teams besiegt werden konnten, reist das Fanionteam des FCA hoffentlich voller Selbstvertrauen in den Nachbarskanton am Zürichsee. Dort darf ein spannendes Duell erwartet werden. Die 2. Mannschaft des FC Freienbach hat die letzten Spiele, ohne überraschende Akzente zu setzen, im Rahmen ihrer aktu-

Spieleckdaten der 1. Mannschaft

FC Freienbach 2 – FC Affoltern am Albis

ellen Möglichkeiten bestritten. Gegen besser klassierte Gegner hat sie stets verloren, andererseits wurden schlechter klassierte Teams fast immer besiegt. Mit Ausnahme des FC Hausen; dieses torreiche Treffen ging mit 3:5 verloren. Mit einem 2:2 am vergangenen Sonntag beim viertplatzierten Oetwil-Geroldswil setzte Freienbach zuletzt allerdings ein starkes Zeichen. Mittels Sieg gegen die Ämtler würden sie sich (bei einem Spiel weniger) definitiv im Mittelfeld stabilisieren. Anders die Zielsetzung des fünftklassierten FCA, der mit einem Vollerfolg langsam wieder den dritten Rang ins Visier nehmen könnte. Spannendes Spiel erwartet Einem interessanten Fight zweier Mannschaften ohne Abstiegssorgen aber auch ohne Aufstiegschancen, sollte also nichts im Weg stehen. Beide Teams

Spielbeginn: Donnerstag, 23. Mai 2019, 20.00 Uhr Ort: Chrummen, Platz 2, Freienbach

(Bild: Patrick Hutzler)

können unbeschwert aufspielen, und der hoffentlich zahlreich erscheinenden Fangemeinde ein Spektakel bieten. Anpfiff ist übermorgen Donnerstag um 20.00 Uhr in Freienbach, «Chrummen», Platz 2. Das Team bedankt sich bereits im Voraus für die lautstarke Unterstützung. Hopp FCA! Roger Antenen

Die kommenden Heimspiele Freitag, 24. Mai 2019 20.15 Uhr FCA 30+ – FC Horgen Samstag, 25. Mai 2019 10.00 Uhr FCA Eb – BC Albisrieden c 10.00 Uhr FCA Ea – FC Richterswil a 10.00 Uhr FCA Cb – Benfica Clube de Zurique 12.00 Uhr FCA Dc – FC Wädenswil e 14.00 Uhr FCA Da – FC Thalwil a 14.00 Uhr FCA Juniorinnen D – FC Thalwil 16.00 Uhr FCA Juniorinnen C – FC Adliswil Sonntag, 26. Mai 2019 11.00 Uhr FCA 3 – CCD Lautara-Chile 1 11.00 Uhr FCA 2 – FC Galatasaray 1 15.00 Uhr FCA Ba – FC Wettswil-Bonstetten a

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Sport

Dienstag, 21. Mai 2019

Auch die Jungen steigen in die Schwingerhosen 77. Zürcher Kantonales Nachwuchsschwingfest in Obfelden Am kommenden Sonntag, 26. Mai, findet auf dem Festgelände des Regionalturnfestes in Obfelden das 77. Zürcher kantonale Nachwuchsschwingfest statt. ................................................... von nico vollenweider Traditionsgemäss führt ein Schwingklub nach dem kantonalen Schwingfest der Aktiven im darauffolgenden Jahr auch das Nachwuchsschwingfest durch. Vor einem Jahr organisierten der Schwingklub am Albis und der Turnverein Hausen diesen Anlass auf dem Flugplatz in Hausen. Auch für das etwas kleinere Nachwuchsschwingfest setzt der Schwingklub am Albis auf die Zusammenarbeit mit den Turnerkollegen. So konnte mit dem Trägerverein RTF Obfelden 2019 ein starker Partner gefunden werden, welcher beinahe die gesamte Infrastruktur zur Verfügung stellt. Das Organisationskomitee Nachwuchsschwingfest, unter der Leitung von Rolf Zimmermann, konnte in seinen Vorbereitungen vieles vom Turnfest übernehmen. Aktuell sind die Aufbauarbeiten auf dem Festgelände im Areal Wolsen im vollen Gange und die RTF Arena Wolsen wird demnächst bereit sein, um viele Zuschauerinnen und Zuschauer zu begrüssen.

300 Schwinger Am 26. Mai werden um 8 Uhr die ersten Nachwuchshoffnungen in die

Das OK Nachwuchsschwingfest am Rande der RTF Arena Wolsen. Von links: Martin Zimmermann, Ruedi Hedinger, Urs Meier, Nik Junker, Rolf Zimmermann, Serge Duperrex und Roman Nägeli. (Bild zvg.) Schwinghosen steigen und versuchen, ihre Gegner zu bezwingen. Auf den sechs Sägemehlringen werden etwas über 300 Schwinger aus den Kantonen Zürich, Thurgau, Graubünden, Glarus, Schaffhausen und Appenzell erwartet. Zusätzlich wurde der Schwingklub Cham-Ennetsee als Gastklub mit langjähriger Beziehung zum Schwingklub am Albis eingeladen. Für den heimischen Schwingklub werden um die 15 Nachwuchsschwinger antreten, darunter haben sicher einige gute Chancen auf eine Auszeichnung.

Kampf um den Eichenzweig Kurz nach der Mittagspause um 13 Uhr wird Regierungsrat Mario Fehr zu den anwesenden Schwingern, Zuschauern

und Helfern sprechen, bevor es in die Entscheidungen auf den Schwingplätzen geht. Die teilnahmeberechtigten Schwinger der Jahrgänge 2001 bis 2011 werden in fünf Kategorien eingeteilt, in welchen sie um den begehrten Eichenzweig kämpfen werden. Es wird jedoch nur für die besten Schwinger zu dieser Auszeichnung reichen. Die zwei besten Schwinger pro Alterskategorie werden zirka ab 16.30 Uhr die Schlussgänge bestreiten, um den Festsieger zu küren. Für das leibliche Wohl aller anwesenden Zuschauerinnen und Zuschauer sorgt die grosse Festwirtschaft des Regionalturnfestes. Das gesamte OK Nachwuchsschwingfest und Regionalturnfest freut sich auf spannende und faire Zweikämpfe, sowie viele glücklich Besucherinnen und Besucher.

23

Leichtathletik und Street Racket

UBS Kids Cup in Knonau Am Samstag, 25. Mai, findet in Knonau der UBS Kids Cup statt. Rund 85 Kinder und Jugendliche werden beim beliebten Leichtathletik-Dreikampf erwartet. Den Teilnehmern winkt neben dem sportlichen Erlebnis ein Startplatz beim Kantonalfinal. Über 140 000 Teilnehmende werden schweizweit in diesem Sommer am von Swiss Athletics und Weltklasse Zürich durchgeführten UBS Kids Cup erwartet. Die Ausscheidung in Knonau ist damit Teil der grössten Nachwuchs-Serie im Schweizer Einzelsport. Wie an hunderten anderen Orten stehen beim vom Sandy und Christian Albrecht organisierten Wettkampf die Disziplinen 60-Meter-Sprint, Weitsprung und Ballweitwurf auf dem Programm. Teilnahmeberechtigt sind Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre (Jahrgang 2004).

Die schnellsten Knonauer Neben den drei beliebten Leichtathletik-Disziplinen werden wiederum die schnellsten Knonauerinnen und Knonauer gesucht. Dieses Jahr haben auch die jüngsten Kids eine Chance auf diesen beliebten Titel, da die Kindergärtner, die 1./2.-Klässler, die 3./4.-Klässler, die 5./6.-Klässler und die Sekundar/ Gymi-Schüler bei den Mädchen und Jungs jeweils gegeneinander antreten. Im ganz grossen Finale rennt dann noch das allerschnellste Mädchen und den allerschnellsten Knaben. Neu in diesem Jahr können sich alle Teilnehmer bei trockenem Wetter auch bei einem Street Racket Turnier

messen. Diese neue und beliebte Sportart wird schon an diversen Schulen gespielt. Am einfachsten kann man es als Tischtennis auf dem Boden beschreiben. Die Regeln sind sehr einfach, so dass alle mitmachen können.

Teilnahme im Stadion von Weltklasse Zürich winkt Die Besten der drei Leichtathletik Disziplinen können sich vorerst für den Kantonalfinal in Wetzikon am 24. August qualifizieren. Auf die allerbesten wartet am 1. September 2019 dann sogar der Schweizer Final im Stadion von Weltklasse Zürich. Nur zwei Tage nach dem prestigeträchtigen Leichtathletik-Meeting erhalten die grössten Nachwuchstalente der Schweiz die Gelegenheit, im gleichen Stadion wie die grossen Stars anzutreten. Mitmachen am UBS Kids Cup lohnt sich gleich mehrfach: auf die teilnehmenden Kinder wartet nicht nur ein herausforderndes und sportliches Wettkampferlebnis. Als Geschenk offeriert Hauptsponsor UBS allen Teilnehmern ein cooles Cap. Zudem gibt es beim UBS-Wettbewerb einen ganz besonderen Hauptpreis zu gewinnen: Die glücklichen Sieger können gemeinsam mit ihren zehn besten Freunden mit ihren Lieblingsstars Lea Sprunger und Alex Wilson trainieren. UBS verbindet aufgrund der langjährigen Partnerschaft mit Weltklasse Zürich, Athletissima Lausanne und der Schweizer Nationalmannschaft eine lange Tradition mit der Leichtathletik. UBS unterstützt das Sport-Nachwuchsprogramm UBS Kids Cup seit 2011 und engagiert sich in der Leichtathletik vom Breitensport bis zur Elite. (pd.)

7 Medaillen gewonnen

Erfolgreiche Jugi Mettmenstetten am Kantonalen Jugendsporttag

Urs Huber, links, wurde letzten Samstag Zweiter des Bike-Marathons in Willingen. In der Mitte der Sieger Sören Nissen, rechts Sascha Waber. (Bild Bike-Festival)

Urs Huber wird erneut Zweiter Ehrenplatz am MountainbikeMarathon im deutschen Willingen Sechs Tage nach seinem zweiten Rang in Singen erreichte Urs Huber die gleiche Platzierung auch im deutschen Hochsauerland. Diesmal war der Wahlluxemburger Sören Nissen schneller. Es war einmal mehr ein brutales Ausscheidungsfahren, dem sich Urs Huber am letzten Samstag gestellt hatte. Das Wetter zeigte sich am Samstag zwar von seiner guten Seite. Es war trocken, und sogar die Sonne liess sich blicken. Doch am Vortag hatte es geregnet. Entsprechend aufgeweicht präsentierten sich die zahlreichen Trails auf 120 Kilometern mit 3400 Höhenmetern, die sich durch endlose Wälder durch das hügelige Hochsauerland zogen. «Es rollte nie richtig gut», bilanzierte Urs Huber im Ziel, das er 53 Sekunden hinter dem früheren Strassenprofi Sören Nissen erreichte. Dem Verdikt war ein hartes Ausscheidungsfahren vorausgegangen,

das auch dem Rennformat geschuldet war. In Willingen starten die Felder über alle drei Distanzen gleichzeitig. Die Rennfahrer entscheiden unterwegs über die Distanz, die sie fahren möchten. Für Langdistanzfahrer wie Urs Huber bedeutet dies, keine Gruppe ziehen zu lassen. Denn man weiss nie, ob da auch ein Marathonkonkurrent dabei ist. Letztlich kristallisierte sich ein Quartett mit Sascha Weber, Sören Nissen und dem holländischen Strassenprofi Pieter Weening heraus, die für die Podestplätze in Frage kamen. Nissen vermochte auf dem letzten Streckendrittel die meisten Reserven zu mobilisieren und gewann vor Huber und Weber.

1500 Kinder und Jugendliche aus 39 Jugendriegen haben am Wochenende in Brütten um die Wette geturnt. Parallel fanden im Kanton Zürich vier weitere Jugendsporttage statt. 106 Kinder der Jugi Mettmenstetten, zwischen 7 und 16 Jahren, massen sich am Samstagmorgen in einem vierteiligen Allround-Einzelwettkampf. Dabei durften die Athleten aus den Sparten Leichtathletik, Fitness und Nationalturnen ihre Spezialdisziplin auswählen.

Glanzleistung von Pascal Bitterli Die jungen Athleten hatten sich das ganze Jahr auf diesen wichtigen Wettkampf vorbereitet und durften nun ihr Können vor den wachsamen Augen der zwölf Leiter sowie zahlreicher Eltern, unter Beweis stellen. Die erbrachten Leistungen waren beeindruckend. Insgesamt konnten die Jugikinder von Mettmenstetten sieben Podestplätze nach Hause bringen.

Zweite Plätze nicht besonders toll Obschon er zweite Plätze nicht mag, sagte Huber: «Nissen war heute eindeutig der Stärkste. Ich bin zufrieden mit meinem Resultat. Die Milde des Mettmenstetters hat auch mit der kürzlich überwundenen Gürtelroseerkrankung zu tun. Noch immer ist Huber in der Aufbauphase. (map.)

Patrick Rohr beim Steinheben.

Pascal Bitterli zuoberst auf dem Podest. (Bilder zvg.) Eine phänomenale Leistung erreichte Pascal Bitterli. Der 14-Jährige erlangte als einziger Athlet in allen Disziplinen (Hochweitsprung, Weitsprung, 80 m Sprint und Seilspringen) die Höchstnote 10 und erreichte somit das Punktemaximum von 40 Punkten. Moritz Suter und Cedric Rohr erkämpften sich in der Kategorie K die Ränge 2. und 3. Jonas Rusch eroberte in der Kategorie H den guten 3. Rang. Bei den Mädchen brillierten Lin Cavelti und Sara Koturanovic mit einem 1. Rang in ihren Kategorien. Mailin Renggli erreichte in der Kategorie D den starken 2. Rang. Der Wettergott war am Samstag gut gelaunt. Hatte noch Anfang Woche alles auf Regen gedeutet, herrschten dann aber am Samstag ideale Wetterverhältnisse. Der Regenschutz durf-

te somit in den Sporttaschen bleiben und beim einen oder andern Kind und auch Leiter wäre wohl eine extra Schicht Sonnencreme angebracht gewesen. Am Nachmittag wetteiferten die Kinder auf 16 Spielfeldern in den Gruppenwettkämpfen. Auf dem Programm standen Jägerball, Linienball und Korbball. Auch hier konnten die Grossen bis zu den Kleinsten ihre Spielform bestätigen. Mettmenstetten erzielte gesamthaft acht Top-3-Platzierungen. Zum guten Schluss und mit dem einen oder andren Softeis im Magen, durften sich alle Kinder im Stafetten-Sprint messen. Hier hiess es nochmals höchste Konzentration, damit die so wichtigen Handklatschübergaben stimmten. Die jüngste Mädchenstafette erreichte den hervorragenden 1. Rang. (pd.)


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