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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 038 I 173. Jahrgang I Dienstag, 14. Mai 2019

Neues Angebot

Quartiergeschichte

Das Spital Affoltern darf künftig Schmerzpatienten im stationären Rahmen behandeln. > Seite 3

Erich Rüfenacht über die Geschichte der Stücheli-Häuser in Hausen. > Seite 4

Zürcher Forstpersonal zu Gast in Affoltern

Ein neues Schulhaus in Bonstetten

Früh morgens ab sieben Uhr trafen sich am vergangenen Freitag die Mitglieder des Verbands Zürcher Forstpersonal im Kasinosaal Affoltern. Die meisten der aus dem ganzen Kanton angereisten Gäste waren Förster oder Forstwarte. Es waren darunter aber auch Frauen und Männer mit forstlicher Ausbildung, die beispielsweise in der kantonalen Verwaltung oder in der Forschung tätig sind. Die jährliche Generalversammlung des Verbands wird jeweils von einem OK aus einem der Forstkreise organisiert. Jetzt war der Forstkreis 1, zu dem auch das Säuliamt gehört, an der Reihe. Statt der üblichen Exkursion plante das OK einen Vortrag zum Thema «Food from Wood» und ein ausführliches, gemütliches Frühstück. Dort konnte das «Food from Wood», also die Larven und Raupen, dann auch degustiert werden. Die offizielle Generalversammlung rundete schliesslich den interessanten Morgen ab. (mvo) ................................................... > Bericht auf Seite 4

Comic-Talente aus Wettswil Mit wenigen Strichen nimmt auf dem Papier eine Figur Gestalt an. Mucksmäuschenstill verfolgen 22 Kinder ab zehn Jahren den Fortschritt. Bis klar wird: Diego Balli zeichnet sich selber als Comicfigur. An einem Comic-Workshop in der Bibliothek Wettswil hat der Illustrator und Kunstschul-Dozent sein Wissen weitergegeben. Und dies mit Erfolg: Nach einer kurzen Einführung brachten die Kinder bereits erste Knollennasen und Superhelden aufs Papier. Diego Balli stand ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Und manche der Comic-Anfänger haben im Workshop Talent bewiesen. ................................................... > Bericht auf Seite 6

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Rotary Classic 63 Old- und Youngtimer werden an der Rundfahrt mit Start und Ziel in Affoltern erwartet. > Seite 5

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Hohe Erfolgsquote 160 Schüler aus dem Säuliamt haben die Gymi-Aufnahmeprüfung bestanden. > Seite 6

Die Schülerzahl im Unteramt steigt deutlich an Das Unteramt wächst. Mit dem Zuzug neuer Familien wächst auch der Bedarf an neuen Schulräumlichkeiten. Bis 2022 soll ein neues Sekundarschulhaus für 10 bis 12 Millionen Franken gebaut werden.

Das neue Schulgebäude soll im Nordwestteil der Schulanlage, auf dem Platz hinter der Mauer, gebaut werden. (Bild Stefan Schneiter) den Schulanlage, vor dem Trakt A. Der Vorteil dieses Standorts ist, dass die Grünfläche nicht verkleinert werden muss. Dem Neubau wird die alte Turnhalle weichen müssen. Diese entspricht nicht mehr den vorgegebenen Normen für einen Schulunterricht und wird auch nur noch von Vereinen und Privaten genutzt, nicht aber mehr durch die Schule. Vorgesehen ist auch, den Trakt C im Westen der Anlage, abzubrechen. Dieser ist ohnehin renovationsbedürftig, da eindringendes

Grundwasser Schäden angerichtet hat. Die Gemeindeversammlung wird am 6. Juni über einen Projektkredit von 280 000 Franken abstimmen. Der Zeitplan sieht im Weiteren für September 2020 den Urnengang über den Neubau vor. Danach könnten im Frühling 2021 die Bauarbeiten beginnen, sodass zum Start ins Schuljahr 2022/23 im August 2022 das neue Schulhaus bereitstehen soll. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3

Geburtstagsfeier im Rehazentrum

Doppelte Premiere in Hausen Die Premiere des Stücks Absurda Comica oder Herr Peter Squenz – auch die Premiere vom Theater Cooltour – in Hausen war gut besucht. Skurrile Komik und ausserordentlich kreative Kostüme machen den Besuch dieses Stücks zu einem lustigen und aussergewöhnlichen Theaterabend. Eine Geschichte in der Geschichte, basierend auf literarischen Vorlagen aus der Antike und auch Shakespeares Sommernachtstraum, bietet trotz Liebestragik köstlichen Humor auch auf Kosten der Handwerker aus dem 17. Jahrhundert. Diese Woche bieten noch drei Vorstellungen Gelegenheit, die sehenswerte Barockkomödie zu besuchen. (dbo.) ................................................... > Bericht auf Seite 7

Der ehemalige Chefarzt vom Kinderspital RZA, Dr. Beat Knecht, (rechts) berichtet den Mitarbeitenden und Gästen aus der Zeit vor 30 Jahren. (Bild Marianne Voss) Im Rehabilitationszentrum Kinderspital in Affoltern (RZA) wurde am vergangenen Donnerstag Geburtstag gefeiert. Die Jubilarin wurde 30 Jahre alt und heisst «Ambulante Therapien RZA». Im Rahmen einer kleinen, fröhlichen Feier mit einem Apéro wurde auf den Meilenstein in der Geschichte

«Dissonanz der Liebe» Das neue Stück der jungen Aemtler Bühne hat Premiere gefeiert. > Seite 7

Starerfinder Stefan Heuss ist der legendäre «Erfinder vom Dienst» aus «Giacobbo/ Müller». Mit den Präsentationen seiner genialen Geräte wurde er zum Publikumsliebling. KulturAffoltern bringt ihn am Samstag, 25. Mai, in die Aula Ennetgraben. Sicher mit dabei: Sein pneumatischer Stöckelschuh für Frauen. ................................................... > Interview auf Seite 14

Ämtler Fussballer haben gepunktet

................................................... von stefan schneiter Heute gehen in Bonstetten 335 Schülerinen und Schüler in die Sekundarschule. Die gemeldeten Schülerzahlen und Prognosen sagen für die kommenden Jahre einen deutlichen Anstieg dieser Zahl voraus. Bis 2022 ist mit einer Schülerzahl von rund 400 zu rechnen, womit auch die Zahl der Klassen von heute 18 auf 20 ansteigen wird. Die drei Gemeinden Bonstetten, Wettswil und Stallikon brauchen somit ein neues Schulgebäude. Die Sekundarschulpflege hat an einer Informationsveranstaltung ihre Pläne für eine Schulraumerweiterung präsentiert. Diese sehen vor, dass in der Sekundarschulanlage Bonstetten ein neues Gebäude errichtet werden soll. Für rund 10 bis 12 Millionen Franken soll ein Neubau für acht Klassenzimmer errichtet werden. Dieser ist geplant im Nordwestteil der bestehen-

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des RZA angestossen. Der ehemalige Chefarzt, Beat Knecht, war dabei und berichtete über die Geburtsstunden und das Gedeihen der Therapiestelle. Er betonte, dass es sich bei den Ambulanten Therapien um ein Angebot für die Kinder der Region handelt. Die Ambulanten Therapien sind heute

im neuen – nach dem Kater «Mäxi» benannten – Mäxikubus untergebracht. Die Therapeutinnen fühlen sich dort sehr wohl und schätzen zugleich die Nähe zu den stationären Therapeuten. (mvo) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) blieb beim 1:1 gegen Kosova ein weiteres Mal ungeschlagen. Die Führung der technisch hochversierten Stadtzürcher vermochte WB postwendend auszugleichen, musste sich aber schlussendlich den einen Punkt hart erkämpfen. Zweitrangiert kann es die Promotionsspiele aus eigener Kraft schaffen. Ebenfalls im Hoch befindet sich WBs zweite Mannschaft (2. Liga). Als Aufsteigerin liegt sie nach ihrem 2:1Erfolg gegen Schlieren an zweiter Stelle. Siege feiern durften auch der FC Affoltern (3. Liga) mit 4:0 gegen Oberrieden und der FC Hausen (3. Liga) beim 5:3 in Freienbach. (kakö) ................................................... > Berichte auf Seite 19 anzeigen


Schiessvereine

Einladung zur Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten werden am Montag, 17. Juni 2019, 19.30 Uhr, in den Kasinosaal, Verwaltungszentrum, Marktplatz 1, zur Gemeindeversammlung eingeladen. Zur Behandlung gelangen folgende Geschäfte: A) Sekundarschulgemeinde Affoltern am Albis / Aeugst am Albis 1. Genehmigung der Jahresrechnung 2018 2. Bekanntmachungen Der Beleuchtende Bericht kann ab Montag, 3. Juni 2019, auf der Homepage www.osa.ch heruntergeladen werden oder wird auf Verlangen kostenlos zugestellt. B) Politische Gemeinde 1. Genehmigung der Jahresrechnung und der Sonderrechnung 2018 2. Genehmigung der Jahresrechnung 2018 der Primarschulgemeinde 3. Genehmigung der Gebührenrahmenverordnung 4. Genehmigung der Verordnung über die Subvention der familienergänzenden Kinderbetreuung (VO FEB) 5. Bekanntmachungen Die Beleuchtenden Berichte können ab Montag, 3. Juni 2019, auf der Homepage www.stadtaffoltern.ch heruntergeladen oder auf Verlangen kostenlos zugestellt werden. 14. Mai 2019

Einladung zur Gemeindeversammlung Einladung an die Stimmberechtigten der Gemeinde Hedingen zu den Gemeindeversammlungen von Donnerstag, 13. Juni 2019 19.30 Uhr, im Schachensaal Geschäfte A. Reformierte Kirchgemeinde (Beginn 19.30 Uhr) - Jahresrechnung 2018. Abnahme B. Politische Gemeinde (Beginn 20.15 Uhr) - Jahresrechnung 2018. Abnahme Hinweise Die Akten können ab Dienstag, 14. Mai 2019, während den üblichen Öffnungszeiten im Gemeindehaus Hedingen, Zürcherstrasse 27, sowie auf der Homepage der Gemeinde Hedingen (hedingen.ch, Rubrik Gemeinde › Politik › Gemeindeversammlungen) eingesehen werden. Die Broschüren mit den Anträgen und den beleuchtenden Berichten werden den Stimmberechtigten ca. zwei Wochen vor der Versammlung zugestellt. Bezüglich Stimmberechtigung wird auf die Bestimmungen des Gesetzes über die Politischen Rechte vom 1. September 2003 verwiesen. Hedingen, 14. Mai 2019

FeldschützenGesellschaft Zwillikon

Gemeinde Rifferswil

Eidg. Feldschiessen (Schiessplatz Zwillikon)

TO D E S A N Z E I G E

Vorschiessen Freitag, 17. Mai

17.00 – 20.00 Uhr

Hauptschiessen Freitag, 24. Mai

17.00 – 20.00 Uhr

Samstag, 25. Mai

9.00 – 12.00 Uhr

Sonntag, 26. Mai

10.00 – 12.00 Uhr

Seine lange und engagierte Tätigkeit zum Wohle der Gemeinde Rifferswil sei ihm an dieser Stelle mit Hochachtung und Respekt verdankt. Den Angehörigen entbieten wir unsere herzliche Anteilnahme und wünschen ihnen viel Kraft und Zuversicht in dieser schweren Zeit. Gemeinderat Rifferswil

Öffnungszeiten Personalausflug 17. Mai 2019

Verkehrsanordnung

Das Protokoll der Versammlung kann ab dem 15. Mai 2019 bei den Pfarreisekretariaten in Hausen und Mettmenstetten eingesehen werden oder auf der Homepage http://www.kath-hausen-mettmenstetten.ch downloadet werden. Gegen diesen Beschluss kann, gestützt auf § 151a Gemeindegesetz wegen Verletzung der politischen Rechte sowie der Vorschriften über ihre Ausübung, innert 5 Tagen, im Übrigen wegen Verstosses gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit innert 30 Tagen von der amtlichen Veröffentlichung an gerechnet, bei der Rekurskommission der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich, Minervastrasse 99, 8032 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen oder genau zu bezeichnen.

Christoph Lüthi, Gemeindepäsident Bruno Hänni, Gemeindeschreiber

Am Freitag, 17. Mai 2019, bleibt die Gemeindeverwaltung infolge Personalausflug geschlossen. Für die Meldung von Todesfällen wird auf dem Anrufbeantworter eine Pikettnummer bekannt gegeben.

Aus unserem Leben bist Du gegangen, in unseren Herzen bleibst Du.

Gemeindeverwaltung Ottenbach

Reformierte Kirchenpflege Hedingen Gemeinderat Hedingen

Sperrung Tellenstrasse

1. Der Antrag der Kirchenpflege und der RPK an die Kirchgemeinde, die Rechnung 2018 gutzuheissen, wird einstimmig angenommen.

1958 – 2019

Marcel Fuchs gehörte viele Jahre dem Gemeinderat Rifferswil an, von 2002 bis 2010 war er Gemeinderatsmitglied und von 2010 bis 2018 im Amt als Gemeindepräsident.

DANKSAGUNG

Einladung zur Gemeindeversammlung

Beschlüsse der Kirchgemeindeversammlung vom 5. Mai 2019 in Mettmenstetten

Marcel Fuchs in Kenntnis zu setzen.

Stadtrat Affoltern am Albis

Römisch-katholische Kirchgemeinde Hausen-Mettmenstetten

Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, Sie vom unerwarteten Hinschied von

Vom 14. Mai 2019 bis etwa August 2019 finden in der Tellenstrasse Arbeiten zum Ersatz der Brücke über den Lindenbach statt. Aus diesem Grund muss die Strasse gesperrt werden. Der Fussgängerbetrieb wird per Behelfsbrücke jederzeit gewährleistet. Der Unternehmer ist bestrebt, die Arbeiten speditiv auszuführen und die Immissionen so gering wie möglich zu halten. Für Ihre Nachsicht und Geduld danken wir Ihnen. Obfelden, 10. Mai 2019 Tiefbauamt Obfelden

Einladung zur Kirchgemeindeversammlung Sonntag, 16. Juni 2019, im Anschluss an den um 10 Uhr beginnenden Gottesdienst im Singsaal des Schulhauses Chilefeld (ab 8.15 Uhr Chilezmorge) Traktanden 1. Abnahme der Jahresrechnung 2018 2. Gemeindeeigener Entwicklungsprozess: Information und Bestätigung 3. Informationen aus der Kirchgemeinde Obfelden, 14. Mai 2019 Reformierte Kirchenpflege

5. Mai 2019 Katholische Kirchenpflege Hausen-Mettmenstetten

Schnuppertag im Naturistenverein Samstag, 25. Mai 2019 Idyll. Gelände bei Aeugst a. A., angrenzend an Naturschutzgebiet, Schwimmbad, Clubhaus, Panoramablick, Bistro, Tischtennis, Pétanque, Grillplatz, Schach. Bekleidete Führungen 10.00 – 12.00, nachmittags ab 12.30 textilfrei. E-Mail: sbs@datazug.ch www.sonnenbad-schoenhalde.ch

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Ottenbach werden am Donnerstag, 13. Juni 2019, 19.30 Uhr, in den Gemeindesaal Ottenbach, zur Gemeindeversammlung eingeladen. Zur Behandlung gelangen folgende Geschäfte: A) Sekundarschulgemeinde Obfelden-Ottenbach siehe separate Publikation Der beleuchtende Bericht kann ab Mittwoch, 29. Mai 2019, auf der Homepage www.sek-obfelden.ch heruntergeladen werden oder wird auf Verlangen kostenlos zugestellt. B) Politische Gemeinde Ottenbach 1. Erteilung des Bürgerrechts an Mohammed Said, Abdulkader (geb. 1.9.1989) mit Söhnen Fouzi (geb. 25.2.2010), Nabil (geb. 6.8.2012) und Rami (geb. 11.8.2015), von Eritrea, Rigiblick 7, 8913 Ottenbach 2. Genehmigung der Jahresrechnung 2018 3. Genehmigung des Bruttokredites von Fr. 60 000.00 inkl. MwSt. für eine erweiterte Fotovoltaik-Anlage beim Neubau Werkhof 4. Genehmigung der Kreditabrechnung Sanierung Kanalisation-, Meteor- und Wasserleitung Im Rainacker von total Fr. 283 567.00 inkl. MwSt. 5. Kreditabrechnung Sanierung und Renovation Büroräume Gemeindeverwaltung von total Fr. 197 835.05 inkl. MwSt. 6. Genehmigung der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung Ottenbach C) Primarschulgemeinde Ottenbach 1. Genehmigung der Jahresrechnung 2018 D) Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Ottenbach 2. Genehmigung der Jahresrechnung 2018 1. Genehmigung eines Bruttokredits von Fr. 70 000.00 für die Erstellung einer neuen Heizung im Pfarrhaus Der beleuchtende Bericht kann ab Mittwoch, 29. Mai 2019, auf der Homepage www.ottenbach.ch heruntergeladen oder bei der Gemeindeverwaltung (am Schalter, per Telefon: 044 763 40 50 oder per E-Mail: info@ottenbach.ch) bezogen werden. 14. Mai 2019 Die Gemeindevorsteherschaften

Tief bewegt von der grossen Anteilnahme, ausgedrückt durch liebevoll geschriebene Worte, für die Spenden und das letzte Geleit meiner lieben Frau, unserer Mutter, Omi und Ur-Omi

Maria Urech-Artner verheiratet 4. September 1954 – 27. April 2019

bedanken wir uns bei • allen Verwandten, Freunden und Bekannten • Pfarrer Thomas Müller für die einfühlsame Gestaltung der Trauerfeier, • der Spitex Knonaueramt für die herzliche Pflege zu Hause, • allen Pflegern und Pflegerinnen des Pilatus P1 für die liebe Betreuung. Richard Urech und Familien

Todesfälle Affoltern am Albis

Einladung zur Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten der Gemeinden Obfelden und Ottenbach werden am Donnerstag, 13. Juni 2019, 19.30 Uhr, zur Gemeindeversammlung im Gemeindesaal Ottenbach eingeladen. Es gelangen folgende Geschäfte zur Behandlung: 1. Genehmigung der Jahresrechnung 2018 2. Genehmigung Videoüberwachungsreglement Im Anschluss findet die Gemeindeversammlung der Gemeinde Ottenbach statt (siehe separate Publikation). Der beleuchtende Bericht steht ab Mittwoch, 29. Mai 2019, auf der Webseite der Sekundarschule (www.sek-obfelden.ch) zum Download bereit. Ebenfalls kann er auf der Schulverwaltung bezogen werden (Telefon 044 776 21 05 oder schulverwaltung@sek-obfelden.ch). Obfelden, 10. Mai 2019 Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach

Am 9. Mai 2019 ist in Zürich ZH gestorben:

Helena Zdenka Stricker geb. Tichy geboren am 2. Juni 1949, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis


Bezirk Affoltern

Internationale Rentenberatung Ein kostenloses Angebot mit Experten und der SVA für Personen ab 55 in Zürich. Wer hat früher in Deutschland, Italien, Österreich oder Liechtenstein gearbeitet und nun Fragen zur Rente aus dem Ausland? Experten aus den vier Ländern und der SVA Zürich beraten vom 25. bis 27. Juni auf Voranmeldung (Telefon 044 448 58 90) in Zürich – als kostenlose Dienstleistung für Personen ab 55 Jahren. Das Angebot ist gefragt und die Zahl der Termine beschränkt. Es gilt, für den Anruf die ausländische Versicherungsnummer und die AHV-Nummer bereit zu halten. (pd.)

Dienstag, 14. Mai 2019

Das Unteramt braucht ein neues Schulhaus Informationsveranstaltung gab Einblick in die Planung Wachsende Schülerzahlen in den nächsten Jahren machen es notwendig, in der Sekundarschule Bonstetten mehr Schulraum zu schaffen. Auf das Schuljahr 2022/23 hin soll für rund 10 bis 12 Mio. Franken ein neues Schulhaus gebaut werden. ................................................... von stefan schneiter

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch

335 Schülerinnen und Schüler gehen in diesem und im nächsten Schuljahr in Bonstetten in die Sekundarschule, in insgesamt 18 Klassen. Diese Zahl wird in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen, aufgrund der steigenden Bevölkerung in den Gemeinden Bonstetten, Wettswil und Stallikon. Da vor allem viele junge Familien zuziehen, sagen die Prognosen bis 2022/23 einen Anstieg auf rund 400 Sekschülerinnen und -schüler voraus, die sich auf 20 Klassen verteilen werden. Über diese Ausgangslage und die laufende Planung für eine Erweiterung des Schulraums informierten am vergangenen Donnerstagabend in Bonstetten an einer Veranstaltung Schulpräsidentin Tamara Fakhreddine und Lutz Eichelkraut vom Ressort Infrastruktur der Sekundarschulpflege Bonstetten. Die Kreissschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil geht die Schulhausplanung systematisch an. Nach einer Machbarkeitsstudie im letzten Sommer erfolgte im Dezember 2018 eine Befragung bei Gemeinden, Schulen, Parteien und Vereinen. Diese ergab, dass die grosse Grünfläche im Zentrum der Sekundarschulanlage erhalten bleiben soll, und dass der Platz der ältesten Turnhalle als Schulraum genutzt werden soll. Dieser Hallenraum entspreche nicht mehr heutigen Normen für den Schulunterricht, erläuterte Lutz Eichelkraut. Die Turnhalle wird denn auch nicht mehr genutzt von der Schule, sondern nur noch von Vereinen und Privaten. Hinzu kommt, dass im Trakt C der Schulanlage Grundwasser eingedrungen ist und er daher saniert werden muss. Aufstocken aber lässt er sich nicht. Fazit: «Wir kommen an einem Neubau nicht vorbei, sonst kann der Schulraumbedarf ab 2022/23 nicht mehr abgedeckt werden», fasste Tamara Fakhreddine zusammen. Geprüft wurden verschiedene Varianten: Den Trakt C sanieren oder ihn

Schulpräsidentin Tamara Fakhreddine und Lutz Eichelkraut, Vorsteher Ressort Infrastruktur der Sekundarschulpflege Bonstetten, informierten über die geplante Schulraumerweiterung. (Bild Stefan Schneiter) gänzlich neu zu bauen. Auch eine Containerlösung wurde erwogen, jedoch ebenfalls verworfen.

Neues Gebäude mit acht Schulräumen Aus Sicht der Schulgemeinde bietet sich als beste Lösung der Bau eines neuen Schulgebäudes mit acht Klassenräumen an. Dieses soll in den Eckbereich von Trakt A und der alten Turnhalle zu liegen kommen. «Diese Variante bietet die Möglichkeit, allen zusätzlichen Schulraum dort unterzubringen. Wir brauchen kein Provisorium und können den Schulbetrieb stetig aufrechterhalten,» sagte Tamara Fakhreddine. Der Trakt C würde abgerissen werden und Raum schaffen für einen erweiterten Pausenplatz. Auch die alte Turnhalle würde verschwinden. Fakhreddine und Eichelkraut informierten sodann auch über die möglichen Ausschreibungsvarianten. Von den zur Auswahl stehenden Verfahren – Projektwettbewerb mit Architekt, Projektwettbewerb mit Generalplaner, Gesamtleistungswettbewerb oder Totalunternehmer-Ausschreibung – bevorzugen sie letztere Variante, was einige kritische Fragen nach sich zog.

Dies sei das beste Verfahren, beschieden die beiden Referenten. Bei dieser Lösung hätte man von Schulseite her die grössten Einflussmöglichkeiten auf das Bauprojekt, auf die Wahl des Standorts des Neubaus wie auch bei der Vergabe der Arbeiten, etwa hinsichtlich der Berücksichtigung des lokalen Gewerbes.

Eröffnung im Herbst 2022 Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben sind nach heutigem Stand des Wissens auf 10 bis 12 Millionen Franken zu veranschlagen. «Wir möchten aber unter 10 Millionen Franken bleiben, das ist unser Ehrgeiz», betonte Tamara Fakhreddine. Für eine genauere Kostenangabe sei der Zeitpunkt aber noch zu früh. Als nächster Schritt wird nun an der Gemeindeversammlung vom 6. Juni der Bevölkerung ein Projektierungskredit über 280 000 Franken vorgelegt. Die Abstimmung über den Schulhausneubau ist auf den Herbst 2020 geplant, der Baubeginn soll – ein Ja an der Urne vorausgesetzt – im Frühling 2021 erfolgen. Auf den Schulstart 2022/23 hin, im August 2022, sollte dann das neue Schulhaus bereitstehen.

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Gesundheitsdirektion Zürich gibt grünes Licht Multimodale Schmerztherapie (MmSt) ist ein Angebot, welches schweizweit im ambulanten Setting schon existiert, aber im stationären Rahmen sehr gesucht ist und bisher nur von wenigen Kliniken angeboten wird – neu auch in Affoltern. Die Gesundheitsdirektion Zürich gibt für 2019 grünes Licht zur künftigen Behandlung von Schmerzpatientinnen und -patienten im stationären Rahmen am Spital Affoltern. Das ausgesprochene Vertrauen der Gesundheitsdirektion und die Erfahrungen, welche in den kommenden Monaten in der Behandlung von Schmerzpatienten bereits gesammelt werden können, motivieren das interdisziplinäre Behandlungsteam und bilden die Basis, um sich im kommenden Jahr für den Leistungsauftrag MmSt (Multimodale Schmerztherapie) per 2022 zu bewerben. Einmal mehr begeht das Spital Affoltern damit einen zukunftsweisenden Weg und erkennt frühzeitig – wie bei der Lancierung der Mutter-KindAbteilung, der Palliative Care und der Akutgeriatrie – eine Lücke in der Gesundheitsversorgung, welche nicht genügend abgedeckt wird. (pd.)

wir gratulieren Zum 80. Geburtstag Gleich zwei Jubilarinnen in Affoltern haben in den kommenden Tagen Geburtstag und dürfen stolz auf ihre 80 Lebensjahre zurückblicken. Heute Dienstag feiert Sophal Schwarzenbach-Or und am Donnerstag, 16. Mai, Klara Kistler-Brühwiler. Wir gratulieren herzlich, wünschen beiden viel Spass am Fest und gute Gesundheit.

Zum 85. Geburtstag Seinen 85. Geburtstag darf Dolfo Petruzzi in Obfelden morgen Mittwoch, 15. Mai, feiern. Wir gratulieren, wünschen einen schönen Festtag, Freude und gute Gesundheit.

Zur goldenen Hochzeit Ein Ehejubiläum in Affoltern: Am 16. Mai 1969 gaben sich Verena und Erwin Braunwalder-Meier das Jawort. Am Donnerstag wird dieses Ereignis bereits 50 Jahre zurückliegen. Wir gratulieren von Herzen und wünschen alles Liebe und beste Gesundheit sowie weiterhin Freude am Zusammensein. anzeige

Die neue Gemeindeordnung geht in die Vernehmlassung

Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten Der Gemeinderat hat die Gemeindeordnung in 2. Lesung genehmigt und verabschiedet. Die überarbeitete erste Fassung wird den Ortsparteien sowie der Rechnungprüfungskommission zur Vernehmlassung zugestellt. Ab dem 14. Mai ist die Gemeindeordnung auf der Gemeindehomepage aufgeschaltet und am 28. Mai findet für die Bevölkerung eine Informationsveranstaltung statt. Nach Ablauf der Vernehmlassungsfrist findet am 2. Juli 2019 im Gemeinderat die 3. Lesung statt.

Hofdurchfahrt Lätten, Islisbergstrasse, ein Gutachten mit Massnahmeplanung zur Reduktion der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h zu erstellen.

Restaurant Löwen, Bonstetten: Patent erteilt Jörg Waldthaler wird das Patent zur Führung eines Restaurants und die Abgabe alkoholhaltiger Getränke im Restaurant Löwen, vorbehältlich allfälliger gesundheitspolizeilicher Auflagen, erteilt.

Islisbergstrasse: Gutachten für Geschwindigkeitsreduktion

Im Weiteren hat der Gemeinderat ...

Der Gemeinderat beauftragt die Firma SNZ Ingenieure und Planer AG für die

– beim Schulhaus 4, Schulzimmer UG 1.14, ein Kreditbegehren ausserhalb

des Budgets für die Koordination Schadensbehebung, erteilt. – das Gesuch des offenen Ateliers zur finanziellen Unterstützung der künstlerischen Leistungen im Unteramt genehmigt. – den Geschäftsbericht 2018 der Dileca genehmigt.

Aus der Primarschulpflege Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 11. April ... – das Reglement Schülertransport genehmigt. – die Anstellung einer zweiten Praktikantin und eines Zivildienstleistenden entschieden. Claudio Corrado, Stv. Gemeindeschreiber

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Bezirk Affoltern

hinter-gründe

Förster degustierten zum Frühstück essbare Insekten

Stücheli-Häuser ade! «Hausen a. A., Bifangstrasse 11, 13 und 15 – Neubau von drei Mehrfamilienhäusern» – so lautete Ende April eine Bauausschreibung im «Anzeiger». Anlass genug, eine Rückblende über die Entstehung dieses Quartiers zu machen. Man schrieb das Jahr 1959, als die Politische Gemeinde Hausen von Paul von Ballmoos das am Rand des Dorfes gelegene Heimwesen erwarb. Wo heute die neue katholische Kirche steht, befand sich früher die Gärtnerei Vollenweider. Über eine Flurstrasse erreichte man von dort weiter ostwärts jene des Landerziehungsheims Albisbrunn. Die Gemeinde liess den Bifang etappenweise erschliessen und verkaufte erstmals im Jahr 1964 erschlossenes Bauland für 25 Franken pro m² an Interessierte aus der Gemeinde.

Genie-Oberst, Langläufer und Velo-Solex-Fahrer Auch das Albisbrunn, dessen Betriebsausschuss der Schreibende Ende der 60er-Jahre angehörte, hatte immer wieder Baupläne. Für die damalige Realisierung der kürzlich total renovierten Gruppenhäuser wurde eine Baukommission eingesetzt mit dem bereits 1983 verstorbenen Architekten Werner Stücheli als Präsident, einer liebenswürdigen, starken Persönlichkeit, Genie-Oberst, Langläufer und Velo-Solex-Fahrer im Zürcher Stadtverkehr, aber in erster Linie Urheber verschiedener der markantesten Bauten in Zürich (viel mehr darüber auf Wikipedia). Ich stand ihm als Vize zur Seite. Zusammen mit dem legendären Zürcher Stapi Sigi Widmer wollte der sportbegeisterte Stücheli übrigens einmal die Olympiade in den Hoch Ybrig holen. Er besass zwischen Mittel- und Oberalbis halb versteckt in den Bäumen ein Ferienhaus und war auf diese Weise mit der Gemeinde eng verbunden. Deshalb hatte der Vielbeschäftigte seine Dienste auch dem Albisbrunn zur Verfügung gestellt. Damit das Heim vor Jahrzehnten eine eigene Wohnüberbauung im Bifang finanzieren konnte, erwarb er einen Teil des Landes und baute darauf selbst die im Quartier-Volksmund genannten «Stücheli-Häuser». Nun hat das Albisbrunn diese zurückgekauft, will sie wie ihre eigenen Gebäude bereits wieder abbrechen und als Ersatz drei neue Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen erstellen.

Hoffentlich etwas länger Sechzig Jahre Bifang. Ein Quartier am Ostausgang des Dorfes Hausen an einem leichten Südhang gelegen, einst ein stolzer Bauernbetrieb mit vielen Obstbäumen, ist über Jahrzehnte die Heimat von zahlreichen zufriedenen Haus- und Wohnungseigentümern geworden. Und bald auch wieder von Mietern, die nigel-nagel-neue Wohnungen beziehen können, welche hoffentlich etwas länger stehen bleiben als ihre Vorgänger. Erich Rüfenacht (früher selbst gut 25 Jahre an der Bifangstrasse 12 wohnhaft) anzeige

Dienstag, 14. Mai 2019

Generalversammlung des Verbands Zürcher Forstpersonal in Affoltern Vergangenen Freitag reisten aus dem ganzen Kanton Förster und Personen mit forstlicher Ausbildung nach Affoltern zur GV des Berufsverbands. Noch vor dem Frühstück erfuhren die Mitglieder in einem spannenden Vortrag Wissenswertes über essbare Insekten. Beim Waldzmorgä gabs dann nebst Spiegeleiern und Speck auch Larven und Raupen. ................................................... von marianne voss Schon früh morgens, ab sieben Uhr, trafen die Mitglieder des Verbands Zürcher Forstpersonal in Affoltern ein. Dieses Jahr war der Forstkreis 1 für die Organisation der Generalversammlung verantwortlich. Ein OK mit Förstern aus unserer Region hatten zusammen mit dem zuständigen Kreisforstmeister, Jürg Altwegg, einen ganz besonderen Anlass geplant: Zuerst ein Vortrag über «Food from Wood», danach ein umfangreicher Waldzmorgä und zum Schluss die offizielle Generalversammlung. Der Kasinosaal zeigte sich in waldhaftem Outfit: Vor dem Eingang stand ein Wagen mit grossen Holzskulpturen. Es handelte sich um den Wagen von WaldZürich, der anlässlich des 100-Jahre-Jubiläums am Sechseläuten mitfahren konnte. Der gedeckte Eingangsbereich war geschmückt mit zahlreichen Bäumen, und die wunderschöne Dekoration im Saal mit viel Grün passte zu den Themen des Verbands.

Nahrungsmittel vom Holz Das Referat vom Journalisten, Künstler, Pilz- und Insektenspezialisten Daniel Ambühl war so früh am Morgen vor dem Frühstück in mancher Hinsicht etwas gewöhnungsbedürftig. Der Referent vermochte jedoch über das Thema so spannend, anschaulich und humorvoll zu berichten, dass alle Augen und Ohren der rund 150 Anwesenden – darunter knapp zehn Frauen – ganz offen waren. Bei einigen Bildern von bis zu 150 Gramm schweren und handgrossen Käferlarven oder -puppen, die in Ländern wie in der Demokratischen Republik Kongo zum Speisezettel gehören, wurden an den Tischen die Stirnen gerunzelt, aber auch geschmunzelt oder gelacht. Daniel Ambühl arbeitet mit der ZHAW an einem Forschungsprojekt, wo es darum geht, wie aus Holz Nahrungsmittel produziert werden können. «In einem Holzschneidebrett befindet sich gleich viel Energie wie in einem Kilogramm Brot», erklärte er. «Aber Holz können wir Menschen nicht verwerten.» Seine Grundidee ist der Weg vom Holz über essbare Pilze zu essbaren Insekten bis zu hochwertigem Kompost. Er gab den Anwesenden einen Crashkurs, wie essbare Larven zum Beispiel von Hirschkäfern ge-

Waldzmorgä-Büffet: Kantonsforstingenieur Konrad Noetzli mit den geräucherten Raupen.

Das OK der Generalversammlung vor dem Wagen von WaldZürich. Hinten von links: Kreisforstmeister Jürg Altwegg, Flurin Farrér, Matthias Luchsinger, Robi Püntener und Damian Wyrsch. Vorne: Ueli Müller und Corsin Riatsch.

züchtet werden können. Die Grundsteine sind weissfaules Holz und natürlich ein Käferpärchen.

bodenständige Publikum beim anschliessenden Waldzmorgä testen. Auch geräucherte Raupen aus dem Kongo waren auf dem Buffet angerichtet. Daneben befanden sich natürlich der gewohnte Schinken, Käse oder auch das Birchermüesli. Die Warteschlange bei den Spiegeleiern und der Rösti war zwar lang, aber fast alle hatten auf dem Teller neben dem Speck auch ein paar Larven oder eine Raupe liegen. Das ausführliche, gemeinsame Frühstück diente dann dem Geschmacksaustausch über die essbaren Insekten aber auch dem Gedankenaustausch über Fachfragen, Herausforderungen oder bevorstehende Veranstaltungen. Und bei einem Glas Weisswein kam die Geselligkeit auch nicht zu kurz.

Larven und Raupen auf dem Teller Daniel Ambühl berichtete von seinen Erfahrungen im Regenwald, wo es für die Menschen zur Kultur gehört, die Larven von Riesenkäfern zu essen. Auch geräucherte Raupen seien dort ein Festmahl. Er sprach von den «Scampi der Zukunft» oder von «neuen landwirtschaftlichen Nutztieren» und löste damit natürlich viel Heiterkeit aus. «2013 lancierte die WHO die Idee, die Ernährung weltweit durch die Produktion von essbaren Insekten zu verbessern», führte der Referent weiter aus. Und er zeigte die Problematik auf, dass heute Regenwälder abgeholzt werden für Futtersoja-Produktion oder zur Gewinnung von Rinderweiden. Ein anderes Gebiet sei die Drohnenbrut, erklärte er. «Bei der Bienenzucht in der Schweiz werden die Drohnenlarven weggeworfen, da sie nicht als essbare Insekten deklariert sind. 100 Tonnen pro Jahr werden vernichtet.» Wie schmackhaft diese kleinen, weissen Larven sind, wenn sie mit Honig angebraten werden, konnte das

Anspruchsvolles Waldjahr Die offizielle Generalversammlung wurde vom Präsidenten des Verbands, Martin Gross vom Forstrevier Freienstein, geleitet. Der Verband zählt 268 Mitglieder, 107 waren an der Versammlung anwesend, zudem zahlreiche Gäste. Stadtpräsident Clemens Grötsch hiess die Gäste in Affoltern willkommen und berichtete über ein

paar Besonderheiten des Ortes. Die üblichen Traktanden wurden zügig behandelt und gaben zu keinen Diskussionen Anlass. Im Jahresbericht hielt der Präsident Rückschau auf ein herausforderndes Waldjahr mit Sturm, Trockenheit, Waldbrandgefahr, Borkenkäfern und Eschentriebsterben. «Um die vielfältigen Aufgaben bewältigen zu können, gab es ein erfreuliches Zusammenrücken in der Waldbranche. So wurden doch etliche Arbeitseinsätze über die Reviergrenzen hinaus durchgeführt.» Sein Blick in die Zukunft: «Wir müssen offen sein für neue Baumarten und übernehmen, was uns die Natur vorzeigt und gibt.» Informationen zum 100-Jahre-Jubiläum von WaldZürich (Verband der Waldeigentümer), vom Dachverband Schweizer Forstpersonal sowie vom Kantonsforstingenieur Konrad Noetzli rundeten die Versammlung ab. Er sprach über die Bekämpfung des Borkenkäfers – eine Massnahme für den Forstschutz, die unterstützt werde –, über Sturmvorsorge und den Klimawandel. Er erklärte: «Zur Verminderung der Treibhausgase wird Holz als Baustoff und als Energieträger angestrebt.»

Rund 150 Personen aus dem ganzen Kanton Zürich nahmen an der Generalversammlung und dem Rahmenprogramm im Kasinosaal Affoltern teil. (Bilder Marianne Voss)


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Dienstag, 14. Mai 2019

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30 Jahre Ambulante Therapien RZA Ein Meilenstein in der Geschichte des Rehabilitationszentrums Affoltern Vor 30 Jahren entstand im Rehabilitationszentrum vom Kinderspital die Idee, eine ambulante Frühberatung und Therapie zu gründen. Am vergangenen Donnerstag feierten die Mitarbeitenden zusammen mit dem Initianten und Gästen den Geburtstag. ................................................... von marianne voss Im obersten Stock vom neuen Mäxikubus standen Stehtische mit Getränken und Häppchen bereit. Eine ansehnliche Schar von Gästen und Mitarbeitenden des Rehabilitationszentrums Kinderspital in Affoltern (RZA) scharten sich darum herum. Sie waren alle gekommen, um im Rahmen einer kleinen, schlichten aber herzlichen Feier auf das 30-jährige Bestehen der «Ambulanten Therapien» anzustossen. Wie es sich für einen Geburtstag gehört, wurden auch Blumen und Glückwunschkarten an die Teammitglieder überreicht und gratuliert. Abteilungsleiterin Claudia Rota begrüsste die Gäste und erklärte, dass mit dem Umzug in den Mäxikubus im vergangenen Jahr auch der Name gewechselt habe: «Wir hiessen Medizinische Beratungs- und Therapiestelle, MBT, und jetzt ganz schlicht Ambulante Therapien RZA.» Sie wies auf die fröhliche Dekoration – die farbigen

Fähnchen an den Wänden – hin. Diese seien von den Kindern gestaltet worden und zeigten, wie bunt der Betrieb hier sei. «Ich hoffe, dass wir die Kinder und Familien hier weiter auf einigen Schritten in ihrem Alltag begleiten können, und wir freuen uns über alle Fortschritte.»

Betreuung von Kindern aus der Region Den Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre hielt Dr. Beat Knecht, ehemaliger Chefarzt am RZA. Er war Initiant der Ambulanten Therapien. Zu Beginn seiner Ausführungen gratulierte er dem Team und betonte: «Dieses Jubiläum ist ein Meilenstein in der Geschichte des RZA.» Politisch sei es vor 30 Jahren eine unsichere Zeit gewesen. «Und auch hier war es unruhig, denn wir waren am Bauen.» Damals entstand die Idee, zusammen mit dem Schulzweckverband eine Stelle für Frühberatung und Therapie zu gründen. Gedacht, getan. Die erste Beraterin war Judith Marbach. Fast zehn Jahre lang wurde die Stelle mit Pädagogen und Therapeuten geführt. Doch irgendwann wurden die Platzverhältnisse zu eng. Die Pädagogen zogen aus. «Unsere Stelle hier nannten wir dann Medizinische Beratungs- und Therapiestelle, MBT», so Beat Knecht. «Für beide Angebote bestand in der Region grosser Bedarf.» Nach wie vor sei die

Leiterin Claudia Rota (Mitte) mit dem Team «Ambulante Therapien RZA» und dem Chefarzt Dr. Andreas Meyer (links) und dem ehemaligen Chefarzt Dr. Beat Knecht. (Bild Marianne Voss) Abteilung Ambulante Therapien RZA gut vernetzt in der Region und mit den zuweisenden Ärzten. «Denn hier betreuen wir die Kinder aus der Umgebung.» Auch der Chefarzt des RZA, Dr. Andreas Meyer, gab seiner Freude über das Jubiläum Ausdruck. «Ich anzeige

Diverse Legenden der Automobil-Geschichte

Exklusives Starterfeld an der Rotary Classic 63 Old- und Youngtimer werden am Samstag, 18. Mai, in Affoltern erwartet. Die erste Durchführung der Rotary Classic ist nicht nur für Teilnehmende, sondern auch für Zuschauer attraktiv. 2,3 Tonnen schwer und acht Liter Hubraum – in der Vorkriegszeit wurden noch ganz andere Rennautos gebaut als heute. Der 1926er Bentley Le Mans Tourer, der mit der Startnummer 1 auf den Parcours der Rotary Classic geht, wurde – wie der Name schon sagt – ursprünglich fürs 24Stunden-Rennen von Le Mans entwickelt. Er ist eine der Perlen aus der Automobilgeschichte, mit denen die Rotary Classic am 18. Mai Autobegeisterte an den Start- und Zielort Affoltern lockt. Nicht ganz so alt ist der Austin Jahrgang FX3 1946, der mit der Startnummer 9 auf die Rundstrecke via Innerschweiz rollen wird. Dafür hat er eine besondere Geschichte. «Wenn du mich heiratest, kaufe ich dir dieses Taxi», versprach darin 1972 in London ein Swissair-Flight-Attendant seiner damaligen Arbeitskollegin und heutigen Frau. Das Versprechen hielt er, 47 Jahre später sind die beiden immer

noch zusammen – und nach wie vor stolze Besitzer ihres linksgesteuerten «Cab». Auf 60 Fahrzeuge wollte der Rotary Club Zürich Knonaueramt das Teilnehmerfeld bei der ersten Austragung seiner Ausfahrt für Old- und Youngtimer beschränken. Tatsächlich wurde nun für 63 die Teilnahme bestätigt – und es hätten noch einige mehr sein können: «Fünfzehn weitere sind auf der Warteliste», verriet Organisator Dieter Greber am vergangenen Freitag. Aus Obfelden ist ein 1956er Jaguar XK 140 FHC zu sehen, aus Aeugstertal eine Corvette C1 von 1961 und aus Mettmenstetten ein 53er Renault I. Das Ämtler Publikum kann die Fahrzeuge ab 8 Uhr auf dem Kronenplatz in Affoltern bestaunen. Zwischen 9.30 und 10.30 Uhr fahren sie dann im Minutentakt los. Nach der Überquerung der Buchenegg ist der erste Zwischenposten auf dem Albispass, ehe die Klassiker in Richtung Innerschweiz weiterziehen. Um 17 Uhr werden sie auf dem OVA-Areal zurückerwartet, wo ein Speaker die Fahrzeuge und ihre Geschichten noch einmal vorstellt, ehe sie in die Tiefgarage entschwinden und die Teilnehmer der Rundfahrt den Tag im Restaurant Molino ausklingen lassen. (tst.)

Rennauto der Vorkriegszeit: Der 1926er Bentley Le Mans Tourer. (Bild zvg.)

freue mich zudem, dass ihr hier im Mäxikubus eine neue Heimat gefunden habt», sagte er zum TherapieTeam und ergänzte humorvoll: «Da ja jetzt eine Geburtstagsparty stattfindet, habe ich auch ein Geschenkli dabei.» Er entrollte einen Gutschein für ein

Team-Essen und erhielt dafür natürlich mit grossen Applaus. Am 5. Juni, 13.30 bis 16.30 Uhr heisst es am Rehabilitationszentrum in Affoltern: Spiel und Spass! Am Spielnachmittag werden 20 Jahre Ponystall gefeiert.


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Gymiprüfung: 55 Prozent haben bestanden 160 Schülerinnen und Schüler aus dem Bezirk Affoltern haben die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium bestanden. Damit erreicht das Säuliamt die zweithöchste Erfolgsquote im Kanton Zürich. Im März standen sie wieder auf dem Programm: die jährlichen Aufnahmeprüfungen für das Gymnasium. 7704 Schülerinnen und Schüler sind dieses Jahr im Kanton Zürich angetreten. Am vergangenen Donnerstag hat die Bildungsdirektion nun ihre Zahlen veröffentlicht. Im Bezirk Affoltern hat mehr als die Hälfte der Jugendlichen einen positiven Bescheid erhalten: 290 hatten die Prüfung absolviert, 160 davon haben bestanden, was einer Erfolgsquote von 55 Prozent entspricht. Nur im Bezirk Andelfingen waren die Schülerinnen und Schüler noch erfolgreicher: Dort haben 58 Prozent die Prüfung bestanden. Das dürfte nicht zuletzt mit den eher tiefen Anmeldezahlen in Andelfingen und Affoltern zusammenhängen. Der Median der zwölf Bezirke lag dieses Jahr bei 525 Prüfungsabsolventen.

Kandidaten fürs Langgymnasium am erfolgreichsten Auch dieses Jahr war der Anteil der 6.-Klässler unter den Kandidatinnen und Kandidaten am höchsten. Rund 61 Prozent der Jugendlichen wollten ans Langgymnasium. 23 Prozent der Schülerinnen und Schüler absolvierten die Prüfung nach der zweiten Sekundarklasse, 15 Prozent nach der dritten. Mit einer Erfolgsquote von 57 Prozent schnitten die 6.-Klässler am besten ab. Bei den Kandidatinnen und Kandidaten aus der zweiten Sekundarklasse bestanden 52 Prozent, bei jenen aus der dritten waren es noch 47 Prozent. (lhä)

zwischen-ruf

Immer schön ruhig bleiben Schnell noch einkaufen. Ich parke vor einem Lebensmittelladen. Beinahe kollidiert mein Einkaufswagen mit dem eines anderen Kunden. Der faucht: «Lassen Sie mich doch vorbei!» Ich erschrecke und antworte: «Niemals wollte ich Ihnen die Vorfahrt nehmen! Tut mir leid.» Ich lasse ihn vorbei, doch beim Käse verursacht jener Herr einen Stau, indem er mit einer Frau plaudert, die ebenfalls mit einem Einkaufswagen unterwegs ist. Ich sage nichts, warte einfach. Da sieht er mich. Ich lächle ihn an, er entschuldigt sich, und ich sage: «Schon gut, wegen so was streiten wir nicht, gell?» Und wir wünschen uns einen schönen Tag. Kaum zu glauben, aber vor meinem Auto steht ein anderes auf dem Gehweg und blockiert meine Ausfahrt. Hinter diesem Auto parken zwei weitere ebenfalls auf dem Gehweg. Was ist hier los? Ich geh zum ersten Auto hin. Fahrersitz leer, Beifahrersitz besetzt mit einer dunklen Frau. Sie ruft durch die geschlossene Scheibe: «Mein Mann!», und deutet auf das Ladengeschäft. Alles klar. Ich lächle sie an und setze mich ins Auto. Kann von dort die Kasse sehen. Und wie schön – nach etwa zehn Minuten sehe ich einen Afrikaner beim Bezahlen. Er kommt raus mit einem Riesenpack Bier, verstaut es im Kofferraum, fährt flott davon, die beiden anderen Wagen hinter ihm her. Oha, die haben was vor. Ich starte und bin froh, dass ich mich nicht geärgert habe. Ute Ruf

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Dienstag, 14. Mai 2019

Stolz mit dem eigenen Comic nach Hause

Gelungener Workshop in der Bibliothek Wettswil

Diego Balli stand dem Comic-Nachwuchs mit Rat und Tat zur Seite. (Bilder zvg.)

Am Freitag, 10. Mai, war Diego Balli, Comiczeichner und Illustrator, zu Besuch in der Bibliothek Wettswil. Jugendliche ab 10 Jahren waren zu einem Comic-Workshop eingeladen worden. ................................................... von karin auf der maur Diego Ballis Illustrationen erscheinen in verschiedensten Printmedien und im Web. Er publiziert Kinderbücher, Comics und Sachcomics für Kleine und für Grosse. Zudem unterrichtet er als Dozent an der Kunstschule Liechtenstein, hält Workshops an der Volksschule und besucht jährlich bis zu 80 Schulklassen. 22 aufgeregte Kinder trafen sich um 19 Uhr in der Bibliothek und wurden von Diego Balli persönlich empfangen. Mucksmäuschenstill war es, als sich der Illustrator den Kindern, wie es sich für einen Comiczeichner gehört, bildlich vorstellte: Auf dem Papier entstand mit wenigen Strichen

ein Selbstporträt von Diego Balli. Und gleich ein Tipp für die angehenden Zeichner dazu: «Schreibt immer zuerst den Text und macht danach die Comicblase darum. So stellt ihr sicher, dass genügend Platz vorhanden ist.» Nach einer kurzen Einführung zeichneten die Kinder schon erste Entwürfe und Skizzen. Die einen mit gerunzelter Stirn, die andern mit einem

Der Comiczeichner stellte sich mittels Selbstporträt vor.

Kichern. Bereits mit wenigen Tipps und Tricks bringen die Anfänger Knollennasen und Superhelden leicht aufs Papier. Im zweiten Teil durften sich die Kinder dann einen richtigen Zeichnungsbogen raussuchen und ihre Ideen aus den Skizzen darauf übertragen und verfeinern. Es ging darum, ein Titelbild für ihren eigenen Comic zu entwerfen. Diego Balli stand mit Rat und Tat zur Seite. «Wie soll ich die Fussspuren meines Monsters anordnen?» «Meine Figur ist traurig, wie stelle ich das bildlich am besten dar?» Vor den staunenden Kinderaugen skizzierte er den Vorschlag gleich auf Papier. Unzählige Fragen prasselten auf ihn ein, für alles fand er gekonnt eine Lösung. Der Abend ging rasend schnell vorbei, schon waren die zweieinhalb Stunden Workshop vorbei. «Gibt es nächstes Jahr wieder einen ComicWorkshop?» Die Kinder fanden den Abend cool und haben toll mitgemacht. Das eine oder andere ComicTalent wurde entdeckt und der eigene Comic stolz nach Hause gebracht.

glosse

Liebes Volk, drückt der (Sport)schuh? von livia häberling

W

äre das ein normaler Veranstaltungsbericht, würde er vielleicht so anfangen: Am letzten Samstag, 11. Mai, hat der Stadtrat den neuen Allwetterplatz «im Moos» eingeweiht. Dazu fand ein Turnier statt, an dem sich die Bevölkerung mit Mitarbeitenden der Stadtverwaltung duellierte. Neben einem Hindernisparcours gabs ein Torwandschiessen, und auch für Getränke und Verpflegung war gesorgt. Doch wie gesagt: Das ist kein normaler Veranstaltungsbericht. Deshalb stimmt der Einstieg so nicht ganz. Für die Korrekturen wechseln wir in den Konjunktiv II – Sie erinnern sich: den grammatikalischen Kniff, mitunter für Gegebenheiten, die in der Theorie zwar möglich sind, aber an der Realität scheitern. Voilà: Am letzten Samstag, 11. Mai, hätte der Stadtrat den neuen Allwetterplatz «im Moos» eingeweiht. Dazu hätte ein Turnier stattgefunden, an dem sich die Bevölkerung mit Mitarbeitenden der Stadtverwaltung duelliert hätte … Und so weiter. Sie fragen sich, was das Zeitformentheater soll? Klar hätte sich die Bevölkerung theoretisch mit dem Stadtrat duellieren können … aber in der Realität, da wollte sie halt nicht. Beim mitorganisierenden FC Affoltern ist keine einzige Anmeldung eingegangen. Und deshalb gabs dann am 11. Mai auch kein Einweihungsturnier. Am Stadtrat jedenfalls hats nicht gelegen. Der hätte gewollt, ganz fest sogar: «Haben Sie Lust, den Stadtrat und die Stadtverwaltung sportlich beim Fussballblitzturnier herauszufordern?», hatte man im «Anzeiger» vom 16. April gefragt. Was ist bloss los mit dem Affoltemer Volk? Warum diese Spielverderberei, diese schnöde Ignoranz? Liegt Frust in der Luft, war da was? Oder ist alles viel simpler? Vielleicht ist da gar nichts und die Leute sind momentan einfach zu beschäftigt. Mit Stimmzettel ausfüllen, oder so.

Moderne Tierinfos im Langenberg

Startchancen der Kinder verbessern

Mit seinen 150 Jahren ist der Wildnispark Zürich Langenberg der älteste Zoo in der Schweiz. Dabei ist der Tierpark ennet des Albis äusserst modern. Bestes Beispiel sind die neuen Informationstafeln für jede Tierart: bunt, informativ und etwas verspielt.

Den Tieren nicht die Show stehlen

Die Bildungsdirektion Kanton Zürich will die sprachliche Entwicklung von Kindern bis vier Jahre stärken.

Auf den vom Gestaltungsatelier Vollkorn in Baden entwickelten Tafeln finden sich alle zoologischen Grundinformationen in Text und grafisch dargestellt. Die Texte sind dabei auf Deutsch und Englisch abgedruckt, die Grafiken sind weltweit und auch von Kindern zu verstehen. Anziehungspunkt ist auf jeder Tafel die wissenschaftliche Zeichnung der jeweiligen Tierart. Vollkorn zeigt darin nicht nur die körperlichen Merkmale der Tierart, sondern verpackt in den dargestellten Szenen auch Eigenheiten aus dem sozialen Zusammenleben oder aus dem Verhalten der Wildtiere. Bei aller Schönheit und Fülle an Informationen stehlen die modernen und schlicht gehaltenen Tafeln den Hauptdarstellern in den Tieranlagen nie die Show. Wichtigstes Anliegen ist und bleibt das eigene Beobachten der lebenden Wildtiere in ihren Lebensräumen. Dazu passt auch der spielerische Beobachtungshinweis auf jeder Tafel. Er soll Leserinnen und Leser anregen, den Blick auf die Tiere in den Gehegen zu richten. Die neuen Informationstafeln ermöglicht hat der Förderverein Wildnispark Zürich – ehemals Gesellschaft zur Förderung des Langenberg. Der Verein schenkt dem Langenberg die neuen Tafeln auf sein 150-jähriges Bestehen. (pd.)

Kleinkinder sind neugierig und interessieren sich für das, was um sie herum passiert: beim Spielen, auf dem Wickeltisch oder unterwegs im Zug. Jede dieser Alltagssituationen lässt sich als Anregung für ein Gespräch mit einem Kind nutzen. Dies zeigen die Kurzfilme, welche die Bildungsdirektion letzte Woche präsentiert hat. Die Filme richten sich an Eltern und Bezugspersonen kleiner Kinder sowie an Fachpersonen im Bereich der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung. «Unterschiede, welche beim Eintritt in den Kindergarten zwischen den Schülerinnen und Schülern bestehen, können während der Schulzeit nicht mehr ausgeglichen werden», sagt Bildungsdirektorin und Regierungsrätin Silvia Steiner. Deshalb sei es wichtig, dass Eltern und andere Bezugspersonen von kleinen Kindern sensibilisiert werden. Die frühe Sprachbildung ist seit Jahren ein wichtiges Thema der Bildungsdirektion. Sie soll allen Kindern im Kanton Zürich möglichst faire Bildungs- und Integrationschancen eröffnen. Die Kurzfilme zur frühen Sprachbildung knüpfen an das Film-Projekt der Lerngelegenheiten von Kindern bis 4 an, das seit 2014 erfolgreich läuft. Die Filme sind zwischen zwei und vier Minuten lang und liegen in 13 Sprachen vor. Sie wurden mit Hilfe des Lot-

Sie sollen Neugier wecken und offene Fragen beantworten, die neuen Informationstafeln zu den Tierarten im Wildnispark Zürich fallen auf und regen an. Als Wimmelbild gestaltet, vermitteln sie mit Lust und etwas verspielt die wichtigsten Daten und Fakten für Braunbär, Wolf, Rothirsch, Steinbock und alle weiteren einheimischen Wildtiere, die im Langenberg leben. Beispielsweise erfahren Besucherinnen und Besucher, dass der Braunbär als Raubtier eigentlich fast als Vegetarier lebt. Oder dass Wölfe maximal 15 Jahre alt werden. Und dass der Rothirsch seit der Gründung

Die neuen Informationstafeln zu den Tierarten sollen Neugier wecken und offene Fragen beantworten. (Bild zvg.)

des Tierparks 1869 im Langenberg zu Hause ist.

teriefonds Kanton Zürich und der Stiftung Mercator Schweiz finanziert. (pd.) Filme und weitere Hilfsmittel sind frei zugänglich unter www.kinder-4.ch.

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Spital Am 24.11.13 stimmten folgende Gemeinden mehrheitlich gegen die Spital-AG: Mettmenstetten 58 %, Affoltern 56 %, Ottenbach 52 %, Obfelden 51 %. Inzwischen hat sich an der Argumentation gegen eine Spital-AG nichts geändert. Aber mit einer Eventfirma mit Luftballons und Klebern wollen die Behörden für 150 000 Franken dieses Mal den Match gewinnen. In schwierigen Zeiten grosser Entscheide sollen Stimmberechtigte nicht ausgeschaltet werden. So braucht es den revidierten Zweckverband.

Deshalb 3 x Nein Auch um den 42 geldorientierten Gemeinderäten, die unser Spital kaltschnäuzig auslöschen möchten, eine Lektion zu erteilen. Merke: Gemeinderäte kann man ersetzen, das Spital nicht. www.verein-zweckverband.ch


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Dienstag, 14. Mai 2019

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Liebesgeflüster durch die Wand Theater Cooltour präsentiert sein erstes Stück in Hausen Theater im Theater, Premiere der Premiere – das erste Stück des Theaters Cooltour in Hausen war gut besucht. Das Publikum erlebte einen lustigen und aussergewöhnlichen Theaterabend, noch drei Vorstellungen bieten Gelegenheit, die sehenswerte Barockkomödie zu besuchen.

zum ersten Mal auf der Bühne ebenso wie der von ihr gespielte Tischler, der den Löwen gibt.

Augenschmaus

................................................... von denise bohnert Gemeindesaal Weid in Hausen, Theater im Dorf, Laien spielen vor einem geneigten Publikum. Die Realität schwappt ins Theaterstück über – oder umgekehrt? Ein Phänomen, das im Theater immer wieder stattfindet. Auch in «Absurda Comica oder Herr Peter Squenz» spielen Laien – Handwerker im siebzehnten Jahrhundert – ein «schönes» Stück, ein Liebesdrama aus der Antike: Pyramus und Thisbe von Ovid, Vorlage für Romeo und Julia – die Liebesgeschichte schlechthin. Das «Schimpfspiel in drei Aufzügen» von Andreas Gryphius (1616–1664) basiert auch auf dem «Sommernachtstraum» von William Shakespeare. Und ist die allererste Inszenierung der 2017 gegründeten Theatergruppe Cooltour; 360 Jahre alt ist das Stück, heute eine der am meisten gelesenen und gespielten deutschen Barockkomödien – ein Theater im Theater.

Reise ins siebzehnte Jahrhundert Harfenklänge, live gespielt von der zwölfjährigen Luisa Holdener zu Anfang, transportieren die Zuschauer in eine andere Zeit, ins siebzehnte Jahrhundert, Barock, Zeit des Adels und

Königsfamilie und Publikum amüsieren sich über die köstliche Komik im Schauspiel der Handwerker. (Bild Denise Bohnert) der niedrigen Stände. Man lasse sich von der Musik dorthin tragen, die Ohren müssen geöffnet werden, denn dort wird eine etwas andere Sprache gesprochen. Aber auch wenn man nicht jeden Satz auf Anhieb versteht, wird bald klar, was hier gespielt wird. Herr Peter Squenz, Schreiber und Schulmeister von Rumpelskirchen und «selbsternannter Genius» (Felix Kiser) will mit einer Gruppe von Handwerkern der Königin und ihrer Familie ein Spiel aufführen, zwecks Ehre, Ruhm und vor allem guten Trinkgelds. Wie dem Publikum geht es dem Schmied, dem Blasebalgmacher, dem Spulenmacher, dem Tischler, dem Meistersinger und Leinenweber sowie dem Hofnarr: Diese Kultursprache ist nicht gerade alltäglich. Doch mit Eifer lassen sie sich ein auf die romantische Geschichte zweier Liebender, die sich ihre Liebesschwüre nur durch einen

Zwischenraum in einer Wand zuflüstern können, da sie sich wegen der Verfeindung ihrer Familien nicht bekommen können und deren Flucht aufgrund von Missverständnissen in einer Tragödie mündet.

Lustspiel mit frischer Heiterkeit Dass das Stück der Theatertruppe Cooltour trotz Tragik immer wieder und immer mehr zum Lachen reizt, liegt an der skurrilen Situationskomik, Slapstickmomenten und daran, dass sich die Handwerker auch durchaus während des Spiels mal in die Haare geraten oder plötzlich aus den Rollen aussteigen. Dies belustigt auch die Königsfamilie vor allem. Dass das Lustige so frisch herüberkommt, liegt nicht zuletzt daran, dass die Mitglieder des Cooltour-Ensembles, im Gegensatz zu den Handwerkern, alle-

samt viel Theatererfahrung mitbringen. Kathia Rota – sie spielt den Spulenmacher und Thisbe, also einen Mann, der eine Frau spielt – stammt aus einer alten Theaterfamilie. Raffaele Cavallaro leitet das Kinderund Jugendtheater ohoo!, aus dem die Königskinder (Timo Fröhli und Annik Sutter) mit dabei sind. Margrit Gut (Königin) sowie Ingo Mroczek (die Wand) und Goggo Zweifel (Regieassistenz) waren, ebenso wie die oben genannten, viele Jahre engagierte Mitglieder der Aemtler Bühne. Nik Stahlberger, langjähriger Bühnenbildner beim Theater Turbine (und auch dieses Stücks), steht nun selber als Teil dessen auf den Brettern: als leuchtender und sich verdunkelnder Mond. Andrea Vavra überzeugt als Meistersänger mit ihrer professionellen Stimme und mit Wasserwürfen als Brunnen. Christina Kiljanski steht

Als ganz bezauberndes Element ist das Kostümkonzept besonders zu erwähnen. Passend zum Laienspiel der einfachen Dörfler ist alles aus Papier gefertigt. Nathalie Péclard hat (mithilfe von Vreni Urech, die auch den Marschalck wunderbar spielt) ein variantenreiches Kunstwerk geschaffen. Jeder Auftritt der Figuren beschert eine beglückende Überraschung. Auch Margrit Gut liess sich inspirieren und nahm die Ideen für die Deko des Theaterraums und der Bar auf, fliessend wieder die Übergänge zwischen Spiel und Realität. Diese Absurda Comica ist also absolut sehenswert, das wurde auch bei der Aufführung im Zürcher Miller’s (im Rahmen des Laien Lab Festivals in der Mühle Tiefenbrunnen) den rund hundert Anwesenden klar. Das Auge wird gross beschenkt und wirklich Lustiges reizt zum heiter unbeschwerten Lachen, auch junge Zuschauende konnten ausgiebig «gigele». Die Ohren müssen nach dem Balsam des Harfenspiels etwas gespitzt werden – das ist alles, was der Zuschauer und die Zuschauende müssen, denn sogar der Eintritt ist freiwillig. Gerne jedoch spendet man in die Kollektenbox für dieses allererste Kleinod des Theaters Cooltour, das die wachsende Theaterlandschaft im Säuliamt bereichert. Weitere Vorstellungen im Gemeindesaal Weid in Hausen heute Dienstag, 14. Mai, am Freitag, 17., und Samstag, 18. Mai, um 20.15 Uhr. Theaterbar ab 19.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Alle Infos unter www.theatercooltour.ch.

Mosaik über Facetten der Sexualität und der Liebe «Dissonanz der Liebe»: Am Freitag feierte das neue Stück der jungen Aemtler Bühne Premiere «Dissonanz der Liebe» ist eine kollektive Kreation, die von den zehn jungen Schauspielerinnen und Schauspielern sowie der Regisseurin und der Dramaturgin von Grund auf entwickelt wurde, und ist ein buntes Feuerwerk aus Bildern, Klängen, Gefühlen, gepaart mit viel Energie und Spielfreude. ................................................... von marlise santiago «Könnt ihr euch vorstellen, wie es in den letzten Monaten hier in diesem alten Haus zu und her ging?», fragte Vreni Spinner, Präsidentin der Aemtler Bühne und Wirtin des «weissen Rössli», nach der sehr gelungenen Premiere, die vom Publikum mit Standing Ovations gewürdigt wurde. «Ich musste oft schnell rauf und daran erinnern, he, wir haben noch Gäste

unten.» So engagiert und ausdauernd habe «dieser wilde Haufen» geprobt. Seit letzten September war er am Werk, der wilde Haufen, und das nicht nur an einem Abend die Woche, sondern unter der Leitung von Regisseurin Claudia Odin Anderegg und Dramaturgin Noemi Egloff recherchierte, experimentierte, improvisierte er ganze Wochenenden lang. Der rote Faden des Stücks ist eine zehnköpfige Band, die in ihrem Proberaum für einen Wettbewerb übt. So ist es naheliegend, dass im Stück viel musiziert und gesungen wird, und das teilweise sehr eindrücklich. Dazwischen geht es, wie der Titel es sagt, um Themen der Liebe und der Sexualität. Die zehn jungen Menschen – vier Männer, sechs Frauen – haben recherchiert. Fazit: Liebe tut weh, denn nach der Anfangshochstimmung schleichen sich schon bald Eifersucht, Gleichgültigkeit, Unverständnis, Kälte usw. ein, kurz: Ende Wolke sieben. «Ich habe Angst, die Liebe nicht zu überleben»,

Das Ensemble wirkt im Umgang miteinander sehr vertraut. (Bilder Marlise Santiago)

Der rote Faden des Stücks ist eine zehnköpfige Band, die in ihrem Proberaum für einen Wettbewerb übt. sagt etwa einer der Protagonisten. «Er hat mich schon wieder versetzt», klagt eine Darstellerin, «ich will mich nicht verlieben», eine andere. Aber nicht nur Liebeskummer, sondern auch die schnelllebige Tinder-Partnersuche «next, next, next», ist ebenso Thema wie Zwangsheirat, Prostitution, Sexuelle Gewalt oder Homosexualität. Und diese organisch eingewobenen Szenen geben Einblicke auf das Innenleben der Figuren und Einblicke in die Welt der Liebe aus der Perspektive der Jugend. Das Ensemble wirkt im Umgang miteinander sehr vertraut, ansonsten könnten die Darstellerinnen und Darsteller die vielen Zärtlichkeiten nicht

spielen, ohne dass es peinlich wirkt. Das ist grossartig gelungen und wirkt natürlich und authentisch! Die Bewegungsschemata der Choreografien hingegen orientieren sich an den gängigen Musikvideos: nämlich sexualisiert. Wenn das als Persiflage gedacht ist, ist das sehr gekonnt, ansonsten hätte es spannend sein können, die jungen Erwachsenen auf die Suche nach einer eigenen, unbeeinflussteren Körpersprache zu schicken. Die Zuschauer erwartet auf jeden Fall ein bunter Strauss aus vielfältigen Gefühlen, eingängiger Musik, eindrücklichen Bildern, starken Wörtern gepaart mit grosser Energie, Wildheit, Innigkeit, und wunderbarer Spielfreu-

de. Übrigens auch der längste Kuss der Aemtler-Bühne-Geschichte ist zu bewundern. An der Premiere verbuchte er einen Lacherfolg und Szenenapplaus. Dazu passt dann auch der Schluss-Ohrwurm: «Küssen kann man nicht allein» – und das in einer Welt, in der man sonst niemanden braucht – «Grund: es geht auf keinen Fall allein, brauche einen anderen Mund». Also doch wieder verlieben? «Nur zu, ich wär dazu bereit!» Weitere Aufführungen, empfohlen ab 14 Jahren, im «Rössli» in Mettmenstetten heute Dienstag, 14. Mai, und 15. Mai, 17. Mai, 18. Mai, 20.15 Uhr. Kasse/Bistro eine Stunde vor Beginn offen. Online-Reservierung auf www.aemtlerbuehne.ch.


Stellenanzeiger

Liegenschaften Verkäufe

Schulzweckverband Bezirk Affoltern Heilpädagogische Schule Die HPS Affoltern ist eine Tagessonderschule für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren mit geistiger oder mehrfacher Behinderung, welche mit vier Klassen im Primarschulhaus Stigeli in Affoltern am Albis integriert ist. Wir suchen auf Beginn des Schuljahres 2019/20 eine/einen:

Jahrespraktikantin / Jahrespraktikanten Pensum: 35 – 40 Wochenstunden 13 Wochen Ferien (gemäss Ferienplan der Primarschule Affoltern)

Die ausführliche Stellenbeschreibung sowie weitere Informationen über unsere Schule finden Sie unter: www.hps-affoltern-am-albis.ch Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit Foto an: Heilpädagogische Schule, Schulleitung, Butzenstrasse 2, 8910 Affoltern a. A. leitung@hps-bezirk-affoltern.ch


Forum

EU-Waffenrichtlinien nicht übernehmen! Abstimmung vom 19. Mai. 2005 versprach der Bundesrat, dass mit dem Schengenvertrag das Waffengesetz der Schweiz nicht angetastet wird. 2011 hat die Schweizer Bevölkerung die Intitiative «für den Schutz vor Waffengewalt» abgelehnt. Heute versuchen die gleichen, die damals noch gegen eine Verschärfung unseres Rechts waren (unter anderem Vertreter FDP, CVP), dem Stimmvolk Angst vor einem Ausschluss aus dem Schengenraum zu machen. Alle Schengen-Staaten haben aber das gleiche Ziel, die Sicherheit in Europa zu erhöhen. Zwei Mitglied-Staaten haben die Umsetzung der neuen Waffenrichtlinie verweigert, andere haben die Richtlinie noch immer nicht umgesetzt und verstossen gegen einzelne Artikel des Schengen-Abkommens ... und sie alle sind trotzdem noch immer Teil von Schengen. Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen und unsere Souveränität nicht aufgeben. Nein, ich möchte nicht, dass ein luxemburgischer Beamter ohne Grund im System nachschauen kann, ob ich eine Sportwaffe besitze. Nein, ich möchte nicht, dass wenn die EU das Waffenrecht erneut verschärft, ich meine Waffen auf eigene Kosten entsorgen muss (wie es im Moment in Luxemburg der Fall ist), weil alle Ausnahmebewilligungen aufgehoben wurden. Diese wiederkehrende – geplante – Verschärfung, die wir mit dieser Richtlinie übernehmen, ist keine Rechtssicherheit mehr, wie wir sie uns in der Schweiz gewohnt sind.

Die Ärztegesellschaft des Bezirks Affoltern sagt 3x Ja Ja: Ohne Akutspital wäre es gesetzlich nicht möglich, die erfolgreiche Palliative Care (Behandlung und Pflege von unheilbar chronisch kranken Menschen) weiter zu betreiben. Bei Notfällen von älteren Patienten sind wir Hausärzte in enger Zusammenarbeit mit der Akutgeriatrie (akute Betreuung und Behandlung betagter und hochbetagter Menschen). Wir sind angewiesen auf die Unterstützung in komplexen Situationen beim Patienten zuhause, wo das Umfeld schnell überfordert ist. Durch die kurzen Distanzen kann hier schnell, unkompliziert und persönlich zusammengearbeitet werden. Ja: Zusammen mit dem Spital kann der Notfalldienst in der Region auch in Zukunft schnell und kompetent abgedeckt werden. Hilfe gibt es dann weiterhin nahe dem Wohnort, über 24 Stunden und bei nur kurzen Wartezeiten. Es ist nachgewiesen, dass Assistenzärzte öfter in Hausarztpraxen einsteigen in der Region, in der sie im Spital gearbeitet haben. Dadurch hat auch das Spital Affoltern einen wichtigen Stellenwert in der Nachwuchsförderung im Knonauer Amt. Ja: Das Spital Affoltern ist wichtig für eine starke Vernetzung der medizinischen Versorgung und Pflege in der Region. Es ist ein wichtiger Partner für Spitex, Sozialdienste und Hausärzte, um die Patienten weiterhin zukunftsgerichtet zuhause betreuen zu können. Aus diesen Gründen empfehlen und stimmen wir 3x Ja zur Spitalabstimmung am 19. Mai. Dr. med. Bruno Köhler, Präsident Ärztegesellschaft Bezirk Affoltern .........................................................................

Lehrplan 21: finanzielle Konsequenzen

Spitalgegner ohne eine klare, realistische Alternative

Zu Gast im Rigelhüsli ist die Vorsteherin des Bildungsressorts, Gemeinderätin Christina Kappeler. Der Lehrplan 21 wird eingeführt und im Informatikbereich müssen grosse Investitionen getätigt Christina Kappeler, werden. Sie wird Bildungsvorstedie Details dieser herin. (Bild zvg.) Vorlage erläutern, die an der Gemeindeversammlung vom 11. Juni zur Abstimmung gelangt. Ausserdem wird sie hoffentlich viele Fragen, die das Schulwesen betreffen, beantworten können. Das Rigelhüsli ist ab 10.30 Uhr geöffnet. Frau Kappeler wird um 11.30 Uhr mit ihren Ausführungen beginnen. Da an diesem Sonntag ebenfalls die Abstimmung zu den Spitalvorlagen stattfindet, bleibt das Rigelhüsli länger offen. Eine kleine Verpflegung (Wienerli) steht bereit. Vorstand SVP Bonstetten

Mit diesen Beiträgen schliesst der «Anzeiger» die Diskussion zu den Vorlagen vom 19. Mai ab. Zu anderen Themen sind Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch nach wie vor willkommen. Ein Leserbrief muss mit Name, Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein. (Red.)

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Letzte Meinungen zu den Spital-Abstimmungen

Judith Häberli, Hausen a. A.

Der nächste SVP-Wahlapéro findet am 19. Mai ab 10.30 Uhr im Rigelhüsli Bonstetten statt und dürfte speziell Eltern schulpflichtiger Kinder interessieren.

Dienstag, 14. Mai 2019

Es stimmt, es hat ausserhalb des Bezirks Affoltern genügend freie Spitalbetten. Das Spital Affoltern nimmt viele weitergehende Funktionen in der ganzheitlichen Gesundheitsversorgung des Bezirks wahr. Es ist neben den Hausärzten das wichtigste Zahnrad eines Gesamtsystems. Welches ist das Konzept der Spitalgegner auf die Frage, woher in Zukunft die Hausärzte kommen? Viele der heutigen Hausärzte waren früher Assistenzärzte im Spital Affoltern. Eine Permanence kann den Notfalldienst sicherstellen? Aussagen des Stadtrates Affoltern, wir werden dann mit der Bevölkerung zusammen Konzepte erarbeiten oder wir sorgen mit Partnern für eine Permanence (wissen aber nicht wo, oder wer sie bezahlt) überzeugen mich nicht. Eine schriftlich vorliegende Aussage des Direktors des Spitals Limmattal sei hier angefügt: «Betonen möchten wir auch entgegen Gerüchten, dass wir als Spital Limmattal kein Interesse am Betrieb einer Permanence oder an der hausärztlichen Grundversorgung mit Standort in Affoltern haben.» Herr Thurnherr versucht aus einem von einer grossen Revisionsgesellschaft verifizierten Verlust von ca. 440 000 Franken einen Verlust von 3 Mio. zu konstruieren. Er hat m.E. noch nicht verstanden, dass die strategische Ausrichtung der heutigen Betriebskommission nicht mehr die gleiche ist, wie diejenige als er noch in der Betriebskommission war. Ist die Solviva eine Alternative für unsere heutige «Langzeitpflege», die übrigens auch Patienten der Gemeinden Wettswil oder Stallikon betreut? Bei einem «Nein» glaube ich nicht, dass es realistisch ist, dass ein privater Investor einen marktüblichen Preis für das Land oder einen adäquaten Baurechtszins bezahlt und schon gar nicht, dass sich die Gemeinden in einer Liquidationsphase zu einer Mei-

Über die Zukunft des Spitals Affoltern gehen die Meinungen auseinander. (Bild Stefan Schneiter) nung durchringen können. Nein führt meines Erachtens nur zur Zerstörung eines funktionierenden Gesundheitssystems ohne klare Chance einer Weiterentwicklung oder Alternative. Deshalb 3x Ja. Ruedi Müller, Aeugst, FDP .........................................................................

Spital schliessen oder nicht? In der Schweiz ist die Gesundheit ein wichtiges Thema, was in den letzten Jahren immer stärker in den Vordergrund rückte. Insbesondere die steigenden Krankenkassenprämien sind ein Dauerthema. Im Säuliamt gibt es seit dem Jahre 1902 ein Spital. Unglücklicherweise steht dieses kurz vor der Schliessung.. Das Spital Affoltern ist in die Jahre gekommen. Ohne Millioneninvestitionen im zwei- bis dreistelligen Bereich muss das Spital geschlossen werden. Um 2022 auf die Spitalliste des Kantons zu kommen, müsste das Spital die Fallzahlen massiv erhöhen. Wie dies geschehen soll, ist unklar. Die Mittel können wir für andere Zwecke besser verwenden. Das Argument, dass mit einem Spital-Neubau die Fallzahlen massiv erhört werden können, überzeugt nicht. Es werden nicht mehr Menschen in das Spital kommen als bisher. Auch wenn man die Investition in einen Neubau unternehmen würde, das Spital Affoltern wäre wohl weiterhin weniger attraktiv als die umliegenden Spitäler. Es ist wichtig für unseren Bezirk, das Gesundheitswesen aufrechtzuerhalten. Doch ein Weitererhalt des Spitals in Affoltern ist dazu kaum nötig und deshalb wenig sinnvoll. Bei dem Vorschlag der Betriebskommission geht mehr Geld verloren und das Problem wird verschoben. Leider müssen wir einsehen, dass es Zeit geworden ist, sich von dem öffentlichen Spital zu verabschieden und Alternativen wie eine Permanence oder eine private Lösung ins Auge zu fassen. Deshalb empfehle ich Ihnen ein Ja zur Auflösung des Zweckverbands und zwei Mal ein Nein zu den Nachfolgeorganisationen. Jonathan Kropf, Obfelden Vorstand Junfreisinnige Säuliamt .........................................................................

Spital vermittelt Heimatgefühl Ich habe die erste Hälfte meines 90-jährigen Lebens in Affoltern verbracht, nachdem ich im Bezirksspital geboren wurde. Diese Jahre im Säuliamt haben bei mir eine starke Bindung ans Säuliamt wachsen lassen, sodass ich auch aus der Ferne regelmässig den «Anzeiger» lese. Die aktuelle Spitaldebatte beschäftigt mich sehr und ich erlaube mir, mich auch aus der Ferne daran zu beteiligen: Meines Erachtens werden die emotionalen Aspekte gegenüber den finan-

ziellen und medizinischen Argumenten viel zu wenig gewichtet. Das Spital vermittelt den Ämtlerinnen und Ämtlern ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit und trägt so dazu bei, aus Schlafgemeinden Heimat zu machen. Für mich ist und bleibt das Säuliamt für immer meine Heimat, wie sie im Ämtlerlied so schön besungen wird: «Es git ken Fläck uf dere Wält, so schön wie s’Säuliamt. Mir händ bi öis uf Erde ja es würklichs Paradies. Drum packt mich allmal s’Heiweh a, muess ich i d’Fremdi gah.» Walter Bregenzer, Bern .........................................................................

Chance erhalten Aufgrund der sorgfältigen Planung der Spitalleitung und des enormen Einsatzes des Spitalpersonals sind die Chancen vorhanden, dass das Spital Leistungsaufträge von der Gesundheitsdirektion erhalten kann. Jetzt voreilig das dringend notwendige Pflegeheim und die vielfältigen Erfahrungskompetenzen des Spitals aufzugeben, wäre falsch. Unterstützen wir Spitalleitung und Personal in ihren Bemühungen mit 3 mal Ja. Wie die Gesundheitsdirektion in zwei Jahren entscheiden wird, weiss niemand von den Kontrahenten. Alle stützen sich auf ihre persönlichen Annahmen. Erika Schmid-Hauser, Hedingen .........................................................................

Zusammenarbeit stärkt die Qualität In letzter Zeit lesen wir immer wieder Diskussionen zur Versorgungsrelevanz unseres Spitals, wobei wir der Ansicht sind, dass aus geriatrischer Sicht die altersmedizinische Versorgung für den Kanton Zürich nebst dem Stadtspital Waid nur durch unser Spital in diesem anzeige

Umfang gewährleistet wird. Nebenbei gesagt, rentiert der Bereich der Altersmedizin im Spital Affoltern finanziell, wir wachsen jährlich mit bis 25 % der Bettenbelegung, dies wird sich auch über die Grenzen des Kantons Zürich hinaus nur schwerlich finden lassen. Vor diesem Hintergrund möchten wir nochmals deutlich machen, dass zur akutgeriatrischen Versorgung ein Spital mit interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Chirurgie, Innerer Medizin, Notfall, Pflege, Radiologie, Labor und Überwachungsstation notwendig ist. In Abgrenzung dazu ist unsere geriatrische Tätigkeit in der Langzeitpflege zu sehen, in welcher die pflegerische Betreuung im Vordergrund steht und für Menschen ohne akute Erkrankung vorgesehen ist. Die Abteilung für Altersmedizin im Spital Affoltern beinhaltet das Kompetenzzentrum Palliative Care, Geriatrie für Menschen mit Akutspitalbedürftigkeit inklusive einer Abteilung für körperlich akut erkrankte Menschen mit psychiatrischer Grunderkrankung und/oder bestehender Desorientierung auf einer speziell eingerichteten Station sowie die Langzeitpflege im Haus Sonnenberg. Das oben beschriebene Konzept einer umfassenden altersmedizinischen Versorgung ist ein bereits existierendes, bewährtes Modell und hervorragender Ausweis für den Standort des Spitals im Knonauer Amt. Persönlich schätzen wir diese Art der Zusammenarbeit im Spital Affoltern und arbeiten gerne in diesem interdisziplinären Team. Diese Zusammenarbeit stärkt unsere Kompetenz und somit die Qualität unserer Arbeit. Das spüren auch unsere Patienten und deren Angehörige. Wenn Sie weiterhin wohnortsnah eine solche Versorgung wünschen, stimmen Sie am 19. Mai mit 3x Ja. Volker Bünz, Oberarzt Geriatrie; Ulrike Darsow, Leitende Ärztin Geriatrie; Bettina von Rickenbach, Leitende Ärztin Geriatrie, Spital Affoltern


Affoltern am Albis

s’FÄSCHT

2019

Freitag, 31. Mai, 18 bis 2 Uhr Samstag, 1. Juni, 12 bis 2 Uhr

uf de Strass

Rocknacht am Freitag, 31. Mai, 18.00 – 2.00 Uhr Big Clyde: sie leben Rock’n’Roll mit jeder Faser live aus Wilcox: ehrliche Songs, gerade Linien ohne jeglichen Firlefanz 7tCover: lässt die Siebziger-Jahre hier und jetzt wieder aufleben! The Chucks: Party Rock Cover Band, from AC/DC to ZZ Top! DJ DREAMNIGHT

Young Talents am Samstag, 1. Juni, 14.00 – 18.00 Uhr Gitarrenschule Sound am Albis von Nino Lentini und der Schlagzeugschule Roli Elmer (Strix) Trio Perez (Raul & Tamara Pérez)

Popnacht Samstag, 18.00 – 2.00 Uhr Patrick Harbor: ist ein leidenschaftlicher Singer-Songwriter Swissters: moderne, richtig fette Beats und intelligente Lyrics DJ Xandl aus Ischgl DJ THREE EYES

Piazza Tai-Chi-Workshop, Salsa-Tanzkurs, Löwentanz-Show

Funpark4Kids

s r a t ie S

d . M ey

Bon

Wille & THE

! A S nU

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BANDITS dir e

kt aus Engla

nd!


Gewerbe/Dienstleistungen

Dienstag, 14. Mai 2019

Violine und Piano

Märchenkonzert

Anna Sohn-Raaflaub und Antonia Nardone bringen Klezmer-Musik nach Zwillikon. > Seite 13

In der Kirche Stallikon erklingt die Orgel für grosse und kleine Kinder. > Seite 14

Blähbauch – das muss nicht sein!

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Tolles Trainingslager Die LV Albis traf in der Steiermark hervorragende Trainingsbedingungen an. > Seite 19

Coiffeur-Erlebnis der alten Schule

Neueröffnung: «Barber The Old 87» in Affoltern

Individuelle Beratung in Affoltern Fiorella Vedova ist diplomierte Naturheilpraktikerin TEN und berät in ihrer Praxis in Affoltern gerne über die verbreitete Problematik des Blähbauchs. Eine Studentin und ihr WG-Mitbewohner leiden beide unter Blähungen, zeitenweise unter Schmerzen im Bauchraum, zum Teil unter Übelkeit, unter unregelmässigen Stuhl und oft auch unter Windabgang. Dies seit längerer Zeit. Die Studentin geht schliesslich zum Hausarzt, welcher verschiedene Untersuchungen veranlasst. Die Diagnose lautet – im günstigen Fall – «ohne Befund». Nun können zwar Magen-/Darmkrankheiten, Bakterienbefall und Entzündungen ausgeschlossen werden, dennoch sind die lästigen Symptome da. Ein Fall für die Naturheilpraxis? Ihr Mitbewohner geht ebenfalls zum Arzt, wobei bei ihm Entzündungen der Magenschleimhäute festgestellt werden, die durch eine medikamentöse Therapie geheilt werden können. Zudem wird ihm ein Darmaufbau bei einer Naturheilpraktikerin empfohlen. Er macht dies mit sichtlichem Erfolg, fühlt sich wieder wohl und empfiehlt seiner Mitbewohnerin, sich

ebenfalls alternativmedizinisch beraten zu lassen. Da bei ihr kein Auslöser gefunden worden ist, folgt bei einer Naturheilpraktikerin eine genaue Anamnese. Dies ist ein gründliches Gespräch über die aufgetretenen Symptome, über ihre Ernährungsgewohnheiten, über ihren Schlaf, ihre beruflichen Aktivitäten, ihren Lebensstil allgemein und ihre Ressourcen. In diesem Gespräch geht es darum, möglichst viele Informationen zu bekommen, um einen angemessenen, individuellen Behandlungsplan aufstellen zu können. Zu beachten ist, dass 80 Prozent des Immunsystems im Darm angesiedelt ist. Darm und Immunsystem sind eng miteinander verbunden. Nun gilt es, die Problematik ganzheitlich anzuschauen, von anfälligem Bewegungsmangel bis hin zu einer stark zuckerhaltigen Ernährung oder einer daraus folgenden Übersäuerung des Körpers. Wer gesund ist, lebt im Einklang mit all den Bakterienstämmen. Unter diesen besteht ein fein empfindliches, jedoch abgestimmtes Zusammensein. Stimmen einige Faktoren wie Ernährung, Life-Work-Balance, Bewegung, Genussmittelkonsum über längere Zeit nicht und wird so das Gleichgewicht gestört, können sich unerwünschte Folgen, ähnlich des obigen Beispiels, zeigen. Somit gilt es oft nach einer Beratung, die Darmflora zu stärken, die Schleimhäute zu nähren und aufzubauen, die Immunabwehr über Pflanzenkombinationen und Bitterstoffe zu stärken. Körperarbeit oder ein persönliches Coaching können nach Bedarf integriert werden. Darmbakterien, angepasst auf die entsprechenden Symptome, werden eingesetzt und die Ernährung angepasst. Dies alles erfolgt in fachlicher Begleitung, sodass schnell auf die Bedürfnisse und die Beobachtungen des Klienten reagiert werden kann und Fragen beantwortet werden können. Das Gesundwerden ist ein Prozess. Es lohnt sich, sich dafür die notwendige Zeit zu nehmen. (pd.) Fiorella Vedova, diplomierte Naturheilpraktikerin

Fiorella Vedova bietet individuelle Beratungen an. (Bild zvg.)

TEN, Spittelstrasse 9, Affoltern. Telefon 079 388 29 19, weitere Informationen auf www.naturheilpraktiken-ten.ch.

Auf drei Stühlen kann die Kundschaft im «Barber The Old 87» Platz nehmen. «Weitere Coiffeusen im Teilpensum sind willkommen», so Luca Di Giacomo. (Bild Thomas Stöckli)

Anfang Monat hat er sich auf seinem alten Lehrberuf selbstständig gemacht. Seine Kunden überzeugt Luca Di Giacomo mit dem Blick fürs Detail und der angenehmen Atmosphäre im «Barber The Old 87». Männer besinnen sich wieder auf traditionelle Pflegerituale. Und was verkörpert dies besser als eine kunstvolle Rasur – inklusive Kompresse? Das hat auch Luca Di Giacomo erkannt, und beschlossen, sich in seinem einstigen Lehrberuf selbstständig zu machen. Mit Unterstützung der ganzen Familie hat er seinen Coiffeursalon «Barber The Old 87» an der Breitenstrasse 20 in Affoltern umgebaut und im Stil der 60er-Jahre gestaltet, inklusive Vinylschallplatten an der Decke und Blechschilder mit Harley-Davidsonund Route-66-Motiven an den Wän-

den. Das «Coiffeur-Werkzeug» ist stilecht in einem Garagen-Boy untergebracht. «Ich habe ständig Haare geschnitten», sagt Luca Di Giacomo, auch wenn er in den letzten Jahren hauptsächlich auf dem Bau gearbeitet habe. In bester Erinnerung ist ihm seine Coiffeur-Lehrzeit von 2003 bis 2006 bei Alfilo. Einerseits habe er dort sehr viel gelernt, andererseits den familiären Umgang geschätzt. «Diese Atmosphäre ist mir auch da wichtig», betont er, «jeder soll sich wohlfühlen.»

«Was Haare anbelangt, bin ich ein Perfektionist» Ihm selber macht es Freude, seine Kunden zu verschönern. «Was Haare anbelangt, bin ich ein Perfektionist», so Di Giacomo. «Ich höre erst dann auf, wenn ich absolut zufrieden bin.» Den letzten Schliff, was moderne

Haarschnitte anbelangt, holte er sich durch Kurse – unter anderem bei Hair Paradise in Affoltern. So kennt er die Trends, etwa den Stil «Rockabilly» mit seinen charakteristischen Übergängen oder den schlichten «Razor» in ArmyManier, versteht sich aber auch auf klassische Schnitte in allen möglichen Längen. Seit Anfang Mai empfängt Luca Di Giacomo nun in seinem «Barber The Old 87». «Ich bin sehr gut gestartet», sagt er. Die Rückmeldungen der ersten Kunden seien durchwegs positiv. Insbesondere die Nachmittage sind bereits gut ausgelastet. Dagegen habe er vormittags noch freie Kapazität. Gerne dürfen dann auch Pensionierte kommen. Ihnen möchte er ein BarbierErlebnis bieten, wie sie es vielleicht noch von früher kennen. (tst.) Coiffeursalon Barber The Old 87, Luca Di Giacomo, Breitenstrasse 20, Affoltern. Telefon 076 797 87 88.

Gift in der Körperpflege – das geht alle an!

Dörfer spielen um Volg-Fussballpokal

Täglich erreichen uns negative Schlagzeilen über Schadstoffe in unseren Kosmetikprodukten, unserer Ernährung und unserer Umwelt. Das geht von schädlichen Inhaltsstoffen, Konservierungsmitteln, über Wirkstoffe, welche den Hormonhaushalt stören und nicht zuletzt die paraffinhaltigen Ablagerungen im Meer und unseren Schwimmbädern. Diese können nicht natürlich abgebaut werden und bilden einen unappetitlichen Film auf der Wasseroberfläche. Da hören wir auch von Mikroplastik, Rückständen von Medikamenten und Hormonen im Trinkwasser und auch wie diese Produkte die Umwelt belasten.

Das grosse Volg-Dorfturnier geht 2019 bereits in die dritte Runde. Dabei spielen Deutschschweizer Dörfer um den Sieg auf dem Fussballplatz. Fussballbegeisterte Mädchen und Knaben von 8 bis 13 Jahren, Trainer und TeamCoachs können sich bis zum 31. Mai für ihr Dorf anmelden.

Am Donnerstag bietet sich Gelegenheit, mehr zu erfahren über die Giftstoffe in den Produkten, die man persönlich benutzt – und welche Auswirkungen diese auf die Gesundheit haben. Wie kann man besser damit umgehen? Nicht alle lassen sich eliminieren, aber es gibt doch einige gute Möglichkeiten. Diese kann jeder Einzelne beachten und so einen wichtigen Beitrag leisten für eine saubere Umwelt. Gerne zeigt Marianne Schumacher einige Fakten auf und auch welche Möglichkeiten man hat, sich über die Inhaltsstoffe zu informieren. Jeder und jede kann selber wählen, wie er oder sie damit umgehen will – und

Marianne Schumacher. (Bild zvg.) dabei Sorge Umwelt. (pd.)

tragen

zu

unserer

Vortrag am 16. Mai, 19.30 bis 21 Uhr im Gemeindehaus Mettmenstetten. Anmeldung Tel. 044 761 31 63. www.gsundundzwaeg.ch.

Abstoss, Passspiel, Goal! Am grossen Volg-Dorfturnier wird im Spätsommer wieder gekickt. Am 25. August 2019 ist in Eich LU Anpfiff zum ersten Qualifikationsturnier, drei weitere folgen an den kommenden Wochenenden in Bäretswil ZH, Gerlafingen SO

und Kirchberg SG, bevor am Sonntag, 22. September 2019, in Eschenbach LU das grosse Finalturnier stattfindet. Aktivitäten neben dem Spielfeldrand an jedem Turniertag machen den Anlass auch für Zuschauer und Fans zum Erlebnis. Erneut wird in zwei Alterskategorien gespielt: 8 bis 10 Jahre (2009 bis 2011) und 11 bis 13 Jahre (2006 bis 2008). Ein Dorf-Team besteht aus sieben bis zehn Spielenden inklusive Goalie, und Team-Coach (ab 16 Jahren). Anmeldeschluss ist der 31. Mai. Die Anmeldeformulare können direkt in den Volg Dorfläden abgegeben werden. (pd.) Weitere Infos unter www.volg-dorfturnier.ch.


Veranstaltungen

Dienstag, 14. Mai 2019

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Klezmer-Musik mit Violine und Piano Frühlings-Matinée in Zwillikon Anna Sohn-Raaflaub (Violine) und Antonia Nardone (Piano) laden am Sonntag, 19. Mai, um 11.15 Uhr zu einer KonzertMatinée im Singsaal Zwillikon ein.

Leonard und die Katze Loulou – die Geschichte einer Freundschaft. (Bild zvg.)

Lieber bei der Katze als in der Schule Vorlesetag in der Bibliothek Wettswil In der Bibliothek Wettswil dreht sich am Schweizer Vorlesetag am 22. Mai alles um Tiere. Eine Bilderbuchautorin erzählt die Geschichte von der Freundschaft zwischen einem Jungen und Loulou, einer Katze. Esther Bürki, die Autorin, schrieb die Geschichte von Leonard und Loulou, als ihr eigener Sohn nicht mehr zur Schule gehen wollte und lieber bei seiner kleinen Katze zu Hause geblieben wäre. «Léonard erwacht eines Morgens und findet die Katze Loulou auf seinem Bett sitzend. Er erzählt ihr von seiner Angst, in die Schule zu gehen, da er dort gemobbt wird. Loulou lädt Léonard in die Welt der Katzen ein und er geht mit ihr mit.» Zu viel möchte Esther Bürki an dieser Stelle über die Geschichte aber noch nicht verraten. Anschliessend wartet eine tierische Überraschung auf die TeilnehmenEsther Bürki.

den: Wer oder was wird noch in der Bibliothek vorbeikommen? Spiele, Bücher und ein Quiz zum Thema ergänzen das Programm. Kinder ab dem Kindergarten dürfen sich für diesen Anlass bis am 20. Mai anmelden. Die Kinder werden von einer Bibliothekarin betreut, eine Begleitung durch die Eltern ist nicht vorgesehen. Der «Vorlesetag» in der Bibliothek Wettswil beginnt um 14.30 Uhr und dauert bis 16 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Zweiter Schweizer Vorlesetag Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) organisiert im Mai 2019 zum zweiten Mal nach 2018 den Schweizer Vorlesetag. Vorlesen ist die einfachste und wirksamste Form der Leseförderung! Regelmässiges Vorlesen schafft nicht nur Nähe, sondern unterstützt Kinder auch in ihrer Entwicklung. Kinder, denen täglich vorgelesen wird, haben einen grösseren Wortschatz und sie lernen leichter lesen und schreiben. Am 22. Mai werden in der ganzen Schweiz öffentliche Vorleseaktivitäten stattfinden und ein Zeichen für die Wichtigkeit des Vorlesens setzen. (pd.)

Die Nutzung von Strassen und öffentlichem Aussenraum Wie stellt sich Affoltern den Herausforderungen einer urbanen Mobilität? Siedlungsplaner Claude Schelling wird über die Nutzung von Strassen und den öffentlichen Aussenraum referieren. Das Pro Amt hat Claude Schelling, Architekt und Siedlungsplaner, für einen öffentlichen Vortrag im Anschluss an die GV vom 21. Mai gewinnen können. Er wird um 20 Uhr in der Buchhandlung Scheidegger über die Nutzung von Strassen und den öffentlichen Aussenraum referieren und auf weitere Themen aus seinem anregenden Buch «Begegnungsraum Strasse» eingehen. Er geht der Frage nach, wie der Verkehr in Siedlungen, in Innerortsoder Einfamilienhausquartieren usw. geführt werden kann. Er zeigt auf, wie durch geeignete Massnahmen (z.B. der zweigeschossigen Erschliessung) ganze Siedlungen oder Quartiere zu sicheren Fussgängergebieten werden können. Dabei ist ihm wichtig, dass in den autofreien Wohngebieten trotzdem jedes Haus mit dem Auto bequem erreicht werden kann. Dies steigert die Lebensqualität und die Sicherheit für die Bewohner – insbesondere für die Kinder – erheblich, wenn sie im

unmittelbaren Wohnbereich autonom spielen können und deren Eltern und Nachbarn sie von der Wohnung aus diskret beaufsichtigen können, ein wichtiger Sozialisierungsfaktor. Gleichzeitig ist mit dieser Massnahme eine starke Verdichtung möglich, denn auch im Knonauer Amt wird man um Verdichtung nicht herumkommen, wenn man die wunderbare Landschaft des Säuliamts in ihrer heutigen Form erhalten und schützen will.

Unter dem Motto «Perlen jiddischer Musik» veranstalten Antonia Nardone und die Violinistin Anna Sohn-Raaflaub eine musikalische Stunde voll Klezmer-Musik. Anna Sohn-Raaflaub, die in Riehen aufgewachsen ist, erhielt während zwölf Jahren an der Musikschule in Basel Unterricht bei der Violinistin Heidi Leisinger. Nach der Schulzeit hatte sie die Gelegenheit, ein weiteres Jahr bei Ulrich Lehmann in Bern Unterricht zu nehmen, um ihr Geigenspiel weiter zu entwickeln. Mit Freude und Engagement spielt sie regelmässig in guten Laienorchestern. Zudem tritt sie mehrmals jährlich solistisch oder in kleinen Kammermusikbesetzungen auf, oft zu Festgottesdiensten in der Kirche.

Traditionelle hebräische Lieder Im Konzert sind wunderbare und sehr interessante Bearbeitungen von bekannten und traditionellen hebräischen Liedern zu hören. Autoren wie Joachim Johow, Peter Przystanik, Philipp Tenta und Sarah Feigin haben zahlreiche traditionelle Klezmer-Stücke überliefert, bearbeitet, arrangiert und komponiert. Der Mirjambrunnen, Ein berühmter Jiddisch-Fiedler, Beigalach, Tumbalalaika sind nur einige der spannenden Musikstücke, die in dieser beschwingten Musikstunde «Perlen jiddischer Musik» zu geniessen sind. Die reformierte Kirchgemeinde Affoltern lädt zusammen mit den zwei Musikerinnen herzlich zur Matinée am Sonntag, 19. Mai, ein. Das Konzert

Spielt «Perlen jiddischer Musik»: Violinistin Anna Sohn-Raaflaub. (Bild zvg.) beginnt im Anschluss an den Gottesdienst, dazwischen wird ein Apéro offeriert. (pd.)

«Perlen jiddischer Musik», Frühlings-Matinée mit Klezmer-Musik. Sonntag, 19. Mai, 11.15 Uhr. Singsaal Zwillikon. Eintritt frei, Kollekte.

Einblicke ins Oratorium «Paulus» Der Singkreis Bezirk Affoltern lädt am 20. Mai zu einer öffentlichen Probe mit Werkeinführung. Mitte Juni führt der Singkreis Bezirk Affoltern an drei Konzerten das Oratorium «Paulus» von Felix Mendelssohn auf. Bis ein solches Werk aufgeführt werden kann, braucht es unzählige Stunden Proben – gemeinsam im Chor, aber auch alleine zu Hause. Interessierte Musikfreundinnen und

-freunde können am 20. Mai an der öffentlichen Probe mit Werkeinführung einen Einblick in die Probenarbeit unter dem Dirigenten Brunetto d’Arco gewinnen und das Werk kennenlernen.

Selber mitsingen Georges Descoeudres, Chormitglied und selber Kirchenhistoriker, wird eine religions- und kulturgeschichtli-

che Einführung in die Person des Paulus und seine Zeit geben. Brunetto d’Arco wird dem Publikum zusammen mit dem Chor die Musik des Oratoriums näherbringen. Wer selber gerne im Singkreis mitsingen möchte, kann am 19. August und 21. Oktober an einer offenen Probe teilnehmen. (pd.) Öffentliche Probe mit Werkeinführung: Montag, 20. Mai, 19:45 Uhr, kath. Pfarreizentrum Affoltern a.A.

Wohnungen über Autobahnen Claude Schelling hat aktuelle Vorschläge für das Überbauen von Autobahnen durch Wohnungen, Dienstleistungs- und Gewerbebauten usw. ausgearbeitet. Solche Autobahnüberbauungen tragen in einem erheblichen Mass zur Verdichtung überbauter Gebiete bei, befreien die Umgebung vom belastenden Autobahnlärm und benötigen kein zusätzliches Landwirtschaftsland. Das Pro Amt freut sich auf einen anregenden und diskussionsfreudigen Abend. Der Eintritt ist frei. (pd.) Begegnungsraum Strasse, städtebauliche Überlegungen zum öffentlichen Raum, Referat von Claude Schelling, Architekt und Siedlungsplaner, Dienstag, 21. Mai, 20 Uhr, anschliessend Diskussion, Buchhandlung Scheidegger, Affoltern

Der Singkreis Bezirk Affoltern führt im Sommer das «Paulus»-Oratorium auf. (Bild zvg.)


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Veranstaltungen

Dienstag, 14. Mai 2019

Die grössten Schweizer Patente

Tischlein deck dich

Starerfinder Stefan Heuss kommt nach Affoltern

Märchenkonzert in der Kirche Stallikon

Am Samstag, 25. Mai, tritt Stefan Heuss zusammen mit dem Multiinstrumentalisten Dide Marfurt in der Aula Ennetgraben in Affoltern auf. Eingeladen hat KulturAffoltern.

Am Mittwoch, 22. Mai, um 14 Uhr erklingt in der Kirche Stallikon die Orgel für grosse und kleine Kinder.

stahlbergerheuss, damals haben Sie beide gesungen und auf Instrumenten gespielt. Jetzt ist Dide Marfurt mit dabei. Treten Sie nun auch noch musikalisch in Erscheinung? Ja, fest! Deshalb macht mir dieses Programm solche Freude; weil die Musik wieder wichtiger geworden ist. Ich hab einerseits Dide dabei, der einfach alles kann und das auch zeigt. Einen Grossteil der Musik machen wir jedoch zusammen. Bei mir ist es so: Ich hab mich gewissermassen verabschiedet von richtigen Instrumenten. Ich mache sie nun mit Werkzeugen oder irgendwelchen «Grätli».

Stefan Heuss ist der legendäre «Erfinder vom Dienst» aus «Giacobbo/ Müller». Mit den Präsentationen seiner genialen Geräte wurde er zum Publikumsliebling. Es sind Erfindungen, die uns das Leben erleichtern sollen, wie beispielsweise das Antischnarchbett oder der Kinderwagenrüttler. KulturAffoltern hatte die Gelegenheit zum Interview. KulturAffoltern: Mein Favorit ist der Robifrost, mit dem man Hundedreck vereisen und notfalls zum Nachbarn zurückspedieren kann, von wo der Hund gekommen ist. Haben Sie den erfunden, weil Sie mal in Hundedreck getreten sind? Stefan Heuss: Ja, bin ich auch schon. Und dann bin ich ja im ersten Beruf Gärtner, da ist das der grosse Feind. Das ist dann wirklich nicht mehr so lustig, wenn man am Jäten ist am Strassenrand. Welche Ihrer Erfindungen ist Ihr persönlicher Favorit? Alle Erfindungen, die ich auf der Tour dabei habe, sind natürlich meine Lieblinge. Aber was ich im Moment sehr gerne zeige, ist ein pneumatischer Stöckelschuh für Frauen. Und der Kinderwagenrüttler? Ja, der ist immer dabei. Hat Ihre Tochter damit zu tun, dass Sie den erfunden haben? Ja, aber leider etwas zu spät. Es sind die meisten Sachen aus eigener Erfahrung entstanden, ausser jetzt vielleicht die Stöckelschuhe. Nun die obligatorische Frage: Wie entsteht so eine Erfindung? Das Rezept ist, dass es immer wieder anders ist. Meistens war ich unter Zeitdruck. Die meisten Sachen sind ja bei Giacobbo/Müller entstanden. Dort wusste ich, jetzt habe ich noch zirka drei Wochen Zeit, muss erst die Idee haben, dann das Konzept entwickeln, was man machen könnte, und dann muss ich noch eine Nummer daraus machen. Der Zeitdruck hat mir geholfen, mich zu entscheiden, einfach zu machen und nicht zu viel nachzudenken. Und dann gibt es Sachen, da hatte ich ein Material, das mir gefiel,

Zum Beispiel mit Nähmaschinen ... Nähmaschinen kommen sogar mehrere vor (lacht). Ja, das ist ein sehr wichtiger Teil.

Erfinder Stefan Heuss. (Bild zvg.) etwas das schwabbelt oder ein cooles «Maschineli» hat. Dann probiere ich aus, was man damit alles machen kann, und dann kommt mir eine Idee, wofür das auch noch gut sein könnte. Aber häufig ist es so, dass ich mir überlege: Für wen ist das jetzt? Ich möchte ja wirklich für die Leute etwas machen, das ihr Leben verbessert. Kommen auch Aufgabenstellungen von aussen? Manchmal auch, ja. Früher bei Giacobbo/Müller hat es das ganz selten mal gegeben, dass die Redaktion fand, man wolle jetzt eine Schneeballschlacht machen im Publikum, und dann war das ein klarer Auftrag, ein Gerät zu erfinden. Da haben Sie schon mit der Ping-PongMaschine vorgearbeitet ... Ja genau, das war der Vorläufer. Sind Sie handwerklich irgendwie vorbelastet? Genetisch bin ich etwas vorbelastet, mein Vater war Mechaniker, und ich habe ja eben Landschaftsgärtner gelernt, was auch ein handwerklicher Beruf ist. Gartenbau mache ich nicht mehr viel. Das Geschäft gibts auch noch, aber nur im sehr kleinen Rahmen. Früher habe ich auch Gartengestaltungen gemacht, mit «Baggerli» und so. In Affoltern sind Sie schon zweimal zusammen mit Manuel Stahlberger aufgetreten als

Malen und Tanzen im Sommer Kinder stecken voller Bewegungsdrang und Fantasie. Am Samstag, 25. Mai, von 9.30 bis 12.30 Uhr können sie diese im Familienzentrum Affoltern ausleben.

mente von Körper und Gehirn zu verbinden. An diesem Morgen erwartet die Kinder viel Spass und ein spielerisches, lustiges Übungsprogramm, das die Konzentration und Koordination fördert. (GS) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne

Tanzen fördert die Konzentration der unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail: Kinder, ihr Musikgefühl sowie das kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch Selbstvertrauen und die Empathie. entgegen. Weitere Informationen und das Das Malen wiederum ist der Ausdruck komplette Kursangebot sind zu finden auf der Kreativität und der Vorstellungs- www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. kraft. Beides zusammen wird den körperlichen und seelischen Bedürfnissen der Kinder gerecht. Die diplomierte Spielgruppenleiterin und Familientherapeutin Stefanie Wolf lässt am Samstag, 25. Mai, die Kinder ihre Bewegungsmöglichkeiten entdecken und kreativ sein, um die Ele- Malen fördert die Kreativität der Kinder. (Bild zvg.)

Woher kennen Sie Dide? Dide ist ein ganz alter Freund von mir. Früher, als er noch auf dem Mittelalter-Trip war, haben wir Mittelalter-Dinner-Spektakel gemacht zusammen. Eine Zeit lang war er mein Ukulele-Lehrer, in der stahlbergerheuss-Zeit. Dann haben wir uns aus den Augen verloren, und plötzlich, für dieses Projekt, ist er mir wieder in den Sinn gekommen. Bei Giacobbo/Müller waren Sie lange eine feste Grösse. Gibt es irgendein neues Fernsehprojekt? Ja, ich glaube, das kann ich verraten, es geht jetzt dann gleich los. Ich habe zum Kassensturz gewechselt, da zeige ich so einmal im Monat etwas. Es ist ein wenig anders dort; ich stelle Dinge vor, die es schon gibt, und ändere sie noch etwas ab. Das sollte Mitte Mai losgehen.

Warum ist eigentlich die Geiss im Märchen so gemein zu den drei Brüdern? Vielleicht finden die Gäste das beim Märchenkonzert in der Kirche Stallikon raus, vielleicht aber werden sie es nie erfahren. Was aber ganz sicher ist: Die drei Brüder traten danach eine spannende Reise an. Sie erlebten Freud und Leid, und zum Schluss wurden alle wieder vereint.

Erzählung mit musikalischer Begleitung Erzählt wird dieses Märchen von den Kolibri-Leiterinnen Anna Ruff, Nadja Wunderli und Judith Fries. Zum Märchenkonzert wird es durch die Unterstützung von Florian Engelhardt, der die Geschichte auf der Orgel lebendig werden lässt. Zwischen den Texten er-

Natürlich darf der Goldesel nicht fehlen. (Bild zvg.) klingen Lieder, bei denen die grossen und kleinen Kinder mitsingen, mittanzen und in die Geschichte eintauchen können. (pd.) Märchenkonzert am Mittwoch, 22. Mai, 14 Uhr, Kirche Stallikon. Anschliessend gibt es einen Zvieri. Eintritt frei, Kollekte.

Zeit mit Pferden verbringen

Am 25. Mai, von 9.30 bis 11.30 Uhr Am Samstag, 25. Mai, erhalten Kinder die Gelegenheit, den Umgang mit Pferden zu erleben und dabei verschiedenen Fragen auf den Grund zu gehen.

Interview: Ueli Rudolf, KulturAffoltern

und sind sehr intelligent und sensibel. So können sie beispielsweise Emotionen und die Körpersprache ihres menschlichen Gegenübers wahrnehmen und sich entsprechend anpassen. Pferde werden heute zudem für verschiedene Therapien und Unterrichtsformen eingesetzt und helfen Kindern, ihren eigenen Körper besser wahrzunehmen, sie in ihrem Selbstwert zu stärken, die Verantwortung zu übernehmen, die Konzentrationsfähigkeit zu fördern und die Verbundenheit mit der Natur wieder zu entdecken. Die erfahrene Sozial- und Reitpädagogin Pamir Demiriz leitet die Kinder an, kleine Aufgaben rund um das Pferd zu übernehmen und sich mit den Tieren vertraut zu machen. Ein schöner Ausritt und ein feiner Znüni runden diesen lehrreichen Vormittag ab. (GS)

Samstag, 25. Mai, 20.15 Uhr, Aula Ennetgraben,

Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne

Möchten Sie den Leuten noch etwas mitgeben? Ja, dass ich mich freue, wieder in Affoltern aufzutreten. Das ist überhaupt toll an diesem Projekt, dass ich wieder überall hingehen kann, wo ich schon war, und das Frühere fortführen kann. Giacobbo/Müller ist fertig. So hatte ich Zeit für Neues und auch gleich wieder grosse Lust, in die Hosen zu steigen, es war extrem stimmig, und das finde ich jetzt «würkli cool».

Von Pferden lernt man angeblich am meisten über sich selbst. Wie alle Tiere, leben die Pferde im Hier und Jetzt

Zwillikerstrasse 16, Eintritt 30 Franken / 15 Franken.

unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail:

Abendkasse und Bar ab 19.30 Uhr, Reservierung:

kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch

www.kulturaffoltern.ch, Vorverkauf: Buchhandlung Scheidegger, Obere Bahnhofstrasse 10A , Telefon 044 762 42 42.

Pferde können helfen, Kinder in ihrem Selbstwert zu stärken. (Bild zvg.)

entgegen. Weitere Informationen und das komplette Kursangebot sind zu finden auf www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

Réflexions Napolitaines

Konzert und CD-Taufe von Mariam Renno-Boccali Mariam Renno-Boccali, Musiklehrerin an der Musikschule Knonauer Amt, freut sich, ihre neue CD mit Kompositionen für Gitarre zu präsentieren. Initiant dieses Projektes ist der Komponist Antonio Grande. Er widmete Mariam Renno-Boccali seine «Réflexions Napolitaines». Diese Variationen über ein Thema von Giovanni Paisiello, erfolgreichster Opernkomponist des 18. Jahrhunderts in ganz Europa, wurden im klassischen Stil jener Zeit komponiert. Das Werk wurde in Neapel uraufgeführt und vor Kurzem als CD aufgenommen. Umrahmt von brillanten Tänzen, poetischen Liedern, Reiseerinnerungen und Träumereien, boten die «Reflexions Napolitaines» die Gelegenheit, ein buntes und lebhaftes Konzertprogramm zusammenzustellen. (pd.) Konzert am Samstag, 18. Mai, 18 Uhr, Saal der Musikschule Knonauer Amt, Obstgartenstrasse 1, Affoltern. Eintritt frei, Kollekte.

Virtuose Künstlerin an der klassischen Gitarre: Mariam Renno-Boccali. (Bild zvg.)


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Sport

Dienstag, 14. Mai 2019

«OL für Alle» als Familienplausch Rege Beteiligung am Orientierungslauf in Bonstetten

Marion Kuhn mit ihrer Stute Calahari. (Bild zvg.)

Pferdesport in Birmensdorf Im Namen des Kavallerievereins des Bezirks Affoltern finden auch dieses Jahr die Pferdesporttage in der Reitanlage Vogelsang in Birmensdorf statt. Am Samstag, 18. Mai, werden auf dem Sandplatz die Springprüfungen ausgetragen, gefolgt von den Vierkampfreitern, die am Sonntag, 19. Mai, um die vordersten Plätze reiten. (pd.) Weitere Infos unter www.kv-affoltern.ch.

Die OL-Gruppe Säuliamt führte am vergangenen Samstag einen «Orientierungslauf für Alle» durch. Angesprochen waren damit vor allem Anfänger, für welche die einfachen Bahnen den Einstieg in diese naturverbundene Sportart erleichterten. Daneben gab es auch anspruchsvollere Parcours für jene, die sich nicht zum ersten Mal in den Wald wagten. Es kamen vor allem Familien, die sich vom grauen Wetter nicht abschrecken liessen und fröhlich durch den Wald marschierten; daneben auch Einzelne, welche mit Orientierungslauf ihren Sportbedarf deckten. Insgesamt starteten 48 Teams respektiv Einzelpersonen in vier Kategorien, dazu liessen sich 12 Kinder vom Schnur-OL begeistern, der ebenfalls durch den Wald führte und mit Posten bestückt war. Die ersten drei jeder Kategorie sind hier vermerkt, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Zwischenresultaten können auf der Website der OLG Säuliamt eingesehen werden (www.olg-saeuliamt.ch).

Petrus hatte Erbarmen mit den Walkerinnen und Walkern Die Wetterprognose war schlecht und es regnete vormittags immer wieder. Um so erfreulicher war es, dass sich trotzdem einige Walkerinnen und Walker vom regnerischen Wetter nicht abhalten liessen und voller Begeisterung den Walking-OL bestritten. Die Ungezwungenheit

Der Orientierungslauf ist ein richtiger Familienplausch, da gibt es spannende Diskussionen über die richtige Routenwahl. (Bilder zvg.) und die Geselligkeit werden sehr geschätzt. Es gibt ständig während des Laufs Diskussionen, denn die gesuchten Posten sollen ja genau auf die Karte übertragen werden und auch bei der Auswertung wird ab und zu über den genauen Standort der Posten diskutiert. Severin Schmid setzt die Posten immer wieder so, dass es auch für Geübte zu einer neuen Herausforderung wird. Es ist Tradition, dass jeder, der zum 15. Mal den Walking-OL mitmacht, mit einem Glas Honig überrascht wird. Diesmal

Volle Konzentration zeigten die Teilnehmenden beim Walking-OL.

konnten damit sogar zwei Walkerinnen beschenkt werden. (pd.)

1. Helena Laasch, Wettswil, 2. Eliane & Sara van der

Rangliste Kurz:

1. Fin Burtscher, 2. Nils Hutmacher, 3. Coralie van

Helm, Hausen a.A., 3. Markus Bigler, Mettmenstetten Rangliste Schnur-OL

1. Michael und Noelia Büttcher, Bonstetten,

der HelmRangliste Einzel:

2. Coralie & Smilla & Maida, Hausen a.A., 3. Familie

1. Hans Spinner, Aeugst, 2. Doris Bachmann, Affol-

Christen, Mettmenstetten

tern a.A., 3. Marlies Pfister, Affoltern a.A.

Rangliste Mittel einfach:

Rangliste Gruppen:

1. Di Sisto, Knonau, 2. Max Kehrli, Rifferswil,

1. Ruth u. Melanie Eisenring, Bonstetten, 2. Maja,

3. Sophia Billeter, Mettmenstetten

Sabrina u. Patrick Berglas, Obfelden und Manuela

Rangliste Mittel schwierig:

Bucher, Verena Trindler u. Karin Peter, Hedingen, 4.

1. Konstantin Gürber, Zürich, 2. Thomas Scherer,

Marianne Feldmann, Wettswil u. Eva Giger, Stallikon,

Mettmenstetten, 3. Kathi Schweizer, Hedingen

5. Regina u. Ramona Kaiser, Bonstetten und Vroni

Rangliste Lang:

Büchi, Affoltern a.A.

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Wettkampferfolge für den WSCA

Piranha-Cup in Bremgarten Der Wassersportclub Albis reiste am vergangenen Samstag mit 23 Schwimmerinnen und Schwimmern nach Bremgarten. Mit 33 Einzel- und zwei Staffelmedaillen war der Wettkampf ein Riesenerfolg.

erreichte Luca Stutz aus Affoltern über 50 m Rücken den 2. und über 50 m Freistil den 3. Rang. Für Julian Stöckli aus Aristau gab es Gold (50 m Freistil), zweimal Silber (50 m Rücken, 50 m Brust) und Bronze (100 m Lagen).

Am Morgen waren die Schwimmerinnen mit Jahrgang 2006 und älter im Wasser unterwegs. Leonie Bollier aus Hedingen erreichte über 100 m Delfin, 100 m Rücken und 100 m Lagen jeweils den 1. Rang und über 100 m Freistil den 3. Rang. Für Melina Brem aus Ottenbach gab es Bronze über 100 m Lagen. Sophia Theiler aus Wettswil konnte sich über 100 m Rücken Bronze sichern. Auf dem 2. Rang beendete Iloy Lamers aus Buttwil die 100 m Delfin und 100 m Brust. Zudem erhielt er Bronze über 100 m Freistil, 100 m Rücken und 100 m Lagen. Eine weitere goldene Medaille ging an Yannic Petrovic aus Widen für seine Leistung über 100 m Delfin. Für ihn gab es zudem Silber über 100 m Rücken. Die 4x50-m-Freistilstaffel der Mädchen, bestehend aus Melina Brem, Sophia Theiler, Leonie Bollier und Leandra Dupont (Bünzen), schwamm sich erfolgreich auf den 2. Rang.

Zweimal Bronze (50 m Brust, 50 m Rücken) sicherte sich Luca Ruggeri aus Obfelden an seinem ersten Wettkampf. Tim Joller aus Muri gewann über 50 m Delfin Silber und über 50 m Freistil Bronze. Cédric Gurtner aus Jonen durfte sich über vier Silbermedaillen (50 m Delfin, 50 m Rücken, 50 m Brust, 50 m Crawl) und eine Goldmedaille (100 m Lagen) freuen. Die 4x50-m-Freistilstaffel der Jungen, bestehend aus Luca Stutz, Julian Stöckli, Tim Joller und Cédric Gurtner, konnte eine Silbermedaille gewinnen.

Junge auf Medaillenkurs Nachmittags waren auch die Schwimmerinnen mit Jahrgang 2007 und jünger auf Medaillenkurs. Alina Hindriks aus Oberlunkhofen bestritt ihren ersten Wettkampf und durfte sich gleich zweimal über Gold (50 m Rücken, 50 m Brust) und einmal Silber (50 m Freistil) freuen. Stolze Gewinnerin einer Goldmedaille über 100 m Lagen ist Lea Keller aus Muri. Bei den Jungs

Silbermedaille für Freistilstaffel

Alle erzielten persönliche Bestzeiten Leonie Bollier, Melina Brem, Sophia Theiler, Leandra Dupont, Iloy Lamers, Yannic Petrovic, Lea Keller, Tim Joller, Julian Stöckli und Cédric Gurtner kam die Ehre zuteil, im Final mitzuschwimmen. Teilnehmen durften die besten acht Schwimmer aus den Delfin-, Rücken-, Brust- und Freistilrennen. Ausgetragen wurde dieser Final über 100 m Lagen. Cédric Gurtner gelang es, sich den 3. Rang zu sichern und damit einen Pokal zu gewinnen. Alle Teilnehmenden, die leider keine Medaille gewinnen konnten, durften super persönliche Bestzeiten verbuchen. Herzliche Gratulation an alle Schwimmer und Schwimmerinnen des WSCA für ihren grossartigen Einsatz und Teamgeist! Alexia Voser


Sport

Dienstag, 14. Mai 2019

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FCWB rettet goldenen Punkt Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – FC Kosova ZH 1:1 (1:1) Gute Leistung: Michel Erni. (Archivbild)

Michel Erni klettert in die Top-20 Am Wochenende fand in Graz der zweite Jugend-Europacup der Saison statt. Michel Erni zeigte eine stark Leistung. Am Start dieses Boulder-Wettbewerbes waren in den Kategorien Juniorinnen/Junioren sowie Jugend A und B insgesamt 328 Athletinnen und Athleten aus 30 Ländern, darunter auch acht Damen und neun Herren aus der Schweiz. Für das Regionalzentrum Zürich startete bei den Herren Jugend A Michel Erni (Affoltern). Er zeigte eine starke Qualifikation. Erni konnte fünf von acht Boulderproblemen toppen und erreichte sieben der acht Zonengriffe. Damit kletterte er auf Rang 17 und verpasste den Final der besten zehn relativ knapp. Von den Schweizer Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreichte zwar niemand den Final, doch einige Athletinnen und Athleten waren nahe dran. Das beste Schweizer Resultat erreichte Anja Köhler (Wila) vom Team Herkulis. Sie kletterte bei den Damen Jugend B auf den zwölften Rang. Ihr fehlte für die Finalteilnahme nur ein weiteres Top. Hannah Hermann (Luzern) wurde bei den Juniorinnen 14., Louis Guignard (Zürich) vom Team Montis boulderte bei den Herren Jugend A ebenfalls auf Rang 14 und Nino Grünenfelder (Baar) erreichte bei den Junioren Rang 15. (mrh) Auszug aus der Rangliste Herren Jugend A (U18): 1. Rang: Eliot Barnabe (FRA) 2. Johannes Hofherr (AUT) 3. Lasse Von Freier (GER) ... 17. Michel Erni (SUI; Regionalzentrum Zürich; Affoltern) 37. Vivian Fumeaux (SUI; Pont-de-la-Morge; Sion). Total 67 Teilnehmer.

WB bewahrte zwar seine Ungeschlagenheit in diesem Jahr, zu mehr als einem hartumkämpften Remis reichte es gegen den exzellenten Gegner aber nicht. ................................................... von kaspar köchli Im Duell FC Wettswil-Bonstetten gegen FC Kosova trafen zwei formstarke Teams aufeinander. Beide überzeugten zuletzt mit klaren Siegen. Die Ämtler fertigten auf der Allmend Brunau Red Star mit 5:1 ab und die Stadtzürcher bezwangen Linth sicher 3:1. Während Kosova (6.) in den verbleibenden Spielen unbeschwert auftreten kann, sieht die Konstellation beim zweitrangierten WB anders aus. «Zuhause wollen wir per se ja immer gewinnen», versuchte WB-Teammanager Marc Enskat den Spielern Druck zu nehmen.

Intensives, sehr faires Spiel Von Beginn weg wurde den 230 Zuschauern toller Fussball geboten, obschon es lange beidseits an Torchancen mangelte. Die technisch hochversierten Gäste kamen nach einer Viertelstunde zu zwei aufeinanderfolgenden Eckbällen, die schon deutlich mehr als einen Hauch Gefährlichkeit heraufbeschworen. Kurz darauf handelte sich WB-Verteidiger Rüegger mit hartem Einsteigen eine gelbe Karte ein und musste fortan mit Bedacht die Zweikämpfe bestreiten. Später folgte die erste sehr gute Gelegenheit der Heimischen. Der stark spielende Dzelili luchste am Flügel einem Verteidiger den Ball ab und passte scharf zur Mitte, wo Lugo um Zentimeter seinen 20. Saisontreffer verpasste. WB war jetzt das leicht aktivere Team und vermochte mit seinem Pressing die Kosova-Defensive zu beunruhigen. In deren Reihen stand mit dem jungen Fernandez allerdings ein auf-

Kurz vor dem Pausenpfiff trifft WBs Marjanovic (vorne rutschend) aus spitzem Winkel zum 1:1. (Bild Kaspar Köchli) merksamer Torwart, der die Abschlussversuche von Marjanovic und Dzelili gekonnt entschärfte. Und plötzlich brannte es gegenüberliegend im WB-Hoheitsgebiet, als Weller den Ball aus vielversprechender Position neben das Gehäuse hämmerte. Besser machte es darauf Bushati (40. Minute), der den Gastklub aus dem Gewühl heraus mit strammem Schuss fulminant in Führung schoss. WB blieb relativ gelassen und kam seinerseits zu zwei Einschussmöglichkeiten. Eine Schlüsselszene ereignete sich in der 44. Minute. Der rotschwarze Abwehrspezialist Todzi lenkte einen Gewaltschuss in extremis zur Seite, den Gästen blieb dabei der 2:0-Torjubel im Hals stecken. Praktisch im Gegenzug schlug Brüniger einen Freistoss über die Kosova-Abwehrreihe. Marjanovic sprintete klug und mit seiner ganzen Routine an den hinteren Pfosten und vollstreckte zum 1:1-Ausgleich. Die Gäste stürmten bei Wiederanpfiff richtiggehend aus der Kabine, im Wissen, nichts verlieren zu können. Das machte es den Rotschwarzen nicht

Tolles Trainingslager der LV Albis Für das Trainingslager im Frühling hatte die LV Albis mit Leibnitz in der Südsteiermark einen neuen Austragungsort gefunden. Leibnitz liegt 40 km von Graz und unweit von der slowenischen Grenze entfernt. Im Volksmund wird die Gegend auch die steirische Toskana genannt. Die LV Albis traf mit dem JufaSporthotel, vier Sprintbahnen von 35 m im Hotel, Turnhallen und Krafträumen hervorragende Trainingsbedingungen an. Die SU Kärcher Die LV Albis traf in der Südsteiermark hervorragende Trainingsbedingungen an. (Bild zvg.) Leibnitz (Sportunion) unterstützte die LV Albis in organi- 42.78 m die Wurfdisziplin «Vortex» Albis mit einer knappen Sekunde Vorsatorischer Hinsicht und gab den Ath- (Heuler) überlegen. sprung für sich entscheiden konnte. leten der LV Albis die Möglichkeit, am Am letzten Abend hörten alle ein Nachwuchsopening und an den steiriaufschlussreiches Referat über die schen Langstaffelmeisterschaften teil- Zuversicht für nächste Wettkämpfe Kommunikation zwischen Trainern zunehmen. Cyrill Kaufmann (U16) Bei den 5 x 80 m Staffeln frei erzielten und Athleten. Zusammenfassend war konnte bei drei von vier Disziplinen die Mädchen der U14 trotz schlechtem es ein sehr erfolgreiches Trainingsdas Podest mit dem 1. Rang im Weit- Wechsel bei der dritten Übergabe lager, das zuversichtlich stimmt, dass sprung, dem 2. Rang über 100 m und einen überlegenen Sieg. In der 3 x 600 die Athletinnen und die Athleten der dem 3. Rang im Kugelstossen bestei- m Staffel mit Flurina Köthe, Irina Baer LV Albis die gute Form in den Wettgen. Nina Huber (U16) erzielte über und Joy Schuster gab es zwischen der kämpfen der nächsten Wochen umset100 m den sehr guten zweiten Rang. LV Albis und der KSV Alutechnik ein zen werden. Nadira Pereira (U14) gewann mit spannendes Rennen, welches die LV Roland Schuster

einfach. Jedoch konnten sie aus der Situation heraus plötzlich auf Konterattacken setzen, diese blieben aber in der Endausführung zu ungenau.

Kosova dem Sieg näher Jedenfalls waren es die Stadtzürcher, die intensiv am Erfolg schnupperten. Zum Beispiel nach einer Stunde, als Sulimani brillant Weller einsetzte, der seinen Schuss knapp zu hoch ansetzte. Oder gleich darauf, als WB-Keeper Baumgartner einen Flankenball ungewohnt fallenliess, sein Missgeschick mit einer Parade aber wieder ausbügelte. Die Heimischen kamen nur noch sporadisch in den gegnerischen Strafraum und mussten schlussendlich froh sein, den einen Zähler behalten zu dürfen. «In der ersten Halbzeit lag für uns mehr drin», befand WB-Trainer Oswald, «da hätten wir effizienter sein müssen.» Und sein Antipode, KosovaTrainer Osmani, fasste zusammen: «Das war ein gutes Spiel. Es war offensichtlich, dass wir Spitzenteams ebenbürtig sein können. Aufgrund unserer

starken zweiten Hälfte schmerzt das Unentschieden ein bisschen.» Mit dem goldenen, weil eher glücklichen einen Punkt bleiben die Chancen vom FCWB intakt. Als Zweiter, einen Punkt vor Tuggen, kann er immer noch aus eigener Kraft die Aufstiegsspiele erreichen. In der nächsten Runde spielen die Ämtler in Baden gegen den Leader und zuletzt zuhause gegen St. Gallen II. Um die Promotion kämpfen dürfen letztlich die zwei besten der drei Erstliga-Gruppen sowie die zwei besten Drittplatzierten. Ebenfalls auf der Erfolgswelle reitet die zweite Mannschaft von WB (2. Liga). Als Aufsteigerin liegt sie nach 21 Spielen mit 44 Punkten überragend auf Rang zwei, bereits fünf Zähler vor dem drittplatzierten Seefeld und acht hinter dem enteilten Lachen-Altendorf. Sportplatz Moos, 230 Zuschauer, WB – Kosova 1:1 (1:1), Schiedsrichterin Schmölzer. Baumgartner, Studer, Todzi, Brüniger, Rüegger; Peter, Schneebeli, Miljkovic (65. Capone), Dzelili (90. Heini), Marjanovic (75. Mollet), Lugo. 40. Bushati 1:0, 45. Marjanovic 1:1.

Pflicht erfüllt!

3. Liga: FC Oberrieden – FCA 0:4 (0:2) Zwei Tore in Durchgang eins und ein Doppelpack von Sportchef Bilic in der zweiten Halbzeit reichten dem FCA zu einem nie gefährdeten Sieg gegen zahnlose Oberriedner. Die Ämtler beherrschten im Match gegen Oberrieden während der ganzen Spielzeit das Geschehen – eigentlich hätte die Torausbeute deutlich höher ausfallen sollen. Der Tabellenletzte aus Oberrieden war an diesem Nachmittag nicht in der Lage, die FilipovicElf ernsthaft zu gefährden und somit rückt der Abstieg immer näher. Obwohl es beim FCA nicht mehr wirklich um viel ging, übernahmen sie von Anfang an das Spieldiktat und kreierten Spielkombinationen im Minutentakt. Das Ganze war zwar ganz schön anzusehen, nur fehlten dabei das Tempo, die Gradlinigkeit und vor allem die Genauigkeit. Die Gäste mühten sich mehr als eine halbe Stunde ab, ehe ein abgefälschter Distanzschuss von Ramljak den Weg via Innenpfosten ins Gehäuse der Seebuben fand. Kurze Zeit später beim 0:2 war wieder ein Oberriedner als Letzter am Ball. Ein Befreiungsschlag der Blauweissen prallte an den Rücken eines Mitspielers und von dort direkt in die Maschen. Hätte man zu den glücklichen Treffern, welche unter gütiger Mithilfe der Einheimischen zustande kamen auch die guten, selbst erarbeiteten Chancen verwertet, wäre das Spiel bereits bei Halbzeit entschieden gewesen.

Auch wenn die jungen Akteure des Tabellenletzten nach der Pause etwas besser in die Partie fanden, so richtig wehtun konnten sie den «Säulis» auch in der zweiten Halbzeit nicht. Im Gegensatz zum Spielgeschehen vor dem Tee tauchten die Hausherren nun öfters vor dem FCA-Gehäuse auf und es brauchte die ganze Aufmerksamkeit des zuvor kaum beschäftigten Steiner, um ein Gegentor zu verhindern.

Entscheidung durch Bilic Die Gäste vertrauten auch in der Folge auf ihren Kombinationsfussball. Nebst trickreichen Einlagen waren die Angriffe nun auch von Erfolg gekrönt. Nach einem Ball über die Abwehrreihe setzte Bilic geschickt seinen Körper ein und vollendete routiniert zur Entscheidung. Nur kurze Zeit später durfte der gleiche Spieler nochmals jubeln. Nach Vorlage von E. Shala zappelte sein Schuss unhaltbar im Netz. In den letzten zwanzig Minuten änderte sich nichts mehr und die Partie wies zum Schluss schon beinahe Trainingscharakter auf. Das Resultat tut zwar gut, gegen den FC Hausen braucht es aber im Derby eine Temposteigerung. (hw) Sportplatz Etzliberg, 60 Zuschauer; FCA: Steiner, Luchsinger (Fedier), Scicchitano, Tustonja, Steigmeier (Arsic), Ramljak, E. Shala, Markanovic, Bilic, Rama (V. Shala), Stähli (C. Antenen). Tore: 31. Ramljak 0:1, 38. ET 0:2, 73. Bilic 0:3, 75. Bili 0:4.


Veranstaltungen Vortrag – Gift in Ihrer Körperpflege! Nutzen Sie die Gelegenheit, mehr über die Giftstoffe in Ihren Körperpflegeprodukten zu erfahren und welche Auswirkungen diese auf Ihre Gesundheit haben.

Donnerstag, 16. Mai 2019, von 19.30 bis 21.00 Uhr

Mettmenstetten, Gemeindehaus – Giebelzimmer Info/Anmeldung unter www.gsundundzwaeg.ch Marianne Schumacher, Tel. 044 761 31 63

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Generalversammlung Am Mittwoch, 15. Mai 2019, 19.30 Uhr, im Restaurant Post, Ottenbach

Flickatelier GsE Kaputte Kleider flicken statt fortwerfen? Im Flickatelier GsE ist das möglich. Es gibt nichts, das Litaf nicht flicken kann und danach erst noch schön aussieht. Sie ändert deine Kleider nach Wunsch. Vorhänge kürzen gehören auch in ihr Repertoire, Übergewänder flicken ist für sie kein Problem. Vorhänge nähen und andere Änderungswünsche macht sie gerne für dich. Darum bring ihr deine kaputten, zu grossen, zu engen Kleider oder andere Änderungswünsche und wir versuchen eine Lösung zu finden. Das Flickatelier ist am Mittwochmorgen von 9.00 – 11.00 Uhr und Freitagnachmittag von 14.00 – 16.00 Uhr geöffnet. Treffpunkt GsE Alte Dorfstrasse 1b 8910 Affoltern am Albis 076 651 89 10 / www.gse-affoltern.ch / info@gse-affoltern.ch

Traktandenliste: 1. Begrüssung 2. Wahl der Stimmenzähler 3. Abnahme Protokoll der 34. ord. GV vom 17. Mai 2018 4. Jahresbericht des Präsidenten 5. Jahresrechnung 2018 6. Bericht der Kontrollstelle 7. Entlastung der Verwaltung 8. Stand Projekt: Ausbau Glasfasernetz (G4F) 9. Budget 2018 10. Wahlen 11. Anträge 12. Verschiedenes Die Akten können unter info@goo.ch elektronisch angefordert werden. Allfällige Anträge sind 10 Tage vor der GV bei der Geschäftsstelle der GOO einzureichen.

Fahrzeuge Kaufe Autos Busse, Lieferwagen, Jeeps, Wohnmobile & LKW. Barzahlung. Telefon 079 777 97 79 (Mo–So)

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