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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 34 I 174. Jahrgang I Donnerstag, 30. April 2020

Einbrecher verhaftet

Zwei junge Schweizer hatten es in Wettswil auf alkoholische Getränke abgesehen. > Seite 3

Albispass gesperrt

Von Montag- bis Mittwochmorgen wird auf der sanierten Strasse der Deckbelag eingebaut. > Seite 3

Krise als Chance

Paarberater Viktor Arheit empfiehlt, den Blick nach vorne zu richten. > Seite 5

Bücher-Take-away

Die Bibliothek Hedingen stellt ihre Medien auf Reservierung zum Abholen bereit. > Seite 7

Ein langersehnter grüner Montag Ansturm auf Gartencenter und Baumärkte nach den Lockerungen der Massnahmen Am letzten Montag wurde der Lockdown um einen kleinen Schritt entkrampft. Coiffeure, medizinische Praxen, Gärtnereien und Baumärkte durften ihre Dienstleistungen und Produkte unter ganz bestimmten Auflagen wieder anbieten.

Der Ansturm wird noch einige Tage anhalten Der Landimärt in Bickwil öffnete bereits eine halbe Stunde vor der regulären Zeit

Swiss-Ski hat kürzlich seine höheren Kader selektioniert. Berücksichtigt wurden dabei auch vier Mitglieder der Skirenngruppe Hausen.

> Bericht auf Seite 12 ANZEIGEN

Am Montag vor dem Landimärt in Bickwil: Glückliche Blumenkäufer und lange Autoschlangen. (Bild Martin Mullis) und eine Viertelstunde nach der Ladenöffnung standen die Autos in einer Schlange vor dem gefüllten Parkplatz. Ein Team von drei Sicherheitsangestellten sorgte für die korrekte Umsetzung der geforderten Massnahmen. Marcel Tillmann, Geschäftsführer der Landi Obfelden, zeigte sich kurz vor dem Mittag sehr zufrieden. Er betonte, dass sich die enormen Aufwendungen zur Einhaltung der Sicherheit der Kunden gelohnt hätten. Er vermutet, dass der Ansturm der Garten- und Hobbyfreunde mit grosser Wahrscheinlichkeit die ganze kommende Woche anhalten wird. Am frühen Nachmittag befanden sich

Imker aus Passion Er betreibt einen Handel für Imkereibedarf und führt als Betriebsleiter Bienen Schweiz in Kursen des Bienenzüchtervereins Affoltern Interessierte in das traditionelle Handwerk ein. Trotzdem aber bezeichnet sich Christian Bacher aus Hedingen als Hobbyimker. Der 41-jährige Biologe betreibt aber sein Hobby mit Leidenschaft. «Auch nach Jahren lerne ich dazu und gebe mein Wissen gerne weiter.» Als Wanderimker bringt er einen Teil seiner 50 bis 60 Bienenvölker in Bergregionen, wo es kräftig blüht. Sorgen bereitet Bacher der Parasit Varroamilbe, der immer wieder ganze Bienenvölker befällt. Und die schwindende Biodiversität auf intensiv genutzten Feldern und Wiesen sowie Pflanzenschutzmittel setzen den Honigbienen und den wild lebenden Arten arg zu.

> Bericht auf Seite 3

Starke Hausemer Skirennfahrer

Mit seinem überraschenden Sieg in der Kombination am Lauberhorn hat sich Niels Hintermann 2017 ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit katapultiert und wurde darauf auch Säuliämtler Sportler des Jahres. Nun schafft er den Sprung in die Nationalmannschaft; Cedric Ochsner figuriert neu im B-Kader und wird sich wie Hintermann künftig auf den Weltcup konzentrieren. Reto Mächler und Andri Moser schliesslich haben sich in der jüngsten Selektion von Swiss-Ski fürs C-Kader aufgedrängt. Die aktuellen Erfolge sind mit ein Verdienst des langjährigen Nachwuchsförderers Ruedi Ravasio. Der Hausemer sagt denn auch nicht ganz ohne Stolz: «Es gibt keinen anderen Skiclub in der Schweiz, der derzeit so viele Fahrer ins Alpin-Kader von Swiss-Ski bringt.»

von Martin Mullis Nach sechs langen Wochen lockerte der Bundesrat schrittweise die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus. Am letzten Montag durften Spitäler wieder sämtliche, auch nicht-dringliche Eingriffe vornehmen und ambulante medizinische Praxen sowie Coiffeur-, Massage- und Kosmetikstudios ihren Betrieb wieder aufnehmen. Auch Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden und Gärtnereien durften ihre Kunden wieder herzlich willkommen heissen. Diese vorsichtige Öffnung verlangte jedoch, dass der Schutz der Arbeitnehmenden wie auch der des Publikums sichergestellt wird. Nach langen sechs Wochen mit frühlingshaften, zeitweise fast sommerlichen Temperaturen wurde die Schliessung der Gartencenter und Baumärkte für viele Blumen- und Naturfreunde, sowie für Hobbyhandwerker zur grossen Zäsur. Auf den Balkonen und Fenstersimsen warteten die leeren Blumenkästen und im Garten fehlten neben Kräutern und Tomaten auch vielerlei Blumensetzlinge. Die Gartencenter und Baumärkte erwarteten deshalb am Tag der Wiedereröffnung einen Grossandrang, welcher erwartungsgemäss auch stattfand. Der «Anzeiger» besuchte im Laufe des Montags die vier grössten Garten- und Baumärkte in unserer Region.

Alte Erinnerungen

Die aktuelle Corona-Pandemie lässt an die Generalmobilmachung zurückdenken. > Seite 8

Imker Christian Bacher. (Bild A. Bernetta)

auf der Zufahrt der Anlieferung zwei Anhängerzüge. Philipp Müller, Chauffeur aus der Ostschweiz, brachte 24 Tonnen in Säcke abgefüllte Blumenerde. Ein zweiter Lastwagen aus Wangen an der Aare lieferte auf einer Ladefläche von rund 14 Quadratmetern Gestelle, alle vollgefüllt mit Blumentöpfen, Küchenkräuter- und Tomatensetzlingen. Noch immer war der Parkplatz bis auf den letzten Platz besetzt. Dasselbe Bild boten sowohl der Marktriese Hornbach und nur einen Steinwurf weit entfernt der Jumbo als auch das Gartencenter Guggenbühl. Beim Baumarkt Hornbach in Affoltern

wiesen einige speziell gekleidete und mit Schutzmasken versehene Ordnungsleute, die nicht enden wollenden Autokolonnen und Kundenschlangen auf die vorgesehenen Wege. Auch im Gartencenter Guggenbühl herrschte trotz Grossandrang mehrheitlich eine entspannte Stimmung. Bei allen besuchten Gartencentern und Baumärkten konnten beim Verlassen der Verkaufslokalitäten zufriedene Käuferinnen und Käufer, mit meist hochbeladenen Einkaufswagen beobachtet werden.

> Weiterer Bericht auf Seite 9

Was tun, wenn es Digitaler nichts zu tun gibt? Fernunterricht Zu Hause bleiben. Das ist das Gebot der Stunde in der Coronakrisenzeit. Vielleicht verspürt man Langeweile, vielleicht bringt Nichtstun eine lang ersehnte Ruhe. Wenn die Musse in unerwünschte Langeweile kippt, gilt es, aktiv zu werden. Vielleicht kann man ein Projekt im Moment nicht realisieren, aber man kann planen. Oder eine eigene Reise dokumentieren. Jetzt hat man Zeit, Reiseberichte zu schreiben. Spaziergänge in die Natur kann man bereichern mit Fotografieren, Vogelbeobachtungen, dem Entdecken von Pflanzennamen und deren Eigenheiten oder beim Erlernen der Namen von Bergen. Die Cocooning-Serie gibt Tipps und Impulse in dieser besonderen Zeit.

Volksschulen im Kanton Zürich haben im Unterricht früh auf Tablets und Laptops gesetzt, was sich positiv auf die Gestaltung des Fernunterrichts ausgewirkt hat. Dies zeigt eine erste Umfrage, die der Schulleiter-Verband vom 13. bis 24. April eine erste Kurzumfrage durchgeführt hat. «Die erste Umfrage zum Fernunterricht in der Corona-Krise zeigt deutlich, dass die frühzeitige Implementierung von Tablets und Laptops an den Volksschulen im Kanton Zürich bei den Schülerinnen und Schülern positive Auswirkungen auf die Gestaltung des Fernunterrichts zeigt», betont Sarah Knüsel, Präsidentin des Verbands der Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Zürich.

> Bericht auf Seite 5

> Bericht auf Seite 7

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Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des AERZTEFON: 0800 33 66 55. Bei Verkehrsunfä fällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.

Die Stadtverwaltung Affoltern am Albis bleibt am Freitag, 1. Mai 2020 geschlossen. Bei Todesfällen erreichen Sie das Bestattungsamt am Freitag, 1. Mai 2020 von 8.00 bis 10.00 Uhr unter 079 527 10 11. Ab Montag, 4. Mai 2020 ist der Notschalter zu den regulären Öffnungszeiten für dringliche Angelegenheiten des Einwohneramtes geöffnet. Alle anderen Angelegenheiten nehmen wir gerne per Post, E-Mail oder Telefon entgegen. 30. April 2020 Stadtverwaltung Affoltern am Albis

Ugo Foscolo

Joseph von Eichendorff

Dankbar für die gemeinsam verbrachte Zeit nehmen wir in tiefer Trauer Abschied von meiner geliebten Ehefrau, unserer lieben Mutter und allerliebsten Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante.

Si è spenta circondata dall’amore dei suoi cari la mia amatissima moglie, la nostra cara mamma, l’adorata nonna e suocera, nostra sorella, cognata e zia

Desdemona Nocco-De Vito

Desdemona Nocco-De Vito

3 settembre 1937 – 25 aprile 2020

Nach einem reich erfüllten Leben und einer geduldig ertragenen Krankheit durftest du im Kreis deiner Familie für immer einschlafen. Wir danken dir für alles, was Du uns geschenkt hast. Wir vermissen dich unendlich und werden dich immer in unseren Herzen tragen.

Dopo una vita pienamente vissuta, ricca di amore e dedizione, al seguito di una lunga malattia, sopportata con pazienza e coraggio, ha potuto addormentarsi in pace e per sempre. Grazie per tutto l’affetto e gli insegnamenti che ci hai offerto. Ci manchi immensamente. Ti porteremo per sempre nei nostri cuori.

3. September 1937 – 25. April 2020

Öffnungszeiten 1. Mai 2020

Un uomo non muore mai se c’è qualcuno che lo ricorda.

Con amore e gratitudine:

In Liebe und Dankbarkeit:

Alberto Nocco Sergio und Maria Nocco-Sperduto mit Sara, Flavio und Valeria Laura Stomeo-Nocco mit Nico und Lorena Freunde und Verwandte Die Abdankung findet am Mittwoch, 6. Mai 2020 um 14.30 Uhr in der Friedhofskapelle in Affoltern am Albis im engeren Familien- und Freundeskreis unter Einhaltung der Regeln des BAG statt. Die Urnenbeisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt in Italien statt. Anstelle von Blumenspenden bitten wir, die PRO SENECTUTE, Spendenkonto 80-79784-4, IBAN CH95 0900 0000 8007 9784 4 zu berücksichtigen. Traueradresse: Sergio Nocco, Riedstrasse 8, 8908 Hedingen

Alberto Nocco Sergio e Maria Nocco-Sperduto con Sara, Flavio e Valeria Laura Stomeo-Nocco con Nico e Lorena amici e parenti tutti Dopo la cremazione della salma le esequie avranno luogo mercoledì 6 maggio 2020 alle ore 14:30 nella cappella del cimitero di Affoltern am Albis alla presenza dei famigliari e amici più intimi, rispettando le misure e le regole dell’Ufficio federale per la salute pubblica (UFSP/ BAG). I funerali e la tumulazione avranno luogo in Italia in data da destinarsi. Si dispensa dalle offerte floreali e si prega invece di sostenere con un’offerta la PRO SENECTUTE, Conto 80-79784-4, IBAN CH95 0900 0000 8007 9784 4. Indirizzo per il cordoglio: Sergio Nocco, Riedstrasse 8, 8908 Hedingen

Einbürgerungen Mit Beschluss vom 27. April 2020 hat der Gemeinderat Stallikon, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Gemeinde Stallikon aufgenommen: • Mkrtchyan Areg, 1981, Bürger von Armenien • Hovhannisyan Lianna, 1983, Bürgerin von Armenien • Mkrtchyan Marc, 2005, Bürger von Armenien • Mkrtchyan Arno, 2010, Bürger von Armenien • Mkrtchyan Noah, 2017, Bürger von Armenien Stallikon, 30. April 2020 Gemeinderat Stallikon

TODESANZEIGE Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie über den Hinschied unseres langjährigen Ehrenmitglieds

Walter Aeberli

Nach einem reich erfüllten Leben durfte

in Kenntnis zu setzen. Viele Jahre war er ein begeisterter aktiver Sportler und Förderer unserer Turnvereine. Walter, wir werden dich als guten Kameraden in bester Erinnerung behalten. Den Angehörigen entbieten wir unser aufrichtiges Beileid. Wir bitten Sie, unserem Kameraden ein ehrendes Andenken zu bewahren.

Turnverein Bonstetten TEMBO

Kant. Turnveteranen Eidg. Turnveteranen

Die Urnenbeisetzung findet im engesten Familienkreis statt. Die Abdankung ist am 4. Mai 2020 um 14.30 Uhr in der Reformierten Kirche Bonstetten.

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in seinem 97. Altersjahr friedlich einschlafen. Walter wurde in den vergangenen Wochen immer schwächer und sehnte sich nach einem Zusammensein mit seiner lieben Frau Hedi und seiner Tochter Ursula. Herzlichen Dank an die Spitex Bonstetten, an Peter, Miranda, Toni, Irene und Frau Pfarrerin Susanne Sauder und Allen, die ihm bis zum Schluss beigestanden haben.

Für die Trauernden: Irene Hunkeler, Tramstrasse 66, 8050 Zürich

«Hast du Angst vor dem Tod», fragte der kleine Prinz die Rose. Darauf antwortete sie: «Aber nein. Ich habe doch gelebt, ich habe geblüht und meine Kräfte eingesetzt soviel ich konnte. Und Liebe, tausendfach verschenkt, kehrt wieder zurück zu dem, der sie gegeben. So will ich warten auf das neue Leben und ohne Angst und Verzagen verblühen». (Antoine de Saint-Exupéry)

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von

Eugen Baumann 22. Oktober 1934 – 26. April 2020

Die Trauernden: Margrit Baumann-Huber Gaby und Othmar Wettstein-Baumann Marian Wettstein und Maude Willener Sybil Wettstein Hanspeter und Yvonne Baumann-Lutz Siro Baumann Noah Baumann Verwandte und Freunde Die Trauerfeier findet im engsten Familienkreis statt.

Busse, Lieferwagen, Jeeps, Wohnmobile & LKW. Barzahlung.

16. 8. 1923 – 25. 4. 2020

Auf Grund der aktuellen Situation findet die Beisetzung im engsten Kreise statt.

Nach langjähriger, mit Optimismus und Geduld ertragener Krankheit, ist mein geliebter Ehemann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Grovi im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen.

Tel. 044 737 37 04

Walter Aeberli-Rüegger

Anstelle von Blumen können Spenden an die Spitex Knonaueramt, Affoltern a.A. gerichtet werden. Postkonto 87-267156-1, IBAN CH78 0900 0000 8726 7156 1, BIC POFICHBEXXX, mit dem Vermerk Eugen Baumann. Traueradresse: Familie Baumann, Friedhofstrasse 90, 8906 Bonstetten

Alles hat seine Zeit, es gibt eine Zeit der Freude, eine Zeit der Stille, eine Zeit der Trauer und eine Zeit der dankbaren Erinnerung.

TODESANZEIGE Traurig nehmen wir Abschied von unserem Vater, Bruder, Grossvater, Urgrossvater, Lebenspartner und Glaubensbruder

Reinhard «Reini» Frischknecht 29. August 1927 – 24. April 2020

Reini durfte nach einem reich erfüllten Leben friedlich einschlafen und in die Ewigkeit ziehen. Wir werden ihn stets in Erinnerung und in unseren Herzen behalten.

Die Trauernden: Trudi Sigg, Aarau Rohr Elsa Zbinden, Biel Brigitta und Reto Borschberg, Aristau und viele Anverwandte Urnenbeisetzung: Auf dem Friedhof Obfelden, im engsten Familienkreis. Trauerhaus-Adresse: Trudi Sigg, Ausserfeldstrasse 4, 5032 Aarau Rohr


Bezirk Affoltern

Donnerstag, 30. April 2020

Schwärmen für die Honigbienen Christian Bacher aus Hedingen ist Imker aus Passion Bienen sind für Mensch und Natur existenziell. Der Imker Christian Bacher führt auch Interessierte in das Handwerk ein. Anstatt Pflanzenschutzmittel zu verwenden, empfiehlt er Patenschaften für Blühstreifen.

Larven und Bienen, schwächt diese und überträgt Krankheiten.» Je milder der Winter, desto schlimmer die Milbenplage. Man rücke ihr mit organischer Säure oder mittels Brutstopp-Verfahren zu Leibe. Auch die schwindende Biodiversität auf intensiv genutzten Feldern und Wiesen sowie Pflanzenschutzmittel setzten den Honigbienen zu, aber auch den rund 600 wild lebenden Arten. Etwa die Hälfte der teilweise solitär lebenden Wildbienen ist bereits gefährdet. Die Pestizide machen die Bienen orientierungslos. «Akute Vergiftungen können zum sofortigen Tod führen.» Finden sie trotzdem zurück in den Bienenstock, zeigt sich das Problem 21 Tage später beim Nachwuchs. «Das ist ein heikles Thema, das noch einiger Diskussionen bedarf, bevor eine tragfähige Lösung gefunden wird», antwortet Christian Bacher auf die Frage, ob die Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide», die voraussichtlich Ende Jahr zur Abstimmung kommt, eine Lösung sein könnte. «In Berlin beispielsweise gibt es Patenschaften für Blühstreifen, die sich grosser Beleibtheit erfreuen.»

von angela bernetta Die Bienenkisten vor dem alten Haus in Hedingen sind umschwärmt. «Bienen sind wetterfühlig und vermutlich wegen der trockenen Bise unruhig», sagt Christian Bacher und wischt sich eine aus dem Gesicht. «Heute werde ich vermehrt gestochen.» An Armen und Beinen spüre er es kaum noch. «Im Gesicht sind Stiche allerdings unangenehm.» Der 41-jährige Biologe bezeichnet sich mit seinen 50 bis 60 Völkern als Hobby-Imker. Gleichwohl verbringt er viel Zeit mit seinen Honigbienen und betreibt einen Handel für Imkereibedarf. Das Interesse für das Handwerk wurde vom Grossvater seiner Frau geweckt, dem er unter die Arme greifen musste. Die Imkerei faszinierte ihn zunehmend. Heute versteht er das Imkern als Passion. «Auch nach Jahren lerne ich dazu und gebe mein Wissen gerne weiter.» Innere Ruhe und viel Zeit seien wichtige Voraussetzungen im Umgang mit den Honigbienen. «Sie spüren meine Gemütslage und stechen entsprechend mehr oder weniger zu.»

Als Wanderimker unterwegs Während der Blust stellt sich heraus, ob der Imker seine Völker über das vergangene Jahr umsichtig und sorgfältig versorgt und überwintert hat. Im Frühling und Sommer suchen die Bienen nach Nektar und Pollen, tappen auf den Blü-

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Viel Interesse am Handwerk Imker Christian Bacher bringt Interessierten das Handwerk bei. (Bild Angela Bernetta) ten herum und bestäuben so Blüh- und Nutzpflanzen nebenbei, was sie unentbehrlich für Mensch und Natur macht. Christian Bacher betreibt eine Wanderimkerei. Er bringt einen Teil seiner Völker in jene Bergregionen, wo es gerade kräftig blüht. Während ihres vierbis fünfwöchigen Lebens produziert eine Honigbiene etwa einen Teelöffel Honig. Für ein ganzes Kilogramm müsste ein Volk, bestehend aus 40 000 bis 60 000 Bienen, mehrmals um die Welt fliegen. «Ein gutes und starkes Volk produziert etwa 100 Kilogramm Honig im Jahr, wobei der Grossteil von den Bienen selber verbraucht wird.» Christian Bacher lässt ihnen, was sie zum Überleben brauchen. «Ich nehme nur den Überschuss.» Um Honig zu gewinnen, kratzt der Imker das Wachs von den Waben und stellt die Holzrahmen voller Honig in die Schleuder. Die gewonnene, goldgelbe Flüssigkeit lässt er anschliessend durch ein Sieb in ein Gefäss fliessen und verteilt sie in Gläser. Gesund sei Honig lediglich massvoll genossen, sagen Ernährungsfachleute. Will heissen: bis

zu drei Esslöffel täglich für gesunde Erwachsene. Honig besteht zu 80 Prozent aus Zucker, der Rest sind Wasser sowie geringe Mengen an Aminosäuren (Eiweisse), Vitamine und Mineralstoffe.

Diskussionsbedarf wegen Pestiziden Entwickelt sich ein Bienenvolk nicht wie erwartet, muss es aufgelöst werden. Der Imker sorgt auch dafür, dass Bienen nicht schwärmen. «Sie tun dies instinktiv, wenn es beispielsweise zu wenig Platz im Stock hat. Das Bienenvolk fliegt davon und sucht sich einen neuen Standort.» Honigbienen wurden über die Jahrhunderte domestiziert und sind heute ohne Imker nicht mehr überlebensfähig. «Sie werden nicht alleine mit Parasiten fertig und finden keine natürlichen Nistplätze mehr.» Deshalb werde er regelmässig aufgeboten, um Schwärme einzufangen. Ein Parasit macht den Imkern seit bald 40 Jahren zu schaffen. «Die Varroamilbe befällt die Bienenbrut, ernährt sich von den Körperflüssigkeiten der

Um den Bienen zu helfen, müsse man nicht selber imkern. «Man kann einen Imker finanziell unterstützen oder Pate eines Bienenvolks werden. Oder man lässt seinen Garten etwas verwildern, was Lebensraum nicht nur für Bienen schafft.» Im städtischen Siedlungsgebiet sei das Nahrungsangebot ohnehin reichhaltiger, da Wiesen und Brachen nicht gespritzt werden, und es kaum Monokulturen auf intensiv genutzten Flächen gäbe. Christian Bacher weiss einiges über die Imkerei und wird regelmässig um Rat gefragt. Als Betriebsleiter Bienen Schweiz führt er in den Kursen des Bienenzüchtervereins Affoltern Interessierte in das traditionelle Handwerk ein. Die Grundausbildung dauert 18 Halbtage verteilt auf zwei Jahre. «Wir vermitteln das nötige Rüstzeug an Theorie und Praxis, so dass Bienen und Imker voneinander profitieren können.» Es freue ihn, dass vermehrt junge Leute das Handwerk erlernen wollen. «Die Szene durchmischt sich langsam und legt ihr angestaubtes Image nach und nach ab.» Weitere Infos: www.bienen-affoltern.ch.

In Schrebergarten eingebrochen

Auch ein Waldbrand und viele Lärmklagen beschäftigten die Polizei Nach Einbrüchen in Schrebergarten-Häuschen in Wettswil hat die Kantonspolizei zwei junge Schweizer verhaftet. Neben einem weiteren Einbruch, Einbruchsversuchen und einem Waldbrand beschäftigte sich die Polizei mit zahlreichen Lärmklagen. Vom 25. auf den 26. April drangen zwei junge Schweizer in Wettswil in einen Schrebergarten ein, brachen mehrere Häuschen auf und entwendeten in erster Linie alkoholische Getränke. Dabei wurden sie beobachtet und der Kapo gemeldet, worauf die ausrückenden Beamten am Morgen erst den einen, später auch den anderen Einbrecher verhaften konnte. Türen und Maschendrahtzaun wurden beschädigt; der Sachschaden beträgt über 1000 Franken. Eine unbekannte Täterschaft drang in den vergangenen Tagen in Affoltern in das Kellerabteil eines Mehrfamilienhauses ein und stahl zwei E-Bikes von noch nicht bekanntem Wert. Laut der Kapo in Affoltern entstand Sachschaden

in der Höhe von rund 500 Franken. In anderen Fällen blieb es beim Versuch. So von Samstag auf Sonntag bei einem Einfamilienhaus in Bonstetten. Es gelang den Dieben nicht, Storen zu überwinden. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 300 Franken. Noch nicht bekannt ist der Sachschaden, der am Wochenende bei einem Einbruchsversuch in die Mehrzweckhalle Zendenfrei in Obfelden entstanden ist, ebenso wenig beim Versuch, ins Schulhaus Ennetgraben in Affoltern einzudringen.

Im Aeugstertal brannte ein Waldstück Vor ein paar Tagen geriet im Aeugstertal ein rund 450 Quadratmeter grosses Waldstück in Brand. Das machte einen Feuerwehreinsatz notwendig. Laut Kapo ist nicht auszuschliessen, dass ein nicht gelöschtes Feuer die Ursache bildete, dazu auch die Trockenheit. Schaden nahm insbesondere der Waldboden; auch einzelne Bäume gerieten in Brand. Auch Sachbeschädigungen fanden Einlass in die Rapportbücher der Polizei. So haben zwei von Anwohnern beobachtete Vandalen am 25. April zwischen 01

und 1.30 Uhr auf einem Fussweg diverse Lampen beschädigt. Der Schaden beläuft sich auf rund 1500 Franken. Die Verursacher konnten nicht gefasst werden. Beim Schulhaus Semper in Affoltern wurde am Wochenende ein Kandelaber beschädigt. Die Ermittlungen laufen.

Viel nächtlicher Lärm Rund zwei Dutzend Mal ist die Polizei in den vergangenen Tagen wegen Lärmimmissionen und wegen Verstössen gegen die Bestimmungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus ausgerückt. Nicht nur übermässiges Geschrei, sondern auch Böllerschüsse (Wettswil), Skater (Hausen), laute Motorräder um 1.30 Uhr in Aeugst riefen die Gesetzeshüter auf den Plan. In zwei Fällen, am Sonntag um 0.30 Uhr, hat die Polizei in Affoltern Jugendliche kontrolliert, diese angewiesen, die Unordnung zu beseitigen und sie hernach weggewiesen. Auch im anderen Fall, ebenfalls in Affoltern, wurden um 2.30 Uhr Jugendliche von der Polizei aufgefordert, zuvor herumgeworfene Flaschen wegzuräumen. (-ter.)

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Parkgebühren kontaktlos bezahlen Die Parkuhren der Stadt Affoltern müssen ab Montag, 4. Mai, wieder bedient werden. Seit dem 24. März sind die Parkuhren auf öffentlichem Grund der Stadt Affoltern abgedeckt und müssen nicht bedient werden. Der Affoltemer Sicherheitsvorstand Markus Meier hatte diese Massnahme als kleinen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie angeordnet. Die Läden öffnen langsam wieder und die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen ihren regulären Betrieb bis am 11. Mai wieder vollständig auf. Der Sicherheitsvorstand hat deshalb entschieden, dass ab Montag, 4. Mai, auch die Parkuhren in Affoltern wieder zu bedienen sind. Die Parkgebühren können bei den neuen Parkuhren in Affoltern auch kontaktlos bezahlt werden. Entweder über Twint oder noch bequemer mit der App von Parkingpay. Mit dieser App bezahlt der Autofahrer nur die effektive Parkzeit und der Gang zur Parkuhr entfällt vollständig. (tro)

Albispass gesperrt Für den Einbau des Deckbelags wird die Albisstrasse zwischen Hinteralbis und Escherrank kommenden Montag- bis Mittwochmorgen gesperrt werden. Die Strassenbauarbeiten an der Albisstrasse kommen planmässig voran. Demnächst erfolgt der abschliessende Einbau des Deckbelags. Dazu muss der Abschnitt zwischen Hinteralbis und Escherrank für den Verkehr gesperrt werden. Die Vollsperrung beginnt am Montag, 4. Mai, 5 Uhr, und dauert bis Mittwoch, 6. Mai, 5 Uhr. Die signalisierte Umleitung des Verkehrs erfolgt in beiden Richtungen über die Buchenegg. Die Zufahrt zum Parkplatz «Hinteralbis» ist von Hausen her möglich. Beim Escherrank ist das Parkieren auf der Albisstrasse halbseitig möglich. Die Postauto-Linie 240 wird umgeleitet. Diverse Haltestellen können nicht bedient werden. Zwischen Albispass und Bahnhof Langnau a. A. verkehrt ein Ersatzbus. Bei nasser Witterung müssten die Arbeiten und die damit verbundene Vollsperrung um eine Woche auf Montag, 11. Mai, verschoben werden. (pd.)

WIR GRATULIEREN Zum 90. Geburtstag In Affoltern wird am Freitag, 1. Mai, Hans Dyrschmidt gefeiert. Er darf auf stolze 90 Lebensjahre zurückblicken. Wir gratulieren herzlich.

Zum 80. Geburtstag In Affoltern darf Walter Albert Rost ebenfalls am Freitag, 1. Mai, auf 80 Lebensjahre zurückblicken. Er macht dies bei guter Gesundheit, kümmert sich um Haus, Hof und seine Hühner und macht täglich weite Spaziergänge mit seiner Jaqueline. Wir wünschen einen Freudentag und weiterhin viele spannende Ereignisse in seinem Leben. ANZEIGE

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Obfelden

Bauprojekte

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.

Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Affoltern am Albis Bauherrschaft: Bauherrschaft EFH Uerklisweg 7, c/o Tanner Odermatt Architekten, Zürichstrasse 120, 8910 Affoltern am Albis, Schweiz Projektverfasser: Tanner Odermatt Architekten AG, Zürichstrasse 120, 8910 Affoltern am Albis, Schweiz Projekt: Abbruch Einfamilienhaus Vers.Nr. 1301, Neubau Einfamilienhaus mit Doppelgarage und Carport, Uerklisweg 7, 8910 Affoltern am Albis Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 1750, Zone: Dreigeschossige Wohnzone W3

Bauherrschaft: Baukonsortium, Roland Moser & MTM IMMOBILIEN GMBH, Schulhausstrasse 9, 8932 Mettmenstetten, Schweiz Projektverfasser: OG Bauplanung GmbH, Schulhausstrasse 9, 8932 Mettmenstetten, Schweiz Projekt: Abbruch der Gebäude Vers.-Nrn. 374 bis 376 und den Neubau von 3 MFH mit Unterniveaugarage auf Kat.-Nrn. 4616, 2682 und 4617 an der Mühlestrasse, Projektänderung; Änderung der Raumeinteilungen in diversen Wohnungen, Einbau von je einer zusätzlichen Wohnung im Haus Mühlestrasse 22 und 26, Erstellen eines zusätzlichen AussenPflichtparkplatzes und diverse Fassadenanpassungen Mühlestrasse 22/24/26, 8912 Obfelden Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 4840 und 4839, Zone: K2 Ort der Planauflage: Gemeinde Obfelden, Dorfstrasse 66, 8912 Obfelden Rechtliche Hinweise: Die Pläne liegen während der Auflagefrist auf. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide bei der Baubehörde eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden. Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PGB).

Hausen am Albis Bauherrschaft: Mario Baumann, Müseggweg 5, 8915 Hausen am Albis Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Neubau Schopf, Müseggweg 5, 8915 Hausen am Albis Katasterinformationen: Kreis: Hausen am Albis, Grundstück-Nr.: 2903, Zone: KI

Mettmenstetten Bauherrschaft: Gemeinde Mettmenstetten, Albisstrasse 2, 8932 Mettmenstetten Schweiz Projekt: Neubau Skateanlage Rossauerstrasse bei 31, 8932 Mettmenstetten Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 4012, Zone: Erholungszone E

Mettmenstetten Bauherrschaft: Gemeinde Mettmenstetten, Albisstrasse 2, 8932 Mettmenstetten Schweiz Projektverfasser: Werkstatt GmbH Architektur Energie Affolternstrasse 7, 8908 Hedingen Schweiz Projekt: Aufstockung Schulraumprovisorium (Container) sowie Aufstellung Wärmepumpe für max. 3 Jahre Schulhausstrasse 14a 8932 Mettmenstetten Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 4338, Zone: Zone für öffentliche Bauten und Anlagen Oe

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Affoltern am Albis Bauherrschaft: Oliver und Sandra Illi, Frohmoosstrasse 23, 8908 Hedingen Projektverfasser: Der Bauherr ist Projektverfasser. Projekt: Fassaden-Aussenwärmedämmung auf zwei Gebäudeseiten, Dachsanierung mit Dämmung und Neubau PV-Anlagen, Looacherstrasse 1, 8909 Zwillikon Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 6693, Zone: zweigeschossige Wohnzone mit Gewerbeerleichterung WG

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Aeugst am Albis Am 22. April 2020 ist in Stallikon ZH gestorben:

Mettler, Jürg geboren am 23. Juli 1963, von Hemberg SG, wohnhaft gewesen Püntenstrasse 21, 8143 Stallikon. Die Abdankung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Bestattungsamt Stallikon

Bonstetten Am 26. April 2020 ist zuhause gestorben:

Baumann, Eugen geboren am 22. Oktober 1934, von Affoltern am Albis, wohnhaft gewesen Friedhofstrasse 90 in Bonstetten. Die Abschiedsfeier findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Bonstetten

Gemeinsam erfolgreich

Bonstetten

Wir verstärken unser Beratungsangebot mit der Erweiterung unseres Niederlassungs-netzes. Ende August 2020 eröffnen wir einen neuen Standort in Affoltern am Albis.

Am am 25. April 2020 im Pflegezentrum Sonnenberg in Affoltern am Albis gestorben:

Aeberli, Walter geboren am 16. September 1923, von Bonstetten, wohnhaft gewesen Dorfstrasse 35 in Bonstetten. Die Abschiedsfeier findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Bonstetten

Obfelden Am 24. April 2020 ist in Obfelden ZH gestorben:

Frischknecht, Reinhard Emil geb. 29. August 1927, von Schwellbrunn AR, wohnhaft gewesen in Obfelden, Wolserstrasse 2. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Die Friedhofvorsteherin

Mettmenstetten

Wettswil am Albis

Bauherrschaft: Johanna Knecht, Baarerstrasse 20, Rossau, 8932 Mettmenstetten Projekt: Nutzungsänderung Dachgeschoss zu Therapieraum mit Einbau Dachflächenfenster, Vers.-Nr. 163 (Kommunales Inventar), Baarerstrasse 18, Rossau, 8932 Mettmenstetten Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 3103, Zone: Kernzone KB

Am 25. April 2020 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Mendl, Herbert Otto

Unsere Bankdienstleistungen sind gefragt und gewünscht, dabei steht für uns ein zuvorkommender und professioneller Kundenservice im Vordergrund. Für unsere neue Niederlassung im Zentrum von Affoltern am Albis suchen wir ab Juli/August 2020 eine engagierte und aufgeschlossene Persönlichkeit als

Privatkundenberater Basis (w/m) Pensum: 50% (MO / MI / FR Vormittag und DI / DO Nachmittag) Standort: Affoltern am Albis Ihre Aufgaben • Empfang der Kundschaft • Bedürfnisabklärung und Erstberatung von Privaten Kunden in der Kundenzone • Aktive Ansprache, Begleitung und Vermittlung des digitalen Service-Angebots der Migros Bank (z.B. E-Banking-Applikation, Zuschaltung einer Fachperson per Video, Privatkreditrechner) • Unterstützung der Kundschaft bei der Erledigung der persönlichen Bankgeschäfte an den digitalen Self Service-Stationen • Cross-Selling und Nutzung von Akquisitionsopportunitäten und Verkaufschancen • Terminvermittlungen für Senior-Kundenberater

Unsere Anforderungen • Gewinnende, kontaktfreudige und hilfsbereite Persönlichkeit • Begeisterung für die digitale Themenwelt mit entsprechender Affinität • Dienstleister/-in aus Leidenschaft • 3-jährige Banklehre oder Fronterfahrung im Bereich Privatkunden von Vorteil

Unser Angebot Helfen Sie mit, unseren neuen Standort erfolgreich zu lancieren und die Zukunft des digitalen Bankings zu prägen. Wir bieten Ihnen und unseren Kunden spannende sowie innovative Produkte und moderne Technologien an zentraler Lage in Affoltern am Albis. Bei der Migros Bank zu arbeiten lohnt sich, unter diesem Link https://migros-gruppe.jobs/de/unsere-unternehmen/migros-bank/das-bieten-wir finden Sie sämtliche Angebote und Vergünstigungen für Mitarbeitende.

geboren am 3. Juli 1925, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre vollständige Online-Bewerbung unter www.migrosbank.ch/jobs. Ihre Anfrage werden wir selbstverständlich vertraulich behandeln.

Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt und der Abdankungsgottesdienst zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Migros Bank ist Teil der Migros-Gruppe. Für weitere Stellenangebote besuchen Sie https://migros-gruppe.jobs/de

Bestattungsamt


Bezirk Affoltern RATGEBER BEZIEHUNG

Donnerstag, 30. April 2020

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Musse – oder ein Wunsch nach Wünschen Cocooning-Zeit: Langeweile

Viktor Arheit, Paarberater und Mediator in Affoltern

Den Blick nach vorne richten Langsam sind die ersten Lockerungen in Sicht. Bald können die Kinder wieder zur Schule gehen. Und nun? Haben alle etwas gelernt? Viktor Arheit: Ich weiss nicht, ob alle etwas gelernt haben. Sollte man denn etwas lernen? Wer möchte, der kann ja daraus lernen – wer das nicht möchte, geht einfach wieder in die Normalität zurück. Den einen fiel das Leben in den veränderten Umständen leichter, andere taten sich schwerer damit. Darf die Corona-Krise in einer Beziehung also auch einfach mal Krise sein ohne sensationelle neue Erkenntnisse? Ja sicher. Das krampfhafte Suchen nach Veränderung muss nicht sein. Vielleicht war es ja einfach gut, wie es war. Dann darf ein Paar auch mal sagen: «Wir haben es gut gemeistert. Wir waren halt viel zu Hause zusammen, das ging ja auch.» Und wenn es schwierig war? Dann kann es sich wieder entspannen, wenn die Normalität schrittweise zurückkehrt. Oder aber man überlegt sich, was sich verändern sollte, was geklärt werden könnte. Hinschauen und auf ein Thema zurückkommen, das lohnt sich immer. Also doch etwas lernen? Jede Krise im Leben – ob Corona, ein Schicksalsschlag oder eine persönliche Situation – ist eine Chance, weiterzukommen, persönlich und auch in der Beziehung. Krisen zwingen uns zu Veränderungen und halten uns wach. Daher kann sich ein Paar nun durchaus überlegen: «Wo war es schwierig? Wo haben wir aber auch profitiert? Welche veränderten Gewohnheiten oder Regeln wollen wir beibehalten?» So ein Résumé kann spielerisch gemacht werden und sehr bereichernd sein. Noch ist ja nicht alles durchgestanden. Es braucht für alle noch weiteren Durchhaltewillen. Da kann ich nur raten: Richten Sie den Blick nach vorne! Geniessen Sie den Frühling und nehmen Sie jeden Tag, wie er ist. Und vor allem: Lassen Sie sich weiterhin nicht von der Angst leiten, sondern stärken sie Ihr Vertrauen zu sich, zum Partner und zum Leben! Kontakt: viktor.arheit@paarberatung-mediation.ch.

IN KÜRZE Online-Beratung kommt an Um auch in der Corona-Krise für die Klientinnen und Klienten da zu sein, hat Paarberatung & Mediation im Kanton Zürich (Pmzh) ein OnlineCoaching eingeführt. Schnell hat sich gezeigt, dass die neue Form viele Vorteile bietet. Offenbar gelingt es Paaren besser, sich in heimischer Umgebung und vor der Webcam zu öffnen. Weitere Pluspunkte sind die spontanere Verfügbarkeit und das Wegfallen der Kinderbetreuung: Für eine Stunde können sich diese daheim oft selbst beschäftigen. So wird das Angebot vorerst weitergeführt, auch wenn die 9 Beratungsstellen seit Montag wieder für «Live-Gespräche» geöffnet sind. Beziehungsthemen lassen sich also weiterhin proaktiv vor der Webcam anpacken. (pd.)

Zu Hause bleiben. Auf sich selbst geworfen sein. Wenn sich die Zeit wie Gummi in die Länge zieht und das «Weilen» zu lang wird, verspürt man Langeweile. Nichts tun bringt vielleicht lang ersehnte Ruhe. Doch wenn die Musse in unerwünschte Langeweile kippt, gilt es, aktiv zu werden. Von Regula ZellwegeR Die amerikanische Biologin und Journalistin Elisabeth Tova Bailey wurde von einer schweren, unerklärlichen Infektion befallen und war lange Zeit ans Bett gefesselt. Kaum fähig, sich aufzurichten, fühlte sie sich wie gefangen in einer weissen Kiste. Eine Extremsituation, die schwerste Langeweile hervorrufen müsste. Eines Tages brachte ihr eine Freundin einen Topf mit einem Veilchen aus dem Wald. Mit einer Schnecke darin versteckt. Die Schwerkranke begann, die Schnecke zu beobachten und wollte nun alles über das wenig geschätzte Tier wissen. In ihrer weissen Kiste war das Erscheinen der Schnecke eine Erlösung. Später schrieb sie ein vielgelesenes Buch mit dem Titel «Das Geräusch einer Schnecke beim Essen.» Es sind der Perspektivenwechsel, das Aufzeigen des Weges aus der Langeweile und das unaufdringliche Lob der Entschleunigung, die Baileys Buch besonders machen. Feinde der Langeweile sind Neugierde, Kreativität, Interesse und die Fähigkeit, sich intensiv auf ein Thema einzulassen.

Flow versus Langeweile Es scheint alles leichtfüssig zu gelingen. Alles fliesst, die Zeit vergeht im Fluge. Man ist voll in einer Aktivität drin, konzentriert, motiviert. Man ist ganz bei sich und blendet alles Störende aus. Das sind nicht Begleiterscheinung einer neuen Droge, das ist Flow. Geprägt hat diesen Begriff der Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi. Flow bezeichnet das beglückende Gefühl eines mentalen Zustands, der geprägt ist durch völlige Vertiefung und restloses Aufgehen in einer Tätigkeit, die wie von selbst vor sich geht. Man könnte es vielleicht Schaffenslust oder Tätigkeitsrausch nennen. Wer Langeweile empfindet und es geniesst, hat nicht wirklich Langeweile, sondern Musse. Wer Langeweile empfin-

det und sich darüber nervt, der sollte sich – sich selbst zuliebe – in Richtung Flow bewegen. Diese Aussage kennen Mütter gut: «Mir isch langwiiilig.» Kinder delegieren damit die Aufgabe, aus der selbst produzierten Langeweile herauszukommen, an Bezugspersonen. Wenn diese immer mit einem attraktiven Programm aufwarten, verpassen es junge Menschen, selbst die Verantwortung zu übernehmen und kreativ Wege aus der Langeweile und Lustlosigkeit zu finden.

Das Wünschen aktivieren Wer also unter Langeweile leidet, was in der Cocooningzeit bestimmt vermehrt der Fall ist, weil man zu Hause bleiben soll, weil soziale Kontakte fehlen und beispielsweise «Lädele» kein Thema ist, der sollte allenfalls Frieden schliessen mit der Langeweile und schauen, was daraus erwächst. Der Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel äusserte sich einmal positiv über die Langeweile. Er habe sich in seiner Kindheit gelangweilt. Fussball war für ihn keine Option, also hat er gelesen. Viel gelesen. Das war die Basis für seinen späteren Erfolg als Autor. Wer aber nicht warten mag, bis sich die Früchte der Langeweile viele Jahre später zeigen, unternimmt etwas gegen das Gefühl der Langeweile. Der Literat, Naturwissenschaftler und Philosoph Blaise Pascal schrieb zur Langeweile: «Nichts ist so unerträglich für den Menschen, als sich in einer vollkommenen Ruhe zu befinden, ohne Leidenschaft, ohne Geschäfte, ohne Zerstreuung, ohne Beschäftigung. Er wird dann sein Nichts fühlen, seine Preisgegebenheit, seine Unzulänglichkeit, seine Abhängigkeit, seine Ohnmacht, seine Leere. Unaufhörlich wird aus dem Grund seiner Seele der Ennui aufsteigen, die Schwärze, die Traurigkeit, der Kummer, der Verzicht, die Verzweiflung.» Kurz: Er sieht eine mögliche Ursache für depressive Verstimmungen in der Langeweile. So weit kommt es besser nicht! Leo Tolstoi definierte Langeweile als einen Wunsch nach Wünschen. Wer aus der Langeweile-Falle entfliehen will, muss Wünsche generieren. Denn im Vorzimmer der Ziele tanzen die Wünsche.

Wege aus der Langeweile Vielleicht soll man versuchen, Langeweile auszuhalten, Leere zuzulassen,

Zu beobachten, wie eine Schnecke mit Hindernissen umgeht, kann spannend sein wie ein guter Krimi. (Bild Regula Zellweger) Nichtstun zu zelebrieren. Spürt man aber Unzufriedenheit, Frustration, Unruhe, Antriebslosigkeit, übermässiges Schlafbedürfnis, Energielosigkeit und schraubt man sich selbst damit immer tiefer in ein immer düster werdendes emotionales Loch, gilt es aktiv zu werden. Birgt die Cocooning-Zeit ungeahnte Möglichkeiten, die man nutzen will – oder verdammt sie zur Langeweile? Dies ist eine Frage der individuellen Wahrnehmung. Man sagt, dass echte Probleme das beste Mittel gegen Langeweile seien. Aber so weit muss man es nicht kommen lassen.

kann. Vielleicht nimmt man einen Skizzenblock mit und macht eine zeichnerische Bestandesaufnahme alter Bauten in der Gemeinde. Wer seine Ziele selbst wählt und sich motiviert darum bemüht, sie lustvoll zu erreichen, gibt seinem Leben Leichtigkeit und Sinn. Um zur Schnecke von Elisabeth Tova Bailey zurückzukehren: Es gilt in der Cocooning-Zeit, hellhörig wahrzunehmen, Interessen zu entwickeln und daraus in eine Tätigkeit zu kommen, die herausfordernd und befriedigend ist. Die Serie Cocooning bietet wöchentlich Impulse, wie man das Leben in den eigenen vier Wänden,

Projekte beflügeln Vielleicht kann man ein Projekt im Moment nicht realisieren, aber man kann planen. Beispielsweise eine Reise. Und bereits jetzt alle nötigen Informationen beschaffen, die Route festlegen, sich für die Kultur vor Ort interessieren und die 1000 wichtigsten Worte in dieser Sprache lernen. Das gelingt auch im zurzeit für viele eingeschränkten Handlungsradius – Internet machts möglich. Oder wollte man schon lange eine vergangene Reise dokumentieren? Jetzt hat man Zeit, Reiseberichte zu schreiben und zu illustrieren. Stand längst auf der To-doListe, die gesammelten Familienrezepte für die Kinder und Enkel in eine attraktive Form zu bringen? Also ran an die Töpfe und den Fotoapparat. Parallel dazu eignet man sich an, wie man Foodstyling macht und Fotos bearbeitet. Spannende Sache – und gleichzeitig Motivation, liebevoll und abwechslungsreich zu kochen und die Nachkommen zu beschenken. Spaziergänge in die Natur bereichert man mit Fotografieren, Vogelbeobachtungen, dem Entdecken von Pflanzennamen und deren Eigenheiten oder im Erlernen der Namen der Berge, die man während des Spaziergangs entdecken

auf dem Balkon und im Garten im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten gestalten kann. Nächstes Thema: Lebensqualität neu definieren.

10 Ideen •

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Eine Liste mit unerfüllten Wünschen erstellen, sie auf die Realisierbarkeit überprüfen und deren Erfüllung frechmutig und eigenverantwortlich anpacken Ein Ich-Projekt planen: Ziel definieren, Vorgehen bestimmen, loslegen Sich selbst zum Spezialisten auf einem bestimmten Gebiet machen Eine Reise planen Eine Destination virtuell erforschen Kochen, Foodstyling erlernen, ein Kochbuch mit Fotos für die Nachkommen erstellen Eine Sprache lernen, damit man sich auf der nächsten Reise vor Ort verständigen kann Sich in der Natur Wissen aneignen Etwas fotografierend oder zeichnend dokumentieren, beispielsweise Blumen im Garten oder Scheunen im Dorf In einem Zimmer, im Keller oder im Estrich Ordnung schaffen

Wenn Literatur auf Reisen gehen darf Take-away-Bibliothek Hedingen: Betrieb auch in den Frühlingsferien Die Bibliothek Hedingen stellt ihre Medien auf Reservierung zum Abholen bereit. Erlebnisbericht eines Buches. «Nimm mich, bitte, bitte!» Seit dem Lockdown, als die Bibliothek Hedingen geschlossen werden musste, ist es hier selbst den Büchern zu ruhig und zu langweilig: Keine Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen, keine Veranstaltungen und kein Samstags-Kafi, welche die Bibliothek zu einem allseits beliebten und geschätzten Treffpunkt im Dorf gemacht haben. «Obwohl die fünf Bibliotheksfrauen von Montag- bis Donnerstagnachmittag zwischen 14 und 16 Uhr in der Bibliothek Reservierungen – per Telefon, Homepage oder E-Mail – bereitstellen, bin ich noch nie ausgeliehen worden.» Und irgendwann werden die Wünsche des Buches endlich erhört, die suchenden Hände kommen näher und wusch, ist es in der Luft und wird auf einen Bücher-Stapel gelegt. «Endlich entkomme ich der Stille.» Buchdeckel auf, scannen und noch ein Stempel – fertig, in die Tasche gelegt und auf die Abholung warten.

Büchertaschen bereit für die Abholung.

Nach der Rückgabe gehen die Medien für eine Woche in Quarantäne. (Bilder zvg.)

Viel zu schnell ist der Ausflug in die grosse Welt wieder vorbei, das Buch rutscht in den Einwurf der Bibliothek. Schon kommen Hände und legen es mit den anderen Retouren in eine Kiste. Vor Feierabend wird die Kiste zur Garderobe gebracht, wo die Medien eine Woche ruhen, bis allfällige Viren sicher abgetötet sind. Als diese Woche endlich vorbei ist, greifen wieder Hände nach dem Buch – und: «pfui – jetzt werde ich noch desinfiziert!» Wieder Buchdeckel auf

scannen und warten, bis die Reihe an ihm ist, um wieder in der Anonymität zu verschwinden. Noch einige Wörter wechseln mit den Buchfreunden und ihre Geschichte hören, wo sie waren und was sie erlebt haben. «Hoffentlich dauert es nicht lange, bis mich wieder jemand reserviert, denn ich habe die Abwechslung sehr genossen. Bis auf bald, Ihr Buch!» Da die Frühlingsferien (1. bis 17. Mai) auch von der Corona-Situation

betroffen sind, hat das Bibliotheksteam entschieden, den Take-away-Betrieb wie etabliert fortzusetzen. Reservierungen können weiterhin per Online-Katalog, E-Mail oder Telefon getätigt werden. Das Telefon wird jeweils von Montag bis Donnerstag von 14 bis 16 Uhr betreut. Die Bibliothekarinnen werden die Medien bereitstellen und informieren, sobald diese zum Abholen bereit sind. Ursula Christen, Bibliothek Hedingen


Rätselseite Sudoku leicht 

Sudoku mittel 









5 Unterschiede





























































 







































Füllen Sie die Felder so aus, dass in jeder horizontalen und vertikalen Reihe, aber auch in jedem der neun Quadrate, die Zahlen von 1 bis 9 stehen. Jede Zahl darf in jeder Reihe sowie in jedem Quadrat nur einmal vorkommen.

Schiffe suchen



















































 



















Die Zahl am Ende jeder Zeile oder Spalte sagt Ihnen, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind, wobei kein Schiff ein anderes berührt - weder waagrecht noch senkrecht noch diagonal. Jedes Schiff ist von Wasser umgeben, soweit es nicht den Rand des Spielfeldes berührt. Suchen Sie: 4 x Ruderboot, 3 x Kutter, 2 x Yachten und 1 x Frachter.

Suchen Sie die 5 Unterschiede. Die Unterschiede können auch nur farblich sein.

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Bezirk Affoltern

Donnerstag, 30. April 2020

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Digitalisierung ermöglicht Fernunterricht Eine Umfrage bei den Schulleitungen im Kanton Zürich liefert interessante Erkenntnisse Volksschulen im Kanton Zürich haben im Unterricht früh auf Tablets und Laptops gesetzt, was sich positiv auf die Gestaltung des Fernunterrichts ausgewirkt hat. Dies zeigt eine erste Umfrage des Schulleiter-Verbands.

Lernzeiten sehr unterschiedlich

Der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter des Kanton Zürich (Vslzh), der die Interessen der Schulleitungen im Kanton vertritt, hat vom 13. bis 24. April eine erste Kurzumfrage unter seinen Mitgliedern zum Fernunterricht durchgeführt. Sie liefert interessante Erkenntnisse und Anregungen aus der Sicht von Schulleiterinnen und Schulleitern zur ausserordentlichen Lage, die seit dem 13. März und noch bis voraussichtlich zum 10. Mai andauert. 107 Schulleitungen haben ausführliche Antworten beigesteuert, die eine Qualifizierung des bisherigen Fernunterrichts für die Stufen Kindergarten bis Oberstufe in Schulgemeinden mit 300 bis 1200 Schülerinnen und Schülern erlauben. «Die erste Umfrage zum Fernunterricht in der Coronakrise zeigt deutlich, dass die frühzeitige Implementierung von Tablets und Laptops an den Volksschulen im Kanton Zürich bei den Schülerinnen und Schülern positive Auswirkungen auf die Gestaltung des Fernunterrichts zeigt», betont Sarah Knüsel, Präsidentin des Vslzh. Über 40 Prozent der Primarschulen hatten ab der 5. und 6. Primarklasse bereits vor dem 13. März ein persönliches Tablet oder einen Laptop von der Schule erhalten. In der

Der persönliche Kontakt zwischen den Kindern und ihren Lehrpersonen über elektronische Tools ist gut gelungen. (Bild zvg.) Sekundarschule waren es deutlich über 20 Prozent, die bereits über die entsprechende Hardware verfügt haben. Bedarfsorientiert, wo keine privaten IT-Infrastrukturen vorhanden gewesen sind, haben die Schulen zusätzlich, sofort und unkompliziert Geräte aus ihrem eigenen Bestand zur Ausleihe angeboten. Der bisherige Fernunterricht hat gezeigt, wie wichtig die im Lehrplan 21 aufgeführten Anwendungskompetenzen im Bereich Medien und Informatik sind.

Digital und Papier Für den Fernunterricht wurden an den einzelnen Schulstandorten unterschiedliche Tools eingesetzt. Über 61 Prozent

verwendeten Office 365 (MS Teams), gefolgt von Schabi (56 Prozent) und Lehreroffice (31 Prozent). Zentral bei der Wahl waren die Optionen bei den Videofunktionen. Rund 85 Prozent der Schülerinnen und Schüler wurden, je nach Stufe und Lehrperson, mit schulischen Materialien in digitalen und analogen Formaten bedient. Nur digital wurde lediglich in 11 Prozent der Fälle gearbeitet. Bei 90 Prozent wurden Tools und Apps für Videokonferenzen regelmässig eingesetzt. MS Teams und Zoom sind hier die klaren Favoriten, die mit 68 bzw. 60 Prozent genutzt werden. Die traditionellen Tools wie Skype und WhatsApp werden nur in Einzelfällen eingesetzt.

Knapp 60 Prozent der Schulleitungen bestätigen, dass sie sich bei der Dauer des Fernunterrichts an den Empfehlungen des Volksschulamts orientieren. Bei rund 25 Prozent ist es mehr, weil zwischen den Stufen weiter differenziert wird in Bezug auf das jeweilige Kind und den faktischen Bedarf. Generell ist feststellbar, dass die Lernzeiten der Kinder sehr unterschiedlich ausfallen, weil, wie beim Präsenzunterricht, nicht alle Kinder dem gleichen Lerntyp angehören. 76 Prozent der Schulleitungen weisen darauf hin, dass ein unvermittelt eingeführter Fernunterricht in Bezug auf die Unterrichtsqualität eine spezielle Herausforderung darstelle. Begründet wird dieser Umstand mit der Heterogenität, die auf der Ebene der Lehrpersonen, der elterlichen Unterstützung und der Schülerinnen und Schüler selber besonders deutlich sichtbar wird. Der teilweise fehlende persönliche Kontakt im Fernunterricht, der zu den zentralen Qualitäten des Präsenzunterrichts zählt, erschweren die Steuerbarkeit der Lernprozesse. Über 50 Prozent der Eltern, so zeigen die Rückmeldungen aus den Elternhäusern, sind mit den schulischen Angeboten im Fernunterricht zufrieden, wobei 30 Prozent in dieser Umstellung gleichzeitig gefordert sind.

Bildungsziele scheinen gesichert Der Vslzh stellt mit Bezug zur ersten Umfrage zum Fernunterricht fest, dass

die einzelnen Schulstandorte im Kanton den neuartigen Herausforderungen des virtuellen Unterrichts mit grossem Engagement, didaktischem Geschick und Kreativität begegnet sind: «Das hohe Lernniveau an der Volksschule konnte in der ausserordentlichen Lage auf allen Stufen gesichert werden. Der persönliche Kontakt zwischen den Kindern und ihren Lehrpersonen über elektronische Tools ist gut gelungen und hat potenzielle Motivationsstörungen in der Lernbeziehung verhindert.» Notfall-Betreuungsangebote sind nur vereinzelt beansprucht worden. Die Schülerinnen und Schüler wurden in ihrer anwendungsorientierten Methodenkompetenz beim Fernunterricht gefordert und gefördert, die auch im normalen Präsenzunterricht zum Mehrwert wird. Grosse Fortschritte wurden im Bereich ICT innerhalb der Lehrpersonenteams gemacht, analoge und digitale Unterrichtsmaterialien haben sich bestens ergänzt. Neben der allseitigen Vorfreude auf den regulären Unterricht sind aktuell noch unterschiedliche Unsicherheiten spürbar, was die geplante Wiedereinführung des Präsenzunterrichts vom 11. Mai angeht. Offen sind noch Fragen rund um die hygienischen Rahmenbedingungen, die im Schulhaus und bei schulischen Anlässen nach der Lockerung des Lockdowns einheitlich erfüllt sein müssen und sowohl die Schülerinnen, Schüler sowie die Lehrpersonen tangieren. Da werden klare Aussagen vom Volksschulamt (VSA) gewünscht. Vslzh

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«IT aus der Steckdose» für KMU Umfassende und kosteneffiziente IT-Lösungen aus der Spektra CLOUD für KMU im Knonauer Amt. Die Corona-Krise hat es auch bei KMU deutlich gezeigt. Wer über eine dezentrale IT und zeitgemässe Kommunikations- und Businesstools verfügt, ist im Falle eines Lockdowns deutlich schneller wieder am Start und kann sein Geschäft weitgehend unterbruchsfrei fortsetzen. Das Zauberwort dazu heisst «CloudComputing». Was das Überleben in der Krise sichert, hilft aber auch in normalen Zeiten. So überzeugt die Spektra CLOUD mit hohem Nutzen, vor allem auch für KMU: Mobile Nutzung aller Geschäftsdaten, maximale Flexibilität, höchste Sicherheit in der ganzen Geschäfts-IT und Swissness pur. Die Spektra CLOUD wurde speziell für den breiten Einsatz in Schweizer KMU geschaffen. Sie deckt sowohl die Bedürfnisse eines «One Man-KMU» wie auch die Anforderungen grösserer Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden professionell ab. Beginnend bei einer sicheren und effizienten Homeoffice-Lösung bis hin zum Betrieb komplexer Businesslösungen lässt sich die Spektra CLOUD auf KMU jeder Grösse und Branche massschneidern. Beim Einsatz der Spektra CLOUD erzielen Kunden Kosteneinsparungen von 15 – 20% im Vergleich zu herkömmlichen IT-Lösungen. Dies liegt insbesondere am «pay per use»-Modell, welches nur diejenigen IT-Leistungen berechnet, welche auch tatsächlich genutzt werden. Spektra CLOUD ist Swissness pur Die Spektra CLOUD befindet sich auf Schweizer Boden. In zwei Rechenzentren in Nottwil und Wädenswil sowie in der Schweizer Azure-Cloud von Microsoft werden die Businessanwendungen und die Kundendaten redundant gespeichert, durch eine starke Verschlüsselung auf höchstem Niveau vor fremdem Zugriff geschützt und hochverfügbar bereitgestellt. Der Zugriff erfolgt über eine Internetverbindung aus der Firma, von verschiedenen Standorten aus, von zu Hause oder mobil von unterwegs. Typische Leistungen aus der Spektra CLOUD sind beispielsweise Office 365, die ganze Telefonie, Datenspeicherung/Backup und intelligentes Dokumentenmanagement sowie der Betrieb der unternehmensspezifischen ERP- oder Business-Applikationen. Im Bedarfsfall

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Spektra bietet die Spektra CLOUD in verschiedenen Ausprägungen an. Schlanker Start mit «Simply Cloud» Mit «Simply Cloud» lässt sich bereits ein voll funktionsfähiges Homeoffice betreiben. Dieses ermöglicht eine zentrale und sichere Datenablage mit Backup und die Nutzung typischer Büroanwendungen wie E-Mail, Kalender oder Aufgabenverwaltung. Die Daten werden in der Spektra CLOUD gespeichert und stehen im Homeoffice und mobil z.B. über das Handy jederzeit und an jedem Ort zur Verfügung. Eine schlanke und produktive Lösung für Selbständige, Freelancer oder Führungskräfte von KMU. Flexible Lösungen mit «Hybrid Cloud» «Hybrid Cloud» von Spektra trägt dem Umstand Rechnung, dass viele Unternehmen nicht alle ihre IT-Systeme in die Cloud stellen wollen. Indem die verbleibenden lokalen Systeme intelligent und transparent mit den Cloud-Services so verbunden werden, dass ein Gesamtsystem entsteht. Damit kombiniert Spektra kundenspezifisch beide Welten in eine Kundenlösung und nutzt von Beidem das Beste. Rundum-sorglos mit «Full Outsourcing» Die Spektra CLOUD kann auch zur «Full Outsourcing»-Plattform ausgebaut werden. Sie bietet dann komplett alle IT-basierten Services an, die ein Unternehmen braucht. Mail, Telefonie, Video-Conferencing, alle Serverdienste, Business-Anwendungen, Dokumentenmanagement und vieles mehr. In solchen Umgebungen werden oftmals die Dienste und ihre Sicherheit im Rahmen eines Managed Service auch direkt von Spektra konfiguriert, überwacht und nötigenfalls wieder repariert. Im Ergebnis entsteht ein Rundum-sorglos-Paket. Kompetenter und erfahrener Partner im Rücken Die Konzeption und der Aufbau einer optimalen Cloud-Lösung ist

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Forum

Donnerstag, 30. April 2020

AUS VERGANGENEN ZEITEN

«Der Ernst der Stunde» Als 10-jähriger Knabe hat der Autor 1939 im Stallikertal die Generalmobilmachung zu Beginn des Zweiten Weltkriegs miterlebt. Die aktuelle Corona-Pandemie lässt ihn an diese Zeiten zurückdenken. Ein Erlebnisbericht. von erwin weyermann* Am Abend vor dem Einrücken musste mein Vater wie zwei im gleichen Hause wohnende Onkel die Vollpackung erstellen, wobei ich wie die ganze Familie vor allem beim Rollen des Kaputt (Militärmantel) helfen musste. Am 2. September 1939, frühmorgens um 5.30 Uhr, nahmen die Wehrmänner in Uniform mit Sack und Pack schweren Herzens und wohl auch mit feuchten Augen Abschied von den Frauen und Familien. Momente, die man nie vergisst ...! Ich als Knabe hatte zuerst noch Freude an den Soldaten, wurde aber bald vom Ernst der Stunde eingeholt. Heute frage ich mich schon: In was für einer Stimmung verbrachten wohl die Ehepaare die letzte Nacht vor dem schweren Abschied? Denn niemand, wirklich gar niemand wusste, ob die Schweiz noch heute oder in den nächsten Tagen angegriffen und in den Krieg gezogen würde. Im Nachhinein darf man festhalten, dass es mit grossem Glück nicht so weit kam. Da kann man nur dankbar sein.

«Smile» zum Znacht. (Leserbild Sylvia Limacher)

Nicolas sendet Grüsse aus den Badeferien in «Haustralien». (Leserbild Polyanna Knecht)

Keine Schule So war es damals wie jetzt wieder: Ein normaler Schulbetrieb war nicht mehr möglich: Die Schulhäuser waren durch einquartierte Truppen belegt, die Lehrer selber auch zum Militärdienst eingezogen. Als Schüler waren wir darüber gar nicht so traurig: keine Schule! Sofort wurde eine strikte Verdunkelung eingeführt, die Lebensmittel wurden alle rationiert, das Brot durfte erst nach 48 Stunden verkauft werden, denn altes Brot reicht länger. «Altes Brot ist hart, aber kein Brot wäre noch viel härter», so die Devise. Alle Wegweiser und Strassenschilder wurden entfernt. Auch Brennstoffe wie Benzin, Kohle und Brennholz wurden rationiert. Sogar für einen neuen Velopneu musste zuerst ein Gesuch eingereicht werden. Da die Männer im Militärdienst waren, mussten Frauen und Kinder für viele Arbeiten einspringen. Und auch die Betagten wurden, wo es irgendwie ging, wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert. Das betraf auch die unvergessene Landesausstellung, liebevoll «Landi» genannt. Sie musste für einige Tage geschlossen werden, bis auch hier vor allem die Älteren eingesetzt werden konnten. Die «alte Garde» war wohl in den letzten 100 Jahren nie so begehrt wie während des Zweiten Weltkriegs ... * Der Autor ist in der Stalliker Aumüli aufgewachsen und lebt seit 1953 in Adliswil. Dem Säuliamt fühlt er sich nach wie vor stark verbunden.

IN KÜRZE TixiTaxi fährt bald wieder Der Stiftungsrat Tixi Säuliamt hat letzte Woche beschlossen, den Fahrdienst ab 11. Mai mit allen möglichen Vorsichtsmassnahmen wieder aufzunehmen. ANZEIGE

Vieles blüht am Wegesrand, unbemerkt von den meisten Velofahrern und Joggerinnen. (Bilder Albert A. Stahel)

Optimale Übersicht Genug Sicherheit für Schulkinder in Mettmenstetten?, «Anzeiger» vom 24. April. Der nicht namentlich erwähnt wollende Anwohner an der Niederfeldstrasse sagt, er verstehe nicht, wie eine kerzengerade, fast 6 Meter breite Strasse, die über ihre volle Länge von den Autofahrern überblickt werden kann, der Sicherheit dienen soll. Eine gerade Strasse, die in der vollen Länge von den Autofahrern überblickt werden kann, soll nicht sicher sein, dies noch in einer 30er-Zone? Rückblende: Am 5. Februar 2020 lud der Gemeinderat alle Anwohnerinnen und Anwohner der Niederfeldstrasse zu einem Informationsabend ein. In den meisten vorgetragenen Anliegen der Betroffenen spürte man Frust und Aggression. Ich konnte diese geladene Stimmung gar nicht nachvollziehen. Jede und jeder vertrat sein eigenes, wortwörtlich «privates Gärtchen» und dies mit vehementen Einwänden und Verbesserungsvorschlägen, die teilweise gar nicht zu verstehen oder nachvollziehbar waren. Trotzdem redeten alle; man muss im Sinne der Allgemeinheit und der Sicherheit denken und handeln. Wenn es aber den «eigenen Garten» betrifft, sieht man das Problem mit ganz anderen Augen und manch einer wech-

Stopp dem Alten-Bashing! selt seine Perspektive zu seinen Gunsten. In gewisser Hinsicht kann ich ein solches Verhalten nachvollziehen. An diesem Abend war es aus meiner Sicht etwas gar strub. Ich persönlich finde das Projekt absolut überzeugend. Meine Argumente, die dafür sprechen, kann ich hier leider nicht aufzeigen, da Leserbriefe auf 2000 Zeichen beschränkt sind. Nachtrag: In der Zwischenzeit, nach weiteren Gesprächen zwischen Gemeinde und Einsprechenden, habe ich einiges gehört und kann erahnen, warum einige Anwohner gefrustet und mit x-welchen Argumenten gegen das Projekt Opposition beziehen: Durch die geplante Verlegung der bestehenden Strasse werden einige Vorgärten beschnitten. Das bedeutet, dass Liegenschaftenbesitzer, welche teilweise jahrelang, bis heute nicht benötigtes Gemeindeland für ihre Vorgärten nutzten durften, dieses nun «zurückgeben» müssen. Irgendwie kann ich deren Frust verstehen und nachvollziehen. Mich würde das bestimmt auch ärgern, aber eben: Sie wussten es schon beim Kauf ihres Grundstücks. Für die Erschliessung des Wohnquartiers Niederfeld und der Schulhausanlage wünsche ich ein gutes Vorankommen und Gelingen. Beni Federer, Mettmenstetten

Wald wird als Toilette missbraucht Hinterlassenschaften in der Nähe der Grillstellen zeugen davon: Das Archenwäldli in Affoltern wird oft als Toilette benutzt. Da liegt nun weisses Papier (als Toilettenpapier gebraucht) herum und Menschenexkremente. Kann man nicht wie der Hundehalter bei seinem Hund

das Zeug im Hundesack deponieren und einfach im Robidog-Behälter deponieren? Was für uns Hundehalter gilt, sollte auch für Menschen mit ihren Bedürfnissen gelten. Sabine Niederer, Affoltern a. A.

In den vergangenen Tagen berichteten mir mehrere Seniorinnen und Senioren am Telefon, dass sie hier in Affoltern und Umgebung beim Spazieren verbal ungehörig angegangen worden seien. Auslöser war immer der Umstand, dass sie sich als Über-65-Jährige immer noch im Freien bewegen würden. Dass ältere Leute, welche sich in der jetzigen Situation weiterhin in Einkaufsläden begeben, darauf hingewiesen werden, dass dies nicht ratsam ist und dass gerade deshalb für sie verschiedene Lieferdienste bestünden, dagegen ist nichts einzuwenden. Aber auch ein solcher Hinweis hat respektvoll zu erfolgen!

Absolut inakzeptabel ist jedoch, wenn Seniorinnen oder Senioren auf ihrem Spaziergang angefeindet werden; umso weniger als ja auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) immer wieder darauf hinweist, dass sich auch ältere Leute weiterhin draussen bewegen sollen – selbstverständlich unter Einhaltung der geforderten Vorsichtsmassnahmen und Distanzregeln! Ich erachte es als völlig unangebracht und unwürdig, dass nun ältere Menschen als Blitzableiter für den durch die Corona-Massnahmen aufgestauten Frust herhalten müssen! Pfarrer Thomas Müller, Affoltern a. A.

Ratten statt Fische im Jonenbach Der Jonenbach könnte von uns Affoltemerinnen und Affoltemern zum stolzen Attribut unserer aufstrebenden und attraktiven Stadt am Albis gehören, wenn er sauberes Wasser führen würde. Vor einiger Zeit, als ich am Jonenbach bei der Migros, Ausschau haltend, bockstill und lautlos stehen blieb, um endlich wieder einmal Fischchen zu entdecken, blieb es zu meiner Verwunderung und Enttäuschung bei einer Ratte, die mehrere Male durchs «Blöterliwasser» pflügte! Es ist mir durchaus klar, dass wir unseren Jonenbach im Stadtbereich nicht in einen mäandernden Hofibach umwandeln können oder wollen, aber doch zumindest in ein zentrales sauberes Stadtgewässer, das wir Fussgängerinnen und Fussgänger weder aus Desinteresse noch aus Scham zu ignorieren gewohnt wären. Die Hofibach-Renaturierung zum Beispiel offenbart seit einigen Jahren das

erfreuliche Resultat einer Zusammenarbeit der Gemeinden Affoltern und Hedingen. Die Verbesserung eines Jonenbachs wäre für unsere geschätzten Stadträtinnen und Stadträte zweifelsohne eine recht grosse Herausforderung und bräuchte wohl eine gute Zusammenarbeit mit den Oberämtler Gemeindebehörden, denke ich, aber: Es würde sich lohnen! Xaver Mettler-Studer, Affoltern a. A.

Zuschriften willkommen Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, greift in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region auf und enthält keine persönlichen Angriffe. (Red.)


Gewerbe

Corona-Tagebuch

Kolumnistin Ute Ruf lässt den April noch einmal Revue passieren. > Seite 11

Donnerstag, 30. April 2020

Klein-Sechseläuten Reitschüler des «Birkenhofs» in Affoltern haben sich etwas einfallen lassen. > Seite 12

Auf der Insel

Menschen im Säuliamt: Gabriela Helena Gut hat ihr halbes Leben auf Rhodos verbracht. > Seite 13

«Wenigstens auf dem Kopf sollte es stimmen» Seit Montag sind die Coiffeursalons wieder in Betrieb Sie mussten den Kundinnen und Kunden Mitte März von heute auf morgen absagen. Jetzt gehören die Coiffeusen und Coiffeure zu den ersten, die den Betrieb wieder aufnehmen dürfen – dies aber mit strengen Schutzvorschriften. Von Marianne Voss Mitte März mussten alle Coiffeursalons im Bezirk Affoltern ihre Kundinnen und Kunden von einem Tag auf den anderen im Regen stehen lassen. Ob Jung oder Alt, ob Frau oder Mann, Lösungen für das wachsende Haar waren während der letzten Wochen gefragt. Einige – vor allem Frauen – beschlossen, der Natur ihren Lauf zu lassen und bei Bedarf eine Haarspange zu benutzen. Andere griffen selber zur Schere oder zum Haartrimmer, dies mit gutem oder auch unbefriedigendem Erfolg. Und was tun, wenn der wachsende Ansatz die wahre Haarfarbe verrät? Etwas ratlos fanden sich viele Frauen in der Drogerie oder im Supermarkt vor dem Gestell mit den Haarfärbeprodukten. Das Do-it-yourself war für einige eine Premiere und zugleich eine ziemlich stressige Herausforderung, denn: «Was tun, wenn die Farbe nicht passt oder mein Haar auf dieses Produkt falsch reagiert?» Jetzt endlich die grosse Erleichterung! Am Montag durften die Coiffeure und Coiffeusen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Was bedeutet es, den Betrieb wieder hochzufahren und dabei völlig neue Vorschriften einzuhalten? Cecile Waller und Selina Bischofberger führen in Herferswil das Geschäft «coiffeurselina». Im grosszügigen Raum befinden sich zwei Stühle, nur an einzelnen Tagen sind beide Frauen gleichzeitig am Werk. Cecile Waller berichtet von der ersten Zeit nach dem Lockdown: «Viele Kundinnen riefen mich an und baten um Rat, zum Beispiel betreffend der richtigen Farbe. Sie habe realisiert, wie entscheidend eine gute Frisur für die Menschen sei. «Eine gute Frisur ist für die Psyche sehr wichtig, gerade wenn

Die Coiffeusen Selina Bischofberger und Cecile Waller nach dem ersten Arbeitstag: müde aber glücklich. (Bild Marianne Voss)

rundherum vieles durcheinander ist. Dann sollte es doch wenigstens auf dem Kopf stimmen.»

Maskenpflicht Schon seit zehn Tagen läuft das Telefon bei «coiffeurselina» heiss. Die Termine in den kommenden zwei Wochen sind schon fast ausgebucht. Überstunden sind für die beiden Coiffeusen im Moment selbstverständlich. Sie freuen sich, dass sie wieder arbeiten können und ihre Kunden und Kundinnen wiedersehen. «Ich hatte in den letzten Wochen schon manchmal Existenzängste», er-

Seit 30 Jahren dem Betrieb treu Seit 30 Jahren arbeitet Cengizhan Günesdogdu bei der Boschberg und Käser AG Metallund Apparatebau in Wettswil. Am 23. April durfte er sein 30-Jahr-Dienstjubiläum feiern. Die Geschäftsleitung Borschberg und Käser AG gratuliert ihm von Herzen und bedankt sich für seine Firmentreue und die geleistete Arbeit während dieser Zeit. (pd.) Cengizhan Günesdogdu. (Bild zvg.)

klärt Cecile Waller. Zum Glück habe sie einen Zustupf vom Bund erhalten. Nebst der Freude spüren die beiden Frauen auch die grosse Herausforderung, nun alles richtig zu machen und die Vorschriften korrekt einzuhalten. Sie sind sich auch bewusst, dass jede Kundin und jeder Kunde persönlich mit dem Thema Corona anders umgeht. Da sei sicher viel Verständnis und Fingerspitzengefühl angesagt. Für die einen ist die Nähe gefährlich, andere sind froh darum. Sicher werden es besonders einsame Menschen schätzen, bei der Coiffeuse wieder einen Schwatz zu haben und von ihren Sorgen und Freuden erzählen zu können. ANZEIGE

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Die Coiffeure und Coiffeusen können bei ihrer Arbeit die Abstandsregel nicht einhalten. Daher ist es Pflicht, dass sie selber sowie auch die Kundinnen und Kunden eine Maske tragen. «Wir stellen Masken zur Verfügung, sind aber natürlich froh um alle, die eine eigene mitbringen. Masken sind immer noch Mangelware.» Der Wechsel von einem Kunden zur nächsten Kundin werde mehr Zeit in Anspruch nehmen, da der Sitz und alles Material desinfiziert oder gewechselt werden müsse. Was die beiden jungen Frauen aber betonen: «Wir haben keine Angst, dass wir uns anstecken könnten.»

Sicheres Heimwerken Die Baumärkte sind wieder offen. Viele Menschen werden sich das nötige Material für längst geplante Heimwerker-Arbeiten besorgen. Dabei gilt es, die Unfallgefahr zu bedenken. Die BFU gibt Tipps, wie man sichere Produkte erkennt und anwendet. Viele haben sich darauf gefreut, dass die Baumärkte wieder öffnen. Jetzt, wo es so weit ist, sollte man allerdings nichts überstürzen. Denn mangelhafte Vorbereitung ist eine von vielen Ursachen für die rund 45 000 Heimwerkerunfälle, die pro Jahr in der Schweiz ärztlich behandelt werden. Einen schweren Unfall riskiert etwa, wer eine Säge oder die Schleifmaschine falsch bedient (es drohen Schnittverletzungen), wer für den Anstrich der Hausfassade auf eine schlechte Leiter steigt (Sturzgefahr) oder wer sich vor Chemikalien zu wenig schützt (Atemwegsverletzungen, Vergiftungen). Sicheres Heimwerken beginnt mit einem gut durchdachten Einkauf. Je nach geplanter Arbeit braucht es beispielsweise Schutzausrüstung: Die BFU hat auf produkte.bfu.ch Tipps zusammengestellt, wie man beim Einkaufen rasch erkennt, welche Schutzbrillen, Handschuhe und Gehörschütze normgerecht und sicher sind. Bei elektrischen Geräten schützt ein Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD) vor lebensgefährlichen Stromschlägen. Bei Werkzeugen kann die Bedienungsanleitung zwar abschreckend wirken – doch es ist niemals verschwendete Zeit, sie gut zu lesen. Tipps zum Umgang mit Winkelschleifer, Handbohrmaschine, Stichsäge und Hochdruckreiniger gibt auch das BFU-Video «Smarte Heimwerker schützen sich». Auch das richtige Outfit hilft, Unfallrisiken zu vermeiden: Mit soliden, geschlossenen Schuhen rutscht und stolpert man seltener. Zudem bewährt sich: enganliegende Kleidung tragen, damit man nirgends hängenbleibt; Halstücher und Schmuck ablegen; lange Haare zusammenbinden. Wer dann noch herumliegende Gegenstände vom Boden aufhebt, im Arbeitsbereich auf gute Lichtverhältnisse achtet und bei Alkoholkonsum auf schwierige Arbeiten verzichtet, kann das Heimwerken sorgenfrei geniessen. (pd.)


Ref. Kirche Knonau

Kath. Kirche Affoltern a. A.

Kath. Kirche Mettmenstetten

Donnerstags 20 Uhr sind wir eingeladen, eine Kerze ins Fenster zu stellen, im Gebet verbunden. Die Kirche ist tagsüber geöffnet. Auf der Homepage ist der neue Podcast für den Sonntag Jubilate 3. Mai anzuhören. Der Pfarrer ist rund um die Uhr telefonisch 044 767 07 32 oder per E-Mail erreichbar. Gott ist unsere Zuflucht und Stärke!

www.kirche-maschwanden.ch Pfrn. Claudia Mehl; Tel: 044 767 09 78 Die Kirche ist immer offen.

Infolge Coronavirus sind leider immer noch alle Gottesdienste in unseren beiden Kirchen sowie alle Feiern im Pfarreizentrum Affoltern und im Chilehuus Obfelden bis auf weiteres abgesagt. Die Kirche aber bleibt wie gewohnt offen. Wer die Stille oder einen Ort zum Gebet sucht, ist herzlich willkommen. Menschen, die wegen dem Coronavirus verunsichert sind, unter Ängsten leiden oder ein Anliegen haben, dürfen sich gerne an unsere Seelsorgenden wenden, Telefon-Nummer 043 322 61 11. Aktuelle Informationen finden Sie unter: www.kath-affoltern.ch

Ref. Kirche Mettmenstetten

Kath. Kirche Bonstetten

Sonntag, 3. Mai 9.30 WhatsApp-Gottesdienst mit Pfr. A. Saporiti und S. Bartels Für die Teilnahme siehe die Anweisungen auf unserer Homepage. In dieser schwierigen Zeit bleiben wir mit Ihnen via Telefon oder per E-Mail, Homepage und WhatsApp in Kontakt, auch (Samstag, Sonntag und Montag) ist ein Seelsorger/eine Seelsorgerin ab 08.00 bis 18.00 Uhr unter der Telefonnummer 044 767 01 21 erreichbar. Alte und kranke Menschen werden regelmässig von unserem Pfarrer angerufen. Wenn Sie ein Telefon erhalten möchten, melden Sie sich beim Sekretariat. Jeden Tag bleibt unsere Pfarrkirche offen für das persönliche Gebet und dies – wenn möglich – noch länger als sonst. Wir wünschen Ihnen Gottes Segen und bleiben Sie gesund.

Ref. Kirche Maschwanden

Reformierte Kirchgemeinden im Bezirk Spirituelle Impulse Unter Tel. 032 520 10 82 oder www.ref-saeuliamt.ch gibt es ein gutes Wort zu jedem Tag und am Sonntag eine Predigt von Säuliämtler PfarrerInnen. Kontakt und Hilfe Wenn Sie sich allein fühlen und das Bedürfnis haben, mit jemandem zu sprechen, sind Ihre OrtspfarrerInnen wie bisher für Sie da und haben auch für Ihre Sorgen und Anliegen ein offenes Ohr. Unsere Telefonnummern und Mailadressen finden Sie unten bzw. auf den Websites Ihrer Kirchgemeinde. Dort erfahren Sie auch, welche Hilfsangebote in Ihrer Gemeinde bereits bestehen. Alle Angebote stehen grundsätzlich allen Menschen offen, ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit. Offene Kirchen Viele Kirchen stehen auch in diesen Tagen als Rückzugsort und Raum der Stille und Besinnung für Sie offen. Bleiben Sie behütet!

Ref. Kirche Aeugst a. A. Pfarrerin Bettina Stephan ist telefonisch erreichbar für seelsorgerliche Gespräche. Tel. 044 761 44 74 oder 079 581 23 55 Die Kirche ist immer offen; es können Kerzen entzündet werden und Texte liegen bereit.

Ref. Kirche Affoltern a. A. Freitag, 30. April Pfarrteam Pfrn. Bettina Bartels 044 761 60 15 Pfr. Thomas Müller 044 761 30 40 Pfr. Werner Schneebeli 044 761 56 50 Sozialdiakoninnen Gabriela Bregenzer (Anfragen für Einkaufs- und andere Hilfen) 044 552 01 88 Ursula Jarvis 043 466 83 23 Sekretariat Monika Sutter 044 761 24 00 Die Kirche ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. www.refkircheaffoltern.ch

Ref. Kirche Bonstetten Online-Gottesdienst zum 3. Mai 2020 aus der Kirche und dem Kirchturm mit Pfrn. Susanne Sauder unter dem Titel: «Wer Ohren hat zur hören, der höre.» www.kirchebonstetten.ch Wir sind für Sie da: Pfarrerin Susanne Sauder: 044 701 15 81 oder 079 460 31 67 Sozialdiakonin Silke Korn: 044 701 15 83 oder 079 393 53 73 Sekretariat, Pascale Righetti: 044 701 15 82 (Di + Do 8.30 – 12 Uhr, Do 14 – 16 Uhr) www.kirchebonstetten.ch Wir-helfen: Einkaufs-Hilfe, Hoffnungsfenster, Gesprächsangebot und mehr Die Kirche ist täglich von 8.00 bis 22.00 Uhr geöffnet (Seiteneingang) Mit Anliegen-/Gebetsbuch und «Lichtblick-Karten» zum Mitnehmen

Ref. Kirche Hausen a. A. Pfarramt: Irene Girardet, Tel. 044 764 02 15 Auf unserer Website www.ref-hausen.ch zu finden: Wort zum Tag (auch Tel. 032 520 10 82) In der Kirche: Österliche Szene mit den Schwarzenberger Krippenfiguren. Die Kirche ist täglich von 8 bis 20 Uhr offen.

Ref. Kirche Hedingen Für aktuelle Informationen besuchen Sie in dieser besonderen Zeit bitte unsere Homepage www.kirchehedingen.ch. Dort finden Sie jeweils die aktuelle Sonntagspredigt und Musik zum Anhören sowie vieles mehr. Die Kirche ist tagsüber geöffnet, Texte zur Andacht liegen auf. Wenn Sie Hilfe brauchen, kontaktieren Sie einfach unser Pfarramt: Tel. 044 761 64 34

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntagsgedanken jeden Sonntag auf www.kirchekappel.ch Pfr. Christof Menzi, 044 764 12 59, christof.menzi@kirchekappel.ch Die Kirche ist offen

Kloster Kappel a. A. Alle Veranstaltungen, Gebete und Gottesdienste entfallen. www.klosterkappel.ch

Telefonisch sind wir gerne für Sie da Pfarramt Andreas Fritz, Tel. 044 767 01 59 Diakonie Jana Weiss, Tel. 043 466 83 25 Die Kirche ist offen von 8.00 bis 18.00 Uhr www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden Pfrn. Eva Eiderbrant 043 817 10 81 / pfarramt@kircheobfelden.ch Die Kirche ist täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Ottenbach www.kircheottenbach.ch Jeden Sonntag wird das sonntägliche Einläuten des Gottesdienstes mit den Kirchenglocken im Sinne einer «Versammlung im Geiste» beibehalten. Die Kirche ist täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet. VDM Lilian Gächter, Telefon 078 808 10 28 Präsidium Kirchenpflege: Hans Peter Stutz, praesidium@kircheottenbach.ch Sekretariat: Daniela Burkart, ref.kirche. ottenbach@bluewin.ch

Ref. Kirche Rifferswil Sonntag, 3. Mai 9.30 Kirchenglocken In der Kirche sind Flyer ausgelegt mit wechselnden Kurzbesinnungen. Jürgen Schultz ist für seelsorgerliche Gespräche erreichbar unter 079 520 12 33.

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Offene Kirchen Wettswil 9.00 Uhr – 18.00 Uhr Stallikon 10.30 Uhr – 17.00 Uhr Stationenweg zum Kreuz wird verlängert Predigt vom 3. Mai, Stallikon, Gastpredigt Pfr. Jürgen Schultz ab 10.00 Uhr auf der Homepage & YouTube YouTube Kanal: Reformierte Kirchgemeinde StallikonWettswil jeweils sonntags und mittwochs mit einem neuen Beitrag WhatsApp-Gruppe: Kirche Stallikon Wettswil Instagram: kirche_stallikon_wettswil www.kirche-stallikon-wettswil.ch

Alle Gottesdienste (Sonntags- und Werktagsmessen), alle anderen Formen des gemeinsamen Gottesdienstes und kirchliche Anlässe jeglicher Art fallen aus einstweilen bis die Restriktionen aufgehoben werden. Die Kirche ist täglich von 7.30 Uhr–20.00 Uhr zum Beten geöffnet. Wir sind telefonisch erreichbar von Montag bis Mittwoch von 8.00–12.00 Uhr, nachmittags von 13.00–16.00 Uhr, Donnerstag und Freitag von 8.00–12.00 Uhr. In unserer Homepage www.kath.ch/ bonstetten, können Sie sämtliche News entnehmen. Für Gespräche mit einem Seelsorger, können Sie uns unter der Nr. 044 700 00 11 erreichen. Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Verständnis.

Kath. Kirche Hausen a. A. Unsere Kirche ist jeden Tag offen von 9.00 bis 20.00 Uhr. Alle sind zu einem Stillen Gebet in die österlich geschmückte Kirche eingeladen. Interaktive Stationen zum Geschehen rund um Ostern laden Euch herzlich zum Verweilen ein. Alle Kinder und Jugendlichen sowie auch Erwachsene sind herzlich eingeladen, im Eingangsbereich der Kirche oder zuhause ein Bild zu malen oder etwas zu schreiben. Wir sammeln alle Bilder und Texte in einem Korb im Foyer und werden diese dann an ältere, einsame oder kranke Gemeindemitglieder verteilen. In dieser ungewöhnlichen Zeit gehört die Ungewissheit leider zum Alltag von uns allen. Wir wünschen allen Menschen viel Geduld und Kraft, damit sie mit Achtsamkeit und Zuversicht durch die Welt gehen können. Mein Team und ich sind für alle Menschen da und ansprechbar. Zum kommenden 4. Ostersonntag versenden wir wieder eine Videobotschaft, die Hoffnung ausstrahlen soll. Matthias Diakon, Gemeindeleiter Unsere Kontaktmöglichkeiten: Matthias: 079 291 03 00 oder pfarrei@kath-hausen.ch; Kath. Pfarramt: 044 764 00 11 oder sekretariat@kath-hausen.ch www.kath-hausen-mettmenstetten.ch

www.kath-hausen-mettmenstetten.ch

Chrischona Affoltern am Albis Kirche mit Nähe Alte Obfelderstrasse 24 Sonntag, 3. Mai 10.00 Gottesdienst im Livestream Manuel Fuhrer, Heilsarmee Mehr unter www.sunntig.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten, Weidstrasse 20 Sonntag, 3. Mai Die Predigt kann am Sonntag, ab 10.30 Uhr, online auf www.etg-mettmenstetten.ch/Predigten gehört werden.

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 47, 8906 Bonstetten

Es werden gegenwärtig Hausgottesdienste abgehalten. Eine Fülle von Material abrufbar auf: ch.kirchejesuchristi.org


Vermischtes

Donnerstag, 30. April 2020

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ZWISCHEN-RUF

Corona im April – ein Tagebuch 1. April: Meine Tochter berichtet, ihre Tante in München laufe täglich 50-mal ums Haus. Ich muss lachen: «Du musst das nicht wörtlich nehmen, das hat sie nur so gesagt.» «Nein, sie zählt wirklich die Runden, jede geht eine Minute lang.» Mein täglicher Rundgang dauert ohne Pause dreissig Minuten, mit drei Pausen auf auserwählten Steinen am Wegesrand 45 Minuten. 2. April: Telefon von Unbekannt. Wer sind Sie? Was wollen Sie? O pardon, ein Kantonspolizist. Und er wolle mir nur zu meinen «Zwischen-Rufen» gratulieren. Besonders der letzte, das März-Tagebuch sei sensationell gewesen. Vielen Dank, das solle er der Redaktion mitteilen, schlage ich vor. Auf keinen Fall, meint er. Na, dann lesen die es jetzt! Liste von 72 Ländern zugeschickt bekommen. Corona-Sterberate in den drei Ländern, die mir am wichtigsten sind: Italien Nr.1 = 12,3 %; Schweiz Nr.36 = 3 %; Deutschland Nr.59 = 1,4 %. 3. April: Ich organisiere Vorträge in Baar. Musste bereits das CoopzeitungKolumnistenpaar Schneider-Schreiber, verschieben. Jetzt bin ich am Mailen mit Erich. Als ich ihn kennen lernte, erzählte er von seiner Leidenschaft, dem Flusswandern. Das gibt einen Vortrag, freute ich mich. Wusste bereits das Thema: «Von Liestal bis Locarno, dem Fluss entlang.» Aber nein, sowas schränke ihn komplett ein, das seien ja nur vier Flüsse. Ausserdem schickte er als Porträt-Foto eines, wo er durch einen riesigen Baumstamm den Kopf hindurchstreckt. Nein, Erich, Thema sind doch Flüsse! Und ich maile ihm, er könne sehr gern ab und zu ein Gedicht einflechten, aber gell, nicht zu viele... Mein letztes Mail: «Wir beide haben zu unterschiedliche Vorstellungen, tut mir leid.»

«Sowieso immer alleine zu Hause» 4. April: Meiner im Juni 100-jähriger Mutter telefoniere ich täglich. Sie lacht: «Alles nicht so schlimm. Bin sowieso immer alleine zu Hause.» Nur, dass mein Bruder, der normalerweise pro Woche einen Tag lang bei ihr ist, nur noch kommt, mit Maske, den Einkaufszettel schnappt, die Besorgungen erledigt, die Tasche auf ihren Küchentisch stellt und verschwindet. Stand USA: 11 000 Tote, Italien 17 000 Tote. Ganze Altersheime «leergefegt». 5. April: Schneide ich mir die Haare halt selber. Hab mal gehört, wie Inderinnen das machen. Nass hinten zusammenbinden und diesen Schwanz mit der Schere kürzen. Oho – hat geklappt. Noch vorne seitlich ein wenig schnippeln. Sieht gut aus. Nur sieht es keiner. Im Garten in einer Ecke, wo man nie hinschaut, ein zauberhaftes Vergissmeinnicht. «Ja, was machst du denn da, halb verdeckt unterm Gebüsch? Komm, ich geb dir ein schöneres Plätzli.» Dies war ein blaues Kübeli mit frischer Erde und frischem Wasser auf meinem Fenstersims. Eine Stunde später – was ist los? Wie kann das sein? Ist zusammengesunken, blüht nicht mehr!! 6. April: Ach, und die Hyazinthe, die ich – sorry, sorry – gestern ebenfalls ausgegraben hatte. Und in einen rosa Topf versetzte, wo es ihr aber anscheinend auch nicht gefiel. Wie das aussieht, wenn eine relativ langstielige Hyazinthe zusammenbricht! Schnell raus aus diesem Topf! Ha, ich fand ein hohes Glas, da kann man den Kopf nicht neigen, da muss man Haltung bewahren. 7. April: Meine tägliche Runde. Heute mal ne Abkürzung nehmen? Da, die Treppen hoch und – ja, dann einem Mädchen hinterher. O, o, bin, glaube ich, ANZEIGE

auf Privatpfaden. Jesses, ich lande auf einem Gartensitzplatz. Schnell weg. Da über das Wiesli und durch die Hecken raus, huch, die Hecken sind Dornenhecken, doch da – ne kleine Lücke. Ich zwänge mich dazwischen, werde aber gestoppt durch zwei Drähte. Mensch, hoffentlich sieht mich keiner! Also bücken und unter diesen Drähten durch, links und rechts gestupft von diesen Dornen. Nichts wie weg!

Ständchen auf dem Balkon 8. April: Mal einen Kuchen backen. Mit dem, was da ist. Ich durchforste mein Kochbuch. Zitronencake? Geht das auch ohne Zitronen? Haselnusstorte? Ha – 10 Eier!? Forget it. Apfel-Mandelkuchen: Ist dick durchgestrichen und darüber steht: Zu viel Arbeit. Irgendwie ist mir die Lust auf Süsses vergangen. 9. April: Von meiner Runde ein Sträusslein mitgebracht. Hahnenfuss und Schlehendorn. Bin eine Blumenfreundin, auch wenn das gewisse Pflanzen verneinen würden. Zwei Stunden später: Oh, oh, Hyazinthli mag nicht mehr, kann nicht mehr, legt sich mitsamt Stengel über den Glasrand. Vorbei. Karfreitag: Meine Runde hinterm Haus wird täglich schöner, blühende Bäume noch und noch. Doch heute bin ich zum ersten Mal traurig geworden. Mir fielen viele doofe Sachen aus meinem Leben ein. Wie üblich vorbei an Hühnern. Zwei braune tippeln eng nebeneinander über die Wiese. Drei weisse halten eine Konferenz an einem Platz in der Ecke. Was soll das? Apartheid auch unter den Hühnern?? Meine Tochter, die in einem Mehrfamilienhaus in Lugano lebt, berichtet: Jeden Abend um sechs spielt ein Mann Akkordeon auf seinem Balkon. Auf den anderen Balkonen erscheinen Menschen, klatschen, machen auch mal Vorschläge, zum Beispiel: «Spiel Nr. 51!» Ostersamstag: Auf meiner Runde treffe ich folgendes Hindernis: Mein einer Stammplatz, das Mäuerchen vor einem Garten, ist besetzt. Bretter liegen drauf. Nun kann man auch auf Bretter sitzen, aber da sind die Hausbewohner, die vor der offenen Garage werkeln. Ach was, Stammplatz ist Stammplatz, ich setz mich seitlich hin und sage: «Ich brauch eine Pause, sorry.» Der junge Mann kommt mir entgegen. Er kenne mich. Ich hätte doch schon mal Vertretung in der Bonstetter Schule gemacht. Und sei mit der Klasse auch zum Bauernhof Locher gegangen, um die Eulen im Schleiereulenkasten zu beobachten. Ich frage nach seinem Namen. «Aha, Nils. Bist du nicht der, der so schön malen konnte?» Plötzlich hab ich seinen Sonnenuntergang plastisch vor Augen! Namen vergesse ich, sogar wichtige, aber niemals Nils’ Sonnenuntergang!

Virus macht Herzen weicher Ostersonntag: Eine Freundin hat anscheinend den Nebelspalter abonniert. Und was macht sie? Schickt anderen Frauen meine Texte aus dem aktuellen Nebi. So besondere Sachen macht man nur während Corona. Nett, Yvette. Auf der Runde die Hühner getroffen, alle vereint auf der Terrasse ihres Häuschens. Bin beruhigt. Eine Frau bestellt telefonisch mein Maulwurf-Bastelheft, das ich im «Anzeiger» angeboten hatte. Sie sei Lehrerin gewesen und habe dies mit ihrer Klasse durchgenommen. Sowas freut mich natürlich. Ich hab fünf SJW-Hefte geschrieben, und ausgerechnet dieses Bastelheft wurde am meisten verkauft,

Hortensien fürs Gemüt. (Bild Walter Schwager) über 70 000 glaube ich. Dabei bastle ich gar nicht gern. Seltsam, die Mutter von Leonora ruft an. Das Mädchen ging früher zu mir in die Klasse, doch sie ist jetzt 21. Jedes Jahr werde ich vor Weihnachten zum Essen eingeladen. Sind immer noch dankbar, weil ich ihnen damals einen Anwalt besorgt habe für die Aufenthalts-Bewilligung. Es sind Albaner. Aber jetzt – weshalb telefoniert sie? Sie habe zwei Fragen. Die erste ist schnell beantwortet: Ob sie mir einkaufen soll. Nun – sie wohnen in Höngg. Also nein, vielen Dank. Die zweite Frage ist komplizierter. Ihre beiden jüngeren Kinder seien ungezogen. Wie sie die zur Vernunft bringen könne. Sie müsse immer noch daran denken, wie sie mal Leonora mitten im Unterricht abholen musste wegen eines Arzttermins. Sie habe an meine Klassenzimmertüre geklopft. «Herein», hiess es. Aber ich sei gar nicht drin gewesen, nur meine Klasse, 30 Kinder, und alle mucksmäuschenstill am Arbeiten. Wie man so eine Disziplin hinkriege, will Leonoras Mutter wissen. Tja, das kann ich nicht in einem Satz beantworten. Nicht mal in mehreren. Dafür sagt sie einen wunderbaren Schlusssatz: «Diese Grippe macht unser Herz weicher.»

«Geile» Kolumne Ostermontag: Heute setz ich mich auf ein Mäuerchen, das nicht zu meinen Stammmäuerchen gehört. Ein Paar läuft flott an mir vorbei – da, die Frau stoppt: «Sind Sie nicht Frau Ruf ?» Woher weiss sie das? Sie habe mich bei der Kinderkleiderbörse vor drei Jahren kennengelernt. Und finde meine Kolumnen ‹geil›. Wir reden über dies und das. Der Mann ist Liftinspektor und ich frage nach schlimmen Liftpannen. Doch keiner ist je runtergesaust. Aber er selber sei mal bei einer Reparatur verletzt worden. Natürlich will ich das genauer wissen. Übrigens: Meldet Euch doch bitte! Weiss nur noch Eure Vornamen. 14. April: Telefonat mit einer Freundin. Sie habe viel zu tun. Post beantworten, eine Unmenge Karten und Briefe. «Weshalb? Du hast erst im September Geburtstag.» Sie nicht, aber ihr Mann. «Wie bitte?» (Er ist schon seit ein paar Jahren tot.) Oho, Erich meldet sich. Der mit den Flusswanderungen. Er mache einen tollen Vortrag, ganz nach Wunsch. Ich freu mich. 15. April: Ich rufe eine Bekannte von früher an. Wohnt seit zehn Jahren im

Pflegeheim, gehört meiner Meinung nach nicht dort hin, ist fit, hat die OsterDeko gemanagt. «Was von Ira (ihre Tochter) gehört?» frage ich. «Nein, seit acht Jahren nicht, oder doch: Jedes Jahr zu Weihnachten schickt sie mir ein Foto von ihrem Hund.» Spöttisches Lachen. Zur Zeit bastle sie Samichläuse. Hab ich mich verhört? Mitnichten. 40 Samichläuse muss sie fertigen, Auftrag einer Pfarrerin für nächstes Jahr, wird sogar bezahlt. Der Kopf eine Styroporkugel, der Bauch eine rote Christbaumkugel, der Rest wird gehäkelt. Hä? Ich bin überfordert.

«Rätsel» ins Album 16. April: Meine Tochter telefoniert aus dem Tessin. «Selbstständige bekommen Lohnausfall, nur wir Ärzte nicht, dürfen jedoch nur Notfälle behandeln. Der Nachbar, Zahnarzt, ging in seine Praxis wegen eines Notfalles, da kam die Polizei und überprüfte das.» Dann meint sie noch, es habe funktioniert. Was denn? Sie sei noch einen Monat lang Präsidentin und habe soeben eine Video-Konferenz mit zwanzig Tessiner Dermatologen gemacht. Huch. 17. April: Meine Mutter erinnert mich an meinen Lieblings-Spruch: «Ein Gesunder hat tausend Wünsche, ein Kranker nur einen.» Den hab ich mal einer Schülerin ins Album geschrieben. Diese hat dann gerufen: «Hört alle her, ich hab ein Rätsel bekommen! Und ich weiss auch die Lösung!» Von da an musste ich dieses ‹Rätsel› in viele viele Alben schreiben! 18. April: Auf meiner Runde unterhalte ich mich mit einer Frau über den Gartenhag weg. Nach einiger Zeit kommt ihr Mann und weist sie sanft auf das anstehende Mittagessen hin. Was es gibt, will ich wissen. Sie sagt:«Brätkügeli mit Currysauce und Basmatireis.» Ich hätte mich gerne dazu eingeladen, aber darf ja nicht. Corona! Nun marschiere ich flott nach Hause und schau in den Kühlschrank. Oha, Bratwurst, na, die mach ich mir, und dazu – natürlich Currysauce und Basmatireis. 21. April: Im Fernsehen gehört: «Die 15 grössten Schiffe der Welt stossen so viel Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos.» Hab ich mich verhört? Ich spule zurück, das Ganze nochmal bitte: «Die 15 grössten Schiffe der Welt stossen so viel Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos.» Und ein Kabarettist meint: «Allah will, dass alle Frauen einen Sack (Burka) über den Kopf stülpen. Also: wer das glaubt, der darf das.»

23. April: Meine Mutter ist traurig: Ihr Brieffreund, ein ehemaliger Schulund Reiseleiter, ist gestorben. Sie bündle jetzt alle seine Briefe und zeige sie mir nach der Krise. «Was, du willst sie nicht lesen??»

Hortensien fürs Gemüt 24. April: Nicht nur Gewöhnliches, auch Spezielles wegräumen. Was ist denn das? Es Büechli. Meine Tochter hat mir anscheinend Erlebnisse diktiert, da sie selber noch nicht schreiben konnte. Eine Geschichte geht so: «Wir sind im Auto. Wir haben 4 km Stau. Wir haben ein Spiel gemacht. Mami sagt ein Wort und ich muss es länger machen. Mami sagt Gold, ich sage Fisch.» 25. April: Mein Bruder, der Ornithologe, ruft an. Hatte ein tolles Erlebnis. Vor Sonnenaufgang eine Auerhenne fotografieren können, wow! Natürlich dem Experten vom NaBu (Naturschutzbund) den Standort gemeldet. Wurde eingeladen, mitzumachen bei der Auerhahnerfassung. Das Gebiet der Balzplätze werde geheim gehalten, sonst kämen zu viele Hobbyornithologen und die Auerhähne würden sich da nicht mehr sehen lassen. Im Schnitt müsse man drei Stunden auf so eine Balz warten. Einer hat schon mal drei ganze Nächte ausgeharrt. Vergebens. «Nur Mut, bei der vierten Nacht klappts bestimmt!» 26. April: Todeszahlen von heute, gerundet: Kanton Zürich: 115, Waadt 650, Tessin 900, Genf 950. 27. April: Anfang Februar war ich bei einem Vortrag über Witze in der Bibi Affoltern. Superlustig. Der eine «Referent» war u. a. auch Künstleragent, las ich. Aha. Zwei Monate später dachte ich: Womöglich ist er auch Literaturagent? Tatsächlich! Er bot nun 20 Verlagen eines meiner Manuskripte an und unglaublich – eine Woche später, also heute, wollte einer mit mir ein Buch machen!! Hat aber Bedingungen – Beteiligung von ein paar tausend Franken. Soll ich oder soll ich nicht? 28. April: Gestern auf meiner Runde eine Frau getroffen, die gerade Hortensien aus ihrem Wagen geladen hat. Ich rief ihr zu: «Die Gärtnereien haben wieder offen, man merkts!» Und heut hab ich Hossi, der zurzeit meine Einkäufe tätigt, gebeten: «Hol Hortensien!» Nun stehen sie da, auf der kleinen Terrasse eine, auf der grösseren zwei andere. Wie prall sie sind! Und wie sie leuchten! Bei Corona braucht man was fürs Gemüt. Ute Ruf


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Vermischtes

Donnerstag, 30. April 2020

Vier Athleten in obersten Swiss-Ski-Kadern Seit Jahren investiert der Skiclub Hausen in die Nachwuchsförderung – nun zahlt sich das aus Niels Hintermann (neu in der Nationalmannschaft), Cedric Ochsner (neu im B-Kader), Reto Mächler und Andri Moser (neu im C-Kader) heissen die Leistungsträger des Skiclubs Hausen in der kommenden Wintersaison. Das ist auch das Verdienst des langjährigen Nachwuchsförderers Ruedi Ravasio. von martin platter «Meinen Namen bitte nicht mehr erwähnen. Mit meinem Jahrgang schade ich der Renngruppe eher», sagt Ruedi Ravasio und meint es durchaus ernst. Aber es wäre nicht gerecht, den unermüdlichen Einsatz des 84-jährigen Nachwuchsförderers nicht zu erwähnen. Der Hausemer sagt denn auch nicht ganz ohne Stolz: «Es gibt keinen anderen Skiclub in der Schweiz, der derzeit so viele Fahrer ins Alpin-Kader von Swiss Ski bringt.» Der bekannteste ist Niels Hintermann. Seine Karriere begann der Bülacher in der Renngruppe von Ruedi Ravasios Enkel Sandro noch im Skiclub Zürileu. Mit seinem überraschenden Sieg in der Kombination am Lauberhorn hat sich Hintermann 2017 ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit katapultiert und wurde darauf auch Säuliämtler Sportler des Jahres. Er besucht das Skitraining seit dem fünften Altersjahr und folgte den Ravasios beim Wechsel in den Skiclub Hausen. Im April wurde der bald 25-jährige Hintermann vom A-Kader in die Nationalmannschaft befördert, wo er vor allem Abfahrts-, Super-G- und Kombinations-Wettkämpfe bestreiten wird.

Zufällig entdeckt auf der Skipiste Cedric Ochsner wurde von Ruedi Ravasio zufällig entdeckt. Wenn immer es die Schneeverhältnisse erlauben, trainiert die Hausemer Renngruppe im Skigebiet Brunni-Alpthal bei Einsiedeln am Fusse der Mythen. Dort war auch Ochsner, der in Trachslau eingangs des Alpthals wohnt, 2005 auf der Piste unterwegs. Ravasio wurde auf ihn aufmerksam,

weil er ohne Stöcke sehr gut fuhr (der Jüngling hatte eine Hand im Gips). So ist der Trainer mit Ochsners Mutter ins Gespräch gekommen. Fortan durfte der Siebenjährige unter der Leitung Ravasios regelmässig in der Renngruppe Hausens mittrainieren und konnte seither zahlreiche Erfolge verbuchen. Der inzwischen 21-Jährige wurde Mitte April vom C- ins B-Kader befördert, was ihn selber etwas überrascht hat. Der Abfahrt- und Super-G-Spezialist hatte sich Anfang letzten Dezember im Skitraining den rechten Fuss gebrochen und die Aussenbänder angerissen, stand aber am Neujahrstag bereits wieder auf den Ski. Im Gegensatz zu seinen Mitstreitern im Skiclub Hausen, die das Skigymnasium in Engelberg besuchen, hat Ochsner letztes Jahr seine vierjährige Lehre als Elektriker abgeschlossen und ist seither Profi. Er sagt: «Ich bin meinen Eltern, meinem Lehrbetrieb und dem Skiclub Hausen sehr dankbar. Ohne ihre Unterstützung stünde ich nicht da, wo ich jetzt stehe.» Wie Hintermann wird sich Ochsner künftig auf dem Weltcup konzentrieren. Den Ausschlag für seinen Aufstieg gab der 23. Rang bei seinem Weltcupdebüt in Kvitfjell Ende Saison – nachdem der Schwyzer im Training sogar Zweiter geworden war.

Toren zu fahren.» Nach seinen sportlichen Zielen gefragt, nennt der Bonstetter den Europacup und die Junioren-WM 2021. Reto Mächler erreichte im U19 Swiss Cup sogar den zweiten Platz und wurde als Fahrer des Nationalen Leistungszentrums ebenfalls ins C-Kader berufen. So richtig anfreunden mit dem entgangenen Cup-Sieg konnte sich der Thalwiler zunächst aber nicht – auch wenn er froh ist, dass er den Aufstieg ins C-Kader geschafft hat. Er sagt: «Nach den zahlreichen Triumphen in den beiden Vorjahren habe ich mir den Cup-Sieg insgeheim erhofft.» Probleme mit der Kniescheibe bremsten ihn jedoch zum Saisonauftakt. Dann wirbelte der Covid-19-Notstand den Rennkalender durcheinander. Inzwischen überwiegen Freude und Erleichterung über den Aufstieg. Nach Abschluss der Sportschule Engelberg wird er am 1. Juli ein zweijähriges Sportlerpraktikum in der Gemeindeverwaltung Thalwil beginnen. Der Fokus bleibt aber beim Sport, wo er nächstes Jahr im Europacup und an der Junioren-WM ein gutes Resultat erreichen will. Mächler fährt hauptsächlich Slalom und Risenslalom und wurde von Ravasio seit dem fünften Altersjahr gefördert.

Überrascht von der Beförderung

Förderung: Je früher desto besser

Auch Andri Moser wird seit dem siebten Altersjahr gefördert. Der Bonstetter war zunächst im Skiclub Bonstetten, wechselte unter der Ägide von Ravasio dann aber in den Skiclub Hausen. Dank dem dritten Platz im U19 Swiss Cup und Weltranglistenpunkten wurde der 19-Jährige, der dem nationalen Leistungszentrum angehört, ins C-Kader befördert. «Ich hätte nicht gedacht, dass ich es schaffen würde», kommentiert der Slalom- und Riesenslalomspezialist, der im Juni die Matura im Sportgymnasium Engelberg abschliesst. Im Herbst will er dann ein Fernstudium, wahrscheinlich in Wirtschaft, beginnen. «Anfangs sind auch noch meine beiden älteren Schwestern in der Gruppe von Ruedi mitgefahren. Eine spielt nun Basketball, die andere ist in der Ausbildung zur Skilehrerin», erklärt Moser und fügt an: «Wir haben früh begonnen in den

«Zwischen fünf und sieben ist das perfekte Alter, will man den Skisport später professionell ausüben», hat Ruedi Ravasio festgestellt. 23 Jahre war er Mitglied im Skiclub Zürileu, wo auch seine Söhne Reto und Alex sowie sein Enkel Sandro trainiert haben. Die letzten sechs Jahre davon hat Ruedi Ravasio selber begonnen, mitzuhelfen und Slaloms und Riesenslaloms für Zürileu auszustecken. Gerne wäre er als Kind selber Skirennfahrer geworden. Doch die entbehrungsreiche Jugend in der Grossfamilie erlaubte es nicht. So lebte er seine Leidenschaft zunächst mit seinen Kindern aus. Bis ihn vor 16 Jahren Willy Studer vom Hausemer Skiclub fragte, ob er nicht die Nachwuchsförderung in Hausen übernehmen wolle. Man habe da ein paar junge Talente. «16 Jahre habe ich im Hintergrund gekrampft wie ein Esel und konnte mich auf ein gutes

Ruheloser Frühförderer: Ruedi Ravasio bei sich zu Hause vor der Bildergalerie der Fahrer, die er in der Renngruppe des Skiclubs Hausen bereits als Kinder gefördert hat. (Bild Martin Platter) Team von Mitstreitern verlassen.» Das sei nun das Resultat. Nach seinem Erfolgsrezept gefragt, erklärt Ravasio: «Ich war während 40 Jahren Aussendienstmitarbeiter bei Sulzer, habe so die ganze Welt bereist und dabei eine gewisse Menschenkenntnis erlangt.» Auf der Skipiste sorge er nur dafür, dass die Kinder früh technisch richtig gut Skifahren lernten. «Mein Schwerpunkt war stets das Slalomtraining. Als Besonderheit habe ich einen ausgefahrenen Kurs nie umstecken lassen. Nur so lernt man auch unter erschwerten Bedingungen die Skis zu beherrschen.» Über die Jahre habe er 164 Kinder analysiert. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Förderung mit 9 bis 10 Jahren eigentlich schon spät ist, um im Spitzensport Fuss zu fassen. Was gibt ihm die Nachwuchsförderung? «Freude bereitet mir noch heute die Begeisterungsfähigkeit der Kinder und deren Lernfortschritte.» Ravasios Bilanz beim Skiclub Hausen darf sich sehen lassen:

Bei Übernahme der Hausemer Renngruppe vor 16 Jahren sind einige Masters im Kader gefahren. Inzwischen sind es 86 Fahrerinnen und Fahrer in allen Kategorien.

Auf dem Sprung Hintermann, Ochsner, Mächler und Moser sind nicht die einzigen der Skirenngruppe Hausen, die auf dem Sprung in höhere Swiss-Ski-Kader sind. Janine Mächler (15) aus Thalwil wurde direkt ins Schweizerische Nachwuchskader (NLZ) aufgenommen. Weitere Anwärter im Regionalkader mit intakten Chancen auf Plätze im NLZ sind Nina Müller (Jahrgang 2003), Merenschwand AG, Tina Dugar (2004), Winterthur, Raphael Muntwyler (2004), Wädenswil, plus fünf bis sieben Kinder der Jahrgänge 2005 bis 2009. (map.)

Cevi zeigt Alternativen in Zeiten von Corona

Büchlein gegen die Langeweile zu Hause Corona-Lockdown heisst auch für den Cevi Bonstetten-Hedingen, dass vorläufig keine Programme, Lager und Kurse stattfinden können. Doch Corona schränkt zwar die Vereinsaktivitäten, nicht aber die Kreativität ein.

Gelungener Auftritt – die Sechseläuten-Truppe aus Affoltern. (Bild zvg.)

Das Sechseläuten fand doch statt Einen Gag erlaubten sich ein paar Reitschülerinnen und -schüler am Montag vor einer Woche beim Reitstall Birkenhof in Affoltern. Peter Vogt, ein Vollblut-Sechseläuten-Fan, bastelte einen Ersatz-Bögg. Er spielte den Sechseläu-

ten-Marsch auf seiner Trompete, und ein Paar Reitschüler imitierten den Umritt auf dem Springplatz. Das war ein Trostpflästerchen für die Jugendlichen, welche zum ersten Mal am Kinderumzug zu Pferd eingeladen waren, doch not-

wendigerweise musste das ganze Sechseläuten leider abgesagt werden. Natürlich wurden die Corona-Massnahmen beim Ersatz-Sechseläuten strikt eingehalten. Gefreut haben sich alle. Susanne Schelling, Birkenhof Affoltern

Das Leiterteam des Cevi HeBo hat gegen die grosse Langeweile der grossen und kleinen Cevianerinnen und Cevianer zu Hause ein kleines «Cevi in Zeiten von Corona»-Büchlein zusammengestellt. Darin zu finden sind beispielsweise ein Cevi-Rätsel, ein Cevi-Fotomemory (mit vielen schönen Lagererinnerungen) oder das Rezept um auch zu Hause Cevi-Hörnli kochen zu können. Wer das ausgefüllte Rätsel oder das schön verzierte Mandala einschickt, kann dabei sogar noch einen kleinen Preis gewinnen. Die älteren Mädels der Stufe Jungschi haben auch schon per Videokonferenz einen Beautyabend gemacht und die älteren Jungs der Stufe Sora einen Online-Spiele-Abend. So oder so freuen sich die grossen und kleinen Cevianerinnen und Cevianer aber schon riesig, wenn die Corona-Zeit vorbei ist und sie

«Cevi-Hörnli» lassen sich auch zu Hause nachkochen. (Bild zvg.) das schöne Wetter gemeinsam draussen im Wald verbringen dürfen. Lisa Malena Beck v/o Charmey Weitere Infos unter www.cevi-bonstetten.ch oder www.cevi-hedingen.ch.


Extra HERKÖMMLICHES

Sinn und Sinne Alles, was wir wahrnehmen und empfinden, läuft über unsere fünf Sinne, die ihre Eindrücke unmittelbar ans Hirn weiterleiten. Und das Hirn beurteilt, ob unsere sinnlichen Wahrnehmungen Sinn machen oder nicht, ob sie uns guttun oder schaden, ob sie lebensfreundlich, erbaulich, sozialverträglich usw. sind. Sinneseindrücke, die uns nicht genehm sind, die wir bewusst oder unbewusst ablehnen oder nicht wahrhaben wollen, bezeichnen wir oft etwas voreilig als Unsinn. Sinn in der Bedeutung von Sinnhaftigkeit und sinnliche Wahrnehmung liegen auch sprachlich nahe beieinander. Das starke Verb «sinnen» (nachdenken, sich besinnen oder etwas ausdenken) beruht auf der indogermanischen Sprachwurzel «sent» und bedeutet ursprünglich: gehen, reisen, fahren. Davon hergeleitet ist auch das lateinische Verb «sentire»: wahrnehmen, erfühlen. Daraus ergibt sich: Der Sinn des Lebens lässt sich nicht allgemeingültig erklären oder verordnen. Man muss sich mit seinen fünf Sinnen auf die Reise machen, um – wenn möglich – Sinn zu erfahren, falls man nicht zu Fuss unterwegs ist und dadurch etwas länger braucht. (ubo) In der Serie «Herkömmliches» deutet Urs Boller die mutmassliche Herkunft von Wörtern und Begriffen.

DIGITALISIERUNG IN WORTEN

IP IP steht für Internetprotokoll. Alle Verbindungen im Internet basieren auf diesen IP-Adressen. Jedem Endgerät, jedem Server, jedem Modem und allen anderen Geräten, die mit dem Internet verbunden werden können, werden eine oder mehrere IP-Adressen zugewiesen. Die IP-Adresse funktioniert dabei wie eine herkömmliche Postadresse. Da jede IP-Adresse wie jede Postadresse nur einmal vorkommt, können Sender und Empfänger in jedem Fall eindeutig identifiziert werden. Jedes Datenpaket, das im Internet transportiert wird, beginnt und endet mit der IP-Adresse des Senders und des Empfängers. So ist immer klar, welche Daten wohin gehen sollen. (sals)

Donnerstag, 30. April 2020

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«Ich möchte, dass sich die Gäste wohlfühlen» Menschen im Säuliamt: Gabriela Helena Gut hat ihr halbes Leben auf Rhodos verbracht Die Liebe zu Hotellerie und Gästebetreuung entdeckte Gabriela Gut bald nach ihrer KV-Lehre. Eine Saisonstelle auf Rhodos war dann zugleich der Anfang ihres Lebens auf dieser Insel. Jetzt wohnt sie in Ebertswil, verbringt aber möglichst viel Zeit auf Rhodos bei ihrer Familie und arbeitet dort als Reiseleiterin. Mit Gabriela Helena Gut spracH Marianne Voss Im Gespräch mit Gabriela Gut werden Ferienträume wach: türkisblaues Meer, kleine Tavernen, Moussaka oder Tzaziki, weisse Häuser mit blauen Fensterläden, wilde Steilküsten und kleine Sandbuchten. Und das ausgerechnet jetzt, wo das Reisen wohl noch einige Zeit nicht möglich ist! Ihr halbes Leben hat sie auf Rhodos verbracht und reist nach wie vor häufig auf die Insel – sei es, um ihre griechische Familie zu sehen oder um Feriengästen einen schönen Aufenthalt zu ermöglichen. Doch, wie kam es dazu, dass die im Kanton Zug aufgewachsene Frau sich heute auch als Griechin fühlt? «Eigentlich wollte ich Kindergärtnerin werden», berichtet Gabriela Gut auf dem Sitzplatz vor ihrer Wohnung in Ebertswil, wo sie seit zwei Jahren zu Hause ist. «Aber meine Mutter bestand darauf, dass ich eine KV-Lehre absolviere, was ich dann auch tat.» Danach zog es sie ins Ausland. Sie lernte in England und Italien die Sprachen und begann, in der Hotellerie an der Rezeption zu arbeiten. Ihre erste Stelle konnte sie im Landgasthof auf der Halbinsel Au antreten, wo sie unter anderem auch die zahlreichen Bankette und Anlässe organisierte. «Da war ich genau am richtigen Ort.» Ob damals oder heute, ihr begeistertes Engagement für das Wohl der Gäste ist dasselbe: «Ich möchte, dass es

Serie «Menschen im Säuliamt» In der Serie «Menschen im Säuliamt» berichtet Marianne Voss in loser Folge aus dem Leben von Menschen - ob jung oder alt, ob berühmt oder unbekannt -, die im Säuliamt wohnen oder hier ihren Arbeitsplatz haben.

In der Serie «Digitalisierung in Worten» erläutert der «Anzeiger» primär aus dem Englischen stammende Begriffe, die sich im 21. Jahrhundert auch in deutschen Sprachgebrauch durchgesetzt haben.

Fast wie in Griechenland! Gabriela Helena Gut geniesst den Sitzplatz vor ihrer Wohnung. Nach Rhodos kann sie jetzt nicht reisen. (Bild Marianne Voss) den Gästen gut geht und sie sich wohlfühlen.»

Zuerst ein Schock Ihr nächster beruflicher Schritt war sehr entscheidend für ihre Zukunft. Sie besuchte die Ausbildung zur Reiseleiterin. «Da ich zu den besten im Kurs gehörte, erhielt ich eine Stelle bei einem auf Griechenland spezialisierten Reisebüro.» Sie sei so ziemlich ins kalte Wasser geworfen worden. «Die Destination befand sich in einer abgelegenen Gegend im Norden des Landes, mein Arbeitsgerät war eine mechanische Schreibmaschine, und es gab nur ein einziges Kopiergerät im Ort.» Dennoch, nach einem Winter mit Saisonarbeit in der Schweiz kehrte sie nach Griechenland zurück. Dieses Mal aber nach Rhodos. «Nach der ruhigen Gegend in Nordgriechenland war das sehr touristische Rhodos für mich zuerst ein Schock.» Sie blieb jedoch, verliebte sich in die Insel – und in einen Mann. Sie heiratete und wanderte schliesslich ganz aus. Ihre beiden inzwischen erwachsenen Söhne wuchsen auf Rhodos

auf und sind auch heute dort zu Hause. Gabriela Gut arbeitete neben der Familie viele Jahre stets als Reiseleiterin und kennt dadurch auf der grossen Insel alle schönen, ruhigen und ursprünglichen Plätze.

An zwei Orten zu Hause Vor zehn Jahren kam sie mit ihren Söhnen zurück in die Schweiz, damit die beiden hier eine Ausbildung absolvieren konnten. Sie selber arbeitet seither im administrativen Bereich. Doch sie setzt alle ihre Ferien ein, um regelmässig einige Wochen auf Rhodos zu verbringen. Sie schwärmt: «Ich liebe das mediterrane Leben auf der Insel, die so viel an Kultur und abwechslungsreicher Landschaft zu bieten hat. Und mich fasziniert die Gesellschaft mit dem internationalen Flair.» Aber Ebertswil sei auch sehr schön, betont sie. Sie sei hier sehr freundlich empfangen worden und fühle sich wohl. «Und am Neuzuzüger-Brunch habe ich verschiedene neue Leute aus dem Dorf kennen gelernt.» In Dorfvereinen sei sie nicht aktiv, aber sie pflege ein Hobby,

und dieses ziemlich intensiv. «Ich nehme zweimal pro Woche an einem Nia-Kurs teil.» Und sie erklärt: «Nia ist Freude an der Bewegung zu Musik, ein ganzheitliches Bewegungskonzept. Es spricht alle Sinne an.» Und schon ist sie wieder beim Thema Rhodos, denn: «Ich organisiere regelmässig zusammen mit meiner Nia-Lehrerin Nia-Ferien auf Rhodos.»

Immer noch aktive Reiseleiterin Ja, sie sei immer noch aktiv als Reiseleiterin und begleite Gruppen oder organisiere für Kursleitende alles vom Transport über die Verpflegung bis zur Unterkunft (www.helenin.ch). Eigentlich wäre sie jetzt mit zwei Gruppen auf Rhodos, doch die Corona-Krise zwang sie, die Reisen abzusagen. Gabriela Gut ist nur vorübergehend in der Schweiz. Ihr Ziel: «In etwa fünf Jahren möchte ich wieder ganz zurückkehren nach Griechenland.» Auf die Frage, wo sie denn eigentlich zu Hause sei, meint sie: «Ich habe zwei Orte, die für mich Heimat und Zuhause sind: die Schweiz und Rhodos.»

WETTER Heute

Meteotest.ch

Basel 11° 15° Zürich 9° 14°

Affoltern

Balkon und Garten vogelfreundlicher gestalten

St.Gallen 8° 12°

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Luzern 9° 14°

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Bern 8° 12° Interlaken 8° 13°

Aussichten

Chur 8° 16° St.Moritz -1° 8°

Sion 9° 15°

Genève 10° 13°

Bellinzona 8° 16°

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Samstag

Sonntag

Montag

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Alpennordseite

6° 14°

8° 14°

6° 17°

6° 21°

8° 24°

Alpensüdseite

9° 18°

10° 20°

12° 22°

12° 23°

14° 24°

min °C max °C

Gefiederte Nachbarn unterstützen

LEBENSWEISHEIT «Zweifellos vermag die Politik Grossartiges zu schaffen, aber nur das Herz vollbringt Wunder.» George Sand

Die Coronakrise führt uns vor Augen, wie abwechslungsreich ein Stück Natur vor der eigenen Haustür für uns Menschen sein kann. Für Vögel ist eine naturnahe Umgebung entscheidend. Schon kleine Massnahmen können helfen, Balkon und Gärten vogelfreundlicher zu gestalten. Studien zeigen, dass Menschen glücklicher und gesünder sind, wenn sie von vielfältiger Natur umgeben sind. Auch ein vielstimmiges Vogelkonzert wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Gerade jetzt ist dies ein guter Grund, die Natur im Siedlungsraum zu fördern. Denn Steingärten, gebietsfremde Pflanzen, hoher Gifteinsatz und häufiges Rasenmähen führen vielerorts dazu, dass sich Vögel in unserer Nachbarschaft nicht wohlfühlen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man den Vögeln im

Siedlungsraum helfen kann. Deshalb widmet die Vogelwarte Sempach ihre neue Broschüre den Vögeln in Städten und Dörfern und ihrer Förderung. Besonders wichtig für die Biodiversität ist der Erhalt alter Bäume, da sie zahlreichen Tieren einen Lebensraum bieten. So finden etwa Amseln, Stieglitze und andere Vögel hier sichere Nistmöglichkeiten. Zudem reinigen Bäume die Luft und kühlen die Umgebung, was gerade in heissen Sommern auch für uns Menschen immer wichtiger wird. Entscheidend ist, dass vor allem einheimische Pflanzen erhalten und gefördert werden. Auf der ortsansässigen Süsskirsche etwa finden über 45 Vogelarten Nahrung, auf dem gebietsfremden Kirschlorbeer aber nur 3. Im Gegensatz zu exotischen Pflanzen leben auf einheimischen Bäumen und Sträuchern viel mehr Insekten. Dabei ist Vielfalt Trumpf: Je mehr verschiedene einheimische Pflanzen gepflanzt werden, umso mehr Tiere finden Nahrung und Unterschlupf.

Auch in einer naturnahen Blumenwiese, die nicht öfter als 2- bis 3-mal pro Jahr gemäht wird, finden Bienen, Schmetterlinge und Heuschrecken Nahrung und Unterschlupf. Insekten wiederum sind essenziell, denn sie dienen den Vögeln und ihren Jungen als Nahrung. Wichtig ist deshalb der Verzicht auf Gifteinsatz. Blumenlose, häufig gemähte Rasenflächen und Grünanlagen voller exotischer Gewächse sind aber auch ohne Gifteinsatz für die Natur nicht wertvoll. Gestaltet man Gärten und Stadtparks naturnah, wird man mit reichlich Vogelgesang und einer beeindruckenden Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren belohnt. Schon die Bereitstellung weniger naturnaher Elemente wie einer Hecke aus Wildsträuchern oder ein Asthaufen sind ein Anfang und ermöglichen es vielen Tieren, auch in unserer direkten Umgebung einen Lebensraum zu finden. Davon profitieren die Biodiversität und nicht zuletzt auch wir selber. (pd.)


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