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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 034 I 172. Jahrgang I Mittwoch, 2. Mai 2018

Sanierungsbedarf

Vandalen verhaftet

In Mettmenstetten muss die Ottenloostrasse instandgestellt werden. > Seite 3

Fünf junge Schweizer haben es im Oberamt auf Abfalleimer und Briefkästen abgesehen. > Seite 3

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Bären-Umzug Drei Langenberg-Jungbären haben in Straubing, Deutschland, ein neues Zuhaus gefunden. > Seite 6

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Vögel zählen Die Bevölkerung ist eingeladen, zur Vogelzählung «Stunde der Gartenvögel». > Seite 6

Das Salatfeld als Mülldeponie Verunreinigter Naturdünger sorgt in Obfelden für Ärger Aus Grüngutabfällen entsteht Dünger für die Landwirtschaft. Ist der Bioabfall mit Plastik oder anderem Müll verschmutzt, landet ein Teil dieser Fremdstoffe auf den Äckern und im Boden.

gültig, was die Folgen ihres Handelns betrifft, und die dritten nützen den Grüngut-Container als kostenlose Entsorgungsmöglichkeit.»

................................................... von livia häberling

Das Awel erhebt bis heute keine Zahlen zum Fremdstoffanteil im Grüngut. Ebenso wenig existieren gesetzliche Vorschriften, wie hoch dieser Anteil beim Abtransport sein darf. Werden die Bioabfälle jedoch zu Kompost oder Gärgut weiterverarbeitet – und letzteres ist bei der Ökopower AG der Fall – dann sind die Grenzen eng gesteckt. 2016 wurde die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) überarbeitet. Neu darf der Gehalt an Alufolie und Kunststoffen höchstens 0,1 % der Trockensubstanz betragen. 2017 liess das Awel Kompost und Gärgut verschiedener Anlagen hinsichtlich der neuen Bestimmungen überprüfen. «Es zeigte sich, dass die verschärften Anforderungen noch nicht bei allen Anlagen eingehalten werden können.» Zur Frage, ob Ökopower die Anforderungen derzeit erfülle, liess das Awel ausrichten, man könne zu den Resultaten einzelbetrieblicher Untersuchungen keine Auskunft geben. In Bezug auf die gesamte Untersuchung hiess es: «Hier besteht weiterer Handlungsbedarf.» Urs Zahner möchte sich zum Ergebnis der Proben ebenfalls nicht äussern, nur so viel: «Die neuen Anforderungen sind mit dem heutigen Verschmutzungsgrad nur sehr schwer zu erreichen, es wurde letztes Jahr pro Anlage lediglich eine, respektive zwei Proben entnommen und analysiert. Daher sind diese Resultate zu wenig aussagekräftig, sie zeigen lediglich eine Tendenz auf.» ................................................... > Bericht und Kommentar auf Seite 5

Wie jedes Jahr war Roland Moser diesen Winter nach Rickenbach gefahren. Wie jedes Jahr hatte er mehrere Kubik Naturdünger auf den Anhänger seines Traktors geladen, und wie jedes Jahr hatte er ihn auf seinen Feldern verteilt, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern. Roland Moser, Gemüsebauer in dritter Generation, machte alles wie immer. Und doch ist in diesem Jahr etwas anders. Ein Unbekannter hat Anzeige gegen ihn erstattet. Der Mann hatte in Ottenbach Plastikteile auf einem seiner Gemüsefelder gefunden. Plastikteile, die mit der nächsten Ackerung unter die Erde gemischt wurden, in der jenes Gemüse heranwächst, das später auch im Volg Obfelden in den Regalen liegt.

Nicht alle Betriebe erfüllen die Vorgaben

Gegen den Gemüsebauer Roland Moser wurde Anzeige erstattet. (Bild lhä) Anfangs sind die Plastikteilchen im Dünger kaum sichtbar. Mit der Zeit werden sie vom Regen abgeschwemmt und liegen auf den Feldern auf. «Natürlich stören mich diese Fremdstoffe in meinen Gemüseplantagen. Wenn immer ich Plastik oder anderen Müll finde, steige ich vom Traktor und sammle ihn ein», erklärt Roland Moser und schüttet einen Behälter aus. PETFlaschendeckel, Auto-Duftspender, Plastikfetzen, Blechdosen und eine Messerklinge – all das hat er kürzlich von seinen Feldern geräumt.

Kunststoff im Naturdünger

Gratis entsorgen – auf Kosten der Umwelt

Auf die Felder gelangt war der Plastik über den Naturdünger, den Roland Moser seit mehreren Jahren von der Ökopower AG in Rickenbach bei Ottenbach bezieht. Das Kraftwerk wird von Axpo und Agir betrieben und stellt Ökostrom und Naturdünger her, indem darin Grüngut und Speisereste vergärt werden. «Ich führe einen reinen Gemüsebaubetrieb, deshalb fällt bei mir weder Gülle noch Mist an, den ich für meine Felder verwenden kann. Mehrmals täglich bringe ich meine Rüstabfälle nach Rickenbach zur Vergärung, im Gegenzug hole ich im Winter Naturdünger für meine Felder.»

Dennoch bleibt ein Grossteil des Abfalls unentdeckt und landet unter der Erde, direkt neben Fenchel, Sellerie oder Kopfsalat. Je nach Material waschen sich die Schadstoffe des Abfalls in den Boden aus und gelangen so in die heranwachsenden Nahrungsmittel, wie das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) auf Anfrage bestätigt. Alle fünf Jahre nimmt Roland Moser Bodenproben von seinen Feldern und lässt sie im Labor untersuchen. Bis anhin waren die Resultate einwandfrei Dennoch ärgert ihn, dass manche Menschen im Umgang mit der Abfall-

trennung derart gleichgültig handeln. Grundsätzlich gilt in der Schweiz bei der Abfallentsorgung das Verursacherprinzip. Wer Müll produziert, der bezahlt für dessen Entsorgung. Beispielsweise durch den Kauf von Kehrichtsäcken oder Sperrgutmarken. Anders ist das beim Grüngut. Organische Abfälle wie Gemüse, Laub, Sträucher oder Blumen sind biologisch abbaubar und werden in den meisten Gemeinden kostenlos abgeholt. Im Säuliamt gelangt ein Grossteil dieses Abfalls in das Kraftwerk der Ökopower AG, wo er wiederverwertet und in den ökologischen Kreislauf zurückgegeben wird. Allerdings landet in den grünen Containern so manches, was da nicht reingehört, wie Urs Zahner, der Betriebsleiter des Kraftwerks in Rickenbach, erklärt: «Blechdosen, Schnüre, Nespressokapseln oder Zigarettenstummel. All das wird immer häufiger im Grüngutkübel entsorgt und landet bei uns im Vergärwerk zur Weiterverarbeitung.» Er hat den Eindruck, dass die Verschmutzung des Bio-Abfalls in den letzten Jahren zugenommen hat und sieht dafür verschiedene Gründe: «Vielen Menschen ist wohl gar nicht bewusst, was mit ihren Abfälle passiert. Sie realisieren nicht, dass diese direkt in den ökologischen Kreislauf zurückgelangen. Andere sind gleich-

Obfelder Gewerbe hat begeistert «Das war eine der schönsten Ausstellungen, die wir je hatten», so die Bilanz von OK-Präsident Jürg Meier zur Expo Obfelden. Das Wetterglück blieb den Organisatoren und Ausstellern übers ganze Wochenende und bis zum Abräumen am Montag hold, die Besucher zeigten sich äusserst interessiert und es herrschte eine hervorragende Stimmung auf dem ZendenfreiAreal. Am grössten war der Andrang am Sonntag gegen Mittag. Hier zahlte es sich, aus, dass der Neuzuzügeranlass in die Ausstellung integriert wurde. So nutzten viele Neu-Obfelder die Gelegenheit, das einheimische Gewerbe kennenzulernen. (tst.) ................................................... > Bericht und Bilder auf Seite 8

Für die Expo-Modeschau haben sich die Gewerbler auf den Laufsteg gewagt. (Bild Thomas Stöckli)

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Wert erhalten Die Sanierung von Wasserleitungen und Bodenheizungsrohren war Thema beim HEV. > Seite 7

Wertvoller Einsatz In der Schweiz wird Freiwilligenarbeit im Wert von 400 Milliarden Franken pro Jahr geleistet. «Die vielen freiwillig Tätigen sind eine Ressource – wie das ja heute heisst –, die nicht hoch genug eingeschätzt werden kann», so Monika Stocker, grüne alt National- und Zürcher Stadträtin, bei ihrem Referat in Affoltern. ................................................... > Bericht auf Seite 7

Starke Auftritte von FCWB und FCA Gegen den Aufstiegsaspiranten Red Star unterstrich Wettswil-Bonstetten (1. Liga) seine blendende Form und spielte verdient 0:0. Es schnupperte gar am Sieg, als Stürmer Lugos Kopfball an die Lattenunterkante prallte. Als Letzter in die Rückrunde gestartet, erkämpfte WB in den seither acht Spielen 15 Punkte und ist nun Zehnter. Allerdings sind die Abstände sehr gering, zu spielen sind noch vier Partien. Überraschend düpierte der abstiegsbedrohte FC Affoltern (2. Liga) den Tabellenzweiten Stäfa mit 4:2 und gab ein starkes Lebenszeichen von sich. (kakö) ................................................... > Berichte auf Seite 15 anzeigen


Schiessvereine

Feldschützenverein Bonstetten

Niemand ist fort, den man liebt. Liebe ist ewige Gegenwart. Stefan Zweig

Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld Oblig. Bundesübung Mi. 02.05.2018 18.00 – 20.00

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meinem Partner, unserem Papi, Grosspapi, Schwiegervater, Bruder, Götti und Freund

Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Mo. 07.05.2018 18.00 – 20.00

Franz Dörflinger-Estermann

Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Mi. 16.05.2018 18.00 – 20.00 Freiwillige Übung und Jungschützenkurs Mi. 30.05.2018 18.00 – 20.00 Oblig. Bundesübung Mo. 11.06.2018 18.00 – 20.00

Gemeinde Obfelden Wahl eines Mitglieds der evangelisch-reformierten Kirchenpflege für die Amtsdauer 2018 – 2022 2. Wahlgang vom 10. Juni 2018 1 Mitglied der evangelisch-reformierten Kirchenpflege Name, Vorname

Beruf

Jahrgang

1. Wittwer Gabriella Geschäftsinhaberin 1966

Adresse

Heimatort

Schürweidstr. 43 Schangnau BE

bisher / neu Partei bisher

Die Urnenwahl (2. Wahlgang) wird am 10. Juni 2018 durchgeführt. In Anwendung von Art. 6 der Kirchgemeindelang1.eps

4. Juni 1933 – 26. April 2018

Wir sind sehr traurig: Maria-Rosa Agustoni, Mettmenstetten Esther Dörflinger und Irene Bircher, Einigen Moritz Bandhauer und Laura Studer, Zürich Benedikt Bandhauer, Basel Judith Dörflinger und Stefan Jimmy Muff, Luzern mit Lorenz und Paula Simon und Corinne Dörflinger, Mettmenstetten mit Ronja und Raphael Der Trauergottesdienst findet am Montag, 7. Mai 2018, 14.15 Uhr, in der kath. Kirche Mettmenstetten, statt. Beisetzung im engsten Familienkreis. Dreissigster ist am Sonntag, 3. Juni 2018, 9.30 Uhr in der kath. Kirche Mettmenstetten. Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Theodora-Stiftung Postkonto 01-4043-8 Traueradresse: Maria-Rosa Agustoni, Bachmattstr. 10, 8932 Mettmenstetten

ordnung i.V.m. § 55 Abs. 1 lit. a GPR wird ein amtlicher Wahlzettel verwendet.

Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat, Postfach, 8910 Affoltern a/A, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Obfelden, 2. Mai 2018

Evangelisch-reformierte Kirchenpflege Obfelden

Liegenschaften Kaufgesuche


Bezirk Affoltern

Fünf mutmassliche Vandalen ermittelt Die Kantonspolizei Zürich hat fünf mutmassliche Vandalen ermittelt. Sie sollen im Bezirk Affoltern Abfalleimer und Briefkästen gesprengt und angezündet haben. Im Dezember 2017 und Januar 2018 wurden bei der Kantonspolizei mehrere Strafanzeigen von der Gemeinde Hausen am Albis, wegen sprengen und in Brand setzen von Abfalleimern und Briefkästen, erstattet. Der entstandene Sachschaden wurde auf mehrere tausend Franken geschätzt. In der Nacht vom 29. auf den 30. März meldete eine Anwohnerin von Hausen die Explosion eines Abfalleimers. Im Zuge der sofortigen Fahndungstätigkeit kontrollierte und verhaftete eine Patrouille der Kantonspolizei Zürich fünf junge Männer. Weitere Ermittlungen werden in Zusammenarbeit mit der Jugend- und Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis geführt. Bei den Festgenommenen handelt es sich um fünf Schweizer im Alter zwischen 17 und 20 Jahren aus dem Bezirk Affoltern. (pd.)

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Gleich zwei Paare in Affoltern feiern ihren 50-jährigen Ehebund. Heute, 2. Mai, sind das Martha und Fritz Schwarzbach-Scherrer und morgen, 3. Mai, Erika und Karl Max Scotzniovsky-Näf. Wir gratulieren allen herzlich und wünschen alles Gute.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Sanierung Ottenloostrasse steht an Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Mettmenstetten Die durch die Rossauerstrasse bzw. Wissenbacherstrasse begrenzte, zirka 410 Meter lange und 5 Meter breite Ottenloostrasse erweist sich als sanierungsbedürftig. Die Instandstellung ist für Herbst 2018 vorgesehen. Aufgrund der im November 2017 mit Belagsbohrungen durchgeführten materialtechnischen Zustandserfassung ist ein Deckbelagsersatz ohne weiteren Ausbau angezeigt. Ersetzt werden sollen zudem sämtliche Porphyr- und wo angezeigt, punktuell die Granit-Randabschlüsse sowie alle Schachtabdeckungen. Auf einer Länge von rund 70 Metern muss eine bestehende Schmutzwasserleitung erneuert bzw. versetzt werden, weil diese durch Privateigentum verläuft. Zudem bedarf die Meteorwasserleitung in einem Teilstück von ca. 25 m Länge der Erneuerung. Entsprechend den vom Gemeinderat aufgestellten Grundsätzen ist vorgesehen, die bestehende Beleuchtung ohne weitere Ergänzung auf LED-Technologie umzustellen (Ersatz). Zudem wird geprüft, den Einmündungsbereich Friedhof-/Ottenloostrasse im Sinne einer verkehrsberuhigenden Massnahme zu optimieren. Die Bauingenieurleistungen (technische Bearbeitung Projekt und Bauleitung) sind aufgrund durchgeführter Submission dem Ingenieurbüro Wismer + Partner AG, Rotkreuz zu 47 000 Franken übertragen worden.

Nach wie vor steht für die interessierte Bevölkerung das Dialog-Forum «Runder Tisch» zur Verfügung (14. Mai/18. Juni/16. Juli/20. August/10. September, siehe www.mettmenstetten.ch, Stichwort Erweiterung Schulanlage oder Veranstaltungen) – am 27. August 2018 findet zudem eine Informationsveranstaltung statt. Im Hinblick auf die Eröffnung des Badibetriebes, Samstag, 12. Mai, sind für technische Belange bzw. für die Vorplatzüberdachung des Sanitätsgebäudes Investitionen von gesamthaft 33 500 Franken bewilligt worden. Für den Badi-Betrieb zeichnet interimistisch Badmeister-Stv. Faro Babamazid und sein Badewachen-Team verantwortlich, nachdem die Suche nach einem Badmeister/Werkdienstangestellten erfolglos geblieben ist.

Ferner hat der Gemeinderat ...

Sanierungsbedürftig: die Ottenloostrasse in Mettmenstetten. (Bild zvg.)

Zum 90. Geburtstag Heute, 2. Mai, feiert Michele LatorrePisani in Stallikon seinen 90. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen alles Gute und ein schönes Fest.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@azmedien.ch

Energie-Förderprogramm Gestützt auf das von der Gemeindeversammlung erlassene Förderprogramm «Rationeller Energieverbrauch und alternative Energieerzeugung» bzw. der für die Jahre 2017–2019 bewilligten Rahmenkredite von 50 000 Franken pro Kalenderjahr hat der Gemeinderat die sechs 2017 eingegangen Beitragsgesuche zur Auszahlung bewilligt, total 7300 Franken. Im Rahmen des Projektes «Energiestadt – Mettmenstetten handelt energiebewusst» werden die Mettmenstetter-Hauseigentümer ermuntert, ihren Energiebedarf zu überprüfen, wo immer möglich zu reduzieren und durch erneuerbare Energien zu decken. Die Voraussetzungen zum Erhalt von Fördergeldern sind unter www.mettmenstetten.ch, Stichwort Energie, auffindbar.

setzungen vielerorts sogenannte Ortskommandoposten (OKP) als Schutzanlagen erstellt worden. Eine solche unterirdisch angeordnete Anlage wurde in Mettmenstetten, Niederfeldstrasse (oberhalb Sportplatz Gramatt) für die Bedürfnisse der mittlerweile aufgehobenen Zivilschutzorganisation Mettmenstetten-Knonau-Maschwanden Ende der 1970er-Jahre realisiert. Die zuständige Bezirkszivilschutzorganisation hat den Gemeinderat informiert, dass der Ortskommandoposten für die Bedürfnisse der auf Bezirksebene bestehenden Zivilschutzorganisation, Sicherheitszweckverband Albis, nicht mehr benötigt wird und daher grundsätzlich aufgehoben bzw. die Einrichtung rückgebaut werden kann. Der Gemeinderat unterstützt dieses Vorgehen und strebt nachher eine Nutzungsänderung der Anlage (Kulturgüterschutzräume) an.

Ortskommandoposten Aufgrund des Bundesgesetzes über den Zivilschutz sind im Hinblick auf mögliche kriegerische Auseinander-

Bauabrechnungen Gegen zehn Bauabrechnungen, darunter die Sanierung der Alten Dachlis-

serstrasse, Hauptikonerstrasse, Leigrüppenstrasse, Fusswegverbindung Püntenstrasse konnten genehmigt worden. Lediglich in einem einzigen Fall resultierte eine Kostenüberschreitung von knapp 2000 Franken. Bei einer Abrechnungssumme von gesamthaft 1,035 Millionen Franken betrug die Kostenunterschreitung insgesamt rund 140 000 Franken.

Liegenschaften Aufgrund der positiv verlaufenen Abstimmung vom 24. September 2017 über den Projektierungskredit zur Erweiterung der Schulanlage Mettmenstetten ist die Weiterbearbeitung aufgenommen worden. Im Einvernehmen mit der Primarschulpflege hat der Gemeinderat das Projekthandbuch sowie das vorgelegte Vorprojekt (Pläne, Termine, Rückmeldungen) genehmigt und der Auslösung der weiteren Bearbeitungsschritte zugestimmt. Bauprojekt und -kredit werden der Urnenabstimmung vom 23. September 2018 vorgelegt.

• im zustimmenden Sinne von dem per 31. Dezember 2017 erstellten Grundstückgewinnsteuer-Abschluss (124 Veranlagungen / Fr. 2 315 123.75 Einnahmen) Kenntnis genommen. Für die 154 noch nicht veranlagten Grundstückgewinnsteuerfälle liegen Akontozahlungen von Fr. 3 254 925.15 vor. • die per Ende 2017 vorliegende Liegenschaftengebührenabrechnung (Abwasser-/Kehrichtgebühren von Fr. 547 531.20/295 607.70) gutgeheissen. • Gastgewerbepatente an Grujo Gajic, Mettmenstetten, für den Schwimmbad-Kiosk, Bolletrasse bzw. Claudia Bickel, Knonau, für einen Imbisswagen Spielbetrieb FC KnonauMettmenstetten-Maschwanden, Sportplatz Gramatt, erteilt. • der Weiterführung der vom Dienstleistungscenter Amt (Dileca) für im Abfallmanagement Bereich Separatsammlungen erbrachten Dienstleistungen zugestimmt. • an die EnergieRegion Knonauer Amt für die Tage der Sonne (25. Mai – 3. Juni) bzw. den Elektromobilitätstag (8. Juni) einmalige Beiträge von 500 / 4000 Franken zugesprochen. • für die Bedürfnisse des Bausekretariates bzw. allgemeinen Sekretariates eine Stellenerweiterung im Umfang von je 10 % bewilligt, was eine Erhöhung der für die Gemeindeverwaltung bewilligten Stellenprozente von 780 auf 800 % bedeutet. Die Arbeitspensen der jeweiligen Mitarbeiterinnen wurden entsprechend erhöht. • der Fällung eines inventarisierten Nussbaumes in Herferswil gemäss ausgestelltem Fachgutachten (Fäulnis) zugestimmt und den Grundeigentümer zu einer Ersatzpflanzung ermuntert. (Ga.) anzeige

Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

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Der Föhn hat am Sonntagabend eine sehr schöne Stimmung an den Himmel über der Reuss gezaubert. Zu sehen ist dieser Effekt nur mit einer Langzeitbelichtung (in diesem Fall: 5 Minuten). (Bild Urs Sigg)


Bezirk Affoltern

Mittwoch, 2. Mai 2018

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«Eine saubere Abfalltrennung der Haushalte erachten wir als selbstverständlich» Die Säuliämtler Gemeinden sehen beim verunreinigten Grüngut keinen Handlungsbedarf Der Verschmutzungsgrad bei Grüngutabfällen steigt. Gleichzeitig verschärft der Bund die Richtlinien. Das setzt die Kraftwerke unter Druck. Auf Gemeindeebene sieht man das weniger problematisch. ................................................... von livia häberling Jährlich verarbeitet die Ökopower AG 16 000 Tonnen Bioabfall aus dem Säuliamt und anderen Gemeinden und Städten. Dabei durchläuft das Grüngut ein mehrteiliges Reinigungsprogramm, wie Betriebsleiter Urs Zahner erklärt. Nach der Anlieferung werden die Abfälle über ein Förderband in den Schredder transportiert, wo sie verkleinert werden. Vorab sortiert ein Magnetabscheider sämtliche Metallteile aus, dann erfolgt eine erste Siebung. Die Biomasse bis 40 mm Korngrösse wird der Vergärung zugeführt, der Rest – Plastik und grosse Holzstücke – wird für die Verbrennung aussortiert. «In einem durchschnittlichen Monat sortieren wir zirka eine Tonne Metall aus dem Bioabfall.» Nach dem Häckseln gelangt das Material in einen Bioreaktor (Fermenter) und wird während 14 Tagen bei 55 Grad Celsius vergärt. Danach ist das Gärgut von Keimen und Sporen befreit und dadurch vollständig hygienisiert. Vom Fermenter gelangt die Masse in ein Entwässerungssystem, in dem der flüssige vom festen Dünger getrennt wird. Anschliessend wird das feste Gärgut nochmals in einer mobilen Sternsiebanlage von Fremdstoffen befreit. Mit im Einsatz: ein sogenannter Windsichter, der Fremdstoffe unterschiedlicher Dichte vom Gärgut trennt. Dann ist der Dünger zur Abholung bereit.

Früchte und Gemüse werden samt Plastikverpackung entsorgt «Wir betreiben grossen Aufwand, um das Grüngut vom Fremdstoff zu reinigen», betont Urs Zahner. Dennoch bleibt ein Restanteil im Dünger enthalten. «Oftmals werden Früchte und Gemüse samt Plastiksack entsorgt. Dieser Folienplastik ist besonders tückisch. Er ist bei den Siebungen nur schwer wieder aus dem Grüngut herauszubekommen.» Den Säuberungsprozess des Grünguts hält Urs Zahner jedoch für eine «Pflästerlipolitik», weil er das Problem nicht an der Wurzel beseitigt. «Wir suchen ständig nach Möglichkeiten, um all den Abfall aus dem Grüngut zu bekommen. Und das nur, weil die Bevölkerung den Abfall nicht richtig trennt.» Für ihn ist klar, dass in die Prävention und Aufklärung der Bevölkerung investiert werden muss. Aber auch die Politik sieht er in der Pflicht: «Wenn all diese Plastiksäcke verboten würden, die in den Läden teils sogar gratis abgegeben werden, wäre schon viel erreicht.» 2007 liess das Awel die Wirkung von Kompost und Gärgut in einer Studie untersuchen. Dabei wurden in Kompost und Gärgut verschiedene organische Schadstoffe gefunden, die anzeige

Der Grüngutabfall gelangt nach dessen Aufbereitung im Fermenter als Naturdünger wieder in den ökologischen Kreislauf zurück. (Grafik Ökopower AG) unter anderem in Kunststoffen enthalten sind. Das Awel kam zum Schluss, dass der Nutzen von Kompost und Gärgut für den Boden höher zu gewichten sei als der Schaden, den die Fremdstoffe anrichten, die in den beiden Düngerarten enthalten sind. Deshalb sei «ein Ausstieg aus der Verwertung von Kompost und Gärgut aus getrennt gesammelten Abfällen urbaner Herkunft weder nötig noch verhältnismässig.»

Das Awel in der Pflicht Dass der Fremdstoffanteil im Kompost und Gärgut reduziert werden muss, steht ausser Frage. Wie dies zu geschehen hat, ist weniger klar. Für das Awel muss das Thema in der gesamten Entsorgungskette angegangen werden: «Das fängt beim einzelnen Haushalt bei der sauberen Trennung an, geht über die Gemeinde, welche die Haushalte über das korrekte Trennverhalten informiert und die Qualität der Sammlung überwacht, bis hin zum Verarbeiter, der mit der Annahmekontrolle und der Produktionstechnik die geforderte Produktqualität erreichen muss.» Als Überwachungsbehörde hat das Awel dafür zu sorgen, dass die einzelnen Akteure ihre Verantwortung wahrnehmen. Hierzu sei man mit Gemeinden und Anlagenbetreibern im engen Kontakt und prüfe Massnahmen auf der gesamten Entsorgungskette. Wie diese aussehen, liess das Awel offen. Zu konkreten Massnahmen könne man derzeit nichts Näheres sagen, liess man ausrichten, und verwies auf die Gemeinden.

Ein Grossteil dessen, was nicht in den Biodünger gehört, fischt die Ökopower AG wieder aus dem Grüngut ... (Bild lhä)

Stiefmütterliche Prävention in den Gemeinden In 13 Säuliämtler Gemeinden ist die interkommunale Anstalt Dileca für die Grüngutabfuhr zuständig. Deren oberstes Organ sind die 13 Trägergemeinden, diese wiederum stellen den Verwaltungsrat, bestehend aus Delegierten des Gemeinderats. Thomas Müller, Delegierter für Rifferswil, meint zur Prävention der Gemeinde folgendes: «Wir legen dem Abfallkalender jedes Jahr ein Blatt bei, worauf die korrekte Trennung der Abfälle erklärt wird. Eigentlich erachten wir die saubere Trennung und das Wissen darüber innerhalb der Bevölkerung als Selbstverständlichkeit, deshalb haben wir bisher keine weiteren Massnahmen ergriffen.» Präventionsmassnahmen seien in der Gemeinde Rifferswil keine geplant. Ähnlich klingt es bei Gemeinderat Peter Zürcher, der in Knonau das Abfuhr- und Entsorgungswesen unter sich hat. In Knonau wird das Grüngut in einer Mulde gesammelt, und nicht von Dileca abgeholt. Nebst dem Infoblatt im Abfallkalender drucke man Informationen des Awel in unregelmässigen Abständen im Knonauer Infoblatt ab. Weitere Massnahmen seien nicht geplant. «Das Awel stellt uns Informationsmaterial zur Verfügung. Ausserdem nehme ich einmal jährlich an einem Workshop teil.» Was mit diesen Informationen passiere, sei jeder Gemeinde selbst überlassen. Die Frage, ob das Awel den Umfang oder die Art der Prävention in der Vergangenheit beanstandet habe, verneint

...dennoch passieren manche Fremdstoffe die Maschinen und landen im Biodünger auf den Feldern. (Bild sals)

Peter Zürcher. Und auch in Affoltern zeigt sich ein ähnliches Bild: «Affoltern setzt bei der Prävention und Sensibilisierung der Bevölkerung auf das Beiblatt im Abfallkalender. Weitere Massnahmen wurden bisher nicht umgesetzt und sind auch nicht in Planung», erklärt Markus Gasser, der zuständige Stadtrat. Dass die Grüngutverschmutzung im Säuliamt ein Problem wäre, sei ihm nicht bekannt. Und auch Dileca-Geschäftsführer Franz Liebhart erklärt auf Anfrage, innerhalb der Dileca sei die Verschmutzung des Grünguts seit einiger Zeit kein Thema mehr gewesen.

Die Stadt Dübendorf als Vorbild Einen anderen Weg eingeschlagen hat Dübendorf. Die Stadt hat ihr Abfallproblem erkannt und bei der Grüngutentsorgung ein Ampelsystem eingeführt. Container mit Fremdstoffen wurden nicht mehr geleert und mit einem roten Kleber verstehen. Solche mit grenzwertigem Verschmutzungsgrad wurden mit einem orangen Warnkleber markiert und bei der nächsten Tour nicht mehr geleert, falls sich der Fremdstoffanteil nicht verringert hat. Für dieses vorbildliche Handeln hat Biomasse Suisse die Stadt Dübendorf im Jahr 2012 mit dem «Green Award» ausgezeichnet. Franz Liebhart erklärt, dass das beauftragte Abfuhrunternehmen im Säuliamt ähnlich vorgehe. Container, in denen Fremdstoffe auf den ersten Blick ersichtlich sind, werden von der Obrist Transport + Recycling AG stehengelassen. Sie werden mit einem Kleber markiert, worauf der Grund für die nichterfolgte Leerung angekreuzt wird. Wie viele Container im Säuliamt auf diese Weise nicht geleert werden, kann die Obrist Transport + Recycling allerdings nicht sagen, sie führt darüber keine Statistik. «Die saubere Trennung des Abfalls ist Aufgabe der Haushalte», erklärt Geschäftsleiter Thomas Meier und räumt ein, dass man bestrebt sei, so viel Grüngut wie möglich einzusammeln.

kommentar

Lösungen statt Schuldige von livia häberling

I

m Jahr 2015 hat jede Person in der Schweiz 742 Kilogramm Abfall produziert. Wer so viel Müll verursacht, steht bei dessen Entsorgung und Wiederverwertung besonders in der Pflicht. Wo aber beginnt diese Verantwortung, wo endet sie – und wer nimmt sie wahr? Bei der Wiederverwertung der Grüngutabfälle im Säuliamt läuft einiges schief. Plastik und andere Fremdstoffe haben auf Gemüsefeldern nichts verloren. Verantwortlich für dieses Debakel scheint sich indes niemand zu fühlen. Die Akteure innerhalb der Entsorgungskette schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Die (Um-)Weltverschmutzung durch Plastik hat sich zu einem immensen globalen Problem entwickelt. Schuldige zu küren, hilft nicht weiter. Wer sich durch Schuldzuweisungen aus der Verantwortung windet, hat die Tragweite des Problems nicht erkannt. Gesucht sind keine Schuldigen. Gesucht sind Lösungen zur Bekämpfung des Problems. Und vor allem sind Akteure gesucht, die bereit sind, über ihr eigenes Gärtchen hinauszudenken.


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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 2. Mai 2018

Die Vögel rund ums Haus zählen

75 Jahre Einsatz für die Natur Seit einem Dreivierteljahrhundert setzen sich die Fachstellen für Natur- und Landschaftsschutz des Kantons Zürich für natürliche Vielfalt sowie wertvolle Lebensräume und Landschaften ein. Der bevölkerungsstärkste Kanton der Schweiz ist mehr als der «Stadt- und Wirtschaftskanton», als der er häufig wahrgenommen wird. Er verfügt immer noch über einzigartig schöne Gebiete, die als Lebensräume von Tieren und Pflanzen wie auch als Naherholungsgebiete für die Bevölkerung von grosser Bedeutung sind. Das Bewusstsein, dass diese Naturwerte schützenswert sind, ist im Kanton schon vor langer Zeit gekeimt. Mitten im Zweiten Weltkrieg und unter den Bedingungen der «Anbauschlacht» stellte die Zürcher Regierung 1941 die Ufer des Greifensees unter Schutz. Wenig später, am 1. Dezember 1942, engagierte der Kanton seinen ersten Beauftragten für den Natur- und Landschaftsschutz. Zum 75-Jahre-Jubiläum lancierten die Fachstellen für Natur- und Landschaftsschutz die mit Geldern aus dem Lotteriefonds finanzierte Kampagne «5-Sterne-Natur». Ziel der Kampagne ist es, der Zürcher Bevölkerung den Wert der Natur- und Landschaftsschutzgebiete aufzuzeigen. Über drei Wochen im Wonnemonat Mai markieren auffällige Banner 75 ausgesuchte Natur- oder Landschaftsschutzgebiete im Kanton Zürich. Etwa das Obfelder Lunnergrien, wo der Pirol singt, der Türlersee oder das Rifferswiler Moorgebiet Chrutzelen. (pd./tst.) Weitere Infos unter www.5SterneNatur.zh.ch.

Aktion «Stunde der Gartenvögel» BirdLife Schweiz lädt vom 4. bis 6. Mai zum siebten Mal die Bevölkerung ein, an der Vogelzählung «Stunde der Gartenvögel» mitzumachen. Gartenbesitzerinnen und -besitzer können dabei auch herausfinden, wie attraktiv ihr Garten für die Natur ist. Die drei Jungbären aus dem Langenberg haben im Tiergarten Straubing ein neues Zuhause gefunden. (Bild Tiergarten Straubing)

Neues Zuhause für die Langenberg-Jungbären Der Wildnispark Zürich hat für seine drei männlichen Jungbären im Tiergarten Straubing in Deutschland ein neues Zuhause gefunden. Der Transport der drei Braunbären vom Langenberg nach Straubing, Deutschland, hat einwandfrei geklappt. Am 17. April hat der Wildnispark Zürich seine drei Jungbären, die im Winter 2015/16 auf die Welt gekommen sind, in den Tiergarten Straubing in Niederbayern transportiert. Der Transport hat ohne Schwierigkeiten geklappt. Im Tiergarten Straubing, der in einen Erholungspark eingebettet ist, bewohnen die Braunbärenbrüder gemeinsam eine Anlage. Der Transfer nach Straubing wurde in Absprache

mit dem Verantwortlichen des Europäischen Zuchtbuchs organisiert.

Männlicher Bär am Hinterbein verletzt Kurz nach dem Transport der drei Jungbären hat sich der erwachsene männliche Bär im Langenberg an einem Hinterbein derart verletzt, dass er aktuell nicht darauf abstehen kann. Eine tierärztliche Untersuchung konnte keine Verletzung an den Knochen feststellen. Der Bär ist bis auf Weiteres zur Beobachtung in der Abtrennanlage und wird medikamentös behandelt. Die erwachsene Bärin geniesst die Ruhe in der Schauanlage und kann von den Besucherinnen und Besuchern beim Baden im Teich und auf der Futtersuche durch die Anlage gut beobachtet werden. (pd.)

Wie viele Vogelarten kommen in den Schweizer Gärten oder rund um das Haus vor? Welches sind die häufigsten Arten? Und welche Elemente sind für die Vögel besonders wichtig? Um diese Fragen dreht sich die Aktion «Stunde der Gartenvögel». 2017 konnten die Teilnehmenden in insgesamt 800 Gärten und Parks knapp 32 000 Vögel aus 129 Arten beobachten. In besonders naturnahen Gärten wurden bis zu 30 Vogelarten gezählt. Die Teilnahme ist einfach. Es reicht, sich im Zeitraum vom 4. bis am 6. Mai eine Stunde lang in den Garten, vor das Haus oder in einen nahen Park zu setzen und die Vögel zu beobachten. Jede Art wird notiert, vom Haussperling über die Türkentaube bis zum Girlitz oder Gartenrotschwanz. Auch überfliegende Arten wie Mäusebussard, Rabenkrähe oder Rauchschwalbe dürfen aufgeschrieben werden. Man notiert jeweils für jede Art die höchste Anzahl gleichzeitig beobachteter Individuen. Schliesslich gibt man noch an, welche naturnahen Strukturen im beobachteten Gebiet vorhanden sind. Danach können die Beobachtungen per Smartphone, Computer oder Post-

Heimlich, aber relativ häufig: die Mönchsgrasmücke. (Bild BirdLife Schweiz) karte gemeldet werden. BirdLife Schweiz analysiert die Daten und zeigt auf, wie viele Vogelarten in einem durchschnittlichen Schweizer Garten vorkommen. Zudem stehen viele Informationen bereit, wie man die Vögel und die Natur rund um das Haus fördern kann, etwa indem man Blumenwiesen anlegt, einheimische Sträucher und Bäume pflanzt und naturnahe Strukturen wie Asthaufen fördert. «Gärten, Parks und andere Grünflächen im Siedlungsraum sind für die Natur sehr wichtig», sagt Stefan Bachmann, Mediensprecher von BirdLife Schweiz. «Allerdings besteht noch viel Potenzial, denn einige Arten wie der Haussperling oder der Igel gehen mancherorts markant zurück.» (pd.) Infos und Meldeformular: www.birdlife.ch/sdg, www.birdlife.ch/gartenvogelapp.


Bezirk Affoltern

Mittwoch, 2. Mai 2018

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Um des blossen Dankes willen Monika Stocker referierte in Affoltern über Freiwilligenarbeit Frei und willig – unter diesem etwas ironisch aufmüpfigen Titel lud die reformierte Kirche Affoltern zu einem Vortrag von Monika Stocker, alt Nationalund Stadträtin und Sozialvorsteherin von Zürich, sowie zur Präsentation von Freiwilligenprojekten der reformierten Kirchen des Bezirks.

Solidarität investiert darin, was uns verbindet. Zeit und Engagement werden aus Mitgefühl und Zusammenhalt eingebracht. Für einen Herzenslohn und meist als Win-win-Situation für beide Seiten. «Ohne das wäre unsere Lebensqualität sehr viel geringer. Die vielen freiwillig Tätigen sind eine Ressource, wie das ja heute heisst, die nicht hoch genug eingeschätzt werden kann», meint Monika Stocker, wartet dann aber doch mit einigen konkreten Zahlen auf: In der Schweiz wird Freiwilligenarbeit im Wert von 400 Milliarden Franken pro Jahr geleistet, ob sozial-karitativ, in Sport, Kultur oder Kirche. Haus- und Familienarbeit sowie Kinderbetreuung macht man nebenbei; rechnet man die Vollkosten aus oder muss man sie bezahlen, kommt diese Arbeit auf 100 Franken pro Tag. Nur schon bei den 46 Mitgliedern der GrossmütterRevolution kommt in einem Jahr Arbeit im Wert von über zwei Millionen Franken zusammen. Das ist volkswirtschaftlich relevant!

................................................... von denise bohnert Im Chilehuus Affoltern mussten am letzten Mittwoch zusätzliche Stühle aufgestellt werden, mehr Publikum als erwartet war erschienen. Zirka 80 Personen füllten den Ulmensaal, zehn Prozent Männer, die anderen 90 Prozent Frauen mittleren bis reiferen Alters, die meisten aktiv in Freiwilligenprojekten engagiert, andere am Vortrag von Monika Stocker – oder am internationalen Apérobuffet? – interessiert. In ihrer Begrüssung beschrieb die Sozialdiakonin der Kirchgemeinde Affoltern, Gabriela Bregenzer, Monika Stockers Einsatzgebiete. Von 1987 bis 1991 als Nationalrätin der Grünen und von 1994 bis 2008 Vorsteherin des Sozialdepartements im Zürcher Stadtrat, ist die ehemalige Sozialarbeiterin und Politikerin heute immer noch viel unterwegs, um ihre Erfahrungen weiterzugeben. Als Klima-Seniorin, Mitglied der GrossmütterRevolution und Präsidentin der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter setzt sie sich nach wie vor aktiv für die Aufwertung der Freiwilligenarbeit ein. Die staatliche Sozialarbeit kann für die – strukturelle oder finanzielle – Unterstützung Bedürftiger da sein, aber «der Staat kann nicht lieben», so lautet, nach einem Zitat von Pfarrer Sieber, auch der Titel ihres Handbuchs für die Organisation von Freiwilligenarbeit. Frei bedeutet gratis, also um des blossen Dankes willen, seine Arbeitskraft

Aufwertung und Einsicht

Monika Stocker schöpft aus lebenslanger Erfahrung, redegewandt und mit Humor, aber auch eindringlich referierte sie in Affoltern zu Freiwilligenarbeit. (Bild Denise Bohnert)

einzubringen. Willig sei mit motiviert gleichzusetzen.

Freiwilligenarbeit – widerständig und wertvoll «Sie sind eine komische Gruppe», so begrüsste die Referentin die Anwesenden, «an einem so schönen Abend hier zu sein statt am Grill.» Freiwilligenarbeit – ausserhalb des Marktes alles Käuflichen, der Preis-Leistungskriterien und des Jammerns über Aufwand und Kosten der Sozialpolitik zu stehen, zusammen mit vielen andern –

sei schon etwas widerständig, meint sie schmunzelnd. Es bestehe aber, als Pendant zu den Rechten, auch eine gewisse Fürsorgepflicht in der grösseren Gemeinschaft. Denn wir alle kommen bedürftig in dieses Leben, sind angewiesen auf ein soziales Umfeld und Engagement. Im Ingress der Bundesverfassung steht seit 1999: «Die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen.» Wasser, Gesundheit und Fürsorge stellt der Markt nicht her. Der Markt rechnet Investition gegen Rendite auf.

Eine Aufwertung der Freiwilligenarbeit durch soziale Sicherheit gäbe ein besseres Gefühl. Seit der 10. AHV-Revision gibt es die Erziehungsgutschrift bei der AHV für über 15 Jahre Erziehungsarbeit. Monika Stocker hätte noch andere Ideen, um freiwillig Arbeitende zu entschädigen: Reduktion der Krankenkassenprämie, Zeitgutschriften oder Preisreduktion für Care-Dienstleistungen, Steuerabzüge ... Schwierig zu realisierende Projekte. Freiwillige schaffen Geborgenheit, ein Heimatgefühl, Zugehörigkeit, menschliche Verankerung. Und nicht zu vergessen: sicher werden noch viel höhere Kosten dadurch verhindert, dass Menschen eingebunden sind in Gemeinschaften, statt am Rande der Gesellschaft zu verkümmern. Menschliche und soziale Werte sowie der Solidaritätsgedanke werden gestärkt und weitergegeben.

Das Rote Kreuz, Frauenorganisationen, die Kirche, Pro Senectute, Gemeinnützige Gesellschaften sind Beispiele grösserer Organisationen für soziale Einsätze. Monika Stocker erwähnt auch «Seitenwechsel», ein Projekt, das Führungskräften aus der Wirtschaft durch begleitete Arbeitseinsätze Einsicht in soziale Institutionen (Suchtklinik, Behindertenwerkstatt, Pflegeheim, Psychiatrie, Zentren für Asylsuchende etc.) ermöglicht. Zur Erweiterung des Horizonts.

Tue Gutes und sprich darüber Nach diesem Motto ermuntert die redegewandte Referentin in ihrer humorvoll lebendigen Art die Anwesenden, dranzubleiben und über ihre Engagements zu erzählen. Die reformierte Kirche, Organisatorin dieser Veranstaltung in Affoltern, hat genau das vor. Im Anschluss werden diverse laufende Projekte vorgestellt, die weitere Mittuende anwerben möchten. Und das nicht nur für Gottes Lohn: Sorgfältige Begleitung, Schulungen, Weiterbildung, Austausch, Spesenentschädigung, Unfall- und Haftpflichtversicherung sowie Einsatzbestätigungen werden geboten und das Versprechen, dass Freiwilligenarbeit sehr viel Freude bereite. Beim internationalen Apérobuffet, organisiert vom Ämtler Tandem, kommen sich die Anwesenden näher, schnell entstehen Gespräche, manche möchten auch nach der Fragestunde noch ein persönliches Wort an Monika Stocker richten und der Abend klingt mit einem Gefühl der Solidarität, wenn auch im Bewusstsein, dass diese noch vielerorts fehlt, aus. Projekte der reformierten Kirchen im Bezirk Affoltern › www.refkircheaffoltern.ch. Ämtler Tandem: Kontakt zwischen Schweizern, Schweizerinnen und Flüchtlingen, Obfelder Dorftreff, Mittagstisch für Seniorinnen und Senioren, Besuchsdienste, freiwilliger Fahrdienst und Basargruppen in diversen Gemeinden, «mitenand» Freiwillige unterstützen Familien.

Aktive Werterhaltung der Immobilie im Fokus Traditioneller Frühlingsanlass des Hauseigentümerverbands Albis in Affoltern Am traditionellen Frühlingsanlass des HEV liessen sich Haus- und Wohnungsbesitzer sowie Gebäudeverwalter über die Möglichkeiten der Sanierung von Wasserleitungen und Bodenheizungsrohre orientieren. ................................................... von martin mullis Im Saal des Mehrzweckgebäudes an der Büelstrasse in Affoltern, mussten die Stühle am vergangenen Donnerstagabend etwas zusammengerückt werden. Der Präsident des Hauseigentümerverbandes Albis, René Homberger, durfte gegen 170 Haus- und Wohnungsbesitzer zum traditionellen Frühlingsanlass begrüssen. Nicht zuletzt waren natürlich die beiden angekündigten Fachreferenten schuld am Grossandrang der interessierten Immobilienbesitzer. Ulrich Hauri, Abteilungsleiter Haustechnik bei der Wasserversorgung der Stadt Zürich, sprach über die Innensanierungen von Trinkwasserleitungen. Hauri, sozusagen Herr über 800 öffentliche Brunnen in der Stadt Zürich, bezeichnete das Trinkwasser als das Lebensmittel Nummer eins und als einzigen Rohstoff der Schweiz. Bevor er auf die Möglichkeiten der

verschiedenen Sanierungsmassnahmen zu sprechen kam, hielt er dezidiert fest, dass Hausbesitzer von der Einspeisung ins Gebäude bis zu den Armaturen in Küche und Bad für die Qualität des Wassers selbst verantwortlich seien. Für die Rohrinnensanierungen der Leitungen stehen hauptsächlich zwei verschiedene Systeme zur Verfügung.

Bevor Homberger seine Gäste zum anschliessenden Apéro riche einlud, wies er noch auf die seit kurzer Zeit in Kraft getretenen Statuten des Hauseigentümerverbands Albis hin. Er beton-

te insbesondere, dass diese bezüglich der Bestimmungen für die Mitgliedschaft erweitert wurden. Alle natürlichen oder juristischen Personen, welche Eigentümer eines in Art. 655 des

ZGB definierten Grundstücks sind, Rechte an einem solchen besitzen oder den Vereinszweck des HEV Albis auf andere Weise unterstützen, sind als Mitglieder herzlich willkommen.

Heizungsrohre schonend mit Schaumstoff reinigen Daniel Weiss, Geschäftsführer der Firma Weiss AG, Wassertechnik, informierte danach über die Sanierungsmöglichkeiten von in die Jahre gekommenen Bodenheizungen. Es gelang ihm ausgezeichnet, die zum Teil komplizierten Vorgänge mit witzigen Vergleichen zu erklären. Bei den Pflege- und Unterhaltstechniken, mit denen seine Firma arbeitet, wird sowohl auf den Einsatz von Chemie sowie auch auf Sandstrahlen verzichtet. Mit dem von der Firma entwickelten Girojet-Verfahren werden die Rohre im Inneren drucklos und mit einem sanften Schaumstoff-Laufkörper schonend gereinigt. Er betonte, dass ein professionell gereinigtes Bodenheizregister die Energieeffizienz und den Wirkungsgrad des Heizsystems steigert und sich somit auszahlt.

Der Präsident und die Sanierer. Von links: Daniel Weiss, Wassertechnik Weiss AG, HEV-Albis-Präsident Réne Homberger und Ulrich Hauri, Wasserversorgung Stadt Zürich. (Bild Martin Mullis)


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Bezirk Affoltern

Mittwoch, 2. Mai 2018

Das Obfelder Gewerbe lud zum Dorffest Die Expo im Zendenfrei war nicht nur Ausstellung, sondern auch Chilbi, Treffpunkt und Festhütte Das Gewerbe in Obfelden und Umgebung hat vom Freitag bis Sonntag seine Vielfalt und Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Resultat war eine beeindruckende Expo. ................................................... von thomas stöckli «Eigentlich ist es wahnsinnig, so einen Aufwand zu betreiben», sagte Werner Scherrer, Präsident des Zürcher Gewerbeverbands. Beim Rundgang zeigte er sich beeindruckt von der Vielfalt und der Kreativität der Aussteller in Obfelden. Zeigen, was man macht und mit den Leuten ins Gespräch kommen. Darum geht es bei einer Gewerbeausstellung. «Das Gewerbe schafft Arbeitsplätze, zahlt Steuern und unterstützt die Vereine, es leistet so einen wichtigen Beitrag fürs Zusammenleben in der Gemeinde», rief Olivier Hofmann, Kantonsrat und Präsident des Bezirksgewerbeverbands, in Erinnerung. Das zeigte sich auch an der Ausstellung selber: So würdigte Gemeindepräsident Thomas Ammann die «Expo» als «Dorf-Anlass mit tollem Rahmenprogramm», als ein «Highlight fürs ganze Dorf». Er wagte sogar den Vergleich mit der FussballWM, welche auch alle vier Jahre mit Vorfreude erwartet werde und ebenso Leidenschaft und Herzblut vereine.

Schwungvolle Eröffnung: OK-Präsident Jürg Meier hat das rote Band durchschnitten. (Bild Beat Streiff)

Liebevoll gestaltet. (Bilder Thomas Stöckli)

Streetart-Flügel und Handwerk Der geplante «kurze» Rundgang durch die Ausstellung dürfte sich bei manchem Besucher in die Länge gezogen haben. Schliesslich gab es viel zu sehen und auch zu erleben. Mit seiner Streetart-Kreation hat Luca Launer ein Stück Hollywood nach Obfelden gebracht. Die Engelsflügel, für die er sechs Stunden investiert hat, waren ein beliebtes Fotomotiv. In der Polsterwerkstatt von Kurt Wohndesign konnte man zusehen, wie Handwerksstücke Gestalt annehmen, beim Gipsergeschäft Bischofberger hören, was schallabsorbierende Platten bewirken. Einmal mehr als Einheit präsentierten sich auf der Zendenfrei-Bühne die Zimmerei Blum, Häberling Bau, Bolzli Gartengestaltung und Finetra. Passend zum Expo-Motto «Alle fliegen hin» hatten sich die vier Inhaber für den Werbeauftritt in Pilotenmontur geworfen. Eine Gemeinschaftsproduktion war auch die beliebte Modeschau. Unter grossem Applaus wagten sich die Gewerbler auf den «Laufsteg», eingekleidet von Rey Herrenmode, gestylt von Coiffeur Alfilo und mit Brillen von Vista Optic.

Handwerk erleben in der Polsterwerkstatt von Kurt Wohndesign.

Gelegenheit für einen Schwatz: Cedric Blatty und Dani Bill.

Kantonsrat Olivier Hofmann mit Werner Scherrer, Präsident Zürcher Gewerbeverband.

Bunte Drinks bei Maler De Pretto.

Das Alfilo-Team beim Selfie vor der Modeschau.

Reaktionsfähigkeit gefragt Schnelle Reflexe waren bei der Mobiliar gefragt. Wer hier gewinnen wollte, musste den Buzzer dreimal im richtigen Moment drücken. Ins Schwitzen konnte man derweil an der Reaktionswand «t-wall» der ZKB geraten. Ein gutes Warmlaufen für den Chilbiplatz: Auf der «Schifflischaukel» war schliesslich auch Körpereinsatz gefragt, um in die Höhe zu schwingen. Auch wenn das Verkaufen an einer lokalen Gewerbeausstellung nicht an erster Stelle stehen soll, so geht es natürlich trotzdem darum, etwas zu machen fürs eigene Geschäft. Und das scheint vielen geglückt zu sein. Auch wenn das Publikum nicht in Massen kam, so ergab sich doch ein intensiver Kontakt. Schon in den ersten drei Stunden habe er fünf Termine vereinbaren können, verriet ein Aussteller begeistert. Und nicht zuletzt hat die Ausstellung die Gewerbler zusammengeschweisst. Dies insbesondere, weil man gemeinsam in Fronarbeit zum Gesamtbild beigetragen hat.

Bewegungsförderung bei der ZKB.

Luca Launer hat sich für seine Flügel in Los Angeles inspirieren lassen.

Bahnhof Obfelden: Die Dampflok kam gut an.

Treffsicherheit beim Büchsenwerfen.

Der Maurer-Nachwuchs am Werk.

Herzstück der Nostalgie-Chilbi: die «Schifflischaukel».


Bezirk Affoltern/Dienstleistungen

Sänger gesucht

Natur-Erlebnis

Der Cäcilienverein Affoltern führt im Herbst ein Konzert mit weltlichen Melodien auf. > Seite 11

Die OLG Säuliamt organisiert am Samstag, 5. Mai, in Hedingen den «OL für alle». > Seite 14

Mittwoch, 2. Mai 2018

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Motorsportgeschichte Der Ämtler Urs E. Kneubühl war mit seinem Formel Ford 166 RF am GP Mutschellen. > Seite 15

«Jede Blume aus unserem Haus hat ihre eigene Geschichte» Mai-Verkauf auf dem Götschihof im Aeugstertal Am Samstag, 5. Mai, ist es wieder so weit: Dann findet in der Solvita Gärtnerei von 8 bis 16 Uhr der jährliche Mai-Verkauf statt. Zur Auswahl stehen nebst Balkonblumen auch unzählige Gemüsesetzlinge und Kräuter. Ines Strahl macht ihrem Nachnamen alle Ehre, als sie an diesem Nachmittag mit einem Topf Petunien im Gewächshaus der Gärtnerei steht. Sie strahlt über das ganze Gesicht, aus Freude an der Pflanze, die in den letzten drei Monaten in der Solvita Gärtnerei herangewachsen ist. «Jede Blume und jedes Produkt aus unserem Haus hat ihre eigene Geschichte», sprudelt es aus ihr heraus. Eine Geschichte, die von Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Lebenshintergründen handelt. Denn die Gärtnerei der Solvita Stiftung ist eine spezielle Gärtnerei. In ihr finden Menschen mit physischen, psychischen und kognitiven Beeinträchtigungen eine Arbeit. Zusammen mit ihren beiden Arbeitskolleginnen bietet sie im Aeugstertal zwei Lehrstellen und vier geschützte Arbeitsplätze an. «Wir bieten Ausbildungs- und Arbeitsplätze auf dem zweiten Arbeitsmarkt für Menschen, die auf dem üblichen Arbeitsmarkt keine Chance erhalten», erklärt Ines Strahl. «Bei uns stehen die betreuten Mitarbeitenden und ihr Wohlbefinden an erster Stelle. Deshalb spielt für uns der Faktor Zeit in der täglichen Arbeit eine andere Rolle».

Die Stärken der betreuten Mitarbeitenden fördern Vieles, was Menschen im üblichen Arbeitsmarkt leicht von der Hand geht, stellt die Mitarbeitenden in der Solvita Gärtnerei täglich vor grosse Herausforderungen. «Wir nehmen uns

Ines Strahl, die Leiterin der SolvitaGärtnerei, inmitten von blühenden Petunien. (Bild zvg.) die Zeit, die einzelnen Arbeitsschritte immer wieder zu üben, bis unsere betreuten Mitarbeitenden sie erfolgreich umsetzen können. Besonders wichtig ist uns, dass die Mitarbeitenden dort gefördert werden, wo ihre Stärken liegen». Ines Strahl erklärt, was sie damit meint: «Wenn eine Mitarbeitende sehr ausgeprägte feinmotorische Fähigkeiten hat, dann ist sie möglicherweise die ideale Person für den Umgang mit Jungpflanzen. Jemand anders hingegen arbeitet gerne im grobmotorischen Bereich und nimmt deshalb lieber die Aufbereitung der Komposterde vor».

Überprüfen heisst Loben Die Mitarbeitenden erhalten die Zeit, die sie benötigen, um in einem wertschätzenden Klima zu lernen. Auf die Qualität, das betont Ines Strahl deutlich, legt sie jedoch grossen Wert. «Unsere Gärtnerei muss sich nach den normalen marktwirtschaftlichen Kriterien behaupten. Von uns wird eine hohe Qualität erwartet, und diese möchten wir natürlich erbringen.» Für die Mitarbeitenden heisst das: Üben, üben, üben, bis der Arbeitsschritt sitzt, auch wenn er noch so knifflig ist. Eine solch anspruchsvolle Tätigkeit ist das Pflanzengiessen. Zu wissen,

wann eine Pflanze Wasser benötigt, braucht viel Erfahrung. Die SolvitaMitarbeitenden prüfen jede Pflanze anhand einer Checkliste nach verschiedenen Kriterien. Welche Farbe hat die Erde? Ist sie eher warm oder kühl? Ist die Blattstruktur gespannt oder flach? Anhand dieser Fragen gelingt es den Mitarbeitenden, selbstständig zu entscheiden. Braucht eine Pflanze ihres Erachtens Wasser, wird sie mit einem Stecker markiert. Haben sie fertig kontrolliert, prüft Ines Strahl nach, ob sie zu den gleichen Ergebnissen kommt und die Pflanzen tatsächlich Wasser benötigen. Stimmt etwas nicht, ist das nicht tragisch: «Scheitern ist bei uns nicht schlimm, wir üben einfach weiter». Und überhaupt, meint Ines Strahl, und lacht wieder über das ganze Gesicht: «Was heisst überprüfen? Überprüfen heisst nichts anderes, als Lob abzuholen. Es ist doch schade, wenn die Mitarbeitenden etwas können, und dafür nicht gelobt werden!»

Riesige Auswahl an Setzlingen, Blumen und Gemüsesorten Am kommenden Samstag steht nun der traditionelle Mai-Verkauf an. Zwischen 8 bis 16 Uhr sind Kundinnen und Kunden herzlich eingeladen, das grosse Sortiment zu entdecken, das im Aeugstertal im Knospe-zertifizierten Bio-Umstellungsbetrieb heranwächst. Im Angebot sind nebst unzähligen Biokräutern auch diverse Gemüse und Salatsetzlinge sowie Balkonblumen und Sommerflor. Einige ProSpecieRara Produkte ergänzen das Sortiment. Besonders gross ist die Auswahl der Solvita-Gärtnerei bei den Tomaten: Nicht weniger als 21 Sorten sind im Sortiment. (pd.) Mai-Verkauf auf dem Götschihof mit Kaffee und Kuchen am Samstag, 5. Mai, 8 bis 16 Uhr, Riedstrasse 14, Aeugstertal, Telefon: 044 735 58 20.

Authentische Ayurvedamassagen Im Mangalam Yoga & Ayurveda in Affoltern Ayurveda ist eine mehr als 6000 Jahre alte ganzheitliche, medizinische Gesundheitslehre. Im Mangalam Yoga & Ayurveda in Affoltern werden verschiedene Massagen angeboten. Die ayurvedische Massage ist ein Teil dieser Lehre und unterstützt die Blutzirkulation, das Nervensystem und das Lymphsystem. Der Blutdruck wird harmonisiert, Verspannungen und Schmerzen können sich lösen. In Affoltern findet man seit bald fünf Jahren im OVA Areal das «Mangalam Yoga & Ayurveda». Das Wort Mangalam stammt aus der altindischen Sanskritsprache und bedeutet so viel wie: Fülle – Glück – Wohlergehen. Entspannt in Einklang mit Körper, Geist und Seele den Lebensweg gehen. Anita Würmli, ärztlich diplomierte Masseurin und Ayurvedatherapeutin mit 28 Jahren

Berufserfahrung, bietet ganzheitliche Behandlungen. In ihren Massagen haben neben dem Ayurveda mit auserlesenen Ölen vor allem auch Heilsteine, Kräuter und Klangschalen einen festen Platz gefunden. Für die Frühlingszeit empfiehlt sie besonders die Garshanmassage. Eine wunderbare Ganzkörperbehandlung mit Rohseidenhandschuhen bei der durch Streichungen und kreisenden Bewegungen ein sanfter Peelingeffekt erreicht wird. Durch die feine Struktur der Rohseide werden abgestorbene Hautzellen entfernt, danach wird der ganze Körper mit einem für den Kunden zusammengestellten ayurvedischen Öl nachgeölt, die Haut wird wieder zart und frisch. In der abschliessenden Phase werden sie nach Wunsch mit den feinen Schwingungen der tibetischen Klangschalen begleitet, um die Massage abzurunden. Alternativ bietet sie die Marma-

Anita Würmli. (Bild zvg.) massage an. Diese Therapie ist eines der grossen Heilungsgeheimnisse des Ayurveda, die Kunst der Behandlung besonderer Vitalpunkte am Körper des Menschen. Sie kann genützt werden, um den Körper zu entgiften, zur Stärkung und Vitalisierung, zur Verjüngung und Entspannung oder zum Lösen von Energieblockaden. (pd.) Weitere Infos auf: www.mangalam.ch. Für Massage bei Anita: Telefon 076 540 57 10 oder anita@mangalam.ch. Für Yoga und Massage bei Thomas Hari oder für Yoga und Ernährung bei Sabine Chandika: Telefon 044 760 36 88 oder info@mangalam.ch.

Fredy Müller (links), Vizepräsident Landi Albis, Sonia Kälin, vierfache Schwingerkönigin, und Armin Heller, Geschäftsführer Landi Albis. (Bild zvg.)

Die Schwingerkönigin zu Besuch Generalversammlung der Landi Albis Die diesjährige Generalversammlung der Landi Albis wurde nebst einem Apéro mit dem aktuellen Thema, dem bevorstehenden Kantonal-Schwingfest in Hausen am Albis, eingeläutet. Die amtierende und vierfache Schwingerkönigin, Sonia Kälin, begrüsste die 80 Genossenschafter und rund 30 Gäste im Hausemer «Löwen». Im Interview mit Fredy Müller, Vizepräsident Landi Albis, und Armin Heller, Geschäftsführer Landi Albis, verriet die Schwyzerin, dass Hausen für sie kein unbekannter Ort sei. Sie erzählte von schönen Kindheitserlebnissen, welche sie während ihrer Ferien bei einer Hausemer Bauernfamilie hatte. Hingegen verriet sie nicht, wen sie als Sieger am Zürcher Kantonal-Schwingfest sehen würde und meinte charmant: «Bei den beachtlichen auswärtigen Anmeldungen müssen sich die Zürcher Schwinger warm anziehen.»

Gute Resultate mit einem motivierten Team Nach dem feinen Nachtessen, welches vom neuen Betreiber, dem Hausemer Unternehmer-Ehepaar Michael von Arx und Joelle Apter und seiner Crew serviert wurde, konnten Verwaltung und Geschäftsleitung wiederum von einem guten Geschäftsjahr berichten. Mit 125 Mitarbeitenden, die an elf Volg-Standorten im Säuliamt, im «Albis Beck» sowie in der Verwaltung arbeiten, wurde ein Gesamtumsatz von 40.9 Millionen Franken erzielt. Damit liegt das Ergebnis um 4.3 Prozent höher gegenüber dem Vorjahr. Dank den rekordhohen angelieferten Getreidemengen in den beiden Sammelstellen Mettmenstetten und Birmensdorf erzielte der Bereich Agrar ein ausserordentlich gutes Ergebnis (+ 1 Million Franken gegenüber Vorjahr). Und auch im Geschäftsbereich Energie legte die Landi Albis zu, dies gesamthaft mit + 14 Prozent in einem hart umkämpften Markt. Hervorzuheben ist dabei die Zunahme im Heizölabsatz von 35 Prozent. Nicht ganz einfache Voraussetzungen herrschten jedoch im Detailhandel. Da kam es zu Umsatzeinbussen aufgrund mehrerer öffentlicher Baustellen, die die Zufahrt erschwerten. Ausserdem war es wegen der Umbauarbeiten tageweise zu Ladenschliessungen gekommen. Die

Umbauarbeiten waren jedoch nötig. Mit dem neuen Look könnten die Kundenbedürfnisse noch besser erfüllt werden, wie dessen Leiter Michael Zaugg an der Generalversammlung ausführte.

Die Bäckerei «Albis Beck» legte nicht nur an Umsatz zu Der neue «Albis Beck» hat sich hervorragend etabliert und war schnell in aller Munde. Dies zeigt auch die positive Umsatzentwicklung von + 9 Prozent, was zu einem Umsatz von über 2.9 Millionen Franken führte. Mit Events wie «Blick in die Backstube» ist «Albis Beck» kundennah und sorgt auch bei Kindern, für grosse Beliebtheit, weil diese so das Handwerk der Bäckerkunst live erleben können. Ohne Gegenstimme genehmigte die GV die Jahresrechnung und die Verwendung des Bilanzgewinns.

Stand der grossen Bauprojekte Die Projekte, welche letztes Jahr an der Generalversammlung genehmigt wurden, befinden sich in unterschiedlichen Stadien. Termingerecht kommt das Projekt des Neubaus des Verwaltungsgebäudes als Kompetenzzentrum Agrar mit Lager, Verkaufsfläche, Büros und Wohnungen voran. Das Wohnbauprojekt an der Ebertswilerstrasse in Hausen stockt. Die Baubewilligung ist noch in diesem Jahr zu erwarten. An einer ausserordentlichen GV vom 16. Januar 2018 wurde das Projekt für den Bau eines Landi-Marktes in Adliswil genehmigt. Das Baubewilligungsverfahren sollte in den nächsten Monaten abgeschlossen sein. Der Mieterschaft in den bestehenden Räumlichkeiten wurde auf Ende August 2018 gekündigt, um im September mit dem Abbruch zu beginnen. Nach Bauplan würde der Landi Markt im Herbst 2020 eröffnet werden. Die bestehenden Verwaltungsmitglieder sowie der Präsident der Verwaltung, Jürg Meili, wurden für weitere vier Jahre im Amt einstimmig wiedergewählt. Zum Abschied gab es für alle Anwesenden, verpackt in einer praktischen Volg-Einkaufstasche, einen Liter der beliebten und von der Landi Albis unterstützten «Di fair Milch» vom Säuliamt sowie ein auf das bevorstehende Kantonal-Schwingfest speziell kreiertes Schwingerbrot aus der hauseigenen Albis Beck. (pd.)


Veranstaltungen

Mittwoch, 2. Mai 2018

Sänger gesucht – Singen, lernen und geniessen Mitsingen, aufführen und Chorluft schnuppern Der Cäcilienverein Affoltern wird im Herbst ein Konzert mit weltlichen Melodien aufführen. Das Projekt steht unter dem Namen «Romantische Chormusik». Dazu sucht der Verein Verstärkung. Personen, die gerne singen, sind herzlich eingeladen, sich ab sofort den anzuschliessen. Lieder aus der Romantik wie beispielsweise «Waldesnacht», «Abendfeier in Venedig» und «Die Nachtigall» berühren sowohl mit zauberhafter Musik als auch mit magischen Texten. Diese sind von Johann Wolfgang von Goethe, Joseph von Eichendorff und Emanuel Geibel – um nur einige zu nennen – geschrieben worden. Die damalige Idealisierung des Zigeunerlebens inspirierte die Komponisten und es entstanden Werke wie «Zigeunerleben» von Robert Schumann und die «Zigeunerlieder» von Johannes Brahms. In dieser Zeit waren gemischte Chöre sehr beliebt; es entstanden deshalb einige bemerkenswerte Werke, die heute aber eher selten aufgeführt werden. Unter der Leitung von Maja Fluri wird der Cäcilienverein diese «Lieder der Romantik» wieder zum Klingen bringen. Um eine entspre-

Freuen sich auf Unterstützung: Der Cäcilienverein und mit Maja Fluri. (Bild zvg.) chende Klangfülle zu erreichen, suchen die Sängerinnen und Sänger Personen, die insbesondere mit Stimmen Alt, Tenor und Bass den Chor unterstützen können. Nebst dem Einstudieren der einzelnen Lieder bietet dieses «Volontariat» auch die Chance, jeweils am Anfang der Proben chorische Stimmbildung zu erfahren, wichtige Tipps rund ums Singen, Atmen, Stützen, Stimmvolumen und Intonation zu erhalten. Maja Fluri, Sopranistin, Gesangs- und Klavierpädagogin und Chorleiterin, freut sich heute schon darauf, die «Neuen» zusammen mit dem Chor stimmlich und musikalisch auf das Konzert vom 29. und 30. September vorzubereiten. Natürlich wird auch Geselligkeit im Cäcilienverein grossgeschrieben. Wer mag, kann

sich jeweils nach der Probe dem gemütlichen Ausklang des Abends anschliessen und ein Glas Wein oder anderes geniessen. Am schönsten wäre es für die Mitglieder des Cäcilienvereins, wenn der Gastsänger gleich nahtlos zum Vereinsmitglied würde. Zuerst aber werden Robert und Clara Schumann, Felix Mendelssohn und Johannes Brahms im Fokus stehen – gefühlvoll-romantische Lieder erlernen und singen, oder einfach nur mal Chorluft schnuppern. (sci) Chorproben, jeweils donnerstags ab 20 Uhr in der katholischen Kirche Affoltern. Interessierte 079 448 26 44, claudiolingenhag@gmail.com, Weitere Infos auf: www.caecilienverein-affoltern.ch.

Dr. Stefan Knoth referiert im Haus zum Seewadel

Wie viele Pflegebetten wird Affoltern am Albis im Jahre 2030 anbieten müssen? Braucht es die Langzeitpflege beim Spital mit Rigi und Pilatus, Senevita und das Haus zum Seewadel? Welche Bedürfnisse müssen abgedeckt werden können? Und welche Angebote werden benötigt? Genau auf diese Fragen wird der Pflegewissenschaftler Dr. Stefan Knoth an seinem Vortrag vom Montag, 7. Mai, eingehen. Das Referat findet im Mehrzweckraum im 5. Stock des Hauses zum Seewadel statt. Die Erhebung der Daten wurde im Rahmen einer

Analyse für die Ausrichtung des Hauses zum Seewadel erstellt. Da diese aber für nicht nur für den Betrieb und die Ausrichtung des Hauses zum Seewadel wichtig sind, sondern ebenfalls für die Öffentlichkeit, werden diese nun am oben erwähnten Datum allen Interessierten zugänglich gemacht. Herr Knoth ist ein Spezialist auf dem Gebiet der komplexen Bedarfsprognosen. Bei seinen genauen Prognosen werden die lokalen Begebenheiten miteinbezogen. Er ist für viele Regionen, Gemeinden und Organisationen der gefragte Kenner, der vor allem bei Strategieentscheiden beigezogen wird. An seinem Vortrag im Haus zum Seewadel wird vor allem interessieren, welche Angebote die Stadt Affoltern

am Albis in Zukunft zur Verfügung stellen muss und welche Bedürfnisse im ganzen Bezirk aufgrund seiner Analyse bereitgestellt werden müssen. Die Grundlage seiner Prognosen ist ein geprüftes, bereits oft verwendetes Instrument, welches die aktuellen Zahlen der Bevölkerung aufnimmt. Im Hinblick auf den Ersatzneubau des Hauses zum Seewadel und für die Ausrichtung der Stadt sind diese Angaben für die Jahre 2030 wichtig. Nach der Veranstaltung können sich die Besucher bei einem feinen Apéro über die Analysen von Herrn Knoth austauschen und den anwesenden Fachpersonen Fragen stellen. (pd.) Altersversorgung in Affoltern im Jahr 2030, Referat von Dr. Stefan Knoth, Montag, 7. Mai, um 19.30 im Mehrzweckraum, 5. Stock, Haus zum Seewadel.

Auffahrt auf dem Bauernhof Auffahrtsfest mit Grillparty und Live-Konzert-Gottesdienst Wie jedes Jahr feiert die Chrischona Kirche Affoltern das Auffahrtsfest am 10. Mai ab 11 Uhr auf dem Weidhof in Uerzlikon. Susanne und Walter Haldemann vom Weidhof öffnen gerne ihren Hof für Gäste. Und ihr Hof in Uerzlikon ist ideal dafür, denn er liegt idyllisch zwischen Weiden und Wald und bietet eine eindrückliche Alpensicht. Gemeinsam mit der evangelischen Freikirche Chrischona laden sie deshalb auch dieses Jahr wieder dazu ein, das Auffahrtsfest auf dem Hof zu feiern. Ab 11 Uhr trifft man sich, zuerst um Gemeinschaft zu geniessen beim Diskutieren, beim Flanieren auf den verträumten Spazierwegen und dem Hof

Das Auffahrtsfest auf dem Weidhof lädt zum Beisammensein. (Bild zvg.) oder bei Spiel und Spass. Auf dem Grill kann dann das selbst mitgebrachte Mittagessen grilliert werden, Sitzgelegenheiten sind vorhanden.

Konzert-Gottesdienst mit Toby Meyer Als Musiker, Produzent und Entertainer hat sich Toby Meyer einen Namen gemacht. So landete er mit dem aktuellen Album «Freiheit – mini Gschicht

Wenn das Gedächtnis nachlässt Vortrag in Wettswil am Dienstag, 8. Mai Der Samariterverein BonstettenWettswil lädt am 8. Mai um 20 Uhr in den Mehrzwecksaal des Schulhauses Ägerten in Wettswil zu einem öffentlichen Vortrag über das Thema Demenz ein. Vielleicht gibt es in der Nachbarschaft, im Freundeskreis oder gar in der Familie Menschen, die teilweise nicht mehr in der Lage sind, ihren Alltag zu meistern oder ihre Sachen zu ordnen. Vielleicht besteht auch schon eine klare Diagnose: Demenz. Dieser Abend soll dazu dienen, uns mit dem Ernst und den Folgen dieser Krankheit auseinanderzusetzen, ohne sich durch die Diagnose erdrückt fühlen zu müssen. Denn Wissen macht Mut, auch wenn es sich um eine beängstigende Krankheit handelt. Der Referent Dr. med. Patrick Holenstein, Oberarzt, FMH Allgemeine Innere Medizin in der Memory-Clinic des Waidspitals wird den Besuchern an diesem Abend Einblick in seine Arbeit mit Menschen geben, die von dieser Diagnose betroffen sind, die unter einer Verschlechterung ihres Gedächtnisses leiden, ihren Alltag nicht mehr im gewohnten Ausmass meistern können und deren Angehörige sich bange fragen, was wird, wenn ihr liebster

Mensch sie nicht mehr erkennt oder nicht mehr weiss, wer er selber ist. Dr. Holenstein wird aufzeigen, wie er und seine Mitarbeiter in der Memory Clinic des Waidspitals interdisziplinär Menschen mit Verdacht auf Demenzerkrankungen ambulant oder stationär abklären und behandeln und welch grosses Gewicht auch auf die Beratung der Bezugspersonen gelegt wird, denn sie sind wichtige Akteure im ganzen Geschehen und brauchen dringend Hilfe und Unterstützung in dieser schwierigen Situation. Das Ziel ist stets die Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen und deren Angehörigen. Der Referent bringt einen grossen Erfahrungsschatz mit. Neben Ausführungen zu seiner Tätigkeit in der Memory Clinic des Waidspitals, wird er den Besuchern auch für viele Fragen zur Verfügung stehen. Es lohnt sich also, sich diesen Abend für das Thema Demenz zu reservieren. Demenz gehört zu den Krankheiten, die meist lieber verdrängt werden, anstatt dass eine Auseinandersetzung stattfindet. Das Leben konfrontiert die Menschen aber leider direkt mit dieser Krankheit und es ist gut, sich dafür zu wappnen. (pd.) Dienstag, 8. Mai, 20 Uhr, Schulhaus Ägerten, Wettswil.

können sich gerne bei Claudio Lingenhag melden:

Die Altersversorgung in Affoltern im Jahr 2030 Am Montag, 7. Mai, hält der Pflegewissenschaftler Dr. Stefan Knoth im Haus zum Seewadel ein Referat über die zukünftige Pflegeversorgung im Säuliamt.

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mit Gott», wo er über die Sehnsucht nach Hoffnung, Sinn und Freiheit singt, in der Schweizer Hitparade. Im Gottesdienst um 14 Uhr besingt und erzählt er in ehrlicher und unverblümter Art seine Geschichte und von seiner Beziehung zu Gott. Er nimmt die Zuhörer auf eine tiefgründige Reise durch sein Leben mit. Ab 15.30 Uhr laden die Hofbesitzer zu einem stärkenden Buure-Zvieri ein. So lässt es sich wohlsein und jedermann kann nochmals Kräfte tanken für die Heimfahrt. (pd.) Donnerstag, 10. Mai, ab 11 Uhr, Weidhof, Familie Haldemann, Unterweid 1, Uerzlikon. Bei Fragen: Andi Wolf, Pastor, Chrischona, Alte Obfelderstrasse 24, Affoltern. Telefon: 079 719 32 46 / Mail: andreas.wolf@chrischona.ch.

Nachwuchsfilmer im Kino Mansarde Am Samstag, 5. Mai, um 17 Uhr in Muri Schülerinnen und Schüler der Kanti Wohlen präsentieren ihre Kurzfilme. Wenn per Fingerschnips ein Sprung in die nächste Welt möglich wird, wenn Holz- und Plastilin-Figuren plötzlich echte Gefühle haben oder wenn wirkliche Menschen in die Welt von «Super Mario» gezogen werden – dann haben Schülerinnen und Schüler der Kanti Wohlen in die Trickfilmkiste gegriffen! Das Kino Mansarde in Muri zeigt am 5. Mai ab 17 Uhr ausgewählte Kurzfilme, die im letzten Jahr im Unterricht oder im Rahmen von Maturaarbeiten realisiert worden sind. Es ist ein bunt gemischter Strauss an Filmwelten entstanden – abwechslungsreich, spannend, humorvoll.

Kurzfilme aus dem Unterricht «Bildnerisches Gestalten» Der grösste Block besteht aus sogenannten Pixilationsfilmen, die im normalen Unterricht gedreht wurden. Pixilationen sind Trickfilme mit echten Menschen oder Tieren. Dank dieser Technik wird Unmögliches möglich und Unbegreifliches greifbar: Menschen fliegen durch die Luft, ziehen Notizzettel aus den Ohren oder verwandeln sich in Stofftierchen. Die jungen Filmerinnen und Filmer begeben sich virtuos und verspielt auf

Die jungen Nachwuchsfilmer zeigen am 5. Mai ihre Kunstwerke. (Bild zvg.) eine Reise durch die Welt des Films. Thematisch bewegen sich die Pixilationsfilme zwischen Klamauk, Action, Liebesgeschichten und engagierten Aufklärungsfilmen. Darüber hinaus werden Kurzfilme aus dem Projektunterricht und von Maturarbeiten aufgeführt. Themen wie Skating, Schönheitsideale, Fitness, Blauring und Gesellschaftskritik zeigen einen spannenden Einblick in die Lebenswelt der jungen Leute.

Blick hinter die Kulissen Die Schülerinnen und Schüler werden die Filme selber kurz vorstellen. Dabei werden sie den einen oder anderen technischen Kniff erklären oder auch die totale Panne zum Besten geben. Auf jeden Fall freuen sich alle auf ein gut besuchtes Kino Mansarde. Der Anlass ist kostenlos. (pd.) Samstag, 5. Mai, 17 Uhr im Kino Mansarde, Muri.

Nachts auf Amphibien-Pirsch Am Freitag, 4. Mai, von 21 bis 23 Uhr, findet in Rottenschwil ein zweistündiger Rundgang statt, um das Nachtleben der Reusstaler Frösche zu entdecken.

und Molche. Stiefel und Taschenlampe sind mitzubringen. Die Kosten betragen 10 Franken für Erwachsene, Kinder bis 16 Jahre sind gratis. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (pd.)

Auf einem Rundgang zu später Stunde gibt Niklaus Peyer, Mitarbeiter im Zieglerhaus Rottenschwil und Amphibien-Spezialist, Einblicke in das Nachtleben der Reusstaler Frösche, Kröten

Freitag, 4. Mai, 21 bis bis 23 Uhr, Treffpunkt: Öffentlicher Parkplatz bei der Reussbrücke Rottenschwil (westseitig). Weitere Infos auf: www.stiftung-reusstal.ch.


sport

Gelungener Saisonstart Erfolgreiche Nachwuchsfahrer des RRC-Amt Die Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer des RRC-Amt blicken mit mehreren Podestplätzen auf einen geglückten Saison-Auftakt zurück. Am letzten Sonntag startete in Schwändi die EKZ-Cup Serie. Der RRCAmt konnte bei den U9 mit einem dritten Rang von Sara Käppeli einen Podestplatz und mit den Rängen 4 und 5 von Robin Bösch und Nils Graf Topresultate feiern. Bei den U7 wurde Sophia Steinhauer ebenfalls Vierte und verpasste das Podest nur knapp. Sarina Rüttimann und Cedric Graf konnten bei den U13 auf der anspruchsvollen Strecke mit je einem achten Rang ebenfalls in die Top Zehn fahren. Mit den bis zu 50 Startenden Kindern in ihrer jeweiligen Kategorie ist es nicht immer einfach, nach vorne zu fahren. Einige RRC-Amt-Fahrer wurden bei verengten Passagen wegen der vielen Kinder behindert und konnten so nicht ganz vorne mithalten. Dies gehört zum Rennsport und das nächste Mal gehören diese zu den Glücklicheren.

Erster Platz für Lina Huber In Hochdorf fand gleichzeitig der Argovia Cup statt. An diesem Rennen

Cedric Graf stand bei den U13 Strassenfahrern in Kiesen zuoberst auf dem Podest.

Robin Bösch erreichte am EKZ-Cup in Schwändi den vierten Platz. (Bilder zvg.) starteten die Geschwister Lina und Shana Huber. Bei diesem Cup fahren die Kleinsten einen Geschicklichkeitsparcours. Diesen meisterte Lina Huber bei den U9 am besten und konnte somit zuoberst aufs Podest. Shana Huber musste sich als Fünfte geschlagen geben. Sie fuhr mit ihren drei Fehlerpunkten nur 1 Punkt am Podest vorbei. Jan Tillmann startete beim Proffix Swiss Bike Cup in Schaan mit einem 4. Platz bei den U15 ebenfalls sehr gut in die Saison. Er konnte sich im Schlusssprint gegen drei Verfolger erfolgreich wehren. Bei den Strassenfahrern konnten Cedric Graf bei den U13 mit einem Sieg in Kiesen und einem zweiten Rang in Bernex und Jan Graf bei den U11 mit je zwei dritten Plätzen bereits einige Podestplätze feiern. Nils Graf fuhr bei den beiden Rennen mit je einem vierten Rang knapp am Podest vorbei. Weitere Infos unter www.rrc-amt.ch.

Orientierungslauf im Frühlingswald Ein Erlebnis für Gross und Klein Die OLG Säuliamt organisiert am Samstag, 5. Mai, ab 12 Uhr den «OL für alle». Die Teilnahme ist kostenlos. Jeweils im Frühling und im Herbst organisiert die Orientierungslaufgruppe Säuliamt den «OL für alle» in familiärem Rahmen. Dieser Anlass eignet sich besonders, um den Sport Orientierungslauf kennenzulernen, dessen Reiz in der Kombination aus Laufvermögen, Kartenlesen, Routenwahl und der Sportarena Wald liegt. Mit verschiedenen Kategorien unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrads ist für jeden etwas dabei, sei es für den Einsteiger, den Gelegenheitsläufer oder auch den Könner. Wer noch nie einen OL gelaufen ist, kann sich vor Ort instruieren lassen, bevor er sich auf Postenjagd begibt. OLCracks beweisen ihr Können auf der langen, anspruchsvollen Bahn, und für die Jüngsten gibt es einen kurzen Schnur-OL, für den keine Karte benötigt wird.

Einzel- und Gruppenstarts möglich Da der Spass im Vordergrund steht, kann am «OL für alle» sowohl einzeln wie auch in Gruppen gestartet werden. Nicht die gelaufene Zeit, sondern das Vergnügen zählt. Ausser passenden Schuhen und sportlicher Kleidung

– idealerweise langer Hose – ist keine Spezialausrüstung erforderlich. Kompasse und SI-Badges für die Postenkontrolle können vor Ort bezogen werden. Wer nicht rennen mag, sondern es lieber gemütlicher nimmt, für den findet parallel der Walking-OL statt. Bei diesem erfolgt keine Zeitnahme. Stattdessen müssen hier die OL-Posten auf der Route gesucht und korrekt auf die Karte eingetragen werden. Die nächste Gelegenheit, einen Orientierungslauf auszuprobieren, bietet sich am kommenden Samstag, 5. Mai, im Feldenmas Hedingen. Die Anmeldung erfolgt beim Pfadiheim Hedingen oberhalb des Hedinger Weihers zwischen 12 und 14 Uhr (Walking-OL bis 13.30 Uhr). Der Weg ist ab Bahnhof Hedingen, Kreisel Hedingen ausgeschildert, Parkplätze befinden sich beim Hedinger Weiher.

Kleine Festwirtschaft für das leibliche Wohl Eine kleine Festwirtschaft sorgt für die Stärkung nach dem Lauf mit Kuchen und Getränken. Die Teilnahme am Lauf selbst ist kostenlos. Es steht ein «Sparsäuli» parat, das sich freut, gefüttert zu werden. Der Erlös aus der Festwirtschaft und dem «Sparsäuli» kommt der Juniorenabteilung der OLG Säuliamt zugute. Die OLG Säuliamt freut sich auf viele Teilnehmende.


Sport

Mittwoch, 2. Mai 2018

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WB bringt Red Star ins Wanken Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – Red Star 0:0 WB bestätigte seine zuletzt guten Resultate und rang dem Aufstiegskandidaten Red Star ein gerechtes Unentschieden ab. In Hälfte zwei schnupperte es gar am Sieg. ................................................... von kaspar köchli Zwei formstarke Teams trafen aufeinander, obschon in der Tabelle elf Punkte und sieben Ränge voneinander getrennt. Red Star begann die Rückrunde fulminant und kletterte mit fünf Siegen bis auf den zweiten Platz empor. Selbst gegen den unangefochtenen Leader Bellinzona befand es sich auf Drei-Punkte-Kurs, ehe die Partie Minuten vor Schluss zu Gunsten der Tessiner kippte. Auch WB glückte der Start in die zweite Saisonhälfte mit 14 Punkten aus sieben Spielen ausgezeichnet – so durften sich alle auf ein spannendes Spiel freuen, zumal es auf dem zuschauerfreundlichen Hauptplatz stattfand.

Red Star verpasst Führung Die Stadtzürcher von der Allmend liessen von Anfang an keine Zweifel offen, dass sie mit einem Sieg ihren zweiten, für Aufstiegsspiele berechtigenden Rang untermauern wollten. Ihnen offenbarte sich, nach vorerst zaghaften Schüssen, eine Kapitalchance durch La Rocca – einige Zuschauer

sprachen von einer hundertprozentigen Chance, auch wenn es eine solche generell wohl gar nicht gibt. WB kam zu seinem ersten Abschlussversuch mittels Kopfball Zollers (12. Minute), den Red-Star-Keeper Beeler sicher behändigte. Die über 300 Zuschauer durften eine gute, abwechslungsreiche Partie geniessen, die hin und her wogte, sehr umstritten, jedoch stets von Fairness geprägt war. Pech für die Gäste nach einer halben Stunde, als ihr Captain Reiffer nach einem Prellball mit Loosli verletzt ausscheiden musste. Fortan vermochte WB das Geschehen auszugleichen, ohne jedoch zu einem zwingenden Abschluss zu gelangen.

WB kitzelt am Sieg Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Der stark spielende Peduzzi flankte zentimetergenau zur Mitte auf Lugo, welcher mit seinem strammen Kopfball das Gebälk traf. Bereits im letzten Spiel gegen Winterthur scheiterte der omnipräsente WBStürmer zweimal am Aluminium. Die Rotschwarzen legten nach und beschworen nach einer Cornertriplette abermals hohe Gefahr im gegnerischen Strafraum herauf. Red Star war zwar bemüht, seinerseits den Luckypunch zu landen, allerdings fehlte es beim letzten Pass plötzlich an der nötigen Genauigkeit. WB war nun schlicht das bessere Team und verpasste zehn Minuten vor Schluss die Führung. Dzelili enteilte

Die grösste Chance der Rotschwarzen: Lui Lugos fulminanter Kopfball fliegt an die Torlatte. (Bild Kaspar Köchli) auf dem linken Korridor pfeilschnell der Gästeabwehr und passte zur Mitte, wo Capone alleinstehend überhastet am glänzend reagierenden, behandschuhten Beeler scheiterte – damit war WBs Matchball dahin. Aber auch die Grünweissen stürmten nochmals vehement nach vorn. Eindrücklich war, dass beide Mannschaften, aus gesicherter Abwehr heraus, bis zum Schluss den Sieg wollten. Schliesslich setzte der gute Unparteii-

sche mit drei Pfiffen dem hochklassigen Spiel sein Ende. Fazit, über den Daumen gepeilt: Red Star «gehörte» die erste, WB die zweite Hälfte, wobei ein Sieg der Heimischen aufgrund ihrer guten Torgelegenheiten keinesfalls gestohlen gewesen wäre. «Unsere zweite Halbzeit war echt stark, das Team hat das Vorgegebene umgesetzt», freute sich WB-Trainer Oswald und er fügte hinzu: «Nur schade, konnten wir die tolle Leistung nicht

mit dem Siegestreffer belohnen.» Die Spannung in dieser verrückten Gruppe 3 ist weiterhin gross. WB liegt als Zehntklassierter nur zwei Punkte über dem Abstiegsstrich, aber auch nur fünf Zähler hinter dem fünftklassierten Mendrisio. Sportplatz Moos, 312 Zuschauer; WB – Red Star 0:0. Thaler; Todzi (66. Bétrisey), Brüniger, Studer, Loosli; Dzelili, Miljovic, Schneebeli, Zoller, Peduzzi (72. Capone); Lugo (90. Horak).

Museales – höchst lebendig und zum Anfassen

Der FCA gewinnt beim Tabellenzweiten

Zum achten Mal Grand Prix Mutschellen

2. Liga: FC Stäfa – FC Affoltern 2:4 (1:2)

Am vergangenen Sonntag liess das sportlich rollende «Museum» GP Mutschellen hochkarätige Fahrzeuge aus über 100 Jahren Automobil- und Motorradgeschichte hautnah erleben. ................................................... von urs e. kneubühl Mein lieber Schieber… was sich da abermals alles getroffen hat! Das Starterfeld der achten Austragung des Grand Prix Mutschellen war einmal mehr grossartig besetzt. Das, was man ansonsten in Technik-Museen lediglich im Stillstand und aus Ehrfurcht heischender Distanz bewundern kann, gab es hier hautnah und im sportlichen Einsatz zu erleben. Hautnah.

Knutschkugeln zum Kulturerbejahr 2018 Rund 300 historische Rennfahrzeuge gaben ein lebendiges Zeugnis der Automobil- und Motorradgeschichte ab. Allein die 150 Knutschkugeln, Schneewittchensärge und Zwergenautos, die von ihrem 11. Internationalen MicroCar-Treffen in Wohlen herkamen, um das zahlreich erschienene Publikum an der Strecke von Rudolfstetten nach Friedlisberg mit einer Durchfahrt zu erfreuen, sorgten für Begeisterung. Die Kleinstwagen aus der frühen Wirtschaftswunderzeit waren im Rahmen von #Kulturerbe2018 unterwegs, einer gemeinsamen Kampagne von über 30 Organisationen, die das zivilgesellschaftliche Engagement für den Erhalt, die Pflege und die Weiterentwicklung des Kulturerbes in der Schweiz vertreten. Das europäische Kulturerbejahr – von EU und Europarat lanciert – steht

hierzulande unter dem Patronat von Bundesrat Alain Berset und bietet eine Vielzahl an verschiedensten Veranstaltungen und Aktionen in der ganzen Schweiz (siehe www.kulturerbe2018.ch).

Enthusiasmus und stattliche Investitionen «Schau hin!», ist die Kernbotschaft von #Kulturerbe2018, und wer am vergangenen Sonntag in Wohlen oder am GP Mutschellen war, der hat dies auch mit Begeisterung getan. Motorsport als Kulturerbe? Durchaus, daran gibt es nichts zu rütteln. Das bestätigen die zahlreichen, begeisterten Zuschauenden an Anlässen wie dem GP Mutschellen allemal. Ihr Interesse ist für die Teilnehmer, die mit Enthusiasmus sowie stattlichen Investitionen punkto Zeit und Geld dieses Kulturerbe erhalten, verdiente Honorierung. Mit ihrer Teilnahme – dafür bezahlen sie Startgeld – tragen sie zur lebendigen Erhaltung von Kulturerbe

und, vor allem, zur Freude des Publikums bei. Sie ermöglichen damit die aktive Wahrnehmung von Kulturgut und eine Reflexion über den Wert und seine gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung zur Sicherung seiner Zukunft. Wer also am GP Mutschellen aktiv dabei war, wie ich, darf durchaus stolz sein.

#Kulturerbe2018: Indianapolis in Oerlikon

Ein weiterer motorsportlicher Anlass, welcher Kultur im doppelten Sinne repräsentiert, wird das am Dienstag, 24. Juli (bei Schlechtwetter am Donnerstag, 26. Juli), auf der Offenen Rennbahn Oerlikon stattfindende «Indianapolis in Oerlikon» sein. Es steht ebenfalls in der Agenda von #Kulturerbe2018. Einerseits ist da die 1912 als weltweit erste Spannbetonkonstruktion erbaute Offene Rennbahn als architektonisches Meisterwerk ihrer Zeit und zum Zweiten drehen, neben den Velorennfahrern bei ihren traditionellen Abendrennen, zwischendurch auch historische Rennwagen und -Motorräder ihre Runden im Oval. Und als Zuschauer – Eintritt 20 Franken – ist man auch hier mittendrin, weil man die historischen Zeitzeugen im Innenraum der Rennbahn jederzeit und ohne zusätzlichen Aufpreis ganz von nah «Anzeiger»-Mitarbeiter Urs E. Kneubühl war mit seinem Formel Ford 166 RF aus dem Jahre 1984 am GP Mutschellen betrachten kann. Also vormerken! mit dabei. (Bild zvg.)

Der FC Affoltern überzeugt auswärts beim Tabellenzweiten und schlägt den FC Stäfa klar. Damit konnte er die rote Laterne an den FC Küsnacht weitergeben und ist ab sofort nicht mehr das Tabellenschlusslicht. Nach beidseitig intensivem Start begannen die Ämtler den FC Stäfa zu dominieren. Bei grosser Hitze hatten die Blauweissen mehr Luft. Ein Zuschauer der Einheimischen meinte: «Da sieht man gar nicht, dass da die rote Laterne auf dem Platz steht.» Die Filipovic-Schützlinge bewiesen nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich viel Charakter und konnten das Spiel wieder auf ihre Seite kehren. Ein Weitschuss von Stankovic und eine Chance von Antenen deuteten von Anfang an darauf hin, dass sich der Tabellenletzte noch nicht aufgegeben hat. Aber nach 16 Zeigerumdrehungen ging trotzdem der Gastgeber in Führung. Saethre setzte sich gleich gegen mehrere Gegenspieler durch und liess Aegerter mit einem Flachschuss keine Chance. Aber nur neun Minuten später zirkelte Rama die runde Kugel aus über 25 Metern ins entferntere Lattenkreuz. Stankovic scheiterte anschliessend am guten Goalie der Einheimischen. Kurz vor der Pause kombinierten die Gäste den Gegner herrlich auseinander. Antenen konnte das genaue Zuspiel von Ismajlaj zur 1:2-Pausenführung verwerten, obwohl Stäfa auch noch zu zwei gefährlichen, aber erfolglosen Angriffen kam.

der Goalie gekonnt zur Seite. Darauf vergaben die Gastgeber zwei riesige Einschussmöglichkeiten. Nach einer guten Stunde foulte Premananthan einen Stürmer im eigenen Strafraum. Der gute Schiedsrichter zeigte auf den Penaltypunkt und Aegerter hatte gegen den Strafstoss von Gojani keine Abwehrchance. Nach dem Ausgleich stachelte Trainer Filipovic seine Schützlinge weiter an. Der FCA wollte drei Punkte. In der 73. Minute wurde Stankovic auf der rechten Seite freigespielt.

Erfolgreicher Konter in der zweitletzten Minute Nach einer Körpertäuschung hob er den Ball zur 2:3-Führung in die linke hohe Ecke. Zwei Minuten vor Spielende war Stäfa stark aufgerückt. Mit einem Bilderbuchkonter wurde Ismajlaj lanciert. Er brauste von der Mittellinie aus davon und schob kaltblütig zum 2:4-Schlussresultat ein. Mit diesem Sieg hat der FCA die rote Laterne an Küsnacht überreicht. Es braucht aber weitere tolle Leistungen, um sich auch noch über den berühmten Strich arbeiten zu können. Am nächsten Samstag kommt der starke FC Lachen/Altendorf auf das Moos. Für den angestrebten Ligaerhalt müssen die Ämtler erneut mit einer starken Leistung aufwarten. Willi Ebner Sportanlage Frohberg in Stäfa mit 65 Zuschauern und einer kaputten Matchuhr. Die FCA-Mannschaftsaufstellung: Aegerter, Steigmeier, Premananthan, Ruoss,

Ausgleich nach der Pause Nach dem Pausentee setzten die Akteure vom Zürichsee erneut viel Druck auf. Einen Freistoss von Rama wehrte

Tustonja, Markanovic (83. Oetterli), Ismajlaj, Antenen (77. Stähli), Rama (84. Lukic), Bilic, Stankovic. Die Torfolge: 16. Saethre 1:0, 25. Rama 1:1, 40. Antenen 1:2, Gojani 2:2, 73. Stankovic 2:3, 87. Ismajlaj 2:4.


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Veranstaltungen

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Samariterverein Bonstetten-Wettswil

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Der Samariterverein Bonstetten-Wettswil lädt zu einem öffentlichen Vortrag ein: Ein ganz aktuelles Thema

Freitag, 4. Mai, 17.00 bis 22.00 Uhr Samstag, 5. Mai, 8.00 bis 16.00 Uhr

DEMENZ Referent: Dr. med. Patrick Holenstein Oberarzt innere Medizin in der Memory Clinic Waidspital Wann: Dienstag, 8. Mai 2018, 20.00 Uhr Wo: Mehrzwecksaal, Schulhaus Aegerten Wettswil

Unsere Kunden sind unser wichtigstes Kapital, darum möchten wir deren Wünsche speditiv und kompetent erledigen. Zur Ergänzung suchen wir eine

Sachbearbeiterin

Gartensaisoneröffnung mit Cocktailnight Muttertag Samstag, 12. Mai, 8.00 bis 16.00 Uhr Sonntag, 13. Mai, 9.00 bis 13.00 Uhr

Der Abend soll dazu dienen, uns mit dem Ernst und den Folgen dieser Krankheit auseinanderzusetzen, ohne uns durch die Diagnose erdrückt fühlen zu müssen. Denn, Wissen macht Mut, auch wenn es sich um eine beängstigende Krankheit handelt.

für unsere Französisch sprechenden Kunden. Zusätzlich helfen Sie bei der Auftragserfassung mit. Bei uns erwartet Sie ein aufgestelltes Team, abwechslungsreiche Arbeit und ein gutes Umfeld.

Arno Camenisch Lesung

Zufahrt über Eggstrasse, Wettswil. Parkmöglichkeit auch im Dorfzentrum.

Eine kaufmännische Ausbildung ist nicht zwingend nötig, aber flinkes und speditives Arbeiten am PC schon.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie unsere Frau Hedy Ulrich. LUCIEN METAIRIE SA Langackerstrasse 27 6330 Cham Tel. 041 785 62 25 hedy.ulrich@wiv-schweiz.ch

Donnerstag, 3. Mai, 20 Uhr 20:15 Uhr

FR

Jazz am Donnerstag

4. MAI WORLDS BEYOND

20:15 Uhr

Eintritt 20.- / 10.-, Kasse ab 19.30 Uhr Vorverkauf / Reservation: Regionalbibliothek bibliothek@affoltern-am-albis.ch / 044 761 44 09 oder www.kulturaffoltern.ch

Weltmusik: Klassik, Jazz & Avantgarde

© Janosch Abel

D O 3 . M A I ALESSANDRO D’EPISCOPO TRIO

MAI

Regionalbibliothek Affoltern

DO 10. MAI ROBI WEBER TRIO 20:15 Uhr

Jazz am Donnerstag

F R 1 1 . M A I SCHÄRLI – MOREIRA FEIGENWINTER 20:15 Uhr

Jazz: Brasilien – Schweiz

SA 12. MAI ROSSANO SPORTIELLO SO 13. MAI 20:15 Uhr 17:00 Uhr

Solo Piano

DO 17. MAI J Ü R G M E T Z G E R J A Z Z TRIO PLUS 20:15 Uhr

Jazz am Donnerstag

F R 1 8 . M A I PA G A R E I N S I E M E 20:15 Uhr

A-cappella

D O 2 4 . M A I LAMAROTTE SWINGTETT 20:15 Uhr

Jazz am Donnerstag

D O 3 1 . M A I S T I N G O P E R AT I O N 20:15 Uhr

Schulen und Kurse Gerne Gitarre spielen? Erfolgreiche Methode eines 1A-Lehrers. Schnupperlektion Tel. 079 220 62 84

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Jazz am Donnerstag

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