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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 35 I 168. Jahrgang I Dienstag, 6. Mai 2014

Schulhaus sanieren

Neuer Pächter

Tömlimatt in Kappel: Projektierungskredit von 250 000 Franken. > Seite 3

Der einheimische Roland Bulliard übernimmt das «Badibeizli» in Obfelden. > Seite 5

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Nahost-Experte Erich Gysling sprach in der Bibliothek Affoltern über den «arabischen Frühling». > Seite 6

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Still und rassig Karl Ott präsentiert an den Energietesttagen in Hedingen seinen Tesla. > Seite 6

Expo 2014 in Obfelden: Die Besucher kamen in Scharen Die interkommunale Gewerbe-Expo in Obfelden zog zahlreiche Besucher an 70 Gewerbetreibende stellten am Wochenende bei wechselhaftem Wetter an der Gewerbe-Expo aus. Die Besucher strömten in Scharen herbei und die Aussteller zogen ein positives Fazit. ................................................... von salomon schneider Die Organisation und Durchführung einer Gewerbeschau ist sowohl für das Organisationskomitee als auch für die Aussteller mit riesigem Aufwand verbunden. Trotzdem beteiligten sich 70 Unternehmen und Vereine aus Obfelden und den umliegenden Gemeinden. Um die Kosten tief zu halten, leistete jeder Aussteller acht Stunden Fronarbeit. Gerade auch Ottenbacher KMUs waren froh, sich an der Gewerbeschau in Obfelden präsentieren zu können, da der Ottenbacher Gewerbeverein in den letzten Jahren von einer Gewerbeschau abgesehen hat.

Eröffnet wurde die Expo 2014 am vergangenen Donnerstag mit dem Ausstellerabend. Beim gemeinsamen Essen im Gastrozelt des Restaurant Central unterhielt ein Showkellner die Anwesenden Gewerbler. Anfangs wurde der ungeschickte Kellner für einen ungeschickten Serviceneuling gehalten, der alles falsch macht. Die nicht angekündigte Showeinlage sorgte für grosse Erheiterung.

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Mehr HD Senderumstellung im Kabelnetz der WWZ: FGA und Expert Senn wissen, wie es geht. > Seite 11

Landschaftsqualität: Projekt fürs Säuliamt Anlässlich der Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Affoltern informierte ein Vertreter des Zürcher Bauernverbandes über die von Bund und Kanton verlangten Landschaftsqualität-Projekte. Ohne ein solches Projekt können die bereitliegenden Landschaftsqualitäts-Beiträge nicht abgeholt werden. Die Landwirte zeigten wenig Begeisterung für ein weiteres neues Projekt, dessen Erarbeitung hohe Kosten verursacht. Es wurde jedoch klar, dass trotz Ablehnung und Widerstand keine Wahl möglich ist. (mv) ................................................... > Bericht auf Seite 7 anzeigen

«Super Arbeit geleistet» Von Freitag bis Sonntag war die Expo für das Publikum geöffnet. Die ehemalige Obfelderin Agnes Schubiger beschreibt ihre Eindrücke: «Mein Mann und ich sind alle vier Jahre an der Gewerbeschau hier, um uns zu informieren und Bekannte zu treffen. An der Gewerbeschau treffen sich einfach alle.» Pascal Fässler von Elektro Lang schlägt in die selbe Bresche: «Die Aufmachung, mit dem roten Teppich am Eingang, ist einfach einladend. Überall

Die Hallen der Gewerbe-Expo 2014 waren immer gefüllt, auch weil die Besucher oft lange an den Ständen verweilten. (Bild Salomon Schneider) herrscht ausgelassene Stimmung. Das Organisationkomitee hat einfach super Arbeit geleistet.» Am Freitag und Samstag war die Expo bis 22 Uhr offen. Danach vergnügten sich Gäste und Aussteller im Restaurantzelt oder in der Bar des Turnvereins. René Grünwald, der

Hauptorganisator der TV-Bar dazu: «Wir haben unseren Auftritt in kürzester Zeit auf die Beine gestellt und hoffen auf gutes Gelingen.» Er sollte nicht enttäuscht werden. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. ................................................... > Bericht auf Seite 13

Tendenzen zu Schock-Preisen: Bei Conforama in Wallisellen und in Schlieren können Sie vom 6. bis 19. Mai Shopping-Ideen mit grossen Rabatten für alle finden! Während dieser Zeit können Sie fast jeden Tag ein tolles Produkt für einen unschlagbaren Preis erwerben. Auf der Elektro-Seite haben Sie unter anderem die Möglichkeit, von -10% zusätzlich auf eine Auswahl an Fernsehern von 48» und mehr zu profitieren. In unserem Katalog finden Sie mehrere Angebote. Conforama - so schön wohnen, so günstig.

Remo Ackermann siegt auf dem Gibel Drei Auszeichnungen für die Ämtler Schwinger

FCWB bodigt den Leader Der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga Classic) demonstrierte seine blendende Form mit dem dritten Sieg in Folge. Diesmal gegen keinen Geringeren als den Tabellenführer. Knapp 250 Zuschauer kamen in den Genuss eines gehaltvollen Spiels. Die Treffer zum gerechten 1:1-Pausenstand fielen beide nach Elfmetern. Das 2:1 durch Acosta in Hälfte zwei war die verdiente Krönung für den initiativen FCWB. Er brillierte mit seiner geschlossenen Teamleistung und ist nun Sechster. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 18

Andreas Isoz tritt zurück

Der spätere Sieger Remo Ackermann (unten) im Schlussgang gegen Pascal Gurtner. (Bild Martin Platter) Das OK unter der Leitung von Franz Furrer aus Islisberg lag mit der Verschiebung des Gibelschwingets um eine Woche goldrichtig. Statt Dauerregen schien die Sonne, was rund 1000 Zuschauer auf den Gibel lockte. Die 60

angetretenen Schwinger aus dem NOSVerband und die Gäste vom Schwingklub Freiamt boten attraktiven Schwingsport. Den Sieg erkämpfte sich überraschend der 21-jährige Remo Ackermann aus Steg. Die Ämtler

Schwinger holten sich mit Marco Nägeli aus Mettmenstetten, Damian Furrer aus Islisberg und Hansjörg Trachsel aus Arni drei Auszeichnungen. (adm) ................................................... > Bericht auf Seite 17

Er vertrat die Schweiz einmal bei Olympischen Spielen und viermal an Weltmeisterschaften, wo er 2007 in Madonna di Campiglio mit dem fünften Platz sein bestes Resultat erreichte. Doch nun, Andreas Isoz. 14 Jahre nach seinem Weltcup-Debüt, kehrt Andreas Isoz dem Spitzensport den Rücken. Dem «Jumpin» bleibt er in einem reduzierten Pensum erhalten. ................................................... > Bericht auf Seite 19

200 19 9 771661 391004


Gemeinde Obfelden Sekundarschulgemeinde Bonstetten

Mit grosser Trauer nehmen wir Abschied von

Eröffnung der Badi Obfelden

Kreisschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil a. A.

Samstag, 17. Mai 2014, um 8.00 Uhr eröffnet.

Gemeindeversammlung

Die Saisonkarten können ab sofort bei der Gemeindekanzlei Obfelden bezogen werden. Für die Saison 2014 gelten folgende Preise für die Eintrittsbillette:

Die Stimmberechtigten der Sekundarschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil am Albis, werden in den Mehrzweckraum des Sekundarschulhauses «Im Bruggen», Trakt D, Bonstetten, eingeladen am: Donnerstag, 5. Juni 2014, 20.15 Uhr, zur Behandlung der folgenden Geschäfte: 1. Genehmigung der Jahresrechnung 2013 2. Antrag zur Einführung von HRM2 per 1. Januar 2015 Die Anträge und Akten zu den Geschäften sowie das Stimmregister liegen auf den Gemeindekanzleien der Kreisgemeinde ab 7. Mai 2014 während der Bürozeiten zur Einsicht auf. Auf der Homepage www.sek-bonstetten.ch wird ein entsprechender Link aufgeschaltet.

Carole Gagnaux-Hensch

Das Freibad Obfelden wird am

Einzeleintritte: Erwachsene Jugendliche Kinder

7 bis 16 Jahre bis 7 Jahre

Fr. 6.— Fr. 3.— gratis

Saisonkarten: Einheimische Erwachsene Einheimische Jugendliche

7 bis 16 Jahre

Fr. 45.— Fr. 25.—

Der Tod ist die Grenze des Lebens, aber nicht der Liebe.

Unser Engel hat uns für immer verlassen. Nach langem Kampf wurde Carole am 1. Mai erlöst und ist im Kreise ihrer Liebsten friedlich eingeschlafen. In tiefer Trauer: Louis-Pierre Gagnaux mit Thibault und Camille Sonja Hensch, Mutter Claudia Bischof-Hensch mit Familie Cornelia Candolfi-Hensch mit Familie Marguerite Cavin-Gagnaux mit Familie

Familienermässigung Einheimische: Kostenlose Saisonkarten ab dem 3. Jugendlichen beim Bezug mindestens einer Erwachsenen-Saisonkarte Auswärtige Erwachsene Auswärtige Jugendliche

7 bis 16 Jahre

Punktekarte (12 Eintritte, Gültigkeit 2 Jahre): Erwachsene Jugendliche 7 bis 16 Jahre

Fr. 70.— Fr. 35.— Fr. 60.— Fr. 30.—

Beisetzung: Einmaliger Unkostenbeitrag beim Bezug einer wiederaufladbaren Chipkarte für Saison- und Punktekarten:

Donnerstag, 8. Mai 2014, um 13.30 Uhr, Friedhof Mettmenstetten, Friedhofstrasse.

Trauergottesdienst: Donnerstag, 8. Mai 2014, um 14.15 Uhr, reformierte Kirche in Mettmenstetten.

Fr. 5.—

Der Gemeinderat und das Badi-Team wünschen für die kommende Saison viel Sonnenschein und Vergnügen.

Traueradresse: Familie Gagnaux, Brüelstrasse 21, 8932 Mettmenstetten

Die Weisungsbroschüre wird per Post in alle Haushalte der Kreisgemeinde verteilt. Die Stimmberechtigung richtet sich nach dem Gemeindegesetz sowie dem Gesetz über die politischen Rechte vom 1. September 2003. Anfragen nach § 51 des Gemeindegesetzes sind der Sekundarschulpflege spätestens 10 Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung schriftlich einzureichen. Bonstetten, 6. Mai 2014 Sekundarschulpflege Bonstetten

Primarschule Mettmenstetten

Gemeinde Stallikon

TODESANZEIGE

Wahl der Wahlbüromitglieder (Amtsdauer 2014 bis 2018) Gestützt auf Art. 36 lit. b) Ziffer 3 der Gemeindeordnung werden die nachfolgenden Stimmberechtigten für die Amtsdauer 2014/2018 als Mitglieder des Wahlbüros gewählt: bisherige Mitglieder (9):

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Kappel am Albis werden eingeladen zur

Gemeindeversammlung auf Freitag, 6. Juni 2014, 20.00 Uhr, in den kleinen Gemeindesaal im Haus «Zur Mühle», Kappel am Albis zur Behandlung folgender Geschäfte: Politische Gemeinde 1. Genehmigung Jahresrechnung 2013 2. Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Tömlimatt Kappel am Albis – Bewilligung Projektierungskredit 3. Erteilung Gemeindebürgerrecht Familie Bartholomä, Kappel am Albis Anfragen im Sinne von § 51 Abs. 2 des Gemeindegesetzes sind spätestens zehn Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung der betreffenden Gemeindevorsteherschaft schriftlich einzureichen. Die vollständigen Akten liegen zwei Wochen vor der Versammlung während den Schalteröffnungszeiten in der Gemeindeverwaltung zur Einsicht auf. Im Auftrag der Behörde Gemeindeverwaltung Kappel am Albis

Schulen und Kurse JazzpianoUnterricht und Harmonielehre, Rhythmik erteilt R. Hausheer Telefon 044 761 21 84

Bättig Beurer Gattiker Geissbühler Kilcher Kindschi Ochsenbein Saner Steiner

Rolf Bruno Sabrina Annick Astrid Béatrice Christoph Isabelle Thomas

Dorfstrasse 6 Untere Aegerten 8 Langfurenstrasse 51 Loomattstrasse 42e Loomattstrasse 86 Rainstrasse 83b Räbacher 3 Hüttenrain 54 Weidelacherstrasse 7

Oliver Claudia Christoph Clara Anna Brigitte Amalia Bruno Monika Ingrid Monika Dan-Kris

Carole Gagnaux 29. April 1961 – 1. Mai 2014

Abschied nehmen. Nach schwerer, langer Krankheit und vielen Wochen des Hoffens, verstarb sie am 1. Mai 2014. Wir haben einen liebenswerten, engagierten und mit der Schule tief verbundenen Menschen verloren. Sie wird uns fehlen, ihr Lachen aber bleibt uns in Erinnerung. Caroles Familie sprechen wir unser herzliches Beileid aus und wünschen ihr viel Kraft und Zuversicht. Primarschule Mettmenstetten

neue Mitglieder (12): Aegerter Appenzeller Blindenbacher Forero González Lengen Looser Margadant Pfister Schibli Spiess Stierli Tschudin

Tief betroffen und traurig müssen wir von unserer Lehrperson und Kollegin

Üetlirain 6a Rainstrasse 21 Püntenstrasse 12 Rainstrasse 86 Diebis 29 Püntenstrasse 5b Untere Aegerten 15 Balderenweg 16c Rainstrasse 152a Püntenstrasse 7a Mülistrasse 76 Rainstrasse 32a

Die Trauerfeier findet am Donnerstag, 8. Mai 2014, um 14.15 Uhr statt.

Bestattungen Mettmenstetten

Gegen diese Wahl kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Stallikon, 6. Mai 2014

Gemeinderat

Am Donnerstag, 8. Mai 2014, 13.30 Uhr, findet auf dem Friedhof, anschliessend um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche, die Beisetzung/ Abdankung für

Carole Gagnaux-Hensch statt. Der Friedhofvorsteher

Schiessvereine

Feldschützenverein Bonstetten Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld: Obligatorische Bundesübung Mittwoch, 7. Mai 2014 18.00 bis 20.00 Uhr Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Freitag, 9. Mai 2014 18.00 bis 20.00 Uhr Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Dienstag, 13. Mai 2014 18.00 bis 20.00 Uhr Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Mittwoch, 21. Mai 2014 18.00 bis 20.00 Uhr Oblig. Bundesübung Mittowch, 4. Juni 2014 18.00 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 6. Mai 2014

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ZVV: Preise steigen Der Zürcher Verkehrsverbund plant, die Preise für das Fahrplanjahr 2015 um durchschnittlich 2,5 Prozent zu erhöhen. Die Gemeinden, Verkehrsunternehmen und regionalen Verkehrskonferenzen sind zur Vernehmlassung eingeladen. Am 15. Juni 2014 geht der erste Teil der neuen Durchmesserlinie (DML) mit dem Bahnhof Löwenstrasse und dem Weinbergtunnel in Betrieb. Gleichzeitig wird die erste Etappe der 4. Teilergänzungen der Zürcher SBahn umgesetzt. Diese umfangreichen Infrastrukturausbauten ermöglichen – gestaffelt über die nächsten Jahre – den grössten Angebotsausbau seit Bestehen des ZVV. Für dieses zusätzliche Angebot werden unter anderem auch neue Züge benötigt. Gleichzeitig wird auch das Busangebot vergrössert; im ersten Schritt 2014 am linken Zürichseeufer. Dieser Angebotsausbau hat steigende Kosten zur Folge, die nicht alleine durch die prognostizierten Mehreinnahmen gedeckt werden können. Der ZVV rechnet damit, dass die zusätzlichen Kosten durch eine Erhöhung der Tarife um durchschnittlich 2,5% gedeckt werden können. Dies steht auch in Übereinstimmung mit der bisherigen Strategie des ZVV, Erweiterungen des Leistungsangebots durch periodische Preisanpassungen zu finanzieren. Keine Preiserhöhungen gibt es im Lokalnetz und bei Kurzstrecken sowie bei Einzeltickets für drei Zonen.

Da, wo jetzt die Schaukel steht, soll ein eingeschossiger Anbau das Schulhaus Tömlimatt erweitern. Die verwitterte Fassade soll endlich saniert werden. (Bild Martin Platter)

Kappeler Schulhaus soll endlich in neuem Glanz erstrahlen Informationsveranstaltung am 14. Mai, 20 Uhr, im Mühlesaal An der Gemeindeversammlung vom 6. Juni unternimmt der Kappeler Gemeinderat einen weiteren Versuch, die Sanierung des Schulhauses Tömlimatt aufzugleisen. Dem Stimmvolk wird ein Projektierungskredit von 250 000 Franken unterbreitet. ................................................... von martin platter

wir gratulieren Zur diamantenen Hochzeit Maria und Gustav Blaser-Haselsteiner aus Affoltern können auf 60 Ehejahre zurückblicken. Sie feiern am kommenden Donnerstag, 8. Mai, die diamantene Hochzeit. Zum Ehrentag gratulieren wir herzlich.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

Die Sanierung des 1972 eingeweihten und 1989 erweiterten Schulhauses Tömlimatt in Kappel hat seit dem ersten Vorprojekt im Jahr 2006 bereits viel Zeit und Geld gekostet, die nicht der Bausubstanz zugute kamen. Ein Vorprojekt löste das nächste ab. Die Gnade des Kappeler Stimmvolkes erlangte aber bisher keiner der vorgeschlagenen Projektkredite in einer Bandbreite von 89 000 bis 280 000 Franken. Inzwischen haben sich nicht nur die Rahmenbedingungen von Seite der Bildungsdirektion geändert. Mit dem Versiegen der Zuschüsse aus Zürich wurden viele Vorschriften zu Richtlinien, was den Gemeinden mehr Freiheit bei Schulbauten erlaubt. Die Zeit drängt nun aber. Kappel erlebt derzeit den grössten Bau-Boom seiner Geschichte. Das wirkt sich auch auf die

Kinderzahlen aus, die markant am Steigen sind. Gemeindepräsident Kurt Bär, der nach dem Ausscheiden von Gemeinderat Hans Zürcher die Leitung der Schulbaukommission übernommen hat, ist pragmatisch vorgegangen. Er hat den Wunsch der Rechnungsprüfungskommission, einen Bauherrenbegleiter zu engagieren, erfüllt. Die Wahl ist auf den Architekten Reto Müller (mueller-projektconsulting.ch) gefallen. Mit den Gemeinderatswahlen neu in die Kommission gekommen ist Heidi Hui, die das Gremium um Schulpräsident Christian Plüss, Schulleiterin Vera Anders und Gemeindeschreiberin Stefanie Forlin komplettiert.

Bereits Erarbeitetes aufgenommen Die Schulpflege stehe diesmal hinter dem Projekt, versicherte Bär anlässlich einer Vorinformation für den «Anzeiger». Das Vorprojekt nimmt bereits Erarbeitetes auf. Künftig soll der Haupteingang vom oberen Pausenplatz her erfolgen. Wiederum soll die leerstehende Wohnung des Abwarts im Parterre aufgelöst werden zugunsten von zusätzlichem Betreuungs-, Therapie- und Arbeitsraum für die Schulleitung; die Bibliothek mit Mauerdurchbrüchen in ungenutzte Nebenräume vergrössert werden.

Interessant ist, dass die beiden Warmwasserspeicher der Holzschnitzelheizung an den Platz verschoben werden sollen, wo einst ein zweiter Brenner vorgesehen war, um das ganze Quartier mit Wärme zu versorgen. «Das ist nicht mehr opportun», kommentiert Bär. Mit dem so gewonnen Platz soll vielmehr der Gang zum Handarbeitsund zum Werkraum wieder verbreitert werden, um ihn rollstuhlgängig zu machen. Der Werkraum soll neu zu einem weiteren Schulzimmer werden. Der grosse Lagerraum unter dem jetzigen Mehrzweckzimmer soll Fenster erhalten und zum neuen Werkraum werden. Im oberen Stock werden die fünf je 80 Quadratmeter grossen Schulzimmer wie gehabt beibehalten.

Anbau nur noch eingeschossig Deutliche Änderungen gegenüber dem letzten Vorprojekt sind dagegen beim Anbau geplant. Dieser soll nun nicht mehr zwei-, sondern nur noch eingeschossig entstehen, mit einem 80 Quadratmeter grossen Mehrzweckraum. «Wir sparen uns so den Lift», begründet Bär. Der jetzige Mehrzweckraum bzw. Singsaal soll abgebrochen und stattdessen drei Gruppenräume gebaut werden. «Wir hätten den Trakt ohnehin komplett sanieren müssen.

Da erschien uns ein Teilneubau sinnvoller», so Bär. Ausserdem werde die komplette Aussenhülle saniert. «Unser Ziel ist es, möglichst viel aus der bestehenden Bausubstanz zu machen.» Der Neubau solle so weit als möglich auf dem bestehenden Fundament basieren, da der Baugrund beim Tömlimatt wegen Sandlinsen und Wasseradern instabil sei. Die Bauführung solle separat ausgeschrieben werden, um die Kosten nicht aus den Augen zu verlieren. «Wir wollen das Projekt umsetzen, als ob es uns selber gehört», stellt Bär in Aussicht. Der Zeitplan ist ambitioniert. Wird der Projektkredit von 250 000 Franken angenommen, soll der Souverän bereits im ersten Quartal 2015 über das Bauvorhaben, das geschätzte 4,7 Millionen Franken kostet, an der Urne abstimmen. In den Sommerferien 2015 soll bereits mit den Bauarbeiten begonnen werden. Dabei würde etappenweise vorgegangen werden – teilweise während des laufenen Schulbetriebes. Container oder andere Provisorien für eine externe Schulung sind keine vorgesehen. Anlässlich einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 14. Mai, 20 Uhr im Mühlesaal werden Kurt Bär und Christian Plüss detailliert über das neue Vorhaben informieren.

«Ja zum Kloster Kappel!» – Verein gegründet Seit Mitte April besteht ein Verein «Ja zum Kloster Kappel!». Dieser ist konfessionell und parteipolitisch neutral und unabhängig. Er informiert über das laufende RevitalisierungsKonzept der Kloster-Domäne. Der Verein unterstützt dieses Projekt grundsätzlich, bringt aber seine Argumente für eine modifizierte und verbesserte Planung ein. «Ja zum Koster Kappel!» bedeutet, dass künftig die freie Sicht auf die Klosteranlage wieder gewährleistet werden soll. Dazu gehört, dass der 12 bis 15 Meter hohe Westabhang ohne bisherige und neue Bauten als freier Raum gestaltet wird. Damit kann die national geschützte Anlage wieder umfassend in ihrer erhöhten Lage wahrgenommen werden. Die Silhouette der prägenden, 800 Jahre alten gotischen Kirche mit dem prägenden Turm kann wieder voll zur Geltung kommen. Im Weiteren zeigt das «Ja zum neuen Bauernhof!» an, dass der zu sanierende Bauernhof so zu planen und zu bauen ist, dass er nicht nur den

Der von der grossen Scheune «befreite» Klosterhügel mit der wieder instand zu stellenden «Alten Kappelerstrasse» von Knonau-Uerzlikon herkommend. Diese Verbindung ist schon auf den Gyger-Karten um 1660 eingezeichnet. (Bild zvg.) heutigen menschlichen, technischen und tierschützerischen Anforderungen (knapp) zu genügen vermag, sondern auch in Zukunft den allenfalls nötigen Erweiterungs-Raum für Ergänzungsbauten zur Verfügung haben wird. Ein vergrösserter «Bergbauernhof» an einem – gegenüber heute – noch erweiterten Standort muss unbedingt vermieden werden. Es stehen

weniger belastende, der Landwirtschaft aber dienende Ersatz-Standorte zur Verfügung. «Ja zur Landschaft!» soll sicherstellen, dass auch der Landschaftsraum, der das Kloster weiträumig und prägend umgibt, bewusst in die Planung der Revitalisierung einbezogen wird. Die ausgedehnten Spazierwege sind zu ergänzen und miteinander zu ver-

binden. Die uralte Fuss- und frühere Fahrwegverbindung Alte Kappelerstrasse über Uerzlikon–Buch–Baaregg nach Knonau soll wieder vervollständigt und mit der Klosteranlage direkt verbunden werden. Auch der zweite alte Kirchgangweg von und nach Hauptikon verdient es, wenigstens ansatzweise wieder durchgehend begehbar gemacht zu werden. (pd)


Stellenanzeiger

Schulzweckverband Bezirk Affoltern Heilpädagogische Schule Die HPS Affoltern ist eine Tagessonderschule für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren mit geistiger oder mehrfacher Behinderung, welche mit vier Klassen im Primarschulhaus Stigeli in Affoltern am Albis integriert ist. Wir suchen auf Beginn des Schuljahres 2014/2015

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 6. Mai 2014

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Keine Lehrstelle – was tun? Berufswahlschule Limmattal unterstützt Ämtler Schüler in der Berufsfindung und bei der Lehrstellensuche Obwohl noch zahlreiche Lehrstellen offen sind, haben viele Drittsekundar-Schüler noch keine gefunden. Seit dem neuen Berufsbildungsgesetz und dem Einführungsgesetz zum Berufsbildungsgesetz (EG BBG) haben Schulabgänger, die sich erfolglos um eine Lehrstelle bemüht haben, oder noch nicht berufswahlreif sind, das Anrecht auf den Besuch eines 10. Schuljahres. ................................................... von ueli schmid * Das Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Berufsbildung schreibt den Gemeinden vor, den dort wohnenden Schulabgängerinnen und Schulabgängern ein bedarfsgerechtes Angebot an Berufsvorbereitungsjahren zur Verfügung zu stellen. Sie können dieses selbst anbieten oder durch Dritte anbieten lassen. Sämtliche 14 Gemeinden im Knonauer Amt haben mit der Berufswahlschule (BWS) Limmattal mit Standorten in Dietikon und Schlieren eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Jedes Jahr nehmen zahlreiche Lernende aus dieser Region die Gelegenheit wahr, sich von einer spezialisierten Schule in der Berufsfindung und bei der Lehrstellensuche unterstützen zu lassen.

In den Handwerkerklassen wird mit professionellen CAD-Programmen gearbeitet.

Eine Lernende des Betrieblichen BVJ präsentiert eine Stoffkollektion. (Bilder zvg.)

det vorwiegend in Theoriefächern statt. Die Jugendlichen werden in die Klasse Bevo oder Dienstleistung und Soziales eingeteilt. Im betrieblichen BVJ sammeln Jugendliche, die sich schon für einen Beruf entschieden haben, an vier Tagen in einem Praktikumsbetrieb erste Arbeitserfahrungen und besuchen an einem Tag den Unterricht an der BWS. Und im Profil Sprache und Kultur werden die Jugendlichen mit der deutschen Sprache und der schweizerischen Kultur vertraut gemacht und tasten sich an die Berufswahl heran. Der Erfolg der BWS Limmattal ist gross – jedes Jahr finden über 90 % der Lernenden eine Anschlusslösung! Die Berufswahlschulen unterstehen dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt, einer Abteilung der Bildungsdirektion des Kantons. Der Elternbeitrag wird von diesem Amt festgelegt und beträgt 2500 Franken pro Jahr (Betriebliches BVJ 500 Franken). Um vom Kanton Beiträge zu erhalten, müssen alle Berufswahlschulen Leistungsvereinbarungen mit dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt abschliessen. * Der Autor ist Schulleiter Berufswahlschule

Vier verschiedene Profile Das Angebot der BWS Limmattal umfasst vier Profile: Im praktischen Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) liegt der

Schwerpunkt auf Berufswahl, Berufsfindung und Training von überfachlichen Kompetenzen anhand von praktischen Arbeiten. Die Zuteilung der Jugendlichen erfolgt in eine der Klassen

Gestalten Atelier, Handwerk oder Technik Informatik. Im schulischen BVJ liegt das Schwergewicht auf Berufswahl und Berufsfindung sowie auf Allgemeinbildung. Der Unterricht fin-

Limmattal. Weitere Infos über die Schule und zur Anmeldung unter www.bws-limmattal.ch, im Sekretariat, Tel. 044 745 80 70 oder bei der Berufsberatung / BIZ erhältlich. Anmeldeschluss für das nächste Schuljahr ist der 14. Mai 2014.

Neuer Pächter für «Badibeizli» Obfelden Roland Bulliard übernimmt Er ist ein waschechter Obfelder und hat beruflich seit jeher mit Lebensmitteln zu tun: Nicht nur deshalb scheint der neue Pächter der Badi Obfelden eine Idealbesetzung zu sein. Am Samstag, 17. Mai, ist Saisonstart. «Roli’s Badibeizli» steht auf den grünen Poloshirts. Vergangenen Freitagabend traf sich das neue Team des «Badibeizli» Obfelden zum Fotoshooting. Zehn Personen sind es. Und das braucht es auch: «An Spitzentagen sind bis zu 800 Leute in der Badi», verrät die Obfelder Gesundheitsvorsteherin Franziska Marty. Täglich ein Mittagsmenü, zum Standard-Programm auch Grilladen und kalte Plättli – damit will die Pächter-Familie bei den Gästen punkten. Und wer nur ins «Beizli» geht, der muss keinen Badi-Eintritt bezahlen.

«Wir freuen uns, dass wir jemanden aus dem Dorf gefunden haben», so Franziska Marty. Und Roland Bulliard achtet auch darauf, dass die Wertschöpfung in Obfelden bleibt. Seine Lieferanten sind aus Obfelden, ebenso wie die meisten seiner Mitarbeiter. «Geht es so, wie wir es uns vorstellen? Wie reagieren die Leute?» Diese und ähnliche Fragen stellt sich der neue Pächter aktuell und freut sich, dass es bald losgeht. Dass er mittel- bis längerfristig plant, merkt man am Aufwand und Herzblut, das er ins «Badibeizli» steckt. «Der Aufbau ist das aufwändigste», sagt er denn auch. Ausser dem Pächter ändert in der Badi Obfelden auf diese Saison hin kaum etwas – noch. In den kommenden Jahren steht nämlich eine Becken-Sanierung an. «Wir sind am Evaluieren», verrät Franziska Marty. Die Umsetzung ist auf Ende 2016, Anfang 2017 geplant. (tst.)

Die Fotovoltaikanlage auf dem Werkgebäude an der Rossauerstrasse liefert seit Dezember 2012 Strom. (Bild zvg.)

Erneuerbare Energie Impulstag im Werkhof Mettmenstetten Die Arbeitsgruppe Lokale Agenda 21 (LA 21) lädt unter dem Patronat des Gemeinderates Mettmenstetten am 10. Mai zum «Impulstag erneuerbare Energie» an die Rossauerstrasse.

Pächter-Familie: Roland Bulliard mit Frau Myriam (rechts) und Tochter Sandra. (Bild Thomas Stöckli)

Seit 2004 begehen zahlreiche Interessengruppen und Organisationen, welche die Sonnenenergie propagieren und fördern wollen, Anfang Mai die Tage der Sonne, um auf die verschiedenen Möglichkeiten zur Nutzung der Sonnenenergie aufmerksam zu machen. Als Beitrag zu diesem Anlass führt die Arbeitsgruppe Lokale Agenda 21 (LA 21) unter dem Patronat des Gemeinderates Mettmenstetten am 10. Mai einen «Impulstag erneuerbare

Energie» im Werkhof an der Rossauerstrasse durch. Eine gute Gelegenheit, um sich über die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Werkhofes, ihre Eckdaten und ihre Leistung seit Dezember 2012 aus erster Hand zu informieren. Um 10.30 Uhr und um 14.30 Uhr liefern vier Kurzreferate von Fachleuten Informationen zur 2000-Watt-Gesellschaft, zur Thematik energetische Gebäudesanierung, zu Eigenverbrauch und Speicherung bei privaten Fotovoltaikanlagen und zum Energiekonzept der Überbauung der Genossenschaft «maettmi50plus». Um 13 Uhr findet eine Führung zur Besichtigung von Energieanlagen in der Nachbarschaft statt (Fotovoltaik, Solarthermie, Pellet-

heizung und Wärmepumpe). Von 10 bis 16 Uhr wird an verschiedenen Ständen über Energiefragen und -projekte wie z. B. Solarkataster und Repowermap, die Genossenschaft Säulistrom und die Beratungsstelle Energieregion Knonauer Amt informiert. Daneben gibts Gelegenheit zu Testfahrten mit Elektrovelos und dem Elektroauto BMW i3. Die Arbeitsgruppe LA 21 sorgt mit Grillwürsten und Getränken für das leibliche Wohl. Für die LA 21, Ueli von Matt Detailprogramm Impulstag erneuerbare Energie unter: www.mettmenstetten.ch / Aktuelles / Veranstaltungen.


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Dienstag, 6. Mai 2014

Verständnis für iranisches Atomprogramm Erich Gysling sprach in der Regionalbibilothek Affoltern über den «arabischen Frühling» Der Nahost-Experte Erich Gysling ist sowohl einer der fundiertesten Kenner der islamisch geprägten Welt als auch ein begnadeter Redner. In der Regionalbibliothek Affoltern setzte er die Geschehnisse des «arabischen Frühlings» in Kontext.

Bevölkerung gewesen. Die progressiven Kräfte haben bei den darauf folgenden Wahlen nicht einmal fünf Prozent der Wählerstimmen erhalten.

Der Peak-Oil war 2006

................................................... von salomon schneider Ursula Schiesser Gerber, die Leiterin der Regionalbibliothek Affoltern, stellte den Referenten vor: «Erich Gysling hat zeitlebens als Journalist gearbeitet, jahrelang als Nahost-Korrespondent für das Schweizer Fernsehen. Er spricht und schreibt in neun Sprachen und ist seit der Pensionierung als Reiseleiter im Mittleren Osten unterwegs.» Erich Gysling stellte zuerst klar, dass die politischen und gesellschaftlichen Vorgänge im Mittleren Osten immer auch in einem religiösen Kontext gesehen werden müssten. Er sei selbst konfessionslos, kenne sich aber auch in religiösen Kontexten gut aus.

Die neue Christenverfolgung «Vor drei Jahren sprachen viele vom arabischen Frühling, vor allem Journalisten. Auch heute glauben noch einige, dass der Sturz von Diktatoren im Mittleren Osten primär positiv zu werten ist. Die Vorgänge sind aber komplex und mit viel Leid und Radikalisierung verbunden», stieg Erich Gysling in seinen Vortrag ein. Zuerst sprach er über die Situation in Syrien. Er warf die Frage in den Raum, ob die radikalislamischen Rebellen in Syrien weniger erfolgreich gewesen wären, wenn Baschar al-Assad ihnen Zugeständnisse gemacht hätte. Er glaube es nicht und sei der Meinung, dass Europa gut daran getan habe, sich nicht auf die Seite der Re-

Erich Gysling sieht die Entwicklungen im südlichen und Mittleren Osten differenziert. Chancen und Gefahren lägen beim Sturz von autoritären Regimes immer nahe beieinander. (Bild Salomon Schneider) bellen zu schlagen. Beispielsweise die Christen in Syrien stünden vor einer schwierigen Entscheidung. «In allen arabischen Ländern, wo autoritäre Regime gestürzt worden sind, werden Christen von den neuen Regierungen oder tolerierten Separatisten stärker verfolgt als vorher», erklärte Gysling. Es wäre das Beste, wenn sich niemand in den Konflikt einmischen würde. Assad sei kein Heiliger, aber radikalislamische Separatisten seien auch nicht das Gelbe vom Ei. Das zeige die Situation in den von Rebellen kontrollierten Gebieten.

Bei Wahlen entscheiden alle mit Anschliessend ging er zu Ägypten über. Vor drei Jahren wurde Mubarak gestürzt und in den Wahlen stiegen die Islamisten zur stärksten politischen Kraft auf. Inzwischen wurde Präsident Mursi von der Armee gestürzt und seine Anhänger werden bis heute vor Gericht zur Rechenschaft gezogen. «Viele Ägypter und Ägypterinnen scheinen sich in der Islamischen Gesellschaft irgendwie geborgen zu fühlen. Das ist für viele Europäer schwer verständlich», erläuterte

Erich Gysling. In der Islamischen Welt sei Sicherheit viel wichtiger als Freiheit. So sei erklärbar, dass sich viele hinter fanatische Geistliche stellen und sich deren absoluter Wahrheit verschreiben. Das gelte primär für ältere Menschen, Leute vom Land und Unterschichten. «Junge Menschen in der Stadt haben durch fehlende Perspektiven das Vertrauen in die Führung verloren, angefangen die Autoritäten zu hinterfragen und durch Demonstrationen zum Regimewechsel beigetragen», erklärte Gysling. Es seien aber nicht einmal fünf Prozent der

Nicht zu vergessen seien auch die Ölreserven in den arabischen Ländern. Saudi-Arabien sei zwar immer noch der grösste Erdölproduzent der Welt. Der Peak-Oil, der maximal mögliche Erdölabbau durch konventionelle Verfahren, sei 2006 überschritten worden. «Die Saudis wissen, dass sie auf den absteigenden Ast sind, deshalb haben sich die USA auch etwas von Saudi-Arabien distanziert. Das ist auch der Grund, weshalb Saudi-Arabien die Angst vor dem Iran schürt, um strategisch wichtig zu bleiben», sagte Gysling, um zum Iran überzuleiten. Der Iran habe ein ausgeklügeltes politisches System, in dem die Machtverteilung sehr geschickt gelöst sei. Es sei einfach eine Islamische Republik, das müsse man akzeptieren. «Was die USA und Israel im Iran veranstalten, ist schlicht und einfach Krieg. Sie haben durch einen Virenangriff die zivile Nutzung von Atomenergie um Jahre zurückgeworfen. Sie haben auch einige Regimes in Nachbarländern gestürzt. Die Invasionssorgen des Iran sind also nicht völlig unbegründet», meinte Gysling. Einige Staaten rund um den Iran haben Atombomben: China, Indien, Pakistan, Israel und Russland. Diese Länder seien schon lange nicht mehr angegriffen worden. Er könne den iranischen Wunsch nach Atomkraft deshalb verstehen aber nicht gutheissen. Erich Gysling schloss: «Der Iran ist eine viel liberalere und offenere Gesellschaft als es nach aussen scheint. Frauen heiraten durchschnittlich mit über 26 Jahren und die Mehrheit der Studenten ist weiblich. Auch ökonomisch würde ein Schulterschluss zwischen Europa und dem Iran sicherlich Sinn machen.»

Fast lautlos, aber rassig in Richtung Zukunft Karl Ott präsentiert an den Energietesttagen vom 9. und 10. Mai in Hedingen seinen Tesla Der Mettmenstetter Karl Ott ist interessiert an neuen und sparsamen Energietechnologien. Er setzt auf die E-Limousine Tesla S, ein Elektroauto mit sportlichen Fahrleistungen, hoher Reichweite und viel Platz. An den E-Testtagen in Hedingen werden Karl Ott und weitere E-Auto-Besitzer den Interessierten gerne Fragen zur Elektromobilität beantworten. ................................................... von urs e. kneubühl Lediglich ein leises Surren ertönt und in nur 4,6 Sekunden wuchtet der 310 Kilowatt starke Elektromotor den 2.1 Tonnen schweren Tesla S von Stand auf 100 Kilometer pro Stunde. Alles mit Strom, ohne jeglichen anderen Kraftstoff-Zusatz. Die nötige Energie bezieht das Triebwerk der agilen Limousine aus einem Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 85 Kilowatt-Stunden, auf den das US-Amerikanische Elektroauto-Unternehmen acht Jahre Garantie ohne KilometerBegrenzung gewährt. «Der Tesla imponiert mir immer wieder», schwärmt Karl Ott. Allerdings ist die sportliche Kraft beileibe nicht der einzige und ebenso wenig der Hauptgrund, weshalb sich der Mettmenstetter schon 2012 für den Tesla S entschieden hat: «Einerseits mache ich

de weitere Ladestation. «Reichweitenangst, welche viele Skeptiker als Argument gegen die E-Mobilität vorbringen, ist mit dem Tesla S absolut unbegründet», resümiert Karl Ott.

mir Gedanken bezüglich Umwelt, andererseits bin ich an Technologie interessiert und diese überzeugt mich beim Tesla S rundum. Zudem ist ein Elektroauto langfristig über natürliche Ressourcen betreibbar und vom Betrieb und vom Unterhalt her wesentlich günstiger als Autos, die mit herkömmlichen Kraftstoffen betrieben werden.» Mit 16 bis 26 Kilowatt-Stunden pro 100 Kilometer ist der Tesla S für eine Oberklasse-Limousine eher sparsam. Und sein indirekter CO2-Ausstoss liegt weit unter jenem eines herkömmlichen Personenwagens.

Technische Verbesserungen per Software-Download

Reichweitenangst ist unbegründet Karl Ott rechnet vor: «Ein E-Auto ist aus zehn Prozent weniger Verschleissteilen gefertigt, als ein herkömmlicher PKW, verbraucht auf 100 gefahrene Kilometer im Schnitt elektrische Energie zwischen 2.50 bis vier Franken», wie Otts Erfahrung und der Bordcomputer seines Tesla S zeigen. «Bei den gegenwärtigen Benzinpreisen ist dies ein Klacks», sagt Ott und bemerkt gleichzeitig: «Ölwechsel braucht der Tesla S auch keinen, was den Service ebenfalls kostengünstiger macht.» Der Mettmenstetter, der mit der Chamer OTTtech AG und Albedo Light dynamische Lichtsteuerungen entwickelt und fertigt, berät auch Energiegemeinden und Firmen lichttechnisch bezüglich preiswerter Umrüstung auf

Der Mettmenstetter Licht-Spezialist Karl Ott ist von seinem Tesla S begeistert: Hohe automobile Reife, leistungstechnisch stark und fast lautlos. (Bild zvg.) Led und zeigt sich überzeugt, dass Elektroautos Zukunft haben: «Sie sind nicht die einzige Alternative, aber wie der Tesla S zeigt, heute schon machbar.» Franz von Holzhausen, dem ChefDesigner und seinem Team bei Tesla, ist mit dem Model S ein Elektroauto gelungen, das weltweit für Aufsehen gesorgt hat – nicht zuletzt wegen der Reichweitenangaben von rund 400 Kilometern. Ott meint, dass sein Elektroauto, insbesondere in Verbindung mit den von Tesla erstellten Supercharger-Ladestationen – zurzeit 14 Statio-

nen in Europa, eine in der Westschweiz, welche mit 120 Kilowatt die Akkus kostenlos in 30 bis 40 Minuten zu 80 Prozent aufladen – absolut langstreckentauglich sei. Den Beweis dafür hat er bei einer Fahrt, gemeinsam mit drei weiteren Personen, zur Messe in Frankfurt geliefert. 460 Kilometer Gesamtdistanz, mit einem Supercharger in Bad Rappenau, zwischen Heilbronn und Sindelfingen, rund 140 km vor Frankfurt. Den Supercharger findet das Navigationsgerät im Tesla S übrigens von selbst, sämtliche Standorte sind ebenso einprogrammiert, wie je-

Das Fahren mit dem Tesla S bedeutet für ihn auch Fahrkomfort und Fahrspass. Karl Ott hält fest: «Der Tesla S weist hohe automobile Reife aus. Leistungstechnisch hält er jedem Vergleich stand. Beim Beschleunigen macht er einem Sportwagen alle Ehre, fast lautlos und mit nahtlosem Durchzug – einzigartig! Beim Bremsen verzögert er tadellos und in Kurven ist er agil und gleichzeitig stabil.» Vorne bietet der Tesla S viel Raum, hinten ist es wegen des sich senkenden Daches von Vorteil, wenn man nicht über 1.80 Meter gross ist. Dazu kommt ein Kofferraumvolumen, das mit 895 Liter sehr grosszügig ist, zusätzlich, vorne unter der Haube, wo herkömmliche Autos ihren Motor haben, gibt es einen weiteren, geräumigen Front-Kofferaum. «Das Auto ist absolut familentauglich», hält Karl Ott dazu fest. Wenn es bergab geht, stellt man den Tempomaten ein, und lässt das E-Auto per Rekuperation Strom zurückgewinnen. Damit der Tesla S immer «up to date» ist, werden technische Verbesserungen, einfach per Software-Download installiert.


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Dienstag, 6. Mai 2014

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Bauern zu unerwünschtem Projekt gezwungen Information zum Landschaftsqualitäts-Projekt Säuliamt Der Grossaufmarsch der Bauern hatte wenig mit der Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins zu tun. Der Grund für die Rekordbeteiligung war der anschliessende Vortrag zum Landschaftsqualitäts-Projekt, das auf wenig Verständnis stiess. ................................................... von marianne voss Am vergangenen Dienstag strömten die Landwirte aus der Region zur Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Affoltern ins Restaurant Hörnli Knonau. Der Saal war proppenvoll. Alle verfügbaren Stühle wurden herbeigeschleppt, damit niemand stehen musste. Es sei ihm klar, dass dieser Grossaufmarsch wenig mit den traktandierten Geschäften zu tun habe, sondern mit den anschliessenden Informationen, erklärte Präsident Martin Haab in seinen Begrüssungsworten. Das Landschaftsqualitäts-Projekt, dessen Erarbeitung und Umsetzung Tobias Andreas vom Zürcher Bauernverband aufzeigte, ist eine Massnahme im Rahmen der neuen Agrarpolitik 2014/17. Statt der Tierhalterbeiträge sollen die Landwirte beispielsweise Landschaftsqualitäts-Beiträge erhalten. Hierfür hat der Kanton Zürich vom Bund jährlich acht Millionen Franken zugesprochen bekommen. Die Beiträge können aber nur im Rahmen eines regionalen Projektes ausgeschüttet werden.

Tobias Andreas vom Zürcher Bauernverband informierte über das Landschaftsqualitäts-Projekt. Rechts Martin Haab, Präsident des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Affoltern. (Bilder Marianne Voss)

29 mögliche Massnahmen für die Natur und Umwelt Das Ziel der Landschaftsqualitäts-Projekte besteht darin, die Vielfalt und Charakteristik der Zürcher Landschaften zu erhalten, zu fördern und nachhaltig aufzuwerten. Der Zürcher Bauernverband hat in Zusammenarbeit mit dem Kanton Zürich eine mögliche Region definiert, die vom Zürichsee bis zur Reuss und von der Zuger Grenze bis zur Limmat reichen soll. Es gibt im Kanton entsprechende Projekte, die sich bereits in der Umsetzungsphase befinden. Tobias Andreas erläuterte den Ablauf des Projektes vom Bestimmen einer Trägerschaft und Arbeitsgruppe über die Analyse der Landschaft, das Definieren der Massnahmen bis zum Bericht, der beim Kanton eingereicht werden muss. Und er verschwieg nicht die hohen Kosten von rund 60 000 Franken, die nicht durch Sitzungsgelder, sondern durch das zwingende Beiziehen eines Ökobüros zustande kommen. Der Kanton hat einen Katalog mit 29 möglichen Massnahmen erarbeitet. Das können zum Beispiel Hochstammobstbäume, Trockensteinmauern, Förderung von Vögeln, blühende Hauptoder Zwischenkulturen sein. Bei einem Landschaftsqualitäts-Projekt, anzeige

Eine mögliche Massnahme für Landschaftsqualitäts-Beiträge könnte eine blühende Hauptkultur sein – hier ein Rapsfeld. wie es von Bund und Kanton gefordert wird, soll regional definiert werden, wo welche Massnahmen möglich und sinnvoll sind. Der Landwirt hat dann die Wahl und kann die bei ihm passenden Massnahmen anmelden – und er ist während acht Jahren zur Umsetzung verpflichtet. Natürlich erhält er die Beiträge nur, wenn seine Bemühungen der Kontrolle standhalten.

Noch mehr Projekte? Eigentlich klingt das alles ganz gut, schliesslich geht es ja um die Natur und deren Erhaltung. Die Krux ist jedoch, dass es im Bezirk Affoltern schon zahlreiche entsprechende Projekte gibt, wie die Vernetzungsprojekte und die Landschaftsentwicklungsprojekte (LEK). «Was sollen wir denn noch mehr? Wir tun doch schon so viel wie möglich. Wozu noch ein weiteres teures Projekt?» Das fragten sich die Anwesenden an jenem Abend im

Hörnli. Und hier lag ein wesentliches Missverständnis zwischen den bestehenden und dem neuen Projekt vor. Die bestehenden Projekte basierten auf dem gemeinsamen Einverständnis der betroffenen Landbewirtschafter und kamen nur durch deren Mitmachen überhaupt zustande. Beim von «Oben» vorgeschriebenen neuen Landschaftsqualitäts-Projekt geht es darum, auf dem Papier Vorschläge zu skizzieren – quasi einen Rahmen oder ein Gefäss zu kreieren. Die Landwirte können dann dort mitmachen oder nicht, das Projekt selber ist davon nicht tangiert.

Es bleibt nichts anderes übrig In der Plenumsdiskussion ging es unter anderem um die Finanzierung. Die Situation ist vertrackt. Da liegt Geld zum Verteilen, doch es kann nur verteilt werden, wenn ein Projekt vorliegt, das wiederum viel Geld kostet.

«Ist es richtig, die Gemeinden anzubetteln, um ein teures Büro zu bezahlen?» Und die Frage, wie viel Beiträge der einzelne Bauer dann wirklich effektiv abholen kann, blieb auch offen. Ob der Beitrag die Kosten des Aufwands und der Kontrolle überhaupt deckt? Martin Haab erklärte: «Das Projekt ist nicht unsere Idee, sondern die vom Bund und Kanton. Es bleibt uns nicht viel anderes übrig, und es ist auch unsere Pflicht, ein Projekt zu erarbeiten. Aber die Finanzierung darf nicht an uns hängen bleiben.» Ja, es bleibt den Bauern nichts anderes übrig. Eine Konsultativabstimmung zeigte, dass die Mehrheit dafür ist, ein Landschaftsqualitäts-Projekt in Angriff zu nehmen, wenn auch mit Knurren und Unverständnis. Der Landwirtschaftliche Bezirksverein wird sich nun an die Arbeit machen. Infos zu bereits laufenden Projekten unter www.zbv.ch.

Bleibt die Kirche im Dorf? Zur Abstimmung über die juristischen Kirchensteuern. Die Frage ist berechtigt, warum Firmen Kirchensteuern bezahlen sollen. Religion ist eine Sache der persönlichen Überzeugung. Die Mitgliedschaft freiwillig. Zwar dürfen die juristischen Kirchensteuern im Kanton Zürich nicht für kultische, sondern nur für soziale und kulturelle Zwecke verwendet werden. Aber sie sind nicht freiwillig. Woher kommt die Idee, dass Firmen Steuerbeiträge an die reformierte, katholische und christkatholische Kirche bezahlen? – Es gibt dafür einen quantitativen und einen qualitativen Grund: Zwar sind nicht mehr 95 % und mehr der Bevölkerung Mitglieder einer Landeskirche wie zur Zeit der Einführung dieser Regel, aber es sind gesamtschweizerisch immer noch rund 70%. Die Zahlen für das Säuliamt dürften dem gesamtschweizerischen Durchschnitt entsprechen (in Knonau z.B. sind es ziemlich genau 70%). Diese Zahl gilt bei jeder Volksabstimmung als «überwältigendes» Mehr. Wichtiger ist jedoch der andere Grund: Die Landeskirchen sind «Körperschaften öffentlichen Rechts». Diese staatliche Anerkennung bringt Rechte und Pflichten, nämlich die Erhebung von Steuern durch die Kirchgemeinden, Zulassung zur Seelsorge in Spitälern und Gefängnissen sowie die Einrichtungen öffentlicher Dienste wie das Bahnhof- oder Flughafenpfarramt. Zu den Pflichten gehören u.a. die Einhaltung demokratischer und rechtsstaatlicher Grundsätze und die Rechenschaftsablage gegenüber dem Kanton. Mit anderen Worten: Die Landeskirchen sind mehr als private religiöse Gemeinschaften. Sie verstehen sich im Dienst an der ganzen Gesellschaft, oft unabhängig von der Mitgliedschaft und stehen für die christliche Tradition dieses Landes, und das in bester ökumenischer Kooperation. Dass viele Mitglieder von Freikirchen Doppelmitglieder sind, zeigt die nach wie vor tiefe Verwurzelung der Landeskirchen in der Bevölkerung. Auch viele Nichtmitglieder schätzen die Dienste der Landeskirchen für die Öffentlichkeit. Die Abschaffung der juristischen Kirchensteuern ist der erste Schritt zur Privatisierung der Landeskirchen und deren Degradierung zu einer religiösen Gemeinschaft unter vielen anderen. Die Landeskirchen würden zu Freikirchen. Das ist zwar kein schlechtes Kirchenmodell, weltweit gesehen sogar das vorherrschende. Aber es würde letztlich bedeuten, dass die Kirche im Dorf nicht mehr die Kirche für das Dorf ist! Peter Dettwiler, Knonau

Nicht ohne Adresse Die Redaktion erhält regelmässig Zuschriften, die keine vollständige Adresse der Autorin oder des Autors enthalten. Bitte in jedem Fall einen Absender vermerken und eine Telefonnummer für allfällige Rückfragen angeben. Bei Zuschriften, die sich auf Artikel im «Anzeiger» beziehen, sind Titel und das Erscheinungsdatum zu erwähnen.


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Kirchensteuern für Firmen: sinnvoll und gerecht EVP zur Abstimmung vom 18. Mai. Einmal mehr stimmt der Kanton Zürich über die Abschaffung der Kirchensteuer für juristische Personen ab. Für die Kirchen sind diese Steuern ein wichtiger Beitrag zur Finanzierung der diakonischen Angebote und zum Unterhalt der Kirchengebäude. Für kultische Zwecke wie Gottesdienste oder Pfarrlöhne werden diese Gelder seit dem neuen Kirchengesetz nicht mehr verwendet. Für die Firmen ist es ein verhältnismässig kleiner Beitrag, ca. 1 % des Gewinns oder weniger als ein Promille des Umsatzes. Die grosse Mehrheit der Firmen steht hinter dieser Lösung, weil damit auch Projekte und Tätigkeiten finanziert werden, die denjenigen Menschen zugute kommen, die aus dem Arbeitsprozess hinausgefallen sind. Aber auch junge Menschen, die eine Lehrstelle suchen oder Seniorinnen und Senioren profitieren von den kirchlichen Angeboten. Es liegt im Interesse der Wirtschaft, dass Solidarität und Gemeinschaftssinn ihren wichtigen Stellenwert in unserer Gesellschaft behalten. Das jetzige Kirchengesetz ist erst vor sieben Jahren vom Kantonsrat verabschiedet worden. Es ist wirklich zu früh, um nicht zu sagen eine Zwängerei, diese in jahrelanger Arbeit erzielte Lösung bereits wieder infrage zu stellen. Klar, die Kirche könnte auch ohne diese Einnahmen existieren. Der Staat müsste allerdings verschiedene Aufgaben und deren Kosten übernehmen.

Das wäre aber auf jeden Fall eine teurere Lösung, denn für jede Stunde Arbeit, die von den professionellen Mitarbeitenden der Kirchen geleistet werden, ergibt sich eine Stunde Arbeit von freiwilligen Mitarbeitenden. Die Steuererträge der juristischen Personen sind in den Kirchen deshalb gut investiertes Geld. Es gibt wirklich keinen Grund, diese bewährte Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und Kirche nun über Bord zu werfen. Deshalb empfiehlt die EVP, die Initiative der jungen FDP abzulehnen. Bei der Initiative «keine Werbung für alkoholische Getränke» haben die Delegierten der EVP Stimmfreigabe beschlossen. Zwar ist die EVP für Einschränkungen bei der Suchtmittelwerbung. Die Umsetzung der Initiative auf kantonaler Ebene ist aber nicht praxistauglich. Die EVP unterstützt jedoch die Bemühungen des Kantons, die bereits geltenden Einschränkungen konsequenter umzusetzen. Bei den eidgenössischen Abstimmungen empfiehlt die EVP ein Ja zum Gegenvorschlag «Ja zur Hausarztmedizin», sie lehnt aber die beiden Volksinitiativen «Pädophile sollen nie mehr mit Kindern arbeiten dürfen» und «Für den Schutz fairer Löhne» als zu starre und daher nicht zielführende Vorschläge ab. Zur Vorlage «Fonds zur Beschaffung des Kampfflugzeuges Gripen» wurde Stimmfreigabe beschlossen. EVP Bezirk Affoltern Gerhard Gysel, Präsident

Verfehlte Steuerinitiative Der Reiz, gierig und mit allen Mitteln und rücksichtslos Geld zu scheffeln und Gewinne zu maximieren, hat sich in der Gesellschaft bei der heutigen Generation in erschreckender Art und Weise festgesetzt. Die zerstörerischen Auswirkungen ersehen wir in der zur Abstimmung anstehenden Initiative «Weniger Steuern fürs Gewerbe», lanciert durch Jungfreisinnige – der Hauptinitiant ist bezeichnenderweise ein junger Banker –, und mitgetragen durch diejenigen Kreise der FDP, der SVP und EDU, welche nach wie vor oben beschriebenes Szenario unterstützen und verursacht haben. Mit den Fragen, ob katholische Versicherungen und Frisuren, reformierte Bratwürste und elektrische Anschlüsse verkauft werden, verwenden die Initianten Argumente aus der un-

tersten Schublade und von geistlosem Niveau. Dabei geht es darum, ob mit den durch alle erwirtschafteten Unternehmensgewinnen Steueranteile verwendet werden für gesellschaftliche, kulturelle und soziale Projekte, von denen viele profitieren und die dazu beitragen, dass Menschen jeden Alters und jeder Herkunft ein besseres gesellschaftliches Leben führen und auch für die Jugend Projekte unterstützt werden können. Ob die Gelder nur für diese Zwecke oder Projekte verwendet werden ist schlussendlich irrelevant, braucht es doch immer Personen, die gewillt sind, in diesen Projekten mitzuarbeiten und das sind meistens kirchliche und soziale Mitarbeiter/innen und Freiwillige. Kurt Meister, Obfelden

Ersatzneubau Doppelkindergarten Tägerstein: zur Annahme empfohlen Anlässlich der kürzlichen Mitgliederversammlung hat sich die SVP Affoltern gründlich mit der Kreditvorlage der Primarschulgemeinde im Betrag von 2 091 500 Franken für den Ersatzneubau des Doppelkindergartens Tägerstein auseinandergesetzt. Die Präsidentin der Primarschulpflege erläuterte zusammen mit dem Immobilienvorstand der Primarschulgemeinde das von der Melk Nigg Architects AG, Zug, erarbeitete Neubauprojekt Doppelkindergarten Tägerstein. Nachdem gründliche Zustandsanalysen des heutigen Holzpavillons, welcher vor rund 50 Jahren als Provisorium erstellt wurde, dessen Sanierungsuntauglichkeit ergeben haben, musste ein Ersatzneubau ins Auge gefasst werden. Zu diesem Zweck wurde eine Generalplanungsausschreibung nach Vorschrift der Submissionsverordnung für öffentliche Bauten durchgeführt. Aus dieser Ausmarchung sind die Projektverfasser aus Zug als Sieger hervorgegangen. Obschon der Neubau – eine teilweise vorgefertigte Holzkonstruktion – auf das Fundament des bestehenden Pavillons zu stehen kommt und somit grundflächenmässig kaum grösser wird, nimmt das Projekt die Bedürf-

nisse der heutigen Unterrichtsformen an Kindergärten mustergültig auf. Auch die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes an öffentliche Bauten können im vorliegenden Projekt erfüllt werden. Von der terminlichen Abwicklung her passt das Projekt massgenau, können doch die Kindergartenklassen im Schuljahr 2014/2015 den leerstehenden Holzpavillon der Sekundarschule Ennetgraben benutzen, was sich günstig auf die Gesamtkosten auswirkt. Die Finanzierung des Ersatzneubaus erfolgt über den Kapitalmarkt. Die Folgekosten betragen 10 % (Abschreibung und Verzinsung) der Investitionskosten und belaufen sich damit auf 209 150 Franken p.a. Aufgrund des neuen Finanzausgleichgesetzes können keine kantonalen Beiträge erwartet werden. Immerhin hat das Gemeindeamt die Vorlage geprüft und die offenbar noch immer notwendige Finanzierungsfreigabe erteilt. Aufgrund der ausführlichen Präsentation der Vorlage empfiehlt die SVP Affoltern den Stimmberechtigten, der Kreditvorlage am 18. Mai 2014 zuzustimmen. SVP Affoltern


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Ottenbach: Auswahl für Gemeinde-Präsidium Zum zweiten Wahlgang in Ottenbach. Nach dem überraschenden Rücktritt von Kurt Weber stellt sich die Frage: Wer kann in der Gemeinde Ottenbach das Präsidium kompetent führen? Von den fünf möglichen Kandidaten erfüllt nur einer die Anforderungen: Roger Hatzi. Er kandidiert in der Nachwahl als Gemeinderat und hat auf Anfrage erklärt, dass er bei Stimmenmehrheit die Wahl als Gemeindepräsident annehmen würde. Wie bei einer Stellenbesetzung sollte man bei der Wahl ins Präsidium den Werdegang, die Eignung und die Kompetenzen der wählbaren Kandidaten vergleichen. Dabei überzeugt Roger Hatzi insbesondere bei den Hauptkriterien: Führungserfahrung, langjährige Erfahrung als Gemeinderat und Erfahrung mit Projekt-Entscheidungen von grosser Tragweite. Diese Wahlempfehlung richtet sich nicht gegen die bereits gewählten Gemeinderäte (deren Kenntnisse und Fähigkeiten fachlich geschätzt sind; welche sie ja sehr gut als Gemeinderäte im Gemeinderat einbringen können). Es geht einzig um die bestmögliche Besetzung des Präsidiums und die kompetente Führung der Gemeinde.

Alle Wähler von Ottenbach, die eine kompetente Führung der Gemeinde anstreben, wählen daher Roger Hatzi als Gemeinderat und als GemeindePräsident. Emil Heinrich, Ottenbach ......................................................................... Als Stimmberechtigter freue ich mich: Die Kandidatenunterlagen eröffnen neue Perspektiven, ich darf wählen und dabei auswählen. Nur, wie gut kenne ich Kandidatin und Kandidaten und was bringen diese für ihre angestrebten Ämter ein? Kompetenz ist gesucht, die Kombination von Fachwissen und beruflicher Erfahrung. Und Persönlichkeit, Teamfähigkeit, im Falle des Gemeindepräsidiums auch Führungsqualitäten. Ideal, wer sich diese Eigenschaften aus Beruf und Politik über mehrere Jahre erworben hat. Der Kandidatin und den Kandidaten gebührt der Dank, sich für uns Ottenbacher einzusetzen. Ich wünsche Ihnen eine Stimmbeteiligung über 50%, klare Resultate ohne Zufallsmehr und im Gemeinderat eine Ressortverteilung, bei der sie ihre Fähigkeiten voll einbringen können. Walter Herrmann, Ottenbach

Vortritt für die Läufer Zuerst ein herzliches Dankeschön für den wunderbaren Vita Parcours, an Zürich, Wettswil und Bonstetten. Zu schön um wahr zu sein … Wirklich, ich geniesse die Waldluft, das Vogelgezwitscher, Sprinten und Übungen. Und dann: «Achtung, Weg frei!» An der engsten Stelle, Wettswil Nähe Parkplatz, Endspurt, wo man gar nicht ausweichen kann, erschrecke ich mich zutiefst, weiss nicht wohin, trete dann ins Dickicht – ein Velo saust vorbei. Dann in Bonstetten, oben im Wald, wieder auf der schmalen Vita-Spur «Achtung, Weg frei». Das passiert leider jedes Mal zurzeit, zwei bis dreimal auf dem Parcours, und verleidet den schönen Trainingslauf. Ein paar Meter daneben, ein Wanderweg, breit genug, um sich zu begegnen oder auszuweichen, im Wald Dutzende von Wegen, kreuz und

quer. Ist der Vita Parcours für das Training gedacht oder um Leute zu erschrecken? Stressless ist im Moment nur der Name meiner Trainingsschuhe. Das grosse Dankeschön an die Gemeinden bleibt bestehen. Vielleicht gelingt es ja, gemeinsam eine Friedensstrategie zu entwickeln, oder ganz einfach Achtung und Respekt vor dem Menschen, wie vor der Natur, einzupflanzen in jedem von uns. Ich fange schon mal bei mir an und wünsche allen einen wunderschönen Frühling, mal ohne Stress, in gegenseitiger Rücksichtnahme. Das könnte in diesem Fall heissen: auf den Vita-Parcours-Verbindungsstrecken, die dafür angelegt worden sind, hat der Parcours-Läufer Vortritt. Christina Schkölziger, Stallikon

Dienstag, 6. Mai 2014

ämtler kantonsräte meinen

Jakob Schneebeli (SVP, Affoltern)

Zur Abstimmung vom 18. Mai In den vergangenen Tagen haben die Stimmberechtigten ein ziemlich dickes Couvert mit den Abstimmungsunterlagen für den Abstimmungstag vom 18. Mai 2014 in ihren Briefkasten vorgefunden. Nebst vier eidgenössischen Vorlagen sind zwei kantonale und verschiedene kommunale Geschäfte zu behandeln. In der Tagespresse und auf den Plakatwänden werben die Interessenvertreter für ihre jeweiligen Anliegen. Ich mache mit meinem Beitrag an dieser Stelle nichts anderes. Vor allem aber lade ich jeden einzelnen Stimmberechtigten ein, von seinem Stimm- und in einzelnen Nachwahlen auch von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Jede Stimme zählt ist mehr als nur eine leere Worthülse. Nun, wer mit offenen Augen durch Dörfer und Städte geht, der kann sich der Wirkung der auffallenden Abstimmungsplakate nicht entziehen. Das gleiche widerfährt dem Zeitungsleser wenn er in der Tagespresse blättert. Dabei werden die Abstimmungsvorlagen unterschiedlich intensiv bewirtschaftet. So ist es kein Problem, ausreichende Informationen und Kommentare zu finden, welche ein zwingend nötiges Ja zum Gripen begründen. Ebenso einleuchtend wird dargelegt, weshalb die Mindestlohninitiative als unnützes staatliches Regulierungsinstrument abzulehnen ist. Vor solch intensiver Medienpräsenz kommen weitere Abstimmungsfragen etwas ins mediale Hintertreffen, obschon sie auch wichtige Fragen behandeln. So erlaube ich mir, zwei Themen herauszugreifen.

Zwangsarbeit, der Sklaverei, bis zum hoch entlohnten Angestellten gehen. Immer ist der Lohn aber eine «zugestandene» Grösse. Die Revolution der Sklaven im alten Rom ist bekannt, aber erst Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Arbeiter in ganz Europa gegen die Willkür des Lohnzugeständnisses zu protestieren, mit dem Resultat geringfügiger Verbesserungen. Aber die wesentliche Diskussion blieb aus. Sind es die Arbeitsleistung des Menschen oder das Primat des Eigentums der Produktionsmittel, die zunächst zu belohnen sind? Durch den Einsatz von Maschinen wurden der Mensch und seine Arbeit noch weiter der Überbewertung der Produktionsmittel unterworfen. Man nennt das Herrschaft durch Technokratie. Eine Tatsache, die bis heute in den Sozialwerken nicht ausgeglichen worden ist. Die zunehmende Automatisierung verringert den Stellenwert der menschlichen Arbeitsleistung noch weiter zu seinen Ungunsten, im Extremfall bis zur Liquidation seines Arbeitsplatzes. Wenn man vom Rentenalter spricht, muss man zuerst die Dis-

gezogen fühlen. Dies kann sowohl Mädchen wie auch Knaben betreffen. Nach übereinstimmender Aussage von Fachleuten ist Pädophilie nicht heilbar. Mit anderen Worten, wer pädophil ist, bleibt es! In Therapien können Pädophile bestenfalls lernen, mit ihrer Veranlagung umzugehen. Dazu gehört unter anderem, die Nähe von Kindern zu meiden, sei dies im Beruf oder in der Freizeit. Zwar haben Bundesrat und der Ständerat die Initiative abgelehnt. Im Parlament kam zwar kein Gegenvorschlag zustande, immerhin beurteilte die Ratsmehrheit aber die geltenden Regelungen als unzureichend. Deshalb befasst sich ein kürzlich vom Parlament verabschiedetes Gesetz mit dem Anliegen der Initiative. Es sieht ein obligatorisches Berufsverbot von lediglich 10 Jahren für pädophile Straftäter vor, aber erst nach einer Mindeststrafe von sechs Monaten. Allerdings müssen die Gerichte ein solches Berufsverbot nur für Verurteilte aussprechen, welche in ihrer Tätigkeit regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen pflegen müssen. Im Gegensatz zur Initiative ist dieses Gesetz relativ unklar formuliert und lässt viel Spielraum offen. Das Argument der Initiativgegner, die Initiative betreffe auch die sogenannte Jugendliebe ist falsch. Die Initiative zielt ausschliesslich auf pädophile Straftäter und das Ausführungsgesetz wird dies entsprechend regeln. Der Schutz der Kinder muss Vorrang haben und ist deshalb den Anliegen verurteilter Straftäter vorzuziehen. Dies wird nur mit der Annahme der Initiative ermöglicht.

«Kirchensteuerinitiative» Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen Diese Volksinitiative verlangt, dass Straftäter, welche aufgrund eines Sexualdeliktes mit Kindern oder abhängigen Personen (z.B. Behinderten) verurteilt worden sind, das Recht verlieren, eine berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit mit Minderjährigen oder Abhängigen auszuüben. Pädophile sind Erwachsene, die sich zu Kindern bzw. Jugendlichen im Vorpubertätsalter hin-

Alte feudalistische Vorurteile verankert Die immer ständig wiederkehrende Diskussion über das Rentenalter ist begleitet von arithmetischen Überlegungen, deren Parameter politisch gewichtet werden und die mit Ängsten für die verschiedenen Sozialpartner verknüpft sind. Statt dem Spiel mit den Algorithmen sollte aber auch ein schon viel erwähnter struktureller Aspekt in dieser Frage zur Sprache kommen. Seit dem Beginn der Sesshaftwerdung des Menschen und mit der Aneignung von bedeutenden territorialen und gegenständlichen Werten ist ein Dilemma entstanden, das den Gesellschaftsvertrag geformt hat. Die oft über Generationen vererbten Produktionsmittel, seien das Land, Gebäude, Saatgut oder Maschinen, und die daraus entstandene Wertgenerierung gehören ausschliesslich dem Besitzer der Produktionsmittel, während die dafür nötige Arbeitskraft, die Manpower, zur Leistung eines nachgeordneten Lohnempfängers gemacht wird. Die Höhe des Lohnes ist dann eigenen Gesetzmässigkeiten und Machtverhältnissen unterworfen. Sie kann von der

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kussion führen, wem und in welchem Verhältnis die Wertgenerierung zuzusprechen ist. Sonst bleiben auch die Lebensarbeit und Rente wie der Lohn willkürlich «zugestandene» Grössen. Die Entwertung der menschlichen Arbeitskraft und die Wertverschiebung zugunsten des Eigentums der Produktionsmittel verfolgen nicht einmal die Gewerkschaften in ihren Programmen. Erst wenn in der arbeitsteiligen industriellen Gesellschaft die menschliche Arbeitsleistung und ihre Qualität die primordialen Grössen sind und nicht das Eigentum der Produktionsmittel, kann über die «zugestandene» Lebensarbeitszeit und ihrer Honorierung auf gleicher Höhe diskutiert werden. Die Diskussion über Rentenalter und Rentenhöhe erhält dann eine andere, dem Menschen, der ja auch andererseits noch als Konsument dient, und seiner Arbeit gerechte Dimension. Hier sind jahrtausendealte feudalistische Vorurteile in unserer Gesellschaft fest verankert. Kurt Signer, Baar

Die Kirchenhoheit in unserem Land ist bei den Kantonen angesiedelt. So auch die Kirchensteuer, welche eine wichtige Einnahmequelle für die Finanzierung kirchlicher Aufgaben sichert. Das führt dazu, dass in Bezug auf die Kirchensteuerpflicht unterschiedliche Regelungen bestehen. In zahlreichen Kantonen wird von juristischen Personen Kirchensteuern erhoben, so auch im Kanton Zürich, in anderen Kantonen jedoch nicht. Interessanterweise schützt das Bundesgericht diese Pra-

xis, obschon die Rechtswissenschaft in der herrschenden Lehre die Kirchsteuerpflicht für juristische Personen ablehnt, nach dem einfachen Grundsatz, wer nicht Mitglied einer Gemeinschaft ist, darf auch nicht zur Finanzierung derselben herangezogen werden. Hier liegt wohl eine gewisse Absurdität vor. Juristische Personen sind Unternehmen. Unternehmen können weder getauft noch kirchlich beerdigt werden und sie können auch nicht aus der Kirche austreten. Sie haben damit keine Möglichkeit, in irgendeiner Weise auf das Geschehen in der Kirche Einfluss zu nehmen. Zwar anerkenne und respektiere ich die seelsorgerische und soziale Leistung der Kirche. Sie soll aus meiner Sicht auch weiterhin aus Steuereinnahmen mitfinanziert werden. Nur soll eben zur Steuerpflicht herangezogen werden, wer auch die Möglichkeit hat, Mitglied einer Kirche zu sein, also die natürlichen Personen, auch ich. Ich werde als Mitglied der reformierten Kirche auch weiterhin klaglos meinen Steuerbeitrag leisten. Gleichwohl empfinde ich es als störend, wenn Unternehmen, welche wie eingangs erwähnt, keiner Kirche angehören können, zur Bezahlung von Kirchensteuern herangezogen werden. Es würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, wenn alle Argumente pro und kontra Kirchensteuer für juristische Personen hier ausgebreitet werden müssten. Immerhin darf ich bemerken, dass bereits heute sechs Kantone ohne Kirchensteuerpflicht für juristische Personen auskommen. In zwei weiteren Kantonen ist die Kirchensteuer für juristische Personen freiwillig. Trotzdem können die Kirchen in diesen Kantonen ihrer Tätigkeit nachgehen und sind in ihrer Existenz nicht gefährdet. Niemand kann deshalb dem Stimmberechtigten böse sein, wenn er diese Volksinitiative unterstützt und der Kirche damit auch ein bisschen den Weg zurück zu ihrer eigentlichen Kernaufgabe weist. Abschliessend lade ich gerne noch einmal dazu ein, das Stimm- und Wahlrecht am 18. Mai auszuüben. Unterstützung bei der richtigen Beantwortung der Abstimmungsfragen finden Sie u.a. auf www.svp-affoltern-albis.ch.

Eine Präsidentin aus Affoltern für die Sekundarschulpflege Bei den vergangen Wahlen konnte die Sekundarschulpflege nicht vollständig gewählt werden. Zum Zeitpunkt der IKP-Konferenz stand trotz intensiver Bemühungen des amtierenden Präsidenten keine Präsidentin zur Verfügung, ebenso waren es zu jenem Zeitpunkt nur drei Schulpfleger/-innen. Erst nach dem offiziellen Meldetermin konnte Sonja Humbel als Kandidatin für Schulpflege und Präsidium gewonnen werden. Ohne auf den Beiblättern der Wahlunterlagen aufgeführt zu sein, ist eine Kandidatur sehr schwierig, vor allem wenn alle Behörden miteinander gewählt werden. Der Stimmbürger ist überfordert aus den Zeitungen die möglichen Kandidaten herauszusuchen. Umso beachtlicher ist es daher, dass Sonja Humbel die Wahl als Mitglied dennoch geschafft hat. Zurzeit sind zwei Behördenmitglieder aus Affoltern und zwei aus Aeugst gewählt. Affoltern müsste aber meiner Meinung nach klar mit mindestens drei Schulpflegern vertreten sein. Leider steht für die Nachwahl niemand mehr aus Affoltern zur Verfügung. Den Parteien stünde es immer noch frei, jemanden aus unserem Dorf nachzumelden.

So muss Affoltern mindestens die Präsidentin stellen! Daher auf jeden Wahlzettel Sonja Humbel als Präsidentin. Wenn sich noch eine Affoltemerin oder ein Affoltemer zur Verfügung stellt, dann diese als Schulpflegemitglied eintragen, ansonsten leer einlegen. Rolf Huber, Affoltern

Zuschriften zu den Abstimmungen vom 18. Mai Zuschriften zu den Abstimmungsvorlagen vom 18. Mai 2014 veröffentlicht der «Anzeiger» letztmals in der Ausgabe von Dienstag, 13. Mai. Sie müssen die Redaktion bis Samstag, 10. Mai 2014, 12 Uhr, erreichen und einen vollständigen Absender enthalten. Die Redaktion wählt nicht nur Briefe aus, sie behält sich auch Kürzungen vor.


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Gewerbe/Dienstleistungen

Am Sechseläuten

Entenrennen

Auch dieses Jahr durfte die Jumba das Säuliamt am Kinderumzug vertreten. > Seite 14

Am zweiten Sommerfest des «LaMarotte» kommts im Jonenbach zu einer Premiere. > Seite 15

Dienstag, 6. Mai 2014

-

Top Ten Starke Leistung von Petra Klingler zum Start des Kletter-Weltcups in China. > Seite 19

Für schärferes TV-Vergnügen Senderumstellung im WWZ-Kabelnetz: FGA und Expert Senn wissen, wie es geht Zugang bieten zu allen verfügbaren HD-Sendern – darum geht es bei der Senderumstellung von heute Dienstag. Betroffen sind die Quick-Line-Kunden der Wasserwerke Zug (WWZ) – auch in sieben Ämtler Gemeinden. Eine übersichtliche Sendersortierung, vereinfachtes Zappen und ein noch grösseres HD-Senderangebot. Das alles bringt die heutige Senderumstellung den Quick-Line-Kunden der Wasserwerke Zug (WWZ), also auch den Kabelfernseh-Nutzern in den Ämtler Gemeinden Affoltern, Hausen, Maschwanden, Obfelden, Kappel, Knonau und Rifferswil. Konkret stehen nun im Grundangebot rund die Hälfte der 130 TV-Sender in HD unverschlüsselt zur Verfügung. Um das komplette Senderangebot empfangen zu können, sollte man ab heute Dienstag, 8 Uhr, einen digitalen Sendersuchlauf durchführen. Wie das geht, ist in der Bedienungsanleitung des TVs nachzulesen.

Aktion Sendereinstellung und Installation Ersatzgeräte In Affoltern, Knonau, Obfelden und Zwillikon liefert die Fernsehgenossenschaft Affoltern (FGA) das TV-Signal. Bis zum 23. Mai erledigen hier die spezialisierten Servicetechniker der FGA

Familienferien zum Muttertag? Im Coopark Affoltern findet am Samstag, 10. Mai, ein Muttertags-Fotoshooting statt. Ausserdem wird das beste Mami der Region gesucht – als Preis winken Ferien für die ganze Familie! Am Samstag, 10. Mai, dreht sich im Coopark Affoltern alles um den Muttertag. Von 10 bis 17 Uhr werden Kinder und Väter in Szene gesetzt und erhalten anschliessend kostenlos eine hübsche Fotokarte als Muttertags-Geschenk.

Geschenke und Dekotipps

Bereit für die Senderumstellung: Die Servicetechniker der FGA und von Expert Senn. (Bild Thomas Stöckli) und von Expert Senn die Sendereinstellung für 20 Franken pro Gerät – Senderdurchlauf und Einstellung von Favoriten inklusive. Bei Kunden, die eine WWZ-HD-Set-Top-Box im Einsatz haben, erfolgt die Aktualisierung automatisch. Um vom erweiterten TV-Erlebnis profitieren zu können, benötigt man entweder ein TV-Gerät, welches das HDTV-Übertragungsformat «Mpeg-4» unterstützt oder eine HD-Set-Top-Box. 50 Franken pro Ersatzgerät kostet es,

wenn man dieses bis zum 23. Mai von den Technikern von Expert Senn und der FGA installieren lassen will. Die Servicetechniker von Expert Senn erledigen die Sendereinstellung und die Installation der Ersatzgeräte auch in Hausen, Maschwanden, Kappel und Rifferswil zum erwähnten Aktionspreis. Ohne die erwähnte Infrastruktur hört man per heute Dienstag auf manchem Sender zwar noch den Ton, aber empfängt kein Bild mehr, denn TV5, CNN, SWR BW, BR, WDR und NDR

werden nur noch digital übertragen. Im Analog-Angebot verbleiben gut 30 Sender. Noch, denn das Bakom hat schon letztes Jahr entschieden, dass ein Grundangebot an Analogsendern nur noch bis Ende 2015 bestehen muss. (tst.) Termin für Aktion Sendereinstellung oder Installation Ersatzgeräte unter Telefon 043 322 70 60 (FGA) oder 044 760 01 00 (Expert Senn). Gesamtübersicht aller Parameter pro Gemeinde unter www.wwz.ch. Infos: go4hd.ch, expert-senn.ch, fgaffoltern.ch.

Am gleichen Tag ist Teilnahmeschluss für den grossen Muttertags-Wettbewerb. Gesucht wird das beste Mami der Region. Einfach beschreiben, warum das Mami eine Woche Familienferien in der Hüttenberg Lodge in Braunwald verdient hat. Teilnahmekarten gibts in allen Geschäften des Centers, ebenso wie weitere tolle Geschenke und Dekotipps zum Muttertag. Schlag auf Schlag geht es weiter im Coopark Affoltern: Am 14. Mai um 12.30 Uhr eröffnet Sandmaler Urs Rudin, bekannt aus der Fernsehshow «Die grössten Schweizer Talente», die Murmelmeisterschaft. Murmelfans können sich für die Schweizer Meisterschaft und sogar für die Weltmeisterschaft am 13. September im Wankdorf Center in Bern qualifizieren. (pd.)

Heilkräuter für die Frauengesundheit

Für höchste Ansprüche an Funktion und Design

Kurs mit Ernestine Astecker am 17. Mai

Polstermöbel-Aktion bei ulrich Erlebnis Wohnen in Sursee

Heilkräuter sind kraftvolle und mächtige Begleiterinnen auf dem Weg zu Gesundheit und Wohlbefinden. Sie unterstützen vorbeugend oder bei verschiedenen Frauenbeschwerden wie Mens-Beschwerden Ernestine Astecker. oder Wechseljah- (Bild zvg.) resproblemen auf einem ganzheitlichen und selbstbestimmten Weg. Seit Urzeiten werden Heilkräuter bei verschiedensten Beschwerden oder vorbeugend eingesetzt und unsere Grossmütter wussten um die vielfältigen Wirkungen als wohltuender und heilsamer Tee, stärkende Tinktur oder lindernde Salbe. Und heute schätzen immer mehr Frauen Heilkräuter als Alternative zu Hormonen beim Auftreten unangenehmer Begleiterscheinungen in den Wechseljahren.

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Welche Kräuter helfen wann? Welche Heilkräuter helfen bei Menstruations-Beschwerden wie Schmerzen, Zyklusunregelmässigkeiten oder Ausbleiben des Zyklus? Welche Heilkräuter dürfen während der Schwanger-

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schaft oder zur Geburtsvorbereitung eingesetzt werden? Und was ist bei der Einnahme zu beachten? Wie werden Heilkräuter bei wiederkehrenden Blasenbeschwerden angewendet? Welche Heilkräuter werden bei Hitzewallungen, Schlafstörungen, Kreislaufbeschwerden oder anderen lästigen Erscheinungen in den Wechseljahren eingesetzt? Und was ist ein knochengesunder Tee? Antworten zu diesen Fragen, wertvolle Tipps und Anregungen sowie Begeisterung für die erfolgreiche Anwendung gibt der Kräuterkurs. Die Grenzen der Selbstbehandlung werden aufgezeigt.

Selber Kräuterprodukte herstellen Die Teilnehmerinnen lernen in diesem Kurs Heilkräuter, Wirkungen und Kräuter-Rezepturen zur Selbstanwendung kennen und stellen unter fachkundiger Anleitung der Kursleiterin verschiedene Kräuterprodukte selber her. Kursleiterin Ernestine Astecker, zert. Homöopathin SHS und Apothekerin, freut sich auf interessierte Teilnehmende. Kräuterkurs am 17. Mai von 10 bis 17 Uhr im Gesundheitshaus zum Löwen in Jonen. Infos und Anmeldung unter kontakt@eastecker.ch, Telefon 043 322 86 70, www.eastecker.ch.

Wer viel unterwegs ist, braucht einen Ort, um anzukommen. Ulrich Erlebnis Wohnen hat sich zum Ziel gesetzt, für den Kunden eine Wohlfühl-Atmosphäre zu gestalten, die zum Entspannen und Abschalten einlädt. Die heutigen Polstermöbel vereinen Funktionen und Design in idealer Weise. Verstellbare Armlehnen, aufklappbare Rückenlehnen, ausklappbare Fuss-Stützen, aufsteckbare und verstellbare Nackenstützen, verstellbare Sitztiefen – all dies ist heute beim Polstermöbel möglich. Das Möbelhaus Ulrich in Sursee präsentiert während der Polstermöbel-Aktion eine Vielzahl funktioneller Polstergarnituren in Leder- oder Stoffbezug, welche das persönliche Wohnen zum praktischen Erlebnis machen.

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PolstermöbelAktion Bis zum 14. Juni können die Kunden bei ulrich pro- Entspannung pur - dank bequemen Polstermöbel fitieren: Beim Kauf mit Zusatzfunktionen. (Bild zvg.) einer Polstergarnitur ab 2000 Franken gewährt das Haus Als weiteren Kundendienst wird ulrich nebst 15 % Abholrabatt eine zu- während der Aktionsdauer die alte sätzliche Eintauschprämie von 200 Polstergarnitur kostenlos und umweltFranken. Selbstverständlich liefert ul- gerecht entsorgt. rich auf Wunsch gegen geringen Mehrpreis die Polstergarnitur auch ins ulrich Erlebnis Wohnen, Kottenstrasse 2, Sursee, Kundenhaus. Telefon 041 925 86 86, www.ulrichwohnen.ch.


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Gewerbe

Dienstag, 6. Mai 2014

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«Gute Stimmung macht den Erfolg aus» Impressionen von der Gewerbe-Expo 2014 in Obfelden Die Gewerbeschau in Obfelden war geprägt von guter Stimmung und vielen Besuchern und Ausstellern. Während am Tag das Gewerbe im Vordergrund stand, feierten am Abend alle zusammen, bis in die frühen Morgenstunden. ................................................... von salomon schneider «Wir hatten riesiges Glück, dass die Zelte nur Stunden vor dem tagelangen Regen fertig aufgestellt waren», freute sich OK-Präsident Jürg Meier. Somit konnten sich die Aussteller in aller Ruhe einrichten und ihre Stände im Trockenen parat machen. Das galt für alle, ausser den Stand des Landschaftsgärtners Rainer Heggli. Sein Team musste den Aussenstand bei strömendem Regen aufbauen. Auch den Ausstellern auf dem Markt und an der Chilbi machte das Regenwetter am Freitag und Samstag zu schaffen. «Wir hatten an diesen Tagen klar weniger Besucher, dafür blieben die einzelnen länger am Stand», zog Robi Keiser am Marktstand der Alternative Bilanz.

Auch die Kleinsten kamen auf der «Chilbi» an der Expo 14 auf ihre Kosten.

Robi Keiser von der «Alternative» freute sich am Sonntag über das tolle Wetter.

Hatte gut lachen: OK-Präsident Jürg Meier erhielt von allen Seiten positives Feedback.

Heggli Gartenbau stellte für die Expo auf 150 Quadratmetern einen möglichen Garten eines Einfamilienhauses auf.

Roland Kälin zeigte, wie Rohmetall durch Galvanisierung veredelt wird.

Bei Markus De Pretto war Echtstein-Furnier der grosse Publikumsmagnet.

Die Tänzerinnen des Reuss-Fit zeigten im Festzelt eine «Zumba-Show», eine Mischung aus lateinamerikanischen Tänzen und Aerobic.

Der Weinladen am Küferweg lockte die Besucher mit einem Wettbewerb an den Stand, es mussten für Wein typische Geruchsnoten erkannt werden.

Ideen verbreiten als Ziel Die Aussteller hatten auf viele Besucher gehofft, dass so viele kamen lag sicher an der sehr breiten Produktepalette der Aussteller. «Wir hatten von morgens bis abends immer Besucher am Stand und es kam zu vielen guten Gesprächen», meinte der Volvo-Händler Albin Herzog. Bei einer Gewerbeschau sei das Ziel nicht primär der Verkauf, sondern das Knüpfen neuer Kontakte, betonte der Maler und Gipser Markus de Pretto: «Vor allem bei Handwerkern geht es darum, den Besuchern innovative Lösungen zu präsentieren.» Um möglichst viele Synergien zu nutzen, wurde der diesjährige Obfelder Neuzuzüger-Apéro an die Expo verlegt. «So konnten die Neuzuzüger nicht nur sich und die politische Gemeinde kennenlernen, sondern auch das Gewerbe und die Bevölkerung», schwärmte Jürg Meier.

Seit 62 Jahren in Obfelden Die Expo 2014 zeigte wieder einmal, wie breit gefächert und innovativ das Gewerbe im Säuliamt ist. Dienstleister, Handwerker, Vereine, Gastrobetriebe und gemeinnützige Organisationen lockten die Besucher mit Produkten zum Anfassen an ihre Stände. Myriam Bulliard vom Weinladen am Küferweg: «Für uns war die Expo wichtig, um unseren Namen bekannt zu machen.» Es waren aber auch alteingesessene Gewerbler vor Ort, wie Oswald Kälin, von der Kälin Galvanik AG: «Mein Vater war Metallschleifer und hat vor 62 Jahren mit Galvanisieren angefangen. Jetzt übergebe ich mein Geschäft an meinen Sohn.»

Das Gastrozelt des Restaurants Central lud die Gäste zum Verweilen ein. Vor llem bei Regen war es gut besucht.

Die Hallen waren stets gut mit Besuchern gefüllt.

Am Abend stieg in der TV-Bar die Party. Auch das Personal hatte sichtlich Spass bei der Arbeit. (Fotos Salomon Schneider)


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Vermischtes

Dienstag, 6. Mai 2014

Posieren und basteln Aktivitäten zum Muttertag im Emmen Center Am Mittwoch, 7. Mai, können sich alle Mütter mit ihrem Kind kostenlos im Emmen Center fotografieren lassen. Vom Mittwoch, 7., bis Samstag, 10. Mai, können die Kinder ein tolles Geschenk fürs Mami basteln.

Die Jumba hat das Säuliamt einmal mehr am Sechseläuten-Kinderumzug vertreten. (Bild zvg.)

Die Jumba am Sechseläuten Auch dieses Jahr kam der Jumba die Ehre zuteil, das Säuliamt am Sechseläuten-Kinderumzug zu vertreten. Trotz schlechtem Wetter genossen die Jumbaner ihren Auftritt vor grossem

Publikum. Bereits am Anlass selber wurde die Jugendmusik für den nächsten Kinderumzug wieder eingeladen. Die Jumbaner freuen sich darauf! Der nächste Auftritt wird das Frühlings-

konzert für «Jung und Alt» am Sonntag, 18. Mai, im Gemeindesaal Bonstetten sein. Weitere Infos unter: www.jumba.ch

Ein Ständchen zum Muttertag Der Musikverein Hedingen spielt auf Traditionsgemäss führt der Musikverein Hedingen auch in diesem Jahr ein Muttertags-Ständchen durch. Dieses findet am Sonntag, 11. Mai, im Anschluss an den Gottesdienst um ca. 10.45 Uhr statt. Musiziert wird direkt vor dem Chilehuus Hedingen – oder bei schlechter Witterung allenfalls drinnen. Die Mitglieder des MVHs freuen sich auf viele begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer.

Weitere Infos zu den Veranstaltungen im Emmen Center unter www.emmencenter.ch.

Selber gebastelt Das Muttertag-Basteln findet vom Mittwoch bis Freitag von 14 bis 17 Uhr sowie am Samstag von 10 bis Selber gebastelte Kirschkernkissen. (Bild zvg.)

zwischen-ruf

Krumme Zähne, krumme Zehen

Der Musikverein Hedingen. (Archivbild)

Comic-Vernissage bei Betschart Frühlingsfest im «Burgwies», Bonstetten

Rafael Betschart und Simon Krüsi. (Bild Thomas Stöckli)

Am Mittwochnachmittag von 14 bis 18 Uhr haben Mutter-Kind-Paare die Möglichkeit, sich im 1. OG vor dem Manor professionell fotografieren zu lassen und dadurch automatisch am grossen Muttertag-Wettbewerb teilzunehmen. Die Bilder werden auf der Emmen Center Facebook-Seite veröffentlicht und bis Sonntag, 11. Mai, kann dort für das schönste MutterKind-Paar abgestimmt werden. Auf das Gewinnerpaar wartet ein exklusives Fotoshooting bei Foto Dotta im Emmen Center.

15 Uhr im 1. Obergeschoss vor dem Manor statt. Hilfsbereite Betreuerinnen freuen sich auf viele motivierte und kreative Kinder. Diese dürfen die Kirschkernkissen ganz nach ihren Vorstellungen bemalen und gestalten. Die selber gebastelten Kirschkernkissen werden mit Kirschkernen befüllt, erfreuen sicherlich jedes Mutterherz und können in jedem Haushalt gebraucht werden. Pro Kind darf ein Kirschkernkissen bemalt werden.

Die Abenteuer um das sympathische Säuli dürften den Lesern des «Anzeigers» noch bekannt sein, waren die Comics von Simon Krüsi und Oli Beck doch einige Zeit Stammgäste auf der «Extra»-Seite der Freitags-Ausgabe. «Immer wieder kommen Leute und finden, es sei schade, dass die Säuli nicht mehr im «Anzeiger» sind», so Krüsi. Auch die Bäckerei Betschart war einmal Thema im Comic: Ich habe Oli darauf aufmerksam gemacht, dass bei uns Spitzbuben geklaut werden», so Rafael Betschart. Vier dieser riesengrossen «Süssigkeiten» hatte er, drei wurden geklaut. Wer sich diese und andere Geschichten noch einmal vor Augen führen will, der erhält in Bonstetten Gelegenheit. Sie werden nämlich in der Bäckerei Betschart ausgestellt. Vernissage ist am kommenden Samstag, 10. Mai. Von 10.30 bis 12 Uhr gibts «beck-ground»-Musik mit Oli Beck, von 12 bis 13 Uhr signiert Krüsi seine Säuli-Zeichnungen. Und es wird nicht das einzige Highlight auf dem Platz sein. Gleichzeitig laden nämlich die Landi zur Frühlingsausstellung und Elfi Bohrer in ihre Galerie und auch die Feuerwehr markiert Präsenz. Das Café Betschart präsentiert bei dieser Gelegenheit auch gleich eine neue Getränkekarte – mit Neuheiten wie hausgemachter Limonade und Eistee. (tst.)

Ich schrieb «Aussehen» an die Tafel und wünschte von meinen Zweitklässlern: «Notiert in Stichwörtern, wie eure Mutter aussieht.» Jetzt bloss nicht helfen und fragen: Wie sind die Haare, wie sind die Augen? Dann bekäme man langweilige Antworten wie blond und blau. So aber erhielt ich Aussagen wie: Schöner Bauch, mit feiner Haut drüber. Oder: Delfinstirn und Märzentüpfli. Auch kleine Schönheitsfehler wurden notiert wie: Langer Busen, platte Nase, Gold im Mund und blaue Flecken an den Beinen. Diese Attribute wurden auf meinen Wunsch hin wieder ausradiert. anzeige

Auch der Satz: «Sie ist dick,» stiess nicht auf meine Zustimmung. Emilio ersetzte dann das böse Wort durch mollig. Und weshalb man krumme Zehen schreiben dürfe, aber nicht krumme Zähne, wollte jemand wissen. «Das soll doch ein Kompliment werden für Euer Mami! Zum Muttertag!» Nun notierte man voll Begeisterung: Rosa Lippen, rote Zunge, gelbe Augen, schönes Tatoo auf dem Bauch, Locken fast bis zum Fudi, Stupsnase und Lachfalten … Die Beschreibungen zusammen mit dem gemalten Porträt würden alle Mütter zum Lachen bringen, da war ich mir sicher. Ute Ruf


Veranstaltungen

Dienstag, 6. Mai 2014

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Erstes Entenrennen im Jonenbach Zweites Sommerfest des «LaMarotte» am 14. Juni

Von links: Sandro Jordan, Jonas Ruppen, Timo Homberger, Matthias Bär und Simon Gräzer. (Bild zvg.)

«Zürigschnätzlets» mit Fendant – das rockt Wilcox am Land Rock Open Air in Hausen Im schummrigen Licht des Übungskellers in Kappel gedeiht die neue Rockband Wilcox mit Wurzeln im Wallis und dem Säuliamt. Ihr vielseitiges Repertoire, das mal rau rockt und rollt, mal zum Mitsingen verleitet oder auf leise und gefühlvolle Art berührt, gibt es im Mai zum ersten Mal live in der Region zu erleben. Der Sänger Timo Homberger und der Gitarrist Sandro Jordan lernten sich während ihrer gemeinsamen Studienzeit am Musician’s Institute in Los Angeles kennen. Schnell entdeckten die beiden, dass sie musikalisch auf derselben Wellenlänge sind und arbeiteten fortwährend an Eigenkompositionen. Sie einigten sich darauf, ihr gemeinsames musikalisches Schaffen nach Abschluss des Studiums auch in

der Schweiz fortzusetzen. Zurück in der Heimat stiessen dann Simon Gräzer (Drums), Matthias Bär (Bass) und Jonas Ruppen (Keys) dazu und komplettierten die Band. Dank der vielseitigen musikalischen Interessen und den langjährigen Erfahrungen in verschiedenen Bands (z.B. die ÄmtlerBand Vibes Garden) bieten Wilcox einen lebendigen Mix, der die Beine zum Tanzen bringt und das Herz höherschlagen lässt. Kommenden Samstag spielt Wilcox am Land Rock Open Air in Hausen zum ersten Mal auf Ämtler Boden. Zusammen mit sieben weiteren Bands, darunter die Hausemer Last Avenue, rocken sie die Bühne im so genannten «Land». Wilcox live: Samstag, 10. Mai, Land Rock Open Air in Hausen, (Beginn 15 Uhr, Eintritt frei); Samstag, 17. Mai, im i45 in Zug. Infos: www.wilcox.ch.

Am Abend des 14. Juni findet das zweite Sommerfest des LaMarotte statt. Am frühen Abend wird das Fest mit einem Entenrennen auf dem Jonenbach eingeleitet, danach folgen ein gemeinsames Abendessen und ein Stummfilm von Charly Chaplin. ................................................... von peter zürcher Am 14. Juni geniesst das grosse Sommerfest von LaMarotte bereits zum zweiten Mal Gastrecht bei Blumen Schneebeli in Affoltern am Albis. Zwischen Setzlingen, Grünzeug und Gehölz aller Art erwartet die Gäste ab 20 Uhr ein feines Nachtessen und – nach dem Eindunkeln – präsentiert das Wanderkino wenig gesehene Chaplin16-mm-Stummfilme aus den Jahren 1916 und 1917 zu Live-Musik. Dieses Jahr wird das Sommerfest um ein lustiges Vorprogramm für Kinder und Erwachsene erweitert. Um 19 Uhr findet Affolterns erstes Entenrennen auf dem Jonenbach statt. Eine Gaudi für gross und klein! Rund 240 kentersichere Renn-Enten trainieren bereits intensiv und diszipliniert auf ihren grossen Tag hin. Die gelben Athletinnen starten im Bereich des Quartiers Oetlistal, schwimmen durch das Dorf und erreichen im Moos eine gut durchdachte Zielanlage, welche die Gold-, Silber- und Bronzesiegerin ermittelt. Die Preisverleihung mit attraktiven, altersgerechten Preisen an

Die Rennenten sind bereit für den Start. (Bild Marcello Rosenberger) die Entenrennen-Gewinner findet um 20.30 Uhr auf dem Areal von Blumen Schneebeli statt. Auf der ganzen Strecke können die Enten bei ihren Positionskämpfen beobachtet und angefeuert werden. Besonders gefragt sein wird dabei der kleine öffentliche Park unterhalb des rosaroten Hauses von Büchi Optik Affoltern als Zuschauertribüne, denn dort ist das «LaMarotte»-Team mit Getränken für kleine Erfrischungen besorgt. Doch wie wird man als kleiner Knirps oder alter Fuchs zum Renn-

enten-Stallbesitzer? Ganz einfach: Durch den Erwerb eines nummerierten Jetons, der einer bestimmten Renn-Ente zugeordnet ist. Kleine Knirpse bezahlen 5 Franken, alte Füchse 10 Franken. Damit die Enten zweifelsfrei zugeordnet werden können, bitte die Jetons gut aufbewahren und an das Rennen mitbringen! Entenjetons erwerben bei: BOA Büchi Optik, Alte Dorfstrasse 21, Chäs Stöckli, Zürichstrasse 112, Blumen Schneebeli, Untere Bahnhofstrasse 31, Buchhandlung Scheidegger, Obere Bahnhofstrasse 10A und an jedem Anlass im Kellertheater LaMarotte.

Unterwegs mit Lisette Müller

Stunde der Gartenvögel

Am Freitag, 16. Mai, lädt die EVP zu einem Besuch in die Umweltarena in Spreitenbach ein. Unter professioneller Führung wird diese neu geschaffene museumsartige Ausstellung zu Umwelt, Klima, Energie und nachhaltigem Handeln besichtigt.

BirdLife Schweiz ruft vom 9. bis 11. Mai die Stunde der Gartenvögel aus. Jeder soll sich eine Stunde lang auf die Vögel in seiner Umgebung konzentrieren. Zur Unterstützung bietet BirdLife auch Gruppenbeobachtungen unter fachkundiger Führung an.

Mit der Umweltarena wurde ein Ort geschaffen, an dem die zentralen Themen wie Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit für alle erlebbar und begreifbar werden – und ein Ort, der zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur anregt. Hier ist es gelungen, die hochkomplexen und abstrakten Informationen zum Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz vereinfacht darzustellen.

Zusammen mit Coop ruft BirdLife Schweiz am 9. bis 11. Mai die Stunde der Gartenvögel aus. Die Bevölkerung wird aufgerufen, während einer Stunde an diesem Wochenende alle Vögel zu notieren, welche sie in ihrem Garten oder in einem Park bemerkt. Wer die heimische Vogelwelt nicht allein, sondern in einer Gruppe von Vogelliebhabern und unter fachkundiger Füh- Die Schweizer Vogellandschaft ist vielfältig, hier ein Goldrung kennen fink. (Bild Andreas Trepte)

Den Energiebedarf reduzieren Die nicht gebrauchte Energie ist mit Abstand die umweltfreundlichste und

Nachhaltigkeit, erneuerbare Energie und Natur: wie geht das ohne Komforteinbussen und Mehrkosten? Die Umweltarena bietet Antworten. (Bild zvg.) die kostengünstigste. Es wird gezeigt, wie wir Energie einsparen und wie wir beim Bauen und Wohnen über die Ernährung bis hin zur Mobilität den Energiebedarf reduzieren können. Bestimmt ein lohnender Ausflug, lehrreich und interessant. (lm)

16. Mai, 17.30 Uhr, Umweltarena/Eingangshalle bzw. gemeinsame Hinfahrt. Anmelden bei doris.balmer@gmail.com, 044 761 05 73 oder 079 273 95 81. Unkostenbeitrag für Eintritt und Führung. Anschliessend Möglichkeit zu gemeinsamem Abendessen. Infos: www.evp-knonaueramt.ch.

Nur etwas vergesslich …? Info-Veranstaltung zum Thema Demenz in Affoltern Unter den Themen, welche ältere Menschen und ihre Angehörigen sehr oft beschäftigen, nehmen Demenzerkrankungen einen Spitzenplatz ein. Unter dem Motto «Nur etwas vergesslich … oder schon dement?» veranstalten die Alzheimervereinigung und Pro Senectute Kanton Zürich am 13. Mai in Affoltern ein Info-Podium. 2010 lebten im Kanton Zürich 17 800 Menschen, die an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz erkrankt sind. Vor allem ältere Menschen sind von dieser Krankheit betroffen. 40% von ihnen leben in stationären Einrichtungen, rund 10 700 leben mit Unterstützung ihrer Angehörigen viele Jahre zu Hause.

Wissenswertes und praktische Tipps für den Lebensalltag Die Betreuung und Pflege von an Demenz erkrankten Menschen ist komplex, für das nähere Umfeld sehr anspruchsvoll und oft belastend. Zu Beginn der Krankheit müssen Angehörige und Betroffene lernen, die Veränderungen und die Situation zu verstehen und zu akzeptieren. Anfänglich reicht punktuelle Hilfe meist aus, im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit benötigen an Demenz erkrankte Menschen meist Hilfe rund um die Uhr. Bis zu welchem Punkt kann ein an Demenz erkranktes Familienmitglied zu Hause betreut werden? Wohin können sich Angehörige wenden, wenn sie die Grenzen ihrer Belastbarkeit erreicht haben?

lernen möchte, kann am Sonntag, 11. Mai, an zwei Standorten an der Giessenstrasse in Affoltern durchs Fernrohr schauen. Der Natur- und Vogelschutzverein Bezirk Affoltern lädt alle Interessierten ganz herzlich ein. Zeit und Ort: 11. Mai, 10 bis 12 Uhr, Parkplatz Giessenstrasse 18 und Parkplatz Friedhof Affoltern.

An der Podiumsveranstaltung vermitteln die beiden Fachreferate von Dr. med. Albert Wettstein, Vizepräsident der Alzheimervereinigung Kanton Zürich, sowie von Franjo Ambroz, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Pro Senectute Kanton Zürich, Wissenswertes und praktische Tipps für den Lebensalltag. Ein Podiumsgespräch mit Fachpersonen und Angehörigen mit anschliessender Fragerunde sowie ein Apéro runden die Veranstaltung ab.

Sein Baby bewusster erleben

«Nur etwas vergesslich… oder schon dement?» In-

Am Donnerstag, 15. Mai, von 9.30 bis 11 Uhr startet im Familienzentrum Bezirk Affoltern ein achtteiliger Kurs des Prager-Eltern-Kind-Programms (Pekip). Er bietet Eltern die Möglichkeit mit Sinnes-, Spiel-, und Bewegungsanregungen ihr Baby in seinen Entwick-

formationsveranstaltung zum Thema Demenz mit zwei Fachreferaten, Podiumsgespräch, Fragerunde und Apéro am Dienstag, 13. Mai, 18.30 bis 21.15 Uhr, Kasinosaal, Marktplatz 1, Affoltern. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Familienzentrum Bezirk Affoltern bietet einen Kurs, in Zusammenarbeit mit der Elternbildung Region Süd, für Eltern mit Kindern im Alter zwischen acht Wochen und einem Jahr. Ziel des Kurses ist es, den Eltern neue Möglichkeiten für den Umgang mit ihren Babys zu zeigen.

lungsphasen bewusst zu erleben und zu begleiten. Ein zweiter Kurs dieser Serie startet am gleichen Tag und findet von 14 bis 15.30 Uhr statt. Der Nachmittagskurs ist für die Teilnehmer gedacht, die auf eine Kinderhüeti angewiesen sind, sie wird auf Anmeldung kostenlos für die grösseren Geschwister angeboten. Kursleiterin ist Jutta Häfliger, Sozialpädagogin und Pekip-Gruppenleiterin. Mitzubringen sind eine Unterlage fürs Baby, Ersatzwindel und ein Getränk. Infos und das ganze Veranstaltungsprogramm unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch. Anmelden bis 9. Mai über die Homepage oder telefonisch 044 760 21 13 (Freitagvormittag)


Wir sind wieder zurück an unserem «alten» Arbeitsplatz im Drunder und Drüber.

Musikverein Ottenbach

Jahreskonzert mit der Perkussionsgruppe Ottenbach, Deutschland Samstag, 10. Mai 2014, 20.00 Uhr Festwirtschaft/Nachtessen ab 18.30 Uhr Gemeindesaal Ottenbach ◆ Tombola ◆

Herzlichen Dank, dass wir Sie an der Gewerbe-Expo in Obfelden verwöhnen durften. Ein grosses Kompliment an das Komitee für die perfekte Organisation der Gewerbe-Expo. Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch.

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Sport

Dienstag, 6. Mai 2014

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Drei Auszeichnungen für Ämtler Schwinger Gibelschwinget in Bonstetten: Verschiebung hat sich gelohnt Gelungener Saisonauftakt der Ämtler beim Gibelschwinget in Bonstetten. Marco Nägeli, Damian Furrer und Hansjörg Trachsel erkämpften sich die Auszeichnung. Der Sieg ging überraschend an den Zürcher Oberländer Remo Ackermann. ................................................... von bruno auf der maur Zufriedene Gesichter bei den Organisatoren des Schwingklubs am Albis. Durch die Verschiebung des Gibelschwingets um eine Woche konnte der Anlass bei sonnigem Wetter durchgeführt werden. Die Entscheidung des OK-Präsidenten Franz Furrer war somit vollkommen richtig. «Bei schönem Wetter sind immer viele Leute aus der Region hier, die sonst nicht an ein Schwingfest kommen würden,» erklärte der Islisberger. Die Stimmung unter den rund 1000 Zuschauern war auf jeden Fall gut. Verantwortlich dafür waren vor allem die 60 Akteure in den drei Sägemehlringen, die mit ihrer angriffigen Schwingweise für Spektakel sorgten. Obwohl der zehnminütige Schlussgang zwischen Remo Ackermann aus Steg und Pascal Gurtner aus Schaffhausen resultatlos endete, gab es mit dem Zürcher Oberländer einen würdigen Sieger. Ackermann musste nur im zweiten Gang ein Unentschieden hinnehmen. Die restlichen Partien gewann der 21-jährige Überraschungsmann souverän. Im Kampf um den Tagessieg konzentrierte sich Ackermann hauptsächlich auf die Verteidigung. «Dank dem Punktevorsprung, wollte ich nicht zuviel riskieren,» erklärte er seine Taktik. Der dreifache Kranzschwinger parierte alle Angriffe des favorisierten Schaffhausers. Ackermann konnte somit seinen ersten Festsieg feiern und den Siegermuni «Simon» in Empfang nehmen.

Mit der Sonne kamen auch die Leute. Rund Tausend Zuschauerinnen und Zuschauer wohnten dem Gibelschwinget bei. (Bilder Martin Platter)

Marco Nägeli bester Ämtler Den Schwingern aus dem Bezirk gelang beim alle zwei Jahre stattfindenden Schwingfest ein Auftakt nach Mass. Zwar konnten sie nicht um den Tagessieg mitreden, aber mit drei Auszeichnungen erreichten sie die Erwartungen. Als Bester seines Teams platzierte sich Marco Nägeli aus Mettmenstetten im achten Rang. Der 20jährige musste gegen starke Gegner antreten und unterlag im ersten und fünften Gang den beiden Schlussgangteilnehmern Ackermann und Gurtner. Drei Siege und ein Unentschieden brachten ihm aber die nötigen Punkte ein. Mit seiner Leistung war Marco Nägeli zufrieden. «Zurzeit bin ich in der Rekrutenschule in Burgdorf und kann deshalb nur reduziert trainieren. Trotzdem sind die bisherigen Saisonresultate gut», bilanzierte Nägeli. Sein nächstes Ziel ist ein Kranzgewinn am kommenden Sonntag am Zürcher Kantonalschwingfest in Wila. Eine faustdicke Überraschung schaffte der erst 16-jährige Nachwuchsschwinger Damian Furrer aus Islisberg. Der Sohn des OK-Präsidenten belegte mit je drei Siegen und Niederlagen den zehnten Schlussrang. Damit erkämpfte er sich bereits in der ersten Saison bei den Aktivschwingern eine Auszeichnung. Die dritte Auszeichnung für die Ämtler ging auf das Konto von Hansjörg Trachsel aus Arni. Der 22-jährige wies genau das gleiche Notenblatt auf wie Furrer und teilte mit ihm den zehnten Rang. Zur positiven Mannschaftsbilanz trugen auch Roman Nägeli aus Schönenberg sowie die beiden Mettmenstetter Christian Schönenberger und Daniel Meier bei. Das Trio verpasste die Auszeichnungen nur knapp.

Der Mettmenstetter Marco Nägeli (rechts) unterlag im ersten Gang gegen den späteren Sieger.

Sieger Remo Ackermann lässt sich feiern.

Wenn sich die Kampfrichter zurückziehen, um die Paarungen festzulegen Momentaufnahmen am Gibelschwinget, abseits der drei Sägemehlringe ................................................ von martin platter «Gut, dass wir verschoben haben», fasste OK-Präsident Franz Furrer nach dem Schlussgang des Gibelschwingets erfreut zusammen. Am Verschiebedatum am letzten Sonntag pfiff vor allem zu Beginn des seit 1978 alle zwei Jahre stattfindenden Schwinget auf dem Gibel-Hof zwar noch immer eine kalte Bise über den Islisberg. Doch es zeigte sich endlich die Sonne. Die Leute pilgerten zu Hunderten aufs Festgelände und genossen das Schwingfest mit der wunderbaren Aussicht auf Bonstetten, die benachbarte Üetliberg-Albiskette und Hedingen. Unter die Schwing- und Folklore-Fans mischten sich auch diesmal wieder zahlreiche Lokalpolitiker, Nationalrat Toni Bortoluzzi und Kan-

tonsrat Martin Haab, aus dessen Stall in Mettmenstetten der Siegermuni mit Name Simon stammte. Gespendet wurde das stattliche Tier von Hugo Trachsler und Reto Bernhard alias «Hallööchen». «Der Entscheid fiel im letzten Winter anlässlich des Jassturniers des FCWB morgens um zwei», erzählte Trachsler lachend. Das wiederum freute natürlich Willi Bernhard, der neben anderen für den stattlichen Gabentempel des Gibelschwinget zuständig ist. Noch immer ist es unter den Schwingern Brauch, dass Naturalpreise überreicht werden und kein Bargeld. «Bis auf sechs Goldvreneli», präzisiert Bernhard.

Konspiratives Treffen im Bar-Wagen Eine verschwörerisch wirkende Gruppe Männer traf sich jeweils in den

Pausen im «Bar-Wagen» gleich hinter dem Speaker-Wagen, auf dem Martin Hess Publikum und Sportler auf dem Laufenden hielt. Der Schriftzug war jedoch reine Täuschung. Im Inneren wurden keine Getränke ausgeschenkt, sondern Ranglisten erstellt und die Kampfpaarungen bestimmt. Auf einem langen Tisch waren die verschiedenfarbenen Wettkampfblätter eines jeden Einzelnen der 60 Schwinger fein säuberlich sortiert ausgebreitet. Jeder Schwing-Club hat seine eigene Farbe. Karten von Schwingern, die schon einmal einen Kranz gewonnen haben (sog. «Eidgenossen»), sind zusätzlich mit einem oder mehreren orangen Punkten markiert. «Das erleichtert unsere Arbeit, wenn wir die Paarungen zusammenstellen», erklärte Markus Spörri, technischer Leiter im Zürcher Kantonalverband nach getaner Arbeit.

Ein spannender Vorgang, bei dem die drei Männer, alle aus einem anderen Schwing-Club, immer mal wieder zu diskutieren beginnen. In gedämpftem Ton, sachlich argumentierend, weshalb jetzt dieser Schwinger mit jenem kämpfen sollte, oder eben nicht. Mit jedem neuen Gang werde die Arbeit kniffliger, so Spörri. Zu Beginn gelte es möglichst Gleichstarke gegeneinander antreten zu lassen, möglichst jede Paarung nur einmal. Gegen Ende des Wettkampftages werde es aber immer wahrscheinlicher, dass eine bestimmte Paarung noch ein zweites Mal antreten muss. Eher selten seien Gehässigkeiten der Sportler wegen des Entscheids der Kampfrichter. Das passt ins Bild des ganzen Anlasses, der von einer beeindruckenden Ruhe und Freundlichkeit geprägt war.


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Sport

Dienstag, 6. Mai 2014

FCWB gewinnt gegen Spitzenreiter 2:1 Fussball 1. Liga Classic: FC Wettswil-Bonstetten - USV Eschen/Mauren 2:1 (1:1) Dieser Sieg gegen den Tabellenführer Eschen/Mauren war wohl eher einer der glücklichen Sorte für die Ämtler. Die Freude darüber war jedoch riesig, denn es wurde erneut ein grosser Schritt in Richtung Ligaerhalt gemacht. ................................................... von andreas wyniger Die Vorzeichen im Lager des FCWB waren nicht optimal vor dem Spiel gegen den Spitzenreiter. Nebst dem langzeitverletzten Popov fielen kurzfristig auch noch Gjergji und Mustafi verletzt aus. Dass Eschen/Mauren den Sieg unbedingt wollte, zeigten die Liechtensteiner sofort. Mit dem Anpfiff der Partie legten sie ein hohes Tempo vor und bestimmten die Gangart. Allerdings, gleich mit der ersten Gegenoffensivaktion nach nur sieben Minuten bewiesen die Ämtler Coolness. Sabanovic wurde herrlich im Liechtensteiner Strafraum freigespielt und wollte Goalie Antic umspielen. Dieser unterbrach die Aktion mittels Foulspiel, worauf der Schiedsrichter sofort auf den ominösen Punkt zeigte. Acosta liess sich diese Chance nicht entgehen und brachte die rotschwarzen Farben 1:0 in Front. Eschen/Mauren zeigte nun Schwächen, denn nur drei Zeigerumdrehungen später setzte sich WBs Buchmann über die rechte Seite durch und passte scharf ins Zentrum, wo Sabanovic mutterseelen-

Henry Acosta (ganz links) düpiert Eschens Keeper mit einem herrlichen Kopfball zum 2:1-Endstand für die Rotschwarzen. (Bild Kaspar Köchli)

allein an den Ball kam, das Kunststück jedoch fertigbrachte das Leder neben das Tor zu setzen. Das Geschehen glich sich etwas aus, bis die FCWB-Abwehr nach 21 Minuten grobfahrlässig handelte. Ukaj brachte den Ball gegen Bärtsch nicht weg, Goalie Merlo verliess sein Tor ohne Not und foulte den Gästestürmer prompt. Den fälligen Penalty verwandelte schliesslich Scherrer zum 1:1-Ausgleich. Diesen Lapsus machte Merlo dann in der Folge jedoch mehr als wett. So rettete er in der 29. zuerst grossartig gegen den allein auf ihn zukommenden Bärtsch. Den daraus entstandenen Corner spielten die Liechtensteiner kurz auf

den aufgerückten Verteidiger Coppola, welcher direkt schoss und nur die Latte traf. Nach einer guten halben Stunde ermöglichte WB Verteidiger Balaj mit einer zu kurz geratenen Rückgabe Bärtsch eine Riesenchance. Allein vor Goalie Merlo fand Bärtsch seinen Meister jedoch im FCWB-Keeper. Auch die Nachschüsse von Coppola und Scherrer entschärfte Merlo grandios. Erneutes Pech dann nach 39 Minuten für den FCWB. Giouffe-a-Goufan verletzte sich bei einer Befreiungsaktion ohne Einwirkung eines Gegners schwer und musste das Spielfeld verlassen. Yondhen übernahm seinen Part und tat dies hervorragend. So

ging es mit dem aufgrund der Torchancen eher schmeichelhaften 1:1 zum Pausentee.

Mehr Chancen für die Gäste, FCWB aber kaltblütig Kurz vor Ablauf der ersten Stunde wieder einmal eine gute Aktion der Platzherren. Benramdane spielte einen Flankenball herrlich über die Köpfe der Liechtensteiner Abwehr in den freien Raum, wo Acosta ganz alleine stand. Er konnte den Ball jedoch nicht kontrollieren und verpasste so die mögliche WB-Führung. Wie gut Eschen/Mauren spielerisch ist, bewies

die 68. Minute. Nach einem herrlichen Kurzpassdurchspiel kam Fässler freistehend zum Abschluss, aber auch gegen ihn hiess der Sieger Merlo. Nur 240 Sekunden später fasste sich Scherrer auf Seiten Eschen/Maurens ein Herz und schoss aus sicher 30 Metern Distanz aufs WB-Tor. Nur um Millimeter streifte dabei das Leder am Lattenkreuz vorbei. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss fiel die Entscheidung zu Gunsten der Ämtler. Buchmann schlug einen Freistoss haargenau ins Abwehrzentrum der Gäste. Acosta sprang am höchsten und köpfelte zum vielumjubelten 2:1 ein. Wohl auch weil die Kräfte nach dem schweren Cupfinalspiel vom Donnerstag bei Eschen/Mauren nicht mehr ganz ausreichten, gelang ihnen nicht mehr viel und der FCWB durfte einen grossartigen Sieg feiern. Eigentlich grotesk, da gewinnt der FCWB in dieser Saison nun schon zum zweiten Mal gegen den Tabellenführer Eschen/Mauren und steckt trotzdem so lange im Abstiegskampf. Matchtelegramm: FCWB - USV Eschen/Mauren 2:1 (1:1); Sportplatz Moos, Wettswil, 244 Zuschauer. Tore: 8. Acosta 1:0 (Foulpenalty), 22. Scherrer 1:1 (Foulpenalty), 76. Acosta 2:1. FCWB: Merlo; Buchmann, Ukaj, Balaj, Constancio; Acosta, Kaljon, Gouiffe-a-Goufan (39. Yondhen), Thaqai (69. Günes, 86. Gisi); Sabanovic, Benramdane. Eschen/Mauren: Antic; Coppola, Frrokaj, Trajkovic, Istrefi; Bärtsch (52. Kieber), Fässler, Hujdur, Kavcic (65. Hörmann); Scherrer, Bärtsch (90. Zivaljevic).

Aufholjagd gestoppt! FCA unterliegt FC Horgen 1:2 (0:1) Nach dem Sieg vor einer Woche waren Spieler und Fans des FCA eigentlich sicher, dass die gewonnenen drei Punkte Auftrieb geben würden. Die Ämtler waren zwar über die ganze Spielzeit bemüht, der Gegner aus Horgen agierte aber kaltblütiger. Man merkte beiden Teams an, es geht um was! Die Gäste wollten mit einem guten Resultat den Ligaerhalt frühzeitig sichern, beim FCA sollte die Differenz zu den direkt vor ihnen klassierten Mannschaften reduziert werden. Die Startphase begannen beide Mannschaften eher vorsichtig. Stabilisierung der Defensive und Mittelfeld-Aktionen dominierten das Spiel, Chancen waren zu diesem Zeitpunkt Mangelware. Das gegenseitige Abtasten hielt jedoch nur bis zur zwanzigsten Minute, dann war Schluss mit lustig. Gästestürmer Codutti konnte von einem FCA-Abspielfehler im Mittelfeld profitieren, auf der linken Seite direkt in Richtung Tor losziehen und seinen ersten Treffer markieren. Nur eine Zeigerumdrehung später hätte der gleiche Spieler noch einen drauflegen können, er scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Torwart Steiner. In der Folge fand auch der FCA besser in die Partie und erspielte sich Torchancen. Die beste Gelegenheit vergab Antenen ganz alleine vor dem Gästekeeper.

Glück von kurzer Dauer Obwohl in Rücklage versuchten die Einheimischen im zweiten Abschnitt das Spieldiktat sofort wieder an sich zu reissen. Zum Teil wurden jetzt Chancen zum Ausgleich reihenweise ausgelassen. Zuerst scheiterte Ismajlaj (53.) und nur kurz darauf Antenen in aussichtsreichen Situationen. Besser machte es Antenen in der 73. Minute. Nach einem Prellball reagierte er am

schnellsten und markierte den umjubelten Ausgleich. Obwohl der Assistent die Fahne hob, überstimmte ihn der Hauptleiter und zeigte richtigerweise auf den Mittelpunkt. Eigentlich waren jetzt alle Trümpfe auf der Seite des Heimklubs, doch plötzlich schlichen sich unnötige Tändeleien und Ballverluste im Spielaufbau ein. Zwar gelang es Steiner noch einen Elfmeter abzuwehren, bei der nächsten Aktion der Seebuben war allerdings auch er machtlos. Für den freistehenden Codutti war der Abschluss nur noch Formsache. In der Endphase rannten die Ämtler zwar Mal um Mal Richtung Horgen-Tor, eine weitere Ausbeute blieb ihnen jedoch verwehrt. Bezeichnend für den unglücklichen Auftritt war ein Freistoss in der Nachspielzeit in den Affoltemer Frühlingshimmel. Ein Funken Hoffnung besteht noch, nächste Woche gehts zum Tabellennachbar Embrach – ein Sieg und man ist zumindest die rote Laterne los! (pd) Sportplatz Moos; 90 Zuschauer; SR: Devito, Gjukaj, Bigger; FCA: Steiner, Mühlemann, Scicchitano, Bala I, Kaufmann, Bala II ( Ammann), Good (Luchsinger), Ismajlaj, Shala, Dushaj, Antenen. Tore: 20. Codutti 0:1, 72. Antenen 1:1, 76. Codutti 1:2.

Startbereit für das Meisterschaftsspiel: Hornussergesellschaft Obfelden mit den Schindeln-Sponsoren. (Bild Martin Mullis)

Mit der Schindel den Nouss abtun Meisterschaftsspiel der Hornussergesellschaft Obfelden Hornussen ist eine Nationalsportart der Schweiz. Die Hornussergesellschaft Obfelden, einer der etwa 270 Vereine in der Schweiz, trug am Sonntag ein Meisterschaftsspiel gegen Hintermoos-Reiden aus. Der genau 78 Gramm schwere Nouss muss erst einmal richtig getroffen oder besser geschlagen werden, damit er gegen 200 Meter weit ins Ries (Feld) fällt. Vorausgesetzt natürlich, er wird nicht vorher mit einer Schindel herunterge-

holt. Das Schlagen der Hornuss sieht einfach aus. Wer es jedoch ein erstes Mal versucht, muss feststellen, dass die Kunst, den Hornuss mit dem Stecken (Schlaggerät) auf dem Bock (Abschlagsvorrichtung) richtig zu treffen, gelernt und vor allem geübt sein will. Fliegt der Nouss dann mit einem zischenden Geräusch ins Ries, versuchen die Gegner mit den Schindeln, die Hornuss vorzeitig vom Himmel zu holen. Die Hornusser sprechen vom Abtun. Der Mannschaftssport verlangt Kraft und Eleganz und wirkt trotz einer gewissen Bedächtigkeit äusserst dynamisch. Der

Weitere wichtige Punkte Bei schönen aber sehr windigen Wetterverhältnissen gewann die Hornussergesellschaft Obfelden. Der erhoffte Vier-Punkte-Sieg konnte nicht realisiert werden. Als Heimmannschaft musste Obfelden das Spiel mit Schlagen beginnen und die Ämtler zeigten eine Topleistung. Hintermoos-Reiden B kassierte schon bald eine Nummer. Es keimte wieder einmal die Hoffnung für ei-

nen Vier-Punkte-Sieg auf. Die Hoffnung erstickte bereits im Keim, nach dem Wechsel musste sich Obfelden schon bald eine absolut haltbare Nummer schreiben lassen, ärgerlich, die vier Punkte waren weg. Im zweiten Durchgang zeigte Obfelden nochmals eine konstante Schlagleistung und sie konnte ihren Gegner in Schach halten. HintermoosReiden B kassierte weitere sechs Nummern, bei Obfelden blieb es bei der einen Nummer. Obfelden gewann das

Spiel mit einer Nummer und 788 Punkten gegen Hintermoos-Reiden B mit sieben Nummern und 532 Punkten. Mit diesem Sieg buchen die Ämtler zwei weitere wichtige Punkte auf ihr Meisterschaftskonto, ihr Gegner ging leer aus. Nach drei Runden liegt Obfelden auf dem guten vierten Zwischenrang. (PF) Einzel erzielten: Reto Binggeli 74, Hans Binggeli 65, Peter Frick 63 Punkte.

Präsident der Hornussergesellschaft Obfelden, Hans Binggeli, durfte am letzten Sonntagmorgen nicht nur seine 25 Vereinsmitglieder, sondern auch Sponsorengäste begrüssen. Die Kundenberaterin Anja Koch von der Clientis Sparcassa Affoltern und Christian Küng, Geschäftsleiter der Firma Klemmfix, Signalisationen.

Mannschaftsspiel für alle Altersklassen Die beiden Sponsoren der neuen Schindeln freuten sich, das Meisterschaftsspiel gegen die Hornusser aus Hintermoos-Reiden aus nächster Nähe beobachten zu können. Präsident Hans Binggeli hatte alle Hände voll zu tun, um während des Spiels den Zuschauern die Regeln zu erklären. Die Mannschaftssport gilt, wie das Schwingen und Steinstossen als Nationalsportart der Schweiz. Sie wurde im 19. Jahrhundert erfunden. Ein Spiel kann bis sechs Stunden dauern und verlangt von den sowohl männlichen wie auch weiblichen Hornussern, neben einer guten Portion Kraft auch äusserste Konzentration. Obfelden gewann das Spiel schliesslich mit einer Nummer und 788 Punkten, während sich die Gäste mit sieben Nummern und 532 Punkten zufriedengeben mussten (vgl. Kasten). (mm)


Sport

Dienstag, 6. Mai 2014

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Zum Weltcupstart in den Top-Ten

WM in Japan als Highlight

Starke Leistung von Petra Klingler in China

Skiakrobat Andreas Isoz beendet seine erfolgreiche Karriere

Am letzten April-Wochenende startete die Weltcup-Saison 2014 mit einem Wettkampf im chinesischen Chongqing. Am Start waren gegen hundert Athleten aus 25 Ländern. Einzige Vertreterin der Schweiz war die BoulderSpezialistin Petra Klingler aus Bonstetten. Sie verpasste die Finalqualifikation nur knapp.

Mit Andreas Isoz gibt ein Aerials-Athlet seinen Rücktritt bekannt, der seine Sportart mit Herzblut gelebt hat. Erhalten bleibt der Mettmenstetter dem Sport aber trotzdem.

Nach einer erfolgreichen Eisklettersaison von Petra Klingler (Mitglied des Regionalzentrum Zürich) ging es im ersten Weltcup vor allem um eine Standortbestimmung im Hinblick auf die nächsten Wettkämpfe. So zeigte Petra Klingler auch am ersten Wettkampftag eine solide Qualifikation und erreichte als 18. das Halbfinal. Am Start waren 38 Athletinnen. Damit hatte sie ihr minimal gesetztes Ziel bereits erreicht. «Wenn ich nach China reise, möchte ich schon das Halbfinal erreichen; nur für acht Boulder lohnt sich die Reise ja kaum . . . », meinte Klingler vor dem Wettkampf.

Starke Leistung im Halbfinal Im Halbfinal boulderte Klingler stark, das gesteckte Ziel bereits in der Tasche, und steigerte sich gegenüber der Qualifikation um zehn Ränge. Mit dem achten Schlussrang zeigte Petra Klingler an, dass auch diese Saison

An Leidenschaft für seinen Sport hat es dem Aerials-Springer Andreas Isoz nie gemangelt: Vor 14 Jahren debütierte der 30-jährige Mettmenstetter im Weltcup, vor acht Jahren übernahm er neben dem Leistungssport sowohl das Präsidentenamt als auch den Geschäftsführerposten des «Jumpin» in Mettmenstetten – dem Herzstück der Schweizer Aerials-Szene.

Bestes Resultat: WM-Rang 5

Petra Klingler. (Archivbild) wieder mit ihr in der Weltspitze zu rechnen ist. Bereits in zwei Wochen besteht dazu die nächste Möglichkeit, am Heim-Weltcup in Grindelwald. In China ging der Sieg bei den Damen an die Deutsche Juliane Wurm. Sie siegte vor Shauna Coxsey (Grossbritannien) und Akiyo Noguchi (Japan). Bei den Herren siegte Jan Hojer (Deutschland) vor dem Russen Dimitrii Sharafutdinov und Jorg Verhoeven (Niederlande).

Andreas Isoz vertrat die Schweiz einmal bei Olympischen Spielen und viermal an Weltmeisterschaften, wo er 2007 in Madonna di Campiglio mit dem fünften Platz sein bestes Resultat erreichte. «Ein besonderes Highlight bleibt für mich auch die WM in Japan 2009, wo ich als erster Schweizer einen dreifachen Salto mit fünf Schrauben auf Schnee gesprungen bin.» «Über 18 Jahre hat sich mein Leben komplett um den Aerials-Sport gedreht», blickt Andreas Isoz zurück, «nun ist es an der Zeit, mich neu zu orientieren». Dem Jumpin wird er in einem reduzierten Pensum weiterhin

Auf zu neuen Höhenflügen? TC Wettswil mit elf Teams an der Interclubmeisterschaft 2014 Mit gegen 100 Aktiven, die sich auf 4 Damen- und 7 Herrenteams verteilen, nimmt der TC Wettswil die Interclubsaison 2014 in Angriff. Für diejenigen Teams, die am vergangenen Wochenende bereits im Einsatz standen, verlief der Auftakt mit einer Ausnahme erfolgreich. Das «Flagschiff» der letzten Saison, die aus jungen Spielern des TC Wettswil und des TC Säuliamt formierte und mit der makellosen Bilanz von 42:0 Siegen in die 1. Liga aufgestiegene Herren-Aktiv-Mannschaft, segelt in diesem Jahr allerdings turnusgemäss unter dem Namen des TC Säuliamt. Neben Teamleader Dominique Gilli, der neu R2-klassiert ist, haben sich auch Thibault Gagnaux (R4), Adrian Schalbetter (R4) und Raphael Schalbetter (R5) im Ranking um eine Stufe verbessert. Insgesamt verfügt Captain Guido Baumann über ein sehr kompaktes Team, das durch Fabian Hubmann (R4), Nicolas Schärer (R5) und Felix Möhle (R5) komplettiert wird. Allerdings mussten die Säuliämtler bereits zur Kenntnis nehmen, dass in der 1. Liga bei den Aktiven ein rauer Wind wehen kann. Die erste Begegnung ging auswärts gegen den NLC-Absteiger LTC Winterthur mit 2:7 verloren, wobei es im Einzel nur dem 48-jährigen Captain Baumann (R4) gelang, gegen den erst 14-jährigen, als R2 aber zwei Stufen höher klassierten Gian Grünig einen Sieg zu holen. Auch im Doppel war der routinierte Baumann an der Seite von Thibault Gagnaux erfolgreich.

Teams mit Aufstiegsambitionen Nicht in Gefahr gerieten André Kaisers Spieler, die in der 1. Liga 35+ seit Jahren gut etabliert sind. Der Auswärtssieg gegen Schützenwiese Winterthur stand schon nach den Einzeln fest und fiel mit 7:2 deutlich aus. Wenn die Mannschaft in Bestbesetzung antreten

nicht leicht gefallen», so Andreas Isoz, «schliesslich musste ich mich aber aus persönlichen Gründen gegen die Weiterführung meiner Aerials-Karriere entscheiden».

Auch Renato Ulrich sagt Adieu Gleichzeitig mit Isoz kehrt auch der gleichaltrige Renato Ulrich dem Spitzensport den Rücken. Vor 15 Jahren kam der Luzerner auf der Wasserschanze im Jumpin Mettmenstetten zum ersten Mal in Kontakt mit der Freestyle-Sportart Aerials. «In gewisser Weise war es Liebe auf den ersÜber 18 Jahre hat sich sein komplettes Leben um den ten Blick», erinnert Aerials-Sport gedreht: Andreas Isoz. (Bild Swiss Ski) er sich, «damals erhalten bleiben, daneben erhält er hätte ich aber nie zu träumen gewagt, bei seinem langjährigen Sponsoren dass ich elf Jahre mit der NationalSteakhouse in Mettmenstetten die mannschaft um den Globus reisen Möglichkeit, sich beruflich weiterzu- würde, um mich mit den Besten zu entwickeln. «Der Entschluss ist mir messen».

Mit Videoanalyse zum Sieg Aline Erni auf internationaler Judo-Bühne Durch professionelles Training und Videoanalysen konnte sich Aline Erni aus Affoltern in letzter Zeit drei Silber- und eine Goldmedaille sichern.

Das erfolgreiche Team der Tennisclubs von Wettswil und Affoltern segelt 2014 unter der Flagge des TC Säuliamt. Hinten: Fabian Hubmann, Nicolas Schärer, Thibault Gagnaux, Felix Möhle und Dominique Gilli. Vorne: Adrian Schalbetter, Raphael Schalbetter und Captain Guido Baumann. (Bild zvg.) kann, müsste es für die Aufstiegsrunde reichen – mit etwas Los- und Wettkampfglück eventuell sogar für mehr. Aufstiegsambitionen haben zwei weitere Teams: Zum einen die letztes Jahr unglücklich aus der 2. in die 3. Liga abgestiegenen Damen 40+ mit Captain Diane Eggler, zum andern die in der 2. Liga spielenden Herren 45+ um Captain Sergio Catellani, die auf erfolgreiche Jahre in der 1. Liga zurückblicken, letztes Jahr in den Aufstiegsspielen aber knapp scheiterten. Beide Teams feierten am Wochenende klare Siege: Die Damen besiegten auswärts Burgmoos Richterswil 6:0, die Herren feierten zu Hause gegen Itschnach 2 einen 6:1-Erfolg. Für die weiteren Teams dürften die «Aufstiegstrauben» eher hoch hängen, zumindest nominell. Allerdings haben sich im Winter etliche Spielerinnen und Spieler deutlich verbessert, sodass insbesondere die ebenfalls von Guido Baumann gecoachten Damen der Kategorie 2. Liga Aktive (5:1Sieg gegen Weihermatt) und die in der 3. Liga spielenden Herren 35+ um Captain Adrian Mäder und den unterklassierten Teamleader Peter Künti (R6)

Aline Erni vom BSCA nahm am Internationalen Judo-Osterpokal-Turnier in Kufstein (Österreich) teil. Sie zeigte eine ausgezeichnete Leistung und erreichte in der Kategorie U16 den 2. Platz. Am folgenden Wochenende fand in St. Gallen ein Internationales Judoturnier statt. Nachdem Aline die ersten Kämpfe gewonnen hatte, verlor sie den letzten Kampf in der Kategorie U18 gegen eine Italienerin, dies bedeu-

tete den guten zweiten Rang. Am Abend studierte sie anhand einer Videoanalyse die Taktik der Italienerin und hoffte, dass diese am folgenden Tag nochmals in der Kategorie U15 starten würde. Am Sonntag traf Aline dann auf die Italienerin und warf sie mit einem Fussfeger zu Boden. Im Final kämpfte sie gegen die Süddeutsche Meisterin. Diesen Kampf konnte sie nicht für sich entscheiden und gewann so nochmals die silberne Medaille. Diesen Sonntag startete Aline in Bellinzona und holte in der Kategorie U18 eine goldene und in der Kategorie U15 eine silberne Medaille nach Hause. (pd)

durchaus für Überraschungen besorgt sein könnten. Ähnliches gilt für das 3.-Liga-Team von Gabriel Baumann, in dem auch talentierte Junioren erste Erfahrungen bei den «Grossen» sammeln. Für Nicole Gallmanns in die 2. Liga aufgestiegenen Damen 30+ wird dagegen der Ligaerhalt das klare Ziel sein. Sichere Werte in ihren jeweiligen Ligen sind schliesslich Stephanie Millers 2.-Liga-Damen (5:1-Sieg in Rüti), Reto von Arx’ 3.-Liga-Herren 45+ und Ludwig Ochsners 3.-Liga-Herren 65+.

Zwei Wechsel im Vorstand Die Generalversammlung vom 13. März brachte zwei Wechsel im Vorstand: Für Rahel Steigmeier (Mitgliederverwaltung) und Fredi Gamper (Beisitzer Bewirtung) rückten Maria Schwendener und Sandra Weber-Zbinden nach. Im Übrigen wächst und gedeiht der TC Wettswil prächtig, wie Präsident Marco Merazzi feststellen konnte: Aktuell zählt der Verein 459 Mitglieder, darunter 240 Aktive und 131 Junioren. (BK)

Aline Erni zuoberst auf dem Podest. (Bild zvg.)


Team Training Hedingen Maienbrunnenstrasse 12

Kunstausstellung Rolf Hausheer テ僕- und Acrylbilder

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035 2014  

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