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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 35 I 174. Jahrgang I Dienstag, 5. Mai 2020

Zwei neue Trakte

Der Regierungsrat beantragt 80,6 Mio. Franken für den Ausbau der Kanti Limmattal. > Seite 3

Erst im September

Obfelden verschiebt die für den 4. Juni vorgesehene Gemeindeversammlung. > Seite 5

Tag der Hebammen

Auch Ämtler Hebammen fordern Anerkennung und Unterstützung sowie Förderung. > Seite 6

Hungrige Igel

Die lange Dürreperiode hat zu einem reduzierten Nahrungsangebot geführt. > Seite 6

Wer übernimmt in Obfelden das Gemeindepräsidium? Rücktritt von Thomas Ammann: Gemeinderatsmitglieder ohne Ambitionen Weil ihn der Regierungsrat als Rektor ans Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri (bwz) berufen hat, tritt Thomas Ammann vorzeitig als Obfelder Gemeindepräsident zurück und zieht weg. Eine Nachfolge ist noch nicht in Sicht.

Ammanns Rücktrittsankündigung auf Ende der Sommerferien liegt ja erst ein paar Tage zurück – zu wenig Zeit, um hier schon Antworten zu erhalten. Gemäss einer Umfrage haben die amtierenden Gemeinderatsmitglieder Christoph Kobel (Finanzen/Vizepräsident), Franziska Marty (Gesundheit/ Alter), Isabelle Egger (Soziales/Jugend), Werni Kurt (Schulpräsident) und Marcel Schönbächler (Tiefbau/Umwelt) keine Ambitionen, das Präsidium zu übernehmen. Stephan Hinners (Hochbau/Liegenschaften) kann und will die Frage noch nicht beantworten. Falls der Bezirksrat nicht anders entscheidet, wird Christoph Kobel bis zum Wahltermin am 27. September 2020 die präsidialen Geschäfte leiten.

von werner schneiter Die Wahl im Kanton Uri durchkreuzt die ursprünglichen Pläne von Thomas Ammann. Seinen Rücktritt als Gemeindepräsident plante er ursprünglich bei den ordentlichen Wahlen im Jahr 2022 – nach zwölfjähriger Amtszeit und nach insgesamt über 20 Jahren in der Obfelder Exekutive. Nun tritt der 47-Jährige die neue Stelle im Kanton Uri am 1. August 2020 an und verlässt den Gemeinderat nach den Sommerferien. Das Rücktrittsgesuch liegt derzeit beim Bezirksrat in Affoltern. Die Gemeinde verlässt er Richtung Schattdorf mit durchwegs positiven Gedanken, wie er im Gespräch mit dem «Anzeiger» betont. Dabei stützt er sich nicht nur auf die ausgesprochene Kollegialität in der Behörde, sondern auch auf wichtige Sachgeschäfte, die in seine Amtszeit fielen. In erster Linie nennt Ammann das überzeugende kantonale Ja zum Autobahnzubringer, das nach aussergewöhnlichem Engagement der Bevölkerung und einer IG Tatsache mit guter Kampagne wurde.

Kommt es erneut zu einer stillen Wahl?

Verlässt sein Domizil an der Rigistrasse in Obfelden Richtung Schattdorf UR mit positiven Gedanken: Gemeindepräsident Thomas Ammann. (Bild Werner Schneiter) Das ist Geschichte, auch wenn der Zubringer noch nicht realisiert ist.

Naheliegend ist natürlich die Frage, wer seine Nachfolge antreten wird.

Nach Mirjam Heinemann von der FDP, die derzeit Vorsitz der Interparteilichen Konferenz (IPK) innehat, soll das Gremium noch in diesem Monat zu einer Sitzung eingeladen werden. Ob sich dann der Nebel lichten wird? Ziemlich klar ist nur, dass Obfelden keine rüden Wahlkämpfe erleben wird, wie das in den 1980er- und 90er-Jahren der Fall gewesen ist. Bei den letzten Wahlen 2018 wurde der Gemeinderat sogar in stiller Wahl gewählt. Und das Präsidium am 27. September 2020?

Die Begleitung intensiviert

Besitzerinnen und Besitzer von ZVV-Abonnementen erhalten eine Entschädigung, weil sie ihr Abo aufgrund der Coronakrise nicht wie gewohnt nutzen konnten.

Am 11. Mai dürfen die Kinder und Jugendlichen wieder zur Schule. Im Kanton Zürich allerdings maximal in Gruppen à 15 Personen.

Zwischen den verschiedenen Vorgaben und Weisungen von Bund, Kanton und Verbänden bahnt sich das Werk- und Wohnhaus zur Weid in Rossau seinen Weg durch die Coronakrise.

Ab dem 11. Mai gilt im ZVV grösstenteils wieder der reguläre Fahrplan. Gleichzeitig sind Reisen mit den Verhaltensempfehlungen für den öffentlichen Verkehr wieder besser möglich. Fahrgäste, die ihr Abo in den Wochen zuvor nicht wie gewohnt nutzen konnten, entschädigt die Schweizer ÖV-Branche mit insgesamt über 100 Millionen Franken. Die persönlichen ZVV-Jahresabonnemente werden einmalig und automatisch um 15 Tage verlängert. Es ist somit kein Gang zum Schalter notwendig. Voraussetzung für eine Verlängerung ist, dass das Abonnement am 10. Mai 2020 gültig ist. Entschädigt werden auch Inhaber eines übertragbaren Jahresabos. Personen, die am 17. März ein gültiges ZVV-Monatsabonnement besassen, erhalten 15 Prozent Rabatt auf den Preis ihres nächsten Monatsabos.

Eine gute Strategie für den stufenweisen Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht – so lautet für die Schulen im Knonauer Amt in diesen Tagen die grosse Herausforderung. Dabei gilt es einiges zu bedenken, von gestaffelten Unterrichtszeiten über die durch den Lockdown verursachten unterschiedlichen Lernstände bei den Schülern bis hin zum Schulbus-Betrieb und der intensiveren Reinigung von Türklinken, Handläufen und Toiletten. Parallel zum Präsenzunterricht müssen die Lehrpersonen weiterhin Aufgaben für den Fernunterricht vorbereiten. Wenn die Anzahl der präsenten Schüler reduziert wird, heisst das ja auch, dass die anderen alternierend weiterhin zu Hause lernen.

> Bericht auf Seite 3

Für jeden seine eigene Pfeife Pfeifenraucher lieben das Exklusive. Roman Peter, einer der letzten Pfeifenbauer im Land, stellt für jeden Geschmack Pfeifenunikate her. «Pfeifen sind meine Leidenschaft», sagt Roman Peter. Man glaubt es ihm, stellt er doch in seiner Werkstatt in Affoltern in präziser Handarbeit seit mehr als 25 Jahren Pfeifen für jeden Geschmack her. Einen Tag lang sägt, feilt, schleift und färbt er an einem Pfeifenunikat. Alle Pfeifen entstehen aus der Wurzelknolle eines baumförmigen Heidestrauchs, der im Mittelmeerraum wächst. Dieses Bruyèreholz verfügt über ideale Eigenschaften für den Pfeifenbau. Rund 50 solcher Pfeifen stellt Peter pro Jahr her. Daneben bringt er auch vorkonfektionierte Pfeifen in die endgültige Form. Und er repariert auch gebrauchte Pfeifen, teils alte Stücke, die mehrere hundert Jahre alt sein können. Hierfür kann er auf ein riesiges Lager von Originalteilen zurückgreifen, die er im Lauf der Jahre in alten Pfeifenmanufakturen zusammengekauft hat. Aus rund 30 000 Mundstücken findet er das passende Teil für jede Pfeife. Neben Pfeifen verkauft Roman Peter in seinem Geschäft in Affoltern auch diverse Tabaksorten und -mischungen nach Geschmack, edle Zigarren sowie Whisky.

> Bericht auf Seite 7

> Weiterer Bericht auf Seite 5

ZVV-Abonnenten Ämtler Schulen Der Spitaldirektor werden entschädigt machen sich bereit geht Ende Monat

Das Anstellungsverhältnis mit CEO Michael Buik werde in gegenseitigem Einvernehmen per Ende Mai 2020 aufgelöst. Das haben das Spital Affoltern und das Pflegezentrum Sonnenberg in einer gemeinsamen Mitteilung verkündet. Mit der letzten Delegiertenversammlung des Zweckverbandes vom kommenden Donnerstag werden sie zu zwei unabhängigen Körperschaften.

Das Umfeld zieht sich zurück, Besucher dürfen nicht kommen und selbst der Kontakt mit den nächsten Bezugspersonen muss sich weitgehend auf elektronische Kanäle beschränken. Das «Social Distancing» der vergangenen Wochen hat allen zugesetzt. Für Menschen mit psychischen Krankheitsbildern muss die Situation noch viel belastender sein. Die Bewohner und Mitarbeiter des Werkund Wohnhauses zur Weid in Rossau haben die Ausnahmesituation bisher hervorragend gemeistert. «Trotz physischer Distanz ist der Gesamtbetrieb zusammengewachsen», sagt Geschäftsleiter Marco Mutzner. Erreicht wurde dies durch intensive Begleitung. So wurden vermehrt Einzelgespräche gesucht. (tst.)

> Bericht auf Seite 6

> Bericht auf Seite 9

Michael Buik verlässt das Spital Affoltern per Ende Mai. (Archivbild)

Pakete-Rekord

Trotz Schutzmassnahmen hat die Post am 28. April 889 000 Pakete verarbeitet. > Seite 7

Dorfplatz 2, 8913 Ottenbach

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Schluss des Konkursverfahrens Die konkursamtliche Liquidation über den Nachlass von Aurelio Papa, geb. 30. Mai 1939, gest. 18. Januar 2019, Staatsangehörigkeit: Italien, wohnhaft gewesen in 8908 Hedingen ZH, ist durch Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern, Einzelgericht, vom 27. April 2020 als geschlossen erklärt worden. Affoltern am Albis, 28. April 2020 Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 8910 Affoltern am Albis

Betreute Sammelstelle Chratz offen Verlängerte Öffnungszeiten am Samstag, 9. Mai 2020 von 7.30 bis 12.00 Uhr Zum Schutze der Kunden und Mitarbeiter werden besondere Massnahmen vorgesehen.

Tot ist überhaupt nichts: Ich glitt lediglich über in den nächsten Raum. Ich bin ich, und ihr seid ihr. Warum sollte ich aus dem Sinn sein, nur weil ich aus dem Blick bin? Was auch immer wir füreinander waren, sind wir auch jetzt noch. Spielt, lächelt, denkt an mich. Leben bedeutet auch jetzt all das, was es auch sonst bedeutet hat. Es hat sich nichts verändert, ich warte auf euch, irgendwo sehr nah bei euch. Alles ist gut. In Gedanke bi dir

Gemeindeverwaltung Hausen am Albis

Dietrich Bonhoeffer

HERZLICHEN DANK Abschied nehmen von einem geliebten Menschen hinterlässt Trauer und eine schmerzliche Lücke, aber auch Dankbarkeit und kostbare Erinnerungen.

Patrick Berglas

19. 12. 1968 – 1. 5. 2020

Euse liebi Schatz und Papi het sini Auge für immer zue gmacht. Mir sind tüüf truurig, chönd fascht nöd schnufe ... mir träged dini Liebi ganz tüüf i eusem Herze. Du bisch mini grossi Liebi, s’Beschti wo mir passiert isch … zäme sind mir unbezwingbar und so starch. Mir händ alli überholt … Jetzt bisch du vorusgradlet und ich mag dir nöd na … aber weisch was, ich fahre wieter – eleige im Wind – mit dim Pulsschlag i mim Herze und dinere Chraft i mine Bei … solang, bis ich dich wieder ufgholt han. Ewigi Liebi für eus zwei. Dini innig liebendi Maja Wänn mir in Nachthimmel ufelueged gsehnd mir dich, liebe Papi, du bisch de hellschti Stern und wachsch vom Himmel obenabe wieter über eus. Dini zwei Meitli Jessica und Sabrina

Maja Berglas-Spillmann mit Jessica und Sabrina Ruth Berglas Aghörigi und Fründe

Ab Samstag, 16. Mai 2020 gelten wieder die normalen Öffnungszeiten: Samstag von 8.00 bis 11.00

Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag, Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Wir sind überwältigt von der grossen Anteilnahme, die uns beim Heimgang von

Hans Schneebeli-Suter entgegengebracht wurde. Im Namen aller Angehörigen bedanken wir uns herzlich für die vielen Zeichen der Verbundenheit und Wertschätzung. Durch die gegebenen Umstände konnten wir leider nur im kleinsten Rahmen Abschied nehmen. Wir danken Pfarrer Thomas Müller für die würdige und persönlich gestaltete Feier. Danke sagen wir allen, die Hans während seines Lebens in Liebe und Freundschaft begegnet sind und ihn auf seinem Weg begleitet haben.

Die Trauerfamilien

Zwillikon, im Mai 2020

Mir händ eus vo eusem Liebschte verabschiedet. Gilt als Leidzirkular. Maja Berglas-Spillmann mit Jessica und Sabrina, Alte Schulhausstrasse 30, 8912 Obfelden

Denkmalschutz Liegenschaft Ausserdorfstrasse 25/27, Vers.-Nr. 59, Kat.-Nr. 1180 (Inv.-Nr. VI/123) Entlassung aus dem Inventar

Wenn ihr mich sucht, sucht mich in eurem Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, dann bin ich bei euch. Wir haben Abschied genommen von unserer Mutter, Grossmutter und Urgrossmutter Wenn Du bei Nacht in den Himmel schaust, wird es Dir sein, als leuchten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können. Und wenn Du Dich getröstet hast, wirst Du froh sein, mich gekannt zu haben.

Betrifft 8933 Maschwanden

(Antoine de Saint-Exupéry)

Unterschutzstellung Der Gemeinderat hat am 28. April 2020 beschlossen: Das Gebäude Vers.-Nr. 59, Kat.-Nr. 1180, Ausserdorfstrasse 25/27, Maschwanden, welches im Inventar der schützenswerten Gebäude von kommunaler Bedeutung der Gemeinde Maschwanden mit der Inventar-Nr. VI/123 ist, wird aus dem Inventar entlassen bzw. nicht unter Schutz gestellt.

Traurig nehmen wir Abschied von meiner geliebten Ehefrau, Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Schwester

Einsichtnahme Der Beschluss kann während der Rekursfrist zusammen mit dem Inventarblatt und dem Gutachten vom 15. Mai 2019 nach Voranmeldung auf der Gemeindeverwaltung, Dorfstrasse 54, 8933 Maschwanden, während den Öffnungszeiten eingesehen werden. Alternativ können diese Unterlagen auch auf der Homepage «www.amtliche-nachrichten.ch/maschwanden» eingesehen werden. Rechtliche Hinweise und Fristen Publikation nach Planungs- und Baugesetz (PBG). Gegen diesen Beschluss kann, von der Mitteilung an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich, innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden (§ 329 PBG, § 19 Abs. 1 VRG i.V.m. § 20 Abs. 1 VRG). Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Rechtsmittelfrist Frist: 30 Tage Ablauf der Frist: 1. Juni 2020 Meldungen für Unterschutzstellungen haben eine Rechtsmittelfrist von 30 Tagen.

Felicitas Vollenweider-Hawel 1. 3. 1937 - 30. 4. 2020 Im Beisein deiner Kinder durftest du in Würde und innerem Frieden für immer deine Augen schliessen. Wir gedenken deiner in Liebe und Dankbarkeit.

Astrid Menga Ingold-Candrian * 12. 1. 1944

Sylvia und Glenn Oskar und Haidecel, Alisha, Jeremiah Rolf und Nicole, Nicola, Miria Pierina und Florian, Henry, Ilay Martin und Barbara, Viviane, Sharuch Verwandte und Freunde

† 27. 4. 2020

Völlig unerwartet ist sie von uns gegangen.

In stiller Trauer: Werner Ingold Christian Hausner & Stephanie Raschle mit Yamina und Thiemo Christine & Bernhard Häberle Gisela & Jürg Sidler-Ingold mit Kindern Verwandte und Freunde

Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Stiftung Spital Affoltern, Palliativ Station, 8910 Affoltern a.A. Konntonummer 85-391373-1 / IBAN CH44 0900 0000 8539 1373 1 Traueradresse: Rolf Vollenweider, Winterliäckerstr. 13, 5632 Buttwil

Die Urnenbeisetzung hat aus aktuellen Grüden im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Affoltern am Albis stattgefunden. Traueradresse: Werner Ingold, Jonentalstrasse 16, 8910 Affoltern am Albis Es werden keine Trauerzirkulare versandt.

Meine Lieben Wenn ihr dieses Schreiben in der Hand haltet, werde ich nicht mehr unter euch sein. Ich habe meinen Weg gefunden. Aber ich möchte noch ein paar Worte an euch richten: Ich war sehr glücklich mit euch, meinen Kindern, und mein Leben wäre ohne euch nicht so erfüllt gewesen. Schön finde ich vor allem, dass ihr so zusammenhaltet und ich hoffe, dass das so bleibt. Ich danke euch für euer Dasein. Das gilt auch für eure Partner, meine Enkel, Urenkel und sonst allen Liebgewonnenen in meinem Umfeld. Auch möchte ich den ehemaligen Schulbuskindern, die jahrelang mit mir gefahren sind, sowie deren Eltern, der ganzen Lehrerschaft und Schulpräsidenten danken, die mir über viele Jahre ihr Vertrauen geschenkt haben. Im Weiteren danke ich auch allen Behinderten, Pflegebedürftigen und Kindergärtnern, die ich lange Zeit begleiten durfte. Dies war eine schöne Aufgabe für mich. Leider war dann plötzlich alles vorbei, als Oskar meine komplette Aufmerksamkeit und Betreuung brauchte. Danken möchte ich auch Rosmarie, meinem Mittagstisch und allen, die mir im Senevita ihre Freundschaft entgegengebracht haben. Auch allen anderen, die mir während einer Wanderung, beim Musizieren und anderen Aktivitäten irgendwann ein Lächeln geschenkt haben, möchte ich danken. Vielen Dank! Felicitas Vollenweider-Hawel †


Bezirk Affoltern WIR GRATULIEREN Zum 90. Geburtstag In Affoltern dürfen gleich zwei Jubilarinnen am Donnerstag, 7. Mai, stolze 90 Lebensjahre feiern. Es sind dies Nelli Winkler-Riner und Rosmarie Egeler-Brodbeck. Wir gratulieren beiden herzlich und wünschen ihnen einen fröhlichen Festtag.

Zum 85. Geburtstag In Affoltern hat heute Dienstag, 5. Mai, Elisabeth Bertha Grüter-Weingartner zum 85. Mal Geburtstag. Wir wünschen ihr alles Gute im neuen Lebensjahr und gute Gesundheit.

Zur eisernen Hochzeit Am Donnerstag, 7. Mai, feiern Josef und Annemarie Baumgartner-Weiss in Hausen die eiserne Hochzeit. Zum 65. Hochzeitstag gratulieren wir dem Ehepaar herzlich und wünschen den beiden gute Gesundheit, viel Glück und Freude auf dem weiteren gemeinsamen Lebensweg.

IN KÜRZE Verzicht auf Totalrevision des Sozialhilfegesetzes Der Regierungsrat verzichtet auf eine Totalrevision des Sozialhilfegesetzes. Der Entscheid stützt sich auf die Beurteilung des Ergebnisses der Vernehmlassung und nimmt Rücksicht auf die Auswirkungen, welche die Coronakrise im Sozialhilfebereich haben wird. Entsprechend liegt der Fokus in nächster Zeit auch im Sozialhilfebereich auf der Bewältigung der Krise. Bei Bedarf könne das Sozialhilfegesetz wie bisher im Rahmen von Teilrevisionen angepasst werden.

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 5. Mai 2020

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Vorsichtiger Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht Vorbereitungen in Stallikon und Obfelden Viele Lehrpersonen haben sich in den letzten Wochen eine Menge Kompetenzen im E-Teaching angeeignet. Der Regierungsrat hat nun angeordnet, dass im Präsenzunterricht ab 11. Mai maximal 15 Kinder oder Jugendliche pro Klasse anwesend sein dürfen, damit die Distanz- und Hygieneregeln sichergestellt werden können. Die Vorbereitungen laufen in allen Gemeinden. Von Regula ZellwegeR Der Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht am 11. Mai 2020 fordert Schulleitende, Lehrpersonen, Schulbehörden, Eltern und Schüler heraus. Zu wenig denkt man dabei auch an die Rolle, die Schulabwarte haben, wenn die Schülerströme dosiert und gesteuert werden müssen. Chefabwart Franz Betschart von Stallikon und sein Team haben in den letzten Wochen Reparatur- und Reinigungsarbeiten vorgezogen, die normalerweise vor und in den Sommerferien anfallen, um über genügend Manpower für die Rückkehr zum normalen Schulbetrieb verfügen zu können.

Alle engagieren sich Franz Betschart ist ein umsichtiger Mann, der seine Verantwortung als Abwart sehr ernst nimmt. So hat er bereits jetzt dafür gesorgt, dass für das häufige Händewaschen ausreichend Seife und Papierhandtücher auf Lager sind. Er hat eine Menge Desinfektionsmittel bestellt, denn mehrmals täglich sollen Türklinken, Handläufe und Toiletten gereinigt und desinfiziert werden. In den kommenden Tagen wird gemeinsam eine gute Strategie für den stufenweisen Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht erarbeitet und Schulleitung und Lehrpersonen werden die Eltern über ihre Entscheide informieren. Franz Betschart denkt mit, wie die Schüler gestaffelt in die Schulzimmer gelangen können. Das Läuten der Schulglocke wird nicht mehr erklingen. «Wir werden den sonst tagsüber verschlossenen Vereinseingang miteinbeziehen.» Und auch an den Schulbus hat er gedacht: «Zwischen dem Fahrer und den Kindern wird eine Plexiglasscheibe eingebaut. Das kostet zwar etwas, aber zurzeit hat die Hygiene den Vorrang.»

Zur Umsetzung der verschiedenen Hygienemassnahmen kann Franz Betschart neben dem Reinigungs- und Schulbusteam auch auf die Mitarbeit der Klassenassistenzen zählen. Für die Feinplanung und die Abläufe ist die Schulleitung verantwortlich. Bei der praktischen Umsetzung aber wird er sich mit seinem ganzen Wissen und Können, unterstützt von seinem Team, optimal einsetzen.

Komplexe Zusammenhänge Schulbehörden, Schulleitung und Schuladministration der Primarschule Obfelden trafen sich bereits am vergangenen Samstag und diskutierten die Strategie für den schrittweisen Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht. Die Entscheide wurden am Montag den Lehrpersonen präsentiert, die darauf die Eltern ihrer Schüler mit einem Elternbrief informierten, damit diese den kommenden Schulalltag familienintern organisieren können. Der Start mit reduzierten Klassengrössen führt faktisch zu einem Halbklassenunterricht – und damit zu einem anderen Stundenplan, als es die Schüler bisher gewohnt waren. Schulpräsident Werner Kurt ist sich bewusst, dass dies mehr Präsenzzeit von den Lehrpersonen erfordert, allerdings sollte es weniger Vorbereitungszeit brauchen, weil alle Lektionen zwei Mal gehalten werden. Exkursionen und Schulreisen sind weiterhin auf Eis gelegt, Turnen soll wenn möglich im Freien stattfinden. Schulleiterin Karin Ugolini betont, dass es vor allem darum gehe, die Gesundheit der Lehrpersonen und Schüler mit allen erforderlichen Mitteln zu erhalten. Und mit Gesundheit ist sowohl die physische wie die psychische gemeint. «Die Lehrpersonen begegnen vielen neuen Herausforderungen, die sich auf ihre körperliche, psychische, emotionale und soziale Gesundheit auswirken. Die Arbeitsbedingungen sind so zu gestalten, dass sich die Lehrpersonen vollumfänglich ihrem Unterricht und ihren Schülern widmen können. Hygienemassnahmen, Räumlichkeiten, Erholungsmöglichkeiten sind Teile davon.» Stress soll vermieden werden. «Bedeutsam wird sein, die Bedürfnisse aller Involvierter zu erkennen und schnelle und unbürokratische Lösungen zu finden. Entscheidungen müssen partizipativ getroffen, transparent kommuniziert und zeitnah informiert werden», so Karin Ugolini.

Herausforderung HalbklassenUnterricht In Obfelden werden die Schüler jeder Klasse in zwei optimale und stabile Gruppen A und B eingeteilt, die bis zum 5. Juni 2020 zu unterschiedlichen Tagen und Tageszeiten Unterricht haben werden. Die Auffangzeit trägt dazu bei, dass die Schüler im Tropfensystem in die Schulzimmer eintreten und die Hände im Schulzimmer waschen. Die Pausen finden weiterhin draussen statt. Karin Ugolini präzisiert: «Die Pausenaufsicht richtet sich nach den Covid-19-Grundprinzipen, was einen Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Lehrpersonen bedeutet und der – wann immer möglich – auch zu den Schülern eingehalten werden soll.» Die Lehrpersonen planen den Präsenzunterricht gemäss der von der Schulleitung vorgegebenen Stundenplanstruktur. «Dabei stellen sie Überlegungen bezüglich Pädagogik, personelle Funktion, Organisation und Aufgaben an und besprechen sich dazu in den Unterrichtsteams. Gleichzeitig bereiten sie Aufgaben für den Fernunterricht für die Gruppe, die zu Hause ist, vor. Die Detailplanung des Unterrichts ist eine bedeutsame Aufgabe. Sie zielt darauf ab, die unterschiedlichen Lernstände der Schülerinnen und Schüler aufzufangen und eine individuelle Förderung zu ermöglichen», führt Karin Ugolini aus.

Chancengleichheit Die Unterstützung der einzelnen Schüler im Elternhaus war in den letzten Wochen unterschiedlich, nun sollen alle Schüler einer Klasse auf den gleichen Wissensstand gebracht werden. Alle vorhandenen personellen Ressourcen werden eingesetzt, das heisst, dass immer mehrere Lehrpersonen für höchstens 15 Schüler zuständig sein werden. «So wird es gelingen, individuell auf die einzelnen Kinder einzugehen und die durch den Lockdown verursachten unterschiedlichen Lernstände auszugleichen», ist Karin Ugolini überzeugt. «Die Primarschule Obfelden befindet sich mit dem AdL, Altersdurchmischten Lernen, in einer förderlichen Lage. Die Schüler kennen das vor- und rücklaufende Lernen bereits und können es umsetzen. Zudem wird mit einem bereits aufgebauten und funktionierendem Helfersystem gezielt unterstützt.»

Karin Ugolini lobt Lehrpersonen und Eltern: «Die Lehrpersonen arbeiteten bereits vor dem Lockdown kompetent, konstruktiv, bedürfnis-. und stärkeorientiert zusammen. Die Eltern haben sich während des Lockdowns vorbildlich und gemäss ihren Möglichkeiten dem Lernen ihres Kindes gewidmet. Sie haben den Lehrpersonen bezüglich Fernunterricht positive Rückmeldungen zu den bereitgestellten Lern- und Arbeitsmaterialien gegeben. Wir sind zuversichtlich, dass die Lernstände baldmöglichst ausgeglichen sind.» Schulbehörde und Schulleitung sind sich einig: «Es kam einmal mehr zum Ausdruck, dass die Lehrpersonen an der Primar Obfelden an einem Strick ziehen und als ein eingespieltes Team den Fernunterricht innert kürzester Zeit gewinnbringend aufgebaut haben. Deutlich erkennbar war die Empathie gegenüber ihren Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. Die Eltern zeigten sehr viel Durchhaltevermögen, Durchhaltewillen und Konstruktivität in der Zusammenarbeit mit der Schule, was massgeblich zum Erfolg in dieser herausfordernden Zeit beigetragen hat.»

Zukunftsweisende Entwicklungen Die Lehrpersonen haben sich in den letzten Wochen betreffend E-Teaching intensiv weitergebildet. Karin Ugolini: «Das hat innert kürzester Zeit Möglichkeiten eröffnet, die für unsere Schule zukunftsweisend sind. Die erworbenen Fertigkeiten im Umgang mit Lern- und Kommunikationsplattformen werden weiterhin nach Bedarf, gezielt und situativ eingesetzt.» Schulpräsident Werner Kurt sieht in Zukunft auch Möglichkeiten, bei der Vakanz einer Lehrperson schnell reagieren zu können und kurze Vikariate zu vermeiden. «Not weckt Talente», heisst es. Karin Ugolini setzt für den effizienten und effektiven Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht an der Schule Obfelden auf die positive Grundhaltung und das Engagement aller Beteiligten: «Transparente Information, offene Kommunikation, gegenseitiges Verständnis, Mitgefühl, konstruktive Zusammenarbeit, Geduld und Gelassenheit bilden bedeutsame Kriterien, damit der Präsenzunterricht erfolgreich durchgeführt werden kann. Die Grundhaltung ‹Gemeinsam schaffen wird das› wird sich als stärkend erweisen.»

Zwei neue Trakte für die Kantonsschule Limmattal? Kantonsrat entscheidet über 80,6-Mio.-Kredit – Baustart für Frühjahr 2021 vorgesehen Gegen den Ausbau der Kanti Limmattal hatte die Alternative einer eigenen Kantonsschule fürs Knonauer Amt keine Chance. Zwei neue Trakte für 80,6 Mio Franken sollen die zusätzlich benötigten Kapazitäten rechtzeitig sicherstellen.

die sich in schlechtem baulichen Zustand befinden. Die Erweiterung wird den Abschluss der Schulanlage auf der Seite der neuen Limmattalbahn darstellen und deren Haltestelle unmittelbar neben der Schule entsteht.

Im Einzugsgebiet der Kantonsschule Limmattal, zu dem auch das Knonauer Amt gehört, wird bis 2040 ein Anstieg der Anzahl Schülerinnen und Schüler von heute 750 auf rund 1100 prognostiziert. Deshalb ist eine Erweiterung notwendig. Dies bietet gleichzeitig die Gelegenheit, Mängel der bestehenden Schulgebäude, die 1984 bis 1986 geplant und realisiert wurden, zu beseitigen. So sollen eine bisher fehlende Aula erstellt sowie die provisorischen Sporthallen und die Parkierungslage ersetzt werden,

2017 gewann das Architekturbüro PenzisBettini aus Zürich den offenen Wettbewerb. Die bestehenden Gebäude werden demnach um zwei Trakte erweitert. Ein Neubautrakt beinhaltet übereinander zwei Doppelsporthallen und eine Aula mit 500 Sitzplätzen. Diese grossflächigen Nutzungen können so platzsparend und effizient untergebracht werden. Im zweiten Trakt mit vier Geschossen werden sämtliche Räume für Physik, Chemie und Biologie sowie einige Klassenzimmer angeord-

Minergie-P eco, Erdsonden und Fotovoltaik-Anlagen

net. Dadurch wird im bestehenden Gebäude Platz frei für die zusätzlich benötigten Klassenzimmer. Zwischen den beiden neuen Gebäuden ist eine unterirdische Einstellhalle für Velos und Autos geplant, auf deren Dach ein begrünter Platz als zentrale Verbindungsfläche zwischen den verschiedenen Schultrakten erstellt wird. Die Neubauten werden nach dem Standard Minergie-P eco realisiert. Die Heizenergie wird über Erdsonden bezogen. Auf den Dächern der beiden Erweiterungstrakte werden Fotovoltaik-Anlagen installiert. Sie sind so konzipiert, dass die erzeugte Energie direkt in den Gebäuden der Kantonsschule Limmattal verbraucht wird.

Bezug Mitte 2024 Die Gesamtkosten des Bauprojekts werden auf 80,6 Millionen Franken veran-

schlagt. Sofern der Kantonsrat dem Objektkredit zustimmt und die Baufreigabe seitens Gemeinde Urdorf vorliegt, können die Bauarbeiten im Frühjahr 2021 beginnen. Der Bezug der neuen Gebäude ist auf Mitte 2024 vorgesehen. (ki.) ANZEIGE

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Denkmalschutz - definitive Unterschutzstellung Wohnhaus Vers.-Nr. 140 an der Dorfstrasse 31, Kat.-Nr. 99 – Vertragsgenehmigung Betrifft 8933 Maschwanden Unterschutzstellung Der Gemeinderat hat am 28. April 2020 beschlossen: Der verwaltungsrechtliche Vertrag, mit dem das Gebäude Vers.-Nr. 140 auf dem Grundstück Kat.Nr. 99 an der Dorfstrasse 31 in 8933 Maschwanden unter Schutz gestellt wird, wird gestützt auf die §§ 203 Abs. 1 lit. c und 205 lit. d PBG genehmigt. Einsichtnahme Der verwaltungsrechtliche Vertrag kann während der Rekursfrist bei der Gemeindeverwaltung, Dorfstrasse 54, 8933 Maschwanden nach Voranmeldung eingesehen werden. Alternativ kann dieser Vertrag auch auf der Homepage «www.amtliche-nachrichten.ch/maschwanden» eingesehen werden.

Affoltern am Albis

Einladung zur 33. Delegiertenversammlung SZV Albis

Am 27. April 2020 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Ingold geb. Candrian, Menga Astrid

am Mittwoch, 13. Mai 2020 um 19.30 Uhr

geboren am 12. Januar 1944, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden.

MZG, Industriestrasse 1, 8910 Affoltern am Albis

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Teilnehmende: – Delegierte der Verbandsgemeinden – Mitglieder der SIKO – RPK Hedingen – Kommandant und Kommandant Stv. ZSO Albis – Chef RFO Albis – Leiterin Geschäftsstelle SZVA

Stallikon Am 22. April 2020 ist in Stallikon ZH gestorben:

Mettler, Jürg geboren am 23. Juli 1963, von Hemberg SG, wohnhaft gewesen Püntenstrasse 21, 8143 Stallikon.

Traktanden: 1. Begrüssung und Feststellung der Beschlussfähigkeit 2. Genehmigung des Protokolls Nr. 32 vom 23. Oktober 2019 3. Abnahme der Jahresrechnung 2019 4. Genehmigung der revidierten Statuten 5. Verschiedenes

Die Abdankung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Bestattungsamt Stallikon

Obfelden Am 1. Mai 2020 ist in Muri AG gestorben:

Berglas-Spillmann, Patrick

Sicherheits-Zweckverband Albis

geb. 19. Dezember 1968, von Oberägeri ZG, wohnhaft gewesen in Obfelden, Alte Schulhausstrasse 30; Ehemann der Berglas-Spillmann Maja.

Rechtliche Hinweise und Fristen Publikation nach Planungs- und Baugesetz (PBG). Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen.

Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Die Friedhofvorsteherin

Rechtsmittelfrist Frist: 30 Tage Ablauf der Frist: 1. Juni 2020 Meldungen für Unterschutzstellungen haben eine Rechtsmittelfrist von 30 Tagen.

Aus Liebe zum Dorf und zum Portemonnaie.

ANDROS FRISCHER FRUCHTSAFT

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Folgende Wochenhits sind in kleineren Volg-Läden evtl. nicht erhältlich:

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Alle Standorte und Öffnungszeiten finden Sie unter volg.ch. Dort können Sie auch unseren wöchentlichen Aktions-Newsletter abonnieren. Versand jeden Sonntag per E-Mail.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 5. Mai 2020

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«Schöne und bereichernde Zeit in Obfelden» Aus beruflichen und familiären Gründen tritt Thomas Ammann als Gemeindepräsident zurück und zieht weg 2001 kam er in den Gemeinderat, den er ab 2010 präsidierte: Nun bricht Thomas Ammann in Obfelden die Zelte ab und wird per 1. August 2020 Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrums Uri (bwz uri). Er geht mit durchwegs positiven Gedanken an seine Amtszeit und die Gemeinde. von werner schneiter Seit 18 Jahren unterrichtet Thomas Ammann als Lehrer für Allgemeinbildung am Bildungszentrum Zürichsee in Horgen. Im Februar dieses Jahres stach ihm die Ausschreibung der frei werdenden Rektorenstelle des bwz uri ins Auge. Er bewarb sich, überstand dann nach eigenen Worten «Runde für Runde» und kam schliesslich «in die Kränze»: Der Regierungsrat des Kantons Uri wählte Ammann per 1. August 2020 zum neuen Rektor des einzigen Berufsbildungszentrums im Kanton und zum Nachfolger von Christine Stadler, die das bwz uri interimistisch führt. Alles ging ziemlich schnell über die Bühne, und mit seiner Wahl ans bwz uri überraschte Thomas Ammann seine Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat – zwingend, denn vor dem Entscheid des Regierungsrates musste er seine Bewerbung logischerweise für sich behalten. Nun ziehen er und seine Partnerin Manuela Rothenfluh, eine Urnerin, und Sohn Finn nach Schattdorf in ein Eigenheim um – die zweite Züglete innerhalb eines Jahres. «Die Wahl ist natürlich eine grosse Ehre für mich, aber auch eine Herausforderung, auf die ich mich sehr freue», sagt Thomas Ammann, der seit 1983 in Obfelden lebt. Damit setzt er seine Absicht eines Rücktritts als

Gemeindepräsident bei den ordentlichen Wahlen 2022 gezwungenermassen früher um.

Autobahnzubringer als ständiger Begleiter Aber auch so kann Thomas Ammann auf eine ungewöhnlich lange Behördenzeit zurückblicken. 2001 kam er als 28-Jähriger in den Gemeinderat und löste dort den langjährigen Gemeinderat und Gemeindepräsidenten Rolf Grob ab. 2010 trat er die Nachfolge von Gemeindepräsident Peter Sandhofer an. «Mir hat das Amt stets Freude und Spass bereitet – sonst wäre ich ja nicht so lange geblieben», resümiert er und bezeichnet seine Behördentätigkeit als sehr bereichernd. Bei der Frage, welche Meilensteine damit verbunden sind, muss Ammann nicht lange überlegen: «Die jahrelangen Diskussionen und der Abstimmungskampf über den Autobahnzubringer mit letztlich positivem Ausgang sind prägend gewesen», sagt er spontan. Und ihn freut auch heute noch, wie sich die Bevölkerung in diesem Abstimmungskampf eingebracht hat, wie sich die Interessengemeinschaft mit grossem Engagement für ein Ja gekämpft und dem Gemeinderat den Rücken gestärkt hat. «Einen solchen Abstimmungskampf auf kantonaler Ebene erlebt nicht jeder Gemeindepräsident – und vor allem auch nicht einen so hohen Zuspruch für ein Jahrzehnte altes Anliegen», fügt Thomas Ammann bei. In seine Zeit als Gemeindepräsident fallen unter anderem auch die umfassende Sanierung der Badi, die Einführung von Tempo 30 in den Wohnquartieren, die Bildung einer Einheitsgemeinde, das Energielabel für die Gemeinde, die BZO-Revision, die Erarbeitung eines Altersleitbildes und der Ver-

Stets Spass und Freude am Amt des Gemeindepräsidenten in Obfelden: Thomas Ammann auf der Ruhebank in der Nähe seines Domizils im Quartier Fleug, das er bald verlassen wird. (Bild Werner Schneiter) kauf der Kabelnetzanlage. Im Bereich der Kommunikation gesellen sich die Einführung von Sprechstunden, das Bulletin des Gemeinderates und die bevorstehende Lancierung einer interaktiven Gemeinde-App dazu. Und natürlich ist da auch das Wachstum: In seiner zehnjährigen Amtszeit ist Obfelden um rund 1000 auf heute über 5700 Personen gewachsen.

Stets auf sachlicher Ebene Dass er so lange in der Behörde verblieben ist, hat nach seinen Worten auch mit der gelebten Kollegialität zu tun, mit dem Engagement seiner Kolleginnen und Kollegen – allesamt unterschiedliche Persönlichkeiten, die kontrovers,

aber stets auf sachlicher Ebene diskutieren und Mehrheitsentscheide ohne Wenn und Aber mittragen. «Klar, kann man sie politisch einordnen, aber Parteipolitik spielt in der Exekutive keine Rolle, da müssen Sachentscheide getroffen werden», hält Thomas Ammann fest. Und natürlich hat er sich auch schon selbstkritisch gefragt: Habe ich hier wirklich das Maximum gegeben? Der scheidende Gemeindepräsident wird Obfelden mit etwas Wehmut, aber mit gutem Gefühl verlassen, auch deshalb, weil er «mindestens 99 Prozent» der Bevölkerung als wohlwollend, tolerant und nicht nachtragend erlebt hat – auch dann nicht, wenn sich jemand über einen Entscheid des Gemeinderates aufgeregt hat. Dazu schwärmt Ammann

auch vom reichen Dorfleben, von aussergewöhnlich aktiven Vereinen und von offenen Türen, die er überall erlebt hat. Derzeit pendelt Thomas Ammann zwischen Obfelden und Schattdorf. Eine Züglete ist ja mit grossem Aufwand verbunden. Den Gemeinderat verlässt er aber nicht Knall auf Fall. Bis Ende dieser Sommerferien bleibt er im Amt. Dann findet seine politische Karriere ein Ende. «Im Kanton Uri hege ich diesbezüglich keine Ambitionen», fügt er an. Und auch hierzulande beschränkte er sein Wirken auf die Gemeinde, selbst wenn er sich 2003 als FDP-Vertreter auf die Kantonsratsliste setzen liess. «Aber nur als Listenfüller», fügt er scherzhaft bei und entnimmt seinem PW eine grosse Schachtel. Züglete …

Gastgewerbe

statt, den Umbau der bestehenden Wohnungen und den Anbau von 3 neuen Wohnungen am Mehrfamilienhaus Vers.-Nr. 434 mit Aussenparkplätzen und das Erstellen von 6 Gewerbeparkplätzen an der Steigstrasse; Liselotte Wälti, Obfelden, für den Abbruch des Unterstandes Vers.-Nr. 1860, den Anbau eines Unterstandes für die Ponyhaltung am Wohnhaus Vers.-Nr. 152 sowie einen neuen Aussenparkplatz und den Abbruch mit Neubau Stützmauer an der Schmittenstrasse; Stimo + Partner AG, Kloten, Abbruch Gebäude Vers.-Nr. 93 und Ersatzbau Reiheneinfamilienhaus, Abbruch Gebäude Vers.-Nr. 94 sowie diverse Nebengebäude und Neubau von 4 Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage an der Wolserstrasse; Direco AG, St. Gallen, für Projektänderungen beim Neubau eines Ärztehauses mit Tiefgarage und das Versetzen des Autounterstandes an der Ottenbacherstrasse; Roland Gut, Obfelden, für Projektänderungen beim Scheunenanbau zur Wohnnutzung und den Garagenanbau an der Wolserstrasse; Irma Poulsen, Obfelden, für die Erweiterung der Überdachung des bestehenden Sitzplatzes am Wohnhaus Vers.-Nr. 1034 an der Schwerzimattstrasse; Antonia Helbling, Obfelden, für den Anbau eines Wintergartens am Wohnhaus Vers.-Nr. 1792 an der Lötschenmattstrasse; Gerardus Marinus Verbrugge, Obfelden, für eine Sichtschutzwand entlang der Grundstücksgrenze an der Gugelrebenstrasse; Marco Häfliger, Obfelden, für den Neubau eines Schwimmbeckens an der Räschstrasse; Manfred und Andrea Pechlaner, Obfelden, für eine Sitzplatzüberdachung am Wohnhaus Vers.-Nr. 1930 an der Gugelrebenstrasse. Eveline Meier, Gemeindeschreiberin

Gemeindeversammlung verschoben Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Obfelden Die Gemeindeversammlung vom 4. Juni 2020 wird aufgrund der Corona-Pandemie auf Mittwoch, 16. September 2020, verschoben. Die Gemeindeversammlungen für das Jahr 2021 wurden auf Mittwoch, 2. Juni 2021, und Dienstag, 7. Dezember 2021, festgelegt.

Gemeinderat und -verwaltung Gemeindepräsident Thomas Ammann hat den Bezirksrat aufgrund des Wechsels seines Wohnortes und seiner Wahl zum Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrums Uri (bwz uri) durch den Urner Regierungsrat um Entlassung als Mitglied und Präsident des Gemeinderats auf Ende der Sommerferien 2020 ersucht (siehe Frontseite). Die Ersatzwahl für ein Mitglied und den Präsidenten des Gemeinderats Obfelden wird voraussichtlich an der Urnenabstimmung vom 27. September 2020 erfolgen. Im Zuge der Umsetzung des neuen Erscheinungsbilds der Gemeinde Obfelden werden auch die Verwaltungsabteilungen neu benannt.

Jahresrechnung 2019 Die laufende Rechnung der Politischen Gemeinde schliesst bei einem Aufwand von Fr. 33 230 196.21 und einem Ertrag von Fr. 37 896 054.44 mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 4 665 858.23 ab. Der Voranschlag 2019 rechnete mit einem Ertragsüberschuss von 42 715 Franken. Die laufende Rechnung schliesst somit um Fr. 4 623 143.23 besser ab als budgetiert. Zwei Ereignisse beeinflussen das positive Ergebnis entscheidend. Einerseits der Verkauf der Antennen- und Kabelnetzanlage an die Wasserwerke Zug per 1.1.2019 und zum anderen der

Verzicht auf die Abgrenzung des Ressourcenzuschusses. Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen belaufen sich auf Fr. 241 955.30. Bei den Investitionen des Finanzvermögens zeigt sich eine Nettoveränderung von Fr. 126 947.75. Der Bilanzüberschuss beträgt nach Einlage des Ertragsüberschusses Ende Rechnungsjahr Fr. 46 132 168.08. Grössere Minderausgaben gab es in den Bereichen Sach- und übriger Betriebsaufwand (- 556 699 Franken), bei den Abschreibungen (- 226 649 Franken). Mehreinnahmen konnten beim Finanzertrag (+ 827 047 Franken), den Entnahmen aus Fonds und Spezialfinanzierungen (+ 2 217 501 Franken) und dem Transferertrag (+ 1 131 850 Franken) erwirtschaftet werden. Mindereinnahmen von 403 717 Franken wurden bei den Entgelten erwirtschaftet. Der nächsten Gemeindeversammlung vom 16. September wird beantragt, die Jahresrechnung 2019 zu genehmigen.

Zusatzleistungen zur AHV/IV Mit Beschluss vom 16. Mai 2006 bestimmte der Gemeinderat die Gemeinde Affoltern a. A als Durchführungsstelle für die Zusatzleistungen und die Gemeindezuschüsse zur AHV/IV. Der entsprechende Vertrag mit der Gemeinde Affoltern wurde mit Datum vom 8. August 2006 unterzeichnet. Der Vertrag kann unter Einhaltung einer 12-monatigen Kündigungsfrist auf den 31.12. des Jahres gekündigt werden. Gestützt auf die kritischen Rückmeldungen des kantonalen Sozialamtes (Revisionsstelle für Zusatzleistungen), wonach die für diesen Bereich in der Stadtverwaltung Affoltern zur Verfügung gestellten per-

sonellen Ressourcen zu knapp bemessen seien und den steigenden Anforderungen in Zukunft nicht genügen werden, hat sich der Stadtrat Affoltern entschlossen den Bereich Zusatzleistungen an die SVA zu übertragen und orientierte die Gemeinde Obfelden darüber. Zirka die Hälfte aller Zürcher emeinden hat bis dato von der Delegationsmöglichkeit an die SVA Zürich Gebrauch gemacht. Auch zahlreiche Gemeinden im Bezirk Affoltern werden von der SVA Zürich bedient. Ein Kostenvergleich zeigt für diese Lösung klare Vorteile. Da die Durchführung der Zusatzleistungen das Verfügen von Auszahlungsbeträgen beinhaltet, würden mit der Aufgabenübertragung auch hoheitliche Befugnisse übertragen. Für diesen Fall verlangt § 78 Abs. 1 Bst. a Gemeindegesetz (GG) ausdrücklich, dass der Abschluss eines Anschlussvertrages mittels Urnenabstimmung zu genehmigen ist. Die Stadt Affoltern könnte den Vertrag betreffend Durchführungsstelle für die Zusatzleistungen der Gemeinde Obfelden frühestens per 31.12.2021 kündigen, möchte aber den Vertrag per 1. Oktober 2020 in gegenseitigem Einverständnis auflösen. Durch die Übertragung der Durchführungsstelle für die Zusatzleistungen zur AHV/IV an die SVA spart die Gemeinde Obfelden gegenüber der heutigen Lösung jährlich rund 39 000 Franken ein und kann sicher sein, dass die Zusatzleistungen zur AHV/IV gesetzeskonform durchgeführt werden. Der Gemeinderat beantragt den Stimmberechtigten, an der nächsten Urnenabstimmung der Auslagerung der Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV an die SVA Zürich sowie den damit einhergehenden jährlich wiederkehrenden Kosten zuzustimmen.

Das Patent für den Betrieb eines McDonald’s-Restaurants in der Raststätte Knonauer Amt «MyStop» wurde an Herrn Fritz Karl, Pfäffikon, erteilt.

Liegenschaften Primarschule Die Schulräume des Schulhauses E3 im Chilefeld wurden bis anhin von der Sekundarschule Obfelden–Ottenbach genutzt. Ab Schuljahr 2020/2021 bezieht die Primarschule zwei Räume in diesem Schulhaus. Diese Zimmer werden neu für textiles Gestalten (TTG) genutzt. Das dafür benötigte Mobiliar ist nicht vorhanden. Es müssen 28 Tische, 26 Stühle und 14 Hocker sowie weiteres Mobiliar neu beschafft werden. Für die Möblierung wurde ein Kredit von 45000 Franken bewilligt und der Auftrag an die Firma Knobel Schuleinrichtungen AG, Sins, vergeben. Weiter müssen die Bodenbeläge im Schulhaus D im Chilefeld altershalber ersetzt werden. Im Zuge des Ersatzes der Bodenbeläge soll auch die Wärmeabgabe in diesem Schulhaus von Radiatoren auf Bodenheizung umgestellt werden. Durch diese Massnahme kann dem Grundsatz, die gemeindeeigenen Liegenschaften mittelfristig mit erneuerbaren Energien (Wärmepumpe) zu beheizen, Rechnung getragen werden. Für die Sanierung der Bodenbeläge und die Umstellung der Wärmeabgabe wurden ein Kredit von 103 000 Franken bewilligt und die Aufträge vergeben.

Baupolizei Baurechtliche Bewilligungen wurden erteilt an: David Häberling, Obfelden, für den Abbruch Holzanbau und Werk-


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 5. Mai 2020

Spitaldirektor Michael Buik geht Umfassende Änderungen in der Führung des Spitals Affoltern und des Pflegezentrums Sonnenberg Per Ende Mai wird sich Direktor Michael Buik von seiner CEO-Funktion trennen und das Spital Affoltern verlassen. Die letzte Delegiertenversammlung des Zweckverbandes steht unmittelbar bevor (am 7. Mai) und damit der definitive Übergang zur gemeinnützigen AG (gAG) des Spitals und zur Interkommunalen Anstalt (IKA) des Pflegezentrums Sonnenberg. Die Trennung in zwei unabhängige Körperschaften hatten die Verantwortlichen zu einer Gesamtbetrachtung der strategischen Ausrichtung veranlasst. Die bisherige Gesamtleitung beider Betriebe soll aufgeteilt werden. Ebenso soll eine umfassende Trennung der gesamten Verwaltung wie auch der diversen Services zur Unabhängigkeit der beiden Institutionen führen. Gemeinsam bleiben das Energieversorgungszentrum, die Küche und das Restaurant. Diese Ausgangslage, diverse Beurteilungen und Gespräche zwischen der Betriebskommission, den neuen Verwaltungsräten und dem Direktor führten zum Entscheid, dass sich Direktor Michael Buik von seiner CEO-Funktion trennt. Man einigte sich darauf, auch unter Berücksichtigung einer mit der

Spitaldirektor Michael Buik (rechts) gibt seine CEO-Funktion per Ende Mai ab. Interimistisch übernehmen die VR-Präsidenten Stefan Gyseler (links, Spital, mit VR Lukas Rist) und Daniel Eugster (Pflegezentrum, mit VR Franziska Marty). (Archivbild tst.)

Ein Berufsstand fordert seine verdiente Anerkennung 2020: Internationales Jahr der Pflegenden und Hebammen – 5. Mai: Internationaler Hebammentag Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärte 2020 zum Jahr der Pflegenden und Hebammen. Anlässlich des Internationalen Hebammentags am 5. Mai fordern die Schweizer Hebammen die Anerkennung und Unterstützung, die sie verdienen sowie die Förderung, die ihnen zusteht. Im Knonauer Amt sind die freischaffenden Hebammen sehr gut vernetzt und allgemein geschätzt. Von Regula ZellwegeR Vor 200 Jahren wurde Florence Nightingale geboren. Sie pflegte selbstlos und aufopfernd Soldaten im Krimkrieg und etablierte die Pflege als eine ehrenhafte berufliche Tätigkeit für Frauen. Lange Zeit war sie, ein Kind reicher Eltern, Vorbild für die Rolle weiblicher Fachleute im Gesundheitsbereich, die auf Wohlstand und angemessene Entlöhnung verzichteten, um das Elend von Kranken zu lindern. Wäre Nightingale vor 50 Jahren geboren worden, hätte sie ihre Talente wahrscheinlich anders genutzt – auch zum Wohle Kranker. Die britische Krankenschwester war Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege und einflussreiche Reformerin des Sanitätswesens und der Gesundheitsfürsorge, eine Führungspersönlichkeit und überzeugte Statistikerin. Das Bild pflegender Frauen wurde aber über Jahrhunderte von Nonnen und Klöstern geprägt. Pflegende standen von jeher in der Hierarchie unter den Ärzten. Sie hatten früher, anders als Ärzte, den Status von Dienenden.

Hebammenberuf Hebamme hingegen ist einer der ältesten Frauenberufe. Bereits im Alten Testament wird vermittelt, dass die Arbeit von Hebammen nicht nur solidarische Hilfe unter Frauen, sondern eine gesellschaftliche Institution von Fachfrauen ist. Die Arbeit von Hebammen ist seit Urzeiten ziemlich genau definiert: Hebammen begleiten Schwangere, Neugeborene, Mütter und Familien während Schwangerschaft, Geburt und Wochen-

bett der Mutter. «Die zwei Berufe haben eine völlig andere Geschichte. Hebammen sind Spezialistinnen für ein klar abgegrenztes Fachgebiet. Sie dürfen – anders als Pflegende – selbstständig, ohne ärztliche Verordnung, bestimmte Medikamente abgeben und Blutentnahmen vornehmen», erklärt Miriam Bühlmann, Hebamme mit Praxis in Affoltern. «Hebammen arbeiten in der Freiberuflichkeit autonom und tragen eine hohe fachliche Eigenverantwortung. In der Klinikstruktur sind sie zwar dem Arzt unterstellt, haben jedoch mehr Kompetenzen als eine Pflegefachfrau.» Hebammen arbeiten mit Frauen und Familien salutogenetisch, also gesundheitsorientiert, und fokussieren sich auf die natürlichen Zusammenhänge rund um Schwangerschaft und Geburt. «Hebammenarbeit ist frauenzentrierte Arbeit», betont Miriam Bühlmann.

Freischaffende Hebammen Jacinta Solèr war 1998 bis 2009 in der Frauenklinik im Spital Affoltern tätig. Heute arbeitet sie als freischaffende Hebamme in Affoltern. Sie schätzt die Zusammenarbeit der Hebammen im Knonauer Amt und engagiert sich wie ihre Kolleginnen für ihren Berufsstand im Schweizerischen Hebammenverband. «Freiberufliche Hebammen arbeiten selbstständig, sind quasi Einzelfirmen mit allen Vor- und Nachteilen. Sie organisieren ihre Arbeit wie auch ihre Vertretung für Freitage und Ferien oder auch bei Krankheit selbstständig. Sie sind im Hebammenverband organisiert und müssen deren Vorgaben an jährlichen Weiterbildungen und Sitzungsteilnahmen erfüllen, um freiberuflich arbeiten zu dürfen.» Die Hebammen im Knonauer Amt und Limmattal sind in einer Fachgruppe zusammengeschlossen und treffen sich regelmässig zum Austausch. Einzelne Fachfrauen haben sich lokal zusammengetan, um ihre Freizeit besser organisieren, die Betreuung «ihrer Familien» bei Abwesenheiten gewährleisten und das Angebot an Spezialistinnen erweitern zu können. Viele Hebammen haben zur Grundausbildung weitere Kompetenzen erworben und sich zusätzlich spezialisiert. So beispielsweise Ursula Schürch, Hebamme und Stillberaterin Ibclc (Inter-

national Board of Lactation Consultant Examiners) in Hedingen.

Hebammen in der Coronakrise Ursula Schürch, gelernte Pflegefachfrau und Hebamme, hat sich unter anderem zusätzlich auf folgende Themen spezialisiert: Stillberaterin, Familienhebamme, Fachberaterin für Emotionale Erste Hilfe, Traditionelle Hebammenkunst und die professionelle Begleitung beim frühen Tod eines Kindes. 2020 bringt auch ihr neue Erfahrungen: «Für uns Hebammen ist die Situation mit dem Coronavirus neu. Wir sind dankbar für Tipps und regelmässigen Erfahrungsaustausch unter Kolleginnen. Wir helfen uns mit Schutzmasken und Desinfektionsmitteln und Hinweisen zu praktischen Fragen aus. Im Unterschied zu anderen Berufen gibt es bei den Hebammen keine Kurzarbeit.» Wöchnerinnen und Säuglinge gehören nicht zu den Risikogruppen für schwere Erkrankungen. «Die Spitäler erlauben die Kontakte zur Aussenwelt nur sehr reduziert», erklärt Ursula Schürch. «Dies wirkt sich auf Geburt und Wochenbett aus. Nun aber darf der Vater nur sehr eingeschränkt ins Spital und die Geschwister sehen das Baby erst zu Hause zum ersten Mal. Die sozialen Kontakte laufen auf Sparflamme. Die Grosseltern sind nicht vor Ort. Sie verfolgen die ersten Tage im Leben des Neugeborenen auf dem Handy oder am Bildschirm. Das macht viele Wöchnerinnen traurig, möchten sie doch stolz ihr Neugeborenes der Welt zeigen.» Die Hebamme ist eine der wenigen Besuche für die Mutter, deshalb besonders wertvoll. Ihre Betreuung vor Ort ist unverzichtbar. Mit dem nötigen Abstand von zwei Metern und bei Bedarf auch geschützt mit Handschuhen und Gesichtsmaske, ist das Ansteckungsrisiko vertretbar gering. «So können alle Kontrollen durchgeführt, das Stillen begleitet und die vielen Fragen beantwortet werden.»

5. Mai, Hebammentag Für Eltern ist die Geburt eines Kindes ein einschneidendes, lebensveränderndes natürliches Geschehen im Leben. Die meisten erinnern sich zeitlebens an

«ihre Hebamme». Die Berufsgruppe der Hebammen, die im Leben jedes Einzelnen prägend ist, soll mit dem Hebammentag breite Aufmerksamkeit und gesellschaftlich mehr Wertschätzung bekommen. Erstmals wurde der internationale Hebammentag am 5. Mai 1991 durchgeführt. Ins Leben gerufen hat ihn ein Jahr zuvor der Hebammenkongress der Internationalen Hebammenvereinigung in Japan. Claudia Nussbaumer arbeitet als freischaffende Hebamme in Mettmenstetten. Sie unterstützt die Ziele des Hebammentages: «Der 5. Mai hat den Zweck, die gelebte Solidarität zwischen Hebammen und Frauen auf der ganzen Welt zum Ausdruck zu bringen und die Gesellschaft für die reproduktive Gesundheit zu sensibilisieren. Der diesjährige Slogan lautet: Hebammen verteidigen Frauenrechte – Midwives Defenders of Women’s Rights.» Geplant waren verschiedene Anlässe, die meisten können aber wegen dem Corona-Virus nicht durchgeführt werden. Es ist dennoch wichtig, breit auf die vielseitige Berufstätigkeit von Hebammen hinzuweisen. «Mein Beruf erfüllt mich, wenn ich die Schwangere, Wöchnerin, das Neugeborene und den Vater so begleiten und unterstützen kann, dass alle an ihrer Beziehung wachsen und eine erste gesunde Familienstruktur entstehen kann», meint Claudia Nussbaumer. Hebammen arbeiten also systemisch, absolut nicht nur auf den Unterleib von Frauen reduziert. Hebammen schlagen werdenden Eltern Lösungen vor und helfen dabei, Geburt und Schwangerschaft nach den Wünschen der Eltern zu gestalten – bei optimaler Sicherheit für Mutter und Kind. Hebammen beraten in allen Gesundheitsfragen in der Lebensphase des Elternwerdens. Hebammen arbeiten interdisziplinär, eng mit Gynäkologinnen, Kinderärzten, Mütterberaterinnen und weiteren Spezialisten zusammen. Hebammen sind aber auch stolz auf ihren Jahrtausende alten unabhängigen Berufsstand, dessen Grundaufgaben geblieben sind, dessen Anforderungen aber mit den gesellschaftlichen Entwicklungen und den Fortschritten in der Medizin und der Alternativmedizin stetig wachsen. Infos Freischaffende Hebammen: www.hebamme.ch.

Auftrennung einhergehenden Reduktion des Arbeitspensums, das Anstellungsverhältnis in gegenseitigem Einvernehmen per Ende Mai aufzulösen. Damit wird ein Neustart mit den notwendigen strategischen und operativen Änderungen für die gAG und die IKA möglich. Das Spital wird zwischenzeitlich durch den Präsidenten Stefan Gyseler und den Verwaltungsrat Lukas Rist der gAG interimistisch operativ geführt. Die operative Führung des Pflegezentrums Sonnenberg wird bis auf Weiteres nebst dem bisherigen Leiter Pflege Edwin Meier durch den VR-Präsidenten Daniel Eugster und die Verwaltungsrätin Franziska Marty übernommen. Die Betriebskommission sowie die beiden Verwaltungsräte IKA und gAG sind überzeugt, die grossen Herausforderungen so zu meistern und sind zuversichtlich, zum geeigneten Zeitpunkt die obersten beiden Führungsebenen wieder adäquat besetzen zu können. Das Spital Affoltern und das Pflegezentrum Sonnenberg bedanken sich in einer gemeinsamen Mitteilung bei Michael Buik für seinen engagierten Einsatz für das Spital Affoltern in den letzten vier Jahren und wünschen ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute. (pd./tst.)

Lockerungen im Corona-Regime Der Fristenstillstand bei den kantonalen und kommunalen politischen Rechten wird nicht verlängert. Er dauert noch bis am 31. Mai, danach beginnen die Sammel- und Behandlungsfristen bei Volksbegehren und Wahlen wieder zu laufen. Der Kanton Zürich folgt damit dem Bund. Zudem können die Gemeinden für Gemeindeversammlungen, die nach dem 8. Juni stattfinden sollen, die Vorbereitung aufnehmen. Bereits gelockert ist das Besuchsverbot in den Alters- und Pflegeheimen. Unter Einhaltung von Hygiene- und Distanzvorschriften können die Heime speziell ausgewiesene Besucherzonen einrichten. Ab dem 11. Mai sind zudem wieder Sporttrainings in Kleingruppen mit maximal fünf Personen erlaubt – ohne Körperkontakt und unter Einhaltung der Hygiene- und Distanzregeln. Im Leistungssport gelten weniger starke Einschränkungen. Profi-Ligen dürfen den Spielbetrieb ab 8. Juni unter Ausschluss der Öffentlichkeit wieder aufnehmen. (pd.)

Hungrige Igel Die lange Dürreperiode hat zu einem reduzierten Nahrungsangebot für Igel geführt. Abgemagert und geschwächt müssen sie unter diesen Umständen besonders weite Strecken zurücklegen – dazu kommt für die Männchen in der aktuellen Paarungszeit die Partnerinnensuche. Auf den Strassen ist deshalb nachts und in der Dämmerung besondere Rücksichtnahme angezeigt. Und auch ein gezieltes Füttern kann in dieser Situation hilfreich sein, aber nicht an permanenten Futterplätzen, die auch Füchse, Marder und Katzen anlocken. Wenn der Igel auftaucht, kann man eine Schale mit Katzentrockenfutter in den Garten stellen. Keine Milch, keine Nüsse und Früchte – Igel sind Insektenfresser. Widrige Witterungsbedingungen kennen die Igel seit Jahrmillionen. Neu und lebensbedrohlich ist die aufgeräumte Umgebung. Der beste Igelschutz ist deshalb immer noch ein Naturgarten oder wenigstens eine verwilderte Ecke im Garten. Der Igel liebt Blumenwiesen und Dickicht, Rasen ist für ihn ähnlich wertlos wie ein asphaltierter Parkplatz. (pd./tst.)


Gewerbe

Gefängnis bedingt

Wegen mehrfacher Pornografie musste ein 41-Jähriger vors Bezirksgericht. > Seite 9

Dienstag, 5. Mai 2020

Parks als Garten

Serie Wohnformen: Andreas Fischer lebt mit Ausblick aufs Seleger Moor. > Seite 11

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Häufchen im Wald

In Coronazeiten wird die Ämtler Natur vermehrt als Toilette missbraucht. > Seite 11

Ein Tag Arbeit für ein Pfeifenunikat Roman Peter ist der einzige professionelle Pfeifenbauer der Schweiz «Pfeifen sind meine Leidenschaft», sagt Roman Peter. In seiner Werkstatt in Affoltern fertigt er in Handarbeit exklusive Pfeifen, veredelt vorkonfektionierte und repariert antike Pfeifen, die zwar nicht aus der Antike stammen, aber schon mal 400 Jahre alt sein können. Von stefan schneiter Als Erstes steigt der Geruch in die Nase. Ein feiner Geruch nach Tabakrauch und Holz, der jedoch nicht einem feinen englischen Tea-Salon entströmt, sondern in der Luft hängt in Roman Peters Werkstatt an der Werkstrasse in Affoltern. Klassische Musik sorgt für einen gediegenen Klangteppich. Hier ist sein Reich, in dem der 57-jährige Pfeifenbauer aus Ottenbach seiner Leidenschaft nachgeht. Wohin das Auge blickt, der ganze Raum ist gefüllt mit allen Utensilien, die es für dieses Handwerk zur Herstellung und Bearbeitung von Pfeifen braucht: Holz, Werkstattgeräte, Werkzeuge aller Art, vor allem Feilen und Pinsel, in unzähligen Schubladen und Schachteln liegen Zubehörteile. Und überall auf den Tischen und Werkbänken liegen Pfeifen, fertig hergestellte, unfertige Rohlinge oder auch misslungene oder defekte Pfeifenköpfe. Roman Peter ist der einzige Pfeifenbauer in der Schweiz, der von seiner Arbeit leben kann. «Pfeifenbauen, das ist für mich eine Leidenschaft», erklärt Peter. «Angefangen hat es als Jugendlicher. Mich faszinierten Pfeifenraucher, es waren ruhige Menschen. Interessante Menschen mit Ausstrahlung, die immer etwas zu erzählen wussten und auch zuhören konnten.» Vom Vater erhielt er mit 15 Jahren eine Pfeife geschenkt, damit er nicht mit Zigarettenrauchen beginne. In seiner Lehrzeit als Schreiner fertigte er erstmals eine Pfeife an, «nicht das schönste Modell, aber technisch

Viele Stunden feilt Roman Peter, bis eine neue Pfeife die richtige Form hat. (Bilder Stefan Schneiter)

tipptopp». Ein Freund sagte während einer Diskussion zu ihm: «Roman, deine Zukunft sind Pfeifen.» So begann er 1985 in einer Werkstatt in der Stadt Zürich, erlernte mit dem Restaurieren alter französischer und deutscher Möbel das Handwerk. Eines Tages fragte er eine Bank an der Zürcher Bahnhofstrasse an, ob er eine Pfeifenausstellung einrichten könne. Diese sagte zu – und so nahm das Ganze seinen Lauf.

Feilen für die richtige Form Einen Tag Arbeit, rund acht Stunden, benötigt die Herstellung einer sogenannten Freehand Pipe. Jede ist ein Unikat, handgefertigt aus Bruyèreholz. Dieses stammt aus baumförmigem Heidekraut, einer Erika-Art, die im Mittelmeerraum auf kargen, steinigen Böden wächst. Für die Pfeifen wird das «Geschwür» verwendet, wie Peter es nennt, eine Knolle zwischen Stamm und Wurzel, die unmittelbar unter der Erdoberfläche zu finden ist. Dieses Holz ist ausserordentlich hitzebeständig – was für Pfeifen wichtig ist

– und weist beim richtigen Schliff eine schöne Maserung auf. Peter bezieht es direkt von Bauern aus Italien und Griechenland. Zur Pfeifenherstellung zeichnet er auf dem Holzstück die Silhouette des Pfeifenkopfs auf und sägt diesen grob aus. Danach wird das Loch maschinell ausgebohrt. Schliesslich folgt die Feilarbeit, ein stundenlanges, ausdauerndes Feilen so lange, bis der Pfeifenkopf die gewünschte Form aufweist. Vor dem abschliessenden Feinschliff und Polieren wird das Holz mit Wasserfarbe getränkt, die ihm seine individuelle Farbtönung gibt. Die Mundstücke produziert Peter aus Ebonit, vulkanisiertem Hartgummi, oder aus Acryl. Und zwischen beide Pfeifenteile kommt ein weisser Zier-Ring aus Antilopenknochen. Rund 50 solcher Pfeifen stellt Peter pro Jahr her, für Kunden, die bereit sind, dafür 400 bis 2000 Franken auf den Tisch zu blättern. Günstiger, für rund 200 Franken, sind die Semi-Hand-CutPipes zu haben, die aus erwähntem Bruyèreholz vorkonfektioniert sind und an denen Roman Peter je nach individu-

Immunsystem stärken in der «Nach-Coronazeit» In medizinischen Ratgebern heisst es immer wieder, dass das Immunsystem zu stärken sei. Die Frage ist nur – wie macht man das? Wir wissen wahrscheinlich alle: gesunde, regionale, saisonale und gemüsereiche Ernährung, dreimal wöchentlich Bewegung/Sport, sieben bis acht Stunden Schlaf und eine gute Arbeits-/Freizeitbalance ermöglichen Erholung und Zufriedenheit. All dies ist wahr und kann naturheilkundlich in jeder individuellen Beratung vertieft und individuell angepasst werden. Das Immunsystem stärken ist jedoch keine Sache von zwei Wochen. Es braucht oft Monate, ja sogar Jahre und das Dranbleiben sichert den Erfolg. Es ist ein abgestimmtes Zusammenfügen von gesundheitlich individuellen Puzzleteilen, welches uns ein Leben lang beschäftigen darf – wenn wir gesund werden, sein und bleiben wollen. Die konkrete Umsetzung ist eher schwierig. Wie soll dies und jenes in den Alltag integriert werden? Um Gewohnheiten zu ändern, bedarf es oft einer

Sicht von aussen und einer guten Portion Eigenverantwortung. Selbst dann ist man nicht hundertprozentig sicher vor Viren. In den vergangenen Wochen wurde die Naturheilpraktikerin Fiorella Vedova oft per Telefon angefragt, wie man sich zu verhalten habe, was zu essen sei oder ob man an die frische Luft dürfe. Meistens stärkt es einen Menschen, wenn man ihm nur schon aktiv zuhört, seine Ängste ernst nimmt und ihn darauf situationsbezogen berät. Ein Herr kam vor einem Jahr völlig erkältet in ihre Praxis. Prioritär war die Erkältung zu behandeln. Die darauffolgenden Beratungen und Körpertherapien führten dann so weit, dass er sich aus innerer Einsicht entschied, dieses Jahr keine Impfung zu machen und in der Folge trotzdem grippefrei durch den Winter kam, was Jahre zuvor nicht der Fall war. Aufbauende Gespräche, gezielte Anpassungen der Tinkturen und somit ein individueller Aufbau seines Immunsystem begünstigten die Situation.

Die unförmige Knolle des Heidestrauchs zwischen Stamm und Wurzel ist das ideal geeignete Holz für Tabakpfeifen. ellem Kundenwunsch in präziser Handarbeit die Endfertigung vornimmt. «Das bietet sonst kein anderes Tabakgeschäft an», sagt Roman Peter stolz. Einen Grossteil der Arbeit nimmt die Reparatur von Pfeifen ein. Rund 1500 Pfeifen repariert Roman Peter pro Jahr, von modernen bis hin zu antiken Pfeifen, deren früheste im 17. Jahrhundert von den Indianern in Nordamerika nach Europa kamen. Peter hat im Lauf der Jahre die Lagerbestände mehrerer Manufakturen von verschiedenen Pfeifenmarken aufgekauft. «Dadurch verfüge ich heute über ein riesiges Lager. So kann ich für das Restaurieren von Pfeifen aus rund 30 000 Mundstücken auswählen und damit dasselbe Material wie für das Original verwenden», so Peter.

Tabak, Zigarren und Whisky Seit 20 Jahren arbeitet Roman Peter in seiner Werkstatt. Zuvor hatte er diese am selben Ort wie seinen Laden an der Oberen Bahnhofstrasse, wo er seit 1993 einquar-

«Immunsystem stärken» beinhaltet ein Dranbleiben, sich Sorge zu tragen und immer wieder «inne zu halten», um in sich zu horchen und eigenverantwortlich zu handeln. (pd.) Fiorella Vedova Dipl. Naturheilpraktikerin TEN, Spittelstrasse 9, Affoltern, Telefon 079 388 29 19, www.naturheilpraktiken-ten.ch.

Roman Peter Tabakgeschäft, Obere Bahnhofstrasse 17, Affoltern 044 761 63 03. www.roman-peter.ch. Di – Fr 9-12, 14-18.30 Uhr, Sa 9-16 Uhr.

Neue Rekordmenge an Paketen Neuer Rekord an Paketen in den Zentren der Post. Trotz der besonderen Schutzmassnahmen in den Paketsortierzentren konnte die Post am Dienstag, 28. April, eine Rekordmenge von 889 000 Paketen erfolgreich verarbeiten. Die Mitarbeitenden der Post haben in diesem Jahr noch nie so viele Pakete sortiert und zugestellt. Damit die Menschen in der Schweiz zum Schutz vor dem Coronavirus zu Hause bleiben und trotzdem einkaufen können, erbringen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Post

Fiorella Vedova. (Bild zvg.)

tiert ist. Normalerweise arbeitet er nur in seiner Werkstatt, die, wie er sagt, für sich selbsttragend ist, genauso wie der Laden. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist er unter der Woche jeweils nachmittags und samstags auch im Verkauf im Laden tätig. In diesem bietet er neben Pfeifen auch Tabak, Zigarren sowie Whisky an. Tabakliebhaber können sich bei ihm aus mehreren Grundtabaken eine ganze Reihe von Tabakmischungen, je nach Wunsch noch mit Aromastoffen bereichert, zusammenstellen lassen. Das Angebot aus Zigarren umfasst ausschliesslich solche grosser Premiummarken aus den bekanntesten Anbaugebieten, insbesondere Havanna-Zigarren. Und bei den Whiskys wird ebenfalls auf hohe Qualität geachtet. Im Vordergrund stehen Malt Whiskys aus allen Provenienzen Schottlands sowie aus Irland. Aber auch Schweizer Whisky steht zum Verkauf bereit.

zurzeit Höchstleistungen. Sie verarbeiten Paketmengen wie zur Weihnachtszeit. Das sind gut 40 Prozent mehr als an einem Durchschnittstag. Dieser Rekord ist umso höher zu bewerten, als die Post in der Paketverarbeitung nicht wie zur Weihnachtszeit beliebig Personal einstellen kann. Vielmehr arbeiten alle Beteiligten unter erschwerten Arbeitsbedingungen: Social Distancing und Hygieneregeln werden strikte eingehalten und sind auch bei der Paketverarbeitung oberstes Gebot. (pd.)

Telefonische Beratung der Musikschule Knonauer Amt Die Musikschule Knonauer Amt bietet für alle Altersgruppen ein grosses Angebot. Damit das passende Instrument oder der passende Kurs gefunden werden können, ist eine kompetente Beratung wichtig. Kontakt für Interessierte

für eine Beratung gibt es unter: Telefon 044 761 99 11, E-Mail: sekretariat@ mska.ch. Informationen und das Angebot mit virtueller Instrumentenvorstellung sind auf www.mska.ch zu finden. (pd.)


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Vermischtes

Dienstag, 5. Mai 2020

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«Trotz physischer Distanz ist der Gesamtbetrieb zusammengewachsen» Das Werk- und Wohnhaus zur Weid bahnt sich zwischen den verschiedenen Vorgaben einen Weg durch die Krise Die Ausnahmesituation der vergangenen Wochen hat die Bewohner und Mitarbeiter des Werk- und Wohnhauses zur Weid in Rossau besonders gefordert. Trotz kantonaler Lockerung bleibt das Besuchsverbot.

Neuer Geschäftsleiter

von thomas stöckli Ein Trakt steht momentan leer im Werkund Wohnhaus zur Weid (WWW) in Rossau. Und das ist ein gutes Zeichen. Es ist nämlich der Isolationstrakt, eingeplant für den Fall einer CoronaErkrankung. «Wir haben uns früh mit dem Thema interne Isolation befasst», sagt Marco Mutzner, Geschäftsleiter des WWW. Ging man doch im März vom Szenario aus, dass die Kapazitäten der Spitäler nicht ausreichen würden. So nahm man beim WWW die Herausforderung an, zwischen den verschiedenen Weisungen und Vorgaben von Bund, Kanton und Verbänden einen gangbaren Weg durch die Coronakrise zu bahnen. Dabei sei die Kooperation mit dem Spital Affoltern ein wichtiger Faktor gewesen, so Walter Ponte, Bereichsleiter Wohnen: «Nadja Lindenmann, die auch unsere Heimärztin ist, hat uns sehr unterstützt.» Neben der Chefärztin Innere Medizin steuerte aus dem Spital Affoltern auch Veronika Mathys, Leiterin Spitalhygiene, wertvolle Tipps und Unterlagen bei. Überhaupt sei die überbetriebliche Zusammenarbeit mit den Sozialen Institutionen, der Spitex, dem Spital sowie der Zivilschutzorganisation im Bezirk sehr hilfreich, sagt Mutzner. Wöchentlich habe man sich ausgetauscht und sich bei Bedarf pragmatisch gegenseitig mit Schutzmaterial ausgeholfen. Trotzdem galt es in den verschiedenen Bereichen einen eigenen Weg zu finden. «Da war auch Kreativität gefordert», so Marco Mutzner. Dazu gehören einfache Anpassungen wie Plexiglasscheiben im Weid-Laden, im Sozialdienst oder bei der Medikamentenausgabe. Weiter werden die Mahlzeiten aktuell in zwei Schichten eingenommen, um im Speisesaal die geforderten Abstände einhalten zu können und statt Selbstbedienung herrscht Tellerservice – was von

Eingerichtet, aber noch nicht gebraucht: Geschäftsleiter Marco Mutzner (links) und Walter Ponte, Bereichsleiter Wohnen, vor dem Corona-Isolationstrakt im Werk- und Wohnhaus zur Weid, Rossau. (Bild Thomas Stöckli) vielen Klienten durchaus geschätzt wird. «Wir müssen ernsthaft analysieren, welche positiven Aspekte wir in den Normalbetrieb übernehmen wollen», so Mutzner. Die wichtigsten Mitteilungen erhielten die Bewohner regelmässig in einem Bulletin – und den Ernst der Lage haben sie offensichtlich erkannt und aktiv mitgeholfen. Schliesslich gehören nicht wenige zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen, sei es altersbedingt, wegen chronischer Erkrankungen oder wegen suchtbedingter körperlicher Einschränkungen.

Begehrte Gemüsekorb-Abos Die Absicht des Kantons war, die Werkstätten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten – mit den Vorgaben, die auch für alle anderen gelten. Dazu brauchte es hier und dort Überzeugungsarbeit. Insbesondere in den ersten Wochen habe ein Gefühl der Beklemmung geherrscht. «Verschiedene haben sich im Zimmer verbunkert», so Mutzner. Kein Wunder, schliesslich fällt es aktuell so manchem schwer, die Geschehnisse einordnen zu können. Für Menschen mit psychischen Krankheitsbildern muss die Situation noch viel belastender sein. Das Umfeld hat sich zurückgezogen, Besucher dürfen nicht kommen und selbst der Kontakt mit dem Psychiater beschränkt sich auf Mail und Telefon. So bleiben die WWW-Mitarbeitenden als

einzige «Aussenkontakte». Umso mehr wurden deshalb Einzelgespräche gesucht, Sorgen abgeholt und proaktiv Gespräche vereinbart. «Im Normalfall erwarten wir, dass die Klienten kommen, wenn sie etwas haben», führt Walter Ponte aus. Auch diese intensivere Begleitung – für Bewohner ebenso wie für externe Klienten – bringen Mehraufwand mit sich. Mehraufwand, der sich allerdings auch lohnt, wie man sich in der WWW-Leitung einig ist: «Trotz physischer Distanz ist der Gesamtbetrieb zusammengewachsen – die Mitarbietenden haben einen tollen Job gemacht!», findet der Geschäftsleiter. «Und diesen Spirit wollen wir in die Zukunft mitnehmen.» Das Kafi musste seinen öffentlichen Betrieb einstellen, die Mitarbeitenden waren allerdings an anderer Stelle äusserst gefragt. Etwa im momentan um ein Vielfaches aufwändigeren Bereich Reinigung oder im Weid-Laden. Dort erleben die Gemüsekorb-Abos aktuell einen regelrechten Aufschwung: «Im Vergleich zu Anfang Jahr fast eine Verdoppelung», so Mutzner. Dadurch fällt natürlich auch viel mehr Rüstarbeit an. Offen bleibt die Frage, ob das Wachstum nachhaltig ist, oder die Nutzer nach der Krise wieder abspringen.

Besuchsverbot bleibt bestehen Sollte ein Bewohner die Kriterien für einen Coronatest erfüllen, sind die

Abläufe klar geregelt, inklusive Schutzmasken und Abstand. Im Isolationstrakt bleiben die Verdachtsfälle bis zum negativen Test, die Coronakranken bis sie 48 Stunden symptomfrei sind oder die Atembeschwerden so stark, dass sie in Spitalpflege müssen. Tatsächlich in Betrieb genommen wurde bisher allerdings nur eines der sieben Quarantäne-Zimmer. Ein Bewohner wurde mit Corona-Verdacht isoliert. Der Test fiel allerdings negativ aus und so konnte der Bewohner nach 24 Stunden bereits wieder zurück in sein eigenes Zimmer. Getestet wurden auch sechs Mitarbeitende, eine Person davon positiv, wie Walter Ponte, Bereichsleiter Wohnen, verrät. Nach der Quarantäne zu Hause ist sie nun wieder im Einsatz. Mit dem Entscheid der Gesundheitsdirektion vom vergangenen Donnerstag, das Besuchsverbot per sofort zu lockern, wartet bereits die nächste Herausforderung. Wie wird das WWW dies umsetzen? «Wir orientieren uns diesbezüglich an einem Merkblatt des kantonalen Sozialamts», sagt Marco Mutzner. Will heissen: Das Besuchsverbot in den Einrichtungen bleibt grundsätzlich bis auf Weiteres bestehen. Für Aktivitäten ausser Haus (Kontakte oder Übernachtungen bei Angehörigen über ein Wochenende) wird die Situation individuell beurteilt, im Detail mit den betreffenden Personen besprochen und gemeinsam vereinbart.»

Per Anfang August 2019 hat Marco Mutzner die Nachfolge von Hansruedi Sommer als Leiter des Werkund Wohnhauses zur Weid angetreten. Damals nahm er sich vor, den Betrieb zuerst als Ganzes zu erfassen, kennenzulernen und zu verstehen. «Das ist mir gelungen», sagt er, neun Monate später: «Ich habe einen sehr gut funktionierenden Betrieb übernommen.» Die bisher vorgenommenen Veränderungen beschränken sich denn auch weitgehend auf die persönliche Ebene, die Kultur des Umgangs miteinander. In einer Retraite hat die Geschäftsleitung Anfang Jahr die zentralen Werte der Zusammenarbeit festgelegt. Was als Führungsinstrument gedacht war, lässt sich allerdings auch auf den generellen Umgang miteinander übertragen. Es gehe um Werte wie Vertrauen, Zutrauen und Wertschätzung, so Mutzner, «die sind für die Klienten ebenso wichtig wie für die Mitarbeitenden.» In einem nächsten Schritt soll deshalb gemeinsam mit dem Personal erarbeitet werden, was diese Wertehaltung im alltäglichen Umgang bedeuten. «Sachen, die für meinen Vorgänger klar waren, wollen wir genauer anschauen und zum Teil neu deklarieren», erklärt Mutzner. Als Beispiel nennt Walter Ponte den Eintrittsprozess. Dort soll genau definiert werden, was der Klient beitragen muss und was er im Gegenzug erwarten darf. «Wir legen den Fokus aufs Mitmachen, aufs motiviert sein, sich mit sich selber auseinanderzusetzen.» «Der Klient steht bei uns im Zentrum», sagt Ponte, «aber er muss sich auch selbst in Bewegung setzen.» Dieser Anspruch erfordert eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit: «Alle Fachkräfte in der Betreuung und der arbeitsagogischen Begleitung müssen eine klare Vorstellung haben über die persönlichen Thematiken und die Fokussierung.» (tst.) Weitere Infos unter www.zur-weid.ch.

Gäste, die Kinderpornos runterladen? «Eine Schutzbehauptung» Bezirksgericht: Drei Monate Gefängnis auf Bewährung wegen mehrfacher Pornografie Wegen mehrfacher Pornografie wurde ein 41-Jähriger zu drei Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Dass Gäste an seinem damaligen Wohnort Bilder und Videos von Minderjährigen heruntergeladen hätten oder ein Trojaner seinen PC infiziert habe, bezeichnet das Bezirksgericht als Schutzbehauptung. von werner schneiter Der Verkäufer, ein in der Schweiz aufgewachsener Slowene, fuhr mit schnittigem Sportwagen vor und machte vor Gericht einen gepflegten, ja seriösen Eindruck. Aber das, was ihm die Staatsanwaltschaft vorwirft, ist alles andere als ordentlich: So soll der heute im Kanton Aargau lebende Mann in den Jahren 2016 und 2017 am damaligen Wohnort im Säuliamt Bilder und Videos von Minderjährigen in sexuellem Zusammenhang heruntergeladen haben. 15 Bild- und sieben Videodateien, dazu zehn weitere Bilder ohne

sexuellen Hintergrund. Ausserdem habe er im Juni 2016, ebenfalls am damaligen Domizil, unter zwei verschiedenen Nutzernamen auf Facebook auf den Genitalbereich reduzierte Bilder von Mädchen anderen Nutzern zugänglich gemacht. Wegen mehrfacher Pornografie beantragte die Staatsanwaltschaft eine unbedingte Freiheitsstrafe von 10 Monaten und den Widerruf einer im Mai 2016 ausgefällten bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen à 100 Franken. Diese Strafe kassierte er damals ebenfalls wegen verbotener Pornografie. Zudem verlangt die Anklage eine Landesverweisung von fünf Jahren.

Gäste konnten PC nutzen «Das, was mir vorgeworfen wird, ist alles nicht korrekt», verteidigte sich der 41-jährige Ehemann und Vater eines Kleinkindes. Als Veranstalter von Partys habe er in der oberen Etage seines früheren Wohnorts einen Technikraum eingerichtet und immer wieder Gäste – Musiker und andere Künstler – beherbergt (zum Teil über Nacht), auch

solche, die er nicht persönlich gekannt habe. Und alle hätten sein Passwort und Wlan nutzen und Bilder sowie Videos herunterladen und wieder löschen können. Es sei nicht auszuschliessen, dass er mittels Trojaner angegriffen worden sei und sein Gerät mit Viren infiziert worden sei. Er habe seinen Gästen vertraut und niemals geglaubt, dass so etwas passieren könne. Auch die Benutzernamen auf Facebook seien ihm nicht bekannt; hier habe man keine Bilder von seinem Datenträger gefunden, sagte der Mann auf Fragen der vorsitzenden Richterin. Dass er nach seiner einschlägigen Vorstrafe vom Mai 2016 seinen PC ungeschützt anderen zur Verfügung gestellt hatte, das sei fahrlässig gewesen, gestand er aber ein. Auch sein Pflichtverteidiger sieht ihn als «Trojaner-Opfer». Er hält es für wahrscheinlich, dass die IP-Adresse seines Mandanten in der Zeitspanne von gut einem Jahr durch Drittpersonen genutzt wurde – und diese sporadisch Missbrauch betrieben hätten, wie die geringe Zahl von Dateien zeige. In seinem DJ-Raum am früheren Wohnort habe bei der Vorbereitung von Partys

zeitweise emsiges Treiben geherrscht; allen habe er vertraut und den PC ohne Passwortschutz zur Verfügung gestellt. Die Ehefrau des Beschuldigten habe ihm gegenüber klargemacht, dass sein Mandant «zu 200 Prozent nichts damit am Hut hat», bekräftigte der Verteidiger. Die ermittelten Datenspuren seien kein Beweis für seine Schuld. Für den «unwahrscheinlichen Fall» einer Verurteilung stellte der Anwalt einen Eventualantrag auf eine bedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 50 Franken mit einer Probezeit von drei Jahren. Auf Landesverweisung sei zu verzichten; das sei ein zu grosser Eingriff in eine Beziehungssituation der Familie und wegen des hohen Integrationsgrades nicht angezeigt. Sein Mandant habe inzwischen alle elektronischen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, und die extrem lange Verfahrensdauer sei für ihn und die Familie stark belastend gewesen.

Zu vieles spricht gegen Freispruch Das Bezirksgericht verurteilte den Mann wegen mehrfacher Pornografie zu drei

Monaten Gefängnis bedingt und setzte die Probezeit bei vier Jahren fest. Es widerrief die Geldstrafe vom Mai 2016, verzichtete aber auf eine fünfjährige Landesverweisung. Die Verfahrenskosten muss er übernehmen; die Kosten für die amtliche Verteidigung gehen auf die Staatskasse. «Zu viele Dinge sprechen für das Gericht gegen einen Freispruch – auch die Vorgeschichte. Sie hätten vorsichtiger sein müssen. Auch die FacebookBilder sprechen für einen Schuldspruch», sagte die Richterin. Trojaner und Hausgäste, die den PC missbrauchen, könne man sich zwar vorstellen, dies sei hier aber eine reine Schutzbehauptung; Virenrückstände seien keine gefunden worden, und es gab keine Speicherung von Unterprogrammen, hiess es in der Urteilsbegründung unter anderem. Drei Monate bedingt hält das Gericht für angemessen. Es bezeichnet das Urteil als «letzte Chance» und verzichtet auf eine Landesverweisung. «Sie sind gut integriert, haben eine Familie und einen Job, aber jetzt darf nichts mehr passieren», schloss die Vorsitzende.


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Vermischtes

Dienstag, 5. Mai 2020

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Als Garten ein ganzer Park Serie Wohnformen (8): Andreas Fischer kombiniert seine Leidenschaften Gartengestaltung und Musik Andreas Fischer ist sich des Privilegs bewusst, am Rande des Seleger Moors wohnen zu dürfen. So kann er den Park unbehelligt von Besucherströmen geniessen. Mit seiner Firma terza natura GmbH gestaltet er Gärten und ist daneben als Berufsmusiker tätig. von regula zellweger Von seinem Arbeitszimmer aus schaut Andreas Fischer in das Grün des Seleger Moors, aus der Küche und dem Wohnzimmer über die weiten Wiesen und Felder zwischen Hausen und Rifferswil bis in die Alpen. Als Besucher kennt man das Haus am Teich, das von Robert Seleger bewohnt wurde. Er hatte bereits 1956 realisiert, dass der Boden des Rifferswiler Moors eine ähnliche Beschaffenheit aufweist wie derjenige in den Anbaugebieten für Rhododendren in Holland und Norddeutschland. Er erstand Land und schuf über Jahre hinweg eine traumhaft schöne Landschaft. Er gestaltete einen Park, machte ihn für die Öffentlichkeit zugänglich und liess dabei der Natur Vorrang. Nach und nach entstanden Teiche und Bäche, die Grundlage für Seerosen und Lebensraum für andere Wasserpflanzen sowie für Amphibien. An einem der Teiche baute er sein Wohnhaus. Angestellte Gärtner des Parks wohnten im Haus am Rand des Parks, in ebendem Haus, das jetzt Andreas Fischer bewohnt. Robert Seleger verstarb im Jahr 2000, bereits 1988 hatte er eine Patronatsvereinbarung mit der Genossenschaft Migros Zürich geschlossen, die seither im Bereich der Administration und mit finanziellen Mitteln dem Stiftungsrat unterstützend zur Seite steht. Die Genossenschaft Migros Zürich übernahm die Garantie für den Weiterbestand der Stiftung und achtet darauf, dass die Stiftungsziele weiterverfolgt werden.

Begeisterungsfähigkeit und Engagement Andreas Fischer ist in Hausen am Albis aufgewachsen, inmitten des schönen Gartens seines Elternhauses. Hier durfte er bereits als Junge experimentieren. Wasserläufe und Teiche hatten es ihm besonders angetan. Heute kann er zu allen Tages- und Jahreszeiten die Gewässer im Seleger Moor geniessen. Eine andere Liebe galt den Farnen und Moosen. «Meine Leidenschaft für Farne und Moos basiert nicht auf wissenschaftlichem Interesse, sondern geht auf meine

Die Terrasse wird gern als Wohnraumerweiterung ins Freie genutzt.

Von seiner Terrasse geniesst Andreas Fischer den Blick über die Ebene zwischen Hausen und Richterswil bis in die Alpen. (Bilder zvg.)

Grün dominiert beim Blick aus allen Fenstern, im Musikzimmer ist auch eine Wand grün gestrichen. Kindheit zurück. Mich fasziniert das Mystische», formulierte Andreas Fisher in einem Interview, damals als Vizepräsident der Schweizerischen Vereinigung der Farnfreunde. Nach der Matura entschied sich Andreas Fischer, wie auch sein Bruder Dominik, für das Musikstudium. Beide sind als Solobratschisten in Orchestern im In- und Ausland tätig, Andreas im Sinfonieorchester argovia philharmonic, Dominik im Kammerorchester Festival Strings Lucerne. 2017 haben die beiden Brüder gemeinsam die Konzertreihe «Konzerte im Kulturzelt im Park Seleger Moor» gegründet, bringen seither jährlich während der warmen Monate von Mai bis Ende August fünf Konzerte zur Aufführung und treten dabei manchmal gemeinsam auf.

Das Flair für Gartenarchitektur fiel Freunden von Andreas Fischer auf. Man fragte ihn um Rat – und so entstanden vor bald zwanzig Jahren erste Aufträge für die Gestaltung von Gartenanlagen. Er reiste durch die Welt, beschäftigte sich intensiv mit Gartenanlagen unterschiedlichster Kulturen und fand seinen eigenen Stil: Wie ein Juwelier, der Stein und Fassung kunstvoll zu einem Schmuckstück arrangiert, gestaltet er Gärten, welche die einzelnen Elemente der Gartengestaltung zu einem harmonischen Zusammenspiel vereinen. Neben seiner Tätigkeit als Berufsmusiker bietet er heute mit seiner Firma «terza natura gartenjuweliere» Planung und Ausführung von Gärten an. In dieser Funktion gestaltete er erfolgreich Gärten namhafter Personen.

Der Blick vom Arbeitszimmer führt in die Parklandschaft.

Vielfältige Tätigkeiten Das Haus am Rande des Seleger Moors ist eine eigentliche «Kreativküche», aus der Impulse in die Welt gehen. Neben den Konzerten und Events im Kulturzelt im Park Seleger Moor organisiert und leitet Andreas Fischer unter dem Label «terza natura travel» jährlich musikalische Gartenreisen nach Marrakesch. Die Wohnung im Gärtnerhaus, in die er 2018 einzog, bietet ideale Rahmenbedingungen für kreatives und künstlerisches Schaffen. Der weite Blick in die Berge impliziert Offenheit, der Blick in den Park bündelt die Konzentration. Im Musikzimmer wird Andreas Fischer nicht gestört – und stört auch niemanden. Es ist nicht einfach, den Hauseingang zu finden, ungebetene Gäs-

te erscheinen selten. Und Fischer braucht keine Vorhänge – denn seine Wohnung im ersten Stock ist blicksicher. Sein Schlafzimmer scheint mitten in den Bäumen des Parks zu liegen – und wenn nicht Musik in dieser Wohnung erklingt, hört man das Singen der vielen Vögel im Park, im Frühsommer das Quaken der Frösche und über die Saison allenfalls von weit weg das Plaudern der Leute im nahen Park-Gartenrestaurant. Einsam ist man in dieser Wohnung nicht, und das Alleinsein in seiner Traumwohnung, die den Rahmen bietet zum Träumen, Nachdenken und Kreativsein, schätzt Andreas neben seinen vielen Tätigkeiten und den Reisen sehr. Weitere Infos unter www.selegermoor.ch, www.kulturzelt.ch, www.terzanatura.com.

FORUM

Stören des Brutgeschäfts ist gesetzlich verboten

Die Wälder besuchen, nicht benutzen

Störche wählten falsche Wohnlage, «Anzeiger» vom 24. April.

Die Einschränkungen des Lockdowns und das traumhafte Wetter liessen in den vergangenen Wochen überdurchschnittlich viele Menschen durch die Wälder streifen. Auch ich erkundete zu Fuss intensiv die nahe Umgebung und beobachtete staunend und dankbar das prächtige Grünen und Blühen: Wie uneingeschränkt uns die Natur mit ihrer Schönheit empfängt! Wie grosszügig sie uns an ihrer Fülle teilhaben lässt! Wie sie unsere bangen Herzen mit ihrer Ruhe, ihren Farben und Klängen zu trösten und zu heilen vermag! Stark getrübt wurde diese Dankbarkeit allerdings durch die zahlreichen Spuren, welche die vielen Waldbesucherinnen und -besucher hinterlassen hatten: Getränkedosen auf Kuhweiden, und im Wald am häufigsten Überreste von Freiluft-Toilettenbesuchen (notabene meist kein gehortetes Krisen-Klopapier, sondern Papiertaschentücher!). Liebe Mitmenschen, die ihr momentan man-

Mit einigem Erstaunen habe ich den Artikel über die Störungen am Storchenhorst in Ottenbach gelesen. Tatsache ist, dass die Störung des Brutgeschäfts von Vögeln (und anderen Tieren) gemäss dem Natur- und Heimatschutzgesetz verboten ist. Entsprechend hoffe ich, dass die (geschützten) Störche nicht

zu sehr gestört wurden und noch am Brüten sind. Weitere Störungen sollten bis zum Ausfliegen der Jungen unbedingt unterlassen werden! Die Gesetze und Verordnungen sind wichtig: Die Tiere sollen sich erfolgreich fortpflanzen können. Nur wenn sie jedes Jahr ausreichend Junge aufbringen, können die Arten überleben. Entsprechend sind zum Beispiel auch Schwalben- und Mauerseglernester

geschützt und dürfen während der Brutzeit keinesfalls entfernt werden. Noch schöner ist es meiner Meinung nach natürlich, wenn sich die Menschen für die Vögel einsetzen und ihnen am Haus Nisthilfen anbieten. Weitere Informationen dazu findet man unter www.birdlife.ch/nesterschutz. Stefan Bachmann, Mettmenstetten

Es blüht nicht nur der Bärlauch ... Im Säuliamt leuchtet weit gestreut hinter Sträuchern, Baumstämmen und Holzbeigen unübersehbar Weisses: diese neuartige Wald-Klotanik ist eine Häufung von Kleenex- und Tempo-Taschentüchern auf Menschenhaufen. Wenns schon sein muss, müsste auch da gelten, was für Hundehalterinnen gilt: Es soll-

ten doch wenigstens die nicht abbaubaren Papiertaschentücher in eine Robidogtüte gepackt und in den entsprechenden Behältern entsorgt werden. Anders als «grusig» lässt sich dieses Verhalten unzähliger Waldwandler nicht bezeichnen. Da ist etwas falsch verstanden an «draussen in freier Na-

tur». Ein «Blick zurück» wäre auch da ratsam. Bitte, wir Nichtkackerinnen möchten auch nach Corona die Wälder in Klopapier-freiem Zustand geniessen können. Vielen Dank für ein rücksichtsvolles, drittes Hygieneverhalten, nebst Händedesinfizieren und Abstand halten. Teresa Dawson, Knonau

gels anderer Betätigungsmöglichkeiten womöglich zum ersten Mal «die Natur» besucht: Sie ist kein Konsumgut. Sie darf respektvoll und wahrnehmend besucht, kann jedoch nicht benutzt werden. Haltet euch so unauffällig wie möglich darin auf. Vermeidet unnötigen Lärm und hinterlasst keine Spuren. Stoffwechsel-bedingten Bedürfnissen darf, wenn keine sanitäre Lösung in Reichweite ist, nachgegeben werden. Die grosse Notfall-Dringlichkeit gerne in ein vorab gebuddeltes Loch (eine kleine, mitgenommene Gartenschaufel tut beste Dienste). In allen Fällen das Hygienepapier wieder mitnehmen (Robidogsäcke eignen sich zum Aufnehmen hervorragend) und zu Hause entsorgen. Ein Papiertaschentuch braucht 1 bis 5 Jahre, bis es sich zersetzt hat: So lange wird die Pandemie hoffentlich nicht mehr dauern! Olga Tucek, Knonau


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