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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 39 I 169. Jahrgang I Dienstag, 19. Mai 2015

Bald auch E-Scooters?

Industriegeschichte

EnergieRegion Knonauer Amt und Eco-mobil on Tour (3): Zweiräder boomen. > Seite 3

Mühlentag: Auch das historische Kleinkraftwerk Ottenbach öffnete die Pforten. > Seite 3

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Ins Serbeln? So sieht der Präsident des Vereins Pro Zweckverband die Situation am Spital Affoltern. > Seite 8

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Stromproduzenten In der Überbauung Bergli in Knonau ist die Produktion höher als der Verbrauch. > Seite 9

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Erneut schliesst KMU Franz Rehmann gibt die Foto Studio Kasino AG in Affoltern Ende September auf. > Seite 10

Brauchtum, Kultur und gelebtes Handwerk in Stallikon

Als Innerschweizer Ritter überfielen

Über 1000 Besucherinnen und Besucher am Mühlentag in der Aumüli

Seit 1310 wurde die Schweiz von einer Hungersnot geplagt. 1315 reagierten die Habsburger auf einen Überfall, den Bauern 1314 auf das Kloster Einsiedeln verübt hatten. Innerschweizer Söldner überfielen jedoch das Habsburger Ritterheer am Morgarten, brachten den Grossteil der Ritter um und plünderten ihr Gefolge. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 6

Brauchtum, Kultur, gelebtes Handwerk: Der Mühlentag in der Stalliker Aumüli lockte erneut über 1000 Personen an – so viele wie nirgends in der Schweiz, wo am Samstag gegen 100 historische Mühlen offenstanden. Nach den Worten von Adrian Schürch, Präsident der Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde, gibt es schweizweit noch rund 300 restaurierte, funktionstüchtige Mühlen. Vor 100 Jahren waren es gegen 7000 Anlagen, die mit Wasserkraft angetrieben wurden – für Sägereien, Schmitten, Kraftwerke, für den Scherenschleifer und andere Handwerksbetriebe, die grösstenteils verschwunden sind. An den Mühlentagen wird solches Handwerk wieder erlebbar gemacht. In der Stalliker Aumüli bildete dieses Mal die Flachsverarbeitung den Schwerpunkt. Der Mühlentag bot aber einen weitergehenden Blick in alte Handwerkskunst. Zu sehen war die Weberin am Webstuhl, die Klöpplerin, der Hufschmied beim Beschlagen von Pferdehufen, «d’Wöschwiiber» der Trachtengruppe Sihltal. Dazu waren natürlich Sägerei und Kornmühle in Betrieb. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Vor 700 Jahren fand die Schlacht am Morgarten statt. Innerschweizer leiteten damit das Ende der Ritterzeit ein.

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Flachsverarbeitung bildete den Schwerpunkt des diesjährigen Mühlentages in der Stalliker Aumüli. (Bild Werner Schneiter)

Torspektakel

Langohren und Enten

1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten und Eschen/Mauren trennen sich 3:3 (0:0).

Jungtierschau der Kleintierfreunde Säuliamt beim Pontonierhaus in Ottenbach.

charakter bot das drittletzte Saisonspiel den Zuschauern tolle Fussballkost. Die Heimischen dominierten die erste Hälfte, liessen jedoch hochkaräWB stand schon als Erster fest und tige Chancen ungenutzt. Nach der Gegner Eschen/Mauren war seine Ab- Pause fand der Gast aus dem «Ländle» stiegssorgen bereits los; trotz Kehraus- gut ins Spiel und zog auf 3:1 davon. Die zu Hause seit Oktober 2013 ungeschlagenen Ämtler zeigten darauf Moral. Obschon wegen eines Platzverweises ab 67. Minute in Unterzahl spielend, gelang ihnen mit tollem Schlussspurt noch spektakulär das 3:3-Unentschieden. Ausstehend sind noch zwei Meisterschaftspartien. Danach werden die Gegner der Aufstiegsspiele ermittelt, die Anfang Juni stattfinden. (kakö) ......................... WBs Flavio Peter (liegend) trifft per Rückzieher zum 1:1. > Bericht auf Seite 17 (Bild Kaspar Köchli)

bietet auch die Möglichkeit des fachlichen Austausches unter den 35 Mitgliedern. Der KTF Säuliamt wirbt Anfang Juli 2015 mit einem speziellen Kennenlerntag für neue Aktiv- und Passivmitglieder und würde sich sehr freuen, weitere Kleintierfreunde für ihr Hobby begeistern zu können. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 10

Die Jungtierschau der Kleintierfreunde Säuliamt am Auffahrtssonntag am Reussufer in Ottenbach gilt für Familien mit Kindern längst als Geheimtipp für einen interessanten und auch lehrreichen Ausflug. Bei schönstem Sommerwetter präsentierten rund 20 Aussteller Kaninchen, Hühner, Gänse, Enten und Tauben der verschiedensten Rassen. Die Gelegenheit, ihren Kindern die herzigen Kleintiere aus nächster Nähe zeigen zu können, nutzten denn auch sehr viele Eltern. Für den Verein der Kleintierfreunde Säuliamt (KTF Säuliamt) ist der traditionelle Anlass nicht nur der wichtigste Anlass des Rahel und Juline bestaunen die schnatternden Gänse und Jahres, sondern gurrenden Tauben. (Bild Martin Mullis)

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Bestattungen

Einbürgerungen Unter dem Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes sowie der eidg. Einbürgerungsbewilligung hat der Gemeinderat mit Beschluss vom 12. Mai 2015 ins Bürgerrecht der Gemeinde Stallikon aufgenommen: – Sulaimanova Lara, geb. 2001, Bürgerin von Australien Stallikon, 19. Mai 2015 Gemeinderat Stallikon

Hedingen In Affoltern ist am Mittwoch, 13. Mai 2015, gestorben:

Fux, Werner geboren am 21. November 1931, von Embd VS, Ehemann der Fux Julia, wohnhaft gewesen in Hedingen, Mühlerainstrasse 17. Urnenbeisetzung am Mittwoch, 20. Mai 2015, 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Hedingen, anschliessend Eucharistiefeier in der Kirche Hedingen.

«Wenn Ihr an mich denkt, seid nicht traurig. Erzählt lieber von mir und traut Euch ruhig zu lachen. Lasst mir einen Platz zwischen Euch, so wie ich ihn im Leben hatte.»

Wahl Präsidium und Mitglieder der Betriebskommission des Spitals Affoltern am 28. Mai 2015 Im Namen der Delegierten der vierzehn Spitalzweckverbandsgemeinden rufen wir alle stimmberechtigen Einwohner des Bezirks nochmals auf, sich bis spätestens am Donnerstag, 28. Mai 2015, 12.00 Uhr bei untenstehendem Kontakt zu melden, sollten sie Interesse haben und entsprechende Kompetenzen mitbringen, um an der Wahl als potenzieller Kandidat oder Kandidatin für das Präsidium oder Mitglied der Betriebskommission teilzunehmen. Kontaktperson: Peter Hoppler, Aeugst Delegierter des Spitalzweckverbandes Vertreter der Delegierten des Spitalzweckverbandes

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Werner Fux 21. November 1931 – 13. Mai 2015

Nach langer Zeit geduldig ertragener Leiden hat Dein Herz aufgehört zu schlagen. Wir werden Dich nie vergessen. In lieber Erinnerung: Deine Ehefrau: Julia Fux-Fux, Hedingen ZH Deine Kinder: Rainer und Silvia Fux-Mösslacher, Arni AG mit Benjamin, Emanuel und Alanah Walter und Miriam Fux-von Dach, Arni AG mit Michael, Lorena und Ramona Diana Fux, Birmensdorf ZH sowie Deine Geschwister, Anverwandten und Freunde Wir nehmen Abschied von Werner am Mittwoch, 20. Mai 2015. Urnenbeisetzung um 14.00 Uhr auf dem Friedhof der reformierten Kirche in Hedingen, mit anschliessender Eucharistiefeier in der Kirche. Spenden im Gedenken an Werner gehen an die Krebsliga.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 19. Mai 2015

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Folgen die E-Scooters den E-Bikes? EnergieRegion Knonauer Amt und Eco-Mobil on Tour (3): Zweiräder Zweiräder haben in den letzten Jahren an Beliebtheit zugelegt – vor allem hochwertige Mountain Bikes und Rennräder, aber auch E-Bikes, welche die City-Bikes zunehmend ersetzen. 2014 wurden in der Schweiz 57 600 E-Bikes abgesetzt, ein Plus von stolzen 17 Prozent. Was steht hinter diesem Boom?

ausweis lediglich einen erfolgreich absolvierten Fahrkurs auf Scooters voraussetzt. Zwei Entwicklungen könnten die Marktchancen der E-Scooters verbessern: Im Mittelpreissegment nehmen gerade Etrix und vRbikes laufend Verbesserungen an ihren Fahrzeugen vor, wodurch diese zunehmend an Attraktivität gewinnen. Im Hochpreisbereich lösen Fahrzeuge wie BMW C Evolution, Brammo und Zero bei Tests regelmässig Begeisterung aus.

................................................... von bernhard schneider Der Elektromotor des E-Bikes verdoppelt bis vervierfacht die menschliche Tretleistung. Obwohl Motor und Akku durchschnittlich etwa zehn Kilogramm wiegen, kann das E-Bike mit wesentlich weniger Kraft als das Fahrrad angetrieben werden. Die einen setzen es ein, um einen Berg hochzukommen, andere, um einen Kinderoder Transportanhänger zu ziehen, wieder andere, um auf dem Arbeitsweg schnell vorwärtszukommen, ohne die Kleidung zu verschwitzen.

Weniger Gewicht heisst weniger Energieverbrauch Zwei Faktoren sind für die Umweltbelastung, die ein Fahrzeug verursacht, hauptsächlich verantwortlich: das Fahrzeuggewicht und die Effizienz des Motors. Punkto Gewicht haben Zweiräder die Nase generell vorne. Das Velo ist energetisch unschlagbar; ein Mensch bewegt sich bei gleicher Leistung mit dem Velo etwa dreimal so schnell wie zu Fuss. Nicht wesentlich schlechter als das Velo schneidet das E-Bike ab; berücksichtigt man, dass viele Fahrerinnen und Fahrer das E-Bike häufiger

Ein Test von NewRide präsentiert eine breite Palette konkurrenzfähiger E-Scooters. Von links: Brammo Empulse R (v-max 177 km/h), Zero SR (164 km/h), BMW C Evolution (125 km/h), vRone (100 km/h), Emco Novum S 5000 (82 km/h), Etrix S4 (45 km/h), Emco Nova R 2000 (45 km/h), Yamaha EC-03 (45 km/h). (Bild Bernhard Schneider) und für weitere Strecken anstelle eines Motorfahrzeugs einsetzen, ist die Bilanz des E-Bikes ebenfalls sehr gut. Der Stromverbrauch eines E-Bikes für 100 Kilometer entspricht dem Brennwert von ein bis zwei Deziliter Benzin. Wird ein Motor für den Antrieb eines Fahrzeugs verwendet, ist ein Elektromotor jedem Verbrennungsmotor gegenüber überlegen. Zumindest vorderhand eignen sich Elektromotoren insbesondere im Zweiradbereich allerdings vor allem für kürzere Strecken, da Batterien relativ schwer sind. E-Scooters sind aber zumindest im Agglomerationsverkehr konkurrenzfähig und heben sich vor allem gegenüber Zweitaktmotoren nicht nur bezüglich Energieverbrauch, sondern auch bezüglich Schadstoffemissionen deutlich ab. NewRide, das Kompetenzzentrum für Elektrozweiräder, hat die Umweltbelastung von Elektrozweirädern analysiert und dabei festgestellt, das

E-Scooters etwa 40 Prozent der Umweltbelastung eines Benzinscooters und bloss ein Sechstel eines durchschnittlichen Autos verursachen. Die Resultate der Untersuchung der Umweltbelastung durch Elektromobilität können auf www.newride.ch/factsheets.html heruntergeladen werden.

Schweizer Pioniere Bei der Herstellung von E-Scooters sind zurzeit Schweizer Produkte technologisch führend. Der dreirädrige Postscooter von Kyburz transportiert mit Anhänger bis zu 270 Kilogramm Waren und ist nach Angaben der Post deutlich kostengünstiger als die bisherigen Benzinscooters. Die Pizza-Kette Domino’s stellt die ganze Schweizer Zweiradflotte auf Etrix um, ein in der Schweiz entwickelter E-Scooter mit einem Akku, der sich mit einem Griff austauschen lässt. Dadurch verringern sich die Standzeiten gegenüber Ben-

zinscooters. Der dritte Schweizer Produzent ist vRbikes, eine Tochtergesellschaft des von-Roll-Konzerns, der mit dem bereits etablierten vRcross, dem in diesem Jahr neu aufgelegten vRone und dem neuen, dreirädrigen vR3 für fast alle Bedürfnisse ein Fahrzeug anbietet. Die Beispiele der Post und von Domino’s Pizza zeigen, dass Unternehmen, die ihre Flotte auf Elektro umstellen, erhebliche Vorteile darin erkennen. Im privaten Einsatz haben sich die E-Scooters im Gegensatz zu den E-Bikes aber noch nicht durchgesetzt. Dies liegt einerseits am relativ hohen Anschaffungspreis – die markant geringeren Unterhaltskosten werden von Unternehmen stärker wahrgenommen als von Privaten. Anderseits verfügen längst nicht alle über einen Fahrausweis, der auch das Fahren eines Scooters erlaubt, was den Scooter-Markt grundsätzlich einschränkt, obwohl der Zusatz im Fahr-

Eco-Mobil on Tour am 29./30. Mai in Hedingen «Eco-Mobil on Tour» heisst die Ausstellungsserie, mit der EnergieSchweiz gemeinsam mit regionalen Partnern und Fachleuten vom Verband e’mobile, gasmobil und NewRide der Schweizer Bevölkerung energieeffiziente zwei- bis vierrädrige Fahrzeuge näherbringen will, indem kostenlose Testfahrten mit neutraler, fachkundiger Beratung angeboten werden. Am Professional Day vom 29. Mai werden Referate von Vertretern der Fahrzeug- und der Energiebranche, Flottenbetreibern und Behörden diskutiert. Inklusive Network-Stehlunch kostet die Tagung 140 Franken. Alle Angaben dazu auf www.eco-mobil-on-tour.ch Bisher erschienen in der Artikelserie zum Anlass: Der Solarkataster, «Anzeiger» 30. April 2015; Geschichte der Energie, «Anzeiger» vom 12. Mai. (bs.)

Die Inbetriebnahme läuft strikt nach Checkliste Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Zum Schweizer Mühlentag empfing auch das historische Kleinkraftwerk Ottenbach Von der mechanischen Übertragung der Wasserkraft auf die Webstühle bis zur Elektrifizierung – im Turbinenhaus bei der einstigen Weberei Haas in Ottenbach lässt sich Industriegeschichte erleben. ................................................... von thomas stöckli Es ist ein magischer Moment, wenn die 84-PS-Turbine aus dem Jahr 1920 Strom ins öffentliche Netz abgibt. Das darf von allen historischen Kraftwerken schweizweit nämlich nur dieses eine in Ottenbach. Der Verantwortung, die ihre Aufgabe mit sich bringt, ist sich die Betriebsgruppe voll bewusst. Entsprechend vorsichtig gehen Hans Fässler und Hubert Mächler vor. Die Inbetriebnahme läuft strikt nach Checkliste. 31 Punkte gilt es zu berücksichtigen. Dann kommt der entscheidende Moment: Erst als der Generator mit der erforderlichen Tourenzahl dreht, geht der Strom ins Netz.

Dem Oberwasserkanal entlang durchs Naturschutzgebiet zum Streichwehr Der Mühlentag zieht auch dieses Jahr wieder mehr Interessierte an. Rund 25 Personen dürfen pro Führung ins Turbinenhaus. «Was auffällt: es kommen mehr Frauen», stellt Hans Fässler fest. Eine Wanderung mit Heinz Geiger dem Oberwasserkanal entlang durchs Naturschutzgebiet zum längsten Streichwehr im Kanton Zürich rundet das Erlebnis ab.

Ein besonderes Bijou: Die Schalttafel im Jugendstil. (Bild Thomas Stöckli) Das Kraftwerk und die Wasserbauten an der Reuss stehen als Kulturgüter unter Denkmalschutz. Damit man die Anlage auch von aussen wahrnehmen kann, werden aktuell die trüben Fensterscheiben ersetzt. Eine Beleuchtung soll das Innenleben des Turbinenhauses künftig effektvoll in Szene setzen und auch ein neuer Innenanstrich ist geplant.

Mit Messgeräten und Trouvaillen aus der einstigen Weberei Am europäischen Tag des Denkmals, der jeweils am zweiten Samstag im

September stattfindet, wird das historische Kleinkraftwerk an der Reuss seine Türen wieder öffnen. Zusätzlich werden dann eine Sammlung an Messgeräten und Trouvaillen aus der einstigen Weberei zu bestaunen sein. Wer sich nicht so lange gedulden will: Auf Anfrage sind auch Vorführungen für Gruppen wie Betriebe, Vereine und Schulklassen (ab 13 Jahren) möglich. Infos: www.historisches.kleinkraftwerk.ottenbach.ch.

................................................... > Weiterer Bericht zum Mühlentag auf Seite 5

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Dienstag, 19. Mai 2015

Wo altes Handwerk und Brauchtum leben Flachs verarbeitende Frauen und andere Handwerkskunst bereicherten den Mühlentag in der Stalliker Aumüli Von der Flachsproduktion über die Arbeit des Hufschmieds bis zum Jodel und Alphorn: Der Mühlentag in der Stalliker Aumüli bot auch dieses Jahr altes Handwerk und gelebtes Brauchtum. Erneut wollten das viele erleben. ................................................... von werner schneiter Vor Jahresfrist versetzte Richard Bucher, der letzte Handziegler der Schweiz, die Besucher ins Staunen. Und auch in diesem Jahr bot der Mühlentag in der Stalliker Aumüli zahlreiche Aha-Erlebnisse, zum Beispiel die Flachsverarbeitung mittels Brechen, Hecheln, Riffeln und Spinnen, die den diesjährigen Schwerpunkt bildete – ein Handwerk aus einer Zeit, die dem 76-jährigen Fredi Hofmann, dem «Mister Aumüli» aus seiner Jugendzeit noch in bester Erinnerung haften geblieben ist. Er und seine Frau Margrit, die in der Aumüli wohnen, gehören zu den treibenden Kräften, die den Mühlentag im Reppischtal ermöglichen – und sich mit grossen Einsatz für den Erhalt der historischen Anlage eingesetzt haben. Denn ursprünglich sollten auf dem Areal drei Mehrfamilienhäuser errichtet werden. Seit 1976 steht die Aumüli aber unter Schutz. 1998 sprach die kantonale Denkmalpflege einen Beitrag für den Erhalt dieser wichtigen Zeitzeugen. Kernstück bildet die alte, funktionstüchtige Mühle.

In der Sägerei: Günter Werren befreit den Balken vom Sägemehl. (Bilder Werner Schneiter)

Schulklassen oft zu Besuch Die 1998 gegründete und von Ferdinand Gramsamer präsidierte Stiftung Aumüli verwaltet und pflegt das Erbe – Zeitzeugen, die im Übrigen auch ausserhalb des Mühlentages besichtigt werden können. Von Führungen machen Schulen besonders häufig Gebrauch. «Wir durften im vergangenen Jahr Kinder aus 23 Schulen und Kindergärten begrüssen», freut sich Fredi Hofmann. Das Interesse an alten Dingen scheint ungebrochen, auch wenn Hofmann heute über einen Umstand staunt: «Oft werden uns von privater Seite Antiquitäten angeboten, weil man im Haus offenbar keinen Platz mehr dafür hat. Andererseits locken diese Antiquitäten bei uns wiederum viele Besucher an. Und oft höre ich: Hier ist Geschichte erlebbar – wie im Ballenberg.» Die Aumüli ist ohne Margrit und Fredi Hofmann undenkbar. Mit Blick auf ihr Alter drängt sich die Frage nach der Zukunft des Kleinods auf. Das Ehepaar will seine Liegenschaft in der Aumüli verkaufen; Nachkommen haben kein Interesse. So bleibt einstweilen die Hoffnung, dass dereinst jemand ihr Erbe fortsetzen und der Mühlentag – mit Unterstützung der Stiftung – weiter Bestand haben wird. Dieses Jahr standen 72 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Zusammen mit Stiftungsmitgliedern und den Hofmanns haben sie eines gemein: Herzblut für den Erhalt der Anlage. Derweil Fredi Hofmann und Ferdinand Gramsamer mit dem Chronisten Zukunftsfragen erörterten, waren beim Hufschmied Hammerschläge zu hören. Aufsteigender Rauch und der Geruch von verbranntem Horn signalisierten das Beschlagen von Pferden. Danach ertönten Alphornklänge von Walter Ess und Aschi Eichenberger, derweil die Weberin am Webstuhl sass und sich Kinder im Waschen von Kleidern übten. Toni Amrein erklärte Besuchern Sägerei und Mühle. Erwähnenswert ist auch Barbara Tanner, die in Holland eine Windmühle betreibt und im Einsatz an der Wassermühle stand.

Klöppeln ...

Pferdehuf beschlagen.

Mühlentag-Macher, von links: Stiftungspräsident Ferdinand Gramsamer, Fredi Hofmann, Windmühlen-Betreiberin Barbara Tanner und Adrian Schürch.

Am Spinnrad.

Bei den «Wöschwiibern» der Trachtengruppe Sihltal: Den Knirps fotografieren, wie er sich im einstigen Waschen von Wäsche versucht.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 19. Mai 2015

Missernten, Hunger und Fehden Das Knonauer Amt und die 15er-Jubiläen (2): 1315 und die Schlacht am Morgarten Wirtschaft und Gesellschaft des späten Mittelalters waren geprägt von schlechten klimatischen Verhältnissen, Missernten und Hungersnöten. Dies dürften einige Gründe für die Schlacht am Morgarten 1315 gewesen sein. ................................................... von bernhard schneider Im Hochmittelalter, zwischen etwa 900 und 1200, konnte dank milden Temperaturen und geringen Niederschlägen etwa 200 Meter höher als heute Wein angebaut werden. Auch Getreide und andere Nahrungsmittel waren zur Genüge vorhanden, was die Bevölkerung wachsen liess. Um 1200 hatte die Bevölkerung Europas einen Plafond erreicht, der den Ernteüberschüssen ein Ende bereitete. Gleichzeitig begann sich das Klima zu verschlechtern. Der Übergang vom Überfluss zur Not spiegelt sich in verschiedenen Sagen wieder, beispielsweise derjenigen vom Vrenelisgärtli: Vreneli wollte auf dem Glärnisch einen Garten anlegen und forderte Gott damit so sehr heraus, dass er sie für ewig einschneien liess. Auch andere Sagen zeigen, dass die Klimaverschlechterung als Gottesstrafe für Übermut und Verschwendung betrachtet wurde.

Hungersnot und Plünderungen Das Jahr 1315 war von sintflutartigen Niederschlägen geprägt. Die Getreideernten litten drastisch unter der Feuchtigkeit, entsprechend stiegen die Preise der Nahrungsmittel, auch des Weins, trotz dessen bescheidener Qualität. Die erste grosse europäische Hungersnot, die 1310 begonnen hatte, verschärfte sich. Die Schlacht am Morgarten, vom 15. November 1315, fand also mitten in einer katastrophalen Regen- und Überschwemmungsperiode statt. Der Überfall der Schwyzer auf das unter habsburgischem Schutz stehende Kloster Einsiedeln im Januar 1314 stand wohl im Zusammenhang mit dem sogenannten Marchenstreit, einem Grenzkonflikt zwischen Schwyz und Einsiedeln. Vielleicht bestand auch ein Zusammenhang mit der akuten Hungersnot. Herzog Leopold, der sich im Spätherbst 1315 zusammen mit seinem Ritterheer in der Nähe befand, wollte – mit fast zweijähriger Verspätung – Präsenz markieren, denn im Mittelalter konnte seinen Machtananzeige

spruch nur verteidigen, wer persönlich vor Ort auftrat. Zur Schlacht am Morgarten besteht keine präzise zeitgenössische Schilderung. Es ist nicht einmal in jedem Fall klar, wer auf welcher Seite gekämpft hat. Die Niederlage der Habsburger scheint aber dem Selbstbewusstsein der Waldstädte gedient zu haben, denn das in lateinischer Sprache verfasste Landfriedensbündnis von 1291, das vielen anderen Landfriedensbünden jener Zeit ähnelt, wurde nach der Schlacht in deutscher Sprache erneuert und mit verbindlicheren Formulierungen bezüglich Straf- und Zivilgerichtsbarkeit im Innern sowie Abwehr gegen aussen ergänzt.

Verlorene kommunikative Wirkung der Rüstung Die Rüstung eines Ritters kommunizierte Kampfkraft und Macht. Wichtig war dies vor allem im Früh- und Spätmittelalter, als Herrschaftsansprüche erst nach und nach schriftlich dokumentiert wurden. Für die Untertanen stellte die Rüstung klar, dass kämpfen sinnlos sei und der göttlichen Ordnung widerspräche. Ritterschlachten waren stark normiert. Der Schlachtort wurde gemäss den Ehrenregeln gemeinsam vereinbart. Diese Regeln betrafen auch die Ausrüstung, die Art, wie die Schlacht zu eröffnen war, das Verhalten einem Ritter gegenüber, der dem Sieger als Zeichen der Unterwerfung sein Schwert überreichte. Es war Ehrensache, sich daran zu halten. Pferd und Ritter wogen zusammen rund 700 Kilogramm. Rammte der angreifende Ritter seine Lanze im vollen Galopp in einen Kontrahenten, war dessen Überlebenschance gering. Auf

Die 15er-Jubiläen Im Jahr 2015 häufen sich die Jubiläen: 1315 Schlacht bei Morgarten, 1415 Eroberung des Aargaus, 1515 Schlacht bei Marignano, 1815 Wienerkongress und Bildung der Schweiz im heutigen Umfang. Der Anzeiger nimmt diese Jubiläen zum Anlass, um darzustellen, wie es in jedem Jahrhundert seit 1315 um das Jahr 15 herum bei uns ausgesehen hat und wie weit sich die gefeierten Ereignisse auf die Region ausgewirkt haben. Bisher erschienen: Eschenbacher verlieren Fehde gegen Habsburg, «Anzeiger» vom 15. Mai.

Vorposten gegen die Innerschweiz: Das Kloster Kappel war von den Herren von Eschenbach wohl auch deshalb gestiftet worden, um die Macht des Freiherrengeschlechts gegen die Innerschweiz abzusichern. Im Gegensatz zu den Eschenbacher Burgen wurde das Kloster nach dem Königsmord von 1308 nicht behelligt. (Bild Bernhard Schneider) offenem Feld, mit genügend Bewegungsfreiheit, war ein Ritter einem Fusssoldaten gegenüber deutlich überlegen. Die Kehrseite der schweren Ausrüstung bestand in der eingeschränkten Beweglichkeit und Ausdauerleistung, die von Gewicht und Wärmeentwicklung der Rüstung stark beeinträchtigt wurden. Die Innerschweizer Söldner der Zeit um 1315 kannten die Stärken und die Schwächen der Ritter. Ehrenregeln kümmerten sie nicht im Geringsten. Was auch immer die Umstände des Angriffs der Schwyzer gewesen sein mögen, die Aussicht auf Beute dürfte kein unbedeutendes Motiv gewesen sein. Das Ritterheer wurde aus dem Hinterhalt angegriffen, die schwer beladenen Pferde erwiesen sich als leichte Beute und die Plünderung der gefallenen Ritter – fünfzig davon stammten aus der Stadt Zürich – mitsamt ihren Pferden und ihrem Tross war ein Handwerk, das Söldner verstanden. Denn ein Ritterheer war jeweils begleitet von allem, was die

Ritter benötigten: Rinderherden, Weinfuder und Prostituierte. Aufgrund der vorliegenden Quellen kann man davon ausgehen, dass Herzog Leopold keine Schlacht suchte, sonst hätte er sich mit Söldnern verstärkt, sondern auf die kommunikative Wirkung der Rüstungen vertraute. Dies erwies sich als Fehleinschätzung. Mit jedem Ritter, den ein Söldner tötete, wich der Respekt vor dessen Ausrüstung und Bewaffnung. Im 14. Jahrhundert änderten sich die Schlachtordnungen daher grundlegend. Die Ritter zogen sich aus den Kampfeinheiten zurück. Zu dieser Entwicklung leistete die Schlacht am Morgarten einen Beitrag.

Kaum regionale Auswirkungen Für unsere Region war die verlorene Fehde der Freiherren von Eschenbach im Rahmen des Königsmordes von 1308 wohl wesentlich einschneidender als die Schlacht bei Morgarten. Die überlebenden Ritter dürften sich über

Biberbrugg oder das Sihltal zurückgezogen und die hiesige Bevölkerung kaum behelligt haben. Die Zerstörung der Burgen Schnabelburg und Maschwanden dagegen fand unmittelbar hier statt. Auch wenn Quellen dazu fehlen, kann man davon ausgehen, dass Truppen in den Dörfern einquartiert und Nahrungsmittel zu deren Verpflegung eingezogen wurden. Ob auch Plünderungen in diesem Zusammenhang stattgefunden haben, lässt sich nicht mehr feststellen. Der Niedergang der Eschenbacher dürfte sich für die Bevölkerung allerdings eher positiv ausgewirkt haben, denn regionale Adelige waren wohl wesentlich präsenter als Angehörige der Grafen von Habsburg, deren Interessen ganz woanders lagen. Das 14. Jahrhundert war geprägt von Missernten und Krankheiten, die im ersten grossen Pestzug um 1350 gipfelten. Die Niederlage der Eschenbacher dürfte aber für die hiesige Bevölkerung eher ein Lichtblick gewesen sein.


Forum randnotizen

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Fortpflanzungsmedizin – zeitgemäss? Ja zu zeitgemässer Fortpflanzungsmedizin, Leserbrief im «Anzeige» vom 12. Mai. Von Peter Burkhard, Ottenbach

Was jetzt? Nun ja, wirklich beteiligt war ich nicht. Aber das Gespräch am Nachbartisch wurde in einer Lautstärke geführt, dass ich notgedrungen zum Mithörer avancierte. Wie soll ich sagen, es war eine StammtischArena mit reichlich Bierkonsum, um den Redefluss schön geschmeidig zu gestalten. Einer stach besonders heraus, er verteilte laufend Noten, das muss der Oberlehrer gewesen sein. «Nein, das ist jetzt nicht wichtig», «Ach komm, das gehört nicht hierher», «Du wiederholst dich schon wieder» und im Einzelfall auch mal, «Das ist jetzt wirklich interessant». Er dominierte zwar die Gesprächsrunde, leistete aber inhaltlich keinen einzigen Beitrag zur Diskussion bis zu jenem Moment, als er sich laut räuspernd richtiggehend inszenierte, um sich wie folgt vernehmen zu lassen: «Ja, nein, das finde ich ja ... also wie finde ich denn das?» Ich habe lange gewartet – mein Nachtessen wurde kalt – und meinte, da müsse doch noch was kommen. Es kam aber nichts! Das Ja und das Nein verabschiedeten sich, ohne einen tieferen Sinn erlangt zu haben. Hallo, das war ein normaler Bürger, kein Politiker, der redet und redet, um nichts zu sagen. Von diesem speziellen Typ Politiker erwarte ich schon gar nichts mehr anderes als banale Sprechblasen. Er ist mir in der Zeit vor den Kantonalen Wahlen in verschiedenen Propagandaunterlagen begegnet. Sie kennen ihn bestimmt auch. Das ist der Typ, der weiss schon im Geburtskanal, er hat recht! Diese Überzeugung führt ihn von den Windeln nahtlos in eine Politikerkarriere und lässt ihn reden und reden und reden. Jetzt haben Sie ihn sicher auch erkannt, nicht? Richtig, das ist der Typ intellektueller Luftbefeuchter. Er nässt sich und seine nähere Umgebung laufend ein und verbreitet seine abstossende Duftmarke. Mehr ist nicht. Nein, so kann ich es auch wieder nicht sagen, da fehlt noch was. In der Regel schwafelt er irgendwas von Patriotismus und weiss, wer an allem Schuld ist. Es sind die A-Mitglieder unserer Gesellschaft, die Arbeitslosen und Ausgesteuerten, die Ausländer und Asylsuchenden, die Armen und die Aussenseiter, mit einem Wort es sind die Anderen. Mein Gott, das sind ja schöne Helden, plustern sich wichtigtuerisch auf und dann stürzen sie sich auf die Wehrlosesten in unserer Gesellschaft. Das braucht vielleicht Mut und Zivilcourage! Gut, mit heftiger Gegenwehr müssen sie – angesichts dieser doch eher hilflosen gesellschaftlichen Gruppierungen – nicht wirklich rechnen, dafür gelingt es auch noch der verrottetsten Politikertunte, sowas wie ein Persönlichkeitsprofil aus dem Hut zu zaubern. Ganz im Sinne von: «Such dir einen, der sich nicht wehren kann und du bekommst Recht!» Was ich mich allerdings frage: Ist es der Vergesslichkeit geschuldet oder erleben wir eine durchdachte Strategie, um von den wirklichen Problemen abzulenken? Oder wie erklären Sie sich, dass die kriminellen Asozialen aus der Hochfinanz mit penetranter Regelmässigkeit aus der Diskussion rausgehalten werden?

Während es bei den anderen Vorlagen der kommenden Abstimmung einfacher sein dürfte, eine Antwort zu finden, ist die Frage zur Fortpflanzungsmedizin äusserst anspruchsvoll. Es geht um eine Verfassungsänderung, welche die Voraussetzung für die sogenannte Präimplantationsdiagnostik schafft. Präimplantationsdiagnostik, kurz PID genannt, ist die Untersuchung von Embryonen, bevor sie der Frau eingepflanzt werden. Es geht also um künstliche Befruchtung und betrifft Frauen, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden. Es gibt aber auch immer mehr Paare, die unter Unfruchtbarkeit leiden und sich den Kinderwunsch erfüllen möchten. Dagegen ist sicher nichts einzuwenden. Bereits heute werden künstliche Befruchtungen nach bestimmten Re-

geln durchgeführt. Es werden drei Embryonen geschaffen und der Frau eingepflanzt. Die sogenannte «Dreier-Regel» soll die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass aus der künstlichen Befruchtung ein gesundes Kind entsteht. Es führt natürlich auch oft zu nicht unproblematischen Mehrlingsschwangerschaften.

bisher. Diese werden vor der Einpflanzung untersucht (Präimplantationsdiagnostik). Das ist die wesentliche zusätzliche Änderung gegenüber heute. Embryonen mit Verdacht auf Behinderung oder Erbkrankheiten werden vernichtet. Es werden der Frau nur Embryonen mit besten Entwicklungschancen eingepflanzt.

Weitergehende Liberalisierung

Das Wunschkind

Während bisher nur so viel Embryonen entwickelt werden durften, die der Frau sofort eingepflanzt wurden («Dreier-Regel»), sollen mit der Verfassungsänderung und der entsprechenden Gesetzesanpassung nun «so viele menschliche Eizellen ausserhalb des Körpers der Frau zu Embryonen entwickelt werden, als für die medizinisch unterstützte Fortpflanzung notwendig ist». Was heisst das? Es werden pro Zyklus zwölf Eizellen zu Embryonen entwickelt, also nicht mehr nur drei wie

Der Bundesrat wollte in seinem ursprünglichen Vorschlag die Präimplantationsdiagnostik (PID) auf der Basis der «Dreier-Regel» nur für Paare zugänglich machen, bei denen schwere Erbkrankheiten vermutet wurden. Das hätte in unserem Land etwa 100 Paare betroffen. Mit dem nun vom Parlament vorgeschlagenen und zur Abstimmung gelangenden Vorschlag soll allen rund 6000 Paaren, welche die Fortpflanzungsmedizin in Anspruch nehmen, die PID zugänglich gemacht

Neue Erbschaftssteuer gefährdet Arbeitsplätze Für KMU und Gewerbebetriebe schafft die Volksinitiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV» grosse Unsicherheit, denn wie hoch schlussendlich die in Aussicht gestellte Steuererleichterung für die Unternehmen sein wird, ist noch völlig offen. Das Volk würde bei einer Annahme der Initiative ganz klar eine Blackbox in dieser Hinsicht kaufen. Auch der zugestandene Freibetrag wird willkürlich bestimmt. Eine grosse Anzahl der KMU beziehungsweise deren Inha-

ber verfügen über zu wenig flüssige Mittel, um eine Erbschaftssteuer von 20 Prozent zu bezahlen. Die Unternehmen müssten so langfristig Mittel als Reserven binden oder aber das Fremdkapital erhöhen, was wiederum von den kreditgewährenden Banken und dem wirtschaftlichen Umfeld abhängig ist. Eine solche Erbschaftssteuer erhöht die Liquiditätsabflüsse eines Unternehmens. Dies kann die Existenz des Unternehmens stark gefährden. Laut einer Hochrechnung der Univer-

sität St. Gallen (HSG) wären dadurch etwa 185 000 Arbeitsplätze gefährdet. Die Initiative bringt den Unternehmen und Angestellten Ungewissheit und stellt ihre Existenz infrage. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten würden die Gewerbebetriebe und KMU stark unter der neuen Erbschaftssteuer leiden. Daher gibt es am 14. Juni nur eine Antwort: Nein zur Volksinitiative, welche eine Erbschaftssteuer auf Bundesebene einführen will. René Homberger, Präsident HEV-Albis

Ein fairer Beitrag an die AHV Kaum eine Abstimmung hat im Vorfeld schon so viel ausgelöst wie die am 14. Juni zur Abstimmung kommende Erbschaftssteuerinitiative. Zwei Bücher wurden geschrieben, zahlreiche Häuser wurden frühzeitig an die Nachkommen übergeben oder verkauft und die Gegnerschaft vermittelt mit ihrer millionenschweren Gegenkampagne den Anschein, dass sich erben überhaupt nicht mehr lohnt. Was kaum jemand erwähnt, ist die Tatsache, dass nur Vermögen der Erbschaftssteuer unterliegen, die nach allen Abzügen immer noch mehr als zwei Millionen Franken betragen. Der steuerbare Nachlass berechnet sich aus der Summe aller Vermögensteile eines Verstorbenen. Darin nicht enthalten ist der Anteil des überlebenden Ehegatten, der diesem aus Ehegüterrecht zusteht. Vom verbleibenden Vermögen werden zunächst alle Schulden, Hypotheken, Begräbniskosten, unbezahlte Rechnungen, Arztkosten und Steuern etc., sowie der Freibetrag von 2 Millionen Franken abgezogen. Nur das dannzumal immer noch 2 Millionen Franken übersteigende Netto-

Vermögen unterliegt der Erbschaftssteuer, soweit es nicht als Erbe an den überlebenden Ehegatten übergeht. In den letzten 10 Jahren hätte die Erbschaftssteuer nur gerade 2 % der Verstorbenen betroffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie zu den 98 % gehören, die nicht betroffen sind, ist also sehr hoch. Ist es denn so falsch, dass derjenige Teil des Erbbetrags, der über zwei Millionen Franken liegt, vor der Erbteilung versteuert wird? Damit leistet der Verstorbene, also der Erblasser, einen Beitrag in die AHV, posthum, in einem Moment, wo er auf dieses Geld nicht mehr angewiesen ist. Für die Erben bleiben damit immer noch 2 Millionen Franken, zuzüglich vier Fünftel des darüber liegenden Vermögens. Als Erbe oder Erbin gehen Sie also noch längst nicht leer aus. Sie zahlen keinen Rappen Erbschaftssteuer, da diese vor der Erbteilung bereits bezahlt worden ist. Das traute Heim muss kaum wegen der Erbschaftssteuer veräussert werden. Genau so wenig wird die Erbschaftssteuer kleine und mittlere Unternehmen (KMU) existenziell treffen: Wer das Unternehmen noch mindes-

tens 10 Jahre weiterführt, kann mit einem zusätzlichen Freibetrag von – wie es gegenwärtig aussieht – 50 Millionen Franken rechnen. Das Parlament wird die Details im Wortlaut der Initiative regeln: «... dass der Weiterbestand nicht gefährdet wird und Arbeitsplätze erhalten bleiben». Heute haben wir ein Problem mit der Finanzierung der AHV. Die Erbschaftssteuer hilft, das Loch in der Kasse der AHV etwas zu stopfen und verhindert, dass alle Angestellten nochmals mehr Lohnprozente abliefern müssen. Nur ausserordentlich hohe Vermögen sind es, von denen ein rechter Anteil aus Kapitalgewinnen entstanden, welche hier – zum ersten Mal, notabene – besteuert werden. Die Erbschaftssteuer, wie sie mit der Volksinitiative vorgeschlagen ist, scheint fair und ist für die Zusatzfinanzierung der AHV die bessere Lösung als höhere Arbeitgeberbeiträge, höhere Mehrwertsteuern oder allgemeine Steuermittel. Helfen Sie mit und stimmen Sie der Initiative zu! Lisette Müller-Jaag, alt Kantonsrätin EVP

werden. Mit dieser Untersuchung – und das muss man wissen – kann nicht nur eine spätere Behinderung festgestellt werden, sondern auch das Geschlecht, oder wenn man will auch die Augenfarbe. Die Liberalisierung der Diagnostik wirft zweifellos ethische und moralische Fragen auf, die es dem Stimmbürger nicht leicht machen, sich für ein Ja oder ein Nein zu entscheiden. Persönlich habe ich zum vorliegenden Vorschlag im Parlament Nein gesagt und werde auch ein Nein in die Urne legen. Das menschliche Leben soll aus meiner Sicht nicht zu einem Produkt verkommen, das nach Belieben ausgesucht und in Auftrag gegeben werden kann. Auf der anderen Seite bringe ich Verständnis auf, wenn die wissenschaftlichen Möglichkeiten akzeptiert werden und man versucht, die Entwicklung in Bahnen zu halten. Toni Bortoluzzi, Affoltern

Amtsgeheimnisverletzung oder einfach nur Geheimniskrämerei? Spital Affoltern: Amtsgeheimnis verletzt? «Anzeiger» vom 12. Mai. Von Zopfi und Wyler, Snowden bis Mörgeli: Wenn Behörden oder deren Mitglieder durch Veröffentlichung ihrer allenfalls wenig kompetenten Entscheide oder ungenügenden Arbeit konfrontiert werden und quasi mit heruntergelassenen Hosen dastehen und somit in ihrer Eitelkeit verletzt sind, wird immer öfters auf Amtsgeheimnisverletzung geklagt. Dabei sind nach dem Gesetz über die Information und den Datenschutz (ES 170.4) die meisten Beschlüsse und Akten sowieso von Jedermann auf Verlangen einsehbar, von Ausnahmen bezüglich Personenschutz usw. abgesehen. Hinter dem Amtsgeheimnis gibt es also fast nichts zu verstecken, im Kanton Zürich gilt das Öffentlichkeitsprinzip.

Behördliche Mühe, Fehler einzugestehen Wie viele Behördenmitglieder diskutieren wohl innerhalb ihrer Familie über Amtsgeheimnisse? Nicht auszudenken, wenn sich nun alle selbst verklagen würden! Für viele Behörden liegt es offenbar heute nicht mehr drin, Fehler einzugestehen und sogar dankbar zu sein, dass nicht betriebsblinde Aussenstehende Mängel erkennen und darauf hinweisen. Aufgescheucht reagiert man mit Gegenangriff und Einschüchterung. Es reicht eben nicht aus, sich aus Geltungsbedürfnis oder mangels anderer Lebensinhalte in Behörden wählen zu lassen, es sollten auch Sach- und Fachkompetenz und eine persönliche Grösse vorhanden sein, die es zulässt, die eigene Arbeit infrage zu stellen. Abnicker und sich selbst überschätzende Mitläufer sind als Politiker oder Delegierte fehl am Platz. Hans Häusermann, Ottenbach

Öffentliches Hearing am Dienstag, 26. Mai Ersatzwahl in die Primarschulpflege Wettswil am 14. Juni. Wer die Wahl hat, kann sich informieren! Die FDP Wettswil lädt alle interessierten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ein, an einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Dr. Jean-Jacques Bertschi (ehemaliger Präsident der Primarschulpflege) die drei Kandidaten persönlich kennen zu lernen: Charlotte Dalcin, Barbara Laasch und Martin Meili. Man stelle Fragen und informiere sich. Und nutze diese

Gelegenheit. Die Stimmberechtigten entscheiden an der Urne, wer als 5. Mitglied in die Primarschulpflege gewählt werden soll. Die Primarschule Wettswil hat in nächster Zeit grosse Aufgaben zu bewältigen. Ein neues Schulhaus wird gebaut. Die Schülerzahlen nehmen zu, an Lehrkörper und Schulpflege werden hohe Anforderungen gestellt, und haushälterisches Umgehen mit den zur Verfügung stehenden Finanzen will gesichert sein. Keine leichte Aufgabe!

Wer ist am besten geeignet, als neues Schulpflegemitglied in dieser Behörde mitzuwirken? Interessierte bilden sich ein persönliches Urteil am öffentlichen Hearing im Singsaal Schulhaus Mettlen am Dienstag, 26. Mai 2015, Beginn 20 Uhr. Am 14. Juni 2015 wird an der Urne ebenfalls ein neuer Präsident respektive eine neue Präsidentin für die Primarschulpflege gewählt. Zwei amtierende Mitglieder stellen sich zur Verfügung: Roger Schmutz, SP (seit 2010, verantwortlich für Öffentlichkeitsar-

beit und Sonderpädagogik) und Corina Schwald, FDP (seit 2010, verantwortlich für die Finanzen). Die FDP Wettswil hat in Corina Schwald eine ausgewiesene Kandidatin. Sie ist mit dem Ressort Finanzen bereits an einer wichtigen Schaltstelle. Die vorhandenen Geldmittel sinnvoll und haushälterisch einzusetzen, ist ihr ein grosses Anliegen. Sie ist die richtige Persönlichkeit, diese Behörde zu leiten und nach aussen zu vertreten. Vorstand FDP Wettswil


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«Wenn es so weitergeht, kommt unser Spital vom Taumeln ins Serbeln» Interview mit Hans Roggwiler, Präsident des Vereins Pro Zweckverband Spital Hans Roggwiler, Präsident des Vereins Pro Zweckverband Spital Affoltern, kritisiert die Spitalbehörden schon seit längerer Zeit, fordert Transparenz und eine Neubesetzung des Betriebskommissions-Präsidums mit einer auswärtigen Fachperson. Nachfolgend nimmt er zu Fragen des «Anzeigerrs» Stellung.

Angelegenheit blockiert. So gehen die Tage ins Land und der Geldabfluss schwillt an. Das Spital liegt weiterhin im Krankenbett und hängt bald am Tropf der Gemeindekassen. Haben Sie ein Behörden-Feindbild? Nein, im Gegenteil. Hut ab vor fähigen Menschen, die sich einer Wahl stellen. Aber wer sich zum Behördenmitglied wählen lässt, ist auch Gefahren ausgesetzt. Er oder sie müssen sich bewusst sein, dass ab ihrem Wahltag die mächtigen Beeinflusser kommen. Es kommen Machthaber aus dem Hintergrund, Strippenzieher jeglicher Couleur. Die vermitteln dem/ der Neugewählten, was von ihnen aus ihrer Sicht erwartet wird. Diese Neugewählten werden in einem eigentlichen Ritual «geimpft». Dafür wird ihnen die Aufnahme in einen «höheren», erlauchten Kreis versprochen. Wer da nicht spurt, wird alsbald aus dem Amt gemobbt. Das sind dann die Ausritte innerhalb der Amtsperiode aus «gesundheitlichen», «familiären», oder «geschäftlichen» Gründen.

Weshalb streiten Sie mit den Spitalbehörden? Wir haben doch durch den Zweckverband eine demokratische Struktur. Das sieht leider nur so aus. Wir möchten die direkte Demokratie im Spital und wir wollen auf strategischer Ebene mitreden können. Das bedeutet, dass die Delegierten, heute lauter Gemeinderäte, als Aufsichtsinstanz der Gemeinden nicht mehr durch den Gemeinderat als Gremium bestimmt werden sollen, sondern es sollen durch das Volk gewählte Stimmberechtigte als Delegierte amten. Leute also, die etwas von Gesundheitsfragen verstehen und die sich für unser Spital engagieren. Die Delegierten sollen neu einen eigenen Präsidenten haben! Und wer soll diese neuen Kandidaten den Stimmberechtigten zur Wahl vorschlagen, die dann als Spital-Delegierte der Gemeinden agieren dürfen? Unser Vorschlag soll breit diskutiert werden. Es sollen Leute ohne weitere Ämter, aber mit einem Fachwissen angefragt werden. .................................................................

Die wollen unser Spital zu einem Alterszentrum schrumpfen lassen. Aber nicht mit uns! ................................................................. Wäre es nicht besser, den Akutbereich in Affoltern aufzugeben, statt ein millionenteures neues Akuthaus zu bauen – und sich auf die anderen Bereiche konzentrieren? Es gibt mehrere Spitäler (Kantone Zug und Zürich), die nahe an unserer Region liegen. Das ist schon seit Jahren die Geheimstrategie der FDP, und Kantonsrat Hofmann hat in diese Richtung im vergangenen März darüber an der Kandidatenvorstellung gesprochen. Deshalb wurde als neuer Chefarzt als Nachfolger des legendären Dr. Christian Hess statt eines Akutmediziners ein Geriater geholt. Die wollen unser Spital zu einem Alterszentrum schrumpfen lassen. Aber nicht mit uns! Von unserem Verein aus haben wir ein generelles Statement zum Spital hier in Affoltern abzugeben: Wir sind im Bezirk 50 000 Einwohner und im «Endausbau» gegen 70 000. Wir haben hier untereinander eine gewisse Verbundenheit, eine eigene Identität, wir Säuliämtler. Das ist in Zeiten der Pluralität, aber auch der Vereinzelung und der Unverbindlichkeit sehr wertvoll. Hier kann man «Heimat» empfinden, und unser Bedürfnis nach Verwurzelung findet Nahrung. Da liegt es nahe, auch ein eigenes Spital zu betreiben. Das Ziel besteht ausserdem doch darin, dass die Leute auch dort arbeiten können, wo sie wohnen. Für über 550 Mitarbeitende könnte des realisierbar bleiben. Dann müssen sie nicht im Stossverkehr nach Urdorf oder ins Triemli rasen. Durch die Einwohnerzahl einer grösseren Kleinstadt ist hier der Bedarf klar ausgewiesen. Und wer es bevorzugt, im Krankheitsfall in einem riesigen, anonymen Betonblock im Triemli oder im Limmi zu liegen, kann das weiterhin tun. Aber hier kennt man sich noch mit Namen,

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Hans Roggwiler, Präsident des Vereins Pro Zweckverband. (Bild -ter.) es besteht eine gewisse Verbundenheit, es finden nachbarliche Gespräche statt, man fühlt sich wohl; übrigens alles gute Voraussetzungen, für einen gedeihlichen Heilungsprozess. Dieses Projekt ist mehr als Nostalgie aus den Fünfzigerjahren. Wer sich nebst dem Kommerziellen halt auch für die menschliche Ebene einsetzt, ist derzeit aus den Schuhen, vielleicht aber bald wieder ganz modern. Das Wärmende, das Nähe-Gebende wird siegen. «Millionenteures Akuthaus» haben Sie noch gesagt? Ist es Aufgabe der Chefärzte, uns ihre überladenen Wunschzettel aufzubinden? Zuerst unbedingt ein neues Bettenhaus, und jetzt, bevor das überhaupt «geschluckt» ist, reden sie auch von einer neuen Chirurgie. Was soll das? Die Leute vergraulen? Um unser Spital auf eine gesunde Basis zu stellen, bedarf es unmittelbar weitreichender Entscheide über dessen Ausrichtung. Wir wollen den Akutbereich samt Geburtsabteilung und Psychiatrie und Psychotherapie beibehalten und unser Spital nicht auf ein blosses Alterszentrum reduzieren. ...............................................................

Neue Ideen und proaktive Problemlösungs-Vorschläge haben es da sehr schwer ............................................................... Die Behörden erweisen sich aber nicht gerade als entscheidungsfreudig. Da haben Sie recht. Das erklären wir uns so: Wir haben von jedem Dorf vom Bezirk einen Gemeinderat oder eine Gemeinderätin als Delegierte. Diese Delegiertenversammlung hätte die strategische Führung, die Betriebskommission zu überwachen. In Tat und Wahrheit ist es aber so, dass Betriebskommission wie auch die Delegierten politisch miteinander verbandelt sind. Alle sind in mehreren Ämtern und kennen sich von dieser und jener Vereinigung und Veranstaltung, sind per du, und kaum einer wagt es in diesem Familienbande-ähnlichen Inzucht-Biotop kritische Fragen zu stellen. Neue Ideen und proaktive Problemlösungs-Vorschläge haben es da sehr schwer. Fehlt es dann noch wie in den letzten 10 Jahren an einem kompetenten Präsidenten, ist die ganze

Die Behörden neigen dazu, sich hinter dem sogenannten Amtsgeheimnis zu verstecken ................................................................. Das sind doch eher altlinke Verschwörungstheorien. Sie werden lachen, den Ausdruck «impfen» habe ich letzthin von einem Gemeindepräsidenten gehört, der stramm bürgerlich politisiert. Ich erzählte ihm von meiner Wahrnehmung und sprach von «Beeinflussung». Er pflichtete mir bei und sagte, ja, ja, das sei das bekannte «Impfen». Wer neu ein Amt antrete, werde geimpft. Und: «Das versuchten sie bei mir auch.» Ein neu gewähltes Behördenmitglied wechselt nach seiner Wahl zudem die Front und ist nicht mehr vorbehaltloser Teil seiner Wählerschaft, sondern Kraft des neuen Amtes: ihre Aufsicht, ihre Regierung. Somit wird gegen unten nicht mehr der kollegiale Konsens gesucht, dann wird juristisch argumentiert. Die Verbundenheit und die Normentreue zum neuen Gremium als Gesamtbehörde ist dann wichtiger, als die Bodenhaftung zum Fussvolk. Die Behörden neigen ausserdem dazu, sich hinter dem sogenannten Amtsgeheimnis zu verstecken. Die Frontenbildung gegen Impulse von aussen ist dann perfekt. In dieser Situation stecken wir gegenwärtig in der Spitalfrage. Das Amtsgeheimnis gilt nun mal für Behörden. Wer dieses bricht, macht sich strafbar. Erwarten Sie denn etwa, dass Sitzungen der Betriebskommission öffentlich stattfinden? Die Meinungsbildung soll intern laufen, wo einer, der eine unausgereifte Idee platziert, nicht gerade aufgerieben wird. Beschlüsse hingegen sind zu veröffentlichen, die Traktanden übrigens auch. Das ist alles gesetzlich bestens geregelt, was weiterhin geheim bleiben muss, um niemanden zu verletzen. Das Amtsgeheimnis soll nicht zur Machtdemonstration missbraucht werden. Mehr darüber im Google. Anders wäre das bei einer AG. Die ist privatrechtlich organisiert. Da bleibt eben alles privat. Dadurch hätten wir von all den vielen Unkorrektheiten, den überrissenen Honoraren und der Geldverschwendung niemals erfahren. Dass Geldverschwender sich auf das Amtsgeheimnis berufen, liegt auf der Hand.

Auch in der BK haben wir vorzeitige Rücktritte nach nur wenigen Monaten Amtszeit. Jetzt ist eine Findungskommission am Werk, um neue Mitglieder der Betriebskommission zu finden, die alsbald von den Delegierten zu wählen sind. Auch das ist wiederum eine intransparente Angelegenheit. Die tagen im Hinterstübchen unter strengster Geheimhaltung. Erst am Tag der Zusammenkunft der Delegierten soll bekannt werden, wer sich als Kandidat oder Kandidatin zur Verfügung stellt. Eine öffentliche Ausschreibung hat nicht stattgefunden! Auch da wird wiederum versucht, Gleichgesinnte, Bekannte und Befreundete in dieses Gremium zu schleusen. Neuer Wein in alten Schläuchen hilft nichts: Das Spital wird vom Taumeln ins Serbeln geraten. Was wäre die Alternative? Dem Vernehmen nach wurde bisher auch auswärts nach einem neuen BK-Präsidenten Ausschau gehalten. Ja, FDP-Leute haben aus ihren Kreisen eine Frau von der Goldküste angepeilt, die bereits in mehreren lukrativen Verwaltungsräten im Gesundheitswesen sitzt und auch Kantonsrätin ist. An einer Tagung erklärte sie letzthin lauthals, dass sie bei uns schon aufräumen werde: Sie verlangte als Erstes ein Honorar von 60 000 statt wie bisher 15 000 Franken. Das haben wir dann publiziert und die Dame verschwand von der Liste! ...............................................................

Wir benötigen in der Spitalbehörde vor allem handlungsbereite Fachleute ............................................................... Wir verlangen aber nach wie vor, dass das Präsidium von einer auswärtigen Person besetzt wird, um Verbandelungen zu verhindern. Das hat ja auch die Redaktion dieses Blattes bereits mehrmals gefordert. Der neue Präsident sollte sich pro Woche acht Stunden Zeit nehmen, um auch in operativer Hinsicht Sparringpartner vom Direktor zu sein. Und wenn wir demnächst die Statutenreform II durchziehen, können als Delegierte Leute gewählt werden, die den Mut haben, kritische Gedanken zu äussern und die grosse Geldverschwendung endlich zu hinterfragen. Der vormalige zweifelhafte Direktor hat sich die Gunst des oberen Kaders in der Verwaltung durch überdurchschnittlich hohe Löhne gesichert. Diese sind zu stutzen und anderen Spitälern anzugleichen. Im vergangen Jahr sind lediglich die Spitzenlöhne gestiegen und sonst zeigen alle Indikatoren nach unten. Da sind Schnitte nötig und wir haben uns zu fragen, ob an unserem kleinen Regionalspital ganze fünf Chefärzte zu beschäftigen sind. Wir benötigen in der Spitalbehörde vor allem handlungsbereite Fachleute. Ein Gemeindepräsident genügt, und der informelle Einfluss des Gemeindepräsidenten-Verbandes und einzelner Partei-Protagonisten ist zu stutzen. Behördenklüngelei muss durch geänderte Strukturen, wie oben vorgeschlagen, verhindert werden. Die Betriebskommission ist zuständig für die Strategie des Spitals – ähnlich wie der Verwaltungsrat einer Firma. Wir glauben nicht, dass es gut herauskommt, wenn der BK-Präsident im operativen Tagesgeschäft mitmischt. Der muss doch die längst fällige Strategie fürs Spital aufgleisen. Diese Aufgabe ist nun seit mehr als drei Jahren ungelöst. Aber das ist ein

Prozess, der im Team anzugehen ist. Und im Übrigen ist bekannt, dass die Grenzen zwischen strategischem und operativem Handeln fliessend sind. Somit müssen sich Direktor und Präsident sehr gut verstehen. .................................................................

Unser Spital leidet derzeit sehr daran, dass das neoliberale Gedankengut Einzug gehalten hat ................................................................. Sie wollen überall mehr Transparenz. Die hat aber gerade bei der Neubestellung des BK-Präsidiums und deren Mitglieder ihre Grenzen. Es können doch im Vorfeld der Wahl nicht alle Namen an Anwärtern auf den Tisch. Das käme doch dann einem Blossstellen jener gleich, die aus dem Rennen fallen. Die Findungskommission muss da sicher mit Fingerspitzengefühl vorgehen. Aber die Transparenz hat eben vorher schon zu beginnen. Man soll gross und über die Medien ein Anforderungsprofil publizieren. Da könnten sich fähige Leute angesprochen fühlen, die man sonst nicht kennt. So könnten möglicherweise stille Talente entdeckt werden, die nicht aus dem Partei- und Politestablishment stammen. Wir möchten Fachleute finden, die bereits von ihrer Ausbildung her etwas zu bieten haben, und nicht primär solche, die dem doktrinären Partei- und Behördenkuchen entspringen. Unser Spital leidet derzeit sehr daran, dass das neoliberale Gedankengut Einzug gehalten hat. Das bedeutet, es wird von Wertschöpfung, Effizienzsteigerung, Vollkostenrechnung usw. gesprochen. Da wird zum Beispiel überlegt, wieviel Mietzins man pro Bett zu verrechnen hat, bei einem Haus, das schon längst bezahlt worden ist usw. Da würde es nicht schaden, wenn Leute dabei wären, die wieder eine Ahnung davon haben, was das Ehepaar Hess mit ihrem «Modell Affoltern» hier für unser Spital geschaffen hat. Mit ihrer «rustikalen» Art der Kritik, die auf Personen zielt und in früheren Zeiten auch an Ehrverletzung grenzte, entfalten Sie bei Kritisierten den Abwehrschirm. Auch in der Bevölkerung ist immer wieder zu hören, der Herr Roggwiler hat zwar in vielen Dingen recht, aber seine Art mag ich nicht. Wäre es nicht zielführender, auf der rein sachlichen Ebene zu bleiben? Äxgüsi, auf welcher Ebene sind wir jetzt? Nun, es stimmt, Diplomatie ist nicht meine Kernkompetenz. Aber ist es so falsch, Geldabholer und blosse Platzhalter ohne jegliche Kompetenz nicht beim Namen zu nennen? Ich rede nicht lange um den Brei herum. In diesem Spital haben wir es auch mit Korruption zu tun, und das gehört endlich auf den Tisch! Man sagt aber auch, ich sei authentisch, ehrlich und offen. Auf saftige Ausdrücke werde ich – nicht zuletzt unter Ihrem Einfluss – verzichten. Ich danke für den Hinweis. Und: Durch unser schonungsloses Aufdecken haben wir dem Spital bereits viel Geld gespart. Würden die aktuellen Amtsinhaber uns das Gefühl geben, unsere bisweilen eben gar nicht so abwegigen Gedanken ernstzunehmen und auch einmal auf uns hören, hätten sie uns schon längst zum Schweigen gebracht. Uns in die Meinungsbildung integrieren, statt zu negieren, und es ergäbe sich eine sinnvolle Kooperation mit uns als kreativer Opposition.

Interview: Werner Schneiter


Gewerbe/Dienstleistungen

Besondere Bohnen

Finale verpasst

«Musig im Dorf»: Die «Bluegrass Beans» spielen an der Knonauer Oberdorfstrasse. > Seite 12

Petra Klingler bouldert an der EM auf den enttäuschenden 17. Rang. > Seite 13

Dienstag, 19. Mai 2015

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Fussballfest Das Turnier in Hedingen an Auffahrt hat die Grümpisaison im Säuliamt lanciert. > Seite 16

Sie produzieren mehr als sie verbrauchen Spatenstich der Leuthard Immobilien AG zur Überbauung Bergli in Knonau Die Ausstrahlung der Energieregion Knonauer Amt trägt erste Früchte. Die Leuthard Immobilien AG baut in der Überbauung Bergli Reihen- und Doppeleinfamilienhäuser, die mehr Strom produzieren sollen als sie verbrauchen. Bereits im Jahr 2008 konnte die Leuthard Immobilien AG das lange, auf zwei Seiten abfallende Grundstück an der Uttenbergstrasse in Knonau kaufen. Sie veranstaltete einen Architekturwettbewerb, aus dem ein Projekt mit sechs Mehrfamilienhäusern sowie zwei Doppeleinfamilienhäusern hervorging. Dieses wurde 2009 jedoch gestoppt. «Es stand in Knonau eine Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) an und wir spürten, dass momentan modernere Wohnformen gesucht werden. Da nach der BZO-Revision Flachdächer erlaubt waren, entschieden wir uns für diese Variante, das tiefere Gebäudehöhen erlaubte», erläuterte der CEO der Leuthard AG, Dieter Greber, am Spatenstich der ersten Etappe der Überbauung Bergli das Konzept.

Ein ruhiges Familienquartier Aufgrund des überarbeiteten Anforderungsprofils wurde noch einmal bei

Am Spatenstich der ersten Etappe nahmen neben den Bauverantwortlichen auch zahlreiche zukünftige Bewohner der Überbauung teil. (Bild Salomon Schneider) null angefangen. «Jetzt können wir ein zukunftsweisendes Projekt realisieren, das optimal in die Energieregion Knonauer Amt passt», freute sich Dieter Greber. Die verkehrstechnische Erschliessung der gesamthaft 30 Plusenergie-Häuser wird, mit Ausnahme von zwei Häusern, über eine zentrale Tiefgarage gewährleistet. Die Wege zu und zwischen den Häusern sind deshalb für den Langsamverkehr reserviert. Die Häuser haben alle fünfeinhalb Zimmer und Alpenblick, die Grundrisse sind aber bei allen Einheiten verschieden.

Elektroautos zum Teilen Jede Wohneinheit ist mit Sonnenkollektoren ausgestattet, die jährlich rund 6900 Kilowattstunden Strom produzieren sollen. Die Häuser sollen aber nur 6200 Kilowattstunden Strom verbrauchen, weshalb die Einspeisung von rund zehn Prozent der erwirtschafteten Gesamtstrommenge ins Stromnetz geplant ist. Zudem sind zwei Elektroautos eingeplant, die sich die Bewohner teilen und per Smartphone-App buchen können. (sals)

So wird die Überbauung Bergli in Knonau aussehen. (Visualisierung zvg.)

Wenn die Knochen leichter brechen

Wie man Angst und Panik ein Ende setzt

Apotheke Pfister misst die Knochendichte

Reto Blaschitz über das Wesen der Angst

Knochen geben dem Körper Halt, Festigkeit und schützen die Organe. Entscheidend für die Knochengesundheit ist eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D sowie regelmässige körperliche Bewegung.

Angst ist eine natürliche und biologisch in unserem Organismus angelegte Reaktionsform und ist ein grundlegendes und normales Gefühl, welches als Alarmsignal dient, um vor reellen Gefahren zu schützen.

Die maximale Knochenmasse ist mit 30 bis 35 Jahren aufgebaut. Danach beginnt ein ganz natürlicher Abbauprozess. Das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Nach 50 (Menopause) verlieren Frauen jährlich ca. 1 % ihrer Knochenmasse, Männer nur halb so viel. Beeinflussbare Risikofaktoren für eine verminderte Knochengesundheit sind Fehl- oder Mangelernährung, Nikotin- und übermässiger Alkoholkonsum sowie Bewegungsmangel. Ist die Gesundheit der Knochen eingeschränkt, kommt es rascher zu Knochenbrüchen. Typisch sind Bruchstellen an Brustwirbelkörpern, am Schenkelhals im Hüftbereich und an Unterarmknochen in Handgelenksnähe.

Wenn echte Gefahr droht, dann ist es sinnvoll, Angst zu empfinden. Gerät die Angst jedoch ausser Kontrolle, dann lähmt und blockiert sie einen. Empfindet man in Situationen Angst, von denen nicht wirklich eine reelle Gefahr ausgeht, dann ist die Angst deplatziert, belastend und beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich.

Wie steht es um die Gesundheit der eigenen Knochen? Vom 26. bis 31. Mai kann man die Knochengesundheit für nur zehn

Apothekerin Dr. Antonia Glauser und ihr Team freuen sich, zum Thema Knochengesundheit zu beraten. (Bild zvg.) Franken analysieren lassen. Mit einem modernen Ultraschallgerät wird eine schmerzfreie Knochenmessung am Fuss vorgenommen, die in wenigen Minuten Ergebnisse liefert. In einem persönlichen Auswertungsgespräch erfährt man dann, wie es um die Gesundheit der eigenen Knochen bestellt ist. (pd.) Termin reservieren in der Apotheke-Drogerie Pfister, Im Zentrum Oberdorf, Centralweg 4, Affoltern oder unter Telefon 044 761 63 24, pfister.affoltern@topwell.ch. www.topwell.ch.

In Gefahrensituationen unverzüglich zu Höchstleistungen fähig sein Entsteht ein Angstgefühl durch eine echte Bedrohung aus der Aussenwelt, wird von einer normalen Anpassungsreaktion gesprochen – zum Beispiel die Furcht, die man erlebt, wenn ein gefährliches Tier einen angreifen möchte. Dabei entsteht ein natürlicher und gesunder Schutzreflex, das Psyche-Soma-System startet dann ein existenzielles Programm – die Angst. Es verändert die körperlichen Systemabläufe so, dass der Mensch in Gefah-

Reto Blaschitz. (Bild zvg.) rensituationen unverzüglich zu Höchstleistungen fähig wird, um beste Flucht- oder Kampferfolge zu erhalten.

und im Grunde völlig unnötig sind. Wenn Angst lange anhält, lähmt und zu Vermeidungsverhalten führt und ausgeprägte Erwartungsangst auftritt, sollte eine fachgerechte und nachhaltige Behandlung in Erwägung gezogen werden. Wer leidet unter der Angst vor der Angst, oder etwa an einer sozialen Angst, Angst vor Spinnen, Flugangst, Platzangst, Versagensangst, Höhenangst, Redeangst, an Panikattacken oder an einer anderen Angst und sucht Hilfe? Reto Blaschitz begleitet und unterstützt kompetent und empathisch bei der Bewältigung von Ängsten. Mit seiner fundierten Erfahrung und den professionellen Methoden können Ängste, wie Flugangst, sehr oft schon in überaus kurzer Zeit aufgelöst werden. (pd.) Reto Blaschitz, systemisches Coaching und

Wenn erlernte oder auch vererbte Ängste einen lähmen Tritt Angst jedoch ohne echte existenzielle Bedrohung auf, wie etwa die Angst vor dem Versagen, dem Ausgelacht-Werden, oder die Angst vor Veränderungen im Leben, handelt es sich um erlernte oder teils auch um vererbte Ängste, die das Dasein und das freie Lebensgefühl empfindlich behindern

Hypnosetherapie, Jonentalstrasse 3, Rifferswil. Tel. 079 668 09 18, www.leben-ohne-angst.ch.


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Vermischtes

Dienstag, 19. Mai 2015

«Fachhändler sind oft Auskunftspersonen für den Neukauf im Internet» Franz Rehmann gibt die Foto Studio Kasino AG an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern Ende September auf Und wieder verschwindet ein KMU-Betrieb aus dem Dorfbild: Franz Rehmann, Inhaber der Foto Studio Kasino AG, gibt den Geschäftsbetrieb in Affoltern per Ende September auf – aus Altersgründen und ohne Chance einer Nachfolge. ................................................... von werner schneiter Franz Rehmann übernahm im Jahr 2007 das Fotostudio Steiner, zog schliesslich ins Wohn- und Geschäftshaus an der Oberen Bahnhofstrasse 4 um. Die Foto Studio Kasino AG steigerte den Umsatz – auch mit grossen Werbeanstrengungen – nach der Übernahme, musste dann aber nach 2010 signifikante Umsatzrückgänge in Kauf nehmen. Der Technikwandel hinterliess seine Spuren im gesamten Fotohandel. «Fachhändler sind heute oft nur noch Auskunftspersonen für jene, die dann ihren Neukauf per Internet tätigen», bedauert Franz Rehmann. Als frustrierend bezeichnet er auch den Umstand, fast nur noch Problemlöser für ältere Leute zu sein, die mit der Technik nicht zurechtkommen – oder defekte Geräte beurteilen muss, deren Reparatur wegen zu hoher Kosten nur Ärger mit sich bringen. Dass Franz Rehmann unter sol-

chen Voraussetzungen keine Nachfolge hat finden können, erstaunt nicht. Er hat den Geschäftsbetrieb auch im Verband zum Verkauf ausgeschrieben – ohne Erfolg. Quadratmeterpreise für Geschäfte an guten Verkehrslagen, wie an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern, können sich Vertreter seiner Branche kaum leisten. Da kommen oft nur noch Industriestandorte infrage – wenn überhaupt, denn Rehmann sagt auch: «Die Aussichten für den gesamten unabhängigen Detailhandel schätze ich als sehr problematisch ein. Nur noch nationale oder internationale Kettenbetriebe können an Toplagen überleben.»

Liquidationsverkauf beginnt am 20. Mai 2015 So wird nun Eigentümer Franz Rehmann das Ladengeschäft an der Oberen Bahnhofstrasse 4 in Affoltern per 1. Oktober 2015 zur Vermietung oder zum Verkauf ausschreiben. Und mit dem Liquidationsverkauf bereits morgen Mittwoch, 20. Mai, beginnen. Bis zum Samstag, 29. August, sind im Foto Studio Kasino Tausende von Artikeln mit grossen Rabatten erhältlich. Ab Juni gewährt Franz Rehmann 20 Prozent, ab Juli 30 Prozent und ab August schliesslich 50 Prozent auf den gesamten Lagerbestand. «Ich liquidiere auch das Studio mit Leuchten, Stativen und

Keine Nachfolge gefunden: Fachhändler Franz Rehmann gibt das Foto Studio Kasino per Ende September auf – nach neun Jahren. (Bild Werner Schneiter) Hintergründen vollständig», fügt er bei. Er hat von Lieferanten Sonderkonditionen erhalten und gibt diese an die Kundschaft weiter – Preise, die un-

ter dem tiefsten Angebot im Internet liegen ... Und danach kann Franz Rehmann, nun 65-jährig, den Ruhestand genies-

sen. Auch für den Lehrling gibt es eine Lösung: Er absolviert das verbleibende Ausbildungsjahr bei einem Kollegen von Franz Rehmann.

Kaninchen, Gänse, Hühner und glänzende Kinderaugen

Weine aus Süditalien – Lebensfreude ...

Ausstellung der Kleintierfreunde beim Pontonierhaus an der Reuss in Ottenbach

21. und 22. Mai: Süditalien-Event in Mü’s Vinothek in Affoltern.

Die Jungtierschau der Kleintierfreunde Säuliamt fand bei schönstem Sommerwetter vor allem bei den kleinen Besuchern einmal mehr grosse Aufmerksamkeit. Für viele Familien gehört der Ausflug zu den Gehegen mit Kaninchen, Enten, Tauben, Gänsen und Hühnern zum Pflichtprogramm am Auffahrtstag.

Italienischer Wein zählt zu den interessantesten und beliebtesten überhaupt. Das liegt einerseits an der stetig wachsenden Qualität und anderseits an der einzigartigen Vielfalt der Rebsorten, die von Weinfreunden überaus geschätzt werden. Süditalien und seine Weine untermauern diese Aussagen im Speziellen. Hier ein kleiner Einblick in die Degustationsliste.

Marken

................................................... von martin mullis Auf dem Veloparkplatz an der Reuss beim Pontonierhaus in Ottenbach standen eine ganze Menge Kinderwagen. Viele Familien aus dem Säuliamt und dem angrenzenden Aargau nutzten den Auffahrtsonntag für einen Ausflug zur Ausstellung der Kleintierfreunde Säuliamt (KTF Säuliamt). Rund um die Gehege der rund 20 Aussteller waren denn auch unzähligen «Ooohs» und «Jööhs» von den aufgeregten Kindern zu hören. Da wurden fleissig Löwenzahnblätter und Grashalme gepflückt und durch die engen Gittermaschen gesteckt an die schnuppernden Langohren und schnatternden Gänse verfüttert. Für viele der Kinder bot sich die Gelegenheit, ein Kaninchen nicht nur ganz nahe zu betrachten, sondern auch zu streicheln, was sofort ein seliges Lächeln und glänzende Kinderaugen generierte. An den Tischen im Festzelt durften sich die Erwachsenen an einer Wurst gütlich tun, und selbstverständlich nutzten die Züchter und Hobbytierhalter die Gelegenheit, um ausgiebig zu fachsimpeln. Der Präsident der KTF Säuliamt, Ueli Hug, freute sich über das Interesse und den

Keiner zu klein, um ein Kleintierexperte zu sein. (Bild Martin Mullis) Grossaufmarsch der Besucher, welche grösstenteils aus Familien mit Kindern bestanden. Neu hat sich der KTF Säuliamt mit seinen 35 Mitgliedern der Vereinigung «Kleintiere Zürichsee, Amt und Limmattal» angeschlossen, bleibt jedoch nach wie vor ein selbstständiger Verein. Der Anschluss bewirkt für den Verein einige Vorteile,

vor allem auch mehrere Ausstellungsmöglichkeiten, hält Ueli Hug fest. Auf dem Ausstellungsplatz waren ein gutes Dutzend verschiedene Kaninchenrassen, 18 Rassen von Hühnern, sowie Gänse, Enten und Tauben zu besichtigen. Wie jedes Jahr betrieb die Fellnähgruppe Limmattal einen Marktstand und verkaufte Kissen, Stolas und

verschiedene Accessoires aus Kaninchenfell. Die Kleintierfreunde des Bezirks suchen neue Passiv- oder Aktivmitglieder. Zu diesem Zweck laden sie zu einem Kennenlerntag ein. Am 4. Juli können sich interessierte Tierfreunde in Dachlissen, Mettmenstetten (beim «Bed and Breakfast») über den Verein informieren.

Mit «Ludi» 2010, einer Barrique ausgebauten Assemblage aus Montepulciano d’Abruzzo, Merlot und CabernetSauvignon-Trauben, ist Angela Velenosi ein ganz grosser Wurf gelungen. Apulien: Mit der neuen Kreation «Terra Magica», einer Primitivo Manduria Riserva, hat sich die Cantina San Marzano eindrücklich auf dem Markt zurückgemeldet. Als Sommerwein wird ein Negroamaro rosado zur Degustation kommen. Sizilien: Natürlich kommen auch wieder exzellente Weine der Casa Vinicola Firriato zur Verkostung. Ein Passito aus Sizilien ist immer ein ganz besonderer Leckerbissen. Basilicata: Die Riserva «Piano del Cerro» ein Aglianico Vulture hat sich still und heimlich zu einem der besten Weine dieser unbekannten Region heraufgeschraubt. Ergänzt wird das feine ausgewählte Angebot durch Weine aus Umbrien, und Sardinien. (pd.) Süditalienevent in Mü’s Vinothek, Affoltern: Donnerstag und Freitag, 21. und 22. Mai, 18 bis 20 Uhr. Samstag, 23. Mai, 10 bis 15 Uhr (Degustationsliste zum Downloaden www.mues-vinothek.ch) info@mues-vinothek ch / Telefon 044 776 31 15.


veranstaltungen

Mehr über das Haus zum Seewadel erfahren Informativer Nachmittag zum Geniessen Das Haus zum Seewadel lädt auch dieses Jahr Einwohner des Bezirks Affoltern zu einem Besuch ein. Am Donnerstag, 28. Mai, steht neben einem kurzen informativen Teil geselliges Beisammensein bei Kaffee und Kuchen und musikalischer Unterhaltung im Zentrum. Dieses Jahr findet im Haus zum Seewadel wieder die bereits äusserst beliebte und geschätzte Informationsveranstaltung statt. Willkommen sind wiederum Interessierte, die gerne mehr über das Haus zum Seewadel erfahren möchten, Angehörige von Betagten und selbstverständlich auch alle, die sich bereits im Haus zum Seewadel angemeldet haben oder anmelden möchten. Auch Freunde des Hauses, die ungezwungen bei Kaffee und Kuchen einen informativen Nachmittag geniessen möchten, sind herzlich eingeladen. Der gesellige Teil steht bei dieser Veranstaltung im Vordergrund. Der Geschäftsleiter und das Leitungsteam stellen zu Beginn die zentralen Werte im Haus zum Seewadel sowie das Anmelde- und Eintrittsverfahren vor. Anschliessend können Fragen gestellt, Anliegen angebracht oder einfach beim Geniessen der feinen Kuchen den stimmungsvollen Tönen einer Querflöte gelauscht werden. Zu Sachthemen wie Pflege- und Pensionstaxen, Ergänzungsleistungen, Hilflosenentschädigung, Erwachsenen-

Das Haus zum Seewadel. (Bild zvg.) schutzrecht usw. informieren die Geschäftsleitung und das Kader vom Haus zum Seewadel am 10. November von 19 bis 21 Uhr. Selbstverständlich kann auch jederzeit ein Termin für ein persönliches Beratungsgespräch vereinbart werden. Das Seewadel-Team freut sich auf viele interessante Begegnungen und Gespräche. Informationsnachmittag am Donnerstag, 28. Mai, von 14.30 Uhr bis 16 Uhr im Haus zum Seewadel, Obere Seewadelstrasse 12, Affoltern. Kontakt: Telefon 043 322 74 74, seewadel@affoltern-am-albis.ch, www.seewadel.info.

Erzählkultur wieder aufleben lassen Beiträge zum Thema «Bewegung» gesucht Geschichten, die das Leben schenkt, bekommen im Erzählcafé eine Stimme. Die erste Erzählrunde startet am 27. Mai um 14 Uhr. Das wirkwork Erzählcafé will die in Vergessenheit gegangene Erzählkultur wieder aufleben lassen. Dabei geht es nicht um historische Wahrheiten, sondern um das Erlebte und Eigene. Das Erkennen der Perlen und die Wertschätzung für die eigene Lebensgeschichte. Erzählen ist freiwillig, Zuhören ist Voraussetzung. Es können auch Erinnerungsstücke mitgebracht werden. Das Thema ist vorgegeben und erleichtert damit den Einstieg in die Erinnerungen. Im ersten Teil hört man den spannenden Geschichten zu. Im zweiten Teil gibt es einige Leckereien. Dabei kann man Kontakte knüpfen und sich austauschen.

Nachmittags- oder Abendrunde Der Erzählanlass findet einmal im Monat statt, es bietet sich die Wahl zwischen einer Nachmittagsrunde von 14 bis 16 oder Abendrunde von 19 bis 21 Uhr. Es ist keine Anmeldung erforderlich und den Unkostenbeitrag von 15 Franken bringt jeder und jede gleich mit. Silvia Suter freut sich auf Geschichten, Episoden, Anekdoten oder Erlebnisse zum ersten Thema «Bewegung» am 27. Mai um 14 Uhr. Die Idee des Erzählcafés stammt aus Deutschland. Nach dem Fall der Berliner Mauer (1998) entstanden in Berlin die ersten Erzählcafés, damit sich die neuen Nachbarn austauschen konnten. Als moderierte Gesprächsrunde zu Leben, Kultur, Kunst und Literatur lebte die vergessene Erzählkultur wieder auf. Dies steht in der Tradi-

Silvia Suter. (Bild zvg.) tion der Oral History und ist auch eine interaktive Form der Biografie-Arbeit.

Offene Tür am 6. Juni Wer lieber schreiben möchte, findet in der Schreibstube den richtigen Platz. Am 12. Juni – auch als Nachmittags- oder Abendanlass – geht es schreibend los. Gekrönt werden die Geschichten mit einer Lesung. Die wirkungsvollen Workshops von wirkwork zu aktuellen Themen der Lebenskunst unterstützen im persönlichen Weiterkommen. Eine Gelegenheit, wirkwork und Silvia Suter kennen zu lernen, bietet sich am 6. Juni beim Tag der offenen Tür von 11 bis 15 Uhr. wirkwork, Silvia Suter, Seewadelstrasse 5, Affoltern. Infos: wirkwork.ch, Silvia Suter@wirkwork.ch.


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Veranstaltungen

Dienstag, 19. Mai 2015

Pfingstrose – die kaiserliche Blume Es blüht im Park Seleger Moor, Rifferswil

Die «Bluegrass Beans». Von links: Hugo Imgrüth, Res Nobs, Adrian Zuber und Erich Ritter. (Bild zvg.)

Ganz besondere Bohnen Die «Bluegrass Beans» spielen in Knonau Am Freitag, 22. Mai, werden in Knonau ganz besondere Bohnen zu sehen und vor allem zu hören sein: Die Bluegrass Beans kommen zu «Musig im Dorf». Die Kulturkommission Knonau lädt die Bevölkerung auch in diesem Jahr zu «Musig im Dorf» ein. Sie hat für diesen Anlass die einheimische Gruppe

«Bluegrass Beans» engagiert, vier begeisterte Musiker – Banjo, Gitarre, Mandoline und Bass – welche sich mit Herzblut dieser Richtung der Countrymusic verschrieben haben. Man spürt, dass sie zusammen harmonieren und dieser Funke springt auch von der Bühne aufs Publikum über. Zu den musikalischen Leckerbissen gibt es die allerseits beliebten und

feinen Pizzas aus dem Ofen der Feuerwehr Knonau und natürlich auch diverse Getränke und Süssigkeiten. Der Anlass findet bei jeder Witterung an der Oberdorfstrasse statt, bei schlechtem Wetter im Zelt. (pd.) «Musig im Dorf» am Freitag, 22. Mai, Oberdorfstrasse, Knonau. Festwirtschaft 19 bis 24 Uhr, Konzert 19.30 bis 22 Uhr. Eintritt frei.

Neben den kräftig blühenden Rhododendren und Azaleen, den Seerosenteichen und dem Farngarten, können sich die Besucher einer ganz besonderen Pflanze, den einzigartigen Pfingstrosen erfreuen. Über 400 Strauchpfingstrosen können im Park Seleger Moor bestaunt werden. In ihren Herkunftsländern waren sie viele Jahrhunderte den Kaisern vorbehalten. Die Pfingstrose wächst als Strauch. Die Jungpflanzen blühen erstmals nach sechs bis sieben Jahren. Die Päonien sind pflegeleicht, anpassungsfähig und vertragen Kälte und Hitze ebenso gut wie Trockenheit. Die Strauchpfingstrosen können ein Alter von 100 Jahren oder mehr erreichen. Ihre Blütenzeit ist im Mai. Im Herbst färbt sich das Laub rötlich. Ein Grillplatz in einem Rhododendrenpark? Im Seleger Moor gibt es das. Der Grill ist so gemacht, dass zur gleichen Zeit mehrere Familien nach Lust und Laune ihr Grillgut brutzeln können. Neben zahlreichen verschlungenen Pfaden führt ein neu angelegter,

Die Pfingstrose blüht. (Bild zvg.) rollstuhlgängiger Spazierweg über drei Kilometer durch den Park. Viele Bänke im Park verteilt und entlang des neuen Holzstegs laden beim Pausenhalt ebenfalls zum Ausruhen ein. Wer mehr über den Park wissen will, dem sei empfohlen, eine fachkundige Führung zu reservieren. Sie dauert rund 75 Minuten und kostet 120 Franken. (pd.) Park Seleger Moor, April bis 31. Oktober, täglich 8 bis 18 Uhr, Seleger-Moor-Strasse, Rifferswil. Kontakt: Telefon 044 764 11 19, info@selegermoor.ch, www.selegermoor.ch.

Pfingstkonzert in der Klosterkirche Collegium Vocale und Collegium Musicum Grossmünster in Kappel

«Happy Lakers» von links: Fredy Bühler (Schlagzeug), Peter Eggenberger (Bass), Theres Dürr (Gesang), Werner Neumann (Trompete), Hannes Bühler (Klavier). (zvg.)

Es ist «Swing-Time» Konzert im «Hirschen», Wettswil Swingende Klassiker des Jazz zwischen 1930 und 1950 bieten die Happy Lakers, die am 23. Mai im «Hirschen», Wettswil, zu Gast sind. Alle kommen aus der Gegend des Walensees und alle haben eine Beziehung zu einem See, deshalb ihr Name «Happy Lakers». Der fast dämpfend spielende Trompeter hockt hie und da am Ruder eines Segelschiffes; der Pianist lebt in Amden und hat den See direkt zu Füssen; die Sängerin ist in Weesen am See musikalisch tätig; der Bassist kann sogar schwimmen und der Drummer hat ein Ferienhaus an den Gestaden des Klöntalersees. Obwohl sie Amateure sind, tönt ihre Musik sehr abgeklärt und professionell. Ihr Programm ent-

hält vornehmlich Lieder von Nat King Cole, Irving Berlin, Morgan Lewis, also den grossartigen Komponisten zeitloser Melodien. Es wird für die Besucher des «Hirschens» ein besonderes Vergnügen werden, dieser Band mit ihrer begabten und stimmlich sehr präsenten Sängerin zuzuhören. Geboten werden teils Stücke, die heute noch präsent sind und oft gecovert werden, wie beispielsweise «Fly Me To The Moon» oder «Puttin on the Ritz». Diese Musik der Swing-Ära einmal «live» zu erleben und vorher noch à la Carte zu essen, das gehört zu einem vergnüglichen Abend. (pd.) Konzert am 23. Mai, 20 bis ca. 22.15 Uhr (mit Pause), Abendessen ab 18.30 Uhr, Eintritt 20 Franken.

Gruppe trifft sich einmal im Monat mittwochs und zusätzlich alle zwei Monate samstags. Die Teilnehmenden sind frei, Mittwoch oder Samstag, oder an beiden Tagen zu kommen. An den Samstagen rundet ein gemeinsames Mittagessen (wer mag) im Seewadel das Treffen ab. Die Gruppe wird geleitet von Linda Cantero, Theologin und Seelsorgerin der katholischen Kirche Affoltern, und Ursula Jarvis, Sozialdiakonin reformierte Kirche Affoltern und Leiterin Besuchsdienst. (pd.) Ökum. Trauergruppe «Liechtblick», nächstes Treffen am Mittwoch, 20. Mai um 19 bis 20.45 Uhr im Pfarreizentrum St. Josef Affoltern. Kontakt: Linda Cantero, Telefon 043 322 61 11, Mail: linda.cantero@kath-affoltern.ch oder Ursula Jarvis:

Lichtblicke im Dunkeln… (Bild zvg.)

Es ist bereits eine schöne Tradition, dass am Pfingstsonntag die Chormitglieder und die Musikerinnen und Musiker des Grossmünsters einen Abstecher nach Kappel machen. Unter der Leitung von Kantor Daniel Schmid werden dieses Jahr Werke von J. S. Bach und A. Raselius aufgeführt: Mit der «Lutherischen Messe F–Dur» knüpft J. S. Bach zum einen an die protestantische Tradition an, vorzugsweise Kyrie und Gloria zu vertonen. Zum anderen bringt der Name zum Ausdruck, dass Bachs lateinische Messkompositionen für den lutherischen Gottesdienst konzipiert worden sind. Bach komponierte seine Figuralmessen für hohe kirchliche Feiertage. So liegt es nahe, dass in der Reihe

«Musik und Wort» zu Pfingsten dieses Jahr die «Lutherische Messe F-Dur» BWV 233 erklingt. Sie gibt den strukturellen Rahmen vor und zeigt darüber hinaus Bachs Parodiekunst aufs Schönste auf: Der letzte Satz «Cum Sancto Spiritu» der Messe ist der Kantate BWV 40 (welche den Abschluss des Konzerts bildet) entlehnt. Damit spannt sich ein musikalisch–theologischer Bogen von Weihnachten zu Pfingsten, welcher mit diesem festlichen Satz «Mit dem Heiligen Geist …» einen besonderen Akzent erhält. Andreas Raselius komponierte die «Deutschen Sprüche aus den sonntäglichen Evangelien durchs ganze Jahr», eine Sammlung von fünfstimmigen Evangelienmotetten aus dem Jahr 1594. Der Text aus Johannes 14,23 «Wer mich liebet, wird Wohnung bei mir machen», der in Kappel zu hören sein wird, wurde zu Bachs Zeiten als Evangelium an Pfingsten verlesen. Zum Schluss wird die Pfingst-Kantate «Darzu ist erschienen der Sohn Gottes» BWV 40 interpretiert. Das ein-

drucksvollste Stück der Kantate ist der festliche Eingangschor mit Oboen, Hörnern, Streichern, Chor und Continuo. Der signalhafte Hornruf eröffnet das Werk – er wird dann auch im Schlusssatz der «Messe F-Dur» zu hören sein. Die Kantate ist für den zweiten Weihnachtstag entstanden und thematisiert die Überwindung der «Werke des Teufels» durch Christus. Unterstützt wird das Collegium Vocale und das Collegium Musicum Grossmünster von den Solisten Dela Hüttner (Sopran), Mirjam Blessing (Alt), Felix Rienth (Tenor) und Yves Brühwiler (Bass). Wie immer bei «Musik und Wort» begleiten Texte, gelesen und ausgewählt von Pfr. Markus Sahli die Musik. Anschliessend besteht die Möglichkeit, am gemeinsamen Imbiss teilzunehmen. (pd.) «Musik und Wort» am Sonntag, 24. Mai, um 17.15 Uhr in der Klosterkirche des Klosters Kappel. Eintritt frei, Kollekte. Weitere Infos unter Telefon 044 764 88 10, info@klosterkappel.ch oder www.klosterkappel.ch.

Gospellieder und rote Ballone Ökumenischer Pfingstgottesdienst in Mettmenstetten

Reservieren unter Telefon 044 700 01 28.

Gemeinsam auf dem Weg Wer jemand verloren hat, ist mit seiner Trauer im Alltag oft allein. Die neue ökumenische Trauergruppe «Liechtblick» gibt Raum, die Trauer mit anderen Betroffenen zu teilen und ein Stück weit zu verarbeiten. Die

Am Pfingstsonntag, 24. Mai, konzertieren das Collegium Vocale und das Collegium Musicum Grossmünster zusammen mit Vokalsolisten in der Reihe «Musik und Wort» des Klosters Kappel.

Tel. 043 466 83 23, Mail: ursula.jarvis@bluewin.ch.

Am Sonntag, 24. Mai, um 11 Uhr findet im Rüteli in Mettmenstetten das ökumenische Pfingstfest der Gemeinden Mettmenstetten, Knonau und Maschwanden statt. Pfingsten ist einer der wichtigsten Feiertage der Christenheit. Deshalb treffen sich die römisch-katholischen und evangelisch-reformierten Kirchgemeinden im Rüteli zum gemeinsamen Feiern von Pfingsten. Die Pfarrerinnen Susanne Brüngger, Claudia Mehl und die Pfarrer Angelo Saporiti, Andreas Fritz und Thomas Maurer werden die Pfingstbotschaft verkünden. Der Kirchenchor Hausen wird den Gottesdienst mit Gospelliedern begleiten. Rot ist die Farbe des frohen Festes. Mit den roten Ballonen am Schluss des Gottesdienstes wird die Pfingstbotschaft in den Himmel getragen. Beim anschliessenden einfachen Mittagessen geniessen alle den feierlichen Tag

Nicht nur Kinder freuen sich über das Aufsteigenlassen der Luftballone mit der Pfingstbotschaft. (Bild zvg.) und das Beisammensein. Der Anlass findet bei gutem Wetter im Freien

statt, bei Regenwetter in der Kirche. Wer möchte da nicht dabei sein? (pd.)


Sport

Dienstag, 19. Mai 2015

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Top-Qualifikation – und dann Ernüchterung Petra Klingler bouldert an der Europameisterschaft auf den enttäuschenden 17. Platz Über das Auffahrtswochenende fand in Innsbruck mit den Boulder-Europameisterschaften ein erster grosser Höhepunkt der noch jungen Klettersaison 2015 statt. Am Start waren mehr als 150 Athletinnen und Athleten aus 29 Ländern. Aus der Schweiz starteten fünf Damen und sechs Herren, darunter mit Petra Klingler (Bonstetten) und Kevin Heiniger (Schwarzenbach) auch die beiden vor einer Woche erkorenen Schweizer Bouldermeister. Nach dem souveränen Sieg an den Schweizer Meisterschaften und einer ansteigenden Formkurve, peilte Petra Klingler mindestens einen Finalplatz an.

Klingler flasht in der Qualifikation alle Boulderprobleme Bei der Qualifikation der Herren zeigte sich, dass alle an der Halbfinalhürde scheiterten. Für den Halbfinal sind jeweils die besten zwanzig Athleten

der Qualifikation zugelassen. Der beste Schweizer, Benjamin Blaser aus Kallnach, klassierte sich auf dem 33. Rang. Europameister wurde der Deutsche Jan Hojer vor Adam Ondra (CZE) und Stefan Scarperi (ITA). Bei den Damen zeigte Klingler eine hervorragende Qualifikation. Sie flashte alle fünf Boulderprobleme, das heisst, sie konnte sie alle im ersten Versuch toppen. Besser geht es nicht. Neben ihr schaffte dieses Kunststück gerade noch die letztjährige Dominatorin, die Tirolerin Anna Stöhr. Mit dieser tollen Leistung qualifizierte sich Klingler als einzige des Schweizer Teams für die Halbfinals. Am zweiten Tag erwischte sie dann nicht ihren besten Tag. Es reichte wohl zu drei Zonenwertungen, aber ein Top blieb ihr an diesem Tag versagt. Damit beendete Klingler diese Europameisterschaften als beste Schweizerin auf dem enttäuschenden 17. Platz. Rebekka Stotz aus Urdorf wurde 37. Den Titel holte sich Juliane Wurm (GER) vor Anna Stöhr (AUT) und Katharina Saurwein (AUT). (pd.)

Als einzige des Schweizer Teams boulderte Petra Klingler in die EM-Halbfinals. (Bild zvg.)

Hauchdünn am Kranz vorbei

Grandioser Abgang

Ämtler Schwinger-Nachwuchs am Nordostschweizerischen

Volley Obfelden: Alle Teams siegten

Die Schwingsaison ist in vollem Gange, auch beim Nachwuchs. In Näfels wurde am Sonntag das Nordostschweizerische Nachwuchsschwingfest durchgeführt.

Die Saison verlief für Volley Obfelden teils besser teils weniger gut. Der Saisonabschluss war jedoch für alle ein Erfolg: Jedes Team gewann das letzte Spiel und konnte so einen positiven Abschluss erzielen.

................................................... von anja bernhard Die besten Schwinger aus dem NOSGebiet traten am Sonntag an, fast 180 Schwinger in fünf Kategorien (nach Alter geordnet), versuchten sich den Sieg oder einen Zweig, zu erkämpfen. Der beste Ämtler kam nur knapp am Zweig vorbei. Jan Stähli fehlte ein viertel Punkt, um noch die Auszeichnung zu machen. Mit drei gewonnenen Gängen, bei welchen er aber nur je 9.75 erhielt, zwei verlorenen und einem gestellten Gang, platzierte er sich auf dem 8. Rang. Am 30. August wird in Aarburg der Eidgenössische Nachwuchs-

Jan Stähli dreht seinen Gegner auf den Rücken. (Bild Anja Bernhard) Schwingertag ausgetragen. Diese Ergebnisse werden dazu beitragen, wer an diesem Fest teilnehmen kann. Anfang Juli wird bekannt, wer die Auserwählten sind. Mehr Infos unter: www.enst2015.ch

Auszug aus der Schlussrangliste: Kategorie A Jahrgang 1997: 11. Michi Odermatt (Hausen), 52.75; Kat. B Jg. 1998: 11a Damian Furrer (Islisberg), 54.25; Kat. C Jg. 1999: 8a Jan Stähli (Zwillikon), 55.25; Kat. E Jg. 2001: 17. Sebastian Gmür (Affoltern) 53.50.

Dreimal Gold

Schützenkönig gesucht

Der Tischtennisclub Affoltern (Ttcaa) räumte an der Kantonalmeisterschaft School Trophy ab.

Endschiessen der Armbrustschützen Zwillikon

Sechs Spielerinnen und Spieler aus der Trainingsgruppe des Ttcaa konnten an den Kantonalmeisterschaften der Nichtlizenzierten teilnehmen. Die Affoltemer schnitten dieses Jahr mit dreimal Gold und einer Silbermedaille äusserst erfolgreich ab. Die Mädchenkategorien waren leider nur spärlich besetzt. Chiara Angelillo gewann die U13-Kategorie und Lynn Hefti, die bis vor einem Jahr noch beim Ttcaa trainierte, die U15-Kategorie. Einen grossen Erfolg konnte Adrian Raschle feiern. Er wurde Kantonalmeister in der U9-Kategorie. Dies, nachdem er im Halbfinale einen 0:2-Satzrückstand aufholen und sogar noch einen Matchball abwehren musste. Bei den U13-Knaben spielte sich Mario Busin nach drei knappen Fünfsatzsiegen in Folge in den Final. Dort unterlag er seinem Gegner, der zuvor in den Gruppenspielen noch vom Affoltemer Gianluca Godenzi bezwungen wurde. Elio Koller qualifizierte sich in der U15-Kategorie nach den Gruppenspielen für die Trostrunde, wo er sich bis in den Final spielte. (pd.)

Am Samstag, 23. Mai, ab 13 Uhr findet beim Schulhaus Zwillikon das traditionelle Endschiessen der Armbrustschützen Zwillikon statt. Dies ist der krönende Abschluss für die Armbrustschützen, welche zwischen Ostern und Pfingsten jeden Sonntag die Schiesskurse besucht haben und es wird eine Schützenkönigin oder ein Schützenkönig erkoren.

Im Anschluss an das Programm der jungen Armbrustschützen hat auch die Bevölkerung die Möglichkeit, sich im «Apfelschiessen» mit der Armbrust zu messen oder es einmal auszuprobieren. Der Anlass ist öffentlich und eine kleine Festwirtschaft ist eingerichtet. Die Armbrustschützen Zwillikon freuen sich auf viele Besucher. Priska Gebhardt

Auf die Armbrustschützen wartet der krönende Abschluss. (Bild zvg.)

Das Damen-1-Team ist im Herbst sehr gut in die Saison gestartet. Von den ersten elf Spielen bis im Januar hat das Team sieben Spiele gewonnen. Von den vier verlorenen Spielen waren nur zwei Spiele eine klare Niederlage, kurioserweise gegen Teams, die nun in der Tabelle hinter Volley Obfelden die Saison abgeschlossen haben. Bei diesen Spielen war wohl einfach die mentale Stärke nicht auf dem geforderten Level. Sind Spiele gegen schlechtere Gegner auf der mentalen Ebene doch meistens schwieriger zu bestreiten. Es gab aber auch die andere Seite! Das Team war teilweise 16:5 hinten und hat auf spektakuläre Weise aufgeholt und den Satz sowie das ganze Spiel gewonnen! Nichtsdestotrotz hat das Team die Saison auf dem vierten Platz von neun Teams abgeschlossen und dies nur einen Punkt hinter dem Drittplatzierten. Das Ziel, den Ligaerhalt in der 3. Liga in den vorderen Rängen zu sichern, ist somit erreicht.

totrotz wird auch in der nächsten Saison das Ziel unverändert bleiben.

U23: Abstieg Das Juniorinnen-Team ist auf diese Saison in die 2 Liga aufgestiegen, welcher es gespannt entgegenfieberte. Leider hatte man etwas Pech und musste schon das erste Spiel noch ohne Erfahrung gegen den späteren Tabellenletzten spielen. Es ging verloren. Diese drei eigentlich möglichen drei Punkte vermisste man dann während der Saison im Abstiegskampf. Denn trotz viel Motivation und Verbesserung waren die Unterschiede in der Liga gross und man musste meistens als Verlierer vom Platz gehen. Schon mehrere Spiele vor Saisonende war der Abstieg leider Tatsache. Trotzdem konnte die Saison noch mit einem tollen letzten Match und einem 3:2-Sieg gegen einen Favoriten abgeschlossen werden.

U19: Klare Steigerung Das junge U19-Team bestreitet pro Saison vier Turniere. In der Vorrunde haben sie jeweils die Hälfte der Spiele gewonnen und die andere Hälfte verloren. In der Rückrunde hat das motivierte Team fast alle Spiele gewonnen und kann nun die Saison auf dem 2. Platz abschliessen.

Damen 2: Aufstieg verpasst

Herren: Aufwind gegen Saisonende

Die zweite Damenmannschaft von Obfelden startete mit einem klaren Ziel in die neue Saison: Der Aufstieg aus der untersten Liga. In der Anfangsphase waren sie auch auf Kurs, dieses Ziel zu erreichen. Sie konnten in der ersten Runde vier von sechs Spielen für sich entscheiden. Lediglich gegen den letztjährigen Absteiger Oerlikon und den altbekannten Widersacher Thalwil mussten die Obfelderinnen eine Niederlage hinnehmen. In der Rückrunde lief es dann hingegen nicht mehr so gut. Man wusste, der Aufstieg war wohl erneut missglückt. So kam es, dass sogar Pflichtsiege nicht mehr realisiert werden konnten, und die Mannschaft verlor drei von sechs Spielen in der zweiten Runde. Somit beendete das Team die Saison auf dem vierten Platz. Nichtsdes-

Am Anfang der Saison in der Zürimeisterschaft wurde das Team noch etwas überrollt. In den ersten fünf Spielen in der Plausch-Liga konnte nur gerade ein einziger Satz mit 25:21 gewonnen werden. Selbst gegen deutlich schwächere Mannschaften lief es bestenfalls holprig. Doch dank regelmässigen Trainings und der Teilnahme an Turnieren verbesserte sich das Zusammenspiel zusehends. Die Vorrunde endete für das Team schliesslich mit sechs gewonnenen Sätzen und einem Match-Sieg immerhin noch auf dem achten Platz. In der Rückrunde ging es weiter aufwärts, sodass die Herrenmannschaft die Saison schliesslich auf dem guten dritten Platz beenden konnte. (pd.) Volleyballinteressierte sind in allen Teams herzlich willkommen. Infos und Kontakte unter www.volley-obfelden.ch.


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Sport

Dienstag, 19. Mai 2015

Fussballfest mit 80 Mannschaften Das Turnier in Hedingen an Auffahrt hat einmal mehr die Grümpisaison im Säuliamt lanciert 80 Teams massen sich am vergangenen Auffahrts-Donnerstag auf dem Sportplatz Schlag in Hedingen – und es hätten auch 90 sein können: «Die letzten zehn konnten wir nicht mehr berücksichtigen», so Giuseppe Caruso vom Grümpi-OK. ................................................... von thomas stöckli Es werden immer mehr Anmeldungen – seit einigen Jahren kämpft der SC Schweizer/BW-Mode an seinem Säuliämtler Grümpi mit diesem «Luxusproblem». So wird seit drei Jahren auf vier statt wie bisher auf drei Plätzen gespielt und dieses Jahr musste die Spieldauer von zehn auf neun Minuten reduziert werden. Einzig bei den Nachwuchskategorien findet dieses Wachstum nicht statt. So konnte von drei Schüler-Kategorien nur eine ausgetragen werden. Die Teilnehmer kommen nicht nur aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Bereits zum zweiten Mal mit dabei war ein Team aus St. Gallen – «Wir kommen wieder», haben die Ostschweizer den Organisatoren des SC Schweizer bereits versprochen. Weitere Teams fanden aus Basel, Solothurn und Burgdorf nach Hedingen. Ein deutsches Team verpasste dem Turnier sogar einen internationalen Touch. Ein Grund für den Boom ist sicher, dass das Turnier auf Einschränkungen nach Lizenzierung und Herkunft verzichtet. So stehen die Kategorien «Säuliamt» sowie «Sie und Er» allen offen. Freude bereiten den Organisatoren insbesondere die Entwicklung bei den gemischten Teams, geht es hier doch oft weniger verbissen zur Sache. Weiter hat sich das Turnier einen Namen gemacht für seine tolle Atmosphäre – nicht zuletzt auch nach dem Spielbetrieb. So wurde auch diesmal bis tief in die Nacht hinein gefeiert.

Aufregung vor dem Tor. Auch für die zahlreichen Zuschauer hatte das Säuliämtler Grümpi auf dem «Schlag» in Hedingen einiges zu bieten. (Bilder Thomas Stöckli)

Ranglistenauszüge Kat. Säuliamt: 1. Los Pichangueros, 2. FC Nankatsu vom Tsubasa, 3. La Familia – The Original; Kat. Sie&Er: 1. La Familia – The Original, 2. FC Pfüshäne, 3. Figugegl; Kat. Schüler II: 1. The Bloody Alboz, 2. Chäschschnitte, 3. 8910-er.

Der Verteidiger kommt zu spät.

Damentreffer zählen in der Kategorie Sie&Er doppelt – auch ins verwaiste Tor.

Aus vollem Lauf abgezogen – da kommt Freude auf.

«Buffon» krallt sich den Ball gegen das quirlige Star-Ensemble von Barcelona.

Um jeden Ball wird gekämpft.

Kommt er zum Abschluss? Die Defensive ist jedenfalls bereit.

Mit viel Zug aufs Tor.

Spass am Rande des Spielbetriebs: Bubble-Football.


Sport

Dienstag, 19. Mai 2015

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Dezimierter FCWB erkämpft Remis Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – Eschen/Mauren 3:3 (0:0) Bereits vor diesem drittletzten Rückrundenspiel stand WB als Gruppenerster fest und Eschen/ Mauren hatte sich seiner Abstiegssorgen entledigt. Dennoch verkam die Begegnung nicht zur Kehrauspartie, die Zuschauer wurden mit guter Fussballkost unterhalten. Das Spiel endete leistungsgerecht unentschieden. ................................................... von kaspar köchli Den Leader und das neuntrangierte Eschen/Mauren trennten satte 22 Punkte voneinander. So ausgeprägt war der Kräfteunterschied allerdings nicht. Wohl dominierte WB in der ersten Hälfte klar, unterliess es aber, dies in Tore umzumünzen. Der Gast aus dem «Ländle» drehte auf und verpasste es knapp, den seit Oktober 2013 zu Hause ungeschlagenen Ämtlern eine Niederlage beizufügen.

WBs Henry Acosta überwindet kurz vor Schluss Boban Antic zum 3:3. (Bild Kaspar Köchli) Dominantes WB vergibt Elfmeter WB kam gut aus den Startlöchern. Schon nach einer Minute beschwor ein Eckball Acostas höchste Gefahr herauf. In der Folge operierten die Heimischen aus gesicherter Abwehr und preschten vereinzelt, aber stets gefährlich vor. Richtig brenzlig wurde es für Eschen/Mauren nach einer Cornerdoublette. Nach einem Spielerknäuel im Fünfmeterraum kullerte das Leder knapp am Tor vorbei. Kurz darauf vertändelte WB-Verteidiger Waser den Ball. Sein Zurückerobern des Objekts wurde als gelbwürdiges Foul taxiert, der Freistoss verfehlte das Ziel. WB gab jetzt den Ton an. Einmal wirbelte Gjergji auf der linken Flanke, ohne den entscheidenden letzten Pass zu spielen, dann kam Sabanovic bei einer

kurz geratenen Rückgabe der Liechtensteiner um eine Zehenspitze zu spät. Auch Eschen/Mauren setzte zwischendurch ein Ausrufzeichen. Sein auffälligster Akteur Bärtsch tappte nur um Zentimeter in die kühn gestellte WB-Offside-Falle. Später wurde der geschickt lancierte Sabanovic von «Ländle»-Keeper Antic über den Haufen gerannt, Schiedsrichter Monti zeigte unzögerlich auf den Elfmeterpunkt. Antic, für sein Foul mit der Gelben Karte glimpflich bestraft, verlor die Fassung. Er deckte eine Minute lang alle und alles mit Schimpftiraden ein. Erstaunlicherweise liess man ihn gewähren. Der Unparteiische stellte Gnade vor Recht – und Antic parierte darauf den Penalty Acostas. WB war angestachelt, setz-

te sofort neue Akzente. Der vorgerückte Waser sah seinen scharfen Kopfstoss von der Lattenunterkante zurückprallen, sein Nachkopfball flog um Handbreite am hinteren Pfosten vorbei. Der Pausenpfiff beendete das turbulente WB-Furioso.

Torspektakel in der zweiten Hälfte Eschen/Mauren stürmte verwandelt aus der Kabine. Es überraschte mit zielstrebigen Aktionen. Eine Kombination von Bärtsch über Coppola zu Fässler vollendete dieser zur Führung (54. Minute). WB reagierte prompt. Eine Hereingabe in den Strafraum spedierte Peter, ungünstig zum Tor stehend, mit einem Rückzieher mirakulös über alle hinweg in den Netzhimmel. Eben-

so glanzvoll postwendend die Liechtensteiner Führung: Coppola drückte beherzt ab – und sein Schuss landete als Bogenlampe unhaltbar im WB-Tor. In der 67. Minute hängte Buchmann als hinterster Mann ungeschickt beim Gegenspieler ein, dessen Sturz bedeutete für den WB-Captain die Rote Karte. Eschen/Mauren nutzte die Gunst der Minute. Bärtsch enteilte der vorgerückten WB-Abwehr und bewerkstelligte das vermeintlich vorentscheidende 1:3. Jetzt ging ein Riesenruck durch das dezimierte Heimteam. Vorerst scheiterte Acosta – sein Tor wurde wegen vermutetem Offside aberkannt –, dann gelang dem eingewechselten Dukhnich mit sattem 16Meter-Schuss das 2:3 (80. Minute). WB rannte weiter an. Es machte seine

Spielerunterzahl mit Kampfgeist wett und glich tatsächlich durch Acosta zum 3:3 aus. Nun folgte ein offener Schlagabtausch, beide Teams suchten und wollten den Sieg. Zuerst scheiterte Bonfardin mit seinem perfiden Freistoss knapp, dann gelangten die Gäste in der tiefen Nachspielzeit zum Matchball. WBs 19jähriger Schlussmann Anicic verkürzte gegen den allein auf ihn stürmenden Kavcic grossartig den Winkel und rettete spektakulär den einen Punkt. Stadion Moos, 145 Zuschauer, Schiedsrichter Monti. FCWB: Anicic; Buchmann, Waser (73. Rocha), Studer, Constancio; Gjergji, Kalyon, Gouiffe à Goufan, Acosta, Peter (65. Bonfardin); Sabanovic (78. Dukhnich). Tore: 54. Fässler 0:1, 56. Peter 1:1, 58. Coppola 1:2, 72. Bärtsch 1:3, 80. Dukhnich 2:3, 86. Acosta 3:3.

Arbeitssieg für den FCA Gastgeber und Gäste vereint im Ämtler Derby beim FCA-Apéro im Moos 3. Liga: FC Affoltern – FC Hausen 3:0 (0:0) Mit grosser Spannung wurde das Säuliämtler Fussball-Derby zwischen dem FC Affoltern und dem FC Hausen erwartet. Dank sonnigem Wetter und einem Apéro für die Klubmitglieder war ein perfekter Rahmen für ein Fussballfest gegeben. Obwohl die beiden Teams nicht gerade Tabellennachbarn sind, wurde ein spannendes Derby über 90 Minuten erwartet. Das Spiel begann dann auch umkämpft und beide Mannschaften schenkten sich nichts. Der klar stärker eingestufte FC Affoltern tat sich schwer ins Spiel zu finden und der FC Hausen stand kompakt und spielte abgeklärt. Die Heimmannschaft hatte zwar klar mehr Ballkontakt, jedoch kamen die Gäste in der ersten Hälfte zu klareren Torchancen. Ausserdem wurde ein Foul an P. Walti nur als Freistoss gepfiffen, obwohl es klar im 16Meter-Raum stattfand. Aus dem ruhenden Ball ergab sich kein Ertrag und da kurz später die Affoltemer nur die Torumrandung trafen, ging es mit einem 0:0 in die Halbzeit.

men zu keinen klaren Chancen. Der harte Kampf kostete Kräfte und sowohl Filipovic als auch Ben Nejma tätigten die ersten Wechsel. Mit den neuen Kräften blieb das Tempo stets hoch und es ergaben sich nun durch individuelle Fehler einige Torchancen. Nach einem schnellen Einwurf vom FCA in der 70. Minute kam urplötzlich Antenen frei vor Bader zum Abschluss und traf in die lange Ecke zum 1:0. Die Hausemer steckten nicht auf und kamen direkt nach dem Anstoss zu ihrer grössten Tormöglichkeit. Hochreutener setzte den Kopfball allerdings einige Zentimeter neben das Tor. Das Auswärtsteam musste nun etwas aufmachen und dies nutzten die spielerisch starken Affoltemer aus. Innerhalb von zehn Minuten fielen zwei weitere Tore und so stand es kurz vor Schluss 3:0. Die Hausemer steckten zwar nie auf, jedoch hatten sie auch heute kein Abschlussglück. So endete das Derby mit einem etwas zu hohen Resultat, blieb jedoch trotz hartem Kampf immer fair. (Gui.) Aufstellung FC Hausen: Bader; Reichmuth (80’ D. Vollenweider), Stähly (44’ Wüest), Eisenegger,

Individuelle Fehler führen zu Torchancen Affoltern startete besser in die zweiten 45 Minuten und drückte auf den Führungstreffer. Sie blieben jedoch an der starken Verteidigung hängen und ka-

Von Aesch (75’ Biser); Locher, Bitzi (68’ Werffeli), M. Walti, Stricker, R. Götschi (73’ Ott), P. Walti (65’ Hochreutener). Aufstellung FC Affoltern: Steiner; Kaufmann (80’ Premananthan), S. Bala, Konaté, Ammann; Dushaj (76’ Stähli), Ismajlaj, Shala (82’ S. Antenen), M. Rako (46’ Luchsinger), A. Rako, Bilic (46’ C. Antenen).

Es war ein Gegenbesuch, den die Offiziellen des FC Hausen im Affoltemer Moos absolvierten. Der FC Affoltern hatte den FC Hausen geladen. Willi Ebner von der Supportervereinigung der ersten Mannschaft hielt vor den Teilnehmern des Apéros eine kurze Ansprache. Darin begrüsste er die Gäste, erwähnte das gute und langjährige Miteinander der beiden Vereine und verdankte Werner Ammann, Urs Lanz und Peter Ochsner dafür, dass sie Fingerfood und Getränke offeriert hatten. Zubereitet wurde der überaus leckere Apéro von Donato Puntillo, dem Mooshüsliwirt. Ein trauriger Anlass musste ebenfalls bekannt gegeben werden. Das initiative FCA-Ehren- und -Gründungsmitglied des FC Affoltern am Albis, Hans Berli, verstarb im Alter von 97 Jahren. Die beiden Mannschaften und die Zuschauer des FCA-Spiels legten vor Spielbeginn eine Schweigeminute ein. «Mit Hans Berli verlieren wir eine Persönlichkeit, die den Verein geprägt hat» hob Willi Ebner hervor.

Selbst Fahnen wurden geschwenkt Zum Apéro erschienen waren Vorstandsmitglieder des FC Hausen wie zum Beispiel deren Präsident, Fritz Meili oder aber Gogi Marini und Selina Plüss. Vonseiten des FCA war ebenfalls der Präsident, Ferruccio Gusmini anwesend. Darüber hinaus die Vorstandsmitglieder Ivan Bieri, Shkelquim Bala, Ernst Marti und Bea Hofmann. Erfreulich war auch die Vertre-

Gäste und Gastgeber im Affoltemer Moos: hinten von links: Ferruccio Gusmini (Präsident FCA), Roli Huber (Spieler FCA-Veteranen und FCH-Trainer und -Materialchef), Fritz Meili (Präsident FC Hausen), Werner Schneiter (Chefredaktor «Anzeiger»), vorne: Willi Ebner (Supportervereinigung 1. Mannschaft FCA), Brigitte Metzger («Anzeiger»), Selina Plüss und Gogi Marini (beide Vorstand FCH). (zvg.) tung des Affoltemer Anzeigers in Personae von Werner Schneiter und Brigitte Metzger. Hatte man doch die Gelegenheit, sich kurz auszutauschen über die Spielberichte, die FCA-Seite und Fussball im Allgemeinen. Trotz lautstarker Unterstützung der Hausemer Mannschaft durch den zahlreich erschienenen Fanblock – selbst Fahnen wurden geschwenkt – konnte der FC Affoltern den Gästen

ein 3:0 abringen. Aller Voraussicht nach wird es kommende Saison kein Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in der Meisterschaft geben. Wenn alles nach Plan verläuft, werden die Hausemer in der 3. Liga verbleiben und der FCA in die 2. Liga aufsteigen. Vielleicht sieht man sich übernächstes Jahr in der 2. Liga wieder? Volkmar Klutsch


Veranstaltungen

Samstag, 30. Mai 2015 Gratis-Schnuppertag im www.sonnenbad-schoenhalde.ch Naturistenverein mit idyll. Gel채nde in Aeugst mit viel Gr체n und Natur. Bekleidete F체hrungen 10.00 bis 12.00 Uhr, nachmittags frei. E-Mail: sbs@datazug.ch

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