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Bezirk Affoltern

Donnerstag, 30. April 2015

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Maulwurf, Nacktschnecke, Buchsbaumzünsler und Co. Unzählige Gartenschädlinge machen den Hobbygärtnern das Leben schwer In den Gärten gibt es fast so viele Schädlinge wie Pflanzen. Sobald die Temperaturen steigen und die Natur zu spriessen beginnt, tauchen auch die lästigen Schädlinge auf. Mit biologischer, aber auch chemischer Bekämpfung wird ihnen der Kampf angesagt. ................................................... von martin mullis In den Haus- und Schrebergärten recken bereits die Kartoffelstauden zaghaft die ersten grünen Blätter aus der Erde. Verschiedene zarte Setzlinge sind ebenfalls gepflanzt, aber dennoch ist die Gartenidylle nachhaltig gestört. Viele Hobbygärtner führen einen re-

gelrechten Krieg gegen die lästigen Schädlinge, nur verlieren sie den Feldzug meistens. Die Gartenbeete, Sträucher und Heckenpflanzen sind den Schädlingen mehr oder weniger hilflos ausgesetzt. Der Maulwurf verschönert mit kleinen Hügeln den gepflegten Rasen, die Schnecken zeigen sich bei den zarten Setzlingen unersättlich, der Kartoffelkäfer wütet und die Läuse befallen so ziemlich alles was im Garten grünt und blüht. Ganz zu schweigen von den weither eingeschleppten Schädlingen, wie dem Buchsbaumzünsler, welcher innert Wochenfrist die edlen Sträucher in abgefressenes und verdorrtes Gestrüpp verwandeln kann. Manche der Hobbypflanzer greifen aus lauter Verzweiflung schon einmal zur chemischen Keule und versu-

chen mit der Tabula-Rasa-Methode Herr über die Gemüsebeete zu werden. Sie bestreuen Schnecken mit Kochsalz oder zerschneiden sie martialisch mit der Gartenschere und spritzen mit Gift, dass die Rosenstöcke vor lauter flüssiger Chemie nur so tropfen. Wer die Umwelt schützen will und wem vor allem die Bienen nicht ganz gleichgültig sind, versucht sanftere Methoden. So ganz verloren bei der Ausrottung der unerwünschten Vielfrasse sind die Gärtner nämlich nicht. Im Kampf um die Gartenschädlinge bieten die entsprechenden Fachgeschäfte umfangreiche Hilfe an. Arthur Küng, Inhaber des Gartencenters Guggenbühl in Bonstetten, bietet in seinem Geschäft rund 150 Produkte zur Schädlingsbekämpfung an. Eine

ganze Palette dieser Präparate wirken biologisch, verlangen bei der Anwendung aber auch ein etwas grösseres Wissen und mehr Aufwand als die chemischen Mittel. So sind sogar eigentliche Nützlinge im Handel. Im Gestell Schneckenkörner stoppen den Raubzug auf das zarte Grün. der biologischen (Bild Martin Mullis) Mittel zur Bekämpfung der verschiedenen Schädlinge längst bekannt und im Kampf gegen finden die Gärtner Artikel mit Bio- Läuse kann sogar ein Aufzuchtset für wirkstoffen, etwa Pilze, welche Agro- Marienkäfer erworben werden. Die Bakterien enthalten. Biologischer herzigen kleinen Käfer haben die LäuPflanzenschutz gegen Mehltau ist se nämlich zum Fressen gern.

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Traue keiner Statistik, die du nicht selber interpretiert hast Höchster Fremstimmenanteil reichte nicht zur Wiederwahl, «Anzeiger» vom 24. April. Im «Anzeiger» vom 24. April ist ein Artikel über die Panaschierstatistik der Kantonsratswahlen erschienen. Darin steht folgende Aussage: «Die Auswertung des Statistischen Amtes offenbart

noch immer ein Ungleichgewicht zwischen SVP und FDP. Mitglieder und Sympathisanten der Volkspartei unterstützten Freisinnige auch dieses Mal mehr als umgekehrt. So erhielt der wiedergewählte FDP-Vertreter Olivier Hofmann 245 seiner 2694 Stimmen von SVP-Wählern, derweil sich SVPSpitzenreiter Martin Haab mit 198 aus dem FDP-Lager begnügen musste.» Der

Vorstand der FDP-Bezirkspartei ist der Meinung, dass die Schlussfolgerung der mangelnden Unterstützung der SVP durch die FDP nicht stimmt, wenn man die Grösse der beiden Parteien betrachtet. Die FDP gab mit einem Wähleranteil von 18,12% dem SVP-Spitzenmann Martin Haab 198 Stimmen. Bei einem Wahlanteil der SVP von 32,27% würde eine ebenbürti-

den Fall, dass ich das Krankenhaus in den nächsten Jahren wieder brauchen würde. Patientinnen und Patienten kann ich das Spital Affoltern wärmstens empfehlen unabhängig davon, was in den nächsten Wochen und Monaten in der Presse über Betriebskommission, DV oder CEO geschrieben wird.

Seit fast vier Jahren leben wir nun als USA-Schweizer in Affoltern am Albis. Nach sieben Jahren Leben in der Schweiz besuchten wir wieder mal unsere alte Heimat an der West-Küste in den USA. Hier unsere Meinung:: – man wird in den USA angelächelt, begrüsst, vor allem in Läden, Restaurants, aber auch auf der Strasse. – Man füllt sich willkommen. – Die Leute kamen ohne Vorurteile und Vorbehalte auf uns zu. In Kürze: In den USA gibt es korrupte Behörden, und die Regierung ist auf der fragwürdigen Seite. Die Leute sind jedoch mehrheitlich offen, einiges freundlicher als hier und grosszügig. Hier in der Schweiz empfinden wir die Behörden mehrheitlich als korrekt, die Regierung als stabil, aber die Leute als verschlossen, unfreundlich und knauserig (vor allem wenns ums Geld geht). Schade! Wir lächelten, im 2009 als wir aus Kalifornien hier ankamen – inzwischen ist unser «California smile» leider auch verschwunden. Im Moment herrscht jedoch Frühlingswetter, daher ist die Stimmung freundlicher …

Dr. med. Urs Glenck, Ebertswil

Miriam Selmi Reed und Michael Alan Reed, Affoltern

ge Unterstützung für Olivier Hofmann aus 352 Stimmen bestehen. In der Tat wurde der FDP-Vertreter jedoch «nur» mit 245 Stimmen unterstützt. Es kann also keine Rede davon sein, dass die FDP die SVP weniger unterstützt hat als umgekehrt. Vorstand der FDPBezirkspartei

Spital Affoltern aus Patientensicht Vor lauter Wirbel um Spitalpolitik, Finanzen und Kommissionen scheint manchmal vergessen zu gehen, dass ein Krankenhaus in erster Linie der Behandlung von Patienten dient. So schreibe ich hier ein paar Zeilen aus meiner Erfahrung als Patient des Spitals Affoltern. Während 35 Jahren habe ich als Hausarzt Patientinnen und Patienten ins Spital Affoltern überwiesen. Die meisten von Ihnen kamen zufrieden

in meine Praxis zurück, viele sogar des Lobes voll. Meinem fortgeschrittenen Alter entsprechend musste ich mich kürzlich einer Operation unterziehen und die Seite wechseln. Statt am Krankenbett stehend, im Krankenbett liegend. Statt ärztliche Therapien und Anweisungen zu verordnen, solche entgegenzunehmen. Da mich die Kollegen ärztlich liebevoll und fachlich kompetent betreuten, gelang der Rollenwechsel bestens. Die Pflegenden

waren freundlich und hilfsbereit an meinem Bett, wenn ich sie brauchte und liessen mir meine Freiheit und Sonderwünsche, wo sie zu verantworten waren. Die Physiotherapeutin forderte mich heraus und half, das Vertrauen in meine Gehfähigkeit wiederzufinden. Die Hotellerie sorgte für geschmackvolles Essen nach meiner Wahl, ohne mich mit Kalorien zu überfüttern. Eine wahrhaft gute und wertvolle Erfahrung insbesondere für

«California smile» ist verschwunden

SVP Wettswil sagt « Ja, aber ...» zum Schulhausneubau Ersatzwahlen: Als Schulpflegemitglied wird Charlotte Dalcin portiert An einer ausserordentlichen Sitzung hat der Vorstand der SVP Wettswil den am 10. Mai zur Abstimmung stehenden Schulhausneubau diskutiert und mit Vorbehalten die Ja-Parole gefasst. Ausser Diskussion steht der Bedarf von zusätzlichen Räumlichkeiten für den Schulbetrieb, da die Gemeinde in den vergangenen Jahren munter gewachsen ist und dies auch in Zukunft der Fall sein wird. Das sehr grosszügig dimensionierte Projekt bringt aber nicht nur Vorteile: Zu denken geben in erster Linie die Vergabe des Gesamtprojektes an einen Generalunternehmer sowie die vermeintliche Notwendigkeit des geplanten Mehrzwecksaales und der neuen Bibliothek. Es stellt sich die Frage, ob wir angesichts der eher unsicheren wirtschaftlichen Zeiten tatsächlich eine Luxusausführung brauchen oder ob nicht auch eine etwas bescheidenere – dafür kostengünstigere – Variante gereicht hätte. Immerhin belastet der Bau mit allem Drum und Dran das jährliche Budget in Zukunft mit 1,6 Mio Franken. Dieser Betrag kann ge-

mäss Abstimmungsbroschüre wohlgemerkt nur bei gleichbleibenden guten Steuereinnahmen (Status quo) gedeckt werden. Für die SVP ist deshalb klar, dass bei Annahme des Projektes mindestens mittelfristig mit Kosteneinsparungen in anderen Bereichen gerechnet werden muss, um die in den letzten Jahren ständig gestiegenen laufenden Ausgaben im Lot zu halten. Dies umso mehr, als auch weitere wichtige Projekte, welche einer dringenden Realisierung bedürfen – etwa das «betreute Wohnen im Alter in Wettswil» – noch anstehen. Die Vergabe des Gesamtprojektes an einen Generalunternehmer ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits wird dadurch sichergestellt, dass das Budget nicht überschritten wird, was angesichts des stolzen Budgetantrages von 21 Mio. Franken aber auch nicht allzu schwierig sein dürfte. Andererseits kann aber nicht von Kosteneinsparungen durch allfällige Abgebotsrunden, welche im freihändigen Ausschreibungsverfahren alltäglich sind, profitiert werden. Als noch problematischer erachtet der Vorstand, dass die Schulpflege damit den Einfluss auf die Arbeitsverga-

sichtigt werden. Ein ähnlicher Fall hat vor wenigen Wochen bei der Arbeitsvergabe des Schulhauses Ennetgraben in Affoltern für einigen Unmut gesorgt. Vergleichbare Beispiele haben in der jüngsten Vergangenheit leider immer wieder Schlagzeilen gemacht und müssen zwingend vermieden werden! Die SVP erwartet deshalb von den Verantwortlichen der Schulpflege, dass die finalen Verträge mit dem Generalunternehmer so ausgestaltet werden, dass die Einhaltung der Gesetze einer allfälligen Prüfung während der Bautätigkeit standhält. Darüber hinaus erhofft sich die SVP Wettswil, dass auch die eine oder andere lokale Firma zum Zuge kommt.

Charlotte Dalcin. (Bild zvg.) be an die jeweiligen Unternehmer aus der Hand gegeben hat. Es ist anzunehmen, dass der Generalunternehmer die Arbeiten jeweils dem günstigsten Anbieter vergibt. Damit besteht nicht nur das Risiko, dass die ausführende Firma die arbeitsrechtlichen Vorschriften (Einhaltung der gesetzlichen Mindestlöhne und der gesetzlichen Arbeitszeit) nicht einhält, sondern auch, dass kaum lokale Handwerker berück-

Charlotte Dalcin in die Schulpflege Mit einstimmiger, grosser Unterstützung schickt die SVP ihr behördenerfahrenes, in der Gemeinde bestens bekanntes und geschätztes Vorstandsmitglied Charlotte Dalcin in den Wahlkampf um den frei werdenden Sitz in der Primarschulgemeinde. Die kaufmännische Angestellte kann auf eine langjährige, erfolgreiche Behördentätigkeit innerhalb der

RPK zurückblicken. Sie verfügt damit bereits über umfassende Kenntnisse der Strukturen und der Finanzen der Primarschule. Während ihrer Zeit bei der RPK hat Charlotte Dalcin gelernt, zwischen Notwendigem und Wünschenswertem zu unterscheiden. Sie wird sich deshalb auch dafür einsetzen, dass der Neubau des Schulhauses einwandfrei und professionell unter Berücksichtigung der wesentlichen Aspekte durchgezogen wird. Ihr Wille zu behördenübergreifender, teamorientierter Zusammenarbeit, gepaart mit dem Bekenntnis zu Kostentransparenz machen Charlotte Dalcin zur idealen Ergänzung im heutigen Team der Primarschulpflege. Aufgrund ihrer offenen und vorwärtsstrebenden Persönlichkeit ist sie eine ideale Teamplayerin bei Analysen und Problemlösungsprozessen. Charlotte Dalcin garantiert eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit in unserer Primarschule. Man wähle deshalb am 10. Mai zum Wohle unserer Kinder, unserer Schule und unserer Gemeinde Charlotte Dalcin in die Schulpflege. Andreas Engeler

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